Kurrecher Anzeig?. für verbunden OWT* Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mark 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wöchentlich eine Gratisbeilage„Familienfreund.“ den Tandrreis Vortmauk, mit der Oo• A* Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. u G. Dortmund, Schwerte und Aplerdeck, Donnerstag, 14. Januar 1886. uld. Jodngende Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Mit bezug auf die Allerhöchste Verordnung vom 4. d. Mts., durch welche die beiden Häuser des Landtages der Monarchie, das Herrenhaus und das Haus der Abgeordneten, auf den 14. d. Mts. in die Hauptund Residenzstadt Berlin zusammenberufen worden sind, mache ich hierdurch bekannt, daß die besondere Benachrichtigung über den Ort und die Zeit der Eröffnungssitzung in dem Büregu des Herrenhauses und in dem Büreau des Hauses der Abgeordneten am 13. d. Mts. in den Stunden von 8 Uhr früh bis 8 Uhr abends und am 14. d. Mts in den Morgenstunden von 8 Uhr ab offen liegen wird. In diesen Büreaus werden auch die Legitima tionskarten zu der Eröffnungssitzung ausgegeben und alle sonst erforderlichen Mitteilungen in bezug auf dieselbe gemacht werden. Berlin, den 5. Januar 1886. Der Minister des Innern: gez v. Puttkamer. Vekanntmachung der Königlichen Regierung. Nach Beschluß des Bundesrates vom 24. April 1882 wird die allgemeine Ermittelung des Ernteertrages im Deutschen Reiche, die den Zweck hat, durch direkte Umfrage möglichst zuverlässige Angaben über die wirklich geerntete Menge an Bodenprodukten zu gewinnen, auf die im Formulare B aufgeführten Früchte beschränkt. Für diese Ermittelung sind für 1885 folgende allgemeine Bestimmungen maßgebend: 1) Die Ermittelung des Ernteertrages für 1885 findet in der zweiten Hälfte des Monats Februar 1886 statt. 2) Mit der Vorbereitung und technischen Leitung der hierzu erforderlichen Arbeiten, sowie mit der Zusammenstellung und Drucklegung der Ergebnissder Ermittelung ist das Königliche statistische Büreau zu Berlin beauftragt. Dasselbe bildet die Zentralstelle für die Versendung aller Drucksachen und den Rückempfang der ausgef üllten Formulare, nicht minder auch für die Erledigung von Anfragen auler Art, weiche die ungebronele Seye bung hervorrufen sollte. Die unmittelbare Ausführung der Erhebung in den einzelnen Regierungsbezirken, Kreisen und Oberämtern, Gemeinden und selbständigen Guts bezirken ist Sache der Königlichen Bezirks=, Kreisund Oberamts=Verwaltungsbehörden und in weiterer Folge der Orts=(Kommunal=) Behörden nach Maßgabe der Vorschriften der Instruktion C und der besonderen, dem Erhebungsformulare B vorgedruckten Anleitung zur Ausfüllung der Formulare. 914 Die Erhebung erfolgt nach polnischen Gemeinden bezw. selbständigen Gutsbezirken, so daß der Ernteertrag fur jete Gem inde und jeden Gutsbezirk besonders nachgewiesen wird. Zur Erhebung des Ernteertrages dient das Formular B., wono jeder Gemeinde bezw. jedem Gutsbezirke 2 ExemMore und f Un sen. 3) Aus Vaterland, aus teure, schließ dich an! (Nach einem Ausspruch E. M. Arndts.) Wo sich dir Gottes Sonne, O Mensch, zuerst gezeigt; Ein Elternaug' mit Wonne Sich über dich geneigt;— An diesen Ort gebunden Bist du mit heil'gem Band; Da ist zu allen Stunden Dein teures Vaterland! Wo dir, voll stillen Glü es, Die Jugendzeit geschenkt; Der Vater ernsten Blickes Dir in das Herz gesenkt, Der Weisheit edle Triebe, Des Christenglaubens Stand; Da, da ist deine Liebe, Da ist dein Vaterland! Wie leuchtet in der, Ferne Dir hell der Heimat Flur; Wie folgst du da so gerne Der trauten Kindheit Spur! Hier ist in weitem Kreise Dir Weg und Steg bekannt; Drum ziehts von jeder Reise Dich heim zum Vaterland! Ists auch nur klein verborgen, Ohn' jede Pracht und Zier, Und wohnen Not und Sorgen Und Mühen dort mit dir, Du sollst das Land behalten Im Herzen stark und fest Und ihm die Treue halten, Die sich nicht scheiden läßt! O, schließ mit Ernst und Feuer Ans Vaterland dich an! Erweise dich als treuer, Als freier, deutscher Mann! Wirk zu des Volkes Wohle Und lind're jede Not; Vom Scheitel bis zur Sohle Ein wahrer Patriot! Wenn du dem ew'gen König Dienstwillig, fromm und rein; Wirst du recht unterthänig Dem ied'schen Herrscher sein! Hierin gewinnst du Stärke, Zu weihen Herz und Hand Und alle deine Werke Dem heil'gen Vaterland! J. B. Beide Formulare enthalten für die einzelnen Fruchtarten die im Königlichen statistischen Büreau handschriftlich eingetragenen Nachweise des 1884er durchschnittlichen Ernteertrages der Gemeinde bezw des Gutsbezirkes vom Hektar, außerdem aber derjenigen Anbauflächen, welche sich für das Jahr 1884 aus den Erhebungen im Jahre 1883 und den gelegentlich der Ermittelung des Ernteertrages im Jahre 1884 mitgeteilten Veränderungen ergeben. Mit diesen Ermittelungen ist in Preußen eine Erhebung über den Umfang der Hagelwetter verbunden(vergl Nr. 6 der Anleitung des Erbebungsformulats B. und den Arhang daselbst) Den einzelnen Erhebungsbezirken sind bereits im Januar 1885 Notizblätter zugesandt worden, um auf denselben die näheren Angaben über die im Jahre 1885 etwa vorgekommenen Hagelwetter notieren zu können. Diese Notizen sind nunmehr in das Erhebungsformular B. zu üb rtragen. Zur vorläufigen Notierung der im Jahre 1886 eiwa eintretenden Hagelwetter ist den Erhebungs. behörden je ein Exemplar hes Notizblattes zu übersenden. Dasselbe verbleibt im Besitze dieser Behörden. Die in das Notizblatt bei einem Hagelfalle zu verzeichnenden Angaben haben die Erhebungsbehörden demnächst in das für die Ermittelung des Ernteertrages pro 1886 ihnen zugehende Erhebungsformular B zu übertragen. Die thatsächliche Ermittelung des Ernteertrages, insbesondere die Ausfüllung des dafür in Anwendung kommenden Formula#s B. ist in den Stadt= und Landgemeinden Sache der Orts(Kommunal=) Bebörden, in den selbständigen Gutsresp. Forstbezirken Sache der Besitzer bezw. Vertreter dieser Bezirke. Die Kreis= und Oberamtsbehörden haben dahin zu wirken, daß in denjenigen Gemeinden und Gutsbezirken, wo die Verhältnisse es erfordern, die Ortsbehörden zur Ermittelung des Ernteertrages Schätzungskommissionen bilden, bezw. haben sie die Ernennung der Schätzungskommission berbeizuführen. Es können mehrere benachbarte Orts emeinden und Gutsbezirke einer Schätzungskommission unterstellt werden, welche dann die Ermittelungen in dem die Gemarkungen der vereinigten Orts= und Gutsbezirke umfassenden Erhebungsbezirke vorzunehmen hat, so jedoch, daß für jede Gemeinde und jeden Gutsbezirk dieses Erhebungsbezirkes der Ernteertrag getrennt nach. gewiesen wird Die Zahl der Mitglieder der Schätzungskom missionen hat sich nach der Größe der ihnen zugewiesenen Aufgaben zu richten. Bei Zusammensetzung der Schätzungskom missionen kommt es hauptsächlich darauf an, solcde Personen für dieselben zu gewinnen, welche nicht nur ein Interesse an den vorgeschriebenen Ermittelungen nehmen, sondern auch außerdem das Vertrauen der Gemeind an ehörigen und eine genaue Kenntnis der örtlichen Verhältnisse beben., S4ämate Die Teilnahme an der Schatzungsrommission ist ein Ehrenamt. Die Bildung derselben muß längstens bis zum 10. Februar 1886 erfolgt sein. Arneberg, den 21 Desember 1885. Königliche Regierung, Abteilung des Innern. Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf den§ 2 des Gesetzes vom 26. Februar 1870 über die Schonzeiten des Wildes wird der Beginn der näch stjährigen Schonzeit für die im§ 1 sub 12 des gedachten Gesetzes aufgeführten Wildatten, also für Auer=, Birk, Fasanen=Hennen, paselwild und Hasen auf den 17. Januar k J. festgesetzt, so daß vom 18. Januar k. J. ab das gedocht Wild nicht mehr erlegt werden darf. Arnsberg, den 18. Dezember 1885. Königliche Regierung, Abteilung des Innern. Pol zei Verordnung. In Persebeck ist am 29 Tezember pr. ein Hund getötet, der nach tierärztlichem utachten mit der Tollwut behaftet gewesen. Es wird deshalb gemäß § 20 und 21 des Gesetzes vom 23. Juni 1880 R.=G.=B. S. 153 in den Gemeinden: Persebeck, Silingen, Eichlinghofen, Menglinghausen, Barop, Rüdinghausen, Kirchhoerde(von letzterer Gemeinde das Dorf Kirch hoerde ausgenommen, sowie in der Ortschaft Renning= hausen, der Gemeinde Hacheney) bis zum:9. März kr. die Festlegung aller Hunde hierdurch angeordnet Von dieser Anordnung bleiben unberührt Ziebhunde, wenn sie fest angeschirrt sind und Hirtenhundin Begleitung der Herde. Werden Hunde dieser Vorschrift zuwider frei umherlaufend betroffen, so kann deren sofortige Tötung polizeilich angeordnet werden. Außerdem zieht Zuwiderhandlung gegen die angeordnete Schutz moßregel Geldstrafe dis zu 150 M oder entsprechender Haft nach sich.§ 65 des cit. Gesetzes. Barop, den 8. Januar 1886. Der Amtmann: Steinaecker. Deutsches Reich. Aus den Parlamenten. Berlin, 12. Jan. Der Reichttag begann in seiner heutigen Sitzung die erste Beratung der Zuckersteuervorlage. Wahrend die Vertreter der verbünoeten Regiernngen die Steuer= und Bonifikations= sätze der Vorlage befürworteten, und verschiedene Rooner des Hauses für die Fabrikatsteuer eintreten, plaidierte der Abg. v Helldoiff Bedra(deutschkons.) für das besteh nde System der Rohmaterialienstruer, bekämpfte jedoch unter dem lebhaften Beifall der rechten Seite des Hauses im Interesse der notleiden den und für die Landwittschaft so außerordentlich wchtigen Zuckerindustrie die in der Vorlage bean tragte Herabsetzung der Exportbonifikation. Am 13 Forlsetzung der Verhandlung. Der Kaiser empfing Montag nachmittag den Reichskanzler und den Finanzminister von Scholz. Denstag nahm der Kaiser die Vorträge entgegen und arbeitete mit dem Chef den Admiralität und dem Zivilkabinet, und erteilte dem bisherigen russischen Militärbevollmächtigten Fürsten Dolgorucki Audienz. Zu der am 14. stattfindenden Jubiläumsfeier des Kaisers als Chef des baierischen 6. Infanterieregiments trifft aus der Garnison Amberg eine Deputation des Regimentes in Berlin ein, um dem Kaiser ihre Glückwünsche zu überbringen. Die Eröffnung des preußischen Landtages wird Donneretag 12½ Uhr im Weißen Saale erfolgen und zwar möglicherweise durch den Kaiser selbst, der sich sehr wohl befindet. Der Eröffnung vorhergehen Gottesdienste im Dome und in der Hedwigskirche.— Anderweitig heißt es, Minister von Puttkamer eröffne den Landtag. Eine Denkschrift hat, wie erwähnt, das baierische Ministerium dem Könige übergeben, welche sich üher die mißlichen Verhältnisse der Königlichen Chatulle ausspricht. Daß dieses Vorgehen Erfolg gehabt, ist bisher nicht bekannt geworden. Ueber lang oder kurz muß freilich doch etwas geschehen. Der württembergische Thronfolger, Prinz Wilhelm von Württemberg, hat sich mit der Prinzessin von Schaumburg=Lippe, Tochter des Prinzen Wilhelm von Schaumburg=Lippe, verlobt. Der ersten Ehe des Prinzen entsprang kein Sohn, würde das auch in der neuen Ehe der Fall sein, so ginge schließlich vie Krome an die(katholischen) Herzöge von Württemberg.# über. Man nimmt im Reichstage an, daß die Vorlage über den Bau des Nordostseekanals nach eingehender Kommissionsberatung die Zustimmung des Pleuums finden wird. Wie es heißt, wird schon der kommende Landtagsetat in Preußen die Kosten für die Errichtung einer ortentalischen Akademie in Berlin fordern, an welcher junge Diplomaten in ortentalischen Sprachen ausgebildet werden sollen. Die Thronrede zur Eröffnung des preußischen Landtages, die heute, Donnerstag, erfolgt, soll angeblich auf das Branntweinmonopol Bezug Unter fulscher (Fortsetzung.) 59. Der Landsitz Sanssonei gehörte zu den schönsten und stattlichsten Heimwesen im ganzen Kaiserreich Das Wohnhaus war im Schloßstil erbaut und macht den Eindruck nicht nur des Großartigen, sondern auch des Schönen. Zu dem Gute gehörte ein prachtvolles Gehölz, in welchm die Hirsche und Rehe wild umberliefen und Fasanen und anderes kostbares Geflügel umherstolzierte. Der Rasen vor dem Herrenhause— safti garün und samtartig— neigte sich in lungsamer Sentung nach dem Ufer eines kleinen Landsees hin. Am Morgen des Tages, welcher für die heimliche Zusammenkunft zwischen der Komt sse Gabriele und oenjenigen, die ihr so teuer waren, festgesetzt war, ging der Marquis de Vigny ganz allein auf einen Fußpfade neden dem Rasen spazieren; er hatte die Hande auf dem Rücken zusammengefaltet und sein Haupt war sorgenschwer auf die Brust geneigt. Seine großen, düstern Augen blickten traurig vor sich nieder. Er hatte gerade an Giralda gedacht. Sein Herwollte es nicht fassen, daß sie nur seinen Wega= kreuzt und seine Liebe gewon nen hatte, um ihn schmählich zu betrügen und ihn dann zeitlebens zu verlossn Jamitten seiner trüben Gedanken, welche ihn fast zur Verzwiftung brachten, hörte er das Geräusch fester Schritte hinter sich. Er wandte sich überrascht um und gewahrte den Grafen von Lamartin, welcher ihm nacheilte. Im ersten Moment stutzte der alte Herr, als er die furchtbare Veränderung bemerkte, welche inzwischen mit seinem schlecht gearteten Neffen vorgegangen war. Sein früheres nodles Auftreten, seine vornehmen Manieren, alles schien Graf Eugen seit kurzem abgelegt zu haben, wie man ein Kleid, das man nicht mehr braucht, bei Seite wirft. Sein ganzes Aeußer erschien unordentlich und vernachlässigt und der Marquis erschrak, als er in die überwachten, dunkel unterlaufenen Augen seines Neffen blickte. „Was ist geschehen, Eugen?“ rief er erstaunt. „Ich war in Vernon und da ich hörte, daß Du dier seiest, Onkel, so din ich herübergekommen, um Dir wichtige Neuigkeiten mitzuteilen,“ antwortete der Graf mit hohler Stimme.„Ich habe Giralda gefunden!“ Der alte Herr war sichtlich überrascht. „Wo ist sie?“ stieß er ruhelos hervor.„Rede! Wo finde ich sie?“ „Ich verließ sie in Bernon, Onkel,“ versetzte Eugen rasch„Sie wur mit dem jungen Herlog vol Beaufort zusammen und weigerte sich entschieden, hierher zu kommen. Sie sagte mir, ich möchte Dir mitteilen, daß sie es Dir niemals verzeihen würd: daß Du sie in jener Nacht aus ihrem rechtmäßigen oeim vertrieben hättest— niemals! Sie sagte, daß sie Dich früher ebenso geliebt hatte, wie sie Dich jetzt ss.! Uno was Deine Handlungsweise gegen ihren Vater anbetrifft, so verachte sie Dich, und äußerte, Du solltest nur das Schlimmste thun, was Du könntest! Des alten Mannes Gesicht übergoß dunkle Zornestöle. „Und diese Botschaft schickt sie mir?“ Es schien, als ob seine Augen auf dem Grunde von Eugens Seele lesen wollten, so fest waren sie au f ihn gerichtet. „Ja, und noch mehr!“ entgegnete der Schurke mit festem Blick„Sie hat meine Liebesbeteuerungen orhöhnt, sie hat meinen Antrag abgewiesen! Sie st Ut Dich und mich auf eine Stufe der Lächerlichk it und sich stützend auf die Aussicht, binnen kurzem die Bemahlin des jungen Herzogs von Beaufort zu werden, ist sie voller Zorn und Verachtung— ganund gar die echte Tochter ihres nichtswürdigen Vaters!" „Und sie will nicht zu mir zurücktehren? Sie sagte es Tir, daß sie mich haßt?“ „Ja!“ eief Graf Eugen mit heiserem Lachen. „Sie selbst hat es mir gesagt und zwar mit so furchtbarem Hohn, daß ich es glauben mußte. Uebrigens kannst Du Gelegenheit finden, sie zu sehen, wenn Du es willst, Onkel. Du kannst sie anflehen um ein al mosen der Liebe! Du kannst sie sehen, hier— auf Sanssouci!“ „Sie kommt— sie kommt hierher?“ stammelte der Marquis atemlos. Graf Eugen lachte höhnisch auf. „Ja! Sie kommt hierher, im Geheimen mit dem Herzog von Beaufort. Du weißt, Sanssouci ist ei Ort, der häufig von Fremoen besucht wird. Giraldo kommt hierher als einfache Besucherin des Landsitzes, wahrend in Wirklichkeit hier eine Zusammenkunft zwischen ihr und ihren Eltern stattfiden soll. Ihr oter ist irgendwo hier im Park versteckt. Willst Du zhören, wenn sie sich darüber lustig machen, wie si. d.n alten Narren von Marquis de Vigny gründlich detrogen haben? Hast Du Verlangen, noch einmal in oas falsche G sicht Deines betrügerischen Neffen zu sehen, der es gewagt hat, ein Attentat auf seinen Onkel und Wohlthäter zu verüben? Die Gelegenheit ist da— willst Du sie alle sehen, die ganze falsche Beut?“ Der Greis rang die Hände in Verzweiflung. Sein Gesicht wurde abwechselnd blaß und rot. Er sah seinen schurkischen Neffen an, als ob er ihn etwas fragen wollte, aber er vermochte kein Wort hervorzubringen. Graf Eugens Ton wurde bitterer und giftiger. „Herr Marquis,“ rief er und es leuchtete teuflisch auf in seinen Augen,„wollen Sie noch einmal as Gesicht desjenigen sehen, welcher vor achtzehn Jahren Sie im Schlaf überfiel, mit der Absicht, Sie zu ermorden? Wollen Sie noch einmal in die blauen Augen sehen, die jenem Knaben angehörten, den Sie wie einen Adgott liebten— in die Augen des Mannes, den Sie hassen wie die Sünde? Wollen Sie hören, wie er seine Tochter noch Ihrem Aussehn befragt und ob Sie noch lange leben können? Sprich, Onkel, willst Du Armand de Vigny wiedersehen?" Alle bösen Leidenschaften, welche so lange geeschlafen im Herzen des alten Marquis, durch diese d.rechnenden Worte seines schlauen Neffen wurden sie geweckt mit jäher Gewalt und brachen nun im mächtigen Lauf hervor, wie der Bergstrom sich Bahn bricht, von Ungewittern geschwekt. Giralda und seine Liebe zu ihr waren vergessen und der Haß und die Rache, welche jahrelang in ihm geschlummert, sie hatten wieder Besitz enommen von ihm und scheuchten alle milden Gefühle, die sich noch gelte d machen wollten, in die Flucht.. „Ich, sprach er, und seine Stimme klang wie fern grollender Donner,„führe mich zu ihm. Laß mich den Schurken sehen. Ach, daß ich ihn gerade in dem Moment der strafenden Gerechtigkeit übeliefern könnte, wenn er sich am sichersten gls##“. Graf Eugen lächelte befriedigt.##p###%= Onkel dahin gebracht, wohin er ihn habes „So laß uns gehen. Nur noch kurze Ze.= und—. Er brach plötzlich ab, als er den Polizeispion, Monsieur Frossard, des Weges daher kommen sah. Der Marquis, welcher ihn ebenfalls erkannte, erwartete den Geheimpolizist mit sardonischem Lächeln. „Herr Marquis,“ hob Jean Frossard an, der, schlau berechnend, entschlossen war, sich die ausgesetzte, große Belohnung nicht entgehen zu lassen,„ich habe mir die Freiheit genommen, Sie hier aufzusuchen, um Ihnen ein n vollständigen Erfolg zu berichten.“ „Einen vollständigen Erfolg!“ wiederholte der alte Herr überrascht. „Ich habe Ihre Adoptivtochter, Fräulein Giralda, aufgesunden. Sie befindet sich in Begleitung ihres jüngeren Bruders und des Herzogs von Beaufort soeben auf dem Wege nach dem Hinesischen Pavillon im Park von Gaussouel.“ nehmen.— Die Wiederwahl der Präsidenten der letzten Landtagssession ist in beiden Häusern gesichert. Das Büreau des Abgeordnetenhauser wird aber einzelne Veränderungen erfahren, da mehrere der früheren Mitglieder nicht wiederge— wählt sind. Dem Eisenbahnminister Maydach ist das Zroßkreuz des Roten Adlerordens mit Eichen##taub verliehen worden. *: Das Ossiziersavancement ist in dem preuß ####. Armeekontingent im letzten Jahre etwas besser, *s rals früher gewesen. Besörderungen erfolgten zu Generalleutnants 22, zu Generalmajois 20, zu Obersten 60, zu Oberstleutnants 85, zu *„Majors 169, zu Hauptleuten bezw. Rittmeistern 301, zu Premierle#tnants 402, zu Sekondeleutganis 683. Die Besserung war bei der Kavallerie am beträchtlichsten, wogegen bei der Artillerie die Zahl der Beförderungen zurück gegangen ist. Die neue Rangliste für die preußische Armee ist-soeben erschienen. Nach derserben zählt die Armee 2 Feldmarschälle, 51 Generale, 88 Generalleutnants, 118 Generalmajors, 262 Oder : sten, 292 Oberstleutnanis, 1105 Majocs Einen außerordentlichen heftigen Angriff auf das Branntweinmonopol bringt ein landwirt schaftliches Blatt, die Deutsche Landwirtsch. Zig. welche den Entwurf eine„gelungene Satiere auf ## modernen Bestrebungen der Sastoldemokralte! nennt, indem sie der großen Zahl der Landwirte, ##welche dadurch beeinträchtigt würden, die relativ ##kleine Zahl der jetzigen Brenner, welche Vorteil davon ernten könnten, gegenüberstellt. Die Post hat in den letzten drei Jahren einen Gesamtüverschuß von mehr als 66½ Millionen Mark ergeben, das sino 14½ Milli onen mehr als in den drei früheren Jahren Eine sensationelle Nachricht bringt das polnische Blatt„Dziennek poznanski“: Ende dieses Monats- soll ein Erlaß des Zaren proklamiert werden, durch welchen alle preußischen Unterthanen, die bis zum 1. Januar 1886 nicht russische Unterthanen geworden sind, aus Rußland ausgewiesen werden. Gutsbesitzern wird 8 Monate, Fabrikbesitzern 6 Monate, Fabrikarbeitern 6—8 Wochen, Landarbeitern 6 Wochen, Hand werkern 1 Woche Frist zur Regelung ihrer Vermögensverhältnisse gewährt. Betroffen würden über 100000 preußische Unterthanen, wenn eben die Nachricht wahr ist. Die Großmachte haben bereits am Montag resp. Dienstag in Athen, Belgrad, Sofia, ge meinsame Noten überreichen lassen, in welchen die drei Staaten aufgefordert werden, ihre Truppen zu demobilisieren und eine Abrüstung vorzunehmen. Die bedrohlichen Nachrichten an einem ernsten Ponklikt zmischen dem deutschen Reich= und dem Könige der Samoainseln, welcher beinah das * Massacre der deutschen Kaufleute und die Bsatzung der Inseln durch deutsche Seeleute E herbeigeführt, sind bisher nicht bestätigt, er * scheinen aber auch nicht vollkommen unglaub ewurdig. Der König hat schon öfter wider die Bestimmungen des mit Deitschland geschlossenen Vertrages gehandelt und letzteren zu brechen versucht. Die Ordnung über Samoa über wachen gemeinsam Deutschland, England, Nordamerika. Der Konflikt mit Samoa wird durch folgendes Londoner Telegramm der Voss.=Zig bestätigt: Das britische Kolonialamt erhiel die Meldung, daß das deutsche Kriegssch ff „Albatroß“ Seesoldaten zum Schutze deutsche Kaufleute auf Samoa gelandet habe, die Samoaflagge herunterzog und die deutsche Flagge aufhißte. De englische Regierung glaabt aber, daß Deutschland nicht beabsichtige, die Insel gruppe zu annektieren, sondern lediglich seine Jateressen wahren wolle Es verlautet, das deutsche ostafrikanische Geschwader habe Weisung erhalten, Samoa anzulaufen. Aus Peling wird die Entsetzung des fröberen chinesischen Gesandten Si=Tong=Pao in Berlin aus seinen Aemtern bestätigt. Die Gründe sind persönlicher Natur. Dänemark. Der oberste dänische Gerichtshof hat dat gegen den radikalen Abgeordnetenhaus=Präsidenten Berg wegen Wderstandes gegen die Polizei gefällte Urteil von 6 Monaten Gesängnis bei stätigt. Natürlich hat die Sentenz nur die Folge gehabt, daß Berg noch populärer geworden st, als er bisher schon war. Es sino ihm große Ovationen dargebracht worden, während dem Ministerium Estrup die Schuld an dem Prozesse zugeschoben wird. Frankreich Die französischen Kammern haben Dienstag ihre neuen Prasidien erwahlt; die Verlesung des Regierungsplogrammes erfolgt erst Donnerstag. Eine Vorlage, beti, die Pariser Weltaus stell ng für 1889, wird den Kammern baloigst Der neue Kriegsminster Boulanger, der namentlich auf das B=treiben Clemencaus in die Regierung gekommen, macht seinem Protektor schon Unbequemlichkeiten. Der General st ein guter Soloat und weigert sich deshalb, inen Unterstaatssekreär anzunehmen, der nicht Offizier ist. Alle Zivildeamten sind aus seinen Ministerium so ziemlich entfernt und die Stellen an Offizieren vergeben. Es ist das erste Mal, oaß ein republikanischer Kriegsminister das durchsetzt. Spanien. Am 10. d. versuchte ein Sergeant mit 40 Soldaten sich des Schlosses St. Julien bei Carthagena zu bemächtigen. Dieselben wurden durch die Besatzung des Schlosses unter Befehl des Gouverneurs zurückgewoisen, wobei der Gouverneur leicht verwundet wurde. Die Auf rührer entkamen auf ein Schiff, welches sie erwartete. Rußland. Das offizielle Petersburger Journal stätigt, daß die Großmachte dem russischen Vor chage, die Balkanstaaten zur Abrüstung auf zufordern, zugestimmt haben. Das Blatt bemerkt, diese Einmütigkeit bekunde in bestimmtester Weise die Einigkeit der Machte angesichts der Gefahren, welche aus einem neuen serbisch=bulgarischen Kriege erwachsen könnten. Ungeachtet des Mißerfolges der Konstantinopeler Konferenz bies b.s Ausganapunkt eines neuen matischen Aktion werden, welche, wenn sie dies mal aufrichtige Unterstützung finde, den Octen vor neuen Verwicklungen bewahren werde. In dem„Wenn“, darin liegt es eben Orient. Die Friedensverhanolungen zwischen Serbien und Bulgarien werden nun doch wohl in Bukarest stattfinden und für Bulgarien durch die Turkei geführt werden. Dafür gestattet der Sultan dem Fürsten Alxander, sich in R melien häuslich einzurichten und so ist diese Frage eigentlich schon stillschweigend gelöst! König Milan von Serbien hat den General Leschjanin zum militarischen Beirat bei der Friedensunterhandlungen mit Bulgarten ernannt Der König ist von Belgrad nach Nschine Haupiquartier seiner Armee zurückgekehrt. In Belgrad hat eine Kriegspartei noch leb haften Erfliß Sie will den Krieg ernenern wenn die Einigung von Bulgarten und Ru, melien nicht rückgängig gemacht wird. Ekommt darauf an, ob die Türkei bei Bulgarten aushält. Thut sie das, so kann Serbien nichte machen, denn die Türkei lediglich hat über die Union zu bestimmen. Die Verhandlungen in Kairo über die Reformen, welche in Aegypten eingeführt werden ollen, bieten bisber kein größeres Interesse. Der Khedive bemüht sich, für seine Person wenigstens einen Schein von Selbständigken iu retten. Der Marquis machte unwillturlich ein Paat Schritte vorwärts. S fard mit 4 „Herr Marquis, fuhr Jean Froffals mit schauspielerischem Pathos fort und sein Gesicht erglänztim freudigsten Triumph.„Auch Armand de Vigry ist gefunden!“ Des Marquis Antlitz glühte vor Erregung. „Er ist soeben mit seinem ältesten Sohne in einem kleinen Boote gleichfalls bei dem Pavillon angekommen.“ sprach Monsieur Frossard weiter.„Ich habe Offizianten mitgebracht, um die Verhaftung des Schuldigen vorzunehmen. Dieselben sind neben dem Pavillon versteckt. Ist es Ihr Wille, Herr Marquis, daß Armand de Vigny für das, was vor achtzehn Jahren geschah, bestraft werde? Oder soll er frei ausgehen?“ „Frei ausgehen?“ rief der Greis aus und seine dunklen Augen schossen Blitze.„Niemals! Ich habe ihn endlich gefunden und er soll seiner gerechten Strafe nicht entgehen. Seine Stunde hat geschlagen! Monsieur Frossard, ich beauftrage Sie, Armand de Vigny zum Gefangenen zu machen, sobald ich Ihnen das Zeichen dazu gebe. Jetzt führen Sie uns nach dem Orte der heimlichen Zusammenkunft.“ Jean Frossard erklärte sich bereit. Er schritt voran. Die anderen folgten. Gerade im Begriff, den Garten zu durchschreiten, sam ihnen der Graf von Chatrois entgegen. Der alte Marquis lächelte, als er seines Freundes ans.. arde, doch es war mihr ein Grinsen als wie ein Bächeln.nd 0 Jef „Freue Dich mit uns, alter Freuns, kiis er aus.„Armand ist gefunden! Ich bin im Begriff. die Mine zu sprengen! Komme mit mir und sei Zeuge von der Bestürzung und dem Schrecken dee Verräters, wenn er sich rettungslos verloren sieht. Er befindet sich hier— auf Deinem Grund und Boden!“ Der Graf sah den Sprecher erstaunt an, aber dessen maßlose Erregung drängte jede Frage auf seine Lippen zurück. Der Marquis nahm des Grafen urm und beide * folgten in Gemein chaft Eugen von Lamartins dem voranschreitenden Monsieur Frossard. Der chinesische Pavillon lag auf einer Erhöhung, versteckt zwischen den Bäumen, hort am Flußufer, fern von allem geschäftigen Treiden der Welt. Der Pavillon hatte in seinem Innern ein ußboden von verschiedenfarbenem Holz in Mosaik Er war rundum von Fenstern eingefaßt, welch mit verstellbaren Jalousien und seidenn Vorhängen versehen waren. Sein Mobiliar bestand aus einer Chaiselongue und einem Schaukelstuhl von Bambue rohr, geschnitzten Bücherbörtern mit leichter Unterhaltungslektüre und einigen Bildern, welche die Wand räume zwischen den Fenstern zierten. Monsieur Frossaro führte die ihm folgenden drei Herren auf Umwegen nach dem erhöhten Platze, wo dieser Pavillon stand. Er hielt sich ängstlich im Schatten der Bäume, bis er mit seinen Begleitern hinter dem kleinen Gebäude stehen blieb, wo die dicken, tief herunterhängenden Zweige der hier stehenden, alten Bäume einen prächtigen Versteck gewährten, so daß, wenn wirklich jemand zuf llig des Weges kommen sollte, er die hier Verborgenen doch nicht bemerken konnte. Laut klopfenden Herzens, aber geräuschlos, schliche die vier Männer näher heran, bis sie dicht vor den Jalousien standen. Jetzt konnten sie in das Innerdes kleinen Pavillons hineinsehen. Er war nicht leer. Der Herzog von Beaufort stand auf der Schwelle, sein Gesicht erglänzte vor Freuden, als er seine Hänoausstreckte und zwei Personen willkommen hieß, welche anscheinend soeben von der Seine aus angelangt waren. Der Marquis betrachtete zuerst den jungen Herzog und sah dann nach Giralda hinüber. Sie saß auf der Chaiselonge und ihr Hut lag neben tör; ihr Haar hing über ihren schönen Nacken herab und ihr liebliches Gesicht erglänzte vor Erwaitung, halb hoffend, halb ängstlich. Wie dem alten Manne das Herz erbebte! Auf einem Schemel zu ihren Füßen saß ihr Bruder Alfred, sein Köpfchen ruhte auf ihrem Schoß Sein Gesicht blickte erwartungsvoll wie das ihre, doch fehlte ihm der ängstliche Zug, der auf dem Antlig seiner Schwester ausgeprägt lag. Nun troten die beiden Gestalten, welche mit dem Boote angekommen waren, in die Thür und die vier Lauschenden saten sie mit den verschiedenartigsten Empfiadungen(“reten.(Fortsetzung folgt.) Westfalen und Schwerte, 13. Jan. Vor der Strafkammer des kgl. Landgerichts zu Hagen stand am 9. d. der frühere Hilfspostbote Th R. von Derselbe war im v. H bei der kaiserlichen Postanstalt hierselbst als Hilfsbote angestellt un hatte außer seinen übrigen Dienstobliegenheiten auch das Reinigen der Postbureaus zu besorgen Am 12. und 19 Apcil v. J. verschwanden# auf unerklärliche Weise aus dem Post xpeditions Büreau eine Menge Postwertzeichen, bestehend aus 100 Stuck 10 pfennigs=, 130 Stück 3= und 5=pfennigs= und 50 Stuck 20 pfennigs=Freimarken. Der Verdacht, diese Wertzeichen ent wendet zu haben, lenkte sich auf den jugendlichen Angeklagten und sollte verselbe dieserhalb zur Untersuchung gezogen werden. Er entzog sich jedoch seiner Verhaftung durch die Flucht nach Amerika, von wo er aber schon nach kurze Zeit, von Gewissensbissen verfolgt, nach hier wieder zurückkehrte und sich der B hörde frei willig stellte. R. legte heute ein reumüngs Geständnis ab, und wurde mit Rücksicht hierauf sowie in anbetracht seines jugendlichen Alters mit 3 Monate Gefängnis bestraft. Schwerte, 13. Jan. Am 7. ds. vor der Sirafkammr des Landgerichts zu Hagen die Berufung des Fabrikarbeiters I R von hier, wilcher am 25. Juli pr vo einem Polizeibeamten beim undefugten Fsche in der Ruhr ertappt worden war und diesen n frappanter Weise beleidigt hatte, verworfen und die demselben vom hiesigen Schöffen erich zudiktierte Strafe von 2 Monat Gefangnis und 14 Tage Haft als gerechtfertigt und vollstrick bar erachtet. Schwerte, 13. Jan. Ein vorzeitiger Frühlingsbote in der Gestalt eines Schmetterlings wurde gestern durch Herrn Carl Schäfer auf der Schwerterheide in unsrer Redaktion vorgezeigt. Schwerte, 12. Jan. Der Kriegerverein geleitete am verflossenen Sonntag nachmittag die sterblichen Ueberreste eines seiner Mitgli=der zur letzten Ruhestätte. Der imposante Zug gab ein redendes Zeugnis von dem kameradschaftlichen Geiste, der diesen nunmehr 300 Mitglieder zählenden Verein beseelt, und daß oas gemeinsame Band, welches ihn umschließ sich mehr und mehr festigt. Bei dieser erfreu lichen Thatsache können wir nur den frühe ausgesprochenen Wunsch wiederholen, daß alle, wlche den Ehrenrock getragen und dem Verei sher ferngeblieben sind, sich demselben bal anschließen möchten S— In der litzten General=Versammlung des hierselbst bestehenden Arene#s#'schen Stenographen Vereins„Merkur“ wurde, nachdem ourch die Ballotage mehrere Herren als Mit zlieder ausg=nommen waren, beschlossen, den Wunsche einiger hiesiger und auswärtiger nisprechend, anfangs Fehr cc. wiederum eine Lh.=Kursus in der Arendo'schen ranonelle Volks Stenographie zu eröffnen und können Einzeichau gen zur Teilnahme an demselde schon jtzt im Gasthof Duisberg am Mart hierseldst erfolgen. Schwerte, 13. Jan. Unsere Leser, nament lich die Landw rie, wird es interessieren, zu er fahren, daß durch Allerhöchste Kabinets=Ordr vom 23. Dezember v. I. der erste Nachtrag zu dem Statut der Westfälischen Feuer-Sozietäl genehmigt worden ist, wonach: 1. auch Ver sicherungen von Holzbeständen von der Sozietät übernommen werden können und über Annahm oder die Direktion entscheidet; 2. vom Bestande des Reservefonds nicht mehr als zwei Drittel auf Hypothek angelegt werden dürfen. *—— Das„Allgem. Gewerbeblatt“ schreibt: Es haben leider viele Leute bei uns die Ge wohnheit, daß sie die Waren, welche sie von Geschäftsinhabern empfangen, nicht sogleich bezahlen, sie vielleicht erst verzehren oder per brauchen, ehe sie zum Bezahlen sich entschließen, nicht, weil ihnen die Mittel fehlen, sondern weil sie nicht mögen. Und doch ist es eine überaus nachteilige Sache, dem Geschäftsmann für die von ihm gelieferten Waren nicht sofort Zahlung zu leisten. Wiro ihm nicht sofort bezahlt, so kann auch er nicht sofort zahlen, und so verliert er den Nachlaß am Preise, welchen der Groß händler der Barzahlung zu gewähren pflegt, und empfängt vielleicht auch, da er von dem Groß händler abhängig ist, weniger preiswerte Waren. Er steht darum bedeutend im Nacht il gegen den anderen Geschäftsmann, der sofort bezahlen kann, hat nicht so gute Sachen, kann auch nicht so villig verkaufen, macht also bei weitem nicht oas Geschäft, welches jener macht, ja verlier# sogar seine Kundschaft. Wer viel in den Bü chern hat, ist steis Verlusten ausgesetzt,— eine neue Schädigung des Geschäftes. Sclägt er die Verluste auf seine Waren, so macht er diese um so teurer, ein Umstand, der seine Kunden veranlaßt,, zu seinem Konkurrenten zu gehen; trägt er die Verluste selber, so ist er um so schneller ruiniert. Ein Geschäftsmann kann nur dann bestehen, wenn seine Kunden prompt bezahlen. Das Anschreiben ist der Ruin des Geschäftes. Möge darum jedermann es die angelegentlichste Sorge sich sein lassen, sofort zu bezahlen, was er erhält, und vermeiden, irgendwo den Kredit in Anspruch zu nehmen, d. h. anschreiben lassen. Es ist auch dies ein Stück der sozialen Reform. Holen, 10. Jan. Die diesjährige erste Generalversammlung des hiesigen landwirtschaftl. Vereine sand bei zahlrricher Beteiligung der Mitglieder im Lotale des Wirtes Hrn. Friedrichsmeyer auf Friedichohöh statt und wurde vom Vereinsdirektor Hru. Vorsteher Schulte Lennings um 4 Uhr eröffnet. Die Tagesordnung wurde wie folgt erledigt: 1. Herr Schulte=Lennings ließ den ihm von Eugen Ulmer in Stuttgart eingesandten Verlagsbericht pro 1885/86, sowie die Provenummer einer vom 1. Januar d. J. an in dem Verlage von Trowitzsch& Sohn in Frankfurt a. d Oder erscheinenden Wochenschrift:„Der praktische Ratgeber im Obst= und Gactenbau“ bei den unw. senden Mitgliedern zirkulieren und machte darauf aufmerksam, daß die qu. Wochenschrift an jedem Sonntage in die Hände ihrer Leser gelange und schon durch ihren billigen Preis— wenn sie von der Post abgeholt wird 1 M vierteljahrlich, durch den Briesträger in das Haus gebracht 1,15 M.— geeignet sei, in den weitesten Kreisen der Gartenbautreibenden Verbreitung zu finden. 2. Der Hr. Vereinsdirektoc erteilte nun dem Hrn. Kultur=Techniker Weig von Dortmund das Wort zu dem Bortrage über Wiesenbau. Der Hr. Referent beleuchtete im ersten Teile sines Vortrages di Entwässerung der Wiesen, indem er den Zweck und Nutzen der Entwässerung b tonte und die einfachsten Entwässerungsmethooen (Kopf=, Qullen=, Rationelle, Peteischen Drainage) ingehend beschrieb. Der zweite Teil des Vortrages dehandelte die Bewässerung der Wiesen und war a die Methode der düngenden, b die Methode er anfeuchtenden und c die Methode der erhaltenden und zerstörenden Bewasserung. Am Schlusse sprach Hr. Weig über die Pfleue und Düngung der Wiesen, mit besonderer Berucksichtigung der Thomas=Phoophotschlacke bei der Anwendung auf bruchigen(mooige) Grasländereien. Der Hr. Vereinsdirektor stellte en Vortrag zur Diskussion, die bald wurde Hr Kötter teilte zunächst seine Erfahrungen üder Wiesen= Drainage mit, worauf Hr. Dieckerhoff n Lichtendorf, der nach seiner Angabe in betreff des Wiesenbaues schon sehr große Erfahrungen gemacht, einige Ausführungen des Hen. Referenten zu bemängeln suchte, aber von dem nachfolgenden Redner Hrn. Friedrichsmen#r und vom Hrn. Referenten selbst widerlegt wurde. Es erklärte sich schließlich die Versammlung mit den sehr praktischen Vorschlägen des orn. Weig einverstanden und bezeigte demselben durch Echeben von den Platzen Dank und Anerkennung. 3. Hr. Schulte=Lennings übernahm, über den Preis oer Thomus=Phosphorschlacke in Hörde Erkundigungen inzuziehen und darüber in der nächsten Generalversammlung, die auf Friedrichshöhe stattfindet, Bericht zu erstatten. Opherdicke, 13. Jan. Heute Morgen 10 Uhr sund hier die Beerdigung der am 8. d., abends, so schnöde um's Leben gekommenen kath. Lehrerin, Fel. Koberg, statt. Langsam beweate sich der Zug zu dem Grabe, an welchem Herr Pfarrer Hunedeck die Grabrede hielt. Hertlich und erschutternd waren die Worte des verehrten Herrn, durch wlche er die Verstordene als Lihrerin in der gewissenhaften Erfullung ihrer Pflchten, als aufopfernde Tochter und Schwester ihren Angehörigen gegeauder childerte.— Ueber den Unglucksfall schreibt die n D o r t m u n d e r s c h e i n e n d e„ T r e m o n i a“ n o c h folgendes Bemerkenswerte: Nachdem die beiden Schwestern trotz der grimmigen Kälte ca 10 bis 15 Minuten vor der Barriere des indlichen, nach Opherdicke führenden Bahnverganges gestanden hatten, trat in dem Rangieren plötzlich eine Pause ein. Diesen Augenhlck benutzte der gutmütige Bahnwarter, welcher Muileid mit den frierenden Damen hatte, um hnen einen Wink zum Passieren der funf Gelise zu geben. Er hob die Bartier= und Frl. Koverg war die erste, welche durchkam. In eiselben Augendl ck gab der mit seinen h nieren Wagen vor der Barriere stehende Zug inen Ruck, um den letzten Wagen abzust###. En Puffer traf die Dame, sie fiel hin und das Rad ging ihr über den Kopf Frl. Koberg burde als gräßlich verstümmelte Leiche aufzehoben. Gesetzlich ist nun gewiß der Bahnwarter vera twortlich, nicht aber moralisch, venn er hat in der besten Jatention gehandelt und luch noch im letzten Moment, aber leider zu spat, die nunmehr Verstorbene zu retten versucht. Der sonst brave Maan, welcher bereits vom Dienste suspendiert ist und durch den Fall krank darniederliegt, ist gewiß zu bedauern. Vor kurzem sprang in der hiesigen evangelischen Kirche beim Läuten eine Glocke und um 10. ds. M. löste sich beim Lauten an der Bruchstelle ein Stuck Metall ab und fiel herunter. Die Glocke muß jtzt umgegossen werden. Schon breimal soll dieselde Glock= aus gleicher Urache umgegossen sein. Aplerbeck, 1). Jan. Vor einigen Tagen stürzte das Dienstmädchen des Oekonomen Trappmonn im Westenoorfe hierselost durch die Bodenke vom Voden herab und zog sich dabei nicht unerhedliche Verlitzungen zu. Das Madchen soll den unglucklichen Sturz ihrer eigenen Unvorsichtigkeit zuzuschreiden haben. Auf dem neuen Schachte der Zeche„Crone“ dei hörde wurde der Grubenarbeiter Wilhelm Potthoff aus dem Loh, nicht unerheblich beschadigt und zwar dadurch, daß ihm beim Aufaumen eines Aufbruches ein ins Rollen geatener schwerer Stein an den Unterschenkel so unglucklich traf, daß er mehrere Monate lang arbeitsunfahig bleiden wird.— En gleich bedauerlicher Unfall passierte dem schon hoch bejahrten Grubenfuhrmann Heinrich Pöhler aus Neuasseln auf dem Schachte„Schleswig“ der „Hörder Kohlenwerk“ bei Brackel, indem ihm die beiden Füße überfahren wurden.— Ferner lamen zwei Unglücksfölle auf der Zech. „ver. Schürbank und Charlottenburg“ dei Aplerbeck vor. Auf dieser Grube war der Bergorbeiter Joh. Wäscher aus Berghofermar! mit dem Schrämen von Kohlen beschäftigt, ale plötzlich ein sich lösendes G=steinsstück aus dem Hangenden den Genannten derarrig traf, daß er eine erhebliche Quetschung des Oderschenkele davontrug, und beim Anschlagen eines Wosserkastens wurbe der Haspelzieher Dietrich Wertt aus Berghofermark beschädigt, indem er m der rechten Hand zwischen ersteren und einer Stempel geriet, wodurch dieses Glied gequeisch wurde. Asseln, 12. Jan. Im verflossenen Jahre wurden am hiesigen Standesamte 19 Ehen geschlossen. Hiervon waren 10 Paare evangelisch, 5 Paare katholisch und 4 Paare gemischt.— Es wurden lebend geboren 58 Knaben und 63 Mädchen, in Summa 122 Kinder, wovon 1 Mädchen unehelich. Aus evangelischen Ehen sind 82, aus katholischen 18, aus jüdischen 2 und aus gemischten Ehen 20 Kinder entsprossen.— Es starden 36 Personen männlichen Geschlechis und 30 Personen weiblichen Geschlechts, darunter 3 männliche und 5 weibliche Totgeburten. Von den Verstordenen waren 48 Personen evangel scher, 9 katholischer und 1 Peison jüdischer Religion. Im vorhergehenden Jahre wurden 18 Ehen geschlossen, geboren wurden 111 Kinder und es starden 67 Personen. Die„Tiemonia“ schreibt aus Dortmund Nachdem in einem Zeitraum von etwa Jahren nahezu sämtliche Dortmunder größerBrauereien ganz oder teilweise niedergebrang: sind und nachdem noch vor einigen Monatei die gewaltigen Mälzereien der Aktienbrauere vollständig durch Feuer in einen Schutthaufen verwandelt wurden, ist nun am Abend des 11 Jan. auch die Bömkesche Lndenbrauerei als eine der letzten an die Reihe gekommen. Geger 7 Uhr schlug plötzlich die Flamme aus d.m daß der Zug ohne Storung einlaufen konnte Der wackeren Feuerwehrmannschaft wurde seiten: der Bahnverwaltung eine gute Belohnung zu teil.. 9 S In Barmen stürzte eine unverheiratrte Näherin, welche auf dem Wege nach ihrer Wohnung sich befand, plötzlich leblos zusammen. Der herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod, der infolge eines Herzschlages eingetreten war, feststellen. — Am 6. ds. ging der Färder P. aus Barmen nach Haßlinghausen, um für einen andern einen Taufschein zu holen und sich 3 Mt. damit zu verdienen. Als er am Abend während es Schneegestöbers heimkehrte, wurde dem alten Mann der Gang zu schwer; er kehrte in ein Wirtshaus ein und bat um Aufnahme, welche hm jedoch verweigert wurde; er wurde noch einer anderen Wirtschaft gewiesen, wo er bleiben könnte. Auf diesem Weg hat er sich verirrt und st im Schnee stecken geblieben. Man hat wohl Hilferufe vernommen, jedoch nicht wahrnehmen können, von wo dieselben herkamen. Am folgenden Morgen wurde nun der Unglückliche erstarrt aufgesunden. Man trug ihn in ein Haus, wo man ihn in wollene Decken wickelte und mit warmer Milch labte. Am Abend wurde er rekognosziert und in seine Wohnung geschafft, doch wird an seinem Aufkommen gezweifelt. Durch das Werfen mit Schneeballen wurde in Elberfeld ein Arbeiter so unglücklich in ein Auge getroffen, daß er sich sofort in die Klinik begeben mußte. In Elberfeld wird jetzt das Petroleum auf und in diesem Jahre 20 Mk. für das Töten erwachsener Krähen ausgezahlt. Außerdem trat die Gemeindebehörde mit dem Eigentümer der benachbarten Waldungen in Verbindung, was den Erfolg hatte, daß derselbe die Rester ausheben ließ, wobei über 1200 Cier resp. Junge vertilgt wurden. — Das Feuer in der Spinnerei von Kayser und Blesing zu Aachen soll dadurch entstangen sein, daß ein Flöckchen Wolle in eine Gasflimme geriet, dort entzündet wurde und dann ginunterfallend das Garn einer Maschine in Brand setzte. Die Spinnerei ist bis auf die Umfassungsmauern niedergebrannt. Wolllager und Kesselhaus blieben verschont. Von den 13 Vermißten sind bis jetzt fünf als Leichen aufg funden. welcher freigesprochen wurde, sämtliche für schuldig befunden. 15 den Straßen verkauft, das Liter zu 19 Pfg. Ein auf den Harkort'schen Bergwerken zu Gevelsberg arbeitender Mann hatte sich daselbst zufallig ganz unbedeutend verletzt. Ohne auf die kleine Wunde zu achten, zündete er ein Streichholz an, dieses steckte die Schachtel mit Streichhölzern in Brand und diese fiel auf die Wunde. Dieser Tage ist der Mann an Blutvergiftung gestorben. Oberbürgermeister Hache in Essen ist im 7 Uhr schlug plötzlich die Famme aus dim! Oberbürgermester## u Gebäude, in dem sich die Darre befindet und Bureau am 11 ds. am Hienschlage plotzlich gewo das Fruer wahrscheinlich seinen Anfang genommen, heraus. Shr rasch waren unser Wehren zur Stelle und es ist auch dieser ge lungen, einen großen Teil der Gebaulichkeiten zu retten und besonders die arg bedrohten Nachcargebäude außer Gefahr zu bringen. In Dortmund wurde ein junger Bengel storben. In schrecklicher Lage befanden sich seit Samsag nachmittag, vier Arbeiter Zeche„Erbenbank“ bei Kettwig. Der Stollen genannter Zeche, deren Belenschaft eine sehr geringe ist, tritt twa 10 Minuten unterhalb Kettwig zu Tage. Bei Beendigung der Samstagsschicht um 2 Uhr Schwurgericht. Dortmund, 9. Jan. Auf der Anklagebank saßen heute 1. der Bergmann Diedrich Schäfer, viermal vorbestraft, 2. dessen Bruder, Schustergeselle Joh. Schäfer, auch vorbestraft, in Castrop wohnhaft, 3. der Bergmann Jos. Juli aus Börnig, schon vorbestraft. Dieselben sino angeklagt, am 28. Juli v. Is. die Bergleute Ignatz Nawrak und Michael Pawelak in Börnig in rohester Weise gemißhandelt zu haben, indem sie auf dieselben mit Zaunpfählen eindrangen und den ergmann Paw lak verartig verletzten, daß er tags darauf im Krank nhause verstarb. Die Anieklagten gaben an, in völlig unzurechnungsjähigem Zustande gew sen zu sein, was jedoch die Beweisaufnahme widerlegt. Der Angeklogte Juli gibt die Thaten zu, sucht sich aber allerheud Milderungs. gründe zu verschaffen. Diedrich Schäfer wurde der Rißhandlung des Pawelak, Johann Schäfer der Mißhandlung des Pawelak und des Nawrak, und Juli der Mißhandlung des letzteren und dinn Diedrich Schäfer außerdem schuldig befunden, durch die Mißhandlung den Tod des Pawelak herbeigeführt zu haben. Der Gerichtshof erkannte hiernach gegen Diedrich Schäfer auf 7 Jahre Zuchthaus und 7 Jahre Ehrverlust, gegen Johann Schafer und Juli auf je 3 Jahre Gefängnis. — Dortmund, 11. Jan. Die heutige Schwurgerichtssitzung hatte sich mit vorsätzlicher Körperverletzung, verbunden mit dem schweren Verbrechen der täuberischen Erpressung zu befassen. Angeklagt waren die Bergleute Diedrich Flunkert, Wienhold Vicarismann, Gustav Thiekötter, Fabrikarb. Adolf Mielsch, und der Bergmann Diedrich Herkelmann, sämtlich aus Aplerbeck und unverheiratet. Dieselben waren beschuldigt den Bergmann Heinrich Gosemärker, welcher in Aplerbeckermark zum Besuch weilte, in roher Weise gemißhandelt und von demselben Geld erpreßt zu haben. Die Angeklagten wurden außer Herkelmann, Vermischtes. * Was alles menschenmöglich! In einer brandenburgischen Stadt hat jemand infolge einer Wette einen lebendigen Sperling auf gefressen und dazu ein Weinglas voll Petroken# getrunken. Als Dessert gehörte dazu ein Buckel voll Brüge!! * Aufsehen erregt in Dresden die Verhaftung des in der Niederlausitz wohnenden Grafen Seydewitz, sowie eines kürzlich von Berlin dahin verzogenen Kaufmanns Ziegler. Die Beiden sind verdächtig, als Falschspieler beveutende Summen gewonnen zu haben. * In den Straßen Wiens lag am Morgen des 10. Januar der Schnee meterhoch. Der Verlehr, nam ntlich der Pferdebahnwagen, ist vielfach gestört. Auch aus den Provinzen laufen Meldungen über Schneeverwehungen und Verkehrs=Störungen ein. * Die Form der Fingernägel deutet nach einer neuen physiologisch psychologischen Theorie genau die guten und bösen Charaktereigenschaften wie die geistige Begabung des Menschen an. Demzufolge bedeuten längliche und schmale Nägel den Besitz von Phantasie, poetischer und tünstlerischer Anlage, aber auch Trägheit; lange# und breitgeformte, flache Nägel zeigen Klugheit, gesundes Urteil und eine ernste Geistesrichtung an; breite, kurze Nägel Jähzorn, Streitsucht, Egensinn; sehr rot gefärbte Nägel Gesundheit, Mut, Heiterkeit des Temperaments, gtoßmütigen Charakter; harte und spröde Nägel Grausamkeit, Mordlust, Zanklust; klauenförmig gebogene deuten auf Heuchelei und Bosheit; weiche, sehr biegsame und dünne Nägel auf Schwäche des Geistes und des Körpers, während sehr kurze, bis auf das Fleisch gleichsam abgebissene Nägel Sinnlichkeit und Dummheit verraten.— Diese Nageltheorie klingt ganz gut,— leider deckt die Regel die Ausnahme in den seltensten s Uen. Finnländische 10 Thaler=Lose. Die nächste Ziehung finder am 1. Februar statt. Gegen den Kursverlust von ca 15 Mark bei der Auslosung übernimmt das Bankhaus Carl Neuburger, Berlin, Französische Straße 13, die Versicherung für eine Prämie von 50 Pf. pro Stück. Bekanntmachung. Kaufmann eingestiegen war und die Thekenschublade desselben geräumt hatte. — Am Samstag=Morgen fand man in der Nähe der Emscherstraße in Dortmund einen erfrorenen Menschen im Schnee. Es ergab sich, daß es die Leiche des in der Nähe wohnhaft gewesenen früheren Sattlers L. von dort war. Der Verstordene hinterläßt eine Frau von sieben unmündigen Kindern in ganz dürftigen Verhältnissen. Ein Opfer des Branntweins wurde ein Bergmann in Dorstfeld. Derselbe kam vollständig betrunken in eine Wirtschaft und verlangte noch mehr Schnaps. Wie es recht war, verweigerte der Wirt ihm solchen und suchte er den Mann auf gütlichem Wege zum Heimgange zu bewegen. Derselbe war hierzu aber nicht imstande, fiel in den Schnee und mußte in den Stall gebracht werden, wo ihm ein Lager von Stroh bereitet wurde. Später weckte der Wirt den Trunkenen, um ihn nach Name und Wohnung fragen und seine Familie zu benachrichtigen. Derselbe weigerte sich aber Auskunft zu geben und es blieb nichts anderes übrig, als ihn liegen zu lassen. Am andern Morgen war er eine Leiche. Auf der Emscherthalbahn zwischen Sialo Castrop(Stadt) und dem Dorfe Börnig wurd am 10. ds. die Leiche eines unbekannten Mann## gefunden. Man nimmt an, daß der Verun glückte spät abends in der Dunkelheit dae Eisenplanum passiert habe, von der Maschine eines Nachtzuges erreicht und zerschmettert worden ist In hagen macht eine Petition die Runde um Einfuhrung der sakultativen Feuerbestattung. Dieselde weist bis jetzt an 250 Unterschriften auf. Bei haspe fand man einen Arbeiter tot im Freien liegen; er war erfroren. Möglicherweise, so wird der„Westf. P.“ geschrieben, daß derselbe des Guten genug gethan, sich hat ausruhen wollen und so seinen Tod gefunden hat. Der vor einem Jahre in Lippspringe verstorbene Pastor Kleine hat der katholischen Kir chengemeinde Lippspringe von seiner Hinterlassenschaft 12000 Mk. zur Vergrößerung der Pfarrkirche und zur Errichtung eines katholischen Krankenhauses geschenkt. Die Allerhöchste Genehmigung zur Annahme dieses Vermächtnisses ist in diesen Tagen eingetroffen. Ein junger, braver Schornsteinsegermeister in Detmold stürzte bei Ausübung seines Birufes in der Behausung eines dortigen Guts besitzers durch eine nicht geschlossene Bodenluke und fand sofort den Tod. Infolge des plötzlich eingetretenen starken Schneegestöbers hauften sich am Abend det ds. in Lüdenscheid die Schneemassen am Angehörigen vergebens erwartet. Bald st.ul s sich denn heraus, daß der Stollen zum teil eingestürzt und so den Arbeitern der Ausweg versperrt war. Rasch wurden die Rettungsarbeiten in Angriff genommen und energisch fortgeführt Doch war die Arbeit eine sehr gefahrvolle und daher nur langsam fortschrei tende, besonders da noch beständig vom Hon genden nachstürzte. Da die Verschutteten durch Klopfen ein Lebenszeichen gaben, so war wenig stens die tröstliche Gewißheit vorhanden, daß die Anstrengungn nicht vergebens gemach wurden. Inzwischen versuchte man auch durch den auf halbem Wege zur Meisenburg gelegenen# Wetterschacht Hilfe zu bringen. Aber auch hier war die Rettung mit großer Gefahr verkaupft, und in der That hat einer der kuhnen Rteer durch ein herabfallendes Felsstück eine schwer Wande am Kopf davongetragen. Endlich wor### die Rettung glucklch zu stande gebracht Herr Dr. Bardenheuer, Oberarzt der chirur gischen Station des Bürgerhospitals zu Köln, hat vor einigen Tagen einer Frau in den mitt lern Jahren, welche am Magenkrebs litt, den Magen geöffnet und die k anke Stelle beseitigt. Die Frau befindet sich verhältnismäßig wohl und ihre vollständige Genesung steht zu erwarten. — Um die Oderbürgermeisterstelle in Köln haben sich dem Vernehmen nach dis jetzt erst wei Herren beworden. Am 6 ds. ist in Mainz ein mit Kohlen beladenes Sch ff, einem Sch ffr aus Duisburgehörig, an der Esenbahnbrücke in der Nah des zweiten Pfeilers, wo es auffuhr und eine Lck erhielt, gesunken. Die af dem Fahr zeug befindlichen Prsonen hatten gerade noch Zeit, sich in einen Kahn zu retten. Kaum var derselbe von dem Schiffe abgefahren, ale dasselbe auf den Grund versank. Ein Fuhimann von Sudberg ist auf eine höchst traurige Weise ums Leben gekommen. Jüngst abenos, als derselbe im Begriffe stand, mit seinem Fuhrwerke nach Hause zurück ukehren, tippte oberhalb Morsbach seine Karte um Der Fuhrmann geriet derart unter dieselbe, daß er, troß aller übermenschlicher Anstrengungen, von der schweren Last sich nicht mehr zu befreten vermochte. Andern morgens wurde der Unglückliche ia seiner entsetzlichen und qualvollen Laze von Vorübergehenden aufgefunden. Die Füße und Beine waren ihm erfroren und auch die übrigen Kö perteile hatten derart gelitten, daß der Too eintrat. Dem auf der Unglücksstätte verharrenden Pferde hat der Frost anscheinend nichts geschadet. Im Landkreise Nachen sind die Krähen eine Plage der Grundbesitzer geworden. Um diesem seitens der Jugend 2c. in den der Sparkasse des Amtes Barop Stoßen der Stadt hat breis) pro 188485, vielfache Klagen laut werden lassen. Es erg ht daher an alle Eltern, Lehrer, Erzieher und L=heherren 2c. das dringende Ersuchen, ihre Kinder, Schüler und Lehilinge von diesem, nicht selten von gefährlichen Folgen begleiteten Unfuge abzuhalten. Zuzleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß das Werfen mit Schneebällen nach den§§ 5 und 6 der Straßenordnung für die Stadt Schweite mit Geidstrafe von 1—30 Mt. ev nt. mit entsprech noer Freiheitsstrafe geahndet wird. Schwerte, 13 Ja uar 1886. Die Polizei Verwaltung. Als anertannt best.s Lhimittel deim Unterricht im Violinspiel ist in den meisten Semmarien des In= und Auslandes die praktische Volinschule von Solle eingefuhrt. Der Erfolg, welcher mit diesem vorzüglichen Werke bei Violinschulern erzielt wird, ist ein überaschend günstiger und wie sehr Solle's Biolinschule beliebt ist, de weist ihr bisheriger Absotz von mehr als 200 000 Heften. Vorrätig(in 6 stattlichen ften, jedes einzeln à 1.20 M käuflich) bei der Buch handlung von Carl Braus in Schwerte Zoei ordentliche Leute Kostn. Togis. B: wem, sagt d Exp. d. Bl. Menteh u. bestgrkiebter durchsteng Filaschle M. 4¾, mit Imitirter Lederauflage M. 5¼, mit holsgenagelter fester Tuchschle M. 6¾. Cordschuhe, Tuchschuhe mit helsgenagelter fester Tuchschle M. 11. Bei * Snselharct, Zeit. Taherr*., Aktiva. Mk. Pf. Mk. Pf. Ausgeliehene Kapitalien inkl. des Immobilien=Konto 44724362 Röckständige Ziesen inkl. Stückzinsen 440180 Kassenbestand am 31. März 1885 2443 76 Sa. 454089 18 Passiva. Einlagen bis Ende März 1884 Einlagen pro 188 4/85 Zugeschriebene Zinsen pro 41068131 7427745 1884/85 1143456 Zurückbezahlte Einlagen Sa. 49639332 4390524 45248808 Gewinn 160110 Die Verwaltung. nach der neuesten Rchtschreibung 2.50 M. Geerling. Der deutsche Aufsatz für oie Voltsund Bürgerschule. 4 Stufen. Tunnel derartig, d ß das Bahngeleise dalo mit Uebel abzuhelfen, hat das landwirtschaftliche mehreren Fuß hoch bedeckt und an ein Einlaufen Kasino in Alsdorf mit der Gemeindebehörde sic Zur rechten Zeit aber erschien die Feuerwehr rottung der schädlichen Tiere und ihrer Bi auf dem Platze, die nach mehrstündiger ange Prämien aus der Gemeindekasse ingter Arbeit die Schneemassen beseitigte, so den. So wurden im vorigen Jahre 75 Mi. Abschmeries blll. bet. u. ungelten Guses beotuck. Zeitungspapier in großen und kleinen Otantäten wieder vortätig bei Praus, Schwerte. Der Vorstand des Vereins der Staatsschulen in Berlin schreibt in Nr. 17 der neuen deutschen Schulzeitung vom Jahre 1884: Ein so fleißig ausgearbeitetes Kompendium, das stets mit den Anforderungen der Gegenwart in Uebereinstimmung gehalten wird, zur Erlangung einer gedankenreichen, korrekten Schreibweise besitzt wohl kaum ein andres Volk. Wenngleich in einer hohen Zahl von Auflagen verbreitet, ist der Kreis seiner Kenner und Schätzer noch lange nicht groß genug. Jeder einsichtige Lehrer sollte sich dasselbe erwerben und Väter zum Erwerbe desselben ermuntern, denn viele der gebotenen Themen regen den Geist zu immer neuem Nachdenken an und sind als bloße Lektüre mehr wert, als ein ganzer Schwarm von Tageslitteratur. Die Verlagshandlung hat sich ein dankenswertes Verdienst erworben, dieses ungemein reichhaltige Werk nach allen Wettteilen hin zu verbreiten und empfehlen wir diese Ausgabe jedem gebildeten und denkenden Menschen. Die Pädagogischen Blätter, Czernowitz in der Bukowina, März 1884, schreiben: Dieses Werk, das aus einem kleinen, aber soliden Kern entstanden, hat sich im Laufe der Jahre durch die fortgesetzte Thätigkeit seines Verfassers, die Bestrebungen der Verlagehandlung und die Benutzung der gütigsts“ zugeteilten zahlreichen Zuschriften aus allen Kreisen der Lehrerwelt zum ersten Buche auf diesem Felde des Unterrichts emporgearbeitet. Beweis dessen ist die seit Jahren steigende Verbreitung desselben, welche jetzt die Ziffer 58.000 überstiegen hat. Seine Vorzüge, die diese Resunate herbeiführten, sind kurz folgende: 1. Auf 452 eng gedruckten Oktavseiten enthält das Buch: Eine erschöpfende Anleitung zur Anfertigung formvollendeter Aufsätze; ferner 40 vollständig durchgeführte Arbeiten, 325 ausgearbeitete Disposinonen und über 500 weitere Themata zur Auswahl. 2. Druck und Papier sind solide, der Einband elegant und fest. 3 Der Preis ist ein mäßiger; er beträgt 4,50 für das gedundene, 4### für das broschierte Vorrätig in Schwerte(Ruhr) bei Carl Braus, sowie durch unsere Boten zu beziehen. Preis 4# brosch., 4,50 M geb. Verlag von Ad. Gestewitz in Frankfurt a. M. Inbentur-Ausbrrkaus 1860 Ger sea Sr Westenhellweg 57—59. DORTMUND. P Westenhellweg 57—59. U 5 nach beendeter Inventur beninnt Mietwoch, den 13. Jänuar, und endet am Mittwoch, den 3. Februar. Nach beendeter Lageraufnahme habe mich entschlossen, meine sämtlichen Warenvorräte zu bedeutend ermässigten Preisen zu verkaufen, und beginnt der Verkauf Sonntag, den 10. 449 dieses Monats. 6) Mobiliar-Verkauf. Verziehungshalber verkaufe nächsten samstag, d. 16. Jan. kr., morgens 10 Uhr, für den Landwirt Herrn Fr Habich zu Rheinen sein sämt Hausmobiliar, als: Betten und Bettstellen, Tische, Stühle, Oefen, 1 Kochmaschine, Spiegel, Bilder 2c.; ferner: Heu, Stroh, Flachs u. s. w. gegen Kredit. Sämmelplatz an Ort und Stelle I. Albrecht. Ackergerite u. Kurkossernverkauf. Künftigen Samstag, 16. Januar, gleich nach Beendigung des Verkaufes für Herrn Fr. Habich, kommt auf dem Habichschen Hofin Rheinen ferner gegen Kredit zum Verkauf: 1 einsp. Ackerwagen mit Kasten und Leitern, 1 Erdkarre, 1 Pflug, 1 Egge, Pferdegeschirr und ie große Partie Kartoffeln 2c. Albrecht. Wer Schlagfluß fürchtet oder bereits davon bitroffen wurde, oder an Kongestionen, Schwindel, Lähmungen, Schlaftosi keit, resp. an krankhaften Nervenzuständen leidet, wolle die Broschüre„Ueber Schlagfluß, Vorbeugung und Heilung. 3. Aufl, vom Verfasser ebem. Landw. Bataillonsarzt Bom. Weissmann in Vllshofen, Baiern, kostenlos und franko beziehen. Vorz-Verkauf. Freitag, d. 15. Januar, morgens 9½ Uhr, verkaufe ich für Herrn Gutsbesitzer Schulze=Holzwickede ca 100 Numm. tannen und eichen Durchforstungsholz, geeigaet zu Wies= und Leiterbäumen, ebenso zu Frechtungsstangen, Baumpfählen, Vietsbohnenstangen 2c., meistbietend gegen Kredit. Anfang auf dem„Bruch.“ Hengsen. Kissing, A=K. Die schönsten Opernu. Volksmelodieen, Lieder ohne Worte 2c sind enth. in F. A Greßler's musik. Anthologie, von welcher soeben die 14te Auflage im Verlag der Schulbuchhandlung zu Langensalza erschie nen ist. Das instruktive, auch äußerlich prächtig ausgestattete Werk wird als ein sehr beliebtes Geschent für Klavierschüler viel gekauft; es eignet sich aber auch für solche Klavierspieler, welche die hübschen Melodieen der Neuzeit ohne Schwierigkeiten und doch schön klingend zu ihrer Unterhaltung zu spielen wünschen. Vorrätig(in 6 einzelnen Heften d 75 Pfg., eleg. in Leinen gedd. 6 M.) bei der Buchhandlung is Carl Braus in Schwerte. Holz=Vertauf. Am Freitag, den 15. Januar d. Is., vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in der zum Gute Rodenberg gehörigen Waldung„Aplerbecker Holz“ 40 Haufen Rottannen, zu Bauholz, Wies= u. Leiterbäumen, Baumpfählen 2c. 2c., 70 Haufen Kiefern, zu Frechtungsstangen und Brandholz geeignet, öffentlich, nummerweise verkauft werden. Zusammenkunft bei Bergmann W. Weber am Aplerdecker Wald. Haus Rodenberg, den 5. Januar 1886. Die Rentei-Verwaltung. Zur Anfertigung von RechnungsFormularen in allen Formaten, auch klein. Quani täten in eleg Ausstattung und zu billigen Preisen empfiehlt sich die Buchdruckerei von C. Braus, Schwerte. Außer meinem reinen Kornbranutwein fabriziere ich auch von jetzt ab auf vielseitiges Verlangen echten Doppel=Wachholder, hergestellt aus Korn, Wacholderöl und Wachholdersaft, welchen ich nur rein und gut empfehlen kann. Da ich diesen Wochholder auch in Krügen verkaufe, so kann ich jedes beliebige Quantum abgeben. Heinr. Bitter, Villigster Kornbranntwein=Prennerei. Einmal=Eins Cael Beaus, Stpat. Silberne Medaille Amsterdam 1883 Antwerpen 1885. Lofodinischer Medizinal=Dorsch= Leberthrau H. v Gimborn, Emmerich a Rh. und s’Heerenberg(Holland): in Orig. Flaschen: 60 Pfg., M 1 und 1.60, derselbe eisenhaltig M. 1 per Flische zu haben bei Carl Müller, Fröndenberg, Aug Nasse u. SchulzeVellinghausen, Aplerbeck, Carl Braus, Schwerte Das große betttedern-Lager William Lübeck in Altona versendet zollfrei gegen Nachnohme(nicht unter 10 Pfo) gute neue Bettfedern für 60 Pfg. d Pfo, vorzüglich gute Sorte 1,25 Pfg. g 9. Pro, Prima Halbdau#nen 1,60 Pfg. d. Pfo. Handels=Nachrichten. Schwerte, 13. Januar 1886. 100 Kg.—200 Pfd. Weizen... baatroggen.. Roggen Gerste Hafer Kartoffeln Erbsen Heu Stroh Brot 5 Kilo Butter per Pfd. Eier 6—7 Stück Dortmund, 9. Januar 1886. Per 100 Kilo. Mehgen, schooer „ mittel „ leicht.. Rogzen, gut.. " mittel „ gering Hafer, gut... „ mittel „ gering Gerste, schwere.. „ mittel „ leicht. Kartoffeln Stroh(Richt=) Heu Butter, 1 Kilo Eier. 60 Stück höchster 4 2 niedrigst. 4 4 4 60 3 60 5•40 90 4— Neuß, 12 Januar 1886. Weizen 1. Qua. 2.* à 100 Kilo!3. Landroggen /1.„ à 100 Kilo s2.„ Gerste[Winterà 100 Kilo! SommerBuchweizen à 100 Kilo Hafer, 1. Qu.„„ 2. Rübsen(Aveel)„ Rapesa: d. Kartoffeln„„„ Heu à 500„ Roggenstroh à 500„ Rüböl per 100„ in Particen v. 100 Ztr Rüböl per 100 Kilo faßw Gereinigt. Oel p. 100 K. 3 Mk. höher als Rüböl. Preßkuchen per 1000 Kilo. Weizen=Vorschuß 00 à 100 Kilo. Kleten 3 50 Kilo. 16 40 15 40 14— 13 50 13— 15 50 von der Heydt=Kersten und Söhne. Elberfeld, 11. Januar. 1885. Kurse in Reichsmk. Priefe. Geld. 16980 168.70 167.95 Amsterdam Ein zuverlussiger Junge von 17—20 Jahren zum Milchkutscher gegen guten Lohn gesucht. Näheres in der Exp. d. Bl Für einen broven Knaben ist in meiner Buchdruckerei eine Tehrlingssteue offen. Carl Edelhoff. Wetter a. d. Ruhr. 1.6. 2M. London. k.S. 204,10 203 60 2M. 202.45 Paris... k.S. 81,00 80,60 2M 80.20 Antw. u. Brüssel k. S. 81,00 80,60 2M. 80.05 Basel u. Zürich k.S. 80.40 2M. 79,90 Ital. Hauptbankpl. k.S. 80.30 Geldsorten. Zwanzigfranks=Stücke Mk. 16,10 G. Fünffranks=Stücke,„ 4.00 G, Souereians...„ 20 25 G. Der heutigen Nummer unserei Zeitung liegt ein Prospekt aus dem Verlage von Mayer & Spear, beireffend„KinderGartenlaude“, bei Zur Annahme von Abonne= m nts empfiehlt sich die Buchhandlung von Carl Braus L.