gu atigug un M ucuneg ud Log###o Mu M scing Wutcchu mno 1! u tch i i M W n W ui Msiubuphase Lubd uis Sp Mu d Si i iptun #### dc n mme gafmimintlilim n Miohh gu Mt ag sic M cu— Tau Mii We Wshhichi Wn uplu hg nn Gih shom Hon gun Hiigunmt i uud Mhhont ualo selbe Abseite wie die Bluse zeigt. Den Gipfel der Vollendung dieses Komplets bildeten ein paar Promenadenhalbschuhe mit nur zwei Schnürlöchern, an denen der Einsatz aus dem Stoff des Komplets gefertigt war, während der braune Ringsbesatz, mit der Grundfarbe des Musters vom melierten Stoff, völlig übereinstimmte. Eva Maria. Praktische Winke. 0 Gegen Sommersprossen ist folgendes Mittel empfehlenswert: Schwefelkarbolsaures Zinkoxyd.0 gr, Glyzerin 10.0 gu, Rosenwe ser 15.0 gr, Kölnisches Wasser.5 gr. Mit dieser Flü##### wird die sommersprossige Haut abends bepinselt; am andern Morgen wäscht man sie mit Voraxwasser ab(½ Teelöffel Vorax auf ein Glas Mittel zur Verschönerung des Teinls: Venzoétinktur 10 gr, Rosenwasser 100 gr. Hiervon einen Eßlöffel auf eine Schale Wasser. 3- bis 4mal täglich ist das Gesicht damit zu waschen. !! Beim Schälen von Obst mit einem Stahlmesser werden die Finger meistens so schwarz, daß sie durch einfaches Waschen nicht zu reinigen sind. Mit Hüfe von etwas Zitronensast nach dem Waschen kommt man aber schnell zum Ziele. !! Mehrfardige bunke Kleider vor dem Auslaufen der Farben nach dem Waschen zu schützen. Sehr oft hört man von Hausfrauen darüber klagen, daß die bei der Wäsche vollkommen klar gebliebenen Kleider, trotz Spülens in Essigwasser sich beim Trocknen noch verfärben. Dieses Auslaufen, von Fachleuten auch als„Ausbluten der Farben" bezeichnet, hat darin seine Ursache, daß das beim Aufhängen der Kleider nach unten strebende Wasser die Farben leicht auflöst und diese dann im untern Teil, da dieser am längsten naß bleibt, ansammelt und sichtbar macht. Aus diesem Grunde sollte man derartige Kleider einfach in dicke Tücher: Frottier-, Bade=, Bettücher usw. wickeln, nachdem man zuvor die meister Nässe durch Ausdrücken entfernt hat. Die Tücher müssen öfter durch trockene ersetzt werden, bis das betr. Kleidungsstück nur noch halbfeucht ist und dann sofort gebügelt werden sollte. — Die Schwefelbeize zur Beseitigung von Flecken. Hat man in Tischwäsche oder weißen Kleidungsstücken Obst=, Notwein= und Tintenflecke erhalten, so lassen sich diese sehr gut beseitigen, wenn man die Flecke benäßt und über brennende Schweselfäden hält, damit die Schwefeldämpfe durch das Gewebe dringen können. Zuletzt wasche man mit klarem Wasser nach. 0) Vergilbte oder vergraute Damasttischtücher in moderne Kafseedecken umzuwandeln. Wenn es sich um ältere und dadurch nicht mehr einwandfrei klarweiße Tischtücher von Damastgewebe handelt, die beim Auflegen nicht mehr in schneeiger Weiße prangen, sollte man diese einfach„modernisieren" und Kaffeedecken aus ihnen machen. Dazu drücke man diese gewaschenen, noch nassen, gut gespülten Decken in einem zart=lachsfarbigem, hellblauem,=grünem, orange=, lichtgelbem Citocolbade gut durch, hänge sie zum Trocknen im Schatten auf, um sie noch halbfeucht zu rollen oder zu plätten. Zur Erzielung des gewünschten Damastglanzes plätte man erst auf der linken und dann erst auf der rechten Seite. Dazu vorhandene Servietten kann man natürlich in gleicher Weise einfärben, und das ganze neue Kaffeegedeck noch durch kräftig farbige Perlsteppereien besonders deben.. Pumie 15— )) Strümpfe zu„besohlen“" Veranntlich gehen an den Strümpfen Hacken und Sohlen zuerst entzwei. Die Beinlängen sind dann noch tadellos, es wäre schade, sie fortzuwerfen. Das Anstricken oder Annähen neuer Füßlinge würde sich aber bei feinen oder gar durchbrochenen Strümpfen wenig empfehlen, da der Ansatz immer sehr häßlich auffällt und das seinere Garn auch bald da ausreißt, wo das stärkere angesetzt wird. Dies alles kann vermieden werden, wenn man den zerissenen Strumpf nur„besohlt". d. h. eine neue Sohle darunter strickt, die so breit ist, daß sie die schadhaften Stellen bedeckt. Das ist einfach und geht sehr schnell. Wo die Hacke ansetzt, näht man mit einem Faden Strickbaumwolle von der Farbe des Strumpfes 40 bis 50 Vorstiche von einer Seite der Hacke bis zur andern, hebt dann die Stiche als Maschen auf eine Stricknadel und strickt sie mit einer zweiten Nadel von links in krausen Maschen ab, dann wieder rechts und wieder links und so fort, bis die Hacke lang genug ist, worauf sie in der bekannten Art fertiggestrickt wird. Nun schlägt man auf jeder Seite der geschlossenen Hacke 10 bis 15 Maschen auf die Nadel und strickt dann, ebenfalls mit zwei Nadeln, immer rechts und links, die Sohle weiter bis zur erforderlichen Länge. Dann verteilt man die Maschen auf zwei Nadeln, schlägt auf eine dritte 15 bis 18 Maschen auf und strickt nun, immer glatt rund herum, die Spitze des Strumpfes fertig. Das Neugestrickte wird über das Alte. Schadhafte gestreift und festgenäht, das Zerissene von links weggeschnitten. Ein so„besohlter“ Strumpf hält dreimal so lange als ein ganz neuer, und selbst in einem niedrigen Schuh ist die Ausbesserung niemals sichtbar. :: Lederhandschuhe lassen sich wasserdicht und zugleich weicher machen, wenn man sie mit etwas Hammeltalg behandelt, das mit den Fingern gleichmäßig gut aufgetragen wird. 0) Benzin müßte stets im Haushalt vorhanden sein, um sofort und schnell jeden Fettfleck mit einem in Benzin getauchten Läppchen entfernen zu können.(Nicht bei offenem Licht oder Feuer.) Zarte Stoffe behandelt man besser mit einem Brei aus Benzin und Kartoffelmehl, da bei dieser Behandlung keine Ränder entstehen. =:= Rußschalen- und Gerbstoff-Flecke: Leinen: In Chlorwasser ausreiben, klar nachspülen. Bunte Wolle, und Seide: Die Flecke vorher anfeuchten und mit sehr stark verdünntem Clorwasser ausreiben, wiederholt nachspülen. — Handkörbe vor dem schnellen Schmutzigwerden zu bewahren. Alle hellfarbigen Handkörbe von Korb=, Weiden= oder Spangeflecht, die durch täglichen Gebrauch sehr schnell schmutzig werden, kann man davor bewahren, wenn man sie mit einem Lackuberzug von farblosem Spirituslack versieht. Allerdings müssen sie zuvor gründlich gereinigt werden, wozu man sie am besten mit scharfer Bürste und warmem Seifenwasser scheuert, mit klarem Wasser nachspült und an der Luft vollkommen austrocknen läßt, um sie erst dann zu lackieren. )) B l i n d g e w o r d e n e W a s s e r k a r a f s e n o d e r„ v a s e n z u„ k l ä r e n“. Um Wasserflaschen usw. rasch spiegelklar zu erhalten, spüle man sie mit einer Salzsäurelösung, wozu man auf 1/ Liter Wasser etwa 3 Eßlössel Salzsäure nimmt. Fülle sie dann mit lauem Sodawasser und lasse sie mit reinem, klarem Wasser noch einige Stunden stehen. (( Dunkle Flecke auf viel gebrauchtem Vorzellangeschier zu entfernen. An jenen Stellen, die durch langen Gebrauch schadhafte Glasur aufweisen, verreibe man öfter einige Tropfen Salzsäure, um dann mit Wasser nachzuwaschen. Das Porzellan erhält dann wieder 11 Roststellen in Metallgefäßen, Aufwaschbecken, im Sterilisierapparat, in der Waschmaschine usw. zu beseitigen. Man verrühre in einer Untertasse oder Blumenuntersetzer zwei Gewichtsteile unterschwefligsaures Natron und einen Teil Kochsalz mit ganz wenig Wasser breiig und betupfe damit die Roststellen, um sie damit stehen zu lassen. Mit Lusa oder noch besser einem Metalllappen reibe man dann tüchtig den gelösten Rost ab. Mit klarem Wasser nachgewaschen und trocken gerieben schutzt man die Stelle durch Einreiben mit einer Speckschwarte oder Oel vor neuem Rosten. ) Angelaufene Silber- und Alfenide-Gegenstände reinigt man mit kochendem Kartoffelbrei=Abgußwasser. Am besten läßt man die Gegenstände etwa eine Viertelstunde lang in diesem Wasser liegen und hat dann nur nötig, mit einem wollenen Lappen zu trocknen und mit einem Fensterleder nachzupolieren. Auf diese Weise vermeidet man das häßliche Ansetzen von Putzseife, Putzpulver usw. in den Vertiefungen der Ornamente..(ran Auge Wanter der *= Klemmende Möbeltüren sind jeder Hausfrau eine Marter, der sie sobald als möglich zu entgehen sucht, indem sie die Türbänder etwas einölt oder die klemmenden Stellen mit Seise einreibt. Gewöhnlich hilft das aber nicht viel, denn der Grund liegt ganz wo anders, nämlich an der Ungleichheit der Zimmerdielen. Dadurch kommen die Türrahmen aus ihrer Lage und verursachen so das Klemmen. Man hat also nur nötig, das betreffende Möbelstück, am besten mit Hilfe einer Wasserwagge, völlig gerade zu richten und auf der Seite einen dünnen Holzkeil unter die Füße zu schlagen. :: Südamerikanischer Obstsalat. Eine kleine Ananas und vier Apfelsinen werden geschält und in Scheiben geschnitten. Jede Sorte wird gut eingezuckert, lagenweise mit geriebener Kokosnuß bestreut in eine Kristallschale geschichtet. Man stellt die Schüssel auf Eis und gießt vor dem Anrichten zwei Glas Madeira darüber. ( Salat und Blattgemüse frisch zu halten. Man bespritze es mit Wasser, schüttele es wieder aus und stelle es in einem festen, verdeckten Porzellan= oder Steingutgefäß an einen kühlen Ort. Es hält sich—2 Tage tadellos frisch.„„9„ aiie un * Gefüllte Reisspeise as Nachtisch. 200 gr in Much mit einem Stückchen Vanilleschote ausgequollenen Reis mische man mit 75 gr frischer Butter, 22 Telöffel Salz, 1 Likörglag Rum, dexiz, atzggrne benen von einer halben bis ganzen Zitrone, 2 Eßöffel Sut#####....— und mit ¼ Pfund Vanillezucker sahnig gerührtem Quark, hause die Speise bergartig auf, überstreue sie mit geriebenen süßen Mandeln oder Haselnüssen und garniere sie mit eingemachten ganzen Früchten, wie Kirschen, Birnen, Aprikosen, Pflaumen usw. Man serviere diese Reisspeise mit Himbeer= oder Kirschsaft. !! Gebackene Rotzungen.—1½ Pfund Rotzungen schuppe man und zerteile sie in Filets, die man, mit Pfeffer und Salz bestreut und mit Zitronensaft beträufelt, 1 Stunde marinieren läßt. Dann wende man sie in einer Mischung von Mehl und feingesiebter, geriebener Semmel und backe sie in heißer Pfanne mit reichlich Fett auf beiden Seiten goldbraun. Man serviere sie mit einer Mayonnaise, Schnittlauch= oder Remouladensoße zu Salzkartoffeln oder Kartoffelsalat, den man mit Rapünzchen oder Brunnenkresse vermischt. A Schokoladencreme. 125 Gramm Schokolade kocht man in## Liter Milch und 125 Gramm Staubzucker auf und mischt vorsichtig 6 Eigelb dazu. Dann gibt man zu der Flüssigkeit drei Tafeln weiße Gelatine und ½ Liter steife Schlagsahne. Man füllt die Creme in eine Schüssel und stellt sie auf Eis. Zuletzt verziert man sie mit Mandelgebäc.....J. us dLeinens (( Backseit kann man verschiedene Male nacheinander verwenden. Sollte es zu braun geworden sein und Bodensatz haben, so erhitze man es unter stetem Rühren, bis es dampf, und gieße er alsdann sehr langsam in ein Gefäß mit heißem Wasser. Sobald es darin erkaltet, steigt das reine Fett nach obe:, und bildet dort eine leicht abnehmbare, feste Schicht... Bixdgeich ersemnen Woran die Hausfrau beim Kaufen altes Ainofleisch erkennen kann. Nicht selten kommt es vor, daß ein Rinderbraten trotz eingehaltener Schmorzeit zäh bleibt. Es handelt sich in diesem Falle dann meist um ein zu altes Tier. Zeigt z. B. das Fleisch eine glänzendrote Farbe und hellgelbes Fett, so war das Tier jung; je älter es war, um so dunkler ist das Fleisch, und das Fett zeigt auch ein kräftigeres Gelb. Derartiges Fleisch eignet sich am besten zum Kochen, da er eine besonders kräftige Fleischbrühe ergibt. Will man es aber dämpfen, so lege man es in eine Beize von Milch, in der es—4 Tage verbleiben muß. U uhg uhn n lug im n Wn ti Wuie ugl wc noh u gun Mn r Mut i un Sciim u ia st W gun zuune zund sso ihpc n uund MM M un nit iol#h u u Mue uht nog sun iin siuc f i Beilage zu den Zeitungen des E. Holterdorf' schen Verlages und der Beckumer Nr. 35 Samstag, den 30. August 1930 Spruch. Liebe zur Geselligkeit ist von Natur gegeben. Wer mit niemand Amgang hält, schill auf die verdordne Weit.(Lichtwer.) Ehrgeizige Von Studienrat Karl Schäfer. Die Jugend vieler Kinder wird durch den Ehrgeiz der Eltern, besonders aber der Mutter, vergiftet. Schon in den allerersten Lebensjahren werden diese unglücklichen Kinder herausgeputzt, um schön auszusehen; sie müssen die kostbarsten Kleider und Mützchen, Spitzen usw. tragen, in denen sie sich nicht frei bewegen dürfen. Denn die schönen Sachen müssen„geschont" werden. Die Mütter sind so verblendet, daß sie sich meistens noch besonders viel auf ihre heutige Erziehungsmethoden einbilden, denn sie glauben, die Kinder dadurch zur Ordnungsliebe und ähnlichen Tugenden anzuhalten. Und in Wirklichkeit wollen sie doch nur ihren eigenen Ehrgeiz befriedigen, sie wollen die schönsten, die elegantesten Kinder haben. In der Schule wird es noch schlimmer. War es vorher nur ein auf Aeußerlichkeiten sich beschränkendes Tun, so kommt jetzt noch ein anderes dazu. Um jeden soll das Kind das beste in der Klasse sein. Ob die individuelle Befähigung, ob die Gesundheit dazu ausreicht, darnach wird nicht mehr gefragt. Tausende von Kindern leiden unter dieser Unvernunft der Eltern, verbringen eine unglückliche Jugend, auch in solchen Familien, wo alles Uebrige ganz dazu angetan ist, dem heranwachsenden Menschenkinde alles zu bieten, dessen es zu seiner Entwicklung, zu seinem Glücke bedarf. Aber was nützen ihm die luftigsten Arbeitsräume, das beste und nahrhafteste Essen, der schönste Garten, liebe Spielkameraden, wenn es sie nicht genießen kann, wenn die Angst vor dem schlechten Zeugnisse, vor der Unzufriedenheit der Eltern ihm jede Genußfreudigkeit raubt? So viele möchten es ja so gern gut machen, schon um des lieben Friedens willen, aber sie können es einfach nicht. Anstatt das einzusehen, anstatt die Ursache zu ergründen, die im starken Wachsen, in Ueber= oder Unterernährung, in schwachen Nerven, kurz in allen möglichen Dingen bestehen kann, anstatt dieser Ursache nachzugehen, werden unbarmherzig von den Kindern große Leistungen verlangt, denn der Ehrgeiz der Eltern besteht darin, daß ihre Kinder die besten sein sollen. Wenn die Jungen die Schulzeit glücklich überwunden haben, dann emanzipieren sie sich in der Regel, aber für die Mädchen beginnt nun eine schlechte Zeit. Auch das, was ihnen Freude machen sollte, das ungezwungene, harmlose, gesellige Zusammensein, das wird ihnen häufig zur Qual, denn in der Gesellschaft verlangt der mütterliche Ehrgeiz von ihnen, daß sie die begehrtesten sind. Alle Aeußerlichkeiten spielen eine viel zu große Rolle, der Charakter wird verdorben, die Gesundheit wird untergraben. Warum äußert sich der Ehrgeiz nicht in vernünftigeren Dingen? Warum bestreben sich die Mütter nicht, die gesundesten, die anspruchslosesten, die charaktervollsten und vor allem anderen die glücklichsten Kinder zu haben? Ja, um das zu erreichen, müssen die Eltern, besonders aber die Mütter, sehr viel aufgeben, in erster Linie aber ihren Ehrgeiz. Sie müssen dem Kinde eine Entwicklung gestatten, die seinem Naturell und seinen Anlagen entspricht. Mehr Selbstverleugnung, ein liebevolleres Sichversenken in die Eigenart des Kindes ist notwendig. Nicht was man für das Beste und Richtigste hält, sondern was für den betreffenden Menschen das Beste und Richtigste ist, muß ausschlaggebend für das Vorgehen der Eltern sein, selbst wenn Enttäuschungen und schmerzliche Verzichtleistungen damit verknüpft sein sollten. Die Eltern haben nicht das Recht, ihre Kinder ihrem Ehrgeiz zu opfern. Daß es trotzdem so häufig geschieht, ändert nichts an dem Unrecht, das sie begehen. Wachstum der Kinder wird durch Gymnastik beeinflußt. (Aus den Erfahrungen einer Mutter.) Von Hedda Fischer=Dernburg. Heute in der Zeit des Sportes, in der Generation einer großen, gut und schlank gewachsenen Jugend, wird man sich nicht mehr im Zweifel darüber befinden, daß Gymnastik ein wesentlicher Faktor zur Erreichung der guten Gestalt und eines schönen Körpermaßes ist. Bisher wurde der Wunsch des Menschen als eine Gabe der Natur angesehen. Bewußte Bewegungen, Gymnastik, können erfahrungsgemäß das Wachstum beeinflussen. Die einfachsten übungen werden bereits nach Ablauf des ersten halben Jahres mit dem Kleinen vorgenommen. Dabei kommt hauptsächlich Armgymnastik in Frage. Sie bewirkt eine gute Blutzirkulation, eine vorzügliche Verdauung und ein heiteres Gemüt. Ungefähr nach Ablauf des ersten Jahres treten die anderen gymnastischen Versuche in Kraft. Sie seien nachstehend angegeben: Abhärtung und Gymnastik sind das beste Heilmittel für einen allzu zarten Organismus der Kleinen. Der Zeitpunkt, wann man mit der Abhärtung beginnen soll, wird am besten von dem Arzt festgestellt. Die Hauptsache bleibt aber, daß diese Abhärtung und mit ihr zugleich die Gymnastik eines Tages beginnen. Für die Widerstandsfähigkeit des Kindes ist die Zufuhr der frischen Luft eines der wichtigsten Momente. Es genügt aber nicht, wenn das Kind die frische Luft nur einatmet, die Haut des Körpers muß den Sauerstoffen der Luft täglich ausgesetzt werden. Das kleine Kind wird ja bekanntlich überreich mit Wärme bedacht, daher muß die Entziehung der Wärme langsam vonstatten gehen. Voraussetzung für diese Möglichkeit ist die Bewegung, die in der Gymnastik ihren Ausdruck findet. Das Kind soll von klein an durch körperliche übungen den Bedarf an Wärme erzeugen. Es beginnt die übung folgendermaßen: Nach dem Baden frottiere man den Körper des Kindes, so daß das Blut an die Oberfläche der Haut gelangt. Das Kind wird mit einem Turnhöschen bekleidet, und nun beginne man mit den ersten gymnastischen übungen. Man fängt mit den Armübungen an. Die Arme werden gebeugt, rechts gestreckt, gebeugt, links gestreckt, gebeugt und rückwärts gestreckt. Wenn das Kind auf den Füßen sicher ist, dann soll man es leichte Beinübungen machen lassen. Es steht mit geschlossenen Fersen, hebt das Bein vorn wagerecht, so hoch es kann und schnellt es zurück, bis es wieder in der Schlußstellung steht. Die gleiche übung wird mit dem linken Bein gemacht. Alsdann lasse man das Kind die Hände in die Hüfte stützen, das rechte Bein rechts seitswärts heben, das linke Bein links seitwärts heben, zur Schlußstellung zurückkehren. Nun beginnt das Beinkreisen, wobei man das Kind das rechte Bein aus der Schlußstellung mit durchgedrücktem Knie heben läßt. Das Bein wird nach vorn gestreckt u Mu z ti Wh it ulnc Nr.#. und beschreibt rechts seitlich und rückwärts einen Kreis, bis es wieder zur Schlußstellung kommt. Hat das Kind die übungen mit dem rechten Bein gemacht, dann soll es die gleichen Bewegungen mit dem linken Bein ausführen. Durch diese Arm= und Beinbewegungen bekommt es schon von den ersten Lebensjahren an jene Leichtigkeit und Sicherheit der Bewegung, die man später als Anmut und Grazie bezeichnet. Wenn die Mutter beobachtet, das ihr Kind im Wachstum zurückbleibt, muß sie diesem Wachstum nachhelfen. Es gehören Energie und viel Geduld dazu, denn das Kind selbst steht seiner Zukunft ja völlig ahnungslos gegenüber, und nur die Mutter kann ermessen, daß sie ihrem Liebling das beste Geschenk mitgibt, wenn sie von Kindheit an sein Außeres nicht vernachlässigt. Eine richtige Körpergröße hilft im Leben zuweilen mehr, als der Besitz an materiellen Gütern. Der wohlgebildete Körper ist der beste Empfehlungsbrief. Um also das Wachstum zu fördern, nehme man mit dem Kinde folgende übungen vor: Nach dem Aufstehen lege sich das Kind flach auf den Fußboden, recke den Körper, so sehr es kann, indem es die Arme über dem Kopf ausstreckt, während die Zehenspitzen die Beine nach unten recken. In dieser gereckten Lage verhartt es solange, bis eine Ermüdung eintritt. Jetzt soll es sich von dem Fußboden erheben, einige Minuten ruhen, um alsdann mit der zweiten übung zu beginnen. Die Fersen werden geschlossen, die Fußspitzen nach außen gestellt, die Hände in die Hüften gestützt. Mit dem Einatmen der Luft gleichzeitig recke das Kind den Hals so hoch aus den Schultern, als es vermag. Das Kinn wird nun angezogen, die Luft ausgestoßen die Hände gleiten von den Hüften derunter. Der Körper verharrt mit durchgedrückten Knien vollkommen aufgerichtet. Diese übung soll das Kind fünf= bis sechsmal machen. Die Vorbedingung dafür ist, daß der Körper ohne beengende Kleidungsstücke sich frei und leicht bewegen kann. Für die erste Woche der gymnastischen übungen genügen diese Vorschriften. In der zweiten Woche füge man eine neue übung dazu: Aus der Schlußstellung der Füße hebe es die Feisen in die Höhe. Die Hände, die dabei in die Hüften gestützt sind, lösen sich aus dieser Stellung und recken sich mit geschlossenen Fingern so weit wie denkbar nach vorn. Die Arme heben sich aus der wagerechten Lage mit ausgestreckten Fingern über den Kopf, der Körper streckt sich so hoch wie möglich. Aus dieser Stellung: Fersen geschlossen, Arme hoch über den Kopf gestreckt, beugt das Kind den Körper erst nach vorn über, dann nach unten, bis die ausgestreckten Finger den Fußboden berühren. Alsdann beginne die übung von neuem. In der dritten Woche füge es noch folgende übung dazu: Das rechte Bein wird seitlich vor das linke gestellt und zwar so, daß die Ferse des rechten Fußes in einem kleinen Abstond von der Spitze des linken Fußes entfernt ist. Während es den Fuß nach vorn stellt, werden die Arme bei ganz gerader Körperhaltung ausgestreckt. Nun hebe es die Arme zur Körperhöhe, beuge das Knie des vorgestreckten Beines und beuge den Körper, indem die Arme die Bewegung so weit wie möglich nach rückwärts machen. Wenn die Mutter oder die Pflegerin des Kindes die Erfahrung machen, daß bei diesen übungen eine geringe Gewichtsabnahme eintritt, so dürfen sie überzeugt sein, daß bei einer konsequent durchgeführten Gymnastik sich überflüssiges Fett leicht abstößt. Natürlich muß die Körperpflege, die anderseits in der Ernährung wurzelt, bei den Kindern, die durch das Turnen zum Wachstum gebracht werden, besonders gut und überlegt sein. Der Mensch in der Entwicklung braucht kräftige Nahrung. Der Gewichtsverlust macht sich auch meistens nur in den ersten Wochen bemerkbar. Sehr bald tritt ein erhöhter Appetit ein, eine bessere Verdauung, das Kind blüht auf, ohne jedoch fett zu werden. im Hause. Es ist nicht jedem beschieden, ein eigenes Haus zu besitzen, es sind gewiß viele der Leserinnen gezwungen, mit einer oder mehreren Familien ein und dasselbe Haus zu bewohnen. Nur zu oft hört man von Streitigkeiten mit den Hausbewohnern. Um in Frieden mit ihnen leben zu können, teile ich nachstehend selbsterprobte und befolgte Regeln 1. Man grüße stets freundlich und zuvorkommend, vermeide aber soviel wie möglich jeden näheren Verkehr. 2. Man miete nie ein Mädchen, das schon bei einer Herrschaft im selben Hause gedient hat. 3. Man lasse sich von den Dienstboten nie etwas von den Verhältnissen der Mitbewohner erzählen. 4. Man halte nie dieselbe Waschfrau, Näherin usw. 5. Man leihe nie etwas, müßte es aber einmal geschehen, so gebe man das Geliehene so rasch wie möglich wieder zurück. 6. Man vermeide überflüssiges Lärmen. 7. Man bilde sich nicht ein, daß die eigenen Kinder artiger seien als die der Mitbewohner. 8. Hört man einen Wortwechsel, so schließe man sofort das Fenster und entferne sich, um nichts davon zu verstehen. im Haushalt und wie man ihn abkürzt. Von Hanna Brenken. Zu den Dingen, die einem Heim fast ebenso wie vorhandene Blumen besonderes Gepräge verleihen, gehören auch alle jene blanken Gegenstände, die ständiger Pflege und Wartung bedürfen, wie Silber=, Messing= und Nickelgeräte. St sehr auch eine vernünftige Hausfrau, die sich die Vereinfachung ihres Haushaltes angelegen sein läßt, die Zahl ihrer Nippes und Ziergegenstände möglichst zu verringern suchen wird, kann sie es doch nicht vermeiden, diesen und jenen Gegenstand aus Metall auch fernerhin zu benutzen, selbst wenn sein ständig gutes Aussehen immerwährender Arbeit bedarf. Wenn sie ihre Haushaltsarbeiten zu rationieren verstand, dann hat sie dafür einen besonderen Putztag eingerichtet, an dem sie vielleicht am Vormittag Fenster und Spiegelscheiben und am Nachmittag alle blanken Metallgegenstände des Haushaltes wieder sorgsam reinigt und putzt. Natürlich erstrahlt nun alles wieder in neuem Glanze und zeugt von der Rührigkeit und dem Fleiß der Hausfrau. Bedenkt sie aber einmal, wieviel Stunden sie durch diese ständig wiederkehrende, immer wieder erneut an sie herantretende Arbeit ans Haus gefesselt wird, Stunden, die sich im Laufe des Jahres zu langen Wochen summieren, die sie viel besser und ihr dienlicher zur Kräftigung und Erhaltung ihrer Gesundheit im Freien verbringen könnte, dann wird sie einsehen, wie notwendig es ist, auch in dieser Beziehung umzulernen. Die meisten dieser blanken Gegenstände im Haushalt, sind von Neu aus mit einem unsichtbaren Ueberzug versehen, der ihrem schönen Glanze Dauer verlieh. Erst durch die Unklugheit der putzwütigen Hausfrau wurde dieser feine Ueberzug zerstört, so daß die nun ungeschützten Gegenstände fortan immer wieder neuer Putzarbeit bedürfen. Wo würden wohl allen einschlägigen Geschäfte, selbst mit oft zahlreichem Personal hinkommen, wenn sie alles, was da von Regalen und Ausstellungsplatten herunter glänzt und blitzt, fortgesetzt putzen lassen wollten? Ganz abgesehen von den Schädigungen, die bei unachtsamer Arbeit dem verschiedenen Metall zugefügt würde. Alle diese blanken Gerätschaften, nur einfach entstaubt und mit trockenem, weichem Leder überrieben, behalten ihr blankes Aussehen durch Jahre hindurch und erscheinen immer wieder wie neu. Und das Zaubermittel, das ihnen diesen unvergänglichen Glanz verleiht? Es ist farbloser Metall= oder richtiger Zaponlack. Dieser, mit feinem Haar(pinsel nur einmal rasch über das möglichst vorher erwärmte Gerät gestrichen, wird dem Auge nicht sichtbar, trocknet sofort und beeinträchtigt den schönen Glanz in keiner Weise. Selbst Türklinken und=Schilder, die bekannten runden Bettknäufe an Metallbettstellen, Rauchservices, Metallplatten auf Rauchtischen, kurzum alles, was aus blankem Metall besteht und zum guten Aussehen sorgsamer Putzarbeit bedarf, kann damit in dauerndem Glanz erhalten werden, gleichviel ob es aus Messing, Nickel oder Silber hergestellt ist. cunn W er Su gun un n hl gn i W W uet ne Mrihug gsiohun te Gi gun udute •2 r e hn cn e Mt Wieeig##ng ig n u t f Mn i inng lanz M d Min Gijgsck uer M uune ihd Hon quel in unt gun zigunieg uunn Die neue Silhouette der Von Carla Gabriele. Ein völlig neues, verwandeltes Modebild ist uns in diesem Herbst zugedacht. Alles, was die Mode herausbringt, baut sich auf der Linie des Vorhandenen auf und ist von der Mode des Sommers dennoch verschieden. Die neue Silhouette der Frau ist nach wie vor schlank! Schlank, aber nicht mager. Das bedeutet schon eine wesentliche Abweichung. Die Figur der Frau erscheint in den Hüften wohl betont, was durch Ueberröcke, Tuniken und Volants erreicht wird, verbreitert sich aber nach der Schulterpartie, so daß die Hüften dennoch schlank wirken. An den Kleidern sieht man Kragen, Capes und Boleros. Nicht wie bisher bestehen sie aus einem Stück, sondern sie sind in einzelne Teile geschnitten, und so ergeben sie die Möglichkeit einer Drapierung. Die eine Hälfte des Schulterkragens fällt nach vorn, die andere liegt auf der Rückseite. Der Bolero besteht gleichfalls aus zwei Jackenteilen, die Kleidlinie und Garnitur sehen lassen. Aufputz spielt eine große Rolle. Die frauliche Note der Vormittagskleider verdrängt ihren sportlichen Stil, und es ist nicht zu verwundern, daß die Garnitur im Mittelpunkt der neuen Mode steht. Es werden plissierte Westchen in das Kleid gesetzt, Westen aus Pikee, faltige Krägelchen um den Halsausschnitt gearbeitet. Die Aermel bekommen oft auf der Innenseite eine Manschette, wodurch die Hand schöner und schmaler wirkt. Zu jedem Kleid gehören Gürtel und lieblicher Schmuck. Ketten, die im Ton auf das Gewebe abgestimmt sind. Armbänder, oft mit Bettelmünzen, mit klirrenden kleinen Amulettes. Die Ketten reichen lang herunter. Auch goldene Ketten; an denen wieder die mit Steinen besetzte Uhr hängt, verändern das neue Modebild. Die Kleider bestehen nicht mehr unbedingt auf ihrem Recht, einen Mantel als Completierung zu besitzen. Die neuen Mäntel in Kleidform können eben zu jedem Kleid getragen werden, da ihnen nichts anhaftet, was sie unbedingt zu einem einzigen Kleide passend erscheinen läßt. Sie haben ein ruhiges Muster, fast immer Besatz aus Pelz, haben große Revers, die sich bis zur Taille verlängern, doppelte Schulterkragen, Gürtel und oft große, aufgesetzte Taschen. Der Gürtel fällt weich, wird gebunden, hat lange Schluppen und herabhängende Bänder. Die Mäntel liegen in der Taille an, und die den Körper modellierende Form ist ein wesentlicher Bestandteil der neuen Silhouette. Da sich die Mäntel nach unten zu verbreitern, fällt diese Linie besonders auf. Der Pelzbesatz geht nicht nur um die hohe Manschette, nicht nur um den Kragen, sondern häufig um den Saum des Mantels. Er hilft die glockige Linienführung noch verbreitern. Die Figur der Modeträgerin erscheint in der Mitte schlank, nach oben und nach unten zu breiter. Um den Eindruck zu erreichen, muß das Material weich und schmiegsam sein. Die Stoffe für den kommenden Herbst haben diese Eigenschaften. Weicher Tweed, bei denen das Muster zurücktritt und der Fonds wesentlicher wird, Jerseys, und vor allen Dingen wieder Tuch, das in mannigfachen Farbstellungen auf dem Markt der Eitelkeiten erscheint. An erster Stelle steht das deutsche Tuch, dessen hochwertige Qualität die beste Verarbeitung garantiert. Gerippte Stoffe werden für die Jackenkleider verwendet. Für die Kleider des Abends und des Nachmittags sehen wir Crepe Satin, Crepe Marocain und vor allen Dingen Samt. Das schöne und dekorative Gewebe wird in der kommenden Saison Triumphe seiern. Nicht nur der transparente Velours Chiffon, nicht nur Panne, sondern fester und dicker Samt in allen Farbstellungen. Es werden Jacken, Mäntel aus Samt gearbeitet, Hüllen für den Abend, Capes und kurze Jäckchen. Zu seinen Röcken werden Taillen aus Samt getragen, Blusen aus Samt zu den Kleidern des Nachmittags. Viele neue Farbtöne gewährleisten natürlich gleichfalls das neue Modebild. Augenblicklich kämpfen Schwarz und Weit mit den neuen Farben, die sich in braunen, tiefdunkelblauen Klängen bewegen. Russisch grün, ein sattes, fast schwarzes Grün und schieferblau, das gleichfalls schon ins Schwarze schillert, sollen in der kommenden Saison die reiche Farbenskala unterstützen. Dazu gesellt sich Prünelle. Für die Kleider und Mäntel des Tages gelten alle Töne, die vom braunen ins Rostrote hinüberleuchten. Auch das blaue Kostüm, das immer so gern getragen wurde, und das den meisten Frauen vorteilhaft zu Gesicht und zur Figur stand, taucht wieder auf. Wesentlich für die neue Silhouette ist die Form der Tageskappen. Mit ihren rückseitigen Verlängerungen unterstreichen sie die sich nach oben verbreiternde Gestalt. Sie werden noch weiter aus dem Gesicht gerückt, jedoch die strenge Linie, die bisher zu beobachten war, weicht einer freundlichen, weiblichen. Das Haar wird wieder sichtbar und bildet das Band zwischen Kappe und Gesicht. Man sieht die weiche, kleidsame Locke, bis tief in die Stirn fallen. Die großen, malerischen Randhüte lassen die Ränder bis an die Schulter reichen. Für die Silhouette sind sie recht gefährlich, weil der Hals verschwindet. Diese Hüte können sich nur Frauen mit großer, schlanker Figur leisten, nicht aber die kleinen Gestalten, die Neigung zur Fülle haben. Auch für kleine, schlanke Gestalten sind sie nicht empfehlenswert: Ein breiter Rand verkleinert stets die Figur. Vielfach haben sowohl die großen als auch die kleinen Hüte seitlich lang herabfallende Bänder, damit die Frau noch weiblicher, noch reizvoller wirkt. Alles in der neuen Mode geht darauf hinaus, das Frauliche zu betonen. Das Weibliche wird unterstrichen, jeder vermännlichende Einschlag fehlt. Die Frau will auch durch ihre Kleidung wieder als Frau gelten, als Dame. Wenngleich ihr praktischer Sinn ihr das lange Kleid für die Straße unzweckmäßig erscheinen läßt, so nimmt sie gern von der neuen Mode für den Tag den halblangen Rock an. Die Schönheit der Beine und der Fußbekleidung werden sicherlich nicht unter der neuen Mode leiden, da die moderne Frau bereits genügend Kultur des Anziehens gelernt hat, um sich nicht mehr davon zu entfernen. Die Aussichten für die neue Mode sind gut, der Geschmack auf das Empfinden kultivierter Menschen eingestellt. Viele Hände dürfen sich bereits regen, um die Schöpfungean das Licht der Herbstsonne zu bringen. „„* Das Herbstkomplet in neuer Form. Heute gehört ein Komplet nahezu zum eisernen Bestand der Frauenkleidung und wird es immer mehr, je eingehender die Frauenwelt sich mit ihm beschäftigt und seine Vorzüge erkennt. Das neue Herbstkomplet scheint nunmehr an der Spitze der Vollkommenheit angelangt zu sein. Da ist zunächst das ganze Kleid, in Prinzeßform gehalten und nur mit einem Gürtel eng um die natürliche Taillenlinie gelegt, mit vorderem Knopfschmuck ausgestattet. Es ist aber ein Trugschluß, daß dieses Kleid ein Ganzes bildet, denn der Gürtel deckt nur eine durch Haken und Oesen bewirkte Verbindung des Rockes mit der Taille, an den er befestigt ist. So kann also das Leibchen durch eine andersfarbige Bluse ersetzt werden, mit deren Stoff der dreiviertel oder ganz lange Kompletmantel unterfüttert ist. Diesen Mantel aber deckt noch ein im Rücken mit stumpfer, aber ziemlich langer Ecke verlängertes Capes, das unter dem Umlegkragen leicht anzuknöpfen und nach dem Ablösen, mit anknöpfbarem Umlegschal mit langen Enden versehen, mit dem ganzen Kleide aus einem Stoff, wieder ein vollständiges Ganzes bildet, wobei der Schal bei stürmischem Wetter noch als schätzenswerter Halsschutz wirkt. Zu diesem Komplet gehört aber auch eine flotte, faltenreiche Kappe in Form eines Wagner= béréts oder einer seitlich überfallenden Baskenmütze sowie eine originelle Handtasche mit Reißverschluß aus dem gleichen Gewebe, ausgefüttert mit dem Stoff der Bluse und des Mantelfutters. Eine zweite Bluse aus einfarbiger Seide, im Gegensatz zur geblumten des Mantelfutters, harmoniert wieder mit der Capeseite, so daß noch eine weitere Verwandlungsmöglichkeit des modernen Herbstkomplets geboten wird, zumal da ein zweiter anknöpfbarer Schal in diesem Fall die