Sg Lusbggg#ensag uhog 126 hno A M 1 Sat sn#h osin (T„ h n Wag 1 ung i W in i hnsch“ Wcc M t icpug#t#ick(Di ch00)„su g M gun.. hch denlchu M u—( M hl Him nc" i sun nuss s aun Verwandelte Eindrücke durch modische Aenderungen. Von Hortense. Viele Neuheiten aus Pelz stehen uns zur Verfügung, um Kleider, Mäntel und Jacken aufzuputzten, zu modernisieren. Wer sich als glücklicher Besitzer eines nicht mehr tragbaren und einwandfreien Pelzmantels bezeichnen darf, wird sich ferner eine neue Modeform zulegen können, ohne große Aufwendungen machen zu müssen. Als sehr eleganter Anzug für den Vormittag und für die Straße gilt der kurze Rock mit der Pelzjacke. Sie kann aus einem kurzhaarigen Pelz hergestellt sein, aus Maulwurf, Biberette, auch aus Kaninchen, das auf Seal geblendet ist. Pelzimitationen, Astrachanplüsch in geradezu hervorragender Ausführung, Krimmerstoffe und Nutriaplüsch werden gleichfalls gern zu diesen kurzen oder halblangen Jacken gesehen. Dazu einen Rock im Herrenstoff, der zur Jacke passend oder abweichend in der Farbe gewählt werden kann, und die Ausrüstung für die Straße ist fertig. Unter der Jacke, die auch vielfach in Boleroform getragen wird, kommt die hemdartige Bluse zum Vorschein. Als neuestes Material gilt Flanell. Flanell, das einst so verpönte Gewebe, hat sich wieder zur modischen Anerkennung durchgerungen. Es gibt wirklich entzückende Muster, kariert, gepunkt, gestreift, ganz, wie man sie haben will. Das Pelpelerinchen kann ebenfalls aus einem nicht mehr tragbaren Pelz oder einem Pelzstoff hergestellt werden. Es hat einen hochstehenden Kragen, seine Enden sind vorn geschlungen. Nichts Kleidsameres zum Modernisieren, als die kleine Schulterdekoration, die von der Mode so sehr bevorzugt wird. Zu jedem Kleid und zu jedem Kostüm ist sie gleich passend. Will man ein Kleid damit wieder zu neuem Ansehen bringen, so fertige man sie aus Samt und besetze sie mit einem Streifen aus Pelz. Eine sehr nette Abwechslung in der modischen Sithouette und eine wirkungsvolle Garnitur, auch für das Theater und das Konzert. Krawatten und Schleifen aus Pelz gehören gleichfalls wieder in das neue Modebild. Unbedingt macht sich eine praktische Anwendung von Pelzverbrämungen bemerkbar. Wenn freilich noch genug Kleidungsstücke vorhanden sind, die mit dem Pelz so innig verbunden werden, daß er eben nur zu diesem einen Kleidungsstück paßt, so sind doch abnehmbare Garnituren vorhanden, die man immer von neuem und immer wieder zu anderen Gewändern vorrätig hat, um sie zum Modernisieren zu benutzen. Jene kleinen flotten Krawatten, die mit Schleifen geziert sind, jene Schluppen aus Pelz, durch die ein großer Knopf gezogen wird, die Schulterkragen und die Jacken mit den abnehmbaren Capeteilen weisen auf vielfache Verwendungsmöglichkeit des Pelzes hin. Da man ja längst erkannt hat, daß Pelz nicht etwa ein Luxusgegenstand allein ist, sondern daß er der Gesundheit dient, seien wirklich bedeutenden Sinn in der Mode hat, wird man sich über diese kleinen Pelzdinge freuen. Hüte und Kappen aus Pelz oder aus Pelzimitation werden zu den Mänteln, den Kostümen und Complets gern getragen. Wie gut sie kleiden und wie angenehm und leicht sie sind, wußte man früher, in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als sie sich den Boden erobert hatten. Heute sind sie wieder große Favoriten, und da sie ganz einfach herzustellen sind und nicht einmal viel Material erfordern, werden sie in kurzer Zeit das Modebild beherrschen. Der Rand wird häufig mit Band eingefaßt, auch dann, wenn anstatt des Pelzes Samt oder Astrachanplüsch genommen wird. Frauen und Schmuck. Von Oda Schaefer. Es gehört zu den primitivsten Wünschen der Frau, sich zu schmücken, und alle schlechten Zeiten können an dieser Tatsache nichts ändern. Der verminderten Kaufkraft entsprechend, hat sich die Industrie seit einiger Zeit auf billigen Schmuck eingestellt, und immer noch sind Ketten und Armbänder aus Holz, Glas, Perlen und Metall„letzter Schrei“. Nur ihre Form hat sich dem Modebild entgegenkommend etwas geändert, mit den längeren Kleidern haben auch die längeren Ketten wieder mehr Geltung. Eine Neuerung sind rundgedrehte Goldketten in Schlangenform, der Schlangenkopf beißt in beliebiger Höhe in das andere Ende, so daß man die Länge jedesmal regulieren kann. Daneben haben die aneinandergereihten spitzen oder eckigen Goldplättchen nicht an Beliebtheit verloren, auch in Holz findet man diese geometrischen Formen. Aus Glas gibt es kleine Perlen in zarten Farben, die zu winzigen Trauben zusammengestellt sind. Perlen in runden Schläuchen gewebt, bringt Wien sehr hübsch heraus, modern ornamentiert und leuchtend bunt. Für die duftigen Abendkleider kommen lange Ketten aus Kristallplättchen in Betracht oder die abgetönten, wasserfallartig wirkenden seinen Perlschnüre, die abgestuft übereinander hängen. Die Armbänder sollen möglichst dekorativ sein, daher macht man sie breit und oft mit bunter Emailarbeit verziert. Fast sehen sie aus wie Manschetten, aber auch große, viereckige Kettenglieder werden gern gewählt. Straßsteine auf Chiffon genäht, sind dem Abend vorbehalten, man trägt von diesen billigen Armbändern mehrere übereinander, um die gewünschte Breite zu erzielen. Durch die Lockenfrifuren behaupten sich die Ohrgehänge wieder allgemein. Für die brünette Frau passen lange Gehänge aus Jade und klirrenden Goldplättchen, und der ovale, goldene Ring für die Blondine sind der große Kristalltronfen oder der schöngeschliffene Aquamarin zu empfehlen. Nicht zu übersehen in ihrer modischen Verwendbarkeit ist die Agraffe. Sie läßt sich am Hut anbringen, am Ausschnitt des Kleides, am Cachenez, am Gürtel. Das formelle schwarze Kleid wird durch das Blitzen der Agraffensteine belebt und interessant gemacht. Die große Frage, ob echt oder unecht, muß man dem Geschmack der einzelnen Frauen überlassen. Der unechte Schmuck ist wohl mehr als dazugehöriger Bestandteil eines Kleides zu rechnen, während der echte Schmuck sich meist für mehrere Gelegenheiten eignet. Außerdem werden echte Steine wie gerade Aquamarin oder Topas, in so hoher Vollendung imitiert, daß man an die bequeme Anschaffung eines solchen Schmuckes denken kann. Auch die Frage, ob man alten, ererbten Schmuck tragen soll, ist eine Frage des Geschmacks. Es kommt auf die Persönlichkeit der Trägerin an, die stark genug sein muß, um die oft veralteten Fassungen zu neuer Wirkung zu bringen. Manche erzielen damit eine Betonung ihrer Eigenart. Jedenfalls ist das Sichschmücken einer Frau nicht sinnlos, sie fühlt sich dadurch verschönt und gehoben; man soll die Liebe zu diesen glänzenden, hübschen Dingen nicht unterschüten. Praktische Winke. Apfelpfannkuchen. Dazu eignen sich nur mürbe, säuerliche Aepfel, die man geschält, vom Kernhaus befreit und in nicht zu dünne Ringe geschnitten, mit Zucker bestreut und mit Rum bespritzt, zugedeckt ziehen läßt. Inzwischen vergutrle man /4 Liter Milch mit—2 Eiern, dem abgeriebenen ½ Zitrone, 1 Eßlöffel Süßstofflösung und soviel Mehl, daß ein dickflüssiger Teig entsteht unter den man 1 Teelöffel Backpulver oder Speisenatron rührt Die in diesen Teig mit einer Spicknadel getauchten Apfelringe backe man in siedendem Backfett goldbraun und besiebe sie, etwas abgekühlt, mit Puderzucker. Serbisches Reisfleisch. Gleiche Teile Kalb= und mageres Schweinefleisch schneide man knochenlos in grobe Würfel, die man mit reichlich Zwiebeln und Fett, 1 Messerspitze Paprika goldbraun anröstet. Mit 1 Eßlöffel Mehl überstäubt, dünste man sie mit 1 Tasse Wasser überzogen, 10 Minuten, um sie dann mit gleichen Teilen zugeputzter Blumenkohlröschen, Gelbrüben und Steinpilzen, sowie 1 Tasse mit heißem Wasser gebrühtem Reis 1 Tasse Tomatenpürree oder ½ Pfund kleingeschnittenen frischen Tomaten auf langsamem Feuer weich zu dünsten. Vor dem Auftragen mit Salz, wenig Pfeffer und frischer Butter abgeschmeckt, besitzen sie einen sehr kräftigen Geschmack. Sengflecke auf Rohseide lassen sich in manchen Fällen durch vorsichtiges Abreiben der mit kaltem Wasser benetzten Stelle mit feinem Salz beseitigen. Gelingt dies nicht, so bringt manchmal Bestreichen mit Boraxlösung Besserung. Sonst bestreicht man die Stelle mit einem Brei, der aus gleichen Teilen Ton, Zucker, Stärke und der nötigen Menge Wasser hergestellt wird. Man läßt die Mischung eintrocknen und bürstet sie später wieder ab. Weißlackierte Gegenstände werden am zweckmäßigsten durch Abreiben mit einem aus Schlemmkreide und Milch hergestellten Brei gesäubert. Mit kaltem Wasser spült oder wäscht man dann nach und trocknet ab. Heißes Wasser oder heiße Milch greift die Lachierung an und ist daher für diese Zwecke unbrauchbar. S M M Wch M e Mnug nc Mugssblugg We gn uewoliu sicum a ug U uu nbun Wht Sub uiguc Bunc### n i su bt ich uu iiee zunn id il um oa iciu gun Beilage zu den Zeitungen des E. Holterdorf'schen Verlages und der Beckumer Zeitung. Nr. 43 Samstag, den 25. Oktober 1930 träum' ich. Manchmal krämm' ich, daß es mm Wohl kommen mag, das Glück, das füße, Und daß alle Wünsche ruh'n, Wenn ich deine Augen grüße. Daß mein Herz, so friedensarm, Aufjubele in frohseliger Lust, Wenn mich umfaßt dein treuer Arm Und ich ruh' an deiner Brust—— Manchmal kräum' ich... Die Flucht der erwachsenen Kinder aus dem Hause. Von Elisabeth Thielemann. Von allen Wandlungen, die die Zeit mit sich brachte, beklagen wohl die meisten Eltern die Lockerung der Familien= bande, den Abfall der erwachsenen Kinder vom Hause. Es hat, namentlich für die Mutter, etwas tief Schmerzliches, wenn sie mehr und mehr fühlen muß, wie ihr die Kinder entgleiten, wie sie ihr Leben völlig für sich führen, einen Interessenkreis haben, in den sie ihr keinen Einblick gestatten, sich Freunden anschließen, von denen sie oft nicht einmal den Namen erfährt, und ihr Daheim, ihre Familie, nur noch so weit schätzen und werten, als sie ihnen Obdach und Nahrung bietet. Zweck= und Geselligkeitsvereine, denen sich ihre erwachsenen Kinder anschließen, sind den Eltern deshalb auch meist ein Dorn im Auge, da sie ihrer Meinung nach die Kinder zur Flucht aus dem Hause veranlassen, und in dieser feindlichen Einstellung gegenüber derartigen Vereinigungen vergessen sie nur zu leicht den mehr oder weniger großen Wert, den sie für die geistige und körperliche Entwicklung ihrer Kinder haben. In Wirklichkeit ist diese Flucht der erwachsenen Kinder aus dem Hause nur dort zur Gewohnheit geworden, wo die Eltern, vor allem aber die Mutter, aus sich selbst heraus nicht das geringste dazu beitragen, es ihnen so behaglich wie möglich zu machen. Erst kürzlich äußerte sich ein gebildetes und ziemlich ernst veranlagtes Mädchen meines Bekanntenkreises bitter über den völligen Mangel an Verständnis ihrer Mutter ihr gegenüber, als wir auf diesen Punkt zu sprechen kamen: „Wenn ich abends todmüde heimkomme und vor allem nach Ruhe und Alleinsein verlange, die mir dann noch wichtiger als eine kräftige Mahlzeit erscheinen, dann überfällt mich meine Mutter mit den belanglosen Scherereien und Aergernissen, Störungen und Hemmungen, die, von außen kommend, den gleichmäßigen Gang des Haushaltsbetriebes störten. Sie wundert sich dann, wenn ich nicht volles Verständnis für sie aufbringen kann und nicht mit ihr in Weh= und Achklagen einstimme, eingedenk der eigenen unzähligen Störungen und Zwischenfälle, die auch mein Beruf täglich mit sich bringt. Fällt dann ein bitteres Wort von ihrer Seite oder beginnt sie sogar, mich als lieb= und interesselos oder gleichgültig zu schelten, dann bleibe ich ihr trotz aller Beherrschung die Antwort meist nicht schuldig, und das Ende gegenseitiger Vorwürfe ist eine Verstimmung, deren ich oft tagelang nicht Herr werde. Ist es da zu verwundern, daß ich derartigen Wiederholungen dadurch vorzubeugen suche, daß ich nach Schluß meiner Tätigkeit erst einmal eine Stunde spazierengehe, mich bei einer Tasse Kaffee zum Konzert niederlasse oder mit Freundinnen und Kolleginnen in ein Kino gehe, wo ich nur zu sehen und zu hören brauche, ohne selbst sprechen zu müssen? Würde mich meine Mutter nach meiner Heimkehr, so wie ich es wünsche und wirklich notwendig brauche, erst einmal ruhig mir selbst überlassen, dann hätte ich später, nach Ueberwindung meiner Abspannung, ganz sicher auch volles Interesse für ihre verschiedenen kleinen und großen Kümmernisse, vorausgesetzt, daß sie auch mir ein williges Ohr leihen könnte.“ So oder ähnlich kann man die jungen Leute beiderlei Geschlechts sprechen hören, wozu sich häufig noch die Klagen der Töchter gesellen, daß die Mutter es als Selbstverständlichkeit betrachtet, von ihrer berufstätigen Tochter auch noch bei den Hausarbeiten unterstützt zu werden. Kommen Freunde oder Freundinnen mit dem Sohn oder der Tochter ins Haus, dann sehen sich die Eltern dadurch in ihrer Ruhe und Bequemlichkeit gestört.„Ach, es ist so unangenehm, wenn fremde Menschen kritisch unser Heim auf Ordnung und Sauberkeit prüfen und bei öfterer Wiederkehr einen allzu tiefen Einblick in unsere Lebenshaltung tun, ohne sie doch vollständig erfassen zu können. Meine Kinder sollen sich mit ihren Bekannten draußen treffen, soviel und so oft sie wollen, aber in meinem Heim sehe ich sie ungern, da wollen wir ungestört bleiben.“ So und ähnlich sprechen vielfach die Mütter und wundern sich dann noch, wenn sie durch derartiges Verhalten ihre Kinder aus dem Hause treiben, sich an ihnen nicht mehr erfreuen können. Warum vermögen sie nicht, sich derart umzustellen und auch ihrerseits Konzessionen zu machen, daß sie ihr Heim, ihren Familienkreis öfter einmal zum fröhlichen Tummelplatz der erwachsenen Jugend machen? Wissen sie denn nicht, daß sie selbst den meisten Vorteil davon hätten, wenn sie in ständiger Fühlung mit dieser blieben, durch den Verkehr der verschiedensten Geister im Hause nach und nach mit ihrem Ideenkreis vertraut würden, sich von ihnen immer von neuem anregen, zuzeiten auch begeisternd von ihnen fortreißen ließen? Würden in solcher Familie, wo die Eltern die Interessen ihrer Kinder zu teilen versuchen und in stetem Umgang auch mit ihren Freunden und Bekannten nach und nach vollständig verstehenlernen, derartige Entfremdungen, ja völliges Abwenden vom Elternhause eintreten können, wie es heute in zahllosen Familien der Fall ist? Es gehört im ganzen so wenig dazu, junge Leute beiderlei Geschlechts an ein Haus zu fesseln, im Familienkreise heimisch zu machen, sobald diese fühlen, daß sie sich selbst nicht untreu zu werden, keine Zügel anzulegen brauchen, sondern ungehemmt ihre Wesensart entfalten dürfen und für alle ihre Gedankensprünge Verständnis, wenn auch nicht immer volles Verstehen finden. Es gibt auch heute wieder genug junge Leute, die nur zu gern dem außerhäuslichen Leben entsagen würden, wenn sie irgendwo ein behagliches Plätzchen wüßten, wo sie auch ungerufen erscheinen und freudig willkommen geheißen würden. Sie erwarten keinesfalls, wie es so manche Hausfrau fürchtet, besondere materielle oder geistige Genüsse, sondern nehmen mit dem Einfachsten fürlieb, wenn es ihnen gern gegeben wird. Was aber die Unterhaltung betrifft, die doch schließlich, wie manche Eltern meinen, auf einen„toten Punkt“ gelangen müsse, so sollten die alten, bewährten Gesellschaftsspiele zur Belustigung, Anregung und Zerstreuung wieder herangezogen werden, die in unserer Jugend so manches unvergeßliche Beisammensein mit Gleichaltrigen und Gleichgesinnten verschönten, so manche fröhliche Stunde bescherten. Jedenfalls ist für jene Eltern, die den ernsten Willen dazu haben, ihren heranwachsenden Kindern auch dann und Botztee Wapie ur znd Wrhsteng k.# H. F.. U. 4# wann einen besonders gemütlichen Abend daheim zu bieten und sie damit wieder allmählich ans Haus zu fesseln, die lockeren Familienbande wieder zu festigen, genug Gelegenheit geboten, dieses Vorhaben auszuführen. Der Mittel und Wege dazu gibt es so zahlreiche, daß sich auch für die einfachsten Verhältnisse, für das engste Heim geeignete darunter finden würden. Kindlein in der Wiege. Es ist still im Zimmer, ganz still. Ein sanftes Wehen zieht durch halbgeöffnete Fenster herein und bläht leicht die weißen Mullgardinen. Und der Wind bringt den Hauch der bunten Blüten mit, die sich draußen auf= und niederwiegen, auf und nieder. So wie ich mein Kindlein wiege, meinen Buben, der im weißen Bettchen schläft, wie nur Kinder schlafen, tief, ruhig, mit rosigen Wänglein und festgeballten Fäustchen. Mein Kind, mein Wunder, fleischgewordene Liebe! Mutter darf ich dir sein! Dich hüten, dich hegen, dir ein Brünnlein erschließen, daraus dir das Leben quillt! Schlafe, schlase, mein Kind. Mutterhände sind sanft, sie tragen und pflegen dich. Mutteraugen sind wach und hell, sie schauen weit für dich. Mutterherz ist stark, es leidet für dich. Schlafe, mein Lieb. Englein spielen mit dir im Traum, tanzen auf seligen Wiesen Ringelreihn. Mutterliebe wacht an deiner Wiege, lächelt in deine kleine Welt hinein, möchte dich hüten vor allem Leid. Einmal wird es kommen, das Leid, dein Leid. Doch noch darfst du schlafen, noch ist dein Frühling. Auf schwankenden Stengeln sanftwiegende Blüten. Auf und nieder, auf und nieder... Schlase, mein Kind. Betty Schneider. deutsche Mahlzeit beginnt mit der Suppe. Von Ilse Wiedemann. Die Suppe ist im allgemeinen in ihrer Vormachtstellung, die sie lange Zeiten auf der deutschen Speisekarte eingenommen hatte, etwas bedroht; die einen behaupten, die Suppen hätten überhaupt keinen Närhwert, die andern meinen, sie verdürben nur den Appetit, und die dritten endlich, sie mache zu dick. Dessenungeachtet gibt es noch immer unzählige Menschen, denen ein Mittagessen ohne die einleitende Suppe nur die halbe Freude und eine sehr unvollkommene Sache ist. Sehr viele Hausfrauen werden sich also damit abfinden müssen, die Suppe nicht vom Küchenzettel streichen zu können. Sicher ist ja auch, daß sie an kalten Tagen eine wirkliche Annehmlichkeit bedeutet, während wir wohl alle im Sommer schmerzlos darauf verzichten können, sofern sie nicht als Kaltschale auftritt. Durch die verschiedenen Einlagen hat man die Möglichkeit, wochenlang verschiedene Suppen zu Tisch zu bringen, was natürlich reizvoll ist. Kaum auf einem anderen Gebiet der Kochkunst hat man so viel Möglichkeiten der Abänderung. Zunächst teilen sich ja die Suppen in drei große Gruppen: in Obstsuppen, Milchsuppen und Fleischsuppen. Jede dieser Abteilungen aber läßt wieder die vielfältigsten Abweichungen zu. Beschäftigen wir uns zunächst einmal mit der Fleischbrühe. Will man Reis als Einlage für Bouillon verwenden, so rechnet man auf die Person einen Löffel Reis. Man läßt den Reis, nachdem man ihn zweimal mit Wasser hat aufkochen lassen, in einem kleinen Gefäß mit etwas Wasser aufquellen und fügt ein Stückchen Butter hinzu. Sobald der Reis weich ist, kann er in die Brühe getan werden. Verwendet man Grieß als Einlage, so muß man auf den Teller Suppe 1 Lössel Grieß rechnen, den man gleich in die Eleischbrühe hineingibt und klar kochen läßt. Sago, 1 Löffel auf 1 Teller, wird mit kochendem Wasser angesetzt und muß langsam ausquellen. Man muß ihn durch Rühren vor dem Anbrennen schützen, Nudeln und Makaroni können gleich in der Suppe weich gekocht werden. Sehr beliebt als Einlage ist Eierstand oder Eierstich. Man quirlt zwei ganze Eier mit 1/4 Liter Fleischbrühe und einem Teelöffel Mehl, und gibt die Masse in einen Topf. den man zugedeckt in kochendes Wasser stellt. Man darf den Eierstand nicht rühren, sondern muß ihn etwa 30 Minuten im Wasserbad stehenlassen. Beim Anrichten der Suppe gibt man mit dem Löffel die abgestochenen Klößchen hinein. Für Hühnersuppe besonders sind Grießklöße zu empfehlen, die zu dem lieblichen Geschmack der Suppe am besten passen. Hierzu nimmt man 1/m Liter Grieß, 1/8 Liter Milch, 1 Ei, eine Prise Salz, 1 Eßlöffel Zucker, die man gut verrührt und so lange kocht, bis aus der Masse ein fester Brei entstanden ist und sich der Teig vom Topf löst. Sobald der Teig abgekühlt ist, gibt man noch ein Ei hinein und sticht dann mit dem Löffel Klöße ab, die man in die Suppe tut und hier noch fünf Minuten kochen läßt. Ebenso sind auch Schwemmklöße eine beliebte Suppeneinlage. Man verrührt 1/ Liter Mehl, 7/ Liter Milch, 1 Ei, 1 Teelöffel Salz, 1 Eßlöffel Zucker und kocht dies, bis der Teig sich vom Topf ablöst. Nachdem die Masse etwas abgekühlt ist, rührt man zwei Eier darunter und sticht dann mit dem Löffel die Klöße ab, die in der Suppe noch fünf Minuten kochen müssen. Uebriggebliebene Eierkuchen(Omeletten), die nicht gesüßt waren, werden in feine Streifen zerschnitten und der Suppe beigefügt. Vorzüglich sind auch Fischklößchen, besonders in Fischsuppen, die man aus dem Fischkochwafser und einer hellen Mehlschwitze bereitet. Man nimmt zu den Klößchen am besten ungekochten Fisch, den man von Haut und Gräten befreit und fein wiegt. Man mischt das Fleisch alsdann mit zwei feingehackten Zwiebeln, 1 Ei, 1 Löffel Butter und einem in Milch geweichten Brötchen. Aus der Masse formt man runde Klößchen, die man in der Suppe gar kocht. Diese gleichen Klößchen kann man natürlich auch zu Frikasees und Mayonnaisen verwenden. Eine gute Wasser=Grießsuppe erhält man, wenn man in kochendes Wasser vorsichtig, damit keine Klümpchen entstehen, 50 Gramm Grieß schüttet, etwas Salz hinzutut und die Suppe so lange im Kochen hält, bis der Grieß sich nicht mehr senkt, was meist etwa zehn Minuten dauert. Vor dem Anrichten gibt man etwas Maggiwürze und ein Stück Butter an die Suppe. Auf gleiche Weise kocht man auch die Haferflockensuppen, die ja besonders für Magenkranke so überaus zuträglich sind. — der Hausarzt sagt. Die medizinische Wirkung der letzten Herbstfrüchte. Jedes Kind weiß heute, daß Obstessen gesund ist, weniger bekannt ist aber die hygienische Wirkung der verschiedenen Obstarten auf den menschlichen Organismus. Unter den letzten Herbstfrüchten stehen bezüglich der Heilwirkung die Aepfel an erster Stelle. Ihr hoher Gehalt an organischen Salzen und Säuren wirkt stark blutreinigend und schützt gegen Verdauungsstörungen. Da sie auch die Leber und Nieren anregen, die Magensäure lösen und manche Halskranheiten verhüten, so sollte ihr Genuß(roh) namentlich von Frauen mit sitzender Lebensweise nie versäumt werden. Die namentlich in Süddeutschland geschätzten Hagebutten besitzen eine magenstärkende Wirkung und sollte schon aus diesem Grunde das daraus bereitete Kompott oder die köstlich schmeckende Marmelade öfter gegessen werden, während der aus den Kernen bereitete Tee harntreibend wirkt und verschiedene Blasenleiden günstig beeinflußt. Eine ähnliche Wirkung besitzen auch die Holunderbeeren. Die daraus bereiteten Suppen und Marmeladen werden, weil schweißtreibend, auch vielfach bei Katarrhen und rheumatischen Leiden empfohlen. Auch daß die Pflaumen in rohem oder gekochtem Zustande ein vorzügliches Mittel gegen trägen Stuhlgang sind, ist bekannt, weniger aber, daß ihr Genuß bei Gallenerkrankungen angezeigt ist und sie ihres hohen Kalkgehalts wegen den Kindern sehr dienlich sind. Die Weinbeeren wirken ebenfalls blutreinigend und schweißtreibend und ihr hoher Gehalt an Kaliumbikarbonat und Wasser beschleunigt die Tätigkeit der Nieren, während der auffallend hohe Prozentsatz an Zucker zur Anregung der Leber beiträgt. Zu den letzten Gaben des Herbstes zählen die Quitten, die von den Hausfrauen nur wenig geschätzten, obwohl sie in früheren Zeiten ein sehr beachteter Leckerbissen der guten Küche waren und schon deswegen wieder mehr beachtet werden sollten, weil sie in eingemachtem Zustande ein gutes Gegenmittel gegen Diarrhöe sind. —— Neueste von der Mode. Locken und Flechten als letzte Modefrisuren. Ehe die Friseure von Ruf zu ihrer letzten Tagung nach Paris eilten, war hier schon bekanntgeworden, daß sie dort hinsichtlich der notwendigen grundlegenden Wandlung der Haarfrisur wichtige Beschlüsse fassen würden. Die sogenannte „Flapperfrisur“, die den so viel umstrittenen Bubikopf ablöste, war zu schlicht und einfach gehalten, als daß sie dem Friseur ein ausreichendes Feld zur Betätigung übriggelassen hätte. Die Scheitelmode brachte es weiter mit sich, daß eine oder zwei schlichte Wellen rechts und links bisher auch ohne seine kunstgeübte Hand hergestellt werden konnten und damit sein Können nahezu lahmgelegt wurde. Dazu kommt die Zunahme der Dauerwelle oder vielmehr die Vorliebe für sie, die die Frauenwelt auf Monate hinaus, wenn sie tadellos ausgeführt ist, von seiner Hilfe entbindet, und so war es nahezu eine Lebensnotwendigkeit für ihn geworden, diesem unhaltbaren Zustande ein Ende zu bereiten. In Paris wurde nun das, was so viele, findige Köpfe auch bei uns schon seit langem bewegte, fest umrissen in Worte gefaßt und als Ergebnis aller Beratungen der ausgesprochene Lockenkopf gezeitigt. Ob dieser nur für die Abendfrisur, also zum Gesellschaftskleide getragen werden, oder auch der berufstätigen Frau während ihrer Tätigkeit als neue reizvolle Folie dienen soll, bleibt abzuwarten. Jedenfalls muß das Haar zur Ausführung dieses Lockenkopfes halblang sein, es werden also jene Frauen sich dafür besonders gut eignen, die schon die Vorgängerin dieser neuen Frisur, die Flapperfrisur, dank dem günstigen Wachstum ihrer Hauptzier tragen konnten. Für die Frau mit Langhaar sind einige sehr ansprechende Frisuren erschienen, die fast ohne Ausnahme sehr kleidsam sind. In der Mitte oder seitlich rechts und links gescheitelt, wird dazu das stark gewellte oder in große Locken gebrannte Haar nach hinten genommen, die beiden Seitenteile rechts und links ziemlich dick von dem Mittelteil gesondert, dieser eng eingeflochten und zu flachem, länglichem Querknoten aufgesteckt und über diesem dann, sich miteinander kreuzend, die beiden Seitenteile mit großen Nadeln und untergeschlagenen Enden rechts und links hinter den Ohren befestigt. Bei flachem Hinterkopf ist in solchem Falle auch wieder eine kleine Haarunterlage zulässig und angebracht, da die sich kreuzenden Haarsträhnen mehr unter dem Hinterkopfe, also unter der rückwärtigen Erhöhung der glatt genommenen Haare, liegen sollen als auf diesem. Eine weitere neue Haarfrisur für die Frau gereiften Alters ist: eine breite Vierflechte, die ebenfalls im Nakken quer herüber die darunter befestigten Haare deckt und mit sogenannten Kugelnadeln an der Unterlage festgehalten wird. Neben dem versteckten Ohr ist auch das wieder sichtbare Ohr bei diesen neuesten Haarfrisuren modern, muß dann aber reizvollen Schmuck von Ohrringen zeigen, die entweder als Perle oder als geschmackvolles Gehänge der Eigenart der Trägerin genau angepaßt sein müssen, wenn sie ihr tatsächlich zum Vorteil gereichen sollen. Als letzte Modeneuheit sei auch der im Nacken angebrachte halbhohe Flechtenknoten, bei vorn starkgewelltem und wieder etwas gebauschtem Haar erwähnt, wie wir diese Haarmode mit oft übertriebener starker Bauschung schon zur Zeit der Keulenärmel und engen, sehr engen Taillen einmal kennenlernten und wohl auch allesamt getragen haben. Neuer Stil der Nachmittagskleider zum neuen Stil der Geselligkeit. Von Ruth Goetz. Das Unwahrscheinliche ist wirklich Ereignis geworden. Die Mode lehnt sich dem Stil der Geselligkeit an, und es ist nicht umgekehrt. Schon oft war die Rede davon, daß die Gesellschaften in dieser Saison einen völlig veränderten Charakter bekommen. Große Abendfestlichkeiten im eigenen Hause oder in fremden Räumen der Hotels und Restaurants finden nur zu bestimmten Gelegenheiten, zu Familienfesten, Jubiläen statt,— und auch dann nur, wenn man es sich ohne weiteres leisten kann. Niemand scheut sich mehr zu sagen, daß die Gesellschaften im Stil der vergangenen Jahre nicht im Verhältnis zum Einkommen stehen. Der Ehrgeiz, daß eine Familie die andere in Gastereien überbieten will, ist verschwunden, und von einem ganz anderen, geistigen und ideellen Standpunkt aus werden die Veranstaltungen betrachtet. Die Mode hat das sofort erkannt und schnell einen neuen Stil in die Gesellschaftskleider getragen. Unzweifelhaft herrscht das Kleid des Nachmittags, das schwarze Kleid, ganz schlicht in der Idee und nur durch die Verarbeitung und durch das Material wirkungsvoll. Schwarzer Marocain eignet sich gut zu dem ungarnierten Oberteil und zu dem Rock mit der Fülle der Volants. Schwarzer Samt ist durch die Betonung der fraulichen Linie wieder hoch in Ehren. Ein Kleid aus diesem Material wird mit Spitzen garniert, und alle Schätze, die man noch von früher besitzt, oder die aus Mutters und Großmutters Vorrat stammen, werden zu kleinen Krägelchen, Bäffchen aus Spitzen und Aermelgarnituren verwendet. Doch neben diesen langen und wirklich eleganten Kleidern des Nachmittags kommen andere interessante Zusammenstellungen in das neue Bild der Geselligkeit. Zum Tee tragen die Damen, wenn sie unter sich sind, einen gestrickten Jumper oder einen Jumper aus Bouclé. Dazu gehört ein Röckchen, wieder in Plisseefalten, zu dem Seide oder Wollstoff das Herstellungsgewebe liefert. Eine Jacke, gleichfalls aus Bouclé, vervollständigt den Anzug. Rock und Jacke sind schwarz, der Jumper schwarz mit weiß. Auch viel Abstunfungen von Schwarz zu Grau und Weiß sind vorhanden, wobei der Jumper so getönt ist, daß der weiße Teil eine kleine Weste und den Kragen bildet. Am Saum hingegen sitzt der schwarze Rand, und der ist stets so verarbeitet, daß er auf dem Rock liegt und die Trägerin schlank erscheinen läßt. Die Boucléjacke hat Taschen, einen kleinen Kragen, zwei Knöpfe, die sich schließen können. Dieser einfache Anzug hat sich schnell die Gunst der Damenwelt errungen. Kein Wunder. Er stellt ein schönes, praktisches und vor allen Dingen nicht teures Nachmittagskleid dar. In Paris, in London, in Berlin und in allen anderen Zentren der Eleganz spielen die Damen ihren Nachmittagsbridge in gestrickten oder in Bourlékostümen. Viele Kleidersorgen sind damit vorbei. Viele unnötige Aufregungen, wenn das seidene Kleid den Forderungen der klimatischen Verhältnisse nicht genügen will. Wenn es durch Länge und Weite unbequem für die Straße und nicht immer geeignet für die Veranstaltung ist. Das Jackenkleid aus Wolle wird nämlich kurz getragen. Nicht so unvernünftig kurz, doch nicht über die Waden reichend. Das ist auch von den neuen Wollstoffkleidern zu sagen, die im Begriff sind, sich an die erste Stelle zu setzen. Schwarze Kleider aus einem neuen weichen oder gerauhten Tuch. Vorn ist eine Knopfpartie. Schößchen und Aermelaufputz aus Tressen sind die Garnitur. Ein nettes Theaterkleid, ein Kleid zu einem kleinen Abendessen im vertrauten Kreise. Und es hat noch den Vorzug, daß man es bequem den ganzen Tag tragen kann. Im Beruf, im Hause, zum Einkauf. Dazu als Kopfbedeckung eine kleine Mütze in Baskenart, gehäkelt oder aus Chenille gearbeitet. Unabhängig vom Wetter, von den Verkehrsmitteln schreitet man dahin. Und denkt vielleicht dennoch gern an die großen neuen Hüte mit Pleureusen und Reihern, die so malerisch zu den Marocainkleidern und den prachtvollen weiblich= fraulichen Gewändern aus Samt stehen. Pleureusen? Jawohl. Pleureusen, lang herabhängend. Das ist das Neueste! Eva Maria.