Berufsleben zu treten habe. Aber die vorhandene Fähigkeit dazu gibt schon sehr weite und wertvolle Ausblicke und Lebens festigkeit. Zu den Gebieten, das die Frauen wohl beherrschen lernen können, darum aber doch nicht zutiefst als weibliche Arbeit ansehen werden, gehört auch die Presse, das Zeitungsgewerbe. Man darf allerdings von vornherein nicht die schreibende Frau mit der Arbeit an Zeitungen und Zeitschriften identifizieren. Schriftstellerinnen und Dichterinnen hat es ja nachweislich seit der Nonne Rhoßwitha von Gandersheim immer gegeben; Dichterinnen von Weltrang wie Annette von Droste=Hülshoff, Ricarda Huch, oder Clara Viebig, Isolde Kurz, Marie von Ebner=Eschenbach, Gabrielle Reuter, Helene Voigt=Diederichs u. a. m. gehören zum Bestand der Literatur, aber immerhin stehen sie auch hier in der Fülle der Dichter vereinzelt da. In unserer Zeit allerdings sind„schreibende“ Frauen sehr viel zahlreicher als ehedem, und Namen wie Ina Seidel, Johanna Wolff, Carla König oder Schriftstellerinnen wie Vicky Baum, Thea von Harbou usw. sind fast jedem bekannt, ihre Wertschätzung freilich setzt wohl erst eine spätere Zeit fest, da heute das Schrifttum allzusehr der Zeitmode unterworfen ist. Ganz anders aber liegt die Arbeit der Frau im Zeitungsgewerbe. Als im Jahre 1928 eine Umfrage an die Journalistinnen Deutschlands erging, um für die„Pressa“ eine ungefähre Uebersicht der schreibenden Frauen zu gewinnen, wurden nur 170 weibliche Journalisten festgestellt. Heute sind bereits 126 im Verband zusammengeschlossen, davon allerdings nur 39 an Tageszeitungen hauptamtlich beschäftigt, während die andern zumeist als freie Schriftstellerinnen an verschiedenen Zeitungen resp. Zeitschriften arbeiten. In Wirklichkeit sind aber doch mehr Frauen in diesem Beruf tätig, nur kann man sie zahlenmäßig schlecht erfassen. Welche Zweige gibt es nun überhaupt für die Frau in diesem Beruf? Zunächst natürlich hauptamtlich die Redakteurin, die an Frauen= und Modezeitschriften verantwortlich zeichnet und die betreffende Zeitung auch leitet. Dann kann die Frau natürlich auch einzelne Ressorts darin vertreten: wie die Frauenbeilage, die Mode, den Sport, die Kritik, oder das Feuilleton, ja, es gibt sogar schon weibliche Handelsredakteurinnen oder Parlamentsjournalisten, aber diese Berufszweige sind überaus selten, weil nur wenige Frauen die hierfür erforderliche Vorbildung nachweisen und diese außerordentlich anstrengende Tätigkeit aushalten können. Ueberhaupt ist es das Tempo, in dem gearbeitet wird, die ungeheure Vielseitigkeit, die verlangt werden muß, und die geistige Routine, dies„auf dem Sprunge“ sein, was körperlich wie geistig enorm mitnimmt. Erschwert wird zudem den Frauen der Zutritt zum Beruf der Journalistin durch die überwiegende Mehrheit der männlichen Bewerber, und es ist sogar nicht ganz einfach für sie, das schon eroberte Gebiet auch zu behalten. Anders liegt es natürlich mit der Frau als Schriftstellerin. Ungezählte Frauen, zahlenmäßig, wie gesagt, schwer zu erfassen, sind die„fleißigen Bienen“, die Zeitungen, Zeitschriften, Korrespondenzen und Vertriebe mit jenen Arbeiten versorgen, die wieder in Frauenbeilagen und Frauenzeitungen wandern. Artikel, Ratschläge, Novellen und Romane entstammen ihren Federn, und der männliche Kollege braucht und schätzt ihre Mitarbeit, da er ja oft auf den behandelten Gebieten gar nicht kompetent sein kann. Die Zahl dieser freien Mitarbeiterinnen ist ständig im Wachsen begriffen. Als Hauptberuf gewertet, bereitet sie oft finanzielle Schwierigkeiten, da gerade diese Mitarbeit noch viel zu gering honoriert wird, nebenamtlich ist sie aber erfreulich und vielseitig. Aber auch dieser Zweig der Journalistik bedingt eine ungewöhnliche Kräfteanspannung für die Frau, muß sie doch stets auf dem„laufenden“ sein, stets originell arbeiten können, sachlich und tief denken und beurteilen, und in der wachsenden Konkurrenz sich erfolgreich behaupten. Ist doch die Leserin von heute anspruchsvoll geworden, immer soll Neues und Interessantes gebracht werden, immer soll es aus der Feder fließen, sich angenehm lesen lassen, und den verschiedenartigsten Ansprüchen gerecht werden. Wer den Beruf der Journalistin ergreisen will, muß zunächst dafür eine ausgesprochene Eignung besitzen. Erler nen kann man ihn schwerlich, wenn nicht alle Vorbedingungen dafür vorhanden sind. Eine direkte Ausbildung dafür gibt es vorläufig auch noch nicht. Die Grundbedingungen aber sind immer Weltkenntnis, geistige Beweglichkeit, viel Wissen, Mut, Erfahrung und Urteilsfähigkeit und— mitten in der Arbeit stehend— ein immerwährendes Vorwärtsgehen mit der Zeit und ihren Fragen. Es ist ein schöner und„schenkender" Beruf, aber er ist auch schwer und oft, oft undankbar. Ob er bei aller Eignung und trotz des steigenden Anteils durch die Frau, ein Beruf für die Frau werden wird, muß uns das nächste Jahrzehnt beantworten. Kind und Zur Zahnpflege des Kindes. Zur Verhütung der Zahnfäule genügt es nicht, daß das Kind Mund und Zähne regelmäßig mit antiseptischen Wässern und Pasten reinigt, es ist vielmehr auch notwendig, daß die Nahrung nicht zuviel Zucker enthält. Zu dieser Feststellung gelangte erst kürzlich Dr. Russell Buntin von der Universität Michigan, nachdem er eine große Anzahl von Schulkindern volle neun Monate hindurch genau beobachtet hatte. Grundbedingung für alle untersuchten Kinder war eine täglich zweimalige, gründliche Reinigung der Zähne mit antiseptischen Mitteln; während aber der eine Teil der Kinder im Verlauf der Beobachtungszeit die bisher gewohnte Ernährungsweise auch weiter beibehalten durfte, war den übrigen Kindern eine Diät vorgeschrieben, bei der der Zucker so gut wie ganz ausgeschaltet war. Es durften weder süße Obstkonserven oder süßes Kompott noch gesüßte Backwaren oder Zuckerwerk gegessen werden. Auch süße Getränke waren verboten. Nur gewisse Speisen, die ohne Zucker ungenießbar wären, durften etwas Zucker enthalten. Das Ergebnis dieser zuckerarmen, ja fast zuckerlosen Ernährung war nun sehr aufschlußreich, denn es zeigte sich tatsächlich, daß zwei Drittel der Kinder, die ihre gewöhnliche Kost beibehalten hatten, trotz der täglichen gründlichen Zahnreinigung an ausgedehnter Zahncaries erkrankt waren, wogegen bei jenen Kindern, denen die zuckerarme Diät vorgeschrieben war, im Verlauf der ganzen Zeit nicht ein einziger Fall von neuer Zahncaries aufgetreten war; auch die kariösen Stellen, die schon von früher her vorhanden waren, hatten sich in den neun Monaten nicht vergrößert. Daraus ergibt sich also, daß sich allein durch die Reinhaltung der Zähne die Zahnfäulnis nicht verhüten läßt, wenn nicht gleichzeitig auch eine zuckerarme Diät eingehalten wird. Uebermäßiger Handschweiß ist zu beseitigen, wenn man die Hände täglich abends mit Essig einreibt und am Morgen dem Waschwasser einen Eßlöffel Alaun beifügt, nachdem man das Gesicht gereinigt hat. Tagsüber muß man öfter die Hände kühlen, gut abtrocknen und etwas Reispuder aufstäuben. Grangewordene Messer= und Gabelgriffe von Holz aufzufrischen. Man bestreiche die fettfrei gereinigten Holzgriffe mehrmals mit Eisenvitriollösung, die man mit feinem Haarpinsel aufträgt. Ueberreibe dann die schwarzgewordenen Holzgriffe mit einer Speckschwarte und zuletzt solange mit Seidenpapier und alten Lappen, bis sie nicht mehr abfärben. Beim weiteren Gebrauch verhüte man das Naßwerden der Griffe im Aufwaschwasser. Ersatz für fehlenden Wandkitt. Wenn entstandene Nagellöcher möglichst unsichtbar gefüllt werden sollen, dann weiche man über Nacht Papier in kaltem Wasser ein. Rühre es dann zu dickem Brei, drehe es zu kleinen Korken und drücke diese recht naß in die Löcher, die man mit dem Wasser verstreicht. Eisenhart werden diese Stellen, wenn man den Papierkork mit Wasserglas benäßt und dann erst in das Loch schiebt und darin feststreicht. Meist bedarf es kaum noch einer Nachhilfe mit Pinsel und Tuschfarben, um den Wandfehler völlig unsichtbar zu machen. Bade-Matten und-Vorleger zu reinigen. Diese Bade=Vorlagen, entweder aus buntgemustertem Kräusel= oder Frottéstoff oder farbigen Tuchstreifen schachbrettartig gefertigt, werden nach längerem Gebrauch schmutzig und verlieren ihr farbenfrisches Aussehen. In diesem Falle stauche man sie in einer lauen Waschlauge von 5 Eßlöffel Persil und 10 Liter Wasser recht gründlich durch. Bearbeite sie unter Drücken und Kneten in einer frischen gleichen Lauge, und spüle sie in leichtem Essigwasser. Nun durch Ausdrücken des eng zusammengerollten Vorlegers von der meisten Nässe befreit, breite man ihn sofort auf dickem Badetuch oder altem Bettbezug aus, rolle ihn damit eng zusammen und klopfe diese Rolle kräftig mit der Hand, damit die Nässe von der Hülle aufgesaugt wird. Grünkernschrotsuppe. In 1 Eßlöffel Fett bräune man eine nußgroße Zwiedel braun und dünste darin 75 gr Grünkernschrot durch. Fülle dann mit—1 Liter heißem Wasser auf, füge 2 Eßlöffel geschnittenes Suppengrün bei und lasse die Suppe ein halbe Stunde kochen, worauf man sie mit einem Eigelb legiert und mit nußgroß Butter verseinert. Win Suuin ums ien Moutt Beilage zu den Zeitungen des E. Holterdorf'schen Verlages und der Beckumer Zeitung. Nr. 48. Samstag, den 29. November 1930 Rühr nicht daran! Wenn eine große Hoffnung zunichte ging und ein liebes Herz blutet, das kut weh. Noch weher tuf's, wenn man mit rauhen Worten daran rührt. Die treiben dann den Stachel zutiesst ins arme Menschenherz, daß es verblutet.— Mitleidiges Verstehen wollen wir lernen. das ist viel höher und schöner als grausames„Daranrühren". und es wird auch zu Seelengröße führen. Christine Ueler, Waderslotz. — Ahnungen. Von Jris. Ahnungen, bange Vorahnungen von irgendwelchem Geschehen, wer hätte sie nicht gehabt, gefühlt, ausgesprochen? „Meine Ahnung hat mich nicht betrogen,“ sagt man kummervoll, und denkt dabei an eine Stimmung zurück. Meistens jedoch war das, was man als Ahnung bezeichnete, ganz positives Wissen. Nicht das Unvorhergesehene tritt ein, nicht das, was man nur geahnt, gefühlt, sondern das Sichere, das Erwartete. Steht ein Geschäft beispielsweise vor dem sicheren Rutn, und tritt der Tag des endgültigen Aufhörens dann ein, so kann man nicht mehr von Ahnungen sprechen, wenn man mit ziemlicher Sicherheit den Tag des Zusammenbruches bestimmen konnte. So ahnt die Hausfrau„Unheil“, wenn ungeübten Händen eine kostbare Schüssel anvertraut wird und dieser Gegenstand tatsächlich zerbrochen wieder zum Vorschein kommt. Doch auch bei andern Ereignissen sind Ahnungen bestimmend für Tatsächliches. Man denkt beispielsweise an einen Menschen, der lange Zeit aus dem Gesichtskreis entschwunden war. Und plötzlich steht man ihm gegenüber. Oder ein Brief von einem entfernten Verwandten trifft gerade an einem Tage an, an dem das Gedächtnis sich mit ihm beschäftigte. Wo sind die Ursachen dafür vorhanden? Strahlen Gedanken und Sinne so stark, daß sie einen Zusammenhang schaffen?. Menschen mit gesteigerten, überfeinerten Nerven leiden zuweilen unter„Ahnungen“, werden von ihnen gequält. Aber die Anzeichen sind wohl überall ganz verschieden. Nicht die Depression kündet das Unvorhergesehene, das Unfaßbare an, sondern zuweilen ist es eine unerklärliche Fröhlichkeit, die kommendes Unheil fürchten läßt. Bei den alten Juden, bei den Assyrern und den Babyloniern scheute man sich vor Heiterkeit, vor lautem Lachen und fröhlicher Stimmung. Jede Lustigkeit, die aus dem Rahmen fiel, wurde tunlichst unterdrückt. Man zitterte vor dem Zorn der Götter und nahm ohne weiteres an, daß ihnen die Lustigkeit der armen Erdenkreatur unsympathisch sei, so unangenehm, daß unbedingt die Strafe darauf folgen mußte. Trotz des Fortschrittes von Kultur und Zivilisation wuchs der Aberglaube in dieser Hinsicht, und das, was einmal geschehen, wurde zum Maßstab für spätere Ereignisse. Freitag, der dreizehnte, ist für ebenso viele Menschen ein Unglückstag wie für andere ein Glückstag. Voll düsterer Ahnungen tritt jemand Freitag, den dreizehnten, eine Reise an, von deren Gelingen er ohnedies nicht überzeugt ist. Wie weit die Autosuggestion hier mitwirkt, läßt sich nicht ohne weiteres feststellen. Fraglos aber tut die eigene Unsicherheit mehr zum Mißerfolg als Tag und Datum. Die Chronik unserer Erinnerungen verzeichnet merkwürdigerweise nur die Geschehnisse mit verhängnisvollem Ausgang. Kann sich wohl jemand rühmen, die Ahnung eines Glückes, einer märchenhaften Erfüllung empfunden zu haben? Wer über Nacht berühmt, reich oder glücklich geworden ist, hatte niemals eine Ahnung davon, obgleich es meistens keinen plötzlichen Aufstieg und keinen jähen Erfolg gibt. Beide sind in jahrelanger Arbeit, in zahllosen Stunden der Qual, der Verbitterung, des Strebens, der Erwartung auf Eignung vorbereitet worden. Nur eine unvorhergesehene Erbschaft und ein Lotteriegewinn können zum plötzlichen Reichtum verhelfen. Aber von all denen, die mit einem Schlage in den Besitz großer Geldmittel gekommen sind, hat sicherlich keiner eine Ahnung von seiner veränderten Lebenslage gehabt. Der Künstler, der plötzlich dem Publikum gefällt, der Schriftsteller, dessen Werke auf einmal einschlagen der Komponist dessen Liedchen ein„Schlager“ wird, ahnten sie etwas von ihrem Glück? Und da das Glück seine Strahlen nicht voraussendet, wollen wir an die Ahnung kommenden Unheiles auch nicht länger glauben. — Schummerstunde. Ist. Nun wird es wieder mit Macht Winter. Die Tage werden immer kürzer, und selten nur scheint die Sonne. Novemberstürme brausen ums Haus und lassen unser Heim uns doppelt traulich und wohlig erscheinen. Leise, leise klingt's schon nach Weihnachten an, ungeduldig beginnen die Kinder nach dem schönsten aller Feste zu fragen. Wenn wir auch als fürsorgliche Hausfrauen frühzeitig heimliche Vorbereitungen zum Weihnachtsfeste treffen, jetzt drängen die Arbeiten doch noch nicht so, jetzt haben wir doch noch etwas Zeit, um uns ein paar recht behagliche Schummerstunden mit unseren Kindern zu bereiten. Es ist ja auch noch kein Schnee und keine Eisbahn, die die kleinen und großen Kinder ins Freie locken; bei dem Regenwetter sitzt's sich ja viel gemütlicher im Zimmer, und wenn Mutti versteht, jetzt ihrer kleinen Schar vor Vaters Heimkehr aus dem Dienst einige fröhlich=stille Stunden zu schaffen, wird das spätere dankbare Gedenken an diese wohl der schönste Lohn für die geopferte Zeit sein. Ein Opfer ist es ja eigentlich gar nicht, sondern man bereitet sich selbst doch auch eine Freude, wenn man im warmen Zimmer so recht geruhsam mit den Kindern beisammensitzt, gemeinsam mit ihnen die Weihnachtsgeschenke für Vater oder vielleicht auch für größere Geschwister, die tagsüber tätig sind, bespricht, oder sich nur die großen und kleinen Nöte, die so ein Kinderherz bewegen, mitteilen läßt. Man braucht nicht einmal immer einen Rat zu geben, schon das Aussprechen tut oftmals Wunder. Uns scheinen die Schmerzen der Kleinen so gering, und doch nur zu oft ist die Kindesseele ernstlich beschwert und darum doppelt glücklich, wenn Mutti bereit ist, die Last tragen zu helfen oder gar mit einem lieben Wort, einer kleinen Liebkosung zunichte zu machen. Sie haben ja alle ihre Sorgen, auch die Kleinsten, und es tut ihnen so weh, wenn Mutti nie und niemals Zeit für sie hat. Tagsüber hat Mutti in der Wirtschaft zu tun, vielleicht muß sie auch noch mit verdienen helfen, und abends kommt dann der Vater nach Haus. Daß sich dann alles um ihn dreht, ist selbstverständlich. Da ist es doch so ganz besonders schön, wenn man in der Dämmerzeit ein halbes Stündchen mit den Kindern plaudert. Das Essen ist soweit fertig, daß man sich die kleine Feierstunde schon gönnen kann. Es bringt uns ja unsere Kinder so nahe, wir sehen sie in einem ganz anderen Licht. Es ist gerade, als öffne die trauliche Dämmerung uns ihre Herzen, und leicht ist es dann, so ganz unmerklich beim Plaudern die Kinder zu lenken, hier ein wenig gut zuzureden und dort abzuraten, hier anzuerkennen und dort ein wenig zu tadeln. In solch einem Plauderstündchen sollen wir allerdings einmal ganz und gar die Erzieherin beiseite u Au g tig W. uniie ng ni PA 33 lassen und unsere Meinung so äußern, wie es z. B. ein guter Kamerad oder Spielgefährte tun würde. Täglich läßt sich so ein halbes Stündchen wohl nicht erübrigen, aber ab und zu einmal sollte sich jede Mutter doch die Zeit dazu nehmen. Sie wird sicher sehr bald merken, wie dankbar ihr die Kinder für diese stillen Stunden sind. Ist dann die kurze Ruhepause vorüber, so geht das Tischdecken noch einmal so flott und gut, und der Vater sieht frohe und zufriedene Gesichter, wenn er abends müde und abgespannt heimkommt. Die Ruhe und Behaglichkeit der letzten halben Stunde wirkt sich auch bei Tisch wohltuend aus, und der Abend wird wirklich zum Feierabend. Aber auch die kinderlose Hausfrau sollte ihr Dämmerstündchen abhalten, sich vor der Rückkehr des Gatten noch ein wenig ruhen, damit sie bei Tisch nicht abgehetzt und abgejago ihr Essen einnehmen muß. So eine kleine halbe Stunde voll froher Gedanken macht die Augen hell und hilft, dem Gatten mit fröhlichem Lächeln entgegenzutreten und ihm sein Heim zur Stätte wohligster Behaglichkeit zu machen. Hildegard Weidenberg. Gemütlichkeit am falschen Von Eric Morton. „Fräulein Hildegard., die Erzieherin meiner Kinder, ist so außerordentlich gutmütig, daß sie uns allen eine angenehme Hausgenossin war,“ lautete der Schlußsatz in einem Empfehlungsbrief, den Fräulein Hildegard von den Eltern ihrer Zöglinge bekommen hatte. Das junge Mädchen bewarb sich unzählige Male um den Posten einer Erzieherin und erhielt stets eine ablehnende Antwort. Endlich jedoch fand sich eine alte Dame, die ihre beiden Enkelkinder erzog, und auf die gerade der Passus von der Gutmütigkeit großen Eindruck machte. Fräulein Hildegard wurde als Lehrerin und Erzieherin auf ein Gut in einer entlegenen Gegend verpflichtet, und da hatte sie Gelegenheit, ihre Gutmütigkeit zu beweisen. Zuerst einmal war sie gutmütig, daß sie den Zöglingen ihre Unarten durchgehen ließ, wenn sie nur schön baten und schmeichelten. Sie gab ihnen Schokolade und Konfekt, auch unmittelbar vor den Mahlzeiten, da sie zu gutmütig war, um ihnen einen Wunsch abzuschlagen. Hildegard drohte mit Straen, führte sie aber niemals aus. Sie konnte Tränen nicht ehen, und Ellen, die kleine Schülerin, hatte die Zähren sehr chnell in den Augen. Robert, der zehnjährige Knabe, war ein rotziger Bursche, doch auch er hatte es bald erfaßt, wie man Hildegard„nehmen“ konnte, und machte wenigstens als Quittung für eine Strafe ein trauriges Gesicht.— Wilderer hatten im Walde Fallen gestellt. Ellen und Robert liefen hinaus, um den Tieren zu helfen. Hildegard begleitete sie,... aber sie konnte keinen Handgriff machen, entsetzt schlug sie die Hände vor das Gesicht, und schaudernd wendete sie sich ab. Schrecklich, ein Tier leiden zu sehen! Nein, dazu war sie viel zu gutmütig. Lieber rannte sie fort, und überließ es den Zöglingen, die armen Tiere aus der Falle zu befreien. „Den Bettlern wird nichts gegeben“, hatte die alte Dame bestimmt.„Wer in Not ist, soll zu mir kommen. Ich werde ihm Arbeit und Unterkunft verschaffen. Die Hungrigen bekommen in der Küche eine Mahlzeit, sofern sie sich als ehrliche Menschen ausweisen können. Wir brauchen hier genug fleißige Hände und bekommen wenig Hilfskräfte, weil die Leute nicht auf dem Lande in der Einsamkeit, sondern in der großen Stadt leben wollen.“ Hildegard wußte das, und sie hatte oft genug gesehen, wie müde und verzweifelte Männer hier ankamen, um eine milde Gabe baten und nach wenigen Tagen als frohe und zufriedene Menschen Arbeit und Lohn erhielten. Unglücklicherweise wurde sie von einem Landstreicher angesprochen, der ihr mit bewegten Worten seine Not schilderte. Sie war ja so weichherzig, daß sie es nicht fertig brachte, ihn an die Gutsherrin zu verweisen, sondern aus ihrer Geldbörse nahm sie schnell einen größeren Betrag und händigte ihn dem jungen Burschen ein. Wenige Minuten später vermißte sie ihre Barschaft samt der Börse. Auch eine wertvolle Kette, die sie in einer früheren Stellung bekommen hatte, war verschwunden. Der Landstreicher hatte ein gutes Geschäft gemacht. Aus Gutmütigkeit ließ sie sich von den Hunden ihre Kleider zerreißen. „Die Tierchen liebten sie so sehr und sprangen ununterbrochen an ihr empor, um ihre Hände zu lecken.“ Aus Gutmütigkeit saß sie an Ellens Bett, bis ihr die Augen vor Müdigkeit zusielen, und wagte nicht, sich zu rühren, weil das Kind dann sofort zu weinen und zu quälen begann. Aus Gutmürigkeit kaufte sie vorbeiziehenden Zigeunerinnen Schals für teures Geld ab, Tücher in grellen Farben, die sie niemals tragen konnte. Aus Gutmütigkeit gab sie den Hausangestellten diese Tücher und entlockte ihnen ein höhnisches Lächeln. Sie war so weichherzig und so gutmütig, daß alle Menschen der Umgebung ihr auf der Nase herumtanzten, und daß sie dann böse und beleidigt ihren Posten aufgab, um zu Menschen zu gehen, die ihre Güte weniger„ausnützen“ würden. Ob es ihr gelungen ist? —— Hausfrau hat schlechte Laune! Von Alexa von Sassenberg. Das strahlende Antlitz der Hausfrau— von Dichtern oft besungen, von Erzählern viele Male verherrlicht,— ist in Wirklichkeit leider eine Seltenheit. Zugegeben, daß die Frau unserer Zeit nicht oft Grund hat, jedem Tag aufs Neue entgegenzujauchzen. Schwere Sorgen, viele Unbequemlichkeiten, durch den Zwang zur Sparsamkeit hervorgerufen, sind da, um ihr das Leben zu verbittern. Ihr mangelt es an Hilfe, ihr fehlt die Unbekümmertheit der Frau früherer Zeiten, sie sitzt sozusagen jeden Tag auf dem Pulverfaß, in der Furcht vor einer Explosion. Trotz aller Hilfsmöglichkeiten und guten Ratschläge ist die Hausfrau ein gehetzter, müder Mensch, der aufgehört hat, ein eigenes Leben zu führen, und der darunter leidet. Die schlechte Laune stellt sich ein. Grundlos? Gewiß nicht, wenn überhaupt für schlechte Laune ein Grund angenommen werden darf. Die Definition für dieses böse Anzeichen ist das Auftreten einer Unzufriedenheit, für die es keinen Namen gibt. Setzt die schlechte Laune ein, dann kann man der Hausfrau nichts mehr recht machen. Mit allem ist sie unzufrieden, und der kleinste Mißerfolg in der Arbeit, das Nichtgelingen einer Tätigkeit verursachen eine fassungslose Wut, vor der alle Familienmitglieder zittern.„Darf ich heute zu Lilli gehen?" fragt die kleine Tochter bei Tisch, und der Vater sagt warnend:„Sei still, Mutter hat schlechte Laune.“ Auch er nimmt diese Mißstimmung als etwas Selbstverständliches hin! Es ist nun einmal so, und man kann es nicht ändern. Der Mann geht diesen Widerwärtigkeiten mit Vorliebe aus dem Wege. Ergreift kurz, nachdem er das Haus betreten hat, seinen Hut und wünscht gesegnete Mahlzeit. Dabei ist ihm aber nicht sehr wohl zumute, und auch während der Berufsstunden fliegt ein Gedanke hin zu den Familienmitgliedern, den Kindern, die unter Mutters Launen zu leiden haben.„Große Wäsche, also schlechte Laune. Großreinemachen, die Teppiche sollten geklopft werden, und dabei regnet es. Schlechte Laune! Der Schlächter hat nicht zur Zeit geschickt, was man bei ihm bestellte. Also fällt das Stimmungsbarometer um einige Grade, und die Eisregion kehrt im Hause ein.“ Es ist sicherlich interessant, die psychischen Gründe für eine Depression zu erfahren. Langjährige Beobachtungen haben zu dem Resultat geführt, daß dieser Minuskomplex in einer gewissen Unfehlbarkeit des Menschen zu suchen und zu finden ist. Eine Frau, die wie jede wahre und echte Hausfrau nur an andere denkt und sich ganz vergißt, wehrt sich unbewußt und unterbewußt gegen die Vergewaltigung ihres Seins. Sicherlich gesteht sie es sich nicht ein, daß sie eines Tages von der Unfruchtbarkeit ihres Wirkens überzeugt ist. Plötzlich sieht sie sich gealtert, häßlich, unvorteilhaft gekleidet. Irgendwann hat der teure Gatte einmal eine andere Dame mit einem entzückenden Blick angesehen. Sie hat es wohl gemerkt, aber sie hat nichts gesagt. Und doch fühlte sie sich über jene, die der Grund zu der Bewunderung war, unendlich erhaben. Ihr wird kein Mann bewundernd nachschauen. Sie will es auch gar nicht, so sagt sie sich. Weil sie andere Werte besitzt, muß sie einfach darauf verzichten. Aber . M M a ino sscigt, inv##nct sig aog uoa:::„issei n sniggsi g ud uic hg“ ä zwpll — Tubsckcplung uin uempsckcplung iuee ol s:. Tuii Wn u unc ti s„u Mn N ur i uh ng“ nd Jouul ueheuhfui## on0g A9 Ue küchusse 2 Kcy u uu i uut in u i c ug cog wock une ci zuvn Gung W ch ind u uh i ah oib uscplane ind ut ut u ui u anwe u uscinlg u W zus diesen Erwägungen entsteht auch jene Mißstimmung, die man als die gefürchtete schlechte Laune kennt. Es ist nun einmal so im Leben eingerichtet, so dumm und so häßlich zugleich, daß man ohne Anerkennung und ohne Freude nicht leben kann. Oh, man ist klug genug, um auf die täglichen Lobpreisungen zu verzichten. Wer könnte nach jahrelanger Ehe etwa ein Kompliment erwarten? Vielleicht:„Heute siehst du aber reizend aus, liebes Herz!“. Oder:„Ich habe mich schon den ganzen Heimweg auf dein liebes Gesicht und deine Stimme gefreut!" Nein, solche Ansprüche verschwinden im Alltag der Ehe. Aber wenn man eines Tages aus dem Munde des Gatten ein Wort hören würde, das an die Zeiten der ersten Liebe gemahnt? Würde man dann noch schlechte Laune haben? Sie wäre ja mit einem Male weggewischt und verloren. Ein Hochgefühl würde sich an Stelle der Depression einstellen, nicht wahr? Und wenn wirklich Trübungen das Gemüt verdüstern, wer kommt dann wohl und fragt zärtlich oder besorgt:„Was ist dir, mein Herz? Warum bist du traurig? Kann ich dir vielleicht helfen, und willst du dich nicht aussprechen?“ Wer? Niemand, das ist gewiß. Vater und Kinder ducken sich, bildlich gesprochen, in die Ecken:„Mutter hat schlechte Laune. Seid still!“ Man sucht das Haus zu verlassen, in dem ein so unfreundlicher Geist weht. Witternd kehrt man spät heim. „Wie ist die Luft? Freundlicher, besser? Hat jemand daran gedacht, Mutters Laune durch eine Kleinigkeit zu erhellen? Etwa durch einen Blumenstrauß(auch wenn er nur 20 Pf. kostet)?„Weil du vorher so betrübt warst, bringe ich dir eine Rose mit, Mutti...“ Kommt das vor? Wäre die Hausfrau und Mutter weniger selbstlos, hätte sie Freude an ihrer eigenen Zerstreuung, hätte sie ruhig manchmal ein schlechtes Gewissen, weil sie mehr mit sich als mit den andern beschäftigt war, so kämen diese seelischen Depressionen sicherlich nicht so oft wieder. Ist das ein schlechter Rat? Es käme nur darauf an, abzuwägen, was schwerer wiegt— ein sanfter Gewissensbiß, der unbedingt den Wunsch erweckt, durch vermehrte Freundlichkeit und frohe Stimmung die kleine Schuld wieder auszugleichen, oder die unvermeidlich schlechte Laune. Gebote für die Hausfrau in der Wirtschaftskrise. Die Hausfrau steht in vorderster Linie im Kampf gegen die Wirtschaftskrise. Der Familienvater, der sich plötzlich vor der Notwendigkeit sieht, ein gekürztes Gehalt entgegennehmen zu müssen oder als Kaufmann geringere Einnahmen zu haben, kann nur seine Pflicht tun und weiter arbeiten, um der Familie wenigstens das Existenzminimum zu erkämpfen. Die schwere Sorge aber, mit diesem geringen Einkommen den Lebensstandard aufrechtzuerhalten, fällt der Hausfrau zu. Sie muß weiter für gute und kräftige Ernährung, für die Bekleidung der Kinder und für ein gemütliches Heim sorgen. Sie allein hat es in der Macht, der Familie über die Zeit des geringeren Verdienstes hinwegzuhelfen. 1. Sie darf nicht vergessen, daß Heiterkeit und Gemütlichkeit in dem Familienleben die größte Bedeutung haben. Man nimmt gern manche Entbehrungen auf sich, wenn die Frau im Hause lustig und guter Dinge ist. Die seelische Einstellung ist schon in den Zeiten des Glückes und Ueberflusses von Wichtigkeit, um wieviel mehr erst in den Zeiten der Not. Durch Klagen und Jammern wird nichts besser. Es gibt Menschen, die auch im größten Ueberfluß unausgesetzt stöhnen und ächzen, während andere, sonnige Naturen auch der geringsten Kleinigkeit Freude abzugewinnen verstehen. So kann man das Haus auch mit geringen Kleinigkeiten, mit Blumen und liebenswürdigem Wesen heiter und freudig gestalten. Dann schmeckt alles noch einmal so gut. Also, Hausfrau, bewahre dir dein heiteres Gemüt! Du erleichterst damit deinem Manne die Ardeit und deinen Kindern das Leben! 2. Laß dich nicht von der„Billigkeits=Psychose" beeinflussen. Preisabbau auf dem Gebiete der täglichen Gebrauchsgegenstände ist durchaus notwendig und erforderlich. Es ist aber verkehrt, von den Kaufleuten Unmögliches zu verlangen, und sich mit ihnen, wie es augenblicklich so häufig der Fall ist, in erregten Gesprächen über den Umfang des Preisabbaues zu unterhalten. Auch auf dem Gebiete der Preisherabsetzungen wird in kurzer Zeit ein geordneter Zustand eintreten, durch den die Erregungen der. Kunden überflüssig werden. 3. Trotzdem mußt du aber wirtschaftlich denken und klug handeln. Es gibt auf fast jeder Straße in den einzelnen Geschäften große Preisunterschiede. Eine kluge Hausfrau wird in kurzer Zeit die richtigen Bezugsquellen für alle Waren gefunden haben und auf diese Weise täglich Einsparungen machen können. 4. Zahle vor allen Dingen alle deine Einkäufe sofort mit barem Gelde. Der Kaufmann braucht sein Geld, ebenso wie der Handwerker, und kann viel billiger einkaufen, wenn er selbst bar bezahlen kann. Den Vorteil davon hast du in doppelter Weise, denn einmal werden die Waren billiger sein, und dann wirst du dich niemals verausgaben, d.., mehr einkaufen, als du mit deinem Geld verantworten kannst. Schulden machen ist heute eine besonders gefährliche Angelegenheit. 5. Kaufe keine überflüssigen Dinge, auch dann nicht, wenn sie billig sind, denn die billigsten Dinge, die man nicht braucht, kosten sehr viel, da jeder Pfennig einen Verlust bedeutet. 6. Sei wirtschaftlich im Verbrauch von Gas beim Kochen. Man kann dabei viel Geld sparen. Wenn man drei Glas Tee braucht, muß man nicht einen Teekessel aufsetzen. Das zuviel gekochte Wasser ist verlorenes Geld. Man gieße die drei Glas Wasser, die man notwendig hat, in abgemessenen Mengen in den Teekessel und koche dann das Wasser. Warmes Wasser, das man zum Waschen usw. braucht, kann man ohne besondere Aufwendungen für Kohle oder Gas bei der Heizung der Zimmer herstellen. Es sind Kleinigkeiten, aber sie bedeuten im Monat mehrere Mark. Ein streng durchgeführter Versuch wird dartun, wie wichtig diese Ersparnisse sind. 7. Kaufe kräftige und dabei doch billige Nahrungsmittel. Es gibt nämlich kräftige und teure Nahrungsmittel, ebenso wie es kräftige und billige gibt. Fleisch ist teuer, Fische aber, Heringe, Seefische, Käse sind ebenso schmackhaft wie billig. Gemüse ist kräftig und gesund. Also richte deinen Mittags= und Abendbrottisch in der Hauptsache auf diese Speisen ein. 8. Kaufe möglichst deutsche Waren, denn sie sind viel billiger als die ausländischen und ebenso nahrhaft, wenn sie vielleicht auch sich an Schönheit mit ihnen nicht messen können, wie z. B. das deutsche Obst. 9. Sorge dafür, daß kleine Reparaturen im Hause ausgeführt werden. 10. Laß dich nicht durch„Nuasichr auf vie Menschen“ dazu bestimmen, ein Wohlleben vorzutäuschen. Sei stolz darauf, der Sparkommissur und der Finanzminister deiner Familie sein zu können und den Haushalt verantwortungsvoll zu führen. Das ist würdig und ehrenvoll, wenn auch manchmal die Nachbarn die Nase rümpfen und die schlechten Verhältnisse„bedauern". Frau im Zeitungsgewerbe. Von Trude Ivens. Als die Frauen in der Kriegszeit gezwungen waren, sich für die fernen Männer in allen Berufszweigen einzusetzen und dort„ihren Mann“ zu stehen, war man wohl bei Rückkehr der Krieger zu glauben geneigt, daß sie sich, ebenso wie der Mann, für jeglichen Beruf eigneten. Diese Ansicht hat sich dann allerdings als Irrtum herausgestellt. Die Frauen, mögen sie noch so tüchtig, gewissenhaft und kräftig sein, werden in manchen Berufen nicht aushalten, weil ihnen die innere Eignung einfach dafür fehlt. Genau so, wie es ausgesprochene Frauenberufe gibt, die wohl auch Männer zuweilen ausüben, darum aber doch zutiefst noch lange nicht dafür geeignet zu sein brauchen. Trotzdem hat jene schwere Zeit die Frauen gelehrt, daß sie mehr können, als man ihnen im vergangenen Jahrhundert zutraute. Und die heutige Möglichkeit einer Berufsausbildung für das weibliche Geschlecht ist erfreulicherweise ganz erheblich gestiegen,erweitert und vertieft worden und hat nicht zuletzt Vor= und Ausbildung der weiblichen Jugend geschaffen, die nur zu begrüßen ist, wobei gar nicht einmal gewünscht zu werden braucht, daß nun unsere weibliche Jugend unbedingt in das