S•2 Bn# S#S„ 83•BPSSEx GanpsePTaOE #. SSSEPSSSSESS SS5 PfaSSSP TaTn SSSSHE 8 5S-Sg5g. S- SS • SrSUU: TEE 8 S 5 S 9 5 K 29 " 28 68 S 33 „Hörst Du, mit solch einem Messer ist vor drei Tagen in der Nähe von Hamburg ein Kassenbote ermordet worden." „Das werde ich besser wissen als Du.“ „Du warst doch nicht am Morde beteiligt?“ Die Stimme des Schutzmanns zitterte. „Nur beteiligt? Ich habe ihn allein abgeschlachtet.“ „Nein!“ schrie der Schutzmann. Wie um den letzten Trumpf auszuspielen, l#gte der Verbrecher hinzu:„Zwischen dem Joppenfutter und meiner Achsel steckt die goldene Uhr des Kassenboten mit dem Schif aus dem Deckel.“ Der Schutzmann holte die Uhr hervor. Der kalte Schweiß stand ihm auf der Stirn, und zurch seine Knie ging ein Beden. Aber der rrorecher sollte nichts von seiner Erlegung merken. Im Gegenteil. Seine Zände krallten sich nur um so fester in dessen Kleidung ein. Kafseehäuser und Bergnügungslokale leerden sich gerade, als der Schutzmann mit dem Verhafteten der Polizeiwache zuschritt. Da und dort blieben Menschen stehen und schauten den beiden nach Sie hatten Mitleid mit dem jungen Burschen, der gefesselt, mit blutbeflecktem Antlitz und Anzug neben dem Schutzmann herging. Der Einbrecher und Mör. der trug den Kopf absichtlich recht hoch, als wollte er sagen:„Da schaut her, so hat er mich mißhandelt.“ Und siehe, es fanden sich Manner und Frauen, die ihre Sympathien für den Verbrecher laut kundgaben und den Schutz mann mit Schimpf= und Schmähworten üverschütteten. Er entgegnete nichts Ruheg schritt er dahin, und fest hielt er den Mörder beim Kragen. So oft Leute an ihm vorüber gingen oder seinen Weg kreuzten, senkte er teicht den Kopf, als schämte er sich, daß er sich mit diesem Menschen unter ehrbaren Bürgern bewegen müsse, als wolle er vermeiden, daß Emand zu greicher Zeit sein Antlitz und das es Verbrechers sehen könne. Am anderen Morgen fand man den Schutzmann in seiner Wohnung tot vor. Auf dem Tische lagen das Messer des Einbrechers, die goldene Uhr, die er ihm abgenommen hatte, und ein Brief, in dem es hieß:„Der Bursche, den ich gestern eingeliefert habe, ist auch, wie er mir selbst gestand und was Uhr und Meiser bekräftigen, der Mörder des Kassenboten veber von Hamburg. Dieser Verbrecher war mein leiblicher Sohn, der genau vor zehn Jahren sein Elternhaus in einer Nacht verließ und dadurch seine Mutter frühzeitig ins Grad brachte. Man wird rielleicht begreisen, daß ich, nachdem ich meine Dienstpflicht erfüllt habe, aus dem Leben schiad.“ Am Rande des Abgrundes Skizze von Hans Solkau. So großartig die Szenerie war, in der er sich befand, William Buchanan konnte seiner Lage wenig Geschmack abgewinnen. Auf der Rückkehr von einem Jagdausfluge war er bei dem Versuch, den Weg abzuschneiden, mit nachgebendem Gestein wohl 20 Meter in die Tiefe gefahren; nun saß er mit verstauchtem Zuß auf einem Felsblock und überdachte seine Lage. Er befand sich auf einer kleinen Plattform, einem Felsvorsprung, der Hunderte von Metern steil in die Tiefe abstürzte. Nach rechts hin wand sich der Pfad, dem er folgen mußte, durch das Gestein, bald hinter einer Felsennase verschwindend, dann weiter unter wieder auftauchend. Bedenklich schien der Unfall weiter nicht; zwar, den Marsch fortzusetzen, war ausgeschlossen, er mußte ausharren, bis man ihn im Lager vermißte und ihn suchen kam. Das mochte am gleichen Nachmittag, aber auch erst am anderen Tage sein. Doch Buchanan konnte sich einen der eiden Schneehasen braten, die er als Jagdbeute im Rucksack trug, kalten Tee enthielt die Feldflasche noch genügend, so würde es sich also schon aushalten lassen. Nur angesichts der Kälte, die hier oben, an der Grenze des tibetischen Hochlandes, des Nachts recht empfindlich ist, boten sich ihm, der sich nicht durch Bewegung erwärmen konnte, wenig erfreuliche Aussichten. Buchanan steckte die kurze Pfeise an und betrachtete die Landschaft, deren Großartigkeit jeden überwältigen mußte. Von seiner gleich einer Kanzel vorspringenden Feisplatte konnte er weithin in die Gegend schauen. Dunkle in bläulichem Schimmer verschwindende Wälder erstreckten sich in die Ferne, am zont türmten sich die Schneegipfel des Himakaya weit hinein bis nach Tibet, von dem sildern glänzenden Lhanlagiri überragt. Unter Ibm, in dem zu seinen Fützen gähnenden Abgrunde, lag die Waldzone, die bis zu einer Höhe von mehr als 3000 Metern die Abhange des Hochgebirges bedeckt, zumeist Birken und Leodarbaume. Weiter nach rechts eröffnete sich im Hintergrunde der Blick in die Ebene mit ihren Reis= und Maisfeldern, Bananen eflanzungen und Mangohainen. Am Rande des Waldes lag auch das Lager, von wo Buchanan Hilfe kommen mußte, das aber von seinem gegenwärtigen Standpunkt aus nicht ichtbar war. Nur den Pfad, der dorthir führte, konnte er streckenweise überblicken. Nachdenklich schaute der junge Engländer in die Tiefe, als er plötzlich stutzte. Sein schares Auge hatte ihn dort unten auf dem Wege eine Bewegung erkennen lassen. Sollten die Kameraden schon zur Stelle sein? Er nahm den Feldst cher ans Auge, ließ ihn aber im nächsten Augenblick wieder sinken. Ein Fröteln lief ihm über den Rücken. Was sich da näherte, war ein— Bär, der langsam den Felsensteig empor kam. Buchanan wußte, es gab zwei Arten dieser Tiere im Himalaya, eine braune, harmlose, die den Menschen scheut, und eine schwarze, mit der unter keinen Umständen zu spaßen ist. Und der da kam— das scharfe Glas hatte keinen Zweife! gelassen— gehörte zu der letzteren. Das Tier mußte, wohl vom Hunger gepeinigt, besonders früh sein Winterlager verlassen ha den, und Buchanan gab sich keinem hin, daß seine Lage mehr als kritisch war. Die Büchse hatte er bei dem Sturz verloren, sie hing vermutlich in den Zweigen eines Deodars Hunderte von Metern unter ihm. Er stand dem hungrigen Raubtiere wehrlos gegenüber. Der Bär war inzwischen hinter einer Felsnase verschwunden; es währte aber kaum zehn Minuten, als Buchanan einige Steine poltern hörte, und da erschien jener auch schon an der nächsten Windung des Pfades kaum 30 Schritte entfernt. Beim Anblick des Menschen stutzte das Tier, setzte sich auf die Hinterläufe und betrachtete die unerwartete Erscheinung. Der Hunger quälte ihn. Jetzt im April, wo es keine Früchte und Nüsse, nur spärliche Wurzeln gab, war ein Mensch ein nicht zu verachtender Bissen, mochte man sein Fleisch sonst auch nicht besonders schätzen. Die beiden Gegner saßen sich eine Weile unbeweglich Aug' in Auge gegenüber und beobachteten einander. Dann entschloß sich der Bär, ein ungewöhnlich großes Tier, zum Angriff. Zu seiner vollen Höhe von mehr als zwei Metern aufgerichtet kam er, wenn auch vorsichtig, näher; setzt war er nur noch zehn Schritte von seinem Opfer entfernt. Buchanan entschloß sich zu dem einzigen Mittel, das ihm noch blieb, und das, wie er wußte, häufig seine Wirkung tat.„Geh zum Teufel, Du Vieh!" brüllte er plötzlich mit aller Lungenkraft den Bedroher an. Der Bär stutzte in der Tat, der Ton der ihm unbekannten menschlichen Stimme hatte ihn erschreckt. Er ließ sich wieder auf alle Viere nieder und schien zu überlegen. Der Engländer atmete auf. aber er war sich klar, daß sein Mittel ihm nur einen Aufschub, keine Rettung gebracht hatte. Bald würde der Bär sich gefaßt haben und den Angriff erneuen; er konnte ihn vielleicht noch einmal auf die gleiche Weise zurückscheuchen, ader dann war sein Schickfal besiegelt. Die Spannung wurde unerträglich. Der Bär saß da, wiegte überlegend den Kopf hin und her und ließ dabei ein leises Winseln hören. Buchanan hielt ihn fest im Auge, doch vlötzlich wurde seine Aufmerksamkeit abgelenkt. Zu seiner Ueberraschung bemerkte er, daß er mit seinem Gegner keineswegs allein! in der Wildnis war. Im Rücken des Bären schob sich, dicht an den Fels geschmiegt, laut los wie ein Schatten eine große, fahle Gestalt heran. Schwarze Flecken waren auf einem dichten, weißlich=grauen Fell zerstreut; ein Schneeleopard, wie er sich nur in den Felswüsten des tibetischen Grenzgebirges findet. Würde er den Bären angreifen? Buchanan wagte keinen Muskel zu rühren. um die sen nicht auf die ihm drohende Gefahr auf merksam zu machen, von der er offenhar noch keine Ahnung hatte. Der Leopard war jetzt auf wenige Schritte herangekommen. Einen Augenblick lag er, zr Boden gekauert, unbeweglich, die Augen nur ein Paar Schlitze, aus denen ein grünlicher Feuer glomm, dann schnellte er sich vorwärts Wie von einer plötzlich ausgelösten, gewalti gen Feder getrieben flog er durch die Luft das furchtbare Gebiß entblößt, die mächtigen Klauen weit vorgestreckt. Schon saß er dem völlig überraschten Bären auf dem Rücken schlug die scharfen Zähne in den. Nacken seiner Opfers und zerfleischte ihm mit den Klauer die Flanken. Blitzschnell warf der Angegrif fene sich herum, und unter lautem Schmer ensgebrüll setzte er sich gegen die fauchendKatze zur Wohr. Ein Kampf auf Leben und Tod hob an. Beide Gegner rollten am Boden, dann hatte der Bär sich frei gemacht und reckte sich zur vollen, drohenden Größe emnvor. Aber er schreckte den Leoparden nicht. Wieder sprang der ihn an. Der Bär führte einen furchtbaren Prankenhieb, der, wenn er getroffen hätte, den anderen zerschmettert ha. ben würde. Aber der Leopard wich geschickht aus und saß im nächsten Augenblick wieder seinem Gegner auf dem Rücken. In verois'ener Wut wälzten sich beide am Boden. Kerner gab darauf acht, daß sie sich dem Rande der Felsplatte näherten. Plötzlich gab dar tockere Erdreich nach, die Kämpfenden sermochten sich nicht mehr zurückzuwerien, und eng ineinander verkrampft stürzten sie ir die Atemlos, mit weit offenen Augen, hatte Buchanan das gewaltige Ringen beobachret. Noch lange starrte er auf den Fleck. wo beide so plötzlich verschwunden waren, gleichiam erwarte er, sie im nächsten Augenblicke nieder auftauchen zu sehen. Jetzt erst wurde er sich darüber klar, auf welch wunderdare Wesie er gerettet worden war. Ein Schwinde: ergriff ihn. Als die den Vermißten Suchenden einige Stunden später erichtenen, fanden sie ihren Kameraden bewußtlos am Boden negen. —.9.— Apstraktion. Kaufmann(zum neuen Lehrling):„Merken Sie sich, wir haben drei Sorten Eiert zu zehn, fünfzehn und zwanzig Pfennig! Die zu zwanzig. sind ohne Ausnahme frisch, unter den zu fünfzehn können sich faule befinden und unter den zu zehn Pfennigen frische!" einenlohate. Max nimmt ein Bod.(Zum ersten Male?) Sie ist ihm treu.(Nur noch bis morgen!) Schwiegermutter kommt auf Besuch.(Ausspucken verboten!) Die Hosen des Herrn von Bredow.(Aeußerst Ipamnend! Die Untreue der Gräfin.(Heute zum 100. Male.) Durch die Blume. „Wann glauben. Sie, Ihre Schuld bezahlen zu können?“ „Ihre Frage erinnert mich lebhaft an meinen Jüngsten.“ „Was hat Ihr jüngster Sohn mit Ihren Schulden zu tun?“ „Wissen Sie, er stellt auch immer Fragen, die sich nicht beantworten lassen.“ Behgungssuche. Ein junger Herr besichtigt ein Zimmer. Es gefällt ihm sehr, nur findet er, die Tapeten sähen so tot aus... „Warten Sie nur bis zur Nacht!“ sagt der bisherige Mieter, der mit dem Koffer eben das Zimmer verläßt,„dann werden sie lebendig" Vollgeigericht. „Ich mache Sie vor der Vernehmung aufmerksam. Fräulein, daß im englischen Gesetz falsche Altersangabe mit einer Geldstrase von nicht unter 20 Pkund Sterling bedroht ist" „Einen Augenblick.— Ich gehe rüber zur Bank.“ Preise. Frau Großfuß schreibt aus Nizza:„Hier ist es herrlich. Anbei die Rechnung fürs Hotel.“ „Geld angewiesen,“ antwortet der Gatte, „aber warum haft Du das Hotel eigentlich gekauft?“ Zluprobe. „Aufhören zu kurbeln! Mensch. Sie spielen hoffnungslos. Entrüstet sollen Sie aussehen, nicht schwachfinnig!“ „Besser kann ich's nicht.“ „Da sie vollkommen unsähig sind, zieh' ich Ihnen die halbe Gage ab.“ „Waaas?—?—?— „Kurbeln! So. Tanke sehr.“ erantwort.ich B Semmemuuu S end. Druck und Vorlag: Ur C. Sanz. Altena. * cun in3### 9456 156 —— S# Eg * 2 5 S 2 R SES „** To#p#* 2a„ S S 835.5. STolegsn TSÖEERES ETSRDTS S 2 959 2 g sgsn Egs S SB 3335E S 8— S# — 2 27 9 2 95 23. 23 23 * 8 2 9 ** 2 33 K 2 99 70= FR 8 2* 6 BarU EachnoPr Sen Beilage zum Allenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung Nr. 7 Samstaa, 13. Februar 1930 Wie Mr. Jefferson ledig blieb Skizze von A. Iwars. Mr. Davy Jefferson stöhnte. Entweder Mrs Grace Rox oder eines der drei Dinger vor ihm auf dem Schreibtisch. Ta lagen sie. Der braun pebeizte Browning. die seidene. fest gedrehte Gordinenschnur und die Pappschachtel mit der unheimlichen Aufschrift„Zyankali“. Mr Jefferson blickte die Dinge mit unverbehltem Abschen an. Tann dachte er an Mrs. Grace Rox. und die Dinge schienen ihm viel vertrauter. Mrs. Grace Rox zu heiraten, wäre manchem Manne nicht unangenehm erschkenen. Sie war noch jung und schön, kaum zwanzig Jahre alt, eine schlanke. mädchenhafte Erscheinung, mit blonden Locken und großen, blauen Augen. Mr. Tefferson aber kannte sie. Den zarten Leib beseelte stählerne Energie. Ihr Kopf war hart wie der Grenit der Rocky=Mountains, ihr Herkalt wie das Eis Alaskas. ihre Nerven Spanndrähte und ihr Wille unbezwinglich wie der Niagara. Ihre Ehe hatte nicht lange gedauert Nur ein Jahr hielt Mr. John Rox ihre Energie aus dann legte er sich mit einem stillen Seufzer der Befriedigung zur ewigen Ruhe. Jetzt mußte sie es sich in den Kopf setzen. Mr. Jefserson zu heiraten. Er seufzte, es schien ihm ratsamer, Mr. Rox' Beispiel noch vor der Heirat nachzuahmen. Dann aber riß er sich zusammen.„Nein“, sagte er,„erst will ich das Aeußerste versuchen. So leicht soll Grace mich nicht kriegen.“ Er schob den Browning in die Tischlade schlang die Seiden'chnur wieder um die Gardine und warf die Schachtel in das Kaminfeuer. Dann steckte er das Scheckbuch ein und klingelte dem Diener.„James, ich verreise auf einige Tage. Sie erhalten noch Nachrichten und Anweisungen von mir.“ An dem staunendes James vorbei verließ Davy das Haus nahm eine Autodroschke und fuhr auf den Flrgplatz, er dachte Grace unbemerkt zu entkommen. Der Diener aber lief an das TeleNuon Nr. Davy bestellte ein Flugzeug zu einem Europaflug nach Frankreich. Er versprach dem Piloten ein hohes Extrahonorar, wenn er über diese Absicht Stillschweigen bewahrte. Zwei Stunden später saß er in der Kabine des Flugzeugs. Neben dem Piloten auf dem Führersitz eine zweite, kleinere Gestalt, vermummt in Fliegerhelm und Pelzrock. Die Motore brüllten auf, rissen das Flugzeug aufwärts in Wolkenhöhe. Ostwärts ging es mit 180 Kilometer Stundengeschwindigkeit. Davy fühlte sich unbehaglich, dann dachte er an Mrs. Grace Rox der er mit jeder Sekunde weiter entfloh. und fühlte das Unbehagen schwinden. Der Gedanke trostete ihn noch, als er steif und ungelenk auf dem Flugfeld von Paris aus der Kabine kletterte. Er sah sich nach einem Auto um. Der Begleiter des Piloten schälte sich aus dem Pelund nahm den Fliegerhelm ab.„Ich fahre mit Ihnen, Davy“, sagte er harmlos. Davy starrte in das blauäugige Gesicht Graces, die sich die blonden Locken zurecht schüttelte. Man merkte ihr die Strapazen des Ozeanfluges gar nichtt an. Davy schluckte und schluckte, die dre Dinge zu Hause erschienen ihm beinahe tröstlich... Ein Auto rollte heran. Davy sprang hinein. „Fort, so schnell wie möglich“, schrie er dem Chauffeur zu. Ehe Grare den Wagen erreichen konnte, verschwand er in einer Staubwolke auf der Straße. Davy sauste mit dem Expreßzug nach Marseille. Von Marseille ging der Schnelldampfer nach Algier. Hinter Algier begann die Wüste, hinter der Wüste das dunkelst Afrika. Tavy hatte sich ein Auto gekauft. Damit wollte er die Wüste durchqueren und sick bei den Kannibalen verbergen. So hoffte Grace zu entfliehen. „Cho, Mrs. Grace Nox, in die Wüste und nach Zentralufrika werden Sie mir nicht folgen“, dachte er. Der Schnelldampfer„Leon Gambetta“ hatte noch nie einen zufriedeneren Passagier an Bord gehabt als Mr. Davy Jefferson, der mit einem Seufzer der Erleichterung die französische Küste #ind Marseille in der Ferne verschwinden sah. Ein helles. fröhliches Lachen riß ihn herum Da stand Mrs. Grace Rox in ihrer blonden Sckönheit,„Ch. Davy. das ist schön, daß wir Reisegefährten sind. Ich habe mir auch ein Auto gekauft und freue mich auf die Erkundungsreise zu den Kann'balen.“ Davy senkte den Kopf. Wie eine drohende Vision erschienen ihm die drei Dinge auf dem Schreibtisch. Anders war der Energie Graces nicht zu entkommen. Die Lunckglocke läutete, er folgte Grace ir den Speisesaal. Er war niedergeschlagen urd aab sich verloren. Graces Energie würde auch Wüste und Kannibalen überwinden und ihn heiraten. Der Kellner servierte Hors d’veuvres. Daor schob sich einige Austern auf den Teller, schluckte die erste mit langsamer Andacht. Er mochte Austern gern. Ein würgender Laut ließ ihn aufblicken. Er sah in Graces schneeweißes Gesicht, in dem der Strich des zusammengepreßten Mundes wir eine blaßrote Wunde schien Mit aller Kraft ihrer stählernen Energie suchte sie Haltung zu bewahren. Der Versuch eines Lächelns verzerrte ihr Gesicht, sie streckte die Hand aus, um von der Schüssel eine Auster zu nehmen. Sie ließ die Hand sinken und verließ fluchtartig den Speisesaal. Der Oberkellner servierte den ersten Gang Madame scheint keine Austern zu lieben. Monsienr. Sie wurde ganz blaß, als ich servierte.“ Mr. Davy sah den Mann gedankenvoll an Eine Bogenlampe der Erkenntnis ging ihm auf. Grace hatte einmal eine Austernvergiftung erlitten und hegte seither eine unüberwindliche Abneigung gegen Austern. Er nickte mit dem Kopfe, er hatte den Schlüssel zu seiner Freiheit gefunden.— Mis. Grace Rox erschien zum Diner nock setwas blaß, aber mit dem Ausdruck der gewohnten stählernen Energie. Davy begrüßte sie herzuch.„Ich war besorgt um Sie. Grace. Ich bin glücklich, daß Sie sick schon exholt haben.“ Sie nahmen Platz.„Ich habe mir eine doppelte Portion Austern servieren lassen", plauderte Davy harmlos,„ich aß selten so gute Artern wie an Bord dieses Schiffes. Sie sollten sie versuchen, Grace.“ Mrs. Rox wartete den servierenden Kellner gar nicht ab, sie verschwand schon früher. Sie betrat den Speisesaal nicht mehr und lief sich in der Kabine servieren. Kurs vor der Ankunft in Algier traf sie auf dem Promenadendeck mit Davy zusammen. Haben Sie schon die Reiseroute zusammengestellt, Davy?“ Davy schüttelte den Kopf.„Nein. Grace, ick habe den Gedanken der Afrikareise aufgege ben. Man bekommt in ganz Afrika keine Austern. Ich fahre mit dem„Leon Gambetta“ zurück und dann nach Hause. Bei uns gibt er Austern genug, und ich mag sie so gerne.“ „Hören Sie auf von diesen gräßlichen Schalltieren!. Müssen Sie sich den Leib damit voll schlagen?“ schrie Mrs. Grace Rox erblassend. „Ich muß jeden Tag zweimal Austern haben“ erklärte Davy entschlossen. „Gräßlich!" stöhnte Mrs. Nox.„Nr. Jeffer ion, ich gebe Ihnen Ihr Wort zurück. Ich kann keinen Mann heiraten, der sich zu einem Austernfriedhof macht.“ Davy schmunzelte behaglich. —1—.— Bluff Erzählung von Artur Gutwald=Brüx. „Extrablatt, Extrablatt.. Raffinierter Juwelendiebttahl Sensation .. Der Schaden geht in die Hunderttausende... Extrablatt... Extrablatt..“„„ Schreiend stiebt die Schar der Zeitungsjungen durch die Straßen der Metropole. Hochzoniunktur! Ratata...=ratata... ratata... schlagen die Räder des Orientexpreß in monotonem. einschläferndem Takte. : B u d a p e s t!". Langsamer wird die Fahrt; die Bremsen ziehen kreischend an, zitternd hält der Koloß. In ein leeres Abteil der Klasse klettert eine tunge, hochelegante Dame. Ein Geldschein gleitet in die rasch zugreisende Hand des Schaffe ners. Er versteht: Sie will allein sein. Ihr einziges Gepäck, ein kleiner Handkoffer, wandert in das Gepäcknetz. Die Dame im Abteil atmet auf:„Dem Himmel lei Tank! Jetzt bin ich so halb und halb in Sicherheit.“ Ihre Gedanken schweisen zurück. Der große Schlag, der Flug nach Budapest, die Gefahr, erkannt zu werden, alles zieht an ihrem geiitigen Auge vorüber. Doch das ist jetzt vordet. Denk' nicht mehr daran, Sybill Marton! Sie findet ihre alte Ruhe wieder. Lächelnd zieht sie eine Zeitung aus der Tasche.„Senationeller Juwelendiebstahl", leuchtet es ihr in fettern Lettern entgegen. Sekundenlang entstellt ein zynisches Lächeln ihr hübsches Gesicht, dann gleitet es langsam ins Verächtliche iber:„Die Polizeik Ha— ha— hat.... Wer würde jetzt in ihr eine Hochstaplerin vermuten?“ Lächeln) fährt sie in der Lektüre des für sie so interessanten Artikels fort. Plötzlich fühlt sie einen beobachtenden Blick, ein Schatten fällt auf die Zeitung. Aber als sie erschrohken ausschaut, starrt sie auf den leeren Ganz. Verstimmt darüber, daß sie sich hatte von ihren Nerven äffen lassen, rollt sie den Vorhang herab. Doch sie kann ein leises Mißbehagen nicht los werden. Bald bricht die Nacht herein, und Sobill Morton träumt von einem Schatten einen unruhigen Schlaf. Als der Morgen graut, ist ihr ganz elend zu Mute, sie fühlt sich wie zerschlogen. Und da sie grübelnd, voller Zweifel, im Speisewagen die Zeitungen mechanisch durchblättert, brennen aus einer Ecke zwei stahlharte Augen auf hrem Gesicht. Voller Unbehagen spürt Sybill diesen durchdringenden Blick. Impulsiv verläßt sie den Wagen.— Station auf Station durchraft der Zug: im mer näher rückt die rettende Grenze. Doch unausgesetzt erinnert sich Sybill Morton dieser geheimnisvollen Augen. Eine unerklärliche Angst. gegen die sie sich verzweifelt wehrt, will immer wieder in ihr hochsteigen. Aus ihrem Brüten weckt sie die Stimme des Schaffner#: „Gnädiges Fräulein, erlauben Sie vielleicht, daß dieser Herr. der eben zugestiegen ist, in Ihrem Abteil Platz findet? Der Zug ist voll besetzt!“ Nach kurzem Zögern bejaht Sybill. Vieleicht, fährt es ihr durch den Sinn, eine Abwechslung. So kam man ja nur auf dumme Bedanken. Mit knappem Gruß betritt der Herr das Abteil. Hoch gewachsen, einen strengen, entschlossenen Zug im Antlitz; aus den Augenhöhen blitzen zwei stahlharte, graue Augen. die Sybill so merkwürdig bekannt vorkommen. „Aber nein, das konnte ja nicht sein! Der Herr war ja eben erst zugestiegen.“ Mit kurzen Worten der Entschuldigung läßt sich der Fremde in einer Ecke nieder, starrt keine Weile in die Landschaft hinaus, zieht eine Zeitung aus der Tasche und vertieft sich in deren Inhalt. Er liest so einige Zekt: dann faltet er das Blatt zusammen, zieht ein Zigaretten=Etui aus der Tasche und fragt in liebensvürdigem Tone:„Gnädioste gestatten doch, daß ich rauches Tarf ich Ihnen eine Zigaretm SDSTTTTSE se8## S533ELBöS ES 5 533 2 8 „Bittel“ Ihre Hand zittert leicht, als sie die, Zigarette entgegennimmt. „Bnädigste haben einen herrlichen Ring Bestatten Sie, daß ich ihn näher betrachte? Ich din nämlich Fachmann. Verzeihung. Mein Name ist: Heinz Karsten, Juwelier. Das ist ja ein sehr wertvoller Stein. Sie lieben solche Sachen sehr, nicht? Besonders der Typ der Frauen, dem Sie angehören, ist wie besessen auf solche Wertsachen.“ Bei seinen Worten ist Sybill ganz eigen zu Nute geworden. Was bezweckt der Fremde? Ist das Zufall oder Absicht? Eine momentane Blässe bedeckt ihr Gesicht, dann steigt ein seines Rot in ihre Wangen, und sie zwingt sich zu einem reizenden Lächeln „Uebrigens, haben Sie schon von dem großen Juwelendiebstahl gehört?“ „D ja! ganz interessant. Das muß eine rafnierte Frau gewesen sein. Wie mag die wohl aussehen?“ „Ich glaube, ich kenne sie schon.“ Ganz verandert klingt seine Stimme; etwas wie Ironie schwingt in ihr mit. „Sol das ist ja interessant! Wie sieht sie denn aus?“ „Ganz genau so wie Sie, Sybill Morton! Der Zufall hat es gewollt, daß ich Sie im Zuge gesehen habe. Mein Name ist: Heinz Sieg, Detektiv. Ich bitte um Ihren Koffer. Ihre Nühe war übrigens umsonst. Der Schmuck ist salsch. Sie haben bloß die Imitaten!“ Da ist es mit ihrer Selbstbeherrschung vorbei. Schluchzend wirft sie sich in die Polster. „Gnädigste, Sie dauern mich. Ich lasse Sie über die Grenze entkommen, falls Sie versprechen. ein anderes Leben zu beginnen.“ „Wie— wirklich? Sie wollten...!“ Ein Hoffnungsschimmer fährt über Sybille Antlitz. „Mein Ehrenwort!“ Und als Heinz Sieg den Zug verlassen hat, findet Sybill auf seinem Platze einen Brief. Haftig erbricht sie ihn. „Geehrtes Fräulein! Verzeihen Sie mir wenn ich Sie getäuscht habe. Als ich in der Zeitung von dem großen Diebstahl las und Sie im Zuge sah, ahnte ich sofort alles. Meine Beobachtungen gaben mir recht. Noch eines: Die Juwelen sind echt, der Detektiv allerdings war unecht! Das Ganze war eben ein Bluff!“ Natata. ratata... ratata... Wie hohnlachend schlagen die Räder des Orientexpreß. Skizze von Benno Luswig Manns. Das waren große Toge in der kleinen Stadt. Eine Operntruppe trat auf! Nicht in einem Theater. Das gab es nicht. Im größten Gasthaussaale spielte sie und stand unter der Leitung einer Frau, die einmal Sängerin gewesen war und zu ihrem Glück neben ihrem Quentlein Künstlertum ein gutes Stück Geschäftsgeist mit auf den Lebensweg bekommen hatte. Man nannte sie Frau Direktor, und für die Künstler hatte sie wenigstene den einen Vorzug. daß sie pünktlich bezahlte. Thomascheck gannte sie eine Kanaille. Die Stedtkapelle hatte schon Wochen vorher die ungewohnten Partituren durchgeackert, um vor der Operntruppe in Ehren bestehen zu konnen. Sie bestand auch in Ehren, weil der Kapellmeister, den die Frau Direktor mitgebracht hatte. noch jeden Musiker durchexerzierte wie ein Feldwebel seine Rekruten. Ein genialer Lump. dieser Kapellmeister! Er konnte nur arbeiten, wenn er betrunken war Die Aufführung leitete er ohne Noten vor einem Klavier: und wenn auf der Bühne ein Sänger oder eine Sängerin ins Wanken geciet. spielte er auf den Taften die Melodie mit. Uns störte das nicht. Die Musik berauschte uns, und wir verstanden nicht, warum der pen sionierte Rechnungsrat, der früher in einer Großstadt gewesen war, heimlich lachte, wenn in bengalischer Beleuchtung der bitterste Ernst über die Bühne schritt. Er saß neben uns, und wir grollten ihm. Freilich schrieb am andern Tage ein kunst verständiger Kritiker im städtischen General anzeiger. man müsse den Mantel der Liede über diese Aufführung decken. Wagner gehöre nicht auf eine solche Bühne, und der ganze Abend würde unerträglich gewesen sein, wenr nicht Thomascheck den Wontan gesungen hätte Zwar mit einer alten und nunmehr unzuläng. lichen Stimme. Die liebe Not! Aber die Seele dieses Künstlers, der einst zu Angelo Neumanns Zeiten der zeitlich erste Wotan in Prag gewesen sei, wäre nicht alt geworden. und so sei es immer noch so gewesen, als ob ein groder Geiger auf einer verbrauchten Geige spiene. Denn dieser Thomascheck sei ein grozer Künstler mit einem nunmehr leider verbrauchten Instrument. Deohalb verehrten wir Thomaschech und versuchten, mit ihm bekannt zu werden. Ee gelang uns in einer späten Nacht. In einer Kneipe, die einsam am Ende der kleinen Stadt lag, waren sie fast alle eingekehrt, Männlein und Weiblein von der Oper. An dem alten Tafelklavier saß schwer betrunken der Kapellmeister und spielte ohne Noten alles. was man verlangte. Man mußte ihm aber einen Schnaps bestellen. Für zwei Schnäpse sang der Tenor eine Arie. Schweißtriefend zodelte er am Klavier: „Winterstürme wichen dem Wonnemond!“ Und für ein Glas Sekt trat auch Frigga ans Klavier, um sich mit Wotan zu zanken, Frigga die Frau Direktor. Bald zankte sie sich auch mit Thomascheck. Der sei auch nicht mehr als sie alle und brauche sich nicht zu gut zu fühlen um sich hier im Kreise ehrenwerter Bürger ein paar Arten zu singen.„Bist doch auch auf dem Hund, Thomascheck. Endest genau so wie wir als Herr Sonstwas auf der Landstraße. Bist doch nicht mehr in Prag, Mensch. Mit Deinem Ruhm von einst hannst Du keinen Hund hinter dem Ofen hervor locken.“ Thomascheck saß allein in einer Ecke der Kneipe bei einer Tasse Tee. Als Frigga keifte. hob er das ausgestützte Haupt aus der Hand und knurrte:„Halt das Maul! Für mich soll keiner der ehrenwerten Bürger Schnaps oder Sekt bezahlen. Kanaille. Thomascheck zahlt selber, was er trinkt, und so tief ist Thomascheck noch nicht gesunken, daß er in einer Bierkneipe Arien gröhlt.“ Gröhlt?" Der Tenor schäumte, während sein Schweiß troff, aber er wogte sich nicht an Thomascheck. Der war ein Riesenkerl. Da entstand auf einmal ein großes Schweigen im Raum. Ein Herr trat zu Thomascheck. Wir kannten ihn gut. Er war der Lehrer, der im Generalanzeiger die Kritik geschrieben hatte. Er stellte sich vor, und Thomascheck erhob sich. Der Lehrer sprach laut mit ihm. Thomascheck möchte doch ein ganz einfaches Lied singen und dann wolle man alle Tische zusammen rüchen und gemeinsam den Tag feiern, an dem man Thomascheck in einem kleinen Kreise gesehen und gehört habe. „Wissen wir denn“, sagte der Lehrer,„was aus uns allen, die wir heute hier eingekehrt sind. noch einmal werden kann? Niemand weiß, was das Schicksal ihm ausgespart hat. Aber keiner von uns ist je so groß gewesen wie Sie.“ In den Augen Thomaschechs leuchtete es „Sie sind ein guter Mensch“, sogte er herzlich. Und wie in Gedanken verloren. fügte er ein Wort hinzu, Las uns albern und abgeschmackt erschienen wäre, wenn nicht er es gesagt hätte:„Es gibt so wenig gute Menschen auf der Welt.“ Dann sang er. Aber er duldete nicht, daß der betrunkene Kapellmeister ihn auf dem Klavier begleitete. „Warum nicht:“ fragte der. „Weil Du ein Lump bist, Hegewart.“ Thomascheck sangr- ein einziges kleines Lied. Dabei saß er au einem Stuhl, den einen Arm über die Lehne gelegt. und blickte in eine Ferne, die niemand soh. Aber in seinem Liede gespensterte diese Ferne auch vor uns, die wir noch jung waren. Wir fühlten, daß in diesem Liede sein Leben rauschte, und erstarrten in dem Gedanken, daß es dereinst auch unser Lied werden könnte, dieses„Aus der Jugendzeit.“ „Als ich Abschied nahm, waren Kisten und Kasten schwer. Als ich wiederkam, war alles eer. Wir dachten nicht an Rückert, der dieses Lied geschrieben, nicht an Radecke, der es vertonte; wir dachten nur an Thomascheck und ar das Leben. Als er gesungen hatte, stand er auf. Niemand wagte Beifall zu spenden. Seine große Kunst hatte die Seelen gebannt. Jedes Gesicht war ernst und bleich. Er hatte mehr gegeden als das Lied.„###. Leise sogte er:„Ich glaube nicht, baß Euch noch einer den Wunsch hat, mich singen zu hören. Ihr werdet auch nicht die Tische zuammen rüchen.“.— Mum Dann ging er hinaus. Vor der Vierstübe war ein kleiner Garten. Tort saß Thomascheck zurück gelehnt auf einer Bank und starrte ir die ewigen Sterne, von denen niemand weiß was sie seinem Leben bescheren. Wir haben ihn niemals wieder gesehen, aber sein Lied klingt noch in uns nach. Keiner sang cs so wie er, weil keiner es so schmerzlich tief erlebte. Aber es war nicht das Lied, das Rükkert und Redecke vertonte. Nut Rückerte Worte und Radeckes Melodie. Der Wiking Nr. Jones Skizze von Arthur Johnsen. Berecht. Uebertr. a. d. Norwegischen von Ernst Züchner. Nr. Jones fischte Lachs im Elv. Er war nun schon viele Sommer hindurch hierher grkommen, um zu fischen. Der Lachs nahm sichtlich ab, aber Mr. Jones' Ausdauer und Geduld stiegen desto mehr. Er log stundenlang auf der Lauer, ohne im Elv etwas Lebendiges wahrzunehmen. Von einer Stelle zur anderen wechselte er und warf seine Fliege mit ungeminderter Eleganz und Genauigkeit. Er schwelgte in seinen Würfen, denn er wußte, daß er ein Meister darin war; niemand in England oder sonstwo machte ihm seine märchenhaften Würfe nach. Er warf so: Die Fliege schwebte lieblich in der Luft, glänzte im Sonnenschein und ließ sich dann kokett und schäkernd wie ein Ballettgirl auf dem Wasser nieder. Und wäre ein Lachs in der Nähe gewesen— er hätte dem sicherlich nicht widerstehen können. Mr. Jones hatte eine unendliche Beduld. Freilich hallten unaufhörlich Flüche über das Wasser, doch es half nichts... Wehe dem Bootsmann Ewert, wenn er das Boot nicht haargenau auf dem Punkt in der Strömung hielt, den Mr. Jones bestimmt hatte. Und Ewert verstand seine Kunst. Schließlich kam es doch vor, daß ein Lachs angeschwommen kam, die betörende Fliege dort oben im Blau sah— und, wenn sie sich niederließ— schnapp— hatte er sie. Toch schmeckte sie ihm nicht, er tat einen wütenden Sprung und sauste wie in Torpedo davon. Es kostete Mr. Jones stundenlangen Kampf. dieses Untier ins Boot zu bringen. Aber es war gerade dieser herrliche Kampf, der es Mr. Jones angetan hatte. Oh. diese Spannung. Dahin sauste dieser mächtige Bursche von einem Lachs— wütend—, doch die haarfeine Schnur ließ ihn nicht los. Mr. Jones mit der Angelrute und Ewert mit den Bootsriemen, sie waren Genies in ihrer Art. Und selbstverständlich siegten sie. Der Lachs lag zum Schluß im Boot und jarite. Und nun wußte Ewert, daß ein herrliches Weilchen anbrach. Er ruderte ohne weiteres an das nächste Ufer, dazu war weiter kein besonderer Befehl nötig. Hier kam eine Flasche Whisky an den Tag, blinkte in der Sonne wie geschmolzenes Gold. Mr. Jones trank seinen Whisky mit Soda— eine Heiligtumsschändung in Ewerts Augen. Er selbst trank diese Himmelsgabe rein und unvermischt. War nun der Lachs des Tages ein besonders großer, ein„Lord“, da blieb es nicht be' ein paar Whiskys am Flußufer, nein, am Aberd lud dann Mr. Jones Ewert zu sich ein. Der Tag mußte begossen werden. Und im Laufe des Abends, wenn eine Reihe Whiskys schon vertilgt war. verwandelte sich der demütige und dienstbeflissene Bootsmann. Da sang er alte. seltsame Weisen, und s ine Stimme und sein Gesicht rissen Mr. Jones völlig hin. Der steife Engländer vergaß sein Herrentum, sang die Lieder mit und schnitt die Gesichter, wie sie jeweils dazu paßten. Ewert wurde immer verrückter. schließlich jodelte er und sprang nach alter Wikingerweise mit dem einen Bein bis an die Decke. Mr. Jones war restlos entzückt, jodelte auch und machte die Wikingersprünge nach. Der Engländer hatte die alten Sagen von den norwegischen Wikingern gelesen. Just so wie Ewert sang. so dichteten die Skalden von den Taten des Tages; und so wie Ewert tanzte und gröhlte, gebärdeten sich auch die wilden Burschen des Abends beim Becher. Die Wikinger waren ein herrlicher Menschenschlag und lebten immer noch. Aber wenn Mr. Jones und sein Bootsmann des Abends am verrücktesten tobten, trat der Diener Jack auf. Ewert wurde fix hinaus befördert und Mr. Jones mit Respekt aber nachdrücklich in die Koje gepackt. Das war alter Brauch. Aber Ewert begab sich auf den Weg nach Hause, mit Hui und Hallo! Er heulte so wie die Berserker, wenn sie zum Sturmangriff vorgingen. Und die Fäuste hatte er hoch ethoben— jedem grauste bei dem Anblick. Wenn er sich dem Hose näherte. riefen die Kinder:„Mutter, jetzt kimmt er!“—„Jaja“, sagte die Mutter Tonette, ging in den Schunven und langte sich einen Stock. Den stellte sie jeden Morgen bereit, wenn Ewert zum Engelsmann gegangen war; man konnte nie wissen, wann der Mr. Jones einen großen Lachs sing und sich mit Ewert bezechte. Und wenn der Bootsmann in den Hof gesegelt kam und den Berserker machte, dann war Tonette auf dem Sprunge. Sie zielte mit dem Stock und— klatsch, klatsch, fielen ein paar zuverlässige Jogdhiebe über den gewaltigen WikinPaur über den Hot. Dorauf packte Tonette gessiürzt in den Schnet. Durch den ploglichen. schwinde wie der Blitz den Verserher von hinjsuck reißt der Gurt ung Hiargenpienhof, ten unter die Arme, und mit ihrer mächtigensein hartes Knirschen, und#### Ltscher umd Kraft schleppte sie ihn ine Haus und verstaute gebrochen... Was tun? ihn in der Kose. Dos Ganze machte sie so be die beiden herde und elegant, daß der große Verserker einfach erschlagen war. Der Kulscher und die veiden Reisenden, zwei höhere russische Uiziere, sind aus dem Schlitten gesprungen eigenen Schuhe und mühen sich zunächst im Schweiße ihres An Seinen geinve nicht in gesichts, das gesturzte aier wieder aufzurichten. verkämen... und schon wankend, lehnt der Alte trotzig ab. Da trifft eine Karabinerkugel ihn in die Brust. Lautlos schlägt er vornüber. Popoff beugt sich nieder und dreht ihn auf den Rücken. Da sieht er in die gebrochenen Augen jenes Tscherkessen, der vor Wochen die 2or— Schube 9pferte, Nacht urde Gofturer Venn Ewert am Noxen ernachte, eriuneriz Persich) Gchngewolken jagen wogengleich veran, er sich des herrlichen Abende, spürte dann auf Aber gsd dag mide offerde hinfällt, ist es so. seinem Kopfe einige mächtige Benlen, diesund sobalp vn„uve Plrtt.“ Zitternd, mit brannten, wenn er nachfühlte, aber dann kamffort im Schnee fast begraven.###### konette mit dem Kaffee und viel Zärtlichkeit, fliegenden Flanken steht es endlich au, den Tonette sodaß Ewert am Dasein hatte. So kam es einmal vor, daß eine feine, englische Jacht im Fjord gemeldet wurde. nichte auszusetzen Beinen...—6154; Sur Ertischer hat Da, ein neues Ungluct Der Kutscher hal sein Werkzeug und auch den Reserveriemen Sie an= vergessen. Auf zwanzig Werst im Meile gibt es keine Siedlung, kein Haus! Umkreis Und die Zufällige Begegnung Skizze von Josef Hübner, Burgkunstadt. Der Schutzmann Gräbner hatte fast das Ende der Vorstadt erreicht. Nur noch vereinzelt Wohnhäuser und Villen kerte in der Fsoxdmündung, eine halhe Reilesgibt es heine Siedlung, keiz. 2# u. h., Steppesstanden vornehme Wohnbs für diesen Tag abgeblasen und Ewert] Erst vor einer Woche ein Geld zu beiden Seiten der Ale. er Auee. Von einem TurDann ging es hinaus. Nr. Jones stolz aufsfallen, dem Sitz, Ewert hinten auf der Futterkiste. die Begleitmannschaft niedergehauen, das Geld geraubt. Traußen nahmen sie ein Boot und ruderten an!„Selim Chan..., m gcgrne, m. Lehuschen Bord der Jacht. daran leise der Oberst. Aagurt#—4t zusamAuf dem Schiffe ging es unn hoch her. Miolmen urd. Hestj,ebenu perzjüichen,##. om sie an Land kamen, brachte der kleine Fjord= Mit Saveihieven„versuchen die Offt sampfer gerade eine Menge Bauern, die aufspassende Aeste abzuhaueg., rh,#or g Stadtreise gewesen waren und nunsKrummyolz zu machen, wie frogzane Snochen aller Welt sicht= und hörhar kundtaten, daß sielstes brechen die Zweige wie eromurne nochen sich in großer Wikingerlaune befanden. Sielbeim leisesten Vexignn, Pe a%, hiegeg, enterten ihre Karren mit wildem Geheul undlfelt wühlen biegse, ngen gufiag mitten um Kislen wie die wilde Jagd von dannen; die Schme, Frlolg,„'e. und Nacht— vielleichwerde sprangen, als woulten sie in den Him=(Schneesturm, zoildnis und Nacht— vielleicht Mr. Jones war gerade in der Stimmung Inzwischen hat Achmet die Pferde ausge daß ihn dieser Anblich hinrikz. Er hatte freis lraur Man zey gupgggesteshen gze##a. Sieeg lich schon vorher gesehen, wie sie über diesßen„uniel bevectt, steyzen iie Sriche axgedonnert, kamez.— beim Angeln)“Glößlich erblickten die Reisenden eine dunkle — mühsam sich durch den Schnee me schlug es Mitternacht. n#. 8— Plötzlich flammte in der Viua unds der Straße Licht auf. Fenster wurden ausgerissen. Der Schrei„Einbrecher! Einbrecher!“ zerriß die Stille, und im gleichen Augenblick klatschte im Villengarten etwas, anscheinend ein menschlicher Körper, aus dem Boden auf. Der Schutzmann trat aus dem Lichtkegel der Straßeniaterne und spähte angestrengt in die Nacht hinein. Kein Zweifel, da arbeitete sich bereits jemand innen an der Gartenmauer empor. Gräbner nahm seinen Gummiknüpzm pel fest in die Hand. Schon schob sich eine Gestalt, die sich leicht von der Dunkelheit abhob, über die Mauer, um in der nächsten Sekunde auf der Straßenseite herab zu gleiten. Mit einigen Stelle. Säße namlich, doch da kummerre ihn dies nicht## Aber setzt! Er schrie sogleich:„Heil“, rißz Ewertspestalt, die— müh der Hut vom Kopse, stiulpte ihm den eigenenskämpfend— auf be Zie Gänd, nach dem Gistia weichen über. Er zog sich des Vootsmannes, Instinktivn, sahren Die Fepbz, Lorähtee dicnes Wams an, der Wikinger mußte dafür ins tengurt, singen jedoc 8terch zag, wezghag ger seiner gelben Ledermantel klettern. Darauf Ein wild aussebender. jedoch zu#er mutzie Ewert auf dem Sitz sitzen und kutschie Tscherkesse steigt mühlar, von, epoei. ren, Nr. Jones bestieg die Futterkiste hinten.„Salem aleikum“, grüßt Dann legten sie los. Der Engelsmann war“„iziere grüßen zurück.„Hast du der wilde Berserker, er heulte, was die Kehle Die Ossihlere gragen.#4 bei dir, womit wir nähen Fiap ic und warf die Arme in die Luft, Dosstönnenf: Sie deuten auf den Schaden, zeigen sotz pranz, als wolle es in den Himmet Diesitrn die gerisenenn au ven Schaden, zeigen Leute auf dem Wege spritzten über Gräben und% guffe schweigt 7 se grübelnd Zäune, standen bleich da und bewunderten die Fahrt. Mr. Jones brüllte noch mehr. Zu Hause auf dem Hofe riesen die Kinder: „Mutter. jetzt kimmt er!“—„Jaja“, sagte ToDer alle schiüligt und btictr grübelnd vor sich hin. Dann ge“; es wie eine Erleumtung über das dunkle Gesicht. Immer noch schweigend entledigt er sich seiner Schuhe, zieht den Dolch, und ehe die Reisenden re.,: begriffen, nette und stellte sich im Schiplen auf, mit dem was er beabsichtigt, hat er mit schnellen GrifStock in der Faust. Jetzt sauste die Karre auf den Hof fen das weiche Leder in Streifen geschnitten mit und Löcher in den defekten Gurt gebohrt, durch ätzen war der Schutzmann zur Zwei Schlage, dann taumelte der Einbrecher zur Erde. Der Schutzmann warf sich auf ihn und schickte sich an, ihm um die Handgelenke die Kette zu legen. Da traf der Lichtschein seiner elektrischen Taschenlampe das Antlitz des Einbrechers. Der Schutzmann Gräbner zuckte zusammen, als hätte er selbst einen derben Schlag erhalten. Unwillkürlich ließen seine Hände, wie wenn sie plötzlich kraftlos geworden wären, die Arme des Einbrechers los, und er starrte entsetzt in dessen Gesicht. Für Sekunden schien der Geist des Schutzmanns verwirrt zu sein. Er wußte nicht ob er bleiben und den Verbrecher verhaften oder auf und davon laufen sollte. Am liebsten wäre es ihm gewesen, wenn ihn die Erde auf der Stelle verschlungen hätte, daß ihn kein Mensch mehr sah.. Er konnte aber auch dem da einfach die Kehle durchschneiden und sich dann selber richten. Dann war alles aus. Bald hatte sich der Schutzmann wieder fest der Erign, und er vermochte ruhig und Ver erkergeheul. Tonette zielte— und klatsch den er die schmiegsamen Lederstreifen zieht. klatsch knallte es auf dem Wams. Es war, als! Nach weniger als einer halben Stunde ziehen grunzte ein gestochenes Schwein. Aber blitz= die inzwischen ausgeruhten Pferde den Schlitschnell fuhren ein paar Hiebe über den großenten seinem Ziele zu. Der alte Tscherkesse aber Hut, in und die waren nicht von schlechten Eltern. ist, die bloßen Füße hochgezogen, stumm... Tonette verfuhr nach erprobtem Schlachtplan Dunkelheit und Kälte verschwunden. Glücklich sie packte den Kerl auf der Futterkiste und und ohne weiteren 1“. lammen die Reisensie Pacie zerrte ihn den Keri auf der Hulleramste trotz Gezappel und Gezeter 92 leicht den in Kislowozk an. „Ein seltsamer Heiliund geschwind herunter, ins Haus und in dieger“, sagt der Oberst.„Ja— und wohl unser Kose. Lebensretter...“, fügt Maior Popoff hinzu. Als aber der Hut herunter ham und ein! Wochen sind vergangen, doch der Berabefeuerrot zorniges Gesicht erschien, schrie To=ggchner Zößtsich nicht blichen, nette auf und schlug die Hände über dem Kopfe###### die Gelegenheit, sich den Dank der zusammen:„Oh, du lieber Himmel“ Sielivererteren zu holen.„Baxfrühlingsnach stürzte nach der Tür, sammelte schnell ein paar] Da hallt in einer stillen.„Horss,##ce; Kinder dabei auf und stürmte über den Hofdie Vorstadt von Schüssen uno wioem Geschrei h nter die Scheune. Ewert stand in der Stall= wider. tür und blinzelte um die Ecke. Er hatte dort geborgen, als Tonettes Hiebe auf Nr. Jo=sum nicht zwischen die Kampfenden zu ger nes nieder prasselten..1 In gestrecktem Galopp jagt eine KosakenHütte stehend und mit steisem, Nacken. Er be Vatef. Popogz., Die, Räuber haben###r,ug, tastete sich den Schädet; der Diener mußte auch Major Popoff.. Die Räuber haben es in unglaublicher Kuhnheit auf das Haus des Polischen. Jo, da woren ein. Higirgniane Peuserhz bicht Haneben sitzen vier ihrer Kameraden und in der Gewalt, und er vermochte ruhig klar zu denken. Er sah ein, daß er gerade hier nicht versagen durfte. Unter seinen Knien lag in diesen Minuten ein Verbrecher, sonst nichts. Er, der Schutzmann, befand sich im Dienst, und es war seine Pflicht, jenen zu verhaften. So umklammerte er von neuem wie mit stählernen Fingern die Arme des Einbrechers.— 2 Der war inzwischen wieder zur Besinnung gekommen. Er hob den Kopf ein wenig und versuchte zu lächeln.„Du...?“ kam es halb erstaunt, halb freudig über seine Lippen. „Ja, ich!“ stieß der Schutzmann scharf zwischen den Zähnen hervor und drückte ihn nieder. „Gib mich frei! Kein Mensch erfährt etwas Nase zu bluten begann. „Ein Bluthund bist Du!“, schrie der Verbrecher jetzt und versuchte sich mit Gewalt zu befreien. Aber es gelang ihm nicht. Der Schutzmann nahm abermals seinen Gummiknüppel zu Hilfe. Dann fesselte er den Einwioer.„Selim Chan! Selim Chan!" tönt tte sich sangstvoll durch die Straßen, und alles fluchtet, kr. Jos urg, picht, Susiem Galongurkenden zu geroten. 8 Du Rätsel Mensch Skizze von W. u. Bosenstein. Wild heult der Sturm durch die Schluchten des Kaukasus. Aechzend und stöhnend biegen sich vor seiner Gewalt die hundertjährigen Tannen und Zedern, und manchmal zeigt ein donnerndes Krachen an, daß einer der Waldriesen unter Sturm und Schneelast zusammengehrochen ist. Dühsam arbeiten sich die drei Pferde des Postschlittens durch den Schnee. Noch ist es weit bis Kislowozk, und schon breiten sich die ersten Dämmerschatten über die entfesselten Elemente. Achmet, der tatarische Kutscher, sonst in kindlicher Liebe mit seinen Tieren verbunden, peitscht wie ein rasender auf die ermatteten Gäule ein. warten der Aburteilung. Als die Reiter ankommen, ist bereits alles vorbei, der Polizeimeister niedergeschlagen, die Wache teils getötet, teils geknebelt, das Arresthaus erbrochen. Die Gefangenen sind verschwunden. Doch halt, da stürzt noch ein junger Tscherkesse heraus, dem ein alter folgt. Allein die Pferde sind fort... Im Nu springen beide Panthern gleich, auf den zunächst haltenden Kosaken, und ehe sich die übrigen von ihrer Bestürzung erholen, wälzt sich der Ueberfallene getroffen am Boden. Mit wilden Kehllauten fordert der junge Tscherkesse den Alten auf, mit aufzusitzen. Der aber schüttelt ruhig den Kopf und weist mit gebieterischer Handbewegung in die Weite. Während der Junge davon raft, wehrt er allein mit der blanken Waffe den Durchgang zur Straße. Man ruft ihm zu, sich zu ergeben, und der Major sucht ihm die Waffe aus der Hand zu brecher. Da glitt aus dessen Hosentasche und zugleich aus der Scheide ein griffestes Messer. Der Schutzmann hob es auf. Als er im Scheine seines Lichtes den gesägten Rücken der Klinge und die Flecken im Stahl gesehen hatte. fuhr ihm neuerdings der Schreck durch alle Glieder. Er riß den Einbrecher hoch und fragte ihn zwei= und dreimal nach einander: „Wo hast Du das Messer aufgetrieben?“ „Es ist seit Jahren mein Resser,“ entgegnete jener frech. „Unmöglich! Es kann Dein Resser nicht sein.“ „Es ist mein Messer,“ und er lochte brutal. Der Schutzmann schüttelte ihn.„Sag' nicht, daß es Dein Messer ist!“ Den Verbrecher überkam ein Gefühl teuslischer Lust; denn er hatte erkannt, daß er noch eine Waffe besaß, mit der er den Gegner an seiner Seite schwer, wenn nicht tödlich treffen konnte. Und so sprach er haßerfüllt und wie zum Tr schlagen. Doch aus vielen Wunden blutend. Du ro sage Dir nach nahr.