ag gun iuug 5 8 S a 5 00 838 * 2* * 2 9 00 60 —— 9 5 Der getteue Manibe wachte von Stund an mit noch größerem Eifer über dem Wohl und Wehe seiner Schutzbesohlenen. Aber er war grüblerischer und in sich gekehrter als je. Sehr zum Leidwesen seiner jungen Herrin. Ihre Augen hingen oft bittend an den seinigen, und als beide eines Tages auf den See hinaus ruderten, klagte Setna:„Du machst mich traurig. Manibe. Weshalb fliehst Du vor mir?“ — Selbstvergessen hing der Blick des Getreuen an dem schonen fragenden Munde:„Herrin, verspottet nicht einen armen Schelm, der jederzeit bereit ist, für Euren Vater und für Euch sein Leben dahin zu geben. Ich bitte die Götter, daß sie Euch einen würdigen Gemahl senden mogen. Vergesset den Schändlichen!“ „Ich wünsche mie keinen Gatten, flüsterte Setna und senkte errötend ihr zartes Antlitz, „ich liebe nur einen... Fragend suchte Manide ihren Blick, stürmisch arbeitete es in seiner Brust, die Knie begannen dem Starken zu zittern... da rauschte es im Wasser neben ihm, und als er sich zur Seite wandte, sah er — fast zum Greifen nahe— die höhnisch grinsende Fratze des Todfeindes. Lautlos war der auf seinem Boot mit zwei Bewaffneten heran geglitten. Für eines Atemzuges Länge erstarrte Manibe. Im nächsten Augenblick sprang er mit gewaltigem Satz in das Fahrzeug der Gegner. Ein kurzes Handgemenge folgte. Dana waren alle drei in den Fluten verschwunden. Aufatmend blickte Manibe nach seinem Boote zurück. Aber wo war Setna geblieben? Vergebens spähte der Getreue in die kristallklare Flut. In gleisnerischer Ruhe, wie ein gesättigtes Raubtier, blinzelte der glatte Spiegel. Sicherlich hatte die Erschütterung des leichten Nachens, durch Manibes plötzlichen Absprung, die Zarte ins Meer geschleudert. Wie aber sollte Manibe vor den Herzog treten, wenn dieser die Tochter forderte, von ihm, der sein Wächteramt so schlecht versehen? Ein kurzes Gebet an die Götter. Dann glitt der Getreue lautlos in die Tiefe... Seit jener Zeit tragen zwei Felsen, die durch einen Arm des Aakan=Sees von einander getrennt werden, die Namen Setna und Manibe. Der Trapezkünstler Skizze von Heinrich Wiegmann. Auch heute trat er erst gegen Schluß der Zirkusvorstellung auf. Sicher und gewandt das Tau erklimmend, schwang er sich in das Trapez, das zwischen den Masten hing. Wieder schoß ihm der Gedanke durch den Kopf: er mußte es wagen, den Stuhl auf nur einem Bein ruhen zu lassen... Seine Augen wurden schmal. Ueber eine mehrtausendköpfige, schweigende, starr zu ihm aufblickende Menge hinweg glitt sein Blick, um einen Atemzug lang in einer Loge zu ruhen. Dort hob eine Zirkusreiterin unauffällig die Hand zum Gruß. Er lächelte und vergaß seinen Vorsatz wieder. Noch blieb ihm Zeit, mehr zu wagen. Was er hundert, vielhundertfach getan, wiederholte er— kühl, sicher, beherrscht. Er griff den zu ihm aufgezogenen Stuhl, hakte die Kette am Trapez fest. Setzte sich in den nur mit den hinteren Beinen auf dem schmalen Trapez ruhenden Stuhl, schlug die Beine übereinander, verschränkte die Arme hinter den Kopf. Schwebte über der Tiefe, die kein Netz vor ihm verschloß. Und während eine gedämpfte Musik ertönte, und viele Frauen ihre Gesichter von ihm wandten, senkte er die beiden Stuhlbeine in Gläser, setzte sich wieder, rauchte eine Zigarette. hielt mit beiden Händen eine ausgebreitete Zeitung... Ein Lächeln um die geöffneten Lippen dankte er für den Beifall. Schlank, biegsam stand er in der Manege, und seine Augen suchten die Zirkusreiterin. Er wollte doch tun, was er sich vorgenommen hatte.— Ueber einem ausgespannten Netz probte er täglich. Wenn er haufig das Gleichgewicht verlor, sich im Sturz noch am Trapez hielt oder gar ins Netz fiel, dann bedurfte es eines starken Willens, um nicht müde zu werden. Der Wille aber zog ihn, wie die Ranken den Wein, in die Höhe. Er wollte nicht nachgeben. Mehr zu leisten als ardere, höhere Gagen zu erzie#en, zwang er sich zu neuen Versuchen, bis sie glückten, und das Gefühl der Selbstsicherheit ihn grug. „Nacht alles nix“, sagte der Clown Austelli, als er ihm einmal eine Weile zugeschaut hatte. „Sie brechen sich doch noch den Hals! Hundertmal geräts und— aus ist das Theater. Nein, dabei werden Sie kein Großvater.“ „Ich will Ihnen einen Vorschlag machen,“ lächelte der Zirkusdirektor und sah ihm listig Arbeiten über dem Löwenkäfig vornehmen würden? Für den letzten Abend eines jeden Gastspiels, der bekanntlich unter schlechtem Besuch leidet, wäre das eine wirkliche Zugnummer. Ich würde Ihre Gage natürlich entsprechend erhöhen.“ Das stachelte ihn an. er vergaß die Gefahr. Er dachte an seine künftige Sensation und berauschte sich daran.. Ilonka Andrassy, die Zirkusreute##n, aber bangte um ihn.„Laß es, tu es nicht. Du sagst, du liebst mich. Bin ich dir nichts mehr? Wenn du mich wirklich liebst, kannst du dein Leben nicht so leichtfertig aufs Spiel setzen.“ „Du verstehst mich nicht, versetzte er, schmerzlich bewegt.. 846 Fürchte zm 23c „Doch, nur zu gul. Ichh fürchle um dieh.. Nun werden sich wohl unsere Wege trennen müssen.“— Jmist Die an u5 Der Zirkus war ausverkäuft. Die angenundigte Schaunummer, aufsehenerregende Evolutionen des tollkühnen Schweden über dem Zwinger wild eingefangener Löwen, hatte für den letzten Gastspielabend seine Wirkung getan. Pferde führte zuerst der Direktor vor, Pferde und nochmals Pferde. Aus technischen Gründen geschah das, weil sie hinterher gleich zur Bahn gebracht und verladen wurden, um an die neue Wirkungsstätte transportiert zu werden. Dann aber war für heute zum eriten Male eine Aenderung im Programm vorgesehen. Björn Thil sollte während der Löwendressuren über dem offenen Zwinger arbeiten. Clowns kürzten mit ihren Späßen den gedrängt sitzenden Schaulustigen die Zeit, die der Aufbau des Löwenzwingers in der Manege erforderte. Das Eisen klirrte, wenn es mit seinen harten Fingern ineinandergriff. Dann spielte die Kapelle einen Marsch. Björn Thil erschien. Nicht anders als sonst, die Glieder in einem kleidsamen blauen Trikot steckend, ein kühles Lächeln zur Schau tragend, erstieg er behende das Tau. Aller Augen folgten ihm, als er sich ins Trapez schwang. Stuhl und Gläser wurden zu ihm hinaufgezogen. Währenddessen zeigten sich acht Löwen in dem Zwinger. Der Dompteur trieb sie auf ihre Plätze. Bjorn Thil verfolgte ihre Bewegungen. Nirgends war Ilonka Andrassy, die Reiterin, zu sehen. War das Lieve? — Er kniff die Lippen zusammen, ergriff den Stuhl, hakte die Kette ein. Als in den Vorführungen unten eine Pause eintrat, begann er gi arbeiten. Er überhastete sich nicht. Der Gleichgewichtssitz, das Senken der Stuhlbeine in die Gläser, das Lesen der Zeitung— sicher vollendete er seine Nummer. Zuweilen schaute ein Löwe zu ihm auf, wandte brüllend den Kopf. Der Raum unter ihm war freigehalten. Dort stand, zu etwaigen Hilfeleistungen bereit, ein Bruder Beifall rauschte; der Schwede hatte seine oft gezeigte Arbeit erledigt. Neue Löwendressuren folgten. Nun setzte die Musik auf. Aufgerichtet stand Biörn Thil im Trapez und hob ein Glas. Er stülpte es über ein Stuhlbein. Setzte sich. Mit nur einem gläsernen Bein ruhte der Stuhl auf dem Trapez. Dann ein lauter Aufschrei. Ein zerbrochenes Glas stürzte, der Stuhl schwang an der Kette. Aber im Fallen hatte Thil Björn das Trapez ergreifen können. Er zog sich hinauf, lächelte. Das schwankende Trapez verriet sekundenlang seine starke Erregung. Ein anderes Glas, er setzte sich abermals. Er entfaltete die Zeitung. Da barst auch dieses Glas, er fuhr auf, doch diesmal mißglückte der rettende Griff. Fast gleichzeitig mit dem z sprungenen Glase sauste er in die Manege. Entsetzen schüttelte die Zuschauer. Man raste, viele suchten den Ausgang, obgleich Björn Thils Sturz durch entschlossenes Zugreifen des Bruders des Bändigers gemildert worden war. Die Unruhe sprang auf die Löwen über. Einer setzte zum Sprunge an. „Zurück, Nero! Willst du wohl!“ Unx schrocken drang eine Zirkusreiterin an der Spitze von zwei Männern in den Zwinger. Der brüllende Löwe schlug nach dem vorgehaltenen Peitschenstiel.„Jetzt!" Der Augenblick genügte, Björn Thil in Sicherheit zu bringen. Aufatmend sprang die Reiterin zur Seite, der Widerstand der Männer bezwang den Aufruhr der Löwen. Dann ersuchte eine feste Stimme das Publikum um Ruhe und Ordnung. Die Kapelle spielte einen Marsch. Nachdem die Löwen hinausgelassen waren, teilte jemand mit, daß die Vorstellung ihren Fortgang nehme der Luftkünstler sei nur unwesentlich verletzt. Der herbeigerufene. Arzt konnte lediglich den Bruch des rechten Armes und dreier Rirpen feitstellen; zur weiteren Beobachtung ließ er Björn ins Krankenhaus schaffen. Ilonka Andrassy besuchte ihn am nächsten ihm hre Hand. Wie bannte ich ein Glanz in seine Augen trat.„Und warum mußte ich an deiner Liebe zweifeln?— Sieh, in der Heimat wartet eine Mutter auf mich. Ein Hof, Jlonka... Felder, Stille... ein warmes Nest— willst du mit mir gehen?"— Ein Beben durchlief sie; sie schloß die Lider Es war zu viel, um an das Glück der Stunde slauben zu können.„ Die Dame und ihr Griffon Von Dr. Artur Landsberger. Die Pariser Kriminalpolizei erfährt, daß die internationale Hochstaplerin Lili Laroche mit dem Reiseziel Paris die Stadt Zürich verlassen hat. Signalement: junge. schöne Brünette, groß, schlank— in ihrer Begleitung ein winziger Grisson Bruxellois.„„„ Der Zug läuft in den Pariser Bahnhof- ein. Die Beamten treten an eine elegante Brünette heran und sagen:„Madame Lili Laroche, Sie sind verhaftet.“— Empörung, Leugnen, Widerstand. Und als man ihr den kleinen Griffon aus der Tasche zieht, tut sie völlig überrascht und erklärt: den müsse ihr jemand in die Tasche gesteckt haben. Auf der Polizei wird die Dame als die Gattin eines bekannten Diplomaten identifiziert, die aus St. Moritz kommt und nie einen Hund besessen hat. Der Polizeikommissar besucht in Begleitung des Griffon zwei Nächte lang die bekanntesten Nachtlokale. Erfolglos. In der dritten Nacht sitzt er bei Rabelais in der Nähe der Place Pigalle. Plötzlich stürzt der Griffon auf eine auffallend schöne Frau mit rotem Haat zu, die in Begleitung eines eleganten Herrn das Lokal betritt. Die Freude des Wiedersehens auf beiden Seiten ist beispiellos. Der Beamte stört sie nicht. Erst als das Paar sich gesetzt: hat, geht er unauffällig an den Tisch und bittet Dame, Herrn und Hund, ihm zu folgen.“ Auf der Polizei ergibt sich: Der Herr, ein Züricher Großindustrieller, fuhr vor drei Tagen: im Schlafwagen nach Paris. Als er morgens aufwachte und des Frühstücks wegen läutete, kam der Schaffner und sagte:„Ihre Frau Gemahlin"— und dabei wies er auf das obere Bett—„hat bereits zweimal Tee bestellt.“ Der Züricher Herr traute Augen und Ohren nicht. „Verzeihen Sie!“ klang von oben die Stimme einer Frau, die, wie er durch den Spiegel über der Waschtoilette feststellte, jung, schön und brünett war.„Was müssen Sie von mir denken?" „Soweit ich es bisyer veurteilen kann, nur das Beste, und ich heiße Sie in meinen beschei: denen Räumen herzlich willkommen.“ „Ich war todkrank, ich mußte liegen; das einzige freie Bett... ich gebe zu, es war kühn, toll. Ich sagte dem Schaffner, daß ich Ihre Frau sei... „Und ich habe geschlafen!“— Kurz vor Paris— er hatte sich längst vorgestellt— bat er:„Und nun sagen Sie mir in die Augen.„Das Publikum will starhe Tage. Er naym ihre####„ Nervenreize. Wie wäre es, wenn Sie Ihre nicht auf dich bören?" schall endlich, wer Sie sind.“ „Sie kennen mich nicht? Besuchen Sie keine Kinos? Aber warten Sie" Sie kehrte ihm den Rücken, kramte vor dem Spiegel in ihrer Handtasche und verwandelte sich innerhalb weniger Minuten derart, daß man sie— nicht nur der kunstvollen roten Perücke wegen — nicht wiedererkannte. Seine Einladung, einige Tage gemeinsam in Paris zu verbringen, nahm sie an und verließ in dieser Maskerade an seinem Arm den von Kriminalbeamten bewachten Bahnsteig.. „Und von einem Hündchen haben sie nichts bemerkt?“ fragte der Beamte. „Ich sah nur, wie sie sich beim Aussteigen im Gange des Schlafwagens an eine Dame herandrangte und ihr etwas in die Tasche schob. Das machte mich stutzig. Aber ich war so in ihrem Bann, daß ich bald nicht mehr daran dachte.... Hri. „Und Ihnen fehlt nichts: Weder Brieftasche noch Scheckbuch?“ Der Herr griff in die Tasche— und zog außer seiner Brieftasche noch eine andere und zwei amerikanische Scheckbücher heraus, die ihm ebenfalls nicht gehörten. „Die Frau nimmt nicht, sie gibt,“ sagte der Herr. Aber die Polizei war anderer Meinung, denn sie kannte den Trick Lili Laroches, Herren der großen Welt als Deckung und zugleich als ahnungslose Helfer zu benutzen. Sie ließ sich ruhig abführen— und niemand sah, wie: der Griffon unter ihrem Pelze verschwand. Es schien, daß er mehr als ein willenloses Werkzeug und von seiner Herrin abgerichtet war, im gegebenen Augenblick dahin zu verschidinden, wohin ihr Wille ihn lenkte. Altena. „Wie aonnte ichs antwortlich: H Semmelman er sich. während Druck nud Verlag: Dr C. Santz, Altena ** ###. 0 02 ∆ Nr. 25 Samstag, 22. Juni 1029 Der Schmetterling :. Skizze von Wolfgang Federau. Er war der Einzige, und das empfand er zuweilen selbst als schmerzlich. Besonders in diesem Winter, in dem er nur selten auf die Straße gehen durfte und immer gleich so setzlich fror, wenn es doch einmal geschah, daß er schleunigst wieder in die Wohnung flüchtete. Er hatte viele Spielsachen, gewiß. Aber vielleicht wäre er zufriedener gewesen, wenn er sie mit einem anderen teilen müßte. Gern hätte er ein Brüderchen gehabt— ja, sogar mit einem Mädchen wäre er zufrieden gewesen. Mehrfach bat er seine Mutter darum — sie errötete und sagte:„Warte nur, Liebling— man muß nicht so ungeduldig sein.“ Er wartete sehr lange. Als das nichts half, faßte er sich ein Herz und trug mit mühsam aufgebrachter Energie den Wunsch dem Vater vor. Der lachte nur und sagte„Woll'n mal sehen.“ Aber es kam kein Brüderchen und nicht einmal ein Schwesterchen. Einen Erfolg hatte dieser unerfüllt gebliebene Wunsch freilich— der Kleine lernte, sich allein zu beschäftigen. Er lernte, mit sich selbst und mit den Dingen, die ihn umgaben, die zu seinem Reich gehörten, zu spielen und jeder Sache, jedem Holzklötzchen, jeder Schachtel; jeder Garnrolle den Hauch seiner eigenen Seele einzuflößen. Und als der Früyling endlich kam, mit Sonne, Wärme und lauem Wind, als er nach so langer Haft endlich wieder auf die Straße durfte, da verband er sich nicht mit den anderen Drei= oder Vierjährigen zu einer wilden, tobenden, schreienden Rotte Korah, sondern trieb— abseits von den Vielen, ein vollkommener Aristokrat— zeine eigenen, feltsamen und kindlichen Spiele. Spiele, die von allem abwichen, womit seine Altersgenossen sich beschäftigten, deren Sinn niemand so recht begriff. Seine Eltern wohnten in einer stillen, abseits von allem Verkehr liegenden Straße, wo es zwar keine öffentlichen Spielplätze, aber auch keine Autos. und Straßenbahnen gab. Und das war gut, sehr gut. Denn, was der Kleine sich bei seinem Spiel ausdachte, schien zu verlangen, daß er gelegentlich, in sich versunken, mit abwesendem Gesicht mitten auf dem Fahrdamm stehen blieb und nichts sah und hörte von all dem, was um ihn herum geschah. Autos aber und Sträßenbahnen nehmen wenig Rücksicht auf die Spiele der Kinder und auf ihr träumendes Verweilen inmitten der Straße. Einmal, da er so dastand, träumend, grübelnd und entrückt, fiel sein Blick auf einen Schmetterling, auf einen Zitronenfalter, der aufreizend nahe vor seinen Augen durch die Luft gaukelte. Schmetterlinge sind nicht gar zu selten hier am Rande der Stadt, wo noch jedes zweite Haus von einem Garten umgeben ist und Feld, Wiese, Wald in zehn Minuten zu erreichen sind. Aber dieser Zitronenfalter war der erste des Frühlings, und der kleine, verträumte Junge entsann sich nicht, eine solche lebendige Blume je vorher gesehen zu haben. Das Herz des Knaben wurde heiß und trunken vor Sehnsucht. Er wollte ihn haben, den Schmetterling, er wollte ihn seiner Mutter bringen, wollte mit ihm spielen. Aber das zarte gelbe Ding ließ sich nicht so leicht fen, schien es darauf abgesehen zu haven, den Jäger zu narren, der mit flehentlich ausgestreckten Händchen, ohne rechts und linns zu schauen, hinter ihm her lief. Ueber die Straße, durch ein großes, weit geöffnetes Gittertor, und dann— ja, dann über eine große, eben erst mühselig geglättete Fläche, die der Gärtner mit viel Schweiß und Eifer hergerichtet hatte. Die kleinen, tapsigen Füßchen also liefen über diese so mühevoll glattgestampfte und eingeeonete Erdfläche, viele Dutzende häßlicher Löcher und Spüken hinterlassend, bis— bis sie plötzlich vor einem großen, finster aussehenden Mann haltmachen mußten. Dieser dünkle Mann griff mit beiden harten Fäusten nach dem Kinde, er schrie irgend etwas sehr Böses, sein Gesicht war rot vor Wut, als er mit der Hand auf die angerichtete Verwüstung deutete. Aber das Kind dachte nur an den Schmetterling, der nun, seiner Sache offenbar sicher, sich für einen flüchtigen Augenblick auf der Mütze des Mannes niederließ. Der Kleine also hob die Augen zu dem fremden, bärtigen Gesicht, sah die zarten, gelben Flügel des Schmetterlings leise auf und nieder gehen— nun konnte es ja gar nicht anders kommen, der Mann würde heifen, das wunderbare, leuchtende Wesen einzufangen. Darum also weinte und schrie der Knabe nicht, trotz des harten Zugriffs, sondern sah mit dem fußesten, freundlichsten Lächeln zu dem Fremden empor. Und es mußte wohl dieses Lächeln sein, das den Bösen entwaffnete, also daß seine Faust das Kind losließ und ein gutmutiges Licht hell aus seinen scharfen Augen brach. Ja, nachdem der Knabe ihm nun noch mit überstürzten, kindlichen Worten klar gemacht hatte, worum die Jagd ging, bemühte er sich selbst, etwas steif und schwerfällig, das goldschimmernde Fabelwesen einzufangen. Was ihm freilich nicht gelang, vielleicht, weil er sich nicht allzu große Muye gab. Aber gleich tröstete der Mann den Knaven:„Hier gibt es viele solche Dinger“, sagte er, den Enttäuschten an der Hand zur Pforte leitend. diesmal natürlich vorsorglich auf gebahnten Wegen.„Komm nur morgen wieder, da werden wir schon einen fangen.“ Natürlich versprach der Kleine mit vielen schwerverständlichen Worten, wiederzukommen, und reichte dem Bärtigen zum Abschied höflich dankend seine kleine Patschhand. Aber er konnte sein Versprechen nicht halten. Denn am selben Abend wurde er sehr krank. Ja, es kam so weit, daß er seine Umgebung nicht mehr erkannte, daß er in heftigen Fieberträumen sich in seinem Kissen wälzte und sein schmaler, schmächtiger Kinderkörper sich mit geheimnisvöllen, roten Flecken bedeckte. Einmal jedoch, halbwegs auftauchend aus den Dunkelheiten des Unbewußten, die schmerzenden Augen zu einem schmalen Spalt öffnend, sah er rechts und links neben dem Gitterbettchen Vater und Mutter sitzen und mit angstvollen, besorgten Blicken ihn betrachten. Und neben dem Vater stand der Onkel Doktor. Das alles sah der Knabe ganz deutlich. Aber er sah noch mehr. Er sah, im Schatten hinter dem Bett. einen großen Mann stehen, einen bärtigen Menschen mit hartem, bösen Gesicht. Der beugte sich jetzt langsam vornüber, streckte die große knochige Hand nach der Kehle des Kindes. Der Kleine hatte Angst, furchtbare Angst. Große Schweißtropfen traten auf seine Stirn. Schreien wollte er, schreien— aber kein Wort kam über seine trockenen, aufgesprungenen Lippen. Da, im letzten Augenblick, als die Hand sich schon ganz fest um seine Kehle preßte. entsann er sich des Mannes im Garten— damals, als er den Schmetterling jagte. Hatte der nicht auch so böse nach ihm gegriffen? Und dennoch plötzlich losgelassen? Ja, war er nicht sogar zum Schluß ganz freundlich gewesen? Der Schmetterling!: An ihn mußte er denken, und plötzlich erschien ihm der Fremde gar nicht mehr so unheimlich. Er wandte ihm mit einer leisen, matten Bewegung das Köpfchen zu und— ja, und dann blickte er ihn an, mit einem süßen, bittenden Lächeln, das wie Sonnenlicht sein blasses Gesicht überglängte. Im selben Augenblick war der Fremde verschwunden. Der Doktor murmelte etwas von „Krisis" und„Ueber den Berg" und schüttelte erst der Mutter und dann dem Vater die Hand. Die begannen plötzlich zu weinen, ganz still, mit zuckenden Schultern, während sie sich zugleich in einer Art ansehen, als wären sie froh. Das sah drollig aus, und der Kleine begriff nicht recht, was es bedeutete. Die Mutter beugte sich über ihn und kußte seine schweißnasse Stirn. Es war das Letzte, was er wahrnahm, ehe er in den tiefen, langen Schlaf fiel, der jeder Genesung vorangeht. -12Der Fall des Herrn Berg Skizze von Hans Joachim. Es war nur ein kleines Papierwarengeschäft, dessen Besitzer Otto Berg war. Ein Läochen, in dem Schulkinder Schreibhefte und für fünf Pfennig Liebesmarken kauften, in dem Backfische ihren Bedarf an bunten Postkarten mit sinnigen Sprüchen deckten. So war der Verdienst des Herrn Berg geradezu kümmerlich zu nennen. Neben seinem Laden aber glänzten und glitzerten im Schaufenster des Juweliergeschäftes Julius Stein Perlen, Diamanten und Smaragde, und oft genug hatte Otto Berg Gelegenheit und Muße, sie zu betrachten und sich in bitteren Gedanken über die ungerechte, ungleichmäßige Verteilung der Glücksgüter dieser Welt zu ergehen. Das Sprichwort von der Gelegenheit, die Diebe macht, ist zu alt, als daß es irgenowen überraschen wird, daß Otto Berg eines Tages den Entschluß faßte, die Wand zwischen beiden Läden zu durchbrechen und sich auf gesetzwidrige Weise zu bereichern, nachdem er es so lange auf geradem Wege vergeblich versucht hatte. Es würde zu weit führen, Herrn Bergs Vorbereitungen für seinen korrigierenden Eingriff in die Besitzverhältnisse in allen Einzelhetten aufzuzählen. Eines schönen Abends zwei Stunden nach Geschäftsschluß, verschloß Otto Berg sorgsam die Tür seines Ladens, einen Koffer und eine Tasche in der Hand, und entfernte sich in der Richtung nach dem Baynhof. Jeder mit einigem Scharfsinn Begabte ahnt, daß sich in Koffer und Tasche Kostbarkeiten aus Gold, Platin und Edelsteinen befanden, die auf nicht ganz einwandfreie Weise vor aurzem erst ihren Besitzer gewechselt hatten. Herr Berg hatte einen Sonnabend gewählt, seine dunkle Tat auszuführen, denn so würden zwei Tage vergehen, bis man den Diebstahl entdeckte, da am Sonntag niemand das Steinsche Geschäft zu betreten pflegte. Alles wäre vielleicht gut gegangen, wäre nicht jene Bananenschale gewesen, auf der Otto Berg ausglitt, als er, von der freundlichen Vision umgaukelt, in wenigen Stunden die rettende Grenze zu erreichen, dem Bahnhof zuschritt. Otto folgte den Gesetzen der Schwerkraft und stürzte schwer zu Boden. Als er sich, von dem verständigen Wunsche beseeit, kein Aufsehen zu erregen, schnell wieder erheben wollte, sank er stöhnend zurück. Sein linker Fuß hing kraftlos im Gelenk, und jeder Versuch aufzustehen scheiterte an peinigenden Schmerzen. 38 Neugierige versammelten sich um den Gestürzten und gaben gute Ratschläge. Unter ihnen war jener junge Mann, der sich als „Braun, Student der Medizin" zu erkennen gab und mit fachmännischer Miene den Fuß untersuchte. „Ein komplizierter Bruch“, sagte er und zog bedeutsam die Augenbrauen hoch. Otto Berg erwiderte unlogisch, das wäre unmöglich, denn er müsse noch heute abend verreisen. Indessen bestand Studiosus Braun unerschütterlich darauf, daß der Fuß gebrochen sei, zur Heilung zwei, drei Wochen brauche und von einer Reise keine Rede sein könne. Gesprächig, wie er war, erzählte der junge Mann ausführlich, S S 385. 9 2•23 90 05 S EGASSSS 5S#nLS S SSrES P ess'ge 2. 59 15 S 2. 58•5• E. SSES.G S—. 0 S.. S ——.— SS 2 S“ 8 „S SE:SE“ FG5 BSSS Nr. E8%8 — g B SESBG-E 2.S9-28— S 5.5. FEETgEN S 85•BEE 895 58 9 S SS S S080E 2 65 8 —— 5 S 5 * 9 55 S EiSS E 00 ###SSg. 8 B 805S: S BSTADEESBES 9.B0 BSDSDES: ELaSSS6 5.5 SST5 EGEAW" SBNCDSSSS P#POPgEBEEEO S 3330 2.8—5 2—4. S 254.8 m OgE 0 S 55 B.ESMLSSE S5FERSS: SS SES•5 S R S R S 5 S # 2 aes=rar* SSAESSBEERRES SORDEPDSS“-S STRE TEE S 8. 35 CAUEE„ZUEN SSERSR SR SS0 o . S. s52s F 88PS S0SgES Tt— S. S5ST GEIEE FgSuEg SS5— n EEE 2 E* #an 528 in dos Wreg, sacht haße, ale sich gr sar Das Ennele zur eisernen Türsgen und se wild hats sich verzehrt, sahraus, in ger krumn gegavt gabe, ais sug em aure..„„, sahrein nach Euch, indes Ihr Eurer Kunst nachHerr durch die Menge drängte und sich teilnahmvoll an Otto Berg wandte. Der wünschte sich drei Klafter unter die Erde, denn dieser wohlwollende alte Herr war Herr Stein, der bestohlene reiche Nachbar. Bleich vor Schreck und Schmerz preßte Otto hervor, daß er hier keineswegs zu seinem Vergnügen liege, sondern sich den Fuß gebrochen hätte. Herr Stein bejammerte dieses Unglück laut und entfaltete sodann eine umfangreiche Tätigkeit. Herr Berg müsse in ein Krankenhaus gebracht werden, bestimmte er. Er ließ ihn in eine Taxe heben und war trotz Ottos verzweifelter Gegenreden nicht davon abzuhalten, den Verunglückten zu begleiten. Otto ging es überaus schlecht, und gewiß ist es nicht jedermanns Sache, sich hilfsbedürftig in Gesellschaft eines Mannes zu befinden, dessen Eigentum man ohne seine Erlaubnis heimlich bei sich trägt. Während Herr Stein tröstende Worte fand, hing Otto verzweifelt den düstersten Gedanken nach. Für einen Dieb, der sich den Fuß gebrochen hatte, gab es keine rettende Flucht mehr. Man würde am Montag den Diebstahl entdecken, man würde ihn verhaften, und der Rest waren vergitterte Fenster und gestrefffte Kleider. Otto Berg raffte sich zu schnellem Entschluß auf: Er beichtete. Er erzählte von Liebesmarken und Postkarten mit sinnigen Sprüchen, von Edelsteinen und kostbaren Metallen und von einem Loch in der Wand zwischen den Geschäften der Herren Stein und Berg. Er murmelte Worte aufrichtiger Neue und bitterer Verzweiflung, er bat, Herr Stein möge ihm verzeihen und ihn nicht anzeigen, und gelogte, niemals wieder einen Schritt vom Pfade der Tugend abzuweichen, der eng ist und auf dem doch bein Gedränge Ech, er hatte viel erlebt, der Herr Stein, er kannte die Schlechtigkeit der Welt und war einr gitiger alter Manmn.„O, Herr Berg., sogte ar bebämmert, mer hätte oas gegau:„ wetrwplähe, üher den Wert der Ehrichheft bmüpfte. Und er verzieh. Ja, da er sahr,##.# Herr Berg ehrlich bereue, wollte er verzeihen und beine Anzeige erstatten. Aber es könnte mutrlich beine Riede duwop,leher, dog ie thech gen und wie wild hats sic verzehrt, jahraus, Skinge von Kurt Ziesenid. 119geetz 112, atz. 1— Vund“ zämpft bie Stür aon ctur Stesenis(gngelf und gat gerungen uno gelugpg ale Ist dem Meister Henne Gensfleisch zum mir die Kunde kam, daß Euch oas große Werk Gutenberg nicht an der Wiegen gesungen, daß gelungen., n i. i emeder# dermaleinst die Buben und Mägdlein in den Da bin ich still in mir geworven. Da lernte Schulen würden seinen Namen merken müssen ich die Hände wieder falten. Das Opfer meiner als den des gottbegnadeten Erfinders der Buch= Liebe war nicht umsonst gebracht. Und diese druckkunst. Haben die schwarzen Lettern ihm Eisentür, die ich einst frevelnd zuschlug vor u härter auf das Herz gedruckt denn den Kin= serem Liebesglück, ist mir der heilige Schrein dern, so sich mit Buchstabieren jahraus, jahrein geworden, oahinter ich Euch schaffen wußte, plagen und sollen dafür noch Dankschön sagen. unbeirrt, an Eurem großen Werk.“ Wäre ein Dankschön aus einem kleinen roten Immer staunender ward des Meisters GutenMunde dem Meister Gutenberg zu Lebzeiten berg Miene bei diesen Worten seines Ennele, Lohnes genug gewesen, hat aber darauf war- zu Her er gekommen war als zu ten müssen, bis sein Haar grau geworden und ihr von seinem Reichtum abzugeben, um nun seines Lebens Lust verronnen war... zu hören, daß all sein Reichtum ihm aus ihren „Bin, weiß Gott, zum Narren worden und Hinden kam. Shelmnen abendreinl: grolte der Reiter in) Zu nahm er beide Hände seines Ennele und grimmis in seinen rothionden Vart, der seinigrich behutsam über sie weg, als wollte er alle schurses, blasses Gesicht mit der hohen Grübel)ige Leiden verscheuchen:„Mein Ennele zur tir wie eineg, Jeurigorrrzi, urwalte, zudseisernen Türl“ wanote den Blick zornwutig av von demseisernen Tü holden Bilde eines im sonnenüberflirrten Portul des hohen Rünsters zu Straßburg unter) Mhzurgtus Ende dem Festgeläut der Glocken seinen bräutlichen ThuliAtus Einzug haltenden lungen Boore= zjichen Pa.) Eine Erzählung aus der Urzeit zögernd die hohen Stufen des bischoftlu#####a eine Erzählung lastes herabschritt, darinnen der Herr Bischof von Karlheinz Runeck. bere Gercht be bu. ehen, Aas ael#en Bunseln und Breckenr ier bunch dns beiz Ja, es war weit gekonmnen mit ihm, vatz ers Emn Prsiczichzt, in dessen feucht=bumpfen sich hatte müssen verklagen lassen wegenlbrütende-heschautes Getier sein verborgenes Pruchs des Ehegelöhrisses von der hr=,PuittersHosein Wie 9eiu, Ein schlankes junges, Weib Seu, Stenbes von Bunvenpryt, vezehosen hurcheilte sahlen Geschte, mit weit Feöfneten eiue besboer sochter, unev, Pagtrigz,. starten Angen, der Band des dichten Baldes ebte us, ene g epepden, heige Zuh and snap seiner Tiese hin. Der schütende Mantel pe buns Gelr e bnb er Sriher ug leiter Anldlogenhounr Big, Nur 136. ue: verzehrte ihn, wie ein Feuer, sa uuß er barnversaus.Lo, grgunen, Fräfigen Schultern; ein starseiner Herzauerliebsten vergessen. um die bouuiln=Renntierhorn hielt ihn vorn am Er hörte Enneles leichte Schritte hinter sich, sker Dorn aus Vrer Duex(gürtel aug Bärenfell, wie sie mit ihrem Rechtsbeistand, dem frommen Hals zusamemn. Der mit, dag Heibes zuPater, jetzt gleichfalls die Treppe herabge=sder die Felthutisg m war zerrissen und schritten kam und an ihm vorbeiging, ohne ihnssammen raffen soulte, Pper, Spze,6 are faft eines Blickes zu würdigen. Hochrot färbte verloren gegangen. Do. zu zi### sich des Meisters Gutenberg blasses Gesichtlblau schimmernde Haar Prg aen Dorniges über die Schnach, die ihm sein Ennele, antat.ster Fülle um Stirn zu den webenden SträbDer Herr Bischof aber stand am FenstersGestrüpp verfing sich i9 gtemsag Vorwärtsseines Palastes, blickte den über den Platz Ent=nen, riß den Kopf der atemlo schreitenden nach und schüttelte bekümmertistrebenden nach, Hintezzerzsepitz weichenfeg. Hog Morte D heiden solten sungensKaoven unchll waren, und machte, jeden Nenschen wüirden den nicht wieder zurück Schrit zu einer Anstrengung, den Aten und ging mit Tasche und Koffer und Sersdhent, gritrtehe sch Dio Verg u euesRhunde, ben se im se aonge derschossen Heolsis iche Bichnteaeiel erahe Mirein wurzs dr Somachten in klen, de uon o. v Z. halten und den er dach einmal so heiß geküßtlsder, Veliestensohn aus der großen, SFr7 d der gicher be Zuate Pen Vewukg, Zam. au er vor seinen Frrele sund im hohensenseits des großen Valbdes,.I.18., Sehen iu ercher, weger ur oute Vet urgeie gaug am Wingemart, agen um den liebensgroßer Edene, ein frohes, Virt in uue den sättg verteiten Besches zurüchhehrte, 199 erBund lauter kleine, seine Fältchen und er=führte. Dem Vater gestet a.= Wuut, zar die d ir Santerchaun, und en Wüiter, Lessensichten von vielem Herzeled. und die dlondesTöchter, verhieß Thuratu ihr doch g,orge Stochalich, sehrister Schurschpr Giehetg prach der Haane haitz sich wie sein eigen Haarsgses Dasein in der witdreichen, ntu. in ernd Sprasihe eerucn grsd er Vuertuch Bat gun grcant unbd ubehe und Baus eagge, Aidem Rach und zscher, emtashe. der Wag in scheshen Lah aderliche, Kandet und Verasenheit.. süber Horana fürzeze Die Kesg, Peanfäcden Wio de buwuche b6) der Hern Vioy) Pürter Pemne Frage schaute ihn an mit inergrindlich Weih, zwar mit des Veters Eiwillgung, bes d Lönnbe ian der Herrlritsehasten Augen, die Froge gaech geines Lezauch, persglotz von dem rachlüichztigen. Der bef onden un undn ne vnr beatestseheher bgchte, Bett etlte un euetung der ubgenieslenen, uenack faote 8. amer noch norgen frch bedven, voenn. den salsche und verkehrte Sache gehängt hatte, weilsversucht, sie zu rauden, das letzte Nal noch, bbd b zu5 aufs. Morzler an dem blühenden Rosemtrauch seineslals unter ihrem Herzen schon Haranis komvier, sichtege 52, O See#u# nicht—[Lebens vorbeigegungen war und ihn hatte, ger fmendes Leben sich regte, aber jedezwal erschien e eze en u du der den nuen 8 swelden kasen un De Schmarzez Hagt mitensHarann, Leg. Hiuzers, vizen oher, Revendr Sarauer bedr eriüich, dez, ver,Hanghan, uech, ergebhr Käases gealichk ias eiod ur esten. dus ir wo der Arst hate, Vn. P# H.v Hoer, L. arte ast pewordenen Züungserleins. zg0 wenig Augenblicke undehitet stand. Sauche, Bsctüich e dur Aumetan eeun heg dl isch iehgeg u Pesiszun de Bades der gelte auzeshue Sehe. wrden sch ernstich wron ar Büle. 188 boes 8e, Vegage, Buchat alde ud achen duch die Klere, Setige acter, Gaer Wie Se ese uer udu. n ee u e u Auen he ele benicht Beice uenr uer lge ee. Oto Derg ln 6 Setunden fil da. BossMeiser! Ist alles vergeben. Ihr habt Verspeitah in derSteppe Antilopen um den er dooi Der Sud vox vicg, oeb„enzsKumst gedient, der hoben, heiligen. Dor löhtsoorrat aufzufillen; urd von den Weidern Aen Sppegte a un darte sch Besg, urgestod mur Mit Guzen,.Ihsegen Venen.„dz,„eazshonnte nicht eins mit den schnelen Fihen Thrirot dieser Braun dieser Student der ron bewegte. Dann yatte sich dieser in Kann geu#g#, dieser Praun, dieser Student, der Redizin! Er hätte also— Tod und Teufe!! soch Zeit genug gehabt, am Sonntag zu entsontanen! sich nur mit ganzem Herzen Dienen.„Ich haß. Euer Herz zerteilen wollen. Das ir nicht recht gewesen—— duum nicht hadern. Glaubt. Unerhörtes geschah. Otto Berg schlug um h. tobte und lästerte und fluchte mit gräßhen Worten, und so sehr es uns schmerzt, ese wahre Geschichte nicht mit einem glückchen Ende krönen zu können, müssen wir ich noch berichten: Man sah sich genötigt, errn Berg mit aller Schonung in eine wanggiache ze stachen. —40srursen. Darf drum nicht. hadern. Glaudt, nie und nimmer hättet Ihr geschafft, was Euch gelungen ist, wenn Ihr Euer Herz hättet an mich hängen müssen... Hätt' Euch zu lieb gehabt“.... 4.2 2o. Epmaf, Ligf. Leise und stockeno sprach das Enneie diese Worte. Und eine hohe Röte stieg ihr ins Gesicht. Dann aber faßte sie sich und fuhr mit stolzer Stimme fort und war mit eins das alte stolze Ennele gewesen:„Kommt zum Fenstr. lieber Meister! Seht Ihr da draußen die eiserne Tür? Das Ennele zur eisernen Tür, so nennt man mich in Straßburg, weil man meint, das stolze alte Jünaferlein habe kein ratus Schritt halten. Angst und Schrecken gaben der erst wie betäubt Sehenden Flügel. Kaum soviel Lanzenwürfe, wie eine Hand Finger hat, erreichte der fliehende Räuber vor ihr den deckenden Wald. Ohne sich zu besinnen stürzte sie nach, hinein in das unheimliche Dunkel, das selbst die Männer mieden, weil schlimme Mären gingen von furchtbarem Getier, das seine Tiefen bargen. Auch Thuratu würde sich hüten, zu weit in die schreckenerfüllten Schatten einzudringen, wo auf Schritt und Tritt der Tod lauerte in furchtbarster Gestalt. Wenn er die Verfolgerin hinter sich hörum den gewohnten da ein kum erkenübarer Hubap, warten, ihrel perschwunden. Am User lag einsam das SteinSwarzen atpruchz zu ftieß sie einen gellen=beil und weithin brodelten Zie, schwarzen Wase eogecirei ung b die Ferzwpeifelte Angiser, als tobe unter ihrer Obertäche ein wilder dres Sohnes Lebe starck wurde, und sKampt. Mit wankenver,er ichen, Peren 65 u be e Sogy“,„e den du hesetzte pe, iun Harana zum Peinweg, Eerschazernd hörten im wit verdopveschweren Weg fort. der Höhle die Nänner von Thuratus schrechOhr. Wie eine betäubende Welle schopihz, sgss trochenem Gras der kleine Harani fröhlich Der Wald ringeum versank. Es gab(7— Suggestion Sonmentag drautßen üder Stinge von Ile E Tromm. e de bu der oboebebdtersihr Zuner verlassen Ee war ücht Lud Gugel. Atem es zuließ, und noch einmal:„Harani, ich, und lag auf der Gartenseite des komme: Aus geringer Extsernung, anspor)1e, Sommer sangen die Vögel in den Püschen bete ein Vutlaut. Ee war Thuaru, der Räu= 9r, Bäumen, und durch die offenen Fenster ber. Prasselndes Brechen von Zweigen ver=unp, ten Blumendüfte. Zur Winterszeit glich riet, daß er mit doppelter Schnelle vorwartssströrschigfende Garten mit seinen Eis= und eite. Dann plößzich war alles still. Nur Bo=Schneekristallen einem Märchenbild. Von der ranas verzweifeltez Vorwärtsdrängen 9ab)scurg)., deg Gutshauses konnte man weit ringeum Laut an Dornen und hemwendeml bhebelschauen über das Mer Die KrankGezweig. Ein wirres Gestrüpp zeigte in dersehoach liebte nicht das immerwährende Rolen Nitte einen schmalen, eben erst gebrgctgztensder Wagen. Manchmal fohren die Stürme Pfad. Sie eite bindurch und biieb im von. 2.—swicd daher, und das Anprallen der Wasser ge Augenblich wie gelähmt stehen.„B. zusgen die Schären und Klippen wurde zu einer Vor ihr wich rechts und links der Woyy Ha unheimlichen Melodie, die sie nervös machte. rück. Ein weites, düsteres Wasser Lg..—/Friedvoll war es dagegen stets, in den kleinen ringeum eingefaßt von den schwarzen Schatten sunzäunten Garten zu schauen und alle Jahr der finsteren Stämme. Schmutzige Flochenszeiten in ihrem reichen Farbenwechsen hon wepioen wrürgh fg, vr, Sonn; Ppraugz. Lis hausnen und den ungedalbigen gerz iene emue he eneueu e aud un ud e uen Alg ähehe Vr ie sihne ng Maser vgebehrt, unter dem Arm den weinen mit jedem Tag schlimmer, uno, stärpig, lprach den Harani, die Rechte mit dem blinbenzersie davon wie ersegnt es ihr sei, 1igen zu Steinbeil erhoben, als erwarte er einen Plov=shürfen, um von ihren Qualen erlcst zu werde uis nich krmndt Sch rzies genice Sie? Ihr Herz? Unsinn. Ihr Herz ist frisch und gesund. Sie haben keine Bewegung gehabt. Sie haben weder essen noch trinken wollen. Sie haben nicht gearbeitet und sind nicht durch Wind und Wetter gelaufen. Reisen Sie nun heim und holen Sie alles nach. rere Stunden täglich müssen Sie draußen verbringen. Des Abends früh ins Bett und Morgens früh heraus, so werden Sie stark und geFrau Bergendal traute ihren Ohren nicht. Plötzlich erhob sie sich, tat ein paar Schritte auf den Arzt zu und reichte diesem die Hand. Als sie sich wieder im Treppenhaus sah, ging sie hinunter wie ein gesunder Mensch, der niemals von einem Herzleiden gesprochen „Kommt nun, Kinder! Wir wollen sehen, daß wir so rasch wie möglich nach Hause kommen. Ich habe so viel zu tun. Wie froh bin ich über meine Gesundheit! Ich danke Dir, mein Junge, daß Du nicht nachgelassen hast, mich zu bitten, herzukommen. Nun sehne ich mich dem Meer und nach dem Sturm da draußen.“ Als Frau Bergendal des Arztes Sprechzimmer verlassen hatte, lachte der Doktor herzlich auf, so daß die Krankenschwester, die an den Instrumenten zu tun hatte, verwundert aufschaute.— „War jene Dame wirklich nicht krank, Herr Doktor?“ „Natürlich war sie krank, aber was konnte „Natürlich war sie krank. es ihr nützen, wenn ich es ihr bestätigt hätte? Meine Worte haben ihr geholfen. Sie hat nun In einem Falle wie diesem ist Meine Worte haben ihr geholfen. Sie ha Selbstvertrauen, zuu egiem Felle wie diesem ist Suggestion die deste Medizin.“ Der getreue Manibe Nach einer altjapanischen Legende von Hans Schombach. lichen Angrist. Seine schwarzen, bisen Augernszene, un ud u. Aucten erone D. wve. Ein Lühler Hauch ham von dern eistarrenden ne bune De Aude bun Aeschal, Aaet, Aaischon Ahr eischurg, eler is 3a.: e se ale ie eaen eees ehen ece e e ie leceie eie ese ssen e. den Bbisdhen eeun gunge un eentelsche ungen: d de Ves hesen Gedanten vorg.,—, Migzscheiten Hudigung darorachten. dan Aimnend dhre eschn Sentenden Stimpe, Dur dem letzten schon, dahz en für Diele Aaunu. u. ,. ,. 5-.5)- u. ul. Glrites der Verichen brstens un Antilope;:„Hohn und Haß stritten sich in derl hiesen Gedanken vorerst. Gewiß glaubte siesund seinem künftigen Eidam Gebisch dos den Rand des Baldes von Usersßeisgrd heine Hofsnung, Der Sohn), u hassen Scheig des erwachenden Tageschöpfung und das drängende Blut sang beichu noch vicht sommen und einen Arzt zu honsuliGedankenperioren start: der Ruderncde in den bend laut in den Ohren.„Gib mir mein Kindstieren Merkwürdiger Weise schlugen des zitternden Abglanz, den die verglimmenden zurück, Thuratu,; bat„sie, mit verlsschende; Sohnes stete Mahnungen schließlich Wurzet insHolzstöße über das Wasser warken. Wie. beau Stimme und wußte zugleich, daß sie umsonksihrem Herzen, und eines Tages entschloß sieles doch, daß er, der Spielgezugrtz baut und daß des weiten, undeinlgen, Vegerzsch, die Reise zu unternehnen. Holdseliage seit Frer Frühesten Findbeit gelet Becdn fele Augsen Han Hace, ve Hagnidn ersiche heisen sehate de Ke aisiten er duch eine oimmpere du brppergärs denstrotzie. Der Tochter, die sie begleiten solteKestagel.“ ntsprag das Mitzrauen, das cheren Schr Plick auf das liegende Kind ges gmute vor dieser Reise.sgegen den fremden fungen Fant, den zukünfrichtet, das 3 ihre— Nahen rfreut austrähte),„Vernichtet von alen Prinezugrgger, murpteltigen Gatten seiner Schuzpesehlenerz, begte, Pog ze eue bet toren Aog aranitspte arme Frau Vergendal in aus uur gerso= fnicht zum zeil auch einem gewisen Zeio Over und die braten, etnog) Zie Arme vor, densgen werden, das sie zur Station bringen sollte gönnte er sie überhaupt keinem Manne; ee aubten Sohn ans Herz usder schlechte, Weg, der viele Stöde gesersgache Ein schriler Scthxei, der Angstruf eines versehen. Sie soh ict, vie unter den dichtenzughen zore autzie, 1nd die lange ureighensalgten Weigrs, zig den Einsgnen aias, seinem Be Pehn. Ste 10g nich, v., üte,=Pitz auftahrr nat das ihre dazu, sie ganz auszureivenschrubeln. Dianwve, war nicht umsonst der Prauen Opurgt.“ 2: ne Muskeln sich straff= Endlich war man jedoch am Ziel. Der Sohnsstärkste Mann des Stammes, der Vorderste auf se wiederschpzuchf Ueberfall. serwartete die Mutter am Zuge und hob sie aussder Bärensagd. Mit mächtizen Ruderstößen ten zu jähem, vschts, grnd, rechte sich hoch, mitsdem Abteil. Der kurze Weg zum Arzt kosteteltrieb er das Boot ans Ufer. Eine dunkle sam stieg nung sagte ihm, daß es Setna sein müsse, beiden, Vrysenz.“,„Chrith Hax Erlösung drängte Frau Bergendal die drei Treppen empor, diel die Gefahr drohte. In rasensem Laufe stürmte und ein kauter Soy“, e.„ tat ihr nicht zu des Arztes Wohnung führten. Den Lift an=ler durch den Busch. Als er den Rand des Gesich auf dre Ltpven, Wbe sie stumm. Auszuwenden weigerte sie sich entschiehru,„Sieshölzes erreichte, erblichte er— die Herzagen Flut hinter Thuratus geducktershatte, schrechliche Geschichten gehört, von reu=stochter, zitternd, mit abwehr.nd„erhobenen Gestalt hod sich pis ein anzuse g ggesten, die in ven uugzügen zerguetcht, Pexgen Härden am Boden kauerno, uder iur one von Bestgn.:, Drachenkopf. Riesen=waren oder von andern, die aus großer Hoyes Leidenschaft verzerrte Gesicht des Fremdlings. eng, ein schielten starr und steil auf denlherabgefallen und zerstückelt worden waren.Butschnaubend wandte er sich gegen den Heran Ahnungslosen Zinunter; ein schrechliches Maul Rein, solchen Möglichheiten setzte se sich gewißsftürmenden. Da trikzihn ein, weggenielter Nackenwirt hin gar 9 gnete, 12. osr. 112, zm sicht ans.. Faumn Vergendalldichte Unterholz taumelte. vo wirbel Fröchrgz genug um mit einem] Der bern