S 2 un peideggsung gem=Heumtn V4 Mutterliebe von A. Schöneberg= Rodenbach. An den üppig bewaldeten Hängen der Serra Geral in Süddrasilien war es, wo Deutsche, zäh wie Sohlleder, mit unendlichem Fleiß und Schweiß, mit viel Begeisterung und noch mehr Geduld den Urwald roden und zufriedene Ackerbürger werden. Wilm Wilms, einer dieser Pioniere auf vorgeschobenstem Posten, warf den langschwänzigen Fuchsaffen, den er geschossen, mit mächtigem Schwung in den Etéwald und knurrte:„Verdammte Biester! Kosten mich viel zu viel Patronen.“ Dann trat er in das roh gezimmerte Blockhaus.„Was hat's gegeben?“ fragte seine Frau freundlich. Ein struppiger Köter stellte, um des Eintretenden Beine winselnd, dieselbe Frage.„Einen Affen, der holt keine Küken mehr. Aber's wird Zeit für Munition zu sorgen.“—„Reit' nachher zur Stadt, Wilm, wenn's kühler wird. Als die Schatten des Waldes gegen die Hütte wuchsen, nahm Wilms Abschied von seinem Weibe und seinem anderthalbjährigen Söhnchen und ritt los. Nur der Hund fehlte. Nach einer Viertelstunde wurde Wilms inne, daß der Hund schon vorher Lunte gerochen hatte. Nun saß das Vieh mit der unschuldigsten Miene auf dem Wildwechsel. Alle freundlichen Aufforderungen Wilms', sich zu des Teufels Großmutter zu begeben oder sich nach Hause zu scheren, beantwortete das Tier mit unwiderstehlichem Drang nach vorn. Drei Stunden war Wilms geritten. Es mochte gegen sieben Uhr abends sein. Um diese Zeit trat Marinka aus der Tür des Blockhauses, in der Hand eine Blechbüchse, um den Hühnern noch einige Hände voll Mais zu geben und sie sorglich im Stalle einzuschließen. Mit der Dämmerung wurde das Raubzeug des Urwalds rege. Die kleine Paul saß auf dem mit vertrocknetem Gras bewachsenen Platz zwischen der Hütte und den Kaffeepflanzungen und spielte mit einem weißen Holzpferdchen, das ihm der Vater geschnitzt hatte. Voll Mutterglück sah die junge Frau auf das Kind. Da erstarb jäh das Lächeln auf ihren Zügen. Ihr scharfes Auge hatte eine Bewegung in der Grasnarbe erspäht. Eine Schlange glitt pfeilschnell auf das Kind zu. Barmherziger Himmel! Die Maisbüchse flog im weiten Bogen zur Erde. Gelber Körnerstrom sprühte auf. Sekunden nur noch. Fiebernd suchten die Augen dee gequälten Weibes den Boden ab. Stein, kein Knüppel. Das Haus, der Schuppen— viel zu weit, dort eine Waffe zu holen. Zu spät schon, das Kind vom Boden empor zu reißen. Nur noch eines Gedankens Länge zögern hieß das Kind aufgeben. Wie von der Sehne geschnellt, sprang die Mutter vorwärts. Trat der Schlange auf den Schwanz Mit bloßen Füßen, hochgeschürzt wie sie war. Zischend vor Wut fuhr das Tier herum, Marinka wich aus, schnellte vorwärts, riß das Kind an ihre Brust. Da fühlte sie einen stechenden Schmerz in der Wade. Die Schlange hatte sich gerächt. Das alte Bibelwort von der Feindschaft der Samen wurde neu. Marinkas derbe Ferse zerstampfte den platten, dreieckigen, heimtückischen Kopf. Dann trug sie das Kind ins Haus. Sie war seltsam rubig. Ihr Schicksal hatte sich erfüllt Nur noch Stunden zählte ihr Leben. Es galt, sie zu nützen. Mit dickem Binofaden und einem Holzknebel schnürte sie das gebissene Glied ab, machte mit einem Küchenmesser herzhaft einen Schnitt durch die blauen Bißmale der Schlangenzähne und preßte das Blut aus. Alles so, wie sie es von Kind auf gesehen hatte als wenn sie an einem fremden Korper arbeitete. Sie überlegte: Ihr Mann kam erst in zwei, drei Tagen wieder. Das Kind konnte bis dahin verhungert und verdurstet sein. Wilms nachzulaufen war zwecklos. Sie kam nicht mehr bis zur nächsten Siedlung. Es gab nur einen Ausweg: Quer über das Gebirge nach Sao Fernanda, der spanischen Siedlung, durch den weglosen Etéwald, über Klippen und Felsgrate. Und wenn sie vielleicht doch nicht hinkam?.. Ihr Herz stand still unter der Qual dieses Vielleicht. Hastig stellte sie Wasser, Brot, Eier, Fleisch auf die Tischolatte. brachte alles an Gegenständen, was dem Kind Verderben bringen konnte, aus seiner Reich weite, schloß es zum letztenmale lange und inbrünstig in ihre Arme und hastete hinaus, bergan, dem Rinnsal folgend.— Zu der Zeit hielt Wilms am Kreuzweg. Er schob den breitkrämpigen Sombrero in den Nacken und wischte den Schweiß von der Stirn. Der Hund war die Ursache seines Haltens. Seit einer Viertelstunde etwa schien die anfängliche Reiselust des Tieres ins Gegenteil verkehrt zu sein. Es bellte wie unsinnig, Kurzes Glück Könnte man die Frühlingstage halten, Die so lieblich sich vor uns entfalten! Kurzes Glück fliegt rasch an uns vorüber, Grüßt im Klang der Nachtigallenlieder— Schaut aus Veichenaugen, singt im Winde, Lebt in jedem frohen Menschenkinde..“ Nimmer aber will es lang verweilen— Bunten Faltern gleich uns rasch enteilen. Frieda Callier 65 sprang jappend an dem Reiter hoch, lief zurück, blieb heulend stehen und gab deutlich zu erkennen, daß es heimzukehren wünschte. „Warum bist Du mitgelaufen?“ brummte Wilms. Da sah er von Süden eine Staubwolke herauf kommen. Daraus schälte sich, bei Wilms angekommen, der Doktor Starkenfels heraus, Medizinmann, Zeitungsmensch, Forscher, Jäger, Weltbummler, den Wilms von früher her gut kannte. „Tag, Doktor!“ schrie er ihm entgegen, „dachte mir gleich, daß nur so ein verrücktes Huhn sich hier herum treiben könnte! Mal wieder in die Serra, Affen fangen?" „Guten Tag, lieber Landsmann! Schönen Dank für den freundlichen Willkomm! Dachte nicht, daß der Wilms ein Huhn wäre.“ Wilms machte den Doktor auf das sonderbare Verhalten des Hundes aufmerksam. Starkenfels nickte:„Wilms, da ist etwas nicht in Ordnung. So eine Kreatur hat mitunter mehr Gehirnschmalz in der Nase als die Krone der Schöpfung im Kopf. Gehen wir nethodisch vor. Wem gehört der Hund?“—„Mir natürlich“, sagte Wilms.—„Ja so, ich meine, hielt er sich im allgemeinen mehr zu Dir oder zu Deiner Frau oder dem Kinde?" „Zu dem Jungen natürlich... wie die Kletten.... und dann... meine Frau...] ganz klar, fütterte ihn ja.“—„Eilen wir!“ sagte der Doktor. Sie ritten den Weg, zu dem Wilms vorher drei Stunden gebraucht hatte, in anderthalb. Winselnd, mit einem blutigen Schlangenkörper im Fang, kam ihnen der voraus geeilte Hund entgegen. Wilms stürzte zum Haus, riß den von außen vorgelegten Riegel zurück, stürmte hinein, las auf einem Fetzen Papier: „Von Schlange gebissen. Suche Hilfe...... Rio Fernanda. Leb wohl für immer. Es küßt Dich Deine Marinka.“ Vorwärts! Wie gehetzt sprang der Mann in den Sattel, peitschte das Mauttier vorwärts, den Bachlauf empor. Der Hund lag auf der Fährte. Das Reittier strauchelte, stürzte, fiel. Rücksichtslos riß der Mann es immer mieder hoch. Bis es schließlich mit zerbrochenem Bein liegen blieb. Da hastete er zu Fuß weiter. Eine halbe Stunde später hatte er einen Weg hinter sich, zu dem man sonst die dreifache Zeit brauchte. Da fand er Marinka. Leblos lag sie unter einem Steilhang unterhalb der Grathöhe. Zehn Minuten von der jenseitigen Siedlung. Der Hund leckte ihr winselnd das Gesicht. Wenige Minuten später keuchte auch der Doktor auf triefendem Pferd heran. Mochte der Himmel wissen, wieso das Tier nicht Hals und Beine gebrochen hatte. „Serum!“ schrie Wilms ihm entgegen. Der Doktor brachte eine Kognakflasche zum Vorschein, rieb der Leblosen die Schläfen, löste die Binde am Bein, hieß Wilms das tote Glied massieren, machte künstliche Atembewegungen .... Nach fünf Minuten ein Schrei:„Marinka!“ Sie schlug die Augen auf. „Aber das Gift, Doktor! Das Gift! Haben Sie kein Serum?“ jammerte Wilms. „Braucht's hier nicht! Verstehst Du? Hab' mir die Schlange erst angeguckt, unten. Die Mussurana ist giftlos, wenn Ihr's auch bis heute noch nicht glaubt, Ihr Tölpel.“ Zum Glück schien der Mond und machte den Abstieg möglich. Mit Unterstützung der Männer kam Marinka verhältnismäßig gut voran. Zwei Stunden später saßen sie in der Blockhütte und ließen sich's schmecken, was Wilms ihnen briet. Dann machte sich der Doktor an seinen Packtaschen zu schaffen— er führte noch ein Lasttier mit—, und nachher suchte er einen Korkzieher. Davei Lrummte er:„War mir doch schon bei der Ausreise aus Aegypten so, als wenn ich diese Flaschen 21er Randersackerer Teufelskeiler dazu benutzen müßte, den Teufel auszutreiben. Ja, ja, auf Feste muß man gerichtet sein, selbst im Hinterland von Rio Grande. Prosit Leutchen! Trinken wir auf das Wohl der Geretteten, und vergeßt mir das Hundevieh nicht!“ Der Hund schlief den Schlaf des Gerechten. Er hatte sich neben einer reichichen Mahleeit! auch noch die Mussurana zu Gemüte geführt. Traum Eine Mutter=Skizze von Fr. Lindemann. Die Kranke lag still und reglos in den Kissen. Ihre Brust hob sich kaum. In den blaßblauen Adern am Halse stieg nur mühsam die Welle des Blutes. Gesicht und Hände zeigten die Farbe der Kerze, das bleiche fast durchsichtige Schillern des Opals. Wenn nicht die Augen gewesen wären, hätte man glauben können, sie sei schon tot. Aber diese Augen.... Das waren Mutters Augen eigentlich gar nicht mehr und doch im Grunde, um so Vieles mütterlicher. Größer und dunkler. Ein goldener Schimmer lag jetzt über der Pupille, ein warmer, fast überirdischer Glanz. Ja, so waren diese Augen... In der ersten Zeit, nachdem ihnen der Arzt die harte Gewißheit gegeben, hatten sie Tage und Nächte gewacht, um diese Augen sich zum letzten Male schließen zu sehen. Jetzt, nach so langen Wochen, standen sie jeden Morgen am Bette und warteten darauf, daß sich diese Augen wieder öffnen würden. Wenn dann die Blicke der Erwachten von einem zum anderen gingen, von Adrian, dem Vater, zu Karl und Hanna, den Kindern, so hoben sich, kaum merkbar, die Mundwinkel der Mutter, und etwas wie ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Dann hätten sie es selber nicht zu sagen vermocht: War es Hoffnung oder Furcht, was ihnen das Herz bewegte? Aber aus dieses Lächeln warteten die Drei, ja, es war ihnen manchmal, als könnten sie es erzwingen mit diesem Lächeln den Tod besiegen. Und so sehr hatten sie sich in den letzten Wochen an dieses morgendliche Erwachen gewöhnt, daß sie abends gefaßt und still sich zur Ruhe begeben und die Nacht in Frieden schlafen konnten.. Adrian lag wie sonst neben seiner kranken Frau und lauschte auf ihren Atem. Die Kinder waren zu Bett gegangen. Sie hatten die Tür der elterlichen Schlafkammer offengelassen. Ein leiser Luftzug trat von dort herein und bewegte die Flamme der Kerze auf dem Nachttisch. Seltsam verschoben sich dadurch die Schatten im Zimmer. Adrian war müde, sehr müde. Aber er wollte wach bleiben. Zum Einschlafen war es noch zu früh. Dabei kamen ihm Gedanken, wunderliche, ferne, längst vergessene. Einmal siel ihm ein, wie er selber vor Jahren hier krank gelegen und wie ihn seine Frau umsorgt hatte mit ihrer Liebe, die sie sich bewahrt hatten.. Immer wieder wollten ihm die Augen zufallen. Die Kerze auf dem Nachttisch knisterte und schwankte. Die Schatten an den Wänden begannen zu wandern, nahmen Gestalt an. Seltsam, da— Adrian mußte angestrengt hinblicken, um sie zu erkennen. Ja, da stand sie. Da stand mit einem Male seine Frau vor dem Bette, sah ihn mit ihren sorgenden Augen an und sagte mit ihrer ruhigen Stimme:„Du bist krank, Adrian, sehr krank. Aber ich gehe jetzt. Ich gehe, um die Medizin zu holen. Du wirst schlafen, Adrian, lange schlafen. Aber wenn Du aufwachst, bin ich wieder bei Dir. Ja, und dann sind wir beide gesund.“ Damit wandte sie sich ab und ging durch die dunkle Tür hinaus auf den Flur. Die Klingel der Haustür schellte. Er hörte es deutlich. Dann schlief Adrian wirklich ein. „Vater!“" Der Schlafende fühlte, wie ihn jemand am Arm rüttelte. „Vater!". Das war Karls Stimme. Sie klang heiser und gepreßt. „Vater! Hast Du nicht die Türklingel gehört?“ „Türklingel?“ fragte Adrian halb noch im Traum.„Das war Mutter. Sie ist hinausgegangen, um die Medizin zu holen.“ „Mutter?" Karl hatte geschrien. Da wurde auch der Vater plötzlich ganz wach. Er griff nach der Hand seiner Frau. Sie war kühl. Er horchte nach dem Atem seiner Frau. Der stand still. Zitternd, auf Zehen kam Hanna herein. Adrian sah sie an und sagte leise:„Mutter ist hinausgegangen, Hanna.“ Schluchzend warf das Mädchen sich neben ihm nieder. Aber der Vater blieb ruhig, ganz ruhig. Er legte seine Hand auf ihr Haar und sagte: „Nicht weinen, Hanna, nicht weinen. Sie hat es mir selber gesagt: Wenn wir aufwachen, ist Mutter wieder bei uns.“ Verantwortlich: H. Semmelmann, Altena. Druck nud Verlag: Dr. C. Santz. Altena. 1 1 Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung Nr. 19 Samstag, 11. Mai 1029 Das Mutterherz Skizze von Richard Blasius. Die Heide kroch langsam in ihr Frühlingskleid. Krüppelbirken und Wacholdersträucher schlugen aus. Da saß Fidde Voß vor ihrer Kate und schaute die Straße entlang.„Er kommt, er kommt“, sang in ihrem Herzen das Glück, auf das sie dreißig Jahre gewartet, an das sie immer geglaubt hatte, obwohl Jahr um Jahr vergangen und die Tage um Fidde Voß immer stiller, einsamer geworden waren. Vor dreißig Jahren war ihr einziger Sohn in die Welt gegangen, in Unfrieden mit dem Vater, und hatte ein Menschenalter lang nichts von sich hören lassen. Jener Tag stellte in ihrem Leben ein düsteres, hohes Kreuz auf, drückte ihr eine Dornenkrone auf die Stirn, daß sie nie mehr froh wurde. Nur der unerschütterliche Glaube an des Sohnes einstige Heimkehr gab ihr Kraft zum Weiterleben. Mit dieser Sehnsucht im Herzen wurde sie alt, war sie hinter, dem Sarge ihres Lebensgefährten gebückt dahin gewankt und hatte noch immer die Hoffnung nicht aufgegeben. Und ihre Zuversicht wurde belohnt. Heute hatte ihr der Depeschenbote ein Papier in die abgelegene Kate gebracht. Ihre zitternden Hände rissen es auf. Nur ein Wort sah sie: Staften: Dann verdunkelten Tränen ihre Augen. Und nur mühsam konnte sie die wenigen Worte entziffern:„Ich komme heim.“ Nun saß die Greisin da und wartete. Ihre schwach gewordenen Augen schauten über die Heide. Da schlich die graue Sorge an ihre Seite und flüsterte mit heiserem Rabengekrächz in ihre Ohren: Wie wird er heimkommen, als einer der vielen am Leben Gescheiterten? Was trieb ihn heim? Die Sehnsucht nach der alten Mutter, oder zwangen ihn Not und Elend, sich des letzten Zufluchtsortes zu erinnern, des Mutterherzens? Was sollte werden, wenn er als Schiffbrüchiger heimkam? Sie konnte nur eins mit ihm teilen, ihre Armut. Der Heidewind türmte im Westen graue Wolken auf und schob sie näher. An der Wegbiegung bei dem mageren Föhrengebüsch wurde ein Gefährt sichtbar. Ihr Herz war voll Frohlocken. Also gehörte er doch nicht zu den Gescheiterten. Sie durfte stolz auf ihn sein, wie sie esgern wollte, vor sich und den Leuten. Sie strengte ihre Augen an, um zu erkennen, welcher Art der Wagen sei. Aber noch toar er zu fern. Da faltete sie die Hände und flehte inbrünstig, ihr Steffen möge darin sitzen und als ein Mann von Ehre und Ansehen zu ihr kommen; nicht etwa, damit er ihre Armut wende, sondern um seinetwillen, damit er in den Augen der Welt etwas bedeute. Das Gefährt kam näher, aber die Greisin ließ traurig den Kopf hängen: Es war ein Zigeunerkarren. Fahrendes Volk rasselte vorbei, eilig und ohne die Alte zu beobachten. Höher und höher schob sich die graue Wand in Westen und drängte sich zwischen Sonne und Heideland. Da wieherte abermals am Föhrenbusch ein Pferd auf. Diesmal war es ein Reiter, den der Mutter Blicke erspähten. Das mußte er sein. Wie hätte seine Sehnsucht die Schneckenfahrt im Wagen ertragen sollen, dessen Räder in den grundlosen Wegen des Vorfrühlings versanken? Aber auch der Reiter trabte vorüber. Man Wulf, der Heidebauer, war es gewesen. Der Wind begann zu heuten. Das Gewölk raubte dem Tage alle lenzfrohen Farben. Doch die Greisin saß unbeweglich vor der Kate. Ihre Erwartungen wurden bescheidener. Was sollIm Maien Ein Maienlied aus Kindermund, Dem Zwitschern einer Lerche gleich, Weht traumhaft über Wiesengrund. Es wandelt in dem Silberkleid Das Bächlein durch die grüne Au, In mädchenhafter Heiterkeit Und Wölkchen wie aus zartem Flaum Durchsegeln rasch die blaue Luft— Trägt jedes einen Maientraum. Frieda Callier. ten ihrem Steffen Geld und Gut frommen? War es nicht genug, wenn er als einer heimkehrte, der geschickt und willig zu ehrlicher Arbeit war?. Am Nachmittage brach das Ungewitter über die Heide herein. Die Föhren bogen sich sturmgepeitscht. Schwarze Wolkenungerürne trieben ostwärts und überschütteten das Land mit kalten Aprilschauern. Fidde Voß hatte sich an der. Herd geflüchtet. Die Wolken zerflatterten und hingen wie verwehte Rauchfahnen in der Luft. Aber der Regen rieselte weiter. Das Mütterchen trat an das Fenster, und plötzlich krampfte sich iyr Herz in jähem Schreck zusammen. Ein wüst aussehender Mann schwankte zerlumpt, betrunken der Hütte zu. Ein Schwindel befiel sie. Ihre Gedanken flogen in wildem Entsetzen. Sollte er es sein? Nur das nicht! Sie sank mit wildem Aufschrei in die Knie und rang die Hände. Er war wirklich über die Schwelle getreten. Sie starrte entsetzt in ein aufgedunsenes, rotes Trinkergesicht. Als er die Alte auf den Knien liegen sah, machte er kehrt und taumette kovfschüttelnd hinaus. Da schrie im Mutterherzen die Angst aus. Wenn er es gewesen war! Wenn er sie ob ihrer Verzweiflung vor Scham wieder verlassen hatte! Sie stürzte ihm nach. Mochte er aussehen, wie er wollte; mochte er sein, was er wollte, er war ihr Sohn. Draußen hängte sie sich an ihn und storrte ihm in die Augen. „Verfluchte Vette!!" lallte der Trunkene und schüttelte sie von sich. Sie faltete ihre Hände.„Dem Himmel sei Dank! Er war es nicht" Sie setzte sich an das Fenster und wartete wieder. Ihr Herz beruhigte sich. Wie töricht war sie doch gewesen! Ein Bettler schickt keine Depesche. Und gegen Abend bog wieder einer um die Heideföhren, kam mit federnden Schritten daher, ein Köfferchen in der Linken, in der Rechten einen Stock, den Maniel über die Schulter gelegt. „Steffen,“ jauchzte es in ihr. Da stand er schon in der Hütte und fiel ihr um den Hals. Schluchzend sank sie an seine Brust. Es währte lange, ehe sie Worte fanden. Die Mutter strich immer wieder über das ergraute Haar. Er zählte ja auch schon fünfzig Jahre In seinen Augen las sie das Geborgensein ihres Aters. Da wandte Fidde Voß sich ab und schämte sich ihres Verzagtseins und ihres Kleinmuts. Die Kur Historische Skizze von H. Goeppert=Harlingerode. Claus Keck, seines Zeichens ein Stellmacher, saß in der großmächtigen Einfahrt des Kruges am Westerntor und spuckte abschließend in die Gosse. Also! Es war aus! Geld, Holz, Handwerkszeug, sogar das Sonntagswams. Die Würfel hatten es gefressen. Alles. Die Würfel, die ihn nicht los ließen, bis der letzte Gutegroschen zum Teufel ging. Das war eine Krankheit! Viel stärker als sein Wille. Claus zog die Stirne kraus. Schnippte mit den Fingern. Pfiff. Lirumlarum! Wozu war Krieg und der Soldat der Herr der Erde? Er wollte Handgeld nehmen, Beute machen und auf der Trommel würfeln. Claus Keck stand auf und ging.— Ein paar Tage darauf war er Dragoner in dem Haufen des Obristlieutenants Hans Ernst Vitztum von Eckstaedt, hatte auf den Artikulsbrief, der das Wallensteinsche Reiterrecht hieß, geschworen, am ersten Abend sein Handgeid rasch verspielt und, da er sich laut darüber verwunderte, einen Faustschlag bekommen, der ihn um und um warf, schleppte Feldbinde und Pike. Nur fehlte ihm ein Pferd. Wie denn auch? Aber als am 25. April 1626 die Schlacht bei Tessa an der Elbbrucken geschlagen wurde, da hatte er Fortunam und erbeutete zwei Pistolen, einen Sack voll Geld und ein Pferd. Nun war er ein Soldat. Er verfluchte seine Pike nicht mehr, er nahm keinen Fausthieb ohne Quittung entgegen, er trank, daß ihm die Augen tränten, und er würfelte immer fort! Das war ein Leben! Sie lagen tatenlos um Zerbst herum im Quartier. Den Mai, den Juni, den Juli. Aber am 8. August kam Leben in die Bude! Der Friedländer entschloß sich endlich, dem Mansfeld nach Böhmen zu folgen, und führte 14000 Mann in unheiligem Tempo südostwärts. Die Dragoner zogen ganz am Ende. Wenn der Herzog in Kottbus lagerte. schliefen sie noch in Lübben. Und als sie nach Forst kamen, war er schon in Sagan. Sie nahmen sich Zeit. Sie fouragierten tapfer im Lande herum. Es brannte sogar manchmal aus Versehen. Sie mußten freilich auf der Hut sein! Denn was halfen gefüllte Quersäcke, wenn einem der Profoß eine niedliche Kravatte um die Gurgel band? Plötzlich machte der Herzog bei einer Stadt halt, die Bunzlau hieß. Ein Gichtanfall unterbrach auf wenige Tage die Hast des Vormarsches. Lange genug für ein Strafgericht! Die Landstände, voran der Kammerherr Karl Hannibal von Dohna, kamen mit vielen Bitten. Er möchte dem Plündern doch wehren, dem Brennen, dem Rauben! Wallenstein tobte. Shaum trat ihm vor die Lippen. Lange wagte keiner, ihm nahe zu kommen. Und dann hatte er für alle Vorstellungen nur ein Wort:„Hängen!" Er wollte nichts wissen vom Stock und vom hölzernen Esel. Er ließ auf dem kleinen Marktplatz Galgen bauen. Zwei, vier, sechs. Wahllos griffen die Schultheißen in die des Stehlens und Plünderns beschuldigten Fähnlein und Kornette. Keiner der Gefaßten leugnete. Was denn? Stahl nicht jeder einmal? Wenn man für jeden lumpigen Diebstahl... Der Herzog wohnte selbst der Exekution bei. In seinem ovalen, gelblichen Gesicht zuckte keine Muskel. Nur manchmal fuhr er mit der Hand über den Knebelbart und kaute ein grimmiges„Hundsfötter!" zwischen lautlosen Lippen. Claus Keck war gar nicht in Stimmung. Teufel ja! Da stand er nun, die Hände auf dem Rücken, am Ende einer langen Reihe. In einer Stadt, die er nicht kannte. Vor Instrumenten, die er sehr wohl kannte. Er zitterte vor Angst und Grauen. Er hätte gern geschrien. Aber Leine#ohle mon mie. ausel-brelien. 830 Seas. S SESgS!: SHgSEESS guce S SSGSSE S 9 P SOME tas außerdem wußte er, daß der Herzog, derffreind geworden, die sich damals in Malmd insstolz an alten Ueberlieferungen feschiekten, das nichts so sehr liebte wie Bravour, ihn würdelheißer Liebe zusammengetan. Wie stolz zeigte Erbe der Väter aufbewahrten für die Nachgevierteilen lassen, wenn er bölkte. Abke der jungen Frau den Besitz, seine Scholle, borenen. Gunilds Hand auf dem Truhendeckel Claus schluckte Tränen. Er war ja doch ein seine Heimat, die sich die Söderkunds mit dersschauerte. Auch ihr Kind gehörte zu diesen Anfänger! Ganz und gar nicht daran ge=Kraft ihrer schwieligen Hände und manchem Nachgeborenen, hatte ein Recht auf Söderwöhnt, zu hängen Und wie schrecklich, sehen Schweißtropfen errungen. Ja, einsam lag schonskundshof. Entschlossen öffnete Gunild die Truzu müssen, wie einer nach dem andern..[der Hof, und die Ahne war oft wunderlich inshe. Sie erstaunte, denn sie war leer, oder nein, undsf die Augen zu, daß sie brannten. Ersihrem hohen Alter. Aber, gab es nicht Feste?sganz auf dem Grunde lag ein Buch, ein ledersenkte den Kopf und mußte doch immer wieder Heimliche Feste des Herzens, des Auges. Heim= gebundenes, uraltes, stark ausgefranstes Buch hinschielen. Und immer wieder zählen: Zwei,sliche Genüsse der Seele? Wenn die junge Saat mit der Aufschrift„Leben und Sitten auf Sövier, sechs...,.. saufschoß, wenn sie wogte mit der Flut ihrersderkundshof.“—— Es waren ihrer zwölf. Die letzten zwölf. ssegengetränkten Halme unterm bunt trillern=] Die ehrwürdige Standuhr holte weit aus Da winkte der Herzog. Sprach ganz leiselden Lied einer Feldlerche, wenn der dunkle zum Schlage. Mit fiebrig glänzenden Augen .. Was Gnade?... und lächelte. Es war Mohn zwischen den Aehren schillerte und die schaute Gunild um sich. Viereinhalb Uyr? Wiebein gutes Lächeln.[Heckenrosen so heiß und wild dufteten, wenn der senkte Gunild den Blick auf die Stelle, die hann wandte er sich. Ging. Mühsam.ldie Nächte schwüler und verheißungsvollerssie besonders fesselte aus dieser Fülle von SöAuf den Stock gestützt. Krank. Und dennoch wurden... Freilich erlebte nur ein rechtersderkundsitten und Bräuchen: ein Herr über Leben und Tod.— Söderkund diese Wunder, weil er mit Leib]„Wurde dem Söderkundshof ein Kind gesechs Galgen lagen sechs Trommeln. und Seele zur, Heimaterde gehörtz, Gunild war, horen, so trug es die Rutter auf seinem erunter e. zroez, Menschen. Jeder hatte noch keine Söderkund., Sie schrtit über alles) sturgt 9 trug B.Ldur Laut ter. Pi., Pihast, an jeder saßen gpei meuschen.„#, 9# dahin, mit gefühllosen Tritten, was Akke heiHänd,dernen Decher in der Hawo. und autr lig war. Sie trug ihr Kind angstvoll in dem Ge###.: Sere. Aonn vom Terzky sing am danken, daß es ein Söderkund würde, schwer wraf„Accm Ecchhuu.—..— guzan Fram= sund einsam wie ihr Mann, das wußte Akke. dei der ersten###m Und nun kam dieses Kind, war vielleicht schon wel. Vesahl:„Werfi! 15g. Würde es die Wandlung seiner Mutter be*(wirken, die Akke erhoffte und ersehnte? Graf Adam von Terzky stand vor der Trom= Eine Magd kam aufgeregt die Treppe herab ge:) Hh Lennoch die Treppe hinauflzwinaharo Liohe zur Scholle in seinem Blut. Das allerletzte... ist der Tod! Die Truhe des Söderkunds Erzählung aus Schweden von Ragnhild Svenssen. Aus einem Regen, der nach dem nahen Frühsohr duftete, kehrte. Alke Söderkund von den so, den Vecher, schittelte... stüipte.. Jab.(Herr Säderkund'“...— Linaus swingbare Liebe zur Scholle in seinem Blut. asch 5„[ Nun mußte Akne vennochh vie Trepyx Hltlaullc####,####.. hittar weh hatte ihm das peter Foßholt lachte heu auf. Schleuoerte sin die Kammer, aus der ihm ein kräftigess#, Akke, Akke, wir bitter weh hatte ihr den Becher gegen den Galgen. Lachte.(Säuglingsschreien entgegensang. Sein Herss9= Giutgste Thoß jicht mit leuchtenden Augen und Zitternd saß Claus. Leichenblaß, Rit schmad=wurde weich. Seine Hand, die zärtlich seinsgritt'“ gammer, wo ihr Kind schlumdernden Lippen. Die Würfel klapperten leisewollte, legte sich um Gumnilds feuchte Rechtesuheg: zur Kramrt, wo ihr Kind schl er der bebenden Hand.[Sie öfnete die matten Bider. Ein Schein lo0)gläke:„it weit gusholenden Schritten Ein Burst Ein Burfi„.„in ihren Augen. Akke hatte lange nicht mehrsin sein, Ischperen Stiefeln über die feuchte alle seine„Sinne schrien zum Himmetsein solches Licht in ihrem Antlitz, gesehen; esschrde, ein Hahen von grobem Linnen ungebumnHerr! Herrl“.. Er gelobte, schwur, wandte machte sie wieder so jung und schön wie zu dersb. Zog er mit der Linken zusammen hielt: die den Becher..... g341, Zeit, da Aubes Herz hr 3ugeflogen.: gaß.„[Nechte warf in kunftgerechtem Schwunge die Graf Erdmann von Terzhy sag yim. Richktel„Es ist ein Junge“, sagte sie soleise, 119 er Körner aus, die sich innerhalb weniger Monate gleichgültig. Sagte:„Pasch sechs.“ Dann lihre Worte erraten mußte. Der Druck seiner)'“) ine wallende Flut blüte= und fruchtschwerer eing er. T Hand verstärkte sich.„Ja“, stotterte er unbeholes verwandeln würden. Akke hielt inne u. Eine Rinute später pendelte Peter Foßyolizsen. Aber sie sah mehr, sah seine wortlose Hishte, zich mit dem Handrücken über die der nicht mehr lachte, am Galgen.[Freude am Blick, in den er seine Seele gelegt. Stirg., Der Regen hatte aufgehört. Alle WolDarunter lag sein Becher.[Demütiger schmiegte sie ihre matte Hand unterskent zwaren abgezagen, die Luft war durchsich* lseine schwere und starhe. Sie hätte vieles sorstig, gart und klar. Den tief gefurchten Weg Aie Caws Keck, den die Knechte des Prosgen anögen und(Shurnde Her Eriszjungtr, unge,sentlang kam Gunid, das Kind wohlverwahrt kossen zu den Zelten seines Kornetts geschlepptlder v#lg Har Hann zur Wiege schritt don lin den Armen. Verwundert stand Akhe und sah hatten, nach Stunden wieder zu sich kam, warsnsitzt. Als ver Boumn. I#t.„top(limmmerten sihr entgegen. Und dann begriff er, daß sie er alt geworden. An den Schläfen, über denskleinen Schreier vu bestuun Gimiscd Hore=Filseine Söderkund geworden war, denn sie brachte Ohren bis zum Nachen hinab waren seinesnengestaft gachsigß nit dem Gumnto v-z 2— sihren Knaben, domit auch auf ihn für ewige lächeite, wenn se ihn soppten Verheißng. Auch die Amsel lachte über hr, Brautschau in Sowvjetrußland Zu seinem Freunde Hannes Henbe sagte erisversuchte ein Frühlingslied. Da horchten siel Zeitbild von Michael Soschtschenko. Galgen.„Basch sechel Pesser gestsalle auf, die i der hellen Thry. beha, Pit)„ 9. gräte, gesunde Frau Läihrie““ heim, es nicht. So soll er denn auch der letzte sein!“ alle auf, die in der hellen Stube beim Mitz tagsmahl saßen. Der junge Tauer erhob llgh alles gesagt hal. Schulter, beugte sich ein wenig, ihr in die Kech, seines Zeichens einmitt zch muß noch in die Feider. Du etwas Stellmacher und vogurgien ein ordentiicher]“ Gunicd schittelte den Kopf, wie sie es sich Wersice radg bob gir ae. 1 Sochltlungenichgt vor der Gebut des Kades. Zoge Lernigerove, daß es für alle Krankheit einnet eg nicht:“ meinte sie ausweichend. kittel gibt.##rante str,. Akkes Hand sank herab.„Auf gleich“, preßte es sich ihm aus der Kehle. Dann ging er nach draußen. Gunild schaute ihm nicht nach. Gedrückt faltete sie die Hände im Schoß. Die Ahne auf der Ofenbank schaute sie unverwandt an.„Du hättest mit ihm gehen sollen“, sagte sie ganz ohne Vorwurf,„es ist schwer für einen Menschen, immer allein gehen zu müssen. Was bedeutet denn eine ganze duftete, kehrte Abke Söderkund von gen Stadt voll gleichgültiger Menschen gegen einen Feldern heim. Er rieb die mit Erde umkruste=seinzigen, dem man die Welt ist!“ Und da Guten Schuhe am Eisen ab, sonst murrte Gunildnild schwieg, fuhr sie fort:„Siehst Du nicht, über den Schmutz, den er ins blank gehaltene wie Akke Dich liebt? Aber er muß an Deiner Haus trug. Durch den vom Däminern erfüllten Zugehörigkeit zu seiner Welt zweifeln. BeFlur ging er ins Wohnzimmer.[weise ihm, daß Du eine Söderkund geworden Die Ahne am Kamin hob den Kopf und sahlbist! Das bist Du seiner selbstlosen Liebe schuldem Enkel entgegen. Gunild war nicht in dersdig. Schau' einmal hinein in die Truhe der Stube.„Wo ist denn Gunild?“ fragte Akbe Sö=Söderkunds, die seit Jahrhunderten oben auf derkund.(der Diele steht! Vielleicht findest Du den Weg „Sie ist in der Kammer. Iyr werdet bald zu Akkes Wesen und seiner Welt.“ Euren Sohn haben!“....] Gunild hatte sich erhoben. Die Lippen lagen Ungläubig vor Schreck und Freude stand dünn wie Bindfäden in dem blassen Gesicht. Sie Alke im Halbdunkel des Zimmers und starrte wollte nicht nach oben gehen, nicht in die auf den leeren Platz. Seine Lippen zitterten, Truhe sehen, nein! Aber ein Etwas zwang sie nd er sich umwandte und die Stuhe wiesldazu. Wie die Standuhr tickte. Zwei Uhr. Wie boren, so trug es die sten Gang zum Acker, den der Vater bestellte und der ihn nährte. Dort bettete sie das Kind weich auf die Erde. Lebenskraft floß aus dem heiligen Boden in sein Blut und die unauslöschliche Liebe zur Heimat seiner Väter, auf daß es ein echtes Söderkundglied werde." Kannte Akke den Spruch' 2. Herfe, Hr pete In diesen Tagen heiratete Eine nräftige, gesunge grau führte er heua, währen, er sug unoutce und die Stube wielsdazu. Wie die Standuhr tickte. Zwei Uhr oer verließ.M„ schön die Truhe war, über uno über mit Draußen verharrte Akke eine Weile re=Schnitzereien verziert und mit goldenen Nägungslos am Flurfenster und lauschte einem gelköpfen beschlagen. Zwei Buchstaben schienen lenzlichen Vogellied. Im lachendsten Frühling vornehmlich in den Vordergrund gerückt„A. hatte er Gunild aus Malmö nach Söderkunds= und G. 1614“. Gunild wußte wohl, es waren hof geholt. Erst gefiel ihr der reiche Bauernbe=zwei Namen, welche die Söderkunds seit ursitz, das segensschwere Land; aber im Herbstldenklichen Zeiten führten: Akke und Gudrun! und Winter veränderte sich ihr Wesen. Sie Diese Truhe barg einst den Brautschatz der Gunild, der Großstädterin, war das fremd gon dern Viyterhaltzungetätten„Lort. wvd, Tchlhenhars goß o; Merschen gaub. die lo tren uund Hrisenden Bangemeute mer. Sie maren Aüchlderkar daß es Menschen guth. die so treu und sie wog wohr so zwei Zentner. Ueberhaupt hatte der Mann Glück. Vorher war er nämlich drei Jahre lang Witwer gewesen, keine Frau wollte ihn haben. Aber gefreit hatte Jegorka fast um jede, gar um die lahme Soldatenfrau aus dem Städtchen. Nur wegen einer Kleinigkeit ging die Sache damals auseinander. Jegorka liebte er sehr, von dieser Brautschau zu erzählen. Er log dabei ganz unwahrscheinlich und wußte immer neue, interessante Einzelheiten hinzu zu dichten. Alle Bauern kannten die Geschichte schon auswendig; aber dessen ungeachtet baten sie Jegorka bei jeder Gelegenheit, sie noch einmal zu erzählen, und hielten sich schon im voraus die Seiten vor Lachen. „Na ja. das war eine dumme Geschichte, gerade in der Hauptarveitszeit— mähen, einfahren, Garben binden, man hatte alle Hände voll zu tun— und gerade in diesem Augenblick starb meine Frau. Heute, sagen wir, wird sie krank, morgen ist ihr schon ganz schlecht. Sie wälzte sich herum, phantasierte und fiel vom Ofen herunter.„Katerina Wassiljewa,“ sagte ich zu ihr,„es ist, als ob Sie mich ermordeten. Zu so ungelegener Zeit wollen Sie sterben? Halten Sie noch bis zum Herbst aus, dann können Sie meinethalben sterben.“ Sie wollte aber von nichts wissen. Nun rief ich den Feldscher, ein Pud Hafer nahm er als Lohn. Nachdem er den Hafer in seinen Sack geschüttet hatte, sprach er:„Die Medizin ist in diesem Falle machtlos; Deine Frau muß doch sterben.“ „An was für einer Krankheit denn? Verzeihen Sie die unbescheidene Frage!“ „Das“, sagte er,„ist der Medizin wiederum nicht bekannt.“ Immerhin gab der Feldscher einige Pulver und fuhr dann weg. Wir legten das Pulver hinter das Heiligenbild— es half nichts. In der Nacht starb die Frau. Da heulte ich natürlich: Mitten in der heißesten Arbeitszeit! Man soll mähen, ein8 Sa SS. 80S 5 *5 ##.2 S5OEESEESE EEGAENRES 288 5.8• „Bag5S5 2 5 8 8 SsaScE. SSSOFEEEGEE GasssSRESe: fahren, Garben binden... Ohne die Fraus Kurzerhand warf ich ihre Habe vom Wagensden Sprühregen der Rleinen Gießdanne ides 475 bar.—.—öalich herunter und wartete, was die Frau nun t:n schien das oanz unmöglich. schren dus ganz unmöglich. Ich war vollkommen ratlos. Wie wäre es aber, wenn man sich wieder verheiratete? Aber so geschwinde heiratet doch keiner! Wenn auch diese oder jene Frau ganz gern gewollt hätte — so in der Eile wäre es ihr doch peinlich Ich hatte aber große Eile. Kurz entschlossen wusch ich mir die Füße, zog meine neuen Hosen an und fuhr los. Also kam ich ins Städtchen und ging zu meinem Bekannten.„Ich habe wenig Zeit,“ sagte ich,„es lohnt auch nicht, viele Worte zu machen: Wißt Ihr nicht eine Frau für mich? Sie kann schlecht sein, meinetwegen bind, alles egal, aber ich muß unbedingt heiraten.“ „Gerade jetzt, so mitten in der Ernte, ist ks schwer. Da denkt keine Frau ans Heiraten. Aber geht doch zur Soldatenfrau, zu Aniskja, vielleicht könnt Ihr die herumkriegen.“ Dahin ging ich also. Ich kam hin und sah: Eine Frau saß auf der Truhe und kratzte sich „Guten Tag, hören Sie auf zu kratzen, ich zabe ein Anliegen an Sie,“ sagte ich. „Das stört ja eines das andere nicht,“ gab sie „Nun, es ist Erntezeit, lange Reden brauchen wir nicht zu machen. Sie und ich— wir lind ein Paar, einen Dritten haben wir nicht nong. Wollen wir heiraten? Und morgen gehen Sie aufs Feld, Garben binden.“ „Das geht schon, wenn Sie wirklich Interesse für mich haben,“ sagte sie. Ich sah mir die Frau näher an, sie war nicht schlecht. Alles vorhanden, kräftig schien sie auch zu sein, sie konnte also sicherlich arbeiten. „Na,“ sagte ich,„natürlich interessiere ich mich für Sie. Aber wollen Sie mir nicht vielleicht, gleichsam, wie auf einem Fragebogen, genau antworten, wie alt Sie sind?“ „Mein Alter ist gar nicht so hoch, wiaussieht. Die Jahre habe ich nicht gezählt, aber das Geburtsjahr ist— der Wahrheit die el— 1886.“ „Zum Nachrechnen ist jetzt keine Zeit, wenn Sie nicht lügen, ist alles in Ordnung.“ „Nein,“ erwiderte sie,„ich lüge nicht, der Himmel straft den Lügner. Soll ich mich fertig machen?. B.I, Sechauee „Haben Sie denn viele Sachen?" „Nein, sehr viele Sachen habe ich nicht, eine Truhe und ein Federbett.“ Wir luden die Truhe und das Bett auf den Wagen; ich nahm auch noch einige Kochtöpfe und Holzscheite mit, dann fuhren wir ab. Ich lenkte das Pferd; meine Frau saß auf der Truhe und schmiedete Zukunftspläne, wie sie leben und was sie kochen wollte. Es würde auch nichts schaden, wenn man mal in die Badestube gehen würde— drei Jahre hatte man nicht gebadet.. Tteigm Si. Litt. Endlich kamen wir an.„Steigen Sie bitte aus,“ sagte ich. Die Frau stieg aus dem Wagen. Ich sah, daß sie so merkwürdig ausstieg, so von der Seite, als wenn sie lahmte. Pfui Teufel, dachte ich, das kann ja eine schöne Sache werden.„Sie, Frauchen, Sie scheinen ja wohl ein bißchen zu hinken?“„Ach nein,“ sagte sie,„ich kokettiere bloß.“ „Ja, erlauben Sie mal, wenn Sie wirklich hinken, dann ist das aber eine sehr ernste Angelegenheit. Eine hinkende Frau kann ich in der Wirtschaft nicht gebrauchen.“ „Ach nein,“ entgegnete sie,„das ist nur das linke Bein. Es ist im ganzen noch keine Handbreit kürzer.“ „Ob es eine halbe oder eine ganze Handbreit kürzer ist, darauf kommt es nicht an. Wir haben keine Zeit, erst noch lange nachzumessen. Aber das geht nicht. Da werden Sie ja beim Wassertragen alles verschütten... und überhaupt... Entschuldigen Sie bitte, ich habe mich übereilt.“ „Nein,“ sagte sie,„jetzt ist die Sache abge„Rein,“ erwiderte ich,„ich kann nicht. Alles ist ja sehr günstig: Ihr Gesicht und auch das Geburtsjahr 1886 gefallen mir ausnehmend gut, aber es geht nicht! Verzeihen Sie schon, aber das mit dem Fuß habe ich übersehen.“ Nun begann die Frau zu schimpfen und zu schreien, natürlich ging es auch nicht ohne Prugel ab. Sachte trug ich ihre Habe auf den Hof hinaus. Sie fuhr mir noch einige Male übers Gesicht, dann sagte sie:„Dein Glück, Bauer, daß Du es bemerkt hast. Fahre mich jetzt nach Hause“. 125(n 1 Wir stiegen in den Wagen und fuhren los Wir waren noch etwa sieben Kilometer vom Ziel, als mich eine furchtbare Wut packte. Jetzt, mitten in der Erntezeit, soll ich Bräute nach Hause kutschieren? Da kann man nicht viel Federlesens machen. herunter und warkete, was die Frau nun tun wurde. Die blieb auch nicht mehr lange sitzen, sondern sprang ihrer Habe nach. Ich aber lenkte meine Stute in den Wald und jagte davon.„* 90 dem OWie sie mit der Truhe und dem Federbett nach Hause gekommen ist, weiß ich nicht gekommen ist sie aber, denn nach einem Jahr hat sie doch noch geheiratet.“ Ein Frühlingsopfer Skizze von Hans Bethge. Sie saß am offenen Fenster, im Lehnstuhl, von blendenden Kissen umgeben, und sah auf ihre schmalen Hände, die ihr verschränkt im Schoße lagen, gläserne, kranke Mädchenhände, auf denen sich die blauen Adern deutlich abzeichneten. Sie waren ganz weiß. Nur die Nägel zeigten noch eine schwache Röte, und dort, wo die Knöchel lagen, schimmerte es rosa. Aber ganz wenig nur. Sie regte die dünnen Finger, hob die eine Hand und hielt sie gegen das Licht, um das Blut schimmern zu sehen. Es leuchtete sehr blaß, blässer, als vor wenigen Tagen noch, und es fiel ihr jetzt auch viel schwerer, die Hand zu erheben. Es ging schnell abwärts. Sie legte die Hand in den Schoß zurück und sah zum Fenster hinaus. Draußen war der Frühling, schöner als sonst, sonniger, wärmer, blütenreicher. Dicht vor dem Fenster schwankten blaue Fliedertrauben und verschwendeten einen süßen Duft, der wie lichte Wolken ins Zimmer zog. Goldregenbäume standen dahinter und leuchtende Schneeballen und all die bunten Sträucher, die unser Auge im jungen Frühlingsglanz immer von neuem zu entzücken pflegen. Auch Jasmin war in Menge da. Aber der blühte noch nicht. Seine Knospen träumten verschlossen. Und aus der Ferne schlug eine Nachtigall. Sie sah mit ihren großen, blauen Augen in all den Glanz und ließ die strahlende Sonne ungehindert in ihr Gesichtchen fallen. Einmal hustete sie, leise und heiser. Dann neigte sie sich sanft vornüber. Sie schmiegte den Kopf, dem man seinen goldenen Haarschmuck schon genommen hatte, in die Kissen und träumte. Von der Vergangenheit. An die grausame Zukunft dachte sie nicht gern. Sie war von Kind auf zart gewesen, immer schwächlich und blaß. Aber daß es in so jungen Jahren so weit kommen könnte, hatte sie doch nicht geglaubt. Sie artete nach der Mutter. Die war lange tot und hatte ein schönes Grab auf dem Kirch hof, ein Grab in lauter Rosen und Immergrün, mit einem weißen goldbeschriebenen Marmorkreuz. An der Mutter, die sie nie gekannt, hing sie mit schragkenloser Liebe. Sie pflegte weilen ganz besonders schön war, der Dust be# ihr Grab, jedes Andenken an die Tote wartäubeno, der Himmer weit und blau und die ihr ein Heiligtum, und was der Vater von ihr erzählte, vergaß sie nie. „Sie war ganz wie du, Annalisa“, pflegte der Vater zu sagen,„so zart und so schlank. Du hast alles von ihr: deine blauen Märchenaugen, dies unendliche Haar und diese feinen, zerbrechlichen Hände. Und auch die Stimme. Nur daß sie weniger sprach als du und auch leiser. Sie war allezeit kränklich, Lisa. Siehst du, das wenigstens hat sie dir nicht vermacht: du bist mein gesundes, kerngesundes Mädel, nicht wahr?“,., n.„me Da nickte sie dann. Sie war ja auch ganz gesund. Nur daß sie das Herumtollen nicht so aushielt wie andere Mädchen. Sie bekam so leicht Stiche auf der Brust. Und sie tollte doch so gerne. Der Vater hätte es ihr auch sagen sollen, daß es für ein Mädchen wie sie gefährlich sei, mit den anderen herum zu jagen. Aber er war zu schwach und zwang sich zu denken, daß es wohl auch gar nicht so schlimm sei, wie er in trüben Stunden befürchtete. Daß alles noch gut, ganz gut werden könne. Es war nicht recht von ihm. Er fürchtete sich, ihr die junge Lust zu verbieten. Sie hätte dann vielleicht gemerkt, weshalb man es ihr verbot. Denn sie war ein kluges Mädchen. Lisa trug ein großes heimliches Verlangen in sich, eine Sehnsucht ohne Ziel. Und da sie ein nachdenkliches Geschöpf war, wie alle Leidenden, so grübelte sie darüber nach, wohin eigentlich ihr innerstes Sehnen ging. Besonders nachts, wenn der Vater glaubte, sie schliefe, und sie mit wachen Augen, die Arme unter dem Kopf verschränkt, in ihrem Bette lag und mit heißen Augen in die Finstervis sch.„.„ 4.2 uact der fl. uufengtes War es die Mutter, nach der sie verlangte? Erst glaubte sie es. Aber wenn sie dann neben ihrem Grabe stand und ganz versöhnlich, still und ohne Klage an die Tote dachte und leise den Efeu rieseln ließ, ohne daß ihr Herz zuckte, dann schüttelte sie den Kopf: Nein, das war es Auch der Frühling, der Sommer waren# nicht. Denn diese Zeiten dämmten ihre Sehnsucht nicht ein. Sie brannte rastlos weiter. Oder war es die Gesundheit? Ja, die GeAber nein. Ee hamen Tage, Wochen, in denen eine wundervolle Hoffnung durch ihr Inneres zog. nesung. Sie fühlte sich dann leicht und frisch der Schleier vor den Augen wich, ihre atmete frei, ihre Farben lachten, sie glaubte wirklich, daß sie genesen werde... oh,##### wußte ja... sie war ja schon fast gesund... alle Leiden verschwunden... Aber die Sehnsucht blieb. buch das war es nicht. Und sie kam nicht dahinter. Sie sehnte sich und grübelte weiter darüber nach. Und jene Hoffnungstage wurden kürzer und kürzer. Lisa weinte oft. Sie fühlte nun doch deut lich, daß es bald zu Ende ging. B## aHo#e nung Lorheit war. Daß nichts, nichts ha.. An einem Frühlingsavend war sie zeinig zu Bett gegangen, denn sie fühlte sich müder ale sonst... und mitten im Weinen hörte sie auf. Ihre Augen leuchteten. Es gar ganz stille. Nur das Nachtlicht auf dem Oelglas unisterte leise. Ueber.. 14 Sollte es das etwa sein, was die Menschen „Liebe" nannten? Wer liebte sie denn? Die Mutter war tot. Der Vater? Der hatte gar keine Zeit für sie. Er mühte sich den ganzen Tag über im Geschäft. Er küßte sie zwar oft auf die Stirn— aber er sah sie dann immer so an dabei, so tief und wie mit verhaltenen Tränen, daß ihr unter seinem Kuß gar nicht recht wohl und warm werden konnte. Im Gegenteil: Sie wurde nur noch trostloser dadurch. Es schien, als ob der einsame Mann sich selber nach mehr Sonne sehnte. Und die andere, die große Liebe, die sie ahnen konnte? Sie kannte sie nicht. Sollte es das etwa sein? Sie sann die ganze Nacht. Und am anderen Morgen war sie blaß, daß alle erschrahen. Und seent, gem mübe. Sie kam nun nicht mehr aus dem Zimmer. Der Husten wurde immer ärger und wich nicht mehr. Sie konnte nur noch schlecht gehen. Und die Stiche, die gräßlichen Stiche. Man führte sie immer ans Fenster, in den Kissenstuhl, damit sie den Frühling genösse. Da saß sie dann, sah hinaus in die blühende verheißungsvolle Welt, mit der sie nichts, aber auch gar nichts mehr gemeinsam die Vögel singen und in der Ferne den Mühlbach gehen— und wartete ab. Sie weinte schon längst nicht mehr. Aber wenn es bisweilen ganz besonders schön war, der Duft beid der Himmel weit und hlau und die Luft so federweich, wenn dazu von der Kirche die Glocken klangen, denen sie nicht mehr folgen konnte, dann wurde die Sehnsucht wieder mit doppelten Schmerzen in ihr wach. schloß sie die Augen, dann kam ein Zug derWeh mut etwas Madonnenhaftes in ihre blassen Mienen... und dann stahl sich wohl auch eine Träne aus ihren langen Wimpern hervor. So war es auch heute. Warme, weiche, duftsüße Luft, recht für kranke Seelen und Körper, ein Rauschen aus weitem Blau, der träuende Sang einer Nachtigall und sanftes, sanf tes Glockenschwingen. Das griff ihr ans Herz. lehnte sich zurück, die Augen, um die zwei dunkle Ränder liefen, geschlossen. Sie fühlte sich heute unglücklicher als je. Die Brust war ihr so wund. Es arbeitete darin und stieg als heiserer Husten auf, der sich nicht hemmen ließ auch wenn man sich noch so sehr gegen ihn sträubte. Früher hatte sie das oft getan. Jetzt ließ sie's schon lange. Es half ja doch nichts. Ihr Atem ging hörbar. Es war ein leises Röcheln. Sie lag regungslos, süß wie ein Engelsbild, und langsam schwanden ihr die Gedanken. Ihr Mund öffnete sich in frohem Lächeln. Die Frühlingsluft hatte sie überwältigt. Sie war eingeschlafen. Draußen klangen die sonntäglichen Glocken immer noch. Die Nachtigall hatte zwar aufgehört, aber andere Vögel erfüllten jetzt die Luft mit ihren Liedern. Der Himmel und die Sonne lachten weiter, und der Flieder nickte mit seinen reichen, blauen Trauben wie sonst ins Fenster hinein. Ein Zitronenfalter kam gegaukelt und streifte mit seinen Schwingen die Stirn der Entschlafenen. Sie merkte nichts mehr von all dem. e# war glücklich. *