— Der Kerl ließ meinen Hals los und gal seinen Spießgesellen einen Wink. Die beiden rissen mich hoch. schleiften mich zu einem Ese! setzten mich in den zersetzten Sattel, handen Ent. m:0, gul den Erben ud banden mch mt neiner eigenen unzerreißbaren Ange“schnur vie ein Paket. Dann zeg der Hauptmann den kolch aus dem Gürtel, kniete neben mir ninzer lund grinste.„Aha“, dachte ich,„es sollten dem„Weißt du. Jumbo, so fett wie früher sind die Schenkel unserer weißen Brüder nicht nehr.— das kommt bloß von dem verdammden Sport. #n, Rädchen waren auch oft Herren stehen ge##pen, die Schmelchelrorte sagten und Schlimmeres. so daß sie verwirrt wurde. Und einer hatte sie gar für heute abend eingelader und Geschenke versprochen— das klang für die arme Marie sehr verlockend. Denn es kamer wohl täglich viele paketbeladene Menschen an ihr vorüber, aber sie selbst sah keinem frohen Weihnochtsabend entgegen.— Der Gottesdienst war zu Ende. Durch die geöffnete Tür der Kirche drangen die Orgeltönc in den Park, und unzählige festlich erregte Menschen kamen über die Stufen herab und zerstreuten sich nach allen Seiten, jeder mit Gedanken an das Heim. dem er entgegen ging Aus diesem Schwarm löste sich ein elegantes Paar und trat tiefer in den Schatten der Bäume, so daß es fast dicht vor dem Wagen de: jungen Marie stand. Die beiden Menschen schienen von einer unerwarteten Begegnung so erregt, daß sie sich hier inmitten der fremden Menschen ganz allein fühlten. „Ich wollte nicht Teinen Weg kreuzen“, sagte der Mann.„ich weiß, Du hast nicht viele gute Gedenken für mich übrig... „Doch. Werner, ich habe mir Mühe gegeben zu verstehen, warrm Du langsam aus meinem Leben fort gingst. Und ich erkannte, es war gu: so. Denn Du gabst mir den Frieden zurück Auch Du hast ihn gewonnen— vergiß das heute nicht, am Weihnachtsabend Der Mann soh unsicher zu Boden.„Und nun gehe ich allein in mein einsames Zimmer und Du in Dein reiches Haus, in dem Du erwartet wirst.. —.. und denke an Dich“, unterbrach ihn die Frau„Das werden wir wohl nicht verlernen — das Denken und die Sehnsucht—“ Fröstelnd zog sie ihren Pelz zusammen. Zwei Hände lagen zaghaft, ratlos ineinander. Dann war der Platz leer. Die Orgel verstummte. Die Lichter in der Kirche erloschen.— Der junge Mann bei den Christbäumen läFritogenn... Ihm war kein Wort der Freaben entgangen. Wenn die Menschen nock Sehnsucht haben. dachte er, was bangen sie dann um ihr bißchen, kümmerlichen Frieden? Verstohlen blickte er zu seiner Nachbarin herüber, die mit gesenktem Kopfe still vor sich hinsah. Nun haben ihr die anderen gewiß die Stimmung verdorben, vielleicht hatte sie sichk auf irgend etwas Schönes gefreut— und de ohnehin Verkaufsschluß war und die Bäumchen. die übrig blieben, fort mußten, suchte er die schönste Tanne aus. trug sie zu dem junger Mädchen und sagte:„Da. Fräulein Marie, haben Sie auch einen Weihnachtsbaum.“ Danr wurde er ganz verlegen. Marie schaute verwundert auf. Ein seltsamer Gefühl durchströmte sie plötzlich. Noch hatte sic den Klang der Orgel in den Ohren und die herben Abschiedsworte der beiden Fremden und nun kam dieser, mit dem sie den ganzer Tag kaum gesprochen hatte, und schenkte ibetwas— weil Weibnachten war— und sah sic ganz lieb und lächelnd an. Da entsann sich das Mädchen, daß Weihnach ten arch das Fest der Liebe ist, und begriff, daf diese Liebe keine große, flammende, unstete und bedrückte zu sein braucht, die am Ende doch nur Frieden sucht, sondern daß sie schon im schlichten Wohltun dem Nöchsten gegenüber leden kann— und sie gab fest dem Manne die Hand A's der Voliz'st wieder über den matt erleuchteten Klesweg zwischen Kirche und Park kam, sah er die beiden jungen Menschen in Schatten der Bäume stehen, eng umschlungen im weltvergessenden Kusse. Langsem wandte eden Blick ab und ging weiter. Aber sein Gesicht erhelfte sich, und seine Schritte klanger zunersichtlicher, und er wor gar nicht mehr rot'os, als er jetzt durch die leer gewordenen Straßen nach Hause ging. Die Wahl Welhnachtserzählung aus Schweden von Ragnild Svenssen. E.ngebettet in Unmengen Schnee und Eis lag das große, schöne Gut Sarga. In ihre: schlichten Kammer zog Sabine das Lammse! über den Winterputz, als der Gutsknecht derk an die Tür rochte:„Des Fräulein wartet!“ Sabine schrak zusammen. Wo war sie denn mi“ ihren Gedanken gewesen? Ach. sie hatte minutenlang des Winters vergessen und an den leuchtenden Ufern des Siljansees geweilt. Ee den Flößen, die seines Vaters Hof gehörten, er war des Waldbauern einziger Sproß. Mit weiten Augen hatte sie ihn angesehen, seine wuch#ige, hohe Gestalt, seinen stolzen, herrischer glick. Zum zweiten Male begegnete ih Tigbjörn zur Sommerszeit, als Edda Sarge die Magd ausgeschickt hatte. um weiße Marjueriten an den Ufern des Sees zu pflücken Da war er plötzlich mit wuchtigen Schritten zu hr gekommen, hatte in ihr ernstes und abwehendes Gesicht gesehen und langsam gesaat: „Lom. Schloß Sarga bist Du, nicht wahr? Jo ah Dich schon. Wie Du ist keine in ganz Darekarlien, so boch und stolz und blond. Dr wärst eine rechte Waldbofberrin!“ Da ging eine Pälle über Sabines Gesicht.„Ich bin eine wegd von Soraa“, entgegnete sie und wollte ich wenden, sein Befremden nicht mehr zu sehen. „Wie heißt Du?“ fragte er verwundert. „Ich heiße Sabine und bin die Magd", bekonte sie stolz und war gegangen. Sie hatte ihn nicht wiedergesehen. „Sabine!“ rief die klingende Stimme der Edda Sarga. . Ein leichter Schritt auf din Dielen, Edda teckte den Wuschelkopf durch den Spalt der Tür. „Steht sie wahrhaftig zwanzig Minuten vor dem Spiegel! Schnell! Oder der Wasa=Skilau st ohne uns zu Ende.“ „Ich kann nicht mitgehen!“ stöhnte Sabine. „Dann bleib’ da, dummes Ding“, schimpfte Edda und rannte zurück. Vor der säulenumstandenen Freitreppe stand der Schlitten mit den beiden Hengsten. Mochte Edda allein zum Skilauf fahren, Sabine konnte nicht. Sie wußte, die Läufer waren wieder alle tüchtig. Aber so wie Sigbjörn keiner. so hoch und so stolz und so kraftvoll. Mit seltsam verträumten Augen schaute Sabine dem jagenden Schlitten nach. Am nächsten Tage prasselte im Teezimmer von Sarga ein lustiges Feuer im Kamin. In ihrem schönsten Teekleid aus leuchtend bunter Seide kuschelte sich Edda, verwöhnt wie sie aus der Fremde heimgekehrt war, in die Polster des Sessels. Sabine ordnete stumm den Tisch. Der Schneesturm heulte wie toll und blies in den Kamin daß die Flammen zuckten. Eiskörner prasselten in die Scheiben. Edda erschauerte.„Weißt Du, Sabine, Sigbiörn und ich spielten schon als zanz kleine Kinder miteinander, und gestern im Sniplatz haben wir unsere Freundschaft er neuert. Darum habe ich ihn heute eingeladen.“ Als er kam, stand Sabine wie befohlen in der Ttele, ihm das eisstarrende Zeug abzunehmen er wandte sich unwillig.„Frauenhände sollen mir nicht dienen. Ah, Du bist Sabine?“ Er schaute sie freundlicher an. „Meine Herrin wartet“, sagte sie kurz. Er olgte ihr betrossen, einen tiefen Glanz in der Augen. „Sie ist sehr schön in ihrem Stolz“, dachte er,„und war am Siljansee doch nichts als ein sehnsüchtiges kleines Mädchen mit langen blonden Flechten.“ — Nach Wochen erst plauderte Edda übe: Sigbförn Jenssen.„Er kommt jetzt oft. Er ehrt mich Skilausen. Denke nur, Sabine, ich Saionkatze lerne Skilaufen! Erst habe ich vor Entsetzen und Angst laut geschrien. Abe: Sigbjörn kann so komisch lachen, so spöttisch o mitleidig— wenn ich will, werde ichk Sigbjörn Jenssen heiraten——“ Sabine hörte das an und sah mit dunklem Blick die zwei Menschen in der Winterwildnis vntertauchen, wenn sie zum Skilauf gingen.— Lor dem Sankt=Luziatege. den man auf Sarge herzlich feierte, kam Edda geheimnisvoll zu Sescserien eice. e. e e. Siadjörn Jenssen zum ersten Male. Er fuhr mit Sabine.„Ich habe Sigbjörn eingeladen.“ Als Sabine an diesem Abend Sighjörn ins paus geleitete, wandte er sich plötzlich um, chaute sie an und sagte: „Wie schön Du angezogen bist!“ Sie errötete und strich mit den Händen über den blauen Rock.„Ich habe es doch nur selbst jewebt", erwiderte sie. „Gewebt? Du kannst das?" Er seufzte auf. „Gib Deiner Herrin etwas von Deinem Verstand und Deiner Klugheit und— Deiner Gestalt.“ Sie unterbrach ihn zornflammenden Antitzes.„Daß der Herr so zu der Magd der Herrin redet, ziemt sich nicht.“ Er stand wie geschlagen. Ihrer wundervollen Bestalt schaute er nach, wie sie ruhig die Treppe empor stieg, ihn stehen lassend. „Sabine!“ rief er beschämt, verwirrt, im Bestreben, ihr schönes Gesicht noch einmal zu ehen. Und das Nichterwartete geschah: Sabine chaute sich um. Er sah ihre Augen, diese blauen, tiefen. stolzen Sterne. Einen Augenblick nur.— Sie schaute ihn an und offenbarte hm unwissentlich ihre verschlossene Liebe. Ein wilder Schreck befiel Sigbjörn, eine jähe, atemrasbende Freude.—— Edda hatte nicht nachgelassen mit Bitten und Betteln, bis Sigbjörn zugesagt hatte, Weihnachten auf Sarga zu verleben. Sigbjörn mußte doch den Weihnachtsschinken kosten, den echten Branntwein trinken, mußte den Stockfisch essen, den Edda eigens zubereiten wollte. Er mußte kommen. Und er kam. Er stand neben Edda unter dem Weihnachtsbaum, und Sabine in ihrem weißen Luziagewande bediente. Sie schenkte ihm keinen Blick, bis das Wort in den Frieden gellte:„Feuer! Brand im Viehstall.“ Aufschreiend klammerte Edda sich an Siabiörn.„Ich bin so froh, daß Sie da sind— bleiven Sie bei mir.“ das geht nicht“, beruhigte er sie.„Ich muß helfen.“ “, s i e s c h m o l l t e,„ r e t t e n k ö n n e n S i e j e t z t doch nichts. Es ist ja nur Vieh, Sigbjörn! Und dann ist Sabine doch da.“ Da stieg Verachtung in Sigbiörn Jenssen auf. Was war sie doch für ein Geschöpf! Einer erwünschten Stunde opferte sie unbedenklich hilflose Lebewesen. Er schüttelte sie zornig ab und wuchtete davon. Sabine ist doch da! Ja, sie war immer da, wenn man sie brauchte. in ihrer furchtlosen Ruhe. Sigbjörn sah sie schaffen. Sie trieb das brüllende Vieh auf eine sichere. hochumzäunte Wiese. Die Wasserstrahlen der Feueröschenden prasselten um und über sie her. Ihre hlonden Flechten hatten sich gelöst. Wie ein Goldmantel umwallte das Haar ihre Gestalt. „Sabine!“ schrie Sigbjörn. und sie schaute auf.„Es ist geschafft“, rief sie keuchend zurück. „Sagen Sie es der Herrin!“ Aber er rührte sich nicht von der Stelle.„Saeine, so höre doch!“ :„Was soll ich noch?“ Sie kam heran. Ihn saßte eine tolle Freude, eine förmliche Chrurcht, eine grenzenlose Bewunderung. Che sie sich's versah, hatte Sigbjörn sie auf seine Arme zehohen und trug sie zum Herrenhause. Sie sich nicht. Wortlos legte sie den müden Kopf an seine Schulter. Träne um Träne quoll unter den geschlossenen Lidern hervor. Ein greller Schrei. Die zierliche Edda Sarga stand zornbebend vor Jenssen, der Sabine hielt. „Sabine, bist Du toll? Seit wann benimmt man sich so schamlos auf Sarga?“ Da aber sproch Sigbjörn:„Beschimpfen Sie Sabine nicht, Cdda. Sie ist meine— Braut!“ ! E r w a n d t e s i c h. S a b i n e n o c h i m m e r i m A r m, schritt, über den Hof, durch das Tor in die helle, chneeklare Weihnachtsnacht hinaus. Da zitterte es über Sabines Lippen:„Wohin bringst Du mich, Sigbjörn?“ .„In meines Vaters Haus, jenseits des Siljansees. Längst wirst Du dort erwartet.“ Sie erschauerte vor Glück. . Er ließ sie niedergleiten. Sie stand in ihrem angen Blondhaar in dem tiefen Schnee, auf dem gleichen Boden, der im Sommer die Marqueriten trug. Sigbiörn zog sie an sich und rüßte zum ersten Male ihren Mund. Lange standen sie selig im kalten Schnee und spürten es nicht. Während die kokette Herrin von Sarga besinnungslos vor Wut den Schmuck des Weihnachtsbaumes herunter riß, führte Sigbjörn senssen die Magd von Sarga, zur Herrin bestimmt, auf das große Gut seiner Väter. verantwortlich: H Semmelmann, Altena Druch und Verlag: P. A. Sanz, Altena.] Deine Schwägerin anderer Meinung bist als ihre eigene Mutter?“—„Nein. nein“, stotterte ich.„es war nur Mitleid mit dem armen Max — in seiner augenblicklichen Einsamkeit.“ Meige Schwiegermutter ging über diese offensicht„Papa, was für ein Tag ist denn heute?" „Warte mal. Vorgestern gab's Gulasch. gestern Falschen Hasen, heute Kohl,— also Donnerstag“ wert.“ „Dann will ich mich mit einer Minute begnügen.“ antwortete schnell gefaßt der Bittsteller, „und ersuche um Auszahlung der restlichen gpethundert Mark. u enne Pr Süure Nr. 51 Samstag, 22. Dezember 1928 Bis die Lichter erlöschen Weihnachtsgeschichte von Christel Broehl=Delhaes. Als auch die letzten Häuser mitsamt der prächtigen grauen Mühle am Wehebach hinter ihm lagen, selbst die rührend geduckte Silhouette der alten Kirche auf dem Rymmelsberge versank und von beiden Seiten nichts als der hohe Wald sich zur Straße neigte, blieb Hermann Kirchbach stehen und wagte ein tiejes, befreites Atmen. Vom Rymmelsberg kam ein kleines Geläut, als habe Engelsfittich an die Glockenwände gerührt. Dem glückhaft Atmenden klang es wie Harfenspiel ins Ohr. Wie konnte es überhaupt geschehen, daß er, der Industriekönig aus dem Gebiet der Ruhrkohle jetzt dem Weihnachtsmärchen entgegen schritt? Daheim saßen jetzt die„Kinder" im Vorzimmer. Die Diener Elias und Wilhelm schmückten an der saalhohen Tanne herum. Rosemarie hoffte mit Bestimmtheit, ohne eine Spur von seliger Erwartung, auf eine Perlenkette; Ludwig=Karl nahm ebenso selbstverständlich an, daß er ein neues Reitpferd bekam, nachdem er das jüngst erhaltene zu Schanden gerast. Ja so war es! Und diese fremden Kinder, die seine eigenen waren, würden großmütig den Tannenbaum ertragen, auch noch die unumgänglichen Weihnachtslieder. Tann hatte Rosemarie,„damit man vor Langeweile nicht verrückt wird", zum Heiligabend die Einladung ihrer Tanzfreunde ertrotzt. Kirchbach war doch ein charmanter, eigentlich nur in wenigen Punkten noch bedauerlich„rückständiger“ Papa, der unbegreiflicherweise am Weihnachtsabend unter einer Tanne sitzen wollte, bis die Lichter erloschen. Er hatte ja nichts gegen die modernen Bestrebungen der jungen Generation einzumenden, beileibe nicht. Er selbst trieb Sport. Aber war er nicht auch ein Mensch? Und seine Kinauch Menschen werden, keine Rekordmaschinen! Menschen, vollblütig, gesund und stark, und mit einer Seele. Das war es! Danach sehnte sich der Mann. nachdem man Renate K-#####ch. die Gefährtin seiner ersten entbehrungsreichen Arbeitsjahre in ihre Gruft gesenkt. Sie fehlte überall. In diesem Jahr nun hatte er es nicht mehr ausgehalten in der herzarmen Oede deheim da hatte es ihn hinausgezogen in den Waldwinter einer ihm unbekannten Gegend. Die Straße machte einen Winkel, und eir Wegweiser zeigte zur Lausenburg. Sie lag au einem kleinen Waldberge, kühn und stolz wic eine kleine Festung, und das düstere Schwar; ihrer runden Mauern stieg doppelt düster dräuend aus dem Silber des Schnees. Hermann Kirchbach schaute durch das schwere Tor in den Hof und sah aus dem kleinen Ritterhaus der ersten Lichtschein in den Schnee fallen. Danr ging er weiter. Eigentlich wußte er nicht, wohin dieser Weg führte. So schön war dieses planlose Streifen, dieses Hinträumen in wunderbare Märchendinge hinein. Da gellte die winselnde Stimme eines Hundes durch die reine Luft. Kirchbach vernahm sanfte, dennoch energische Worte einer Frau und nach wenigen Schritten sah er in einer Lichtung vor einem mageren, elenden, ermatteten Hund eine pelzvermummte Gestalt mitten im Schnee knien. Das Tier überließ ihr willig die rechte Psote. aus der sie scheinbar einen Dorn entfernte. Das Bild fesselte den Wanderer so. daß er stehen blieb und zusah. Die Frau erhob sich, das Tier streckte seine Pfote in den Schnee und Kirchbach zog den Hut.„Der arme, ging ohne Scheu streichelnd über schwere, geschwollene Striemen. Das Tier dehnte sich zitternd unter der gütigen Hand und schaute mit jenem Blick zu seiner Helferin auf, mit dem die stumme Kreatur uns Menschen beschämt, dem tiefsten Blick reinem Ausdruck auf sie herab, daß sie u die unbegrenzter Dankbarkeit und Ergebenheit. Deutung ihrer Worte nicht zu bangen brauchte. inn keine Antwort„Aber“, verwischte sie deren Spur,„Sie sollen der draußen standen, sagte wider Willen die Frau:„Ausgewiesen! Wie weiland Josef und Maria in Bethlehem!“. Und errötete sogleich über die Unbedachtsamkeit ihrer Worte. Aber Hermann Kirchbach sah mit solch edlem und Leinem Ausbruck auf sie herab, daß sie um die Die Frau sah, daß der Mann keine Antmart sand und nur mit einem sehnsüchtig verlorenen Blick auf das geliebkoste Tier starrte, und sie sagte:„Wohl ein Weihnachtswanderer?“ „Woher wollen Sie das wissen?“ staunte Kirchbach. „Nun, schauen Sie, es läuft nicht umsonst ein Mensch am Heiligen Abend planlos durch den einsamsten Wald. Dann aber sieht man es Vorweihnacht Dämmerstill der Erde Weiten, Lauten Werktags Hasten schweigt: Wunderweiches Silberläuten Aus den Schneekristallen steigt. Froher Stunden traute Lieder, Weißt es nicht, wie es geschah, Fliehen hin und kehren wieder, Sind so weit und doch so nah. Eines Christbaums milde Flammen Brennen auf in Deinem Blick, Schmelzen Ort und Zeit zusammen, Lenken Deinen Blick zurück. Und in Dir ist helles Singen Längst entschlaf'ner Kinderzeit. Und Du hörst des Wunders Klingen Durch die Wintereinsamkeit. F. Heidock. Kerl“, sagte er mitleidig. Frau!“ „Ihr Hund, gnädige Die Frau lächelte und in ihrem Antlitz stand ein Erstaunen.„Nein, dann sähe er anders aus!“ meinte sie warm.„Sehen Sie nur, wic verelendet er ist! Nur noch Haut und Knochen! Ihnen auch am Gesicht ab. Wohin des Weges? Daheim sind Sie auch nicht hier!" „Nein, daheim im Sinne des Wortes nicht hier, aber dennoch mehr hier daheim als in meinem Besitztum! Und wohin! Immer weiter!“ Da wußte sie, daß er ein seelisch Heimatloser war. Sie schüttelte den Kopf nachdenklich und meinte:„Das geht doch nicht. Sie können dock nicht im Schnee nächtigen. Hier geht's nach Schwarzenbroich.“ „Ich weiß! Es ist ein verfallenes Kloster.“ .„Ja! Aber dort haben sie Besuch, die Aufseherleute, und keinen Platz.“ Hinter den Berzen glomm der Himmel in rosenrotem Abendlicht. Lange graue Schatten krochen zwischen die glasig umkrusteten Stämme der Bäume uind der klare blaue Himmel kündete eine helle sternfunkelnde Christnacht an. „Kommen Sie!“ meinte die Frau hilfreich und ging ihm voran. In der nächsten Lichtung lag die Klosterruine im sanften Tale überraschend schön vor dem Schauenden. Aus den Fenstern des Aufseherhäuschens blitzten verheißend die ersten Vorweihnachtslichter. Die kleine Pforte wa: nicht verschlossen und erlaubte den Eintritt in die Bauersfrau richtete den sie heftete ihre herben Auger ; Paar. Es mochte sich woh der in ihre Einsamkeit vererkunft? Nein! So gern sie zulieb den Herrn aufnähm' Hof und Haus. Christbaum her. verwundert auf: noch nie ein Fre lausen haben. 1 schon dem Fräu. Ich bin Marianne Sebaldus Gastfreundschaft in meinem es besser haben! und biete Ihnen Holzhause droben!" Hermann Kirchbach war freudig überrascht über ihre freie und herzliche Art. Dankend nahm er, sich ihr vorstellend, ihr Anerbieten an. So stiegen sie seitwärts in den Wald zum Klosterberge. Rehe standen in den Schneisen und äugten, stumm und leblos wie Bildwerke, nach den Menschen. Von weißem Dickicht eingeschlossen stand Mariannes Holzhaus unter dem hellen Weihnachtshimmel. Im Dämmerlicht der weich beleuchteten, kleinen Diele schimmerte das weiße Patriarchenhaupt des Dieners, der sofort daran ging, das Fremdenzimmer herzurichteg In der Wohnstube durfte dann Kirchbach der Frau zusehen, wie sie die Weihnachtsfeier vorbereitete. Dann zündete sie die Kerzen am bauernbunten Christbaume an. Hermann Kirchbach durfte unter der grünen Tanne sitzen, bis die Lichter erloschen. Der Diener hatte sich zurückgezogen, und die beiden Menschen blieben allein, so allein, daß es den erschütterten Mann zwang, allen Schmerz aus der Seele zu gießen in die weitoffenen Helferhände der gütigen Frau. Marianne hörte ihm zu. Sie sah im Geiste die hübsche, faltergleiche Tochter und den hochmütigen, schon weltsatten jungen Sohn und lernte gleichzeitig den Vater kennen, der reich an Seelengut, herzenseinsam nehen ihnen lebte und dem sie, Marianne Sebaldus. einen Weihnachtsabend voll Weihe zu schenken bestimmt war. Als die letzten Lichter herabbrennen wollten. kündete die alte Eupener Standuhr die begnadete Mitternacht. Marianne erhob sich und trat mit dem Gast ans Fenster. Da lag im lieblichen Tale das alte Schwarzenbroich, in Mondlicht getaucht, und alle Schönheit der Christnacht schlummerte selig über tiefster Waldwildnis. Es ist ein Ros' entsprungen— aus einer Wurzel zart—„Wenn Sie wieder so herzenseinsam sino,“ sagte Marianne leise,„dann kommen Sie wieder zu mir in den Meroder Wald“ „Oder,“ bat ergrissen Kirchbach,„gehen Sie mit mir in die Wüste der Hochösen und die Oede der Kohlenberge und lehren Sie mich an die Menschen glauben!“ Marianne schüttelte den Kopf. Sie dachte an seine Kinder und an Haß, Streit und Unfrieden, wenn sie dazwischen trat. Aber den Weg zum Klosterberg ließ sie ihm offen, und alle Güte überstrahlte diesen Weg. der ihm vielleicht später einmal wirklich Heimstätte werden würde. —.— Beihlehem in der Dachkammer Skizze von Heinrich Eisen. Und geprügelt hat man ihn auch.“ Ihre Handes ging nicht. Alles voll Besuch. Als sie wie=Aecker, Gärten, Straßen. Stundenlang, Sie waren arm. Sie hatten nichts als ihren jungen Leib und darin ein glückliches Herz. Sie wohnten in einer Dachkammer zwischen lauter Dachkammern, in denen Menschen wohnten, die alle arm waren, aber nicht alle jung und nicht alle glücklich. Sie hatten sich in der großen Stadt gefunden. Es war an einem Vorfrühlingstag. Sie hatten beide keine Arbeit. So gingen sie neben einander her durch die grauen, regennassen Straßen. Stundenlang. Dann kamen Gärten, Aecker, Waldstücke, Seen. Es wurde Frühling. Sie schmeckten ihn auf der .Zunge. Und sie gingen zurück. Waldstüche Und *anmenhamn E goxSSgg"####, PESE LSER“ S“„#gß. Mgg S S. T5ug’ggSggt- aes n SS85SPPSS ESESROSS SS=ANSSSEEE 2 SS2SA-SP BGS FgED SEOSSE e SakngSR3"-* SSEÄ’ESSSg -OSUOEEBSE5 un S. SOAS SEDSES SET SAAER SSEZ Frsen zum ersten Rel zulammen die w##den hoch Sie heirateten. Sprangen in der Frühe fröhlich sechs Treppen hinab und am Abend fröhlicher noch sechs Treppen hinaus. Hatten auch Arbeit gefunden, beide, und demzufolge satt zu essen und einen warmen Ofen, als es auf den Winter ging. Sie hatten ihren jungen Leib und ihr glückles Herz. Da kam jäh das Leid. Fröhlich wie immer sprangen sie eines Tages die sechs Trepper, hinab, aber unten sing er sie gerade noch in seinen Armen auf und mußte sie wieder hinauftragen, langsam. Schritt für Schritt.„Ruhig liegen!“ sagte der Arzt und machte ein bedenkliches Gesicht. Seitdem lag sie nun still in den blau gewürselten Kissen und Federdecken und lauschte mit weit ofjenen erschrockenen Augen in sich hinein. Immer, wenn der Arzt kam, tätschelte er ihre Wangen, die so blaß waren, und mahnte besorgt:„Nur ruhig liegen, ganz ruhig liegen.“ Eines Tages aber sogte er, fast zärtlich, wie ein Vater:„So ist's brav, Kindchen, ich glaube, wir halten's durch.“ Da nahm sie seine Hand und drückte rasch ihren Mund darauf. Ihre Augen waren feucht vor Glück. Von diesem Tage an lag sie meist mit geschlossenen Lidern, aber um ihren Mund war's wie ein Lächeln, ein ganz tiefes wunderholdes Frauenlächeln. Der Mann— ach, er war ja fast ein Knabe noch— saß all die Wochen Stunde um Stunde an ihrem Bett. Er rannte im letzten Augenblick zur Arbeitsstätte und mit dem ersten Glockenschlag wieder zurück. Und starrte qualerfüllt in das Leiden des jungen Weibes. Ein Bart wuchs ihm um das hagere Gesicht. Aber wie er einmal leise und bekümmert herein kam, sah er jenen Glanz auf ihren Zügen. Von diesem Tage an lebte er wieder auf. Und zeigte ihr seine Freude und Liebe in kleinen Gaben, die sein Herz ersann, brachte ein blühendes Blumenstöckchen. ein Büchlein voller Kinderlieder, eine Handvoll Früchte. einen Kanarienvogel im kleinen Bauer. Der stand nun neben dem Bett und füllte die Dachkammer mit seinem süßen Jubel. Er schlug in der Nacht, wenn sie Licht machten, weil ihnen bange war vor all den Dunkelheiten, die das Schicksal bergen mochte. So kam der Heilige Abend. Der Mann hatte ein Bäumchen mitgebracht. Er stellte es auf den Tisch mitten in der Stube, warf„Schnee“ darüber und Silbersäden, steckte einen Stern auf die Spitze und ein paar Lichtlein an die Zweige. Als das Bäumchen fertig war, singen gerade die Glocken an zu läuten. Er setzte sick auf den Bettrand und legte seinen Arm um ihren Hals. Als sie aber so stumm zusammen den Glocken lauschten, sing sie plötzlich zu zittern an, bäumte sich auf, schrie leise, stammelte debende Laute und sank zurück. Ihm stand vor Angst das Herz im Leibe still. Da aber lächelte sie schon wieder mit geschlossenen Augen und wie ein Hauch kamen zwei Wörtchen von ihren Lippen:„Unser— Kind——“ Er brach in die Knie und bedeckte ihre Hände mit Küssen, sprang auf und hinaus und hinab und holte die Frau. Und da lief ihm gerade der Pfarrer in den Weg, der ihn konirmiert hatte.„Kommen Sie, lieber Herr Pfarrer, bitte kommen Sie“, dat er, und wußte gar nicht warum, rief dem alten Herrn noch die Wohnung zu und rannte voraus, raste die Trepren hinauz. Die freundliche Frau mit der hwarzen Tasche tat schnell, was ihres Amtes ist, legte das Knäblein in Windeln und gab es der Mutter. Da lief der Vater hinaus, pochte von Tür zu Tür und rief:„Ein Christkind! Ein Christkind!" Die Menschen aus den Dachkammern, die alle arm, aber nicht alle glüchlick waren, kamen herzu und standen unter der Tür und drängten hinein. Sie sahen die Mutter, um deren wunderlieblich verklärtes Gesicht die goldenen Locken lagen, und sahen das Kind. Die Kammer ward weit und hell von des kleinen Bäumchens Lichterglanz. Da hob eine Frauenstimme zu singen an: Es ist ein RostentFrungen... Immer mehr sangen„mit, die Kinder und auch die Männer. Und während sie so sangen, kam der Pfarrer, noch ein wenig schnausend von den sechs Treppen, und sah das Wunder. Als der Gesang zu Ende war, trat er durch die Schar an das Fußende der Bettstatt und sprach das Weihnachtsevangelium: „.. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krigga. Heimliche Tränen flossen über vergrämte Wangen. Liebe brach aus verhärteten Herzen. Kinder schluchzten auf, erschüttert, weil sie nie se. weiche, gute Worte in ihrem Leben gehört per Pfarrer machte das Zeichen des Segens über ihnen. Später kamen ganze Arme voll freundlicher Ga den in die selige Kammer.“en dem Pfarrer und Leuten, die unten im Hause wohnten. Ein kleines Mädchen brachte sein einziges Püppchen; das hatte keine Arme mehr. Wie ein Traum rann die Stunde vorüber Laus##o sank Schnes auf die weihnachtliche Stadt Und der Mann, der fost noch ein Knabe war, küßte das Kind auf die Stirn wie ein Heiligtum und legte sein Gesicht in die Locken seines jungen Weibes. —13— Kameradschaft Eine kleine Weihnachtsgeschichte von Ferdinand Bruger. Sie waren glücklich wieder aus der gefahrvollen Feuerstellung in die Bereitschaft zurückgekehrt; es war am Verdun=Bogen bei Romagne. Alle waren übernächtig und durchtoren, denn dort hatten sie nicht einmal ein Erdloch gehabt, sich vor Kälte und feindlichem Feuer zu schützen; aber nun saßen sie eng beisammen im dunklen, warmen Unterstand. Er war nicht sehr geräumig, und der Ofen rauchte ein bißchen,— aber man hatte doch ein Dack über dem Kopfe! Heiliger uoend war's, kein Bäumchen brannte, ja, es gab nicht einmal einen Tisch: nur ein Kerzenstümpfchen verbreitete sein karges Flakzerlicht. Dennoch breitete sich heimliches Behagen über die Menschen im kleinen Raum, trotz wilder Trommelwiebel der N-“erien mit denen sich dumpf aufdröhnende Paukenschläge der schweren Kaliber mischten. Gewohnte Musikz! Die Müdigkeit nach harten, bangen Tagen umsing sie alle. Einige lagen schon auf dem harten Drahtgestell und schliefen,— nur noch drei waren wach. Einer, ein junger Student, mit feinem, zartem Gesicht, schrieb auf seinen Knien einen seligen Weihnachtsbrief nach Haus; er käme bald in Urlaub, das erste Mal! — Der dicke, gemütliche Sanitäter machte indessen die so heiß geliebte Brotzeit, denn er hatte ein großes, seiner Leibesfülle angemessenes Paket bekommen; der dritte, ein schon älterer Mann, saß zurückgelehnt und schweigend da; nur ab und zu glühte sein Pfeischen und warf einen kleinen, raschen, zuckenden Glimmerschein in dieses braune, hagere, energische Gesicht. Die Feuertätigkeit nahm mehr und mehr an Heftigkeit zu. Das Lichtlein erlosch zuweilen vom Luftdruck berstender Geschosse. Die Artillerien schienen in ein wütendes Gezänk verbissen. Es war, als wenn die Vorweltriesen mit ungeheuren Schmiedesäusten auf einander trommelten.„Eigentlich wäre ja Weihnachtsabend heute,“ knurrte der Sanitäter.„Aber die verdammte Brut gibt nun erst recht keine Ruhe.“„Schließlich ging er doch schlafen, und bald schnarchte er mit dem Donner um die Wette. Der junge Student hörte auf zu schreiben; eine tiefe innere, heimliche Freude brach ganz unverhüllt und kindlichrein aus seinen Augen: „Nun sitzen sie daheim schon unter dem brennenden Weihnachtsbaum, Mutter, Schwester und— mein Mädelchen ist sicher auch dabei.“ „Liebst Du sie denn wirklich so?“ fragte der ernste, schweigsame Mann. „Wen? Mein Mädel? Du fragst, als wenn einer wissen wollte, ob das Leben einen freut, ob eine Rose beglückt. Man muß ja lieben wenn auch verschieden und in immer anderer Weise.“ „Nun, so erzähle ein bißchen von Deinem Lieben!“ meinte der andere. „Ach, was soll man da sagen?„Ich weiß nur, es ist so viel Liebe da, allüberall! Man spricht nicht darüber, aber manchmal hat man so etwas wundervoll Seliges in sich, daß einem der ganze Tag voll Sonne scheint.“ „Aber hast Du auch schon an den Tod gedacht?“ fragte der Aeltere dazwischen.„Ans Sterben? Wir sind doch im Krieg.“ Der Junge sah ihm voll und klar in die Augen.„Ja,“ sagte er besinnlich,„auch das— aber dennoch meine ich, sterben ist nicht so schlimm. Es bedeutet etwas Heiliges, Großes für eine reine herrliche Sache in den Tod zu gehen, mit dem eigenen Leben die Heimat schütten zu helfen. Man wirft sich mit all dem Glauben an Glück und Sonne und Sieg dem Tod entgegen— oder nein,“ der Jüngling lächelte leise,„man wirft einen Berg voll Rosen über die drohende Kluft,— ich meine, das Sterben ist nicht schwer...“ Tod, weil sie ganz tief und sicher wußte, daß sie nicht sterben konnte, da auf das Dunke. stets ein Morgen folgt!—„Du solltest Dich schlafen legen,“ meinte der Aeltere endlich.— „Aber ich komme doch gleich auf Wache.“— „Schlase, es tut Dir gut.“— Der Jüngling war nun doch fest eingeschlasen, trotz Lärm und Todesdonner— die Sturmgewitter vor Verdun dröhnten und stöhnten, sie schwollen zu einer furchtbaren Todessinsonie an. Sein Kopf war ein wenig vorgesunken und der Schein der kleinen Flamme zuckte in schimmernden Reflexen über sein schönes blondes Haar. Nun flog es durch seine Züge wie der weiche Abglanz eines Lächelns,- er träumte wohl von der Heimat und junger Liebe Als die Stunde der Ablösung nahte, gürtete sich der Alte schweigend, nahm sein Gewehr und zog für seinen jungen Freund auf Wache. Was lag an ihm, dem längst das Schicksal schon genommen, was hell und freundlich war! Er stieg die Stufen des Unterstandes langsam empor. Welch ein Höllenlärm! Die Luft gespenstisch durchflammt von rasend berstenden Geschossen. Noch einen Augenblick zögerte er. dann biß er die Zähne zusammen und trat lesten Schrittes hinaus in das Grausen der Nacht... Als der Morgen dämmerte, ließ das Feuer nach. Eine Ordonnanz kam haftig in den Unterstand und rüttelte den Schlafenden derb an der Schulter:„Komm, wach auf! Da draußen liegt ein Kamerad von Deiner Gruppe. Er ist tot!“ Höhenweihnacht Skizze von Hildegard Diehl. Die Stunde, die Irene Groth ersehnt und zugleich gefürchtet hat, ist gekommen. Die junge Frau sitzt bekenntnisbereit dem Oheim des einstigen Gatten gegenüber. Tannenduft füllt die mit feinstem Kunstsinn ausgestattete Halle. In den hohen Fensterscheiben leuchten die schneevermummten Berge. Ein lustig flackerndes Kaminseuer verbreitet Wärme und Stimmung. Unter dem gütigen Blick des vornehmen Gelehrten mit dem Schneehaar und den Augen voll Geist und Jugend verehbt Irenes Angst. Wie jung ist doch der Ohm trotz seines arbeitsreichen Lebens! Wie anders als die früh verbrauchten Männer jener Kreise, denen zu entfliehen sie endlich die Kraft gefunden. In ihrer kurzen Ehezeit hat sie den Pflegevater hres Mannes als langweiligen Einsiedler empsunden. Wie unreif war sie doch damals. Doch Vertrauen hatte sie von jeher zu ihm. Das trieb sie auch heute zu ihm. Ohm Ullrich weiß noch nichts von der inneren Wandlung seiner Nichte. Aber ihr plötzliches Auftauchen sechs Jahre nach der Scheidung und ihre kurze scheue Bitte, sie ein paar Tage aufzunehmen, lassen ihn allerlei ahnen. Der feine Seelenkenner fühlt das Bekenntnis, das ihr im Herzen brennt und schwer über die Lippen kann. Gütig bahnt er ihr den Weg.„Du willst mir also das Fest seiern helfen, das freut mich. Irene. Aber wirst Du in meiner Einsiedelei denn nicht Deine Welt vermissen?" Wehmütig lächelnd schaut sie zu ihm auf. „Ach, Ohm. seit ich in jener Welt des flachen Lebensgenusses lebe, nach der ich mich damals so sehnte, habe ich täglich tiefer erkannt, daß es nicht die meine ist— daß ich in Eure Welt gehöre. Ich war ja so töricht, als ich von Euch joriging.“ Mit wachsender Verwunderung lauscht Ohm Ullrich der jungen Frau, die das Lebensglück seines Nefsen zerstört hat. Heimliche Hoffnungsflammen schlagen in ihm hoch— denn— doch das will er ihr vorläufig noch nicht verraten.„Standest Du nicht vor einer Wiederverheiratung. Irene?“ Sie nickt ernst.—„Ja. Heut abend sollte ich mich mit einem ausländischen Krösus verloben, im Weigerungsfalle das Haus der Verwandten verlassen. Ist habe mich entschieden. Ich will mir einen neuen Lebensweg suchen— in Eurer Welt, wo der Geist herrscht, nicht der Mammon. Warum hat Reinhard eigentlich nicht wieder geheiratet?“ Erschrocken über die ihr unversehens entsprungene Frage blickt sie zu Boden. Weil er Dich nicht vergessen kann, sagt Ohm Ullrichs Herz. Aber seine Lippen geben eine ausweichende Antwort.„Sein Arztberuf füllt wohl sein Leben aus. Er hat eine große Praris.“ „Ob er mir vergeben hal?“ Beide schwiegen. Doch in diese Stille drang]„Ja“, erwiderte Ohm Ullrich ernst. der Donner grauenvoll herein. Etwas wie mit Eine Weile träumt Stille zwischen ihnen l'eidsvolle Wehmut quoll in dem ernsten Manne Dann hebi Irene den gesennten Kopf. über all die jugendliche Kraft auf. diese jungeshabe eine Vitte. Ohm. Tu besitzt zohl noch die mit der schwarzen Tasche und von Sanne, die schien und leuchtete trotz Nacht und Hütte auf der Weshnachtshöhe, wie Relnh### 8 * 5 88.55 BBgEE 8. 85. S SH** S 6 Es 8S8E 55555 8 35 die kleine Vergkuppe getauft hät, damals als wir unsern einzigen Heiligabend doit verlebten. Ich möchte heute hin— zur Erinnerung.“ Sie siebt ihn noch stellt Ohm Ullrichs Herz mit Staunen und Freude fest. Wie sektzam ist doch das Frauenherz! Er überlegt ine Leile dann stellt er ihr seln Auto zur Verfügung „Bis zum Forsthaus kannst Du fahren. Das letzte steile Stück laß Dich vom Chauffeur führen. Er ist ein guter Bergsteiger...“ Der Chauffeur ist nicht sonderlich höflich. Oder paßt ihm die Fahrt nicht? Er hantiert gebückt an einem Rad, indes Irene einsteigt. Aber er fährt verständnisvoll in einem Tempo, das den Genuß der prächtigen Winterlandschaft nicht beeinträchtigt. Die Weihnachtssonne ist im Sinken. Die verschneiten Vorberghänge schwimmen in einem Meer von rosigem Licht. Märchenstimmung, wie damals, denkt Irene mit einem wehmütigen Blick auf den leeren Platz an ihrer Seite. Langsam schlängelt sichk der Wagen in dem verdämmernden Schneewalde auswärts. Am Forsthaus, das schon helle Festfreude ins Dunkel strahlt, steigt sie aus. Der Chauffeur übergibt das Auto einem Knecht und geht mit einer kleinen Schneeschaufel voraus. Irene, die allein sein möchte, bittet ihn zurück zu bleiben. Aber er schüttelt den Kopf ohne sich umzuwenden und murmelt:„Ist mir befohlen.“ Sie ist so erinnerungsversonnen und der voranschreitende Führer so stumm, daß sie seine Anwesenheit bald nicht mehr stört. Beim weiteren Aufstieg in der immer tiefer werdenden Dämmerung empfindet sie seine Nähe sogar wohltuend. Der wortkarge Mann zeigt ein überraschendes Verständnis für Schönheit und Stimmung. An einem Ausblick in die verschneite Tiefe, in der ein Waldkirchlein mit seinen erleuchteten Fenstern ein reizvolles Bild malt, bleibt er stehen. Vor einer wuchtigen eigenartig gewachsenen Tanne läßt er das Licht seiner Taschenlampe über die schneebepackten Zweige spielen, die sich tief wie in betender Andacht neigen.— Eine vereiste Wurzel bring! Irene plötzlich zum Ausgleiten. Die feste Hand des im Nu herbei springenden Führers reißt sie vor dem Abgrund zurück.„Doch gut, daß Sie mitgekommen“, sagt sie lachend, indes er schon weitergeht. Nun stehen sie auf der freien Höhe. Irgendwoher aus dem Dunkel weht weiches, unendlick fernes Glockenklingen. Irene schaut gedankenumsponnen in die dämmerblaue Tiese, in der die Fensteraugen der Dörser wie vom Himme! gefallene Sterne schimmern. Sechs Jahre scheinen ausgelöscht. Es ist ihr, als stünde der geliebte Mann an ihrer Seite. Als sie wieder aufschaut, tst ihr Führer verschwunden. Sie geht zu dem kleinen Blockhaus, öffnet die Tür, Licht springt ihr entgegen. Der Chauffeur entzündet die Lichter eines Tannenbäumchens. Bei ihrem Eintritt dreht er sich um. nimmt Autobrille und Lederkappe ab. Da sieht sie zum ersten Male sein Gesicht. Im nächsten Augenblick ruht sie in den Armen ihres einstigen Gatten. Mit sinnendem Lächeln blickt Ohm Ullrich vom Fenster seiner Halle zu den Bergen hinauf. Er schaut im Geist die beiden wieder vereinten Menschen, die dort unter den aufblühenden Sternen Höhenweihnacht feiern. Der Ruf der Ferne Skizze von Wolfgang Federau. An einem Abend, als sie nach dem Essen noch einmal zum Strande herunter gingen, blieb Heinrich plötzlich stehen, blickte über die endlos sich dehnende Wasserfläche, die mit kleinen, sanften Wellen, monoton rauschend, das Ufer liebkoste, und sagte:„Das Meer!“ Es war nur ein Wort— aber seine Stimme hatte einen anderen Klang als gewöhnlich, und Lotte erschrak bis ins Tiefste ihres Herzens. „Dem Himmel sei Dank“, dachte sie,„daß morgen der letzte Tag ist, daß sein Urlaub vorbei ist.“ Und sie wußte nicht warum sie so lachte. Sie lag nachts an seiner Seite und tastete nach seiner Hand. Da merkte sie an seinem schweren und langen Atmen, daß er litt und daß er allein, daß er ihr völlig fern war. Während der Heimfahrt, nach der großen dunklen Stadt, in der sie wohnten, sprach er menig, und sein Gesicht, das die Starre einer Naske angenommen hatte, mußte sich zu einem Lächeln, zu einer heiteren oder teilnehmenden Niene zwingen. „Nächstes Jahr fahren wir ins Gebirge, gelt?“ frogte die Frau einmal, dringend, zärtich. „Warum?“ erwiderte er kurz und sah sie mit Augen an, in denen ein nie gespürtes, bedrohliches Rißtrauen brannte, dern hane sie geantworter„Ich habe ungsr — ich glaube, die See tut dir nicht gut, sie macht dich unruhig und krank“. Aber sie fürchtete sich vor seinem Blick und so meinte sie statt dessen„Ich henne die Berge so wenig— sich denke, es müßte schön sein dort, und man würde sich so frei, so erhaben vorkommen.— Und am Meere— nun, wir sind bisher jeder Jahr da gewesen. Es wird ein bißchen eintönig allmählich, findest Du nicht?“ „Nein, ich finde nicht", erwiderte er böse. Und sprach kein Wort mehr bis zu ihrer Ankunft.— Als er zum ersten Male wieder den Weg zu einem Büro gelenkt hatte, atmete sie auf. Nun würde alles wieder gut werden, er würde sick wieder an sein bisheriges Leben gewöhnen und alles würde in alter, schöner Regelmäßigkeit verlaufen. Aber drei Wochen später kam er nach Hause mit einem unruhigen und verzerrten Gesicht, aß schnell und hastig und sagte plötzlich ohne Ueberleitung:„Ich will fort, reisen, irgend wohin fahren, wo es fern und wild ist.“ „Verreison?“ Sie sah ihn fassungslos an. „Aber wir waren doch eben erst weg, ganze vier Wochen.“ Weihnacht Aus der kalten Nächte Dunkelheit Sprießt der Weihnachtsrose Herrlichkeit. Ueber Finsternisse, schwer und dicht, Siegt ihr tröstendes, ihr sanftes Licht. Keines Frostes Bitterkeit zerstört Dieser Blumen Kelch, der uns gehört, Uns, die wir im Licht der Weihnacht knien Uns, für die der Göttliche erschien. Anna Enders=Dix. „enn Bbd. Der uu „Das war ja was anderes“, meinte er heftig „Hier in Europa, in einem Dutzendbad, mit Tausenden von dummen Menschen, von gleichgültigen Menschen um sich herum. Das ist doch zein Abenteuer.“ Er redete sich immer mehr in Zorn. Dann wurde er zärtlich, legte den Arm um ihren Nacken. „Lotte, Kind— verstehst Du das nicht? Sieh doch— ich ertrage einfach nicht dieses Leben hier. Mit seinem ewigen Gleichschritt, seinem tötenden Einerlei! Ich wollte— ach nur einma! wollte ich hinaus— es muß ja noch Gegenden geben, wo die Welt groß und unberührt und wild und voller Erlebnisse ist. Wir leben ja hier nicht— das ist alles so wohl abgezirkelt, so wohl anständig, und so— so entsetzlich langweilig.“— „Du liebst mich nicht mehr, Heinrich— das ist alles.“ Ihre Stimme war hart. Jählings kehrte er sich um, trat zum Fenster und kühlte seine weiße Stirn an der Scheibe. Ohne sie anzusehen sagte er:„Du willst mich nicht verstehen! Es geht nicht um meine Liebe. d'e nicht geringer ist als am ersten Tage unse he. Es geht ums Leben, von dem alle Lieb ch nur ein ist.“ Und ich— was wird aus mir so lange?“ Für Dich ist gesorgt, natürlich. Und wenn'e zu einsam ist, dann magst Du zu Deinen Citern gehen, einstweilen.“ „Eine billige Lösung, gewiß. Nie hätte ich geglaubt, daß ein Mann— einer, der mich zu lieben vorgibt, so egoistisch sein könnte.“ „Bin ich das? Ja, Du hast recht, ich bin's. Ist das so schlimm? Einmal werde ich alt sein und müde— wirst Du es dann verantworten wollen, wenn mich Reue zerfleischt, weil ich das eine Mal, wo ich meine größte und tiesste Sehnsucht hätte erfüllen können, es nicht tat, um Deinetwillen.“ Sie antwortete nicht. Sie hatte ihr Gesicht in den Händen verborgen, und ihr Körper schüttelte sich von unterdrücktem Schluchzen. Das hörte er und wurde weich gegen seinen Willen. „Willst Du vielleicht mit— nach Afrika oder Hinterindien oder Südamerika oder sonst wohin, wo keine Menschen unserer Art wohnen? Lockt es Dich auch, lockt es Dich wirklich. Dich an das Herz der unbekannten Erde zu werfen? Wenn eo so ist, dann“— tröstlich stieg ihm dieser Sedahue auf verstehen.“ „Nein“, stammelte sie trotzig,„es locht mich nicht, und— ich verstehe Dich nicht!“ Der Mann ließ den Kopf sinken.„Es wäre auch nicht das Richtige", sagte er und würgte das Mitleid herunter, das in ihm auswachen wollte,„wenn Du mitkämst. Obgleich ich Dich liebe, wäre es nicht das Richtige. Denn mit Dir nähme ich alles mit, was ich verlassen wollte, für eine Zeit: Haus und Heimat und das erschlaffende Einerlei dieses Lebens.“ „Sehr groß scheint Deine Liebe nicht zu sein, wenn Du so darüber sprechen kannst", weinte die Frau. Bis sie sich plötzlich erhob und ohne Butenachtgruß ihr Zimmer aufsuchte... Lanze quälte sie sich vergeblich ab, einzuschlafen. Als es endlich dennoch geschah. hatte sie einen bösen Traum: ihr Mann hatte sich erhängt, und in dem Rock des Toten hing ein Zettel:„Nun bin ich doch verreist— für ewig.“ Mit einem Angstschrei fuhr sie empor, tastete mit der Hand nach seinem Bett. Es war leer. Taumelnd ging sie hinüber ins Wohnzimmer. Vielerlei lag dort herum, wie man es zurückjäßt, wenn man sehr eilig ausbricht. Zwei Kof'er im Ankleidezimmer fehlten, auf dem Tisch lag ein Blatt Papier„Lebe wohl und verseih! Das Dunkle in mir war stärker als Du“ stand darauf. Nichts weiter. Sie setzte sich in eine Ecke und weinte.„Nein — er liebt mich nicht mehr“, dachte sie.„da er mir dies antun konnte.“ Die Einsamkeit griff nach ihrem Herzen, daß sie zitterte und fror. Sie zog nicht zu ihren Eltern, sondern blieb in ihrem Häuschen draußen in der Vorstadt wohnen und— wartete. Einmal kam ein Brief von ihm aus Aden. Einmal aus Singapur.„Ich werde nie aushören. Dich zu lieben“, stand darin,„doch harre ich des Wunderbaren, das kommen soll.“ Sie netzte die Briese mit ihren Tränen. Nein, sie verstand ihn nicht. Das Einzige, was sie allmählich doch begriff, war, daß seine Liebe durch die Entfernung nicht geringer wurde— daß sein phantastisches Unternehmen mit seiner Liebe nichts zu tun hatte. Das erste Weihnachtsfest ohne ihn war eine beinahe unerträgliche Qual. Die Frau hatte es rbgelehnt, ihre Angehörigen aufzusuchen, oder sich einen Baum putzen zu lassen. Aber am Heiligen Abend des nächsten Jahres war sie heiter und zuversichtlich. Sie saß vor dem kleinen, mit Lichtern besteckten Bäumchen und dachte „Vielleicht kommt er schon morgen— plötzlich, zanz überraschend— als mein Weihnachtsgeschenk sozusagen. Spät, sie wollte gerade schlafen gehen, klingelte es. Das Mädchen öffnete, schwere Schritte samen durch den Korridor. Dann klopfte es. „Herein“, sagte sie. Ein fremder Mann, groß, schwer, braungebrannt, stand vor ihr. Sie hatte ihn noch nie gesehen: Er verbeugte sich linkisch. stammelte einen Namen, den sie nicht verstand. „Gnädige Frau“, sagte er,„Ihr Mann und ich, wir waren von Bassein...“ Aber dann mußte der Fremde nach ihrem Arm greifen und sie festhalten, damit diese von Sehnsucht erfüllte, abermals enttäuschte Frau nicht zu Boden stürzte. Stille Nacht Weihnachtsskizze von Pausrichard Heusel. Mit leuchtenden Fenstern stand die Kirche zwischen den dunklen Bäumen des Parkes. Gegenüber dem Eingang, an dem niedrigen Eisengitter der Anlagen, hatte ein junger Mensch seine Weihnachtsbäume aufgestellt und schlenderte langsam zwischen ihnen auf und ab. Sein Gesicht war nicht häßlich; vielleicht hatte er einmal bessere Tage gesehen, aber nun mußte er irgendwie Brot verdienen, wenn es auch schwer war. In einer Stunde mußte der Platz geräumt sein, und es bestand wenig Hoffnung. daß jetzt am Heiligen Abend noch Käufer kommen würden. Neben ihm, an einem kleinen Wagen mit Obst, stand ein junges Mädchen. Erwar schön und schlank, schien aber zu frieren und hatte müde Augen. Bisweilen kam ein Polizist vorbei, mit schweren und langsamen Schritten, denn er hatte den Kopf voller Sorgen, wie er wohl ein Geschenk für die Frau zu Hause beschaffen könnte. Es hatte Unfrieden gegeben, und er war ratlos und traurig.— Die drei kannten sich seit mehreren Tagen. Der Mann mit den Weihnachtsbäumen und das Mädchen hatten sich oft, wenn das Stehen zu langweilig wurde, miteinander unterhalten und vertrugen sich ale Nachbarn recht gut. Aber bei