S e Buntes Allerlei. Odgleich ein eifriger, scharssinniger Geschäftsmann, ist der bekannte Rockeseller doch böchst abergläubisch und trägt schon seit Jahren einen sogen. Adlerstein(Klapperstein) in der Tasche. Dieser bräunliche, hohle Stein hat im Innern einige lose Brocken, die beim Schütteln des Steins vernehmbar klappern. Die Adlersteine gelten als ein Schutzmittel gegen Unfälle, Schiffbruch und sonstiges Unheil. Ein israelitischer Geistlicher in Kapstadt hat in 86000 Wörtern auf ein einzelnes Blatt eine Biographie König Eduards VII. so geschrieben, daß die Schrift in einiger Entfernung gesehen, das Bild des verstorbenen Monarchen erkennen läßt. Kanada, dessen jährlicher Verbrauch an Steinkohlen sich ungefähr auf 120 Millionen Doppelzentner beläuft, besitzt mindestens 1340000 Millionen Doppelzentner von solchen in nachgewiesenen Lagerstätten und zweifellos noch ungeheure bisher unentdeckte Kohlenschätze. Außerdem verfügt Kanada auch über mehr Wasserkräfte, als jedes andere Land. Eine sparsame Gemeinde. Auf dem Holzbeine eines armen Mannes in Hartford(Connecticut) findet sich folgende Inschrift:„Dieses Holzbein ist Eigentum der Stadt Hartford und dem William Armstrong nur leihweise überlassen, so daß es ohne Zustimmung der Majorität des Hartforder Stadtrates weder verpfändet, verkauft oder gegen ein anderes vertauscht werden darf.“— Die Anbringung dieses EigentumVorbehaltes wird wahrscheinlich ebensoviel gekostet haben, wie das „verliehene“ Holzbein wert ist. Einkitten von Messern und Gabeln. Um Messer und Gabeln wieder einzulitten, mische man 4 Teile gebrannten Kalk und so viel Wasser, daß ein Brei wird, welchem man 8 Teile feinstes Sandsteinpulver und 4 Teile weißen Käse hinzufügt und alles tüchtig durchreibt. Die Hefte werden inwendig angefeuchtet und die Stiele naß gemacht. Oder man fülle feingestoßenes Kollophonium mit geriebener Kreide vermengt in die Messerschalen, mache das Ende der Klingen glühend und stoße es in den Schaft zurück, worauf es festhält. Rüsse sind ebenso nahrhaft wie bekömmlich. Eine liebe Seele. „Na, warum sind's denn so traurig, Fräulein Sali, weil Ihr Franz zur Waffenübung hat einrücken müssen— die vier Wochen gehen ja bald vorüber.“ „Ja, es tut mir halt so furchtbar leid— wer weiß, ob ich in vier Wochen nicht schon einen andern Schatz hab'.“ Pfirsiche gelten, namentlich früh genossen, als sehr gesund. Apfelsinen befördern die Verdauung außerordentlich. Will man Fliegen von Fleisch fernhalten, so braucht man dieses nur mit Estragon einzureiben. Oder man bestreicht die Behältnisse, in denen Fleisch aufbewahrt wird, mit Lorbeeröl. Wollene Kleider und Pelzwerk vor Motten zu schützen. Man klopft die Sachen gut aus, bestreut sie reichlich mit Lavendelblüten, welche in jeder Drogenhandlung zu haben find, und wickelt sie einzeln in Leinenumschläge. Man bewahrt sie in gut schließenden Kisten oder Koffern auf. Milch bewahre man nur in glasierten Geschirren auf, da nur diese so vollkommen gereinigt werden können, daß man sicher ist, alle Reste verdorbener Milch daraus entfernt zu haben. Auch ist es anzuraten. Milch vor dem Genusse stets abzukochen, damit die Krankheitskeime zerstört werden, die, wie die Erfahrung zeigt, leicht von krankem Vieh auf den Menschen übertragen werden können. Seise und Soda. Seifenreste, selbst die kleinsten, sollten gesammelt, dann fein geschnitten, in Wasser zerkocht und zum Bedarf aufbewahrt werden. Die gekochte Seife ist sehr ausgiebig und schäumt stark, man braucht zum Scheuern usw. nur sehr wenig davon zu nehmen. Ebenso vorteilhaft ist es, wenn man Soda in Wasser aufgelöst in einer großen Flasche vorrätig für die Küche stehen hat, da oft unnötig große Stücke Soda von den Dienstleuten zum Reinigen verwendet werden. In China sieht man gar nicht selten Pferde, die ganz ebenso gefleckt sind wie die Leoparden. Der fast runde Leib der Hausspinne von Trinidad ist ziemlich so groß wie ein Zweimarkstück, ihre acht Beine würden ausgestreckt bis zum Rande eines gewöhnlichen Tellers reichen. Die Hauptnahrung des riesigen Insektes besteht aus Küchenschaben. Die Freundschaft, die der Wein gemacht, Wirkt, wie der Wein, nur eine Nacht. * Rätsel-Ecke. Leisten-Rätsel. Die Buchstaben sind so zuordnen, daß die wagerechten und auch die senkrechten Reihen bekannte Wörter von folgender Bedeutung ergeben: a) wagerecht: 1. eine Göttin, 2.einungarisches Komitat, 3. eine türkische Insel im Aegäischen Meer. d) senkrecht: 1. einen indogermanischen Volksstamm, 2. eine indobritische Stadt, 3. eine französische Stadt. Uürterüdung. bitz ca cha de dieen gol ha in ky la le ly man mis ri ro so stadt su teu vy ze. Aus je drei der obigen Silben sind acht Wörter zu bilden, welche folgendes bezeichnen: 1. ein Gebirge, 2. einen deutschen Dichter, 3. einen Opernkomponisten, 4. eine Stadt in Bayern, 5. eine Landschaft in Kleinasien, 6. einen Tanzkomponisten, 7. eine Zierpflanze, 8. ein Tonstück.— Sind die richtigen Wörter gefunden, so nennen deren Anfangsbuchstaben einen Dichter. Bilder-Rätsel. Kryptogramm. Schmierseife, Himbeeren, Besichtigung, Katzenfell, Kundenkreis, Duwok, Arbeitslohn, Lackstiefeln, Domreichtum, Berchtesgaben. Jedem der obigen Wörter sind drei aufeinanderfolgende Buchstaben zu entnehmen, deren Aneinanderreihung ein Zitat aus Schillers„Wallensteins Lod“ ergibt. Pombimaten. Feilen, Ring, Elan, Felgen, Strafe, Ratz, Name. Obige Wörter sind durch Umstellen der Buchstaben und Hinzufügung eines Buchstabens in sieben andere Wörter umzuwandeln. Die hinzugefügten Buchstaben sollen ein altgermanisches Volk nennen und die neuen Wörter folgendes bezeichnen: 1. eine Stadt in Posen, 2. einen Fluß in Afrika, 3. römische Götter, 4. ein schwäbisches Geschlecht, 5. eine däuische Insel, 6. einen Quellfluß der Rednitz, 7. einen Kurort in Tirol. Magisches Dreieck. Die Buchstaben in vorstehender Figur sind so zu ordnen, daß die Bezeichnung ergeben: 1. ein Getränk, 2. eine Pflanze, 3. eine portugiesische Insel an der Küste von Vorderindien, 4. eine Note, 5. einen Konsonanten. Auflösungen der Rätsel aus voriger Nummer. Pokal: Louisiana, Raphael, Ukraine, Diskant, Blech, Asser, Spa, e, Hai, Derby, Angerap.— Shakespeare. Kombinations= und Ergänzungs= Aufgabe: Kantate, Ottawa, Brentano, Kourtage, Montana. Bilder=Rätsel: Geborgte Gedanken zeigen nur die Armut des Leihenden. Magisches Quadrat: Alle, Lein, Lind, Ende. Wechsel=Rätsel: Fabel, Eule, Garz, Uhren, Elsa, Beirat, Wacht.— Fibel, Elle, Harz. Ehren, Elle, Beiram, Jacht.— August Wilhelmj. Arithmetische Lyra: Hildburghausen. Teramworticher Redalteur: Dr. Karl Schaumburg, Verlin.— Druck und Verlag von Georg E. Nagel in Verin Schdneberz. 12 Das Loch im Frack. Eine lustige Geschichte von Oskar Ungnad. ines Tags ging leichten Herzens und bei bester Laune Max Krause durch den duftenden Plan eines thüringischen Ortes, der ihn seit gestern Abend zu seinen Gästen zählen durfte. Er summte ein keckes Liedel vor sich hin; den Hut hatte er weit in den Nacken gerückt, damit der laue Morgenwind seine Stirn„umfächle“, hinter der sich bis gestern Mittag nur ernste und gelehrte Gedanken und Ideen um den Vorrang gestritten hatten. Davon wollte er heute nichts wissen, heute nicht und die kommenden vierzehn Tage nicht. Die zwei kurzen Wochen seiner Urlaubszeit wollte er frei und fern der sonstigen Müh' und Plage und aller Grübeleien bar in dem waldumwobenen, romantischen Kurort verbringen. Wenn ich nun sonst auch kein gedankenloser Nachbeter alter Überlieferungen und Gebräuche bin, so kann ich mich hier doch Zur Rettung eines bistorischen Gebäuces in Danzig.(S. 3.) nicht des Mittuns einer althergebrachten Sitte entziehen, an welche die verehrten Leser nun einmal gewöhnt sind durch Autoren, die noch berühmter sind wie ich. Und das ist der Brauch. dem Helden der„Geschichte“ für das„liebe" Lesepublikum ein curriculum vitae bis zu dem Augenblick mitzugeben, da er anfängt, für uns interessant zu werden. Das muß im vorliegenden Falle schon geschehen, damit man nicht etwa denke, man habe es hier mit einem Menschen zu tun, der in die Thüringer Berge flüchte lediglich aus dem Grund. weil er sich von der Arbeit drücken wolle. „Ganz im konträren Gegenteil“ sage ich hier mit meinem„vollen guten“ Kollegen Angely. Max Krause war ein Mann, der sich aus den einfachsten Verhältnissen heraus zu einer sehr geachteten Stellung... „emporgerungen hatte" — lautet ja wohl der schöne Ausdruck. Er war der Sohn eines ehrbaren Handwerkers, dessen Lebensaufgabe darin bestand, den Gehwerkzeugen seiner Mitmenschen in Gestalt von Ledersohlen eine möglichst derbe Unterlage zu schaffen, um jenen die Rauheiten des Lebensweges erträglicher zu machen. Schon zu der Zeit, als noch des Vaters Spannriemen dann und wann die erlahmende Spannkraft des Buben aufmuntern mußte, zeigte Max viel zeichnerische Begabung, die sein Erzeuger vermittelst der Mittel bemittelter Freunde vernünftigerweise ausbilden ließ. Ebenso hatte der junge Künstler auch eine gediegene Schulbildung erhalten, die er durch mehrjähriges Studium auf der Universität vervollständigt hatte. Da Max natürlich zu stolz war, um immer von der Güte fremder Menschen abzuhängen, hatte er sich, solange er die Universität besuchte, eine Einnahme zu verschaffen gewußt. Solche fand er als Hauslehrer im Hause— vielmehr in der Villa— des Freiherrn von Buschow, eines hohen Regierungsbeamten. Hier ward ihm neben der„guten Bezahlung und anständigen Behandlung“ seitens des Freiherrn auch die besondere Aufmerksamkeit des Töchterleins des Hauses zuteil. Erna von Buschow— so hieß die Holde— hatte sichtlich Gefallen an dem Erzieher ihres Brüderleins gefunden. Erklärlich wird dies leicht dadurch, daß Max nicht nur ein hübscher„Kerl“ war, sondern auch mit seinem Wissen und Können einem Fräulein imponieren mußte, das im väterlichen Hause fast nur mit jungen Herren zusammen kam, die zwar äußerlich sehr geleckt aussahen, in ihrer Unterhaltung aber nicht den Eindruck machten, als ob bei ihnen die Kultur jene Funktion, die sie nach Goethe bei aller Welt ausübte, sich hätten sehr angelegen sein lassen. Da nun auch Freiin Erna eine Schönheit war, die sich sehen lassen konnte, so wäre es hier wohl zu einer rechten Liebe gekommen, Der berühmte französische Remponist Massenet starb im Alter von 70 Jahren.(S. 3.) wenn Max nicht aus Dankbarkeit gegen seinen Gönner, den Freiherrn, der des Hauslehrers Talent und Wollen bald erkannt und gern unterstützt hatte, sich bescheiden zurückgezogen hätte. Er sagte sich nämlich, daß er als etwaiger Schwiegersohn des Herrn von Buschow doch zu niederen Herkommens sei und nahm kurzer Hand Abschiedaus dessen Diensten. Der Freiherr erfuhr den wahren Grund des„plötzlichen Rücktritts“ nicht; er war daher höchlichst über Krauses Entschluß erstaunt, gewährte aber natürlich die erbetene Entlassung und versprach zugleich, auch in Zukunft für Max zu tun, was in seinen Kräften stehe. Als Max bald danach in einem Aufsehen erregenden Buche über „moderne Kunst“ weitere Beweise seiner Tüchtigkeit gegeben hatte, hielt der inzwischen zum Regierungspräsidenten aufgerückte Freiherr sein Wort, indem er für Max' Berufung als Direktor einer neugegründeten Kunstakademie sorgte. In dieser Stellung hatte der neue Direktor bereits ein Semester gewirkt. Nun wollte er sich eine kurze Erholung in den Thüringer Bergen gönnen. Aus diesem bis hierher erzählten Lebenslauf ist ja ersichtlich, daß Max ein wahres Sammelsurium bester menschlicher Eigenschaften in sich vereinte. Vielen Lesern wird jedoch solch ein Musterexemplar des homo sapiens in unserer heutigen Zeit unwahrscheinlich erscheinen. Diesen PessiFröhlich summend schritt er jetzt dahin. Er wollte zunächst die engste Umgebung des Ortes kennen lernen. Vom Walde bog er in eine hübsch gepflegte Allee ein, auf der ihm zwei Herren und eine Dame entgegenkamen. Als ihm diese schon näher waren, sah er genauer hin und glaubte— er traüte seinen Augen kaum— in dem älteren Herrn und der Dame den Freiherrn und die junge Freiin von Buschow zu erkennen. Richtig! Sie waren's. Jetzt hatten auch sie ihn erkannt. An ein Ausweichen war nicht mehr zu denken. „Alle Wetter!“ rief ihm bereits der Oberpräsident entgegen,„unser Kunstkrause! Dus ist ja famos!" Und dabei schüttelte er ihm auch schon die Hand in herzlichster Weise. Freiin Erna konnte die Freude über das plötzliche Wiedersehen auch nicht verbergen; das merkte wohl der„Dritte im Bunde", der nun als Baron Zipfel vorgestellt wurde. Der Oberpräsident erzählte dann, daß er sich in diesem „idyllischen Nest“ eine Villa erbaut habe, die er heute Abend durch einen kleinen Hausball einweihen wolle. Dabei dürfe der berühmte Kunstkrause natürlich nicht fehlen. So sehr sich Maxüber diese Liebenswürdigkeit freute, so sehr wehrte er sich eingedenk des Umstandes, daß er keinen Frack eingepackt hatte, dagegen, an dem Feste teilzunehmen. Er erfand die unglaublichsten Ausreden. Aber sie alle verfingen bei dem Freiherrn nicht, und als dann gar Erna ihre rehDas Deahmal für das erste französische Opfer im Kriege 1879/71, den Soidaten Pagnier.(S. 8.) misten gegenüber werde ich darum auch mit der Glaubwürdigkeit meiner Geschichte einen schweren Stand haben. Aber wenn schon! Ich kann doch nicht darum, weil andere nicht mehr an „edle Menschen“ glauben, so niederträchtig sein, einen„guten Kerl“, schlecht zu machen. Max Krause war eben ein Prachtkerl. Nach den schweren arbeitsreichen Wochen fühlte er sich hier in dem kleinen idllischen Orte wohl und frei wie der Vogel in der Luft. Hier wollte er nur genießen, Freiheit genießen, frei sein, aller Verpflichtungen beruflicher und auch gesellschaftlicher Natur. Er wollte sich allen offiziellen Veranstaltungen fernhalten, deshalb hatte erseinemkleinen Reise koffer auch nur einige Strapazieranzüge einverleibt, denen allein die sonst noch unentbehrlichsten Reiseutensilien beigesellt waren. Das Deukmal für das erste deutsche Opfer im Kriege 1870/n1, den Leutnant Winsioe.(S. 3.) braunen Augen flehentlich auf Max richtete, da war sein Widerstand bezwungen. Er sagte zu, und sollte er einen Frack zaubern. sehen am achend. sröhliches WiederAls Max seinem Hotel zuschritt, zermarterte er sich das Hirn mit dem Gedanken, wo er einen Frack herkriegen sollte. Dazwischen kam ihm immer der Baron— von Zipfel in den Sinn. Dieser„Edle hielt sich jedenfalls nicht für zu schlecht, der Eidam des Oberpräsidenten zu werden. Max schloß dies aus den verliebten Blicken, mit denen Zipfel Erna betrachtete und ferner aus dem Unmut, der auf seinem Antlitz zu lesen war, als Max doch endlich die Einladung annahm. Zipfel schien in ihm einen Nebenbuhler zu wittern. Das machte Max Spaß, und schon darum wollte er zu dem Ball gehen. Wo aber den vermaledeiten Frack herkriegen? — Max suchte sofort den einzigen Schneider des Ortes auf. Der war aber mehr auf Flickerarbeit als auf Neuanfertigungen eingerichtet, und wenn er schon mal, wie er sich stolz ausdrückte,„nach Maß" arbeitete, dann handelte es sich um einEine umlegbare Luftschilthalle. fache Anzüge für die Stammeinwohner des Ortes. Fracks dafür kann ich dann nicht.“ hatte der biedere Meister Zwirn noch nie„gehaut", und nun nuree gar verlangt, er solle in einigen Stunden solch Ding V: Mar nieh der. a. swviel. verlangt, ging absolut nicht. S#######en Kropf sinten. Was war da zu machen?! Als Kraufe schließlich in der Verzweiflung eine hohe Summe nannte, die er zu opfern bereit wäre, wenn man ihm helfe, kündete der Schneidermeister schüchtern einen etwaigen Auswegoan. Es wäre ja ein großes Risiko dabei, aber so ginge es vielleicht. Auf Mar'shastige Frage: wie? meinte der Schneider:„Ichhabe hier einen Frack des Barons von Zipfel zur Reparatur; der ist sonst tadellos und fein, nur auf der einen Brustseite ist ein kleines Loch eingerissen, das sich aber bis zum Abend stopfen läßt.“ „Den Frack wird der Herr Baron aber selbst heute Abend Eekmungsslos ein.—.Das glaube ich nicht; antwortete der Sleidumgarn 2denmn ein Diener sagte beim Herbringen des Riewungsstuckes, er hole es morgen wieder ab. Also entder Baron zwei Fracks, wie so viele noblige Herren, oder aber sein Diener hat eine Dummheit gemacht, (Schluß fogt.) Warum manche Mlenschen im Eisenbahnwagen geckrautt werden. . Dr. W. C. Wood hat sich mit der Untersuchung der Ursache beschäftigt, warum nicht gar so wenige Personen im Bahnwagen von einer merkwürdigen Störung, einer Art Scekrankheit befallen werden. Er schreibt diese Erscheinung dem Nystagmus nellen unwillkürlichen Hin= und Herdrehung der Augbaglesites, der das Hinaussehen durch die Wagenfenster Man sehe nur durch ein solches Wagenfenster und beachte einmal, wie schnell da die Telegraphenstangen vorüberfliegen. Da sieht man jede einzelne und unwillkürlich folgt ihr das Auge bis zur nächsten, wo es dann wieder an dieser haftet. Dasfür nahestehende Bäume, Häuser usw. Entfernte Dinge scheinen sich langsamer zu bewegen, und sehr entfernte sogar still zu stehen, bis die ganze Landschaft eine Drehbewegung um einen gemeinschaftlichen Mittelpunkt macht. Die unbewußte Bemühung, alles zu erkennen, veranlaßt eine wiederholte schnelle Seitenbewegung des Augapfels, wie jeder sehen kann, der die Augen seiner Mitreisenden beobachtet. Diese Augenanstrengung ist ganz enorm und die Hauptursache der Eisenbahnkrankheit. Dus lußt sich auch dadurch beweisen, daß man einen, der daran leiden pflegt, veranlaßt, auf einen Spiegel zu sehen, der schnell hin= und herbewegt oder um sich selbst gedreht wird. Za wächedie betreffende Person bald über Schwindel und übelweihe es asse dieser Störung zu leiden hat, verdurch das Fenster zu blicken, nehme eine Stunde vor Abfahrt des Zuges und dann stündlich ½ bis% Dezigramm zitronensaures Coffein, das wird in den allermeisten Fällen bald eine große Erleichterung hervorbringen. Farbensinn bei den Moskitos. eise re dentenrgdlichen Stichen der Moskitos verschont bleiben wiu, sbule stets gelbe Kleidung tragen. Von allen Farben lockt den Moskito die rote an, vorzüglich ein dunkles Biutror, obgleich diese Tatsache nichts mit seinem Blutdurst zu tun hat. Gegen gelb zeigt er dafür die größte Abneigung und geht dieser Farbe bei jeder Gelegenheit aus dem Wege. Man behauptet, daß das Sehvermögen der Moskitos so scharf sei, sie alle irgend wahrnehmbaren Farben auch in gewöhnlicher Dunkeihei der Nacht unterscheiden können. Nachtgewänder und Bettzeug von gelber Farbe würden deshalb also die lästigen Stechmucken, die ja auch nicht selten Krankheiten übertragen, in respektabler Entfernung halten. Unsere Bilder. Zur Rettung eines historischen Gebäudes in Danzig.(Zu dem Bilde S. 1.) Die Stadt Danzig kaufte für 110000 Mark das als historisches Baudenkmal Danzigs bekannte„englische Haus“. Im privaten Kreise sammelte man 32600 Mark. Das Haus wurde von dem Baumeister Hans Kramer im Jahre 1559 erbaut. 81668 Rassenet.(Zu dem Porträt S. 1.) Jules Massenet, der 1678—1896 als Professor der Kompositionslehre am Pariser stonservatorium wirkte, verdankt seinen modernen Opernkompositionen seinen Ruhm, von denen u. a.„Manon" und„Der Jongleur von Rotre=Dame“ auch außerhalb Frankreichs mit Erfolg aufgeführt wurden. s Aeroplangewehr.(Zu dem Bilde S. 2.) Der Colonel J. N. Lewis hat ein Gewehr erfunden, mit dem er imstande ist, 50 Schuß in 4 Sekunden abzufeuern. Das Gewehr wiegt 25 Pfund und hat den Vorteil, daß es weder zurückschlägt noch beim Abfeuern ein Feuerstrahl erzeugt. Die Denkmäler für das erste französische und das erste deutsche Opfer im Kriege 1870/71.(Zu den Bildern S. 2.) Das erste Opfer im deutsch=französischen Kriege 1870/71 war auf deutscher Seite der Leutnant Herbert Winsloe vom badischen Dragoner=Regiment. Winsloe fiel bei dem Zeppelinschen Erkundigungsritt im Gefecht bei Scheuerlen1870. Das Denkmal für ihn wurde zu Niederbronn (Elsaß) errichtet. Auf dem gleichen Friedhof liegt auch das erste FanzsZliüche, Lefer vom Kriege 1870/71, und zwar der Soldat Pagnier. Goon ist bereitz ein, Denkmal am Grabe errichtet worden, und Pugnier slei evenfaus bei dem bereits erwähnten Zeppelinschen Erkundigungsritt am 25. Juli 1870. Eine umsegbare Luftschisshalle.(Zu obigem Bilde.) Die Unfälle, die den Luftschiffen beim Aufsteigen und Landen durch den Bau der Hallen zustoßen, haben die Technik zu immer neuen Verbesserungen angespornt. Aber keine der verschiedenen Konstruttionen, wie die feststehende Halle mit umlegbaren Wänden und herablaßbarem Dach oder die ring= und sternförmigen Gebäude, die drehbaren Hallen usw. haben bisher den an sie gestellten Anforderungen genügt. Oberingenieur Walter Fischer in Hannover hat nun eine Halle konstruiert, die in Fachkreisen als die Lösung des Problems betrachtet wird. Die Möglichkeit, Wände und Dach dieser Halle vollständig niederzulegen und diese auf drehbarem Fundament in jede Richtung einzustellen, sichert auch bei ungünstigen Windverhältnissen Aufstieg und Landung ohne Gefahr. Unser Bild zeigt die Halle halb geöffnet. 8 55 86 9 n