KLUnmazar anztar Posara Mittwoch, 28. Dezember 1932 Nummer 50 + * Die astronomischen Ereignisse des Jahres 1933 Von Dr. Dr. Carl G. Cornelius. Nur wenigen Meuschen unserer Kulturschicht bildet auch der Anfang eines neuen Jahres einen Merkstein für die Verbundenheit des dahinfließenden Zeitablaufes unseres Lebens mit dem ewigen Rhythmus des kosmischen Geschehens, und doch sind die Abschnitte jener Zeiteinheit, die der Erdball zu seinem Umlauf um die Sonne braucht, die Jahreszeiten, mit ihrer wechselnden Sonnenstellung und den Mundahundbhun anbuedlbnunbundun goe dadurch bedingten Klimaänderungen Voraussetzungen für alles organische Leben in unseren Breiten überhaupt. Hier muß auf den verbreiteten Irrtum hingewiesen werden, daß es umso wärmer sei, je dichter die Erde sich an ihrem Zentralgestirn befinde. Das Umgekehrte trifft zu: Das erste astronomisch bedeutungsvolle Datum des neuen Jahres ist der 3. Januar, wo um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit unser Planet den sonnennächsten Punkk erreicht, während er am 2. Juli an der sonnenfernsten Stelle seiner Elipsenbahn angelangt sein wird. In der für uns kältesten Zeit beträgt der Abstand von der Sonne 147 Millionen Kilometer, in der heißesten dagegen 152 Millionen Kilometer, also etwa 3 v. H. mehr, und die Wärme, die uns von ihr zugestrahlt wird, vermehrt sich dann den physikalischen Gesetzen entsprechend in noch höherem Maße. Bemerkbar macht sich die gesteigerte Wärmezufuhr insofern, als die Eiskappe um den Nordpol herum lange nicht so ausgedehnt und stark ist wie um den Südpol der Erde, wo Winter und Sonnenferne zusammenfallen. Sonst liegt in der schiefen Stellung der Erdachse der Hauptgrund für die verschiedene Sonnenbestrahlung und den sichtbaren Wechsel der Jahreszeiten. Diese beginnen am 21. März(Frühling), 21. Juni (Sommer), 23. September(Herbst) und 22. Dezember(Winter) für die Nordhalbkugel, während auf der südlichen Hemisphäre die jeweils entgegengesetzten Quartale anfangen. Zwei Sonnenfinsternisse werden im Jahre 1933 die Aufmerksamkeit auf sich lenken, eine am 24. Februar und eine am 21. August. Beide sind ringförmig, d. h. die Sonne wird vom Mondschatten nicht ganz verfinstert, sondern nur ihr Kern, sodaß um den dunklen Mondrand noch ein schmaler Lichtring sichtbar bleibt. Die erste Finsternis ist als Teilverfinsterung im zentralen Südamerika, Nordund Mittelafrika, in Griechenland und Vorderasicn, als ringförmige in einer schmalen Zone Argentiniens, des südlichen Atlantik, des Kongostaates und Abessiniens zu sehen. Von der zweiten Finsternis werden wir auch in Deutschland etwas abbekommen, wo allerdings nur ein Drittel des Sonnendurchmessers bedeckt wird, während die Kurve der Ringförmigkeit durch Nordägypten, Mesopotamien, Indien, Borneo und Nordaustralien verläuft. Die Planeten werden einige recht schöne und beanerkenswerte Konstellationen bilden. Merkur und Venus, die sonnennächsten Wandler, sind in der ersten Jahreswoche morgens im Schützen und in der zweiten Junihälfte abends in den Zwillingen in dichter Nachbarschaft zu finden. Als ähnliche Sternenpaare stellen sich Jupiter und Mars in der ersten Jahreshälfte im Löwen dar, wo sie im März die ganze Nacht sichtbar sein werden und im ersten Junidrittel besonders eng beisammen stehen, und ferner senus und Saturn zur Dezembermitte abends im Steinbock, deren Annäherung die stärkste der hier beschriebenen ist. Venus beginnt im Mai ihre Rolle als Abendstern, die sie bis Jahresende beibehält, wobei ihre Helligkeit ab August ständig bis zur dreizehnfachen des Sirius ansteigt. Die größte Lichtstärke von Merkur fällt in den =September, von Mars in den März, von Jupiter in den Februar und von Saturn in den Juli. Der Mond erleidet keine Verfinsterung, wie dies gewöhnlich 14 Tage vor oder nach einer Sonnenfinsternis der Fall ist. Diese Ausnahme von der Regel tritt nur selten kein. Dagegen läuft der Mond zweimal— am 3. Februar und am 3. November— an der bekannten Sterngruppe des Siebengestirns vorbei, das erste Mal zwei, das andere Mal drei seiner Lichtpunkte bedeckend. Der hellste Stern, der 1933 durch den Vorübergang des Mondes verfinstert wird, ist Kappa in den Zwillingen am 11. Januar. s Sternschnuppen treten in jedem Jahre in anznähernd gleichmäßiger Häufigkeit auf. 1933 sollte aber einsofern Besonderes bringen, als der im November niedergehende Schwarm der Leoniden sein etwa alle 833 Jahre wiederkehrendes Maximum erreichen dürfte. sNächst ihm werden die Perseiden, auch„Tränen des Laurenstius“ genannt, in der Mitte des August der auffallendste Meteorschwarm sein...,.. Garans in SumisteinsVon nicht rechnungsmaßig im voraus zu ermittelnden Ereignissen sind für 1933 wie in jedem Jahre mehrere Kometen zu erwarten. Nur selten freilich erlangt einer dieser Schweifsterne, wenn er in die Nähe der Sonne kommt. keine solche Helligkeit, daß er dem unbewaffneten Auge sichtbar zwird. Weit seltener ist das Aufleuchten von„Neuen Sternen“, was immer durch eine kosmische Katastrophe hervorgerufen wird, wenn nämlich ein fast oder ganz erkalteter und darum für uns unsichtbarer Himmelskörper durch Zusammenstoß mit einem anderen erloschenen Stern oder leichter beim splötzlichen Durchgang durch eine Wolke kosmischen Staubes sich rasch zur Weißglut erhitzt. Die eindrucksvollste Erscheinung dieser Art fand 1572 statt, als in der Kassiopeia urplötzlich ein Fixstern auftauchte, der sogar am Tage sichtbar war. 1848, 1866, 1885, 1901 und 1918 traten die letzten „Neuen Sterne“ auf. Ein solches Schauspiel ist umso reizvoller, als es nicht der Logarithmentafel des sonst alles vorausberechnenden Astronomen unterliegt, sondern sinnfällig die Wunder der schaffenden Allmacht auch unter den astronomischen Geschehnissen offenbart. Winter im Isarwinkel Von Richard Busch=Zantner, München. Der Isarwinkel ist eine stille und wenig bekannte Gegend. eaum seit ein paar Jahren überhaupt erst durch die Eisendahn erschlossen. Früher mußte man in Tölz das Zügle verlassen und mit dem Schlitten weiter ins„Innere“ nach Leuggries, Fall oder seitwärts in die Jachenau fahren; heute aber geht die Bahn bis Lenggries mitten hinein, und von da ist es ja nur noch ein Katzensprung selbst bis in die entlegensten Tälchen. Die Isar wird im Winter ganz klein und still. Kaum etliche Meter ist das verfrorene, langsam dahinsließende Wasserbändchen in den weiten Flußauen breit. Alle Altwasser und Seitenarme sind mit Eis überzogen, und darüber liegt eine dicke, dicke Schicht von Schnee. Jegliche Plastik verschwindet vom Boden. Wenn prall die Sonne darauf scheint, ist ringsum die Welt nur weiß, zauberhaft weiß. Höchstens etliche Schispuren zeichnen eine Linie in die unendliche Fläche. Vorder= und Hintergrund verschmelzen. Nirgends mehr ist in dieser bedingungslosen Fülle von Licht auch nur ein Schatten,— irgend etwas Körperliches anzeigt, überall nur Schnee und aacht— ein unmeßbarer Raum. Die Berge heben sich wie weiße Wattebausche aus dem Flachland, oben vom blauen Himmel umrandet. Die Tannen sehen wie kleine, schwarze künstlich aufgesteckte Federn aus. Unien gegen das Tal zu ist obnebin alles an Vorbergen. „Schuttrinnen und Talterrassen unter einer weißen Dannen= decke verschwunden, auf der sich nur ganz wenige Kenner im Schneeschuhfahren vergnügen. Die Holzer fahren auf großen Hörnerschlitten dann und wann eine geringe Fuhre Brennholz zu Tal. Sonst herrscht hier im Winter kein Leben. Zwei dürre Pferdchen ziehen schellenklimpernd, sonst aber lautlos den Postschlitten durch die Stille der Jachenau. Das Gefährt ist ein dürftiges, ältliches Gehäuse von auno dazumal, innen mit Bänken an den Längskeiten hin, mit zwei ganz winzigen, kleinen, überfrorenen Fensterchen an jeder Wand des Kastens. Er hält nicht gerade warm, aber dafür liegen zahlreiche Decken und Kotzen herum, und über den Boden ist meterhoch Heu aufgeschüttet. Man eergräbt dankbar bis zum Knie herum seine Füße, legt sich eine Decke um die Hüften, eine andere zieht man noch höher herauf, steckt die Hände zu unterst und sitzt still, geduldig und widerspruchslos, bis nach stundenlanger Fahrt die Ortschaft Jachenau erreicht wird. Rechts und links ist der Weg ausgeschaufelt, mehr als anderthalb Meter hoch. Aus der Ferne sind von den Menschen nur die Köpfe wie rollende Kugeln auf der glatten Schneedecke sichtbar. Von der Postkutsche sieht man nur das Dach, die obere Hälfte des polarmäßig eingemummelten Schwagers und die Ohren der Pferdchen. Und dabei liegt der Schnee noch unter den Kufen einen halben Meter über dem eigentlichen Weg. Verwehungen gibt es hier nicht. Der Schnee liegt, wie er fällt. Durch die Jachenau zieht kaum ein Lüftchen. Man kann sich keine windstillere Gegend denken. Daher sehen auch die Bäume mit ihrer Schneelast wie überzuckert aus, fast wie Baumkuchen, die von oben her mit Schlagsahne übergossen wurden. Die hohen Zäune, die sonst die ganze Landschaft aufgeteilt haben, sind unter dem Schnee versteckt. Man kann hemmungslos auf den Schneeschuhen dahinfahren, unbekümmert um all die Kleinlichkeiten, die der Schnee verdeckt. Die wenigen noch vorhandenen alten geduckten Holzhäuser der Kleinbauernleute wachsen nur wie rundliche Kuppen aus der Fläche heraus. Bis unterhalb der Traufe stecken sie im Schnee, dann fängt die Schneelast des Daches an; nur die dünne Rauchfahne verrät, daß diese Erhebungen keine gewöhnlichen Hügel sind. Im Winter wird das Wild hungrig und müde. Unendlich viel geht ein, verhungert, erfriert, stürzt in der Unsicherheit der Schneedecke und erfriert dann. In den Kellern des Forsthauses von Niedernach am Walchensee liegen Hirsche, Rehe, Gemsen zu Dutzenden als steifgefrorene, steinharte Kadaver. Rudelweise kommt das Wild zu Tal, läuft am hellichten Tag den Weg entlang, um Futter, womöglich sogar von der Postkutsche: zu erhalten. Vor den Forsthäusern gehen die Hirsche— die schönsten Vielender darunter— fast gar nicht mehr vom Küchenfenster weg. Sie kümmern sich nicht um die Hunde— und, merkwürdig, diese kümmern sich nicht um das Wild. Es ist, als ob die Tiere von der Not der anderen wüßten. Einmal sind Hirsche am hellen Tag in die Straßen von Lenggries gekommen, und die Gemsen strichen kaum einige hundert Meter vor dem Ortseingang scheu herum. Vielfach öffnen dann die Bauern ihre Scheunentore und lassen das Wild in den Stall. Die Rehe kommen zuerst, dann auch zögernd die Hirsche. Viele werden in der Wärme heimisch. Es gewährt einen seltsamen Anblick, Pferde, Kühe, Rinder, Hirsche und Rehe beisammen zu sehen. Sobald aber der Frühling kommt und die Schneedecke da und dort Löcher aufweist, reißen sie wieder aus. Sie vergessen jedoch nicht, wo sie waren und wenn das Jahr darauf der Winter wieder so hart wird sann kommen sie und warten auf Einlaß. Das ist der Winter im Isarwinkel. Er geht nur die Menschen von dort und die Tiere von dort an. Selten, höchst gelten kommt einer vom„draußen“ herein, der sich auf den Hügeln festgesetzt hat und lustig zu Tal fährt. Zum 250. Jahrestag der Begründung der ersten deutschen Kolonie Ewige Spende Heim aus Weltenfernen Trage goldne Last, Pflücke von den Sternen, Was die Seele faßt! Aber schließe nimmer, Geizend ihren Schein, Gottes Strahlenschimmer, Ein in engen Schrein. Denen, die da darben, Schenk' den ganzen Kranz! Ach, wie viele starben Ohne Sternenglanz! Ward von dieser Spende Deine Seeie leer, Gießt in demne Hände Gott ein Sternenmeer. Max Sidow. begleiten. Dann begibt man sich zu Verwandten und Bekannten, um die Glückwünsche anzubringen, die in„vie Freude" und„viel Reichtum“ gipfeln. Auch der Toten vergißt man nicht, indem man auf den Friedhöfen auf den Gräbern ein Scheinpapiergeld, das Totengeld, verbrennt, damit die Abgeschiedenen sich einen guten Tag machen können. Auf allen Straßen knallen die abgebrannten Feuerwerkskörper; je mete Lärm, desto größer die Freude. Auch hier ergibt sich das Volk eifrig dem Spiele, und gar mancher hat nach den Festtagen Haus und Hof verloren. Fechter, Tänzer, Ringer, Akrobaten zeigen öffentlich ihre Kräfte, und wenn die Dunkelheit hereingebrochen ist, werden bunibemalte Laternen entzündet, beleuchtete Drachen erheben sich in die Luft, Raketen werden abgeschossen und Mummenschanz erfüllt die Straßen. Erst in der Mitte des neuen Monats beginnt die Festfreude abzuebben, und das alltägliche Leben setzt allmählich wieder ein. So findet im Volke allüberall die Freude ob des neu werdenden Lichtes ihren überlauten Ausdruck. Die brandenburgische Flotte, deren Hauptteil der Große Kurfürst vor 250 Jahren hinaussandte, um an der Wescküste Afrikas Kolonialbesitz zu erwerben. Am 1. Januar 1683 erfolgte unter Flaggen=Hissung die Grundsteinlegung zu dem Fort Großfriedrichsburg. Damit wurde zum erstenmal von einem deutschen Staatswesen Muoonnpngnenon unuggn Neujahr in West und Ost Von Professor Dr. Karl Roth=München. ein Kolonisationsversuch unternommen. Freilich mußte Brandenburg diese Kolonie wieder aufgeben. Erst 200 Jahre später wurde dann unter Bismarck die Kolonial= politik wieder fortgesetzt und gerade Afrika war es, wo Deutschland seinen kolonialen Hauptbesitz erwarb. (Gemälde von Lieve=Verschuir aus dem Jahre 1864.) Mit dem Beginn eines neuen Jahres hat der Mensch allüberall seit uralten Zeiten die Hoffnung auf kommendes Glück und Besserung seiner Lage verbunden und dieser Erwartung in lauter Festesfreude Ausdruck gegeben. Nur ein Unterschied bestand, daß bei verschiedenen Völkern der Anfang des Jahres nicht auf den gleichen Zeitpunkt fiel. Den einen— ro im alten Israel— begann das Neue Jahr im Herbst im Anichluß an die landwirtschaftlichen Verhältnisse, die Perser wieder feiern ihr Nauruz=Fest im Frühjahr mit dem Eintritt der Sonne in das Sternbild des Widders, und den alten germanischen Völkern galt als Jahresanfang der 25. Dezember, die Zeit der Wintersonnenwende. Erst als die Römer ihren Jahresanfang vom 1. März auf den 1. Januar verlegten, bürgerte sich dieser Tag im Laufe der Jahrhunderte bei der Kulturwelt ein. Jederzeit aber beging man den Jahresanfang mit großen Festlichkeiten; die Perser z. B. mit Pferderennen und allerlei Lustbarkeiten, und die alten Römer verknüpften den Amtsantritt der neuen Beamten mit dem Fest der Saturnalien: Hosempfängen, gegenseitigen Geschenken, Spielen, Umzügen, Mummereien und Gastmählern; all diese Gebräuche haben dann yren Weg in die Welt angetreten. Und gerade der warmblütige Süden legt sich da keine Fesseln auf. Da steht in den spanischen Städten das Volk in dichtgedrängter Masse auf den Marktplätzen und wartet auf den ersten Schlag der Turmuhren, die das Ende der letzten Stunde des scheidenden Jahres künden. Jeder hält in der Hand eine farbige Düte mit zwölf Traubenbeeren bereit, um bei jedem Schlag eine Beere hinabzuwürgen. Mit dem letzten Schlage müssen alle verschlungen, ein, will man sich nicht um das erhoffte„Glück“ des Neuen Jahres betrogen sehen, das natürlich nur in Geld und Reicheum erblickt wird. Ist die letzte Beere rechtzeitig verschwunden, dann kann man sich unbesorgt der tollsten Freude hingeben. Tann sind die Straßen von einem furchtbaren Lärm erfüllt, den mau mit Blech= und Tongeschirren vollführt. Auch in Griechenland wird der Jahreswechsel mit lauten Belustigungen und mit Geschenken an Freunde und Verwandte gefeiert. Schon einige Tage vorher werden in allen Häusern die landesüblichen Süßigkeiten und Bäckereien hergestellt; selbst die ärmste Hütte bleibt darin nicht zurück. Um das Neujahr festlich begehen zu können, hat man das ganze Jahr nur vom Lauch gelebt, hat man Lepta um Lepta mühsam zurückgelegt. Auch hier durchziehen am Silvesterabend bunte Haufen singend und lärmend die Straßen, deren Läden in den Städten hell beleuchtet sind. Ueberall ertönt heiterer in dieser Jahreszeit ein gütiger Himmel. Da füllen sich und Gastlokale mit dichten Menschenmassen, und der Neujahrskuchen zit......, gd. foggr Goldmunze wird verteilt, auf die vor allem Jagd gemacht wird. Glücklich der endliche Besitzer; ihm bringt das Neue Jahr gute Geldgeschäfte. Deshalb wird auch von anderen Gruppen eifrig dem Kartenspiel obgelegen. u Fesuchme am Der frühe Morgen mahnt zur Teilnahme am Gotteszienst, dann folgen die Besuche bei Bekannten und Verwrandten, wo reich besetzte Tafeln die Ankommenden zum Genusse laden. Draußen in der Provinz beschränkt sich das festliche Leben mehr auf das Innere des Hauses, wo die vollen Lische jedem, der eintritt, sei er auch der fremdeste, zur Verzügung stehen. Denn wie schon der alte Hellene übt noch heute das griechische Volk weitgehende Gastfreundschaft. Selbst den sonst so ruhig und gleichmäßig dahinlebenden Chinesen bringt seine Neujahrsfeier in frohe Erregung. Da schließt schon Wochen vorher der Kaufmann seine Rechnungen ab und sucht die verschiedenen Außenstände hereinzubringen. soweit säumige Kunden in dieser Zeit überhaupt aufzufinden sind. Da beginnt in den letzten Tagen in allen Häusern das große Reinemachen, um für das neue Jahr mit Besen und Wasser alle Krankheitsgeister aus dem Hause zu jagen. Auch den Herrgott, dem man das Jahr über in seiner Nische über dem Herd gar keine Beachtung geschenkt hat, gilt es, zu neuern. Denn der alte fährt jetzt zum Himmel auf, um dort seinen Bericht zu erstatten. Da streicht der vorsichtige Hausvater dem kleinen Holzgötzen erst noch Honig um den Mund, damn diesem vor dem Throne des Himmlischen nur„süße“ Worte entquillen. Dann fliegt das Bildnis ins Herdfeuer und die Nische nimmt ein neuer Nachfolger ein. Das so gereinigte Haus durchzieht in den letzten Tagen der Duft von GeDe Urwaldreste in Deutschland Von Wilhelm Hochgreve. Urwälder und Urwaldgetier fügen sich schwer in unser Zeitalter. Urnatur ohne Raum, weil Volk ohne Raum. Freilich gehörten in Deutschland schon im vorigen Jahrhundert größere Urwaldbestände, d. h. von Menschenhand unberührte wilde Wälder, deren Werden und Vergehen ausschließlich dem Willen der Natur überlassen ist, zu den Seltenheiten. Nach und nach entdeckte man verschiedene Wälder, die nach ihrer Urhaftigkeit als Urwald bezeichnet werden dürfen und die größtenteils unter Naturschutz gestellt worden sind. Daneben gibt es wohl auch noch viele kleine Waldteile, die ziemlich unangetastet gedeihen und vergehen und daher urwaldähnlich wirken. Hier aber kommt es darauf an, die größeren, deren Bestand auch auf absehbare Zeit gesichert erscheint, einer Betrachtung zu unterziehen. In diesem Sinne dürfen als letzte Urwälder in Deutschland gelten: Im Bayerischen Wald ein Waldteil des Arbers und des großen Falkensteins, in Württemberg der Sumpfwald im Brunnenholzried, in den bayerischen Alpen die Stöllbachau bei Tegernsee, dann bei Varel im Oldenburgischen der Neuenburger Urwald, ferner der Hasbruch oder Hasbrook, etwa 25 Kilometer südwestlich von Bremen, die sich beide durch wundervolle alte Eichen auszeichnen, und der etwa drei Jagen große(ein Jagen umfaßt etwa 120 Morgen) Urwald Süll im Lüsser Forst im östlichen Teil der Lüneburger Heide an der Straße Hermannsburg— Unterlüb..„ K 1246 Kz2 T.AMREE-P R 4 ANG Die Urwälder sind trotz ihrer Sehenswürdigkeit allgemein recht wenig bekannt. Es ist das einerseits bedauerlich, andererseits erfreulich, denn Urwälder und moderner Verkehr, Autoschlangen und Gesangvereine vertragen sich schlecht. Allen denjenigen aber, welche die Hehre dieser Landschaft still und würdig genießen wollen, sei hiermit eine Schilderung der Besonderheiten dieser abseits der großen Verkehrsstraßen liegenden Gebiete gegeben.„„ 6428 Der Hasbruch, den man von Bremen über Grüppenbühren bequem erreichen kann, wurde durch den Kunstmaler Willers, der einige der Rieseneichen dieser bis dahin fast völlig weltentrückten Stätte gemalt hatte, zuerst der weiteren Oeffentlichkeit bekannt. Kunstmaler als Landschaftsentdecker sind ja keine Seltenheit. Man denke nur an Worpswede, an viele Gebiete unserer Mittelgebirge, an Leistikow, der mit der Farbe eindrucksvoll zu betonen verstand, was zum Teil Thebdoc Fontane mit Worten in seinen„Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ aufgedeckt hatte. Ueber hundert alte Eichen, deren viele ein halbes Jahrtausend und mehr überdauert haben, hat der Hasbruch über wildestem Dickicht verschiedenster Baum= und Buscharten noch aufzuweisen. Ihre stärkste hat anderthalb Meter über dem Erdboden 11 Meter Umfang. Sie ist damit eine der stärksten Eichen von ganz Deutschland und steht der Riesin von Ivenack in Mecklenburg nicht viel nach. Von Varel in Oldenburg erreicht man über die Station Bockhorn den Neuenburger Urwald. Er besteht aus teilweise ebenfalls recht mächtigen Eichen, Rot= und Hainbuchen und Birken, die ein undurchdringliches Dickicht von Stechpalmen oder Hülsen überragen. Wie Gespenster wirken zahlreiche abständige Baumrecken, die sich entweder noch aufrecht halten oder aber auch schon modernd am Boden liegen von den Armen eines noch lebenskräftigeren backenem und Gebratenem. Denn auch hier will selbst der Aermste am Neujahrsfeste— und das dauert in China einige Wochen— einmal gut leben. Aber die Zeit des Ueberganges vom alten zum neuen Jahr ist auch hier eine bedrohte Zeit, da die ganze Geisterwelt offen steht, die man von Haus und Hof fern halten muß. Da hängt man vor die Haustüren rote Papierstreifen mit Zauber= und Bannsprüchen und bestreut die Zimmer mit Fichtennadeln, daß eingedrungene Geister auf ihnen zu Fall kommen. Kein Chinese wird in der letzten Jahresnacht auf ein Klopfen die Tür öffnen. Schon in den ersten Morgenstunden erhebt sich die Familie, um den einflußreichen Gottheiten, vor allem dem Gotte des Reichtums, die leuchtet sind. Ueberall ertönt heiterer üblichen Opfer darzubringen, Man beglückwünscht sich gegenGesang, mit dem man das alte Jahr verabschiedet und das seitig, was die jungeren weitglieder der Familie den Eliern begrüßt. Spannt sich doch über griechischem Boden auch gegenüber mit dem Kotau, dem vinwerfen auf den Boden, oder im Sturz von den Armen eines noch lebenskräftigeren Nachbars aufgefangen wurden. Der dritte der Urwälder Niedersachsens zeigt ganz anderen Charakter als jene beiden fast ausschließlich aus Laubholz bestehenden und aus größtenteils feuchtem und nahrhaftem Boden erwachsenen. Denn der Süll inmitten des 28000 Morgen großen Lüsser Forstes. am bequemsten von der Station Unterlüß erreichbar, ist Heide=Urland. Der trockene Sandboden vermochte nicht, die teilweise recht alten Eichen und Buchen zu so mächtigem Ausmaß zu bringen. Aber die hier eingesprengten Fichlen erhöhen neben Birken und Kiefern den Eindruck des Urigen dieser wilden„Wohld“, und einige von ihnen haben im Laufe der zwei bis drei Jahrhunderte(höchstes Lebensalter für Fichten) geradezu phantastische Formen angenommen. Bemerkenswert unter den Bäumen des Süll ist eine starke Linde, die etwa um 1650 zum Andenken an die Erlegung des letzten Bären, der in den Wäldern der Lüneburger Heide und ihrer weiteren Umgebung um jene Zeit erbentet wurde, gepflanzt worden war. Dieser Bär wird vielfach als der letzte Nordwestdeutschlands überhaupt bezeichnet, was unrichtig ist. Der letzte wurde Ende des 17. Jahrhunderts an der VictorsDer Lüß war immer sehr wildreich. Im 18. Jahrhundert noch veranstalteten die Herzöge von Celle in diesen Wäldern chre Hofhetzjagden auf Hochwild, wobei auch noch Wölse, 3u5 Strecke kamen. Bär und Wolf sind dier längst genger.. Ziergestalten geworden, aber zahlreich noch ziehen######## Schwarzwild ihre Fährten durch die Preißelbeerteppiche den Lüßz und seinen Urwald. * Winterhartes Hochwild Kein Hochwild Deutschlands ist in weiten Volkskreisen se bekannt und beliebt wie der„Gams“ unserer Hochgebirge, die Gemse. Selbst Rothirsch und Reh sind weniger„populär“ alt das prächtige, ziegenartige Krickelwild; in Bayern gilt die Gemse neben dem„Spielhahn“, dem Birkhahn, geradezu alt Nationaltier. Sie hat ihre Beliebtheit auch voll verdient, die Gemse. Im Winter trägt sie auf dem Rücken langes, reifiges Haar, das ausgezupft und zusammengebunden wird und alt Gamsbart den Hut des Jägers schmückt. Es kann kaum eine schönere Trophäe geben als so einen„Wachler". Auch die Krucken oder Krickeln des Gemsbockes stellen eine prächtige Wandtrophäe dar und erinnern an mühsame Pirsch im wilden. verschneiten Berglande. Es ist ein genügsames, hartes Wild, das sich von karger Alpenflora nährt, dem harten Winter trotzt und nur in den schlimmsten Monaten tiefer in die Wälder hinabsteigt, wenn's oben gar zu böse stürmt und schneit. Die Gemse ist noch weiter verbreitet, und zwar in etwas verschiedenen Formen in fast allen Hochgebirgen Europas beheimatet, während der Alpensteinbock nur noch in geringer Menge in den italienischen Alpen anzutreffen ist und die kaukasischen Steinbockarten durch Kriegs= und Revolutionszeiten stark gezehntet sind. Der Kaukasus birgt Gemsen, das Hochland Siebenbürgens, die Karpathen und die Tatra, Krain und Kärnten, die grüne Steiermark, Bayern und Tirol, stellenweise sind auch das schweizerische, französische und italienische Alpenland noch verhältnismäßig reich an Krickelwild. Auch die Pyrenäen weisen eine„geringere“(kleinere) Abart der Gemse auf. In alter Zeit hatten die Gemsen überall auf den hohen Bergketten des Balkans Stand, heute gibt es nur noch stellenweise nennenswerte Stände. Die in den Sudeten, am Altvater, lebenden Gemsen sind von Menschen eingeführt. Neben der Gemse ist der muntere„Spielhahn“ Bayerns Stolz. Die Verbreitung des Birkwildes, des kleineren Vetters des mächtigen, imposanten Auerwildes, reicht über den größten Teil des gemäßigten Asiens und Europas. Wir finden dies prächtige Waldhuhn an den Küsten des Weißen Meeres und in Nordskandinavien ebenso reichlich wie in Mittelrußland, den baltischen Provinzen, Finnland, Süd= und Mittelskandinavien; wir finden es im norddeutschen Flachlande, wenn auch leider in mäßiger, beständig abnehmender Zahl, es ist in den Alpen und in den Mittelgebirgen zu Hause und teilt seine Heimat ebenso gut mit Fasan und Feldhuhn wie mit Auer= und Haselhuhn. Ein Allerweltsvogel, der sich im Hochgebirge ebenso wohl fühlt wie im Moor des Flachlandes, der zwar auch kein„Kulturwild“ ist, doch viel weniger Kulturflüchter als Auerwild und Haselhuhn. Am reichsten ist der 1°ral an Birkwild und Auergeflügel, auch im ganzen sibirischen Waldlande kommt Birkwild vor, bis nach China hinein, bis Kamtschatka und Sachalin. In Sibirien gibt es zwei Unterarten neben dem gewöhnlichen Birkwild, im Kaukasus lebt eine gänzlich schwarze, nahe verwandte Art. Der Birkhahn ist kein einsiedlerischer Träumer wie der stille Auerhahn. Im Frühling balzen die Hähne, zischen und fauchen und kollern laut, springen und tanzen im Morgengrauen und nach Sonnenaufgang. Der Gebirgsjäger pirscht den„Spielhahn" mühsam an, um ihn mit der Büchsenkugel zu strecken. Die sichelförmigen Federn des„Spieles“ sind dem Gebirgler fast ebenso wertvolle Trophäe am Hut wie der Gamsbart, ist doch der Preis gar schwer erworben! Im Flachlande, besonders aber im Norden, wo es reichlicher Birkwild gibt, lauert der Jäger in einem Hüttchen, das er sich auf bekannten Balzplätzen erbaute, wenn er nicht doch vorzieht, den Hahn anzupirschen.„Auf jeder Feder ein Auge“, heißt es beim scheuen Birkhahn. Im Herbst und Winter tun sich gewöhnlich mehrere Hähne zusammen. Im Ural und in Sibirien kann man mitunter Gesellschaften von zwanzig, dreißig Auerhähnen zusammen sehen. Flüge von hundert Birkhähnen sind keine Seltenheit. Dann„nadeln“ die Auerhähne in den Kiefern und Lärchen oder äsen in den Kronen der Espen, während das Birkwild sich meist an die Knospen der zahlreichen Birken hält. Solche„Herrenklubs“ bestehen fast ausschließlich aus Hähnen, nur hin und wieder befindet sich eine ganz alte Henne unter den schwarzweißen Männchen. Gewöhnlich tun sich die Hennen gleichfalls zu kleinen Gesellschaften zusammen. Der Jäger schießt die Hähne, indem er mit einem leichten Schlitten anfährt, von den Bäumen, oder er versteckt sich und bringt in Schußnähe einige Puppen aus Tuch in den Zweigen an. Diese Puppen, von den Russen„Bolwani“ genannt, ahneln echten Birkhähnen in der Entfernung fast tauschend. Ein Gehilfe treibt nun in der Gegend befindliche Birkhähne auf. Die aufgescheuchten Hähne streichen zu den vermeintlichen Kameraden und können leicht geschossen werden. Mit Auerhähnen verfährt der Sibirier ähnlich. In Birkwildgegenden Rußlands wird auch die Jagd mit dem Verbellen ausgeübt: Der Hund stöbert Birk= und Auerwild auf, verbellt es, und gibt so dem Schützen Gelegenheit, herbeizuschleichen. Auch vor dem Vorstehhunde wurde in Rußland viel Birkwild geschossen— genau so, wie bei uns daheim Rebhühner. Den wenigsten Lesern dürfte bekannt sein, daß es in Korea, der Mandschurei, im Amurgebiete und im Küstenlande Ostsibiriens Tiger gibt. Echte, richtige Königstiger, nur noch mächtiger als der indische und viel gefährlicher. Der sibirische Tiger ist im Winter der großen Kälte gut angepaßt: Er trägt ein ziemlich langhaariges, sehr dichtes Pelzkleid, ist heller gefärbt als der indische Tiger, mehr grau und weißlich. Während der Löwe als Steppentier. in Asien fast ganz ausgerottet wurde und nur noch in ganz wenigen Stücken in Krabien vorkommen soll, hat sich der Tiger, als Bewohner dichter Schilfwälder, Bambusdickichte, Wälder und Buschsänder, gut gehalten. Man trifft ihn schon in Persien, in kurkestan und in Buchara an, in großen Teilen Chinas und mn Teilen Sibiriens, wo er als„Schneetiger“ Wild und Rekord=Wahn der Dauertänzer Der Start zur Madrider Weltmeisterschaft im Dauertanzen. Es soll versucht werden, mit kurzen Unterbrechungen 1000 Stunden, d. h. bis zum Februar hinein, im Fox= und Rumba=Rhythmus zu verbringen. Sas a g ga g a g gigeg dürften, einen erwachsenen Elch anzugreifen. Größere Wolfsrotten fallen allerdings mitunter Elche an, doch holen sich die Wölfe oft genug„blutige Köpfe“; denn die starken, langen Läufe eines Elches können fürchterlich zuschlagen. Möge dies herrlichste Hirschwild noch lange unserer an Schönheit immer ärmer werdenden Erde zur Zierde gereichen! Schwarzen der Union übergreist. Morde sind an der Tagessordnung, denn die Zulus glauben, sie könnten sich matt Hilfe ihrer Hexenmeister eines persönlichen Feindes entledigen. Sie brauchen angeblich dazu nur eine Locke vom Kopf des Widersachers. Diese wissen sie sich irgendwie zu beschaffen, bringen sie dem„Zauberer“, und dieser Verbrecher kocht sie in einem Topf, spricht darüber seinen Hokuspokus, läßt den Zulu mit dem Speer ins Wasser stechen und erklärt zuletzt:„Wenn Du nach Hause kommst, ist Dein Widersacher tot.“ Irgend ein gedungener Mörder hat inzwischen das Geschäft besorgt. Unter diesen Umständen wird man es verstehen, wenn die Behörden mit allen Mitteln gegen den„Zauberer"=Aber= glauben vorgehen, und auch die Handlungsweise des Chrift. lichen Konzils erscheint gerechtfertigt. Schwester auf der kleinen Insel Symbiosen Tierfreundschaften auf Gedeih und Verderb. Von Richard Thassilo Graf von Schlieben. Jeder, der die Natur liebt und ihre Wunder gern betrachtet, wird ein besonderes Interesse an jenem merkwürdigen Zusammenleben verschiedener Tiere und Pflanzen nehmen, das ein helles Licht auf die geistigen Fähigkeiten jener Lebewesen wirft. Die Wissenschaft bezeichnet ein solches auf gemeinsamem Vorteil beruhendes Zusammenleben mit dem Ausdruck„Symbiose" und nennt die einzelnen Teilhaber der auf Gedeih und Verderb zusammengeschlossenen Gemeinschaft„Symbionten“. Betrachten wir z. B. die Herden großer, aber doch sehr verschiedener Tiere: Da sieht man in Afrika von einem gemeinsamen Weideplatz zu anderen ziehende Scharen von Antilopen, Büffeln, Zebras und Straußen friedlich mit einander und untereinander gemischt, in dauerndem Beisammensein. Während Zebras und Büffel ruhig grasen, stellen die Antilopen Wachen aus, die vor etwa herannahenden Feinden warnen. Was diese Wachtposten nicht zu erspähen vermögen, sehen die langhalsigen Strauße. Glückt trotzdem ein Ueberfall, so schützen die Hufe der Zebras und die Hörner der Büffel die Antilopen und Strauße. Das Riesenkrokodil liegt mit weitgeöffnetem „Ja“, sagte sie; doch sie lachte zu ihrer Antwort:„Sie Nachen träge in der Sonne. Zwischen den Reihen der großen haben ganz recht, auf Runö ist wieder eine Epidemie aus spitzen Zähne spaziert ein kibitzartiger Vogel, der„Krokodilgebrochen! Aber eine ungefährliche: die Radio=Epidemie. Als wächter“, auf und ab. Ganz gemütlich— furchtlos— vimme ich die Insel im Mai verließ, habe ich hundertfach ver= er hier seine Mahlzeit ein, indem er die Blutegel und sprechen mussen, im Sommer auf ein paar Tage zurückzukommen und jedem Runöer ein Rundfunkgerät mitzubringen. Die ganze Gemeinde hat gesammelt. Und nun fahre ich hin und mein zleichtes Gepäck“ sind beinahe zweihundert Empfänger!“..7.. 4 uute Weise, Zeitenwandel.— Ich wunschte ihr eine gute Reise. R haustiere in Schrecken setzt und auch oft genug Menschen reißt. Neben dem Tiger gibt es in den südsibirischen Hochjebirgen noch den schönen Schneeleoparden, den„Irbis“ der kussen. Der Elch, der riesige, schaufeltragende Sumpfhirsch, war rüher viel weiter verbreitet als heute. Unsinnige Schießwut der Menschen hat dies herrliche Hirschwild in den meisten Begenden fast ausgerottet. So sind die großen Elchstände der haltischen Provinzen, Rußlands und Sibiriens bis auf traurige Reste zusammengeschmolzen, und in Litauen und Polen gehört der Elch schon fast der Sage an. Wir Deutschen haben noch m Ostpreußen, in der Memelniederung, einen schönen Elchsand. Neben einigen Privatwäldern bergen mehrere staatliche Oberförstereien Elche, wie Ibenhorst, Tawellningken, Pfeil, Nemonien und die Kurische Nehrung. Der Elch ist bei uns gänzlich geschützt. Trotzdem aber ist #. bsfürchten, daß seine Heimat, seine letzte Zuflucht, der Krorlungswut zum Opfer fällt. Auch die Gefahr der polnischlitauischen Nachbarschaft ist nicht zu unterschätzen, und es ware an der Zeit, darüber nachzudenken, wo man im mittleren Norddeutschland ein zweites Elchreservat schaffen könnte, um nicht alles auf eine Karte zu setzen. Der Elch ist Holzfresser: er lebt fast ausschließlich von Baumschößlingen, Weidenzweigen, Espenrinde und ähnlichen primitiven Delikatessen. Feldschaden, wie etwa Wildschwein und Rotwild, macht der Elch kaum. Um so mehr haben wir die Pflicht, dies harmlose, unschädliche Wild zu schützen und zu hegen: Es ist ein „Naturdenkmal“ im vollsten Sinne, ähnlich dem Wisent und dem Auerhahn. So genügsam in der harten Kost, so winterfest ist der Elch. Nur Eisgang und Glatteis gefährden ihn und der— Mensch, die größte Bestie. Die Verbreitung des Elches erstreckt sich noch heute, in meist schwachen Ständen, über Teile Ostpreußens, Polens, Litauens, der baltischen Provinzen, Finnlands, Schwedens und Norwegens, über fast ganz Nord= und Mittelrußland, den Ural und Sibirien, Teile der Vereinigten Staaten und Kanadas sowie Alaskas. Auf Sachalin und Kamtschatka fehlt der Elch. ist aber stellenweise im Amurgebiet und in der Nordmandschurei zu Hause. Seine ungeheure Stärke bringt es mit sich, daß der Elch kaum einen Feind zu fürchten hat außer dem Menschen und dem Tiger, da selbst starke Bären sich nur selten entschlieben Nach einer wahren Begebenheit erzählt von Hans Anker. In einem Winkel der östlichen Ostsee liegt eine kleine Insel, um die sich ein Kranz von Sagen und Legenden gebeldet hat. Nur selten kommen die Insulaner einmal zum Festland und umgekehrt reisen die Landratten nur wenig auf das Eiland. Werden solche Fahrten unternommen, so pflegen sie gewöhnlich mit einem Abenteuer auszugehen. Daran hat sich auch in jüngster Zeit nichts geändert. Runö, so heißt das Inselchen in der Mitte des Rigaer Meerbusens, hat nur ein= bis zweimal im Jahr eine reguläre Verbindung mit den Festlandshäfen. Im Juli läuft einmal ein Rigaer Vergnügungsdampfer die Insel an. Die Leute auf Runö bekommen dann Post und das ist ein Ereignis; denn es gibt weder Telegraph noch Telephon. Sie führen also nach unseren Begriffen ein fast mittelalterliches Dasein. Wer anders, als mit dem Postschiff zu ihnen will, muß sich an der Westküste Estlands ein Motorboot mieten. Damit ist man dann, wenn man Glück hat, in zehn bis zwölf Stunden am Ziel. Häufig dauert die Fahrt aber länger, weil der Rigaer Meerbusen recht unberechenbar ist. Freilich, wer den Strand Runös erreicht, wird entzückt sein, denn das Eiland birgt Reize in Hülle und Fülle. Zauberhaft ist Runös Stille. Zwischen Wald und Meer träumen Gehöfte unter Tannen und Pappeln. Man findet in ihnen Menschen von Schlichtheit und Offenherzigkeit, von Gradheit und Natürlichkeit des Wesens, die uns in den dicht bevölkerten Bezirken Mitteleuropas Lebenden fremd sind. Runö gehört politisch zu Estland. Aber die Insulaner sind nach Sitte und Kultur Abkömmlinge eines alten schwedischen Volksstammes und sprechen noch heute einen altschwedischen Dialekt, der auch den modernen Schweden unverständlich ist. Im vorletzten Sommer hat sich nun etwas Umwälzendes auf der Insel zugetragen. Der alte Runöer Pfarrer starb; ein neuer Seelsorger kam aus Schweden und brachte den 300 Runöern als Geschenk den Rundfunk mit. Die Insulaner betrachteten den Zauberkasten, obgleich er bei ihrem neuen Pfarrer stand, mit ängstlicher Vorsicht. Sie hielten ihn eher für ein Geschenk des Teufels als des Himmels. Ihre Abneigung gegen die große Welt da draußen jenseits des Wassers war so sehr Bestandteil ihrer Natur, ihres Wesens geworden, daß sie die plötzliche, ihnen unbegreifliche Verbindung durch den Aether durchaus nicht freudig begrußten. Das Wunder des Rundfunks wurde ihnen erst offenbar, als der neue Pfarrer, ein moderner weitblickender Mann, bei der estnischen Regierung mit dem Hinweis auf die Weltabgeschiedenheit der Insel eine Sendestation für Runö beantragte, und dieser vernünftige Antrag auch sofort bewilligt wurde. Kaum war der Sender fertig geworden, da zeigte sich auch sofort seine Nützlichkeit. Im Oktober erkrankte auf der Insel ein Kind; es bekam Ausschlag, Fieber und starb nach einigen Tagen. Woran es gestorben war, wußte niemand; denn einen Arzt gibt es auf Runö nicht. Man begrub es und machte sich weiter keine Gedanken. Plötzlich aber brach die unheimliche Krankheit mit erneuter Heftigkeit aus. Mehrere Kinder und auch zwei Erwachsene wurden gepackt. Auf dem Festland und den benachbarten Inseln fing man Hilferufe der Runöer Sendestation auf. Ein Arzt und eine Krankenschwester, mit Medikamenten wohlversehen, wagten trotz des heftigen November=Schneesturms die Fahrt. Als sie eintrafen, lag halb Runö schwer krank darnieder. Eine gefährliche Scharlach=Epidemie war ausgebrochen. Die beiden mutigen Helfer brachten die Rettung und die Insulaner betrachteten Arzt und Schwester wie Engel, die ihnen der Himmel sandt hatte. Als die größte Gefahr nach ein paar Tagen vorüber war, holte das Motorboot den Arzt wieder zur Küste zurück Die Schwester blieb, um noch acht Tage nach dem Rechten zu sehen. Aus diesen acht Tagen wurde aber ein harter, langer Winter; denn plötzlich brach so strenge Kälte herein, daß der größte Teil des Rigaer Meerbusens zufror. Da gab es für die Krankenschwester kein Zurück. Sie mußte auf der Insel bleiben. Kein Schiff konnte Runö erreichen. Erst als im beginnenden Frühjahr die Eismassen schmolzen, wurde die Pflegerin erlöst, die sich für einen Hilfeausflug von einigen Tagen Dauer ausgerüstet hatte. Wetter und Insel haben sie gegen ihren Willen fast ein halbes Jahr festschogen„„.7 f. Mmen ml. u. bin auf Diese Begevenheit hat sich so zugerragen, wie sie hier erzählt wurde. Ich traf die Krankenschwester,„den rettenden Engel Runös“, im letzten Sommer in der estnischen Hauptstadt Reval. Sie stand da in der kleinen Halle eines Hotels inmitten von Kisten, Kasten und Paketen und traf Reisevorbereitungen. „Sie packen schon wieder, Schwester“, fragte ich,„wohin soll denn jetzt die Reise gehen?“ Sie guckte mich an und lachte.„Nach Runö, noch •5! Jetzt im Sommer ist es ja keine so Bitte, zaubert doch einmal etwas! Die Gefahr des afrikanischen Hexenmeister=Unwesens. Von Ludwig Haßlinger. Im Schwarzen Erdteil ist das Zaubern mit allem, was drum und drau hängt, zur großen Mode geworden. Vielleicht muß man diesen Zustand als eine Art Reaktion gegen die rasch zunehmende Durchdringung des ganzen Kontinents mit europäischen Sitten und Gedanken werten, zum mindesten aber als eine Gegenwehr der um ihr Ansehen und ihre Stellung unter den Schwarzen besorgten„Zauberer". Die„Zauberei“ hat einen Umfang angenommen, der in letzter Zeit die lebhafte Besorgnis der weißen Behörden herzorrief. Wie groß sie ist, geht aus folgendem recht bezeichnenden Vorfall hervor: Das sogenannte Christliche Konzil in der inglischen Kronkolonie Goldküste(Westafrika), das aus anglilanischen, methodistischen und presbyterianischen Geistlichen besteht, vereinigte sich zu einer Sondersitzung, um Maßnahmen ife zegen das Zaubererunwesen zu ergreien. Der Plan, der nach sesticher lieberlegung gefad: purde, entoehrtznicht des Orie, sogenannte Seerose an. Diese ist aber nicht etwa eine wirkliche nimmt er hier seine Mahlzeit ein, indem er die Blutegel und anderes kleines Getier, das sich in das Zahnfleisch eingenistet hat, herausholt und verspeist. Hierdurch leistet er dem Krokodil natürlich einen großen Dienst, denn die Blutsauger bereiten dem Tier viele Beschwerden, während der Vogel sich auf diese Weise sehr bequem und angenehm ernähren kann. Eine entfernte Verwandte dieses Krokodils, die Brükkenechse in Neuseeland, gräbt sich Höhlen mit zwet Kammern. In der einen Abteilung wohnt sie selbst. Die zweite ist für ihre Symbionten, die Möwen, bestimmt, die dort nisten. Die Vögel lassen, vermutlich zum Dank für die ihnen zubereitete freie Wohnung, die Echse an ihren reichlichen Fischmahlzeiten teilnehmen. Allerdings sollen die Amphibien hin und wieder auch ein Möwenei verspeisen, was aber der Freundschaft keinen Abbruch tut. Der Haifisch beschützt eine Makrelenart, den sogenannten Lotsenfisch, der unter den Brutflossen der „Meerestigers“ mitschwimmt. Da sie gewandter und beweglicher als der große Hai sind, nützen sie ihrem Beschützer durch besseres Aufspuren der Beute außerordentlich. Sie leben dann sehr gut von den Brosamen, die von der voll besetzten Tafel des räuberischen Hais für sie abfallen. Das Zutrauen der Lotsenfische zu ihrem riesigen Beschützer ist so groß, daß sie ihm blindlings ins Netz folgen, wenn er gefangen wird. Noch merkwürdiger und sonderbarer ist die Symbiose des Einsiedlerkrebses mit der Seerose. Da bei dieser kleinen Krebsart nur die vordere Hälfte des Körpers gepanzer ist, muß das Tierchen die rückwärtige, weiche, wurmartig Hälfte seines Körpers in einem leeren Schneckenhaus bergen weil es andernfalls allen Nachstellungen seiner zahlreichen Feinde sofort erliegen müßte. Auf einer solchen, von einem Einsiedlerkrebs bewohnten Schneckenschale siedelt sich nun die Holdküste heraus zu verstehen. Das Christliche Konzil erließ folgenden öffentlichen Aufruf: Herausforderung an die„Zauberer“. Viele Menschen leben in ständiger Angst vor der „Zauberei“. Sie leiden dadurch an Körper und Geist. Gewisse Elemente nutzen diese Angst aus und behaupten übernatürliche Kräfte zu besitzen. Das Christliche Konzil schleudert deshalb allen„Zauberern“ folgende Herausforderung entgegen: Es wird jedem 200 Mark in bai auszahlen, der innerhalb von sechs Monaten an einem vorher zu bestimmenden Ort in Anwesenheit eines vom Christlichen Konzil bestellten Ausschusses eine der nachstehenden Zaubereien zu vollbringen im Stande ist: aus einer ohne die Schale zu verletzen, Aus einer versiegelten Schachtel einen vorher vom Ausschuß eingeschlossenen Gegenstand zu nehmen, ohne das Siegel aufzureißen, Sich selbst in irgend ein Tier zu verwandeln.“ Dieser Aufruf wurde auf Veranlassung des Christlicher Konzils in der ganzen Kolonie hekannt gemacht. Die Anwort ieß auch nicht lange auf sich warten. Die„Zauberer“ erviderten mit geradezu verbluffender Schnelligkeit und Einnütigkeit— vielleicht gibt es schon einen Verband der Zauberer an der Goldküste—, sie könnten die Herausforderung des Konzils nicht annehmen, soweit die drei in Vorschlag geprachten Probestückchen in Frage kämen. Dagegen seien sie bereit, folgende drei Beweise ihrer Kunst zu zeigen: Sich vor den Augen der Ausschußmitglieder begraben zu lassen und dann an anderer Stelle wieder unversehrt aus der Erde zu kriechen, Einem zehn Meilen entfernten Menschen das Blut aus den Adern zu ziehen, Einen Menschen auf 100 Meilen Entfernung zu töten. Das Konzil mußte dieses Angebot ablehnen. Es erklär die beiden ersten#unkte wären unter umständen durch einen des neuen Heims. Trick zu erfüllen. Der dritte sei für Christen ungeeignet. Die Folge dieser Ablehnung war natürlich die, daß die„Zauberer“ Rose oder die Wasse sondern eines jener 91er..-9.2,#gu e F i it b stucken und Riffen zu finden sind. Iy. Mund ist mit zarten die den gleichen Namen träg echen, die sonst zahlreich an Felsstücken und Riffen zu finden sind. Ihr Muno is. mit zarten Haaren, Wimpern, besetzt, und ihre Fangarme, die oft in den herrlichsten Farben schillern, tragen Nesselkapseln, d. h. Bläschen, die eine ätzende Flüssigkeit enthalten; damit werden die Feinde in die Flucht geschlagen, Beutetiere aber betäubt und wehrlos gemacht. Die Seerose gewährt dem Einsiedlerkrebs große Vorteile. Denn sie schutzt ihn vor Angriffen und hilft ihm beim Aufspüren und Einfangen der Nahrung, die dann beiden Partnern gleichmäßig zugute kommt. Der Fuß der Seerose, mit dem sie sich an das Schneckengehäuse anklammert, richtiger gesagt ansaugt, besitzt die Fähigkeit, eine Flüssigkeit abzusondern, welche hart wird und oft wie ein Gespinst das ganze Schneckenhaus umgibt, so daß der Krebs fast unsichtbar wird, und nur Kopf und Scheren aus der ihn umgebenden Hülle herausschauen. Ganz besonders eng erscheint die Verbindung des Einz siedlerkrebses mit der Mantelaktinie, gleichfalls einer Seerosenart, zu sein. Versucht man die Aktinie von dem Schneckenhause des Krebses abzulösen, so läßt diese sich eher Stücke reißen, als daß sie gutwillig nachgibt. Der Krebs aber sammelt nach solch einer Katastrophe sorgsam jedes Stückchen seiner Lebensgefährtin auf und setzt es wieder auf das Dach seiner Behausung. Denn er kennt die außerordentliche Lebenszähigkeit dieses sonderbaren Mitteldinges zwischen Tier und Pflanze. Diese Lebezszähigkeit ist so groß, daß sich die einzelnen Stücke entweder wieder zusammenschließen oder daß sich aus jedem Teil eine neue Aktinie entwickelt. Welch festes Vertrauen andererseits die Seerose zu ihrem Kompagnon hat, beweist folgende Tatsache: Wenn der Einsiedlerkrebs immer mehr wächst und sich infolgedessen eine neue größere Schneckenschale als Wohnung suchen muß, macht die Aktinie diesen Umzug in das neue Heim freiwillig mit. Der Krebs hebt sie mit einer seiner Scheren behutsam ohne jedes Sträuben ihrerseits von is erklärte, dem alten Hause herunter und setzt sie vorsorglich auf das Dach g wugnung sur unimg gie, ungfee O“ noch n 6 triumphierten:„Seht Ihr wohl: Die Leute haben doch Angst,[Borstenwürmer, die dann mit dem Krebs zusammen ir —* neuen Heims.„ Manchmal schließen sich diesem merkwürdigen Paare aug weitere Symbionten an. Und zwar besonders die mit uns anzubändeln.“ dem gleichen Schneckenhause wohnen. Sobald durch diesen ein einmal nach Runö! chwierige Pgise...... Guig ächuu M „Nach hunö?“, fragte ich ein wenig erschreat,„ist denn wieder eine Krankheit ausgebrochen? Die vielen Kisten und Kasten)... Sind das alles Medikamente?“ Natürlich fehlte es nicht an Kritiken, die das Vorgehen Beutetier gefangen und durch die Nesseln der Seerose betäub des Konzils als falsch bezeichneten und erklärten, als Weißer oder getötet ist, strecken die Borstenwürmer ihre Köpfe aus dürfe man sich mit solchen Dingen überhaupt nicht abgeben. dem Schneckenhaus heraus und nehmen vergnügt an der Mahl Diese Stimmen wissen aber nicht, welchen gewaltigen Einfluß zeit teil. Sie nützen aber den beiden anderen Partnern wiede die„Zauberer“ heute auf das Leben des Westafrikaners aus= außerordentlich dadurch, daß sie üben und mit welchen Schwierigkeiten die christliche Kirche ößere Be tzstücke so zerkleinern. dort zu kämpfen hat. Der anglikanische Bischof von Accra erklärte kürzlich, mindestens neun Zehntel aller Schwarzen in der Goldküsten=Kolonie glaubten unbedingt an die überbeiden anderen Puarinern Wiroa mit ihren scharfen Mäulergroßere Heutestücke so zerkleinern, daß Krebs wie Seerose diest bissen bequem zu sich nehmen können. Eine andere Krebsart, ein Taschenrreos, begnug „ s i c h d r o l l i g e r w e i s e n i c h t m i t e i n e r S e e r o s e, s o n d e r n t r ä g natürlichen Krafte der„Zauberer. Für die Neger gue es uus deren zwei als Symbionten mit sich, aber nicht auf den unumstößliche Tatsache, daß ihre Hexenmeister sich— ein Rücken, sondern auf jeder Schere je ein Exemplar. Auf diest Gegenstück zum europäischen Werwolf— in Raubtiere, de= Weise können die Seerosen ihre Nesselkapseln, die wie ver sonders in Leoparden verwandeln können, die etwaige Zweifler giftete Pfeile wirken, noch viel besser gebrauchen und sin nachts in ihren Hütten töten. Als Beweis wird die Tatsache ihrem Anteil an der Beute bequem nahe gerückt. angeführt, Haß vor wenigen Jahren ein Weißer einen Schuß am sichtsverletzung starb. Leopard und Hexenmeister waren nach dem Glauben der Schwarzen ein und dieselbe Person. Ebenso gibt es für die Neger an der Westküste keinen Zweifel daruber, daß die„Zauberer“ einen Menschen auf weite Entfernung hin langsam sterben lassen können. Sie stellen sich vor, der Geist des Hexenmeisters verlasse den Körper, fliege in Gestalt eines Vampyrs zu seinem Opfer hinüber und sauge ihm das Blut aus den Adern. Die Zulus, deren Gebiet unmittelbar an das der Südafrikanischen Union angrenzt, stehen völlig unter dem Bann der„Zauberer". Das Unwesen hat dort Formen angenommen, die zur Gefahr für das Nachbarland geworden sind, weil der Aberglaube auch auf die verhältniswäßie cchtem Anten un der Genn Sehnenag Hr “, daß vor wenigen Jahren....77.2 Lbschas aus.. Höchst wunderlich mutet uns die sogenannte Se## n Leoparden abgao, iym den Untertiefer abschoß und sspinne an, ebenfalts eine Krebsart. Kommt ein solches Die nächsten Tag ein„Zauberer“ an einer schweren Ge= an einem Algenwäldchen vorüber, so schneidet es mit einer de Scheren sich sozusagen einen Strauß davon ab und pflanzt sich denselben höchst eigenhändig, d. h.„eigenscherig“, auf ihrer Rücken. Da der Rückenpanzer sehr uneben ist, finden die Alger dort gleich eine günstige Haftgelegenheit, die ihnen das Anwachsen erleichtert. Sie beginnen sich schnell prächtig zu ent wickeln, so daß sie bald den ganzen Körper der Seespinne bedecken. Auf diese Weise wird die Seespinne grün„maskiert“ so daß man sie kaum erkennen kann. Es würde selbstverständlich zu weit führen, uckher auf all diese Wunder der Natur einzugehen, die uns derartige Schutz= und Trutzbündnisse der verschiedensten Lebe