S e. B88 —* a5 9#2 * 2857s 2 P 55n S 65 m S. S9 57— E# 98 OEn S S BS S eSSageg * S8. 820 —SExgg: S 9. 59709 3 9 „SANSRS 8; S. A5TS.DS — * * 2.8.5 ** B 9 255 BnTPg. *Fo. Z—85910 99 5 2 . 8 5 5 S S79n. G. 9 S # sg 8.803 # 8 m S SSbsgbebsgug .807 K S 5 8. 5 S8 55 888 55 en Spgg 5•9180 Sox 9.8119 BpgS On A 9" 88. 50 gerade noch rechtzeing, um den Bären in dem Augenblick über den Haufen zu knallen, da er seinen dicken Schädel aus der eingerannten Tür stecken und fliehen wollte. Einige unangenehme Minuten, die ihm aber in gewisser Beziehung zu gönnen waren, erlebte einmal ein notorischer Wilddieb namens Pancette aus dem Dorfe Orgeix. Der hatte es eines Tages auf ein Gemsrudel abgesehen, das in den Wänden des wildzerrissenen Tales gon Coumanieeles äste. Weil er beim Aufstieg Hande und Füße brauchte, so trug der Wilddieb sein Gewehr ungeladen umgehängt. Ein Fehltritt mußte ihn hundert Meter ins Tal stürzen. So war Pancette froh, als er ein Felsband erreichte, das schräg an der Wand entlangführte, wenn es auch nur wenige Hände.breit war. Doch in dem Augenblichk, da der wilodleb das Band betrat, tauchte hinter nem Felsvorsprung wenige Meter vor ihm eine Bärin mit zwei größeren Jungen auf. Sie war sicher nicht viel weniger peinlich berührt von der Begegnung als Pancette. Denn beide konnten unmöglich zurückkehren, und angesichts des schmalen Bandes mußte ein Ringkampf auch für die Bärin zum Absturz führen. Und doch hatte das Tier keine andere Wahl, als gegen Pancette vorzugehen. Dieser versuchte die Büchse vom Rücken zu zerren. Nicht um den Bruchteil einer Sekunde zu früh gelang ihm das endlich, und er war erst in dem Augenblick mit dem Laden fertig, als die Bärin schon die Mündung berührte. Der Schuß warf das Tier in den Abgrund. Der zweite befreite den bleich gewordenen Wilddieb von einem der Jungen, und das andere stürzte ab, als es erschrocken zurückweichen wollte. Pancette, dem ein Hirte aus dem Tal unten zugesehen hatte, vergaß für längere Zeit die Wilddieberei. Der Schrehken satz ihm noch zu lange in den Kaochen. Eine deutsche Luxusyacht für Amerika. Die Viermastbark„Hussar“, die von der Germania=Werft in Kiel für amerikanische Auftraggeber gebaut wurde, machte kürzlich ihre Uebergabe=Probefahrt. Das Schiff besitzt diesel=elektrischen Antrieb und ist mit 3100 Tonnen Wasserverdrängung eine der größten Luxusyachten der Welt. schrie:„Schießt doch!" besannen sie sich und begannen zu feuern. Doch jetzt schossen sie ohne zu zielen, ganz wahllos nach irgend einer Richtung, und uns beiden auf dem Hochsitz pfiffen die Kugeln um die Ohren. Der ganze Erfolg dieser Schießerei war der, daß ein Stab der Gittertür zerbrochen wurde und der Löwe entkam! Schrecken von Tsawo Von Oberstleutnant J. H. Patterson. 2 Fortsetzung. Massenaufgebot der Jäger. Als er sich daraufhin wieder bedeutend wohler fühlte, erfuhr ich, was sich in der Nacht ereignet hatte: Der Zug schien recht viel Verspätung gehabt zu haben, und es war vollkommen finster, als er im Tsawo einlief, von wo zein Lager durch eine Art Hohlweg zu erzichen war. Hinter dem Distriktskommissar zing Abdullah, sein Askariwachtmeister, und krug eine Lampe. Alles ging gut, bis die beiden i den Hohlweg gelangten. Denn hier sprang blötzlich ein Löwe auf den Weg hinunter, warf Whitehead wie einen Kegel über den Haufen and riß ihm dabei den Rock im Rücken auf. Glücklicherweise trug der Kommissar den geladenen Karabiner bei sich und schoß sofort. Blitz und Schlag verblüfften den Löwen einen Augenblick und Whitehead konnte sich aufgichten. Doch in der nächsten Sekunde warf sich das Raubtier auf den Wachtmeister und rannte mit ihm davon. Der Kommissar schoß noch einmal hinterher, fehlte aber, und der Löwe tauchte mit der Beute in der Dunkelheit unter. Der arme Asaker also war es, dessen Knochen die Löwen in der Nacht in der Nähe meines Hochsitzes zerknackten. Whitehead hattgeradezu unglaubliches Glück gehabt. Seine Wunden waren nicht tief und bereiteten ihm später keine Unannehmlichkeiten. Am gleichen Tage wurden die gegen die Bestien aufgebotenen Streitkräfte weiter verstärkt. Der Polizeiinspektor traf mit zwanzig Sepoys von der Küste ein. Seine Leute wurden in der Nähe der verschiedenen Lager auf Bäumen postiert. Andere Beamten benutzten ihren Urlaub dazu, um sich an der Jagd zu beteiligen und bezogen ähnliche Posten nie die Sepoys. Der Distriktskommissar ging mit mir auf meinem Hochsitz in Anstand. Außerdem ließ ich trotz aller Spötteleien, deren Zielscheibe ich wurde, eine Löwenfalle aufstellen, und zwei Sepoys gaben sich zum Köder her. Bis neun Uhr abends ereignete sich nichts. Dann aber unterbrach das Zuschmettern der Fallentür die Stille.„Hurra!" dachte ich. „Endlich haben wir wenigstens ein Vieh!" In dem Teil der Falle, in dem die Sepoys saßzen, brannte eine Lampe, und jeder der beiden Männer war mit einem Armeegewehr und reichlich Munition versehen. Außerdem hatten sie strikten Befehl, sofort zu schießen, sobald ein Löwe in die Falle ging. Anstatt dies auch wirklich zu tun, verloren die Sepoys vollständig den Kopf, als der Löwe wütend gegen die Gitter ansprang, die ihn von den beiden Männern trennten. Sie waren zuerst nicht zum Schießen in der Lage. Erst als der in der Nähe postierte Polizeiinspektor Wie es die beiden Sepoys fertig brachten, den Löwen nicht zu töten, obwohl sie ihm die Gewehrmündung aufs Fell hätten setzen können, ist mir bis heute noch ein Rätsel. Wir sanden zwar ein paar Blutstropfen in der Falle, aver für uns war es ein recht geringer Trost, zu wissen, daß der Löwe nur ganz leicht verwundet war. Wir ließen den Kopf trotzdem nicht hängen und veranstalteten am Morgen eine Treibjagd. Den größten Teil des Tages verbrachten wir auf der Verfolgung der Löwen durch den Dornbusch auf Händen und Knien. Verschiedentlich hörten wir das Knurren der Tiere, doch wir kamen nie nahe an sie heran. Nur der Polizeiinspektor sah für einen Augenblick ein gelbes Fell über einen Busch setzen. Zwei weitere Tage vergingen auf gleiche Art und ebenfalls ohne Erfolg. Dann mußte der Polizeiinspektor mit seinen Sepoys wieder nach der Küste. Auch der Kommissar kehrte auf seinen Posten zurück, und ich war mit den Bestien allein. Endlich Ein Erfolg! Unendlich eindrucksvoll ist das Schweigen des nächtlichen afrikanischen Waldes, sesonders wenn ein Mensch allein auf Wache steht wie ich damals. Die Einsamkeit und die tödliche Ruhe ringsum wirkten auf mich in. Aus der anfänglichen gespannten Aufmerksamkeit verfiel ich in eine Art Träumerei, die zu sand esgenartigen Umgebung im Einklang Plötzlich riß mich das Brechen eines Zweiges in die Wirklichkeit zurück. Ich horchte angestrengt und glaubte zu hören, wie ein großer Körper sich durch den Busch zwängte. Die Löwen! Sollte ich endlich Glück haben, wenigstens eines der Tiere erlegen! Wieder trat tiefe Stille ein. Ich saß wie ein Steinbild auf meinem Hochsitz, jeder Nerv angespannt. Gleich darauf drang langgezogenes Knurren aus dem Busch herauf, ein sicheres Zeichen dafür, daß der Löwe Hunger hatte. Das Schleichen begann von neuem, dann und wann durch ein wütendes Knurren unterbrochen. Nun hatte ich die Gewißheit, daß ich bemerkt worden war, und ich fürchtete schon, wieder eine Enttäuschung zu erleben. Plötzlich ereignete sich etwas Unerwarteter. Ich wurde zum Wild! Anstatt sich auf den Köder unter mir zu werfen, pürschte der Löwe rund um mich herum. Es war System in diesem Schleichen! Zwei Stunden lang wand sich das Tier in immer enger werdenden Spiralen durch den Busch und um meinen Hochsitz herum. Jeden Augenblick erwartete ich seinen Sprung. Das Gerüst war aber nicht dazu gebaut worden, um einem solchen Anprall zu widerstehen. Wenn einer der Pfahle umknickte! Wenn der Löwe die vier Meier bewältigen konnte, die mich vom Boden trenaten! Der Gedanke an die unausbleiblichen Folgen war nicht angenehm. Ich fühlte mich recht ungemütlich in meiner Hauk und bedauerte ehrlich, mich selbst in diese Lage versetzt zu haben. Ich verhielt mich aber weiterhin vollkommen ruhig. Doch mit der Zeit ging mir das Ganze stark auf die Nerven. Deshalb überlasse ich es dem Leser, sich das Gefühl vorzustellen, das ich hatte, als mir plötzlich— so um Mitternacht herum— irgend etwas von hinten auf den Kopf schlug! Beschreiben kann ich das Gefühl nicht. Einen Augenblick war ich vor Entsetzen nahe daran, von meinem Hochsitz zu fallen. Denn ich dachte natürlich, der Löwe habe mich von hinten angesprungen. Ein paar Sekunden später kam ich erst wieder richtig zu mir und erkannte nun, daß— eine Eule gegen mich geprallt war. Sicher hatte sie meinen Kopf für einen Ast gehalten. Unter normalen Umständen wäre dieses Mißverständnis nicht reiter schlimm gewesen, doch in dieser Lage lähmte es mich für kurze Zeit. Nachdem dieses Intermezzo überstanden war, verhielt ich mich wieder völlig ruhig, obwohl ich vor Erregung zitterte. Wieder hörte ich das Schleichen des Löwen. Ich konnte laum seine Umrisse erkennen, als er vor dem lassen Hintergrund kauerte. Doch für einen Augenblick say ich genug: Ich konnte zielen. Feuerte! Dem Knall folgte unmittelbar ein nervenzerreißendes Gebrüll. Und dann horte ich das Tier hin und her toben, als suchte es in allen Richtungen nach seinem Gegner. Ich sah nichts mehr von ihm, denn gleichzeitig mit dem Schuß war der Löwe in den Busch gesprungen. Doch um sicher zu sein, feuerte ich noch ein paarmal in der Richtung, in der er verschwunden war. Das Brüllen wurde leiser und leiser und verstummte zuletzt. Ich war überzeugt, wenigstens einen dieser Teufel, die uns so lange gequält hatten, in die Hölle geschickt zu haben. Sobald ich mein Feuer einstellte, klangen die Stimmen der Leute aus dem etwa einen halben Kilometer entfernten Lager zu mir herüber:„Was ist?“ Ich rief zurück, ich sei heil und gesund und hätte einen der Löwen getötet. Frenetischer Jubel aus allen Lagern ringsum beantwortete diese Kunde. Bald darauf kamen Dutzende von Lichtern näher durch den Busch, alle Leute rannten mir entgegen, die Tom=Toms dröhnten, die Hörner gellten. Die Arbeiter sammelten sich um meinen Hochsitz, und zu meiner Verblüffung warfen sie sich vor mir auf den Boden, begrüßmit dem jubelnden Ruf:„Mabarek!“ (Retter). Ich weigerte mich trotz aller Bitten, noch in der Nacht nach dem Löwen suchen zu lassen, lag ooch die Möglichkeit nahe, daß der andere der Nähe befand. Außerdem konnte ja auch das Tier noch am Leben sein und vielleicht einen letzten Sprung ausführen. So zogen wir im Triumph ins Lager zurück, wo der Rest der Nacht in lauter Freude verbracht wurde. Die Suahelis und anderen afrikanischen Eingeborenen führten zur Feier des Sieges die wildesten Tänze aus. Natürlich erwartete ich den Morgen voller Spannung. Als die Dunkelheit noch nicht ganz gewichen war, machte ich mich auf den Weg. Ich fürchtete immer noch, der Teufel könnte mich auch dieses Mal auf die eine oder zum besten gehalten haben. Glücklicherweise waren meine Befürchtungen Ich hatte die Blutspur nur ein paar te weil verfolgt, als ich— hinter einem Busch yervortretend— gerade vor mir einen Löwen sah. Er schien zu leben und zum anzusetzen. Toch der nächste Augenblick überzeugte mich davon, daß er tot war. Meine Leute rannten nun zusammen, lachten, tanzten und schrien wie die Kinder und trugen erlegtem Friumph auf ihren Schultern um den Feind herum. Als sie ihrem Dank und ihrer Freude genügend Ausdruck verliehen hatten, untersuchte ich den Löwen. Zwei Kugeln saßen. Eine davon hatte, hinter der linken Schulter eindringend, das Herz getroffen, die andere das rechte Hinterbein. Ich konnte mit meiner Jagdbeute zufrieden sein. Das von der Nase bis zum Schwanzende zwei Meter und vierundneunzig Zentimeter und hatte eine Schulterhöhe von 114 Zentimetern. Acht Mann waren erforderlich, um es ins Lager zu ttagen. Ich bedauerte nur, daß die Haut unter den Dornen der Umzäunungen stark gelitten hatte. Die Nachricht vom Tode des einen Würgers eilte weithin über das Land, und die Züge brachten massenweise Menschen, die das Fell selbst sehen wollten. Schluß folgt. Verantwortlich H. Semmelmann, Altena. Druck und Verlag: P. A. Santz, Altena. — 89 S a8 SSSBEE SReSgsas#e S 55g. Ränrfguge S 053 HS Es,ese SRRSERRSE: *5 Jeggs Sab. S S SSSER sPaUToUE — 2 sgS. S5n 2 8.— — S Spen 8— TSLTa S S E.ug S SHEESSSGE ###SSaSg SESSTDSSRTS• BoseTerTaT" S SeSS-SSSge 255" SETAE X 85055 2 STann a Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung Nr. 36 Mittwoch, 9. September 1931 Kleine Städte— große Freuden Von Rudolf Presber. „Ich verstehe nicht“, sagte mein Freund Angerhuber, als wir neulich mal wieder in seinem Vaterstädtchen Dingskirchen zusammen unterm Lügenglöckchen gemütlich im Ratskeller saßen, wo seit zwanzig Jahren schon dieselben Brezeln liegen und derselbe Friedrich nicht dieselben, aber ähnliche Weine bringt wie früher.„Ich verstehe nicht", sagte er,„wie die Leute sich immer mit den Großstädten haben! War denn das verlorene Paradies, nach dem sie immerzu jammern, etwa eine Großstadt? Im Gegenteil, bloß ein Garten. Guter Himmel, was haben wir in Dingskirchen für schöne Gärten! Bloß Schlangen sind keine drin. Und in Berlin, wo sind da die Gärten? Ich habe gelesen, sogar am Kurfürstendamm die kleinen Vorgärtchen— wo einmal ein Schoßhündchen drin saß, wenn's nicht überfahren werden soll—, sogar die müssen dran glauben. An der Peripherie, sagen die Leute, an der Peripherie von Berlin, da gibt's noch Gärten. Nun frage ich einen vernünftigen Menschen: Fahre ich so einer Riesenstadt, um gleich wieder an die Peripherie zu gondeln?— Da komm' ich doch her! Also, und dann— wenn ich in Berlin ankomme, ist mir gesagt worden, alsdann heißt es schon am Bahnhof:„Das müssen Sie sehen— und das müssen Sie sich auch anschauen— und da müssen Sie gewesen sein!“— Und ehe ich mir das alles gemerkt habe am Bahnhof, ist mir schon der Koffer gestohlen, und ich sitze in einer zweistreifigen Droschke, vor der ich gewarnt bin, weil sie teurer ist als die andern mit einem Streifen. Und schon fährt mich der Kerl nach einem Hotel, wo ich gar nicht hin wollte, weil es mir viel zu teuer ist. Und wahrhaftig, ein Bad hab' ich auch an einem Zimmer. Und muß es bezahlen, das Bad. Obschon ich am Sonnabend wahrscheinlich gar nicht mehr da bin. Und wenn ich aus dem Hotel um zwölf Uhr ausgehe, da lachen die Leute auf der Straße. Und wenn ich um fünf Uhr in eine Diele zum Tee gehe, lachen sie wieder. Und wenn ich abends so zu Abend esse, lachen sie ganz schrecklich. Warum?— Weil ich immer meinen besten blauen Sakko anhabe, anstatt um zwölf den Cut, um fünf den Smoking und um acht den Frack— oder umgekehrt, ich weiß es schon selbst nicht mehr. Und das Zimmermädchen im Hotel lacht, weil ich des Nachts noch ein anständiges Nachthemd trage, anstatt eines verrückt gestreiften Schlafanzuges, in dem ich aussehe wie ein Zebra. Und der Portier, der mir immerzu eine Proszeniumsloge im Deutschen Theater verkaufen will, lacht mich aus, weil ich sie nicht nehme und frage, wo ich das Haus sehen kann, in dem die Fahnen von der Schlacht bei Leuthen stehen und in welchem Museum das Ei des Ur=Degels liegt... „Und paß mal gut auf“, sagte mein Freund Angerhuber weiter,„wo, bitte, haben die großen Männer gelebt und ihre wesentlichsten Werke geschaffen? Ist der Goethe in Berlin Minister gewesen? Nein! In Weimar. Und sogar das kleine Weimar ist ihm oft zu groß gewesen. Dann ist er nach Tiefurth gefahren und hat Theater gespielt.— Und der Schiller, ist der nach Amerika gefahren, nach Newyork oder Chicago? Nicht einmal in die Schweiz ist er gereist und hat do den„Tell“ geschrieben. Und in dem kleinen Jena wurde er Professor, wo ihn jedes Kind an seiner großen Nase gekannt hat; und— nicht in Berlin. Ich weiß, jetzt wirst Du mir mit Shakespeare kommen. Der hat in London gelebt. Aber was weiß man von seinem Leben? Nichts, so gut wie nichts. Wäre der hübsch am Avon geblieben und Du tätest Die Weinernte Oben links: Cochem an der Mosel mit seinen Weinterrassen. Rechts: Der Mäuseturm bei Bingen, dem Zentrum der deutschen Rheinweinkulturen. Unten links: Rheinische Weinleserin. Rechts: Weinberge an der Liebfrauenkirche in Worms, allen Weinkennern als Ursprungsort der Liebfrauenmilch bekannt. heute in Stratford ein Kind nach ihm fragen, das würde vielleicht antworten:„Ach, Shakespeare— Sie meinen den Herrn mit der Glatze, der immer in Versen gesprochen und der so gern gewildert und der seiner Tochter nur zwei Betten vermacht hat.. Und Du wirst mir am Ende noch mit Heinrich Heine kommen— der lebte in Paris, ich weiß. Aber hat er in einem einzigen Gedicht den Triumphbogen besungen? Nein!— Aber die Loreley besang er in seinem berühmtesten Gedicht. Und die Loreley ist keine Großstadt, sondern ein kahler Schieferfelsen bei Sankt Goarshausen am Rhein. Und ganz Sankt Goarshausen am Rhein hat bloß eintausendsechshundert Einwohner. „Und von den Dichtern zu den Verbrechern ist es nicht so weit“, sagte mein Freund Angerhuber.„Selbst der Goethe hat mal gesagt— so ungefähr— von allem, was der Dichter schildert, muß er was in sich verspürt und erlebt haben. Also! Macbeth, Mephisto, Franz Mohr —— schöne„Erlebnisse“! Na, mich geht's nichts an und— es soll so sein. Aber von den Verbrechern zu reden, die nicht nur in sich ein bißchen verspüren und etwas erleben, sondern die gleich eine ganze Portion davon haben und sich nicht die Zeit lassen, es aufzuschreiben, also, was die betrifft— wie, bitte, schneidet da die Großstadt ab?!— Paß auf! In Berlin fahren vierzig oder fünfzig Kerle in Zylindern und Smoking vor einer Kneipe vor, verprügeln einige Arbeiter, die da ihr Bier trinken, und — fahren wieder ab. In Autos. Und eine Woche später hat man noch keinen davon in Nummer Sicher.— Also, ich sage Dir, wenn 55###ns ein einziges Auto über den Markt führt, weiß es eine halbe Stunde später die ganze Stadt, wer in dem Auto gesessen hat, wo er hingefahren ist, wie der Chauffeur geheißen hat und warum sie da und dahin gefahren sind; und was der Chauffeur zu dem Fahrgast gesagt hat und was der Fahrgast zum Chauffeur gesagt hat, als er ausgestiegen ist... Das ist noch Ordnung siehst Du! Wenn nun aber gar ein Mann im Smoking und Zylinder über die Straße geht und einen andern verprügeln will, ans arn#o#umt gar nicht hin, soviel Kinder Damen und Leute, die gerade nichts zu tun haben, stehen um ihn herum und bestaunen ihn Gessräßerlegen, was er wohl jetzt tun wind. dach zu 8's tym aber, daß er durch eine List doch zu dem andern hinkommt und ihn verhaut, also, da könnten ihn dreißig Prozent der genau beschreiben bis auf die lücke, die er vielleicht im Oberkiefer gehabt hat, und bis auf das Monogramm in seinen wollenen Socken. So eine Ordnung ist bei uns!“ sagte mein Freund Angerhuber.„Und was das„Geistige" anbetrifft— na, habt Euch nur nicht so! Wir haben zwei Leihbibliotheken. In denen kannst Du von der„Aegyptischen Königstochter" bis zu den„Buddenbrooks“ alles haben. Bloß nicht die glatten Wutzereien. Da mußt Du wie ich einen Schulfreund haben, der ist, der besorgt's hinten herum. Zu Weihnachten, auch wenn'ne Jufluenza ausbricht, werden Bücher gekauft. Wieso bei der Influenza?— Mein Himmel, wir haben so erste Originalbild von der Ueberschwemmung in Indien Bei Salop, 250 km von Kalkutta entfernt, ist der En#enbahndamm von allen Seiten unterspült. Die Zuge mit Lebensmitteln für die hungernde Bevölkerung wurden tagelang aufgehalten. Indien ist genau wie China von Ueberschwemmungen katastrophaten Ausmaßes betroffen. Tausende von Quadratkilometern Land sind unter Wasser gesetzt, die Bevölkerung ist obdachlos. einen ulkigen Arzt, eine verrückte Kruke, der macht allen Leuten Angst: an den Leihbibliotheksbüchern, da könnten Bazillen hängen, weil die schon so viel in Krankenstuben waren und soviel in sie hineingehustet worden ist... Und Musik— nicht zu knapp! Sechs Konzerte haben wir im Winter in unserem„Museum“. Ganz künstlerisch aufgezogen. Da darf nicht serviert werden. Vor drei Wochen war erst das Käthchen Petermann bei uns und hat gesungen. Schade, sie war ein bißchen heiser. Was— Du kennst das Käthchen Petermann nicht? Das ist doch jetzt die erste Altistin, die wir haben, denke ich. Also, die Berliner Kritiken, die sie gehabt hat! Abschriften davon zeigte sie unserem Vorstand. Das ist das Großartige— Berlin ist gewissermaßen künstlerische Vorstadt von uns. Wir können uns für unsere sechs Konzerte im Winter aussuchen, was in den zwölfhundertdreiunvierzig Konzerten im letzten Winter in Berlin am besten gefallen hat. Ein paar Künstler scheiden ja aus. Nämlich, weil die Wahl einstimmig erfolgen muß. Sieben Komitee=Mitglieder sind wir, davon vier musikalisch. Auslander nehmen wir keine. Unter zwanzig und über vierzig Jahre alt sollen sie auch nicht sein, die Künstler. Und ein bißchen gut aussehen müssen sie auch Der Saal ist nicht groß; man sitzt so nah. Und weil viele Konzert=Abonnenten doch nischt von Musik verstehen, da wollen sie wenigstens was sehen, nicht wahr! Und nachher— also, das ist meist das Schönste, dann sitzen die Koryphäen im Kasino mit am Tisch des Vorstandes und kriegen ihr Schnitzel mit Kartoffelsalat. Also, Schnitzel kannst Du bei uns essen, ich sage Dir, da kommt Ihr nicht mit, im Kälbernen!... Und das ist dann schrecklich gemütlich. Wie voriges Jahr der Poppelsdorf— wäs, den kennst Du nicht?!— das ist ein fabelhafter Rezitator, der selige Strakosch soll ihn auf dem Totenbett geküßt und ihm eine Vorstecknadel vermacht haben— also, der Poppelsdorf, der hat uns den „Demetrius“— von Schiller, weißt Du, fertig ist er nicht, aber gut—, den hat er uns aus dem Kopf hergesagt. Und nachher hat er uns — die Damen haben wir vorher nach Hause geschickt—, hat er uns im Kasino Witze erzählt, also zwei Stunden lang. Einer saftiger als der andere! Nächstes Jahr kommt er mit„Faust“ erster Teil.. —12.— Zwischen Sieg, Brohl und Agger Im Lande der Tropfsteinhöhlen. Zu einem der eigenartigsten, ganz breiten sächergleichen Flußjystemen„Rheinischer Viebentäler“ gehört unstreitig das der Sieg. Aus dem ganzen weiten grünen oberbergischen Lande sammelt sie die Wasser, um sie in dem Mundorf in Mässerleig hinunter, die kommen oben hoch aus Gimborn in Oberbergischen, aus Eckenhagen, Gummersbach usw. her. Das ganze Land zwischen Sieg und Agger=Sülze schickt seine Wässer nach Siegburg. Dort herum vereinigen sich Brohl, Wahn und Agger mit der Sieg. Jedes einzeine dieser Täler ist eine in sich abgeschlossene Schönheit. Ganz vorzügliche Autostraßen führen hindurch, und so bietet denn gerade dieses Land zwischen Sieg, Brohl, Wahn und Agger den Automobilisten besondere Gelegenheit„Rheinische Heimatsorschungsfahrten“ in seine Berge und seine grünen Gaue zu veranstalten. Wenn Sie von Bonn aus über die Rheinbrücke, oder von Köln über Troisdorf kommend, auf Siegburg zu anfahren, dann hebt sich in der Ferne zunächst das Wahrzeichen Siegburgs, der Kloster gekrönte Michelsberg aus dem Nebel. Alte trauliche Stadtbilder zeiDas Siebengebirge zeigt sich hier mit„Hinter= antlung ganz wie Sie münschen 41101 front.,„„„ 1526 Spuren der beruymten Siegburger Topferkunst(Bartmannskrüge, etc.) sind noch viele.—. im Orte erhalten. auch noch Spuren der nach overath, ungelskirchen, Schloß Gimborn, Weintegrngasttir####,wir in Siegburg:]Gummersbach zur Aggertalsperre. Die AggerAuch das Bembergwerk, die letzte begrabene Hoffnung einer einst blühenden Stadt stellt sich vor. Nur im großen Siegburger Landesgefängnis herrscht„Leoen“. Na— des lieben Herrgotts Herbstnatur kümmert sich nicht um diese Dinge. Sir blüht und wächst und beginnt schon rings das Land im ersten bunten Laub zu zeigen. Also entschließen Sie sich bitte. Wohin wollen Sie? Das Bröhltal hinauf? Schön! also bitte auf Hennef zu steuern, links halten, der Kleinbahn entlang, die Bröhltalstraße hinauf. Grüne Matten, hohe Wälder, weidendes Vieh in den Hängen, Raubvögel kreisen hoch im Blauen, der Grummet duftet hier und dorl von den Wiesen, da winkt ein Gasthaus im Tal, dort grüßt ein stolzes Schloß am Bergeshang. — Und zu alledem rauscht die lustig plätschernde eilige Bröhl ein anheimelndes Lied, das oft, wenn sie schäumend um eine Biegung bricht, den ruhigen Gleichtakt unseres Motors übertönt. Ruppichteroth ladet Sie unterwegs zu kurzer Rast ein und nach weiterer Fahrt über ganz vorzügliche Straße, nimmt das freundliche Kreisstädtchen Waldbröl auf. Von hier aus haben Sie schöne Fahrgelege#iheit über Morsbach, das Tal der Wisse herunter nach Wissen, zurück der Sieg entlang über Dattenfeld. Herchen, Eitorf, Blankenburg wieder nach Siegburg. Oder wünschen- Sie das Wahnbachtal? Gut! Halten Sie sich von. Siegburg aus direkt an den Hängen entlang. Sie steuern in ein Märchenland hinauf und bold liegt unten rechts im Grünen, Kloster Seligental. Waldfriede ringsum. Abends äsen die Rehe unten vor'm Wald, tagsüber ist's hier aber wie auf der Vogelweide. Die gefiederten Sänger tummeln sich ungestört in des Tales friedlicher Waldesstille, die nicht allzuoft von Hupen des Postautos unterbrochen wird. Die breite Fahrbahn ist geradezu ideal. Sie windet sich an den Waldhängen entlang, über zwei hoch und weit gespannte Betonbrücken hinüber, höher und höher! Frißt sich in ausgesprengte Felsen hinein, zieht an einem großen alten Mühlenteich vorbei und endet in dem alten oberbergischen Hauptort Much, dessen Kirchlein in seiner harten und dennoch traulich wetterfesten Spröde, den Charakter des Landes zeigt. Kernige Bauerntypen sieht man hier. Da aber, wo früher die Haferkrippe auf der Straße stand, und wo sich einst die Spatzen tummelten, da stehen heute blaue Aralund rote Dapolin=Pumpen. Nur die Kühe, die frei durch's Dorf auf die Weide ziehen, beweisen, daß unsere Zeit auf die Milch noch nicht verzichten kann. Von Much aus gibt es viele Möglichkeiten zur Heimfahrt. Ueber Trabender Höhe zur Agger hinunter, hinüber Nümbrecht über Ruppichteroth das Bröhltal sentlung ganz wie Sie fomischen... Sehr schön aber gehts das Aggertal hinauf, durch stille saubere Dorflein Weltkriegsindustrie finden wir in Siegburg: Gummersbach zur Aggertalspe. die still schlafende ehemalige Geschoßfabrik. talbahn kann ois Gummersvach(eorl. mit Die blutigen Straßenkämpfe in Varcelona dauern an Blick auf den Hafen von Barcelona. Unten rechts: General Saniurio, dem der Oberbefehl über die Bekämpsungsaktion gegen die Kommunisten übertragen worden ist. In Barcelona ist es erneut zu schweren Ausschreiuingen der kommunistischen Arbeiter gekommen, die sich mit der Polizei und der Zivilgarde blutige Straßenschlachten lieferten. Der Verkehr in der ganzen Stadt ruht, alle Arbeiter befinden sich im Generalstreik. 1— Sonntagskartel henußt werden, von dort aus! bringt die Elektrische Bahn Sie bis zur großen Sperrmauer des Aggerstausees. Hier und da ist jetzt Herbstkirmes im bergischen Land. Frisch im Fluß gefangene Forellen gibt's in den Wirtschaften und echten Oberbergischen Kaffee mit„Speck und Eier“ für wenig Geld. Für 4,50 A gibt es im Lande der Tropfsteinhöhlen volle Pension. Attendorn kennen Sie alle, Wiehl ebenfalls. Aber die Felsen= und Muschelhöhle bei Ründeroth wird Ihnen weniger bekannt sein. In stillem, deutschen Walde schläft sie am grünen Krümmeltal. Zu Napoleons Zeiten flüchteten die Leute der Umgebung schon in ihre schützenden unterirdischen Felsendome. Geologisch gehört diese Höhle mit zu dem Interessantesten was Rheinland besitzt. Hier zeigen sich nämlich die Ablagerungen des Devons. Die Schichten des Unterdevons stoßen hier sichtbar gegen die Grauwacke des Mitteldevones. Wer denkend diese Höhlenwände, die Jahrmillionen keines Menchen Auge sah, beschaut, dem wird klar, daß er hier die versteinerten Zeugen eines vorweltlichen Meeres findet. Zahllose Meeresmuscheln, Korallenstöcke sind teils im Querschnitt, teils in Frontlage deutlich sichtbar. Der versteinerte Abdruck einer jungen Flugeidechse ist deutlich zu erkennen. Viele Tropfsteingebilde geben der Phantasie in dieser Höhle reichlich Antegung. Ich sagte oben„im Land der Tropfsteinhöhlen“. Bei Wallefeld, bei Roth, sowie ei Walbach sind nämlich auch solche Felsenhöhlen, die zweifellos beim großen Aufbruch der Gebirgsbildung vor Jahrhunderttausenden mit Donnern und Erdbeben entstanden sind. Das nun sind die bekannten. Wieviele derartige Felsenhöhlen aber wird es im Bergischen Lande noch geben, die wir niemals finden werden?!— Es gibt z. B. im Bergischen einen Bach. der Walbach, der verschwindet mit einem Male. Er ist fort, wie von der Erdoberfläche verschlungen. Und wirklich, er ist verschlungen. Von einer der unbekannten Höhlen verschlungen— und Färbeversuche des Wassers dieses Baches haben gezeigt, daß er später— in der Agger wieder auftaucht. Er muß also unterirdisch quer durch Bergmassive fließen.— Sie sehen hier ein Land, dessen Obersäche nicht nur ein Gottesgarten ist. In seinen MärDas deutsche Riesenflugboot über der ameri= empfangen wurde. Im Hintergrund die Wolkanischen Hauptstadt, wo es mit großem Jubel] kenkratzer von Manhattan. chenhöhlen finden Sie Tagebuchblätter vom großen Werden der Erde und in diesen sollten auch Sie einmal persönlich hineinschauen und zu lesen versuchen. —1— Es gibt noch Bären in den Pyrenäen Meister Petz wird durch eine Suppenschüssel erlegt.— Ringkampf mit einer Bärin. — Das Abenteuer des Wilddiebes. Von Otto Erich Gurlitt. Vor einigen Jahren wurde in den Ostschweizer Alpen zum begreiflichen peinlichen Erstaunen der Bevölkerung ein Bär erlegt. Bis dahin hatte es als sicher gegolten, daß Meister Petz in der Schweiz restlos ausgerottet war. Do. X in dem amerikanischen Millionärsbad Miami Oben: Das Riesenflugboot auf der Reede von Miami. In der Mitte links: Der Repräsentant der Dornierwerke Werner mit dem Flugingenieur Horst Merz. Unten: Mrs. Otto Herrmann, die Präsidentin des deutschen Frauenklubs in Miami begrüßt bei einem Gartenfest die Offiziere und Mannschaften des Do. X. Das deutsche Riesenflugboot Do. X hat einen Flug nach Nordamerika durchgefuhrt und landete dabei auch in dem Luxusbad Miami(Florida), wo die Besatzung und Offiziere aufs berzlichste empfangen wurden. Seitdem ist zwar im Gebiet der Eidgenossenschaft nichts mehr von ihm gehört worden, doch das schließt nicht aus, daß vielleicht noch der eine oder andere Bär auf Schweizer Boden sein Dasein fristet. Auch in den Pyrenäen konnte man vor wenigen Jahren die Bären als ausgerottet bezeichnen. Um so erstaunter waren die wohner der Bergdörfer auf dem Nordhang der französisch=spanischen Wasserscheide, als Meister Petz plötzlich hier und da auftrat. Heute scheint der Bär dort wieder in der Zunahme begriffen zu sein. Im allgemeinen ist der Pyrenäenbär harmloser, als sein Ruf vermuten läßt. Troz seiner stattlichen Größe greift er den Menschen nicht an, sondern er wehrt sich nur. seiner Haut. Anders steht es dagegen mit der Bärin. wenn sie Junge hat. Dann geht ihr am besten jeder aus dem Wege. Sonst kann es ihm leicht ergehen wie vor kurzem einem Bewohner des französischen Dorfes, das den wunderschönen Namen Oo führt. Dieser, ein gewisser Tounut, beteiligte sich als Treiber an einer Bärenjagd, da Meister Petz großen Schaden unter den Herden angerichtet hatte. In der Mittagszeit glaubte sich der Mann eine kleine Essenspause gönnen zu dürfen, und er setzte sich hierzu an den Wegrand. Kaum hatte er ein paar Bissen getan, da tauchte wenige Schritte neben ihm eine Bärin mit zwei Jungen auf. Ehe Tounut Reißaus nehmen konnte. hatte ihn das Tier erreicht, und im nächsten Augenblick fand sich der kreideweiße Treiber von der gewaltigen Dame liebevoll umarmt. Er schrie entsetzt auf und schloß mit dem Leben ab. Bärenliebkosungen kann der Mensch nicht vertragen. Ob nun dieser Schrei die Bärin erschreckte, kann nicht gesagt werden. Auf jeden Fall machte sie einen Fehltritt, und beide, Mensch und Tier, kollerten den Steilhang hinunter. Glücklicherweise lag Tounut bei der unfreiwilligen Rutschpartie meistens obenauf, sodaß er nicht erdrückt wurde. Plötzlich nahm die Sache ein Ende, denn ein paar Jäger, durch den Schrei aufmerksam gemacht, tauchten auf, und die Bärin kletterte schleunigst wieder auf den Weg und verschwand mit ihrem Nachwuchs. Dem glücklichen Tounut kann man es nicht verübeln, wenn er sich von den Jägern nach Oo tragen ließ, weil in seinen Knien noch immer das Zittern saß. Einen peinlicheren Ausgang für den Bären nahm ein Vorfall, der sich ebenfalls in letzter Zeit beim Dorf Pladelbees zutrug. Dor: bee saß ein Hirt einen Stall auf einer Bergwiese, auf der mehrere dieser Buden standen. Ueber dem Stall war eine Scheune. Eines Tages aß der Besitzer auf der dorthinauf führenden Treppe seine Suppe. Dann ließ er den Blechnapf mit dem Löffel auf der obersten stufe stehen, schloß die Tür ab und ging ins Dort. In der Nacht schlich ein Bär um den Stall. Da er die Tür nicht öffnen konnte, sprang er von einem naheliegenden Felsen auf das Dach packte einen Sparren, der ein wenig vorstand, und riß ein großes Loch. In aller Gemütsruhe kletterte er nun in die Scheune und fand die Treppe. Doch hier stieß er gegen den Blechnapf der polternd und klirrend die Treppe hinabkollerte. Das Höllengeräusch erschreckte den armen Meister Petz derartig, daß er hinter ihm her die Stufen hinabrollte und von innen gegen die verschlossene Tür schlug. Das Dröhnen weckte die Nachbarn, und diese kamer“