a Tacs s 25 * 9 8 5 S 8153 **—— Sägs 885g 85588 gass. S#g5“ Sgian 3887 SST S 63 : FEs 233 3 728n # gasS 238S 2 **88* S 38U 2 à— 08— = 8-25 * 29•81.* 2. R ö.## 2 * Su7t # S .5 5 S S 58s. #8 BäSS'S 22.— 2e 9 7S 3882 S n 8 355 58-35 ESSSs SES3RR SSSSS SSSSES e du Ser che dieser Zwillinge war gerade auf dem Wege zur Küste, als die Kinder geboren wurden. Damit er nun bei der Rückkehr nicht unvermutet die Zwillinge zu Gesicht bekam, hatten seine Nachbarn der Frau die Grashütte gebaut. Na, da konnte es leicht vorkommen, daß man die Mutter ein wenig vernachlässigte. „Was wird aus der Frau, wenn die vierzig Tage verstrichen sind?" wollte der Kommissar wissen. Die Auskunft empörte ihn und den Arzt: Der Vater lädt das ganze Dorf zu einem Festschmaus ein. Palmwein gibt es dabei und Ziegen oder einen Ochsen. Der Medizinmann des Dorfes kocht aus bestimmten Wurzeln einen Zaubertrank. Der Vater setzt sich auf die Erde, und der Medizinmann bespritzt ihn mit dem Absud. Währenddessen stellt sich die Frau— ungesehen vom Manne— hinter dessen Rücken. Der treue Gatte darf sie nicht erblicken, bis der Medizinmann einen neuen Hokuspokus ausgeführt hat. Dieser soll den Zauber brechen, der die Frau besessen hat und die Schuld an der Geburt der Zwillinge trägt. Und dann schlagen die Frauen des Dorfes mit Stöckken so lange auf die fliehende Mutter ein, bis diese erschöpft zusammenbricht. Dem Vater verdreschen die Männer das Fell auf ähnliche Weise. Nun erst ist der Bann gebrochen, und das Fressen und Saufen hebt an. Jeder glaubt ja, seinen Teil am Schmaus redlich verdient zu haben. Die beiden Weißen waren wütend über diesen greulichen Aberglauben, der zweifellos schon viele Mütter und Kinder das Leben gekostet hatte. Aber dieser Frau sollte wenigstens die Pferdekur zur Entzauberung erspart bleiben. So ließ der Arzt Mutter und Kinder am nächsten Tage auf einer Tragbahre zur Station bringen. Nun wußte der Mediziner auch, warum seine Statistik niemals die Geburt von Zwillingen verzeichnete. Entweder gingen die armen Würmer ein, oder die Eltern scheuten sich die Wahrheit einzugestehen. Hier mußte Wandel geschafsen werden. Wer Zwillingen das Leben schenkte, sollte seinen Spaß daran haben. Aber wie? Der Kommissar wußte die Lösung. Er ließ in seinem Verwaltungsbezirk austrommeln: „Eltern von Zwillingen sollen zeit ihres Lebens von jeder Kopfsteuer befreit sein, sobald ihre Kinder das erste Jahr überleben.“— „Bitte“, sagte der Mediziner,„setzten Sie noch hinzu, daß ich jeder Mutter aus meiner Tasche noch zehn Schilling spendieren werde." Somit lohnte es sich, Zwillinge in die Welt zu setzen.„Hm“, dachten aber die Schwarzen zuerst.„Bei der Sache muß ein Haken sein. Seit wann sind denn die Weißen so uneigennützig?“ Schließlich aber stellte sich ein junger Mann von fünfzig oder sechzig Jahren ein: Ja, er wäre ein Zwilling und wollte sich die Belohnung abholen, da sein Vater schon das Zeitliche gesegnet habe. Und der andere Zwilling? Ach, der sei schon lange tot.„Raus aus dem Zimmer!". Der Alte war die gekränkte Unschuld selbst.„Na siehst Du?“ meinte Das Ansehen der Weißen hätte gelitten, wäre nicht eines Tages noch eine Mutter mit reizenden Zwillingen erschienen. Sie wurde mit offenen Armen aufgenommen, erhielt ihre zehn Schilling, dazu ein paar Leckerbissen, und hinter den Namen des Mannes schrieb der Steuereinnehmer:„Befreit auf Lebenszeit.“ Anscheinend hatte es nur einer Mutigen bedurft, um den Anfang zu machen. Nun stellten sich alle Wochen ein paar Zwillinge ein. Sie sahen mit ihrem schwarzen Wollkopf alle sehr niedlich aus, und der Arzt freute sich, wenn auch die versprochene Belohnung allmählich ein Loch in seinen Geldbeutel fraß. Schließlich waren es in wenigen Monaten siebzehn Zwillingspaare geworden. Eines Tages besuchte die weiße Distriktsschwester den Arzt.„Na“, meinte sie im Laufe des Gesprächs,„haben Sie nun gelernt, schwarze Gesichter zu unterscheiden!“—„Ich glaube doch.“—„Na. ich glaube es nicht. Kennen Sie diese beiden hier?" Die Schwester verschwand einen Augenblick und kam mit einer Negerin zurück, die zwei kleine schwarze Wesen im Arm trug.„Ach, schon wieder Zwillinge", freute sich der Arzt.„Nein, die kenne ich nicht.“— „Merkwürdig“, sagte die Schwester kalt.„Dabei haben Sie sich schon elfmal über die gleichen Zwillinge gefreut.“—„Unmöglich!"— „Doch, denn diese junge Dame hier verleibt jeder Frau, die fünf Schillinge zahlt, ihre Zwillinge auf einen Tag. Elfmal sind Ihnen— wie die Gaunerin mir eingestanden hat— die gleichen Zwillinge vorgezeigt worden. Hoffent lich ist es Ihnen nicht um Ihre Schillinge und Tann sind sie dem Kommissar um die Kopfsteuer leid. Rer drsiche aber überlegte er sich, daß ein Weißer sein Wort halten muß, sollen die Schwarzen nicht alle Achtung vor ihm verlieren. So bestimmte er, daß nur diejenigen Zwillinge als solche anerkannt werden sollten, für deren Echtheit die Schwester haftete. Freilich sind es dadurch recht wenige geworden. Von fliegenden Hunden auf Von Mat Ty Sen. „Dort sind die fliegenden Hunde!“ „Ro““ „An den Bäumen“, sagte die junge, ocker blanke Javanerin Isa zu ihrem Begktiter, dem Chinesen Tang, der sehr arm vor Jahren sein Vaterland verließ, in Java bis zum Rande der Kraft arbeitete und jetzt ein großes Besitztum sein eigen nennt. Das Mädchen verzieht den weichen, noch unerfahrenen Mund. Das schwarze, dicke Haar ist im Nacken in einem Knoten aufgesteckt und läßt die kleinen runden Ohren frei. Fein und dunkel schwingt der Bogen der Augenbrauen über strahlenden Augen. Isa trägt keinen Schmuck. Feindlich verbirgt sich die Einsamkeit von Java. An uralten Bäumen klettern Schlingpflanzen wie dünne, gewundene Stäbe nach den hoch in den Himmei ragenden Kronen. Still und gedämpft atmet der Urwald, bevor die laute Nacht beginnt. Große, rote Blumen spinnen sich zwischen Grün und Wurzein eines Baumes, der vom Alter gefällt wurde... Da ist die Lichtung mit den großen und breiten Bäumen, die auch große und breite Blätter haben und nicht so eng wie im Dickicht zusammen stehen. lschwingen, Fledermausschwingen kommt aus der Ferne heran. Zwei fliegende Hunde suchen den Baum auf, in dessen Laudenwerk sie schlafen wollen. Sie legen leise die Flughaut an den Körper und lassen sich schwer aus höchster Höhe fallen. Dann breiten sie die Haut wieder aus und gleiten mit leisem Aufklatichen auf den Blättern nieder. Der schon schlafende hwarm nimmt die Bewegung mit knurrenden! Unmutlauten auf Er hängt an den Blättern. welche die Last kaum zu tragen vermögen, und ist eine schwarzolaue, bewegungslose Masse. Er hängt in Reihen neden und über und unter einander wie Fäden an einer Schnur und hält die Köpfe unerkenndar und von den Flügeln eingehüllt nach unten.„Wer die klugen Tiere nicht kennt, glaubt schwarze Früchte eines ihm ur Lekannten Buumes zu sehen“. meint Tang. egt unbemerkt an und jeuert zweimal kur: nach einander in den schlafenden Baum. Da kommt schnell Bewegung in den Schwarm; D. 2e meinte er zu]Köpfe mit spitzen Ohren werden sichtbar, die jedem Schwarzen, der ihn anhörte.„Da haben]“ie““ schwingen sich in einem Augenblick über wir ev. Schwindel ist es mit der Zwillingsbe=(dird gfige;, schreien im anderen menschenähnlich lohnung.“ K stehen bleibt, horcht sie gespannt nach oben, ruft mit dem eigenartigen, lockenden Laut, den nur die im Lande Heimischen kennen, zärtlich: „Bao.. jo.. Bao.. jo..“ Es rauscht heimlich und leise in der Luft, kommt näher, wird stärker, läßt sich langsam, zögernd herab, umflattert den Kopf einer jungen Javanerin, blickt mit dunklen, klugen Augen und bewegt den merkwürdigen Fledermausmund mit den weißleuchtenden Zähnen. Flügelschlagend setzt sich das Tier auf Isas glattes Haar. Sie hebt es vorsichtig heraus, setzt es auf ihre Hand, hockt nieder, hält dem offenen Maul des Tieres eine Banane entgegen und zeigt ihm spielend bald nah, bald fern, wie unerreichbar das alles ist. Endlich erhascht es die Frucht. Mit raschem Griff packt das Tier die köstliche Nahrung, die man sich sonst nur aus den Bäumen holen kann, wenn die Menschen sehr entfernt sind. Es zerreißt bastig die Schale und h#lt mit den Flügeln die Banane fest. Dann strebt es mit der Frucht im Maul dem Mädchen lentgegen wie ein Kind der Mutter, damit auch sie die Köstlichkeit versuchen kann. Genießerisch essen sie beide und erhalten von den Enden zur Mitte jeder die Hälfte. Isa streichelt das Tieichen leise, legt dann die Hände über seine Flügel und wirft es so hoch in die Luft, daß es sich wieder aufschwingen kann. Zutraulich umflattert es noch einige Zeit das Haus und den Garten, dem es ganz jung zugetragen wurde in dem es Pflege und Futter bekam und in dem es mit dem Laut gelockt wurde, der ihm noch jetzt vertraut ist... lund flie den hnegen eilig fort. Hunde ist hängen Nur einer der fliegengeblieben; er schlägt jetzt im Fallen gegen die Zweige, stößt gegen die Blätter und sinkt sackartig tot zu Boden. Mitleidig bückt sich Isa und erzählt dem horchenden Tang, der seinen mutwilligen Einfall bereut, daß sich die Tiere immer noch einige Miruten nach dem Tode mit ihrer großen Zehe festhalten können, erst wenn die Sehne locker geworden, ohne Spannung ist, fällt der tote Körper schwer zu Boden. Isa nimmt das Tierchen auf, sieht die gebrochenen Augen, fühlt aber noch Leben und Bewegung. Sie versucht die Flügel auseinander zu breiten und erblickt ein Junges, das sich mit ausgestreckten Armen und Beinen fest an die Brust der Mutter klammert. Die spinnwebenen Flughäute des Kleinen halten den noch warmen Körper der Mutter sehr fest und bedecken die ganze Brust. Das zarte, erst vor kurzem geborene Wesen scheint nur Kopf zu sein: ein Greisenkopf mit großer Schnauze saugt aus dem Euter einer toten Mutter. Isa löst es langsam und vorsichtig und nimmt es mit. Einsilbig treten die beiden den langen Rückweg nach der Stadt an. Kokospalmen heben ihre gelblichen Kronen über einen Bananenheim. Die empfindlichen Blätterspitzen zittern in schimmernder, windstiller Luft; dicht am Stamm leuchten unter Blättern faserige Nüsse.. Da stehen Frauen vor den Hütten und tragen ihre Kinder im Slendang, dem Schal, auf der Hüfte. Die Kleinen lugen neugierig aus ihrem Sitz und recken den Schlaf aus den Gliedern. Dort hebt sich ein weißes Haus aus dem dichten Dunkel. Tann sind sie da.. Monde sind vergangen. Isa wandert allein Der Bezirksgewaltige wollte anfänglich auf lüber Wege, durch Wald und Helligkeit. Als sie die Meldung von diesem Zwillingsverleih hinheimbehrend nicht weit von dem weißep Hause Druch und Verlag: Dr. C. Santz. Altena. Die schwarze Hand im zu Hohenlimburg Viele Leser haben schon einmal von der schwarzen Hand gehört. Mancher hat beim Besuch des Hohenlimburger Schlosses die verdorrte Hand gewiß schon selber gesehen, die nach der Sage Graf Dietrich dem trotzigen Sohne abschlagen ließ, als er sie freventlich gegen seine Mutter erhoben hatte. Der verstorbene Herr Johann Heinrich Schürmann hat diese Sage poetisch gestaltet und für sie folgende treffliche Form gefunden: Im Schloß zu Hohenlimburg Haust' einst ein edler Graf, Gerechtigkeit sein Wappen, War bieder, treu und brav. Schlug manche scharfe Klinge Für Kaiser und für Reich In vielen heißen Schlachten, War Held und Mensch zugleich. Und hochgeehrt vom Kaiser Und reich an Ruhm und Glück, Kehrt er zu seinem Schlosse Am Lennestrand zurück. Ein reger Fleiß entfaltet Sich ringsum in dem Land In Walzen und in Schmieden, Der ganzen Welt bekannt. Auf Bergen und in Tälern Hört man den Widerhall Von fleiß'ger Hände Arbeit Und märk'schen Hammers Fall. Zum Eisenhammer lenkte Der Graf den Schritt einst hin, Hört nicht des Hammers Pochen; Das fuhr ihm durch den Sinn. Da drangen aus dem Hammer Gar zorn'ger Stimmen Klang. Er eilet umso rascher Den schmalen Pfad entlang. Schon steht er in der Türe Und sieht beim roten Schein Des Feuers Sohn und Vater Im Hammer ganz allein. Er siehet, wie jetzt drohend Und mit geballter Hand Der Sohn dringt auf den Vater Von grimmem Zorn entbrannt. Da reißt er aus der Scheide Sein scharfes, blankes Schwert, Das sich in mancher Fehde So trefflich hat bewährt. Und von dem Arme trennt er Die Faust mit einem Schlag, Daß sie hinfürder nimmer Sich frech erheben mag. Im Schloß zu Hohenlimburg Zeigt man noch heut' die Hand, Die sich dereinstens drohend Gegen den Vater wandt“. Vom Staube schwarz geworden Und von dem Zahn der Zeit, Ein sehr beredtes Zeichen Einst'ger Gerechtigkeit. Verantwortlich H. Semmelmann. Altena. * S#.• 3%9 * „ 8 53 5½3 * S 38 STSRO S TA.3 8* En 8* * SS 8 3* 23. SSS-LSLTESS• S 188788#* Nr. 28 Mittwoch, 8. Oktober 1930 Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenräder Zeitung Der Volme entlang Die meistbegangene Hauptwanderstrecke 6 des Sauerländischen Gebirgsvereins wird fast immer in Richtung von Hagen aus abgelaufen. Wir wollen heute mal die Sache, wenigstens für ein Teilstück, umgekehrt machen, da dadurch nicht selten wieder ganz andere Eindrücke gewonnen und andere Landschaftsbilder in sich aufgenommen werden. Wir fahren erst zur Bergstadt Lüdenscheid hinauf und lassen uns dann mit der Volme bergab treiden. Um ganz sicher zu gehen, stecken wir die Blätter 1 Hagen und 6 Lüdenscheid der Sauerlandkarte 1:50000 vom Sauerland=Verlag zu Iserlohn zu uns. In Lüdenscheid durchwandern wir den westlichen Stadtteil bis zum Parkhaus(430 Meter) am Eingang des schönen Stadtparkes Von hier aus geht Hauptwanderstrecke 6 durch die Anlagen hinab nach Lösenbach(345 Meter) und jenseits des Bächleins wieder hinauf nach Othlinghausen(400 Meter), dann hinab zum Schloß Oedenthal im Tale des gleichnamigen Baches(280 Meter; 1¼ Std.). Wald= und Feldwege wechseln dabei ab. Nun müssen wir nochmals ein wenig bergan über Frohnberg zum Golsberg(400 Meter), ehe es über die Gehöfte von Lauenscheid auf aussichtsreichem Wege nach Schalksmühle im Volmetai geht(215 Meter; 1½ Std.). Hier beginnt unserer Wanderung schönster Teil. Schon nach 25 Min. durchqueren wir Tahlerbrück, von wo es nur gut ½ Std. westwärts bergan zur lieblichen Glörtalsperre ist, dann folgt„Im Dahl" und „Im Schlüchtern“, ehe wir nach einer Stunde die wundervoll im Grünen eingebetttte Sommerfrische Rummenohl erreichen(185 Meter). Der Waldpfad vor und hinter dieser Ortschaft ist besonders reizvoll. 25 Min. hinter Rummenohl kommen wir an der Priorüinde bei Priorei vorbei, in deren Aesten eine ganze Gesellschaft bequem Platz finden kann. Nach 40 Min. schöne Waldrandwege und wir sind am Endpunkt unserer Volmewanderung angelangt. Von der 155 Meter hoch gelegenen Sommerfrische Tahl treten wir die Heimfahrt an, vollbefriedigt und mit dem Gelöbnis auf der Zunge, bald das wunderschöne Sauerland erneut zu besuchen. Alle müssen Soldat werden! Eine wahre Geschichte, die von Altena handelt. Bei Lippstadt hielt Herzog Ferdinand von Braunschweig, der wunderliche Herr, der geliebte Heerführer aus dem glorreichen siebenjährigen Kriege, an der Spitze seiner Generalität Herbstrevue über die westfälischen Regimenter. In unendlichen Linien und Zügen blitzten und donnerten des Königs Soldaten vorüber. Regimentsmusiken schmetterten und rasselten, und nun hob sich gewaltig stürmend ins Trio des Braunschweiger Marsches der berauschte Gesang aus staubenden Heerwogen: Herzog Ferdinand, du tapfrer Held, wollte Gott, du hättest des Kaisers Geld! Tätest alles verschenken, uns alle bedenken, Grenadier und Musketier— lustige Braunschweiger— das sein wir—“ Dabei geschah es, während die Erde wahrhaftig durch den Himmel zu rollen schien, daß eine Idee, ein ungeheuerlicher Gedanke, ein Plan sondergleichen in Herz und Hirn des Generals Wolfersdorff einhagelte— nicht anders als der Blitz in ein morsches Dachwerk wettert. Wie denn zum Kuckuck war es denkbar daß auf der preußischen Erde noch Menschen in Bauernkitteln und Bürgerröcken wimmelten? Menschen also, die nicht Soldat waren? Da gab es noch immer von Königsund Staatswegen Kantonsfreiheiten vom Militärdienst? Unmöglich! War denn der Adler= blick des geliebten großen Königs an diesem wichtigtuerischen bürgerlichen Gewusel irre oder wohl gar blind geworden? So mußte man ihm endlich zum Klarsehen verhelfen! Fridericus und Viktoria!!— Der General Woltersdorff lachte— er sah klar! und sein Plan war gefaßt. Fern brandete die letzte singende Woge: von der Aller zur Leine und der Weser zum Rheine jede Nacht ein neu Quartier— lustige Braunschweiger— das sind wir—“ Wolfersdorff, der mächtige Mann, war nach Hamm zurückgekehrt. Er saß am nächsten Morgen vorm Spiegel, den stacheligen Graukopf eingeseift, zog scharrend mit scharfem Messer breite, blanke Streifen über den Schädel, von der Stirn in den Nacken, seinen Plan zum letzten bedenkend, stülpte die Perücke über, riß sich voll Wucht in den verwetterten Uniformrock, klirrte die Stiegen herunter, thronte im Sattel und preschte mit dem Adjutanten nach Altena— den schönen=Weg durch herbstliche Sonne! Und spürte im anhaltenden Galopp über Iserlohn nichts von der Lieblichkeit der Welt, die endlich mit einem breiten Tor den Zugang zu ihrer Herrlichkeit öffnete Tannenwälder schwammen dunkel im bunten Glanz. Hinter der Schlucht leuchtete Letmathe im Grund. Zwischen Hügeln voll letzter Ernte — an den Ufern der klaren Lenne hin ging der Ritt zum bergeingeklemmten Altena. Wolfersdorff durchschritt in Begleitung des Landrates Holzbrink die Fabrikstadt wasserentlang. Halbnackte Arbeiter standen werkend am Feuer, zogen hämmernd das glühende Eisen zu Draht über den klinkernden Amboß. Arbeit und Frohsinn—?! Wolfersdorff witterte— die Luft gefiel ihm nicht. Er zog das martialische Gesicht über verbissenen Zähnen. Die Lippen zuckten— er schwieg. Seine Blicke hingen an den herkulischen prächtigen Männern— es war ihm, als stäke statt des Herzens eine Kartätschenkugel in seiner Brust.„Hünenkerle! zum Teufel— Soldaten!!“ er hielt sich nicht mehr,„soll kein Zetermordio helfen! müssen alle Soldat werden!" Der innerlich schmächtige Landrat Holzbrink erschrak. Er kannte den General Wolfersdorff in Unberechenbarkeit und Ungetüm, seine Taten im Krieg, die Verteidigung Torgaus— seine Macht, sein Gewicht beim König. Holzbrink sprach behutsam für das kümmerliche Recht der zivilen Kreatur. „Dummes Zeug!“ Wolfersdorff spuckte sachlicher und lachend die Kartätsche aus.„Ansichten von alten Obstweibern! Mensch hat nur Zweck als Sodat— haben wir gottlob en wiesen! Muß ich Ihnen erzählen. Nämlich—“ Eine Anekdote vom Großen Fritzen war fällig. Holzbrink wußte Bescheid— die eine, die nach der Schlacht bei Leuthen spielt, in Lissa unter österreichischen Offizieren—„von soir, Messieurs!" und Wolfersdorff war oavei gewesen— hatte er schon ein Dutzendmal schlucken müssen. „Der Siebenjährige ist zu Ende. Unser König mit Ziethen auf dem Spazierritt. Kommen durchs Brandenburger Tor. Sitzt da ein altes Obstweib, hat schon immer dagesessen, Fragt der König:„Na, Mutter, lebt Sie auch noch“ Sagte d Alte:„Natürlich! und wo hat Er so lange gesteckt?“„J, das weiß Sie nicht?“ verwundert sich unser König,„ich habe doch Krieg geführt, sieben Jahre lang!" Zieht das alte Weib ein schiefes Maul:„Ach herrie! was kümmert mich denn sein Krieg! Pack schlägt sich, Pack verträgt sich!“ Das Vergnügen des Landrats lichterte in den Augen.„Und der König darnach?“ „Nichts mehr darnach!“ erboste sich der General,„gelacht hat er natürlich— über das dumme Weib, das nichts vom Krieg versteht.“ „Wie der Landrat in Altena,“ gestand Holzbrink mit aufflackerndem humorigen Freimut und bändelte ein behutsames Geständnis über Arbeit und Wohlstand, Erwerbsfleiß, Handel und Wandel an den Scherz. Wolfersdorff begriff von alledem nichts.„Der Soldat hat Preußen groß gemacht. Je mehr Soldaten, desto größer Preußen! Basta!“ Holzbrink lud den General zu Tische und schickte unter der Hand um Beistand vorsorgliche Instruktionen an die Häupter der Stadt. Gedrücktheit witterte über der Tafel in Erwartung des Alarmsignals. Wolfersdorffs guter Tag hub an, und nach der Suppe ließ er seine Trompetenstöße steigen.„Hünenkerle— diese Drahtschmiede, meine Herren. Kann mir zu meinem Plan gratulieren. Müssen jetzt samt und sonders Soldat werden!" Der alte Pastor Eylert lächelte.„Hat der König die Befreiung der Fabrikgegend in und um Altena vom Gestellungszwang der Militärtüchtigen aufgehoben, Herr General?" „Große Umstände!“ lachte Wolfersdorff,„ich mache meinem König dreihundert Soldaten und erbitte mir als Lohn den Wisch hinterher." Die Gesichter erblaßten im zerknitterten Kranz. „Liegt die Größe des Soldaten nicht mehr im Gehorsam?" fragte Eylert. „Schockschwerenot ja!“ hieb Wolferedorff die bestätigende Faust in den klirrenden Tisch.„Gehorsam! vom König herab bis zum letzten Stallknecht— dem höchsten Gebot gehorsam: dem Gebot des Soldatseins!“ Schweigen—.—. Rollte die Erde unter dem Tafeltuch weg—? Nichts begab sich. Der General stutzte, blickte um sich— lachte dann und prostete vergnügt dem weißhaarigen würdigen Pfarrer zu.„Auf ihre Gesundheit, Herr Pastor!“ Sie tranken. Man atmete um ein paar winzige Grade auf. Aber zum Ende der Tafel erhob sich der General, hatte das letzte Glas gefaßt und donnerte sieghaft:„Meine Herren, das letzte Glas— auf des Königs Soldaten!“ Man tat ihm Bescheid— widerwillig schluß. kend. Und Wolfersdorff rasselte nach kurzem Abschied mit dem Adjutanten hinaus— unbekannten Taten entgegen. Die milden Augen des alten Eylert gingen in der verschüchterten und erstarrten Gesellschaft lvon einem zum anderen.„Meine Herren“, sagte ler begütigend,„wundern Sie sich darüber, daß 95.5211 SE“ S. 5113 Bng 53 37631 0 3 S 8 2 EHEOE # SBES125 S5 Sg335ng „EBSSCKTT * GSFEAEN S 2g5 ###g. 45 - S 99— R S•11 die Menschen Grimassen ziehen, wenn sie in die, Sonne blicken?" Vor Aufgang des dritten Tages marschierte Wolfersdorff an der Spitze seiner Leibkompagnie von Hamm nach Altena. Ueber Neuenrade für jeden von uns, denn nur Canaillen und Tintenspritzer stecken dahinter! Aber wir wer den auch in Zukunft treu unsere Pflicht tur und die Ehre des Regiments wie unsern Aug Soldaten, dieser Brief ist eine Auszeichnungdann am„Bernkastler Doktor“, sich Genesung k uns brav gehalten haben, kriegt heute seher Mann doppelte Ration und soviel Schnaps und Wein, wie er trinken mag. Und somit— hört zu, Soldaten:— Vivat unser großer König— ###s“ Bauken und Trompeten rasselten und schme terten ins dreimalige Vivat. Wichtend fegt der Dessauer Marsch hinterdrein. Und Wolfersdorf grüßte lachend gegen die Offiziere.„Zu Tisch meine Herren!" So wetzte man denn in glorreicher Weise die Scharte von Altena aus. Robert. Walter. führte heute der Weg zur Höhe des Wicksbergessapfel hüten. Soldaten! zum Lohn dafür, daf damit man jählings von seinem Kamm auf diest un bran gohalten hahen briagt houte jeder Stadt herabstoßen konnte wie der Adler auf die Beute. Uniformen, Helme, Gewehre, Bajonette schoben sich, zu massiger Säule geschlossen, wuchtig gegen die einzige Zufahrtstraße. Und plötzlich, voll Angst geschreckt, schrie die Stadt aus allen Glockenmäulern auf. Erstaunt, nahe der Selbstbesinnung, horchte der General auf das gefährlich heulende Tier zu seinen Füßen und ließ marschieren. Dort unten saß die Angst und Angst ist die Mutter der Niederlage. Geschrei und wütende Hörner setzten und kläfften aus Höfen, Gassen, Fenstern. Dächer wurden lebendig. Wolfersdorff äugte. Wollte die zivile Kreatur Kampf und Krieg mitten im Frieden? Die Grenadiere waren ohne Pulvei und Blei— so mußte man den albernen Widerstand bajonettiern.„Vivat Fridericus Rex!“ rief Wolfersdorff. Im donnernden Gleichschritt mit geschultertem Gewehr rückte die Kompagnie durch die angstgehöhlte Straße. Aber dann hieb Entsetzen in die Augen der eingeklemmter Soldaten. Fünfzehn, zwanzig Schmiede rann ten mit glühenden Eisenstangen gegen sie an— hinter ihnen ein zweiter Trupp, brullend— ein dritter, die gkühweißen Speere schwingend und schüttelnd. Und zischend jetzt spritzte und stürzte es von oben hernieder— kochendes Wasser von Dachbalken, aus Fensterluken. Furchtbares Geschrei, Gelärm im Augenblick, krachende Fensterläden, splitternde Türen, Dampf. klirrende Bajonette, pfeifende Eisenglut. sprühende Funken! Die Erde dröhnte vom Gestampf! Geheul trummte, wetterte zwischen Hauswänden Verwundete wälzten und krochen im Dreck ächzend, schreiend! Blut floß— die Gasse wurde rot! Zurück! Wolfersdorff brüllte vom hochbäumenden Gaul! Zurück! Die Offiziere lärmten—— Zurück—— verloren—— Wolfersdorff ritt hinter seiner verschandelten, blessierten, brandblasigen, humpelnden ächzenden Leibkompagnie nach Hamm zurück Er stierte krebsrot— blickte durchs Blut wie erblindet.„Pack und Canaille!“ knirschte er, Pack und Canaille!“ Ihm brannten alle Feueren Altenas in der Brust. Sieghaft hatte er gesehen— mit einem einzigen Signal. Das mmelsignal für alle Drahtzieher! Sie hatten anzutreten— in Reih und Glied, die Kerle— nicht zu räsonnieren— und wurden abgeführt nach Hamm— waren des Königs Soidaten——„Pack und Canaille!“— Verloren— schockschwerenot! Hinter ihm jubelten die Glocken Altenas ihren höhnischen Kantus Am Sonntag stand der alte Eylert auf der Kanzel vor dem gedrängten Volk und predigte über das Wort, das im zweiten Buch der Könige. im neunzehnten Kapitel geschrieben steht „Weil du wider mich tobest und dein Uebermut vor meinen Ohren heraufgekommen ist, so wil ich di: einen Ring in deine Nase legen und ein Gebiß in dein Maul und will dich den Weg wieder umführen, den du hergekommen bist.“ Verweilen steckte der General Wolfersdorff bis über die Perücke in Ausarbeitung seiner Päne zur Ueberrumpelung der Altenaer Trohtzieher. Zwar— Pulver und Blei schal teten aus— unblutig mußte der Handstreichk geführt werden, aber überraschend, überrumpeind, daß kein Widerstand möglich war! Es galt, die Scharte auszuwetzen— dem Genie des großen Königs Ehre zu machen—. Bon soir, Messieurs!“— Ja— Gute Nacht, Herr Genecal! scholl ihm plötzlich die Stimme des Königs mit dem Adlerblick ferne von Potsdam herüber. Wolfersdorff verstand nichts— unter hm schien die alte preußische Erde zu behen— er hielt einen Brief des Königs zwischen den fingern—— er hielt krampfhaft ein Handchreiben seines geliebten Königs—— In blanker Mittagssonne prunkend und blit send stand das Leibregiment aufgebaut. Wolersdorf, hoch im Sattel überstrahlte saftigen Besichts das Leuchten des Novemberhimmels „Soldaten!“ Seine Stimme knätterte.„Denk! in Altena! Insame, elende Federfuchser haben uch und mich bei unserm allergnädigsten König mngeschwärzt. Daher dies Handschreiben uners geliebten Königs an euern General!“ Er pirkte den Brief sieghaft durch die Luft.„Hört vi! Rein lieber General=Leutnant Wolfersdorff! Es ist offiziell angezeigt worden, wel che Disturbationen Ihr in dem Städtchen Altena in der Grafschaft Mark gemacht habt In Erwägung Eurer sonstigen Meriten will ich diese mauvaise Geschichte für diesmal pardonnieren, werde Euch aber nach Spandau schicken, wenn Ihr je eine ähnliche Abnormität Euch solltet zu Schulden kommen lassen. Sanssouei, 11. November 1770. Deutsche Weinnamen Der„eingeborene Wein“.— Was„Hölle“, „einr und„stolenwelnt bedeuten.— Der berüchtigte„Nachenputzer“. Von Albert Schweitzer. Gar mannigfache Umstände sind es gewesen, denen der edie Rebensaft Deutschlands seinen Namen verdankt. In erster Linie haben gesographische Rücksichten, örtliche oder historische Beziehungen Pate gestanden, und diese Namen sind naturlich leicht zu erklären. Vielfach spielten aber auch ganz unscheinbare und heute längst vergessene Zufälligkeiten eine Rolle, und diesen ist natürlich schwer nachzuspüren. Zunächst die allgemeinen Bezeichnungen unserer Weine. Der Name„Rheinwein“ ist keineswegs so alt, wie man vermeinen könnte. In den ältesten Urkunden— namentlich gibt uns das reiche Urkundenbuch der Abtei Eberbach hier wertvollen Aufschluß— traten nur immer zwei Namen auf: vinum hunicum oder hunischer Wein und vinum francikum oder frenscher Wein. Lange haben sich die Gelehrten über diese wunderlichen Namen die Köpfe zerbrochen, bis des Rätsels Lösung gefunden und der hunische Wein als„eingeborener Wein" als Blut der heimischen Rieslingstraube, ausgeklüngelt wurde. Zum Unterschiede von diesem eingeborenen Weine hatten die Alten den edlen Saft der aus der Fremde eingeführtn Orleansrebe„frenscher Wein“ genannt. Andere Weinnamen gab es nicht. Heute unterscheidet man nicht nur Rheinwein von Moselwein und diesen von Pfälzerwein, sondern auch die Rheinweine untereinander, und zwar zunächst nach Gemarkung und diese wiederum nach Lagen. Es gibt der Lagen eine erstaunliche Menge. Rüdesheim zählt ihrer nicht weniger als 26 Neudorf gar 26 und Geisenheim 24. Neben ihnen ist Rauenthal mit nur 8 Lagen der reinste Waisenknabe. Der Name„Hölle“ hat schon manchem Wein trinker Kopfzerbrechen verursacht. Und dock steckt dahinter nichts anderes als das bekannte Wort„Halde“ oder Abhang. Nicht ganz so höllisch sind die anderen Lagenamen, die auch von „Halde“ kommen. Da liest man„Hell“,„Hall“ der Don“.- Dann trifft man nicht selten den Zusatz„Gehre“, der den Wein als auf einem kleinen, zwischen großen Teilen gelegenen Ackerbeeten gewachsen, anzeigt.„Bein“, das ir den mannigfaltigsten Formen auftritt, ist von „binden“ abzuleiten und bedeutet„umfriedigter“ Ort.„Lei“ heißt Fels,„Stück“ ein befonderer Teil eines Feldes, einer Wiese oder eines Waldes,„Rotkland“ gerodetes Land. Schloß Johannisberg, dieser König aller Weine, führt seit mehr als 800 Jahren seinen stolzen Namen. Mit seiner Entstehung hat es eine eigentümliche Bewandtnis. Der Erzbischo Ruthard von Mainz siedelte im Jahre 1106 Benediktinermönche auf der damals kahlen Rheingauhöhen, ur heute stolz das Schloß Johannis burg emporragt.„Bischofsburg" nannten die Mönche den Berg. Der Grundbesitz des Klosters nahm sehr bald zu. Als der letzte Rheingraf Richolf mit seinen Kriegsknechten auf der Rückkehr vom Kreuzzuge in Mainz weilte, verübten seine Mannen schwere Missetaten, die ihrem Herrn des Kaisers Zorn zuzogen. Um des Reiches Oberhaupt zu versöhnen, begrub der Graf sich und sein Vermögen in das Kloster am Bischofsberg Und da jene Missetaten am Johannistage geschehen waren, so wurde zu ihrer Sühnung auf sein Verlangen das Kloster dem Heiligen Johannes geweiht und Johannisberg getauft. Die frommen Mönche aver wurden bald die trefflichsten Winzer und Kellermeister weit und breit. Eine alte Chronik weiß die lustige-Mär von dem kranken Rittersmann zu berichten, den alle Aerzte für unheilbar erklärten und der trank. Diesem steht der Fürstenwein würdig zur Seite. Im August des Jahres 1863 bewirtete die gute Stadt Frankfurt ihre Gäste, die Mitglieder des deutschen Fürstenkongresses, mit einem Rauenthaler, wovon die Flasche neun Taler kostete. Er mundete den Fursten so vortrefflich, daß er seither den Ehrennamen„Fürstenwein" trägt. Nicht minder interessant ist die Namensgesrg##te des„Pistolenweines“. Einst besuchte K 4 er Maximilian I. Oberehnheim. Als der Herrscher den ihm kredenzten Rebensaft nicht genug loben konnte, erklarte ein Winzer trokken:„Das wissen wir, daß er gut ist, und wir haben noch besseren, den trinken wir aber selber.“ Der Kaiser lachte über die grobe Antwort und schenkte dem Bauern zwei silberbeschlagene Pistolen mit dem Wunsche, daß der beste Oberehnheimer den Namen„Pistolenwein“ führen möge. Aus neuer Zeit stammt die Taufe des„Hutab". Als im Jahre 1906 auf der Versteigerung im Kloster Eberbach die Probe der 1904 Rauenthaler Beerenauslese herumgereicht wurde, da brach eine urwüchsige Begeisterung aus. Und diese Freudenstimmung löste sich aus in dem Rufe„Hut ab“, der plötzlich allgemein erscholl. Zu allen Zeiten ist über den schlechten Weinen die ganze Schale des Volkswitzes ausgegossen worden. Zu Zen schlimmsten Krätzern gehört der„Apostelwein", bei dem zwölf an einem Glase zu trinken haben. Ihm folgt der „Dreimännerwein"; drei starke Manner sind erforderlich, um jemanden zum Genuß Ddieses Weines zu bringen: zwei müssen ihn festhalten, und der dritte flößt ihm mit Gewalt den Trank ein. Nur wenigen ist es bekannt, daß es sich hier um eine volkstümliche Entstellung des Namens des aus Tramin bei Bozen stammenden Traminers handelt. Noch schlimmer ist. der „Rachenputzer“, da und dort„Wächterwein“ genannt: Wer mit ihm schlafen geht, muß sich des Nachts wecken lassen, um sich auf die andere Seite zu legen; sonst würde der Wein ihm ein Loch in den Magen fressen. Dem„Strumpfwein“ wird eine zusammenziehende Kräft zugeschrieben. Der„Kanonenwein" verengt selbst das Zündloch eines Geschützes. Russische Fanatiker im Wilden Westen Die Demonstranten im Adamskostim.— Mücken und Mäuse dürfen nicht gestört werden.— Schulstreib, Tränengas und Feuerspritze.— Wie eine Lehrerin beschaft fen sein soll. Von Harry Wilkins=Milwarikee. Vor rund vierzig Jahren hielten in der kanadischen Provinz Saskatchewan 8000 eigenartige Leutchen ihren Einzug. Sie nannten sich Dukhobors und waren ukrainische Sektierer, die dem Rufe kanadischer Quäner gern folgten und ihre russische Heimat mitsallen ihrren Drangsalen gegen neue Wohnsitze auf jung fräulichem Lande vertauschten. Die Dukhobors hatten allen Grund. mit dem Tausch einverstanden zu sein, denn mancher ihrer Brüder war nach Sibirien verhannt worden, weil sich ihre Lehren mit den Ansichten des herrschenden Systems nicht vertrugen, und niemals wiedergekommen. Doch mit der Zeit stellte es sich heraus, daß sich die Dukhobors auch in der kanadischen Wildnis nicht restlos glücklich fühlen konnten. Sie erhielten zuerst von der kanadischen Regierung 200 000 Hektar Brachland kostenlos zugewiesen, ferner bekamen sie die Erlaubnis, dort eine Art kommunistisches Gemeinwesen zu gründen. Doch manche Bestimmung erregte ihr Mißfollen, es kam zu Zusammenstößen mit den Behörden, und schließlich nahmen ihnen diese fünf Sechstel des Landes wieder ab. Hiermit war die Veranlassung zu der ersten jener merkwürdigen Demonstrationen gegeben, die eine beliebte Art des passiven Widerstandes von Seiten dieser religios gesinnten und zu gleicher Zeit nach kommunistischen Grundsätzen lebenden Russen wurden. Rund zweitausend Dukhobors, Männer, Frauen und Kinder, rissen sich die Kleider vom Leibe und traten so, wie die Natur sie geschaffen hatte, den Demonstrationsmarsch nach dem 750 Kilometer entfernten Regierungssitz Winnipeg an. Es kostete ein starkes Aufgebot, bis die Polizei den Vormarsch dieser nackten Armee aufhalten konnte. Nun wandte sich der Hauptteil der Russen dem Fernen Westen zu und siedelte sich in dem noch wilderen Britisch=Kolumbien an. Dort leben heute künftausend Dukhobors. Sie sind zu fleißigen Bauern geworden. Je seche bis acht Familien leben unter einem Dache. Der Haushalt wird gemeinsam geführt, und die Frauen kochen ihr rein vegetarisches Essen in einem Kesser. Ein Eßraum vereinigt alle Hausbewohner an einem Tische. Im Frühjahr tritt die heiratsfähige Jugend jeden Dorfes vor dem Aeltesten an, und dieser gibt entweder seine Zustimmung zu der Wahl, wie sie die einzelnen Paare getroffen haben, oder er berichtigt sie— ohne Widerspruch zu finden— nach seinem eigenen Ermessen. Damit gelten die jungen Leute als verheiratet. Ihre Religion verdietet es den Dukhobors, irgendein Tier zu töten. Sie lassen sich lieber von den Mäusen die Ernte wegfressen, als daß sie einem der Nager etwas zuleide tun. Eine giftige Schlange darf sie ruhig beißen, sie werden sie ungeschoren entkommen tassen. Die Mücken können sich ungestört mit ihrem Blut vollsaugen. Es dauerte lange, bis die Behörden den Russen beigebracht hatten, daß die Toten zu beerdigen waren und nicht Ameisen und Vögeln im Walde überlassen werden durften. Andere Unsitten waren den Dukhobors dagegen schwerer abzugewöhnen. Dazu gehört vor allem das schon erwähnte Entkleiden, mit dem die Russen ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck bringen. So warfen einst zwei Sektierer in einer orthodoxen Kirche in Vancouver alle Hüllen von sich, weil die Liturgie von Musik begleitet war, was den religiosen Anschauungen der Dukhobors widerspricht. Zwei andere entkleideten sich in der Schalteryalle des Bahnhofes in Vancouver, weil der Beamte ihnen keine Bettkarten für den Schlafwagen verkaufen wollte. War es noch möglich, mit einzelnen Demonstranten dieser Art rasch fertig zu werden, so standen die Behörden den Adamskostümträgern anfangs machtlos gegenüber, wenn diese in Massen auftraten. Den Anlaß zur letzten großen Demonstration dieser Art bildete das Verlungen der Regierung, die Dukhobors sollten ihre Kinder zur Schute schicken. Lehrer und Klassenräume warteten auf den russischen Nachwuchs, doch umsonst. Drohungen von seiten der Regierung führten schließlich dazu, daß rund 400 junge Dukhobors den Unterricht besuchten. Doch sobald ihnen die Anfangsgründe der englischen Sprache beigebracht worden waren, blieben sie wieder aus. Diese Zustände dauerten an, bis nach acht Jahren nur noch dreißig Kinder zum Unterricht erschienen und die Behörden energisch vorzugehen beschlossen. „Wir gehen lieber ins Gefängnis“, antworteten die Russen. Als ihnen dann mit Geldstrafen und Zwangsvollstreckung gedroht wurde, glaubten sie, durch Einäscherung der Schulen die Frage aus der Welt schaffen zu können. Zehn Gebäude gingen in Flammen auf, bevor der Brandstifter, ein sanatiicher Dukhobor, festgenommen werden konnte. Nun sollten die Sektierer den Schaden ersetzen und viertausend Dollar Strafe zahlen. 120 berittene Polizisten wurden aufgeboten und beschlagnahmten, was sie fanden. Die Russen wehrten sich dieser Macht gegenüber nicht und ließen ihre Kinder zur Schule gehen. Doch bald danach blieben die jungen Dunhobors wieder aus. Zwei Pasizisten erhielten den Befehl. zwei Haupträdelsführer unter den streikenden Vätern zu verhaften. Obwohl es mitten im Winter war, trafen die Schutzleute eine hundertköpfige heulende Menge, die vollkommen nackt im Schnee tanzte und sie umringte. Unverrichteter Dinge mußten die Polizisten abgehen. Die Dukhobors vermuteten, die Behörden würden nun wieder ein Massenaufgebot gegen sie auf die Beine bringen. Deshalb sammelten sich ein paar hundert Russen aus den umliegenden Siedlungen im Städtchen Grand Fork, um der Polizei vereinten Widerstand entgegen zu setzen. Sie verschanzten sich dort in einem Hause. Die Polizei pochte an die Tür und verlangte die Auslieferung der beiden Gesuchten. Da stürzten 250 splitternackte Dukhobors aus dem Hause auf die 25 Polizisten. Die Demonstration sollte beginnen. Sie dauerte aber nicht lange. Denn plötzlich krachten ein paar dumpfe Aufschläge, und dann drang den verdutzten Russen das unbekannte Tränengas in die Augen. Die Dukhobors glaubten an Teuselswerk. Sie konnten nicht sehen, und gleichSeitise, enlud eine Feuersgitze ihr eiskaltes er über ihre nackten Korper. Es dauerte nur ein paar Sekunden, bis der Platz von den heulenden Russen geräumt war. Gasbomben und Wasserstrahl scheinen die Leutchen jetzt zur Vernunft gebracht zu haben. Ihnen wurde das Recht eingeräumt, das Lehrpersonal selbst zu wählen, um Lehrer zu finden die Verständnis für ihre Eigenart aufbringen hängen. Freilich verlangen die Dukhobors von den Kandidaten ein wenig viel. So sollte die junge Dame, die für die Schule in Drazey gesucht wurde, jung, hübsch, unerschrocken und tüchtig sein, kein Sodawasser trinken, weder schnupfen noch rauchen und um neun Uhr zu Bett liegen. Weiter wurde von ihr verlangt, daß sie kein Musikinstrument im Hause hielt und kein Karten=, Domino= oder sonstiges Teufelsspiel duldete. Außerhalo des Hauses sollte sie immer einen Hut tragen und sich bei Regen ja nicht mit dem Schirm sehen lassen. Ob die braven Dukhobors dieses wahre Muster einer Lehrerin inzwischen gefunden haben, ist nicht bekannt. Das Ende ssebenden Einer wahren Begebenheit nacherzählt von O. Schumann. Der Zirkus Cordoba in Buenos Aires war ausverkauft. Aber noch drängten sich an den Kassen Scharen von Einlaß Begehrenden. Kaum gelang es den weißbehandschuhten Schutzleuten, mit Hilfe ihrer Gummiknüppel die Ordnung aufrecht zu erhalten. Die Menge benahm sich wie verrückt. Gab es doch drinnen eine Sensation zu sehen, wie sie nicht alle Tage geboten wurde: Das erste Auftreten Blackamons II., des Nachfolgers jenes berühmten „lebenden Leichnams, der einst wochenlang die argentinische Hauptstadt in Aufregung gehalten hatte. Abend für Abend hatte sich im Zirkus Cordoba das gleiche Schauspiel abgewickelt. Ein kleiner, dunkelhäutiger Italiener, in einem seidenen, farbenprächtigen Kostüm, war zu Beginn der Vorstellung aufgetreten. Er zeigte zunächst allerlei nicht gerade neue Fakirnunststücke, durchbohrte Arme und Beine mit langen Stahlnadeln, ohne daß ein Tropsen Blut floß, tanzte dann wie besessen herum, bog den Körper in die unwahrscheinlichsten Stellungen, stieß schrille Laute aus, um schließlich, mit Schaum vor dem Munde, zu Boden zu fallen und in einer Art Trancezustand still und steif liegen zu bleiben. Alsbald erschienen vier prächtig galonnierte Diener mit einer Tragbahre, auf der ein silberner, durch einen gläsernen Deckel verschlos„ Sag, stond, Seche hnen feilgende. schwarzgekleidete Lotengräber machten sich alsbald daran, mitten in der Arena eine fast drei Meter tiefe Grube auszuheben. Hier hinein wurde dann der Sarg, in den man inzwischen den wie tot daliegenden Blackamon gelegt hatte, unter dem Gerassel der Trommeln und dem Dröhnen der Pauken versenkt und die Grube darauf bis an den Rand wieder mit Erde gefüllt. Die Vorstellung nahm ihren Fortgang. Clowns schlugen ihre Purzelbäume über Blackamons Grab, prächtige Pferde galoppierten darüber hin, riesige Elefanten zeigten auf ihm ihre Kunststücke. Mehr als drei Stunden hindurch wickelte sich das Programm ab. Schließlich war die letzte Nummer beendet. Wieder erschienen die sechs Totengräber. Sie gingen alsdann daran, das Grab zu öffnen, aus dem die vier Lakaien dann den silbernen Sarg mit dem„lebenden Leichnam“ herausholten. Vorsichtig wurde der gläserne Deckel abgehoben, und unter dem Schmettern der Musik und dem Beifallsrasen des begeisterten Publikums entstieg Blackamon dem Sarg und verließ ruhig, als sei nichts Besonderes geschehen, die Arena.— Eines Tages hatte der Italiener nun gefunden, daß er mit seiner gefährlichen Arbeit genug verdient habe; er kündigte und zog sich ins Privatleben zurück. Die Direktion des Zirkus war verzweifelt; so gut das übrige Programm auch sein mochte, gegen den„lebenden Leichnam“ kam nichts anderes auf. Man spürte das sehr schmerzlich an den sinkenden Kasseneinnahmen. Da kam unerwartet Rettung. Der erste Gehilfe Blackamons, der seinem Herrn wohl allerlei abgesehen haben mochte, erklärte sich bereit, als Blackamon II. die Nummer in der gleichen Weise wie bisher durchzuführen. Durch eine Riesenreklame sorgte der Zirkus dafür, daß die Sensation sofort in ganz Buenos Aires bekannt wurde. Die Folge waren die schon geschilderten Szenen am Abend des ersten Auftretens des neuen„lebenden Leichnams“. In atemloser Spannung folgte alles den Vorgängen in der Arena. Sie unterschieden sich bis auf die Person des Darstellers in nichts von dem Gewohnten. Stahlnadeln durch die Muskeln, wilde Tänze, schrilles Beschrei, Schaum vor dem Munde, zu Boden fallen in Totenstarre: alles wie bisher. Wieder erschienen die Lakaien und Tote:#.c. die Grube wurde ausgehoben, der„Jebende Leichnam“ beigesetzt und das Grab geschlossen. Und dann rollte sich das lange Programm über dem Begrabenen ab. Das Publikum war zufrieden. Blackamon II. machte seine Sache nicht schlechter als sein Vorgänger. Dennoch lag eine nervöse Spannung in der Luft. Würde auch der Schüler, wie er der Lehrer stets getan, lebendig seinem Grabe entsteigen? Man schloß Wetten dafür und dagegen ab, das ausgezeichnete Programm wurde kaum beachtet, alles fieberte dem Schluß der Vorstellung entgegen. Endlich war es so weit. Nahezu drei Stunden nach dem Schließen des Grabes ging man an seine Oeffnung. Die Zuschauer ließen sich nicht mehr halten. Man stieg auf die Sitze, kletterte auf die Logenbrüstungen, um besser zu sehen, und alle starrten wie gebannt auf die im hellen Licht der Scheinwerfer daliegende Mitte der Arena. Schnell und gewandt hatten die Totengräber das Grab geöffnet und den Sarg freigelegt. Die Lakaien wollten ihn wie immer heraus heben, als sie mit einem Schrei zurücktäumelten. Gleichzeitig ging eine Bewegung deo Entsetzens durch die Menge. Männer schtien, Kinder weinten, Frauen fielen in Ohnmacht; es herrschte eine Aufregung, als ob der Zirkus in Flammen stände. Denn deutlich sahen alle: der gläserne Deckel war zerschlagen, und was unter ihm lag, war nicht der lebende Leichnam des falschen Blackamon, sondern ein echter Toter; das Gesicht blutig, mit hervortretenden Augen, die Hände von Glassplittern zersetzt. Die Starre, auf der das Kunststück beruhte, war offenbar zu früh gewichen, und Blackamon II. hatte vergeblich versucht, sich aus dem selbstgewählten Grabe zu befreien. Der Zirkus Cordoba brach noch in derselben Nacht seine Zelte ab und verließ bereite am nächsten Tage Buenos Aires. Geschaft wit Warum afrihanische Eltern manchmal verprügelt werden.— Tüchtige Bäter erhalten Steuerbefreiung.— Kinder werden bitäg verlichen. Von Herbert Hünecke. Irgendwo in Ostafrika war es, da unternahm der englische Distriktskommissar eine Besichtigungsreise durch sein Verwaltungsgebiet. In seiner Begleitung befand sich ein junger Regierungsarzt, der noch keine Gelegenheit gehabt hatte, sich höheren Ortes angeneym bemerkbar zu machen, und daher einen recht löblichen Eifer entfaltete. Besonders der schwarze Nachwuchs lag ihm sam Herzen, und von seinen statistischen Aufzeichnungen versprach sich der Madiziner manchen Fortschritt. Eines Abend schlugen die beiden Weiten mit ihren Askaris ihr Lager in der Nähe eines Eingeborenendorfes auf. Der Kommissar, der die Sprache der Schwarzen beherrschte, begab sich noch in Begleitung des Arztes auf einen kleinen Inspektionsbummel. Abseits der Siedlung stießen beide auf eine niedrige Hütte.„Was mag das sein?“ fragte der Arzt seinen Vorgesetzten.„Ein Ziegenstall, eine Hundehütte vielleicht“, meinte der. Doch dann war er sehr erstaunt, als plötzlich unter dem Strohdach hervor eine Kinderstimme schrie. Die Sprache schien dem Arzt international zu sein.„Hunger!“ hieß das sicher. Es dauerte nicht lange, bis der herbeigerufene Dorfälteste zur Stelle war.„Wie kommt das Kind da hinein?“ Statt aller Antwort rief der Schwarze ein paar Worte in die Hütte hinein, und sichtlich widerstrebend und verängstigt kam eine Negerin heraus gekrochen. In jedem Arm hielt sie ein Kind von wenigen Tagen. Der Hunger sah allen dreien aus den Augen.„Was soll denn das?“ Dem Dorfältesten fiel allem Anschein nach die Antwort nicht ganz leicht. Er hatte wohl kein gutes Gewissen.„Ja“, kratzte er sich den Kopf.„Sie hat eben Zwillinge.“— „Das ist doch kein Grund, um die armen Wesen verhungern zu lassen!“ Der Kommissar sprach nicht gerade in freundlichem Tone. Deshalb mußte er dem Alten fast jedes Wort zwischen den Zähnen herausziehen, um wieder einmal, seine Ansicht bestätigt zu finden, daß der Mensch nie auslernt. Zwillinge, so berichtete der Alte, gelten als Unglück. Früher, als der weiße Mann noch nicht im Lande war, wurden die Kinder einfach ausgesetzt; den Rest besorgten die Hyänen. Jetzt wagt das niemand mehr. Aber jede Mutter, die Zwillinge zur Welt bringt, wird entweder aus der Hütte des Mannes ausgestoßen oder von ihm betlassen. Denn vierzig Tage lang nach der Geburt darf der Vater die Kinder nicht sehen. Warum? Nun, weil ihn sonst ein böser Zauber befällt. Er stirbt vielleicht, zum mindesten aber schwellen kaim