"**• F 93 S S à nt 3 S 723. ** 23 3 #ac. * Ss 591— S 95 W d S#.# S SDnB„T 882 p Sz6T5 Lgs ronabn Sxn SSs S#t! S aSgg SSS#TRS: F S 5.A55 GOESSSE * RT85SSSSS1R 5 Elan BaB5rBIRe. stutzerhast gebleidete Kavaliere und beinahe, überelegant uniformierte Offiziere aneinander vorüber; an Tischen sitzen in nicht eben vorbildlicher Haltung junge Snobs, bisweilen mit lässiger Gebärde von den herumziehenden, ewig pfeifenden Wägelchen eine Handvoll Kastanien haufend, rauchend und ein scheußlich=giftfarbenes, gelbgrünes Etwas trinkend. Die Glutblicke hinter den Spitzenschals der Schönen wandeln sich aus harmlosem Glimmen in verzehrende Stichflammen, und es ist eine Gemeinheit: Gerade jetzt, wo es anfängt, interessant zu werden, muß ich wieder an Bord. fünfhundert Bräute des Morgensterns Menschenopfer bei den Pawnee=Indianern. — Der Pfeilschuß als Trauungszeremonie. — Perseus und Andromeda unter den Rothäuten. Von Harris Brackett. Vor fünfzig Jahren fand man in einem Indianergrab in der Nähe eines Pawnee=Dorses im Staate Nebraska ein Medaillon.„Dem Bravsten der Braven", stand in englischer Sprache über einem Bilde, das ein fliehendes Indianerpaar zeigte, während die Kehrseite eine Opferszene darstellte. Damals erinnerte man sich an Erzählungen, die zwei Menschenalter vorher in Washington umliefen. Sie sprachen von einer Heldentat, die an die griechische Sage von Perseus und Andromeda erinnerte. Der junge Pawneehäuptling Petahlayscharho sollte ein Indianermädchen vom Opfertod errettet haben, später dem Präsidenten vorgestellt und durch das Medaillon ausgezeichnet worden sein. Der Schauplatz der Tot war unbekannt. Ein Zufall enthüllte nun kürzlich das Geheimnis, das über der Opferstätte der PawneeIndianer vom Stamme der Skidi lag. Erdarbeiter stießen beim Graben am Fuße eines Hügels im Süden Nebraskas auf Menschenknochen. Indianische Schmuckgegenstände sagten dem Vorarbeiter, daß der Fund von wissenschaftlichem Interesse sein könnte, und die Universität von Nebraska wurde benachrichtigt. Sachgemäße Grabungen förderten die aus verschiedenen Jahrhunderten stammenden Ueberreste von rund 500 Mädchen zu Tage. Die lange gesuchte einzige Opferstätte auf nordameribanischem Boden war gesunden. Jeder unter uns kennt wohl vom„Lederstrumpf“ her die roten Präriereiter, die des alten Trappers letzte Freunde waren. Sie schienen uns hochherzige Indianer zu sein wie die anderen Rothäute auch. Doch der Wissenschaft gaben sie ein schweres Problem zu lösen. Ihre Sitten und Ueberlieferungen paßten sich in keiner Weise denen anderer Stämme an. Die Sagen aller sonstigen Rothäute wußten zu berichten, daß die Vorfahren einst aus anderen Jagdgründen eingewandert seien. Die Pawnees behaupteten dagegen, Nebraska sei von Anbeginn an ihre Heimat gewesen. Der Stammvater sollte einer Verbindung zwischen dem Morgen= und Abendstern entsprossen sein, die Ahne hatte angeblich die Mondgöttin dem Sonnengott geboren. Dem Morgenstern galten die Menschenopfer des Skidistammes. Aus der Tatsache, daß andere nordamerikanische Indianer derartige Opfer nicht kannten— das Töten des Feindes am Marterpfahl hatte mit Kultgebräuchen nichts zu tun—. schlossen verschiedene Forscher auf die Abstammung der Pawnees von den mexikanischen Azteken, die ihren Göttern zu Ehren Tausende von Mädchen ertränkten. Die Pawnees dagegen brachten dem Morgenstern jährlich nur ein Menschenopfer, immer ein Mädchen aus fremdem Stamme. Kundschafter umschlichen, wenn die Zeit zum Opfern nahte, die Dörfer anderer Rothäute, um das schönste Mädchen zu finden. Durch einen Ueber fall setzten sich dann die Pawnees in den Besitz der Erkorenen. Das Mädchen wurde aufs beste behandelt. Es sollte sein Los nicht ahnen. Fragte es. warum es geraubt worden sei, so wurde gesagt, der größte Häuptling des Stammes der Skidi wollte es zu seiner Squaw machen. Dem Opfer sollte unnötige Todesangst erspart bleiben, und eine Braut, die vor Furcht zitterte, durfte dem Morgenstern nicht angeboten werden.„ 6 7 Auf dem weithin sichtvaren Hugel, an dessen, Fuß die Arbeiter kürzlich das Grab der Fünfhundert fanden, wurde das Opfergerüst errichtet. Die Pawnees rammten zwei vier Meter hohe Pfähle einen Meter weit von einander entfernt in die Erde. Der eine mußte von der Rüster stammen, der andere von der Pappel. „ferten das Holz für vier Querstäbe, die wie Leitersprossen an den Pfählen befestigt wurden. Von der vierten Sprosse ab blieb ein mannshoher Zwischenraum frei, dann folgte der fünfte Querstab aus Weidenholz. Stand das Gerüst, so wurde die Braut des Morgensterns in der Nacht symbolisch gewaschen. Dann färbte der Medizinmann ihre rechte Körperhälfte rot, ihre linke schwarz. Die Hochzeitsgesänge der Squaws begleiteten die Zeremonie und ließen im ahnungslosen Opfer keinen Verdacht keimen. Auch als zwei der geachtetsten Krieger des Stammes um jedes Handgelenk des Mädchens einen Strick schlangen und es baten, ihnen zu folgen, ging die Braut furchtlos dem singenden Zug des Stammes voran den Hügel hinauf. Sie mochte sich wundern, warum sie auf die vierte Leitersprosse steigen und ihre Handgelenke an der obersten festbinden lassen mußte, daß sie zwischen den vier Stäben wie in einem Rahmen stand.„Hochzeitsbrauch", beschied man sie, wenn sie fragte. Inzwischen sammelten sich in einer Geländefalte, den Blicken des Opfers entzogen, einige Krieger um ein kleines Feuer. Sie warteten auf den Morgenstern. Langsam stieg er hinter den Hügeln hoch. Da griffen zwei der Skidis nach den Fackeln, die im Feuer lagen, und schritten zum Opfer hinüber. Ein Eulenbalg hing ihnen von der Skalplocke herab und verkündete, daß sie hier als Vertreter des Morgensterns auftraten. Mit ihren Fackeln fuhren sie schnell und ohne dem Mädchen Schmerz zu bereiten über seine erhobenen Arme. Der funkelnde Morgenstern ergriff Besitz von seiner Braut. Da gellte aus der Geländefalte der Kriegsschrei der Pawnees. Die Rothaut, die das Mädchen beim Ueberfall erbeutet hatte, stürmte den Bogen in den Händen, auf das Opfer zu. Noch im Laufen ließ sie die Sehne vorschnellen, und der Pfeil durchbohrte das Herz der Braut. Ihr Kopf fiel in den Nacken zurück, und ihre Augen schienen zum Morgenstern aufzusehen, zum Bräutigam, dessen Namen sie nie erfahren hatte. Der Medizinmann stieg mit dem getrockneten Herzen eines Büffels zum toten Opfer hinauf und fing damit die Blutstropfen auf. Schweigend war der Stamm bisher der Zeremonie gefolgt. Doch jetzt gellten die schrillen Kampfschreie, und ein Höllensabbath begann, denn alle Krieger hatten die Pflicht, einen Pfeil in den toten Körper zu schießen. Selbst Knaben, die keinen Bogen halten konnten, drängten sich dazu und wurden von ihren Vätern unterstützt. Dann tobte im Dorfe drei Tage lang der Hochzeitstrubel. Die Seele der Braut hatte— so glaubten die Pawnees— den Körper verlassen, sobald der Pfeil das Herz traf, und schwang sich zum Morgenstern hinauf. Der legte ihr ein flammendes Brautkleid um und gab ihr als Stern einen Platz am Himmelszelt zu seiner Seite. Der Körper des Opfers wurde in die große Grube zu denen verflossener Jahre gelegt. Die Entdeckung dieser Beinstätte mit den Ueberresten von rund 500 Indianermädchen verrät. daß die Pawnees mindestens fünf Jahrhunderte in den gleichen Jagdgründen im heutigen Nebraska lebten, denn jährlich wurde dem Morgenstern nur eine Braut angetraut. Das letzte Opfer starb 1817. Damals schon machte sich im Stamme eine Strömung gegen Menschenopfer bemerkbar. Im nächsten Jahre griff Petahlayscharho ein. Unter eigener Lebensgefahr befreite er wenige Augenblicke, bevor der Pfeil von der Sehne schnellte, das Mädchen vom Opfergerut. er erreichte sein Pferd, das am Fuß des Hügels stand, und ließ die Verfolger hinter sich. Er brachte die Braut des Morgensterns, die erst durch ihn von der Gefahr erfuhr, in der sie geschwebt hatte, in ihre Heimat und kehrte dann zu seinem Stamme zurück. Mit Hilfe einiger angesehener Krieger, die ebenfalls nichts von den Opfern wissen wollten, kämpfte er einen harten Kampf gegen die Verfechter der Zeremonie bis er den Sieg davon trug. Das Grab der fünfhundert Opfer und die Stätte, da sie mit dem Morgenstern vermählt worden waren, sollte von den Pawnees geheim gehalten werden. Aus dem Munde der letzten Skidi ist auch nie ein Wort darüber gefallen. — Am Ausguck Deutsche Erde(Terra=Verlag, Berlin W. 9, Linkstraße 31), Heft Nr. 18, wird eingeleitet durch einen aufschlußreichen Artikel von Montanus„Ich will in die Industrie", dem zweiten in der Reihe der Berufsbilder. Hier werden die Wege zu führenden Männern in der Industrie und ihr Bildungsgang verständlich dargelegt. Eine mit herrlichen Bildern versehene Abhandlung von Dr. A. Wirth„Alte deutsche Kulturerde in Südost=Bayern“ füllt den Teil „Aus deutschen Landen“ aus. Im Teil„Deutsches Geistesleben“ finden wir„Sonnwend und Johannitag in Bayern“ von Dr. Lüers,„Klug und ohne Falsch“ von Erich von Hartz. Ueber „Die Armanenschaft des deutschen Volkes“ splaudert Heinrich Lhotzky. Ueber die Oberammergauer Holzschnitzerei und das deutsche Hygiene=Museum in Dresden erfahren wir Wissenswertes im Teil„Natur und Technik“. Eine Kurzgeschichte aus der Zeit des großen Friedrich löst den Roman von J. Buchhorn „Angst vor der Stadt“ ab. Am Schluß plaudert Elsbeth Unverricht über„Die Grazie der stammen, der andere von der Sommerkleider“. Wieder ein lesenswertes Weide. Esche, Ruster und ayorn lie= Heft von grotter Vielseitighoit Die verkannte Feuerwehr. Die Mitglieder der Städtischen Feuerwehr der Stadt Mexiko veranstalten zurzeit eine Sammlung, aus deren Ertrag einer Reihe ihrer Kameraden, die gerade vor einem Jahrzehnt unter tragischen Umständen ein Ende fanden, ein Denkmal errichtet werden soll. Es war im Jahre 1920 gelegentlich einer der zahlreichen Revolutionen, die immer wieder das schöne Land verheeren. Der Führer der Aufständischen, General Zapata, hatte die Stadt erobert und hielt sie mit einem Teil seiner überwiegend aus wilden, unzivilisierten Indianern bestehenden Streitkräfte besetzt. Eines Tages erscholl plötzlich Feueralarm. Alsbald rasselten von allen Seiten die Spritzen der Stätte des Unglücks zu. Zapatas Indianer hatten nie eine Feuerspritze gesehen, ahnten auch wohl kaum, daß es so etwas wie eine Brandwehr überhaupt gab. Der ungewohnte Anblick erfüllte sie mit erheblichem Mißtrauen: Was konnte da anders kommen als der böse Feind, der überraschend in die Stadt eingedrungen sein mußte? Schnell entschlossen gab ihr Führer das Alarmsignal, und die Rothäute eröffneten auf jede Speitze, wie sie eben eintraf, ein wohlgezieltes Feuer, dem in wenigen Minuten nicht weniger ols 40 Feuerwehrleute zum Opfer fielen. Als es endlich gelang, das Mißverständnis aufzuklären, war es zu spät die Toten kehrten nicht wieder ins Leben zurück, und das Gebäude wurde restlos ein Raub der Flammen. Indische Rache. Eigenartige Begriffe von der Rache, die manche primitive Völker für eine heilige Pflicht halten, enthüllte ein Drama, das sich kürzlich in einem Krankenhaus in Gunnaur bei Allahabad abspielte. Dorthin waren zwei Inder, Umedi und Lachman, Vater und Sohn, gebracht worden, nachdem sie in einer Messerstecherei mit persönlichen Feinden schwere Verletzungen erlitten hatten. Beide mußten wegen der Ueberfüllung des Hospitals im gleichen Krankensaal und in einem Bett untergebracht werden. Umedi, den man bewußtlos einlieferte, hatte nur ein paar Worte sprechen können, als ihn der Arzt untersuchte und verband. Lachman war dagegen trotz seiner schweren Verwundung bei vollem Bewußtsein. Am nächsten Morgen lagen beide Inder im Bett, wie der Arzt sie verlassen hatte, doch Umedi war tet. Zuerst glaubte man, der Alte sei an den Folgen seiner Verletzung gestorben. Doch die nähere Untersuchung ergab, daß er in der Nacht erwürgt sein mußte. Der Arzt verschwieg dem Sohn vorläufig diese Entdeckung und unterwarf Lachman einem Verhör. Der junge Inder wollte die ganze Nacht durch an der Seite des Vaters geschlafen haben und von nichts wissen. Verdächtig aber war es, als er den Arzt plötzlich fragte:„Nicht wahr, nun wird der Mann, der meinen Vater zu Tode verwundete, gehenkt werden?"—„Ja,“ sagte der Arzt,„aber dieser Mann ist nicht der, den Du meinst, Euer Feind, sondern derjenige, der Umedi heute nacht erwürgt hat. Weißt Du nichts davon?“ Zuerst leugnete Lachman alles. Schließlich aber gestand er, seinen Vater, während alle anderen Patienten schliefen, mit einem Strick erwürgt zu haden:„Ich wollte an meinem Feinde Rache nehmen. Rache ist unsere heiligste Pflicht. Ich fürchtete, unser Feind würde nicht bestraft werden, wenn mein Vater genas. Deshalb wollte ich vortäuschen, Umedi sei an den Folgen seiner Verletzung gestorben, weil ich dann glaubte, mein Feind müßte hingerichtet werden." Lachman, der brave Sohn und Rächer, hat sich leider ein wenig geirrt, denn nun dürfte er es sein, der bald baumelt. Verantwortlich H. Semmelmann, Altena. Druck und Verlag: Dr. C. Santz, Altena. Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung Nr. 21 Mittwoch, 25. Juni 1930 Auf Wanderschuhen durchs schöne Sauerland Ein Tag im Kreise Olpe. Von Attendorn aus geleitet uns Hauptwanderstrecke 22 des Sauerländischen GebirgsVereins im ersten Teil unserer Wanderung zur Kreisstadt Olpe. Gut 5 Min. vom Bahnhof, südlich der Lenne kommt dieser schöne Wanderweg vorbei. Die ersten 10 Min. gehts auf einem Feldweg mit Hwstr. 24 zusammen rechts aufwärts 40 Meter höher; vor dem Walde trennen sich beide Strecken, wir halten uns auf 22 wiederum rechts aufwärts. doch bald wieder fallend, bis wir nach 20 Minuten die idyllisch in Waldesruhe gelegene Kapelle Waldenburg(300 Meter) erreichen. Ganz in der Nähe liegen die Trümmer der einstigen Waldenburg selbst; die Försterei hatten wir schon kurz vorher berührt. Am Buchhagen entlang geht unser prächtiger Waldweg hoher hinauf und wieder hinab zu dem links liegenden Dorfe Bürberg(390 Meter; ½ Stunde). Nach 10 Minuten folgt Bremke(314 Meter) im Tale des gleichnamigen Baches. Auf der anderen Seite klettern wir wieder durch Wald empor, bis wir auf Höhe 443 stehen(20 Min.). Noch einmal senkt sich und steigt der Weg zum Bieckebach(316 Meter) bezw. zum Dorf Rohde (400 Meter ¾ Std.) nach Kreuzung der Landstraße. Auf der Haardt mit kleinem Aussichtsgerüst ist der höchste Punkt(440 Meter; 4 Std.) erreicht. Die letzten 25 Minuten des erkten Teiles bringen uns wieder tiefer. Die hübsch gelegene Kreisstadt Olpe, deren saubere Straßenzüge wir uns ansehen wollen, liegt 330 Meter hoch. In ihr suchen wir das weiße liegende Kreuz der Hauptwanderstrecke 3, denn diese soll uns in der letzten Tageshälfte Führer sein. Von Hagen bis hier hat sie schon ein gut Stück hinter sich. Wir verfolgen sie in östlicher Richtung, am Hang des Alten=, bald danach des Rhonardberges(461 Meter; 55 Min.) entlang, weiter hinab zur Landstraße Olpe— Krombach(380 Meter; 10 Min.), auf dieser 40 Min. bis Altenkleusheim(420 Meter). Mitten im Dorf biegen wir auf der aus dem Mittelalter stammenden einstigen Landstraße rechts hinauf zum„Alten Heck“(467 Meter, 1/4 Std.). Hier stehen wir auf der Grenze zwischen dem einst kurkölnischen Sauerlande und dem Siegerlande; an vielen Stellen war diese Grenzlinie mit einer dichten Hecke bepflanzt worden, die bis zu 60 Meter Breite umfaßte, um so einen für damalige Zeit sicheren Grenzübergang zu bieten. 10 Min. danach erhebt sich am Wegrande eine besonders dicke Buche, von der aus man eine gute Fernsicht über das Littfebachtal genießt. Nach weiteren 10 Min. sind wir in Krombach, das in diesem Tal lieat, und enden hier an der Bahnstrecke Siegen—Hagen den nicht sehr anstrengenden 5½stundigen Tagesmarsch. Bis zum Bahnhof ist es noch ½ Std. Der größte Teil dieser Wanderstrecke findet sich auf Blatt 7 Attendorn, ein kleiner Rest noch auf Blatt 12 Siegen der Sauerlandkarte 1:50000 des Sauerland=Verlages zu Iserlohn. —12.— „Döntjes vom Rhein“. Geschichten aus dem bisher besetzten Gebiet. Von Frederik Lund. Französische Kavalleristen stehen mit ihren Pferden bei Emmerich am Rhein und reiten ihre Tiere— in vollem Bewußtsein ihres uneingeschränkten Herrendaseins— in die Schwemme. Jupp und Pitter, zwei waschechte Rheinkadetten, stehn am Ufer und begucken sich dies Schauspiel. Dabei bemerken sie auch die vielen Orden, Abzeichen und„Kinkerlitzchen“ an der Uniform der Franzosen, unter anderem zwei und drei rote Streifen, die ein Teil der Mannschaften am linken Oberarm führt.„Wat is denn dat für'e Zeiche'?“ fragt Pitter den Jupp und zeigt auf dieses Merkmal anscheinend gehobener militärischer Würde.„O“, antwortet Jupp,„dat ös dat Wasserstandsabzeeche, bis dahin han se' Rhin besetzt!“— Auch das malerische Rüdesheim war bekanntlich lange Jahre von Franzosen besetzt. Eines Tages kommen mehrere Unteroffiziere auf die Idee, eine Wagenfahrt nach dem Niederwalddenkmal zu machen. Sie beauftragen daher einen Fuhrhalter, für das geeignete Fahrzeug zu sorgen. Unser biederer Rüdesheimer Bürger besitzt nun zwar tatsächlich noch erd und Wagen, aber in Anbetracht der wirtschaftlichen Notzeit hat er seine Kutscher nach und nach entlassen, er selbst ist aber zu alt, um das Experiment dieser„Vergnügungsfahrt“ auf sich zu nehmen. Schließlich meldet sich der ältere Arbeiter eines Nachbarn, ein Mecklenburger, der nicht nur mit Pferd und Wagen umzugehen versteht, sondern auch als Landsturmmann mehrere Monate in der Champagne gelegen und sich während seines Schipperdaseins einige französische Sprachkenntnisse zugelegt hat. Fur Geld und gute Worte findet sich Jochen bereit, an seinem freien Nachmittag die Ausfahrt der Franzosen zu übernehmen. Es ist ein glühend heißer Tag, langsam quälen sich die Pferde die flimmernde Landstraße hinauf ni dem Denkmal. Den Franzosen wird es langweilig. „Fahr zu, Boche!“ ruft der eine.„Qui, cochon!“ erwidert Jochen, ohne natürlich die Bedeutung des Wortes zu kennen. Rumms! Da hat er einen Schlag mit der Reitpeitsche über den Rücken.„Verdori!“ denkt Jochen.„Das ist wenig höflich.“ Er treibt aber doch seine Pferde ein wenig an, ohne den Schlag auf seinen Buckel tragisch zu nehmen. Aber bald gehts wieder im Schneckentempo.„Allons, allons. boche!“ ruft der Franzose wieder.„Qui, cui, cochon!“ lautet die Antwort. Rumms, hat er wieder links und rechts Schläge, die ihn aber auch nicht weiter schmerzen. Schließlich bringt er Pferde und Wagen nebst Insassen heil nech dem Denkmal und zurück. Als er die Pferde wieder abliefert, fragt ihn der Eigentümer, dem scheinbar ein schwerer Stein von der Seele fällt:„Na, ist denn auch alles gut gegangen?“ —„Jau, jau,“ antwortet Jochen,„ober harr ick nich' so gaud Französisch kunnt, dann wier mi' dat villicht doch en beeten dreckig gohn!“— Jeder, der einmal im besetzten Gebiet war, erinnert sich, daß die Franzosen oder Engländer, wenn sie aus irgend einem Grunde sehr nervös waren, jeden nächtlichen Verkehr auf den Straßen verboten. Nur Aerzte, Geistliche und Hebammen durften. soweit sie im Besitz eines Ausweises waren, nachts die Straße betreten. Auch davon ein kleines Histörchen! Hein, ein braver Hamburger Seemann, weilt bei seinen Eltern in Godesberg zu Besuch und strebt nun, als er sich nachts einen kräftigen„Brand" zugelegt hat, als einsamer Wanderer dem Hause der Eltern zu. Ganz mutterseelenallein schwankt er durch die Gassen, immer von einer Seite auf die andere. Plötzlich sieht er sich einer Patrouille gegenüber. Hein hält sich an einem Laternenpfahl fest und starrt die Franzmänner an.„Wat wullt ju, verdreihte Oosbande?“ fragt er. Mit vorgehaltenem Bajonett stehen die drei Soldaten vor ihm.„Sein Ju Pastör?— Doktör?— Ebamme?—“—„Wut, wui— Ebamme!“ brüllt Hein.„Eh bien, monsieur!“ nickt ihm der Unteroffizier zu und verschwindet mit seinen Zinnsoldaten. Hein aber schwankt weiter über die Gasse.— Aber schließlich zogen die Franzosen doch nach und nach ab, auch das schöne Koblenz wurde eines Tages von Besatzungstruppen frei Preußische Polizei rückt in strammem Schritt ein und belegt wieder die frühere deutsche Kaserne, die jahrelang mit französischen Truppen besetzt war. Auch der Kantinenwirt bezieht seine Räume im Keller. An einer Tür findet er ein rätselhaftes, scheinbar vergessenes Schild.—„Tirez!“" steht darauf, zu deutsch also „Ziehen!“— ein Hinweis für die französischen Soldaten, beim Betreten der etwas zugigen Räume die Türe recht fest zu schließen. Unser Wirt aber vermag die Inschrift nicht zu deuten. Erst als er die nämlich Beobachtung macht, daß auch von manch wackerem Schupomann das Schließen der Tür vergessen wird, kommt er auf eine wahrhaft geniale Idee. Mit schwarzer Tusche malt er an das Ende des Wortes„Tirez“ ein großes lateinisches„U“. Seitdem wird auch in dem Bereich seines gastronomischen Gewerbes dem einfachsten Gebot der Höflichkeit entsprochen. (2— Siebenhundertjahrfeier in Hohenlimburg Von Karl Lamprecht. Am 27. Juni soll in Hohenlimburg mit der Feier eines Heimatfestes begonnen werden, um einer ruhmreichen und schweren siebenhundertjährigen Vergangenheit zu gedenken. Auf alten Siedlungsstätten, auf denen schon die Sachsen ihre gewaltigen Volksburgen gegen die Franken errichteten, entstanden mit der Limburger Mark mehrere Königshöfe, unter denen der an der Furt der Lenne bald der bedeutendste wurde. Auf hohem Bergesvorsprung errichtete Dietrich 1., der Sohn des Bischofsmörders, zu Beginn der Limburger Fehde, im Jahre 1230 eine Burg, um von hier aus die letzten Trümmer der Besitzungen seines Geschlechts zu erhalten. Mit Hilfe seines Oheims legte er eine so starke Besatzung in die Burg.„wie Balken und Steine am Gemäuer des Schlosses seyen". Er übertrug die Burg seinem Oheim, Heinrich von Limburg, um sie von ihm am 17. Juli 1242 als Lehen„für ewige Zeiten“ zurückzunehmen. Nach dem Friedensschluß mit dem Grafen Adolf von der Mark am 1. Mai 1243 erhielt Dietrich das sehr verkleinerte Isenbergsche Besitztum zurück, doch wurde in dem Vertrage bestimmt, daß der Ort nicht befestigt werden dürfe. Er wurde aber mit Münz= und Zollrecht zur Freiheit erhoben und erhielt durch König Wilhelm von Höhasd am 25. April 1252 die Erlaubnis zur haltung eines regelmäßigen Wochenmarktes. Die Fehden mit dem Altenaer Nachbar dauerten an. Der Limburger Erbfolgestreit(1288— 1304) sollte auch den Widerstand der Feste Limburg brechen. Dietrich sollte das Ende der de nicht erleben; in der Kirche zu Elsey fand ersgreis mit Gewalt den verschleimten Mund, dasein Grab. Von seinen beiden Söhnen grün=(mit er nicht noch letzten Ende im Schlamm dete Johann das Hohenlimburgische Geschlecht,sersticke. der jüngere, Eberhard, die Styrumsche Linie mit] Wo steckt des alten deutschen Rheines GloBesitzungen im Bergischen. Der letzte Sproßfrie? des Isenberger Stammes war Wilhelm 1.] Die hat sich weit hin, in alle Windrichtungen (gest. 1459), von dem das erledigte Erbe auf das lüber den Erdball verteilt. Denn seine Kraft Haus Neuenahr überging. Magdalena, Toch=lbesteht. Sie ist nur andere Wege gegangen. ter des Grafen Gumprecht von Neuenahr,] Traumhaft still ist es an des Rheines Ende. brachte es durch ihre Heirat mit Arnold, Grafen Wiesengras und Schilf und wucherndes Entenvon Bentheim=Tecklenburg und Steinfurt,skraut in träg stehenden Gräben geben dem Herrn zu Rheda und Wevelinghoven, an dessen verlöschenden Strom das letzte Geleit. Bei Haus. Im Jahre 1592 wurde Arnold nach Bei=[Tage überwölben ihn das Silbergrau und legung von Familienstreitigkeiten mit Limburg Perlmutter der Wolken vom Küstenstrich als einem neuen Lehen für sich und seine Nach=[Nachts umsteht ihn das Gespensterheer der kommen beliehen. Durch Testament hatte erlaufsteigenden Wiesennebel wie eine feierliche bestimmt, daß seine Besitzungen unter seine vier Totenwache. Dann liegt auf seinen Zügen der Söhne geteilt würden. Von den so entstande=lrätselhafte Ernst, der den Gesichtern eben erst nen vier Linien bestehen noch zwei, Bentheim=Verblichener ihren schaurig geheimnisvollen Tecklenburg=Rheda und Bentheim=Steinfurt. Ausdruck gibt. Die erstgenannte Linie kam in den Besitz der] Er teilt der Menschen Los, der alte Rhein Grafschaft Limburg. Seine Unmittelbackeit Aber es ist das Los der Wenigen, ganz Growurde unter gewissen Beschränkungen aner=ßen, die unbeachtet im Winkel sterben, deren kannt durch einen zwischen dem Könige Fried=[Wirkung leuchtend die Jahrhunderte überrich Wilhelm 1. und dem Grafen Moritz Kasi= dauert. mir im Jahre 1729 abgeschlossenen Vertrag.] Was macht es aus, daß er gleichsam inkogder auch die kaiserliche Bestätigung erhieit. Imsnito durch Holland fließt? An seinen Früchten Jahre 1808 kam die Grafschaft zum Großher=kann man ihn erkennen. Der Enge seines zogtum Berg, durch den Wiener Kongreß 1815/von Felsen und Bergwänden eingeschlossenen als Standesherrschaft unter preußische Hoheit. Laufes entronnen, breitet er beide Arme suDie nach Gründung der Burg entstandeneschend aus, ein wahrhaft germanischer, ein fauSiedlung Limburg hat jahrhundertelang mitstischer Strom. Nun ist alles Land, das er in ihren gräflichen Herren Freude und Leid ge=seinem Griff umspannt hält, deutsches Land teilt. Kirchlich gehörte der Ort zunächst zu El= und Rheinesdelta, und alle Frucht, die hier sey, das 1901 mit Hohenlimburg vereinigt wur=gedeiht, verdankt letzten Endes ihm das DaZu der Kirchspielskirche in Elsey gehörtessein. Auch die Kunst, die hier zur Vollendung eine Kapelle zu Limburg, die zu Beginn des 16./kam. Jahrhunderts dem regierenden Hause übertra=] Nur hier, wo Land und Wasser in ewigem gen wurde. Die Reformation wurde unter Kampfe sich befeinden, sich durchdringen und den evangelisch gesinnten Grafen von Neuen=lbefruchten, sind die atmosphärischen Vorbedinahr eingeführt. Als erster evangelischer Pfar=gungen für die niederländische Malerei des rer wird Johannes Alexius genannt, der 1618„goldenen Jahrhunderts“ zu finden, das allen nach Elberfeld ging. Die Trennung von Elseysspäteren zur Lehrmeisterin wurde. Nur wo erfolgte im Jahre 1611. ssich feuchtigkeitssatter Perlmutterglanz der Die Bewohner beschäftigten sich in der Haupt Wolken in den milden Wellen eines langsam sache mit Ackerbau und Viehzucht; doch läßt sichsdahinsiechenden Stromes spiegelt, konnte die die Herstellung von Eisenwaren bis ins Jahrsätherische Landschaftskunst eines Jon von 1324 verfolgen. Namentlich war es Kratzen=[Goyen gehoren werden. Wo an klaren Tager draht, der hier angefernigr wurde. Im Jahresseltst am fernen Horizont dee Diegelrot ur 1571 wurde in der Nahmer ein Kupferhammer Schieferblau der Mauern und angelegt, dn die alte Leinweberei erinnernssonugug vone heuen zimcnel abheber, malte noch verschiedene Fluramen; die Tuchwebereisder Delfter Vermeer seine Vaterstadt— Prowurde 1826 von Westhofen nach hier verlegt. vinzstadt im weltvergessenen Winkel— als erSeit dem Jahre 1880 trägt die Stadt zum Un=greifende Offenbarung der Idee des Städteterschiede von Limburg an der Lahn den Na=liums, des menschlichen Willens zur Gemeinsam men Hohenlimburg. skeit, der seine Sprache mit Stein und Mörtel Am 28, 28. und 30. Juni d. J. wird eine!! Pur auf diesem Flech konnte sich der Genlus veranstaltet. Die Seele dieser Feiern ist dersentwickeln, dessen Kunst mit leidenschaftlicher um die Heimatsorschung hochwerdiente Rektorscebangenheit der Erde aus mystischer,urtieGoyen gehoren werden. Wo an klaren Tager# gründen“ lassen. Nach, einiger Ueberserohr am fernen Horizonl wus Hiegelten, ur### willigte sie dann in die Operation ein. Schieferblau der Mauern und Dächer sich dunst.“ jahmen also unsere Instrumente heraus, schichtlos vom hellen Himmel abheben, maltelftachen i das Ohrläypchen und erhielten die Esser. Des alten deutschen Rheines Sterben und Glorie Von Werner Krueger=Hamburg. alle, verspollere, verstümmelte, entheiligte Heilige Strom der Deutschen als trübeg Fansa dem Rere zu. Von Zeit Ffit hag gatt. dieses Ueberbleibsel. Dann spür. oar RuttEntwässerungswerß dem MummelLappland eingeladen; die dabei gemachten interessanten Erfahrungen bewogen mich zur Annahme einer Aufforderung, eine Forschungsreise in die kanadische Arktis zu unternehmen. Ihr Ziel war doppelter Natur: einmal botanischer, dann anthropologischer. Hinsichtlich der ersteren fand ich, daß die kanadische Tundra ungewöhnlich reich an Gräsern ist, die in Vervindung mit den Moosen und dem Renntiermoos die Hauptnahrung des Karibou und des jetzt dorthin eingeführten Renntiers bilden. Ich kam daraufhin zu dem Schluß, daß diese arktischen Gebiete statt„Tundra" besser„arktische Prärien“ heißen sollten; denn in mancher Hinsicht entsprechen sie nicht dem, was man gemeinhin unter Tundra versteht, ähneln vielmehr in ihrem verhältnismäßigen Reichtum an Gräsern den kanadischen Prärien. In anthropologischer Hinsicht hatte sich die Expedition die Untersuchung der Blutgruppen bei Eskimos und Indianern zum Ziel gesetzt, wobei wir allerlei seltsame Erlebnisse hatten. Die Blutproben der Eingeborenen erhielten wir, indem wir in die Ohrläppchen ein kleines Loch bohrten und einen Blutstropfen auf eine Porzellanplatte fallen ließen, wo er mit einem Serum in Verbindung kam. Der Eintritt bezw. das Ausbleiben einer Reaktion liefert den Beweis, ob im Blute des Eingeborenen ein bestimmtes Element namens A oder ein anderes namens B vorkommt. Daraus läßt sich ein Schluß ziehen, ob Eskimos und Indianer mit einander verwandt sind oder nicht, wie auch über den Ursprung ihrer Rassen. Wir führten unsere Versuche zum Teil an Schülern der Anglikanischen Missionsschule und in Hay River am Großen Sklavensee durch. Hier gibt es eine große Zahl von Kindern, die mehr als 1600 Kilometer weit aus dem Norden kommen. Häufig besuchten wir die Eingeborenen in ihren Hütten, und obgleich einzelne uns ziemlich mißtrauisch ansahen, waren sie im ganzen doch gutwillig. Eine alte Frau fanden wir in ihrer Hütte gerade nach überstandenem Grippeanfall. Zuerst wollte sie nichts mit uns zu tun haben, wir sollten sie sterben und zu ihrem Manne in den„seligen #aründen" lassen. Nach, einiger UeberUfen aufraucht. Es braucht sich kein Deurscher darüber zu grämen, daß sein heiliger Strom im niederen Lande so schmählich unzeremoniel! empfangen und behandelt wird. Alles, was der Holländer aus Nützlichkeitsgründen am Rhein gesündigt haben mag, hat der Eine wieder aut gemacht, dessen Klang„vom Rhein“ dem Namen Unsterblichkeit beilegte. Wohl deshalb ist der„Krumme. Alte“ bei Imn miederm Lund, wo in unsern—Dder Katswpeiß: gleine Krast besieht, st nur andere Wege resch niod, esen esher Srianich beiser geishangen in siue Adterz Geurhie len wunde, dem erblindeten Faust vorgegaukelt Sterdeng. hein das Rosterium dezsgarnenezon van Ahisn fühlte, daß seine ihm schlecht auf seinem letzten Giaxe Er ist ein König Lear unter den füstchersseele ihre wahre Kraft aus der steten SchwinStrömen. Um Ehre, Ansehen und Namen wiwoigung zwischen zwei Polen schöpft, zwischen dem er gebracht, vergewalt igz„ bestohlen und mitünendlich=Begehrenden, Rastlos=Schweifenden Kraft und seine Identität. Die ziellosen Stromzwinat man, den Vatersnamen zu verleugnen sein, wo die Stille sich vom Meeresufer her das sich Vaal, Lek und Nerwede zu nennen. Diesgrenzenlos geweitete Raumgefühl geholt hat angebliche Nags, die zu Rottendam Hollandssund von der Weltabgewandtheit eines stillen und der Welt Handelsslotte auf ihrem stolzen Flußwinkels her, wo dottergelbe WasserbluElichen trigt„F eine erlagene Uiurgutorinignen mit ossenen Augen,schlasen,„ihr., GefühBerührung mit der ihnen durch die Weiße ane reintem Adeinwasser gepidet, Later des Einseins mit den abseitigen, scheindar U. nahegebrachten Ziwitsation Vorteil zu ziegen der w ktraftloser Greis dem Maar undstätigen, scheinbar still stehenden, das heißt der meit. So war ein Eskimo bei einem gelegentSie B. c, ale Pry,(gsefreie...—(Gegenwart roch ungerschossengn, rahenal versi2 8. 22, Ur, uet,-Leppeb es. der Bergenenheit zuschieppi, da wirft man ihm harrenden Kraften der Narurl— en uch eee ir uet. uer Saterüeh rin,#rp er al„Altgr, Rhein“ undEz# „Krummer Rhein“ auf der Landkarte verzeich Abenteurer in net; zu Leiden, dem Hochschulsitze, wo Wissensdrang nach objektiver Wahrheit sucht, trägi Seltsame Erlebnisse unter Eskimos und Innach dem Stadtplane ein Rheinesarm den dianern.— Wie ich ein Zauberdoktor wurde. Sewasser. Bei Kattwpst am Ze schleicht der Von Prosessor R. Ruggles Gates, spottete verstümmelte, entheiligte Hei=, dem berühmten britischen Gelehrten und Forschungsreisenden. aisg unsere Instrumente heraus, ftachen in das Ohrlappchen und erhielten die Blutprobe. Als alles vorüber war, erholte sich die Alte auffallend schnell, fest davon überzeugt, ich hätte eine Wunderkur an ihr vollzogen. Jedenfalls wollte sie jetzt noch weiter leben; wie es schien, hatte sie ihre Gesundheit völlig wiedergewonnen. Der Glaube macht eben selig! Zuweilen trafen wir erst um Mitternacht in einem entlegenen Eingeborenendorfe ein. Wir wandten uns in solchen Fällen an die Kanadische Berittene Polizei, die diese ausgedehnten arktischen Gebiete überwacht; ihre Beamten besorgten uns einen Dolmetscher und begleiteten uns auf unseren Besuchen zu den Jelten der Eingeborenen. Eine zur Zeit unserer Reise dort herrschende Grippe=Epidemie war außerordentlich heftig und forderte zahlreiche Opfer unter den Eingeborenen. In diesen Dörfern abseits aller modernen Kultur gab es keine Aerzte, keine Einrichtungen irgend welcher Art für die Behandlung der Krankheit, und die Opfer starben zu Dutzenden. Die Seuche tötete wohl fünf bis sieben Prozent der Bevölkerung. In Port MePherson z. B., 67 Grad nördlicher Breite, starben im Verlauf einer Woche annähernd 40 Personen, dabei betrug die Gesamteinwohnerschaft 350 Köpfe. Nur ein Weißer kümmerte sich um die ganze Bevölkerung, der Geistliche einer zum Krankenhaus umgewandelten anglikanischen Kirche. In Aklavik, hoch im Norden an der Mündung des Mackenzie, stellte ich meine Versuche an Eskimos an. Auch hier standen die Eingeborenen unter dem Eindruck, ich sei ein großer Zauberdoktor, und ließen sich willig auf die Versuche ein. Diese Eskimos sind ein gerissenes, intelligentes Völkchen, das aus der Berührung mit der ihnen durch die Weißen Vor einigen Jahren wurde ich zur Besichtigung einer russischen botanischen Station in weiß. So wür ein Eonin ber hmem, berch# lich die Gegend besuchenden Zahnarzt als Gehilfe tätig gewesen. Dessen Arbeit hatte auf den Eingeborenen solchen Eindruck gemacht, daß er, als der Zahnarzt sich zur Rückkehr in zivilisierte Gegenden anschickte, ihm seine geiamte Ausrüstung abkaufen wollte. Der hnarzt war natürlich erstaunt. Er forderte einen geradezu unmöglichen Preis. Der Eskimo indessen war auf die Ausrüstung versessen und zahlte die Summe, ohne mit der Wimper zu zucken. Dann reiste er durch die ganze Begend und beredet in jedem Dorf die Bevölkerung, sich von ihm die Zähne mit Goldfüllungen versehen zu lassen. Nun besitzen die Eskimos die 884885585 9„ 55 8 #sS#-iSEARRSES SPesne 155SP8nsh#z prächtigsten Zähne, die man sich nur vorstellen] Der Treiber schien sich nicht zu wundern. Er kann, und ich zweifle keinen Augenblick, daß ssattelte auch stillschweigend die anderen Tiere der Amateurzahnarzt mehr Schaden als Guteslab und führte sie dem Zollbeamten vor. Ein tat. Aber er machte ein gutes Geschäft und hat Pferd war gesund, die drei anderen hatten sicher seine frdischen Schätze nicht unbetrüchtich vicht Harensoser als die des ersten Tieres. Der Demgegenüber sind die Slavey=Indianer Zollbeamte führte sie zur Seite.„Ho!" brüllte ziemlich schwerfällig, dabei nicht übermäßigser dann in die hohlen Hände irgend einem reinlich. Eine alte, von mir zufällig beobachtete unsichtbaren Untergebenen zu. Hierauf beFrau ergötzte sich damit, aus ihrem langen Haarsgann er die Zollrevision. Sie war rasch beLäuse u. a. dort zu Hunderten siedelnde In=sendet, denn den biederen Zöllner schienen die sekten zu fangen und sich eine Mahlzeit daraus Warenpacken wenig zu interessieren. zu bereiten. Als sie mich kommen sah, schien sie! Da klang Hufschlag hinter dem Hause herbestürzt und stellte die leckere Mahlzeit ein.(vor. Ein Inder triev vier rundliche gutgeAußer einer Sammlung von nahezu 300spflegte Packpferde Pflanzenarten, die in Kew und im Natur=sich von selbst neben die Tgggteften,#### geschichtlichen Nuseum bestimmt wurden, zahl=(Mann aus Loda.,elth,beirztg Hhisch auf die bsanreicher Geräle der Eingehorenen, ae Schneg=bündel wie 9r½)r z„disc Treißer führte die messer, Fallen, Harpunenspitzen, habe ich alssken Rücken. Der imwische Treider jühlte vie Ergebnis der Reise geradezu genugeno Material kranken Tiere zur Seite.„ gesammelt, um wieder einmal die Frage nach] Der Engländer wunderte###.„Exfalgt diese der Herkunft der Eskimos aufwerfen zu kön=Pferdehoxtrolle und das#### der nen. Auch beobachtete ich einen der bemerkens=[Tiere auf unordnung der Zollbehörden?“ wertesten Fälle von Segregation(Teilung) bei„Nein“, antwortete der Zöllner mit dem her Rassenkreuzungen. Es handelte sich dabei umlvorlugenden Hemdzipfel Porucpz, ortngg## eine mit einem Dänen verheixatete reinblütige ich handle auf eigenr##im,„Ich F-bimafran Ihre Tochter ehelichte einen weißzen Haut und dem blonden Haar voll men nordisch, ohne dur geringste auf die Eskimoabstammung hinweisende Merkmal. —59.— Sattelderuck Von Otto König. „„in der Stadt Gekaufte in die heimalllichen ## Mammel, hatte fertie gloden. Er warf Dörfer. Landvolk im Sonntagestaat, auf dem Der Mtongore votte,#eri der alles andere Wege zur Kirche begriffen, begegnet mir; und dem Zöhner einen Blich au,)er Larawanelschon die Kleinsten, die eben laufen können und eie danübor vor, un, nach Erinagar.„Einlvon der Kunst des Lesens nach so weit autundaundhore, Geschobt, Peste Terseges rswpishemut Dr Geheklichel untem Gern.— Ladok tried fümf Pachoferde vor sich der. DiesPinsel omsfut z. den kranten Vendevsund teischten däeger Poman in Geicher Weitze eigen iit. In der Stadt selbst werden die sympathischen Eindrücke dieser spanischen Stipp=Visite ein wenig beeinträchtigt durch die unverschämte und hartnäckige Bettelei, die den Fremden drangsaliert. So rette ich mich in ein Kaffeehaus; aber der Erfolg ist, daß ich vom Regen in die Hamburg—Spanien—Südamerika“, kaute Trause komme. Das Schlimmste dabei sind die i.: gut zweistündiger Aufenthalt inl habe wie ein Hornissenschwarm über m Last türmte sich unter dem schützenden Segeltuch zu beiden Seiten des primitiven Tragjattels zu Bergen, die bei jedem Schritt der kleinen Tiere von einer Seite zur anderen Am Wegrand stand ein Haus. So es wenigstens eine verwitterte Holztafel, die allen Reisenden verkündete, hier sei ein Zollamt seiner Hoheit des Maharadschas von. bewasssee— Sim„## Tierschutz im Himalayal Zwei Stunden Spanien Von Dr. Gerhacd Venzmer. Stiefelputzer, die, haum daß ich mich gesetzt ote Route meines Dampfere; dehe,##.##r## Stiefelputzer, die, haum, daß ich mich Kaschmir. Ein des Landes Unkundiger#### Spanien“ ein gut z#c shüde, wir ein Polmiserghgen üder mich gerdies niemals erraten. Zollhäuser pflegen sonst dem kleinen Nest an der kantabrischen Kustefallen, sich um meine Füße vaigen und jegliche nicht aus vier Lehmwänden zu bestehen. Die) perstehen, in dem die letzte Europa=Post an Ablehnung meinerseitz einfach mit mitleidiPackpferde aus Ladak aber kannten das 3oll= Bond genommen wird, feiner der Teil dersgem Löcheln ignorieren. Aber wie diese Bennt. Ohne den Ruf des Treibers abzurngs Passagiere, der die Eisenbahnfayrt der Schiffez gels auch ihr Handwerk verstehen!. Der Stieten, blieben sie stehen, senkten die Köpfe—reite durch den Konal und den nicht eben guisfel wird gewichst, geknetet und massiert, gerieschnupperten nach dem Gras am Wegra, beleumundeten Golf von Biskaya vorzog Zweisben, bespuckt und gebürstet und zum Schug Ein Inder trat aus dem Hause. Dbl####/Stunden Spanien;— was wird man da schon mit förmlicher Liebe poliert, bis er ausschaut Menschen und Tiere schon ergeben auf Oen sehen können? Nicht gerade viel, wahrschein= wie ein funkelnagelneuer Lachschuh. Indessen hohen Herrn Zöllner warteten, glaubte doc sich; gber ich würde diese zwei Stunden lieber bietet man mir von allen Seiten Lotterielose, der Hindu, dem das Hemd ein wenig neckis9an einer spanischen Straße Steine hlopfen, als Postkarten und was weiß ich mehr an. Ein hinten aus der Hose hervor sah, seine Machtssig an Bord verbringen.— Ein blaue Bucht, hübsches Mädelchen, sicherlich haum vierzehn zum Ausdruck bringen zu müssen und brülllerinag umkränzt von waldigen Bergen, an den Jahre alt, versucht immer und immer wieder „Halt!“. Die Packpferdchen wackelten mit dengängen weiße Häuser mit flachen Döchern mit aller Ueberredungskunst— nicht zum minOhren, und der Mann aus Ladak lud s###l=(Gleichsam als würde eine ferne Schaubühne desten ihrer sanften braunen Augen—, mich schweigend die Last vom Rücken des ersten langsam an den Zuschauer heranbewegt, rückt zum Kauf einer Serie Lose zu bewegen. Aber Tragtieres. Dem Engländer, der intexessier, dag Bild näher und näher, und schon liegt vorlich habe mein Herz mit Stein gepanzert; gar am Wegrand stand, schien es, als hebe sich Oieung die Stadt. Die Menschen am Kai, eben zu mannigsaltig sind meine Erfahrungen dieser entlastete Frugpe des Bferdes. Er begrilizach winzige Spielzengfiguren, sind iu Frgezen Art in den Ländern der Sidenz, und so wich nicht, wie dieses werippe, nur vom zerschun' größe herangewachsen. Kufen und Pfecsenman mir's nicht übelnehmen, vuß mir auch denen Fell überzogen, die Last hatte krogenzerreißt den stillen Morgen. Der Maschinen=sdiese Lotterie ein wenig„spanisch vorkomt. können:„Tierquälere!!#stelegraph dessen Läuten allemal bedeutsame Ich versuche eine Unterhaltung mit dem Mädel; Das dachte auch wohl der Jollveunae, Vrttt]Dinge verbündet, beginnt zu spieler. Die aber die Kleine versteht genau so wenig von seine buschigen Brauen schoben sich unheilver Laufbrücke, Symbol der Landvervundenheit, dem, was ich sage, wie ich auch nur eine Silbe kündend über den dunklen Augen zusammen.(fliegt an Bord: Wir sind in Spanien. sihrer Sprache begreife. Dafür hat man min Doch er sagte nur auffallend ruszg:„Kunfer) Ee ist noch früch am Toge; auch ohne die seinen großartigen spunrschen Sprachkurfus mitmit dem Sattell“— Der Sattell“ wun.) etgsteine verstaubte Uhr am Hafenbahnhof wündelgemacht, um festzustellen, daß im Lunde sch der Engländer:„Blaut, der Thattef shersman es an den verschlasenen Geschtern dersdie Sprache dach imner, Fieger 8###. Nongole wolte etnge, unter dem gte, Wbe Zai=Acheiter bemerken. Sie retzeln sich, diesanders Rlingt als dei ven Leytetn v#einl. Se die Grenge schmuggelur: Doch der Rann auschamkterstische Baakenmütze auf dem Kopfe)mische ich der, andeziblichen..## Ladat schien an olchge, Peredie, vgpypg, Er am Geländer spuchen von Zeit zu. Zeit versgend, neinen Wernu mit eihrem Gurxz. 2e2 aust peden wucte er die Schultern, as woute ersächtlich ine Gasser und wiren wahrcheinichsedeg. Pch.uur freien Versüigung gezenen oenz Pozeheen nich ale ie einen Sez ur mit Alngenden Peseten dv, u. hew=pen., Srshemeiziue Handgeoll“ VPereraer.—— beanten Suiepe. und bod den-Posi Druch, die Hände aus den Taschen zu neymen. sschriungye Buiget. etebes, sene hin Der Engländer trat noger. Ovo; Taag#mätlich winh#— hon Shiff beraumiterlütigen kleinen Enrenmuschern, die zwar vorlagen auf dem Rücken des Tierrs Aumahlich wird es um dur Scy! Harzn strefflich und erfrischend munden, einem indessen bloß. Der Eiter fraß darin, und ein Schauerlebendig Drüben in den Wohnhäwsgion, Oett.sedenmul, wenn anm ste ausbricht, muit unschtdie abgeschundene Haut erzittern, als derlvon oben bis unten mit Gchsem eu. Lon gag harer Sicherheit einen Strahl beißenden Saig halte Bind gegen das mochtg, Fleisch diezsbedeckte Fassaden eimer zu pen E e.g, wechenswassen in die Augen spritzen. Zolbeamter von Hoschmui, Cahib;, wandte ersRlchhannen hervorschamen. Dann küngzlt derskehre, Llettert eben die Rüchirtapell= in den geiige ungestasferte Uassen wündet der ich dandie auf; germr. ue nicht mit ansehen, Weg. Aus Fenstern und Balkonen slattert#n# Eskimofrau. Iyre Avchter ehelichte einen Nord=sliebe die Tiere und kann es nicht mit un zertshenfreudig trochnende länder, und obgleich eins von ihren Kindernswenn)v. Zaftentr geiter, schleppen sollen. Des=Katzen klettern um die Dachfirste. Kutrpse mit dentliche Kenngeichen des Eekinobluts aufoien,)schwveren gune ich den Leuten aus Ladch diespechschanzem Buscheligrl.e u#ustrniche war ein anderes mit seinen blauen Augen, dershalb ve Pfende I, ihnen gesundesren und guchken mit Pusgenwen umprigirch weiten Haut und dem blonden Haur, vonaon=strnten gewde. 95 und vev,„ierze hn Tagespergüigich in die Welt Erelreiteringen, crret Shick ohne dor aurtmaste auf die Ex,=Kmiftige. die vier dort si 2P nyx, b4e 9=), Ppsaufihren Grautieren das auf vem grupmacht bei nuir gewesen und haven sich doc le er sin der Stadt Gekaufte in die heimat os oemehhue Boet gng jender lassen. Der Art, wie diese Tiere su, teugen lassen. lcutischer bnaucht seinen Eich mr in dieer ger. sener Richtung auf das Joch Du leggnn### Ichsen nach der einen oder anderen Seite. ist es, als zöge ein geheimnisvoller## Ochsen nach der einen vogr undoroen Seite. Unter Platanen und breite Promenade am Strande entlang. In den Gärten grünt und blüht es. Mais und reich tragende Feigenbäume strotzen üppig und geschwellt. Während der Sonnenheu. Fenee steigt und die warme Luft schon Mittagshitze vorausahnen täßt, schlägt Dunstkreis des Südens den Fremden in Junge Mädchen schreiten an mir vorüber, zehn, er Sete Secheche ecee ung von„ewpitz gicht seichten S.h, dabinschretunter der gewiß nicht trichten Tchsr bächlitschreiten, wie sie sich in den Hüften wiegen, offen baren sie die ganze vollendete Anmut ihrer Rasse. Mit einemmal wird der Begriff„Sponien“ Erlebnis. In h