8 ####sf SoEuga-##ß-SSS * K“* * SyETE S. 69632 S 92 E 2 A SEES langt— in ihrer Jugend die Bälge entlegener, kleiner Dorfkirchen traten und daher dem Aufruf zur Gründung dieses Bundes gern Folge leisteten. Der Vorsitzende der Pariser Zweigstelle hat sich den tönenden Titel„le Grand Diapason", also etwa„das große Orgelpfeifenmaß", beigelegt. In seiner Festrede bei der Einweihung einer Zweigstelle wies er darauf hin, daß der älteste Ahne der Bälgetreter in vorchristlicher Zeit zu Alexandrien als Erster die Pfeisen durch Blasebälge erklingen ließ, und daß dank seiner Erfindung später Millionen seiner bescheidenen, im vervorgenen arbeitenden Jünger es ermöglichten, die Mit= und Nachwelt durch die Schöpfungen der Froberger, Couperin, Bach, Händel, Becker, Mendelssohn und anderer Meister der Orgel zu erheben. In den Vereinigten Staaten gehören zur neuen Gilde Bankiers, Wissenschaftler, Politiker, kurz Männer aus den verschiedensten Kreisen, nur Ford nicht, denn die Kirche seines Heimatdorfes war.... zu arm, um sich eine Orgel leisten zu können. Als ersten Gesellen der französischen Zweigstelle nahm das„Große Orgelpfeifenmaß" den amerikanischen Gesandten in Paris, Myron T. Herrick, auf, indem er ihm den Gesellenbrief feierlich überreichte. —1•.— Der Sirocco Ein„Muskelmotorboot“ hat sich ein Engländer gebaut und beabsichtigt nunmehr, mit diesem eine Reise über den Atlantischen Ozean nach Amerika zu machen. Das Fahrzeug ist nur zwölf Fuß lang und ist so eingerichtet, daß es zwei Personen aufnehmen kann. Die Fortbewegung geschieht durch ein Tretwerk, ähnlich wie beim Fahrrad, durch welches eine Schraube in Umdrehung versetzt wird. Als„Hilfsmotor“ sollen die Arme der zweiköpfigen Besatzung dienen; denn es ist eine Einrichtung vorgesehen, die es ermöglicht, die Schraube auch durch eine Kurbel zu drehen. Für den Fall, daß diese beiden Kräfte erschöpft sind, soll der Wind ausgenützt werden, indem die Schraube dann durch eine Art Windmühle bewegt wird. Der Erbauer dieses wunderbaren Verkehrsmittels glaubt, die Ueberfahrt in vierzig Tagen machen zu können. Wer weiß, was ein Siroccotag ist? Aber das weiß niemand, der es nicht erlebt hat. Man erwacht morgens ohne Stärkungsgefühl, und bei dem ersten Atemzuge fühlt man des Feindes Nähe. Ein Blick aus dem Fenster zeigt den Horizont auf dem fernen Meere mit dicken weißgrauen Nebeln eingehüllt. Mit jeder Togesstunde steigt der bleierne Druck der Hitze, die unerträgliche Schwere der Luft. Unbehagen und Mattigkeit nehmen überhand. Einzelne Landleute schleichen nach einigen Versuchen, im Freien zu arbeiten, todmüde nach Hause. Man sitzt einsilbig bis zum Mittag. Beim Essen fehlt der Appetit. Nicht einmal so viel Kraft und Lust ist vorhanden, um in einem Buche zu blättern. Legt man sich zur Mittagsruhe, so echebt man sich von ihr noch erhitzter. Kein Blatt rührt sich im Walde. Der schwirrende Ton der Zikade klingt hell und trocken durch die Büsche. Es ist die hörbar gewordene Stroccohitze. Man fühlt den Schweiß auf der Haut perlen. Da plötzlich streift uns ein Luftzug, aber so kühl und feucht, daß man erschreckt den Mantel um den Leib zusammenzieht. Die augenblickliche Erfrischung des Bades läßt die Hitze nachher noch um so schwerer empfinden. An einem solchen Tage hatten wir eine prachtvolle Erscheinung. Der Sonnenball hing blutrot in den Siroccowolken, die sich über die Campagne und über Rom wie ein sturmdurchwühltes, von einem Schiffsbrande erleuchtetes Meer durcheinanderwälzten. Der Eindruck war furchtbar, und das Schauspiel hatte etwas, als könne jeden Augenblick ein Erdbeben den alten., vulkanischen Grund erschüttern. Den, Sirocco kennt man nur in Italien. Im nördlchen Europa hat man vielleicht an den heißesten Tagen eine ähnliche Erscheinung, aber mit dem italienischen Sirocco lassen sich die heißen, schwülen, drückenden Tage in der nördlicheren Gegend Europas nicht vergleichen. der zweihundert Jahre mehrsach durchbrochen wurde, indem die Anzahl der Mitglieder zuweilen bis auf dreißig gestiegen ist. Ein„Ruskelmotorboot“ für Ozeanfahrten. folgios geblieben. Nach dem Kriepe trat jebrch eine glückliche Wendung ein, die sich wie folgt ereignet haben soll: Während des Krieges war eine kranke ägyptische Prinzessin nach Boscombe gekommen. Nach ihrer Abreise hörte man dort lange Zeit nichts von ihr, bis eines Tages eine; ihrer Diener erschien und um die Erlanbnis bat, einige Schmucksachen in das Meer zu werfen, weil die Prinzessin davon ihre Genesung erhoffte. Das wurde mit großem Bedauern genehmigt, da die Schmucksachen alt und sehr wertvoll waren. Man hat nie erfahren, ob die Prinzessin genesen war, aber von diesem Tage ab hat das Geschick von Boscombe eine glückliche Wendung genommen. Ein zweihundertjähriger Klub. Seit zweihundert Jahre versammeln sich mit unfehlbarer Sicherheit an einem Tage der Woche, der möglichst nahe an Vollmond liegt, die Mitglieder des Faversham Farmers Klub in Kent; die bei diesen Zusammenkünften beobachteten Formen sind eigenartig genug, um kurz geschildert zu werden.— Der Klub soll satzungsgemäß nicht mehr als zwölf Mitglieder zählen, deren jedes die übrigen einmal im Laufe des Jahres in seinem Hause zu Tisch bitten muß. Noch heute werden die alten, auf Pergament geschriebenen Statuten sorgfältig in einem silbernen Behälter ausbewahrt. Die wichtigsten Bestimmungen lauten: 1. Es darf nur ein einziger Gang gereicht werden, der punkt zwei Uhr auf dem Tisch stehen muß.(Man hat hierdurch vermutlich verhindern wollen, daß die Mitglieder durch allzugroßen Aufwand einander zu übertreffen suchten.) 2. Jeder darf soviel trinken wie ihm beliebt. Deswegen schenkt sich jeder selbst ein, und wartet nicht, bis ihn ein Nachbar bedient, wie es sonst vielfach in England Sitte ist.— Artikel 6 bestimmt, daß der Gewinn aus allen Wetten und Kartenspielen zum Besten des Klubs verwandt werden muß. Die Regeln werden noch heute getreulich befolgt, mit Ausnahme der Bestimmung über die chränkung der Mitgliederzahl, die im Lause Die älteste deutsche Universität. In diesem Jahre, da mehrere deutsche Universitäten ihr mehrhundertjähriges Bestehen feiern, ist vielleicht der Anlaß gegeben, der ältesten deutschen Universität, Prag, zu gedenken, die bereits im Jahre 1347 von Kaiser Karl 4. gegründet worden ist. Die besondere Bedeutung dieser deutschen Universität liegt darin, daß sie von Anbeginn ihres Bestehens ein Vorposten des Deutschtums war. Einem weiteren deutschen Leserkreise werden die oft erbitterten Kämpfe zwischen den(deutschen) Prager Studenten und dem von tschechischen Nationalisten aufgehetzten Pöbel aus Karl Hans Strobl's Romanen bekannt sein. Jeder deutsche Student singt Eichendorffs Lied:„Nach Süden nun sich lenken.“ Die älteste deutsche Universität hat heute mehr denn je ein Recht darauf, daß wir ihrer nicht nur alle hundert Jahre seinmal gedenien. Unterirdische Kathedralen. In der Nähe von Rom, bei Pastena, hat man neuerdings Grotten von unvergleichlicher Schönheit aufgefunden, die den berühmten Postumia-Grotten bei Triest in nichts nachstehen sollen. Wenn man die Grotten, die jetzt alle einen Namen bekommen haben, durchwandert, glaubt man von einem gotischen Dom in den anderen zu schreiten. Mannigfaltig sind ihre Eigenarten. So findet man z. B. in der Vallechi-Grotte riesige Stalaktiten(Tropfsteine), die beim Anschlagen mit Stahl einen musikalischen Ton erzeugen, in der„Wunderhalle“ sieht man Tropfsteingebilde in Form von Menschen= und Papageienköpfen, während am Eingang mehrere Stalaktiten im Laufe der Jahrhunderte zu der Gestalt eines wachthabenden Soldaten zusammengewachsen sind. Den schönsten Anblick gewährt jedoch die sogenannie „Adiergrotte“, wo die Tropfsteine einen Riesenadler bilden, der mit seinen ausgebreiteten Schwingen die Höhle von einem Ende bis zum andern überspannt Ein leeres Königsgrab. Nach einem Bericht Dr. Reisners, des Leiters der archäologischen Expedition der Harvard=Universität, die gegenwärtig bei den Pyramiden von Gizeh Ausgrabungen veranstaltet, wurde kürzlich die Nische in der Westwand des Grabes der Königin Hetephenes, der Mutter des Königs Cheops, geöffnet. Hinter dem Mauerwerk fand man eine roh in den Fels gehauene Höhle, die 2.75 Meter lang, 78 em hoch und etwa 2 Meter tief ist. In der Südwestecke dieser Höhle steht ein großer, mit einem Deckel versehener Sarkophag, in desser Innerem vier rechteckige Abteilungen herausgearbeitet sind. In jeder derselben fanden sich Reste menschlicher Gewebeteile. In zwei Aoteilungen sind die Reste mit einer hellen, gelblichen Flüssigkeit etwa 5 cm hoch bedeckt— Das Ergebnis der jetzt beendeten Untersuchung des Grabes ist, daß die Mumie der Königin niemals hier beigesetzt war. Dr. Reisners nimmt an, daß Diebe in das Grab zu Darschur, wo Hetephenes zuerst bestattet wurde. eingedrungen sind und bei der Durchsuchung der Leiche nach Schmucksachen, die sie unter den Bandagen vermuteten, die Mumie zerstört haben. Wahrscheinlich ist der wahre Sachverhalt vor König Cheops geheim gehalten, und es wurde die Wiederbeisetzung nur zum Scheine vorgenommen, ohne daß Cheops ahnte, daß der Sarkophag seiner Mutter leer war. Der Talismann des Hafens von Boscombe. In Newyork hat man die— bei näherer Ueberlegung nicht so erstaunliche— Entdeckung gemacht, daß die Bewohner der oberen Stockwerke der Wolkenkratzer täglich eine Stunde länger Sonnenlicht haben als die zu ebener Erde Lebenden. Wenn die Sonne hinter den hohen Hügeln des rechten Hudson=Ufers verschwindet, erscheint ein scharf abgegrenzter Schatten auf den nach Westen gelegenen Fassaden der Häuser, der um etwa 15 Zentimeter in der Sekunde steigt. Bei einem Gebäude wie dem Woolworth=Building mit seinen 238 Metern Hohe braucht der Schatten also etwa 28 Minuten. um das oberste Stockwerk zu erreichen, so daß, wenn unten in der Straße die Sonne längst untergegangen ist, oben noch für nahezu eine halbe Stunde heller Sonnenschein herrscht. In Boscombe wurde kürzlich der neue Hafendamm eingeweiht. Vor dem Kriege waren sämtliche Bemühungen um diesen Hasen erEin Vorteil der Wolkenkratzer. Folterung im Dienste der Prohibition. Die Auswüchse der Prohibition, der amerikanischen Alkoholsperre, die sich bemüht, ein 120 Millionenvolk gegen seinen Willen trocken zu legen, sind so oft behandelt worden, daß es kaum verlohnte, noch darüber zu sprechen, wenn nicht von Zeit zu Zeit ein neues Ereignis zeigte, welche verheerende Wirkungen dies Gesetz auf die Sittlichkeit der Vereinigten Staaten ausübt. Ein solcher besonders krasser Fall trug sich jüngst in Newyork zu, wo der Prohibitionsbeamte A. Heise vor Gericht erschien unter der Anklage, bei einem Verhafteten den „dritten Grad“ der Folter angewendet zu haben, um von ihm ein Geständnis zu erpressen. Der Gefolterte, Albert Briggs, war verdächtigt worden, bestechliche Prohibitionsbeamte zu kennen, und wollte oder konnte deren Namen nicht angeben. Darauf ließ der Newyorker Beamte ihn an Händen und Füßen fesseln, schlagen und mit Füßen treten. Als das noch nicht wirkte, ließ er Briggs ein Seil fest um die Stirne binden und drohte, den Knebel so lange anzuziehen, bis Briggs gestehen würde. Der dieser Folter beschuldigte Beamte war geständig und bezeichnete die von ihm angewandte peinliche Befragung als ein bekanntes chinesisches Zeugniszwangsverfahren. Auf die erstaunte Frage des Richters, ob ihm das Verbrecherische seiner Handlungsweise nicht klar gewesen sei, hüllte er sich in Schweigen. Der Menschenschinder wurde in Haft genommen und das gerichtliche Verfahren wegen Körperverletzung gegen ihn eingeleitet. Ein gefräßiger Pelikan. Einem Londoner machte es seit langer Zeit Freude, den in einem öffentlichen Park lebenden Pelikanen bei ihrem Mahl zuzuschauen. Diese Vögel sind dort die Lieblinge der Spaziergänger und werden von ihnen mit Brotkrumen gesüttert. Wie das so üblich ist, haben andere Vögel diese öffentliche Speisung ausfindig gemacht und stellen sich regelmäßig zu jenen Mahlzeiten ein.. Lange Zeit teilten die Pelikane ihr Mahl friedlich mit Tauben, Spatzen und anderen Gästen. Eines Tages war der betreffende Beobachter Zeuge davon, wie ein besonders zudringlicher Spatz, der einem der Pelikane durch die Frechheit, mit der er die besten Krumen stets für sich in Anspruch nahm, lange Zeit geärgert hatte, von diesem kurzerhand bei lebendigem Leibe geschnappt und verschluckt wurde. Ein paar Monate später erlebte derselbe Zeuge, daß einem Pelikan der Versuch, eine Taube auf gleiche Weise zu bestrafen, schlecht bekommen war; denn eine Flügelspitze schaute noch aus seinem Schnabel heraus. Der Pelikan war offensichtlich bestrebt, seine Beute wieder von sich zu geben, was ihm sendlich nach langem Würgen gelang. Sonderbarerweise hatte die Taube bei der Prozedur gar nicht gelitten, sondern flog, nachdem sie der Gefahr, lebendig begraben zu werden, entronnen war, sofort auf einen nahen Baum. Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung Nr. 29 20. Juli 1 Moll und Dur in deutscher Berglandschaft. Von Walter Pfeifer=Stuttgart. „Es ist ein unbeschreiblich süßes Gefühl, wenn man stundenlang zwischen hohen Bergen eingeengtgewesen ist mit einem Male in die stille und sanfte Natur entrückt zu sein.“ Il es möglich, daß dieser Satz von Ernst Morchz Arndt stammt? Hätte ihn ein Aesthet wie Joh. Joachim Winckelmann geschrieben, der auf der Reise über die Alpen„welch' entsetzlicher Anblick!" stöhnte und die Vorhänge seines Wagens zuzog, es nähme uns nicht wunder. Aber daß der Dichter, der Feuerkränze unter sein Volk warf, auf daß es aufflamme wider den korsischen Zwingherrn, sich aus der kraftvollen Alpennatur ins Flachland hinaussehnte, will uns nicht in den Sinn. Doch wie viele der heutigen Flach= und Hügellandbewohner, die im Sommer begeisterte Bergsteiger sind, wären als Zeitgenossen Arndts über das damals noch in weiten Kreisen herrschende, tausendjährige Vorurteil gegen die Alpen erhaben gewesen? Hätten sich nicht die allermeisten auch fremd gefühlt und in die Lieblichkeit der Hügellandschaft zurück gesehnt? Im Thüringer und im Schwarzwald, im Spessart und im Taunus und wie die liederund sagenumwobenen deutschen Waldgebirge alle heißen, meerweites Wogen und Wiegen, Schweifen und Schwingen, Schwellen und Verklingen in immergleichen, unaussprechlich feierlichen Rhythmen, ein wundervolles Andante sostenuto in Linien, an trüben Tagen sehnsüchtig klagend, an hellen himmlisch hold, daß die blaue Seligkeit der wolkenlosen Höhe über uns kommt und das aufgelockerte Herz das Glück der schuldlosen Natur erlebt, das heimliche des Wiesentales, das kindliche der Blumen, das stolze der Wälder... Wie anders das Hochgebirge! Was ist die Seele dieser Landschaft, die wie eine himmelhoch aufspritzende, plötzlich versteinerte Sturmflutbrandung dasteht? Wollten die Massen der Tiefe hier nicht mehr Massen bleiben? Haben sie sich im Drange zur Persönlichkeit voneinander gerissen oder sind sie, sich aufbäumend gegen ihr Los, zu unterst in Druck und Finsternis liegen zu müssen, jäh in die Höhe gefahren? Hier schießt es aus dem Felsenschoß der Erde explosionsartig als klotziger Turm empor, dort zuckt es als schlankes Horn, als zersplitterter Grat auf, daneben schwere massige Bergleiber, die dumpfer Groll gehoben zu haben scheint. Waldfetzen und Matten hängen von den Felsen so steil herab, als wären sie bei dem erderschütternden Ruck mit hinaufgeschleudert worden. Abgründe gähnen, Wildwasser brüllen.— Im Trotz geworden, ragen die Berge seit Jahrhunderttausenden in die Sternenlufte. Aber weder Sternenlüfte und Sonnenschein, noch des Lebens lockende Pracht zu ihren Füßen und der Stürme und Fröste Schrecken rühren die Starren. Was wunder, daß das Bild der Empörung den unterwürfigen Menschen früherer Zeiten eine tiefe Scheu einflößte, von der selbst ein Ernst Moritz Arndt nicht frei war! Erst der heutige Mensch hat den Blick bewundernd zu dem wirren=, blitzlinigen Gezack, zu den silberweißen Feengipfeln gehoben, hat in den Alpen ein gewaltiges Sinnbild seines Ideals männlicher die Siegfried und Hagen, Dietrich und Rudiger, hier stehen sie in Stein und Eis. Mit dem Tropfen uralten Heldenblutes, der in deinen im Frühling die Kärrner, um Ladungen geräucherter Heringe zu holen. Doch der Reichtum schwand bei dem RaubAdern rollt, fühlst du dich zu ihnen hingezogen.]bau, und die Bevölkerung wandte sich der SeeMag die getragene Weise der Waldgebirge uns jahrt zu. Schnell vergrößerte sich mit dem mit der Demut Tau erquicken, die hellen Fan=wachsenden Wohlstande die Zahl der farenstöße des Hochgebirges zünden, daß wir Fahrzeuge, der Briggs, Barken und Vollschiffe, uns jauchzend aus Engen und Banden hoch= und in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrreißen. Und doch können auch die Söhne desshunderts, der Blütezeit der Segelschiffahrt, maschinenmächtigen zwanzigsten Jahrhunderts zählte das Fischland über 200 Fahrzeuge, die, noch das alte Grauen vor den Alpen erleben. von tüchtigen einheimischen Kapitänen geführt, Von einem Drei= oder Viertausender in das die Ost= und Nordsee, das Mittelmeer und die Reich des weißen Schweigens hinausgehoben, Ozeane befuhren. Während des Krimkrieges einsam inmitten der welterhabenen Firngipfel, floß ein wahrer Goldstrom nach dem Fischlande, tags über sich den stählernen Himmel, nachtssdenn die Schiffe warsen 20 Prozent Dividende das kalte Sterngefunkel, sieht sich der Menschsund darüber ab. dem All ganz unmittelbar gegenüber. Und er Aber wo ist das Kapital geoueben? Zerstoschauert zusammen vor dem Ungeheuren, eisigben, verflogen wie die Spreu im Winde. Die Gefühllosen; aller Stolz auf Erfolge, Reich=Segelschiffahrt wurde vom Dampf verdrängt, tümer, Ehren, alles Denken an das kleine die hölzernen Fahrzeuge mußten spottbillig nuch Leben in den Termitenbauten im Flachland dem Auslande— Schweden und Finnland— draußen, wo sie ewig ein= und denselben Stein verkauft werden, und den Rest, den Gnadenhin= und herwälzen, schwindet dahin. Nacktsstoß gab die Inslation den alten Kapitänen und und arm steht das Menschenkind vor der Rentnern, großen Sphinx. Die Stunden kommen und Seeleute waren sie und sind sie geblieben, gehen, aber keine, auch nicht die rosige Frühe sund die staatliche Seefahrtschule im Orte sorgt und der blendende Mittag, kann das Gefühlsimmer für neuen Nachwuchs. Aus Segelschiffsder Verlassenheit bannen. Wohl dem, dem dergazitänen sind sie eben Dampserkapitäne geGlaube an eine gütige Allmacht den Glauben worden, und wenn sie heute auch nicht mehr an Sinn und Wert des Weltgeschehens, an Auf=sihre eigenen Fahrzeuge führen, so werden sie lösung der Dissonanzen zu ewiger Harmonie doch als tüchtige Navigateure gern von den ggroßen Hambunger, Premer, Lübecher, Zo—12— sstocker und Stettiner Reedereien angestellt. Deswegen sieht man wenig junge Leute auf dem mecklenburgische Fischland dennst idn der Fichends Hoit du den Fümssch wieder beit. gesehen, der anläßlich des vorjährigen Besuches] Und auch die daheim im pe#gn unserer sächsischen Freunde ausgenommensher; sie haben früh erkannt, daß Wustrow sich wurde? Wenn ja— dann wirst du entzücktsvorzüglich zum Badeorte eignet, denn es hat sein von den Naturreizen, die das kleine, meer=leinen freien Strand, frische, stanbfreie, falzige umrauschte Land bietet. Luft und kräftigen Wellenschlag, weil vorwieEinst hieß es Swante=Wustrow, die heiligesgend Westwind weht und die See auf die Küste Insel. In grauer Vorzeit ragte es als Halb= steht. insel weit hinaus in die„wilde Sehe". Steil] Während der füdliche Teil des Fischlandes und lehmig waren die Ufer, und das Meerfflache Dünenbildungen zeigt, erhebt sich nördnagte mit unersättlicher Begier an den Küsten.slichen Teile ein hohes, zerklüftetes Lehmufer, Ein wasserreicher Fluß brach von Süden hersdas zwar durch Buhnen geschützt ist, aber von durch die Urwälder und warf sich mit Unge=Jahr zu Jahr immer mehr abbröckelt. Ein stüm gegen die Halbinsel. Mit zäher Ausdauer Welt= und Modebad will Wustrow nicht sein, es fraß er allmählich die Landzunge durch. End= ist aber ein vorzüglicher Aufenthalt für Leute, lich hatte er sie vom Festlande losgerissen und die Ruhe und Behaglichkeit suchen, für Naturwälzte nun seine Fluten durch die entstandeneschwärmer und Rekonvaleszenten. Gar anLeffnung— die Swante=Wustrow war fertig mutig liegt das Dorf mit seinen 1200 EinwohUnd nun arbeiteten Fluß und Meer brüderlichinern zwischen Bodden und Meer, von schattian der Zerstörung des Eilandes. Aber in ihremsgen Alleen durchzogen, pangend im Schmucke blinden Eifer setzten sie die abgenagten Stoffelseiner sauberen Gärten. Nordwärts bietet ein süd= und nordwärts an die Insel, verbanden Tannenwald Gelegenheit, Harzdust zu atmen sie so mit dem Festlande und schoben einen lan= und einen Blick über den weiten Saaler Bodgen Nehrungswall(Darß und Zingst) vor Pom=den, über die vommersche Küste und über die merns Küste.[Wälder des Darßes zu senden; südwärts ladet Das Land wurde frühe besiedelt, denn auslein schatriger Part mit Tennisplatz zur Ruhe germanischer Steinzeit finden wir zahlreiche und zum Spiel ein. Von der Galerie des KirchGeräte; aber den Namen Swante=Wustrow ha=sturmes schweift das Auge weit über Land und den ihm erst die Wenden gegeben, die sich hier Meer. Man sieht abends die Leuchtfeuer von nach der Völkerwanderung ansiedelten und auf Gjedser, Darßerort, Warnemünde und Bastorf, der Insel ein Heiligtum ihres Gottes Swante= erblickt den Rostocker Petriturm und die Barwit errichteten. Den künstlich geschüttetensther Kirche. Ein reizendes, unvergleichliches Burewall worauf der Toufe einst stand hann Bildt Verantwortich: H. Semmelmann, Altena Druck und Verlag: P. A. Santz. Altena. einem Leben in Krchr und Freiheit, geschen. Und einmal empfänglich geworden für die Herrlichkeit der Berge, hat kein Volk mehr nach ihr verlangt als das deutsche. O gäre, taue, lodere auf, deutsches Herz, vor diesem gewaltigen Götter= und Heldenlied in Stein! Die selsenherzigen Rechen deines Nibelungenliedes, gewaltiges Sinnbild, seines Theals männlicher.„Lit, dem Rückstuten...2: Hamn vorle Seeenhatung, oes Kuchnen Eichdurchsetzens zusuautes zug der ursprüngliche Name veroren, einom Lahen in Kraft und Froiheit gesehen. ses büraerte sich die Benennung Fischland ein, Burgwalt, wbuluf der Teuset engt sumb, nung Bild! 8 man noch heute sehen; es ist der Kirchenhügel.] Will man wandern, so laven im Süden die Mit dem Rückfluten des germanischen Ele=benachbarten Seebäder Gral und Müritz ein, der urlnmingliche Name norloren: im Noroen die Maierkotonie Ahrenshoop, die — Egr##e sich die Benennung Fischland ein weiten Darßer Wäder, Prerow und Zingst. und der Hauptort des Landes behielt den Na=Zieht man es vor, auf dem Wasser herumzumen Wustrow. Und ein Fischland war es imsschwärmen, bietet sich Gelegenheit zum Segeln eigensten Sinne des Wortes. Von dem Reich= und Rudern. Liegt man aber lieber träumend tum der Gewässer— der Ostsee und des Bod= und dösend im warmen Dünensand zwischen dens— kann man sich keine Vorstellung ma=ldem lispelnden Strandhafer, so kann man er Von Mittel= und Süddeutschland hamenlguch haben; bein Meusch stört, und uag man — STaGOEE FrSAPs 93 3 * 2 3 9— 3S 81 * 0 —5 5 S• 5 5 6 2 SSRSNSSS 33888888 59— S LOÖE * 8•5 8880 KUng S. 5—83 8 5 gerne lesen, so neserk die Gemeindebibhothek trefflichen Unterhaltungsstoff. Abends kann man sich im geselligen Kreise bei Vorträgen und Musik ergötzen. Und ist das Meerwasser zu kalt, so kann man auch im Warmbade das Vergnügen eines Seebades genießen. Kurzum, es ist für die Fremden gut gesorgt, und deswegen kommen die alten Freunde auch gerne wieder hierher. Manche weilen bis tief in den Herbst hinein, denn die Septembertage sind meist einzig schön. Aber dann entfleuch, Fremdling, denn der Winter ist rauh, und auch im Frühling bläst Boreas recht kalt über das „Kindlein in der Meereswiege" dahin. Allein das macht nichts; die Eingeborenen sind es gewöhnt. Noch prangt das eigenartige Ländchen in seinen Naturreizen— wer weiß aber wie lange! Denn es hat auch viele Generationen beherbergt, einst wird es sicher in den Meeresfluten, die es aufgebaut haben, verschwinden. Fast zu spät hat die große Welt es entdeckt; erst in der Gegenwart bemüht man sich, Swante=Wustrow durch Chaussee und Eisenbahn an das allgemeine Verkehrsnetz anzuschließen. Gekreuzte Beine Aber= Gute BeineNach einem alten, weitverbreiteten glauben eine zauberkräftige Haltung. und schlimme angebliche Folgen des Kreuzens. Einer der wichtigsten seelischen Faktoren ist für große Volksschichten noch immer der Aberglaube; er läßt der Phantasie, die durch das moderne, nüchterne Leben oft genug gefesselt ist, freien Spielraum. Am tiefsten eingewurzelt ist der Aberglaube auf dem Land, womit übrigens nicht gesagt sein soll, daß die Städter frei von Aberglauben würen. Eine der absonderlichsten Blüten, die der Aberglaube getrieben hat, sind seine Beziehungen zur gegekreuzten Stellung der Beine. Grimm faßt das Uebereinanderschlagen der Beine, das ja im beschaulichen Orient eine der häufigsten und beliebtesten Stellungen ist, als Zeichen der inneren Ruhe und Nachdenklichkeit auf. Diese Haltung wurde, wie Prof. Bächtold=Stäubli (Basel), dessen im Schweizer Archiv für Volkskunde niedergelegten umfassenden historischen Studien über dieses Thema wir die angeführten Tatsachen verdanken, erwähnt, im Mittelalter den deutschen Richtern sogar ausdrücklich empfohlen. Das„Soester recht" verlangt:„es soll der richter auf seinem richterstuhl sitzen als ein grisgrimender löwe, den rechten fuß über den Enken schlagen“. In mittelalterlichen Gedichten findet man wiederholt diese Stellung bei Helden beschrieben, die über eine wichtige Angelegenheit nachdenken; bekannt ist die Seibstschilderung Walthers von der Vogelweide, in der diese Pose ausdrücklich erwähnt ist. In Kärnten wurde zur Zeit des Mittelalters der Herzog bei seinem Regierungsantritt vom Vertreter des Volkes, dem„Herzogbauer“ empfangen. Diesem schrieb die Sitte vor, bei dieser Gelegenheit auf dem„Fürstenstein“ mit übereinandergeschlagenen Beinen zu sitzen. Manche sind übrigens der Meinung, daß hiermit nicht nur Nachdenklichkeit zur Schau getragen, sondern daß durch diese bequeme Haltung auch die Soueränität des Volkes symbolisch zum Ausdruck gebracht werden sollte. Aber nicht nur als Symbol der Nachdenklichkeit und Beschaulichkeit galt das Kreuzen der Beine, sondern man schrieb ihm auch eine magische Wirkung zu, ähnlich wie anderen Gesten(z. B. dem dreimaligen Klopfen auf den Tisch, verbunden mit dem Wort ,unberufen“, dem Halten der Daumen" usw.). In Mecklenburg glauben manche, daß man beim Essen die Beine nicht übereinanderschlagen dürfe, sonst bekäme man— Leibschmerzen. Man fürchtete aber auch, das Gespräch bei Tisch könnte stocken, oder es könne gar zu Streit zwischen den Gästen kommen. In der Oberpfalz und in Tirol glaubt man es ebenfalls, und ebenso, wie wir sagen:„Es gehl ein Engel durchs Zimmer!", wenn der Gesellschaft der Gesprachssaden ausgegangen ist, so sagt man dort:„Da hat wohl jemand die Beine übereinandergeschlagen". In der Mark gibt es eine Sage, nach der es möglich ist, reich zu werden, indem sich Zwei mit gekreuzten Beinen einem Drachen gegenüberstellen, der durch die Luft fliegt und Geld oder Getreide trage. Man könne sogar an der Farbe des Drachens erkennen, ob der Schatz, den er in seinen Krallen halte, Geld oder Getreide sei. Im ersten Fall habe der Drache eine rote, im zweiten eine blaue Farbe. Er müsse dann den Beiden mit den gekreuzten Beinen etwas von dem Schatz abaeben. Die Beschwörer dürfen aber kein Wort dabei lprechen und müssen sofort, wenn sie dem Draschen den Schatz abgelistet haben, machen, daß sie weiterkommen, sonst gehe es ihnen schlecht. Aber auch als Schutz gegen das„Alpdrücken“ gilt das Kreuzen von Armen und Beinen vor dem Schlafengehen. Um keinen Schaden durch die„Wilde Jagd" davonzutragen, muß man sich mit dem Gesicht auf die Erde werfen und Hände sowie Beine kreuzen. Bei den badischen Bauern war es früher üblich, beim Trinken die Beine zu kreuzen, damit ihnen die„Hexer!“ nicht schaden könnten. Durch diese Stellung kann man aber auch Hexen erkennen und unschädlich machen. Hat eine solche das Vieh verhext, so fängt sie, wenn man diese Haltung einnimmt, an zu zittern und ergreift schleunigst die Flucht. In den Abruzzen gilt diese Stellung noch heute als Mittel gegen den noch immer weit und breit gefürchteten„bösen Blick“, und auch in Portugal wird sie zusammen mit einem Zauberspruch gegen die Hexen angewendet. In Pamproux(Deux=Seores) sind die Bauern überzeugt, daß sie Glück im Spiel haben, wenn sie hierbei die Beine kreuzen. In Aigle (Schweiz) gibt es eine wunderschöne Zauberformel:„Manant, manatant, mananti d'or“. Dazu schlägt man das linke Bein über das rechte(ja nicht umgekehrt!) und dann muß man Glück haben. Was für eine wichtige Rolle im Aberglauben das Beinekreuzen beim„Hexen" spielte, beweist die Aussage eines Schweizers, der im Jahre 1603 wegen Zauberei angeklagt wurde. Er gab an, der Teufel habe von ihm verlangt, daß er die Füße über den Stuhl, auf dem der Teufel angeblich saß, und auf dessen Schoße er sich setzen sollte, kreuze. Dieser Aberglaube war schon bei den Römern bekannt, denn, wie Plinius berichtete, war diese Haltung in den Versammlungen von Staatsmännern und Feldherren verboten. Man fürchtete, daß hierdurch„jede Handlung vereitelt würde". Aber auch die Geburt wird nach seiner Meinung durch das Beinekreuzen erschwert ebenso die Wirkung einer Arznei. Noch jetzt glauben es manche Bauern in einzelnen Gegenden Niederbayerns. Dort drücken Männer, deren Frauen eine schwere Geburt durchmachen, die Knie während der Geburt aneinander, weil dieser Vorgang dadurch angeblich erleichtert wird. In Unterfranken setzen sich manche Bäuerinnen knapp vor der Geburt dem Manne so lange auf den Schoß, bis die Geburt beginnt. Damit der Mann ja nicht die Beine kreuzt, bindet man ihm manchmal sogar die Knie zusammen. Auch die Eingeborenen von Celebes glauben, daß diese Haltung die Geburt erschwere und verbieten sie in solchen Fällen den Männern. Diese Beinhaltung soll aber auch beim Sterben eine gewisse Rolle spielen. Der deutsche Kaiser Maximilian soll vor dem Tode absichtlich die Beine gekreuzt haben. In Sizilien, wo der Aberglaube seit jeher eine große Macht besitzt, ist man überzeugt, daß die Seelen von Toten, deren Beine man zusammenbindet, nicht zur ewigen Ruhe gelangen können. Ueber den eigentlichen Grund, weshalb man dieser Körperhaltung so großes Gewicht beimaß, konnte auch Dr. B. trotz genauester Forschungen nur Vermutungen äußern. Wahrscheinlich galt das Kreuzen der Beine als Symbol der Bindung, und man wollte und will damit schädliche Handlungen anderer abwehren. Vielleicht wird es noch gelingen, Geschichtsquellen zu finden, welche über dieses psychologisch interessante Thema sicheren Aufschluß geben. Dr. Karl Ander. sklettern. Jetzt dringen fremdartige Worte an das Ohr: es sind die scherzenden Worte der arabischen Heizer, von denen die rastenden an Bord des Zwischendecks liegen und Haschisch oder Tabak rauchen. Wir haben zwanzig solcher malerischen, blitzäugigen Gesellen an Bord. die abwechselnd die Feuerung bedienen. Bei Tage ist es ein Vergnügen. sie in der Sonne liegen und sie ihre braunen Glieder strecken zu sehen. Und dann kommt die Nacht, und man schlummert wie in einer leise schaukelnden Wiege. Und der Tag bricht an. ein Steward bläst ein Morgenlied, man tritt frisch hinaus in die Sonne und sieht nichts als blauen Himmel und grünliches Meer. Man nimmt das Frühstück ein; köstliches Obst, zu Stilleben geordnet, schmückt die Tische. Man besucht den Drucker in seiner kleinen Druckerei; er setzt gerade die Speisekarte für das zweite Frühstuck. Der Arzt zeigt uns sein kleines Operationszimmer, die kleine Apotheke, das kleine Lazarett. Man verplaudert eine Weile in dem eleganten, mit Marmor verkleideten Rauchsalon und blättert in dem Katalog der umfangreichen Schiffs—5— Meerfahrt Von Hans Bethge. Ich treibe auf einem weißen Schiff über den Ozean. Es ist Abend. O du heimliches, geliebtes, gedankenvolles Wandern auf abendlichen Schiffen! Man schlägt den Mantel um sich und schreitet einsam auf und ab. Man lehnt träumerisch an die Reeling und sieht zu den Sternen auf, man lugt in die Ferne und zählt die bunten, gleitenden Lichter: da ist ein grünes und da ein rotes. an klettert vorn auf den Bug, über Taue fort, und lauscht auf das große, gleichmäßige Rauschen des aufgerissenen Wassers. Man sieht das Licht oben am Mastbaum schwanken und fühlt, daß man weit draußen schwimmt, anvertraut einer unsichtbaren, sorgsam leitenden Hand. einem immer hinausspähenden Augenpaar. Jetzt ein feiner Pfiff. der einem Matrosen gilt. Jetzt ein Lachen oben in den Rahen, man sieht hinauf, und das Auge erkennt ein paar dunkle Leiber, die dort schwankend herumbibliothek. Man macht einen Besuch in der geräumigen Küche und nebenan in dem Fleischzubereitungsraum. Das Fleisch ruht auf Eis in tiefgelegenen Kühlräumen und wird aus diesen mit Flaschenzügen emporgefördert. Auch das frische Gemüse wird auf Eis konserviert. Ueberall erfreut der ruhige Komfort und das Zweckmäßige der Einrichtungen. Nichts ist überflüssig, und nichts wird entbehrt,„Ln Schiff ist mit einem vielverzweigten Telephoanetz versehen und hat Dampfheizung in allen bewohnbaren Räumen. Man legt sich in einen Korbstuhl und studiert den Himmel und seine Wolkengebilde nirgends kommt man so zum Bewußtsein des Himmels wie auf dem Meer. Wolke auf Wolke sieht man ziehen, sich ballen, jagen, verwischen, lösen und zerflattern. Der Himmel wird wie ein lieber Freund,— man versteht es kaum, wie man es so lange ohne ihn in den engen Straßen der Städte ertragen hat. Aber am schönsten wird er, wenn die Sonne sinkt, wenn die Wolken ihre goldenen Ränder bekommen und wie Inseln über dem Meere erscheinen oder wie duftige, zauberhaft dahintreibende Flocken. Jetzt kommt die Sonne dem Horizont ganz nahe. Sie taucht durch eine feine, fast farblose Strichwolke. Die Farbe des Himmelz orange. Auch auf dem Meer schwebl bieser Ton. Orange auf dunkelgrün— wunderbar. Jetzt ist die Sonne eine riesige, ziegelrote Scheibe, still, Frieden verleihend. Sotzt taucht der untere Saum in die See. Die Sonne scheint sich nach unten zu verlängern; sie sieht aus wie ein Ei. Kurz vor mir in dem roten Schein fliegt eine Möwe durch die Luft, die uns auf dem Schiff begleitet hat. Zuweilen macht sie kurz halt, flattert einen Augenblick unruhig hin und her und stürzt sich dann schnell in die Flut, mit dem Kopf voran. Irgend ein kleines Seegetier bringt sie mit sich als Beute herauf. Dann schaukelt sie behaglich auf den Vellen., u G6. mich Lächler Die Sonne ist versunnen. Es wiro kühler umher. Ein rosa Glänzen breitet sich noch am westlichen Himmel aus. Bald wird auch das vergehen, dann wird die Dunkelheit kommen und die Nacht. In immer gleichem Tempo, fühllos wie das Schicksal, ein majestätischer Schwan, furcht unser Schiff den Ozean. —1•.— Blühende Agaven Von Fritz Köhler. Agaven hatte ich schon viele gesehen, in Europa und erst recht hier in Brasilien. Ich hatte mir wohl ihre Gestalt gemerkt, mich aber im übrigen nicht weiter mit ihnen beschäftigt. Fünf, vielleicht auch sieben Stunden mußte ich eines Tages bis zur nächsten Siedlung jenseits des Höhenzuges reiten. Mein treues Pferd— ich hatte den derben braunen Hengst Hans getauft, und er hatte sich an diesen deutschen Namen auch gewöhnt— stieg vorsichtig mit mir hinab zum Fluß und planschte ein Stück flußaufwärts. Dann bog der Gau den Hals und trank das kühle Wasser. Vielleicht ahnte er, daß es lange Zeit kein Wasser gab. Danach lenkte ich ihn wieder zurück zur Furt, hinüber und die Böschung hinauf. Vor uns stieg der rote Weg langsam bergan und verschwand hinter dem dichten, grünen Vorhang des Urwaldes.. I. nmag im Tethf Oben drehte ich mich noch einmal im Sattel um und schaute hinunter ins Tal, wo das Dutzend einfacher Holzhäuser sich an den Flußlufern aufbaute, sah den großen freien Platz in Sce S arerAübrs 85895 65 8 88x183S 3 der Mitte, den Stadtplatz dieser neuen Siedlung, und meinte noch manchen guten Bekannten dort unten plaudernd stehen zu sehen. In Gedanken sagte ich dieser Siedlung, die mich für einige heitere Tage ausgenommen hatte, Lebewohl und wünschte den paar Deutschen die Erfüllung ihrer Zukunftshoffnungen. Dann nahm mich der Wald auf. Noch war die Straße sauber und an den Rändern frei von Buschwerk und Bäumen. Die Siedler sorgten für ihren Weg. Jeden Winter mußten sie daran arbeiten, denn sonst nahm der Wald bald wieder Besitz von dem sieben Meter breiten Streifen Land, der ihm einst gehörte und den Menschenhände mühsam frei geschlagen hatten. Unten standen die stacheligen Mimosen, die grünen Büschel der Bromliaceen, Stechpalmen und Malvengewächse. Darüber ragten die schlanken Stämme der Waldbäume, und oben im Sonnenlicht entfalteten sich die breiten dichten Kronen. Und wieder von oben herab zum nahrunggebenden Boden streben die Luftwurzeln der Baumschmarotzer und Ueberpflanzen, und wieder hinauf zum Licht kletterten und rankten die Seile der Lianen. Ein dichtes Gewirr sich kreuzender und verschlungener Fäden eines lebenden Teppichs, herabhängend zu beiden Wegseiten, als ob ich feierlichen Einzug halten sollte. Nach einer Weile, oder war es schon eine Stunde und mehr, trug mich mein Pferd an ein paar riesigen Kakteen vielarmigen Leuchtern gleich, vorbei, und dann streiften wir einige wunderschöne Fächerpalmen, an deren hellen Blättern ich meine Freude hatte. Jetzt knarrte uns ein Wagen entgegen, der einzige Laut in der Stille des Urwaldes. Vier Ochsen zogen einen dicken Baumstamm, eine Cedro, hinab zur Siedlung. Ich tauschte mit den beiden Begleitern den Tagesgruß, und bald umgab mich wieder die Einsamkeit. Nun mußte ich rechts abbiegen, ein schmaler Pfad nur, der mich aufwärts zur Höhe des Bergrückens führen sollte. Der Wald kam näher an mich heran. Bald spannten sich die hellen Bogen des Bambus über meinen Weg. Oft mußte ich mich vor ihnen neigen, sonst hätte ich meinen Hut verloren und mein Gesicht manche Schramme von den Stacheln erhalten. Große stahlblaue Schillerfalter wiegten sich vor mir in der Sonne. Dann wieder überschatteten die hohen Baumkronen den Pfad, und geheimnisvolles Halbdunkel umfing uns. Wie still war die Natur, und doch lebte alles um mich, ein kraftstrotzendes, ein wucherndes Leben ringsum. Scharf aufpassen mußte ich, manche Liane zur Seite biegen, einige Zweige mit dem Haumesser abschlagen, mich oft tief zum Hals meines Pferdes beugen, um herabhängenden Aesten auszubiegen. Einmal sperrte ein entwurzelter, junger Baum den Weg, und ich mußte absteigen, einige Zweige niederhauen, damit wir über den Stamm steigen konnten. Mittlerweile war die höchste Berghöhe wohl schon überschritten, denn jetzt bemerkte ich, daß der Weg abwärts führte. Und dann stand ich plötzlich am Rande des Waldes und schaute hinab über ein weites, grünes Tal und wieder hinauf zu neuen Bergen und neuem Wald. Dort unten mußte die Siedlung, mein Ziel für heute, liegen. Mein Weg führte scharf links weiter. vor mir fiel der Berg steil ab. „Komm, Hans, jetzt wollen wir ein wenig ruhen.“ Ich setzte mich an den Ran) des Wudes, und Hans riß einige saftige Gräser aus. Am Rande des Abhanges standen vier Agaven — vier blühende Agaven. Aus dem Waldboden drangen breite, grüne Schwerter, übermannshoch und richteten ihre Spitzen schräg nach oben. In ihrer Mitte streckte sich ein Blütenschaft empor, pfeilgerade, nein, kein gewöhnlicher Blütenschaft, sondern ein Baumstamm mit Aesten, und an ihnen hingen Hunderte, Tausende von zarten, großen Schneeglöckchen, nicht so dicht, daß nur eine weiße Fülle sichtbar war, sondern sein säuberlich gegen den hellen Himmel in Trauben zu zwanzig bis fünfzig weißen Glocken, an jedem Ast ein paar Dutzend Trauben, und die Astspitze war jedes Mal eine Traube für sich. Waren die Blätter der Agave schon übermannshoch, so erschien der Blütenschaft noch vier=, fünfmal höher, haushoch. Vier blühende Agaven— jede einzelne eine Hymne an das Leben in Schönheit und Erhabenheit. Mir fiel ein, was mir vor einiger Zeit ein alter Indianer gesagt hatte, als ich ihn nach seinem Alter fragte.„Zweimal habe ich schon den Bambus blühen sehen, und bald wird es das dritte Mal sein. Aber wer eine Agave keimen, wachsen und dann blühen sieht, lebt ewig.“ Rach der Meinung der Jadigner blüht der Bambus all dreißig Jahre, und ich wußte, daß Agaven erst nach mehr als hundert Jahren zur Blute kommen, Jahr um Jahr zwei, höchstens drei Blätter sprossend. Ich wußte noch mehr — die Agave welkt noch ihrer Blüte schnell und stirbt. Hundert Jahre wächst die Agave, paßt sich dem Regen, dem Wind und der Sonne an, speichert Nährstoffe auf, um endlich einen Blütenschaft mit tausend Blüten emporzuschleudern, damit wenigstens eine Frucht wieder in den Mutterschoß der Erde gelangt, keimt und zu neuem Leben erwächst. Die Agave muß sich selbst aufgeben, um zur Erlösung, zum Leben über sich hinaus, zu kommen. Alle ihre Kraft erschöpft sie im Blühen und Reifen. Der grüne Vorhang des Urwaldes wurde durchsichtig. Alle Urwaldpflanzen um mich herum lebten in lautlosem Daseinskampf, den ich schmerzend, atemberaubend jetzt empfand. Jede Pflanze strebte nach Blühen, Reifen und nach Erhaltung ihrer Art, und doch folgte jede nur ihrem eigenen, inneren Lebensgesetz. Auch wir Menschen sollen gestalten und über uns hinaus schaffen. Sind wir doch alle nur ein Stück vom All. Das kündeten die Fanfaren der blühenden Agaven. —.2— Deutsche Biere in vergangenen Jahrhunderten Von A. Strukat, Märkisch=Friedland. Das älteste deutsche Getränk war der Met, dem der Wein folgte. Die Herstellung des Biers kannte man wohl auch im Mittelalter, aber es war schlecht und wurde daher wenig getrunken. Im 15. Jahrhundert verstanden es dann die Klosterbrauereien, bessere Biere herzustellen; sie tauschten auch die Rezepte untereinander aus. Solche Rezepte wurden damals in sogenannten „Bierbüchern“ gesammelt, von denen jetzt noch drei bekannt sind. Das ausführlichste, das über Herstellung, Lagerung und Pflege der verschiedenen Biere Auskunft gibt, verfaßte einst Johann Brettschneider oder Placotomus, wie er sich nannte. Er war ein Schüler Philipp Melanchthons und muß ein ganz besonderer Kenner des edlen Gerstenbräus gewesen sein. In seinem Buche, das die Jahreszahl 1549 trägt, stellt er an die Spitze der dunkeln oder„roten" Biere das Danziger, das er die Königin der Biere nennt. Es folgen dann die anderen preußischen, die Königsberger und Elbinger, sowie die polnischen und titauischen Braunbiere, die pommerschen, unter denen das sündische(Stralsunder) und Kolberger die besten sind, die Brandenburger, zu denen das Berliner, Ruppiner, Gardelegener und Salzwedeler gehörte. Letzteres sollte das beste in Brandenburg sein; es macht müde und schläfrig und wurde„alter Klaus" genannt (antiquus Nicolaus). Auch die Weißbiere kannte Brettschneider genau. Als das beste schätzte er das Hamburger, dann das Lübecker,„Israel“ genannt, endlich das Goslarer. Von den Sommer= und Gerstenbieren sollten das Einbecker und das Braunschweiger die besten sein, dann kamen das Rostocker und Zerbster Bier. Ganz besonders kannte er aus jahrelanger Erfahrung die Thüringer Biere, von denen er das Wittenberger oft als Student getrunken hatte; ebenso empfiehlt er das Erfurter und das Torgauer Bier. Ein anderes Bierbuch hat Heinrich Knaust, ein geborener Hamburger, im Jahre 1573 herausgegeben. Es interessiert durch die verschiedenen Biernamen, die sich aus der mannigfachen Wirkung des Getränkes herleiten. Das Stader Bier heißt„Kater“,„denn es kratzt wie ein Katter den Menschen, der sein zu viel getrunken hat, auf den Kopff". Das Derenburger das manchen tapferen Zecher aus dem Sattei geworfen haben mochte, hatte den Ehrennamen „Stürtz den Kerl ab". Das Hannoversche nannte man„Broihane",„von wegen seiner Natur so heiß, daß man einen Hahnen darin auf sächsisch broien, auf gut hansisch brühen mochte.“ Vielleicht ist auch der Name von einem Brauer Kurt Broihan abgeleitet. Der vermehrte Curieuse Antiquarius, im Jahre 1712 von Berckenmeyer in Hamburg herausgegeben, nennt uns eine ganze Anzahl von Biersorten, deren Bezeichnungen oft so scherzhaft sind, daß sie verdienen, erhalten zu werden: Leipziger Rostrum— Wittenberger Kuckuck— Breslauer Scheps— Halberstädter Breyhan— Goslarische Gose— Kyritzer Mord und Todschlag— Braunschweigische Mumme— Ratzeburger Rummeldeuß— Wettiner Keuterling— Delitzscher Kuhschwanz— Baukannberger biet den Kerl— Hadeler Sahl den Ker!— Jenischer-Dorfteufel—. Eislebischer Krabbel an die Wand— Lübecker Israel— Brandenburger Alter Klaus— Wernigeroder Lumpestbier—.Marburger Junker— Zerbster Würze. Greenwich und seine Bedeutung In der englischen Grafschaft Kent an der Themse liegt der Londoner Vorort Greenwich, bekannt durch seine Sternwarte und durch die Greenwicher Zeit. Den 1624 über Ferro als den westlichsten Punkt der alten bekannten Welt gezogenen ersten Meridian hat man später nach Greenwich verlegt. Im Jahre 1675 wurde in Greenwich die Sternwarte gebaut, in der die Zeit„gemacht" wird, und zwar unterscheidet man Sternenzeit, Sonnenzeit und Standardzeit. In einem großen Gewölbe befinden sich die Uhren, die aufs genaueste beobachtet und kontrolliert werden. Dazu dient ein im sogenannten Transitraum aufgestelltes Teleskop. Pünktlich um vier Uhr wird das Kontroll=Experiment gemacht. Zu dieser Zeit ist ein bestimmter Stern dazu ausersehen, den durch Greenwich gehenden Null=Meridian zu überschreiten. Der durch das Teleskop beobachtende Astrologe sieht ein paar feine über den Brennpunkt der Linse gezogene Linien, dann von der einen Seite einen hellsilbernen Lichtpunkt, der manchmal von ein paar schwachen zitternden farbigen Strahlen umgeben ist. Er bewegt sich in schnellem regelmäßigen Tempo. Sobald er die erste Linie erreicht, drückt der Astrologe auf einen Knopf. ebenso wenn er die zweite, dritte usw. Linie erreicht, bis er die letzte, zehnte Linie überschritten hat. Nach diesen Phasen, die auf einem Zylinder vermerkt werden, kann eine etwaige Diskrepanz mit der Sternenuhr festgestellt und ausgeglichen werden. Nach der Sternenzeit können wir uns jedoch nicht richten, denn im Verhältnis zu den Bewegungen der Erde stellt sich in einem Jahr eine Differenz von 24 Stunden heraus. Dann die Sonnenzeit, die überall durch die Sonnenuhr festgestellt werden kann. Sie besteht aus einem Zeiger, der entsprechend dem Stand der Sonne auf die im Halbkreis angebrachten Zeitziffern von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends seinen Schatten wirft. So ohne weiteres können wir uns allerdings nicht danach richten, im Frühjahr würden wir sonst überall zu spät kommen oder im Herbst überall zu früh sein, denn die Bewegungen der Sonne sind nicht immer genau dieselben. Die Standardzeit, nach der wir uns richten, ist eine rein menschliche, und zwar eine überwältigende und sehr nützliche Erfindung. Die Grundiage bildet die Greenwicher Zeit, der wir, die wir uns nach der mitteleuropäischen Zeit richten, eine Stunde voraus sind. Außer dem Uhrengewölbe und dem Transitraum befindet sich in der Greenwicher Sternwarte ein großer Kuppelraum, in dem die Photographenapparate stehen, mit denen jede Nacht Aufnahmen der Sterne gemacht werden, deren Entfernung von der Erde berechnet und deren Hitzestärke festgestellt wird. Die heißesten Sterne sind die blauen, dann folgen die weißen; die geringste Hitze weisen die roren Sterne auf. Eine andere Abteilung photographiert die Sonnenflecken, über die in einem besonderen Raum genau Buch geführt wird. Hier werden auch Windrichtung. Windstärke, Sonnenschein und Regenfall gebucht. Was in der Nacht mit vielem Eifer erforscht wird, wird, hier für die Wissenschaft für alle Zeiten festsgehalten. —1— Eine vergessene Zuuft Eine ganze, große, sehr verdienstliche Zunft war im Begriff, langsam in Vergessenheit zu fallen, als sich zu rechter Zeit die(natürlich!) Allerweltsamerikaner ihrer erinnerten und— da sie selbst nicht mehr lebendig zu erhalten ist — beschlossen, wenigstens ihr Gedächtnis zu bewahren. Es handelt sich um nichts Geringeres als um die ehrbäre Zunft der— Bälgetreter, deren Tätigkeit durch den Fortschritt des elektrischen Antriebs überflüssig geworden ist. Aber der„Bund alter Bälgetreter“, der sich jetzt in Newyork gebildet und auch gleich in Paris eine Zweigstelle eingerichtet hat, will das Andenken an die ehrsame Zunft vor der Nachwelt in Ehren halten. Amerika ist deshalb die Mutter dieser sonderbaren Gilbe geworden, weil es in den Vereinigten Staaten eine Menge Männer gibt, die— jetzt zu Ehren und Ansehen