„#magag TnTESR•• * BagEs 5.00 G5SSSASSEES S9 ·S S-pOSagg ghs Tp#pggnng a S SIxEMASSRSSSE 9.SSgS S 8580 SS Saggtigs „Cggg P:c Ba *HFoTSOEN T S s — 6— S 8.0 * 8 S. S.e 8 8 S 8 2 Zwei andere Eingeborene wurden wegen Totschlags zu je sieben Jahre Zwangsarbeit verurteilt. Das Opfer war ein 18 Jahre alter Negerdursche. Diese dunkle Geschichte war die Folge eines Biergelages. Mashilwana. der Zauberdoktor, erklärte aus der Lage der Knochen, daß kein Regen fallen würde. Sixpence, der ermordete Neger, der auch etwas von dem Geschäft verstand, machte Mashilwang auf einen Irrtum aufmerksam und bewies aus der eigenartigen Lage eines Knochens, daß es doch regnen würde Mashilwana war über die Nichtachtung seiner Autorität auf das schwerste beleidigt, und später fand man den jungen Neger vollständig nackt verstümmelt und sterbend in einem engen Felspaß. Aus den Zeugenaussagen gingen einige Aufschlüsse über den krassen Aberglauben hervor, der noch unter den Eingeborenen herrscht. Der eine sagte, daß früher einem Vater für die Ermordung eines Sohnes ein Mädchen ausgeliefert werden mußte. Ein andrer erklärte, daß die Zauberdoktoren in diesem Teil des Landes Teile von menschlichen Körpern als Medizin benutzten. Auch die Regendoktoren gebrauchten Teile von toten Personen für ihre geheimnisvollen Gebräuche. Selbst die Leiche ihres eigenen Kindes würden sie nicht verschonen. Wenn Kinder zusammen spielen, würden die Zauberdoktoren sie in die Flucht sagen und eines von ihnen fassen und töten, um die Leichenteile benutzen zu können. Wander des luftleeren Raumes Die Luftpumpe hat bekanntlich der berühmte Bürgermeister von Magdeburg, Otto von Guericke, im Jahre 1650 erfunden, der neben seinem Bürgermeisteramt noch Neigung hatte, sich mit vielen Experimenten zu beschäftigen. Interessant ist, mit welchem Widerstand er zu kämpfen hatte, als ihm die Erfindung des luftleeren Raumes geglückt war. Um ein für alle Mal seiner Erfindung das Uebernatürliche zu nehmen, glaubte er sich an die weisesten Männer wenden zu müssen. Deshalb stellte er dem im Jahre 1654 in Regensburg versammelten Reichstag seine Erfindung vor. Er hatte zwei große Halbkugeln aus Kupfer hergestellt, die mit ihren Rändern genau aufeinander paßten. Ihrem Hohlraum entzog er dann mit der von yn hergestellten Luftpumpe die Luft. Sechszehn kräftige, an die beiden Halbkugemn gespannte Pferde bemühten sich alsdann vergebens, die beiden Hälften auseinanderzureißen. Der auf die Kugel von außen wirkende Luftdruck war stärker als die Zugkraft der sechszehn Pferde. Die hohen Herren, die diesem zuvor nie geschauten Schauspiel beiwohnten, waren nicht wenig verblüfft. Es gab etliche unter ihnen, die den wackeren Bürgermeister im Bunde mit allerlei bösen Geistern glaubten und seine Kunststücke als wahrhaftes Blendwerk der Hölle ansahen. Aber schließlich vermochte Guericke doch den Einsichtigeren die bis dahin unbekannte Wirkung des Luftdruckes auseinanderzusetzen. Einige der anwesenden Fürstlichkeiten zeigten von da ab größtes Interesse für die Arbeiten und Versuche Guerickes. Er machte mit dem durch seine Luftpumpe hergestellten luftleeren Raum die verschiedensten Beobachtungen. Er fand, daß eine Glocke im Vakuum nicht mehr tönte, daß Tiere darin starben, brennende Kerzen verloschen und vieles andere mehr. Der Bischof von Würzburg exwarb später einen Teil von Guerickes Apparaten, darunter die„Magdeburger Halbkugeln“, die auf dem Regensburger Reichstag so viel Aufsehen erregt hatten. So blieben diese Zeugen des eifrigen Forschens eines deutschen Gelehrten der Nachwelt erhalten. Sie werden heute im Deutschen Museum für Meisterewrke der Naturwissenschaften und Technik in München aufbewahrt. Friedrich der Große über die Gehälter der Auterbeamten. Einen recht bezeichnenden Beleg für die AnKönig Friedrichs des Großen über die Gehälter seiner Beamten bildet sein folgender Erlaß an den Geheimen Rat von Taubenheim, der dem König vorgeschlagen hatte, die Behälter mehrerer Unterbeamten herabzujetzen.„Ich danke dem Geh. Rath von Taubenheim für seine gute Gesinnung und ökonomischen Rath: Ich finde aber solchen um so weniger acceptabel, da die armen Leute jener Klasse ohnehin so kümmerlich leben müssen, da Lebensmittel und alles jetzo so theuer ist, daß sie eher eine Verbesserung als Abzug mussen. Indessen will Ich doch Seinen Plan und die darin enthaltene gute Gesinnung annehmen und jenen Vorschlag von Ihm selbst zur Ausführung bringen und Ihm jährlich 1000 Thlr. mit dem Vorbehalt vom Traktement abziehen, daß Er sich übers Jahr wieder melden und Mir berichten kann, ob dieser Etat und Aozug Seiner eigenen häuslichen Einrichtung vortheilhaft oder schädlich sei. Im ersten Falle will Ich ihn von Seinem so großen und unverdienten Tractament von 4000 Thlr. auf die Hälfte heruntersetzen und bei dieser Seiner Beruhigung Seine ökonomische und patriotische Gesinnung loben und auch bei Anderen, die sich dieserhalb melden werden, die Versügung in Applikation bringen. Friedrich." So wurde dem Herrn Geheimen Rat von Taubenheim, der für die Klagen der Unterbeamten so taub war, vom großen König verdientermaßen heimgeleuchtet. Ein Paar Stiefel retten den Kopf. Es ist hinreichend bekannt, wie wenig dazu gehörte, zur Zeit der französischen Revolution den Kopf zu verlieren. Tausende wurden unschuldig zur Guillotine geschleift, viele aber wurden, obwohl sie dem Tode verfallen waren, doch wunderbar gerettet. Unter diesen befand sich auch der originelle Pariser Diogenes Graf von Schlabendorf, der durch seine Art zu essen und zu genießen, sprichwörtlich geworden ist, denn noch heute wird von Schlabendorf oft zitiert. Er sah mit hundert anderen schon einige Tage dem Tode entgegen, als eines Morgens wie gewöhnlich der Karren vorfuhr, die zur Hinrichtung bestimmten Opfer zu holen. Der Name des Grafen stand diesmal auf der Liste. Er murrte und widerstrebte nicht, und nahm männlich die Tatsache hin, daß er dem schönen Leben mit seinen reichen Genüssen entsagen sollte. Angekleidet war er bereits halb, aber l... seine Stiefel waren nicht zu finden. Er suchte sie mit allem Eifer. Der Kerkermeister half dabei. Aber man fand sie nicht. So erklärte er:„Ohne Stiefel kann ich nicht gehen!" Er wäre wirklich gegangen, ohne Widerstreben, aber er war ein Mann, der auch in dieser Beziehung auf Lebensart hielt.„Das sehen Sie ein", sagte er zum Henkersknecht.„Wissen Sie was, nehmen Sie mich morgen statt heute. Es kommt ja nicht auf einen Tag an!“ Der Kerkermeister, von Natur nicht bosartig, willigte ein. Wegen der fehlenden Stiefel hatte der Graf einen Aufschub von 24 Stunden erhalten. Ein Kopf mehr oder weniger machte ja auf dem vollbeladenen Karren nichts aus. Am anderen Morgen stand der Graf gestiefelt bereit, sich bewußt, daß er nach zwei Stunden den Kopf verlieren werde. Aber diesmal wurde sein Name nicht vorgelesen. Natürlich, die Machthaber hatten geglaubt, sein Kopf sei bereits gefallen. Der Kerkermeister fand keinen Anlaß, ihn besonders anzurufen und ihn ohne neue Vorschrift mitzunehmen. Er entließ ihn zwar nicht aus der Haft, aber es dauerte auch nicht lange, so war Robespierre gestürzt und von Schlabendorf frei, wie viele andere, nur weil er seine Stiefel nicht gefunden hatte. Der unerreichte Bielesser. Auch heute gibt es Menschen, die sich für Geld sehen lassen, weil sie unermeßliche Mengen vertilgen können, die sogar Glas und Steine verschlingen. Aber die Menge, die der Gärtner Kahle vertilgte, der kurz vor dem siebenjährigen Kriege in Wittenberg starb, hat noch niemand erreicht. Kahle ist als Vielesser beruhmt geworden. Sein Magen, der den Gelehrten ein Wunder schien, wurde denn auch aus dem Körper entfernt und ist noch heute als Magen des„Freß=Kahle" im Museum zu Wittenberg, das sich im Rathause befindet, zu sehen. Wenn man diesem Vielesser acht Scheffel Pflaumen und einen Scheffel Kirschen vorsShrz## speiste er sie mit Fleisch und Kern, 4 ihm das Essen, so schob er auch das Geschirr nach. Steine zerbiß er wie Aepfel. Am liebsten aber schlang er lebende Mäuse, Eulen, Ratten, Heuschrecken und Raupen herunter. Ein Spanferkel, mit Haut und Haar und Knochen war ihm ein Frühstückshappen, mit dem er sich nur dann begnügte, wenn er wußte, daß es zu Mittag einen Hammel gab. Den genoß er denn auch mit Wolle und Knochenbein. Galt es Wetten, so sättigte er sich an Schreibzeug, Tintenfässern, und sogar einen Dudelsack hat er einmal ohne viel Aufsehens verspeist. Dieser Mann mit dem unerhörten Magen ist dazu achtzig Jahre alt geworden. Der erste Chemiker. Die Chemie ist eine der ältesten Wissenschaften. Sie geht auf das Jahr 430 nach Christus zurück. Damals lebte in Panopolis ein Gelehrter namens Zosimos, der sich zuerst der Aufsehen erregte. Freilich galt er, wie alle alten Chemiker, als Wundermann. Aber er hat dennoch Nachahmer gefunden und dur seine Erfindungen den Ansang der Chemie schaffen. Er war es auch, der zuerst zu Wor: „Chemia“ geprügt hat. Engländer und Aegypten: Der ehemalige hohe Kommissar von Aegypm. Pord Allenby, erfreute sich nicht nur keiner sondern er ten, Pord Allenoy, erfreute sich nicht Prpuierität unter den Tegypfern, sond hat durch seine Politin endgultig die Engländer in Aegypten diskreditiert. Früher unterhielt die britische Regierung in Aegypten nur eima zweihundert hochgun##izierte Beamte. und mon wurde mit alleln fertig. Lord Allenvy hut den Stab der Ben#en um mehrere Tausend bereichert; er verzugte dabei das Prinzip, alle Posten mit ehemaligen Kameraden vom Militär zu besetzen, die nicht die geringste Ahnung vom Zivildienst hatten Man erzählt, daß non zwei in London angekommenen Aegyptern einer sich auf der Straße die Stiefel putzen ließ. Nach Beendigung der Prozedur gab er dem Stiefelputzer nicht nur ein gutes Trinkgeld, sondern auch seine Visitenkarte. Auf die verwunderte Frage seines Begleiters antwortete der Aegypter:„Es könnte sich ereignen. daß dieser junge Mann in naher Zukunft auf einen hohen Posten nach Aegypten berufen wird. und deshalb erscheint es mir ratsam, schon jetzt gute Beziehungen zu ihm zu unterhalten.“ Der Wärmewechsel unserer Erde. Am Tage nimmt die Erde, deren Oberfläche 500 Millionen Quadratkilometer umfaßt, also tausendmal so groß ist als unser Deutschland, die Sonnenenergie als Strahlung in den obersten Bodenschichten auf. Nachts gibt sie etwas mehr als den dritten Teil durch Ausstrahlung in den kalten Weltenraum wieder ab. Die langen Sommertage bringen uns drei= bis viermal so viel Kalorien als die kurzen Wintertage. Der gesamte jährliche Einnahmebetrag beläuft sich auf etwa 500 Trillionen Kalorien. Jede derselben vermag ein Gramm Wasser um ein Grad zu erwärmen, so daß etwa eine 40 Meter dicke Eisschicht damit von der Erdoberfläche weggeschmolzen werden könnte. Etwa eine Viertel Trillion Pferdekräfte würden uns zur Verfügung stehen, wenn wir imstande wären, die Sonnenenergie, welche wir zugestrahlt erhalten, restlos auszunutzen. Das ist aber nicht der Fall. Ein Teil davon wird für die Pflanzenernährung verbraucht, die wieder den Tieren und Menschen zugute kommt. Der größte Teil geht aber vorläufig restlos verloren. Dr. Gr. eger eine Belbesserulg uis Abzug haben Chemie zuwandte und durch seine Experimente Ueber den Einfluß des Liedes„Eins ist Not!“ von J. H. Schröder auf Goethes dichterisches Empfinden berichtet Dr. Wilhelm Fehse in der neuen Nummer des Daheim. Goethes Ballade„Der Gott und die Bajadere" erinnert durch ihre auffällige Strophenform lebhaft an das alte Kirchenlied des Pfarrers von Meseberg. Das könnte natürlich Zufall sein. Aber wenn wir die beiden Gedichte inhaltlich miteinander vergleichen, so werden wir anderer Meinung. So verschieden sie sind, sie haben ein Bild gemeinsam, das nicht alltäglich ist: den Menschen, vom sieghaften Adel Gottes ergriffen, zu seinen Füßen in hemmungsloser Hingabe an das Heilige, die Welt mit ihren Sorgen und Sünden vergessend. Und der Ausklang von Goethes Ballade ist ein Ausdruck desselben christlichen Erlösungsgedankens, aus dem Schröders Lied herausgeboren wurde. Dieser Zusammenklang von Form und Gehalt ist sicherlich kein Zufall. Der Rhythmus drängte sich Goethe bewußt oder unbewußt auf, als das gleiche Bild in seiner Seele lebendig wurde. Auch Goethe hat ja einmal unter dem lebendigen Einfluß des Pietismus gestanden, damals, als er in Frankfurt unter dem stillen Bann der frommen Herrnhuterin Susanna Katherina von Klettenberg eine Zeit der äußeren und inneren Genesung burchlebte die mit seinem entscheidenden DurchWesenhaftigkeit enden sollte. Neben dem genannten Aufsatz enthält Nr. 5 des Daheim u. a. eine historische Träumerei„Im sark von Buch“, eine Würdigung des großen Feldherrn und großen Menschen Moltke anläßlich der 125. Wiederkehr seines Geburtstages. ferner eine vorzügliche Darstellung des Singvogelzugs. Der Abdruck des Romans„Geschichten um Sanssouci" wird fortgesetzt. Das Frauendaheim" erzählt von neuen deutschen spitzen, gibt Ratschläge für Kinderstube. Küche das Sarr.“. Ein reicher Bildschmuck verschönt H. Semmelmann, Altena Druck und Verlag: P. A. Santz, Altena. Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung. 42 19. November 1925 Die Heimat O zimm're dir dein Haus im Herrn. Und laß die Flügel seiner Liebe Das Dach dir decken und du hast Die Heimat, wenn auch nichts dir bliebe. Das wanket schnell, was sonst wir bau'n, Und wenn wir uns gebettet halten, So fällt der Strahl ins feste Haus Um selbst die Pfosten zu zerspalten. Und Zeiten kommen, die sind schwer; Und Zeiten, wo wir fremd erscheinen Im Vaterland, im Vaterhaus Fremd und verlassen steh'n und weinen. Und wo du heimisch warst im Glück, Da bist du fremd mit deinen Schmerzen, Doch Zeiten kommen schwerer noch: Da bist du fremd im eignen Herzen. Drum zimm're dir dein Haus im Herrn, Und laß die Flügel seiner Liebe Das Dach dir decken, und du hast Die Heimat, wenn auch nichts dir bliebe. Der alte, liebe Turm Von Fritz Kaiser=Ilmenau Von meiner Wohnung aus kann ich den alten lieben Kirchturm der kleinen Stadt sehen. Samt dem spitzen Kirchendach mit seinen alten, teilweise bemoosten Ziegeln. Er sieht schlicht aus, der Turm in seinem wetterfesten Kleid von blauschwarzem Schiefer und erhebt keinen Anspruch auf besondere Stilschönheit. Er macht kein Aufsehen von sich und will nicht mehr scheinen, als was er ist. Er ist uralt, wie das Gotteshaus. Greift um Jahrhunderte zurück und weiß viel von dem Geschick und der Entwicklung der kleinen Stadt zu erzählen, von Freud und Leid ihrer Bürger. Geschlechter sah er kommen und gehen und hat an allem stillen Anteil genommen im Wandel der Zeiten und sich so viel Weisheit erworben. Nun deutet er wie ein ehrwürdiger Greis zum Himmel und mahnt und erinnert immer von neuem an Gottes Allmacht, vor der wir uns beugen müssen, wie alle die Menschen, die vor uns gewesen und nach uns kommen. Und wenn der Stundenschlag über die Giebel des Städtchens zittert, dann ist es des Greises Stimme, die belehrend klingt, die Zeit zu nutzen und unsere Pflichten zu tun, ehe es zu spät und wir c'gerisen werden in d.e Ewigkeit, die über ihm steht in rätseloafter Schönien, wenn Re Sterne aufglimmen am nächtlichen Himmel. Tann verschwimmen die Konturen des alten, getreuen Wächters in den tiefen Schatten, und nichts ist von ihm zu sehen als ein kleiner Lichtschein unterhalb des Glockenstuhles. Wenn alle Augen sich schließen in der kleinen Stadt, da ist es dies eine, das mit schimmernder Helle noch wacht. Und alle schlafen sie in Ruhe und Frieden. Sie wissen sich in seiner Obhut und vertrauen ihm wie Kinder ihrer Mutter. Manchmal habe ich mich dann ans dunkle Fenster geschlichen und habe den alten, lieben Turm belauscht und um den hellen, leuchtenden Fleck da oben so meine Träume gesponnen. Einmal kam mir der Gedanke an die geschwundene Romantik des Nachtwächters, der mit seiner Hellebarde und seinem Horn irgendwo lehnte und sich nur durch seine blinkende verriet. Oder ich hatte de nphantastischen Einsau, oas Licht mit einem Himmelsfenster zu vergleichen, aus dem von Zeit zu Zeit der weißbärtige Petrus schaute. Und einmal wünschte ich mir sogar in einer schwärmerischen Anwandlung, dort oben ein Liebchen zu besitzen. Glockentürmers Töchterlein! Ein blondes Kind mit blauen Augen und roten Lippen. Dann winkte sie wohl dann und wann einmal zu dieser nächtlichen Stunde, wenn sie närrisch genug war. Und junge Liebende waren ja wohl immer närrisch. Mein Herz kam tatsächlich in schnellere Bewegung und meine Phantasie zauberte eine Silhouette von ergreifender Lieblichkeit in das freundlich schimmernde Viereck des kleinen Turmfensters. Der Traum der Nacht vollendet selig das köstlich begonnene Gedankenspiel. Sollte es sein, daß ich einmal meine Wohnung wechsle, so glaube ich, daß ich mich nach dem alten, lieben Turm sehne, wie nach einem vertrauten Jugendgefährten. Ich bin zutiefst mit ihm verwachsen und trete nie ans Fenster, ohne ihn still zu grüßen. Auswirkungen des Deutschenhasses Von Geheimrat Dr. Wehrmann. In Amerika und in den Vereinigten Staaten ist das Verbot des Verkaufs und des Ausschankes aller geistigen Getränke zum Gesetz geworden. Wir Deutsche wundern uns darüber sehr, wenn es auch einzelne Wenige unter uns geben mag, die auch bei uns für solche gesetzliche Regelung des Genusses von Bier und Wein sind. Aber wir wundern uns noch mehr darüber, weil wir wissen, daß die Amerikaner sehr stark und energisch für die persönliche Freiheit des einzelnen Bürgers eintreten und sich nicht gern durch Gesetze in ihr persönliches Tun und Lassen Eingriffe gefallen lassen. Aber Amerika ist eben das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, und das bleibt es auch noch in Zukunft. „Die Trockenlegung in Amerika ist von den Südstaaten ausgegangen; diese wollten es den Negern unmöglich machen, Schnaps zu trinken, weil der Neger nicht die Selbstzucht hat, um sich vor Ausschreitungen zu schützen, wozu er sehr geneigt ist, wenn er etwas getrunken hat; es fehlt ihm an Widerstandsfähigkeit, die Fähigkeit, sich zu beherrschen. Die Südstaaten, in denen die meisten Neger wohnen, waren schon seit langen Jahren trokken gelegt; die wohlhabenden„Weißen“ aber verstanden es stets, sich im Schleichhandel die gewünschten geistigen Getränke zu verschaffen. Dann kam noch besonders hinzu, daß sich im Kriege der Deutschenhaß in Amerika besonders auf die Brauereien übertrug, die dort meist in den Händen von Deutschen sind. Die vielen zugewanderten Deutschen in Amerika wollen auch dort von ihrem lieben Bier nicht lassen, das noch immer das harmloseste und gesundeste geistige Getränk ist. Die maßgebenden Kreise in den Vereinigten Staaten, die großen Finanzmänner, sind meist scharfe Abstinenten, weil sie hoffen, daß für ihre Riesenfabriken, die im Kriege noch vergrößert worden sind, dann mehr Beschäftigung sein würde. Ferner kommt hinzu der große Einfluß der vielen Sekten in Nordamerika, die hauptsächlich gegen den Schnaps kämpfen, und zwar besonders gegen die vielen gewohnheitsmäßigen Trunkenbolde im Lande, die, allerdings ohne es zu wollen, mehr für die Trockenlegung arbeiten, als die schärfsten Abstinenzler. Die vielen Schnapsstuben und Likörstuben in Amerika haben ohne Frage viel dazu beigetragen, die Trockenlegung durchzuführen. Aber auch jetzt gibt es im Schleichhandel Schnaps, so viel man will. Das kann man nicht verhüten, weil von stige Getränke hineinkommen, wie die Leute nur wollen. Bier darf gebraut werden, aber solches nur zu einhalb Prozent. Es ist aber zu erwarten. gaß gesetzlich gestattet wird, Bier bis zu ere: Prozent zu brauen. Das wäre das beste Mittel gegen die Schmuggelei, gegen den Schleichhandel, gegen die Bestechlichkeit der Zollbeamten, gegen die allgemeine Mißachtung und Uebertretung der neuen Gesetze, die in Amerika das ganze rechtliche Empfinden zerstören und den Volkscharakter verderben. Ernste, selbstgewollte Mäßigkeit ist besser, als durch Gesetz aufgezwungene Abstinenz. Wir wissen, daß, wenn Gesetze und Vorschriften imstande wären, die Menschen zu ändern und zu bessern, es heute weder Laster noch Verbrechen, noch Unmoral in der Welt gäbe. Durch diese neuen Zwangsgesetze aber zerstört man langsam und sicher die Freiheit, die allein dazu führen kann, die Menschen für sich selbst verantwortlich zu machen und sie sittlich zu heven und zu stärken. Das gilt besonders für den Genuß aller geistigen Getränke, die, mäßig genossen, wie nichts anderes dazu beitragen, die Menschen fröhlich und gesund zu machen. Erwachen eines Volkes Von M. G. Lercher. Es ist an vielen Stellen noch ein stiller, aber es ist ein unablässiger Kampf an allen Orten gegen die Mandatsmächte in den ottomanischen Ländern. Der der Drusen in Syrien ist bezeichnend für die ganze Bewegung. Fünfundzwanzig Jahre sind vergangen, da erließ die Partei der arabischen Nationalisten ein Manifest an die Mächte; dessen Ziel ist die Schöpfung eines arabischen Reiches, unabhängig von der in Auflösung befindlichen Türkei. „Dies arabische Reich“— hieß es darin— „muß sich ausdehnen zu all seinen natürlichen Grenzen: vom Tale des Euphrat bis zum Suozkanal, vom Mittelmeer bis zum Golfe von Oman im Indischen Ozean als konstitutionelle und freie Monarchie, regiert von einem aravischen Sultan.. Dies Programm ist heute wieder ausgenommen. Aber man spricht nicht mehr von der Monarchie, sondern von der Republik. Und man schweigt daron gegen die Mächte; deiin man will ihre Empfindlichkeit nicht reizen. Im Falle der Drusen: Man spricht auch nur von einer syrischen Republik. Aber: man hätschelt den Traum vom großen arabischen Reiche. (Deshalb hat der Aufstand von heute einen so anderen Charakter, als die Revolten von früher.) Verborgen im Gebirge, treu ihrem seltsamen Glauben, sind sie aufgerüttelt worden von den Ereignissen des Weltkrieges. Wollen die Unabhängigkeit. Weisen ab den Schutz einer europaischen Macht. Unterhalten enge Beziehungen zu den Häuptern der Bewegung in anderen Teilen Syriens; zu anderen Stämmen; zu anderen Rassen, über die Frankreich das Mandat hat. Die arabische Reformpartei hat sich umgebildet seit der Zeit der Türkenherrschaft. Damals bestand sie aus Verbannten, verfolgt von den Häschern des Abd=ul=Hamid. Und dann von der Polizei der Jungtürken. Damals erwartete sie ihr Heil von Frankreich. Heute nicht mehr! Ihre Zeitungen werden nicht mehr im Auslande gedruckt und heimlich verbreitet. In den Städten ihres Landes werden sie hergestellt. Und es wird darin mit flammenden Worten geredet von ihrem„Vaterland" und vom „Erwachen ihres Stammes". Jede Maßnahme der Franzosen trifft ihre Empfindlichkeit. Und sie berufen sich auf die Verfügung von Genf. die den Charakter des französischen Mandats bezeichnet als„eine Hilfeleistung seitens der Großmächte". Damit war ihnen künftige Unabhängigkeit und Selbstregierung gewährleistet. Und jetzt? Die Geste Frankreichs deutet auf Einnistung in Syrien für immer. All diese Araber gedenken ihrer alten Kultur; der Omarmoschee und der Alhambra, im gleichen Jahrhundert erbaut. Sie gedenken ihrer Verdienste um die Entwicklung der Heilkunde, der Astronomie, der Geographie. Sie gedenken ihrer Erfindung der Algebra, der Uebersetzung des Aristoteles und der alten Philosophen. Sie wissen, daß sie ihre Eroberungen ausgedehnt haben vom Atlantik bis zum Indischen Ozean... Viel zu tief wurzelt diese Bewegung im arabischen Volk; und viel zu heiß ist der Brand— Frankreich soll nicht glauben, ihn je zu ersticken. Im Tunkel der Ford'schen Autostadt Detroit Ein nächtlicher Streifzug. Von Ewald Jörger=Detroit. Träumerisch und sinnend, dabei verwegen bis zur Tollkühnheit, so ist mein junger Freun.d. Ein verwegener Bursch und romantischer Gesell. Als Primaner wegen dunkler Dinge von der Penne weggejagt, Matrose geworden, nach Schweden und Finnland Rum geschmuggelt— ein mieses Geschäft, wie er jetzt noch klagt— 1921 aber Valutakönig gespielt, in Bremerhaven und Hamburg. O Hamburg— dein Zauber begeistert uns noch im blitzblanken Verbrecherkeller der amerikanischen Großstadt. Ja, da waren wir, furchtlos wie wir sind, die eine Hand ständig in der Hosentasche Leim Wandern durch die finsteren Straßen des verrufenen Viertels. Der breitschultrige Neger, der langsamen Schrittes daherkommt, schaut uns voll ins Gesicht. Seine weißen Zähne blitzen hell. hat beide Hände in den Hosentaschen. Schießeisen gehören hier zum guten Ton, besonders wenn man nicht zu der Welt gehört, die hier lebt und für die kleinen gebrechlichen Häuser eine unheimliche Miete zahlt. 500 Meter weiter beginnt nämlich schon das Zentrum der Stadt. Bringen die Holzkästen, die Freudenhäufer, Schnapsbuden, Verbrecherkeller, blind pighs, nicht mehr die hohe Rente ein, so schießen über Nacht Hochhäuser in die Luft, und es ist zu Ende mit der polizeilichen Duldung, auch wenn man jedem Revierpolizisten pro Freudenhaus wöchentlich 5 Dollar„protection“ bezahlt und 20 Dollar dem Polizeioffizier. Also Schußwaffen hatten wir nicht. Das wurde auch bald von den Herren dieser Gegend selber nachgeprüft und festgestellt. An der nächsten Ecke sprach uns ein schwarzer Nachtschatten an: Gamble? Gegenfrage: Safe? Antwort: Yes. Wir folgen und halten vor einem großen Haus, das nach seinem Lichtschild ein Hotel sein soll. Auf Klopfen öffnet sich die Tür. Im Gang stehen zwei Männer, rechts ist eine Tür, die in einen beleuchteten leeren Speiseraum führt: die Kulisse. Eine Treppe mit roter Laterne führt nach oben, eine feueräugige Mulattin steckt ihren Kopf durch die Obertür. Keine Kundschaft für sie. Den Gang entlang kommen wir an einer Telephonzelle vorbei: Waffenrevision. Ein junger, hübsch frisierter Mann in Hemdsärmeln fuhlt uns vom Kopf bis zu den Füßen nach Waffen ab, wir müssen sogar noch die Hüte lüften. Rechts die Tür führt ins Hinterzimmer zum Spiel, zum verbotenen Nationallaster der Yankee, dem Gamble. Werden wir gefaßt, so kostet's mindestens 100 Dollar pro Nase, für die Unternehmer aber Zuchthaus oder etwas ähnliches. Doch welcher Polizist wollte das Hereinkommen wagen? Die vier Burschen hinter'm Tisch, die Spielhalter: verwegene, abgeseimte Verbrechergesichter, wie ich sie selbst beim Besuch der Lebenslänglichen=Abteilung in Fuhlsbüttel nicht gesehen habe. Bei jedem zwei Revolver in der Tasche; im Notfall werden Freiheit und Leben teuer verkauft. Doch ehe so etwas passiert, wird legaler Schutz versucht. Beim geringsten Warnungszeichen verschwindet die weiße rohe Leinwanddecke mit dem aufgezeichneten Spielschema und den durchsichtigen Zelluloidwürfeln nebst dem großer. Lederbecher blitzschnell im Geheimfach des alten Riesenschrankes, der im Hintergrund des Zimmers steht. Unter dem Leinentuch liegen Zeitungen und Zeitschriften in Menge, reichlich genug, um jeden der zehn Spielteilnehmer im Nu in einen friedlichen Hausgast zu verwandeln, der im„hinteren Lesezimmer des Hotels" nach des Tages Arbeit seine Abendzeitung liest. Ohne äugere Aufregung wird stik und sachlich gespielt. Nur um Silberdollar, die man gegen Papiergeld beim Buchhalter einwechselt. Mein Begleiter hat in zehn Minuten sieben gewonnen und wieder neun verspielt. Seine Augen glänzen schon feucht, so ein unruhiger Mensch! Da lob ich mir die Ruhe, mit der der junge schlanke Arbeitsmann gegenüber joeben seinen fünfunddreißigsten oder sechsunddreißigsten Dollar verspielt. Ich schlage Aufbruch vor— nach zehn Minuten wird's schon langweilig für den, der für den Spielreiz unempfindlich ist. Während unseres Spieles wurden wir beständig scharf im Auge behalten. Mit sieben Dollar Gewinn fahnenflüchtig zu werden, hätte man uns wohl nicht erlaubt. Zwei Dollar zu verlieren, ist zwar wenig, aber man lößt uns friedlich ziehen, nachdem wir die verbliebenen Silberdollar wieder in Papier= ge! zurückverwandelt hatten. Wir ziehen weiter, denn wir wollen unseren Durst noch löschen. Wie mein Begleiter Halt gedietet, stehen wir— von außen gesehen— vor einem Schneidergeschäft. Anzüge hängen im Fenster, Tailor steht mit goldenen Buchstaben darauf, alles ist finster. Wir treten ein, gehen durch den angeblichen Schneidervorladen, der nur Kulisse ist, und sind bald hinten im Hauptlokal. Hier herrscht Fröhlichkeit und richtiger Barbetrieb, wie in den alten Zeiten der Salons. Das Bier ist ordentlich, wahrscheinlich aber„gespritzt", d. h. nachträglich wird dem vorschriftsmäßigen halbprozentigen Schwachbier Whisky oder häufiger noch eine Spritze Aether beigefügt. Das sichert vor Ueberraschungen, denn bis kurz vor dem Konsum bleibt das Bier halbprozentig, und das kleine Quantum Aether oder Whisky ist leicht zu verbergen. Wer Aetherbier nicht genau kenn:, kann es im Geschmack von den echten schweren Biersorten, vor allem den kanadischen, die alle viel zu jung ausgeschänkt werden, kaum unterscheiden. Das große Glas kostet 25 Cents. Doch nach drei Gläsern muß mein Freund schon bremsen, weil ihn arger Kopfschmerz plagt. Wir machen uns auf nach Hause. Mein junger Freund hat schon viel Geld verdient in diesem Land. Bei Ford hat er ein Jahr gearbeitet, hat in Boden spekuliert, auf tollkühnen Fahrten Alkohol geschmuggelt, viel gewonnen, viel verloren, wie's gerade kam. Leid hat ihm nichts getan. Jetzt hat er eben seine ganze Barschaft von 800 Dollar in den Projekten eines Fordkollegen investiert, der Modelle über Modelle baut, um das Perpetuum mobile zu erfinden. Mit Begeisterung erzählt er mir von diesen Plänen. Das ist eine ganze große Sache, eine Chance, alles zu gewinnen. Keiner glaube daran, das wisse er schon, aber die Maschine laufe ohne Kraft, er habe es mit eigenen Augen gesehen und durchgeprüft. Er führe das Geschäftliche, sein Freund baue jetzt die großen Modelle, dann das Patent, dann die Millionen, dann, ja dann gehe er nach Deutschland zurück.— Um dich, du lieber armer und verwegener Bursch, dein Perpetuum mobile und deine 800 Dollar ist es mir wirklich leid. Arme Mutter am Rhein, wie lange sollst du warten, bis dein verlorener Sohn mit den Millionen heimwärts kommt! —12— Frostwirkungen und Pflanzen Von K. Liermann. Der Herbst hat seinen Einzug gehalten und der Natur deutlich seinen Stempel aufgedrückt. Wie lange wird es dauern, daß der Winter die Erde in Eis und Schnee erstarren läßt und scheinbar alles Leben ertötet! Trotzdem aber ist diese alljährlich wiederkehrende Erscheinung nicht gleichbedeutend mit der Zerstörung alles Pflanzenlebens. Der Einfluß der Wärme beziehungsweise der Lufttemperatur ist auf die Entwicklung der Organismen von größter Bedeutung. Zunächst ist es eine auffällige Erscheinung, daß der Zustand des Winterschlafes bei den Pflanzen, währenddessen die Säfte erstarrt sind, nicht gleichbedeutend mit der Vernichtung des Lebens ist. Man sollte meinen, daß das Einfrieren der Pflanzensäfte ein= für allemal die Lebensäußerungen ertöten müßte. Nun ist aber Erstarren und Erfrieren nicht dasselbe. Gewiß ist, daß Pflanzen unter der Einwirkung außergewöhnlich niedriger Temperatur absterben, indem sie im buchstablichen Sinne erfrieren. Doch sind keineswegs alle Pflanzen und ebensowenig trockene Samen dieser Gefahr ausgesetzt. Es ist ferner festzuhalten, daß die Kältewirkung entweder unmittelbar die Pflanze trifft oder diese selbst nicht unmittelbar beeinflußt, wohl aber ihre Wachstumsbedingungen vernichtet, indem in den Verhältnissen des Standortes einer Pflanze durch Frostwirkungen Aenderungen eintreten. So kann heilpielsweise die gefrierende Bodenfeuchtigkeit die Wurzeln mit Eis umhunen; dur Eis dehnt sich aus, trennt die Wurzelfasern aus ihrem innigsten Zusammenhange mit der Er.= krume oder überhaupt mit dem Standorte und die Pflanze muß zu Grunde gehen. Friert ein vorher feucht gewordener oder gewesener Boden gänzlich aus, so erfährt er, infolge des dynamischen Effekts der Eisausdehnung, eine förmliche Hebung oder Schwellung, wobei zahlreiche Wurzeln zerrissen werden. Das unmittelbare Erfrieren der Pflanzen beruht wahrscheinlich auf der Eisbildung in den Zellen und der Zerreißung der Zellenhäute durch die Ausdehnung. Es ist aber leicht zu beobachten, daß beispielsweise Knospen mit dicken Schuppen mehrmals einfrieren und wieder auftauen, ohne Schaden zu nehmen, während zarte Blättertriebe in einer einzigen Frostnacht zu Grunde gehen können. Unzweifelhaft ist es der Saftgehalt, welcher dem Einfrieren den meisten Vorschub leistet. Dichtere Umhüllungen und Konzentration des Saftes sind natürliche Schutzmittel. Trotz alledem liegt mitunter die Ursache des Absterbens einer Pflanze nicht in der Frostwirkung selbst, sondern darin, daß durch zu rasches Auftauen eine so erhebliche Störung in der Säftemischung stattfindet, daß die betreffenden Pflanzenteile getötet werden. Wie bekannt, verhält sich der tierische Organismus beim Einfrieren in ähnlicher Weise. Die Kälte bewirkt eine Zusammenziehung der Kapillargefäße, wodurch der Bluteintritt verwehrt wird. Zugleich erfahren die Blutkörrerchen selbst eine Desorganisierung. Ist dieser Zustand nicht so weit vorgeschritten. um den Tod des gesamten Organismus nach sich zu ziehen, so wird beim langsamen Uebergehen der veränderten Blutkörperchen in den allgemeinen Kreislauf der erfrorene Körperteil wieder zum Leben gelangen. Findet dieser Vorgang mit großer Energie statt, so wird in der Blutmischung eine ähnliche Störung mit tödlicher Wirkung vor sich gehen wie in der anormalen Säftemischung einer rasch auftauenden erfrorenen Pflanze. Daraus geht hervor. daß ein unvernünftiger Uebereifer bei Wiederbelebungsversuchen gegenüber Erfrorenen diesen das Leben oder mindestens das Absterben eines Gliedes kosten kann. — Vom Mitteilungsvermögen der Tiere Von Wilhelm Hochgreve. Die meisten Tiere haben vermöge ihrer Stimme eine Sprache. Fehlt dieses Vermögen, oder ist es nur schwach oder einseitig ausgebildet, dann bedient das Tier sich anderer Mittel der Verständigung mit den Artgenossen. Die Fähigkeit der Mitteilung mittels der Stimme oder in irgend einer Form finden wir jedenfalls bei allen Tieren mit wohl nur, ganz wenigen Ausnahmen. In allererster Linie aber spielt die Stimme die Rolle der Mitteilung oder die Sprache, wie wir getrost sagen dürfen, da die Stimme der Tiere je nach dem, was sie ausdrücken soll, verschieden ertönt, und danach auch verschieden, immer aber richtig verstanden wird. Neben der Stimmsprache finden wir ohne langes Suchen, wenn wir nur richtig zu sehen vermögen, auch bei den Tieren eine Mienenund Gebärdensprache. Jede dieser drei„Sprachen", voran die stimmliche, enthüllt dem scharfsinnigen Beobachter und dem Naturfreunde alle Schwingungen des tierischen Fühlens und Denkens. Die Lautsprache, welche die meisten Säugetiere, die Vögel, ein Teil der Insekten, sowie einige Reptilien und Fische besitzen, besteht aus Empfindungslauten, wie annähernd die Sprache eines Kindes im ersten Lebensjahre. Wir hören mehr oder weniger gedehnte Töne, Vokale, Konsonanten, die einmal oder mehrmals hintereinander ausgestoßen werden, während unser Wort eine nach bestimmten Gesetzen geordnete, artikulierte Verbindung von Lauten ist. Am nächsten stehen den Empfindungslauten der Tiere die Interjektionen unserer Sprache, denn diese sind nichts anderes als in Worten wiedergegebene Empfindungslaute. Nicht immer aber bedeuten die Tierlaute bloße Interjektionen; sie können mehr sein. Modifikation der Stimme und Modulation des Tones setzen das Tier instand, mehrere Empfindungen auszudrücken. So sind die stimmlich begabten Tiere in der Lage, während der Nacht wo die Mienen= und Gebärdensprache versagen muß, sich gegenseitig ihre Empfindungen oder ihre jeweilige Lage mitzuteilen.— Unter den stimmbegabten Tieren stehen die Vögel voran. Sie beleben daher auch die Natur am meisten. Die größte Ordnung der Bögel, die Singvögel, ist naturgemäß mit dem seinsten Stimmapparat ausgestattet, den wir in der Tierwelt überhaupt finden, mit SingSEEES S S 5 4A 1O: 3 ada: ——.—.— 5 S 8.: HESTEEUESE muskeln an der Stimmritze des unteren Kehlkopfes. Der Gesang unserer Vögel ist weiterhin eine Aeußerung der Paarungslust. halb hören wir etwa von Mitte Juli ab, bei vielen schon früher, kaum noch ein Lied. Vögel, die dann noch singen, brüten zum zweiten Male und singen entsprechend länger. Der Kreuzschnabel brütet im Winter und singt dann auch. Singt einmal, beisplelsweise noch im August eine Schwarzdrossel, so handeit es sich hier um verspätete Paarungslust, die in einem Liedchen ihren Ausdruck findet. Alle anderen Vögel, die nicht zu den Sängern zählen, äußern sich in der Paarungszeit ebenfalls meist stimmlich. Die Hähne der Waldhühner kullern oder spissen(Haseihahn) in der Balzzeit, die Schnepje streicht im Abendgrau quorrend am Walde und über dem Hain, der Ziegenmelker quarrt der Wachtelhahn ruft, Wanderfalke, Habicht und Bussard lassen aus hoher Luft ihr Kik=kik oder ihr hiäh, hiäh ertönen, und aus dem Rohr am See dröhnt die Balzlust der Rohrdommel in dumpfem Brüllen an unser Ohr. Es gibt auch Vögel, die stimmbegabt sind u. dennoch ihre Balzfreude und ihre Anwesenheit dem Weibchen auf ganz andere Weise verraten. Die Spechtmännchen, deren lustiges Wiehern bisweilen auch noch an sonnig=milden Wintertagen den schlafenden Wald durchhallt, hängen sich um die Paarzeit an einen dürren Baumzacken(meist alter Eichen und Buchen) und setzen ihn d. schnelles Schlagen in vibrierende Bewegung, bezw. sie lassen ihren Meißelschnabel so lebhaft gegen den tönenden Ast anschlagen, daß ein schnurrendes, weithin klingendes Geräusch entsteht, wodurch die Weibchen und auch Nebenbuhler angelockt werden. Ebenfalls durch ein nicht mit dem Stimmorgan und in ganz absonderlicher Weise hervorgebrachtes Gerausch meldet sich das balzende Bekassinenmännchen, das im Fluge schwachem Ziegenmeckern(daher„Himmelsziege") ähnliche, aber wohlklingende Löne hören läßt, die durch wirbelnd schnurrende Bewegung der Schwanzsederspitzen bei jäher Abwärtsbewegung in der Luft hervorgebracht werden. Dabei ist die Bekassine sonst durchaus nicht stumm. Aetsch, ätsch, ruft diese wegen ihrer flitzenden Fluggeschwindigkeit das „Karnickel der Luft“ genannte Schnepfe, wenn der Jäger sie in Wiesen oder Weiden hochmacht.“ Und die paarungslustigen Weibchen verraten sich dem im Zickzackfluge über ihnen dahinschießenden Männchen, sobald sie das Gemecker vernommen haben, mit Stimmlauten, die wie ein frohes Lachen anmuten. Auch in der Säugetierwelt hat die Stimme namentlich der männlichen Tiere zur Paarungszeit, oder, wie wir mit Rücksicht auf die bei den Säugetieren häufigere Polygamie richtiger sagen, zur Fortpflanzungszeit, die Aufgabe der Verständigung. des Sichmeldens der Geschlechter. Der Hirsch schreit nur zur Brunstzeit im Herbst. Es ist aber auch das Herrenbewußtsein, der gesteigerte Lebensmut, Eifersucht und Kompflust, was das Schreien oder Röhren ausdrückt. Der Marder lockt in seiner„Rollzeit" durch Keckern, des Fuchses heiseres Bellen vernimmt man am häufigsten in Hornungsnächten, in seiner Ranzzeit. Die Stimme des Rehes, die sich fast ausschließlich im sogenannten„Schrecken“ außert, also in Lagen, wo der Schreck die Ursache der Stimmäußerung ist, spielt zur Brunstzeit als eigentliches Verständigungsmittel keine Rolle. Hier entscheidet die„Witterung“ und das durch sie gelenkte Suchen, das bei allen Säugetieren, die ja im Gegensatz zu den Vögeln(Augentieren) in der Hauptsache Nasentiere sind, in der Zeit der Fortpflanzung eine wichtige Rolle spielt, bei den Rehen aber als Annäherungsmittel fast allein in Frage kommt. Doch melden sich die brünstigen Ricken den Böcken auch noch durch das sogenannte Fiepen. Fast alle Säugetiere stoßen in Schreck oder Gefahr Angsttöne aus, die auch Warnrufe für die Artgenossen bedeuten. Auch vermögen sich verschiedenartige Tiere, ja Vögel und Säugetiere untereinander ausgezeichnet, besonders inbezug auf Gefahr, zu verständigen. Warnt ein Zaunkönig, der einen Jäger nahen sieht, mit seinem scharfen Schnarren, oder schimpft gar in ähnlicher Lage ein Häher, dann wird das Wild sich hüten, auszutreten, bevor die Luft wieder rein ist. Krähen, die eine Eule entdeckt haben, schreien ihre Artgenossen heran, und auch ihre eignen Feinde, Falken und Habichte, die in diesem Falle aber gemeinsam auf die allen Tagraubvögeln, wie den Krähen, verhaßte Eule stoßen. Kaninchen pflegen bei nahender Gefahr, um die Artgenossen zu warnen, mit den Hinterläufen den Boden zu stampfen, ein Signal, das von den anberen in gleicher Weise beantwortet wird. Ich habe, auf einen Rehbock in einer Karnicheleche ansitzend, beobachtet, wie ein Hase, Hausrecht Tritt ein zu dieser Schwelle! Willkommen hierzuland! Leg ab den Mantel, stelle Den Stab an diese Wand! Sitz obenan zu Tische! Die Ehre ziemt dem Gast. Was ich vermag, erfrische Dich nach des Tages Last! Wenn ungerechte Rache Dich aus der Heimat trieb, Nimm unter meinem Dache Als teurer Freund vorlieb! Nur eins ist, was ich bitte: Laß du mir ungeschwächt Der Väter fromme Sitte, Des Hauses heilig Recht! Ludwig Uhland. Gr der trotz seiner Verwandtschaft mit dem Wildkaninchen jene Warnungsmethode selbst nicht übt, durch das Kaninchensignal, ohne etwa Wind von mir bekommen oder mich eräugt zu haben, flüchtete. Die Verschiedenartigkeit des Mitteilungsvermögens sowohl mittels der Stimme als der Gebärden können wir an unseren Hunden besonders gut beobachten. In ausgelassener Stimmung lachen die Hunde, was neben der Miene(Mimik) auch die Bewegung der Rute zum Ausdruck bringt. Die Hunderute ist nächst dem Bellen, das ja bekanntlich froh und traurig, mutig und feig. bittend und abweisend klingen kann, immer in ihrer Haltung die Unterstreichung der mit jenen anderen Mitteln zum Ausdruck gebrachten Stimmungen z. T. ist sie auch das Hauptbarometer. Auch das Sträuben der Haare(und Federn bei den Bögeln) ist ein Ausdrucksmittel für jeweilige Stimmungen. Wie ein guter Jäger seinem(guten) Hunde am Bellen die Lage während einer Nachsuche (Hetz= und Standlaut) abhört, so sieht er, wenn der Hund auf der Suche im hohen, das Wild vor dem Auge des Jägers und meist auch dem des Hundes verbergenden Kraute vorsteht, seiner Haltung im ganzen und auch der Rutenhaltung besonders ab, was es da gibt. Dieses vielseitige Mitteilungsvermögen der Jagdhunde ist von größter Bedeutung für die Jägerpraxis. Nach der Betrachtung der Vögel und Säugetiere, die natürlich auf so engem Raume nur andeutend sein konnte, wollen wir den„Kleinsten" noch ein paar Sätze widmen. Die Individuen der Tierwelt stehen in Beziehungen zu einander, die bei den gesellig lebenden und „Stauten“ bildenden Tieren am innigsten sind. Solche Tierstaaten würden ohne Verständigung der einzelnen„Bürger" unmöglich sein, und zumal der überaus sein organisierte Ameisenstaat baut sich ganz auf Verständigung auf. Die Ameisen besitzen, wie H. Eidmann nach eigenen Forschungen und Beobachtungen auf der letzten Naturforscherversammlung in Innsbruck mitteilte, eine Zeichensprache. Wenn eine Ameise allein auf ein Futterstück stößt, so versucht sie zunächst, dieses allein in das Nest zu befördern. Kann sie das nicht, dann läuft sie zum Nest, um Hilfe zu holen. Sie läuft hin und her und kreuzt mit den Genossen die Fühler, worauf diese ihr folgen, und den Fund in Sicherheit bringen. Schaffen auch sie das nicht so holt die Ameise weitere Hilfe. Eidmann sah eine Ameise fünfmal ins Nest laufen, bis genugend Hilfe vorhanden war. Die Zahl der Alarmierten ist oft groß, man zählte bis 50. Ist das Futter geteilt oder leicht teilbar, dann schleppt die Finderin alles nacheinander ohne Hilfe ins Nest. Die Mimikry Von Kurt Bibl=Quasnitz. Bei vielen Tieren, namentlich bei den Insekten beobachten wir eine große Anpassungsfähigkeit an die Umgebung(Mimikry).— Die Schmetterlinge tragen an der Oberseite ein prächtiges Kleid. Durch die Eigenart ihres Flatterfluges entgehen sie trotzdem den Nachstellungen der Vögel. Sobald sich aber die Falter ausruhen oder zur Nahrungsaufnahme auf eine Blüte setzen, klappen sie ihre leuchtenden Flügeldecken zusammen, und die unauffällige, graue Unterseite wird nun sichtbar. Auch die Raupen und Puppen sind durch die Farbenanpassung geschützt. Besonders auffäl* der dem nieserngansten heimiichen Raupen. Es gibt ferner dunnelgefärbte Raupen, die sich in der Gefahr mit den Scheinfüßen an dem Astwerk anklammern und den Körper in starter Haltung abspreizen. Dadurch täuschen sie einen abgestorbenen Ast vor. In dieser Stellung reagieren sie nicht einmal auf Berührung. Ihr Körper scheint sich in einem krampfartigen Zustande zu befinden. In Argentinien wird eine Heuschreckenart beobachtet, die eine außerordentliche Aehnlichkeit mit der Wespe hat. Das interessante Insekt besitzt einen Leib mit schwarz=gelben Streifen. Wird die Heuschrecke gereizt, dann krümmt sie ihren Hinterleib zusammen, als wollte sie stechen, und dabei weist sie überhaupt keinen Stachel auf. In Afrika ist eine andere Heuschreckenart festgestellt, die als Larve genau wie eine große Ameise aussieht. Sie lebt auch mit diesem Tier zusammen und zeigt dieselben Eigenschaften. Erst bei den ausgewachsenen Insekten verlieren sich diese sonderbaren Merkmale. Am auffälligsten läßt sich die Mimikry bei den Gespensterheuschrecken und dem„Wandelnden Blatt" nachweisen. Beide Insekten werden in den Terrarien der zoologischen Gärten gezeigt. Die Gespensterheuschreche stammt aus Ostindien. Bei Tage verharrt sie regungslos auf den Bäumen, und ihr stadähnlicher Körper mit den dürren Beinen erscheint wie ein Zweig. In der Nacht aber erwacht sie und fällt gierig über die Blätter her. — Das„Wandelnde Blatt“ ist in Indien zu Hause. Der Körper und die Beine zeigen eine grüne Färbung und die charakteristischen Merkmale eines Blattes. Sogar die Mittelrippe und die Nebengefäße sind bei dieser wunderbaren Anpassungserscheinung nicht vergessen. Wir stehen hier vor einem Rätsel der Natur. Die Eingeborenen haben über diese Tiere verschiedene Märchen verbreitet. Sie bezeichnen die sonderbaren Insekten als lebendiggewordene Blätter oder glauben sogar, daß aus den Tieren Bäume entstehen können. Interessantesüber Temperaturen Die Frage nach der höchsten auf der Erde beobachteten Luftwärme ist schwer zu beantworten. Nach Hellmann ist einer der Orte mit der größten Hitze Massaua auf einer kleinen Insel im Roten Meer. Im Durchschnitt beträgt hier die Luftwärme im Jahre 30 Grad Celsius und steigt im Juli auf 35 Grad. Ebenso heiß ist es im italienischen Somaliland. Deutsche Forschungsreisende in der Sahara sollen stets als heißesten Ort die Oase Kauar bezeichnet haben mit einer Hitze im Mai und Juni von durchschnittlich 37 Grad. Das berüchtigte Todestal in Nordamerika an der Grenze von Kalifornien und Nevada weist im Juli eine durchschnittliche Temperatur von 39 Grad Celsius auf. Aber hier sind am 10. Juli 1913 ausnahmsweise einmal auch 56,6 Grad gemessen worden. Die größte Kälte ist nicht, wie man meinen sollte, auf Polarexpeditionen beobachtet worden, sondern in Sibirien. In Werchojansk kommen Temperaturen bis zu minus 68 Grad vor. Da versagt natürlich das gewöhnliche Quecksilberthermometer und an seine Stelle tritt das Weingeistthermometer. Die regenreichsten Gebiete in Teutschland sind das Sauerland und der arz. Die meisten Regen auf der Erde fallen aber in Indien, besonders in den Bergen nordostiich von Kalkutta. Beinahe ebenso groß ist der Regenfall auf Kanas, der nördlichsten der Hawai=Inseln. Eine dritte Stelle mit über. reichem Regen ist der Westsuß des Kamerunberges am Golf von Guinea. Es gibt in diesen regenreichsten tropischen Gebieten Orte, an denen es im Jahre an 300 und mehr Tage regnet, und wenn in Indien der Südwestmonsum weht, im Juli und August, regnet es dort an jedem Tage. Einen Ort ganz ohne Niederschlag gibt es auf der Erde kaum. Auch in den trockensten Wüsten regnet oder tröpfelt es zuweilen einmal. Wohl gibt es Stätten, an denen in mehreren Jahren hintereinander keine meßbaren Niederschläge zu beobachten sind; aber schwere Regengusse kommen sogar bald hier, bald da in den Wüsten vor. Die windigste Gegend der Erde ist wohl die Commonwealthbai am Rande des südpolaren Erdteils. Ganz ohne Wind ist keine Gegend. H. O. —1.— Unglück des Aberglaubens Entsetzliche Einzelheiten über den Aberglau ben der afrikanischen Eingeborenen kamen in einer Gerichtsverhandlung zutage. Ein Zauverdoktor, der von den Eingeborenen in der Nähe lig ist diese Erscheinung bei dem Kiefernspan=(von Pilgrims Rest gefürchtet wurde, war des ner und dem Liauterschwärmer, unsern größe Nordes angeklagt u. z. Tode verurteilt manden