Nach dieser endlichen Erfüllung des erwarteten Wunders mochte ich die alten Götter nicht länger versuchen. Heimkehrend über die köstliche Enge von Messina, zwischen dem Thyrrhenischen und Jonischen Meere auf dem Trajekte hinübergeleitet, erfreute ich mich immer wieder an der herrlichen Küstenfahrt, die von San Giovanni bis Genua durch Hunderte von Tunnels führt, Zeugen menschlichen Sieges über die Widerstände eigenwilliger Naturdamme. Stets aufs neue sah ich mit teilnehmendem Interesse, wie zielbewußt dem Boden der Erntesegen abgerungen wird. Oft ranken sich die Weinreben von Obstbaum zu Obstbaum, und im sauber beackerten Grunde darunter wird noch Gemüse aller Art gezogen. Dreifache Frucht! Siziliens und auch Italiens schlichtes Landvolk versöhnt einen mit dem überbetriebsamen Städter, und die freundliche Bereitwilligkeit, den kargen Tagesproviant mit jedem Fremdling zu teilen, läßt einen sogar die Habgier vergessen, mit der die Großstadthotels den zu„ganzer Pension“ versklaven wollen, der doch— um Land und Leute wirklich kennen zu lernen und so die Völkerbundideen im Blute zu realisieren— einzig Interesse an Freizügigkeit hat. Ein letztes Bekenntnis wirst du mir aber, trotz allem, hoffentlich nicht versagen: Als ich schließlich, von den rauhen Anstiegtälern des Gotthard herab, über den tiefgrünen Bodensee, durch die maimilden Hügelketten des Allgäu der Heimat zustrebte, als ich zum anderen Male Birken und Eichbäume, domhallende Tannenwälder sah und die nicht von Menschenhand bedrohten Vögel singen und zwitschern hörte, ging mir erst so recht ehrlich das Herz auf. Was wir, eingekreist wie wilde Tiere im Naturschutzpark, unter dem Drucke des Zwanges gewang nen, wahre, liebevolle Kenntnis unseres Landes. das sollen und wollen wir nie wieder verlieren! Und ich bin glücklich darüber, durch diese jüngste Auslandreise in gepriesene Himmelsstriche aufs neue die eigene Schönheit unseres Deutschland empfunden zu haben. In Treue Dein Gustav Herrmann. —2.— Das Mangobaum=Wunder (Etwas über Fakire und Fakirwesen.) Von Leo Erichsen. (Nachdruck verboten.) Das Fakirtum hat von jeher einen besonderen Reiz auf den Europäer ausgeübt. Die Distanz zu ihm ist zu groß, als daß es mit dem Maßstabe gemessen werden könnte, den man an ähnliche Erscheinungen des Abendlandes anzulegen gewohnt ist. Der mystische Schleier, der um seine Phänomene gewoben ist, läßt deren Realität schwer oder gar nicht erkennen. Gewiß bedingt auch hier die Einstellung, die von vornherein der Zuschauer zu den Experimenten nimmt, sehr häufig deren starke Wirkung. Wer erfüllt ist von dem Verlangen, endlich das Wunderland zu schauen, nach dem ihn von Jugend auf die Sehnsucht treibt, den Boden Indiens betritt, wer Fakirdarbietungen, über die ihm urteilslose Reisende berichteten, bereits als unbedingte Wunder anerkennt, ehe er die ersten zu Gesicht bekam, wer in Delhi, in Colombo oder auf dem Tempelplatz von Benares unter allen Umständen die Bestätigung dafür sucht, daß es einer bestimmten Kaste von Menschen gegeben sei, sich über alle Naturgesetze zu erheben, der wird sicher in dem Schauspiel, das man ihm hier bietet, die Summe jener Unbegreiflichkeiten schauen, die er als selbstverständlich voraussetzte. Allein der nüchternere und vor allem geschulte Reisende wird vielfach dort, wo seine Freunde und Fahrtgenossen Wunder zu sehen, glauben, jene Darbietungen feststellen können, mit denen in Europa die großen Illusionisten u. Zauberkünstler verblüffen. Aber auch ihm wird ein Teil der Fakirexperimente ein noch ungelöstes Rätsel bleiben. So ist es verständlich, daß in jüngster Zeit eine Schar von scharfen Beobachtern, die zugleich psochologisch geschult sind, versucht haben, den Fakirexperimenten auf den Grund zu gehen., Dieser Erklärungseifer schießt manchmal weit am Ziel vorbei. So ging kürzlich durch die Presse die Nachricht, daß einem Arzt gelungen sein soll, das Wesen des Mangobaum=Wunders, des berühmtesten und nopulärsten Fakirerverimentes. restlos zu klären. Ein Stock soll in eine Schüsse! mit Flugsand versenkt werden. an ihm befänden sich eine Anzahl Stabheuschrecken in starrem Zustande, die langsam. während der Fakir den Stock an die Oberfläche zieht, zum Leben erwachen und so allmählich das Bild eines mit vielen kleinen Zweigen und schmalen Blättern versehenen Baumes vortäuschen helfen. Diese Erklärung hat schon für den Laien etwas stark einnehmen, würden an Dressur die klügsten Vierkunstler üvertreffen. Die Erklärung ist aber auch, wie ich aus eigener Erjahrung feststellen kann, vonlkommen salsch Das Mangsbaum=Wunder kommt in zweierlei Formen zustande: durch Süggestion sowohl wie durch einen geschiaten Taschen= spielertrick. Die Saggestion wird angewandt, wenn die Vorbebngungen hierzu besonders günstig sind. Und jever, der mit den Erwartungen auf Sensationen, die jenseits des Mensczlicherklärbaren liegen, nach Indien kommt, ist natürlich einer Suggestion besonders zugänglich, ähnlich dem Spiritisten, der die Sitzung in der Erwartung beginnt, heute unbedingt Botschaften aus der vierten Dimension zu vernehmen. So fällt es dem Fakir nicht schwer, durch die Suggestion einem großeren Kreise von Personen das Wachsen eines Mangokernes vorzutäuschen, den er eben in eine mit Erde gefüllte Schale versenkte. Und dies um so mehr, weil schließlich jeder der Zuschauer bereits einmal etwas von diesem Mangobaum=Wachsen gehört hat, es also von vornherein erwartet und dadurch die Suggestion ungemein begünstigt. Ebenso bleibt das Seil, das der Fakir längere Zeit in der Luft schwingt, um es dann hoch zu werfen, stehen, während die photographische Kamera nur eine Reihe gespannt in die Höhe blickender Gesichter, aber kein Seil verzeichnet, sondern nachweist, daß das Seil ruhig auf dem Boden liegt. Weit weniger aber, als der Laie ahnt, stützt sich der Fakir auf seine Fähigkeiten als Suggestor. Er greift eher zu dem sicheren Mittel der bewußten Täuschung durch seine Handfertigkeit. Die Kaste der Fakire bringt die geschicktesten Gaukler der Welt hervor und die größten Illusionisten Europas und Amerikas— etwas Great Goldin, der einstmals unter dem bescheidenen Titel: Der Illusionist der Könige — der König der Illusionisten ganz Europa bereiste— verdanken ihre Haupterfolge den Trichs, die sie von den Fakiren gelernt haben. So die Reisschalen, deren Inhalt sich in Wasser verwandelt, oder die festverschlossenen Tücher, deren Knoten sich scheinbar von selbst löst oder das Verschwinden aus einem verschlossenen Korbe. Das Wachsen des Mangobaumes wird nur in einer einzigen Form ausgeführt und diese besteht in dem Auswechseln einer Anzahl Pflänzchen und Pflanzen in steigender Größe vom zartesten Keimblatt bis zum ausgewachsenen Baum von ein viertel Meter Höhe. Die Möglichkeit des Vertauschens wird dem Fakir durch das große Tuch erleichtert. Er steckt ein Samenkorn in die Schüssel, breitet ein Kaschmir=Tuch darüber aus, zieht dieses wieder weg und zeigt, daß das Korn bereits ein Keimblatt getrieben hat. Er deckt das Tuch von neuem über den Keimling, nimmt es wieder fort und die Pflanze hat sich in eine bedeutend größere verwandelt; wieder wird in großem Schwunge das Tuch über die wachsende Pflanze gebreitet, wieder wird es entfernt, und der Mangobaum hat eine Reihe neuer Blätter angesetzt. Das Tuch ist doppelt und wird in ganz bestimmter Weise festgehalten. In seinen Falten sind Pflanzen verschiedener Größe vervorgen, die an Stelle der Wurzel eine Bleikugel mit Spitze tragen; sodaß die Pflanze, nachdem sie unter dem Schutze des Tuches herausgefallen ist, senkrecht in der Erde stehen bleibt. Beim nächsten Auflegen des Tuches wird sie geschickt entfernt und stets durch eine größere Pflanze ersetzt. Wer das Becherspiel europäischer Gaukler kennt, wird diese Erklärung noch besser verstehen. Das sogenannte Mangobaum=Wunder wird nur in dieser Form ausgeführt; daß diese so selten erkannt wird, liegt an der zu geringen Schulung des Zuschauers und vor allem an der fabelhaften Geschicklichkeit des Fakirs, der von Jugend auf— in seiner Kaste— für diesen Beruf erzogen wird und diesem sich mit einer Innerlichkeit hingibt, die stets vorhandene Fähigkeiten noch gesteigert hat, nämlich mit einer religiösen Inbrunst. Ob auf den Straßen Indiens ein Fakir oder ein Nur=Gaukler vor uns steht, kann der Europäer nicht unterscheiden. Handelt es sich aber um einen echten Fakir, dann wird dieser bei allen seinen Darbietungen von seinem religiösen Eifer geleitet und so betrügt er auch, fast möchte ich sagen, zur höheren Ehre Gottes. Darum erreicht er auch die höchsten körverlichen Leistungen, wie das„Sich=begraben=lassen“(d. h. er macht einige Wochen eine Art Winterschlaf durch wie die Tiere, die während der kalten Jahreszeit in eine völlige Erstarrung verfallen. aber natürlich doch am Leben bleiben). Und so nähert sich der Fakir langsam der Brücke, die zu den Aoghis führt. ebwohl zwischen beiden eine große Kluft besteht. Ich möchte diese in die Forme. fassen: Der Fakir ist der Meister des eigenen Körpers, nen zu lernen, muß man Indien besuchen. Denn weder ein Fakir noch ein Yoghi werden je in Europa anzutreffen sein, da ihnen ein heiliges Gesetz das Verlassen des Bodens ihres Mutterlandes verbietet, ein Gesetz, das oft so eng ausgelegt wird, daß mancher Fakir, wenn er. eine Kluft überquert, eine Handvoll Erde mitnimmt und sich im Kahn oder auf der Fähre auf diese stellt, um auf diese Weise stets den Boden Indiens unter seinen Füßen zu wissen. Am Ausguck Sonderbarkeiten bedeutender Männer. Der gelehrte Scaliger konnte keine Brunnenkresse sehen, ohne zusammenzuschaudern. Der Marschall d'Albert floh vor einer Herde Schweine. Heinrich 3. von Frankreich hatte einen solchen Widerwillen gegen Katzen, daß er es in keinem Zimmer aushalten konnte, wo eine war. Tycho de Brahe veränderte seine farbe, wenn ihm ein Hase oder Fuchs in den Jeg lief. Bako fiel in Ohnmacht, so oft eine Mondfinsternis eintrat. Der Freidenker Hobbes konnte in der Nacht nicht ohne Licht sein. Der berühmte französische Maler Grimoux hatte vor Gewittern große Furcht. Um sich vor dem Blitze zu schützen, erfand er folgendes drollige Mittel. Sobald er herannahende Gewitter gewahrte, neß er einen großen kupfernen Kessel ausleeren, setzte sich hinein und ließ den Deckel über sich zulegen. Von Zeit zu Zeit hob er den Deckel mit dem Kopf in die Höhe, um zu fragen, ob es noch blitze. Dauerte das Gewitter fort, so kroch er wieder hinein, ließ den Deckel zufallen und ging nicht eher aus dem Kessel heraus, bis man ihm hoch und heilig versicherte, das Gewitter vorüber sei. Mittel zum Zweck. Kurz vor der Revue fragte Friedrich den Obersten nach seinen Offizieren. Der Oberst lobte sie nach der Reihe, nur über den Rittmeister D. zuckte er die Achseln und drückte den Wunsch aus, er möchte vom Regiment versetzt werden. Der König, der wohl wußte, daß der Oberst dem Rittmeister nicht wohlwollte, fragte nach der Ursache und erfuhr, daß der Rittmeister saufe, was Friedrich im höchsten Grade zuwider war. Bei der Revue fand er sämtliche Offiziere mittelmäßig, nur den Rittmeister, den er absichtlich aufs Korn nahm, mit seiner Schwadron musterhaft. Nach der Revue nahm der König den Obersten auf die Seite und sagte zu ihm:„Weiß Er was, sauf Er auch!“ Der Offizierspelz. Der alte Fritz sah es nicht gern, wenn seine Offiziere Pelze trugen. Eines Tages kommt er in das Vorzimmer zu seinem Arbeitsraum, als er am Kamin einen zum Trocanen aufgehängten Pelz sieht. Wütend nimmt er ihn und wirft ihn ins Feuer. „Hat er sonst noch etwas zu sagen?" herrscht er den diensthabenden Offizier ar.. „Nein, Majestät. Ich weiß aber nicht, was der englische Gesandte sagen wird, der den Pelz hier zum Trocknen aufgehängt hat.“ Der alte Wrangel. Der alte Wrangel war ein tüchtiger Mann, aber in der Orthographie nicht sehr bewandert. Mit mir und mich stand er jedenfalls wie mit seinem erbittertsten Feind auf Kriegsfuß. Doch aus der Ruhe ließ er sich nie bringen, und eine hübsche Portion Selbstbewußtsein besaß er auch. Man erzählt sich eine Menge Geschichten von ihm. Er hatte eine höchst energische Frau, die ihn gut im Zügel hielt. Als er im Jahre 1848 in Berlin einziehen wollte, hatte man ihm gedroht: zur selben Zeit seines Einzuges würde man in Stettin seine Frau erhängen. Als er in Berlin zum Brandenburger Tor einzog, sagte er schmunzelnd und seelenruhig zu seinem Adjutanten:„Mir soll bloß wundern, ob sie ihr uffgehangen haben!“— Eines Tages sollte er Friedrich Wilhelm 4. über einige Offiziere Auskunft geben, die zur Beförderung vorgeschlagen waren. Er schrieb von einem Leutnant:„.. halte ich für den feigsten Offizier.“ Majestät, darüber erstaunt, ließ Wranger rufen:„Aber, Wrangel, wie können Sie mir den feigsten Offizier zur Beförderung vorschlagen?“ Wrangel ist besturzt, dann nimmt er den Brief und sagt verwundert:„Majestät, hier steht doch deutlich der Feeigste!“(Fähigste).— Nach der Erstürmung der Düppeler Schanzen 1864 dankte Majestät bewegt seinen Soldaten und sagte:„Nächst dem Herrn der Heerscharen danke ich meinen braven Truppen den Sieg!" Nach den Worten„Herr der Heerscharen“ meinte Wrangel stolz zu seinem Adjutanten:„Damit meint er mir!" Aecnduresonudere dochenn— Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung. Donnerstag, 9. Juli 1025 Reife in der Heimat von Wilhelm Lennemann Durch die hohen Sommertage Führet mich mein Wanderschritt, Und der Himmel und die Wolken Und die Sonne wandern mit. Die Kartoffelfelder blühen, im Halm der Roggen steht, Gnadend über ihm ein Leuchten Wie ein Odem Gottes weht. Rade, Mohn und Königskerze Blühn mir zu am Wegesrain, Zwischen Gras und all die Blüten Werf ich selig mich hinein. Dunkel raunt's im Schoß der Erde, Jubelfroh die Lerche singt; Werbend in mir Erd’ und Himmel Glockenrauschend wiederklingt. Heimat, liebe Heimateroe, Acker, Wald und Wiesengrund, Haltet Seele mir und Sinne Und mein junges Herz gesund; Füllet mich mit Kraft und Güte, Daß ich zwinge Tag und Not, Und mir blüh ein Sabbatfriede Und ein gnadend Abendrot. Sonne flammt um Stein und Gräslein, Um Salbei und Rittersporn, Wider Wintersnot und Hunger Wächst das Brot und reift das Korn.. Einmal kommt auch mir die Stunde, Da ich steh' in Frucht und Saat, Da auch mich nach Not und Wunden Krönt d ebens reifste Tat... Wo ich wandre auch und weile, Immer hält da eine Hand Voller Liebe mich und Treue An mein heimatliches Land. Und ich warte, und ich reife, Wie ein Wunder steh' ich da Und die Erde und der Himmek Und die Sonne sind mir nah Mein Alltagsweg Von Walter Schweter. Jahraus, jahrein, Werktag für Werktag, jeden Morgen und jeden Abend gehe ich zur Arbeit den gleichen, langen Weg. „Wie eintönig das ist!“ wird mancher denken. Aber der Frühling, der einen Blütenreich= tum um Haus und Hof streut, die helle, warme Sommerzeit, der Herbst mit seiner bunten Pracht und des Winters Launen, lachender Sonnenschein, feuchte Nebelschleier, die durch die Gassen huschen, und der Schneeflocken lustiges Gewimmel und dann auch die mir begegnenden großen und kleinen Menschen geben ja dem Weg an jelim Tag ein anderes Gesicht. Am liebste ngehe ist durch die kleinen Vorstadtstraßen, wo am Feierabend zwischen den Blumentöpfen junge und alte Gesichter beschaulich auf das ruhige Leben der Gassen herabschauen, wo im Herbst noch der alte, vertraute Klang der Dreschflegel zu hören ist und an warmen Tagen die Kleinsten neben der schnurrenden Katze auf den besonnten Stufen sitzen. Ganz so sauber wie die mir in der Stadt begegnenden Kinder sind die nacktbeinigen Buben und Mädchen freilich nicht, dafür aber um ein gut Teil kindlicher. Aus dem hastigen Treiben der Hauptstraße rette ich mich immer auf einen stillen Platz, der sich zwischen zwei von dichtem Baumgezweig überdachten Wegen friedlich breitet. Fast jeden Tag, schon ein paar Jahre lang immer zur selben Zeit, begegnet mir hier ein junges Mädchen. Fast noch ein Kind ist's, vergleichbar mit der ersten, zarten Blütenknospe der wilden Rose, die, vom linden Hauch des Lenzes wachgeküßt, sich eben anschickt, ihre rosigen Blättchen zu entfalten. Ich weiß nicht, wo das liebe Dirnlein wohnt, nicht, wohin es in jeder Morgenfrühe geht, auch nicht, ob es schon einmal darauf geachtet hat, daß wir uns alltäglich zur selben Stunde und an derselben Stelle begegnen. Und hätte nicht nach jahrelangem Vorbeiwandern einmal eine der Gespielinnen den Namen des Kindes hinter ihm dreingerufen, dann wüßte ich auch den nicht. Zwar kenne ich nun erst den Vornamen und glaube nicht, daß ich den anderen jemals werde hören. Daß Liesel schlank und flink ist wie ein Bachstelzchen und ein helles, fröhliches Gesicht hat und helle Haare, das weiß ich natürlich schon lange, doch daß die Augen blau sind, erst seit gestern. Liesel drehte zwar das Köpfchen schnell zur Seite, als ich sie mir einmal genau habe betrachten wollen und es zuckte halb schelmisch, halb ärgerlich um die Lippen; voch jetzt weiß ich's. Wüßte das Mädel auch, daß es mir die allerseligste Jugendzeit, als mein Schätzel gerade noch so jung und frisch und so fröhlich mir entgegerlief, an jedem Morgen von neuem vors ürge zaubert, dann truge es vielleicht das Kopflein über den schmalen, kindlichen Schultern noch einmal so stolz.... 1 2. Noch ein paar hundert Schritte und ich stehe an der kleinen Pforte des Parkes, der mic alle Morgen eine Weile in seine starken Arme Es hat in der Nacht geregnet. Die Wiesen duften stärker als je, und das Gezwitscher aus den tausenden kleinen Vogelkehlen verschließ: dem Lärm der Straße den Elatritt in meine sille Welt.. Jetzt schlüpfe ich durch ein schmales Tor wieder auf die große Straße und stehe vor einen: winzigen Laden, der sich in rührender Bescheiverheit zwischen zwei hohe, stolze Häuser einzezwängt hat. Einmal habe ich in seiner Nähe gewoynt. Da war der kleine Raum den lieben, langen Tag angefüllt von den schmetternden Tönen aus den Kehlen eines jungen Schusters und seines Kanarienvogels. Weil ich aber ihr einziger Kunde blieb und es mir trotz meiner wanderlustigen Beine nicht gelingen wollte, die beiden lustigen Vögel satt zu kriegen, so waren sie eines Tages beide ausgeflogen und an Sro#m han hanck uafping aun shze — Mi di Mh Wiei iu nn Mi aa icucge Sihat Wn uun Wi Mu ue u i Wusbungbibsni d iiiicung Scn M m co Mhg hl M Miuu uicunc S e M um M n uie ihg gi zins Mth Wm 10d Wiing Wue Wlg Mnhung u#0 1n Mc Whn c Pi u M e Wn M W haun S M i i u Mn c uu uhchlog, W Ni Wc M — Mu W uu n S Nig e qbuch#sibom Jönn Ioun al Vicz=iint u u Wsi ocnze Wi ud Wi Wiulan Muh nne Wh une on Mrin wic 1 chap MM M une Mu bag in nc nnne S u M u u n u i iuih lomm ate Mn gu Mhusburig Mn iut Wue e t uce Au iud cut Mi W Miug u Mt W i c ah Mnd Win u du cu mpnig ihn inn W et usqusapflen Luvb hog“alpp) r 210 1— W iihlnn Wi M uih i zazun i ucc— Wiiug n il uvm e uchu— Wihing suobie uiel(pano— M We ucnn i M n st W Mieuu M gimp M S ann We nacpi u„Mg“ c g u Se P M Mu P un i Hunnn t u hane ucb c piscpiel G e n e un(zck W W et uucg au tpi Ani gzui uag cue a urt W M dc Buninog M un l Splizurs Si i a e viicc G i Wne ui cungn M Sp So i un in W Mu uteig it Prd S d Woiit Wpiu M M M tho ui iii nn g Mish hicte Gon 1oih uchlommt, Vugg u ur m n tpi u M ss ish in Mn Mub uog niius Sattg i N W e ce M i i Mcn S c e u Mu M Me u P iit M ic ipt öya#— zuste gun buvseg noa Sug iim— iiuch buiaic“ szunc snb W Meii uendmlsgzung 130 Jnv 1% Uscuchele Bigingeb ug zug i h uchn u i it Wn W cuh e WM M l uluncg Peict i noa dobnet ueg und ut ot uom Wt Mi WM in— i ui i ng bun Pia unng Wo uee ganig Scuig W n Pii tt ut W e Sui u u uun Wi Mhn sig si at Wcn Si Wi W h aun Mun uu u h#unb zh Me ih P Wn uh cun cunchil e un cun i ic 19 auune Inu Mt uh uuch 12 bihyul W uun uo Mut 1 W au Micl W guctg guaß M n M We ucnn Wt ansb#l Gu ugt r t use urm ggcc l'='k cun dadie wou hond Wwin aun i I n A ii n uuc Wuucl„i“ S u i ch W u Mse W M Mccnc zing sburtjeck A ushcrab W n in uousgn shunu„Ijvu ite“ Weib 10„uiung“ We eee Mu uo A o u n — funn cn— ud nt un uute pi ku uhg ihbuneb ppacte n##h u n W M in iu un aht ur Wuu il ut ci cit icuh Piuu une Shim u umlhn aunig uuet it ee biusclu noang mut e at l s110 Sn gin Wiln Me u ccccnn Sut utung ic t e utnli Wiic uin uct ulddina n p::-31.9####, hinnn une Wic M ur ai dii mpiinnn tn gun M clac ue P Wcu cunn An it uic Stig e M hes uvm M cl ain ucn M nn nn gun Wu Wit n t useppplazic u huh uen W Wi Mu W r g W W n M W e siie n isult Mml ng ucc lnd zuucg gusben uiipnzg mog inv z(vaboubocung u Stung i udtn Su Mriu D it tibet Luv6— ua 1 uibung 1 tu#tn si gat Pi— unc u 1hnih hono Nu b uri ung Wii M###0 noa lpi#val lonv!! i— Mihi Wuhg W it u s uu uihog t ubinn ud zolpe uenzat M ie Pcil ur zhnu u sg og 130 etog hais u i it# u i i iu Wnb t i u i un ut iin uu Mnh i s h pi gun W in ung b uush tpi Sosplila 0 . u W W c ituß biusat i— M u W u M Wh ie nac usbiate M uii u ctiunn W un h ice oh ur hnc Viogsbule uoc uvm zh###ß zvisvont zus uhl Inv Yvg an! t nn nug swog gun M— Mun sucng##o uu n— n wiqila quoönd A u u i pe molplaneg M t it(iu ock Wuth Wuueg 1 W ie uc Prii We aa Wpnant n#i uuac M M uu Mu in(puuu lnd h unn gun u ig eao uc Wee Juc Gi ssp unen Wt i M c u —12— 1 911 D 15 Mh nn h e W u utud iii sig u unshlu un uunag uli WMeitng oclien gun ilun S W ug sinSu galspileg sut gun Wc M r suu hup Weiun ue Me uirit nuu cs ug h u Wu i Wch ngeg M W un snn see mnunc nhn M unce u wehpfect wut s ine Sn ghunbag zzhn S M u eucen h Pi M vatte sbug un ii h uch snung e hn gu iel aque ug usss i zusbuznlg ogaoa S ss u iu Mu Whie ishtus(pil 13 M u iin n Un i iimn uun uud sbub u su i ing ug iii fu i pnc unuzu i Mu bue uc uri og S ucc stun u tct#0 uacp ui M zi u Mt u in W u e Mi e ono U M c u gnn sii S Tune# Su n 1 uc ucne uh W Mn i M e stung uud Spg una uag (Bug cbttan Sui W sie ir a t Wett uum ig ime ui it e! 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