9.8 Schg S 88.55 Zorehn 28n E##g e 268. AFBTERRRR JUFR SB6RZRSESS SorU ESUSSRTIBTRSSI BSRPTRIS.S 5 95—e Uu ET T BBRISSAE S·5g *1* SSESPSSDE S E. S OSE Auf dieses Dazu=erzogen=werden und Mitgutem=Beispiel=vorangehen kowmt# au. Und galens= Lengiesoptangehen kommt es an. und auch darauf, daß die Mutter die Fähigkeiten ihrer Kinder richtig einzuschätz ihre Kräfte. chtig einzuschätzen vermag un Bei sich. Da heißt es also, diesen Betätigungs in die richtigen Bahnen zu lenken, sonst darf man sich nicht wundern, wenn er selbst sein Heil versucht, und Sachen getan werden, die uns nicht erwünscht sind. Z. B. Klein=Margit, die Muttern beim Waschelegen zugesehen hate, aber nicht helfen durfte, stiebitzt heimlich und leise der Mutter ein seisnan Ct.=Lonhandtiich#t, um auch Wäsche legen zu können. Und da sie mit dem Zusammenlegen des großen Handtuchs nicht fertig wird, nimmt sie resolut die Schere und zerschneidet es, schneidet es in lauter kleine weiße Tücher. In solche Tücher, wie auch die Mutter sie beim Wäschelegen hatte. Und nun ist es viel interessanter für die kleine Margit. Nun kann sie erst so richtig Wäschelegen spielen, wo sie all die weißen Tüchter hat, die sie sich geschnitten. Was lohnt nachher ein Ah= und Oh=Schreien? — Nichts!— Und wenn das Kind Schelte bekommt über sein Tun, wird es diese als ein Unrecht empfinden, denn das Kind ist sich nicht bewußt, Böses getan zu haben. Das Richtigste ist es dann, wenn die Mutter die Ueberreste ihres schönen Stubenhandtuches mit wehmütigem, aber auch verzeihendem Lächeln, als altes Leinen fortlegt, und— die Kleine ein nächstes Mal beim Wäschelegen helfen läßt. Da sind kleine Deckchen, die für die Kinderhände nicht zu groß, und da sind auch die berühmten kleinen Tücher, die der kleinen Margit als Modell beim Handtuchzerschneiden gedient haben. Die Taschentücher.——— Erziehen wir also unsere Kinder zu kleinen Heinzelmännchen des Haushalts, denn es ist zu unserem und der Kinder Segen. Und erleichtern wir die Arbeit, die Kinder aber erziehen wir durch die HeinzelmannMethode zu selbständigen Menschen. Und was das in unserer heutigen Zeit bedeutet, wird jeder zu schätzen wissen. Und noch ein idealer Wert liegt darin. Unsere Sprößlinge haben Freude an dem Heim und Liebe zu ihm, an dem sie selbst immer so tapfer mithelfen. Und über jede Verschönerung des Heims werden sie entzückt sein, und jede noch so bescheidene Anschaffung werden sie mit einem Jubelschrei begrüßen. Darum Mütter, erzieht eure Kinder zu kleinen Heinzelmännchen. Es kann gar nicht geSeinzelmännchen werden dereinst brauchbare Menschen. Erika Thomy. Weihnachtskerze Weihnachtskerze rein und schlicht Ueber Juliklem Grün, Laß dein liebes unftes Licht Mir im Herzen glüh'n! Kerze, als ein Himmelsgruß Kündest du nur still: Daß man sich verzehren muß, Wenn man leuchten will. Anna Enders=Dix. und albern wirken, aber die in der zweiten ersten Klasse können es sich schon leisten! Daneben hat aber das Kleid im ganzen nicht an Beliebtheit eingebüßt. Einfache Passenkleider aus Wollstoffen, mit glatten oder in Falten abgenähten, angesetzten Röcken, mit Biesenverzierung und Krägelchen aus weißem Piqué bleiben immer das Gegebene für Schule und Haus. Als warme Mäntel sind eigentliche Sportmäntel in gedeckten Tönen zu empfehlen; auf dem Heimweg aus der Schule werfen die Kinder sich oft mit schmutzigem Schnee, der häßliche Spuren auf Dunkelblau hinterlassen würde. Eine gute Einrichtung bedeuten die Trainingsanzüge, die die Knaben statt der Mäntel überziehen können. Nur muß darauf geachtet werden, daß sie nicht während der Stunde im geheizten Raum mit den warmen Beinkleidern sitzen bleiben, da sie sich selbstverständlich erkälten würden. Ueberhaupt macht der Anzug für Knaben meist mehr Schwierigkeiten als derjenige der Mädchen und kostet auch mehr. Man muß schon auf uniforme Kleidungsstücke zurückgreifen, wie Tirolerhosen aus Lederstoff, die sich nicht so leicht„abwetzen“, oder dunkelblaue gestrickte Beinkleider mit verschiedenen Pullovern dazu, oder Breeches und derbes Blusenhemd. Unbedingt haltbar und nicht gleich schmutzend sind Strickanzüge in gedeckten Farben wie braun, haselnuß, beige, meliert. Geschwister, Bub und Mädel möchte manche Mutter gleichmäßig anziehen, ein Beispiel: dunkler Rock, alias Hose, und ein kasakartiger Jumper aus quergestreiftem Strickstoff, durch einen Lederriemen fest gegürtet.—er. —1.— salten Tagen kennt man heute nicht mehr. Besonders die Gastwirte pflegten ihren Stammkunden am Weihnachtstage einen ding vorzusetzen, dessen Gewicht zuweilen in die Hunderte von Pfund ging. Noch heute erzählt man sich von jenem Wirt zu Islingon, der einen Pudding im Gewicht des wersten seiner Gäste zu liefern versprach. er Unvorsichtige hatte nicht mit Taniel Lamert gerechnet, dem schwersten Manne der anzen Umgegend. den einer der Stammgäste ines Tages mitbrachte. Sein Gewicht wurde nit rund 700 Pfund festgestellt! Der Wirt ieß sich trotz dieser Ueberraschung nicht lumpen und lieferte den Pudding wie versprochen. Noch schwerer war ein Pudding, den im Jahre 1718 James Austen, der Erfinder des „Persischen Tintenpulvers“, zu Reklamezwekken anfertigen ließ und zu dem er seine gesamte Kundschaft einlud. 14 Tage kochten in riesigen Kesseln im„Roten Löwen" zu South= wark die Zutaten zu dem gewaltigen Gericht, dann wurde die ganze, nicht weniger als tauend Pfund schwere Masse in eine eigens zu dieser festlichen Gelegenheit angefertigte, auf Rädern laufende hölzerne Kuchenform getan und ins Gasthaus„Zum Schwan“ gefahren, wo Gastgeber und Gäste voller Erwartung sazen und der Dinge harrten, die da kommen ollten. Die Dinge kamen aber nicht. Denn der Wagen mit dem leckeren Inhalt hatte kaum seine Fahrt begonnen, als sich, angelockt von den köstlichen ihm entsteigenden Düften, ein großer Haufen Gesindel auf ihn stürzte und mit Messern und auch nur den Fäusten den Pudding unter sich verteilte. Der Verfall hatte indes solches Aufsehen erregt, daß Austen mit dem Erfolg seiner Reklame durchaus zufrieden sein konnte.— Neben dem Plumbudding schätzt der Engländer besonders die Fleischpastete. Auch hierbei spart er in der Regel nicht an Menge und Kostbarkeiten der Zutaten, wenngleich nur wenige das Beispiel Sir Henry Grey's nachahmen werden, der 1770 sich eine Weihnachtspastete backen ließ, die es„in sich hatte“. Zu dem Ungetüm wurden verwandt: Zwei Zentner Mehl, 20 Pfd. Butter, vier Gänse, zwei Puter, ebensoviel Kaninchen und Wachteln, vier Wildenten, sechs Schnepfen, vier Rebhühner, zwei Brachvögel, sieben Drosseln, sechs Tauben und zwei Ochsenzungen. Die Riesenpastete wog rund 80 Pfund und hatte drei Meter Umsang. Wie viele sich an diesem Meisterstück der Kochkunst erquickt haben, ist leider nicht bekannt. Praktische Schulkleidung Seit der Winter sich nun endlich mit kälteren Temperaturen bemerkbar gemacht hat, sind die meisten Mütter in Sorge um praktische und warme Kleidung für ihre Schulkinder. Die Allerkleinsten, die seit Ostern erst die Schule besuchen, sind aus ihren Winterkleidern vom vorigen Jahr herausgewachsen; sie sind schon fast„erwachsen“ und das Niedliche, Kleinkindermäßige muß, zum großen Kummer der Mutter, jetzt endgültig verschwinden und dem Vernünftigen, Zweckentsprechenden Platz machen. Hauptsache ist es, daß die Sachen nicht zu schnell schmutzen oder reißen. Der Matrosenanzug ist nicht einmal so praktisch, wie man es oft annimmt, auf dem dunkelblauen Molton sieht man jeden Fleck, Cheviot ist dagegen glatter und nimmt nicht an. E#enso warm hält gestreifter oder karierter Flanell, als Hemdbluse verarbeitet, für Jungen und Mädchen über Faltenröckchen und Hosen zu tragen. Auch ganze Kleider sehen sehr nett aus und sind recht praktisch, weil man sie waschen und dadurch sauberer und hygienischer halten kann als die dunklen Sachen. Daneben bewährt sich Jersey, dieser luftdurchlässige und zugleich wärmende Wollstoff. Recht nett ist auch für kleine Mädchen die Jäckchenmode. Ein Faltenrock, ein weißes Waschblüschen und ein kragenloses Jäckchen, über das der Blusenkraden gelegt wird.„.„at sich aud I. Die Vorliebe für Blusen zeigt s#ch auch in der Kinderkleidung, reizend sind Russenblusen mit den praktischen weiten Kimonoärmeln und kleinem Stehkragen. Den großen Wädchen wird es sicher Spaß machen, wenn in ihrer, Kleidung schon Anlehnung an das Modische zu finden ist. Ein Rock aus russisch=grünem, derdem Wollstoff, mit breiten, abgesteppten. Hohlfalten, die unten aufspringen, eine Jerseyoluse mit Schoß und Gürtel und dann eine Jacke aus krimmerartigem Pelzstoff. Bei kleineren Mädchen würde diese Kleidung sicher etwas Riesen unter den Weihnachtspuddings Von H. S. Auerbach. Noch heute wie vor Jahrhunderten erfreut sich der bekanntlich zäh am Althergebrachten hängende Engländer zu Weihnachten an seinem Plumpudding, ohne den er um diese Zeit einen festlich gedeckten Tisch sich nicht denken kann. Allerdings, eine Aenderung ist hierbei eingetreten: So große Plumpuddings wie in — Galant. Junge Frau(zu ihrem Manne):„Du hast mir nichts von Deiner Reise mitgebracht?“ „Es war unmöglich, denn ich eilte auf Flügeln der Liebe zu Dir zurück und die vertragen keinen Ballast.“ Bedenkliche Erkrankung der Filmschauspielerin Pola Negri. Die Weihnachtsnummer des Daheim(68. Jahrgang Nr. 12) erscheint als eine rechte, prächtige Gabe zum Fest. Zu schönen farbigen Wiedergaben von Gemälden Michael Pachers, des deutschen Meisters vom Hochaltar in St. Wolfgang, schrieb Friedrich Richter den weihchtlichen Aufsatz„Bethlehem und St. Wolfz". Das Weihnachtsfest in der Riesenstadt lewyork schildert Ann Tizia Leitich.„Von Bräuten und berühmten Leuten" erzählt Rose Viera. Johannes Berke schrieb eine heitere Pola Negri, die durch ihre stummen Filme weltberühmte Filmschauspielerin, mußte sich in Newyork einer Operation unterziehen, an deren Folgen sie schwer krank darniederliegt. Kurz vor ihrer Erkrankung hatte Pola Negri in einem Tonfilm eine neue Rolle übernommen. Novelle„Skiheil am Weihnachtsabend“. Eine zweite kurze Geschichte,„Der Betteljunge“ erinnert an die ernste Pflicht des Helfens und Heilens, die zur Weihnacht gerade dieses schweren Winters ihre Forderungen an uns alle stellt.„Vom Eisenbahnspiel und vom Krempeltier", jener lustigen Erfindung eines Ingenieurs bei der ersten Berlin=Anhaltischen Eisenbahn, berichtet Fritz Martin Rintelen allerlei Ergötzliches und Besinnliches. Dr. Ludwig Roth erinnert in seinem Beitrag„Bismarck in Versailles“ an die Weihnachtstage von 1870. Das Frauendaheim zeigt neue Krippenfiguren, verrät Rezepte für den Weihnachtsund Silvesterkarpfen, erzählt von guten und schlechten Erfahrungen mit Haustöchtern. Dazu gibt es weihnachtliche Gedichte, Bilder vom Skisport in den deutschen Gebirgen, den farbigen künstlerischen Bildschmuck des Heftes, eine wertvolle ganzseitige Kugstbeilage, Rätsel, einen Ueberblick über die Alckmnache und Kalender auf das kommende Jahr und noch vieles Jahr. Die Weihnachtsnummer des Daheim ist in ihrem festlichen Umschlag ein Schmuck für jeden Gabentisch, eine wunderschöne Beigabe zu jedem Weihnachtspaket. Practer4 0 Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung Nr. 49 Altena, den 22. Dezember 1 31 Verantwortlich H. Semmelmann, Altena. Druck und Verlag: V. A. Santz. In letzter Minute Nun aber los— und doch die Hälfte vergessen. Jetzt sind die Tage, in denen die Hausfrau schwört: Nächstes Jahr mach' ich es anders; ich will nicht wieder halbtot gehetzt den Weihnachtsbaum anzünden müssen. Wenn wir dann Ende November und Anfang Dezember erneut mahnen, rechtzeitig einzukausen. ob es befolgt wird? Aber das steht heure nicht zur Debatte. Wir wollen nur ein wenig Hilfsstellung geben, um System in die letzten Einkaufstage zu bringen, damit nicht doch die Hälfte vergessen wird. Denn die Möglichkeit, das Fehlende zu ersetzen, wenn es am späten Nachmittag des 24. beim Aufbau des Weihnachtszimmers vermißt wird, ist sehr gering wegen des 5=Uhr=Ladenschlusses. 1. Frage: Fehlen Geschenke? Man gehe in Gedanken die liebe Familie durch und notiere, was noch nicht besorgt ist. Dieses System ist nicht neu und wird nur vollständigkeitshalber erwähnt. 2. Frage: Ist man an den Weihnachtstagen irgendwo eingeladen, wo man schenken will? Diese Kleinigkeiten werden oft vergessen, weil man nicht bedenkt, daß es ja an den Feiertagen nichts mehr gibt. Also Tante Amalie und Onkel Philipp müssen mit auf den Zettel. Sie sogen es zwar nicht, aber sie erwarten doch eine kleine Anerkennungsgebühr für Kaffee und Kuchen oder gar Karpfen und Meerettich. 3. Frage: Dann kommt ein neuer Zettel für Lebensmittel. Zunächst wird der eigene Küchenzettel vorbereitet. Dann überlegt man sich, ob und welchen Besuch man erwartet, auch wenn er nicht eingeladen ist. Kommen Kinder, so vergesse man nicht entsprechende figürliche Süßigkeiten in den Tannenbaum zu hungen. Sie bereiten immer die größte Freude. Kommen würdige Onkel, so halte man Zigarren bereit, auch wenn man selbst Zigarettenraucher ist, das wird soooo oft vergessen. Und dann halte man stets etwas Trinkbares in Vorrat. 4. Frage: Wer es sich leisten kann, überlege schnell noch eine Sonderüberraschung. Da ist die alte Näherin, viel kann sie nicht mehr, aber zum Wäscheausbessern kommt sie doch noch, für ein paar Mark den Tag. Wenn der Weihnachtsmann ihr einen„Freßkorb“ ins Haus bringt, so ist sie für Tage oder noch länger manch banger Frage enthoben. Es hat jeder, wenn er nachdenkt, Menschen, denen er Freude machen kann, wenn er sie überrascht. Also man gebe dem Herzen, und wenn er es vertragen kann, dem Geldbeutel einen Stoß. 5. Frage: Schließlich, aber gewiß nicht unwichtiger, die Frage, ob alles für den Tannenbaum da ist: Lichter(auch zum Auswechseln), neues Lametta(die Vermutung, daß sehr viel übrig geblieben ist, täuscht meistens), auch sonstiger Schmuck. Nun aber los! Eine große Erleichterung gibt es: Man kaufe möglichst in der Nähe ein. Die Spezialgeschäfte der Vororte haben sich so glänzend entwickelt, daß man alles dort in der gewünschten Güte und Preiswürdigkeit bekommen kann. Es ist sogar bequemer, in 4, 5 naheliegende Geschäfte direkt von der Straße aus einzutreten, als sich in einem großen Haus durch 4, 5 Etagen zu schlängeln. Ganz abgesehen davon, daß man im Spezialgeschäft, vor allem, wenn man bekannt ist, sorgfältiger und besser bedient wird. So etwas haben wir nun selbst vergessen: die Weihnachtskarten. Zu Weihnachten erinnert man sich gerne auch entfernterer Ver* Freunde. Al Ein Leckerbissen für den Weihnachtsabend wandter alter Freunde. Also hole man sich Die Weihnachtskarpfen werden aus dem Bottich geholt. Nach einer alten Sitte gehört auf die Festtafel am Weihnachtsabend der fette Karpfen, der erst am Morgen des Heiligabend aus dem Transportbottich geholt werden darf. man Weihnachtskarten verschickt, so suche man sie nicht nur nach eigenem, sondern auch nach dem Geschmack des Empfängers aus. Und das ist richtig. Diese Weihnachten fällt in eine schwere Zeit. Und trotzdem wollen wir an die Wintersonnenwende glauben, an ein Hellerwerden der Tage, auch für uns. Wir wollen Weihnachten Freude bereiten und in dieser Freude vorwärtsblicken auf ein neues, hoffentlich glücklicheres Jahr. Lodi. —•.— Weihnachtsbaum und Gabentisch Wie gestalte ich sie schön und festlich? Heute mehr denn je, wo die wirtschaftliche Not ihre grauen Schleier auch über Weihnachtsfreude und Weihnachtsglanz zu breiten droht. Wahrscheinlich wird der lange, lange Wunschzettel der Kinder nur zum kleinsten Teil erfüllt werden können. Doch Kinder sind glücklicherweise kleine Realpolitiker, sie freuen sich, ihr„Programm“ wenigstens zum Teil erfüllt zu sehen und vergessen dabei leicht das, was fehlt. Aber, um darüber hinwegzutäuschen, müssen die Gaben hübsch und geheimnisvoll verpackt sein, die unscheinbarsten am schönsten. Aus ein paar Bogen buntem Glanz= oder Kreppapier kann man reizende kleine Verpackungen herstellen, die keineswegs immer nur ursprüngliche vierund rechteckige Form haben müssen, sondern drollig und figürlich sein können. Beispielsweise ein kleiner Nähkorb als Sonnenschirm: Um den Kasten wird fest mit Bindfaden ein kleiner Stock gebunden, der an beiden Seiten gleich weit überragt. Die überstehenden Teile des Stockes werden mit buntem Seidenpapier umwickelt, ein andersfarbiger großer Streifen Kreppapier wird als Schirmhülle darübergestreift und am unteren Ende mit einem Goldfaden festgewickelt. Oben bekommt der Knauf eine schöne Seidenpapierschleife. Oder ein Federkasten— er mahnt so peinlich an Schule und Arbeit— wird als behäbige Bäuerin verkleidet. Man nimmt dazu einen schönen rotbäckigen Apfel, steckt zwei hellblaue Stecknadelknöpfchen als Augen hinein, mardiese„Plastik“ auf eine schöne Feige, die ilskrause bildet, und befestigt beides mit die echtzeitig das nötige Schreibmaterial. Wenn kiert eine Nase, schneidet einen Mund aus. setzt Halskrause bildet, und befestigt beides mit starkem Blumendraht an dem Federkasten, indem man noch zwei Drahtenden als Arme seitlich herausstehen läßt. Nun wird ein schönes, bauschiges Stück Kreppapier als Kleid herumgelegt, Puffärmel gemacht und um die Taille ein Gürtel aus aneinander gereihten Trauben gelegt. Aber nur praktische Geschenke sollen verkleidet werden, um sie ein wenig anziehender zu machen. Spielsachen wirken an sich auf dem Gabentisch. Auch der Weihnachtsbaum sollte möglichst dem kindlichen Geschmack Rechnung tragen: Gitzern und Funkeln von leuchtenden Ketten und Kugeln, vergoldeten Aepfeln und Nüssen, kleinen Süßigkeiten, lustigen Paradiesvögeln, roten Pilzen und Silberfischen, Sternen aus Gold und Silber, und vielen bunten Kerzen. Er wird vielleicht für den Geschmack des Erwachsenen etwas überladen sein, aber er entspricht den Wunschen des Kindes, das immer„viel“ will. Beim Schmücken wird man indessen darauf achten müssen, nicht zu schwere Sachen an die Aeste zu hängen, die sich herunterziehen und eine Brenngefahr bilden können. Aus diesem Grunde dürfen auch über den Kerzen keine Lamettafäden hängen. Sehr hübsch sehen dafür in unmittelbarer Nähe der Kerzen lange Eiszapfen aus Glas aus, die durch die Lichtreflexe einen besonderen Reiz bekommen. Ganz anders wird man den Baum schmücken, wenn nur Erwachsene in der Familie sind. Da tritt der Baum an sich mehr in den Vordergrund, der Schmuck breitet nur einen feierlichen Schimmer über uralten Waldeszauber. Darum wählt man hier eine besonders schöngewachsene, frischgrüne Tanne, ihre stille Schönheit wird am meisten dem Weihnachtsempfinden der Erwachsenen entsprechen. Es gibt heute Baumschmuck, der eine Tanne in dichte, graue, silbrige Nebel hüllt, durch zarten, silberweiß schimmernden Behang, der wie lichte Wolken den ganzen Baum umwogt. Als einziger Schmuck nur schlichte, weiße Kerzen. Das kann märchenhaft aussehen. Oder ein Baum, der über und über mit fontänenartig lang herunterhängenden Lamettafäden behängt ist und dazwischen stille, reinweiße Kerzen. Wer seinem Baum eine künstlerisch aparte Note geben will. kann rote.Beeren rate 587 4###0 * * ** *Ponon. Die Wehllnachtsgung Skizze von Frida Schanz In der alten Stadt am reißenden Strom stand, den Marktplatz beherrschend, das Patrizierhaus der Frau Präsidentin. Als junge einzige Erbin ihres Vaters hatte sie es ihrem Gatten, einem ebenfalls begüterten Stadtsohn, als Mitgift gebracht. Nun lebte sie schon über dreißig Jahre ihr tätiges Leben darin. Vier Töchter und drei Söhne hatte sie großgezogen und aus dem Hause in die Welt gehen sehen. Einzeln, zu Paaren, ja ganzen Schwärmen waren die Hinausgezogenen zu heimatfrohen Besuchen immer wiedergekehrt. Die Feste des Jahres waren gesellige Zeiten im weiträumigen Haus. Die Frau Präsidentin liebte Glanz und Leben, großzügige Wirtschaftsführung. Ihr Hauspersonal wurde verständnisvoll ausgesucht und genoß beste Schutung. Herb und kurz kommandierte die stattliche, noch schöne alte Frau. Sie war nicht liebenswürdig, aber sie hatte gescheite gute Augen und hinter der herrischen Art ein grundgutes Herz, das nur, wenn es um Verletzung ihrer Würde ging, manchmal versagte. So in diesem Augenblich. Pe. L.umähchan hat fich. Mädi, das zweite Stubenmädchen, hat sich in der getäfelten Arbeitsstube, in der die Präsidentin ihre Bücher führt, über ihre Befugnis hinaus immer noch etwas zu schaffen gemacht. Ihre Gegenwart tut der Hausfrau wohl. Sie hat das Mädel besonders gern. Um so empfindlicher wird sie nun getroffen. Was ist los? Was will die Mädi, die nun, nach formvoller Entschuldigung, mit ihrem Anliegen herausplatzt? Hört die Präsidentin schlecht? Die Mädi will Urlaub? Will zu Weihnachten nach Hause? Das war noch nicht da! Ja, weiß das Mädel, das freilich erst im Frühsommer eingetreten ist, gar nicht, was Weihnachten in diesem Haushalt bedeutet? Alle Gaststuben voll Gäste; jedes Mahl weihnachtlich erlesen, das ganze Haus ein einziger Duft von Geschmortem und Gebackenem. Jede Haushaltskraft angesponnt! Weiß die Mädi das wirklich nicht? Vor allem, Mädel vom Bescherungstisch, den die augen ja zu fragen und zu spüren: Gibt es, Sie denkt nicht viel ans Tanzen und KurrM hrglahr auggezahlt wird wirblich machonlassen stücken, den guten Kleiderstoffen, den feinen Kleinigkeiten, in denen die Geldgeschenke schelmisch verborgen liegen?— Oder?— Im Augenblick scheinen Mädis klare Rehaugen von all diesen lockenden Sachen freilich nichts vor sich zu sehen. Die klaren Augen sind in die Ferne gerichtet. Uebersprudelnd plappert der frische Mund. „Ich hab' gern keinen Urlaub im Sommer erbeten. Ich möchte auch im nächsten Sommer keinen. Nur Weihnachten will ich daheim sein!“ Von der hutter, die Spitzenklöp, ist im kleinen Bergdorf zwischen den verschneiten Bergen, von den Geschwistern, den uralten Weihnachtsfiguren, den Laternen, mit denen sie alle in der Christnacht in die Kirche zur Mette ziehen. Sie hat sich ihren Lohn gespart, fast unangerührt, all die Monate her Der Präsidentin ist dieses Gerede schon lange Sie sagt streng:„Ja, gehen Sie doch, Mädil Wenn Sie nichts beschert haben wollen, will ich Sie doch dazu nicht zwingen.. Das klingt eiskalt. Das Madei erschrict. Sie ist in Ungnade gefallen!—O je Aber das ist im Grunde doch nicht so schlimm. Das Herz jubelt und jauchzt, daß ihm Erfüllung werden soll. Mädi will's gut machen durch doppelt eifriges Dienen. Und sie reist. Ohne sich irre machen zu lassen durch Marzipan und Leckerli, Tannenund Obstduft im Haus, reist sie rotbäckig und selig in die eisstarrende Winterwelt. Noch rotbäckiger, noch glückseliger kommt sie nach NeuEin bißchen scheinen die bescheidenen Braunmachenlassen. Aber dann kommts doch. Einer liebt sie. Und sie hat einen lieb. Liebhaben! Sie kanns! Im Heimathäusel, wo das Einandergutsein ohne viel Wortmacherei zu Hause ist, hat sie's gelernt. Nun schenkt sie es dem einen, der es ihr auch aus echtem Schatze wieder schenkt. Sie haben sich versprochen. In der Mädi blühts und glühts. Es ist wieder einmal die Zeit, da die lockeren Wolkenblüten, die ersten Schneeflocken, zur Erde taumeln, und die Frau Präsidentin, jetzt eine Greisin im silberweißen Haar, sitzt wieder einmal in der getäfelten Stube mit dem Herrenschreibtisch und den Blumenfenstern voll Alpenveilchen. Sie lacht in sich hinein. Denn die Mädi kann. nachdem sie ihre Obliegenheiten erledigt, nicht aus der Stube hinausfinden. Gut gelaunt, läßt die Hausfrau ihr Zeit. Nichts kommt. Die Frau dreht sich um und ergreift höchsteigen das Wort:„Nun, Sie Weihnachtsgängerin? Wie ists? An welchem Tage soll sie diesmal angetreten werden, die Weihnachtsfahrt?“ „Erlaubens——— gar nicht! Ich möchte diesmal gar nicht verreisen“, tönt die Antwort, und in der Präsidentin schnellt ein heimlicher Triumph empor:„Ha, endlich! Endlich hab' ich dich. Habs erreicht, daß dir an einer Weihnachtsbescherung, wie sie hier im Haus Mode ist, doch'was liegt.“ Mädi ist bescheiden näher getreten, die Präsidentin sieht sie merkwürdig an. Wie anmutig schön ist das Mädel. Die Frau aber fragt nur kurz und schroff:„Warum nicht? Was ists?“ Die Mädi möchte viel sagen:„Weil das Warme, das ich sonst in den kalten Bergen suchte, nun hier zu mir gekommen ist. Weil ich jemanden hier habe, von dem ich mich zu Weihnachten nicht trennen mag“, so spricht's' ihr im Herzen. Das der Frau Präsidentin laut klar zu legen, schickt sich natürlich nicht für sie. Einfach und schlicht berichtet sie daher:„Ich habe mich verlobt.“ „Aha!“. Die mütterliche Freude an den Her. zensbündnissen ihrer Schutzbefohlenen ist bei einer Hausregentin selten eine ganz reine Empfindung. Wenn man die Mädchen so weit herangebildet hat, verliert man sie; so ists ja immer. Einerlei! Mädi soll mal erzählen. „Wer ist's? Ist denn was Ordentliches dahinter?“ Mädi berichtet mit stillem Stolze:„O' ja!“ Der Schatz ist Buchbinder, ein gebildeter Mensch, jetzt noch erster Geselle in der großen Buchbinderei von Größler Sohn in der Langen Gasse, aber wenn sie beide noch ein Jahr verdienen und ihr Gespartes zusammentun, können sie sich eine kleine Werkstatt errichten und heiraten. Befriedigt knurrend ertönt ein„So! So!“ Eine Sekunde Stille. „Sie haben ja auch bei mir noch was stehen", erklärt dann in ruhigstem Tone die Frau. Mädi staunt mit groß fragenden Augen. „Doch selbstverständlich! Ihre fünf Weihnachten. Daß ich Ihnen die hätte nachbescheren mögen, dazu hatten Sie mich zu sehr geärgert. Aber denken Sie, ich hätte mich daran bereichern wollen?“ Sie fingert in einem Schreibtischfach.„Da!“ sagte sie kurz angebunden. Und in Mädis Händen befindet sich jetzt ein aufgeschlagenes Sparkassenbuch.„60 im ersten Jahr. Jedes Jahr 20 mehr. Sie waren ja brav. Ihre Geschenke hab' ich Ihnen auch als Geld immer dazu geschrieben. Nette Summe ists geworden. Kann Ihnen jetzt gelegen kommen. Ist schon gut. Nur jetzt keine langen Dankergusse!“ „ Die von Glück überströmende Mädi guckt sie sich nur ganz schnell einmal von der Seite an, heimlich schmunzelnd. Wundersam wärlanheimelnden, bescheidenen Blick. Aber sie istlmend regt sich jetzt in ihr das mütterliche Gein Gang und Haltung doch ein großes präch=lfühl für dieses klare, brave Kerlchen. Sie lacht tiges Ding geworden. Mancher sieht ihr nach ihr bestes Lachen. als der Neujahlslohn ausgezuhlt witb, wicklich gar keine Zugabe als nachträgliches Weihnachtsgeschenk? Gibts nicht, in ihre Lade versteckt, einen herzhaften Kleiderstoff? Nein, die Mädi hat in diesem Jahre nichts, aber auch gar nichts von einem Herrschaftsweihnachten zu spüren bekommen. Ein paar Wochen schlägt ihr dieser Verlust doch ziemlich kalt nach innen. Sich etwas merken zu lassen, hütet sie sich wohl. Die Frau ist im Recht. Es war nichts abgemacht.— Und eine so tiefwärmende Heimweystillung hat sie von daheim mitgebracht. Die Präsidentin ist auch wieder gut zu ihr, die verletzende Kälte, die ihr das eigene Verletztsein eingegeben, geschmolzen. Wer wollte der kleinen braven Maoi auch unnötig zürnen?: Sie tut ihre Pflicht; der bäuerliche Reiz ist geblieben, das feine städtische Benehmen wachst ihr immer natürlicher auf den Leib. Das Jahr vergeht. Schon wieder fallen ein paar Flocken; schon wieder duftet es in den gewölbten Küchen= und Wirtschaftsräumen nach geschmolzener Butter, nach Vanille und Zimt. Die Frau Präsidentin kauft ein; Tag für Tag kommen verschnürte Kartons mit Geheimnissen, kommen ganze Traubenbündel von lustigen, vielversprechenden Päckchen ins Haus. Den dienstbaren Geistern funkeln die Augen. Alle freuen sich. Und auch die Mädi wird von den anderen immer wieder gefragt, ob sie sich freue. Wohl ja! Wohl am allermeisten! Nur Mut gehört dazu, noch einmal, wie im vorigen Jahr, um diese Freude zu ringen. Aber wie eine Gewalt ists in ihr. Sie weiß nun, was sie aufs Spiel setzt. Ihr Weihnachten an Geld; ihr Weihnachten an Sachen.— Nicht so vernünftig, wie sie wohl müßte, kann sie hierüber denken. Sie hat gespart. Trinkgelder gab es das ganze Jahr über hinter dem Rücken des Herrinnengebots von Söhnen, Töchtern und Sohnesfrauen.— Ein paar wohlüberlegte Anschaffungen sind gemacht. Nur das! Das eine! Den unwillkommenen Wunsch zur rechten Stunde in Worten aussprechen! Es zurechtbringen, daß die Gnädige nicht zürnt. Ein hammerndes Herz, eiskalte Hände, ein paar angstvoll tastende Worte gibt es. Dem Himmel sei Dank, die sind gesagt. Und nun mit einem spöttisch zuckenden Lächeln, einem geringschätzig zustimmenden„Meinetwegen“ tut die herrische Hausfrau die Sache diesmal ab. Dem Mädel schwankt der Boden. Ob dies alles doch zu viel gewagt ist? Nun, Mädi weiß ja nun, womit sie's bezahlt. Und vielleicht noch stärker zieht die Sehnsucht sie deshalb ans Ziel. Weihnachten zu Haus, im Schnee, im Leuchten der Berge, im niedrigen Stübel, wo jeder jedem so gut ist, wo alle sie so gern haben. Es gibt nichts anderes, es geht nur so!— Sie reist. Sie hat ihr Glück, die Frau Präsidentin ihren stillen Aerger. Und beides ist nach Wochen abgeebbt, nach Monaten vergessen. Der Mädi ists fast ein Stolz, daß ihr Herz nach den Bescherungssachen kaum geseufzt hat. Als sie im Sommer ihren Urlaub haben soll, dankt sie schön. Mit einem höflichen Knicks bittet sie, daß sie ihn wieder zu Weihnachten haben darf.—— Ob sie sich nun von Jahr zu Jahr mehr an ihrem eigenen Stolze freut, ob der weiße Heiligenschein ihrer Heimatweihnachten sie immer selbstverständlicher an sich zieht,— es geschieht noch ein drittes, ein viertes, ein fünftes Mai, oaß diese im übrigen immer netter werdende Mädi die Gunst ihrer Herrin aufs Spiel setzt, die Probe wagt, wieviel so eine stolze Dame sich gefallen läßt. Mädi hat noch ihr nettes Kindergesicht, den Nhhimernerg, P#schellelger., Visch. über und große, rote Glaskugeln nehmen, dazu kupferrote Goldfäden. Und der Weihnachtsbaum der Junggesellin, des Junggesellen? Der Mann wird wohl in den meisten Fällen darauf verzichten, sich selbst einen Baum zu schmücken. Wenn das nicht liebende Hände für ihn tun, wird er es damit bewenden lassen, den Weihnachtsbaum befreundeter Familien mitzugenießen. Aber der alleinstehenden Frau, auch der vielbeschäftigten, genügt das nicht. Auch wenn sie den heiligen Abend bei Verwandten und Freunden verlebt, will sie in ihrem Heim ihren eigenen Baum haben. Wunderschön kann so eine kleine, feine„Tanne im Schnee“ aussehen, die auf einem Tischchen in einer Nische steht. Nur mit Diamantwatte belegt, und zwar so, daß sie möglichst der Natur, nachgebildet auf den Aesten schmal aufliegt wie frischgefallener Schnee. Innen etwas zusammengeballt, außen ein klein wenig überhangen, und, um den Eindruck vollkommen zu gestalten, auch am Fuß reichlich Diamantwatte, unter der gelblich braunes Moos hervorsieht, dazu ebenfalls nur schlichtweiße Kerzen. An der schönen, stimmungsvollen Kerzenbeleuchtung sollte man unter allen Umständen festhalten, auch in unserem elektrischen Zeitalter. Gewiß sind„elektrische Kerzen“ praktisch und feuersicher und tropfen nicht, nur bleiben sie für unser Empfinden doch entsetzlich nüchtern. Romantik ist nun mal keine praktische, feuersichere, garantiert unschädliche Angelegenheit, und besonders in allem, was Weihnachten anbetrifft, sind wir so traditions= und gefühlgebunden, daß wir auf die knisternden, zuckenden Kerzen nicht verzichten möchten. Elsbeth Unverricht Hausmusik, Grammophon und Radio Musikhören erhebt, schafft Genuß— Musik selbst durchdringen, durchleben, bringt uns dem Genie, das sie geschaffen, bringt uns der Kunst an sich so nahe, daß wir beim Reproduzieren otwar von der Weihe empfinden, * * * die den Produzierenden beim Schaffen einst ins Uebermenschliche erhob. Beim Musikhören können die Nerven weitervibrieren, können ablenkend Dinge des Alltags unser Hirn durchkreuzen,— das geschulte Singen aber, das Gesangbegleiten, das Zusammenspiel erfordern auf jeden Fall unsere ganze Aufmerksamkeit, und wenn erst der Geist der Kunst, die wir auferstehen lassen, uns ganz gefangen nimmt, erfüllt uns bald Ruhe wenn nötig Trost, fühlen wir uns weit fortgetragen von Erdensorgen. Grammophon und Radio als Musikvervreiter sind sicher von großer kultureller Bedeutung, geben viel, geben aber gewiß mehr dem, der durch Selbstmusizieren der Kunst nahekommt.„In allen Fällen, in denen mechanische Musik eingeschaltet wird, um Unterhaltung, Ablenkung zu geben, ganz gleich, was erklingt, um als Begleitung zum Lesen und zu häuslichen Verrichtungen zu dienen, da ist sie angenehme Beigabe, mehr nicht,— kulturellen Wert bekommt sie erst, wenn sie zum wirklichen Kennenlernen, zum Vertiefen und Eindringen in ein Werk dient. Nur der sehr musikalische kann dies ohne Selbststudium, der nur musikalisch Veranlagte aber wird nur dann mit Verständnis Kunst und Künstler genießen, abschätzen, wenn er den Leistungen durch eigenes Musizieren versuchte näher zu kommen. Es soll nicht der Sinn der Musikverbreitung auf mechanischem Wege sein, die, die Zeit und Fähigkeit zum Selbstmusizieren hätten, durch diese teils billige, auf jeden Fall bequeme Uebermittlung vom Selbstausüben abzuhalten. Im Gegenteil, die Möglichkeit, aus dem vielen Gebotenen im Radio das Interessierende in größter Bequemlichkeit im Heim genießen zu können, sollte zu intensiverem Sichversenken in die Musik anregen. Ebenso die Möglichkeit, die das Grammophon bietet, durch Aohören gleicher Werke, durch verschiedene Künstler wiedergegeben, interessante Vergleiche anzustellen, oder bei besonders interessierenden Orchesterstellen durch langsam gestellten Apparat den Dirigenten in seiner Auffassung genauer belauschen zu können, als im Konzertsaal möglich.— Aber, wie gesagt, das kann im allgemeinen nur der musikalisch Geschulte. Dem Musizieren muß Uebung vorangehen. Oft ist wohl die Lust zum Selbstspielen vorhanden, aber nicht zum Aufwenden der zum Ueben nötigen Zeit. Und doch genügt schon ½ bis eine Stunde allerdings möglichst täglichen Uebens, um in eineinhalb bis zwei Jahren leichtere Chopin= und Beethoven=Werke zu erreichen. Wer diese Zeit irgendwie aufwenden kann, der scheue nicht die Mühe und die Kosten wirklich guten Unterrichts; auch musikalischen Kindern gebe man die Möglichkeit, der Musik so nahe zu kommen, daß sie später das Höchste aus ihr schöpfen können: seelische Erhebung, innere Befriedigung. Elsa Schwahn. Weihnacht der Kinder Selige Weihnacht der Kinder, Die noch nicht sorgen und denken, Die nehmen, was wir ihnen schenken, Den Baum, die Lichter, den Winter Und alle Freuden der Welt. Für sie ist das alles bestellt. Für sie ist alles gemacht. Sie stehen mit klopsendem Herzen Unter den brennenden Kerzen Und spüren mit wohligem Zittern, Wie zwischen goldenen Flittern Ein offener Himmel lacht. Ihnen beut sich alles dar. Ihnen hängen die Bäume Noch voll selger Träume. Schwankender Stern auf der Spitze, Schaumgoldner Nüsse Geblitze, Alles ist echt und ist wahr. Ruhend im Schoße der Zeit Lauschen sie bebend dem Singen Der Engel, dem Glockenklingen. Und vor dem Kind in der Krippen Jauchzen unschuld'ge Lippen: Weihnacht, Weihnacht ist heut. Wolfgang Federau, Die erfahrene Hausfrau rät Verwahrt das Feuer und das Licht... Unter den im Haushalt entstehenden Bränden fallen alljährlich mehrere Tausende unvorsichtigen Kindern zur Last. Statistisch festgestellt sind im Durchschnitt täglich 13 Fälle dieser Art. Duldet also nicht, daß Kinder mit Feuer spielen! Erziehung zur Achtsamkeit sei erstes Gebot. Sie setzt allerdings voraus, daß die Eltern selbst wissen, was sie tun und unterlassen müssen, um Feuersgefahr im Alltagsleben auszuschalten. Streichhölzer sollen außer Reichweite kleiner Kinder aufbewahrt werden; leider geschieht es nicht immer. Auch kommt es vor, daß Frauen, um das Herdoder Ofenfeuer schneiler anzufachen, flüssigen Brennstoff hineingießen und ihr Leben dabei aufs Spiel setzten. Gefäße, die solche Stoffe, wie Petroleum, Spiritus, Benzin enthalten, müssen sorgsam aus der Nähe der Feuerstätte oder einer offenen Flamme verbannt werden; nicht im geheizten Raume, vielmehr an möglichst kühlem Standorte bringe man sie unter! Auch soll das Reinigen von Sachen durch Benzin nicht bei ungeschütztem künstlichen Licht vorgenommen werden, auch nicht in der Nähe eines geheizten Ofens; schon die dabei entweichenden Gase bergen Explosionsgefahr. Gefährlich ist es ferner, erhitzte Plätteisen auf einer nicht feuersicheren Unterlage abzustellen. Polsterung und Bezug des Plattbretts werden dadurch versengt und die leicht entzündbare Baumwolle brennt lichterloh, wenn die Plätterin unvorsichtig genug war, ihr Arbeitsgerät unbeaufsichtigt zu lassen.— Bedenklich sind aus ähnlichem Grunde auch Stoffoder Papierschirme an Glaslampen, die ausstrahlende Wärme entzündet sie gar zu leicht. Nur unverbrennbares Material ist für diesen Zweck zu empfehlen.— Daß man zur Aufnahme von Asche keine Holz= oder Pappkästen benutzen soll, hat sich gleichfalls noch nicht genügend herumgesprochen. Etwas unter der Asche fortglimmende Glut kann unter solchen Umständen Unheil anrichten. Ebenso gefährlich ist die Unsitte mancher Hausgehilfin, die Glut des einen Ofens auf offener Schaufel durchs Zimmer zu tragen, um einen anderen damit anzuheizen. Funken oder glühende Kohlenteile, die dabei herabfallen, konnen ihre eigene Kleidung in Brand setzen oder auf Fußboden und Teppichen weiterglimmen. Pflicht der Hausfrau ist es, diesen Unfug zu verbieten und das Mädchen auf die Gefahr hinzuweisen, der sie sich und andere damit aussetzt. Ständige Achtsamkeit verlangen Gas= und elektrische Anlagen. Undichte Gasrohre bedeuten nicht nur Vergiftungs= sondern auch Explo= sionsgefahr. Verdachtige Stellen soll man nicht ableuchten; auch müssen, wo Gasgeruch bemerkbar wurde, brennende Zigaretten vermieden werden. Bis der herbeigerufene Fachmann eintrifft, schalte man die Gaszufuhr durch Schließung des Haupthahnes aus. Auch die Schadhaftigkeit elektrischer Schalter ist nicht zu unterschätzen, sie kann Kurzschluß verursachen. Fühlt sich ein Schalter heiß an, oder springen bei seiner Berührung Funken über, so ist keine Zeit zu verlieren. Der Schaden muß sogleich repariert und bis es geschehen konnte, die Stromzufuhr unterbrochen werden. N. W. —12— Königin Luise(Henny Porten) mit König Friedrich Wilhelm dem Dritten(Gustav Gründgens). Das Leben der unglücklichen preußischen Königin Luise wird jetzt in einem Tonfilm, der demnächst uraufgeführt wird, dargestellt. Die Titelrolle verkörpert die beliebte Filmschauspielerin Henny Porten. Henny Porten als Königin Luise Heinzelmännchen beschäftigen sich im Haushalt Die Frau, in deren Haushalt ein kleines Heinzelmännchen sich beschäftigt, darf von Glück sprechen, denn so ein kleines Heinzelmännchen nimmt ihr viel Arbeit ab. Arbeit, die nicht immer gerade sehr schwer auszuführen ist, aber die um so mehr zeitraubender.st. Natürlich müssen die kleinen Heinzelmännchen heimlich beobachtet werden, oder gar unter Aufsicht arbeiten. Denn die kleinen Heinzelmännchen, die sich da im Haushalt beschäftigen, sind ja Mutters Kinder. Man will doch nicht, daß sie sich einen Schaden zufiigen. Aber ein gut erzogenes Heinzelmännchen wird dies alles auch kaum tun. Kinder haben ebensogut ihre Ehre und ihren Stolz, wie jeder Erwachsene. Und sie sind gleichfalls so wie diese darum besorgt, daß sie ihre Ehre nicht verlieren und ihrem Stolz niemand zu nahe treten kann. Darum erfüllen sie auch die ihnen übertranen Arbeiten mit der größten Gewissenhaftigkeit. Kein Stäubchen bleibt liegen, wenn sie Staub wischen. Nichts fehlt auf dem Tisch, wenn sie ihn deckten. Kein Blumentopf steht trocken in der Blumenkrippe oder im Fenster, wenn sie die Blumen zu betreuen haben. Und immer ist Mutters Nähkasten und Nähtisch tadellos in Ordnung. Sie kramen ja so gerne. Es ist für sie eine große Freude, wenn es heißt: „Räumt mir mal die Nachttischkästchen auf und die Waschkommode!“. Und wenn sie ein blindes Türschloß sehen oder irgendwo und irgendwie blindes Metall, holen sie sich wohl ganz von selbst die Putzlappen herbei. Sie wurden ja von der Mutter dazu erzogen. Sie ging ihnen ja allezeit mit gutem Beispiel voran.