S es P##. S#ngsgaET#8 S Eihugsge. -ISGN, S— S SB0öSSSS S#rxsaars 95 9 BSSRRS SS S#n S.2 S. S.E. K aR 8 8 85 ** S.### SGag: ### □ S. SSi S K• 25 2 5gr ∆ 219 ES — #GC∆ S FRN S S. 2 9* F 8 à 8 S TeSnsgg B Joxs ss 88.8055 S S#sSS 5 R Seags A S sgs * PEFER — #.05 555 53 SAfEES 48 S 5% FSRSES Badigs B 8 #g 8 ###S. S.## Ba SaS # S. egg 90—86 S##g FF FSRSS REDSTTS 8 855 5 S 905 S 9S. 8 6 R S. S EgN E S ei R 9 #SyE 5 455 8 85 4 2.8 8 mn 2i ax. S SS B S 9iS 5 ∆ Gus 558 ge m # S 8 F3 SG# a BRSNS S 958•n *##h S 2 488 S 89.5Sn Im 50 en 6 29 Lobe negt eine große erzieherische Wei=, Glyzerin mit einer Prise Salz und ZitronenDe csie Bbonch elcse hage un. u. bide Miereu, hese ie hege schete bung über die Leistung. Ohne das Lod kann dampfbad wirkt steis erftrischend und reinigend, es leicht irre daran werden. Das Lob ist der weil sich dabei die Poren öffnen. kin Ehrgeitz, Die sige Selbiversigzslsch 6Hört das Kind zufällig Eltern ihrel Der Kampf gegen die Hlitze Kandnie und Güte und sühz stz burch dies in Küche und Speisekammer sigenen Eltern benachteiligt. Es ist gekränkt,] Die heißen Tage sind eine Gefahrenquelle e ter ausgegangen zu sein und verschliebtssür den Haushaltl Besonders die Speisethameleicht die ture m. enen Inen iur beser VerGasheadteieg, Letzeslen ie beser Eltern. vom Vater oder der Muter mit eimn paar leden dem pratischen Fathoden Lie. Steinsiesen Worten, bildet die Grundlage für erneute versehen. So bequem die übliche, bequeme Tüchtigkeit. Es kann ja auch ein bleiggg Lage neben der Küche auch ist, so hat sie geGeschenk sein, das diese Anerkennung wortio= rade im Sommer schwere, Nachteile, da die ausdrückt, für den Fall, daß vorsichtige Eltern warme Küchenluft feuchte Niederschläge verurfürchten, ihr Lob erweche Eitelkeit oder Seiherz sacht, die die Vorräte ungünstig beeinflussen tberhebung, Solche Anerkennungen büven und vor allen Dingen die lästige, Schimmeshik wäter die schönsten Kindbeizerinnerungen, dung begünstigen. Die gleiche schädliche wirSie erfreuen für ein ganzes Leven...„.4 kung haben Speisen, die in warmem Zustand Ein Zuviel vom Lobe kann natürlich auch in dig Speisekammer gebracht werden. vor falscher Wirkung sein. Es gilt eben auch) Der seisschrank darf nur dann seiner länger aufbewahrt werden muß, wird erwas gesalzen und in ein in Essig ausgewrungenes Tuch eingeschlagen. Milch muß an heißen Tagen sofort abgekocht werden. Die Speisekammer, selbst ist im Sommer peinlich sauber zu halten, möglichst jeden Tag kalt aufzuwischen. Hebt man frisches Opst, gut, so nehme man stets die etwas weichen Fr## heraus und esse sie zuerst. Niemals darf Dost, das ein oder gar mehrere Tage aufgehoben werden soll, vorher, gewaschen werden, das würde seinen Verderv beschleunigen. Das ratsamste für jede Hausfrau ist es, im Sommer stets nur soviel einzukaufen, als der Tagesverbrauch ausmacht, was sich bei den meisten Sachen auch gut durchführen läht... —3— vie Speisekammer gebrachr. Werginen Blatz Der Eisschrunn darf nur dann seinen Plag in der Speisekammer finden, wenn deren örtliche Lage nicht zu ungünstig ist. Direktes Sonnenlicht muß auf jeden Fau ourch verstellbare Jalousien oder dunkle Vorhänge ausgeschaltet werden. Gazefenster von futscher Anun sein er dn. ee.r hier, wie in allen Erziehungsfragen, daß der goldene Mittelweg; der beste ist. Kosmetik, die nichts kostet Das was Coutz iy bezug auf die Gesugesfen dag Fenster vorteilhaft offen, auch ist so oft lehrte, nämich daß wan se vur wi zuwege wie möglich für Durchzug zu sorgen. Kühle bringen zist in vollem Umfange auch und Trockenheit sind wichtige Faktoren in der füir die echönheik. Zur wer sch fest vornimmt)=Piht vermeiße as, bei Einteit sogenannter chön zu sein, wird für die Verbesserunz, diez, Hitzewellen solche Dinge einzukaufen, die leicht e sealle einge us iun erngicht mur viel.schlecht werden, wie Fleisch, Marst, und der sem Jaue vermag, der Glaube uu., vor iet, gleichen. Am besten ist es, viese, Sachen im sondern nageöt aue2. Jgg uu—. Auf Sommer ganz zu meiden, denn schecht geworDie ante Verdauung, oas um und—. dene Fleischwaren haben schon, manche schwere des Schönseme, kann durch kleine Mittel in Vergiftung hervorgerusen. Auch mit Käse Ordnung gehalten werden. Rohhoft ist. tergz muß vorsichtig umgegangen werden, steits und nicht für jeden DogWasser auf den nüch= unter der Glasglocke halten, dann noch über Pflaumen oder ein Olo, sind für jedermann diese ein Tuch schlagen. Dieses Mittel bewährt ternen Nagen gengmmnen, Pug—, auf diessich überhaupt als bester Ersatz für das Eis, bekömmlich. Krafiges Schlagen„# upf, wenn es dieses freilich auch nicht ganz ersetzen beugen sind hinsichtlich der Verdauung uner kann. Butter bewahrt man in irdenen Tönsen B2.-Fpperfen des Kopseslen, sowie beftiges voer. da, fPgern. Auch Augenmasage ist wichtig, Blinzelr int ein vorzügliches Mittel, um die Augen### stärken und demnach frisch erscheinen sen. Müde Augen werden mit Komvressen von Leinsamen, Anis und Fenchel erfolgreich behandelt. Die Mode der ausrasierten brauen ist nur mit Vorsicht zu genießen. Ge schwungene Augenbrauen nämlich lassen jedes Gesicht klug und intelligent erscheinen, während gerade Augenbrauen leicht einen fragenden und weniger klugen Eindruck erwecken. Es ist daher vorteilhaft, zu starke Augenbrauen von unten berauf'o Hepahrt pleipt, aber in daß deren Schwung bewahr bleibt, aber in dünner Linie verläuft. 7.16g zung und Alles, was sich bewegt, bteior jung und frisch, während alles, was ruhig bleiben muß, verwelkt. Jene Gesichtspartien, die sich wenig bewegen, müssen daher eine regelmäßige Gymnastik ausführen. Das einfachste und billigste Mittel ist das Grimassenschneiden. Nach dem Waschen können zwei kleine Bürsten in Fätigkeit treten, die die Haut ebenfalls massieren richtige Waschen des Gesichts ersolgt mit Wasser, aber ohne Seife. Zur Entfernung des Schmutzes dient, je nachdem, ob es sich um eine zu fette oder eine zu trockene Gesichtshaut handelt, ein reines Oel oder reiner Weingeist. Es ist gut, wenn man es sich angewöhnt, das Gesicht trocken zu klopfen. Auch der Hals trocken zu klopfen. Auch der Hals darf bei dieser Behandlung nicht vergessen Kleine weiche, kaum sichtbare Wollhärchen sind ein Zeichen dafür, daß die Haut jung, frisch und kräftig durchblutet wird. Wir sprechen daher von dem„zarten jugendlichen, Pfixsichflaum“ der Wangen. Unter den Augen befinden sich solche feine Wollhärchen niemals, und das ist denn auch die Stelle, wo sich die ersten Runzeln und Falten einzusteblen gpflegen. Hier muß das Unterhaurzeugew#oe burch Fett genährt und gestrafft werden. Sehr tiefe Ringe um die Augen sind allerdings stets Zeichen eines inneren Leidens. Ein wirklich gesunder Mensch hat keinen solchen krankAugenschatten. werden.—zrgarine kommt in eine große Schüssel, am besten auch in eine irdene, falls vorhanden; dann wird einfach kaltes Wasser darüber gegossen, das gleichfalls öfter erneuert werden muß. Nichts darf dort aufbewahrt werden, wo die Sonne hinscheint, weil die Sonnenstrahlen jede Zersetzung beschleunigen. Einen etwas kühleren, schattigen Ortzgibt es wohl in jeder Wohnung, hier müßte während der heißen Monate der Speiseschrank aufgestellt werden. Das sicherste Mittel gegen das schnelle Verderben der Speisen ist der Abschluß gegen die Luft. Diese ist schlimmer als die Hitze selbst. Manche Hausfrauen glauben aber, wenn sie nur alles so stellen, daß Luft daran kann, dann haben sie das beste Schutzmittel angewendet. Gerade das Gegenteil erreichen sie damit. Wenn man alle Speisen luftdicht verschließen könnte, würden sie sich auch an heißen Tagen ganz gut halten. Leider ist dies unmöglich, doch mit etwas Vorsicht läßt sich mancher Schaden vermeiden. Gekochte Speisen sollte man immer erst abkühlen lassen, dann zudecken und an einem schattigen Ort aufbewahren. Wenn man in der Speisekammer nasse Tücher aufhängen kann, so ist auch das ein gutes Mittel, um die Temperatur um einige Grad zu vermindern. Kartoffeln darf man jetzt nur immer für einen Tag kochen, sie bekommen nämlich sehr leicht einen Stich, auch das meiste Gemüse schmeckt am zweiten Tag nicht mehr besonders. Grüne Bohnen, Spinat, wie überhaupt alles Grüne darf unter keinen Umständen in Emaillegeschirr aufbewahrt werden, besonders gilt dies für Bohnen. Die letzteren sollten restlos aufgegessen werden, sie sind meist am zweiten Tag schon ein wenig vergiftet und haben in vielen Fällen schon schwere Erkrankungen, zuweilen sogar mit tödlichem Ausgang, verursacht. Auch Suppen halten sich schlecht, sie dürften auch nur immer für den sofortigen Gebrauch gekocht werden, das mitgekochte Grünzeug muß unbedingt herausgenommen werden, falls man eine Suppe bis zum nächsten Tage aufbewahren möchte. Tut man das nicht, dann wird die Suppe sauer. Fleisch, das einen Tag oder Für die Gurkenzeit Die Ernte an Gurken ist in diesem Jahre überall besonders reich, die Ware daher preiswert. Viele Hausfrauen fürchten aber, daß das Einerlei zwischen Gurkensalat und Schmorgurken langweilig werden könnte. wartet zu rechter Zeit das Daheim in seiner Nr. 43 mit einigen neuen erprobten Rezepten auf, von denen wir drei unsern Leserinnen darbieten möchten: Erst einmal geesdämgite Gurken auf pikante Art“. Das Reze pes Daheim lautet:„Einige große Gurken werden geschält und in feine Streifen geschnitten, dann mit Salz und gehackten Kümmelkörnern bestreut. 1 Stunde stehen lassen. Nun macht man aus Rindsfett, feingeschnittener Zwiebel und Mehl eine helle Einbrenne, füllt mit kochendem Wasser auf und mengt die geschnittenen, abgetropften Gurken dazu. Man läßt sie erst ein wenig dünsten, gibt dann 1/ Liter sauren Rahm, etwas Zitronensaft, Paprika und feingehackten Dill bei und läßt das Gemüse ½ Stunde langsam dämpfen. Kurz vor dem Anrichten wird es mit einigen Löffeln kaltem Rahm übergossen.“— Dann, da ja auch die Pilzzeit naht, ein Mischrezept: Gurkenragout mit Pilzen:„Man schält reife Gurken, nimmt das Innere heraus und schneidet sie in ungefähr 4 Zentimeter lange, 3 Zentimeter dicke Stückchen, diese salzt man leicht und gibt sie in einen Topf mit zerlassener Butter, fügt sehr feingeschnittene Pilze jeder beliebigen Art wie z. B. Steinpilze, Champignons oder Pfifferlinge, hinzu und läßt das Ragout zusammen weichdünsten. Zum Fertigmachen würzt man mit etwas Maggi und feingewiegter Petersilie und bindet 2 in Wein verquirlte Eigelb an. Man reicht Butter= oder Semmelklößchen dazu.“ Wer aber Rohkost bevorzugt, kann auch hier getrost dem Daheim folgen und sich eine Rohkostgurke also zubereiten: „Eine Salatgurke wird geschält, in 4=fingerbreite Scheiben geschnitten, die man ganz vorsichtig bis auf einen kleinen Rand aushöhlt und in eine Marinade von Salz, Zitronensaft und einer Prise Zucker legt. Inzwischen hat man ganz jungen Blattspinat gewaschen und roh durch die Hackmaschine gelassen, mit geriebenen Nüssen oder Mandeln vermischt, mit etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer abgeschmeckt, mit 8 Blatt gelöster Gelatine gedickt und, wenn die Masse anfängt zu stocken, mit 1/4 Liter steifer Schlagsahne unterzogen. Mit dieser Spinatmasse füllt man die gut abgetropften Gurkenringe domförmig, richtet auf runder Platte an und garniert mit dem restlichen Spinat.“ Bei dieser Gelegenheit möchten wir unsere Leserinnen überhaupt auf das Daheim hinweisen, das in Küchendingen und Modefragen sich stets ausgezeichnet unterrichtet zeigt. —f•.— Winke und Ratschläge Vielleicht wußten Sie noch nicht, daß man zur Teebereitung nie eine Metallkanne benutzen sollte, höchstens eine silberne; am besten ist eine gute irdene Teekanne. Das Wasser zur Teebereitung muß stets frisch gekocht sein. man Holzlöffel und Hackbretter mit Sand oder Messerputzstein reinigt an Stelle von Seife. So behandelt, wird das Holz weiß und glatt. Sind sie fettig, so muß man sie in heißem Sodawasser waschen. Emaillegeschirr länger hält, wenn man es, ehe es in Gebrauch genommen wird, mit kaltem Wasser füllt, dieses langsam zum Kochen bringt und das Wasser darin kalt werden läßt. Essensdunst aus der Küche und danebenliegenden Räumen leicht zu entfernen ist, wenn man in eine Schüssel heißes Wasser 2—3 Trovfen Lavendelöl träufelt. G. Prader ** Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung Nr. 30 Altena, den 27.Juli 1932 Frauen und das Fliegen Von Amelia Earhart. Die Verfasserin lenkte kürzlich durch ihren Alleinflug über den Atlantik die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich. Nach meiner Ueberzeugung bildet die Erreichung eines bestimmten Zieles keineswegs das Wesentliche in einem erfolgreichen Leben. Mir steht die persönliche Befriedigung an einer Leistung weit über der Leistung selbst, die von der Welt anerkannt und bewundert wird. Befriedigung ist Sache des einzelnen, und sie wird, zum Glück für mich und die mir Gleichgesinnten, weit leichter erfüllt als der Stolz auf eine anerkannte Leistung. Man hat mich gefragt, ob ich Dinge, die ich durchzuführen mir vorgenommen have, besonders wichtig nehme. Ich muß diese Frage verneinen. Andere mögen ihrem Leben einen bestimmten Plan und eine bestimmte Richtung gegeben; was jedoch mich angeht, nun, ich genieße das Leben, und wenn mir etwas in den Weg kommt, das ich gern tun möchte, versuche ich es eben durchzuführen. Auch wenn ich in meinen Erwartungen enttäuscht würde, ließe ich mich dadurch nicht beirren, ich würde beispielsweise ruhig meine Fliegerei fortsetzen. Das Zerbrechen einer Illusion— das nebenbei gesagt zwar schmerzhaft, aber gleichwohl sehr heilsam sein kann— ist kein Grund, von einem einmal gefaßten Plane abzugehen. Was meinen Atlantik=Flug betrifft, so habe ich mir eben die Erfolge und Erfahrungen meiner Vorgänger zu nutze gemacht. Ich bewies damit mein Vertrauen in ihr Pionierwerk, und die Berechtigung dieses Vertrauens zeigte sich in meinem eigenen Erfolg, der wiederum für andere wichtig werden mag. Auf alle Fälle war er für mich insofern von Vorteil, als er mir größeres Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gab. Sollte er daneben auch anderen Frauen einen Ansporn geben, so würde mich das freuen. Im ganzen lohnt beim Suchen nach persönlicher Befriedigung das unausgesetzte Streben, das in der Regel dem Erfolg vorausgehen muß, schon um seiner selbst willen die Mühe, ganz abgesehen von dem Erfolg, der es vielleicht schließlich krönt. Wenigstens sollte es so sein. Allerdings kommt da alles auf den einzelnen an. Es gibt Menschen, die verbittert werden, weil sie ohne Erfolg ringen. Man hat von meinem Fluge gesagt, er sei weniger ein für sich allein dastehender Erfolg, als vielmehr gewissermaßen ein einzelner Gipfel in einer Bergkette, die Planmäßigkeit und Ausdauer verkörpert. Darin liegt etwas Wahres. Lieber möchte ich ihn noch mit dem Pflastern einer Straße vergleichen, wodurch andere befähigt werden, schneller und leichter voranzukommen. Daß man beim Fliegen hin und wieder Anfälle von Furcht bekommt, ist nur natürlich. Das ist auch mir so gegangen, wenngleich ich mich nicht erinnere, bei welchen Gelegenheiten es der Fall war; ich möchte nicht einmal behaupten, daß ich heute vollkommen darüber hinaus bin. Ob es Mittel zur Bekämpfung der Furcht gibt, weiß ich nicht, halte es aber keineswegs für ausgeschlossen. Auf alle Fälle lehren uns Uebung und Erfahrung sehr häufig die Grundlosigkeit unserer Befürchtungen. Mit anderen Worten: Wir fürchten uns so oft vor dem Unbekannten, daß das beste Rezept gegen die Angst darin liegt, dem, das wir fürchten, ins Auge zu sehen und unsere Aufgabe durchzuführen, wenn wir auch davor zurückschrecken. Was die Frage betrifft, ob eine Frau, die habe mich häufig über ihre Unfähigkeit geradezu gewundert. Das Fliegen stellt nun in jeder Hinsicht noch größere Anforderungen; Sehschärfe, Muskelreaktionen und die Intelligenz im allgemeinen sind gleicherweise in Anschlag zu bringen. Daß man Fliegen in zehn Stunden lernen könnte und es dann nur noch auf Uebung und Erfahrung ankäme, ist in dieser Form natürlich übertrieben. Immerhin läßt sich nicht bestreiten, daß einzelne nach Bestehen der körperlichen Untersuchung es dahin bringen, nach zehn Stunden sich mit der Maschine in die Luft erheben zu können. Es ist auch nicht richtig, daß, wie viele glauben, ein Versehen in der Luft viel verhängnisvoller ist als auf festem Lande. Fehler werden überall gemacht, und zwar Fehler der verschiedensten Art. Einige davon lassen sich, auch in der Luft, ohne Schwierigkeit berichtigen. Meiner Meinung nach ist das Versehen eines Chirurgen am Operationstisch das lebensgefährlichste von allen. Wenn ein bekannter Flieger die Behauptung aufgestellt hat, daß musikalisch Gebildete das Fliegen leichter erlernen als andere, weil bei jenen Geist und Körper bereits an ein gewisses Zusammenarbeiten gewöhnt seien, so vermag ich dazu aus meiner Erfahrung nichts zu sagen. Ich habe Leute mit guter, rascher Aufnahmefähigkeit in allen Schichten der Bevölkerung gefunden, ebenso solche, die nur langsam begriffen. Man erwirbt seine Erfahrung auf verschiedenen Wegen, je nach dem Temperament. Fliegen bildet einen Sport, dem heute jeder sich widmen kann. Meiner Ueberzeugung nach steht es an der Spitze aller Sportarten. —1•.— Das fiebernde Kind Von Kinderarzt Dr. med. Walther KahnDortmund. Fieber ist wohl das häufigste Krankheitssymptom, das beim Kinde beobachtet wird. Es ist immer ein Zeichen dafür, daß bei dem vom Fieber befallenen Kinde irgend eine Krankheit besteht, deren bedeutungsvollstes und auffälligstes Symptom eben das Fieber ist. Normalerweise beträgt die Körperwärme des Kindes, im Mastdarm gemessen, etwa 37 bis 37,2 Grad Celsius. Alle Werte, die darüber liegen, zeigen an, daß sich im Organismus Krankheitsvorgänge abspielen. Körpertemperaturen von 38 bis 39 Grad bezeichnet man als leichtes, solche von 39 bis 41 Grad als schweres Fieber. Allein diese Einteilung ist ziemlich unwesentlich, denn die Höhe des Fiebers— und das gilt besonders vom Kinde— entspricht nicht immer der Schwere der Krankheit. Wie stellt man fest, ob das Kind Fieber hat? Das Befühlen des Körpers mit der Hand täuscht leicht über seine Temperatur. Es empfiehlt sich daher, die Körperwärme mittels Fieberthermometer festzustellen. Einwandfreie Ergebnisse erhält man beim Säugling nur, wenn man im After mißt. Eine Erhöhung der Körperwärme des Kindes kann aus verschiedenen Ursachen eintreten. Am bekanntesten ist das Auftreten von Fieber bei Infektionskrankheiten. Aber es gibt auch Fieberzustände beim Kinde, die nichts mit einer Infektion zu tun haben. In den ersten Lebenstagen wird beim Neugeborenen manchmal ein Temperaturanstieg auf 38 bis 39 Grad und auch darüber hinaus, der einige Stunden bis einige Tage anhält, beobachtet. Die Ursache obachtet daher mehr oder weniger hohes Fieber bei Masern, Scharlach, Lungenentzündung. Darminfektionen usw. Auch Eiterungen im Körper verursachen einen Anstieg der Temperatur. Ich erwähne nur Abszesse(Halsdrüsen zum Beispiel), Entzündung des Wurmfortsatzes, Bauchfellentzündung und ähnliche Erschetnungen. Wodurch entsteht nun Fieber? Wir wissen. daß die Infektionskrankheiten durch das Eindringen von Bakterien in den Körper verursacht werden. Die Bakterien bilden Gifte, die der Organismus durch Bildung von Gegengiften unschädlich machen muß. Es spielt sich also gewissermaßen ein Abwehrkampf ab, wobei es zu Temperatursteigerungen, zu Fieber kommt. Demnach ist das Fieber keine Krankheit, sondern nur ein Symptom bei einer Krankheit. Das Fieber ist der Ausdruck dafür, daß sich im Körper Abwehrvorgänge abspielen; es ist also ein heilsamer Vorgang. Aus dieser Erwägung heraus versucht man sogar, schwere Krankheitszustände(Gehirnerweichung, auch andere Nervenleiden) durch Erzeugung von Fieber zu heilen. Wenn man daher das Fieber bei Erkrankungen des Kindes bekämpft, so muß man sich die Tatsache, daß es eigentlich ein Vorgang ist, der die Heilung anbahat, immer vor Augen halten. Soweit das Kind nicht von seiner erhöhten Körperwärme belästigt wird, ist eine handlung des Fiebers überhaupt nicht erforderlich. Selbstverständlich muß die Krankheit, die das Fieber verursacht, behandelt werden. Steigt das Fieber auf hohe Grade oder wird das Befinden des Kindes durch das Fieber stark beeinträchtigt, so kann man durch feuchte Packungen oder laue Uebergießungen im Bade versuchen, die Temperatur herabzudrücken. In solchen Fällen ist es auch manchmal angezeigt, Arzneimittel zur Herabsetzung der Körperwärme anzuwenden. Der Laie hüte sich aber, solche Maßnahmen selbständig zu treffen, denn der fiebernde, kranke Organismus kann durch falsches Vorgehen nur allzu leicht geschädigt werden. Verautwortlich H. Semmelmann, Altena. Druck und Verlag: P. A. Santz, Altena. ich dus nichr unbedingt bejagen. Nach meiner Meinung gibt es zahlreiche Menschen beiderlei Geschlechts, die ihren Wagen fahren, obgleich einen Kraftwagen zu lenken versteht, nun auch dieses Fiebers ist unbekannt. Erhält ein ein Flugzeug zu beherrschen vermag, so möchte Kind zu wenig Flüssigkeit, durstet es also. so ich dor nicht unhodingt heighen. Nach meiner kann Fieber auftreten. Man bezeichnet dieses Fieber als Durstfieber. Alle Infektionskrankheiten des Kindesalters gehen mit einer Geschlechts, die ihren Wagen fahren, obgleich grankheiten des Kindesalters gehen mit einer es ihnen eigentlich verboten werden sollte. Ich Erhöbung der Körverwärme einher. Man beZum Schluß noch ein Wort über die ernührung des fiebernden Kindes. Die fast immer bestehende Appetitlosigkeit ist ein normaler Abwehrvorgang des kranken Organismus Legen eine zu reichliche Nahrungsaufnahme. Die Mutter braucht sich daher nicht zu ängstigen, wenn ihr krankes Kind nichts essen will. D.3 Nahrungsbedürfnis ist bei Bettruhe,— und ein fieberndes Kind gehört immer ins Bett!— an sich schon gering. Die Nahrung des Kindes bestehe aus leicht verdaulichen Speisen, unter denen Milch eine Hauptrolle spielt. Oft ist es erforderlich, dem Kinde häufig kleine Mohlzeiten zu reichen. Mit Vorteil werden Obstsäfte gegeben, deren Vitaminreichtum dazu beiträgt, die Widerstandskraft des kindlichen Körpers nicht unbeträchtlich zu erhöhen. Schönheitspflege vor dem Spiegel Von Anette Kellermann, der berühmten australischen Schwimmerin Niemals hat die herrschende Mode in höherem Grade Anmut und Geschmeidigkeit verlangt als heutzutage. Dabei wollen so viele Mädchen und junge Frauen von den einfachen Maßregeln nichts wissen, die sie befähigen, ihre Kleider mit wirklichem Vorteil zu tragen. Ich halte sehr viel von jeder Art Frauensport, betone indessen, daß man außerdem einen bestimmten Teil seiner Zeit körperlichen Uebungen widmen muß, will man wirklich anmutig werden. Die Frau achtet im Durchschmitt oiel zu wenig auf ihre Arme. Jede sollte Ars — Die vergessene Melodie Skizze von Alfred Brie lehnte mit geschlossenen Augen und lä.„ Sppen an der Baltonbristung, Jur nzes Sein war von einem Glucksgefuhl er„ so stark, so herauschend, so überwältidaß sie furchtete, es könne nur ein aruum sein, es könne der nächste Augenblick sle in die Wirklichkeit zurückrufen, in der sichts wahr war von dem, was sie soeben erlebt hatte. Langsam schwer hoben sich ihre Augen und Kreiften mit einem Blick unendlicher Liebe das Gesicht des Mannes an ihrer Seite, dem sie vor wenigen Minuten gelobt hatte, sein Weib w.werden. Und eine heiße, nie gekannte Trlle von Zärtlichkeit wallte in ihr auf.„Ich din glücklich“, sagte sie leise,„so glücklich, daß ich mich davor fürchte.. Er lachte hell auf, ein klingendes, siegendes Lachen, und nahm sie in seine Arme:„Du fürchtest Dich, Ellen? Wie kindlich Du noch dist, mein Lieb, das ist doch erst der Anfang unseres Glücks.“ ee embere leinen B.- iun Pasieant ie zu von sich ab und blickte iym prüfend in die lugen:„Wenn ich sicher ware,“ baß die Zuhunft alles halten wird, was die Gegenwart verspricht.“ Er schloß ihr den roten Mund mit seinen Lippen, und selbstvergessen, wunschlos ruhte sie in seinem sie fest umschlingenden Arm. Da klang aus dem nahen Saal, in dem die andern tanzten, eine Melodie zu ihnen herüber, süß betörend, und den beiden war es, als seien sie allein auf der Welt, und um sie erklängen sie Harmonien der Sphären... Er war der erste, der das Schweigen brach, als die Musik geendet.„Welche wunderbare Melodie, weißt Du, wie sie heißt, Kind?“ „Es ist die„Mattinata“ von Leoncavallo, meine Lieblingsmelodie." „Mattinata?“ wiederholte er gedankenvoll, sich glaube, wir werden diese süße Melodie nie vergessen, und immer, wenn wir sie hören werden wir uns dieser Stunde erinnern, der glücklichsten unseres Lebens". Er nahm ihre Hand und küßte zärtlich ihre Finger.„Es ist merkwürdig", fuhr er fort, „wie manche Dinge uns im Gedächtnis haften bleiben! So werde ich nie vergessen, was Du für ein Kleid trugest, als ich Dich das erste Mal sah: Es war Samt, von der Farbe des Pfirsichs und um Deinen Hals trugst Du eine zarte Perlenkette... Himmel, wie schön warst Du damals, und wie schön bist Du heute... und wie schön wirst Du immer für mich sein.“ Seine leise einschmeichelnde Stimme klang wie Musik in ihr Ohr. Da fiel ein Schatten in den schmalen Lichtstreif, der den Balkon erhellte, und ein Herr in Mantel und Hut trat über die Schwelle:„Verzeihe, Heinz, aber es ist höchste Zeit, wir werden im Klub erwartet.“ Heinz neigte sich zu Ellen:„Sei nicht böse, Lieb, aber ich muß fort... eine Verabredung im Klub... ich wußte ja nicht...“ Sie zog ihre Hand aus der seinen und trat unwillkürlich einen Schritt zurück. Eine Falte des Unmuts furchte ihre Stirn, aber ihre Stimme klang klar und ruhig, als sie erwiderte:„Wenn Du Dich verabredet hast, mußt Du natürlich gehen. Ich will Dein Vergnugen nicht stören...“ „Vergnügen?: Was gäbe ich darum, wenn ich hierbleiben könnte; aber man erwartet mich mit Bestimmtheit.“ Sie trat in das erleuchtete Zimmer:„Gehe nur ruhig, Heinz! Es ist vielleicht ganz gut, wenn ich jetzt mit mir allein bin...“ „Und Du bist mir nicht böse?“ „Nein, wirklich nicht. Nun lasse aber Deinen Freund nicht länger warten! Wir sehen uns ja morgen wieder.“ Er atmete sichtlich erleichtert auf:„Natürlich, Liebling, morgen und jeden Tag...“ Noch ein Handkuß, und er war verschwunden. Ellen trat an ein Fenster und sah dem fortfahrenden Auto nach, bis es ihren Blicken entschwunden war, dann kehrte sie kühl und ruhig wie immer in den Saal zurück... der Zauber war gebrochen.—— Fünfzehn Jahre später saß eine schlanke Frau in einem pfirsichfarbenen, weichen Hauskleid in einem mit erlesenstem Geschmuck ausgestatteten Wohnzimmer am Klavier. Durch das offene Fenster strömte der betäubende Duft einer schwülen Sommernacht herein. Leise glitten die schlanken Finger über die Tasten, fast unhörbar quoll eine Melodie hervor.. Traurig war der Blick der schönen dunklen Augen. Enttäuschung, verhaltener Schmerz zuckten um den feinen Mund. . Da wurde geräuschvoll die Tür geöffnet, und ein Mann trat mit müden Schritten in das Zimmer. Eine Zeitung knisterte in seiner Hand, während er sich seufzend in einen Sessel fallen ließ. „Eine unerträgliche Hitze“, stöhnte er,„und natürlich nicht im geringsten für Kühlung gesorgt Er fächelte sich mit dem Taschentuch energisch Luft zu und Frau Ellen unterbrach ihr Spiel: „Aber die Fenster sind doch weit offen, Heinz!“ „Das ist es ja eben... da kann die Hitze ungehindert herein.“ Er entnahm seinem Etui eine Zigarette und breitete die Zeitung aus. Schweigend betrachtete ihn seine Gattin, ihre Augenbrauen zogen sich unwillig zusammen, dann setzte sie ihr Spiel fort, mit leiser Stimme die Melodie mitsummend. Als sie geendet, der letzte Ton erstorben, faltete Heinz seine Zeitung zusammen. „Ein nettes Lied, Ellen, wie heißt es?“ „Es heißt Mattinata“, entgegnete sie gleichgültig. „Duttinata? Was diese modernen Songs für komische Titel haben.“ „Es ist eine Serenade, kein moderner Song.“ „So? Ich dachte nur, weil mir die Melodie so fremd vorkam.“ „Es ist lange her, seit ich sie gesungen habe.“ Er warf die Zigarette bei Seite.„Ach so, darum erschienen mir die Töne so fremd. Man erinnert sich doch immer nur an Ereignisse, die eine gewisse Bedeutung haben. Weißt Du— ich werde es nie vergessen— den Abend, als wir uns verlobten, spielte ich im Klub und hatte fabelhaftes Glück. Ich könnte Dir noch jedes Spiel einzeln schildern.... Nicht wahr, ein gutes Gedächtnis?“ „In der Tat, ich muß Dir mein Kompliment machen.“ Ellen schloß das Klavier und trat an das Fenster.„Die Psychoanalytiker behaupten, daß man sich stets der Dinge erinnert, die uns am meisten interessieren. „Von diesen neuartigen Wissenschaften verstehe ich nicht viel, aber es wird wohl so sein.“ Er brach jäh ab und blickte auf Ellen, die hell von dem Licht bestrahlt, am Fenster stand. „Warum trägst Du eigentlich mit Vorliebe diese pfirsichfarbenen Kleider? Sie kleiden Dich nicht, passen nicht zu Deinem Typ.. ich weiß nicht, früher hattest Du einen so guten Geschmack.“ Sie schaute bewegungslos in die Nacht. „Vielleicht bin ich alt geworden.“ Er lachte geräuschvoll auf:„Alt? Lächerlich .. Du mit Deinen noch nicht vierzig Jahren .. Nein, nein, Ellen, alt wollen wir noch nicht sein Sie lächelte, ein leises, trauriges Lächeln, und Heinz sah nicht, wie der Glanz ihrer Augen hoffnungslos erlosch... Oberkörper von den Hüften aufwärts entspannen können. Zur Erlangung eines schonen Körpers ist es von geringem Wert, wenn seine Besitzerin wie eine Wachspuppe aussieht. Man lerne vor allem, die Schultern, Hüften und vor allem Arme zu lockern. Französinnen und Italienerinnen sind von der Natur mit anmutigen Armen und Händen beschenkt. Vielleicht liegt das daran, daß sie seit Jahrhunderten sich viel der Gesten bedienten. Bilden diese doch letzten Endes auch eine Art körperlicher Uebung. Dagegen hat die Engländerin gelernt, daß ein völliges Ruhighalten der Hände ein Zeichen guter Erziehung bildet. Daher besitzen wohl so viele sonst gut aussehende junge Frauen ein Paar Stöcke statt anmutiger Arme. Man bilde sich ein, man sei eine Schauspielerin, die eine Rolle zu lernen habe. und zwar die einer gutgekleideten Heldin, bei der„jede Bewegung ein Bild“ ist. Man mißverstehe mich nicht; ich will nicht sagen, daß man eingebildet oder selbstbewußt werden solle, aber man übe die Rolle vor dem Spiegel ein, bis sie zur zweiten Natur geworden ist. Man ziehe ein hübsches Kleid an, das einem gefällt, und beobachte sich im Spiegel. Man gehe hin und her, bis das Kleid in jeder Beziehung richtig fällt, und achte darauf, die Hände ungezwungen zu halten, Eine gute Uebung zur Lockerung der Schulkern besteht in folgendem: Man stelle sich aufrecht hin. Man führe die Fingerspitzen an die Schultern, nähere die Ellbogen einander, bis sie sich in derselben Ebene mit den Schultern berühren. Dann beschreibe man mit ihnen einen vollkommenen Kreis, wobei man die Ellbogen so weit wie möglich nach rückwärts bewegt, bevor man sie senkt. Diese Uebung wiederhole man so oft wie möglich. Jetzt mache man die gleiche Uebung noch einmal, doch bei gleichzeitigem Senken des Kopfes. bis das Kinn die Brust berührt; dann bewege man den Kopf so weit wie möglich rückwärts. Diese doppelte Uebung bildet nicht nur ein Schultern und Nacken, sondern sie dient mit der Zeit auch zur Ausfüllung etwaiger„hohlen Stellen". Man denke immer daran, daß ohne Geduld und guten Willen nichts zu erreichen ist. Dann noch eine andere Uebung: Man setze sich auf einen Stuhl, Schultern ordentlich zurück, Hände mit gefalteten Fingern im Genick! Nun beuge man den Kopf so weit wie möglich nach vorn und unten; die nach außen gerichteten Ellbogen dürfen während dieser Uebung nicht heruntersinken. Weiter falte man die Hände hinterm Kopf, bewege die Ellbogen nach vorn, bis sie sich nahezu berühren, den Kopf nach unten, bis er sich in einer Linie mit den Knien befindet. Diese müssen bei der Uebung auseinandergehalten werden, sodaß man die Ellbogen so nahe wie möglich an den Boden bringen kann. Beim Aufrichten in sitzende Haltung bringe man die Ellbogen wieder gerade nach den Seiten. Eine gute Armübung ist folgende: Man hebe die Arme schnell seitwarts, dann vorwärts auf und nieder, wobei sie völlig gelockert bleiben müssen. Gleichzeitig sind die Handgelenke auf und nieder zu schlenkern. Man setze diese Uebung fort, bis man das Gefühl bekommt, Hände und Arme wollten vom Körper abfallen. Es lohnt sich schon! Die Frau nimmt Menschen und Dingen Reden wir Frauen zuviel? Eine etwas heikle Frage, wie?— Aber nun, wir Frauen„unter uns“ können eine so diskrete Sache schon besprechen. Wir wissen alle, daß— wenigstens von seiten der„Herrlichkeiten“ diese Frage bedingungslos bejaht wird. Es ist dies eine Tatsache, die nicht nur einwandfrei feststeht, sondern— denn darauf kommt es an— wie ein schwerer Schatten auf das heute ohnehin oft schon umwölkte Dasein des Mannes fällt. Wie könnte er sonst immer wieder darauf zurückkommen, sei es mit seinem Spott oder mit Ausbrüchen der Velzweiftung! Aber nun ernsthaft: Warum gusgezeichnetes Mittel zur Locherung von Kopf, reden wir eigentlich soviel?— gegenüber zweifellos eine ungleich persönlichere Stellung ein als der Mann. Dementsprechend setzen wir uns auch für unsere Interessen mit großter Intensität durch. Das ist an sich nicht zu verurteilen. Der Mann in seiner nuchternen Sachlichkeit ist leichter gewillt, eine Sache aufzugeben; er verbraucht sich dadurch langsamer und— imponiert obendrein noch seiner Umgebung durch seine scheinbare Ueberlegenheit. Es kann hier natürlich immer nur im allgemeinen gesprochen werden; es gibt Männer, die unglaublich schwatzhaft sind und— Frauen, die an kühler Sachlichkeit und der damit verbundenen Zurückhaltung in allen Meinungsäußerungen nicht hinter dem Mann zurückstehen. Aber diese Ausnahmen gelten nicht. Neben diesem Sich=Einsetzen für ihre Ueberzeugung ist es überhaupt die größere Vielseitigkeit der Gebiete, die das Innere der Frau ausfüllen und durch die ebenfalls schon ein häufigeres Sichaussprechen ihrer Umgebung gegenüber bedingt wird. Die Hauptsache bleibt indessen die anfangs beleuchtete Tatsache, daß die Frau alles intensiver, ernster, persönlicher nimmt. Ist es da so verwunderlich oder verurteilenswert, daß wir Frauen bisweilen alle Register unserer Redekunst aufziehen? Wir sollten nur eines dabei beachten: Die Form, in der es geschieht, muß immer sein, dezent, in den nötigen Grenzen bleiben! Wir werden durch zuviel Temperament nicht mehr erreichen, als wir wollen, eher weniger. Und artet am Ende unsere Redseligkeit in Opposition, in— bewußte oder unvewußte— Rechthaberei aus, so haben wir vollends verspielt. Man verurteilt uns dann— mit Recht— auch darin, wo man uns noch anerkennen sollte; doppelt schlimm für uns! Aber der Gesamteindruck, den wir hinterließen, wirkte derart auf den Mann, daß er selbst sich nicht die Mühe nimmt, zu unterscheiden, inwieweit unsere Rede berechtigt war, sondern uns rundweg ablehnt. Daraus erhellt, daß an sich der Mann eine Frau, die gern oder viel redet, durchaus nicht verdammt. Im Gegenteil, die stummen Frauen, gleich Attrappen durchs Leben wandeln, Englands Königin ladet 8000 Gäste ein Die Gäste strömen durch die Eingangspforte des Londoner Buckingham=Palastes, in dessen Park das traditionelle Gartenfest stattfand, das alljährlich den Höhepunkt der Londoner Sommersaison bildet. Diesmal waren nicht weniger als 8000 Gäste geladen. sind der Mannesnatur durchaus unsympathisch! Unterhaltsamkeit, wenn sie nur solche bleibt, schafft Wärme; und die schätzt und braucht der Mann zum Leben. Es bedeutet immer ein Manko, wenn eine Frau sehr schweigsam ist; ihre Familie, ihr Freundeskreis, wenn er überhaupt vorhanden, ihre jeweilige Umgebung wird nie rechtes Vertrauen zu ihr fassen. Es gehört nun einmal zu einer Frauennatur, daß sie sich mitteilt und die anderen anregt, sich ihr mitzuteilen. Sehen wir also einmal die Sache von dieser Seite an, so werden wir die Anzüglichkeiten der Herren der Schöpfung nicht so ernst nehmen, werden vielmehr fühlen, daß sie oftmals gar nicht so bös gemeint sondern nur dazu da sind— unsere Kampfeslust, unsern Protest wachzurufen, und damit hätten uns diese Herren dann glücklich wieder so weit, wie sie erstreben, nämlich, uns mit ganzem Herzen und überzeugenden Worten dafür einzusetzen, daß—— wir wirklich nicht zuviel reden, nur eben das, was wirklich nötig. Ellen Gravingen. —12.— Zeit ist Geld Das Wort ist uns allen geläufig, aber handeln auch alle Hausfrauen danach? Sicher hat es die Frau des Mittelstandes heute sehr schwer, wenn sie mit dem geschmälerten Ein„umen ohne Hilfe den Haushalt besorgen will. Aus diesem Gedanken heraus ist die Müttererholungs=Fürsorge, der Muttertag usw. entstanden. Wäre es aber nicht besser, die Angelegenheit einmal bei der Wurzel zu packen? Nehmen wir zwei Haushaltungen, die in bezug auf Familienstand gleich sind, und trotzdem arbeitet sich die eine Frau fast zu Tode, während die andere ein beyagliches Leben zu führen scheint. Dabei ist der äußere Eindruck der beiden Haushaltungen der gleiche, ja der Gast fühlt sich sogar in dem zweiten Haushalt, in dem die Frau nicht außer Atem von einer Arbeit zur anderen hetzt, sondern freundlich dem Besucher gegenüber sitzt, wohler als in dem der„tüchtigen“ Hausfrau, dem Arbeitstier. Die richtige Arbeitseinteilung ist die Hauptsache. Die eine Frau fängt früh mit frischem Mut ihre Arbeit an, und durch ihren Frohsinn geht ihr alles leicht von der Hand. Bald sind die Kinder angezogen, zur Schule bezw. in ihre Spielecke gebracht, die Zimmer aufgeräumt und es bleiben am Vormittag sogar noch zwei Stunden zu einer kleinen Wäsche (Kinderzeug, Buntes), zum Ausbessern oder Plätten. Selbstverständlich, daß Staubsauger, elektrische Plätte, Gasherd vorhanden sind. Das Geschirr wird entweder nach dem Essen gefpült(eine Stunde) oder wenn die Mittagszeit dazu zu kurz ist, für den nächsten Tag in Wasser versenkt. Dann legt sich die Hausfrau auf ein Stündchen hin. Der Nachmittagskaffee und das Abendbrot(natürlich kalt) machen nur wenig Arbeit, so daß genügend Zeit bleibt zum Spazierengehen mit Mann oder Kinder oder für einen Besuch. Diese Frau verblüht nicht vorzeitig durch zuviel Arbeit. Aber sie arbeitet hintereinander fort. Keine Zeit wird verschwendet mit Zeitungslesen, Plauderstündchen mit der Nachbarin oder Besorgungsgängen. Die Hausfrau hat ihre festen Lieferanten, wie Kolonialwarenhändler, Bäkker, Fleischer, die die Ware ins Haus bringen und nach neuen Aufträgen fragen. Die Wohnung ist blitzblank und die Kinder, von klein auf gut erzogen, räumen ihre Sachen selbst auf und beschäftigen sich artig allein. Auch unruhige Nächte durch Nichtschlafenwollen der Kinder hat es von Anfang an nicht gegeben. Dagegen kenne ich Eltern, die bei ihren zweiund fünfjährigen Kindern noch oft die Nacht unterwegs sind, um die Wünsche: etwas zu trinken, in Muttis Bett, noch einmal zugedeckt werden, zu befriedigen. Die große Wäsche wird in eine renommierte Waschanstalt gegeben, 20 Pfund schrankfertig für 5 Mark, nur die Leibwäsche muß übergeplättet werden. Hat sich die Flickwäsche einmal sehr angesammelt, so erscheint eine Ausbesserin, die für 2,50 Mark Tagelohn einen Riesenhaufen beiseite schafft. Jeder Gast ist willkommen und nimmt gern, was ihm so gern und anspruchslos geboten wird. Nun der andere Haushalt. Ein Großreinemachen und eine Wäsche jagen die andere. Die Flick= und Stopfkörbe quellen über. Die Kinder sind schlecht erzogen und der Mann ist froh, wenn er sich an seinen Arbeitstisch zurückziehen kann. Niemand wagt, der Hausfrau mit einem Wunsch zu kommen, denn jede Geste an ihr zeigt, wie unendlich viel sie zu tun hat. In ihrer Nervosität fängt die Frau dreierlei Sachen auf einmal an, ohne etwas zu Ende zu bringen. Das Wichtigste hat sie natürlich inzwischen vergessen und so brennt das Gemüse an und Günthers Schulhose bleibt ungestopft, bis auch die Sonntagshose ein Loch hat. An jedem Morgen und jedem Nachmittag macht die Hausfrau Besorgungen. Da sie die Anschreibetafel nicht benutzt, vergißt sie unterwegs doch noch immer etwas und läuft kurz vor dem Essen noch einmal zum Kaufmann. Natürlich trifft sie unterwegs eine Bekannte ind reder ein Weilchen. zu Haus haben oie Kinder inzwischen Unfug gestiftet. Wöhrend noch darüber gescholten wird, erscheint der Hausherr zu seiner kurzen Mittagspause und dabei sind die Kartoffeln noch nicht einmal aufgesetzt. Daß dieser Haushalt an Gemütlichkeit zu wünschen übrig läßt, ja daß das Familienglück dabei in die Brüche gehen kann, leuchtet jedem ein. Halten wir es lieber mit dem alten Sprichwort:„Sei nie hastig, auch wenn du Hast hast, und nie rastig, auch wenn du Rast hast!" und wir werden sehen wieviel wir auf diese Weise schaffen können. L. Grabowskt Wien und Oesterreich, seit Jahren täglich totgesagt, und doch immer noch springlebendig,— das beweist Ihnen das Augustheft„die neue linie“. Ein interessanter mit großem Bildmaterial ausgestatteter Bericht von der Internationalen Wiener Werkbund=Ausstellung vermittelt vielerlei Anregung für den Ausbau der eigenen Wohnung.— Kärnten, das deutsche Land unter südlicher Sonne, lockt zum Besuch seiner herrlichen Seen und Berge.— Und daß ein jeder richtig ausgerüstet in den Hochsommer fährt, dafür sorgt der umfangreiche Modeteil, der im Zeichen heißer Sonne steht.— Für literarisch wertvolle Unterhaltung hat„die neue linie“, das schönste deutsche Gesellschaftsblatt, ebenfalls, wie stets Sorge getragen, was Namen, wie Ina Seidel, Georg Britting, helm von Scholz, Josef Friedrich Perkonig, zeigen. Die Zeitschrift ist überall zum Heftgreis von 1.— Mark zu haben, wo nicht, vom ###lag Otto Beyer, Leipzig. Jedes Lebensalter hat seine Vorzüge Jeder Mensch, der auf die Frage, ob er jünger sein möchte, mit Ja antwortet, gesteht damit unbewußt ein, daß er mit seinem bisherigen Dasein oder zumindest mit Abschnitten desselben nicht völlig zufrieden ist. Ganz junge Menschen möchten bezeichnenderweise älter sein, alte Leute wünschen sich die Jugend zurück und Menschen, die auf der Dohe des Lebens stehen, wünschen meist, daß die Jahre nicht so schnell dahingehen mögen. Die innere Unausgeglichenheit der heutigen Menschheit tut sich in diesen Stoßseufzern kund. Die Menschen von heute verlernten, sich darauf einzustellen, daß jedes Lebensalter seine besonderen Schönheiten hat, und daß es auf seine Art genützt und gelebt werden muß. Wenn die Höhe des Lebens erreicht ist, geht es nicht abwärts, sondern man bleibt lange Zeit auf dieser Höhe stehen. Die Lebenskurve führt nämlich allmählich aufwärts und verläuft dann lange Jahre auf der obersten Höhe weiter. Die Kunst des Daseins liegt darin, den allmählichen Abstieg hintanzuhalten. Dies geschieht— und darin liegt einer der schwersten Fehler unserer Zeit— niemals durch äußerliche Mittel, sondern lediglich durch innere Werte. Nicht jung zu erscheinen ist der Zweck des Daseins, sondern jung zu sein. Jung aber ist in diesem Falle gleichbedeutend mit „leistungsfähig" und„gegenwartsbereit". Ein großer Teil der Menschheit kommt durch seine alsche Einstellung niemals zum Genuß der Gegenwart, des Augenblicks. Er lebt entweder längst vergangenen, ihm in der Erinnerung wunderbar erscheinenden Zeiten oder er wünscht sich bereits etwas Zukünftiges herbei, weil es ihm besser erscheint als die Gegenwart. So gibt es Menschen, die im Winter stets auf den Sommer warten, um beim Anbruch desselben wiederum sogleich den Winter herbeizuwünschen. Wir müssen es uns wieder angewöhnen, zu erkennen, daß jedes Lebensalter seine besonderen, nur diesem Zeitpunkt eigenen Schönheiten besitzt. Andere Interessen, neue Dinge, mit denen man sich umgibt und unbekannte Menschen treten in unser Leben, wenn sich der Uebergang aus einer in die andere Daseinsepoche vollzog. In jedem Menschen liegt eine unendliche Spannkraft, die genützt werden muß, damit sie zu jeder Zeit auf ihrem richtigen Ausmaß stehe. Ist man sich dieser Kraft bewußt, so wird man den Uebergang aus dem einen ins nächste Lebensalter gern und mutig ertragen. Die negative Einstellung zum Leben, die heute aus innerer Unsicherheit, aus Angst vor dem Leben und aus mangelnder Anpassungsfähigkeit leider so oft anzutreffen ist. muß einer positiven, das ist gegenwarterfüllten Haltung weichen. Damit verschwinden sogleich. alle außeren Altersunterschiede, je sie hören zu bestehen auf. Denn wer voll und ganz in der Gegeswart lebt, beherrscht die Sachlage und läßt die äußeren, oberflächlichen Gemüter so stark belastenden Anzeichen des Alters gar nicht an sich herankommen. Sie bleiben nicht nur ihm, sondern auch seiner Mitwelt unbemerkt. Denn die aus einem solchen Menschen hervorstrahlende Kraft und Lebensenergie ist so stark, daß ihm nur die guten jedes Lebensalters zum Bewußtsein kommen können. Li. Das Lob der Eltern Das kluge Lob ist ein Ausdruck der ekterlichen Güte. Wer erinnert sich nicht gern des beseligenden Glücksgefühls, das ein wohlverdientes Lob des Vaters oder der Mutter während der Kindheit in uns auslöste. Sei es für ein gutes Schulzeugnis, für ein bestandenee Examen oder für sonst eine außergewöhnliche Leistung: Das Lob beglückt in jedem Fall. Es verdoppelt die Freude des Kindes an seiner Leistung und läßt sie nachklingen bis zum Gelingen des neugesteckten Zieles. Ja, im vorsichtig und klug ausgesprochs