Das Waschen der duftigen Sommerstoffe Jede Jahreszeit stellt andere Aufgaben an die Geschicklichkeit der Hausfrau! Im Sommer heißt es Bescheid wissen um die Natur der leichten zarten Gewebe, der weißen und bunten, um sie nicht bei der Wäsche durch falsche Behandlung zu beschädigen und ihre Lebensdauer zu beeinträchtigen. Besondere Vorsicht ist bei ganz duftigen Geweben wie SeidenChiffon. feinem Voile und ähnlichen empfindlichen Stoffarten geboten. Auch bunte Stoffe verlangen vorsichtige Behandlung, sofern es sich nicht um ausgesprochen waschechte Sachen pandelt. Erst recht die Seide— die oft das weischen überhaupt nicht verträgt. Man muß also an einem kleinen Stückchen probieren, ov Klares, lauwarmes Wasser das Gewebe nicht angreift. Man stellt für den Waschprozeß eine milde Seifenlösung her, die nur gerade knapp handwarm sein darf. Bei etwas empfindlichen Farben ist fast oder ganz kaltes Wasser empfehlenswert. Nun den Stoff auf= und niederdrücken, aber ja nicht reiben, denn Hitze und Reiben schaden allen Seidengeweben, ebenso der Kunstseide. Nach dem Waschen sofort zweimal spülen.— Waschen sowie Spülen muß bei allen empfindlichen und bei allen farbigen Geweben sehr rasch geschehen. Das Wasser vorsichtig herauspressen, nicht die Stoffe wie bei Wäsche auswinden. Bei farbigen Stoffen— jedes Stück für sich behandeln und nicht im Wasser liegen lassen— gebe man in das letzte Spülwasser etwas Essig, dadurch werden die Farben aufgefrischt. Das Aufhängen ist nicht ratsam— man trockne all empfindlichen Stoffe zwischen alten, weißen Tüchern und bügle in noch feuchtem Zustand, da sie nicht mit Wasser eingesprengt werden dürfen, dann bekommen sie Flecke. Bei ganz zarten Geweben darf man das Wasser nur zwischen Tüchern auspressen und muß sie über einem glatten, feuchten Tuch bügeln. Manche kunstseidenen Gewebe werden besonders schön und glänzen wie neu, wenn man sie trocken von rechts bügelt— das muß ausprobiert werden an einer unauffälligen Stelle. Kunstseidene Kleider, Jumper und Blusen müssen feucht(vor dem Bügeln) in die richtige Form gezogen werden. Rohseide darf nicht eingesprengt und auch nicht feucht gebügelt werden, sondern trocken— dadurch wird sie weich und gleichmäßig im Farbton. Chiffon ist besonders empfindlich, muß mit größter Vorsicht geplättet werden. Am besten steckt man den Stoff, entsprechend leicht zurechtgezogen, mit kleinen rostfreien Stecknadeln auf einer festen Unterlage auf. Weiße Wäsche aus sehr seinen Stoffen sowie weißer Voile und ähnliche Gewebe sollten nicht gekocht werden, sondern in einer milden, heißen Seifenlösung einige Minuten ziehen, dann müssen die schmutzigen Stellen ohne Reiben behandelt werden. Falls nötig, wird das Seisenbad erneuert. Nun kommt mehrmaliges Spülen in heißem Wasser, vorsichtiges Ausdrücken des Wassers und Trocknen im Freien — vorteilhaft an der Sonne. Auch solche Sachen plättet man am besten in noch feuchtem Zustande— man kann sie aber auch einsprengen, muß aber auf gleichmäßige Durchfeuchtung achten. Farbiger Voile darf natürlich nur mit lauem Wasser behandelt werden. Wichtig ist, daß feine, empfindliche und nicht leicht zu reinigende Gewebe nicht zu schmutzig werden nur dann können sie auf schonende gereinigt werden. Modisches Allerlei im Sommer In diesem Sommer ist Weiß eine stark bevorzugte Farbe. Weiße Badeanzüge, weiße Schals, weiße Handtaschen und sehr viele weiße Hüte und gestrickte Mützchen zeigen das deutlich an. Trotzdem erwächst selbst dieser klassischen Sommerfarbe bereits ein farblicher Konkurrent. Es ist das die Farbe der Eierschalen, die als höchste Mode gilt. Sie ist weniger hart als das leuchtende Weiß. dreieckiges Tuch um den Halsausschnitt aufweisen. Hierbei ist dünne, weiche Zephirwolle allerdings ratsamer. Die Galalithtasche gehört ebenfalls zu den allerletzten modischen Errungenschaften. Diese Taschen sind leicht abwaschbar, worin ein großer Vorzug liegt. Man kann sie in sehr hellen, zum Sommerkleid passenden Farben erhalten: weiß, gelb, rosa und lila, daneben bleu und rot, sind als hauptsächlichste Farben anzuführen. Die Taschen haben keinen Bügel und sind seitlich zu schließen. Als letzter und tatsächlich sehr wirksamer Modeeinfall ist das handgestrickte Badetrikot zu bezeichnen. Es hat einen stark kunstgewerblichen und künstlerischen Einschlag. Diese Badeanzüge sind dicht und festgestrickt und mit verschiedenartigsten Streifen und geometrischen Mustern durchsetzt. Die Möglichkeiten der Ausführung sind sehr groß. Der plissierte Schal erfreut sich großer Beliebtheit. Er wird jetzt zwei= und dreifarbig gearbeitet. Seine Enden verlaufen dreieckig, was die flotte Note erhöht. Li. Im Sommer täglich einmal Salat Die Strohbluse ist ein ganz neuer, eigenartiger Modeeinfall. Bisher war das Material für handgearbeitete Blusen und Pullover Wolle, Seide oder Kunstseide. Jetzt sieht man hie und da Blusen, die aus Strohfäden gehäkelt sind. Diese sind so weich und biegsam, daß das Gewebe in der Tat reizvoll und schmiegsam erscheint. Es ist das nämlich gar kein richtiges Stroh, sondern eine Art Cellophangewebe, das diesen Eindruck hervorruft. Die kleinen Blusen werden in der so beliebten irischen Art gehäkelt, was reizende Wirkungen ergibt. Rosa, resedagrün und blaßlila, auch gelb und zartblau wirkt sehr gut. Man sieht seit einider Zeit auch Blusen, die ein handgearbeitetes Ebenso wie das Obst sind auch die grünen Salate, Kräuter, Tomaten usw. lebenskräftige, mit Sonnenenergie gesättigte Nahrungsmittel, die das Blut reinigen und entgiften. Im Sommer haben wir die Möglichkeit, unsern täglichen Speisezettel mit Salaten in immer neuen Kombinationen zu ergänzen. Die fortschrittlich gesinnte Hausfrau wird hier nicht vor Experimenten zurückschrecken— Salatmischungen verlangen geradezu Phantasie und — Entdeckermut.„„.„ Als Salatwürze dienen Krauter sowie die jodhaltige Zwiebel, in geriebener Form. Man nehme den vitaminreichen Zitronensaft, und wenn man das Salz nicht missen will, dann verwende man Petersil= oder Selleriesalz in kleinen Dosierungen. Dazu bestes Olivenöl! Viele Salate schmecken köstlich mit saurer Sahne, die zugleich ihren Nährwert erhöht. Für Salat=Mischungen eignen sich fast alle Gemüse, auf der Raspel gerieben, die verschiedenen Blattsalate, Kräuter, Tomaten, Kürbis usw., besonders Kokosnuß, Erdnuß und nienkerne, sowie Honig als Würze. Das gibt neue Geschmacksreize und Geschmackswerte. Einige Salatrezepte folgen: Kopfsalat mit geriebenem Rettich. Der wie üblich vorbereitete Kopfsalat wird auf einer Platte mit Zitronensaft und Oel angemacht. Rohen geriebenen Rettich— er ist in dieser Form am bekömmlichsten— mischt man mit geriebener Zwiebel und gibt etwas Olivenöl daran. Nun als Halbkugel auf den Blattsalat häufen und über das Ganze als pikanten Abschluß feingewiegten Schnittlauch streuen. Statt mit Marinade kann dieser Salat auch mit saurer Sahne oder mit dicker Milch bereitet werden. Letztere muß dazu durch ein Sieb glattgerührt werden. Gurkensalat mit Tomaten und Nüssen. Zu einer in Würfel geschnittenen Gurke gibt man kleingeschnittene Tomaten, einige Salatblätter und durchgedrehte Nüsse. Man würze mit feingehackten Kräutern nach Geschmack und mache den Salat mit etwas Zitronensaft und Oel an. Spinatsalat mit Tomaten. Frischgedünsteter Spinat(Restverwertung ist wegen der Gärungsgefahr nicht ratsam) wird nach dem völligen Erkalten mit geriebener Zwiebel, etwas Zitronensaft und Oel gemischt. Bergartig auf einer Platte anhäufen und den Rand mit Tomatenscheiben sowie einigen Salatblättchen garnieren. Dieser Salat sollte ganz kalt gegessen werden! Kräuter=Salat mit Honig. Am empfehlenswertesten für diese köstliche Salatplatte sind die wildwachsenden Wald= und Feldkräuter, da sie das feinste Aroma besitzen. Man mische mit gehackten Nüssen und gebe etwas Honig darüber. Wer den Honiggeschmack in dieser Verbindung nicht mag, kann die übliche Marinade aus Zitronensaft und Oel nehmen. II Erika Bredow. wird gut gereinigt, Schwanz= und Rückenflofsen abgeschnitten, an jeder Rückenseite einreihig gespickt, in braunes Fett gelegt, gut begossen und wie jeder andere Braten gargemacht. Die Sauce wird zum Schluß mit saurer Milch und Mehl angesämt. Man kann jedes Gemüse geben. Verfeinert wird der Fisch durch Beträufeln mit Zitronensaft, Bestreuen mit Parmesankäse und Verwendung von etwas Weißwein. Fischauflauf mit Blumenkohl.(Kabeljau, Seelachs, Lengfisch, Schellfisch, Merlan, Rochen, Knurrhahn, Rotbarsch, Scholle, Elbbutt, Weißsische.) 2 Pfund Fisch, 1 Kopf Blumenkohl, 10 Gramm Parmesankäse, 70 Gramm Mehl, ½ Zitrone(Saft), Salz, 1 Eigelb.— Der gut gereinigte Fisch muß in Salzi isser garziehen, der Blumenkohl ebenfalls. Wenn der Fisch gar ist, wird er enthäutet und entgrätet, der Blu menkohl in Röschen gebrochen u. mit dem Fisch in eine gut ausgestrichene Auflaufform geschichtet. Aus 60 Gramm Fett, dem Mehl, ½ Liter Blumenkohlwasser und 1/ Liter Fischwasser wird eine Tunke gekocht, die mit Zitronensaft abgeschmeckt und mit einem Eigelb legiert wird. Die Tunke wird über den Auflauf gegossen, Parmesankäse und geriebene Semmeln daraufgestreut, einige Fettstückchen darübergelegt und der Auflauf im Backofen braun gebacken. Fischauflauf mit Reis und Tomaten.(Kabeljau, Seelachs, Schellfisch, Lengfisch, Rotbarsch, Merlan, Elbbutt, Weißfische.) 2 Pfund Fisch, 185 Gramm Reis, 60 Gramm Fett, 20 Gramm Parmesankäse, 3/4 Liter Wasser, Fett und Salz ebenfalls gargekocht. Der Fisch wird gehäutet, entgrätet und mit dem Reis in eine vorbereitete Auflaufform eingeschichtet. Auf jede Reisschicht wird Tomatensauce gefüllt und etwas Käse gestreut. Zum Schluß wird das Gericht mit geriebenen Semmeln bestreut und mit kleinen Fettstücken belegt in den Backofen geschoben. Es backt etwa 20 Minuten. Kohlwickel.(Lengfisch, Schellfisch, Kabeljau, Seelachs, Rotbarsch, Rochen, Seeteufel.)— 1 Pfund Fisch, 2 Pfund Wirsing= oder Weißkohl, 1 Ei, 2 alte Semmeln, Salz, Pfeffer, Zwiebel, 60 Gramm Speck, 60 Gramm Mehl, 60 Gramm Fett, ¾/ Liter Kohlwasser.— Der Kohl wird gut gereinigt, gewaschen und in Salzwasser abgekocht, auf einen Durchschlag zum Abtropfen gegossen. Aus dem mit 20 Gramm Speck und Zwiebel sehr fein gehackten Fischfleisch dem Ei, Salz und Pfeffer, den vorher eingeweichten und wieder ausgedrückten Semmeln wird die Füllung hergestellt, daraus kleine Klöße geformt und diese in die Kohlblätter eingewikkelt. Ein Kochtopf wird mit dünnen Speckseiten ausgelegt, die Kohlwickel daraufgelegt und mit einer gut abgeschmeckten Tunke, die aus 60 Gramm Fett, 60 Gramm Mehl und ¾4 Liter Kohlwasser gearbeitet ist, übergossen. Das Gericht schmort in 1—1½ Stunden langsam gar. G. Launenhaftigkeit. Einer der schlimmsten Feinde des häuslichen Glückes ist die Launenhaftigkeit. Eine Frau, die sich ihren Launen überläßt, kann bei den besten Herzenseigenschaften und vieler Liebenswürdigkeit sehr bald unerträglich werden. Das Schlimmste ist, daß die Launenhaftigkeit dem Menschen die Herrschaft über sich selbst nimmt. Und hat nicht oft ein schneidendes Wort, in launenhafter Stimmung gesprochen, mehr verdorben, als mit gutem Willen gebessert werden kann?— Was man Laune nennt, ist immer nur gärende Selbstsucht und ihre Aeußerungen sind der Schaum und die Schlacke, welche die Gärung auswirft. Das beste Mittel gegen Launenhaftigkeit aber ist volle Offenheit und Aufrichtigkeit. Geheimtuerei erzeugt Argwohn und ist eine Quelle von Mißverständnissen, die gar bald den Frieden und die Liebe zu Grabe tragen. G. Fischschmeckt gutmit Gemüsen Gespickter Fisch mit Gemüsen und Bratkartoffeln.(Für 6 Personen.)(Kabeljau, Schellfisch, Seelachs, Lengfisch.) 3 Pfund Fisch, 80 Gramm Speck, 80 Gramm Fett, 20 Gramm Mehl, 1/8 Liter saure Milch, Salz, Pfeffer, Petersilie, Zitronenscheibe, ½ Pfund Brechbohnen, ½ Pfund Karotten, ½ Pfund Pfifferlinge, 3 Pfund Kartoffeln.— Der ganze Fisch oder das Mittelitück von einem großen Fisch Die neue„Elegante Welt“ läßt die Augen einer jeden Dame aufleuchten, deren Sinne auf Schönheit und Eleganz gerichtet sind. Wundervolle Sommerbilder zeigen das sonnige Leben am Strande und in den Kurorten. Ueber die neuesten Tanzschöpfungen berichtet ein gut illustrierter Artikel, der die Baden=Badener Turniertage zum Thema gewählt hat. Daß Gegenstände nicht nur praktisch, sondern auch schon sein können, beweist ein Beitrag über Gartenmöbel. Der„Knopf in Front“ dürfte die Aufmerksamkeit aller Frauen erregen. Was die„Saison" an Ereignissen gesellschaftlicher und modischer Art zu bieten hat, wird in der bekannten geschmackvollen und glänzenden Aufmachung dem Leser vorgeführt. Verantwortlich H. Semmelmann, Altena. Druck, und Vorlag: N. A. Santz. Altena. # S u SIS SSESST-SAESS###8 5 8 ### Praden * 0 Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung Nr. 25 Altena, den 22. Juni 1932 Lob der Sommermode Von Charlotte. Sommer— leuchtende Blumen, reifende Früchte, liebliche Frauen in duftigen Kleidern.“ sche diese Dinge gehören zu allen Zeiten zusammen haben, dann ziehen wir diesen hilfreichen„Vorund tragen so viel Frohsinn in unsere etwashang“ weiter hinunter, vielleicht zwei Fingersur mit einem hauchdünnen Schleier zu, damit der Wind nicht mit rücksichtslosen Fingern unser Haar verwirrt. Um diese Aufgabe zu erfüllen, legen wir den Schleier nur über das Haar. Wenn wir aber irgendwelche verräterischen kleinen Fältchen um die Augen herum langweilig gewordene Welt, daß auch das Herz des sauertöpfischsten Griesgrams wärmer schlägt, wenn er ihnen begegnet. Und gerade in diesem Jahr haben es die Frauen so leicht, schön zu sein. Seit langem war die Mode nicht mehr so gelockert, so schmiegsam, so jung und doch so praktisch. Es gibt kein Restchen Stoff, kein Kleid, keine Spitze, nichts, das sich nicht dafür eignete, irgendein Neues zu werden. Alles Entstellende ist augenblicklich aus dem modischen Bild ausgeschaltet. Man hat unsere Vorzüge ins rechte Licht gerückt und das weniger Schöne liebevoll verdeckt. Die Oberarme, das„tragische Moment“ fast aller Frauen über Mitte zwanzig, sind unsichtbar geworden durch Puffärmelchen oder ein kleines Flügelteil, durch Aermel überhaupt, die vom Ellenbogen an je nach Wunsch dem Handgelenk entgegenwachsen. Die Länge richtet sich nach der Erscheinung und ein bißchen auch nach den Jahren. Für den Hals der Jungen und weniger Jungen gibt es Shawls in den verschiedensten Ausführungen, die jeden Hals vorteilhaft erscheinen lassen. Das Trägerkleid wird immer gern getragen und gern gesehen. Seine beste Eigenschaft ist die Fähigkeit, aus einem„verflossenen“ Kleid zu einem„modernen“ zu werden, ohne jede Schwierigkeit. Und die Blüschen, ach die Blüschen! Seide, Spitze, Wolle, Baumwolle, Kattun, Pikée, Voile, Batist, Leinen, handgestrickt und handgehäkelt, bestickt, berüscht, plissiert, mit eingearbeiteten Spitzenmotiven, ein unübersehbarer Reichtum an Material und an Ideen stehen uns dabei zur Verfügung. Und Blusen dieser Art bilden mit dem schlichten Glocken= oder Miederrock zusammen einen immer wieder kleidsamen Anzug. Die Sommerkleider, die „erwachsenen Blusen“ sozusagen, sind ebenso vielseitig und duftig und entstehen aus tausendfachen Geschmacksnuancen. Man trägt sie geblümt, mit großen und kleinen Punkten, gestreift, kariert und auch einfarbig. Immer abgetönt auf die Frau, die dem Kleid Leben einhaucht. Taille und Oberkörper sind eng zusammengehalten, die Hüften eng umspannt. Und erst oberhalb der Knie fließt der Stoff herab und verdeckt schöne und häßliche Beine. Die Antwort auf den Gedanken: was für Beine mag diese Frau haben? muß in diesem Sommer offen bleiben, Frauen, die weniger hübsche Beine haben, triumphieren und freuen sich über den günstigen Gesamteindruck, den sie machen. Frauen mit gutgeformten Beinen dagegen schmollen. Aber nicht so sehr. Denn wenn es darauf ankommt zu zeigen, wie schön ihre Beine sind, dann sind sie Frau genug, um Mittel und Wege zu finden, ihre vorbildlichen schmalen Fesseln vor den Augen der Bewunderer spielen zu lassen. Keine Bange! Die kurzen Jäckchen sind die reinsten Zauberkünstler. Jede Frau, die in dieses schicke, kleine Ding hineinschlüpft, sieht sportlich und ein wenig neckisch aus. Natürlich tragen junge Frauen leuchtende, frohe Farben, und andere, die sich in solch auffallenden Jakken nicht sehen lassen können, wählen dunkle mit einfachem Schnitt. Hüte und Käppchen sind immer noch einseitig. Aber, ein wenig Fingerspitzengefühl, und die Frau weiß, ob sie da hineinpaßt oder nicht. Ein Griff, und die Kappe muß sitzen. Wenn das Schwierigkeiten macht, dann lieber die Finger davon lassen. Wozu haben wir denn noch die Glocke? Sie kleidet jede Frau und ist immer mordern. Entschließt man sich zur Kappe. so deckt man die exakten Wellen der Fribreit unter die Augen. An der Strandmode ist im Augenblick nichts zu ändern. Im Wasser trägt man das Wolltrikot, am Strand die langen, sehr weiten und dezenten Hosen, die durch eine kleine Bluse und ein Jäckchen ergänzt werden. Dazu gehört der großrandige, schattenspendende Hut und Sandalen mit Holzabsätzen. Im Sommer 1932 entscheidet nicht nur das Geld unser Aussehen, sondern unser Geschmack und die natürliche Anmut sind zum Gradmesser unserer Schönheit geworden. So muß es sein. Sommermode 1932, bist du etwa auch nur eine„Einsommerfliege"? (.— Die Hausfrau vor der Reise! Wer auch nur kurze Zeit verreist— in diesen Zeiten kommen ja längere Reisen für uns nicht in Frage—, hat vorher allerhand Pflichten zu erledigen. Da heißt es zunächst an die Mottengefahr denken! Teppiche, Vorleger und Felle werden nach der gründlichen Reinigung mit recht frischem, also noch ordentlich nach Druckerschwärze riechenden Zeitungen ganz bedeckt. Dieser Geruch ist den„ungeistigen“ Motten nämlich sehr verhaßt. Eine andere Methode, die ich als sehr praktisch erprobt habe besteht in der Anwendung von gereinigtem Terpentinöl— das keine Flecke verursacht. Man spritzt davon auf die zeitungbelegten Teppiche, Felle, Decken usw. Beim Nachhausekommen braucht man dann nur die Zeitungen abzunehmen. Bedingung ist, daß die Fenster des betreffenden Raumes nicht mehr geöffnet werden, sonst verflüchtigt sich der starke Geruch zu schnell. Ihre Polstermöbel verlangen gleichfalls Schutzvorrichtungen. Kleine Beutelchen mit einem starkriechenden Mittel wie beispielsweise Globol, Kampfer und dergl. werden möglichst tief an den Seiten und Rückenlehnen hineingeschoben, auch unten zwischen den Gurten angebracht. Diese Abwehr=Beutelchen finden auch ihren Platz hinter Stoffgardinen und Wandtenpichen, wie überhaupt überall dort, wo Mottenschaden befürchtet wird. Die versteckten Stellen sind dabei besonders zu berücksichtigen, da die Motten sie bevorzugen. Und das Silber, die Schmucksachen und Wertpapiere? Wenn Sie sorglos sich dem Feriengenuß hingeben wollen, dann bringen Sie all diese Schätze wie auch wichtige Dokumente auf die Bank oder zur Sparkasse, wo man sie Ihnen während ihrer Aowesenheit feuer= und diebessicher aufbewahrt. Das gilt besonders in dem etwas— verzeihen Sie— leichtsinnigen Falle, wenn Sie nicht versichert sein sollten. Vergessen Sie nicht Ihre Vorräte! Sie wissen ja, daß Ihre Speisekammer Anziehungskraft für allerlei Schädlinge besitzt, die es sehr angenehm empfinden, ungestört arbeiten zu können. Darum, wenn Sie sich vor unangenehmen Ueberraschungen bei der Rückkehr schützen wollen, legen Sie Bretter bezw. Holzstücke auf die Einmachgläser und Töpfe und beschweren diese Schutzungelegenhet noch.“ Eindringendes Wasser bei Unwetter! Ja, auch daran muß gedacht werden. Ein heftiger Gewitterregen oder ein kleiner Wolkenbruch macht auch vor geschlossenen Fenstern und Balkontüren nicht halt— er findet seinen Weg durch Ritzen. Wenn Sie sich Rollen aus alten Tüchern oder Lappen herstellen und diese zwischen die Doppelfenster bezw. die Doppeltüren des Balkons legen, wird dem Eindringen des Wassers Halt geboten. Wenn Sie dieses beachten, werden Sie bei der Heimkehr keine unangenehmen Ueberraschungen erleben. Elisabeth Berger. „Es eilt nicht so!“ Uns allen ist das Wort geläufig in wichttgen und unwichtigen Angelegenheiten. Da ist. es Zeit, die Wollsachen einzumotten, mindestens zu klopfen und in die Sonne zu hängen. Einiges davon müßte in Ordnung gebracht werden. So bekam das gute Winterkleid einen tüchtigen Riß, den die Kunststopferei beseitigen müßte. Das Tanzkleid muß gereinigt werden, aber das alles„eilt nicht so". Bis die Motten großen Schaden in den teuren Sachen angerichtet haben und man im Herbst feststellt, daß kein Kleidungsstück des letzten Winters gebrauchsfertig ist. Nun läuft man zur Reinigungsanstalt, zur Kunststopferei, die Schneiderin versucht, die Mottenlöcher aus der Welt zu schaffen. Viel Aerger und Geldausgaben entstehen. Dazu friert man in der Sommergarderobe bei dem kühlen Wetter und eine tüchtige Erkältung ist die Folge. Wäre etwas mehr Eile zur rechten Zeit nicht ganz segenbringend gewesen? Und die kleinen Reparaturen im Haushalt. Ein Stuhlbein ist locker, verschiedene Federn in der Chaiselongue müssen festgebunden werden, der eine Spiegelhaken läßt nach. Brach nicht neulich eine kleine Leiste am Büfett ab? Alles hat keine Eile, soll aber bei Gelegenheit gemacht werden. Bis der Stuhl zusammenbricht, der Spiegel in tausend Scherben geht und die Chaiselongue neu aufgepolstert werden muß. Gut, wenn es bei solchen Kleinigkeiten bleibt. Wurde aber nicht schon mancher Besuch, mancher Brief so lange aufgeschoben, bis es für immer zu spät war? An einem Festtag sollte eine alte Tante eingeladen werden, aber es eilte nicht so und unterblieb. Die alte Dame verlebte ihren Weihnachtsabend einsam in ihren vier Wänden und wäre so glücklich gewesen, an der Familienfeier teilnehmen und sich am Kinderjubel mitfreuen zu dürfen.— Da ist die brave Anna, unsere Perle, ins Krankenhaus gekommen. Blinddarmeperation, nicht so schlimm, aber selbstverständlich werden wir sie besuchen, doch es eilt nicht so. Bis das Krankenhaus mitteilt, daß eine unvorhergesehene Komplikation demf Leben des treuen Mädchens ganz schnell ein Ende gemacht hat. Wie oft mögen ihre Augen vorher sehnsüchtig nach der Tür geschaut haben, ob nicht die„Frau" zu Besuch käme? Durch ein unbedachtes Wort, eine unüberlegte Handlung haben wir jemand verletzt. Wir wollen hingehen oder schreiben und uns entschuldigen. Da es uns schwer fällt, finden wir immer wieder Gründe, die Angelegenheit zu verschieben, bis sie in Vergessenheit gerät. Manch alte Freundschaft ist daran in die Brüche gegangen. Schutzangelegenheit noch.! Wir wollen es uns zur Pflicht machen, jeden sorgen Sie auch dafür, daß kleine Vorräte kleinen Schaden so schnell wie möglich wieder von Mehl, Reis, Grieß und Aehnlichem so untergebracht sind, daß die kleinen Kobolde der Speisekammer keinen Zutritt zu ihnen finden. Lassen Sie nichts bei der Abreise herumstehen, das verdirbt, schimmelt usw.— solche Sachen ziehen die Schädlinge an. gutzumachen. Wer die kleinen Löcher regelmäßig stopft, wird wenig über große zu klagen haben. Jede Freundlichkeit, die wir jemand erweisen wollen, geschehe sobald als möglich. Wer weiß, ob morgen noch Zeit dazu istt Lotte Grabowekt. Vater und Sohn Skizze von Eva Gräfin von Baudissin Der Bauer saß am Holztisch im HerrgottsVor ihm lagen ein Laib Brot, ein Stück Käse und ein Messer. Aber er mochte nichts essen. Drinnen waren die Weiber dabei, der verschiedenen Frau das Totengewand anzuziehen und ihr Gesicht und Hände zu waschen. Einen Streit hatte es wegen der Ausgaben für die Verstorbene gegeben: Hundert Mark sollte er für das aus einem Papierstoff hergestellte Totenkleid zahlen! Er hatte sich vermessen, daß er kein Depp sei— und die Frauen waren entrüstet, daß er in solch einer Stunde seinen Geiz nicht überwinden mochte. „Die paar Mark!“ Er lachte hohnvoll auf. Was wußten denn die, was so eine schleichende Krankheit über Jahr und Tag gekostet hatte? Und das war noch das Geringste. Er mußte Hilfe nehmen, Magd und Knecht für die Feld= und Stallarbeit, eine Pflegeschwester für die Frau und die Buben. Ja, mir einer ganzen Handvoll, mit vier Stück hatte ihn die Frau allein gelassen. Er stützte den Kopf: was sollte werden? Die Pflegerin, geärgert von seiner Engherzigkeit, die ihn dazu brachte, ihr die Scheite Holz zuzuzählen und ihr die brennenden aus dem Ofen zu reißen, erklärte ihm schon in der Nacht, daß sie nicht eine Stunde nach der Beerdigung bleiben würde. So. Mochte sie gehen— mochten sich alle auf und davonmachen. Ihm war es gleich. Er fühlte sich sterbenselend. Er hustete, und er wußte wohl, was Arzt und Nachbarn meinten, daß auch ihn die Lungensucht gepackt hätte. Gut dann! Da wollte er alles gehen und stehen lassen. Legte er sich auch nieder, so konnte der Hof verkauft und die vier Buben konnten an die Verwandtschaft verteilt oder in die Fremde geschickt werden. Ihm war es gleich. Im Augenblick freute und grämte ihn nichts mehr. Er war fertig mit der Welt. Draußen gab's ein Hüah und Hott! und ein Gelächter. Gerade unter seinem Fenster. Flüchtig schaute er auf. Da war nichts zu sehen von Pferd und Wagen. Dann hörte er ein Klirren von Blechgeschirr und Kinderstimmen: Ah, der Hardi— der hatte wie immer noch vor der Schule die Milch zum Käser gefahren, auch heute, als seis ein gewöhnlicher Alltag, und war doch ein festlicher in den Augen all der Leute, die sich nachher im Wirtshause auf seine Kosten an Bier und Würsten gütlich tun würden. Er seufzte auf... Da öffnete sich langsam die Tür, zwei Buben stürzten herein, sahen ihn erschrocken an und drängten sich darauf mit aller Gewalt durch den Eingang zurück, an der Gestalt des Aeltesten vorbei, der ihnen die Wildheit verwies. Ernsthaft kam der Hardi vorwärts, auf dem linken Arm den Jüngsten, den kaum zweijährigen Adolf, dessen Namen er nie wie Eltern und Geschwister in„Adi“ verkürzte. Er trug den Buben nach der Ofenbank, setzte ihn dort nieder zog ihm das Kleidchen über die Knie und rückte ihm die Beinchen zurecht. Leise ermahnte er ihn zur Ruhe. Der Kleine aber sah sofort die Eßwaren auf dem Tische und schlug bittend die Händchen ineinander. Hardi kam an den Tisch. Er war klein von Wuchs und konnte trotz seiner sieben Jahre kaum über die Tischkante sehen.„Schneidet dem Adolf ein Bröckele Brot ab"; bat er. Der Bauer mußte fast lächeln. Seit Adolfs Geburt war ja die Frau immer bettlägerig gewesen. Da hatte der Hardi den Kleinen aufgezogen, als sei er die ältere Schwester. Er brachte das Kind des Abends und Mittags zu Bett, wärmte ihm die Milch und wachte über seinem Recht an der besten Nudel. Der Adolf brauche jetzt kein Brot, meinte der Bauer, wieder unwirsch geworden, es sei keine Zeit— bald würde zu Mittag gespeist werden. „Der Adolf brauchet a Brot", versicherte der Hardi ungerührt, der Adolf habe nur ein Stück Käse als Geschenk vom Käser erhalten — wie sie alle—, weil doch die Mutter... er sprach nicht aus, sondern wandte sein Gesicht dem Nebenzimmer zu, von woher man die gedämpften Stimmen der Frauen hörte. Der Bauer schwieg. Er griff nach dem Laib Brot und schnitt für den Adolf ein Stück herunter, mit dem der Hardi schnurstracks nach dem Ofen lief, Brocken abbrach und sie unter sanftem Zureden dem Kleinen in den Mund schob. „Magst' auch eins?“ fragte der Bauer. Der Hardi schüttelte den Kopf und wiederholte, was er eben vom Vater gehört hatte: daß es eh' Mittagszeit sein würde——— Neckte ihn der Bub? Der Bauer bekam eine dicke Falte auf der Stirn, den Vorläufer seiner Heftigkeit und den Kindern so gut bekannt, daß der Adolf sein Gesicht mit den Händen bedeckte und ein Klagen begann. Der Aeltere beugte sich zu dem Kleinen nieder und versicherte ihn, daß der Vater net bös sei,— hatte er dem Adolf nicht das gute Brot gegeben? War der Junge noch einmal frech? „Geh' her!“ gebot der Bauer. Der Hardi gab dem Adolf einen Ruck gegen die Ofenwand, damit er nicht abstürze. Dann lief er eilends nach dem Tisch. Grad' über die Kante fort blickten seine dunklen Augen aufmerksam und fest in die des Vaters. Dem wurde seltsam unter dieser Prüfung: Was mochte dies Kind, sein Erbe, von ihm denken? Er tat seine Pflicht wie alle Tage, aber ihm kam es doch vor, als läge etwas anderes im Ausdruck dieser samtweichen Sterne, die genau so blickten wie die Tote, die Mutter, in ihren besten Stunden.— „Hardi“, sagte der Bauer,„weißt denn du, daß die Mutter von uns fort geht und net mehr kommen wird?“ „Im Kirchhof schaufeln sie auf, wo der Großvater liegt“, antwortete der Bub still. „So? Des hast geseh'n? Und traurig bist net?" „Ihr habt's gesagt", erwiderte der Hardi ruhig und sprach den Vater mit„Ihr“ an, wie er's noch von dem gehört hatte dem Großvater gegenüber, aber wie's nur noch in wenig Familien Brauch war,„als der Großvater sturben is:„Der Mensch muß sterben, damit er in'n Him mel kommt'. Wie soll denn nachha die Mutter in'n Himmel kummen, wann's net' sturben is?“ „Recht hast“, sagte der Bauer und blickte vor sich nieder.„Im Himmel is sie jetzt— aber—“, er sah wieder auf und wieder grad' in die Augen seines Sohnes,„wie wird denn das werden, wenn nachha die Mutter nimmer kummt? Was werden mir machen, mir Elendigen, allein, ohne die Mutter?" „I hab'n Adolf", entgegnete sogleich der Hardi und warf einen bedeutsamen Blick nach rückwärts auf sein Pflegekind. Dann kehrte er sich dem Vater wieder zu.„Als der Großvater'sturben is, hat der Herr Pfarrer g'sagt, „Tuts Enkene Pflicht— nachha richt' sich all's ein, wie der Herrgott sich's gewunschen hat'.“ Pflicht— ja, die saß diesem Buben in Fleisch und Blut. Und dem Bauern fiel ein, daß es fast nie Zank und Streit zwischen seinen Buben gab. Der Hardi schaffte mit ein paar tüchtigen Watschen Ordnung, und die Brüder ließen sich's gefallen, von seiner Gerechtigkeit zutiefst überzeugt. Niemals hatten er und die arme Verstorbene einen Aerger gehabt, noch vor kurzem lobte sie den Hardi:„Er verschafft mir ein ruhig's Sterben“. Ob sie mehr damit gemeint hatte, ob es ihr klar gewesen war, daß der kleine Hardi die Sorge für die Brüder und ihr Guttun übernehmen würde? Nachha— nachha— ihm hob sich die Brust leichter in einem langen Atemzug— da könnt's am End' doch noch gehen, eine Weil’, auch mit ihm. Bis die Buben größer geworden waren— und er nicht hilflose Waisen zurück zu lassen brauchte. Ihm sank der Kopf auf die Brust. Dann hörte er ein Geräusch: da bewegte sich der Hardi auf Zehenspitzen aus dem Zimmer, den Adolf, dem vor Schlaf das Köpfchen schief hernieder hing, auf den Armen. „Wo gehst hin, Hardi?“ „Hinauf, Vater. Er muß in sein Betterl.“ „Komm, ich hilf' ihn dir tragen.“ Aber der Hardi, gewiß, daß der Bruder ein Mordsgeschrei beginnen würde, wenn er jetzt den Platz wechselte und gar wenn der Vater ihn anrühren möchte, schüttelte den Kopf. „Des muß i scho tun“, wies er bestimmt die Hilfe ab. Der Bauer sah auf die Tür. Das war sein Hardi, ein guter Bub, ein lieber, ein— ein, den hatte der Herrgott ihm zum Trost gelassen. „Schwester“, sagte er, als nach einer Weile die Pflegerin aus dem Totenzimmer kam, „bleibt's noch eine Weil' heraußen. I' zahl' Euch dasselbigte, nur daß mir die Buben net so zu Grund' gehen, wenn auch der Hardi da is". Die Frau rieb sich gedankenvoll die Hände. „Mit'm Hardi“, sagte sie,„des is scho' was. Da kunnt' ein Großer lernen. I bleib’, Bauer, bis gesund seid— dann muß ein' andre Frau ber „Ja, ja“, erwiderte er still.„Des wird net anders sein. Des wär' meine Pflicht, tät der Hardi sagen. Das Leben verlangt's halt, Schwester. „Es war einmal Das alte Märchen, aus dem Volke heraus geboren, von deutschen Männern weiter geschenkt, hineingetragen in jedes deutsche Haus, lebt es überhaupt noch? Und gibt es überhaupt noch erzählende Mütter, die den Zauber einer Märchenstunde im Dämmerlicht kennen? Ganz tot ist das alte Märchen nicht, aber es ist verdrängt von einer jungen Schwester im farbenprächtigen Mäntelchen, mit Arasesken und Schnüren besetzt, mit einer bunten Narrenkappe auf dem Kopfe und lustig klingenden Schellen daran. Es wird heute den Kindern viel geboten— viel zu viel, als daß sie alles Empfangene geistig verarbeiten konnten: Radio, Märchenbücher, hastig verklungen nach beendeten Schularbeiten, Kino und Theatervorstellungen! Unsere Kinder leben schnell, ebenso schnell wie wir, wie unser ganzes Zeitalter. Aber sind sie deshalb reicher als die Generation, die mit Grimm und Bechstein, die männliche mit Robinson und Lederstrumpf groß wurde? Ein Kind braucht so wenig Anregung. Die schlichtesten Worte, die einfachsten sandlungen, Menschen, die nur gut oder nur chlecht sind, frei von der Problematik unserer Tage, das ist gerade genügend, um kindliche Phantasie zu beflügeln und inneren Reichtum zu schenken. Diese einfache Sprache, Poesie neben Derbheit, Treue neben Untreue, Grausamkeit neden Güite, Streie, ungemildert ale jelostver. Sichen ech e ständliche Folge böser Handlungen, das finden, wir in den alten Volksmärchen, einen unversiegbaren Born, aus dem wir immer nieder neu schöpfen dürfen. Und da ist es besonders das gesprochene Wort, das ein Märchen lebendig und lebensnah gestaltet und ihm persönliche Tiefe gibt, und es ist die Stunde im Dämmerlicht, die nach verklungenem Tage alte Gestalten zu Tun und Handeln heraufbeschwört. Doch es fällt uns heute schwer, die natürliche, einfache Sprache des Märchens und der Kinder zu treffen. Wir glauben abschwächen und wildern, oder erläuternd hinzufügen zu müssen, wo das Märchen grausam wird. Die Eltern Hänsels und Gretels, die ihre Kinder im Walde aussetzen, erscheinen uns als Rabeneltern, den Tod der bösen Stiefmutter im Schneewittchen, die auf rotglühenden Pantoffeln tanzen muß, möchten wir am liebsten durch einen weniger schrecklichen ersetzen. Wir vergessen ganz, daß Kinder diese Härten des Märchens als selbstverständlich hinnehmen daß sie sie natürlich finden, wenn sich ihre Berechtigung aus der vorhergegangenen Handlung ergibt. Wir vergessen auch, daß ein richtiges Märchen zeitweise eine gruselige Gänsehaut heraufbeschwören muß, soll es mit dem glücklichen, befreiten Aufatmen schließen, das langsam wieder in die Welt des Wirklichen hinüserträgt. Viele Kinder lehnen das Dekorative, Unkindliche, oft auch viel zu Gedankenschwere mancher, Gott sei Dank nicht aller neuzeitlichen Märchen=Darbietungen ab. Wie freut man sich als Mutter, wenn nach einer Kindervorstellung in der Großstadt die Sympathie des eigenen Kindes dem bescheidenen kleinen Mädchen gehört, das um seines guten Herzens willen den Sieg davonträgt. Zurück zu den alten Märchen, zur einfachen Sprache, zu dem Zauber der stillen Erzählerstunde, die uns tiefes Verbundensein mit dem Kinde gibt, das sollte, wenigstens ab und zu, wenn es unsere Zeit erlaubt, unser Bedürfnis sein. In uns allen schlummert ja das Märchen, der Traum zur Wirklichkeit, Unerreichbares zum Möglichen werden läßt, in uns allen schlummert die Gabe unseres Volkes, die feine, stille Erzählerkunst. Mancher Alltagsmensch wird Dichter, wenn er, durch alte Märchen angeregt, an sie anknüpfend, Eigenes geben kann und vor Kindern, diesen andächtigsten aller Lauscher, den Quell seines Inneren öffnet. Ilse v. Saß. Krise. „Ihre Verkäuferin hat so einen ironischen Zug um den Mund.“ „Natürlich, wir verkaufen ja auch zu Spottpreisen.“ Aus der soeben erschienenen Nummer 25 der „Lustigen Blätter“.(Verlag Dr. Selle=Eysler A.=G., Berlin SO. 16), die zum Preise von 50 Pig überall zu haben ist. Das Kochen mit Gas „Kamin voll Rauch, Eine löcherige Pfanne Und eine zornige Frau Sind schädlich im Haus.“ Wer da glaubt, kochen wäre, wenn auch eine notwendige, so doch untergeordnete Tätigkeit, der befindet sich in einem schweren Irrtum. Denn Kochen verlangt viel Verständnis, Sorgfalt und auch Liebe zur Sache. Es wird deshalb auch nur da gut besorgt, wo die Köchin sich über das Wesen des Kochens und seine Bedeutung klar ist. Unter Kochen versteht man die Umwandlung der Nahrungsmittel durch die Einwirkung der Wärme. Durch Wärme wird die Nahrung in einen Zustand gebracht, den man im Gegensatz zum rohen den garen nennt. Die Nährstoffe werden also durch Wärme verändert, nämlich: Eiweiß gerinnt, Stärkemehl wird gelockert, Fett wird flüssig, Pflanzenschleim wird gelöst, Pflanzen= und Fleischfasern werden gelockert, neue Stoffmischungen werden hergestellt. Darum ist der Kochherd der wichtigste Bestandteil in der Küche. An der besten Stelle ihrer Behausung richteten die alten Germanen den Herd auf, und heute noch nimmt er in unserer Küche den ersten Platz ein. Die vielen Entwicklungsstufen, über welche die häusliche Feuerstätte vom Anfang aller Kultur bis auf den heutigen Tag emporgestiegen ist, zu besprechen, ist hier nicht Raum genug. Das Interesse unserer weiblichen Jugend gilt vor allem derjenigen Wärmequelle, die sich durch ihre zahlreichen Vorteile die Gegenwart erobert hat: dem Steinkohlengas. Die Bestandteile der Kohle werden bei der Gasfabrikation zerlegt und Stoffe wie Koks, Teer, Ammoniak, Benzol, Naphtalin und Schwefel, sowie vor allem das Gas daraus gewonnen. Die Nebenerzeugnisse des Gases bilden durch ihre Weiterverarbeitung neue Industriezweige, die vielen Menschen Arbeit und Verdienst geben. Alle diese Werte verschwendet die Köchin, die die Kohlen im alten Kohlenherd verbrennt, wovon nichts zurückbleibt als Ruß, Asche und Schlacke. Alles Dinge, die ganz wertlos sind und deren Beseitigung obendrein zu den unangenehmsten und schmutzigsten eines Haushalts gehören. Aber auch die Heizstoffe, die in der Kohle enthalten sind, werden nur ganz ungenügend bei der Verbrennung im Kohlenherd ausgenützt, denn 80—90% des Heizwertes gehen nutzlos durch den Schornstein usw. Dagegen nützt man beim Kochen mit Gas etwa 60% von den Heizwerten des Gases aus. Jede Arbeit mit der Beschaffung von Holz und Kohle fällt fort. Ohne jede Mühe, ohne jeden Zeitaufwand, ohne jeden Schmutz wird das Herdfeuer entzündet, das solange brennt, wie es gebraucht wird. Er verrußt kein Topfboden! Keine unnötige Hitze belästigt uns! Weder Asche noch Ruß beschmutzen Wohnung und Küche! In jedem Augenblick ist das Gas bereit, seine ganze Wärme herzugeben, auf die wir beim Kohlenherd mindestens eine halbe Stunde warten müssen, und in einem einzigen Augenruck kann die Flamme gelöscht werden, wenn die Heizung nicht mehr gebraucht wird! Bei der Kohlenherd=Feuerung dagegen ist meistens noch volle Gluthitze vorhanden, wenn mit dem Kchen aufgehört wird, und manche sparsame Hausfrau dürfte sich wundern, würde sie erfahren, wie unendlich viel Heizwerte ihr dadurch verloren gehen. Was würde auch manche sparsame Hausfrau sagen, wenn ihr in Zahlen nachgewiesen werden könnte, wieviel Nährwerte sie oftmals beim Kochen verliert? Die Wissenschaft hat längst festgestellt, daß die Einwirkungen der Hitze, d. h. das richtige Maß von Wärme, womit wir unsere Nahrungsmittel zubereiten, von ganz bedeutendem Einfluß auf den Nährwert und die Bekömmlichkeit unserer Speisen ist. Wir haben beim Gasherd auein die Möglichkeit, die Hitze genau so zu regulieren, wie wir sie wünschen und brauchen, ein Vorzug, den keine Hausfrau unterse ven wird, wenn sie weiß, daß eine große Anzahl Speisen nicht nur wohlschmeckender, sondern leichter verdaulich und vor allem nahrhafter bleiben, wenn sie nicht direkt kocien, sonvern nur leicht ziehen und bei einer Temperatur von 90 Grad Cels. sogar in vielen Fällen unter 90 Grad Cels. fertiggestellt werden. Bei zu großer Hitzeeinwirkung erfolgt eine Verdampfung, und in dieser Verdampfung entweicht ein großer Teil der fein aromatischen Bestandteile, sowie der Nährsakze einer Speise. Wir können diese wertpallen Stoffe beim Am Abend Was ich heute gefehlt, Schwinde im Schatten der Nacht. Was an Licht mir geleuchtet, Werde mir Segen und Tat. Gib mir die Gnade des Schlafs Und einen tröstenden Traum. Clara Prieß. Kochen mit Gas sehr leicht erhalten, wenn wir die Hitze regulieren, d. h. den Gashahn kleinstellen Der wertvollste Stoff unseres Fleisches ist bekanntlich das Eiweiß, es gerinnt bei 65 Grad Celsius, wird aber hart und schwer verdaulich, wenn wir es zu lange und zu großer Hite aussetzen. Deshalb wird ein auf der fein regulierten Hitze des Gasherdes gebratenes Stück Fleisch zarter, saftiger, wohlschmectender, bekömmlicher und nahrhafter sein als dasselbe Stück Fleisch, das wir bei zu großer Hitzeeinwirkung fertigstellen, wie dies beim Kohlenherd mit seiner mangelhaften Regulierungsmöglichkeit der Fallst. 460 Bei allen Gemüsen sind es die für unsere Verdauung so hochwicitigen Nährsalze, die wir auf der regulierten Flamme des Gasherdes vollkommen erhalten können. Es bedeutet daher die Verwendung des Gases zu Kochzwecken eine Erhaltung der Nährstoffe, somit eine Ersparnis an Geldwert, die in der Zeit der Lebensmittelteuerung Beachtung erfordert. Vergleicht man die Betriebskosten zwischen Gasherd und anderen Heizungsarten, so ergibt sich, daß bei richtiger Sandhabung der Gasgeräte, daß Gas der billigste Brennstoff (Aus dem Leitfaden„Das Kochen der Neuzeit" von Josepha Wirth.) —f2.— Als Dienstmädchen in Bulgarien-Finnland—Amerika Drei Länder; drei Welten, drei Zeitalter. Gestern— heute— morgen. Und wir stehen dazwischen, sind nicht mehr da, noch schon dort. Wir schauen rückwärts und vorwärts— ob dazwischen der Fortschritt liegt? Müßiges Fragen, denn wir können der Entwicklung nicht Einhalt gebieten. Ihr liegen tiefere Ströme zugrunde, die treiben und weiterdrängen, ohne daß wir so recht erkennen können, wo es eines Tages hinaus will. Im alt=interessanten Sofia herrschen noch höchst eigenartige Sitten. Zweimal jährlich im Mai und November, verlassen sämtliche Dienstboten ihre Stellen und begeben sich auf den Dienstmädchenmarkt. Kundige, geschäftstüchtige Agenten spielen den Vermittler zwischen den Schönen— denn die Mädchen haben sich herausgeputzt und das gute schwarze Kleid mit breiter Goldstickerei wie die leuchtend roten, grünen oder blauen Wollstrümpfe angelegt— und den Hausfrauen. Diese wandern wie bei richtigem Marktkauf hin und her. Glauben sie die Richtige gefunden zu haben, so beginnt das marktübliche Handeln um den kreis für die sechsmonatliche Dienstzeit. Auf änger verdingt sich kein Dienstbote— dann beginnt dasselbe Schauspiel von neuem. Die Tradition verlangt es so, man behält sie bei, ohne sich offenbar irgendwelche Gedanken über das Ganze zu machen. In Finnland herrschen patriarchalische, ungeschriebene Gesetze. Und doch setzt sich daneben die moderne Entwicklung durch und Laufe der Zeit mehr und mehr um sich greifen. Finnland ist das erste Land, das in seiner Hauptstadt Helsingfors ein„Heim für Hausangestellte", beherbergt. In seiner heutigen Gestalt feiert es jetzt sein 15jähriges Bestehen. Es ist gedacht für Mädchen, die sich vielleicht einige Tage oder Wochen erholen wollen, oder die für den Uebergang von einer Stelle zur anderen, zum Instandsetzen ihrer Garderobe usw. keine sonstige Bleibe haben. Hier steht ihnen nicht nur die Nähmaschine zur Verfügung, sie dürfen auch bei der Wochenwäsche die ihre mitwaschen. Gewöhnlich bewohnen zwei Mädchen zusammen ein Zimmösiensit gemeinsam in Ordnung halten Die Nachfrage für den Aufenthalt ist eine sehr rege. Wer Einlaß begehrt, wird aufgenommen, auch Arbeiterinnen aller Art. Man ein Papler, Zeugnis oder derglei„erforderlich ist. Die Leiterin berichtet aber, daß noch kaum etwas vorgefallen und der Geist des Hauses von selbst unlautere Elemente ausscheidet. Die Stadt gibt jährlichen Zuschuß, Finnland kennt noch keinen Dienstbotenmangel. Die Löhne sind niedriger als in Deutschland. Es gibt Mädchen im Alter von 20 bis 70 Jahren und viele behalten ein und dieselbe Stelle jahrzehntelang inne. Sie haben ihren Wochen= und Sonntagsausgang und bekommen den Haustürschlüssel— also ganz so patriarchalisch und überbieder, wie man glauben möchte, geht es doch nicht zu. Trotzdem ist natürlich kein Vergleich mit Amerika möglich. Kein europäisches Land in in dieser Parallele anzuführen. Während in Bulgarien gleich für 5 Jahr der Dienstvertrag abgeschlossen wird, kennt Amerika überhaupt keinerlei derartige Bindung. Man tritt aus, bezw. man kündigt von einer Stunde zur anderen. Obgleich man in persönliche Dienste tritt, liebt man nicht, sich in persönliche Abhängigkeit zu begeben. Darum haben sich in den letzten 10 bis 20 Jahren die Amerikanerinnen mehr und mehr von diesem Tätigkeitsfeld zurückgezogen und überlassen es Einwanderern und Farbigen. Da diese aber nicht in genügender Anzahl vorhanden, entstand die Knappheit an Personal. Dabei sind die Löhne sehr hoch und halten allen anderen die Stange. Wir können, ohne uns in Zahlen zu verlieren oder zu versteigen, sagen, daß der Lohn vier= bis sechsmal so hoch als bei uns ist. Wer wirklich sparsam, kann stattliche Summen auf die Seite legen. Da es weder Arbeitslosenunterstützung noch Krauken= und Invalidenversicherung gibt, ist jeder Mädchen aufs Sparen angewiesen— noch dazu sie ja von einem Tag zum anderen arbeitslos sein kann. Es wird in Amerika sehr viel verlangt, auch daß die Kinder nicht gerade allzu gehorsam, ist altbekannt. Auf der anderen Seite aber behauptet jede Angestellte ihren Platz wie eine Lady. Wenn sie ausgeht oder spazieren fährt. wird keine deutsche Hausfrau glauben, daß sie ein„Dienstmädchen“ vor sich hat. Weder der Begriff noch die Rangstellung existieren im echt demokratischen Amerika. Arbeit schändet nicht. Jeder hat die gleichen Chancen, heraufzukommen. So gibt es in Amerika wohl Hausangestellte aber keinen Stand„Dienstboten“. Wer heute in Stellung, ist morgen vielleicht Friseuse oder sonst was. Nur als Einführungs= oder Uebergangsposten geht man in einen Haushalt. Darum gibt es auch kein Heim, oder um amerikanisch zu sprechen, keinen Klub für Haus. angestellte. Es war weder der Wunsch noch Notwendigkeit vorhanden. Amerika— Bulgarien und Finnland— überall grüßt uns ein anderes Bild, ein anderer Lebensstandard. : Auch, die Stellung der Hausangestellten ist ein Maßstab, der den Kulturstand der Nation kennzeichnet. Louise Diel. Der Hausherr und die Küchenkräuter. Nach dem großen Umschwung in unserer Ernährungsweise beansprucht die Pflanze eine wich tige Sonderstellung auf dem Küchenzettel; das hat auch manches lange vergessene Würzkraut wieder zu Ehren kommen lassen: Rosmarin, Quendel, Kresse, Kümmel, Liebstöckel, Minze, Raute, Sauerampfer, Beifuß, Bohnenkraut u. a. Der Beifuß ist als Wurze des Gänsebratens nie ganz vergessen worden; Salbei, Kerbel, Pimpernelle aber wurden bis vor kurzem kaum noch verwendet; auch die herrSalatkräuter, Rautenkraut, Brunnenkresse, Löffelkraut und der rauhhaarige Boretsch mit seinen reizenden blauen Blütensternen mußten erst wiederentdeckt werden.— Heute fehlt es vor allem noch an einer Ausnutzung der unerschöpflich möglichen Arten einer immer neuen, wohlschmeckenden Zusammenstellung verschiedener Würzkräuter. Sie sind, wie ein begeisterter Feinschmecker und ruchtiger„Gentlemankoch“ im Daheim(68. Ja#rgang.Nr.8) begeistert ausrust. „Rechr eigentlich bestimmt, den Speisen jenen zarten Duft, den feinen Hauch zu geben, der wie die Magie eines vollendeten lyrischen Gedichts über der Form schwebt. Allerdings setzt die künstlerische Handhabung der zarten Blötter und Stengel leichte und gefühlvolle Fingerspitzen voraus, die ebenso vorsichtig mit den zarten Kindern des Küchengartens umzugehen wissen, wie der sinnende Geist mit den Versen eines Dichters.— Es läßt sich leicht ausdenken, wie gus es gerade dem Hausherrn anstünde, wenn er sich nach verständnisvoller Aneignung nötigen Kenntnisse bei festlicher GelegenGerichte mit Frischen uh ul. Terb. r r.