ellens in Snsg Tos schon wieder einen Brief Ellens in Handen zu halten. Ober lichkeit und dazu noch Lickfälligkeit— das Solch ein kalter Wasserguß konnF###e Verwsutung dieses„Korbes“ nur bedie Geschichte dern Jochu rerwunden war vie Geschichle venn ooch noch nicht für ihn Lenh Hief,(1) ärgerlich gestehen. Was wollte nom ihm; rscherliche Lachtaube überhaupt noch wegen dieses halben Zentimeters. der gich heute hrennt, möchte ich noch einmal mitli #### sprechen. Kann das nicht noch ausgeglichen werden? Vielleicht ist es bei mir beBrauenu.ischen, las er mit gerunzelten „Der mich heute brennt? Ja— wahrhaftig. „on brannte er heute, bei dieser sibirischen Kälauch einmal wieder rasend. Und wütend seiner hözschen Spiegel, daß hn die Röte nicht enttäusche. Vielleicht ist es bei mir bereits ausgeglichen #7? Auf einmal! Son Naseweis, so sich auf ge, Weiße seiner ach so edel geschwungenen nase nicht wenig einbilden mochte! Uind weiter las er:„Ich muß Ihnen nämlich leider gestehen, daß ich mir vor einigen auf der Eisbahn meine Nasenspitze erfroren habe— nur einen halben Zentimeter. Womit wir ja eigentlich quitt mären. Und— mindich fagens; wochte ich Ihnen doch liebers. Quitt— nun gut und schön— was bedurfte es da noch viel weiterer Worte! Wenn nicht der seitens seines abermaligen Absagebriefes Schnell genug wäre der aufs Papier hingeWäre.. könnte müßte.. wenn Stolz hier zu befehlen hätte... Ist jenem aber das Oberkommando je gegeben gewesen? Der Rittmeister— und da war es ihm ganz einerlei, ob ein nebensächliches a. D. daran gehängt war — erhob sich. Ihm allein war hier in diesem Sonderauftrag des Höchstkommandierenden des Lebens die Verantwortung anvertraut, um keinen halben Zentimeter mehr oder weniger. Der Feind hatte einen Parlamentarier mit der weißen Fahne eines Stückes Papier abgesandt er war zur bedingungslosen Kapitulation bereit. Wäre es nicht ein Wahnsinn, diese nicht esschne.e. u8 46 Sei es selbst mit dem lächerlichen halben Zentimeter einer beiderseitig erfrorenen Nasenspitze... Deutete man sich eben diese rote Fahne als Wimpel des Sieges! Körperliches und seelisches Elend der indischen Frau Richt nur Aman Ullahs Land, sondern auch die Nachbarländer brauchen Reformen. Wir stützen uns im Nachstehenden auf die Ausführungen der Schweizer Aerztin Eva Lombard, die sich durch einen aufsehenerregenden Vortrag in der Sassa(Geni) zu Gehör brachte. Wir Westeuropöerinnen, die heute jedes menschliche, politische und gesetzliche Recht in Anspruch nehmen können, haben keine Ahnung davon, unter welchen Verhältnissen die indische Frau lebt. Hier und da erreicht uns eine Zeitungsnotiz, daß die östlichen Völker Resormen durchführen, da sie ihren Frauen das Recht, ihren Verlobten vor der Hochzeit kennen lernen zu dürfen, das Recht auf Ehescheidung das Recht, außer Haus arbeiten zu dürfen, das Recht auf Bildung und eigene Bestimmung über ihr Leben gerne einräumen möchten Aver derartige Resormen sind wohl underchführbar. Aman Ullahs Sturz ist auf seinen unabwendbaren Willen, den Frauen Asghanistans zu einem menschenwürdigen, dem zwanzigsten Jahrhundert nicht hohnsprechenden Dasein zu verhelfen, zurückzuführen. Wohl besagen gerade die letzten Nachrichten, daß man ihn zurückrief, daß man also auch in Apbanistan modernen Resormen nicht ganz abgeneigt ist und daß wohl auch dort glühende Anhänger für eine moderne Lebensweise vorhanden sein müssen. Aber die Mehrzahl der Männer. die Mehrzahl der Frauen selbst, um derer Schicksal es ja geht, sind derart in Traditionen] verwebt und verkettet, daß sie eine Aenderung der bestehenden Lage entweder gar nicht beFreisenz oder aber niat auf sich nehmen wollen. „ Indien lebt die Frau unter den gleichen sozichen und menschlichen Voraussetzungen, wie sie um des Jahr achthundert vor Christi, also vor fost 3000 Jahren, von dem Religionsreformer Manu verkündet wurden. Sie ist nur das Mittel zum Zweck; und der Zweck i. es Daseins besteht darin. Kinder in die Welt zu setzen. Die Frau ist der indischen Auffassung nach ein Wesen. das des Schutzes bedarf. Sie ontersteht zuerst dem Schutz des Vaters, dann dem ihres Mannes. Stirbt der Ehemann, so ist sie schutzlos, was nicht sein darf. Daher wurden in Ondten die Witwen gleichzeitig mit ihrem Ehegatten verbrannt, und es geschieht heute sicherlich auch noch in den abgeschiedenen indischen Gegenden, wohin das Auge des englischen Gesetzes, das gerade in bezug auf die Witwenverbrennung selbstverständlich sehr strenge ist, nicht reicht. Der indische Vater verheiratet seine Tochter meist im Alter von fünf, sechs oder höchstens sieben Jahren. Das Kind darf dann noch zwei oder drei Jahre im elterlichen Hause bleiben Mit zehn oder elf Jahren aber muß die Inderin bereits die Pflichten der Ehe auf sich nehmen Ihr Hochzeitstag ist der einzige Anlaß in ihrem Leben, wo sie mit ihrem Manne gemeinsam eine Mahlzeit einnehmen darf. Als Ehefrau darf sie das nicht. Sie bereitet ihm zwar Eltern— sie steht unter der Porherrschaft der Schwiegermutter— das Mahl, sie selbst darf aber erst dann essen, wenn er fertig ist. Niemals darf sie das Wort an ihn richten, niemals anders als in der dritten Person zu ihm sprechen, auf der Straße muß sie in ein in angemessenen Zustande Hater ihm hergeben. „„Disnindische Frau ist ganz ungebildet. Von 1350 Meillionen Indern können nur 2 v. H. besen und schreiben. Die indische Frau darf nur an bestimmten Tagen des Monats ausgehen, um den Göttern zu opfern. Vergnügungen, jo selbst das Einholen für den Haushalt ist ihr verboten, da das der Mann zu erledigen hat. Ihre eigentliche Bestimmung aber ist die Mutterschaft. Bedenkt man, daß elf= oder zwölfjährige, schlecht genährte, sportlich nie geübte, dem Leben ganz fern stehende Kinder unter hygienischen Umständen, die gleich näher belelchtet werden sollen, einer Erstgeburt gesetzt sind, so wird man ohne weiteres verstehen, daß 43 v. H. aller neugeborenen Kirder 26 v. H. der indischen Frauen im Wochenbette zugrunde gehen, und daß ein gosder Teil der Kinder, die über das Säuglingslalter hinwegkommen, vor Erreichung des dretten Lebensjahres sterben. Dem Inder gilt die Wöchnerin nämlich als „unrein". Die Entbindung der indischen rau darf daher niemals im eigentlichen Wohnhause sendern in einem eigens zu diesem Zwecke angebauten kleinen stallähnlichen Verschlage, in den keine Sonne und kein Licht dringen und in dem die aufgespeicherte indische Hitze von vielen Monaten eingeschlossen ist, erfolgen. Die ganze Einrichtung dieses Geburtshauses besteht aus einem Haufen Stroh oder Heu. Da kein Inder einer Wöchner vor Ablauf des zehnten Tages naht—*“-= religiösen Anschaunnger über die Verunreinigung sind unglaublick streng—. so kann der jungen Mutter das Essen nur durch die Dorshebamme gereicht werden Diese Dorfhebammen sind alte, meist verwitwete und daher mißachtete Frauen, die so arm sind, daß sie sich, um etwas zu verdienen, sogar„verunreinigen“. Die Schwiegermutter stellt das Essen vor die Tür des Haupthauses dort nimmt es die Hebamme in Empfang und bringt es der Wöchnerin. Kein irdischer Arzt darf. will er seinen Religionsvorschriften nich zuwiderhandeln, eine Wöchnerin berühren. Daher„ordiniert“, wenn eine Komplikation eintritt, zumeist nur die Hebamme. Mit Fingern die niemals mit Seife in Berührung kamen mit Gegenständen, die vor Schmutz starren, de man der unreinen Wöchnerin keine reine Wäche reicht. behandelt sie die arme junge Mutter, die selbst noch ein Kind ist und die schweren Pflichten der Mutterschaft erfüllen soll. Nach zehn Tagen kehren Mutter und Kind ins Haupthaus zurück. Wurde ein Knabe geboren, so ist die Frau eines guten Empfanges sicher, war es ein Mädchen, so begegnen ihr vorwurfsvolle Blicke. Jahr für Jahr nur schenkt die indische Frau einem Kinde das Leben. Es ist kein Wunder, daß sie in einem Alter, wo unsere Jungmädchengeneration erst richtig entwickelt ist. bereits erschöpft, verbraucht und krank sind. Noch schlimmer als die körverliche ist aber die seelische Tragödie der indischen Frau. Der Mann darf, wenn sie ihm nicht mehr gefällt zu anderen Frauen geben, ohne daß sie das Recht hätte, auch nur ein Wort darüber zu verlieren Diese seelischen Tragödion macher die freren. Diese seelischen Tragbvien machen die indische Frau nervös, hysterisch und zur Tuberkulose neigend, während die muselmännische Frau Indiens. die überdies noch im Harem lebt, zur Fettsucht neigt und völlig leblos und apathisch wirkt. Vielleicht ergibt sich in nicht zu ferner Zeit für unsere geistigen Frauenberufe ein schönes lund wertvolles Betätigungsfeld in Indien. Die Zeit, wo man auch dort Kindergärtnerinnen Färlgrngerinnen,„Hebammen, Lehrerinnen Aerztinnen, Sportlehrerinnen. Avothekerinnen lu a. benötigen wird. kann nicht allzu ferne!? sein. Aus dem Enden und Wenen Der hundertjährige Blaustrumpf. Fräulein Wilhelmina Robinson aus Sibsey, Boston Lincs, erklärte kürzlich an ihrem hundertsten Geburtstage einer Journalistin, auf welche einfache Weise es ihr gelungen sei, dieses stattliche Alter zu erreichen.„Ich verabscheue alle Männer,“ meinte sie ernsthaft,„und verdanke nach meiner festen Ueberzeugung mein langes und glückliches Leben nur dem Umstande, daß ich mich bisher weder verliebt noch verlobt noch verheiratet habe. Denn wer ist schuld an allen Leiden und Sorgen der Frau?— Der Mann! Wer knickt die Herzen vieler Frauen oder erniedrigt sie?— Der Mann! Wer drängt erst jedes hübsche Lärochen zur Liebe und läßt es dann sitzen, zur vernachlässigt es dann in stcäflicher Weise?— Der Mann! Aber die vermännlichten Frauen verdienen es heute gar nicht besser. Um mich hat nie ein Mann geil ich in keinem Hoffnungen erweckte. Ich habe nie einen Mann leiden können. So lange ich lebe, werde ich keinen Mann in meinem Heim empfangen, und dieses stoize Bewußtsein genügt, um mich in einer Zeit, da die Frauen sich immer mehr zu vermännlichen trachten, frisch und gesund zu erhalten.“ Nun wissen es die armen Männer, wie„man“ ohne sie steinalt wird.. 9 Die Landfrau und der Twostep. nde Geschichte: cht semand folgende tielfin. Auf einem Ball lernte ich die berühmte Tänzerin kennen. Und wie es sich gehört, sobold wir Journalisten einer berühmten Persönlichhabe ich die junge Dame interviewt.„Bitte“, fragte ich unumwurden.„welches war Ihr komischstes Erlebnis?“ Die berühmte Dame dachte angestrengte nach. Dann lachte sie, hell auf, weil ihr eine ganz komische Geschichte eingefallen war. Sie wollte unlängst zur Erholung in einen mitteldeutschen Kurort fahren und mußte, da Wintersportzüge noch nicht verkehrten, auf einem kleinen Bahnhof lange warten. Eine Wartehalle gab es nicht. Also stiefelte sie auf dem Perron wie besessen hin und her, stehen und übte TwostepSchritte. Als sie zum dritten Male stehen blieb und Twostepschritte übte, trat eine Frau aus de mmitteldeut'chen Volke auf, zupfte sie am Aermel und tuschelte mitleidsvoll: Ach. Sie wissen hier wohl nicht Bescheid? Dorf ich Ihnen zeigen, wo die Retirade ist?“ „Dies, war das komischste Erlebnis der beJruymten Tänzerin. Und was sagt der Twostep sazu? Schutz vor der Grippe. Aus einem Aussatz des Dr. med. M.(“d über Grippe, Kälte und Erkältung in der Nr. 2. s a#simn euntnehmen wir folgenden Absatz, dessen Kenntnis in dieser Zeit allgemeinen Schnupsens uns für unsere Leser wertvoll erConred sagt sehr richtig:„Die wichtigste Entstehungsursache der Grippe bildet die Uebertragung von Mensch zu Mensch; die Verweidung von Menschenansemmlungen ist daher auch das hauptsächlichste Mittel zur Bekömung ihrer Ausbreitung. Durch Husten und Niesen gelangen vornehmlich, wie wir wissen, die Krankheitskeime bis zu einem Meter und noch weiter in die Luft; hier sinkt zwar ein Teil von ihnen ziemlich rasch zu Boden, wo sie kaum länger lebensfähig bleiben; ein anderer Leil eber hält sich einige Zeit hindurch schwed im Lustraum und kann, von und Empfänglichen eingeatmet, die Krankheit von neuem hervorrufen. Die Benutzung des Taschentuches beim Husten und Niesen, das Vermeiden des unmittelbaren Anhustens der Mitmenschen sind daher wirksame Maßnehmen. Ebenso masentlich ist eine gewisse Einschränkung des Verkehrs, soweit dies möglich ist, das Vermeiden von großen Gesellschaften und Massenansammlugen, während der Aufenthalt in der freien Natur, wo die Luft von Brippekeimen frei ist, auch in dieser Hinsicht von Vorteil ist. Hingegen darf man sich von Mundpastillen und Gurgelwässern, vom Tabakrauchen und Kognaktrinken als Schutzmittel nicht allzu viel versprechen.“ In diesem Aussatz wird weiter viel Nützliches berichtet, wie ja überhaupt das Daheim stets daran denkt, seinen Lesern das rechte Gemisch von Unterhaltung, Belehrung und praktischem Rat zu bringen. Verantwortlich: H Semmelmann, Altena. 1 Druck und Verlag: Dr. C. Santz, Altena. Rasahes T ie k S 8 585 8 8 Praden** Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung Altena, den 26. Februar Nr. 7 1929 Schule und Haus in ihrer Wechselwirkung Von L. Mahlig. Nur wenige Wochen noch, und die Zeit der Neu= Einschulungen ist da. Für manches Elternpaar oder zumindest für manche Mutter bedeutet dieser Zeitabschnitt eine kleine Umwälzung in ihrem Hauswesen, sofern es sich wenigstens um das erste schulpflichtige Kind handelt. Mit dem regelmäßigen Frühaufstehen wird bis weilen die Tagesordnung verschoben, ebenso mit dem Mittagsmahl. In einzelnen Fällen wird es sogar nötig sein, den kleinen ABCSchützen täglich zur Schule zu bringen und abzuholen. Das sind schließlich Aeußerlichkeiten, die sich unschwer regeln lassen. Anders ist es, wenn nun der Held, um den sich jetzt gewissermaßen alles dreht, auch einer Hilfe resp. Aufsicht bei den häuslichen Arbeiten bedarf. Do wird die Mutter manche Stunde, die sie bis dahin für häusliche Arbeiten nötig hatte, sich jetzt noch absparen müssen, um ihrem Liebling über die„Schwere der Zeit“ hinwegzuhelfen. Wir sehen an diesen wenigen Beispielen, daß die Schule keineswegs ohne Einfluß auf das Haus bleibt, und nur diejenigen, die keine schulpflichtigen Kinder haben, werden in Verkennung der bestehenden Tatsachen jenem stattfindenden Wechsel keine oder eine geringere Bedeutung beimessen, als ihm in Wahrheit zukommt.:—srheit zi Umgekehrt bleibt das Haus nicht ohne Einwirkung auf die Schule und da diese Tatsache in weitaus höherem Maße Beachtung erfordert, als ihr gemeinhin zukommt, so sei sie hier einmal beleuchtet. Widmung an meine Mutter Den Dank an meine Kindheit abzutragen, Schuf ich Gestalten aus den alten Sagen, Die mir das junge Herz mit Lust gefüll:: Wohl dem, der nie im Innersten sich wandelt Und seine reine Schönheit nie verhandelt Um Judaslohn an eine schnöde Welt! Wie stieg das Blut einst in des Knaben Wangen Wie hat er voll Entzücken nachgehangen Dem holden Schein, zur Wirklichkeit gedieh'n! Mein Jugendtraum, auf ewig fest gehalten, In fremden Herzen insgeheim zu walten, Sei dir des Märchens Zauberkraft verlieh'n! Abgesehen von dem ersten Schuljahr, das noch nicht allzuviel Anforderungen an den Schüler stellt, beginnt mit dem zweiten unbedingt mehr oder weniger eine Zeit, in der wir der Schulc wie auch dem Schüler mehr Rechte einzuräumen verpflichtet sind, das soll heißen mit jedem weiteren Schuljahr muß in höherem Grade Sorge getragen werden, daß das Haus kein Hemmnis darstellt in allem, was unter dem Begriff Schule zusammengefaßt wird. Aber hier wird, wenn auch meist unbewußt, so doch unendlich oft gesündigt; uno wenn auch zugegehen sei,daß in vielen Familien durch die wirt schaftliche Kalamität, um nicht zu sagen, die eigentlich als selbstverständlich gettende Rücksichtnahme vom Haus auf die Schuie zur Unmöglichkeit wird, so bleiben doch immer noch die Tausende, die nur aus Gehankenlosigkeit oder Bequemlichkeit sich dieser Rücksichtnahme entziehen. Hier einige Beispiele: Ein sonst begabter Schüler macht nicht die Fortschritte, der er nach Ansicht des Lehrers machen sollte. Seine Begabung verpflichtet ihn eigentlich zu besseren Leistungen. Woran mag es liegen?— Der Lehrer beobachtet den Knaben natüirlich nur in der Schulzeit, er hat keine Ahnung von seinem Zuhause. Wie es da aussieht,— was geht es ihn schließlich an? Wer fragt dan ich, ob etwa mißliche Familienverhältnisse, dauernde geldliche Sorgen der Eltern oder ewege eheliche Reibereien zwischen diesen, oder was es sonst schließ lich sei, ob all das nicht gen#g Ursache ist, das Seelenleben des arbeitenden, strebsamen Schülers zu gefährden? Wer nmmt überhaupt darauf, daß solche Vorkommnisse daheim irgendwie den Lernenden oeenfsussen können? — Der Vater beispielsweise weiß sehr gut aus eigener Erfahrung, wie ihn all das im Dienst nicht losläßt, wie es ihn bedrückt, ihn hemmt, und er hat in diesem Dien.: doch nur sich immer Wiederholendes zu schaffen; der Schüler leistet in gewisser Beziehung mehr, er ornt dauernd dazu, sein Körper ist gleichfulls in Entwicklung begriffen. Die Entwicklungsjahre, an sich eine Krisis, die der Organismus Wohl wandelte ich vielverschlung'ne Pfade. Es gibt nur einen Weg zum Berg der Gnade Er führt durch der Erkenntnis Rosentor: Die Welt ist Freude, wenn man sie verachtet, Die Welt ist Leiden, wenn man nach ihr trachtet Und klug ist, wer die erste sich erkor. Wie viele müssen ihren Tag durchdarben, Weil sie mit ihrer Kindheit selber starben, Nun sind die Schemen ohne Fleisch und Blut; Wir wollen mutig vor die Schönheit treten, Wir leben noch und können herzhaft beten: Gib Deine Kindschaft uns als ew'ges Gat! Erich Janke. zu überstehen hat, treten hinzu; kurz all das muß anders gewertet werden als beim Erwachsenen. Ein anderes Bild: Der Schüler wird gerangezogen, in seiner Ferienzeit irgend wie mirzuhelsen am Broterwerb. Oder— er ist durch die Enge der häuslichen Wohnräume gehindert, eine Stunde lang ungestört seine Arbeiten zu erledigen. Es gibt da so viele Dinge, die geeignet sind, das Vorwärtsstreben und das Vorwärtskommen eines Schülers zu hemmen, enn nicht unmöglich zu machen. Aber— wer denkt daran? Haben nicht die Eltern genug mit ihren eigenen Sorgen zu tun? Ist es imner einer Mutter möglich, des morgens selbst zu besorgen, anstatt ihren Junzen, der doch zur Schule muß, schnell noch vorher diesen Gang zu schicken? Wenn der dann vegen Zuspätkommens vom Lehrer getadelt vird und bei öfteren Malen in den Ruf des schlechten, unpünktlichen Schülers kommt— ver macht sich Gedanken darüber? Wir sagten es geht nicht immer, alles das dem Schüler ernzuhalten, was ihn in seiner Tätigkeit zurüch bringen könnte; unendlich oft ist man aver dazu imstande und ist verpflichtet, es zu tun. Es vürde manche Schulsorge den Eltern zurückgengmuss ppenn sie ihre Pflicht ihrem schulpflicheigen Kunde gegenüber nicht übersähen. Viel mehr als die Schule das Haus. beeinfluß das Haus die Schule und die Schüler. Seien vir dessen immer eingedenk, um unseren Kindern ihren„Beruf“ nicht unnütz zu erschrreren ind auf diese Weise uns selbst eine neue Sorge aufzuladen, die gut zu umgehen wäre. lang vorher wie ein störendes Etwas auf der Seele liegt. Wann und warum macht man überhaupt diesen ersten Besuch? Er hat den Zweck, bei Aenderung des Wohnortes in die Gesellschaft der neuen Stadt h.neinzukommen, wozu man deren Mitglieder möglichst ausnahmslos aufsuchen muß, um sich vorzustellen. In Beamtenkreisen, in der Kausmannschaft, in der Industrie statten die Untergebenen, die leitenden Angestellten ihren Vorgesetzten oder Chefs einen Höflichkeitsbesuch ab, der nichts mit dem Dienst oder der geschäftlichen Tätigkeit zu tun hat, sondern der Anknüpfung rein menschlicher Beziehungen dient. Der Herr zieht für Antrittsbesuche den sonst außer Kurs gekommenen Cutaway(möglichst mit dunkel gestreiften Beinkleidern) an; zweck#d ein schmarzer Mantel### —1•.— Peinliche zehn Minuten Was ist bei dem„ersten Besuch" zu beachten?— Wie kann man die formelle Starrheit der Antrittsvisite mildern? Jeder kennt ihn, jeder fürchtet ihn und jeder schiebt ihn möglichst auf die lange Bank: den Anstandsbesuch. der die schönen Sonntagvormittage zerreißt und manchem schon wochenmäßig wird ein schwurzer Mantel oder Gehpelz getragen, damit man auf der Straße nicht so unangezogen wirkt. Wenn auch in einigen Großstädten zum Teil schon der steise schwarze Hut(die Melone) oder gar der dunkle Straßenhut ausreicht, so halten doch viele Anhänger der gesellschaftlichen Kreise am Zylinderhut für diesen Zweck fest. Der Schlips muß von schwarz=weißer Färbung(zum steifen Eckenkragen oder Stehumlegekragen) sein.— Die Dame machte früher Besuch ausschließsich in einem dunklen Kostüm; heute wird der Mantel als Ersatz anerkannt. unter dem ein vornehmes. ruhiges Kleid(kein Tanzkleid) getragen werden muß. Im unklaren sind sich heute noch viele Familien über die Zohl der abzugebenden Karten. Grundsätzlich kommt auf jedes zu besuchende, erwachsene Familienmitglied eine Karte, also muß z. B. der Junggeselle bei einem Chepaar mit zwei erwachsenen Töchtern vier Karten abgeben. Ein Ehepaar allerdings muß in der Zahl der Karten anders verfahren. Die besuchende Dame gibt nur erwachsenen Damen und dem Hausherrrn eine Karte ab, wie folgendes Beispiel erläutern möge: Herr und Frau Meier besuchen Familie Schultze. die zwei erwachsene Söhne und eine erwachsene Tochter hat. Dann muß Herr Meier fünf Karten für sich und drei Karten für seine Frau gozchen, die den Söhnen keinen Besuch abgen kann, sondern nur das Eheraar Schultze und die erwachsene Tochter besucht. Es ist nicht selten vorgekommen, daß ein einzelner Herr seinem Vorgesetzten oder Arbeitgeber den schuldigen Besuch abstattete. aber gergas, auch für die Gemahlin seine Karte evergeben. Er wurde dann von dem Haueherrn iebenswürdig empfangen, bekam aber die Dame des Hauses nicht zu sehen und erhielt später auch keine Einladurgen. Zu spät entdeckte er seinen Fehler, daß er mit der Abgabe nur einer Karte die Hausfrau übergangen hatte. Es ist in solchen Fällen immer sehr, ehr schwer, den Irrtum wieder gutzumachen, und geht nie ohne kleine Blamage ob. Deshalb achte man hierauf und orientiere sich rechtzeitig über die Familie, die man besuchen Der Besuch gilt als erledigt, wenn man die Karten ubgegeben hat; man braucht nicht emvsangen zu werden, und man braucht auch bei verschlossener Tür den Besuch nicht zu wiederholen. sondern muß nur seine Karten in richiger Zahl in den Kasten werfen. Wird man nun angenommen, so legt der Herr seinen Mantel und den Stock ab, behält aber Hut und Handschuhe bei sich, wöhrend die nur den Schirm und eotl. die Ueberschuhe abstellt, aber mit Mantel oder Kostümjacke urd selbstverständlich auch mit dem Hut in das Zimmer geht. Tort wartet man stehend. bis das Chepaar des Hauses erscheint. stellt lsich unter bloßer Namensnennung— Titel und Beruf ergeben die Besuchskarten— vor. und jetzt ist es an beiden Parteien, schnell über die men. Man knüpft an irgendeine belanglote * Oe E Sugss SOgFOS O VETSEB„„GOSSS S 8•0TWTT 9-U-nn 8 3— S 22 3 " S#8 P K* 4 2 SSHESEGGE P S•SREER 918— SrO-# ge S##SFETGLAESTESSEE 23 52 *2 9— GO E K u. 83 23 S S 0•E 22 S. 9 * 9 19— F 28 ### SS 2 ## E in* □O SH-SES e Sstaas 8 85 K#s PSERS“ * □ * □ S 8 2. " BE „SESPGEESR 0B„LES: S S * B ESOgrgg SSLg Bessie, dle Kahallie Skizze von K. A. St. Jentkiewicz Die„Liverpool“ stampfte über den Atlantik. Fast unbewegt und spiegelglatt dehnte sich der Ozean glitzernd und gleißend im orangenen Licht der im Westen blutigrot versinkenden Sonne. Verträumt blickte Bessie durch das Bullauge ihrer Kabine hinauf auf die See, spielte graziös mit der brennenden Zigarette und summte einen jener Songs, die aus dem Lande kamen, das die„Liverpool“ unter Volldampf ansteuerte. er sich um. Niemand war außer ihnen auf dem Deck zu sehen. Bessie starrte hinauf auf die See. Noch immer lag das Orangerot über dem Wasser obwohl dte Sonne längst verschwunden war. MeLane trat dicht neben sie, beugte sich ein wenig herunter.„Ich liebe Sie, Miß Denyer.“ Leise und schlicht sprach er die schicksalsschweren Worte. Bessie fuhr herum. „herten Wim Besste, sühr herum., Ihre m ffie man ks 9 katte kraun g.. Hand zuckte durch die Lust und— saß orenBessie war viond, halte vraune Kinveraugen, nend auf der Wange MeLanes. lie higmoilen ihren Charebter mechseln baea=] Al- wör nicht- gaschohen die bisweiten ihten Ehatänter wechsemn konnten und raubtierhaft, dunkel und furchtbar aufleuchteten. Ihr ebenmäßiges Gesicht konnte! man hübsch nennen, ähnlich, wie es uns von unzähligen Reklamen entgegen lacht, die Schönheitsmittel anpreisen, und die schmale Figur verriet, daß die junge Dame dem Sport und der Bewegung, nicht aber Schlankheitsbädern jene biegsame, knabenhafte Straffheit verdankte, die ihrem Aeußeren etwas Katzengleiches verlieh. Als es an ihrer Kabinentür blopfte, fuhr sie mit einem Satz herum, stülpte die auf dem Tisch liegende braune Perücke über ihren Etonkopf und rief erst dann„Herein!“ Es war der kleine französische Steward mit dem kechen Menjoubärtchen. „Nr. MeLane bittet um die Ehre, mit Miß Denyer zu sprechen.“ Bessie blickte betroffen auf die kleine Platinuhr an ihrem Handgelenk. Sie hatte die mit MeLane verabredete Zeit verpaßt,— ausgerechnet verträumt.„Wo finde ich Mr. MeLan?“—„Er ist auf dem oberen Promenadendeck, Miß Denyer.“ Bessie fuhr sich rasch mit der großen Puderquaste über das Gesicht, zog die kühn geschwungenen Lippen nach und stieg durch oie langen, schmaien Gänge und Treppen hinauf zum Promenadendeck. An der Reeling stand MeLane; groß, hager, und ein wenig vertrocknet— wie alle Schotten. Und trotzdem mußte man sein Raubvogelgesicht schön finden, wenigstens in seiner Art. Die hohe, etwas zurückliegende Stirn, die kühne Nase, der fest zusammengepreßte Mund und die innerliche Beherrschtheit seiner Züge verliehen ihm jenes Aussehen, das Frauen stets interessant finden. Miß Denyer, ich freue mich, Sie zu Verzeihen Sie, daß ich den Steward dickte, aber...“ seine eckige Verbeugung sollte chevaleresk sein,„Sie werden verstehen, daß ich jeden Augenblick, den Sie mir zubilligen, auch in Ihrer Nähe sein möchte.“ Besste lachte hell auf. Ihre Augen funkeiten wie vor verhaltener Lust.„Sie machen aus mir eine Persönlichkeit, Mr. MeLane. Das habe ich nicht verdient.“ Seine harten, grauen Augen ruhten zärtlich auf ihr.„Sie kokettieren, versuchen, sich über mich lustig zu machen.“ „Bah“, fiel sie ihm ins Wort,„lassen Sie die Sentiments. Sie wissen, daß ich das nicht liebe.“ Die Abfuhr, die ihm die kleine Katze erteilte, machte ihn betreten, aber dennoch mußte er sich eingestehen, daß gerade dies es war, was ihn besonders reizte. Vorsichtig sah als ware nichts geschehen, wandte sie sich wieder um und blickte in die Tiefe. MeLane war verdutzt von der Schlagfertigkeit der Kleinen. Teufel, dachte er innerlich schaumend, so ist mir bisher noch keine gekommen. Aber dennoch bezwang er seine Wut, legte rasch den Arm um Bessie und drückte ihr einen Kuß auf den Mund. Seine langen, sehnigen Arme hielten sie fest. Eine Befreiung war nicht möglich und schließlich ließ sich das Mädchen die Küsse des interessanten Schotten gefallen. MeLane hatte seinen Triumph. Er kostete ihn wahrlich as. Erst als jemand die stählerne Treppe herau,stapfte, ließ er sie los. Verwirrt strich Bessie sich die Haare zurecht. Ihre Augen funkelten.„Sie sind kein Gentleman, MeLane. Sie sollten wissen, daß man keine Dame derart rüpelhaft überfällt. Der Schotte wollte sich entschuldigen.„Lassen Sie Ihre fade Rechtfertigung. Sie sind ein unausstehlicher Kerl! Verstehen Sie? Unausstehlich! Und denoch...“ Sie lachte ihn schelmisch an.„Und dennoch will ich Ihnen etwas verraten.“ Erstaunt bückte er sich zu ihr herab. Bessie zeigte ihr weißes Perlengebiß. „Ich liebe Sie auch, MeLane!". Da riß er sie wieder in die Arme, unbekümmert um jenen Spaziergänger, der am anderen Ende des Decks auf und ab ging. Als Bessie ihm endlich entrann, hatte sie einen hochroten Kopf.“ „Ich muß in meine Kabine hinunter.— laß mich." Rasch war sie ihm entschlüpft. Er konnte sie nicht mehr einholen. Erst am Abend sah er sie wieder. Es war der letzte vor der Landung, und man feierte das herkömmliche Bordfest. Bessie trug ein hochgeschlossenes schwarzes Stilkleid aus glänzender Seide. Sie sah verführerisch aus, und alles blickte auf, als sie in den Speisesaal trat. MeLane ging ihr entgegen.„Können wir zusammen sitzen?“ Sie schüttelte den Kopf. „Ich habe meinen Platz. Aber nachher.. Fort war sie und MeLane bemerkte in stiller Wut, daß der große, blonde Amerikaner, der neben ihr saß, ihr wacker den Hof nachte. Nach dem Essen ging man in den Musiksaal hinüber. Eine junge Dame sang schwermütige Lieder mit mehr Gefühl als Talent. Bessie waren alle diese Gefühlsdinge zuwider. Sie schlich sich fort und setzte sich mit einer Zigarette in eine Ecke des großen Klubsofas im Rauchsalon. seines aufgeblasenen Truthuhne, dachte Bessie. „Nun, darf ich mich hierher setzen?" Sie nickte. Er begann zu plaudern, ohne daß sie Interesse für sein Gespräch zeigte. Anscheinend zufällig kam der blonde Amerikaner ourch das Rauchzimmer. Bessie stand auf und zolgte ihm. „Ist alles in Ordnung?" Der Amerikaner bejahte und schob ihr einen kleinen Schlüssel in die Hand. Gelassen kehrte Bessie wieder zu MeLane zurück. Er hatte inzwischen ihren Platz eingenommen. Unbekümmert setzte sie sich neben ihn auf das Sofa. Im Musikzimmer gab ein humoristischer Passagier eine Probe seines Könnens. Alles lachte und war gefesselt. Niemand trat in den Rauchsalon. McLane blickte sich scheu um und küßte Bessie; aber sie war nicht zu solchen Späßen aufgelegt. Sie lief ihm davon, und MeLane sah sie vor der Landung nicht mehr.— Am nächsten Morgen tauchte die Freiheitsstatue im Nebel auf. Die Quarantäne war passiert, Zoll= und Paßbeamte kamen an Bord. Alles machte sich zum Aufbruch bereit. Unablässig suchte MeLane nach Bessie. Er fand sie nicht. Ganz in der Nähe stand der blonde Amerikaner mit einer blonden Dame, anscheinend seiner Frau. „Die Passagiere der ersten Klasse dürfen von Bord!". Alles drängte dem Steg zu, der auf den Kai führte. Auch McLane mußte mit dem Strome gehen. Als er den Boden betrat, legte sich ihm eine Hand schwer auf die Schulter. „Mister Burton!". Wie ein Schlag flog ihm der Name entgegen. Hinter McLane stand der Amerikaner. In seiner Hand glänzte das gelbe Messingschild der Krimnalbeamten.„Sie sind verhaftet wegen Juwelendiebstahls im Hause des Bankiers Roover. Machen Sie keine Umstände. Ich bin der Inspektor ONeille von der Newyorker Geheimpolizei.“ MeLane war bleich geworden. Er preßte die Lippen zusammen, reichte dem Beamten die Hände, um die knackend die eiserne Acht zusammenschnappte. Neben dem Inspektor stand wieder die kleine, blonde Frau. Sie kam MeLane bekannt vor. Irgendwo mußte er sie gesehen haben. Aber er konnte sich nicht erinnern. Während oas Auto der Polizei den Verbrecher ins Gefängnis schaffte, fuhr O'Neille mit seiner kleinen Frau nach Hause.„Nun wirst du Oberinspektor werden. James.“ Sie lachte glücklich.„Burton muß trotz aller Geschicklichkeit doch ein großer Trottel sein, wenn er sich von einer Frau so einwickeln läßt. Daß er es nicht merkte, wie ich ihm den Kofferschlüssel aus der Weste zog und ihn im Rauchzimmer wieder zurückbugsierte!“ „Du bist eine kleine Kanaille. Bessie, vor der man sich vorsehen muß. Wie haben übrigens die Küsse McLanes geschmeckt?“ „Brrrr. Herr Oberinspektor, brrrr,— aber was tut man nicht alles für seinen Mann!“ MeLane schlenderte heran. Er hat den Gang Inspektor O'Neille war es zufrieden. Sache, aber nur nicht ans Wetter an, so z. B. an besondere Eigenarten des Ortes, an allgemein persönlich interessante Dinge, z. B. die Frage nach dem letzten Wohnort, nach der Wohnung usw., springt in leichtem Plauderton von einem auf das andere Gebiet über. Nach acht, höchstens zehn Minuten erhebt sich der besuchende Herr, seine Frau danach, und man verabschiedet sich höflich, wobei zu beachten ist, daß etwa angebotene Zigarren nicht aus dem Zimmer genommen werden dürfen. Trinhgeld braucht man bei diesem ersten Besuche den Dienstboten nicht zu geben. Die Dame des Hauses verabschiedet sich im Zimmer, der Hausherr begleitet seine Gäste bis zur Wohnungstür und ist beim Anlegen der Garderobe behilflich. Der Zylinder wird in manchen Gegenden unter den Stuhl gestellt; es genügt, ihn im Zimmer nicht zu aufdringlich in der Hand zu behalten. Besucher, die im Auto vorfahren, werden oft nicht empfangen, da man darin eine Absicht der schnellen Erledigung dieser Höflichkeitspflicht erblickt. Deshald sollten füngere Herren nie den Wagen benutzen. damit sie die Gelegenheit der Vorstellung und des Kennenlernens nicht versäumen. Einige Uebung erzeugt Sicherheit, man lernt durch den häufigeren„ersten" Besuch nach und M wbetangenes Lenogen, nos in get stlichen Verkehr unentbehrlich ist. Dr. Rasch. Zur Berufsbildung der Frau Der Bund der kleinen Mütter. Von Walter Schumann. Mehr denn je bereitet das moderne Schulwesen durch angegliederten Fachunterricht die Kinder auf den zukünftigen Lebensberuf vor. Nutznießer der bisher erreichten Reformen sind jedoch lediglich die Knaben an den Volksschulen der Großstädte. Das für den Frauenberuf bestimmte Madchen steht dahingegen noch abseits, obwohl die Notwendigkeit der weiblichen Berufsvorbildung durch die Schule schon seit Jahren lebhaft diskutiert wird. Dabei soll hier nicht einmal im besonderen an die Erwerbstätigkeit der Frau gedacht sein, denn der geldeinbringende Beruf spielt im Leben unserer Jungmadchenwelt in neunzig von hundert Fällen ja doch noch eine vorübergehende Rolle. Der Schlußakkord gipfelt meistens im Hausfrauenberuf, im Beruf der Mutter, wozu das Mädchen von der Natur prädestiniert ist. Ihr Wirkungskreis liegt in der Häuslichkeit. Und dieser Berufung muß das größte Augenmerk entgegengebracht werden. Allen modernen Anforderungen auf dem Gebiet neuzeitlicher Wirtschaftskunde. Hygiene und Kindererziehung gewachsen zu sein, muß jedem Mädchen als erstrebenswertes Ziel vorschweben. Das kann nicht laut genug gesagt werden. In diejer Beziehung muß jede Frau ein umfangreiches Wissen mit in die Ebe bringen, sowohl theoretisch wie praktisch. Im Elternhause kann das junge Mädchen diese moderne Ausbildung jedoch nur in den allerseltensten Fällen erfahren Ferner verbietet nur allzuoft die prekäre Wirtschaftslage den Besuch der einschlägigen Fachschulen. Das Mädchen muß an Stelle dessen in das Büro, Kaufhaus oder die Fabrik, um sich seine Aussteuer selbst zu verdienen Wo aber das Geld für eine entsprechende Fachschulausbildung vorhanden ist, da mangelt es nicht selten an der notwendigen elterlichen Einsicht. Es ist daher unbedingt notwendig, daß bereits in der Volksschule die Mädchen auf ihren ureigensten Frauenberuf, als Hausfrau und Mutter, vorbereitet werden. Mit gutem Beispiel gehen in dieser Beziehung die amerikanischen Volksschulen voran. Sie gründeten den„Bund der kleinen Mütter“, eine Vereinigung von Schulmädchen im Alter von 8 bis 12 Jahren. Dieser Bund umfaßt in Newyork allein über 32.000 Mitglieder. Der Zweck der Gründung besteht darin, Belehrung über Säuglingspflege in die Familien der unteren Volksschichten zu tragen. Man hat herausgefunden, daß die kleinen Schulmädchen der Belehrung über rationelle Säuglingspflege oftmals zugänglicher sind als ihre Mütter, und da sie in den Arbeiterkreisen meist die Aufsicht über ihre jüngeren Geschwister führen müssen, sind sie als„Mittelsperson“ der Hygiene besonders wichtig. Die Unterweisung findet wöchentlich einmal durch einen Schularzt in der Aula der Schule statt. Der Arzt gibt im Plauderton die Belehrung über die Ge%* 8 850 u aSE ENE B5S Sgg Wgg. g##he eS SSSp„EE G#geg S5BOgSSaE, O S S% S — □ SSOgg ER SBSgs: 59: Se5 K 8 aurt 8sc! fahren, die dem Säugling durch fatsche Ernährung und mangelhafte Sauberkeit drohen, erläutert das Gesagte durch bunte Abbildungen und bespricht die Abwehrmaßregeln. Die Fürsorgeschwester erteilt die praktische Unterweisung im Baden, Waschen, Pudern, Anlegung der Windel, Feststellung des Gewichts des Säuglings. Besonders aber wird die Behandlung der Milch, die Reinigung der Flaschen und Saugpfropfen gelehrt. Die Kinder üben sische Natur unserer Kindheit. das so Gelernte in ihren Familien, sie bringen auch oft die Mütter zu dieser Belehrung mit. Um die kleinen Mädchen zur Teilnahme an diesen freiwilligen Belehrungen zu gewinnen, gibt die Unterrichtsbehörde jeder Schülerin, die sechs Unterrichtsstunden über Säuglingspflege beigewohnt hat, ein Mitgliedsdiplom und ein Abzeichen in Form einer Brosche aus weißem Metall, durch die sie gleichzeitig amtlich legitimiert wird. Die Schülerinnen wählen eine Kameradin als Präsidentin, die das Abzeichen in Gold erhält. Die kleinen Mütter sind ermächtigt, gegen die Mißstände, die sie bei fremden Säuglingen sehen, einzuschreiten oder sie dem Gesundheitsamt zu melden.——— Es ist schon lange an der Zeit, daß„Der Bund der kleinen Mütter“ auch in Deutschland ins Leben gerufen wird, und zwar nicht nur in den Großstädten, sondern auch auf dem Lande. Es ist zu wünschen und zu hoffen, daß die Bestrebungen der modernen Schulreformer die eine rechte Frauenberufvorbereitung durch die Volksschule propagieren, recht bald zu ihrem Recht kommen. —[•.— Der Unfall in der Küche Dem Amtlichen Preußischen Pressedienst wird von dem Landesausschuß für hygienische Veiksbelehrung geschrieben: Neben den gewerblichen und Verkehrsunfälien spielen die Unfälle im Haushalt eine nicht unbedeutende Rolle. Unter ihnen wiederum bilder die Unfälle in der Küche ein besonders wichtiges Kapitel. Gerade hier mangelt es an zweckdienlichen Vorschriften und Hinweisen. Deshalb ist es von großer Bedeutung, daß jedermann über die Möglichkeiten einer Ver hütung und über die notwendigsten Maßnahmen der ersten Hilfe bei Unfällen in der Küche Bescheid weiß. Schnittwunden, Rißwunden und Splitterverletzungen sind wohl die häufigsten Kücenunfälle. Den Splitter suche man, am besten mit einer Pinzette, in der dem Eindringen entgegengesetzten Richtung herauszuziehen. Im übrigen gilt sowohl für die Splitterverletzungen wie für alle anderen Wunden als oberstes Gesetz das der Sauberkeit und die Befolgung des Merksatzes:„Auch kleine Wunden halt' verbunden!" Nahezu ebenso häufig sind Verbrühun gen und Verbrennungen. Bisweilen trägt Leichtsinn und Unachtsamkeit hieran die Hauptschuld. Kommt es doch leider auch heutigen Tages immer noch vor, daß Spiritus oder Petroleum zum Anmachen in den Ofen gegossen wird und ein Zurückschlagen der Flamme schwere Verbrennungen zur Folge hat! Deshalb kann ein derartiges Verhalten nicht scharf genug gerügt werden. In gleicher Weise bildet die offene Benzinflasche in der Küche oft eine schwere Explosions= und Verbrennungsgefahr. Deshalb halte man Benzin möglichst überhaupt nicht in der Küche und verwende es zum Reinigen von Flecken oder sonstigen Gegenständen nur im kleinen Raum, am besten am offenen Balkon oder bei geöffnetem Fenster. Schließlich ist auch zu bedenken, daß schon durch das Eintauchen von Seide oder Wolle in Benzin die Gefahr der Entstehung von Reibungs=Elektrizität und des Ueberspringens eines so erzeugten Funkens besteht. Schwerer zu vermeiden ist es, wenn Fett aus der Pfanne auf die Hand spritzt oder ein Topf mit heißem Wasser zur Erde fällt Die danach entstehenden Verbrennungen behandelt man zweckmäßig in der Weise, daß man bei geringfügiger, nur eine Rötung der Haut erzeugenden Verbrennung etwas Fett oder ein in Oel getränktes Tuch auflegt. Bei Verbrennung. die mit Blasenbildung einhergeht, lege man eine bereitgehaltene, sogenannte Brand=Binde auf und öffne die entstandene Blase, wenn überhaupt. nur mit einer vorher in der Flamme sorgfältig ausgeglühten Nadel. In schwereren Fällen ist unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine weitere Gefahr bildet die in der Küche aufbewahrte Flasche Salzsäure oder Salmiakgeist. Zunächst achte man darauf, wenn solche Flasche überhaupt in der Küche stehen muß, sie so hoch auf ein Brett oder eine Bordwand zu stellen, da sie für Kinder nicht erreichbar ist. Unbedingt notwendig ist Das Kind Aphorismen von Hanns Schmiedel Das Kind ist der heilende Wunderschrein unserer zerbrochenen Lebensideale. Unser Engelsglauben lebt insgeheim von der traumhaften Rückverwandlung in die paradieKinder wollen alles in der Welt werden; wir wären froh, Kinder werden zu können. * Das Kind macht uns zu Ahnen; unser Aeltersein wird zu Betreuung, zu Opfer, zu Weisheit: es soll keine Minute falsch und umsonst leben. * Kinder lieben Kinder; in der echten Jugend gibt es keine soziale Frage, auch keinen Hungernden an Liebe und Glück. * Das Kind folgt dem Zauberstab der Empfindung überall hin; sind wir besser dran, wenn wir der Geißel des Verstandes frönen? * Ueber die Einfalt des Kindesgebetes kommt kein Weiser hinaus, es sprengt Himmelstüren. tig etikettiert, am besten kantiger Flasche aufzuvewahren. Niemals dürfen Salzsäure oder Salmiakgeist, um die Möglichkeiten von Verwechselungen auszuschließen, etwa in einer Bierflasche oder dergl. untergebracht werden. Ist das Unglück trotzdem geschehen, daß man Saure oder Lauge versehentlich getrunken hat, dann soll als erste Hilfe bei Laugenvergiftung Essig oder Zitronenwasser gegeben werden während bei Säurenvergiftung doppelkohlensaures Natron, Sodawasser oder dergl. am Platze sind. Auch hier ist sofort außerdem der Arzt zu rusen, da beide Arten von Flüssigkeiten zu schweren inneren Verletzungen Anlaß geben können. Schließlich stellen Gas und Elektrizität, die heutzutage in den meisten Küchen vorhanden sind, eine weitere Gefahrenquelle vor. Der Gasherd muß stets in tadellosem Zustande sein. Bei der geringsten Undichtigkeit ist der Haupthahn abzustellen und für Reparatur durch die nächste Revierwache des Gaswerkes Sorge zu tragen. Spürt man Gasgeruch in der Küche, so offne man vor allem sofort die Fenster, und vermeide, den Küchenraum mit einem offenen Licht zu betreten. Die Verwendung der Gasplätte soll, wo sie überhaupt in Anwendung kommt. auch stets nur für kurze Zeit, und wenn möglich, bei geöffnetem Fenster vorgenommen werden. Die Benutzung des elektrischen Plätteisene erfordert gleichfalls besondere Vorsicht. Man benutze es möglichst nur auf einer isolierendeen Unterlage, die man sich in einfachster Weise durch eine hölzerne Fußbank oder ein einfaches Holzbrett. auf dem die plättende Person steht. schaffen kann. Niemals verwende man die elektrische Plätte auf dem gut leitenden oder aar feuchtem Steinfußboden. Ist das Blätten beendet, dann löse man den Steckkontak! stets an der Steckdose, niemals nur am Bügeleisen. Wie man sieht, sind die Möglichkeiten für die Verhütung von Küchenunfällen und die Maßnahmen fur die erste Hilfe dabei außerordentlich einfach und von jedermann leicht durchzuführen. Bei größerer Umsicht und Vorsicht aller Beteiligten wird am besten das Zie! der Reichs= Unfallverhütungswoche. die in diesen Tagen im ganzen Deutschen Reiche abgehalten werden wird, erreicht werden. Galanterie in der Ehe Eine Scherzade. Fabelhaft überflüssige Sache!— denkt der Ehemann und angelt sich das beste Stück Fleisch von der Platte, ehe er sie der Gattin reicht— so was ist gut für die Brautzeit! Und er steigt froh und munter aus dem Autobus und kümmert sich nicht, wie seine Frau, die alle Pakete trägt, sich mit den andrängenden Leuten abfindet, die alle einsteigen, ehe sie heraus ist. Kommt sie endlich mit ihren rutschenden Päckchen. so bekommt sie noch einen Anpfiff: Wo bleibst du denn so lange? Es ist schrecklich mit dir! Ihr, der Angetrauten. beim Ablegea der Jache behilflich sein? Ausgeschlollen? Da# mann nicht mehr den Harlekin vor allen Leuten!— Er sitzt schon behäbig am Bierttich und bestellt, trinkt befriedigt den ernen Schluck, ehe sie sitzt und sagt: na endlicht sie sich aufatmend neben ihm niederläßt. Wenn ihr irgendein Gegenstand entfällt, bücht er sich— wenn er sich buckt!— stets zu svät. Sie bei Tisch oder im Kaffeehaus zu unter halten, fällt ihm gar nicht ein. Er liest Zeitung. Oder er schaut nach den hübschen Buoiköpfen und den allerliebsten Seidenbeinchen an den Nachbartischen. Bietet die Verkäuferin Rosen an, so winkt er großartig ab. Mumpitz, wir hennen und schon langer! Ißt die Gattin gern Schlagsahne, so kiriegt sie Schlagsahne. Natürlich— er ist ja kein Unmensch. Er gönnt ihr das Beste. Aber während sie ißt, kann er sich nicht verkneifen, zu sagen: Du solltest vorsichtig sein, du wirst immer dicher. Jedes Fältchen um die Augenwinkel herum registriert er, kein graues Haar entgeht ihm — aber fängt sie an zu tuschen, zu„verschönern“, ist's auch wieder nicht recht. Aber wenn er in den Spiegel sieht— Kruzitürken noch einmal! Spieglein, Spieglein an der Wand, Bin doch der schönste Kerl im Land! So denkt er. Und sieht nicht, daß sein Glätzlein immer spiegelblanker wird und seine schlanke Adonisgestalt dahin ist. Die Frau ist nicht ungalant, sie spricht nicht über seine schwindenden Reize. Sie lächelt. Zieht sie das helle, kurze Kleid an, meint er brummend: Ein bißchen jugendlich für dich, mein Kind! Trägt sie den dunklen, langen Mantel, heißt's: warum richtest du dich denn heut wie eine Matrone her?— Galant übersetzt sich mit gefällig— verliebt. Ein Lebenlang in ein und dieselbe Ehefrau verliebt zu sein, fällt manchem Mann(es gibt je auch Ausnahmen) ein wenig schwer— aber wenn schon!— gefällig ist ja auch eine ganz hübsche Uebersetzung, mein Herrl Gefällig könnten Sie schon sein!! Ihre Frau, auf die Sie sonst übrigens nichts kommen lassen und die, wenn sie nicht da ist, Ihnen an allen Ecken fehlt, ist ja auch in diesem Sinne galant, sollte ich meinen! Klara von Wedelstaedt. es, Flaschen mit Säure oder Laugo in sorgfäl= kann der Kellper besorgen! Er macht als EheEin halber Zentimeter Von A. Thurandt. Ein Brief von Ellen? Nein— das konnte doch wohl kaum möglt. sein! Nach dem„Korb“, den sie ihm, dem Rittmeister a. D., heute Generalvertreter der Auto A.=G. Merkuria, vor reichlich einem halden Jahre gegeben hatte! Eine Einladung zum Teek Nein und abermals nein! Die Absage, wenn auch noch so höflich, auf diesen nie vergessenen„Korb“ hin ollte sich gewaschen haben. Was hatte sie ihm damals auf die schwerwiegende Frage, ob sie seine Frau werden wolle, geantwortet?„Mein Ja=Wort hängt lediglich von einem halben Zeutimeter ab; aber eben dieser halbe Zentimeter Nein, ich kann unmöglich auf einen Vall, ins Theater, auf Reisen mit einem Catten gehen. der eine erfrorene Nasenspitze hat! Ich bedauere!“ Bislang war ihm selbst nie ein Gedanke gekommen, daß er sich wegen seiner an sich wohlgeformten Nase zu bedauern gehabt hätte, die er sich im Kriege, in dem strengen mazedonischen Winter— ja, das war nicht wegzuleugnen— erfroren hatte. Und wenn ihn ein Bekannter einmal wegen dieser im Winter immer lo scheinbar burgunderhaft illuminierten Rase gehänselt hatte, so machte er es sich mit der Erwiderung sehr bequem, indem er einfach seinen seligen Freund„Frostneese" aus fernen Berliner Kabarett=Tagen zitierte: „So höret, was Frostneese spricht zu euren weisen Ohren: Die Nase ist vom Suff so rot, die ist gar nicht erfroren!" Für unter seiner Würde hatte er es damals gehalten, Ellen darauf hinzuweisen, daß eine m Dienste fürs Vaterland erfrorene Nose noch nicht so schlimm wie ein verlorener Arm oder ein zerschossenes Bein sei. Stumm hatte er sich verbeugt, im Willen, sich mit diesem„Korb“ abfinden zu müssen.„Auf Wiedersehen!“, hatte Ellen, diese oberflächliche Person, hinter ihm hergelacht. Und heute besaß sie die Unverfrorenheit, ihn zum Tee zu laden? O, nein— er wußte sich andere Privatvergnügen! vielleicht daß ihm noch einmal, in irgendeiner Form dieser gewisse halbe Zentimeter unter die Nase gerieben werden sollte! Und er nahm sich seinen größten und schönsten Büttenpapierbogen vor, zückte den Säbel schärfster Ironie und schrieb ab.