0 lassen wir uns nicht endunigen und beulten wir an Schillers Wort: Im Fleiß kann dich die Biene meistern, In der Geschicklichkeit ein Wurm dein Lehrer sein. Diplomierte Hausgehilfinnen Der Beruf der„Hausangestellten“ ist in S. —feDer gut beleuchtete Eingangsflur Zahlen des Lebens Von Th. Pozzesi. 1900 Mislionen Menschen bevölkern die sern, 4ew0 Mllionen Dein Wissen teilest du mit vorgezognen Geistern, Erde, die trotz der gewaltig klingenden Zahl Die Kunst, o Mensch, hast du allein.: auf der kleinen Insel Bornholm eine General2—(versammlung abhalten könnten. 3064 Sprachen sind uns bekannt. Ueber 4100 Religionen werden gepredigt. 46 Trillionen Menschen haben nach den Berechnungen der Statistiker bis Der Beruf der„Hausangestellten“ ist in zur Stunde auf unserem Erdball geleht. DemAmerika wenig beliebt.„Dienstbote“ zu sein, nach hätten auf jeder Quadratmeile festen Boist in den Augen der meisten Amerikanerinnen dens zirka 135 Millionen Menschen gewohnt, etwas Minderwertiges. Viel lieber werden siel oder fünf Menschen auf einem Quadratfuß. Verkäuferinnen oder Stenotypistinnen, selbst Die enge Verwandtschaft des heutigen Menfür bedeutend geringeren Lohn. Das war für schengeschlechtes untereinander„von Adam her“ die amerikanischen Frauen recht verdrießlichsergibt sich aus der Tatsache, daß jeder heute und sie sahen keine Aussicht mehr, die nötige lebende Mensch eine Ahnenreihe von 4000 ElHilfe im Hause zu erhalten. Sie dachten des=lternpaaren seit 100000 Jahren, von 70 Elternhalb über ein Mittel nach, dem Zustand abzu=paaren seit Beginn unserer Zeitrechnung behelfen. Schließlich kamen einige Frauen auf die ssitzt. Idee, den Beruf der Hausangestellten zu einem Interessant ist ein Blick auf das Wachstum besonderen Berufe zu machen, den keineswegs der Völker. Aegypten hat seit dem Altertum jedes Mädchen zu bekleiden imstande und zusseine Einwohnerzahl kaum vermehrt. Die dem ein besonderer Befähigungsnachweis und Franzosen haben sich seit 1480 verdreifacht, die ein Diplom notwendig ist.. Spanier verdoppelt, die Italiener vervierfacht, Das war die Lösung des Problems. Und es die Deutschen versechsfacht, und Rußland soll wurde denn auch sogleich eine Schule für heute sogar eine 50 mal größere BevölkerungsDienstmädchen gegründet; eine Schule mit täg= zahl besitzen, als vor 500 Jahren. Zählte die lichem Unterricht und einem Diplom zum Erde um das Jahr 1800 nur 775 Millionen, so Schluß der Kurse, das aber nur denjenigen be= dürfte Europa allein, der Gesetzmäßigkeit des schieden ist, die ihre Fähigkeiten als Köchin, Bevölkerungszuwachses entsprechend, im Jahre Näherin, Kammerzose und Alleinmädchen be 1980 nahezu eine Milliarde Menschen aufweiwiesen haben. In allen diesen verschiedenenssen. Fächern sind besondere Kurse eingerichtet wor! Einige Tatsachen, die sich mehr auf den einden und dem Verständnis der Rechte und zelnen Menschen beziehen, seien ebenfalls kurz Pflichten einer Hausangestellten geweiht. Jedesangeführt: Das Durchschnittsalter des Gegen„Studentin" und jedes diplomierte Mädchen wartsmenschen beträgt nur 33½ Jahre. Ein hat das Recht, sich mit Fräulein anreden zu las= Viertel der Geborenen stirbt vor dem 7., die sen, und zwar sowohl durch ihre Lehrer als Hälfte vor erreichtem 17. Lebensjahre. Von 100 auch durch ihre Arbeitgeber. Wer einen solchen Menschen erreichen nur sechs das 60. und von diplomierten Dienstboten in seine Dienste 1000 nur einer das 100. Lebensjahr; nur ein nimmt verpflichtet sich, ihn nicht länger als Mensch unter 500 wird 80 Jahre alt. neun Stunden am Tage arbeiten zu lassen und! Von den 1800 000 000 lebenden Menschen jede Ueberstunde besonders zu bezahlen. Das sterben jährlich 333.000 000, täglich 91 000, 60 Gehalt ist so geregelt, daß das Mädchen nach lin der Minute, also in jeder Sekunde einer. Wunsch in von ihm eigens gemieteten Zimmern Nur 900 Menschen von einer Million sterben wohnen und ihre Mahlzeiten in einem Restau= eines„natürlichen Todes“, d. h. infolge hohen rant einnehmen kann. Eo muß in seiner Le=Alters. Nach ärztlichen Angaben erliegen 1200 bensweise genau so gestellt sein wie eine Ste=der Gicht, 2700 Schlaganfällen, 7000 der Rose, notypistin oder eine Verkäuferin. Ihrerseits 7500 der Tuberkulose(von der sich jedoch an muß sich die Hausangestellte verpflichten, ihre jeder fünften Leiche Spuren nachweisen lassen), Arbeit so gewissenhaft wie möglich auszufüh 18.400 an Masern, 48.000 rafft das Scharlachren, stets zuvorkommend und freundlich, hös=fieber dahin, 25.000 der Keuchhusten, 30.000 lich und ehrlich zu sein, sich nett zu kleiden und typhöse Erkrankungen usw. Dazu kommen sich in jeder Hinsicht gehörig zu betragen. In Unglücksfälle, Kriege, Tod durch wilde Tiere der Tat, wenn diese Schule den Erfolg hat, den(allein in Indien etwa 30.000). Wo Sterbeman von ihr erwartet, dann wird ein idealer ziffern überwiegen, wird das Gleichgewicht in Zustand geschaffen sein. Und dann wird Euro-der Regel durch erhöhte Geburtenzahl wieder pa sicherlich mit solchen Schulen bald nachsol= hergestellt. Auf eine Million Geburten entfallien 10000 Zwillinge, 100 Drillinge und ein Brombeerspeise: Die Brombeeren werden schnell gewaschen und mit Zucker schichtweise untermischt, zum Durchziehen ½ Stunde zur.deckt an einen kühlen Ort gestellt. Eiweiße werden zu steifem Schnee geschlagen, sehr wenig gesüßt(nach Belieben auch mit etwas 3= tronensäure vermischt) und kleine Mengen zwischen die durchzogenen Brombeeren gegeben, ohne daß jedoch beides mit einander verrührt werden darf. Vorzüglich im Geschmack und für blutarme Kinder sehr zu empfehlen. —4— Aus dem Engen und Weiten Die Bisitenkarte einer Wohnung ist der Eingangoflur bezw. die Diele. In den selteniten Fällen verfügt man hier über genügend Tageslicht, man ist also während des ganzen Jahres auf künstliche Beleuchtung angewiesen. man nun diesem Umstand Rechnung? — Bestimmt nicht! Gewöhnlich begnügt man sich mit einer Lampe möglichst kleinster Wattstärke. In einer Familie war der Hausfrau die 15kerzige Lampe noch zu kostspielig; sie ließ sich, eine 5kerzige Lampe einbauen— und diese wahrlich düstere Beleuchtung wirkte niederdrückend und war zugleich Sparsamkeit am salschen Platze, weil man ja biesen Raum zum Ablegen und Anziehen der Ueberkleidung dauernd in Anspruch nimmt. Verläßt der Berufstätige morgens sein Heim, wirft er noch schnell einen Blick in den Spiegel, um sich vom einwandfreien Sitz seiner Kleidung zu überzeugen. Ebenso geht es dem Besucher, der die Wohnung betreten will, ganz abgesehen davon, daß hier meist die erste Begrüßung stattfindet. Man sollte also nicht nur für eine genügend starke Allgemeinbeleuchtung, sondern auch noch für eine gute Spiegelbeleuchtung— für eine solche also, die das Gesicht richtig beleuchtet, ohne die Augen zu blenden. Sorge tragen. Außer den einmaligen Anschaffungskosten kommen nur die ganz geringen Stromkosten in Frage, die deswegen garnicht ins Gewicht fallen, weil man den Flur nur immer ganz kurze Zeit benutzt. Stellt man die durchschnittliche tägliche Benutzungsdauer mit einer Stunde in Rechnung. so entstehen bei einem Strompreis von 40 Pfennig unter Verwendung von 3 Lampen von zusammen 75 Watt nur 3 Pfg. Unkosten, die in keinem Verhältnis stehen zu der Fülle der Annehmlichkeiten, die man sich mit ## geringem Autwand an Kosten verschafft. Vierling. Fünflinge sind entsprechend seltener. Die meisten Heiraten in Europa werden im Sommer und Spätherbst geschlossen. Im Frühjahr geborene Kinder sollen die lebenskräftigsten sein. Die längere Lebensdauer hat das „schwächere Geschlecht“, das im Durchschnitt 3,3 Jahre länger lebt. In Deutschland kommen auf 500 Frauen, die das 50. Lebensjahr erreischen, nur 413 Männer. Brombeeren Die Laune der schönen Gläubigerin. Kürzlich hatte der weiße Stab eines Pariser Verkehrspolizisten an einer Straßekreuzung die breite Kraftwagenschlange aufgehalten, die sich die Avenue des Champs=Elysees hinab wälzte. Alle Wagen warteten folgsam auf den befreienden Wink des Verkehrsgewaltigen. Da sah dieser plötzlich, wie eine elegante junge Dame in einem luxuriösen Kraftwagen mit zornsprühenden Augen den Ganghebel einschaltete und unter Vollgas auf ihren einige Meter entfernt wartenden Vordermann losfuhr. Entsetztes Aufschreien der Zuschauer, Krachen und Glassplittern. Dann gab der Motor des eleganten Wagens seufzend seinen Geist auf. Die junge Dame stieg lächelnd und in aller Ruhe aus ihrem arg beschädigten Wagen, überzeugte sich im Spiegel vom unverminderten Reiz ihres vorschriftsmäßig bemalten Antlitzes und steckte sich eine Zigarette zwischen ihre purpurroten Lippen. Dann betrachtete sie mit sichtlicher Genugtuung den Schaden, den sie am fremden Kraftwagen angerichtet hatte, und ließ sich siegesbewußt und ohne Widerstreben zum nächsten Polizeirevier führen. Dort erklärte sie in Gegenwart des Besitzers des angegriffenen Wagens:„Dieser Herr hier schuldet mir seit langem einen größeren Betrag und besitzt die Unverfrorenheit, mich auf die Rückzahlung warten zu lassen. Als ich vorhin seinen Wagen vor mir erkannte, beschloß ich, ihm seiner Unhöflichkeit wegen eine Lehre zu geben und mich dadurch bezahlt zu machen, daß ich seinen Wagen beschädigte. Die Sache ist damit für mich erledigt.“ Der Polizei kostete es einige Mühe, der jungen Dame verständlich zu machen, daß die Sache noch lange nicht erledigt sei und daß es in einem geordneten Staat noch andere, weniger gefährliche Mittel gebe, um„Guthaben einzutreiben.“ Kellnerinnen in Kniehosen. Wie wir in den„Deutschen Hotel=Nachrich= ten“ lesen, hat ein Londoner Hotel aus praktischen Gründen seine sämtlichen Kellnerinnen mit Kniehofen ausstaffiert, da der Rock, mag derselbe infolge seiner gegenwärtigen Form die Beweglichkeit des weiblichen Bedienungspersonals auch nicht mehr so behindern, wie dies in früheren Zeiten der Fall war, doch einen Vergleich mit der praktischeren Kniehose nicht aufnehmen kann. Natürlich hat diese Neuerung großes Interesse beim Publikum gefunden, wie das seitdem stets überfüllte Lokal beweist. gelten im allgemeinen als ziemlich wertloses Obst und doch verdienten sie, durchaus als vollwertige Früchte anerkannt zu werden, da man ihnen eine nachweisbare blutbildende Eigenschaft zuspricht. Sie schmecken vorzüglich als Saft zubereitet, können auch als Marmelade, für rote Grütze und mit einer herberen Fruchtart zusammen als Gelee zubereitet werden. Ganz hervorragend schmeckt Brombeerlikör, der softmals für den edelsten, vollsten Likör, sogar von Kennern, gehalten wird. Man bereitet ihn auf folgende Weise: 1/4 Liter Brombeersaft, der aber nur durch Abtropfen, niemals(wenigstens für die Likörverwendung), durch Pressen gewonnen wird, wird aufgekocht mit etwa 200 bis 300 Gramm Zucker. Nach dem Erkalten vermischt man den Saft mit 1—3/8 Liter Weingeist, korkt die Flasche fest zu, und läßt den Likör mindestens 4 Wochen stehen. Bemerkt sei noch, daß man Brombeeren, ganz gleich, wozu man sie verwendet, am besten erst in fast überreifem Zustand pflückt, ihr Aroma ist so erst hervorragend, zudem spart man auch im Zubereitungsfalle ein ganz Teil Zucker. Brombeersuppe: 1 Pfund Brombeeren werden schnell und sehr kalt gewaschen, mit 1 Liter Wasser und wenig Zucker zum Aufkochen gebracht und zum Erkalten hingestellt. In die fertige Suppe gibt man Grießklöße oder Makronen. Mihehberthecte Das neue Daheim(64. Jahrg. Nr. 48) ist erschienen und bietet in Wort und Bild beste Unterhaltung und vielseitige Anregung. Ein großer, reichillustrierter Aufsatz beschäftigt sich mit„Briefmarken im Dienste der Wohltätigkeit". Heinz Karl Heiland zeigt aus seiner wertvollen Privatsammlung alte„Japanische Masken.“ Dr. Albert Neuburger beschreibt anschaulich den Werdegang der Kunstseide. Carl Lange plaudert„Allerlei aus Danzig“. M. Herold gibt Winke für„Das neue Wirtschaftsbuch der Hausfrau". Zum Gedächtnis Buffalo Bills schrieb Felix Baumann einen Aufsatz. Neben einem Abschnitt des historischen Romans „Charlottenhof“ von Ilse Leutz steht eine abgeschlossene Erzählung„Man schenkt mir einen gefundenen Hund“ von Felix L. Wangen und ein reizendes Stimmungsbild„Spaziergang durch eine alte Gasse" von Max Jungnickel. Die Berufsberatung des Daheim, das Frauendaheim, eine Wochenschau im Bild, der farbenprächtige künstlerische Bildschmuck des Heftes, Anekdoten, Verse, praktische Ratschläge, Rätsel und der wertvolle, übersichtliche Anzeigenteil vervollständigen den Inhalt. Verantwortlich: H. Semmelmann. Altena Druck und Verlag: P. A. Sanz. Altena. Praden4 5 Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung Nr. 35 Altena, den 28. August 1928 Die kommende Familienpolitik Die Geburtenziffer des Jahres 1927 beträgt 18,3 auf 1000 Einwohner. Die geringe Fruchtbarkeit der deutschen Ehefrau wird nach einer anderen Statistik nur noch von der französischen in der Welt unterboten. Das bedeutet (da die zur Erhaltung notwendige Zahl 20 auf 1000 ist), daß in absehbarer Zei: der Rückgang unseres Volkes beginnt, der es langsam gegenüber den andringenden slavischen Völkern zum Erliegen bringt. Unter dem Druck dieser Tatsachen haben wohl alle Parteien und Regierungen angefangen, sich mit einem noch jungen Gebiet der Politik zu beschäftigen, der Politik der Erhaltung der Fam'lie, von deren inneren Festigkeit und wirtschaftlichen Kraft allein unsere Zukunft abhängt. Der Niederschlag dieser neuen Probleme findet sich in der Regierungserklärung und ihrer Besprechung im Reichstag. Hier sagte Reichskanz'er Müller: „Die Träger der Sozialversicherung müssen sich in den Dienst der Bevölkerungspolitik stellen, die den Schutz und die Förderung der Familie betont.“ „Die Wohnungsnot beeinträchtigt nach wie vor die Gesundung unseres Volkslebens. Der Erhaltung des Altwohnraums und dem Bau neuer Wohnungen wird die Regierung ihre besondere Sorge zuwenden und dabei dem Bedürfnis der unbemittelten und minderbemittelten wohnungslosen Volkskreise, vor allem der neugegründeten und der kinderreichen Familien sowie der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen vorzugsweise Rechnung tragen. Darüber hinaus sind auch andere Maßnahmen zur Erleichterung der Lasten kinderreicher Familien zu treffen.“ Und in der Besprechung sagte ein Abgeordneter einer großen Partei: Die Reichsregierung hat in ihrer Erklärung weitere Maßnahmen zum Schutze und zur Förderung der Familie, insbesondere der kinderreichen, angekündigt. Wir wünschen, daß sie über die Weiterführung bereits wirksamer Einrichtungen hinaus unverzüglich in eine ernsthafte Prüfung des Planes zwecks Schaffung einer Elternschaftsversicherung auf der Grundlage der Verantwortung der Familien und des Gesamtvolkes eintritt. Der Schutz des Familienlebens schließt nach unserer Ueberzeugung mehr in sich ein als bloße wirtschaftliche und wohnungspolitische Existenzsicherung. Daneben muß die positive Arbeit der staatlichen Gesetzgebung für die Erhaltung der geistigen und sittlichen Grundlagen unseres Volkslebens und ein geistig kultureller Jugendschutz gesetzt werden. Die Verächtlichmachung der Ehe und der Würde der Mutterschaft in Wort und Bild, Erleichterungen der Ehescheidung und weitere Abschwächung der Strafbestimmungen ge Abtreibung stehen in schärfstem Widerspr zu dem auch in der Weimarer Verfassung hochgewerteten Familiengedanken. Man könnte darauf hinweisen, daß die Versprechungen der Regierungserklärungen nicht immer in die Tat umgesetzt werden. Wir glauben aber, der Druck der Tatsachen, die ganz rapide Abnahme der Kinder in unserem Volke bei gleichzeitiger Zunahme der„Alten“, führt zwangsläufig zu der Erkenntnis, daß wir vor der Frage„Sein oder Nichtsein“ stehen und daß wir nur die Wahl haben zwischen tatkräftigem Sichwehren oder einem mutlosen Dahinsiechen unseres Volkskörpers. Dr. Bgn. Der lebendige Spiegel Von L. Schmitz. Wie ein jeglicher von uns nicht vom Himmel fällt, sondern geboren wird als Kind seiner Eltern, als Enkel seiner Großeltern, als Glied einer Familie, eines Geschlechtes, so ist auch in jedem von uns mehr oder minder ein Teil von dem lebendig, was unsere Vorfahren gesonnen und getrachtet, und was sie vollbrachten an guten und schlechten Werken. Nie wird mir das bewußter, als wenn ich ein Kind beobachte. In dieser oder jener Handlung, in dieser oder jener Sonderheit beim Sprechen, beim Spielen oder sonst— kündet darin sich nicht das Erbe, das einem Kinde überkommen: von seinen Eltern, von den Großeltern oder gar von jenen Vorfahren, von denen ich kaum mehr weiß, als daß sie einmal gelebt haben! Oft sind es nur unscheinbare Dinge. Eine Handbewegung vielleicht, eine besondere Art des Lachens oder Weinens, des Schnerzes oder der Freude, und alsbald wird in mir die Erinnerung wach: genau so tue ichs heute noch, genau so tat es Großmutter oder Großvater, und jene Geste gar, jener Zug mag Eigenart eines Vorfahren gewesen sein, der nun schon längst zu Staub geworden. Was Gutes und Schlechtes in den Vorfahren war, es wirkt fort in den Nachfahren. Erfüllt sich die Zeit, und haben Mann und Frau sich zusammengefunden, auf daß im Kinde abermals ein Glied in des Geschlechtes Kette sich füge, so aufersteht, was wir längst schon in Nichts zerstaubt wähnen. Gutes und Schlechtes wirkt in jeder Familie. in jedem Geschlechte, von Glied zu Glied, und alle tragen sie hiervon ihr Teil. Das eine mag überwiegen oder das andere, das Gute voll sich entfaltet haben oder vom Schlechten überwuchert sein— in den Kindern ist den Eltern ein Spiegel gegeben, dessen Bild uns erkennen läßt, wie es um uns selber bestellt ist, um unsere Familien, um unser Geschlecht, was in ihm lebendig ist an Gutem und Schlechtem. Freilich, Eltern gibt es, die blicken in diesen lebendigen Spiegel, und obgleich dus Bild, das sich ihnen zeigt, jammervoll genug ist, so finden sie doch nur eine Antwort: Was geht es uns an! Wir leben nur eine kurze Spanne, die aber wollen wir nutzen bis auf die Neige und unbekümmert unser Leben genießen. Einmal, so wills des Menschen Schicksal, liegen auch wir kalt und stumm, dann aber solls uns gleich sein, wohin es unsere Kinder getrieben hat. Unser Auge ist dann gebrochen und so wirds uns auch nicht scheren, welch Bild der lebendige Spiegel wirft. Gewiß, so kann man denken, und die Gegenwart offenbart, daß viele Eltern so denken. Der lebendige Spiegel, was anders ist er ihnen als ein lästiges Ding, ein unbequemer Mahner, der gerade dann immer mahnt, wenn man beilece an nichts gemahnt sein mag? Eitern hingegen gibt es die sagen: Wir leben, um zu hinterlassen, nicht aber, um zu geneßen. Ein Leben hieen wir empfangen unseren Eltern, die für ihr Teil sich gemüht haben, es gut zu gestalten, sind wir verpflichtet, dieses Leben an unsere Kinder so gut weiterzugeben, wie wirs gerade vermögen. So wollen wirs halten, wirkt doch auch in uns das ewige Gesetz, das Eltern streben läßt, ihre Kinder ein wenig weiterzubringen, als sie selber gelangen konnten, mag es hierbei nun um die Förderung der sozialen Stellung gehen oder um die Förderung der Seele, worüber jede Zeit und jeder Mensch ihre eigenen Gedanken haben. Mein Kind, du mein lebendiger Spiegel! Was in unserem Geschlecht durch die Zeiten geworden ist, was ich nun bin in Gut und Schlecht, spiegele du es wider! Wie das Bild, das du mir zuwirfst, auch sein mag, nicht stolz will ich sein, aber auch nicht zaghaft. Ernst und mutig vielmehr will ich ans Werk gehen und für mein Teil daran schaffen, auf daß des Spiegels Bild einmal so schön sein werde, wies unserem Geschlecht nur gegeben. Werde ich selbst die Spur meines Wirkens auch nicht mehr schauen, so wird sie doch meinen Enkeln künden, daß ich nicht vergebens gelebt, und sie— des bin ich gewiß— werden dann vor ihrem Kinde verweilen und auch meiner gedenken. Und so werde ich leben, wenngleich mein Leib längst zu Staub zerfallen. Kinderkrankheiten Von Walter Schumana. Der diesjährige Sommer mit seinen stark wechselnden Temperaturen und häufigen Niederschlägen förderte die epidemischen Kinderkrankheiten in geradezu katastrophaler Weise. Fast das ganze Jahr hindurch waren die Krankenhäuser mit scharlach=, diptherie= oder masernerkrankten Kindern überfüllt. In manlchen Gegenden treten diese Seuchen noch heute so stark auf, daß ganze Schulen geschlossen werden müssen. Die Mütter leben in steter Angst und Sorge um ihre Lieblinge. Kinderkrankheiten! Wie kommt es, daß Erwachsene an Scharlach, Masern, Diphterie, den typischen Krankheiten des Jugendalters, nur in den seltensten Fällen erkranken? Es ist eine Frage, die eine Erklärung unbedingt erforderlich macht. Gewiß gibt es viele Erwachsene, die bereits in der Jugend die eine oder andere dieser Krankheiten überstanden ben und nun zeitlebens gegen diese Infektion immunisiert sind. Es bleiben aber doch noch Menschen genug, die weder in der Jugend noch später von Kinderkrankheiten befallen werden, obwohl eigentlich niemand unter normalen Verhältnissen der Ansteckungsgefahr entgeht. Man hat versuchsweise Kinder der Ansteckung mit Masern ausgesetzt, um innerhalb der Fa milie das notwendige Uebel mit einem Male zu absolvieren— und die Ansteckung trat nicht ein. In ein und derselben Familie kann es also zwei Kategorien von Kindern geben; solche, die für die Infektion empfänglich sind, und solche, die nicht angesteckt werden. Solche Fälle kommen häufiger vor, als der Laie ahnt. Auch bei spinaler Kinderlähmung sind viele Kinder nicht empfänglich für die Ansteckung. Es ist beobachtet worden, daß Kinder, die auf der Straße spielen und mit vielen Altersgenossen zusammen sind, nur geringe Neigung zur Ansteckung besitzen. Das beweist auch die Tatsache, daß in übervölherten Arbeitervierteln Kinderkrankheiten relativ weniger vorkommen als auf dem Lande. Wie andere Beobachtungen ergeben, kommt die medizinische Wissenschaft zu der Folgerung, daß„die Anfälligkeit der Ansteckung wächst, je einsamer die Menschen wohnen". Eine Erklärung für diese merkwürdige Erscheinung ist in der Tatsache zu suchen, daß Kinder, die jemals mit masern= oder scharlacherkrankten Altersgenossen spielen, durchaus gesund bleiben, weil sie von ihren Freunden denselben Schutz gegen die Krankheit erwerben, den die einmal erkrankt gewesenen Spielgefährten besitzen, und daher für ihr ganzes Leben gegen z. B. Masern gefeit sind. Es gibt noch andere Beispiele, die das bestätigen. So hat das neugeborene Kind von der Mutter her einen Schutz gegen alle derartigen Krankheiten, der Wochen und Monate wirksam ist. Ferner ist es erwiesen, daß ein Erwachsener, der in der Jugend die eine oder andere Kinderkrankheit durchgemacht hat, gesunde Kinder gegen die ihm einst anhaftende Krankheit immun machen kann, wenn er sich Blut abzapfen läßt und dieses in Serum verwandelt den Kindern einimpft. Kinderlaunen und ihre Bekämpfung Jähzorn, Leichtsinn, Geiz sind Uebel, die den Menschen in seiner größten Unvollkommenheit brandmarken. Trotzdem lassen sich Personen mit derartigen Charaktereigenschaften von der Umwelt ertragen. Dagegen gibt es eine Menschenklasse, die man infolge ihres Benehmens lieber gehen als kommen sieht. Es sind die Unverträglichen, die Eigensinnigen, die Launenhaften, die sich als Herren aufspielen und doch nur Sklaven ihrer minderwerti ** 8— Skizze von Valeska Cusig Gerda fühlte sich alt, verbraucht von der Schwete der Zeiten. Ja, eine ungeheure Schwere belastete sie. Nichts konnte sie darüber hinwegtäuschen, nicht die Liebe, die Rücksicht des Gatten, nicht die Zärtlichkeit der heranwachsenden Kinder. Sie war von einer Müdigkeit befallen, einer Schlaffheit an Seele und Gliedern, die sie befremdete.„Ich werde alt", sagte sie sich, wenn die Abspannung sie bei der Arbeit überfiel, am Herd, in der Waschküche, und sie wiederholte es, wenn sie im Spiegel der welken Haut, dem kummervollen Gesicht begegnete. In diese seelische Notzeit fiel eine Nachricht, die sie in heftigen Zwiespalt versetzte. Tante Lisbeth, häufige Retterin aus Geldverlegenheit schickte 500 Mark mit der Bedingung, daß gecade sie das Geld zu einer Reise, einem Aujenthalt im Gebirge oder an der See verwende „Ich fand Dich erschreckend gealtert bei meinem letzten Besuch“, schrieb sie,„Du mußt etwas für Dich tun, ich wünsche es. Geh', wohin Du willst aber geh'. Trenne Dich von Haushalt, Mann und Sorgen, damit Du wieder kampffähig wirst. Bist Du erst an dem von Dir gewählten Ort, sende ich noch einmal 500 Mark, aber nicht eher!“ Gerda seufzte! Tante Lisbeth meinte es gut gewiß! Aber durfte sie, Gerda, an sich denken? Von unten herauf, durch das geöffnete Fenster schallten die Stimmen der Kinder. Stahl sie ihnen nicht etwas, wenn sie ging? Aber die Tante gab ja das Geld nur unter der einen Bedingung! Gerda hatte Peter Santen im dritten Kriegsjahr geheiratet. Unverwundet kehrte der junge Offizier nach Friedensschluß heim, aber Stellung und Zukunft waren vernichtet. Er mußte einen anderen Beruf wählen und studierte. Doch das Vermögen ging verloren, und schwere Zeiten begannen. Gerda verlor den Mut nicht, aber sie wurde matt—„alt“, wie sie es nannte. lem Lachen und Scherzen. Aber die Scherze versprühten unter ihnen, Gerda ließen sie kalt. Sie erfuhr, daß Rita in Scheidung lebte und dadurch wieder jung und glücklich geworden dem federnden Gefühl, jung zu sein! So suchte sie sich an dem Beifall huldigender Männer zu erfreuen und sich für die Jazz=Musik— war es denn Musik?— zu erwärmen, an dem ruhelowar. Gerda fühlte sich so angegriffen, daß sie sen Leben Gefallen zu finden. Doch während nicht einmal staunen konnte. Sie glaubte sich zu erinnern, daß Rita ihren Gatten aus leidenschaftlicher Liebe geheiratet hatte. Aber sie war sehr hübsch und— jung, diese drei Jahre ältere Rita. Als sie dem Gatten Tante Lisbeths Botschaft überreichte, stimmte er mit den Kindern ein Indianergeheul an. Wie jung er war— er konnte noch tollen. Früher hatte sie sich mit gefreutt— heute quälte es sie. Sie begriff Uebermut nicht mehr. So bedurfte es nicht weiterer Ueberredung von Seiten des Mannes. Gerda fühlte selbst, daß sie fort mußte. Flucht war die einzige Rettung. Sie reiste zunächst nach Berlin, um ihre vernachlässigte Kleidung aufzufrischen. Dann wollte sie an die See fahren. Rita, die Freundin, empfing sie in Begleitung einer anderen Die junge Frau, die Gerda mit empfangen hatte und die ohne Rita gar nicht leben zu können schien, kam am nächsten Morgen wieder, und beide eröffneten dem Gast, daß er„so“, d. h. in dieser Kleidung unmöglich an der See oder in Berlin auftreten könne. Der Rock sei viel zu lang, der Schnitt völlig unmodern. Als Gerda einwendete, daß sie sich zu alt für die kniefreie Tracht hielte, lachten die beiden anderen: es gäbe gar keine alten Frauen mehr Und überhaupt, Gerda mit ihren 33 Jahren! Wenn sie sich nur gemausert haben würde, könnte sie es mit der Jüngsten aufnehmen. Mit Scherzen und Lachen, mit liebevoller Gewalt zwangen sie Gerda zu den kurzen Kleidchen, zu seidenen Strümpfen, zu Stöckelschuhen zu Puder und Schminke. Weich von Natur, im Augenblick zu abgespannt, fügte sie sich dem fröhlichen Drängen. Nur als man ihr langes, bondes Haar zur Schere verurteilen wollte, setzte sie sich zur Wehr. Hier blieb sie fest. Und wenn sie in den Spiegel sah, fand sie sich tatsächlich verschönt. Die welke Haut war von Creme und Puder gespannt, die Lippen gerötet— wahrhaftig, sie sah jung aus, nur ihr Herz blieb alt. Man führte sie in Kino und Kabarett, in heitere Kaffeehäuser mit Jazz und Tanz. Sie wurde gefeiert, sie tanzte, und die Pulse flogen. Aber sie fühlte, daß dieses Fliegen nicht von der Freude am Rhythmus kam. Wenn sie darüber klagte, lachte Rita:„Das ist das Ungewohnte! Warte nur, in einigen Wochen bist Du innerlich so jung, wie Du aussiehst.“ „Aber es gibt keine Schminke für das Herz“, entgegnete Gerda wehmütig. Da schalt Rita die Unverbesserliche. Die beiden jungen Frauen begleiteten Gerda an die See, und hier, in einem eleganten Modebade, wurde das übermütige Treiben fortgesetzt. Man badete am Morgen, ruderte am Nachmittag und tanzte am Abend, immer in lachender, heiterer Gesellschaft. „Daß sie immer nur lachen und tanzen können!“ sann Gerda oft. Aber sie warf sich mit hinein in diesen Strujungen Frau und deren Gatten auf dem Anhal= del, weil sie glaubte, die fliehende Jugend dasie fühlte, daß die Winde des Meeres, die Bäder in den kalten Wellen ihre Glieder stärkten, ihre Nerven stählten, mußte sie feststellen, daß in ihrer Seele eine Leere gähnte, eine Ohnmacht, die von keiner Jazzkapelle, keinem Mummenschanz verscheucht wurde. Ihr begann vor Puder und Schminke zu grauen. Sie vernachlässigte ihre Haut, wie Rita feststellte. Ja, es machte ihr Spaß, das Antlitz öfter ohne Falsch dem Meereswinde preiszugeben. Und eines Morgens saß sie allein auf der Düne. Sie war des Lachens, des Scherzens, der ewigen Wiederholung des Maskenspiels unter den Menschen so satt— sie hatte sich geschlossen aus dem Familienbade. An dieser Stelle des Strandes war es um diese Stunde einsam. Das tat ihr wohl. Sie saß, das Haupt in die Hand gestützt, und starrte in die Ferne, in diese immer belebte, in tausend Farbentönen schillernde Flut. „O, jung sein— jung! Noch einmal jauch, zen können wie die Möwe und die Wogen!“ dachte sie. Tränen tropften über ihre Wangen, die sich wieder gerundet hatten und nun auch ohne Schminke blühten. Da störten Schritte sie auf. Sie wandte unwillig den Kopf. Wer drang in ihre Einsamkeit, trieb sie aus ihrem Frieden? Die Sonne blendete— sie legte die Hand über die Augen. Und sie erschrak. Aber freudig rann der Schrekken durch ihre Glieder. War das nicht Peter — ihr ewig junger, strahlender Peter Santen? Mit Wolf und Lore, den Kindern? Ja, sie waren es! Und mit einem Mal fühlte Gerda die Ketten des Alters zerspringen— fühlte sich beseligt jung. Jauchzend sprang sie auf. Fast erschrak sie über den Laut, der ihrer Kehle entglitt. Wirklich, sie konnte noch jauchzen— jauchzen wie der Vogel in den Lüften, die Welle im Sonnenglanz. Mit ausgebreiteten Armen empfing sie die ihr Entgegenkommenden! „Wir wollten Dich überraschen, Liebling. Bist Du auch stark genug, uns zu ertragen?“ O, ob sie es war! Aber ausdrücken konnte sie es nicht. Das Glück raubte ihr die Sprache. Ehe sie wußte, wie ihr geschah, tollte sie mit den Kindern über die Dune, warf sich in den Sand und ließ sich von ihnen necken. Das war die Jugend, die selige, jauchzende Jugend, die mit den Kindern zu ihr zurückgekehrt war. Und niemals mehr wurde sie dieter Laynhof drei begrüßten sie mit vie durch halten zu können. Sie seynte zuh nach ses Glück an anderen Orten suchen! gen fixen Ideen sind. Im Grunde genommen uind es bemitleidenswerte Geschöpfe; denn ihr Wesen wird ihnen zum Unheil und häusig sogar zum Untergang. Es sind bemitleidenswerte Geschöpfe. Falsche Erziehung, von der frühesten Kindheit an, hat sie zu dem gemacht, was sie geworden sind: zu launenhaft optimistischen Menschen, die stets heiter, still, freundlich und liebenswürdig sind, oder zu Pessimisten, die zeitlebens unzufrieden, trübselig und ungemütlich sind. Nur falsche Erziehung kann solche Eigenschaften fördern. Des Kindes ursprünglich unnd unbewußt ausgeführte Willenskundgebungen werden unter dem Eindruck der sich herausbildenden Erfahrung zur Gepflogenheit und Gewohnheit. An diesen Grundlagen setzt die Außenwelt ihre Hebel an. Wesen und Art des Kindes weiter zu gestalten. Wille, Verständnis und Gepflogenheiten der Erwachsenen, die gesamten Einflüsse der Umgebung fangen an, bestimmend und umstimmend das Wesen des Kindes umzuformen. Gute oder fehlerhafte Erziehung vermögen die Instinkte und Triebe hemmend und ausgleichend. das Kind zum Normalen, Guten oder zum Fehlerhaften, selbst zum Bösen zu führen. Der Säugling gibt durch lautes Schreien seinen Willen kund, auch mitten in der Nacht. Schnell ist die Mutter bei der Hand, um dem Sprößling zu Hilfe zu kommen. Was ursprünglich als ganz zufällig erschien, wiederholt sich und wird in wenigen Tagen zur Gewohnheit. Das Kind kehrt die Lebensordnung der Erwachsenen um, macht die Nacht zum Tag und raubt der Umgebung den Schlaf. Erwachsene werden Sklaven des Kindes. Unzählige Beispiele lassen sich hierfür anführen. Allerdings würde es zu weit gehen, bei der jüngsten Altersstufe schon von Launenhaftigkeit sprechen zu wollen; indes ist die Grundlage zu dem Fehler in dem Gehenlassen der kindlichen Triebe zu suchen, der sich, wenn er nicht energisch bekämpft wird, zur Launenhaftigkeit entsaltet. Mit Güte oder, wenn das nicht hilft, mit Strenge muß die Erziehung durch gute Beispiele das Uebel ausrotten. „Verwöhnung" und„Verhätschelung“ sind in den meisten Fällen die Züchter der Launenhaftigkeit. Dem„Nesthäkchen" wird jeder Wunsch erfüllt, jeder Stein aus dem Wege geräumt. Mütter! Ihr begeht damit den größten Fehler in der Erziehung. Ihr macht sizu launenhaften und unselbständigen Menschen, die es im Leben selten zu etwas bringen und außerdem von jedermann gemieden werden. Zum Heil ihrer Kinder, ja oft zu ihrer Lebensrettung muß jede Mutter der Launenhaftigkeit ihrer Lieblinge straffe Zügel anlegen. Nicht mit dem Wechsel von Strenge und Nachgiebigkeit kann ihrem Entstehen gesteuert werden, sondern lediglich durch das Gleichmaß der Einwirkungen vernunftgemäßer Erziehung. Dem Kind darf nie das Bewußtsein kommen, sich als den Mittelpunkt zu betrachten. Vielmehr muß ihm von früh an die unausweichliche und unabänderliche Unterordnung unter den Willen verständiger Erwachsener zum Bewußtsein gebracht werden. Vor allem aber dürfen Eltern und Erzieher selbst nicht launenhaft sein; denn der Nachahmungstrieb des Kindes würde trotz aller Erziehung dem schlechten Beipiel folhgen. Die Rückwirkung von Hausfraueneigenheiten auf das Personal Von Hertha Ebert. Hausfrauen können sehr verschieden sein. Die einen sind wahre Muster an Häuslichkeit, andre verdienen kaum den Namen Hausfrau — wieder andere sind vom Reinmacheteufel besessen— dann gibt es Despoten unter den Hausfrauen; es gibt unselbständige unter ihnen, die um jede Kleinigkeit sich noch hier und da Rat holen müssen und ungezählte andre. Nicht jede Hausfrau ist in der Lage, sich eine Hilfe leisten zu können, aber Tausende können es, und sei es auch nur für Stunden. Nicht jeder Hausfrau kommt es aber zum Bewußtsein, daß sie mehr oder weniger Einfluß — und zwar ungewollt— auf ihr Personal ausübt. Fast in allen Fällen wird sich ihre Eigenart irgendwie auswirken bei denjenigen, die ihr unterstellt sind. Wenn Hausfrauen klagen über die Untugenden ihrer Hausangestellten, oder wenn sie umgekehrt sich lobend über ihre Vorzüge aussprechen, so denken sie wohl nie daran, daß— wenn auch nicht immer, so doch recht oft— sie selbst bedingt und bis zu einem gewissen Grade die Ursache waren hierzu. So wird zum Beispiel eine bequeme Hausfrau, die ihre Pflichten nicht recht ernst nimmt, oftmals auch an ihrem Hausmädchen— wenigstens wenn dieses längere Zeit in ihrem Hause tätig war— die Erfahrung machen, daß es die Arbeit nicht genau nimmt, daß es lieber feiert, als etwas zu schaffen. Eine gesprächige Hausfrau, die ihr Mädchen zur Mitwisserin aller internsten Angelegenheiten macht, kann unmöglich von ihr Verschwiegenheit erwarten, selbst wenn dieses Mädchen an sich gar nicht einmal schwatzhaft eingestellt war. Eine peinlich saubere Hausfrau wird bei längerem Zusammenarbeiten doch am Ende, wenn es sich nicht um ein ausgesprochen schmutziges Mädchen handelt, dem einfach nichts beizubringen ist, sicherlich dieses allmählich zur Ordnung gewöhnen, nicht so sehr durch Vorhaltungen, als vielmehr unbewußt durch das Beispiel. Eine selbständige Hausfrau mit sicherem Blick für lalles Notwendige wird kaum auf die Dauer 5 OSßEs über zudiel Unfahigkeit seikens ihres Mädchensskeinen Regenkropfen und keine Schneeflocke. zu klagen haben.[Der Himmel möchte uns also für diesen Ueser Und je mehr Persönlichkeit eine Hausfrausgangshut strahlendes Herbstwetter bescheren. besitzt, umso stärker wird ihre Einstellung auf) Die Turbans werden aus hauchdünnem Golddie ihr Unterstellten rüchwirken.— soder Silberlamé gewickett, der das Haar durchDas ist gut, weil es eine Entlastung schinunern läßt, oder aus Belourchiffon in schwarz oder einer Farbenwahl, die zu mehreren Abendkleidern farbenharmonisch in Einklang zu bringen ist. So vielseitig und verschieden wie Form und Material der Hüte, ist auch die Möglichkeit des Aufputzes. Zu den vormittäglichen Hüten aus derben, geschnürkten Filzstreifen trägt man ein grelles, flottes Band oder auch, ergänzend zu dem dreieckigen Halstuch, ein zweites Dreieck, leger um den Hutkopf gewunden. Zu den weil es eine Entlastung für sie bedeutet; aber— das verpflichtet auch. Dazu nämlich, sich zu prüfen! Wenn eine Hausfrau ihrer Hausangestellten Vorwürfe macht, beispielsweise wegen zu großer Langsamkeit, so dürfte am Ende jene im Stillen bei sich denken: Nun, du selbst bist ja langsam in der Arbeit! Wie beschämend für die Hausfrau, die nicht einmal eine Ahnung von dieser Feststellung ihres Mädchens hat! Jede Hausfrau, tut gut, daran, sich einmalsleger um den Hutkopf gewunden. Zu den daraufhin zu prüfen, ob nicht am Ende sie selbst Panne=Hüten Schmucagraffen, unopfe und einen Fehler hat, den sie bei ihrem Mädchen geometrische Ornamente, durchweg aus Metall, rügt. Vielleicht dürfte sie da bei ehrlichem Ur= zum Nachmittagshut Ziernadeln und nur große teil die Beobachtung machen, daß dieses selbe Steine und wenn man ersten Prophezeiungen Mädchen ja erst in ihrem eignen Hause sich glauben darf. Posen aus Straußfedern. diese Untugend angewöhnt hat? Vereinzelte Modelle von Herbsthüten sind Umgekehrt wird es für sie eine Genugtuung überhaupt auf die reizvolle schmeichelnde Wirbedeuten, wenn es sich um etmas Gutes, Nachsk— Per.7 ahmenswertes handelt. Darum: Selbsterziehung auch für eine Hausfrau, wo es noch nötig ist, und welche unter ihnen wollte behaupten, daß sie— vollkommen wäre? —52.— Herbsthüte Von Hilde Hanna Sitte=Hutter. nung dieser Feder aufgebaut und findet man sie nach Art der geteilten Pleureusen um den Hutkopf gelegt, in der Mitte zur Verlängerung der Federnfranse geknüpft, so daß die zarten Federchen weit über das Ohr und bei einzelnen reizenden Modellen sogar bis zur Schulter reichen.— Auch trägt man für den Abend kleine aus Straußfederfransen geknürfte Häubchen, die ganz entzückend aussehen. Die Hutköpfe sind durchweg niedriger geworden und lassen zwischen dem Haar und dem Hutkopf aur einen ganz geringen ZwischenDie Rückkehr der Hutform, der Hutmaterials und des Hutschmuckes zu anmutiger und ein klein wenig koketter Weiblichkeit, hängt mit der allgemeinen Umstellung der Frau zur Mode zusammen. Man lehnt es ab, betont „streng"(ats letzter Ueberrest der maskulinen Note) zu sein, und gibt sich lieber anschmiegend, anmutig und graziös als echte, wieder Iam gemondene! Fgan! —2. Seien wir ehrlich: die Alleinherrschaft der raum Mode der kleinen Filzhüte, die vor drei Jahren aufkam und sich seitdem mit wenigen Veränderungen erhalten hat, wurde nachgerade bedrückend.— Erst der heurige Sommer brachte eine Aenderung und Modistin und Käuferin atmeten auf. Man wurde es erst nachher gewahr, wieviel man entbehrt hatte. Jegliche Individualität war von der Uniformmode der gleichförmigen Kopfbedeckung gedrosselt gewesen. Kein Wunder, daß sich die Sympathie dem wiederaufkommenden„persönlichen“ Hut zuwendet. Die Herbstmode der Hüte läßt den schöpferischen Gedanken breiten Raum und preßt die ans de Harsalane für den Hertst worteresteisuntheitsech emert der Eheraishestigelen en haben, kann uns wirklich gefallen. sGenüge beraunt, chre Schunlchaftigneit desMan trägt: sgleichen augemein anerkannt; dennach könnAm Vormittag den randlosen kleinen Hut,sten also die Pilze zu einem der ein Ohr gänzlich frei läßzt und die Kühle nahrungemittel des vormittäglichen Kostüms durch eine Sport=den verhältnismäßig nicht hohen Preis dafür schnalle oder fesche Filzmasche aufhebt. Außer=(wenigstens im Vergleich zu ihrem hohen Nährdem aus 2 Millimeter breiten Filzstreifen ge=gehalt) und im Hinblick darauf, daß sie stark flochtene Hüte, die weich gearbeitet sind und jessättigen, in Betracht zieht. nach Laune und unter Berücksichtigung des da- nicht zu angelegten Kleides bald vorn oder seitlich shauptsächlich zu sammeln, oder doch— wenn es sich um gekaufte Pilze handelt— zu unterscheiden zwischen eßbar und schädlich. Auch haben diese Wanderungen den Vorzug, daß sie weit anschaulicher, als es Bücher vermögen, belehren.— Wer keine Gelegenheit hat, an ihnen teilzunehmen, kaufe sich ein Pilzbuch, das er für wenige Groschen erstehen kann. Jedenfalls wird es ihm wichtige Anhaltspunkte geben. Richt unerwähnt sei, daß Pilzgerichte schwer verdaulich sind, bedingt durch ihren hohen Nährwert. Kindern soll man nicht zu große Portionen davon geben. Ein sogenanntes Sich=Satt=Essen dürfte bei Pilzen schon ein Zuviel bedeuten; davon wird sich mancher schon überzeugt haben. Getrocknete Pilze haben sehr viel von ihrem Nährgehalt eingebüßt, sind auch, da sie lange kochen müssen, viel weniger schmackhaft. Noch ein Letztes, wo es sich um Selbstsammeln handelt. Meist werden beim Sammeln nämlich die ganzen Pilze mit der Wurzel ausgerissen; das ist verkehrt. Man soll sie über der Erde abschneiden, da sie nachwachsen. Geübte Sammler pflegen das auch schon zu tun. Es geschieht im Allgemeininteresse, wenn man nach dieser Vorschrift verfährt. Ohne etwa leichtsinnig die Gefahr beim Genuß von Pilzen abzutun, sollte man andererseits danach streben, die oft unnötig verbreitete Angst, sich durch ein Pilzgericht zu vergiften nicht aufkommen zu lassen. Wenn auch meisten Pilze oder wenigstens sehr viele unter chnen einen Parallelepilz haben, d. h. solchen, der ihnen sehr ähnlich sieht vovist, Morchel, Pfifferling usw.), so wird doch jeder Kenner sofort den Unrerschieo zwischen dem echten und dem Giftpilz feststellen können. Es wäre gut, wenn alle Hausfrauen dazu beitrügen, daß dieses wichtige Nahrungsmitte! die Verbreitung fände, die ihm gerechterweise zukäme. Dr. P. K. Angst vor Giftpilzen Plauderei über Wandbehänge Von Kunstgewerblerin Evoa Finde=Altena. zu angelegten Kleides bald vorn oder setlich shmwptfächlich Porir,„Hc rot, a#ree. auch rückwärts hiaaufgeschlagen getragen wer-suche wemmer eine P##z######ung archten. gegeben, daß immer noch hin und wieder sol Am Nachmittag nun dunklen Gleid maitsoorhomnwe Z.xt weistaulst mesten Fallen heraus Aermeln den größeren Hut aus Samt. Da fürsforscht, v.,„##umer eigentliche Giftpilze den Herbst dunkte Nachmittagskleider, alsosdaß Lurchoue v., zandern Itmals schon verdurchaus ruhige Töne kreiert werden, erlaubtsbte Schud jgnusgen, herderg,# Bilsge die sich der große Samtgut, der manchmnal sogarldorbene, o###en herworriefen. Dieeine etwas phantastische eigenwillige Hutforwweisert wagr guch eigener 9# aufweist, deren Format bie dum Wilby=gaurßen.)g. u. mon hatte selbst, ahne doch genume Kenntmerhut ansteigt, einen Ausflug ine gurver.) zunterschieg frohe und werden stark leuchtende Panne= und nisse#g## der Gistpilze und Salerilchite(wie ein wegen seines Glanzee OosePhove zilge sechr leicht enr Gürung übengehen. „Sonnensamt" bezeichnetes Material lautet) waß Pg sich bald der Gunst der Damenwelt erfreuen. wenn es heiß ist, muß bedacht werden; darum Am Abend: Die unverändert andauernde slieber eine Portion, die Bubenkopfmode brachte es mit sich, daß diesfortwerfen, als das Risiko der Gefahr auf sich Frauen in besem Pherhrt ,„Angsich fpas cine Pizgericht nicht tagelang aufsberahrt werden. Poo#t,##„W.-g. es Daß der Wandbehang ein seiner, gediegener und je nach Ausführung und Ausarbeitung auch kostbarer Zimmerschmuck ist, dürfte uns allen bekannt sein. Wer Gelegenheit hatte, die kath. Sonderschau auf der Pressa zu besichtigen, und mit Aufmerksamkeit durch den Ausstellungsraum der Wienhausener Bildteppiche und den der drei herrlichen Gobelins gegangen ist, konnte beobachten, mit welcher Hingabe teils schon im frühen Mittelalter geschickte Hände mit den primitivsten Mitteln Kunstwerbe von bleibendem Wert schufen. Die Zeichnung fast fgsche Karikatur, die Farben einfach und klar. Lang nach gelegte Fäden wurden durch Heftfliche festgehhalten. Die einfache technische gingen, so daß der avengut gungiug, ins Hintertreffen geraten war. Nun will man nicht mehr auf dieses zierende Attribut verzichten und hat zu einer Hutform gegriffen, die den meisten Frauen zu Gesicht steht, zum Turban. Es ist heute so, daß der Turban direkt am Kopf bei der Anprobe von der Modistin gewikkelt und dann durch die nötigen Stiche zusammengehalten wird, so daß man zu jedem Gesichtsschnitt die ergänzende Abendbedeckung komponiert. ilzgift ist eir außerordentlich starkes, dem eigentlich nur noch Fischgift gleichzustenlen wäre. Alle bekannten Mittel, um zu erproben ob etwa Giftpilze unter den eßbaren sein könnten, und es gibt deren unzählige— wie z. B. das Hineinlegen eines silbernen Löffels, der, falls Giftpilze darunter sind, anlausen soll,— die bekannte Zuckerprobe, die Probe mit dem gekochten Eiweiß usw. usw.— alle diese Mittel sind durchaus nicht zuverlässig, darum sei dringend von ihnen abgeraten. Auch Annahme, daß ein Pilzgericht, einen eigentümlichen weruch verbreite, giftige Leitztr Lönnen genau so gut riechen, auch im ster Herbstlicher Jahreszeit und dem nahenden Winter entsprechend trägt man also vor allem Filzhüte und zwar zum Unterschiede von den wundervollen Schmiegsamkeit deutsches Fabri=] Seit Jahren werden in verschiedenen Städkant sind), und dann eine neue Verbindung vonten sogenannte Pilzwanderungen von erfahreFilz und Panne, möglichst auch in zweierleisnen Kennern, oft auch Damen, veranstaltet, an Farben, die durch die Stumpfheit des Filzesldenen jeder unentgeltlich teilnehmen kann. und das seidige Leuchten des Samtes sehr Diese Wanderungen sind ebenso interessant wie gparte Kontraftwirkungen erdielen, Ghrz, Vescuhwechlung für das Einer iei des Hausfraueneigentich seden andern Schmuch, wdernuntieheng. Sie verdtenten einen weit größeren Modern sind für den Uebergang auch wie=Zuspruch, als er ihnen in Wirklichkeit zureil derum gelackte Hüte, aus einem stärkeren Sei= wird. Jeder kann sich hier Rat holen und sor densatin; so schon diete Hüte sind, vertragen sie viel lernen, als er braucht, um selbst eigmal entspricht der Zeichnung und der Farbenwahl. Das Ganze wirkt flächenhaft, aber durchaus sakmonisch und fein durchdacht. Andere kleine bildteppiche kann man in Kreuzstichen ausgeührt sehen. Stufenweise lassen sich mit dem Vorrücken der Jahrhunderte auch die Fortschritte in Gestaltung und Auffassung verfolgen. Im 16. Jahrhundert widmete sich die Familie Gobelin ist Paris der Herstellung kostvarer Wandbehänge, und die nach ihrem Webereiverfahren geschaffenen Stüche führten fortan den Namen Gobelins. Man versteht unter ihnen kunstvoll gewebte Teppiche mit Landschaftsbildern oder figürlichen Szenen, besonders zur Bekleidung von Wandflächen dienend. Berühmt sind die Gobelins nach den Kartons von Raffael. Unwillkürlich deängt sich uns die Frage auf: Warum soll unsere Zeit trotz der vielen Entgleisungen, die sich breitmachen, nicht in der Lage sein, dennoch unsern Vorbildern Gleichwertiges oder mit Hilfe unserer weiter entwickelten Technik und des vergrößerten Auffassungskreises noch Schöneres zu schaffen? Wie oft bieten uns doch die Natur oder unmittelbare Eindrücke Anregung gen die pus veranlassen könnte in ein schones 9 oder unmittelbare Eindrücke Anregung ger ihnen abgeraten. auchscie uns Veranlassen konnte, in ein schones Obdie Annahme, daß ein Pilzgericht, wenn essjekt einen wahrhaften, künstlerischen Ausdruck 2- bringen Donben wir einmal an die anheizu bringen. Denken wir einmal an die anheimelnden deutschen Märchen, Jagdbilder oder näherliegend an die Altenaer Burg. Sie ist wohl romantisch und schön genug und ganz dem Wesen unserer engeren Heimat angepaßt, daß es sich lohnen würde, zur Fertigstellung eines solchen Wandbehanges die erforderliche Hingabe und Mühe aufzubringen. Und später werden all die kleinen und großen Opfer vergessen sein, die wir vor Jahren brachten, bei dem Gedanken, daß unsere Generation gerade in der Zeit der Erniedrigung unseres Volkes Werke schuf, welche sogar von Kennern als gut oder noch mehr bezeichnet werden können. Das mag vielleicht vermessen blingen. Doch