Schulter und rief zwischen Vogelgezwitscher und einströmentem Blutenduft:„Geh Moritz, sei gescheit und laß dein Pinsel ruhen. Such dir deine zwei Freunde, es gehtihnen grad wie dir; sie wissen nicht, was es ist, es will heut nichts zustand kommen, weil es draußen gar so paradiesisch verlockend ist.“ Schwind legte seinen Pinsel nieder, drückte seinen Künstlerhut auf den Kopf und machte bal) m über einem höchst langweiligen juristischen Kollegienheft brütenden Eduard von Bauernfeld den Kopf vollends verdreht. Erst zögerte dieser, aber schließlich ging er doch mit dem Freunde, auf die zu diesem sündhaft schönen Frühlingstag schlecht passende Juristerei leichtsinnig pfeisend. Nun fehlte noch einer zu den Freunden— und zum Frühling. Am Haus in der Nußdorferstraße hörten die beiden seine Klaviertöne. Sie warteten, dis eine Pause kam, dann riefen sie gleichzeitig: „Herr Franz Schubert!"— Da erschien ein rundliches Gesicht halb ärgerlich und halb neuzierig im offenen Fenster:„Wer ist— ach, hr seido! Nun?" „Wer geht mit nach Nutzdorf und nach dem Krapfenwaldl, zu den süßen Mäderln? Dort wird heut getanzt— und gebusselt" vielleicht auch!“ Mit einem Satz war der kleine behädige Franz durchs Fenster herausgestiegen. „Wenn süße Mäderln auf ein Busserl warten, dann muß man alles stehen und liegen lassen,“ lachte er selbst über seinen Mut. Die Freunde fragten selten:„Wieviel die Kosten?“, wenn sie etwas unternahmen, und niemals, wer von ihnen bezahlen würde, d. h. konnte. Denn gewöhnlich hatte höchstens einer von nihnen noch so viel Flüssiges, daß sie de nLeichtsinn sich gerade noch leisten konnten. Und der was hatte— zahlte für die beiden andern mit; wenn aber keiner was hatte? Nun, dann zahlte eben... Wir werden ja sehen! „Prächtig fährt sichs heute im Fiaker durch die blühende Allee! Schau nur!“ sagte Franz Schubert und war ganz beglückt(er hatte doppeltes Wohlbehagen: zwei Gulden für den Fiaker klimperten noch in seiner Tasche). Durch Nußzdorf, das märchenhaft im Blütenduft stand, gings aufwärts das Kahlenberg= gelände hinan zum Krapfenwaldl. Hei die Beigen fiedelten schon, was die Saiten hielten. Der behäbige Franz nentlohnte den Fiaker nobel und folgte den Freunden ins Gasthaus. Orin herrschte schon Lachen und Tanz: ein wogendes Getriebe. Aber der erste Grinzinger gar noch nicht ausgetrunken, da drehten sich ion alle drei, einander zulächelnd, jeder mit einem flotten Mädel am Arm im Takt der Beigenklänge. „Nun, Franzl, wie ist die Musik?“ rief Bauernfeld im Vorübergleiten. „Man hann sich schon drehen nach ihr, nicht wahr, Mimi!“ erwiderte er, halb zu seiner Tänzerin.„Einen ganz besonders geschmeidigen Walzer möcht' ich heut noch tanzen!“ sagte Nanni. Und der Schubert mit der Mimi, der Bauernfeld mit der Nanni, der Schwind mit der. Christl tanzten und scherzten, daß ihre Herzen sich ganz nahe kamen. Die Mädel waren rasches Wiener Blut und gutherzig. ihre drei Tänzer höchst originelle Käuze mit delen Einfällen, daß die Mädel von einem Tuchen gleich ins andere hinüberkicherten. Dazu wurde der linde Grinzinger von durstigen Lippen erst genippt und dann herzhaft getrunken. Die Zahl der leeren Flaschen wuchs, wie die Sympathie für einander. Ein paarmal tauschten sie gegenseitig die Tänzerinnen aus. Endlich besann man sich aufs Heimgehen. Die Krapfenwaldlwirtin kam zum „Zahlen". Schubert tat, als ginge ihn die Sache nichts an, er hatte den Fiaker entlohnt. Schwind sah Bauernfeld an, dieser den Schwind. Schubert merkte es und fragte:„Na — wer zahlt?“ „Franzl, wenn du willst, wir lassen dir den Vortritt!“ spaßte Schwind. Bauernfeld winkte der Wirtin, sie ging noch einmal weg. Er schrieb auf ein Blatt ein paar lustige Verse, schob sie Schwind hin, der den Stift nahm und ein duftiges Bild daneben setzte, dann das Blatt vor Schubert hinlegte. der tanzende Notenköpfe zwischen die Zeilen kritzelte und den drei Mäderln das Ganze gab. Staunend schauten sie das an.„Ja— wenn ihr das gleich gesagt hättet, daß ihr Künstler seids, meine Herren, alsdann müssen— natüruch wir zahlen! Frau Wirtin!“. Und die Zeche war in Ordnung. Die Künstler lächelten einander zu. Schubert ging zu den Musikanten, die Platz machten, er setzte sich an das Klavier. und die Noten auf dem Blatt in den Händen Mimis erwachten zum Leben. Der Saal begann zu walzen mit einem Behegen, das alle wie ein Wunder durchströmte. Schwind und Bauernfeld drehten ihre Mädchen, und Mimi Dein Haus mag nur klein sein, Dem Gast sei es hold, Der Krug mag von Stein sein, Die Freundschaft von Gold. Kory Towska. stand träumend neben Schubert und lauschte. „So einen Walzer hab' ich mir gewünscht,“ flüsterte Nanni. Die Heimfahrt über Nußdorf, während der liebe Mond schien, war eine selige Lust. Unter Tränen und Lachen nahmen die Mädel in Heiligenstadt Abschied, und die drei Künstler waren so aufgeräumt über den gelungenen Frühlingstag, daß sie sich gar nicht zu trennen vermochten, sondern immer zwei den dritten nach Hause begleiteten, worüber fast die ganze Nacht verging. Für die Küche Wiener Nußrolle. Fünf Eigelb rührt man Schnee der fünf Eiweiße hinzu. Dazu kommen künf Teelöffel Kartoffelmehl und fünf Teelöffe gesiebtes Weizenmehl. Diesen Teig legt man in die Mitte eines mit Butter bestrichenen Backbleches und backt ihn in mittlerer Hitze hellgelb. Zur Füllung läßt man 200 Gramm geriebene Schokolade mit 40 Gramm Butter (eventuell mit Wasserzusatz) auf gelindem Feuer weich werden, nimmt die Kasserolle vom Feuer, rührt 80 Gramm seinen Puderzucker 125 Gramm geriebene Nüsse und zwei Eigelbe gut darunter. Sollte die Masse zu fest sein, kann man sie mit etwas Milch verdünnen. Mit dieser Füllung bestreicht man den warmen Teig und rollt ihn zusammen. Glasur verschönert das Ganze. Hausmachernudeln. Zwei ganze Eier werden mit einer Prise Salz und einer Prise Muskat gequirlt und mit einem halben Liter Mehl verknetet. Den gut verarbeiteten Teig rollt man recht dünn aus und läßt die Platten fast völlig trocken werden, dann schneidet man die Nudeln in beliebig breite Streifen und läßt sie nunmehr völlig trocknen. Zum Kochen tut man die Nudeln in reichlich siedendes Salzwasser. Nach 20 Minuten langem Kochen werden sie in lauwarmem Wasser gespült und verwendet. Senfsoße. In einem halben Liter Milch quirlt man 1½ Eßlössel Mehl und, je nach Geschmack, zwei bis drei Eßlöffel Senf. Diese Masse tut man in eine Kasserole, in der man einen Eßlöffel Butter zum Steigen gebracht hat und bringt das Ganze bis zum Kochen (nicht kochen, da sonst der Senfgeschmack versloren geht), und serviert sofort. See=Aal en broche. Einige Pfund ganz frischer See=Aal werden enthäutet, von der Rückengräte befreit, in koteletteartige Stücke geschnitten und in einer Omelettenpfanne mit Salz und Pfeffer bestreut gar sautiert(d. h. schnell auf beiden Seiten gebraten). Wer im Besitze eines Rostes ist, sautiert sie auf diesem und begießt sie dabei mit steigender Butter. Auch können die SeeaalStücke vor dem Braten in Ei und Semmel oder Paniermehl nicht zu dick paniert werden. Dann nimmt man sie aus dem Kochgeschirr, richtet sie auf heißer Schüssel an und gibt sie mit einer kalten Sauce, Remoulade oder Majonnaise zur Tafel Grüne Erbsensuppe. Getrocknete grüne Erbsen werden tags zuvor eingeweicht. Am nächsten Tage kocht man sie bei milder Hitze langsam weich, gibt eine halbe Stunde vor dem Garsein einige geschabte Mohr rüben daran und streicht die Suppe zuletzt durch ein Haarsieb. Die Mohrrübe wird mit einem„Buntmesser" in halbdicke Scheiben geschnitten. Ein längeres Kochen der Mohrrüben beeinträchtigt ihren guten Geschmack. —1—.— Die auffallend geringe Zahl der Selbstmörderinnen scheint die großere Seelenstärke der Frau, die stärkere Zähigkeit ihres Lebenswillens zu beweisen, während die verhältnismäßig große Zahl der durch gewaltsamen Tod geendeten Frauen zeigt, daß sie in nur wenig geringerem Maße als der Mann das Opfer meist brutaler, aus dem Affekt entspringender Verbrechen des Mannes ist. Die geringe Zahl von Todesstrafen gegenüber der erschreckenden Zahl der Schwerverbrechen— es stehen im letzten Jahr nur 16 Hinrichtungen gegenüber 1429 Morden— zeigt ganz offenbar, daß es sich hier in überwiegender Zahl um Afsekthandlungen handelt. Sie zeigt außerdem, daß die Frau nur in ganz geringem Maße an solchen Schwerverbrechen beteiligt ist, also in weitaus größerer Beherrschung und Gewalt über sich selbst nur in ganz geringem Maße zum Brutalverbrechen und zur Affekthandlung neigt. Es wurden im letzten Jahr der Stattstik 14 Hinrichtungen an Männern vollzogen gegenüber zwei an Frauen. und im ganzen in den letzten sieben Jahren 833 an Männern und nur vier an Frauen. Der Feldzug gegen die kniefreien Röcke. In die Reihe der Stürmer gegen die heutige Frauenmode ist nun auch der ungarische Unterrichtsminister Graf Klebelsberg getreten. Er will das Uebel an der Wurzel fassen und es im Wege der Erziehung ausrotten. Da die erwachsenen Mädchen und Frauen sich nicht mehr durch die Organe des Unterrichtsministers erziehen lassen„muß er es mit der ihm unterstehenden Jugend versuchen. Den Zöglingen der Mädchenschulen wird als moralische Kleidung die uniforme Matrosentracht anbefohlen. Die Leiter der Mädchenschulen werden in Elternversammlungen auf die moralpädagogische Wirkung und die wirtschaftlichen Vorteile der untformierten Kleidung hinweisen und die Eltern darauf aufmerksam machen, bei der Anschaffung einer Schulkleidung bereits die Matrosentracht zu wählen. Bis zum Jahre 1930 wird jedes Schulmädchen diese zu tragen haben. Für das neue Kleid wird naturgemäß das Längenmaß der Röcke vorgeschrieben sein, sodaß die Mode der kniefreien Röcke gerade bei jenen Mädchen aushören wird. die solche Röcke auch zur Zeit der langen Röcke getragen haben. Ob die neue Mode auf die der Schule entwachsenen Angehörigen des weiblichen Geschlechts wirklich erziehlich wirken wird! Eine unheimliche Statistik. Der neueste statistische Nachweis für das Deutsche Reich bringt folgende interessante Zahlen: Es endeten durch Selbstmord: 10 982 Männer und 4291 Frauen. Durch Mord: 889 Männer und 540 Frauen. Wie lange bleiben Gemüsesamen keimfähig? Das ist eine Frage, die jetzt alle Gartenbesitzer interessiert. Das neue Daheim(64. Jahrg. Nr 25) schreibt dazu:„Wie Frühlingsboten fliegen die Preisverzeichnisse der Gärtnereien ins Haus, und wir mustern unseren Samenvorrat vom vergangenen Jahre, um ihn nötigenfalls zu ergänzen und unbrauchbar gewordenen Samen auszumerzen. Dabei taucht die Frage auf, wie lange eigentlich die Samen ihre Keimkraft behalten. Vorbedingung ist für jedes Samenkorn, das keimkräftig ble ben soll, daß es vollkommen reif geerntet und in geeigneten Behältern, womöglich in den eigenen Fruchthülsen, sonst aber luftig in Tüten aufbewahrt werde. Die Wurzelgemüse: Möhren, Rüben, rote Bete, Radies, Retlich keimen noch nach vier bis fünf, manchmal noch nach sechs Jahren, ebenso die Endivie und alles, was zur weitverzweigten Familie Kohl gehört, sogar der zarte Blumenkohl. Bohnensaat kann vier. Erbsen drei bis vier Jahre alt werden, die Schwarzwurzel zwei Jahre, der Spinat drei Jahre, die Zwiebel zwei Jahre, die Puffbohne und die Gurke fünf bis sechs Jahre und der Sellerie drei bis vier Jahre; auch der Kopssalat keimt noch nach mehreren Jahren. Sicherer geht man im Zweifelsfalle natürlich, wenn man frischen Samen nimmt oder die Samen einer Keimprobe unterzieht.— Dazu sät man in flachen Kästchen, auf feuchtem Filz oder auf Löschpapier eine abgezählte Anzahl Körner. Gehen davon 80 bis 90 Proz. auf, so ist das Saatgut vollwertig, auch bei 50 Proz. ist es noch zu gebrauchen, geht jedoch weniger auf, so lohnt es die Mühe des Pflanzens nicht mehr. Von Gurken und Bohnen tragen ältere„etwa zweijährige Körner sicherer und reicherer als frisches Saatgut. Mancher alte Praktikus trägt sogar den Gurkensamen ein Jahr in der Westentasche mit sich herum, weil er dann bessern Ertrag liefert.“ Verantwortsich: H. Semmelmann, Altena. Kruck und Verlag: V. A. Santz. Altena. S# 6 8 e— # ns Sgugg 89335 S 833s SSSSg 2 99 8 81 55 2 2 SK.ChSN S SmoonSg!ps Bdß:g " a 06 FS S STE B G : S S###g. 99 S23 185 7 35 FSBURE T 8 SäSSSE S a5 TöTx1 Sanzr S334s-e 3 5a Praden 4 0 Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung Nr. 12 Altena, den 20. März 1928 Vom Großreinmachen Betrachtungen einer Hausfrau von Gusta Reding. Just in der schönsten Jahreszeit überkommt uns Hausfrauen der unwiderstehliche Reinmachdrang für unser Heim. Schrubber, Seife, Soda, Wasser, Anstreicher, Dekorateure, das ganze Tohuwabohn ähnlicher Zugehörigkeiten tritt auf den Plan. Das Putzsieber wird epidemisch, erfaßt unterschiedslos Hoch und g. fe 75g. aei um 2 An und für sich lost es bei uns Frauen keine besondere Freudigkeit aus, sondern wir erfüllen das Putzen aus dem strikten Pflichtgefühl häuslicher Notwendigkeit heraus. Das Putzfest ist absolut keine Erheiterung der Hausfrau im Gegenteil, eine ungeheure Mehrbelastung ihrer Kräfte bis zum äußersten. Dabei genie zen wir vielfach noch das griesgrämige Gesicht des Gatten, der das Eroßreinemachen, oder vielmehr die dazu gehörigen Unannehmlichkeiten oft geradezu als persönliche Beleidigung empfindet, als Schuld unserseits. Wir sind empört, dennoch, so paradox es klingt, in vielen Fällen hat der Gatte recht oder zuwenigstens nicht unrecht! Warum? Es wird vielfach einfach drauflosgeputzt, systemlos, ohne jede Ueberlegung und dadurch die ganze Familie zur Mitträgerin des Großreinemachens gemacht. Gewiß, ohne Störung gewohnter Hausführung läßt sich der große Putz nur in den wenigsten Fällen durch führen, doch die Störung kann auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Die Rücksicht sind wir dem Gatten und unserm guten Ruf als Hausfrau schuldig. Die tüchtige Hausfrau wird sich jetzt bewähren. Je inniger und unauffälli ger sie die neuen Pflichten mit den gewohnt selbstverständlichen vereint, desto höher steht ihre Kunst. Geschick, Begabung und guter Wille vermögen hier viel. Geschickte Taktik von Putzeinteilung läßt manche Reibungsflächen vermeiden. Auch sollen wir nie vergessen, daß der Hausherr für andere Dinge Interesse hat, als für das Thema Großreinemachen! Je weniger wir die Wunde berühren, denn es ist in den meisten Fällen eine Wunde, desto weniger macht sie sich bemerkbar. Viele Frauen haben ein ausgesprochenes Talent gegenteilig zu handeln. Die Leistung von Mädchen, Putzhilfe und unsere eigene interessiert den Mann wenig oder garnicht. Es ist direkt Aergernis erregend, wenn sie als Jeremida zwischen Frühstück, Mittagessen und Abendessen mit pünkt licher Regelmäßigkeit auftaucht. Damit rauben wir der Häuslichkeit den Schein oder Rest der tatsächlich geminderten Behaglichheit, bringen Spannungen, die in solchen Zeiten vorliegen, zur Entladung. Wir vergrößern die uns entgegenstehenden Schwierigkeiten und hemmen die Vorwärtsarbeit. Wie können wir das ändern?" Allgemeinregeln lassen sich nicht aufstellen Jedes Hauswesen ist in Führung. Zusammenfassung und Art in sich abgeschlossen, ein Einmaliges, so können, wir nur ganz allgemeine Punkte berücksichtigen. 1. Wichtig ist eine sorgfältig aufgestellte Disposition und deren strikte Einhaltung. Wirres Durcheinander, irrendes Kreuz und Quer ist unnötige Qual und niemals zweckfördernd. 2. Jede Hausfrau berücksichtige die Errungenschaften unsrer Technik, die uns mancher lei Vorteile auf dem Haushaltungsgebiet verschaffen. Auch die Putzerei kann rationell, wirtschaftlich betrieben werden, wodurch wir Zeit, Material, Arbeitskraft sparen. Darum ein Beispiel: Das Spänen des Parketts erübrigt sich vollständig, bei einigermaßen gut gepflegtem Boden durch abreiben mit einer Mischung je zur Hälfte Benzin(unger.) und Terpentin. Der Erfolg ist überraschend und die Arbeit im Vergleich zu der des Spänens eben so die Kosten gering. So gibt es Vakuum u. a. Dinge mehr. 3. Beginnen wir ein Zimmer zu putzen, so sollen wir es sobald wie möglich vollenden, nicht zwischendurch dies und jenes im dritten und vierten Raum anfangen. Eine schnelle Fertigstellung hat verschiedene Vorteile. Es hebt die Freude an der Weiterarbeit, weil es uns den Erfolg unsrer Arbeit zeigt, und scheinbar die Zeitspanne von Arbeit und Beendung verkürzt. Außerdem greift es die Nerven des gegen das Reinmachen eingestellten Hausherrn weniger an, der mit dem Fortschritt ein bestimmtes Ende kommen sieht. Still geförderte gut orgonisierte Arbeitsweise hat in jeder Beziehung Erfolg, sie zeigt auch die Unannehm lichkeiten des Putzens an sich weniger, sondern statt dessen mit gewisser Betonung die produktive Wandlung zur Tat. Wir Frauen betonen gern das„Gute Alte“. wir wollen es nicht heruntersetzen, doch wir Modernen müssen das Recht auf das„Gute Neue“ ebenso überzeugend betonen, auch das Neue hat sein Daseinsrecht. Darum fort mit mancher Rückständigkeit. Neues versucht und Neues erprobt. Wir leben im Zeitalter der Technik, die für die Hauswirtschaft ebenso bedeutsam ist wie für die Gesamtwirtschaft. Unter dem Zeichen des Fortschritts wollen wir in den Kampf gegen Staub und Schmutz eintreten, unter dem Zeichen der Rücksich: gegen andere wollen wir ihn führen... im In teresse unseres Heims, unserer Familie und unseres Ruhms als„gute“ Hausfrau! —2— Wie kleiden sich unsere Hausangestellte Von Ilse Steffens, Leipzig. Merkwürdige Frage, nicht wahr? Was geh! uns das an? Haben wir überhaupt ein Rech. zu dieser Frage?— Das wollen wir gleich sehen. Früher— aber nein, damit fangen wir heut jeden dritten Satz an, früher... Also reden wir von heute! Wie kleiden sich unsre Hausangestellten heute? Wenn wir sie engagieren, stehen sie uns meist in Seidenstrümpfen, Lack= oder kleinen Abendschuhen mit elegantem Hütchen und entspreschendem Kostüm, den Pelz kokett über den Arm gelegt, gegenüber. Bitte sehr, das ist keine Anekdole, das ist Wahrheit, wie man sie wenigstens in den Durchschnittsfällen erlebt. Jede Hausfrau weiß aus Erfahrung, daß auf den Mietskontoren oftmals die Damen in etwas peinlicher Verlegenheit sich einander fragen, ob diese oder jene wohl zu den engagierenden Damen gehört oder am Ende zum„Personal"? Wie gesagt, man ist sick darüber nicht immer klar. Nun— zugegeben, das geht uns nichts an. Jeder Mensch kann sich anziehen, was ihm beliebt resp. was seine Börse ihm gestattet. Nun aber treten diese„Damen“ ihren Dienst an. Von diesem Augenblick an sollte sich unser Recht am Ende ein wenig geltend machen dürsen, was die Kleidung betrifft. Wenn ein Hausmädchen in sonnenbrandfarbenen Florstrümpfen mit Scheuereimer und Schrubber herumhantiert, so wirkt dieser Anblick gewissermaßen grotesk. Wenn die Lackschuhe mit Seisenspritzern garniert sind, so haben sie zweifellos an Eleganz eingebüßt. Ein dementsprechender Hinweis unsererseits wird entweder mit überlegenem Achselzucken oder mit intensiver Abwehr quittiert. Denn diejenigen Mädchen, die überhaupt solche„Hauskleidung" bevorzugen, werden sich schwerlich dreinreden lassen. Da die Unsitte der unpraktischen Hauskleidung aber bei unsern Mädchen immer mehr um sich greift, so wäre es eigentlich längst an der Zeit, auch gerade im Interesse dieser Mädchen anzugzegen. Wir Frauen wissen alle, daß in unsver Toilettengeldfrage der Posten Strümpse eine relatio hohe Belastung darstellt. Einmal durch die erstmalige Ausgabe, sodann, weil die— heutigen Strümpfe kein Strapazieren vertragen, also immer sehr bald ersetzt werden müssen. Kann nun das Gehalt unsrer Angestellten dieser dauernden und merklichen Belastung standhalten? Kaum. Auch dem Luxus eines eleganten Straßenschuhes nicht, wenigstens nicht bei der täglichen Arbeit. Unsre Mädchen klogen heute so oft über Sparenmüssen und Nichtauskommen mit dem Gehalt; kein Wunder, wenn Schuhe und Strümpfe in verhältnismäßig kurzer Zeit immer wieder ergänzt werden müssen. Nun aber abgesehen von dieser praktischen Seite. Fragen wir uns einmal, ob es wirklich so unschön aussicht, wenn des vormittags bei der groben Arbeit ein gutsitzender, gutgepflegter„Schwesternschuh“ getragen wird! Sicherlich besser als ein Nachmittagsschuh mit windschiefen Absätzen, oder ein Paar schwarze Makkostrümpfe als rosenholzfarbene mit Flechen und Spritzern drauf.— Und die übrige Kleidung? Sieht ein helles, gestreiftes Servierkleid am Vormittog bei der Arbeit nicht wunderhübsch aus? Und am Nachmittag ein sauberes, schwarzes Serv#erbleid unter weißem Latzschürzchen, wie sie jetzt so entzückend sind? Können wir unsern Mädchen den praktischen und zugleich äußeren Vorzug solcher Kleidung wirklich nicht klar machen? Sollte das so schwer sein? Sehen sie es selbst bei ihren Kolleginnen, die noch einen gesunden Blick sich bewahrt haben auf diesem Gebiet, wie viel richtiger diese handeln? Mögen sich unsre Mädchen kleiden, wie sie wollen, wenn— sie ausgehen. Das Recht müssen und sollen sie behalten; und selbst, wenn sie für unsre Begriffe zu„damenhaft" wirken. Lassen wir sie. Das ist ganz allein ihre Angelegenheit. Im Hause aber, nicht nur bei der Arbeit, sondern auch am Nachmittag— muß sich nach und nach wieder unser Wille und unsve Forderung geltend machen. Sie selbst haben oft nicht die Einsicht, den Weitblick; sie tun auch wohl automatisch nach, was sie bei andern sehen. Immer wieder hört man bei Erörterung der Lohnfrage, wenn beispielsweise die Forderungen der Mädchen im Vergleich zu ihren Leistungen als unbillig erscheimnen als Grund für ihre verhältnismäßig hohen Ansprüche folgende Klage:„Ja, ich muß mich doch kleiden, da muß ich doch soviel Lohn haben!“— Man möchte dann immer als einzige Antwort folgende geben:„Ja, zu Seidenstrümpfen und teurem Schuhzeug bei der täglichen Arbeit reichts freilich nicht.“ Sonst aber— ohne Zweisel. Fangen wir Hausfrauen wieder an, fordern wir oder richtiger überzeugen wir unsre Hausangestellten davon, daß aus verschiedenen Gründen eine geeignete, d. h. zweckentsprechende Hauskleidung, eine Kleidung. die also in jeder Beziehung praktisch und widerstandsjähig ist und doch nicht unschön wirkt, das einzig Richtige ist. Gehen wir hierin solidarisch vor. Unsre Mädchen werden es uns danken, daß wir sie diesen Weg gewiesen haben. Sie werden bald genug den realen Nutzen dieser Maßnahme an sich selbst erfahren. Wir selbst aber werden nicht durch solche gut zu beseitigenden Mißstände unnötig verstimmt und ungerecht gegen sie. Arbeitskleidung und Ausgangskleidung— hier muß scharf eine Grenze gezogen werden. Ist eine Arbeitskleidung wie die vormals angegebene nicht vorhanden, so werden wir gut tun, wie dies schon vielfach üblich, sie leiheise herzugeben, wie man auch die Bettwäsche liefert. Ist man mit dem Mädchen zufrieden, dann wird man ihr den Erwerb dieser anfangs nur geliehenen Kleidung ale Lohn gern 8 — 8„FE-SSAS . aren * C * 5 —* G *„ 85: T 1.# M 2 e Ss- Be,, SEET-STE JITE ScrU-gETLTOeTS g SpEn *„BPE Sg.2 E. ap SEHOS FESEL, R-GSEESES IS FO 8 HdS SHEDSSPLSBSSBRE Sssrn S5RRTEHR64E: S 95 ES55SELR Pe s"„ „••FBLOLOg• — SE —** SPODEE S S 838.— —Sn SESSETGS 9aREG,LAIDA 0 S S 0 „„„abE ES SgST K SPgPESTLELLSG 9 # S 5 SSEESER Wenn der Schnee schmilzt Skizze von Emil Rath Warme Sonne rieselte über die Berghänge,, hinterneß goldenes Leuchten auf dem fieckenlosen Schnee, und dem Franz weitete sich das Herz, als er hier und da aus dem harten Weiß dunkles Felsgestein hervorireten sah. Nicht lange konnte es mehr währen, dann reihten sich die dunklen Flecken zu einer Linie, die am Berg schmeichelnd höher kroch, bis die Alp wieder im vollen Grün stand. Dann ging es hinauf auf die Senne— ihm wurden Herz und Kehle plötzlich froh. und er ließ einen Janchzer los, daß die Stube dröhnte und die Mutter im Lehnstuhl am Ofen erschrak und eine Masche vom Wollstrumpf fallen ließ. kopfschüttelte sie,„was haft Du denn?“ Statt aller Antwort stellte er sich breitspurig vor das kleine Fenster, versenkte die Hände in beide Hosentaschen und pfiff ein wenig falsch aber desto heller:„Wenn's Mailüfterl weht—“ Plötzlich brach er ab und spähte neugierig durch die Scheiben auf die Straße. Da kam der Haberstrohheini mit einem Herrn daher in grausam feinem Pelzwerk— so ein rechter Stadtfrack. Franz lächelte. Was der wohl hier oben wollte? Er spürte eine kleine Unruhe in sich und wandte sich zur Tür. „Wo willst Du hin?“ meint die Mutter erstaunt. „In den Stall!“ antwortete er gleichmütig, trat hinaus und sah lange den beiden nach. wie sie die tiefverschneite Straße nach Gruslingen zu stapften. Franz wußte es so einzurichten, daß er wieder vor der Tür stand, als der Heini nach fast drei Stunden zurückkam. „Grüß Gott, Heini. Schweren Weg gehabt, eh?“ Heini nickte.„Man muß halt so langsam gehn. Die Stadtfratzen sind's net gewohnt, das Steigen im Schnee.“ „Wohin wollte er denn?“ Heini war etwas verlegen.„Zur Sefi Meidinger halt. Montag soll ich wieder fort mit Sr Der Franz schluckte.„Also— hm— also — zur Sefi. Was hat der Fratz da zu schafsen?“ Die Achseln Heinis zuckten zweimal:„Weiß net. Sind aber mitnander gut bekannt. Den Schmatz kunntest hörn drei Meilen weit, den er ihr—“ „Schon gut!“ winkte Franz ab.„Anderer Leute Spusieren geht mich nichts an. Grüß Gott, Heini!“ Damit trat er ins Haus und schmetterte das Tor krachend zu. Gerade heute wollte er auf ein, zwei Stündlein zur Sefi. Gut, daß er den Heini gefragt. Da war er ja doch überflüssig. Bis zum Montag— sakra, sakra! Vier Tage und vier Nächte! Es kochte in Franz. Gewiß, er hatte der Sefi nie gesagt, wie lieb er sie— und nun kam so ein„Tepp“ daher und— nein, es war zum Auswachsen. Unt vier Tage lang hörte man vom Franz kein gutes oder frohes Wort. Montag war ihm jede Arbeit zuwider. Die Mutter konnte sich seine Unruhe nicht erklären. Wohl zehnmal lief er vor das Haus, schaute links und rechts, ging in den Stall zurück und warf dort mit allerlei Gerät um sich, daß es nur so schepperte. Wie er nun zum zwölften oder gar dreizehnten Male vor dem Tor stand, erblickte se.n geübtes Auge zwei Gestalten, die von der Höhe herabkamen. Kein Zweifel: das war die Sefi mit ihrem Stadtjratz. Schleunigst verschwand Franz im Hause und stellte sich hinter die Gardine, von wo er gut die Straße betrachten konnte. Da schritten die beiden vorüber: Sefi, blühend wie eine Alpenrose. Ihr Arm hing in dem des anderen der selbstgefällig unter dem grünen Hut mit dem mächtigen Gamsbart vor sich hinblickte und dem munteren Geplauder der Sefi zu lauschen schien. Jetzt lachte sie gar hell auf— das fuhr dem armen Franz wie ein Stich durchs Herz. Er starrte noch, als die beiden längst verschwunden waren. Wie gebrochen setzte er sich in den Lehnstuhl, den er sonst als Ruheplatz verschmähte. So sind die Weiber! Noch auf der letzten Kirchweih hatte er der Sefi so ein kleines Korallenherz an einem Sammetbande gekauft. Für ihren Dankesblick hätte er dem Krämer am liebsten seinen ganzen Laden abgehandelt— und nun! Vier Tage und— er wagte sich nichts mehr auszudenken, gab sich einen Ruck und ging an die gewohnte Arbeit. Die Sonne meinte es tagelang gut; immer höher stieg an den Bergen der dunkle Schatten, von der Höhe der Straßen rieselte ununterbrochen das Schmelzwasser zu Tal. ferne Lawinen donnerten— Tauwind. Föhn. Der Schnee schmolz.— Mit verdrossenen Augen schaute Franz von der Schwelle des Hauses den seltsamen Wolkengebilden nach, die im Föhnwrbel aufwärtsschwangen. Als sein Blick den Boden suchte, fuhr er zusammen: halb schaute aus dem schmelzenden Schnee neben der Türschwelle etwas Rotes. Seine Ahnung trog nicht: ein Korallenherz am schwarzen Bande. Das Korallenherz, das er der Sefi geschenkt. Hatte er vorher noch geschwankt— jetzt wußte er's: sie hatte ihm das Herz vor die Tür, gleichsam vor die Füße geworsen. Daß es vor dem Fenster gelegen, danach fragte Franz nicht. Wilde Lust kam über ihn, es einmal recht toll zu treiben, den nagenden Schmerz zu betäuben. Heute war im„Braunen Bären" zu Gruslingen Tanz. Zum Schluß würde es wohl so„in wenig Rauferei geben,— wenn schon. Dazu war er recht in Stimmung. Der Mutter, die fragend zusah, wie er den Sonntageanzug aus der Truhe nahm, sagte er kurz:„ich geh nach Gruslingen'nauf!“ Mochte die Mutter denken, alles sei noch wie sonst. Denn er wußte, daß sie der Sefi gut war. Es dämmerte schon, als Franz die ersten Häuser von Gruslingen hinter sich ließ. Das Dorf war weit ausemandergezogen, und der „Vraune Bär“ lag ziemlich am anderen Ende. Wie von ungefähr huschte Sefi Meidinger daher. Ein kleiner Schrei der Ueberraschung: „Franzl, Du?“ „Gelt, schlägt Dir das böse Gewissen? Meinst eh. ich wär ein Gespenst?" Verletzt fragte sie:„Warum so garstig!“ Wie ein Sturzbach brach es da aus ihm: „Meinst eh. da könnt man lieb zu Dir kein, wenn Du einem das Herz vor die Füße wirfst und so einen noblen Stadtfratz beherbergst, eh? Zum Spielen bin ich mir zu schad!“ Schmeichelnd legte Sesi die Hand auf keinen Arm:„Geh. das war doch mein Bruder! Der ist Arzt in Stuttgart!" Mißtrauisch legte Franz den Kopf auf die Seite:„Mag schon wahr sein. Aber nein— das rote Herz—“ Sie bettelte:„Gib's her! Ich hab' es die ganzen Tage gesucht. Als ich neulich vom Bahnhof zurück kam und bei Deinem Haus vorüber ging, konnt' ich's nicht lassen, ich hab' mich auf die Zehen gestellt, und wollte durch das Guchherz im Fensterladen in Dein Stübel schauen— und dabei— geh, gib's her, das Herz!“ Franz machte ein grausam ernstes Gesicht; „Das Korallenherz— behalt ich.“ Sie zog schen ihre Hand zurück, doch sein Gesicht kan dem ihren ganz nahe, un: le#### sagte er: Willst Du nicht— lieber mein anderes Herz?“. Sie gluckste hell auf. ein glückliches Lachen, das an seinem Mund erstickte. sprechen, wenn eine bestimmte Zeit um ist Andererseits, wo die vorgeschriebene Kleidung schon angeschafft ist, sollen wir sie gut und gern tragen lassen. Es ist dies ein Weg, auf beiden Seiten ein Sichnäherkommen zu ermöglichen und zu sördern. —1•.— Die Frauenfrage in China Von Heriha Julie Arndt. Zwar sind die Haremsmauern, welche die Türkin von der Außenwelt abschlossen, gefallen und mit ihnen der geheimnisvolle Schleier, hinter dem der Europäer, der einst über diesen Schleier hinweg in die schwarzen Augen einer Orientalin schauen durfte, die Ossenbarungen des ewigen Mythos zu ahnen glaubte. aber wahrlich wurde hier nur der blinde Wahn gebrochen und die Türkin völlig entraubert; was blieb, war die Seele eines kindlich schwerfälligen Wesens. das der Welt fremd und hilflos gegenüber stand. Nie und nimmer wäre die Oventalin von sich aus auf diese für sie einer Entfesselung gleichende Freihelt gekommen, die sie wahrhaft zum Sklaven der Freiheit wachse. Anders verläuft die Bewegung in China, wo die Frau eine ganz andere Steuung einn mm! als in Vorderasien oder der westlichen Welt. Wenn es auch falsch ist, zu behaupten, daß die Chinesin an sich unsinnlich und ohne Eros sei, so steht aber ohne Frage fest, daß ihr Tasein nüchtern und sachlich verläuft, nüchterner als in irgend einem anderen Lande. Das aber hindert sie nicht, so erdverbunden zu sein daß ihrer Einstellung nach Tod und Leben eins ist und Diesseits und Jenseits nur durch einen leichten Schritt zu überbrüchen sind, den man nicht zu fürchten braucht— der Tod hat für den Chinesen beine Schrecken. In dieser unbeimlicher Erdverbundenheit Feat auch ein Schlüssel zum Beheimnie der chinesischen Frauenseele. Gewiß wäre es versehlt, zu behaupten, daß es keine Frauenbewegung in China gibt, doch wird ihr Wert im Westen zu sehr überschätzt und gerade von solchen Kreisen, die eine Radikalisierung aller Frauenbewegungen anstreben, wie jener europätschen Frauenliga, die unter der Fohne des Pazifismus ihre Vertreterinnen nach Ostasien entsandt hat, um dort ihre farbigen Schwestern aufzuputschen, damit sie gerau solch trostlose Erscheinungen abgeben wie sie selbst. Wir Westler stehen überhaupt immer zu stark unter dem Eindruck von sensationellen Nachrichten aus den großen chinesischen Zentren und lassen uns dadurch ebenso irrig seeinflussen wie jener Ausländer, der Berlin gleich Deutschland setzt. Zu leicht vergessen wir die ungeheure Menschenmenge im Innern des Reisenreiches, die jeder segenannten fortschvittlichen Bewegung seindlich gesinnt ist. Sicher kann die heutige Chinesin Berufe ergreifen von der Kellnerm im Teehaus bis zur Vorsitzenden in der Zentralexekutive der nationalistischen(südlichen) Regierung; sicher finden wir auch in Peking Verkäuferinnen, Jouralistinnen, Sängerinnen und Filmschauspielerinnen, sogar vom Rang einer kapriziösen Anna May Wong oder auch eine„Grande Dame“ neuen Stils wie Frau Wellington Koo, die elegante Gattin des Pekinger Diplomaten, die man zu den schönsten Frauen Asiens rechnet. Sicher mögen solche Frauen Interesse an nationalen und internationalen Fragen haben, sie ringen vielleicht auch u mdas Frauenstimmrecht der sie stellen keinesfalls den Typus der Thinesin dar. Die Stellung der chinesischen Frau ist seit Jahrtausenden— sast reiigiös— viel zu tief festgelegt, daher wird sich nur um dieses alte Ideal in China ein neuer Frauentypus bilden können, der daher im Grunde zanz unabhängig vom westlichen Ideal sein muß * Das chinesische(bildhafte) Schviftzeichen gut“(hau) enthält eine grundsätzliche Erklärung der Bedeutung der chinesischen Frau: es enthält das Zeichen für Frau und Kind geschoissen zu einem Bllde und heißt daher nichts anderes, als das An=sich=gute ist eine Frau, die ein Kind besitzt. Dieses Zeichen muß man hineinzlehen in die ganz einsachen Verläufe des chinesischen Familienebens, auf dem sich von jeher allein der ganze chinesische Staat ausgebaut und hierdurch eine Zelle geschassen hat, aus der seit Jahrtausenden chinesisches Kulturund Geistesleben erwuchs. Allein aus dieser Familienzelle heraus muß sich das neue China ganz anders entwickeln, als es uns jetzt erscheint. Daher auch wird die Frau dort eine andere Stellung einnehmen als in der modernen Frauenbewegung des Westens, das An=sich=gute vleibt in China dem Schriftzeichen gemäß eine Frau mit einem Kind. Das alte chnesische Frauenideal, das die Zeien überdauerte, findet seine metaxhysische Wurzel in den Ideen der universalistischen Weltanschauung, vornehmlich in den G.banken vom Y'n und Yang, vom weiblichen und männlichen Prinzip, den beiden Polen allen Seins. Dieses Frauenideal findet seine reale Festlegung in den alten Schriflen, nach denen die unverheiratete Tochter für den Vater, die verheiratete Fraufür den Gatten und die Witwe für den Sohn lebt. Dem Chinesen, dem kirdliche Pietät als die einzge Wurzel gerechten und glücklichen Lebens giit, diesem nüchternen Chi= nesen bedeutet die Frau(auch heute sehen sich die Verlobten noch oft zum ersten Male am Hochzeitstag) in erster Linie die Mutter der Kinder und vor allem des Sohnes. Für den Thinesen ist die Ehe zunächst eine Art Geschäft. Kurzum das Dasein des chnesischen Weides erchöpft sich in dem Streben nach Erfüllung der vier Tugenden, die seit der Handynastie festzelegt sind:„Ein weiblich zurückhallendes Ween. weibliches Wort, weiblicher Wuchs und ein weiblich Werk.“— Der Chinese ist wesentlich nicht individualistisch von Natur her, wenn nicht gar kollektivistisch veranlagt, und so geht die Bedeutung des Einzelnen im Ganzen unter, daher dies Ausgehen in der Familie, S# E * 900 S83a5 33 welche die nledrigste Einheit des staatlichen Lebens darstellt, aus der sich die moderne chinesische Frau nicht ohne weiteres herauslösen kann, ohne sich selbst zu verlieren. Wenn die sortschrittlich gesinnte WeltstadtChinesin freie Gattenwahl auf ihr Programm setzt, so halten wir Westler das für seibstverstandlich, bedenken aber nicht, daß dort auch der Mann nicht selbst wählt, daß vielmehr für beide von den Eltern gewählt wird. Wenn sie nach dem Tode des Mannes nicht Witwe bleiben will, so bedeutet das auch einen schweren Schlag gegen die festgewurzelte alte Moral. Wenn sich die moderne Chinesin loslöst von dem alten Schörheitsideal, um jetzt zur schlanken Linie und zum Bubikopf des Westens überzugehen, so führt das zu ganz anderen Konflikten, als in der Seele einer Europäerin, die dem neuen westlichen Typus nachzugehen nach langem Zögern sich entschließt. Man erledigt das heute so leicht mit einer oberflächlichen Geste, als wäre das alles so selbstverständlich. Nein, in diesem alten China geht alles langsam trotz aller revolutionären Strömungen langsam und eher noch einmal zurück, als daß es wirklich vorwärts ginge. Diese Betrachtung möchte ich mit ein paar Worten von Ku Hung Ming, dem berühmten Versechter des alten China, schließen, der in so vielem recht hatte:„Das chinesische Heim ist der Himmel im kleinen, so wie der Staat mit seiner bürgerlichen Ordnung, das chinesische Reich, der wirkliche Himmel, das Reich Gottes auf Erden für das chinesische Volk ist. So wie der Ehrenmann in China, der mit seiner Religion der Treue der Hüter des Staates, der bürgerlichen Ordnung ist, so ist die Frau, die vornehme Frau mit ihrem treuherzigen sanftmütigen Reiz, ihrer Anmut, ihrer Reinheit und Keusckheit, vor allem aber mit ihrer Religion der Selbstlosigkeit— der Schutzengel des Himmels im kleinen, des chinesischen Heims. Ob der neue Geist daher auf fruchtbaren Boden fällt, weit er angehlich etwas besseres bietet, wage ich sehr zu bezweiseln. —12.— Modespiegel Gesicht frei!— Der stirnfreie Hut. Gesicht frei! So lautet der neue„Schlachtrus“ der Modistinnen, der eigentlich nur das beinhaltet, was die Frauen sich schon sehnlichst lange wünschen und der daher bestimmt von der gesamten Damenwelt inspiriert ist außer — von den ganz benachteiligten Geschöpfen, die Gott mit mehr Häßlichkeit als sie verdient haben, einherwandeln läßt, aber diese Frauen haben vor andern wieder einen unendlichen Charme, Herzenstakt und andere Vorzüge voraus! Je nun: wir wollen den Hut nicht mehr auf der Nase tragen, ihn so tief hereindrücken, daß man gerade noch etwas sehen kann, wenn man auf der Straße geht, nur um vielleicht interessanter zu erscheinen. Und außerdem: Wir haben den Hut ja nun lange genug tief in unser schönes Antlitz hereingepreßt getragen; nur recht und billig, daß wir und die Mode(oder umgekehrt, wie es meist ist), es uns anders überlegen. Es macht uns plötzlich Freude, den feinen kühnen Schwung unserer(nach der letz. ten Mode haardünn ausrasierten) Augenbrauen auch dann zu zeigen, wenn wir„behütet“ sind. Wir wollen den holdseligen Augenaufschlag unserer bildschönen Augen voll und ganz, unbeschadet des Schattens einer Hutkrämpe, auf die ganze Welt wirken lassen. Dringende Notwendigkeit erscheint daher, den Hut wieder ein bißchen in die Höhe zu rücken. Und das geschieht nun. Die neuesten Hutmodelle sind so„gebaut", daß sie, entweder krem penlos oder mit Aufschlag, tief in den Näcken gedrückt werden und erst ziemlich hoch oben die Stirne begrenzen, wodurch ein verändertes Bild geschaffen, ein gänzlich ungewohntes „komplettes Frauenantlitz“, den Blicken freigegeben wird. Man wird sich erst daran gewöhnen müssen, das ist klar, aber die Mode, so un gewohnt sie auch sein mag, hat viel für sich, abgesehen von der erlösenden Abwechslung. Eigentlich war erst geplant, Hüte mit seitlichem Aufschlag zu lanzieren, die nur auf einer Seite höher geschoben werden sollten, so daß ausnahmsweise einmal die Dame„ein Auge rishieren“ konnte. Aber diese Version wäre zu wenig durchgreifend gewesen. Die Modistin will einmal nicht ändern und immer wieder ändern, sie will einen kompletten Hut verkaufen, das Modell, den stirnfreien Hut. Die näch sten Wochen werden lehren, ob die Damen den Mut zum offenen„stirnfreien Bekenntnis“ haben! Schals und Tücher. Schon seit jeher war der Schal eines der schmückendsten Attribute der schönen Frau. Es Wer Kindern niemals-tun, ehe er sich mit dem Inhalt vertraut gemacht hat. Auf die Aussage der Verkäuferin darf man sich niemals verlassen; selbst, wenn sie den Stoff für das fragliche Alter für geeignet hält, wäre unter Umstanden ihr Urteil doch nicht maßgebend. Ungeeignete Lektüre, das wissen wir alle, kann ungeheuren Schaden anrichten, wie auch ungeeigneter Umgang für unsere Kinder. Bücher sind Freunde, auch unsrer Kleinen. Und Freunde sind etwas unendlich Werwwolles im Leben. sei nur an die wundervollen kradktionellens Roch eines sei hier bemerkt: Schals erinnert, die im Saden, in Spanien und Bücher schenkt, der soller nieme auch in Italien, oft einen Teil der Mitgift der Braut gestellt haben, einzigartige Cewede aus Spitzen oder aus schweren Seiden mit kunstvon geknüpften Fransen. Kostbares Gut, von Familie zu Familie ererbt, wurden nur bei ganz besonderen Gelegenheiten angelegt. Vornehme Häuser zeigen noch heute bei festlichen unlässen ihren Schatz an Spitzentüchern, Prach stücke, um die sie jedes Museum brennend beneidet. Bei uns sind solche Stücke selten zu sehen. Nichtsdestoweniger will man auch heute nicht auf den aparten Reiz verzichten, den der Schal und das Spitzentuch, unbeschadet um den Fluß der Jahrhunderte, den Frauen stets verliehen hat. Begünstigt wird die große Mode des Um hangtuches, des Schales noch durch die Mode der nackten Arme. Abgesehen von der Schönheit auch der modernen Tücher(man liebt es, sie bunt zu sticken oder neuerdings auch mit Ornamenten, ja selbst ganzen Landschaften in glitzernder Reliefhandmalerei zu schmücken), haben diese auch ihre praktischen Vorteile. Das Tuch ist eine Ergänzung jeder abendlichen Toilette, schützt vor Kälte und ist letzten Endes zugleich eines der anmutigsten Toilettenstücke, das charmant zu tragen allerdings„gekonnt“ sein will. Jedenfalls tut die Dame, mit einem solch einzigartigen Schal beschenkt, gut daran, vor dem Spiegel daheim ein bißchen zu„üben“ wie man das Tuch trägt, wie es fallen soll, um die Linie zu strecken, wie man es um die eine Schulter schlägt, um gleichzeitig die andere zu entblößen, ein feiner koketter Reiz, den die geschmackvolle Frau im Rahmen des selbstverständlich Schicklichen sich nicht versagen soll. Die meisten Tücher sind auch so gearbeitet, daß man sie doppelseitig tragen kann, sind auf der einen Seite glatt, auf der anderen mit Girlanden geziert und in der durch das gra ziöse Falten erzielten Wechselwirkung entzükkend. Während es einer Frau, die bei jeder Gelegenheit in ein und demselben Kleide erscheint, sicherlich nicht angenehm ist, andern Damen gegenüber nachstehen zu müssen, kann sie vermittels des modernen oder(was noch wertvoller ist), ererbten Schales stets neue Wirkungen erzielen, trägt das Tuch bald gerade, halb zipflig, je nach Lust und Laune und überbrückt damit spielend den für eine Frau schrecklichen Eindruck, sich in der Toilette ermüdend und monoton zu geben. H. Sitte=Hutter. —.2— Kinder und Bücher Von Margarete Heiners. Auch unter den Kleinen gibt es eft genug schon wahre„Leseratten“". Sie bringen es fertig, jede freie Minute zum Lesen zu benutzen und darüber gar Sonnenschen und Vogelsang, Spiel und Lust zu versäumen. Das ist verkehrt und wir dürfen solchem Willen nicht nachgeben. Kindern sollen Bücher gewiß Freunde, Kameraden sein, aber niemals darf Lesen bei ihnen zur Gewohnheit werden. Wie gehen nun Kinder mit ihren oder mit geliehenen Büchern um?— Das steht manchmal in schroffem Widerspruch zu dem Interesse, das sie diesen Büchern bekunden. In welch grauslichem Zustand befinden diese sich oft! Es liegt im allgemeinen einem Kinde nicht, besonders sorgfältig mit Gegenständen. welcher Art sie auch sein mögen, umzugehen. Auch das geliebteste Spielzeug wird bisweilen in brutaler Weise mißhandelt oder hingeworfen. So auch die Bücher. Nur— daß diese eine so lieblose Behandlung schlecht vertragen können. Wir müssen Kinder systematisch dazu bringen, Bücher, eben darum, weil sie Freunde des Menschen bedeuten, nun auch dementsprechend zu behandeln. Wir müssen ihnen den realen und ideellen Wert einer immer mehr anwachsenden Bibliothek klarmachen. Hierin unterscheiden sich ja Bücher von anderen Werten, die ein Eigentum der Kinder bilden. Bücher sind etwas Bleibendes. selbst unsere Kinderbücher behalten einen Wert auch für spätere Jahre, bergen sie doch ein Stückchen Jugendland in sich, das immer wieder für uns erwacht und uns froh macht. Aber nur dann freuen sich unsere Kinder an solchem Reichtum, wenn er auch ein entsprechendes Aeußere trägt. Fliegende Blätter. fleckige Einbanddecken— unvollständige Geschichten— sie sind eine Beleidigung für den Besitzer. Auch die Unsitte, entliehene Bücher unsauber zurückzugeben oder gar die Rückgabe hinauszuzögern. bis erst eine Mahnung nötig wurde. Wir sollten sie unsern Kindern in frühester Findbeit oigemöhnen. Napoleon an Josephine Bei großen Soldaten und Feldherren berührt es uns seltsam, erfährt man von ihren zärtlichen, sich fast bis zur Unterwerfung gesteigerten Gefühlen zur Frau. Wir sind gewohnt, sie nur als Männer zu kennen, und deshalb erscheint uns ihr Liebesverhältnie ihrer eigentlichen Natur zuwider. Folgende zwei Briefe zitieren wir aus Wolsgang Goetz(Wolfgang Goetz ist der Verfasser des in der letzten Zeit sehr bekanntgewordenen Schauspiels„Gneisenau")„Napoleon“. einer Auswahl seiner Briefe, Proklamationen und Gespräche, Deutsche Buch=Gemeinschaft. Berlin SW. 68.(Prospekte gratis.) Sie sind zwei typische Beispiele für das eben Gesagte. An Josephine zu Mailand. Marmirolo, den 1. Thermidor IV. (19. Juli 1796.) Wir haben gestern Mantua angegriffen. Wie heizten aus zwei Vatterien mit glühenden Kugeln und mit Bomben ein, und die unglüchliche Stadt hat die ganze Nacht hindurch gebrannt, das Schauspiel war zu gleicher Zeit schrecklich und imposant. Wir haben uns mehrerer Außenwerke bemächtigt und eröffnen noch in dieser Nacht die Lau zräben. Ich gehe morgen mit dem Hauptquartier nach Castiglione ab, wo ich zu übernachten gedenke. Es ist ein Kurier von Paris bei mir eingetroffen. Er hatte zwei Briefe an dich— ich habe sie gelesen. Ob mir nun gleich das ganz natürlich scheint und du mir auch neulich die Erlaubnis dazu gegeben hast, so fürchte ich doch, daß es dich unwillig macht, und das betrübt mich sehr. Ich hätte die Briefe wieder zusiegeln mögen; aber nein, das wäre mir etwas Erschreckliches gewesen! Ich bin strafbar, ich bitte dich um Verzeihung: ich schwöre dir, daß es nicht aus Eifersucht geschehen ist, nein, gewiß nicht, denn dazu habe ich eine zu hohe Meinung von meiner anbetungswürdigen Freundin. Ich wünschte, daß du mir gänzliche Erlaubnis gäbst, deine Briefe zu lesen, denn dadurch würden alle Gewissensbisse und alle Befürchtungen verscheucht werden... Ich lasse den Kurier rufen; er sagt mir, daß er bei dir gewesen ist und daß du ihm gesagt hast, du hättest ihm nichts aufzutragen. O pfui, ner Drohungen, meiner Torheiten. Ach, du niedliches, kleines Ungeheuer! Du lachst meinre Drohungen, meiner Torheiten. Ach, du weißt es wohl, wenn ich dich in mein Herz einschließen könnte, so würde ich dich da ins Gesängnis setzen. An Josephine zu Genua. Mailand, den 7. Frimaire V, nachm. 3 Uhr (27. November 1796.) Ich komme nach Mailand, ich stürze in dein Zimmer; ich habe alles verlassen, um dich zu sehen, dich in meine Arme zu drücken... Du bist nicht da. du ziehst in den Städten umher nach Festen, du entfernst dich, wenn ich komme, du kümmerst dich nicht mehr um deinen guten Napoleon: Aus Laune hast du ihn geliebt, die Unbeständigkeit macht ihn dir gleichgültig. Der Gefahren gewohnt, kenne ich das Mittel gegen den Verdruß und die Leiden des Lebens. Das Unglück, das ich erfahre, ist nicht zu berechnen: ich hatte ein Recht, nicht darauf zählen zu dürfen. Ich werde bis zum 9. hier sein; laß dich aber nicht stören. geh dem Vergnügen nach, denn dir gehört das Glück. Die ganze Welt ist zu glücklich, wenn sie dir gefällt. und dein Gatte allein ist sehr, sehr unglücklich. —.2— Der Frühlingswalzer Von Alfred Dreßler.! „Ach was! Draußen lockt der Frühling! Die süßen Weaner Mädeln blühen jetzt wie die Blumen! Mit der Klexerei hats noch allweil Zeit genug!“ redete der Maler Moritz Schwind vor sich hin. Der Frühling sah ihm über die