Gere. Das kann man besonders beutlich auf eferte. den Rennplätzen beobachten, wo die Nummern häufig nach sehr mysteriösen Gesichtspinkten gewählt werden. Ein Beobachter erzühlt darüber nach seinen Feststellungen auf englischen Rennplätzen. „Sehr oft“, schreibt er,„herrscht eine Vorliebe für die Nummer 13, vielleicht aus Trotz gegen ihren Ruf als Unglückszahl; aber wer die 13 wählt, weil er damit beweisen will, daß er nicht abergläubisch ist, zeigt gerade darin seinen Aberglauben. Viele haben ihre besondere Glücksnummer, und dabei spielen die Zahlen 7 urt 3 eine große Rolle. Andere Leute wählen die Zahl ihres Alters oder die beiden letzten Ziffern ihrer Geburt oder ihrer Verheiratung. In dem Bestreben, eine Nummr zu finden, die in engem Zusammenhang mit ihrem persönlichen Schicksal steht, gehen manche so weit, daß sie die„Glückszahlen“ ihrer Hausnummer, ihrer Telephonnummer oder der Nummer ihres Autos entlehnen, oder man beobachtet die vorbeifahrenden Droschken und nimmt die Nummer einer bestimmten. Dieses Sichflüchten zu einer bestimmten Glückszahl kommt von der völligen Unwissenheit und Hilflosigkeit dem Schicksal gegenüber her; man sucht irgendwo Hife und Anhalt. Aber letzten Endes ist die Zuhilfenahme solcher äußerlichen Gesichtsminkte doch begründet in einem Glauben an irgendwelche geheimnisvollen Mächte des Glücks, in einem Vertrauen zu der unbekannten, aber allmächtigen Kraft, die unsere Geschicke lenkt. Schönheiten vom fünften Erdteil Schönheiten gibt es überall zu sehen, und wenn er keine zu geben scheint, dann werden welche gemacht, wie der vergangene Winter gezeigt hat, der die meisten Schönheitswettbewerbe im letzten Jahrzehnt aufzuweisen hatte. Toch von diesen Schönheiten wollen wir nicht reden, auch nicht von denen, die man täglich auf den Promenierstraßen der Großstadt. in Salons, Theatern etc. sehen kann, sondern.. von den Schönheiten der australischen Stadt Sidney. Die Sidneyer Schönheiten sind nicht in vornehmen Gesellschaften, auf abendlichen Straßen oder beim Morgenspaziergang in den Parks zu treffen. Ihretwegen muß min fruh aufstehen und an die Anlegeplätze der Fahrboote gehen, die von den Vororten kommen und hunderte von hübschen, biegsamen, jungen Mädchen ausladen, die schnellfüßig und geschäftig ihren Arbeitsstätten, den Büros. Läden und Fabriken zueilen. Das sind Sidneys Schunheiten. In keiner anderen Stadt bieten die zur morgendlichen Arbeit Eilenden ein so schönes Bild wie hier. Von einer unbeschreiblichen Grazie sind diese Mädchen, und alle sind geschmackvoll und ordentlich gekleidet. Ihre selbst gearbeiteten Fähnchen tragen sie mit einer Anmut, die man nicht immer bei Trägerinnen königlicher Gewänder findet. Den größten Wert legen sie aber auf gutes Schuhwerk. Und ist das nicht der deutlichste Beweis ihres ästherischen Gefühls? Selbst die einfachste Fabrikarbeiterin im leichten Geinghamkleidchen würde sich schämen über ihre Unordentlichkeit, wenn sic mit schiechten Schuhen durchs Leben gehen müßte. Tatsächlich findet man unter dieser großen leichtfüßigen Schar nicht eine einzige, die mit schiefgetretenen Absätzen ginge. Einen Teint besitzen diese kleinen Schönhetten, auf den wirklich der Ausspruch eines Verliebten paßt:„Tein Gesicht ist ein Garten, in dem Rosen und Lilien blühen!“ Freilich ist diese Wirkung nicht ganz durch ein wenig„mahe up“ erzielt. Die Sidneyerinnen schminken sich alle, aber mit einer solchen Geschicklichkeit, um die sie jeder Theaterstar beneiden könnte. Sehr zustatten kommt ihnen dabei ihre sehr glatte Haut, die in ihrer hellen Olivenfarbe einen wirkungsvollen Hintergrund für die kleinen Schminkkünstlerinnen abgibt. Es gibt viele Fremde, die bei ihrem Aufenthalt in Sioney stets einige Morgenstunden opfern, um dieses alltägliche und doch so hübsche, anmutige Schausoiel zu genießen, die Sidneyer Schönheiten zur Arbeit gehen zu sehen. —□ Starke Frauen In unserer Zeit, wo sich der Sport und die Lust an ihm immer mehr entwickelt, sind die Namen von einigen Kraftmenschen bekannt, und wo diese aufircten, sei es als Artisten, Ringkämpfer oder Boxkämpfer, haben sie großen Zulauf, besonders diejenigen, die um die Meister caf: kämpfen. Ven vielen starken Männern hat die GeScöcht: mu Balkons, Veranden und in Kellerecken ein ver= sie bis zur Fußspitze aufrollt. Sie müssen, wenn gesenes und verstaubtes Dasein führen, umssie elgstisch und zart bleiben sollen, ebenso wie ichließlich in den Müllkasten zu wandern. Eine enge Deckunftsfreude geht damit zugrunde; sein dürfte, auch von herkultschen Frouen. Am berühmtesten unter den starken Frauen war wohl die Schauspielerin Mal me Gautier von der Comedie Francaise, die sich erbot, sich mit Moritz von Sachsen im Ringkampf zu messen, da niemand mit ihm zu kämpfen wagte. Dem starken Mann gelang es nur mit äußerster Anstrengung seiner letzten Kräfte, die gewaltige Dame zu besiegen. Ihre Hände waren zwar sehr klein, nichtsdestoweniger stark genug, einen silbernen Teller zusammenzubiegen, als wäre es ein Papierblatt, oder eine geldene Münze glatt enrzwei zu brechen. Niemand vermochte ihrem Höndedruck standzuhalten Es mag sein, daß die Ueberlieferung diese oder jene Einzelheit den Tatsachen hinzugedichtet hat. Wenn man früher derartige Berichte nur mit Kopfschütteln gelesen haben mag, so können sie doch auf Wahrheit beruhen, denn die Leistungen der Sportleute der Gegenwart haben den Beweis erbracht, zu welcher erstaunlichen Höhe sich Kraft und Gewandtheit entwikkeln können. Es sei dabei nur an den Namen Gertrud Ederle gedacht. —1.— Der vergessene Blumentopf Dem neuen Daheim(63 Jahrg. Nr. 30) entnehmen wir nachstehende Winke für die Zimmergärtnerei:„In den meisten Haushaltungen haben sich im Laufe des Winters Topfpflanzen angesammelt, die nach dem Abblühen auf Wollene Strümpfe sind bekanntlich am meisten den Uebelständen des Filzigwerdens und Einlausens ausgesetzt. Will man Seife verwenden, so bringe man die Seife niemals auf die Strümpfe selbst, sondern bereite eine Seifenbrühe aus Regenwasser und Schmierseife. In der nur warmen, ja nicht heißen Brühe werden die Strümpfe sorgfältig erst auf der rechten, dann auf der linken Seite ausgewaschen, zweimal in warmem, weichen Wasser gespült und fest ausgewrungen. Man zieht sie dann über hölzerne Fußformen oder weitet sie nach der bekannten Weise aus, indem man mit beiden Daumen hineinfaßt und denn die meisten Pflanzen lassen sich noch veraenden und belohnen die Mühe der Pflege mit dankbarem Blühen. Da sind erstens einmal alle Rhododendren, Azaleen, Hortensien, Fuchsien, Clivien und Amarillis, die man an einem frostfreien, nicht zu dunklen Platz mit wenig Gießen aufbewahrt, bis sie ohne Frostgefahr ins Freie gebracht werden können. Sie werden dann frisch umgetopft, mit etwas neuer Erde versehen und im Garten oder auf dem Balkon untergebracht. Beim ersten Herbstfrost kommen sie in einen kühlen Raum; später werden sie am sonnigen Fenster neue Blüten entfalten. Flieder, Schneeball und andere Frühlingssträucher werden im Topf keine Blütenpracht mehr entjalten, man bringt sie im Frühjahr am besten in den Garten, wo sich ja immer noch Platz für einen blühenden Busch findet. Die kleinblumiwinterharten Chrysanthemen blühen an einem sonnigen Ort im Garten jedes Jahr wieder. Blumenzwiebeln nimmt man aus den Töpsen, legt sie in Körbe oder offene Kisten und läßt sie den Sommer über im kühlen, trockenen und dunklen Keller. Im September werden sie sortiert und etwa 5 em tief in den Rasenboden gelegt Das gibt dann ein fröhliches Auferstehen: Die Zwiebeln können nach dem Abblühen in der Erde verbleiben, sie ziehen ein und kommen im nächsten Jahr ganz von selbst und womöglich in vermehrter Auflage zum Vorschein. Wer keinen eigenen Garten hat, sollte seinen Freunden, die Gartenbesitzer sind, die Freude machen, ihnen Pflanzen und Zwiebeln zur Verfügung zu stellen. Auch Schulgärten und Laubeikolonisten werden dankbare Abnehmer sein. Aber werft sie nicht fort, das ist eine gedankenlose Versündigung an Gottes liebsten Kindern!“ —79.— Aus Spaß das Leben verspielt. Eine mexikanische Schönheit hatte so das Leben genossen, daß ihr keine Unterhaltung mehr Freude abgewinnen konnte, kein Vergnügen mehr Reiz bot. Da gesellte sich ein Leidensgenosse zu ihr, dem erging es ebenso. Aber er wußte noch ein unausgekostetes Vergnügen. Er schlug ihr ein Kartenspiel vor. Sie ging darauf ein. Beide setzten sich zusammen und mischten die Karten. Als Einsatz galt ihr Leben. Sie spielten; der Partner verlor. Er reichte der Gewinnerin seinen Revolver, und sie erschoß ihn. Ihm machte das Spaß, ihr auch. Nur die Polizei und das Gericht hatten kein Verständnis für solchen Spaß. Ungewöhnliche Fruchtbarkeit. Bei dem Geburtenrückgang in der Kriegsund Naa,iriegszeit erwecken Berichte besonderes Interesse, die von einem reichen Kindersegen zu erzählen wissen. Ein Chronist verzeichnet vor mehr alz hundert Jahren unter Hin:auf, daß bei dem unübersehbaren Menschenverlust durch die langen mörderischen igen seken, folgende Fälle ungewöhnlicher Fruchs barkeit: In Berlin kam eine Frau eines Nachtwächters mit Zwillingen nieder. Vorber hatte sie Drillinge und in ihrem ersten Wochenbette Zwillinge, also in drei Wochenbetten sieben kinder geboren. Noch fruchtbarer war die Ehe eines französischen Torwächters, dessen Frau, 37 Jahre alt, schon 25 Kinder geboren hatte, m.eoon noch 13 am Leben waren. Am allergesegnetsten war aber die in London erfolgte Niederkunft einer Schiffersfrau mit fünf Töchiern die nur durch einen Schreck zu sehr beschieunigt wurde, um das Leben der übrigen gesunden Kinder retten zu können. —2— Raschläde und winke alle Wollsachen rasch trocknen. Je schneller ihnen die Feuchtigkeit wieder entzogen wird, umso geringer ist die Gefahr des Einlaufens. Gerühmt wird auch Ammoniiakflüssigkeit als gutes Waschmittel für wollene S rümpie. Pan ver dünnt die bei jedem Drogisten käufliche Flüssigkeit und rechnet auf einen Teil Amoniak zehn Teile Wasser. Die Strümpfe werden darin eingeweicht, gerieben und gekocht, noch einmal in ein neues Bad gelegt, wieder gerieben und gekocht und nach dem Spülen aufgehängt. Verwaschene Sommerkleider kann man mit Zwiebelschalen braun färben und sie wieder brauchbar machen. Man kocht eine Anzahl roter Zwiebelschalen in einem eisernen Topf aus. Die Brühe wird durchgeseiht und mit heißem Wasser verdünnt. Je nachdem man die Farbe heller oder dunkler wünscht, gießt man mehr oder weniger Wasser hinzu. Dann läßt man die Brühe in einem großen Gejäß. einem Waschkessel oder einem großen onf nochmals kochen und legt nun das vorher gewaschene und gespülte Zeug naß hinein. Eine Viertelstunde läßt man es in der Farbbrühe kochen und dann solange darin stehen, bis diese erkaltet ist. Dem Spülwasser setzt man etwas übermangansaures Kali zu. Man spült das neug mehrere Male und hängt es dann an der Luft zum Trocknen auf. Halbnaß wird es geplättet. Segelbuchschuahe bürstet man tüchtig aus und stellt sie dann zehn Minuten in eine lauwarme, gut schäumende Seisenlösung. Dann spült man sie zuerst in lauwarmem Sodawasser und danach in kaltem Wasser und läßt sie dann in schwach salzigem Wasser noch etwa eine Viertelstunde stehen. Sie bekommen sonst später infolge der Wäsche leicht gelbe Flecke. Dann läßt man das Wasser ablaufen, stopft die Schuhe mit Stroh oder Holzwolle oder was man sonst an Füllmaterial an der Hand hat, aus, bestreut sie leicht mit Gips und läßt sie an einem schattigen, luftigen Ort trocknen. Zuletzt wird der Gips heruntergebürstet. Die Lederteile reibt man mit Vaseline oder Schweineschmalz ein. Teerflecke und Flecke von Wagenschmiere bestreicht man mit ungesalzener Butter und reibt dann den Stoff an der betreffenden Stelle tuichtig mit einem wollenen Lappen ab, damit die Butter gut eindringt. Mit einem Messer nimmt man darauf die geschwärzte Butter sorgtättig herunter und legt, falls der Fleck noch sichtbar sein sollte, noch einmal Butter auf. Der Teer und die Wagenschmiere lassen sich auf diese Weise leicht entfernen. Aber es bleibt ein Fettflech zurück, den man durch Benzin oder Terpeutin beseitigt. Oder man reibt auch, wenn sich nur ein dunkler Fleck zeigt, mit Seifenwasser nach. Teerflecke kann man auch statt mit Butter mit Seife bestreichen und in Terpentin und Wasser auswaschen. Oder man belegt sie mit Eigelb, nachdem sie vorher mit einem weißen Faden abgenäht sind. Mit lauwarmem Wasser und Seife wird nachgewaschen. Verantwortlich: H. Semmelmann Altena berichten: doch was schließlich inten Kriege jruchtbare Ehen für die Lönder ein S. Druck und Verloa: V. A. Santz. Altena. Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung. Nr. 17 Altena, den 26. April 1927 K Mehr Heimsinn- mehr Frohsinn Von Evamaria Blume=Wiesbaden. Der Glückshunger des Menschen ist eines seiner tiefsten, unausrottbarsten Bedürfnisse. Das in etwa zu stillen, ist im Grunde allein jenen Bezirken vorbehalten, in denen unser Seelisches verankert ich, also Beziehung von Mensch zu Mensch und als erste gegebene Größe der Kreis der Unfrigen. Wie wenig Bindungskraft aber heute im Familienleben noch enthalten ist— ich glaube, wir alle wissen ein Lied davon zu singen—, Ausnahmen bestätigen da eigentlich nur noch die Regel. Aber auch dies Unvermögen der Eltern wird an den Kindern heimzesucht. Waren die äußeren Bindungen der Ordnung u. Gewöhnung unbeseelt, so werden sie nun bald als lästige Fessel durchbrochen. Je leerer das Heim, um so mehr sind junge Menschen geneigt, alle Werte nur in der äußeren Welt zu suchen. Und mit wieviel krankhafter Gier suchen sie dann, kaum flügge geworden, draußen in Fabrik, Kontor und Werkstatt neben der Arbeit nach Gefühls= und Erlebnisinhalten, treiben sie auf die Weise viel zu früh dem starken Pol des anderen Geschlechts in die Arme. Freie Verbindungen unter den jungen Leuten sind alltäglich geworden, aber fördernd und stärkend sind sie wohl selten. sondern meist ein vorzeitiger Raub an den Gütern des Körpers und der Seele, die nur im sammelnden Gefäß formender Ordnung ihre schöpferischen Kräfte zu bewahren vermögen Und zu wirklich dauerhaften Verbindungen kommt es heute viel schwerer bei dem ausgesprochenen Drang der Mädchen nach Selbstgeltung und Freiheit. Auch sind bei dem charakteristischen Mangel an Selbst= und Menschenkenntnis, der diesen Jahren nun einmal eignet, Fehlgriffe bei der Wahl des Gefährten doch an der Togesordnung. Damit ist gerade beim Mädchen das seelische Gleichgewicht häufig schweren Erschütterungen ausgesetzt, die so leicht auch das charakteristische Wachstum nachteilig beeinflussen. Vorausgesetzt, wenn keine verständige Mutter daheim ist, die diesen chaotischen Zeitläuften ein heilsames Gegengewicht zu bereiten versteht. Heimsinn, Frohsinn daheim— eine Mutter, die diese glückliche Gabe besitzt und mitzuteilen versteht, hat für die Jugend solch heilsames Gegengewicht, ja, einen Zauber, der wie von selber wirkt und gerade im Hause sein eigentlichstes und fruchtbarstes Bereich findet. Denn empfindet man nicht die Heiterkeit und Wärme des Heims, die Atmosphäre der Liebe, der Fürsorglichkeit, des vertrauten Austausches doppelt beglückend, wenn die langen Stunden unbeseelter Arheit überwunden sind? Wir brauchen Freude und Frohsinn nach hartem Müssen, es kann gar nicht Freude genug geben in unseren. Heimen, Freude, der allein die Einschränkungen der Vernunft und des guten Geschmackes gezogen sind. Wenn man dies Verlangen nach Freude in unserer vergnügungssüchtigen Zeit noch betont, mag das auf den ersten Blick absurd erscheinen. Ich tue es aber gerade deshalb, weil die Menschen, denen ein Maschinenzeitalter und wirtschaftliche Hochspannung unendliche Werte der Seele und des Gemütes geraubt hat, sich in einer Weise zu entschädigen suchen, daß alle Grenzen guten Geschmacks und wirklicher Einsicht bei der Allgemeinheit zu schwinden droht. Wachsende Kulturlosigkeit dringt vor bis in die persönlichsten Bezirke unseres Lebens, und wir erkennen in ihr letztes Ergebnis von Mangel an Innerlichkeit, der höchste Bedürfnisse unserer Seele, Freude und Genuß. in wüsten Betrieb verwandelt. Im individuellen Leben gilt das Gleiche. Man hastet hinaus und sucht draußen Rahmen und Form der Feierstunden in Kaffeehaus= und Dielenbetrieb. Geben nicht die meisten Menschen damit zu verstehen, um froh zu sein, müsse man sein Heim verlassen?— als ob es voller geheimer Schrecken säße, die man weit hinter sich lassen muß, um einmal frei aufzuSchlaflied Schlaf, mein Jungchen, schlaf! Dunkel ist die Welt geworden, Leise nur die Wolken schwellen, Wie dem Schläfer Tränen quellen; In der Höhle tief im Norden Bettet sich der Wind zur Ruh'. Schlaf, mein Jungchen, du! Still, mein Jungchen, still! Gib mir deine heißen Hände— Gib doch her... Und nun erzähle Deinen Schmerz in meine Seele! Gib doch her die finstern Brände, Gib sie mir, dann hast du Ruh'— Armes Jungchen, du! Still, mein Jungchen, still! Draußen weint die Nacht so linde, Nur im Traume seufzt das Leben. Und das Rauschen wird zum Beben Und der heiße Wunsch zum Kinde— Müde sinkt die Wimper zu, Schlaf, mein Jungchen, du! Schlaf, mein Jungchen, schlaf! Langsam weiten sich die Wände... Traumeswogen werden fließen, Meine Augen will ich schließen, Daß dich selbst nicht Liebe blende... Sanft nur sing' ich dich zur Ruh', Schlaf, mein Jungchen, du! Karla König. atmen. Hier ist ein Punkt, der zu denken gibt. Gerade Mütter sollten sich da sehr ernstlich erforschen, ob sie zu Hause nichts versäumen. Wer daheim die geistige Erfrischung und Belebung seiner Kräfte empfängt, preist nur ausnahmsweise noch die oft entstellten Surrogate öffentlicher Geselligkeit. Aber hier wie immer ist Gedankenlosigkeit mehr schuld als übler Wille. Jede normale Frau ersehnt doch in ihrem Hause die Atmosphäre froher Harmonie, die den Zwang und die Verkrampftheit harten Müssens für alle löst. Nur in diesem Element vermag sie auch ihre wertvollsten, eigentümlichsten Fähigkeiten zu entfalten. Und der heute wirtschaftlich so schwer ringende Mann, der sein Aeußerstes aufbieten muß, um den Seinen die materielle Existenz zu erhalten, braucht um so mehr die rechte Ausspannung und Sammlung seines Wesens in Feierstunden seines Heims. Frauen und Töchter, die davon nichts zu gestalten verstehen, treiben Raubbau an jenen Kräften, deren Pflege im weitesten Sinn in ihre Hand gegeben ist und ohne die sie sich schwerlich lange auf der Höhe erhalten. Dem gesteigerten Verlangen nach Zerstreuung und Vergnügen ist die moderne Technik in einer Weise entgegengekommen, die durch ihre Seelenlosigkeit und Effekthascherei nur Steine statt Brot bietet, weil ja alles andere eher dort geboten wird als herzerhebende, reine, gesunde Freude. Die kann nur da aufkommen, wo Menschen in Liebe und Vertrauen verbunden auch durch tiefe innere Verpflichtung, für die böse wie gute Tage gleich sind. Für diese Wahrheiten den Sinn unserer Kinder zu öfinen. namentlich unserer Töchter. ist ein Kultur= und Liebesdienst ersten Ranges. Nur n.ißrerstehe man nicht: Ich will nicht jener „Gemütlichkeit“ der gewärmten Pantoffeln das Wort reden. Enges Behagen erstickt unsere höchsten Seelenkräfte. Auch will ich nicht werben für jene veralteten Mittel des Hemmens und Absperrens, mit denen die Mütter der vorigen Generation in instinktiver Abwehr #### 8. der Emanzipationsgefahr trachteten, ihre Töchter im Sinne künftigen Frauentums vorzubereiten. Druck erzeugt allemal Gegendruck, und so war die notwendige Folge denn auch eine allzu radikale Absage der Jungen an die ganze Erbmasse traditioneller Wertungen und Prägungen, die den soziologischen Fundamenten der Familie ihren bisherigen Bestand gewährseistet hatten. Wirtschaftliche und individuelle Triebkräfte in einer Wechselwirkung arbeiten seitdem am Zerfall, und kein Optimist vermag heute bereits inmitten all der Umwertungen und Zersetzungen Keime des Neuaufbaus zu entdecken. Trotz allem, wir dürfen davon überzeugt sein, daß dennoch Kräfte neuen Werdens im Grunde der Dinge lebendig sind. Sollten nicht solche letzten Quellen in der Tiefe unserer Lebensschau, unserer Erkenntnis der Lebensgesetze und eines gereinigten Willens, ihnen zu dienen, beschlossen liegen? Alles Außen kommt von Innen. Inneres Sein aber drängt nach Gestalt. Dies neue Sein, getragen von der Erkenntnis großer Zusammenhänge, ist sieghaft, ist zukunftstrachtig. Und zwar im letzten Winkel des„Menschen untereinander". in unseren persönlichen Bezirken daheim am stärksten. Die Frau im Verwandtschaftskreise des Gatten Jede Jungfrau, welche auf die Frage:„Willst du mit diesem Manne ziehen?“ das ewig bindende„Ja“ mit den Worten der treuen Ruth begleiten kann:„Wo du hingehst, da will ich auch hingehen, wo du bleibst, da bleibe ich auch. Der Tod muß mich und dich scheiden". wird mit in die Behauptung einstimmen, daß auch unter den äußerlich günstigsten Verhältissen und bei gegenseitiger Liebe und Hochachtung in der Ehe kein dauerndes Glück zu finden ist, wenn zwischen beiden Gatten die Uebereinstimmung in ihren innersten sittlichen Ueberzeugungen fehlt und sie in ihrem Zusammenleben nicht die Aufgabe erblicken, sich gegenseitig auf dem Wege zur höheren Vervollkommnung zu stützen und zu fördern. So aber diese sichere Basis vorhanden ist, da gleichen sich alle anderen Verschiedenheiten friedlich aus, und selbst auffallende Gegensätze lassen sich harmonisch lösen. Nichts ist daher wichtiger, als daß der Grundsatz:„Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen“, nicht nur innerlich festgehalten wird, sondern auch im äußeren Leben Gestalt gewinnt. Ueberdenkt die Frau mit Ernst die Pflichten. welche ihr nach allen Seiten ihres Berufes obliegen, sowohl in praktischer, als auch in ideeller Richtung, so dürfte ihr wohl bange werden um das Gelingen ihrer besten Vorsätze, wenn sie nicht im Bewußtsein ihrer Schwäche zum Bebet ihre Zuflucht und aus diesem immer wieder nieue Kraft zum Weiterkämpfen nähme. Denn ein Kampf bleibt das Leben unter allen Umständen; mit den Widerwärtigkeiten, die von außen an uns herantreten, wie mit den Versuchungen, die unser Inneres oft genug stürmisch aufregen; mit den Fehlern anderer, insbesondere unserer nächsten Angehörigen, wie mit den eigenen— aber kein Kampf führt zum Siege, denn allein„der gute Kampf des Glaubens“. Bei der Verschiedenheit der vorangegangenen Lebensführungen und dem Altersvorsprung, welchen der Mann zu haben pflegt, werden sein Charakter und seine Eigenart zur Zeit der Begründung seines eigenen Herdes schon eine Festigkeit gewonnen haben, die keine wesenttichen Verwandlungen mehr duldet. Das noch weichere, eindruckssähigere Gemüt der Frau dagegen hängt viel mehr von den Einwirkungen ab, welche die Führung des Gatten darauf ausübt Liegt darin eine große Verantwortung für den Mann, der seine Aufgabe mit heiligem B. S c 3s Tegs 286 —.— S#. inab * 8. S 2%s * 3E S 6n Gan. 48 3. □#. * SPSDer aa sBna 2e 6 mS ma.C ∆□ Eine Senderbäre rieenzentslahrt Humoreske von Hans Tröbst-Chalandri Mein Freund Anton, von Beruf Privatdozent Naturforscher und auch sonst ein komischer Kauz, war eines schönen Tages auf den vermessenen Gedanken gekommen, zu heiraten. An sich gewiß nichts Außergewöhnliches, wenn man bedenkt, daß Anton 42 Jahre alt, wohlbegütert war und eine Weltfremoheit besaß, die selbst die freiheitlichst gesinnte Polizei als mit der Sicherheit und dem Wohl des Staates unvereinbar erklart haben würde. Die Braut, eine junge Dame im besten Alter, Assistentin an irgend einem Herbarium, besaß zwar wenig Geld, aber guten Charakter und hausliches Gemüt; die Interessengebiete waren die gleichen: also Liebe Verlobung, Hochzeit, die an einem schonen Sonnabeno nachmittag Punkt 3 Uhr feierlich begangen werden sollte. Daß Anton diesen Termin vergessen würde, stand bei allen Eingeweihten— mit Ausnahme der Braut— bombenfest, braucht also gar nicht besonders erwähnt zu werden. Zumal er am Freitag vor der Katastrophe noch einmal mit der Bayn nach seinem Häuschen, zwei Stunden von der Stadt oben am Gebirge, gefahren war um dort noch einige„äußerst wichtige Dinge" zu ordnen. Zwar hatten Mutter und Braut ihm bei der Abreise noch scherzend eingeschärft, auf jeden Fall rechtzeitig wieder zu erscheinen, aber trotz aller feierlichen Versprechungen hatte sich Anton draußen in seinem Eldoraoo so festgelesen und festgeschrieben, daß er erst am Sonnabend vormittags, bald nach elf Uhr behaglich im Bett erwachte. Dies war der Augenblick, wo es ihm plötzlich siedendheiß einfiel: Meine " Güte! Er sprang aus dem Bett. Die standesamtliche Trauung hatte er bereits verschlafen! Und die kirchliche beinahe auch! Um drei Uhr sollte er doch, wenn er sich recht erinnerte, in Lack und Frack in der Kirche stehen. Jetzt hieß es retten, was noch zu retten war. Ein Blick auf die Uhr: Erbarmen! Auch den Zug erreichte er ja kaum noch! In rasender Eile kleidete er sich dennoch an, vergaß den Schlips und stürzte wort= und grußlos an seiner nicht weiter verwunderten Eurykleia zum Hause hinaus, Richtung Bahnhof. Nochmaliger Blick auf die Uhr: Unmöglich, die zehn Kilometer zu schaffen. Halt, ein genialer Einfall! Ein Gedanke, wie ihn nur die höchste Not, die Verzweiflung gebiert: wenige Schritte entfernt lag das Maschinenhaus einer kleinen Drahtseilbahn, welche die in der Nähe geförderten Erze einer Eisengrube hoch vurch die Luft zur Bahn beförderte. Kamen die heil unten an, warum nicht auch einmal ein Mensch? Gedacht— getan! Anton eilte in das Förderhaus, erklärte dem dort gemächlich amtierenden Maschinisten— wenigstens hielt er ihn in seiner Aufregung dafür— in fliegender Hast die Lage, drückte ihm ein paar Groschen in die Hand und ließ sich dafür von Alois Kegelmeier in einen gerade leer zu Tal gehenden Eisenkorb hineinhelfen. Genauer: hineinwerfen. Der Hut ging dabei zwar verloren, aber ehe Anton noch richtig zu denken vermochte und sich über die Tragweite seiner Handlung klar werden konnte, hatte er bereits in der kleinen eisernen Badewanne die Luftreise angetreten. Glücklicherweise war er der Sachlage durchaus gewachsen. Er zog zunächst seine Uhr heraus und stellte einige Geschwindigkeitsberechnungen an.— Wenn kein Zwischenfall eintrat, erreichte er gerade noch den Zug zur Staot. Vorausgesetzt, daß das Aussteigen ebenso schnell ging wie das „Einladen". Etwas bänglich wurde ihm bei diesem Gedanken aber doch zu Mute. Schon einmal war er aus einer fahrenden Straßenbahn in Gedanken herausgefallen; eine Drahtseilbahn hatte sicher auch allerlei Mucken... Surrend sauste das Kästchen zu Tal. Es war fünf Minuten vor zwölf; um ein Uhr ging der Zug. Die Hälfte des Weges hatte Anton bereits ohne Zwischenfälle zurückgelegt. Seine anfänglichen Bedenken waren geschwunden. „Beinahe wie im Flugzeug", stellte er befriedigt fest und besah sich behaglich die Gegend. Sehr hübsch! Zum mindesten sehr originell, diese Hochzeitsfahrt....“ Fast hatte er seine gute Laune wiedergefunden. Da— plötzlich! Gerade zwischen zwei besonders hohen Masten, über einem tiefen schmalen Taleinschnitt begann sich die Geschwindigkeit merklich zu verlangsamen. Die Drähte zitterten und spannten sich, noch einmal ein leichtes Schaukeln und Schwingen... die kleine Bade wanne hielt! Genau mitten über der Schlucht. Und mit ihr all die anderen, die bisher auf der Gegenseite an Anton vorbeigesaust waren. „Hm! Sehr merkwürdig", stellte Auton leicht beunruhigt fest.„Vielleicht eine kleine Betriebsstörung. Oder Anhängen eines neuen Kasiens.“ — Anton war mit der Einrichtung einer solchen Bahn nur unvollkommen vertraut. Er saß flach auf dem Boden der Wanne, bequem zurückgelehnt, über sich den großen Drahtbügel, und nur wenn er über den Rand in die grausige Tiefe blickte, wurde ihm etwas ängstlich zu Mute. Er steckte sich also eine Zigarette an, stellte das Fehlen von Schlips und Hut fest und tat zunächst das, was auch andere Zeitgenossen bei unfreiwilligen Aufenthalten moderner Verkehrsmittel zu tun pflegen: er wartete und schimpfte leise vor sich hin:„Bummelei! Wirtschaft!“ Häufig sah er nach der Uhr, blieb aber im allgemeinen ruhig. Er konnte natürlich nicht ahnen, daß Alois Kegelmeier, der, wie schon der Name sagt, nicht mit besonderem Scharfsinn ausgestattet wor den„Meister“ nur vorübergehend zu vertre: gehabt hatte, der„eben mal einen Augenblid. gehen wollte“. Und dieser nichtsahnende Meister war kurz nach zwölf Uhr zurückgekehrt und hatte, da Sonnabenos nur bis Mittag gearbeitet wurde, die Drahtseilbahn pflichtgemäß stillgestellt. Alois aber war seines Weges gegangen,„ohne sich dabei etwas zu denken“, wie er sräter, zur Rede gestellt, aussagte. Das waren die Vorgänge hinter den Kulissen, von denen Anton natürlich noch nichts ahnte. Doch allmählich begann er unruhig zu werden. Der Uhrzeiger rückte mit Riesenschritten vor, aber die vermaledeite Bahn rührte und regte sich nicht. Die ersten Anzeichen der Verzweiflung stellten sich bei Anton ein. Er raufte sich die Haare. Dann überlegte er, ob er an dem Hänge seil zum nächsten Mast„angeln“ sollte und an diesem in die Tiefe.... lieber nicht! Dann rollte womöglich das Wägelchen los und ihm über die Finger. Anton stieß einen brüllenden Schrei aus, in höchster Qual. Das Echo antwortete ihm in Gestalt einer fernen, pfeifenden Lokomotive... Anton schlug in seiner Wanne die Hände vors Gesicht:„Aus! Aus!“ schluchzte er ein über das andere Mal. Dort fuhr der Zug ..! Keine Seele weit und breit, er allein mit seinem Schmerz in schwindelnder luftiger Höhe! Antons Seelenzustand zu schildern, ist schwer. Er lachte uno weinte abwechselnd, schrie und tobte, rüttelte an den Bordwänden und schüttelte den Drahtbügel. Den Kragen hatte er abgerissen und über Bord geworfen. Mehrmals war er drauf und dran, sich selbst hinterher zu stürzen. Das ging so bis etwa vier Uhr nachmittags. Dann gab er den Kampf auf. Nun war daheim ja doch alles vorbei. Vor seinem geistigen Auge erschienen Standesbeamter, Braut, Kirche, Pastor, Festtafel. Nur schwer besann sich Anton auf seinen Beruf als Philosoph. Nun hieß es eben warten und das Unvermeidliche mit Würde tragen. Einmal mußte doch die Bahn wieder zu laufen beginnen!„Die Leute können mich doch hier oben nicht einfach verhungern oder vertrocknen lassen“, schrie er mit dem gellenden Gelächter eines Wahnsinnigen in den Abend hinaus. Um sieben Uhr begann es zu regnen, langsam und dauerhaft, wie ein Landregen zu sein pflegt Ein Glück, daß dieser Regen kam und Anton etwas abkühlte. Anton lachte blöde vor sich hin. Die Nacht vertrieb er sich damit, das Wasser auszuschöpfen; bald gab er es auf.„So etwas habe ich mir ja schon lange einmal gewünscht", kreischte er ingrimmig.— Der Morgen kam, hell, wärmend und strahlend.„Na, nu wird's aber bald Zeit“, raste er von neuem los und wippte wie ein Affe in seinem luftigen Käfig hin und her. Da.... er gefror fast zu Eis! Beinahe wäre er über die Brüstung gefallen! Gestern war doch Sonnabend gewesen, und heute?— Was soll man weiter berichten? Anton saß auch noch den ganzen Sonntag in seiner Wanne. Wo sollte er auch anders hin? Der Hunger quälte ihn; am Abend bekam er Wahnvorstellungen, und die ganze zweite Nacht bis zum Montag früh sang, schrie, lachte und weinte er durcheinander. Er fand sein seelisches Gleichgewicht erst wieder, als er im Halbschlaf durch das Rütteln und Quietschen der Drähte geweckt wurde. Montag, 6 Uhr 30 war es, als die„Bahn“ ihen Betrieb wieder aufnahm! Nach genau Lbstündigem„Aufenthalt“. Einige Minuten später luden an der kleinen Haltestelle einige Arbeiter ein stark angefeuchtetes höchst mangelhaft bekleidetes menschliches Wesen aus, worin sie ihren Nachbarn aus dem Gebirge nur mit Mühe wieder erkannten. Dadurch blieb auch dem zufällig anwesenden Gendarmen das Einschreiten erspart. Drei Stunden später war Anton zu Hause. Er fand eine gebrochene Braut und eine weinende Mutter. Natürlich hatte der Dampfer das rechtzeitig an Bord geschaffte Hoch zeitsgepäck entführt, da man in der allgemeinen Aufregung vergessen hatte, es zurückzurufen. Die Fahrkarten waren verfallen. Nicht nur die„Hochzeitsgesellschaft“, sondern auch die halbe Stadt befand sich in der größten Aufregung über diese„sonderbare“ Hochzeit. „Komm,“ sprach Anton darauf gefaßt zu seiner immer noch schluchzenden Amalia,„komm !! Wir holen und tröste Dich. und fahren dann zu Berge!“ mir heute alles nach hinaus. In die Amalia nickte weinend Bejahung.„Aber nicht mit der Drahtseilbahn"... das war der einzige zusammenhängende Satz, den sie hervorbringen konnte. Ernst ersaßt, so erleichtert sie auch der Frau die willige Hingebung, welche sich in allen ihr Seelenheil nicht erschütternden Berührungen dem Willen dessen unterwirft, den sie als„Herrn“ anzuerkennen vor dem Altar gelobt hat. Und je mehr sie das mil Bewußtsein, nicht nur aus eigener Haltlosigkeit tut, um so zufriedener wird sick, das eheliche Leben für beide Teile gestalten. Ein starker Pfeiler des Glücks ist die Gemeinsamkeit der Interessen. Nicht immer liegt es allein an der Flatterhaftigkeit und Veränderungssucht des Mannes. wenn seine Liebe wie Strohfeuer schon nach den Fitterwochen erkaltet,— mindestens ebenso oft darf man die Schuld bei der Frau suchen, die es nicht verstand, seine Interessen zu den ihrigen zu machen. Namentlich muß die junge Frau alle Verwandten des Mannes mit aufrichtiger Herzlichkeit als die eigenen betrachten und es als einen wichtigen Teil ihres Glückes schätzen, wenn sie gern in ihren Kreis ausgenommen wird Gewöhnlich hat sie es nicht schwer mit dem Schwiegervater, der des Sohnes Wahl am vorurteilfreiesten auffaßt und anspruchslos genug ist, manch etwaiges kleines Versäumnis in den säußeren Formen mit der jugendlichen Schüchternheit zu entschuldigen, die er wie es ihm gefällt, durch Neckereien zu steigern, oder durch väterliche Güte zu besiegen sucht. Noch bequemer richtet sie sich mit ihren Schwägern ein, die ihr ritterlich entgegenkomnien, während es schon eines seinen Taktes bedarf, um die Schwestern des Mannes, besonders wenn ein recht intimes Verhältnis zwischen ihnen bestand, völlig zufrieden zu stellen. Aber am wärmsten muß das Herz der jungen Frau der Schwiegermutter entgegenschlagen, der Frau, welcher ihr Gatte nicht nur das Leben, sondern sicher auch den größten Teil der Eigenschaften verdankt, welche ihn ihr teuer machen. Ganz verkehrt ist es, wenn sie die Liebe und Berehrung, welche ihr Gatte seiner eigenen Dutter zollt, nicht zu schätzen weiß, sondern sich in kindlicher Eifersucht— die niemals aus Liebe, vielmehr stets aus Egoismus entspringt — dagegen auflehnt. Will sie sich die Liebe des Mannes nicht verscherzen, der gewiß ein umso besserer Gatte ist, je treuer er an seiner Mutter hängt, so muß sie das übliche Vorurteil gegen Schwiegermütter von sich weisen und ib die Ehrfurcht entgegenbringen, welche die Mutter ihres Gatten unbedingt zu fordern hat. Selbst in dem nicht gerade seltenen Falle, daß eine Mutter für ihren Sohn schwer zu befriedigen ist, da sie nicht allemal seinen Geschmack teilt, und die junge Frau dies empfindet, liegt es ihr erst recht ob, zu beweisen, daß ihres Gatten Wahl die richtige war und sie wohl befähigt ist, ihn zu beglücken. Wahre Güte und wahre Klugheit führen sie auf diesem Wege sicher zum gewünschten Ziele, und der Mann, welcher die beiden ihm teuersten Wesen wahrhaft liebt, lohnt mit erhöhter dankbarer Liebe die Selbstverleugnung und Sanftmut, womit sie manche kleine Demütigung ertrug. Gewiß würde sie es als eine schwere Kränkung empfinden, wenn ihre eigene heißgeliebte Mutter nicht die hohe Anerkennung und Rücksichtnahme von seiten des Mannes erführe, die sie unbedingt für sie in Anspruch nimmt— umso mehr sollte sie es als einen tief gemütvollen Charakterzug an ihm schätzen, wenn er in seiner Mutter das nachahmenswerte Vorbild für jede Frau erblickt, liebevoll darauf einzugehen und ihr alles abzulauschen und abzulernen, bis auf die chr Bereitung der Lieblingsspeisen herab, wowit sie MRAAME B55S E S8E 90— SSBR OrE! bem Gakten die Erinnerung an das Elternhaus[Fläche und die von Mutterliebe getragene Kindheit so I8 vand Wohin geht die Reise? Von F. Freundt. Kaun hat der Frühling seinen Einzug gehalten, so beginnen viele Menschen wieder Pläne zu schmieden und zu verwerfen. Wohin soll die Sommerreise gehen?„Wer die Wahl hat, hat die Qual!“ Das ändert nichts daran, daß es eine Kunst ist, seine Sommerfrische richtig zu wählen und zu genießen. Es kann hier nicht von denen die Rede sein, die im Winter in Tripolis, Aegypten oder St. Moritz waren, auch nicht von denen, die gegenwärtig wieder von den sonnigen Gefilden der Riviera zurückkehren, um anschließend in Karlsbad, Nauheim oder Kissingen die Zelte der vergnüglichen Erholung aufzuschlagen. Wird es dann Sommer, so fahren sie an die See oder in die Alpen. Der Herbst wird dann in Wiesbaden oder in Italien verbracht. Für diese kleine Menschenklasse ist die Wahl der Sommerfrische meist nur eine Frage des Geldbeutels und eine Fortsetzung des gewohnten Lebens an anderen Orten. Diese Sommerfrischler verbrauchen in der Regel viel, sehr viel Geld, aber trotzdem sieht kaum je bei ihnen so leuchtende Freude aus den Augen bei der Abreise und beim Wiederkommen, wie bei den Urlaubs= und Ferienreisenden. Bei ihnen vermißt man oft die günstige befreiende Wirkung, die Umstimmung des Gemüts und die gesundheitliche Erholung, die eine vollständige Aenderung der Umgebung und Lebensweise mit sich bringen kann und soll. Wer wissen will, was eine Sommerreise leisten kann, der erinnere sich einmal an den Ausflug einer Schülerschar im vorigen Jahr, die nur acht oder vierzehn Tage nach einer bescheidenen Erholungsstätte wallfahrte. Schon auf der Fahrt waren es ganz andere Menschen. Die Freude und Erwartung der kommenden Herrlichkeiten leuchtete ihnen aus den Augen: Kaum waren sie an ihrem Reiseziel angekommen, so bemächtigten sie sich ihres Gebietes. Mit jugendfrischem Eifer wurden Haus, Stall und Garten, Wald und Feld und alles was kleucht und kreucht, aufmerksam in Augenschein genommen. Jeder Tag brachte neue Entdeckungen. Ein Vogelnest, ein Hase oder gar ein Igel erfüllten das Gemüt für den ganzen Tag, und mußte endlich die Heimfahrt angetreten werden, so schieden sie wie aus einem Paradies, und die wenigen Tage leuchten ihnen noch jetzt in freudiger Erinnerung. Darum: Wer reisen will, nehme sich die Kinder zum Beispiel.„Werdet wie die Kinder!". Das sei der Mahnruf, den jeder Urlaubs= und Ferienreisende beherzigen möge. Wer den größten Teil des Jahres mit einer Beschäftigung zubringen muß, die sein Gemüt nicht voll befriedigt, seine Kräfte übermäßig anspannt, sie in bestandiger Unruhe erhält, muß ein= oder zweimal im Jahr eine Zeit haben, die ihn von allem befreit, was ihn im Laufe des Jahres beschwert. Die große Mehrzahl der Menschen, und auch solche, die ihren Beruf lieben und sich darin wohl fühlen, leiden darunter, daß sie meistens nicht das tun dürfen, was sie gern möchten. Alle Behinderungen und Störungen summieren sich schließlich und rufen jenen Zustand hervor, den man je nach Grad und Form als Nervosität, Abspannung oder schlechte Laune bezeichnet. Davon befreit nur eine Zeit, in der sich jeder seinen Neigungen nach eigenem Wunsche hingeben kann. Daraus ergibt sich aber auch, daß bei der großen Verschiedenheit der Neigungen jedem die Wahl dessen überlassen werden muß, was er mit seiner freien Zeit anzufangen gedenkt. Von solchen Erwägungen, daß man frei und ungezwungen nach Art der Kinder seinen Neigungen leben darf und will, muß in erster Linie die Sommerfrische abhängen. Wer es sich leisten und wer sich nun einmal von einem gewissen Luxus nicht frei machen kann oder will, wer den gesellschaftlichen Verkehr nicht missen kann, wer zudem Freude hat an der Beobachtung des internationalen Lebens und Treibens, der mag immerhin jene hocheleganten Kurorte aufsuchen. Die große Mehrzahl der Erholungsbedürftigen sucht aber eine andere Umgebung. Siie hat das Bedürfnis nach Ungezwungenheit, nach Nitur und Muße. Einmal will jeder allein und sich selbst gehören. Unter solchen Umständen ist die Frage: See, Gebirge oder ein anderer ruhiger Ort leicht entschieden. Die erfrischende Wirkung des Gebirges und der See auf die erschlafften oder überempfindlichen Nerven der Städter ist bekannt. Aber dem einen wird die grenzenlose der See, die Einkönigkelt der Dünenketten bald langweilig, der andere fühlt sich durch die Berge beengt und vedrückt. Doch, so eigentlich faulenzen kann man fast nur an der See In die Berge dagegen gehören eigentlich nur solche Leute, die gehen wollen und können. Es ist gewiß ein großes Glück und entspricht einem wahren Bedürfnis, das uns durch die heutigen Verkehrsmittel so leicht ermöglicht wird, einmal auszuspannen und uns an der Natur zu erfreuen. Man soll sich nur darüber klar sein, daß das, was man aufsucht, die Natur sein soll, daß man sich von Zwang und Alltagsleben befreien will. Es ist daher sinnlos, jede Unnatur städtischen Lebens in die Sommerfrische mitnehmen und verpflanzen zu wollen. Mögen die Modekurorte immer prunkvollere Hotels bauen, für die große Zahl der Erholungsbedürftigen ist weder eine große Halle, noch ein Diner mit soundsoviel Gängen, noch ein Reger als Türhüter Bedürfnis. Wer wirklich Genuß und Nutzen von seiner Sommerfrische haben will, sollte sich daher lieber die munteren und bescheidenen Scülerscharen als die verwöhnten Großstadtmenschen zum Muster Wswrs. Das Krankenbett Von L. Hansen. Bei Kranken, die längere Zeit das Bett hüten müssen, kommt es recht häufig vor, daß sich an Stellen des Körpers, die einem dauernden Druck ausgesetzt sind, wunde Stellen bemerkbar machen. Sie liegen sich durch, sagt man. Ganz besonders oft ist das der Fall, wenn der Patient sehr stark abmagert, oder seine Herztätigkeit sehr schwach ist. Das Wundwerden ist die Folge einer mangelhaften Blutzirkulation in der Haut und kann sogar zum völligen Absterben begrenzter Partien führen. Man darf diesen Zustand niemals unbeachtet lassen, weil damit nicht nur Störungen, Unbequemlichkeiten und Schmerzen für den Kranken verbunden sind, sondern auch leicht Blutvergiftung entstehen kann. Es ist schon daher dringend notwendig, dem durch geeignete Maßnahmen vorzubeugen, eine Aufgabe, die bei genügender Sachkenntnis fast immer erfolgreich durchgeführt werden kann. Am häufigsten liegen sich durch: der unterste Teil des Rückens, die Fersen, die Schultern und die Ellenbogen, also die Stellen, an welchen Knochen und Bettunterlage nur durch eine dünne Weichteilschicht getrennt sind. Häufiges Schwitzen, Durchnässen der Haut und ein hartes, unbequemes Lager, wirken fördernd ein. Es ist daher vor allem darauf zu achten, daß das Lager keine Falten aufweist. Alle Brotkrümchen sind sorgfältig zu entfernen. Zeigt sich bei dem Kranken, der bereits längere Zeit im Bett zugebracht hat, irgendwo auch nur die geringste Rötung in Form eines kleinen roten Fleckens, so muß er so gelagert werden, daß die betreffende Stelle für die nächsten Tage keinen Druck auszuhalten braucht. Ein häufiges Waschen der in Frage kommenden Hautpartie mit Essigwasser oder Zitronensaft verhütet in den meisten Fällen ein Durchliegen. Das Bett darf nicht hart sein, es muß immer für eine elastische Unterlage gesorgt werden. Dazu eignen sich vorzüglich die Stahlspiralenfedermatratzen. Darauf kommt eine Roßhaarmatratze, am besten eine dreiteilige, die man beliebig auswechseln kann. Ist man dazu nicht in der Lage, so genügt auch ein nicht zu fest gestopfter Strohsack, der alle drei bis vier Tage gehörig aufgeschüttelt und nötigenfalls nachgefüllt werden muß. Vorteilhafter ist es, auf das Unterbett eine Gummiunterlage zu legen und dann erst das Bettuch straff darüber zu spannen. Man ziehe im Laufe des Tages das Bettlotzen östers gerade und erneuere es, wenn es naß geworden ist. Hat sich der Kranke dennoch wund gelegen, so muß man ihn auf Gummikissen lagern. Es sind deren verschiedene zu haben,— rund, eckig. für Rücken, Arm, etc. Die wunde Stelle kommt auf den im Luftkissen befindlichen Ausschnitt und wird dadurch von jedem weiteren Druck befreit. Noch besser ist die Lagerung auf ein Wasserkissen, sobald sich die erste Rötung gezeigt hat. Die durchgelegenen Stellen sind sorgfältig sauber zu halten, indem man sie häufig mit lauwarmem Wasser wäscht, dem man ein schwaches Desinfektionsmittel zugesetzt hat. Sind die Wunden gereinigt, so bedeckt man sie mit Salbeläppchen. Auch dann, wenn die Stellen wieder heil sind, soll man den Kranken nicht gleich wieder darauf liegen lassen, denn die betreffende Hautpartie ist noch pflegebedürftig und wenig widerstandsfähig. Daher warte man bis zur vollkommenen Genesung. eeindern dürfte Die Wäsche im Hause Von Meta Kasten. Der Hauch der Poesie des Wäscheschrankes ist zwar mehr und mehr im Entschwinden, seit die Frauen mit Spindel und Spinnrocken nicht mehr selbst den köstlichen Inhalt, den schimmernden, schneeigen Lein, schaffen und mehren. Aber der„reinlich geglättete Schrein“ ist auch in unseren Tagen noch jeder Hausfrau Stolz und Freude, wenn sich ihre Tätigkeit auch darauf beschränkt, den Schatz, den er birgt, durch Fleiß, Sparsamkeit und Sauberkeit zu erhalten. Freilich eine recht nüchterne Arbeit, die in den meisten Fällen sogar äußerst mühselig ist, bringt diese Tätigkeit mit sich:„die im ganzen Hause gefürchteten Wäsche!" Die Hausfrauen auf dem Lande und in der kleinen Stadt haben wenigstens alle Bedingungen, die einen Erfolg der Arbeit sichern, Rasen zum Bleichen, einen staubfreien Platz zum Aufhängen der nassen Wäsche und andere Bequemlichkeiten, die in der Großstadt sämtlich fehlen. Allein auch in den mittleren Städten sind die Hausfrauen bereits vielfach gezwungen, die Wäsche auf dem Boden zu trocknen, wo Staub und Ruß nicht selten das verderben, was Sorgfalt und Mühe erreicht haben. Die Wäscherinnen wissen davon ein Lieo zu singen. Mehr und mehr bürgert sich daher in den städtischen Haushaltungen die Sitte ein, die Wäsche den Waschanstalten oder Berufswäscherinnen zu übergeben. Fraglos erhält man hier die Wäsche in tadellos sauberem Zustande zurückgeliefert, und der Vorwurf, daß Gegenstände, die man außer dem Hause waschen läßt, nach kürzerer Zeit reißen und fadenscheinig werden, als wenn man sie selbst behandelt, dürfte sich bei der gerechten Beurteilung in den meisten Fällen als nicht stichhaltig erweisen. Nur ein Einwand wird sich niemals widerlegen lassen. Die Wäsche im Hause ist sparsamer, und solange die Hausfrauen die Sparsamkeit als eine ihrer Haupttugenden angesehen haben wollen, wird auch im Hause gewaschen werden. In kinderreichen Familien oder überhaupt in Familien mit Kind sich die Ersparnis sicher lohnen. Es ist zu verwundern, daß in den städtisch bürgerlichen Haushaltungen die Waschmaschine noch verhältniemßig wenig Eingang gefunden hat, und doch gibt es kein Mittel, das die mühevolle Arbeit des Waschens in höherem Maße erleichtert, als die Benutzung einer solschen. Eine Waschmaschine ist nicht billig, und das ist gewöhnlich der Grund, daß man sich ohne eine solche behilft. Bedenkt man aber, wieviel Luxusgegenstände oft für die Einrichtung einer Wohnung angeschafft werden, Teppiche, Büfetts, teure Fenstervorhänge usw., so sagt man sich, daß, wo für dergleichen Geld vorhanden ist, auch die Anschaffung eines so nütze lichen Gegenstandes wie es die Waschmaschine ist, ermöglicht werden müßte. Die Maschine übernimmt nicht nur den mühevollsten Teil der Arbeit des Waschens, indem sie das Reiben mit der Hand unnötig macht, sie kürzt das Verfahren auch in so bedeutendem Maße ab, daß die dadurch erzielte Ersparnis nicht hoch genug in Anschlag gebracht werden kann. Sie ist die billigste„Waschfrau“, die man im Hause haben kann, ja, sie ersetzt eine solche wohl ganz und gar. Tazu kommt noch, daß ihre Arbeit die Wäsche viel weniger angreift, als die Behandlung des Reibens mit der Hand. Man frage nur einmal in Familien nach, die beide Methoren erprob: haben und sich ein sicheres Urteil bilden konnten. Ebenso empfehlenswert ist die Benutzung der Wringmaschine, die wohl auch selten in Haushaltungen fehlt, wo die große Wäsche einen Teil der hausmütterlichen Pflicht ausmacht. Auch ihre Anwendung bedeutet eine Ersparnis an Zeit und somit auch an Geld. Da sie das Wasser vollkommener herauspreßt, als man es beim Auswringen mit der Hand erreichen kann, so trocknet die Wäsche leichter und schneller, was namentlich an Wintertagen von großem Vorteil ist. Außerdem wird die Wäsche auch reiner und weißer, weil das trübe Spülwasser gründlicher als bei der Handarbeit entfernt wird. Ein dritter und ein Vorzug von ganz besonderer Bedeutung ist es, daß der Gebrauch der Wringmaschine die Wäschegegenstände ungemein schont. Nichts macht die Wäsche leichter schadhaft, als das Zerren und Gedrehtwerden, wie es das Auswringen mit der Hand mit sich bringt. —2.— Auch Männer sind schwach Man hält zwar im allgemeinen die Frauen für abergläubischer als die Männer, aber das sogenannte stärkere Geschlecht ist auch in diesen Dingen mindestens ebenso schwach wie dus an