ug nv ge ua u ug uas u un an n n u ga an sg n sng gun g . anan ag g u u uu u uonu an pvug ug n) . n lon inn na 9 o bu n abasuo ug a j) bon sn g quahpa bi n g pnv pi 988 sn g un sg uuui n övu ilo ua g uga s ug nag wa 88 s i sun uwaaug u u bunpu ngun u uun uuug guupu n ng bunva u — u sj a 8 9 u n bus ) s su g uploh s — 44 verzeichnis belehrt uns, daß nicht nur die Reichen, sondern auch die winder Bemittellen durch milde Stiftungen dem Kloster zur Hülfe kamen. Im Jahre 1804 wurde das Kloster durch den damaligen Landesherrn, den Landgrafen von Hessen=Darmstad., aufgehoben und in eine Koserne für die Truppen umgewandelt. Den Minoriten wurde das Kapuzinerkloster zu Rüthen überwiesen, das sie am 6. April bezogen. VI. Zeichen eines eifrigen kirchlichen Lebens innerhalb der Mauern lons waren auch die alten kirchlichen Bruderschaften: I. Vom Kaland haben wir bereits gesprochen. Abgesehen von der oben besprochenen Eigenart der Briloner Kalandsverbrüderung wurde er aber auch seiner eigentlichen Aufgabe gerecht, die vor allem in der Fürbitte für die Lebenden und Abgestorbenen der Bruderschaft, in der Unterstätzung der Armen, in der Abhaltung des Gottesdienstes an bestimmten Tagen und anderen guten Werten bestand. Dies beweisen uns besonders die Statuten von 1383. 2. Die Jacobusbruderschaft. Wir haben bereits gehört, daß Johann von Hoppecke 1486 der Jacobusvikarie und der gleichnamigen Bruderschaft seinen Hof in Nehden schenkte. 3. Die Rosenkranzbruderschaft. Sie ist urkundlich erwähnt im Jahre 1644. Am 11. November d. Is. erklären Bürgermeister und Rat, daß der verstorbene Richter Matthaeus Höingh eine ihm von der Stadt geschuldete Obligation von 50 Thl. der Fraternität„Rosarii Beatæ Mariæ semper Virginis" vermacht habe(Pfarrarchiv). 4. Bruderschaft zu Ehren des hl. Geistes und des hl. Jodocus. Die beiden Bruderschaften bestanden in dem Hospital am Markte. Sie werden erwähnt in einer Urkunde aus dem Jahre 1431, in welcher sie durch den Briloner Stadtrat genehmigt werden(Wigands Archiv. Bd. V). VII. Ich würde etwas sehr Wesentliches übersehen, wenn ich nicht der großen Opferwilligkeit gedenken wollte, welche Brilon in der Errichtung eines katholischen Gymnasiums gezeigt hat. Nach dem Abzug der Minoriten war Brilon ohne höhere Knabenschule. Die damaligen schlechten Finanzverhältnisse der Stadt machten es unmöglich, für Ersatz zu sorgen. Da kam der achtzigjährige Vikar ad. s. Jacobum, Bernhard Brökeler, zu Hülfe. Er stellte tenamentarisch aus seinem und seines Bruders Vermögen einen Fonds von 12000 Athl. zur Errichtung einer höheren Schule zur Verfügung und fügte, falls der Konig die alten Minoritenräumlichkeiten ihrem ursprünglichen Zweck wieder zuruckgeben würde, für die Unterhaltung des Kirchendienstes 400 Rthl. und die Reparatur und Einrichtung der Gebäude zu einem Gymnasium 1000 die Krostere.e König willfahrte der Bitte der Briloner und gab nicht nur liche Zu und Kirchengebäude frei, sondern stellte außerdem noch eine jährder LehreAthl. aus den westfälischen Schulfonds zur Besoldung wurden durch das cht. Aus den Einkünften der Brökeler'schen Stiftung und ad s. Alovs neralvikariat die beiden Benefizien ad s. Bernardum kirche noch beigesn gebl de., dem die Vikarie ad s. Jacobum an der PfarrBenefizien bildeten an. Sibertz, Wests. Beiträge Bd. 2, S. 445). Diese leisteie einen jährlichen Buend für die Gehälter der Lehrer. Die Sadt zur zwei Klassen; 183" 200 Talern. Anfänglich hatte die Anstalt Da die Schülerzahln dürden diese auf 4 und 1841 auf 5 Klassen erweilerr. handen— so trat di. wuchs— 1850 waren bereits 103 Schüler vorGenehmigung zum Ausbausan den Minister heran mit dem Antrag, die Verfügung vom 14 apan ds2 Smasiums zur Vollanstalt zu geben. Durch Juli 1857 wurde diese erteilt. Die jährlichen Mehrkosten — 45— betrugen ungesähr 3800 Taler, welche zum Teil aus den Zinsüberschüssen der städtischen Sparkasse und dem Schulgelde aufgebracht wurden. Der Magistrat wandte sich am 10. September 1857 an die Bischöfliche Behörde zu Paderborn mit der Bitte, ihm einen geeigneten geistlichen Direktor und einen geistlichen Lehrer für die Unterprima anzugeben. Stiftungsgemäß sollte das Direktorat stets von einem katholischen Theologen geführt werden. In dem Klostergebäude wurden für fünf geistliche Oberlehrer angemessene Wohnungen eingerichtet. 1857 setzte man die Unterprima auf, sodaß die Stadt am 20. Oktober 1858 die Eröffnung der Vollanstalt feierlich begehen konnte.— Das Gymnasium hat sich im Laufe der Zeit zu einer blühenden Anstalt entwickelt, die sich den anderen höheren Anstalten Westfalens ebenbürtig an die Seite stellen kann. Es ist sicher ein Ruhmesblatt in der Geschichte der Stadt Brilon, daß sie keine Opfer gescheut hat, das Gymnasium zu gründen und zu erhalten, und zwar ein Gymnasium, an dem stets, der Intention der Stifter und der Stadt entsprechend, ein echt kirchlicher Geist herrschte und die Schüler zu treuen Kalholiken erzogen wurden. Das beweist vor allem die große Zahl der katholischen Geistlichen, die aus den Abiturienten des Briloner Gymnasiums hervorgegangen sind. Im Jahre 1908, als die Anstalt ihr fünfzigjähriges Jubiläum feierte, belief sich die Zahl bereits auf 391. Dazu kamen noch 66 Studierende der Theologie. VIII. Ergebnis. Es war nicht meine Aufgabe, eine systematische Darstellung der Briloner Kirchengeschichte zu geben; sonst hätte ich noch vieles andere erwähnen müssen. Es kam mir nur darauf an, diejenigen Tatsachen hervorzuheben, welche einem bestimmten Zwecke, der diesen Aufsatz veranlaßt hat, dienen sollen. Zur besseren Uebersicht fasse ich noch einmal die Ergebnisse meiner Untersuchung kurz zusammen: Brilon ist eine der ältesten Städte Westfalens, und die Einrichtung seines Kirchenwesens reicht zum mindesten zurück in die Zeit Karls des Großen; vielleicht aber hat Brilon schon vor Karl durch Soest das Christentum erhalten. Die Folge dieser uralten geistlichen Verwandschaft zwischen Soest und Brilon war die Inkorporation der Briloner Kirche in das Patroktusstift durch den Erzbischof Reinald von Dassel. Entsprechend der Größe und Bedeutung der Stadt— nach dem Abfall der Stadt Soest die Hauptstadt des Herzogtums Westfalen— entwickelt sich auch ihr Kirchenwesen und ihr kirchliches Leben. An der Pfarrkirche wirken neben dem plebanus bereits im 13. Jahrhundert 2 Kapläne und verschiedene Altaristen. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts werden außer den Kaplänen 4 besetzte Altarbenefizien namhaft aufgeführt. Es folgen die später gegründeten Vikarien ad s. Jacobum, s. Rochum, s. Annam, s. Matthæum. Alle diese Benefizien sind gestiftet und dotiert von Briloner Bürgern oder Geistlichen, die aus der Bürgerschaft hervorgegangen sind, und liefern somit einen glänzenden Beweis für die Mildtätigkeit und den kirchlichen Sinn derselben. Dasselbe bekunden uns der Bau der Nikolaikirche in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und die in dasselbe Jahrhundert fallende Stiftung des Hospitals zum hl. Geist, das von einem geistlichen Rektor geleitet wurde, sowie die 1551 geschehene Gründung des Marienhospitals für Stadtarme. Im Filialverhältnis stehen die Kapellen zu Altenbrilon, Kefflicke und Düggeler, welche bis instiefe Mittelalter von eigenen Geistlichen bedient wurden. Die Bedeutung Brilons und sein Einfluß auf die Nachbarpfarreten, sogar auf die, welche unter Paderborner Jurisdittion standen, zeigen sich des in der oben dargestellten Geschichte des Briloner Kalands. Brilon entziehlzsich s pu uang un un uu sg auhvusn un s nv un 5 gu joja n un u un buua n2 s avg buusb a aqv unu wva sv maa su 8 uubus g u uh u u uuv ail avg al obunla „n" ug un ag pjanus suv - u sgun n iu u aa u apyloplina 881 a un sig van alu aaaguv guahpa su uh ugwa u u u zun wh buvjuopaa a uguo „ bu" gu . unvg. a ung ga h ug sn ubu gunaug 9 g wbgna u n s un ua s uaba ag no u s subg u ug j u aua Sjuuvagus u n a u — 2y— 8 a 8 uba j n n agu . ag g g g u u pa ua unahom nu . u goo uaa g uog vu uoa g ju a uu jan u bbg gun g ug g ug 9 uv a do on bun ug uhabus j s aoa n uagua n pju pan u gun ag sno pju . u nn gel uh g gun 890 aag u auyo 3V— — 46— 43 nicht nur der Machtsphäre des Mescheder Dekans, sondern fühlt sich auch mächtig genug, die Gründung eines neuen Dekanats unter seiner Leitung anzustreben und gewinnt für diesen Plan auch die oben genannten Pfarreien. Dem Eindringen des Prolestantismus hat sich Brilon lange mit Erfolg widersetzt, und als endlich während der Truchseß'schen Wirren das Luthertum, begünstigt durch den Bürgermeister Jacobs und den Stadtschreiber Kropf sowie einige andere einflußreiche Persönlichkeiten, seinen Einzug in die Stadt hält, da bleibt der größte Teil der Bevölkerung dem alten Glauben treu, trotzdem die katholische Herde fast ein ganzes Jahr des geistlichen Fährers entbehren muß. Wie entgegenkommend zeigen sich später Bürgermeister, Rat und Burgerschaft den Minoriten gegenüber! Die zahlreichen Zuwendungen, Stiftungen und Legate, welche dem Orden gemacht wurden, bekunden wiederum den schon an anderen Stellen erwähnten mildtätigen und kirchlichen Sinn unserer Vorfahen, wie anderseits eine Reihe kirchlicher Bruderschaften uns einen Beweis bietet für den echt christlichen Geist, der in der Bürgerschaft herrschte. Alle die sich für das Ideal der kath. Jugenderziehung begeistern, müssen es sich dankbar anerkennen, daß Brilon unter den schwersten Opfern ein kath. Gymnasium mit einem geistlichen Direktor ins Leben rief und bis auf den heutigen Tag trotz der Ungunst mancher Zeitläufte unterhalten hat, eine Anstalt, die der Kirche und dem Staate reichen Segen gebracht und die Hoffungen, welche man auf sie gesetzt hatte, vollauf erfüllt hat. Es wurde sicher von der Briloner Kirche schmerzlich empfunden, daß sie auf Grund der Bestimmung der Bulle„De salute animarum" ihren geistlichen Oberhirten, unter dessen treuen Obhut sie so lange gestanden hatte, verlassen mußte. Aber sie hat sich im Gegensatz zu anderen Pfarreien des Sauerlandes willig gefügt und dem neuen Hirten steis dieselbe Treu und Anhänglichkeit bewiesen, welche sie über ein Jahrtausend dem Kölner Erzbischof bekundethalte. der Pfarrei Winterberg. Von Dechant Schrepping, Winterberg. (Fortsetzung). Die kirchliche Statistik weist für diese Zeit durchschnittlich 38 Taufen und 31 Sterbefälle für jedes Jahr auf. Die fünf unehelichen Geburten des Jahres 1867 stellen dem sittlichen Empfinden des Volkes um jene Zeit gerade kein gunstiges Zeugnis aus. In diesem Jahre hielt sich die Zahl der Taufen und Sterbefälle mit 38 gerade die Wage. 1868 forderten Auszehrung und Schwindsucht allein 12 Opfer. Auch der Unglücksengel hielt wieder Ernte. Der Korbmacher und Musiker Simon Lacherin aus Lyon, Ehemann und Vater von 3 minderjährigen Kindern, fand im 27. Lebensjahre am 30. Januar 1867 auf der Astenberger Landstraße seinen Tod durch Erfrieren im Schnee. Die Leiche wurde in den Turm der Pfarrkirche gebracht und nach der gerichtlichen Untersuchung am 6. Februar bestattet. In demselben Jahre ertrank das zweijährige Kind Johannes Jakob Wahle=Hollen. 1870—1880. Was lange und bange befürchtet war, trat gegen Beginn dieses Jahres leider ein. Pfarrer und Dechant a. D. Jakob Joseph Auick, dessen Geburtsjahr (1786) noch in die Zeit Friedrich des Großen zurückreicht, der langjährige Hirt wurde seiner Herde in der Mittagsstunde des 10. Februar entrissen. Allgemein war die Trauer und Teilnahme, war doch der Verstorbene 51 Jahre VI. Gebhard hatte gerade im Herzogtum Westfalen für seine lutherischen Bestrebungen die eifrigste Unterstützung gefunden, sodaß er sich, trotzdem das Domkapitel ihn abgesetzt und auch der Kaiser und der Reichstag zu Frankfurt sich gegen ihn erklärt hatten, doch noch längere Zeit gegen seinen Gegner, Ernst von Bayern, halten konnte. Es darf uns daher nicht wundern, daß noch lange nach seinem Abtritt von der Bühne der Weltgeschichte die Unruhen und Wirren, welche er über das Land gebracht hatte, nachwirkten, und dies um so mehr, als die berufenen Wächter, die zahlreichen Possidentenklöster— eine rühmliche Ausnahme machte das Prämonstratenserkloster Wedinghausen— und manche Seelsorgegeistliche im Kampfe gegen die Neuerung ihre Pflicht versäumten. Datraten die Mendikantenklöster in die Bresche, die bis zum Anfang des 17. Jahrh. noch keine Niederlassung im Herzogtum Westfalen gehabt hatten. Seit 1637 wurden die Franziskanerklöster zu Attendorn und Geseke, das Minoritenkloster zu Brilon und die Kapuzinerköter zu Marsberg, Rüthen, Werl und Beemschede nacheinander gegründet. Dese Klöster haben das große Verdienst, zur Restaurierung, Neubelebung und Festigung des katholischen Lebens im Herzogtum Westfalen durch Predigt, Katechese und Beichthören wesentlich beigetragen zu haben. Den drei erst Genannten fiel noch die besondere Aufgabe zu, der studlerenden Jugend in den fünf untersten Klassen den Gymnasialunterricht zu erteilen. Der Plan, in der Stadt Brilon eine Minoritenresidenz zu gründen, ging von dem P. Henricus Gruber aus, der aus Östinghausen bei Soest stammte. Nach erfolgreichen Verhandlungen mit der Stadtbehörde gaben die Ordensobern und die Landesbehörde ihre Genehmigung zur der Niederlassung, sodaß am 13. Oktober 1653 P. Friedericus Stemmer und Laienbruder Marcus Meister die Ordensresidenz beginnen konnten. Dem Orden wurde die damalige Nikolaikapelle überlassen. Diese war durch die Bürgergerschaft restauriert und am 28. November 1645 durch den Paderborner Weihbischof Bernhard Frick zu Ehren des hl. Nikolaus und der heiligen Martyrer Albinus und Albanus neu konsekriert worden. Sie stand nicht auf dem Platze der heutigen Nikolaikirche, sondern weiter herunter in der Kapellenstraße, wo die eine Ecke ihrer Mauer bis zu dem jetzt noch sichtbaren Springe reichte. Als im Juni 1655 der damalige Provinzial Honorius von der Ehren zur Visitation kam, wurde der Aufnahme=Vertrag mit der Stadt revidiert und in diesem und jenem Punkte zu Gunsten des Ordens geändert. In Art. 7 wurde letzterem gestattet, nicht nur in Mobilien, sondern auch in Immobilien Geschenke und Legate anzunehmen, die er allerdings nach einiger Zeit wieder an die Verwandten oder an sonstige weltliche Personen verkaufen mußte; die auf diesen Immobilien ruhenden Lasten sollten bis zur Wiederveräußerung vom Orden getragen werden. Auf das segensreiche Wirken der Minoriten in Brilon kann hier nicht weiter eingegangen werden; darüber unterrichtet uns die Ordenschronik, die in der 2. Aufl. von Seibertz 1891 im Verlage M. Friedländer, Brilon, herausgegeben wurde(Jetzt im Verlag Hans Albrecht in Brilon). Der Liber Memorabilium enthält in 7 Abt. die Geschichte der Briloner Minoriten bis zu ihrem Abzuge im Jahre 1804 und legt Zeugnis ab von der großen Wohltätigkeit der Briloner Bevölkerung gegen den Orden. So schenkten z. B. der Bürgermeister Wichartz und seine Frau, die kinderlos waren, zum Bau der neuen Nikolaikirche(eingeweiht 1782) 14000 Taler. Alles Eisen stellten die hiesigen Eisengewerkschaften, besonders die Gewerke Ulrich und Kropf zur Verfügung.— Ein Einblick in das Memorien