Nr. 3. Samstag, den 31. März 1923. er vom ahlen Astenberg Monatsbeilage zur Sauerländer Zeitung. Druck und Verlag von Hans Albrecht, Brilon. Ruhrkinder Österwunsch O Premier Poincare Wann gibst du den Befehl zum„re“? Wonach schon lang gesehnt uns haben Wir Mädchen klein; und auch die Knaben, (Von diesen wissen wir bestimmt Daß sie derselben Meinung sind.) Vergiß doch ja die Schwarzen nicht Uns bangt vor ihrem Angesicht. Der Kampf auf Leben oder Tod Vergrößert doch nur unsre Not Die dir zu schildern wohl unnötig Dein Heer wär dazu schon erbötig. Genug hast du auch schon erfahren Daß hier sind keine Ruhr-„Barbaren“ Denn unsere Brüder, unsere Väter Sind wirklich keine Missetäter Sie wollen Tag und Nacht ja Kohlen Für Deutschland und für Frankreich holen. möchten sie es ohne Zwang Wie sie's gewohnt ihr Leben lang. Und Deutschland will auch gern bezahlen So weit es geht, doch ohne Qualen Für jetzt und auch für spät're Zeit Auf Basis von Gerechtigkeit Verpflichtet sich zu sich'ren Pfändern Genüber den Entente=Ländern. Auch wir, wir wollen dir versprechen Und niemals unser Wort je brechen Daß wir bezahl'n den letzten Rest Wenn unser Können stehet fest Es mögen alle großen Staaten Mit dir gemeinsam doch beraten. Wir bieten an uns dir als Pfand Wir Kinder aus Westfalenland. Verscheuch— Frankreich Angst und Haß Schich uns den lieben Österhas Und laß ihn freudig uns verkünden Erlaß vermeintlich deutscher Sünden Auf daß das Auferstehungsfest Für ewig wird uns Friedensfest ür Frankreich ebenfalls nicht minder ies wünschen ehrlich deutsche Kinder. Nie— nie hat einig uns das Glück gesehn! So muß uns denn das Leid zusammenschweißen Zu einem Ring, den nichts, nichts kann zerreißen! Kein Klagen mehr!" Geschehn ist, was geschehn! Nur laßt uns jetzt— ein Mann— zusammenstehn! Nicht Zwist noch Zwietracht darf im Blut uns kreisen. Wehrlos die Hand, allein ein Herz von Eisen! So lasset uns dem Tag entgegengehn! Denn einmal kommt er doch, der Freiheit Tag, Wie auch der Feinde Haß uns dräuen mag! Nur, deutsches Volk, bleib' Eins! Und bleib' dir treu! eienn dich zu dir selber sonder Scheu! ein Lerz glüh' untrennbar zusammen! Vann steigst, ein Phönix, du doch aus den Flammen. Margarete von Gottschall. Aus„Trutznachtigall“ Nr. 1 u. 2. Geschichtliche Nachrichten über Brilon sowie über die untergegangenen Oetschaften und Einzelhöfe. Antnommen aus dem in unseren Verlag übergegangenen schichtlichen Nachrichten von Oberlehrer Christoph Becker, zweite umgearbeitete Auflage von Franz Jos. Niemann, aus denen wir auszugsweise einige Kapitel veröffentlichen werden. Brilon als Ort ist sehr alt und reicht hinauf in die graue Vorzeit der Geschichte unseres Landes. Die Gründung der Stadt und die Zeit der ersten Entwicklung ist in Dunkel gehüllt. Aber schon verhältnismäßig früh wird Brilon urkundlich erwähnt. Im Jahre 973 bestätigt Kaiser Otto II. Der westfälische König von Corsika. 3 Nach alten Aufzeichnungen bearbeitet Peter Werland. bereits genannte Anton v. Neuhoff war unter Christoph Vernard von Galen fürstbischöflich münsterischer Gardehauptmann. en in Bis an der Maas(gwischen Lhich und Wanst hart „Mesalliance" so viele Unannehc und hatte wegen dieser Bewandten auszustehen, daß er es vorzog, seine Heimat zu verlassen. Er wurde später Komman ant eines Forts bei Metz und lebte dort im schönsten Familienglück mit seiner Gattin, die ihm wei Kinder schenkte. Das älteste davon war der 1686 geborene Theodor Stephan, dessen merkwürdige Lebensschicksale im weiteren behandelt werden sollen. Mit Theodor v. Neuhoff beschäftigt sich eine große Zahl von Abhandlungen und Werken. Varnhagen von Ense, der sich in einem außerordentlich fleißigen Aufsatze mit ihm sehr eingehend befaßt, zählt schon am Schlusse dieses 1845 erschienenen Werkes nicht weniger als 10 deutsche, 13 französische Werke, 1 englische und 1 italienische Abhandlung, zusammen also 25 Werke auf, die Neuhoff je nach ihrer Art gut oder schlecht behandeln, ihn als ein Genie oder einen gewissenlosen Abenteurer hinstellen. Denn wenn auf jemanden, so paßt auf ihn das oft zitierte Wort Schillers er Wallenstein: „Von der Parteien Gunst und Haß verwirrt, :Schwankt sein Charakterbild in der Geschichte.“ Jarnhagen fügt jedem dieser Werke eine kurze Charakteristik Die einmal das bestätigen, was sich in der zweiten Auflage des lexischen und romantischen Westfalen" über Neuhoff findet: Quellen über das Leben Theodors sind zumeist französischen pod de geigen hir woiß ien gengen ier eiten gugieste Lichte, als er es verdient, weil es ja die mit der Republik enua verbün ete französische Macht war, welche er auf Corsika derampfte. So ist dann die Vorstellung, welche man sich gewöhnlich on ihm macht, auch wohl eine gefärbte, und jedenfalls ist in dieManne eine ganz außergewöhnliche Tatkraft, eine bewunErungswürdige Intelligenz und die Unerschöpflichkeit an Mut und Slostvertrauen in der Auffindung neuer Mittel zum Zweck anzuMennen." Andererseits aber erkennen wir daraus den viel beleunparteiischen Viegraphen, der uns auch im weiteren alle Schenkungen von Gütern, die sein Vater Kaiser Otto I. zur Gründung der erzbischöflichen Kirche in Magdeburg gemacht hatte. Unter den zu diesem Zwecke geschenkten Gütern werden auch die in Arpesfelde, in Rösenbeck 1) und Usseln 1) als westlich von der Weser gelegen erwähnt. Es kommt ferner schon vor in dem alten Propstei=Register der Abtei Werden an der Ruhr, das die Erwerbungen dieser Abtei vom Jahre 793 an enthält; diese Erwähnung, die noch viel höher hinaufgeht als die vorher angegebenen, bekundet, daß Brilon schon zur Gründung der von dem heiligen Ludgerus gegen 800 gestifteten Abtei Werden beigetragen hat. Auch berichtet eine alte Ueberlieferung, daß die Briloner Pfarrkirche schon unter Karl dem Großen im Jahre 777 erbaut sei, und so ist auch im Jahre 1777 das tausendjährige Jubiläum derselben kirchlich gefeiert. Gegen die Wahrheit dieser Ueberlieferung läßt sich kein erheblicher Grund vorbringen: man darf nur nicht von der Voraussetzung ausgehen, daß die damals erbaute Kirche in allen ihren Teilen noch die jetzige sei, was auch mit der angegebenen Ueberlieferung keineswegs gesagt werden soll. Der erste Ursprung von Brilon fällt jedenfalls in eine Zeit, die bis auf Karl den Großen zurückgreift. Als Stadt gehört Brilon zu den ältesten in Westfalen und verdankt den Anfang seiner städtischen Rechte, wenn auch nicht den Vollbesitz derselben, dem Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg. Dieser bekam nach dem Sturze Heinrichs des Löwen 1180 von dem deutschen Kaiser Friedrich Barbarossa das Herzogtum Westfalen. Um sich in seinem neuen Besitze gegen die Angriffe Heinrichs des Löwen zu sichern, umgab er Soest mit Mauern und befestigte ebenso Brilon und das vorher niedergebrannte Medebach im Jahre 1184. Zu einer Stadt mit starken Festungswerken machte es erst Engelbert der Heilige gegen 1220, der zugleich von den beiden Brüdern, Hermann und Gernand von Brilon, alle Rechtsansprüche käuflich an sich brachte, die sie a nden Grund und Boden hatten, auf dem die Stadt Brilon lag. Die Stadt erhob sich unter den folgenden Erzbischöfen von Köln, die sie ganz besonders begünstigten, 2) zu einer Größe und Blüte, die uns noch heute in Erstaunen versetzt. Die hohe Gunst, welche Engelbert der Heilige gegen die Stadt gezeigt hatte, wurde auch von seinem Nachfolger Konrad von Hochstaden geteilt, der ihr im Jahre 1251 das wichtige Vorrecht verlieh, daß das in jener Zeit so gefürchtete Fehmgericht über ihre Bürger keine Gewalt haben sollte. Erzbischof Engelbert II. verlieh ihr 1272 das nicht minder wichtige Recht, daß kein weltlicher Richter außerhalb der Stadt sich irgend eine Gerichtsbarkeit über die Person und die Güter ihrer Bürger anmaßen dürfe. Der Erzbischof Siegfried, dem sie in allen seinen kriegerischen Unternehmungen treue Hülfe leistete, bestätigte in einer Urkunde vom Jahre 1290 nicht nur alle bisherigen Rechte und Gewohnheiten, sondern gab ihr auch die Autonomie d h. die Befugnis, sich selbst Rechtsnormen durch Willküren oder Beschlüsse zu geben, und forderte zugleich die Bürger der Stadt unter Zusicherung seines kräftigsten Schutzes auf, ihre Freiheiten und Rechte gegen jedermann in der Nachbarschaft, sei er geistlichen oder weltlichen Standes, mannhaft zu verteidigen. Brilon nahm unter den Städten des Herzogtums Westfalen nach Soest den ersten Rang in dem Verzeichnis der Städte ein, und als Soest sich später im Jahre 1444 in undankbarer Vergessenheit des vielen Guten, das es seit Jahrhunderten den Erzbischöfen von Köln verdankte, den Grafen von der Mark zuwandte, erhielt Brilon den Rang als Hauptstadt des Herzogtums Westfalen, den es auch von da bis zur Auflösung des Herzogtums Westfalen, bis zum Jahre 1803 behauptet hat. Die höchste Blüte erreichte die Stadt im 13. und 14. Jahrhundert. Während dieser Zeit wurden die doppelten Mauern, Gräben und Wälle aufgeführt, welche die Stadt zu einem festen Bollwerke gegen die Grenznachbarn machten. Aus den Mauern ragten 12 Türme und vier hohe turmartige Tore hervor. Im 13. Jahrhundert erhielt ferner die jetzige domartige Pfarrkirche ihre Vollendung, indem an der Westseite der in Form der alten Basiliken erbauten Pfarrkirche der stattliche Turm aufgeführt wurde und in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts das schöne Kreuzschiff nebst dem Chore mit seinen prachtvollen Fenstern. 3) In demselben Jahrhundert, wenn nicht schon früher, wurde das große Hospital zum heil. Geist nebst Kirche auf der Ostseite des Marktes erbaut; ebenso wurde die durch Brand zerstörte Nicolai=Kirche, die höchst wahrscheinlich schon in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut war, wiederhergestellt. Auch wurde vielleicht noch in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts das gewaltige Rathaus mit seinen gedrückten, noch an den romanischen Stil erinnernden Spitzbogen erbaut, dessen untere Räume dem blühenden Handel und Verkehr zur Ausstellung und Niederlage der Waren dienten. Der Bau der Wasserleitung sowie des steinernen Brunnens auf dem Marktplatze reicht sicher bis in diese Zeit zurück. Das Stadtgebiet bekam während dieses Zeitraumes bereits so ziemlich seine große Ausdehnung, da die Keffliker, Lederiker und Düggeler Mark, sowie durch Ankauf des Borener Gutes schon teilweise die Mark von Altenbüren hinzugefügt wurde. Die Waldteile in der Almer Mark besaßen sie vielleicht seit Jahrhunderten, die sie später noch dadurch vermehrten, daß sie in Wülfte gelegene Güter nebst ihren Waldberechtigungen ankauften. Durch Erwerbungen in Hoppecke im 15. Jahrhundert und durch Ankauf des Kobbenrodischen Gutes in Altenbüren, wodurch sie Eigentümer der ganzen Bürenschen Mark wurden, gaben sie ihrem Stadtgebiete zuletzt eine solche Ausdehnung, wie es keine Stadt im ganzen Herzogtum Westfalen und in weiter Umgebung besaß. Wenn der Adel des Mittelalters stolz war auf seine Waffen, seine festen, auf unzugänglichen Felsen gelegenen Burgen und auf das mannhafte Zusammenhalten seiner Mitglieder zur Zeit der Gefahr, und nicht selten mit gemeiner Verachtung auf die Bürger und ihr Treiben herniederschaute, dann waren die Bürger Brilons — hochberühmt durch ihre Wehrhaftigkeit und Waffenordnung— nicht minder stolz auf ihre Wälle, Gräben, Mauern und Türme, hinter denen sie nicht nur dem Adel der Umgegend trotzten, sondern hinter denen sie auch, wenn die Notsignale von den Warttürmen gegeben wurden und die Bürgerglocke Kriegsalarm verkündigte, mit kühnem Mute, in gedrängten Scharen mit Harnisch, Lanze und Streitart hervorbrachen und manchen siegreichen Strauß erfochten. Sie waren stolz auf ihre rein bürgerliche Verfassung, auf ihre vielen und bedeutenden Privilegien und auf ihren weithin bekannten Gemeinsinn, um den sie nicht selten von anderen Städten beneidet wurden; sie rühmten sich ihres ausgedehnten Stadtgebietes, das in der Länge 5 Stunden und in der Breite an einigen Stellen gegen 3 Stunden betrug und einen solchen Umfang hatte, daß bei den bekannten Schnadezügen, die früher alle 4 Jahre, später alle 2 Jahre gehalten wurden, jedesmal nur der fünfte Teil der Grenze umzogen werden konnte. 3) Die Grenze stieß an das Gebiet von 3 Städten und 12 Dörfern und auf eine große Strecke hin an das Gebiet von Waldeck, wo sie zugleich die Landesgrenze, wie früher, so auch heute noch bildet. Die alten Tore sind bis auf eines, das aber erst in der Mitte des vorigen Jahrhunderts wieder aufgebaut ist, niedergebrochen, die hohen Mauern samt den darin befindlichen Türmen niedergesunken, die Wälle und Gräben größtenteils geebnet und in Gärten verwandelt, der alte Gemeinsinn und Bürgermut ist bis auf die Wurzeln niedergehauen. Die Bewohner der umliegenden Ortschaften haben den kräftigen Schutz, den ihnen die wehrhaften Briloner in alten Zeiten gegen die Raubritter und andere auf Plünderung und Verheerung ausziehende Raubhorden gewährten, — die Herren von Padberg haben mitunter das ganze Paderborener Land und die Grafschaft Waldeck mit Sengen und Brennen und Plündern weit und breit in Schrecken gesetzt; nach Westen dagegen haben sie sich wenig gewagt, denn mit den Brilonern wollten sie nicht gern in feindlicher Weise anknüpfen,— längst vergessen. Doch das umfangreiche Gebiet, das alte Rathaus und die große, reichdotierte Pfarrkirche mit ihrem zweihundert Fuß hohen Turme sind noch da als die Zeugen alter Größund Blüte, alter Macht und Herrlichkeit. 1) Aus dem Terte der Urkunde geht hervor, daß hier Rösebeck und Uffeln(= Salzuffeln) gemeint ist, was sich auch durch weitere Urkunden beweisen läßt. Neigungen des Geistes zeigen sich meistens schon frühzeitig, und so bekundete denn auch der junge Neuhoff schon im Alter von zwölf Jahren einene lebhaften Hang nach allem unermüdlichen Eifer beschäftigte ihn das Studium der Geschichte. Am meisten waren, wie es auch Schücking erwähnt, die Werke Plutarchs, die ihm die Lebensgeschichte berühmter Männer boten, nach seinem Geschmack. Er las sie so oft und mit solcher Aufmertsamkeit, daß er sie Wort für Wort auswendig kannte. Das ständige Lesen all dieser Heldentaten machte auf seinen empfänglichen Geis einen tiefen Eindruck, und es regte sich in ihm der edle Wunsch und sogar eine gewisse Ungeduld, ihnen nachzuahmen. In alten ritterlichen Uebungen, so ergänzt hier Varnhagen, zeigte er Mut und Gewandtheit, Waffen und seine früheste Beschäftigung, während zugleich die Gewöhnung des Hoflebens den Sinn bedeutender Verhältnisse und geselliger Feinheit in ihm ausbildete. Er machte sich in diesem Kreise bemerklich und gewann durch seine Anmut und Klugheit viele angesehen Freunde und teilnehmende Gönner. Der Prinz von Birkenf trug ihm eine Leutnantsstelle im Regiment Elsaß in Straßburg an; er schlug sie aus. Die Herzogin von Orleans verschaff eine Kompagnie in ungarischen Diensten; er mußte sie balb wege Schulden und übler Verwickelungen aufgeben. quis von Courcillon machte ihn zum Rittmeister seines bis Neuhoff sich mit seinem Obersten überwarf. Dann ergab er sech dem Spiele; anfangs mit so großem Glück, daß er Gelde seinen Aufwand bestreiten konnte. Als das machte er Schulden und geriet in Verlegenheiten, die seinen Auf enthalt in Paris unmöglich machten. So kam es denn, fährt Frédérie fort, daß er e die Ptemte des Schwedenkönigs Karl XII. trat, der in Europa einen erstaun lichen Ruf genoß und zur damaligen Zeit an a seinen Heeren, reden machte. Neuhoff diente mit Auszeichnung in sernen geeben bildete sich dort in der Kriegskunst aus, und bei jeder Gelegenheit bewies er eine Gleichgültigkeit gegen Leben und Grundlage für heldenmütige Taten ist. Manrtin daß Ereiherr von so große Anlage und Befähigung für die Por ee se e Görz, der Premierminister Karls I ihn huenbet n diceE Geschäften verwandte, deren ern Spanien gesandt, um mit wurde er in geheimer Botschaft nach Spar der darauf dem Kardinal Alberoni einen Plan zu derein Mitte du fie hinausging, für die beiden Höfe dar de Throne seiner Väter zu den, um dem Prätendenten Wieber u dem rechene war hemerkte der ein feinenens und faßte für ihn eine So on dong Unter diesen 25 Werken findet sich eins mit dem Titel„Mémoires pour servir à l'histoire de Corse, Londres 1700. gen von Ense gibt ihm den Zusap. Vorsicht zu geTheodors. Reich an Aufschlüssen, doch nicht ohne Vorsicht zu geBarnhagen von Erses Biographie und andere Forschungen ergäinge werden; namentlich zum Schlusse muß Barnhagen tele sin dienen, da Frédéric anscheinend Ungenauigkeiten unterlaufen sino. Frédérie erzählt zunächst die ganze Gesch der de dezum Eingreifen Theodors und schreibt dann. stammte aus war der Sohn Antons Freihertere 6ienhon uc sachante aus einem der edelsten und berühmtesten Häuser der Sene d Anton hatte sich mit seiner Fameeeratet hatte. Die Heirat ter eines reichen Kaufmanns zu Sedels des Landes eingetrahatte ihm die Verachtung des dangd der Reinheit des Blutes". gnädig aufgenommen wurde. Auf ihre Empfehlung hin erhielt er die Stelle eines Stadthalters in der Provinz Metz. Hier schenkte ihm seine Gattin zwei Kinder. den hier behandelten Stephan Theodor(1686) und eine Tochter Elisaberh.(1695) und ließ seine Kinder in einem so zarten Alter zurück, daß ihnen der Tod ihres guten Vaters nicht einmal nahe gehen konnte. Die Herzogin von Orleans nahm sich jedoch ihrer an und ließ sie an ihrem Hofe erziehen. Der junge seooch ihrer an und r Mar Im Speisesaale des der freiherrlichen Familie von Romberg gehörigen Schlosses Brünninghausen bei Dortmund hängen unter nielen anderen Bildnissen vier Porträts, die die Ueberlieferung mit Theodor von Neuhoff in Verbindung bringt, davon zwei, die als Bildnisse der Schwester Theodors bezeichnet werden und zweifetsos dieselbe Person darstellen. Das von diesen beiden am besten ausgeführte trägt auf der Rückseite die handschriftliche Bemerkung „Freyfrau Clara Theodora Elisabetha von Romberg geb. von Neuhoff vom Hause Pungelscheid, Canones zu St. Walburg. Restaurir 1872 von E. H. Lotz." Es kann hier nicht näher untersucht werden ob die Schwester Theodors diese Vornamen trug, sich etwa ats verwitwete Gräfin von Trévoux mit einem v. Romberg verheiratehat und auch Canonesse gewesen ist. 2) Der Grund für diese Politik der Kölner Erzbischöfe ist leicht ersichtlich: Sie wollten in Brilon, das an der äußersten(Grenze gegen das Bistum Paderborn lag, mit dem sie oft Krieg führten, einen festen Stützpunkt haben; daher diese reichlichen Privilegien. 3) Am 4. Juni 1276 weihte Edmund, Bischof von Koron, die Kirche mit dem hohen Altar zu Ehren der Jungfrau Maria und der Apostel Petrus und Andreas, sowie einen anderen Altar zu Ehren des heil. Kreuzes. S. U. B. I. 374. Es geschah dieses offenbar, nach dem die Pfarrkirche, die ursprünglich eine romanische Basilika war, durch den Anbau des Turmes auf der Westseite sowie des Chores und des Kreuzschiffes au fder Ostseite im gotischen Stile und durch Gotisierung des Hauptlangschiffes und der Seitenschiffe, soweit dieses möglich war, ihre jetzige Gestalt erhalten hatte. Der gotische Stil war in unserer Gegend schon bekannt, denn schon 1213 wurde in Soest die Minoritenkirche im gotischen Spitzbogenstile erbaut. 4) Nächst Görlitz in Schlesien ist kein Ort in Preußen, der den räumlichen Umfang hat wie Brilon. Das Briloner Gebiet, das nayezu 48000 Morgen groß ist, faßt 12 Stunden im Umkreis und fast 5 Stunden im Durchmesser. Altvaters Mahnung Es reckt sich der Asten und spähet zum Rhein, Was seh' ich, brach da der Feind herein? Schon zog er von Straßburg den Strom entlang, Nun steht er am Hellweg, zu lüsternem Fang. Will minnen die Ruhr, mein liebliches Kind, Geschmeid ihr zu rauben, als ob's keine Sünd', Die schwarzen Demanten, die kostbare Zier, In geiler Gemeinheit, in maßloser Gier. Nun Töchterlein gut, sei standhaft und stark, Willst bleiben doch Kern und Krone der Mark; Daß dich nicht beirre der falsche Flirt! Bleib brav, mein Mädchen; bleib unverwirrt! Laß eitel ihn kosen im eigenen Land, Westfalenart knüpfet kein feindliches Band, Der Väter Ehrenschild, blank und rein, In Ehren zu hüten, ist mein wie dein. Dann schüttelt der Alte den Scheitel im Zorn, Fast stockt ihm sein Herzblut, der Lenneborn, Er bebt und zittert bis in das Mark, Dann ruft er ins Land, gewaltig und stark: Daß keiner mir wähne Ruhe und Rast, Bis trutzig verwiesen der gierige Gast! Nicht Einer mehr streichle zum Ski mir den Bart, Der jetzt nicht dabei, wo's ernst und hart! Es ist die alte gewohnte Schau: Das welsche Werben in buntem Blau. Jahrtausende sah ich, sie gingen vorbei, Durch Einigkeit blieben wir immer noch frei! Rings beben die Berge vom lauten Schall Und tragen zu Tale den Widerhall, Und Berg und Tal vereinigt der Schwur: Nicht Bürger noch Bauer, jetzt Deutsche nur! Bodo zur Freden. Tells Verhaftung. Es war strengster Armeebefehl, insonderheit au gewissen Teil zu achten, sein Auftreten zu inhibieren, wo immer es sei, und den Kerl womöglich zu sistieren mit allen üblichen Beigaben und Handreichungen!) e Befehl lautete klar dahin, unverzüglich zwei Schritt Entfernung zu schießen und dann zu rufen. Das Oberkommando war entrüstet über das bisherige klägliche Ergebnis der Fahndung. Schon waren in 40 Tagen 1026 Waggon Kohle exvediert worden und hatten in dem vom Feinde stark besetzten Gebiet die nächste, 18,36 Kilometer entfernt liegende Station erreicht,— mit der Tellaktion aber wollte es durchaus noch nicht gelingen. In dem zum Picknick der 40 Ingenieure(vergleiche Bonar Laws Blaubuch) benötigten Gebiet waren bislang von den 7 Divisionen weißer und schwarzer Kulurträger eingebracht worden: 14 Paar Bergsteigerstiebel Marke Tell(eintge weitere Paare waren zweifelsohne schon privatim Paris„in Marsch gesetzt" worden); 37 Kartons und 9 Tafeln Teil=Schokolade; zerhemden, Marke Tell;" arfüm=Seifenäpfel Tell— eine un* Zahl, die in der höheren Kulte Erklärung hatte, da eine Dr de Niee dieselben Dienste tut. ar Stab in Bredeneyd ben vo 6 grüne I 43 Kisten berhAltnismäßig der Tell=Jäger us dem Fl. Am 1 Unverzüglich trat der ganze umfangreiche Apparat zur Sicherung der öffentlichen Sicherheit in Kraft und im. Zuchthause zu Werden wurden alle Vorkehrungen zu würdigem Empfang getroffen. Adjutant Boucher überbrachte die Siegesmeldung fiebernd ins Düsservorfer Hauptlager, um mit dem Spezialauftrag zutückzukehren, den Aufrührer in schärfste Eisen zu legen. In Bredeney war das Tankgeschwader aufgefahren und sämtliche Posten waren doppelt besetzt. Um 6,23 Uhr meldete sich Sergent=Major Héres de Miracle mit dem Inhaftierten, den er an die Kette jelegt hatte, zur Stelle. Die Wirkung war unbeschreiblich. Divisionär Coquin bekam die Maulsperre; der Adjutant betupfte sich die glühende Stirn mit Can senteur de la Reine, und 7 aus Anlaß der Erstkrnung der Forts Bochum, Gelsenkirchen und Recklir jausen avanzierte Hauptleute, die schon zum Krie jericht zusammengetreten waren, erbebten derart, die Sicherheit des Stabsgebäudes gefährdet erschien. Tell aber, ein besonders gut- und ausgewachsenes Exemplar der Gattung Canis samiliaris vertagus, sah sich, ohne in Verlegenheit zu kommen, die Gesellschaft an. Sperrbeinig stand er da, und seine Rute perrte sich wie ein Türkensäbel. Und als Coquins Nilpferdpeiitsche unter Schlanzenzischeln in Ermangelung eines anderen die Luft erhieb, führte Tell in sichtlich unerschüttertem Gleichnut am Gerichtstisch die Dreyfuskomödie auf... „Sweinhund!" fauchte Coquin und seine Peitsche var tatenlüstern. Sergent=Major Héros de Miraele war vor anWalten, und so gelang es dem Dackl Tell— in rühner Nachahmung des berüchtigten Freisprunges Wortahnen auf das Felsriff am durch einen nicht minder kühnen S iyn jorglich bereitete Die Tanks aber, deren lange Kette Tell durchraste rissen die Naslöcher weit auf, und die Doppelposten traten wie Kaster und Pollux, mit ihrem respektiven Rücken aneinandergelehnt, in Verteidigungsstellung. Als Tell sich am Abend in der Sopbaecke keines Daheims sielke, ahnte er nf.,", Wie seyr er als deursche „Sweinhund“ das fränkis he Renommée und die seiner Tapferen gefährdet hatte. Ton! Ulrich. Wie der Sonntagsjäger beleidigt heimwärts strich, weil er das Schrecken des Bockes für Hundegekläff gehalten, so wird mancher den weitschallenden Kehllaut des Birkhahnes für Taubengurren nehmen, aber wer ihn kennt, diesen Lockruf des mannhaften Vogels, dem hüpft das Herz ganz vorschriftsmäßig unter der Jagdweste, wenn das„Gurruh“ in seine Morgenträume tönt. Noch ist es finstere Nacht; um die Wirtsleute nicht zu stören, schleiche i chleise die Treppe hinunter, froh, das vom Jagdfieber nicht verschönte sogenannte Bett— ein Strohsack wäre mir lieber— und den luftfeindlich engen Schlafraum zu verlassen. Noch ein paar Kilometer ist das Rad zu gebrauchen, dan nbiegt der Weg ins Revier von der Chaussee ab. Wo er sich gabelt, steht im Frühnebel die kleine Kirche ohne Turm. So weißgewaschen ist ihr Inneres, wie die Seele eines kleinen Mädchens, und die paar Bänke aus Eichenholz sind so treuherzig, daß ich in schwärmerischer Jugend sie mir als Trauzeugen für ein späteres Glück gewünscht. Das Mädchen von damals ist dem inzwischen ergrauten Jüngling ebenso untreu gewesen, wie er ihr, aber die Erinnerung an die Kirche, wo die Glocke im Baumgipfel hing uno zu der Feier rufen sollte, verdient als poetisch die Niederschrift(Siehe:„und dennoch hab’ich harter Mann die Liebe auch gespürt"). Wahrscheinlich haben sie jetzt in Erkenntnis der Minderwertigkeit alles hergebrachten Schönen dort einen Van de Velde=Turm aufgebaut. Wo der Mensch die Finger hinbringt, verändert sich alles, und selten zum Besseren. Nur die Birkhähne ändern sich nicht, und wenn sie auswandern müssen, dann singen sie dasselbe Liebeslied am anderen Orte... Im Gesträuch am Wege verstecke ich das Rad, Bauschan, der Brave, braucht es nicht zu hüten, hier draußen ist es ungefährdet. Nun geht es aufwärts, auf schlechtem rölligen Weg. Noch ist alles still, nur der Hahnenschrei gellt von den Höhen, und zuweilen antwortet der klägliche Ruf des eingesperrten Hauspropheten dem Vetter in der Freiheit. Mit lautlosem Flügelschlag huscht fast unheimlich ein Kauz über den Weg. Bauschan reviert durchs Holz und stößt ein paar Hennen heraus, die mit des Hahnes Lockruf aufgewacht. Das Dunkel der Nacht verbleicht, am Östhimmel schließen gelbviolette Strahlen hoch. Das ist der Waldrand, und dort draußen auf dem Ackerstück tönt deutlich das„Gurruh — Gurruh“. Es ist ein böses Kriechen durch den kalten zähen Lehm, aber der Hahn ist helläugig und scharfhörig, darum muß ich zur Schlange werden und auf meinem Bauche gehen, nur die Erdenmahlzeit schenke ich mir. Immer, wenn der Hahn singt, rücke ich ein Endchen vorwärts, schon sehe ich ihn, sehe ich sie, es sind ihrer drei. Sie erscheinen riesengroß gegen den heller werdenden Himmel. Aber jetzt darf ich nicht mehr weiter. Ein Streifen Winterkorn deckt mich noch ein wenig, dahinter ist es zu Ende, auch bin ich nahe genug, nur fehlt es an Büchsenlicht. So oft ich auch übers Visier äuge, das Korn ist noch unscharf. Drum liege ich, und lausche dem Lied des liebetollen Hahnes, dazwischen mischt sich jetzt ein sehnsuchtsvolles Schluchzen, ein Ueberschlagen der Töne, wie es auch beim Menschen zuweilen erscheint. Aber ehe die Henn ekommt, muß die Recke liegen. Wenn ihn die Liebe toll und blind macht, und die gewohnte Vorsicht evrgessen läßt, die Henne bleibt kühl, sachlich, und warnt ihn. Jetzt zeichnet sich das Korn scharf gegen die Luft ab. Wie das nächste Mal der Hahn, der in der Mitte tanzt, seinen Purzelbaum ausführt, fährt das totbringende Blei aus dem Rohr.... Totenstille.... Ein Häher schimpft im Walde hinter mir. Wie eine weiße Wolke hängt der Pulverrauch in der Luft. Dann bringt Bauschan den toten Kämpen stolz darauf, und stolz stecke ich das Spiel an meinen grünen Hut. Doch in den Stolz mischt sich mir jedesmal ein bischen Bitterkeit. Soll ich es Reue nennen oder Mitleid um das zerstörte Leben? Wenn, wie oft genug, die Kugel ein Loch in die Luft bohrt, tröste ich mich leicht über den Fehlschuß, denn das Schönste ist doch das Drum und Dran, der Rückweg durch den blitzenden Frühlingsmorgen, wo die Drossel auf den höchsten Spitzen der Bäume jubelt, und die Lerche über jedem Acker trillert... Das Leben allein hat Recht und nicht der Tod, der kommt noch immer zu früh, beim Spielhahn wie beim Jägersmann. Nimrod. Ein= Im Bahnhof zu Mülheim an der Ruhr, Gepanzert bis an die Zähne, Da halten sie Wacht mit Elan und Bravour, Die Helden vom Strande der Seine. Sie führen Revolver und Bajonett Und Tanks und Maschinengewehre, Sie gehen vor Mut mit dem Stahlhelm zu Bett, Die Hüter der gallischen Ehre. Da tönt's durch die Nacht, rataplan, rataplan, Den Posten schlottern die Knochen. Er brüllt entsetzt:„Les Allemands, les Allemands!!“ Man hat sein Entsetzen gerochen. Und auf und davon und hinein in die Nacht, Den Sturmhelm fest unter'm Arme, So rast von hinnen die welsche Macht; Eien, daß Gott sich erbarme. und näher mit klirrendem Klang e Mülheimer Jungen. Maschinengewehr und Tank Mit Fa Aingslaune bezwungen. wanz Mülheim lacht. Es kichern sogar Im Ruhr= und Rheinstrom die Nixen; Denn niedergeschmettert ist Frankreichs Glorie Auf hohlen Konservenbüchsen. Warum ich mich mit Herrn Degonette veckrach e. Von Tobias Pemberlein. Ich war gerade dabei, meine Garantiestöcke zu ölen, da trat ein Mann ins Zimmer. Er legte die Hand aufs Herz und rief:„Vive la France!" Ich antwortete:„La porteplume!"; denn auf meine Kenntnisse der französischen Sprache bin ich sehr stolz. Der Mann machte eine Verbeugung und überreichte mir einen versiegelten Brief, den ich erbrach. Er enthielt folgende Mitteilung: „Verehrtes Herr Pamberläng! Du mußt bei mich bei. Wegen nouveautes Nachrichten solcherlei. Poincare meint auch. Hauptsache Fantasie! Komme mit Schnelligkeit! 200 Francs täglicherweise. Laß mich nicht seßhaft. Mit sittlichen Grüßen Degoutte. Der Mann hatte noch immer die Hand auf dem Herzen. Ich warf mich mit dem Hals in die Brust und sagte seriöser Bestimmtheit:„Sagen Sie dem General. daß ich bereit bin und morgen nach Essen romme." Er schlug sich wieder auf die Weste:„Vive la France"—„La porte-plume! Ueber Nacht ließ ich mir einen Spitzbart wachsen und fuhr am nächsten Morgen nach Essen zu Degoutte. Die Ordonnanz riß die Tür zum Allerheiligsten auf und schrie hinein:„Le nouveau redacteur en chef du„Nachrichtendienst, Monsieur Pamberläng!" Eine blasse Stimme rief:„Entrezvous!" Ich rin. Degoutte hockte auf seinem Ruhmesstühlchen, ein Friseur polierte ihm die Glatze. Auf dem Rauchtisch drehte sich ein Rasiernapf und spielte die Marseillaise. Der General wies mir einen Polstersessel zu und maß mich mit seinem Feldherrnblid, hinter dem die Kultur der„Großetion“ wetterleuchtete.„Du follst Nachrichten dienen. Meine siegreiche Armee wird ohne Verständnis hat man. Die Pariser Journalisten lieben die Wahrheit, aber es ist Mangel von Fantasie. Das französische Volk will Heldenmäßiges hören. Können Sie Solchem?“ „O, Herr General! Sie werden begeistert von mit sein. Es wird die Spur von meinem Nachrichtendienst nicht in Aconen untergehen. Schenken Sie mir Ihr Vertrauen sowie täglich 250 Francs bei vierzehntägiger Kündigung!“ „Gutt! Gutt!“, sagte Degoutte. Die Konferenz war beendet. Ich erhielt ein frischrequirertes Auto des Herner Konsumvereins, hißte die Tricolore und fuhr an die Arheit, Zwei Stunden später rief ich Degoutte an. Hier Pemberlein Soeben sind unter dem Jubel der deutschen Eisenbahnen 490000 Fettkoks von Aplerbed nach Frankreich abgerollt. 300 weißgekleidete Schulkinder standen auf dem Bahnhof. Alle Kirchenglocken schossen Salut. In Herdecke stürmten todesmutige französische Truppen die dortige Untergrundbahn, machten 200 Gefangene und erbeuteten zahlreiches Kriegsmaterial Das wäre alles Ich rufe in 2 Stunden wieder an.“ „Gutt! Gutt!“, sagte Degoutte. Aber schon nach zwanzig Minuten war ich wieder in der Leitung.„Unsere glorreichen Truppen haben Dresden, Soest, Lüttringhausen, Belgrad und Timbuktu besetzt. Ueberall herrscht K.ubel. In der Nähe von Scharnhorst wurde ein Geheimkeller der Reichsban kentdeckt, der das Vierfache der von der Entente geforderten Reparationssummen in Goldbarren enthält. Mit dem Wächter wurden zuerst Schüsse dann Händedrücke gewechselt. In Gelsenkirchen wurde ein Schulknabe verhaftet, der in der letzten Nacht sieben französische Tanks in den Straßengraben gestürzt hatte. „Gutt! Gutt!", sagte Degoutte. Darauf aß ich ein Schnitzel mit Ei, trank 4 Prunelle und rief dann wieder an. „Fabelhafter Endsieg! Im Raume von Hohensyburg wurde eine deutsche Geheimarmee, bestehend aus vier Heeresgruppen, die den Befehl des Generalfeldmarschalls von Breitscheid unterstanden, von einer französischen Korporalschaft umzingelt und gefangen genommen." „Gutt! Gutt!“, sagte Degoutte. Jetzt entflammte mein Ehrgeiz aufs höchste. Ich trank eine Flasche Steinhäger, nahm alle Kraft zusammen und klingelte wieder nach Essen: „Hier Pemberlein. Die gesamte deutsche Regierung ist soeben im Ruhrgebiet eingetroffen, um in corpore freiwillig in die Fremdenlegion einzutreten. Die Arbeiterschaft ganz Deutschlands hat beschlossen, zu Gunsten der Wiedergutmachung auf 40 Jahre den 24 Stunden=Tag einzuführen. Die Reichswehr ist abgeschafft und soll durch Marokkanen ersetzt werden. Ueber der Wilhelmstraße weht die Trikolore, am Brandenburger Tor spielen 27 Kapellen. Deutsche Frauen haben ein Bittgesuch an die Pariser Regierung beschlossen, wonach sie wünschen, den zartsinnigen Oberst Meyer aus Herne als Gouverneur für Deutschland auf Lebenszeit angestellt zu sehen...“ „Monsieur Pamperläng', unterbrach mich Degoutte, eben hat das Komitee Forges angerufen. Komme sofort bei mich bei!" Ich hin.Degoutte massierte nervös seinen Schnurrbark. „Peinliches Affaire! Ich waren serr zufrieden. Nicht aber Paris. Poincare meinungte, sei alles nicht übel— aberr zu wenig Fantasie. Er will schicken Mauritz Barresweil ist Dichter und zugleich eine Schwachheit für Politik...“ Ich war sehr gekränkt. Ich stand auf und sagte sehr höflich:„Lex mihi mars!“ Degoutte sprang wütend auf„Was heißt das?" Ich: Das ist Lateinisch und heißt soviel wie:„Gesetz ist mir der Krieg!“, Herr General!“ „Gutt! Gutt!“, sagte Degoutte. Und wir schieden als geschiedene Leute. Nördlicher Friedensschauplatz. Ein neuer Großkampftag liegt siegreich hinter unsUnseren Truppen gelang es in frontalem Massenangriffe erneut Bochum zu nehmen und gegen alle Gegenangriffe fess in der Hand zu behalten. Die Plünderungen und Verwüstungen in der Stadt haben sich im Rahmen des Befehls von oben gehalten und erreichten bereits unsere großen Vorbilder aus früheren Jahrtausenden, Hunnen, Mongolen und Negerkönige. Erfolgreiche Feuerüberfälle auf der gesamten Kampflinie auf feindliche Geldschränke, Fahrräder, Briefkästen, sechsjährige Kinder und Latrinen. Eigene Verluste: im Kampf gering; Deserteure 500 Eisenbahnunfälle 260, Tod aus Angst: 79, Spritleichen: 123. Die Verluste des Gegners steigen ins UnermeßlicheEin an einer Ecke stehender Hund brach im M.=G. Feuer zusammen. Wir erbeuteten drei falsche Zöpfe. Es gelang, auf der von uns in Witten erbauten Latrine die Trikulore aufzupflanzen. Die Hebung der Produktion des Ruhrgebiets ist in vollem Gange. Wir haben so viele Türen eingeschlagen, daß Arbeitslosigkeit der Schreiner auf lange hinaus nicht mehr in Frage kommt. Zur Verjüngung unseres Offizierkorps nach den Strapazen wenden wir mit Erfolg das Steinachsche Verfahren an; es gelang uns zu diesem Zwecke, drei Schimpansen durch die Zollinie zu bringen. Um Krankheiten durch Erfrieren zu verhindern, transportieren wir größere Mengen Kohlen aus Frankreich ins Ruhrgebiet. Unsere wackere Fliegertruppe bewarf mit bekannter Todesverachtung 7 Ortschaften und einen Leichenzug mit Flugblättern und schoß in Krefeld sechs Glühbirnen ab. Südlicher Friedensschauplatz. In breiter Front beginnen unsere Armeen den Rhein zwischen Bonn und Straßburg zu überschreiten; die moderausgebauten Festungen Königswinter, Caub, Lorch, Offenburg sind mit dem Bajonett gestürmt. Vor allem zeichnen sich die bewährten Marodeure und Schändungstrupps unserel lieben Schwarzen aus. Diese Rasse ist uns in ihrem präch tigen Sadismus beinahe noch über. Als Abschluß dieser weltgeschichtlichen Kämpfe hat der Höchstkommandierende Foch eigenhändig den versammelten Negerhäuptlingen Zentralafrikas das Kreuz der Ehrenlegion an die Badehose geheftet. In Erwiderung haben diese den Präsidenten Poinkare zum Negerkönig mit dem Range eineOberkanibalen erhoben. Wirtschaftliche Lage. Ein Kohlenzug von 60 Achdurde ait Erfolg Degout,(Der weschmacklose.) Scherz und Ernst. . 51s lomn Fast hat es den d de da da emer r mnnori 8e stot. e ie nicht in ntch möglich halten, läse man niche eines entt as eitungen, da der Nachkomme und langten Malens sät zu Ruhm und Anerkennung gelange Jahre in tiefstem Elend gelebt habe. E. undelt sich um den 1824 in Venedig geborenen Maler Monticelli. Dessen Nachkomme werres ddie Herausgeber eines Nachschlage diese, seiner Meinung nach verleumderischen Angaben aufgenommen hat, die Verleumdungsklage angestrengt. Er hält also Armut heutzutage offenbat