5557 * u* 0— 55 #er Erzahler. nfleisch. Broi u in mit essen und des getan zu dare Anpnmormn nu Comes fer erwirten odin Kr. 1. Lichte. Wenn die Ladenbesin. rinken versorgen, glauben sie 11 uns jede Anregung, andere not v. die Mysterien aber, die sie in sich sa uch aus ihren Namen nur duntel gedeutet werden. Mertwürdige tettwilline Verfügungen Jupaner vin Blia in das Innere Lhasas. ###em Lhassa. schlossene Haupt#D1 Tor proffnetI einen Bera#me: darr#tet. Du Stal gedhnt etwa dieier Srr sien in dem sum hauptsächichnten Reiiu. Ban nimmt an. putra Assamo Wentne# Ein großer, ei die so lang den Europuern verTibets nun den Englandern ihre t der Kortespondent der Daily Mail n auren eindruck, den die Stadt der goldenen Dame“ in sehr ausalisch Meiten lang und zwei breit veigen Tale der um, der einer der nfrußte dee großen Sangvo=Flusses daß der Sangpo mit dem Brahmaist, doch int das noch nicht erwiesen. nter Steindamm bezeichet den zu der Stadt; swer zahlreiche baufällige Brucken gebt er hin und fuhrt dann am Staatspalast der Mutter des L anas vorvei. Von diesem gelangt man rechte zu der „Wilden G#####iese". die im Frühling im Bumenschmuck Prangt, und links zu einer sandigen Evene, die„Lustort der Kaufleut Kaschmirs“ genannt wird und ihnen zum Lagerplatz deent wenn sie die Märkte Lhassas besuchen. Wenn man sich dem Haupteingang nabert und eine kreiskunde. um die Stadt herunfuhrende Straße kreuzt. win. det sich der Weg zwischen zwei kleinen Hügeln hindurch. Auf einem liegt der Pataln. der Palast des großen Luma, auf dem anderen der Edunan oder die ärztlich Schule. etmars weiter liegt der östliche Weidenhain, ein großes ängliches Gedege, dae von einer Mauer umschlossen wird und als MAinglicher Weide= und Tanzplatz" bekannt ist Jepzt negen diet#rrande dichter brisammen rchts daspaus und der Grarten des Preunerministers, jenseite Awon die des jetzigen Konigs. Noch uriter rechts liegt anneschche Restdenz mit ihren Ermusegärten, Scweinestäl. ten, dem Restaurant, dem Theater und den Kasernen für die cnnesischen Truppen. Wandert man geradeaus, so kourmt man zur Rathedrale, die„das wahre Lhassa oder der Ort der totter genannt wird. Nabebei ist duir Gefangnis ein vierechiger Platz zum Ausperitschen der Dietr und eim cincsche Fotterkammer. Doneden liegen Laden don Hondlern von Nenal und Botan ein Reismarkt breitet sich aus über den eine große Gebetsfahne flattert ein Leder und Saitierewazar schließ sich an, in dem tibesanische Baren versauft werden. Andere wichtige Gedäude sind noch die„Obere Schule des geheimen Kultes". das Gern=Klouer, der berudmte„Ramche=Tempel, der von Tora Doltang im 7. Jahrbundert errichtet wurde, der Tempei des„Buddha vom unendlichen Leoer“, der „Schlaugen=Drachen-Tempel", das Paradus oder Tong= D#Ba der Wohnsitz der Eltern des großen Lama. Alle diecge verehrten Statten die Lhissa zu dem Heitgtum des B###dobismus nachen, sino nun den Blicken der Europäer ines 1701 vernordenen Eng. in. Ztg.:„Ich hatte das Un K. zu besitzen, die mich seit ligt hat. Sie machte sich lustig. sondern tat auch rn. Der Hommel scheint landerr beißt es nach der Koin. glück, als Frau Elisabeth M. umerer Heutat auf jede Art gesnicht allein über meine Ansichte: alles, mir das Leven zu verville ne auf die Welt gesandt zu haben, damit ich desto eher aus die#ei scheie. Die Kraft Samsons, der Geist Homers, die der Augustus, die G#randtheit des Pyrrhus, die Geduld Joos, die Spimindigken Hannidals, die Wachsam beit des Hermogenes wurden nicht austeichen, die Hart mutigkeit ihre Sinnesart zu dändigen. Nichts in der Wett warc imstande, sie zu andern, denn wir haben acht Jahre hindurch getrennt geiebt, ohne daß ich dabei etmas gewonnen hätte, als den Verlust meines Sohnes, den sie vollig verdorben, und der mich auf ihren Rat gänzlich ver lassen hat. Nach reiflicher und sorgfältiger Ueberlegung all dieser Umstände vermache ich der genannten Elisaberb M. meiner Frau, einen Schilling"— Der 1824 in Lucca verstordene Miramite hinterließ sein ganzes Ver mogen einem Karvsen, den er 20 Jahre in einem alten Fischteich gehalten hatte. Und der wohlbestallte Karpfen rentner soll beute noch„wie ein Fisch im Wasser" leben. Eine Dame namens Roquemont ernannte zu Erben idre 32 Katzen, wovei sie für deren Verpflegung genaue Vorschriften gav.— Lord Bocgey verfügte in seinem Testament, daß an den ver Ecken seines Grabes die Büsten eeiner vier Hunde aufgestellt werden sollten. Vor seinem Tode ließ er die Tiere auf Lehnstuhlen an seinem Bert unterbringen, richtete an sie seine letzten Worte und nah ein Müller, der seinen rothaarigen Esel namens Papillon zum Erven eingesetzt hatte mit der Bestimmung, daß sein Neffe das Tier täglich sorgfältig striegeln und dessen Gnadenbrot aus dem Nachlaß bestreiten solle. Das Tenament wurk von Vermndten vergonc anderonten. 1889 setzte ein Franzof der Pariser Alademie der schönen Kunsie eim Jahresrente von 2000 Franken aus, die abwechselnd einem Maler und einem Bildbauer für d. Dar stellumg eino Kinde. von S bis 15 Monaten verlieben wer den sollte. Der Ertasser begründete das Legat damit, daß die Florentiner Schule nach seiner Ansicht gerade durch Darstellungen folcher Kinder einen besonderen Reiz erlangt e. Die letzte Hinrichtung, die in Paris stattfand, war die des Mörders Prugnez. Auch er hinterließ ein eigen#andiges Tescamment zu dessen Vollstrecker er den Direktor der Strafanstalt Erande Roquctte ernannte und worin er iem protestantischen Pfarrer Jules Arvour die Memorren seiner Jugend. die Memoiren seines Religionsunterrichts, seine Bivel. Briefe und Schriften mit der Er. nachte, daraus ein Buch berzustellen, das sämtlichen Straf amtaltsbibliotheken einverleitt werden solle, damit die ud alle Umstände kennen lerne, die sie nach und nach Gefängnis brachten. ledten uchens werngstens ein Industrie, Bandel und Verkehr. à Wirtschaftliche und soziale Wochenschau. 2000 Mard für das Begräbnis eines Hundes. gtäonisscierlichtetten für n#e iut keine muthiss: Persönlichkeit; er eristiert leibwvenne in New=York. Er jene wirdevolle und von einem stillen Rileid erfüllte Miene hat, die seinem u gibt es nats zum Tachen. Es ist ein sehr ernsthaftes Ereigms, enn sich an ihn die alten Damen der amerikanischen Hochfinanz wenden die den Tod ihres geliebten eweinen und dem armen Liebling nun ter würdiges und wehmütig werhevolles Begrähnis zuten werden lassen wollen.# läßt er sich seine Dienste auch gehöri gbezehlen, und eine Liquidation, die er auf##estellt hat, wurde jungst in amerikanischen Blättern veroffentlicht. Der„Hingeschieden“ führte in dieser Welt den Namen„Dane". Er war ein schoner irischer Vorstchbund, den seine Herrin wie ihren Augapfel verhätschlte. er wurde aus dem Friedhof zu Harksdale in An. wesenheit einer großen Anzahl von Freunden und noch mehr Neugierigen beigesetzt. Die##nnn der Eindolsamirung betrugen 200 Mark. Der Sarg aus Sichenhol inn silvernen beschlügen kostete 400 Mark; das Leichentuch #10 Mark; die Ausganen für die Ueberführung der Leiche bliefen sich auf 560 Mark; für Blumen gab man 200 Mark aus und für die Wagen 300 Mark. So betrugen die noren für die ganze Bestattung fast 2000 Mark. Ein Lokalbahmidunl schildert der Bayerische Kurier: Eine reizende Szene konnten dieser Tage Sraziergänger in der Nähe des Fasanengartens beobuchten. In gemutlichem Tempo nahte das„Zügle“ von Deisenhofen her gegen den Ostbahnhof zu. Den Passagieren, welche an und für ich auf dieser Strecke nicht durch„wahnsinnige" Schnelligleit verwöhnt sind, fällt aber nun endlich doch auf, daß das„Zügle“ fast gar nicht mehr vom Fleck kommt. Als aber die Zugsgeschwindigkeit nicht inmal mehr das Tempo einer spazieren gehenden Kinderschule erreichte, da—„fiel das den Passagieren uis?“ Und siebe da: Der Grund des Schneckentempos war offensichtlich: Direkt vor der Lotomotive marschierte kalten Blutes ein etwa— dreijahriges Bursch= lein auf dem Bahngeleise, das seine helle Lust daran halte. wenn das„Lotomotiverl“ wie verrückt pfiff! Selig lächelnd trabie der Kleine unentwegt vor dem Zugle“ und war durch keinr Macht der Welt zu bewegen, das beleise zu verlassen, während das„Eisenbahnle“ gemütlich hinter ihm be roch. Kurz vor der Station Gieung wurde endlich dann das„Hindernis“ ergristen und vom Bahnhof## als verlaufen" der Polizei gemeldet. Gegen Abend er# tien auch die Großmutter des Büblein* und holte„Bezwinger der Lokalbahn Deisenhoie" nm S I.E. rung zu einem Verbot der Ausfuhr von Futtermitteln, darunter namentlich von Gerste, Mais Kanoffeln, Heu, Klee usw. veranlaßt. Diese Aufuhrveroote nurken insofern verteuernd auf die Futtem. schaffung der deutschen Landwirtschaft ein, als nicht nur destens ei n eine: zu ie 3. u, gationen Kteei begründenden zeplanten Kohlentrustes „ Atnonäre der Oienadlschaft über das Kaufan, gebot des preußischen Ziekus zu entschiden haben. deuo heftiger scheint der Kampf um den Aktienbesitz zu werten, der von den Gegnern und Andängern der Versei amerilanischen Maispreise neigen, sondern auch die #lichung an der Börse geführt wird. Mitte Juli,lgtucten für Manerausvorte von Ametila nach Euroda nuit weucen Jnteressenten die Verstaatlichungsabsicht in die Höhe geben. Um einer utternot in Dent wurde stand der Kurs auf 210, am 28. Juli. als land entgegenzuwirken, wird von sackverständiger Seite nan an der durhe noch guutte, daß es sich bei den gar, den deutschen Landwirten empfohlen, möglichtt darauf vin. dtierten Hibernia. Käusen um einen Kampf zuwirken, noch eine größere Menge guten Herbutrutters zu zuchen den Berliner Großbanken und rheinischen Mon= gewinnen. Zu diesem Zwecke sollen die Stoppeln des ar kunindatrellen bindie, gingen die Hivernia=Aktien im geernteten Getreide, so rasch wie maglich gestürzt und reien Verkehr###on dei 230 um. Der 29. Juli. der die eimmue ##aatri#n der Verstaatlichungsabsicht brachte, ließ den wurde sich dann die Saat nom gut entmickeln und eine be= die ehancen aller derjenigen Gesellschaften vereinigt deKurs dis auf 242,75 dinaufgehen. Am 30. stieg er sogar friedigende Menge Futters liefern. Andernfalls würden ren Attten den Grundstock des Trusts bilden. Nach der bis 250.10. Bis zum 6. August blieden die Kurse etzwas viele Landwirte bei der Mriume genrrm von. Ra bat ein anderes Gerückt newerdings di sein, ihren Viehs#nd stark zu reduzieren.[Tbyssenschen Werke zum Mittewpunk Es soll, so heißt es, te#esicheigt sein, den Schaller Gruben= und . H a t t e n v e r e i n, d i e G a w e r### c a f t T e u s c h e r K a i s e r, d e n M ü l * Eine Spezialbank für Kohlenwerte und die Trust= neimer Vergwerksverein, die Gewertschaft Zollverein, die bestrebungen in der Montanindustrie. ie Rgie. Zeche Neumühl und schließlich noch die Gelsenkirchener rung beionte, wie erinnerlich, dei Begründung ihres Vor= Bergwerksgesellschaft in eine In gebens in der Hibernia=Angelegenheit, daß sie zu ihrem Entschluß unter dem Eindruck von Trustbestredungen in gedtangt worden sei. dem Berliner en=Cour. gebt die Arsiet Fahin. von den leitenden Unternehmungen des Ruhrio#n##s daneben aber evenruell auch von großen Huttenunternehmungen min ferte. der Grundkapitals Montan=Trustgesellschaft zu überits dagegen eigene unten und Cblibringen würet. Auf diese Weise Nozlichten gevoten, etwaigen weitergeunden Verft#atlichungsplanen der preußischen Regierung oder eines anderen Bundesstaates entgegenzutre. ten und den privaten Betriev der großen Montanunter. mungen auf die Dauer zu scchern. Andererseits wurde neuer Favier echaen werden, welches Por: unterdalb 250. um dann avermals scharf zu sreigen und #var am 9 Nzmst bis auf 256.50, am 10. August sogar bis am 264 Der ganze Montanaktienmark: geriet under den Einfluß des ervitterten Kampfes; man munkelte von neuen Vernaatlichungsabsichten von der Bildung eines großen Kohlentrusts und erreichte dadurch, daß die Awme am 10. Augun in einen formlichen Haussetaume! genet, der sich in ganz exorvitanten Kurssteigerungen der Kohlenwerte äußerte Diesen forzierten der rheimich=nestfälischn Industrie ged: Runsteigerungen muß aber die Reaktion um so sicherer auf Die rheinischen großindutriellen Kreue haven demgegen dem Fuße folgen, ais bei der gegenwartigen flanenlüber das Bes#hen solcher Beurevungen in Abrede gestellt. Lage des Koblenmarktes die Erirchtinne der Troeddem treten nun neuerdings mt Beinimmtbei Ge Kodlenzechen dem gestiegenen Kursniveau keineswegs ent. ruchte auf, daß Truswvestrivungen beständen. An der Börse sprechen. Wie ungenugend die Absatzverhältnisse sind, geht wurden junm erwas unklare Gerüchte von der Grundaraus hervor daß auf den Zechen ahnbösen lange Reihen duna einer Bank kolportiert, die sich speziell mit der o Waren gefullt mit Kodlen und Koks. stehen, die Aufnahme von Kolemverten befassen und Schutz gegen wegen Asarmangels nicht befordert werden können. Auch alle neiteren Verstaatlichungspläne bilden soll. Der Geim Erzvergbau liegen die Verhältnisse noch wenn Danke diee enas nevelhaften Gründung soll von rbeizufriedenstellend, da fur Robeisen dir Nactfrage schwach nischen Großindustriellen ausgeven, auch bleibt. Der Stahlwerksverband hat mit den Halb. brachte man die angevliche Annesenbent von Mitgliedern zeugoreisen im Exportoeschäft wieder auf das frübere der Verwaltung des Rheinisch=Wutfälischen KohlensyndiXweau zurückehren müssen, das im April bestanden hatte##### in Berlin damit in Verbindung. Die Entstehung des Von den weiterverarbeitenden Industriezweigen hat sich die Plane= einer solchen Kohlenbank fuort das Verl. Tagebl. Geschäftslage der Wagaonfsbriken in letzter Zeit darauf zurück, daß man sich vielfach sage, es müsse doch erwas gebeffert, odgleich samtliche Betriebe noch keineswegs eine Möglichkeit geschaffen werden, die in Mengen aufgeves beschäftigt sind. Die teilweise Mißernte im Südosten kauften Kodenwerte in irgend einer Form wieder zu mo eressengemeinsaraf: hineinzubringen. Man will sogar wissen, daß dieses Projekt ers infolge der staatlichen Offerte an Hibernia greifbare Formen angenommen habe. die schon das Meisausfuhrverbet für Rumänien bilisieren; möglicherweise handie es sich bei dem nebel. Veran * d. Z a:— i c i s c h. R e a i e: h e f t e n P r o j e k t a u c h u m d i e S c h a f f u n g d e s s c h o n v o r l ä n g e V e r l a g Rheinisch=Westfälischer Kurenmarkt.(Tagesbericht des Banchmes Hermann Schler, Bochum.) Bochum, den 13. August 1904. Die Tendenz auf dem Kohlentuxenmarkte ist still. Scwere Werte weiter nachgebend. Lorbringen 21 500 B.. Mont Cems 18 650 G. Von Mittelweren Hercules sehr fest 9200 G., Auguste Victoria . B., Graf Schwerin 9175 B.. Eintracht Tiefbau B. Von leichten Werten Tremonia 3300 G., Bo2475 G. Kaltwerte sehr fest. Wilbelmshall 12 100 G., Alerandershall 6475 G., Kaiseroda 6850 G., Burbach 9200 G. Hansa 950 G., Schieferkaute 875 G. Erzkure still. Callerstollen 320 Verantwortlicher Redakteur Ed. Verhülsdonk in Bochum. und Rotationsdruck der Täglich erscheinendes Unterhaltungsblatt Träume ünd nicht Caien: Ohne Hrbeit wird dir nichts geraten. Bei der Hrbeit recht Beginnen Beim Senießen rechter Schluß Nr. 135. 15. August 1904. Verschlungene Pfade. Koman von Carola v. Eynatten=Dirking. Der Herr Amtsrichter bewerkstelligte seinen Eintritt mit so viel Eleganz, als sein etwas nachschlep pendes Bein es ermöglichte, küßte der Hausfrau die sie zu ihrem„wayrhaft blübenden Aussehen“ beglückwünschend und begrutte die übrigen mit eine Verb###ung, wobei er Bolevand und Margarete mit den Blicken förmlich verschlang. Mr. Nelion stellte To### den letzteren vor, und die Haus#un fragte Dari ich ein Gedec für Sie auflegen lassen, lieber Herr Amtsrichter „Ueberau- liebenswürdig, meine verehrte, gnä dige Frau, überaus liebenswürdig! Man speist bei Ihnen so vorzüglich, daß ich es nicht über mich ge winne, daukend abzulehnen, obgleich ich noch ein wenig Patient bin und unser strenger Herr Geheimrat Zeuge meiner gastronomischen Sunde in. Gestatten Sie mir eine Kleinigkeil, Herr Geheimrat?“ flüsterte Dönning, während sich seine Na#enflügel in leichten Schwingungen ergingen und seine grünlich schillernden Aeuglein begehrlich an der Hummermayonaise hingen, die in unmittelbarer Nähe stand. „Ich gestatte diese Kleinigkeit, vorausgesetzt, daß Sie ihr keine zu riesigen Dimensionen geben, Herr Amtsrichter,“ entgegnete Horst, mit Mühe seine Lachlust niederkämpfend. „Wenn er sich den Magen verdirbt, hat er sichs selber zuzuschreiben.— Na, Herr Amtsrichter, dann setzen Sie sich gefälligst, demn wir weiter essen können,“ sagte der Hausherr trocken. Dönning legte Hut und Hanbschuhe auf einen Stuhl, während Horst, den unbewachten Augenblick benützens, Jane und ihrem Vater belustigt zunickte. Nachdem ein Diener ein weiteres Gedeck aufgelegt hatte, zog er sich zurück, und Dönning sagte, sich bedienend: „Es bedarf wohl keiner Versicherung, daß ich für meinen Besuch eine passendere Stunde gewählt hätte, handelte es sich nicht darum, Ihnen eine Mitteilung zu machen, die für Sie alle, nicht am wenigsten aber für Mr. Bolerand und sein Fräulein Braut, von höchstem Interesse sein dürfte.“ Hier hielt der Amtsrichter inne und schaute die Anwesenden der Reihe nach an, als wollte er den Eindruck prüfen, den seine Worte gemacht hatten. Mr. Nelson aber, der lange Einleitungen und Kunstpausen überhaupt nicht leiden konnte, und heute besonders zur Ungeduld geneigt war, störte den Amtsrichter durch ein etwas mürrisches: „Na, so bringen Sie Ihre große Neuigkeit doch endlich mal zum Vorschein!“ Dönning lächelte zwar äußerst verbindlich, wariete aber trotzdem noch ein Weilchen, ehe er begann: „Allem Anschein nach dürste es sich bei der Resi #tt um einen Selbstmordversuch handeln.“ „O!“ riei Bolevand, der dies im Stillen schon öfter dacht hatte. ja, es scheint wenigstens so, denn gewisses ist . n o c h n i c h t b e k a n n t. S i e s o l l z u e i n e m j u n gen Manne der hiesigen vornehmen Gesellschaft in zarten Beziehungen gestanden haben, er hatte ihr die Ehe versprochen und stände nun im Begriff, sich mit einer anderen zu verloben, und was das merkwurdigste in, Vär. Bolevand soll diesem Herrn ganz auffallend ähnlich sein, so ähnlich, daß der Jagdgehilfe irregeführt wurde.“ wach dieser Ritteilung schaute Dönning seine Zuhörer abermals der Reihe nach au, während ein triumphierendes Lacheln sein gelbliches Gesicht verschönte und die dünnen Schnurrbartspitzen sich noch kühner in die Höhe sträubten. Mit besonderem Interesse verweilte des Amtsrich= ters Blick am Janes Gesicht, aus dem jeder Blutstropfen gewichen zu sein schien. „Na, hören Sie, Herr Amtsrichter, diese Neuigkeit ist des Aufhebens, das Sie davon gemacht haben, nicht wert; ich wüßte nicht, wieso uns die zarten Be ziehungen einer fremden Person uns interessieren tonnten,“ brummte Nelion. „Das kann ich nun nicht sagen, nur interessierte es mich noch mehr, zu erfahren, wer dieser junge Herr eigentlich ist,“ sagte der Geheimrat Horn. Dönning zuckte die Achseln. „Im Augenblick bin ich leider nicht in der Lage Ihre Wißbegierde zu befriedigen, aber es wird noch kommen,“ sagte er dann im Tone und mit der Miene eines Mannes, der mehr weiß, als er sich anmerken lassen will. „Lassen Sie sich den Mund doch nicht wässerig machen, Geheimrat, wer weiß, wie viel Wahres an der Sache ist,“ rief der Hausherr lachend. „Aber ich bitte Sie. Mr. Nelson!“ lispelte der Amtsrichter geknickt. Iu man auch nicht mehr ak tiv, 1o hat man aber doch noch immer seine Verbindungen; nicht alle sind so gründlich abgetan, daß man nicht ihrer gelegentlich wieder bedürfte.“ Am wenigsten passiert das gründliche Abgetansein einem Manne von Ihrer Kombinationsgabe,“ per setzte Geheimrat Horst ernsthaft. „Allzu gütig, verehrter Herr Geheimrat. Ich schmeichle mir allerdings, einige Kombinationsgabe zu besitzen, und uns von der Justiz darf sie auch nich: mangeln, sollen wir Erspießliches leisten.“ „Ja,“ fuhr der Amtsrichter fort,„und die Ott sei entschlossen, in ein Kloster zu treien, sagt man.— Wahrscheinlich kam es in der Fürsterei zu einer moralischen Explosion, die endlich die Wahrheit an den Tag brachte.“ „Und woher wissen Sie das alles?“ erkundigte sich jetzt Par. Nelson. „Aus bester Quelle, verehrter Herr,“ erwiderte der Amtsrichter geheimnisvoll. alt, lieber Herr, zu einer zweiten Auflage von Hummermayonaise kann ich meine Zustimmung nicht geben,“ sagte Horst, die Hand auf des Amtsrichters Arm legend, der sich der Mayonaise begehrlich entgegenstreckte. Dönning verbiß seinen Aerger so gut als es ging und zwang sogar ein ziemlich gelungenes Lächeln auf die dünnen Lippen, als er erwiderte: „Ganz recht, ich hätte mich beinahe vergessen. Die Zerstreutheit in ein Triumph Ihrer Kunst, Herr Geheimrat, ich fühle mich wieder so wohl, daß mir gar nicht mehr ist, als ob ich noch schonungsbedürftie wäre." „Sehr angenehm zu hören,“ nickte dieser. „Gegen ein wenig kaltes Geflügel haben Sie aber doch wohl nichts einzuwenden, ein zartes Hühnchen ist ja eine regelrechte Krankenkost!“ fuhr der Amtsrich= ter fort, nachdem er die verschiedenen ausgestellten Platten und Plattchen einer eiligen Musterung unterzogen hatte. „Meinetwegen ein Flügelchen; dabei muß es aber sein Bewenden haben, oder Sie ristieren einen famosen chronischen Magenkatarrh, und was das bedeu. ten will—“ „Seien Sie still, Geheimrat, Sie nehmen mir allen Appetit!“ rief Nelson sich schüttelnd. Horst lachte. Der Amtsischter dagegen beeilte sich, dem Gespräche eine andere Richtung zu geben, indem er sich bei Mrs. Nelson nach dem Bazar erkundigte. „Das macht Graf Lerchenfeld?“ flüsterte Jane, die wieder ziemlich undesangen aussah, dem Geheimrat 31 „Er ist so wohl, wie ich wünschen kann, und würde wohl schon morgen zu seinen Sträflingen zurückkehren, wenn ich die Zügel aus den Händen gäbe. Seine Stimmuug soll jedoch eine sehr wechielnde sein, wie die urme Gräfin klagt, der beste Beweis, daß die Nerven längeree Zeit bedürfen," lautete die Erwiderung. „Freut mich außerordentlich, daß dieses schöne Un. ternehmen so rüstig voranschreitet," sagte Dönning. „Würden gnädige Frau mich vielleicht durch Ueberweisung eines bescheidenen Pösichens beglücken, es wäre mir ein erhevendes Bewußtsein, zugunsten armer Kinder tang zu sein!“ lispelte Dönning. „Mrs. Nelson könnte ihnen eine Bude mit der Ausichrift„Neueste Nachrichten“ einrichten, das würde sich ganz samas machen!“ schlug der Geheimrat vor. — *."*— S S—5 0 SET|sn(O T„ □.-„ „ LIs ass ün at LxcfsSSSSL " 6 5-.•— *•* 0„ ———.— * 185 Donninas Gennt farbte sich noch um einen Schatzen gelber, was ihn aber nicht hinderte, in scheinbar bester Laune zu versetzen: „Stets neckisch aufgelegt, unser lieber Geheimrat! Uebrigens in diese Idee gar nicht übel, und ich vin mit Freuden bereit, als Neuigkeitekrämer zu fungieren, wenn unsere liebenswürdige Wirtin ihren Segen dazu gibt; die Ware würde ich naturlich selbst stellen.“ „Nein, nein, mein bester Amtsrichter, verkaufen sollen Sie nicht, wohl aber kausen, viel kaufen,“ entgegnete Frau Mary bestimmt. t senkte sich, als er mit einer leichten rimasse versicherte: „Werd nicht ermangeln, meine Gnädigste.“ Das ommt iym in die Quere, mit Hilfe eines Postchens glaubte der Schlaumeier durchzuschlüpsen, ohne den Beutel zu ziehen!“ slusterte der Geheimrat Jane zu. „Sie werden brauchbare Dinge in Menge finden, Toiletlegegenstände und derlei Sachen, alles aus Paris bezogen,“ sagte Mrs. Nelson, vergaß aber hinzu zu setzen, daß ihre Bazarartikel der Hauptsache nach aus sogenannten Ladenhütern bestanden die sie von tlichen Pariser Häusern für einen Spottpreis erstan. den hatte. Ab. direkt aus Paris bezogen, da wird es natürch prachtige Dinge zu schauen geben!— Was wahr ist. ist wahr, die Franzosen leisten mehr als irgend ein anderes Volk, alle Achtung vor ihnen— und dabei diese hinreißende Liebenswurdigkeit, dieser Geist, der sich in der anmutigsten Weise äußert!" rief der Amterichter, die dünnen Lippen spitzend. Ders. Nelson lächelte gnädig, ihr Gatte dagegen runzelte die Brauen und sagte beinabe verächtlich: „Seit wann sind Sie Franzosenfreund, perr Amts richter, früher waren Sie doch das Gegenteil und nannten das franzosische Volk das lüderlichste, per kommenste der Welt?“ Diese Bemerkung wirkte ein Wunder, sie setzte Herrn Dönning in Verlegenheit! Da er aber öfters in die Lage kani, aus zarter Russsicht für interessante Bekannte seine Ansicht zu wibseln, sand er aber trotzdem bald eine Erklärung die inn wenignens vor dem ärgner. Uebel bewahrte namlich vor dem, die Antwort schuldig bleiben zu mussen. „Ald reichotreuer Mann kann ich kein Franzesen sreund sein, mein verehrter Mr. Relson, dies binder: indessen nicht, daß ich vom rein menschlichen Stand. puntte aus den Volgugen und liebenswürdigen Er genscaften unserer westlichen Nachbarn volle Gerech tigkeit widerfahren lasse, ihnen amb persönlich geneigt bin.“ entgeguete er lachelnd. „Ach so.“ sagte der Amerikaner trocken.„Unter diesen Umständen dürste es jedoch zweckmäßig sein solchen Viderspruchen jedesmal vorauszuschuten, auf welchem Standpunkte Sie gerade stehen, ob auf dem rein menschlichen oder auf dem des reichstreuen Mannes, denn andernfalls laufen Sie Gefahr, für einen Mann angesehen zu werden, der überhaupt keinen Standpunkt und keine Ueberzeugung bat.“ Dönning schluckte diese Pille mit dem Bemerken, Mr. Nelsons Rat habe viel für sich, dann verabschie dete er sich in der derzlichsten Weise, legte sich den Damen bildlich zu Fußzen, und bat den Gebeimrat, der ebenfalls aufbrach, ihn eine Strecke weit begleiten zu dürsen. Der Amerikaner hatte an diesem Tage kein Gluck. Die=Hestigteitz, mt welcher er Horts Frage nach seiner franzosischen Abstammung beantwortete, brachte diesen auf den Giedanken, es musse doch etwas Wah res an der Sache sein, und bei Dönning hatten seine scharfen Ausfalle eine ähnliche Wirkung.„ Es ist also doch so. wie die Verdol behauptet,“ dachte er.„Welche Qual für die alte Närrin. die Nelson, wenn sie sich Frau Maranis weiß und mit dem Namen einer simp len Mrs. Nelson vorlieb nehmen muß!— Und des halb die Komödie!— Aa. dahinter wird wohl auch zu kommen sein. Wie bissig dieser amerikanische Gro. dian ist— ich zahls aber heim!" ausaefallen. vand dem Gr soratsberrn Weile scheie. Herr Geheimrat, ist es auch Ihnen sie sprechend ähnlich dieser Mr. Bolen Lerchenfeld ist, besonders dem Ma ragtr der Amtsrichter. nachdem sie eine neben einander gegangen waren „Raturlich, diese Aebnlichkeit muß doch jedem auf fallen.“ „Die Gräfin Mutter wird nicht erbaut sein, wenn „Bedenken Sie den Hochmut dieser Frau!" „Die Gräfin bält auf sich und ihre Familisie davon dört.“ Deihalb nicht!“ Der Erzähler. man über ihren angeblichen Hochmut fabelt, ist Unsinn!“ Der Herr Amtsrichter ließ ein kurzes, schar#e Lachen hören, ehe er mit boshaft blitzenden Augen be merkte: „Unser Geheimrat läßt eben auf seine Grafin nichts kommen, das ist stadtbekannt! Wissen Sie, was man in Bezug auf Sie beide sagt?— Alte Liebe rostet nicht!"— „Und das stimmt, Lerchenfelds sind wirtlich eine alte Liebe von mir!" erwiderte Horst schlagfertig. Eine Straße weiter verabschiedete er sich von sei nem Begleiter, bemerkend, er habe in der Nachbar schaft noch einen ärztlichen Besuch zu machen. „Der ist doch die personisizierte Bosheit!“ brummte Horst im Weitergehen vor sich hin und stieß dabei einen in seinem Wege liegenden Stein mit solcher Heftigkeit zur Seite, als ob er damit die personifi zierte Bosheit selbst von der Erde hätte tilgen können 18. Kapitel. Gegen Mittag hatten sich die Nebel talwärts gesenkt, die Dunstmassen, die bis dahin den Himmel bedeckten, zogen sich zu großen Wolkenmassen zusammen, die ein linder Wind langsam vor sich hertrieb, und jetzt lag die Sonne mit beinahe sommerlicher Wärme über den Kuranlagen, Kranke wie Gesunde hinauslockend aus den geheizten Stuben. Durch das entlaubte Geast der Bäume und Sträu cher huschten im neckischen Spiel Lichter und Schatten über die sorgfältig gesäuberten Kieswege, wie über den verwitterten Waldboden floß das Gold der Sonnenstrahlen, bald in breiten Strömen, bald in seinen Streifen, wundervolle Lichteffekte bildend.— Muntere Menscheustimmen und das laute Jubeln spielend Kinder tönten durch das Gehölz. Infolge geheimrätlicher Anordnung hatte auch Edgar Bolevand mit seiner Braut in der Mittags stunde die Kuranlagen aufgesucht. Es war dies ihr erster Spaziergang in Wiesbaden und Mr. Bolevand, der sich seit seiner Rückkehr in die ihm so verhangnisvoll gewordene Kurstadt eines lebhaften Unbebagens nicht erwehren konnte, bog bald in eine einsame Nebenanlage ein, obgleich sie bisder von neugierigen Blicken noch verschont geblieben wa ren. Margaretens Gesicht hatte den rosigen Hauch Gesundheit so ziemlich wiedergewonnen; sies## seor frisch und bübsch, doch nicht so sehr heiter aus, wie Bräute auszusehen pflegen. Von Zeit zu Zeit flog ein Schatten über ihre Jüge, und dann warf sie alle mal einen besorgten Blick aus ihren Verlobten. Der tiefernste. nachdenkliche Ausdruck seines Auges erfüllte sie mit allerlei Befurchtungen. „Edgar, ich hatte einen Wunsch,“ unterbrach sie plötzlich das ziemlich lang andauernde Schweigen, indem sie sich dichter an ihn schmiegte. Bolevand fuhr aus seinem Sinnen auf und fragte. sich ihr entgegenbeugend, freundlich: „Und das wäre, Gretchen?" „Laß uns sobald als möglich abreisen.“ Weshalb?“ Du bist sehr ungern hier— o. Du mußt es nicht leugnen, ich weiß es, ich sehe es Dir an— ich bin es ebenfalls, und täusche ich mich nicht sehr, so sind war auch Mrs. Nelson sehr unwillkommen.“ „Dessen bin ich gewiß, mein Kind; Mrs. Nelson war mir niemals sonderlich gewogen, weil ich mich nicht herbeiließ, ihr zu schmeicheln, und nun ist sie eine große Dame, die vornehm berabschaut auf ihres Mannes einstigen Kassierer," entgegnete er lachelnd Ein Grund mehr, zu geben.“ Wir sind nicht Mrs. eRlsons Gäste, sondern die ihres Gatten und ihrer Tochter, über die wir doch durchaus nicht zu klagen haben.“ Fortsetzung folgt. Aus der Reichshauptstadt. Nachdruck verboten. Berlin, 12. August ein Höblenmensch.— Fleischschmug gel.— Kindeschmuggel. Die Reichshauptstadt in doch der Sitz der höchsten Kultur; wie kann es da noch Höhlenmenschen geben: Leider nur zu viele. Man darf hierzu alle jene rech nen, die in den Kellerboblen der Großstadt wohnen und das sind allein fast 100000 Personen! Von diesen und ihrem Elende wollen wir heute nicht reden, sondern von einem wirklichen Höhlenmenschen, der im Grunewald hauste und dieser Tage verhaftet worden ist. Das ging folgendermaßen zu: In 1901. wurde eingebrochen, der Täter wurde gestört und mußte flüchten; es war, wie man bemerken konnte, ein Mann in Mairosenuniform. Am folgenden Tage wurde er in der Nähe der Stadt gesehen, und nach schleuniger Benachrichtigung der Polizei wurde seine Verfolgung ausgenommen. Er suchte sich in dem zum Grunewald gehorigen Gehölz unweit der Ruhlebener Schießstande in Sicherheit zu bringen, dies wäre ihm auch gelungen, wenn ihn nicht mehrere des Weges kommende Soldaten gestellt hatten. Nach verzweiselter Gegenwehr wurde der mit gewaltigen Körperkräften versehene Mann verhaftet und, da man wegen seiner Betleidung zuerst annahm, er gehöre der katserlichen Marine an, zur Militarwache der Insanterieschießschule in Ruhleben gebracht. Bald stellte es sich aber heraus, daß er wohl bei der MNariue gedient hatte, jetzt aber zum Tragen der Unttorm keinerlei Berechtigung besaß. Er wurde daran der Polizei in Spandau übergeben. Bei seiner Verfolgung in dem Forst war nun auch die Erdhöhle enweckt worden, in der vieles Diebeshandwerkzeug, gestohlene Gegenstände, Eßvorräte, Stiefel usw., sowie auf den Namen des Verhafteten lautende Ausweispapiere vorgesunden wurden. Dies war zweisellos der Schlupfwinkel des Verbrechers, der schon seit Wochen in der Gegend gesehen worden ist, und dem man jetzt die zahlreichen in der näheren und weiteren Umgebung des Grunewalds in letzter Zeit verübten Einbruchsdiebstähle zur Last legt. Die Höhlenmenschen, die draußen im Grunewalde hausen, hebt man sorgfältig aus; für die Höhlenmenschen in den Kellerwohnungen tut aber das moderne Berlin gar nichts, zum Glück soll nun das neue Wohnungsgesetz diesem Elend ein Ende machen! Guten Appetit! kann man jenen Leuten wünschen, die unter dem entsetzlichen Fleischschmuggel zu leiden hatten. Ein Fleischstempler des hiefigen Zentralviehhoses hatte sich einen gefälschten Siem vel ansertigen lassen, mit dem er in Reinickendorf hannerre und das Fleisch abstempelte, naturlich minderwertiges, gesundheitsschadliches Fleisch. Die Polizei kam dem Treiben auf die Spur und verhastete den gewissentosen Menschen; sie untersuchte dann die Raume verdachtiger Schlachter und machte hierbei graußige Funde. An einer Stelle wurden mehrere Seucke tuberkulösen Fleisches und ebensolche Leber beschlagnahmt; an der letzteren sand man geradezu haarsträubende Zustände. Schon beim Betreren des Grundstucks schlug den Beamten ein pestartiger Geruch entgegen. In einem Blechkasten auf dem Hofe stand tuberkulöses Fleisch, das schon mehrere Wochen alt und in Fäulnis übergegangen war. Die Dunggrube wurde zum Aufbewahren der Geschlinge von den geschlachteten Tieren benutzt. In einem im Schlachthaus eingemauerten Kessel, der eineinhalb Meter im Durchmesser hat, befanden sich Fleischabfalle, die von Maden wimmelten. Auf die Frage des Beamten, wa smit dem tuberkuldsen und versautten Fleisch geschehe, antwortete der Schlächtermeister, daß er es erst#dllig verwesen lasse, und dann Schweine damit füttere! Dem Fleischbeschauer Rehberg, den man ebenfalls hinzugezogen hatte, waren die Fragen der Beamten sehr peinlich, und er nahm plötzlich eine Sublimarpille. Die Beamten batten dies gesehen; er mußte sie ausspeien und sollte, nachdem ihm ein Arzt den Magen ausgevumpt hatte, nach einem Krankenhause gebracht werden. Dem widersetzte er sich aber, und er konnte ent, lassen werden. Die Schlachtbauser wurden amtlich geschlossen. Als aber die Beamten den Rücken wandten, war ein Schlächter durch eine zweite Tür, zu der anfangs kein Schlussel vorhanden war, wieder in das Schlachtbaus getreten, um in Verwesung übergegan, genes Fleisch zur— Herstellung von Wurst einzusalen. Die kriminalistische Untersuchung über die falichen Fleischstempel ziehr noch weitere Kreise. Eine Reibe von Tierärzten der Untersuchungsstelle und des Schlachthofes wurde durch die Kriminalpolizei vernommen. Dabei hat sich ergeben, daß in der Dirksenstraße vor der Markthalle auf Schlächterwagen Fleisch gefunden wurde, das krank und untauglich war, aber trotzdem den amtlichen Untersuchungs. stempel trug. Der schwerste Vorwurf trifft die Stadtverwaltung, die sich bier einfach ihrer Aufgabe nicht gewachsen zeigte, sonst könnten solche Betruge reien nicht vorkommen. Die freifinnigen Stadtvater sehen vor lauter Geschrei über die„agrarische Gefahr“ nicht mehr den Schwindel und Beirug, der jetzt per ubt wird. Wir beoauern nur, daß man im deutscher Strafgesetzbuch die Prügelstrafe nicht hat; für Nad rungsmittelfälscher ist gar keine andere Strafe moglich als täglich zwei mal 25 mit Pfeffer und Salz! Aber in Berlin schmuggelt man nicht nur Fleisch, sondern an Kinder! Im Tiergarten ist ein fünf Jahre alter Knabe gefunden worden, der ausgesetzt worden war. Er konnte über seine Herkunft nicht viel mitteilen, da er nur wenige Brocken Deutsch konnte und in einer dem Berliner Sprachkünstler unbekannten Sprache redete. Endlich Gitdeckte man, daß es ein kroatischer Dialekt sei. Alle Nachsorschungen nach der Herkunft blieben ansangs erfolglos; schon hatten sich fast 500 Berliner gemeldet, die das Kind annehmen wollten, als die Kunde kam, daß das Kind der Sohn des Bahnhofsrestaurateurs Hans Putzenbacher der österreichischen Sudbahnstation Dölsach ist. Die Nachrichten von dem geheimnisvollen Findling in Berlin haben in der Familie des Bahnhofsrestaurateurs Hans Putzenbacher eine freudige Bewegung hervorgerusen. Putzenbacher vermißt seit nun drei Jahren ein Mitglied, einen Sohn. Am 29. Juli 1901 verschwand der damals 3½ jährige Knabe des Restau, rateurs Putzenbacher aus der elterlichen Wohnung. Alle Nachforschungen blieben bis zum heutigen Tage erfolglos. Anfangs glaubten die Eltern, daß der Knabe in den Bach, der an dem Wirtschaftogebäude vorbeifließt, gefallen und ertrunken sei. Bald kamen sie jedoch von dieser Meinung ab, weil der Knabe infolge eines früheren Unfalles am Bache wasserschen war und sich gar nicht mehr in die Nähe des Baches getraute. Uebrigens wurden sowohl der Bach als auch die Drau, in die der Bach mündet, abgesucht, jedoch ohne jeden Erfolg. In den unglücklichen Eltern bildete sich in der Folge immer mehr der Gedanke aus, daß der Knabe entfuhrt worden sei. Nun erschienen die Nachrichten, in denen von dem gesundenen Knaben in Berlin eine Beschreibung gegeben wird, die genau auf den verloren gegangenen Knaben Putzenbachers paßt. Der kleine Putzenbacher hatte blonde P#aare und blaue Augen, wie der mysteriöse Findling. Auch das Alter wurde stimmen. Seit der Lektüre der Notizen ist die Familie Putzenbachers in größter Aufregung. Herr Putzenbacher hat sich bereits telegrapnise unter Angabe näherer Anzeichen des Knaben an die Polizei in Berlin gewendet und er wartet mit lebhafter Ungeduld die Nachricht, ob der gefungene Knabe sein totgeglaubter Liebting sei. Der Knabe gab allerdings bisher an. Johann Becker zu heißen. So ist das Rätsel noch nicht gelöst. Der Bursche erfreut sich des besten Wohlseins im Berliner Waiserhause. Der Orälat Oetri bezeugt durch eltchristliche Denkmäler. Eine a. altdristlichen Dentmalern daufig wiederkehrende Darf und zeigt den Fuorer des Volkeo J#####el, wie er eden m. seinem Stav Wasser aus dem Fersen kehr: ofiers mieder neuen der Daruellung der Auferweckun des Lazarus, so daß wir in Moses das Sym. vol Christi zu sehen haben. Indes berinbilde: Moses in den alichrintlichen Daruellungen auch den Apo#mlfursten Perrus. e it das keine naltlose Annahme sondern uver alle Zweisel sichergestellt zuerst durch das im Jahre 1720 von Boldetti gesundene G##dus, weiches edemfalls eine Darstellung des Moses git, wie er Wasser aus dem sttlagt, aber— und das ist es, was diesem Funde seine eigenartige Bedeutung giot— mit der üder dem oofe des Moses. Die Idee ware dann die, daß „„ Basser des Heils hervorsprudeln laß Diese Darstellung und ihre Umschift haven dann bei verschiedenen Archtoligen den###danten wachgerufen, dan Moses in diesen altchminchen Darstellungen über haust nur als Vertreter des Petrus fungiere, eine Amicht von der Kraus Rulrnen##n d. aminlichen Altertumer II, 431) meint, daß„sie vielleicht zu wen gehe. Innnerhn aber ist 1 des als Typus Perr.#s imstatert: wie Moses und Ehrrirus führt Peirus allem den Stad als der Macht in der mnd Wir gtauben man irre zu gehen, wenn war in dierer Darstellung eine docht de. deutsame Dokumentierung der Leure vom Primat Petri und der romschen Kirche erblicken Man konnte vielleicht einwenden, diese Inschrift „Petrus" über dem Qupte des Moses auf dem in R.de stehenden Goldgiase verdanke ihren Ursprung einer Kunst. erlaune und es konne ihr deshalo man die dobe Bereutung zukommen, welche man ihr beimißt Dieser Eimand iu binfällig, da dieses Goldalas nicht vereinzelt geblieben in, sondern ausdruckliche Bezeichungen des Noes als Vetrus auch sonst noch##den wurden Aber auch andere inschriftliche Darstellungen des Moses lassen seinen Zweisei daruder, daß sie direkt und lich em Petrus gehen. interessam sind dier dis verschiedenen Sarlophage, unter denen der bedeu samste der 1838 in der Pau##dn gelandem zi. der setzt im Anerammtseum stehr (eine Abondung dei Grisar Geschaue der Stad: Rom I. 427); die untere Bildereihe im der rechten Hälfte zeigt drei Szenen: in den zwei ernen in Betrus dargespellt, wie ihm der Herr seinen Fall voraussagt und wie er von zwei Juden gefangen weggeführt wird. Die dritte Szene aber zeigt das Fe#senwunder des Moses, aber diesen dargestellt mit den Gesichtszügen des Petrus. Der Stad, das Zeichen der Micht, findet sich auf allen drei Szenen in der Hand des Petrus, so daß jeder Zweisel nder den Sinn der Bilder völlig ausgeschlossen ist Andere Tarstellungen zeigen Petrus, wie er aus der Hand Chrini eine Rolle, das Gesetz des Neuen Bundes empfängt, wo die Bezugnahme auf Moses, der auf Sinai das Gesetz des Alten Bundes von Gott erhält, nahegelegt ist Die entsprechenden Funde sind nun keinzngs auf Rom beschränkt, sondern verteilen sich auf Itam, Frank reich und Dalmarien, ein Umstand, der zeigt, daß die Vor. stellung des Petrus als dem Gegensruck von Moses, und d## #in zum Ausdruck d.n Mmae keineswegs eine rein spezifisch römische ist, sondern in jenen Zeiten als allgemein verbreitet betracktet werden darf Dis bestätigen erst recht die diesbezüglichen Neußernn. gen der Väter der ersten Jahrbunderte. Marimus von Turin Hieronymus, Augustinus und andere tennen die Symvolisierung des Petrus durch Moses als etwas gin geläufiges. Merkwürdigerweise sind es gerade die ormutalischen Schriftsteller, welche sich gerne dieses Bildes bedienen, so zum Benpiel der Einsiedler Malris aus dem Ende 1. Jahrhunderts, der Tyrier Aphaates(gen in ebenso En“ äm der Syrer(gest. 373), auch bei dem Nestorianer Neses igst. 496) findet sich das Bild, das selbst bis in die Liturgie der jakobit schen Syrer seinen Weg gefunden. nzeinen Aeußerungen von Kneller zusammengestellt in Stemten von Maria=Laach 60. 248—257) Nach alledem kann, von anderen Zeugnissen für den Prinu ganz abgesehen, mit sachlichen Gründen nicht bestritten werden, daß die katholische Ledre vom Primat Petr für die Zeit des christlichen Altertums woh. bezeugt st. Allerlei. Tägliche Erinnerungen 15. August 17•0: Mathias Claudius, geb., Reinfeld. 1708: Chr. von Schmid, Jugendschriftsteller, geb., Dikels bühl. 1769: Napoleon I., geb., Ajaccio aus Korsika. 1771: Walter Skott. geb., Edinburg. 1802 Nikolaus Lenau, geb., Csatad * Nahrungsmittelverbrauch im Haushalt der Hamburg= Amerika Linie. Wer die Verpflegung aus den Passagierdampfern der großen deutschen Ozeanreedereien und die verlockenden Speisezettel kennt, die den einzelnen Mahlzeiten an Bord dieser schwimmenden Palaste zu Grunde liegen, der wird sich einen Begriff von der Reichhaltigkeit und Menge der Vorräte mache können, die im Laufe eines Jahres von der Ree. rei eingekauft werden müssen, um den„Seeappetit“ ih er Passagiere, Schiffsbesatzungen und zahlreichen Arl= ter zu stillen. Die Hamburg=Amerikalinie verbrauchte im Jahre 1903 die kleine Menge von 22½ Millionen Pfund Fleisch, Gemuse, Fruchten, Gewurzen und Speiseprodukten der verschiedensten Art. Nicht eingerechnet sind in diese Zahl die nicht nach Gewicht notierten 2½ Pällionen Stück Eier, 976000 Apfelinen und Mandartnen, 804000 Zttronen, 485 000 Liter frische und kondensierte Milch, Rahm und Schlagjahne, 268000 Liter Essig, 205000 Stuck und Dosen Austern, 168000 Dosen Gemuse, Spargel Pilze, 92000 Stuck kleines Geflugel, 59000 Dosen konservierte Fische usw. usw. Der Fleischverbrauch der Hamburg=Amerika Linie stellte sich im Jahre 1903 allein aus zirka 5.2 Millionen Pfund. Wurst, Fische, Hummer, kleines Geflugel ufw. unserechnet. Auf frisches Fleisch(Ochsenfleisch, Hammelfleisch, Kalb. und Scweinefleisch entfielen 387 Millionen Pfund; 435 000 Pfund waren großes Geflugel.#000 Pfund Salzfleisch und Speck, 278 000 und konserviertes Fleisch, 161 805 Pfund Rauchfleisch und Schinken, der Rest Wild, seines konserviertes Fleisch und Schildkroten. Fische wurden frisch 89000 Pfund, gerauchert 22000 Pfund. konserviert 136 000 Pfund verzehrt, dazu kamen 1220 Tonnen weringe.0 Fäßchen seine Heringe, 13000 Pfund Sardellen und 1861 Pfund Kaviar. Von Wiener und Frankfurter Wurst wurden 18302 Dosen, von sontiger Wurst 62000 Pfund verbraucht. Hummer und Krebse kamen frisch in 4000 Pfund, konserviert in 796 Dosen zur Luche: Austern, Ochsenzungen, Supven. und Fleischertrakt wurden in nicht minder groden Quantitaten geliefert. Ueber den Verbrauch von Gemusen und Früchten sind oben schon An gaben gemacht worden; zu den 168000 Dosen Ge muse. Pilze uund Spargel kommen 70 450 Pfund Trockengemüse hinzu. Sauerkohl und gesalzene Schneidebohnen wurden 199000 Pfund verbraucht Sehr groß war der Konsum von Kartoffeln: 7,4 Millionen Pfund. Auch Hülsenfruchte, Reis, Graupen, Sago und Hasergrütze nehmen naturgemäß einen breiten Raum im Haushalt der Reederei ein; von ihnen wurden 1,1 Millionen Pfunn verzehrt. Nächst Apfelsinen und Zitronen sanden 2. un Pfund Nusse, Nastanien und Mandeln. 290000 Pfund getrocknete Früchte, von Fruchtsaften 4531 Flaschen Verwendung. Kompot wurde in 69000 Dosen und außerdem 16 500 Psund beschafft. Dem wetteren Rüchenbedart dienten 102000 Pfund Rudeln und Maccaroni, 231000 Pfund Kase aller Sorten, 14 100 Glas und 1710 Pfund Gewurze außer 71 Pfund Banille, 257 000 Pfund Salz usw., 299110 Pfund Zwiebeln, 13 500 Flaschen Provenceöl und 8145 Pfund Otivenöl, rcn Prund Farin, 188100 Pfund Raffinaden, 16 08 Glas und 300 Psund Pickles. An Kasser wur. en 276 000 Pfund, an Tec 1.000 Pfund verbraucht. Chotolade= und Kala#berettung nahmen 9078 Pfund der nötigen Substanzen in Ampruch. Fur die Backnube sowohl wie für die Ruche benötigte die Hamburg Ameritalinie in dem einen Jahre serner 2,8 Vallionen Psund Weizenmehl und 139 240 Pfund Roggenmehl. Dabei wurde nicht an Bord gebacken, sondern vom Land aus für den nachnen Bedarf muge geben sast 2 Millienen Pfund Broi und 55 10 Pfund Cakes, Zwieback erc. Außer den schun genannten Quantitäten Milch und Eiern wurden 79000 Pfund pese und 652850 Pfund Butter, Schmalz etc. verwandt. Die vorstehenden Verbrauchs zahlen geben etnen Ueberblick über die Berpflegungsaufgaben, welche einem so großen Reedereibetriebe wie der HamburgAmeritalinie wahrend eines Jahres fur die empfan. genen Passagepreise und zur Unterhaltung der eigenen Schiffsangestellten zufallen. Spirituose Getraute und Mineralwasser rechnen bekanntlich im übersecischen Dampferverkehr nicht zur kostenlosen erpflegung. Daß trotzdem aus den Ozeanschiffen in Durst gelitten wird, geht daraus hervor, daß die amburg=Amerikaltnie 1903 verbrauchte: 363 000 Flachen Mineralwasser, 362000 Liter Munchener und Pilsener Bier, 373000 Liter Lagerbier, 22 000 Fieschen Porter und#ie, soite 824 000 Glaschen sonstiges Bier. Kognak, Rum und Likbre wurden 44 000 Flaschen verschenkt. Wein wurde meist Weiter vom Rhein oder von er Mosel, über 101 Un Flaschen, getrunken. Notwen sand einen Absatz von 64.000 Portwein und Syerry von 14 0n Flaschen, und anßerdem wurden000 Klaschen Champagner geleert. In Lianjang vor der Schlacht. Eine sehr interessante Schilderung von dem Treiven, sich in Liaujang angesickts der inmer bedrohteten Lage der Stadi entfaltet, arbt ein vorrespondent des Now=Vork Herald, Francis Mr Cullagh L##aujang ist eine befenigte Stadt, ader dis zum A. wruch des Krieges hatte es sehr enig oder gar keine Adeutung. Jetzt int es ein grundloser Schlund, in dem die russischen Rude zu Mill nen verunken. Wenigsters b zahlt her Rußland den Chinesen den Marktpreis fur allr; was es kauft, und so machen alle Chin# n m der Sta t ein ung heures Geschaft deselflicker. cheider, Lichezuhe, Land= und Hausbesiner, Viehhandler, Adis, birz alle Chinesen in L##nsang werden rick durch diesen Kriea. Schneider, die noch vor wenigen Jahren nie auslandiiche Tra. gesehen hatten braigen getzt amerikanische Nahmascanen, um nach gezebenen Schmitten„ruhschtas" und Hosen fur die russisten Sol. a nac imenden anzufertigen. Die Prei sind se bst. #rständlich sehr gestiegen. Eteenso haben die Sat##er so zu tun, daß sie einen Emopöer sof: hiuc Mwersen, oenn er ihnen nicht geeich dir übertrieben wen Preise zahlen will die sie fordern. Am merken#e dienen die chinestichen Detmetscher, die die Truppen begleiten. So verdient jetzt ein in Liausang lebender chscer Tolnrtscker über 800 Mark taglich! Sein off rur G- ilt ist naturlich klein aber er verdient Reesensunmen a den a#nirchen Wagen, die er zun Gebrauct der Kissen zu tausenden von anderen Chinesen kauft. Außerden hat er noch viele andere Erwerdsquellen Allen du. Futt rme mussen die Russen schrecklich viel bezahlen; das Futter für ein Pferd konet den Prw#tmann über zwei Mar“ täglich Die Holfte davon ist wadricheinlich für den„Hüm edruck“. Jedenfalls Rleibt eine Ruenfrume usischen Geldes in der Mandschurei; durch die gerstörten Ernten, Häuser usw wird die Mandschurei aber trotzddem in diesem Kriege mehr leiden als gewinnen. Uetersetzer, Schnrider, Agenten, Sattler, Pferd=dändler und Gauner gelangen schmell zu Reichtum, aber die Landleute der Lion=Tung= und Jalurtnete werden wadrichemlich rutmert Limyang bai da. ggen gute Aussichten, und wenn es der Zerstörung iner Schacht entgebt. kann es durch den Krieg eine ganz ansehnliche Stadt werden. Die Russen haben nahe der Station eine Menge neuer Gedäude errichtet, innerd. der Mauern sind eurwanche Läden antftanden. Jetzt in Liamang fast eine Holle; die Hite ist um so unerträglicher, als die chinesischen Häuser für den Wanter gedaut sind Dae vielen fremden Firmen in Liansang sind in den Häuden von sprachkundigen Grrechen Rumänen oder Leoantinern, die den kleinen chnesischen Häusern dadurch ein eurobäsches Aubseden geben, daß sie Glas in die Fenner setzen und die Wände tapezieren. Abe haben einen großen Vorrat au ellobskischen Getranken, serner führen die nen.