35818311133 24 8259888288 1 388323881 1S889858 85 5 ∆— 9 8 S 85 S 2 99 S###5. er die Gelegenheit ab, wo die Bäuerin zu einer der Vauer die wilkommene gesaungen war und gestrengen Hausehre zu ein Veitelung von seiner Pestkengen Faurehle ga einem ergiebigen ExtraHamn, wackte die Fetzargat. zul schlich sick ins ###e gevervetten des Bauern zu einem großen rundel zusammen und machte sich danächten Tage mochte er dann seine P Tey.„Nechts und linke gab es keinen Ausweg. Samnen entschlossen machte er kehrt und ging mit sam wieder dem Hause zu Der Bauere. was das wondeinde Fündel auf seinem Hofe wolle. ds auf sein Hous zu trage. 2 reate ihn. uns er zu viel sitzen poite, kam sch Suert, der ein Giaein., III. Per weit, wem du wieder einen Streict soreten willst. Oher ich...— eentr Stenz nichts— e,ur io nehme die Federbetten gchösren ine Zang= eine Betten. Bauer, und sie sicht— Den Denbel auch; zu mit ernitem Ge. nicht meine Verten, Pring sir. um du 31 Gut“ sonte zin i. dem vn magtl— haben willt, bring enn du deine Vetten nicht in die Stadt. Pher ein se genen guten Votenlohn selber holen: Duueig, sweites Nal hannst du sie seiner Wege, umiu giung er mit dem Bündel in der Stadt wiedersand. Seblen Von der Stadi sie zur esen, mitte lächter, als er seine Teduchestu dorf war ein Geun d geoervetten wieder heimtragen Slsrsset g.,pr Stoht. Der woste. ließ er ihn vom Witn der Stadt betrossen wurde, wis ntechen usel selinehmen und ins Gesanghatte Tilli Pam, 292.zur Vinterszeit geschah, amonie mr aageen. Denn im Gejangnis wur es warm, und beim Kartenspiel er dem Hanner, dem Gesängniswärter, zur schönsten Srmmerzeit eingesperrt wurde, da ds vungerme er auf seine Art zu belehren— einer ist. Herr Bürgermeiser, so liegt es nahe er# e einer par Richin L5.. h. Gtogs ur. Nr. 4106: war. Rithin kbinte also der Lipps zu Unrecht—“. Bürgermeier konnte sich dieser Beweisfühtung nicht verschließen und da er Gewissensbisse verspurte, so kassierte er sein Urteil. Er schickte den Sekretär zum Gesängnis, dem Lipps zu verele ie et euisten d Pe. und wollie mit senenruhig sein leichtes Bündel n mit einem freundlichen Abschiedswort neten. Doch der hiell ihn am Verme Sdwele serchen ase ei iun buit nit uch uud der, Leben davon haben. Prosit für mein ganzes den sollst du auch haben, Hanner. Also, mit den Srich stmaeden„um muit dn mmer ihen dieen nie gegen den Strich. den Zchnen stechen: asen die Fasersprach's und schritt an dem ob dieses„ProDie nescemamnans a. 4apniswärter vorin dir nemhwonnene Frechett. tites“. sprachlos dastehenden Ges über in di mengetronnenr greih den Verkahrden gekommen! Von Zeitz Eronnenbeog. doun, S chnäigrinen von ne kandwirtchmgare Saegg.. 1 Sus und brachde ne eine Frau harr di da das gewunnen harr. Dier„Latter“, sag“ ds wott mi d verkoapen, dä schlachet und vertäid wi selwer“ wi sis de Füärhen als im Stall inschluten, woa dem Wäüg den Fritz Fink gar Hus. Eck soag op sitichen 7.—— ornn, va airst köärtlich ut dem seihn aa gmmen es und hä hiät de Suege oak Dat Ssir“ instanne und briähet bi us in“. ummer schlim, wor, während se tesammen hürden, ummer schtimmer worden. De Wind brusede üm doi Hös.gerüm as dull, und obär Schnät konn me us am Stallgn ddr Lagen seihn. Känner soag, sonne Art Schatten hensträik und in Gesicht vöärsichtig in de Nierndöar rinkäik, as sche de Suege inschloaten. As de beiden hiermet proat woren, was oak dat Gesicht wier dan und gong da Dur moh Voaten und Fiust 55 sat gaumen hun de Küähe um ie diten. i fül dälder num en par Aagenblicke ächter de Schiewenpanne, doa kloppede et an de Döär und as hä oaven makede, stond doa en schlowaEiten parr und was vann Kovo büs de Faut vull dem letzten Luork piägen harr. te bediren. Dat Blaut leig iam de linke Ahm was bruoken und as ha int Krankenhus te brengen. De Bur leit Gä Hiät Stroase genaug und sett mundt fin Laten“ meinbe ga. Sechhen As tiegen Middag dat Wäir bäitter wor, troch Sschtsehe S 5 e eche er e #####r dem Huof damer sagg de Frau tog äirem „Sühst du wuol, wat dat guad was, dat du den Bärenleier opnoamen hiäß? Häß du ne van de Süll wiäsen, dann wären wi jetzt de schötne Suege Und de Bur nichede met den Kopp. Die plattdeutschen Sprichwörter und ihre Bedeutung. S. Lusebrink. ie en eurn, Sex e Gunhe und ar eaidhet Diun hur und un un Gun b D. Gaun ui e Me e aamg hause sämtliche Fensterscheiben nicht Aber darüber machte er sich aud Lippe so seine acht Tage bei seinem alten Shende in inn......... woahen. gawer de Frau huruens en bedenhlich Gescht, bi dem Böir. a..——Mann.“ sagg se. unnerkrengen. üren könnt wi gak wuol D. Sstrens dur was kön Unmensch und gaff noa. Je wer vieier kräig te äiten und te drinken, oak de Su wer versuorged; dann halden se de nigge ie anmerswagd Verschlag herut und brachen Verschlan inichmer de Bär oawer wor in dem Dernaum enschlucten und de Schlowah kam int Karwpon. 106, Prien, Waum mun Gal. Toher ise Ar, gerger irchterichen Sretatel vier wuche Lop= Ein alig briten würde Denn sa streuen fuckte. Tle er eine Freuundes zu verrig noren. ag„lanr Shian u. Tia. sat de Latckrne an— „elhe ue Sehr uu el u. Schorache ir unr m Kulle de deover runnerkam und ov den Verschle mit einem ver'ochenden Versprechen:„Wenn du ag..— an de Schlowuche fir Des antschied. Prosit wor für den guten Hanner. und brin holl de Bür dinen aes t e ume Aiste Auen un ur euun u eusgen Dm. Wrlse Aomn sch wicker ein und liez Reiz, den Kat vom Asten set ud us vier sich breo auss Neue einsperren. Fins woll te art. Norgen kam der Bürgermeister guäinde sich; airst uich mei de Sprate rut, bechngadend auf die Kanzlei In der Nachtsgestonn.— namr dach schiehich, ales inteW in seinem Hause wiederum alle Fenster: Hä baar wteiben eingemorsen worden!—„Wenn ich nicht in den duut: us de Bur am Dawend de Suacge Paisg beiche srgaete, seinen Stereitkr,„at dersin de Nach intrgaben, un u u du een aues segrie Bite. dana miche ih] Dat saunt de Suage setz u. Dier ie. Basdten, Schelte umge uer wate u gewesen“— Derschlag wor, waig ha euuut en dar in den der Se mteur greute gen, daß der Lipps es nicht ge Tüstern nig seie uungrich nich, konn et gat im Sise Mae Seislenr Sanr in Cersapnite Ade und Patz slacken wol, dor dat üe so Gucdnreb e Egiers bevugierte er:„Wenn es dies= Mester Petz siek dat natürlich nich gefallen loaten Die Volksseele kann man am besten kennen St es auch meist slattdenutschen auder Ton, in der wir die auch manche niahz worter dören, erscheinen uns geben sie une, Punzh= algpfähig“ zu sein, so nom Tühle“ doch Kunbe vom Tun und Treiben, vom Fühlen und Denken des plattdeutschen Volder Gesag vie der alte Westsale immer und bei seso ist das platdeutsche, Redeweise des Volbes Sprichwort ganz in die tritt bei den altes a bergegangen und verStelle dos sigenen gen veuten bestimmt ost die Steue ber eigenen Denkens und Urteilens. Es gibt im Hächten Grn t.u tmals Humor. Sehen“, ost in wrudelndem Witz und plattdentsche= Smrichr un iu folgenden einige Plalibenische Sptichwörter an, wie sie in allen Das auch das Unscheinbarste eine Bedeutung uns das Sprichwort: Alle Baate batt. sag de Müige, do soigede se inn Ahin. .. Richt die Aufmachung, sondern die Arbeit zeiugr ven erfolgt Am Schwengel litt et nicht. wänn de Pumpe käen Waater gitt. Arbestelast, wie en des Menschen, so auch seine ai de Hachen, dem dott de Bachen, so dit dem Es kann nicht immer Feiertag oder feiertagsmöß ,,) Fra F5 es nich alle Dage Käermse. waßte, die berodie der Bauer haben soll, die zu ihm paßl, die benommt er schon: Dä Frau van Gott #teugedocht, dä wett dem oak int Verre geUnd ist nur Essen, gut Essen seine Seligkeit, denee But dat eenzige Krüz, wat he te dreAber viel essen ist Angewohnheit: Ett keen Frätter geboren, ower ertrochen. ## linter dem Sport oder Bergnügen, darf die Fumitle nicht leiden: Fischen un Jagen gitt klüngelige„Zlogen und hungrige Maagen. Belt posaunen um weid, soll man nicht in die Man waus nich aster mut auch schweigen können: Mun maul nich aues an de gröcte Klocke hangen. ist, der hält auch andere für schlecht: Man söckt käennen ächter der Hiege, oder man hitt selwer schon mol drächter gesäetten. Wenn jeder Herr sein will, dann kann es natürlich mit der Arbeit nicht klappen: ### Häär. Du Häär, wä sall dann de Göse Schlechte Beispiel verderben guten Sitten: Ne Steifmoar mäkt neu Steifvah. Man muß nicht nur die eine Partei, sondern auch die andere hören, um sich ein Urteil zu machen: Van maut nich blooß achen op eenes munnes deoe, man maut se hören alle Beede. ##„Ran muß sich von der Güte des gehandelten Doseuls vorher überzeugen: Man köppt käenne (Dies Wort wird auch viel beim „Friggen“ angenandt) Eine große Frau kann hoch reichen: Een goot Frauenmensch es ne halwe Ledder. Ist eine Hausfrau putzsüchtig, so hann sie den Hof ruinieren: Eän Wief drieget ut de Schüötte mä vam Howe, wie de Buer mit veer Pärren roppföhren kann. (Fortsetzung folgt.) wät die Verantwortlich: Ernst Lorenzen in Hagen. Druck und Verlag: Gustav Butz in Hagen. **„*•Arret Monalicge Velage zur Hagener Jeitung Nr. 1 Klage. In der Heimat möcht' ich weilen, in der Heimat möcht' ich sein, möcht" bei meinen Eltern weilen, und Leid mit ihnen teilen. In der Heimat nur allein, kann ich froh und glücklich sein Einst spielte ich am Meeresstrande, 8.raubten falsche Menschen mich. nd Plegen nich in fremde Lande S##schugen mich zu Spott und Schande. „Huot doch Erbarmen!“ flehte ich und weinte, weinte bitterlich. Großer Gott im Himmel droben, auf den Knie'n fleh' ich zu dir: „Gib die Freiheit deinem Kinde! Trag' es aus, o Sturm und Wind zu den Eltern in das Land, wo einst meine Wiege stand.“ Aus der Volksliedersammlung H. Graebners. Die Bauernhöfe um Hagen 1731. Von Ferdinand Schmidt, Burg Altena i. W. . Bis in das 19. Jahrhundert hinein spielten unstalr oder neben den festen Gehältern und den den Brüchten oder sonstigen Abgaben der Bevölkerung in der Entlobnung des landesherschaftlichen Beamten—„Besiete arnanne... i 18 Jahrhundert sast . T#eren:— die Leistungen an Bieh, Geflügel und Feldfrüchten, wie nicht minder die Arbeitsdieniste, der Untertanen eine bedeutende Rolle. Eine davon war einerseits, daß die Seadf Soamfen nach der an u den verschiedenen Remtern je Wohlhabenheited; ires Bezirhes, der Zahl und der Bevölkerung außerordentlich verschieden war, anderseits aber auch, daß die illkütrliche Erhöhung minder dieser Abgaben und Dienste Zum Zenp eten ste gern suchten. steten Klagen der märkischen Landleute .. diese uevergriffe der Beamten abzuhelfen, üver auch, um eine gewisse Gleichmäßigkeit in den Leistungen wenigstens bezügl. der Dienste, die meistens von den Pflichtigen nicht wirklich geleistet sondern durch einen gewissen Geldbetrag bezahlt warder, herbeizuführen, hatte Kurfürst Friedl#ch II1. um 23. Januar 1693 verfügt, daß in seinen clevisch=märkischen Landen den Hogreven und Richtern„hinfüro zwey halbe Dienste, einer bei Gras und der andere halbe bei Strohe geleistct“ dom Amt oder gie Entlegenheit der Oerter Dienste mit Geide zuicher seon solle, zu zahlen, von einem ga.Holfe(welcher daran zu erkennen, wann er einen Dienst Ig nehr Pflüigen gebauet wird) vor aber, wescher Stüher, von einem halben Hoffe von einem Käter, sat einem Pfluge gebauet, und nähret, 7½ Stüher ur mit Handarbeit sich erTost## Studer bezahlet werden“ sollten. — erließ die Zepische eiter— am 19. Nov. 1731 tragen.: Die daraus Gelde der. Richter sind uns erhalten daß nur in wenignn Nr. 16.) Sie zeizen uns, unmt in wwenigen Aemtern die Verfügung von stellung über die Dienste wieder welche der Pich, ser in Hagen Peter Natthiag 15. Dezember 1731 der klenisch Butiuch unterm richte; in dem gr d: uuewinchen Regierung eindaß zsich daringleitschreiben dazu bemerkte er, er darum„selbge auch nicht zu 906 wunr. uns machl im Glohen Aicher vergsichel Bauerschaften machen. Der Raumersparnis kürzen Januar Hanodiens P Vferdedienst, 50. Gelde zu W9tg, Sticher. vserdedienst wunde in Stüber bereichnet. dr Handdtent zu. 7½2 "" 1. Kirspel Boel. „„Hengsteder Bauerschaft: Cordt Blote * po.— Salderman 2 Pd.— Tinhaus 2 Pd.— Kulpmau 1 Pd.— Beckehoff 1 Pd.— Hülsberg 1 Pd.— Hueser 1 Hd.— Loug 1 Hd.— . 9o.— Allfsmann 1 5d.— Doerst 1 Hd.“ 1 Hd.— Schülmann 1 Hd. 2 Pd. M chers gerschaft: Heurich Dieman boven 2 2.— Storch=I Kulpman 2 Po.— Dur2 90.— Köster 2 Po.— Schul. 1 Pd.— Pleßman 1 Pd. man 1 Pd.— Mergenman 1 Hd.— Betterbrinck 4.P0.— Gravenant 1 99.— Tuc2re.. Sote 1 P.— Graven,....—— Tuchken 1 Hd.— Schmitt 1 50.— Bauwmester 1 J. 5.— Schröder 1 Ho. Trepman 1 B0.— 2. Kirspel Dahl. a, 1 Phen Prumsbeck 36, Vo.— Lchrkind) Cordt daselbst ½ Po.— Olmus Pumschaeid U Da.— Heurch in Bunichgeh I u Bunikrch 14 man 1 Hd.— Kaldenborn 1 Hd.— „„Bechebauer Bauerschaft: Bergerman winkel 1 Bo.— Hengsteberg 1 Po.— Ober linghaus ½ Vo. Tiegerautug gis 14. 30.— MölAufm Steine 1 ag u i. datwinbel ½, B0.— hoff 18 Po. 3 80.— Vierhaus ½8 P0o.— Hoher Griesenbech 1 Po.— Casvar Vertminghane hausen ½6 9o.— Caspar Grote zu Wermi helbech 18 po.— vberhellech 13 90.— Rieder, — Necking 1 Po.— Baunscheidt 1 Po.— Johann hausen 1 9d.— Altena 1 9. We in Sirmim. zu Velthausen 1 90.— Joh. zn u. Jacocb Schlose 1 90.— Stenching 1 Po.“ Riedern=Vellhussen Belthausen 1 P0.— Peter zu Velthausen!. Zetr, Agambusch au Velschausen 1“ 9o.— Homwerk 1 Po.— Rademacher zum Vorwerk 1 Pa.— Leneche ½ Po.— Tiederich Schulte 12, Po. boel 1 90.— Uterman zu Naflenhgef 1. — Uterman zu Rustenobei 1 0 Satebe 1 99.— he. Gherit iur Grbe 39.— Kuhseldt 1 Hd.— Loberman 1 Hd.— Sans ob der Stgiepe, meht,„Zieder 1 50.— Stutenbiger 1 Ho.— Riederh= Eage 1 h. 1 H0.1— Ferten zem Rigenhanse 1 85. 3. Kirspel Voerde. 9d Pschein.. t: Evert zum Schurn zu Bülbring 1 Pd.— Schulte zu Kotthausen 1 dern 1 90.— Tiages Evert gu P. Bo.— Prabender Hinnenberg 1 Pd.— Melchior Boßwinckel 1 Pd.— Henrich am Alberge 1 Hd.— Elbert auf dem Soest „###.— Caspar in den Erdten 1 5d.— Henrich Sraber auf dem Bockenhagen 1 Hd.— Henrich Hd.— Herman Schumacher 4 Resterbouer Vouerscheft. zu Flockenhausen 2 Pd.— Albert Kalleberg 2 Po.— Niederste Büdding 2 Po.— Willibe Flueß aufm Krumstück 1 Pd.— Harkotter Heurich„. 30h Cronenberg zum Broche 1 30.— grache: Broche 1 B0.— Henrich Witt. ter zu Twiting 1 9d.— Hans sorgen 1 50.— Heurich in der Kipper 1 6. Steuun 5. Haesper Bauerschaft. Färgen uhn gcumstück aufm Brinche 2 99.— Caspar und Johann Henrich Romberg zusammen Seur Jomberz 1 P0.— Henr. Fischer Jörgen Cronenberg zusammen 1 Jörgen Brincher 1 R0.— Adolph Hr Schölling 1 Pd.— Elbert Aßbeck auf der Halle 95.— Tasgar Fischer ilmann zusammen Hans Färgen aufm Tücking 1 Po.— Adolst Prenge auf der Hestert 1 Bd.— Cordt Köcking 1. Vo.— oh Haue Kampe Bockloh aufm Tücking 1 Pd. Fülcher, auf Jahrmane Gute 1 90.— Caspor auf Schmide. zusammen 1 Po.— Jörgen Wsbeck 1. gg...0.— Hans Addlotz — Johann auf dem Rhode 1#d.— 1.50.„ Eihert Post 1 8aden au der Stemen Stalen 1 Hd.— Caspar auf der Stennert 1 Hd.— Henrich Hövinghoff 1 Hd.— Herbert auf der Hestert 1 5d.— Calsour Hageböllng auf der alcienerot Evert Bocklohe aufm Füchina 1 Hd— Kcart Siig lamd 1 S diim Lucting! 28.— Evert Hügeland 1 gw.— Herbert Astbeck in der Hilgenbeck 1 Hd.— Diederich in der Viesten 1 Hd.— Gerlinghagen 1 Hd.— Caspar Jürgen auf den Lohen 1 Hd. 6. Dorf und Bauerschaft Hagen. R hnn Snn oder 45 Stbr.— Hano Suxp)rwerch 1 Bfluadient weners Katten 1 H5. Duinz auf WüllenRöllenstraße 1 55.—emmns Kotte an der Suetfelbts Koite 1 5. 99.— 1 90.— Hang au. 30 g. Heurich Rademacher Brder 1 5, ugen Lütche 1 5d.— Henrich wachenr 1 8. i Pphrach 1 9. u. Jorgen Bade 5o— Jokann“ Jobrechter aufm Spicher Tahann Kluse 1 55 denrich Hobrecher 1 60— Ne Gegga Ghiga de Kotte 1 H0.— Gel Sruuck und Spicherman zusammen einen Koiten, also 1 Hd.— Beckers Kotte 1 Hd.— e SBÄÄSSULGESSSS a S“gg g SBPSEE S SpaS--###es# Sa: S0L•AES GEEDAEGMRS: 58 5 Sr#E, 38% E : E S„S F 5 „SIhaEEE FEr ung S 55 SSRSE SEE ESUES S5 55 EEER 6125 SSt Schmidt an der Bauerweide 1 Hd.— Heierhoff 83.— Ischerlandt 1. Ho.— Philipp Richenbrochk 1 9o.— Gerhord Steinyauer 1 Hd.— Tigges Mecking 1 Hd.— Dethmar Riepe 1 Hd.— Elbert Mecking 1 Hd.— Evert Eickelman 1 Hd.— Evert Hoing 1 H2,.,Jacob Zingerhut 1 Hd.— Sahliens 4 90.— Wittie Worm 1 Hd.— Düing auf der Corps garde 1 Hd.— Herman Pleuser 1 Hd.— Hr. Gschrbr. Holdtmann 1 Hd.— Frohnen=Kotte 1 Hd.— Bicarius Drude und Friedrich Engels zulgmmen von einem Kotten 1 Hd.— Fr. Richterin Wortman von einem Kotten 1 Hd.— Waldsörster Dähnert von einem Kotten 1 Hd.— Lieutenant Engel von einem Kotten 1 Hd.— Moll unter dem Berge 1 Hd. 7. Halder Bauerschaft. Schulte 2 Pd.— Wehberg 2 Pd.— Hildedrandt Bertoldt 2 Pd.— Grote Breede 1 Pd.— Bungestock 2 Pd.— Kumbrock und Heide 2 Pd.— Rienhoff 2 Pd.— Beckman 2 Pd.— Lollert 1 Pd: — Limburgisch Gut 1 Pd.— Creffts Gut 1 Pd.— Bülbring 1 Pd.— Berve 1 Hd.— Tamburs Kotte 1. Hd.— Böcker 1 Hd.— Möllers Kotte 1 Hd.— Winchen 1 Hd.— Dustkotte 1 Hd.— Kayser 1 Hd. — Sträethott 1 Hd. 8. Eppenhauser Bauerschaft. Dethmar Höinghaus, Schulte zu Emist, 2 Pd.— Caspar Vorsteher zu Emist 2 Pd.— Jörgen Haarman zu Emist 2 Pd.— Johann Crefft 2 Pd.— Schmiedes Gut 2 Pd.— Johann Engelberts 2 Pd. — Osterman 2 Pd.— Jörgen Teiman 2 Pd.— Möllen Gut 1 Pd.— Guden Gut 1 Pd.— Althaus Gut 1 Pd. Diederich Kirchhoss 2 Pd.— Johann Blancke 2 Pd.— Jacob Köster 2 Pd.— Jörgen Poel gt. Tuter wegen Lohegut 1 Pd.— Friedrich Mering ausm Limmelen 1 Hd.— Hans Henrich Krampe 1 Hd.— Detmar Kottman 1 Hd. 9. Holthauser Bauerschaft. . Johann Peter Höinghaus 2 Pd.— Jacob Lutickhoff 2 Pd.— Kuhweider Gut 2 Pd.— Stephan und Caspar in der Oege zusammen 1 Pd. — Johann Sommer auf der Endt 1 Pd.— Henrich daselbst 1 Pd.— Henrich Gude tho Waterhövel 1 30.— Caspar Göbel auf Niederste Waterhövel #.#.:— Johann Redlinghaus 1 Pd.— Johannes Vorster vom Redtlinghauser Gute 1 Pd.— Berndt Overhoff 1 Pd.— Henrich Göbel 1 Pd.— Caspar Wever 1 Pd.— Henrich Wulff 1 Lo.— Adolph Düllen 1 Hd.— Tigges Hamperman 1 Hd. Gerdt Kattenhöller 1 Hd.— 19. Eilper Bauerschaft. „Henrich Schulte 2 Pd.— Jörgen Struchlenberg =„39.— Bölperting 2 Bd.— Krahloche 1 Bd.— „#ters Gut 1. Bd.— Schäpffer Johann 1 Pd.— wteichtor Schröder 1 Pd.— Hans Schöpper 1 Hd. 1 Hd.— Herman Rutenkolk 1 Hd.— Aldehoff 1 Hd.— Peter Schmid 1 Hd.— Hans Henrich vom Hagen auf Bremen Kotten 38.— a a, Hüttehoff 1 50.— Schlötter 1 55— aren.. 1 590.— Dethmar Walrase 155— Hger Riepe 1 50.— Adolob Stöcher 1 90.— Diedr. Casv. Schulte auf Kopskotten 1 Hd. — Tönnes Schumacher 1 Hd.— Abraham Schaberg vom Binhelkotten 1 Hd.— Engels 1 Hd. Heimsiepe 2 Pd.— Evert Ratlembusch 1 5d.— Henrich wecher gt. Schulte 1 Hd.— sohann Tustfeldt 1 Hd.— Adolph Kühnholdt 1 Hd.— Gerdt Neuhaus 1 Hd.— Jorgen Becher 1 Hd.— Kayser 1 Gesamtsumme des Gerichts Hagen 136 Rt. 41 Stbr. Volkslied. 1. Ein Husar wohl aus dem Kriege ham.—. Hurra. Hat alles zerrissen, hat alles verzehrt—. „Mein lieber Husar, wo kommst du her?" Hurra, hurra, hurra. 2.„Ich komme wohl aus dem Kriege her.— Hurra. Ich hab gedient dem Kaiser sechs Jahr.“ Frau Wirtin an zu weinen sing. Hurra, hurra, hurra. 3.„Frau Wirtin, warum weinen wir?— Hurra. Weinst du vielleicht um dieses Glas Bier und glaubst du du kriegst kein Geld dafür?" Hurra, hurra, hurra. 4.„Ueber dies Glas Bier da wein' ich nicht. Hurra. Ich weine nur über meinen Mann, der mich sechs Jahre verlassen hann.“ Hurra, hurra, hurra. 5.„Ach, Frau, wo kommen die Kinder all' her? Hurra. Nur zwei die hinterließ ich dir und nun hast du drei oder vier.“ Hurra, hurra, hurra. 6.„Den ersten Bries, den ich bekam,— hurra, der zeigt“ mir dein Begräbnis an. drum nahm ich einen andern Mann.“ Hurra, hurra, hurra. 7.„Ich zieh' jetzt in die Welt hinaus— hurra, Zwei Kinder nehm ich dann mit mir: die andern du für dich regier'.“ Hurra, hurra, hurra. Aus: Gesammelte Volkslieder. Aus der Sammlung H. Groebners. Sie U., Zleyer Bauerschaft. Diederich Vorwerck 2 Pd.— Henrich Kreift 2 Pd.— Breddeman 2 Pd.— Johann Tieman 2 Pd.— Jorgen Wirth 2 Pd.— Johann Rath gt. Fischer 2 Pd.— Johann Hochman 1 Pd.— Everhardt Kruse 1 Pd.— Tieman auf dem Over 1 P#d. e Büder Buurshet. as Hogundars iohaus 2 Bo.— Herman Tüter „ Tegrmpirdts Gute 2 Bd.— Johann Rath 1 Bd. — Diederich Beckman 1 Nd.— Wittibe Nabel 1 Bd. — Schulte zu Eckesen 2 Pd.— Hermann Blanckenagel vor der Geitebrüggen 1 Pd.— Bitter Gut 2 9d.— Kottmans Gut 1 Pd.— Werner Hovman 1 Hd.— Henrich Stückman 1 Hd.— Hans Fürgen Kuhlmann 1 Hd.— Berndt Schumacher 1 Hd.— Werner Vos aufm Klosterhose 1 Hd. 13. Wehringhauser Bauerschaft. „Wilhelm Sodding 1 Vd.— Caspar Dichman ...— Henrich Romberg 1 Pd.— Jörgen Hösteren 29.— Noch selbiger 1 Hd.— Ratthias Cramer Vd.— Johannes Winckelman von Svichermans Gute 1 Pd.— Casnar Teiman vom Grotenhofe 1 Ad.— Noch selbiger von Brechteseldts Gute —. Ratthias Becherhoff 1 Pd.— Tachenhöper 1 vo.— Tigges Delsterhaus von Sälters Gute 1##d.— Henrich Schölling in der Peverhove 1 Pd. — Hans in der Becke 1 Hd.— Johann Lutzenburger 1 Hd.— Dethmar Arendts im Grummert 1 Hd.— Tiages Fischer im Kotten 1 Hd.— Michael Brenne 1 Hd.— Caspar Delsterhaus on der Kuhlen 1.50.—Johann Peverhoff 1 Hd.— Jorgen Hierhoff 1 Hd.— Hans Jörgen Wieckelman 1 Hd.— Tiages Schmidt 1 Hd.— Evert Kerckenberg 1 Hd. 14. Herbecher Bauerschaft. Liederich Goßman 2 Pd.— Henrich Blanckegagel 2 Po.= Herman Storchman 2 Pd.— Jörgen Nach dem Heidelberg der Mark! Auf einsamen Psaden von der Syburg zur Limburg. Von Max Römer, Elberfeld. Auf! Hinaus durch Tor und Brücke! Fern durch Wald und Wies’ und Hag! Nur im Wandern wird genossen Dieser sonnige Frühlingstag. Wilhelm Hertz. Dort, wo gelb und schäumend der Lenne Fluten sich in die Ruhr, die ruhige, silberschimmernde, ergießen, erfüllet Weihestimmung, Sommerfrieden den weiten, lichterfüllten Raum. Unseres Morgenzuges Rollen verklingt ganz leise nur in Ost; in Wiese, Wald und Feld rundum kein Mensch. Ueber dem fernen Arneberger Wald zieht hinter rosafarbenem Schleier Frau Sonne ihre stille Bahn. Es ist so feierlich um uns in der Natur. Kein Leben aus dem Bahnhof Westhosen, den wir einsam hinter uns lassen, um uns westwärts zu wenden. An der Landstraße ein Wegweiser nach Kabel. Diesem gegenüber ein steiler, ganz schmaler Psad. Hinter dem einzelnen Hause hinauf auf die taufrische Höhe mit dem einzig schönen Blick auf den turm bewehrten Syberg, der aus dem Meer von Wald stolz und steil empor sich reckt. Nach Norden zieht der Weg, aus dem Sonngeflimmer der Wiese hinaus in den langgedehnten schattigen Wald. Wir drehen sofort links und oben, auf dem Gipfel des Berges. abermals links in den Eichenbestand. Eben, schmal und lautlos läuft der dünne Weg an Bäumen von goldigem Ginster, an schimmernden Birken und wundervoll duftenden jungen Kiefern entlang. hin und her, auf und ab, um endlich drüden, auf des nächsten Berges höchster Kuppe, die Landstraße zu erreichen. Es war ein unvergeßlich Stündlein schönsten Wanderns. Dorf Syburg. einige Häuser am sanften Hang, nüchtern, charahterlos, aber erdrückt von blühender Bäume Herrlichkeit, dazu ein Kirchlein aus uralter Zeit, Nachfolger wohl der ältesten christlichen Kirche im ganzen Gebiet. Auf altgeschichtlichem Boden, an Buden mit Brezeln und allerhand Tand vorbei, schweisen wir rechts von der Landstraße auf grasigem Pfade der vor uns aufragenden Bergesmasse entgegen. Wir sind von Wald umschlossen, und wenn der Blick nach rechts, nach links sich wendet, sehen wir alle Berge rundum von dichtem Wald bekränzt. Wir landen am Denkmal. So ungeheuerlich die Maze und Massen des Baues, so riesenhaft die Aussicht von seiner Terrasse ins Land. Dieses weite, Lennengesegnete Land, diese unendlichen lachenden Fiuren nef, tief unter uns, diese herrlichen Wälder und stolzen Berge, der Ströme gleißendes Silberband und der üppige Strauß der Städtchen und Dörschen im frischen, leuchtenden Grün!„Wie kann man so alt geworden sein und Hohensydurg nicht gesehen haben!“ Auf gepflegten Wegen geht's oben nun weiter zum Bincketurm, dem zweiten Wahrzeichen des Berges. 1857 wurde er von den getreuen Märkern ihrem langjährigen und geliebten Oberpräsidenten als äußeres Zeichen ihrer Verehrung errichtet. Heute noch lebt der„alte Bincke“ im Bewußtsein seiner Westfalen als ein wahrer Vater seiner Provinz, der dutzendemale im blauleinen Kittel über die Landstraße zog, die entlegensten Dörfer aussuchte und überall mit scharfen Augen erspähte, wo es irgend etwas zu helfen, zu bessern gäbe. Einige Minuten weiter durch den schönen Wald der Sonne entgegen, und wir prallen jählings mit den Trümmern, den heute noch eindrucksvollen, mächtigen Mauer= und Turmresten jener denkwürdigen Stätte zusammen, die dem Berge den Namen verlieh, der ehemaligen Sigiburg. So weit die Blicke hinab in die Lande der Lenne und Ruhr, so weit schweifen sie hier auch hinaus in verklungene Zeiten, zu jenen fernen Tagen, da hier die erbitterten Kämpfe der cheistlichen Franken unter Karl dem Großen und den heidnischen Sachsen unter der Heldengestalt Wittekinds stattfanden. Hie gegen die Wälle und Tore der alten Sigiburg, rannten tagelang die fränkischen Heere an, um schließlich doch noch— durch List— den Sachsenfürsten heraus= und sich selbst hineinzubringen. Prachtvoll sind die alten Sagen, die diese Zeiten (775—79), Helden und Berg und Burg umranken. Daß Papst Leo IV. nach der Einnahme der Sachsenseste den Siegerkönig und sein Heer mit einem Riesengefolge von weltlichen und kirchlichen Würdenträgern hier aufsuchte, daß er an der Stelle der Irminsäule die erste christliche Kirche gründete und dem St. Peter weihte, dürfte übrigens keine Sage sein. Die bedeutenden Reste an Mauerwerk stammen von jener zweiten Sigiburg, die unter Heinrich IV. auf den Trümmern der ersten errichtet, später ein Reichs und Burglehen der Ritter von Syburg und 1287 unter Rudolf von Habsburg durch den Grafen Everhard von der Mark mit den Schlössern Isenburg. Ruenthal und Bolmarstein zerstört wurde. An der Ostseite des stolzen Berges steigen wir, dem X des S. G. B. folgend, am Riesengasthof vorbei durch Wald und Flur, durch Duft und Sonne hinab zur Landstraße im Tal. Unter der Eisenbahn hindurch biegt der haum sichtbare Pfad auf die weiten Ruhrweiden ein, wo im Meere von Licht die Herden grasen. Drüben, jenseits der alten Brücke über die Ruhr, ein einsames Wirtshaus. Wir stoßen auf X 4 des S. G. V. Wald hinein. Auf dem breiten Fahrweg von Reh und ziehen mit ihm die sonnbeschienene Höhe hinauf, berühren die Gedächtniseiche nebst Denkmal der Garenfelder und sind in wenigen Minuten im Dorse. In behäbiger Ruhe, breit und wuchtig, entwachsen die Häuser dem Schoße der Erde, alte, niedersächsische Bauernhöse, von Eschen und Eichen und Birnen umschlungen. Hinter Garenfeld ein majengrüner Bauernwald, jauchzend im Sonntagsschmuche hellodernder Ginsterbüsche. Wie heirlich dieser Vogelsang, wie einsam unser Pfad Tiesendor hinunter. Das Dorf selbst bleibt links von u. im Walde liegen, nur den ersten Hof„Steinwec“ gehen wir an, durch seine Einzelhäuser läuft der schmale Weg. hinten durch den Zaun und dan: rechts durch die blütenbesäte Wiese, über ein Böchzlein hinfort in die jenseitigen Felder am Nordhange. An der Ostseite der umzäunten Weide geht's rechts hinauf in den nahen Wald. Glühende Hitze und blendendes Licht im Wiesentahl, dämmerige Kühle und wundersamer Ozon von Tannenharz, grünender Heide und jungem Farn umsächeln uns hier, in diesem stillen, weltverlorenen Paradies. Auf weichem Moos= und Nadelteppich schreiten wir langsam aufwärts, dicht an der Kuppe des Rehberges vorüber, weiter und tiefer in den Wald hinein. Jus dem breiten Fahrweg von Reh nach Schälk müdet der einsame Pfad. Wir gehen nun eine Weile mit der Straße nach Osten. Wo sie sich senkt, biegen wir rechts unter Eichen und Kiesern ins Tal der Hasselbecke hinab und zwischen Humpseit und Bemberg gen Süd nach Dorf Elsey. Die schattig=kühle Landstraße führt wenige Minuten darauf die Wanderer zur alten Lennebrücke von Hohenlimburg. Einzig schön von hier, hoch über dem breiten, wolichtersprühenden Fluß der Blich talab auf endlos weites, waldumsäumtes Wiesenland, talauf ins Häusergewirr des freundlichen Städtleins hinein, hinauf auf die hohen, wälderstolzen Berge beiderseits, auf die sonnlachenden Zinnen und Giebel des Schlosses hoch oben auf luftiger Höh'. Zu ihm hinan ist unser Ziel! Freiheit= und Herrenstraße bringen uns an den Fuß des Schloß= berges, und nun heißt's„mit ganzer Kraft voraus". Voll Steine und Mühen ist der schweißgetränkte Steig an der Berglehne hinauf, unter den gewaltigen Buchen, den hochstrebenden Pappeln hindurch ans weitklaffende Tor der alten Burg. Ihre Geschichte, ihr malerisches Innere, ihre alten Sagen und— Raritäten sind uns bekannt. Neu aber ist immer und immer wieder der überwältigend schöne Ausblick von des Schlosses Vorhof über die rauschenden Kronen alter Bäume hinweg ins fröhliche Land tief unter uns, auf all die Berge und Wälder und Täler bis hinüber zur Hohensyburg im Norden. Niemand Geringerer als unser Heimatdichter Freiligrath fand die ergreisendsten Worte zur Schilderung dieses herrlichen Flechchens Erde, wenn er schreibt: „Ich habe gelacht und geweint und gejubelt über die Schönheit von Limburg; es ist hier nichts als zwei Reihen hoher Berge, dazwischen ein Fluß. an seinem linken Ufer eine Stadt und über der Stadt ein Schloß; aber aus diesen fünf Dingen, wie aus sünf nichtsbedeutenden Buchstaben das schönste Wort, ist die schönste, die ergreisendste Rede zusammengesetzt, die der Schöpfer zum Menschen sprechen kann, eine Rede, die aus tiefstem Herzen einen Strom von Glückseligkeit aufsprudeln läßt usw.“ Leider hat die Industrie vieles von einstiger Anmut zerstört, so manches liebreizende Fleckchen Seimat vernichtet, ganz besonders im östlichen Teile des Tales der Nahmer zu. Aber das meiste ist aus Freiligraths Tagen doch noch auf uns gekommen, besonders auch die auffallende Aehnlichkeit der ganzen Landschaft mit Heidelberg, die jedem, der die Aussicht von des Schlosses Terrasse aus genießt, zum Bewußtsein kommt. Gezeichnete, angenehme Wege durch weitausgedehnte Gehiete wundervollsten Hochwaldes geleiten uns in zwei bis drei Stunden nach Hagen. Der mit X 1 gezeichnete Weg verdient wegen seiner ganz hervorragenden Ausblicke aufs steil hinunterfallende Tal der Volme, auf endlos für dehneude Bergwälder wohl den Vorzug. Für müde und weniger rüftige Wanderer bietet vom Bahnhof Hohenlimburg aus sich reichlich Gelegenheit zur Rückreise mit der Eisenbahn. Banopfer in Westfalen. Von Karl Lamprecht. .„„In alter Zeit war ein Spruch unter uns gelaufig: „Was ist füßer als Honig?— Mutterbrust. das ist weicher als Daunen?— Mutterschoß. Was ist härter als Stein?— Mutterherz." Die Sage erzählt: Als einst eine Burg erbaut werden sollte, glaubten die Leute allgemein, die Feste könne nicht erobert werden, in deren Grund ein lebendiges Kind eingemauert würde. Das sollte nun auch hier geschehen. Es wurde deshald in allen Gemeinden behannt gemacht, wer ein Kind hierzu hergeben wolle, solle eine Summe Geldes erhalten. Lange konnte niemand gefunden werden; endlich aber meldete sich eine Frau und verhaufte ihr taubstummes dreijähriges Kind für 300 Dreier. Als man mit dem Einmauern beginnen wollte, erhielt das Kind plötzlich seine Sprache wieder, und es rief aus:„Mutterbrust war süßzer Mutterschoß war weicher als Daunen, Mutterherz ist härter als Stein!“. Und so wurde das Kind von dem eigenen Vater eingemauert. eine Dreiersemmel essend soll er ausgerusen haben ich sehe dich noch!“ dann:„Vater, 2 leds dich noch ein wenig!“ und zuletzt:„Vater, ich sige, dich nicht mehr! O. Vater, wie wird es dunke!!" Der unmenschliche Vater aber stürzte nach seiner grausigen Tat von der Leiter und brach das Genich. v S#u Stradburger Rünster erzählt sich dos ####at der Bau des auf unterirdischen Quellen stehenden Turmes erst dann geglückt sei, nachdem ein Jüngling sich freiwillig geopfert habe. Die Stadt Eindeck soll von diesem barbarischen Brauche gar den Namen erhalten haben. Als man bei der ersten Umwallung der Stadt ein als Bauopfer ausersehenes 1½jähriges Kind in die dafür bestimmte Kiste legte und ihm einen Zwiedack gab, rief es aus:„Nur einen Back!“ Daher der Name Einbeck.— Beim Abbruch des alten Schlosses zu Bilstein im Sauerlande, sand man in einer Höhlung der Grundmauer das Skelett eines Kindes und erinnert sich der alten Sage über ein hier gebrachtes Bauopser.„Es komms nicht gerade selten vor“, sagt Preutz(Bau:. Altertümer S. 73),„daß der weitverbreitete uralte Glaube der Vorzeit, es bedürfe beim Bau von Kirchen, Türmen, Stadtmauern usw. der Einmauerung eines Opsers. um dem Bau Bestand und Sicherheit zu verleihen, auch bei uns verbreitet war.„In den 90. Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde bei Wiederherstellungsarbeiten in einer Seitenmauer der Thomankirche zu Soest ein Kindergerippe aufgefunden, das diesem Zwechr gedient haben mag. Auf dem Gewölbe der Sakristei in Schwefe sand man einn Menschenschädel, über den man sonst nichts weiß. Grimm(Mythol. sf.). Strackerjan(Abergl. und Sag. 1 107 s1.), Bechstein(Sagenschatz IV. 157) u. a. erzählen mancherlei von dem grausigen Brauche. Vielleicht hat man Verbrecher dazu verurteilt, oder, wie die Sagen angeben, Kinder und Landstreicher zu diesem Zwecke gehauft. Die steigende Kultur brachte schon im vorchristlichen Altertum eine Milderung der Sitten, eine Läuterung der religiösen Vorstellungen. Carna, die gütige Fee in der Kinderstube, hat die Macht der blutlüsternen Striga gebrochen, indem sie einem Ferkelchen die Eingeweide entnahm und zu der Unheldin sprach:„Das zarte Tier gelte für den zarten Knaben, Herz für Herz, Eingeweide für Eingeweide, Seele für Seele!"(Ovid. Fast. VI, 101 ss.). Das Christentum konnte dem Wahne erst recht nicht Raum geben. Schon früh heißt es: „Die, welche Häuser erbauen, pflegen zuerst als Grundstein menschliche Leider zu legen. Wer das tut, soll zur Straße 12 Jahre Kirchenbuße tun und 300 Körperbewegungen. Lege du vielmehr als Grundstein einen Widder, Bock oder Stier.„Unter der Stalltüre begrub man einen Hund, um das Entlaufen der Kuh zu verhindern, unter Wohnhäuser lebende Schweine. Hühner, Hunde oder Eier; denn das Ei ist auch ein Leben. Unbeschädigte Eier werden bei dem Abbruch oder bei der Ausbesserung alter Häuser vielsach gesunden. Oeffnet man sie, so findet man eine schwarze, trockene Masse. In den Kirchen vermauerke man auf Grund naheliegender Symbolik unter den vielfach sargförmig gestalteten Altären ein Lamm. In Schwese hat man bei der Beplattung des Chores im Jahre 1859 noch Ueberreste davon gefunden; es spricht mancherlei dafür, daß dieses Bauopser bei der Erweiterung der Kirche im Jahre 1706 dargebracht worden ist. Auf jedem neuangelegten Totenhofe begrub man zunächst ein Pferd, das germanische Opsertier. Daran knüpfte sich die Sage, daß, wenn sich dieses Tier sehen ließe, wenn sein Geist umginge, so bedeute das Unheil. Nur aus erziehlichen Gründen gab die Kirche dem tief eingewurzelten Aberglauben insoweit nach, als sie einwilligte, anstatt lebendiger Kinder gewisse Tiere bei Gründung ihrer Städte, Errichtung ihrer festen Türme und Kirchen einzumauern. Das angesehenste Opsertier der Germanen war das Pserd. dessen Schädel man in Westsalen an die Giebel der Häuser brachte, als Geschenk für den abgeschiedenen Ahn, der als Schutzgeist der Hauses nunmehr bei seinem Besitze, dieser Reliquie, weilt, dessen Seele sich mit Innigkeit an das Ihrige hängt, nach altem Glauben auch in der Nähe des ihr Geweihten zu vermuten ist. Der Schädel hann auch insosern ein Schutzmittel sein, als er zum Wächter wird und das Haus namentlich vor Wetterschaden bewahrt. Diese Aufsassung begründet die hohe Bedeutung des Pserdekopses als Firstdekoration. Denselben Ursprung wie der hölzerne Pferdekopf hat der metallgewordene Hahn auf den Kirchtürmen oder die aus steisem Blech bestehende Wettersahne in ihren mannigsachen Formen. tiuch andere Giebelzierden sind darauf zurückzuführen. Daß derselbe Sinn aber auch auf lebende Tiere übergegangen ist, beweist der rätselhafte Adebar, der Storch. der sich wohl dadurch in den Ruf besonderer Heiligkeit gesetzt hat, daß er da oben zwischen den Roßhäuptern als schützender Geist über das Wohlergehen des Hauses wacht. In dieselbe Stetlung ist die Schwalbe getreten; auch ihr Nest darf nicht zerstört werden; denn„sie bringt dem Hause Gluck".(Lippert, Volksglaube S. 461.) So gegensätzlich es auch scheint, so entspringt doch demselben Gedanken die andere rohe Sitte, größere Bögel, wie Eulen. Stößer usw. gerode am Hausgiedel festzunggeln. Aber auch einzelne Exuvien der schützenden Tiere genügen. Diese Aufsassung begründet die große zauberische Bedeutung des Hukeisens. Auf die Türschwelle genagelt, ist es ein wahrer Wächter und hält alles Böse vom Hanse ab.(Wuttke, Abergl.§ 176.) Man befestigt es auch an dem Giebel; die Schisser nageln es an den Mast: Kindern legt man es in die Wiege, und wer es findet, hat Glück. Ein zu einem Nadelkissen umgearbeiteter Pferdehuf bildete et== dem bei uns das deste Geschenk, das man einem Mädchen mochen konnte. Wollte man das Bouopfer besonders wirkungsvoll gestalten, so wurden mehrere Tiere dazu erwählt. In Horn(Lippe) sand man im Jahre 1872 beim Abbruch eines Turmes der Stact= umwallung einen ausgemauerten Raum, in dem sich Knochen von Schaf, Kaninchen, Taube, Hahn, Kalb, sowie ein Hühnerei vorsanden. Der damalige Ortspfarter R. Brockhausen, der in Verbindung mit dem Arzt Dr. Arensberg die Funde untersucht hat, schreibt darüber(Vltr. näh. Kunde Westsalens 1872 S. 117):„Es war natürlich, daß man sich um so gewisseren und großeren Ersolg von seinen Opsern versprach, je wertvoller sie waren,... so schrieb man auch der größeren Menge der Opfer größere Wirtsamheit zu.“ Zudem ist jedes Bauopfer ein Spiegel seiner Zeit, und es ist sicherlich nicht von ungefähr, wenn wir heute bei der Grundsteinlegung Münzen und Zeitungen verwenden. Dat soll sog nich kommen! Von Zritz Gronnenberg. schöänen Dages harren dä Lü, dä kann Bäer und Fuasel mä drinked und oak anner Lu känn Dröäphen mä günnt, in Ruthamps Saal ne groate Versammlunge. was sröngn“ am„Disch stond Prosessor Dokter Warerfrond und harr rächts van sik en Glas und links en Glas Wacholler stoahn. Tüschen de Gliäser logg op en Stück Papier en Riagenwoarm. Professor Waterfrond song au an te küren und moalde den blogen Hiämmel schwatt. Wenn gc iam gloawi hörr, dann war dat kleinste Schluansnen Bäer all en Nagel tom Sarg. „Um Ihnen die ungeheuere Schädlichkeit des Alkohols zu beweisen,“ sagg hä.„greise ich einem einsachen Experiment. Ich habe hier einen Regenwurm und tauche ihn in frisches klares WasJetzt ziehe ich ihn wieder heraus und er lebt 9. Run tauche ich ihn in ein Glas DoppelWachholder, der wie ich höre, hier am Platze so sehr beliebt ist. Ich ziehe ihn wieder heraus und Sie sehen, er ist tot.“ „Es dä Woarm oak ganz doat,“ reip doa op äinmal Hinnerk Woartelmann ächen utem Saal. „Jawohl, völlig tot“ sagg de Professor. ...„Soa,“ sagg Hinnerk,„dat woll eck' blogs hoaren. Au, gog eck runner in de Wäertschop und drinke fiftiän Wachholler. Eck hewwe en Bandwoarm im Liwe und hann dat Aas nich los wären." Dä Lü im Saal hollen sit den Buk voar Lachen und de Prosessor mok en Gesicht dat war soa lang, as en Dag im Juni. Hinnerk oawer leip de Trappe runner und leit sik den Wacholler quad schmahen. Ein neuer Eulenspiegel. Von Bernhart Rehse. Till Eulenspiegel, die unsterbliche Volkesigur des Mittelalters, in der der nieder ächsische Humor seine glücklichste Verkörperung gesunden hat, hatt: um die Ritte des vorigen Jahrhunderts im südlichen Westfalen dort, wo in Sprache und Volksleben sich die Einflüsse des angrenzenden Rheinlandes bemerkbar machen, einen Nachfolger, dessen Leben und Taten im engen Bezirh der Heimat sich abspielten, der aber in manchen Streichen an Wit und Geist seinem niedersächsischen Namensvetter wenig nachstand. Denn ein merkwürdiges Sviel der Natur fügte es, daß er auch den Namen mit seinem Vorgänger gemeinsam hatte Er hieß mit seinem bürgerlichen Namen Tillmann Lippe, woraus dann in der heute noch üblichen volkstümlichen Abkürzung und Umstellung Lipps Til wurde. Lipps Till gehörte zu jenen mantischen turen, die sich in keine bürgerliche Ordnung einfügen können. Jeder beruflichen Prbeit ging er eilenweit aus dem Wege. So wurde er das, was der brave Bürger einen Bogabunden nennt. Frei von allen verbrecherischen Instiniten ledte er harmlos=fröhlich in den blauen Tag hinein, solange die Sonne schien und durchfroro, tapfer seine Freiheit behauptend, die halten Winternächte in Scheunen, oder wo sich sonst ein Unterschlupf bot, dis mit dem neuen Frühling ihn des Leden wieder lustig lochte. Das Landvolk sah ihn gern. Denn wo er sich zeigte, gad es etwas zu lachen. Seinen Unterhalt verdiente er auf die leichteste We:: er iud sich stillschweigend selbst zu Gast. Ur eder machte ihm Platz an der Tischdonk. Wuft, er dech, wenn er den Till ohne Mahlzeit gehen li.z. daß er ihm einen Streich spielte, der ihm zwor einen großen Schaden, aber das Gespött der Nachbarn einbringen würde. Er konnte eines nen Morgens seine Haustüre aus dem Hausdac finden. Oder es konnte ihm widerfahren, wr er in seinem leichten Wagen ein Kald zu Mark: achte und er den Braunen in klottem Gang der je Dorfstraße kutschierte, daß plötzlich der W= soden durchbrach und das Kalb laut blöbend e er Achie soß. Zum Gaudium des ganzen Dorse, as ihm ein schallendes Gelachter nochschickte,r n er die unbrauchdar gewordenen Wogen m“:= die Remise schob. An einem bitterhalten Wit juend sprach Lipps einmal bei einem Bauern o und bemerkte, als man sich anschickte, zu Bett zu en. in seiner Art so nedenhin, bei der Hun' te wäre ein warmes Federbett besser als die alte Scheune. Doch der Bauer verstand den ze: n Wink nicht und hieß ihn in der Scheune im n übernachten. Till ließ sich die Abweisung nich#merken und ging am nächten Tage nach der iutmen Morgen