FSÄSSSSFFSRRS: ihm mit schon durch die Raud und r. in Rünster, 803 Dann breiteien 9 reispegeben. Best Nechlinahansen sie sich über das burhölnische ien die Gratschaft e che ecnict in Strchrch des Herzogs von Kleve— also auch die Mark— ürem Tarmose gbon.9 Regierung in wie ne hierch, grgen die niederländischen Rebellen, miterstäiten, Teneralstagten zu nennen pflegten, zu Aus einem Schreiben vom 30. November(20. November n. St.) an den Srofen von der Lippe als Kreisobersten, erfahren Spanter u zuei gimlichen Tagen der Vortrab der vorbei in das Umt Pocum uu, an Rechlinghausen Stedt S um dochum eingerücht waren. Die Stao Tortmund verdankte diese Nachricht dem Biecestags Amtes Bochum, Georg(v.) Sieberg zu Beschlehor, selz, der noch für den Abend zu den Desenshabern veorvert war, um die Unterbringung Die freie Pesche=slade a arie diecht daß sie auch in .„iere Reichsstubt Veimund„etliche hundert seuter legen" wollten. Aber die Dortmunder waren nicht gewillt, diese gutwillig aufzunehmen, zur Behr zu setzen.; Vordereitungen, sich kräftig arn. Je der Tat hickte an Nachmitag des 7. Det, N7. November neuen Stils) der magister militise #spanorum, der Oberst Louis de Villar. durch einen Trompeter den amplissimis, magnificis et prudentibus consulibus et magistratui civitatis et comitatus Tremoniensis ein aus Selm vom 4. Dezember datiertes kurzes, aber nicht mißzuverstehendes lateinisches Schriftstück des Inhalts: sige# ein Oberfeldherr besohlen habe, nach Geeree iun W großen Teiles des spanischen Sesere sterlande, mit einem anderen Teile gahl Pferde LI. Frbtruppen und mit einer An. # vir gar Fortschaffung der schweren Geschütze dienen, in die Vorrmunder Grafschaft und in die Grafschaft Mark einzurückhen, hofft er, daß Bar ihm Oegge. Biderspruch in ihren Städten und Vorsern Winllerlüger einraumen würden. Bevor er nun ihr Gebiet betrete, schicke er ihnen dies nurge Schreiben und bitte sie dringendst, ihm nach Salm entgegenzukommen, damit dort die erforderlichen Maznahmen besprochen würden und er mit ihrem guten Rat und seiner eigenen Sorgfalt die Truppen so verteile, daß niemandem von dem Soldaten noch den Bewohnern des Landes Grund ger Blege gegeben wirde. (Fortsetzung folgt.) Däört höärt mie und dak höält die. Van Zeitz Linde. Lustige Döüne un Vertellkes giett et twäterlei: Dei äinen wät tesamen'luan un det andern— sollt weahr sien. Bie düöse leste Zuatte höärt ob dei Spatz, dian ieck ink nu vertellen well; mäih at äinmoal hewwe iech kahne van oallen Lühn sehoart. Passet op: In ganz fröggeren Tieden, at de Kiarkhuaw noach mirren im Duarpe lagte, sall die diar Käisper Kiarke ok en Bäinhus ewiast sien. Aeines Naches nu wären es en paar Stialldeiwe in de Kiarke insebruacken, harn de Klingelbülspännige un de lesten Kolläktengroschen met'enuammen un wärn met tahrem Rouwe int Bäinhus egoahn,(dian Schlüötel harn sel in der Sakristei jefungen) ümme hie dian ganzen Kroam ährieh te dätlen Wei nit van grouter Nout mochte, ging et Naches nit üöwern Kiarkhuaw un ganz gewiß nit an diam Bäinhuse verdie: et was doa tuter ätwas wüggelle Doa harn ob unse beien Schwattmajöäders met eriachet un diarümme harrn sei on fräch un unverfruarn'ne kleine Troanshucke die diar Däilerigge an'estiachen. At sei nn de Pännige tellen wellt, fällt diam äinen noch wat in:„Du!“ siett hei tiegger sinen Kumpel,„in diar Tied. at ieck dat Geld hie telle, künnst Du uns guot op'em Strunke noach en Schoapesramm stiallen. Dei sind un fett un nix wat biatter schmatt, ase Bräuhenzoppe meit Hammelfläisch. Del Strunker Buer hiat del Schoape hungerm Duarpe pirket: Du schniß diam Ramm doa soards dian Hals as un bränges ne hiehienn.“ Un gesagt. gedoahn! Dei äine Spitzbauwe gäiht, en Schoapesramm te stiallen un dei andere, dei im Bäinhuse terügge bliewen es, sänget an te tellen und te däilen. Wil dat hei sieck oawenr sien Lebtesdage ut diam kleinen Ainmoaläine nit hiat rutreien kunnt. liett hei dei Pännige un dei Groschen ümmeschichtig op twäi Höüpkes. äine vüar sienen Kumpel, äinen vüar sieck, äinen hiehienn, äinen doahienn, un doamet at kein Verdaun vüarkommen kann, siett hei jedesmoal derbie:„Düöt höärt mie und dat höärt die.“ Tau diar selftigen Tied küömmet de Köster jahme daach nit so gans häimick de 2n. alläine et Naches tüscher dian Griawern— links 5. Jäse, ie. Sihie und duat heäit der datf- Ktuattert de Köster; dang o Bat es strahs „ Dei Pästouer was noach op; hei har noach lange kuasen un studäiert. Ru sittet hei gemütlek doarin ebracht hiat. Dian rächten Bäin hiat hei op'em Stauhle lien, dicke met Lappen ümmewickelt; hei har siech dian Faut ve de Düar uappen " Sänoa wär de Pastouer op'esprungen un här geck diam sohmen Flurk noach äinmoal vertrian; räiämer—“e met diam Täi schmitt hei richtig „Köster. wat— wat es luas? Wat seihet Jut?“ Sach un schnappet non Lust Zäinhuse bie diar Kiarke— don— doa es richtig. Doa— doa es de Döübel inne; soune Stemme! Dat sölln Sei es sehoart hewwen. Dei „Düst bäsr.““ don am Knauchenverdäilen. „Dabt houtt mie un dat höärt die“ siett hei luter.“ allert hei hochdüitsch. sleit de Pastoner, un nu RRch unmahsichetnich „Jeck well miene Frau nit wier gesunn.. Dis der E. kammt gleich dar gereinigte Petvoleum wohl dafte lggg de Hür, dreigede täm den Rüggen tan und swag met de annern wäg. even tonr und Sus te gahn undu op, dat hä rinsallen wag. De Bische auwer kam söhr de Gerichtekosen unnerm Hamer. Et hiät oawer nümmes wat drop Die plattdeutschen Sprichwörker und ihre Bedeutung. Von G. Lüsebrink, Bommern. II. e e in Mrschatter umteet. mit dem Munde vorneweg sein: Man maut jedes woart dreimal op de Tunge affweigen, ehe man et utkürt. Hat einer eine noble Passion, so hann ihm das mal übel ausgehen: Mancher hölt sick een leiw Sue umn Gaorz. van geri, utterliebe geht, ider alles, ob vornehm oder gerung: Movel= Scv. es waam, hä sie riek oder Sparsamkeit soll man üben: Wat mä wäht er Sese ven 4 Frau uit wier gesund.. lg ge Pemteit fel man üben: Rot uni wcht. meum a; s gg. Valtoigr,„ehpmören Sie nichtz Hag,. au dut mut un erteihen un brengt ne mir ven Fuß nicht vertreten hätte, wäre! Ein vernünft ich wohl gern bereit, mit Ihnen hinzugehen, um Sie Ein vernunstig Vort für„Prozebdänse“: En von Ihrem Irrtum zu überzeugen.“f gageren Vergliek et better au en fetten Prozet, "„Jeck niame Sei op'en Huchepack, Hür Pa Heuge au. schnicht um die Angelagenhett anderer stouer. Jech hewwe noach junge Bäine un sie stark.“ Pstte.. dem Lippelt ut anneris läst nit grt.. Pastoner wiat un däut, de Köster Gebd und z. steee anten, nog, bis dat iahme bei galle Hür Im Gelskaskas schaenr vacd k., D getrennte Begrifre: enserteplarre op en Schullern sittet. Sou gäiht et scheit sim der Fköndschopp. Bäinhuse hienn. En Glüche, Alles am rechten Ort, zur rechten Zeit: Wot dat de Lüh alle schleipen, dat het, nit büar de Lüh, wode es, dat gett se met Hoischen in'ne Keerde. wüarn Pastouer.„ 1 naxsastn soll sich nicht zu viel auf Fremde Leute Sacsboenn Pecmaste de Pastouer, at san an en sige0e: Do dn senes benkbnns, ie betrihget setege Andamet, nda iet tatjächlich Licht imn; ug Beinhause. Tragen Sie mich mal an das kleine ging#.###ernte ist sichre Anlage: Wat in geläht Fenster, damit ich hineinsehen kann.“ j gren, vmt stiellt die känner ass. Dat mochte nu wual nit se ganz stüille afegoahn watede befagt: Steäl die matt, dann Rterste sien. Jedenfals hat bei Käl dos inne wat sehoart, Ruch mit un in diam vnouwen, sien Kumpel käm met diam Better an ae; wenidem soll man dusriaden bein: Scharpeprumme an, fetäget hei alt frie:„Se hei Hoh. Auud ie Hand, a ve Dei Köster oawer glöüwet, de Döübel meinte jahne met im Pastouer. Hei löätt en Bölk, ase g#d viel: Dat ee deen wann sei jahme alt met im Rete an der Struatteder rindrägen mant. wären: Dämngh“; gader mit; lech mahe miech düörch de Urg, pregz u u. Strihz.“ dun Pesdur ue Duwe of dem welches Zuschutz braucht, tangt nicht viel: Dat es heen guden Pütt, in decm mi „ Wer viel redet, der„kürt dä Kauf dat Kalw #oder kurt eäm ut dem Berre un litt sich felwer ner keine rechte Noral, dann hit he den der Koppes in de Struur.. Hat einer keine rechtz Noral, d datmoal sall de Köster sien Liawen] Gewitten so lang as ne Plaugliene. ####it, Läimgekommen sien. 1. Wer nicht arbeitet, der soll auch nictzt essen: chime wietu guwer— dei sall noach diher te. em zerest, sien ase de Köster— trotz sienem sahmen ur“; sien ase de Köster— vemen Furke—, so vertellt de Lüh. verteut cawer od alt wualens wat. Petroleum. Von Feitz Gronnenberg. Scha#., Liägenklauk leit de Schnute büs op de Schuug hungen. Woarüm! Joa, dat was soa. grin. ar Iuslatioanstid harr hä läiwet, as en was lichte, de Hi dau wat te schuwen und et Gah Sr#### de betuppen. Hä harr dat denn oun vwan und ummer de Tasche vull Geld hat. Ru de Inflatioan vöärbi; dat Bliätken harr sik dreiget, und hä sat op äinmal op dem Dröägen. Dat biätken Geld, wat hä föär de par Brocken kräig, dä hä noch harr, was schwank vertäirt, und nu harr hä kännen roan Voß mä im Bül. Doa las hä äines schöänen Dages in de Tidunge. dat in Mexiko wier es viäl Petroleum funnen wöär, und doa ham täm äin Gedanke. „Petroleum! Donnerkiel!" Joa, dat gong. Hä harr vöar en par Joahr van äiner oallen Möähne ne Wische wid ächen in de Hai äirwet, dä gar nix inbrachte, weil dat Gras fur was. Doa konn me doch guad en par Fatt Petroleum rinprackesätern und de Lü vöärmahen, et käme ut de Aerde Sou doa hä dat denn oak und harr et nog en par Wiäken all soa wid bracht, dat ne Komissioan de Sake unnersochte As se nu alle op de Wische sik de Sake beseihn darren, käit sik deäine van de Hären usen nigägenklauk van Kopp büs te Faut an und sagg ganz sinnig:—— 000 „Ja, Herr Niägenklauk, das scheint mir allerdings eine Sache von besonderem Wert zu sein. gave ich immer nur Rohöl vorgefunden. Hänne im Schoat gitt käen Broat. Ist jemand zu„Hemdärmelich“, dann päßt he De Zub inne Welt, as de Suge inne guode Stoawwe. Prout in. Vesserwisser i ein Prophet, di ant Es wachsen keine Bäume in den Himmel, er kann keiner über seine Verhältnisse hinaus:„Ett flüget keänn Vüegelken te hooge in'n Himmel, et maut doch wier op der Aere, Foar seiken. Hinter einem Schwätzer ist meist nichts hinter: Rüen de so vüell bellt, dä bitt nich. Ist einer gar zu dumm, dann es hä so dumm at dat Rechterend van'ne Kauh. Kinder kleine Sorgen, große Kinder große Sorgen: Kleine Kinner, de träett de Moder im Schoot, grotte op'm Heärten. Der Bauer soll nicht eher seinen Hof abgeben, bis er im höchsten Alter ist: Man soll sick nich äehr uttrecken, büs man int Berre geäht. Zum Schluß sollen noch einige Sprichwörter folgen, die wortgetreu auch im Hochdeutschen bestehen, die der Plattdeutsche aber durch einen Nachsatz trefflich humorvoll illustriert. Aller Anfang es schwoar sag de Deif, do stull he ne Amboß. es schwoar, sag de Bigelinenstrieker, do woll hä sich dat Drinken affgewünDat es bloß inen Hwergang sag de Boß, de trocken se eähm dat Fell aff. Eck sitt hier lange guett sag de Katte, do faht op'nen Fleeischbühn. Oaller geht vöer sag de Sdunn, do schmeht he sienen Oallen de Trappe runner. maut sien sag de Frau, do keährde se met'mem Beß den Disch aff. Karähuaw; eit wag en Mäuten, sütz wür Bisher Lohe ia von belonderen Vert au sein. was en Mäuten, süß wär L.#gei 8——, nemer nur Roger Vigejanden. Verantwortlich: Ernst Lorenzen in Hagen. Druck und Verlag: Gustav Butz in Hagen. 17 55 0 SEE * 8.—**•.--SDesn s 49 Saß 5 5 S S SS SSS 88888833338388888 * Pceter Nr. 2 Monatliche Beilage zur Hagener Zeitung Sers den Schatz ach Schatz, reise nicht so weit von hier... Aus der Sammlung„Das Volkslied im Bolmetal“ Von Zeiz Linde. Schatz, reise nicht so weit von hier! Im arüinen eier gu ich deiner warten, Imn grünen Kier, im weißen Schnee. Meiner warten und das brauchst du ja nicht. Geh zu einer Reichen, freie deinesgleichen, Ist mir eben recht, ist mir eben recht. Ich heirate nicht nach Geld und nicht nach Gut; ine freie, fromme Seele tu ich mir erwählen. Wers glauben tut, wer's glauben tut. tut und der ist weit von hier; ist in Schleswig, der ist in Holstein, Der ist Soldat und bleibt Soldat. Soldat zu sein und das heißt lustig sein: Wäissen Schishme Sussen Schllbtwach stehn, Patrouille gehn. Patrouille gehn und das brauchst du ja nicht. die Soldaten mit ihren Kameraden Champagnerwein, Champagnerwein. Champagnerwein und das ist edler Wein, Den wollen wir trinken, wollen tapfer einschenden. Wollen lustig sein, wollen fröhlich sein. Um dian Huaf! En Buernschichsal ut diam Suerlaume. Van Kobert Koch. Htawerststurm!— Hui—1—1h, ftaget de Wind #dat Land, jaget üewer de Stoppelfeller un Repeistücker un straks op dian Brinkerhuaf tau, weher ungen im Grunne liet. Diam was hei wat ansinns. Un üm de ollen Kastanigen rüm, runner met diam Bliarwiarks, et wor doue Tiet, giall un Sieum Psnn..(don lange. Dat Huo, wann hei et es alle, Häter a dut stonn faste. Im Suerlanne Boden vermamnielt enschen, fast met diam löt so lichte keinen es Wodan un de wilde Jagd. mancher Sturm Penau as im Liamen guch. Wie un flagel meitt d shöinsten Suapnungen ruher Hand dian Lenz des biesiete, sogar im hougen Oller kömmt et manchmol unvers, as man denket.— Schicksal! G Kaech, Dialle sittet Peiter Hohage, de olle eisig es et do, de Wind staget dürch Ecken un Ritzen, doch dovan schient hei niks te miarken. Hei es in hellscher Opregung. Ei es vwer ock de dull. Ban sienem Huaf sall hei runner, bucmimen mr Dien dewergesatt biat.“ wossar hei sine ganze Kraft ingesatt hutt un ock so glückliche, ower ouk schwore te beschluten. Omex ner gedachte bei och fine Tiet te beschluten. Vlder ner, de Frömde, wecher sieck e#nen Huawe ingenestet harre, dei har et anders hat ellegtt e auk sou kommen mochte, dat de Käl sinen Huat, un„Fiuger breig, ein Wildfrömden, Dat konn hei darr bei ne verhofst., Vorüm: de Arbeet te schwar: o)m. Hei saggte, kahm mör oäune re ir schwor die im Suerlanne. De scheiwen Tünneriggen wör hei nit gewuahnt. Gewiß, hei mas 1e##t digm Hiellwiage. Ower, donnersoh, hei noch de Ardeet nit terpen Rül, diam machte doch schwor sin. Te ful was hei, dat was de richtige Grund. Wann hei an frögger srügge dachte, de worn doch noch andere Tieten. 20 sog, me no sloar in de Tokunft? Und nu? do sag et Kaste at.: 4 del dian Huaf demernahm, Sin Lader start pr“, dei harre helsche sin Krassen. hugtt dran“ roih, un sine Mouder folgere kahm nachmal:“ noh Jo herre et füar jahn, arben un nochnwis arben. ein hei was noch so jung. Kum siewentiehn Johr. Tam Danzen un op Juchhee wi#.## andern sungen Burschen, dat gafste et —... Suargen stonn hei op un met Suargen gong hei det Owens wir in't Berre. Und dei Huaf Wann ge Scuiden. Doch hei wor allem Heer. narz noch dran dachte, einmol, do gong jahm sueo paar Dage drop ock ene Kauy kade Korn mutzte zei Sez bolle nit mehr, wo lahm do nach gtud de dersiecherungen kannte man Dachde. Jauvuue es dat so halve Saake. de Tiet gong auck verbie. Un eines Dages, do kam alwine op sinen Huas. As Deene. Jat was en Arbeierkind ungen ut diam Daale. Dat gefoll iahm op dian ersten Blick. Frisch, gesund un rosig honn sah:.. i.“ Kromm Deenken. Un arben n—,, duck füar twee. Dat stond bie jahm— jo genaug Fraulüh metkriegen konnt.— schat agt haffte sine Frau, un süt keine. Gewiß, einmol in ian Fluger no jahme, ower wat hei Dat jahe vichr“ satte, dat mochte ouch Ster r ge, gr ig euas garre, dat mahe jahm nichs ve Jn gu i“ genaug te iaten. Wat freig hei Bur um Deene, dat wose jahne Bur un eene,. gosse tahne nit. Ower jahm wag et egal. Un wann hei an sine Friggetiet trügge sachts, d#t wären doch schöine Dage. Allerdings. e. eiste krüggere jahm Alwine doch nit recht, iat wußte nit, ow et jahme ernst was. Un Spiellen holl iat sieck doch te guet. Doch as jaht sog. dat iat iahm ernst wor, do gaffet ower ock kein Hollen mer. Im Hiarwest harren sei Hochtiet. ait Hiargan. Fe Fr. Sesiert. Un van do an gang sog dat konn hei sof in Huse, wehe nom Rechten de.„ ofort miarken. Ein Johr drop, Burschen gafste dak. gebuarn. Enen strammen Sine helle Freude harre hei Greig. Dae wag 3ohr donoh, do kam dat Wicht, de sin Sunnenschien im Huse. De Johre gongen hien, eint nohm andern. Met Johr ee deren dam 10 hm Kommoude. Ss. Fritz zwüntig Johre olt was, do mochte hei Sasdaten Piarre natürlich. Ein driesteren noh, wang get.. uut. Alle Fraulüih heiben iahm van de Hand Doch wie sett2 uscher de Ardet —— gun. Dory wir zien: Schiller? „2r3 Lebens ungemischte Freude wiro neinem Sterblichen zuteil!“ En wohr Wort. Alwine wor schwor krank. An Lungenentzündung. Dage voll Suargen kamen. Starosi, im dit Leiweste, wat man op Erden hiat. gm#rre un, alle ärztliche Kunst was verwewens: eines Owenos druchte hei jahr de Ougen tau. Tam leßten Schlummer. Un at se se ut diam Haus Srergen, hellop geschreit harr hei do. Et nit sin, sine Alwine, so jung noch, so rustig un schon dohien? Doch dat es diar Welt Loup. „Es ist bestimmt in Gottes Rat, daß mon vom Liebsten, was man hat, —. scheiden“ ger ot Wicht, de Grete so wie. Alich A ½6. ut hei dat Wicht, de Gre##,## wiet harre. Dat nonn oiam Husholt, so grout at e was, schon ganz guett verarben. Kein Wunder. Bie soner Mouder, al Alwine et was, dat konn dian jungen Wichtern wat ziebringen. So gongen wier en paar Johre dohien. zeines Dages, do bestarre sieck Grete ouch. Jaht 2449 Kal Brinkmann, en düchtigen jungen Käl u. viam Duarpe. Do was hei schon guett met tefrian. Huame. 2 seipft nach u Husfrau op diam Dage, ne..3s af doch nit. sue olen Tritz wag dut won ge.: vuig mit mehr maahen. De es no ner Frau hmseiha.. d vonn siechk so duch schte, Pohl. Aobehe, dat wären düchtige Buern Suhe, etten Deowiagen soggte hei dann op einen Oweno:„Na, Fritz, wie wär dat, wann jeht beiden dian Huaf üewernähmen, iech sie jetz olt genuug, ieck well es ressen.“ Fritz was natürlick guett tefrian, un einige Dage drop. do esicen, Feit choupe no Lünsche un riegeln de Ge. beit utherer;s breig dian Huaf un Grete kahr Jarf. . m. ahlt. Un hei trock op dat Ollendeil. So wus aues in schöinster Uarnunge. So schein et gieiigstene. Im Hiarwest, at sei de Ernte unger Duaurs harren, was dann de Hochtiel. Dat en Jubel un Trubel. Wie konn et ouch anders sin ganze Duarp. Pando Gendidigel mas dat tieten algekommen ade stett so de grouten Hochling vertiehn domolo“ Schon de Hie. B ehn Dage wüahrhiar, was en grout Fest. Tul was so ne Art Gratulieren. Do wor bie Beier Schnaps de ganze Nacht dürch gedanzet un Juchhee gedriewen. Un nu de Hochtietsdag selwer. Schöin klor Wiar harren se gedruapen. De Pastor holl’ne schöine Priarget.„Van diar Treue üewer dat Graw hinut.“ As wann et en Vüarbedrieff gewialen wär. Jo, un do et Nohmiddags, do gong ..„ vian Weertshussaal. De ollen Wiewer harren oian Kossie schon prot un de Oppässers, dat wärn junge Wichter, wären am opdrian. Schon kämen ock de Hochtietsgäste, un Jaten un Drinken nahm Exer Ansang. De Blagen dän Kreis un dat funge Voln vunzere. Mancher Katedisch fung siel tesammen, un de ollen Wiewer harren genaug te dauhn, dat se alles metkreigen un jedes junge Zicht durch de Tianne tröcken. So gong et die ein Famisgennahe 89 nom andern un verasschiedere druch Det gaffte Zirc einen gewichtigen Hänne. Gruck. Dal gasste vann manchen harren Daler. Ower ouck Bucksenknöipe wären dabie, fein in Papier gewickelt; denn et gaffte ouck Lü, weche domet de Hochtiet höllen. Doch dat was wohr, van Fritz siner Hochtiet wor noch Johre nohiar van geküert. Fritz un Lene verstonnen sieck guett tehoupe. D#, beiden leiten de Hänne nit ruhen, un hei därr in sinen Kräften stonn. Dat se dobie ock noch'en Knecht un'ne Deene harren, vertertlicgz vaon selwst. Se harren doch dian gröte. Johren fungen stiechuden Uemgiegend. Ret dien Do mochte de Oag dud veier stramme Junges in. dat därr..... de Trabanten achten. Un hei gärne. Se härren ock nock gärne en Wichtken gehatt, ower wat nit was, dat was nit. Af un tau kam ock Grete op Beseuch met ihren twei Blagen. En Jungen un en Wicht harr dat. schein Fag en Liawen im Huse. Un dat Glüch schein ig ie sohn op diam Brinkerhuame.# „Doch mit des Geschickes Mächten ist kein ewiger Bund zu flechten. und das Unglück schreitet schnell.“ De Krieg! Worüm mochte dei ock kommen Prinkerhugf: Par griepen in dat Glich van „Ikratzerhuuf: Worum mochte hei dian Kindern den Bader, diar Lene jahren Rann, un jahm sinen enzigsten Suohn niahmen? Wofüar dat alle? Dat e bes de det. Ll üis se d Mhlila ur. wie jaht bolle dian Verstand verluarn, wie de Kinder jommern üm jahren Bader an jenem Dage, as op diam Breiwe stond:„Auf dem Felde der Ehre gefallen.“ Un iahm woll et ouck nit in dian Kopp. Hei konn un konn et nit glötwen, dat sin Fritz, sin enzigster Suohn, nit mehr . Lonn dat Schichsal so hart sin! Drei Johre yarre hei schon metgemakt, drei Johre, alle dei Strapazen und Nout gedrian, un do, in dier grouten Flandernschlacht, do drap et jahne. Wofüar? Hei weit et nit. Na, et was wuall so beLlxatten in Gottes Rot, un man mant et drien. e au. herre et füar jahne, wier inforingen un dran Heern ersetten. Einige Johre gong dat euch, doch et soll jahm schwor. Hei was schon te olt dotau un eines Dages saggte hei:„Lene, vie meutet uns un ein Verwalter umseihn, iech hann et nit ine Snname Wgefatt Iu dtar Tiedunge wor ür Anndnice 0gesalt un ock do op ein passenden Verwalter gefungen. Kuatt drop kam hei an. En ungen, strammen Käl, noch Ridde diar Diattiger. #4 dar hei teerste guett, gerade, as wann hei de weit ut dian ungeln düarn wöll. Un Lene? De Trur üm Fritz harre ganz nohgeloten. Jaht war jo noch jung. Jahr gesoll de nigge Verwalter guett. Dei was ouck nit dumm, un kuatt un guett. so kam, wat kommen soll, de beiden verlobern sieck. O, wat harre hei do gewittert.„Lene," harr bei gesaggt,„büß du verrückt, wann du absolut en Käl hewwen mauß, dann kannst du och noch en wecher viche Biate 8 weiner nilns hiutt un nicks es. Et giett doch im Kiaspe genaug Buernjunges, ock öllere, verstännige Käls, wo man weit, wecker se siett.“ Ower alles barre nit, diese mochte et sin. Wat holp jahm sin Lene saggte jahm einfach, jaht un Länm Zoiim u, abt wär mündig salt„Latz“ uu loten, mat taht wöll. Un de zeig ich er“ un gnal erst verheiratet sein, dann Zeig uy ro dem niten schon. (Schluß folgt.) Wanderungen durch die Erdgeschichte unserer Heimat. Von Dr. Hermann Budde. IV. Kurzer Ueberblick über die Erdgeschichte unserer Heimat und eine geologische Wanderung durch das Volmetal von Rummenohl über Dahl nach Deistern! Aus der geologischen Urzeit und Frühgeschichte unserer Heimat(siehe unter III.) wissen wir nichts. # das Altertum hat uns seine Spuren hinterlassen. Es ist das gewaltige Devonmeer(siehe unter II.), das unsere Heimat überflutete, das in S SESOE * SSEE EE „An 3a5 5 seinen Sand. ur., Scummablagerungen unsere! Schiefer= und Grauwackengesteine schuf und dessen Korallenriff uns unsern so wertvollen Massenkalk gab. Nun kam die Karbon= oder Kohlenzeit. Da tauchte der sauerländische Boden aus den Meeresfluten auf. Ein flaches, sumpfiges Gelände wird es gewesen sein, und große Moore, die bei warmem Klima den üppigsten Pflanzenwuchs zeigten, bildeten sich auf ihm. Häufig aber wurde alles Leben durch hereinbrechende Meeresfluten, die alles mit Sand und Schlamm überdeckten, gänzlich erstickt. So entstand eine Lagerung von übereinander geschichteten Mooren und Sand und Schlamm. Die Moore bilden heute die Steinkohlenflöze, die Sandund Schlammassen die zwischenliegenden Sandsteinbänke und Tonschiefer. Schließlich war die Zeit 5 Norbildungen vorbei; denn der Boden hob mehr und mehr empor und wurde allmählich einen gewaltigen Druck zusammengepreßt und zu einem großartigen Gebirge aufgefaltet. Zum Verständnis sei an einen Vergleich mit dem Apfel erinnert: Wie der Apfel im Winter, indem er weiter und weiter eintrocknet, an der Oberfläche Runzeln und Falten bekommt, so auch der Erdball, der einmal glühend=flüssig war, dann nach und nach erkaltete, eine Erstarrungskruste an der Oberfläche bekam, die sich später beim Weiterzusammenschrumpfen der Erde gleichfalls in Falten legte. In jener Zeit, gegen Ende des Karbons, trat ein solcher Faltungsvorgang ein und in unserer Heimat ragte * 3 1** „ S 4 K U 5 unser In Steinbruch hinein(siehe Geologe bezeichnet diese Schichten als die Brandenberg=Schichten(nach dem Brandenberg bei Letmathe). Den Weiterweg bis Delstern kennen wir genau aus Abschnitt III. Es sei nur noch gesagt, daß die Gesteine im Bahneinschnitt bei Delstern und hinter der Wippermannschen Fabrik als Honseler Schichten bezeichnet werden(Gut Honsel bei Letmathe). Die ebene Fläche der„Kuhweide“ ist der dritte Volme=Talboden, das ältere Bauernhaus Höinghausen liegt auf dem zweiten, gleichfalls das neue Haus oben hinter dem Postamt. Hier beschließen wir unsere Wanderung. Wir haben die Gesteine durchquert, die in der mittleren Devonzeit abgelagert und gebildet worden sind, das Mitteldevon. Von hier aus gehen wir das nächstemal in den Massenkalk hinein. Ich möchte noch auf Ligendes hundeuten: Die Höhen dieser mittelolgendes hindeuten: Die Höhen dieser mittelmeter machtiger Gang aufgedeckt, der neben Quarz gevonischen Gesteine sind überall mit Mischwald beKupferkies(eine Verbindung von Schwefel und standen. Die Talhänge sind wegen ihrer Steilheit Kupfer, gelblich=glänzende Farbe) enthielt. Auf wenig oder kaum besiedelt. Dagegen liegen auf dem Weiterweg nach Priorei fallen uns bei der den alten Talböden Gehöfte und Ortschaften. Hier Bahnüberführung rechts am Berghang drei gang= hatte man Platz, besaß in dem Lehmboden eine artige Steinbrüche auf. Hier hat man früher ein fruchtbare Ackerkrume und war gegen Hochwasser festes Gestein, den Diabas(im Volksmunde geschützt. Ueber die alten Talböden führten auch häufig Porphyr genannt) abgebaut, um ihn als in früheren Zeiten die Fahrwege; die Volme und Straßenschotter zu benutzen. Diabas ist aus er= ihre Nähe war zu sumpfig. Die Steinbruchbetriebe ngevorgang ein. und in unserer Heimat ragte standen: Gaskrus Eer: autanischer Rasse ent. gben,„Arbeit und liesern wertvoles Laumaterial. emn meyrere Tausend Meter hohes Faltengebirge währenz wageno der Devonzeit und besonders Wir sehen also, daß mit der Geologse anpor. Seitdem war bei uns Festland. Figur 1 dan chag der alten Gebirgssaltung bildeten sich in ider Ptlanzenwuchs, die Besieblung, gestiund. gigur 1gben westeinsschichten Risse und Spalten, in diese sdie Anlage von Aeckern und Wegen —drang aus der Tiefe der Erde der feurige Glutfluß sund schließlich die Industrie innig ein und erkaltete später. Solche Gänge haben wir sverknüpft sind. an dieser Stelle vor uns Die Nebengesteine sind durchweg rötliche und graue und dunkle Schiefer. Wir werfen noch einen Blick nach Rohland hinüber. Dort oben liegt 20—40 Meter über dem heutigen Volme=Talboden ein ebenes Gelände. Das ist ein alter Volme=Talboden, hier hat einmal die Volme ihren Lauf genommen. Von Priorei nach Dahl folgen wir dem Hangwege auf dem linken VolmeSaa d ens iene er sreahe * DBVRI ∆ Freiherr von Stein auf Kappenberg in Westfalen. Von Dr. phil. Dr. jur. Dr. rer. pol. Josef Lappe. wir dem Hangwege auf dem linken Volme„Im Jahre 1802 hatte Freiherr vom Stein einen ufer. An der wundervollen Priorlinde vorbei Teil seiner väterlichen Güter an Mosel, Rhein und suchen wir ihn auf. Rötliche und graue Schiefer Lahn verkauft und dafür die Herrschaft Birnbaum treten uns auf unserm Wege entgegen. Bald, nach an der Warthe erworben, die er in eigene Verwalwenigen hundert Schritten, muß ein kleines Bäch= tung nahm. Anfangs brachte das Unternehmen Gelein überschritten werden. Sein Bett am steilen winn, dann aber wurde nach der Schlacht bei Jena Hang liegt voller Gerölle. Bachaufwärts liegt auf Preußen von französischen Truppen besetzt, einige der linken Wegseite ein größerer Felsblock. Es Jahre später Stein geächtet und sein Vermögen beist ein dunkles, hartes Gestein, von ganz anderer schlagnahmt. So erlitt er schwere Verluste, wurde seist umier Gehiet nar der apffaltung b.— sce 9glenheit als Schiefer, und Grauwachen, näm freilich nach der Bessegung Rapoleons entschädier, eum Er Srviet vor der gussaltung ozw. zu suich Diabas. Unser Block entstammt einem entschloß sich dann aber doch, da er sich im Osten . In Fiaur 2 sehen wir die verschiedenen Bei der nächsten Fabrik diegen wir snba ssau zu weit Sie werden heute folgendermaßen benannt: 1. Bit= lalten, ebnen Volme=Talboden. Der Boden ist leh= aufgehobene Pprag u a wunde chem das scheider Ralbe, 4. Ebbesattel, 5. Attendorner Raulde ud euntzält viefach alte Sestsic foed de Sschenseltangen icht sosgel. p. iun bese Brlig maßig wie in unserem Bilde. Innerhalb der großen Wir sehen alsdann die Fortsetzung des alten Heng= Birnbaum ab. Schon am 19. August erfolgte die Sättel und Mulden liegen wiederum kleinere. Eine stenberger Talbodens dort drüben hinter der Uebergabe in altgermanischer, symbolischer Form, solch kleine Nulden= und Sattelbildung lernten wir Fabrik. Ein breites Volmetal, viel breiter als das nämlich des Schlosses durch Ueberreichung der in Abschnitt III., Figur 1 kennen; sie liegt wie heutige, muß damals bestanden haben Noch höher Schlüssel, der Aecker und Felder durch Aushebung unsere Figur 2 zeigt, am Nordabfall des Remscheid= hinauf erblicken wir weit hinten den Bauernhof einer Erdscholle und der Wälder durch Abschneiden Altenaer Sattels, etwa bei a. Mit der Aufsatung„Hohenhof“. Auch hier floß einmal die Volme, eines Zweiges. Einige Jahre später erward er des Gedirges setzte damals zugleich die Zerstörung dort finden wir den Rest eines noch älterenlauch das Gut Scheda. Beide wurden zu einem ein. Die Felsen verwitterten und die Gewässer Volme=Talbodens. Wir wandern am linken Volme= Fideikommiß vereinigt und durch Kabinettsordre schafften den Schutt zum Meere fort(siehe untel rufer weiter. Ganz steil ist der Berghang. Gegen vom 23. August 1826 zur Standesherrschaft Kapund II)., Dadurch wurden die Höhen erniedrigt ihn brandet die Volme an und bringt den Hang penberg=Scheda mit Verleihung einer Biriftimmne und abgetragen. Hunderte von Jahrmillionen dau. mehr und mehr zum Abbröcheln und Abrutschen, im enten Stante doe rusteaischen Prani erte diese Zerstörung an, durch das ganze Mittel= ein., Prallhang. Reben dem Gemeindehaus alter der Erde hindurch, und wir können vielleicht Dahl schauen wir in einen schönen Aufschluß hinbegreifen, daß alle die großen Falten bis zur ein. Ueber Schiefer= und Grauwackengestein, das Kreide= und Tertiärzeit abgeschliffen waren. Da yorizontal abgeschliffen ist, lagert eine 3—4 Reter war aus unserem Sauerland wieder eine tiefge dicke Schicht von Lehm und Flußgeröllen. Wir ne, wellige Ebene geworden. Die punktierte haben einen alten Volme=Talboden aufgedeckt vor hren, Vehenächen gruben ihre Täler hinein. Da Hohel formte sich das Oberflächenbild heraus, das sich und die Hobrächer(nach dem Hobräcker Berguns heute darbietet und das wir durchwandern rücken, an der Rimmer östlich Dahl) Schichten. wollen. Noch kurz einen Blick ins Münsterland: Es sind in der Hauptsache rötliche, graue und Vom Devon bis zum Tertiär hat dort noch durch= dunkle Tonschiefer, eingelagert sind Diabasgänge weg das Meer geflutet. In der Kreidezeit kam es und Gänge mit Quarz und Kupferkies. Unterhalb sogar wieder bis zum Haarstrang. Erst gegen Ende Funkenhaus gelangen wir in einen Grauwachender Tertiärzeit wird auch das Münsterland land= steinbruch(siehe unter III). Die Tonschiefer treten fest. Im Diluvium, der Eiszeit, lagert über dem zurück. Der Geologe bezeichnet diese Grauwacken Münsterland eine tausend Meter dicke Eisschicht. als Mühlenberg=Schichten(der Steinbruch Das waren die Gletscher, die aus dem Norden nach liegt am Mühlenberg). Alle Gesteinsschichten fallen Süden vordrangen und bei uns den Haarstrang nördlich ein. Wir schauen von hier über die Volme erreichten. Hier lag die Eisgrenze. Als dann nach Dahl hinüber. Die Häuser von Bollwerk schließlich das Klima wärmer wurde, tauten die liegen auf dem ältesten, ersten Volme=Talboden Gletscher auf und verschwanden, aber der mitge=(gleich Hohenhof), die Schule und die Nebenhäuser brachte Schutt, Sand, Lehm und die Findlings= auf dem nächstjüngeren, dem zweiten, die Gärtblöcke blieben zurück und bilden die heutigen nerei auf dem wieder jüngeren, dem dritten, und Bodenarten des Münsterlandes. die Volme selbst fließt auf dem jüngsten, dem Banderurg: Pokuhof Rummen=Ls.(vierten Talboden. Der Steinbruch selbst liegt an sich das Volmetal eingeschnitten, steil sind die schauen wier Iindinger Kopf erechten, felsigen Prallhang. hat ihn keilförmig durchwurde dort erneut geschürft und ein mehrere Dezi= quert den zweiten Volme=Talboden. Bald schauen mit Verleihung einer Virilstimme im ersten Stande des westsälischen Provinzial=Landtages erhoben. Für Stein gab es auf Kappenberg reiche Arbeit. 1770 war nämlich schon vom Fürstbischof von Münster die Aufhebung des Klosters geplant, durch Protest der Kapitularherren beim Papste aber vorläufig verschoben. Doch konnte die Säkularisation jeden Augenblick eintreten, die Verwaltung des Klosters wurde also vernachlässigt. Dann kam die wechselnde Herrschaft zu Beginn des 18. Jahrhunderts(Preußen, Frankreich, Großherzogtum Berg), sodaß sich die Zustände noch verschlimmerten. Stein trat also das Gut in arger Lage an, aber mit frischer Unternehmungslust ging er an die Arbeit und widmete den Rest seines Lebens der Verwaltung seines Lieblingsgutes Kappenberg. Zunächst ließ er das Schloß nach eigenen Entwürfen umbauen, überwachte selbst die Arbeiten, gab fortgesetzt Weisungen und Anregungen und sorgte für die innere Einrichtung. Er selbst beschaffte die Möbel aus Heessen, Bork, Rietberg und Münster, kaufte Tischzeug und anderes Hausgerät und zog befreundete Beamte und Gutsherren zur Unterstützung heran. Nach kurz vor seinem Tode bezog er im Schloß eine neue Wohnung, die geschützte Lage und Zugang zum Garten hatte und ließ das arg beschädigte Dach umlegen. Auch der Garten war arg vernachlässigt und wurde zur Zeit der Uebergabe als Kornfeld benutzt, der Schloßhof diente gar als Kartoffelland. Stein ließ sofort einen Plan entwerfen, wie der Garten instand gesetzt werden sollte, und von einem Hosgärtner in Düsseldorf begutachten. Er selbst schickte aus Rassau und Frankfurt Sämereien und ließ Pflanzen aus Münster und von benachborten Gutehösen holen. Obstbäume verschiedener und auf 8 BL 5 E 5s5sbasr K.8 558 E„ESR n%8E 5 95 8#EESEE S 5 S 658 ES SE, SyrSE * 8 5 S SBEBRSr SxES SBER S335x gog*!. SS, S 56 453E5 EL 85—5ZEG eSs B8855S 33 m 8 5 885 5 Köln am Rhein. Aus der Sammlung„Das Volkslied im Volmetal“. Von Fritz Linde. Köln am Rhein, du schönes Städtchen, Ja, Köln am Rhein, du schöne Stadt, Und darinnen muß ich lassen Mein'n herzallerliebsten schönsten Schatz. Pulver und Blei, das muß man haben, Wenn man Franzosen schießen will, Schöne junge Mädchen, die muß man lieben Wenn man sie einst heiraten will. Schatz, ach Schatz, du tust mich kränken, Vieltausendmal in einer Stund'. Könntest du mir die Freiheit schenken, Bei dir zu sein eine halbe Stund'! Ja, die Freiheit sollst du haben, Bei mir zu sein eine halbe Stund': Wenn du mir versprichst, getreu zu bleiben, Bis an die allerletzte Stund'.— Droben am Himmel stehn zwei Sterne, Die leuchten heller als der Mond. Der eine leuchtet in die Kaserne, Der andre, wo mein Liebchen wohnt. Der spanische Winter 1598/99. Eine vergessene Leidenszeit der Grasschaft Mark. Von Ferdinand Schmidt. Die Besetzung des rheinisch=westfälischen Landes durch ein mächtiges spanisches Heer unter dem Admirat mendoza im Winter 1598/99 stellt eine fast Kappenberg bisher unbekannter Art schickte er von Frankfurt und ließ sie im Garten und Schloßhof pflanzen. Ebenso sandte er fast Jahr für Jahr Blumensamen und Ziersträucher zur Ausschmückung des Gartens und Schloßplatzes. Hecken und Wege und Waldränder wurden mit Stechpalmen. Feuerdorn und Akazien bepflanzt. Auf die Teiche setzte und auf dem Schloßhof Pfauen und schuf sich so im Laufe der Jahre einen prächtigen Herrensitz, den er Freunden und Bekannten mit berechtigtem Stolz „Besonbele Alhmr. mkeit wandte er der Forstwirtschaft zu. Die Wälder waren von den Kappenberger Mönchen schlecht bewirtschaftet worden. te zunächst einen tüchtigen Forstmann in der des Oberförsters Pook an, ließ einen Kulturplan entwersen, ermöglichte sich durch Aufhebung der Hude= und Mastservitute und durch Markenteilung unbeschränkte Bewirtschaftung, machte ptane, üverwachte die Arbeiten, forderte während der Abwesenheit nunterbrochen Berichte über den schinere Ersoge., ete lo Jchr für Mit Leidenschaft widmete sich Stein der Jagd in den Kappenberger Wäldern und dem weiten dos Kappenberg zustand(Kirchspiel Herbern, Stockum, in einem Teile der Grafschaft Mark und Dortmund). Er selbst war ein eifriger Weidmann und lud zu den großen Jagden, die er nach Herrenbrauch jener Zeit zu halten pflegte, seine benachbarten adeligen Standesgenossen ein. Am Fuße des Kappenberges lag der Tiergarten, den er besonders pflegte. Im Laufe der Zeit legte er dort eine Fasanerie an. Auch der gischerei schenkte er Aufmerksamkeit, um stets Vor= nerg,endosg im Winter 1598/90 stellt eine fast mat für die Küche zu haben. Er reinigte die Fisch=fasgdesiene Leidenszeit unserer Heimat dar. Richt teiche vor dem Schlosse und im Tiergarten und be=Raugb die Grafschaft Mark darin eine besondere setzte sie mit verschiedenen Fischarten. Lax a espielt hätte. Von einer tätigen Teilnahme nusch an den Ssenlichen. sder Nart an desemn Feldzuge s übersaugt beine Angelegenheiten, die Rede; mit dem klevischen Lande und dem Münsterpolitische Leben bewegten, nahm er lande teilte sie lediglich das traurige Los, damals auem an der Regelung der einen ganzen langen Winter hindurch unter einer Verhältnisse und an der zahlreichen spanischen Besatzung zu leiden, die das neuen Gesetzgebung über das bäuerliche Erbrecht. Land in der schonungslosesten Weise bedrückte und Er behämpfte die liberale Gesetzgebung und förderte! 915s00. eifrig die Markenteilung, soweit Kappenberg in den Aber wie kamen die Spamer hierher? benachbarten Gemeinden beteiligt war. Seit dem Jahre 1567 loderte die Kriegsfackel in Ss wur der Abend seiau. Sur(den Riederlanden, wo das halonische Bolk unter sachen Kömpsen und I.seines Lebens von mannig, der Führung des einheimischen Adels gegenüber der no aufregungen erfüllt. Er war landfremden und katholischen Regierung der Spanier unermüdlich, tätig und überwachte alle Vorlogen in Brüssel um seine nationale und religiöse Unabeingebende Verichtaen ar sorderte er lhängigkeit in einem erbitterten Ringen stand. Bald die ihm selbst nach Italien spielten sich die kriegerischen Unternehmungen der werden mußten. Er begnügte sich nicht beiden Parteien in das niederrheinisch=westfälische schr iA, Iuhaltsangaben, sondern verlangte aus=[Land hinüber. 1568 schon führte der Oranier ein Darstellungen des Geschäftsganges. Er an der Weser geworbenes Heer durch die hiesige ntwortete meist kurz und treffend auf alle(Gegend über den Rhein gegen die Spanier. Ale Aues wollte er durch eigene Anschauung infolge des Truchsessischen Krieges 1583 zum ersten Ber Psc. stene 7. Wio, Füstiger Banderer beschtigte er Nale die spanischen Truppen ins Reich gerusen und Wald, prüfte und entwarf wurden, um dem Heere des Kurfürsten Ernst von selbst. die Päne. Um sich über die Geschichte des Bayern gegen die mit Gebhard Truchseßz verbün„FeFen, Klosters Kappenberg, seine Besitzungen(deten Generalstaaten beizustehen, da wurde das ### Terechtsame zu unterrichten, studierte er ein= niederrheinisch=westfälische Gebiet vollends zum gegeno das reiche Archiv. Die Arbeit war dringend Schauplatze des Krieges. geboten in einer Zeit der Unordnung und des Ueber=. Dem entspricht es, wenn wir vernehmen, daß überlieferten Rechte zu wahren und der spanische Obrist La Barlotta auf der Verfolgung seinen Briefen an des truchsessischen Obersten Martin Schenk 1586 er und Oberförster geht hervor, wie diesem mit einer großen Anzahl spanischen KriegsSrindich urd, ghnell er sich über diese Fragen volkes bis Lütgendortmund nachsetzte, den Kirch.. chter gar. Er nannte die Verfassung des auf= turm dortselbst abbrannte und sich aus der Stadt gehobenen Klosters, war vertraut mit der Geschichte Cortmund mit Lebensmitteln versorgte. Im NoBescheid über vember desselben Jahres nahmen die Spanier Verträge des Klosters mit Lünen und Werne und Winterquartiere im Amt Bochum und dehnten sich konnte vor allem in Prozessen über Markenrechte bis in die Gegend von Hamm aus. mit den Bauern seine Rechte nachweisen und ver= Im Jahre 1597 gelang es den Holländern, die gegten. Grundsatz seiner Verwaltung war Ehrlich= Spanier, die mit Frankreich im Kriege standen, „Dogegen verwarf er Schleichwege, die ihm ganz vom Rheine zu verdrängen; nachdem aber im ien empfohlen wurden. Stets war er bestrebt, Mai 1506 der Friede zwischen Frankreich und den seine Gläubiger möglichst bald zu befriedigen. Die spanischen Niederlanden hergestellt war, übernahm Einnahmen waren nämlich nicht gerade bedeutend, Erzherzog Albrecht von Oesterreich, der mit der da die Preise für Getreide und Holz sehr niedrig spanischen Prinzessin Isabellg verlobt war, die ReDagegen war er ununterbrachen durch neue gierung in Brüssel namens seiner zubhinftigen Goise für Getreide und Holz sehr niedrig lnanischen Frinzessin Isabellg verlobt war, die Reegen. T#####en wur er ununterbrochen burcch neue maggeen#: Stuffe;, mumens feingt gununstigen GeAnlagen in Anspruch genommen. sodaß er zuweilen mahlin und reiste in den ersten Tagen des Septem. nagte, die Kasse bestände am Schlusse des Jahres ber nach Spanien, um mit der Infantin den Ehea quittierten Rechnungen.(hund zu schließen. Zu seinem Statthalter hatte er So wichte dur Brsdazs am Slain G. für die Zeit seiner Abwesenheit den Kardinal im Fiemzugg Wecster. zum letz=[Andreas von Oesterreich(einem Sohn der Philip. als. Nuster eines Landedeimannes. vine Welser) und zum Oberbesehlshaber über die Deher tadelte er## seinen Briesen an befreundete spanischniederländischen Truppen den Admiral Don stangesgenossen mit den schärfsten Worten das Francesco de Mendoza ernannt. Adligen auf den Edelsitzen des! Ein großer Teil des Heeres war infolge des die im Mütziggange ihre Tage ver-(Friedens mit Frankreich beschäftigungslos und verbrachten und wies darauf hin, daß unter den ver= fügbar geworden, da die Soldaten wegen Mangels zgderten Verhältnissen der Adel seine bevorzugte an Geldmitteln nicht entlohnt und abgedankt werStellung nur dann behaupten könnte, wenn er den den konnten. Um die eigenen Untertanen, unter Ständen durch rastlose Betätigung voran denen wegen der langwierigen Einquartierungen leuchtete. In diesem Sinne wirkte Stein vorbild= Unruhen zu entstehen drohten, wenigstens für eine soll sein Bild auch dem Zeitlang von den Unterdrückungen durch die Sollebenden Geschlechte vor die See'e freten: daten zu befreien, wurde in einem Kriegsrat zu Brüssel beschlossen, mit den Truppen noch vor dem Winter an den Niederrhein zu ziehen; sie sollten Bellden Geschlechte vor die Seeie kreten: Was vergangen, kehrt nicht wieder, Aber ging es leuchtend nieder, " Leuchtet's lange noch zurück! Winter an den Niederrhein zu ziehen; sie sollten dort den Generalstaaten die im Vorjahre verlorenen Städte wieder entreißen und dann von Südosten her in das Gebiet des Feindes eindringen. Für den Fall, daß sich dieses als unmöglich herausstellte, scheint Bendoza Besehl erhalten zu haben, auf dem Boden des Deutschen Reiches am Niederrhein und in Westfalen Quartier zu nehmen. Die Vorbereitungen zum Abmarsch der Truppen wurden unverzüglich getrofsen und so setzte sich in den letzten Tagen des Monats August 1596 das Heer nach dem Rhein hin in Bewegung. as g3d## Stärke des Mendozaschen Heeres wird mit 21000 Mann zu Fuß und 2500 Reitern nicht zu hoch angesetzt sein; auch eine verhältnismäßig starke Artillerie wurde mitgeführt. Dieses Heer setzte sich aus Angehörigen der verschiedenen Nationen zusammen: den Kern desselben bildeten wohlausgerüstete Spanier, Italiener und Burgunder: ihnen schloß sich ein Gesindel von 8000 Mann an, das aus Wallonen, Deutschen und anderen Bölkern sich zusammengeschart hatte; abenteuernde Gesellen, die weder Kleidung noch Sold erhielten. Ein starker von Weibern, Kindern und Marketendern bildete der Sitte der Zeit gemäß den Nachtrab. —. Bei Roermond wurde die Maas überschritten, und uber die Vogtei Geldern ging es auf den Rhein zu. Orsoy wurde am 8. Septenver ohne Gegenwehr Sbheim urd geise seh der Truppen setzte über den Rhein und legie sich in Walsum in eine neu aufgeworfene Verschanzung; von dort aus wurde die Umgegend auf das schwerste vier Wochen lang Dann erst setzte sich der Hauptteil des Heeres gegen die von holländischen Truppen besetzte kurkölnische Festung Rheinberg in Bewegung. Am Oktober begann die Bestürmung der Feste. Erst am 14. Oktober ergab sich die von Pulver entblößte und durch die Pest zusammengeschmolzene schwache Besatzung. .nzwischen waren auch das Schloß Alpen, die Städte Mors, Büderich, Holten und Dinslaken von den Truppen der Spanier besetzt, die Dörfer ringsum geplündert und in Brand gesteckt, das ganze Land mit Elend und Schrecken erfüllt worden, Schwer heimgesucht wurde vor allem die Herrschaft Broich bei Mülheim an der Ruhr. Nachdem die Soldaten das Gebiet derselben wochenlang gebrandschatzt hatten, bemächtigten sie sich am 8. Oktober nach zweitägiger Beschießung des Schlosses selbst, mordeten die ganze Besatzung, und der Besitzer selbst, Graf Wirich von Dhaun zu Broich, der wegen seines reformierten Bekenntnisses den besonderen Haß der Spanier auf sich gezogen hatte, wurde am 12. Oktober von zwei Mann der spanischen Schloß= besatzung meuchlings erschlagen. In der Schanze bei Walsum lag das spanische Heer nur etwa eine Meile von der Grenze der Grafschaft Mark entfernt. Die Stifte Essen und Werden wurden von ihnen beständig„afgelopen“. Auch an einem— freilich vergeblichen— Versuche, die Stadt Essen zu überrumpeln, ließen die Spanier es nicht fehlen. Besser glückte ihnen ein Uebersall auf Haus Bärendorf(Berntrop) bei Weitmar, das damals von der Witwe des Detmar von Dinsing. Johanna von Wendt bewohnt wurde. Sie brannten dort die Vorburg ab und nahmen das Vieh weg. Schon am 30. September ließen sie sich im Emscherbruch in der Nähe von Dorsten sehen. Die Grafschaft Mark war eines Einfalls jeden Tag gewärtig; doch heißt es in einem Schreiben vom 8. Oktober:„Die Märkischen haben sich in etwas zur Defension gestellt und beschlossen, das Volk nicht einzulassen und Leib und Leben dabei aufzusetzen.“ Einstweilen aber dachte Mendoza noch nicht an die Besetzung der Grafschaft Mark. Zunächst war die Stadt Wesel an der Reihe, die die drohende Besetzung mit der ungeheuren Brandschatzung von 100 000 Talern und 100 Scheffeln Korn abhaufen mußte, und das Heer, das inzwischen auf das rechte Rheinufer übergetreten war, wurde auf einer von der Stadt Wesel erbauten Brücke über die Lippe gesetzt, um gegen Rees geführt zu werden. Am 3c. Oktober nahm Mendoza die Stadt Rees ein, nachdem er sie durch 7 Geschütze hatte bedrohen lassen; am 2. November wurde auch Emmerich besetzt. Aber nicht etwa, daß unsere Gegend inzwischen verschont geblieben wäre. Wir werden vielmehr ausdrücklich versichert, daß„solch Rauben, Plündern und Morden der Spanier bei währendem Feldlager immerzu ohne Uffhören gewähret". Außerdem aber lösten sich wiederholt einzelne Streiftrupps von dem Hauptheere, unter deren Plünderungszügen die weite Umgebung besonders schwer zu leiden hatte. Nunmehr aber standen die Spanier mit ihrem Hauptheer ihren Feinden, den Truppen der hollan dischen Generalstaaten unter dem Prinzen Moritz von Nassau=Orien, unmittelbar gegenüber; denn diese hatten sich auf die Nachricht von dem spani schen Einfall von dem Fort Schenkenschanz aus. das unterhalb der Trennung von Rhein und Waa lag, des klevischen Städtchens Zevenaar bemächtigt um einen etwaigen Angriff der Spanier auf die Grafschaft Zütphen und die Provinz Overyssel zu verhindern. Acht Tage standen sich in der Nähe von Doesburgh die Truppen der beiden Heerführer untätig gegenüber: dann entschloß sich Mendoza mit seinem dreifach überlegenen Heere zu einem schimpflichen Rückzuge. Die Jahreszeit war so weit vorgerückt daß die Vorbereitungen für die Winterquartiere getroffen werden mußten. Aus der Heimat, den spanischen Niederlanden, war er fortgeschickt, den Eintritt in das Gebiet des Feindes hinderte ihe