9 4# M M—Me fnnn g ann g u utnug ung gun enoh Su t Mh i M unhn W W „ K zim(dud mn utt unh 40 0i F um Sag uai(#lag, uis Hou gun ch M un de M ubnug ii Whag tnig ua Günag“snohsizwng anhsi##g 0r 6 un r uim(13a32 u ii(P1oh nung) H ue nn uhn iim(wygung) Wtung unr usot gun(3gg21n in Splaudc(n pgen 120 n uc u un(piruac u um(ubhnig in) usßbnuc 131 ug gun(Suuog ag M u ue haozg 311hg uiet um(Jn e gun un. 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Dahin gehören auch die sog.„Linden“ im Kreise Soest, die früher häufiger waren als jetzt und zu förmlichen Vororten der Dörfer geworden sind. Sie bezeichnen alte heidnische Kult= und Opferstätten. Bei der Borgeler Linde liegt der„Windhüfel“, ein Gehöft, das als Begräbnisstätte durch eindeutige Funde nachgewiesen ist. Bei der Ostönner Linde deutet Flurbezeichnung„Duiwelsküeke"(Teufels küche) auf kultische Bedeutung hin. Die Besitzer von Burgen und Schlösser setzten schon im Mittelalter eine Ehre darin, sich durch mächtige Schloßlinden zu überbieten. Daist in vielen Fällen ein gärtnerischer Kunstgriff angewandt worden. Man setzte auf einen großen aufgeworfenen Hügel ein Anzahl junger, wachs tumskräftiger Linden und nahm dazu die schnell wüchsige Sommerlinde. Die Bäumchen verwurzelten bald untereinander und bildeten im Laufe der Zeit einen gemeinsamen Stamm, dessen knorriges Aeußere durch dieses Verfahren sich ungezwungen erklärt. Nachdem das Zusammenwachsen des Wurzelwerkes beendet war, wurde die angehäufte Erde nach und nach entfernt, so daß der Stamm auch äußerlich hervortrat. Auf diese Weise konnte kein Stamm mit glatter Rinde erzielt werden, sondern ein solcher mit starken und manchmal tiefen ungleichen Einbuchtungen, wie man sie bei vielen dieser alten Linden findet. Das Alter dieser Paradelinden entspricht dem Alter ihrer Aeste, die mitunter schon in einer Höhe von 9 bis 3 Meter abzwiegen. In dieser Weise sind noch 1809 die Linden auf dem Friedhof in Schwefe gepflanzt worden, die die Gräber der Pfarrer beschatten. Die Linde war der Alten. Malbaum. unter dessen Wurzeln der Lindwurm wohnt. Sie ist die Malstatt des Dorfes, und diese kennen wir als den alten Begräbnisplatz, wo Ortsvorstand, Nachtwächter, Viehhiert gewählt, wo die Morgensprache, Gericht, Markt abgehalten wurden Der Lindwurm, der Drache, findet seinen Siegfried, der einen Schimmel reitet, wie der Papst nach dem „Kaiserrecht"(c. IIl,§ 2) das„blancke Pferd“. In eine Linde schlägt der Blitz nicht ein. Gegen einen Lindenbaum darf man so wenig ausspeien wie gegen das Feuer. Neben der Kirche ist dieser Baum der achtungswerteste, ehrwürdigste Gegenstand in des Dörflers Auge. In der Nähe brennt in der Mainacht ein Feuer; wer eine Kohle davon nimmt, der hat einen Goldklumpen. Aber ein schwarzes Tier mit Feueraugen wehrt dem Menschen den Zutritt. Und dennoch: „Das Teuselswerk hat über dich keine Macht. Nur ruhiges Blut, wie's auch heulet und lacht! Und sobald du gekreuzt nur ein Wässerlein, Hat geendet der Spuk und der Schatz ist dein. Deine Zunge wird wieder der Fessel frei, Und kein Ungemach bringt dir die Schatzgräberei.“ (J. Bierbaum.) 50 Besondere Mädchenspiele. Die Frau von Babylon. Die Mädchen stehen dicht gedrängt um die Schülerin, welche den Mittelpunkt bildet. Alle haben das Gesicht auf diesen Mittelpunkt gerichtet. Ein einzelnes Mädchen naht sich der Gruppe und fragt: Frage:„Wer sitzt da in dem hohen Torn?“ Antwort:„Eine Frau von Babylon.“ Frage:„Kann ich sie wohl zu seh'n bekommen?“ Antwort:„O nein, nein, nein!“ Frage:„Darf ich wohl einen Stein abbrechen?“ Antwort:„Einen Stein und dann nicht mehr!" Die Fragende rührt ein Mädchen an und sagt: „Ting, ting, tang! Pack achter mi an!“ Das Mädchen folgt dem ersten, und so wiederholt sich der erste Vorgang, bis alle Steine abgebrochen sind, d. h. zu einer langen Reihe sich aufgelöst haben und die Frau von Babylon noch allein dasteht. Diese wird dann in Schlangenform umgangen. Damit Ende. Krup Bößzken. Krup, krupen ist kriechen; Bößken ist Fücholein. Zu diesem Spiel stellen sich die Mädchen möglichst der Größe nach in langer Reihe nebeneinander auf(Stirnreihe). Die Hände sind gefaßt. Es wird folgender Vers gesungen: „Krup Bößken dör den Tun(Zaun)! Ick sinn swatt, un du büß brun(braun). Häslein jagen, wollen wir wagen, Durch den Hagen, Durch den grünen Hain in den Wald hinein.“ Bei diesem Gesang bewegt sich die ganze Linie, die meisten zunächst auf der Stelle. Das erste Mädchen kriecht durch die nächste Lücke, darauf durch die zweite, dritte Lücke usw., wobei die nächststehenden Mädchen immer folgen, die Hände immer gefaßt haltend. Dadurch werden Kreise gebildet, welche naturgemäß immer größer werden. je weiter die durchkrochenen Lücken von der Spitze entfernt sind. Unsere Alten beim Tanz. In der Gegend von Pollhagen(Lippe) fordert ein Bauernbursche sein Mädchen mit den Worten zum Tanz auf:„Engel Marieken, kumm rup up'n Säul(Saal)! Et kost'n juden Iröschen, et seit'r aber ok nauh“. Im Bückeburgischen, wo die Mädchen und Frauen früher statt der Mäntel weiße, leinene Laken trugen, heißt es:„Maike, legg hen din Laken, lat üsch(uns) ok eis einen maken!“ Noch ein Dienstmädchengespräch: In Bückeburg treffen sich am Montagfrüh zwei Dienstmädchen am Brunnen, und die eine sagt zu der anderen:„O, ei was gistern abend wunnerschön; bloß terletzt, da schläugen sich die Herrn, da sprangen wi Damens ut'n Fenster.“ Verantwortlich: Walter Peddinghaus. Hagen. Druck und Verlag: Gustav Butz in Hagen. u u hing 1 sid Wrque un Gssd 1oa 11 1 c a(pno usc Mn Mn e Muoc an hione Mnng Mht si0 6i Log“bung Lag shluß gun mcon ng gun s1# W un inensaun We entag Mu gun ug sig uio Bunsheschug zulz umn (png P Wn W on M(iu 13 hog“. Wcn un uid 171 un n dn W M ue i Joic 130 upiriun- Lu h 12 uug(uutng unuci ur gun umhzu W i Guatu u oh un gun ussdoni( M 0 cou(pf hvai gun(uages Bunu Wi u=) nnlug gu ucn Su ss tt h ss1g zi uhnu (i un Milt M(pnb( ue es usuizm=nun umu Supiu ueum Gi(shoaigo=) Jdal Mhin M M Wt af Wn Puhzun i n e W Muntn pnd (pou o gun Wpidnn gu ur smh Wn gu M b sici Muun ut cgo(. 13111n M i uis uhnn Wi M l hig u sso u t 9og“ Wg ub ppiui n „Su Wt W n ua gunMn Wang Weucnnug un Si Wt W D Wei ue u M unn u uioct usculct Wan An u u M„ Ppub Sich W i Wu g ut ind Wh m c unh Ind uunc u Hm and i nn ee e u nnBunnug pieß tu e M uung gun Ganuch et uen s ub i uet„ucioal Ki(h t basd oc##pi##hl###hr ouud gi u nb spsaat“ u„Minnn“ nu u We u (O a M„nd" Wu u M t c Wuit quem unct gsaclu t- iin s n ic M Mc iin loc uund dec Wn i Whnu i e Me i ai nct Micung sso S(Mc ag uelncc-n uun“ loc ueg Inv glah M sh i n 7# i dd lgl Wnnc buun in e gun .. u in M Ui Me u S u Wig W Senng(h u iucn unet sie## W M Wie an S unc(vou gun„( W# .s1nac Ohn unn ulnic ine uap lanunu u(in ac am ·2 unninc iplung(oc Scc ue 1 Mie ter Unn uun M e Mu nn on i W W gun MMn ui W M Wu ubin(von 2„sin Su M W ua n W Su u Wnnn n gusung uoc u## hog o gubiung(vou sic#o Guun Sut sid bunnc#n 1m ueb uuhnze wn n(vou gun(pu 3ss ur iin u Nu# ug M Mee du u e Wgni Mg n ib cdt ucd uniue „M M u M u Mun gu Mc Mn i Mnnpl uune M at(pnadssng uun u W 1 u M W ue Wut Mh 11 n mnbac Biier t n ucg Nn ag Wisupu ss 19126 Satug t p u W M Wieun n Wen u M h uu un unng u zim gung zsun isuh un ocit zandi Wuh Wt u o u u r tte W W tn Mo Sp We Wut W Wunnn n i msun nim gun Puusunng uasun W dnd Spadt sp W M Wee Gou gun asun u M c i Wt spiss me“ Mhsu quzuunge wpra u u M uuc i h 22 uhzn i incuch i n s aunng 1 191 Wun uc uag u n Mt n Wun uu t Whn W ii W M ( Wt Mtt Ma Dtn et zontubt: uuid#pcl z#hot 3biute # an unucm tzunt Heimätblätter Nr. 7 Monatliche Beilage zur Hagener Zeitung Juli 1086 Volksbrauch um Hagen Von Volksbrauch kommt aus dem Volksglauben, aus dem Boden der Heimat. Seine Handlungen führen eine kleine Gemeinschaft aus, ein Dorf, ein Tal, ein Beruf oder eine Gesellschaft. Volksgebräuche werden zur bestimmten Zeit und an bestimmtem Orte ausgeführt. Von ihrer Wirkung ist jeder Mitwirkende überzeugt. Sie entstehen besonders da, wo Abgeschiedenheit und Ruhe herrschen und wo der gleiche Schlag Menschen schon lange sitzt. So eignet sich das Bauerntum vorallem dazu, Volksbräuche auszuführen und zu erDas ganze Leben dieser Erdgebundenen, ihre Alltäglichkeit und ihre Feiern, ihre Arbeit und ihre Feste sind„von Bräuchen umhegt“. Taufe, Hochzeit und Tod, Saat und Ernte, Spinnstube und Viehweide sind Ausgangspunkte uralter Gebräuche. Um sie hat das Volk dadurch einen echten „Zauber“ gebreitet, der wirksam ist, wenn er in der Art der Urväter ausgeübt wird. So war es vor allem in unserer Grafschaft Mark, wo schon seit Jahrhunderten dieselben Geschlechter an Emscher, Ruhr, Volme, Ennepe und Lenne saßen und das Erbe der Väter hüteten Noch vor 100 Jahren waren die alten Bräuche im Schwange, und noch vor 50 Jahren, trotz der vorangeschrittenen Industrie, sand man noch die alten Gebehochzeiten, die Gebräuche beim„Krom“ und der Kindtause, beim Ansagen des Todes im Dorfe „##### Ernte, beim Bau des Hauss usw., viele Reste der alten einst umfangreichen Gebräuche. Ich entsinne mich, daß ich noch oft eine Eule am Scheunentor sah. Der„Zauber“ ging noch gerne durchs Land. Beschwörungen und Gespenster gab es noch zahlreich. Die Gebräuche, von denen hier gleich erzählt wird, waren aber um 1800 noch wichtiges Geschehen für irgendeinen engen Wirtschaftskreis, für Dorf und Stadt. In ähnlicher Weise tauchen sie auf in Ostpreußen, in Bayern, in Hol., und bei uns, ja weit in die anders sprechende Welt gehen sie hinein. Aus irgendeinem Grunde sind sie da. verändern sich, sterben ab, daß nur ein Wort vielleicht davon noch vorhanden ist. Stammen sie noch aus der alten Zeit der Indogermanen? Aus der Zeit, als Wittekind lebte? Wer weiß es! Vielleicht sind sie erst mit dem Christentum gekommen. Vielleicht waren sie früher das Vorrecht der herrschenden Klassen und sind in die Tiefe gegangen, um dort derber zu werden. Vielvor 100 Jahren. Ed. Rosenkranz, Bonn. leicht hat ein einzelner„Spökenkieker“ damit an gefangen, vielleicht mal das„wandernde Volk“ der Landstraße. Die Gebräuche waren da und wur den mit Liebe und Fleiß weitergeführt nach de Weise der Väter. Sie sind auch vor 100 und meh Jahren schon, unter den Augen der beiden Grimm in unserer Heimat gesammelt worden. Schwav, der unsere Heimat bereiste, er zählte 1833 von Hochzeitbräuchen an der Ruh und nördlicher. Wenn die Braut ins Haus der Bräutigams geführt wird, dann darf sie nicht der gewöhnlichen Weg gehen. Der Zaun um das Haut wird niedergelegt, und durch den Garten komm die Braut an den Hof. Ehe sie durch die Tür tritt wird der Zaun wieder aufgebaut. Symbolisch! Die Frau gehört ins Haus hinein! Der Weg nach draußen ist ihr versperrt. Auf der Tenne wird ihr ein Brot gereicht. Sie bricht es auseinander und gibt eine Hälfte den Armen, in die andere beißt sie hinein. Wieder echt westfälisch symbolhaft! Sie hat für sich und ihre Familie zuerst zu sorgen, und dann kommen die da draußen leben! Tiessinnig sind die Gebräuche beim Todesfall. An der Volme und Lenne wird alles Lebende aufgeweckt, wenn einer im Hause im Todeskampfe liegt. Vater oder Sohn oder Großvater, wer von den Männern im Hause ist, nimmt einen schweren Stock in die Hand, stößt mit ihm auf den Boden. Die Kinder und das Gesinde werden aus dem Bette getrieben, Hund und Katze geweckt, und das Vieh in den Ställen wird wach gemacht. Alle Lichter werden angesteckt. Leben muß im Hause sein, wenn der Tod hindurchgeht, sonst zieht er neues Leben hinter sich her, dann hat hier der Todesschlaf seine Gewalt verloren. Eine alte Ansicht, daß der Sterbende nicht gern allein den Weg ins Schattenland geht! Er nimmt ein anderes Leben mit. Wenn einer im Hause starb, muß Ruhe sein, daß die Seele beim Auszug nicht gestört wird. Die Uhren werden angehalten mit der Minute des Todes. Dann sagt der Hausbesitzer den Tod beim Nachbarn an, und der beim nächsten und sofort, bis die Nachricht beim letzten im Dorfe ankam. Der läuft nun zum nächsten Eichbaum, dem er laut den Tod des Dorfgenossen verkündete. Würde er das nicht tun, dann holte der Tote einen seiner Hausbewohner. Die Eiche aver. als ein Baum, der den Tod bannte, behütete 7. 5 12 r u nn ur „M M(vou gun uer u WM Wh A unn M u nun uucoc u hhlelg gun E M n gun Wunep, oc g bb 19136 Sp MM uil M Pun Mu M i une n und i uniiun W N Mcngung M „Wto lu Mn on usu uicnugiin zcpzu soal(pnv Wrg Wen hien t n i Mu M h ci ne gun Mi uu ung S Mi ur Wg#g nd uhn Bunu i n P W M M n S i duh at st#ganal Puu Mo Mh u W uph d e nun „ M Bugsu gun Bungn Pi Mu in Wo d d l uunn u gun fuie misun Wn uun g. ann uu ic n W W M Uutun uu neu ann M sun Ming n l an Wue n n itnt M W u Wu 1 ugg Mnn tng Mn tpun h gun iunug P Mi un tsunt uoc esann Sn(pan ganl ucg uaß un W uhu un usbuice en u uue M g A uee Aeen Wn gun uon W ungg gun M M M uunuhog p ie Wn un i hson u Ming„uuuch nzgu Nen u W Wn n W air ic W Mu W ci sss abat ih uuh:4112 11c 120 Buninag M u cu Wn ue W M n Wu Wune nb un e uag and gun M e Weg uc hun M it. . 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Vor allen Dingen nichts, an dem Schweiß eines Lebenden ist, kein Tuch, keine Handschuhe, kein Stückchen Leinwand oder Wolläppchen! Nach altem Glauben, der schon in althochdeutscher Zeit umherging, sättigt sich der Tote zunächst an dem Schweiße, und dann nimmt er das Blut und alle Kräfte des Lebenden. So muß er auch bald den Weg des Todes gehen. Einige Gebräuche von bestimmten Tagen noch! In Halden und an andern Orten bei Hagen darf am Zimbertstag, dem Donnerstag vor Fastnacht, nicht gearbeitet werden mit dem„wat runtgenk“, Spinnrad, Göpel usw. Das junge Volk zog von Hof zu Hof und wurde überall bewirtet. Man sang vor dem Hause: „Zimp, zimp, zimp, gief dem armen Zimbert wat, latt'ne nitt te lange stohn, he maut noch en Hüsken widder gohn. Wenn sie gesättigt aus der Tür gingen, wurde ihnen ein Eimer Wasser nachgegossen. Die Verse erinnern an Gebräuche und Haussingen zum 1. Mai und Martinstag in andern Gegenden. Jedenfalls gehen diese Gebräuche auf den Berhtanult der alten Sachsen zurück.— Am Peterstag ging der Hausherr durch das ganze Haus und schlug mit dem Hammer an alle Türpfosten. Das war das„Sünte Verege!" Jagen,„dat Hucken und Schlangen und Fehmoller“(Molche), Ratten und Mäuse und alles Ungeziefer Vieh und Mensch verschonen möge.— Dabei wurde eine Beschwörungsformel gesprochen, worin der Böse verscheucht murde: „Ga in dä Stenklippe. da saste sitten; ga in dä Stenkule, da saste verfulen; ga na dem Klusenstene un tebriek Hals und Ben.“ An diesem Tage wurde, wie fast überall in Laudern vom Sachsenstamm, der Winter ausgetrieben. Man schlug mit Ruten Stein und Haus. Schön sind einige Redensarten vom Petertag:„Am Sünte Peiter fällt der Sne oppen heiten Sten.“ Am Petertag wurde der Knecht gemietet. Hatte der Herr ihn schlecht behandelt, dann sagte er:„Lammerste mi, dann petrige eck die“, d. h., dann gehe ich am Peterstag. Ist der Spruch nicht treffend. wenn er auch derbe ist?„Winter, leck mi im Aese, sit dä Altenoer am Peitertage, un smitt siene Hanschen futt, owwer hä maut se saken noch wier kriegen.“— Der erste Mai hat bis auf den heutigen Tag ein Glanz im Bolksleben wie nur Pfingsten und Weihnachten. Mit grünen Zweigen zogen die Kinder durch die Dörfer und sangen: „Guen Dag. guen Dag, quen Dag int Hus, Eck brenk ink den eirsten Mai int Hus. Dä eirste Mai is wuol so guot: Ick hädde so geirne’ne natte Fuot.“ Darauf begoß man die Kinder. Auch dieser Brauch geht sicher auf altgermanischen Brauch zurück.— ast alle diese Bräuche finden wir im großen 59 „Handbuch des deutschen Aberglaubens“, wenn auch oft abgeändert, verzeichnet. Da wird auch das „Kalwer Quieken“ am 1. Mai beschrieben, was von der Iserlohner Gegend bezeugt wird, aber sicher auch um Hagen gepflegt wurde. Früh vor dem Sonnenaufgang ging der Hirte auf den Berg an die Stelle, wohin die Sonne zuerst kam und schnitt mit einem„Ratz“ ein Vogelbeerbäumchen ab. Schnell ging er zum Hofe, wo alle Hausleute die„Starke", das Jungvieh, auf den Misthaufen trieb. Sie wurde mit dem Bäumchen geschlagen. und der Hirte sagte dabei: „Quiek, quiek, quiek, brenk Miälke in den Striek, da Sap is in den Biärken, en Namen kritt dä Stiärken. Da Sap kömmt in dä Baüken, dat Loff kömmt op dä Eiken. Im Namen niliken Graita, Wittfaut(oder einen andern Namen) sast du haiten.“ Das„Quiek“ wurde wiederholt. Der Hirte bekam Eier von der Hausmutter, die die Sterke loben mußte. Der Vogelbeerbaum galt als heiliger Baum.— Die fingstbraut“ ist auch wohl im weiten plattdeutschen Gebiete bekannt. Am Pfingsttage führen zwei Mädchen ein geschmücktes drittes durch die Höfe. Sie singen: „Rut, rut, do kömm vie met dä Brut, der Brut da is van Niggernoe drum iett sä gärne Aierduoser.(?) Aierduoer int Molkenfatt, da wärt dä Brut von satt.“ Sie bekamen Eier geschenkt. Man sieht, an solchen Tagen mußte jede Hausfrau freigebig sein, sonst wurde sie im Dorfe verspottet. Die jungen Leute c in die Eier gemeinschaftlich auf.— Ein anderer Sammelzug ging durch die Dörfer bei Hagen mit einem toten Fuchs, dem der Schwanz verstümmelt war.(„Hä schreit as en Pinpsvoß“, heißt das Volkswort.) Man nahm auch Marder oder Iltisse. Man sang: Voß, Voß, Voß, lech dienen Stert opper Kloß! Eck well hauen, du saß blauen. Voß, Voß, Voß. Der„Pingsvoß“ war der Junge, der am Morgen als letzter aus den Federn kam, wie anderswo der„Irsel Thomas“ am Thomastage. Er wurde mit recht derben Versen bedacht. Alte, verklungene Zeiten! Alles läßt sich nicht in unserer Zeit wieder lebendig machen. Es ist aber gut, daß man heute wieder auf das alte Brauchtum der Bauern zurückkommt, drückte es doch ein starkes Gefühl der Zusammengehörigkeit aus. Die so zusammen wirkten, hielten auch in Not und Tod, in Krieg und Seuchen fest zusammen. Dieser Geist muß wieder lebendig werden. Es ware aber falsch, alte, abgestorbene, nicht mehr zu verstehende Gebräuche aufleben zu lassen. Unsere Zeit verlangt eben andere. Wir sind aber auf dem Wege, durch andere Symbole und Gebräuche den Geist wieder anzufachen. e mun(bi M Mu r cum Mcne M 1 h dißung nn n u u ii Muc ln u ii lwat gun enb 361 fe zui M u inn# ntuu tug doc uinn. 82 gu l Whn(pang(pol###a holp ".(pitan log gun eng uoc zuhbuign ug 1 sh ind ct Mnnic Muhen „„Honda endg Spg u Mnn n Wilnc“ n zg Ind Mpu gun nc ui i hoc uapoit n G i W tt ui pon S u ue Mipatt Wesn ne ur Ganc uiduc nsnc sic lpang 1pfu u i Mh t Jn uß M WunWtun pn Ps n u W uuc uinm ob fn MM D u W uu guqila p u inlg i i llg uc unzn u i unng uhl Bualpf uvi Wisill gun Whuc Win fg iic sso nn ndt Mie W un „1#1##c s,uun h g u mn oi n u 1(on inlg## Hibunickan Guiihn Mu P uu ur usubh u unn og anat Win Gu e u W M Wu M bali u 5 M ic hun n u Bunigunc piigzigun an i uee u iunpn Mn u(vou(pifb sganal wval U M u b uruun „Mi s. un 13 Su unic un M ug in? oim ener un uolpe Bunig un uzut S We ui cond zoh u uiu e „Wiog“ W„u M ui Wai hocor“ Mu ur 8r u n Mn Msunnsen h„oc“ g ug M hu gu Mug Nm f„ hitni M hhn M uh t n M u u e g „ 261 zun M m pa 13nohbussc atu zzuis n anu sueb M M Kpus 1oh n u n ic Gung gun#c gun iiunc W c lpan Mheehen gun Wu W Me u Wln c(pung gzid gun lg 1 if hluh 1g sute # n r M ut u unh un Micue g Bsd Wpe Nuss uog dzubng usppinal sgpitg 13 uun 1 n M faun Su une gun S i u m n W ing c“ „lpe u ichg“ h c 1 „„002 ouup h biolpe“ T Wl u no M M c W Me n Guie„M an“„Wphi Kt W W ie i g h nr 100 Mu et, a gun unn ug Whe ne sut uu Siht ue unn uhuce hn cgt m W a Ne nung Si iu Mu und 1 a c 2 Sii M ucn S„##### gun ine M e Utenhinpe ur t sso gun u Winng Wuncnnn(vou r s Me„hih uu“ i ar e Pin nt Wpe uinc Me ach ch u We u W uhh ungun pplazng hnal nocp u itupg gvun M isung uu un 1pom gun Mcunnng Nutt uc hgung Mnt u i „M M (u M u M u hagun ii( and Mun iic buog") Bizgsje# f ol Mer ucc sghuntn u(„ Me M M Wunt u Wn Utn Wen N M M Wn ne—„Mnhsunu ando“. ss 1913h 1931— FvET uung gu Wu pc1.c D e e g i in 1cb buid#—, gun giog ft nb guri g u iuu Mu M(„In du gond uuu t anhuncg Wc druun u Me hu ind 1 u Wui uuog unzusin iu ugnn an u h un(„Baoghsia ina c Wiue e ge gun Gung u Bunuc####ge Bunß M iinn(„ S i i in o unn M ih unhic zuse gun W Gn(„uinhoulmu u.nohbun ur M o n n 1nn („u" arhrm en aich gun Wuunc— Ujgn n der Gutsherr oder dessen Stellvertreter dem Pächter im Rahmen der Tür wohl einen Kohlstrunk. Wie es dabei zuging, erfahren wir aus einem Protokoll über den Detmarschen Hof zu Stieghorst bei Bielefeld vom Jahre 1645. In Gegenwart der Zeugen Johann Deppermann, eines Verwalters und Christian Brüningh, eines Schöffen, wurde pro possessione das Herdfeuer gelöscht und wieder angezündet, der Kachelosen(Helhaken) aufund niedergeschoben, auf der Hausschwelle Platz genommen, die obere und niedere Tür auf= und zugemacht und ein Zweig von einem Fruchtbaum abgebrochen, auch ein Kluten Erde ausgestochen und dabei erklärt, daß das die Besitzergreifung des Detmarschen Hofes im Namen des Erben bedeute. Aehnlich geschah die Ausübung des kirchlichen Patronatsrechtes. Als in Mellrich(Krs. Lippstadt) der Pfarrer Gerhard Christiani am 29. März 1682 gestorben war, sandte das Kloster St. Walburg zu Soest, dem das Patronatsrecht zustand, den Notar Sylvester Sprinkmeyer nach Mellrich mit zwei Zeugen... ondt processionem in vorgedachter Pastoratskirche, den dreißigsten obenerwähnten Monahts Martii morgenß umb sechs Uhr durch Auf= und Zuthuhung der Kirchentüren und der Abschneidung einer Spelten Holtzes, wie dann auch in dem Wiedumhauß(Pfarrhaus) durch Auf= und Unterschaltung des Sa eakene (Helhakens) und Abschneidung einer spelten Holtzes, vom Türständer apprehendirt, geschehen seindt". Selbst Fürstlichkeiten hatten sich dieser alten Sitte zu unterwerfen. Als Graf Ludwig Ferdinand von Wittgenstein=Verleburg gestorben war, weilte sein Sohn und Nachfolger Christian Heinrich(1783—1800) in Göttingen, wo er Jurisprudenz und Kameralia studierte. Bevor er eintraf, wurde das Land durch den von Siegen herangeholten kaiserlichen Notar Breidenbach für den abwesenden Erben in Besitz genommen. In den herrschaftlichen Gebäuden wurden die Türen verschlossen und wieder geöffnet, die Feuer ausgelöscht= und wieder angezündet: es wurde auch ein Span aus dem Türpfosten geschnitten. Der Kanzleidirektor Menco von Mettingh ließ sich vom Bürgermeister von Berleburg den Schlüssel vom Rathaus aushändigen und gab ihn zurück. Fenster wurden ausgemacht und wieder geschlossen, auch alle Gebrauchsgegenstände im Rathaus angerührt. Im Schloßhofe mußte die Schloßwache einen Kreis bilden und die Vorschlüssel abgeben, die dem Kommandanten, Leutnant von Gehrbusch dann wieder ausgehändigt wurden. Das Geheimnis westfälischer Linden. „Grünt sie noch auf deinem Anger, Aldinghaus, die alte Linde, Die dem Knaben Sing und Sage Zugerauscht im Abendwinde? Von Karl Lamprecht. Aldinohaus, zu klung geworden, Sind die Menschen unsrer Tage; Längst verhauen ist deine Linde, Längst verschollen Sing und Sage“. (Fr. W. Weber, Dreizehnlinden). Neben der Eiche„an des Hofes Saum“, dem Baume Allvaters, ist die der Freya geheiligte Linde ein echt deutscher Baum, eine Zierde und der Stolz Westfalens, der Lieblingsbaum der heiligen Feme, der von fleißigen Bienen umsummte Baum vor dem alten Sachsenhause, der den Brunnen überschattet, an dem mancherlei Aberglaube haftet. Viele dieser Linden können auf ein hohes Alter zurückblicken; andere zeichnen sich durch besondere Eigentümlichkeiten aus. In Rheda(Kreis Höxter) hat der Freiherr von Spiegel neun stärkere Linden, die aus einem Wurzelstock hervorgegangen und miteinander verwachsen sind. In Padervorn standen früher auf dem kleinen Domplatz zwei Sommerlinden von 6 und 6,5 Meter Umfang. Der Ueberlieferung nach sollten sie von Karl dem Franken bei Erbauung des Domes gepflanzt worden sein. Hier schwor die Burgerschaft dem Fürstbischof den Huldigungs= und Treueid. Im Schloßgarten zu Gehrden(Kreie Warburg) steht eine Sommerlinde von 7 Meter Umsang. In den sich teilenden 11 Hauptasten ist eine 7 Quadratmeter große Plattsorm errichtet, zu der eine Treppe führt In der Gemeinde Löwen(Kreis Warburg) steht an der Kreisstraße nach Peckelsheim eine WinterMeter Umfang linde mit 8 Meter Umfang, der Ueberlieferung nach eine alte Femlinde, die schon 1928 als„tilia in villa Lövene" vorkommt. Eine Femlinde steht auch im Pfarrgarten zu Schwefe(Kreis Soest), unter der Gottfried J. zu Rüdenberg im Jahre 1310 beurkundete, daß Friedr. von Borgeln zugunsten des Klosters Paradies auf seine Ansprüche wegen Rottlandes verzichtet habe. Ebenso stand ein uralter Lindenbaum vor dem Toreingange der Ritterburg zu Steinfurt, die ehrwürdigste Gerichtsstätte des Münsterlandes bezeichnend, wo die Edlen von Steinfurt(sub Tilia) schon 1276 in Burgmannsangelegenheiten Gericht hielten. Bekannt ist auch die der Stadt gehörige„Postlinde“ in Büren mit 6 Meter Umfang. Im hohlen Innern sind durch Samenabfall zwei neue Linden entstanden, die mit dem alten Stamme eng verwachsen sind und ihm neues Leben zuführen. Nicht alle werden heute noch stehen. Alter, Unwetter und Axt haben auch unter diesen alten Naturdenkmälern aufgeräumt, und was heute noch steht, mag morgen schon der Vergangenheit angehören. Unter den westfälischen Linden finden sich manche, die auf künstlich angeschütteten Hügeln stehen. Es handelt sich vielfach um Friedensbäume, die nach beendigten Feldzügen angepflanzt worden sind. In anderen Fällen waren die Hügel aber bereits vorhanden; die Bäume dienten dann als in dem Gelände weithin sichtbare Flur= und Feldmarken. Wo alte Einzelbäume in weithin offenem und flachem Kulturgelände vorkommen, bezeichnen sie die letzten Spuren unterMonatlicher Bez frei Haus(ein Bote Durch die Post leinschließl. 48 dazu 36 Nof. 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