8351-59 E5#,SSS * SNDag5 Jer#s#s SSSS S SgPEASES S##ss gn-gsrsg *# FASE“ afes G 5 8 93 s 9 Plbeggne 9ürLL9L 5 * 1223238 53 so 2 2 5 S S 56 84888 „„* PPIPSPRSAETSSSSRS T SBisSSPESLaE Steine kannte der Mensch freilich noch nicht. An n Lagerplätzen der Menschen in den Höhlen sind Werkstätten gefunden, aus welchen die Steingeräte hervorgingen. Es wurden Kernsteine gefunden, das sind Steine, von welchen Späne zum ischen. Auch zähmte der Mensch ir Junasteinzeitm Jungsteinzeimenschen, auch zuhmie der mensch in dieser Zeit Tiere und verstand sich auf Viehzucht. So hielt er Pferd, Rind, Schwein, Schaf und Ziege. Als treuen Wächter und Begleiter hatte er den Hund. Die Steinbearbeitung und Töpferei gelangten zu hoher Blüte. Die Formen und Verzierungen der Gefäße waren hübsch und mannigfaltig. Aus dem Feuerstein wurden die schönsten Speer= und Pfeilspitzen, Dolche, Messer und andere Geräte hergestellt. Steinbeile, Meißel und Hämmer wurden geschliffen und poliert. Seinen Toten errichtete der Mensch der Jungsteinzeit aus großen Steinen die riesigen Grabbauten, die im Volksmunde als Hünengräber bezeichnet werden. De. Szser Verkahfal ist gesaunden wor den. Di Lopferei war dem Menschen der Altnt. Die steinzeit noch völlig unbekannt. Die Frage, ob der Mensch unserer ältesten Kulturperiode Sinn erichen Schast u. inse ähigung zum künst hasfen gehabt have, muß bejaht werden. Dafür suno ich auch in unserer Heimat einen BeLiesel Setanden. Döhle wurde ein kleiner auf welchem der Kopf eines Wildpferdes naturgetreu eingeritzt war. 2. Mittelsteinzeit. a. Sgen Ende der Eiezeiten zeigte sich in unserer Setu eine neue, von Besten her eindringende Sshlenbeme Rlchorm sowie die Die tntzehnenden Raubtiere waren ausgestorben. Die kalteliebenden Tiere folgten dem langsam zurüchzmeichenden Eise nach Rorden. Das Eis drang acblreichen mehrere Ralg, zurück, wie aus den Junden gon Knochen kälteliebender Tiere, wie Renntier, Eissuchs und Schneehase, zu ach= ba. sind. Fndlet, wurde das Klima aber muder und per Pflanzenwuchs reicher. Trotzdte der nrensch einstweilen weiter in den Spuren dieser Menschen haben wir in vielen Hohlen des Sauerlandes gefunden, so in der Balver und Feldhofhöhle im Hönnetal, in der Martinshöhle bei Oestrich, in der Egerhöhle bei (Lennetal), in der Bilsteinhöhle bei or Die Vensche, Zissen Stein“ bei Kalenhardt. Rischer, die chre Pese“ Jeit waren Jäger und und aug den Knochen und Veraite aus Stein stellien. Die Stesachen, der erlegten Tiere herFeuerstein, sehr sellen wesche last immer aus ind oft sehr bieinten aus Kieselschiefer bestanden, Hearseite Verlich und äußerst sorgfältig Die Nadeln und Pfrieme aus Knochen und poliert. Das schleifen und Bohren der Steine kannten die enschen der Rittelsteinzeit nicht. Auch die hannt. Die Sleidz dieser Kultur noch undehen### Kleidung bestand aus den Fellen der erbeuteren Tiere und die Nahrung aus dem Fleische #erselben sowie aus eßbaren Früchten und KräuBirsch, Beh, ursier Deuptsache Renntier, Das Wüldrierd uur Bldschwein und Schnehase. den wenichen; uud der Höhlenbär müssen, nach eingelt geliebt haben. Im zweiten Abschnitt der Mittelsteinzeit Pässe und Tensch mit Vorliebe an den Usern der einer Opesle. oder wenigstens in der Nähe nur die Wahnen der Lebensweise hatte sich fast Vohngrahen. Dag geündert. Ran lebte setzt in Dach(beides ans Holz und Reisig) ab. ut gosteinzeit beibehalten. .„Eine Jungsteinzeitsiedlung wurde bei Sümmern festgestellt. Große schwarze Flecken im Acker eigen die Stellen an, wo vor Tausenden von Jahren die Häuser der ersten Landwirte unserer Heimat standen. In der Erde liegen noch Pfahlreste und Steingeräte. Schon früher waren an dieser Stelle Funde gemacht worden, die aber als Streufunde betrachtet wurden. Die Mehrzahl der Fundstücke ging wieder verloren, nur einige befinden sich in den Museen zu Minden und Dortmund. Vor vielen Jahren wurde ein Steinbeil gefunden, das noch in einer Hirschhornstange steckte. Dieses Fundstück ist heute gleichfalls verschollen. In den letzten Jahren wurden von dieser Siedlung eine ganze Reihe Steinbeile, ein Reibund Schlagstein, eine Pfeilspitze und ein Messer sowie eine Getreidehandmühle gefunden und sichergestellt. Mehrere Feldhacken, sogenannte Schuhleistenkeile, sind gleichfalls an dieser Stelle gesunden. Die Frage, wie diese Steinzeitmenschen bei Sümmern wohnten, kann hier nur in aller Kürze beantwortet werden. Das Tal der Abba muß früher gewesen sein, der auch einen Abfluß nach Kalthoff, also zum Baarbach hatte. Die Siedlungen lagen um diesen See herum, und zwar immer einige Häuser zusammen am Abhange eines Hügels, in der Nähe einer Quelle. Die Aecker und Wiesen lagen an den Abhängen. Daß neben dem Ackerbau auch Jagd und Fischfang betrieben wurde, ist als sicher anzunehmen. Es dürfte hier die erste Jungsteinzeitsiedlung in Westfalen sein, wo die in Aussicht gestellten Grabungen Aufklärung über den Hausbau dieser Zeit bringen könnten. Viele Fragen stehen noch offen, und so manches ann noch nicht beantwortet werden. Auch wissen wir noch nicht, wo diese Mensche ihre Toten begruben. J. Sp.(Schwerte). aus Knochen hergestellten Werkzeuge wie PfeilBesler sch nicht beden uit tchinen Oramenr Spuxen einer ersten, primitiven Töpferei. der Nahr bei Langschede, unden an Besonders Bslansichen wurden dort gefunden, womit bewiesen ist, daß Beile, die aus Ruhrkiesel gearbeitet dünne, flache Kiesel, die an einer Seite sind, wurden hier in mehreren Exemplaren geborgen. Ferner entstammen dieser Fundfteue Angelsenksteine(kleine durchbohrte Kiesel) unds dmn Whm Phelsaige. 8165 3. Jungsteinzeit. Der Mensch der Jungsteinzeit war seßhafter Bauer und Jäger. Er wohnte in Wohngruben oder Fachwerkhäusern, welche mit Reisig und Moos abgedichtet und mit Lehm verstrichen waren. Fast immer siedelte er sich an Flüssen und Seen an und baute nicht selten seine Häuser am Rande derselben auf Pfähle. Seinen Acker, für den er sich fruchtbaren Boden aussuchte, bearbeitete er er merden. siese„Menschen LSch) 9.-kunet ir ganzen als Denter der Jukunst im Kinderspiel und Volksglauben. Von Dr. Wiard Griepenburg. .. Per von uns entsinnt sich nicht gerne der roglichen Jugendzeit, wo wir sommertags durch Bald und Flur streiften und bei gewissen Gelegenheiten die ersten von Eltern und Großeltern gehörten, in ihrer Bedeutung uns noch völlig unverständlichen Reime herleierten? Besonders Blumen waren es, die unsere Sprüchlein immer wieder herausforderten, und halb im Scherz, halb im Ernst zupften die jungen Mädchen, wie Greichen in Goethes„Faust“, eine Silberspeiche nach der anderen aus dem Blütenrade der Wucherblume, bis nur noch die goldene Radnabe übrig war. Und jedesmal, wenn ein Blumenblättchen zur Erde Klatterte, flüsterten hre Lippen einen Bers des Spruchtemns:„Er liebt mich— von Herzen— mit Schmerzen— klein wenig— gar nicht.“ Und wenn auch keins der jungen Mädchen an die Wirksamkeit des Orakels zu glauben vorgab, so freute sich doch ein jedes heimlich, wenn es beim Auszupfen des letzten Blumenstrahles sagen durfte: „Von Herzen.“— nicht nur die Zuneigung des heimlich Geliebten läßt sich aus dem Blütenrad der Wucherblume ersehen, sondern auch der Stand des ZuHißitiger; wenn man deim Zupfen eines jeden Sprüchseine neunt. ens bestimmnten Eädelmann, Biädelmann, Köster, Pastor, Raotshär, Börgermester, Snieder, Major, oder, wie die letzte Zeile im westlichen Sauerland heißt: u Laiser, Küenning, Tambour, Masor. und schließlich verbirgt sich in der Wucherblume auch noch das Geheimnis, welche Kleidung das junge Mädchen später tragen wird, wenn es zupft und spricht: Samt— Seide— Gedruckt— Kattun— Samt— Seide— Gedruckt— Kattun. Als Orakelpflanze dient den Kindern gelegentlich auch der Löwenzahn, in dessem Fruchtstand sogar das Geheimnis der Lebensdauer des Menschen verborgen liegt. Um dieses Geheimnis n. nimmt man einen Blu zu ergründen, nimmt man einen Blumenstengel, W einer Löwenzahnblume in mehrere Stücke und werfen sie ins Wasser, wo sich die einzelnen Stücke spalten und krümmen. Aus den so entstandenen wunderlichen Figuren suchen die Mädchen nun den Anfangsbuchstaben des Namens ihres Zukünftigen herauszulesen. Wohl der bekannteste Glücksbringer unter den Pflanzen, ist vierblätteriger Klee, der jedoch nach ulwestfalischer Anschauung nur dann Glück beschert, wenn man, ohne darum zu wissen, solchen Klee bei sich trägt. Deohalb steckt ein Freund dem andern wohl gerne heimlich„Klawerveer“ in die Tasche, damit er Glück im Spiel und in der Liebe habe. —„Da:„Donnerkraut“(Zetthenne), das in wesrfalischen Häusern kreuzweise an den Hahlbaum gebunden wurde und dadurch das Haus vor Blitzschlag sicherte, besaß sogar Gewalt über Leben und Tod. Man steckte die Pflanze, die wegen des Wasserreichtums ihrer Blätter auch entwurzelt noch lange Zeit fortgrünt, in die Rietze eines Dekkenbalkens hinein und ließ jeden der Hausgenossen ein Blatt anrühren. Der, dessen Blatt zuerst abfiel, mußte zuerst sterben. Junge Mädchen, die gerne über ihre baldige Vereinigung mit dem Geliebten genauer unterrichtet sein wollen, stechen auch wohl zwei in der Johannesnacht abgeschnittene Zweige des Donnerkrauts nebeneinander an den Hausbalken. Bleiben beide Pflanzen grün und wachsen sie aufeinander zu, so kommt bald eine Heirat zustande; verdorren sie aber oder streben sie auseinander, so ist den Liebenden Scheiden und Meiden vorherbestimmt. Dieser Glaube ist über das ganze deutsche Sprachgebiet und sogar über romanische Länder verbreitet, genau wie der Glaube an die wunderbaren Wirkungen des in der Johannesnacht gewonnenen Farnsamens. Nach uraltem Volksglauben soll der Farn nur in der Johannesnacht, und zwar um die Mitternachtsstunde blühen, aus den Blüten sollen sofort die Samen hervorgehen, und diesen Samen soll man nur mit Hilfe besonderer Beschwörungsformeln und geheimer Zaubersprüche erlangen können. Bei der Gewinnung des Farnsamens mußte man aber recht vorsichtig sein, sonst fiel man dem Teufel zum Opfer. Doch die Gefahr lohnte sich auch, denn der Farnsamen barg wundersame Kräfte. Er machte den Besitzer hieb= und stichfest und unsichtbar vor dem Feinde. Auch machte er verborgene Schätze sichtbar und war die Quelle zu Reichtum und Glück. „ Als Zeichen des baldigen Todes eines Familienangehörigen gilt es, wenn Großebohnen is, Frützjahr nicht grün aufgehen, sondern weit ####e Lilien“, und dieselbe Vorbedeutung haben 5 ex birnen, wenn sie im Frühjahr„vernehrr biuhen, d. h. bevor das Laub erscheint. Mit dem Tode hängt auch der Rosmarin zusammen, denn nach einem früher in Südwestfalen üblichen Brauch mußte man beim Tode des Hausherrn den Rosmarin„anklopfen“, sonst starb er ab. Mit diesem Brauch verbindet sich der altwestfälische Glaube, daß man einem Verstorbenen keinen Rosmarin mit ins Grab geben dürfe. Tut man es dennoch, so verdorrt der ganze Stock, sobald der Zweig im Grabe verwelkt. den Bauern ist nach dem Volksglauben eine Mißernte zu erwarten, wenn er im Frühjahr zuerst das Hungerblümchen blühen sieht, wogegen ihm eine reiche Ernte beschieden sein wird, wenn ihm die goldenen Blüten des Huflattichs als erste entgegenleuchten. Vielfach ist auch die Farbe der zuerst erblickten Blume von Bedeutung. Eine weiße Blüte kündet baldigen Tod, eine goldgelbe deutet auf Geld und Reichtum hin, rot verheißt Glück, blau aber Liebe und Treue. Wie uralt Teile des hier besprochenen Volksglaubens sind, geht aus dem zur Zeit Karls des Großen erlassenen Gesetz„Kapitulare de villis" hervor, wo es im 70. Kapitel heißt:„.. und der Gärtner soll auf seinem Hausdach den Donnerbart haben.“ Es wird zwar nichts davon gesagt, daß diese„Pflanze gegen Blitzschlag schützen soll, ausdruckuch hervorgehoben wird dies aber von dem 1374 gestorbenen Regensburger Domherrn von Megenberg, in dessen„Buch der Natur“ es heißt: „Die maister, die sich fleizent(befleißigen) zauberei, die sprechent, daz ez(d. h. das Kraut Hauswurz) den dour und das himmelplatzu verjag, und darumb pflanzet man ez auf den häusern.“ So bergen nach dem Glauben unserer Vorfahren die Pflanzen Leben und Tod, Gesundheit und Krankheit, Reichtum und Armut, Scheiden und Meiden, Glück und Unglück. Wir aber wollen nicht in Einbildung und Ueberhebung dieses Glaubens spotten, sondern seinen tiefen Sinn ehren und seinen Ursprüngen nachzuforschen versuchen. Verantwortlich: Ernst Lorenzen in Hagen. Druck und Verlag: Gustav Butz in Hagen. Hagener Gesangvereine als Hüter des deutschen Männergesanges in der Mark. SSSERSDSSESES FAB SSEE T-BSE S559.* gab S· gSSFS Monakliche Beilage zur Hagener Zeitung Nugrst Von Jul. Büscher. Die Anfänge des deutschen Männergesungs finden wir etwa um 1820 in Berlin, wo der unvergeßliche Zelter(1758 bis 1832), Goethes vertrauter Freund, den ersten Männergesangverein bildete. dieser Männerchor unterschied sich von den heutigen dadurch, daß er nur aus Tonkünstlern und Dichtern bestand. Es wurden nur für Männerchor vertonte Dichtungen der Mitglieder gesungen. Auch der Komponist mußte Mitglied sein. In der Schweiz und dem angrenzenden Süddeutschland entstanden um dieselbe Zeit Gesangvereine, die in ihrer Zusammensetzung schon mehr unseren heutigen Vereinen glichen. Etwa um die Mitte der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts finden wir auch bei uns in der Mark das rege Bestreben, den Gesang in Männergesangvereinen, anfangs „Liedertafeln“ genannt, zu pflegen. Wie schon an anderer Stelle in diesen Blättern nachgewiesen wurde, waren es zunächst die Lehrergesangvereine, die als erste den mehrstimmigen Männergesang pflegten, und deren Mitglieder in den meisten Fällen auch Gründer und Leiter anderer Gesangvereine wurden. Während die märkischen Lehrergesangvereine sich bald zu einem Ganzen zusammenschlossen(1832) und alljährlich ein großes Konzert veranstalteten, wobei sie den Festort innerhalb der Mark von Jahr zu Jahr wechselten, kamen die anderen märkischen Gesangvereine am 27. September 1846 zum ersten Male zu einem gemeinsamen Gesangfest in Iserlohn zusammen und vereinigten sich zugleich zu dem märkisch=westfälischen Sängerbund, der ebenfalls alljährlich ein Fest feierte. Im Jahre 1849 war infolge der politischen inneren Wirren das Gesangfest ausgefallen. Und so feierte man im Jahre 1851 das fünfte Fest in Hagen. Es nahm einen glänzenden Verlauf. Trotzdem sollte es für viele Jahre das letzte sein.— Nach 1848/49 waren eine Menge Liederkompositionen entstanden, die vielfach minderwertig, zum Teil stark politischhetzerischen Inhalts waren. Neue Vereine entstanden, die diese an die niederen menschlichen Gefühle appellierenden, jeder Kunst fernstehenden Lieder zum Gegenstand ihrer Uebungen machten. Sie gingen daran auch recht bald zu Grunde. Leider ist auch der eine oder andere alte Verein dieser üblen Erscheinung zum Opfer gefallen und eingegangen. Die nach 1849 bald einsetzende politische Reaktion wirkte edenfalts auf den in unserer Heimat schon mächtig aufblühenden freien deutschen Männergesang verheerend und vernichtend. So ruhte auch in der Mark im allgemeinen die Pflege des deutschen Gesangs; nur wenige Vereine, unter ihnen erster Stelle die Hagener, hielten treu zum reinen deutschen Liede. Immer wieder versuchten die Hagener Sänger, den märkisch=westfälischen Sängerbund neu erstehen zu lassen. Die sich durch die Kriege von 1864 und 1866 klärenden inneren und säußeren politischen Verhältnisse in Preußen bzw. Deutschland. mögen mit dazu beigetragen es den Hagener Gesangvereinen im Jahre 1869— also nach 18 langen Jahren— endlich gelang, den märkisch=westfälischen Sängerbund auf einem großen Gesangfest in Hagen wieder aufleben zu lassen. Es ist das unumstrittene Verdienst der damaligen Hagener Sänger, daß sie den achtzehn Jahre hindurch schlummernden märkischen ngergeist zu neuer bewußter Betätigung in der eoten deutschen Sangeskunst erwachen ließen. Die Namen dieser wachsamen Sänger, dieser Hüter des wahren deutschen Liedes, sind es wert, auch heute noch genannt zu werden. Sie mögen die heutige Generation zur Nacheiferung anspornen. Das Fest wurde am 21., 22. und 23. August Piesze Fritz Wolf, Carl Börde, H. Wieoner, Dr. Gesundheitszustand und Lebensdauer Hagener Singen in dr Singerhalg intüichenl der Marher ger, her. 18. Jahrhundert. e, Ste ee ese, Ep fauteg,. Abhier a. Schiln un Grlchendbeiegleg, umzuüh erzibth ur ee, ungergesue. schnitalter der Perun, wo der unvevf Uns naht mit heltern Freundesblichen(samtoater der atenschen ig der Gegenmart böhr. Uns naht mit heitern Freundeoblichen die liederreiche Sängerschar. Wir eilen, sie an's Herz zu drüchen und bieten ihr die Rechte dar. Das Lied vermag die Lust ins Herz zu tragen, drum sei willkommen, uns willkommen im bekränzten Hagen. Nun schweigt der Klang von Eisenlasten, und die Cyklopen ruh'n sich aus; des Dampfes mächt'ge Glieder rasten, es stockt des Schaffens heißer Strauß. Das Lied vermag die Lust ins Herz zu tragen, drum sei willkommen, sei uns willkommen im bekränzten Hagen. In die krystallne Flut von Tönen, versenkt sich gern die Seele ganz, sie trägt uns in das Land des Schönen goll Harmonie und Blütenglanz. Das Lied vermag die Lust ins Herz zu tragen; sei froh willkommen, sei willkommen im beglückten Hagen. schnittgalter oer Aenschen in der Gegenwart höher geworden als das unserer Vorfahren. Diese aber waren dem Geschlechte unserer Tage darin überlegen, daß verhältnismäßig viele von ihnen ein außerordentlich hohes Alter erreichten, wie Statistiken aus dem 18. Jahrhundert erkennen lassen, die durch Angaben über das Alter und die Todesursache der damals Gestorbenen sowie manche interessante Bemerkungen unsere Beachtung verdienen. Nachstehende Ausführungen beziehen sich auf Statistiken über die ehemalige Grafschaft 1759 bie 1268ur Vorwiegend auf die Jahre von Zunächst muß darauf hingewiesen werden, daß unsere Gegend früher nicht annähernd so dicht bevölkert war wie jetzt. Am Anfange unseres Jahrhunderts lebten auf dem Gebiete der ehemaligen Grafschaft Mark 1¾ Millionen Menschen, am Ende des 18. Jahrhunderts aber nur ein Fünftel Rillion. Weil die Zahl der Geburten von 4558 im Jahre 1759/60 mit der Zunahme der Bevölkerung allmählich stieg bis auf 6192 im Jahre 1197/98, so wurden in jener Zeit verhältnismäßig viel mehr Kinder geboren als in der Gegenwart. Eine zahlreiche Nachkommenschaft Schweflinghauser Ee beteligten sich, außer den Hagenern nach Geshinterließ die 60 sangvereine aus Iserlohn, Limburg, Altena, Voele, Bauernschaft imKone Brecherfeld, Schwelm, Kamen, Hamm und sogar 91 Jahren gest are Schwelm im alter von aus Elberseld der Gesangverein Orpheua. Die nämlig ge dene Witwe Henrich Kanenschlage, Hagener Vereine seien mit ihren Mitgliedern, so. Kinder, 17 Enhel, E Urendel und 4 Ur weit sie festzustellen waren, hier wiedergegeben: Witwer der 1779 im Alter vor Jahren im 11 Kinder, 1. Männer=Gesang=Verein. Gust. Erkenzweig, August Donath, Ad. Duhme, Ew. Frantzen, C. Fürstenberg, Lehrer Meyer, Jos. Ohler, Gust. Tinner, Gust. Teubner, Fr. Rummel, Dr. Schmidt, Rud. Schmidt, Carl Bechem, H. Beckermann, Theod. Beckers, Lehrer Brune, C. J. Dünhof, Vm. Fischgg, J. Pottnann, Gust Thiel, tel, also im ganzen 70 Nachki Willder, der L7io im alter von 89 Kreise Altena verstarb, betrauerten Enkel und 24 Urenk Dr. Tüssing, Ad. Voger, gecd. Vogelsang, Ed. Elbers, Jos. Göbel, Ed. Nünch, Gast. Oschaute, Lehrer Röttoerg Fr. Pösoner Lohrer Schängg7::“ Jahr. P E Tehrer Koligers, Schemann, Ad. r. Rosenler, Lehrer Schonlex Jul. humacher. 2. Harmonie. Carl Althoff. Joh. Cadenbach, Wilh. Er berg. Friedr. Gottlieb, Ernst Kampmann, nberg, C. Dornseif, Aug, Emde C. und 31 Urennei, mithin 103 Personen. Diesen übertraf noch ein 1775 in Neuenrade gestorbener 102jähriger Greis mit 114 Nachkommen(10 Kindern, 54 Enkeln, 50 Urenkeln), von denen damals aber 16 Enkel und 14 Urendel nicht mehr lebten. 19. In fast allen Jahren überstieg die Zat! der Hch. wevorenen die der Gestorbenen beträchtlich, zm GeburtenTodesfälle: überschuß: 3502 1391 3434 1600 Zahl der Todesfälle auf edurtenüberschuß noch 232. Geburten: 4261 SN 1766/67 1776/77 1789/90 5034 Wilh. Everg= Sogar 1786/87, als die H.]4013 stieg, betrug der beck, G. Körten, Carl Rutenkolk, A. Schmalenb C. Spratte. 3. Opernkränzchen. Adrian, Heufer, Rehwinkel, Schmidt, Thöne, Wesemann, Dickhut, Dünhof, Flu Stein, Vogelsang, Halfmann, Manskof Münch, Rench, Rösener, Schöne. 4. Dilettantenverein. #.„Joh.,„Boch, Carl Fischer, Conrad Lachner, L. drur vrroreitung Reisenraty, Herm. Söding. Carl Bunsen, Louis heiten, z. B. 173 Krsbandecr. Trüvener, V. Heilbrede, Larl Ven= Tadesfälle inso Geburten und 5150 Stexbesällen, also 157; 1760/61 aber kamen auf 3850 Geburten 6494 Sterbefälle; deshalb brachte dieses Jahr eine Bevölkerungsabnahme von 2644. midts, Erhöhte Sterblichkeit herrschte gewöhnlich Mende, dann, wenn ungünstige Witterung, Rißernten oder Rüller, anhaltende Kriegsnot vorangegangen waren. Unzureichende Wohnungen, Unwissenheit auf dem Gelchhete Frastenstichen lichkeil begunftigten dann das Auftreten und die weite Verhreitung ansteckender KrankTohesten—.. 173940, geost, 1788 und 1706. ivener, W. Heilbrede, Carl Ben=u##igtie insoige von Blattern kamen in S4ogu Rud. Vertram, J. Callmann, Carl Huth, jedem Jahre vor, in den 25 Jahren, über die geEurt Kutschmann, Herm. Trimpop.(ngzie Angaben vorhanden sind, nur viermal unter 5. Teutonia Wehrin Jos. Falz, Ad. Fischer, Fr. Weister d. Entner, Theod. Lösenbeck, Wilh. E S S r. Sietttll, Wim. Wrutng.er. Vg den, W. Rittershaus, W. Tasche, Dietr. Söding. W. Sturaberg 429, 1791 starben 764, 1796 802 und 1788 so 1033 an Pocken. Seltener verbreitete m“ Eing, E. Gesolge hatte. Ihr sielen.. Suce i Bedder, Calp. Giesbert, Vilh. Giesbert, Fr. Hev= 1787/86: 1790/91: 1793/94: 425 586 631 1794/95: 1797/98: 1760/61 539 323 aber am meisten: waren: Dödter, Vorsitzender; W. Altenloh, F. Baldewein, Carl Bechem jun., C. Boos, Carl Böse, H. Bruckenhaus, Gust. Butz, C. J. Dünhof, Ed. Elbers, Gust. Erkenzweig, Cornelius Flues, Ed. Göbel, J. Göbel Fr. Grauhan, Habrich, C. v. Hartmann, August Heimbeck, Em. Hiltrop, Herm. Huth, Friedr. Huanborg, Jost, Gust. Kerchhoff, Knippschild, Lehmnuhler, u. Levy, Dan. Lohmann, Ed. Müller, Ad. Polscher, F. Romverg, Wm. Rosenbaum, C. RosenFx. Rösener, Röttgers, Fr. Schemann, Schmidt, co. Schmitz, Ed. Schulte, Otto Söding Dr. Stahlberg, Herm. Tigges, Ad. Vogel, Rich. Vollmann, Fr. Boß fr., Aug. Boßwinkel, H. Boß6. Germania Eppenhausen. leider ist die Zahl nicht hir kämper, G. Marggraf, Gust. Kisse, B. Beber&a Kucghen aen waren wenitger gesährlich, nur 179607 Kann, Gust Nol, D. Rölle, Ch. Köser. Unter den ständig herrschenden Die vorgetragenen Lieder waren durchweg breiteten Krankheiten steht die Schwindsucht vereinigung aler märkischen Sänger ein Spmbol 2d an Wassersucht. Aufallend wenig inr einigen deutschen Reichen. 1—0 d, odeny nicht de Zahzi uo ereicht, mar in den Jahrs 2 a aöS S. 2 STu * Bangs## S.S Spgg S3 SSig- g * 2 a.— #5 „Ar S 85 6# 8 5 2 5O. Sp.2 SG 5oSPESH ESGSE SHSSLR S 55G SSESSFSESSSSES BO-MASESEE“ ##S. SS######### BO-SSLAg## S######g# ReEEERERS EAT E 8 65— E S0S Tes — S St5g3S SS55-8. 30 SEEE 85 EFEETRPCgOELVTTMgOSF — GHELPEEASSOE T 6. SSESLOSE B KSTSSESSTSSGESSSSSEE: # S ch S5 5- TgAgg S SL9SSSS PPHESgGEEg" S S E 2 EE— 8HOETE ** 52 * O“SgESSE SüF“gOPpEe. 955 ySg S S S 6 2. S* S S S 9 ### S E S Uon B : GETC-OT.2P SBOSEPELLSESS S. „ERGDSTLESS S.S SD SnSS S SBSEGDRSS 8 S OVSLEGERE— SESung.— EBTSETHSS „SEEEESEEES BSS. S. 5#SSo„ SE K—: *S 8 5* * SS" 3 98 * 3 8E E 92-.5 8 8 0 S S SSEE S S9SS Gag S 55 4 Verischen im miter un 40 die 6) Jahren. I sig dert erschren wir aus dem Vericht des dortgen 10 Tage nach dem Beginn der Krankheit frat Poso, Lloser. Er ist.1656 ans Licht getreten. Taubheit ein. Aus Neinerzhagen schrieb man: slach der seinen Umständen gemäßen Erziehung Die den 12. Tag erlebet, sind durchgekommen, bei ihn er zum 24. Jahre seines Alters gestiegen, dat den meisten ist bein Redieus gebrauchet worden, rinnen Kriegsdiensten bestimmt, dosind durchgekommen und haben nicht einmal einen treuen Dienste sowohl aus dener.. Chirurgum gebrauchet.“ Auch aus Lünen ist ein Bosg aus denen mitgehaltenen Fall von ersolgter Genesung ohne Hinzuziehung geageruggen Stralsunds und andern daher rüheines Arztes mitgeteilt:„Ein seltener Fall ist zu ihme Friegsunternehmungen, dls auch felbt einer physikalischen Veurteilung merkwürdig. Eine auf hat ihn die Rezierung Gottes wie 9. P. geraume Zeit war Jakob Neyenberg schwerlich in sicher dem Hören, und ohne Anwendung eines Arztes den Ehastand gesührt dariune an 14 Jahren in hob sich dieses Uebel von selbsten. Am letzten Jahre gesuyrt, darinnen er überhaupt 43 Sonntag Trinitalis,. 1710, besuchte er das Gottes=(staosge geiebt: von diesen 43 Jahren sind 35 verzahre gesebt; von diesen 43 Jahren sind 35 verhaus und war im 100. Jahre seines Alters, welches ge“ zet weichen er Gerichtsdiener gewesen, er den folgenden Weynachten völlig zurücklegte, enst.: uu er Unvermögegs halder seines Dienstes mitten unter dem Gottesdienste sand sich gleichsam alg geesen. Ein Jayr brachte er hernach das Gehör wieder bei ihm ein, daß er nicht allein ger Bitmwer mu. und nachdem er sich bei volliger den angenehmen Klang der Orgel, sondern auch die dernunst in seiner kurzen Krankheit des Sakrageistreichen Gesänge hören konnte, und behielt dem Alter von..... sein vollständiges Gehör bis an sein Ende. Ein Kindes Kinder gesehen. PindesExempel, das bei so einem alten Greise was Selt= Soweit sich übersehe sames ist.“— Bemerkenswert ist, daß man schon#### versegen läßt, waren die dochzu der Zeit die Pochkenbekämpfung begann,eragren Personen in Berufen und Verhältnissen wie eine Notiz aus Altena erkennen läßt:„Mit tätig, in denen man fleißig arbeitete und der Inocution der Blattern ist zu Altena der An= dabei recht einfach und mäßig lebte. Der sang gemacht, doch soll es nicht allgemein Beisall schon erwähnte Jahob Reyenberg hat„in seiner erhalten.“— e#te Jugend bei den Bauern gedienet, nachher aber bis „ Ueber das von den Gestorbenen erreichte Alter in dem Fach seines 85jährigen Altero. in der Tursen dahinsank, als gar Watan oder Allnater gror nachstehende Zusammenstellung Auskunft. E# Stadt Lünen die Schweine gehütet, als dann diesen Unholden erlag, flogen die beiden Raben, sktarben im Alter im Stange inr ger rig Prasten dazu nicht mehr die ihm dieher die Beieheit zugeflüistert hatten, uber Mitteln verpsleget worden; ein Ende aus armen serschrecht, ihres Sitzes beraubt von dannen. Nach tihe leich dmgefuunden Land zur Arbeit Verhältnisseg der Großstädte ause Land zur in frischer Luft und der einfachen Lebensart unserer Vorfahren zurückführt, dann wird das deren Lebensdauer sicherlich günstig beeinflussen. D. Frommann. Die Kiersper„Räuke“. Von Fritz Linde. Dort, wo die waldbedeckten Ausläufer des Ebbegebirges den Lauf der oberen Volme umkränzen, wo an sonniger Berglehne, im schattenkühlen Grunde oder auf luftiger Höhe die alten Bauernhöfe liegen, oft noch umrauscht von vielhundertjährigen Eichen und Buchen und Eschen, da erinnert man sich, vornehmlich unter den älteren Leuten, die die heimische Mundart, das alte Plattdeutsch noch sprechen, zuweilen auch wohl noch eines Sprüchleine, das heißt: 47 „—— dei Keispeschen Räuke, dei Balbertschen Schnäute, dei Meinerzer Hären, dei wellt allen wat lähren.“ Was uns nun heute an diesem Spottverslein, an denen der Volksmund ja so überaus reich ist, interessieren soll, das ist die Frage: Wie kommen. die Kiersper zu ihrem Spitznamen? Woher die Bezeichnung„Keispesche Räute“? Eine„alte Sage“ berichtet darüber etwa folgendes: Als zur Zeit der Götterdämmerung die nordische Götterwelt im Kampfe mit den Riesen und Türsen bahinsann, ais gar Wokan oder allvater 692 791 138 worden.“ stein geicbet. 102 Jahe al—sonden, und wo die Dei mit Vheltermn ugengell chon den Pingen#ben angeführte war; das heißt auf gut westfälisch gesagt, sie waren 149 Kötter„Ro#gy####im Kirchspiel Wattenscheid in der Bremeche bei Kierspe angelangt. „hat sich mit schlechter Kost ernähret und ist bei „ ist bei] Da sie nun dem Göttervater keine Weisheit und Gebrauch seiner mehr zuzuflüstern brauchten, kamen sie auf dumme Ende verblieben“.— In Gedanken, bauten ein Nest in den Wipsel der 178 311 S3 16s 219 163 38 Stande, weische glegt sebr immersch sbel 3 Wase sete sch da. Veiichen leote vier Eier 1291 391 6s 147 14 185 35 100 Jahre alt geworden“ Im Hochgerict u pneil, setznr ug varauf und brütete treu und brav, Eegensatz zu dem damaligen Geburten= zirke Schwelm wurde 1738 ,d ,.Pegeper gtebe pie gge einer Rabenmutter zukommt. und der Erreichtum stand die große Kindersterblich=]beerdigt, der im groe 110 emn 9tjähriger vauer solg vileb nicht aus; eines Tages lagen vier junge heit in den ersten 10 Lebensjahren, die wohl) Hafer mähte.— Jahre vor seinem Tode noch Raden im Reste. Aber, aber— mit des Geschiches größtenteils in der Unkenntnis der Bedürfnisse Pechingsen in 2u, Sg, Kondmann Ohrmann in Nächten ist hein ewig Band zu flechten... Wie schlichen KF, ihre terfachan hatig Sokuz kang. Börde lebte 102 erschrak der Rabenvater, als er. von einam des menst ensestiagen Korpers uore Ursachen hatte. Jahree: Börde lebte 102 grschrgt, der„Rabenvater, ale er, von einem AusSchwächliche Kinder starben vorzeitig, während sein Ende die dreiviertel Stunden entfernte Kirche Sprößlinge in Augenschein manche der kräftigen ein besonders hoheslbesucht. Alle diese Hochbetagten sind Aemzisa fyr Ja. a.„Jsuei waren schwarz und zwei— weiß! Alter erlebten. In den 24 3178 Perso T sonen die Bahrheit der wertvollen Lehe 2704; der Jahren von 1774—1797 erreichten Nähiobeit und m. grepue revensregel:„Arbeitzergrimmte er in mahlosem Zoxn über die weißen ein miter von über 80 Jahren u. onen und Ruy, schlieben dem Arzt die Türe Pißgehurten, pochkte sie kurzergand in den Schnovel und warf sie zum Neste hinaus. Die kollerten D Versonen em Alter von über 20 Zahrean I Unsere Vorsahen imn 18. Joh=burdert Launde, oent und wars se dum Nete Binan: Die bolerte. 59 Personen ein Alter von über 100 Jahren auch die schädlichen Birku g..— von Ast zu Ast und wären elendiglich u Unter den in der luitherischen Gemeinde Pletten=(hols und Kikotins auf den menschs u 4: Grunde ggceggz wenn sie nicht zulälig auis einen Seriuen mn a iher itr 1761. gestordenen 4uls Hr, wie nachsehende Velsaese 8)icen vor, Ste),eg. Lichte gezi. eialen witren, ar föhich zu einen varen 6 über 100 und 22 über 90 Jahre 1786 im Gerichtshezirhe. Ein unter der riche geoieg.„At wannt so sien sollt aun gewonrden, Desele, Vegelade hate bei einersteiger, Namn gur am Autzert ser Hesandhselt, vur dosb d) Ise. Ppren e 9 viel größeren Einwonnerzahl in der Zeit von hat höchst einfach gelebt, ala Thea Caff uu u du Dinevohnen den schweren Sturs mit1830—1871 unter den Gestorbenen keine über 1001 Hier oder Branntwein, sonder. w“ derten, die langen, grünen, dichtbelaubten Stengel und nur 8 über 90 Jahre alte. In der im achtelgetrunden“.— Im uruen nur dlares Wasser dienten unsern beiden aus der Art geschlagenen zehrten Jehrhundert nur etwa 400 Personen um: Greis im Alter von 95 Jahren(eun u6 ein und zum Reste hinausgeworsenen Rahen auch zum sagsenden Gemeinde Ohle starben in den Jahren Krankheit ausgestanden sich e zlich uiemals einstweiligen, sichern Unterschlupf, und die weichen, 1696—1809 3 über 90 und 3 über 100 Jahre doch viel Tahaß: sic0 kümmerlicg ernähret, zungen,„saftigen Dichebohnen zur willkommenen alte Nenschen. Von den in der Umgegend von gestorbene jedig gerauchet“.— Auch eine 1798 Nagrung, deren Güte man bald an dem gewalHagen im Jahre 1762 Gestorbenen hatten vier das hat täalig Frauensperson von 93 Jahren tigen Wachstum der beiden wahrnehmen konnte. 21. Jahr überschritten: Der Landmann Adolf Bil= rauchte igrem Ende viel Tabak ge##. Und sonderbar, ob das nun auf die ungestein zu Deipenbrink das 91., der Landmann Vorkämpferin für Gleichher u— Bohnort dieser wognte Nahrung oder auf sonst einen Umstand zuEhaur Johann Schaof unl Vechoster daer dn. 1gg demn Nonne nicht mitgetelt, ihr gbührtk zwesel, ein, die endlich nur eine Rase ie u Johannes am Schaflande bei Breckerfeld das „In der Gemeinde Hemer starb 1755 der Saesce esae erise elice eane aes eneie e esien Keieste eie eiet eshen cie eute de Shick an binr Sinne bie auf ein halb Jahr vor seinem Tode 3 Personen häten die zistbaltigr gnd Oesenlon, und vorne u. 9 Bunder., dn wichen uu e Seches eshernaster Betenr 1 2. eschmuist an uich eschalbet die Froe belchigt: Halten sie bel singer uadduire ie iunt däite Veritchenr Tode nahmen seine Aschebruch bei Wattenscheid der Kötter H sich Rochol, gnannt Goemanm, in Alter von ue daus 10. De, Zeit hat uch Nenschen getzabt sersen Klerager waren ferig, 113 Jahren. Eine im Kreise Hörde 1781 ge. die 1814 zu Eisen bei Herschei Seit sener Zeit nun sind die Nahen von auben pordene Frau mar ebensalle 113 Jahre alt. Der sSophie Luise Bihelmine Schesesn zu gervorene schwarz, die Kersner weidz bossen wir. badt e vor in Gennerbecke bei Schwelm 118 berdigte Wdang in Lüdenscheid 1ch ue ale Bitwe innen nicht ungetehrt st. gar Kühler erreichte ein Alter von 108 Jahren; den ist, wie den Landmirt Poz, Dich, ai gemor:! Seit sener Zeit auch auatt man dem Kiereper ein wann in Plettenberg, dessen Name nicht der Gemeinde nach, wenn man ihm als Fremder begegnet. Hänmitgeteilt ist und der 1727 starb, war gleichfalls wurde und 1go# Karh Pez, Frse. 1922 geboren seln, spötteln, ugen— was tut der Sauerländer 108 Jahre alt. Ebenso ist der Name einer im schmidt zu.... gtrorich Hammer= lieber. Aber der Kiersper läßt sich nicht usen. des Gerichts Schwelm 1776 gestorbenen 1925 seinen 100. Geburtes P man ihm:„Quak, guahl“ nach, dann ruft 106 Jahre alten Witwe nicht angegeben. Von den wie die kürzlich in Waldl e techt“ und schlägt sich dabei auf die 59 Personen, die in den Jahren von 1774—1797 104jährige Witwe Kram, ader ar a;stordene Brust im stolgen Vewußtsein seiner Abstammung ein Alter von mehr als 100 Jahren erreicht haben, zu der großen Bolts u aig iu verdältnis von den weisen Raben Votans.— st in 47 Fällen dos Geschlecht mitgeteilt. Ess biete der ehemaligen Graschaft Narh Soweit die aalte Sage“: und wenn i6 dowaren 18 Ränner und 29 Frauen. Unter diesen das nur sehr wenig Fälle. Obve Frage stebt die füßhe deuu don— siehe auch oben— in Sänle Fraugg, 3 Hebammen, und zwar Gertrud! Gegenwart bezüglich kecht hob gg zt. schtr sedie; so geschah das nicht ganz ohme AbTtravoaus in Reinerzhagen, die 1740 104] hinter dem 18. Jahrhunder denn ich muß hier, trotz meinem. als gebore Jahre alt wurde, eine 100 Jahre alte Frau, die hierfür liegen zeig zune zurück. Die Ursachen nen und gezogenen Kiersper in diesem Falle wodl1774 in Hagen stard„und bie ein Jahr vor förderlichen einsorms Lesundheit verständlichen und un eihlichen Lokalpatriotismus, a. giben„Beschäftigung„vieler leider gestehen, i die„alte Sage“ gar nicht ruft und richt meyr oder minder so besonders alt erscheint. Ein witziger und phanüSen * S 23. Uinesht zu Pören und zn sehen bedommen. Diel unkreisen in wiegendem Flage Die Wiesen der pedug das hunge Volt von Veinershazen, Balkrichzenden Schwarzröche, die einzelg oder bei Bäume. Ist das Rest vollendet, so legt Frau Rauk gair oder Halner in vnser Dorf nahendem Sturmwetter in kleinen Trupps diel fünf blaugrüne Eier, mit braunen Punkten und Felder durchstreichen, das sind keine Raben, das sind„Aaskrähen“, wie sie der Volksmund nennt, ungesellige, diebische, hinterlistige Bögel, die einsiedlerisch in den Kronen hoher Waldbäume nisten. Der Niederjagd fügen sie ganz erheblichen Schaden zu, weshalb sie der Jäger auszurotten sucht, wo er nur kann. Im Gegensatz dazu sind die Räube außerordentlich gesellige Vögel. Kleine Gehölze mit hohem Baumbestand, rings von Feldern umgeben, bevorzugen sie in ganz besonderem Maße als Rist= und Brutstätten. Da nun die meisten Gehöfte in der Gemeinde Kierspe diesen Anforderungen entsprachen, siedelten sich die Saatkrähen in Scharen hier an. Auf dem Berg, dem Höferhof, dem Hintersten Vornberg, im Dorfe Kierspe selbst und vor allem in der Bremecke waren sie zu Hause. Wer es nicht selbst gesehen hat, macht sich kaum eine richtige Vorstellung von den großen Scharen, zu denen sich diese Vögel versammelten. Richt zu Hunderten, nein zu Tausenden bevölkerten sie die genannten Brutstätten, die meist schon von weitem an der schwarzen Wolke zu erkennen waren, die scheinbar über den Baumwipfeln lagerte und aus lauter„Räuken" bestand. Die größte und ausgedehnteste Saatkrähenkolonie war wohl diejenige in der Bremecke. In einem alten Gemeindeblatt fand ich eine Abhandlung über die Räuke und besonders über die letztgenannte Kolonie. Der Verfasser ist nicht genannt, ich glaube aber wohl nicht fehlzugehen, wenn ich den Artikel der Feder des verstorbenen Sanitätsrats Dr. Deisting zuschreibe. In volks= und naturkundlicher Beziehung hat diese Abhandlung Anspruch auf das Interesse weitester Kreise, weshalb sie im Auszug mit einigen Aenderungen und Kürzungen in nachstehendem wiedergegeben sei: #. Einsam und weltabgeschieden liegt das Gehöft Bremecke am Ausgang der Schlucht nahe den Wiesen des Kerspetales. Der Weg von der Landstraße führte noch vor Jahren durch dunkelschattigen Hochwald den Abhang hinab, der jetzt mit Tannen bestanden ist. Es war ein idyllischer Landsitz, auf dem ein starkes Geschlecht in Wohlhabenheit ein arbeitsames Leben führte. Als aber der Sensenmann in den Frieden einbrach und an seiner knochigen Hand den Hausherrn aus seinem behaglichen Wohnsitze hinwegführte in das dunkle Tal des Todes, da hatte auch der knorrigen Eiche und der breitästigen Buche das letzte Stündlein geschlagen. Was Jahrhunderte in herrlicher Schöne hatten wachsen lassen, sank in wenigen Tagen zu Boden. Nur ein dürftiger Rest alter Buchen auf der Höhe des kleinen Herberges wurde von der Axt verschont. Es mag wohl einen besonderen Grund gehabt haben, daß man gerade diesen Teil des Waldes stehenließ. Hier auf den Buchen hatten Gäste ihre Herberge, die seit alters in der Bremecke heimisch geworden waren, die Freude, aber auch der Aerger des Hofbesitzers. Er nannte sie seine Nachtigallen. Es ist ja leider so, daß die sangesfrohe Nachtigall unsere rauhen Berge meidet, aber es gehört doch ein gut Stück Humor dazu, das heisere Gekrächz der schwarzen Vögel auf der Höhe des Herberges als dem Ohr wohltuender Gesang gelten zu lassen. Nun, der gutmütige Herr der Bremecke ließ sich das unaufhörliche„Quak“ gefallen und nahm die schwarzen Sänger in seinen Schutz und hat ihn ihnen angedeihen lassen bis zu seinem ewigen Abschied von dem grünen Gipfel des Herberges. Freilich, die Nachbarn, die Bauern waren erbost ob dieses Schutzes und Schirmes, sie liefen zur Polizei und forderten energisch den Abschuß der schwarzen Sänger. Denn der Rauk, wie die Saatkrähe im Volksmunde heißt, ist ein schlimmer Gesell und hat wenig Freunde. Dem Bauer stibitzt er die frischgesäten Haferkörner und das Knochenmehl vom Feld und hackt die Kartoffeln, die von der Egge hervorgezogen sind, aus der Erde heraus. Und ob er es ist, der die Kücken stiehlt und junge Häschen raubt, oder sein Vetter, die Aaskrähe, darüber sind die Meinungen nicht ganz geklärt. Der Besitzer der Bremecke lächelte über den polizeilichen Befehl des Abschusses. Um aber doch die Nachbarn zufriedenzustellen, nahm er die Jagdflinte von der Wand, stieg empor zu den Buchen und brachte der Mordgier seiner Nachbarn einige Opfer. Er band sie mit ausgebreiteten Flügeln an Stecken und stellte sie als Warnung für die diebischen Räuke auf sein eigenes Feld. Dann machte er den Nachbarn klar, daß den Warte und betrachteten die umliegenden Gefilde als ihre rechtmäßigen Jagdgründe. flecken wohl verziert, hinein und widmet sich mit Eifer dem interessanten Geschäfte des Brütens. Es herrscht ein reges Leben dort oben zur Zeit, wenn die Jungen aus dem Ei geschlüpft, mit jämmerlichem Geschrei von den sorgengeplagten Eltern Nahrung heischen, oder mit gierigem Gekluckse die empfangenen Bissen in den weiten, schier endlosen Kropf befördern. Dabei lassen die Alten unermüdtlich ihren Ruf erschallen, daß das Gewirr der Stimmen wie zu einem rauschenden Strom zusammenfließt. Es sind liebevolle Eltern, die Räuke. Sobald die dunklen Schatten dem ersten Strahl der Morgensonne weichen, eilen sie, ihrer Brut Nahrung herbeizuholen. Frösche, Mäuse, Schnecken und was dergleichen Leckerbissen mehr sein mögen, und erst, wenn der letzte Schimmer des Tages über Schmidthausen verglommen ist, gönnen sie sich Ruhe. So tönt denn ihr„Quak, quak“ den ganzen Tag ohne Pause, und selbst mitten in der Nacht läßt die besorgte Raukenmutter, durch den Schritt eines Wanderers oder das Sausen des Windes erschreckt, diesen lieblichen Ruf hören. Das ist der unvergleichliche Gesang der Kiersper Nachtigallen. Die fetten Happen bekommen den Kindern ganz vorzüglich. Zusehends runden sich die Bäuche, und das Nest wird fast zu enge. Dann nahm vor Zeiten der Schirmherr des Berges wieder die Büchse zur Hand und rüstete sich zum Abschuß. „Jetzt ist es Zeit!“ sprach er zu seinem Gemahl. „Die Räuke sind schinkenfett!“ Und Schuß um Schuß hallte vom Berge das Tal entlang. Mit gellendem Geschrei erhob sich eine schwarze Wolke vom Geniste aufwärts, stiebte erschreckt nach allen Richtungen auseinander und kreiste dann in sicherer Höhe über der Baumgruppe, laut das Schicksal ihrer Nachkommenschaft beklagend. Schwer plumpsten die toten Körper der getroffenen Jungen vom Restrand zur Erde und wurden Stück um Stück in den Korb gepackt, bis die Flinte ruhte. Dann gab's ein lecheres Mahl.„Pfui“, höre ich den entsetzten Leser rufen,„die eklen Dinger kann man doch nicht essen!" Lecker schmecken sie, wenn sie in reichlicher Butter schön braun gebraten sind. Der Balg mit sämtlichen schwarzen Federstoppeln wird vorher fein säuberlich abgezogen, dann sehen die jungen Räute sehr appetitlich aus. Durch diesen regelmäßigen Abschuß wurde der Vermehrung der Räuke eine feste Grenze gesteckt. Daß dieses nötig sei, war auch ihrem Freunde selbstverständlich, auch seine Felder wurden ja trotz guter Nachbarschaft nicht verschont. Denn wenn im Frühling der Sämann die goldenen Haferkörner auf den Acker streut, stellt auch Freund Rauk sich ein und schaut vom nächsten Weidenpfahl der Arbeit zu. Mit lautem„Quak“ ruft er seine Frau. Die kommt mit weiblicher Neugier und schnellem Flügelschlag herbei und hockt auf dem nächsten Weidenpfahl auf.„Was gibt's?“ fragt sie dringend.„Ei, sieh doch“, sagt ihr Gemahl,„wie lieb der Mensch ist, da streut er schon wieder Futter für uns. Schade, daß er so hinterlistig ist, man kann ihm nicht trauen. Wir wollen warten, bis er fort ist.“ Frau Rauk aber kann die Neuigkeit nicht für sich behalten und schreit ihr Glück in alle vier Winde hinaus. Das ist nun mal Weiber Art. Da kommen sie von allen Seiten schreiend gezogen und setzen sich die ganze Weide entlang erwartungsvoll auf die Pfähle. Der Bauer aber kennt seine Gäste und eggt die Saat sofort ein. Kaum hat er das Feld verlassen, so fällt der schwarze Schwarm auf den Acker und sucht gierig die Körner auf; aber auch mancher Wurm, manche Käferlarve muß mit hinab in den unersättlichen Schlund. Nun taucht dahinten eine verdächtige Gestalt auf, das ist der Bauer, der vorsichtig die Flinte versteckt hält. Mißtrauisch guckt Freund Rauk auf und duckt sich ein wenig. Dann schlägt er wild mit den Flügeln und steigt mit gellendem Schrei in die Höhe und mit ihm der ganze Schwarm. Eilig ziehen sie dem Walde zu und schimpfen laut über den heimtückischen Bauern.—— Ich habe oben die einzelnen Brutstätten der Räuke in der Gemeinde Kierspe erwähnt. Hier kehrten sie alle Jahre wieder ein, wenn sie aus dem warmen Rheintal zurückkamen, wohin sie sich vor dem Sturm und Graus und den Hungerzeiten des sauerländischen Winters retteten. Außerhalb der Brutzeit hatten sie ihre bevorzugten gemeinsamen Schlafstellen. Wenn die Sonne im Westen sank, zogen sie zur selben Abendstunde dahin, zu den hohen Bäumen des Buscher Wäldchens oder zu den Tannen, welche einst an dem Wege von der Landstraße nach Borlinghausen standen. Dort hielten sie bis spät in die Nacht noch trauliches Zwiegespräch, bis ihnen die müden Augen zufielen.— vert oder Haiver in unser worf zog, feierte es seinen Einzug mit lautem„Quak, quak!“, zum Aerger der Kiersper, die in stiller Wut den hänselnden Ruf vernahmen, oder auch durch Schimpfen ihrem Aerger Luft machten.— Nun sind sie alle fort; wie die Heinzelmännchen aus Köln sind sie durch Menschentücke vertrieben. Eines Tages fällte die Axt auch die Buchen des Herberges. Baum um Baum sank ins Gras. Nun steht der Gipfel kahl und verlassen da. Ihrer Heimstätte beraubt, flatterten die schwarzen Gesellen ratlos von Busch zu Busch. Oben in den Buscher Tannen haben sie noch eine Weile gesessen, haben ihr Leid bejammert, den Menschen angeklagt, auf die Kiersper geschimpft, die ihnen den schönen Gesang so übel lohnten. Dann zogen sie klagend ab in langen, düstern Reihen— fort aus dem nun so ungastlichen Lande— wer sagt uns, wohin? Ja, sie sind fort, die Räuke, und wie lange wird es noch dauern, dann wird auch eines Tages das, was von ihnen noch blieb, der Spitzname „Keispesche Räuke" verschwunden sein. Ob es schade ist darum?———— Um den Spitznamen gewiß nicht, um die eigenartigen Kolonien sicherlich. Und daß auch die Sprache, die diesen Ausdruck geboren, das heimische Plattdeutsch, verschwindet wie einstens unsere schwarzen Freunde, unaufhaltsam, und mit ihm ein Stück deutschen Volkstums, das mit seinen urwüchsigen Eigenarten unausrottbar im Heimatboden zu wurzeln schien, das ist gleichfalls schade— jammerschade. Der Steinzeitmensch Südwestfalens. Wenn wir die Forschungsergebnisse der letzten Jahre zusammenfügen, so ergibt sich von der Vorzeit unserer südwestfälischen Heimat schon heute ein Bild, das zwar noch längst nicht lückenlos, trotzdem aber in seinen Umrissen und Hauptzügen deutlich erkennbar und zuverlässig ist. Die vorgeschichtliche Steinzeit teilen wir bekanntlich in die drei Abschnitte ein: 1. Altsteinzeit, endigend etwa 12000 v. Chr., 2. Mittelsteinzeit: 12 000—3000 v. Chr., 3. Jungsteinzeit: 3000—2000 v. Chr. 1. Altsteinzeit. Als Norddeutschland noch unter den Gletschern der Eiszeiten lag, war unsere Heimat schon von Menschen bewohnt. In den Höhlen des Hönneund Lennetals haben wir ihre Wohnstätten wiedergefunden. Das Leben des Menschen dieser Zeit war ein endloser Kampf mit den Unbilden eines sehr rauhen Klimas und mit wilden Tieren. Die Kälte ließ den Menschen Zuflucht suchen in Höhlen. Fast immer wurden solche Höhlen und vorspringende Felsendächer gewählt, welche nach Süden offen waren, in welche also die warme Mittagssonne schien. Diese Naturwohnstätten wurden mit Steinen und Holz nach außen abgeschlossen bis auf eine Oeffnung, welche als Eingang diente. Vor dem Eingang wurde des Nachts ein Feuer unterhalten, um der Kälte und den wilden Tieren das Eindringen zu verwehren. Höhlenbär, Höhlenlöwe und Höhlenhyäne, von welchen vollständige Skelette und viele Knochenteile in den Höhlen gefunden sind, suchten nämlich auch hier Schutz vor den Unbilden der Witterung und machten dem Menschen den Unterschlupf streitig. Der Mensch der Altsteinzeit erwarb seinen Lebensunterhalt als Jäger. Er mußte immer bestrebt sein, Tiere zu erbeuten, um Fleisch zur Nahrung und Felle zur Kleidung zu gewinnen. Auf welche Tiere der Mensch jener Zeit jagte, zeigen uns die Knochenreste, die in den Höhlen gefunden wurden. Mammut, Nashorn, Urstier, Riesenhirsch, Wildpferd und Renntier waren das Jagdwild. Wildpferd und Renntier müssen, nach den Knochenfunden zu urteilen, in großen Herden in unserer Heimat anzutreffen gewesen sein. Mammut und Nashorn wurden in Fallgruben gefangen und durch Steinwurf erlegt. Als Beigabe zu der Fleischnahrung wird der Mensch vermutlich eßbare Kräuter und wilde Früchte gesammelt haben. Waffen und Werkzeuge fertigte sich der Mensch aus Holz, Knochen und Steinen. Im Hönnetal holte er sich das Steinmaterial fast ausschließlich aus dem Geröll des Flusses. Es sind immer sehr harte Steine, die verarbeitet wurden. Die Mehrzahl aller Geräte, die in der Balver, Feldhof= und Volkringhauser Höhle im Hönnetal und der Sporkerhöhle im Lennetal gefunden wurden, sind aus Kieselschiefer gefertigt. Diese Geräte zeigen alle Farben von tiefschwarz, grau, braun, gelblich bis weiß. Auch sind Geräte aus Grauwacke, Kieselkalk, Hornstein, Eisenkiesel und Feuerstein angefertigt worden. Geräte aus Feuerstein sind allerdings verhältnismäßig selten; das Rohmaterial mußte aus nördlichen Gebieten, z. B. von