Landwirtschoftliche Beilage zum„Soester Kreisblatt" Nr 29 Soest. den 27. beptember 1928 7. Himbeeren als Gartenobst. Von Erich Zabel. Himbeeren gedeihen in gutem Gartenboden sehr gut, wenn er nicht zu trocken ist. Wer trockenen Boden hat, muß sie eißig gießen, sonst bleiben die Ruten kurz und die Früchte ftlos und unansehnlich. Steiniger und schwerer Boden bildet kein Hindernis für den Anbau von Himbeeren. Man muß sich einprägen, daß wir es hier mit einer sehr anspruchsvollen Pflanze zu tun haben. Deshalb düngen wir vor der Pflanzung kräftig mit Stallmist oder Jauche und lockern den Boden tief. Wichtig ist, daß wir ihn auch von ausdauernden Unkräutern besonders von Quecken. Deren Bekämpfung ist nach anzung äußerst mühsam und zeitraubend. n kann Himbeeren ebenso gut im Herbst wie im zeitigen yr anpflanzen, und zwar von Ende September bis Mitte ktober, und nach dem Winter, sobald der Boden frostfrei und trocken genug geworden ist. Man verwendet nur fingerstarke, guthevurzele Setzlinge mit träftigen Augen am Wurzelhals.(lb. 1) Man sollte sich auch versichern, daß sie aus einer von Krankeiten freien Kultur stammen. Im Garten zieht man die Himeeren meist am Spalier. Dazu legt man Reihen mit anderthalb Meter Zwischenraum an und setzt die Stöcke in den Reihen 50 Zentimeter weit auseinander. Das stützende Gerüst, an das man die Ruten später bindet, stellt man einfach aus Pflöcken und Latten oder Drähten her. Das ist billiger, als wenn man jedem Strauch einen Pfahl gibt, wie es üblich ist, wenn man den Pflanzen nach allen Seiten mindestens ein Meter Abstand gibt. Im Großanbau spark man sich das Anbinden der Ruten, weil der Ertrag die dafür zu zahlenden Arbeitslöhne nicht erübrigt, und rückt deshalb die Reihen zwei Meter voneinander. Die Ruten der Setzlinge werden beim Pflanzen auf 25 Zentimeter gekürzt.(Abb. 2.) Dann taucht man die Wurzeln in einen dicken Brei aus Lehm, Torfmull, Kuhdung und verdünnt: auche und bringt sie in die Erde; sie sollen jetzt fünf Zenli tiefer stehen als vorher. Zum Schluß drückt man die Erde um die Pflanzen fest an. Die Himbeere ist ein Halbstrauch, d. h. ihre Ruten sterben, nachdem sie Früchte getragen haben, wieder ab. Ihre Lebensdauer beträgt infolgedessen nur zwei Jahre. Im ersten werden nur Blätter gebildet. Sie lassen im Herbst an den verholzten Trieben Knospen zurück, aus denen sich im nächsten Sommer Blüten und Früchte entwickeln. Die absterbenden Fruchttriebe werden am besten gleich nach der Ernte entfernt, denn sie bieten nur Himbeerkrankheiten und Himbeerschädlingen Gelegenheit zu Angriffen. Im ersten Jahr nach der Pflanzung läßt man nur zwei bis drei der stärksten Ruten stehen, später acht bis zehn, damit diese sich um so üppiger entwickeln. Die Sortenwahl ist auch beim Himbeeranbau nicht gleichgültig. Das von der Deutschen Landwirtschafts=Gesellschaft für den Großanbau empfohlene Sortiment nennt Hornet, die auch als Harzjuwel geführt wird, Marlborough und Preußen. Hornet ist eine alte, vielfach bewährte Sorte, deren Wert in der Regelmäßigkeit und Sicherheit des Ertrages und der verhältnismäßig geringen Empfindlichkeit liegt. Sie reift spät und verteilt die Ernte über längere Zeit. Marlborough gehört zu den dankbarsten Trägern, ist aber empfindlich gegen eine Pilzkrankheit, die die Ruten zum Absterben bringt. Als neuere Sorte hat sich Preußen in kurzer Zeit durchgesetzt. Sie liefert in guten Himbeerlagen ungewöhnlichen Ertrag. Die Frucht ist groß und versandfähig. Dagegen sind die Früchte der Sorte Goliath sehr druckempfindlich. Auch ihre Ruten sind auffallend brüchig. Knevetts Riesenhimbeere trägt reich, übertrifft die ersten drei Sorten aber im übrigen ebenso wenig wie Fastolf. Auch Superlativ hat die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllt. Als Gelände für Himbeeranpflanzungen eignen sich am besten freie, etwas geschätzte Lagen, auch Ost= und West= und sogar Nordabhänge. Hier reifen die Früchte zwar etwas später, bringen aber dieselben Ernten wie auf ebenen oder südlich geneigten Grundstücken. Die Himbeerpflanze verträgt auch leichten Schatten von einzeln stehenden Bäumen und trägt dabei befriedigend Gemischte Kost für Die Auswahl und Zubereitung der Futterstoffe muß stets das Ziel haben, die Tiere nicht nur zu sättigen, sondern auch ihre Freßluft anzuregen. Werden sie gezwungen, Futter aufzunehmen, das ihnen nicht schmeckt, dann fressen sie so wenig wie möglich davon. Damit ist dem Besitzer nicht gedient. Unschmackhafte Nahrung ist Verschwendung, wenn sie auch billig wäre. Ein Futtermittel, das dem Tiere nicht zusagt, kann in einer Futtermischung die Wirkung des ganzen Futters aufheben. Ob die Hühner mit ihrem Futter zufrieden sind, darüber kann man sich nicht täuschen. Die Tiere müssen gierig Parauf losstürzen und um die Wette fressen. Die kleinen Mehr Früchte durch bessere Düngung. Die großen Nährstoffmengen, die unsere Obstbäume r Frücht sstongen, die unsete Dostbaume zu ihrem Wachstum und zur Ausbildung der Früchte verbrauchen, müssen regelmäßig durch Düngung ersetzt werden, wenn die Bäume nicht im Ertrag nachlassen sollen. Das wird leider von vielen Baumbesitzern nicht genügend beachtet. Die beste Zeit zur Düngung von Obstpflanzen ist im allgemeinen die Zeit vom Laubfall bis zum Vorfrühling. Je mehr die Düngemittel einer Umwandlung im Boden bedürfen, bevor die Pflanze sie verarbeiten kann, desto früher müssen sie gegeben werden. Wie bei allen Kulturpflanzen handelt es sich in der Hauptsache um Zufuhr von Stickstoff, Kali, Phosphorsäure und Kalk. Sie sind insgesamt in den natürlichen Düngern Stallmist und Kompost enthalten, können aber auch getrennt und in konzentrierter Form als mineralische Salze gegeben werden. So wertvoll diese auch zur Ergänzung eines Bodengehaltes in bestimmter Richtung sind, die beiden ersten Düngerarten ersetzen sie doch nicht völlig, denn Stallmist und Kompost bereichern den Boden nicht nur mit Pflanzennahrung, sie verbessern ihn auch in seiner Struktur. Sie machen ihn je nach Bedarf durchlässiger, wärmer und feuchter, weil sie ihm Humusstoffe zuführen. Der Stalldung wird gleichmäßig auf den Baumscheiben ausgebreitet und flach untergegraben. Guter Kompost eignet sich besonders zum Düngen empfindlicher Steinobstbäume. Der aufmerksam beobachtende Baumpfleger sieht seinen Obstbäumen an, welche Nahrungsbestandteile ihnen besonders nottun und richtet sich bei der Düngung danach. Sind die Obstbäume genügend herangewachsen, um Ertrag zu liefern, aber nicht von kernigem, sondern geilem Wuchs, so schränkt man die Stickstoffgaben ein und gibt dafür mehr Kali und Phosphorsäure. Hat Fruchtreichtum die Bäume erschöpft, so bedürfen sie einer starken Stickstoffgabe, die ihre Triebkraft neu anregt. Steinobstbäumen, die an Gummifluß, oder Apfelbäumen, die an Krebs leiden, sollte nur vorsichtig Stickstoff zugeführt werden, da ein Ueberfluß an Stickstoff die Krankheit verschlimmern würde. Reich mit Kali gedüngte Obstpflanzungen werden erfahrungsgemäß weniger von Blatt= und Blutläusen sowie von Fusicladium heimgesucht als solche, die an diesem Nährstoff Mangel leiden. Von den im Handel befindlichen Düngemitteln werden im Obstbau hauptsächlich schwefelsaures Ammoniak, Chilisalpeter, Kainit und Thomasmehl verwandt. Die ersten beiden sind Stickstoffdünger, Kainit enthält in der Hauptsache Kali und Thomasmehl Phosphor. Von schwefelsaurem Ammoniak und Chilisalpeter rechnet man etwa 80 Gramm, von Kainit je nach seinem Kaligehalt 50—100 Gramm, von Thomasmehl etwa 100 Gramm auf 1 Quadratmeter. Fast allen Obstpflanzungen muß, wenn sie nicht in kalkreichem Boden stehen, außerdem Kalk zugeführt werden. Besonders kalkbedürftig sind die Steinobstsorten. Gekalkt wird durchschnittlich alle drei Jahre. Von gelöschtem Aetzkalk rechnet man 200—300 Gramm auf das Geviertmeter, von Kalkmergel das doppelte. Die angegebenen Düngermengen sind nur als Durchschnittszahlen zu verstehen. Genau läßt sich der Bedarf des einzelnen Obstbaumes natürlich nicht bestimmen. Der Obstbaumpfleger muß seinen Boden kennen und danach die Düngung abstufer. Jüngere Obstpflanzungen brauchen weniger gedüngt zu werden als solche, die in voller Tragkraft stehen. Sehr fruchtbare Obstsorten verlangen nach einem guten Obstjahr reichliche Düngung. Auch Formobstbäume bedürfen stärkerer Zufuhr von Nährstoffen, da sie feinere Sorten tragen und meistens sehr eng stehen. Obstpflanzungen mit Unterkultur und solche in Rasenland erfordern ebenfalls große Düngermengen, da ihnen nur ein Teil der gegebenen Nährstoffe wirklich zugute kommt. Man klammere sich nicht zu fest an den Begriff Baumscheibe. lockerten, mit Nährstoffen aller Art angereicherten Böden! die Baumwurzeln weit über den Kreis ihrer Kronentraure hinaus, und in geschlossenen Beständen ist der ganze Bodennetzartig von Wurzeln durchsponnen. Dann muß man natürlich die ganze Fläche düngen und nicht nur einzelne Baumscheiben. Die Düngungsfrage erschöpft sich bei den Obstbäumen aber nicht mit der Frage nach der Düngermenge, auch die Zeit will mit Bedacht gewählt sein. Neuere Beobachtungen haben gezeigt, daß der Ansatz der Blütenknospen durch rechtzeitige Stickstoffdüngung und Wasserzufuhr stark beeinflußt wird. So gab Gartenbaudirektor Hagemann=Herford im Herbst jedem Baum 2500 Gramm Thomasmehl oder im Februar 1500 Gramm Superphosphat, ferner im Februar 1500 bis 2000 Gramm 40prozentiges Kalisalz, den Stickstoff in Form verdünnter Jauche und etwas Ammoniak aber kurz vor der Blüte. Er erzielte dadurch viel reichere Ernten, als wenn er erst im Juli mit Jauche düngte. Zu ähnlichen Ergebnissen gelangte Garteninspektor LöbnerBorm. Beide weisen auf die entscheidende Rolle des Stickstoffs beim Knospenansatz und die Bedeutung des Zeitpunktesder Stickstoffdüngung hin. Fehlschläge im Obstbau sind oft; weniger durch Frühjahrsfröste verschuldet, die man gern dafür verantwortlich macht, als durch gute Ernten im Vorjahre. Blüte und Fruchtansatz berauben den Baum seiner Bildungsstoffe und erschöpfen ihn, wenn die Vorräte im Boden nicht ergänzt werden. Die Bildung neuer Blüten unterbleibt dann. Durch regelmäßige, richtig verteilte Düngung haben wir es demnach in der Hand, uns gleichmäßige Obsternten zu sichern. Kämpfe, die es dabei gibt, sind ihnen ganz nützlich, denn die Bewegung fördert den Stoffwechsel und erhöht somit die Wirkung des Futters. Man muß nur darauf achten, daß die Futtermenge groß genug ist, so daß auch die schwächeren Tiere ihren Anteil bekommen. Das Futter darf nie einseitig sein. Je mannigfaltiger, desto besser. Es kann sonst trotz reichlicher Fütterung der Menge Unterernährung eintreten. Futter, das viel unverdauliche Rohfaser enthält, füllt zwar, sättigt und nährt aber nicht. Das Gegenteil ist natürlich ebenso verwerflich. Hühner kann man weder ausschließlich mit Kleie noch mit Fleischstückchen leistungsfähig erhalten. Mannigfaltigkeit macht das Futter schmackhafter und trägt zur allseitigen Körperentwicklung und Lebenserhaltung bei. Ein oder zwei Futtermittel enthalten nicht alle Stoffe, die das Tier braucht, um gesund zu bleiben. Tiere, die ausschließlich mit Körnern oder Getreideerzeugnissen gefüttert werden, erhalten übermäßig viel Kohlehydrate oder fettbildende Stoffe, hingegen zu wenig zur Bildung der Knochen, Muskeln und Federn, während Tiere, die nur mit Fleischstückchen gefüttert werden, zuviel Eiweiß oder muskelbildende Stoffe erhalten, aber zu wenig zur Fett=, Wärmeund Krafterzeugung. In beilen Fällen werden die Tiere also unzureichend ernährt. Eine Vereinigung dieser Futtermittel hat bessere Wirkungen, sogar wenn die Menge nicht ausreicht. Um diese zu vermehren, kann man Kleie zusetzen. Knochenschrot oder Knochenmehl sorgt dann noch für die nötigen Mineralstoffe. Dazu gibt man tüchtig Grünfutter, da die genannten Futtermittel eine zu trockene und konzentrierte Nahrung bilden. Daneben darf frisches Trinkwasser nie fehlen. Man hat beobachtet, daß Hühner, die nicht dauernd die Gelegenheit zum Trinken hatten, im Eierlegen nachließen. Weintrauben für den Winter. Man kann Weintrauben ziemlich lange genußfähig erhalten. Entweder schneidet man sie mit einem handlangen Stück der Rebe ab und steckt dieses in ein mit Wasser gefülltes Glas, in das man ein paar Stückchen Holzkohle gelegt hat.(Abb. 1.) Die Holzkohle verhindert Fäulnis im Wasser und die Beeren schimmeln nicht, sondern bleiben lange vollsaftig und frisch. Oder man bindet die Trauben an einen langen Faden, so daß keine 5 TTTI die andere berührt und taucht sie nacheinander schnell für einen Augenblick in kochendes Wasser. Den Faden spannt man dann in einem trockenen, frostfreien Raum auf, den man vorher ausgeschwefelt hat. Die Trauben, die man dazu verwendet, dürfen keine weichen und nicht ganz gesunden Beeren enthalten. Im Sommer kann man sie schon am Stock vorbereiten, indem man sie durch Ausschneiden einzelner Beeren lockert. Die übrigen Beeren werden dann um so schöner. Herbstpflege der Haselsträucher. Von Anfang Oktober bis spätestens Anfang Februar entfernt man an den Haselsträuchern die alten, abgetragenen Aeste und läßt nur junge, kräftige Zweige stehen. Gleichzeitig gräbt man um und düngt. Alle Unkrautwurzeln liest man heraus und entfernt auch die Wurzelausläufer der Sträucher. Wenn man sie aufschult, erzieht man sich auf einfachste Weise neue Jungpflanzen. Zum Düngen verwendet man Schafdung, Kuhdung, mit Torfmull kompostierten Abortdünger oder kräftigen Kompost. Aeltere Sträucher schneidet man bis auf den Wurzelhals zurück, wenn sie geringe Erträge geben. Das neutreibende Holz bringt dann aber erst im dritten Jahre wieder Früchte. Deshalb verjüngt man ältere Anlagen nicht auf einmal, sondern in jedem Jahre nur zu einem Viertel oder einem Drittel. Außer dem Winterschnitt kann man übrigens einen Sommerschnitt ausführen, bei dem man die senkrecht emporschießenden langen Ruten entfernt und die Gipfeltriebe einkürzt. Dadurch wird der Ansatz von Fruchtknospen gefördert. Wenn bei dieser Behandlung die beklagte Unfruchtbarkeit der Sträucher nicht verschwindet, dann ist wahrscheinlich der Standort ungeeignet, weil zu windig, so daß die Blüten erfrieren. Auch die mangelhafte Befruchtung der Blüten infolge kalten Wetters macht die Sträucher mitunter unfruchtbar. Die beste Ueberwinterung von Sellerie. Da er erst im September beginnt Masse zu bilden, erntet man Sellerie am spätesten von allen Gemüsearten. Ein paar Grad Frost schaden nicht, da die Knolle durch das Laub geschützt wird. Nach dem Ausgraben klopft man die Erde von den Knollen leicht ab und entfernt die welken Blätter, sonst wird weiter nichts daran geputzt. Nun pflanzt man den Sellerie an geschützter Stelle, dicht und so tief, wie er im Freien stand, wieder an und errichtet darüber ein Satteldach aus Brettern, die man noch mit Erde beschüttet. An die Giebelseite stellt man Strohbunde bei Frost, sonst bleibt dieser Lagerkeller offen. Bei diesem Verfahren entstehen keine Verluste durch Fäulnis. Rüben als Kleintierfutter. Neben dem Heu muß man für Kaninchen und Ziegen im Winter Rüben bereit halten. Welche Sorte man einkauft, darüber entscheidet der Nährwert. Der Wärmeerzeugung dienen Zucker, Fett und Stärke. Am gehaltreichsten ist hier die Runkelrübe. Sie enthält 11 Prozent Stärke und Zucker, allerdings nur 0,1 Prozent Fett. Dagegen enthält die Kohlrübe nur 0,2 Prozent Stärke und Zucker und die gleiche Menge Fett. Gelbe Rüben weisen 10 Prozent, weiße Rüben 6 Prozent Zucker und Stärke auf. Fast noch wichtiger ist der Eiweißgehalt. Das Eiweiß erhält das tierische Leben und regelt das Körperwachstum, da dieses gleichbedeutend mit dem Wachstum der Zellen/ ist. Hier steht die Kohlrübe mit 1,4 Prozent an erster Stelle, ihr folgt die Runkelrübe mit 1,2 Prozent Eiweiß. Im ganzen genügt der Nährwert der Rüben bei weitem nicht, um ein Tier zu erhalten. Die weiße Rübe enthält allein bis zu 92 Prozent Wasser, Kohlrübe und Runkelrübe 87—88 Prozent. Daraus ergibt sich, daß man beim Verfüttern von Rüben Kaninchen und Ziegen kaum Wasser zu geben braucht. Der hohe Wassergehalt bringt es mit sich, daß die Rüben sehr leicht gefrieren. Das ist beim Füttern zu beachten, da gefrorene Stücke schwere Darmerkrankungen verursachen. Man reiche Rüben deshalb nie abends. Gefrorene Rübenreste können als Weichfutter gekocht und dann unbedenklich verfüttert werden, jedoch nicht in zu großen Mengen, sonst tritt leicht Durchfall ein.