Landwirtschaftliche Beilage zun„Soester Kreisblatt" Nr. 17 gest den, 5 Juli 1928 27. Jahgrang Die blaue Blume der Sommerwende. Von Klaus Mücke. Aus Östeuropa, aus Sibirien, aus China wanderten wilde Ritterspornarten zu uns, und deutsche, französische, englische und holländische Züchter destillierten aus ihren mehr oder sweniger guten Eigenschaften den modernen Gartenrittersporn heraus, eine Schmuckpflanze, die durch Farben= und Formadel" zu den schönsten Gartenerscheinungen gehört. Ihre Bedeutung ür den Garten und das Erleben des Gartens hat Karl Förster, der als Züchter ja selber mitgeholfen hat, die Ritterspornstaude weiter zu entwickeln, einmal mit folgenden Worten scharf umcissen:„Wunderbar hat hier die Farbe, die wir sonst nur aus den gestaltlosen Flächen und Weiten von Himmel und Wasser, Dämmerung und Feuer kennen, die Gebärden gestalteten Lebens selber angenommen.“ Es ist mit der Ritterspornfarbe eine eigene Sache. Während viele andere Farben, besonders die glühenden Rot= und Orangetöne, durch starkes Licht geteigert werden, tut dieses der Wirkung des Violetts und reinen Blaus deutlich Abbruch. Farblos und langweilig erscheint Rittersporn bei Sonnenschein deshalb aber nicht, das Spiel einer Farben kann mitunter in grellem Licht bezaubern, um o größer ist dann die Ueberraschung, wenn man dieselbe Gruppe durch einen darübergleitenden Wolkenschatten noch farbenprächtiger werden sieht. Damit hängt es zusammen, daß die Ritterspornschönheit sich in der Dämmerung am reichsten entfaltet. Man muß immer wieder darauf hinweisen, daß man eine Ritterspornpflanze, die man sich einmal gekauft hat, für immer besitzt. Man braucht sie nur nach einer Reihe von Jahren, wenn sie in der Blüte nachzulassen beginnt, durch Umsetzen loder Bodenwechsel im März, September oder Oktober aufzufrischen. Entartung gibt es bei geprüften Edelsorten nicht. Im ersten Jahre nach der Pflanzung darf man sich nicht durch spärliches Wachstum enttäuschen lassen. Für die Auswahl der orten möge folgende Uebersicht nach Farbentönen als Berater enen: Himmelblau: Königin Wilhelmina, Lize, Capri, leu tendre, Glory of Leyden, Gertrud und Schwabenstreich; ürkis: Brunton: Kobalt: Dr. Lange, Corry, Perrys avourite, St. Paul, Smadham, Excelsior: Enzian: Widuind, Böcklin, Lohengrin, Berlichingen, Andenken an Koenemann: Opal: Dorneu, William Storr, Bayard, Kaiserstuhl, Kellerskopf, Rev. Stubbs, Amos Perry Dekat: Dunkellila: Goliath, Ramolo, Carmen, Lamartine, Ferdinand Fischer, Hochsommer; Dunkellila, weißgesternt: King of Delhiniums, Rochusberg, Drachenfels, Lascelles, Sir John farest; Weiß: Miki Ruys, Moerheim. Ergänzend sei noch bemerkt, daß von diesen besten Sorten Capri, Moerheim, Dorothea, Brunton, Böcklin, Excelsior, Berlichingen, Kaiserstuhl, Carmen und Bayard völlig mehltaufrei sind. Als recht widerstandsfähig gegen Mehltau haben sich ferner King of Deliniums, Perrys Favorite, Rochusberg, William Storr, imartine, Corry, Lize und Wilhelming erwiesen. Am standhaftesten gegen Wind sind Schwalbach, Bayard, Dorothea, Excelsior, Perrys Favourite, Lohengrin, William Storr und Kaiserstuhl. Auch hier darf man nicht nach den Seobachtungen des ersten Jahres urteilen. Die hier genannten Vorkriegssorten des Gartenrittersporns zeigen im allgemeinen noch verhältnismäßig kleine Blumen und kurze Rispen, wenn auch sehr schöne Farben. In England und Kalifornien hat man inzwischen neue Steigerungen erzielt. Man geht darauf aus, Blütenrispen zu erhalten, die aus gedrungenem Blattsockel so hoch emporsteigen, daß zwei Drittel der Gesamthöhe von dem 100 bis 140 Zentimeter langen, Juliarbeiten in Garten und Stall. pyramidenförmigen Blütenstand eingenommen werden. Die Einzelblüten messen im Durchmesser 7 Zentimeter und mehr und sind gleichmäßig um den Stengel verteilt. Diese Sorten kommen jedoch vorläufig für den in bescheidenen Verhältnissen lebenden deutschen Staudenfreund noch nicht in Betracht. Sie kosten in Amerika noch zwei bis fünf Dollar. Blumentöpfe dürfen nicht austrocknen. Meist werden die Blumen in Töpfen wohl zuviel gegossen, es kommt aber auch das Gegenteil vor. Aengstlichkeit ohne leberlegung ist die Quelle beider Fehler. Die einen halten Trockenheit für den größeren Feind, die anderen fürchten mehr e Versauerung der Topferde. Wie macht man es richtig? alsch ist 2s, den Pflanzen jeden Tag ein wenig Spätsaaten für Herbstgemüse.— Erntezeit im Obstgarten. In der Hoffnung auf einen schönen Spätsommer und Herbst wollen wir noch recht viel von jenen Gemüsearten säen, die uns schmackhafte, ausgiebige Ernten im Herbst versprechen. Sehr wichtig ist da vor allem eine reichliche Aussaat von frühen Kohlrabisorten. Ferner werden gesät Kopf= und Endiviensalat, Karotten, Radieschen, Mangold, Spinat, Dill und Kerbel, Petersilien, Grünkohl, Sommerrettich und Teltower Rübchen. Gepflanzt werden jetzt noch Kohlrüben, Rote Rüben, Grünkohl, Lauch, Salat und Endivien. Die letzten Buschbohnen werden gelegt. Bei den Aussaaten muß man den sommerlichen Bodenund Wetterverhältnissen Rechnung tragen, die das Keimen der Saat einerseits beschleunigen, anderseits den Sämlingen schädlich werden können durch zu viel Hitze und zu grelles Licht. Es ist deshalb für dauernd genügende Bodenfeuchtigkeit zu sorgen und die Saatbeete sind, wenn nötig, zu beschatten. Beim Auspflanzen müssen sowohl die Sämlingsbeete wie die zu bepflanzenden Beete einen Tag zuvor gründlich gewässert werden, wenn nicht gerade größere Regengüsse gefallen sind. Diese Vorsorge führt sicherer zum Ziele als eine Ueberschwemmung der Beete nach dem Pflanzen. Beim Ausheben sehe man darauf, daß die Pflanzen recht große Wurzelballen behalten. Erinnert sei an die Regel des Fruchtwechsels. Vor allem darf Kohl nie zweimal hintereinander auf dasselbe Land kommen, da die Pflanzen sonst leichter an Kohlhernie erkranken. Grünkohl läßt man zweckmäßig auf Möhren und frühe Buschbohnen, Kohlrabi auf Erbsen, Spinat und frühe Gurken folgen. Rosenkohl, Steckrüben, späten Rot= und Weißkohl und Wirsing auf Spinat und Frühkartoffeln. Vielen Gartenfreunden fehlt es an Kenntnis der für den Herbstbau geeigneten Sorten. Der beste Winterkohl ist der Niedrige Mooskrause Erfurter. Seine Wuchsart schützt ihn besser vor scharfen Winden als andere Kohlsorten. Die Blattrosette schmiegt sich nämlich dicht an den Boden an und ist infolgedessen durch die Wärmeausstrahlung des Erdreiches gee glauben, sie dürften den Grünkohl nicht vor Mitte Juli pflanzen. Das ist ein Irrtum, je eher, desto besser, nach dem ersten August gepflanzt erreicht er nicht mehr seine volle Größe. Um die Beetfläche recht auszunutzen, pflanze man Vorfrucht gut gedüngt, dann ist eine weitere Düngung nicht unbedingt nötig, sie lohnt sich aber stets. Nur frischen Dung verwende man nicht. Das beste Mittel ist verdünnte Jauche, alle acht bis zehn Tage bis Mitte September gegeben. Die beiden besten Kohlrabisorten sind der Wiener Glaskohlrabi und der Erfurter Dreienbrunnen. Von Mitte Juli an kann man alle zehn bis vierzehn Tage pflanzen Zur vollen Entwicklung brauchen die Kohlrabi fünf bis sechs Wochen. Beim Pflanzen ist darauf zu sehen, daß sie bis zu den unteren Blättern im Boden stehen. Steckrüben müssen bis Ende Juli ausgepflanzt sein, wenn die Ernte gut ausfallen soll. allen kohlartigen Gemüsen legt jetzt der Kohlweißling seine Eier ab. Die gelben Eierhäufchen und die daraus auskriechenden Raupen sind oft abzusuchen und zu vernichten Sellerie und Kohlarten erhalten öfter flüssige Düngung, auch Rhabarber und Spargel werden jetzt gedüngt. Die Reife der Steckzwiebeln beschleunigen wir durch Niederdrücken des Krautes bei Trockenhalten der Beete.“ Die herausgenommenen Zwiebeln trocknet man auf den Beeten in der Sonne. Die Küchenkräuter werden vor der Blüte abgeschnitten und zum Trocknen aufgehängt. Wie im Juni wird nach Bedarf gegossen, gespritzt, gehackt und gejätet. Im Obstgarten gibt es außer Beerenobst zunächst Kirschen, dann auch ein'»„ihe Aepfel und Birnen. Diese Früchte dürfen am Baum Et völlig reifen, da sie sonst mehlig werden und ihren Duft einbüßen. Viele Frühobstsorten erlangen ihren besten Geschmack erst bei einer Lagerung von 10 bis 12 Tagen Zur Ausbildung der Früchte brauchen die Bäume viel Feuchtigkeit und Nahrung. In trockenen Zeiten müssen sie daher des öfteren gewässert werden, außerdem erhalten sie gelegentlich flüssigen Dünger. Das Fallobst sammeln wir tegelmäßig, um die darin lebenden Schädlinge zu vernichten. Zur Bekämpfung des Ungeziefers legen wir ferner Insektenfanggürtel um die Bäume, damit sich die Raupen des Apfelwicklers und andere Schädlinge ihre Winterverstecke darin suchen. Durch dicke weiße Flocken verraten sich jetzt die Ansiedlungen der Blutlaus. Sie werden öfter ausgebürstet. An den Formobstspalieren müssen die Verlängerungen angeheftet und die jungen Triebe entspitzt werden. Bei den im Frühjahr gepfropften Bäumen sind die unmittelbar neben den Edeltrieben wuchernden wilden Tritde zu entfernen, sobald jene handlang geworden sind. Die weiter unten stehenden werden gekürzt. Die Sommerveredlung durch Okulieren beginnt, sobald die Rinde sich löst, was bei trockenem Wetter durch mehrmaliges reichliches Begießen gefördert wird. Die Erdbeeranlagen brauchen in der Reifezeit viel Wasser, das Pflücken besorgt man am besten am frühen Morgen. Nach Abschluß der Ernte werden die Beete gereinigt, gelockert, mit kurzem Dünger belegt und überflüssige Ranken und Blätter abgeschnitten. Die Beerensträucher werden nach der Ernte ausgelichtet. Von den schon verholzten jungen Trieben kann man jetzt Stecklinge schneiden, die man an schattiger Stelle ins freie Land steckt. Niedere Sträucher werden stark mit Erde angehäufelt und die Zweige niedergebogen und festgehackt, damit sie sich bewurzeln. Die von Stachelbeermehltau befallenen Zweige müssen verbrann werden. 4 Nach der Brutzeit.— Stall, Auslauf und Raumverteilung. Die Brutzeit ist zu Ende, höchstens zur Gewinnung von Schlachttieren kann man noch Glucken ausnutzen, die sich melden. Willkommen ist uns solche Neigung nicht mehr. Der Eierertrag geht ohnehin zurück. Das Futter läßt sich auch für eingesperrte Tiere jetzt abwechslungsreich gestalten und ist reichlich zu geben, damit sich die Tiere für die bevorstehende Mauser kräftigen. Die Hauptsorge des Züchters gilt jetzt der Bekämpfung des Ungeziefers. Lassen wir uns hierin Nachlässigkeiten zuschulden kommen, dann ist zu befürchten, daß die jungen, in der Entwicklung begriffenen Tiere in ihrem Gedeihen gehemmt werden und ältere in ihrer Leistung zurückgehen. Stallungen und sonstige Aufenthaltsräume sind peinlich sauber zu halten, die Legenester öfter mit neuen Einlagen zu versehen und mit Insektenpulver oder Tabakstaub einzustreuen. Ein gutes Staubbad darf natürlich im Sommer erst recht nicht fehlen. Der Nachtraum ist täglich zu lüften und mit Torfmull auszustreuen, da dieser Feuchtigkeit und Ammoniak bindet und so die Luft im Stallraum rein hält. Der Dünger sollte wöchentlich ein= bis zweimal entfernt werden. Die Wände, Decken, Sitzstangen und Legenester sind mehrmals im Laufe des Sommers mit Kalkmilch, der etwas Karbol oder Kreolin zugesetzt ist, zu streichen. Um die Legeleistung möglichst auf der Höhe zu halten, lege, man größtes Gewicht auf sachgemäße Fütterung. Frisches, kühles Trinkwasser muß den Tieren stets zur Verfügung stehen. Die Frühbruten sind jetzt soweit gediehen, daß eine Musterung auf ihre Tauglichkeit zur Zucht möglich ist. Die überflüssigen Junghähne werden zusammengesperrt und zwei bis drei Wochen lang gemästet. Die Zuchthähne, die ausgedient haben, wandern in die Küche. Viele Truthennen brüten im Juli zum zweiten Male. Am vorteilhaftesten ist es, ihnen Enteneier unterzulegen. Trutund Perlhuhneier werden jetzt nicht mehr zur Brut benutzt. Zugekaufte Gänse sind auf ihren Gesundheitszustand zu prüfen, ehe sie dem alten Stamm beigesellt werden. Die Frühgänse und Jungenten werden gemästet. Letztere müssen in zehn Wochen schlachtreif sein. Die Tauben brüten fleißig weiter, doch die jetzt noch schlüpfenden Täubchen haben nur Schlachtwert. Im Felde ist jetzt noch nicht viel zu finden, deshalb füttere mau nicht zu knapp.han Ziegen und Kaninchen stellen im Juli ungefähr dieselben Ansprüche an ihren Pfleger wie im Juni. Die Ziegen gedeihen im Sommer am besten auf der Weide bei möglichst großer Bewegungsfreiheit. Niemals binde man sie so an, daß sie sich nicht vor sengenden Sonnenstrahlen schützen können. Die Kaninchenwohnungen sind in den Sommermonaten am dichtesten bevölkert, denn die zweiten Würfe wachsen jetzt schon heran und verlangen bald eigene Stallungen. Die Tiere der ersten Würfe werden auch immer größer, und wenn sie bisher auch noch zu mehreren, aber nach Geschlechtern getrennt, in entsprechend großen Jungtierställen untergebracht waren, so wird es nun doch Zeit, sie einzeln zu sperren. Hat der Züchter keine Zeit, rechtzeitig für Stallungen in genügender Anzahl zu sorgen, so tut er immer noch besser, er legt einige Ausläufe an und bringt die Jungtiere darin unter. Zu einem solchen Auslauf gehört weiter nichts als eine Umzäunung von Drahtgeflecht, als Notbehelf können auch Bretter oder Latten dienen. Am besten eignen sich Rahmen von Latten in etwa 1 Meter Höhe und 3 bis 4 Meter Länge, an den Enden mit Haken versehen. Mit diesen Rahmen stellt man sich Ausläufe in beliebiger Größe zusammen. In einem Auslauf von 6 Meter Länge und 2 Meter Breite, also 12 Quadratmeter Bodenfläche, kann man gut 12 bis 15 halbwüchsige Tiere unterbringen. Wer einen Grasgarten hat, kann den Auslauf alle paar Tage versetzen und spart auf diese Weise einen Teil der Fütterung. Jedenfalls ist es für das Gedeihen der Tiere sehr wichtig, daß Uebervölkerung der Stallräume vermieden wird. nür die obere Erdschicht anfeuchtet, aber nicht den ganzen en durchdringt. Wenn man gießt, dann soll sich die de im Topf ganz voll saugen; das hält dann ein paar Tage und die Pflanzen befinden sich wohler dabei. Der Zustand Erdoberfläche im Topf gibt keinen zuverlässigen Maßstab den Zustand des Vallenkerns. Man kann aber auf einfache sse die Pflanzen auf Ballentrockenheit untersuchen.""Zu n Zweck setzt man den Topf auf die Hand und klopft mit Fingerknöchel an die Topfwand, wie es unser Bild zeigt. önt ein heller Klang, dann ist der Ballen innen trocken und schleunigst in ein Gefäß mit Wasset eesteut werden un so lange, bis keine Luftblasen mehr emporsleigen. Noch ter ist es, man läßt den Topf 4 Stonde l.im Wasser biesem stehen, damit der trockene Wurzelballen wieder gründlich durchfeuchtet wird. Ist der Ballen innen ucht, dann ertönt ein dumpfer Klang. Das Fallenlassen der Blätter bei Azalien, Myrten und Kamelien, sowie das Gelb= und Braunwerden der Blätter bei den Palmen, ist meistens auf Ballentrockenheit zurückzuführen. nützliche Mlittenlungen.4 Schonung der Bodenfeuchtigkeit. Man hat berechnet, daß ein Morgen Grasfläche täglich 7500 bis 17500 Liter Wasser verbraucht, ein Morgen Weizen 5000 bis 7500 und ein Morgen Kartoffeln 1750 bis 3500 Liter. Diese gewaltigen Mengen werden dem Boden durch die Sommerregen nur selten zugeführt. Die Pflanzen sind also auf die Feuchtigkeitsvorräte, die der Winter hinterlassen hat, und das Grundwasser, soweit es ihren Wurzeln erreichbar ist, mehr oder weniger angewiesen. Mit diesen Wasserquellen müssen wir so haushälterisch wie möglich umgehen, d. h. wit dürfen nicht durch unsachgemäße Bodenbehandlung die Wasserverdunstung fördern. Ein Mittel, das Wasser im Boden zurückzuhalen, ist bekanntlich das Hacken. Bei Nachbestellungen im Laufe des Sommers sollte an immer nur soviel Land mit dem Pflug oder Spaten bearbeiten, wie man am selben Tage mit der Egge oder dem Rechen saat= oder pflanzfertig herstellen kann. Die obere Schicht verliert unvermeidlich ihr Wasser, ihre Lockerhoit schützt aber die unteren Schichten vor dem Austrocknen. Im Garten sollte man eine kräftige Ziykenhacke in diesem Falle dem Spaten überhaupt vorziehen Das damit gründlich gelockerte Land ist schnell wieder mit demn Rechen geebnet. Was die lockere Oberfläche für den Wasserhaushalt des Bodens bedeutet, läßt ein Versuchsergebnis ahnen, wonach bein einer jährlichen Niederschlagsmenge von 365 Millimetern der mit der Hacke bearbeitete Boden 90 000 Liter Wasser weniger, auf den Morgen gerechnet, verdunstete, als fester, unberührter Boden. Wann kalke ich? Am besten eignet sich zur Kalkdüngun der den die schält on durch ann unter es Decken sind Spatsommer nach der Getreideernte. Man streut Kalk mit dem Düngerstreuer unmittelbar auf Stoppeln, sobard das Feld geräumt ist, und ihn sofort flach unter. Bei bindigem Boden, der sich schälen läßt, streut man den Kalk vorteilhafter auf die eschälte Fläche und verteilt und bringt ihn da ggen. Möglichst feine Verteilung und flache für die Wirkung sehr wichtig. Deshalb soll man Kalk nicht kur vor der Tieffurche geben. Wo eine Stoppelkalkung nicht möglick ist, da kalke man nach der Tieffurche und egge sofort. Wer gebrannten Kalk verwendet, muß mit der Saat zwei bis drei Wochen warten. Nur bei trockenem, windstillem Wetter soll man den Acker kalken. Damit der Kalk rechtzeitig zur Hand ist, bestelle man ihn so, daß er noch vor der Getreideernte abgefahren werden kann