W7 Landwirtschaftliche Beilage zum„Soester Kreisblatt" Nr. 16 Soest. den 18. April 1928 2 27. Jahrgang Wie pflanzt man Nadelhölzer? Während man die laubabwerfenden Gehölze nur in der Zeit ihrer Ruhe, also nach dem Blattfall und vor dem neuen Austrieb. umsetzen kann, vertragen die Nadelhölzer und andere immergrüne Pflanzen keinen Platzwechsel, wenn die Jahreszeit ihnen nicht sofortige Neubildung von Wurzeln erlaubt. Die Nadeln, die Blätter der Koniferen, atmen bas ganze Jahr hindurch und verbrauchen daher auch im Winter Feuchtigkeit, die sie durch die Wurzeln zugeführt bekommen. Aus dem inneren Zusammenhang mit dem Boden gerissen, brauchen die Wurzeln einige Zeit, den Anschluß wieder herzustellen. Sie sind dazu nicht imstande, wenn der Baum sich in der Ruhe befindet. Deshalb pflanzt man Nadelhölzer kurz vor Ausbruch des neuen Triebes, Anfang Mai, oder gleich nach Abschluß des Triebes, spätestens Ende September. Welcher Zeitpunkt den Vorzug verdient, läßt sich nicht allgemein entscheiden. Nicht ganz frostharte Arten sollten auf alle Fälle erst im Frühjahr gepflanzt werden. Ebenso verdient in allen für Koniferen nicht besonders günstigen Lagen das Frühjahr den Vorzug. In Gegenden mit trockenen, heißen Vorsommern, wie in Ostdeutschland oder in manchen Teilen Oesterreichs, ist die zeitige Herbstpflanzung vorzuziehen. Für Ballenpflanzen ist der August am günstigsten. Die Technik des Pflanzens ist bei den Koniferen dieselbe wie bei Obstbäumen und anderen baumartigen Gehölzen. Besonders ist hier darauf zu achten, daß die Pflanzen nicht tiefer zu stehen kommen als an ihrem alten Standorte. Der Wurzelhals soll sich dicht unter der Erdoberfläche befinden; in Zweifelsfällen pflanze man lieber etwas zu hoch. Bemerkt man später, nachdem sich der Boden gesetzt hat, daß der Wurzelhals bloß liegt, die Pflanze also etwas zu hoch steht, so ist dem Mangel leicht abgeholfen, indem man gute Erde nachfüllt oder von der Seite heranzieht. Dies wäre eine Art Hügelpflanzung, die namentlich in sehr nassem Boden ihre Vorteile hat. Die in Leinen eingenähten Wurzelballen der aus einer Baumschule bezogenen Nadelhölzer darf man beim Pflanzen natürlich nicht zerstören. Vor dem Einsetzen wird das Erdreich im Umfang der Pflanzstelle gelockert und nach Bedarf verbessert. Beim Pflanzen wird der Boden recht fest angedrückt. Frischen Stalldünger darf man bei Koniferen auf keinen Fall verwenden. Steht bei größeren Stamm drei Drähte, die man strahlenförmig zum Erdboden führt und mit Keilen dort sichert. Durch Leder= oder Tuchstreifen schützt man die Rinde vor Verletzung durch die Drähte. Baumpfähle sind bei Nadelholzpflanzungen nicht gebräuchlich. Nach dem Anwachsen werden die Haltedrähte entfernt. Durch gründliches Angießen vermeiden wir, daß zwischen den Wurzelballen und dem festen Erdreich Hohlräume bleiben. Ebenso notwendig wie dies Angießen ist aber auch das wiederholte Ueberspritzen der ganzen Pflanze. An warmen, trockenen, aber auch an kühleren, windigen Tagen sollte dies täglich einbis zweimal geschehen, bis die Pflanze Zeit gefunden hat, ihre neue Wurzeltätigkeit zu beginnen, wozu wenigstens zwei bis drei Wochen gehören. Das Spritzen soll derart geschehen— mit einer feinen Spritze oder Brause—, daß der Boden nicht unnötig durchnäßt wird. Die fortwährende stehende Nässe im Boden führt zu Fäulnis der Wurzeln. Felöbau von Rhabarber. Ei in guter Kultur stehende Rhabarberpflanzung kann bis hundert Zentner Stiele jährlich vom Morgen liefern. Es bietet sich damit eine einträgliche Nutzung kräftiger, feuchter Böden. Bei der vielseitigen Verwendung des Rhabarbers ist eine Uebererzeugung auf lange Zeit hinaus nicht zu befürchten. Wenn die Anlage auch im ersten Jahre keinen Ertrag gibt, so lassen sich die Kosten in günstigen Jahren doch schon durch den Zwischenbau von Sommerspinat, Blumen= oder Rosenkohl herauswirtschaften. Allerdings darf an Dünger dabei nicht gespart werden. Die Vorbereitung der Rhabarberpflanzung trifft man am besten schon im Herbst durch Rigolen des betreffenden Landes unter gleichzeitigem Eingraben von 300—350 Zentnern Stalldung auf einen Morgen. Sobald es im Frühjahr die Witterung erlaubt, beginnen wir mit dem Pflanzen. Wir teilen das Land in Reihen von 1,50 bis 1,75 Meter Breite und setzen darin die Rhabarberstauden einen Meter voneinander entfernt. Im ersten Jahre lassen wir den Pflanzen Zeit zur Bewurzelung. Brechen wir jetzt schon die sich entwickelnden kurzen Stiele, so schädigen wir die Kultur für die weitere Dauer. Im zweiten Jahre sempfiehlt sich eine Düngung mit Kainit und Thomasmehl, je 150 bis 175 Kilo auf den Morgen. Diese Düngung wird nun alle Jahre wiederholt, alle zwei Jahre geben wir außerdem kurz vor dem Wachstum 100 bis 150 Kilo Salpeter. Alle fünf bis sechs Jahre muß die Anlage durch Teilung der alten Pflanzen erneuert werden. Um durch diese Maßnahme keinen Ernteausfall zu erleiden, kann man bei Beginn der Anlage drei Jahre hintereinander neue Landstücke bepflanzen. Erprobte leistungsfähige Sorten sind Queen Viktoria und der amerikanische Riesenrhabarber. Es ist eine ganz falsche Sparsamkeit, an Stelle echter Teilpflanzen dieser Sorten, die man natürlich im Anfang kaufen muß, irgendwelche Sämlingspflanzen zu setzen. Auch unter den Sämlingen der genannten besten Sorten sind stets viele Pflanzen mit dünnen und grünen Stielen. Wer gute Teilpflanzen zuverlässiger Herkunft kauft, kann davon nach zwei Jahren wieder neue Ableger gewinnen und so seine Anlage allmählich ausdehnen. Das ist der Verwendung billigeren und deshalb wertlosen Pflanzgutes auf alle Fälle vorzuziehen Grünsutter=Senf. Eine Futterpflanze, die sehr früh gesät werden tann und zeitig Futter liefert, ist der weiße und gelbe Senf. Seine Raschwüchsigkeit macht ihn sehr wertvoll, darin kommt ihm nur noch der Spörgel gleich. Zur Grünfütterung kann man Senf bei günstiger Witterung zwei= bis dreimal im Jahre auf demselben Schlage anbauen. Man rechnet jedesmal 7 bis 9 Wochen Wachstumszeit und erntet dann Ende Mai. Ende Juli und Ende September. Bei Drillsaat auf 30 bis 40 Zentimeter Abstand braucht man 6 Pfund Saatgut für den Morgen. )Wenn sich der Senf auch nicht bei kaltem Wetter entwickelt, so verträgt er doch bis 6 Grad Kälte. Mit Ausnahme von ganz schweren Böden gedeiht er auf allen besseren, auch auf nährstoffreichen, leichten Böden, wenn sie feucht sind. Besonders gut eignet er sich zum Anbau auf Bruch= und Moorboden. Durch sein rasches Wachsen hilft er das Unkraut unterdrücken. Dazu Vier Monate Schwertlilienflor. Die Schwertlilien oder Iris gehören zu den Pflanzengruppen, deren neuere Zuchtfortschritte noch lange nicht Allgemeingut der Gärtner geworden sind. Mancher Gartenfreund, der sie kennen lernt, wird erschrecken, welche unbedeutenden Vertreter dieser Gattung er bisher gehegt hat. So steht das Altbekannte im Garten gar oft dem viel Besseren im Wege. Selten geht der Iris=Bestand eines Gartens einmal über Angehörige der interregna= und germanica=Klasse hinaus; hin und wieder trifft man schließlich auch einmal Vertreter der pumila- und sibirica=Klasse. Wo findet man aber Iris reticulata, einen allerliebsten Frühlingsblüher, duftend, von tief violettblauer Farbe und überaus anspruchslos an Boden und Standort? Das Gegenstück hierzu in Gelb stellt Iris Danfordiae dar, die wohl noch mehr zu den unbekannten Größen gehört. Beide sind die frühesten Iris des Frühjahrs. Ihnen folgen nach einigen Wochen Abstand die Sorten der pumila=Klasse, die durch die Hand zielbewußter Züchter neue Schönheitswerte erhielten. Die schönsten sind cyanea, dunkelblau; atrosanguinea, bläulichrot; excelsa und aurea, goldig gelb; die Fee, hellblau; die Braut, reinweiß und formosa, etwas heller als cyanea, sowie ziemlich hoch gestielt. Recht hübsche Farbenbilder lassen sich mit diesen kleinen Iris zusammenstellen. Truppweise in gleichmäßigem Wechsel als Einfassung von Staudenrabatten, oder im Steingarten, auch auf der Trockenmauer, überall danken sie ihrem Pfleger in bester Weise. Sie passen sich fast jeder Bodenart an, verlangen aber ebenso wie die germanica=Klasse vollsonnige Lage und vertragen keine stehende Bodenfeuchligkeit. Ihnen schließen sich in der Blüte an die Sorten der interrelgea=Klasse, entstanden aus Kreuzungen zwischen germanica und pumila. Von dieser Gruppe sind besonders drei Sorten zu nennen: Frithjof, hellila; Ingeborg, weißlichgelb und Helge, hellzitronengelb. Wenn auch alle drei gerade keine besonderen Schönheiten der Iriswelt darstellen, immerhin verdienen sie infolge ihrer frühen Blütezeit und besonders Helge wegen ihrer Blühwilligkeit gewisse Beachtung. Die wichtigste Blütezeit der Schwertlilien gehört der germanica=Klasse. Hier sind durch geschickte Auslese und Kreuzung Gartenschönheiten ersten Ranges entstanden. Man kann allein mit ihnen einen Garten füllen. Eine geschickte Auswahl unter den zahlreichen Sorten zu treffen, ist nicht ganz leicht. Den Reigen eröffnet die weiße Sorte florentina. Zwei sehr zahlreiche Blüher schließen sich an: Pulloch dunkelblau, Allan Gray bläulichrosa. Diese Sorte ist durch eine zweite Herbstblüte besonders wertvoll. Beinahe gleichzeitig erblühen dann Mad. Chereau, Blume, nicht allzu groß, weiß mit wunderhübscher hellblauer Randzeichnung, erreicht über 1 Meter Höhe und wird hierin nur noch von Juniata, hellblau mit sehr großen Blumen, übertroffen. In rosa Tönen ist Her Majesty wohl noch die beste. Darwin, weiß, mit zarter rötlicher Aderung, ist wohl eine der reichstblühenden Iris überhaupt. Eine recht auffällige Erscheinung stellt Fro dar. Unter dem leuchtend goldgelben Dom liegen die glühend rötlichbraunen Hängeblättchen von samtnem Schmelz. In ähnlicher, doch satterer Färbung zeigt sich Maori King, leider nur kurz gestielt, doch von außerordentlicher Blühwilligkeit. Die schönste goldgelbe Farbe zeigt Neubronner, nur könnte sie starkwüchsiger sein. Sehr reichblühend und von rötlicher Färbung zeigt sich noch Dorothy. Eine der schönsten Erscheinungen unter allen Iris stellt Rheinnixe dar. Der Dom ist weiß, die Hängeblätter dagegen samtig dunkelveilchenblau. Auch Rheintraube, mit hellblauem Dom und dunkleren Hängeblättern kann mit ihr wetteifern. Den Schluß dieser Klasse stellt Ilsan dar. Eine Sorte von eigenartigem Farbenreiz. Der Dom ist eigen blaugrau, dagegen sind die Hängeblätter lebhaft rotbraun. Die Reichblütigkeit ist noch besonders anzuerkennen. Während Iris germanica Trockenheit verträgt, ist die sibirica=Klasse immerhin an etwas feuchte Böden gebunden. Als früheste erscheint hier um die Hauptblütezeit der germanicaKlasse Iris sibirica superba, dunkelblau, die von trigonocarpa, blau und Snow Queen, weiß mit gelbem Fleck, abgelöst wird. Den Beschluß bildet I. sanguinea im prächtigen Violettrot. Zwei Iris wären noch zu nennen, die sich durch besonders schönen, aprikosenartigen Duft auszeichnen: Iris humilis und Iris graminea. Beide zeitigen dunkelblaue Blüten mit eigenartiger gelber Zeichnung. Iris graminea hat schmalere Blätter, die weit über die Blüten hinaustreiben. Den Schluß bildet Iris ochroleuca gigantea mit sehr langgestielten cremefarbenen Blüten. Als letzte und wertvollste Gruppe der ganzen Gattung mit, sind noch die zahlreichen Sorten der Iris Kaempferi zu erwähnen, die besonders in den echt japanischen Sorten wahre Edelsteine unserer frühsommerlichen Blütenstauden liefern, aber nicht zu den anspruchslosen Pflanzen gehören. Sie müssen in voller Sonne stehen und bei Trockenheit tüchtig gewässert werden. Im Winter verlangen sie eine leichte Schilfrohrdecke mit Nadelreisig. gehört natürlich auch eine gute Düngung, besonders durch Stickstoff. Zu den stickstoffsammelnden Pflanzen gehört der Senf nämlich nicht, was man annehmen könnte, wenn man ihn manchmal als Gründüngungspflanze empfohlen findet. Nur auf sehr stickstoffhaltigen und besonders humusreichen und durchlässigen Böden, wo die Gefahr besteht, daß der leicht Esliche Bodenstickstoff ausgewaschen wird, n Senf stickftofferhaltend wirken. Grün gemähter Senf wird Milchvieh, Ochsen, Kälbern und Schafen sehr gern genomn. und bildet ein vorzüglichen Futter für sie. Am besten wird er zu Beginn der B/ t gemäht, jedenfalls nicht später. Senf, der schon Schot etzte, beeinträhtigt den Geschmack der Milch. Seines Wassergehaltes wegenere man den Senf nicht allein, sondern mit Stroh vern.n kann ihn auch im Gemenge anbauen, und nimmi 7,5 Teile weißen Senf zu 20 Teilen Buchweizen Senf zu 12,5 Teilen Buchweizen und 10 Teilen L. Ferner kann man bei der Frühjahrssaat von Rotklee Sei, a.s Ueberfrucht benutzen, indem man auf den Morgen 4 bis 5 Pfund Senf und 7 bis 8 Pfund Notklee sät. L. Schl. Der Mohn als Feldfrucht. Die Mohnpflanze stellt weder an den Boden noch an das Klima besondere Ansprüche. Ihr Anbau ist überall da möglich, wo noch Wintergetreide fortkommt. Kälte verträgt sie auch in der Jugend gut. Die höchsten Erträge gewinnt man im allgemeinen auf warmgründigem, kalireichem Sand= und Lehmboden in windgeschützter Lage. Ungeeignet sind trockene Sandböden und nasses Moor. Der Acker für die Mohnsaat soll gut vorbereitet werden, möglichst unkrautfrei sein und in alter Dungkraft stehen. Die beste Vorfrucht gibt eine gedüngte Hackfrucht ab, in zweiter Linie kommen Hülsenfrüchte und Klee in Frage. Auf Getreide lasse man Mohn nicht folgen. Zur Erzielung eines reichen Ertrages gibt man im Herbst Stalldung, der soglechi untergepflügt wird, und im zeitigen Frühjahr ein Gemisch von je 75 Kilogramm Superphosphat und Kaninit und 25 bis 40 Kilogramm schwefelsaures Ammoniak auf ein Viertelhektar. Nach gedüngter Hackfrucht, also bei Wegfall des Stalldüngers, empfiehlt sich eine Verstärkung dieser Düngergabe. Bis spätestens Mitte April soll der Mohn gesät sein. Breitsaat verlangt etwa 1,5 bis 2 Kilogramm für das Viertelhektar, bei Drillsaat genügt 1 bis 1,25 Kilogramm. Die Reihen sollen einen Abstand von 25 bis 30 Zentimetern haben. Zu dichte Saat vermeidet man durch Sandzusatz zu dem Mohnsamen. Sobald man die jungen Pflänzchen vom Unkraut unterscheiden kann, beginne man zu hacken. Haben die Pflanzen das dritte und vierte Blatt angesetzt, oann folgt das Vereinzeln. Im Laufe der nächsten sechs Wochen muß der Mohn dann drei- bis viermal gehackt werden. Gleichzeitig werden die Reihen weiter ausgedünnt, bis die Pflanzen schließlich 15 Zentimeter voneinander stehen. Im Außust, in kühlen Sommern auch erst im September, wird der Mohn erntereif. Man erkennt es am Verdorren der Stengel und dem Klappern der Samen in den Kapseln. Den Mohn zu mähen, empfiehlt sich des großen Körnerverlustes wegen nicht. Praktischer ist das Abschneiden der einzelnen Kapseln, allerdings auch viel umständlicher. Auch beim Dreschen des Mohns geht viel verloren. Die Ernte von kleinen Anbauflächen verarbeitet man deshalb am besten, indem man die Kapseln mit einem Messer öffnet und die Samen ausschüttelt. Man kann die Kapseln auch durch einen Rübenschneider mit Hakenwalze hindurchgehen lassen und nachher den Samen von den Kapselstücken durs 9ein Sieb trennen. Um Ernteverluste durch Samenausfall auf dem Felde zu verhüten, wird neuerdings vielfach der sogenannte Schließmohn angebaut, der offene oder Schüttmohn ist jedoch ertragreicher. Täuschungen der Kückenfarbe. Mancher Käufer von Bruteiern hat sich schon betrogen geglaubt, weil die schlüpfenden Kücken scheinbar nicht der Rasse angehörten, von der die Bruteier stammen sollten. Bei den meisten Rassen ist nämlich das Daunenkleid vom späteren Federkleid verschieden. Die Kückenscheinen meist gelblich. Eine Ausnahme bi'rbreiteten La Bresse, die einen bläulichen Sogen. Auch die Kücken der rein gelblichen Rassen zei Rlegel einen verschiedenen Farbte mit bräunlichn am Körper. Die rebhuhnfark zeigen auf Nücken einen braunen Streifen, m silberfarbigen häufig am Kopf bräunliche Flecke Die silberhalsigen ziert wieder in der Jugend ein hellerer, teils dunklerer schwärzlicher Streifen auf dem .uaen. Die gestreiften Plymouth=Rocks sind anfangs fast schwarz, nur auf dem Scheitel zeigt sich ein grauweißer Fleck. Fehlt letzterer, der häufig aber auch erst in den ersten Tagen erscheint, so behalten die Tiere in der Regel ihre schwarze Farbe und sind als Fehlschläge zu betrachten. Die lachsfarbigen Faverolles sind in ihrer Jugend gelblichweiß, aber doch an der fünften Zehe und dem sich bald bemerkbar machenden Bart leicht zu erkennen. Eine mit am schwersten zu züchtende Rasse sind die blauen Andalusier, wie überhaupt alle blauen Farbenschläge. Die Kücken zeigen in ihren ersten Tagen eine recht verschiedene Färbung. Da sieht man bei einer Brut schwarze, weiße, schwarzweiße und blaue Tierchen laufen. Zur späteren Zucht kommen nur die mit einem bläulichen Kleid beschenkten in Betracht. Die Kücken der schwarzen Minorka und anderer schwarzer Rassen, wie Orpington, Italiener, Hamburger u. a. erscheinen mehr oder weniger schwarzweiß. Auch die Beinfarbe der Kücken weicht oft von derjenigen der älteren Tiere ab. Auffallend ist es, daß dunkelfarbige Rassen oft, ja meistens, in der Jugend helle Beinfarbe zeigen. Die schwarzen Italiener und schwarzen Wyandottes haben meist anfangs schwärzliche oder grünliche Beine, die sich später doch noch zu schön gelben ausfärben, während ursprünglich gelbe später öfter dunkle Flecke bekommen. Weiße Rassen unterscheiden sich in ihrer Jugend äußerst wenig in der Beinfarbe, ganz gleich, ob sie zu den gelb= oder weißbeinigen gehören. Erst mit zunehmendem Alter wird der gelbliche Ton stärker, oder er verblaßt. Fragen und Antworten. M. P. in 3. Frage: Was für ein Behandlungsmittel kommt in Frage, wenn Pferde stark erkältet sind, husten und an Drüsen leiden? Antwort: Bei der Erkrankung der Pferde handelt es sich ohne Zweifel um die sogenannte Druse, welche insbesondere im Frühjahr und Herbst auftritt. Es werden von der Krankheit namentlich Fohlen ergriffen. Der Erreger ist ein kettenförmiger Bazillus aus der Gruppe der Eiterreger. Die Erscheinungen sind im wesentlichen die eines Katarrhs der oberen Luftwege. des Nasen= und Nachenraumes. Im Verlauf der Ertrankung werden insbesondere die Drüsen im Kehlgang ergriffen; sie schwellen an und vereitern. Die Krankheit verläuft mit teilweise hohem Fieber, und es ist immerhin damit zu rechnen, daß auch die Lunge und andere Körperorgane befallen werden. Da ferner eine plötzliche, ungünstige Wendung im Krankheitsverlauf dadurch eintreten kann, daß die Eitererreger eine Blutinfektion herbeiführen, empfiehlt es sich, in allen fieberhaften Fällen dem Tierarzt zu Rate zu ziehen.