Gratis-Beilage zum„Allgemeinen Anzeiger für Brakel“ und zur„Beve Verlag von Emil Ruthe in Brakel. 162 Zeitung“. mit von Das geheimnisvolle Bild. Von H. Buttstaedt. (Fortsetzung)—(Nachdruck verboten.) „in Jahrhundert früher oder später, das verursachte dem guten Schloßherrn wenig Skrupel. So sah man ein gewölbtes, gotisches Gemach Biedermeiereinrichtung, einen Saal 1820 mit geschnitzten Renaissancemöbeln und noch andere Kuriositäten mehr. Möglicherweise war er sich dieser Stilwidrigkeiten bewußt, scheute sich aber, bei den gehabten Ausgaben noch weitere hinzuzufügen und hoffte auf das mangelnde Verständnis seiner Gäste. Wohnlich sah alles aus, mehr sollte nicht erreicht werden. Eines Tages erschien der Graf, um das Anbringen der Bilder zu beaufsichtigen. Im Speisesaal hatten früher zwei Porträts gehangen, das des Generals März und das seiner Gemahlin. Letzteres wurde respektloser Weise auf den Boden gebracht, damit das Bild des Grafen an dem freigewordenen Haken aufgehängt werden konnte. Der Graf empfand bei dieser Arbeit ein sonderbares Behagen. Mehrmals wurden die beiden Bildnisse des Generals und des Grafen probeweise an die Wand gehalten, bis der Graf das richtige Arrangement gefunden zu haben schien. Der General kam in die dunkle Ecke, während er selbst seinen Platz an der belichteten Wandseite fand. Er glaubte sich diese Rücksicht als Besitzer des Schlosses schuldig zu sein. Die beiden Bilder hingen zu beiden Seiten des Eingangs, unterhalb einer kleinen Galerie, die vom General März wohl als Orchester gedacht worden war. Nachdem der Graf seine Bestimmungen betreffs der übrigen Bilder getroffen, begann die Komtesse, die unterdessen in einem Alexander Marghiloman, der rumänische Ministerpräsident. Zu den Friedensverhandlungen in Bukarest. Das Königsschloß Cortrocenti bei Bukarest, in dem die Friedensverhandlungen stattfanden. Ponywagen angekommen war, unter Beihilfe ihrer Kammerjungfer das Befestigen der Gardinen und Portieren anzuordnen. Es gab viel zu tun für das gräfliche Paar, sie schienen es aber nicht als Arbeit zu empfinden, denn ihre Mienen ließen auf vorzügliche Laune schließen. Bauen war das Steckenpferd des Grafen, und allerhand Veränderungen zu treffen die Leidenschaft der Komtesse. Bis zum sinkenden Abend blieben alle im neuen Ahnenschlosse, dann kehrten sie nach sorgfältigem Verschluß der Türen auf dem Parkwege zur Villa zurück. Graf Rebling schlief wenig. Beständig mußte er an sein neues Besitztum denken, das er so lange herbeigesehnt, das er ohne jede Mühe zu verhältnismäßig billigem Preise erworben hatte. Wie würde es seinen Freunden gefallen? Wie ihren Neid erregen! Er nahm sich vor, einigen Auserwählten ein kleines Fest zu geben und stellte im Geiste die Liste der Einzuladenden zusammen. Als er endlich eingeschlafen war, träumte er, die Generalin März stehe vor seinem Bett und mache ihm heftige Vorwürfe über die Entfernung ihres Bildes, wobei sie mit ihren dunklen, stechenden Augen ihn zu durchbohren trachtete. Beim Erwachen erinnerte er sich des unangenehmen Traumes. „Zum Kuckuck auch,“ meinte er lachend,„ich glaube gar, die alte Dame will mir meinen Platz im Speisesaale noch streit'g machen, na, wir werden ja sehen, wer von uns beiden den kürzeren zieht.“ Der Tag zeigte kein freundliches Gesicht, trübe Wolken jagten am Himmel und die frischbelaubten Bäume peitschte der Frühlingssturm. Der Graf ließ sich deshalb nach dem Schlößchen fahren, statt wie sonst sein Lieblingspferd zu besteigen. Mit seinem Hausmeister ging er nun durch alle Räume, um die letzte Ueberschau zu halten, denn be wird allen Feldgrauen eine willkømmene Liebesgabe sein. Originell ist die Verbindung der Karte mit der Zeitschrift des Bundes, auf dessen Ziele, Vertretung der Jateressen der körperlich und wirtschaftlich geschädigten Krieger wir wiederholt empfehlend hinweisen Die Karte ist zu haben in der Geschäftsstelle dieses Blattes Monate. Die Zinsen, die vorausvergütet werden, betragen 4 und 4¼%. Erhältlich sind diese Papiere bei jeder Reichsbankanstalt,(wo sie auch køstenfrei bis zur Fälligkeit aufbewahrt werden können) auch durch Banken oder Sparkassen. Wo keine Bank am Platze ist, zahl durch 500 Mark teilbaren Betrag bei seinem Postamt auf Beverungen, 26. April. Zur 8. Kriegsanleihe das Postscheckkonto der Reichsvank. Bank usm ein § 4. Selbstversorger, die diesem Verbot zuwiderhandeln, haben außerdem die Entziehung des Rechts der Selbstversorgung zu gewärtigen. § 5. Zuwiderhandlungen werden gemäß§ 17 Ziffer 2 der Verordnung vom 75. September 1915 mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft. reits acht Tage später sollte die nachts geplante Festlichkeit zur Ausführung kommen. Wenn das Wetter günstig war, konnte man eine Kahnpartie auf dem Flusse unternehmen und den Park mit bunten Lampen beleuchten. So kamen sie auch in den Speisesaal. Anfänglich glitten die Blicke des Grafen befriedigt über den stattlichen Raum, um plötzlich wie erstarrt auf einem Punkt haften zu bleiben. Sein Bild war verschwunden und an dessen Stelle hing wie früher das Bildnis der Generalin. Drohungen konnten ihn nicht zum Gehorsam zwingen. Der Graf, welcher sah, daß der arme Kerl wirklich an allen Gliedern zitterte, bestand nicht weiter auf seinem Willen und stellte es selbst in einen Nebenraum der neuangebauten Küche. Eine eigentümliche Stimmung bemächtigte sich seiner. Bisher hatte der Zorn die Oberhand behalten, jetzt, nachdem derselbe verraucht, kam die Ueberlegung zu ihrem Recht. Wie war der Umtausch, da doch alle Türen fest verRapitänleutnant H. de la Periére, Oberleutnant z. S. Steinbauer. unser erfolgreichster U=Boot=Führer, Kommandant des„U 35“, hat mit seinem Boote bisher rund 500000 Brutto=Register=Tonnen versenkt. Neueste Aufnahme des bekannten U=BootKommandanten im Schmucke des ihm kürzlich verliehenen Ordens Pour le mérite. Kapitänleutnant Spieß, ein erfolgreicher U=Boot=Kommandant, hat unseren Gegnern durch Vernichtung von 35000 Br.=Reg=To. Schiffsraum schweren Schaden zugefügt. „Sapperlot,“ brüllte der Graf, hochrot vor Zorn,„wer hat sich diese Aenderung erlaubt?" „Niemand, Herr Graf,“ sagte der Hausmeister, verstörke Blicke auf das Bild richtend.„Niemand ist hier gewesen, seit wir gestern abend das Schloß verließen.“ „Und Sie hatten ganz bestimmt abgeschlossen?“ „Ganz bestimmt, Herr Graf. Ich habe mich. ehe wir weggingen, nochmals davon überzeugt. Ich fürchte, ich fürchte, es geht hier nicht mit rechten Dingen zu.“ „Unsinn! Sehen Sie nach, ob alle Fenster geschlossen sind.“ Der Hausmeister untersuchte alle und fand sie doppelt verriegelt. „Kommen Sie, ich will sehen, wo mein Bild geblieben ist.“ Der Graf, zwei Stufen auf einmal nehmend, eilte die Treppe hinan, so daß der Hausmeister kaum folgen konnte; da stand das Bild, mit dem Gesicht an die Wand gelehnt, an derselben Stelle, wo das Bildnis der Generalin gestanden hatte. Einen Augenblick überlegte der Graf. „Es hat mir jemand einen Streich gespielt, es soll ihm aber schlecht bekommen, mein Wort darauf! Nehmen Sie das Bild mit hinunter.“ Der Hausmeister gehorchte nur widerwillig. Es war ihm ein schrecklicher Gedanke, die geheimnisvolle Leinwand zu berühren, trotzdem bezwang er sich und trug sie mit zurückgebogenem Kopf die Treppe hinab. Erleichtert aufatmend, stellte er das Bild an einer Wand des Speisesaales nieder. Wie groß aber war sein Schrecken, als der Graf befahl, das Bild der Generalin herabzunehmen und seines dafür aufzuhängen. Nach seiner Ueberzeugung handelte es sich— um ein gespenstiges Ereignis, das sich in der Nacht zwischen zwölf und ein Uhr abgespielt haben mußte, und mit einer Entschuldigung suchte er das Verlangen des Grafen abzulehnen. Dieser aber, nichts weniger als gut gelaunt, brachte den Widerstrebenden mit kräftigen Worten bald zu seiner Pflicht zurück. Die letzte und abscheulichste Zumutung aber, das Bild der Generalin auf den Boden zu bringen, wies er mit Entschiedenheit zurück und selbst Senator P. der Präsident der schlossen waren, möglich gewesen? Der Graf wußte sich frei von Aberglauben, und doch versetzte ihn das rätselhafte Begebnis in eine lebhafte Unruhe. Er gedachte auch des Traumes der vergangenen Nacht, sollte er mit der Vertauschung des Bildes zusammenhängen? Sicher nicht! Aber immerhin ein merkwürdiger Zufall. Die Räume des Schlößchens erschienen ihm auf einmal weniger angenehm, das Heulen des Windes im Kamin weniger heimlich als sonst. Er gedachte der tollen Gerüchte, die über Scharfeneck zirkulierten, und unlustig zu längerem Verweilen, befahl er, den Wagen zu rufen. Derselbe war bald zur Stelle, aber statt zur Villa direkt zu fahren. ließ er den Weg über das Torhäuschen nehmen. Schöller stand, die Pfeife im Munde, breitspurig vor seiner Tür und blickte den davonziehenden Wolken nach. Seine Gedanken mußten angenehmer Natur sein, denn ein Lächeln verschönte seine nicht gerade einnehmenden Züge. Plötzlich drehte er den Kopf in der Richtung des Schlosses, sein scharfes Ohr hatte das Rollen von Rädern vernommen. „Jetzt schon?“ murmelte er vor sich hin, „sobald hätte ich ihn nicht erwartet.“ Rasch trug er die dampfende Pfeife ins Haus und warf im Vorübergehen einen Blick in den zerbrochenen Spiegel, denn, wenn er auch der Eitelkeit schon lange Valet gesagt, so liebte er es doch, in anständiger Kleidung zu erscheinen. Mit Windeseile wurde ein frischer Kragen umgebunden, ein Schlips vorgesteckt und die alte Joppe mit einem besseren Rock vertauscht. Als der Wagen vorfuhr, stand er schon draußen, den Grafen mit einer eleganten Verbeugung G. Svinhufvud, finnischen Regierung. begrüßend. „Ich muß etwas mit Ihnen besprechen,“ sagte ersterer, dem Wagen entsteigend.„Kommen Sie ein wenig bei Seite! Ist gestern abend jemand hier vorbeigekommen?“ „Keine Seele, Herr Graf,“ erwiderte Schöller, erstaunt aufblickend.„Seit die Arbeiter weg sind, ist es, Gott sei Dank, wieder so einsam wie vordem.“ „Oder hat sich jemand in den vorhergehenden Tagen 2 ( hier zu schaffen gemacht? Ein Fremder, oder ein Diener meines Hauses oder sonst wer?“ „Absolut niemand, Herr Graf, es ist doch nichts gestohlen worden?" „Ach, papperlapapp, man hat mir nur einen Schabernack gespielt. Es ist jemand diese Nacht im Schlosse gewesen und hat Veränderungen vorgenommen, Veränderungen, die einen spukhaften Eindruck erwecken sollten. Irgend ein Schurke, der sich für eine eingebildete Beleidigung rächen will.“ „Ein Spuk also," sagte Schöller, „ich habs mir gleich gedacht, daß es darauf hinauslaufen würde.“ „Sie wissen auch von den lächerlichen Gerüchten? Natürlich, was rede ich da. Sie haben ja quasi an der Quelle gesessen und müssen daher am besten unterrichtet sein.“ „Gewiß bin ich das, habe selbst schon ein wunderbares Erlebnis gehabt.“ „Schöller, Mensch, Sie wollen mir doch nicht einreden, daß auch Sie an diese albernen Geschichten glauben?“ Glauben,“ erwiderte Schöller, „nein, Herr Graf, nichts in der Welt würde mich dazu bewegen, und doch sind diese fortwährenden Beunruhigungen meinem Herrn und mir selbst lästig gewesen. In der letzten Zeit habe ich sogar aus diesem Grunde im Schlosse wohnen müssen. Mein alter Herr fühlte sich, seit die Christine weggelaufen war, zu unheimlich im alten Hause.“ „Und in welcher Weise wurden Sie beunruhigt?“ „Ja,“ meinte Schöller,„das ist schwer zu sagen, meistens waren es Geräusche, die uns die Nachtruhe raubten, dumpfe, unheimliche Schläge, deren Ursprung wir trotz aller Nachforschungen nicht ergründen konnten. Auch merkwürdige Veränderungen fanden statt, Gegenstände, die seit langer Zeit an bestimmten Plätzen gestanden hatten, wurden erst nach längerem Suchen in entfernten Räumen aufgefunden und dann, ich möchte lieber nicht davon sprechen, Herr Graf, Sie würden mich doch für „Es wird mir wirklich schwer, dieses Erlebnis, über das ich bis jetzt mit niemand gesprochen habe, pre'sz geben. da Sie es aber wünschen, Herr Graf, muß ich es wohl tun. Der Herr Hauptmann litt in der letzten Zeit viel an Kälteerscheinungen, er pflegte mich dann zu rufen und ich ging in die Küche, um ein Glas Grog zu bereiten, Rückkehr von S. M. H.„Wolf“ nach 15 monatiger Kreuzfahrt Die Besatzung von S. M. H.„Wolf“. einen lächerlichen Phantasten halten.“ „Ach was, nur heraus damit! Auf etwas Unsinn mehr oder weniger kommt es wahrhaftig nicht an.“ „Ganz wohl, Herr Graf, ganz meine Meinung, vielleicht haben mir meine Nerven diesen fatalen Streich gespielt.“ „Nun also?" Rückkehr von S. M. H.„Wolf“ nach 15 monatiger Kreuzfahrt. Fregatten=Kapitän Nerger mit dem ihm von Exzellenz Bachmann überreichten Orden Pour le mérite im Kreise seiner Offiziere. dieses Mittel verschaffte ihm Wärme und Schlaf. Eines Nachts, es war sehr stürmisch, sodaß das Schloß in allen Fugen knackte, ging ich wieder hinab, um das Verlangte zurechtzumachen. Als ich an der Tür des Speisesaales vorüberging, bemerkte ich zu meinem Erstaunen, daß sie offen stand und sich leise bewegte. Ich glaubte, der überaus heftige Zugwind hätte sie aufgerissen und wollte sie eben wieder ins Schloß drücken, als der Flügel lautlos aufging und in der dunklen Oeffnung die Gestalt einer Frau erschien.“ „Schöller, was ist das für eine unangenehme Geschichte,“ sagte der Graf, sich schüttelnd,„aber fahren Sie fort, fahren Sie fort.“ „Im ersten Augenblick war ich vollständig starr vor Schrecken, unvermögend, ein Glied zu rühren dann sprang ich in die gegenüberliegende Küche und schlug die Tür dröhnend hinter mir zu. Ich mußte eine Weile sitzen, ebe es mir gelang, wieder zu mir zu kommen. Die wenigen Sekunden aber, die ich dem Phantom Auge in Auge gegenüberstand, ließen keinen Zweifel, daß die Frau Generalin aus ihrem Rahmen herabgestiegen war, um durch die Räume des Schlosses zu wandeln. Die Kleidung stimmte bis aufs kleinste, und die Augen, die schwarzen, durchbohrenden Augen, Herr Graf, ich werde sie niemals vergessen und wenn ich noch so alt werden sollte.“ Der Graf war leichenblaß geworden. „Wieder die Generalin!“ flüsterte er leise vor sich hin.„Aber weiter! Wie ging es weiter, Schöller?“ „Nun, ich berubigte mich allgemach und stieg, einen furchtsamen Blick auf die jetzt geschlossene Tür werfend, die Treppe hinauf. Mein Herr bemerkte nichts von meiner Erregung und lag bald darauf in tiefem Schlaf. Ich aber wälzte mich fiebernd auf meinem Lager, mit Sehnsucht den Anbruch des Tages erwartend.“ „Und wie erklären Sie sich die Sache?“ „Ich habe, nachdem der erste Schreck überwunden war, 9 wird allen Feldgrauen eine willkømmene Liebesgabe sein. Originell ist die Verbindung der Karte mit der Zeitschrift des Bundes, auf dessen Ziele, Vertretung der Jateressen der körperlich und wirtschaftlich geschädigten Krieger wir wiederholt empfehlend hinweisen Die Karte ist zu haben in der Geschäftsstelle dieses Blattes * Monate. Die Zinsen, die vorausvergütet werden, betragen 4 und 4¼%. Erhältlich sind diese Papiere bei jeder Reichsbankanstalt,(wo sie auch køstenfrei bis zur Fälligkeit aufbewahrt werden können) auch durch Banken oder Sparkanen. Wo keine Bank am Platze in. zahl manen durch 500 Mark teilbaren Betrag bei seinem Postamt auf AR Nt a § 4. Selbstversorger, die diesem Verbot zuwiderhandeln, haben außerdem die Entziehung des Rechts der Selbstversorgung zu gewärtigen. § 5. Zuwiderhandlungen werden gemäß§ 17 Ziffer 2 der Verordnung vom 25. September 1915 mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft. oftmals darüber nachgedacht und auch eine annehmbare Erklärung gefunden. Das Bild der Generalin interessierte mich ganz besonders, oft stand ich davor, das eigenartige Gesicht minutenlang anstarrend. Ich mochte es am Tage vorher auch getan haben, so daß ich, erregt wie ich damals war, es leibhaftig vor Augen hatte." (Fortsetzung folgt.) Maguifikatt (Für den Maimonat.) (Nachdruck verboten.) in erhabenes prophetisches Wort war es, das die hochbegnadigte Mutter des Herrn in ihren herrlichen Lobgesängen aussprach:„Von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter.“ Aber buchstäblich ist es in Erfüllung gegangen auf dem weiten Erdenrunde; von der frommen Base Elisabeths Hause im stillen Gebirge hat dieses Wort aus dem Magnifikat seinen Siegeszug angetreten. Wo man fest glaubt an Jesus, den Sohn Gottes, da gilt auch Mariä Verehrung. Wir freuen uns, wenn das Kirchenjahr in seinem Laufe uns wieder den Maimonat zuführt und uns einlädt zu dem von Blumen und Kerzen geschmückten Altar der Maienkönigin. Wir kommen gerne, unvetummert um jene Aengstlichen, die da glauben an ein Zuviel in der Marienrerehrung. Christus selber verehrt ja Maria! In welchem Verhältnis steht denn Maria zu Jesus? Sie steht unendlich tief unter Jesus. denn der ist Gott, Maria ein Geschöpf. Aber Maria ist die Mutter Jesu. Was jedes Kind seiner Mutter verdankt, das verdankt Jesus seiner Mutter Maria. Hinwieder, was jedes gute Kind seiner Mutter zollt, Ehrfurcht und Liebe, das zollt Jesus seiner Mutter Maria. Und Jesus war der beste aller Erdensöhne! All seine Allmacht wendet er auf, diese Mutter zu schaffen als die Immakulata, ohne Schuld und ohne Sünde und voll der Gnaden; und selbst in der bittersten Stunde seines Lebens, als Todesnot und Schmerz ihn untertaucht in seine Wogen, auch da noch gilt seine letzte Sorge seiner armen betrübten Mutter unter dem Kreuze: er empfiehlt sie der Obhut seines liebsten Apostels. Warum soll nun gerade hier nicht gelten Jesu Wort, das man sonst überall gelten läßt:„Ich hab euch in allem ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so tut, wie ich getan habe?“ Was Gott lieb und wert ist, wird auch von uns verehrt. Und verdient Maria nicht solche Vereyrung? Wem zollt man auf Erden Verehrung? Der sittlichen Größe und dem Verdienst. Wer ist denn nun größer an sittlichem Wert als Maria? Ein Engel darf sie gar begrüßen:„Voll der Gnade!“ Bei ihrer Verkündigung offenbart sie tiefe Demut, leuchtende Reinheit, felsenfesten Glauben, vollendete Hingabe an Gottes heiligen Willen. In ihrem Leben zeigt sie dieselben Vollkommenheiten, dazu eine Seelengröße, wie sie bisher der Welt unbekannt gewesen. Und dann ihr Verdienst um uns!„Miterlöserin des Menschengeschlechtes“ heißen die heiligen Väter Maria. Mit Jesus hat sie getragen alles Leid und Weh, das im Erlösungsplane eingeschlossen war; denn jenes Jawort:„Mir geschebe nach Deinem Worte!“ war nicht nur die Einwilligung in die Muttergotteswürde, sondern auch zugleich die Uebernahme des Namens der mater dolorosa. Christus ist unser Leben— Maria hat es uns geschenkt.„Wäre es da nicht ungereimt, das Kreuz, das Christus trug, mit seinen Altären zu verherrlichen und es glänzend aufzurichten an den Fronten der Kirche, diejenige aber, welche zu diesem Großwerke die Gottheit in sich aufnahm, der Ehre der Gottesmutter zu berauben?“(Acacius.) Nein, so lange die Augen Gott liebender Christen auf das Kreuz gerichtet sind, wird und darf auch die Andacht zur Mutter des Erlösers nicht ersterben. Den Nutzen haben ja zuletzt wir selber. Wir Menschen suchen nach einem Ideal, an dem wir emporranken können zur höchsten Höhe, zum Himmel; aber ein Ideal, das uns nahe erreichbar ist. Wohl ist Christus das Idealbild des Christen; doch lebt in ihm Gottes Majestät. In Maria aber finden wir diesen Abstand nicht; in ihr sehen wir Christi Tugenden in einem neuen Lichte: in möglichster Vollkommenheit erfaßt und geübt von dem lieblichsten unter den Menschenkindern. Maria ist Mensch, ganz Mensch, nur Mensch, ein Erdengebilde, aber durchklärt von Gottes unermeßlicher Hoheit und Milde. Wer kann es schauen und wieder schauen und verehrend es betrachten, ohne erhoben, geläutert, veredelt, geheiligt zu werden? Deshalb hat die Kirche wohl gerade den Maimonat zur Verehrung der Königin unter den Heiligen gewählt, auf daß wir im schönen Monat Mai nach dem Bilde der hehren Maienkönigin selber schöner und heiliger würden an der Seele. Und wer von uns will fehlen dabei? Jeder soll mit der Kirche in diesem Monat jubeln und flehen: Gruß Dir, Mutter, unversehrt, blütenreiche Maid, Sternbekränzte Königin der Barmherzigkeit! Reiner als die Engel sind auf der Himmelsau, Stehst zu Königs Rechten Du, göldgeschmückte Frau. Du. d Gnaden Mutter mild, armer Sünder Hort, Führe, lichter Meeresstern, uns zum sichern Port! S. (abcd die vier Farben; A Aß; K König; D Dame, Ober; Bube, Wenzel, Unter;— V Vorhand, M H Hinterhand— die drei Spieler.) Hinterhand behält auf folgende Karten Mittelhand, 9.9 das Spiel. Er wendet b7, spielt b und findet noch a7. Das Spiel wird mit 61 Augen gewonnen, obwohl keine 10 blank sitzt. Wie saßen die Karten und wie ging das Spiel? Leiterrätsel. AAABDDDEEEEEEFIIIMN NNNNNRRSSUU Vorstehende Buchstaben sollen in die nebenstehende Leiter derart eingetragen werden, daß in den Sprossen Worte entstehen, welche bedeuten: 1. italienische Stadt, 2. Tageszeit, 3. deutsche Telefunken=Station, 4. deutsche Fabrikstadt. Die Längsbalken benennen dann einen feindlichen Staat und dessen Herrsch r. Scharade. Die erste bietet uns auf ihr In reicher Fülle Gaben, Die zu des Leibes Notdurft stets Die Menschen nötig haben. Die zweite ist ein Prädikat Für männliche Personen, Denen Reichtum oder Rang Und Bildung innewohnen. Das Ganze führet unser Heer In diesem heißen Kriege, Und führet es, so Gott es will, Am Ende auch zum Siege. Besuchokarten= Rätsel. Was ist der Herr? Worträtsel. Wenn einem alten Heidengott Den Kopf abschneidet man, So wird zum delikaten Fisch Im Handumdrehn er dann. Auflösung der Rätsel in nächster Nummer. Auflösung der Ritsel aus voriger Nummer. Domino=Aufgabe: C hatte anfangs: 6=2, 5=3, 5=2, 3=3, 3=2, 2=2. B kaufte in der zweiten Runde: 5=5, 4=1. C kaufte in der ersten Runde: 6=6, t=5, 5=0. Der Gang der Partie war: I. A 4=6, B 6=), C 0=5; II. A 5=4, B 4=1, C 1=3; III. A 3=4, B 4=0, C 0=2; IV. A 2=4, B 4=4(= 66). Homonym: Der Weise, die Weise.— Rätsel: Attila Rätselhafte Inschrift:„Geh, Sepp, pump mir an Tabak.“— „Husten wer' i Dir was, vastehst mi?" Nachdruck aus dem Inhalte dieses Blattes verboten.— Redigiert unter Verantwortlichkeit des Herausgebers. Herausgeber und Drucker: Chr. Münstermann in Gelsenkirchen. 3 )