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Telegramm des A.= und S.=R. Paderborn an den A.- und genug n Hinottesten ide ihr ir sehr unvorSchöngeslicht Herlinde lieber. n Frau wenigen en Veriit groen. Nanbesuche olge ein ch darirg eine grüßten as reizar Gräganzen wurde schwer, stokratie ng nach den oft hinüber. r Herztschlichrg, sehr Art des nd die mnen sie e junge konnte ch selbst es ihn, erwecken uer vor machte, es junerlindes en ging her aufn Spürimmer säen. t Jostas taa kam Die Dieu lassen. daß sie te. Und )l Josta te, oder n hatte. ch Porgten das. ufgerichille und Schritte die Tür, Gräfin jsblauen ren weivon den teres an ts Seite, ustrierte Gratis-Beilage zum„Allgemeinen Anzeiger für Brakel“ und zur„Beverunger Zeitung“. Verlag von Emil Ruthe in Brakel. Nr. 46. 1918. Gottes Stimme. Erzählung von H. von Remagen. (Schluß.)(Nachdruck verboten.) Tas hast Du denn?“ fragte Valentin besorgt, als er die Blässe in seines Bruders Gesicht gewahrt.„Ist Dir nicht wohl, Anton?“ „Auf den Baum wolltest Du Dich wagen?“ „Wagen? Was gibt es da viel zu wagen! Wenn Du glaubst, daß er hält, dann bleibt nichts anderes übrig.“ Anton trat ebenfalls an den Baum heran und drückte kräftig gegen den Stamm— er schwankte nicht. „Er wird halten,“ sagte er mit dumpfer Stimme. Valentin hatte an dem oberen Ende des Seiles einen Knoten geschürzt, schlang die Leine um den Arm und kletterte gewandt an der rissigen Borke empor. Anton stand unten wie in Stein verwandelt— sein Atem stockte. „Wenn der Baum fiel, jetzt— der Nebenbuhler träte dir nie mehr entgegen, der Baum würde ihn zermalmen. Was zauderst du? Vorwärts! Ein Stoß— und alles ist vorbei! Anna wird dein!“ so sprach in ihm der Versucher. Wie gebannt haftete sein Blick in der Höhe. Valentin schlang das Seil um den Ast.„Jetzt!“ flüsterte die Stimme wieder dringlicher.„Kein Auge sieht's— ein Unglück hat ihn betroffen; wird es heißen! Die Mutter wird's verschmerzen!“ Antons Auge glühte, er hob die Axt zum Schlage. Da schallte wieder ein Schuß in der Nähe und gleich auch pirschendes Hundegebell. Donnernd drang das Echo durch den Schönwald, und schlaff sank Antons Hand hernieder, kalter Schweiß trat auf die bleiche Stirn. Schaudernd fuhr er mit der Hand über die Augen. Was war es denn, das den Bann gelöst hatte, die schon zum Morde erhobene Hand wieder senkte? Angst? Nein— Anton hätte nicht gezittert, wenn der Blitzstrahl vor ihm niedergefahren wäre, aber das Echo, der Donner des Schusses weckte in seinem Geiste ein Bild aus früheren, aus goldenen Kindheitstagen. Die Mutter hatte den kleinen Bruder auf dem Schoße, während er selber an sie geschmiegt dastand und der Guten lauschte, die den Söhnen erzählte von dem Vater dort oben, und wie der rollende Donner Gottes Stimme sei, wie er dann warnend und mahnend zu den Menschen rede.„Und dereinst wird er auch so erscheinen im Prinz Friedrich Karl von Hessen erwählter König von Finnland. Hofphotograph T. H. Voigt, Frankfurt a. M. Donner und Blitz auf den Wolken,“ hatte die Kronenwirtin gesagt. Ja, Anton hatte Gottes Stimme vernommen zu rechter Zeit. Valentin stieg jetzt herab, und bald lag der mächtige Baumriese gefällt auf dem Waldboden. Die Brüder traten den Heimweg an. Der Sturm war in beständigem Wachsen begriffen; die ersten eisigen Graupen jagten durch die kahlen Buchenwipfel und heulend fuhr der Wind durch die Nadeldächer der Föhren und die braunen Blätterbüschel der Eichen. „Jetzt wollen wir aber den Fahrweg nehmen,“ sagte Anton. „Aber warum denn, der Ziegenpfad ist ja viel näher,“ entgegnete erstaunt Valentin, den es trieb, nach Hause zu kommen. „Nein, komm zurück! Bei dem Wind und dem Schnee. Der Pfad ist gefährlich.“ „Ach, geh doch,“ lachte der Bruder, „seit wann fürchtest Du Dich denn? Wo gibt es für uns Gefahr? Komm nur. wir sparen eine gute halbe Stunde.“ Anton gab nach: er folgte dem voranschreitenden Bruder den Ziegenpfad hinab. Die Gewalt des Sturmes hatte sich verdoppelt, die Graupen und Flocken trieben in wirbelndem Tanze umher und bald war der ganze Wald, das ganze Gebirge in einen dichten Schleier gehüllt. Anton hatte nur zu sehr recht gehabt: der Pfad war im Absteigen jetzt sehr gefährlich. Sie mußten sich mehr und mehr auf das Gefühl verlassen, denn der dicht fallende, ihnen ins Gesicht wirbelnde Schnee gestattete kaum die Augen zu öffnen. „Valentin, laß uns umkehren!“ warnte Anton mit bebender Stimme, als sie an die Schlucht kamen. „Ja, ich hätte Dir folgen sollen,“ rief dieser,„es ist werklich ein böser Weg; doch nun haben wir schon die Hälfte hinter uns. Jetzt lohnt es sich nicht mehr umzukehren.“ * Laut heute der Sturm in dem Felsenloche; er brach sich im Wirbel an der Wand zur Rechten des Pfades, um dann in jäher Wucht in die Tiefe zu fahren. Kaum noch vermochten die Wanderer ihm zu widerstehen. Mit der einen Hand hielten sie sich an dem wenigen Gesträuch, das in dem Schiefer eingewurzelt haftete, während die Linke die Axt an Stelle des Bergstockes gebrauchte. 1 dem Wortlaut der grausamen Waffenstillstandsbedingungen können die Vielverbandsländer die Deutschen in das schlimmste Verderben treiben. Die verlangte Abgabe des für uns unentbehrlichen Eisenbahnmaterials legt den für die Ernährung des seit vier Jahren hungernden Volkes nötigen Verkehr nieder. Lebensmittel für feindliche Besatzungstrupdie Ernährung schleunigst organisiert worden. In Bremen und Hamburg ist man besorgt vor einer UeberUeberschwemmung durch das Militär. Deshalb sind alle Maßnahmen getroffen zu einer sofortigen Weiterleitung der ankommenden Soldaten. seien Soldatenräte gebildet worden, die mit den deutschen Soldatenräten in Verbindung getreten seien. Bei diesen Ausritten waren die beiden Gatten auch am vertrautesten miteinander. Josta konnte dabei lachen und scherzen, wie an jenem Tage, da Rainer in Waldow ihren Lehrmeister beim Reiten gemacht hatte. Gräfin Gerlinde waren diese langen Ritte des 2 C Stoß folgte auf Stoß, doch glücklich gelangten sie an das Ende der gefährlichen Strecke. Da plötzlich glitt Valentin mit dem Fuße aus; er stürzte nieder, und mit wildem Aufschrei glitt er der grausigen Tiefe zu. Mit der Kraft der Verzweiflung bohrten sich seine Finger in die Ritzen des Steines, und in Todesangst griff die Hand nach einem schwankenden Birkenstämmlein— dem letzten Halt. Doch schnell wie der Blitz war Anton dem Sinkenden nachgesprungen. Den Fuß stemmte er gegen eine vorspringende Kante. Mit nerviger Faust packte er den Schwebenden an der Brust, und mit fast übermenschlicher Kraft schleuderte er ihn nach aufwärts, sich selbst mit gewaltigem Satze nachschwingend. Der Bruder war gerettet, Anton aber lag bleich und wie leblos da— er war im Falle mit dem Hinterkopfe auf einen scharfen Stein aufgeschlagen. Aus einer breiten Wunde rieselte purpurrot das Blut in die weiße Schneedecke. Ein Augenblick verging, ehe Valentin das Geschehene begriff. Ja, er war gerettet, und der Bruder, der treue Bruder da, hatte ihn vor dem grausigen Verderben bewahrt. „Anton!“ rief er, „Anton!“ Keine Antwort erfolgte. Er hob sich empor. Nun erst sah er die Wunde, das Blut, das bleiche Gesicht. Laut gellte sein Hilferuf durch den Sturm und Schnee. Vergebens! Keine Seele weit und breit. Sturm. War er tot? Zitternd öffnete Valentin die Joppe und legte die Hand auf das Herz des Verunglückten— es schien still zu stehen. Er rieb die Stirne mit Schnee, legte den Kopf des Bruders auf seine Knie, spähte, lauschte, und endlich, endlich bebten die bleichen Lippen und ein tiefer Seufzer zitterte hervor. „Er lebt!“ jubelte Valentin.„Anton, Bruder, lieber, guter Bruder!“ Anton erwachte aus seiner tiefen Ohnmacht. Das Auge öffnete sich und haftete mit einem Ausdruck inniger Liebe und Freude auf dem Bruder. Dann aber lagerte es über dem bleichen Gesichte wie tiefer Seelenschmerz und heiße, brennende Reue. Matt hob er die Rechte und drückte leise die Hand Valentins:„Verzeihe, Bruder, verzeihe!“ „Anton!“ schrie Valentin entsetzt, als er in das verzerrte Gesicht schaute. „Ich habe schwer gefehlt, nicht mit Taten, aber mit bösen Gedanken. Richte Du.“ Und er erzählte von seiner Liebe und seinem Haß, und seiner großen, schweren Schuld. Es war eine Mannesbeichte. Als er geendet, da fühlte er zwei Arme um seine Schultern und eine tränenerstickte Stimme rief:„Anton, mein armer Bruder!“ Dann verließ ihn wieder die Besinnung. Unter den Bemühungen Valentins erwachte er endlich wieder. Die Kopfwunde blutete nicht mehr, doch die Füße waren noch zu schwach, ihn zu tragen. Da hob Valentin den Bruder mit starken Armen auf und trug ihn die noch übrige kurze Strecke des Weges in das Tal hinab. „Heh! Was ist das?“ rief da eine starke Stimme.„Bei Gott, Du Valentin und der Anton! Was ist denn geschehen?“ Es war der Förster, der von der Jagd heimkehrte; er trug einen erlegten Fuchs. Bald war erzählt, was sich zugetragen hatte. Gin deutsches Kriegerdenkmal für zehn verunglückte Landsturmmänner. Von Prof. Hugo Eberhardt in Offenbach a. M. Sie waren allein in dem heulenden „Aber Leute, wo hattet Ihr denn auch Euren Kopf?“ rief der Förster.„Bei diesem Wetter über den Ziegenpfad zu gehen!“ „Ich bin daran schuld,“ sagte Valentin,„meinem Drängen gab Anton nach. Hätte ich ihm gehorcht, wäre es nicht geschehen.“ Heftig drückte Anton die Hand des Bruders.„Danken wir dem Himmel, daß es geschehen ist,“ flüsterte er leise. Der Förster unterstützte Valentin, und so kamen sie nach Hause. Friede und Liebe waren wieder in die„Krone“ eingezogen. Anton freute sich neidlos am Glücke des Bruders— sein Herz hatte entsagt. Doch noch oft mußte er an jenen dunklen Augenblick denken, wo er im Begriff war, ein Brudermörder zu werden, und immer ergriff ihn ein leiser Schauer, wenn er einen Schuß falles hörte. Die Kronenwirtin hat nie erfahren, was an jenem Wintertage in den Bergen zwischen den Brüdern vorgegangen ist. Wider Willen. (Schluß.) Skizze von Emil Frank. igentlich kam er auf diese Weise dem Gute seines Schwagers bedenklich nahe, und es wäre dumm, wenn man ihn sehen würde! Aber er konnte ja vorsichtig sein, und übrigens war er durch nichts verpflichtet, Ludwig zu besuchen. Mit solchen Gedanken wanderte der Kaufmann weiter. Aber er lugte doch bei jeder Wegbiegung vorsichtig aus, Vermischtes. ** Massenmord. In Kefermarkt bei Freistadt wurden von einer auf einem Gute lebenden achtköpfigen Familie sieben Mitglieder ermordet. Von den Mördern, denen größere Geldbeträge in die Hände fielen, fehlt jede Spur. ** Verurteilte Plünderer. Am Dienstag nachmittag gegen zwei Uhr hielt vor dem Landhause des Beverungen, 14. Novbr. Heute Mittag 12¼ Uhr fand nach vorausgegangener Bekanntmachung durch die Schelle auf dem geräumigen Kellerplatze eine große Volksversammlung statt, zu der sich mehrere hundert Menschen eingefunden hatten. Das Stadtoberhaupt Herr Bürgermeister Kintzen wies mit kurzen Worten auf die neuen Zeitverhältnisse hin, betonte, daß wir uns auf den Boden Der Generalfeldmarschall trägt Waffe, ebenso die Offiziere und Soldaten des Großen Hauptquartiers, wenn sie ihn begleiten. Für den Arbeiter= und Soldatenrat. Für den Magistrat Grzesinski. Koch. Telegramm des A.= und S.=R. Paderborn an den A.- und C ob er nicht etwa jemanden von Stückmanns Leuten erblickte. Erleichtert atmete er auf, als seiner Meinung nach die größte Gefahr vorüber war. Bisher war er ziemlich rasch ausgeschritten. Nun aber brauchte er sich nicht mehr so zu beeilen. Plötzlich sah er eine junge Dame, die in offensichtlicher Verlegenheit an einer Wegkreuzung stand. Wie ein Blitz der Erkenntnis zuckte es durch Wermelings Kopf. Das muß der erwartete Besuch meiner Schwester sein! Hier ist jedenfalls Vorsicht der beste Teil der Tapferkeit und ich drücke mich lieber seitwärts in die Büsche. Doch zur Ausführung seines Vorhabens war es bereits zu spät. Die junge Dame hatte ihn bereits erblickt und ging zögernd auf ihn zu. Da wäre es ihm feige erschienen, vor ihr das Hasenpanier zu ergreifen. Daß sie sich verlaufen hatte, war wohl ganz selbstverständlich und sie würde ihn nach dem Weg fragen. Er zog höflich grüßend den Hut, und er sah, wie eine Blutwelle sich in ihr schönes Gesicht ergoß. Und nun erkannte er sie auch: das war ja seine Tischdame, Fräulein Merten! Und die wollte seine Schwester besuchen? Warum in aller Welt hatte ihm Ludwig nichts davon geschrieben! Dann wäre dieses ganze Versteckenspielen überflüssig gewesen. „Ich kann mir schon denken, was Sie in Verlegenheit versetzt hat: Sie können sich auf den verschlungenen Heidepfaden nicht zurecht finden. Ist es nicht so, mein Fräulein?“ fragte er liebenswürdig. „Leider, Herr Wermeling! Meine Freundin hatte mich so dringend eingeladen, und ich hatte auch mein Kommen fest zugesagt. Doch versäumte ich in Münster den Anschluß, und als ich hier auf dem Bahnhof ankam, war weder ein Wagen noch sonst etwas zu sehen. Nun unternahm ich auf gut Glück das Wagnis, mich in der unbekannten Gegend zurechtzufinden. Doch seit einer halben Stunde irre ich hier umher, und kein Mensch ließ sich blicken, der mich hätte zurechtweisen können. So erscheinen Sie mir als Retter in der Not, und ich darf gewiß Ihre Güte in Anspruch nehmen, zumal Sie wohl auch denselben Weg haben.“ Hubert Wermeling wurde plötzlich rot. Er konnte doch dem lieben Mädel nicht sagen, daß er eigentlich die Absicht gehabt hatte, dem Gute seines Schwagers in möglichst großem Bogen aus dem Wege zu gehen. Und dazu kam noch der blödsinnige Auftrag Koners! Natürlich mußte er erst die junge Dame zu ihrem Reiseziel geleiten. Und dann würde er seinem Schwager kräftig die Leviten lesen, daß er gegen Fräulein Merten so rücksichtslos gehandelt hatte. Konnte der Wagen nicht auf sie warten? Vereint legten sie den Weg zurück. Und je länger Wermeling mit seiner bildhübschen Begleiterin plauderte, desto besser gefiel sie ihm. Sie gab sich so natürlich fröhlich, wußte auch dem Unangenehmen dieser Wanderung eine gute Seite abzugewinnen, daß der ehescheue Junggselle sich einmal ums andere sagte, sie würde wohl auch eine gute Begleiterin fürs Leben abgeben. Könnte er nur herausbringen, ob ihr Herz noch frei war! Aber er durfte sie doch nicht danach fragen! Trotz dieser Einsicht brachte er doch das Gespräch aufs Heiraten, und er ließ ganz vorsichtig einfließen, daß sie jedenfalls die längste Zeit einsam durchs Leben gewandert wäre. Grete Merten wurde wieder rot. Doch ein Schelmenlächeln umhuschte ihre Lippen und sie meinte:„Was haben Sie doch. Herr Wermeling, daß Sie mich mit Gewalt verheiraten wollen? Ich denke ja gar nicht daran, mich zu rerändern.“ Na. das war ja deutlich. Aber sie schien ihm doch sein Aushorchen nicht sonderlich übel genommen zu haben. Wenigstens war sie frisch und fröhlich wie vorher, und Huberi Wermeling erkannte freudig an, daß sie nicht empfindlich veranlagt sein müsse. Ueberhaupt war sie ein so lustiger WegUnterstaatssekretär Dr. Frhr. von Coels van d. Brügghen, der neue Reichskommissar für Wohnungswesen. genoß, daß er in immer fröhlichere Stimmung geriet. Schon näherten sie sich dem Gute Stückmanns. Da kam ihnen Schulte Trabert entgegen. Sogleich fiel Wermeling sein Auftrag ein. Der Schulte war ja ein zuverlässiger Mann und konnte die Brieftasche wohl selbst überbringen. Trabert meinte gelassen:„Na, da hat Ihnen Koner wieder schön etwas aufgebunden! Er war überhaupt nicht bei mir!“ Hubert Wermeling schüttelte den Kopf. Aber er war gar nicht ärgerlich, daß ihn der Spaßvogel zu diesem Gang veranlaßt hatte. Wäre er sonst mit Fräulein Merten zusammengekommen? Und dieses gemeinsame Wandern hatte ihm über die Maßen gut gefallen. Der Gedanke, in ihrer Gesellschaft auch den Rest des Tages verbringen zu müssen, hatte für ihn durchaus nichts Abschreckendes! Schwester und Schwager machten erst erstaunte Gesichter, als sie die beiden ankommen sahen. Ludwig entschuldigte sich wegen der Tölpelei seines Kutschers, der einfach nach Hause gefahren war, als der erwartete Gast sich nicht blicken ließ. Dann wandte er sich an Hubert:„Ich dachte, Du wärest verhindert? Na, um so besser, daß Du Dich frei machen konntest. Jetzt soll es gemütlich werden!“ Und das wurde es in der Tat. Wermeling konnte sich nicht erinnern, jemals so vergnügt gewesen zu sein. Und als er am späten Abend heimkehrte, hatte er versprochen, so bald als möglich wieder zu kommen, da ja das Fräulein für einige Zeit bei seinen Angehörigen blieb. Es kam, wie es nach dieser unfreiwilligen Einleitung doch kommen mußte: Hub. Wermeling fühlte sich zu Grete immer stärker hingezogen, und als sie davon sprach, bald abreisen zu müssen, da gab es ihm einen Stich durch sein verknöchertes Junggesellenherz. Ein kurzer Kampf entbrannte in seiner Brust. Wäre Jer nicht ein Esel, wenn er um seiner Schrullen willen auf ein Glück verzichtete, das ihm hier winkte? Denn es wollte ihm scheinen, als ob auch Grete ihm gewogen sei. Darüber verschaffte er sich leicht Gewißheit. Er fragte sie einfach, ob sie ihn leiden möge und sich entschließen könne, seine Frau zu werden. Grete nickte ihm lächelnd zu. Da zog er sie an sich und führte sein Lieb im Triumph den Angehörigen zu. Ludwig Stückmann lachte schallend, als er die beiden ankommen sah. Aber er war doch so taktvoll, weder von der Wette noch von allerhand klugen Anschlägen ein Wort verlauten zu lassen, die er auf des Schwagers Freiheit verübt hatte. Die Hauptsache war, daß Hubert trotz seines anfänglichen Sträubens ein glücklicher Bräutigam war und ein noch glücklicherer Ehemann zu werden versprach. Wermeling aber konnte nicht umhin die Geschichte der verlorenen Wette zum besten zu geben. Strahlend wandte er sich an seine Braut:„Noch nie in meinem Leben hat mir eine verlorene Wette so große Freude gemacht, und noch heute Abend soll der Sekt in unseren Kelchen verlen. Wir trinken ja auf unser Glück!“ Zar Boris von Bulgarien der älteste Sohn des Zaren Ferdinand, geb. am 30. Januar 1894 zu Sofia. ie laut pocht der Tag Mariä Opferung an die Herzen der Eltern, denen Gott Kinder anvertraute!„Weihet sie Gott, dem Herrn!“ Anna und Joachim eilen zum Hause des Herrn. Ein schwerer Gang für sie, menschlich gesprochen; denn die, welche die Leuchte ihres Hauses war, Maria, von Gott erfleht in heißem Beten. das beste Kind, das Eltern je ihr eigen genannt, soll nun nicht mehr bei ihnen sein: Gott will es für sich haben in seinem Hause. Aber ihr Kind ist ja Gottes Ge dem Wortlaut der grausamen Waffenstillstandsbedingungen können die Vielverbandsländer die Deutschen in das schlimmste Verderben treiben. Die verlangte Abgabe des für uns unentbehrlichen Eisenbahnmaterials legt den für die Ernährung des seit vier Jahren hungernden Volkes nötigen Verkehr nieder. Lebensmittel für feindliche Besatzungstrupdie Ernährung schleunigst organisiert worden. Bremen und Hamburg ist man besorgt vor einer UeberUeberschwemmung durch das Militär. Deshalb sind alle Maßnahmen getroffen zu einer sofortigen Weiterleitung der ankommenden Soldaten. seien Soldatenräte gebildet worden, die mit den deutschen Soldatenräten in Verbindung getreten seien. schenk und Gottes Eigentum, warum also zögern, wenn Gott es wieder für sich verlangt? Und so stehen denn die beiden Eltern voll heiliger Gottesfurcht an den Stufen des Heiligtumes, ihr Liebstes Gott zu opfern. Fromme Maler stellen das Kind dar, wie es die hohen Stufen des Tempels hinansteigt, geschmückt wie ein junges Bräutchen: auf dem Haupte einen Kranz von Rosen, in der Hand eine Opferkerze, das Antlitz verklärt voll Freude und Sehnsucht zum Hause des Herrn. Ueberdenket, ihr Eltern, einmal recht tief diese Predigt unseres Festtages, und dann antwortet mir: Gott gab dir Kinder— was hast du mit ihnen vor? Planlos die Kinder heranwachsen lassen, sie nur auffüttern fürs Leben, ist christlicher Eltern unwürdig. Also, was soll aus ihnen werden? „Tüchtige Menschen. Sie sollen eine gute Ausbildung empfangen in der Schule.“ Und dann? „Sie sollen bei dem besten Meister in die Lehre gehen.“ Und dann? „Sie sollen, so weit an mir liegt, später glückliche Menschen sein.“ Und dann? „Ja, dann werden sie auch alt und werden sterben müssen wie wir alle.“ Und dann? Sieh dann kommt erst noch das Wichtigste: Gott und seine Ewigkeit. Und dann wird dieser Gott nachforschen, wie dein Kind unter deiner Leitung und später nach deiner Belehrung gelebt, ob es ihm gedient und seine Gebote erfüllt. Und dann wird das Urteil gesprochen, unabänderlich für immer, das Urteil über deines Kindes Geschick in der Ewigkeit, und selbst dein Ewigkeitslos wird davon beeinflußt. Ist aber Gott und dieses Gottes=Urteil das Letzte und Wichtigste im Leben des Kindes, warum dann nicht gleich von den ersten Kindestagen an dein Kindlein hinführen zu Gott? Gottgeweiht! soll stehen über der Wiege des Kindes. Gottgeweiht! sollst du sagen, wenn es vom Taufbrunnen heimkommt. Gottgeweiht! wenn es heranwächst. Gottgeweibt! sollst du dem Kinde zurufen bei deinen Ermahnungen, Warnungen, bei den Tempelgängen, die du mit ihm machst. Gottgeweiht! sei dein letztes Wort, das du an dein Kind auf Erden richten kannst.— Gottgeweiht! Fasse dieses Wort aber auch in seiner engsten Bedeutung: wie wäre es. wenn eins deiner Kinder sich in besonderer Weise Gott weihen wollte als Priester oder Ordensmann oder Ordensfran? Würdest du da auch handeln, wie ich schon von so manchen Eltern vernommen, die sich sträuben gegen einen solchen Entschluß des Kindes? Oder wirst du nicht vielmehr aufjubeln im Herzen, wenn du bei Sohn oder Tochter einen ausgesprochenen Beruf zum Priester= oder Ordensstand entdechst? Müchtest du da nicht manch inniges Vaterunser im stillen Herzenskämmerlein beten. Gott. der Lenker der Herzen. möge diesen heiligen Beruf in deinem Kinde fördern und machsen und zur Warklichkeit werden lassen? Ist es denn nicht das größte Glück. Vater. Mutter eines Priesters, einer Ordensschwester zu sein? Ihr beiligen Eltern Joachim und Anna! Erflebt allen Eltern icnes heilige Verlangen, alle ihre Kinder Gott zu weiben, ihnen zur Ehre, den Kindern zum Glücke hier und bei Gott! S. Zu unsern Bildern. Ein deutsches Kriegerdenkmal für zehn verunglückte Landsturmmänner. Auf dem Friedhof zu Offenbach liegen zehn brave Landsturmmänner begraben, die in treuer Pflichterfüllung bei heimatlicher Kriegsarbeit ihrem Berufe zum Opfer gesallen sind, denen der bekannte Architekt Prof. Eberhardt ein vorbildliches Denkmal geschaffen hat. Es galt, die zehn Grabstätten in einem Grabmal mit Denkmalscharakter derart zusammenzufassen, daß die Einzelgräber als solche dennoch erkennbar waren. Die Aufgabe wurde gelöst durch eine gesimsgekrönte Pfeilerumfriedigung aus Muschelkalk, rechts und links je eine rasenbedeckte Gräberreihe mit fünf Gräbern, geteilt durch einen Plattengang, auf dessen Mitte sich eine mit Adlern geschmückte monumentale Steinvase erhebt. Die Pfeiler sind gekrönt durch reiche Kapitelle mit Männer= und Frauenköpfen, darstellend Mut, Beharrlichkeit, Trauer und Schmerz. Der gewöhnliche Baumwoll= oder Kapokbaum gehört zu den Riesen unter den Urwaldbäumen der Tropen. Wegen des käseartigen Geruches seiner Blüten wird er von den Franzosen Käsebaum(Fromager) genannt. In seinen Samenkapseln ist eine baumwollähnliche Watte, die aber nicht an den Samenkörnern haftet, sondern an der Innenseite der Kapseln und deren Scheidewänden. Sie wird nicht gesponnen; man füllt damit Polster und Kissen. Aus Deutsch=Ostafrika, Togo und Kamerun wird gutes Kapok ausgeführt. Dieser Baum ist also nicht mit der echten Baumwollpflanze(Gossypium), die zur Familie der Malven gehört und auch baumartig auftreten kann, zu verwechseln. Ihre Wolle wird gesponnen und gewoben, nachdem sie in besonderen Maschinen— Egrenieroder Entkernungsmaschinen— vom anhaftenden Samen gereinigt worden. In große Ballen gepreßt, wandert die Rohbaumwolle in tausende von Spinn= und Webefabriken, worin mehr als 100 Millionen Spindeln mit Dampfkraft arbeiten. Für Nähmaschinen benutzt man nur das glatte und gleichmäßige Garn aus Baumwolle. Die Gewebe kommen weiß oder bunt auf den Markt. Nichts anderes als Rohbaumwolle ist unsere Watte, die zum Wattieren von Kleidungsstücken, oder— mit desinfizierenden Substanzen versehen— als Verbandwatte verwandt wird. Aus den Samen preßt man Oel; die Rückstände geben Oelkuchen oder Oelkuchenmehl. Je mehr Baumwolle uns unsere eigenen Kolonien liefern könnten, desto unabhängiger würden wir vom Auslande sein. J. B. CEEEEEEGGHHIIKL LLLMNNNNNNOOOO RRTTTTUUWW Obenstehende Buchstaben sind so in der nebenstehenden Figur einzutragen, daß in den wagerechten wie in den senkrechten Reihen Worte entstehen, welche bedeuten: 1. russischen Heerführer, 2. Mehlspeise, 3. kaufmännisches Schriftstück. Auflösung der Rätsel in nächster Nummer. Auflösung der Rätsel aus voriger Nummer: Tiamanträtsel: V EOS WAGEN POLENTA VOGELHAUS FECHTER AMATI BUR 3 Doppelworträtsel:„Perleberg“. Vixierbild: Bild auf den Kapf stellen; an der linken Seite erblickt man dann die Gesuchte. Nachdruck aus dem Inhalte dieses Blattes verboten.— Redigiert unter Verantwortlichkeit des Herausgebers. Herausgeber und Drucker: Chr. Münstermann in Gelsenkirchen. 2