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Bis zum Jahre 1812 erhielten die ehemaligen Stiftsdamen die Naturaleinkünfte wie vor der Aufhebung des Stiftes. Von 1812 ab sollten sie Pensionen in Geld bekommen. Von dieser Zeit ab sollten auch die bisherigen Besitzer der dem Stifte eigenen Bauernhöfe ihre Abgaben nicht mehr in Naturalien sondern in Geld abführen. Zu diesem Zweck war es nötig, daß die Domänenkammer die Preise der Gegenstände feststellte. Die Ortsbehörden, in unserm Falle der Mäire Böing zu Hohenlimburg, wurden aufgefordert, über die ortsüblichen Preise zu berichten. Die in Tabelle 1 aufgeführten Angaben stammen aus diesen Erhebungen. Als nach den Franzosenkriegen die Grafschaft Limburg preußisch wurde, ist trotz der verschiedenen Anträge das Stift Elsey nicht wiederhergestellt, das Vermögen vlieb unter der Verwaltung der Domänenkammer bis auf jene Teile, die der Kirche Elsey zugesprochen wurden.(Vergl. hierzu Heimatbeilage des„Gemeinnützigen", Dezemberausgabe 1937: Vom Hof Oberköppern in Reh.) Die unter der Franzosenherrschaft begonnene Ablösung wurde unter preußischer Herrschaft fortgesetzt und die von den Höfen fälligen Abgaben wurden in Geld umgerechnet. Aus den damals angestellten Erhebungen stammen unsere Tabellen 2 und 3.— Diese Tabellen sind insofern sehr interessant, als sie neben den damaligen Preisen auch eine Uebersicht über die ehemals vorkommenden Naturalpächten gehen. Tabelle 2 veranschaulicht uns weiter noch das Ansteigen der Getreidepreise in den Hungerjahren 1816/17. Die eigentliche Ablösung der Gefälle zögerte sich noch mehrere Jahrzehnte hin. Besondere Fortschritte machten die Verhandlungen 1833 und 1845. Aus diesem letzten Jahre stammt noch eine Erhebung über kleinere Abgaben, die von diesem oder jenem Gut gemacht werden mußten. In den Gemeinden Elsey, Letmathe und Oestrich wurden durch das Amt Hohenlimburg die Preise für jene kleinen Nebenabgaben festgestellt in Gemeindeversammlungen.— Wir sehen von der Angabe der einzelnen Preise zumeist ab und geben die Liste über die Gefälle wieder, wie sie vom Landrat zu Iserlohn aufgestellt wurde. Diese enthält 73 verschiedene Naturalabgaben, die in verschiedenen Orten üblich waren. —" 1 8187 *„*„* *" g 1" 2 S 6•269 81 11 8 List 9 08 8 —* 888 " g""— 1 9 1 *—***— 1#u* —**— gk sc 1 **"**— N i 2 1 c —"—"— 191 00 *—„„*— u u n g *—" 01"— fupc * D 6381 —* 7 12" 1 * 0" v I"— *—* Z* " 6" OT" 1 1381 —" 9" 2 9* 62„—*** 61„„ —* 01"-* 6" 1I* am 3.1 g 112 v 1c 8..16m 3 zi 2 9181 9181 W M r M e Jcte 01 08 O Zt # " ob" 9 11 0e 12 0 1181 Soit gunch Uanhicock M P W Wgnn cte M “ c t 2 112 06 12 01 8181 a ih t Mn 9 W A M Wt u iitutnn 1c hec aauin 1 unchpig Se pc uu Wcn u lun he iigun ane uug us M u uhu uhpa W“ u Sushscn„Wv gun v#l . ucuhgn zur — W Bunu Si n Wiun un uue Se i uht We Wu un Tus Mn cuuh e lnv J0 sun fuut 1 Wizuudn W Wewsin ub uunr W M W e Wen gne Wn W W u gun uer t ic si Su u t Wi Mn Gi Wsuh ud Wi Mntuge ui sunt Sieiii p Wi eo Munun nu Miu Wcug 10 u i i M e Wheun u ur i Wcee uin i s tu h W uui d#iom M M uisig Hou ss ug g i a Leingun W i M52 inc uunh Whiche shzne An Wstte i Wsua uu zzml Gpau Juu d sa(onv u n— uui dogic W ii Wo Mcitg N W W holns sppang W c W ind gun dobbzug suck, ung Ur c iu uhu Wiscut in s u e aitte i Su i 1o0 ucht zum gun Gusag spilohs ss dic uduuoar Wu c uhnhcset spc llos. unvisuegog zondu lnd dgunm Spuitd uspiazuc W n # Bu##ub un ipnv unu gun 110 — u M S Sui e 1g ohnzun aui W 1c Mun M e n gu Gu g Whemhung usiilghu gun duhog W M n M i uenu M nn Mnuu u sn til Whg sbuniceie g u uen i n u ut W M n usckani ri gun-uun h Mn up M i e Sn S u c Wn u Mu Sucic Mht Nt g Spuvii il zzundsunheilug M u h M S n amn uung S uui Nmt nt i uze se gum M l ulgu#e nobung i t M iu W M W Sin enig Wuhage nv unog Wuuuchsunkuv bu1i 11 s#0— u lp Min gu hig Wphte dcc When Spissgak bunh spe aun uu sig Inv Bulu uhon uiiii pni it uuizin u Mnn hn n a Spue Wmaßss sig appvlln #10 Inv sun sog ucul zeing Buv ssbiun Ucht ur dn c W u u M in ic i M oic W cn ud uncilun un h fi Wiin WMsu e S n Mf uusgut hnh ne g ugn r ueh li s c Si ne uch „u Weg un i c Untt u dog gun u Wi u ite weiht Si M vu 13#0 2ca Lanz#pi W W Me se Wuid a it ub unn u gun M Mgk=un Wn Bucht Wc Weii M Mn Nachtragsverzeichnis. Scheffel Linsen. Sommer=Rübsamen. Bohnenstroh, pro Schof(Bund). Widenstroh. Einsenstroh. Sommer=Rübsenstroh. Ein Zentner weißer Klee, wie er gezeynlet wird. Ein Zentner Kleeheu. 1 Pfd. Kleesamen, weißen und roten. Soviel Flachs als ortsüblich in ein doppeltes Strohseil gebunden werden kann. Ein Pfd. einmal gebrakten und geschwungenen Flachs, ungehechelt. Ein Pfd. einmal gehechelter Flachs. Ein Scheffel selbst gezogener Leinsamen. Ein Pfd. gehechelter Hanf(bis zum Spinnen) zubereiteter Hanf, gereinigter Hauf, wie er z. B. in der Bürgermeisterei Plettenberg zu liefern ist. Ein Pfd. ungetrockneter Hopfen. Ein Scheffel Hopfen, wie er im Kreise Hagen zu liefern ist. Ein Viertel Hopfen, wie er im Kreise Altena zu liefern ist, gewöhnlich ein Pfund schwer. Ein Scheffel Aepfel. Ein Scheffel Birnen. Ein Scheffel Walnüsse. 100 Walnüsse. Ein Pfd. gedörrte Pflaumen. Ein vierspänniges Fuder Spellerholz, ein halbes Klafter Spellerholz— im Kreise Hamm. Ein Fuder hartes Buchenholz, ein zweispänniges, ½ Klafter. — 28. Verschiedenes Brennholz. Streu, eine einspännige Karre, gewöhnlich 1000 Pfund, eine zweispännige Karre. gewöhnlich 1500 Pfunc. 100 Eichenpflanzen, Telgen. Ein Besen. Holzkohlen. Ein Fuder oder elf Zehntel Olper Maß, ein Zehntkorb oder dreißig Scheffel— nämlich fünf Siegener Teinden, jede zu sechs Scheffel. Eine Altenuer Teinde war sechseinhalb Berliner Scheffel und gewöhnlich 150 Pfd. Gewicht. 33. Ein Pfd. Schwarzbrot(6 Pfg.).( 34. Ein Brot, Schwarzbrot von 7¼ Pfd. 35. Ein Pfd. Weißbrot(1 Gr. 4 Pfg.). 36. Ein Quart Wein. 37. Ein Pfd. Zimmet, Kanel(24 Groschen). 88. Ein Pfd. Zucker, Kandis(7 Gr. 6 Pfg.) 39. Ein Pfund Reis(2 Gr. 6 Pfg.). 40. Ein Pfd. Korinthen(5 Groschen.). 41. Ein Fohlen sogleich nach der Geburt. 42. Fohlen drei Monate alt. 43. Ein jähriges Rind. 44. Ein anderthalb jähriges Rind. 45. Ein fettes Rind, pro 100 Pfd. 46. Ein Kalb, acht Tage alt. 47. Ein Kalb von 6 Wochen. 48. und 49. Schaflämmer. 50. Ein fettes Schaf. 51. und 52. Hammel. 53. und 54. Ferkel von sechs Wochen und sechs Monaten. 55. Ein Schwein von 60 Pfd., Hofesschwein. 56. Ein Mastschwein von 150 Pfd. 57. Ein altes Huhn. 58. Ein junges Huhn. 59. Ein Hahn. 60. Ein Fastnachtshuhn. 61. Eine Ente. 62. Ein Bienenstock, ohne den Korb, welcher zurückgegeben wird. 63.— 66. das Pfd. Rindfleisch, Halber Schweinekopf, Schinken, Schweine=Rücken. 67. Ein Pfund Bauernkäse. 68. Eine Kanne Honig.(15 Gr.). 69. Eine Tonne Heringe(12 Tlr.). 70. Ein Hering(10 Pfg.) 71. Ein Pfd. Talg(4 Gr.) 72. Eine Karre Dünger. 73. Eine Molle Salz(eineinviertel Berliner Scheffel oder 150 Pfd.)(4 Tlr. 20 Gr.) Die bei einigen Waren eingesetzten Preise stammen aus den Angaben des Gemeindevortandes von Elsey. Der Oestricher Gemeindevorstand hat nicht überall die Preise eingesetzt und bemerkt, daß manches nicht in Oestrich gebräuchlich wäre. So fügt er bei, daß Hanf und Hopfen dort nicht gezogen würden und die Walnüsse nur selten seien. Die beste Zeit, ihn zu fangen, ist in den Sommermonaten. Warme Witterung und ein sehr niedriger Wasserstand sind dazu unentbehrlich. Mitten durch den Fluß wird von einem Ende zum andern an einer seichten Stelle ein Netz gespannt. Schwere, dicht aneinander gereihte eiserne daran befindliche Kugeln machen, daß es am Boden festliegt. Vermittelst Gabeln und Stangen wird es vier bis sechs Fuß über der Wasserfläche empor gehalten. Jenes verhütet, daß die Fische nicht darunter wegkriechen, dieses, daß sie es nicht überspringen. Sie versuchen beides. Oeffnungen sind in diesem Netze, worin stromaufwärts große Fischreusen befestigt werden. Abwärts werden vor dasselbe andere Netze wie Schlagwände, die die Fische herein aber nicht wieder heraus lassen, angebracht. Ist diese Vorrichtung fertig, dann gehen etwa 20 Männer ungefähr ein bis zweitausend Schritte unter verselben quer in den Fluß. Sie stehen in gleicher Entfernung und halten ein Netz, das so lang wie das vorige und so breit wie die größte Tiefe des Flusses ist. An dieses Netz sind auch oberwäts hölzerne und unterwärts eiserne Kugeln gereihet. Sie lassen es fallen und rücken, indem sie es allmählig vor sich her schieben und die Fische mir Stangen vorauftreiben, im Flusse aufwärts. Endlich, nachdem sie an tiefen Stellen manchmal bis über die Schultern durchs Wasser waten mußten, langen sie bei der Vorrichtung an. Durch verschiedene Handgriffe werden die zusammengetriebenen„Fische, worunter auch wohl Lachse, Forellen ua. sich befinden, vollends gefangen und an das Ufer gebracht. Waren viele Fische in dem Bezirke, geschah die Arbeit mit Aufmerksamkeit, blieb die Witterung günstig, dann waro die Mühe reichlich belohnet. Im Sommer 1795, als der Eisgang des letzten Winters die Schächte geöffnet hatte, wurden in einer einzigen, auf die Art in der Lenne angestellten Fischerei über siebentausend Pfund Mundfische gefangen. Sie wurden in die benachbarten Oerter verfahren, wohlfeil verkauft und teils frisch, teils eingesalzen und getrocknet, verspeist.“ Zu den weitverbreitetsten Wassertieren gehörte einst auch der Flußkrebs, der im Gebiet heute nicht mehr vorkommt. Dieser wurde in den meisten Gebieten durch die sogenannte Krebspest ausgerottet, die in den letzten sielziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in Westeuropa ihren Anfang nahm und allmählich immer weiter nach dem Osten vordrang und überall, wo sie auftrat, die Bestände restlos vernichtete. Verschont blieben nur kleinere Bäche in höheren Gebirgslagen. Die Krebspest hat ihre Ursache in einem Bazillus, der neven dem Krebs auch den Weißfisch befällt. Der Bazillus tritt dort am häufigsten auf, wo durch Fabriken in Fäulnis übergehende Stoffe ins Wasser gelangen. Die dadurch geschaffenen Infektionsherde hatten zur Folge, daß die Krankheit durch wandernde Fische und Krebse dauernd weiter verbreitet werden konnte. In den meisten Gegenden Deutschlands ist darum der Flußkrebs völlig ausgestorben. Es hat an Wiedereinführungsversuchen nicht gefehlt, die aber meist erfolglos geblieben sind. Die Veränderungen in der. heimischen Natur sind weit umfassender und tiefgreifender als man es im Rahmen eines Aufsatzes zu schildern vermag. Wenn man bereits vor eineinhalb Jahrhunderten Schutzmaßnahmen für manche Tiere ergriff, vor allen für die kleineren Singvögel, so hat das den damals schon in Erscheinung tretenden Vorgang der allmählichen Verarmung des Tierlebens in der Natur nicht aufzuhalten vermocht. Allgemein hatte man für die Schutzmaßnahmen kein Verständnis, wie es leider auch heute noch vielfach der Fall ist, daß man Naturschutz als etwas Ueverflüssiges und Nutzloses ansieht. Man vergaß und vergißt dabei, was man schon einstmals klar herausstellte, daß der Naturschutz eine wirkliche Notwendigkeit ist. Ohne den Schutz vieler Tierarten in der Natur ist eine intensive Land= und Gartenbewirtschaftung unmöglich, das hatte man einst schon erkannt, wie viel mehr sollte das uns heute selbstverständlich sein. Es könnte und müßte noch viel mehr getan werden, wie es schon geschieht, um einer weiteren Verarmung in der Natur vorzubeugen. Verantwortlicher Schriftleiter: Otto Steinberg. 7