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Jahrgang Altes Brauchtum in Hohenlimburg Nachdem Se. Königl. Majestät in Preußen pp. den Johann Heinrich Hoing zu dero PostBothen zwischen Hagen und Iserlohn in Gna den annehmen und bestellen lassen, derselbe auch darauf und mittelst abgelegten leiblichen Eydes in aller Unterthänigkeit versprochen und zugesagt hat, daß Sr. Königk. Majestät er in unterthänigsten Gehorsam, treu und gewärtig sein, dero Nutzen und Bestes befördern, Schaden u. Nachteil aber, so viel an ihm warnen und abwenden; insonderhekt an denen gewöhnlichen Post=Tagen an den gehörigen Orte fleißig aufwarten, sich in guten Bereitschaft halten und das Post=Fell=Eysen nebst dabey befindlichen Brief=Carten und Geldern aklemahl auf das schleunigste innerhalb der ihm bestimmten Zeit und Stunden, an gehörigen Ort und Stelle überbringen, mit eigenmächtiger Sammlung und Bestellung der Briese nicht seinen Vorteil suchen, sondern alles und jedes an die Königl. Post=Aemter verweisen, seinen Vorgesetzten allen gebührenden Respeckt erweisen, und sich im übrigen getreu, nüchtern und bescheiden und wie einem fleißigen Königl. Post=Bothen gebühret, sich verhalten soll: Als ihm dahingegen zur jährlichen Besoldung zwölf Taler, solche quartaliter mit drey Rtir. gegen Quittung von dem PostAmte zu Lühnen zu empfangen, desgl. auch 1 Thlr. jährlich zu einem Livree=Rock versprochen und zugesagt, auch diese Bestallung vom 1. Oktober dieses Jahres seinen Anfang nehmen soll, darüber ertheilet worden. Uhrkundlich ist solche von Sr. Königl. Majestät hochverordneten General=Post=Amte unterschrieben und mit dessen Innsiegel bekräftigt worden: So geschehen und gegeben zu Berlin, den 25. September 1768. Königl. Preuß. General=Post=Amt. (gez.) Bernard.(gez.) Delahogue. Nach einer handschriftlichen Aufzeichnung aus dem Jahre 1884, die im Burgarchiv zu Altenc aufbewahrt wird, waren vor etwa 50 Jahren in Hohenlimburg und Elsey noch einige schöne und sinnige Volksbräuche lebendig. Es heißt in diesen Aufzeichnungen:„Am Tage der ersten kirchlichen Proklamation wird eine Vorfeier zur Hochzeit,„dat Brümeskriegen", gehalten, Zur Feier des Tages wird dazu von jungen Burschen geschossen.— Am Tage der Hochzeit nach der Trauung wird der jungen Frau eine Nachtmütze aufgesetzt, sodann das Ehepaar zusammen auf ein Bett geworfen, und die Bettdecke für einige Augenblicke über das Paar gezogen. Bei der Gelegenheit wird ein Gebräu von Branntwein, Zucker und Gerkuchen aus einem gemeinschaftlichen Napfe mit Löfeln gegessen und dabei gesungen: Bu lecker, bu lecker, hu! hu! Vi hett noch wuatt, Vi kritt noch wuatt, Vi got noch nit nao Hus! Dieser Gebrauch heißt„dat Beddespraien“. Wir haben hier ohne. Zweifel einen Rest des alten deutschen Beilagers vor uns; nach dem „Sachsenspiegel“ begann der Einfluß der Ehe auf die Gestaltung des Vermögens mit dem Beschreiten des Ehebettes. In Elsey wurde am Tage nach der Hochzeit von den jungen Burschen eine Strohpuppe, die ein weibliches Wesen darstellen soll, auf einen Letterwagen gesetzt und dem jungen Manne, der voraussichtlich bald heiratet, vor das Haus gefahren und sodann in dessen Bett gelegt. Der Betrefefnde muß bei der Gelegenheit Branntwein traktieren. Der Gebrauch idie Hahttel unghrenger!. Ein alter Nachruf Die folgende Todesanzeige aus dem Jahre 1822, welche damals in der Nr. 8 des Rheinisch=Westfälischen Anzeigers erschienen ist, möge hier seiner für die damalige Zeit so bezeichnenden Eigenart halber wörtlich wiedergegeben werden: „Er ist nicht mehr!“ so spricht trauernd der grau gewordene, kränkelnde Vater u. die vom Schmerz ergriffene Mutter, die leidende Schwester und der betrübte Bruder an dem Totenbette des verblichenen Sohnes und Bruders. Wilhelm Ludwig Joll, Sohn des pensionierten Justis=Commissars und Notars hann Philixp Zoll hieselbst, 2ter Canzlist beim dem hiesigen Fürstlichen Gerichte, war es, der nach einer 4wöchentlichen heftigen Nervenkrankheit, gestern am Abend in der Blüte seiner Jahre das Zeitliche mit dem Ewiglichen verwechselte. Er war der Versorger und die Stütze seiner Hülfsbedürftigen Eltern und Familie, für die er sich ganz aufopferte und alles gerne hingab; ein treuer, fleißiger und unverdrossener Arbeiter dem hiesigen Gerichte, der von seinen Vorgesetzten geschätzt war, und sich deren Zutrauen erworben hatte. geschlagenen tief gebeugten Eltern— die während dem Krankenlager keine Hülfe anzuwenden schonten— verlieren mit ihren unversorgten Kindern an ihm einen vielgeliebten Sohn und Bruder, und das Gericht vermißt ein tüchtiges Subject. Sanft ruhe seine Asche! Und möge der so früh Verblichene einst in jenen höheren Gefilden die wiederfinden, die ihm hier so lieb und theuer waren. (Hohen) Limburg, den 23. Januar 1822. S. e. Schriftleiter: Brune Oppermann s Muln u u M un iin 8 1m 1 u uncitgug n er uoc Muug t gun Wc h p n W Mic Muntug 10 S g Mi un S h ss Ang Sou# Wuhg u ihn#c pog Ui uit Gig ueer nhl üuhn ul ug S u uin au icn v vb gun h gla Wlu u WM W uniock un ud W sc sog Wiiidzg uog gun hellos dessot uombu e ht Mung uscuchle lac M W lu si h hoh M M inhuug chung S ir icauh ung au sii u M c t u l unh da g gs suag i t un gun uohnee Gan gu b zisn n du u n ung un uchnt ne uuhn Wmtl n War 1 Wung un „Mietuig U lur ani“ sin c hlung P S uc Mcn u Met ch c un Wut W hn uin gise u Wie M Mug i u M W Sg i c p i n Mn S W M iccll va 13 Wle u hoche. M e agun n Suissn####gn(4 69e 5) gun umuche“#ng Wlt ur##c (·##vors h 18 cun 4 bzr S Wit auis t Wu M W a ugban 1#0 c gui„g#sbun“ Hou— 1##|# M inng ign u auchpa Wie Uuuun sßur 1 Wune 1 a uc Wt ia (Uuuc) buusch aun(zuuze) ohioll (u uune(spagsg) (ucch uld u.) zunich((pueilc) S(M M W (M tt(cpuene) (( W(uu) unping(1) W cu i f1d Wu et in Gi sig (U su#e#t uzuog uaa) e g ung uu r o cil M Wu u W W ich nciune 10 Weu n Bunicuck 1100 W W aohln Me ie M gun— inug Wclnch 130 h Wunc D iiig e uec tuuphot sbar uhuttg Mh Wohig uctu Wun „Up ug d ic. it u nb sgunzig a u Venstue M ue u it Mn Wnug un Sii S u cie uue uu ae noa M uszwbing sv s 1 u tunk unn iig gun mbzg ung Bun Mu g i u cu u Wusghun sc hvg Weeee u c Weigan ih =(pou svg aum g ur W S M ulun ri M t i c ii W Mu99 3193— U S 10 gudc 120 uls uht ss vo W iuc innlinc soa Wut Win Mu ued iut g uuee uon F 131 20 h äg uhcL sso Hau 9Lai s2 gi MM uh ui hnn M ucct sso##8#1 uca Pr ui g 1s ss ih Gil ss inbuleng solpjea mn onv ism dacho. 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In Elsey wurde, um das Blut zu stillen, ein Bein aus einem Milchstuhl gezogen; man ließ einige Tropfen Blutes in die entstandene Oeffnung laufen und steckt alsdann das Stuhlbein(umgekehrt?) wieder hinein.— Eben daselbst werden zur Heilung von Bruchschäden und Kopfgrind bei Kindern diese durch einen gespaltenen jungen Baum gezogen und aldann wird der Baum, mit einem Stücke Zeug, welches das betr. Kind getragen, wieder zusammengebunden. Heilt der Baum, so heilt auch die Krankheit. Dieser Akt kann nur„op Maidach“ durch zwei aufeinanderfolgende Brüder vorgenommen werden. Man nennt den Brauch„Zwiesern“. Ein zweiter Abelshof in Herbea! der Geschichte eines verschwundenen Bauernhofes Fragen wir alte Leute von Herbeck und Umgebung nach dem ehemaligen Staelschen Hose, so bekommen wir immer wieder dieselbe Antwort. Niemand hat je davon gehört. Nur ein alter Herr, der vergangenes Jahr gestorben ist, wußte davon einiges. Er hatte sich viel für die Verhältnisse in der Heimat zu früheren Zeiten interessiert und Katasterkarten, Flurkarten und Urkunden früherer Zeit studiert. Dabei war er auch gelegentlich auf die Besitzung der Familie Stael=Holstein gestoßen. Nach seinen Angaben lag der Hof rechts von dem Lennefährenweg an der Stelle, wo in dem Baumhof sich ein kleiner Teich befindet. Wir dürfen diese Angabe wohl für richtig halten. Es gibt in Herbeck keine andere Stelle mehr, wo die Lage eines ehemaligen Hofes wahrscheinlich zu machen wäre. Die anderen Stellen, die dem äußeren Anschein nach in Frage kämen, sind nachweislich die verlassenen Plätze der Blankennagelschen und Neuhaus' schen Höfe. Es ist als zweite Möglichkeit nur die vorhanden, daß diese Gut an der Stelle des heutigen Hövel'schen Gutes lag, eine Möglichkeit, die sehr wohl in Frage käme, da die Baustelle des alten Hövelschen Hofes verlassen wnirde. Das man in der Bevölkerung von Herdeck und Umgebung nichts mehr von dem Hofe weiß, ist darum nicht verwunderlich, da er schon zweihundert Jahre nicht mehr in dem Besitz der Familie Holstein war. Der Besitzer hat oftmals gewechselt, bis das Grundstück später in den Besitz der Familie von Hövel gelangt ist. Die Gebäude sind vollständig verschwunden nud nichts erinnert mehr an das Vorhandensein einer Hofesstelle. Der Hof aber hat ehemals reichen Besitz gehabt und hatte daher für die Gegend eine große Bedeutung. So wenig auch allgemein aus der Geschichte des Hofes bekannt ist, so reich ist das vorhandene Urkundenmaterial. Wir wollen einiges daraus mitteilen. In dem Urkundenbuche „Ein Steuerstreit“, heraugegeben von Schnettler, finden wir unter den Angaben, die der Hofbesitzer Hemesipe macht, folgende Bemerkung:„Es liggen in der Herbecker Baur 2 adeliche Heuser, eins Jr. Hovel oder Lahr, das ander Jr. Stael zustendig. Als Staelscher Besitz werden eine Reihe Höfe und Kotten genannt, so: Blankennagel, Nettelbusch, Tüßfeld, Schmitt, diese sämtlich in Herbeck. Hinzu kommen noch die Kotten Jörgen Lollert in Halden und Schnitzler in Delstern. Bei D. von Steinen finden wir in der„Historie des Gerichts“ folgende Ausführungen: „In der Bauernschaft Herbeck liegen nahe beisammen zwei Rittersitze und gehören: der erste denen von Hövel, der zweite dem v. Himmen. Dieses Gut soll vor Zeiten denen von Westrum, weiter denen von Goy und Torck gehört haben, von welchen es durch Kauf an die von Stael von Holstein gekommen ist. Die von Staal haben nachhero ihr Gut wieder verkauft an den Rath Wortmann, von wessen Sohn, als er unverheyratet starb, hat Herr von Himmen, Sr. Königl. Majestät in Preußen Geh. Reg. Rath und Gowgreve zu Lüdenscheid, dasselbe geerbet.“ Als nach dem Dreißigjährigen Kriege die Grafschaft Mark endgültig an das Haus Brandenburg gekommen, wurden auf Veranlassung der Kurfürstlichen Regierung die Steuern neu geregelt. Dabei stieß man auf die Tatsache, daß der Staelsche Besitz ursprünglich ein Bauernhof war. Daraufhin sollten die Stael Steuern entrichten. Die Staels aber wehrten sich dagegen, indem sie geltend machten, das Gut sei ihr adliger Familienbesitz und daher steuerfrei. Aus dieser Auseinandersetzung erträgt der Stengel nur eine oder zwei Blüten. Die kleine Pflanze ragt nur wenig aus dem Laube hervor, so daß man sie meist übersieht. Jedoch ist auch der Widerbart im Verhältnis zur Nestorchis sehr selten. An einem Standort in der Nähe von Holthausen fand sich im vergangenen Jahr nur ein Eremplar des Widerbarts. In unmittelbarer Nähe dieses Standortes wuchsen im Juli dieses Jahres sieben Stück unmittelbar beieinander. Vier davon trugen je zwei, die anderen drei Stengel nur je eine Blüte.= Die zweifellos schönste heimische Orchideenart ist das Rote Waldvöglein, dessen purpurroten Blüten weithin leuchten. Es gehört zu den seltesten der ganzen Orchideenfamilie und kommt bei uns in nur wenigen Stücken vor. Unsere wenigen Ausführungen über die Orchideen zeigen schon, daß wir in ihnen eine der merkwürdigsten Entwicklungsformen innerhalb der Pflanzenwelt vor uns haben. Wenn man vielleicht bei den meisten Pflanzen von einer Anpassung an die Umwelt sprechen kann, die für ihre Lebensbedürfnisse zweckmäßig ist, so trifft das für die Orchideen nicht zu; ja sogar wie wir gesehen haben, sind Formen entwickelt, die vollkommen unzweckmäßig sind. Sie stellen daher für die Erforschung der Entwickelungsgeschichte ein neues Problem; sie zeigen uns durchaus eindeutig, daß den Lebewesen gestaltende Kräfte innewohnen, die man mit Anpassungsfähigkeit nicht ohne weiteres gleichsetzen kann.— Man möchte fast annehmen, daß die Orchideen in ein Entwickelungsstadium eingetreten sind, über das hinaus keine Möglichkeit der Fortentwicklung mehr vorhanden ist, wenn wir die erdgeschichtliche Beobachtung als richtig unterstellen, daß die Periode des Niederganges eines Formkreises durch eine sich höchst unruhig gestaltende Entwicklungszeit eingeleitet wird, die sich durch Ausbildung mannigfaltiger Spielarten, oft in bizarren Formen, zu erkennen gibt. Die Burgen der Mart Von Gustav Hohensyburg. Vaterlandsliebe erhob mich einst der Freiheit zum Schutze, und von Freien bewohnt, liebte die Freiheit auch ich; darum erfreut noch jetzt des wieder errungenen Leinads mit dem befreiten Volk sich die zertrümmerte Burg. Volmarstein. Seit Jahrhunderten schon erbück ich der Menschen Geschlechter, sehe sie kommen und gehn, edler werden sie nicht. Meine Herrlichkeit brach der Habsucht blutiger Frevel. und die Habsucht, sie stürzt jetzt die Ruine mir um. Bankenstein. Trauernd denk ich zurück an Euch, ihr Tage des Glanzes: Ach! mein Jahrmarkt ist jetzt weit berühmter als ich. Harkolt(1815) Hohenlimburg. Friedlich schau ich umher und freue der grünenden Fluren, freue des stillen Gebirgs mich und des blübenden Tals, eög. Mah sehe, wie heiter am Strom sich keinnche Woh; n u n g e n r e i h e n, wie der blühende Baum Ueblich die Dächer umhalt—..... 2 doch saus dem Tale zurnt die schilfuntkonle Was die Natur euch beut, Eintracht genießet es nur. Altena. Sanft vergoldet vom Strahl der freundlich scheidenden Sonne, steh ich freudig und stolz, schauend hinao in das Tal. Wenn auch umleuchtet nicht mehr vom Schimmer vergangener Zeiten, preis ich dennoch mein Los, danke froh dem Vieles ward mir geraubt, das Herrlichste ist. mir geblieben:„. De 6.467 Siehe das biedere Von, oas mich slöhllch umwohnt.