Druck und Verlag von Karl Safse(Tilgenkamp& Rubl), Lüdenscheid.— Redaktion und Expedition: Friedrichstraße 9 I.— Verantwortlicher Redakteur: Theodor Huth, Lüdenscheid. Ir. 271. orgenblaft Freitag 17 Dovember 1910 Dohrgong. Großes Baup'quartier, 16. Nevember. Amtlich.(WTB.) WESTEN Heeresfront des Generalfeldmarschalls Kronprinzen Rupprecht von Bayern Teilvorstöße der Engländer an der Straße Sailly— Serre, sowie östlich und südöstlich von Beaumont scheikerten im Handgranatenkampf. Stärkere Angriffe gegen Grandecourt brachen in unserem Feuer zusammen. Den Franzosen entrissen wir den Östteil von Saillisel nach hartnäckigem Häuserkampf. Abends stürmte das hannoversche Füsilier=Regt. Nr. 73 zähe verteidigte französische Gräben am Nordrand des St. Pierre=Vaast=Waldes. 8 Offiziere, 324 Mann und 5 Maschinengewehre sind eingebracht. Bei dem gestrigen Kampf im Abschnitt Ablaincourt— Pressoire ist keine Aenderung der beiderseitigen Linien eingetreten. Einem feindlichem Fliegerangriff fielen in Ostende 39 Belgier zum Opfer. Als Vergeltung für Abwurf von Bomben auf friedliche lothringische Orte wurde Nancy in den letzten Tagen von der Erde und aus der Luft beschossen und beworfen. OSTEN Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Am Brückenkopf von Dünhof(südöstlich von Riga) wurde eine angreifende russische Infanterie=Abteilung zurückgetrieben. Front des Generalobersten Erzherzog Karl. Im Südteil der Waldkarpathen lebte die beiderseitig. Artillerietätigkeit auf. An der Siebenbürgischen Ostfront scheiterten östlich des Nutnn- Tales starke russische Angriffe. Nördlich von Sulta unternahmen österreichisch=ungarische Abteilungen eine Erkundung auf dem Mt. Alunis. Bei Sosmezö(am Oitos-Paß) blieben rumänische Vorstöße ohne Erfola. Die Kampftätigkeit nördlich von Cumpolung hat sich verstärkt. Auch an die über den Roten Turm. und Czurduck=Paß nach Süden führenden Straßen verteidigte der Rumäne zäh seinen heimatlichen Boden. Wir machten Fortschritte und nahmen gestern 5 Offiziere und 1200 Mann gefangen. Balkan Front des Generalfeldmarschalls von Mackensen. In der Dobrudscha kleine Gefechte vorgeschobener Abteilungen. Die rumänische Meldung die Besetzung von Bonaszic ist erfunden. An mehreren Punkten der Donaulinie Feuer von Ufer zu Ufer. Landesverrat. Roman von E. Ph. Oppenheim. (Fortsetzung.)(Nachdruck verboten.) Die Wirkung, die ich durch meine Worte hatte auf sie herverbringen wollen, blieb indessen zu meinem Verdrusse vollständig aus. „Ein Mensch von gewöhnlichem Schlage war er jedenfalls nicht,“ fuhr sie fort.„Haben sie schon von der fremden Dame gehort, die im Strandschloßchen wohnt?— Sie ist eine Freundin des Prinzen Joan. Er ist immer bei ihr." „Ich habe davon gehört, daß dort eine fremde Dame wohnt. Weiter nichts.“ „Nun wohl, diese Dame ist es, die sich überall nach einem Manne erkundigt, der nach der Beschrelbung nur der Tote sein kann, den man als einen Ertrunkenen begraben hat. Und mein Vater hat gestern erzählt, daß in einer Bukarester Zeitung eine große Belohnung ausgeschrieben ist für jeden, der etwas über diesen Mann berichten könne.“ „Wohl, Fräulein Slanicu, warum zogern Sie noch, sich diese Belohnung zu verdienen?" Sie trat an meine Seite und neigte sich ein wenig über mich herab. „Sie wissen wohl, Herr Lazar, daß es mir nicht um eine Belohnung in schnödem Gelde zu tun ist.“ „Aber wenn das nicht der Fall ist, weshalb, um alles in der Welt, hören Sie dann nicht auf, sich und mich mit dieser alten gleichgültigen Geschichte zu quälen? Schließlich besteht doch alles, was Sie wissen und aussagen könnten, in der Tatsache, daß der Mann nicht aus der See, sondern vom Lande her gekommen ist, und das er Sie nach meiner Wohnung gefragt hat. Glauben Sie wirklich, daß durch eine solche Auskunft seine Freunde der Erfüllung ihrer Wünsche wesentlich näher gebracht werden würden? Wahrscheinlich wird er außer Ihnen doch auch noch anderen Leuten begegnet sein. Und wenn sie Aussicht haben, eine Belohnung zu verdienen, werden diese anderen sich schon melden." „Von Ihnen hat er wohl zu niemanden gesprochen als zu mir." Ick sah ihr fest in die Augen. „Elauben Sie das ich ihn ermordet habe, Fräulein Slanicu? Ein Erschauern ging über ihren Leib. Mazedonische Front. Die vorbereiteten neuen Stellungen im Czerna-Abschnitt sind bezogen. An der Struma Patrouillen=Geplänkel. Erster Generalquartiermeister Ludendorff. Die Nachricht um jeden Preis So vor der Jahrhundertwende etwa begann es, daß ein Teil der deutschen Presse, koste, was es koste, sich„amerikanisieren“ wollte. Die deutschen Blätter waren zwar über Gebühr ruhig, unsensationell und dadurch oft auch— man kann das jetzt sagen— etwas langweilig gewesen, während in Paris in London und in Rom schon kräftig von den Boulevard=Blaltern den Half=Penny=Ausgaben und wie sie sonst hießen, kräftig„amerikanisch“ gearbeitet wurde. Deshalb mußte und sollte es nun doppelt schnell mit der Nachahmung gehen. In der Reichshauptstadt fingen einige Organe an, in aus aller Welt gedrahteten, mehr aufregenden, als richtigen Nachrichten, in Dezimeter großen Ueberschriften und so fort das Heil der Zeitung und ihrer Leser zu sehen, und in den großen Provinzstädten ward das System allmählich nachgeahmt. Die Nachricht um jeden Preis wurde damit das Symbol und das Idol einer bestimmten Pressegattung. Lieber unrichtig, als zu langsam— schnell um jeden Preis mußte gearbeitet werden. Der Weltkrieg hat ja dann durch die Ueberfülle seiner täglich einlaufenden großen Nachrichten dieses System der großen Ueberschriften zeitweise gewissermaßen gerechtfertigt und bis zu einer bestimmten Grenze sogar zur Notwendigkeit und Pflicht für alle Blätter gemacht. Wie gefährlich aber die„Rekordnachricht“ ist und in gespannten politischen Augenblicken geradezu unheilvoll werden kann, zeigt der bedauerliche Fall jenes Telegramms des„Berliner Lokal=Anzeigers“, das der Reichskanzler in seiner letzten großen Rede im Haushaltsausschuß des Reichstages zum so und so vielten Male vom deutschen Volk und seiner Regierung abschütteln mußte. In den Nachmittagsstunden des 30. Juli 1914 hatte das Berliner Blatt durch Extrablatt die Meldung ausgegeben, der deutsche Kaiser habe die Mobilmachung angeordnet. Trotzdem diese falsche Nachricht sofort durch Telephon und Draht der ganzen Welt, besonders aber der russischen Regierung als unwahr bezeichnet wurde, stützen unsere Feinde noch bis heute ihre Behauptung, Deutschland habe den Weltkrieg begonnen auf diese unselige, überfixe und falsche Meldung des„Berliner Lokal=Anzeigers“. Und wenn man sich erinnert, wie prompt der großte Teil der deutschen Presse ver einigen Wochen die Reutermeldung von der Ankunft des deutschen Handels=U=Bootes Bremen in fetten Lettern wiedergab, eine Meldung, deren Richt gkeit bekanntlich bis heute leider noch nicht erwiesen ist, so sieht man mit Bedauern, daß wenig aus jenem Vorfall in den kritischen Tagen des August gelernt worden ist. Eine Reutermeldung, die von der Wahl Hughes zum Präsidenten der Vereinigten Staaten berichtete und die sofort in Leitartikeln von einem Teil der Presse als unumstößlich angenommen wurde, ist wenige Stunden darauf dementiert worden. Die Fixigkeit hat wieder einmal die Richtigkeit geschlagen. Leider sind auch dadurch von der deutschen Presse, wenn, wie es scheint, Wilson als Sieger aus der Wahl hervorgeht, unserer Sache in Amerika vielleicht neue Schwierigkeiten bereitet worden.(dno.) Politische Tagesübersicht. (la.) Berlin. Die Münchener sozialdemokratische Fraktion hat den dringlichen Antrag gestellt, der Münchener Magistrat wolle den Reichstag ersuchen, die allgemeine Volksspeisung sofort durch Reichsgesetz zu organisieren. Berlin. Der englische Druck auf niederländische Firmen zum Abbruch ihrer Beziehungen mit allem, was deursch heißt, hat in Niederländisch=Indien und auf die mit England in Verbindung stehenden holländischen Geschäftshäuser derart eingewirkt, daß sie ihre deutschen Angestellten entlassen. Nach dem„Nieuwen Rotterd. Courant“ vom 11. ds. Mts., hat sich, der„Voss. Ztg.“ zufolge, u. a. die Firma Lindetwes Stoks in Soerabaja auf englische Veranlassung genötigt gesehen, alle ihre deutschen Angestellten zu entlassen— Lord Grey hat der amerikanischen Regierung eine Antwort auf deren Beschwerdenote wegen der Schwarzen Listen gesandt, die als einen willkürlichen Eingriff in den Handel der Neutralen bezeichnet worden waren. Er nehme an, der Einspruch der Vereinigten Staaten beruhe auf einer unrichtigen Auffassung vom Ziel und Umfang der Vorschriften. Amsterdam. Der„Telegraaf“ meldet aus Weltevreden, daß ein Prozeß gegen den Japaner Minami, der Beziehungen zu revolutionären Kreisen unterhalten hatte, in Hollandisch-Indien lebhafte Entrüstung hervorrief. Der Staatsanwalt beantragte 2 Jahre Gefängnis. Das Urteil wird am 22. November verkündet werden. (WTB.) Amsterdam. Dem Handelsblad zufolge wird der„Times“ aus Sidney berichtet, daß 30 000 Bergarbeiter streiten. Hunderte von Dampfern liegen still. Die Kohlenauktionen sind eingestellt, weil kein Schiffsraum zu bekommen ist. Die Mehrheit der Bergarbeiter beschloß, über die gesamten Kohlen den Boykostt zu verhängen, und den Betrieb der Eisenbahn und Trams zu verhindern. Die Lebensmitteleinfuhr ist beschränkt, die Preise schnellen in die Höhe. In einer großen Arbeiterversammlung wurde beschlossen, von der Staatsregierung den Achtstundentag zu fordern. Basel. Der„Corriere d’Italia“ sagt, daß Kardinalstaatssekretär Gasparri an den Bischof von Padua eine Depesche richtete, die folgendermaßen lautete: Der heilige Vater bedauert und verurteilt die Fliegerbombardements von offenen Städten, mögen sie ausgeführt werden, von wem es sei. Er schickt den Familien der Stadt, die kürzlich von so großem Unglück betroffen wurden, eine Summe von 10 000 Lire und spendet ihnen seinen apostolischen Segen. Genf. Nach dem„Temps“ wird Präsident Wilson England eine neue Note übersenden, in der der amerikanische Protest gegen die Einschränkung des amerikanischen Handelsverkehrs durch die Postbeschlagnahme, schwarzen Listen und Durchsuchung nach Bannwaren erneut und verschärft wird. „Nein." „Dann ist mir Ihre Aufregung und beständige Unruhe vollkommen unbegreiflich. Ich gebe Ihnen die Versicherung, daß ich für meine Person nicht die geringsten Befürchtungen hege. Was auch geschehen mag, ich sehe den Dingen mit der größten Seelenruhe entgegen. Und ich vermag nicht zu erkennen, wovor Sie sich fürchten sollten.“ „Ich sagte ja auch nicht, daß ich mich fürchte. Aber es gibt in der Sache so vieles, was ich nicht verstehe. Seit jenem Morgen gehen Sie mir geflissentlich aus dem Wege.“ „Ach, Unsinn!" „Nein, es ist kein Unsinn. Es ist die reine Wahrheit. Vor jenem Tage sind Sie öfter zu uns gekommen, um meinen Vater oder mich zu begrüßen. Seit jenem Morgen aber ver meiden Sie uns, wie wenn wir Ihnen ein großes Unrecht zugefügt hätten. Ich hatte geglaubt, das wir durch unser ge meinsames Geheimnis und durch das Versprechen, das sie mir abverlangt hatten, bessere Freunde geworden sein müßten als zuvor. Und statt dessen behandeln Sie mich seitdem wie eine Feindin. O, es ist wahrhaftig nicht hübsch von Ihnen. Und ich bin sehr unglücklich darüber.“ Sie war mir jetzt so nahegerückt, daß ich die Berührung ihres warmen jungen Körpers fühlen konnte. Da aber in dieser Nähe nichts Sinnbetörendes für mich war, fiel es mir nicht auzu schwer, kaltes Blut zu bewahren. „Sie erweisen mir mit solchem Vorwurf, viel mehr Ehre als ich verdeene, Fräulein Slanicu! Und ich bin nicht ein gel ildet genug, um es ernsthaft zu nehmen, wenn Sie sagen, daß ein so geringfügiger Anlaß, wie die Seltenheit meiner Besuche, Sie unglücklich zu machen vermag.“ Ein tiefer Seufzer ob die Brust des noch immer eng an meinen Stuhl geschmiegten Mädchens. O, ich wünschte, daß Sie es ernsthaft nähmen, Herr Lazar,“ sagte sie leise.„Wenn sie ein wenig— ein wenig Freundschaft für mich hätten, würden Sie ja auch verstehen, wie es gemeint ist." „Ich verstehe nichts, als daß Sie mich grundlos tadeln. Ihr Vater hat mir mancherlei Freundlichkeiten erwiesen, und Sie sind weit über meinen Verdienst hinaus seinem Beispiel gefolgt. Ich habe das niemals verkannt, und es würde mir noch heute ein Vergnügen sein, hier und da bei Ihnen vorzusprechen, um ein Stündchen mit Ihnen und Ihren Angehörigen zu verplaudern. Aber ich habe Ihnen bereits gesagt, und das ich wiederhole, das es die lauterste Wahrheit ist: meine gegenwärtige Beschäftigung gestattet mir nicht mehr, meine Lelensführung lediglich nach meinem Gefallen einzurichten. Ich sitze oft halbe und ganze Nächte hindurch bei der Arbeit und bin kaum für eine einzige Stunde des Tages mein freier Herr." Sie wollte mir antworten, aber in diesem Augenblick öfsnete sich die Tür, und ihre Mutter trat über die Schwelle. Es war der wackeren Frau natürlich nicht zu verübeln, wenn sie die Situation meßdeutete, in der sie uns da antraf. Denn sie hatte ohne allen Zweifel einen sehr viel größeren Anschein von zartlicher Vertraulichkeit, als ich ihr jemals zu geben gewünscht hatte. Der Blick, mit dem sie mich bei der Begrüßung ansab, offenbarte denn auch recht deutlich, was sie dachte, und ich hatte es nunmehr um so eiltger, mich zu empfehlen. „Wollen sie nicht wenigstens die Rückehr meines Mannes abwarten?“ fragte sie.„Er hat schon oft seine Verwunderung darüber ausgesprochen, daß sie sich gar nicht mehr bei uns blicken lassen.“ Jetzt war es Maria, die mich der Notwendigkeit einer abermaligen Entschuldigung überhob. „Herr Lazar hat mir soeben erklärt, weshalb es ihm nicht möglich gewesen ist, uns zu besuchen," sagte sie in einem Ton, den ich mir nicht recht zu deuten wußte.„Und darum dürfen wir ihm auch jetzt nicht zureden, länger zu verweilen." Ein mißtrauischer, fast feindseliger Blick der Frau trof mein Gesicht, und sie hatte nur ein leichtes Kopfnicken, als ich von der Wahrscheinlichkeit baldiger Wiederkehr sprach. Das junge Mädchen geleitete mich hinaus, aber als ich ihr meine Rechte zum Abschied reichen wollte, legte sie ihre Hände auf den Rücken. „Leben Sie wohl, Herr Lazar!“ sagte sie mit merklich verschleierter Stimme. Und als ich mich in einiger Entfernung vom Hause nochmals zurückwandte, um ihr einen letzten Abschiedsgruß zuzuwinken, hatte sie als Erwiederung weder ein Wort noch eine Handbewegung oder ein Kopfnicken, obwohl sic noch an der selben Stelle stand, wo sie mir Lebewohl gesagt hatte, und obwohl ihre großen, dunklen Augen noch immer unverwandt an mir hingen. (Fortsetzung folgt.) Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonnund Feiertage. Der Preis beträgt monatlich 55 Pfg., (ohne Postgebühren). Druck und Verlag von Karl Safse(Tilgenkamp& Rubl), Lüdenscheid.— Redaktion und Expedition: Friedrichstraße 9 I. Ilitiagsblatt Freitaa 17 Dopember 1916 (WTB.) Berlin, 16. November. Amtlich. Abends. Auf dem nördlichen Ancre=Ufer ist ein Kampf bei Beaucouut im Gange. An der siebenbürgischen Östfront erfolgreiches Vordringen. Vom Balkan bisher nichts Neues. (WTB.) Wien, 16. November. Amtlich. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Karl. Die Kämpfe beiderseits der Schyl und des Alt=Flusses schreiten günstig vorwärts. Es wurden weitere 1200 Gefangene eingebracht. Nördlich von Campolung und bei Soosmezö wehrten wir starke rumänische Angriffe ab. Nördlich von Sulta unternahmen österreichisch=ungarische Abteilungen eine Erkundung auf dem Mt. Alunes. Südöstlich von Tölgyes blieben russische Angriffe erfolglos. Auf den Höhen von Mestekanesti Vorpostengeplänkel. Italienischer Kriegsschauplatz. Die gestern gemeldeten Unternehmungen östlich von Görz fortsetzend eroberten unsere Truppen wieder einen feindlichen Graben, nahmen 60 Jtaliener gefangen und erbeuteten 2 Maschinengewehre. Eines unserer Flugzeuggeschwader belegte die militärischen Anlagen bei der Station Perla Carnia ausgiebig mit Bomben. Bulgarischer Bericht (WTB.) Sofia, 16. November.(Bericht vom 15. Nov.) Mazedonische Front: Während des ganzen Tages standen die Stellungen in der Ebene von Monawir unter sehr heftigem feindlichem Artilleriefener, insbesondere östlich der Eisenbahn. Die kräftigen Angriffe des Feindes scheiterten angesichts des hartnäckigen Widerstandes unserer Truppen. Der Feind, der an einigen Stellen in unsere Linien eingedrungen war, wurde vernichtet. Vor der Front eines einzigen unserer Bataillone zählten wir 400 feindliche Leichen. Im Cernabogen lebhafté Kämpfe. Die bulgarischen und deutschen Truppen zogen sich auf die Stellungen nördlich der Dörfer Tepatzki und Tscheghels zurück. An der Küste des Aegäischen Meers näherte sich ein feindliches bewaffnetes Transportschiff der Mündung des Flusses Deghiermaskdere südwestlich von Marori und schoß mehrere Bomben erfolglos auf die Küste ab. Rumänische Front: Längs der Donau Gewehrschüsse zwischen den Posten und Artillerietätigkeit. kraft in den Dienst der Rettung des Vaterlands zu stellen. Greise, Frauen und Kinder ließ er in den Kriegswerkstätten Tag und Nacht arbeiten, die Frauen schnitten die Haare ab, aus denen Schiffstaue und Sehnen für die Wurfmaschinen gedreht wurden. Jeder Bronzebeschlag, jedes Götterbild wanderte in den Schmelzofen, um Pfeilspitzen und Schwerter aus ihnen zu schmieden. Aber Hasdrubal hatte zu spät erkannt, daß nur das Aufgebot der gesamten Volkskraft die Heimat zu reiten vermochte. Hätten die Karthager in ihren ersten Kämpfen gegen Rom bereits alle ihre Kraft auf den Sieg verwandt, anstatt zwischen dem Bürgertum und dem Heer sich eine Kluft auftun zu lassen, die um so tiefer wurde, als oft genug die Bürgerschaft ihre materiellen Interessen des Tages über die des Vaterlandes stellte, so wäre Karthago nicht unterlegen. Und da Deutschland nicht das Schicksal der punischen Handelsstadt zu teilen gedenkt, so geht es heute, zu einer Zeit, wo die militärische Lage die deutschen Heere siegreich in der Verteidigung im Westen, im Fortschritt— im Angriff im fernen Östen sieht, wo Rohstoffe unsere Lägerhäuser in einem Maße füllen, daß sie noch Jahrzehnte für den Kriegsbedarf ausreichen, dazu über, seine Arbeitskraft in seiner ganzen Gesamtheit einzusetzen, um den Sieg an seine Fahne zu fesseln. Die allgemeine Wehrpflicht hat Deutschland zur mulitärischen Vormacht der gesamten Welt gemacht. Die industrielle Arbeitspflicht wird Deutschlands Stellung ein für alle Mal unüberwindbar in der Welt aufrichten, wie jenen„Bronzefelsen“, von dem Preußens Soldatenkönig sprach. Er legte den Grundstein zu dem ernsten Pflichtbewußtsein jedes seiner Beamten, jedes seiner Bürger, das sein großer Sohn in dem Wunsch zusammenfaßte, nichts anderes zu sein, als seines Staates erster Diener. Staatsdiener wollen auch wir sein, jeder an seinem Platz, dem Vaterlande zum Heil, kommenden Geschlecktern zum Segen und stolzer Erinnerung an die große Zeit, wo Niemand zurückblieb, als es galt den heimischen Herd zuschützen M. Die Mobilisierung der Heimat Am 31. Juli 1914 erfolgte die Mobilmachung des deutschen Heeres und Deutschlands Jugend= und Manneskraft zog hinaus an die Grenzen zur Verteidigung der bedrohten Heimat. Mehr als 26 Monate sind seit dem dentwürdigen Nachmittag dahingegangen, als Kaiser Wilhelm vom Balkon des grauen Königsschlosses an der Spree sein Volk in den Kampf rief. Noch dauert dieser Kampf, der harte Prüfungen der deutschen Volksgenossenschaft auferlegte. Aus einem Kampf der Männer ist ein Kampf der Maschinen geworden. Gegen Deutschlands Industeie stehen die Industrien Englands und Frankreichs, Rußlands und Italiens, Japans und der Vereinigten Staaten im Kampf. An den blutgetränkten Ufern der Somme vermochten deutscher Opfermut, deutsche Manneskraft und deutscher Heldensinn den von den Industrien fast der gesamten Welt mit unerhorten neuerdachten Mordmaschinen ausgerusteten, an Zahl weit überlegenen englischen und französischen Divisionen Halt zu gebieten. Aber eine Warnung für die Zukunft ist die Maschinenschlacht an der Somme geworden. Sie hat uns gezeigt, daß Deutschland alle seine Kräfte, alle seine Produktion zusammenfassen muß in ein einheitliches Ganze, das von einem Willen gelenkt, einem Ziel zustreben muß, den Sieg zu erringen. Niemand darf sich ausschließen, weder Mann noch Frau, wenn es gilt dem gefäyrdeten Vaterland die Waften für den endgültigen Sieg zu schmieden. Hinter den Millionenheeren, die draußen im Schlamm und Morast der Schüitzengräben den Feind abhalten, Deutschlands Fluren in eine Einöde zu verwandeln, müssen die vielfältig größeren Millionenheere der Heimat stehen. Nicht mehr tönende Phrase soll das Wort von den„Heimkriegern" bleiben. Jeder ist dazu berufen an dem Platz, wo seine Fähigkeiten am Besten dem Vaterlande nützen, mit Hand und Kopf, in der Werkstatt und am Pflug zu nützen. Und wie im August 1914 Deutschlands Jugend begeistert freiwillig zu den Waffen eilte, so werden auch die Heerscharen der Daheimgebliebenen sich jete freiwillig dem Vaterland zur Arbeit aubieten. Auch an die Frauen geht dieser Ruf. Immer mehr Männer werden aus ihren Berufen genommen, um der Pflicht gegen das Vaterland Genüge zu leisten. In die Lükken treten die Fraue schon jetzt. Nichts klingt stolzer als der Wahlspruch„ch dien“. Diese Mobilisierung eines gesamten Volkes in so großem Anfange steht in der Geschichte einzigartig da. Nur ein Vorgang ist von Titus Livius, dem Geschichtschreiber Roms, verzeichnet. Als die Karthager ihren letzten Verzweiflungskampf mit der neuen Weltmacht führten, die ihnen die Herrschaft über das Mittelmeer bereits entrissen hatten, da griff Hasdrubal zu dem heroischen Ausweg, die gesamte Volks= gehen des Konsuls protestieren Politische Rundichqu. Großbelgische Pläue werden von belgischen Zeitungen und anderen Druckschriften, die in Havre, dem beschaulichen Sitz der belgischen Regierung und mit deren mehr oder minder offenen Zustimmung propagiert. Sie laufen darauf hinaus: Belgien könne nach dem Kriege nicht wieder das neutrale Land werden, das es vor dem Kriege war. Ebenso wenig dürfe es sich einer der kriegführenden Mächte, und sei es Frankreich oder England, auf Gnade oder Ungnade ausliefern. Der einzige Weg sei, selbst so groß und so stark zu werden, daß es frei diejenigen Bündnisse und Verträge schließen könne, die dem Interesse des Landes dienen. Die Erfüllung dieses Wunsches könne natürlich nur durch Einverleibung fremder Landesteile geschehen, die zwar augenblicklich noch ihren Besitzern gehören, ihnen jedoch, wenn sich das Kriegsglück wendet, entrissen werden sollen. Man erfährt Näheres über diese Pläne aus dem belgisch offiziösen Buch:„Belgien am Wendepunkt seiner Geschichte.“ Danach sollen Luxemburg und das Rheinland an Belgien fallen, das überdies von Frankreich auch ein hübsches Stuck vis zu Belgiens„natürlichen Grenzen“ haben und Frankreich auf Schadloshaltung an deutschem Gebiet verweist. Von Holland wird die Scheldemündung nebst angrenzenden großen Gebietsstrecken verlangt. In Punkto Bescheidenheit haben also die belgisschen Drahtzieher nichts gelernt, aber viel vergessen. Und einem Staat mit so gemeingefährlichen Plänen soll Deutschland das jetzt besetzte belgische Gebiet ohne jede Sicherheit wieder hingeben? Das hieße den Selbstmord auch für Kind und Kindeskind zum System erheben. Der Geburtstag der deutschen Sozialpolitik. Heute, am 17. November, sind es 35 Jahre, daß Kaiser Wilhelm 1. jene berühmte Botschaft an den Reichstag richtete, zur„Forderung des Wohles der Arbeiter“, welche die öffentrechtliche Versicherung der Arbeiter für die Fälle der Krankheit, des Unfalls, der Erwerbsunfähigkeit und des Alters in Aussicht nahm. Der Kaiser hoffte dadurch„dem Vaterlande neue und dauernde Bürgschaften seines inneren Friedens und den Hilfsbedürftigen größere Sicherheit und Ergiebigkeit des Beistandes, auf den sie Anspruch haben, zu hinterlassen“. Die stetig fortschreitende deutsche Sozialpolitik beginnt mit dieser Botschaft, deren Gedanken unser Kaiser Wilhelm II. sich zu eigen gemacht und mit seinen Erlassen vom 4. Februar 1890 und vom 17. November 1906— am 25. Jahrestage der ersten Kaiserlichen Botschaft— weitergeführt hat. Uebergriff eines englischen Konsuls in Dänemark. (WTB.) Kopenhagen. Extrabladet berichtet: Der englische Konsul in Aarhus, Thirsk, habe von der Stadtverwaltung verlangt, daß sie den Konservenfavriken, die Waren nach Deutschland überführen, die Fabrikräume kündigen solle, anderenfalls die englischen Kohlenlieferungen an die Stadt eingestellt werden. Die Stadt habe sich der Forderung gefügt und bereits 6 Betrieben die Fabrikräume gekündigt. Obwohl die Presse in Aarhus den Vorfall verschwiegen hat, kam er doch an die Oeffentlichkeit. Das Ministerium des Aeußern verlangte darauf vom Bürgermeister einen ausführlichen Bericht. Es werde voraussichtlich bei der hiesigen englischen Gesandtschaft gegen das eigenmächtige VorDie englische Regierung will keine Friedenserörterung. Im englischen Unterhause sagte der Schatzkanzler auf eine Frag:, daß die deutschen Geschäftsführer und Beamten, der Deutschen Bank, der Dresdener Bank und der Diskontogesellschaft in London so bald wie möglich, nicht weiter in diesen Instituten beschäftigt werden würden, aber ihre Entlassung könne nicht sofort erfolgen.— Mason fragte, ob eine Debatte über die Beendigung des Krieges und die Vorschläge des deutschen Reichskanzlers stalltfinden könnten. Minister Bonar Law eiwiderte, mir ist nichts bekannt, daß der deutsche Reichskanzler Friedensbedingungen vorgeschlagen hat, die nicht auf Anerkennung eines deutschen Sieges beruhten, und ich bin überzeugt, daß die überwältigende Mehrheit des Hauses mit mir übereinstimmt, daß eine solche Erörterung im gegenwärtigen Augenblick keinen nützlichen Zweck haben könilte. Englische Absage an Rumänien. Im Londoner„Observer“ schließt ein ungenannter, aber augenscheinlich bedeutender Verfasser einen größexen Aufsatz über Deutschland und die allgemeinen militärischen Aussichten mit folgenden Worten: „Der äußerst wichtige Grundsatz der Einheit der Front besagt, daß alle Verbandsmächte ihre Strategie gemeinsam führen und alle gleichzeitig zu gemeinsamem Zwecke handeln. Aber ebensowenig wie dieser Grundsatz besagt, daß die sibirischen Armeekorps nach der Küste von Kent eilen sollten, wenn die Deutschen dort landen, so besagte er auch nicht, daß britisch: Truppen Rumänien verteidigen sollten. Die Verbandsmächte können nicht und sollten nicht versuchen, ihre Truppen über die ganze Welt hinzujagen, weil ein Mitglied des Verbandes hart bedrängt ist. Eine derartige Handlung gegenüber Feinden, die eine zentrale Lage einnehmen und sich eines vorzüglichen Eisenbahnsystems sowie— mehr als wir— sicherer und schnellerer Beförderungsmittel erfreuen, um ihre Truppen an jeden Punkt ihrer Peripherie zu werfen, ist der schwerste und gröbste Irrtum, den wir begehen können. Wir müssen jeder in seiner Ecke kämpfen und dort tüchtig kämpfen. Eine wohlbedachte Strategie aufgeben zugunsten sentimen“ster fahrender Ritterschaft, ist überhaupt keine Strategie, sondern einer jener Grundfehler, welche das Geschick eines Volkes und einer Sache in Frage stellen.“ Mit anderen Worten:„Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, kann gehn.“ Rumäniens Eintritt in den Krieg hatte für die Entente nur den von ihr verheimlichten Zweck, ihre eigenen Fronten zu entlasten, und es genügt ihr, wenn Rumänien Heere der Deutschen und ihrer Verbündeten bindet. Der Untergang der betrogenen rumänischen Betrüger ist der Entente so gleichgültig, wie die Auflösung der serbischen Mördernation. Am Vorabend einer russischen Hungerrevolte? Rußkoje Slowo“ berichtet, daß Protopopow Stürmer aufsuchte, um ihm Mitteilung über täglich einlaufende Berichte der Gouverneure über die Lebensmittelnot im Innern des Reiches zu machen. Der Mangel an notwendigen Lebensmitteln hätte eine so ernste Lage geschaffen, daß die öffentliche Sicherheit durch die erregte Stimmung der Bevölkerung bedroht sei. Eine weitere Verzögerung durchgreifender Maßregeln würde von unangenehmsten Folgen begleitet sein. Der Lebensmittelausschuß in Petersburg beriet über die Abschaffung der fleischlosen Tage, da von den verschiedensten staatlichen und kommunalen Behörden Klagen über die Undurchführbarkeit dieser Vorschrift laut geworden wären. Trotzdem erklärte der Ausschuß, es sei unmöglich, das Gesetz abzuündern, da sonst in kürzester Zeit der Viehbestand des Reiches vernichtet werden würde. Lebensmittelnot der nordischen Staaten. (W.) Kopenhagen.„Berlingske Tidende“ berichtet aus Stockhorm: Der sehr fühlbare Mangel an Mehl und Brot hat die Lebensmittelkommission veranlaßt, dem Landwirtschaftsminister vorzuschlagen, das gesamte Brotgetreide des Lundes für Rechnung des Staates zu beschlagnahmen und die Einfuhr ausländischen Getreides in die Wege zu leiten.— Die Grängesberggesellschaft verhandelt mit der Götewerft in Göteborg über die Lieferung von achtzehhn Schiffen im Gesamtpreise von 40 Millionen Kronen. Die Schiffe sollen nach Friedensschluß in Dienst gestellt werden. (W.) Kopenhagen. Der der hiesigen Regierung nahestehende Direktor Heilbuth. der Besitzer einer Anzahl radikaler Provinzblätter, erklärt„Politiken“ zufolge, daß in Dänemark die Einführung von Brot= und Zuckerkarten geplant sei.— Wie der„Politiken“ aus Stockholm gemeldet wird, warnen die schwedischen Blätter vor zu großem Optimismus bezüglich der schwedisch=englischen Verhandlungen, die sich noch in einem unentschiedenen Stadium befänden. Die Kommission der schwedischen Unterhändler sei durch zwei Mitglieder vermehrt worden, nämlich durch den Sekretär der Proviantierungskommission Marcu und dem Direktor der englischen Abteilung der Handelskommission Fredholm. Das Geschwätz vom Sonderfrieden mit Rußland— selbst von übermütigen jungen Mädchen auf der Straße lassen sich vorübergehende junge Männer damit verkohlen— wird u. A. widerlegt durch Reden, die bei Eröffnung der russischen Duma gehalten wurden. Rodzianko, der Präsident, sagte: Rußland wird seine Verbündeten nicht verraten und mit Entrüstung jeden Gedanken an einen Sonderfrieden zurückweisen. Der Abgeordnete Schildowsky verlas im Namen des fortschrittlichen Blocks eine Erklärung, in der es heißt, die Duma möge in diesen Tagen der Prüfung bekräftigen, daß der Krieg zum guten Ende geführt werden müsse und daß eine andere Lösung unmöglich sei. Redner sagte zum Schluß, daß Rußland zu seinen Verbündeten, besonders zu dem großen England, tiefstes Vertrauen hege. Ein polnischer Protest gegen die Haltung der polnischen Reichstagsfrattion im Fall Liebknecht, worin den polnischen Mitgliedern des Reichstags zum Vorwurf gemacht wird, daß sie sich bei der Abstimmung über den Antrag Bernstein, das militärgerichtliche Verfahren gegen den Abg. Dr. Liebknecht einzustellen, an die Seite der Sozialdemokraten gestellt haben, darf wohl als ein Zeichen der Zeit begrüßt werden. Die„Gazeta Narodowa“(Posen) bemerkt zu dem Eintreten der polnischen Frattion für den Antrag u. A.: Die heutige Zeit eignet sich nicht dazu, sich in akademische Streitigkeiten um die Freiheit des Wortes und die Unantastbarkeit des Abgeordneten einzulassen, wenn der Feind die Deutschen von allen Seiten mit der Vergewaltigung ihrer Rechte auf eine freie Entwicklung und mit der Zerstörung des ganzen Organismus des Reiches bedraht. Es ist nicht die Zeit, Blumen zu pflegen, wenn die Wälder brennen. Wenn dich das Auge ärgert, so reiße es aus, — wenn ein Abgeordneter das Heil deiner Nation bedroht, so beseitige ihn, treibe ihn aus dem Verhandlungssaale hinaus, mache ihn unschädlich! Das gebietet der Selbsterhaltungstrieb.“„Wenn, so schließt die„Gazeta Narodowa“, man einen Mann verteidigt, den der Reichstag und die Regierung als Verräter betrachten, so müsse die Folge sein, daß„die Fraktion jedes Vertrauen in den maßgebenden Kreisen verliert.“ Auch Europäer. In der ersten Nr. der neu in Berlin erscheinenden Zeitschrift„Europäischen Zeitung“ bekommt es Heinrich Mann(nicht mit Thomas Mann zu verwechseln) fertig Folgendes in die Welt zu setzen:„Die Östindische Kompagnie bestand aus Geldleuten, aber es waren, sagt man, humanitäre Geldleute, gesonnen, zu verdienen, indem sie glücklich machten. Und wären sie, samt ihren Nachfolgern bis heute, die härtesten aller Ausbeuter gewesen, ist denn ein Zweifel, daß sie recht behalten haben, und daß ein relatives Menschenglück, wenn auch einzig die größere Sicherheit des nackten Lebens, den dunklen Massen Indiens und Aegyptens nie bekannt geworden wäre ohne England?“— Humanitäre Geldleute, die Indien glücklich machten! Englands Schandtaten in Indien humanitär und Indien glücklich! Das schreibt ein deutscher„Europäer“ in der Zeit, in der England sein eigenes Vaterland mit Frauen und Kindern genau nach in Indien erprobter Methode dem Hungertode ausliefern will, in der Zeit, in der die humanitären Engländer die vielfachen Baralong=Verbrechen gegen tapfere, rechtschaffene deutsche Seeleute begehen! Es schreit zum Himmel! * (la.) Berlin. Der Gesetzentwurf über die Einführung der Hilfsdienstpflicht ist inzwischen den Bundesregierungen zugestellt worden, daß aber der Reichstag bereits zum 5. Dez. einberufen wird, wird bestritten. Von Seiten der Regierung wird die Angelegenheit jedenfalls mit der größten Dringlichkeit behandelt, was schon daraus hervorgeht, daß von ihr eingehende Beratungen mit den Führern der Parteien über die Einführung der Hilfsdienstpflicht gepflogen werden. Amsterdam. Amerikanischen Blättern zufolge will Wilson in einigen Monaten, vielleicht noch während des Winters, eine Friebensvewegung in Gang bringen. Bern. Eine Athener Depesche des„Matin" besagt: Ein leichtes griechisches Geschwader werde im Laufe der nächsten Woche nach Saloniki abfahren, um den Schiffsverkehr durch griechische Postdampfer zwischen dem Piräus und Saloniki sicherzustellen. Toronto.(Reuter) Der Milizminister Hughes sagte in einer Ansprache in dem Empire Klub, er erkläre mit Ueberlegung und auf seine eigene Verantwortung, daß Ausrüstung und Bewaffnung der kanadischen Truppen von britischen Offizieren, die ihr Geschäft nicht verständen, weggeworfen und durch schlechtes Material ersetzt worden sei. Er erklärte ferner, daß kanadische Soldaten von Studenten der Medizin im ersten oder zweiten Semester operiert worden seien. Die Schuld liege an dem System, daß Kanada während des ersten Kriegsjahres nicht die Kontrolle über seine überseeischen Truppen hatte. Tausende von Kanadier hätten in Hospitälern, die nicht unter kanadischer Kontrolle standen. Monate und sogar ein Jahr verloren, während sie sonst schon wieder in den Schützengräben zurück hätten sein können. Polen. Warschau, 17. November. Gestern ist eine Verordnung veröffentlicht worden, wodurch eine Organisation der jüdischen Rel gionsgesellschaft im Generalgouvernement Warschau geschaffen wird. Die jüdischen Gemeinden werden zu Kreisgemeinden unter einem Verwaltungsrat vereinigt, der auf Grund des Proportionalwahlrechts von den Gemeindevorständen gewählt wird. In den Verwaltungsrat delegiert außerdem die staatliche Aufsichtsbehörde 3 Mitglieder. An der Spitze der Religionsgesellschaft steht der oberste Rat; er besteht aus 14 weltlichen und 7 rabbinischen Mitgliedern; 4 weltliche und 2 rabbinische Mitglieder werden durch die Staatsverwaltung ernannt, die übrigen werden auf Grund des Proportionalwahlrechts von dem Verwaltungsrat der Kreisgemeinden gewählt. Die Gemeinden, Kreisgemeinden und der oberste Rat haben korporativrecht. Die Organisation ist auf rein religiöse Erundlage gestellt, das Judentum ist als Religionsgesellschaft im öffentlichen Recht anerkannt, wie in allen Kulturstaaten. Wien. Das Verordnungsblatt für Polen enthält die näheren Bestimmungen für den freiwilligen Dienst in der polnischen Armee. Vom 22. November angefangen wurden für die sich zur polnischen Armee freiwillig Meldenden Listen aufgelegt. Bis auf weiteres werden folgende Waffengattungen gebildet: Infanterie mit Maschinengewehrabteilungen, Reiterei, Sanitätsabteilungen und Fuhrwesen. Um der polnischen Armee nach den bestehenden völkerrechtlichen Bestimmungen die Eigenschaft der Armee eines kriegführenden Staates zu sichern, ist es notwendig, sie, soweit es sich um die oberste Führung und die Rechtsverhällnisse handelt, vorübergehend der deutschen Armee einzuverleiben. (WTB.) Kowno. Gestern besuchte der Oberbefehlshaber=Ost Prinz Leopold von Bayern die polnische Legion an der Front. Er zeichnete Abordnungen zweier Divisionen, die sich bei dem kürzlichen Angriff gegen die Russen besonders hervorgetan haben, durch Verleihung Eiserner Kreuze aus. Beim Frühstück leerte der Prinz ein Glas auf das Königreich Polen und auf die in heißem Kampfe siegreich bewährte Legion. (W.) Petersburg. Der Petersb. Tel.=Ag. zufolge verlas bei Eröffnung der russischen Duma der Führer der polnischen parlamentarischen Gruppe Garaussevie eine Erklärung, in der es heißt:„In dem Augenblick, wo der Krieg in vollem Gange ist, hatten die deutschen Mächte die Kühnheit, das Geschick nicht nur Polens, sondern auch ganz Mitteleuropas vorweg zu nehmen. Das durch die Deutschen geschaffene Königreich Polen wird in vielen Beziehungen abhängig sein von den deutschen Mächten. Das polnische Volk wird dieser deutschen Lösung der Frage nicht zustimmen, die allen seinen Bestrebungen widerspricht. Laßt uns kräftig Einspruch erheben. Die Folgen der deutschen Handlungsweise drohen den wirklichen Willen des polnischen Volkes zu entstellen. Diese Handlungsweise hat augenscheinlich den Zweck, einen Zwist zwischen Rußland und seinen Alliierten zu erzeugen, sowie in den Augen der zivilisierten Völker die empörende Rekrutierung zu rechtfertigen. Wir sind sicher, so schloß der Redner, daß in dieser tragischen Lage das polnische Volk nicht verlassen sein wird, daß das Vorgehen der zeutschen Kaiserreiche ohne Wirkung bleiben wird.“ Preufsischer Landtag. Abgeordnetenhaus Sitzung vom 16. November 1916. Der Platz des im Sommer gefallenen nationalliberalen Abgeordneten Dumrath ist mit einem Lorbeerkranz und weißer Schleife geschmückt. Prasident Dr. Graf von Schwerin=Löwitz eröffnet die Sitzung um 2¼ Uhr mit einer die Krieglage und Ernährungsfrage behandelnden Ansprache und fährt fort: Ich hoffe, daß auch so unsere Verhandlungen hier im Abgeordnetenhause wieder ganz und gar getragen sein werden, von dieser festen Zuversicht und von dem unerschütterlichen Siegeswillen, welcher gottlob noch heute wie am ersten Tage unser deutsches Volk bis zum letzten Mann beseelt.(Lebhafter Beifall.) Während der Vertagung sind gestorben die Abg. Dr. Pietzker(F. V. P.) am 11. Juli, Dr. Schrock(Fk.) am 4. Sept., Graf Harrach(K.) am 5. Sept. Der Präsident widmet insbesondere dem Grafen lamowitz=Möllendorff und dem auf dem Felde der Ehre gefallenen Abg. Dumrath ehrende Worte des Nachrufes.(Das Haus hat sich zu Ehren des Andenkens der Verstorbenen von den Plätzen erhoben.)— Abg. Dr. von Campe(Ntl.) ist infolge Ernennung zum Landgerichtspräsidenten in Stade aus dem Hause ausgeschieden, inzwischen indessen in seinem Wahlkreise wiedergewählt worden. Auf der Tagesordnung steht lediglich die erste Beratung des Gesetzentwurfs betr. die Abanderung des Artikels 80 der Verfassung und des Gesetzentwurfs betr. die Gewährung einer Entschadigung an die Abgeordneten. Die erste Lesung beider Gesetzentwürfe wird auf Vorschlag des Präsidenten verbunden. Abg. Freiherr von Zedlitz(F. K.): Ein Teil meiner Freunde wird die Vorlage ablehnen, aber alle sind der Meinung, daß es zweckmäßiger ist, sie debattelos sofort an eine Kommission zu verweisen. Ich beantrage demgemäß eine Kommission von 28 Mitgliedern. Abg. Dr. Porsch(Z.): Ich hatte mich gemeldet, um den gleichen Antrag zu stellen. Abg. Dr. Heydebrandt(K.): Wir sind in der Sache selbst geteilter Meinung, wollen aber den Wünschen, die Vorlage sofort der Kommissionsberatung zu überweisen, nicht widersprechen. Damit schließt die erste Beratung. Tie Vorlagen gehen darauf an eine Kommission von 28 Mitgliedern.— Nächste Sitzung Freitag 3 Uhr. Tagesordnung: Kleinere Vorlagen, Beratung des noch zu ein artenden Antrages aller Parteien auf Gewährung von Teuerungszulagen für Beamte usw.— Schluß nach 2½ Uhr. * Die nächste Plenarsitzung findet dann voraussichtlich erst am 4. Dezember statt, um inzwischen den Kommissionen Zeit zur Beratung zu geben. Dann dürften die Ernährungsfragen und der zu erwartende Wohnungsgesetzentwurf zur Beratung stehen. Ob die Polenfrage schon jetzt im Landtage angeschnitten wird, ist noch unbekannt. Die Abgeordneten Schweckendiek und Genossen brachten einen Antrag auf Ergänzung des Einkommensteuergesetzes durch einige dem augenblicklichen Kriegsereignissen rechnungstragenden Bestimmungen ein, die bereits bei der Veranlagung der für das Steuerjahr 1917 zur Anwendung komnien sollen. Stadt und hand. 17. November. Jungwehrkompagnie 311, Amb Lüdenscheid. Um das Interesse der Jungmannen an den militärischen und turnerischen Uebungen weiter anzuregen, soll innerhalb des Amtsbezirkes Lüdenscheid alljährlich im Frühjahr ein Wetturnen und Spielen stattfinden, das sich später mit den Veranstaltungen der Turnvereine decken wird, die aller Voraussicht nach als die bewährten Träger und Förderer der körperlichen Ertüchtigung unserer Jugend auch nach dem Kriege diesen Zweig der Jugendpflege weiter in der Hand behalten werden. Für 1917 sind ein Vierkampf und einige Gruppenveranstaltungen vorgesehen. In Ersterem werden die Sieger durch Kränze belohnt werden während für die Gruppenkämpfe ein Banner als Wanderpreis gestiftet wird. Die siegende Abteilung wird das Banner dann während des Jahres, in dem es errungen wurde, führen. Die Jungmannen, soweit sie nicht inzwischen zum Heeresdienst einberufen werden, haben nun reichlich Zeit zur Vorbereitung und damit sich recht viele am Wettkampf beteiligen, der eine Vorbereitung zu dem wieder zu erwartenden Wettkampf im ganzen Reiche sein wird, sind die Forderungen nicht gar so hoch gestellt, so daß auch der mäßig Veranlagte von vornherein sieht, daß er bei etwas gutem Willen und energischem Ueben noch ein Siegeszeichen davontragen kann. Die Wichtigkeit und den Nutzen dieser Uebungen und der militärischen Vorbereitung der Jugend erneut zu beweisen, hieße Wasser ins Meer tragen und unsere jungen Leute werden davon auch allmählich überzeugt sein und den Uebungen emsiger beiwohnen, selbst wenn die Arbeit sie jetzt mehr in Anspruch nimmt, wie in normalen Zeiten. Als Höchstpreise für Kunsthonig sind nunmehr festgesetzt worden: 1 Zentner bei dem Hersteller 40 Mark, im Großhandel 44 Mk., im Kleinhandel 55 Mark d. h. 55 Pfg. pro Pfund in Papierpackung. Das Braten ohne Fett. In dieser Kriegszeit, da der sparsame Verbrauch von Fetten eine Notwendigkeit geworden ist, wird es der Hausfrau recht angenehm sein, ein Verfahren zu wissen, das Braten, Fleischgerichte, Fische, Gemüse ohne Zusatz von Butter oder sonstigen Fetten in derselben Schmackhaftigkeit liefert. Nach den vorliegenden Zeugnissen ist das„Öhnfett=Verfahren“ von Valentin Corell in Frankfurt a. M., Gutleutstr. 23, geeignet, diese Vorzüge mit den nicht minder schätzenswerten Eigenschaften der Einfachheit und Billigkeit zu vereinigen. In einer besonders präparierten Papiertüte wird das Fleisch usw. verpackt und dann trockener Hitze ausgesetzt. Damit ist eigentlich die ganze Anweisung erschöpft, sonstige Apparate, besondere Kasserollen oder Bratöfen sind nicht nötig: Aus aller Welt (la.) Berlin. Unter den Goldgegenständen, welche der Kaiser der Goldankaufstelle überweisen ließ, befand sich ein 40 em hoher Pokal das Geschenk eines Großindustriellen, eine Goldene Vase eines Amerikaners, die der Kaiser bei einer Kieler Regatta als Preis erworben hatte und eine schwere Dose mit der Widmung eines ausländischen Fürsten. Der Wert dieser 3 Gegenstände beträgt rund 100 000 Mark. (la.) Berlin. Der im Januar 1915 als Kriegsfreiwilliger zur Front gekommene Fliegerleutnant Leffers aus Wilhelmshaven erhielt für den Abschuß des 9. englischen Flugzeugs den Orden Pour le Merite. (W.) Luckau. In Cahnsdorf bei Luckau wurde wahrscheinlich in der Nacht zum Dienstag das Kossätenehepaar Herman Golze und Tochter in der Wohnung erschlagen. Der Täter ist ein offenbar kürzlich entwichener Strafgefangener, der dort gesehen wurde und sich am Dienstag abend der Strafanstalt in Luckau selbst wieder stellte. Bern. Laut„Bund“ ist Mittwoch abend in Veveg der polnische Dichter Hendryk Sienkiewicz am Herzschlage gestorben. Bern. Nach dem„Secolo“ wurde Mittwoch Morgen 7,45 Uhr in Ancona ein ziemlich starker Erdstoß verspürt, der eine Panik unter der Bevölkerung hervorrief. Angeblich ist kein Schaden angerichtet worden. Der Erdstoß wurde auch in Ravenna und anderen Ortschaften der Gegend verspürt. Emden. Donnerstag abend wurde ein mit 40 Arbeitern besetztes Motorboot durch einen Schlepper gerammt. Das Boot wurde leck und sank. Der größte Teil der Insassen soll gerettet sein. (la.) Moskau. Der Bischof der altgläubigen russischen Kirche Michael wurde von einer in den Diensten der Ochrana (politischen geheimen Polizei) stehenden Bande in einer Seitenstraße überfallen und so schwer verprügelt, daß er bald darauf in einem Krankenhause verschied. Michael war besonders deshalb verhaßt, weil er Kenntnis von geheimen Unregelmäßigkeiten der Verwaltung besaß. Vom englischen Schiffbau. Während der letzten zehn Monate wurden laut„Daily Telegraph“ vom 4. November 28 Schiffe mit einem Tonnengehalt von ungefähr 104 072 vom Stapel gelafsen. beitskräften wie an Beständen verursache allein die augenblicklichen hohen Preise. Die Bauern seien bereits durch den Mangel an Arbeitskräften in ernste Verlegenheit gebracht. Es bestehe aller Grund für größte Sparsamkeit mit Kartoffeln. Vielfach herrsche die Kartoffelfäule, und wenn man nicht außerordentlich sparsam mit den Beständen umgehe, so wird sich der Verbraucher im Frühjahr in einer sehr unangenehmen Lage befinden. Kartoffelnot in England. In bäuerlichen Kreisen Englands herrscht laut„Daily Telegraph“ große Entrüstung über die Behauptung, daß sie ihre Vorräte planmäßig zurückhielten, um einen denkbar hohen Preis zu erzielen. Dieses sei keineswegs der Fall; die Bauern würden nur zu froh sein, bei den jetzigen hohen Preisen alle ihre Kartoffeln auf den Markt zu bringen, da die Aufkäufer auf dem Lande 10½ bis 11½ Pfund zahlen. Großer Mangel an Ar2 Köln. Hier wurde eine große Anzahl von Personen wegen Preiswucher verhaftet.— In einer hiesigen Schule fragte ein Junge den Lehrer, etwas früher weggehen zu dürfen.„Ja, was ist denn los, mein Kind?“ forschte der Klassenbeherrscher, und er erhielt die Antwort.„Ich wollt mingem Vatter Essen drahge.“„Ja, wo ist denn der in Arbeit?“ wollte der Lehrer weiter wissen.„En der Stadtküch am Klingelpötz, wo de Gulaschkanon eruhsfährt!“ war der Bescheid, und die weitere Meinung:„Aber, Junge, da könnte dein Vater doch da essen." „Hm," schloß das gute Söhnchen die Debatte,„datt Esse mag dä doch nitt!“ Meppen. Der Landrat veröffentlicht zu der(auch von der L. Z. abgedruckten) Zeitungsmeldung betr. 80 000 Zentner unangemeldeter und versteckter Kartoffeln folgende Berichtigung:„Es handelte sich bei der jüngst vorgenommenen Kartoffelbestandsaufnahme nicht um eine Nachrevision, sondern um eine erstmalige Aufnahme des Bestandes, die insbesondere nicht den Zweck der Aufdeckung verheimlichter Bestände hatte. In „versteckten Mieten vorgefunden“ sind auch keine Kartoffeln, abgesehen von einigen ganz vereinzelten und völlig belanglosen Fällen. Unangemeldet waren die Bestände bislang allerdings, und zwar, weil keine Anmeldepflicht bestand. So bleibt von dem zwar kurzen, aber inhaltsreichen Artikel nichts Richtiges übrig. Dies zur Steuer der Wahrheit und zur Ehrenrettung der Landwirte des Kreises.“ Eingesandt. Im Namen Hindenburgs! Mitschwestern! Ihr alle habt gewiß gestern gelesen, was an der Spitze der„Lüdenscheider Zeitung“ über Hindenburgs Worte an den Reichskanzler die Ernährung der Arbeiter betr. stand. Wollt Ihr helfen, im Sinne Hindenburgs zu wirken? Viele von Euch ziehen jetzt— woran sie früher nie gedacht hätten— ein Schwwein auf, um während des Winters die eigene Familie zu versorgen. Wie wäre es, wenn Ihr diese Schweine, nachdem Ihr sie fett gemacht habt, der Allgemeinheit— gegen Bezahlung nach vorgeschriebenen Sätzen— zur Verfügung stelltet? Das Fett, das daraus gewonnen wird, möge den schwer Arbeitenden, namentlich den Kriegsindustriearbeitern, zugute kommen. Das hieße, im Sinne Hindenburgs handeln. Damit könntet Ihr Hindenburg Eure Dankbarkeit beweisen. Das Ganze zu organisieren, wäre nicht schwer. Die Stadtverwaltung würde gewiß gern Anmel dungen der„Schweinezüchter“ entgegennehmen und das Weitere in die Wege leiten. Dem Beispiel Lüdenscheids würden dann sicherlich bald andere Städte folgen. Eine für Alle. Eingesandt. Der Präsident des Kriegsernährungsamts, von Batocki, ruft in einem dringenden Schreiben die Landbevölkerung auf, alle irgendwie entbehrlichen Nahrungsmittel für die Soldaten und für die Kämpfer im Arbeitskittel zur Ver fügung zu stellen. Aufrufe, Drucksachen, Flugblätter helfen bekanntlich fast niemals, um etwas zu erreichen. Versönlich muß man aufrufen! In Lutter am Barenberge hat sich eine Reihe von Männern bereit erklärt, in allen Familien im Sinne des Aufrufs persönlich aufklärend und werbend zu wirken. Die Bestände an irgend entbehrlichem Gemüse und Obst werden aufgenommen, sobald sie gebraucht werden, einge sammelt und dem Verbraucher zugeführt. Nach den bisherigen Erfahrungen hat noch jede Familie an Steckrüben, Mohrrüben, Weiß= oder Rotkohl. Obst usw. nicht unerbebliche Mengen gegen Geld zur Verfügung gestellt. Wenn in allen Dörfern in dieser Weise gearbeitet würde! Unser Volk würde dann auch im Wirtschaftskriege durchhalten und siegen. jedes Herdfeuer, jede Gasflamme, ja auch offenes Feldfeuer genügt. Auf demselben Prinziv des Kochens in der Tüte beruht das Verfahren„Sanogres“ von Lampert in Frandfurt a M., Fasanenstr. 10, das allerdings einen besonderen Kochoder Brattopf angewendet wissen will.(KEA.) Heedfeld. Der Unteroffizier Otto Bewerunge aus Kublenteppig wurde zum etatsmäßigen Feldwebel befördert. Preußisch=Süddeutsche Klassenlotterie.(Ohne Gewähr.) (6. November. Vormittags: 30 000 A auf Nr. 141229; 5000 M auf 132 161, 191 368 und 211 926; 3000 Mark auf 2524, 25 050, 28 012, 33 152, 35 479, 39 886, 45 722, 48 970, 59 390, 64 488, 66 924, 69 390, 73 251, 80 097, 84 159, 86 950, 87 066, 93 831, 95 645, 100 904, 109 954, 155 401, 128 007, 129 565, 133 384, 138 879, 140 493, 151 537, 154 885, 155 671, 169 943, 170 202, 177 309, 185 621, 187 495, 191 410, 192952, 19456 218 103, 221 626, 225 60, 226 27 1. 228 23 230 115.— Nachmittags: 15 000 A auf Nr. 168381, 171316 und 181 829: 5000 A auf Nr. 40 117; 3000 M auf Nr. 8876, 22 467, 30 137, 32 124, 32 791, 38 876, 54 574, 56 124, 57 299, 60 804, 61 968, 69 367, 86 270, 88 152, 88 461, 89 766, 110 906, 122 039, 133 330, 141 102, 142 092, 150 444, 150 771, 151 078, 155 436, 168 061, 173 004, 175 526, 178 406, 187 137, 189 621, 191 816, 216 665, 224 873, 28 289, 229 657 und 231 439. von gestern. Unsere Flieger warfen mit Erfolg Bomben auf die Gebäude der Eisenbahn von Kairo. London.(Lloyds) Der spantsche Dampfer„Oiz Mendi“ ist versenkt worden. Die Besatzung ist gelandet. London, 16. November.(Reuter) Am frühen Morgen des 15. wurden die U-Bootsstationen in Brügge und Östende vom Marinefliegergeschwader wiederum heftig bombardiert. Es wurden direkte Treffer am Atelier de la Marina in nächster Nähe der Elektrizitäts=Kraftstation und ein großer Brand beobachtet, der wahrscheinlich von einem Petroleumdepot herrührte. Alle Maschinen sind wohlbehalten zurückgekehrt. Der See- und Luftkrieg Berlin. Nach einer Meldung aus Madrid griff„U 49“ den englischen Dampfel„Stan Buchanan“ an. Einzelheiten fehlen.— Die Besatzung des im Atlantischen Ozean von einem deutschen U-Boot versenkten englischen Dampfers„Merasanos wurde von einem dänischen Dampfer in einem portugiesischen Hafen gelandet.— Die englischen Dampfer erenicia“ und„Korinth“, sowie der schwedische Dampfer„Astrid“(auf dem Wege von Stockholm nach Finnland) sind versenht worden. Der englische Dampfer„Perolini ist verloren gefangen. (WTB.) Berlin, 16. November. Amtlich. Am 15. Novembei morgens warfen feindliche Flugzeuge Bomben auf die Häfen von Brügge und Ostende. An den Fahrzeugen und den Anlagen der Marine wurde kein Schaden angerichtet. Amsterdam. Der Dampfer„Midsland“ von Rotterdam nach London, wurde von einem Unterseeboot nach Zeebrügge aufgebracht. (W.) Bern. Der englische Dampfer„City“ aus Kairo ist nach einer Meldung des„Petit Parisien“ aus Brest mit dem englischen Dampfer„Manchester“ im Nebel zusammengestoßen. Beide wurden sehr schwer beschädigt und mußten im Schlepptau nach Brest zur Ausbesserung gebracht werden. Nach einer Meldung des„Echo de Paris“ sei der Dampfer „City“ aus Kairo mit dem griechischen Dampfer„Empreß of Syra“ zusammengestoßen. Letzterer sei gesunken. Die Besatzung gerettet. Bern. Eine Depesche des Matin aus Marseille meldet, daß 30 Gerettete des Dampfers„Arabis“ dort eingetroffen — Das Echo de Paris meldet aus La Cosuna: Der Dampfer„Leo 13.“ traf auf dem Meer den verlassenen brennenen norwegischen Dampfel„Semma“, der alsbald sank. Das Schicksal der besatzung ist unbekannt. (WTB.) Konstantinopel, 16. November. Amtlicher Bericht Deuelte Dachrichten. Berlin, 16. November. Die volnische Fraktion des Reichstags hat zur Ausrufung des Königreichs Polen offiziell noch keine Stellung genommen. Darum haben auch ihre Vertreter bei den jüngsten Verhandlungen des Hauptausschusses das Wort hierzu nicht ergriffen. Sie stehen auf dem Standpunkt, daß sie als polnische Untertanen Preußens ebenso wie als Angehörige des Deutschen Reiches sich um die Staatsbildung nicht zu kümmern haben. Wie sie vom nationalen Gesichtspunkte aus die Frage betrachten sollen oder wollen, darüber werden sie sich dem„Tag“ zufolge unmittelbar nach dem Zusammentritt des preußischen Abgeordnetenhauses schlüssig machen. Man ist sich jetzt schon klar darüber, daß weit auseinandergehende Anschauungen in der Partei zutage treten werden; das liegt an der Zusammensetzung der Fraktion, die sowohl ganz rechts stehende Aristokraten und völlig linksstehende aus dem Arbeiterstand hervorgegangene Mitglieder zählt, dazwischen Vertreter des Mittelstandes und der Geistlichkeit. Nafürlich ist man der Hoffnung, daß ein auf konstitutioneller Grundlage geschaffenes, vom russischen Despotismus befreites Königreich Polen nicht ohne Einwirkung sein kann auf die Stammesgenossen innerhalb der preußischen Monarchie. Aber allzu große Erwartungen knüpft man für sich selbst nicht an diese Schöpfung, da man auch für die kommende Polenpolitik das Wort des Ministers des Innern als Richtlinie erachtet: „Es wird von dem Verhalten der Polen abhängen, wie der preußische Staat sich zu ihnen stellt.“ (bb.) Berlin, 17. November. Verschiedenen Blättern zufolge ist jetzt eine Verständigung mit Rußland über die Zurückführung der verschleppten Östpreußen erzielt worden. Beirut(Syrien), 16. November. Die hiesigen Blätter veröffentlichen eine amtliche Mitteilung des Oberkommandanten der 4. Armee, wonach das Kriegsgericht in Aleppo Hussein Kemal Pascha, der sich zum Khedive und dann zum Sultan von Aegypten erklärte, in Anbetracht dessen, daß er einen Bestandteil des türkischen Kaiserreiches unter fremde Herrschaft stellte in contumaciam zum Tode verurteilte, und daß dies Urteil durch kaiserliche Irade bestätigt wurde. Haag, 16. November. Die Zweite Kammer nahm heute in der Debatte über die Verfassungsrevision den Artikel an, demzufolge Frauen in die Generalstaaten(Parlament) gewählt werden können. Das aktive Frauenwohlrecht war gestern verworfen worden. (WTB.) London, 16. November. Die englischen Verlustlisten vom 13., 14. und 15. November enthalten die Namen von 115 Offizieren(54 gefallen, die Mannschaftsverluste sind nicht angegeben) und 68 Offizieren(30 gefallen) und 3000 Mann und von 85 Offizieren(27 gefallen) und 4714 Mann. (bb.) Sofia, 16. November.„Woenni Iswestia“ schreibt: Unser Verteidigungskampf in Mazedonien bezweckt die Ermüdung des Feindes. Je stärker seine Angriffe, umso naher ruckt dieses Ziel unserer Armee. Mazedonien bildet die Mühle, die den Feind zermalmt. Laut amtlicher Meldung hat der Feind so viele Tote und Verwundete verloren, als unsere ganze Verteidigungsarmee stark ist. Jeder Meter Boden am Cerna ma. mit dem Leben eines Serben erkauft werden. (WTB.) Wien, 16. November. Die Leiche des deutschen Botschafters von Tschirschky wird am Sonnabend in der evangelischen Kirche eingesegnet, worauf die Ueberführung nach Dresden erfolgt. Am Montag findet in Hosterwitz bei Dresden die Beisetzung in der Familiengruft statt.— In den Aeußerungen der Blätter über den jäh dahingeschiedenen deutschen Botschafter spiegelt sich die große Wertschätzung wieder, die der Diplomat als Freund der Monarchle in der öffentlichen Meinung genossen hat. Die Blätter heben die Verdienste, die sich der Botschafter besonders um die Ausgestaltung der Bündnisverhäitnisse erworben hatte, rühmend hervor. (bb.) Wien, 17. November. Verschiedene Blätter wissen von einer bevorstehenden Proklamation Kaiser Franz Josefs über die Mitregentschaft des Erzherzogs Karl zu berichten. Newyork, 8. November.(Funkspruch WTB. Verspätet.) Eine Depesche der„Associated Preß“ aus El Paso in Texas meldet, daß der aus Chihuahua die Nachricht eingegangen sei, der deutsche Konsul in Paral, Edgar Koch, sei entweder getötet worden oder werde von den Räubern Villas in der Nähe von Santa Rosalia gefangen gehalten, um ein Lösegeld zu erpressen. Man glaubt, daß Koch mit Silberbarren im Werte von 50 000 Dollars, die für eine amerikanische Bergwerksgesellschaft bestimmt waren von Paral agbereist sei. (kz.) Washington, 16. November. Die englische Note über die Schwarzen Listen wird hier als ein sehr schlau abgefaßtes Dokument betrachtet, durch das die Washingtoner Regierung gezwungen wird, ihren Einspruch nicht länger auf juristische Gründe zu stützen und dafür Gründe der internationalen Freundschaft und guten Beziehungen ins Feld zu führen. 7 russische Munitionsdampfer in die Luft geflogen. (la.) Stockholm. Die russische Zeitung Archangelsk teilt mit: Mittwoch abend wurde die Stadt von einem entsetzlichen Lärm erschreckt. Um 6 Uhr 15 Min. waren, wie auf Signal, sieben Munitionsdampfer, die morgens angekommen waren, in die Luft geflogen. Die Explosion war äußerst stark. Der Hafen glich minutenlang einem feuerspeienden Vulkan. Es wurden zusammen 37 Speicher dem Erdboden gleichgemacht. 763 Menschen wurden schwerverletzt in die Krankenhäuser gebracht, doch dürfte die Zahl der Opfer sich als wesentlich größer herausstellen, wenn die Aufräumungsarbeiten vollendet sein werden. Der Zutritt zur Hafengegend bleibt weiter verboten. Ruswärtige Theater und Ronzerte Städtisches Schauspielhaus Hagen. Am Montag, 20. November, abends 8 Uhr wird das Crefelder Stadttheater den Schwank„Die Großstadtluft“ von Blumenthal und Kadelburg zur Aufführung bringen. Kleine Preise. Der Vorverkauf hat begonnen.— Am 22. Nov.(Bußtag) findet ein Abonnementskonzert der Konzertgesellschaft statt. 8. Vreußisch-Süddentsche (234. Königl. Preuß.) 5. Klasse 6. Ziehungstag 13. November 1916 Vormittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. sind in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)(Nachdruck verboten) 121 221 320 460 617 770 993 1279 306(1000) 460 75 603 926 2602 635 77 92 849 79 986 2105 200 487 88(500) 836 679 97 734 811 807 11 43 4016(500) 112 413 69 99 527 45 79 5279 308 437 637 46 72 621 94 994 6023 131 261 625 7012 35(500) 66 395 402 17 67 71 611 65 774 97(1000) 932 8174(1000) 388 406 7 549 86 765 911 56(500) 9185 219 412 673 792 0013 55(3000) 94 279 380 401 64 644 74 11079 157 308 92 483 501 607 51 715(3000) 12024 8° 407(1000) 667 613 746 922 13346 509 726 800 69 14339 46 648 811 58 946 15121 487 514 614(1000) 47 93 746 16100 43 97(500) 227 67 367 514 885 901 17196 469 622 624(1000) 42 982 18007 60 649 94 785(500) 931 87 19011 83 97 335 614 90 670 908 32 61 20018(1000) 252 412 550 745 56 826(1000) 48 957 73 21028 107 27(500) 279 66(1000) 22029 296 493 663 86 93 666 11000) 774 809(600) 26- 23485 512 633(1000) 810 967 24549 88 701 875 917 25066 289 77 309 493 613 52 630 766 966 26099 388 409 27080 340 423 636 49(500) 736 65 812 992 95 23133 341 54(3000) 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70(1000 860 73 350 20239 533 694 734 207317 208006 223 91 679 S 84 (500 804 912 2365 292 36 460 91 663 921 66(550) 210014(500) 116 25(3000) 29 74(1000) 80 260 710 998 928 74 79 2)1051 104 46 78 480(500) 799 891 910212109 68 290 390 530 54 631 853 963 213112 468(10001 87 505 49 63 85 602 30 837 954 60 98 214224 48 343 591 789 91 25 23 40 73 452 587 90 500) 216074(500 2 31 3) 34 567 895 217422 64 500 68 96 691 742 62(1000; 8 21023 43(500) 187 242 39 41 78 1500) 453 84 721 976 219079(3000) 383 604(3000 860 923(500 22034 48 448 63 511 619 24 53 64 11000 74 741 48 962 910 89 210 95 154(1000) 57 415 648 701 2 82 90 222276 381 677(1000 818 994 223135 652 98 600 73 294 77 7 7 83 49 57 328 54 75 452 88 541 77 93 825 77 225035 186 91 505 8 691 6 27 6 342 76 410 802 8 97 226 27 158 64(1000 373 457 731 821 48(1000) 57 988 229083 132 310 11 430 534 680 736 230 37(500) 48 55 111 391 424 749 800 42 913 20 271067 110 36 90 232 100) 406 659 711 82 97 77 2 6 419 62 823 233081 176 89 576 78 417 527 43 65 632 700 23 ichtigung: In der Vormittagsziehung vom 11. November die Nr. 102 961 nur mit 240 M., dagegen Nr 8 mit 1000 M. gezogen. Nr 140 968 ist mil 509 M.geIn der Nachmittagsziehung desselben Tages ist nicht die 21(1000) sondern Nr. 89 302(1000) gezogen. Ne. 4 ist mit 300 M. 8. Preußisch-Süddentsche (234. Königl. Preuß.) Klassenlotterie 5. Klasse 6. Ziehungstag 13. November 1916 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. sind in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)(Nachdruck verboten) 255 312 626 32 46 703 819 1143 311 72(1000) 83 401 81 821 44 56 946 80 2007 108 33 382 608 97 697(1000) 743 (500) 53 3126 72 77 82 202 69 308 26 627 4048.319 424 86 574 608 785 841 912 40 59 5013 173 448 612 31 43(1000) 765 5036 261 339 82 99 682 668 65 94 750 74 841 7049 117 83 304 89 548 666 775 860 98 998 3228 87 471 536 626(1000) 938 S574 670 825 50(500) 66 936(500) 81 10033 46 192 354 87(1000) 464 665 721 11198 203 8(500) 41 46(500) 47 574 631 804(1000) 11 12095 495 525 626 48 818 98 936 13001 94 156 88(1000) 280 396 640 846 931 14033 320 666 900 12 15243 388 463 648 613 810 16(500) 90 98 16305 54 410(3000) 15 621 52 734 50 80 17167(1000) 68 282 323(3000) 678 695 322 86 18065 96 294 389 891(500) 918 19005 267 357 440 57 623 746 84 93 826 60 981 20003 93 134 248 319 43 434 610 21 54 693 860 21281 204 32 48(500) 72 483(500) 535(3000) 43 629 841 925 22037 61 134 362 84 95 447 50 631 58 749 829 913 46 23320 416 807 47 56 928(1000) 87(1000) 24101 30 211 867 94 524 690 878(1000) 40 25103 28 202 9 365 587 743 26169 363 713 60 27028 71 511 65 73 704 988 89 28065 238 449 576 667 746 800 67 77 933 29116 456 622 600 42 776 946 81 30270 99 638(1000) 91 773 94 892 986 88 21120 233 (500) 68 386(500) 89 96 694 32053(500) 425 657 704 8 92 932 33197(500) 369(500) 425 635 679 87 718 95 820 99 34480 623 67 886 856 35000 6 86 93 102 17 212 366(500) 408 42 537(3000) 83 623(600) 706 91 890 929 64 36060 127 797 323 64(1000) 473 635 39 778 82(1000) 84 932 37070 104 13 43 216 69 649 606 49 993 38091 162(3000) 80 488(500) 528 783 88 807 30 917 29013 273 303 34 416 673 77 772 79 891 976 89 46040 95 193 201 51 387 442 50 59 615 900 70 41138 264 578 676 897 42020 276(500) 81 718 867 960 43019 26 448 681 663 721 881 985 44289 438 616 25 723 49 847 77 4 5002 171 480 85 805 28 901 43040 81 353 440 572 649 65 47252 357 1600) 65 499(2000) 519 91 604 75 727 55 873 916 48137 34 363 409 75 643(3000) 727 38 997 49071 166 278 608 606 6 17 606(1000) 46 982 58063 244 308 18(500) 66 710 802 49 72 946 51027 208 398 561 649 710 96 843 902(3000) 78 52325 31 66(1000) 75 428 544(1000) 748(500) 81 880 901 53027(3000) 111 17 330 653(500) 973 54067 109 90 305(500) 513 18 908 5 5114 18 62 344 463 70 671 784 844 906 56002(500) 71 84 226 338 427 68 518 56 57101 66 315 548 58 67 877 58013 134 62 50 272 337 466 659(600) 732 59150 311 81 556 633 743 46 881 956 69093 166 268 92 328 404 46 531 612(500) 46 72 798 866 SI01 184(500) 435(10 000) 623 42 82 684 949 62102 95 304 686 633 745 64 887 68024(1000) 84 89 209 324 419 509 645 68 895 64184 287 479 637 706 958(1000) 6 5336 413 44 523 702 997 66030(3000) 86 110 557 688(500 719 876 84 C62(1000) 72 83 6 7140(1000) 68 354 91 484 563(1000) 98 1500) 643(1000) 67 818 68107 293 369 566 631 862 944 69025 41 116 216 291 852 956 86 76246 572 624 98 769 879 947 71056 165 239 54 203(3000) 629 699 898 72205 27 523 54 962 74 78(6600) 7 3104 226 625 627 959 73 7 4067(1000) 368 467 83 95 696 622 55 776 869 984 7 5026 64 120 201(500) 3 8 43 364 11000) 411 14 552 91 600 62 807 74 76351(3000) 435 586 784 882 84 911 28 77147 92(500) 233 357(3000) 659 86 817 7& 26 761 924 79016 92 182(500) 99(3000) 278 409 656 811 927 97 8G023 475 625 81191 242 3(2 478 509(500) 38 901 80 22054 1000) 158 229 273 678 709(500) 64(3000) 66 887 91 992 83088 99 109 706(500) 16 51 8250 5 91 424 717 87 5064 61 106 221(5001 519 47 677(1000) 76 816 51 938 8089 248 419(1000) 749 915(100) 13 36(560) 88 87033 109 210 408 571 796 841 71 068 116 207 60 696 89073 275 242(500) 57 437 60 656 606 708(1000) 79 844 73(1000) S0026 96 256 466 893 91342 497 656 769 816 82 68 262 479 93226 762 851 918 67 94013 116 327 444 667 757 89 95017 135(500) 54 440504 680 775 84 892 950 96007 120 32 216 410 587(1000) 97159 403 98010 317(5001 85 88 597(1000) 616(1000) 981 99000 108 288 378 500 28 81 679 821 99 900 100172 214 405 49 82 101131 67(500) 240(1000) 42 88 (10001 541 62 89 666 722 898 102014 238(500) 53 340(500) 65 471 93 580 83 610 16 64 788 966 84 96(1000) 10 2093 488 726 96 104123 60 77 232 388 488 865 105061 120 263(3000) 599 831 36 92(1000) 106088 138 53 88 266 61 312 17 29 487 509 56 706 924 36 10 7262 324(600) 427 33 94 563 679 84 749 81 8°9 66(500) 108101 28 34 37 83(3000) 227 389 573 90 735 89 97 109031(1000) 118 269 99 404 28 49 71 79 557 683 110005 225 422(1000) 81 667 663 762 853 111120 260 76 646 675 88 754 956 112118 64 99 373 421 67 668 964 70 113148 50 242 304 11 492 527 701(500) 22 63 71(500) 114007 32 118 31 62 213 70 659 650 850 76 86 936 115232 488 92 (500) 824(500) 922 116007 110 232 36 445 117200 66 96 475 583 740 54 118366 86 494 658 60 764(1000) 820 933 68 76 119146 64(1000) 376 401 68 611 949 120006(1000) 314 33 568 635 799 121026 354 67 509 22 685(500) 821 122043 240 304 59 708 23 24 994(1000) 123042 191(500) 212 588 607 826 124292 648 763 868 125067 307 93 422 71(500) 553 612 126112 281(1000) 605 729 40 822 127302 23 40 621 32 73(30 000) 654 933 68 128285 231 622 129066 176 77 731 130188 510 706 131012 154(1000) 231 302 74 620 936 59 132055 69(500) 140(600) 93 490 657 836 90 133049 112 309 23 78 410 24 86 500 869 134061 171 237 608 800 1361(2 41 231 352 81 89 482 518(3000) 643 92 878 138034 251 467 (1000) 80 504 57 866 978 137120 219 34 44 54 357 475 78 656 810 138219 412(500) 519(1000) 665(600) 802 993 139105 92(500) 310 32 466 581 698 140102 5 25 41(600) 52(500) 226 695 928 40 82 141142 321(500) 566(500) 760 865 67 74 966 14 2032 242 374 529 44 743 66 965 143037(3000) 67 94 168 286 476 629 610 65 832 40 98 930 144060(600) 63 274(500) 366 482 98 810 998 45237 526 646 864 953 57 88 146012 168(500) 256 391 644 52(500) 660(500) 791 971 92 14 7021 67 138 202 76 379 591 695 765 825 143084 145 66 72 285 334 403 30 33 522 616 701 880 980(600) 149008 32 111 44 237 304 486 90(1000) 611 54 93 94 690 782 156156(1000) 211 321(500) 41 60 75 83(500) 436 43 623 24 71 74 96 729 80 870 987 151081 87 189(500) 204 71 547 749 80 952 71 77 15 2027 76 145 384 460 728(500) 153021 61 246 61 509 17 59 75 633 713 39 76(3000) 874 15 4182 265 624(600) 77 769 89 994 155166 86 462 573 690 709(3000) 12 75 837(500) 15 7032 267 391 402 37 68 75 653 761 927 158050 67(1000) 314 430 71 76 942(600) 15 9036 60 172 216 362 93 479 89 531 73 94 663 90 160063 116 58 482(500) 522 603 161073 381 563 746 831(1000) 963 162832 163076 297 301(3000) 422 164018 (500) 165 323 552 99 881 84 960 68 165020 76(1000) 78 172 81 216 46(500) 500(3000) 83 817 922 35 186121 431 611 44 48 79 793 843 917 23 167267 305 499 500 69 617 762(3000) 901 22 168336 38(1000) 79 97 477 689 806 904 99 169092 107 26 261 69 337 68 692 170241 556 839 67 17 1047 386 460 802 51 73 62 17 2090 204 385 577 835(3000) 938 1600) 17 3306 434 687 98 622 745 72 885 17 4031 197 330(3000) 518(500) 802 86 17 5112 87 1000) 811(500) 661(500) 637(3000) 67 913 17 6113(600) 23 94 294 311 26 31 512 646 52(1000) 58 1000) 985 177048 132 319 563 651 702 79(1000) 961 80 17 8210(500) 29 657 90 721 179113 60 231 69 432 61 812 37 96 927(5001 57 180082 609 47(500) 768 181053(3000) 123 634 83 681 953 182028 111 214 437 51(3000) 509 66 766 821 183077 248 544 856 82(500) 91 184032 172 77 393 610 92 95 638 743 72 185145 50 74 217(500) 49 376 526 68 651 74 771 988 185194 221 69 578 800 137219 666(1000) 721(500) 46 893 906 112003(500) 197 380 84 662 602 891 188077 86 199 215(500) 30 77 481 812 989 190118 57 282(5000) 91 306(500) 38 55 509 49(3000) 78 (500) 885 944 191123 401 40 86(3000) 566 850 192126 91 206 403 5 660 756 886 193059 391 589 92 754 56 73 898 972 94024 73 139 45 325 779 916 19 5626 69 714 29. 99 413 50 196284 320 61 64 934 63 197158 383 660(3000) e8 730 888 18037 39 47 285 326 81 617 62 53 71 86 774 877 913 199070 582 602 6 884 202047 130 288 329 96 670 86 608 31 43 740 11000 78 907 86 3000 23004 10 13 60 137(1000) 227 1 54 8 55 97 600 667 717 24000 63 18 245 524 74 778 861 20 5262 470 810 914 20616 327 69 28 572 6 733 807 961 29797 100 92 a77 491 512 63 610 52 9 22 63(500) 960 75 82 203005 142 52 300 455(090) 2 0926 53 342 416 611 14 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1000, 5326 zu 500 M. Verordnung über Höchstpreise für Hafernährmittel. Auf Grund der Verordnung über Kriegsmaßnahmen zur Sicherung der Volksernährung vom 22. Mai 1916(Reichs Gesetzbl S. 401) wird verordnet: § 1. Der Preis für Haferflocken, Hafergrütze und Hafermehl lose in Säcken verladen, darf beim Verkaufe durch den Herstelle vierundsiebzig Mark dreißig Pfennig für hundert Kilogramm netto frei Empfangstation des Großabnehmers nicht übe steigen Der Höchstpreis giet ausschließlich Sack und für Barzahlung innerhalb 14 Tagen nach Empfang. Bei leihweiser oder käufl cher Ueberlassung der Säcke gelten d'e Vorschriften im§ 2 Abs. 1 der Vero dnung über Höchstpreise für Hafer vom 24. Juli 1916 (Reichs=Gesetzbl. S. 826) entsprechend. § 2. Beim Kleinverkaufe dürfen folgende Preise nicht überschritten werden: a) für Haferflocken, Hafergrütze und Hafermehl lose: 44 Pfennig für das Pfuno; b) für Haferflocken und Hafergrütze in Packungen: 56 Pfennig für die 1 Pfund=Packung; c) für Hafermehl in Packungen: 32 Pfennig für die ½ Pfund=Packung. Als Kleinverkauf gilt der Verkauf an den Verbraucher in Mengen bis zu sünf Kilogramm einschließlich. § 3. Die Landeszentralbehörden können bei Haferflocken, Hafergrütze und Hafermehl, lose oder in Packungen, die sich beim In krafttreten dieser Verordnung bereits im Kleinhanzel befinden, für Verkäufe, die bis 25. November 1916 stattfinden, Außnahmen von den Vo schriften im§ 2 zulassen Sie können diese Befugnis auf andere Behörden übertragen. § 4. Mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafen wird bestraft: 1. wer die in dieser Verordnung festgesetzten Höchstpreise überschreitet; 2. wer einen andern zum Abschluß eines Vertrages auffordert, durch den die Preise überschritten werden, oder sich zu einem solchen Vertrage erbietet. Neben der Strafe können die Vorräte, auf die sich die strafbare Handlung vollzieht, eingezogen werden, ohne Unterschied, ov sie dem Täter gehören oder nicht. § 5. Der Reichskanzler kann Ausnahmen von den Vorschriften dieser Verordnung zulassen. § 6. Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündigung in Kraft. Berlin, den 2. November 1916. Der Stellvertreter des Reichskanzlers: Dr. Helfferich. Vorstehende Verordnung mache ich mit dem Bemerken bekannt, daß die Befugnis zur Zulassung von Ausnahmen von den Höchstpreisen nach§ 3 der vorstehenden Verordnung für den ganzen Kreis, mit Ausnahme der Stadt Altena, mir übertragen ist. In der Stadt Altena ist zur Bewilligung einer Ausnahme der Magistrat zuständig. Altena, den 12. November 1916. Der Königliche Landrat: Thomèe. Kartoffelnachlese. In diesem Jahre darf keine Kartoffel verloren gehen. Auf den wiederbestellten Ackern muß deshalb eine ganz gründl che und sorgfältige Kartoffelnachlese erfolgen. Wenn es an Arbeits'räften fehlt, wolle man sich an die Ortsbehörde wenden. Ich habe diese ermächtigt, im Noifalle zur Nachlese Schulkinder zur Verfügung zu stellen. Die Ortsbehörden werden nötigenfalls die Landwirte auch zwangsweise zur Nachlese anhalten. Altena, den 10. November 1916. Der Königl. Landrat: Thomée. Verabfolgung von Fleischgerichten in Gast= und Schankwirtschaften, Speisewirtschaften usw. § 1. Inhaber von Wirtschaftsbetrieben aller Art(Gast= und Schankwirtschaften, Speisewirtschaften, Fremdenheimen usw.) haben dafür zu sorgen, daß in den Wirtschaftsräumen Speisekarten aufliegen, in denen bei jedem Fleischgericht vermerkt ist, wieviel Fleischmarken für dessen Verabfolgung von dem Gast herzu geben sind, und daß deren Abtrennung von der Reichsfleischkarte und Entnahme wirklich erfolgt, ehe das Gericht ausgehändigt wird. Sie haben ferner dafür zu sorgen, daß diesen Angaben der Speisekarte das Gewicht des zu dem Fleischgericht verwandten Fleisches und der verwandten Fleischwaren möglichst genau entspricht. Unter Fleischgericht ist jedes Gericht zu verstehen, bei dessen Bereitung Fleisch und Fleischwaren im Sinne des§ 1 unserer Verordnung zur Regelung des Verbrauchs von Fleisch und Fleischwaren vom 4. Oktober 1916(also Schlachtviehfleisch, Hühner, Wildbret, Speck und Rohfett, Eingeweide des Schlachtviehs, zubereitetes Schlachtviehfleisch und Wildbret, sowie Wurst, Fleischkonserven und sonstige Fleischdauerwaren aller Art) verwandt sind, mit Ausnahme von Fleischbrühe und sonstigen Suppen ohne Fleischeinlage. Für das einzuhaltende Verhältnis zwischen dem Gewicht des verwandten Fleisches und der verwandten Fleischwaren einerseits und der Zahl der Fleischmarken andererseits sind die Bestimmungen des§ 7 der vorerwähnten Verordnung vom 4. Oktober 1916 und der etwa zu deren Ergänzung und Abänderung erlassenen Bestimmungen maßgebend. Zum Beispiel haben 50 Gramm frische Wurst den Wert von einer Fleischmarke, 60 Gramm Lende den Wert von 3 Fleischmarken, ein halber junger Hahn den Wert von 4 Fleischmarken. § 2. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu 10000 Mk. oder mit einer dieser Strafen bestraft. § 3. Diese Anordnung tritt am 20. November des Jahres in Kraft. Lüdenscheid, den 15. November 1916. Der Magistrat. Sämtliche Drucksachen liefern schnell und billigst Tilgenkamp& Ruhl, hüdenscheid. AAA Langfristige Aufträge auf Innenteile zu H. L. 11 Gr. wie Nietschrauben, Zündbolzen- und Schlagbolzen-Nadeln, Neilstücke, Sprengkapfelgehäufe, Zündladungskapselschrauben, Fllehbolzen und Verschlufsschrauben haben zu vergeben Henschel& Sohn, Cassel Lokomotiv-Fabrik. Frauenvereins. Zum drittenmahl in diesem Kriege gehen wir dem Weihnachtsfest entgegen, und wenn das Fest auch nicht mit Lichter glanz gefiert werden kan wie in Friedens eiten, so soll es doch einen Lichtblick bringen in manches sorgenvolle Herz, in manches dunkle Haus. Dazu möchte auch der Frauenverein mithelfen Es sind schon viele Bitten an urs ergangen um Wäsch oder Kleidungsstucke, die jetzt in vielen Familien fehlen. Da aber iese Dinge jetzt sehr schwer zu beschaffen sind, wird es uns kaum gelingen, diese Wünsche auch nu in der bescheidensten Weise zu erfüllen. Wir bitten deshalb alle unsere Mitglieder ihre Bestände wieder einmal durchzusehen, ob sie noch irgendwie entbehrliche Kleidungsstücke, Mäntel, Strümpfe oder Schuhe besitzen, und sie uns dann für unsere Armen überweisen. Auch Geld nehmen wir dankbar an, da die Einkäufe, ob vohl sie der hohen Preise wegen kleiner ansfallen mußten als in anderen Jahren, an unsere Kasse große Anforderungen gestellt haben Alle Sendungen bitten wir bis zum 25. November an Frau Pastor Proebsting. Loherstraße 4. Der Vorstand des Frauenvereins. Landgemeinde Lüdenscheid. Bei der am 10. November d Is. erfolgten Gemeinderatswahl ind zu Gemeindeverordneien für die Zeit vom 1. Januar 1917 bis zum 31. Dezember 1922 gewählt worden a) von der I. Abteilung: 1. Herr Fabrikant Ernst Selve, Peddensiepen 2.„ Brennereibesitzr Rud. Berghaus, Ahelle b) von der II. Abteilung: 1. Herr Kaufmann Aug. Lo senbeck, Oberrahmede 2.„„ F. W. Clever, Brügge c) von der III. Abteilung: Herr Werkmeister Heinr. Knipp, Mühlenrahmede. Gemeinde Hülscheid Bei der am 13. November d. Is. vorgenommenen Gemeinderatswahl sind zu Gemeindeverordneten für die Zeit vom. 1. Jan. 1917 bis zum 31. Dez mber 1922 gewählt worden a) von der I. Abteilung: Herr Fabrikant Rud. Falkenroth, Flaßkamp, b) von der II. Abteilung: Herr Landwirt Karl Kalle, Muhle und für den Rest der laufenden Wahlperiode bis zum 31. Dez. 1920 Herr Landwirt Karl Seuner, Sonnenscheid. Einsprüche gegen die Gültigkeit dieser Wablen sind innerhalb 2 Wochen bei den betreffenden Gemeindevorständen anzu pringen. Lüdenscheid, den 14. November 1916. Der Amtmann. Ein gut erhaltenes Wasserrad (oberschlächtig) 2800 mm Durchm. und 720 mm breit, zu verkaufen. Westdeutsche Sprengstoffwerke Aktien-Gesellschaft Fabrik Rummenohl. Legen Sie niemals die: Lüdenscheider Zeitung weg ohne daß Sie den kleinen Anzeigen ebenso eingehende Beachtung schenken, wie dem übrigen Lesestoff; auch wenn Sie keine direkte Veranlassung haben, können Sie unter den Angeboten immer etwas finden, das Sie interessieren wird und Ihnen nutzen kann.:::::: Cacao, Chocoladenpulver, Tee, Kornkaffee, KaffeeErsatz-Mischung, Malzkaffee, Karisbader KaffeeGewürz, Kaffee-Essenz, Cichorien empfiehlt billigst F. W. Funke Wwe. von 0.30—0.33 mm, weich blank auf Spulen oder in Ringen kauft jeden Posten gegen Kasse. Max hiepelt, Rathenow. Der Höchstpreis für Rindfleisch wird auf 2.3½ Mk., für Kalbfleisch auf 2.40 Mk. für 1 Pfund festgesetzt. Freitag und Samstag dieser Woche wird in den Metzgergeschäften Kalb, Rind= und Schweinefleisch verkauft. karten sind vorzulegen Es wird im ganzen für jede Person bis zu 200 gr Fleisch abgegeben. Für diese 200 gr sind, seitens der Metzger 8 Marken abzutrennen. Diejenigen Kunden, welche wegen Mangels an Fleischvorrat von ihrem Metzger nicht bedient werden können, haben sich von dem Metzger bescheinigen zu lassen, die Bescheinigung am Samstag zwischen 5 und 6 Uhr im Rathaus Zimmer 12 vorzulegen und im Falle der Anerkennung am Samstag Nachm. von 5 Uhr an Anspruch auf Fleischabgabe in der Turnhalle. An Bewohner der Landgemeinde darf Fett und Schweinefleisch nicht abgegeben werden, das andere nur in Mengen bis zu 100 Gramm. Die Abfertigung erfolgt nach den Anfangsbuchstaben des Namens der Käufer und zwar: Freitag=Nachm. von 4—7 Uhr M-S o. Sch. Samstag=Vorm. von 8—11 Uhr T—Z mit Sch. Samstag=Vorm. von 11—3 Uhr A—G. Samstag=Nachm. von 3H—L. 6 Uhr Die Einteilung muß genau beachtet werden; wer zu früh erscheint, wird abgewiesen. Lüdenscheid, 15. Novbr. 1916. Der Magistrat, Hausschlachtung von Schweinen. Nach Anordnung der ProvinzialFleischstelle dürfen Schweine von mehr als 120 Pfd. Gewicht nicht mehr im freiem Handel zum Mästen veräußert werden; auch gelten für solche Verkäufe, soweit sie nach den Anordnungen noch durch Vermittler erfolgen dürfen, die Höchstpreise, de für Schlachtschweine festgesetzt sind. In der Stadt Lüdenscheid hat sich die Mästung vielfach nicht bewährt; die Schweine sind aus verschiedenen Gründen erkrankt, abgemagert usw. In solchen Fällen empfiehlt sich die alsbaldige Notschlachtung, die auch vor Ablauf der sechswöchigen Frist zu gestatten ist. Lüdenscheid, den 16. November 1916. Der Oberbürgermeister. Maisfuttermehl für Schweine. Die Bezugsscheine für Maisfuttermehl können von Samstag den 18. d. M. ab auf Zimmer 15 vormittags in Empfang genommen werden. Der Verkauf bei Ries& Rath beginnt am Montag den 20. d. M. Lüdenscheid, den 17. 11. 16. Der Oberbürgermeister. Schaufensterausstellung. Entbehrliche Nahrungs= und Genußmittel, die nach Preis und Ausstattung dem Ernst und der Not der Kriegszeit widersprechen, dürfen in Lebensmittelgeschäften, Konditoreien usw. in den Schaufenstern nicht mehr ausgestellt werden. Lüdenscheid, den 14. November 1916. Der Magistrat. Amt Kierspe. Am Samstag, den 18 November findet in den bekannten Geschäften die Verteilung von Butter nnd Fett 45 Gramm pro Kopf statt. Kierspe, den 16. Novbr. 1916. Der Amtmann I V.: Homrighausen Gesellschaft Friedrichsthal. Sonntag, den 19. November vormittags 10½ Uhr Generalversammlung Der Vorstand. Geübter Arbeiter für Friktionspressen und selbsttätige Maschinen gesucht vou Ernst Schneider. 2 tüchtige Werkzeugschlosser gegen hohen Lohn gesucht. Gebr. Gloerfeld. Zwei Dreher und Graveurgehilfen sofort gegen hohen Lohn gesucht. Kuhbier& Schmale Schulstr. 26. Drahtzieher, Bandwalzer suchen Lüdenscheider Metall=Werke Walzwerk Schafsbrücke. Suche für des Sonnabends und Sonntags einen Jungen zum Einseifen. Wilh. Breier, Frisem Schlittenbacherstr. 18. Steindrucker für Umdruck und Maschine, sofort oder später gesucht. Tilgenkamp& Ruhl. Tücht. Schachtmeister mit Kolonne Arbeiter gegen hohen Lohn für dauernde Arbeit auf sofort gesucht. Wimmeler& Gärtner Hagen i. W. Arbeiterinnen oder jugendliche Arbeiter für Exzenterpresse gesucht. Ebberg& Co., G. m. b. H. Hochstraße 45. Leere Säureballons in Eisenkörben, 60 Liter Inhalt, zu kaufen gesucht. Chem. Fabrik Dr. Herzberg& Co. Elberfeld. Kirchl. Nachrichten. Katholische Gottesdiensterdnung Lüdenscheid(Sauerfelderstr.). Sonntag, den 19. Nov. 1916. Vorm. 6½, 7¾, 9½ und 11 Uhr. Nachm. 2½ ½8 Uhr Andacht. Werktags in Lüdenscheid vorm. 6 und 7 Uhr 5 Minuten. Brügge(Saal des Herrn Dommes) Vorm. 7¾ Uhr Frühmesse, 10 Uhr Hochamt. Evang. Gemeinde Oberrahmede. Sonntag, den 19. Nov. 1916. 10 Uhr Gottesdienst 11¼ Uhr Kindergottesdienst. Mittwoch, den 22. Novbr. abends 8½ Uhr: Kriegsbetstunde. Pfr. Spies. Evangelische Gemeinde Rahmede. Sonntag, den 19. Nov. 1916. 10 Uhr Gottesdienst. 11¼ Uhr Kindergottesdienst. Uhr Jungfrauenverein. Uhr Blaukreuzstunde. Mittwoch, den 22. November, (Buß= u. Bettag 10 Uhr Gottesdienst(Feier des heil. Abendmahls). Uhr Versammlung der Östern Konfirmierten. Pfr. Arning. Evangel. Gemeinde Hülscheid. Sonntag, den 19. Nov. 1916. Vorm. 10 Uhr: Gottesdienst. Pastor Sendler. Evangel. Gemeinde Heedfeld. Sonntag, den 19. Nov. 1916. Vorm. 11 Uhr: Gottesdienst. Pastor Sendler. Evangel. Gem. Brüninghausen. Sonntag, den 19. Nov. 1916. Vorm. 10 Uhr Gottesdienst. Kindergottesdienst fällt aus. Vorm. 11 Uhr im Konfirmandensaal Umwahl zur größeren Kirchenvertretung. Mittwoch, den 22. Nov. abends 8½ Uhr: Kriegsbetstunde. Ide, Pfarrer. Mapellenbezirk Loh. Sonntag, den 19. Nov. 1916.