Hemden Kniewärmer. irmer. 1279 itzer. 3139 321 Stüc acketts. 1300 Paar k. Kopfkissen tück Kissenbe hals, 140650 tück Pfeifen 1320 Pfund enfeuerzeuge. garrentaschen 380 Stüd Hosenknöpfe, Fruchtsaft, fund. stätigkeit des umme sind Ostpreußen, und„ III efangenen in 3 die OpferDienste der teht und sotung kommt: die mit ofden Zweig kath. Mütterllesamt unerwaltig großdigem Sinn Rote Kreu komitees de en Sommer nentlich au resse der Ge und FruchKreise einen rer Anerken zu gedenken Geflügelzüch für die Lalügel, Schinen Früchten, n in Frankesigen Roten Liter Apfel i eine groß treuen An at. Krieger aller homée. dla. Herrn Zürich: Palette upläte n). orstand. ider illon. hrerversamm rmeister. Verein amlung zember er/ e des Herrn g: Neuwahl jeder ein en zur Fahne viederum ein machen. ir einberufen einberufener aushalt einepende erfolg iftliche An stens den 8. einzusenden all. Kreisblatt für den Stadlkreis Lüdenscheid. Gescheim täglich mit Ausnahme der Sonn= und Veiertage. Freis viertelrlich durch die Boten und Agenturen bezogen Ab durch die Vost M. Deck und Verlag von Eilgenkamp& Ruhl(Inhaber Carl Sahe,, Lüdenscheid. Fernsprecher: 98. Seiegeumm=Abresse: Beilurg. Amtlicher Anzeiger für den Kreis Altend Anzeigen werden bis morgens 9 Uhr erbeten. Die einspaltige Beile odes === deren Raum kostet 18 Pfg., Reklamen die Beile 40 Pfg.= (Jede Rabattbewilligung wird binfällig bei zwangsweiler Beitreibung der Gebühren.) Ledaktion und Expedition: Friedrichstraße 91. Vorentwartlicher Redakten Theodor Buth, Lüdenscheid. IIa. 282. Durch Boten frei Haus monallich 55 Pig. Donnerstag, 2. Dezember 1915. 1 Pestbezug vierteljährl. 1,22 M. 48. Jahrdang. Borabend=Ausgabe. Das Ende des serbischen Feldzuges. Großes Bauptquartier, 1. Dezember. Amtlich.(W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Westlich von La Basse richtete eine unfangreiche Sprengung unserer Truppen erheblichen Schaden in der englischen Stellung an. Ein englisches und ein französisches Flugzeug wurden abgeschossen. Die Insassen sind gefangen genommen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentliche Ereignisse. Balkan=Kriegsschauplatz. An einzelnen Stellen fanden erfolgreiche Kämpfe mit serbischen Nachhuten statt. Bei Prizren nahmen die bulgarischen Truppen 15 000 Serben gefangen und erbeuteten viele Gebirgsgeschütze und sonstiges Kriegs(W. T. B.) Berlin, 29. November.(Amtlich.) Beschlagnahme von Schlaf= und Pferdedecken(Woilachs). Vielfach ist die Ansicht verbreitet, daß die nach dem 1. 10. 1915 hergestellten Decken der Beschlagnahme nach der Bekanntmachung W. N. 231/9 15. K. R. A.(Reichsanzeiger 233) nicht unterliegen, wenn sie weniger als 1250 gr wiegen oder kleiner als 180 bis 130 cm sind. Demgegenüber wird darauf hingewiesen, daß nach§ 2 letzter Absatz der Bekanntmachung sämtliche am 1. 10. 1915 in der Herstellung befindlichen und künftig herzustellenden Decken und Deckenstoffe beschlagnahmt werden und zwar in dem Augenblicke, wo sie abgewebt den Webstuhl verlassen. Dabei ist gleichgültig in welcher Menge, Größe und Gewicht die Herstellung erfolgt. Gleichzeitig wird empfohlen, die seit dem 1. 10. 1915 hergestellten und beschlagnahmten Decken beim Webstoffmeldeamt anzumelden, soweit dies nicht schon geschehen ist. Eine öffentliche Bekanntmachung, wodurch die Meldung dieser Decken und Deckenstoffe angeordnet wird, ergeht demnächst. (w.) London, 30. November. Das Reutersche Büro meldet amtlich: Ueber die Kämpfe in Kamerun wird gemeldet, daß seit dem 23. November, westlich Jaunde, dem Sitz der deutschen Verwaltung heftig gekämpft wird. Hier rücken die französisch=britischen Expeditionstruppen längs der Straße und der Eisenbahn Edea erfolgreich fort. Eine britische Abteilung drang bis zum Puge=Fluß und weiter südlich vor. Eine französische Abteilung besetzte Makondo. Die deutschen Truppen hatten schwere Verluste. Im nördlichen Kamerun wurden die feindlichen Streitkräfte geschlagen und auseinander getrieben. Kleine Gruppen Flüchtender werden energisch verfolgt. Ansehnliche französische Streitkräfte, die sich von französisch Aequatorial Afrika kämpfend einen Weg durch Kamerun gebahnt haben, nahern sich Jaunde von Östen und Südosten. Wien, 1. Dezember. Kaiser Franz Josef zeichnete Generalfeldmarschall von Mackensen, General von Gallwitz und General von Koeveß durch Verleihung hoher Orden aus. (la.) Lugano, 1. Dezember. Die Kohlenkrise vercarft sich von Tag zu Tag mehr. Wegen des Mangels an Waggon waren in Savona 16 große Schiffe genötigt, außerhalb des Hafens auf der Reede zu ankern. Die Hafenarbeiter weigern sich die Arbeit aufzunehmen. (T. U.) Genf, 1. Dezember. Unmittelbar nach Kitcheners Unterredung mit Briand verlautete in Regierungskreisen, daß derrchener über die von ihm in Aegypten veranlaßte TrupLenaufklärung nur teilweise befriedigende Meldungen erhielt. durfe der äußersten Energie der dortigen britischen Ausorttaten, um die weit über den Kreis der in Kairo ansässigen ontellektuellen hinaus bis tief nach dem Sudan reichende po(W. T. B.) Sofia, 1. Dezember. Amtlich. Bulgarischer Generalstabsbericht vom 29. November: Mittags haben unsere Truppen nach kurzem Kampf von entscheidender Bedeutung die Stadt Prizren genommen. 16—17000 Serben wurden gefangen genommen, 50 Feldgeschütze und Haubitzen, 20000 Gewehre, 148 Automobile und eine Menge Kriegsmaterial erbeutet. Die Zahl der Gefangenen wächst unaufhörlich. König Peter und der russische Gesandte Fürst Trubetzkoi sind am 28. 11. nachmittags ohne Begleitung mit unbekanntem Ziele davon geritten. Aller Warscheinlichkeit nach wird die Schlacht von Prizren, wo wir die letzten Reste der serbischen Armee gefangen nahmen, das Ende des Feldzuges gegen Serbien bedeuten. litische und religiöse Bewegung zu bekämpfen. Die Privatmeldung von der Hinrichtung einer Anzahl antibritischer Verschworener ist unbestätigt. Für richtig hält man aber die Aeußerung der Bitte des ägyptischen Khediven, sich ins Privatleben zurückziehen zu dürfen. (W.) Sofia, 29. November. In einem Bericht, der in dem„Journal de l'Armee“ über die vor Krivolak ausgefochtenen Kämpfe veröffentlicht wird, wird besonders darauf hingewiesen, daß die Franzosen auf Ambulanzen geschossen haben, die Verwundete auflasen. Die genannte Zeitschrift fügt hinzu: Nun weiß man, daß dies ein Verbrechen ist, dessen die Franzosen sehr häufig die Deutschen— übrigens stets mit Unrecht— in ihren Zeitungen und Propagandaschriften beschuldigen. (T. U.) Konstantinopel, 30. November. Der„Taswir-iEfkiar“ meldet: General Sarrail beschloß sein Hauptquartier hinter die Front des Zentrums der englisch=französischen Truppen zu verlegen— Die Flucht der Serben nach der Grenze Südmazedoniens dauert fort. In Monastir gehen die Serben grausam mit den Fremden um. Ungefähr 200 Griechen sind in Monastir verhaftet worden. (W.) London, 29. November.(Reuter) Heute avend wurde eine Versammlung gegen die Wehrpflicht von Londoner Studenten, Australiern„Kanadiern und Neu=Seeländern gesprengt. Die Eindringlinge nahmen den Flaggeschmack herunter, zertrümmerten den Stuhl des Präsidenten und warfen die ursprünglichen Teilnehmer an der Versammlung heraus. Hierauf veranstalteten sie eine Gegenversammlung, in welcher die Entschließung angenommen wurde, den Krieg nicht früher zu beenden, als bis die Bedingungen der Alliierten angenommen seien. (T. U.) Wien, 1. Dezember. Wie der„Pester Lloyd" aus Bukarest meldet, unternahm vorgestern morgen ein großes russisches Wasserflugzeug einen Angriff auf die Stadt Czernowitz, nachdem es vorher rumänisches Gebiet überflogen hatte. Der Russe warf drei Bomben ab, ohne jedoch Schaden anzurichten. Am Abwerfen weiterer Bomben wurde er durch das wirksame Feuer der österreichischungarischen Artillerie verhindert. (la.) Berlin. 1. Dezember. Die„Newyork Times“ berichtet, daß für deutsche Rechnung in Amerika 200 Millionen Pfund Kupfer bestellt wurden, die nach dem Kriege lieferbar sind. (W. T. B.) Sofia, 30. November.(Amtlich.) In der Richtung auf Prizren verfolgen unsere Truppen rastlos die Serben, die sich in großer Unordnung zurückziehen. Auf der Straße Pristina—Prizren liegen überall Ausrüstungsstücke und Kriegsmaterial. Auf beiden Seiten der Straße sieht man tote Ochsen und Pferde und zertrümmerte Wagen. Wir entdeckten in der Umgebung des Dorfes Suharska eine erhebliche Menge Munition, sowie zahlreiche Geschütze, von denen nur noch die Lafetten und Achsen übrig waren. Weiter südlich fanden wir die Trümmer des Pontonmaterials einer Pionierkompagnie; das alles beweist, daß die Reste der serbischen Armee nur noch umherirrende Massen sind. Im Laufe dieses Tages machten wir 2200 Mann Gefangene und erbeuteten 16 Geschütze und 22 Munitionswagen. Auf der südlichen Front entwickeln sich die Operationen für uns günstig. Unsere Truppen besetzten am 26. November die Stadt Kichevo. Heute nahmen wir die Stadt Kruschewo in Besitz. Die Serben operieren nunmehr in dieser Gegend nur noch als kleine vereinzelte Massen. Unsere Truppen, die an der oberen Cerna operieren, überschritten diesen Fluß und bemächtigten sich der Brücken und Straßen, die nach Monastir führen. * (T. U.) Budapest, 30. November. Der Berichterstatter des „Az Est“ meldet aus Novibazar: Die zurückflutenden serbischen Truppen plünderten mehrere mohammedanische Dörfer des Sandschaks. Solange diese unter serbischer Herrschaft standen, ist es häufig zu heftigen Zusammenstößen zwischen der mohammedanischen und der serbischen Bewohnerschaft gekommen. Die Unruhen nahmen erst ein Ende, als unsere Truppen dort einmarschierten. Von den entfernt liegenden Dörfern treffen noch heute Nachrichten ein, wonach montenegrinische Banden die türkischen Bewohner angreifen. Um die Ordnung und Sicherheit in Novibazar und den anderen Städten und Dörfern wieder herzustellen, wurden ständige Wachen gebildet. Die militärdiensttauglichen Türken werden von uns zumeist bei Wegebauten verwandt. Die türkischen Bauern werden nur für solche Grundstücke die Pacht bezahlen müssen, deren Eigentümer Mohammedaner sind. Den serbischen Eigentümern wird keine Pacht erstattet. Es wird festgestellt, daß die von den Serben ausgeführten Verwüstungen nicht so schrecklich sind, als man gedacht hatte. Die Truppen der Zentralmächte wurden von der Bevölkerung bei ihrem Einmarsche wie eine Erlösung aufgenommen. Prügelei bei der Verlesung der Thronrede. Bukarest, 30. November. Zur Eröffnung des Parlaments wird noch gemeldet: Eine zahlreiche Volksmenge begrüßte den König und den Kronprinzen, als sie durch die Straßen der Stadt zur Metropole fuhren, von wo sie sich nach dem Hochamt in die Abgeordnetenkammer begaben. Hier hatten sich inzwischen die Abgeordneten und Senatoren eingefunden. Auf den Tribünen sah man ein gewähltes nicht sehr zahlreiches Publikum. Knapp nach 12 Uhr erschien der König, gefolgt vom Kronprinzen und sämtlichen Ministern, stürmisch vom ganzen Hause begrüßt. Nachdem der König die Thronrede mit „Meine Herren Senatoren und Abgeordneten“ eingeleitet hatte, ertönte aus einer Ecke, in der auch der Abgeordnete Mille, der Herausgeber der russisch=gesinnten Zeitungen Dimineatza und Adverul stand, ein nicht sehr weit vernehmbarer Ruf: „Nieder mit der Regierung“, der indessen von ganzen Haus mit stürmischen Hochrufen auf den König erwidert wurde. Nach wenigen Minuten fuhr der König mit der Verlesung der Thronrede fort. Noch ein zweites Mal wurde aus der Ecke eine Störung durch einen Ruf gegen die Regierung versucht. Er wurde wieder beantwortet von heftigem Beifall des ganzen Hauses. Während der Thronrede wurde die Stelle, die von den Interessen spricht, deren Wahrung die Aufgabe des Heeres sei, ferner die Stelle, die zur Einigkeit im Innern mahnt, mit starkem Beifall aufgenommen, an dem sich das ganze Haus mit wenig Ausnahmen, zu denen Philippescu zählte, beteiligte. Nach Verlesung der Thronrede folgte minutenlanger Beifall, der sich immer wieder erneute und deutlich zeigte, daß die anwesenden Abgeordneten jede Deutung, als ob es sich bei den Störungsversuchen um etwas anderes als um das Auftreten eines Einzelnen gehandelt hätte, beseitigen wollten. Es ist bezeichnend, daß sich an diesem Beifall ausnahmslos das ganze Haus beteiligte. Die Störung war von Mille versucht worden, der dafür von einem neben ihm stehenden Abgeordneten eine Ohrfeige erhielt und nach der Sitzung von mehreren Abgeordneten geprügelt wurde. Der Reichstag. (W.) Berlin, 30. November. Der Seniorenkonvent des Reichstages trat heute mittag zusammen, um über die Erledigung der vorliegenden Arbeiten zu beraten. Zunächst sollen auf die Tagesordnung noch folgende Punkte gesetzt werden: 1. Erste Beratung der gesetzlichen Vorschriften über die Altersgrenze. 2. Erste Beratung des Entwurfes eines Gesetzes über die Kriegsabgaben der Reichsbank. 3. Entwurf eines Gesetzes über vorbereitende Maßnahmen zur Besteuerung der Kriegsgewinne. Man einigte sich dahin, diese 3 Punkte ohne Debatte an die Kommission zu verweisen. Weiter wurde beschlossen, daß das Plenum nach Erledigung der heutigen Tagesordnung sich bis zum 9. Dezember vertagt, um den Kommissionen Zeit zu ihren Beratungen zu lassen. Man hofft bis zum Beginn der Weihnachtsferien die Arbeiten im Plenum fertig zustellen. (bt.) Berlin, 1. Dezember. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion soll die Absicht haben, den Reichskanzler über die allgemeine Lage zu interpellieren. gerät. Oberste Heeresleitung. Kleine politilche Nachrichten. Beschlagnahme von Schlaf= und Pferdedecken. Die„unerlösten“ Jtaliener Das„Neue Wiener Abendblatt“ bespricht einen Aufsatz des italienischen Blattes„Idea Nazionale“, der die Pflicht der Verbesserung der öffentlichen Verwaltung in Italien darlegt und in den Worten gipfelt: Die Verwaltungsreform ist in Italien schon deshalb unerläßlich, weil die neuen Provinzen, die zu Italien kommen werden, eine sehr viel bessere Verwaltung haben, als die 69 Provinzen des Königreiches Italien. Es geht aber nicht an, den erlösten Brüdern eine schlechtere Verwaltung zu bieten als sie gewöhnt Das„Neue Wiener Abendblatt“ sagt hierzu: Schon in gewöhnlichen Zeitläuften bedeutet es eine hohe Anerkennung, wenn ein Großstaat sich entschließt, die Einrichtungen eines anderen Staates als nachahmungswertes Muster zu preisen. Außerordentlich aber ist es, wenn eine solche Palme von einer feindlichen Macht gereicht wird, noch dazu in einem Blatte, das einer der lärmendsten Kriegshetzer war. Die ganze jämmerliche Nichtigkeit des irredentistischen Losungswortes von der Erlösung seiner Brüder, mit dem Italien in den Krieg gezogen ist, wird durch diese Aeußerung der„Idea Nazionale“ bloßgelegt. Schon bald nach dem Einzuge der Italiener in jene Zone, die wir aus Gründen strategischer Zweckmäßigkeit der einstweiligen Besetzung durch die Italiener preisgegeben hatten, stellten einzelne Berichterstatter italienischer Blätter die Frostigkeit des den angeblichen Erlösern von der Bevölkerung jener Zone bereiteten Empfanges fest. Nun aber bekennt ein fanatisches Kriegshetzblatt, daß das Los der italienisch sprechenden Bürger der Monarchie weit günstiger ist, als jenes der Bewohner Italiens. Gerade durch die Behauptung, daß die italienischen Volksgenossen dem angeblich drückenden Joche der österreichischen Herrschaft entzogen werden sollen, hatten in Rom Regierung und Straße dem mit Verleugnung aller Moral unternommenen Feldzug das Gepräge hoher Sittlichkeit zu verleihen gesucht, indem die angebliche Rückständigkeit der österreichischen Verwaltung und die Entrechtung des italienischen Volksstammes in der Monarchie in den düstersten Farben geschildert wurden. Und nun soll das administrativ kranke Italien an der Verwaltung, die in den zu raubenden südlichen Provinzen Oesterreichs besteht, genesen. Die Schlagworte, mit denen die Irredenta den am Bundesgenossen begangenen Verrat zu rechtfertigen suchte, stellen sich als Lügen heraus, deren die Italiener sich wohl bewußt waren, und das von italienischen Blättern in einer Stunde, da viele Tausende Menschenleben um der nichtswürdigen Politik der jetzigen römischen Staatslenker willen verbluten, abgelegte Geständnis dieser Verlogenheit ist eine Frivolität. Französisches Oberkommando der englischen Truppen in Frankreich. Die Lehren des Burenkrieges sind für jetzt nur ein Tropfen in einem Eimer, oder weniger. Unvernünftig wie in so vielen anderen Dingen haben wir übertrieben, wenn wir die südafrikanischen Erfahrungen auf das alte geschichtliche Europa mit seinen verwickelten Verhältnissen und großen Volksmassen anzuwenden versuchen. In nicht wenigen Fällen haben diese Erfahrungen sich geradezu als ein merkbares Hindernis für die richtige Verwendrng von Truppen in dem schon ins zweite Jahr eingetretenen Völkermorden erwiesen. Nach einigen Seitenblicken auf die Nachteile eines in Friedenszeiten kleinen stehenden Heeres für den Fall eines Krieges, insbesondere auch in bezug auf die Ausrüstung der neuaufzustellenden Truppenmassen mit Munition und namentlich mit Gewehren, kommt der Artikel dann von neuem auf die Bedeutung der richtigen Führung zu sprechen. Munitionsmant gel allein— so heißt es weiter— würde niemals alle unsere Fehler und Enttäuschungen bei Neuvechapelle und Festubert haben erklären könen. Keine noch so vollständige oder gar überreiche Munitionsausrüstung konnte, wie wir schon damals ausführten, die Folgen mangelhafter oder geradezu schlechter Arbeit im Stabe wettmachen. Die Lehren von Loos haben die nur zu große Berechtigung dieser Kritik bestätigt insofern wir dort trotz glänzender Artillerievorbereitung wieder irgendwie angemessene Ergebnisse nicht zu erreichen vermochten. Wir befinden nus in einer Lage, aus der es nur zwei Auswege gibt: Wir können der Anfangs erwähnten Anregung folgen und mit der Erlaubnis Joffres und der französischen Regierung den General Foch an die Spitze unserer Truppen stellen, dann würden wir einen französischen Stab haben mit allen den Vorzügen seiner glänzenden theoretischen Ausbildung und praktischen Erfahrung, die das Ergebnis einer berühmten historischen und technischen Schule sind. Solch eine Verbindung würde Stolz und Ehre auf beiden Seiten zu neuer Höhe steigen lassen. Franzosen und Engländer würden sich so am besten zeigen können. Viele Einwendungen sind aber möglich und darunter auch bedeutungsvolle. Haben sie das Uebergewicht, dann müssen wir den anderen Weg gehen. Ein Ausmerzen unbrauchbarer Personen, in irgend wie ähnlichem Maß, wie es noch mehr als in der englischen Flotte, in dem französischen und deutschen Heere stattgefunden hat, hat uns in der englischen Armee bisher gefehlt. Wir brauchen es aber noch viel nötiger, und es sollte rücksichtslos vor sich gehen. Verdienst und Fähigkeit sollten allein entscheiden und hervorgesucht werden. Das Durchschnittsalter unserer Generäle muß um fünf oder zehn Jahre, wie in Frankreich, verringert werden. Wir können vielleicht einen sehr fähigen Stab schaffen, wenn wir alle Rücksichten bei Seite legen und jüngere Leute aus der regulären Armee und erste Kräfte, die in der Territorial=Armee und den neuen Armeen vorhanden sind, heranziehen. Nichts ist belebender für ein militärisches System als ein großer Beförderungsschub. Nichts haben wir mehr nötig.(Krpr.) entstehen sollte. Jedenfalls wird es nun aber klar, daß die Politik Japans nach dem Weltkriege einen besonderen Weg einschlagen wird, von dem wir uns vorläufig nur unklare Vorstellungen machen können. Am wahrscheinlichsten ist es, daß Japan versuchen wird, sich auf das ihm benachbarte China zu stützen, um ein System des Gleichgewichts zwischen Europa und Asien herzustellen. Das ist eine Frage der Zukunft, aber der nächsten Zukunft. Die Japaner haben mehr als einmal bewiesen, daß sie wie Katzen in der Nacht es verstehen, mit ihren Augen die anscheinend undurchdringliche Finsternis der Zukunft zu dringen. (krpr.) nen weißem Sa Bur Welffalen und Rheinland. Ein Artikel des„Observer“ vom 21. November befaßt sich ernstlich mit der„kühnen, aber klugen Anregung“, den Oberbefehl der englischen Truppen formell, wie es bisher tatsächlich schon einige Male der Fall war, dem glänzenden Soldaten Gene ral Foch anzuvertrauen. Dann würden die Franzosen auch die höheren Stabsstellen besetzen. Die Einigkeit des Verbandes im Westen würde damit betont werden. Dieser Vorschlag wird von mehreren berufenen englischen Offizieren aus guten Gründen gebilligt. Seine Ausführung wäre ein des Geistes der„entente cordiale“ würdiges Vorgehen, das Frankreich schmeicheln würde und unseren Stolz so wenig verletzten könnte, wie unser Oberkommndo zur See den Frankreichs. Es könnte sich als der sicherste und einfachste Weg erweisen, um die höchste Wirksamkeit der Verbandsstreitkräfte im Westen zu erreichen. Ein schweres Problem liegt dort jedenfalls vor. Wenn nicht diese durchgreifende Abhilfe gewählt wird, so muß eine andere Lösung versucht werden. Schwierigkeit und Bedeutung der Frage beruhen darauf, daß wir eine Armee von rund einer Million in einem Festlandskriege haben. Die Zahl ist für unsere Begriffe riesig. Die Umgebung ist uns fremd. Wir sind nicht im eigenen Lande. Mit den Operationsmethoden dieses Maßstabes sind wir nicht vertraut. Von einigen erfreulichen Ausnahmen abgesehen, besitzen unsere Stabsoffiziere meistens nicht das theoretische Wissen, gepaart mit der praktischen Erfahrung, das zu der selbsttätigen Beherrschung der Einzelheiten instand setzt, und haben keine Gelegenheit gehabt, solches Wissen zu erwerben. Ohne jene Beherrschung ist eine völlige und sichere Vorbereitung unmöglich, wie sie für die Erstürmung deutscher Stellungen im Westen durch Infanterieangriff unentbehrlich ist, nachdem die Geschütze ihr Aeußerstes getan haben. Solche Dinge liegen unfaßbar weit außerhalb der Grenzen unserer inselmäßigen Ausbildung mit ganz kleinen Armeen. Ueberlegene Initiative und Antriebskraft von seiten des Stabes setzt ferner Ueberlegenheit an Charakter, Fähigkeiten und Wissen in den höheren Kommandostellen voraus. Viele unserer Generäle sind aber zu alt und unfähig. Eine ähnliche Art der Stellenbesetzung in der Marine würde unsere jungen Leute, wie Jellicoe und Beattie, daran verhindert haben, an die ihnen zukommende Stelle zu gelangen. Ruſsland und Japan Ein Leitartikel im„Odeßky Listok" vom 15. November führt aus: Im Laufe einer Woche ist die japanische Regierung mit zwei vielsagenden Erklärungen hervorgetreten, die in engem, logischem Zusammenhang miteinander stehen. Der Premierminister Komura hat eine Rede gehalten, in der er die Bedeutung der japanischen Hilfe für den Verlauf des Krieges betonte und erklärte, daß diese Hilfe schon allein an sich, auch ohne Entsendung von Truppen nach Europa, Japan berechtige, an der Friedenskonferenz teilzunehmen, die nach dem Kriege einberufen wird. Fast gleichzeitig mit der Rede Komuras wurde den japanischen Journalisten im Ministerium des Aeußeren bekanntgegeben, daß offizielle Verhandlungen über ein russisch-japanisches Bündnis bisher nicht stattgefunden hätten, und daß eine Entsendung japanischer Truppen nach Europa nicht erfolgen würde. Wir haben seinerzeit mehr als einmal darauf hingewiesen, wie sehr die Möglichkeit der Beteiligung japanischer Truppen in Europa zu bezweifeln wäre, und der zweite Teil der Erklärung des japanischen Ministeriums des Aeußern kann nicht unerwartet erscheinen. Die ungeheure Entfernung, die Japan von den europäischen Kriegsschauplätzen trennt, macht schon an sich seine aktive Teilnahme an dem Kriege mit Deutschland sehr schwierig. Dieser Gesichtspunkt ist jedoch nicht der entscheidende. Viel wahrscheinlicher ist vielmehr, daß das Kabinett Komura fest entschlossen ist, eine asiatische Politik zu führen, indem es den japanischen Interessen in den Japan naheliegenden Ländern ganz besondere Aufmerksamkeit widmet. Unerwarteter erscheint die Erklärung des japanischen Ministeriums des Aeußeren bezüglich des geplanten russisch-japanischen Bündnisvertrages. Im Laufe eines ganzen Jahres wurde Rußland von den kolossalen Sympathien benachrichtigt, die der Gedanke eines russisch-japanischen Bündnisses im Lande der aufgehenden Sonne hervorriefe. In den letzten Reden der verantwortlichen Leiter unserer auswärtigen Politik begegneten wir genügend deutlichen Anspielungen auf die mit Japan stattfindenden Verhandlungen, als deren Ergebnis eine nähere Verständigung mit unserem Nachbar im fernen Osten Arnsberg, 1. Dezember. Der hiesige Erste Staatsanwalt teilt mit: Seit einiger Zeit erscheint im Sauerlande ein etwa 25 Jahre alter Mensch bei Familien, von denen ein Sohn bei der Marine steht. Er bestellt Grüße von dem betr. Sohne und läßt sich einen oder mehrere Tage bewirten, wobei er die Gelegenheit benutzt, seine Gastgeber über Nachrichten, die der Sohn nach Hause gegeben hat, auszuforschen. Es handelt sich hier um einen Schwindler, der sich verschiedene Namen beilegt. Kenntlich ist er insbesondere an einem Hornhautfleck, der sich auf einem, nach der Beschreibung anderer auf beiden Augen befindet. Es besteht der dringende Verdacht, daß dieser angebliche Matrose nicht nur ein Betrüger, sondern auch ein Spion ist, vor dem dringend gewarnt und dessen Erscheinen der nächsten Polizeibehörde sofort angezeigt werden muß. Etwaige sachdienliche Mitteilungen wolle man an die Staatsanwaltschaft Arnsberg zu den Akten 3 J 1070—15 machen, die um Weiterverbreitung dieser Mitteilung ersucht. Bentheim, 30. November. Bei dem Grenzorte Escherbrügge wurden von dem Wachtposten 8 französische Kriegsgefangene, die Zivilkleidung trugen, festgenommen. Dortmund, 1. Dezember. In Henrichenburg wurde die 72jährige Frau ten Cato in ihrer Wohnung erhängt aufgefunden. Was die alte Frau in den Tod getrieben hat, ist unbekannt. Siegen, 30. November. Ueber eine merkwürdige Luftspiegelung, die am Sonnabend vormittag Arbeiterinnen am östlichen Horizont beobachtet haben wollen, wird von hier mit der Versicherung berichtet, daß sich der Vorgang, genau wie nachstehend geschildert, zugetragen habe. Es erschien eine Feuerlinie, die immer größer wurde und zuletzt wie eine Granate zerplatzte. Diese Erscheinung wiederholte sich öfters. Dann kamen Berge zum Vorschein, in denen sich Soldaten befanden, die gegeneinander kämpften. Auch sah man eine Feuerlinie. Weiter beobachtete man eine Anzahl Krankenschwestern, die einen Berg hinaufstiegen und deren Haube man ganz natürlich erkennen konnte. Darauf zeigte sich ein freier Platz, auf dem sich einige Krieger befanden, die in ein kleines Haus marschierten, auch konnte man genau sehen, wie ein Fenster zugemacht wurde. Ferner erschien wieder ein Bergeshügel, auf dessen Höhe man drei Soldaten schußbereit liegen sah. Zuletzt erkannte man in einem Berg Laufgräben, durch die mehrere Soldaten hindurchliefen. Dann verschwand die Erscheinung infolge des starken Hervortretens der Sonne.(Eine Gewähr für die Richtigkeit der Schilderung übernehmen wir nicht. Indes sind Luftspiegelungen auch auf weite Entfernungen möglich. L. Z.) Soest, 1. Dezember. Einen Wettbewerb veranstaltet unsere Stadt unter den im Deutschen Reiche ansässigen Architekten Städtebauern zur Erlangung einer Entwurfsskizze zum Bebauungsplan für das Gebiet außerhalb der Stadtumwallung. Drei Preise von 4000, 2500 und 1500 Mark stehen zur Verfügung; zwei Ankäufe zu je 500 Mark sind vorgesehen. Im Preisgericht sind unter anderen Geheimer Baurat Professor Th. Goecke(Berlin), Stadtbaurat Sudhoff, unter den Vertretern Professor Bruno Möhring(Berlin). Die Entwürfe sollen bis zum 30. Juni nächsten Jahres beim Soester Stadtbauamt eingereicht werden. Köln, 30. November. Vom 27. November d. J. ab verkehren bis auf weiteres wieder regelmäßig die Schnellzüge D 159 und 160 zwischen Metz und Köln, sowie Vorzug D 157 Trier—Köln 10 Minuten vor dem Hauptzuge und D 130 Köln=Charleville nach dem Fahrplan vom 1. Oktober 1915.— Eine Feststellung der Vorräte an Kartofreln ist angeorndet worden, die sich am 1. Dezember d. Is. in den Händen der Erzeuger von Kartoffeln und der Kartoffelgroßhändler befinden. Auch diejenigen Mengen sind anzugeben, die zwar verkauft, aber noch nicht abgeliefert sind. Diejenigen Erzeuger von Kartoffeln, welche nicht genaue Angaben über ihre Vorräte machen können, haben diese zu schätzen. Die Angaben werden von den Meldepflichtigen von den mit der Durchführung beauftragten ehrenamtlichen Zählern oder Zählerinnen im Laufe des 1. Dezember erfordert werden. Die notwendigen Feststellungen sind schon im Laufe des 30. November zu machen. Köln, 1. Dezember. Ein hiesiger Händler kaufte dieser Tage vor zwei Männern auf dem Großen Griechenmarkt eine Tonne, in der sich nach den Angaben der Verkäufer Süßrahmbutter befinden sollte. In der Waisenhausgasse lief ein Betrunkener gegen den Mann mit dem Kübel, wodurch dieser von Englands Verrat— deutiche Taf. Roman aus der Zeit des Weltkrieges von M. Hohenhofen. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) (Schluß.) „Räuber seid ihr!" „Der Dampfer Lord Beresford wird versenkt.“ „Diebe!“ „So bellen Kläffer, die sich fürchten! Aber wenn Sie nun die Küste Eglands erreicht haber werden, Sir Lord Beresford, dann melden Sie dort, daß England, das Deutschland hatte aushungern wollen, nun selbst wird fühlen müssen, wie es von einem Gürtel stählerner Fische eingeschlossen ist, die nie ermüden, nie schlafen. Und nun den letzten deutschen Gruß zum Abschied: Gott strafe England!“ Und alle Leute des deutschen Unterseebootes gaben laut die Antwort, die einen einzigen, gemeinsamen Willen bekundete: „Er strafe es!“ Dann gab der Kapitänleutnant das Zeichen zur Weiterfahrt. Als dann das kleine Unterseeboot erreicht war, wandte sich Peter von Ruisdalen an den Grafen Gyönghövy: „Ich darf Sie natürlich nicht behalten; aber ich durfte Sie als Kriegsgefangene befreien. Sobald uns ein holländischer Dampfer begegnet, werde ich Sie in Sicherheit bringen lassen.“ „Und was wird mit Ihnen geschehen?" Martha Gyönghövy hatte diese Frage gestellt. „Ich werde ausharren bis zum vollständigen Siege.“ „Ich wollte, ich könnte mitwirken. Wir hörten nur von düsteren Tagen. Ist es wahr, daß die Russen in Breslau sind?" „Lüge!“ „Und der Deutsche Kaiser ermordet?" „Lüge!“ entgegnete Peter von Ruisdalen abermals.„Lüge. So führt England den Krieg. Mit Lügen überschwemmen sie die Welt. Die Deutschen siegen." „Wie gerne würde ich dann für Sie den Eichenkranz bereithalten.“ „Wollen Sie in Deutschland nicht meinen alten Vater aufsuchen, um ihm zu erzählen, wie wir das Herz Englands zu treffen wissen?" „Gerne! Und dann werde nicht nur ich ihm erzählen, sondern er wird mir auch vieles sagen müssen.“—— In dem Rettungsboot aber, das in der Ferne langsam entschwand, saß mit geballten Fäusten Sir Lord Beresford. Er hatte verloren! Endgültig. Er mußte es erkennen! Durch den Deutschen verloren, den er doch vor anderen unschädlich gemacht geglaubt hatte! War es am Ende doch von Unheil, andere den Kampf führen zu lassen? Er hatte gewähnt, nur noch zugreifen zu dürfen. Und nun war alles verloren! Nicht allein in dem Kampf um seine Leidenschaften, er erlitt auch eine bedeutende materielle Einbuße, denn Millionen lagen im Dampfer drüben! Und jetzt mußte er dabei noch zusehen, wie an der Stelle, wo vorher noch der stolze Dampfer mit seinem Namen gelegen war, nach einem krachenden Donnerschlag eine schwarze Rauchsäule emporspritzte, in deren Qualm das gewaltige Schiff spurlos untersank. Das traf ihn am schwersten. Wie höhnisch grüßend flatterte im Winde immer noch die kaiserliche Kriegsflagge auf dem deutschen Unterseeboot. So hatte Deutschland zu schlagen verstanden. Auf dem Besitze des alten Freiherrn von Ruisdaelen waren Graf Gyönghövy und Martha als liebe Gäste aufgenommen worden. Dort aber wirkten dann Martha Gyönghövy und die Tochter des Freiherrn zusammen, um die Verwundeten zu pflegen, für die auf eigene Kosten ein Lazarett eingerichtet worden war, während die beiden Alten die Kriegsereignisse verfolgten, die ja Deutschlands Sieg bringen mußten. Alle vier aber warteten gemeinsam auf Nachrichten, die bald von dem einstigen Legionär Lambroise kamen, der sich als Heinz von Ruesdalen bald das Eiserne Kreuz erkämpft und damit gesühnt hatte, daß von ihm sein Vaterland einmal vergessen worden war. Er hatte die Auszeichnung gemeinsam mit seinem Mitkämpfer Bernhard erhalten. Die beiden hatten ja so viel gutzumachen. Dann wurden auch noch die Mitteilungen jenes anderen erwartet, der den harten Kampf gegen den tückischen Feind führte. Und an dem Tage, da der deutsche Sinn und der deutsche Einheitsgedanke für den Krieg die neun Milliarden gezeichnet hatte, da sagte der Freiherr von Ruisdalen, als wieder alle vier beisammensaßen: „So! Damit treffen wir die Herren Vettern von drüben! Nun werden sie begreifen, daß wir auch die letzten silbernen Kugeln besitzen. Ich habe keinen waß gegen Frankreich oder gegen Rußland, die, ohne es zu ahnen, zu willensschwachen Werkzeugen geworden sind, die für Englands Geschäfte ihr Blut opfern müssen. Bedauern könnte man sie. Aber England! Jetzt soll es merten, daß die silbernen Kugeln ihm allein gelten." „Ja! Und der Friede wird nur werden, wenn England vernichtet ist." „Das walte Gott!“ Aber eine, Martha Gyönghövy, hatte doch noch einen anderen Gedanken; und leise fügte sie hinzu:„Und das walte Gott, daß er wiederkommt, daß er dann mir gehört, den ich damals schon lieben mußte, damals im maurischen Pavillon in Algier“.— Von Lord Beresford sprach niemand mehr; er war einel unter vielen, für die die deutsche Nation nur Verachtung haben kann. rein verlauter, terer Kassier chafteten, die nt der in die chaftet. Krefeld, 1. g die Abgal geführt und lungen des daß das wendung de den ist. In Kosten von der 51o steren Schäd igen, hat sich die Pausc abe von Ge ihr bis auf Solingen, t kurzem fol be des Haus hweinest ch nicht unte sich um de in Frankf ch einen Pos fund abgegeb veimal betrog en. Er empf in Solinger am wandte si urt die Bestät in Schwin ser recht viel nschickten. T gte, ist der§ Ein Riesen Wie ein ellen zu kön der Wun nseren herrliach den And rungen der hnlichen Nach sild zu mache kleierten Art or sich geht. ine unmittell ine verkleiner eresse erreger und Krankenfi Stadthalle ert stellung gelang rend der Dau ehen und Bei ten wie eine iesem Falle elgiern und etzt und ist eworden, der ch aber, nach u Hilfe komr Us bildende ürt der Fo erer auf 1 und unserer elle von un sesetzt worden en= und Kra rbeitete Mod öteglitz entsta jen auch die ens währen ollen Arbeit örderung der bringt. Gew ein Hauptanz ländischem G. essen dienende Zwei PoeinrstelJozu und der wie schei1tsauervon von e beüber uforr sich e an bung gende üger, und ezeigt man )—15 cht. brügjefane die ingt hat, Luftaam c mit 1 wie eine GraDann inden, clinie. die tatür3, auf marr zul, auf Zuletzt ehrere inung ewähr . Inmögunsere tekten n Bellung. VerJIm ofessor ertresollen auamt erkehzüge Vore und ktober Karber d. Karansind. e Anhätzen. n mit oder Die Nodieser t eine rahmn Bevon war, n, die die aals id daergesn mit ten ja ungen den eutsche eichnet e vier üben! dernen oder vachen te ihr Eng= allein igland n anwalte ich daon in einer haben Shulter fiel und entzwei ging. Indem der Geschädigte me Zorn über die Anrempelei Luft machte, sah er zu chrecken, daß der Inhalt der Tonne anstatt aus Butter waßem Sand und aus Asche bestand. Der Betrogene beetigte sofort die Kriminalpolizei und dieser gelang es, den Burschen am Holzmarkt festzunehmen.— Zur UnLegungsangelegenheit beim A. Schaaffhausenschen Bankverlautet, daß außer dem verhafteten Kassierer noch ein ener Kassierer festgenommen wurde. Auch die Frau des etteten, die außerhalb weilte, wurde in Frankfurt a. M. sast genommen. Des weiteren wurde ein Kaufmann von der in die Sache durch spekulative Geschäfte verwickelt ist chaftet. grefeld, 1. Dezember. Im August hat die Stadtverwaldie Abgabe von Gas gegen Zahlung einer Pauschgebühr oführt und die Gebühr ziemlich niedrig festgesetzt. Festungen des Gaswerkes nach Verlauf einiger Wochen ergadaß das Vertrauen der Verwaltung auf eine sparsame pendung des Gases vielfach in gröbster Weise getäuscht den ist. In vielen decken die gezahlten Gebühren noch nicht Kosten von ein Fünftel des wirklich verbrauchten Gases, dß der Stadt erhebliche Verluste entstanden sind. Um einer seren Schädigung der steuerzahlenden Bevölkerung vorzugen, hat sich die Stadtverwaltung nunmehr genötigt gesedie Pauschgebühr für Leuchtzwecke zu erhöhen und die abe von Gas zu Kochzwecken gegen Zahlung einer Pauschr bis auf weiteres gänzlich aufzuheben. Solingen, 30. November. In einigen Zeitungen erschien kurzem folgende Anzeige:„Sterbefallshalber wegen Aufbe des Haushaltes sind einige Zentner Hausschlachtechweinespeck(ger.) zum billigen Selbstkostenpreis, jeh nicht unter 25 Pfd. abzugeben. Ernstl. Angeb. an...“ er sich um den Speck bemüht, erhielt von einem„Anton Göbin Frankfurt(Main) die schriftliche Mitteilung, daß er einen Posten Speck vorrätig habe, der für 1,10 Mk. das und abgegeben werden solle. Es müsse aber, da er schon peimal betrogen worden sei, das Geld vorher eingeschickt weren. Er empfehle, gleich das Geld für 50 Pfd. einzuschicken. in Solinger Geschäftsmann, dem die Sache verdächtig voram wandte sich an die Volizei. Diese erhielt jetzt von Frankurt die Bestätigung, daß der billige Speckverkäufer in Schwindler ist der überhaupt keinen Speck besitzt wohl der recht viele Opfer gefunden hat, die ihm das Geld dafür nschickten. Der Betrüger, der sich einen falschen Namen beigte, ist der Händler Georg Grosser. Er wurde verhaftet. Ein Riesenschlachtrelief aus dem gegenwärtigen Kriege. Wie ein modernes Schlachtfeld aussieht, das sich so vorMllen zu können, als wenn man„dabei" gewesen wäre, ist ohl der Wunsch jedes einzelnen, der nicht das Glück hat, mit nseren herrlichen Truppen draußen vor dem Feind zu stehen. ach den Andeutungen der Generalstabsmeldungen, den Schilrungen der Kriegsberichterstatter, der Feldpostbriefe und hnlichen Nachrichten sucht sich jeder mit Fleiß und Mühe ein sild zu machen von der selbst für die Beteiligten oft tief verkleierten Art, wie ein Kampf in dem gegenwärtigen Kriege or sich geht. Aber erwünschter als jedes Phantasiebild muß ine unmittelbare Wiedergabe der Wirklichkeit, wenn auch nur ine verkleinerte, sein. Darum wird es gewiß das größte Ineresse erregen, daß auf der„Ausstellung für Verwundetenind Krankenfürsorge im Kriege", die heute in Barmen in der Stadthalle eröffnet wird, ein Riesenschlachtenmodell zur Aufsstellung gelangen wird. An diesem Modell, das bereits wähstend der Dauer der Ausstellung in Berlin und Budapest Aufehen und Bewunderung erregt hat, wird jeder studieren könten, wie eine mehrtätige moderne Schlacht sich abspielt. In liesem Falle hat sie mit dem erbitterten Ringen um ein von elgiern und Franzosen hartnäckig verteidigtes Dorf eingeezt und ist dann in ebener Landschaft zum Stellungskampf worden, der beide Gegner zwingt, sich einzugraben. Schließich aber, nachdem die Belgier und Franzosen und die ihnen Hilfe kommenden Engländer in die den Abschluß des Moas bildende große befestigte Stadt getrieben worden sind, ürt der Fortgang des Kampfes zum gemeinsamen Angriff merer auf waldigen Höhen verdeckt aufgestellten Artillerie und unserer Infanterie gegen die Stadt, deren mächtige Zitadelle von unseren schweren Geschützen bereits außer Gefecht esetzt worden ist. Der Barmer„Ausstellung für Verwundeen= und Krankenfürsorge im Kriege“ ist dieses kunstvoll gebeitete Modell, das der Werkstatt des Architekten Weinert in Steglitz entstammt, einverleibt worden, weil es vor allen Dinsen auch die Tätigkeit des Heeres=Sanitätsweens während der Kämpfe und in der Etappe, von der mühevollen Arbeit der Sanitätssoldaten in der Front bis zur Beorderung der Verwundeten in die Heimat, zur Anschauung bringt. Gewiß wird dieses Schlachtenmodell auch in Barmen ein Hauptanziebungspunkt der so vielversprechenden, aus vaterlandischem Geist geschaffenen und den vaterländischen Interesen dienenden Ausstellung bilden. Die schönste Farbe. Wein— der Unschuld helles Strahlen Allzeit unser Herz erfreut, Jugendbilder kann es malen, Jugend, die sich stets erneut. Rot— die Farbe unsrer Liebe, Wangen schmückt sie wunderschön, Kündet tiefe Herzenstriebe, Wo wir sie erstrahlen sehn. Schwar=— die Farbe unsrer Trauer Wenn ein Leid uns ist beschert, Wenn der Freud' folgt Regenschauer, Ist nur Schwarz der Trauer wert. Grün— des Lebens frohes Hoffen, Immer gut es mit uns meint, Neues Leben steht uns offen, Wenn der junge Lenz erscheint. Blan— die echte deutsche Treue Kündet sich in seinem Licht. Daß sie ständig sich erneue— Daran zweifl' ich heute nicht. Gran— Du warest nicht geachtek, Ohne Glanz und ohne Strahl, Wenn es Abend wird und nachtet, Sinkst Du auf die Stadt, das Tal. Aber hoch wardst Du erhoben Durch den Krieg, durch kühne Tat, Und das Feldgrau heut' wir loben, Weil's sich hoch bewähret hat. Feldaran— Brüder, Gatten, Söhne Schmückt es mit dem Ehrenkleid, Und die andern Farbentöne Gelten nichts in dieser Zeit. Feldgrau! Für die Heimat starben Brave jenseit Weichsel, Rhein;— Keine von den andern Farben Könnte jemals schöner sein! (Oldesloer Landbote.) Otto Saft. Aus den amtlichen Verlustliften, Auszug aus den deutschen Verlustlisten. 1. Auf dem Felde der Ehre gefallen: Kriegsfreiwilliger Hugo Karl Otto und Kriegsfreiwilliger Alfred Emil Tweer von hier, vom Kulmer Infanterie=Regiment 141. Gefreiter Adolf Schulte von hier, vom Reserve=Infanterie=Regiment 81. Albert Schröder, Erich Wortmann und Albert Nestler von hier, vom Jifanterie=Regiment 118. Emil Derse von hier, vom Infanterie=Regiment 88. Albert Schulte von hier, vom Reserve=InfanterieRegiment 118. 2. Verwundet oder in Gefangenschaft: Gustav Runde von hier, vom Reserve=Infanterie=Regiment 347, schwer verwundet. Paul Cramer von hier, vom Reserve=Infanterie=Regimentment 87, schwer verwundet. Rudolf Kubier und Max Köcker von hier, vom InfanterieRegiment 168, leicht verwundet. Heinrich Potthoff von hier, von Reserve=Infanterie=Regiment 18, leicht verwundet. Walter Köster von hier, vom Reserve=Infanterie=Regiment 255, leicht verwundet. Max Dohle von hier, vom Füsilier=Regiment 35, leicht verwundet. Richard Kühn von hier, vom Infanterie=Regiment 29, leicht verwundet. Adolf Krummenerl von hier, vom Reserve=InfanterieRegiment 202, leicht verwundet. August Söhnchen von hier, vom Reserve=Infanterie=Regiment 23, leicht verwundet. Friedrich Kattur von hier, vom Infanterie=Regiment 57, leicht verwundet. Unteroffz. Walter Dango von hier, vom Infanterie=Regiment 329, in Gefangenschaft. Lüdenscheid, den 30. November 1915. Der Erste Bürgermeister. (la.) Kristiania, 1. Dezember. Nach einer Meldung des „Rjetsch“ aus Batum ist der Ort Trwams von persischen Banden überfallen worden, die weit in russisches Gebiet eingedrungen sein sollen. (w.) Paris, 1. Dezember. Die Kammer beriet gestern den Gesetzesantrag über die Einstellung der Jahresklasse 1917. Der Kriegsminister Gallieni erklärte, er befinde sich darin in vollständiger Uebereinstimmung mit Joffre, daß es sich bei der Forderung nach der Einberufung der Jahresklasse 1917 nur um eine Vorsichtsmaßregel handele, der man zustimmen müsse. Die Einberufung bedeute nicht, daß die Jahresklasse 1917 sofort in die Front geschickt würde, aber es sei nötig, daß diese Jahresklasse lange und sorgfältig ausgebildet werde, damit sie für jeden möglichen Fall bereit sei. Gallieni forderte die Kammer auf, diese Jahresklasse sobald als möglich zu seiner Verfügung zu stellen, damit sie im Frühjahr 1916 bereit sei, zu einer Zeit, wo in Uebereinstimmung mit den Alliierten die Verstärkungen und Rüstungen Frankreichs ihn erlauben würden, entscheidende Anstrengungen zu machen.— Durch Handaufheben nahm die Kammer darauf die Gesetzesvorlage an. Wetmington(Delaware, Nordamerika), 1. Dezember. Reuter. In der hiesigen Pulverfabrik fand eine Explosion statt, bei der 30 Personen getötet wurden. (la.) Stockholm, 1. Dezember. Einzelheiten über die Erkrantung des Königs Peter von Serbien besagen, daß der König auf der Reise nach Stkutari, die er mit Pasitsch zu Pferde zurücklegte, ungeheure Entbehrungen ausgestanden habe. Er blieb bis 36 Stunden ohne Nahrung. Die diplomatischen Missionen am serbischen Hof haben sich nach Montenegro begeben und werden von dort über Italien nach Saloniki reisen, ein Teil der Missionen wird in ihre Heimat zurückkehren. (w.) London, 1. Dezember. Die„Times“ erfahren aus „rnen, daß in Beantwortung der Forderung des Vierverbandes, die griechischen Truppen aus dem von den alliierten Truppen besetzten Gebiete zurückzuziehen, die griechische Regierung erklärt habe, daß sie dieses für undurchführbar hält, weil dadurch andere Schwierigkeiten entstehen. Es wird auf die Einsetzung eines Ausschusses von Sachverständigen gedrungen.— Die„Times“ erfahren aus Saloniki: Unter den zuletzt angekommenen Flüchtlingen befanden sich eine Anzahl österreichischer und deutscher Untertanen, die in Monastir interniert und durch die serbischen Behörden nach Griechenland geschickt worden waren. Einige sahen sehr dürftig und kränklich aus. (la.) Rotterdam, 1. Dezember. Nach französischen Meldungen tauchen jetzt auch vor Sitzilien Unterseeboote auf, die in den Tagen des 19., 20. und 21. 11. vor Estika gesichtet wurden. Sie halten sich auch in der Nähe der Bucht von Syrakus und bis vor Passignano auf. Malmö, 1. Dezember. Nach der„Berlingske Tidende“ wird das in Helsingborg beheimatete, mit Zement beladene Schiff„Emma“ seit seiner Reise von Aalborg nach Amerika vermißt. Ueber das Schicksal der Mannschaft ist nichts bekannt. (W. T. B.) Wien, 1. Dezember. Amtlich. Keine besondere Ereignisse. Bei den dem österreichischungarischen Oberbefehl unterstehenden verbündeten Streitkräften der Nordostfront wurden im Monat November an Gefangenen und Beute 78 Offiziere, 12 000 Mann und 32 Maschinengewehre eingebracht. Italienischer Kriegsschauplatz. Der gestrige Tag verlief an der Isonzofront im allgemeinen ruhiger, nur der Brückenkopf von Tolmein wurde wiederholt heftig angegriffen. Diese Vorstöße des Feindes brachen in unserm Feuer zusammen. Heute nacht setzte starkes Artilleriefeuer gegen den Nordhang des Monte San Michele ein. Gleichzeitig griffen die Italiener den Gipfel dieses Berges an, sie wurden zurückgeschlagen. Auch feindliche Angriffsversuche im Raume von San Martino wurden abgewiesen. Südöstlicher Unsere Truppen dringen umfassend gegen Plewlne vor. Eine Kolonne greift die Gradina=Höhe, südöstlich des Metalka=Sattels an, eine andere erstürmte in den Nachmittagsstunden und nach Anbruch der Dunkelheit den von den Montenegrinern zäh verteidigten Hochflächenrand 10 Kilometer nördlich von Plewlje.— Prizren wurde am 29. 11. mittags von den Bulgaren genommen.— Die Armee des Generals von Koeveß hat im November 40 800 serbische Soldaten und 26 600 Wehrfähige gefangen genommen und 179 Geschütze und 12 Maschinengewehre erbeutet. Zwei Wochen auf deutichem U-Boot. Zwei Wochen als Passagier an Bord eines deutschen Unterseebootes geweilt zu haben, jetzt mitten im Kriege, ist sicher alltägliches Ereignis im Leben eines Menschen. Dieses sgenartige Glück hatte jedoch ein 17jähriger Amerikaner Karl olst, der von deutschen Eltern abstammt. Er diente als Maeibse auf einem norwegischen Fahrzeug, das mit Getreide beund nach Queenstown in Irland bestimmt war, das aber, revor es seinen Bestimmungsort erreichen konnte, im irländischen Kanal von dem deutschen Unterseeboot,U.." aufgeNucht wurde. Das Schiff wurde in die Luft gesprengt, nachden die besatzung die Rettungsboote bestiegen hatte. Sieden Mann derselben waren jedoch Deutsche und diese wurden an Bord des Unterseebootes genommen. Unter diesen begaund sich auch Karl List. Nach einer Kreuzfahrt von 12 Tagen " englischen und irischen Fahrwässern kehrte das U=Boot nach anem Heimathafen zurück. Von dort kehrte der unfreiwillige rassagier des U=Bootes über Amsterdam nach Newyork zurück, varde dort natürlich der Held des Tages und schrieb nun unter e Anleitung des amerikanischen Journalisten und MarineDenry Reuterdahl seine Eindrücke über diese abenteuerliche Fahrt nieder. Er erzählt: Sobald unser Schiff das offene Meer erreichte, merkten nentee4 daß Krieg war. Wir hatten geglaubt, daß, weil wir oren, wir vollständig sicher seien; das war aber durchder Fall und die Stimmung an Bord war ziemlich und bedrückt. In der Nähe des irischen Kanals onte plötzlich ein Schuß, der eine allgemeine Verwirrung an schgur Folge hatte. Die Mannschaft stürzte auf Deck und über de allen Seiten um. Wieder erdröhnte ein Da zeigte einer der Matrosen auf einen Punkt vont und sagte:„Ein deutsches UnterseeUnd es war wirklich richtig. Der dunkle Punkt wuchs schmell und bald konnte man einige Gestalten Unterscheiden, die an der kleinen Kanone auf Deck standen. Wir hißten darauf unsere Flagge und warteten ab, was nun kommen würde: Der Kapitän unseres Schiffes schickte zunächst den ersten Steuermann mit unseren Papieren zum U=Boot, das ganz in unserer Nähe lag, und schnell kam die Order zurück, Waß diejenigen von der Besatzung, die nicht Deutsche waren, sofort die Boote besteigen sollten. Dann wurden die deutschen Matrosen an Bord des Unterseebootes genommen, und darauf wurde unser Schiff durch wohlgezielte Schüsse versenkt. Und nun war ich an Bord eines Unterseebootes! Es war ein ganz eigentümliches Gefühl, das mich befiel, als ich mich abends todmüde in eine Ecke des Bootes legte. Das letzte was ich hörte, waren einige scharfe Kommandorufe und dann ein Rasseln und Surren der Maschine, worauf es totenstill wurde. Jemand sagte noch, daß wir jetzt so tief waren, daß ein großes Schiff über uns hinwegfahren könnte, und dann schlief ich ein. Als ich am nächsten Morgen erwachte, ging es an Bord des Unterseebootes wie in einem Bienenstock zu. Plötzlich hörte man ein Glockensignal, und darauf stürzte die ganze Besatzung an ihre Plätze. Langsam stieg das Boot an die Oberfläche, und nun kam das Kommando:„Wasserbehälter leeren“, worauf das Boot von seinem Ballast befreit an die Oberfläche emportauchte. Nun folgte das Kommando:„Volldampf, vorwärts!“ Und das Boot flog durch das Wasser, in dem es Kaskaden von Schaum aufwirbelte. Schnell hatten wir den Dampfer, auf den das U=Boot Jagd machte erreicht, die Flagge des U=Bootes wehte im Topp und ein Schuß wurde abgefeuert. Das aufgebrachte Fahrzeug zeigte kein Neutralitätszeichen, aber man konnte bereits den Schiffsnamen„Gadsby" lesen, also ein Engländer. Nun signalisierte man vom U=Boot, daß die englischen Matrosen schleunigst die Boote besteigen sollten. Durch das Megaphon teilte der Kommandant des U=Bootes der Besatzung mit, in welcher Richtung das Land liege, darauf ertönten zwei Kanonenschüsse, das englische Fahrzeug wackelte wie ein Trunkener auf dem Meere hin und her, beugte sich dann nach vorn über und versank. Ich war Zeuge, wie eine ganze Anzahl von Schiffen versenkt wurde. Es war ganz eigentümlich zu beobachten, wie scnell das ging. Manche verschwinden bereits nach fünf Minuten, andere halten sich noch stundenlang über Wasser. Das wunderbarste Schauspiel, dem ich beiwohnte, war die Versenkung das Schiffes„Ziery Croß“. Die Besatzung hatts den Befehl erhalten, die Boote zu besteigen. Darauf ruderten einige deutsche Matrosen vom Unterseeboot zu dem feindlichen Schiff und befestigten eine Anzahl von Handgranaten auf beiden Seiten desselben. Diese wurden dann entzündet und das Schiff flog inmmitten seiner weißen Segel in die Luft. Die zerschmetterten Planken sanken in die Tiefe, aber die Segel breiteten sich auf der Meeresoberfläche aus und sahen aus der Entfernung wie große Eisblocke aus. In der Zeit, in der ich mich an Bord des U=Bootes befand, wurden nicht weniger wie elf Schiffe vernichtet. Viele andere wurden aufgebracht, durften aber nach erfolgter Untersuchung weiterfahren. Zwölf Tage dauerte diese Fahrt, die ich mein Lebtag nicht vergessen werde. Sie war zwar voll von Gefahren, aber so spannend und herrlich, daß ich nicht um die ganze Welt die Erinnerung daran missen möchte.“ Nriegshumor. Oesterreichische Zensur. A.:„Sagen S', lieber Freund, wozu nehmen Sie, so oft Sie ins Kaffeehaus gehen, eine so riesige Schere mit?“ B.: Wissen S', ich lege mir ein Riesentagebuch an, wie es die Welt in solchen Dimensionen noch nicht gesehen hat: Ich schneid' mir nämlich aus allen Wiener Zeitungen— die weißen Flecke aus...“ 2oe „o2— vo— e 2 : S 2 222 . k 8 — 5 2 — 9 2.e 2 02 e o — — 2 5 2 C. 3. — 2.— 22 o1 . 933. ee. . 2 e 2 . 900 5 o . — — —S.8 — 32 526 — — a2962. ca — 2 2, 2 . 3 2 tk ttkta os ttttt s 2. S — 6 2 29 3 2 2e 5o.s. s. Se 00 2 2 s tso ses kte8: tto s s 2 a — . o 2 — soosas, . a E205 eme 1 2s380: E 2 E oe Se g 2 2 B.61— . E6 . 25..".0. S E e—. tPo2 6 e 2.6 B2 30 tt 2o 58S 22 so 2 . r2 28 2. 2e .o t — t — S 76 —: 25 22 sn k E: 8 2 6 8 tse so 98 e— asa 2.BE23 8— sso28 ons — —1— 2.2 . one0s2mesgeo2 : o8 82 2 on . -2 22222 ausan e Leita imme Die tunge mit in il Einzi freig tinop etwas kindl Volk Unte die C Deut deten Hard keit1 Vera mit daß und muß. die§ allem fühle noch, Fron man taugl wissen füller ben unter das ballon Erf genos Die gersn Zeitu ihren Türk den i ser I. Mitte rufen außen Halti Irrti auch VerbFried Scho keine fürch Kohl teuer zustä für die v Kohl sisch indu den werd gede auste Kohl schäft der mögl men Inzu üdenscheider Beibung M. Kreisblatt für den Stadtkreis Lüdenscheid. Amtlicher Anzeiger für den Kreis Altens 2. Gescheim täglimh mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Preis viertelSheüich durch die Boten und Agenturen bezagen Mk. durch die Vos Ha. Dch und Verlag von Eilgenkamp& Ruhl(Inhaber Cael False), Lüdenscheid Vernsprecher: 98. Telegramm=Adresse: Beiturg. Anzeigen werden bis morgens 9 Uhr erbeten. Die einspaltige Beile oder ==== deren Raum kostet 18 Pfg., Reklamen die Beile 40 pfg.= (Jede Rabattbewilligung wird hinfällig bei zwangsweiler Beitreibung der Gebühren.) Redabtion und Expedition: Friedrichstraße 91. Verantwortlicher Redaktenes Theodar Fath, Lüdenscheid. Io 282. Durch Roten frei Haus mosstlich 55 Pig. Donnerstag, 2. Dezember 1915. Peitbeang vierteljährl. 1,92 M. 48. Jahrgong „Der deutsche Zusammenbruch.“ Der Pariser„Temps“ vom 9. November enthält folgenden Leitartikel: Die schöne Sicherheit, die man jenseits des Rheins noch immer zeigt, hält einer genauen Prüfung nicht mehr stand. Die Reihe unserer„Briefe aus Deutschland“ hat uns gezeigt, daß die leichtgläubigen Geschöpfe des Kaisers, die von den Zeitungen täglich„auf Befehl“ verbreitete„Wahrheit“ nicht mehr mit der alten Urteilslosigkeit aufnehmen. Die Deutschen haben in ihren Kasten noch Postkarten vom vorigen Jahr, die den Einzug in Paris und Calais feiern, neuere schenkten ihnen freigebig Petersburg, und heute bietet man ihnen Konstantinopel, Aegypten und Indien an. Es mischt sich aber schon etwas wie die Furcht vor einer neuen Enttäuschung in das kindliche Staunen über die fernen Wunder, hinter denen das Volk in erster Linie das versprochene Land des Friedens sucht. Aber Wilhelm fährt immer noch fort, die bevorstehende Unterwerfung des Feindes anzukündigen, und die Presse hat die Erlaubnis, die Bedingungen zu besprechen, unter denen sich Deutschland großmütig zeigen würde. Sie zeigt die Verbündeten in den letzten Zügen, und im Zank untereinander. Allein Harden erkennt in seiner„Zukunft“ die unerschütterliche Einigkeit und Kriegsentschlossenheit der Verbündeten und lehnt die Verantwortung für den Glauben der Menge ab, daß der Krieg mit dem Erreichen Konstantinopels zu Ende sein würde. Den stolzen Deutschen hält nur noch sein Glaube aufrecht, daß die herrlichste Armee der Welt nicht besiegt werden kann, und daß das auserwählte Volk Gottes seine Aufgabe erfüllen muß. Wenn ihn der Zweifel befällt, tröstet ihn der Blick auf die Karte mit den kleinen Fähnchen. Jedoch der Mangel an allem, was sein Magen verlangt, läßt ihn sich nicht so siegreich fühlen, wie er gern möchte. Der Zeitungsleser freut sich zwar noch, wenn er täglich von neuen Truppensendungen an die Front liest, aber kann sich nicht verhehlen, daß die Leute, die man jetzt hinausschickt, vorher schon wenigstens einmal für untauglich erklärt worden waren, und daß man bald nicht mehr wissen wird, womit die Leere bei den Ersatztruppenteilen ausfüllen. Ein aufrichtiger Deutscher erklärte neulich:„Wir haben zwei Gesichter, eins für drinnen, wenn wir einigermaßen unter uns sind. Das erste spiegelt nur Siegeswillen wieder, das andere späht ängstlich nach den aufgelassenen Versuchsballons, die die Absicht der Gegner ergründen sollen.“ Die deutschen Kräfte sind noch weit von der Erschöpfung entternt, aber sie müssen die Bundesgenossen mittragen, die ohne die deutsche Hilfe nichts könnten. Die deutsche Bevölkerung hätte vielleicht nicht mal die Hungersnot zu befürchten, immerhin vergleicht aber die„Kölnische Zeitung“ Deutschland mit einer belagerten Festung, die von ihren eigenen Mitteln zehrt. Die aus Bulgarien und der Türkei ermöglichten Zufuhren an Lebensmitteln können nickt den immer wachsenden Mangel an Menschen ausgleichen. Dieser letztere aber ruft die Eile hervor, mit der die Agenten der Mittelmächte in der Welt eine Friedensstimmung hervorzurufen sich bemühen, ehe ihre zunehmende Schwächung nach außen sichtbar wird. Die Anzeichen beim Feinde muß die Haltung der Verbündeten bestimmen. Während beim Feinde oft Alles dem Ende zuneigt,(Der Irrtum unserer Feinde oder ihre Selbsttäuschung kommt uns auch zu Statten. L. Z.) wächst die Macht der Mitglieder des Verbandes, die jetzt, nachdem sie vorher so lange nur auf den Frieden eingestellt waren, für den Krieg umgelernt haben. Schon sind die von Kitchener versprochenen drei Millionen keine Einbildung mehr. Außerstande, die es im Osten und Westen einschließenden Ketten zu durchbrechen, hat Deutschland im Süden einen Weg zu neuen Siegen gesuckt, aber auch dort werden ihm alle Verbündeten entgegentreten und den Abnutzungskrieg auch in den Orient bringen. ctrbln. Politische Rundschau. Unsere Kohlenversorgung. Man schreibt uns(bl.): Der frühzeitige Eintritt kalter Mitterung hat zu der Befurchtung Anlaß gegeben, es könnte während des Winters eine Kohlenknappheit und damit im Zusammenhang eine Kohlenteuerung entstehen. Aus Anlaß des Krieges ist jedoch von den zuständigen Stellen eine Organisation der Kohlenversorgung für den inländischen Bedarf wie für die Ausfuhr geschaffen, die volle Gewähr dafür bietet, daß weder Kohlenknappheit noch Kohlenteuerung eintreten wird. Für die Ausfuhr sind im preukischen Handelsministerium unter Mitwirkung der Privatindustrie zwei Kohlenausfuhrstellen, je eine für den Osten und den Westen, eingerichtet worden. Die Ausfuhrbewilligungen werden vom Reichsamt des Innern erteilt, und über die Menge der auszuführenden Kohlen findet ein ständiger Meinungsaustausch mit dem Handelsministerium statt. Die zur Ausfuhr freigegebenen Mengen werden von den Kohlenausfuhrstellen auf die einzelnen Zechen verteilt. Die Geschaftsführung der Kohlenausfuhrstelle für den Westen liegt in der Hand des Kohlensyndikats. Bereits im Sommer war es nöglich, den neutralen Ländern etwa die Hälfte der Kohlennengen zu liefern, die sie in Friedenszeiten bezogen haben. Vizwischen ist noch eine weitere Steigerung eingetreten. Hieraus geht hervor, daß von einem Kohlenmangel nicht die Rede sein kann, denn man würde nicht die Ausfuhr so erheblicher Mengen zulassen, wenn der Inlandbedarf nicht ausreichend gedeckt wäre. Für den inländischen Bedarf ist im Handelsministerium eine Vermittelungsstelle eingerichtet, die in Gemeinschaft mit dem Rheinisch=Westfälischen Kohlensyndikat und den oberschlesischen Kohlengroßhändlern für möglichst schnelle Versorgung der Kohlenverbraucher bemüht ist. Für Ostpreußen ist unter Beteiligung des preußischen Staats und der Kohlenindustrie eine besondere Kohlenversorgungsgesellschaft in der Form einer Aktiengesellschaft begründet worden, die oberschlesische Kohle nach Östpreußen auf dem Wasserwege liefert. Alle diese Organisationen bürgen dafür, daß inbezug auf die Kohlenversorgung zu Befürchtungen kein Anlaß vorliegt. Kriegsdienstbeschädigung und Verwundung. Für die Gewährung von Kriegswitwen= und Kriegswaisengeld an die Hinterbliebenen eines zum Feldheere gehörigen Offiziers, Sanitätsoffiziers. Beamten oder einer Militärperson der Unterklassen ist die Voraussetzung, daß der Betreffende im Kriege geblieben oder infolge einer Kriegsverwundung oder Kriegsdienstbeschädigung gestorben ist. Als Kriegsdienstbeschädigung ist jede Dienstbeschädigung anzusehen, die auf die besonderen Verhältnisse des Krieges zurückzuführen ist. Es ist mityin nicht jede während der Kriegsdienstleistung erlittene Dienstbeschädigung als Kriegsdienstbeschädigung anzusehen, besonders nicht in den Fällen, wo es sich um eine Dienstbeschädigung handelt, von der anzunehmen ist, daß sie auch während des Friedens bei gewöhnlichen Dienstleistungen eingetreten wäre. Es müssen vielmehr bei der Schädigung Einflüsse mitgewirkt haben, die grade durch den Krieg zur Geltung gekommen sind. Unter Kriegsverwundung ist jede während eines Krieges durch die feindlichen Waffen erlittene Verletzung zu verstehen. Dabei gilt als Waffe jedes Angriffs= und Verteidigungsmittel. Es macht auch keinen Unterschied, ob die Verletzung eine äußere oder innere ist, ob sie durch unmittelbare oder mittelbare Einwirkung der feindlichen Waffen herbeigeführt ist. Eine Kriegsverwundung liegt sowohl bei Schädigungen durch Gasvergiftung wie bei Einwirkungen von elektrischem Strom vor. Erforderlich zum Begriff der Kriegsverwendung ist aber eine Einwirkung von seiten des Feindes. Bei dem infolge einer Kriegsverwundung erst nach Ablauf längerer Zeit verstorbenen Kriegsteilnehmer kommt es nicht darauf an, wann der Heeresangehörige an der Verwundung gestorben ist Anspruch auf Kriegsversorgung besteht daher auch nach Entlassung aus dem aktiven Dienste, wenn die Militärperson während ihrer Zugehörigkeit zum Feldheer eine Verwundung erlitten hat, mit der der Tod in ursächlichem Zusammenhang steht. Bei Kriegsdienstbeschädigungen muß dagegen zur Geltendmachung der Kriegsversorgung der Tod woor Ablauf von 10 Jahren nach dem Friedensschluß eingetreten sein. Der Reichstag. (w.) Berlin, 1. Dezember. Der Haushaltsausschuß des Reichstags nahm in der heutigen Sitzung den Gesetzentwurf über die Kriegsabgaben der Reichsbank mit einem Zentrumsantrage, den Reingewinn aus dem Jahre 1915/1916 statt zur Hälfte zu Dreiviertel dem Reiche zuzuweisen, an. (w.) Berlin, 1. Dezember. Im Hauptausschuß des Reichstags verwiderte der Schatzsekretär auf eine Anfrage, er werde den Gesetzentwurf über die Besteuerung der Einzelpersonen zur Erfassung der Kriegsgewinne im Februar oder März dem Reichstag vorlegen. Er glaube mit Sicherheit, die Vorlage bis zu diesem Zeitpunkt in Aussicht stellen zu können, er denke nicht an eine rohe brutale Steuer, nach welcher ein fach in allen Fällen 50% vom Gewinn genommen werden sollen. Die verschiedenen Verhältnisse sollen berücksichtigt werden. Müßiges Friedensgerede. (Tu.) Rotterdam, 1. Dezember. Aus London wird gemeldet: Lord Haldane erklärte in einer Rede, daß zwei Fragen mit der Friedensfrage verknüpft seien, 1. die Bedingungen des Friedens und 2. wie soll verhindert werden, daß ein derartiger Krieg sich von neuem ereignet. Die erste Frage könne er nicht berührten, weil England Bundesgenossen habe. Sämtliche Großmächte, neutrale und andere, müßten zusammenwirken, um den Frieden herzustellen und um zu verhüten, daß England geschädigt und Deutschland durch die Last der Rüstungen mit Ruin bedroht werde, Asquith habe gesagt England kämpfe für die Gerechtigkeit gegenüber Belgien, heute sage er aber auch für die Gerechtikeit gegenüber Serbien. (w.) London, 1. Dezember. Die Morningpost erklärt es in einem Leitartikel für zeitgemäß, die Friedensbedingungen zu erörtern und schreibt: England hat schrecklich darunter gelitten, daß seine Regierung in der Zeit des Friedens nicht mehr für den Krieg vorgesorgt hatte. Es wird schlimmer zu leiden haben, wenn es in der Zeit des Krieges sich nicht auf den Frieden vorbereitet. Die Nation muß eine bestimmte Vorstellung haben, wofür sie kämpft und was das äußerste Mindestmaß dessen ist, was es anneymen(Mindestmaß bieten, Höchstmaß annehmen! L. Z.) könnte, allerdings ist eine Vorbedingung, daß Deutschland besiegt ist. Friedensverhandlungen sind nicht denkbar, solange der Feind in Belgien, Rußland und Frankreich oder Serbien bleibt.(Was sagen die soz. Abg. dazu? L. Z.) Das Blatt befürwortet die Erörterung der Friedensbedingungen mit den Alliierten und mit den Domoniums und greift die Regierung an wegen der Entschlossenheit, die sie besaß, den Krieg soweit zu führen, wie sie ihn geführt habe und schließt, entweder soll Grey von ganzem Herzen für den Sieg kämpfen und dem Feinde keine Zugeständnis oder denen Platz machen, die dies tun wollen. Berlin, 1. Dezember. Dem„Vorwärts“ zufolge hat die sozialdemokratische Reichstagsfraktion beschlossen, im Reichstag folgende Interpellation einzubringen:„Ist der Reichskanzler bereit. Auskunft darüber zu geben, unter welchen Bedingungen er geneigt ist, in Friedensverhandlungen einzutreten?"(Die Bedingung kennen wir alle, daß nämlich vor Allem uns Friedensangebote gemacht werden! L. Z.) Oesterreichischer Ministerwechsel. Die Minister des Innern, des Handels und der Finanzen in Oesterreich, v. Heinold, v. Schuster und v. Engel sind zurückgetreten unter mannigfachen Ehrungen durch den Kaiser. Sie wurden durch den Prinzen zu Hohenlohe=Schillingsfürst, Ritter v. Leth und v. Spitzmüller ersetzt. Kriegsnot im Londoner Zeitungsgewerbe. Aus dem Londoner Zeitungsgewerbe wird dem Buchhändler=Börserblatte berichtet, daß sich die Halfpenny=Morgen= und Abendblätter über eine Verringerung des Umfanges verständigt haben, woraus natürlich auch eine Verminderung der Personalbestände sich ergeben hat. Unterrichtete Leute im Londoner Zeitungsviertel glauben, daß jetzt nur wenige Londoner Zeitungen auf ihre Kosten kommen. Abgesehen von den großen Ausgaben für Kriegsberichterstattung drücken auch die großen Ausfälle aus den Anzeigen und die erhebliche Steigerung der Kosten für Papier und Beförderung auf die Erträge der Londoner Zeitungen. Ein Mitarbeiter der Daily Mail sagte, er habe nicht den geringsten Zweifel, daß die nächsten Monate in der Zeitungswelt große Ueberraschungen bringen, und daß eine Reihe von Zeitungen verschwinden würde, die man bisher für vollkommen gesichert gehalten habe. Von einem Londoner Verleger wird die Ansicht wiedergegeben, daß überhaupt nur vier Londoner Zeitungen den Krieg überleben würden. Montenegro und sein Heer. Der kleinste, aber in militärischer Beziehung nicht der schlechteste Gegner ist Montenegro, das seit seiner im Baltankrieg erworbenen Gebietserweiterung eine Große von 14 200 Quadratkilometern, also etwa die Größe Mecklenburg=Schwerins, erreichte. Von den 430 000 Einwohnern kommen ungefähr auf den Quadratkilometer 30 Menschen. Der westliche Teil des Landes, die sogenannte Czarnagora ist eine kahle Hochfläche ohne Wasser, der ostliche Teil von hohen, schwer gangbaren Gebirgsrücken durchzogen. Das Land ist sonst nur wenig entwickelt. Auch der Verkehr hat ganz geringen Umfang. Die meisten Wege sind Saumpfade; die Eisenbahnen haben nur 18 Kil ometer Länge, die Post besitzt nur 21 Anstalten und— der jährliche Durchschnitt der Postsendungen beträgt nur 1,6 für jeden Einwoyner. Stärker kann wohl nichts den mangelnden Verkehr bezeichnen. Montenegros Wehrmacht blieb bis in die jüngste Zeit hinein ein nach Stämmen eingeteiltes Volksaufgebot ohne Friedensausbildung. Erst 1875 gab Nikita dem Heere eine Gliedrung für taktische Einheiten, 1896 wurden Lehrtruppen und Rekrutenkurse, also eine Friedensausbildung eingeführt, es blieb ein Milizheer. Durch ein Wehrgesetz vom Jahre 1910 wurde die Wehrpflicht einheitlich geregelt. Sie dauert 45 Jahre und zwar vom 18. bis zum 62 Lebensjahre. Gleichzeitig mit dem Wehrgesetz wurden bestimmte Friedensübungen festgesetzt. Die Dauer der aktiven Dienstzeit in den Lehrtruppen darf nicht zwölf Monate überschreiten. Die 18= und 19jährigen bilden die Rekrutenklassen die Männer im Alter von 20—52 Jahren das Feldheer und die ältesten zehn Jahrgange die Reserve, die zur Sicherung des Nachschubs und Etappenwesens dient. Der König ist der oberste Kriegsherr, der Kronprinz, Generalinspekteur des Heeres. Die Infanterie führt das russische Dreiliniengewehr(7,62 mm) und das alte österreichische Säbelbajonett. Die Artillerie besteht aus Geschützen italienischen und russischen Ursprungs, die fast alle geschenkt sind. Auch einige ältere Krupp=Batterien sind vorhanden; die Gebirgsgeschütze überwiegen naturgemäß. Im Frieden ist keine Kavallerie vorhanden, im Kriege wird sie nach Bedarf aufgestellt. Sie verfügt jedoch nur über eine sehr geringe Ar zahl von Reitpferden, die aus Ungarn und Rußland eingeführt sind. Wegen des Gebirges ist der Bedarf an Tragetieren sehr groß. Ein alter Spruch in Montenegro sagt aber:„Das beste Tragtier ist das montenegrinische Weib“, und in der Tat haben die Montegriner in ihren Kriegen fast immer nach dem Spruch gehandelt; die Montenegrinerinnen haben fast den gesamten Nachschub des Heeres besorgt. Das Heer, das durch die jahrhundertelangen Kriege sich eine außerordentliche Erfahrung und Kraft erworben hat, bewährte sich wiederholt in den verschiedenen Balkankriegen und ist zumal im Gebirgskrieg ein nicht zu unterschätzender Gegner. M. P. Lüdenscheid, 2. Dezember. Beförderung. Hauptmann Paul Plate aus Brüninghausen wurde zum Kommandeur der Kraftfahr=Truppen der XI. Armee ernannt. Auszeichnung. Der Pionier=Hauptmann Paul Krause, Sohn des früher hiesigen Bauunternehmers B. Krause, erhielt das Eiserne Kreuz I. Klasse. Um dem augenblicklichen Mangel an Kleingeld etwas zu begegnen, empfiehlt es sich vielleicht, die Sparbüchsen der Kinder daraufhin nachzusehen und die Beträge zur Sparkasse oder sonst in Verkehr zu bringen. (gg.) Schulfrei. Aus Anlaß des gestrigen Sieges der Bulgaren sind die Volks= und höheren Schulen heute geschlossen. (gg.)„Deutsche Kriegspostkarte 1914“. Auf den Postanstalten des Deutschen Reiches— auch an den Schaltern des hiesigen Postamts— werden Postkarten für 10 Pfg. mit dem Bildnis unseres Kaisers und dem Aufdruck:„Deutsche Kriegspostkarte 1914.— Auf Befehl Se. Majestät des Kaisers zu Gunsten des Roten Kreuzes“ verkauft. Der Betrag soll die segensreiche Arbeit dieses Samariter=Vereins fördern. Pakete an Angehörige der österreichisch=ungarischen Feldarmee und die ihr zugeteilten Personen können bei den deutschen Postanstalten fortan nicht mehr unbeschränkt, sondern nur von gewissen, von der österreichisch=ungarischen Verwaltung bezeichneten Feldpostämtern zur Beförderung angenommen werden. Es ist Sache des Absenders sich über die Zulässigkeit des Versandes und über die Feldpostämter, woselbst die Pakete angenomen werden, zu vergewissern. Zu Unrecht aufgelieferte Pakete werden von der österreichischen Grenzstelle zurückgeleitet. Näheres wird bei den Postanstalten durch Aushang in den Schalterräumen bekanntgegeben.(W. T. B.) Amtlich.) Die Ausstellung der Arbeiten, welche die Verwundeten aus dem Vereinslazarett vom Roten Kreuz hergestellt haben, bleibt über Sonntag noch bei Gebrüder Alsberg bestehen. Wir weisen erneut empfehlend darauf hin. Die Alt=Papiersammlung der Stadt im Interesse der Gewinnung des Materials für neues Papier und zum Besten der Kriegsfürsorge zeigt schon jetzt guten Erfolg. Eine Fabrik hat ihr großes Lager an Abfallpapier zur Verfügung gestellt. Die Hilfsschule hat allein bis jetzt 24 Sack Abfallpapier und 3 große Ballen abgeliefert. Aus den Archiven der Stadtverwaltung selbst sind zahlreiche alte, entbehrliche Bücher, Blätter und Papierstöße aller Art geliefert. Auch einige Geschäftsleute haben entbehrliche Papiermassen hergegeben. Beschlagnahme von Lumpen und Abfällen. Ein Bekanntmachung ist erschienen, die sich mit der Beschlagnahme, Veräußerung und Verarbeitung von wollenen und halbwollenen Wirk= und Strickwarenlumpen und von wollenen und halbwollenen Abfällen der Wirk= und Strickwarenherstellung befaßt. Nach dieser Bekanntmachung sind alle wollenen und halbwollenen Lumpen und Abfälle in jeder Mischung und Farbe beschlagnahmt, die im Besitz von Personen sind, die sich mit dem Handel oder der Verwendung von wollenen und halbwollenen Lumpen und Abfällen gewerbsmäßig befassen. Der Verkauf der beschlagnahmten Lumpen und Abfälle bleibt aber weiter zulässig zu Heeres= und Marinezwecken. Als ein derartiger erlaubter Verkauf ist die unmittelbare Veräußerung an bestimmte Sortierbetriebe anzusehen, die von der Kriegswollbedarf=Aktiengesellschaft in Berlin mit dem Ankauf für die Zwecke der Heeres= und Marineverwaltung beauftragt sind, und deren Liste von der Kriegs=Rohstoff=Abteilung des Preußischen Kriegsministeriums veröffentlicht wird und auch von dort angefordert werden kann. Ohne Rücksicht auf die Beschlagnahme ist das Sortieren von Lumpen erlaubt und durchaus erwünscht. Lumpen und Abfälle, die vor Inkrafttreten der Bekanntmachung bereits gewolft waren, dürfen weiter verarbeitet werden. Ebenso ist die Verwendung und Verarbeitung zur Herstellung solcher Ganz= und Halberzeugnisse zulässig, deren Anfertigung unmittelbar von dem Preußischen Kriegsministerium, dem Reichs=Marine=Amt, dem Bekleidungs=Beschaffungsamt, durch Vermittelung der Kriegswollbedarf=Aktiengesellschaft oder des Kriegs=Garn= und Tuch=Verbandes in Berlin veranlaßt ist. Der genaue Wortlaut der Bekanntmachung, die mit Beginn des 1. Dezember 1915 in Kraft tritt, kann im Rathaus und Stadthaus Altenaerstr. eingesehen werden. Pumpernickel mit oder ohne Brotkarte? Die Frankfurter Ferienstrafkammer hatte entschieden, daß Bunte Zeitung. Andrew Carnegie hat, wie uns aus Amsterdam gemeldet wird, anläßlich seines achtzigsten Geburtstages erklärt, daß er beabsichtige, sein ganzes Vermögen für Wohlfahrtszwecke auszugeben. Getreu seinem Prinzip, die Leiden der Menschen nach Möglichkeit zu mildern, habe er bisher dafür 1600 Millionen Mark gespendet. Von dieser Absicht Carnegies wird seine Familie nicht allzu schwer betroffen werden, da er trotz seines Reichtumes nur von einem kleinen Verwandtenkreis umgeben ist. Gegen die Adlerjäger und deren falschen Ehrgeiz wendet sich die„Deutsche Jäg.=Ztg.“ Sie teilt mit: In verschiedenen norddeutschen Blättern fand sich kürzlich die Mitteilung, daß ein Gutsjäger in Mecklenburg einen starken Seeadler von 2,40 Meter Flugweite geschossen habe. Natürlich wurde diese Tat in den Zeitungen wieder als seltenes Jagdglück gefeiert. Wie jedoch von einsichtiger Seite über den Fall geurteilt wird, zeigt das nachstehende„Eingesandt“ aus der„Mecklenburger Warte“ vom 22. August d. I.:„Es ist im höchsten Grade bedauerlich, daß sich noch immer Leute finden, denen es Spaß macht, harmlose Seeadler auszurotten; eine Heldentat ist das gewiß nicht, und der glückliche Schütze täte wirklich besser, seinen„Meisterschuß“ nicht noch in der Zeitung breitzutreten, denn Bewunderung wird er damit zweifellos nicht erregen, wenigstens bei all denen nicht, die Sinn für Natur haben. Mit der Zeit wird das in Mecklenburg schon teilweise bestehende Abschußverbot von Adlern hoffentlich auch auf das Gebiet der Ritterschaft ausgedehnt werden, denn anders wird man der Zerstörungswut kaum wirksam begegnen können. v. Wilamowitz." Auch in der Schweiz denkt man über das Totschießen von Adlern anders als leider vielfach bei uns. So wurden z. B. zwei junge Burschen, die ein Adlerpaar im Kanton Uri abgeschossen und sich dann der zwei Jungen bemächtigt hatten, zu je 40 Frank Strafe verurteilt. Auch wurden ihnen die jungen Adler wieder abgenommen. Allgemein wird dieses Vorgehen der Behörde in der Schweiz gebilligt, da man dort ein Interesse an der Erhaltung der Adler hat. Zwerghunde sollen durch Kleinheit Eindruck machen, das ist natürlich und folgerichtig. Aber die neuere Zucht hat längst mit dem elenden Brauch gebrochen, diese Kleinheit durch Mittelchen zweifelhafter Art zu erreichen und den ersten und vorPumpernickel wie Brot nur gegen Brotkarte abgegeben werden dürfe. Zu der entgegengesetzten Auffassung kam jetzt die ordentliche Strafkammer. Der Inhaber einer Delikateßhandlung sollte nach dem Willen des Staatsanwalts, der sich auf die Gutachten der Sachverständigen und die frühere Entscheidung berief, in eine Geldstrafe von 20 Mark genommen werden, weil er Pumpernickel ohne Brotkarte abgegeben hatte. Diesmal sagte die Strafkammer: Pumpernickel, wie er hier in den Verkehr kommt, ist eine Delikatesse und unterliegt deshalb nicht der Verordnung des Magistrats über die Brotkarten. Das Wort„Brot“. in der Verordnung sei nicht in technischem, sondern in seinem volkstümlichen Sinne zu erfassen, und da verstehe man unter„Brot“ etwas, das man in Laiben und Pfunden kaufe, nicht etwas, das man in Grammen kaufe und in Dosen aufbewahre. Der Angeklagte war daher freizusprechen. Wir würde aber nun die Hagener Strafkammer, die für Lüdenscheid und die weite Umgegend zuständig wäre entscheiden? Sie wäre durchaus nicht an das Frankfurter Urteil gebunden. Das Einfachste wäre, die Verordnungs=Behörden würden durch den Wortlaut der Verordnung die Sache zweifelsfrei machen. Entscheidend muß ja letzten Endes sein: Hat die Allgemeinheit nach dem Stande unserer Brotgetreide=Vorräte ein Interessse daran, den Pumpernickel=Konsum ebenfalls zu regeln oder nicht? Durchhalten! Das Präsidium des Deutschen Flotten=Vereins erläßt in der Vereinszeitschrift„Die Flotte“ folgenden Aufruf“ „Durchhalten!“ Das war die Losung des deutschen Volkes, als unsere Gegner aus allein Teilen der Welt Streitkräfte, Kriegsgerät und Gelder zusammenrafften, um das ihnen unbequeme Deutsche Reich und seine Bundesgenossen zu vernichten. Und schon zeigte sich die Wirkung dieses mannhaften Entschlusses, der nicht nur unsere Heere zum Siege führte, sondern auch die Ueberwindung aller inneren Schwierigkeiten des langen und blutigen Krieges gelingen ließ. Aber auch für die Vorstände sund Mitlieder des Deutschen Flotten=Vereins muß diese Losung gelten. Wenn irgend etwas, so hat dieses furchtbare Ringen bewiesen, wie klar der Verein die politische Lage erkannt und wie folgerichtig er seine Forderungen gestellt hatte. Leider waren sie nur zum Teil in Erfüllung gegangen. Um so dringender erwächst uns die Pflicht, nach dem Kriege die Erreichung unseres Ziels mit ganzer Kraft weiter anzustreben. Aufgabe aller Vorstände und Mitglieder ist es daher jetzt, unsere Reihen vollzählig zu halten, womöglich zu erweitern und dadurch die Kraft unserer Vereinigung zu stärken. Auch für uns gilt das Wort: Durchhalten! *( Oberrahmede, 28. November.(1. Dez. Mittags eingegangen.) Der Kriegerverein Oberrahmede hielt am heutigen Tage seine diesjährige Hauptversammlung ab. Zu dem Punkte „Rechnungsablage“, wurden folgende seit Kriegsbeginn gemachten Ausgaben bekannt gegeben: 1. an Liebesgaben für die im Felde stehenden Kameraden Mk. 1601,30; 2. an Kriegsfürsorge in der Gemeinde Mk. 300,—; 3. an Wolle für den Frauenverein Mk. 100,—; 4. an Unterstützung für die Hinterbliebenen im Felde gefallener Kameraden Mk. 700,—; 5. an Östpreußen und Elsaß=Lothringen Mk. 70.—: 6. an Weihnachtsgabe für die Mannschaften der Unterseeboote Mk. 34,10; 7. an sonstigen Ausgaben Mk. 291,—; zusammen Mark 3096,40. In Anbetrachts dieser gewaltigen Ausgaben wurde beschlossen, zu Anfang nächsten Jahres eine Sammlung des Kaiserhochs machte der Vorsitzende, Kamerad Heinr. Meyer, darauf aufmerksam, daß auch in Zukunft die im Felde stehenden Kameraden reichlich bedacht werden sollen. Altena, im Dezember 1915. Der Vorsitzende der Einkommensteuer=Veranlagungskommission. Veranlagungsbezirk: Kreis Altena. Stadtkreis Lüdenscheid. Oeffentliche Bekanntmachung. Einkommensteuerveranlagung für das Steuerjahr 1916. Auf Grund des§ 25 des Einkommensteuergesetzes wird hiermit jeder bereits mit einem Einkommen von mehr als 3000 Mark veranlagte Steuerpflichtige im Kreise Altena und im Stadtkreise Lüdenscheid aufgefordert, die Steuererklärung über sein Jahreseinkommen nach dem vorgeschriebenen Formular in der Zeit vom 4. Januar bis einschließlich 20. Januar 1916 dem Unterzeichneten schriftlich oder zu Protokoll unter der Versicherung abzugeben, daß die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen gemacht sind. nehmsten Wert auf Gesundheit, Kraft Widerstandsfähigkeit und gerechten Aufbau verlegt. Mit dieser Forderung waren alle die dunklen Händler und Züchter, die einst den Markt beherrschten, vom Boden hinweggefegt und die planvolle, sportmäßig betriebene Zucht setzte sich überall durch, die alle repressiven Mittel grundsätzlich verwirft und das erstrebenswerte Ziel der Kleinheit bei geradem, aber mäßigem und gesundem Körperbau lediglich durch geschickte Zuchtwahl erreicht. Zeppelin— die Erfindung eines Engländers! Nach dem„Figaro“ erhielt der russische Zar im April des Jahres 1812, gerade in dem Augebnlick, in dem sich Napoleon anschickte, in Rußland einzumarscheren, wie eine offizielle russische, im Jahre 1876 erschienene Mitteilnug bekundet, von einem in der Reichskanzlei angestellten Beamten die folgende aufsehenerregende Mitteilung:„Sire! Mir ist ein Geheimnis anvertraut worden, dessen Bedeutung so gewaltig ist, daß es auf das Schicksal Rußlands, ja der ganzen Welt maßgebenden Einfluß gewinnen könnte. Es handelt sich, wie Ew. Majestät aus dem Nachstehenden zu ersehen belieben, um einen lenkbaren Luftballon, der imstande ist, durch aus der Gondel abgeworfene Bomben und Explosivstoffe ein ganzes Heer Aus der Zeitschrift„Hundesport und Jagd". Sie ist eine seit 30 Jahren im Verlage von A. Gundlach in Bielefeld erscheinende Fachzeitschrift von bestem Ruf. Die Redaktion(J. Berta, Erfurt) bringt ein reiches Material an guten Bildern und Lesestoff, der nicht nur für Hundezüchter interessant ist. Aus der jüngsten Nummer sind hervorzuheben die Artikel: Zur Fütterungsfrage, Kynologische Studien in Feindesland, Darf der Gemeindevorsteher Vorzeigung des Jagdund Jagderlaubnisscheines verlangen? und viele andere. Auch die Beilagen Boxerblätter und ZwerghundSvort dürften den Beifall ihrer Leser finden. Beachtenswert ist auch der für jeden Hundezüchter und Hundehalter unentbehrliche Anzeigenteil. Dabei stellt sich der Bezugspreis der wöchentlich(in der Kriegszeit vierzehntägig) erscheinenden Zeitschrift durch die Post bezogen auf nur 2,25 Mark einschließlich Haftpflichtversicherung für Hundebesitzer, deren Bedingungen auf Anfrage ebenso wie Probenummern der Zeitschrift kostenfrei von der Geschäftsstelle in Bielefeld verschickt werden. Die oben bezeichneten Steuerpflichtigen sind zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet, auch wenn ihnen eine besondere Aufforderung oder ein Formular nicht zugegangen ist. Auf Verlangen werden die vorgeschriebenen Formulare von heute ab in meinem Amtsgebäude und denjenigen der Bürgermeister und Amtmänner des Kreises und auf dem Bürgermeisteramte zu Lüdenscheid kostenlos verabfolgt. Die Einsendung schriftlicher Erklärungen durch die Post ist zulässig, geschieht aber auf Gefahr des Absenders und deshalb zweckmäßig mittelst Einschreibebriefes. Mündliche Erklärungen werden von dem Untereichneten in seinem Amtsgebäude, Bachstraße 4, an den Wochentagen, vormittags von 10 bis 12 Uhr, zu Protokoll entgegengenommen. Wer die Frist zur Abgabe der ihm obliegenden Steuererklärung versäumt, hat gemäß§ 31 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes neben der im Veranlagungs= und Rechtsmittelverfahren endgültig festgestellten Steuer einen Zuschlag von 5 Prozent zu derselben zu entrichten. Wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben oder wissentliche Verschweigung von Einkommen in der Steuererklärung sind im§ 72 des Einkommensteuergesetzes mit Strafe bedroht. Gemäß§ 71 des Einkommensteuergesetzes wird von Mitgliedern einer in Preußen steuerpflichtigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung derjenige Teil der auf sie veranlagten Einkommensteuer nicht erhoben, welcher auf Gewinnanteile der Gesellschaft mit beschränkter Haftung entfällt. Diese Vorschrift findet aber nur auf solche Steuerpflichtige Anwendung, welche eine Steuererklärung abgegeben und in dieser den von ihnen empfangenen Geschäftsgewinn besonders bezeichnet haben. Daher müssen allle Steuerpflichtigen, welche eine Berücksichtigung gemäß§ 71 a. a. O. erwarten, mögen sie bereits im Vorjahr nach einem Einkommen von mehr als 3000 Mark veranlagt gewesen sein oder nicht, binnen der oben bezeichneten Frist eine, die nähere Bezeichnung des empfangenen Geschäftsgewinns aus der Gesellschaft mit beschränkter Haftung enthaltende Steuererklärung einreichen. Der Vorsitzende der Einkommensteuer=Veranlagungs=Kommission. Schoenau, Regierungsrat. aller Welt. (la.) Breslau, 1. Dezember. In Konsk bei Czenstochau wurden bei der Verfolgung einer Räuberbande zwei Gendarmen und ein Zivilist erschossen, ein dritter Gendarm wurde schwer verletzt. Von den Räubern wurden drei ergiffen, fünf Hauptschuldige aber entkamen. Darmstadt, 1. Dezember. Heute morgen wurden drei als Eisenbahnstreckenarbeiter beschäftigte junge Leute von einem Güterzuge erfaßt und auf der Stelle getötet. (W. T. B.) Grünberg, 1. Dezember. In der Schaumweinkellerei und in der Weingroßhandlung von Gremyler und Cie. brach heute gegen Abend ein Brand aus, der das große, 1828 als erste deutsche Sektkellerei gegründete Etablissement einen Raub der Flammen werden ließ. Der Schaden ist sehr bedeutend. Sofia, 2. Dezember. Das bulgarische Meteorologische Institut teilt mit, daß die Kälte am 30. 11. früh in Sofia 25 Grad Celsius, in Küstendil 22 Grad und in Plewna 20 Grad erreicht hat. Seit dem Jahre 1881, seitdem die Bulgaren die meteorologischen Beobachtungen gemacht haben, hat die niedrigste Temperatur in Sofia 17 Grad unter Null betragen. 13. Februar. Fortschritte in den Argonnen und Vogesen sowie in Polen rechts der Weichsel.— Erfolgreiches Vordringen in der Bukowina.— Vorstoß britischer Flieger an die belgische Küste.— Nachrichten über unsere Erfolge in den deutschen Kolonien.— Ministerkrisis in Belgien.— Das japanische Protektorat über China.— Die amerikanischen Noten an England und Deutschland.— Englische Schreckensherrschaft in Aegypten.— Gefangensetzung deutscher Aerzte in Sibirien. 14. Februar. Siegreiches Vorgehen bei St. Eloi, bei La Bassee und in den Vogesen.— Erfolgreiche Verfolgungskämpfe in Polen.— Siegreiche Gefechte gegen die Russen im Dukla=Paß, in den Waldkarpathen und in der Bukowina.— Erfolgreiche Kämpfe der Türken über die Russen im Kaukasus. oder eine ganze Festung mit einem Schlage zu vernichten. Der Erfinder der Sache ist ein gewisser Leppich, der im englischen Heer als Hauptmann gedient hat, der sich daneben aber als hervorragender Mechaniker betätigte. Es ist ihm gelungen, einen Flugapparat zu konstruieren, mit welchem er nicht nur bei günstigem, sondern auch bei Gegenwind 45 Meilen zurücklegen konnte, wobei er nach Gefallen in die Höhe steigen oder sich tiefer herablassen konnte. Das Gerücht dieser Erfindung ist, wie ich Ew. Majestät mit Bedauern sagen muß, unglücklicherweise bis zur Person des Königs von Württember des derzeitigen Verbündeten des Kaisers Napoleon, gedrungen. Mitwisser ist gleichzeitig einer der Minister des Königs, der sein besonderes Vertrauen genießt, dessen Namen ich aber nicht nennen darf. Er ist jedenfalls seit einiger Zeit mit Leppich innig befreundet, kennt alle Einzelheiten der Erfindung und hat dem Erfinder Geld vorgeschossen.“ Der Gewährsmann des Figaro hat sich damit aber nicht beruhigt; er hat vielmehr unter dem zeitgeschichtlichen Material weiter nachgeforscht und dabei herausgefunden, daß im Jahre 1812 in Württemberg ein Graf Ferdinand Zeppelin Minister des Auswärtigen war, der sich der besonderen Gunst des Königs zu erfreuen hatte.„Nichts ist wahrscheinlicher," so fügt der Mitarbeiter des Figaro hinzu,„als daß Graf Ferdinand Zeppelin, der Erfinder des deutschen lenkbaren Luftschiffes, Einblick in die Pläne Leppichs gehabt hat, des Schützlings seines Großvaters, des württembergischen Ministers gleichen Namens. Neue Bücher und Zeitschriften. Deutsche Kriegsweihnacht 1915. Weihnachtsgruß für Deutschlands Krieger. Von D. Otto Everling, Berlin=Nikolassee. 8'. 32 S. Berlin W 35, Verlag des Evangelischen Bundes. Preis(inkl. Feldpost=Briefumschlag) 20 Pfennig, 10 Stück 1,50 Mark, 100 Stück 10 Mark. Ein warmherziger Gruß an unsere Krieger im Felde von D. Everling, dem Vorsitzenden des Evangelischen Bundes; Weihnachtsgedichte, Bilder, das Weihnachtsevangelium; ein Aufsatz von Prof. D. Schian in Gießen,„Das Fest der Liebe", der sich vortrefflich in die Seele unserer draußen stehenden Kämpfer hineinversetzt; zuletzt eine Geschichte„Die Muschel“ von Anna Schieber, der Weihnachtserzälerin unferes deutschen Volkes— vom Inhalt diesel Erzählung verraten wir nichts, lest sie selbst! franz eron tritt wöschreiben Eu.) Bul die Zentre massen Wien hat der Schiffen 5 London, 1 mt die ann von n Angriff oodfiel den sind. lischer Seit (W. T. B. er eine gro 0 Delegier misierter v gsfinanzen Ottawa, 1 nskommissio 0 Firmen a ulte Arbeiter Rom, 1. tische Regie Tagen weg hr erscheine wegen Wo Papierfab geführt, daß (W. T. B et ein Demen gen Gerüchte nd besonders er mit reichen ekommen sein ter nach Rom n. Össervat der Grundlac zurückzuwei (bb.) Ber ird aus Sa tos ist ein 3 bisher vo egypten( sische Kriegs 6. (232. Kö 5. Klasse 21. Auf jede Gewinne g gleicher Nu Nur die Gewir (Ohne Gewäh hette Post. Wien, 1. Dezember. Gelegentlich seines Besuches in nien nat der deutsche Kaiser den Thronfolger Erzherzog Karl hien enh a la suite der deutschen Marine gestellt Der Erzdritt damit an die Stelle, die sein verewigter Oheim, granz Ferdinand, viele Jahre hindurch inne hatte. Das eihreiben des deutschen Kaisers erinnert auch an diese TatTn.) Bukarest, 1. Dezember. Die Regierung teilt mit, Zentralmächte aus Schlesien und Böhmen große Kohwossen nach Rumänien absenden. Auch Rußland sandte Schiffen 5000 Waggons Kohlen. London, 1. Dezember. Die letzte englische Verlustliste mnt die Namen von 57 Offizieren und 895 Mann. 30 ann von dem englischen Train werden aufgezählt, die bei Angriff auf das englische Transportschiff andfield“ getötet, verwundet oder gefangen genommen den sind.(Dieses ist die erste Andeutung von amtlicher lischer Seite über den Vorfall.) (W. T. B.) London, 1. Dezember.(Reuter.) Heute wurde reine große Arbeitskonferenz abgehalten, an der 9 Delegierte teilnahmen, die 4 Millionen gewerkschaftlich nisierter vertraten: Die Konferenz befaßte sich mit den gsfinanzen, Asquith und Mac Kenna sprachen. Ottawa, 1. Dezember.(Reuter.) Die kanadische Muninskommission ist reorganisiert worden. Augenblicklich sind Firmen an der Geschoßerzeugung beteiligt. 100000 geulte Arbeiter sind am Werke. Rom, 1. Dezember.„L’Italie“ schreibt: Wenn die itaenische Regierung nicht bald Abhilfe schafft, würden in etwa Tagen wegen Papiermangel keine Zeitungen in Italien sehr erscheinen können. Die italienischen Papierfabriken haben wegen Wagenmangel keine Rohstoffe mehr erhalten, sodaß lie Papierfabrikation unmöglich werde. Als Beispiel werde ingeführt, daß eine Papierfabrik 2500 Waggons für die Zufuhr von Rohstoffen benötigte, aber nach 20 Tagen ganze 15 Waggons zugestanden, erhalten habe. Das Blatt fragt die Regierung, was sie sagen würde, wenn die Zeitungen nicht nehr erscheinen könnten. (W. T. B.) Rom, 1. Dezember. Agencia Stefani verbreiein Dementi vom Oservatore Romano über die mannigfalgen Gerüchte, die anläßlich des bevorstehenden Konsistoriums d besonders über die Mission des Erzbischofs von Hartmann, r mit reichen Geschenken des Kaisers für den Papst nach Rom ekommen sein soll, umlaufen, und ferner daß Erzbichof Merer nach Rom berufen wurde, um neue Weisungen zu empfanen. Össervatore Romano erklärt, daß alle diese Vermutungen der Grundlage entbehren, und daß es nicht der Mühe wert sei, zurückzuweisen. (bb.) Berlin, 1. Dezember. Dem„Berliner Tageblatt“ ird aus Saloniki gedrahtet: Nach Meldungen aus Muos ist ein englisches Geschwader von elf Einheiten, bisher vor Saloniki kreuzte, in der Richtung nach egypten abgefahren. Vor Saloniki ankern nur noch fransische Kriegsschiffe. London, 1. Dezember.(Reuter) Feldmarschall Frenc meldet: Bei Middelkerke zerstörte ein britischer Flieger ein deutsches Unterseeboot, das wie man warnahm in zwei Stücke brach.(Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, ist die Nachricht betr. die Zerstörung eines deutschen Unterseebootes durch einen britischen Flieger vollständig aus der Luft gegriffen. W. T. B.) (W. T. B.) London, 1. Dezember. Lloyds meldet: Der britische Dampfer„Kingsway“ ist versenkt worden. Der Kapitän und 21 Mann der Besatzung sind gelandet worden. Ein anderes Boot mit 5 Personen wird vermißt. (w.) Marseille, 1. Dezember. Die Schiffahrtsgesellschaft „Mixte“ hat die Bestätigung erhalten, daß ihre 2 kleinen Dampfer„Omare“ und„Algerian“, die nach Tunis geschickt worden waren, um die Küste zu bewachen, durch ein feindliches Unterseeboot versenkt wurden.(Schon gemeldet. L. Z.) 26 Mann von der Besatzung der„Omare" konnten Suda erreichen. Man ist ohne Nachricht über die Besatzung der„Algerian“. Balkan. London, 1. Dezember. Das Reutersche Büro meldet aus Athen: Die von Skuludis am 29. 11. an die Gesandten des Vierverbandes abgegebene Erklärung stellt tatsächlich Griechenlands Antwort auf den letzten gemeinsamen Schritt dar. Die Grundlage der Antwort Griechenlands bildet die Neutralität, die solange für den Vierverband wohlwollenden Charakter hat, als die Souverönitätsrechte nicht angetastet werden und keine militärischen Beschränkungen auferlegt werden. (w.) Mailand, 1. Dezember. Die Korrespondenz„Corriere“ in Rom enthält folgende Stelle:„Eine hohe fremde Persönlichkeit war dieser Tage in Rom anwesend und drückte die Meinung aus, daß die Engländer und Franzosen gut täten, sich von dem Balkan zurückziehen, um sich in Saloniki zu verschanzen.“(Anmerkung der Redaktion: Gemeint ist offenbar Kitchener.) Paris, 1. Dezember.„Petit Parisien“ gesteht ein, daß die griechische Antwortnote hinsichtlich der geforderten Garantien den Alliierten nicht genüge, wie dies nach den vorherigen diplomatischen Erfolgen zu wünschen gewesen sei. Es sei aber möglich, in der Prixis dem Athener Kabinett Ausführungen vorweg zu nehmen, bevor sie schriftlich zugestanden seien. Jedenfalls müßten von Skuludis vollkommenere Erklärungen gefordert werden, da die Antwortnote rätselhaft sei. (la. Genf, 1. Dezember. Der serbische Oberst Wassitsch will, nach einer Pariser Journalmeldung, Monastir erst nach einem Straßenkampf verlassen und sich dann über Resna und dem Ochrida=See zurückziehen.(Straßenkampf trotz erkennbarer Sinnlosigkeit, ist Gewissenlosigkeit. L. Z.) Saloniki, 1. Dezember.(Agence Havas.) Infolge der Räumung des Engpasses von Katschanik durch die Serben ist die Vereinigung des französischen und der serbischen Streitkräfte nutzlos und unmöglich geworden. Auch der Marsch der Franzosen auf Veles ist nutzlos. Die Zurückziehung der Truppen in der Gegend von Krivolac hat begonnen. Krivolac, welches der Mittelpunkt der Unternehmungen war, wurde bald zum vorgeschobenen Posten, der zu seiner Grundlage Demirkapu hat, wo die Franzosen große Streitkräfte zusammenziehen. Entgegen den Nachrichten aus bulgarischer Quelle halten die Franzosen alle auf dem linken Vardar=Ufer bis Krivolac eroberten Stellungen besetzt. (W. T. B.) Skutari, 1. Dezember.(Agence Havas.) Die serbische Regierung ist hier, an dem zukünftigen Sitz der Regierung, angekommen. Kopenhagen, 1. Dezember.„Birschewija Wjedomosti" erfährt, daß die Bulgaren bei der Einnahme von Nisch in einem Seitengebäude des Konaks das ganze serbische Staatsarchiv fanden. Rußland und Bulgarien. Milung Kuropatkin General Kuropatkin ist bekanntlich dem Pariser„Matin“ zufolge zum Oberbefehlshaber der russischen Streitkräfte gegen Bulgarien ernannt worden. Der jetzt im 67. Lebensjahre stehende Kuropatkin war bekanntlich der Oberbefehlshaber der russischen Mandschurei=Armee im Kriege mit Japan. Seine Niederlagen führten damals zu seinem Sturze und zu seiner krieggerichtlichen Aburteilung. Die türkischen Fronten. Konstantinopel, 1. Dezember. Das Kriegspressequartier teilt mit: Die englischen Befehlshaber und Soldaten an der Irakfront handeln als würdige Schüler Kitcheners, des berüchtigten Schlächters von Omdurman. Die Engländer, welche infolge des Gefechtes vom 22. 11. in unsere Stellungen in der Umgebung von Ktesiphon eindrangen, töteten 6 Personen, welche mit dem inneren Dienst in dem Mausoleum eines Heiligen in der Nähe von Ktesiphon beauftragt waren. Als wir 3 Tagen die Stellungen wiedernahmen, fanden wir mit großer Empörung die verstümmelten Leichen jener Diener nicht weit von dem Mausoleum vor. Wir überlassen es der öffentlichen Meinung, Europas, ein Urteil über diese barbarische Handlung zu fällen. Oeffentlicher Wetterdienst Veränderliche Bewölkung, allmählich nachlassende Niederschläge, mild. 6. Preußisch-Süddeutsche (232. Königl. Preuß.) 5. Klasse 21. Ziehungstag 1. Dezember 1915 Vormittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. sind in Klammern beigefügt. Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)(Nachdruck verboten) 36 157 83(500) 683 747 1027 133 275 540 726 2032 155 227 62 84 371(500) 709 11 850 913 49 3046 84 401 24 51(500) 628 4092 93 150 203(1000) 483(30(* 84(1000) 500 38 677 5120 439 607 782 881 94 991 C078(1000) 91 121 284 604 67 77 651 721 334 51 90 7107 256 71 307 8 49 401 85 507 674 (1000) 757 804 8222 743 9059 109 247 379 98 516 71 622 705(1000) 928 10096 180 372 545 79 723 67 858 955 11068 312 641 731 59 802 924 12090 222 24 64 371 483 507 28 618 23 771 844 919(1000) 13101 212 82(500) 444(500) 58 530 58(500) 614 49 61 74 734 893 14072 76 237 99 345(3000 97(1000) 441 86 588 702 947(1000) 56 15268(1000) 400 66 99 565 715 18178 325(3000) 426 690 734 55 883 87(1000) 17014 32 379 411 91 980 647 796 867 973 13081 199 306 429 627 619 55 76 885 972 19078 219 631 703 20232 81 85 442 795(3000) 926 21219 62 400 10 501 680 (3000) 700 869 22148 354 716 24(500) 23150 92 456(1000) 73 732 986 92 28144 76 581 631 839(500) 973 25144 97 654 649 839 26013 37 71 200 440 946 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Preußisch-Süddeutsche (232. Königl. Preuß.) Klassenlotterie 5. Klasse 21. Ziehungstag 1. Dezember 1915 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. sind in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)(Nachdruck verboten) 55 237 55 397 628 855 913 1013 206 22 78 520(500) 733 50 2106 213 334 422 506 30 51 88 719 74 3222 313 63 441 89 746(500) 853 4040 460 74 687 675(1000) 803 15 31 5117 318 513 678 854 55 65 999 S179 433 676 679 716 70(3000) 865 83 958 7396 457 62 501 18 610 730 848(3000) 58 926 28 8031 147 54 446 519 67 644 48(500) 69(1000) 84 773 817(500) 9017 212 65 643 869 992 0104 52 69 240 919 11009 224 65 411 22 24 505 21 66 601 16 885(1000) 945 12167 211 329 456 688 745 82 829(600) 904 45 13048 440 85 92(500) 819(1000) 46 14053 110 403 21 728 69(500) 819(500) 30 15023 27 76 101 267 317 739 928 16299 442 829 95 7027 79 182 227 690(3000) 18106 (1000) 210(3000) 73 443 615 53 743 893 920 70 19109 238 50 66 305(5000) 43 447 500(1000) 56 865(5000) 924 67 20120 266 306 16 434 511 663 830 46 959 80 21003 44 388 407 816(1000) 60 22275(500) 519 652 735 918 23004 134 248 77 302 406 761 874 981 24051 203 98 349 440 761 25087 225 48 311(1000) 27(500) 720 50 72 900 26015 144 267 691 792 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358(3000) 483 655 753 974 222046 61 189 221 307 10 29 586 711(1000 31 87 869 223013 21 40 107 89 96 378 403 25 696 975 81 0017(1000) 110 55 75 220 342 465 579 664(1000) 231059 111 27(500) 95 215 573 327 79 232141 45 90 270 386 405 86 516(3000) 72 850 979 233321 25 639 743 879 Statt Karten. Die glückliche Geburt eines prächtigen Mädehen zeigen hocherfreut an Lehrer Ernst Yosslon z Zt im Felde und Frau, Jshanna geb. Spelsberg. Rosmart, den 30. November 1915. Tafeln mit der Sperrbezirk. Viehseuchenpolizeiliche Anordnung. Zum Schutze gegen die Maul= und Klauenseuche wird auf Grund der §§ 18 ff des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909(Reichsgesetzblatt S. 519) mit Ermächtigung des Herrn Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten folgendes bestimmt: Die Maul= und Klauenseuche herrscht zur Zeit auf dem Gehöft des Invaliden Johann Rademacher, Normandie 15. Sperrbezirk. Das vorbezeichnete Gehöft bildet den Sperrbezirk. Für diesen Sperrbezirk gelten folgende Bestimmungen: § 1. An den Haupteingängen des Sperrbezirkes sind deutlichen und haltbaren Aufschrift„Maul= und Klauenseuche Einfuhr und Durchtreiben von Klauenvieh sowie Durchfahren mit Wiederkäuergespannen verboten“ leicht sichtbar anzubringen. § 2. Das verseuchte Gehöft ist gegen den Verkehr mit Tieren und mit solchen Gegenständen, die Träger des Ansteckungsstoffes sein können, in folgender Weise abzusperren: a) Ueber das Gehöft wird die Sperre verhängt(§ 22 Abs. 1, 4 des Gesetzes). In besonderen Ausnahmefällen kann beim Vorliegen eines zwingenden wirtschaftlichen Bedürfnisses die Entfernung der abgesperrten Tiere aus dem Stalle(Standort) zum Zwede der sofortigen Schlachtung gestattet werden. Ueber die Erteilung der Genehmigung entscheidet die Polizeibehörde. Im übrigen finden auf die Schlachtung die Vorschriften des§ 160 V. A. V. G.= Viehseuchenpolizeiliche Anordnung des Ministers für Landwirtschaft, zugleich Ausführungsanweisung zum Viehseuchengesetze, Anwendung. Jedoch wird von der amtstierärztlichen Leitung der Schlachtung(§ 160 Abs. 1) Abstand genommen werden. Die Bestimmungen des§ 160 Abs. 3 bis 5 sind auch dann zu beachten, wenn von dem Besitzer Vieh im Stalle(Standorte) geschlachtet worden ist(Notschlachtung) b) Geflügel ist so zu verwahren, daß es das Gehöft nicht verlassen kann. Für Tauben gilt dies insoweit, als die örtlichen Verhältnisse die Verwahrung ermöglichen. c) Fremdes Klauenvieh ist von dem Gehöfte fernzuhalten. d) Die Entfernung des Düngers aus den verseuchten Ställen und die Abfuhr von Dünger und Jauche von Klauenvieh aus dem verseuchten Gehöfte dürfen nur nach den Vorschriften des§ 19 Abs. 3, 4 Anlage A zu V. A. V. G. für das Desinfektionsversahren erfolgen. e) Futter= und Streuvorräte dürfen für die Dauer der Seuche nur mit Erlaubnis der Polizeibehörde, und nur insoweit aus dem Gehöft ausgeführt werden, als sie nachweislich nach dem Orte ihrer Lagerung und der Art des Transports Träger des Ansteckungsstoffes nicht sein können. f) Gerätschaften, Fahrzeuge, Behältnisse und sonstige Gegenstände müssen, soweit sie mit den kranken oder perdächtigen Tieren oder deren Abgänge in Berührung gekommen sind, desinfiziert werden, bevor sie aus dem Gehöfte herausgebracht werden. g) Von gefallenen, seuchekranken oder Seuche verdächtigen Tiere sind die veränderten Teile einschließlich der Unterfüße samt Haut bis zum Fesselgelenke, des Schlundes, Magens und Darmkanals samt Inhalt sowie des Kopfes und der Zunge unschädlich zu beseitigen, Häute und Hörner sind nach§ 160 Abs. 4 V. A. V. G. zu behandeln. Erleichterungen von diesen Vorschriften sind nur aus zwingenden wirtschaftlichen Gründen und nur mit Genehmigung des Ministers zulässig. 2. Die Stallgänge des verseuchten Stalles des Gehöfts, die Plätze vor den Türen des Stalles und vor den Eingängen des Gehöfts, die Wege an dem Stalle und in den zugehörigen Hofräumen sowie die etwaigen Abläufe aus der Dungstätte oder dem Jauchebehälter sind täglich mindestens einmal mit dünner Kal milch zu übergießen. Bei Frostwetter kann an Stelle des Uebergießens mit Kalkmilch Bestreuung mit gepulvertem frisch gelöschtem Kalk erfolgen. 3. Der gesperrte Stall darf abgesehen von Notfällen, ohne ortspolizeiliche Genehmigung nur von dem in§ 154 Abs. 1 a V. A. V. G. bezeichneten Personen b treten werden. Personen die in dem abgesperrten Stall verkehrt haben, dürfen erst nach vorschriftsmäßiger Desinfektion das Seuchengehöft verlassen. 4. Zur Wartung des Klauenviehs in dem Gehöfte dürfen Personen nicht verwendet werden, die mit fremden Klauenvieh in Berührung kommen 5. Auf der am Seuchengehöfte vorbeiführenden Straße kann die Polizeibehörde, Beschränkungen des Transports und der Benutzung von Tieren jeder Art anordnen. § 3. Für den Sperrbezirk gelten folgende Beschränkungen: a) Hunde sind festzulegen. Der Festlegung ist das Führen an der Leine und bei Ziehhunden die feste Anschirrung gleich zu erachten. b) Schlächtern, Viehkastrierern sowie Händlern und anderen Personen, die gewerbsmäßig in Ställen verkehren, ferner Personen, die ein Gewerbe im Umherziehen ausüben, ist das Betreten des Stalles im Sperrbezirke, desgleichen der Eintritt in das Seuchengehöft verboten. In besonders dringlichen Fällen kann die Polizeibehörde Ausnahmen zulassen. c) Dünger und Jauche von Klauenvieh, ferner Gerätschaften und Gegenstände aller Art die mit solchem Vieh in Berührung gekommen sind, dürfen aus dem Sperrbezirke nur mit ortspolizeilicher Erlaubnis unter den polizeilich anzuordnenden Vorsichtsmaßregeln ausgeführt werden. d) Die Einfuhr von Klauenvieh in den Sperrbezirk ist verboten. II. Allgemeines. § 4. 1. Im Seuchenort wird verboten: a) Der Handel mit Klauenvieh, erforderlichenfalls auch derjenige mit Geflügel, der ohne vorgängige Bestellung entweder außerhalb des Gemeindebezirkes der gewerblichen Niederlassung des Händlers oder ohne Begründung einer solchen stattfindet. Als Handel im Sinne dieser Vorschrift gilt auch das Aufsuchen von Bestellungen durch Händler ohne Mitführen von Tieren und das Aufkaufen von Tieren durch Händler. III. § 5. Ne Ställe oder sonstigen Standorte der kranken oder verdächtigen Tiere sind zu desinfizieren, die Ausrüstungs=, Gebrauchs= sowie sønstigen Gegenstände, von denen anzunehmen ist, daß sie den Ansteckungsstoff enthalten(§ 19 Abf. 4 bis 6 der Anweisung für das Desinfektionsverfahren) sind zu desinfizieren oder unschädlich zu beseitigen. Ferner ist eine Desinfektion durchgeseuchten und sonstigen Tiere, die im Seuchenstall untergebracht „vorzunehmen. Der beamtete Tierarzt hat die Desinfekt on abzunehmen 2. Auch die Personen, die mit den kranken oder verdächtigen Tieren in Berührung gekommen sind, haben sich zu desinfizieren. IV. Aufhebung der Schutzmaßregeln. § 6. Die Seuche gilt als erloschen, und die angeordneten Schutzmaßregeln sind aufzuheben, wenn: a) sämtliches Klauenvieh des Seuchengehöfts gefallen, getötet oder entfernt worden ist, oder b) binnen 3 Wochen nach Beseitigung der kranken oder seuchenverdächtigen Tiere oder nach amtstierärztlicher Feststellung der Abheilung der Krankheit eine Neuerkrankung nicht vorgekommen, und c) in beiden Fällen die Desinfektion vorschriftsmäßig ausgeführt und durch den beamteten Tierarzt abgenommen ist. 2. Das Erlöschen der Seuche ist in gleicher Weise wie der Ausbruch öffentlich bekannt zu machen. V. § 7. Diese Verordnung trit sofort mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. VI. Strafbestimmungen. § 8. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen werden gemäß§ 74 bis 77 einschließlich des Reichsviehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909(Reichs=Gesetz=Blatt Seite 519 ff) bestraft. Lüdenscheid, den 29. November 1915. Die Polizeiverwaltung. I. V.: Sieper. Böchstpreise für Kartoffeln im Kreile Altena. Nach den neuerdings erlassenen Bestimmungen des Bundesrats ist eine anderweitige Festsetzung der Höchstpreise für Kartoffeln vorgeschrieben. Unter Aufhebung meiner Anordnung vom 28. Oktober d. J. wird daher auf Grund der Bekanntmachung des Bundesrats über die Regelung der Kartoffelpreise vom 28. v. Mts. sowie der Bekanntmachung des Reichskanzlers über die Festsetzung von Kartoffel=Höchstpreisen von demselben Tage, in Verbindung mit den Vorschriften des Höchstpreisgesetzes vom 4. August v. J. in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember v. J. für den Bezirk des Kreises Altena, den Stadtbezirk Altena ausgenommen, der Höchstpreis für Hartoffeln im Kleinhandel festgesetzt: 1. bei unmittelbarer Abgabe vom Erzeuger einschließlich aller Nebenkosten auf 3.50 M. für den Zentner frei Keller und bei Bahnsendungen auf 3.30 M. frei Verladestelle, 2. beim Verkaufe durch den Händler in Mengen von 1 Zentner und darüber auf 4 M. für den Zentner ab Lager(Laden), einschließlich aller Nebenkosten, 3. beim Verkaufe durch den Händler in Mengen von 1 Zentner und darüber auf 4.15 M. für den Zentner frei Keller, einschließlich aller Nebenkosten, 4. beim Verkaufe durch den Händler in Mengen von weniger als 1 Zentner auf 42 Pfg. für 10 Pfund. Als Kleinhandel im Sinne dieser Verordnung gilt der Verkauf in Mengen bis zu 10 Zentnern einschließlich. Beim Verkauf vom Landwirte im Grosshandel(Abgabe von mehr als 10 Zentnern) bleibt der für den hiesigen Bezirk gesetzlich festgesetzte Höchstpreis von 3 05 Mk. für den Zentner frei nächster Bahnstation bestehen. Die Höchstpreise sind auch vom Käufer einzuhalten. Zuwiderhandluugen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 10000 Mk. bestraft. Diese Anordnung tritt sofort in Kraft. Altena, den 29. November 1915. Der Vorsitzende des Kreis=Ausschunes: Thomèe, Landrat. der waren, Wirte-Verein für Stadt u. Amt Lüdenscheid. städtiche Sauerfeld Zur Beerdigung Kollegen unseres Wilhelm Linnepa jr. versammeln sich die Mitglieder am Freitag, den 3. Dezember 2¼ Uhr beim Kollegen Hugo Tasche in Brügge. Der Vorstand. Die Ausführung der Anstreicherund Tepezierarbeiten des Empfangsgebäudes in Brügge i. W. soll vergeben werden. Die Bedingungen können hier eingesehen oder für 0,70 Mk. in bar bezogen werden. Angebote sind mit der Aufschrift: „Angebot auf Anstreicherarbeiten Empfangsgebäude Brügge i. W." bis zum 15. Dezember 1915 vorm. 10½ Uhr hierher einzusenden. Brügge i. W., im Nov. 1915. Königliche Eisenbahn=Bauabteilung. Sparkasse Sauerfelderstraße 3. Zinsfuß für Spar= und lagen 4%. Einlagen vom werden vom 1. ab verzinst Scheckein1. bis 3. Größeres Unternehmen in Bochum sucht tüchtigen kaufmännisch gebildeten Herrn, welcher die Schreibmaschine beherrschen und flott stenographieren kann zum möglichst sofortigen Eintritt. Anerbieten unter Angabe der seitherigen Tätigkeit und der Gehaltsansprüche, sowie Zeugnisabschriften sind zu richten an die Geschäftsstelle der Lüd. Zeitung unter U 21. Grossen Lagerraum nebst 1 Zimmer soEinen fast neuen Schlitten und ein kompl. Geschirr kaufen. Zu erfragen in d zu verG. d. Bl. oder Werkstelle fort zu vermieten Ernst Dahlmann, Grabenstr. 18. Zwei halten junge, ordentliche Leute er und Logis Lessingstraße 19. 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Adver abends 6 Uhr in der Aula des Lyjem Religiöse Anspr des Herrn Pfarrers Der Glaube an den deutschen Hydent. Jedermann ist freundlichst eingelaEintritt frei. Fraitag aband 8½ im„Erholungssaal" Vortragsaben mit Lichtbildern zum Besten der notleidende Ostprenßen. Nummerierter Platz 1 Mark. platz 50 Pfg. Karten in den Buhandlungen. Der Erste Ein gebrauchtes aber gut erhalten Jbach-Pian für 250.— Mk. abznaeben. al gegen Teilzahlung und Carl Hofpianofabrik helsen wenn Ste. auch während same Inseratensame Inferaten=Nerlaneer Sie dies Ziel. Unsere kosten ftützung steht Jhnen zur Haasenstein& elt. bautsche Annoncen=Expede Do 2. 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