Export en. Der hen ge Verdaß dieser jenommer noch irde nicht vürde dagerade in oße Verder näch„Feuch. deutscher eine Exidem Gemo Otto ifangreiern einund das 1 Opfer. randoch nicht ach= und n Brand elegt zu ar des in die es Aufen Amentn hatte. g. Jng. twissen1412, dernder lm.— ür die t. Alfr. ei weltscheibe r stetig Paschen ltigensenden 1, die Kindes tund gt, an lt, daunka tsgabe GeneStarkde zu ik geterten g diein gelle in ipfehiserer die 1 der noch von rettschen sich lesen den, ist oder ötet; den. nicht auf die chik nde tte, W. chiKoder orir jertel168 ern* 3. 9. Amtl. Kreisblatt für den Stadtkreis Lüdenscheid. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Preis vierteljährlich durch die Boten und Agenturen bezogen Mk. 1.20, durch die Post frei ins Haus Mk. 1.62= Amtlicher Anzeiger für den Kreis Altena. Druck und Verlag von Tilgenkamp& Ruhl(Inhaber Carl Sasse), Lüdenscheid. Fernsprecher: 98. Telegramm=Adresse: Beitung. MM IIEM Anzeigen werden bis morgens 9 Uhr erbeten. Die einspaltige Beile oder == deren Raum kostet 18 pfg., Reklamen die Beile 40 pfg.= (Jede Rabattbewilligung wird hinfällig bei zwangsweiser Beitreibung der Gebühren.) Redaktion und Expedition: Friedrichstraße 91. Verantwortlicher Redakteur: Theodor Huth, Tüdenscheid. Dr. 115. Crites Blatt. Montag, den 18. Mai 1914. 47. Jahrgang. Deufscher Reichstag. Berlin, 16. Mai. Präsident Dr. Kämpf eröffnet die Sitzung 10,20 Uhr. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist die zweite Beratung des Etats des Reichstages. Abg. Ledebour(Soz.): Unsere Geschäftsordnung bietet zu wenig Elastizität, um eine schnelle Erledigung der Arbeiten des Reichstages zu ermöglichen. Abg. Dr. Thoma(natl.): Die Stenographen sollten nicht dem Präsidenten, sondern dem Reichstage selber unterstellt werden. Das Bureau muß selbständig werden. Abg. List(Eßlingen)(Ntl.): Das schlechte Vorwärtskommen in den Geschäften liegt zum größten Teil an der Regierung. (Sehr richtig.) Die Budgetkommission müßte früher mit den Etatsberatungen beginnen können. Vor allen Dingen aber sollten wir unser Redebedürfnis einschränken.(Lebhaftes Sehr richtig.) Wir verlangen in seiner Resolution für die Reichstagsabgeordneten freie Fahrt auf den deutschen Eisenbahnen für die ganze Dauer der Legislaturperiode. Wir beantragen eine besondere Kommission für Handel und Gewerbe. Abg. Gröber(Z.): Die Ausdehnung der parlamentarischen Verhandlungen hält kein Mensch aus. Vor allem müßten die Wiederholungen in Kommission und Plenum verschwinden. Abg. Müller=Meinigen(F. V. P.): Es fehlt an einem harmonischen Zusammenarbeiten zwischen Reichstag un Bundesrat. Abg. Frommer(K.) ist gegen Ausdehnung de. Freifahrkarten und wünscht Einschränkung der Redefreiheit(Hört! hört! links) der Redezeit(Heiterkeit). Abg. Hoch(Soz.): Die stenographischen Berichte müssen schneller erscheinen. Präsident Dr. Kaempf sagt Prüfung der vorgebrachten Wünsche zu. Der Etat wird bewilligt. Die Resolution zur Einsetzung einer Kommission für Handel und Gewerbe wird angenommen. Die Abstimmung über die Resolution auf Einsetzung einer besonderen Kommission für soziale und Arbeiterangelegenheiten ergibt die Beschlußunfähigkeit des Hauses. xs beginnt eine halbe Stunde später eine neue Sitzung. Die Abstimmung über die Resolution auf Einsetzung einer Kommission für soziale und Arbeiterangelegenheit wird bei der dritten Lesung erfolgen. Die Resolution wegen dauernder Freifahrkarten wird angenommen. Der Etat für das Reichsmilitärgericht und der Eraänzungsetat für die Marine werden ohne Debatte erledigt.— Beim Ergänzungsetat für das Reichsschatzamt wird der Einnahmetitel 2½ Millionen für das Grundstück Viktoriastraße 34 in Konsequens der Ablehnung des Militärkabinetts gestrichen. Beim Etat der Reichsschulden bemerkt Aba. Zimmermann(natl.): Mehr Wehrbeitrag bewahrte uns vor einer Schuldenvermehrung. Hoffentlich wird auch künftig ein strenges Finanzreglement geführt.— Der Etat wird bewilligt. Ebenso der Etat des Rechnungshofes. Beim Etat des Pensionsfonds empfiehlt Abg. Erzberger eine private Auskunftsstelle für pensionierte Offiziere an Stelle der amtlichen. Generalmajor von LangermannEleneamp: Die versuchsweise eingeführte amtliche Stelle muß wenigstens die schwebenden Angelegenheiten erledigen. Der Etat wird bewilligt. Es folgt der Rest des Postetats. Staatssekretär Krätte: Der Bundesrat hat sich entschlossen, nicht pensionsfähigen Zulagen für die Postbureaubeamten in pensionsfähige Zulagen umzuändern und für die übrigen Beamten die Konsequenzen zu ziehen. Auf Vorschlag des Vizepräsidenten Dr. Paasche werden die etatsmäßigen Konsequenzen aus dieser Erklärung der dritten Beratung vorbehalten. Abg. Antrik(S.): Bei allen Oberpostdirektionen müßten Beamtenausschüsse eingerichtet werden. Eine Resolution auf Anrechnung der Arbeiter= und Handwerkerdienstjahre bei Uebernahme von Unterbeamten wird angenommen und der Etatsrest bewilligt. Beim Etat der allgemeinen Finanzverwaltung führt Abg. Kleye(Ntl.) aus: Die Zuckerindustrie ist geradezu in eine Katastrophe gebracht worden. Durch die Brüsseler Zuckerkonvention sind wir völlig ins Hintertreffen gekommen. Die Zuckerindustrie wird dem Reichsschatzsekretär keinen Lorbeer bringen. Staatssekretär Kühn: Die Zustimmung zur Brüsseler Zuckerkonvention war eine Notwendigkeit. Etwa 70 Prozent unseres gesamten Zuckerexports gehen nach England. Wie denkt sich der Redner, wenn dieser Export aufhört, das Fortbestehen unserer Zuckerfabrikation. Abg. Wurm(S.): Der Absatz auf dem Auslandsmarkte ist unsicher. In England kommt für uns die Konkurrenz Kubas und die wachsende Zuckerindustrie Englands selbst in Betracht. Abg. Koch(F. V. P.): Die im vorigen Jahre zur Bienenfütterung steuerfrei gelassenen Mengen Zucker von 5 Kilogramm für jedes Volk Bienen genügt nicht.— Ein Regierungssekretär: Eine amtliche Ueberwachung, daß dieser Zucker auch wirklich zur Bienenfütterung verwandt wird, ist nicht möglich, wir müssen uns vorläufig auf 5 Kilogramm beschränken. Abg. Dr. Paasche(Ntl.): Durch die einfache Aufhebung der Zuckersteuer würde der Konsum nicht gesteigert werden.— Abg. Dr. Arendt(Rp.): Eine Herabsetzung oder Aufhebung der Zuckersteuer würde selbstverständlich einen höheren Konsum herbeiführen. Der Staatssekretär möge diese Frage im Auge behalten. Abg. Kreth(K.): Wir wären bereit, auch jetzt für eine Abschaffung oderErmäßigung der Steuer einzutreten, wenn Ersatz für die ausfallende Einnahme geschaffen würde. Abg. Siebenbürger(K.): Durch die in Rußland eingeführte Kleie, in der sich sehr viel Mehl befindet, werden die Mühlen, die Landwirtschaft und auch zuletzt die Finanzverwaltung erheblich geschädigt. Ein Regierungsvertreter gibt Aufklärung über die technische Behandlung der Kleie. Abg. Fegter(D. Vp.): Eine Einführung von Kleie ist für die kleinen Landwirte von großer Bedeutung. Aba. Molkenbuhr(S.): Den Müllern kann nur durch Aufhebung des Einfuhrscheinsystems geholfen werden. Abg. Kreth(K.): Eine so wichtige volkswirtschaftliche Frage sollte nicht von müdem und schwachbesetztem Hause beraten werden. Sollen wir die Augen zumachen, wenn Rußland uns wirtschaftlich und politisch schlecht behandelt? Abg. Siebenbürger(K.) verlangt die Verzollung des Mehls und der Kleie. Auf eine Anfrage erklärt Staatssekretär Kühn: Bei der Entschädigung der Bundesstaaten für die Tätigkeit, die sie im Interesse des Reiches ausüben, stehen sich mannigfache Interessen gegenüber. Voraussichtlich wird dem Bundesrat ein entsprechender Gesetzentwurf noch in diesem Sommer zugehen. Obwohl sonst die Regelung der Verwaltungskosten vom Bundesrat ausgeht, so ist doch in diesem Falle die Mitwirkung des Reichstages nötig. Zu der Frage der Veredelung der Matrikularbeiträge liegt zur Zeit kein Anlaß vor. Der Etat der Finanzverwaltung wird bewilligt, ebenso der Hauptetat. Beim Etatsgesetz beantragt Abg. Graf Westarv(K.); daß die etwaigen Ueberschüsse aus dem Wehrbeitragsgesetz nicht zur Schuldentilgung verwendet werden dürfe, damit man schließlich nicht mit Schulden aus dem Wehrgesetz zu rechnen habe. Staatssekretär Kühn: In einigen Zeitungen ist mitgeteilt worden, daß der Wehrbeitrag 1200 Millionen sicherlich betragen wird. Das ist eine Behauptung, für die ich wirklich gar keine Garantie übernehmen kann.(Heiterkeit.) Abg. Erzberger(Z.): Der Antrag Westarp bedeutet einen Verstoß gegen das Wehrbeitragsgesetz selber. Aba. Liesching(F. Vp.): Durch den Antrag würden unsere Finanzen wieder in Unordnung geraten. Abg. Graf Westarp(k.): Mein Antrag ist nicht richtig verstanden worden. Ich wollte nur verhindern, daß der Ueberschuß zur Schuldentilgung verwandt wird. Staatssekretär Kühn: Wir streiten uns um eine wenig praktische Sache. Der Ertrag des Wehrbeitrags ist, vermute ich, überschätzt worden und wohl erheblich tiefer als 1200 Millionen. Wie dem auch sei, die ganze Finanzierung der Wehrvorlage würde durch dieses Gesetz umgestoßen werden. Nach weiterer Debatte wird der Antrag von Westarp abgelehnt und das Etatsgesetz bewilligt. Damit ist die zweite Lesung des Etats erledigt. Nach längeren Ausführungen der Abgg. Stadthagen und Cohn(Soz.) wird darauf das Spionagegesetz in der 2. Lesung in der Fassung der Kommission angenommen. Unter Absetzung der übrigen Gegenstände von der Tagesordnung werden einige Petitionen ohne Debatte erledigt. Montag: Rechnungssachen, kleinere Vorlagen, Militärstrafgesetzbuch, Zeugengebührenordnung, Besoldungsgesetz, dritte Lesung des Etats.— Schluß 7½ Uhr. Die Sünden der Eine Bauerngeschichte aus dem Taunus von Fritz Ritzel. (Nachdruck verboten.) (19. Fortsetzung.) Diese Ideenverbindung mochte in dem sinnenden Manne von dem prachtvollen Naturschauspiel ausgelöst worden sein, denn mit einem Blick nach oben murmelte er vor sich hin:„Lenke Du alles zum besten und laß mich das Rechte tun, daß ich nichts zu bereuen habe, wenn meine letzte Stunde schlägt!“ Eine Warnung. So war denn endlich der langersehnte Tag gekommen, an dem Gottfried Gerlach den Seinen für immer wiedergegeben wurde, doch war seine Heimkehr recht still, ohne die bei solchen Gelegenheiten üblichen Freudenbezeugungen verlaufen. Lag es doch über dem Hause wie ein Bann, der keinen rechten Frohmut aufkommen ließ. Zwar hatte sich der Gesundheitszustand Lisbeths in der letzten Zeit entschieden gebessert und ihr ganzes Wesen zeigte sich weniger gedrückt, doch bei dem Hausherrn hatte wieder die frühere ihm eigentümliche Schwermut Einkehr gehalten, die in Verbindung mit einer nervösen Gereiztheit jede innigere Harmonie des Familienlebens ausschloß. Auch Gottfried vermochte nur in der ersten Zeit seiner Anwesenheit eine etwas frischere Luft in diese drückende Atmosphäre zu bringen, als er erzählte, daß sein Kompagniefeldwebel der Forsteleve sei, der bei jenem Unglücksfall vor mehr als 25 Jahren zugegen gewesen und daß der Herr Feldwebel ihm bestimmt versprochen habe, nach Hochhalden zu kommen, um die Unschuld des Vaters zu bezeugen. Da hatte der Alte wie befreit aufgemet; als aber Woche um Woche verging, ohne daß der sehnlichst Erwartete eintraf, schien Martin Gerlach von einer beständigen Unthe ergriffen zu sein, und wenn er auch kein Wort verlauten ließ, sak. Gottfried es doch seinen fragenden Blicken an, was den Vaker unausgesetzt innerlich beschäftigte. Und als er zufallig in Erfahrung brachte, daß Herr Feldwebel Kröner für einige Zeit abkommandiert worden sei und dies dem Vater mitteilte, da hatte dieser nur stumm den Kopf geschüttelt und sich mit einem Seufzer abgewendet, als sei ihm wieder eine Hoffnung zunichte geworden. Und Gottfried selbst schien sich der im Hause herrschenden Trauerseligkeit willig anzupassen. Sein Herz war liebeskrank. Alle die Ehrungen, die ihm nach seiner Rettungstat seitens der Vorgesetzten und Kameraden zuteil geworden waren, hatten ihn nur vorübergehend auf andere Gedanken gebracht. Sobald er wieder die Luft der Heimat atmete und derjenigen nahe war, an die er Tag und Nacht denken mußte, empfand er wieder Lottchens Verlust in seiner ganzen Herbe und ordentlich heftig war er geworden, als Lisbeth mit versteckten Anspielungen wieder Hoffnungen in ihm zu erwecken suchte. Das war vorbei und mußte vorbei sein, so sehr ihm der Verzicht auf das geliebte Mädchen Herzeleid verursachte— seinem Stolz war er das schuldig, nachdem Lottchen in so unerhört leichtfertiger Weise ihre Beziehungen zu ihm gelöst hatte. So widmete er sich denn mit wahrer Wut den in Hülle und Fülle zu bewältigenden Herbstarbeiten und war, wenn er des Abends totmüde an dem Familientische saß, ein recht einsilbiger Gesellschafter, der sich jedes Wort von der gesprächigen alten Kordel förmlich abkaufen ließ. Von Mathias Werther, der ebenfalls vom Militär entlassen worden war, hatte er in der ganzen Zeit nichts gesehen und nichts gehört. Das heißt, er sah ihn fast jeden Tag, wenn er auf das Feld ging, denn auch Mathias schien von einem ungestümen Arbeitsdrang beseelt zu sein, aber geflissentlich übersah er ihn und hatte für die traurigen Blicke, die ihm der ehemalige Freund zuwarf, kein Verständnis. Und als die Eltern des Mathias in den ersten Tagen nach der Heimkehr des Sohnes im Gerlachschen Hause erschienen waren, um Gottfried ihren innigsten Dank für die Rettung des Sohnes auszusprechen und der Bürgermeister dem jungen Manne eine goldene Uhr mit Kette zum Andenken an die wackere Tat überreichen wollte, da hatte Gottfried das Geschenk entschieden mit der Bemerkung zurückgewiesen, daß er das, was er aus Menschenpflicht getan habe, sich in keiner Form bezahlen ließe. Der Bürgermeister war über diese Weigerung erst erstaunt und dann etwas verschnupft und hatte tadelnd gesagt: „Daß Du so en harte Kopp hätt'st, des hätt ich nit geglaabt, Gottfried! Weil mein Mathes die Dummheite mit des Richters Lottche gemacht hot, deswege bist Du ihm feind und tust uns alte Leit nit die Freud mache, des Andenke zu nemme! Loß doch die Geschicht begrawe un vergesse sein, dann kimmt vielleicht noch alles in die Reih. Den Mathes kennt mer gar nit mehr widder, seitdem er mit aam Fuß im Grab gestanne hot. An des Lottche denkt er ganz gewiß nit mehr, weil er doch dem, der ihm des Lewe gerett hot, nit die Braut ewegschnappe kann, un des Lottche will scheins aach nix mehr von ihm wisse. Ich hätt übrigens die Geschicht aach nimmer zugewe! Warum?“— hier warf der Bürgermeister einen Blick nach der abgewendet am Fenster stehenden Lisbeth—„des steht uff eme annere Blatt! Loß also emol krumm grad sein un werd dem Mathes widder gut! Der wart uff e freindlich Wort von Dir wie de Teifel uff e arm Seel!“ Die verständige Rede verfehlte ihren Zweck. Gottfried hatte den Kopf geschüttelt und erwidert: „Was mir Ihr Mathes angetan hot, Herr Borjermaaster — des läßt sich nit mehr uff gleich bringe(schlichten). Und so viel Ehr' wer'n Sie mir zutraue, daß e Mädche, des mich eweggeworfe hot, wie e klaa Kind sei Spielzeig, for mich nit mehr uff der Welt sein kann! Do is jed weiter Wort zu viel!“ Martin Gerlach, der bei dem Gespräche zugegen gewesen war, hatte sich jeden Zuspruchs enthalten, aber man sah es ihm an, daß die Gesinnung des Sohnes mit der seinen übereinstimmte, und so war der Bürgermeister schließlich mit der Bemerkung gegangen, daß er unter diesen Umständen der Schuldner Gottfrieds bleibe und daß er hoffe, doch noch Gelegenheit zu finden, des Burschen wackere Tat auf irgendeine Art wettzumachen. Das war vor vier Wochen gewesen. Heute an einem der letzten Tage des Oktober war Gottfried nach einem am Waldesrande hochgelegenen Felde gefahren, um eine Fuhre Futtermais zu holen. Für die späte Jahreszeit herrschte ein selten schönes Wetter. Wie im Hochsommer strahlte die Sonne vom wolkenlosen Firmament herab; kein Dunststreifen trübte die klare Atmosphäre, so daß sich die entferntesten Höhenzüge und Berggipfel in voller Klarheit von dem Horizont abhoben. Die näherliegenden Kuppen schimmerten in der Farbenpracht des Herbstes gleich einem kunstvoll gewirkten Teppich, während die Wiesengründe wieder das satte Smaragdgrün zeigten, wie es ihnen nach der letzten Grummeternte eigen ist. Es war, wie man zu sagen pflegt, ein geschenkter Tag, der förmlich zum Hinauseilen Weltfälischer Prop.-Sängerbund. Monzert des Bezirksverbands Hagen in der Schützenhalle zu Lüdenscheid. Herr Pohle kann einen neuen großen Erfolg buchen: er hat gestern seine Befähigung als Massenchor=Dirigent glänzend dargetan. Mit bewunderswerter Sicherheit leitete er die auf dem großen Podium der„Schützenhalle“ Kopf an Kopf gedrängt stehende Sängerschar hielt sie im schärfsten Rhythmus zusammen und zwang ihr seine musikalische Auffassung auf. Ob man mit seiner Auffassung überall im einzelnen einverstanden ist, darauf kommt es nicht so sehr an. Der Gesamt eindruck entscheidet. Und da können wir mit Freuden feststellen, daß sich Herr Pohle als ein durchweg den künstlerischen Gehalt der Chöre verständnisvoll erfassender und wirkungsvoll wiedergebender Musiker gezeigt hat. Dem gegenüber erträgt man gern seine Neigung, zuweilen ein plötzliches, durch den poetischen Gedanken des Liedtextes nicht gerechtfertigtes, bis zu voller Stärke sich steigerndes Crescendo einzuschalten, um den„Glanz der Stimmen“ zu zeigen. Wir denken hierbei besonders an die Stellen des Sturmschen Chors Unterm Lindenbaum:„Wir träumten vom Lenze der Liebe“;„die Glocken von ferne erklangen“;„sie aber ist von mir gegangen“— im 1., 2. und 3. Vers—, die nach unserer Ansicht piano mit einem höchstens leisen Anschwellen vorzutragen waren, denn der musikalische Ausdruck ist abhängig und wird durch den der Vertonung zu Grunde liegenden Gedanken des Dichters bestimmt. Wir glauben auch, daß Herr Pohle diese Neigung nicht beibehalten wird. Im übrigen bedarf es weder einer Aufzählung der volkstümlichen Chöre, noch einer Hervorhebung des einen oder anderen, zumal unsere Leser durch die Vorbesprechung in unserer Samstag=Ausgabe genügend unterrichtet sind. Die Lieder kamen alle von Herzen und gingen zu Herzen. Der Chor hielt sich den ganzen Abend wacker, sang mit ermunternder Frische, stets sicher in den Einsätzen und ohne Schwankungen im Ton. Wenn zum Schluß des„Morgenlieds“ von Rietz— des einzigen Kunstchors in diesem Konzert— die Tenöre nicht ganz die Höhe erreichten, so lag das daran, daß die Stimmung zu hoch getrieben war. Wir betonen ausdrücklich, diese kleine Entgleisung soll nur der Objektivität halber erwähnt sein. Bei den Schwierigkeiten des genannten Werks, bei der weiteren Schwierigkeit, die ein aus zahlreichen Vereinen zusammengesetzter Massenchor naturgemäß beim Einüben derartiger Kunstchöre bietet und schließlich bei den überhaupt im unvegleiteten Chorgesang liegenden Schwierigkeiten, muß man mit solchen unverschuldeten Zufällen rechnen. Davon abgesehen, geriet der Rietzsche Chor überraschend gut. Nach alledem sind wir der sicheren Ueberzeugung, daß der Bezirksverband Hagen demnächst beim großen Westfälischen Sängerbundfest in Hagen zum guten Gelingen erheblich beitragen wird. In Herrn Aua. Seidemann=Frankfurt war ein hervorragender Geiger gewonnen worden. Technische Gewandheit, echt musikalisches Empfinden und ein nicht übermäßig großer, eher etwas kleiner, aber bestrickend süßer Ton kennzeichnen sein Spiel. Von seinen Gaben heben wir die gefühlvoll wiedergegebene A=moll Romanze von Bruch, den mitunter „weanerisch“ anmutenden Konzertwalzer von Kreisler und Drdlas reizende Kubelik=Serenade hervor. Für den herzlichen Beifall dankte der junge Künstler mit einem entzückenden kleinen Stück, dessen Still Mozart oder Haydn erinnerte. Gleichen Beifall erntete Fräulein Toni von der Wayagen. Schlicht und einfach wie ihr ganzes Auftreten war ihr Gesang. Ihr reiner, angenehm dunkel gefärbter Sopran und ihr inniger ungekünstelter Vortrag verhalf der beliebten Arie der Mignon, sowie Liedern von Strauß, Brahms und Hildach zu eindringlicher Wirkung. Dagegen fehlte ihr zur packenden Wiedergabe der Arie aus„Samson und Dalila“ die erforderliche dramatische Leidenschaft. Verschiedene Mängel wies noch die Aussprache der Sängerin auf, auch könnte die Tonbildung offener und freier werden. Im Ganzen betrachtet verdiente indes die Leistung den von den begeisterten Zuhören gespendeten Beifall, der nur durch die Wiederholung des ildachschen„Der Lenz“ beruhigt wurde. Frau Käthe Foleoland=Sinn(Hagen) besorgte die Klavierbegleitung der Solistenvorträge gewandt und mit großer Anpassungsfähigkeit, allerdings ohne die bei einem modernen Begleiter gewohnte persönliche Note. Die große Halle war gut besucht. Nach den tosenden Beifallsstürmen— in Lüdenscheid etwas ganz Ungewohntes— düren wir annehmen, daß tein Besucher oas Konze Befriedigung verlassen hat. Herr Pohle wurde mit einem mächtigen Lorbeerkranz verdientermaßen noch besonders geehrt. Wyl. Das gestrige Konzert hat uns noch eine Zuschrift eingetragen, die wir gleich hier wiedergeben wollen, wiewohl der behandelte Gegenstand mit dem Konzert an sich nichts zu tun hat. Die Zuschrift lautet: Konzerte ohne gleichzeitigen Wirtschaftsbetrieb scheinen in Lüdenscheid nicht erreichbar zu sein. Zum mindesten kann man aber verlangen, daß bei Konzerten mit Wirtschaftsbetrieb der Ausschank unn das Anbieten von Getränken wenigstens während der Aufführungen selbst eingestellt werden. Hiergegen wurde gestern in der Schützenhalle in der gröblichen Weise verstoßen. Ohne jede Rücksicht auf Sänger und Dirigenten, auf die vortragenden Künstler und auf die Stimmung des Publikums liefen die Kellner herum, holten Bestellungen ein, brachten Bier, kassierten usw. Welch' störender Lärm dadurch entstand, braucht nicht näher auseinandergesetzt zu werden. Selbst die Inhaber der vorn aufgebauten Stuhlreihen waren vor übereifrigen Kellnern nicht sicher. Wir beobachteten, wie z. B. während des wundervollen Radeckeschen Liedes „Aus der Jugendzeit“ dort Bier angeboten wurde. Die „Schützengesellschaft“ und die Vorstände der konzertgebenden Vereine werden gebeten, unter allen Umständen dafür zu sorgen, daß endlich der schon oft gerügte Unfug aufhört. Der Kastellan der Halle muß dafür sorgen, daß seine Kellner nicht fortwährend die Konzertbesucher stören.— Noch ein zweiter Punkt! Wir sahen im Konzert eine ganze Reihe von 4—6 jährigen Kindern. Ganz abgesehen davon, daß so kleine Kinder überhaupt noch nicht in ein ernstes Konzert gehören, war aus einem anderen Grunde ihre Anwesenheit höchst unerwünscht. Anfangs ging es so leidlich mit dem Stillesitzen, aber bald war es den Kleinen langweilig. Da begann ein Herumlaufen und Lärmen, das für den andächtigen Zuhörer ebenso peinlich war wie das Benehmen der Kellner. Wir hörten, daß von den Kindern kein Eintrittsgeld erhoben würde. Um sie fernzuhalten, würde es also für die Zukunft empfehlenswert sein, volles Eintrittsgeld zu fordern, wenn man sich schon nicht entschließen mag, Kinder von solchen Konzerten ohne Weiteres fernzuhalten. zwischen den Häusern der Wilhelmstraße wider. Hierauf begalt der Vorstand sich in die Wohnung des Jubilars, um ihn, unte Gefolgschaft der Turner, in den festlich geschmückten Saal del Hu Berliner Hofes zu geleiten. Der Saal war in kurzek Be Zeit dicht gefüllt. Außer den zahlreich erschienenen Turnerin nen und Turnern, waren Abordnungen von befreundeten Ver einen und dem Jubilar befreundete Turner in großer Zohf! erschienen. Nach einem„Turner=Festgruß“ der Gesangsabtei, lung und einem Prolog brachten sämtliche Turnabteilungen die Huldigung des Vereins in turnerischen Vorführungen— Frei=, Keulen=, oder Reigenübungen zum Ausdruck. Der Vor sitzende des Vereins, Herr Prof. Dr. Hotop ergriff im An. schluß daran das Wort, um in formvollendeter Rede den Juh. lar zu feiern. Am Schlusse seiner zu Herzen gehenden Ans führungen, deren Wiedergabe wir aus räumlichen Gründe für morgen zurückstellen müssen, überreichte der Vorsitzende obs äußeres Zeichen der Anerkennung dem Jubilar, den bekanntMarathonläuter in Bronce, worauf der Vorhang der Bühne si taöffnete und die Damenabteilung des Vereins den„Festgruß Frühlings“ durch die Turnerin Fräulein Kuhbier dem Der Bundesausschuß des Westfälischen Provinzial=Sängerbundes hielt am Samstag, dem 2. Mai, eine Sitzung unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Dr. Eichhoff=Dortmund, im Hotel „Lünenschloß“ zu Hagen ab. Es wurde— wie leider erst jetzt bekannt gegeben wird— mit Befriedigung Kenntnis von den Vorarbeiten der einzelnen Ausschüsse genommen und u. a. folgender Beschluß gefaßt. Sollte besonders den kleinen Vereinen die Einstudierung des ganzen Programms zu viel werden, so bitten wir, sich auf die a capella=Chöre des ersten Tages beschränken zu wollen. Meldungen mit Angabe des Stimmenverhältnisses sind unverzüglich an Herrn Hofpianofabrikanten Junius, Hagen i. W., zu richten. Nach der Sitzung fand eine Besichtigung des Festzeltes auf der Springe statt. Das Festzelt dient jetzt Ausstellungszwecken und wird nach Schluß der Gewerbeausstellung für die Zwecke des Sängerbundes hergerichtet. Stadt und hand. lar entbet, ihm dabei ein kostbares Blumen=Arrangement dete. Ferner reichte der Vergnügungsausschuß de Vereins durch den Turngenossen Hageböck 2 Weinkühler. Hierauf ergriff der Jubilar selbst das Wort, um be wegten Herzens für all die dargebrachten Ehrungen zu danken Er wehrte das ihm gespendete Lob in bescheidener Weise ab un meinte, daß ihm das, was er für den Verein geleistet habe, doc nur möglich gewesen sei, weil ihm ein Stab treuer Mitarbeiter zur Seite gestanden habe; diesen bitte er ebenfals Dank zu zollen. Im weiteren Verlauf seiner Rede gab der bilar einen kurzen Ueberblick über die turnerische Entwicklung Lüdenscheids in den letzten 25 Jahren. Er schloß seine zum Schluß begeisternden Worte mit einem Appell an die Turner, man könne ihn am besten dadurch ehren, daß die Turner auch fernerhin ihr Interesse an der edlen Turnerei durh fleißigen Besuch des Turnbodens bekunden und Säumige heranholen, und mit einem jubelnd aufgenommenen„Guf Heil!“ auf die Deutsche Turnerschaft. Den Reigen der Gratulanten eröffnete Herr Somborn, der die Glückwünsche des Turnvereins Grünewald überbrachte Kreisschriftwart Herr W. Winter übermittelte die Grüße de Kreises 8a der Deutschen Turnerschaft und des vorige aus der Taufe gehobenen Verbandes der Lüdenscheider Turnvereine, soweit sie dem Lenne=Vollme=Gau angehören. Er lief seine Rede in ein Gut=Heil auf die Gattin des Jubilars aus klingen. Gauschriftwart Herr Alb. Kaufmann sprach für den Lenne=Vollme=Gau, Bezirksturnwart Herr Ad.Lück für dessen 1. Bezirk, worauf der Vorsitzende die zahlreichen telegraphischen und schriftlichen Glückwünsche bekannt gab, u. a. den Glück wunsch des greisen Vorsitzenden der Deutschen Turnerschaft, Geheimrats Dr. Götz. Zu dem schönen Verlauf des Abends trugen wesentlich das ausgezeichnete Barrenturnen und eigenartigen Freiübungen der Männerabteilung, von dem 2. Turnwart Herrn Klefinghaus vorgeturnt, bei, ferner die Gesangsabteilung, unter Leitung des Herrn Mühlinghaus, sowie neben einigen BaritonSoli von Turngenossen der humorvolle„Festgruß der Zeitgenossen“, von Herrn Stadtsekretär Lüling verfaßt und vorgetragen. Es war ein erhebender, von echt turnerischem Geiste getragener und anregender Abend. ge de de sch jed zu Ur lin Dr der E wu da sei in Pr aus san des den fan (38 Hal Sä G.Lös G.brü Sät Bai hag Fes. Ver Lüdenscheid, den 18. Mait Mommers zu Ehren des Herrn Turnwarts Wurm. Gehört es schon nicht zu den Alltäglichkeiten, daß Turner 25 Jahre aktiv auf dem Turnboden tätig sind, welch nimmermüde Tatkraft, ungeheure Schaffenslust und ideale Begeisterung bedingt es, um ein Vierteljahrhundert hindurch als Leiter inmitten eines so großen turnerischen Gemeinwesens, wie es der Lüdenscheider Turnverein ist, zu stehen. Dieses Verdienst kommt Herrn Stadtv. Wurm zu. Kein Wunder daher, daß der Verein, seine und des Jubilars Freunde, bestrebt waren, dieses Verdienst zu feiern. Der letzte Samstag wurde als der Erinnerungstag festgestellt und gefeiert. Am Festmorgen hatte es Herr Musikdirektor Kautzenbach mit seiner Schar sich nicht nehmen lassen, dem Jubilar, der so oft, wenn es galt, die Interessen der städtischen Kapelle und ihres Leiters wahrzunehmen, als ein warmherziger Befürworter sich erwiesen hatte, mit einem musikalischen Morgengruß aufzuwarten. Abends 8½ Uhr traten dann die Turner an der Turnhalle in stattlicher Zahl an, um unter Vorantritt der städtischen Kapelle zur Wohnung des Jubilars zu marschieren, wo die Gesangsabteilung des Vereins den Chor„Gott grüße Dich“ sang. (sch.) Der Kreis 8a der Deutschen Turnerschaft(Westfalen und Lippe) plant eine besondere Ehrung für den Vorsitzenden der Deutschen Turnerschaft, Geh. Sanitätsrat Dr. F. Gontz. Der Kreisvertreter Prof. Dr. Nebelung=Dortmund teilt in der letzten Nummer des Turnblattes folgendes mit: Am 24. Mai vollendet unser Gontz sein 88. Lebensjahr. Es ist eine besondere Huldigung für diesen Tag geplant. Alle Vereine, die am Himmelfahrtstage eine Turnfahrt unternehmen, gedenken an diesem Tage des treuen Alten und melden an Abend desselben Tages oder am folgenden Tage durch ihren Vorsitzenden oder Turnwart auf einer Postkarte Ors und Anzahl der Teilnehmer an den 2. Kreisschriftwart, Rechtsanwalt Dr. Kersten=Dortmund. Die Zahlen werden summiert und Vater Gontz erhält am 24. die Geburtstagsgrüße seiner getreuen westfälischen Turner. Ich darf wohl die Erwartung aussprechen, daß, wenn das Wetter auch nur einigermaßen ist, fast alle Kreisvereine an diesem Tage auf der Wanderschaft sind. Der Meinerzhagener Brand bezw. seine verbrecherische Nutzbarmachung durch einige betriebsame Leute ist Gegenstand der heute beginnenden ersten Verhandlung der außerordentlichen Schwurgerichtsperiode in Hagen. Wir werden natürlich darüber berichten. wu ver Au bes wii nel au we fan uni die gen gen for ma We Lar beit der rege farl in das Freie aufforderte, um nochmals vor dem Eintreten der rauhen Jahreszeit sonnenwarme reine Luft zu genießen.—— Auch das ungleiche Paar, das dort oben am Waldesrande auf der von Naturholz gezimmerten Bank saß, von welcher man eine herrliche Aussicht auf die vorliegenden Berge bis in das Rheintal genoß, mochte von dem prächtigen Wetter so weit herausgelockt worden sein. Es war das erstemal seit seiner Erkrankung, daß Adam Richter das Weichbild des Dorfes in Begleitung seiner Tochter überschritten und seltsamer Weise hatte er, der früher niemals Sinn und Verständnis für die romantische Schönheit seiner Heimat zeigte, dringend darauf bestanden, den allerdings einzig schönen Aussichtspunkt zu besuchen. Er hätte der Begleitung seiner Tochter nicht bedurft, denn sein Zustand hatte sich so gebessert, daß er ohne jeden Beistand zu gehen vermochte, wie er sich denn auch seit Wochen, wenn das Wetter nur einigermaßen günstig war, allein im Freien bewegte. Auch sein Gesicht hatte wieder eine frische Farbe angenommen, und wäre nicht der stille Leidenszug darin gewesen, so hätte man den Mann für vollständig gesund halten können, wenn sich auch seine Haltung wesentlich von dem früheren herausfordernden Auftreten des immer zu einem Wortgefechte bereiten Adam Richter unterschied. Als Gottfried mit seinem Wagen herannahte, schien es wie ein plötzlicher Entschluß über den Alten zu kommen. Mit sichtlicher Hast erhob er sich und schritt dem Kommenden auf dem schmalen Feldwege entgegen, indem er seiner Tochter die Weisung gab, eine kurze Strecke vorauszugehen, da er etwas mit dem Burschen zu besprechen habe. Dieser war von der unerwarteten Begegnung offenbar peinlich berührt und machte sich an dem Geschirr des Pferdes zu schaffen, als Lottchen mit leisem Gruß und gesenktem Kopfe an dem Wagen vorbeischritt. Einen Blick nur warf der Bursche nach der Vorübergehenden und erschrak bis ins Innerste. Was war mit dem Mädchen vorgegangen? War diese ernste Frauengestalt mit dem bleichen Gesicht und dem schmerzlichen Zug um den Mund das übermütige, fortwährend seine Launen wechselnde Lottchen Richter, wie es ihm im Geiste vorschwebte? Hatte die Sorge um den Vater diese Veränderung bewirkt oder war sie am Ende krank? Ein sorgendes Bangen erfüllte ihn bei der letzten Vorstellung und unwillkürlich sah er der sich Entfernenden nach, als die Stimme Adam Richters ihn aus seinen Gedanken riß. „Ich hätt was mit Dir zu berede, Gottfried, wenn Du en Aageblick for mich übrig host!“ hatte der Alte in einem ihm sonst fremden, milden Tone gesagt, und unwillkürlich hielt der Bursche das Pferd an, sich selbst noch nicht klar darüber, wie er sich dem alten Widersacher seines Vaters gegenüber verhalten sollte. In seinen Mienen mochte wohl etwas Abweisendes liegen, denn der alte Mann trat einige Schritte näher, stützte sich auf seinen Stock und fuhr fort: „Du waaßt nit, was Du davon halle sollst, daß ich Dich anred, weil ich von jeher Deim Vatter spinnefeind gewese bin un aach gege Dich war! Des is annerst wor'n Gottfried! Ich hab einsehe gelernt, daß ich im Unrecht war— des sag ich Dir ganz offe— un wenn's nooch mir ging, dann gäb's nur Lieb un Freindschaft zwische uns. Aber Dein Vatter will nit— er kann nit vergesse, was geschehe is, un von seine Standpunkt aus kann ich ihm jo nit Unrecht gewe. Nur maan ich, daß er dran denke sollt, daß wir alle zwaa alte Kerl sinn un die längst Zeit gelebt hawe un daß er jeden Owend zu unserm Herrgott bet': Wie auch wir vergeben unsern Schuldigern!“ In sprachloser Verwunderung hatte Gottfried dem Alten zugehört. Eher hätte er des Himmels Einsturz erwartet als solche Worte aus dem Munde des bissigen und brutalen Adam Richter. Der Vater in seiner Wortkargheit hatte ihm von den Vermittlungsversuchen der Base Christine und deren Schilderungen von dem veränderten Wesen ihres Mannes nichts erzählt, so daß er sich jetzt fragen mußte, ob er wirklich recht gehört habe, oder ob der Mann, der eben so versöhnlich gesprochen und ihn mit einem so unendlich traurigen Blicke ansah, nur eine Maske angenommen hatte und versteckte Hintergedanken trug, wie sie ihm mit Rücksicht auf seinen verschmitzten Charakter wohl zuzutrauen waren. Dagegen sprach aber die Offenheit, mit der sich Adam Richter zu seinem Unrecht bekannte und sein Hinweis auf das Wor. Gottes— wäre es möglich, daß der Mann sich innerlich so verändert hätte? Darüber zweifelnd, erwiderte der Bursche in kühl abweisendem Tone: „Und do maan Sie, ich sollt de Vatter umstimme, Herr Richter? Des waaß ich doch nit, ob——“ „Wenn Du e gut Wort for mich einlege willst, dann dank ich Dir's!“ sagte Richter.„Aber des war's nit, was ich Dir sage wollt— es is was anneres! Un Du mußt mich höre, dann werst Du aach einsehe, daß ich's gut mit Eich maane! Ich hab's Deim Vatter schon dorch mei Christine sage losse— er schlägt's aber scheint's in de Wind! Nemmt Eich vor den Naz in acht! Der hot was vor gege Eich, so gewiß wie zwaamol zwaa vier is! Ich hab's mit meine eigne Ohre neulich im„Löwe“ gehört, wie er sich verschwore un verhaaße hot, Eich was anzuhänge, un wie ich gestern awend haam bin gange, hab ich ihn um Euer herum streiche sehe, als wenn er etwas ausspekuliere wollt.“ „Aber was kann dann der alt Kerl uns tun wolle?“ warf Gottfried ein, der Wunder geglaubt hatte, was er Wichtiges erfahre. In dem Bewußtsein seiner Kraft schien ihm die Mahnung, vor dem alten Schnapsbruder auf der Hut zu sein, einfach lächerlich und die Besorgnis des Warners entweder gemacht oder übertrieben. „Maane Sie vielleicht, er tät uns des Haus über'm anstecke?“ sagte er lächelnd.„So was trau ich ihm dann doch nit zu! Schon die Kurasch fehlt ihm! Was Sie do gehört hawe, des hot der wahrscheins in seine Suff herausgepappelt— des is nit ernst zu nemme!“ (Fortsetzung folgt.) geg fäh glie ben auf stän aus eine de ter Ar me 3ic tei. Br Schiffsliste für billige Briefe nach den Vereinigten Staaten von Amerika. (10 Pfg. für je 20 g.) Die Portvermäßigung erstreckt sich nur auf Briefe, nicht auch auf Postkarten, Drucksachen usw. und gilt nur für Briefe nach den Vereinigten Staaten von Amerika, nicht auch nach anderen Gebieten Amerikas, z. B. Canada. Ml. „Kaiserin Auguste Victoria“ „Kronprinz Wilhelm“ „Imperator“ „George Washington“ „Kronprinzessin Cecilie“ „Vaterland“ „Kaiser Wilhelm der Große“ „President Lincoln“ ab Hamburg 21. Mai ab Bremen 26. Mai ab Hamburg 27. Mai ab Bremen 30. Mai ab Bremen 2. Juni ab Hamburg 6. Juni ab Bremen 10. Juni ab Hamburg 11. Juy Ei der electi gesud Es melde Cas „Prinz Friedrich Wilhelm“ ab Bremen 13. Ju Postschluß nach Ankunft der Frühzüge. Alle diese Schiffe sind Schnelldampfer oder solche, die fur eine bestimmte Zeit vor dem Abgange die schnellste Beförderungsgelegenheit bieten. Es empfiehlt sich die Briefe mit einem Leitvermerke wie „direkter Weg“ über„Bremen oder Hamburg“ zu versehen. 3 (nid Herlin=Dahlem, Post Lichterfelde=West, Friedbergerstr. 25/27 ernerauf Zugendpflege(auch Freunden der Sache) den Besuch des in Berlin stattfindenden Jugendpflegekursus zu ermöglichen,(vgl. n Turnern Samstag=Nr. 3. Bl.)(Reise 3. Kl. sonst hin und zurück 34 M) indeten Ver sollen pekuniare Vergünstigungen stattfinden durch Reisezu großer Zahs und Freiquartiere. Anmeldungen sind bis zum 20. Mai Beiangsabtei jchue eblem reilungen del Berlin=Dahl en— Stab. erferderlich. Der Vor*() Der Vergnügungssportklub„Viktoria 1914“ veranstalgriff im An zete gestern im Saale des Berliner Hof(G. v. Hännigsen) einen de den Jubi. Theaterabend. Das Zaktige Schauspiel„Der Fremdenlegionär“ henden Aus von Felix Reuker wurde von der Theaterabteilung des Veren Gründen eins sehr schön vorgeführt. Die Spieler, die sich ihrer Aufgabe orsitzendea sehr gut entledigten, ernteten reichen Beifall. Der Saal war in bekannte bis auf den letzten Platz besetzt. Die Aufführung wird Samsr Bühne si tag abend in Mühlenrahmede und Sonntag in Kierspe=Bahnhof de gruß wiedrholt. (RO.) Fußballsport. Das gestern am Waldschlößchen stattgefundene Fußballwettspiel der 2. Mannschaft des Lüdenscheider Fußballklubs 1908 gegen die gleiche Mannschaft des F. C. Phönix, Hagen, konnten die Lüdenscheider zu ihren Gunsten entscheiden. Resultat 2:0. Halbzeit 2:0. Die Lüdenscheider Elf hätten evtl. einen höheren Sieg erringen können, jedoch ließ das Spiel des Sturmes vor dem gegnerischen Tore zu wünschen übrig. Erst nachdem in der zweiten Halbzeit eine Umstellung vorgenommen worden war in dem Sinne. daß der linke Läufer Mittelstürmer spielte und durch sein starkes Drängen dem Gegner manche gefährliche Lage bereitete, spielte der Sturm besser.— Der Fußballklub„Preußen“ feierte Samstag abend sein Stiftungsfest im Waldschlößchen. Dabei wurde von dem Vorsitzenden Herrn Kraemer bekannt gegeben, daß dem Mitgliede Herrn Eugen Budde als Preis für seinen 800 Meter=Lauf die Kaiser=Wilhelm=Plakette— die erste in Lüdenscheid, zuerkannt worden sei.— Gestern spielte die 1. Mannschaft des Schalksmühler F. C. gegen die 2. Elf des F. C. Preußen, hier. Resultat: 2:1 für Schalksmühle. (L.) Der M.=G.=V.„Liederkranz“ veranstaltet am 19. Juli aus Anlaß seines 25jährigen Bestehens einen nationalen Gesangwettstreit. Hierzu hatten sich gestern 18 Vereine im Saale des Herrn Belzer, hier, zum Delegiertentage eingefunden. Nachdem derselbe vom 1. Vorsitzenden Herrn A. Tweer eröffnet war, fand folgende Klasseneinteilung statt: Es singen in der 1. Kl.: „Sängerkreis"=Iserlohn(48 Sänger), M.=G.=V. Blankenstein (38 Sänger), M.=G.=V.„Oberhagen“(36 Sänger),„Arion“Halver(39 S.). 2. Klasse:„Liederstrauß“=Hagen(23 S.),„Ver.Sänger"=Hagen(16 S.), M.=G.=V. Othlinghausen(31 S.), M. G.=V.„Orpheus"=Heerwiese(26 S.), M.=G.=V.„Eintracht“ Lössel(32 S.). 3. Klasse: M.=G.=V. Augustental(23 S.), M. G.=V. Rosmart(23 Sänger), M.=G.=V.„Germanic“=Dahlerbrück(23 Sänger), M.=G.=V.=„Viktoria“=Worth(22 Sänger), M.-G.=V.„Harmonie“=Station Nöll(18 Sänger), M.=G.=V. „Constantia“=Herscheid(21 Sänger), M.=G.=V. Bergerhöh(22 Sänger), und in der Quartettklasse:„Doppelquartett Eiche“Barmen(8 Sänger), Quartett Stahlhacke=Junkernhöh b. Drolshagen(4 Sänger). Nach Durchberatung der Bedingungen und Festsetzung der Preise und Ehrenpreise wurde die interessante Veisammlung geschlossen. In der letzten Versammlung des kath. Männervereins wurde die Teilnahme des Vereins an der diesjährigen Generalversammlung der Katholiken Deutschlands, welche vom 9.—13. August in Münster stattfindet, besprochen. Da der Tagungsort besonders Zünstig gelegen und von hier leicht zu erreichen ist, wird der Verein an dem bekannten glänzenden Festzuge teilnehmen, zumal die Reisekosten nur gering sind. Die Ziegen werden auf der landwirtschaftlichen Wanderausstellung in Hannover, die vom 18.—23. Juni abgehalten werden wir, in der Zahl von 450, also in beträchtlichem Umfange, pertreten sein. Gerade die Hälfte dieser Zahl, nämlich 225, werden von dem rehfarbigen Schlage aus Hannover(180) und Braunschweig(45) beigesteuert werden. Im ganzen wird dieser Farbenschlag 237 Tiere bringen, während die weißen Ziegen den Rest von 213 ausmachen. Von den hannoverschen Ziegen stammt der größte Teil aus dem Zuchtbezirk des Land= und forstwirtschaftlichen Hauptvereins Hildesheim. Hier begann man etwa um das Jahr 1900 die Ziegenzucht in planmäßiger Weise zu fördern. Es galt, neben den Kleinbetrieben auf dem Lande und den ländlichen Arbeitern auch den industriellen Arbeitern der Kaliwerke, Eisenhütte usw. die Zucht und Haltung der Kus des kleinen Mannes zu ermöglichen. So setzte eine rege Vereinstätigkeit ein. Der erste Verein zur Zucht der rehfarbenen Harzziege wurde im Jahre 1900 in der Stadt Goslar gegründet. Heute gibt es im Vereinsbezirk Hildesheim in ungefähr 200 Ortschaften rund 100 Vereine mit über 11000 Mitgliedern und 20000 Ziegen. Von vornherein war das Bestreben darauf gerichtet, die Zucht auf den vorhandenen Tieren aufzubauen, da dieses der beste Weg war, einen wirklich bodenstandigen, widerstands= und leistungsfähigen Ziegenschlag herauszuzüchten. Inwieweit dies gelungen ist, davon haben bereits eine Reihe Ausstellungen Zeugnis abgelegt. So brachten auf der letzten Ausstellung in Straßburg 1913 die neun ausgestellten Tiere vier erste Preise und vier Anerkennungen. Auch die Ausstellung in Hannover dürfte den Ausstellern einen angemessenen Erfolg versprechen. Uebrigens sind auch die weißen Ziegen, wenn auch in weit geringerer Zahl, aus diesen Landesleilen vertreten: es kommen davon aus Hannover 48 und aus Braunschweig 11 Tiere. dem jement spen3schuß des nkühler. ort, um bei zu danken Zeise ab und t habe, doc uer Miter ebenfalls gab der JuEntwicklung seine zum an die n. daß die rnerei durh äumige hernen„Gui omborn, überbrachte Grüße des prige ider Turnn. Er lie, bilars ausich für den für dessen egraphischen den rschaft, Gesentlich das bungen der Plefingunter Lein Baritonder Zeitgeund vorgehem Geiste (Westfalen den Vorrat Dr. F. ing=Dortfolgendes Lebensjahr. lant. Alle unternehmelden an urch ihren und Anchtsanwalt miert und r getreuen 1 ausspret, fast alle ind. ische Nutzstand der dentlichen irlich darrisl Ich ct, wie er in wie ich ler Haus ollt." e?" warf htiges erdie Mahn, einfach lacht oder m Kopp ann doch ört hawe, t— des Vollme, 18. Mai. Bei hiesiger Station fiel gestern aus dem Gepäckwagen ein Mann, der sich dort in Begleitung von Dienstpersonal befand. Das Personal ließ den Zug weiterfahren, ohne die Notleine zu ziehen. Der Verunglückte lag Stunden lang, ehe ihm von Brügge aus die erste Hilfe kam Halver, 17. Mai. Der M.=G.=V.„Liedertafel“ hierselbst feierte gestern und heute sein 60. Stiftungsfest.(Dirigent Herr Lehrer Lange=Lüdenscheid). Er ist einer der ältesten Gesangvereine weiterer Umgebung. Bei dem gestern abend im Hotel „zur Fuhr“ veranstalteten Jubelkommers wirkten als Solisten mit: Konzertsängerin Frl. Hedwig Kritzler=Hilden(Sopran), Herr Lehrer Siebel=Dortmund(Bariton) und als Pianistinnen Frl. Grete Kritzler=Hilden und Frl. Siebel=Dortmund. An dem heutigen Festtage fand großes Konzert auf der Karlshöhe statt. Außer dem festgebenden Verein wirkten mit der M.=G.=V. Euphonia=Lüdenscheid und der M.=G.=V. Philomele=Brügge. Die Instrumentalmusik stellte das Städtische Orchester Lüdenscheid unter persönlicher Leitung des Herrn Musikdirektors Kautzenbach.(te.) Eveking, 18. Mai. Gestern feierte der hiesige Männer= und Jünglingsverein im evang. Vereinshause sein Jahresfest. Des Morgens wurde um 10 Uhr durch Herrn Pastor Wicke=Kleinhammer ein Festgottesdienst abgehalten. Nachm. 2½ Uhr fand die Hauptversammlung statt. Das Fest wurde eingeleitet durch das Lied„Herr, deine Güte reicht so weit“, das der Posaunenchor spielte. Nach einigen gemeinsamen Gesängen und einer Ansprache des Herrn Pastor Wicke trat eine Kaffeepause ein. Nachdem der gemischte Chor einige Lieder vorgetragen hatte, Herr Rektor Trappmann=Barmen und Herr Reiseprediger Pampus aus Bochenbach Ansprachen gehalten hatten, folgte noch ein gemeinsamer Gesang und das Schlußgebet. Westfalen und Rheinland. Essen, 17. Mai. Die Wohnungskommission des Preußischen Abgeordnetenhauses traf gestern abeno zur Besichtigung des Wohnungswesens hier ein. Heute vormittag begann die Besichtigungsfahrt. Hombruch, 17. Mai. Als in der Bolmke gestern abend gegen 6 Uhr der Kellner August König aus Dortmund mit seiner Braut spazieren ging, traten ihnen plötzlich zwei Burschen aus dem Hinterhalt entgegen. Einer sagte:„Geld her!“ Als sich König mit seinem Stock zur Wehr setzen wollte, gab der zweite einen Schuß auf ihn ab, der glücklicherweise fehl ging. Auf das Hilfegeschrei der Ueberfallenen eilten Personen herbei, worauf die Angreifer flüchteten, aber festgenommen wurden. Es handelt sich um die Bergleute Georg Wagner und Emil Vesper. Köln, 17. Mai. Programmäßig und in feierlichster Weise erfolgte gestern hier die Eröffnung der WerkbundAusstellung unter Teilnahme der Städte und Staatsbehörden. Spiel und Sport. Der neue Tanz. Die Tänze wechseln mit unheimlicher Geschwindigkeit; wer mit der Tanzmode mitgehen will, muß ihnen einen beträchtlichen Teil seiner Zeit opfern. Jetzt zerbrechen sich die Tanzlehrer von Paris und Berlin die Köpfe darüber, was man nun eigentlich im Sommer und im nächsten Winter tanzen soll. Denn der Tango ist tot, und auch die Furlana liegt bereits im Sterben. Was nun? Da kam aus Paris die Nackricht von einem chinesischen Tanz, dem Ta=Tao, den man dort auf den Thron erhob. Dem Östen hatte man bisher noch wenig Tänze entführt, und noch ehe man über den Fremdling Genaueres weiß, haben ihn die kecken Berliner schon:—„Tatü-ta-ta“ getauft!— nach dem Klang der kaiserlichen Autohupe. Aber auch aus England hört man von einem neuen Tanz, dem „Pelikantanz“, dessen Rhythmik noch in mysteriöses Dunkel gehüllt ist. Man will mit Gewalt einen neuen Tanz, einen Schlager,— den Tanz der kommenden Saison! Und dieser neue Eroberer wird aller Voraussicht nach doch nicht aus China kommen, sondern aus dem Stammlande des Onestep und Boston, aus Nordamerika. Es ist der altbekannte„Rag“, den man modern auffrisieren will und als Texas=Rag importieren wird. Das ist alles? ruft man enttäuscht. Doch im Hintergrunde wartet noch eine kleine Neuheit, die„Tres Moutarde“, d. h. wörtlich„sehr Mostrich“, und bedeutet„stark gepfeffert“ im Berliner Jargon. Hier ist es eine Melodie, die dem Tanz den Namen gibt, denn er selbst heißt eigentlich„castle walk“ und wird von den Amerikanern schon seit einiger Zeit getanzt. Auch der Franzose hat ihn schon zeitweise bevorzugt. Und so hat man als Ergebnis all der ernsten Beratungen: Rag und Texas=Rag, lösen Tango und Maxixe ab, und die Moutarde kommt als Neuheit hinzu. Auf in den Kampf! London, 16. Mai. Bei dem militarischen Geschwaderflug von Schottland nach dem Strand von Salisbury stürzte ein Flugzeug in der Höhe von North Allerton, Grafschaft Yorkshire, ab. Der Flieger und fein Mechaniker wurden getotet. Die beiden getöteten Flieger gehörten zu einem Fluggeschwader von zehn Doppeldeckern. In der Nähe von North Allerton geriet das Geschwader in dichten Nebel und wurde gezwungen, auf schwierigem Gelände zu landen. Hierbei wurden fünf Flugzeuge schwer beschädigt. Der verhängnisvolle Unfall wurde dadurch herbeigeführt, daß das Flugzeug der beiden Flieger gegen eine Hecke stieß. Auch zwei andere Flugzeuge hetzte Nachrichten. Igt.) ka. fe, nicht r Briefe nach an21. Mai 26. Mai 27. Mai 30. Mai 2. Juni 6. Juni 0. Juni 1. Juyy 3. Juni 3 die für Beförderannten gegen Hecken an. lichkeit verstümmelt. Die Leichen waren bis zur UnkenntBern, 16. Mai. Gestern vormittag wurde die dritte schweizerische Landesausstellung eröffnet. Nach einem Festzuge fand ein Festakt in der Halle statt, an welchen außer den schweizerischen Behörden auch das diplomatische Korps teilnahm. Es sprach u. a. Bundespräsident Hoffmann der den Willen des schweizerischen Volkes betonte, die Unabhängigkeit der Schweiz zu wahren und zu verteidigen und mit Befriedigung die guten Beziehungen der Schweiz zu den übrigen Staaten hervorhob. Die Ausstellung gibt ein Bild des gesamten wirtschaftlichen und kulturellen Lebens der Schweiz. Fußballsport. Westdeutschland. In Köln: Entscheidungsspiel um die A=Meisterschaft des rheinischen Südkreises. Turnverein 47 schlägt im Wiederholungsspiel Jahn Siegen mit 2:1— F. C. 99 gegen Borussia M.=Gladbach 3:3.— In München=Gladbach: F. C. gegen Kölner Ballspielklub 2: 1.— In Düsseldorf: Sportverein gegen Kölner Klub für Rasenspiele 4:5— In Meiderich: Spielverein gegen Bonner Fußballverein 4:1. — In Dortmund: Zwischenrunde um die Meisterschaft des 7. Armeekorps. Inf.=Regt. 158 Paderborn gegen Inf.=Regt. 13 Münster 3:0(Halbzeit 3:0). Zwischenrunde um die deutsche Meisterschaft: Leipzig: V. f. B. Leipzig schlägt Duisburger Spielverein mit 1:0. Beide Mannschaften traten in ihrer stärksten Elf an. In der ersten Halbzeit(37. Minute) konnte der Leipziger recht Flügel durchtreiben, daß der Mittelstürmer unhaltbar durch Kopfstoß einsenden konnte. Halbzeit 1:0. Der Stand blieb bis zum Schluß der gleiche, obwohl die Duisburger scharf spielten und das Spiel sich in der Hauptsach= vor dem Leipziger Tore abwickelte. Die Leipziger mußten zum Schluß stark mauern, so daß sämtliche Angriffe zunichte wurden. Der Sieg wurde nicht so aufgenommen, wie man erwartet haben sollte, denn es war zu augenscheinlich, daß die unterlegene Mannschaft besser spielte. Fürth. Spielvereinigung Fürth konnte den Berliner Ballspielklub mit 4:3 schlagen.(Halbzeit 2:1.) Dieses Spiel war für die 15 000 Zuschauer ein schöner Genuß, denn die beiden Mannschaften waren sich ziemlich gleich stark. Das Spiel nahm unter der vorzüglichen Leitung des westdeutschen Schiedsrichters Paul Schröder=M.=Gladbach einen fairen Verlauf. Der Start des Prinz=Heinrich=Fluges vollzog sich gestern programmäßig. Prinz Heinrich und der Großherzog von Hessen wohnten dem Start bei und reisten später nach Worms. Der erste Aufstieg erfolgte 4 Uhr 20 Min. Einige Starter mußten aufgeben, teils sind Beschädigungen von Maschinen vorgekommen, teils sind auf dem Fluge Unfälle vorgekommen. Der schwerste ist der des Leutnants Müller. der mit Leutnant Wolf infolge Motorexplosion stürzte und tot liegen blieb. Im ganzen waren 19 Flieger aufgestiegen, von denen 17 über Köln in Frankturt a. M. ankamen. Zuerst Oberleutnant Hantelmann 2 Uhr 2 Min., die Folgenden mit ½stündiger und mehrstündiger Verspätung. Heftige Winde zwangen teilweise zu Zwischenlandungen. Wettfahrt des Kaiserlichen Jachtklubs. Bei der zweiten Verbandswettfahrt des Kaiserlichen Jachtklubs am Samstag auf der Kieler Föhrde siegte in der A 1 Klasse der neue„Meteor" des Kaisers vor„Hamburg“ u.„Germania“. In der Klasse der alten Jachten erhielt„Komet“ den ersten und„Aar“ den zweiten Preis. Gestorben. Karl Büchel, 41 Jahre, Untertinsbergerstr. 6. Peter Kemper, In der Mark bei Kierspe Bhf., 89 Jahre. Oeffentlicher Betterdlenst. Warm, vorerst heiter, östliche Winde; ziemliche Gewitterneigung. Südöstlich auftretende Gewitter. Ein gutes Hausmittel bei Gesichtsausschlägen, Pickeln, Mitessern, Flechten, Hautjucken, äußerlichen Entzündungen u. dergl. ist die bekannte Zucker's Patent=Medizinal=Seife, die für wenige Groschen in jeder Apotheke, Drogerie und Parfümerie zu haben ist und deren hervorragende Eigenschaften in dem unserer heutigen Gesamt=Auflage beiliegenden Prospekt von sachkundiger Feder gewürdigt werden. Man trägt den weichen Schaum genau nach Vorschrift mehrere Tage hintereinander auf die betreffenden Hautpartien auf und läßt ihn über Nacht eintrocknen. Morgens wäscht man den Schaum leicht ab und nimmt etwas Zuckooh=Creme, die durch ihre Milde und Reinheit für die menschliche Haut ganz besonders zuträglich ist. In den meisten Fällen wird man in kurzer Zeit die Freude erleben, daß sich das Uebel bald bessert und die Haut zur Gesundung schreitet. Dieses Rezept wird von jedem weiter empfohlen, der es selbst einmal probiert hat. Unsere Leser seien auf den ebenso lehrreichen wie interessanten Inhalt dieses Projektes noch besonders hingewiesen. Kräutersauce zu gekochten Fischen. 4 hartgekochte Eier hackt man sehr fein, gibt sie in 100 g geschmolzene Butter, fügt einige Löffel Wasser und den Saft einer großen Zitrone dazu, läßt dies unter beständigem Umrühren einmal aufkochen, fügt dann nach Geschmack 1—2 Löffel von der Brühe, in der der Fisch kocht, Salz, Pfeffer, ½ Eßlöffel gehacktes Thymiankraut und 1 Eßlöffel gehackte Petersilie dazu, verkocht alles miteinander, schmeckt ab und gibt der dicklichen Sauce mit 1 Teelöffel Maggi's Würze kräftigen Wohlgeschmack. Arbeitsmarkt Einen tüchtigen Galvaniseur der auch vermessingen und selbständig tolytisch verzinken kann, auf sofort Es wollen sich nur Verheiratete melden. r Eickmann, Altena i. W. . rke wie en. rlässiger ausdiener 16 Jahren) gesucht. Leopold Simon. Mädchen u. Burschen welche schon gespritzt haben, sofort gesucht. Gebr. Nugel& Fink. Mehrere Mädchen von 14—16 Jahren für leichte und lohnende Beschäftigung, sowie zwei zum Vorarbeiten für sofort gesucht. Lüdenscheider Metallwerke Einlegerinnen in dauernde, lohnende Stellung gesucht. Kuhr& Noelle. Für mein Damen=Putzgeschäft suche ich per sofort oder später 2 aus ordentlicher Familie. Frau Aenne Hechtmann, Mann, gelernter Schreiner, sucht Stellung, evtl. in einer Fabrik. Gefl. Off. u. P 515 an die Geschäftsst. d. Ztg. erb. Wohnungsanzeiger 2 schöne Zimmer in der 1. Etage sofort zu vermieten. Kirchplatz Abgeschl. Etage 5 Zimmer und Vorratsz., Gas und elektr. Licht, in der Nähe der Bahn. per 1. Nov. zu vermieten. Zu erfr. in der Exped. d. Zeitung. Die Parterrewohnung in meinem Nebenhause, Poststraße 11 (früher Hesse), ist per 1. November anderweitig zu vermieten. Ernst Schneider. Schulstraße Nr. 32„schöne 2 Zimmer=Wohrung per sofort, sowie geräumiger Laden mit Lager und 3 Zimmer=Wohnung per 1. November zu vermieten. Näh. W. Winter, Baugeschäft. 2 schöne Bodenzimmer mit elektr. Licht und Bleiche per 1. November zu vermieten. Heinrich Kattwinkel, Loherstraße 24. Grabenstraße Nr. 12 einige 2=3 Zimmer=Wohnungen per sofort oder später zu verm. Näh. W. Winter, Baugeschäft. Honseler Weg Nr. 7 mehrere schöne 2 und 3 Zimmer=Wohnungen per 1. August an ruhige Familie zu vermieten. W. Winter, Baugeschäft. Möbl. mit Morgenkaffee, Nähe Bahnhof, zu vermieten. Wo sagt die Geschäftsstelle ds. Blattes. Wir beginnen Dienstag nachmittag mit einem großen EHTRH-VERHHUT in Soide Beachten Sie bitte morgen dasPreis-Inserat Gebr. Alsberg hüdenscheid. Bekanntmachung. Die diesjährigen öffentlichen Schutzpocken=Impfungen werden in der Gemeinde Kierspe an folgenden Terminen durch den Sanitätsrat Dr. Deisting vorgenommen: Erst= und Wiederimpflinge haben gleichzeitig zur Stelle zu sein. Die Eltern, Pflegeeltern oder Vormünder werden hiermit aufgefordert bei Vermeidung der in§ 14 des ReichsImpfgesetzes vom 8. April 1874 gedrohten Strafe ihre impfpflichtigen Angehörigen mit reingewaschenem Körper und reinen Kleidern zur Impfung und Nachschau pünktlich zur Stelle zu bringen oder in dem Impftermine die vorgeschriebenen Beweise zu erbringen, daß die Impfung erfolgt ist oder aus einem gesetzlichen Grunde vorläufig oder gänzlich unterbleiben darf. Soll ein Impfpflichtiger wegen Ausführung der Impfung durch einen Privatarzt zurückbehalten werden, so ist dies vor dem Termine der unterzeichneten Behörde schriftlich anzuzeigen. Aus einem Hause, in dem ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen die Impflinge zum Termin nicht mitgebracht werden. Die Eltern des Impflings oder deren Vertreter haben dem Impfarzt vor Ausführung der Impfung über frühere oder noch bestehende Krankheiten des Kindes Mitteilung zu machen. Kierspe, den 13. Mai 1914. Die Polizeiverwaltung. gez. Hiltebrandt. Bekanntmachung. Die Verkaufszeit im Handelsgewerbe für Sonntag, den 24. Mai ds. Is. setze ich für sämtliche Gemeinden des Kreises, mit Ausnahme der Stadt Altena, auf die Zeit von 7 Uhr morgens bis 6 Uhr abends fest. Es dürsen während der vorbezeichneten Stunden in allen Zweigen des Handelsgewerbes Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter beschäftigt werden. Während des Hauptgottesdienstes muß jeder Geschäftsbetrieb ruhen. Altena, den 14. Mai 1914 Der Landrat: Thomèe. Lüdenscheid. Die Bestimmungen für die Prä mierung landwirtschaftlicher Obstanlagen in der Provinz Westfalen, die für das Jahr 1914 im Regierungsbezirk Arnsberg, 1915 Minden und 1916 Münster berücksichtigt werden, sind folgende: 1. Die Höhe der Prämie beträgt 30 bis 100 Mark. 2. Prämien erhalten in der Regel nur mittlere und kleinere Grundbesitzer. 3. Die Obstanlage muß mindestens Jahre bestehen. 4. Die Obstanlage muß mindestens einen halben Morgen betragen. 5. In der Obstbaumpflarzung dürfen nur für Klima und Boden geeignete Sorten aufgenommen sein. 6. Die Meldung zur Prämierung muß bis zum 1. Juli eines jeden Jahres beim Obstbau=Verbande erfolgen. 7. Die prämierten Anlagen werden in der landwirtschaftlichen Zeitung für Westfalen und im Verbandsorgan bekannt gegeben. Kierspe, den 14. Mai 1914. Der Amtmann: Hiltebrandt. Heute abend 8¼ Uhr: Chorstunde ür Damen und Herren. Himmellahrt Neuheiten in Sommer-Honfektion: Schwarze Frauen-Mäntel in Alpacca, Mohair und Popeline im Preise von 20 bis 50 Mk. G ( t li di m ni 9 Popeline-Jacheis und Paletots R. E. B di lic m in allen neuen Modefarben Stück 10, 12, 15, 18, 21 Mk. und höher. Imprägnierte Sommermäntel in sportfarbig, dunkelblau, dunkelgrün und schwarz wassardicht— Stück 20, 24, 27, 30 Mk. Hnfertigung nach Maß unter Garantie für tadellosen Sitz. F. W. Maas nachmittags ½4 Uhr ab findet im Gelände vor der hohen Steinert eine große Kavallerie-Vereinvon Lüdenscheid Stadt und Amt. den 20. Mai, abends 8½ Uhr, im Lokale des Kameraden Karl Niggeloh, Werdohlerstraße: der Freiw. Sanitätskolonne mit der Jugendwehr statt. Antreten der Sanitätskolonne ½3 Uhr an der Badeanstalt. Anzug: 2. Garnitur und Brotbeutel. Jugendwehr ½3 Uhr alte Schützenhalle. Die Vorstände. Suche für meinen Freund, ev., 27 Jahre, mit großem Ladengeschäft und Handwerk, Wert 60,000 Mk., fast ohne Schulden, passendes Fräulein Heirat mit einem Vermögen von 8—10,000 M. Offerten unter 0 516 an die Ge schäftsstelle d. Ztg. . Turntahrt der Männerabteilung über — Wellin zur Lenne. Antreten 5½ Uhr am Siegesdenkmal(Loher Wäldchen). Der Turnfahrten=Ausschuß. Ordentliche Hauptversammlung. L Tagesordnung: 1. Bericht über den Delegiertentag. 2. Sterbekasse und Satzungsänderung. 3. Stiftungsfest. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Die Ausstellung ist bei ihrer Eröffnung am 19. Mai in allen ihren Teilen fertig. Maschinenhalle mit beachtenswerten Neuheiten:: Raumkunst:: Gashalle:: Verwendung der Elektrizität. A7 Konzerte, Illuminationen, vornehmer Restaurationsbetrieb. Eintritt 50 Pfg. „Ich war am Leibe mit einer Flechte Nähmaschino Bar Geld sichern Leuten jeden Standes, reell, diskret und schnell leiht E. Winkler, Berlin 29, Friedrichstraße 113a, Bedingungen kostenfrei. Täglich eingehende Dankschreiben und zahlreiche Auszahlungen. behaftet, welche mich durch das ewige Jucken Tag und Nacht peinigte. In 14 Tagen hat Zucker's Patant-Madizinal-Saifad. Uebel beseitigt. Diese Seife ist nicht 1,50 M., sondern 100 M. wert. Serg. M." à St. 50 Pf.(15%ig) und 1,50 M.(35%ig, stärkste Form) Dazu Zuckoch-Greme(à 50 Pf, 75 Pf. 2c.) Bei F. W Schumacher, Ed Rentrop, u. in der Löwen=Drog. G. Offermann, sowie bei Joh. Heinr. Schürmann. Kl. ländl. Belitzung evtl. nur Wohnhaus, geeignet für Hühnerzucht oder als Ruhesitz in hies. Gegend zu kaufen gesucht. Off. unter 1966 an G. Geerkens, Hagen i. W. neu, Original Phönix=Rundschiff, wird für die Hälfte abgegeben. Wo, sagt die Geschäftsstelle d. Ztg. Ein guterhaltenes Fahrrad zu verkaufen. Näh. Louisenstr. 7. Balkonpflanzungen werden schön und preiswert ausgeführt Passende Blumenpflanzen hierzu wie Geranien, Pelunien, Verbenen ec. sind zu Tausenden vorrätig und empfehle selbige zur gefl. Abnahme. Gärtnerei Wilh. Moskob. „Ich mußte mich vor 2 am Hals wegen einer Drüsen7 Ri de tu we Di ser Ue Ei di lel die tie di di t tr ge di n bi be m m li a ve 9. anschwellung operieren lassen. Wunde ist längst vernarbt, tre waren die Drüsen im Januar wiede stark angeschwollen. Auf ärztl trank ich Altbechhorster Mark prudel Starkqualla(Jod=Eiser Mangan=Kochsalzquelle). Der Erfolgwa, überraschend. Schon nach 6 waren die Drüsen zu meiner großens Freude völlig zurückgegangen. werde den Marksprudel immer t er schmeckt prachtvoll, wirkt appetitan regend, verdauungfördernd ued duverbessernd und bekommt mir besser als Lebertran, den ich frühe, trank. G. H." Aerztl. warm ewp Fl. 65 Pf. Hauptniederlage: F. M. Sell machsr. Medizinal=Drogerie, Wilhel straße 18 u. in der Löwenti de al de ge es kr 2 E de E de V L. A sc ja de ei de is de er G fe in 9 sch kl ei be fi Zweites Blatt. Nr. 115. 47. Jahrgang. Lüdenscheider Beitung Montag, den 18. Mai 1914. Amtliches Kreisblatt für den Stadtkreis Tüdenscheid und Amtlicher Anzeiger für den Kreis Altena. k. 8 her. 1 Mk. Erhren rten Gasrität. imer Preußisches Abgeordnetenhaus. Q Berlin, 16. Mai. Nach Erledigung von Rechnungssachen wird der Gesetzentwurf betr. die Einziehung staatlicher Schiffahrtsapgaven durch Gemeinden und Private in zweiter und dritter Beratung angenommen und zwar unter Zustimmung der Regierung im wesentlichen auf Grund eines Kompromißantrages, des Abg. von Pappenheim(K.), wonach die Gemeinden die Erhebung staatlicher Schiffahrtsabgaben für die Befahrung von Wasserläufen zu besorgen haben, sofern ihr Gebiet von diesen Wasserläufen berührt wird und sie Häfen, Lösch= oder Ladevorrichtungen besitzen, für deren Benutzung sie Angaben erheben. Es folgt die Beratung der Anträge von Wenden(K.) und Gen. betr. die Tracht der Diakonissen, Dr. Liepmann (Ntl.) und Gen. btr. die Tracht der Schwestern vom Roten Kreuz, Dr. Kaufmann(Z.) betr. die Tracht der katholischen Ordensleute. Die Kommission beantragt, die Regierung zu ersuchen, auf Einführung gesetzlicher Bestimmungen hinzuwirken, die geeignet sind, die Tracht der Diakonissen, der Schwestern vom Roten Kreuz, sowie der katholischen Ordensschwestern welche sich der Krankenpflege widmen, vor. Mißbrauch zu schützen. Geheimrat Dr. Saenger: Die Regierung ist bereit, im Rahmen der bestehenden Befugnisse alles zu tun, was möglich ist. Es ist in dem Vorentwurf des neuen Reichsstrafgesetzbuches eine Bestimmung aufgenommen worden, die eine strafrechtliche Ahndung der mißbräuchlichen Benutzung der Ordenstracht ermöglicht.— Der Kommissionsantrag wird angenommen. Es folg tdie zweite Beratung des Eisenbahnanleihegesetzes. In einer Resolution der Kommission wird die Regierung ersucht, bei der Vorberatung großer Projekte zur Förderung der inneren Kolonisation die Staatseisenbahnverwaltung behufs Prüfung der Fragen mit heranzuziehen, ob und welche neue Eisenbahnverbindungen zu ihrer wirtschaftlichen Durchführung erforderlich sind.— Der der Vorlage angeschlosseneStaatsvertrag zwischen Preußen und Oldenburg wegen Uebergang der Eisenbahn Wilhelmshaven=Oldenburg in das Eigentum des oldenburgische Staates wird angenommen. Die Petition betr. Herstellung der Eisenbahnverbindung Hamburg=Lübeck=Fehmarn=Laaland=Kopenhagen beantragt die Kommission durch Uebergang zur Tagesordnung zu erledigen. Die Nationalliberalen und das Zentrum beantragen diese Petition der Regierung als Material zu überweisen. Abg. von Molkte(Fk.) bittet seinen Antrag auf Beseitigung der Schäden anzunehmen, die der Stadt Elmshorn durch die neue Linie Altona=Neumünster dadurch erwachsen, daß die Schnellzüge in Zukunft nicht halten. Minister von Breitenbach wiederspricht diesem Antrage Moltke weil es nicht zutreffend sei, daß Elmshorn durch die Linie Altona=Neumünster geschädigt werde.— Die Petition wird durch Uebergang zur Tagesordnung als erledigt erklärt. Der Antrag des Grafen Moltke wird der Budgetkommission überwiesen.— Die Petition, wonach die Verbesserung der Verbindungen von Westen nach Norden nicht über Hamburg=Fehmarn=Kopenhagen sondern über Hamburg=Ziel=Hopenhagen ausgeführt werden sollen, wird der Regierung als Material überwiesen. Damit ist die zweite Beratung des Eisenbahnanleihegesetzes erledigt. folgt die Beratung des Antrages Dr. Porsch und Gen. betr. Errichtung eines Instituts für Milchwirtschaft. Die Kommission ersucht in einer Resolution die Staatsregierung, möglichst bald ein großes umfassendes Institut für wissenschaftliche Erforschungen zu errichten. Der Kommissionsantrag wird angenommen. Näch debatteloser Erledigung einer Reihe von Petitionen vertagt sich das Haus auf Montag:(Tagesordnung: Dritte Lesung des Etats.) Politische Rundschau. Aus den Kolonien. Noch immer ist der Zuzug der Chinesen nach Tsingtau stark, und die Nachfrage nach Bauland hält dauernd an. Demgemäß soll nach den„Tsingtauer Neuesten Nachrichten“ in Kürze bei Taitungtschen und Taihsitschen neues Baugelände eröffnet werden. Die Grundstücke werden jetzt unter den gleichen Bedingungen wie die in Tapautau vergeben werden. In Taihsitschen ist an der Hauptstraße auch europäische Bauweise vorgesehen. Bei den alten Grundstücken, die bisher ja nur zu Pachtrecht überlassen sind, denkt man auch an den Uebergang zu dem in Tapautau üblichen Besitzrecht. Wo käufliche Erwerbung nicht ohne weiteres möglich sein sollte, will man den Besitzern entgegenkommen durch Einführung von Rentenabzahlungen. Die Vorarbeiten sind dafür aber noch nicht ganz beendet. Bei der weiteren Erschließung von Taihsitschen werden natürlich auch weitere umfangreiche Straßenanlagen notwendig. Die Pläne sind weit vorausschauend. So wird z. B. gleich von vornherein auch die Möglichkeit einer künftigen Straßenbahn mit in Rechnung gestellt, die Taihsitschen in einer großen Ringstraße umziehen würde. Gemäß einer amtlichen Mitteilung im„Deutschen Kolonialblatt“ beträgt nach einer vorläufigen Feststellung der Wert des Außenhandels von Deutsch=Ostafrika im letzten Jahre rund 88,9 Millionen Mark(1912 81,7 Millionen Mark, demgemäß 9 Prozent mehr). Bei der Einfuhr ist eine Steigerung von 50,3 Millionen Mark auf 53,4 Millionen Mark festzustellen (also etwa 4 Prozent), bei der Ausfuhr von 31,4 Millionen Mark auf 35,5 Millionen Mark(also beinahe 13 Prozent). Die Zollverwaltung macht Angaben über den Handel des Schutzgebietes von Südwestafrika im Jahre 1912, die sich in ihren Endergebnissen zwar mit den amtlichen Veröffentlichungen in der Denkschrift decken, interessant jedoch sind wegen der Verteilung nach den Grenzstrecken, über die sich Einfuhr und Ausfuhr bewegt haben, beziehungsweise über die Herkunftsund Bestimmungsländer. Was das letzte angeht, so ist am Gesamthandel seiner Kolonie das Reich mit 82,3 Prozent beteiligt; die Einfuhr aus Deutschland ist nicht ganz so groß, die Ausfuhr dorthin verhältnismäßig etwas größer. Als zweitwichtigstes Herkunftsland kommt die Kapkolonie in Betracht. Für rund 4 Millionen Mark hat sie an Waren nach Deutsch=Südwestafrika geschickt, fast ein Achtel von dessen Gesamteinfuhr. Unsere Ausfuhr wird aber von der Kapkolonie nur wenig aufgenommen. 1912 337 000 Mark Wert, also weniger als 1 Prozent der gesamten deutsch=südwestafrikanischen Ausfuhr. Nach Grenzstrecken verteilen sich die 32½ Millionen Mark Einfuhr des Jahres 1912 so, daß bis auf einen geringen Verkehr über die nördliche und die östliche Grenze für 305000 Mark Waren über den Oranje eingeführt worden sind, für 4000 Mark von der Walfischbucht her. Die Enklave hat 1912 für über 30000 Mark deutsch=südwestafrikanische Waren bezogen und noc etwas mehr, nämlich fast 37000 Mark, sind über die Südgrenzen ausgeführt worden. Die 38,97 Millionen Mark, die über die Küste gingen, machen 98,5 Prozent aus. Tampicos Fall. Unter der Begleitmusik furchtbarer Tropengewitter haben die Rebellen die Befestigungen Tampicos zusammengeschossen und den Einmarsch in diesen wichtigen Hafenplatz am Caraibischen Meere erzwungen. Die Bundestruppen haben angeblich in wilder Flucht die Stadt verlassen und ziehen sich auf San Luis de Potosi zurück. Aber auch dieser Weg soll ihnen bereits durch in ihrem Rücken stehende Rebellenscharen abgeschnitten sein, so daß ihre Vernichtung in naher Aussicht stände. So Newyorker Nachrichten, denen freilich andere entgegenstehen, daß in den Straßen Tampicos noch weiter gekämpft werde. Aber die Amerikaner melden gern als Tatsache, was zunächst bloß ihre Wünsche sind. Sie haben sich durch Wilsons unklare Politik in ein solches Netz von Schwierigkeiten hineingesponnen, daß ihnen gegenwärtig doch wohl am liebsten wäre, ihren Hauptgegner Huerta von den Waffen der Mexikaner selbst zur Strecke gebracht zu sehen. Der Jahresbericht der hessischen Gewerbeinspektion für 1913 weiß über die Tätigkeit der aus der Arbeiterschaft hervorgegangenen Gewerbeaufsichtsgehilfen nur Rühmliches zu melden. Die Unterstützung, die sie den mit Arbeit überlasteten Gewerbeinspektoren durch selbständige oder mit Polizeiorganen vorgenommene Revisionen zur Durchführung verschiedener sozialer Gesetze und Verordnungen geleistet haben, lassen ihre Mitarbeit so wertvoll erscheinen, daß die hessische Regierung die definitive Anstellung solcher aus dem Arbeiterstande hervorgehenden Gewerbeinspektionsgehilfen nach einwandfreier fünfjähriger Tätigkeit für 1914 in Aussicht genommen hat. Man wird Befriedigung empfinden dürfen, daß der Versuch sich so gut angelassen hat. Durch die selbständige Mitwirkung an der sozialpolitischen Arbeit werden die Arbeiter, die, wie ihre verschiedenen Organisationen zeigen, eine starke Begabung für verwaltungstechnische Arbeit erweisen, viel zu einem Ausgleich der Interessen der verschiedenen sozialpolitisch beteiligten Gruppen und auc zu einer besseren Fühlung zwischen Behörden und Arbeiterschaft beitragen. Schweden. In Malmö ist Freitag eine„Baltische Ausstellung“ eröffnet worden, an der sia neben Schweden auch Deutschland, Dänemark und Rußland beteiligen, also die Uferländer der Östsee. Die Eröffnung geschah durch das schwedische Kronprinzenpaar: König Gustav V., der eben erst seinen ersten Ministerrat abhalten und damit die bedeutsamsten Regierungsgeschäfte wieder in eigene Hand nehmen konnte, mußte sich natürlich begnügen, im Geiste bei der Feier anwesend zu sein, während umgekehrt selbstverständlich auch in den Eröffnungsreden seiner gedacht wurde. Auf dem Rundgange durch die gesonderten Abteilungen der Gastländer ließ sich der Kronprinz die Ausstellungskomitees vorstellen. Den Deutschen gehören der Generalkommissar Geh. Baurat Mathies, Generalleutnant v. Maier, Oberregierungsrat v. Etzdorff und Oberbaurat Tincander an. Kleine Berlin, 16. Mai. Nach Verübung großer und raffinierter Schwindeleien wurde gestern der ehemalige Sekretär des persischen Generalkonsuls Kaufmann Felix H. verhaftete. Er hatte als Mitinhaber eines Herrenbekleidungsgeschäfts seine Sozien um die Einlagen gebracht, in seiner Stellung als Sekretär des persischen Generalkonsuls ließ er sich Unregelmäßigkeiaen zu Schulden kommen, unterschlug als Bureauchef einer Krawattenfabrik 15 000 Mark und schließlich brachte er als Teilhaber eines Kistengeschäfts in Zehlendorff durch Buchfälschungen 18000 Mark auf die Seite.(Ein vielseitiger Mann!) Berlin, 16. Mai. Die von der Hochfrequenzmaschinen Akt.Ges. für drahtlose Telegraphie in den Vereinigten Staaten von Nordamerika erbaute Radiostation Tuckerton ist nunmehr fertig gestellt. Am 14. d. M. fand der erste telegraphische Versuch statt. Die aufgegebenen Telegramme wurden einwandfrei auf der deutschen Radiostation Eilvese(Prov. Hannover) aufgefangen. Berlin, 15. Mai.„Wenn die Frau nicht im Hause ist“ dieses Schreckenwort steht gleichsam als Motiv über einem originellen Wettbewerb, der auf der Berliner KochkunstAusstellung„Die Küche im Mai“ abgehalten wird. Nicht Frauen sollen kochen, sondern Männer sollen einmal zeigen, was sie zustande bringen, wenn sie in Hinsicht der Magenfrage ganz auf sich selbst angewiesen sind. Die populären Berliner Bühnenkünstler Guido Thielscher, Otto Reutter, Arnold Rieck, Hans Junkermann, Henry Bender und Albert Paulig werden ein Ensemble von Kochkünstlern bilden, wie man es wohl selten zu sehen bekommt. Sie werden ein besonders festgesetztes Festessen an Ort und Stelle verfertigen, und ein Preisrichter=Kollegium aus Schauspielerinnen wird entscheiden, wer von ihnen auf dem Gebiete der Kochkunst das größte Talent gezeigt hat. Geestemünde, 16. Mai. In Geestemünde lief auf der Tecklenborg=Werft der erste deutsche Bananendampfer vom Stapel. Die Laderäume des Dampfers sind heizbar und können unter bestimmter feuchter Temperatur gehalten werden; man kann die Bananenstauden in unreifem Zustande an Bord bringen, sie reiKleines Feuilleton. r 2 Jahren Der Elektromagnet in der Heilkunde. Es kommt in den Metallbearbeitungsfabriken häufig vor, daß den dort Beschäftigten kleine Metallsplitter in das Auge dringen. Mit Hilfe sehr großer und kräftiger, vorn auf etwa Bleistiftdicke zugespitzter Magnete können solche Splirter aus dem Auge entfernt werden. Der Magnet wird mit der Spitze dicht an das Auge herangebracht, und der Strom wird abwechselnd unterbrochen, so daß das Eisenteilchen um sehr kleine Beträge aus dem Auge gezogen wird. So hat ferner Professor Payr ein höchst interessantes und geistreiches Verfahren ersonnen, um gewisse Darmtrankheiten mit Hilfe starker Elektromagnete zu heilen. Bei Darmverwachsungen und Verlagerungen wird fein verteiltes Eisen in den Darm gebracht. Läßt man sodann durch die Bauchdecke hindurch den Elektromagneten einwirken, der natürlich das Eisen anzieht, und dadurch Bewegungen der Darmschlingen in der Richtung zum Magneten bewirkt, so ist es unter gewissen Voraussetzungen möglich, falsch liegende Teile in die richtige Tage zu bringen u. a. m. Wir entnehmen diese interessanten Ausführungen dem 20. neuesten Heft der illustrierten Zeitschrift„Für Alle Welt“(Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57, Preis des Vierzehntagheftes 40 Pfg.), die ja immer eine Fülle von belehrenden und unterhaltenden Aufsatzen neben ihren Romanen und Erzählungen publiziert. Auch das neueste Heft ist wieder reich an wertvollen Beiträgen. In einer andern Abhandlung plaudert der Botaniker Francé über den eigenartigen Spitzen=Borkenbaum, ein weiteres Feuilleton ist den merkwürdigen Erscheinungen gewidmet, die wir unter dem Gesamtbegriff Telepathie zusammenfassen. Jedes Heft enthalt die Fortsetzungen zweier großer Romane. Novellen und Gedichte schließen sich an. Von den Bildern erwähnen wir die s#ige Kunstbeilage„Esther erwartet Ahasver“ nach dem Gemälde von Winck. Ein Beitrag zum Kapitel Vogelschutz. Australien hat in der Fagge des Vogelschutzes ein praktisches Mittel ergriffen, der Bestrebungen in weiten Kreisen Eingang zu verschaffen. Es wendet sich an die Jugend, nicht nur durch Erklarung und Belehrung, sondern es lehrt sie in den Gedanken einzudringen durch eigene Beobachtung und Erkenntnis. An bestimmten Tagen werden sämtliche Schulkinder ins Freie geführt, um die Vögel in ihrer Lebens= und Siedlungsweise zu beobachten, die Schutzmaßregeln für die Nistgelegenheiten, das Ausbrüten der Jungen, überhaupt alle für ein wirksames Erfassen des Begriffs Vogelschutz notwendigen Vorgänge und Einrichtungen aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Aber auch bei uns ist man nicht müßig. Auch die Behörden greifen tatkräftig in die Bewegung ein, und man kann sich nur freuen, daß das preußische Eisenbahnministerium Belohnungen für diejenigen Bahnwärter ausgesetzt hat, welche sich durch die Anlage und Pflege von Weißdorn= und anderen Hecken längs der Bahndämme um den Vogelschutz verdient machen. Zugleich damit geht ein Stückchen Schmückung des Landschaftsbildes Hand in Hand, dessen man sich ebenfalls freuen kann. Plattdeutscher Schulunterricht. Die Schule, die im verflossenen Jahrhundert das Plattdeutsche noch vielfach bekämpfte, schenkt ihm heute mehr und mehr die verdiente Beachtung. In vielen Schulen werden Werke plattdeutscher Dichter gelesen, und die neueren Lesebücher, ja selbst die Bibeln bringen plattdeutschen Lesestoff. Eine Forderung nach Unterricht in plattdeutscher Sprache stellte nach dem„Quickborn“ ein Mitglied der Jahresversammlung des Bundes der Landwirte in Kiel. Der Redner betonte: Ein ausgezeichnetes Mittel zur Pflege der Vaterlandsliebe ist die Pflege der plattdeutschen Sprache. Dazu bedarf es ausgiebiger Mithilfe der Schule. Es dürfte sich empfehlen, in einem Faa,, etwa in der Heimatkunde, den Unterricht in plattdeutscher Sprache zu erteilen.— Auch in anderen Gegenden unseres Vaterlandes würde mehr Pflege des Plattdeutschen in den Lesebüchern nichts schaden. Wie vielen entgehen wertvolle literarische Scätze, nur weil ihnen die plattdeutsche Sprache gänzlich unverständlich ist! Aus Lilian Nordicas Leben. Die dieser Tage gestorbene Sängerin, die mit ihrem bürgerlichen Namen Norton hieß, darf zu den berühmtesten Künstlerinnen ihres Fachs gezählt werden. Ihr Weg zum Ruhm war dank ihrer außerordentlichen stimmlichen und darstellerischen Begabung fast kampflos, ein glänzendes Beispiel theatralischen Triumphes. Gebürtig war sie aus der kleinen Stadt Farmington im nordamerikanischen Staate Maine, wo ihre Eltern schon sehr früh des Kindes außerordentliches Talent entdeckten. Ein Bostoner Lehrer unterrichtete sie zunächst, und bald wurde sie, kaum 16jährig, schon mit 4000 A jährlich engagiert. Zwei Jahre später trat sie zum ersten Male im Londoner Chrystal Palace auf, wo sie geradezu Sensation erregte. Dann ging sie längere Zeit nach Italien, um ihre Ausbildung zu vervollkommnen.„Violetta“ in Verdis„Traviata“ war ihre erste große Rolle. In Paris errang sie besonders als„Margarethe“ in Gounods gleichnamiger Oper außerordentliche Triumphe. Der Komponist selbst versicherte, daß ihr als„Gretchen“ außer der Patti keine Künstlerin gleichkäme. In Deutschland führte sich Frau Nordica anläßlich der Festspiele in Bayreuth ein, wo sie die„Else“ mit geradezu beispiellosem Erfolge sang. Von da an zählte sie zu den geschworenen Wagnerianern. Ihre Lieblingsrolle, die„Brunhilde“, trug ihr später in Texas eine ungewöhnliche Ehrung ein, von der sie selber erzählte: Es war ein ganz besonders strenger Winter. Nach der Vorstellung stürmte und schneite es außerordentlich heftig. Ich hatte meine warmen Ueberschuhe daheim vergessen und wollte ohne diese nicht gern naa Hause fahren. Da erbot sich ein Galeriebesucher, ein echter, richtiger Cowboy, sofort, mir die Schuhe zu holen. Er sei, so sagte er in ehrlicher Begeisterung, von der Kunst der Sängerin so hingerissen, daß er glücklich sei ihr diesen kleinen Dienst erweisen zu dürfen. Er eilte davon und kam bald darauf mit— einem Ueberschuh zurück, denn den zweiten hatte er vor lauter Aufregung vergessen. Sofort mackte er sich wieder auf, um auch diesen zu holen. Ich war ganz gerührt und dankte ihm herzlich für seine große Bereitwilligkeit. Tabei machte der Junge aber ein ganz trauriges Gesicht. Ich war dareb nicht wenig erstaunt und erhielt auf meine dahingehende Frage die naive und unerwartete Antwort:„Ich bin nur so traurig, daß Sie nicht hundert Beine haben!“— Die Künstlerin war dreimal verheiratet. Ihr erster Gatte ist seit einer Ballonfahrt über den Kanal verschollen. Sie heiratete später den Wiener Hofopernsänger Dorne, von dem sie sich jedoch bald wieder scheiden ließ. Ihr dritter Gatte war ein junger Amerikaner. Lesefrüchte. Zufriedenheit ist große Kunst, Zufrieden scheinen, großer Dufnst, Zufrieden werden, großes Glüück, Zufrieden bleiben, Meisterstügk. Der Weise sprach:„Von wilden heißt's Tyrann Und Schmeichler von den zahmeri.“ fen dann während der Fahrt und kommen in schönster Frische in Deutschland an. Der neuartige Dampfer ist ausschließlich für den Transport der auf den Kameruner Plantagen geernteten Bananen bestimmt. Hirschberg(Schlesien), 16. Mai. Der Oberlehrer an der hiesigen Oberrealschule Timmer erschoß seine an Krebs leidende Frau auf deren Wunsch und verletzte sich dann selbst schwer durch einen Schuß in die Brust. Leipzig, 16. Mai. In Leipzig ist die Polizei heute früh einer Gesellschaft von Mädchenhändlern auf die Spur gekommen. Die Besitzerin eines auswärtigen öffentlichen Hauses konnte auf dem Leipziger Hauptbahnhofe in dem Augenblick verhaftet werden, als sie mit Hilfe eines stellungslosen Kellners ein junges Mädchen verschleppen wollte. Weitere Recherchen führten dann noch zur Verhaftung von drei Personen, die, wie sich herausstellte, wegen Mädchenhandels bereits vorbestraft sind. Leyden, 16. Mai. In Katwyk wurde das katholische Seminar von einer Feuersbrunst zum größten Teil zerstört. Der Schaden beträgt mehr als 100 000 Mark. Posen, 16. Mai. Der Vizefeldwebel Kalot vom hiesigen Trainbataillon wurde auf einem Uebungsritt von einem scheugewordenen Pferde abgeworfen und gegen einen Baum geschleudert. Er erlitt einen doppelten Schädelbruch und starb bald darauf.— In einem Bärenzwinger auf der Vogelwiese wollte ein 18jähriger Angesteilter entgegen ausdrücklichen Verbots einen Bären dressieren. Der Bär griff ihn an, und richtete ihn so zu, daß er im Krankenhause starb. Edgbaston(Grafschaft Worcester), 16. Mai. Suffragetten äscherten heute früh den mit großen Kosten erbauten Criketpavillon der Oratorienschule ein. Zweibrücken, 16. Mai. Der bayrische Landtagsabgeordnete Abresch wurde hier, wo er vor dem Oberlandesgericht einen Prozeßtermin mit einem früheren Weinhändler Hofmann gehabt hatte, vor seiner Abreise auf dem Bahnhofe unter Verwünschungen mit einen Stock angegriffen.(Von wem? D. Red.) Abresch bestieg schleunigst ein Abteil 1. Klasse und verweilte dort bis zum Abgang des Zuges. Victoria(Britisch=Columbien), 16. Mai. Das ganze Geschäftsviertel der Stadt Stewart in Britisch=Columbien ist heute durch Feuer zerstört worden. Der angerichtete Schaden wird auf 200000 Mark geschätzt. Brüssel, 16. Mai. Gestern ist das Kloster der Camilleschen Väter bei Excarde in Östflandern durch eine Feuersbrunst zerstört worden. Drei Schüler erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Der angerichtete Schaden beläuft sich auf 300 000 Mark. Frühlingspflichten der Lungenkranken. Das Frühjahr ist die kritische Zeit für alle zu Lungenerkrankungen Neigenden. Mehr als irgend sonst gilt ihnen das Gebot der Vorsicht; es ist, wie wenn der Winter nicht scheiden wolle, ohne vorher noch reichliche Ernte unter den schwächlichen und ungeschützten Bäumen des Menschenwaldes zu halten, die er im zornigen Sturm des Scheidens knickt und niederreißt. Also einerseits Vorsicht; dann aber auch nicht minder eine große Portion guten Mutes! Die Angst vor dem Uebel holt sich mehr Opfer als das Uebel selbst. Es gibt keine bessere Medizin, als Mut und Glauben an die Heilung. Gewiß wird es mitunter nicht leicht sein, einen frischen Mut aufzubringen im Angesichte dieser und jener bedenklichen Krankheitserscheinungen. Da ist zum Beispiel der gefährliche Husten. Weiso gefährlich? Der Husten ist ein natürlicher Vorgang, der— man entschuldige den drastischen Vergleich— dem Gebell des wachsamen Hofhundes gleichwertig ist: er verjagt uns die Diebe unserer Gesundheit. Aber die angegriffene Lunge!— Ja, wer hat denn heute eine noch nicht angegriffene Lunge? Tausende werden alt und grau, die nie wissen, daß sie nur noch über Teile ihrer Lungen verfügen. Man mache sich doch nicht unnötig Angst! Oft sorgt die Natur selbst dafür, daß der Krankheitsherd durch eine undurchdringliche Scheidewand von den gesunden Lungenteilen abgegrenzt wird. Dagegen muß es sich jeder Schwachbrüstige, namentlich, wenn er das dreißigste Jahr noch nicht hinter sich hat, zur Aufgabe machen, daß er die noch gesunde Lunge unterhalb der angegriffenen Lungenspitzen kräftigt. Und das ist gar nicht so schwer; man muß nur jeden unnatürlichen Blutandrang(weil dieser dem Krankheitsherd neue Nährstoffe zuführt und so seine Ausdehnung begünstigt) von der Lunge fernhalten und sie samt dem Brustkasten durch zweckmäßiges, systematisches Tiefatmen gehörig auszudehnen suchen. Mehr als einer hat sich auf diese Weise gesund und stark geatmet. Freilich ist nicht jeder Platz zu solchen Tiefatmungskuren ohne weiteres geeignet. In geschlossenen Räumen oder in Gegenden mit verunreinigter Luft würde dies den Lungen mehr schaden als nützen. Sodann kann aber auch alles, was unsystematisch und unvorbereitet zu einer Beschleunigung der Herztätigkeit führt, ebenso alles, was plötzliche Hitze und Unruhe hervorruft und dadurch mehr Blut als nötig nach der Lunge schafft, einen neuen Ausbruch der Krankheit veranlassen. Betrachten wir nun einmal Brustkranke in der Wintersaison und lassen wir dabei, um höflich zu sein, dem schönen Geschlecht den Vortritt. Das weibliche Geschlecht atmet vorzugsweise mit dem oberen Teile des Brustkastens, in dem die Lungenspitzen geborgen liegen. Sind diese Spitzen aber durch Tuberkulose zum Atmen untauglich, so müssen die unteren Teile der Lungen deren Funktion mit vertreten. Bei der jetzigen Bekleidung der meisten unserer Damen ist aber dem eingeschnürten Brustkasten nicht Freiheit genug gegeben, um sich in seinem unteren Teile gehörig ausdehnen und die nötige Luft schöpfen zu können. Und daher kommt es, daß solche dünntaillige brustschwache Schönen in Cafés und Tees, im Theater und im Konzert und noch weit mehr auf Bällen, sich einem frühzeitigen Erstickungstode weihen. Ebenso leichtsinnig sind Damen bezüglich der Luft, die sie im Winter einatmen. Aus Gesellschaften kommend, wo in stark geheizten Zimmern gesungen, geplaudert, getanzt oder gespielt wurde, ziehen sie im Freien geradezu mit Behagen und unter Lachen und Scherzen die kalte Luft in ihre kranke Lunge ein. Von Vermeidung des Staubes auf der Straße bei rauhem, windigem Wetter läßt sich bei den meist sorglosen Schwachbrüstigen auch nichts wahrnehmen, ja sie wirbeln mit ihren Kleidern für sich und andere noch mehr diesen Lungenschädiger auf. Nebenbei sei übrigens zugunsten des Staubes gesagt, daß er Lungenschwindsucht in einer gesunden Lunge zu erzeugen nicht imstande ist, daß er aber sehr leicht bei schon tuberkulösen Lungenspitzen einen gefährlichen Tuberkelnachschub veranlaßt. Daß diese Brustleidenden, um Erkältungen zu entgehen, wollene Strümpfe und poröse Wäsche tragen müssen, sollte selbstverständlich sein. Und nun zu den lungensüchtigen Herren. Daß kalte rauhe Luft der kranken männlichen Lunge, wenn diese kurz vorher warme Luft einatmete, weniger schaden könne, als der weiblichen, damit schmeichle sich das hustende, abgezehrte starke Geschlecht ja nicht. Auf warmmachende Vergnügungen im Kalten, wie Jagen, Schlittschuhlaufen, Reiten und dergleichen, zumal bei rauhem Öst= und Nordwinde, mögen Brustschwache, wenl sie sich der Gefahr eines Nachschubes nicht aussetzen wollen, ber ganz verzichten. Staub zu vermeiden ist für manche Arbeil ter ganz unmöglich, aber denselben in ihre Lungen hineinz ziehen und dadurch in ihren von Tuberkeln belagerten Lunge Aufruhr zu veranlassen, das brauchten sie nicht. Eine vor de Staubeinatmung schützende dünnseidene Binde vor Mund und Nase kann ihren Frauen und Kindern den Ernährer lange er halten. Leider aber wird gerade hierin noch schrecklich gesündig Gewiß, die von der Industrie gelieferten und den gefährdet Arbeitern zur Verfügung gestellten Respiratoren sitzen nicht h bequem wie die angewachsenen Nasen. Aber man sollte um der guten Wirkung willen das Unangenehme mit in der Kauf nehmen. Freilich muß auch hier gleich zugestanden weden, daß die Respiratoren nicht bloß bezüglich der Bequemliß keit, sondern— leider— hinsichtlich der Leistungsfähigkeit nos sehr verbesserungsbedürftig sind. Im Tabaksqualm bei kaltem Bier stundenlang zu atw und dazu eifrig Politik zu machen, ist einer tuberkulösen ebenfalls nicht zuträglich und führt recht leicht zur Emissi neuer Tuberkeln. Kurz— es lebt gerade im Winter die Meu zahl der Lungeninvaliden so leichtfertig, daß es nicht Wund nehmen kann, wenn im Frühjahr ihre Reihen tüchtig gelich werden. Schließlich will ich diejenigen Lungenkranken, die nicht nu am Leben hängen, sondern ihr Leben bis ins Alter genießel wollen, nochmals darauf aufmerksam machen, daß reine Luf das Haupterfordernis zur Ausheilung einer kranken Lung ist. natürlich auch neben Beachtung der übrigen diätetischen Re geln. Darum eben schicken sie die Aerzte in die Luftkurorte, wo aber auch nur diejenigen gedeihen, welche die erwähnten Schälickkeiten vermeiden und mit Gemütsruhe, ohne Heimweh un Sorgen, ihre Kräftigung abwarten. Und das können nu wenige. Gedenktage. * 18. Mai 1804: Kaiserkrönung Napoleons I. 1848: D Deutsche Nationalversammlung wird in Frankfurt a. M. öffnet. 1868: Kaiser Nikolaus II. von Rußland geboren. 1899, Eröffnung der ersten Friedenskonferenz im Haag. Bei ansteckenden Krankheiten ist eine vollkommene Desinfeltion der Wäsche ebenso wichtig, wie deren Reinigung selbst. E wird deshalb unsere Leserinnen interessieren, zu erfahren, da das bekannte selbsttätige Waschmittel Persil nicht nur ein hervorragendes Reinigungs-, sondern auch gleichzeitig ein wirksame Desinfektionsmittel ist. Nach wissenschaftlichen Feststellungen wirkt Persil in gleicher Weise desinfizierend wie entsprechend Karbol= oder Sublimat=Lösungen und zwar schon bei den nied rigen Temperaturen von 30 bis 40% d. h. bereits beim Waschen in handwarmer Lauge. Dies ist besonders wichtig bei der Rei nigung von Wollsachen, die ja bekanntlich nicht gekocht werden dürfen. Die Reinigung bei Anwendung von Persil ist vollkommen, und es werden dabei gleichzeitig alle Krankheitskeime, ohn jede Beschädigung der Wäsche, restlos beseitigt. Schon diesem Grunde sollte Persil in keinem Haushalte fehlen. nur kostet diese wochentäglich im Umfang von mindestens 8 Seiten erscheinend Lüdensch. Zeitung, pro Quartal frei Haus 4. Preußisch-Süddeutsche (230. Königl. Preuß.) 5. Klasse 8. Ziehungstag 16. Mai 1914 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. sind in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)(Nachdruck verboten) 167 439 698 776 77 810 933 1003 124 36 47 73 220 39 404 2120(500) 99 211 43(1000) 65 79 98(1000) 438 (500) 648 70 67 3045(600) 220 407 36 555 60 761 82(500) 840 76 964 4117(500) 27 382 477 631 617 744 922(500) 5163 87 312(1000) 672 821(500) 6077 88 169 96 200 71 317 447 631 75 945 90 7232 546 60(1000) 743 812 71 8063 305 16 5 38 62 603 24 79 717 67 808 56 9217 344 60 623 27 685 10007 19 278 331 67 447 63 507 46(500) 84 634 37 790 962 1011 129 296 491(500) 560 62(1000) 69 745 59 907 12033(3000) 114 406(1000) 31 635 38 13180 348 711 854 14036 56 75 113 61 210 38 366 99(600) 617 777 93 866 266(1000) 372 609 738 59 909 59 16025 64 528 98(3000) 786 819 64 17108 234 66(3000) 503 22 62 744 80 18010 243(500) 356 448 80 637 83 772 887 921 19101 29 201 328 403 60 681 794 90 409 25 599 794 21011(500) 90 262 346 429 901(500) 13 70 22002(500) 5 419 506 613 800 922 86 510 43(3000) 656 810 11 25 24100 342 462(1000) (000) 603(1000) 816 21 34 25082 89 285 98 383 467 509 41 846 54 917 46 70 26110 332 49 403 65 694 817 85 938 27484 718(1000) 22(1000) 910 17 28136 387 560 851 915 29074 173 306(500) 10(500) 671 663 39294 413 85 685 723 62 841 31284 420 630 43 692 720 864 000) 97ere(1000) 254 337 72 435 666 710(1000) 934 68 30407 64 98 310(600) 97 766 958 34087(1000) 186 264 36051 69 229 72 361 94(3000) 764 3 6463 616 46 709 68 872 47 589 677 766 846 910 68 80 38067(500) 146 206 416 561 654 88 728 802 24 56 60 902 98 3 9081 156(1000) 70 280(500) 383 401 38 604 33 90 736 44 76 40014 360 486 665 629 786(500) 888 903 16 41021 60 74 7200420 4 168 217 432 62 627 68 83 666 227 80(3000) 357 452 670 605 14 73 767 891 863 905(3000) 26 45022 93 307 77 420 46 511 70 867 932 46314 21 469 91 631 700 66 47000 79 103 227(1000) 392 528 672 87 48098 419 63 64 826(1000) 49203 14 303(3000) 651 759 88 886 900 78 50206 466 661 734 51020 76 166(1000) 85 90 675 76 683 25 298 312 609 55 910(500) 53145 58 318 90 94 633 70t 6. 345(1000) 998(600) 54051 180 28 806(60) 748 71 911(50) 20 900 67434 60 616 60) (1000) 227 60076(1000) 314 441 639 672 727 920 61021 39 125 91 293 6 382 403 593 793(1000) 830 85 62010 287 436(1000) 68 531 63 67 890 63013 170 257 606 787 BAIBO(KOO) 6o /4 4 00) 427 78 584(1000) 92 600 798 831 65040(500) 61 76 234 486 592 94(1000) 626 704 809(500) 924 41 BB097 194 625 730 946 67001 84 167 337 68 89 696 829 912 68000 179 202 71 416 625 795 866 901 43 73 99 69 25 17 213 44 70116 49 257 386 424 46 643 52 676 704 896 71144 9002. 46 68 91 246(1000) 303 493 621 770 833 92 7 2000 6 114(1000) 27 324(1000) 29(500) 664 847 73218 70 5 0 19 (1000) 17 2263(500) 318(500) 42 97 420 59 551 762 876 966 0Z 72 336 464 629 708 869 81043 119 201 401 501 863 863 82048 44 860 745 964 83163 20 91 48 52 675 669 902 89 84072 157 373 646 639 902 8 RHORO 972 210 (6000) 18 81 445 684 628 877 994 86114 28(3000) 68 572 890 87055 67 106 263 404 507(1000) 616 710 828 88072 471 77 7e9 909 62 88 89063 94 231 64 366 81 95 417 61 78 673 728 204 26 38 696 613 66 931 65 81207 fonam .S7.939 1600) 92112 66 249 60 425 76 849 906 96 93 15 30) 41 888 94218 84 1000) 485 518 6 71 811 42 97 9344 9 5678 86 605(1000) 765 946 96213 75 3 831 55 70 91. 97082 281 368 403 10 641 621 045.95 6500) 767 826 901 68 101160 327 70 20 610(600 638 761 572 106197 S 1N7068 363(1000) 404 79 108187 O 3 2 28 90 9 0000 109468 20 400), 25 104 71 410 73 92 89 187 224 57 339(500) 60 84 457(1000) 770 828(1000) 36 7 116262 83 378 675 88 117085 134 313 66 467 54 604 761 66 118164 226 36 70 322(1000) 40 449 564 831 119043 44(500) 269 423(1000) 64 692 711 120014(500) 89(1000) 143 313 459(3000) 62 405(600 121004(1000) 403 501 25 705(3000) 839 969 61 122165(500 82 292(3000) 414 717 40 838 47 123127 98 229(1000) 38. 124167 79 91 265 334 606 86 842 125004 69 230 310 605§ 36 685 795 868 976(1000) 12 6096(3000) 305 406 11 19 60 71 525 47 711 63 864 63 80 933(1000) 127010(500) 183 216 41 377(1000) 605 729 832 975 128030 40 80 103 26 45 63 94 50 25 86 91 99 987 96 12 9636 638 736 40 91 130185 96 606 67 875 131148 761332 473(500) 688 606 718 840(500) 903 132179(1000) 80 205 345(1000) 459 698 777 133165 380 419 28(1000) 61 728 62(1000) 78 93 916(500) 89 134085 306 29 43 410 644 135165 316 73 519 643 68(500 805 926 33 98 136108 220 647 86 805(500) 41 187081 179 204 39 866 993 13 8030 39 115 421 671(3000) 869 89 139112 59(3000) 76 281 342 414 789 923 140242 400 20 66 93 96 761 94 141342 81 88 627(3000) 763 142066 140 95 200 53 347 88 97 404(1000) 669 946 (10000) 143120 230 429 685 822 67 984 144380 486 650 82 743 902 11 83 145078 137 79 97 479 99(500) 617 986 146140 208 37 61 437 48 541 617 99 914 147074 139 66 248 50 363 460 658 702(500) 880 99(1000) 927 148070 82 104 33 224 447 530 90 720 98(500) 809 27 149350(500) 414(1000) 16 71 604 66 663 79 755 921 62 5 150028 196 381 421 87 527 661 700 910 151282 301 67 74 472 78 633 97(1000) 734 86(500) 804 25(3000) 15 2016 62 132 234 69 463 537 666 894 968 153006 139 288 309 493 503 701 80 845 154068 146 205(600) 85 324 71 477 629 155122 46 345 47 81 500 600 36 723 66 896 156116 260 375 483 771 832(500) 941 15 7034 63 148 231 418 76 786 158018 184 217(500) 88 397 553 694 764 96 817 61 935 159049 86 442 620 76(1000) 782(3000) 848 62 86(500) 902 160036 162 262 336(500) 403 509(1000) 637 50(500) 744 816 92 161089 302 441(500) 697 99(1000) 707 83(600) 162113(500) 26 338 81 442 75 530 602 88 787(500) 163029 257 315 686 609 21 860 164024 380 452 661(500) 704 81 801 911(600) 31 78 165103(500) 22 63 93 284 350 63 96 439 699 710 166084(3000) 262 619 707 10(500) 991 167020 32 181 (500) 314 489 504 17 641 703(500) 866 168012 21 29(600) 39 303 16 19 93 431 37 77 503 640(500) 57 725(1000) 844(3000) 921 169062 67 133 214(5000) 627 76 718 6 170124 232 321(500) 809 93 937 171294 603 900 172060 148 54 289 313 48 65 652 873 173328 400 63 666 77 86 92 782 823 174052 149 358 97 464 73 563 689 797 883 175164 713 176319 582 83 766 813(500) 177044 166 266(1000) 387 487 97 592 640(3000) 17 8009 647(1000) 842 967 179417 24(1000) 708 11 25 944 80113 414 97 538 619 756(500) 861 945 51 181106 69 318 49 67 632 676 90 775 914 83(500) 182012 33 348(500) 583(500) 99 745 832(1000) 183036 177 98 282(1000) 47 717 941 184066 277 91 366 405 654 686 747 806 40 86 185061 74 123 222 328 89 401 36 73 607 17 64 98 964 186067 266 94 568 620(1000) 845 906 187055 612 742 849 918 85(500) 93 188193 280 360 407 71 689 638 965 84 189079 138 77 225 34 804 55 68 9204 190112 38 69 313 56 638 62 718 67 923(3000) 191036 170 219 91(500) 349 670 626 832 98 968 192224 376 406 525 797 830 193018 110 44 349 66 629 649 79 724 841 42 72 986 194164 238 423 28 66 601 796(500) 195212(1000) 77 397 406 87(500) 533 39(500) 629 797 929 75 19 6635 656 716 851. 61 197008 183 245 377 483 606 806 51 946 198006 66 162. 64(3000) 428 634 703 98 199007 12(3000) 27 147 307 417 41 807 932 67 200002 461 528 617 96 813(1000) 201122 337 468 806 202048 68 352(500) 420 73 92 611 42(1000) 43 691 730 839 911 62 68(500) 203004 130 94 254 406 661 204018 34 158 83 210 23(500) 472 648 81 716 99(1000) 205085 94 416 546 623 824 994 206132(500) 586 685 826 66 84(3000) 86 207052 83 137 465 667 68 647 839 970(500) 208040 326 419(500) 28 55 96 662 695 823 962 209190 310 51 98 462 636 713 (1000) 842. 210376 412 631 764(500) 874 78 918 211026(500) 56(1000) 186 222 39 86 528 666 716 944 212006 249 630 66(500) 890 916 213010 273 90 392 766 988 214060 297 449 508 12(500) 61 338 779 816 939 215153 97 283(3000) 440 660 716 72 98 868 932 216001(3000) 21 74 370 438 70 90 626 87 749 878 912 217098 164 82 462 70 542 724 218065 46 74(1000) 78 988 219088(600) 271 220009 14 445 98 221042 54(1000) 63 69 115 256(500) 637 769 222077 331(1000) 405 8 37 72 575 640(600) 829 71 81 223011 192 617 901 224068 88 128 63 78 92 625 649 72 713 92 849 926 225054 86 341 93 424 68 587(500) 786 95 910 226063 295 357 603 708 23(500) 32 865 72 227004 157 359 401 22 594 614 49 870 228162 272 328 498 619 88 911 23 66 57 229234 377(3000) 497 516 763 230057 117 98 394 405(500) 616 900 84 231048 219 636 627 92 886 910 78 232016 351 430 84 695 50 603 804 937 233009 83 92 257 368 415 40 59 874 984 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu 300 000 M., 2 Gewinne zu 200 000 M. 2 zu 100000 M., 2 zu 75000 M., 2 zu 4 zu 50 000 M., 4 zu 40 000 M., 12 zu 30 000 M., 20 zu 16 000 M., 60 zu 10 000 M., 152 zu 6000 M., 1968 au 3000 m 4014 zu 1000 M., 5582 zu 500 M. 19 4. Preußisch-Süddentsche (230. Königl. Preuß.) 5. Klasse 8. Ziehungstag 16. Mai 1914 Vormittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. sind in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)(Nachdruck verboten) 142 244 305 42 92(1000) 503 600 731 905 40 1069 91 465 659 630 862 968 2093 102 24 319 43(500) 520 93 673 706 79 882 903 3071 107 99 222 43 486 649 996 4087 176 408 92 553 56 643 915 37(500) 5124 179 344 95 444 80 514 663(1000) 85 799 863 6162 504(1000) 686 7267 325 93 678 741 884 8029 75(3000) 76 202 8 67 85 692 709(500) 60 818 932 42 9192 93 276 341 426 82 744 83 89 912 10031(1000) 32 110 244 82(1000) 378 728 74 910(500) 83 1014 182 287 325 462 615 655 748 64 63 927 12231 417 86(1000) 880 970 13148 362 468 701 863 960 14202 66 316 81 420(1000) 51 89 943(500) 82(500) 15047 77 244 343 95(500) 613 27(500) 735 89 863(500) 82 978 16225 632 742 80 999 17018 164 74(3000) 263(500) 572 79 783 910 82(3000) 18026 51 143 339 51(500) 427 47 617 713(500) 70(500) 86 19067 207 633 800 966(600) 20178 288 311 634 674 813 95 21072 176 440 965 74 22001 60 261(1000) 369 94 23079(1000) 326 496 667 761 (600) 939 24035 227 311 576 678 705 25134 211 58 325 34 622 77 26005 122 429 647(3000) 76 736 921 35 27231 358 82 495 590(500) 639 942(500) 74 28183 468 611 47 771 91 934 29623 779 834(3000) 972 30196 249(3000) 367 674(1000) 79 606 772 79 884 31016 60 168(500) 86 245 88 402 93 551 600 19 45 32068 261 384 591 921 33049 212 505 633 920 24137 66 90 272 368 431(600) 903 9 35140 88 807(500) 26 933 76 36146 54 238 90 517 97 708 922(3000) 91 37063 147 329 48 640 760 70 38021 69 301 (3000) 22 466 644 39093(500) 285 365 79 498 534 40483 586 96 962 41056 479 666 97 752(500) 847 927 42112 343 644 97 872 956 78(1000) 43099 110 237(1000) 61 428 676 44114 27 243 48 375 609 741 829 45127 93 451 78 596 787 928 66 70 46041 64 230 396 430 688(500) 722 980 47073 264 359(500) 69 478 565 602 59 702 69 72 837 912 31 59 48013 290 468(500) 82(1000) 610 32 66 83 633 750 49022 90 249(500) 423 74 560 679(1000) 789 846 50010 91 397 474 81 636 889 51068 88 697 960(500) 52146(500) 91 223 50 366(1000) 669 803 919 77(1000) 53230 347 443(500) 764 906 54015 40 69 84 116 31(1000) 215 25 425 58 599 631 703 833 5 50565 66 135 220 354 444 99 703 61 976 50107 68 202 82 93 523 663 705 21 850 907 5 7025 86(1000) 166 381 443 662 67 747(500) 864 58045 307(1000) 32 462 623(3000) 626 876 59089 155(1000) 216 17 93 307 665 83 764 65 93 816 37 51 906 40 60000 26 161 238(500) 475 546 627 66 826 44 87 61121 (500) 98(3000) 216 75 360 497 508 977 62012 30 166 285 388 96 426 539 662 731 81 816 63040 244 431 775 91 869 976 76 64024 43(500) 48(500) 128 57 276 90 561 746 65147 94 708 33 963 56 74(500) 94 66009 64 195 249 77 343 76 408 86 610 27 989 96 67262 303 30 429 41 82 544 77 718 866 68205 446 539 67 656 800 69187(500) 478 715 55 835 37 70134 303 41(1000) 691(500) 730 886 912 71363 865 69 84 946 72061 97 119 40 219 22 479 80 586 633 700(1000) 44 80 7 3032 267 377 82 448 85 626 52 65 715 860 961 7 4033 131 82 240 316 446 562 693 760 890(1000) 7 5047 218 669 769 806 76164 208 23(1000) 450 58 619 71 81(500) 809 970 77109 321 39(500) 44 500 40 750 863 911 78172 666 617 818 79166 424 618 59 94 724 944 47 98 99 B0063 211 97 322 39 76 434 636 625 62 798 873 81046 (3000) 262 318 78 86(1000) 605 779 918 82232 88 380(1000) 412(3000) 83023 40 247 302 627(1000) 78 799(500) 874 34014 62 66(1000) 88 151 256 390 407 94 613 822 987 85416 21 61 591 746 906 7 65 86201 24 408 35 62 673 745 86 87085 129 56 282(500) 422 529 30 669 722 73 876 974 88010 206 (5000) 364(1000) 444 563 672 87 802 6 90 907 30 89243 86 376 512(1000) 659 69 754 90165 69(500) 304 440 687(1000) 754 883, 91031(3000) 206 510 653 732 827 992 92007 34 356(1000) 446 68 594 998 93026 79 227 661 796 818 933 94013 361 472 603 812 22 950 88 95246 474 92 633 96074 225 65 626 732 97209 378 520 636 44 862 98151 58 385 450 690 696 731 875 944 99027 176 234 73 423(3000) 93 719 829 40 913 93 100199 334 439 668 713 998 101140 320 98(3000) 487 (500) 567 630 813 43 102121 34 70 486 506 683 741 60 86 881 103129(1000) 87(1000) 343 462 82 669 77 874 903 104152 68(1000) 300 49 56 87(500) 422 45 89 547 58 609(500) 68(1000) 870 105216 51 68 87 364(500) 626 36 99 719 36 (500) 77 849 106073 81 122 286 502(500) 636(1000) 46 974 107219 337 96 410 765 839 42(1000) 979 108235 495 698 (1000) 612 50 63 906 58 109027 73 86 214 75(3000) 87 88 303 426 66 94 589 633 701 28 87(1000) 911 110080 107(500) 360(500) 508 64 75 94 625 831 922(1000) 11037 113 206 21 366 610 64 112138 288 302 30 438 683(1000) 610 67 939 113041 75 219 28 346 430 519 85 88(500) 656 751 78 902 114005 59 179 263 383 537(3000) 821 962(500) 115132 251 69 387 600 85 726 67 116126(500) 46(5000) 292(1000) 340 81 418 57 613 48 785 117076 261 372 76 452 60 118096 178 552 634 83 806 71 935 37 119060 137 87 225 59 630(1000) 654 731 812 937 120132 236 639 94 606 7(1000) 714 74 80 855 936 58 121031 292(500) 336 63 97 747 810(3000) 63 122151 441 49 61 736 813 979 123086 214 386 461 602 814 19 916(5 68(500) 79 124076 105 9 58(500) 310(3000) 91 98 417 573 679 (1000) 125040 77(500) 366(3000) 400 20 728(1000) 47 59 835 78 936 126151 231 99 582(500) 774 98 863 937 127160 454 554(500) 666 790(1000) 990 128093 98 128(500) 303 17 441 73 80 694(500) 712(1000) 27(3000) 93 129008 60 192 380 430 76 644(500) 130021 363 411(500) 47 49 669 728 846(1000) 913 29 131286 390 551 738 88(1000) 966(10 000) 132086 126(500) 240 340 46 424 650 717 69(500) 803(500) 40 45 63 951(1000) 133039 64 184 89 96 496 529 630 134197(500) 228 352 64 439(1000) 80 670 880 95 910(500) 135452 676 685 822 960 136013 261 430 69 81(1000) 527 84 98 614 84 918 83 137029 47(1000) 80 102 87 609 738 936 138366 699 618 34 770 76 821 139140(500) 227 321 434 93 646 760(1000) 70 884 140065 172 245 63(3000) 437 660 646 95 837 141002 38 206(1000) 75 314 429 866 69 928 142127 243 49 813 296 43209 56 382 438 566 66 926(500) 61 144023 103 71 317 73(500) 540(1000) 623 813 14 5002 89 103 204 62 312(1000) 80 474 559(500) 84 643(500) 801 146416(1000) 16 563 66 147136 61 223 315(500) 575 97(500) 616 35 746 79 851 148113 25 61 616 615 765 844(500) 149046 69 481 638 78 828 53(3000) 962(3000) 50089 187 388 436 829(500) 73(1000) 151132 611 15 2386 452 62 860 85 153075 251 382 692 665 876 906 38 154639 750 155044 253 483 665 781 951 15 6146(500) 316 530 933 82 90 157065 104 266 318 29 56 422 615 69 89 837 158163 224(500) 78 516 81 617 928(500) 87 159133 50 84 673 683 711(500) 83 955 160120 93 284 396 584 788(3000) 877 943 61 161235 76 99 466 513 713 90 858 61 914 16 63 162181 393 860 88 980 163000 127 29 307 34 564(500) 635 750 945 164225 327 676 732 74 917 165244(500) 60 318 458 543 719 75 870 96 917 68 63 166025 133 34(1000) 363 413 23 628 66 727 167084 91 130 40 796 168098 126 71 349 433 45 509 602 18 60 733 83 832(1000) 996 169042(1000) 99 148 92 335 52 69 82 451 599 868 170022 77 165 83(1000) 514 659 76 735 832 96 952 171100 88 206(500) 14 63 429 68 90(500) 666 802 91 172056 198 222 34 64(10 000) 330 749(500) 934(500) 173030 36(500) 62 80 93 141 256(500) 67 302(1000) 63 543 875 174204 41 55(1000) 401 57 623 935(500) 17 5054 77 194 288 389 796 909(500) 33 176024 100 362(500) 420 67 680 744 55 828 17 7394 678 676 718 80 866 938 74 178178 394 410 634(1000) 620 70 77 966 91 17 9227 312 644 784 180086 166 486 780 181023 130 48 539 600 68 888 953 82026 174 262 376 737 823 183197 306(3000) 32 4665(500) 507 22 635 184018 21 153 81 208 348 428 768 943 185198 225(500) 34 70 96 717 59 880 902 65 56 136014 116 96 247 86 467 76 77 563 623 898 187188 320 75 79 610 91(3000) 716 874 922(500) 188053 247 385 676 77 611 55 723 31 66 886 189002 12 63(500) 404 8 36 503 39 823 60 190236 322 408 648 714 977 84 191286(1000) 662 756 828 904(500) 41 192046 50(500) 79 93 176 317 22 426 524 78 611 825 193464 543 727 892 194057 149 84 346 451 97 972 195056 104 491 531 763 77 901 196087(500) 682 686 728 91 849 197069 166 262 67 81 93 376 86 93 97 474 96(500) 550 799 838 81 911(1000) 67 93 198100 31 253 977 199131 33(3000) 344 450 664 793 803 43 58 87 200047 469 623 44 616 19 727 68 69 852 936 201303 486(1000) 766 948 70 202163 643 81 86 709 76 860 203066 120 58 334 419 650 204218 31 409 29 61 573 837 73 89 936 205006 237 424 28 79 524 661 811(1000) 960 206031 80 194 221(500) 387(3000) 524 207006(500) 63 69 136 349 69 494 601 736 60 79 89 879 208068(3000) 80 373 709 60 76 832 38 209105 460 558 71 765 864 210006 48 167 228 98 361 428 31 51 628 82 714 81 896 945 211215(500) 316(500) 49 91 96 447 71 665 718 24 47(500) 212197 307 32 444 591(1000) 623 67(3000) 950 213038 (1000) 104 65 303 22 90 95 491 631 50 740 848 71(500) 87 991 214031 162 362 99 439 56 605 733 862 215156 228 62 341 530 92 764 877 992 218136 220 64 433 67 61 880 970 217020 36 168 375(500) 565 628 61 701 867 68 218194 427 660 76 665 712 823 936 92 219036 78 122 36 44(500) 51(500) 59 213 427 565 662 714 28 983(1000) 220236 84 437 513 696 731 961 221157 368 401 83 600» 95(1000) 806 9 47 940 46 60 222006(1000) 657 76(1000) 86 718(1000) 349 96 223022 248 358 648 676 758 816(3000) 934 224214 51 73 451 634(500) 75(500) 666 728 89 840 968 56 225149 201 90 93 311 403 824(500) 226062 402 821 80 227067 236 350 66 416 512 741(1000) 77 84 846 228101 76 200 379 401 19 38 631 711 865(3000) 229019 71 241 411 88 662 641 777 230013 87 147 282 309 428(1000) 69 67 894(1000) 231007 22 37(500) 74 200 673 686 804 46(600) 49 232011 60 127 44 294 316 33 418 693(500) 668 708 901 19 85 233169 (1000) 273 85 375 462(1000) 545 664 751 836 992