chthof, Uhr ab: vertigem a1! 100 Stück 3 Stück Tpinat, Salatn 5 Pfg., 10 Stück chellfisch ler. R morgens sverkauft. kolli ca 10 vers Hilh. ura Osipr. abento iten—— Preisen. her 58. me te Preise. npt gemacht dr. Keune, W demeskege No. 76194. pfhaut von uohs, verVichtig für che 50 Pfg. lar. ungen Oha, ten Lüdensche Hmtlicher Anzeiger Zeitung Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonntage. Preis pro Quartal frei ins geliefert M. 1.50 Durch die Polt ber ter abgeholt„ 1.50 Durch den Bri s gebracht„ 1.92 Druck u. Verlag von Tilgenkamp& Ruhl in Lüdenscheid. für den Kreis Altena. Anzeigen werden bis späteltens 9 Uhr Vorm. erbeten. Preis für die 3 gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 15 Pfg., Reklamen 30 Pfg. Die Expedition befindet sich: Friedrichstraße 91. Verantwortlicher Redakteur: Georg Häffcke in Lüdenscheid 102. den 2. Mai 1907. 40. 20 rstes rlobte üssen den jestühl" 1 nes den lit schenken. arken an ederg. ner, rik, Nc. 799. gratis. Die auswärtige Politik im Reichstage Berlin, 30. April. ist mit den großen Tagen in den Parlamenten, wie es ehedem, da Rudolf Falb noch lebte, mit den kritischen Tagen erster Ordnung war: wenn sie angesagt werden, bleiben sie gewöhnlich aus, oder wie wir das als Studenten auszudrücken pflegten, wenn der Tiefsinn uns umwob: erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Woran hatte man nicht alles gedacht bei der Ankündigung: der Kanzler würde— bereits zum dritten Male in dieser Session— in den Reichstag kommen und sich über die auswärtige Lage aussprechen! An ein blitzendes, glänzendes Feuerwerk politischer Causerie; an kurze Erklärungen der bürgerlichen Parteioberen und längere polemisch gegen den Kanzler zugespitzte von Zentrum und Sozialdemokratie. Derlei Erwartung hatte die Tribünen bis auf den letzten Platz gefüllt; viel elegantes Publikum, mediatisierte Prinzen, die zu Hofe gehen, die jüngeren Mitglieder der fremden Gesandtschaften und viel schöne Frauen, trotz der unentwegt dräuenden Regenschauer in lichten Frühlingsgewändern. Die Hofloge ist überhaupt ausverlauft; hier hat auch der„alte Herr des Reichstages“, der 70jährige Kardorff, Platz genommen, und später erscheint dort Graf Udo Stollberg, um in dem illustren Kreise die Honneurs des Hauses zu machen. Aber die Erwartung wurde enttäuscht. Nicht wie sonst als erster oder zweiter Redner spricht der Kanzler, sondern nachdem die meisten Parteien sich geäußert haben, spät, erst in der fünften Nachmittagsstunde. Das ist ein Regiefehler, denn dadurch kommen alle zu kurz; die Leute, die vor dem Kanzler sprechen, die nach ihm reden und nicht zuletzt der Kanzler selbst. Nach dreistündiger Verhandlung beginnt eben die Aufmerksamkeit der Hörer zu erschlaffen. Trotzdem hat dieser klein gewordene große Tag doch auch seine Meriten. Es ist vielleicht keine Ueberfülle von Geist in ihm; aber dafür erfreulich viel selbstbewußte Würde und wieder, wie schon neulich beim Militäretat, hat man die angenehme Empfindung; trotz allem Parteigezänk und der niederziehenden Eindrücke des Alltags— wir brauchen nicht zu verzagen. Im schlimmsten Falle: im Unterbewußtsein liegt bei allen, allen eine zähe Treue gegen der Väter Erbe, und in der Stunde der Gefahr wird im Moment zerstoben sein, was uns sonst zu trennen scheint. Den Ton für diese Stimmung gab gleich der erste Redner, Frhr. v. Hertling, an. Man hätte seiner Partei nachgesagt, ne würde bei der Besprechung der auswärtigen Politik gegen den Kanzler vom Leder ziehen. Davon könne gar keine Rede sein. Innere Differenzen müßten im Angesicht des Auslandes zurücktreten. Vollkommen sine ira wolle er sprechen, wenn schon, wie er lächelnd hinzufügte, nicht sine studio. Ohne Eifer hat Herr von Hertling denn auch in der Tat nicht gesprochen, nicht ohne das sachliche Bemühen, die Hemmnisse, die sich zwischen dem Zentrum und dem Kanzler aufgetürmt haben, mit diplomatisch glättender Hand fortzuräumen. Wir hörten, so hob er an, von verschiedenen Ententen, die alle ihre Spitze gegen Deutschland zu kehren schienen. Das sei ja nicht gerade schmeichelhaft für uns, aber es brauche uns auch nicht zu schrecken. Die englisch=französische Entente sei ja immer schon gewesen. Das Neue seien die Händedrücke Eduards mit Spanien, Italien, Rußland. Aber auch diesem Flirt olle man nur ruhig ins Auge sehen. Schließlich seien die Interessen dieser Mächte doch zu verschieden, um einen ewigen Bund zu ermöglichen. Reisende Fürsten aber hätte man schon früher getannt, und doch hätten sie an der Gestaltung der Welt nicht viel geändert. Zudem liege wohl auch in England die Politik nicht in der Hand eines Mannes. Auf der Haager Konferenz aber sollten wir uns an der Diskussion über die Abrüstung nicht beteiligen: Wir verfolgen eine konsequent friedliche Politik; aber wir wollen den Schein vermeiden, als ob wir uns von einem Gefühl der Schwäche leiten ließen. Wir wissen, daß wir dazu keinen Grund haben. Wenn sich aber Freundschaften bilden, an denen wir nicht beteiligt sind, so wollen wir sie zwar wachsam beobachten, aber nicht den Glauben aufkommen lassen, daß es den Mächten gleichgültig sein könne, nicht die Freundschaft des mächtigen Deutschen Reiches zu besitzen." Die Konservativen schickten den Generalsekretär der sächsischen Landfeuersozietät Winckler vor, eine von den gemaßregelten Kanallandräten, ein fleißiger Herr, dem aber die Gabe, zu fesseln, nur in geringem Maße eigen ist. Immerhin kam er nach mancher Abschweifung doch auf das ceterum censeo heraus; das Maß der Rüstungen, das wir für richtig hielten, dürften wir von niemand uns unterbinden lassen. Erheblich kritischer als die beiden Vorredner stellte sich der Abg. Bassermann zu den Problemen auswärtiger Politik. Er erinnerte daran, wie vielfach doch erst durch die Reden des Kriegsministers und des Sozialdemokraten Noske im Auslande die Illusion zerstört worden sei, als ob wir beim Ausbruch eines Krieges mit inneren Unruhen zu rechnen haben würden. Eine Förderung des Friedens erwarte sicher im Ernst kein Mensch von der Haager Konferenz und ihren Erörterungen über die Abrüstungsfrage. Nun wolle man ja in Frankreich vielleicht keinen Krieg. aber damit würden nicht alle Besorgnisse zerstört, und vor allem würde Italiens Bundesgenossenschaft für uns dadurch nicht wertvoller. Der nationalliberale Führer suchte dann in seiner gründlichen Art die Motive aufzuweisen, warum wir da und dort, und nicht zuletzt in England, als unliebsame Konkurrenz empfunden würden, die man niederhalten müsse, und er streifte zugleich das auch von uns so oft berührte Gebiet der besseren Auswahl und sorgfältigeren Ausbitdung unseres diplomatischen Nachwuchses. Dann konstatierte er, daß in der Politik der Reden und Telegramme sich neuerdings ein erfreulicher Wandel anzeige, und schloß wie die Rede vor ihm mit der Abweisung der Abrüstungsidee:„Wir vertrauen auf unser Landheer, das uns fremde Mächte vom Halse halten wird. Die Distussion über die Abrüstung mag durch unsere Vertreter abgewiesen werden; das deutsche Volk steht dann hinter ihnen." Nach Bassermann sprach Fürst Hatzfeld=Trachenberg. Er nahm die Dinge mehr psychologisch. Man verstehe uns im Auslande noch nicht, meinte er. Das sei der wesentlichste Grund für unsere Isolierung. Wir seien aus kleinen Anfängen zu rasch empor geblüht. Das weckte den Neid. Das hätte den Neid der anderen geweckt. Hat der Kanzler, der nach dem freisinnigen Herrn Wiemer mit dem Glockenschlage 4 sich erhob, die wirklich zerstreut? und nein. Er hat sehr hübsch, sehr bestimmt und sehr würdig über das Abrüstungsproblem gesprochen. Unsere Vertreter werden, wenn das im Haag zur Erörterung kommt, die anderen allein lassen, und sich an der unfruchtbaren und wie der Kanzler meint, nicht einmal ungefährlichen Debatte nicht beteiligen. Das ist erfreulich und wird, wie die heutige Aussprache bewies, bis in die sozialdemokratischen Reihen hinein die Billigung des ganzen deutschen Volkes finden. Aber was der Kanzler über die Ententen ausführte, wird, so graziös das alles klang, doch kaum allenthalben überzeugen. Manches davon, wie der Kommentar zu dem Frühstück von Gaeta, war schon mehrfach in der offiziösen Presse zu lesen gewesen; anderes hatte der Reichskanzler bei ähnlichen Anlässen im Reichstage schon vorgetragen.„Lassen wir doch den Mächten ihre Ententen in Fragen, die uns nicht berühren; wir verlangen Bewegungsfreiheit doch auch für uns." Das war die Geschichte von der Extratour, die uns nicht gleich eifersüchtig machen soll, in neuer Auflage. Aber es traf unseres Erachtens heute noch weniger zu als damals. Auch für ungewöhnlich nachsichtige Ehemänner kommt doch einmal der Moment, wo sie um ihrer Würde willen verpflichtet sind, von den Extratouren der besseren Hälfte Notiz zu nehmen, und es gibt nun einmal weite Kreise, die der Ansicht sind, dieser Moment müßte mit Bezug auf Italien für uns nachgerade gekommen sein. Schließlich fand aber auch Fürst Bülow zu dem guten Anfange einen guten Schluß. Er meinte, die Schwierigkeiten und Gefahren unserer Lage, die auch er nicht leugne, würden am ehesten durch eine stetige, sachliche auswärtige Politik vermieden werden. Wir wollen das einmal als ein Gelöbnis für die Zukunft nehmen, und uns dessen freuen. In der Vergangenheit ist, wie dem Herrn Reichskanzler, der heute ein merkwürdig freimütiges Verdikt über das zu viele Reden fällte, bekannt sein dürfte, diese Stetigkeit nicht immer eingehalten worden. Die letzten anderthalb Stunden brachten noch eine dialektisch gewandte Rede des Abg. v. Vollmar mit dem Refrain: die personliche Politik ist an allem Schuld, und Aussprachen des Abg. Schrader von der freisinnigen Vereinigung und der Herren Liebermann von Sonnenberg und Zimmermann von den beiden feindlichen antisemitischen Gruppen. Herr v. Vollmar stellte sich zu der Haager Abrüstungsdebatte natürlich freundlicher als die anderen Herren, aber das Ausland wird auch aus seiner Rede keinen Ton heraushören können, der ihm falsche Hoffnungen vorspiegeln möchte. Wenn der Feind an unseren Toren pochen sollte, sind wir alle einig. Das ist heute vor der ganzen Welt konstatiert worden. Und darum mag man schon zufrieden sein, wenn auch der Aussprache sonst vielfach der rechte Elan fehlte und der zündende Funke.(Hann. Cour.) Deutsches Reich. Berlin, 1. Mai. — Der Kaiser wird am 25. Mai zum Geburtstag des Königs von Sachsen in Dresden weilen und der großen Parade über die Dresdener Garnison beiwohnen. — Das Auswärtige Amtaneine englische Zeitung. Die„Frankf. Ztg." meldet aus London: Die„Daily Mail“ erhält folgende Mitteilung vom Berliner Auswärtigen Amt: Die deutsche Regierung steht der nervösen Unruhe über die Weltlage, die gewisse Teile der deutschen Presse und des Publikums beherrscht, gänzlich fern. Vom Standpunkt der Regierung besteht für diese Unruhe nicht der geringste Grund. Folglich können die ungerechtfertigten Hinweise auf einen unvermeidlichen Krieg oder ähnliche übertriebene Preßäußerungen von der Regierung nur als unrichtig bezeichnet werden. Die diplomatische Lage hat, von Berlin aus betrachtet, keine Aenderung erfahren, die einen solchen Ausbruch des furor teutonicus vor dem Forum des Reichstags rechtfertigen könnte. Deutschlands Politik hält sich nach wie vor an das traditionelle Verlangen nach Frieden. Die Beschwichtigung des deutschen Auswärtigen Amtes in einer englischen Zeitung mutet— wenn sich die Sache wirklich so verhält— ganz wunderbar an, denn auch danach erscheint gerade das deutsche Auswärtige Amt selber von der nervösen Unruhe arg ergriffen zu sein, weil es sich schon an fremde Zeitungen wendet. — Die Doppelwahl des freisinnigen Abgeordneten Prof. Eickhoff hatte, nachdem Eickhoff das Mandat in Mühlhausen(Thüringen) abgelehnt hatte, zu erheblichen Differenzen zwischen ihm und der freisinigen„Mühlbauser Ztg.“ geführt, die eine gerichtliche Auseinandersetzung erforderlich machten. Jetzt ist der Zwischenfall erledigt. In einer Versammlung, die am Sonntag in Mühlhausen stattfand, ist eine Verständigung erzielt worden, in der der Zwist auf eine Reihe von Mißverständnissen zurückgeführt wird. — Der Nachfolger von Curtiusernannt? Nach einer Straßburger Meldung verlautet, daß der Nachfolger des Präsidenten Dr. Curtius so gut wie ernannt sei. Bezeichnet werde als solcher Oberregierungsrat Pöhlmann, der dem Kaiser bald nach seiner Ankunft in Straßburg vorgestellt wurde.— Als Antwort auf die Eingabe des protestantischen Konsistoriums veroffentlicht der Statthalter eine Erklärung, die in englischer Form darauf hinweist, daß Dr. Curtius nur wegen der Herausgabe der Hohenlohe=Memoiren von der kaiserlichen Tafel ausgeschlossen worden ist. Gleichzeitig gibt der Statthalter den Wunsch nach baldigem Rücktritt des Professors Curtius zu erkennen. — Das Achilleion auf Korfu vom Kaiser erworben. Wie die„Nordd. Allg. Ztg.“ vernimmt, ist das Achilleion auf Korfu von der Privatschatulle des Kaisers käuflich erworben worden. Besitzerin des Schlosses war seit dem Tode der Kaiserin Elisabeth ihre mit dem Prinzen Leopold von Bayern vermählte älteste Tochter, die Erzherzogin Gisela, die Nutznießung hatte Kaiser Franz Josef. Das Schloß war von Mitgliedern des österreichischen Kaiserhauses seit dem Tode der Kaiserin Elisabeth nicht bewohnt. Man hörte daher schon mehrfach von Verkaufsabsichten. In letzter Zeit sollten von privater Seite Verhandlungen begonnen worden sein, um das Achilleion zu Sanatoriumszwecken in die Hände einer Gesellschaft zu bringen. Seiner Lage nach ist das Schloß als Erholungsaufenthalt vorzüglich geeignet, und den Kaiser hat zu dem Kauf denn auch der Wunsch bestimmt, für die Mitglieder der kaiserlichen Familie eine Besitzung zu erwerben, die in mildem Klima als Erholungsort dienen kann. Im Garten des Achilleion erhebt sich das von der Kaiserin Elisabeth dem Andenken Heinrich Heines errichtete Heinedenkmal. Die Kaiserin war bekanntlich eine große Verehrerin des Dichters. * Die Maifeier. Berlin, 30. April. Mit einer Massenaussperrung der maifeiernden Arbeiter muß in diesen Tagen gerechnet werden, da die Holzarbeiter, die Bauarbeiter aller Grade usw. trotz der entgegenstehenden Erklärungen der Arbeitgeber, die Arbeitsruhe am 1. Mai eintreten lassen wollen. Bekanntlich hat der Schutzverband der Arbeitgeber der Holzindustrie beschlossen, falls bis zum 21. April der Friede in den Verbänden nicht wiederhergestellt ist, das Feiern des 1. Mai als Vertragsbruch anzusehen und die Verträge allerorts damit außer Kraft zu setzen. Es werden voraussichtlich dann neben den schon Ausgesperrten weitere Holzarbeiter iher Arbeit verlieren, bis durch den Zentralvorstand die Weisung zur Wiedereinstellung gegeben wird. Der Verband der Baugeschäfte hat gleichfalls den Beschluß gefaßt, die Maifeiernden 5 Tage auszusperren. In der Metallindustrie liegen die Verhältnisse so, daß hier ebenfalls Aussperrungen in größerer Zahl zu erwarten sind. Die übergroße Mehrzahl der maifeiernden Arbeiter wird in fast allen Gewerben von der Beschäftigung ausgeschlossen bleiben. Die Freigabe des 1. Mai ist nur von wenigen Arbeitgebern zugebilligt worden. Berlin, 1. Mai. Die Maifeier verlief in diesem Jahre noch bedeutungsloser als im Vorjahre. In den Versammlungen fehlte der rechte Schwung und zu langen Hymnen hat ja auch der Ausfall der Wahlen kaum Anlaß gegeben. Die Stimmung war eher gedrückt als enthusiastisch. Es fanden im ganzen neun große und zwei Dutzend kleinere Versammlungen in Groß=Berlin statt. Bochum, 1. Mai. Die sozialdemokratische Maidemonstration ist hier vollständig ins Wasser gefallen. Die Zahl der Feiernden war so gering, wie in keinem Jahre vorher. Leipzig, 1. Mai. Die Beteiligung an der Maifeier war bedeutend geringer als im Vorjahr. Der Zug hatte nur 6000 Teilnehmer. Eine vom„Volkshaus“ wehende rote Fahne wurde von der Polizei entfernt. Die Steinsetzerkreisinnung beschloß, die Maifeiernden drei Tage, die Metall= und Holzindustriellen, sie acht Tage luszusperren. Hamburg, 1. Mai. Die Schauerleute sind gemäß ihrem Beschlusse heute früh vollzählig zur Arbeit im Hafen erschienen. Im Hafen wird normal gearbeitet. Von der übrigen Arbeiterschaft Hamburgs sollen nach vorläufiger Schätzung an rund 60 Proz. sich an der Maifeier beteiligen. Altona, 1. Mai. Die Altonaer Maifeier ist lediglich durch schwach besuchte Vormittagsversammlungen gekennzeichnet. Ueberall wird gearbeitet. Rundschau im Ausland. Englische Preßstimmen über Bülows Rede. London, 1. Mai. Die„Morning Post“ meldet: Die gesunden verständigen Ausführungen des Fürsten Bülow über die Nervosität, mit der diese des Königs Eduard im Mittelmeer in gewissen Teilen der deutschen Presse betrachtet ist, sind geeignet, viel zur Beruhigung der Agitation beizutragen, die in Deutschland viel Verstimmung, in England Belustigung, vermischt mit Unwillen über die Angriffe auf den König verursacht hat. Die Deutlichkeit des Fürsten Bülow in seinen Ausführungen bezw. der Abfüstungsvorfshläge war überzeugend durch ihre Aufrichtigkeit und schlagend durch ihre Endgiltigkeit. Fürst Bülow verdient Anerkennung dafür, daß er für fair play eingetreten ist und der Welt sagte, daß, wenn die Abrüstungsfrage besprochen werde, dies ohne Deutschlands Beteiligung erfolgen werde. Die einzige Antwort der britischen Regierung auf diese Ankündigung ist eine sofortige Neuerwägung der Pläne für die Einschränkungen in der Armee und der Marine.„Daily Chronicle" sagt: Man braucht sich nicht beklagen über die Stellungnahme Deutschlands in der Angelegenheit von höchster nationaler Bedeutung. Jede Nation muß der alleinige Hüter ihrer eigenen Interessen sein. Von keiner kann erwartet werden, daß sie solche Dinge gegen ihren Willen diskutiere. Die Bemerkungen Bülows über die internationale Lage, abgesehen von der Konferenz, waren versöhnlich und einwandsfrei. Wir freuen uns, daß er die Dinge in ihr richtiges Licht gestellt hat. Deutscher Reichstag. Berlin, 1. Mai. Man hatte sich von der heutigen Fortsetzung der Beratung des Reichskanzleretats kein Fest mehr erwartet. Die auswärtigen Fragen waren erörtert; die Klagen ausgeklagt, die so viele unter uns bewegen. Was dann noch zur inneren Politik bei dem nämlichen Kapitel zu bemerken sein würde, das, meinte man, könnte keinerlei Sensation mehr bringen. Man stürzt Geist und Gemüt nicht gern zwei Tage hintereinander in Unkosten. Indeß: auch diesmal machte die Entwickelung der Dinge den Kalkul zuschanden. Mit der Beratung des Reichskanzleretats waren zwei Resolutionen verbunden, darunter eine, die von der Gruppe der vereinigten Linksliberalen ausging und für eine Milderung der bisherigen Bestimmungen über den Verlust des Reichstagswahlrechtes plädierten. Der zweite Vizepräsident des Reichstages, Kämpf, begründete die Resolution kurz und bündig. Er wies darauf hin, wie die bisherige Praxis schon den Bezug freier Lehr= und Lernmittel, freier ärztlicher Behandlung, freier Verabreichung von Arzneien und anderer Heilmittel zu den Unterstützungen zu rechnen seien, die den Verlust der politischen Rechte nach sich zögen, vielfach zu geradezu unhaltbaren Zuständen geführt hätten, und betonte, daß vom Standpunkte des Staatsbürgers, der Menschlichkeit und der öffentlichen Gesundheiispflege eine Aenderung geboten sei. Graf Posadowsky, dem auch heute an diesem eigensten Kanzlertage wieder ein gut Teil der rednerischen Vertretung des Reichskanzlers zufiel, antwortete sofort mild, versöhnlich und entgegenkommend. Er hätte vorerst eine Umfrage an die verbündeten Regierungen gerichtet. Wenn die Antworten eingelaufen wären, würde sich weiter reden lassen. Aber schon heute gebe er zu, daß die Ansetzung der bisherigen Bestimmungen vielfach den Charakter einer besonderen Härte trage, und es nur dem sozialpolitischen Geiste der Gegenwart entsprechen wrüde, die Frage erneut zu prüsen. Dann aber kam der erste Streich. Es erhob sich der welfische Heißsporn Götz zu Olenhusen, der einzige, der dem hohen Hause noch geblieben, um unter persönlichen Invektiven dem Kanzler kurzerhand das Gehalt zu verweigern. Das deutsche Volk hätte einen Kanzler zu beanspruchen, der dem Kaiser die wahre Volksmeinung unterbreite. Das sei in der braunschweigischen Frage nicht geschehen. Den deutschen Fürsten aber möge der Himmel Erleuchtung schicken, daß sie nicht weiter hülsen, den Ast abzusägen, auf dem sie selbst säßen. Soweit Herr Götz von Olenhusen, der leider die für ihn betrübliche Erfahrung machen mußte, daß derlei Betrachtungen im deutschen Reichstage keinen Widerhall mehr wecken. Man lachte rechts, der Clou. Eine Apotheose des gewinnend vor sich hinlächelnden Kanzlers. Das Vertrauen zwischen Reichskanzler und Landwirt schaft sei geknüpft in ernster Zeit. Die deutschen Landwirte und die Konservativen wünschten ihm neue Gesundheit und sein altes Glück. Als Herr v. Oldenburg mit blitzenden Augen abtrat, als hätte er einen stolzen Sieg erfochten, nickte ihm der Kanzler leise Beifall. Es sprachen dann noch Graf Lerchenfeld, Kulerski(Pole), Bassermann(ntl.) und Fischbeck(frs. Vp.). In einer Bemerkung zur Geschäftsordnung erklärte Senator Wehl noch ausdrücklich, daß er nur durch den Schluß der Debatte verhindert worden sei, Herrn Götz v. Olenhusen im Namen der Hannovraner die Antwort zu geben, die ihm gebühre. Worauf Herr Götz v. Olenhusen sich auf die unterste Treppenstufe begab, um pathetisch zu verkünden: der Reichskanzler habe immersort von einem Hause Cumberland gesprochen. Ein solches existiere nicht, sondern nur ein herzogliches Haus BraunschweigLüneburg. Das habe er vor dem Lande und vor der Welt konstatieren wollen. Auch diesmal lachte der Chorus gar respektlos den weißhaarigen Schwärmer an. Der Rest des Reichskanzlerctats wurde dann ohne weitere Diskussion bewilligt; auch das Unterstaatssekretariat für den gewandten Herrn v. Löbell. Dann ward noch spät, in siebenter Abendstunde, der Etat des Auswärtigen in Angriff genommen. Herr v. Tschirschky verlas zwei Erklärungen. Aber beide bezogen sich auf Kleinigkeiten und Personenfragen. Die großen Darlegungen über unsere Diplomatie, die der Kanzler uns gestern von seinem Helfer im Reiche des Auswärtigen verheißen, blieben aus. Als dann die Generaldebatte geschlossen worden, erhob sich Herr v. Vollmar, um das ganz trocken in zwei Sätzen zu konstatieren. Das war reichlich boshaft, aber richtig war es auch. man lachte links und als der Kanzler schlicht und sachlich noch einmal seinen bekannten Standpunkt zur braunschweigischen Von Nab und Fern. Frage dargelegt hatte, scholl ihm so ziemlich von allen Seiten lebhaftes Bravo. Der Kanzler htate bei der Gelegenheit auch die Angriffe zurückzuweisen versucht, die da und dort im Braunschweigischen gegen ihn erhoben worden waren. Sein Schreiben an den Regentschaftsrat sei nicht kühl gewesen; in staatlichen Aktenstücken müsse man die Dinge förmlich und geschäftsmäßig behandeln. Das Unbehagen der Braunschweiger aber über die Unsicherheit ihrer Zukunft vermöchten Reich und Preußen beim besten Willen nicht zu verscheuchen. Der Einzug des Herzogs von Cumberland würde notwendig die welfische Agitation in Hannever von neuem auflodern lassen. Und den Luxus innerer Unruhen könne sich das Reich schon mit Rücksicht auf die gestern geschilderte auswärtige Lage nicht leisten. Im übrigen könnten die Braunschweiger im Rahmen der Bundesratsbeschlüsse jeden zum Regenten wählen, den sie nur immer wollten. Das alles war, wie gesagt, durchaus einwandsfrei und vom Hause aus bereitwilligst applaudiert worden. Das Zentrum freilich war hier nicht mit von der Partie und zu ihm gesellten sich die Sozialdemokraten. Macht geht vor Recht, deklamierte Herr Dr. David und gab sich zur Abwechselung als waschechten Legitimisten. Der Kanzler, rief er mit seiner dünnen, scharfen Stimme, ist gegenüber den preußischen Junkern zusammengeplappt wie ein Taschenmesser. Und überhaupt: Die Stellung des Fürsten Bülow als Reichskanzler sei unvereinbar mit seiner Stellung als preußischer Ministerpräsident. Ueberall, in der auswärtigen wie in der inneren Politik, gäben preußische Interessen den Ausschlag, lenkten preußische Instanzen die Dinge. Und dann kam der zweite Streich. Fürst Bülow hatte kurz gegen Herrn David polemisiert; ein leichtes Geplänkel, ein wenig von oben herab, in der ausdrücklich ausgesprochenen Absicht, in die von dem sozialdemokratischen Redner berührten Materien nicht eigentlich hineinzusteigen. Da erhob sich Herr v. Oldenburg=Januschau. Er forderte in wildverwegenen Sätzen ein strammes Umsturzgesetz. Wenn das nicht käme, wenn nicht ordentlich„nachgehauen“ würde, dann hätte er lieber genünscht, daß 150 Sozialdemokraten jetzt im Saale säßen. Und schließlich pries er in einem Atem das geliebte Schwein, Herrn v. Podbielski und den Herrn Reichskanzler. Das war überhaupt Hamm i. W., 30. April. Ein Beamter, der eine Schrotflinte besaß, hatte diese in seinem Zimmer unverschlossen aufbewahrt, obgleich die Waffe geladen war. In dem Glauben, daß das Gewehr nicht geladen sei, nahm ein junges Mädchen dasselbe zur Hand und zielte im Scherz auf ein anderes Mädchen. Plötzlich entlud sich die Flinte und das Mädchen wurde so unglücklich getroffen, daß der Tod sofort eintrat. Die auf solch traurige Weise ums Leben Gekommene war die einzige Ernäherin ihrer betagten Mutter, welche nunmehr den Eigentümer der Flinte in Anspruch nahm, indem sie von diesem eine Rente verlangte und zur Begründung geltend machte, daß lediglich die Fahrlässigkeit des Beklagten den Unfall verschuldet habe. Der Betlagte ist in beiden Instanzen vom Landgericht sowohl wie vom hiesigen Oberlandesgericht zur Zahlung einer Rente verurteilt worden. Köln, 30. April. Jährlich werden, wie amtlich konstatiert ist, in der großen Eisenbahnwerkstätte in Köln=Nippes für 15 000 Metalle gestohlen. Eine Menge Leute wurden als Diebe und Sehler bereits gefaßt, aber die Diebstähle hören nicht auf. Anfang dieses Jahres wurden, wie der Staatsanwalt der heutigen Strafkammer annimmt, die Häupter der Hehlerbande, nämlich die Witwe Josef M., deren Sohn Bernhard und der Ackerer Jakob B. aus Nippes, der neben der Werkstatt Besitztum hat, verhaftet. Die Witwe setzte jährlich für 60 000 A Metalle um. Der Gießereibesitzer Sch. in Deutz kaufte im letzten Vierteljahr für 5000 M. Auf einen anonymen Brief hin wurden Recherchen, angestellt und bei Sch. Sachen aus der Werkstätte gefunden. Der Staatsanwalt beantragte zwei bezw. anderthalb Jahre Zuchthaus. Das Gericht sprach die Angeklagten frei, da bei sehr schweren Verachtsgründen die Beweisé fehlen. Stuttgart, 30. April. Die Erkrankung von 120 Personen unter Vergiftungserscheinungen wird aus Ludwigsburg gemeldet. Dort ist nach Genuß von Leberwurst, die in einem Metzgerladen gekauft wurde, das gesamte Pflegepersonal der Wernerschen Kinderheilanstalt erkränkt. Bei 20 Personen des Pflegepersonals und etwa 100 von der Handwerkerkompagnie des Bekleidungsamtes zeigen sich Vergiftungserscheinungen mit teilweise starkem Fieber. Die Erkrankten befinden sich nicht in Lebensgefahr. Mitteilungen von lokalem Interesse sind der Redaktion steis willkommen und werden entprochend vergütet. Lüdenscheid, 2. Mai. Die Witterung im Mai soll sich nach dem hundertjäbrigen Kalender während der ersten sechs Tage schön gestalten, dann dürste es bis zum 12. rauh und windig sein. Vom 12. bis 18. ist auf große Wärme zu rechnen, der 25. des Monats soll Regen bringen, dann aber steht für die letzten Tage wieder gutes Wetter in Aussicht. Der Meteorologe Bürgel, ein Nachfolger Falbs, prophezeit im Gegensatz zum hundertjährigen Kalender für die ersten Tage im Mai kühle, regnerische Witterung, erst vom 4. ab dürfte es nam seiner Ansicht warm und schön werden. Vom 15. ab soll sogar sommerliche Hitze eintreten, die mit Ausnahme einiger unbedeutender Niederschläge bis zum 23. anhalten werde. Hierauf wäre ein Witterungsumschlag zu gewärtigen, der regnerische, stürmische, kühle und trübe Tage bringt. Den 12. Mai bezeichnet die Gelehrte als einen kritischen Tag von nur untergeordneter Bedeutung, während er im 27. einen starken kritischen Termin erblickt, der uns möglicherweise Erdbeben beschert. Volkstümlicher Vortrag. Freitag abend 9 Uhr hält Herr Bürgermeister Dr. Jockusch im Saale des Konsumvereins den letzten seienr Vorträge über öffentliche Gesundheitspflege. Der Vortragende wird sich vor allem mit der Frage beschäftigen, welche Einrichtungen und Vorkehrungen von den Städten getroffen werden, um die Volksgesundheit zu heben. Wie die vorhergehenden Vorträge bildet auch dieser ein in sich abgeschlossenes Ganzes und ist für jedermann verständlich. Fallhammeranlage. Die Firma Brauckmann& Pröbsting beabsichtigt, auf ihrem Erundstück an der Ecke Süd= und Kurzestraße einer Hebelhammer anzulegen. Einwendungen sind binnen 14 Tagen beim Magistrat einzureichen. Erörterungsternun ist au Freitag den 17. Mai d. J., vormittags 10 Uhr, im Magistratssitzungszimmer(Zimmer Nr. 12 des Rathauses) anberaumt. Naturheilverein. Die herannahende milde Jahreszeit mit ihrer Spende von Licht und Wärme bietet reichliche Gelegenheit, krankhafte Zustände unseres Körpers zu mildern oder gar zu heben. Es soll mit diesen Worten nicht auf einen vier= oder fünfwöchentlichen Besuch der Badeorte hingewiesen werden, deren Heilerfolge oft in keinem Verhältnis zu den aufgewendeten Kosten stehen. Vielmehr meinen wir eine dauernde tägliche Benutzung von Heilfaktoren, die sich ein jeder bei einem einigermaßen guten Willen und ohne viele Kosten beschaffen kann. Im Naturheilverein wird am nächsten Sonntag auf einen wichtigen Heilfaktor hingewiesen werden. Es ist dies das Licht=Luftbad. Die Anwendung solcher Bäder untersteht selbstverständlich wichtigen gesundheitlichen Gesetzen, sodaß, bevor jemand sich diesen Bädern zuwendet, eine Informierung nicht umgangen werden darf. Dem Redner steht eigene Erfahrung zur Seite und es gelangen auch kurzgefaßte, billige diesbezügliche Schriftchen zur Verteilung. Wir verweisen auf das morgige Inserat. Warnung. Der angebliche Spezialist auf dem Gebiete der Ohrenheilkunde„Prof. G. Keith=Harvey“ in London, setzt durch umfangreiche Annoncen in deutschen Zeitungen seine Versuche fort, Schwerhörige glauben zu machen, daß sie durch seine Behandlung vollständige und dauernde Heilung finden würden. Es wird daher in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung darauf hingewiesen, daß es nach den in London über ihn angestellten Ermittelungen nicht geraten erscheint, ihm irgendwie Vertrauen zu schenken. Der geringe Wert des angepriesenen Heilverfahrens ist kürzlich in einem Strafverfahren, das hier gegen einen Agenten des Keith=Harvey eingeleitet worden war, durch Sachverständige festgestellt worden. *Versendung von Paketen während der Pfingstzeit. Die Vereinigung mehrerer Pakete zu einer Postpaketadresse ist für die Zeit vom 12. bis einschließlich 19. Mai im inneren deutschen Verkehr nicht gestattet. Auch für den Auslandsverkehr empfiehlt es sich im Interesse des Publikums, während dieser Zeit zu jedem Pakete besondere Begleitpapiere auszufertigen. *Die Vögel im Walde beginnen nun wieder zu nisten, und unsere lose Schuljugend pflegt diesen Zeitpunkt gern zu benutzen. um jenen verwerflichen und ebenso zwecklosen als rohen Sport auszuüben, der im Ausnehmen der Nester besteht, mögen sich nun Eierchen oder schon gar Junge darin befinden. Eltern und Erzieher sollten mit aller Strenge gegen Knaben verfahren, die an derartigen Schändlichkeiten Vergnügen finden; sie erweisen ihnen und sich selbst damit einen Dienst, denn das Gesetz bestraft die Uebeltäter, die in solcher Weise gegen die geslügelten Sänger in Feld und Wald vergehen, glücklicherweise recht streng.§ 368 Absatz 11 des Reichsstrafgesetzbuches besagt ausdrücklich:„Mit Geldstrafe bis zu 80 A oder mit Haft bis zu 14 Tagen wird bestraft, wer unbefugt Eier oder Junge von jagdbarem Federwild oder von Singvögeln ausnimmt." Also *Ministerielle Bestimmung für das Baugewerbe. Die Minister für Handel und Gewerbe, der öffentlichen Arbeiten und des Innern haben zur Ausführung des Reichsgesetzes, betreffend die Abänderung der Gewerbeordnung vom 7. Januar 1907 folgendes bestimmt: Der Betrieb des Gewerbes als Bauunternehmer und Bauleiter, sowie der Betrieb einzelner Zweigedes Baugewerbes, ist zu untersagen, wenn Tatsachen vorliegen, welche die Unzuverlässigkeit des Gewerbetreibenden in Bezug auf diesen Gewerbebetrieb dartun. Ein Einschreiten auf Grund dieser Bestimmung ist nicht nur gegen Einzelpersonen, sondern auch gegen Personenvereinigungen, juristische Personen und dergl. zulässig. Die„Tatsachen, welche die Unzuverlässigkeit des Gewerbetreibenden in Bezug auf seinen Gewerbebetrieb dartun," können sowohl auf dem Gebiete der beruflichen Sachkunde, als auch auf moralischem oder wirtschaftKleines Feuilleton. Momentbilder aus Russland Unter dem Titel„Red Russia“ veröffentlicht der englische Schriftsteller John Foster Fraser soeben in London ein Buch, in dem er Beobachtungen und Eindrücke von dem Leben in Rußland in diesen Tagen der Unruhe schildert. Er vermeidet lange Erörterungen und sucht vielmehr in knappen, scharf umrissenen Momentbildern die Zustände im Lande zu kennzeichnen. Wie eine Illustration zu den Meldungen über die Folter in russischen Gefängnissen, die kürzlich bekannt wurden, liest sich z. B. folgende Szene: Ein Trupp Kosaken greift eine unbewaffnete Volksmenge an. Ihr rohen Burschen, schreit ein junges Weib, Ihr seid tapfer, wenn Ihr gegen wehrlose Frauen zu kämpfen habt Wo war Euer Mut, als Ihr die Japaner vor Euch hattet? Sie wird umringt, geschlagen und verhaftet. In Begleitung von Offizieren wird sie zur Kaserne gebracht. Auf dem Kasernenhofe erscheint der General Prinz X. Was hat diese Frau getan? fragt er. Sie hat die Armee beleidigt, lautet die Antwort. Dann laßt sie jetzt hier auspeitschen und zwar nackt unter freiem Himmel! Sofort werden der Frau die Kleider vom Leibe gerissen; nicht ein Fetzen wird an ihr gelassen. Sie steht nackt vor den höhnenden Offizieren und Soldaten, in der bitteren Kälte. Vor ihnen allen wird die Auspeitschung vollzogen.... Eine andere Szene spielt des Abends in einem Petersburger Cafe. Ein Offizier und ein Student sind in Streit miteinander geraten und der Soldat hat auf den Zivilisten geschossen. Seht, was dieser Patron getan hat, ruft der Student. Er hebt seinen Arm und zeigt die Hand, von der das Blut tropft. Krach! Ein zweiter Schuß ist gefallen. Der Student ächzt und sinkt zusammen. Krach! Krach! Der Soldat drückt alle Schüsse seiner Waffe in den Körper des toten Mannes ab. Einige Frauen schreien. Aber die Musikkapelle ist eifrig am Werk, lautes Gelächter ertönt, und die Leute in entfernteren Teilen des Lokals meinen, daß nur Pfropfen geknallt haben. Der Mann ist tot! Die Dame, die in seiner Gesellschaft war, hat sich über ihn geworfen und schluchzt. Die Tartaren, die hier bedienen, bringen ein langes Sio breiten es aus und entziehen so den Toten den Tischtuch. Sie Blicken. Und nun kann es lustig weitergehen! Die Musik spielt einen Walzer,„Champanski“ ist das Feldgeschrei.. Es besteht das Gesetz in Rußland, daß niemand eine Leiche berührt, che die Polizei kommt. Es dauert eine Stunde, bevor sie eintrifst. Ihre Ankunft erweckt nur flüchtiges Interesse. Der Polizeioffizier verhaftet den Mörder. Als die beiden der Tür zuschreiten, folgen ihnen die Blicke. Plötzlich springt ein Zivilist auf, ergreift eine volle Champagnerflasche und zertrümmert sie auf dem Schädel des Mörders. Blut und Champagner fließen berab auf die Uniform. Bravo! rufen einige Gäste. Dann geht das lustige Treiben weiter. Rußland, so führt Fraser an anderer Stelle aus, hat mehr Beamte als es brauchen kann. Der öffentliche Dienst in Rußland ist überfüllt. Wenn ein Telegramm geschickt werden soll, so zählt ein Mann die Worte, ein anderer berechnet die Kosten, ein dritter kassiert das Geld ein und ein vierter stellt die Quittung aus. Alle diese Leute müssen bezahlt werden.... Die besten Absichten gehen Hand in Hand mit mittelalterlichen Mißbräuchen. Folgende kleine Szene spielte in einem Gefängnis: Der Oberwärter stürzte herein: Da sind 19 Mann im Hofe, die zu meutern drohen; seit zwei Tagen haben sie nichts zu essen gehabt. Die Leute warteten alle auf ihren Prozeß und waren infolge des Hungerns zu verzweifelten Schritten bereit. Die Männer, die in Haft genommen sind, sagte der Direktor, können von Freunden Nahrung bekommen, aber die anderen... Nun, was wird mit den anderen? fragte ich. Er zuckte mit den Achseln. Sie sterben eben! sagte er. Später hörte ich jedoch, daß dieser Mann, dessen Leben von den Revolutionären bedroht war und der daher ständig sorgfältig bewacht wurde, täglich zwei oder drei Rubel aus seiner Tasche zahlte, um einige von den Gefangenen mit Nahrung zu versehen.... Was ein Cafehaus=Wirt aus den Trinkgeldern bezieht. Die„Berliner Morgenpost“ veröffentlicht eine ziffernmäßige Aufstellung über die Abgaben der Angestellten eines großen Kaffeehauses in der Friedrichstraße in Berlin an den Wirt, die ein bezeichnendes Licht auf die Höhe des Trinkgelderumsatzes in einem solchen Cafe wirft. In dem Etablissement, auf das sich die folgende Rechnung bezieht, sind 15 Kellner beschäftigt. Jeder hat Wirt ein Gewinn von 15 Mk., bei 15 Kellnern von Von den 10 Kellnern, die in der ersten Etage arbeiten, erhebt der Wirt für tägliche Zuweisung des Reviers eine„Placeurgebühr“ von 1 Mk., also von den 10 Kellnern täglich 10 Mk. Ergibt für den Wirt eine Monatseinnahme von Die Wäsche— Jacke und Schürze— bezieht der Kellner für sich und den Zuträger vom Wirt. Er zahlt dafür an den Wirt täglich 1 Mk. Der Wirt bezieht die Wäsche von einem Verleihinstitut und zahlt für die beiden Garnituren des Kellners und Zuträgers, die jeden zweiten Tag gewechselt werden, 1,20 Mk. Ergibt einen Gewinn von 80 Pfg. in zwei Tagen, einen Monatsgewinn von 12 Mk., bei 15 Kellnern von Von der Garderobe bezieht der Wirt eine Monatspacht von Von der Toilette in der zweiten Etage als Pacht Von der Toilette im Parterre Von der Toilette in der ersten Etage Die Blumen= und Postkartenverkäuferinnen zahlen an den Wirt zusammen täglich 7,50 Mk., ergibt eine Monatseinnahme von Der Silhouettenschneider zahlt an den Wirt 5 Mk. pro Tag, also im Monat lichem kann au Vorbildi gung de des Ort ausschuf rigen S zirksaus Sachver rungsbezirk 2 die Arch lohni 2 sollte m Linien einen Zuträger zur Hilfeleistung, der vom Wirt ein Monatssalair von 30 Mk. erhält. Dafür zahlt jeder Kellner an den Wirt 1 Mk. 50 Pfg. pro Tag, also monatlich 45 Mk. Bleibt für den 225 Mk. 300 Mk. 180 Mk. 400 Mk. 300 Mk. 100 Mk. 100 Mk. 225 Mk. 150 Mk. Das macht alles in allem im Monat 1980 Mk. Die Monatseinnahme des Wirts von seinen Angestellten beträgt also rund 2000 Mk., macht 24 000 Mk. im Jahre. Und diese 24 000 Mk. leisten die Angestellten im wesentlichen aus ihrer Einnahme an Trinkgeldern! Umstani Postanst Ansichts schriftlic dem Tr Neuerun ( Kölner Kaufma dem Bi Sein P seinem desbalb chen wo Klage n seiner 9 gründet schäftige teln bef als Rei täglich Aachen landesg Begrün vereinbe nen kla er kann läßt, ih von die sprucher stimmt De Da Grafsch im Jah darüber von par denn zu konnte Hochschi eine ge allen A Bauwer ze desi ist, dan zu beig che siei hat: de welcher Volkes Staat. feiert tungen sorgun der sill Privat muße das de kündet, habth Tatsad mächtic Punkt Da kö men a spärlic der G Stift burg den be nicht, Altenc dort u odere hat. W fer vo werbu den. cher d. Graf sich un Name N sein 9 Alse Von liche. der ji der A er die König helm in da vor a dorth seine feier. Emmas Wahl. „Wieso hast Du eigentlich einen Mann geheiratet, der einen Kopf kleiner ist als Du, Emma?“ „Ich hatte die Wahl zwischen einem kleinen Mann mit großem Gehalt und einem großen Mann mit kleinem Gehalt.“ richte alten volles Weser im V als e eingesch nd Zi ebenso einerd av soll fer unierauf erische, eichnet dneter Lermin t Herr 1s den pflege. iftigen, en gete vorossenes it mit genheit, gar zu r fünfderen ndeten che Beinigerin. ichtigen uftbad. h wichdiesen werden es geen zur te der durch ersuche ne Beden. Es darauf ten Ermen zu rens ist Igenten tändige die Verfür die utschen npfiehlt jedem en, und enutzen. Sport ch nun nd Erdie an weisen bestraft Sänger § 368 „Mit vird bederwild ie Mind des fend die olgendes nehlner nn Tattreibenschreiten ersonen, dersonen äsfigkeit ieb darSachchafto. onatssaWirt ür den Mk. 10 Mk. lichem Gebiete liegen. Ein Mangel an beruflicher Sachkunde kann auf fehlender— theoretischer oder praktischer— beruflicher Vorbildung oder auf sonstigen Tatsachen beruhen. Die Untersagung des Gewerbebetriebes erfolgt auf Klage der Polizeibehörde des Ortes, an dem das Gewerbe betrieben wird, durch den Kreisausschuß, in Stadtkreisen und in den zu einem Landkreise gehörigen Städten mit mehr als 10000 Einwohnern durch den Bezirksausschuß. Der Erhebung der Klage hat die Anhörung von Sachverständigen voranzugehen, die nach Bedarf von dem Regierungs=Präsidenten ernannt werden. Für den Handwerkskammerbezirk Arnsberg, sind von dem Herrn Regierungs=Präsidenten die Architekten und Baugewerksmeister August Boos in Iserlohn und Carl Feindler in Siegen ernannt worden. Ansichtspostkarten mit Schreibraum auf der Vorderseite sollte man nicht parallel mit den für die Adresse vorgesehenen » Linien beschreiben, sondern parallel zu dem Trennstriche, weil dann naturgemäß die Adresse weit deutlicher hervortritt. Dieser Umstand ist für die glatte Abwickelung des Sortierens bei den Postanstalten von wesentlicher Bedeutung. Es sind neuerdings Ansichtspostkarten in den Handel gekommen, auf welchen der für schriftliche Mitteilungen vorgesehene Raum mit eingedruckten, dem Trennstriche parallel laufenden Linien versehen ist, eine Neuerung, der allgemeine Verbreitung zu wünschen wäre. Eine für Geschäftsreisende wichtige Entscheidung hat das Kölner Oberlandesgericht gefällt. Ein als Reisender angestellter Kaufmann wurde einige Wochen vor seinem Dienstaustritt auf dem Bureau beschäftigt, anstatt auf Reisen geschickt zu werden. Sein Prinzipal fand sich dazu veranlaßt, weil der Reisende nach seinem Austritt ein Konkurrenzgeschäft gründen wollte, und er deshalb befürchtete, daß dieser ihm seine Kunden abwendig machen wollte. Der Reisende erhob später gegen seinen Prinzipal Klage mit dem Antrage diesen zu verurteilen, ihm für jeden Tag seiner Nichtbeschäftigung als Reisender 5 A zu zahlen. Er begründet diesen Antrag damit, daß er während der Zeit seiner Beschäftigung auf dem Bureau, seinen Unterhalt aus eigenen Mitteln bestreiten mußte, während er bei ordentlicher Beschäftigung als Reisender aus seinen Spesen seine persönlichen Bedürfnisse täglich habe befriedigen können. Während das Landgericht zu Aachen die Klage abwies, gab der 10. Zivilsenat des Kölner Oberlandesgerichts in der Berufungsinstanz derselben mit folgender Begründung statt: Die Spesen des Reisenden sind als Teil der vereinbarten Vergütung anzusehen. Zwar hat der Reisende keinen klagbaren Anspruch darauf, auf Reisen geschickt zu werden, er tann aber im Falle, daß es der Prinzipal pflichtwidrig unterläßt, ihn auszuschicken, und ihm dadurch seine Vergütung kürzt, von diesem die Zahlung desjenigen Teiles der Reisespesen beanspruchen, die zu seinem Lebensunterhalt während der Reise bestimmt ist. Der Wiederaufbau der Burg Altena. Der„Hagener Ztg.“ wird geschrieben: dreihundertjährige Jubiläum der Vereinigung der Grafschaft Mark mit der Krone Preußens wird ja bekanntlich Jahre 1909 gefeiert werden. Daß es gefeiert werden muß, in 9 Mk. O Mk. 0 Mk. O Mk. 0 Mk. 5 Mk. Mk. 0 Mk. en bediese ihrer einen grodarüber sind alle einig, welche nicht grundsätzliche Gegner sind von patriotischen Feiern. Wir wollen mit ihnen nicht hadern, denn zu sagen:„Wozu der Unrat! Das dafür aufgewendete Geld konnte besser angewandt werden für praktische Zwecke: Schulen, Hochschulen, Krankenhäusern oder dergl.“ trägt ja ohne Zweifel eine gewisse Wahrheit in sich. Aber das gilt dann schließlich von allen Aufwendungen für Kunst, Musik, Denkmäler, ja für alle Bauwerke, deren äußere oder innere Ausstattung über die Grenze des durchaus Nötigen hinausgeht. Wenn nun überhaupt etwas für die Mark des Feierns wert ist, dann ist es die geschichtl. Tatsache, welche wie keine andere dazu beigetragen hat, die Mark zu der Bedeutung zu bringen, welche sie in politischer, kultureller und industrieller Beziehung heute hat: das ist die Einverleibung der Mark in den Staatskörper, welcher mehr und mehr der Kern und Mittelpunkt des deutschen Volkes und Reiches geworden ist, den brandenburgisch=preußischen Staat. Die Frage ist nur: Wie soll dieser Tag von der Mark gefeiert werden? Da hat wohl ein jeder das Empfinden, daß Stiftungen von Wohlfahrtseinrichtungen, Kinderheimen, Altersversorgungshäusern und ähnlichen Dingen, wie sie etwa gelegentlich der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares von Kommunen und Privaten ins Leben gerufen worden sind, hier nicht genügen. Es muß ein sichtbares, in die Augen springendes Monument sein, das dem gegenwärtigen und den kommenden Geschlechtern verkündet, daß wir Leute unserer Tage Sinn und Verständnis gehabt haben für die Bedeutung der weittragenden geschichtlichen Tatsache der Vereinigung des Duodezstaates der Mark mit der mächtig aufstrebenden brandenburgisch=preußischen Monarchie. Das Denkmal muß naturgemäß errichtet werden an einem Punkte, der für die alte Grafschaft Mark historisch bedeutsam ist. Da können unseres Erachtens nur drei Punkte in Betracht kommen a) die alte Burg Mark bei Hamm, von der aber nur ganz spärliche Reste vorhanden sind, b) die Stätte, wo eine ganze Reihe der Grafen von der Mark ihre Ruhestätte gefunden haben, das Stift Fröndenberg, c) die Burg zu Altena, welche ja die Stammburg der Grafen von der Mark gewesen ist.— Wir brauchen von den beiden erstgenannten Stätten nicht zu reden, schon deshalb nicht, weil bisher keine Stimme für sie sich erhoben hat.„Was Altena betrifft, so ist es durchaus von geringer Wichtigkeit, ob dort und wie lange die Grafen von der Mark, oder ein Ahnherr oder eine Ahnfrau des preußischen Königshauses dort residiert hat. Wichtig und geschichtlich feststehend ist, daß die späteren Grafen von der Mark Grafen von Altena waren und sich bis zur Erwerbung des Oberhofes Mark so bezeichneten und bezeichnet wurden. Mark erwarben sie um 1200. Graf Adolf I. von Altena, welcher von 1199 bis 1249 regierte, nannte sich schon im Jahre 1203 Graf von der Mark. Aber damals und auch noch später nennt er sich urkundlich noch Graf von Altena und siegelte unter diesem Namen. Sein Sohn Otto nannte sich auch noch Graf von Altena, sein jüngerer Bruder Engelbert nannte sich Graf von der Mark. Als ersterer ohne Erben starb, fiel sein Besitztum an den zweiten. Von der Zeit wurde der Titel Graf von der Mark der allein übliche. Also ist Altena der ältere Titel und Sitz der Grafen, Mark der jüngere. Deshalb ist Altena die Stammburg der Grafen von der Mark, und der Oberpräsident von Vincke hatte Recht, wenn er die Burg Altena den„Stammsitz von mütterlicher Seite des Königlichen Hauses“ nannte. Und wenn von Friedrich Wilhelm II. bei seinem Besuche der Mark berichtet wird, daß er sich in das„schröckliche Gebürge bis Altena hineinwagte“, so ist es vor allem wohl das Familien=Interesse gewesen, welches ihn dorthin getrieben hat. Aus allen diesen Gründen ist Altena und seine Burg der gegignete Platz für ein Denkmal der Erinnerungsfeier. Wir sind nun auch nicht dafür, daß dort ein Prunkbau errichtet wird, der am Ende von der alten Feste, auf welcher die alten Grafen hausten, grundverschieden wäre. Denn ein prunkvolles Schloß wird die Burg der alten Grafen sicherlich nicht gewesen sein. Die bergige Gegend war wenig fruchtbar und arm im Vergleich mit den ergiebigeren Gebieten an der Lippe. Aber als eine stolze und wehrhafte Feste hat die Burg ins Land hineingeschaut und ist weithin sichtbar gewesen mit ihren Türmen und Zinnen. Die Grundmauern der Burg sind noch vorhanden, ebenso alte Bilder und Pläne der Burg— genügend, um sie in einer dem alten Bau ähnlichen Weise wieder erstehen zu lassen. Sollte sie etwas idealisiert und vervollkommnet aus dem Schutte auferstehen, so wäre das kein Fehler. Ein Fehler würde es sein, einen Prunkbau dort aufzuführen, der mit der alten Burg schließlich nur eine entfernte Aehnlichkeit hätte. Der Gedanke ist aber bis dahin dem Komitee noch nicht gekommen und wird ihm auch nicht kommen. Sollte bei einzelnen Persönlichkeiten diese Versuchung kommen, oder vorhanden gewesen sein, so wäre es ja ein Verdienst der Gegner des Wiederaufbaues, vor dieser Gefahr rechtzeitig gewarnt zu haben. Aber eine möglichst in ihrer ehemaligen Gestalt wiederhergestellte Burg würde dastehen als ein Denkmal der alten Zeit und als ein Mal des Dankes der Leute unserer Zeit, für die Segnungen, welche uns aus der Vereinigung der Mark mit der Krone Preußens unter der weisen und starken Regierung des Hohenzollern=Hauses erwachsen sind. Und deshalb rufen wir dem Komitee für seine fernere Arbeit zu ein fröhliches Glückauf! Zur Verhinderung des Schnarchens. Von Geh. San.=Rat Dr. Konrad Küster. Die Frage, wie das Schnarchen zu verhindern sei, berührt den Kliniker wohl wenig, häufig jedoch den praktischen Arzt. Es würden gewiß sehr viele Leute den Aerzten dankbar sein, wenn sie ihnen ein Mittel angeben könnten, welches von der unangenehmen, die Nachtruhe störenden und häufig sogar gesundheitsschädlichen Angewohnheit des Schnarchens, befreien würde. Und dieses Mittel ist gefunden! Gehen wir den Ursachen des Schnarchens nach, so kann nicht bezweifelt werden, daß dasselbe in erster Reihe durch das Offenhalten des Mundes entsteht. Beobachtet man einen Schnarchenden, so bemerkt man sofort, daß der Unter liefer im Schlafe herabgesunken ist. Wird der Schnarcher durch ein Geräusch etwas munterer gemacht, so schließt er den Mund und hört auf zu schnarchen. Bei geschlossenem Munde kann man wohl mit Geräusch die Luft durch die Nase einziehen, aber es wird niemals das so laute störende Schnarchen eintreten wie bei geöffnetem Munde. Man schnarcht deshalb auch am meisten, wenn man auf dem Rücken liegt, weil hier der Unterkiefer leichter herabsinkt als in der Seitenlage, wo der Kiefer auf der Brust meist einen Stützpunkt hat. Das Schnarchen würde also nicht eintreten, wenn es gelänge, das Herabsinken des Unterkiefers zu vermeiden. Es war deshalb, sehr interessant für mich, bei einem Herrn, der früder seine Frau viel durch Schnarchen störte, zu sehen, daß er eine ganz bequem zu tragende Binde erfunden hat, die, Nachts ange legt, das Schnarchen verhindert. Die Binde ist so konstruiert, daß sie für jeden Kopf passend eingestellt werden kann und das Her obsinken des Unterkiefers verhindert, aber durch seitliche schmale Gummistreifen auch so nachgiebig, daß sie jede Bewegung des Mundes zuläßt. Es ist keineswegs notwendig, die Binde immer während des Nachts zu tragen, denn das Offenhalten des Mundes ist nur eine Gewohnheit und keine Notwendigkeit. Gewöhnt man mittels der Binde sich daran, nur durch die Nase zu atmen, so ge schieht dies nach einiger Zeit auch von selbst, ohne daß die Binde getragen wird. Die Binde wirkt deshalb nicht nur rein mechanisch und vorbeugend, sondern auch durch die geistige Gewöhnung und ist somit geradezu ein Heilmittel. Die weitere Folge ist die günstige Beeinflussung der chronischen Katarrhe. Wer an der üblen Gewohnheit des Schnarchens leidet und deshalb Interesse für eine solche Binde hat, wende sich an Dr. Albert Krug in Berlin, Nachodstraße 1, der gegen Einsendung des Portos nähere Anga ben macht.— Ebenso wichtig wie für die Gewohnheitsschnarcher ist die Binde für Kinder, welche sich daran gewöhnt haben, mit gröffnetem Munde zu atmen. Kinder mit dauerend geschwollenen Mandeln und mit chronischen Katarrhen der Rachenschleimhaut atmen nicht durch die Nase, weil ihnen dies beschwerlich ist, sondern durch den geöffneten Mund. Sie machen sich dadurch in der Nacht durch Schnarchen bemerkbar. Hier liegen nun direkte G. sundheitsschädigungen vor, denn solche Kinder atmen nicht die durc die Nase erwärmte und vom Staub gereinigte Luft ein sondern empfangen unmittelbar Staub und Kälte. Geschwollene Mandeln aber sind ein sehr günstiger Nährboden für allerlei Krankheitskeime, die dadurch ihren Einzug im Körper halten und schwere Erkrankungen hervorrufen. Vom Rachen aus verbreiten sich die Katarrhe auch auf die Ohren und verursachen oft Schwerhörigkeit. Der praktische Arzt sieht nur zu oft Kinder, die in Folge des Offenhaltens des Mundes und der dadurch entstandenen Schwerhörigkeit einen dummen, fast blödsinnigen Gesichtsausdruck annehmen. der Start Lüdenscheid vom 21. bis 27. April 1907. Geburten: Klara Hedwig, T. des F.=A. Rudolf Carl Christian Wigger hagen. Anna Margarete, T. des F.=A. Albert vom Hofe. Anna Lina Emma Auguste, T. des Oberwachtmeisters Gustav Trzeciak. Martha, T. des Landwirts Wilhelm Fingerhut. Helene Pauline Wilhelmine, T. des Packers Hermann vom Hofe. Katharina Martha Else, T. des F.=A. Peter Wilhelm Heinrich Kramer. Jobann, S. des F.=A. Klaas Keizer. Rosa Emma Mathilde, T. des F.-A. Ernst Julius Kremp. Eheschließungen: Friseur Otto Seiler und Adele Kürby. F.=A. Johannes Ad. Wilhelm Reiche und Rosalie Nowak. Polsterer und Dekorateur Mar Kettling und Anna Klara Schulte. Buchbinder Ernst Hugo Solmecke und Klara Prinz. F.=A. Hugo Höllermann und Adele Sohage. F.=A. Heinrich Karl Plate und Klara Lohmann: Elektromonteur Peter Vogel und Martha Katharina Knauf. Werkmeister Ewald Schulte und Klara Vedder. F.=A. Friedrich Karl Berges und Minna Pollmann. Packer Karl Beistner und Wilhelmine Luise Alma Schmidt. Sterbefälle: F.=A. Wilhelm Sönnecken, 73 J., Altersschwäche. Ehefrau August Schnepper, Wilhelmine geb. Hohage, 59 J., Magenkrebs. Ida Brinker, 23 J., Herzlähmung. Konrad Hermann Otter, 4 Scharlach. Alma Niggeloh, 24 J., Herzschwäche. Gustav Adolf Winter, 13 J., Gelenkrheumatismus. Maria Elfriede Geitz, 2 J. 6 M., Hirnentzündung. Schneidermeister Theodor Albach, 51 J., Tuberkulose. Vergleichende Temperaturen von Orten zwischen dem 67. bis 40. Grade Nor breite und zwischen dem 5 und 35. Grade östlicher Länge von Greenwich a Celsiusgraden(5 Grad C.= 4 Grad R.) um 7 Uhr früh: Haparanda Stokholm Christiansund Borkum Swinemünde 16 5 7 7 Berlin Frankfut a. M. München Nizza Rom Neapel 8 5 10 12 14 Die allgemeine Luftdruckverteilung über Europa wird in den Wetterkarten der heinsch=westsälischen Dienststelle auf Grund der Seewartenberichte wie folgt beschrieben: Ein umfangreiches Tief liegt über Skandinavien und der Nordsee, an dessen Südseite mehrere Randtiefs erkennbar sind. Unter deren Einfluß besteht die unbeständige Witterung, im Westen begleitet von starken westlichen Winden, fort. Allenthalben sind Regenfälle niedergegangen, besonders ergiebig im Südwesten Deutschlands, dem Dienstbezirk.(Luxemburg 28 Mm.) Heute früh herrscht im Dienstbezirk trübe Witterung, im Münsterlande und der Rheinebene dauern die Regenfälle fort. Morgen sehr unbeständig, bisweilen Regen, Schnee oder Hagel. Böige Nordwestwinde. Temperatur dem Gefrierpunkt nahe. Lüdenscheider 51° 13“ Nordbreite, 7° 88“ östl. Länge von Greenwich, 440 m Seehöhe Berlin, 1. Mai. Der Kronprinz will gelegentlich der Eroffnung der Düsseldorfer Kunstausstellung auch Duisburg besuchen, um die neue Rheinbrücke zu besichtigen. Berlin, 2. Mai. Die Audienz Aehrentals beim Kaiser währte über eine Stunde. Um 2 Uhr fand zu Ehren des Herrn v. Aehrenthal bei dem Staatssekretär v. Tschirschky Frühstückstafel statt. Später machte Baron v. Aehrenthal einige Besuche, u. a. auch beim österreichisch=ungarischen Botschafter. Um ½7 Uhr abends stattete Freiherr v. Aehrenthal dem Reichskanzler einen Besuch ab. Um 8 Uhr fuhr Freiherr v. Aehrenthal mit dem österreichisch=ungarischen Gesandten nach dem Schlosse, um einer Einladung des Kaisers zum Diner Folge zu leisten. Berlin, 2. Mai. Die Besetzung des Kameruner Gouverneursposten steht unmittelbar bevor. Sicherem Vernehmen nach ist nunmehr bestimmt, daß Herr v. Puttkamer zu einer nochmaligen Uebernahme der Gouverneurgeschäfte nicht wieder in das Schutzgebiet zurückkehren wird. Die Nachricht, daß Geheimrat Dr. Seitz den jetzigen stellvertretenden Gouverneur Dr. Gleim in Kamerun ablösen wird, bestätigt sich. Berlin, 2. Mai. Ein schweres Unglück ereignete sich gestern nachmittag bei Ruhleben. Die amtliche Meldung besagt: Gestern nachmittag 5,20 Uhr wurde ein Straßenbahnwagen der Linie Spandauer Bock=Spandau durch einen Eisenbahnzug bei dem Chausseeübergang der Bude 7 der Güterzugstrecke Moabit=Spandan in der Nähe der Spandauer Bockbrücke überfahren, wobei 2 Passagiere der Straßenbahn getötet und 11 verletzt wurden. Ursache des Unglücks ist vorzeitiges Oeffnen der Schranke für die elektrische Straßenbahn durch einen Bediensteten dieser Bahn. Der nach den bisherigen Berichten Schuldige an der folgenschweren Katastrophe, der Schrankenwärter Vermomm, wurde sofort nach dem Unfall verhaftet. Die nähere Untersuchung dürfte ergeben, inwieweit noch anderen Faktoren die Schuld an dem Unfall beizumessen ist. Dortmund, 1. Mai. Bei einem Einbruchsdiebstahl wurden in der vergangenen Nacht hier folgende Wertpapiere gestohlen: dreiprozentige Reichsanleihen 38 005—10 zu je 500 M, 575 664 und 65 zu je 1000 M und 588 401—25 zu je 200. Solingen, 1. Mai. Der Solinger Schützenverein trägt sich mit dem Gedanken, im nächsten Jahre hier das Rheinisch=Westfälische Bundesschießen abzuhalten. Zur Anlage der Schießbahn hofft man von der Stadt ein geeignetes Terrain zu Dornsiepen zu erhalten. Köln, 1. Mai. Oberbürgermeister Becker hat seinem Vertreter, dem Ersten Beigeordneten Farwick, die amtliche Mitteilung zugehen lassen, daß er beabsichtige, am 1. Oktober d. J. in den Ruhestand zu treten. Münche n, 1. Mai. Gestern mittag ist von einem Wagen, der von der Stadt aus zur Maffeischen Maschinenfabrik fuhr, eine Kiste mit 28 000 A bar abhanden gekommen. Heute wurde dieses Geld teils im Englischen Garten vergraben, teils in einem Hause versteckt gefunden. Zwei junge Burschen, welche die Kiste erbrochen hatten, sind festgenommen worden. Sie behaupten, sie auf der Straße gefunden zu haben. Paris, 2. Mai. Auf dem republikanischen Platz feuerte der Russe Jakob Laub vom Verdeck eines Omnibus herab 5 Revolverschüsse auf eine Kürrassierabteilung. Ein Soldat und sein Pferd wurden verwundet. Das Publikum geriet über diese Tat in sinnlose Wut und verwundete Laub schwer; er mußte von der Polizei in Gewahrsam gebracht werden. Am Fauburg du Tomple biß ein anderer Russe einem Polizisten, der ihn verhaften wollte, ein Stück Fleisch aus der Wange, auch verwundete er einen Polizisten durch Revolverschüsse schwer. Auf dem republikanischen Platz wiederholten sich die Krawalle. Von einer Rotte Demonstranten wurde der Polizeipräfekt Lepint umringt und mußte in ein Cafe flüchten, wo ihn Militär befreite. Im ganzen wurden 1200 Verhaftungen vorgenommen, darunter auf dem republikanischen Platz 770. Es gibt zahlreiche Verwundete. Infolge des Einschreitens der Polizei konnten sich die Maifeiernden nirgends im geschlossenen Zug formieren. Paris, 30. April. Im Pariser Apollotheater riß das für die Evolutionen zweier Tänzerinnen oberhalb eines Löwenkäfigs gespannte Seil. Die beiden jungen Mädchen stürzten in den Käfig, eins wurde von einem Löwen am Halse gepackt und zerfleischt. Durch eiserne Stangen wurde das Tier von seinem Opfer zurückgedrängt. Im Publikum wurden mehrere Damen ohnmächtig. Cetinje, 1. Mai. Blättermeldungen über Kämpfe in Niksitsch, Podgoritza und anderen Orten, wobei es Tote und Verwundete gegeben habe, sowie die Nachricht, daß die aufrührerischen Stämme beschlossen hätten, nach Cetinje zu marschieren, werden von amtlicher Seite als unbegründet bezeichnet. Im ganzen Lande herricht Ruhe. Verlauf der Witterung gestern morgen: bedeckt, gestern nachm: Regen, in voriger Nacht: Regen. Der kategorische Imperativ für die Zeit des Uebergangs zur besseren Jahreszeit lautet Nehmt Fays ächte Sodener! Gerade jetzt muß man sich doppelt vorsehen, denn gerade jetzt sind Erkältungen des Halses und der Bronchien, die leicht chronisch werden, ungemein häufig. Man beugt solchen Erkältungen vor und man bekämpft vorhandene Erkältungen durch den Gebrauch von Fays ächten Sodener Mineral=Pastillen, die man für 85 Pfg. in allen Apotheken, Drogen= oder Mineralwasserhandlungen kaufen kann. Bekanntmachung. Die Firma Brauckmann& Pröbsting zu Lüdenscheid beabsichtigt auf ihrem Grundstück an der Ecke Süd= und Kurzestraße einen Hebelhammer zu errichten. Dies wird mit der Aufforderung zur öffentlichen Kenntnis gebracht, etwaige Einwendungen nicht privatrechtlicher Natur binnen 14 Tagen nach Ausgabe dieses Blattes bei dem Unterzeichneten schriftlich in zwei Ausfertigungen oder zu Protokoll anzubringen; nach Ablauf der Frist können Einwendungen in dem Verfahren nicht mehr angebracht werden. Die Beschreibungen, Zeichnungen und Pläne liegen bis zum Ablauf der Frist auf dem hiesigen Rathaus Zimmer Nr. 10 innerhalb der Dienststunden zur Einsicht aus. Zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen wird Termin vor dem Unterzeichneten auf Freitag, den 17. Mai d. Is., vormittaas 10 Uhr, im Magistratssitzungszimmer(Zimmer 12 des Rathauses) mtt dem Bemerken anberaumt, daß im Fall des Ausbleibens des Unternehmers oder der Widersprechenden gleichwohl mit der Erörterung der Einwendungen wird vorgegangen werden. Lüdenscheid, den 29. April 1907. Der Stadtausschuß: Jockusch. Die Kreiskörkommission wird die Ankörung der Bullen in den nachbezeichneten Ortschaften und in der nachstehenden Reihenfolge vornehmen: Am Montag, den 13. Mai d. Is., um 7½ Uhr vormittags in Valbert vor der Wirtschaft Heinrich Turck. „ 9¼ Uhr„ in Scherl. „ 10 Uhr„ in Meinerzhagen vor der Wirtschaft Krugmann. „ 11 Uhr„ in Tannenbaum. 1 Uhr nachmittags in Wildenkuhlen. „ 1½ Uhr„ in Kiersperhagen 2¼ Uhr„ in Bürhausen. 3¾ Uhr„ in Kierspe vor dem Amtshause. 4¾ Uhr„ in Neuenhaus. „5¼ Uhr„ in Wegerhof. „ 6¼ Uhr„ in Halver vor dem Posthause. Am Dienstag, den 14. Mai d. Is., um 7½ Uhr vormittags in Brügge vor der Wirtschaft Linnepe. „ 9 Uhr„ in Oberrahmede. „ 10 Uhr„ in Zum Hohle. „ 11 Uhr„ in Sckhnarům. „12½ Uhr nachmittags in Wiblingwerde. „ 1½ Uhr„ in Einsal. „ 4 Uhr„ in Buchholz bei Altena. Am Mittwoch, den 15. Mai d. Is., um 9 Uhr vormittags in Neuenrade. „ 10 Uhr„ in Werdohl. „ 12 Uhr„ in Eiringhausen. „ 3½ Uhr nachmittags in Dankelmert. Am Donnerstag, den 16. Mai d. Is, um 7 Uhr vormittags in Holthausen bei Plettenberg. „ 9 Uhr„ in Herscheid vor der Wirtschaft vom Heede. „ 12 Uhr„ in Höh bei Lüdenscheid. Die Bullenbesitzer der vorgenannten Bezirke, welche die Bullen zum Decken fremden Rindviehs benutzen wollen, werden hiermit aufgefordert, die Bullen der Kreiskörkommission zur angegebenen Zeit vorzuführen. Altena, den 8. April 1907. Der Vorsitzende der Körkommission. Von grossem Nutzen für Jedermann sind 9 in Würfeln zu 10 Pf. für 2 Teller Suppe. In kürzester Zeit und nur mit Wasser zuzube eiten. 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Mai 1907 von 9 bis 11 Uhr abends, Die Nachtlaternen brennen: vom 1. bis zum 31. Mai 1907 von abends 11 bis 4 Uhr morg. Die Laternen müssen spätestens 20 Minuten nach dem angegebenen Beginn der Brennzeit angezündet sein. Lüdenscheid, den 1. Mai 1907. Der Bürgermeister. Zwangsversteigerung. Am Freitag, den 3. dss. 11 Uhr vormittags verkaufe ich hier an Ort und Stelle 100 Stück Milchentrahmungsgefäße u. ca. 300 Pfd. verz. Rinneneisen(Bandeisen) öffentlich meistbietend gegen Barzahlung. Ver sammlung: Wirtschaft Weischede. Birkel, Gerichtsvollzieher Meinerzhagen. Bewährte Konstruktion! D. R. P. Mailand 1906: Grand Prix. Die Heberollen über die Beiträge zur Landwirtschaftskammer für das Jahr 1907, der Gemeinde Kierspe und Rönsahl liegen vom 3. Mai dss. Irs ab 14 Tage lang zur Einsicht der Beteiligten auf hiesigem Amtsbüro bezw beim Herrn Gemeinde=Vorsteher Haase in Rönsahl offen. Etwaige Reklamationen sind ausschließlich an die Landwirtschaftskammer für die Provinz Westfalen zu Münster i. W. zu richten. Durch die Reklamation wird die Zahlungsverpflichtung nichtsaufgehoben. Kierspe, den 1. Mai 1907. Der Amtmann Büren. Das Freiumherlaufenlassen von Hun den z Zt der Feld= und Waldarbeit wird nach den bestehenden Palizei=Ver ordnungen bis zu 9 Mark bestraft Im Weiteren hat derjenige eine Strafe wie vor zu gewärtigen, wer in fremden Jagdrevieren Hunde laufen läßt, ohne denselben einen Knüppel angelegt zu haben, welcher sie an der Aufsuchung und Verfolgung des Wildes hindert. Herscheid, 26. April 1907. Der Amtmann: Steinhaus. Fahnen Rainsoka, Hannover. Betreten meiner Grundstücke unter der Höh wird hiermit strengstens untersagt. Theodor Otto Paulmann. Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft Installationsbureau Hagan i. W. Fernsprecher 292..... Telegrammadr.: Elektron. Ausführung von elektrischen Kraft- u. Lichtanlagen mit eigener Zentrale, sowie Anschlussanlagen und Hausinstallationen. 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