Hmtlicher Anzeiger für den Kreis Altena Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonntage. Preis pro Quartal frei ins Haus geliefert M. 1.50 Durch die Poît bezogen: am Schalter abgeholt„ 1.50 Durch den Briefträger frei ins Haus gebracht„ 1.92 Anzeigen werden bis späteltens 9 Uhr Vorm. erbeten. Preis für die 2 gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 15 Pfg., Reklamen 30 Pfg. Die Expedition befindet lich: Friedrichstraße 91. Druck u. Verlag von Tilgenkamp& Ruhl in Lüdenscheid. Verantwortlicher Redakteur: Otto Scaar in Ludenscheid. den 22. Dezember 1906 89. Jahrgang ihrer geringen. Polizei und Truppenmacht nicht imstande, vielleicht auch nicht Willens genug, die Grenze wirksam zu sperren. Unter diesen Umständen müssen die Stationszentren vorderhand noch stark besetzt bleiben, damit ihr Aktionsradius hinreichend groß ist, um den Feind auch über weite Strecken ausgiebig zu verfolgen. Die stete Alarmbereitschaft bedingt ferner Ablösungen, um die Truppen bei Kraft zu erhalten. Die erforderlichen Stärken für die Stationszentren sind daher sorgfältig vom Oberst v. Deimling kalkuliert, er schickt zurück, was irgend entbehrlich ist, wie die angelangten und noch in Aussicht stehenden Rücktransporte beweisen. Können nun diese Kriegsverhältnisse von den„Strategen“ der Mehrheitsparteien im Reichstagsgebäude richtig beurteilt werden? Der wenig bewegliche, in Ueberfällen vorzüglich bewanderte Feind kreuzt oft genug die schönsten Operationspläne der ihm direkt gegenüberstehenden Militärs, wie können da die ultramontanen und sozialdemokratischen Führer mitreden wie der Krieg zu beenden ist. Einen eigenen Operationsplan haben sie natürlich vorzulegen unterlassen. Den Wunsch, daß die Beendigung sobald wie möglich erreicht werde, haben die Militärs nicht weniger als sie. Die großsprecherische Ankündigung, sie übernähmen„die Verantwortung für die Truppenverminderung“ oder bewilligten„die Mittel, wenn der Aufstand neu wieder aufflackerte,“ sind leere Worte. Die Verantwortung tragen vor der Nation und vor der Geschichte die Regierung und die Kommandierenden vor dem Feinde. Es handelt sich jetzt darum, endgültige militärische Erfolge zu erringen, und festzuhalten, was erreicht ist. Das ist nicht möglich, wenn die Truppenzahl und die Geldmittel im Sinne der Mehrheitsparteien beschnitten werden. Mißerfolge und neuer Schaden an Gut und Blut würden nicht auf sich warten lassen. Nachdem alle Hinweise auf die Zahl der noch im Felde stehenden Feinde auf ihren Zuzug aus dem Kaplande, auf die Menge der der Bewachung bedürfenden Gefangenen Hereros und Hottentotten, auf die noch bestehenden, wehrhaften Stammesorganisationen der Schwarzen auf die zahlreichen, einfallbereiten Farbigen an unserer Östgrenze und auf die von den Ovambos möglicherweise drohende Gefahr die Abwehr des Antrages Hompesch und Genossen nicht bewirkt hatte, war die Auflösung des Reichstages im Vertrauen auf die bessere Einsicht des deutschen Volkes die einzig richtige und hoffentlich rettende Tat, um durch Sicherung der Waffenehre in Deutsch Südwest Deutschlands Stellung in der Welt intakt zu erhalten. partei treffe prinzipiell niemals derartige Abkommen über die Köpfe der Wählerschaft hinweg, sondern überlasse dies stels den Wahlkreis=Organisationen selbst. Das Kreiswahlkomitee der freisinnigen Volkspartei unseres Wahlkreises sei aber zur Erledigung der Kandidatenfrage überhaupt noch nicht zusammengetreten, ebensowenig die einzig für derartige Abkommen berufene Instanz, die Vertrauensmännerversammlung. Dortmund. 21. Dez. In der heute abend abgehaltenen Ausschußsitzung des nationalliberalen Wahlkomitees für den Wahlkreis Dortmund=Hörde wurde einstimmig der Rechtsanwalt Pork als Kandidat aufgestellt, nachdem sich die Vertreter der evangelischen Arbeitervereine damit einverstanden erklärt hatten. Die freisinnige Volkspartei erklärte sich bereit, für den nationalliberalen Kandidaten schon im ersten Wahlgange einzutreten. Der vom Zentrum zunächst in Aussicht genommene Kandidat(SchwarzDüsseldorf) hat die Annahme der Kandidatur abgelehnt, ebenso ein Arbeitersekretär, dem man die Kandidatur an zweiter Stelle angetragen hatte. Bielefeld, 21. Dez. Die Nationalliberalen haben in Bielefeld=Wiedenbrück den früheren Staatsminister v. Möller als Kandidaten aufgestellt. Möller hat angenommen. Die Konservativen und die Freisinnigen unterstützen diese Kandidatur. Elberfeld, 21. Dez. Die Vertrauensmänner der freisinnigen Volkspartei des Wahlkreises Remscheid=Lennep=Mettmann stellten heute den Prof. Eickhoff=Remscheid als Kandidaten auf. Frankfurt a. Oder, 21. Dez. Wie die„Frankfurter Oderztg." meldet, stellten die konservativen Parteien im Wahlkreise Frankfurt a. Oder=Lebus in ihrer Generalversammlung am Donnerstag den Gutsbesitzer Rode=Zechin als eigenen Kandidaten auf. Rechtsanwalt Bassermann lehnte es darauf ab, wieder zu kandidieren; die beiden liberalen Parteien leiteten sofort Verhandlungen zur Aufstellung einer anderen nationalliberaen Kandidatur ein. Dresden, 21. Dez. Die angekündigte Einigung aller bürgerlichen Parteien des Königreichs Sachsen ist nicht zustande gekommen. Die bürgerlichen Parteien stellen in einer großen Anzahl von Wahlkreisen Gegenkandidaten unter sich auf, so daß der abermalige Sieg der Sozialdemokratie in den meisten sächsischen Wahlkreisen zu befürchten bleibt. Berlin, 22. Dez. Die„Anklamer Ztg." schreibt:„Die Förderung der Seßhaftmachung der Landarbeiter gehört, wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, zu dem Programm des neuen Landwirtschaftsministers. Minister von Arnim soll sich zu der Uebernahme des Portefeuilles mit in der Hoffnung darauf verstanden haben, die Vermehrung unseres Landarbeiterstandes durch planmäßige innere Kolonisation energisch betreiben zu können. Der Minister hat auf seinem uckermärkischen Gute Criewen zahlreiche Landarbeiter angesiedelt und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Eine Audienz, die der Regierungsrat Borchert, der Direktor der Landwirtschaftskammer in Stettin und Geschäftsführer der pommerschen Ansiedlungsgesellschaft am letzten Freitag bei dem Landwirtschaftsminister hatte, dürfte mit diesen Plänen hinsichtlich der Förderung der inneren Kolonisation im Zusammenhange stehen. Berlin, 22. Dez. An hiesiger zuständiger Stelle ist von einem angeblichen Aufstande der Berseba=Hottentotten nicht das Mindeste bekannt. Berlin, 22. Dez. Zu der Meldung, daß Papst Leo XIII. eine halbe Million Lires von Kaiser Wilhelm erhalten und der General von Loe ihm einen Edelstein überbracht habe, schreibt die„Voss. Zta“:„Es hat sich herausgestellt, daß General von Loe im Februar 1893 dem Papst den Edelstein überbracht hat und daß die Kardinäle und Bischöfe im Zentrum einen noch viel schärferen Druck zu Gunsten der Caprivischen Militärvorlage als 1887 zu Gunsten der Septennatvorlage ausgeübt haben. Es ist ein Brillant von großem Werte, 18 9 16 Karat schwer und wurde höchst kostbar gefaßt dem Papst als Pontifikatring zu seinem fünfzigjährigen Bischofsjubiläum überreicht. Wann Leo XIII. sein Bischofsjubiläum feiern würde, wußte die Regierung Preußens und des deutschen Reiches nicht. Es kam der Regierung nicht in den Sinn, ihm ein Geschenk zu überreichen. Auf dieses Geschenk verfiel sie erst während der Militärvorlage. Mit der Herstellung des Ringes wurde der Mainzer Domkapitular Schneider beauftragt. Prof. Dr. Helm fertigte die Skizze an. Die Ausführung erfolgte bei Frankfurter Juwelieren in Rotgold und Grüngold mit reichen Ornamenten und Emblemen. Wiederholt wurde auf die drängende Kürze der Zeit hingewiesen. Berlin, 22. Dez. Die Freien sozialistischen Gewerkschaften anarchistischer Richtung sind auch mit einem Wahlaufruf herausgekommen. Die„Einigkeit", ihr Hauptorgan, veröffentlicht den Aufruf, in dem der Generalstreik zur Parole gemacht wird. Straßburg, 22. Dez. Die Strafkammer in Kolmar verurteilte den Weinhändler Vogel aus Kaysersberg wegen Weinfälschung zu 1000 Mark Geldstrafe. Die Weine im Anschlagswerte von 70 bis 800 000 Mark wurden gerichtlich eingezogen. Paris, 22. Dez. Die Deputiertenkammer nahm das neue Kirchengesetz mit 413 gegen 166 Stimmen an. Lemberg, 22. Dez. In der Sitzung des Gemeinderates nahm der Vizebürgermeister für die streikenden polnischen Schulkinder Partei, deren Nationalgefühl auf das schlimmste verletzt worden sei. Unter lebhaftem Beifall beschloß man, der ponischen Jugend in Posen und Westpreußen seine Bewunderung und den Eltern der Kinder das herzlichste Mitgefühl auszudrücken. Eine sofort unter den Mitgliedern der Stadtverwaltung veranstaltete Geldsammlung ergab eine Summe von 1000 Kronen. gsten feinsten sen Sortiffallend reisen Formen litäten iswert— Die militärischen Gründe der Reichstagsauflösung. Dem„Hamb. Fremdenbl.“ wird von militärischer Seite geschrieben: Der Zentrumsantrag auf Verminderung der Truppen in Deutsch=Südwestafrika auf 2500 Mann nach dem 31. März 1907 greift ebenso wie die mit zynischer Offenheit gestellte Frage des Sozialdemokraten Ledebour unmittelbar in die Kriegführung ein.„Soll der Reichstag kapitulieren vor dem hohen Militär, oder soll er diese Angelegenheit nach seinem eigenen Ermessen entscheiden? Wir wollen dem Kriege so bald wie möglich ein Ende machen und durch Verweigerung der Mittel die Regierung dazu zwingen.“ Denn wenn die Zahl der vor dem Feinde stehenden Truppen willkürlich beschränkt und die Mittel zum Unterhalt und zur Ausrüstung derselben verweigert werden, so werden den militärischen Operationen vor dem Feinde Fesseln angelegt, die zum Untergange der Truppen und schließlich der ganzen Kolonie führen können. Das Unheilvolle dieser parteipolitischen Einmischung in die Kriegführung, die von den Mehrheitsparteien zu verschleiern versucht wird, dürfte den Wählern immer wieder klar zu machen sein. Ueber die augenblickliche Kriegslage in Deutsch Südwestafrika haben die Kommissions= und Reichstagsverhandlungen einigen Aufschluß gegeben. Danach werden die noch auf dem Kriegspfade befindlichen Hottentotten auf 500 bis 600 Mann geschätzt, die sich in den wild zerklüfteten Bergen längs des Nordufers des Oranje aufhaten und vornehmlich von Viehraub leben. Sie besitzen eigenes Vieh nur noch in geringer Zohl. Der Hunger treibt sie, immer von neuem Ueberfälle gegen die Deutschen zu unternehmen, um deren Vieh abzutreiben. Die früher beliebten Einkreisungsversuche, die meist erfolglos geblieben sind und entmutigend auf die Truppen wirkten, hat Oberst v. Deimling fallen lassen. Er hält jetzt die Truppen in Stationszentren zusammen und tritt aus ihnen dem Feinde, wo er sich zeigt, mit bereiten, ausgeruhten Truppen sofort entgegen, um ihn zu vernichten oder gegen ein anderes Stationszentrum zu treiben. Um die Aufmerksamkeit der Vorposten stets rege zu halten, hat er befohlen, daß„wer sich auf der Station Großvieh abtreiben läßt, vor das Kriegsgericht gestellt wird, wer sein Pferd verliert, zu Fuß geht, dagegen wer ohne Schuld Vieh auf der Station durch Verhungern verliert ohne Vorwurf bleibt.“ Er will dem Feinde also unter keinen Umständen Vieh oder Nahrungsmittel in die Hände fallen lassen, um ihn schließlich durch Hunger zu bezwingen. Im Laufe des November haben sich 60 Hottentotten, darunter 27 Männer, freiwillig den Deutschen gestellt. Der letzte Waffenerfolg datiert vom 16. v. M., wo Oberleutnant Rausch die Werft des Hottentottenführers Fielding in den Oranjebergen am Fischfluß überraschte und sein gesamtes Vieh erbeutete. Die Hottentotten selbst entkamen größenteils bei Loreley über den Oranjefluß auf englisches Gebiet. Die Zahl der gegen uns stehenden Hottentotten hat sich im Laufe der letzten Monate leider nicht vermindert. Denn für die Gefallenen kommt auch heute noch regelmäßig Ersatz aus dem Kaplande. Die Engländer sind bei Politische Rundschau. Berlin, 21. Dezember. — Etatsansätze aus den neuen Steuern für 1907. Die im Frühjahr 1906 vom Reichstage beschlossenen Steuern sind in ihren Erträgnissen sehr hinter den Erwartungen zurückgeblieben. So hat man den Ertrag dieser Steuern für 1907 lange nicht so hoch veranschlagen können, wie man gehofft. Z. B. sollte die Erbschaftssteuer 48 Millionen bringen, man wird aber froh sein, wenn 36 Millionen zu verdienen sind. Die anderen Steuern sollen einbringen: Zigarettensteuer 11½ Millionen, Frachturkundensteuer 13720000 Mk., Personenfahrkartensteuer 46 000000 Mk., Automobilsteuer 3 Millionen Mk., Tantiemesteuer 10 Mill. Mk.— Im ganzen sollen die Zölle und Steuern des Reiches einbringen 1179543 580 Mk., das sind gegen 1906 105890 360 Mk. mehr. — Ahlwardt tritt wieder auf den Plan. In einer sehr stark besuchten Wählerversammlung in Neustettin wurde der Berliner Rektor a. D. Ahlwardt als antisemitischer Kandidat aufgestellt.[Ahlwardt vertrat sei dem sogenannten Judenflintenprozeß im Dezember 1892 bis zum Jahre 1903 den Kreis Arnswalde=Friedeberg, trat alsdann diesen an Bruhn ab und kandidierte bei den allgemeinen Wahlen in Neustettin, wo er gegen Herrn v. Bonin=Bahrenbusch unterlag. — Wie die„Information" erfährt, ist in der Besprechung, die der Reichskanzler jüngst mit dem preußischen Minister des Innern v. Bethmann=Hollweg gehabt hat, auch die Frage der Wahlbeeinflussungen gestreift worden. Dem Vernehmen nach soll bereits in nächster Zeit ein vertraulicher Erlaß an die Landräte ergehen, wonach sie sich in Zukunft jeglicher parteipolitischen Stellungnahme und Einwirkung auf die Wähler zu enthalten haben. — Wegen der Reichstagswahl hat der Ausschuß des deutschen Arbeiterkongresses beschlossen, den Kongreß, der nach ursprünglicher Bestimmung in den Tagen vom 20. bis 22. Jan. in Berlin stattfinden sollte, vorläufig zu vertagen. Der Kongreß wird voraussichtlich im Monat März abgehalten werden. fabrik, gen. Zur Wahlbewegung. Wird der Reichstag gegebenenfalls abermals aufgelöst werden? Die„Münch. Allg. Ztg.“ ist nach Erkundigungen an maßgebender Stelle in der Lage, festzustellen, daß von einem Plan, die Auflösung des Reichstages gegebenenfalls zu wiederholen, bisher nicht die Rede gewesen ist. Die verbündeten Regierungen und der Reichskanzler haben von der Maßregel der Reichstagsaufösung durchaus die ernste Auffassung, die allein der Reichsverfassung entspricht, d. h. sie sehen darin einen Appell an das Volk, nicht ein nach Belieben zu wiederholendes Experiment zur Erzielung einer günstigen Mehrheit. Es hieße die Bedeutung der Maßregel abschwächen und das deutsche Volk von der Verantwortung, die es bei den bevorstehenden Wahlen übernimmt, ablenken, wenn die Meinung unterstützt würde, daß der Reichskanzler die ihm fälschlich in den Mund gelegten Aeußerungen über eine wiederholte Auflösung des Reichstags wirklich getan habe. renpreise, ager zu Weibchen Koloniales. Berlin, 21. Dez. Die„Tägl. Rundsch." erfährt aus zuverlässiger Quelle, daß es bei den Bersebahottentotten, bei denen schon während des Hereroaufstandes Durchstechereien vorgekommen sind, nicht recht geheuer sei. Der Stamm der Berseba zählt über 600 Gewehre. Kapitän Goliath denkt für seine Person nicht an einen Aufstand, aber unter den Isaakleuten besteht eine starke Kriegspartei, und schon einmal wurde erzählt, Kapitän Hamm, 21. Dez. Die freisinnige„Märkische Tageszeitung“ bezeichnet die Mitteilung mehrerer Blätter, daß die freisinnige Volkspartei in Hamm=Soest, Dortmund=Hörde rc. gleich im ersten Wahlgang für den nationnalliberalen Kandidaten eintreten werde, für einen Irrtum. Der Zentral=Ausschuß der freisinnigen Volks Goliath sei von der Kriegspartei ermordet. Sollten die Berseba in den Aufstand eintreten, so wäre das Ende des Krieges in Südwestafrika nicht abzusehen und alles müßte von neuem angefangen werden. Einmal werden die Berseba sich erheben, wenn nicht bald die volle Niederwerfung der Bondels gelingt. Aber von großer Bedeutung für uns wäre es, wenn der Abfall erst einträte, nachdem die Bahn Kubub=Keetmanshoop fertiggestellt ist. Von Nah und Fern. Iserlohn, 21. Dez. Die ersten Armenpflegerinnen sind in der gestrigen Stadtverordneten=Versammlung gewählt worden. Es sind dies folgende Damen: Fräu Fabrikant Bruno Werner, Frau Dr. Spannagel, Frau Beig. Dr. Schulte, Frl. Auguste Schwerter, Frau Dr. Wethmar, Frau Apotheker Dr. Schrömbgens, Frau Lehrer L. Schröder, Frau Marg. Fromme und Diakonissin Theodore Marquardt. Hamm, 21. Dez. Die Hebung der Ziegenzucht hat in jüngster Zeit große Fortschritte aufzuweisen, da schon gute Rasseziegen wohl an 4½ Liter Milch liefern können, was namentlich den kleinen Leuten, insbesondere bei den teuren Lebensmitteln zum großen Vorteil gereicht. Am 28. Dezember findet hier eine Sitzung der Vorstände der Ziegenzuchtvereine Westfalens statt, um einen Provinzialverband einschließlich Lippe und Waldeck zu gründen. Lennep, 21. Dez. Der Neuregelung der Lehrergehälter in der letzten Stadtverordnetensitzung ist heute eine Erhöhung der Gehälter für die städtischen Verwaltungs= und Polizeibeamten gefølgt. Die Mietsentschädigung wurde ebenfalls erhöht. Der städtische Zuschuß zu den Volksschulen wurde auf 69 600 A und der Etat für Straßenbaukosten usw. auf 132 000 A festgesetzt. Wissen(Sieg), 21. Dez. Gestern ist im nahegelegenen Walde Alzerhaard ein Mord an einem 24jährigen Mädchen aus Dünebeesch verübt worden. Man fand es noch blutend mit durchschnittenem Halse vor. Köln, 21. Dez. Heute nachmittag 3 Uhr erfolgte in der städlischen Gasfabrik Köln=Ehrenfeld auf bisher unaufgeklärte Weise eine Gaserplosion. Ein Meister wurde getötet, ein Arbeiter lebensgefähreich und ein anderer schwer verletzt. Koblenz, 21. Dez. Ein treffendes Bild des herrschenden Lehrermangels, das dem vielgenannten Östen unserer Monarchie nicht nachsteht, bieten die Schulverhältnisse im benachbarten Orte Oberbieher. Es sind, wie der„Kobl. Ztg.“ mitgeteilt wird, etwa 400 Schulkinder in 6 Klassen verteilt, die von 5 Lehrern unterrichtet werden sollen. Nun ist ein Lehrer schon seit diesem Sommer wegen Krankheit beurlaubt, und dieser Urlaub ist jetzt um weitere 4 Monate verlängert worden. Ein zweiter Lehrer ist seit etwa 5 bis 6 Wochen krank. Die 6 Schulklassen müssen lso von 3 Lehrern unterrichtet werden. Einen Vertreter kann ie Regierung nicht senden, weil keiner zur Verfügung steht. Lokale Nachrichten. Altieilnngen von lokalem Interesis sind der Redaktian stots wtäkmnrn ond werden entiprochend vergütet. „22. Dezember. Der nächste Steuerzettel dürfte von der Mehrzahl unserer Arbeiterschaft mit banger Ahnung erwartet werden. Das jetzt abgeschlossene, zum ersten Male zur Anwendung gekommene Ermittelungsverfahren über Einkommen aus gewinnbringender Beschäftigung(Gehalt, Lohn u. dergl.) durch Anfrage bei den betreffenden Arbeitgebern har, wie wir authentisch erfahren, das gewünschte Ergebnis gezeitigt, das nur dort überraschen konnte, wo die Ermittelungen die Erhöhung des bisherigen Satzes gleich um eine Reihe von Stufen bedingen. Das neue Verfahren hat zugleich einen sehr lehrreichen Aufschluß über die große wirtschaftliche Bedeutung der Lüdenscheider Hausindustrie gegeben, um die uns viele hunderte städtische Gemeinwesen beneiden können, zumal die Arbeit leicht und recht lohnend ist. Da die Ermittelungen der Steuerbehörde diesmal auf zuverlässigster Grundlage erfolgt sind, fo, wird es rätlich sein, wenn die einzelnen Steuerpflichtigen sich stillschweigend zufrieden geben, damit sie nicht noch obendrein der zulässigen Nachbesteuerung für die letzten 3 Steuerjahre unterworfen werden. Unter Umständen kann sogar, wenn es sich um strafbare Steuerhinterziehung handelt, gemäß§§ 72 und 73 des Einkommensteuergesetzes vom 19. Juni d. J. die Festsetzung der Nachsteuer für einen längeren Zeitraum(bis zu 10 Jahren zurück) erfolgen neben einer Steuerstrafe im 4= bis 10fachen Betrage der Verkürzung, mindestens aber von 100 M. Die Einziehung der hinterzogenen Steuer erfolgt neben und unabhängig von der Strafe. Weihnachten! Die hohe Festzeit des Jahres, die Sonnwendfeier der alten Deutschen, ist wieder unmittelbar nahe gerückt. Nur noch Stunden trennen uns vom Weihnachtsfeste, und die Spannung und Ungeduld der Kinder ist aufs höchste gestiegen. Aber auch in das Herz der Erwachsenen dringt je länger je mehr der stille und tiefe Zauber, den das Fest noch immer auf jedes deutsche Gemüt ausübt. Die letzten Tage vor dem Feste üben stets den größten Einfluß auf jung und alt aus. Jeder hat etwas Besonderes vor, das er vor den Augen seiner Angehörigen verborgen hält.„Täglich geht die Hausfrau in die Stadt, um dem Christuskindchen die mancherlei Wünsche, die an sie herantreten, kundzutun und für ihre Erfüllung zu sorgen. Immer glänzender und leuchtender werden die Augen der Kinder, wenn ein Bote nach dem andern ein vorsichtig verschnürtes Paket abgibt. Nach dem Augenschein zu urteilen, hat der Weihnachtsmann in diesem Jahr seine Schuldigkeit getan. In den letzten Wochen wenigstens war das Leben und Treiben in den zahlreichen Geschäften unserer Stadt sehr lebhaft, in den letzten Tagen wuchs es vielfach zu einem beängstigenden Gedränge an. Auch das Wetter ist den Geschäften zu Hülfe gekommen! So ein heller klarer Wintertag, an dem der Schnee unter den Füßen knirscht, läßt bei den Monschen eine ganz andere Stimmung aus, als Nebel und Regen. In erheblichem Maße war diesmal, wie immer, die Landbevölkerung an den Einkäufen beteiligt, und in allen Abendzügen sah man zahlreiche Leute, die mit Paketen beladen waren, ihren Heimatsorten zustreben. Lüdenscheid hat sich eben im letzten Jahrzehnt auch in geschäftlicher Beziehung so sehr entwickelt, daß es mit Erfolg neben unsere benachbarten großen Städte treten kann. Es ist im geschäftlichen wie im industriellen Leben eben mehr und mehr der Mittelpunkt des westlichen Sauerlandes geworden. Interessant war es, in den letzten Tagen die Anfuhr der Postpakete am Bahnhof zu beobachten. Steht schon im gewöhnlichen Lauf des Jahres der Paketversandt unserer Stadt auf einer bemerkenswerten Höhe(an 3. Stelle Westfalens), fo wärfe er kurz vor Weihnachten haushohe Wellen. Ein gelber Paketwagen nach dem andern rollt an die Züge heran, zwei Waggons werden fast stets von Paketen gefüllt, vielfach reichen sie nicht einmal aus. Und erst am Paketschalter des Postamts! Zu wahren Bergen stauen sich die Pakete auf, und wer zur Hauptversandtzeit kommt, mag sich mit Geduld wappnen.— Morgen kommt nun für unsere Geschäftswelt noch ein Tag der Anstrengung und Mühe. Möge auch in diesem Jahre der goldene Sonntag seinem Namen Ehre machen und ihnen große Einnahmen bringen. (*) Die Eintragung in die Wählerlisten. Das Stadtverordnetenkollegium in Frankfurt a. M. faßte, wie der „Vorwärts" berichtet, einen auch für bürgerliche Wähler sehr beherzigenswerten Beschluß. Es gab einem Dringlichkeitsantrag der Sozialdemokraten statt, der den Magistrat ersucht, die Reichstagswähler durch Vostkarten zu benachrichtigen, daß sie in die Wählerliste eingetragen sind. Die Zustellung der Karten soll mit dem Aufliegen der Liste zusammentreffen, so daß der Wähler, der keine Benachrichtigung erhält, noch genügend Zeit zur Reklamation hat.— In einer Reihe von Kømmunen bestand früher — wir wissen nicht sicher, ob auch jetzt— die Einrichtung, daß den Wählern durch den Magistrat amtliche Legitimationen für die Wahl zugestellt wurden. Für die Landtagswahlen bestand diese Einrichtung noch bei einer der letzten Wahlen sogar in der Reichshauptstadt, für die Reichstagswahlen war sie anderwärts durchgeführt worden. Würde sich diese Einrichtung nicht allgemein empfehlen, die, bei rechtzeitiger Zustellung der Legitimationen gleich nach Auslegung der Wählerlisten, die Einsicht in die Liste überflüssig machen würde? () Zur Warnung für alle Hausbesitzer möge folgende Gerichtsentscheidung dienen: Ein Arbeiter, dessen Frau infolge von Eisglätte zu Fall gekommen war und dabei einen Beinbruch erlitten hatte, machte den Hausbesitzer, vor dessen Besitzung sich der Unfall zutrug, für den entstandenen Schaden haftbar. Er verlangte von dem Hausbesitzer für seine Ehefrau die Zahlung einer monatliche Rente, indem er Klage erhob und behauptete, daß die Schuld an dem Unfall lediglich dem Beklagten beizumessen sei. Denn gemäß einer Straßenpolizeiverordnung seien die Straßenanlieger verpflichtet, bei Winterglätte Sand, Asche oder anderes abstumpfendes Material zu streuen. Jedoch habe der Beklagte zur Zeit des Unfalles die Eisfläche gar nicht oder doch nur ganz unzureichend in dieser Weise bestreut gehabt. Der beklagte Hauseigentümer wurde vom Landgericht sowohl wie vom Oberlandesgericht nach dem Klageantrage verurteilt, der verletzten Frau eine monatliche Rente zu zahlen. Die kleine Mühe des Aschestreuens ist den Folgen, die ein Unfall für den Hausbesitzer haben kann, doch gewiß vorzuziehen. (*) Allen Freunden des Eissports dürfte die Nachricht willkommen sein, daß die Eisbahn Sanssouci von heute ab täglich geöffnet ist. Näheres ist aus dem Inserat in der heutigen Nummer zu ersehen. () Das Kaiser=Panorama, Kölnerstr.25, Laden, stellt in dieser Woche eine schöne Serie, die hochinteressante Reise des deutschen Kaiserpaares nach dem Orient und Palästina aus. Diese auf besonderen Wunsch Sr. Majestät des Kaisers angefertigte Serie zeichnet sich nicht nur in technischer, sondern namentlich auch in szenischer Hinficht ganz besonders aus, Es kann wohl mit Recht behauptet werden, daß das Institut mit dieser Vorführung wieder etwas ganz Großartiges bietet. Die 50 wohl gelungenen Aufnahmen haben überall, wo dieselben ausgestellt wurden, das größte Interesse hervorgerufen und werden auch den hiesigen zahlreichen Freunden des Panoramas hoch willkommen sein. Während der Feiertage bleibt das Panorama geöffnet. Hauswirtschaftliches. Zeiten! hört man von allen Seiten klagen! und diese Klagen sind nicht unbegründet. Unsere Lebensmittel haben infolge verschiedener Ursachen, die an dieser Stelle aufzuweisen zu weit führen würde, fast durchweg eine, zum Teil sehr erhebliche. Preissteigerung erfahren. Am meisten werden davon, infolge der noch immer herrschenden Fleischnot, die Fette betroffen. Butter ist zur allgemeinen Verwendung selbst für die feinste Küche unerschwinglich geworden. Die sparsame Hausfrau— und welche Hausfrau wäre nicht sparsam, müßte nicht sparsam sein— ist genötigt, sich nach einem Ersatz umzusehen. Nicht jede sparsame ist aber zugleich eine kluge Hausfrau. Manche greift unbesehen nach irgend einem Fett, wenn es nur billiger ist als Butter, ohne zu bedenken, daß sich die Verwendung eines geringen Fettes bitter rächt. Die kluge Hausfrau aber kennt ein Fett, das die Kuhbutter für alle Küchenzwecke nicht nur vollkommen ersetzt, sondern in mancher Beziehung sogar noch übertrifft, dabei ein reines Naturprodukt und kein Kunsterzeugnis ist: das Pflanzenfett Palmin, das infolge seiner hervorragenden Eigenschaften und seiner Billigkeit erfreulicher Weise immer mehr Aufnahme findet und bereits in jedem Kolonialwaren= und Delikateßgeschäft zu haben ist. Lüdenscheider meteorologische Beobachtungsstation. 51° 13' Nordbreite, 7° 88“ östl. Länge von Greenwich, 440 m Seehöhe. Es sind in Lüdenscheid gestern und heute den 22. Dezbr. 1906 beohachtet worden: Verlauf der Witterung gestern morgen: hell, gestern nachm: heiter, in voriger Nacht: heiter. Schneehöhe heute früh: 30 cm. Mit dem heutigen Tage beginnt der Winter kalendarisch, während derselbe in der meteorologischen Terminologie bereits am 1. d. M. begonnen hat. Die Sonne erreicht heute ihren tiefsten Stand über dem Horizont mit 15° 17 mittags; sie geht für Lüdenscheid auf um 8 Uhr 46 Min. und unter um 4 Uhr 25 Min. Die Zeit der Dämmerung beträgt 49 Minuten. Haparanda Stockholm Christiansund Borkum Swinemünde 296 Berlin Frankfurt a. M. München Nizza Rom Neapel —6 67 5 3 Wettervorhersage: Veränderliche, teilweise heiter, trocken, etwas wärmer. + Für die Kinderstube. Scotts Emulsion kräftigt den Knochenbau, bildet festes, gesundes Fleisch und erhöht die Widerstandsfähigkeit. Nur echt mit dieser Marke— dem Fischer— dem Garantiezeichen des Scottschen Verfahrens. Durch ein besonderes Verfahren selbst für den Säugling leicht verdaulich gemacht, und zusammengesetzt aus den reinsten erstklassigen und— nebenbei bemerkt— teuersten Rohmaterialien. erweist sich Scotts Emulsion als eines der besten Nähr= und Stärkungsmittel für den kindlichen Körper. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern und zwar nie lose nach nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit unserer zmarte(Fischer mit dem Dorsch). Scott& Bowne, G. m. Schu b. H., b. H., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal=Lebertran 150,0, prima Glyzerin 50,0, unterphosphorigsaurer Kalk 4,3, unterphosrigsaures Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, destill. Wasser 129,0, Alkohol 11,0. Hierzu aromatische und Gaultheriaöl je 2 Tropfen. Emulsion mit Zimt=, Mandel=, und ist Verw: Bekai In Gemäf setzes für der se 1869 und§ 28. Mai 18 gemeinen Ke Wählerlisten denscheid Lan dem Büro manns, letzt Gemeindevor ohl acht Tag 28. Dezemb 1907 zu jed Wer die für unvollstä halb acht T. legung derse Amtmanno meindevorste zu Protokol weißmittel falls dieselb ruhen, beib Lüdensche Der Der Gemei Der Gemei Evangel. Sonntag Morg 101 Pastor 9 Nachm. 4 Dienstag, Morgens 6 Herr Pa 10 Uhr:§ Koll. fi 1½ Mittwe Morgens Herr P. Morgens Herr P. Fi M am st. Verkauf Orts Diejeni Jahr 1907 haben sole nuar 19 straße 13, Um betreffs A seitigen, 1 ersucht, sä von ihne pflichtigen 4. Jani anzugeben Lüdens Diejen und ihre andern haben di dem Ren dieselben bleiben. Die werdend Beitrags abfolgt. 1 der itter t e Gartenstrasse ist von heute ab täglich geöffnet. Tageskarten an Wochentagen für Erwachsene 25 Pfg. Tageskarten an Wochentagen für Kinder 15 Pfg. Sonntagskarten für Erwachsene... 30 Pfg. Sønntagskarten für Kinder... 20 Pfg. Winterabonnements für Erwachsene.. 2.50 Mk. Winterabonnements für Kinder.. 2.00 Mk. der städt. Verwaltung Badeanstalten. In Gemäßheit des§ 8 des Wahlgesetzes für den Reichstag vom 31. Mai 1869 und§ 2 des Reglements vom 28. Mai 1870 wird biermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht, das die Wählerlisten der Geweindebezirke Lüdenscheid Land und Hülscheid, erstere in dem Büro des unterzeichneten Amtmanns, letztere bei dem unterzeichneten Gemeindevorsteher Gregory zu Muhlerohl acht Tage lang, und zwar vom 2d. Dezember 1906 bis 4. Januar 1907 zu jedermanns Einsicht ausgelegt find. Wer die Listen für unrichtig oder für unvollständig hält, kann dies innerhalb acht Tagen nach Beginn der Auslegung derselben bei dem unterzeichneten Amtmann oder dem betreffenden Gemeindevorsteher schriftlich anzeigen oder zu Protokoll geben, und muß die Beweißmittel für seine Behauptungen, falls dieselben nicht auf Natorietät beruhen, beibringen. Lüdenscheid, Muhlerohl, 22. Dez. 06. Der Amtmann: Opderbeck. Der Gemeindevorsteher v. Lüdenscheid: Wortmann. Der Gemeindevorsteher von Hülscheid: Gregory. Gemeinde Werdohl. Sonntag, den 23. Dezbr. 1906. 4. Advent. Morg 10 Uhr: Hauptgottesdienst: Herr Pastor Meyer. Nachm. 4 Uhr: Kindergottesdienst. Dienstag, den 25. Dezember 1906. 1. Weihnachtstag. Morgens 6 Uhr: Frühgottesdienst, Herr Pastor Meyer. 10 Uhr: Hauptg., Hr. Paßor Selvers. Koll. für den Jerusalemsverein 1½ Uhr: Kindergottesdienst. Mittwoch, den 26. Dez. 1906. 2. Weihnachtstag. Morgens ½9 Uhr: Frühgottesdienst, Herr Pastor Selvers. Morgens 10 Uhr: Hauptgottesdienst, Herr Pastor Meyer. Freibank Montag nachmittag am städtischen von 2 Uhr ab Verkauf von minderwertigem Rindfleisch. Ortskrankenkasse der Bauhandwerker. Diejenigen Mitglieder, welche für das Jahr 1907 einen anderen Arzt wünschen, haben solchen bis längstens 1. Januar 1907 im Kassenlokale, Lessingstraße 13, anzugeben. Um etwa vorhandene Irrtümer, betreffs An= oder Abmeldungen zu beseitigen, werden die Herren Arbeitgeber ersucht, sämtliche am 1. Januar 1907 von ihnen beschäftigten versicherungspflichtigen Personen bis längstens 4. Jannar 1907 im Kassenlokale anzugeben. Lüdenscheid, den 22. Dezember 1906 Der Vorftand. Ortskrankenkasse Meinerzhagen. Diejenigen Mitglieder, welche für sich und ihre Angehörigen pro 1907 einen andern Kasseuarzt wählen wollen, haben dieses bis zum 30. Dezember dem Rendanten anzugeben, ondernfalls dieselben bei dem bisherigen Arzt verbleiben. Die Mitglieds=Karten pro 1907 werden den Arbeitgebern bei der ersten Beitragszahlung des neuen Jahres verabfolgt. Frisch eingetroffen: Mnanas F. W. Funke Wwa Telephon 572. Eingetroffen I rund geschnitten, ca. 14 Pfd. schwer, per Pfd. Mk. 1,35 dto. ohne Hacke, per Pfd.. 1,40 Kl. RundchulFaten, ohne Beine, ca 9 Pfd. schwer, fix u. fertig postmäßig verpackt, per Pfd. Mk. 1,48 Coburger Delikateß-Schinken zum Kochen, ca. 6 Pfd. schwer, per Pfd. Mk. 1,50. Fr. Kirstein. Echte Liköre von Erven Lucas Bols, achter alter Chartreuse, „ Benadictiner von Fecamp, Liköre Georges Heckmann, H. Stibbe, Danziger Goldwasser aus dem Kurfürstl. Magenbitter) Lachs. Echte franz. Cognacs von Jos. Hennessy, Duvergie Fréres. Deutscher Cognac, vorzügliche Qualitäten, sehr beliebt. Echter alter Schlichtescher Steinhäger. Dornkaat, Berliner Getreidekümmel. Advokat, Underberg-Boonekamp. Punsche von J. Selner, Schwed. Panscn v. J. Cederlund empfiehlt und versendet zu billigsten Preisen F. W. Funke Ww. Telephon 572. Apollo=Kerzen 58 Pfg. — 8 u. 12 Stück per Wro.— empfiehlt F. W. Schumacher. Mittwoch, den 26. Dezember. cr.. abends 7½ Uhr: Weihnachts-BALL. Gegen 8½ Uhr: Gemeinschaftliches Abendessen an kleinen Tischen, mit Tafelmu ik. Preis des Gedecks: Mk. 1.75 Anmeldung bis zum 23. cr., abends, beim Kastellan. Die Musik stellt die Kapelle des Königl. Inftr.-Regts. Nr. 158 aus Paderborn. Der Verstand. Bôtel zur Post und Weinhandlung 9 Wilh. Küpper. Bringe mein grosses Lager in Rhein-, Mosel-, Bordeaux- u. Südweinen in empfehlende Erinnerung. Flaschenweine von 60 Pfg. an per Flasche. Nie derlage der Rheinischen Schaumweinkellerei Söhnlein& Cie., Schierstein. f. Arrac Punsch Rum zu billigsten Preisen. Cognac Kaufen Sie nur Schmidt's Patent Pendel-Waschmaschine mit Unterantrieb oder mit Hartholz-Riffeltrommel. In diesen Konstruktionen besitzen Sie dann, ohne Mehrauslagen, das Beste, was es gibt.— Zu haben in fast allen einschlägigen Geschäften. Verkaufsstellon weist auch an jedem Platze kostenlos nach C. KOCH, Berleburg. kaufen Sie billig und gut bei Knapperstr 8a Eissnwaren E. Bickenbach, Hasel- und Wallnüsse zu den billigsten Preisen empfiehlt Frau M. Plankemann, Schlittenbacherstr. 11. Neue Sendung Weihnachtsbäume angekommen. Th. Schweilzer, Gärtner, Schmalspurbahn. Dreist kann man bebaupten, daß die echte Steckenpferd=Teerschwefel=Seife v. Bergmann& Co., Radebeul mit Schutzmarke: Steckenpferd. die beste Seife gegen alle Arten Hantunreinigkeiten u. Hautausschlägen, wie Mitesser, Finnen, Gesichtspickel, Blütchen. Hautröte, Pusteln, rote Flecke 2c ist. a St. 50 Pfg. bei: H. Schürmann, Ad. Weber L. Müller, Fr. Klrsteln In einer industriereichen Stadt ist wegen Uebernahme des elterlichen Lokals ein gut gehendes unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. 15000 Mark eigenes Kapital erførderlich. Gefl. Angebote sind zu richten unter Nr. 4685 an die Exp. dieser Zeitung. Mlttwoch, den 26. Dezember, (2. Feiertag), abends 7 Uhr: Weihnachtsball. Der Vorstand. Einheimische Nichtmitglieder haben keinen Zutritt. Restaurant G. Pieper. Heule und morgen ist in meinem Lakale ein Riesen-Kinematograph aufgestellt. Ganz neue Aufführungen. Es ladet ergebenst ein Gustav Pieper. Panorama Maschinenarbeiterinnen gesucht. Funcke& Brüninghaus. Gringo 1 Dtzd. 55 Pfg. empfiehlt Frau M. Plankemann, Schlittenbacherstr. 11. Atemust. alteu. neue Katarrhe, Stiche, der Glieder von Gicht und Rheumatismus werden erfolgreich bekämpft durch à 60 Pf. und 1 Mi. echt zu haben nur bei F. W. Schumachar, Medtzinal=Drogerie. Darlehen, 5 pCt. Zinsen Raten-Rückzahlg. Selbst, geber. Diesster, Berlin 120Friedrichstr. 242. Rückporto. Gol Hochparterre oder 1. Etage, 5 Zimmer und Zubehör, zum 1. Februar 1907, möglichst früher, im Zentrum der Stadt zu mieten gesucht. Angebote mit Preisangabe an di Exp der Lüd. Zeitung unter B. 4695 Einlegerinnen, Maschinenarbeiterinnen und eine Aufsteckerin gesucht. C. Th. Dicke. Tüchtige Maschinenarbeiterinnen bei hohem Verdienst gesucht. Rottebokm& Co. er Steünng sucht „verlange die Deutsche“ Vekanzenpast“ 309 Esslingen. Für Leute aller Stände Glänzende Einnahmen. Jahre hindurch sichert sich, wer schnell den Ortoder Bezirksalleinverkauf eines großartigen Patent=Massenartikels übernimmt. Riesen=Absatz. Laden u. Kapital unnötig. Eine durchaus reeller Artikel, dessen Vertrieb keinen Verdruß, sondern hohe Befriedigung bringt. Keine Uebertreibung! Ein Versuch beweist. Prospekte und Alleinverkaufs=Conditionen gratis. Man schreibe Postkarte an Karl Frische in Kaldenkirchen (Rheinland.) Darlehen ohne Vorschuß 5½ SiZinsen, rater weise Rückzahlung. Selbstgeber Schllinski, Berlin 26. Apostel Paulusstr. 21. Rückporto. Kölnerstr. 5. Laden. Filiale von Berlin(Hoflief.) Diese Woche ausgestellt: Oriant-Raise des deutschen Kaiser-Paares Abfahrt v. Venedig, Empfang in Konstantinopel, Truppen Parade, Einzug in Jernsalem, Besuch der biblischen Stätten 2c. Lüdenscheider Konsum-Verein. Die diesjährige Weihnächtsfeier findet am 26. Dezember durch Konzart und Ball statt. Das Konzert, in welchem der Gesangverein„Pyilomele" mitwirken wird, beginnt um 4½ Uhr nachm. Die Mitglieder des Vereins werden zu dieser Feier hierdurch freundlichst eingeladen. Festkommission. Ev. Bürgerverein. Am 26. Dezbr. nachm. 5 Uhr, im ev. Vereinshause: Weihnachtsfeier mit Verlosung. Horringhanserhöh! Am 2. Weihnachtstage, nachmittags von 5 Uhr an: Hierzu ladet freundl ein Otto Noelle. Hôtel zur Leie. Am zweiten Weihnachtstage findet bei mir BALL statt, wozu freundlichst einladet August Sure, Rönsahl. Ortskraukenkasse der Landgemeinde Lüdenscheid Die Mitglieder werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Wahl des Kassenarztes ür das Jahr 1907 bis zum 5. Januar n. J. bei der zuständigen Zahlstelle zu erfolgen hat. Diejenigen Mitglieder welche bis zu obigem Termine eine Neuwahl nicht vorgenommen haben, werden ihrem bisjerigen Arzte wieder zugeschrieben. Für die in und bei Meinezhagen haften Kassenmitglieder ist vom 1. Januar 1907 ab außer Herrn Dr. Pohlmann auch Herr Dr. Schaaf in Meinerzhagen als Kassenarzt wählbar. Lüdenscheid, 22. Dezember 1906. Der Vorstand. Füedr. Wirstoin Cigarren-Import und Versand Fernspr. 59. Lüdenscheid. Wülhelmstr. Fornspr. 59. Weihnachts-Braten Empfehle prima Ware: Puter, Puthennen, fette pomm. u. bayrische Gänse u. Enten, Poularden, Capauen, Hähnchen Suppenhühner Gold=Fasanen, Birkwild. Feinste Rehe, blutfrische schwere Waldhasen ganz u. geteilt. Prima feine Wall=, Lambertus=, Hasel-, Erd=, Para= und Cocosnüsse, Krachmandeln, Feigen, schöne rote Apfelsinen zu verschiedenen Preisen, welche billig abgebe. Frau Holls hat auch gesagt, den Weihnachtsbraten bestellt jede kluge Hausfrau bei der Wild= und Geflügelhandlung von Schulstrasse 32, ein altes Geschäft, das nur prima Ware führt. Zu haben bei Alb. Hohage, Lüdenscheid, Wilhelmstr. 24. Gleichzeitig empfehle ich mein grosses Lager in Uhren aller Arten. Goldwaren wie Broschen, Ringe, Uhrketten etc. Streng reelle Bedienung bei billigsten Preisen. Kramer's Punsche und hiköre (von Hug. Kramer& Co. Nachf. in Köln) sind in allen besseren Geschäften der Brachen käuflich und acht man genau auf die Firma. Lu den bevorstehenden Feiertagen empfehle meine gutgepflegten Weiß-, Rot-, Südweine, Sekt, Cognac, Rum, Arac, Punschellenze, Glühwein und feine biqueure zu anerkannt billigen Preisan. Bei Einkauf von Mk. 5.— erhält jeder Käufer eine halbe Flasche Liqueur gratis Robert Peter Nachf. Schillerstr. 8 a, 10 u. 10 a. Telefon 421. Pianos, Flügel Harmoniums BaiLat n in nur erstklassigen Fabrikaten, allePreislagen, Formate u Qualitäten. Jrsoh. großer Abschlüsse kann ich äußerst preiswert und gut abgelagert liefern Die Ligarren sind vorrätig in Kistchen zu 25. 50 U. 100 Stüpk Die ersten und leistungsfähigsten Fabrikanten. in Bünde, Bremen, Hamburg, Mannheim, Speyer rc. sind meine Lieferanten Muster stehen gern zum Kistenpreis zur Verfügung, ein gern gssehenss, stets willkommsnes Gsschenk. Mains langbewährten gut eingeführten Spezialmarken eignen sich zu Festgeschenken ganz besonders und empfehla ich Weihnachts-Präsent-Kistchen in jeder Preislaga. Alle Marken, auch die billigsten, sind von hervorragender Qualität, vorzüglichem Brand und Geschmack. Umtausch auch angebrochener Kistchen nach dem Feste gerne gestattet. Ugaroi-Inport-Haus in Delsterlaus Wilhelmstrasse 31, Ecke Thünenstr. Fernspr. 132. Bahnhofstrasse 28, Ecke Lutherstr. Der Artikel Pelzwaren ist Vertrauenssache! Bevor Sie anderwärts kaufen besichtigen Sie in unübertroffen in Güte u. Billigkeit liefern wir unter langjähriger Garantie zu den denkbar günstigsten Bedingungen direkt an Private gegen bar mit hohen Rabatt oder Raten von monatlich 20 Mk. ohne Anzahlung, Freie Probelieferung. Man kaufe kein Instrument, ohne vorher unseren Katalog verlangt zu haben, der gratis u. franko versandt wird Roth& Junius Hof Pianofabrik Hagen i. W. Ihrem Interesse mein enormes Lager aller modernen Pelzarten eigener Fabrikation und überzeugen Sie sich von der Qualität und den aussergswohnlich billigen Preisen. wozu mich frühzeitige, günstige Abschlüsse bezw. Einkäufe in den Stand setzen. Louis Wurm ir. Altrenommiertes Fachgeschäft! Verkauf unter Garantie! Neu!Nor! Neueste Errungenschaft der Elektrotechnik. fort mit den Akkumulatoren für Kleinbeleuchtung. Eine kompl. Lichtanlage 50 Stunden Brenndauer Mk. 8,50 75„„„ 11,— circa 180„„„ 22,— Das lästige Transportieren von Akkumulatoren zum Laden lassen fällt hierbei aus, es ist jeder selbst im Stande sich diese Batterie mit einem Kostenpunkt von 40 Pf. zu füllen. Man erzielt durch die Neufüllung wieder dieselbe Brenndauer. Zu haben bei Otto Funke Elektrotechnisches Installations=Geschäft hüdenscheid, Loherstr. 23. Samtliche Drucksachen enpfiehlt Tilgenkamp& Ruhl. Fmnfehlung! Zeige hiermit den geehrten Bewohnern von Lüdenscheid und Umgegend an, daß ich, nach Absolvierung eines Zuschneidekursus für Damenbekleidung mich als chneiderin im Hause Grabenstraße niedergelassen habe und bitte mein Unternehmen gütigst zu unterstützen. Marie Fischbach, Grabenstraße. Brunöhler Wilhelmstraße 11 empfiehlt Aepfel 5 Pfd. von 50 Pf., Apfelsinen 10 St. von 30 Pf. an, alle Sorten Nüsse, Weintrauben, frischen Ananas, Marokko=Datteln, Feigen Kielerbückinge, Sprotten, Lachsforellen, geräucherten Aal Alle Sorten Konserven, Spinat Feldsalat, Endivien. Große Sendung Hasen, Rehe, Gänse. Frische Eier. Feinste Plock= u Cervelatwurst. Kollschinken Billig und Gut. Für die bevorstehenden Festtage empfehle: Konserven nur erstklassige Fabrikate Gemüse=Erbsen 39 Pf. Junge Erbsen fein „„ extra fein Junge Schnittbohnen Junge Brechbohnen Wachsbohnen Große Bohnen Stangenspargel Brechspargel. Für Aufschnitt: frische Käse u. Wurstwarer in nur prima Qualitäten,, sowie sämtliche Kolonialartike in nur frischer gesunder Ware. Bergisches Kanthaus für Lebensmittel Hochstr. 8 Hasleystr. 14. Börsenstr. 15. (Fernsprecher 146.) Schöne süße Apfelsinen 10 Stück 40 Pfg. empfiehlt Frau M. Plankemann, Schlittenbacherstr. 11. Druck N. Sd urne tre Parteila bereits( Parteien schiebung rungen, anderen Wie sic besten a gierung Freien? wohlm Freisinn bilden." esse, da worden nissen n dem Mo bekannt, Krone v Deutsche wünsche, die Le Rechtsfr. schläge d aus der steigung des Reic ist der l nunmehr Reichsge von Nor achtung spruch b tigste Fr Deutschl sagen, d Fü tigen T. kordat, lungen Republil 13. Dez in Kraf führung kommen. Volksma erregte Ausweis und Sp nämlich del Val wiesen, die Obh den Vat aber rid ihren Archive übernehr Vatikan Seiten Au Vorgehe verstand völkerun Mazzinic franzöfis kam es sischen 2 mit dem einander aus ga Stimmu Frankre in der daß die zwischen ein her Ungarn Dreibun pflichtun aller n. Jnfolge liefern. Stück, ranten. Lüdenscheider Zeitung. Amtlicher Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonntage. Preis pro Quartal frei ins Haus geliefert M. 1.50 Durch die Poît bezogen: am Schalter abgeholt„ 1.50 Durch den Briefträger frei ins Baus gebracht„ 1.92 Pruck u. Verlag von Tilgenkamp& Ruhl in Lüdenscheid. für den Kreis Altena. Anzeigen werden bis späteltens 9 Uhr Vorm. erbeten. Preis für die 5 gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 15 Pfg., Reklamen 30 Pfg. Die Expedition befindet lich: Friedrichstraße 91. Verantwortlicher Redakteur: Otto Scaar in Lüdenscheid. 1 fd. von St. von i Nüsse, Ananas, tigen LachsAal Spinat en. Rehe, ter. atwurst. Zut. en Festrikate gel pargel. mnitt: twarer ten, artike Ware. smittel anstr. 15. ehlt lann, Nr. 300. den 22. Dezember 1906. 89. weites Blatt Rund um die Welt. Wochenschau unseres politischen Mitarbeiters.) Schon am 25. Januar wird das deutsche Volk an die Wahlurne treten. Mächtig regt es sich daher auch schon jetzt in allen Parteilagern, und die Wahlaufrufe der einzelnen Parteien sind bereits erlassen. Die Würfel sind gefallen. Der Aufmarsch der Parteien bedeutet nach der„Nordd. Allg. Ztg." eine Frontverschiebung. Auf der einen Seite die Konservativen aller Schattierungen, die Nationalliberalen und der Linksliberalismus, auf der anderen Seite das Zentrum, die Polen und die Sozialdemokratie. Wie sich die deutsche Regierung die Zukunft denkt, erhellt am besten aus einer Auslassung, die ein Mitglied der deutschen Regierung einem Mitarbeiter eines Wiener Blattes, der„Neuen Freien Presse", machte. In derselben heißt es:„Es scheint sehr wohl möglich, aus Konservativen, Nationalliberalen und den Freisinnigen Parteien im neuen Reichstage eine Majorität zu bilden." Ob dies wirklich möglich sein wird? Das große Interesse, das durch die Auflösung des Reichstages allgemein erregt worden ist, hat naturgemäß manchen anderen wichtigen Geschehnissen nicht die gebührende Aufmerksamkeit zukommen lassen, so dem Manifeste des Herzogs von Cumberland. In diesem gab er bekannt, daß er die Verwirklichung seiner Rechtsansprüche auf die Krone von Hannover nur und allein durch eine freie Tat des Deutschen Kaisers und des Deutschen Reiches erstrebe, daß er wünsche, daß der braunschweigische Regentschaftsrat und die Landesversammlung sich entschließen, die streitige Rechtsfrage ob sein jüngster Sohn bei Durchführung der Vor schläge des Herzogs die rechtlichen Voraussetzungen erfülle, die sich aus der Neichs= und der Landesverfassung für seine Thronbesteigung im Herzogtum Braunschweig ergeben, der Entscheidung des Reichsgerichts als Schiedsgericht zu unterbreiten. Daraufhin ist der braunschweigische Regentschaftsrat aber zu dem Entschlusse nunmehr gelangt, den herzoglichen Antrag auf Anrufung des Reichsgerichtes abzulehnen. Auch dem Besuche des Königspaares von Norwegen am deutschen Kaiserhofe ist keine allzugroße Be achtung zuteil geworden. König Haokon betonte in seinem Trinkspruch besonders, daß er wie sein norwegisches Volk die aufrich tigste Freude an dem guten Einverständnis empfinden, daß zwischen Deutschland und Norwegen existiert. Man kann gerade nicht sagen, daß dies eine recht bedeutungsvolle Erklärung war. Für Frankreich wurde der 13. Dezember zu einem wichtigen Tage. Am 11. Dezember um Mitternacht hat das Konkordat, das am 15. August 1801 nach langwierigen Verhandlungen zwischen Pabst Pius VII. und der ersten französischen Republik geschlossen worden war, aufgehört zu bestehen und am 13. Dezember ist das Separationsgesetz vom 9. Dezember 1905 in Kraft getreten. Wie zu erwarten war, ist es bei der Ausführung dieses Gesetzes schon zu mehrfachen Ruhestörungen gekommen. In Lyon, Nantes, Montpellier, Arras erhoben sich Volksmassen zu Gunsten ihrer Bischöfe. Berechtigtes Aufsehen erregte die Ausweisung des Msgr. Montagnini aus Paris. Diese Ausweisung hat auch zu einer Verstimmung zwischen dem Vatikan und Spanien geführt. Am Tage der Ausweisung wurde nämlich im Auftrage des Staatssekretärs, des Kardinals Merry del Val der spanische Botschafter beim Päpstlichen Stuhle angewiesen, den spanischen Botschafter in Paris darum zu ersuchen, die Obhut über die Archive der Nuntiatur zu übernehmen und den Vatikan zu vertreten. Die spanische Regierung ihrerseits aber richtete auf Grund eines außerordentlichen Ministerrates an ihren Pariser Botschafter die Aufforderung, die Obhut über die Archive nur mit Genehmigung der französischen Regierung zu übernehmen, sich jeder Einmischung zwischen Frankreich und dem Vatikan zu enthalten. Die spanische Regierung hat sich also auf Seiten Frankreichs gestellt. Auch in Italien ist man in gewissen Kreisen mit dem Vorgehen der Herren Clemenceau und Briand nur zu sehr einverstanden. Die fortgeschrittenen liberalen Parteien und Bevölkerungsgruppen, Demokraten, Sozialisten und Republikaner, Mazzinianer und Freimaurer, begrüßten die Kunde von der französisch-vatikanischen Kriegserklärung mit Jubel. In Rom kam es sogar zu einer antiklerikalen Kundgebung vor der franzöfischen Botschaft, wobei die Rufe:„Es lebe Clemenceau! Nieder mit dem Vatikan! Nieder mit den Feinden des Vaterlandes!" einander ablösten. Zahllose Glückwünsche gingen aus Rom wie aus ganz Italien an Clemenceau. Immer stärker wird die Stimmung eines großen Teiles des italienischen Volkes zu Gunsten Frankreichs, immer geringer zu Gunsten Deutschlands. So wies in der Deputiertenkammer der Sozialist Bissolati darauf hin, daß die sozialistische Partei Italiens stets für gute Beziehungen zwischen Italien und Oesterreich=Ungarn gewirkt habe, daß, da ein herzliches Einvernehmen zwischen Italien und OesterreichUngarn seine natürliche Grundlage in den Tatsachen habe, der Dreibund für Italien ein unnützes Band und eine schwere Verpflichtung ohne genügende Gegenleistung sei. Man sieht hieraus, wie wenig Deutschland noch auf Italien rechnen kann. England hat eben nicht nur Frankreich und Spanien, sondern auch Italien fest am Gängelbande. Die japanische Gefahr und die Volksstimmung in Russland. Petersburg, 14. Dez. Ueber Nacht scheint für Rußland eine neue Gefahr erstanden zu sein, die Gefahr eines zweiten japanischen Krieges. Die sozialistische„Ssewodnja" schrieb gestern, angeblich mit den Worten eines in die Angelegenheiten der asiatischen Ostmark Rußlands wohl eingeweihten Mannes:„Wir stehen unmittelbar vor einem neuen Kriege. Japan rüstet sich zu weiteren Eroberungen. Es wird nicht auf halbem Wege stehen bleiben. In Japan rüstet man tatsächlich, und keine diplomatischen Dementis werden diejenigen, die im fernen Östen leben und mit den japanischen Angelegenheiten vertraut sind, eines anderen überzeugen. In Wladiwostok ist man in höchster Erre gung; dort weiß man sogar, welchen Zeitpunkt die Japaner für die Eroberung Wladiwostoks bestimmt haben. Die japanischen Spione find überall, die Obrigkeit von Wladiwostok aber küm mert sich nicht um Spione, nicht um den„auswärtigen Feind,“ sondern kämpft gegen die friedlichen Bürger.“ Allerdings darf man die Aeußerung eines Blattes, wie der„Ssewodna“, nicht für die Stimme der öffentlichen Meinung ansehen. Die schwereren Zeiten, die seit Stolypin, ja schon vor ihm, über die russische Presse hereinbrachen, haben ihren extrem radikalen und soziali stischen Flügel nicht gebessert: sein Haß gegen die Regierung ist noch immer bedeutend größer, als seine Wahrheitsliebe. Aber das Blatt steht mit seinen Prophezeiungen und seinen Anklagen gegen die reaktionäre Regierung durchaus nicht vereinzelt da, mit etwas weniger Bestimmtheit haben schon vor ihm die maßgebenden Organe der Opposition dasselbe gesagt, und selbst die offiziöse„Nowoje Wremja“ hat den Ernst der Situation nicht verhehlt, wenn sie natürlich auch weit davon entfernt ist, gegen die Regierung den Vorwurf zu erheben, sie habe über dem Kampfe gegen den freiheitlichen Gedanken die Gefahr außer acht gelassen, die Rußland von dem alten Gegner im fernen Östen droht. Die Tatsache einer Spannung, die auf dem Boden der Handelsvertragsverhandlungen und der Ausführungsbestimmungen für einige Punkte des Portsmouther Vertrages entstanden ist, läßt sich nicht leugnen. Japan geht offen darauf aus, durch die Stipulierungen über die Fischereiberechtigung an den russischen Küsten und durch die Festsetzung der freien Amur= und Sungari=Schiffahrt das ganze Amurgebiet nebst der nördlichen Mandschurei sich wirtschaftlich dienstbar zu machen, und die russische Diplomatie sucht zu retten, was sich nach dem Vertrage von Portmouth überhaupt noch retten läßt. Bei der bekannten Hartnäckigkeit der Japaner und in Anbetracht des Umstandes, daß der amerikanisch-japanische Konflikt der russischen Diplomatie den Rücken gestreift hat, ist die Situation nicht ganz unbedenklich, wenn auch von der Gewißheit eines neuen Waffenganges natürlich nicht gesprochen werden darf. Ein Kompromiß ist noch immer das ungleich Wahrscheinlichere. Entsetzen aber muß jeden russischen Patrioten bei dem Gedanken ergreifen: wie, wenn wirklich ein Krieg unvermeidlich ware, wenn der Zar an den Opfermut seiner Untertanen appellieren müßte? Würde nicht eine neue, unendlich viel größere Schmach in diesem Falle über den russischen Namen kommen, als sie der Krieg von 1904/05 gebracht hat? Ein Versuch, diese Frage zu beantworten, muß jeden, der sich nicht selbst belügen will, zu der Ueberzeugung bringen, daß das Gerede von der Beruhigung, die nach der Auflösung der Duma durch die starke Hand Stolypins im Lande eingetreten sei, eitel Dunst ist. Selbst wenn man annimmt, daß es der Geschicklichkeit der Leiter des russischen Finanzwesens gelänge, die zur Eröffnung eines Feldzuges notwendigen Mittel zusammenzubringen, selbst wenn die aktive Armee — was kaum weniger fraglich ist— dem Rufe ihres Kriegsherrn ohne Murren folgen würde— wäre damit auch nur die bloße Möglichkeit der Kriegführung gesichert? Würde nicht die öffentliche Meinung mit Erbitterung die Einstellung des Krieges fordern, bevor er wirklich begonnen hat, drohte nicht jedem Militärzuge die Gefahr, durch Verbrecherhände zuverunglücken, wären die russischen Feldherren auch nun einen Augenblick vor Verrat sicher? Wo bliebe die Hilfe der Gesellschaft, der Zufluß von Spenden für Krankenpflege, der Zuzug freiwilliger Aerzte, Krankenpfleger, barmherzige Schwestern usw., oyne die ein moderner Krieg überhaupt nicht mehr denkbar ist? Verzweiflungsvoll müßte der Patriot, der sich diese Fragen stellte, die Hände sinken lassen. Ein Krieg unter den jetzigen Umständen wäre unmöglich, wäre der helle Wahnsinn, die Selbstvernichtung. Da aber kein Staat, der nicht der Knecht aller übrigen sein will, jemals in der Lage sein darf, einen Krieg überhaupt nicht führen zu können, so ergibt sich für die russische Begierung die Notwendigkeit, mit dem System zu brechen, das eine so unwürdige Stimmung der Gesellschaft hat entstehen lassen und bestehen läßt. Was hülfe es der Regierung, wenn die bevorstehenden Dumawahlen dank der Einschränkungen des Wahlrechts, der Verfolgung der Volksfreiheispartei usw. günstig ausfielen! Die Erbitterung im Volke könnte dadurch nur steigen, der Patriotismus nur noch tiefer sinken. Mit der„Schwarzen Bande“ des Priesters Joan von Kronstadt und der Herren Dubrowin, Purischkewitsch u. Comp., die am verflossenen Sonntag in der Michael=Manege dem Petersburger Publikum das Spektakelstück ihrer Fahnenweihe lieferten, lassen sich keine Kriege führen. Möge die Regierung dieses bedenken, bevor es zu spät ist. Kommunales. Stadtgemeinde und Hausvortreppe. Eine Stadtgemeinde beabsichtigte die Neupflasterung der städtischen Straßen und wollte bei dieser Gelegenheit die noch mehrfach auf den Bürgerestigen vorhandenen Vortreppen zu den Wohnhäuser möglichst beseitigen. Der Magistrat erließ daher eine Verordnung, nach der die Neuanlage von Treppen auf den Bürgersteigen verboten und nur noch mit besonderer polizeilicher Bewilligung zulässig sein sollte.„Wo solche Verkehrshindernisse zurzeit bestehen“— so hieß es wörtlich in der fragl. Vorschrift— „sind sie bei Neupflasterung zu entfernen; ist die gänzliche Entfernung derselben unausführbar, oder nur mit verhältnismäßig hohen Kosten durchführbar, so sind sie nach Anordnung des Stadtmagistrats dem neuen Pflaster möglichst anzupassen.“— Als nun mit der Neupflasterung der Straßen begonnen wurde, gab der Magistrat einem der in Betracht kommenden Hauseigentümer bei Vermeidung von Strafe auf, die Vortreppe seines Hauses derartig abzuändern, daß das Trottoir noch eine Minimalbreite von 0,64 Meter behälte. Nachdem die zuständigen Verwaltungsbehörden alle Beschwerden der von dieser Maßnahme Betroffenen als unbegründet zurückgewiesen hatten, änderte dieser trotzdem nichts an dem Zustande der Treppe; er wurde daher gemäß§ 366, Nr. 10 des Strafgesetzbuches, welcher denjenigen mit Strafe bedroht, der die zur Erhaltung der Sicherheit usw. auf den öffentlichen Straßen erlassenen Polizeiverordnungen übertritt, zur Strafe verurteilt. Die Angelegenheit durchlief, da der Hausbesitzer sich bei diesem Urteil nicht beruhgte, alle Instanzen bis zum Bayerischen obersten Landesgericht. Die fragliche Treppe— so behauptete er, bilde kein Verkehrshindernis, und das gegen ihn ergangene Urteil verletze sowohl die Normen des Bürgerl. Gesetzbuches über Eigentum und Grunddienstbarkeiten wie diejenigen der Gesetze über Zwangsenteignungen. Auch von einem Verstoß gegen§ 366, Nr. 10 könne keine Rede sein. Indessen hat auch dieser Gerichtshof den Angeklagten für schuldig erachtet. Die Meinung des Angeklagten, er befinde sich in seinem Recht, kann ihn nicht vor Strafe schützen, denn das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit bildet nicht ein Tatbestandsmerkmal des in Rede stehenden Gesetzesparagraphen. Auch eine Zwangsenteignung kommt hier nicht in Frage, denn es handelt sich nicht um eine Zwangsabtretung von Grundeigentum, sondern um eine Beschränkung des Gebrauchs der im Eigentum der Gemeinde stehenden öffentlichen Straße, an der der Angeklagte ein dingliches Recht gar nicht erwerben konnte. Ob die Treppe ein Verkehrshindernis bildet, unterliegt zunächst der Würdigung des Magistrats; im übrigen ist es ein in der Rechtsprechung allgemein anerkannter Grundsatz, daß öffentliche Interessen den privaten vorgehen. Kirche und Schule. Nachsitzen in der Schule. Ueber die Bestrafung der Schulkinder durch Nachsitzen hat die Königliche Regierung zu Hannover folgende Verfügung erlassen:„Wie zu unserer Kenntnis gelangt ist, hat ein Lehrer des Regierungsbezirks Hannover die Strafe des Nachsitzens so ausgedehnt, daß das Kind dadurch verhindert war, zum Mittagessen rechtzeitig nach Hause zu kommen. Ein solches Verfahren ist mit den Grundsätzen einer gesunden Schuldisziplin unvereinbar und daher nicht zu billigen. Ebensowenig ist es zu billigen, wenn Lehrer die Kinder während des Nachsitzens ohne Aufsicht lassen, oder diese Strafe an den Nachmittagen so lange ausdehnen, daß es den Kindern unmöglich wird, an den Wintertagen vor Eintritt der Dunkelheit nach Hause zu kommen.“ Kunft und Wissenschaft Stadttheater in Lüdenscheid. Die diesjährige 1907; in diesen Die Direktion Man schreibt uns aus dem Theaterbureau: Spielzeit beginnt am Sonntag, den 6. Januar Tagen wird die Abonnementsliste zirkulieren. hat es sich in diesem Jahre zur Pflicht gemacht, ein interessantes und abwechslungsreiches Repertoire zu schaffen. Es umfaßt: Schau= und Lustspiel, Komödie, Tragikomödie, Schwank und Posse. Ebenso werden nur die besten und erfolgreichsten Autoren vertreten sein, wie: Gerhardt Hauptmann, Max Halbe, Hermann Sudermann, Henrik Ibsen, Otto Erich Hartleben, Memrill Maeterlink, Frank Wedekind, Bernhard Shaw, Oskar Wilde, Auernheimer, G. Kadelburg, O. Blumenthal etc. etc. Die meisten der in diesem Jahre aufzuführenden Stücke sind für Lüdenscheid Novität, wie: Weg zur Höell— Helden— Du große Leidenschaft—Die von Hochsattel— Der Stammbaum— Der Helfer— Der heimliche König— Das Glashaus— Das Blumenboot etc. etc. Da das Personal der diesjährigen Saison aus einem erstklassigen Ensemble besteht, dürfen wir auf eine interessante Theatersaison hoffen." Abonnementsbillets sind bei Herrn Hugo Schmale zu Loben. Von Nab und Fern. Potsdam, 21. Dez. Der frühere kommandierende Admirak Freiherr v. d. Goltz ist gestern abend hier gestorben.(Der Admiral war am 19. April 1838 geboren und gehörte seit 1853 der preußischen Marine an. Die Erbschaft des Herzens. Roman von Wilhelm von Trotha. 13. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Mars la Tour, Gravelotte und Sedan waren geschlagen, ris wehrte sich tapfer gegen seine Einschließer. Wir standen an der Hallue; eisig fegte der Nordostwind und trieb uns dichte Schneemassen ins Gesicht. Es war ein paar Tage vor Weihnachten, als ich, nur von einer Ordonnanz begleitet, durch einen dichten Wald, ein paar Kilometer östlich von Amiens, ritt. Ich hatte dem General von Goeben eine Meldung über Faidherbes Armee gebracht und ritt in Begleitung meines Kürassiers unsern etwa noch acht Kilometer entferntem Quartiere zu. Es mochte so gegen elf oder halb zwölf Uhr Nachts sein. Wir ritten Bügel an Bügel; jeder hatte die Schußwaffe auf den Schenkel gestützt und den Pallasch am Faustriemen am Handgelenk hängen. Die Gegend war vor herumlungerndem Gesindel nicht sicher Dicht vor einem Hohlwege galoppierten wir an und schon nach wenigen Galoppsprüngen knallte es aus dem anstoßenden Gebüsch. Klatschend schlug eine Kugel auf meinen Küraß. Wir sahen nichts als die aufblitzenden Schüsse und schossen dorthin unsere Pistolen ab. Plötzlich stellten sich uns sechs Kerle mit angeschlagenen Gewehren entgegen. Mit geschwungenem Pallasch sausten wir auf sie zu. Ich hieb eben einem Kerl eins über den Schädel, als zwei Schüsse knallten und mein Fuchs unter mir getroffen zusammenbrach. Ich stürzte so unglücklich, daß ich mit dem einen Schenkel unter das sterbende Tier zu liegen kam. Meine Ordonnanz hatte zur selben Zeit einen Mann umgeritten, woraufhin die drei übrig gebliebenen Leute die Flucht ergriffen. Als sie mich aber liegen sahen, stürzten sie mit dem gellenden Ruf: Vive la France! Vive la Republique! wieder auf uns los. Kaum sah dies mein Kürassier, als er seine Klinge schwingend, auf die Kerls losging und mit seinen Bärenkräften gewältige Hiebe austeilte, jeden derselben mit einem kernigen pommerschen Fluch begleitend. Ich hatte noch vier Schuß in meinem Revolver, den ich sofort spannte; mühsam hatte ich mein Bein unter dem zuckenden Tiere hervorgezogen. Von allen Seiten drangen aber jetzt feindliche Leute auf uns ein, von denen wir nicht einmal wußten, ob es bewaffnete Bauern oder Soldaten der Faidherbschen Armee seien. Wir bluteten bereits aus mehreren Wunden; ich glaubte schon, daß Rettung unmöglich sei. „Na, dann wollen wir unser Leben so teuer verkaufen, als es nur geht," rief ich meinem, auch nur noch zu Fuß kämpfenden Kürassier zu und stürzte mit Aufbieten meiner letzten Kräfte auf die Feinde. Eben wollte mir einer der Blusenmänner mit seiner Axt einen Hieb versetzen, als in nächster Nähe ein kräftiges Hurrah den Mann fast zur Salzsäule erstarren ließ. Die Lanzen anstürmender Ulanen fuhren dem Gesindel in die Rippen, ehe sie nur zur Besinnung kommen konnten. Einige feuerten noch blindlings ein paar Schüsse ab und entflohen in den Wald, der Rest wurde gefangen genommen. „A bas les armes," schrie der führende Offizier den Franzosen zu; sie machten auch Miene, dem Befehle nachzukommen, nur ein schwarzäugiger Kerl mit einer richtigen Galgenphysiognomie, legte noch auf den Offizier an und ehe es einer unserer Leute verhindern konnte, krachte der Schuß und im Sattel schwankend, stürzte der Führer der Ulanen nieder. Sieben Lanzen fuhren dem Schurten mit einem Male in den Leib und ohne einen Mucks zu tun, stürzte er tot nieder. „Ein viel zu anständiger Tod, für solch nen Schuft," schrie ein langer Ulanen Unteroffizier,„aufbaumeln den Hund!" und schon lag dem Toten eine Fouragierleine um den Hals. Zur Abschreckung gegen andere baumelte der Tote bald in den Lüften.— Wenige Tage später, hatte das Kriegsgericht den Rest der Gefangenen zum Tode verurteilt: es waren Bauern aus der Umgegend gewesen, die uns aufgelauert hatten. Der verwundete Offizier war ein Generalstabsoffizier unserer Kavallerie=Division, der noch in später Nacht von einem Rekognoszierungsritt zurückkam. Er hatte zehn Ulanen zu seiner Bedeckung mitbekommen. Ein gegenseitiges Erkennen war bei der jetzt herrschenden Finsternis unmöglich. Ich eilte auf den Gefallenen zu und half ihm mit einigen Ulanen hoch. Er stützte sich schwer auf uns und" nannte mir dann mit schwacher Stimme seinen Namen. Schon bei den ersten Lauten erstarrte mein Herz fast zu Eis und ich mußte alle meine Energie zusammennehmen, um den Schwerverwundeten nicht hingleiten zu lassen. Es galt hier einen braven Kameraden zu retten, der mich vor dem sicheren Tode befeeit hatte!" Hier machte der alte Graf eine längere Pause und blickte still vor sich hin. Erst nach einigen Minuten des Schweigens, in denen Muct keinen Blick von seinem zukünftigen Schwiegervater ließ, fuhr jener in gedämpfterem Tone fort: „Wir hoben ihn vorsichtig auf ein Pferd und ich wies drei Leute an, ihn in mein da und da gelegenes Quartier zu bringen. Ich selbst nahm die ihm mitgegebenen Befehle, die er an einzelne Truppen überbringen solltegan mich und ritt mit fünf Ulanen als Bedeckung noch einmal in die Nacht hinaus. Es dämmerte schon, als ich totmüde am frühen Morgen in meinem Quartier ankam. Der Verwundete hatte, nachdem er wieder zur Besinnung gekommen war, öfters nach mir verlangt. Kaum daß ich aus dem Sattel gestiegen war, eilte ich auch zu ihm. Lange hielten wir unsere Hände fest in einander verschlungen. „Armer Kerl, wie geht es Dir?" fragte ich ihn. „Besser,"Dgab er mir leise zur Antwort.„Kannst Du mir jetzt verzeihen, daß ich vor Jahren unbewußt das Mädchen auch lieben lernte, das Deine erste Zuneigung besaß?— Ich hatte keine Ahnung davon," fuhr der Verwundete fort,„daß Du schon einmal um sie angehalten hattest. Erst längere Zeit nach unserer Verheiratung sprach sie darüber, als ich mich wunderte, garnichts mehr von Dir gehört zu haben." Hier machte er eine längere Pause und verfolgte ängstlich das Mienenspiel seines am Bette sitzenden Freundes."— Der alte Graf stand dann auf und ging große Rauchwolken ausstoßend, mit den Händen auf dem Rücken einige Male auf und ab, dann fuhr er wieder ruhiger werdend in seiner Erzählung fort: „Der Arzt trat ein und fand den Kranken sehr aufgeregt. Er ordnete vollkommene Ruhe und Alleinsein an, um dann später eingehender die Wunde untersuchen zu können. „Nein, nein, ich muß erst Gewißheit über alles haben, schrie er dem Arzte zu; geben Sie mir nur fünf Minuten Frist, hier mit meinem Freunde allein zu sein, ich muß, ich muß!" Der Arzt ging. Ich trat auf meinen verwundeten Freund zu, reichte ihm die Hand und sagte: „Sei ruhig Fredi, ich habe Dir längst im innersten Herzen verziehen. Ich war hart und ungerecht gegen Dich. Du ahntest ja den Zusammenhang nicht." (Fortsetzung folgt.) Kleines Feuilleton. Gattenmord in den Flitterwochen. Eine jungverheiratete Frau, namens Catherine Neil, wurde von der Newyorker Polizei unter dem Verdacht, ihren Gatten, dem sie erst vor wenigen Wochen angetraut war, auf geheimnisvolle Weise ermordet zu haben, verhaftet. Die junge Frau war mit ihrem Gatten auf der Hochzeitsreise in einem Hotel in Greenwich, einer kleinen Stadt in Connecticut, abgestiegen. Es waren kaum 10 Minuten vergangen, daß das junge Paar in dem Hotel eingetroffen war, als die Frau zu dem Wirte kam und ihn bat, nach einem Arzte zu senden, da ihr Mann ohnmächtig geworden sei. Der sofort herbeigeholte Doktor konnte nur den Tod des Mannes konstatieren. Die junge Frau erklärte, daß sie zu ihrer Mutter zurückkehren wolle, und verließ mit allen Zeichen der tiefsten Erschütterung das Hotel. Als der Arzt den Toten nochmals genau untersuchte, bemerkte er einen ganz kleinen Blutfleck unter dem linken Auge. Es stellte sich heraus, daß der Mann mit einer langen Nadel, die bis in das Hirn getrieben war, getötet worden war. Eine der Frau des Ermordeten gehörende Hutnadel wurde auf der Erde gefunden. Genaue Nachforschungen der Polizei ergaben, daß Neil, der ein wohlhabender Schmied war, seine Frau vor ungesähr vier Wochen heimlich geheiratet hatte. Mit Rücksicht auf seine Familie wollte er die Ehe nicht öffentlich bekannt geben. Die junge Frau hatte ihn fortgesetzt gequält, ihr durch Bekanntgabe der Heirat die ihr gebührende Stellung zu verschaffen. Neil war jedoch nicht dazu zu bewegen, der jungen Frau nachzugeben, und machte am Tage vor seinem Tode ein Testament, in dem er seine Schwester zur Universalerbin einsetzte. Es scheint, daß die Frau durch diese Tat ihres Mannes sich aufs bitterste gefränkt fühlte und blutige Nache an ihm zu nehmen beschloß. Andererseits ist es eigenartig, daß sie sich den Nachforschungen nicht entzog, sondern im Hause ihrer Mutter in Newyork blieb, wo die Verhaftung erfolgte. Ein amerikanisches Sittenbild. Ein furchtbares Verbrechen, das ein merkwürdiges Schlaglicht auf die Anschauungen der Geellschaft in den amerikanischen Südstaaten wirft, wird aus Newyork berichtet. Mr. W. F. Bywaters, ein reicher Grundeigentümer, ein bekannter Sportsmann, Pferdezüchter und ein hochangesehenes Mitglied der virginischen Gesellschaft, wurde unmittelbar nach seiner Hochzeit mit Miß Viola Strother auf dem Landsitz seiner Schwäger und am Krankenbett seiner Frau von seinen zwei Schwägern erschossen. Die beiden Familien Strother und Bywaters lebten seit Jahren in dem besten Einvernehmen. Bywaters und Viola Strother waren Jugendfreunde und nie hatte ein böser Ruf sich an die Beziehungen der Familie geheftet. Viola war ein sehr schönes Mädchen; sie hatte die sorgsamster Erziehung genossen, war eine ausgezeichnete Reiterin u. ast an allen großen Wohltätigkeitsunternehmungen beteiligt. Vor einer Woche reiste sie nach Washington, angeblich um eine Freundin zu besuchen. Die Brüder, die ihre Schwester über alles liebten, hatten keinerlei Grund, irgend einen Verdacht zu schöpfen. Da erfuhren sie durch einen Zufall, daß sie dort mit Bywaters weile. Man stellte Nachforschungen an, und schließlich konnte kein Zweifel mehr sein, daß Viola nach Washington gereist war, um sich mit Bywaters Hilfe einer strafbaren Operation zu unterziehen. Am Sonntag kehrte sie in einem furchtbaren Zustande nach Hause zurück. Angesichts der Tatsachen gestand ie den Brüdern alles ein. Als einige Stunden später Bywaters einen Besuch machen wollte, verschlossen nach seinem Eintritt die Brüder das Haus, forderten mit dem Revolver in der Hand Rechenschaft und erklärten Bywaters, daß sein Leben verwirkt sei. Die Schwester bat flehentlich, den Verführer heiraten zu dürfen. Einer der Brüder ging fort, einen Geistlichen zu holen, indes der andere Wache hielt. An dem Bett der Braut wurde dann die Zeremonie vollzogen. Nach der Trauung machte Bywaters den Versuch, der Rache der Brüder durch das Fenster zu entfliehen. Aber die beiden waren auf der Hut; und von elf Kugeln durchbohrt fiel der junge Gatte leblos zu Boden. Die Brüder haben sich dem Richter gestellt. Sie sagen aus, sie hätten den Betrug an ihrer Schester gerächt, auf dem einzigen Wege, der einem Ehrenmann der Südstaaten bekannt sei. Man nimmt allgemein an, daß die Mörder freigesprochen werden. Die junge Gattin befindet sich in einem höchst kritischen Zustand; es ist zweifelhaft, ob sie die schrecklichen Ereignisse überleben wird. Die Beobachtung einer Sonnenfinsternis vor 2200 Jahren. Wenn jetzt eine vollständige Sonnenfinsternis stattfindet, so rüten sich, wie die im Januar bevorstehende und nur in Innerasien ichtbare vollstädige Verfinsterung unseres Tagesgestirns wieder zeigt, die Astronomen schon monatelang vorher für eine Beobachtung dieses wichtigen Schauspiels und richten sich darauf ein, beizeiten zur Stelle zu sein, selbst wenn die Beobachtung in einem entlegenen und unwirtschaftlichen Gebiet geschehen kann. Die Naturforscher des Altertums hatten es weniger leicht, weil die Mittel der Vorausbestimmung eines solchen Ereignisses damals noch nicht vollkommen waren u. nur von einigen wenigen überhaupt verstanden wurden. Eine der berühmtesten Sonnenfinsternisse des Altertums ist diejenige, die am 15. August des Jahres 310 vor Christi Geburt von dem Tyrannen Agathokles heobachtet wurde, als er sich auf dem Meere zwischen Syrakus und Afrika befand, und noch heute beschäftigen sich die Astronomen gerade mit dieser Sonnenfinsternis in hervorragendem Grade, weil es von größtem Interesse wäre, genau die Stelle zu ermitteln, von der aus die Beobachtung dieser Verfinsterung erfolgt ist. Es ist recht bedauerlich, daß sich Agathokles zurzeit gerade auf dem Meere befand. Allerdings weiß man, daß er die vollständige Verfinsterung der Sonne um acht Uhr morgens am 15. August beobachtet hat, und nennt auch seinen Abfahrtsort, sowie den Landungspunkt in Afrika. Außerdem läßt sich noch nachweisen, daß er von einem ziemlich starken Wind begünstigt wurde. Die größte Schwierigkeit aber bleibt darin bestehen, daß es bisher ganz unsicher gewesen ist, ob der Tyrann von Syrakus sich mit seiner Flotte gleich nach Süden oder nach Norden mit einem Umweg durch die Straße von Messina und um ganz Sizilien herum nach Afrika gewandt hat. Die Entscheidung dieser Frage ist selbstverständlich von größter Wichtigkeit, wenn der Ort seiner Beobachtung einigermaßen genau festgestellt werden soll. Es ist nun das Verdienst von Cowell, ein erhebliches Beweismaterial dafür zusammengetragen zu haben, daß Agathokles, den letzteren Weg gegen Norden gewählt hat. Allerlei Ernstes und Deiteres. Tunnel Afrika=Europa. Der französische Bohrtechniker Berlier hat einen Plan zur Herstellung eines unterirdischen Tunnels in der Meerenge von Gibraltar ausgeabeitet. Jedenfalls hat er sich schon eine Vereinigung gesichert, die seinen Plan eingehend prüfen will. Es sind etwa 41 km. Felsgestein zu durchbrechen in einer Tiefe von 400 m. unter dem Meeresspiegel. England, das das größte Interesse an desem Plane haben sollte, hat es dagegen bisher abgelehnt, sich über denselben zu äußern. So wird die Ausführung des Gibraltar=Tunnels, wohl noch einige Zeit auf sich warten lassen, denn ohne englisches Kapital wird man ihn wohl nicht bauen können. Infolge zu vielen Rauchens ist in einer kleinen Stadt Englands dieser Tage ein Schulknabe von 12 Jahren gestorben. Bei der Leichenschau erklärte der Ortsgeistliche, daß das Kind in seinen letzten Stunden, während es im Delirum lag, nur an Zianretten und an Rauchen gedacht zu haben scheine. Es habe verschiedentlich um Zigaretten und Streichhölzer gebeten und mit der Hand Bewegungen gemacht, als wollte es Streichhölzer enttzünden. Die daraufhin angestellte Untersuchung ergab, daß in derselben Schule noch mehrere Knaben desselben zarten Alters leidenschaftliche Zigarettenraucher sind. Ein dreizehnjähriger Junge, der ebenfalls als starker Raucher bekannt ist, befindet sich zur Zeit in ärztlicher Behandlung. Der relegierte Oberprimaner. Das Schöffengericht zu Defsau verurteilte den früheren Oberprimaner Freytag aus Staßfurt wegen Beleidigung des Lehrerkollegiums des Gymnasiume zu Bernburg zu 100 A Geldstrafe. Der junge Mann war wegen nächtlichen Kneipens und anderer Vorkommnisse relegiert worden und beschwerte sich hierüber in einer an das anhaltische Staatsministerium gerichteten Eingabe; in dieser war die Beleidigung enthalten. Der vom Angeklagten in Anspruch genommene Schutz des§ 198(Wahrung berechtigter Interessen) wurdihm versagt. Gegen die Ahnenverehrung. Aus Singapore kommt die bedeutsame Nachricht, daß die dortigen Chinesen, die 180 000 Köpfe zählen, den Entschluß faßten, die öffentliche Ahnenverehrung, die mit Festgelagen und Umzügen begangen wurde, abzuschaffen und das auf diese Weise ersparte Geld zu Unterrichtszwecken zu verwenden. Man schätzt die Ersparnis auf 20 000 Pfd. St. jährlich. Die Ahnenverehrung ist in China tief gewurzelt. Jedes Haus hat seinen Schrein mit den Tafeln der Ahnen. Wenn ein Mann stirbt, so wird seine Tafel auf diesen Schrein gestellt. Frühling und im Herbst finden zwei große Festlichkeiten statt. bei denen die ganze Familie zusammenkommt, um die Toten zu sehren. Von einer netten Hochzeitsgesellschaft wird aus Pest berichtet: Eine auf zehn Jahre aus Pest ausgewiesene Dirne, namens Marie Stumpf, wollte dieser Tage, um in Pest bleiben zu können, den dorthin zuständigen, vielfach bestraften Taschendieb Rudolf Wojczek heiraten. Die ganze Hochzeitsgesellschaft befand sich in der Wohnung des internationalen Taschendiebes Rudolf Weit und wollte sich von dort zum Standesamt begeben. Die Polizei hatte von der bevorstehenden„Vermählung“ Kenntnis erhalten. Auf dem Wege zum Standesamt wurde der ganze Hochzeitszug angehalten und alle siebzehn Teilnehmer verhaftet. Es sind durchwegs steckbrieflich verfolgte Personen mit Ausnahme des Bräutigams, gegen den„zufällig“ derzeit kein Strafverfahren anhängig ist. Keine Weihnachtsgeschenke mehr! Aus Bamberg wird der „Bayr. Landesztg.“ geschrieben: Sämtliche Bäckermeister von Bamberg u. der Umgebung haben beschlossen, die üblichen Weihnachtsgeschenke, die seit Urzeiten an die Kundschaft verabreicht worden sind, von diesem Jahre ab nicht mehr zu gewähren. Zuwiderhandelnde werden mit einer Geldstrafe belegt. Eine aufregende Szene spielte sich, wie die„Bayr. Landesztg." schreibt, im Sitzungssaale der Strafkammer Fürth ab, als der wegen Einbruchsdiebstahls angeklagte Schneider Johann Schreiner von Oberkotzau zur Aburteilung vorgeführt wurde. Schreiner mußte von vier Gendarmen geschleppt werden. Schreiner brüllte unaufhörlich und mußte zweimal aus dem Saal geführt werden. Das Publikum eilte von der Straße in das Gerichtsgebäude. Auch bei seiner dritten Vorführung gebärdete sich der Angeklagte wie ein Wahnsinniger. Diesmal erfolglos; denn die Verhandlung wurde fortgeführt. Schreiner wurde in die hinterste Ecke des Zuhöreraumes plaziert, und während er dort aus Leibeskräften schrie, mußten sich in der entgegengesetzten Ecke Richter, Staatsanwalt, Verteidiger und Zeugen aufs engste zusammensetzen, um sich bei dem ohrenbetäubenden Lärm vertändigen zu können. Schreiner, der gelegentlich der Kirchweihmesse eine Verkaufsbude erbrochen und daraus ca. 200 A gestohlen hatte, wurde zu 2 Jahren 6 Monaten Zuchthaus verurtelt. Familie und Haus Prost Neujahr! Nun wird er wieder allenthalben im Reiche erschallen dieser erbe, oft gar rohe Ruf:„Prost Neujahr!“ Selbst im Süden ist c schon eingedrungen, während er vor zwanzig Jahren den obereutschen Mundarten noch fremd war. Weit seltener hört man ie wenigstens etwas feiner klingende, aber noch undeutschere orm„Prosit Neujahr", in der das lateinische prosit(es nütze, ti dienlich) voll erhalten ist. Nun werden wir unseren Studenen wohl nicht so leicht ihr Prost und Prosit austreiben können, diewohl manche schon„zum Wohle“ oder„wohl bekomms" zu igen wagen, und die österreichischen sich immer häufiger des alen deutschen Trinkrufs„Heil“ bedienen; aber sollten wir uns icht befleißigen, uns statt jenes derben Zurufs am Neujahrsige eines würdigeren, dem Ernste des Jahreswechsels angemesneren zu bedienen? Wie wenige wissen überhaupt, was sie mit Prost Neujahr“ sagen? Die meisten antworten auf die Frage: Was heißt denn eigentlich dieses Prost?“ nur:„Nun eben Frost." Beim Schlusse der Mahlzeit(„Prosit die Mahlzeit", ist 3 schon verdrängt, denn„Prostemahlzeit“ ist ganz und gar ins jedrig Scherzhafte oder gar Spottische hinabgesunken. Allerings ist ja auch die„Gesegnete Mahlzeit“ in der greulichen und n letzter Zeit mit Recht vielfach bekämpften Kürzung eit“ schon unter das Fußvolk geraten; aber mit welchem Gruße inge das nicht so? Bei dem häßlichen„Atjöh“ denkt sich keiner iehr etwas, und selbst die doch dem Deutschen vielmehr sagenden Guten Tag, Guten Abend, Gute Nacht“ sind leider ganz verlaßt zu„n'tag, n’abend,'nacht." Aber wer herzlich sein will, er spricht auch diese schönen Grüße deutlich aus, sagt vielleicht uch gelegentlich„Auf Wiedersehen“ oder„Lebewohl" oder Fahrwohl“; und so sollte auch jeder Deutsche, der dem anderen von Herzen ein gutes, glückliches, gesegnetes neues Jahr wunchen will, es mit diesen Worten tun und nicht mit dem kahlen, lüchternen„Prost". Wenn der Süddeutsche an seinem prächtijen„Guts neus Jahr“ festhält, trotz allem Einstürmen des Prost o sollte auch jeder andere Deutsche ihm nacheifern. Geloben wir ins doch einmal alle zum neuen Jahre, aufzuraumen mit dem bisher leider immer noch vergebens bekämpften Atjö, mit dem benso häßlichen und nichtssagenden Mahlzeit und mir Neujahr! Bieten wir uns in deutschen Treuen veim Gehen deim Kommen einen„Guten Tag“, nach dem Essen aber auch iur dann— eine„Gesegnete Mahlzeit, und beim Anfange ines neuen Jahres:„Heil Neujahr!" oder:„Viel Glück zum Neuen Jahr!" oder:„Ein gutes neues Jahr!" oder wie es uns onst gerade ums Herz ist. Auch hier könnte jeder etwas von dem zeigen, wovon doch jetzt soviel die Rede ist: Persönlichkeit sn diesem Sinne wünschen wir also ein:„Gutes neues Jahr! ja ein:„Gutes deutsches neues Jahr!“ Formulare für Behörden liefert prompt die Buchdruckerei der Lüdenscheider Zeitung. 1. T Arnsberg schriften der Westfä 1. B 2. 8 K 3. E 4. D 5. la treten mit 2. I beziehen, 1 zugestellt. Die triebsräum zuheften un 3. T Einsicht fü aufgeforder vorstande z 4. 2 vom Geno schlägen bi die dem v zuwider ho eine solche Geldstrafer 5.9 zeit gegen Mün Der Genof Vorsteh Kier Städ Von an Sonnden Wocl Bekanntn Ar Vor a) an d b) an de nachr Lüc Ke Dam General Ei bei Herr in sei. Zignve vernd mit zer entdaß in Alters ähriger oet sig Zu DesStaß tasiums Degen t woraltische Beleigenomwurde die beKöpfe hrung. schaffen cken zu jährJede nn ein It. Im 1 statt, ten zu berichamens u könendieb befand Rudolf Die nntnis ganze haftet. AusStrafrd der von Weihbreicht Zuandesib als ohann wurde. Schreial ge18 Gete sich ; denn in die r dort setzten engste n verhweihgestohrtelt. Bekanntmachung. dieser den ist obert man tschere nütze, tudenönnen, ts" zu es alr uns jahrsgemesie mit Frage: Dben t") ist ar ins Allernund MahlGruße keiner jenden 3 veri will, elleicht oder naderen wünahlen, rächtiProst nwir t dem t dem Prost n wie r auch ifange k zum uns ts von chkeit! Fahr!“ Die Mitglieder des Brieftaubenvereins„Germania" zu Lüdenscheid näralich 1. Schreinermeister Richard Horn zu Lüdenscheid, Ringmauerstraße 4, Totaler Husverkauf 2. F.=Arb. Gebr. Stute 3. Wirt Carl Adrian 4 F.=Arb. Hugo Schulte 5. Anstreicher August Rübenhagen 6. Schreiner Heinrich Hörich 7. Bäcker Arno Patzschke 8. F=Arb. Ernst Koch 9. Wirt Emil Schulte 10. Wirt Gottlieb Bruse 11. F.=Arb. Gebr. Lindelaub 797 Ludwigstraße 24, Luisenstraße 37, Mark Concordiastraße 27, Grabenstraße 16, Schulstraße 32, Turmstraße 10, Schulstraße 27, Luisenstraße 11, Eduardstraße 7, Vorstehende Bekanntmachung wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Kierspe, den 20. Dezember 1906. Der Amtmann: Büren. Städtische Sparkasse Sauerfelderstr. 3. Vom 1. Januar 1907 ab bleibt die Sparkasse nach§ 13 des Statuts an Sonn- und Festtagen geschlossen.(Näheres über die Amtsstunden an den Wochentagen, Zinsfuss u. s. w. enthalten die besonderen periodischen Bekanntmachungen.) Die Sparkassen-Verwaltung. Amts-Sparkasse Lüdenscheid. Vom 1. Januar 1907 ab ist unsere Kasse: a) an den Sonn- und gesetzlichen Feiertagen geschlossen; b) an den Wochentagen von 9 bis 12½ Uhr vormittags und 3 bis 6 Uhr nachmittags geöffnet. Lüdenscheid, den 30. November 1906. Der Vorstand. Keine Trunksucht mehr. Eine Probe von dem wunderbaren Cozapulver wird gratis geschickt. Kann in Kaffee, Thee, Bier, Wasser, Essen oder Spirltuosen gegehen werden, ohne dass der Trinker es zu wissen brancht. Cozapulver erzielt die wunderbare Wirkung, daß die Spirituosen dem Trinker widrig vorkommen. Coza wirkt so still und sicher, daß Frau Schwester oder Tochter ihm dasselbe ohne sein Mitwissen geben kann und ohne daß er zu wissen braucht, was seine Besserung verursacht hat. Coza hat Tausende von Familien wieder versöhnt, hat von Schande und Unehre Tausende von Männern gerettet, welche nachher kräftige Mitbürger und tüchtige Geschäftsleute geworden sind. Es hat manchen jungen Mann auf den rechten Weg zum Glück geführt und das Leben vieler Menschen um mehrere Jahre verlängert. Das Institut, welches das berühmte echte Cozapulverbesitzt, sendet an diejenigen, die es verlangen, gratis eine Probe und ein Buch mit 1500 Danischreiben. Cozapulver ist als ganz unschädlich garantiert. Korrespondenz in deutsch. Coza Institute, gonon 3060(England) Porto für Briefe: 20 Pfg., für Postkarten: 10 Pfg. Dampfschiffahrts-Ges.„Leeland“ Vlissingen General-Vertreter im Güterverkehr für Rheinland u. Westfalen: Charlier& Scheibler-Crefeld. Eilgü ter u. Parcels ab Lüdensheid—London Haus innerhalb 48 Stunden. Gedenket der hungeruden Dögel! Futter für freilebende Vögel wird unentgeltlich bei Herrn Sattlermeister G. Schlick, dem Vorsitzenden des Vogelschutz= und Kanarienzuchtvereins, Börsenstraße 8, abgegeben. wegen vollständiger Aufgabe in ihre Tauben der Militär=Verwaltung zur Verfügung gestellt und diese genießen daher den Schutz des Gesetzes vom 28. Mai 1894, was hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht wird. Lüdeuscheid, den 18. Dezember 1906. Der Amtmann: I. V.: Der Beigeordneter: Fr. Cornelius. Bekanntmachung. 1. Die durch Nr. 43 des Amtsblattes der Königlichen Regierung zu Arnsberg vom 27. Oktober 1906 veröffentlichten Unfallverhütungsvorschriften für die nachstehend bezeichneten landwirtschaftlichen Nebenbetriebe der Westfälischen landwirtschaftlichen Bernfsgenossenschaft: 1. Brennerei=, Molkerei= und St7rkebereitungsbeiriebe, 2. Ziegeleien, Gräbereien über Tage, Torfgräbereien, Kalkbrennereien, Kalköfen, 3. Steinbrüche, 4. Mahl= und Oelmühlen, 5. landwirtschaftliche Brauereien und Mälzereien treten mit dem 1. Januar 1907 in Kraft. 2. Jedem Unternehmer, eines der Betriebe, auf die sich diese Vorschriften beziehen, wird demnächst ein Abdruck der bezügl. Vorschriften in Plakatform zugestellt. Die Betriebsunternehmer sind verpflichtet, die Vorschriften in den Betriebsräumen an einer den darin beschäftigten Personen sichtbaren Stelle anzuheften und, wenn sie im Laufe der Zeit nicht mehr lesbar werden, zu erneuern. 3. Die Vorschriften liegen beim Gemeindevorstande in 3 Druckstücken zur Einsicht für beteiligten Unternehmer und Arbeiter aus. Die Beteiligten werden aufgefordert, sich in Zweifelsfällen die erforderliche Belehrung beim Gemeindevorstande zu holen. 4. Betriebsunternehmer, die den Vorschriften zuwider handeln, können vom Genossenschaftsvorstande mit Geldstrafen bis zu 1000 Mk. oder mit Zuschlägen bis zum doppelten Betrage ihrer Beiträge bestraft werden. Versicherte, die dem van ihnen zur Verhütung von Unfällen zu beobachtendem Verhalten zuwider handeln, können durch den Borstand der Betriebskrankenkasse oder wenn eine solche für den Betrieb nicht errichtet ist, durch die Ortspoltzeibehörde mit Geldstrafen bis zu 6 Mk. bestraft werden. 5. Druckstücke der Vorschriften können vom Genossenschaftsvorstande jederzeit gegen Erstattung des Selbstkostenpreises bezogen werden. Münster, den 14. November 1906. Der Genossenschaftsvorstand der Westfälischen landwirtschaftl. Berufsgenossenschaft. Pavelan- Blecl-u. Enalle-Waren 1 Partie Tischlampen v. 1.50 Mk. an, Waschbecken mit Seifennäpfchen per Stück 50 Pf., Petrolkannen, à Stück 2 Ltr., von 40 Pf. an, Fischständer von 35 Pf. an, Cmaille Kaffeekannen, waren, Wäschetrock erusw., um damit zu räumen, bis Weihnachten zu und unter Der Gemeindevorsteyer: Gregory. Ferdinand Grawe. der Gemeinde=Vertretung von Hülscheid am 28. Dezember 1906, nachm. 2 Uhr, im Lokal des Herrn Aug. Hencke in Dahlerbrück. Tages=Ordnung: 1. Gültigkeitserklärung der am 10. November cr. getätigten Wiederwahl zweier Gemeindeverordneter. 2 Verschiedene Schulangelegenheiten. 3. Kanalisierung des Clagebacher Weges. 4. Antrag der Dahlerbrücker Feuerwehr auf Bewilligung eines Darlehens. 5. Regelung der Beihülfenhöhe zu Telephonanlagen. 6. Eisenbahnangelegenheiten. Der Gemeindevorsteher: Gregory. kaufen Sie am Goldbesten bei Waren Albert Lütringhans, Knapperstrasse 15, gegenüber„Hotel zur Post". Staunend billige Preise. Grosse Auswahl. TrauAuf Uhren gebeBrillen ringe 4 Jahreund 14 kr.gr.2.80 schriftliche Garantie. Kneifer on groes Korsett-Fabrik en Rich. Becker, Wilhelmstr. empfiehlt in neuesten, formvollendeten Modellen Korsetts für Damen, Mädchen und Kinder sowie Reform-Korlelfs jeder Art, hübsche Damen-Korsetts — von 50 Pf. an.— Spiralfeder-Korsetts von Ik. 1,50 an. Von 2 Mark au erhält jeder Käufer ein Puppen=Korsett gratis. Vertreter: G.A. Spalsberg, Lüdenscheid. In Gemäßheit des§ 8 des Wahlgesetzes für den Reichstag vom 31. Mai 1869 und§ 2 des Reglements vom 28. Mai 1870 wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Wählerlisten der Gemeinde Herscheid in dem Amtsbureau zu Herscheid acht Tage lang und zwar vom 28. Dezember ab zu Jedermanns Einsicht ausgelegt sind. Wer die Listen für unrichtig oder unvollständig hält, kann dies innerhalb acht Tagen nach dem Beginn der Auslegung derselben bei dem Unterzeichneten schriftlich anzeigen oder zu Protokoll geben, und muß die Beweismittel für seine Behauptungen, falls dieselben nicht allbekannt sind, beibringen. Herscheid, den 19. Dezember 1906. Der Gemeindevorstand: Steinhaus, Plankemann, Amtmann(Gemeindevorsteher. In Gemäßheit des§ 8 des Wahlgesetzes für den Reichstag vom 31. Mai 1869 und§ 2 des Reglements vom 28. Mai 1870 wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Wählerlisten der Gemeinden Kierspe und Rönsahl im Amtsbureau hierselbst bezw. bei Herrn Gemeindevorst=her Haase acht Tage lang und zwar vom 28. Dezember 1906 bis 5. Januar 1907 zu jedermanns Einsicht ausgelegt sind. Wer die Liste für unrichtig oder unvollständig hält, kann dies innerhalb 8 Tagen nach dem Beginn der Auslegung derselben bei dem Unterzeichneten oder dem von demselben dazu ernannten Kommissar oder der dazu niedergesetzten Kommission schriftlich anzeigen oder zu Protokoll geben und muß die Beweismittel für seine Behauptungen, falls dieselben nicht auf Notorietät beruhen, beibringen. Kierspe, Rönsahl, 20. Dezbr. 1906. Der Amtmann u. Gemeindevorsteher: Büren. Der Gemeindevorsteher: Haase. Der stellv. Gemeindevorsteher: Engstfeld. lowenwartert Oe Camand deleik in Ein *XX(*XX*X mum. 2.—, 2.50,3.—,3.50 Marke Null... pr. Fl. Mk. 1,50 Marke 5 Stem. pr. Fl. Mk..— Lüdenscheid bei Walter Hoelzer. Rönsahl bei Apoth. Beck Oberrahmede bei Fr. Bals. Meinerzhagen bei Rich. Grote. Visitenkarten empfehlen Tilgenkamp& Ruhl. Ed. Horn Jr., Lüdenscheld empfiehlt: Schreibmaschinen, Zubehör, Moderne Kontor-Möbel, Kopiermaschinen u. Koplerartikel, Rechenmasehlnen, Registratur-Elnrichtunges aller Systeme, Schnelihefter ete. Vervielfältig.-Apparate u. Utensillen Karten-Reglster, Geschäftsbücher sämtliche Bäro-Artikel. Paul Dalichow / 2 Ein eign et sich in erster Linie als schönstes Gelegenheits-, Hochzeits- U. Weihnachts-Geschenk. Meine Ausstellungszimmer bieten übersichtlich, jedem Geschmack und jedem Preise Rechnung tragend, dem Besucher die reichste Auswahl in der Kunft im Bilde. Lüdenscheid Wilhe’mstr. 53. Fernspr. 478. Kaiser-Cognac. Gutachten! Die erhaltenen Proben Kaiser-Cognac, 2 Stern und 3 Stern, ergaben nachstehende Resultate: (Folgt Analyse). Hiernach sind beide Prober als vollständig fuselölfrei. reine Cognacs zu begutachten, deren Zusammensetzung früheren Untersüchungen entspricht. Infolge /des vorzüglichen Geruches und Geschmackes, sowie auch der chem. Zusammensetzung, glauben wir behaupten zu können, dass ähnliche Qualitäten bei gleichen Preisen in Tranrösischer Handelsware gar,cht zu haben sind und dürften Rouette’sche Kaiser-Cognacs daher auch ganz besonders zu medizinischen Zwecken zu empfehlen sein. Kiel, den 25. Mai 1904. Chemisch-technisches Laboratorium Dr. Schulte und Dr. Amsel. Kaiser-Cognac»* ½ Ltrfl. A 3— 2„„ 1.70 1. Zu haben bei: F. W. Funke Wwe., Wilhelmstr. 8 Fr. Kierstein Wilhelmstr. 52. Adolf Weber, Bahnhofstr. 35 Magenleidenden Kirstein altbekanate und bewährte Bezugsquelle für feine Kolonialwaren, Delikatelsen, Südfrüchte und Konserpen, Lüdenscheid Wilhelmstr. Fernsprecher 59. den Weihnachtstisch empfehle: Delikatessen Astrachan=Malossol=Caviar ¼ Pfund in Porzellantöpfer ½ Pfund ¼ Pfund Mark 16.— Mark 8 25 Mart 4.25 ich führe nur diese eine hervorragend schöne und preiswerte Wark. Ganseoruste ta Pwe. Straßburger Gänseleber=Pasteten mit Trüffeln in Terinen à Mk. 10, 1.75 u. 2.75 von Aug. Michel in Straßburg. Diverse Pains ec. Kronen=Hummer (nur Scheeren und Schwänze), extra Qualität, ¼ Büchse 2.40, ½ Büchse 1.35. Mayonnaiss- und Remouladen-Sauce in Gläsern 0.60, 0.80 und 1.20 Mark. Sardinen in Oel. Delikatess-Ostsea-Heringe ohne Gräten in pikanten Saucen, in Schlüsseldosen á 1.80 und 0.85 Mk. Ochsenzungen in Büchsen a Mark 6.00 und 4.85 Frühstückszungen à 2.25 Mark. Konserven neuer Ernte. Spargei, Erbsen etc. Nüsse Franz. Wallnüsse Mk. 0.50 Sicilianer Haselnüsse Mk. 0.50 Giovanen Haselnüsse Mk. 0.60 Istrianer Haselnüsse Mk. 1.— Zeller Haselnüsse Mk. 1.10 Tafelrosinen u. Krachmandeln extra feine Qualität. Cakes und Bisquits. Große Auswahl von renommierten Firmen. Kaiserdessert per Pfund 2.40, Fürsten=Mischung a 2.60, z. T. auch in 4= und 2=Pfund=Dosen. Tannenzapfen schönster Christbaumschmuck 3 Stück 0.10 Mk. Nürnberger Lebkuchen von J. G. Metzger-Nürnberg. Braunschweiger Honigkuchen, Spitzkuchen und Mandelspekulatius, Pralinés und ffein Bonbons. Cacao und Chocolade renommierter Firmen in allen Packungen. Kirstein's Kaffee's in den vorzüglichsten Qualitäten und passendsten Mischungen. Lichte nur allerbeste nicht tropfende Qualität in den gangbaren Größen. Lüdenscheid. teile ich aus Dankbarkeit gern un nnentgeltlich mit, was mir von jahre langen, qualvollen Magen= u. danungsbeschwerden geholfen hat A. Hoeck Lehrerin Sachsenhausen b. Frankfurt a. M er hustet, er an den Lungen leldet, er Atemnot hat. er verschjeimt ist, der trinke Grundmann's Hustentee jede Kaustrau gewinnt sicher ohne Lotterie zu spielen, wenn sie bei den jetzigen teuern Zeiten die als besten Butter-Ersatz anerkannte und beliebte Delikafess-Margarine Solo in Carton gebraucht. Sie spart dadurch gegen Naturbutter mindesten 50 Pf. per Pfund und gewinnt auf diese Weise an ihrem Wirtschaftsgelde bis zum Fest das Geld für eine hübsche Weihnachts-Ueberraschung! Tellermützen Sportmützen! Apparte Neuheiten! Haltbare Facong empfiehlt in grosser Auswahl Billigste Bezugsquell. 2 Ant. Nellen, Düsseldort, Pho ographen-Werke. 18 Der Erfolg Ist grossartig. PIANOS modernen Stils, Flügel u Pianinos in vollkommener Ausführung, ned und gebraucht, sowie Harmoniumss und Klavierspielapparate in reicher Auswahl empfiehlt Rud. IBACH Sohn Kaisl. u. Königl. Hof-Flügel-und Pianino-Fabrikant Alleinvertrieb der Klavierspiel apparate Pianola und Aeriola Barmen Neuerweg 40, Filialen la Cöinund Düsseldort. Bei Kauf, Miete, Umtansch, Reparatur oder Stimmung wende man sich an die mehr als hundertjährige Erfahrung des durch vier Generationen bestehenden Hauses IBACH Erste, älteste, grösste, verbreitetste, weltbekannte NähmaschinenFahrradGrossfirma M. Jaeobsomn, BERLIN N. 24, Linienstrasse 125. Lieferant von Post-, Preusa. Staats- u. ReichseisenbahnbePamtenverein., Lehrer-, Militär-, Kriegervereinen ganz Deutschlands, versendet d.neueste deutsche hocharmige Singer-Nähmaschine mit hyglenischer Fussruhe Krone“ für alle Art. Schneiderel, 35, 40, 45. 48, 50 Mk, 4 wöchentliche Probezeit, 5 Jahre Garantie. Berühmte erstklassig. Marken, Wasch-Maschinen, Roll-Mangel billigst. Militaria-Zollerräder für höchste Ansprüche in Militär-, Eisenbahn- u. Lehrerkreis. eingeführt. Petroleum-Heizofer.“ Senutionelle Leistung. Das Beste der Neuzait, garantiert geruchlos. JubiläumsKatalog, Anerkennungen gratis. Gemeindesparkasse Herscheid mündelsicher, verzinst alle Einlagen mit 38 10 h Verkauf durch kaiserl. Verordnung frei Paket 1 Mk. 4 Pakete 3 Mk. Unter 4 Paketen wird nicht verschickt. Bitte schicken Sie mir 6 Pakete Grundmanns Hustentse. Gleichzeitig muss ich Ihnen die grösste Anerkennung für den Tee aussprechen und kann nur jedem diesen Tee empfehlen. Fordon. 25. 4. 06. Affelski. Dieser Hustentee ist direkt von linte, dauerhafte.. Regenschirme Apotheker Grundmann, Berlin 8W. 12, Friedrichstr. 207. zu beziehen Dep. Katzbachstr. 9. iisn dei Oskar Zecker, Milhelmstr. 53. Ueberziehen und Reparieren der Schirme schnell und gui. Ktädtische Sparkasse Lüdenschei, Hauerfelderstr. 8, geoffnet von 9—12 und 3—6 Uhr, mündelsicher, erzinst alle Einlagen tageweise mit 89 Amtsiparkalle hüdenscheid, Sauerfelderstrasse 14, unter Garantie der Amtsgemeinde Lüdenscheid stehend und von der Königl Regierung als mündelsicher bezeichnet, verzinst alle Einlagen6U vom ersten Tage nach der Einzahlung an mit 10 s0 In hei Cönt's Freut Der al o nu Ein K Da jai Des H Und Gedeih Wo Ki Wo Li Da kli Dem( Heu R der öst heutei ahal de sprache der gleich 1 werden Regens jura. T Jg und P. lung v worden es gela T der im Ausnal nomme einigen Adelsv Mann, feuerte in den Graf. folgt, Schüsse wunde eine an Semftt beiters 5 Langer einem glückte T herrsch Aus v. fälle d