Wochenblatt Westfolen Erscheint jeden Sonnabend. Bezugspreis vierteljährlich RM. 1.20 22 Rpf. Postgebühr), zuzüglich 18 Rpf. Zustellgebühr. Einzelnummer 15 Rpf. Bestellungen nehmen entgegen alle Postanstalten und Briefträger. Verlag: LandesbauernschaftsAnzeigenpreise: 16 Rpf. für die 22 mm breite Millimeterhöhe. Außerdem ermäß heitsanzeigen 9 zur Zeit gut enstags 9 Uhr. verbindung: Ländliche Centralkasse e. G. m. b. H. Münster i. Westf. te Grundpreise: Stellenangebote und Gelegen9 Rpf.; Familienanzeigen und Stellengesuche 6 Rpf., Preisliste 3 v. 3 10 1936. Anzeigen=Annahmeschluß Ihr. Postscheckkonto: Dortmund Nr. 10407. Bankche Centr Gluckliches 4261. Ts 12614 90) cine weitere Qneckenning vw über den hervorragenden Erfolg der Anzeigen im„Wochenblatt“. Gütersloh West 6, den 2. Dezember 1936. Ich bitte meine Anzeige W.=Stute nicht noch mal zu wiederholen, da schon verkauft.(11 Nachfragen.) Bauer Ludwig Ostermann. 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Und doch bergen sie in sich eine Fülle von Ereignissen. von Weltgeschehen, das nicht nur das Leben der Völker und Staaten gestaltet, sondern das Schicksal des einzelnen tiefgreifend berührt. Gerade die Aufbaujahre des neuen Deutschlands gehören zu den großen der neueren Geschichte, aber wir erleben darüber hinaus ein Kapitel Weltpolitik, das nicht minder interessant für die Menschheit ist. Wir Deutsche haben gelernt,„über unsere Scheunentore“ hinauszublicken So betrachten wir das, was sich in der Welt abspielt, das„politische Kräftespiel“, heute anders und mit größerer Aufmerksamkeit. Um Englands Autorität Das Jahr 1936 gehört weltpolitisch zu den bedeutsamen Zeitabschnitten. Es ist das Jahr, in dem sich die Fronten klären, die Geister in ihrer Denkungsart immer mehr erkennen lassen. Das Wort Krieg ist viel in die Debatte geworfen worden. Und trotzdem man dieses Wort einmal aus dem Wörterbuch der Völker streichen wollte, hat sich die Welt doch mit seiner Tatsache abfinden müssen. Um die Wende 1935/36 erlebten wir die kriegerische Auseinandersetzung Italien— Abessinien. Wird sich dieser Krieg lokalisieren lassen oder birgt diese große koloniale Expedition Zündstoff zu einem neuen Weltkampf? Fast glaubte die Welt im Januar, daß Italien in Abessinien eine schwere Enttäuschung erleben müßte. Der Vormarsch war nicht so recht in Gang gekommen, und selbst Mussolini wußte nicht, ob hinter den abessinischen Bergen das Britische Weltreich mehr eingesetzt hatte, als man ursprünglich vermutete. Man sprach viel davon, daß es um die Autorität, die Weltgeltung Englands ginge und das europäische Problem sich von Mitteleuropa nach dem Mittelmeer verlagert habe. Old England konnte den Einsatz nicht wagen, denn hier entschied doch der Einsatz des Ganzen. Und England hatte dieses Ganze noch nicht einzusetzen, war Italien nach dem Stand seiner Rüstungen nicht gewachsen. Wir wissen heute, wer in diesem Krieg Italien—Abessinien Sieger geblieben ist, wer vor allem in dem Konflikt England—Italien der Stärkere war. Dieses Jahr 1936 ist überhaupt für das Britische Weltreich kein Jahr der Gunst gewesen. Der Tod König Georgs V. bedeutete für das Weltreich einen starken Verlust. Georg V. ist nach außen nicht viel in Erscheinung setreten, aber vielleicht gerade deshalb war er ein echt briticher Monarch, wie ihn das Empire mit seiner Auffassung rauchte. Politik der Tatsachen— Politik des Friedens Wo immer in diesem Jahre Weltpolitik gemacht wurde, trat das Problem des Bolschewismus deutlich, nur zu deutlich hervor. Hier scheiden sich die Geister der Staatsmanner, denn das Ziel der alljüdischen Moskauer Zentrale bleibt nun einmal die Weltrevolution und Zerstörung aller Kulturen. Den Bolschewismus auch nur dulden, ihn„mit in Kauf nehmen“, bedeutet, der III. Internationale freie Bahn lassen. Deutschland im Mittelpunkt Europas muß aus seiner Lage und aus seiner rassischen Vitalität heraus der Trommler gegen den Bolschewismus sein. S blie uns nach den französisch-sowjetrussischen Bündnis nicht mehr der Weg unfruchtbarer Verhandlungen, sondern nur der, Tatsachen zu schaffen. Adolf Hitler hat durch die uneingeschränkte Wiederherstellung der Souveränität im ganzen Reichsgebiet, in der bisher demilitarisierten Zone des die am heinlandes, der Pfalz und des Saargebietes diese Tatsachen geschaffen. Das war das große Ereignisfür Deutscha ür die Welt! Nur der, der nach 1918 Jahre der Besatzung, die Jahre der schwarzen Schmach Rhein erlebte, vermag ganz zu empfinden, was es heißt: deutsche Soldaten in der Pfalz, im Saargebiet, im Rhein land! War es die Tat eines verwegenen Diktators, der ohne Volk reaiert? Im März erlebten wir die überwältigende Reichstagswahl, bei der 99 v. H. des deutschen Volkes, 44½ Millionen Deutsche diesen politischen Schritt als den ihren unterstrichen. Welche Demokratie, welche„Volksfront=Regierung" vermag einen solchen demokratischen Erfolg aufzuweisen? Gerade in jenen Märztagen spukte wiederum, geschürt von seinen Interessenten, das Wort Krieg. Statt dessen erhielt die Welt in einem groß angelegten Friedensplan Adolf Hitlers in 19 Punkten eine Grundlage, wie sie bisher noch niemand von den Friedensaposteln geboten hat. Wir boten einen 25jährigen Nichtangriffs= bzw. Sicherheitspakt, Wiedereintritt in den Völkerbund, Verbot von Brand=, Gift= und Gasbomben, schwerster Tanks und Artillerie— jetzt, da der Beitrag vor der Welt lag, griff niemand zu! Freilich war jenseits der Grenzen Deutschlands das Wort Gleichberechtigung unbequem. man hielt fest am ungleichen Recht, wo so laut von der „Gleichheit des Rechtes“ gesprochen wurde. Spanien— und dann? So ist Deutschland unter Adolf Hitler in der Außenpolitik seinen Weg unbeirrbar weitergegangen. Das Abkommen mit unserem Bruderstaat Oesterreich hat nicht nur die Sehnsucht der Herzen aller wahren Deutschen erfüllt, sondern zugleich diese südosteuropäische Frage aus dem Spiel politischer Schachergeschäfte für die andern herausgenommen In diese Friedenspolitik Deutschlands hinein platzt eine neue Kriegsbombe des Bolschewismus. In Spanien lodert im Juli die Fackel des Bürgerkrieges grell empor, hier zeigt Moskau ohne Maske, wie es sich das Sowjet=Weltreich denkt. Was an Grauen und Elend sich in Spanien vollzieht, ist uns in deutlichster Erinnerung. Würde hier der Kommunimus Fuß fassen, so ware Frankreich der nächste Schauplatz Wird dann England noch die Augen verschließen? Die Methoden des Mordes, die im Prozeß Gustloff erschreckend zu verfolgen waren, lassen keinen Zweisel, wie Alljuda seine Politik treibt. Der friedliche Wettstreit der Jugend Freilich bringt 1936 einen Höhepunkt der Völkergemeinschaft, der allerdings nicht auf das Konto der Politiker zu buchen ist. Wir erleben in der Reichshauptstadt die X I. Olympischen Spiele. die im Februar mit den Winterspielen in Garmisch=Partenkirchen ihren Anfang nahmen und auf dem Reichssportfeld einen so grandiosen Abschluß fanden 51 Nationen hatten sich zu diesem friedlichen Kampf des Körpers, des Mutes und der Zähigkeit zusammengefunden, die Besten haben ihr Bestes hingegeben und über ihre Siege hinweg sich die Hände gereicht. Das war die Jugend der Welt! Wir Deutsche werden stolz bleiben, daß wir diese Spiele nicht nur bei uns sahen und durchführen konnten, sondern auch mit einem so großen Siege für Deutschland beendeten. Zeutren des Kampfes Die politische Wirklichkeit eines Bürgerkrieges aber vollzieht sich in Spanien zur gleichen Zeit weiter. Hier ist es nur mit deutlicher Anklage getan. So wird der Parteikongreß in Nürnberg das Forum, auf dem schonungslos die Auseinandersetzung mit Moskau vor der Welt erfolgt. Darüber hinaus setzt sich diese Auseinandersetzung in Goslar auf dem 4 Reichsbauerntag fort, wo 51 ausländische Bauernvertreter Sinn und Bedeutung des Kampfes gegen Moskau verfolgen können. Und je mehr man einen Ring um Deutschland zu legen versucht, es vielleicht wirtschaftlich zur Kapitulation bringen möchte, umso stärker die Kraftentfaltung, die durch die Proklamation des Vierfahresplanes zum Ausdruck kommt. Unabhängigkeit vom Ausland bei all jenen Stoffen, die deutsche Fähigkeit durch Chemie, Maschinenindustrie und 2. Januar 1937 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Seite 5 Bergbau beschaffen kann, das ist das Ziel und die Aufgabe, die der Führer stellt. Die Klärung der Fronten Seit 1936 steht, dank der klugen und weitsichtigen Politik Adolf Hitlers, Deutschland in seinem Ringen gegen die Zerstörung der Völkerkulturen nicht mehr allein. Belgien hat eine Schwenkung von der sowjetrussischen Paktpolitik weg vorgenommen, und neben der Zusammenarbeit zwischen Berlin und Rom, die durch den Besuch des Grafen Ciano ihre Bekräftigung erhielt, brachte das Jahr das deutsch=fapanische Abkommen. Im Augenblick schon erleben wir die Bedeutung dieses deutsch-japanischen Abkommens. Moskau unternimmt den Versuch, die Brandfackel eines neuen Bürgerkrieges nach China zu schleudern, um von hier aus im Sinne der Weltbolschewisterung die Entwicklung seiner Pläne in Gang zu bringen. Immer deutlicher zeichnet sich ab, wer die Gefahr für den Weltfrieden bedeutet. Am Ende dieses Jahres wünschen wir, daß Curopa und die Welt vor der Verwirklichung der Pläne verschont bleibt, die sich Moskau erträumt. Deutschland ist 1936 wieder zur Großmacht geworden, wir sehen mit Ruhe, dank einer starken Armee, den Ereignissen entgegen, die sich entwickeln. Wir haben im Innern den Kampf mit dem Kommunismus niemals gescheut, heute haben wir noch weniger Anlaß, zu weichen. Aufbau und Selbsthilfe in Deutschland Ausbau der Ernährungssicherung Wenn ausländische Besucher nach Deutschland kommen, so stellen sie, angesichts der großen Aufbauleistung unserer Nation, immer wieder die Frage: wie war das möglich, wie konnten Kultur und Volkswirtschaft eines Volkes, das doch vor dem Zusammenbruch stand, einen derartigen Auftrieb erhalten? Die Neuwerdung des deutschen Menschen durch die nationalsozialistische Bewegung war die Voraussetzung. Aber das Geheimnis liegt noch mehr in der Tatsache, daß wir nicht im Geistigen, etwa einer neuen politischen Philosophie stecken blieben, sondern sofort an die praktische Arbeit gingen. Wir bekannten uns zum Prinzip der praktischen Selbsthilfel Der Deutsche ist schon immer nicht nur ein guter Organisator, sondern vor allem ein guter, zäher Arbeiter gewesen. Die Arbeit, sei sie praktischer oder geistiger Natur, liegt ihm im Blut, ist sein Lebenselement. Dieses Lebenselement zum Einsatz gebracht zu haben, ist das Verdienst, das Geheimnis des Nationalsozialismus. Ein Jahr der Arbeit Das Jahr 1936, das nun hinter uns liegt, hat von jedem einzelnen große Leistungen verlangt. Wir haben nicht viel Zeit, an Pausen zu denken. Die weltpolitische Entwicklung zwingt uns dazu, unsere Stütze nur in unserer eigenen Arbeitskraft zu sehen. Hätten wir, wie es früher selbstverständlich war, auf ausländischen Rat und Kredit gewartet, so wären Werke wie z B. die Reichsautobahnen, die großen Parteiund Kulturbauten, die Landesmeliorationen, Oedlandgewinnungen, Neubau von Fabriken usw. niemals möglich gewesen. Wie groß der Erfolg gerade im verflossenen Jahr war, kennzeichnet allein die Tatsache, daß heute an die Stelle der Arbeitslosigkeit schon Arbeitermangel. vor allem an Facharbeitern, getreten ist. Gewiß fehlt uns noch manches. Vor allem denen, die wieder in Arbeit und Brot sind, wünschen wir eine bessere Lohngestaltung. Aber allein dadurch, daß an dem Prinzip des Führers, zunächst Erfüllung der dringendsten politischen Aufgaben, festgehalten wurde, allein dadurch kann die Sicherheit des Volkes erhalten bleiben. Die Voraussetzung zur Leistung Neben den außenpolitischen Folgen ist das Jahr 1936 das Jahr der Wiedereinführung der zweifährigen Dienstpflicht. Sieht man von den wehrpolitischen Wirkungen ab, von der Tatsache, daß Deutschland wieder Großmacht geworden ist, so liegen darin erzieherische Werte, die erst später voll zur Entfaltung kommen können. Wir brauchen heute ein wehrhaftes, körperlich und geistig hervorragend leistungsfähiges Volk. Nur das gibt uns die Sicherheit, denen entgegentreten zu können, die uns das Lebensrecht verweigern, mit dem Gedanken eines Angriffs spielen. Hier liegt vor allem auch die Bedeutung des Landvolts. Immer schon ist das Bauerntum die sicherste Stütze der Wehrmacht gewesen. Freilich darf man auch die Augen nicht vor bitteren Tatsachen verschließen. So hat der Reichsbauernführer auf dem letzten Reichsbauerntag in Goslar Zahlen bekanntgeben müssen, die von allen Illusionen fret sind und zeigen, welche Wirkungen die Vernachlässigung der Körperertüchtigung auf dem Lande bereits gehabt hat. Allein aus diesen Tatsachen, nicht um einer Spielerei oder Romantik willen, nimmt heute die Aufgabe der Leibeserziehung, des Sportes einen so breiten Raum ein. Wir können es uns einfach nicht mehr leisten, Menschen, die erbbiologisch einen guten Kern in sich tragen, verkümmern zu lassen. Was uns not tut, wohin das Ziel führt, bewiesen dem Landvolk die Vorführungen bäuerlicher Leibesübungen auf der Reichsnährstandsschau in Frankfurt am Main, vor allem auf dem letzten Reichsbauerntag in Goslar. Hier paarten sich Leibesübungen und bäuerlicher Kulturwille zu einer glücklichen Einheit. Und es ist interessant festzustellen, daß gerade in der großstädtischen Presse diese Erscheinungen besonders beachtet wurden, mehr vielleicht noch als auf dem Lande, das hier selbst unter dem Licht der Oeffentlichkeit stand. Die Dreiheit der Ernährungssicherung Es hat schon seine Bedeutung, wenn man dieses Kapitel Körperertüchtigung, also das Kapitel Mensch in einem kurzen Rückblick herausstellt, denn auch die wirtschaftlichen Probleme, die wir zu meistern haben, werden schließlich vom Menschen gelöst. Das trifft nicht zuletzt für die Erzeugungsschlacht zu. Sie ist nicht mehr eine ausschließliche Angelegenheit des Landvolkes. Die Fragen der Ernährungssicherung sind in den letzten zwölf Monaten so stark in den Vordergrund getreten, daß jeder in Stadt und Land weiß, worum es geht. Seit der Machtübernahme konnte die Versorgung des Volkes aus eigener Scholle von 65 v H. auf 85 u. H. gesteigert werden. Das ist ein großer Erfolg! Allerdings wird man die Lücken nur dann ausfüllen können, wenn alle an ihrer Beseitigung mitarbeiten. So ist zu der Erzeugungsschlacht in diesem Jahr die„Erhaltungsschlacht“ getreten, die unter der Parole„Kampfdem Verderb“ vor allem von unseren Hausfrauen geführt wird. Nimmt man hinzu die Aufgabe der Verbrauchslenkung, also das zu bevorzugen, was der deutsche Boden bezw. die Handelspolitik im Austausch mit unseren industriellen Gütern bietet, so runden sich die agrarpolitischen Maßnahmen zu einer klaren Einheit ab. In der Praxis selbst haben wir das Tierschutzesetz bekommen, die Pflichtmilchkontrolle, die ortenbereinigung, das Ermächtigungsgesey zur Durchführung der Zusammenlegung von kleinen Flächen. Wir erlebten eine Festigung des ganzen Systems der Marktordnung auf der Grundlage fester Preise und waren so in der Lage, die Arbeit des Landvolkes auf eine sichere Grundlage zu stellen. Die Nährstandsausstellung in Frankfurt am Main war für den Fortschritt der Landwirtschaft ein eindrucksvolles Spiegelbild. Seite 6 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen 2. Januar 1937 Die Frage der Arbeitskräfte Mit der Beseitigung der Arbeitslosigkeit trat freilich eine neue Sorge hervor: die Landarbeiterfrage. In vielen Gebieten beginnt es an Arbeitskräften zu mangeln, und es ist gewiß nicht leicht, stets die gesamte Arbeit zu bewältigen. Wir werden nicht darum herumkommen, dem Landarbeiter das Leben auf dem Lande lebenswerter zu gestalten. Nur, wenn der Landarbeiter sich auf dem Hofe ganz zu Hause fühlt, eine heimische Wohnung findet, sich im Lohn nicht zu stark von den Arbeitern in der Industrie abhebt, Aufstiegsmöglichkeiten hat, eine Familie gründen kann usw., wird man ihn auf die Dauer an den Boden binden können. Hier bildet die Förderung des Landarbeiterwohnungsbaues, des Urlaubsaustausches der Landarbeiter, Neuregelung der Tarifordnung und die Gemeinschaftsfahrten neben manchem anderen einen erfreulichen Ansatzpunkt. Auch die Tatsache, daß der Landarbeiter nunmehr als gelernter Beruf anerkannt ist. bedeutet einen wesentlichen Fortschritt. Daß ein neuer Rhythmus durch die Dörfer geht, beweist die Teilnahme von 200 000 Angehörigen der Landjugend am Reichsberufswettkampf. ein erfreuliches Ergebnis für 1936. das im kommenden Jahr noch gesteigert werden soll. Der Nährstand an die Front So hat das Landvolk nicht ohne Erfolg gearbeitet. Der Führer hat auf dem Bückeberg die großen Leistungen des Bauerntums unterstrichen, und auch der Ministerpräsident Göring hat in Goslar deutliche Worte der Anerkennung gefunden. Jetzt steht das Landvolk am Anfang des zweiten Vierjahresplanes mit der gleichen Geschlossenheit, die den Erfolg der Erzeugungsschlacht im Jahre 1936 sicherte. Reichsbauernführer Darré gab die Parole: Der Reichsnährstand an die Front. Das bedeutet, daß sich nun die Augen aller Deutschen auf das Landvolk richten, denn von ihm hängt es ab, ob das Ziel der Ernährungssicherheit im Jahr 1937 um einen entscheidenden Schritt vorwärtsgetrieben werden kann. Am Tag der nationalen Solidarität haben alle Deutschen ein großes Bekenntnis zum Nationalsozialismus, zu seinem Führer abgelegt. Zeigt sich diese nationale Solidarität auch in den kommenden zwölf Monaten, so wird Deutschland stärker und unabhängiger werden. Landesbauernführer habbes weilte am 18. Dezember 1936 bei den Ortsbauernführern in Körbecke und bei den Kreisjugendwarten und -wartinnen in Iserlohn. (Vgl, dazu die beiden Berichte auf Seite 11.) Der Landesbauernführer im Kreise der Ortsbauernführer Der Landesbauernführer im Kreise der in Iserlohn versammelten Landjugendwarte und=wartinnen Aufn. Springmann(9), Titelbild Schneider 2 Januar 1937 Seite 7 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Mit neuer Kralt ins neue Jahr! Zu diesem und dem nachfolgenden Aufsatz verweisen wir auf die beiden folgenden Bildseiten. In einer der letzten Nummern des„Schwarzen Korps“, dem Organ der Reichsführung SS, steht ein Satz, der sich in die Seelen brennen muß! Er heißt:„Daß das deutsche Volk diese Umkehr(die Umkehr von der Verneinung, ja oft Verdammung der Körperertüchtigung!) bitter nötig hat, daß es sozusagen die letzte Stunde zu einer solchen Umkehr ist, beweist nichts eindeutiger als die Statistik, der wir die erschütternde Feststellung entnehmen müssen, daß bei 75 v. H. der zum Arbeitsdienst Ausgehobenen die Gesamtkörperhaltung ungenügend ist, und daß bei der Landbevölkerung der Prozentsatz schlechter Körperkonstitution sogar bis auf 90 v. H. steigt!“ Der Reichsbauernführer hat in seiner großen Rede auf dem 4. Reichsbauerntage in Goslar ja genaue Zahlen über körperliche Schäden und Mängel der Landbevölkerung, vor allem der Jugend, gegeben. Das sind Sturmsianale! Die frühere Regierung hielt sich die Ohren zu, wenn Berufene kamen und mahnten und warnten! Und die selbst davon Betroffenen, aber auch die Kenner der Zustände auf dem Lande, nahmen die Tatsachen als gegeben, da man sie nach ihrer Meinung doch nicht bessern könnte. Landmenschen sind meistens Fatalisten, also Menschen, die trotz größter Berufsenergie und treuester Hingabe an Hof und Acker den Standpunkt einnehmen, daß sich diese Dinge: Frühzeitige Versteifungen und Verkrümmungen des Körpers, Muskelverhärtungen, jugendliches Rheuma usw. usw. doch nicht ändern lassen! Es wird eines der größten Verdienste unseres Reichsbauernführers bleiben, daß er diese Sturmsignale nicht überhört hat! Nach einer kurzen Spanne ruhiger Vorbereitung und Planung gab er zu Anfang des jetzt abgelaufenen Jahres die Parole aus, mit größter Energie an die Verbesserung des körperlichen Zustandes und an die allmähliche Ausmerzung der sogenannten „Berufskrankheiten“ des ländlichen Menschen zu gehen. Es gibt nämlich nur ein Rezept dafür! Dieses Rezept läßt sich in keiner Apotheke kaufen! Und weil man es nicht kaufen kann, und da es für den ländlichen Menschen mitunter etwas Neues ist, steht er ihm oft noch mißtrauisch und ablehnend gegenüber, genau so, wie der Städter vor einem kleinen Menschenalter. Das Rezept heißt Leibesübungen! Leibesübungen haben aber eine noch viel weitere Auswirkung, als den Menschen gesund und leistungsfähig zu machen. Gesundheit ist ja ein relativer Begriff. Leibesübungen wollen ihren Anhängern jenes überströmende und den Menschen körperlich und seelisch direkt verwandelnde Gesundheitsgefühl geben! Der Reichsbauernführer gab die Parole aus! Der Reichsnährstand nahm sie auf! Nicht in matter Ausführung eines Befehls, sondern mit größter Energie und dem gläubigen Wissen, daß das Ziel, und sei es noch so fern, und seien die Schwierigkeiten noch so groß, erreicht wird! Unser Wochenblatt stand ja mit in dem Kampfe, den ländlichen Menschen für die Idee der Leibesübungen zu gewinnen. Und unser Wochenblatt wird auch im kommenden Jahre nach der Auforderung des Reichsbauernführers dafür eintreten, daß sich eder junge und ältere Mensch auf dem Lande als Soldat der herrlichen Idee fühlt! Ueberall auf dem Lande sieht man chon die Jünger der Leibesübungen und des Sportes am Werke, und mancher Aeltere ist zwischen der Jugend! Ueberall auf dem Lande werden Badeanstalten und Schwimmbäder gebaut und neue geplant! Wirklich, der Ruf, den unser Reichsbauernführer im Frühjahr des nun abgelaufenen Jahres weit in das von ihm betreute deutsche Land hinaussandte:„Deutsche Jugend, lerne schwimmen!“, ist nicht ungehört verhallt. Auch die „Reichsschule des Reichsnährstandes für Leibesübungen auf Burg Neuhaus“ hat im abgelaufenen Jahre viele Jungen und Mädel wieder in ihre Heimat zurückgesandt, damit sie nach den Ausbildungswochen auf der alten Burg im Braunschweiger Lande in ihren Dörfern Jünger und Künder des Gedankengutes der Reichsschule werden! Und wie sie oft im kleinsten Kreise wirken und wie die Wochen auf Neuhaus sich als unvergeßliches Erlebnis in ihre Seelen brannten, davon geben zahlreiche Briefe Kunde. Wir wollen zufrieden sein mit dem, was wir im Jahre 1936 vor uns brachten. Mit unbändiger Energie und einem nie erlahmenden Willen als Kämpfer für die herrliche Idee der deutschen körperlichen Volkserneuerung auf dem Lande gehen wir ins neue Jahr hinein als treue Gefolgschaftsgenossen unseres Reichsbauernführers. Otto Buchmann Gäuerlicher Rulturwilto— das Landvolk auch Rulturquelle Das Jahr 1936 hat einen wesentlichen Fortschritt in der Ausrichtung des Bauerntums auf die Blutswerte arteigener Kultur gebracht. Wer mit dem Pflug dem Acker dient und mit seiner Arbeit in den ewigen Kreislauf der Natur gestellt ist, braucht über den Sinn des Wortes Kultur nicht belehrt zu werden. Aber in den stillen Tagen der Jahreswende findet der Bauer Zeit, über seinen Anteil am Kulturleben des Volkes nachzudenken. Er weiß, daß gesundes Wachstum nur nach ewigen Gesetzen vor sich gehen kann, daß es planvoll gelenkt und gehütet, aber nicht gewaltsam in unlebendige Formen gepreßt werden darf. Das deutsche Bauerntum hat seine bodenständige Kultur gegen den Einbruch fremder großstädtischer Zivilisationsformen zäh verteidigt, wo uraltes Brauchtum und überlieferte Vätersitte noch lebensfähig waren. Nicht überall sind die alten Formen lebendig geblieben: Kultur ist Ausdruck der werkenden kämpfenden Gegenwart und ein Weiterbauen auf den geistigen Werten der Vergangenheit: Die Ehrfurcht vor dem Kulturwillen unserer Väter und Vorväter heißt nicht, ihre zeitgebundenen Lebensformen wie ein totes Reis künstlich auf den lebendigen Baum der Gegenwart verpflanzen. Der Reichsbauernführer hat in seiner großen wegweisenden Kulturrede auf dem Abend Deutsches Bauerntum in Goslar ausdrücklich den Willen und Mut zu neuen Ausdrucksformen bäuerlicher Kultur gefordert und die intellektuellen Versuche zurückgewiesen, Trachten und Ausdrucksformen der Vergangenheit aus der wohlverwahrten Museumskiste an das Tageslicht zu holen und aus Mottenluft und Staub lebensunfähige, wenn auch vielleicht ästhetisch schöne Formen bäuerlicher Sitte und Gesittung zu schaffen. Die Besinnung auf die Blutskräfte des nordischen Körpers und seine natürliche Schönheit weist uns auch den Weg zu neuen bäuerlichen Kulturformen; die Arbeit der Reichsschule für bäuerliche Leibesübungen des Reichsnährstandes urg Neuhaus hat uns gerade in dem Arbeitsabschnitt dieses Jahres ein neues Ziel gezeigt. Es wäre unsinnig und würde dem revolutionären Kulturwillen unseres Volkes widersprechen, das unter dem Hakenkreuz in ein neues Jahrtausend seiner Geschichte marschiert, wenn der deutsche Bauer und die deutsche Bäuerin heute in farbenprächtige, aber unhygienische Trachten gezwängt würden, die den Körper von Licht und Sonne absperren und den Werkprozeß der bäuerlichen Arbeit, der die freie Beweglichkeit aller Glieder fordert, unmöglich machen. Am Anbeginn jeder menschlichen Kultur, die gültige Werte geschaffen hat, steht derackerbauende Mensch als gestaltende und schöpferische Persönlichkeit. Leibesübungen schaffen gesunde Körper und höchste Leistungsfähigkeit (Bild 4—6) Durch einseitige Arbeit und Lössigkeit verkrümmte Körper Bild 1-3) Aus der bewegung wächst Frohsinn und bäuerlicher Kulturstil Aufnahmen: Reichsnöhrstand(4) kimberg(4), Krach(3) 2 Januar 1937 Seite 10 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Der Bauer nordischer Rasse findet den Ausdruck für seinen Formwillen, mit dem er Fest und Kult und Feier gestaltet, in der natürlichen Schönheit und Würde des gesunden Körpers, im Ebenmaß der Glieder, im schwingenden rhythmischen Wechsel von Spannung und Lösung. Schon am Uranfang der abendländischen Kultur steht der einfache rhythmische Tanz als eine Vermählung von Körperschönheit und gesetzmäßiger Bewegung, als eine Beschwörung der Kräfte des Wachsens, Werdens und Vergehens. Die Urform des Theaters, das kultische Spiel, ist im altgriechischen Bauernvolk aus dem Rhythmus der Körperfreude gewachsen. Schlichte Musik und hymnische Dichtung haben das Erlebnis steigern helfen. Wenn wir aus dem Erlebnisgehalt unserer Reit zu den Anfangsformen bäuerlicher Kultur zurückkehren, schaffen wir damit den saatbereiten Boden, aus dem neue Kulturwerte, Sinnbilder unseres neuen Reiches wachsen werden. Die Reichsschule Neuhaus hat in Frankfurt und in Goslar mit ihren Vorführungen ein zukunftweisendes Beispiel gegeben, wie aus der gelösten und entspannten Uebung des Körpers neues einfaches Brauchtum, Tanz und Reigen, farbenfrohe Tracht und festliche Gemeinschaft wachsen können. Eine Ausdrucksform arteigener Kultur, die den von harter bäuerlicher Arbeit einseitig beanspruchten Organismus der Landjugend lockert und erfrischt und zugleich in der gemeinsamen Schwingung auch den Geist von der Mühe des Tages erlöst. Aus den ursprünglichen schönen Formen des bewegten und entspannten Körpers wächst ein neues Kulturgefühl, das frei ist von intellektuellem Ballast und tüftelnder Verkrampfung. Unsere bäuerliche Kultur wird Ausdruck unserer Art und zugleich Sinnbild einer lebendigen kämpferischen Gegenwart. Auch die Menschen in der neuen landschaftsgebundenen Großstadt verstehen und begrüßen diese Aeußerung bäuerlichen Kulturwillens. Eine Berliner Zeitung hat zu der kulturpolitischen Rede des Reichsbauernführers in Goslar und den Vorführungen der Reichsschule Neuhaus geschrieben, daß der kulturelle Einsatz des deutschen Bauerntums an diesem vierten Reichsbauerntag eine Fortentwicklung erkennen lasse, die für unser gesamtes kulturelles Leden wichtig wird. „Noch niemals ist so deutlich von bloßem bäuerlichen Traditionalismus, von der„Spinnstubenromantik", abgerückt worden; noch niemals wurde so klar die Prägung des neuen bäuerlichen Menschen herausgearbeitet, wie er jenseits von Trachtenwesen und altehrbarem Konservatismus aus dem Jungbauerntum heranwächst.„Eine gründliche Durcharbeitung des gesamten körperlichen Bewegungslebens der Landbevölkerung“ heißt das Ziel... Für freie persönliche Entwicklung auf arteigener Grundlage ist nicht nur ein Lippenbekenntnis abgelegt..“ So kann das Bauerntum, der Lebensquell des deutschen Volkes, zum Vorbild für die kulturelle Ausrichtung der ganzen Nation werden. Walter Horn In den letzten Tagen des zu Ende gehenden Jahres verstarb ganz unerwartet Generaloberst Hans von Seeat. der in der Geschichte weiterleben wird als einer der Heerführer des großen Krieges und als der Schöpfer der deutschen Reichswehr. Der Lebensweg dieses großen Soldaten, dessen charakteristisches Gesicht sich jedem Deutschen längst eingeprägt hat, ist der sicher und stetig sich vollziehende Aufst ano stetig ufstieg des zur Führung Berufenen. Wenn die deutsche Wehrmacht heute stark und unerschütterlich dasteht, so entfällt auch ein Teil des Dankes auf den Verstorbenen, der in der Nachkriegszeit in unermüdlicher und zäher Arbeit an der Ausbildung und Vervollkommnung der uns verbliebenen Hunderttausend=Mann=Armee arbeitete. Der Führer selbst ehrte den Dahingegangenen an seinem 70. Geburtstag, den er erst kürzlich beging, in schönster Weise; das ganze deutsche Volk trauert um einen Menschen, der in einem langen Soldatenleben die preußische Pflichterfüllung und Opferbereitschaft, die er von jedem seiner Soldaten forderte, immer zuerst an sich selbst übte, als Beispiel, als Vorbild. Durch die Rückkehr Tschiangkaischeks, des großen Staatsmannes, der in seiner inneren Politik vor allem den Kampf gegen den Kommunismus auf seine Fahnen geschrieben hat und der außenpolitisch immer darauf bedacht gewesen ist, den offenen Konflikt mit Japan zu vermeiden, ist wenigstens auf dieser Seite des Erdballs eine große politische Entspannung eingetreten. Als vor 14 Tagen die Nachricht von der Gefangensetzung des chinesischen Marschalls Tschiangkaischek durch seinen Untergeneral über den Erdball eilte und tagelang völlige Ungewißheit über das Schicksal des Mannes bestand, der nun schon seit einem Jahrzehnt am Werk der chinesischen Einigung und Erneuerung mit bewunderungswürdiger Zähigkeit arbeitet und den Auflösungsprozeß beendete, in dem sich das Riesenreich mit seinen 450 Millionen Einwohnern am Ausgang des Weltkrieges befand, wurde es nur allzubald durchsichtig, daß die Fäden dieser Revolte von Bolschewistenhänden geknüpft waren Denn die Aufrührer forderten sowohl schärferen Kampf gegen Japan— es sei in diesem Zusammenhang noch einmal an den vor kurzem abgeschlossenen deutsch-japanischen Antikominternvertrag erinnert— als auch ausdrücklich ein Bündnis Chinas mit der Sowjetunion. Wieder einmal liegt die Gefahr des Ausbruchs eines fernöstlichen Konfliktes wie ein schwerer Albdruck über diesem großen Erdteil, da geschieht etwas für unsere Vorstellungen Rätselhaftes: Marschall Tschiangkaischek kehrt wohlbehalten aus der Gefangenschaft nach der Hauptstadt Nanking zurück in Begleitung des revoltierenden Unterder sich völlig unterworfen hat. Wir kennen noch nicht die Hintergründe des überraschenden Ereignisses und werden sie vielleicht nie ganz wissen, eines aber ist sicher: Während im Fernen Osten die bolschewistische Gefahr wieder einmal von starker Hand gebannt wurde, ist das Ende der Leidenszeit des vom Schicksal so schwer heimgesuchten spanischen Volkes noch nicht abzusehen. Alle anderen politischen Probleme treten vor der Schicksalsfrage Europas, der Ausrottung des Bolschewismus in Spanien zurück. Sie beschäftigt unsere Gedanken beständig und läßt uns die Tatsache unbegreiflich erscheinen, daß das Bürgertum der großen westeuropäischen Länder die blutigen und grauenaften Geschehnisse dieses Krieges in ihrer wahren Bedeutung nicht sehen kann oder will. Auf dem spanischen Kriegsschauplatz sind die militärischen Operationen der Nationalisten, die in den letzten Wochen durch Umorganisierung der Armeen und die anhaltende schlechte Witterung zu einem gewissen Stillstand gekommen waren, in vollem Umfange wieder ausgenommen worden: wenige Stunden vor dem Weihnachtsfeste setzten auf allen Fronten die Vorstöße der nationalen Truppen wieder ein. iegt unter heftigem Artilleriebombardement, die Vorstädte versinken eine nach der anderen in Trümmer. An der Südfront wurde das Hauptquartier der bolschewistischen Südarmee eingenommen. In dem schweien Ringen um die Einnahme der spanischen Hauptstadt hat sich der rote Widerstand al. luße rdentlich stark erwiesen, denn Sowjetrußland hat seine Organisierung in die Hand genommen. Auf spanischem Boden steht die„Internationale Brigade“, von 60 000 Ausund unter 277 Toten bei einem der letzten Gefechte zählte man nur einen Spanier. Allermodernstes Kriegsmaterial, Kampfflugzeuge neuesten Typs kommen duver die französische Grenze und aus den Häfen des Schwarzen Meeres. Die Pläne der Komintern zur Bolschewisierung des gesamten Mittelmeeres liegen bereit... AnTatsache ei er fremden Einmischung allergrößten emahes in dseespumischen Verhältnisse gilt es, der so 2. Januar 1937 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Seite 11 Freiwillige Mehrablieferung von Brotgetreide Der Reichsobmann des Reichsnährstandes Bauer Meinberg erließ in Vertretung des erkrankten Reichsbauernführers folgenden Aufruf: „Der Ministerpräsident Generaloberst Göring hat an uns Bauern auf dem Reichsbauerntag den ernsten Appell gerichtet, das tägliche Brot des deutschen Volkes sicherzustellen, sich nicht an dem heiligsten Gute der Nation zu versündigen und kein Brotgetreide in den Futtertrog hineinzuschütten. Dieser Appell Görings ist für uns heilige Verpflichtung. Ich rufe daher euch Bauern und Landwirte auf, über euer Kontingent hinaus freiwillig Brotgetreide abzuliefern und in die nachstehende Liste diese Mengen einzutragen.“ Dieser Aufruf richtet sich an alle Bauern, Landwirte und Landarbeiter. Jeder einzelne von ihnen hat nunmehr die Möglichkeit und die Pflicht, seine Treue zu Volk und Führer und seine Einsatzbereitschaft für das Wohl des Ganzen zu beweisen. Der Landarbeiter, der ein über das zur Versorgung seiner Familie notwendige Maß hinausgehendes Deputat an Brotgetreide erhält, der Bauer und Landwirt, der höhere Brotgetreideerträge geerntet, als er nach der Kontingentfestsetzung abliefern muß, wird wissen, was er zu tun hat. Die Listen, in die jetzt die freiwilligen Mehrleistungen eingetragen werden, müssen und werden zeigen, daß sich das deutsche Landvolk der Größe der auf ihm ruhenden Verantwortung bewußt ist und daß es in Goslar mit Recht das„Sturmbataillon Adolf Hitlers“ genannt wurde. Schulungslehrgänge westfälischer Bauernführer in Körbecke In diesem Winterhalbjahr finden wöchentliche Schulungslehrgänge für unsere westfälischen Ortsbauernführer in Körbecke statt. Bisher sind acht der geplanten 20 Lehrgänge abgeschlossen. Mehr als 30 Bauernführer Westfalens treffen in jedem Lehrgang zusammen, um für eine Woche in nationalsozialistischer Kameradschaft Klarheit über weltanschauliche Fragen und praktische Aufgaben zu gewinnen. Der Ortsbauernführer hat letztlich die Verantwortung in der praktischen Durchführung und Lösung aller Aufgaben, die eine große Zeit dem deutschen Bauern stellt, zu tragen; er soll Vorbild und Wegweiser seiner Bauernschaft sein. Die weltanschauliche Schulung steht im Vordergrunde. Der Bauernführer muß wissen, woher der deutsche Bauer kommt, was er in fernster Vergangenheit leistete, wer gegen ihn in allen Zeiten gestanden und wie er seit 1000 Jahren um seinen Boden und sein Recht gekämpft hat. Er muß klar sehen in Fragen der Vererbung und Rasse, um die Aufgaben, die der Führer dem Bauern, dem Hüter des Blutes und Ernährer des Volkes stellt, tief verstehen zu lernen und seiner Bauernschaft in deren Durchsetzung Vorbild sein zu können. Das ist das Große unserer Weltanschauung, daß sie dem einzelnen und jedem Stand die naturgegebene Lebensaufgabe vor Augen stellt! Zur Klarstellung der praktischen Aufgaben sprechen Redner der Landesbauernschaft über Erzeugungsschlacht, Marktordnung, Erbhofrecht und Landarbeiterfragen. Landesbauernführer Habbes spricht— wenn es ihm seine Zeit gestattet— zu seinen Mitarbeitern, ebenso die Hauptabteilungsleiter. Ohne eine feste Lagerordnung(mit Bettenbau und Stubendienst!) sind nun einmal solche Lehrgänge nicht durchführbar. Auch das Lied wird gepflegt, alte und neue Lieder aus Cuf jeden Gauornkos gohört eino ftouortings-Wolinung Dann fehlt es auch nicht mehr an standigen Arbeitskräften der Bewegung, Heimat= und Soldatenlieder. Da zu jedem Lehrgang von den 35 Kreisbauernschaften je ein Teilnehmer entsandt wird, treffen hier Bauern aus dem Sauerland und aus dem Industriegebiet, von der Weser und aus dem Münsterand zusammen. Mögen sich die Teilnehmer auch noch nie im leben gesehen haben, in den wenigen Tagen bildet sich eine chöne Kameradschaft, die sich auf gemeinsame Art und gemeiname Arbeit gründet. Die Gemeinschaft und Kameradschaft sind das große und dauerhafte Erlebnis für so manchen Bauernührer, den die Pflichten zu Hof und Bauernschaft nur selten reilassen. Schulung der Kreisjugendwarte und-warkinnen Die Kreisjugendwarte und=wartinnen der Kreisbauernschaften sind in der vorletzten Dezemberwoche in der Jugendherberge zu Iserlohn zu einer zweieinhalbtägigen Schulung zusammengerufen worden, um hier durch den Landesjugendwart für die Winterarbeit die letzten Anweisungen zu erhalten und für die Vorbereitung des kommenden Reichsberufswettkampfes einheitlich ausgerichtet zu werden. In dieser Schulung wurde die ganze technische Vorbereitung des am 13. 3. 1937 stattfindenden Ortsentscheids des Reichsberufswettkampfes durchgearbeitet. Es ist selbstverständlich, daß die Jugendwarte und=wartinnen durch geeignete Redner der Landesbauernschaft über die brennendsten politischen Tagesragen, vor allem aber über die Aufgaben des Bauerntums m Vierjahresplan unterrichtet wurden. Gerade der Jugend allen bei der Neugestaltung des politischen und wirtschaftlichen lebens große Aufgaben zu. Es ist deshalb unbedingt erforderich, daß die Jugendwarte und=wartinnen durch Schulung das Rüstzeug für diesen Kampf erhalten. Für alle war es eine große Freude, daß am Abend des 3. Schulungstages ganz unerwartet der Landesbauernführer Pg. Habbes und der Landeshauptabteilungsleiter Pg. Göckenjahn erschienen. Der Landesbauernführer ließ es sich nicht nehmen, in längeren Ausführungen zu der Jugend über ihre Aufgaben im Bauerntum zu sprechen. Er wies die Jugendwarte und=wartinnen darauf hin, daß es gerade ihre Aufgabe sei, auf allen Gebieten des Reichsnährstandes an der Spitze zu marschieren. Die Landjugend müßte zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammenwachsen, weil sie das Bauerngeschlecht von Morgen sei. So wie das Bauerntum das 1. Sturmbataillon im Vierjahresplan sei, müßte die Jugend als ein Kerntrupp des Reichsnährstandes und des deutschen Landvolkes voranmarschieren. 10 Gebote für die Ansetzung eines Heuerlings! 1. Das Heuerlingsverhältnis ist ein ausgesprochenes Arbeitsverhältnis und kein Pachtverhältnis. 2. Vereinbare mit deinem Heuerling ein möglichst langjähriges Arbeitsverhältnis. 3. Die Bewertung der Heuerlingsstelle mit Wohnung, Stallung und Acker erfolge auf Grund eines beiden Teilen gerechten, treuhänderischen Arbeitsvertrages. 4. Sorge durch Achtung vor der Person und durch Anerkennung der Arbeit des Heuerlings dafür, daß sich ein Vertrauensverhältnis entwickelt. 5. Sei darauf bedacht, daß der Heuerling eine volle Lebensmöglichkeit hat. 6. Beschäftige den Heuerling nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter. 7. Der Heuerling soll der bodenverbundene Landarbeiter sein, der fest mit der Scholle verbunden, durch gesammelte Erfahrung befähigt ist, den Bauern zu vertreten. 8. Gestalte das Vertragsverhältnis so, daß der Heuerling kein Geld zum Hof bringen muß, sondern noch etwas vom Hof erhält. 9. Das Heuerlingsverhältnis eines Arbeiters ist kein Dauerzustand, sondern es stellt den sozialen Aufstieg des Landarbeiters zum Siedler und Bauern dar, es ist die Geburtsstätte des neuen Bauern. 10. Die Stellung des Heuerlings in dem Betriebe entspreche der eines gehobenen Arbeiters. 2. Januar 1937 Seite 12 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Die Finanzierung Wie erhält die Landwirtschaft die erforderlichen Mittel? Zur Erweiterung unserer Nahrungsmittel= und Rohstoffgrundlage sind auch landeskulturelle Arbeiten in größtem Umfange erforderlich. Wenn beim Beginn des ersten Vierjahresplanes, der ganz im Zeichen der Arbeitsschlacht stand, landeskulturelle Arbeiten stark gefördert wurden, so geschah dies damals vornehmlich unter dem Gesichtspunkt, Arbeit zu schaffen. Hierfür schien die Landeskultur, im weitesten Sinne gefaßt, ganz besonders geeignet zu sein, weil hier das Verhältnis zwischen Gesamtkosten und Arbeitsaufwand besonders günstig ist. Nachdem heute die Massenarbeitslosigkeit weitgehend beseitigt worden ist, spielt der Gedanke der starken Arbeitsintensität landeskultureller Arbeiten für ihren weiteren Ausbau eine erheblich geringere Rolle. Dafür ist aber die durch eine zielbewußte Landeskultur mögliche Erzeugungssteigerung um so wichtiger geworden. Die Landeskultur wird also nicht nur in erster Linie deshalb weiter ausgebaut, um Menschen mit wirtschaftlich nützlichen Arbeiten zu beschäftigen, sondern bildet einen wichtigen Teil des Kampfes um die Nahrungsfreiheit. Bei der Beschränkung des deutschen Bodens muß alles versucht werden, um diesem die höchstmöglichen Erträge abzuringen. Die Möglichkeiten zur Ertragssteigerung sind viel größer, als im allgemeinen angenommen wird. Man rechnet damit, daß durch Landeskulturarbeiten zu nasse Grünlandflächen im Mittel um 20 bis 50 v. H. und zu nasse Ackerflächen um 15 bis 30 v. H. gesteigert werden können. Freilich verursachen die hierfür erforderlichen Maßnahmen erhebliche Kosten, die von den Eigentümern der bearbeiteten Flächen aus eigenen Kräften nicht ohne weiteres getragen werden können. Die Staatsführung hat deshalb alles getan, um die Durchführung landeskultureller Arbeiten durch entsprechende Unterstützungen zu erleichtern. Seit der Machtübernahme sind in den Jahren von 1933 bis 1935 rund 850 Millionen RM. für derartige Zwecke zur Verfügung gestellt worden. Diese Summe gliedert sich in Zuschüsse und in Kredite. Der Kreditfrage muß hierbei ganz besondere Beachtung geschenkt werden. In der Vergangenheit krankte die Vergebung der Meliorationskredite teilweise daran, daß hier ähnlich wie auf anderen Gebieten ein Nebeneinander verschiedener Stellen vorhanden war. Inzwischen ist eine immer straffere Zusammenfassung des gesamten Meliorationskreditwesens in der Deutschen Rentenbank=Kredit=Anstalt (Landwirtschaftliche Zentralbank) erfolgt, die schon immer eine führende Rolle bei der Beschaffung und Verteilung der Meliorationskredite gespielt hat. In diesen Tagen erst ist ein der Londeskultur weiterer Schritt zur Vereinheitlichung getan worden. Es wurden die Voraussetzungen geschaffen, um die Geschäfte der Deutschen Boden=Kultur A.=G. auf die Deutsche RentenbankKredit=Anstalt(Landwirtschaftliche Zentralbank) zu überführen. Die Deutsche Rentenbank=Kredit=Anstalt beabsichtigt, die von ihr seit langem gepflegte dezentrale Form der Kreditgewährung weiter auszubauen. Dabei werden die örtlichen Kreditinstitute, also die Landes= und Provinzialbanken, die von der Deutschen Rentenbank=Kredit=Anstalt schon bisher mit der Vergebung der Meliorationskredite betraut wurden, auch in Zukunft die Meliorationskreditgewährung in ihrem Geschäftsbereich unter eigener Verantwortung durchführen. Vom Reichs= und Preußischen Minister für Ernährung und Landwirtschaft sind bei den regionalen Kreditinstituten bereits entsprechende Arbeitsausschüsse eingesetzt worden, die die hier zu lösenden Aufgaben zu bearbeiten haben. Der praktische Weg der Finanzierung Was müssen nun Bauern und Landwirte tun, um die von ihnen zu Meliorationszwecken benötigten Geldmittel zu erhalten? In jedem Falle ist die Absicht zu Bodenverbesserungsarbeiten zunächst dem Kreisbauernführer zur Kenntnis zu bringen. Dann wird ein Antrag, in Preußen beim Landratsamt, sonst bei den entsprechenden Behörden, die als Landeskulturbehörde fungieren, gestellt. In vielen Fällen werden auch die Wiesenbauämter zuständig sein. Bei der Landeskulturbehörde erfolgt die Prüfung des Vorhabens. Dabei wird insbesondere die Frage untersucht, ob die betreffende Maßnahme auf den Einzelbetrieb beschränkt bleiben kann, oder ob sie gemeinsam mit anderen Betrieben durchgeführt werden kann oder muß. In den meisten Fällen wird die Durchführung aufgenossenschaftlicher Grundlage zu erfolgen haben. Sind diese Fragen geklärt, geht es an die Aufstellung des Finanzierungsplanes. Hierbei ist auszugehen von der Verwendung eigener Mittel und je nach Art des Objektes der Umfang von Zuschüssen und Krediten festzusetzen. Zuschüsse als Beihilfen der öffentlichen Hand werden in verschiedener Form gegeben, entweder als bare Zuschüsse, ferner dadurch, daß die Genossenschaft einen Kredit aufnimmt, dessen Zinsen und Tilgungsdienst vom Staat oder der Provinz übernommen wird oder schließlich in der Weise, daß der Reichsarbeitsdienst gegen geringe Vergütung seine Arbeitskräfte zur Verfügung stellt. Neben den eigenen Mitteln und den Zuschüssen werden gestellt, bei denen der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft aus einem besonderen Fonds Zinsverbilligungszuschüsse gewährt. Infolgedessen haben die Meliorationsträger in den ersten zehn Jahren nur 3½ v. H. jährlich an Zinsen und Verwaltungskosten zu „Was der deutsche Bauer gerade in den letzten Jahren geleistet hat. ist etmaa a sprach der Führer in Nürnberg. Heute können wir 80 bis 85 vom Hunderf ntane S. Inland erzeugen gegenüber 65 vom Hundert im Jahre 192 J deine s Satlena Fehlbedarf an Nahrungsgitern lostet Denisen.ic denn de 2. Sanae Wochenblatt der Landesbauernschaft WestfarSeite 1. tragen. Für besonders schwierige Fälle steht darüber hinaus noch eine verstärkte Zinsverbilligung zur Verfügung. Die technische Durchführung der Kredite erfolgt nach Aufstellung des Finanzierungsplanes. Dabei hat der einzelne Bauer oder Landwirt in erster Linie mit seiner Genossenschaft oder mit der den Finanzierungsplan aufstellenden Landeskulturbehörde zu tun. Die Verteilung der Kredite erfolgt, wie schon eingangs geschildert, zentral durch die RentenbankKredit=Anstalt über die regionalen Banken. Dazu ist zu bemerken, daß die von der Deutschen Rentenbank=KreditAnstalt weitergeleiteten Geldmittel nur für genossenschaftliche Meliorationsvorhaben gegeben werden. Darüber hinaus lönnen die regionalen Banken aus eigenen Mitteln auch Einzelvorhaben finanzieren. Nach Lage der Dinge wird es sich dabei zumeist um verhältnismäßig geringe Objekte handeln. Ueberblickt man die Finanzierungsmöglichkeiten im ganzen, so kann man feststellen, daß sowohl für die Verteilung der Kredite durch die Einschaltung der Deutschen RentenbankKredit=Anstalt wie für die praktische Durchführung der Finanzierung im einzelnen durch die Einschaltung der Reichsnährstandsstellen und der Landeskulturbehörden die Gewähr dafür gegeben ist, daß heute alle Arbeiten des Landeskulturwerkes in der Planung wie in der Durchführung nach einheitlichen Gesichtspunkten gestaltet werden. Es wird dadurch erreicht, daß alle Maßnahmen auf das eine große Ziel der Leistungssteigerung ausgerichtet werden; es wird aber auch sichergestellt, daß jeder einzelne Bauer oder Landwirt in der Lage ist, die erforderlichen Meliorationsarbeiten durchzuführen. Dr. Kurt Haußmann Schafft mehr Kaum: Von Dr. K. Schünemann Jeder weiß, daß Deutschlands Lebensraum zu klein ist, um unter den augenblicklichen Verhältnissen das gesamte Volk zu ernähren; jeder weiß, daß die Landwirtschaft außer den Lebensmitteln auch noch die verschiedensten Rohstoffe für die Industrie zu liefern hat. Rechnet man nach, um wieviel denn die landwirtschaftlich genutzte Fläche zu klein ist, so kommt man zu der gewaltigen Summe von 16 Millionen ha. Die gesamte Nutzungsfläche beträgt heute aber nur 29 Mill. ha, d. h., unter den augenblicklichen Verhältnissen müßte die landwirtschaftliche Fläche um über die Hälfte vermehrt werden, wenn das endgültige Ziel, nämlich die völlige Sicherung der Ernährung und landwirtschaftlichen Rohstofferzeugung aus e gener Scholle, erreicht werden soll. An diesen wenigen Zahlen ist die ganze Größe der Aufgabe unserer Landwirtschaft zu erkennen. Sie zeigen aber auch, daß jeder Quadratmeter unseres Bodens bis zum äußersten auszunutzen ist und daß wir mit allen Mitteln versuchen müssen, Neuland zu gewinnen. Welche Möglichkeiten bestehen nun hinsichtlich der Forderung, mehr Raum zu schaffen? Oedlandkultivierung Zunächst denkt man dabei stets an jene Flächen, die heute noch als Sumpf und Moor, als Oed= und Unland auf die Urbarmachung warten. Wir wissen aber auch, daß sich der Staat dieser Aufgabe mit ungeheurer Energie zugewandt und schon viel erreicht hat. Bevor aber die 2 Millionen ha, die in deser Form noch nutzbar gemacht werden können, erschlossen sind, wird noch einige Zeit vergehen. Darum müssen die Nauern und Landwirte selbst zupacken und versuchen, aus e jener Kraft unseren Lebensraum zu erweitern, und zwar möglichst schnell. Kleine Flächen von Oedland können vom Hofe aus ohne fremde Hilfe kultiviert werden. Ueberall findet man noch Moorlöcher, versumpfte Stellen, bisher nur als Schafweide oder überhaupt nicht genutzte Flächen geringen Bodens, vernachlässigte Sand=, Kies= und Lehmgruben und ähnliches. Vielfach sind auch die Feldwege noch viel zu breit, besonders dann, wenn sie einst als Viehtriften benutzt wurden. Selbst Abhänge an Höhen und Bergen können noch nutzbar gemacht werden, wenn es auch nur durch Aufforstung, durch Schaf= oder Ziegenhaltung möglich ist. Die Bürgermeister und Ortsbauernführer sollten sich gerade diese Dinge einmal in ihrer Gemeinde ansehen; sehr oft werden sie dann erkennen, daß ihnen hier noch große und dankbare Aufgaben bevorstehen. Folgeeinrichtungen Weiter gibt es— besonders an Flüssen— vielfach noch Flächen, die zwar schon melioriert sind, die aber auf die weitere Bearbeitung, auf die Folgeeinrichtung, warten. Ihr Umfang wird insgesamt auf 400 000 bis 500 000 ha geschätzt. Meliorierte Flächen brach liegen zu lassen, muß heute fast schon als Wirtschaftsverrat angesehen werden. Gewiß fehlen vielfach die Mittel zum Umbruch, zur Düngung und zur Ansaat. Wenn daher nicht die ganze Fläche sofort bestellt werden kann, so muß doch wenigstens ein kleiner Teil davon in Kultur genommen werden, der dann im nächsten Jahr zu erweitern ist. Selbst wenn im ersten Jahr kein oder nur ein mäßiger Erfolg erzielt wird, so muß trotzdem weitergearbeitet werden. Denn hin und wieder sind die Böden so roh, daß sie einige Zeit gebrauchen, um die Eigenschaften des Kulturlandes annehmen zu können. Eine kleine Stallmistgabe hat gerade auf diesen Böden schon oft Wunder gewirkt. Dränage Mindestens ebenso wichtig wie Oedlandkultivierung und Folgeeinrichtung sind aber die Dränagen auf Acker, Wiese und Weide. Rund 4 Millionen ha sind allein auf dem Acker entwässerungsbedürftig. Durch die Dränierung werden zwar keine Flächen neu gewonnen, wohl aber die vorhandenen gebessert, und zwar sehr schnell. Von allen Dränanlagen haben sich die mit Tonröhren ausgeführten immer noch am besten bewährt; sie sind also weitgehend zu bevorzugen, trotzdem sie am teuersten sind. Sie lassen sich aber wesentlich verbilligen, wenn sie vom Hofe aus, also mit eigenen Arbeitskräften, während des Winters ausgeführt werden. Auch hier hat man zweckmäßig Schritt für Schritt vorzugehen, indem man die Anlage Jahr für Jahr weiter ausbaut. Den Gesamtplan sollte man vor Beginn der Arbeiten aber auf jeden Fall einem Sachverständigen vorlegen, denn die Dränage wird ja nicht für ein Jahr, sondern für Jahrzehnte angelegt. Wichtig dabei ist die Schaffung der Vorflut, die meist nicht Sache des einzelnen Bauern, sondern Sache der ganzen Gemeinde ist. Auch hierbei wird es vielfach auf die Tüchtigkeit der Bauernführer in der Gemeinde ankommen. Wiesenentwässerung Dasselbe gilt naturgemäß für die Wiesen und Weiden. Rund 3,5 Millionen ha sind entwässerungsbedürftig. Gerade diese Arbeiten, vor allem das Auswerfen der Gräben, können zum größten Teil durch eigene Arbeitskräfte durchgeführt werden. Soweit angängig, sollte man auch hier die Röhrendränage oder ähnliches, also die unter der Oberfläche verlaufende Entwässerung, durchführen. Denn dadurch werden einmal die späteren Pflege= und Erntearbeiten erleichtert, auch Brücken werden erspart, und zum anderen geht kein Platz für Gräben verloren. Außerdem wird das jährliche Räumen, das bei Grabenanlagen unbedingt durchgeführt werden muß, vermieden. Bewässerung Rund 3.5 Millionen ha sind nicht ent=, sondern bewässerungsbedürftig. Bewässerungsanlagen sind nun zwar im allgemeinen verhältnismäßig teuer, sie machen sich aber— wie zahlreiche Anlagen heute schon beweisen— durchaus bezahlt, vor allem dann, wenn es sich um leichtere Böden handelt. Voraussetzung ist natürlich das Vorhandensein von genügend Wassermengen. Die Bewässerung kann in der verschiedensten Form durchgeführt werden, z. B. in flachem Gelände durch hochliegende Gräben, aus denen das Wasser auf die dazwischenliegenden Beete überrieselt(städtische Abwässerverwertung), durch Berieselung im hängigen Gelände, Seite 14 Wochenblatt der Landesbauernschaft West wobei das Wasser durch ein sorgfältig nivelliertes Gravensystem aus Bächen und Flüßchen mit starkem Gefälle ent nommen wird(Anlage von Wehren und kleinen Staudämmen), übrigens eine Methode, die schon häufig bei Flußwiesen angewendet wird, und schließlich durch Beregnungsanlagen, die uns fast völlig vom Regen unabhängig machen. Durch sie wurde es in einigen Betrieben möglich, auf leichten Sandböden Dauerweiden anzulegen. Leider ist ihre Anlage recht kostspielig. Die Kosten werden aber durch bessere Erträge im Laufe der Jahre wieder eingebracht, besonders, wenn— wie angestrebt— noch eine Verbilligung des elektrischen Stromes eintreten sollte. Flurbereinigung Auf eine weitere Maßnahme, Neuland zu gewinnen, sei nur kurz hingewiesen. Durch die Flurbereinigung, besonders im Südwesten Deutschlands, kann noch manch Hektar gewonnen bzw. besser genutzt werden. Die große Zahl der vielen unzusammenhängenden Flächen erfordert zuviel Wege, zuviel Grenzraine, und außerdem wird die Arbeit auf diesen kleinen Flächen außerordentlich erschwert; an den Einsatz von Maschinen ist hier kaum zu denken. Für die Zusammenlegung muß der Bauer daher das nötige Verständnis aufbringen und den Behörden die Arbeit weitgehend erleichtern. Es sei auch auf die Neulandgewinnung aus dem Meer, auf Hochwasserschutz und ähnliche Dinge hingewiesen, deren Förderung aber im allgemeinen nicht im Bereiche des Bauern liegt. Weniger Grünland— mehr Ackerland Anders ist es dagegen bei der Umwandlung von geringen Wiesen und Weiden in Ackerland. Hier kann und muß die praktische Landwirtschaft den richtigen Weg finden. Es wäre durchaus verfehlt, nun unter allen Umständen eine Verringerung des Grünlandes anzustreben. Nur dort, wo das Grünland unwirtschaftlich ist, soll es umgebrochen werden. Dies ist einmal der Fall in Trockengebieten, also dort, wo Wiesen und besonders Weiden nicht die zusagenden Klimaund Bodenverhältnisse vorgefunden haben. Diese Flächen dürfen nicht allzu klein sein, denn der zeitweise übertriebene Grünland=„Fimmel“ ließ oft auf solchen Flächen Wiesen und Weiden entstehen, die hierzu von Natur aus nicht geeignet sind. Zum zweiten muß das Grünland dort umgebrochen werden, wo durch Fluß= und Bachregulierungen oder andere Meliorationen der Grundwasserstand stark gesenkt wurde und das Grünland jetzt nur geringe Erträge bringt. Dasselbe kann dort der Fall sein, wo durch Eindeichung der Flüsse die bisher zeitweilig überschwemmten Flächen in Zukunft dauernd vor Hochwasser geschützt sind. Und zuletzt muß auch in jenen Betrieben eine Verringerung des Grünlandes angestrebt werden, die im Verhältnis zur Ackerfläche zuviel Wiesen und Weiden besitzen, die also gründlandstark sind. Durch eine verstärkte Düngung, durch bessere Pflege und Ernte, durch Umtriebsweiden und Mähweidewirtschaft können diese Betriebe trotz Umlegung eines Teiles des bisher nur wenig gepflegten Grünlandes in Ackerland dieselben Futtermengen gewinnen wie vordem. Aber auch hier keine Ueberstürzung; nur überflüssige und wenig ertragreiche Grünlandflächen dürfen zur Schaffung zusätzlichen Ackerlandes herangezogen werden. So sehen wir, daß die Gewinnung von Neuland nicht nur aus Oedländereien und aus dem Meer durch den Staat vorgenommen werden kann, sondern daß jeder Bauer und Landwirt sich hieran beteiligen kann und muß. Jeder Quadratmeter Boden. den wir für Schaffung von Lebensmitteln und Rohstoffen zusätzlich nutzbar machen, schafft neuen Raum und macht uns damit unabhängiger von den Einflüssen, die außerhalb unserer Grenzen liegen. Reiterlage in Münster vom 15. bis 17. Januar 1937 Das vom Verband der ländlichen Zucht=, Reit= und Fahrvereine des Kreises Münster alljährlich veranstaltete große Turnier in der„Halle Münsterland“ in Münster i. W. findet diesmal am 15., 16. und 17. Januar 1937 statt. Die vorgesehenen Schaunummern und die Turnierprüfungen, die unsere ländlichen Reiter zu friedlichem Kampf mit den Reitern der Wehrmacht, der SA. und SS. zusammenführen werden lassen schon jetzt einen vollen Erfolg dieser größten pferdesportlichen Winterveranstaltung Westfalens erwarten. Wie bisher, stehen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung die Wettkämpfe der Reitervereine des Kreises Münster um die Kreisstandarte und den Preis des Oberlandstallmeisters Als neuartige Prüfung wird ein Fünfkampf der SA.= und SS.=Reiter der SA.=Gruppe Westfalen bzw. des SS.=Oberabschnittes West durchgeführt. Geflügel-Gesundheitsdienst des Reichsnährstandes Die in Folge 49(1936) auf Seite 2226 des Wochenblattes veröffentlichten Richtlinien des Geflügelgesundheitsdienstes haben eine Ergänzung(§ 9 und 10) erfahren, die nachstehend veröffentlicht wird: § 9. Das Inkrafttreten dieser Bestimmungen in den einzelnen Landesbauernschaften wird durch Veröffentlichung in den anerkannten Geflügelzeitungen und den Wochenblättern der Landesbauernschaften bekanntgegeben. § 10. Die dem Geflügelgesundheitsdienst angeschlossenen Betriebe dürfen in der Werbung(Anzeigen, Werbeschriften, Briefköpfen usw.) auf die Gesundheitsüberwachung durch den Geflügelgesundheitsdienst nur dann hinweisen, wenn eine besoendere, schrifliche Genehmigung des mit der Leitung des Ge= zelgesundheitsdienstes in der betreffenden Landesbauernft beauftragten Institutes vorliegt. Diese Genehmigung wird dann erteilt, wenn der Betrieb alle allgemeinen und besonderen Bestimmungen des Geflügelgesundheitsdienstes gewissenhaft erfüllt und somit die Gefahr einer Krankheitsverbreitung nicht gegeben ist. Die Genehmigung kann widerrufen werden. Geflügelleistungen Im Monat November wurden bei der 8. Westfälischen Geflügelleistungsprüfung auf dem Geflügelkontrollhof der Landesbauernschaft Westfalen in Hamm i. Westf. folgende Leistungen errechnet: Eizahl je Henne: 16,1; Durchschnittseigewicht 52,9 g; Eiwert je Henne: 1,43 RM.; je 100 Hennen legten täglich 53,8. Die besten Stämme brachten: weiße Leghorn 21,0 Eier, Italiener 17,6 Eier und Rhodeländer 21.2 Eier je Henne. Die Durchschnittsleistung betrug: weiße Leghorn 16,2 Eier von 52.9 g, Italiener 11,9 Eier von 53.4 k. Rhodeländer 19,9 Eier von 53.1 g. Eingegangen sind drei Leghornhennen. Es mauserten 13 Italiener und 61 Leghorn. Die Durchschnittsleistung seit Beginn der Prüfung, also vom 16. Oktober bis 30. November beträgt 23.6 Eier. 52.2 g Durchschnittseigewicht und 2,06 RM. Eiwert je Henne. Hochzucht-Süßlupine-Preis stark gesenkt! Der neue Hochzuchtpreis für Süßlupinen, und zwar für gelbe und blaue, ist für die Aussaat 1937 stark verbilligt und auf RM. 28,— je 50 kg festgesetzt worden. Dadurch wird dem langersehnten Wunsch, Hochzucht=Süßlupinen=Saatgut zu einem praktisch annehmbaren Preis dem Bauern zur Verfügung zu stellen, Rechnung getragen. Der Süßlupine kommt, wie aus der Rede des Herrn Staatssekretär Backe in Goslar hervorgeht, eine ganz besondere Bedeutung im Rahmen des Vierjahresplanes zu. Um so erfreulicher ist es, daß durch die starke Preissenkung fur Hochzuchtsaatgut nun jeder Bauer und Landin der Lage in, beim Süßlupinen-Anbau kräftig mitVermeidung von Unfällen bei der Grünfuttereinsäuerung Die starke Ausdehnung der Gärfutterwirtschaft hat es mit sich gebracht, daß auch auf diesem Gediete Unfalle zu verzeichnen sind. n lor eor zu d sag Professor Dr. Tiemann vom für Grünzandwirtschaft in Kraftborn bei Breslan in best 2 der„Mittenlungen für die Landwirtschafte 1937(Reichrnahrerande eele belte Oerlin SA. 11) au dabei Beschatgenett beeiun auspertsam macht, die den Sneichedeig wih ant die esgtung der Vorschriften droben 2. Januar 1937 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Seite 16 Grünfuttereinsäuerung in Westfalen Die Ausdehnung des Zwischenfruchtbaues und die Grünfuttereinsäuerung ist ein äußerst wichtiger Faktor zur Erreichung der wirtschaftseigenen Futtergrundlage für unsere Rindviehbestände. Der Gärfutterbehälterraum für die Grünfuttereinsäuerung ist innerhalb der Landesbauernschaft Westfalen in den letzten Jahren ganz gewaltig gestiegen. Bis zum 1. 7. 1933 waren in 236 Betrieben rd. 21 985 ebm Einsäuerungsraum vorhanden. Dieser Gärfutterraum ist nun bis zum 1. 10. 1936 bereits auf 236 255 com in 7171 Betrieben gestiegen. Trotzdem ist bis jetzt erst gut ein Zehntel des für den innerhalb der Landesbauernschaft vorhandenen Milchviehbestand nötigen Gärfutterraumes geschaffen, wenn man pro Stück Milchvieh 4 com rechnet. Der Bau von Gärfutterbehältern für die Einsäuerung von Grünfutter, dem eiweißreichen Saftfutter für den Winter, muß deshalb noch eine weitere stärkere Ausdehnung erfahren. Der Gärfutterbehälter muß zu einem der wichtigsten Betriebsmittel jedes Bauernhofes und nicht nur einzelner Höfe werden. Die Ausdehnung des Zwischenfruchtbaues und der Bau von Grünfuttereinsäuerungsbehältern zur Verwertung der anfallenden Futtermassen ist eine besonders wichtige Aufgabe. In bezug auf Baumaterialien ist der Bau derartiger Anlagen als vordringlich erklärt worden. Inwieweit die Grünfuttereinsäuerung bereits in den einzeinen Kreisen vorgeschritten ist, ist aus der nachstehenden Tabelle zu ersehen. Stand der Gärfuttereinsäuerung in den einzelnen Kreisen Vorhandene Ein= cbm Ein Wenngleich es verständlich ist, daß in einzelnen klimatisch ungünstigen Kreisen die Beschaffung des nötigen Grünfutters für die Gärfutterbehälter auf Schwierigkeiten stößt, so sind doch andere Kreise wieder, in denen diese Schwierigkeiten nicht in dem Maße vorhanden sind, in der Einsäuerung noch erheblich zurück. Während z. B. einzelne Kreise bereits auf 100 Kühe rund 100 ebm, also pro Kuh 1 ebm Einsäuerungsraum haben, sind noch Kreise vorhanden, die auf 100 Kühe ertt 10 ebm Einsäuerungsraum aufweisen. Es muß deshalb nochmals betont werden, daß es gerade im Interesse der Sicherstellung mit wirtschaftseigenem Eiweißfutter unbedingt nötig ist, daß in jedem Betrieb der Bau von Einsäuerungsanlagen durchgeführt wird. Bekanntlich wird seitens des Reiches noch ein Baukostenzuschuß von 4 RM. je com gewährt. Anträge auf den Zuschuß sind möglichst umgehend bei den zuständigen Landwirtschaftsschulen oder direkt bei der Landesbauernschaft— II 05— einzureichen. Baur. Schulungstagung der westfälischen Eierkennzeichnungsstellenleiter Ueber 400 westfälische Eierkennzeichnungsstellenleiter einschließlich der kennzeichnungsberechtigten Geflügelhalter hatten sich kürzlich in Münster eingefunden, um sich über die grundsätzlichen Fragen der Eierwirtschaft und der Eierkennzeichnung Rat und Auskunft zu holen. Es kam wiederholt zum Ausdruck, daß die Notwendigkeit der zentralen Eiervorratswirtschaft unbedingt anerkannt werden muß, da die Vorratswirtschaft ein wichtiges Instrument der gesamten Marktregelung ist. Bei der bestehenden großen Nachfrage wäre in diesem Jahre nur ein geringer Prozentsatz der zur Verfügung stehenden Mengen in die Kühlhäuser gewandert, wenn nicht die Bewirtschaftung des Eiermarktes zentral durchgeführt worden wäre. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der deutschen Eierwirtschaft kommt wohl am besten darin zum Ausdruck, daß die Produktion ungefähr so groß ist wie der Gesamtwert der deutschen Weizenernte und wertmäßig noch größer als die gesamte deutsche Autoindustrie Neben diesen Fragen der Eierwirtschaft und der Eierwirtschaftsverbände Die Eierkennzeichnung erfolgt auf maschinellem Wege Aufn. Landesbauernschaft(Springmann) wurden vor allen Dingen die Erfahrungen bei den Betriebskontrollen ausgetauscht. Im Jahre 1936 wurden rund 700 Betriebskontrollen in den westfälischen Eierkennzeichnungsstellen durchgeführt, und bei dieser Gelegenheit wurden 1100 Handelsklasseneierpackungen überprüft. 117 Prämien konnten für Handelsklasseneier, die den gesetzlichen Anforderungen entsprachen, ausgeteilt werden. Es mußten allerdings auch fast 400 gebührenpflichtige Verwarnungen erteilt werden. Die gekennzeichneten Eier entsprachen in diesen Fällen bei weitem nicht den Anforderungen von Handelsklasseneiern Vielfach waren noch die Kennzeichnungsräume und der Mangel an Einrichtungsgegenständen zu beanstanden. Ab und zu wurden auch noch Schmutzeier, die grundsätzlich aussortiert werden müssen, mit dem Deutschstempel versehen Auch wurden Zweifel über auszusortierende und genußuntaugliche Eier an Hand praktischer Beispiele behoben. Des öfteren mußte auch fest gestellt werden, daß die Art des Transportes noch nicht genügend berücksichtigt wird. Wie große Bedeutung gerade dem 2. Januar 190. Seite 16 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Transport zukommt, mag ein Beispiel zeigen. Es wurden verschiedene Fahrzeuge mit gekennzeichneten Eiern auf die Reise geschickt, vom Kastenwagen bis zum gepolsterten Federwagen war hier jedes Fahrzeug vertreten Bei der anschließenden Untersuchung stellte man fest, daß die Luftkammern durch den Transport von wenig oder gar nicht gepolsterten Kastenwagen am größten geworden waren, ja, daß sogar Eier der Gütegruppe G 1 aussortiert werden mußten. Ganz besonderes Interesse fand die Besichtigung der Eierkennzeichnungsstelle Hosbach sowie das Wettleuchten der Lehrgangsteilnehmer. In der Eierkennzeichnungsstelle wurde an Hand von praktischen Unterweisungen den Teilnehmern ein Einblick in eine größere Eierkennzeichnungsstelle und ihre Arbeitsweise gegeben. Das Wettleuchten erregte viel Interesse. Schäfertag in Paderborn Der Tagungsleiter Direktor Ebbinghaus stellte auf dem Schulungslehrgang für Schäfer in Paderborn einleitend im Vergleich zu früher die wachsende Bedeutung der Schäfer als treue Mitarbeiter in der Lösung des Wollproblems heraus, unterstrich die bisherigen großen Erfolge in dem Wiederaufbau der deutschen Schafzucht und besonders der westfälischen, zeigte jedoch gleichzeitig, daß nach diesem ersten sichtbaren Aufstieg nunmehr in der vordersten Front von allen in der Schafzucht Tätigen eine erneute gewaltige Erweiterung in der inländischen Wollerzeugung in Angriff genommen werden müsse, um das Ziel, den deutschen Wollbedarf aus eigener Scholle weitgehend zu decken, in die Tat umzusetzen.„Die Hauptarbeit steht uns noch bevor!“ ist die ausgegebene Parole. Hierzu sind stark erweiterte Kenntnisse aller Einzelheiten in der neuzeitlichen Schäferei notwendig. Die Lehrgänge sollen die Lücken ausfüllen. Dr. Seeling=Paderborn zeigte in einem umfassenden Vortrage über„Züchtungs= und Ernährungsfragen in der westfälischen Schafzucht“ einerseits die Vorgänge in einem erfolgreichen Zuchtaufbau, andererseits die Maßnahmen, welche notwendig sind, um den auf Woll=Leistungszucht abgestellten Aufbau in der Ernährung sicherzustellen und zur vollen Entwicklung zu bringen. Die Ausführungen waren durch scharfe, die Einzelheiten betonende Lichtbilder umrahmt und spiegelten in der Gesamtheit das große Tätigkeitsfeld wider, in welchem nunmehr die Verbesserungen einsetzen. Die Organisation der„Reichswollverwertung“. die schwierigen Fragen der Wolleinschätzung, der Behandlung und Pflege des Wollanfalles und das große Arbeitsgebiet der Erzeugung bester westfälischer Wolle wurde in den interessanten Darlegungen von Direktor Schramm, Reichswollverwertung G. m. b. H., Abteilung Paderborn, in einer derart eingehenden Form behandelt, daß alle Teilnehmer restlos über die Maßnahmen unterrichtet wurden, die sie nunmehr durch die Tat in eigenem und Volksinteresse verwirklichen müssen. Zahlreiche praktische Darstellungen in vorgelegten Wollproben ergänzten diesen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag. Direktor Dr. Sachweh vom Tiergesundheitsamt der Landesbauernschaft in Münster fesselte die Zuhörer durch die einfache und praktische Behandlungsweise, die er bei den verschiedenen Seuchen und Schafkrankheiten in Vorschlag brachte. Er unterstrich in erster Linie, daß unser Hauptziel gesunde, kräftige Leistungstiere sein müsse, die wir durch eine sachgemäße Ernährung und weitgehende Haltung im Freien herausstellen können. Die Bekämpfung der Räude durch Baden der Schafe wurde eingehend behandelt; im Frühjahr findet diese Behandlung allgemein statt. Auch die Farmer ist, wer ohne erbliche Verwurzelung seines GeBoven sein Land bestellt liche Aufgabe des Geldverdienens erblickt.— Bauerist. wer in erblicher Verwurzelung seines Geschlechtes mit Grund und Boden sein Land bestellt eine Aulgabe an seinen Geschlecht und an seinem Volke betrachtet.— Ausheilung„Moderhinke“ mit Lebertran wurde als einfach und erfolgreich herausgestellt Die Berufsfragen des Schaferstandes wurden in Vertretung des vorgesehenen Referenten durch Direktor Ebbinahaus in kurzen klaren Zügen herausgestellt. Es gilt, aus diesem Berufsstand die tüchtigen, bewährtesten Facharbeiter herauszustellen und ihn von allen Pfuschern und Quertreibern zu bereinigen. Ein verantwortungsbewußter pflichttreuer Schäferstand ist die wichtigste Voraussetzung zum Gelingen des großen Vierjahresplanes und der Erzeugungsschlacht. Durch die eingerichteten Prüfungen sollen Lehrlinge und Gehilfen den Nachweis ihrer Fähigkeiten erbringen. diese Voraussetzung wird jetzt von allen in der Schafzucht beruflich Tätigen verlangt. Das Interesse für die Ablegung der Prüfung zeigte sich anschließend in der zahlreichen Einforderung der Teilnehmerbescheinigung an diesem Lehrgang, eine Voraussetzung für die Zulassung. Der Gesamtverlauf des„Paderborner Schäfertages“ zeigte den großen Wissensdurst der Betreuer unserer Wollträger, der in allen Gebieten klar und zielbewußt zum Ausdruck kam. Jeder zog, mit neuem Rüstzeug ausgestattet, befriedigt heim. Ebbinghaus. Waldbegang in Leeden, Kreis Tecklenburg Das Forstamt des Reichsnährstandes Münster=Nord veranstaltete am 10. Dezember einen Waldbegang in Leeden, Krs. Tecklenburg, mit nachfolgender Versammlung. In der Hauptsache wurden die mit Hilfe des Freiwilligen Arbeitsdienstes ausgeführten, etwa 200 Morgen großen Kulturen in den Leedener Bergen besichtigt. Dieselben zeigten einen sehr guten Wuchs und sind als vollkommen gelungen zu bezeichnen, da nur ganz geringe Nachbesserungen erforderlich waren. Leider hatten sich seinerzeit eine große Anzahl Waldbesitzer ausgeschlossen, ihre abgetriebenen Flächen mit aufforsten zu lassen; diese Flächen machen im Gegensatz zu den herrlich heranwachsenden Forstkulturen einen überaus traurigen Eindruck. Ein großer Teil dieser Flächen wird jedoch im Laufe der nächsten Jahre ebenfalls einer geregelten Forstwirtschaft zugeführt werden. Auf dem Rückwege führte Schulte=Herkendorf die Teilnehmer durch seine Waldungen, die wohl als die schönsten mit im Kreise Tecklenburg zu bezeichnen sind. Am Schluß der Versammlung dankte der Forstabteilungsleiter Erpenbeck dem forstlichen Fachwart des Bezirks Leeden, Hischemöller, für gute Führung und den Teilnehmern für ihr reges Interesse. M. Internationales Reit- und Fahrturnier während der Grünen Woche 1937 Da die Grüne Woche um acht Tage vorverlegt werden mußte, findet das internationale Turnier des Reichsverbandes schon am 29. Januar bis 7. Februar 1937 in der Deutschlandhalle statt. Die Ausschreibungen wenden sich nicht nur an den großen Kreis unserer deutschen Turnierteilnehmer und Klassenpferde, sondern als offizielles Turnier der internationalen Reitervereinigung an alle Turnierkreise des Auslandes. An Geldpreisen sind wiederum 100 000 RM. ausgesetzt. Dazu kommen noch neben den wertvollen Ehrenpreisen Reiseentschädigungen in Höhe von 20 000 RM. Die Ausschreibungen für die einzelnen Wettbewerbe haben sich in den vergangenen Jahren so bewährt, daß sie im ganzen wieder als Grundlage für dieses Turnier dienen konnten. behandelt die Dämpfkolonnen sorgfältig! eee Safur, aß dieje teuren Anlagen stets betriebsfäh bleib üchtet beim Anheizen auf richtigen Wasserstanl stets über der unteren Marke de ndes dem, sonst glühen Heiz= oder Rauchrohre auf Laßt bei Frostgefahr und meortägiger Betriebspause do Felslwaser ab. Rein Ressel darf bei Froß im Kreien n 2. Januar 1937 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Seite 17 Aus der Londesbauernschaft Personalveränderungen Der Landesbauernführer ernannte am 21. 12. 1936: zum Ortsbauernführer der Ortsbauernschaft Bieren(Herford) Bauer Ernst Heermeier, Bieren Nr. 16, Kreis Herford; der Ortsbauernschaft Spenge(Herford) Jungbauer Heinrich Niedervahrenholz, Spenge Nr. 1, der Ortsbauernschaft Sundern(Herford) Bauer Heinrich Berg, Sundern Nr. 13, Kreis Herford; der Ortsbauernschaft Remmighausen(Lippe) Landwirt Eduard Stockebrand, Lenstrup/Remmighausen; der Ortsbauernschaft Gimbte(Münster) Bauer Bernhard Beckmann, Gimbte, Dorf 1. Der Landesbauernführer berief ab am 21. 12. 1936: den Ortsbauernführer der Ortsbauernschaft Bieren(Herford) Bauer Heinrich Meyer, Bieren Nr. 4, Kreis Herford; der Ortsbauernschaft Spenge(Herford) Bauer Robert Sonntag, Spenge Nr. 9, Kreis Herford; der Ortsbauernschaft Sundern(Herford) Bauer Gustav Wefelmeyer, Sundern Nr. 10; der Ortsbauernschaft Remmighausen(Lippe) Jungbauer Gustav Betge, Remmighausen t. L.; der Ortsbauernschaft Gimbte(Münster) Bauer Heinrich Lütke Laxen, Gimbte, Kreis Münster. Der Landesbauernführer verlieh folgende Urkunden für Alt=Führer am 21. 12. 1936: als Alt=Ortsbauernführer dem Bauern Gustav Wefelmeyer, Sundern Nr. 10, Kreis Herford; dem Bauern Heinrich Lütke Laxen, Gimbte, Krs. Münster. Steuerkalender für Bauern und Landwirte Steuertermine im Monat Jannar 1937 Steuerabzug vom Arbeitslohn(Lohnstener) und Bürgersteuer der Arbeitnehmer 5. 1. Abführung der einbehaltenen Lohnsteuer und Bürgersteuer für die Lohnzahlungen in der Zeit vom 16. bis zum Schluß des voraufgegangenen Monats. 20. 1. Abführung der einbehaltenen Lohnsteuer und Bürgersteuer für die Lohnzahlungen in der Zeit vom 1. bis 15. Januar, aber nur, soweit der Gesamtbetrag der einbehaltenen Lohnsteuer und Bürgersteuer— je für sich— mehr als 200.— RM. beträgt. Andernfalls ist die einbehaltene Lohn= und Bürgersteuer zusammen mit der in der zweiten Hälfte des Kalendermonats einbehaltenen Steuer bis zum 5. des folgenden Monats abzuführen. Hinsichtlich der Lohnsteuer ist jedoch folgendes zu beachten: Bei Betrieben, die nicht mehr als 5 Arbeitskräfte beschäftigen, ist die Steuer abweichend von der allgemeinen Regelung erst dann abzuführen, wenn sie für die gesamten Arbeitnehmer des Betriebes 50,— RM. übersteigt. Die in einem Kalendervierteljahr einbehaltene Lohnsteuer ist aber ohne Rücksicht auf die Höhe des einbehaltenen Betrages bis spätestens zum 5. des auf den Ablauf des Kalendervierteljahres folgenden Kalendermonats abzuführen. Umsatzstener 10. 1. Abgabe der Voranmeldung und Leistung der Vorauszahlung auf die Umsatzsteuer für den Monat Dezember 1936 bei Betrieben mit einem Jahresumsatz von mehr 20 000.— RM. (Monatszahler). Ferner Abgabe der Voranmeldung und Leistung der Vorauszahlung auf die Umsatzsteuer für das 4 Kalendervierteljahr 1936 bei Betrieben mit einem Jahresumsatz von weniger als 20 000— RM.(Vierteljahrszahler). Die Pflicht zur Abgabe der Voranmeldung und Leistung der Vorauszahlung entfällt, wenn die Vorauszahlung für das Kalendervierteljahr nicht mehr als 5,— RM. beträgt. Reichsnährstandsbeitrag 15. 1. Entrichtung des zweiten Jahresteilbetrages. Die früher bestandene Schonfrist für Steuerzahlungen ist fortWerkprüfungen im Frühjahr 1937 1. Bäuerliche Werkprüfung Zur bäuerlichen Werkprüfung werden alle diejenigen zugelassen, die aus der Landwirtschaft stammen, eine Fachschule besucht haben und eine mindestens einjährige praktische Lehrzeit in fremden Betrieben nachweisen können. Die Meldung hat unverzüglich bei der zuständigen Kreisbauernschaft zu erfolgen unter Beifügung: 1. eines selbstverfaßten und selbstgeschriebenen Lebenslaufes, 2. einer beglaubigten Abschrift des Abschlußzeugnisses einer landwirtschaftlichen Fachschule, 8. einer amtlich beglaubigten Bescheinigung des Vaters über die im elterlichen Betriebe verbrachte Zeit, 4. Abschrift eines Zeugnisses über die weitere praktische Ausbildung in Fremdbetrieben. Meldungen, die nach dem 10. 1 1937 einlaufen, können unter keinen Umständen mehr berücksichtigt werden. 2. Landwirtschaftliche Werkausbildung Der landwirtschaftlichen Werkprüfung müssen sich unterziehen: 1. alle, die nicht aus der Landwirtschaft stammen, 2. alle zukünftigen Diplomlandwirte und staatlich geprüften Landwirte, 8. alle diejenigen, die später landwirtschaftliche Lehrlinge ausbilder wollen, 4. alle zukünftigen landwirtschaftlichen Gutsbeamten(Verwalter, Inspektor, Administrator usw.), 5. alle zukünftigen Siedler. Bestehen die vorstehend unter 1—4 aufgeführten Personen die bäuerliche Werkprüfung, so sind sie von der landwirtschaftlichen Werkprüfung befreit. Ab 1940 kann nur noch derjenige Lehrherr werden, der selbst eine Prüfung abgelegt hat. Die Anmeldung hat unverzüglich bei der Landesbauernschaft zu erfolgen. Meldungen, die nach dem 10. 1. 1937 einlaufen, können unter keinen Umständen mehr berücksichtigt werden. Beizufügen sind: 1. ein polizeiliches Führungszeugnis, 2 ein kurzer, selbstverfaßter und selbstgeschriebener Lebenslauf, 3. eine beglaubigte Abschrift der Lehrzeugnisse über eine zweijährige praktische Tätigkeit bei anerkannten Lehrherren. Ausnahmen können nur noch mit Genehmigung der Landesbauernschaft gestattet werden. Die Zeugnisse sind nur in beglaubigter Abschrift einzusenden. Für übersandte Originalzeugnisse übernimmt die Landesbauernschaft keine Verantwortung. Hauswerkprüsungen 1. Bäuerliche Hauswerkprüfung Zur bäuerlichen Hauswerkprüfung werden alle zugelassen, die aus der Landwirtschaft stammen, die eine einjährige praktische Tätigkeit in der Hauswirtschaft fremder Bauernhöfe oder landwirtschaftlicher Betriebe und den erfolgreichen Besuch einer ländlichen hauswirtschaftlichen Fachschule(Mädchenabteilung der Landwirtschaftsschule) nachweisen können. Die Anmeldungen müssen unverzüglich bei der Kreisbauernschaft erfolgen Beizufügen sind: selbstverfaßter und selbstgeschriebener Lebenslauf, 2. eine beglaubigte Abschrift des Abschlußzeugnisses der zugelassenen ländlichen hauswirtschaftlichen Fachschule, 3. eine amtlich beglaubigte Bescheinigung der Mutter über die im elterlichen Betrieb verbrachte Zeit, 4. ein Zeugnis der Bäuerin, bei der die Jungbäuerin ihre weitere praktische Ausbildung genossen hat. Meldungen, die nach dem 10. 1. 1937 einlaufen, können unter keinen Umständen mehr berücksichigt werden. Seite 18 feni den 2. Landwirtschaftliche Hauswerkprüfung Der landwirtschaftlichen Hauswerkprüfung müssen sich diejenigen unterziehen, die nicht aus der Landwirtschaft stammen, die Beruf als 1. Jungwirtin und Oberwirtin, 2. ländliche Haushaltspflegerin, 3. Lehrerin der landwirtschaftlichen Haushaltskunde und 4. als Lehrfrau ergreifen wollen. Nach 1940 kann nur noch diejenige Lehrfrau werden, die selbst eine Prüfung abgelegt hat. Wer die bäuerliche Hauswerkprüfung bereits bestanden hat und sich später einem der oben angeführten Berufe zuwenden will, ist von der Ablegung der landwirtschaftlichen Hauswerkprüfung befreit. Die Anmeldung muß unverzüglich bei der Landesbauernschaft erfolgen unter Beifügung 1. eines polizeilichen Führungszeugnisses, 2. eines kurzen, selbstverfaßten und selbstgeschriebenen Lebenslaufes, 3. einer beglaubigten Abschrift des Schulentlassungszeugnisses, 4. einer beglaubigten Abschrift des Lehrzeugnisses und 5 des ausgefüllten Merkbuches für ländliche hauswirtschaftliche Lehrlinge. Meldungen, die nach dem 10. 1. 1937 einlaufen, können unter keinen Umständen mehr berücksichtigt werden. Das Tagebuch braucht erst bei der Prüfung vorgelegt zu werden. Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfe 2. Januar 1937 Maschinenvorführung Sämtliche Zeugnisse sind nur in beglaubigter Abschrift einzureichen. Für übersandte Originalzeugnisse übernimmt die Landesbauernchaft bei Verlust keine Verantwortung. Landwirtschaftliche Werkprüfung Zu der im Monat September abgehaltenen landwirtschaftlichen Werkprüfung hatten sich 78 Prüflinge gemeldet. Davon bestanden: 10 Prüflinge mit gut, 32 mit befriedigend, 12 mit genügend, 19 haben nicht bestanden, 5 waren nicht erschienen. Von den Prüflingen, die mit gutem Erfolge die Prüfung ablegten, hatten sechs ihre Lehrzeit bei anerkannten Lehrherren der Landesbauernschaft Westfalen abgeleistet, und zwar: 1. Hesselt, Bernh., aus Österwick, Lehrherr A. Sch. Zumkley in Bösensell. 2. Krüer, Hugo, aus Dörenthe; Lehrherr Schulze Bölling=Hülshorst, Nürenbörger in Altenberge. 3. Lausberg, Erwin, aus Löh, Kreis Altena; Lehrherr F. Spaeing in Hennen. 4. Lingemann, Heinz, aus Wetter; Lehrherr Th. Leifert in Vellern. 5. Müller, Georg, aus Buer; Lehrherr R. Springob in Nierhof. 6. Sch. Diekhoff, A., aus Westbevern; Lehrherr Insp. Nagel Frhrl. v. Fürstenbergsche Verw. in Oelinghausen. Landwirtschaftliche Haus-Werkprüfung Zu den im Monat September abgehaltenen landwirtschaftlichen Haus=Werkprüfungen hatten sich 21 Prüflinge gemeldet. Davon bestanden: 6 Prüflinge mit gut, 11 mit befriedigend, 4 mit genügend. Von den Prüflingen, die mit gutem Erfolge die Prüfung ablegten, hatten fünf ihre Lehrzeit bei zur Anerkennung vorgemerkten Lehrfrauen innerhalb der Provinz Westfalen abgeleistet, und zwar: 1. Marion Morkel aus Mannheim, Lehrfrau Pohlmann, Winkelshütten; 2. Liesel Brandholt aus Wuppertal=Nächstebreck, Lehrfrau SingenstrothMeloh, Nord=Rheda, und Ebmeyer in Siele bei Enger: 3. Wilhelmine Diekhoff aus Meiste über Rüthen, Lehrfrau Hüntrop, Nienberge; 4. Ursula Koehn aus Naumburg a. d. S.. Lehrfrau Große=Blotekamp, Dorsten; 5. Ida Meyer aus Havixbeck, Lehrfrau Roberg, Kinderhaus, Kreis Münster, und Hoerster, Deinstrop, Kreis Arnsberg. Auf Grund der guten Fütterungserfolge mit gereinigten Rüben verdienen die dafür entwickelten Maschinen besondere Beachtung. In Erkenntnis der Notwendigkeit einer größeren Verbreitung dieses Gedankens veranstaltete die Abteilung Maschinen und Geräte der Landesbauernschaft Westfalen, wie schon angekündigt, mit Unterstützung der Firmen A. Schulz, H. Brinkmann und F. Stille, Münster, sowie Lohmann in Everswinkel eine Maschinenvorführung in der Bauerschaft Vechtrup, bei der eine Anzahl verschiedener Rübenreiniger und Rübenschneider im praktischen Betrieb gezeigt wurden. Ganz allgemein hat sich die Anwendung dieser Reiniger gut bewährt. Sie sind zumeist mit einem Rübenschneider vereinigt und zwar erfolgt die Reinigung der Rüben von einer umlaufenden sogenannten Poltertrommel ohne Mehraufwand an Arbeit. Nur bei einer der vorgeführten Maschinen wurden die ungereinigten Rüben erst nach dem Schnitt zur Entfernung des anhaftenden Schmutzes über ein schwingendes Sieb geleitet Ungefähr 60 Bauern waren der Einladung gefolgt und wohnten mit großem Interesse den Vorführungen bei, mit denen gleichzeitig ein Schaudämpfen von Kartoffeln mittels der Dämpfkolonne der Bezugs= und Absatzgenossenschaft Telgte verbunden war. Auch die außerdem stattfindende Vorführung eines Untergrundkörpers„Biber“ an einem Kipppflug fand Beachtung. Ferner wurde ein dreischariger Schäldrill gezeigt. der infolge des durch Frost erstarrten Bodens leider nicht vorgeführt werden konnte, obwohl dieses Gerät unter bestimmten Bedingungen für den Zwischenfruchtbau nur empfohlen werden kann.— Zum Schluß konnten noch auf einer der Weidekoppeln außer einer Jaucheschleuder mehrere verschiedene Fladenverteiler bei der Arbeit gezeigt werden, jedoch war die Wirkung dieser Geräte durch den hart gefrorenen Boden beeinträchtigt. Zur Förderung der Verwendung gereinigter Rüben sind weitere Vorführungen unter anderen Arbeitsbedingungen beabsichtigt, denen mit Rücksicht auf den angestrebten Erfolg gleichfalls der rege Besuch zu wünschen ist, wie er in Telgte verzeichnet war Landwirt Heßling 90 Jahre! Seinen 90. Geburtstag feierte am 14. 12. 1936 der Landwirt Heßling aus der Bauerschaft Hörsteloe bei Ottenstein i W. Am darauffolgenden Tage nahmen wir Gelegenheit, ihn zu Hause aufzusuchen und ihm unsere Glückwünsche zu überbringen. Im Korbessel hinter dem Ofen sitzend empfing er uns in einer erstaunlichen körperlichen und geistigen Rüstigkeit. Sein Mutzpfeischen rauchend, erzählte er dann aus seinem Leben. 1846 wurde er als Sohn eines Pächters in Heek. Kreis Ahaus, geboren. Als er Schüler des ersten Schuljahres war, wurde die erste Landstraße unseres Kreises gebaut Hierbei half auch sein Vater, dem er mittags das Essen hinausbringen durfte Der Tagelohn betrug damals 1 RM. Den damaligen Wert des Geldes mag folgendes beleuchten. Der 90jährige entsann sich noch, daß sein Vater einmal eine„güste Kuh“ für 11 Taler gekauft habe. Als er 18 Jahre war erlebte er, in Ahle bei der Kartoffelerntahelsend, den großen Brand der Kreisstadt Ahaus. Schaurig seies Aufn. Landesbauernschaft aus der Ferne anzusehen gewesen, wie fast die ganze Stadt ein einziges Flammenmeer war, wie dann die Flammen als feurige Zungen den Kirchturm hinaufgekrochen seien und man rch den schon fast ausgebrannten Kirchturm habe sehen konnen. Als er—. Jahre alt war, zogen seine Eltern, und er mit ihnen, nach Gelsenkirchen Hier sand er als Schreiner auf einer arbeit. Die Pflugschar hatte er mit dem Hammer vertauscht. 1870/71 die Industrie aufblühte und die ichkeiten dort immer besser wurden, so verstummte de, iom und seinen Eltern nicht der Wunsch, einmal eine gespart 1880en. Fleißig wurde dafür gearbeitet und gelpart. 1880 ging der Wunsch in Erfüllung. In der Bauerschaft vornelde erste d sein water ein Eigentum. Auch beute hilft der Altersjubl. Sommer draußen bei der Feldarbeit. Im Winter Pfeischen zu rauchen 2 ver slahe des Ofens zu weilen, sein scan un rauchen, dabei das Wochenblatt der Landesbauernschaft zu der eine der Lundesbauernschaft Westfalen Bezirts=Anzeiger Minden, Pabree Lebertran- Emulsion Tierarzneimittel „Viehfreude“, einfach und verstärkt Germania:Deoqecie surt Schneider Warburg Alle Baumaterialien llefert gut und preiswert X. Vogt. Brakel Fernsprech-Anschluß 70 Sämu. Tierarzneimittel von erprobter Wirkung. in be= kannter Güte. preiswert. aus der Hirsch-Apotheke Warburg L. Küpper Radewiger Mühle G. m. 6. R. Herstellung feinster Roggenu. Weizenmehle Rerlord Radewizer Straßle 41— Rul 2282 nnnnnnannninn Anton Meyer. Brakel FernsprechAnschluß Nr. 8 Holz- und Eisenhandlung naannnnnnnnnaneJohannismühle Jnhaber: Paul Pilz Warburg fernsprecher: 347 handels- und Kundenmüllerel H. 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Düngemittel, Saaten nannaaannute Lodenjoppen, Lodenanzüge, Lodenstutzer echt Münchener Lodenmäntel Concad Reithecker, Rorn i. L. Inhaber: Walter Haase Wemmels Apotheke Inh.: Dr. Krüger HOXTER Adolf-Hitler-Straße Seiden=Raus Koopmann Inhaber: Franz Müller Detmold Das Speztalgeschäft für Seidenstoffe, Wollstoffe Damen-Bekleidung A. Decker Höxter an der Weser Fernsprecher 408 Kunsidünger Futtermittel Samen öfen Herde Bauernherde kaufen Sie bestimmt günstig bei Ed. Capelle Horn Eisenwaren Drainröhren „Dörentruper Qualitätserzeugnis seit 1897“ Lppische Thonwarenfabrik u. Reden u. Cie. 6. m. b. H. DORENTRUP(Lippe,. Anschlußgleis. Fernrus Farmbeck 79 Kaufhaus Kark Weweler. Rorn Das Fachgeschäft für Textilwaren Seite 20 Wochenblatt der Lanveson 44000 Bauern und Landwirte in Westfalen und Lippe sind ständige Leser der Zeitschrift „Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen“ Sie alle schätzen ihr heimatliches Fachblatt und sind überzeugt daß sie auf ihrem Hofe im eigenen und im Interesse des Volksganzen desto eher Höchsterträge erzielen, je mehr sie die vielfachen Anregungen und Ratschläge ihres Wochenblattes befolgen. Das Wochenblatt zu halten, lohnt sich; denn außer fachlichen Aufsätzen, Genossenschafts=, Frauen=, Sport= und Bilderbeilagen, neben Unterhaltung und Fragekasten u. a. m. ist es mit seinem umfangreichen Anzeigenteil auch ein Vermittler bei An- und Verkäufen, bei Stellenangebot und-nachfrage. In der Tat: Das Wochenblatt bringt ungezählte Vorteile Hier abtrennen! Landesbauernschaftsvertag Westfalen 6. m. b. h. Münster l. W. ponfac 249 Jeder Bezieher reiche nebenstehenden Bestellschein seinem Nachbarn, Freunde oder Behannten weiter und empfehle ihm den Bezug des Wochenblattes der Landesbauernschaft Westfalen Ab bestelle ich ein Stüch der Zeitschrift„Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen" zum Preise von RM. 1.38 für ein Diecteljahr bei freier Lieferung ins fjaus. Das Bezugsgeld bitte oom Postboten einziehen zu lassen Name: Stand: Wohnort: Postbezeichnung: Geworben durch: Wir bitten um deutliche Schrift Folge Unterhaltungsblatt Jahrgang 1937 Das große Schlachtfest/ von Walter Vollmer Sieben junge Schweine lärmen nicht halb so gewaltig wie ein einziger großer Eber, der geschlachtet werden soll! Eber sind von Hause aus mißmutig. In ihren besten Jahren kann sie eine rosige Sau in gemütvolle Erregung bringen; werden sie alt und faul, ist es auch damit vorbei. Sie schätzen dann nur noch Futtertrog und Schlaf, werden böse und fett und müssen unter dem Beil sterben. Mit Lehmkuhls Eber war es so weit! In der frühesten Morgenstunde kam Neffe Fritz, der das Schlächterhandwerk in der Stadt erlernt hatte, angeradelt. Vater Lehmkuhl empfing ihn pfeiferauchend am Gartentörchen. „Seit gestern hat er gehungert“, sagte er düster.„Seit gestern, Er tobt gewaltig.“ „Die Därme müssen für die Wurstarbeit leer sein“, erwiderte der Neffe sachlich, während er das Rad an die Wand stellte. Es war eine grausame, nüchterne Feststellung. Sie tat Vater Lehmkuhl weh, aber es war nicht angebracht, Trauer und Schmerz zu zeigen. Nachdenklich begleitete er den jungen Mann ins Haus, wo Base Lenchen schon eifrig am Küchenfeuer hantierte, darauf gewaltige Wasserkessel brodelten. Die hilfsbereiten Nachbarn, der lange Leckerbusch und der Kleinsiedler Volkmann, saßen schon auf der Bank und tranken schwarzen, heißen Malzkaffee. Sie hatten in sachlich=fachlichen Gesprächen den Eber schon dreimal umgebracht und hörten nun Fritzens Rede an, der kundig zu erzählen wußte, wie hurtig man in Amerika, Chikago, der großen Schweineschlächterstadt, mit den Tieren fertig würde. „Sie kommen mit dem Hintergelenk in eine Kettenschlinge“, erklärte er und kaute dabei mit vollen Backen,„werden hochgezogen, rollen am laufenden Band dahin, werden Zeichn abgestochen, geschabt, aufgeschnitten, zerlegt und was weiß ich, und sitzen im Versandfaß, ehe sie überhaupt wissen, was mit ihnen passiert ist. Großartig, ganz groß— sage ich euch Ich habe darüber in der Schlächterzeitung gelesen.“ Base Lenchen machte:„Brrr—!! Die armen Tiere!“ und schüttelte sich. Die Nachbarn nickten und schwiegen. Der Massenmordbericht wollte ihnen nicht recht eingehen. Vater Lehmkuhl hatte sich unterdes heimlich mit der Mutter davongemacht. Sie hätten nicht dabei sein können, wenn geschah, was nun doch einmal geschehen mußte; beim besten Willen hätten sie es nicht übers Herz gebracht, den guten, dicken Eber sterben zu sehen. „Hungern will der Mensch auch nicht, aber das Gemüt macht keinen satt“, meinte Fritz und erhielt dafür von Lenchen einen strengen Blick. Sie stieß ihn im Vorbeigehen mit dem Stiel des Schaumlöffels in die Rippen, so daß er kichern und quieken mußte. „Nun fangt schon an!“ rief sie.„Es ist längst heller Morgen über eurem dummen Geschwätz geworden.“ Im Halbdunkel des Stalles wurde dem Eber Benno am linken Hinterfuß eine Schlinge angelegt. Ein Mensch, den er nicht kannte, trieb ihn mit einem Stock hoch. Schlaftrunken und sehr mißmutig gehorchte er ahnungslos, torkelte durch den Stall und stierte draußen auf dem Platz vor dem Schuppen tiefsinnig vor sich hin. Er war noch warm vom Stroh und spürte plötzlich die diesigkalte Morgenluft an seinem Leibe. Darüber wurde er nüchtern und begann zu schnauben. Der Nebel seines Atems stand vor seinen kleinen, kreisrunden Nasenlöchern, aus dem Ziegelsteinboden kroch ihn feuchte Kälte an, und es kam ihm reichlich ungemütlich vor, hier stehen zu müssen. Der Jähzorn stieß ihn plötzlich. Er wollte zum Trog zurück, in die dunstige Wärme des Stalles. Er hatte Hunger und war ärgerlich. Mit einem Male merkte er, daß man ihn heimtückisch angebunden hatte. Er zappelte unglaublich schnell mit dem Hinterfuß in zorniger Ueberraschung. Manchmal stellte er es ein und sah sehr mißtrauisch den fremden Menschen zu, die geschäftig hin= und herliefen. Unbehagen und Unruhe steigerten sich in ihm zu einer furchtbaren Ahnung. Er vermißte zudem Vater Lehmkuhl und den Qualm seiner Pfeife. Seine Unruhe kam daher, weil Neffe Fritz den großen Lederschurz angelegt hatte, der verdächtigen Geruch ausströmte. Wer in solch einer Morgenstunde, wenn draußen alles in der ersten Morgensonne blank von der Nässe der Nacht erglänzt, ein Tier ansieht, das geschlachtet werden soll, kann es nicht ohne tiefsinnige Gedanken tun. Vor allem, was lebendig war und nun tot ist, sieht ein nachdenklicher Mensch immer mit einem etwas beschämenden Gefühl eigener Unwissenheit und Kleinheit. Vielleicht wäre es anders, wenn nicht alles Lebendige wüßte, daß es einmal sterben muß? Hatte Vater Lehmkuhl etwa solche Gedanken, daß er fortlief? Die Anwesenden jedenfalls nicht, denn sie waren voller Eifer damit beschäftigt, dem hitzigen Eber eine weitere Schlinge anzulegen. Seite 22 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen 2. Januar 1937 Er gebärdete sich jetzt maßlos wütend Er schrie voller Entrüstung so laut, daß es ihnen in den Ohren gellte. Dabei schlug er den dicken Kopf— der schon für die Sülze bestimmt war— hin und her, so daß ihm die großen Ohren schwappten. Trotzig setzte er sich auf das Hinterteil und rutschte über den Boden; das heulende Wehgeschrei fuhr über den Garten hinweg in die Felder, als könnte von dort Hilfe kommen. Die Augen, kleine, mit blonden Wimperhaaren besetzte Schweineaugen, hielt er dabei geschlossen aber gerade das war töricht von ihm: Er sah nicht, daß Neffe Fritz nun ruhig von hintenher herantrat und abwartend stehen blieb. Als er sie aufriß, ziemlich dumm, mit verständnislosem Glotzen, und einen Augenblick nach Eigenart aller Schweine ganz still stand, fuhr ihm der allmächtige Holzhammer plötzlich wuchtig vor den Schädel. Es hatte einen Ruck gegeben, einen Schlag, daß er sich mit jappendem Laut breit auf die Seite legte. „Den Eimer her!“ rief Neffe Fritz und riß das Messer heraus. Lenchen sprang hurtig hinzu, der blitzende Stahl riß dem Eber die Gurgel auf, und das lebendige, warme Blut schoß quirlend in das vorgehaltene Gefäß. Der lange Leckerbusch rührte geschwind mit dem Holzlöffel; dabei hielt er die gewaltige Pfanne in der anderen Hand und schnalzte mit der Zunge. Er aß Blutpfannkuchen für sein Leben gern. Lenchen war rot im Gesicht vor Eifer. Sie machte große, etwas furchtsame Augen, aber sie hielt sich tapfer. Der Eber schrie noch einmal ungehalten, schließlich röchelte er nur noch wütend, dann wurde er blaß und still. Er hatte nicht viel gelitten. Es ist ja ein Unterschied, ob man ein Schwein totmacht oder zunftgerecht schlachtet, und Neffe Fritz verstand sein Handwerk! Erst jetzt, als alles vorüber war, kam Lenchen ganz dicht heran, in jeder Hand einen Kessel mit heißem Wasser schwenkend. Es konnte ja keiner wissen, ob solch ein großes Tier nicht plötzlich doch noch wild wurde und die Menschen rasend angriff, wenn ihm das Messer schon in der Gurgel stak! Immerhin hielt sie noch genügend Abstand, als Neffe Fritz das dampfende Brühwasser über den Leib des Ebers goß. Der rührte sich nicht mehr. Er war also endgültig tot. Nun erst nahm sie ihn genau und von allen Seiten in Augenschein. „Der hat die letzte Sau besprungen—!“ sagte der lange Leckerbusch trocken, während er die speckigen Seiten befühlte und mit Fritz über das Gewicht des Tieres stritt Ritsch!— Ratsch! ging der Schaber über den fettwackeligen Schweineleib hinweg, schob die nassen Borsten zu Klumpen zusammen und legte das plötzlich saubere Fleisch klar und schön zutage. Nun war die Sonne hell und rein über den Häusern aufgegangen. Ein leichter Ostwind hatte sich aufgetan und trug die nebelweißen Brühschwaden aus dem Hof mit sich fort. Groß, fett und tot lag der Eber Benne auf dem blanken Steinboden. Sein schaumrotes Blut stand in Schüsseln und in der Bratpfanne neben ihm und gehörte ihm nicht mehr. Es war aus mit ihm! Sein von grunzendem Schlaf und nahrhaftem Futter ausgefülltes Leben hatte einen guten Zweck erfüllt! ging schon gegen Mittag, als Vater Lehmkuhl mit Mutter vorsichtig heimkam. Schon von weitem sahen sie, daß der Eber mit gespreizten Beinen ausgeschlachtet am Querab. Lenchen war damit beschäftigt, die Stätte mit Wasser und Besen zu reinigen et Jas schämte sich der Herr des Hauses nun doch, als er deyleunde begrüßte. Man sagte, man verstände natürlich, daß selbst ein ausgewachsener Mann davonliefe, wenn ein jebgewor. es Tier geschlachtet würde, insgeheim blieb aber doch ein leises, ganz verstohlenes Lächeln in ihnen Komisch war es jedenfalls, denn— zum Teufel!— sind Schweine nicht dazu da. um geschlachtei und gegessen zu Spät am Abend waren die Leberwürste fertig. Ein Riesenbraten war für die Pfanne bestimmt. Räucherfleisch hing Ständer neben Mettwürsten und Speckseiten In den Salzfässern quoll das Frischfleisch bis obenan, und immer noch deden Schüssein und Holzmollen voller Klein- und man sich wundern mußte, woher alles kam und schließlich auch, wer das alles essen sollte, denn der Eber war ein mächtiges Tier gewesen. Der Kleinfiedler Volkmann hatte sich im Verlauf des Nachmittags am Bier etwas übernommen. Der lange Leckerbusch war müde vom endlosen Drehen des Hackmaschinenschwengels, und Base Lenchen hatte Fieber und Ohrensausen nach aller Aufregung und Arbeit. Da ließ Vater Lehmkuhl den Tisch blank scheuern, während er selber die große Hängelampe anzündete. Der Briefträger des Dorfes hatte sich mit Pantoffeln und langer Pfeife eingestellt und als alter Nachbar große Teilnahme am Verlauf der Schlachtung bekundet, so daß er mit Recht aufgefordert wurde, zu bleiben. Aus der Stadt war Onkel Heinrich eingetroffen, den man wer weiß wie lange nicht gesehen hatte. Er mußte irgendwie etwas gehört haben, denn er hatte gleich seine Ziehharmonika mitgebracht, so daß schließlich ein großer Kreis hungriger Gäste mit erwartungsvollen Mienen den Tisch umgab. Vater Lehmkuhl saß am Kopfende und lud stolz ein, was einzuladen war. Es wurde ein fröhliches Fest. Der Gastgeber würzte es durch eine Gedenkrede auf den toten Eber Benno und hob sein Glas zu wiederholten Malen. Das Haus dröhnte von Spiel, Tanz und Gelächter. Die ganze Nacht hindurch bis an den nächsten Morgen fiel das Licht vom Küchenfenster in den schlafenden Garten Der Geist des toten Ebers entfuhr wie ein blaues Wölkchen ungesehen dem Schornstein in die dunkle Nacht hinein. Niemand hätte ihm helfen können, aber was war schon geschehen? Ein Eber war geschlachtet, ein liebes treues Tier! Keine bedeutende Sache! Aber— gibt es überhaupt Unbedeutendes in der Welt? Alles ist von Bedeutung, sogar das Schweineschlachten, denn der Tod des Toten diente wieder einmal dem Leben des Lebendigen. Darüber ließe sich noch manches sagen. Aber — was hülfe es noch dem Eber Benno?! Reichssender Köln für die Zeit vom l. bis 10. Jannar 1936 Tägliche Meldungen: 6.00 Uhr: Wetterbericht für den Bauern 8.00 Uhr: Dag Kalenderblatt. 12.30 Uhr: Wetterbericht. 15.46 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 20.00 Uhr. Nachrichten. 22.00 Uhr: Nachrichten, Wetterdienst. Montag, 4. Jannar 11.50 bis 12.00 Uhr: Die Bereinsachung der Speisekerte. Mittwoch, 8. Jannar 11.50.00 Uhr: Winterarbeit auf der Welde. MGunk1000 bie 16.50 Uhr: Wir treiben Ramillenferscuna schläge, Anleitungen und Antworten von Hugo Schünemann Donnerstag, k. Jannar Wann 18 die beste Eaa I 11.50 bis 12.00 U6r berich 19.00 Uhr: 10 Minnten Erzeugungsschlacht. Sonnabend, 8. Jannar 100 M 10406 Uhr Mit dechel ans Conne. Sonntaa. 1d. Jannar ds 1ö15 Uhr: Der Eleoenferl sadlaus: 1. 9n en ngend re2 Der Klelnaäriner. 1. 80 2. Januar 190. Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Seite 28 Agricola: Copyright by Nibelungen=Verlag GmöH., Berlin. as endlose Gesaͤngnis Erinnerungen des finnlaͤnders georg Hitchin aus den Herkern der Sowjetunion Um Troizki nicht unnötig zu kränken, nahm ich eine Zigarette und überlegte meine Lage. Ich befand mich im Gefängnis, aus dem es keine Fluchtmöglichkeit gab. Ganz offensichtlich spielte Troizki wieder mit mir wie die Katze mit der Maus. Mein Lage war eine scheußliche, denn auf das Protokoll gestützt, konnten sie mit mir machen, was sie wollten. Selbst wenn sie mich nicht erschießen ließen, konnten sie mich ahrelang im Gefängnis festhalten oder in ein Konzenrationslager im Norden abschieben. Gewiß würde das Konulat intervenieren, aber das würde bei der gefälschten Ausage nicht viel helfen. Was sollte ich tun? Mir gegenüber saß, noch immer freundlich lächelnd, der schreckliche Mensch, der, bildlich gesprochen, die Schlüssel zu meiner Zelle in der Tasche hatte. Selbstverständlich war das Protokoll auf sein Betreiben hin aufgesetzt worden, aber ich war nicht in der Lage, das Gegenteil zu beweisen. Gleich wird der Gefangene hereingeführt werden und, um sein Leben zu retten, die falsche Aussage bestätigen. Und zu Hause wartet und hofft meine Familie. Sollte ich zum Schein auf den Vorschlag eingehen, um bei der nächsten Gelegenheit ins Ausland zu fliehen? Sich im Klubsessel rekelnd, beobachtete mich Troizki aufmerksam. „Ueberlegen Sie es sich, Bürger Kitchin“, fuhr er fort. „Noch ist es Zeit. Wie mag es wohl jetzt Ihrer Gattin gehen. Der Mann verhaftet, die Fabrik versiegelt. Lange Jahre der Trennung stehen Ihnen bevor. Ist es nicht besser, wir einigen uns in Güte? Wenn wir uns auf diese Weise einigen, sind Sie morgen schon frei. Verständigen wir uns nicht, werden Sie mindestens sehr lange sitzen müssen. Außerdem steht die Frage, was mit Ihrer Frau werden soll, noch offen. Möglich, daß wir Ihre Frau bitten müssen, auch unser Gast zu sein..“ Das war schon keine Andeutung mehr, sondern offene Erpressung; ich ging auf diese Worte zum Gegenangriff über. „Bürger Troizki“, sagte ich.„Wenn Sie mir eine Regelung in Güte vorschlagen, dann lassen Sie die Drohungen, denn mit Drohungen erreichen Sie bei mir nichts.“ „Das können Sie schon mir überlassen“, erwiderte der unmenschliche Tschekist.„Die Zeiten, als Sie Bedingungen stellten, sind vorbei; jetzt stellen wir die Bedingungen.“ Die Katze zeigte offensichtlich ihre Krallen, denen gegenüber ich wehrlos war, als plötzlich die Tür aufging und der Wächter mit einem Mann von etwa 45 Jahren, der ängstlich um sich blickte, eintrat. „So, da haben Sie die Gegenüberstellung“, sagte Troizkt. „Sac mal, Seikki, kennst du diesen Bürger?“„Ich kenne ihn“, sagte der Fremde ängstlich, auf Troizki starrend,„das ist der Bürger Kitchin.“ „Gut, nun sag' mir mal, wie lange du den Bürger Kitchin kennst?“ „Seit vorigem Jahr“, antwortete sichtbar verlegen der fremde Mann.„Im vorigen Jahr, Bürger Untersuchungsrichter, war ich bei ihm.“ „Erzähl', wie ihr bekannt wurdet.“ „Pukilla gab mir einen Koffer mit Briefen und befahl, den Koffer zum Bürger Kitchin auf die Fabrik zu bringen, was ich auch tat.“ „Wann war das?“ „Im März vorigen Jahres.“ „Warst du nachher noch einmal beim Bürger Kitchin?“ „Nein, nur einmal.“ „Ausgezeichnet!“ sagte Troizki.„Du erkennst also mit Bestimmtheit den Bürger Kitchin wieder und bist bereit, deine Aussage vor Gericht zu wiederholen?“ „Gewiß, Bürger Untersuchungsrichter!“ Troizki wandte sich lächelnd zu mir:„Haben Sie sonst irgendwelche Fragen? Fragen Sie bitte!“ Ich beobachtete den fremden Mann, den ich zum erstenmal in meinem Leben sah. In einem alten, schmutzigen Jackett stand er ängstlich vor Troizki und wich meinen Blicken aus. „Hören Sie“, sagte ich, während ich in ohnmächtiger Wut die Fäuste ballte,„was Sie da eben gesagt haben, ist eine niederträchtige Lüge! Warum machen Sie das? Sie wollen Ihr Leben retten?“ „Solche Fragen sind nicht erlaubt“, unterbrach mich barsch Troizki. „Vielleicht verwechseln Sie mich mit einem anderen“, fuhr ich freundlich fort, trotzdem es in meinem Innern kochte. „Ich sehe Sie zum erstenmal in meinem Leben. Haben Sie denn gar kein Gewissen? Sehen Sie mich noch einmal an und sagen Sie mir ins Gesicht, daß Sie die Wahrheit gesprochen haben.“ „Genug!“ rief Troizki mit heiserer Stimme. Der Fremde war sichtlich verlegen geworden und starrte zu Boden, indem er seine Mütze abwechselnd aus der einen in die andere Hand nahm. Mit einem scheuen Blick auf Troizki hüstelte er mehreremal. Der Mann kämpfte offensichtlich mit seinem Gewissen, aber der Hang zum Leben siegte. „Warum schweigst du?“ fragte drohend Troizki den Gefangenen, der jetzt wieder auf den Fußboden starrte.„Sprich!“ Eine Pause entstand, während der der Gefangene wieder hüstelte. Troizki stand auf... „Es ist alles wahr“, sagte tonlos der Fremde, zur Seite auend.„Führ' ihn hinaus!“ befahl der Tschekist dem ächter. Wir blieben allein. Troizki nahm wieder im Sessel Platz und steckte sich lächelnd eine neue Zigarette an. Dann betrachtete er mich lange, seine schmutzigen Hände reibend „Was sagen Sie nun?“ meinte er.„Nun hatten Sie die gewünschte Gegenüberstellung. Sie sehen also daß wir einen Zeugen gegen Sie haben.“ „Ja, Sie haben einen Menschen gefunden“, entgegnete ich.„Das stimmt. Aber Sie müssen ihn noch gründlicher instruieren, denn er spielt seine Rolle sehr schlecht. Vor Gericht wird er sie noch schlechter spielen.“ „Das werden wir ja sehen, verehrter Bürger Kitchin. Wir werden Ihre Sache entweder zusammen mit der Sache Pukilla erledigen oder geben sie dem Kollegium der OGPU., das Sie liquidieren(erschießen) lassen wird“ „Das dürfte aber doch nicht so leicht sein!“ erwiderte ich verzweifelt.„Ich bin nämlich Ausländer.“ „Wer hat Ihnen solche Märchen aufgebunden, daß wir Ausländer nicht erschießen? Haben Sie den Engländer Reighly vergessen? Oder Ihren Rittmeister Elvengren? Haben wir sie nicht alle erschossen? Es handelt sich, kurz gesagt, um folgendes: Sie stellen uns die Verbindung zwischen Seite 24 Mochenblatt der Landesbauernschaft Westse Sanuut 100 der finnischen Abwehr, dem finnischen Konsulat und der Nachrichtenstelle in Viborg fest. Ueberlegen Sie sich bis morgen die Sache. Es gibt nur ein Ja oder ein Nein. Von Ihrer Antwort wird Ihr Schicksal abhängen. Auf Wiedersehen Troizki drückte auf einen Knopf und der Wächter trat ein der mich nach meiner Zelle zurückführte. Die Zellentür fiel hinter mir ins Schloß. Ich war wieder allein... Es ist Nacht, und von wilden Träumen geplagt, wälze ich mich auf meinem harten Lager. Stunde auf Stunde vergeht. Die Tür meiner Zelle wird aufgeschlossen und jäh fahre ich hoch. Auf der Schwelle steht der Wächter, um mich zu Troizki zu führen, dem ich die Antwort geben soll. Gestern nacht hatte ich vergeblich gewartet und vor Unruhe nicht eine Minute schlafen können. Ob er es sich überlegt hatte und mich nicht holen ließ? fragte ich mich immerzu vorige Nacht. Er hatte mir doch gesagt, daß er mich in 24 Stunden holen lassen würde. Nun waren schon 48 Stunden vergangen. Ich ahnte nicht, daß dieses eine der üblichen seelischen FolMit dem Revolver in der Hand, führte mich der Wächter nach dem bekannten Arbeitszimmer Troizkis. Liebenswürdig empfing mich der unmenschliche Tschekist, indem er mir eine Zigarette anbot und mich Platz zu nehmen bat. Eine Pause entstand. Im Nebenraum schlug eine Uhr dreimal. An den Fensterscheiben rüttelte der Wind. „Nun, Bürger Kitchin“, fragte Troizki,„wie ist Ihre Antwort?“ „Einverstanden!“ sagte ich heiser. Wieder entstand eine Pause. Lächelnd sah mich der scheußliche Henker an. „Na, endlich nehmen Sie Vernunft an“, meinte Troizki, jedes Wort betonend.„Vor vier Jahren hätten Sie es schon sagen sollen. Hier sind drei Papiere, lesen Sie dieselben durch und unterschreiben Sie sie. Morgen sind Sie zu Hause“ Natürlich war ich zum Schein meiner Familie wegen auf den schmutzigen Handel eingegangen, und so betrachtete ich denn neugierig die drei Papiere, die ich unterschreiben sollte. Während ich in den beiden ersten im allgemeinen treue Dienste im Sinne der Richtlinien der OGPU. versprach, war das dritte Papier für mich schwer kompromittierend. Ich mußte eine angebliche Spionagetätigkeit des finnischen Konsulats in Petersburg und Beziehungen desselben zu der finnischen Abwehr zugeben. Das Dokument enthielt zahlreiche Einzelheiten in diesem Sinne. „Ich werde auch dieses Dokument unterschreiben“, sagte ich mit gepreßter Stimme.„Aber nur unter einer Bedingung. Sie lassen meine Frau und mein kleines Mädel aus der Sowjetunion heraus. Sobald eine Ansichtskarte meiner Frau aus Helsingfors eingegangen ist, unterschreibe ich sofort das Dokument. Das sind also meine Bedingungen. Sind Sie einverstanden, dann werde ich Ihnen dienen: wenn nicht, machen Sie mit mir, was Sie wollen.“ Ich beobachtete den unmenschlichen Peiniger, der mir gegenüber saß. Seine freundliche Miene war verschwunden und ein ironisches Lächeln spielte um seine Lippen. „Halten Sie mich für einen Idioten?“ fragte Troizki ironisch.„Die Bedingungen stelle ich und nicht Sie. Sie glauben wohl wie früher in Ihrem Büro zu sitzen und die Bittsteller anzuhören? Nehmen Sie die Feder und unterschreiben Sie. Andernfalls werde ich Sie wegen Spionage erschießen lassen. Eine unerhörte Dreistigkeit von Ihnen, Bedingungen stellen zu wollen!“ Die letzten Worte hatte Troizki in sinnloser Wut geschrien, indem er mit der Faust auf die Tischplatte schlug. Wenn ich nicht am nächsten Tage erschossen werden wollte mußte ich sofort einlenken, ehe es zu spät war. Wieder entstand eine peinliche Pause, in welcher Troizki nervos mit den Fingern auf der Tischplatte hämmerte. Wieder rüttelte ein Windstoß an den Fensterscheiben „Sie haben mich falsch verstanden, Bürger Troizki“, sagte ich mit tonloser Stimme.„Sie beweisen mir Ihr Mißtrauen wenn Sie meine Frau nicht herauslassen, denn ich will Ihnen ehrlich dienen. Ich zweifle dabei nicht, daß ich Ihnen wertvolle Informationen verschaffen kann. Aber ganz abgesehen davon, bleibe ich doch hier. Ich bin immer in Ihrer Gewalt. und Sie können mich jederzeit wieder verhaften lassen.“ Unbeweglich saß Troizki, die Augen geschlossen im Sessel und schwieg, während ich kaum noch Herr meiner Nerpen bleiben konnte. Minute auf Minute verging, bis Troizki langsam die Augen öffnete und auf den Knopf drückte. Der Wächter trat ein. „Morgen früh wird Ihre Frau verhaftet! Aufseher. führen Sie den Gefangenen in seine Zelle zurück!“ sagte der Peiniger scharf, indem er die Augen wieder schloß. Meiner Sinne nicht mächtig, hörte ich, wie die Zellentür hinter mir ins Schloß fiel. „Verloren!“ keuchte ich und warf mich auf die harte Pritsche. Durch das vergitterte Fenster grinste der Mond... Wie ich die beiden nächsten Tage verbrachte, wie ich gegrübelt und gelitten habe, weiß ich heute nicht mehr. Ich kann mich nur noch entsinnen, daß ich in schweren Fieberphantasien lag und der Gefängnisarzt um mich bemüht war, der mir mehrere Male Brom gab. Am dritten Tag setzte die Reaktion ein. Stundenlang stand ich apathisch am kleinen vergitterten Fenster oder starrte auf die Tischplatte und entzifferte die zahlreichen Monogramme.„Boris P.“, las ich und dahinter die lakonischen Worte:„Zum Tode verurteilt.“„A. N“ und hinter diesem Monogramm die kurze Bemerkung:„Gestern erschossen“. Ich besinne mich noch, daß ich diesen Boris P. und den A. N. beneidete. Sie waren längst tot und moderten schon seit Jahren, während ich hier, wie sie einst, saß und den Henker erwartete. Und meine Frau? Mein armes Kleines? War es nicht falsch von mir gewesen, daß ich meiner Familie wegen nicht bedingungslos vor den Peinigern kapituliert hatte? Im Mittelalter wurde gefoltert, aber nur körperlich. Diese Verhöre bei der OGPU., diese seelischen Qualen, waren noch viel schlimmer als die körperlichen im Mittelalter. Wochenlang, monatelang foltert die O6PU Im Mittelalter wurde man höchstens nur einige Stunden gefoltert. Unterernährt, werden die Unglücklichen Nacht für Nacht zum Verhör geführt, bis sie zusammenbrechen Man droht, ihre Liebsten zu erschießen, bis der Gefangene zusammenbricht und ein unsinniges Geständnis ablegt. Hatte der fremde Mann, der so ängstlich Troizki ansah und mich kaltblütig in den Tod schickte, nicht auch so ein Geständnis abgelegt? Ich konnte ihn jetzt verstehen. In Westeuropa gibt es unter dem Eindruck der kommunistischen Propaganda Menschen, die an diese unmenschlichen Foltern, weil sie sie nicht kennen, nicht glauben. Sie müßten nur eine Woche in einem Sowjetgefängnis in Einzelhaft sitzen und Nacht für Nacht unter scheußlichen Drohungen vernommen werden; dann werden sie es glauben. Wer diese Folterprozedur einmal durchgemacht hat, wird nie wieder im vollen Sinne des Wortes normal sein. am nächsten Morgen, ich konnte mich kaum auf den Füßen halten, holte man mich plötzlich wieder zur Vernehmung. Einer aufgezogenen Maschine gleich schritt ich durch den halbdunklen Korridor zu meinem Peiniger Der Wächter ging neben mir mit einem Revolver in der Hand „Sie sehen schlecht aus“, meinte Troizki tronisch lächelnd, als ich sein Zimmer betrat.„Fehlt Ihnen etwas? Sagen Sie es mir nur ruhig.“ Er reichte mir wieder sein Etui herüber und ich nahm mit zitternder Hand eine Zigarette, während er mich aufmerksam musterte. „In den letzten Tagen, Bürger Kitchin“, sagte Troizki, „habe ich weitere Auskünfte über Sie eingezogen. Vielleicht können wr uns doch noch einig werden. Natürlich ist gegenseitiges Vertrauen dabei die Hauptsache. Aber kann ich eeuen? Vielleict werden Sie fliehen, wenn wir Ste . Ich atmete auf und sah Troizki in die Augen. Alles war also doch noch nicht verloren? Meine arme Frau vielleicht doch noch nicht verhaftet?(Fortsetzung folgt.) 2. Januar 1937 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Seite 25 Westlälische Landerauen opendeten Lür die Wehrmacht ünd dac Wintechilsoweck der NS0. Wenn die Landesbauernschaft ihre Landfrauen aufruft zu einer Spende, dann weiß sie, daß das nicht vergebens geschieht. Und so haben auch in diesem Jahre unsere Frauen ihre Freudigkeit zum Helfen bewiesen, indem sie sich in den Dienst der guten Sache stellten. Es wurde eifrig und mit viel Liebe an den Herbst= und Winterabenden gestrickt und manches Aufn. Springmann Paar schöner Wollsocken— in brauner, schwarzer oder grauer Farbe— wanderte zu den Sammelstellen der Kreisbauernschaften. Auch die Landfrauen, welche mit häuslicher Arbeit— besonders bei dem zur Zeit herrschenden Leutemangel— überlastet waren und deshalb nicht selbst stricken konnten, wollten nicht zurückstehen. Sie stifteten Wolle, die dann der NSV. übergeben wurde, damit daraus durch die NS.=Frauenschaft noch weitere Strümpfe gestrickt werden konnten. Andere gaben Geld, das ebenfalls der NSV. für den genannten Zweck zur Verfügung gestellt werden konnte. Unser Bild zeigt alle diese Schätze aufgestapelt im Sammelraum der Landesbauernschaft Westfalen. Da liegen 1096 Paar schöner Socken, und viele Soldaten werden freudigen Herzens diese Weihnachtsgabe empfangen haben. Mit Hilfe der 1043 Lagen Wolle und der gesammelten 406,90 RM. Bargeld ist aber auch noch manches weitere Paar an Wollsocken entstanden, das den Gabentisch der hilfsbedürftigen Volksgenossen bereicherte. Wir danken denen, die mithalfen, zu Weihnachten— dem Fest der Liebe— Freude zu bereiten. Gleichzeitig sprechen wir den Wunsch aus, daß im nächsten Winter die Landfrauen sich an der weiteren Sammelarbeit beteiligen möchten, die in diesem Jahre aus irgendwelchen Gründen dazu nicht in der Lage waren. Das Märchen von der quten alten zeit Daß die Mär von der guten alten Zeit eben nur ein Märchen ist, daß diese gute alte Zeit genau so ihre Sorgen hatte wie die heutige, daß auch in ihr nicht eitel Freude herrschte, nicht alle Menschen froh und unbeschwert von Kummer und mancher Mühsal leben konnten, weiß jeder Einsichtige. Gewiß, die eine oder andere der heutigen Sorgen gab es damals nicht, dafür aber gab es wieder andere, die man heute vielleicht nicht einmal mehr dem Namen nach kennt. Trotz allem gibt es immer noch Menschen, die seufzend immer an die vergangene„gute“ Zeit denken. Es ist eine alte Tatsache, daß in der Erinnerung alles viel freundlicher erscheint, als es in der Wirklichkeit war. Das Gedächtnis täuscht oft, wenn man meint, damals besser gelebt zu haben. Da ist es gut, wenn die objektive Statistik einmal ein Wort mitredet und den Menschen zeigt, daß die Wirklichkeit vielleicht doch etwas anders aussah. Daß es in den Kriegs= und ersten Nachkriegsjahren schlecht um die Lebenshaltung stand, wird keiner bestreiten wollen, aber die Zeiten der Hochkonjunktur, etwa die Jahre 1927/28, leuchten heute als fernes ersehnenswertes Bild, in denen scheinbar alles in Hülle und Fülle vorhanden war, wo— nebenbei bemerkt— aber auch nicht jeder das Geld hatte, alles zu den„ansehnlichen“ Preisen der Hochkonjunktur zu kaufen. Soweit es der Statistik möglich ist, anhand von Zahlen der Erzeugung, Lagerhaltung, Umsatz usw. eine Uebersicht über den Verbrauch zu gewinnen, ist ein Vergleich zwischen den Jahren 1928, dem Zeitpunkt des Höhepunktes der Konjunktur, und 1936, dem vierten Wiederaufbaujahr nach der großen Krisenzeit, recht aufschlußreich. Um es vorwegzunehmen, der Gesamtverbrauch an Nahrungs= und Genußmitteln in Deutschland ist gegenwärtig wieder so groß wie 1928. Je Kopf der Bevölkerung fehlt noch ein Hundertsatz von etwa 3 v. H., da unsere Bevölkerung inzwischen zugenommen hat. Bei einzelnen Nahrungsmitteln ist der Verbrauch gegenwärtig sogar höher als 1928, zum anderen Teil noch etwas geringer, was teilweise auch mit einer etwas veränderten Ernährungsweise zusammenhängt. Bekanntlich wird in Zeiten wirtschaftlicher Notlage zunächst einmal der unbedingt notwendige Bedarf an lebenswichtigen Die Zukunft ruht in guter Hand wird Deutschland wieder Kinderland Seite 26 Wochenblatt der Lunvese Nahrungsmitteln gedeckt, während die Genußmittel erst in zweiter Linie kommen. Gerade der Verbrauch von einigen Genußmitteln aber ist heute höher als 1928, der„wirtschaftlichen Blütezeit“. Der Verbrauch von Kaffee und Kakao je Kopf der Bevölkerung ist heute um 6 v. H. großer als 1928, von Wein um 4 v. H., von Zigarren und Zigaretten um 1 bzw. 6 v. H., von Südfrüchten um 29 v. H. und nicht zuletzt von Butter um 10 v. H., deren Verzehr zu Lasten anderer Fette wie Schweinefett, Speiseöl und Margarine so beträchtlich zugenommen hat. Besonders auffällig ist die starke Zunahme des Seefischverzehrs um 41 v. H., ein Zeichen für die zunehmende Beliebtheit des Fisches, wogegen der Fleischverzehr dafür heute etwas geringer ist. Nicht unwesentlich int noch eins: Während im Jahre 1928 noch 30 v. H. des Verbrauchs durch Einfuhr gedeckt wurde, konnte der Anteil der Landesprodukte am Gesamtverbrauch durch die systematische Erzeugungssteigerung der Landwirtschaft im Jahre 1935 auf 86 v. H. gesteigert werden. Jedenfalls geht eins ganz klar für jede Hausfrau aus diesen Zahlen hervor: Nach den Krisenjahren haben wir es in dem kurzen Zeitraum von drei his vier Jahren geschafft, daß wir im wesentlichen wieder den uns heute in der Erinnerung so begehrenswert erscheinenden Lebensstandard von 1928 erreicht, teilweise sogar schon überschritten haben. S S.=Bräute im Mütterschulungskursus Der Reichsführer SS. hat den Befehl erlassen, daß die Verlobungs= und Heiratserlaubnis der SS.=Männer von der Teilnahme der zukünftigen Braut an einem der Kurse des Reichsmütterdienstes im Deutschen Frauenwerk abhängig gemacht wird. Außer in den festen Mütterschulen in Berlin und anderen Großstädten finden sich nun die zukünftigen SS.=Bräute in den Kursen der Wanderlehrerinnen auf dem Lande und in den kleinsten Städten zusammen. Sie wollen das erlernen, was wichtig ist für die Frau, deren Mann mitten im politischen Leben steht, der Wegbereiter sein soll für das, was Führer und Regierung zum Besten des Volkes anordnen. Die meisten der jungen Mädel faßten den Begriff „Mütterschulungskursus“ zu eng und hielten ihn für einen Säuglingspflegekursus und meldeten sich daher für diesen. Aber die Lehrerinnen klärten sie darüber auf, daß außerdem noch andere bestehen, von denen für die künftige Hausfrau als Grundlage wohl die Hauswirtschaft das wichtigste sei. Hier erhält das Mädel das Rüstzeug für die Pflege und Führung eines geordneten Haushaltes, damit sie ihn so leitet, wie es nicht nur für sie und ihren Mann, sondern auch für das ganze Volk gut und richtig ist. Sie, die meist aus irgendeinem Beruf kommen und keine Ahnung von Hauswirtschaft, Einkauf und Kochen hat, wird hier mit all diesen Fragen vertraut gemacht und erarbeitet sich alles zusammen mit den anderen Frauen und Mädchen, die an dem Lehrgang teilnehmen. Die Mädel, die schon vollkommen in neuzeitlicher Haushaltsführung ausgebildet sind, weil sie sich an irgendwelchen Abendkursen beteiligten, können an einem der anderen Mütterschulungslehrgänge teilnehmen: Gesundheits= und häusliche Krankenpflege, Nähen, Basteln, Erziehungsfragen und Säuglingspflege. Es gibt eine ganze Anzahl junger Mädel, die sich nicht nur an einem der Lehrgänge beteiligen, sondern an mehreren. Sie erhalten dann die Vollbescheinigung ausgehändigt, zum Zeichen, daß sie an allen Kursen, mindestens aber an dreien, teilnahmen. Wie stolz wird so ein SS.=Mann sein, wenn er die Vollbescheinigung seinem Gesuch beifügen kann! Wie ernst die Mädel ihre Pflichten als zukünftige Hausfrauen und Mütter nehmen, zeigt sich schon in den Kursen Im Nähkursus wird Flicken und Umändern von alten Kleidungsstücken gezeigt. Da bringt eines Tages eine SS. Braut die Diensthose ihres Verlobten mit, um sie zu flicken Der ganze Kursus nimmt Anteil an dieser Arbeit, hier gib eine Frau gute Anweisungen, dort hilft eine andere, denn alle wollen, daß diese Arbeit auch recht vonstatten geht und alleordentlich und gut ausstey..„So, daß man gar nicht merkt daß die Buxe geflickt ist!“ Gerade die älteren Frauen und Mütter, die auch an einem Mütterschulungskursus teilnehmen wundern sich immer wieder über den Ernst der jungen Mädel sie an ihre Arbeit gehen. Wenn diese Mädel in ihrer hineinkommen, dann werden sie nicht rat und hilflos vor ihrer Aufgabe stehen wie andere, die aus den raus in die Ehe gi gen und die erst allmählich lerner mußten, den Haushalt zu führen und sich einzurichten, und denen es oft royz guten Willens nicht gelang, Ordnung ir ihre Geldmittel und in die Wirtschaft zu bringen; und danr eines Tages gug die Ehe entzweil Die Madel lernen in dei Mütterschulungskursen all das, was sie befähigt, mit der geringsten Geldmitteln auszukommen und gut und richtig zu wirtschaften. Sie werden aber ebenfalls weltanschaulich geschult, so daß sie ihrem zukünftigen Mann auch in diesen Fragen Kameradin sein werden. Gerade jetzt sind die Lehrgänge der Reichsmütterschule besonders stark gefragt, damit die Mädel, die sich mit ihrem SS.=Mann verloben, ihn später heiraten dürfen. Nun ist aber Ichluß! Ein Kindchen ist zur Welt gekommen und von allen Seiten strömen nun die lieben Bekannten, Nachbarn, Tanten, Onkel und die übrige Verwandtschaft herbei, um ihren„Glückwunsch“ anzubringen. Ist es das erste Kind, so mögen die meisten sich wohl herzlich mit den Eltern über den kleinen Erdenbürger freuen, doch wird es auch schon nicht an„wohlweisen“ Mahnern fehlen, die glauben, den Eltern den guten Rat geben zu müssen: Wie schön, daß ihr nun ein Kindchen habt, aber nun auch Schluß damit! Wir wollen damit nur euer Bestes! Ihr werdet sehen, wie sich euer Leben jetzt verändert. Ihr seid nun ans Haus gebunden, habt neue Sorgen und Geldkosten. Nur nicht mehr, sonst habt ihr nichts vom Leben! Es ist traurig, daß es auch heute noch so viele Menschen gibt, die bei der Geburt eines Kindes in erster Linie nur die materielle Seite sehen. Gewiß verursacht jedes Kind den Eltern Kosten, doch, bringt es ihnen nicht auch viel Glück und Sonnenschein und nehmen sie die Sorgen und Mühen für ihre Kinder nicht gern auf sich? Ganz abgesehen davon, daß heute jeder erbgesunde Deutsche als völkische Pflicht ansehen muß, seinem Volke möglichst viele Kinder zu schenken „Abwechskung im Speisezettel“ Im bäuerlichen Haushalt erfreuen sich die warmen Abendgerichte einer besonderen Beliebtheit. Es ist nun aber wichtig, daß bei der Herstellung dieser Speisen in erster Linie Nahrungsmittel berücksichtigt werden, die in gesundheitlicher Beziehung für die Ernährung wertvoll— sodann auch in genügender Menge in Deutschland vorhanden sind, wie z. B. Kartoffeln, Milch, Quark, Getreideerzeugnisse, Fisch. ein in dieser Beziehung mancherlei Abwechslung zu ermöglichen, bringen wir im Wochenblatt fortlaufend praktische Anregungen in der Form von Rezepten verschiedener Art. Schinkenkartoffeln mit Salat ceutarto il de eetosseireste in Scheiben geschnitten, schichtu, Schi kenwürfeln in eine Auflaufform geeine helle Mehlschwitze oder Eier mit Milch und etwas Mehl verschlagen. Kartoffelplätzchen 14 Bfund Kartoyfen., 2 Eklöffel Mebl. ein Et, Salz ohen Kartoffell reiden, das Wasser abgießen, die übrigen Jutaten untermengen, backen. Dazu Obst oder Salat. 2 Januar 1937 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Seite 27 Jugend. Mug Jugend an die Front! Der Führer hat das deutsche Volk auf dem Reichsparteitag der Ehre zum 2. Vierjahresplan aufgerufen. Wie immer folgte das deutsche Volk dem Führer mit einer Begeisterung und Treue, wie man sie auf der Welt wohl nur einmal antreffen kann. Es ist selbstverständlich, daß die deutsche Jugend gerade in diesem Falle von ihrem Recht und ihrer Pflicht Gebrauch macht, immer dort an erster Stelle stehen zu dürfen, wo um das Wohlergehen und den Aufstieg der Nation gekämpft wird. Bei der Jugend wird immer der Wille zur Leistung und zur Tat von ausschlaggebender Bedeutung sein. So wird die Jugend den 4. Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend als ein Bekenntnis zur Leistung und somit als Bekenntnis zum Vierjahresplan auffassen. Jeder Junge und jedes Mädel wird seinen Leistungswillen durch seine Teilnahme unter Beweis stellen. Wenn in diesen Wochen die Werbetrommel gerührt wird und zur Meldung zum Reichsberufswettkampf 1937 aufgefordert wird, dann wird dieser Ruf auch bei der Landjugend gehört werden. Es ist heute nicht mehr notwendig, auf den Sinn und die Bedeutung des Reichsberufswettkampfes hinzuweisen. Er ist bereits in den drei Jahren seines Bestehens der Jugend zur unbedingten Pflicht und Notwendigkeit geworden. Hier stellt sie jährlich vor der ganzen Nation, ja vor der ganzen Welt ihren unbändigen Willen zur Leistung unter Beweis. In diesem Jahre wird sie aller Welt zeigen, welch ungeheurer Unterschied zwischen dem kulturzersetzenden, alles niederreißenden Bolschewismus in Rußland und dem neuen Deutschen Reich und seiner Jugend besteht. Während in dem Sowjetparadies die Jugend verkommt und verhungert und durch den jüdischen Bolschewismus in Spanien die beste Jugend auf bestialische und teuflische Art abgeschlachtet und gemartert wird, während in Rußland die Bauern auf ihren Feldern vor Hunger zusammenbrechen und die Arbeiter unter der Knute des„Stachanowsystems“ ausgebeutet werden, arbeitet und marschiert in Deutschland eine Jugend, die froh und freudig in die Zukunft blicken kann, die ihrem Führer dankbar ist, daß er Deutschland und somit sie selbst aus dem Elend herausgerissen und vor dem Abgrund bewahrt hat. Diese Jugend ist bereit, den Dank an den Führer nicht nur in Worten, sondern in Taten abzustatten. Der schönste und größte Dank kann nur der sein, täglich unsere ganze Kraft für Deutschland einzusetzen. Die Welt wird in diesem Jahre erkennen müssen, daß die deutsche Jugend freiwillig zur höchsten Arbeitsleistung bereit ist, weil sie weiß, daß nur der Einsatz aller Kräfte uns unserem gemeinsamen Ziele näher bringt. Die geschlossene Teilnahme der deutschen Jugend am Reichsberufswettkampf 1937 wird und soll der Welt zeigen, daß ein neues, starkes und einiges Geschlecht heranwächst, das sich zum Ziel gesetzt hat, durch Arbeit und Leistung ihr gemeinsames Vaterland stark und frei zu machen. Die jüdische Emigrantenpresse, die immer noch zu behaupten wagt, daß die deutsche Jugend nur ungewollt und gezwungen ihren Dienst in der Hitlerjugend verrichte, wird durch dieses gewaltige Bekenntnis der deutschen Jugend Lügen gestraft werden. Für uns gibt es nur einen Zwang, unsere innere Verpflichtung, alles für Deutschland herzugeben Die Welt weiß heute, daß Deutschland wieder stark dasteht, sie weiß, daß eine starke Wehrmacht und Luftwaffe wieder über Deutschland wacht. Sie wird aber auch erkennen, daß eine Jugend, die bereit ist, in der Arbeit höchste Leistungen zu vollbringen, genau so freudig und mit demselben Idealismus ihren Dienst in der Wehrmacht verrichten wird, um, wenn es notwendig sein sollte, auch in der Lage zu sein, die Früchte ihrer Arbeit verteidigen zu können. Deshalb, Kameraden und Kameradinnen der westfälischen Landjugend, darf keiner abseits stehen Alle müssen wir uns in diesem Jahre am Reichsberufswettkampf beteiligen. Alle Jungens und Mädels bis zum 21. Lebensjahr melden sich sofort bei ihrem Ortsjugendwart oder ihrer Ortsjugendwartin. Es heißt am 13. März 1937 zu beweisen, daß wir an der Spitze marschieren, wenn es gilt, ein Bekenntnis für Deutschland und Adolf Hitler abzulegen. Für die westfälische Landjugend heißt die Parole der kommenden Wochen: Jugend an die Frontl Landjugena, herhören! Das Bauerntum im deutschen Osten ringt einen schweren und harten Kampf um die Reinerhaltung des deutschen Blutes. Um dem kommenden Bauerngeschlecht den Mut und die notwendige Kraft für diesen Kampf zu geben, ist es notwendig, daß die ostpreußischen und oberschlesischen Bauernjungen und mädel in ihrer Jugend einmal innerdeutsche oder westdeutsche bäuerliche Verhältnisse kennenlernen. Wo und wann bestände hierzu eine bessere Möglichkeit als im Landjugendaustausch des Reichsnährstandes! Die Jugend erweitert und vertieft nicht nur ihre beruflichen Kenntnisse, sondern lernt auch andere Gegenden und Menschen kennen und kehrt nach Abschluß der Austauschzeit wieder in ihre Heimat zurück mit neuem Glauben und neuer Kraft für den Grenzkampf im Herzen. Westfälischer Landjunge oder Landmädel, willst du deine Weiterbildung nicht einmal im Landjugendaustausch im bedrohten Osten durchmachen. Du bildest dich, was die Hauptsache ist, beruflich weiter, mit neuen Fachkenntnissen kehrst du auf den elterlichen Hof zurück. Du lernst aber auch den Kampf an der Grenze kennen und lernst die Menschen lieben, die sich dort für Deutschland einsetzen. Dein Austauschkamerad aber sammelt in deiner Heimat bei deinen Eltern Kraft für seinen weiteren Kampf für das Deutschtum. Wenn du ein ganzer Kerl bist und willst dich zum Landjugendaustausch melden. dann tausche für einige Zeit mit einem Kameraden von Ostpreußen oder Oberschlesien. Melde dich heute noch bei deinem Ortsjugendwart zum Landjugendaustausch. Alle Jungen und Mädel im Alter von 14 bis 21 Jahren nehmen am Reichsberufswettkampf teil. Melde dich sofort bei deinem Ortsjugendwart! Seite 28 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen 2. Januar 1937 Wir bauen uns Sportgeräte Der Winter stellt uns bei der Ausführung der Leibesübungen vor eine Schwierigkeit, die aber auch zu überwinden ist. Bei schönem Wetter und am Tage kann man zwar noch im Freien volkstümliche Uebungen und die großen Kampfspiele und ähnliches betreiben, aber bei schlechtem Wetter muß man einen Raum, sei es eine größere Halle, ein Saal oder auch nur eine Scheunendiele, benutzen. Hier kann eigentlich nur eine gymnastische Körperschulung betrieben werden, da die Anschaffung von Geräten oft zu kostspielig ist. Da kann man sich aber helfen. Vorliegende Anregungen, die in langjähriger Praxis gewonnen wurden, sollen ein Wegweiser sein, wie man sich mit etwas Geschick selbst weiterhelfen kann. An diesen selbsterbauten, primitiven Geräten für die Halle und auch für Leibesübungen im Freien hat man, weil sie selbst erbaut sind, bald mehr Freude als an den kostspieligen und mit allen technischen Neuerungen ausgerüsteten Geräten. Diese Anregungen haben keinen Anspruch darauf, alle Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben, sondern sie sollen nur den Weg weisen, eine Grundlage chaffen, von der aus man selbst schöpferisch weitergestalten kann. Lange Winterabende kommen und können durch das Selbstbauen von Geräten nutzbringend ausgefüllt werden. Ist erst einmal der Anfang gemacht, wird jeder begeistert weiterbauen und noch neue Möglichkeiten finden. Matten Für das Bodenturnen(z. B. den Hechtsprung) brauchen wir als einziges Gerät eine Matte. Ohne weiche Unterlage kommt man schlecht aus. Für die Selbstherstellung stehen verschiedene Wege offen. Man kann alte Pferdedecken über Stroh decken. Strohsäcke stopfen, alte Bettmatratzen nehmen, Sägemehl oder Torfmull als Unterlage benutzen. Wir wollen uns eine Matte aus alten Säcken herstellen. Vier Die Hechtrolle. Ader Borscht Bungensl Nar aon eine weiche Unterlage(he Die Leiter— ein herrliches Turngerät Aufn.— (alte Zeitungen und Zeitschriften) zwischen zwei Lagen Holzwolle oder Heu oder Stroh mit Hobel= oder Sägespänen vermischt. Die Matte soll eine Durchschnittsdicke von sieben Zentimeter haben. Nun wird die letzte Seite der Matte mit Stichen von außen verschlossen. Damit die Füllung nicht verrutscht, wird die Matte in der Längs= und Querrichtung in Abständen von ca. 20 Zentimeter parallel zu den Rändern durchnäht, so daß die fertig gesteppte Matte in lauter Quadrate aufgeteilt scheint. Zur Erhöhung der Dauerhaftigkeit empfiehlt es sich. die fertige Matte mit einem zweiten Sacküberzug zu versehen, der leichter wieder zu erneuern ist, als die ganze Matte. An den Längsseiten werden je zwei Hängen angenäht und die Matte nach Gebrauch irgendwo an die Wand gehängt. große Säcke werden an den Nähten aufgetrennt, so daß vier große Flächen entstehen, die zu einem großen Laken zusammengenäht werden. Dieses Laken wird einmal der Länge nach zusammengenommen und an einer Schmal= und an der Längsseite von innen zusammengenäht. Es entsteht also wieder ein großer Sack. Als Füllung eignen sich verschiedene Dinge. Am zweckmäßigsten ist eine Lage geknülltes Altpapier z. Januar 180. Wochenblatt der Landesbauernschaft Westsar Seite 29 Der Medizinball Die Arbeit mit dem Medizinball macht sehr viel Freude. Durch die Uebungen wird vor allem die Rumpfmuskulatur gut ausgebildet, Ausdauer, Mut und Geschicklichkeit werden gefördert. In vielen kleinen Orten wird allerdings der Medizinball sehlen und der zu hohen Kosten wegen nicht angeschafft werden können. Wir fertigen uns einen Ball an ohne große Ausgaben. Aus derbem, möglichst festem Stoff(Zeltbahn, alte Wagenplane oder ähnlicher Stoff) werden acht ovale Streifen 47 Zentimeter lang und 12 Zentimeter breit geschnitten. Alle Ovale werden, von den Spitzen her beginnend, aneinandergenäht, und zwar so weit, bis die halbe Ballhülle entstanden ist. Weiter benötigen wir einen Beutel mit 5 Pfund Sand, 4 Säcke, die zu Streifen von 5 Zentimeter Breite zerschnitten werden, weiterhin Heu, Stroh oder Holzwolle. Jetzt beginnen wir den Ballkern zu arbeiten. Der Beutel mit Sand wird mit einer Lage Holzwolle, Heu oder Stroh umgeben, dann wickeln wir ganz fest mehrere Sackstreifen herum, bis nichts mehr von der Holzwolle zu sehen ist. Es wird nun abwechselnd soviel Holzwolle, Stroh oder Heu und dann wieder Sackstreifen herumgetan, bis die gewünschte Ballgröße erreicht ist, bis also dieser Ballkern in die halbfertige Hülle stramm hineinpaßt. Dann werden die Ovale weiter zusammengenäht, möglichst von innen. Die letzten Stiche werden natürlich von außen genäht werden müssen. Dort, wo die Ovale zusammenstoßen, also oben und unten, werden zwei kleine kreisrunde Stücke aus demselben Stoff wie die Ovale, übergenäht, und der Ball ist fertig. Ist solcher Ball nach längerem Gebrauch etwas schlaff geworden, wird an einer Naht etwas Stoff nach innen umgeschlagen und eine neue Naht gemacht, und der Ball ist wieder straff. In letzter Zeit ist als mitnehmbarer Medizinball auf Wanderungen und als billiger Ball auf dem Lande der Sandsack aufgekommen. Vorteilhaft ist, daß das Gewicht stets verändert werden kann. Am besten verwendet man zunächst einen mit Stahlstaub oder ähnlich schwerer Masse gefüllten Beutel in Scherwolle oder in Seegras eingehüllt. Diese Herstellungsart ist insofern vorteilhaft, als ein Platzen des Balles unmöglich ist, während bei nur mit Sand gefüllten Säcken diese Gewähr nicht gegeben werden kann. Die Hülle wird auch hier am besten aus Segeltuch oder starkem Sackleinen zugeschnitten. Landjugend=Winterlager der NJ. Im Laufe dieses Winters werden von der HJ. gemeinsam mit dem Reichsnährstand Winterlager für die Landjugend durchgeführt. Gegenüber der städtischen Jugend, die ihre Lager in den Sommermonaten während ihrer Freizeit durchführen kann, war die Landjugend bisher im Nachteil, da sie in dieser Zeit immer restlos in die Arbeit eingesetzt war. Diese Tatsache bestimmte den Beauftragten des Reichsjugendführers beim Reichsbauernführer, Oberbannführer Bofinger, die Durchführung des Winterlagers der Landjugend möglich zu machen. Die Lager finden in den Gebieten Nordmark, Nordsee, Niedersachsen, Westfalen sowie im Rheinland, in Württemberg, Bayern und in der Kurmark statt. Sie stehen alle unter Leitung eines HJ.=Führers. Zweck der Lager ist: körperliche Ertüchtigung, agrarpolitische Schulung und Bearbeitung von Fragen der Gemeinschaftsgestaltung. In den Lagern, die sowohl für Jungen wie für Mädel eingerichtet werden, sollen in diesem Jahr zunächst 10 000 junge Menschen zusammengezogen werden. Versuche, die im vergangenen Winter in Schleswig=Holstein gemacht wurden, hatten hervorragende Ergebnisse. Deshalb haben alle interessierten Stellen in großzügiger Weise für die Durchführung sich zur Verfügung gestellt, vor allem ist die Unterstützung der NSV. zu erwähnen. An den Lagern, deren besondere Bedeutung durch die Uebernahme des Protektorats durch den Reichsbauernführer R. Walther Darré gekennzeichnet wird, sollen sowohl Jungbauern als auch Kleinbauern= und Landarbeiter=Jugend teilnehmen. Silbenrätsel Aus den Silben: a. a. dar, de, de, de, di, dos. dron. e, el. em. en. es, eu, ga, gen, goll, han, her, hi, horn. i. i. is, it, a. la. le. lew, li. me, mil. mo, muk, mur. na, nas. ne. pen. phi. po. ra. ran, re, rew. schan, se, se, ster, tel. ti, tro. trot. tur. us. wei. wei, wes, zi sind 28 Wörter zu bilden, deren Anlangs- und Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, ein schwedisches Sprichwort ergeben. Die Wörter bedeuten: 1. Baum, 2. Reiterabteilung. 3. Heiligen. 4. Musikstück. 3. Nebenfluß der Havel, 6. Stadt in Persien. 7. frühere deutsche Stadt, 8. Stadt in Nordamerika, 9. Titelheldin bei Goethe, lo. Dickhäuter, 11. Stadt in Pommern. 12. weiblichen Vornamen. 13. Brunnen, 14. Gewässer. 15. Nebenflußt der Aare, 16. Hochebene in Asien. 17. Gouvernement und Stadt in Ruflland. 18. Neger. 19. Gespenst. 20. Festkleidung. 21. männlichen Vornamen, 22. einfältigen Menschen, 23. Gottesdienstordnung, 24. Nebenfluß des Bug, 25. Insekt. 26. Hafenstadt in Persien, 27. Halbmesser, 28. Trockenvorrichtung. Dreisilbig 3 wird nach 1 und 2 vom Bauersmann gemessen. 4. 2. 3 als Arzt und Menschenfreund unvergessen. Kreuzworträtsel Waagerecht: 1 Lebenssaft. 3. Haustier, 5. niederländischer Maler. 8. Kleidungsstück, 10. Ruhepause, 12. Nebenfluß der Elbe. 14. Nebenflufl des Rheins, 16. hollandischer Maler. 17. griechische Göttin. 18. Steinkohlenprodukt. 20. Schluflwort. 22. Heldengedicht, 23. belgischer Maler und Bildhauer des 19./20. Jahrhunderts, 24. Nagetier, 25. Zahl. Senkrecht: 1. Getränk, 2. Seide, 3. Kante, 4. Stadt in Ostfriesland, 6. Berg in den Salzburger Kalkalpen, 7. italienischer Maler, 9. Teil des Hauses, 11. Reihe, 13. zauberkräftige Tonfigur, 14. indische Münze, 15. Insel an der französischen Westküste. 18. Bauwerk, 19. Papiermaß, 20. nordische Götter, 21. Marschall Napoleons I. Auflösungen aus Folge 50: Zerlegungsrätsel. 1. Armee— Grat. 2. Dan— Vale, 3. Ornat— Od. 4. Latte— Nar, 5. Fant— Leid, 6. Leiter— Uebung, 7. Urne— Trave, 8. Dur— Zange, 9 Wien— Ort. 10. Inn— Wade. Anfungsbuchstaben=„Adolf Ludwig von Lützow“ (gestorben 6. 12. 1834). Reinlichkeit erhält den Leib. Brause, sauber. Leiterrätsel. a) Sprossen: 1. Datum, 2. Loden, 3. Verne. b) Holme:„Adolf von Menzel"(geboren 8. 12. 1815). e. ne, nie, no, not, now. pa, pe, Ciplehlenswerte cinkaussquellenin den Kreisbauernschaften Bielefeld, Halle und Herford Belefela Gegr. 1880, Fernruf 170, Niedernstr. 29.21 Aussteuern, Hochzeits- und Gelegenheits-Geschenke Porzellan, Glas, Kristall, Bestecke Bielefeld, Bahnhofstraße 2 WAAELING Hotel Vereinohaus Bielefeld, Bahnhofstraße 39 der deitachen E an Kartofteln. Obsl und Gemüse innerhalb der Kreise Minden. Lübbecke Herlord. Bieleleld. Halls. Bezirk Süterslah und des Landes Lippe sind der Bezirksabgabestelle 1 Bielefeld oder deren Zweig- bezw. Sammelstellen in Herford. Minden. Spenge. Halle Eütersloh. Lemge bezw. deren Annahmestellen Otto Lorenta- Bieleleld Zimmerstr.(Herforder Str.-Ecke— Fernspr. 4712 u. 4713 Sämtliche Handelsdünger Futtergetreide— Viehsalz— Toristreu— Torfmull OBetbäume und Beecensträücher Gebr. 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Anbaugüter, empftehlt sich August Reckmeyer Gartnisch bei Halle Teppiche u. Dekorationen SHIIEGA dauechgene Veten Lertense g 1055 Ständige Ausstellong N...... Gehrenberg 26 Komturstraße 24 2. Januar 1937 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Seite 81 Keine Erhöhung der Preise für Futtersaaten Von den mit der Saatgutversorgung beauftragten Stellen des Reichsnährstandes wird der Samenhandel immer von neuem energisch darauf hingewiesen, dafl er zunächst für die Abnahme und Unterbringung der deutschen Futtersaaterzeugung Sorge zu tragen hat, bevor bei dem einzelnen Artikel Möglichkeiten zur Einfuhr geschaffen werden können. Die Lage hierbei ist natürlich bei den einzelnen Fruchtarten im Zusammenhang mit dem Gesamtbedarf verschieden. Man kann aber vom Handel die Erfüllung dieser Aufgabe nicht allein erwarten, sondern die erzeugenden Bauern und Landwirte müssen zunächst dadurch, daß sie mit ihrem Ernteanfall an den Markt kommen, überhaupt erst einmal die Vorbedingung hierzu schaffen. In letzter Zeit wird von dem Samenhandel, der in den Erzeugergebieten ansässig ist, Klage darüber geführt, daß ein großler Teil der Erzeuger nicht gewillt ist, einen Verkauf seiner Saaten vor.Februar nüchsten Jahres durchzuführen. Dieses Zurückhalten der Ware geschieht scheinbar in der Hoffnung, dast späterhin höhere Preise bewilligt bzw. die vom Reichsnährstand für die diesjährige Ernte festgelegten Preise eine Heraufsetzung erfahren würden. Diese Annahme in Erzeugerkreisen mußl als durch nichts erechtfertigt klargestellt werden. Eine Erhöhung der estgelegten Preise ist auf keinen Fall beabsichtigt. da dies die erforderliche ruhige Abwicklung des Saatenmarktes ganz empfindlich stören würde und außerdem auch keine Veranlassung dazu gegeben ist. Die in den Anordnungen für die deutsche Erzeugung festgelegten Preise wurden zu einer Zeit veröffentlicht, als man sichere Anhaltspunkte für den Umfang der diesjährigen deutschen Erzeugung hatte. In der Gestaltung der Preise kam der diesjährige Ernteausfall zum Ausdruck. wobei natürlich berücksichtigt wurde, daft man nicht nur den Interessen der Erzeuger, sondern auch denen des Verteilerstandes und der Verbraucher gerecht werden mustte. Man sollte meinen, daß langsam alle Kreise eingesehen haben, dast heutzutage die Vertretung der Interessen einer einzelnen Gruppe nicht mehr am Platze ist. Auf dem letzten Reichsbauerntag und bei der Verkündung des Vierjahresplanes wurde zur Genüge auf diese Dinge aufmerksam gemacht. Allen Erzeugerkreisen und Händlern. bei denen in gleicher Weise die oben bezeichneten Miststände zutage treten, mußt daher von vornherein die Hoffnung genommen werden, dast an dem Preisgefüge Aenderungen in irgendeiner Richtung vorgenommen werden. Abschließend ist noch darauf hinzuweisen, dafl nicht in jedem Jahr mit einem gleich guten Ernteausfall gerechnet werden kann. Man darf aber bei jeder landwirtschaftlichen Erzeugung niemals jedes Jahr für sich betrachten, sondern mußt vorangegangene Ernte mit wesentlich günstigerem Erfolge zum Ausgleich für einen knapperen Ernteausfall heranziehen. Es wäre bedauerlich, wenn die betreffenden Kreise erst dadurch zur richtigen Erfüllung ihrer Aufgaben gebracht werden müsten, daßt das Mittel einer künstlichen Marktbeeinflussung durch frühzeitige Einfuhr der betreffenden Art Anwendung finden würde, was ja gerade zum Schutz der deutschen Erzeugung vermieden werden soll. Kampf dem Verderb in der Mühle 1½ Milliarden beträgt jährlich unsere Einfuhr an Nahrungsgütern. ½ Milliarden verdarben bisher jährlich an Nahrungsmitteln.— Ein lohnendes Ziel. den Verderb zu bekämpfen! Um das Verderben von Nahrungsgütern auf ein Mindestmast zurückzuführen, müssen alle mithelfen. auch die Mühlen. Die im„Kampf dem Verderb“ aufzuwendende Arbeit und Sorgfalt und auch die Kosten machen sich für die einzelne Mühle reichlich bezahlt. Ordnung. Sauberkeit, gute Instandhaltung der Läger wie auch der Maschinen, zweckmäflige Einrichtung sind zweifellos erfolgversprechende Grundlagen im Kampf dem Verderb: erade in der Mühle sind die Verluste, die vornehmlich durch erstaubung. Witterungseinflüsse, Bakterien. Insekten, Mäuse und Ratten verursacht werden. ziemlich beträchtlich. Entsprechend den Schadensursachen müssen die Bekämpfungsmittel gewählt werden. Gegen Verstaubung dienen am besten einwandfrei arbeitende Reinigungs- und Müllereimaschinen, dichte Saugund Filteranlagen, dichte Mehlkammern sowie geeignetes Sackmaterial. Ungünstigen Witterungseinflüssen begegnet man durch luftige Speicher und Lager. Eine Trocknungsanlage leistet zweifellos bei feuchtem Getreide die besten Dienste. Wo diese nicht vorhanden und auf deren Anschaffung aus finanriellen Gründen verzichtet werden muft, darf das feuchte Getreide nicht zu hoch gelagert werden, es mufl öfters umlaufen uder umgeschaufelt werden, um seine Erhitzung und deren Folgen(Mengen- und Qualitäts-Minderung und letzten Endes Total-Verderb) zu vermeiden. Trocenes Getreide must natürlich ebenfalls laufend. besonders in den wärmeren Frühlingsund Sommermonaten, unter daueruder Temperaturkontrolle stehen. Die Fabrikate bedürfen besonders bei längerer Lagerung dauernder Aufmerksamkeit. Auch hier genügt meistens luftiges Lagern des Mehles, das nicht zu feucht gemahlen sein darf. um Schäden zu verhüten. Tierische Schädlinge beseitigt man zweifellos am intensivsten mittels regelmäßtig vo zunehmender Durchgasungen, wodurch auch die Eier aller Schädlinge abgetötet werden. Eine jährlich vorgenommene Durchgasung des gesamten Betriebes durch eine behördlich zugelassene Schüdlings-Bekämpfungs-Gesellschaft genügt, um den Betrieb von Bakterien. Insekten und Nagern frei zu machen. Aber auch Teil-Durchgasungen bringen bereits nicht zu unterschätzende Erfolge. Reinlichkeit in der Mühle, besonders regelmäßige Säuberung der Elevatoren. Gurten, Schnecken und Mehlkammern. verhindert eine ruhige Fortentwicklung der tierischen Schädlinge und beugt wenigstens deren schlimmsten Folgen vor. Die gute Instandhaltung und zweckmällige Anordnung der Müllerei-Maschinen. Elevatoren und Rohre vermeidet unnötige Schanzerei, die stets mit Verlusten verbunden ist. Wenn vorstehende Ausführungen auch nicht jeden in Mühlenbetrieben vorkommenden Verderb behandeln, so sollen sie unter Hinweis auf die hauptsächlichsten Schadensursachen Anregungen zu ihrer Bekämpfung geben. Gegenwartsaufgaben der deutschen Zuckerwirtschaft Die deutsche Zuckerwirtschaft hat im landwirtschaftlichen Sektor schon vor dem Kriege eine Sonderstellung eingenommen. Es wurde nidit nur das deutsche Volk mit Zucker versorgt, sondern darüber hinaus ein erheblicher Teil des Weltmarktes mit Zucker beherrscht. Da nun bei den heutigen Weltmarktpreisen eine Ausfuhr unmöglich ist. auf der anderen Seite aber die gleiche Flächeneinheit an Zuckerrüben das zwei- bis dreifache an Nahrungswerten hervorbringt als z. B. Hafer oder Gerste, und ferner der Anbau von Zuckerrüben zur Bodenverbesserung beiträgt, ergibt sich die Frage, wie wir den Zucker bzw. die Zuckerrüben, die früher für die Ausfuhr angebaut wurden, in die deutsche Ernährungswirtschaft einschalten können. Die Antwort hierauf gibt G. Behrens, Berlin, in Heft 1 der„Mitteilungen für die Landwirtschaft“ 193 (Reichsnährstand Verlags-Gesellschaft m. b. H., Berlin SW 11). Seite 32 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Januar 1937 Holzpreísbericht Nr. 4 der Provinz Westfalen für die Zeit vom 1.-14. 12. Rzpresber33 MD. 10 18.95 RM je Elchenstammholz Güteklasse B (mittlere Qualität) Güteklasse B (sehr langschaftig) I. Reglerungsbezirk Münster — 13.00 RM. 24.00 RM. — 36.00 RM. — 47.00 RM. — 59.00 RM. Anfuhr Sägewer e Im eIm e Im e Im im ca 13.00 RM. je Im — 26.00 RM. le fm — 39.00 RM. je Im 51.00 RM. je Im 61.00 RM. je im Anfuhr 4.00 RM., Kl. 1 15—19 cm MD. Kl. 2 20—29 om MD. Kl. 3 30—39 cm MD. ca. 180(m Kl. 4 40—49 em MD. Kl. 5 50—59 am MD. Freihändiger Verkauf. Preis ab Weld gefällt. 7 km= 5.00 RM. je Im. Eichenstammholz Kl. 1 15—19 em MD. Kl. 2 2029 em MD. Kl. 8 30—39 om MD ca. 100 im Kl. 4 40—49 em MD. Kl. 5 50—50 em MD. Freihändiger Verkauf. Preis ab Wald gefallt. Fracht 4.00 RM. je Im.RM m Eichenstammhol Kl. 4 40-49 em MD. Gütekl. A(Möbel- Kl. 5 50—59 cm MD. ca 30 fm— 100.00 RM. je Im und Furnierbols Kl. 8 90-90 em a 19000 BM. le im Freihändiger Verkauk. Preis ab Wald gefällt. Anfuhr Sägewerk 18 km 800-900 RMR Pappelstammholz Kl. 3—5, ca. 100 fm— 21.00 RM. je Im Freihändiger Verkauf. Preis ab Wald gefällt. Anfuhr ca. 7 km— Kieferngrubenstempelholz bis 8 cm MD. ca.— 9.80 RM. je fm Kieferngrubenlangholz über 8—19 cm MD. 280 fm— 1..80 R. je Freih. Verkauf. Preis ab Wald gefälkt, geschält und eingeschnitten. Essen ca, 110 km= 2.65 RM., Anfuhr ca. 8 km— 2.50—2.80 RM. je Im. Kieferngrubenlangholz 9—18 cm MD. 400 fm— 13.60 RM. je Essen 100 km= 2.47 RM., Anfuhr 2.5 km— ca. 1.65 RM. Kieferngrubenlangholz 1420 cm MD. 100 fm— 13.30 RM. je fm Essen 100 km= 2.47 RM., Anfuhr 6 km— ca. 2.00 RM. Eichengrubenlangholz 6—14 cm MD. 80 fm— 10.50 RM. je fm Essen 100 km. Anfuhr 2,5 km= 1.80 RM. Freihändiger Verkauf. Preis ab Wald gefällt und geschält. Lärchenderbstangen Kl. la 100 Stück— 0.60 RM. je Stück Kl. 2a 100 Stück— 1.50 RM. je Stück Kl. 2b 100 Stück— 1.80 RM. je Stück Oeffentlicher Verkauf. Preis ab Wald gefällt. Buchenbrennscheite üb. 14 cm D. m. R oben 70 rm= 8.00 u. 9.50 RM. Buchenbrennknüppel 7—14 cm D. m R. oben 52 rm= 4.50 u. 5.50 RM. Buchenbrennreiserkndppel 75 rm= 2.50 RM. Oeffentlicher Verkauf. Preis ab Wald gefallt. Eichenbrennknüppel 7—14 cm. D. m. R. oben 20 rm— 4.50 RM. je Freihändiger Verkauf. Preis ab Wald gefällt. II. Regierungsbesirk Minden und Land Lippe m Kl. 3 30—39 cm MD. 8,18 fm— 85.00 RM. Kl. 4 40—49 cm MD. 9,42 fm— 85.00 RM. Kl. 5 50—59 cm MD. 9,26 fm— 105.00 RM. Kl. 6 60—69 cm MD. 5,69 fm 135.00 RM. Freihändiger Verkauf. Preis ab Wald gefällt. Anfuhr 19 km. Eichenstammholz Kl. 1 unt. 20 em MD. 11.00 RM. Kl. 2 20—29 cm MD.— 18.80 RM. Kl. 3 30—39 cm MD. ca 280 fm— 27.00 RM. Kl 4 40—49 cm MD.— 36.20 RM. Kl. 5 50—59 em MD.— 46.00 RM. Preis ab Wald gefallt. Verladen 3.60 RM. Eichenstammhols Kl. 1 unt. 20 em MD. Kl. 2 20—29 em MD. Kl. 8 30—39 em MD. Kl. 4 40—49 cm MD. Kl. 5 50—59 em MD. Kl. 6 60—69 em MD. Kl. 7. 70—79 em MD. Freihändige Verkäufe. Preis ab Wald gefallt. 6 00: 7.00 und 7.00 RM. je fm. Eichenstarkholz Kl. 4 40—49 em MD. ca. € 57.50— 69.— RM. Môbelholz Kl. 5 50—59 em MD. 350 fm € 68.00— 80.50 RM (kein Furnierh.) Kl 6 60—69 em MD. 2 80.00—115.00 RM Preis ab Wald gefällt. Anfuhr 5.00—6.00 RM. Buchenstammholz Kl. 2 20—29 cm MD. 100 fm Güteklasse B Kl. 3 30—39 cm MD. 350 fm Kl. 4 40—49 cm MD. 240 Im Kl. 5 50—59 cm MD. 60 Im Kl. 6 60—69 cm MD. 10 fm Freihändiger Verkauf. Preis ab Wald gefallt 3.50 RM. Je fm. Eichenstammholz Güteklasse A, B Güteklassen gemischt Vorverkauf. geringere und mittlere Qualität ca. 700 fm Kl. 8 30—39 em MD. 10 fm Kl. 4 40—40 cm MD. 225(m Kl. 5 50—59 cm MD. 60 Im Kl. 6 60—69 om MD. 30 Im Freihändiger Verkauf. Preis ab Wald gefällt. 3.50 Rh. 1— 90 am M Kl. 8 30—39 cm MD. Kl. 4 40—49 cm MD). ca. 400 fm Kl. 5 50—50 cm MD. Kl. 6 60—69 cm MD. Freihändiger Verkaul. Preis ab Wald gefällt. Anfuhr Buchenstammhol Güteklasse C Buchenstammholz Güteklasse vorwiegend A — je fm — 16.65 RM. je fm — 18.90 RM. je Im — 19.80 RM. je Im Anfuhr 10—18 km— 14.50 RM. 19.00 RM. 2.00 RM. 25.00 RM, 28.00 RM. 7 km. Buchenstammhols Güteklasse A und B Schälware — 18.00 a. 14.00 RM. ca.— 15.00 u. 17.00 RM. 860— 18 00 u. 21.00 RM. Im— 20.00 u. 24 00 RM. 27.00 RM. Kl. 2 20—29 em MD.— 14.85 u. 15.00 RM. Kl. 8 30—39 om MD. ca.— 18.10 u. 19.50 RM. Kl. 4 40—49 cm MD. 630 € 21.40 u. 24.00 RM. Kl. 5 50—59 cm MD. fm— 24.80 u. 26.00 RM. Kl. 6 6060 cm MD.— 27.60 u.— RM. Freihöndige Verkäule. Preis ab Wald gefällt. Anfuhr ed. 4.50 1.00 RM. je fm. Kiefernstammhols Kl. la unt. 15 cm MD. (Durchforstung) Kl. 1b 15—19 em MD. Kl. 2a 20—24 em MD) Kl. 25 25—29 em MD. Kl. 8a 30—84 em MD.—— Vorverkäufe. Preis ab Wald gefällt. Anfuhr— 4.35 u. 8.00 RM. Kiefernstammhol Kl. la unt. 15 cm MD.— 12.50 RM. (Durchforstung) Kl. 1b 15—19 cm MD. ea. 300 fm— 14.50 RM. Kl. 2 2024 cm MD. 1850 R. Freihändiger Verkauf. Preis auf dem Stamm. Anfuhr werk 2.00 bis 3.00 RM. Kiefernstammhols Kl. 2a 20—24 cm MD.— 22.00 RM. Je Im (Durchforstung) Kl. 2b 25—29 em MD. ca. 200 fmn € 24 00 RM. Me Im K). 8a 30—84 em MD. € 26.00 RM. le im Kistenrollen von 16 cm Zopf aufwärte— 19.50 RM. le Im Freihändiger Verkaul. Preis frel SAgewerk. Fichtenstammhols Kl. 1 Mdlg. 6 m Mdzpf. 8 cm— 15.50 u. Kl. 2 Mdlg. 10 m Mdzpl. 12 co ca 800 fm Kl. 8 Mdlg. 14 m Mdxpf. 14 cm Kl. 4 Mdlg. 16 m Mdzpf. 17 em Kl. 5 Mdlg. 18 m Mdapf. 2 em Kl. 6 Mdlg. 18 m Mdapf. 30 cm Freihändige Verkäufe. Preis ab Wald. Anfuhr— 3.00 und 3.00 RM. je tm. Fracht zum Sägewerk— 4.50 und 4.00 RM. je fm. RM. — 17.00 u. 18.50 RM. — 20.00 a. 20,00 RM. 22.00 u.“* 00 RM. u. 00 RM. n. 23.00 RM. e Im e Im e im e Im e Im e Im e im e fm e im Anfuhr sur Bahn einschließlich 10.00;— u.— RM. je fm — 18.00; 20.50 u. 22.00 RM. 30.00; 28.50 u. 82.00 RM. — 40.00: 40 00 u. 42.00 RM. — 50.00; 50 00 u. 52.00 RM. — 57 00: 60.00 u. 62.00 RM. — 65.00;— u.— RM. Anfuhr Sägewer — 18.00 RM. - 15.50 RM - 18.50 RM 21.00 RM. - 22.00 RM. Anfuhr 12—13 km III. Eichenstammhoh Güteklasse B Reglerungsbesirk Arnaberg Kl. 1 unt. 20 em MD. 40(m Kl. 2 20—29 em MD. 55 fm Kl. 8 30—39 em MD. 45 Im Kl. 4 40—49 em MD. 10 Im 8.00 RM. 18.00 RM. 28 00 RM. 88 00 RM. e Im Im e Im Im Submission. Preis ab Wald gefüllt. Anfuhr 2,5 km— 2.50 RM. je Im. Buchenstammholz Kl. 2 2029 em MD 62 fm € 11.00 RM. le Im Güteklasse B Kl. 8 30—89 em MD. 166 fm € 13 00 RM. le Im Kl. 4 40—49 em MD. 124 fm € 15.00 RM. le Im KI. 5 50—59 em MD. 65(m— 18.00 RM. je im Freihändiger Verkauf. Preis ab Wald gefällt. Anfuhr 6—12 km Fichtenstammhols Kl. 1 Mdlg. 6 m Mdapf. 8 cm 1050 Im— 12.75 RM. Güteklasse B Kl. 2 Mdig 10 m Mdzpf. 12 em 3150 fm— 14.75 RM. Kl. 3 Mdlg. 14 m Mdzpf. 14 cm 2230 Im— 16.75 RM. Kl. 4 Mdlg. 16 m Mdapf. 17 cm 825 fm— 18 75 RM. Kl. 5 Mdlg. 18 m Mdapf. 22 em 150 fm € 20 75 RM. Kl. 6 Mdlg. 18 m Mdzpf. 30 cm 75 fm € 22.00 RM. Freihändiger Verkauf(Sammelverkauf). fuhr 6—12 km. Preis ab Wald gefallt. efm In Im Im AnFichtenderbstangen (Je Stück) Kl. 1a— 025 RM.; Kl. 2a- 0.M RM.; Kl. 3a— 0.84 RM.; KI. 3e € 1.40 RM.: Kl. 1a- 8.00 RM.; KI Kl. 1b- 0.89 RM., Kl. 25— 0.68 RM.; KI. 35— 1.07 RM.; Md- 1.65 RM. 1b— 8.50 RM.; KI. 2— Fichtenreiserstangen (je 100 Stuck) 4.50 RM.; KI. 3 Freihändiger Verkauf(Sammelverkauf). fuhr 6—12 km. Papierhols Kl. A über 14 em D. m. R. oben— 9.70 RM. je Kl. B ub. 10—14 em D. m. R. oben— 9.40 RM. je Buchenschichtnutzholz Rollen A 6b. 18 cm D.m.R. oben € 8.00 RM. je rm Fichtenschichtnutzholz Scheitholz Ub. 15 em D.m.R obes € 8.25 RM. je rm Fichtenbrennholz Knüppel über 7—14 cm D.m.R. oben— 2.20 RM. Je rm Freihändiger Verkauf(Bammelverkauf). Preis ab Wald gefallt. An fuhr 6—12 km. 4.50 RM.: KI. 8 € 8.50 RM.; KI. 4 € 18.00 RM. Preis ab Wald gefallt. An— 9.70 RM. je rm m Erfolgreiche Schweine-Aufzucht und Mast durch Bramblau-Beifütterung! Im Winter besonders wichtig, ersetzt den freien Auslauf, hebt die Widerstandskraft, bewirkt bessere Futterausnutzung. Seit 15 Jahren bewährt, zahlreiche Anerkennungen, einfache billige Anwendung. Lleferung durch: Packungen zu 10 Tabletten RM. 2.05 Paunen 100 Tabletten R. 1850 Chem. Fabrik und Seruminstitut„Bram“ GmbH., Berlin-Zehlendorf 7 2 Januar 1937 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Seite 33 Verarbeitung von Zuckerrübenschnitzeln in Brennereien Der Reichsminister der Finanzen hat am 19. 12. 1936 eine Verordnung erlassen, die im Deutschen Reichsanzeiger vom 21. 12. 1936(Nr. 297) veröffentlicht worden ist. Darin wird bestimmt: „Landwirtschaftliche und gewerbliche Brennereien, deren Brennrecht ganz oder teilweise für Korn(9 2 Abs. 4 BO) gilt, dürfen im Betriebsjahre 1936/37 ohne monopolrechtliche Folgen, insbesondere ohne Verlust des Brennrechts, Zuckerrübenschnitzel verarbeiten. Der in solchen Brennereien ganz oder teilweise aus Zuckerrübenschnitzeln hergestellte Branntwein ist auf der Grundlage des Grundpreises von 46 RM. für 1 hl Weingeist an die Reichsmonopolverwaltung für Branntwein abzuliefern, Die Genehmigung wird an die folgenden Bedingungen geknüpft: 1. Die Berechtigung zum Brennen der Zuckerrübenschnitzel ist durch einen Berechtigungsschein nachzuweisen, der von der Fachgruppe Kornbrennereien der Wirtschaftsgruppe Spiritusindustrie auf Grund einer Ermächtigung des Reichsund Preuflischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft auszustellen ist. Die Fachgruppe wird Abschriften der von ihr erteilten Berechtigungsscheine den zuständigen Zollämtern unmittelbar übersenden. 2. Es darf nur die Menge Zuckerrübenschnitzel verarbeitet werden, auf welche der Berechtigungsschein lautet. Die zuständigen Zollämter haben dem Reichs- und Preuflischen Minister für Ernährung und Landwirtschaft die Gesamtmenge der in ihrem Bezirk auf Grund der Berechtigungsscheine freigegebenen Zuckerrübenschnitzel und der hiervon verarbeiteten Zuckerrübenschnitzel für jeden Kalendermonat bis zum 7. des nächsten Monats, erstmalig zum 7. Februar 1937, unmittelbar zu melden.“ Wichtig für alle Viehverteiler! In der Zeit vom 1. bis 4. Januar 1937 wird durch die Fachschaft der Viehverteiler eine Erhebung eingeführt, auf deren Wichtigkeit an dieser Stelle besonders hingewiesen werden soll. Den Viehverteilern ist zu diesem Zwecke im Laufe des Monats Dezember ein Fragebogen der Fachschaft in zwei Exemplaren zugeleitet worden, dessen ordnungsgemäße, sorgfältige und fristgemäßle Ausfüllung jedem Viehverteiler zur Pflicht gemacht wird. Die Nicht- oder die nicht fristgemäße Einreichung des Fragebogens kann Anlaß zur Entziehung der Handelserlaubnis werden. Diejenigen Viehverteiler, welche nicht in den Besitz des Fragebogens gelangt sein sollten, werden hiermit darauf aufmerksam gemacht, daß die in Frage kommenden Formulare bei der zuständigen Kreisfachschaft in der Kreisbauernschaft angefordert werden können. Es wird auch an dieser Stelle im eigenen Interesse eines jeden Viehverteilers auf die sorgfältige und terminmäßlige Erledigung der gemachten Auflagen hingewiesen. Staubmaske Lungenschutz verhindert das Elnatmen v. Staub beim Dreschen und Kunstdüngerstreuen. 2.00 Mk., m. Brille 2.50 Mk. und 6 Eraatzlilter. Pondermann& Co., Hana(Rhle.) Maisarin(Melasse- Mischfutter) verbilligt die Mast und Aufzucht für Schweine u. Rindvieh. Gehalt: 21 23% Proteln und Fett Preise u. Fütterungsanwelsung durch Lehôlener& Rüter Werther. Fernruf 320 Lei Herenschüß andtelle amicae. belledonnee. copalel 45% Morse omplaatie. Pflester enthält die wirksemen Extrakte vo (Arnica), der Tollkirsche(Belladonna) und vom spePfetter(Capsicum). Arnice wirkt beruhigend, Bellaschmerzlindernd, Capsicum wärmespendend. Sie des ABG-Dflalter nur aufzulegen und schon beld versich seine milde Wörme. Nach einigen Stunden spüren Sie Underung der Schmerzen. Des Pflester soll nicht länger eis erforderlich angewendet werden, demit die Haut unnütz gerelzt wird. ABC- Dflaster ist nur in Apotheken z0 Kauft bei unseren Inserenten Gar.-Schein Bel Nichtgefall tausch oder Geld zurück Herrentaschenuhrm re36 siUnd. An-« an erwerk, verniek M 1.80 Versliberter Ovalbügel. vergoldeter Rand M 2.30 Nr. 5 Besseres Werk. fl. Form. M. 3.40 Nr. 6. Sorungd.-Uhr,3Deck., vergold. 4.90 Ni. 6b Dio., mit besserem Werk M. 7.40 Nr. 8 Armbanduhr m. Lederriemen 2.60 Nr. 8. Dto., kl Form, besser. Werk 4 €” Nr 90. Dto., Golddoublé, 1 Jabre 6ar. 1. Sehlen ADona, a Bonans d 390 Dio.. I. Herren, m. Lederband 6.90 Nr. 1461. OeschnitzteKuckucksuhr, Nr. 612. Monogramm-81 ring für Damen oder Herr. 18 kar. ver einschl. Ihr grammM. 1.10. Nr kette M.-25. Deppelkette, verroldet, M-70 Kapsel M.-25. guies Messingwerk, Nr. 642. Tischuhr. mod. Form. — 8-Tage-Werk, Eiche pollert, u10 en M. 8,—. Versand gegen Nachn. N. Hafaleg aratie I Z H H Vertrieb für Westfalen: August Stumpenhagen, Saatgutvertrieb Bad Pyrmont Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Sanuut 150. Seite 34 Fachschaften Vom Landesbauernführer ernannte Fachschaftsleiter: 2 45 Landesfachschaft Blumen- und Zierpflanzenverteiler im Reichsnährstand Landesfachschaftsleiter: Otto Dreidoppel, Münster, Ludgeristraße. Sprechtag: Jeden ersten Donnerstag im Monat, von 15 his 17 Uhr, auf der Gartenbauwirtschaftsverbandes Westfalen. Unna- König born. Kaiserstraße 80. Kreisfachschaftsleiter: Ahaus: Fritz Deus, Gronau. Burgstraßle 46 Altena: Christian Welteke, Halver Arnsberg: Hans Klapdor, Hüsten, Rinkhauserstraßle Beckum: Hermann Blömecke. Beckum, Lippweg Bielefeld: Albert Mahron, Bielefeld, Bahnhofstralle Bochum: Fritz Heckeroth, Bochum, Pieperstralle 10 Borken: Friedrich Remmen. Bocholt, Dietrichstrafle 5 Brilon: Franz Brünger. Niedermarsberg, Bahnhofstralle Büren: Wilhelm Krambrock. Salzkotten, Osternstralle Coesfeld: August Beuse jun. Coesfeld. Letterstrafle Dortmund: Hugo Thomas, Dortmund. Königswall 33 Ennepe-Ruhr: Wilhelm Nieland. Herbede-Ruhr. Hauptstralle 51 Herford: W. Breder. Herford, Adolf-Hitler-Wall 39 Höxter: Wilhelm Ewe, Höxter. Brenkhäuserstraßle Iserlohn: Paul Noll. Iserlohn. Unnaer Straßte 19 Lippe: Rudolf Jülicher, Detmold. Lange Strafte Lippstadt: Wilhelm Heck, Lippstadt. Mastholter Straste Lübbecke: Otto Rode. Lübbecke. Gartenstrafle 1 Lüdinghausen: Heinrich Entrup. Selm Meschede: Ferdinand Droste. Bestwig Minden: Erich Hillenkötter. Barkhausen. Porta Nr. 220 Münster: Ferdinand Fischer, Münster. Alter Fischmarkt 2 Olpe: Hermann Degenhard. Olpe, Franziskanerstrafle Paderborn: Heinrich Striewe. Paderborn. Neuhäuser Strafle Recklinghausen: Wilh. Fatzkemper, Recklinghausen. Königswall Siegen: Friedrich Heesen, Siegen, Fischbacherbergstrafle Soest: Adolf Vogt, Soest. Hiddingser Weg 17 Steinfurt: Alfred Dreßller, Borghorst, Emsdetter Strafle 4 Tecklenburg: Adolf Baier. Ibbenbüren, Großle Strafle Warburg: Christian Sauerland. Warburg, h. d. Mauer-Süd Warendorf: Heinrich Stockmann. Warendorf. Grüne Stiege 1 Wiedenbrück: Ludwig Witte. Gütersloh, Strengerstrafle Wittgenstein: Gustav Kohlstaedt. Laasphe Ausholzung und Verwertung von Nutzhölzern Nach einer Anordnung des Reichsforstmeisters können künftig von dem Anfall an Kiefernstammholz folgende Sortimente als.“ertholz" verkauft werden: 1. alle ausgesprochénen Schneideholz Langhölzer und Abschnitte: 2. diejenigen besseren Rundhölzer mit einem Mindestzopfdurchmesser von 30 cm und mehr ohne Rinde, die am unteren Ende ein mindestens 3 m langes, schneideholzartiges Stammstück haben: 3. ausgesprochene Dielungshölzer(Klasse 2a, 2b); 4. Rammpfähle, Telegraphenstangen und-masten. Es ist also bei richtiger Aushaltung des Holzes als Wertholz eine bessere Verwertung des Holzes gegeben. Dies gilt nicht nur für Kiefer, sondern auch für alle anderen Hölzer. Auch für diese ist die Möglichkeit einer Aushaltung als A-Holz, also als Wertholz, gegeben und sollte nach Möglichkeit ausgenutzt werden. Betrifft Herstellung von Mehl aus Roggen Durch eine Anordnung des Vorsitzenden der Hauptvereinigung der deutschen Getreidewirtschaft vom 11. 7. 1936 wurde die Herstellung von geringer ausgemahlenen Roggenmehltypen ais der Type 997 verboten, um angesichts der bestehenden Versorgungslage aus der für die Vermahlung zur Verfügung stehenden Roggenmenge möglichst grofle Mengen Roggenmehl herzustellen und um aus dem zur Ablieferung kommenden Kontingent einen ausreichenden Anteil für die Auffüllung der Lagerbestände zurückzubehalten. Diese Beschränkung der Ausmahlung gilt für jede Art der Mehlherstellung, also auch für den Fall. daß sich ein landwirtschaftlicher Erzeuger auf dem Wege der Lohn- oder Umtauschmullerei das für seinen eigenen Haushalt erforderliche Roggenmehl beschafft. Auch in der Lohn- und Umtauschmüllerei dürfen die Mühlen kein Mehl liefern. welches eine niedrigere Ausmahlung ais Type 997 aufweist. Stralbar macht sich daher jeder, der bei der Lohn- und Umtauschmüllerei von den Mühlen ein helleres ais das vorgeschriebene Roggenmehl verlangt. Das Roggenmehl Type 997 stellt das zur Herstellung eines einwandfreien Roggenbrotes allen Ansprůchen genůgende Roggenmehl dar. Es mußt daher erwartet werden, daß sich jeder der Wichtigkeit des Vorstehenden für die Sicherung der Brotversorgung der Bevölkerung bewuslt ist. beim Lohn- und Umtauschmüller für den gelieferten Roggen kein helleres. d. h. niedriger ausgemahlenes Roggenmehl als Type 997 verlangt und alles Erforderliche tut, um die Innehaltung der Ausmahlungsvorschriften auch bei der Lohn- und Umtauschmüllerei sicherzustellen. Lippische Landesbrandversicherungsanstalt öffentlicheVersicherungsanstalt Versicherungszweiget Geblude-Brandversicherung(Zwang), Inhalts-Brandversicherung, Einbruchdiebstahl-, Unfall- und Haîtpllichtversicherung usw. Die Anstalt ist eine der Regierung angegliederte Staatsanstalt mit eigener Rechtsfählgkeit und gesondertem Vermögen, sie ist lediglich zum gemeinen Nutzen unter Ausschluß von Erwerbszwecken tätig 2 Januar 1937 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Seite 30 Fichtenholz darf nicht als Grubenholz verarbeitet werden Nach einer Verordnung vom 17. Dezember darf— mit Ausnahme von Waldbesitzen, die kleiner als 25 ha sind— bis zum 30. September 1937 in Waldungen jeder Besitzart kein Fichtengrubenholz aufgearbeitet und verkauft werden. Das Verbot gilt nicht für die Erfüllung der beim Inkrafttreten dieser Verordnung laufenden Verträge über Fichtenrubenholz, sofern sie der Marktvereinigung der deutschen orst- und Holzwirtschaft, Berlin SW 11, Dessauer Straßle 2, innerhalb zehn Tagen nach Inkrafttreten der Verordnung angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Jeder Waldbesitzer, dessen Waldbesitz gröfler ist als 25 ha, ist verpflichtet. das bis zum 30. September 1937 anfallende Fichtenbrennholz über 7 cm Stärke, am dünnen Ende gemessen, soweit er es nicht für den eigenen Bedarf oder zur Erfüllung bestehender Forstberechtigungen und vor dem Inkrafttreten der Verordnung eingegangener Verpflichtungen benötigt. Verarbeitungsbetrieben von Papierholz oder von diesen beauftragten Händlern zum Kauf anzubieten. Die Verpflichtung entfällt, sofern in einheitlicher Abfuhrlage insgesamt nicht mehr als 35 rm Fichtenbrennholz eingeschlagen und aufgearbeitet sind. Führt ein solches Angebot nicht zu einem Kaufabschlufl, so sind diese Mengen der Marktvereinigung der deutschen Forstund Holzwirtschaft anzuzeigen, die Anweisungen hinsichtlich anderweitiger Verwertung erteilen kann. Ergeht eine solche Anweisung seitens der Marktvereinigung nicht binnen vier Wochen nach Eingang der Anzeige, so kann der Waldbesitzer über das Holz nach freiem Ermessen verfügen. Ausnahmen können von den Landesforstverwaltungen zugelassen werden, wenn die Verwendung zu anderen Zwecken als zur Herstellung von Zellulose oder Holzstoff einem dringenden wirtschaftlichen Bedürfnis entspricht oder wenn der Verkauf an Papierholz für den Waldbesitzer mit erheblichen wirtschaftlichen Nachteilen verbunden sein würde. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis und einer Geldstrafe bis zu 100 000 RM. oder mit einer dieser Strafen bestraft. Auch der Privatwald soll den Holzeinschlag verstärken Die Verordnung zur Verstärkung des diesjährigen Holzeinschlages gilt auch für den Privatwald mit Ausnahme der Waldbesitze unter 50 ha Gröfle, die von dieser Bestimmung befreit sind. Danach sind in der Zeit vom 1. Oktober 1936 bis 30. September 1937 in Waldungen jeder Besitzart 150 Prozent des Abnutzungssatzes einzuschlagen. In Waldungen, in denen ein auf einem Betriebswerk beruhender Abnutzungssatz nicht besteht. sind 150 Prozent vom jährlichen Durchschnitt der in den letzten zehn Jahren genutzten Holzmengen einzuschlagen. Die Landesforstverwaltungen können allgemein oder auf Antrag Ausnahmen von der Bestimmung des verstärkten Holzeinschlages zulassen. So werden u. a voraussichtlich solche Reviere, die durch stärkere Schneebruchschäden betroffen sind, von dem verstärkten Einschlag befreit werden können. Die Durchführung der Verordnung ist Sache der Landesforstverwaltung, die sich hierzu für die Privatwaldungen der Hilfe der forstlichen Dienststellen des Reichsnährstandes bedient.— Zuwiderhandlungen werden bestraft. Kampf gegen Krankheiten und Krankheitskeime der Milch Zur Gewinnung einwandfreier Milch und zur Erhaltung der einwandfrei gewonnenen Milch bedarf es für den Bauern zunächst einer genauen Beobachtung seiner Milchkühe, um Krankheiten fernzuhalten und Beanstandungen seiner Milch zu vermeiden. Dazu ist vor allem ein gut geschultes Melkpersonal erforderlich. das in der Lage ist, die sinnfälligen Veränderungen in der Milch, die durch die im Reichsmilchgesetz aufgeführten Krankheiten auftreten, zu erkennen und eine derartige Milch vom Konsum auszuschlieflen. Am sichersten aber fährt der Bauer. wenn er freiwillig regelmäflige bakteriologische Prüfungen der Milch in einem Tiergesundheitsamt vornehmen läftt. wie sie z. B. für Vorzugs- und Markenmilch in verhältnismäslig kurzen Spannen gesetzlich vorgeschrieben sind. Aber auch diese Prüfungen und alle Beobachtungen der Milch sind wertlos, wenn nicht auch bei dem Melken der Kühe und bei der Behandlung der zewonnenen Milch hygienisch verfahren wird. Sorgfültiges Melken gewährleistet die Cewinnung einwandfreier Milch und fördert auf der anderen Seite auch erheblich die Milchleistung. Die Milch-Sekretion ist im hohen Masle abhängig von einer Reizung, die das Euter von auflen trifft, von der Saugleistung des Kalbes oder der künstlichen Entleerung, der Melksaugleistung. Beim Saugen des Kalbes wird die Kuh im allgemeinen nicht gezwungen, das Letzte an Milch herzugeben, so daß auch infolge mangelnden Reizes eine geringe Produktion erfolgt. Dagegen kann durch sorgfältiges Melken, das am besten auch stets durch die gleiche Person besorgt wi d, die Milchleistung stark beeinflußt werden. Angesichts der mehr und mehr steigenden Bedeutung der Milch als Volksnahrungsmittel sollten sich alle einsichtsvollen Bauern der Wichtigkeit der Beobachtung dieser Ratschläge bewußtt sein, damit auf diese Weise nicht nur eine gute Milch gewonnen wird, sondern auch die Milch tunlichst lange vor dem Verderb geschützt bleibt. Schlachtviehpreise Die Preise enth. Fracht. Viehhofsgebühren, Umsatzsteuern. Händlergewinn Dortmund. 21. 12. Marktverlauf: Großvieh. Kälber und Schweine zugeteilt, Schafe mittel. Gelsenkirchen, 21. 12. Marktverlauf: Großvich und Schweine zugeteilt, Kälber lebhaft. Bochum. 21. 12. Marktverlauf; Rinder und Schweine zugeteilt, Kälber mittel Essen. 21. 12. Marktverlauf: Rinder, Schafe und Schweine rugeteilt. Kälber mittel. Kennzahlen der Großhandelspreise Veränderung (1913— 100) 2. Dezember 9. Dezember I. v. H. Pflanzliche Nahrungsmittel.. 112,7 112,7 0,0 Schlachtvieh 86,7 86,7 Vieherzeugnisse.... 1105 110 Futtermittel 1053 1052—0 Agrarstoffe zusammen 103.6 103.6 Kolonialwaren 861 304 Eisenrohstoffe und Eisen.. 102.6 102,6 0.0 Metalle(außer Eisen 57.9.1 Textilien 91.6 91.6 0.0 Häute und Leder.. 73,5 73.6+ 0.1 Chemikalien*) 1022 102 Künstliche Düngemittel... 64.8 64.8 00 Kraftöle und Schmierstoffe.. 94,6 102.9+ Kautschuk 17.3 18.2+ Papierhalbwaren und Papier.*) 102.4 102.4 0.0 Baustoffe 115,7 115.7 Industr. Rohstoffe u. Halbw. zus. 95.5 95.8+ 0.3 Produktionsmittel 113.2 113,2 0.0 Konsumgüter..*) 130.5 130.5 0.0 Industr. Fertigwaren zusammen*) 123.0 123.0 0.0 Gesamtkennzahl 104,7 104,8+ 0.1 *) Monatsdurchschnitt November.—*) Berichtigt; die Kennzahlen für die Stichtage ab 7. Oktober und für den Monatsdurchschnitt Oktober und November 1936 lauten 102,4.—*) Berichtigt auf Grund nachträglich eingegangener Preismeldungen. Die Kennzahl der Großhandelspreise stellte sich für den 9. Dezember auf 104.8(1913= 100). Gegenüber der Vorwoche hat sie sich leicht(um 0,1 v. H.) erhöht. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen. daß die Preise für einige Einfuhrwaren(Kaffee, Kakao, Rindshäute, Kautschuk) angezogen haben. Daneben wirkte sich die am 5. Dezember in Kraft getretene Erhöhung der Preise für Benzin und Benzol aus. Die Preise der Nichteisenmetalle Kupfer, Blei, Zink, Zinn sind zurückgegangen. Die Kennzahlen der Hauptgrupnen lauten: Agrarstoffe 103.6(unverändert), Kolonialwaren 86.4(+ 0.3 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 95.8(+ 0.3 v. H.) und industrielle Fertigwaren 123.0(unverändert). Marktbewegung 8. Januar 1937: 93. Zuchtviehversteigerung der Westfällschen Herdbuchgesellschaft für die Zucht des schwarz-weißen Tieflandrindes in Hamm. 12. Januar 1937: Milchviehversteigerung der westfälischen Provinzlalviehverwertungsgenossenschaft Münster. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen-Direktion über den Großhandel in den Zentral-Markthallen in Berlin vom 28. Dezember 1936 Ohne Verbindlichkeit (Für Erzeuger: Von den Preisen sind in Abzug zu bringen: Fracht, Spesen und Provisionen bzw. Verdienstspanne Spitzenpreise nach oben und unten bleiben bei den Preisnotierungen unberücksichtigt Geflügel(Preisausschuß für Schlachtgeflügel des Eierwirtschaftsverbandes Kurmark): Hühner, hiesige I, je kg 1.80 RM.: hiesige II 1.50 RM.: ausländische I 1.70 RM.; ausländische II 1.40 RM.: Poulets, ausländische 1 1.70 RM.; ausländische II 1.50 RM: Hühner. hiesige, junge 1.80 RM.; Hähne, hiesige 1.30 RM.: Gänse I 2 RM.; Gänse II 1.80 RM.: Hamburger Enten 2.40 RM.: hiesige I 2 RM.: hiesige H 1.60 RM.; ausländische 1.60 RM.: Puten. hiesige 1.80 RM.: ausländische 1.50 RM.: Tauben. hiesige. Junge I. Stück O.90 RM.: alte I. Stück 060 R. Eier(Deutsche Handelsklasseneier, I G. 1, vollfrische Eier), je Stück: S. 65 g und darüber 123 Pfg.; A. unter 65—60 g 113 Pfg.; B. unter 60—55 g 103 Pfg.; C. unter 55—50 g 10 Pfg.; D. unter 50—40 g 9% Pfg. — II. G.(frische Eier): S. 65 g und darüber 12½ Plg.; A. unter Pie. B. unter 60-35 g 104 Plg.; O, unter 66 50 g 95 Lebende Fische: Aale. groß, 2—3 Pfd., je 50 kg 130—140 RM Schleic. unsortiert 90—100 Rh., extra groß. über 1½ Pfd. 70—75 RM groß, 300 g bis 13 Pfd. 70—75 RM.; Portionsschleie. 200—300 g 112120 kleinste 75—80 RM.: Hechte, extra groß. über 8 Pfd. 50 RM.: groß, 18 Pid. 35-80 RM.; mittel, 2-4 Pld. 70-80 RM.; klein-mittel, 1-3 Pfd. 80—90 RM.: kleine bis 1 Pfd. 90 RM.: Spiegelkarpfen 78 RM.; Plötzen. unsortiert 25—30 RM.: Quappen 65—70 RM. G.m se. mnländisches: Je 50 kg Weißkohl, je nach Qualität 3—4 RM.: Rotkohl. je nach Qualität 4—5 RM.; Wirsingkohl. fester 4—4.50 i grine, 0 9.75 EM. Rorenkonl, e agei Guiit 8e unealat, 50 kg 30-45 RM; Scharwurel. kg 24—26 RM.; Mohrrüben, gewaschen, 50 kg 3.50—4 RV De 0 EN 290 4 Ra. de Ruben, 50 1r 3-5 RM., Rabehen, 60 4g Mi ec cenen, 50 kg 14—18 RM.: Spreewald-Meerrettich. 50 kr ilenUEe. 50 5e 213 Ru. Sellert. 50 ke 912 Ru, Früchte(Preßware wird nicht notiert): Tafelápfel, je nach Sorte I 50 kg 2842 RM.: II, 50 kg 20—25 RM.; Koch- und Wirtschaftsäpfel. 50 kg 15—25 RM.; Ausleseäpfel, 50 kg 42—50 RM.; Koch- und Wiri. Paderborner 31. Milchviehverstelgerung vom 22. Dezember 1936. Auftrieb: 99 Kühe und 46 Rinder. Verkauft: 52 Kühe und 18 Rinder Höchstpreis: 650 RM. für Kühe und 480 RM. für Rinder: niedrigster Preis: 300 RM. für Kühe und 270 RM. für Rinder; Durchschnittspreis; 475 RU für Kühe und 360 RM. für Rinder; Gesamtdurchschnittspreis; 422 RV Schlachtviehmarkt in Wuppertal-Elberfeld und Nebenmarkt in Hagen vom 21. Dezember 1936.(Die eingeklammerten Zahlen sind der Aultrieb von Hagen). Auftrieb: 830(160) Stück Großvieh, davon 258(24) Ochsen. 113(34) Bullen, 312(85) Kühe. 147(17) Färsen(Kalbinnen); 996(192 Kälber: 9(39) Lämmer, Hammel und Schafe; 5163(894) Schweine. Dem Schlachthofe in der vergangenen Woche unmittelbar zugeführt: 2(— Ochsen, 1(—) Bulle. 4(5) Kühe, 1(—) Rind, 2909(98) Schweine. 112 Schafe. Preise für 50 kg Lebendgewicht: I. Rinder: A. Ochsen, vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, jüngere, 45 RM.; sonstige vollfleischige 40—41 RM. B. Bullen, jüngere, vollfleischige höcheten Schlachtwertes, 43 RM.: sonstige vollfleischige oder ausgemästete. 39 RM. C. Kühe. jüngere, volMleischige höchsten Schlachtwertes, 40—43 RM.; sonstige vollfleischige oder ausgemästete. 35—39 RM.; fleischige. 27—33 RM.; gering genährte, 21—25 RM. D. Färsen(Kalbinnen), vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes. 43—44 RM.; vollfleischige, 40 RM.: fleischige, 85 RM. II. Kälber, 5568 RM.; beste Mastund Saugkälber, 44—58 RM.; mittlere Mast- und Saugkälber, 30—88 RM. III. Schweine über 300 Pfd. Lebendgewicht. fette Speckschweine, 56.5 RM.; vollfleischige Schweine, 55.5 RM.; volkleischige Schweine von etna 240—300 Pfd. Lebendgewicht, 54.5 RM.: vollfleischige Schweine von etwa 200—240 Pfd. Lebendgewicht, 52.5 RM.: vollfleischige Schweine von etwa 160—200 Pfd. Lebendgewicht, 50.5 RM.; fette Specksauen, 54.5—85.5 RM.: andere Sauen 52.5 RM. Die Preise sind Marktpreise für nüchtern gewogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall ür Fracht, Markt- und Verkaufskosten. Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein, müssen sich also wesentlich über die Stallpreise erheben. Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugetellt, Kalber mittel. bei Großvieh Spitzentiere über Notiz, geringe Ware schwer verkäuflich. Mindener Viehmarkt vom 22. Dezember 1936. Auftrieb: 808 Ferkel, 75 Läuferschweine. Ferkel bis 6 Wochen von 7 bis 9 RM.. 6—8 Wochen von 9 bis 12 RM.. 8—18 Wochen von 12 bis 22 RM.; LAuferschweine 3—4 Monate von 22 bis 24 RM., 4—5 Monate von 24 bis 26 RM., ober 5 Monate von 26 bis 82 RM. Marktverlauf mittelmäßig. Denken Sie auch an unseren Wettbewerb? II. Teil: Herbst— Winter Letzter Einsendetermin: 15. April 1937 Dienäheren Bedingungen sind in Folge 40 vom 3. Oktober 1936 veröffentlicht und werden Jnteressenten auf Wunsch jederzeit kostenlos als Sonderdruch zugesandt Zur Beachtungl Auf verschiedene Anfragen teilen wir mit, dast die Entscheidung des Preisgerichtes über den L Leil:„Sommer“ unseres foto-Wettbewerds sich leider verzögern musite und erst Anfang Januar endyültig gelroffen werden hann. Das Ergebnis wird dann in einer der Januar-Ausgaben veröffentlicht Wochenblatt der Londesbauernschaft Westfolen 2. Januar 1937 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Seite 37 Frage und Antwort Frage: Bau einer Feldscheune. Wie baut man am besten eine Feldscheune, die 20 Morgen Roggen, 20 Morgen Weizen, 20 Morgen Hafer und 10 Morgen Gerste aufnehmen soll? Antwort: Ihre geplante Packscheune muß unter Zugrundelegung einer mittleren Bodenklasse und Durchschnittsernte rund 1650 Kubikmeter Packraum aufweisen. Als Feldscheune empfehlen wir eine Holzscheune aus Rundhölzern mit äußerer Stülpverschalung. Das Dach ist in Hohlziegeln einzudecken. Pappdach oder Blechbedachung ist nicht zu empfehlen. Die Grundrißform der Scheune kann, falls die Zufahrten es erlauben, mit zwei Quertennen und beiderseitigem, 6 Meter tiefen Bansen geplant werden. Die Scheune würde dann eine Abmessung von 12X32 Meter im Grundriß und eine Höhe bis zur Traufe von 4,50 Meter erhalten. Die überschläglich ermittelten Baukosten für die Holzscheune würden bei sparsamster Ausführung 6500 RM. betragen. 1869 Frage: Einsäuern von Rübenblättern und Wiesengras. Ist es möglich, Rübenblätter in einem Silo einzusäuern, der keinen Abfluß hat oder kann man einen Lattenrost einlegen, etwa in welcher Höhe? Kann ich auch noch einen dritten Schnitt von Wiesengras, gemengt mit Rübenblättern, einsäuern? Antwort: Die Einsäuerung von Rübenblättern in festen Gärfutterbehältern ist natürlich ohne weiteres möglich. Es muß nur dafür Sorge getragen werden, daß eine Abflußmöglichkeit für das sich meistens in großen Mengen ansammelnde Saftwasser geschaffen wird. Bei den gewöhnlichen quadratischen Grubenbehältern erreicht man diesen Abfluß am besten durch Einlage eines Lattenrostes, der in einer Höhe von etwa 30 Zentimeter von der Grundplatte eingelegt wird. Die Mischeinsäuerung von Wiesengras mit dem Zuckerrübenblatt ist nur dann zu empfehlen, wenn Sie die Rübenblätter in einigermaßen sauberem Zustande gewinnen. Bei verschmutztem Blatt ist es besser, beide Futterarten getrennt einzulagern.(2005) Frage: Preisermäßigung. Ist auf Benzin zur Verwendung für landwirtschaftliche Zwecke Steuerermäßigung? Antwort: Eine Preisermäßigung beim Bezug von Benzin für landwirtschaftliche Zwecke, die in Ihrer Anfrage betr. Steuerermäßigung gemeint sein dürfte, gibt es heute nicht mehr. 1559 Buchbesprechung Deutsches Schicksal— Der Bauer und das Reich. Herausgegeben von Dr. Krieg, Dr. Bötticher, Dr. Sommerlad, Endres. Verlag: Friedrich Bohnenberger, Stuttgart. 431 Seiten, zahlreiche Abbildungen. Die Tage von Quedlinburg sind vorüber, das Gedenken des deutschen Volkskönigs Heinrich I. wurde in würdiger Form gefeiert. In seiner groß angelegten Rede am Grabe Heinrichs hob der Reichsführer SS. Himmler unter anderem besonders hervor, daß dem König deswegen ein besonderer Dank gebührte, weil er nicht in den in der deutschen Geschichte häufig gemachten Fehler verfallen sei, die von Gott aufgerichtete Grenzscheide— die Alpen — zu überschreiten und bewußt auf die Kaiserkrone verzichtete. Eine ähnliche wohlbegründete Ablehnung der Italienzüge deutscher Herrscher finden wir auch in dem vorliegenden bedeutsamen Buch„Deutsches Schicksal— Der Bauer und das Reich“. Hier behandelt Dr. Bernhard Sommerlad diese Frage sehr eingehend und beweist, wie unheilvoll diese Verschwendung bester Kräfte und wertvollsten deutschen Blutes für die Entwicklung des Reiches gewesen ist. r. Paul Bötticher führt in einem Beitrag den Nachweis, daß mit dem Eindringen fremden römischen Rechtes, dem zunehmenden Einfluß einer politisierenden Kirche sowie der Entwicklung des Territorialfürstentums die Grundlage des germanischbäuerlichen Ordnungsgedankens, das Odalsrecht, zerstört wurde. Fremde Staatsauffassungen wurden dem deutschen Volke aufgezwungen und machten Scholle und Bauer unfrei. In einem weiteren Beitrag behandelt Dr. Bötticher den „Deutschen Volksglauben im Mittelalter“ und zeigt, wie sich uraltes Brauchtum trotz aller Verfälschungsversuche und Bekämpfung bis in unsere Tage erhalten hat, weil es germanischer Weltanschauung und germanischem Gottglauben entprungen ist. Weitere wertvolle Abhandlungen lieferten Dr. Kriea mit seiner Arbeit„Der deutsche Bauer, sein Hof. sein Werk“. in der er die Entwicklung des Bauerntums, seine Arbeit, Geschichte und Kultur behandelt, sowie Endres, der in seinen Beiträgen„Die Eroberung Preußens durch den deutschen Orden".„Stürme aus Osten“ und„Die Kreuzgüge“ sehr interessantes Material bringt. Eine Abhandlung ergänzt in wirksamer Form die andere Und so bietet sich dem Leser eine von der Warte rassischer Erkenntnisse gesehene Betrachtung der Geschichte und des deutschen Bauerntums, die zugleich Geschichte des deutschen Volkes und in ihrer wissenschaftlich tief schürfenden Form sowie in diesem Umfange selten ist. Besonders wertvoll erscheint der Umstand, daß die Verfasser sich bemühen, die bisherigen Veröffentlichungen zu den einzelnen Themen kritisch zu sichten. Es lohnt sich, dieses Buch, das im übrigen ausgezeichnet bebildert ist, zur Hand zu nehmen, denn es bietet dem Laien und dem Fachmann gleich viel. Der Bauernreiter. Von Heinrich Luhmann. Verlag: Velhagen& Klasing, Bielefeld/ Leipzig. Preis: 4,80 RM. Man findet nicht leicht den Zugang zu Büchern wie dem „Bauernreiter“! Gleich alten westfälischen Höfen, die hinter Wallhecken und Vorgebäuden unnahbaren Trutzburgen gleichen, liegt auch dieser Roman ein wenig seitab vom Strom; man muß sich schon zu Büchern dieser Art hinbemühen, um sie in ihrer Eigenart und Schönheit zu finden, wobei es nicht einmal selbstverständlich ist, daß jeder unbefangene Leser ihre Sprache und Anschauungswelt versteht. In diesem Roman, dem der„Pflug im Acker“ als erster Band einer geplanten Trilogie voranging, dichtet Luhmann nach alten Aufzeichnungen das wirre Leben des Kaspar Jodokus Witthoeft nach, der in den Stürmen des Dreißigjährigen Krieges in die Zange des Schicksals gerät, die ihn, den stolzen Erstsohn des alten Hofes, zum Verräter an Eltern, Hof und Nachbarschaft werden läßt. Er jagt einer falschen Liebe nach; mit ihm jagt der Krieg mit Mord, Brand und Pest und ist mächtiger als er, den als landfahrenden Söldner das bäuerliche Heimweh nie verläßt. Erst nach langen Jahren findet er zur Heimat zurück und baut auf, was er zerstört hat, ein Bauer, der anpackt, wo der Vater aufgehört hat. Die Parellele zu unserer heutigen Zeit ist deutlich und dichterisch schön, so fragwürdig derartige vergleichende Beziehungen immerhin sein mögen. Uebersehen wir diesen Auftrag des Dichters an sein Werk, so bleibt dennoch eine Schöpfung beglückenden Ausmaßes eine große dichterische Schau vergangener Zeiten und Geschlechter, der hoffentlich mehr als ein Achtungserfolg beschieden sein wird, denn der„Bauernreiter“ stellt ein Beispiel echter volkhafter Dichtung dar. Arbeit der Woche Alle Einsendungen für die„Arbeit der Woche“ sind mit nachstehender An= und Aufschrift zu verlehen: An die Schriftleitung Wochenblatt der Landesbauernschaft“ Münster i. W., Postfach 240 Die Frau im Reichsnährstand Versammlungen der Kreisbauernschaft Herford Amt Enger: Freitag, 15. 1., 14.80 Uhr, bei Pörtner. Amt Ennigloh: Dienstag, 12. 1., 14.30 Uhr, im Lindenhof, Bünde. Amt Gohfeld=Mennighüffen: Mittwoch, 18. 1., 14.80 Uhr, bei Heidbreber, Löhne. Amt Herford=Hiddenhausen: Donnerstag, 14. 1., 14.90 Uhr. im Vereinshaus, Herford. Amt Kirchlengern: Mittwoch, 18. 1., 14.30 Uhr, bei Pörtner, Quernheim. Amt Rödinghausen: Dienstag, 12. 1., 14.30 Uhr, bei Möller. Amt Spenge: Freitag, 15. 1., 14.30 Uhr, bei Bünger, vorm. Hippe. Amt Blotho: Montag, 11. 1., 14.30 Uhr, bei Schuckmann, Steinbründorf. Versammlungstafel I D(Landjugend) Orisbauernschaft Recke=Steinbeck Am Sonntag, dem 8. Januar 1937, 16.30 Uhr, findet in der Wirtschaft Greve in Recke eine Versammlung der gesamten Landjugend statt. Arbeitstagungen mit anschließenden Dorfgemeinschaftsabenden der Landingend im Kreise Herford. Amt Enger Enger: Mittwoch, 18. 1., 15.30 Uhr, bei Schierholz. Redner: Denker. Herringhausen: Mittwoch, 18. 1., 15.30 Uhr, bei Siekmann. Rednert Dr. Thormann. Ami Ennigloh Bünde: Donnerstag, 14. 1., 15.90 Uhr, im Lindenhof. Redner: Denker. Spradow: Freitag, 15. 1., 15.90 Uhr, bei Schmalgemeyer. Redner Denker Amt Gohseld=Mennigbüfsen Wittel: Dienstag, 19. 1., 15.90 Uhr, bei Stille. Redner: Dr. Thormann. Löhne: Dienstag, 19. 1., 15.90 Uhr, bei Horstkotte. Redner Landwehr. Seite 38 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen 2. Januar 1977 Amt Herford=Hiddenhausen Eilshausen: Mittwoch, 20. 1., 15 30 Uhr, bei Eickum: Mittwoch, 20. 1., 15.30 Uhr, bei Heitlindemann. Redner: Schwarzenmoor: Mittwoch, 20. 1., 15.30 Uhr, bei Riso. Redner: Dr. Thormann. Amt Kirchlengern Kirchlengern: Freitag, 22. 1., 15.30 Uhr. bei Kollmeyer. Redner: Quernheim: Freitag, 22. 1., 15.30 Uhr, bei Pörtner. Redner: Landwehr. Amt Rödinghausen Rödinghausen: Dienstag, 26. 1., 15.30 Uhr, bei Möller. Redner Dr. Thormann. Westkilver: Dienstag, 26. 1., 15.30 Uhr, bei Mettkemeyer. Redner Denker. Amt Spenge Bardüttingdorf: Dienstag, 26. 1., 15.30 Uhr, bei Mohrmann. Rebner: Landwehr Spenge: Mittwoch. N7. 1., 15.30 Uhr, bei Heitmann. Rebner: Dr. Thormann. Amt Blothe Baldorf: Mittwoch, N7. 1., 15.30 Uhr, bei Röthemeyer. Redner Mittwoch, N. 1., 15.30 Uhr, bei Knöner. Redner: Landwehr. Wehrendorf: Freitag, 20. 1., 15.90 Uhr, bei Diekmann. Rebner: Denker. Sprechtage und Versammlungen Bezirk Münster 1. Kreisbauernschaft Ahaus, Geschäftsstelle: Landwirtschaftsschule, Tel. 303. Ahaus: Jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 9.30—12.30 Uhr. Vreden: Jeden Dienstag von 9—12 Uhr, Hotel Graß. Der Kreisbauernführer ist regelmäßig jeden Freitag in der Zeit von 15—17 Uhr auf der Geschäftsstelle der Kreisbauernschaft Ahaus in Ahaus Landwirtschaftsschule, zu sprechen Für die Gefolgschaft: Für die Betreuung der landwirtschaftlichen Gefolgschaft ist für die Kreisbauernschaft Ahaus ein Kreisgefolgschaftswart eingesetzt. Dieser ist regelmäßig seden Mittwoch von 9—12 Uhr auf der Kreisbauernschaft Ahaus zu sprechen. I. Kreisbauernschaft Recklingh., Börsterw. 20, Brenkerh., Tel. 2185. Recklinghausen: Jeden Dienstag, Mittwoch und Freitag in der Zeit von 9—12 Uhr auf der Geschäftsstelle. Dorsten: Jeden Montag von 9—12 Uhr in Dorsten. Wirtschaft Beisenbusch am Markt Gelsenkirchen: Jeden Frettag von 16—18 Uhr in Gelsenkirchen, Wirtschaft Nettelbeck Schalker Straße. 8. Kreisbauernschaft Steinfurt, Burgsteinf., Schlietenstr. 14, Tel. 95. Kreisbauernführer jeden Dienstag, 9 Uhr, in Burgsteinfurt, Schlietenstraße 14, im übrigen nach vorheriger Vereinbarung Kreisbauernführer und Stabsleiter jeden Mittwoch, 8 Uhr. in Rheine, Wirtschalt Fuest. Stabsleiter jeden ersten Dienstag des Monats in Altenberge. 17—19 Uhr, Wirtschaft Leusing. Stabsleiter vierzehntägig Donnerstags in Ochtrup, 17—19 Uhr, Wirtschaft Link. Stabsleiter vierzehntägig Freitags in Emsdetten, 17—19 Uhr. Wirtschaft Bolte. Kreisgefolgschaftswart jeden Sonnabend ab 8 Uhr. Burgsteinfurt. Schlietenstraße 14 12 Bezirk Hellweg Kreisbauernschaft Bochum, Viktoriastraße 67, II., Telefon 63 191. Sprechstunden des Kreidbauernführers: Donnerstaa. 15—17 Uhr Sprechstunden des Kreisobmanns: Dienstag, 9—12 Uhr. Sprechstunden des KHAL. III: Montag, 10—12 Uhr. Sprechstunden des Stableiters: Dienstag, Mittwoch, Freitag, 9—12 Uhr Nachmittags(mit Ausnahme des Donnerstag nachmittag) bleiben verwaltungsräume zur Eriedigung der Bürvarbelten geKreisbauernschaft Dortmund, 1. Kampstraße 31, Teleson 97 613 Sprechtunden des Stabsleiters: Dienstaas und Freitags, 14.30—16.30 Uhr. Mittwochs, 9—11 Uhr Sprechstunden des Kreisbauernsllbrer= Donnerstags von 15—17 Uhr. Von 18. Kreisbauernschaft Soest, Kungelmarkt 5, W.=Darré=Haus., Tel. 1948 Soest: Jeden Montag, Mittwoch und Samstag von 9—12 Uhr Verl: Jeden Freitag von 9.30—12 30 Uhr bei Hemmer=Hiltenkamp Belver: Jeden Dienstag von 10—12 Uhr bei Hennenkemper remen: Jeden 1. und 3. Dienstaa im Monat. 16—18 Der Lreisbausrnsnöne i siobeczen. oerlaer Anmeldung Bezirk Sauerland 1d. Kreisb. Ennepe=Ruhr. Gevelsberg, Ad.=Hitler=Str. 88. Tel. 8736 6. 11—12 Uhr, bel Vorwerk. Sprockhövel: Dienstag, b. 1., 14.30—16 Uhr, bei Stöter=Tillmann Hattingen: Dienstag, b. I., 16.30—18 Uhr. bei Bblicher.. Gevelsberg: Mittwoch, 6. 1., 10—12 Uhr, auf der Geschäftsstelle. Hagen: Donnerstag, 7. 1., 9.80—11.30 Uhr, bei der Molkerel. Eckeseyer Straße 54. Breckerfeld: Donnerstag, 7. 1., 15—16.30 Uhr, bei Mahler. Forstamt des Reichsnährstandes: Mittwoch, 6. I., 10—12 Uhr. auf der Geschäftsstelle. 20. Kreisbauernschaft Iserlohn. Letmathe, Hagener Str.(Haus Leimathel Ab 1. Januar 1987 befinden sich die Geschäftsräume der Kreisbauernschaft Iserlohn in Letmathe, Hagener Straße,(Haus Letmathe Schwerte: Jed. Mittwoch. 10—12 Uhr. bei Potthoff. Schützenstr. 1. Menden: Jeden Dienstag, 10—12 Uhr, bei Harre. Hohenlimburg: Jeden zweiten Donnerstag im Monat. 16—18 Uhr. bei Kohlmann. Hohenlimburg=Reh. Ortsbauernschaftsversammlungen zur Erzengungdschlacht Berchum: 7. 1., 17 Uhr. Lokal Pelgzing, Redner Klostermann; Böingsen: 19. 1., 17 Uhr, Lokal Bürmann, Redner Raehlmann; Garenfeld=Westh.: 21. 1., 17 Uhr, Lokal Söding, Redner Raehlmann Landhausen: 11. 2., 17 Uhr, Lokal Sander, Redner Klostermann Gemer: 19. 1., 17 Uhr. Lokal Westhelle, Redner Schocke; Drüpplingsen: 21 1., 17 Uhr, Lokal Vieler, Redner Schocke; Kalthof: 11. 2., 16 Uhr, Lokal Griese, Redner Schocke; Hennen: 4. 8., 17 Uhr, Lokal Kirchhoff, Redner Schocke; b. Schwerte: 7. 1., 17 Uhr. Lokal Hofang, Redner: Raehlmann; Frönsberg: 4. 2., 17 Uhr, Lokal Huck, Redner Klostermann; Ihmert: b. 1., 17 Uhr. Lokal Siepmann, Redner Raehlmann Iserlohn: 28. 1., 17 Uhr, Lokal Blugge, Redner Schocke; Kesbern: 25. 2., 17 Uhr, Redner Rachlmann; Im Siepen: 28. 1., 17 Uhr, Lokal Hombeck, Redner Klostermann; Oesbern: 12. 1., 17 Uhr, Lokal Hempelmann, Redner Klostermann Geisecke: 11. 2., 17 Uhr, Lokal Rohling, Redner Raehlmann; Schwerte: 25. 2. 17 Uhr, Lokal Potthoff, Redner Schocke; Brockhausen: 28 A., 17 Uhr, Lokal Oesterberg, Redner Schocke; Schwitten: 9. 2., 17 Uhr, Lokal Stratmann, Redner Schocke; Ostsümmern: 5. 1., 17 Uhr, Lokal Müller, Redner Klostermann Wimbern: 16. 2., 17 Uhr Lokal Fildhaut. Redner Raehlmann. Bezirk Minden=Ravensberg 26. Kreisbauernschaft Bieleseld, Wiesenstraße 8, Teleson 2241. Brackwede: Freitag, 8. 1., 20 Uhr, bei Brand, 4. Erz.=Schl. der Bauern und Landwirte der Bez.=Bsch. Brackwede. Jöllenbeck: Sonnabend, 9. 1., 20 Uhr, bei Göckemeyer, 4. Erz.=Schl. der Bauern und Landwirte der Bez.=Bsch. Jöllenbeck. Bielefeld: Freitag, 15. 1., 16 Uhr, im Kyffhäuser, 4 große Erz.Schl.=Bers. der Bauern und Landwirte der Löbsch. 28. Kreisbauernschaft Herford, Kreishansstr., Tel. 2841 und 2242. Amt Enger: Freitag. 2. 1., 17 Uhr, bei Schierholz. Rednert Windus. Amt Ennigloh: Donnerstag, M. 1., 17 Uhr, im Lindenhof, Bünde. Redner: Dr. Thormann Amt Gohfeld=Mennigbüffen: Donnerstag, 21. 1., 17 Uhr. bei Horskotte, Löhne. Redner: Brenken. Amt Herford=Hiddenhausen: Sonnabend, 28. 1., 17 Uhr, im Bereinshaus, Herford. Redner: Winduß. Amt Kirchleugern: Montag, 18. 1., 17 Uhr, bei Vörtner, Quernbeim. Redner: Windus. Amt Rödinghausen: Mittwoch, 20. 1., 17 Uhr, bei Treu, Schwenningdorf. Redner: Windns. Amt Spenge: Dienstag, 19. 1., 17 Uhr, bei Heitmann. Rednert Windus. Amt Blotho: Montag, 18. 1., 17 Uhr, bei Röthemeyer, Galdorf. Rebner: Landwehr. Amt Blotho: Donnerstag. M. 1., 17 Uhr, bei Diekmann, Wehrendorf. Redner: Windus. Am 14. Jannar 1937 Kreisversammlung um 14.30 Uhr in Herford im Evgl. Vereinshaus. 28. Kreisbauernschaft Lübbecke, Alswederstraße 2. Teleson 438. Lübbecke: Montag, Mittwoch und Freitag von 10—19 Uhr auf der Geschältsstelle der Kreisbauernschaft. 7. 1., 10—12 Ubr, bei Gastwirt Bohnstädt. Destel: Dienstag, 12. 1., 10—11.30 Uhr, bei Gaßtwirt Mönkedlek. Levern: Dienstag, 18. 1., 12—18 Uhr. bel Gastwirt Wull. Pr. Oldendorf: Dienstag, 12. 1., 14—15 Uhr, bei Gastwirt Nordstek. Bezirl Pavervorn 18. Kreisbauernschaft Hörter, neben der Landw. Schule, Teleson M. be. Kreisbauernschaft Höxter in Brakel (Fernruf 97) steht vormittags von 8 bis 12 Uhr den Mitgliedern Jeden Donnerstag, 15—17 Uhr, Gastwirtschaft Konrad Krekeler, Nikolalstraße. Montag, 4. L., 15—17 Uhr, Gaßtwirtschaft Ferd. Gocke. A. 8. I., 15—17 Uhr, Gastwirtschaft Witwe Köhne. Steinhei. Montag, 11. 1., 15—17 Uhr, Gastwirtschaft Schrlegel. 1. 15—17 Uhr, Gastwirtschaft Rob. Kroop d. Stontad. I. 1., 15—17 Ubr, Gastwirtschaft Roselleb. wünschenswert, wenn die Sprechlage mehr alt bleher auch von der Betriebsgefolgschaft in Anspruch genommen würden. 2. Januar 1937 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Seite 39 Genossenschaftliche Bekanntmachungen Bilanz am 30. Juni 1936 Aktiva RM. mac Baulichteiten 1.— Maschinen u. maschinelle Anlagen 1.— Beteiligungen einschl. der z. Beteiligung bestimmten Wertpapiere 4 750,— Forderungen in laufender Rechnung(einschließlich Wechselforderungen) 98721,30 Forderungen an Mit= glieder 98 721,30 Forderungen gem.§ 33d Abs. 4 G.=Ges. 14 605.— Warenbestand(fertige Erzeugnisse) 22749,85 Bankguthaben 956.98 Postscheckguthaben u. Guthaben bei Notenbanken 163,45 Kassenbestand 624.89 Summa 127 968,47 Passiva RM. Geschaftsguthaben d. verbleibenden Mitglieder. 587.— Gesetzlicher Reservesonds (5 7 Ziffer 4 Gen.=G.) 27 366.38 Betriebsrücklage 11 000,— Viehversicherungssonds" 6 000.— Rückstellungen auf Lagerhauserneuerung skontö 6 000.— Rückstellungen a. unsichere Forderungen(De kredere=Konto) 13 000.— Bankschulden seinschließlich Wechselschuld) 24 593.63 Verbindlichkeiten aus Warenlieserungen und Leistungen 3 236,12 Anzahlungen von Kunden 33 518.83 Posten. die d. Rechnungsabgrenzung dienen Frachtenkonto) 448.86 Gewinn 1985 36 2217,65 Summa 127 968,47 Gewinn= und Berlustrechnung Aufwendungen RM. Ausgaben für Zinsen.. 4085.31 Persönliche Unkosten 2) Lohne und Gehälter 8 385.— b) soziale Abgaben 934,50 9 319,50 Mublenbeirieo 4 054,05 Sachliche Unkosten 4 485.08 Umsatzsteuer und sonstige Steuern 2513,19 Sonstige Ausgaben 4 965,81 Reichsnährstandsbeitrag 1040,78 Abschreibung. an Anlagen 3 474.90 Zuweisungen an Rückstellungen und Wertberichtigungsposten 9 000.— Gew. 1934/35(Umbuch). 3 164.23 Gewinn 1935 36 2217.65 Summa 48 320,50 Erträge RM. Einnahmen aus Zinsen. 3 634.23 Bruttogewinn aus Warenverkehr 85783,21 Erträge a. Nebenbetrieben Molkeret) 1 444,60 Sonkige Einnahmen Vlehverkauf 575.88 Außerordentliche Erträge und Zuwendungen. 3718.35 Gtewinnvortrag 3 164,23 Summa 48 320,50 Mitgliederzugang 1935=36: 4;=abgang: 4: Mitgliederbestand Ende 1935/36: 388.— Die Hastsummen betrugen am Schluß des Berichtsjahres 116 400 8 M. Bäuerliche Bezugs= und AbsatzGenossenschaft„Ravensberg“ e. O m. b. H., Borgholzhausen=Bhl. Webmeier Boos Linddorft Behrling(9568 Bilanz am 30. Juni 1936 Aktiva RM. Dem Geschäftsbetrieb der Genossenschaft dienende Grundstücke 10 200.— Betriebs= und Geschäftsinventar einschl. Werkzeuge und Säcke 201,— Beteiligungen einschl. der z. Beteiligung bestimmten Wertpapiere 2 050.— Ausstehende Pflichteinzahlungen auf d. Geschäftsanteil(zum Nennwert) 890.— Von der Genossenschaft geleistete Anzahlungen 8.42 Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen(einschl. Wechselforderungen) 56 779/19 Forderungen an Mitglieder 56 779,19 Warenbestand(fertige Erzeugnisse) 8 201,80 Kassenbestand 128,28 Summa 72 958,69 Die Haftsummen betrugen am Schluß des Berichtsjahres 149 500.— R M. Bäuerliche Bezugs= und Absatzgenosenschaft e. G. m. b. H., Rheine i. W. Borchert Rüter(9560 Passiva Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder Geschäftsguthaben d. ausscheidenden Mitglieder Ausstehende Pflichteinzahlungen auf d. Geschäftsanteil(zum Nennwert) Gesetzlicher Reservesonds 6 7 Ziffer 4 Gen.=Ges.) Betriebsrücklage Delcrederekonto Landfriftige Anleihen. Hypotheken, Grund= und Rentenschulden Bankschulden(einschließlich Wechselschuld) Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Leistungen Anzahlungen von Kunden Posten, die d. Rechnungsabgrenzung d Gewinn 1935/36 RM. 1105,— 120,— 390,— 26 494,22 15 000,— 10 811.72 12 000.— 189.— 2 630,41 54,60 1104,31 3 059,43 Summa 72 958,69 Gewinn= und Verlustrechnung Auswendungen RM Ausgaben für Zinsen Löhne und Gehälter Soziale Abgaben Sachliche Unkosten Besitzsteuern Sonftige Steuern Sonstige Ausgaben Abschreibungen an a) Anlagen b) sonstige Aktiven Zuweisungen an Rückstellungen und Wertberich= tiaunasvosten Umbuchung, Gewinn 34 35 Gewinn 1935/36 851,01 6 103,14 344,85 1742.40 1 269,14 240,12 1 395,88 1761,75 9493.39 1 104,31 2919,52 3 059,43 23 284,9 RM 4 878.46 1 995.98 2 173,90 73.80 12 010.28 2 152,52 23 284,94 33, Abgang: 1 Mitgliederbestand am Ende des Ge= schäftsjahres 193 36: 299. Die Geschäftsguthaben haben sich im Berichtsjahr vermehrt um 140,— RM Die Haftsummen haben sich im Be richtsjahr vermehrt um 16 000.— NM Erträge Vorträge Einnahmen aus Zinsen Einahmen aus Skonto und Rabatt Erträge aus Beteiligungen Bruttogewing aus Warenverkehr Sonstige Einnahmen Mitgliederzugang: erbestand Bilanz am 30. Juni 1936 Aktiva RM. Dem Geschäftsbetrieb der Genossenschaft dienende Grundstücke 3 500.— Betriebs= und Geschäftsinventar einschl. Werkzeuge und Säcke. 825.— Beteiligungen einschließlich der zur Beteiligung bestimmten Wertpapiere 560,— Forderungen aus Warenlieferungen u. Leistungen (einschließlich Wechselforderungen) 41 332.86 Forderungen an Mitglieder 41 307,29 Forderungen gem. 5 33d Abs. 4 G.=Ges. 1858,35 Warenbestand(fertige Erzeugnisse) 6 490,46 Kassenbestand 1350,18 Posten, die d. Rechnungsabgrenzung dienen. 1418.71 Unterbilanz 5 723,53 Summa 60 695,74 Passiva RM. Geschäftsguthaben d. verbleibenden Mitglieder. 772,50 Rückstellungen und Wertberichtigungsposten„ 3 521.— Bankschulden(einschließlich Wechselschuld) 12 901,87 Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Lei= stungen 86 499.44 Anzahlungen von Kunden 184.95 Sonderkredite 5 869,19 Frachten 179,57 Gewinn 1935/30 767,22 Summa 60 695,74 Gewinn= und Verlustrechnung Aufwendungen 3M Ausgaben für Zinsen.. 2937,08 Rückstände 3 281.57 Löhne und Gehälter.. 2 788,07 Soztale Abgaben Sonstige Steuern Sonstige Ausgaben Abschreibungen an Anlagen Zuweisungen an Rückstellungen und Wertberichtigungsposten Miete Gewinn 1035 36 710 112.41 1728,46 1000.— 1843.12 312.— 767.22 Summa 14 296,97 Erträge Einnahmen aus Zinsen Rückstände Erträge aus Beteiligungen Bruttogewinn aus Warenverkehr Wiegegeld Sonstige Einnahmen Außerordentliche Erträge und Zuwendungen Summa 8 500.— 1— 6 265.— 87 805.34 5.94 2839.12 936,30 RM. 8 594,99 1151,91 19.80 9 040,92 100— 328,12 61.23 14 296,97 Mitgliederzugang 1935/36: 4;=abgang: 2; Miigliederbestand Ende 1935/36: 198. Die Geschäftsguthaben haben sich im Berichtsjahre vermehrt um 1.— RM., die Haftsummen vermehrt um 600.— RM. Die Haftsummen betrugen am Schluß des Berichtsjahres 59 400,— R M. Bäuerliche Bezugs= und Absatz Genossenschaft e. G. m. b. Neuenkirchen b. Rheine Hovekamp Hinrichs Kiewe 19572 Bilanz am 30. Juni 1936 Aktiva 3M. Unbebaute Grundstücke. 1.— Dem Geschäftsbetrieb der Genossenschaft dienende Grundstücke Maschinen und maschinelle Anlagen Beteiligungen einschließl. der zur Beteiligung bestimmten Wertpaptere Forderungen aus Warenlieferungen u. Leistungen (einschließlich Wechselforderungen) Sonstige Krediie Forderungen an Mitglieder 30 705.34 Warenbestand(fertige Erzeugnisse) 13 345,— Kassenbestand 2 0 1 Posten, die d. Rechnungsabgrenzung dienen Summa 69 198.70 Passiva RM. Geschäftsguthaben d. verbleibenden Mitglieder 720.— Gesetzl. Reservesonds(§ 7 Ziffer 4 Gen.=Gesetz) 21 048,59 Betriebsrücklage 8 406,20 Bankschulden(einschließl. Wechselschuld) 30 526.70 Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Leistungen 6 454,85 Anzahlungen von Kunden 25.76 Posten, die d. Rechnungsabgrenzung dienen.. 1374,70 Gewinn 1935/36 641,85 Summa 69 198,70 Gewinn= und Berlustrechnung Aufwendungen RM. Ausgaben für Zinsen.. 3 196.34 Ausgaben f. Provisionen und dgl. 2 666,78 Löhne und Gehälter.. 12 777,50 Soziale Abgaben 574.72 Sachliche Unkosten 3 781,39 Besitzsteuern 77,90 Sonstige Steuern 2373,49 Abschreibungen an Anlagen 7 730.35 Gewinn= Umbuchung 380.96 Gewinn 1935/36. 641,85 Summa 34501.28 Erträge RM. Einnahmen aus Zinsen. 1946.38 Erträge aus Beteiligungen 37.80 Bruttogewinn aus Warenverkehr 28510,34 Sonstige Einnahmen. 3 625.80 Gewinnvortrag 380,96 Summa 34501,2 Mitgliederzugang 1935/36: 7; abgang: 3 Mitgliederbestand End1935/36: 240: Haftsumme 72 000,— RM. Die Geschäftsguthaben haben sich im Berichtsjahre vermehrt um 30.— R M., die Haftsummen vermehrt um 1200,— R M. Bäuerliche Bezugs= und Absatzgenossenschaft Barlo=Sienern eGmbH. zu Barlo. Terodde Welling Brake Honsel Tenbusch.(9565 Bekanntmachung Die Generalversammlung beschloß am 30. 11. 36 die Einzahlungspflicht auf den Geschäftsanteil von 100 RM. auf 10 RM. herabzusetzen. Die Gläubiger wollen sich melden. Bäuerliche Bezugs= u. AbsatzGenossenschaft e. G. m. b. H. Haltern in Westsalen Seite 40 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen 2. Januar 1937 Bilanz am 30. Juni 1936 Altiva Dem Geschäftsbetrieb RM. der dienende 1.— 398.— 2 660.— 90.— 47 837,20 1928,40 7376,— Genossenschaft Grundstüce Betriebs= und Geschäftsinventar einschl. Werkzeuge und Säcke Beteiligungen einschließlich der zur Beteiligung bestimmten Weripapiere Ausst. Pflichteinzahlungen auf den Geschäftsanteil (zum Nennwert) Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen(einschl. Wechselforderungen) Sonstige Forderungen Wechsel, soweit nicht unter Forderungen enthalten Forderungen an Mitglieder 35 905.02 Forderungen gem.§ 33 d Abs. 4 G.=Ges. 6976,09 Warenbestand(fertige Erzeugnisse) 13 747,45 Kassenbestand 37.— Posten, die d. Rechnungsabgrenzung dienen Summa Passiva Geschäftsguthaben d. verbleibenden Mitglieder Geschäftsguthaben d. ausscheidenden Mitg ieder Ausst. Pflichteinzahlungen auf den Geschäftsanteil (zum Nennwert) Gesetzl, Reservesonds(§ 7 Ziffer 4 Gen.=Gesetz) Betriebsrücklage GeschäftsanteilAuszahlungskonto Rückstellungen... 7629,74 Wertberichtigungsposten 2.826.20 Bankschulden(einschließlich Wechselschuld Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Lei= stungen Anzah ungen von Kunden Posten, die d. Rechnungsabgrenzung dienen Gewinn 1935/36 Summa 199,36 74 274,41 RM. 410.— 15.— 90.— 5 694,42 914,32 115.— 19 586,13 32 104,47 12.27 Bilanz am 30. Juni 1936 RM. 2 100.— 401.— 2554.— 50.— 61 065,07 229,15 802.34 2 684,06 2890.35 1986,5 74274,41 Gewinn= und Berlustrechnung Aufwendungen RM. Ausgaben für Zinsen. 2368,84 Ausgaben f. Provisionen, und dgl. Löhne und Gehälter Soztale Abgaben Sachliche Unkosten Besitzsteuern Sonstige Steuern Sonstige Ausgaben Abschreibungen an Anlage Zuweisungen an Rückstellungen 6 000.— Gewinn=Umbuchung Gewinn 1935/36 Summa Erträge Einnahmen aus Zinsen Einnahmen aus Provisionen, Gebühren u dgl. Erträge aus Beteiligungen Brutsogewinn aus Warenverkehr 19 212,51 Sonstige Einnahmen 295.68 Gewinn 1934/35 1830,01 Summa 23 156,40 Mitgliederzugang 1935/36: 1;=abgang: 3; Mitgliederbestand Ende 1935 36: 100. Die Haftsummen haben sich im Berichtsjahre vermindert um 1 000.— RM. Die Haftsummen betrucen Ende 1935/36; 50 000.— N M. Bäuerlich= Bezugs= und AbsatzGenossenschaft e. G. m. b H. Rinkerode Everding M. Freih. von Kerckerindk Dablboff.(9568 297,14 6 214,44 230,72 2019.35 4199 599,09 754,.38 813,93 1830.01 1986.51 23 156.40 NM 1421,85 304,55 91.80 Aktiva Dem Geschäftsbetrieb der Genossenschaft dienende Grundstücke Betriebs= und Geschäftsinventar einschl WerkPeleisen und Sace der zur Beteiligung bestimmten Werlpapiere Ausst. Pflichteinzah ungen auf den Geschäftsanteil (zum Nennwert) Forderungen aus Warenlieferungen u. Leistungen (einschließlich Wechselforderungen) Forderungen an Mitglieder 61 065,07 Forderungen gem.§ 33d Abs. 4 G.=Ges. 10 796.30 Warenbestand(fertige Erzeugnisse) 6734.10 Bankguthaben 6 856.71 Postscheckguthaben u. Guthaben b. Notenbanken Kassenbestand Posten, die d. Rechnungsabgrenzung dienen Bürgschafts= und Avalforderungen einschließl. Bürgschaftsforderungen aus Wechsel= u. Scheckbürgschaften u. Garantieverträgen 1 100.— Summa Passiva Geschäftsguthaben d. verbleibenden Mitglieder Ausst. Pflichteinzahlungen auf den Geschäftsanteil (zum Nennwert) Gesetzl. Reservesonds(§ 7 Zisfer 4 Gen.=Gesetz) Betriebsrücklage Rückstellungen für Säcke GeschäftsanteilAuszahlungskonto Wertberichtigungsposten Bankschulden(einschließl. Wechselschuld) Verbindlichkeiten aus Warenlieserungen und Leistungen 85 078.19 Anzahlungen von Kunden Posten, die d. Rechnungsabgrenzung dienen Bürgschafts= und Avalschulden einschließl. Verpflichtungen aus Wechsel= und Scheckbürgschaften und Garantieverträgen 1 100.— Gewinn 1985/36 877.97 Summa 83 476.43 Gewinn= und Verlustrechnung Auswendungen NM Ausgaben für Zinsen.. 2 229.65 Löhne und Gehälter Soziale Abgaben Sachliche Unkosten Sonstige Steuern Sonstige Ausgaben Abschreibungen an Anlagen Zuweisungen an Rückstellungen und Wertberichtigungsposten Gewinn= Umbuchung Gewinn 1935/30 Summa Erträge Einnahmen aus Zinsen Einnahmen aus Provi= sionen, Gebühren u. dgl. Erträge aus Beteiligungen Bruttogewinn aus Warenverkehr Sonstige Einnahmen Gewinnvortrag Summa richtsjahre vermehrt um 240,— R M., die Haftsummen vermehrt um 4 000.— RM. Die Haftsummen betrugen am Schluß d. Berichtsjahres 85 000 R M. Bäuerliche Bezugs= und Absatz. genossenschaft e. G. m. b Südkirchen i. Westf. Max Meinke Paul Hügemann(9566 83 476,43 RM. 800,— 50.— 12 949,82 8 700.— 700.— 100— 2385,74 21 500,— 3.41 331,30 4922.67 240,05 2087.48 386.40 732.82 463,95 2 400.— 1339,07 877.97 15 680,06 NM 1463.,96 1535. 82.80 11 221,04 37.45 1339,07 15 68006 Mitgliederzugang 1935 36: 4; Mit gliederbestand Ende 1935/36: 86. Die Geschäftsguthaben haben sich im Be Bilanz am 30. Juni 1936 Aktiva RM. Dem Geschäftsbetrieb der Genossenschaft dienende Grundstücke 13 000,— Sonstge Grundstücke und Baulichkeiten 20.— Betriebs= und Geschäfts= inventar einschl. zeuge und Säcke 2— Konzessionen, Patente, Lizenzen, Marken=, Fir= men= u. ähnliche Rechte 1.— Beteiligungen einschließlich der zur Beteiligung be= stimmten Wertpapiére 570.— Von der Genossenschaft geleistete Anzahlungen. 5.28 Forderungen aus Waren= lieferungen u. Leistungen (einschließlich Wechsel= forderungen 143 121.40 Forderungen an Mitglieder 143 121,40 Forderungen gem. 5 33 d Abs. 4 G.=Ges. 2 809.— Warenbestand(fertige Erzeugnisse) 17 228.86 Bankguthaben 30928.22 Postscheckguthaben u. Guthaben bei Rotenbanken 490.40 Kassenbestand 3 006.17 Bürgschafts= und Avalforderungen einschließlich Bürgschaftsforderungen aus Wechsel= u. Scheckbürgschaften und Garantieverträgen 11 571.91 Summa 208 378.33 Passiva NM Geschäftsguthaben d. verbleibenden Mitglieder. 8 624.54 Gesetzl. Reservesonds(5 7 Zisser 4 Gen.=Gesetz)„ 54 499.78 Betriebsrücklage 31 000.— Bausonds 9 000.— Ruckstellung für unsichere Forderungen 14 577.79 Bankschulden(einschließlich Wechselschuld) 8545.93 Verbindlichkeiten aus Wa= renlieferungen und Lei= stungen 44 974,4 Anzahlungen von Kunden 2 627.46 Sonderkredite.. 27 671,15 Posten, die d. Rechnungsabgrenzung dienen. 2959.51 Bürgschafts= und Avalschu den einschließl Verpflichtungen aus Wechselund Scheckbürgschaften und Garantieverträgen 11 571,91 Ninn 1935/36 8897.73 Summa 208 378.33 Ertrage Einnahmen aus Zinsen Einnahmen aus Provisionen, Gebühren u. dgl., Rabatte Erträge aus Beteiligungen Bruttogewinn aus Warenvertehr Erträge aus Nebenbetrieben Sonstige Einnahmen Gewinnvortrag aus 34/35 Summa 41 649,24 1 001.68 44187 4 192,31 5702 Mitgliederzugang 1935/36: 41; abgang: 16; Mitgliederbestand Ende 1935/36: 790. Haftsumme 237 000.— RM. Die Geschäftsguthaben haben sich im Berichtsjahre vermehrt um 993.19 RM., die Haftsummen vermehrt um 7 500.— R M. 19509 Bäuerliche Bezugs= und AbsayzGenossenschaft Kierspe=Bahnhof e G. m. b. 9 Fritz Jsenburg W. Reininghaus Gewinn= und Verlustrechnung Auswendungen NM Ausgaben für Zinsen.. 1915.21 Löhne und Gehälter 12 148 48 Sostale Abgaben 109892 Sachliche Unkosten 6 378.54 Besitzsteuern, sonst. Steuern 4 063.36 Sonstige Ausgaben 17 000.— Abschreibungen an Anlagen 3818.59 Abschreibungen an sonst. Aktiven| 12— Zuweisungen an Rückstellungen und Wertberichtigungsposten 21906 Gewinn= Umbuchung 4 192.3 Gewinn 1935/36 3097,73 Summa 57022 AM. 5 880.28 3 818,84 39 60 Bilang am 31. Dezember 1935 Ak1va NM. Geschäftsguthaben bei der Provinzial=Biehverw. 200.— Guthaben bei d. Spadaka Lichtenau 1438.40 Guthaben bei d. Spadaka Dringenberg 16090 Summa 1799,30 Passiva RM Geschäftsguthaben d. Mitglieder| 378.— Reservesonds 1061.86 Betriebsrücklage 246 19 Gewinn 1935 16295 Summa 179930 Gewinn. und Berlustrechnung NM. 37.55 21.40 11 003 48 11062.6 NM. Einnabme Gewinn aus dem Vorfahr Zinsen racht. Verk.=Gebühr und Erstattungen Summa Ansgabe Frachten. Fuhrlohn. Material. Sieuern, Formulare u. sonst. Ausgaben Berg. l. Geschl. Gewenn=Umbuchung 1934 Gewinn 1935 Summa 9813.9 1068.— 37.35 14295 11062 6 Mitgliederzugang 1935: 41; Mitgliederbestand Ende 1935: 118. Die Haftsumme beträgt 50.— N M. Gesamthaftsumme 5 900— N M. 19570 Biehverkaufs Genossenschaft ecmoh. zu Lichtenan(Westf.) Schomberg Pleininger, Leiseld Einladung zu der am 16. Januar 1977, nachmittags Uhr. im Gandof August Gruß. Sock. Osthofenstraße. stattfindenden Ordentlichen Generalversammlung der Westfälischen Kornverkaufogenossenschaft, eingettagene Genollenschaft mit beichtankter Haftpflicht. in Soest. Tagesordnung 1. Jahresbericht und Vorlage der Bilanz für das Geschäftsjahr 1045 36. 2. Revisionsbericht des Aufsichtsrates und Bericht über die gesetzliche Revision. 8. Genehmigung der Bilanz und Beschlußfaslung über die Verwendung des Reingewinns. 4. Entlastuna a) des Vorssandes, b) des Aufsichtsrates 5. Neuwahl bezw. Ergänzungswahl des Vorstandes 6. Neuwahl bezw. Erganzungswahl des Aufsichtorates. 7. Genehmigung einer Ge chättsordnung. Der Bersitzende des Aufsichterates Dieckmann. Großhundorf. 2. Januar 1937 Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen Seite 41 Auch im letzten Jahre konnte ich den Absatz bedeutend steigern, neue Freunde gewinnen, die begeistert die Überlegenheit des Fricke-Dreschers anerkennen. Diese Erfolge sind zum großen Teil auf die Empfehlungen der treuen Fricke-Kunden zurückzuführen. Ich danke daher auf diesem Wege allen meinen Geschäftsfreunden für die treue Mitarbeit. WILHELM FRICKE LAMSPRINGE/HANN. Uebertrag 161 309,51 Gesetzliche Reserven(§ 7 Nr. 4 des Gen.=Ges.). 3 560,02 Bilanz am 30. Juni 1936 Summa 67328,08 Gewinn= und Berlustrechnung Auswendungen RM. Ausgaben für Zinsen.. 2917.70 Ausgaben für eigenes Fuhrwerk 9271.53 Persönliche Unkosten a) Löhne und Gehälter 12 020,72 b) Lagerhalter= provision 3 212.73 c) foziale Abgaben 1262.59 16 496.04 Sachliche Unkosten 6 491.96 Besitzsteuern| 802.27 Sonstige Steuern 781.65 Sonstige Ausgaben.. 1 795.05 Abschreibungen an Anlagen 6270,94 Gewenn= Umbuchung| 37.38 Gewinn 1935/36 1 971.57 Summa 46 836.09 Erträge RM Einnahmen aus Zinsen. 584,11 Einnahmen aus Miete. 381.14 Bruttogewinn aus Warenverkehr u. Erzeugung 42 638.19 Erträge aus Neben= betrieben 3 178.68 Sonstige Einnahmen 66.59 Gewinnvortrag aus dem Vorfahr 3738 Summa 46 836.09 Mitgliederzugang 1935/36: 11;-abgang: 79; Miigliederbestand Ende 35/36: 452. Die Haftsummen haben sich im Berichtsjahr u. 6 800 R M. vermindert. Gesamthaftsumme 45 200 R M. Bäuerliche Bezugs= und AbsatzGenossenschaft Kreuztal e. G. m. b. H.(9557 Richard Schmidt Rudolf Müller. Bilanz am 30. Juni 1936 Aktiva RM. Betriebs= und Geschäftsinventar einschl Werkzeuge und Säcke 1 100.— Beteiligungen einschließl. der zur Beteiligung bestimmien Wertpaptere 1053,— Forderungen in laufender Rechnung(einschlließlich Wechselforderungen) 7.92 orderungen aus Waren= lieferungen und Leistungen(einschl. Wechselforderungen) 53 883,84 Forderungen an Mitglieder 53 883.84 Forderungen gem.# 33d Abs. 4 G.=Ges. 4 418.44 Gewinn= und Verlustrechnung Auswendungen RM. Ausgaben für Zinsen.. 2 494,84 Löhne und Gehälter.„ 5 410,10 Soziale Abgaben 289.17 Sonftige Steuern 584.78 Sonstige Ausgaben. 2 551.85 Abschreibungen an sonst. Aktiven 530.80 Gewinn= Umbuchung. 1392.46 Gewinn 1935/36 1 408,05 Summa 15 382,05 Erträge RM Vortrag pro 1934/35. 1392.46 Einnahmen aus Zinsen. 708,64 Erträge aus Beteiligungen 37.80 Bruttogewinn aus Warenverkehr 12 105.27 Sonstige Einnahmen. 1 137.88 Summa 15 38205 Mitgliederzugang 1935/36: 10;-abgang: 9; Mitgliederbestand Ende 1935/36: 120. Die Haftsummen haben sich im Berichtsjahre vermehrt u. 300,— R M. Gesamtbaftsumme 36000,— R M.(9564 Bäuerliche Bezugs= und Absatz= Genossenschaft Fürstenberg eGmbh. Schulte Günter Clausmeyer Broer Bekanntmachung Der Kaltblutzuchtverein Beerlage und Umgegend e G.m.b. H. in Beerlage, Kr. Coesfeld, ist in der Generalveisammlung vom 11. Februar 1936 gemäß des Statuts§ 47 aufgelöst. Zu Liquidatoren sind die Bauern Heint. Leiverding und Jos. Beckbauer, beide in Beerlage, bestellt. Die Gläubiger werden aufgefordert, sich lt.§ 82 des Genossenschaftsgesetzes zu melden. Heinr. Leiverding. Jos. Beckbauer. Bilanz am 31. Dezember 1935 Aktiva RM. Kassenbestand und Guthaben auf Reichsbankgiro= u. Postscheckkonto (Barreserve) 883,02 Anleihen u. Schatzanweisungen des Reichs und der Länder 10 338,50 Forderungen in laufender Rechnung 106 132,40 Festbefristete Darlehen. 54 904.83 Dauernde Beteiligungen einschl. der zur Beteili= gung best. Wertpapiere 3 000,— Betriebs= und Geschäftsausstattung 1.— Posten, die d. Rechnungsabgrenzung dienen.. 3 667,60 Forderung. an Vorstandsmitglieder u. dgl.(§ 33d Abs. 4 d. Gen.=Gesetzes) 18 153,80 Summa 178 927,35 Passiva RM. Gläubiger: Aufgenommene Gelder u. Kredite bei genossenschaftlich. ZentralkreditRückstellungen für Aufwertung 4 991,85 Wertberichtigungsposten. 8 889.62 Posten, die d. Rechnungsabgrenzung dienen.. 32.50 Gewinn 1935 143,85 Summa 178 927.36 Gewinn= und Verlustrechnung Einnahmen aus Zinsen und Provisionen 7881,94 Erträge aus Beteiligungen 90.— Sonst. Vermögenserträge 59,94 Summa 801.88 Mitgliederzugang 1935: 5;=abgang: 15; Mitgliederbestand Ende 1935: 137. Die ausst. Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile betragen 200.— R M. Brenkener Spar. und DarlehnskassenVerein e. G. m. u. H. zu Brenken. Hardes Junker(9567 Seite 42 Mochenblatt der Landesbauernschaft Westfe e. Sunuat 15. Vieh- u. Pferdemarkt Dienstag, den 5. Januar Burssteinfurt Westfälische Hengste-Nachkörung am Dienstag, 12. Januar 1937, 8.30 Uhr Hamm(Westt.)— Städtische Ausstellungshallen Vorgestellt werden 110 Kaltblut- u. 15 Warmbluthengste davon sind über 50 Kaltblut- und 5 Warmbluthengste 2½ jährig.— Verzeichnisse können Anfang Januar vom Verwaltungsamt der Landesbauernschaft Westfalen in Münster I. Westf., Schorlemerstraße 6, zum Preise von 1.50 RM. ohne Porto bezogen werden. Das Verzeichnis berechtigt zum Eintritt. Junghennen Rasse- und Legezuchten, kri 1936erMärz-Aprilbruten, guter Rasse- und Begendenten, kräftig und gesund, auch mit blutsfr. Hähnen. Garantie für lebende Ankunft. Rücknahme, wenn ausnahmsweise nicht gefallend. Weiß. amerik. Leghorn, à 5.50 Rebhl. Itallener, à 6.00 Rhodeländer u. Barnevelder. à 7.00: Bronzeputen, je nach Stärke, 9 bis 10 Maibruthennen kost. p. St. 0.50 weniger Zahlreiche Dankschreiben.— Tausende zufriedene Kunden Auttöhrlicher Prospekt kostenlos— Geflügelpart Bernh. Stroog. Mletberg 18(Westt.). 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W., Martin=Luther=Straße 25. 1. Die Bedeutung der praktischen rischaftsberatung innerhalb der Kleintierzucht(Geflügelzuchtberater Leitmann, Ascheberg); 2. Die Bekämpfung des wilden Geflügelhandels(Landesfachgruppenvorsitzender Tappe. Dort= mund); 3. Das Hühnerei, seine Entstehung und Zusammensetzung(Direktor Eickel. Hamm i. W.); 4. Die Verwertung der Eier und des Schlachtgeflügels(Geschäftsführer Marquard, Unna). Sonderlehrgang für Bäuerinnen, Lehr linge usw. am Dienstag, dem 19. 1. 1937, ab vormittags 10 Uhr. Ende gegen 18 Uhr, ebenfalls in der Gastwirtschaft Hallermann, Hamm l. W 1. Welche Aufgaben hat die Bäuerin in der Kleintierzucht zu erfüllen? Tierzuchunspettor Becer, Mün2. Die Haltung des Geflügels auf dem Bauernhof(Direktor Eickel. Hamm); 3 Das Schlachten, Rupfen und Dressieren des Geflügels mit praktischen Vorführungen in der Anstalt(Dtrektor Eickel, Hamm); 4 Besichtigung der Lehranstalt für Geflügelzucht(Führung Direktor Eickel, Hamm). 5. Lehrgang für Kleintierzüchter am Dienstag, dem 26. 1. 1937, a0 vormittaas 10 Uhr, Ende gegen 18½ Uhr, ebenfalls in der Gastwirtschaft mann. Hamm l. W. 1. Geflügelzucht und Obstbau(Landwirtschaftsrat Murseliek, Münster); 2. Geflügelzucht und Bienenzucht (Landwirtschaftsrat Dr. Becker, Münster); 8 Die Aufzucht des Geflügels in bäuerlichen Betrieben(Geflügelzuchtberater Töpfer, Soeft); 4. Was muß der Kleintierzüchter vom Verkaufsrecht wissen!(Dr. Leister, Münster); b. Welche Aufgaben hat der Seidenbauer zu erfüllen?(Fritz Platenan, Istrup(Lippe). Aenderungen vorbehalten. Die Kosten für jeden Behrgang betragen 3 RM. je Person, Lehrlinge zahlen die Hälfte. Die Anmeldungen zu diesen Lehrgängen müssen bei der Schnanstalt für Geflügetzucht in Hamm t. W., Saarlandstraße 28, und zwar spätestens 8 Tage vor Beginn eines Broe Höhere Landwietochaltoochute in Lüdinghausen M 6klassig(VI— UII). 1 Fremdsprache. Lehrfeld, Werkstatt Beginn des neuen Schuljahrs Dienstas. 18. 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Dezember 1936, verschied plötzlich und unerwartet nach kurzer, schwerer Krankheit unser langjähriger treuer und bewährter Mitarbeiter, der Leiter unserer landwirtschaftlichen Viehverkaufsstelle Rheda Herr Friedrich Potthoff im Alter von 52 Jahren. Sein frühes Hinscheiden bedeutet für uns einen achweren Verlust. Sein Leben war Aufopferung und treue Hingabe für die Ihm anvertraute Arbeit. Wir werden ihm ein dauerndes und ehrendes Andenken bewahren. Der Vorstand der westfälischen ProvinzialViehverwertungsgenossenschaft e. G. m. b. H. Baade Werdes Göokenjan Baumeister Rohmann vortee Seite 48 Wintertutter ist arm an Ultaminen und mineralstotten! †Füttern Sie deshalb täglich ein paar Gramm der wasserlöschen und denkbar leicht verdaulichen Mineralsalzmischung Calvisal(G.U.Nr.7289) bei.— Dann gibt es kelne Knochenerkrankunsen! aber hohe Tierleistungen! Fragen Sie Ihren Tierarzt! Chemische Werke vorm. H.& E. Albert A.-G., Wiesbaden-Blebrieh . 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