Sauerländisches Vollksblatt Altester Anzeiger des Sauerlandes+ Über 100 Jahre Heimat- und Kreisblatt im Kreise Olpe Druck u. Verlag: VERLAGSANSTALT F. X. RUEGENBERG OLPE Anzeigen-Grundpreise: Im Anzeigenteil 8 Pfg. Höhe in der Kleinspalte(22 mm breit); im Textteil 50 Pfg. für 1 mm Höhe in der Textspalte(62 mm breit). Man fordere liste Nr. 4. Bei Ewangsvergleich oder in Konkursfällen wird jeder Rabatt hinfällig. Gerichtsstand ist Olpe 1. Westf. TAGESZEITUNG für Politik, Unterhaltung und Belehrung Verantwortlicher Schriftleiter: PAUL ROBERT ROEDER OLPE Das„S V.“ erscheint täglich(außer sonntags). Monatlicher Bezugsprels: DM 3,50 einschließlich Zustellgeld, bel Postbeziehern DM 3,54 Incl. Postbestellgebühren, bei Abholung in unserer Geschäftsstelle DM 3,—. Geschäftsstelle: Olpe, Frankfurter Straße 16. Fernruf 241 und 242. Verlagspostamt: Olpe 1. Westf 119. Jahrgang— Nr. 123 Samstag, den 29. Mai 1954 Einzelverkaufspreis 15 Pf Beginn des Kölner Parteitags Brentano fordert Führung durch CDU Adenauer: Für das ganze Volk tätig sein Köln.(Korr.) Den Führungsanspruch seiner Fraktion im Bundestag meldete der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Bundestag, Dr. von Brentano. auf dem 5. Bundesparteitag der CDU gestern in den Kölner Messehallen an. Der Parteitag war von Dr. Adenauer mit dem Hinweis auf die Verantwortung der CDU eröffnet worden. Bundestagspräsident Ehlers betonte die christliche Verantwortung in der Politik. ten sich nicht wundern, wenn der Staat alles nähme. Ehlers bezeichnete es als seine Aufgabe, die Demokratie zu vermenschlichen. Er wandte sich gegen das Schlagwort von der Klerikalisierung. Die CDU sei nicht die Kirche, und die Kirche nicht die CDU. CDU im Bundestag Mit der Rolle der CDU im Bundestag setzte sich als dritter Redner Dr. von Dr. Adenauer, der erst am Sonntag seine grundlegende Rede halten wird, stellte bereits in seiner Begrüßungsansprache die Richtschnur für den künftigen Weg der CDU heraus. Die Verantwortung der Partei, für das ganze deutsche Volk tätig zu sein, begründete er mit dem Hinweis darauf, daß die politische und wirtschaftliche Lage der Bundesrepublik noch nicht endgültig gesichert sei. Um einen ruhigen Wiederaufbau zu ermöglichen, brauche die Regierung die breite Grundlage im Parlament. Ehlers: Demokratie vermenschlichen! Unter dem Stichwort„die geistige Struktur unserer Zeit“ sagt Dr. Ehlers. diejenigen, die vom Staat alles fordern, dürfAbgeordneten-Diäten erhöht Bundestag wegen des CDU-Parteitages nur schwach besetzt Bonn.(dpa) Der Bundestag verabschiedete gestern auf Antrag aller fünf Fraktionen ein neues Diätengesetz. Die monatliche Aufwandsentschädigung der Bundestagsabgeordneten soll vom 1. Juni 1954 an von 600 auf 750 Mark erhöht werden. Durch noch zu erlassende Ausführungsbestimmungen soll der bisherige pauschale Unkostensatz der Abgeordneten von monatlich 500 auf 700 Mark heraufgesetzt werden. Das Diätengesetz wurde vom Plenum des Bundestages in zweiter und dritter Lesung ohne Debatte verabschiedet. Der Bundestag war wegen des CDUParteitages nur schwach besetzt. Der Amnestiegesetzentwurf und die Beratung der großen SPD-Anfrage zur Aktion„Vulkan“ wurden wieder von der Tagesordnung abgesetzt. Über die Frage, ob die Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten in Berlin zusammentreten soll, hat der Bundestag ebenfalls noch nicht entschieden. Ein entsprechender FDP-Antrag ging an die Ausschüsse. ren bereits am Donnerstag bis auf das letzte Badezimmer ausverkauft. Am Montag empfängt Papst Pius XII. die nach Rom gekommenen 60 Kardinäle und rund 600 Erzbischöfe und Bischöfe. Russen für Visumzwang Wien.(Korr.) Der sowjetische Hohe Kommissar für Österreich, Iljitschow, lehnte es gestern in einer Sitzung des alliierten Rates für Österreich erneut ab, seine Zustimmung zur Aufhebung des Visumzwanges für deutsche Österreichreisende zu geben. Das sowjetische Veto konnte nach den Bestimmungen des Kontrollabkommens jedoch nicht wirksam werden, da es die übrigen Besatzungsmächte ablehnten, sich dem Einspruch anzuschließen. 94 Tote auf„Bennington“ Quonset Point(Rhode Island). Durch die Explosion auf dem 38 000 Tonnen großen USA-Flugzeugträger „Bennington“ sind 94 Soldaten ums Leben gekommen. 97 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften liegen im Krankenhaus, 45 von ihnen sind schwer verletzt. 101 Besatzungsmitglieder konnten nach ärztlicher Behandlung inzwischen entlassen werden. Brentano auseinander. Wenn die CDU einen Führungsanspruch im Parlament anmelde, so entspreche das angesichts der zahlenmäßigen Stärke der Fraktion wirklich gut den demokratischen Spielregeln. Zum anderen unterstrich Brentano die Bereitschaft seiner Fraktion. innerhalb der Koalition mit den Partnern in voller Loyalität zusammenzuarbeiten. Das quantitative Stärkeverhältnis solle dabei nicht betont oder gar mißbraucht werden. Todesurteil in Sowjetunion Moskau.(INS) Ein sowjetisches Gericht hat am Donnerstag zum erstenmal seit 1947 ein Todesurteil für ein nichtpolitisches Verbrechen ausgesprochen. Der sowjetische Staatsbürger Sadoroschny wird wegen Mordes unter erschwerenden Umständen durch Erschießen hingerichtet werden Mord„unter erschwerenden Umständen“ wird in der Sowjetunion seit Anfang Mai wieder mit dem Tode bestraft. FRAU DE CASTRIE. Die Frau des gefangenen Verteidigers von Dien Bien Phu, de Castries, forderte in Paris das In ernationale Rote Kreuz und die karitativen Verbände auf, für die Lieferung von Arzneimitteln an die französischen und kommunistischen Verwundeten zu sorgen. Die Besatzung von Dien Bien Phu sei beim Fall der Festung nicht in dem Zustand gewesen, einen langen Marsch in die Kriegsgefangenenlager auszuhalten. Neuer Moskau-Besuch Niemöllers Berlin.(dpa) Mehrere Persönlichkeiten der Evangelischen Kirche in Deutschland werden am 13. Juni unter Leitung Martin Niemöllers zu einem Besuch der russischorthodoxen Kirche in Moskau eintreffen. Zu den Mitgliedern der Delegation gehört auch der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche bei der Sowjetzonen-Regierung, Propst Grueber. Niemöller ist Leiter des kirchlichen Außenamtes der Evangelischen Kirche. Fremdenstrom nach Rom Rom.(Korr.) Ohne Unterbrechung strömen in diesen Tagen Wallfahrer aus aller Welt nach Rom, um am Wochenende an den Feierlichkeiten zur Heiligsprechung Papst Pius X. teilzunehmen. Fast hunderttausend Ausländer werden erwartet. Die römischen Hotels und Pensionen waVietnam soll geteilt werden Übereinkommen zwischen den Großmächten— USA-Aufbau-Hilfe für Rest-Vietnam Genf.(Korr.) Indochina wird, wie die Amerikaner und Briten übereingekommen sind, in einen kommunistischen und einen französisch-alliierten Staat geteilt werden. Allerdings bestehen die Amerikaner darauf, daß Laos und Kambodscha von den Vietminh-Streitkräften geräumt und nicht wie Vietnam in„Umgruppierungszonen“ zerlegt werden. Man glaubt zu wissen, daß Großbritannien der gleichen Auffassung ist. Die Teilung Vietnams und die von den Westmächten geforderte Sonderregelung für Laos und Kambodscha gelten als die kritischen Probleme der Sachverständigenbesprechungen, in denen seit gestern über einen gemeinsamen Entwurf für die Grundlinien eines Waffenstillstandsabkommens verhandelt wird. Britische Stellen warnten gestern davor, die Schwierigkeiten zu unterschätzen und von Sachverständigen eine Verständigung zu erwarten, die die Minister bisher nicht erreichen konnten. Bei der Delegation Vietnams hat die letzte Entwicklung Enttäuschung hervorgerufen. Man spricht von der Gefahr, daß die Verständigung der Großmächte durch eine Preisgabe Vietnams erkauft wird. Auf der anderen Seite will man wissen, daß die USA von Anfang an mit der Möglichkeit einer Teilung als einer realistischen vorläufigen Lösung gerechnet haben, wobei eine große wirtschaftliche und militärische Aufbauhilfe für Rest-Vietnam ins Auge gefaßt worden sei. säcke genäht werden. Ein Teil der dort arbeitenden Gefangenen ging plötzlich mit Messern, Scheren, Hämmern und langen Nägeln auf die Wärter los, die einen der Gefangenen wegen beständigen Sprechens verwarnt hatten. Im Nu war eine wilde Schlacht im Gange. Die Meuterer ergaben sich erst, als Verstärkung herangeholt und Kaltwasserduschen aus mehreren Schlauchleitungen verabreicht wurden. Genfer Panmunjom Genf.(Korr.) Nach fast einwöchiger Pause tagte gestern in Genf wieder die Vollsitzung der Koreakonferenz. Mehrere Sprecher setzten sich nachdrücklich für die Vorschläge des südkoreanischen Außenministers Pyun Yung Tai zur Wiedervereinigung Koreas ein. Die Sitzung wurde nach zweieinhalb Stunden beendet. ohne daß ein neuer Termin anberaumt wurde. Ein britischer Sprecher sagte, es liege kein Anzeichen für eine Absicht vor, die Verhandlungen abzubrechen. Ein chinesischer Sprecher erklärte, wenn die USAA eine realistische und versöhnliche Haltung einnähmen, sei eine Regelung der Koreafrage durchaus möglich. Der USA-Deiegationschef Bedell Smith lehnte die kommunistischen Koreavorschläge ab, weil sie gesamtkoreanische Wahlen vorsehen,„die nur dem Namen nach frei seien“. Pyun hatte gesamtkoreanische Wahlen unter Aufsicht der UNO vorgeschlagen. Nordkorea hat die Einsetzung einer gesamtkoreanischen Kommission zur Vorbereitung der Wahlen verlangt, in der Nordund Südkorea paritatisch vertreten sein sollen. Eine Wahlaufsicht der UNO lehnt Nordkorea ab und tritt für eine Überwachungskommission neutrale: Staaten ein. Bedingungen für Osthandel Straßburg.(Korr.) Der Wirtschaftsausschuß des Europarats hat in einem Bericht an die Beratende Versammlung drei Bedingungen für den Handel mit der Sowjetunion vorgeschlagen. Der Europarat wird voraussichtlich am heutigen Sonnabend zu dem vom deutschen SPD-Abgeordneten Kalbitzer vorgelegten Bericht Stellung nehmen. Kalbitzer schlägt in dem Bericht vor: 1. Die Sowjetunion muß Güter anbieten, die ihre europäischen Handelspartner brauchen und die ungefähr den an die Sowjetunion gelieferten Waren gleichwertig sind. 2. Die Sowjefunion muß garanvieren, daß sie auch bei einer Verschlechterung der politischen Lage ihre Lieferverpflichtungen erfüllen wird. 3. Die Sowjetunion muß mit der zwangsweisen Entnahme von Gütern aus den besetzten Ländern durch Besatzungsrecht aufhören. Kalbitzer warnt in seinem Bericht eindringlich vor einer Überschätzung der Aussichten im Osthandel. Die Exportkapazität des Ostens setze dem Handelsverkehr jedenfalls im Augenblick eine absolute obere Grenze. Kreditgeschäfte würden solange keine Anziehungskraft auf den Westen ausüben, solange das Vertrauen zwischen West und Öst nicht hergestellt sei. Hanoi wird verteidigt werden Franzosen rechnen mit Vietminh-Öffensive für Mitte Juni Russischer Kreuzer passiert Bosporus Attlees China-Reise— Teitgen fordert Ratifizierung Der sowjetische Kreuzer„Admiral Nachimoff“ und zwei Zerstörer passierten gestern aus dem Schwarzen Meer den Bosporus. Die Schiffe sind auf dem Wege nach dem albanischen Hafen Durazzo. Sie wollen dort einen Höflichkeitsbesuch abstatten. Das britische Auswärtige Amt behauptet, es sei über die Reise Attlees und Bevans nach Rotchina nicht konsultiert worden. Eine solche Konsultation ist in England auch nicht üblich. Henri Teitgen, der Parteivorsitzende der französischen Volksrepublikaner, forderte in Lille namens seiner Partei die Ratifizierung der EVG durch die Nationalversammlung. Die Deutsche Partei in NordrheinWestfalen hat beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde gegen das Landeswahlgesetz eingereicht. Drei amerikanische Großbomber unternahmen am Donnerstag einen Demonstrationsflug über Nikaragua, um zu zeigen, daß die Vereinigten Staaten dieses Land gegen jeglichen Angriff eines Nachbarn schützen würden. Kirchentagspräsident von Thadden hatte gestern in Berlin Besprechungen zur Durchführung des Leipziger Kirchentags Er suchte dabei auch den sowjetischen Hohen Kommissar Semjonow auf. In Genf werden zwischen der britischen und der chinesischen Abordnung Handelsbesprechungen geführt. In Australien finden am heutigen Sonnabend Parlamentswahlen statt. Der Negus ist in Washington eingetroffen und dort von Präsident Eisenhower herzlich willkommen geheißen worden. Die Schwanzflosse des Comet-Düsenflugzeugs, das in der Nähe der Insel Elba abgestürzt war, ist aufgefunden worden. Die britische Reglerung dementiert Meldungen, daß neue Suezverhandlungen aufgenommen worden seien. Riesige Heuschreckenschwärme aus Inner-Arabien fielen in Oberägypten ein. Die Kairoer Regierung setzte Hubschrauber zur Bekämpfung der Schwärme ein. Zwei Millionen Menschen besuchten am Himmelfahrtstag die holländische Küste. Das Thermometer verzeichnete 30 Grad im Schatten. Der Zustrom von Ausländern blieb hinter den Erwartungen zurück. Aus Deutschland waren nur wenige Tagesausflügler gekommen. Meuterei im Gefängnis London.(Korr.) Im Londoner Wandsworth-Gefängnis kam es zur schwersten britischen Gefängnismeuterei seit über 20 Jahren. Sie forderte fünf Verletzte unter den Wärtern und fünf unter den Gefangenen. Der Aufruhr entstand in dem großen Arbeitsraum, in dem die PostParis.(AFP) Der französische Verteidigungsrat vertrat nach Prüfung der Berichte der Generale über die militärische Lage in Indochina die Ansicht, daß Hanoi verteidigt werden soll. Die französischen Unionstruppen gaben am Donnerstag noch einen Stützpunkt südöstlich Hanois auf. Französische militärische Kreise rechnen für Mitte Juni mit einer Offensive der Vietminh-Truppen im Tonking-Delta. Es wird befürchtet, daß die Vietminh trotz der schweren Behinderung durch die Regenzeit zu einem großen Sturm auf das Delta ansetzen, solange dort noch keine größeren französischen Reserven als Verstärkung eingetroffen sind. Letzte Dachstein-Opfer geborgen Der Führer der Gruppe, Lehrer Seiler, und ein 16jähriger Schüler Linz.(APA) Die beiden letzten Opfor der Dachsteinkatastrophe sind gestern nachmittag gefunden worden. Es sind der Lehrer Hans Seiler und der Schüler Rolf Mößner. Die Leichen lagen einhundert Meter südlich der Speikberggrube. Österreichische Bergrettungsmannschaften waren seit 43 Tagen im Einsatz, als sie in den frühen Nachmittagsstunden des Freitags auf die beiden letzten Vermißten stießen. Der 42 Jahre alte Lehrer Seiler war der Führer der Heilbronner Gruppe. Der Schüler Rolf Mößner war 16 Jahre alt. Nach Goebbelschem Muster Berlin.(dpa) Der Ministerrat der Sowjetzone hat gestern beschlossen, im Gebiet der Sowjetzone und in Ostberlin vom 27. bis 29. Juli eine Volksbefragung über die EVG oder Friedensvertrag vorzunehmen. Nach der Verordnung sollen alle Wahlberechtigten in der Sowjetzone an diesen Tagen folgenden grundverlogenen Abstimmungsschein beantworten: „Sind Sie für einen Friedensvertrag und Abzug der Besatzungstruppen? Oder für EVG, Generalvertrag und Belassung der Besatzungstruppen auf 50 Jahre?“ Die Neuwahlen zur Sowjetzonenvolkskammer und den 14 Bezirksparlamenten sollen auf den 17. Öktober festgelegt worden sein. Am 15. Oktober läuft die vierjährige Legislaturperiode des Sowjetzonenpeulamente ab. Die zweite Hälfte des französischen Rekrutenjahrgangs 1954, die fristgemäß erst im Oktober dieses Jahres einberufen worden wäre, wird ab sofort einberufen. Öffensichtlich will man jetzt auch Dienstpflichtige nach Indochina schicken, statt wie bisher ausschließlich Berufssoldaten. Generalstabschef Ely soll vorgeschlagen haben, Marschall Juin nach Indochina zu entsenden. Der Abtransport der Verwundeten aus Dien Bien Phu ist abgeschlossen worden. Als letzte werden jetzt die Mitglieder des französischen Sanitätspersonals entlassen. Die Franzosen hingegen wollen 48 Stunden lang eine Straße nicht bombardieren, um den Abzug des Vietminh-Sanitätspersonals zu ermöglichen. Wie wird das Wetter? Weiterhin warm Ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa bestimmt weiterhin unser Wetter. Dabei gelangt vorübergehend feuchtere Luft nach Westdeutschland, wodurch die Bildung örtlicher Gewitterstörungen begünstigt wird. Vorhersage für Samstag: Fortbestand des sommerlich warmen Wetters. NNachmittags und abends zeitweise stärkere Bewölkung und örtlich gewitterhafte Schauer. Schwachwindig. Weitere Aussichten: Wenig Änderung. Das schlechte Beispiel G. St. Die meisten außereuropäischen Spannungen sind in der Mißachtung des Selbstbestimmungsrechtes der farbigen Völker zu suchen, das ihnen von den westlichen Großmächten verweigert wird. Diese Spannungen werden trotz aller Kompromisse und Pflästerchen so lange den Weltfrieden gewähren, bis das letzte unter Kolonialherrschaft lebende Volk die gleiche Freiheit genießt wie die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen. Diesen Völkern wird die eigene Unabhängigkeit immer näher liegen als eine Untersuchung darüber, ob die unter kommunistischer Herrschaft lebenden Menschen die Freiheit gefunden haben, für die sie zu„Rebellen“ geworden waren. Und deshalb werden die Unterdrückten immer wieder zu kommunistischen Waffen greifen, und der entscheidende Wandel wird nicht mit einer Demokratisierung der kommunistischen Welt beginnen, sondern mit einer Beseitigung aller Kolonialherrschaften im Bereich der westlichen Hemisphäre. Man kann die jungen Soldaten aus Europa und Amerika nicht in die Dschungel, Sümpfe und Wüsten schicken, um sich für die überlebten Prinzipien kolonialer Unterdrückung zu opfern, und gleichzeitig von der Verteidigung abendländischer, christlicher Kultur sprechen. Man kann nicht in sich das Gute verkörpert sehen, wenn man der kommunistischen Welt, in der man das Böse sieht. mmer wieder demonstriert, wie schlecht man ist. Das Gute kann so lange nicht gut soin, so lange es sich damit begnügt, nur ine Fassade zu sein. Diese und ähnliche Gedanken scheinen elzt auch in den Vorhöfen der westlichen Diplomatie herumzugeistern. Oder ist es nichts anderes, als erneut den Schein zu wahren, wenn Dulles erklärte, in Indochina nicht für die Aufrechterhaltung der Kolonialherrschaft kämpfen zu wollen. oder wenn die britische Regierung das Wahlrecht in Singapur bei einer Million Einwohnern von 7000 auf 30 000 Wahlberechtigte ausdehnen will? Beide Meldungen tragen nicht dazu bei, um das Odium eines schlechten Gewissens zu beseitigen. Es konnte nicht ausbleiben, daß die Kolonialvölker der ganzen Welt gebannt nach Dien Bien Phu geblickt hatten, und daß der Fall der Festung ausschließlich als ein Sieg der farbigen Welt empfunden worden ist. Schon zeigen sich die ersten Reaktionen: aus Marokko, Algerien und Tunis kommen alarmierende Nachrichten. In Kenia, Uganda und Südafrika schwelt die Glut: Statt dieser Entwicklung aber rechtzeitig die Berechtigung zu entziehen, werden winzige Pflästerchen auf große Wunden geklebt, oder, was noch verhängnisvoller ist: wird jede berechtigte Empörung mit Gewalt unterdrückt. Es gibt Menschen, die uns den Rat geben, woanders hinzublicken,„wenn hinten weit in der Türkei die Völker aufeinanderschlagen.“ Das konnte man sich gestern noch leisten... Der Entschluß der britischen Regierung, in Singapur eine neue Verfassung in Kraft zu setzen, die die Kandare etwas lockern soll, geht zwar von der Erkenntnis aus, daß die beste Verteidigung in der demokratischen Freiheit der Bevölkerung liegt. Aber wie dilettantisch ist die Annahme, daß dieses Ziel nicht erreicht werden könnte, indem man bei einer Einwohnerzahl von 1 Million statt bisher 7000 künftig 30 000 Einwohnern das Wahlrecht gibt! Von dieser einen Million sind 850 000 Chinesen! Wer, wie der Verfasser, einmal auf dieser Insel gewesen ist, wird wissen, daß Singapur keine englische oder malayische, sondern eine chinesische Großstadt ist. Und wenn einmal, wieder, wie im letzten Weltkriege, eine Armee durch den malayischen Urwald marschieren sollte, dann würde die„uneinnehmbare“ Festung ein zweites Mal vom Norden genommen werden. Die Wasserstraße zwischen Johore und der Insel Singapur, 1 km breit, ist kein Hindernis mehr. Was die Japaner fertiggebracht haben, würde auch die Belagerer von Dien Bien Phu nicht zurückhalten. Die Japaner waren die„Erbfeinde“ der Chinesen. Wie würden sich aber die 850 000 Chinesen auf Singapur verhalten, wenn auf dem anderen Ufer eine chinesische Armee aufmarschieren würde? Gewitter am Karibischen Meer Wird England Honduras verlieren? Bevölkerung für Vereinigung mit Guatemala— Waffen aus USA sollen diese Entwicklung aufhalten Die Waffenkäufe des Kaffeelandes Guatemala in den Ländern jenseits des Eisernen Vorhanges haben in der westlichen Welt die Befürchtung erweckt, daß Staatspräsident Jacobo Arbenz Guzman, angeblich schweizerischer Herkunft, die Zeit für gekommen erachtet, Guatemalas Ansprüche auf Britisch-Honduras mit Gewalt zu verwirklichen. Washington ließ daraufhin in aller Eile Waffen nach Nikaragua und Honduras verladen. Diese beiden südlichen Nachbarstaaten Guatemalas dürften wohl das Ziel der Maßnahmen Guzmans sein, Guatemala gilt seit Jahren als die„Sowjetrepublik“ Zentralamerikas. Die 3,8 Millionen Einwohner, meist Indianer und Mischlinge, wählten ein Parlament mit ausgesprochener Linkstendenz. Auch Staatspräsident Arbenz, der 1951 für sechs Jahre gewählt wurde, war Kandidat der Volksfront. Guatemala stand im 2. Weltkrieg in der Reihe der Gegner Deutschlands. 1945 erhob es eine Reparationsforderung von 80 Millionen Dollar, für die es als Gegenwert das deutsche Eigentum kassierte. Acht von neun Parlamentssitzen Amerikas Interesse an den Vorgängen in Mittelamerika bezieht sich vor allem auf Nikaragua. Zwischen den beiden Staaten besteht seit 1916 ein Vertrag, der den Amerikanern das Recht zum Bau des Nikaragua-Kanals sichert, der Atlantik und Pazifik verbinden und der Entlastung des Panamakanals dienen soll. Weit mehr gefährdet als Nikaragua ist jedoch der direkte Nachbar Guatemalas, Honduras, die nur 60 000 Einwohner zählende britische Kolonie mit der Hauptstadt Belize. Guatemala empfindet die Kolonie als„Pfahl im Fleische“. Es unternimmt seit vielen Jahren immer wieder Anstrengungen, um London zur Aufgabe dieser Kolonie zu bewegen. Das britische Nein beantwortete Guatemala mit Änderung der EVG diskutiert „Verschmelzung“ der Streitkräfte erst auf Armee-Basis Bonn.(dpa) Militärische Fachleute der Bonner Koalitionsparteien beraten seit einiger Zeit über die Möglichkeiten einer ung im Aufbau der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft. Auch zwischen deutschen und französischen Parlamentariern haben Besprechungen stattgefunden, um die militärischen Einwände gegen die EVG zu beseitigen. Die Überlegungen gehen vor allem dahin, daß die Verschmelzung der nationalen Streitkräfte in der EVG erst bei der Armee beginnen soll und nicht, wie im EVG-Vertrag vorgesehen, bereits beim Armeekorps. Die Franzosen ließen sich bei dieser Anregung von der Erfahrung leiten, daß eine Verschmelzung auf unterer Ebene zu viele Fehlerquellen bei der Befehlsübermittlung in sich birgt. Allerdings wird daran erinnert, daß es Frankreich war, das ursprünglich die nationalen Einheiten auf einer möglichst niedrigen Ebene in der EVG aufgehen lassen wollte. Die Besprechungen haben keine Alternativlösung zur EVG zum Ziel. Diese kann etwa durch die Bildung von Koalitionsarmeen erst zur Diskussion stehen, wenn die EVG am französischen Widerstand scheitern sollte. Saar-Debatte vertagt Hamburg.(dpa) Die Beratende Versammlung des Europarats beschloß, erst im September wieder über die Saarfrage zu beraten. In einer Entschließung sprach sie die Hoffnung aus, daß die Saarverhandlungen zwischen Deutschland und Frankreich bald zu einem Übereinkommen führen werden. In der französischen Hauptstadt protestierte der Außenpolitische Ausschuß des Rats der französischen Republik gegen die Straßburger Saargespräche. Er stellte fest, die Straßburger Saar-Gespräche seien geeignet, die Aufmerksamkeit von dem Hauptziel, der Wahrung der französischen und saarländischen Interessen, abzulenken. Den Krieg abschaffen Köln.(dpa)„Wenn wir nicht den Krieg abschaffen, schafft der Krieg uns ab“, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Pfarrer Dr. Wenzel als Diskussionsleiter des 171. Mittwochsgespräches in Köln. Wenzel erklärte, der Kriegsdienstverweigerer wolle es nicht besser haben als der Soldat an der Front. Er sei bereit, seinem Ziel auch unter der Gefahr durch Rettung Verwundeter zu dienen. Um einen dritten Weltkrieg zu vermeiden. so sagte Dr. Wenzel, müsse der Christ seinen Gegner aus dem Geist der Liebe überwinden wollen. Er forderte, von der Politik der falschen Angst abzugehen und sich der Politik der Geduld zuzuwenden. Sozialausschüsse der CDU Köln.(dpa)„Es ist unser Bestreben, den Zusammenhalt der Gewerkschaften zu sichern, aber nicht um jeden Preis“, erklärte Bundesminister Kaiser in Köln auf der sechsten Bundestagung der Sozialausschüsse der christlichdemokratischen Arbeitnehmerschaft, zu deren Vorsitzenden er von den Delegierten einstimmig wiedergewählt wurde. Die Sozialausschüsse forderten, daß bei der Neuordnung der Sozialversicherung diese nicht als Wohlfahrtseinrichtung für kleine Leute, sondern als Versicherungsgemeinschaft der Arbeitnehmerschaft angesehen werde. Molotow besuchte Bern Genf.(Reuter) Der sowjetische Außenminister Molotow stattete gestern vormittag der Schweizer Regierung in Bern einen Höflichkeitsbesuch ab. Die Anregung zu diesem Besuch, der in Genf Überraschung auslöste, war von ihm selber ausgegangen. einer intensiven Propaganda in Britisch Honduras. Sie hatte den Erfolg, daß die Vereinigte Volkspartei bei den Wahlen am 28. April acht der neun Sitze im Parlament eroberte. Dieses Ergebnis und die Feststellung des britischen Gouverneurs, die Volkspartei habe von der Gewerkschaftsunion Guatemalas für die Wahlen „Geld und andere Hilfe“ erhalten, veranlaßten die Londoner Regierung, die Verkündung der neuen Verfassung für Britisch-Honduras vorlaufig auszusetzen. Großbritannien verpflichtete sich Der Streit um Britisch-Honduras dauert im Grunde genommen schon fast 100 Jahre. Im Vertrag von 1859 verpflichtete sich Großbritannien, das die Kolonie 1853 in Besitz nahm, eine Verkehrsverbindung zwischen der Hauptstadt Guatemalas und Belize herzustellen. Als sich der Bau dieser Verbindung als unmöglich erwies, wollte sich Guatemala 1862 mit einer Abfindung von 50 000 Dollar zufriedengeben. London ließ sich jedoch auf diesen Handel Tunesien befürchtet neue Terrorwelle Tunis.(Reuter) Die Bevölkerung Tunesiens befürchtet eine neue Terrorwelle, ähnlich der Mau-Mau-Bewegung in Kenia. Einheiten der Fremdenlegion nahmen gestern die Suche nach den Terroristen auf, die am Mittwochabend französische Höfe in der Umgebung von Kef überfallen, fünf Siedler erschossen, die Frau eines der Opfer vergewaltigt, Häuser und Landmaschinen in Brand gesteckt und die Ernte vernichtet hatten. Zahlreiche französische Siedlerfamilien haben inzwischen ihre Wohnsitze verlassen und sich in den Schutz der Stadt Kef begeben. Zwei tunesische Senatoren haben Ministerpräsident Laniel telegraphisch aufgefordert. unverzüglich für den Schutz der Siedler in Tunesien zu sorgen. Dschungel-Hotel abgebrannt Das berühmte Treetops-Dschungel-Hotel in der Nähe von Nyeri in der britischen Kronkolonie, in dem im Februar 1952 die damalige Prinzessin Elisabeth die Nachricht vom Tode ihres Vaters erhielt, ist in der Nacht zum Donnerstag abgebrannt. Es wird angenommen, daß Mau-Mau-Angehörige für die Brandstiftung verantwortlich sind. Das Hotel war in einem gewaltigen Feigenbaum, hoch über dem Busch. verankert. Ganz in der Nähe liegt ein groBer Wassertümpel, wo sich das Großwild bei der Dämmerung zur Tränke einfindet nicht ein, worauf Guatemala in regelmäßigen Abständen die Räumung von Britisch-Honduras forderte. Das geschah zuletzt im Februar 1948 in so massiver Form, daß sich die englische Regierung genötigt sah, die Kreuzer„Sheffleld“ und „Devonshire“ nach Belize zu entsenden, die Truppen an Land setzten. Guatemala antwortete mit einer Teilmobilisierung, gab aber der amerikanischen Regierung gegenüber die Versicherung ab, es werde sich jedes Angriffs auf BritischHonduras enthalten. Auf der Konferenz Bogota im April 1948 meldete Guatemala seine Ansprüche erneut an. Die Konferenz beschloß, sie dem Haager Schiedsgericht vorzulegen. Dort liegen die Akten bis heute. Aachener Karlspreis für Adenauer Coudenhove-Kalergi:„Brücke über elf Jahrhunderte“ Aachen.(dpa) Im Krönungssaal des Aachener Rathauses wurde am Himmelfahrtstag dem Bundeskanzler Dr. Adenauer der Karlspreis der Stadt Aachen für 1954 überreicht. Unter dem Glockengeläut aller Aachener Kirchen nahm er die Verleihungsurkunde und die Karlsmedaille aus den Händen des Oberbürgermeisters Heusch entgegen. Der 1950 von Aachener Bürgern gestiftete Preis wird alljährlich am Himmelfahrtstag für besondere Verdienste um die Hessen-Sozialisierung abgeschlossen Grundsätzliche Zustimmung der CDU und FDP Wiesbaden.(dpa) Die langjährigen Auseinandersetzungen über die Sozialisierung in Hessen sind jetzt in ihr Schlußstadium getreten. Ministerpräsident Zinn(SPD) hat dem Landtag den Regierungsentwurf eines Abschlußgesetzes zum Sozialisierungsartikel der hessischen Verfassung vorgelegt, der auch die grundsätzliche Zustimmung der Oppositionspartelen (CDU und FDP) fand. Der Gesetzentwurf legt unter Berücksichtigung der Entscheidung des hessischen Staatsgerichtshofes die Mindestgröße der Betriebe des Bergbaus, der Eisen- und Stahlerzeugung, der Energiewirtschaft und des an Schienen und Oberleitungen gebundenen Verkehrswesens fest, die der Sozialisierung unterliegen. Die kommunalen Versorgungsunternehmen gelten bereits als in Gemeineigentum befindlich. Zinn teilte mit, jedes Unternehmen solle in derjenigen Rechtsform betrieben werden, die seiner Eigenart entspreche. Die Entschädigung werde allen Beteiligten und allen Belangen gerecht. Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion erklärte in der Aussprache, der Weg der Auffassungen bis zum Abschlußgesetz könne am besten mit der Überschrift versehen werden: Von der Ideologie zum Realismus. Der FDP-Redner sprach von einem Sieg der Vernunft, durch den die Grundsätze des Rechtsstaates wieder zur Geltung kämen. europäische Einigung verliehen. Zum erstenmal erhielt 1950 der Vorkämpfer der Pan-Europa-Idee, Graf Coudenhove-Kalergi, den Karlspreis. Ihm folgten 1951 der Leiter des Europakollegs in Brügge, Brugmans, und 1952 der italienische Ministerpräsident de Gasperi. Der vorjährige Karlspreisträger war der Präsident der Montanunion. Monnet. Bundeskanzler Dr. Adenauer apellierte an alle, dessen eingedenk zu sein, daß historische Möglichkeiten wie die Einigung Europas selten wiederkommen, wenn sie einmal versäumt worden sind. Graf Coudenhove-Kalergi erklärte:„Hier und heute schlägt die Kaiserstadt Aachen eine Brücke über elf Jahrhunderte vom europäischen Karl dem GroBen zum europäischen Staatsmann Konrad Adenauer“. Mangel an allen Enden Berlin.(dpa) Daß es in der Sowjetzone noch immer an Bedarfartikeln verschiedenster Art fehlt, bestätigt das SED-Zentralorgan„Neues Deutschland“. Der Mangel mache sich besonders bei Haushaltsartikeln bemerkbar. Angefangen vom Topf bis zum Durchschlagsieb führt die Zeitung eine Liste von Artikeln an, die vergeblich auf den Wunschzetteln der Hausfrauen stehen. Auch Häufelpflüge, Laubrechen und Gartenschläuche seien nicht lieferbar. Die Gärtner verlangten Gießkannen. die aber nur für Industriezwecke zur Verfügung ständen. E Roman von Curt Maronde COPYRIGHT MUNCHNER ROMAN-VERLAG 1000000oo „Ach ihr Männer wollt immer alles so schrecklich genau wissen. Seit wann? Seit wir uns wiedersahen. Nach meiner Hochzeit. Nach Papas Tod. Bei der TestamentsEröffnung. Ja, da ist es plötzlich passiert, ich weiß selbst nicht, wie. Als ob ein Pfeil mit süßem Gift in mein Herz drang, immer tiefer. Ich wußte plötzlich, daß du mich damals nicht belogen hattest. Es war ein feuriger Strom, der sich nicht eindämmen ließ. der mich einfach überflutete und mitriß.“ „Du wolltest ihn wohl gern eindämmen?“ „Das wollte ich gar nicht. Sag nicht wieder sowas Dummes. Und nun liebe ich dich eben und bin glücklich und sehr stolz auf dich.“ Ich fühlte unsere Herzen schlagen, ga gleichmäßig schlugen sie. Franca sti einen leisen, seligen kleinen Seufzer a „Liebe. Ein Zauberwort. Das' wunde oarste aller magischen Worte. Du mußt n sehr oft sagen, daß du mich liebst. Hö au überhaupt zu. Du lachst stillvergnü In dich hinein. Aber ich weiß genau, w du denkst. Immerhin nett, daß du es he noch gar nicht ausgesprochen hast. D Ich jetzt einem anderen gehöre, denk du. Und irrst dich gewaltig. Ich gehöre n noch dir. Und keinem anderen! Nie me einem anderen, nie.. Ich küßte ihr die Worte von den Li pen weg. Minuten voll Zärtlichkeit. Her klopfen. Verliebtes Geflüster. Hastig Atmen. Neue Zärtlichkeiten. Wir vergaßen, wo wir waren, wir vergaßen die ganze Welt um uns. Ich weiß nicht, wielange wir so dort lagen, zwischen Sand, Meer, Sonne und Himmel, die Zeit stand still. Es klang zuerst wie ein Ruf aus anderer Welt, ich hörte es im Unterbewußtsein, wie im Traum: „Signori! Signori!“ Ich schlug die Augen auf. Eine Wolke hatte sich vor die Sonne geschoben. Ein kühler Windstoß wehte über den Strand. „Signori!“ Ich wandte den Kopf und sah am Rand des Pinienwäldchens zwei blaue Hosenbeine, eine Strickweste, ein Wollkäppi. Der alte Fischer hatte den Arm erhoben und deutete nach oben, in die Pinienwipfel. Ich sah hoch. Hinter dem Wäldchen stand eine schwarzviolette Wand aus brodelnder Düsternis, von Blitzen durchzuckt. „Franca! Schnell!“ Ich half ihr auf und in den Mantel, zog meinen Mantel beim Laufen an. Solche plötzlichen Gewitter von großer Heftigkeit suchen den Golf im Winter häufig heim. Als wir Porto d’Ischia erreichten, war der Himmel schon pechschwarz und der Horizont flammte von roter Glut. Die Wellen brüllten gegen die Lavaklippen, Donner krachten, jeder Blitz erleuchtete grell eine wildschäumende See, die sogleich wieder in Nacht versank. In Kirchen und Kapellen läuteten die Glocken, Fischerfrauen und Mädchen lagen betend, aufschreiend, sich bekreuzigend vor den Altären und Heiligenbildern. Ich stand mit Franca unter einer vorgebauten Terrasse und hatte meinen Mantel um unsere Schultern geschlagen. Ihr Kopf lag an meinem Hals, ich spürte, wie sie zitterte. „Es ist ein schlechtes Omen, Fred“, flüsterte sie,„ich hab solche Angst, Fred.“ „Unsinn“, sagte ich,„alte Unke. Jetzt bin ich doch da und paß auf dich auf.“ Neben uns stand der alte Fischer mit einem barfüßigen Jungen, der einen Engelskopf hatte und die wunderschönsten dunklen Augen. „Sieh dir den Knirps an“, sagte ich, „der hat gar keine Angst, der ist schon ein kleiner Mann.“ Das Gewitter dauerte zwei Stunden, dann zog es weiter, der Donner erstarb, nur die Blitze leuchteten noch lange. Kein Tropfen Regen fiel auf der Insel. Die Motorbarke fuhr mit großer Verspätung nach Pozzuoli zurück. Franca schlief in meinem Arm. Ich sah Ischia kleiner werden, die untergehende Sonne färbte den Abendnebel dunkelrot, der kleine Hafen war nur noch eine purpurne Wolke. In Pozzuoli stand mein Wagen noch auf demseiben Fleck. Ich erinnerte mich genau, daß ich die Türen abgeschlossen hatte. Der Zündschlüssel steckte in meiner Tasche. Jetzt war die Tür offen, jemand hatte das Parklicht eingeschaltet, damit der Wagen vorschriftsmäßig beleuchtet war. Francas Weihnachtspaket lag unberührt auf dem Rücksitz. 22. Für den nächsten Vormittag war ich um elf mit dem Reeder Gioelli verabredet. Ich fuhr erst ins Büro nach Bagnoli. Als ich mein Zimmer betrat, war es kurz vor neun. Das Zimmer roch penetrant nach Nelken. Ich rief Mirella herein.„Also, ein abscheuliches Parfüm haben Sie heute, Signorina. Ich hätte Ihnen einen besseren Geschmack zugetraut. Nelken. Das kommt gleich hinter Maiglöckchen. Aber vielleicht ist es der Geschmack Ihres Verlobten?“ Mirella war beleidigt.„Ich habe keinen Verlobten. Und Nelkenparfüm hab ich noch nie benutzt.“ „Welche Frau war denn hier im Zimmer? Mit wem machen Sie private Schwätzchen, wenn ich nicht dabei bin?“ „Ich mache hier keine Schwätzchen, Signor Martisen. Dafür haben wir das Schreibmaschinen-Zimmer.“ „Na schön, dann wars die Reinemachefrau. Was gibts sonst Neues?“ „Ein Funzionario der Questura war hier. Er hat eine Viertelstunde auf Sie gewartet, dann ist er wieder gegangen.“ „Magrelli!“ rief ich.„Der Nelkenduft ist aufgeklärt, Mirelli, können Sie mir verzeihen? Es war doch Kommissar Magrelli?“ „Seinen Namen hat er mir nicht sagen wollen.“ „Und was wollte er zu so nachtschlafender Zeit?“ „Auch darüber schwieg er sich aus. Streng vertraulich.“ „Die Herren von der Questura machen sich gern wichtig. Alles ist für sie furchtbar geheim. Welch Glück, daß ich nicht hier war. Und jetzt rufen Sie mir bitte Signor Bucci von der Transportabteilung.“ „Der liegt im Krankenhaus, Signor Martisen. Mit einem Bein in Gips. Er ist von einem Lastwagen gestürzt. Signor Toffarelli vertritt ihn.“ Signor Toffarelli war ein vergilbtes, zerbrechliches Männchen, sein Gesicht glich einer ungebackenen Semmel, mit Bartstoppeln garniert. Ich teilte ihm mit, daß die Reederei Gioelli wieder mal einen Auftrag bekommen sollte. Auf meine Frage, warum das zweckmäßig sei, hatte er die stereotype Antwort:„Don Borda hat das Gegenteil bestimmt.“ „Das ist lobenswert, Signor Toffarelli“. sagte ich,„wirklich sehr lobenswert, daß Sie Don Bordas Anordnungen so eisern befolgen. Doch die Zeiten ändern sich. Wie rasend schnell. Über Nacht. Ist Ihnen als Kaufmann das noch nicht aufgefallen? Sehen Sie, und Don Borda ging immer mit der Zeit; der hatte einen feinen Riecher für ihre Launen, für Brisen und Gegenwinde und aufziehende Stürme. Sie dürfen ihr Gewissen also beruhigen und die Verantwortung mir überlassen.“ „Die Verantwortung für die Transportsachen trägt Signor Bucci.“ „Im Augenblick trägt er zwel Kilo Gips im Verband. Und nun flink, Signor Toffarelli, ich brauche die Unterlagen, Frachtsätze, benötigter Laderaum und so weiter. Bis halb elf muß das fertig sein, verschieben Sie also Ihr Frühstück auf später. Wird das gehen?“ „Si, Signor Martisen“, sagte Signor Toffarelli und zog ab, in seinem Innern fest überzeugt, daß ich die Firma Borda& Co. in Rekordzeit zugrunde richten würde. In der Tür stieß er mit Magrelli zusammen. „Guten Morgen, Herr Kommissar“, riet ich und wies auf den Besuchersessel.„Wir haben uns ja eine Ewigkeit nicht gesehen Nett, daß Sie mich mal besuchen“ (Fortsetzung folgt) Fast eine halbe Million Francs erzielte bei einer Kunstversteigerung ein Bild von Degas, das dieser seinerzeit selbst für nicht ganz 5000 Francs einem Händler verkauft hatte. Einer seiner Freunde fragte empört. ob er gegen dies Mißverhältnis zwischen gezahltem und erzieltem Preis nicht angehen wolle. „Hat keinen Zweck“, gah Degas ruhig zurück.„Wir Künstler sind in der gleichen Lage wie Rennpferde. Die bekommen aucl. nichts ab, wenn sie einen großen Preis nach Hause bringen und müssen mit ihrer Haferration vorlieb nehmen!“ 119. Jahrgang— Nummer 123 Sauerländisches Volksblatt Altester Anzelger des Sauerlandes 4 Über 100 Jahre Helmat- und Kreisblatt im Kreise Olpe Samstag, den 29. Mai 1954 Saison auf dem Schützenplatz Olpe. Das Paradies der Olper Schützen ist nunmehr auf dem Imberg prächtig erblüht. Die schon in den letzten Jahren neu geschaffenen Anlagen nehmen sich jetzt ganz besonders schön aus. Und der Blick über die Stadt oder ins Biggetal ist sehr reizvoll, besonders bei so schönem Wetter, wie wir es am Himmelfahrtstag zu verzeichnen hatten. An diesem Feiertag wurde die erste größere Veranstaltung für die neue Saison auf dem Schützenplatz abgehalten. Der Musikzug der Freiw. Feuerwehr, der demnächst wieder zu einem internationalen Wettbewerb nach Holland fahren wird, bot unter der Leitung von Kapellmeister Karl Kretschmer ein volkstümliches Konzert, das den Beifall der zahlreichen Besucher fand. Abends spielte die Musik zum Tanz im Freien auf. Es war ein fröhliches Erlebnis! Zwischendurch hörte man den Schützenmarsch, der allen in Erinnerung brachte, daß jetzt wieder der Reigen der Schützenfeste in unserer sauerländischen Heimat beginnt und im Sommer auch auf dem hiesigen Schützenplatz wieder das große Olper Schützenfest begangen wird. vom Marktplatz abfährt. Evtl. können bei sofortiger telefonischer Anmeldung (Ruf-Nr. Olpe 646, Nebenanschluß 267) noch einige Interessenten mit dieser Sonderfahrt mitgenommen werden. Die Frauen und Mütter der St. Martinus-Pfarrgemneinde unternehmen bekanntlich am 31. Mai eine Wallfahrt zur Muttergottes auf der Dörnschlade. Die Inhaberinnen der grünen Karten fahren am Montag um 12.50 Uhr mit der Bahn nach Gerlingen; die Inhaberinnen von weißen Karten mit dem Omnibus um 14 Uhr ab„Kölner Hof“. Es wird gebeten, das Wallfahrtsbüchlein für die Feier des Marianischen Jubiläumsjahres mitzubringen. Diese sind noch am Schriftenstand in der Pfarrkirche und auf dem Pfarrbüro zu haben. Es wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß sich weitere Teilnehmerinnen für die Wallfahrt in der Buchhandlung Pape melden können. Der erste Hochbetrieb seit Eröffnung unseres Freischwimmbades im Dohm war am Donnerstag zu verzeichnen. War auch das Wasser noch kühl, so hatten doch die Badelustigen— insbesondere die Jugend — große Freude. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, daß die Dienststellen des Ordnungs-, Flüchtlings- und Sozialamtes am Montag, dem 31. Mai, geschlossen sind. Eine Besprechung des Jahrgangs 1928/29 findet heute um 20 Uhr im„Kölner Hof“ statt. Es sollen die Vorbereitungen für eine in Kürze geplante Klassenfeier getroffen werden. Alle Jahrgangsmitglieder sind herzlich eingeladen. Die Friseurgeschäfte der Stadt Olpe sind auch am kommenden Montagnachmittag ausnahmsweise geöffnet und zwar mit Rücksicht auf die bevorstehenden Pfingstfeiertage. Rhode hat weiter Fehlbetrag Ständiger Fehlbetrag noch erhöht- Geringere Zuwelsung 100 Kinder freundlich aufgenommen Leben und Treiben im St. Gerhardus-Kinderheim Drolshagen Olper Stadtspiegel Für unsere kranken Mitbürger war es am Mittwochabend ein sehr tröstliches und seelisch auffrischendes Erlebnis, als ihnen das Lourdes-Licht an ihre Krankenlager und in die Krankenstuben gebracht wurde. Sie hatten Sehnsucht danach und viele Anmeldungen lagen vor. Ein besonderer Dank gebührt den weiblichen Jugendgruppen der St. Martinus-Pfarrei, daß sie sich bereit fanden, das Licht herumzutragen und so den Kranken seelisch und religiös behilflich zu sein! Die Prozession am Himmelfahrtstag nahm bei unerwartet schönem, sonnigem und warmem Wetter unter stärkster Beteiligung— auch der Männerwelt— ihren Weg über den Kreuzberg. Auf dem DJK-Sportplatzgelände fanden die Teilnehmer genügend Platz vor dem ersten Segensaltar, so daß man die ganze Prozession dort überblicken konnte. Eine solche Möglichkeit, die erstmalig in dieser Weise zu verzeichnen war, wurde allgemein begrüßt. Betend, singend und mit Musik der Olper und Saßmicker Musikkapellen begleitete die Olper Pfarrgemeinde den eucharistischen Heiland durch die Fluren, die gesegnet wurden. Der Ausflugsverkehr war am Himmelfahrtstag infolge des überraschend schönen Maiwetters den ganzen Tag über sehr lebhaft. Ununterbrochen rollten die Motorfahrzeuge— vom farbigen Motorroller bis zum schnittigen Omnibus— über die Durchgangsstraßen. Fahrt nach Marsberg. Die geplante Autobus-Sonderfahrt der Heimatvereine am Sonntag zum Sauerländischen Heimattag nach Niedermarsberg fällt wegen zu geringer Beteiligung aus. Es fährt somit lediglich der Sonderomnibus des Kreisjugendringes, der bereits heute um 15 Uhr Drolshagen. Im St. Gerhardus-Kinderheim sind z. 2. über 100 Kinder im Alter von 4 bis 15 Jahren vom Sozialministerium für sechs Wochen in Erholungskur. Sie kommen aus den Gebieten von Aachen, Mönchen-Gladbach, Düsseldorf, Köln, dem Ruhr-Revier bis hinauf nach Hannover. Von der Mehrzahl der Kinder sind die Väter im Kriege gefallen. Gleich beim Eintritt in das Kinderheim ist man überrascht von den vorzüglich ausgestalteten Aufenthaltsräumen, den Schlafräumen und Spielplätzen. Recht wohltuend verspürt man die innere Verbundenheit zwischen Schwestern, Kindergärtnerinnen und dem leitenden Arzt Dr. Helerle. Man erkennt, was das besondere Anliegen der Zeit ist, indem man den Kindern solche Erholung ermöglicht Nicht zu vergessen ist die gute Küche, die im Hause geführt wird. Wurden doch bei vielen Kindern Gewichtszunahmen von fünf und noch mehr Kilo festgestellt. Wenn es nach Beendigung einer Kur wieder Abschied zu nehmen gilt, so sieht man die Kinder oft mit verweinten Augen in die bereitstehenden Omnibusse steigen. Der Abschied fällt ihnen nach einem so schönen Aufenthalt schwer. Die Kinder werden zu den Heimat-Sammelstellen gebracht, wo sie von ihren Angehörigen in Empfang genommen werden. Alle Kinder nehmen eine gute Erinnerung mit, nicht aber nur von dem Hause selbst, sondern auch von jenen Kräften, die sie während ihres Erholungsaufenthaltes im St. Gerhardus-Kinderheim betreuten. E. nen in La Salette im Pilgerheim und an den anderen Tagen in besten Hotels der Schweiz. Die Fahrtauslagen(ohne Nachtfahrt) einschließlich guter Verpflegung und Unterbringung betragen DM 260,—. Meldungen sind an die Arbeitsstelle„Die F:au in der Welt“, Paderborn, Domplatz 11. bis spätestens zum 20. Juni zu richten. Rhode. Für die Gemeinde Rhode und Amtsbürgermeister Kleine ist es nun schon seit Jahren ein sehr drückendes Bewußtsein, daß man finanziell einfach bei der derzeitigen Entwicklung mit den kommunalen Geldern nicht auskommen kann. Diese reichen nicht einmal für die dringendsten Aufgaben. So mußte die Gemeindevertretung bei der Aufstellung des Haushaltsplanes für 1954 erneut einen Fehlbetrag buchen und zwar in Höhe von 35 000 DM. Die Einnahmen betragen 118 500 DM und die Ausgaben 153 500 DM. Die Gemeindevertretung gab in ihrer letzten Sitzung ihre Zustimmung zum neuen Etat. Wie Amtsbürgermeister Kleine in der Sitzung ausführte, schloß schon der Etat 1952 mit einem Fehlbetrag von 34 000 DM. ebenso hoch war das Minus im Rechnungsjahr 1953, und diesmal hat es sich noch um 1000 DM erhöht So wird dieser Fehlbetrag von Jahr zu Jahr weitergeschleppt und es besteht kaum Aussicht, ihn loszuwerden. Die im Entwurf des Finanz- und Lastenausgleichsgesetzes vorgesehene Verbesserung der Finanzen steuerschwacher Gemeinden durch sog. Aufstockungsbeträge bringt der Gemeinde praktisch nichts ein. Unglücklicherweise war nämlich die Steuerkraftzahl im vergangenen Jahre durch Nachzahlungen so hoch, daß die Mehreinnahmen an Schlüsselzuweisungen sich nur auf 4100 DM beliefen. Gleichzeitig aber stiegen die Ausgaben Mütterberatungen Kreis Olpe. In der kommenden Woche finden folgende Mütterberatungen statt: am Dienstag um 14.30 Uhr in Hünsborn (Schule) und um 16 Uhr in Ottfingen (Schule); am Freitag um 14.30 Uhr im Gesundheitsamt in Olpe. Erheblich verletzt Meggen. Am 27. Mai fuhr ein Kradfahrer auf einen Lkw und wurde erheblich verletzt. Der Verletzte mußte ins Krankenhaus eingeliefert werden. Willst Du der Nächste sein? Olpe. Vor dem Gebäude der Kreispolizei in der Westfälischen Straße wurde ein großes Transparent zu den Verkehrswochen angebracht. Die dort genannten Zahlen über Verkehrsunfälle sind beachtenswert. U. a. wird mitgeteilt daß in diesem Frühjahr bereits acht Verkehrstote im Kreise Olpe zu verzeichnen waren. Während der Sicherheitswochen lautet die Parole: Vorsicht und Rücksicht! — Diese Parole gilt vornehmlich auch für die Landgemeinden. Sie ist besonders beim Viehtreiben auf den Straßen zu beachten! Coca-Cola bereitete große Freude Germinghäuser Vertrieb brachte acht Gewinner nach Wuppertal Pilgerfahrt berufstätiger Frauen Durch die Schweiz nach La Salette Kreis Olpe. Aus Anlaß des Marianischen Jahres wird von der Arbeitsstelle der berufstätigen Frauen in Paderborn mit dem Reisebüro Dr. Hegener, Dortmund, vom Montag, dem 28. Juni,(morgens 8 Uhr ab Dortmund) bis Dienstag, den 6. Juli(abends), eine neuntägige Pilgerfahrt mit dem Autobus durch die herrliche Schweiz unternommen mit dem Höhepunkt in La Salette. In 1800 m Höhe liegt die Erscheinungsstätte mit Basilika, Kloster und Pilgerheim in verlassener Bergesstille. Inmitten der grandiosen einsamen Berglandschaft, wo Natur und Geist sich miteinander verbinden, wird die Seele geläutert im Bewußtsein der Erscheinung der Gottesmutter und ihren fordernden Anruf zur Sühne und Buße. Unterkunft und Verpflegung finden die TeilnehmerinWuppertal(Eig. Bericht). Wenn man ihnen sagen würde. Sie könnten eine Reise ins„Land Ihrer Träume“ unternehmen, würden Sie dann nein sagen? Wohl kaum! Und so dachten sich auch einige Millionen von Coca-Cola-Trinkern im Westen der Bundesrepublik und machten mit beim Preisausschreiben der deutschen CocaCola G. m. b. H. zum 25jährigen Jubiläum der Herstellung des volkstümlichen Getränks in Deutschland. Wie in Düsseldorf, in Hamburg, in Essen, Wuppertal und Frankfurt, so war es auch im Sauerland. Tausende von richtigen Einsendungen gingen bei der Fa. A. Lütticke in Germinghausen ein. Das Los entschied sich für acht Männer und Frauen. Bei der Codra G. m. b. H. in WuppertalHahnerberg wurden dann unter 25 Gewinnern aus Westdeutschlands größten Coca-Cola-Bezirken die Hauptpreise ausgelost. Die Gewinner der Fa. Lütticke aus Siegen, Kreuztal, Niederschelden, RothHamm und Lichtringhausen fuhren recht gespannt in die bergische Metropole. Spielte doch jeder insgeheim mit dem „tröstlichen“ Gedanken, den Hauptgewinn — eine funkelnagelneue Vespa— nach Hause zu nehmen.„Mit dem Kühlschrank wäre ich auch zufrieden gewesen“, meinte für die Kreis- und Amtsumlage aus den gleichen Gründen um insgesamt 8200 DM, obwohl der Prozentsatz der Kreisumlage bestehen blieb und der der Amtsumlage sogar um sieben Prozent gesenkt wurde. Große Sorgen bereitet der Gemeinde Rhode weiterhin der Wegebau, für den nur wenig Geld ausgeworfen werden kann. Eine Besserung kann nur eintreten, wenn der vorhandene Fehlbetrag aus dem Rechnungsjahr 1953 durch den Ausgleichsstöck gedeckt wird. Es wäre wünschenswert, daß der hilfsbedürftigen Gemeinde dieser Wunsch in Erfüllung geht. Im Augenblick ist übrigens noch nicht daran zu denken, die gesetzlich vorgeschriebenen Rücklagen anzusammeln. Bei der mißlichen Finanzlage von Rhode versteht sich das von selbst. Olper Filmschau Farbfilm„Königliche Hoheit“ Olpe. Eine der zauberhaftesten Liebesgeschichten der Welt schrieb Thomas Mann unter dem Titel„Königliche Hoheit“. Der gleichnamige Farbfilm— frei nach dem berühmten Buch gestaltet— fand in Dieter Borsche einen idealen Prinzen Klaus Heinrich und in Ruth Leuwerik eine Imma, wie sie reizvoller nicht zu denken ist. In dem von Dr. Harald Braun mit liebender Sorsfalt gemachten Farbfilm gibt eine deutsche Residenz den Rahmen für die große Liebe zwischen einem Prinzen und einer jungen Amerikanerin.„Königliche Hoheit“ läuft ab heute im hiesigen Filmthater. Der Film wird als einer der besten deutschen Farbfilme bezeichnet; er wird auch beim Olper Filmpublikum großem Interesse begegnen. „Der Sohn von Ali Baba“ Ein weiterer Farbfilm steht am 29 und 30. Mai auf dem hiesigen Filmprogramm; das Filmmärchen„Der Sohn von Ali Baba“. Es ist ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht, in sprühenden Farben und einer dramatischen Handlung dargeboten. Beim Titelhelden handelt es sich um den Sohn jenes berühmten Vaters, der mit seinen vierzig Räubern Karriere machte. Der ganze Zauber des Orients ist in diesem Hollywood-Film eingefangen. Hauptdarsteller: Tony Curtis als Ali Babas Sohn und Piper Laurie als Prinzessin Kiki. Die Regie führte Kurt Neumann. die junge Christel Groos aus Niederschelden. Das Mädchen aus der Bühlstraße 10 bekam allerdings einen— Herrenknirps.„Kann man auch gebrauchen“, reagierte sie gut aufgelegt. Und auch sonst schnitten die Sauerländer Gewinner nicht schlecht ab. Ernst Krämer aus Siegen(In der Winchenbach 48) bekam ein ExpreßBügeleisen, Brunhilde Giesler aus Fellinghausen bei Kreuztal einen Füllhalter. Marianne Wirth aus Niederschelden(Sandweg 12) ein Heilstrahl-Gerät, Ernst Pieper aus Roth-Hamm eine Collegmappe und Karl-Heinz Kramer aus Lichtringhausen bei Attendorn einen Kofferradio der Fa. Phillips. Regina Krantz aus Vollmershausen, das auch zum Bezirk des Olper Coca-Cola-Betriebes gehort, bekam ein Campingdress. Großes Hallo gab es schließlich, als der jungen, blondgelockten Ilse Vieille aus Siegen(Bühlstraße 10) ein Fußball kredenzt wurde. Die Schicksal spielende Hand gehörte dem 12jährigen Waisenknaben Jürgen, den die Coca-Cola G. m. b. H. voll eingekleidet hat und ihn auf ihre Kosten ausbilden und studieren lassen will. Und das ist schließlich mehr als Werbungstaktik Oder anders gesagt: Solche Werbung läßt man sich gefallen! Ihre Ferienreise durch TOUROPA- SCHARNOW- HUMMEL DFG- HAPAG- LLOVD Anmeldung bei Reisebüro Sauerland Olpe, Bahnhotstraße 7- Fernruf 9808 In unübersichtlicher Kurve Hessenhammer. Am 26. Mai gegen 5.45 Uhr stießen in der unübersichtlichen Kurve,ein Pkw una ein Krad zusammen. Der. Kradfahrer wurde leicht verletzt Beide Fahrzeuge wurden beschädigt. Gaststätte renoviert Grevenbrück. Die Umbauarbeiten an der Gaststätte Boerger, deren Besitzer Otto Boerger unter„Körnchen-Otto“ weit bekannt ist, wurden jetzt fertiggestellt. Die renovierte Gaststätte, die als altdeutsche Bauernstube hergerichtet ist, konnte bedeutend erweitert werden. Sämtliche Räume sind sehr geschmackvoll nach modernen Gesichtspunkten ausgestaltet und ausgestattet. Elspe. Bei einem Zusammenstoß von zwei Kraftfahrzeugen auf der Bundesstraße 236 entstand Sachschaden. Lebendige Tradition ECKSTEIN vecht und rechte Jede gute Fachleistung entsteht aus dem Können und einem reichen Schatz von Erfahrung, der niemals von heute auf morgen zusammenzutragen ist. Auch eine Cigarette wie die ECKSTEIN kann nur aus der lebendigen Tradition der alten gediegenen TabakFachkunst geschaffen werden, um heute wie schon seit fünf Generationen die Raucher zu erfreuen Nachlese vom letzten Sportsonntag Ergebnisse vom 27. Mai 1954 (Himmelfahrt) AV Netphen— SpVg Niederndorf 4:1 (Punktepiel der Bezirksklasse Siegerland) Freundschaftsspiele FC Altenhof— SgVg Olpe 2:6 FC Altenhof R— SpVg Olpe R 4:4 FSV Gerlingen— VfR Rüblinghausen 3:3 SpVg Finnentrop— Tv Grevenbrüick 6:0 FC Langenei— SV Bamenohl 1:7 SV Welschen Ennest/ SSV K'veischede 9:5 Jugend-Auswahlspiel Kreis Olpe— Kreis Meschede 3:2 (In Lenhausen) Jugendspiel FC Langnei— SV Bamenohl 0:2 FSV Gerlingen— VfR Rüblinghausen 9:2 Bezirksklasse Siegerland Rüblinghausen mit gutem Eindruck Der Meister der II. Kreisklasse und Aufsteiger zur I. Kreisklasse hinterließ in Gerlingen bei einem Freundchaftsspiel einen ausgezeichneten Eindruck aufgrund des guten Spieles in der zweiten Halbzeit, in der nach einem Rückstand von 1:3 noch der Ausgleich durch guten Einsatz erzielt wurde. In den ersten 45 Minuten waren die Gastgeber tonangebend. Sie erzielten den Führungstreffer kurz nach Spielbeginn. Der Ausgleich des VfR in der 10. Minute war nicht zu verhindern. Hiernach kam Gerlingen zu einer leichten Ueberlegenheit, die zahlenmäßig mit zwei weiteren Treffern ausgewertet wurde. In der zweiten Halbzeit machte sich das sommerliche sehr warme Wetter bei beiden Mannschaften in bezug auf Kondition bemerkbar. Rüblinghausen hatte dann aber einen ausgezeichneten Endspurt, in dem verdientermaßen der Ausgleich erspielt wurde. Der dritte Treffer fiel in der 85. Minute. Beide Mannschaften lieferten sich ein sportlich einwandfreies Freundschaftstreffen das in der ersten Halbzeit sogar spielerisch als schön anzusprechen war.— Im Vorspiel lieferten sich die beiden Jugendmannschaften ein faires Treffen, das die körperlich stärkeren Gastgeber hoch mit 9:2 gewannen. Auswahl Olpe technisch besser Olpe zeigte in Lenhausen gegen die Auswahl des Kreises Meschede ein technisch schônes Spiel, das aber den Kampfgeist der Gastgeber nicht erschüttern konnte, die durch Stinn(Eslohe) in Führung gingen. 10 Minuten später holte Alfes(Altenhof) den Ausgleich und Schmidt(Attendorn) markierte den 2:1Halbzeitstand. Nach dem Wechsel erhöhte Alfes(Altenhof) auf 3:1. In den letzten 15 Spielminuten machten sich bei der Olper Auswahl Konditionsschwächen bemerkbar, die der ungestüm angreifende Gastgeber geschickt ausnutzte. Stratmann(Eslohe) verringerte den Abstand auf 2:3. Hanses im Olper Tor war an dem knappen Sieg an erster Stelle beteiligt. HEIMATSPORT am morgigen Sonntag Das vorletzte Punktespiel in der Bezirksklasse Siegerland absolviert RW Hünsborn morgen gegen TuS Eisern. Für die Einheimischen ist ein Erfolg möglich. — Die SpVg Olpe fährt zu einem Freundschaftsspiel nach Netphen und der Ty Grevenbrück empfängt auf eigenem Platz die erste Mannschaft des SV Fretter. Sportfest in Drolshagen TuS Drolshagen wartet am Sonntag mit einem großen Sportfest auf, bei dem leichtathletische Wettkämpfe, turnerische Vorführungen und Fußballspiele im Programm vorgesehen sind. Um 7.30 Uhr ist ein Hochamt für die gefallenen und verstorbenen Mitglieder. Ab 9 Uhr sind leichtathletische Wettkämpfe vorgesehen. Um 13 Uhr ist ein Festzug mit sämtlichen teilnehmenden Vereinen sowie Kranzniederlegung am Ehrenmal. Um 14 Uhr beginnen die Fußballspiele sowie die turnerischen Vorführungen; die Siegerehrung ist um 18 Uhr. Folgende Vereine haben ihre Teilnahme zugesagt: Tv Klein-Wiedenest, SuS Bleche, Tv Grotewiese, SV Hützemert, Spfr. Biggetal, Spfr. Siegen R. TuS Belmicke und FC Iseringhausen. Die STADT OLPE Wildernde Hunde und Katzen. Gartenbesitzer klagen darüber, daß gegenwärtig vielfach durch streunende Hunde ihre Gärten beschädigt werden. Darüber hinaus erfahren wir noch von berufener Seite, daß sowohl Hunde als auch Katzen in den Randbezirken der Stadt wildern. Sie richten vor allem Schaden an den vor einiger Zeit in unsern Wäldern eingesetzten Junghasen an. Diese werden eine leichte Beute der Räuber. Die Aktion unserer Jägerschaft zur Auffrischung des Hasenbestandes könnte mithin zunichte gemacht werden. An die Hunde- und Katzenbesitzer ergeht daher die dringende Bitte, Tiere, die wildern, entweder festzuhalten oder zu beseitigen. Diese sind ohnehin als Wachhunde oder für den Mäusefang kaum mehr zu gebrauchen. Wo der Rat nicht befolgt wird, hat man damit zu rechnen, daß wildernde Tiere abgeschossen werde. Bestandenes Examen. An der Universität in München bestand Wolfhelm Streffing. Sohn des verstorbenen Apothekers Carl Streffing sein pharmazeutisches Staatsexamen. Apotheker W. Streffing wird demnächst die väterliche Adler-Apotheke übernehmen. Zum bestandenen Examen unsere besten Glückwünsche! Musik bestreiten der Musikzug der Freiw. Feuerwehr Drolshagen und das Tambourkorps Wiedenest. Jugend-Auswahl in Altenhundem Nach dem knappen aber verdienten Sieg der Olper Jugend-Auswahl in Lenhausen gegen den Kreis Meschede, steht am morgigen Sonntag bereits das zweite Auswahlspiel auf dem Programm des KJA. Ob die Hiesigen nach verhältnismäßig kurzer Pause gegen die technisch guten Spieler des Kreises Arnsberg ebenfalls zu einem Erfolg kommen, ist fraglich. Bisher zweimal unentschieden und ein kappes 3:2. Für den Kreis Olpe sind folgende Spieler nominiert: Klein, Kebbekus, Loeser(Olpe), Staffelt, Biervert I, Schulz, Eckert(Attendorn), Alfes, Schönauer(Altenhof), Böhne, Bischopink(Grevenbrück), Kurzenacker(Altenhundem), Hanses(Meggen).— Das Vorspiel bestreiten die Jugendmannschaften von TuS Sundern und TuRa Altenhundem. Kaufhaus Heßmann modernisiert Moderner Warenhaustyp tand in Olpe gute Verwirklichung Altenhundem. Die Turner unternahmen am Himmelfahrtstage eine Tageswanderung ins Gleiertal, die sehr schön verlief. Olpe. In wenigen Tagen— sozusagen über Nacht— hat das Kaufhaus Heßmann in der Westfälischen Straße 15 und Winterbergstraße 20 mit sichtlichem Erfolg seine Verkaufsräume in neuzeitlicher Weise umgestaltet. Erstaunt war der Kunde nach der Wiedereröffnung des Geschäftes: Der Geschäftsverkehr ist durch größtmögliche Uebersicht sehr angenehm gemacht! Die Räume sind sehr schön und ansprechend geworden. Der Besitzer Albert Heßmann sagte sich: ein solcher Kaufhaustyp fehlt in Olpe, also werde ich ihn schaffen! Und diese Zielsetzung ist ihm, wie man heute feststellen kann, vollauf gelungen: Die neuen, nach unten abgeschrägten und oben mit einer breiten Auslage versehenen Theken erleichtern den Verkauf. Eine bessere Orientierung des kaufenden Publikums wurde dadurch erzielt, daß die verschiedenen Verkaufsabteilungen nunmehr klar gegliedert und voneinander getrennt sind, ganz gleich, ob es sich hierbei um die große Konfektion handelt oder um Wäsche und Stoffe, Haushaltsartikel und Lebensmittel oder Lederwaren, die in einer neuen Verkaufsabteilung hinzugekommen sind. Der Kunde— insbesondere die Hausfrau— findet sich leicht zurecht und erkennt auch sofort den Umfang des Angebots. Ja, es ist sogar verlockend, sich orientierend durch die Abteilungen zu bewegen und hier und dort für den zweckmäßigen Einkauf die gewünschte Anregüng zu erhalten. Eine besondere Ausstattung hat die Süßwarenabteilung erhalten. „Was hier geschaffen wurde, sucht in Olpe und Umgebung seinesgleichen! Jetzt macht das Kaufen doppelt Freude!“ ist in Anbetracht der Neuerungen des Kaufhauses Heßmann nicht zuviel gesagt.„Wir brauchen nicht erst in die Großstadt zu fahren“, bekundeten die Besucher gleich nach der Wiedereröffnung, wobei die erste Kundin mit einem besonderen Geschenk überrascht wurde. Sehr angenehm wird empfunden, daß man jetzt bei Heßmann in jeder Abteilung— dank der neu aufgestellten Kassen— bezahlen kann, ohne daß es ein zeitraubendes Gedränge an der Hauptkasse gibt. In jeder Abteilung können auch die Waren verpackt werden. Eine schnelle und zuverlässige Bedienung ist so möglich gemacht. Das Geschäft Heßmann wurde 1880 vom Vater des jetzigen Inhabers gegründet. Das erste Ladenlokal befand sich im Anwesen Eich an der Kölner- und Winterbergstraße. 1890 wurde das Geschäft in die Winterbergstraße 20 verlegt und 1934 bis zur Westfälischen Straße hin erweitert, so daß es von beiden Straßen aus bequem zu betreten ist. Die jetzt vorgenommene vollständige Neugestaltung des ganzen Geschäftes hebt weiter sein Ansehen und schafft dem kaufenden Publikum große Bequemlichkeiten. die man allgemein zu schätzen weiß. „Bequemer und praktischer geht es nicht mehr und... von den günstigen Preisen möge sich das kaufende Publikum selbst überzeugen“, hörten wir bei unserer Besichtigung des umgestalteten Kaufhauses Heßmann. Angesichts der erfolgreichen Neugestaltung ist das gewiß nicht zuviel gesagt. Man darf diesem bekannten, alteingesessenen Ölper Geschäft weitere Erfolge für die Zukunft wünschen! Fußgänger gestreift Drolshagen. Am 27. Mai streifte hier ein Autobus einen Fußgänger der glücklicherweise keinen nennenswerten Schaden davontrug. Dagegen wurde Matrialschaden am Bus angerichtet, als er ausweichen wollte. Wenden. Die Amtsvertretung hält am Donnerstag, dem 13. Juni, um 15.30 Uhr im Gasthof Arens eine Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: Jahresrechnung 1952, Wegeeinziehung in Gerlingen und Büchen, Debeka-Beiträge, Holzkaufsache Huppen-Möllmicke. Einbrecher am Werk Heggen. In der Nacht zum 27. Mai drangen bisher unbekannte Täter mittels Nachschlüssel in eine Garage ein. Wie festgestellt wurde, haben sie aber nichts mitgenommen. Oberelspe. In der Nähe der kath. Kirche wird jetzt der alte Straßendurchlaß unter der Bundesstraße 55 erneuert. Schmiede-Obermeister erhält Verdienstkreur Kreis Olpe. Wie die Kreishandwerkerschaft mitteilt, soll am kommenden Dienstag um 17.15 Uhr während einer Feierstunde auf Burg Schnellenberg bei Attendorn dem Schmiede-Obermeister Schneider aus Altenhundem das ihm verliehene Bundes-Verdienstkreuz feierlich überreicht werden. H AE Lebenstüchtige, junge Frau 32 Jahre, 163/dkl. blond schlank, berufl. tätig(Stenotypistin), schuldlos geschieden, Sinn für alles Schöne, möchte mit solidem Herrn bekannt werden zwecks späterer Heirat. Nur wirklich ernstgemeinte Bildzuschriften(zurück) erbeten unter 580 Gemein schaftswerbung Nord-West, Münster, Alter Fischmarkt Suche sofort oder später tüchtigen, in allen Arbeiten erfahrenen Malergesellen Walter Stracke, Malergeschaft Drolshagen Muß Rheuma die Arbeit behindern? Es hot sich erwiesen, daß sachgemäße Bewegung und körperliche Übungen zur Heilung auch des chronisch gewordenen Rheumatismus führen. Die Bewegungen erzeugen aber heftige Schmerzen, die Sie bekömpfen mösren. Sie benötigen deshalb ein rasch und nachhaltig wirkendes Schmerz- U. Rheumamittel, dos solbst bei haufigem kinnehmen gut vertragen wird. Neh men Sie dazu Melabon, dos die Schmerzerregung in den Nerventellen hemmt und die Gefößkrömpfe la den Muskeln löst. Der Erfolg mit Melabon wird Sie Oberroschen. 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Volksblatt Olpe Kinderliebe jüngere Hausgehilfin evtl. auch für halbe Tage, ab sofort gesucht. rau Roselulse Lüflicke Olpe, Am Stötchen 15 Fernruf 376 Gesucht wird eine erfahrene Hausgehilfin ehrlich und zuverlässig, welche einen 3-PersonenHaushalt selbständig führen kann. Drogerie Bertrams Waldbröl Tüchtiger, schreibgewandter Tankwart nach Olpe gesucht. Autokenntnisse erforderlich. Bewerbungen unter Nr. 1744 an Sauerl. Volksblatt Olna Die Nacktigalt, Märchen von Hans Christian Andersen(3) Uri und seine Geschwister Eine Geschichte von den Eichhörnchen Der Spielmeister lobte so ganz außerordentlich den Vogel, ja er versicherte, daß er besser sei als die wirkliche Nachtigall,„denn bei der konnte man nie berechnen, was kommen würde, aber bei dem künstlichen Vogel ist alles bestimmt.“ Und der Spielmeister bekam die Erlaubnis, den Vogel am nächsten Sonntag dem Volke zu zeigen, aber die armen Fischer, die den wirklichen Vogel gehört hatten, sagten: „Das klingt ja sehr schön, es hat auch Ähnlichkeit, aber da fehlt etwas, ich weiß nur nicht, was.“ Die wirkliche Nachtigall war aus Land und Reich verwiesen.— Der künstliche Vogel hatte seinen Platz auf einem seidenen Kissen, dicht neben Jetzt waren fünf Jahre vergangen, und das Land bekam eine wirklich große Trauer, denn sie hatten ihren Kaiser im Grunde alle lieb, und nun war er krank und er könne nicht wieder besser werden, sagte man. Kalt und bleich lag der Kaiser in seinem großen, prächtigen Bett, der ganze Hof glaubte ihn schon tot. Aber der Kaiser war noch nicht tot. Ein Fenster stand offen und der Mond schien auf den Kaiser und den künstlichen Vogel herab. Der arme Kaiser schlug die Augen auf. Rings umher aus den Falten der großen samtenen Bettgardinen guckten wunderliche Köpfe hervor, einige ganz abscheulich, andere so lieblich sanft. Das waren alle die bösen und die guten Werke des „Was ist denn das für ein Ding?“ fragt Fritz, als er seinen Freund Horst besucht und an der Wand des Zimmers einen Stern baumeln sieht. „Das? Ein Andenken an die Nordsee, an unsere letzte Klassenreise. Hier im Kasten ist noch mehr. Guck mal... Miesmuscheln! Die glänzen innen wie Perlmutter. Und die hübschen Herzmuscheln.— Und dieses Biest hier ist ein Taschenkrebs. So einer wollte mich in den großen Zeh zwicken, als ich ins Wasser ging. Mensch, da habe ich aber mein Bein geschüttelt! Doch mein bestes Stück ist der Seestern!“ dem Bette des Kaisers, und im Titel war er zu einem„Hochkaiserlichen NachtigallSänger“ aufgestiegen und im Rang zu Nummer eins zur linken Seite, denn der Kaiser rechnete die Seite als die vornehmste, an der das Herz saß, und das Herz sitzt links, auch bei einem Kaiser. So ging es ein ganzes Jahr. Der Kaiser, der Hof und alle Chinesen kannten jeden kleinsten Gluck in des Kunstvogels Gesang auswendig, aber gerade deswegen gefiel er ihnen jetzt am allerbesten; sie konnten selbst mitsingen, und das taten sie auch. Die Gassenjungen sangen„Zizi, gluckgluckgluck“, und der Kaiser sang es auch. Ja. es war bestimmt wunderschön. Kaisers, die ihn ansahen.„Weißt du noch“, flüsterte der eine nach dem anderen.„Das habe ich nie gewußt“, sagte der Kaiser. „Musik, Musik, die große chinesische Trommel“, rief er,„damit ich doch nicht alles zu hören brauche, was sie sagen. Musik, Musik, du kleiner geliebter Goldvogel, so singe doch, singe!“ Aber der Vogel stand still, es war niemand da, ihn aufzuziehen. Da ertönte auf einmal, dicht am Fenster, der lieblichste Gesang. Das war die kleine, lebendige Nachtigall, die da draußen auf einem Zweige saß und ihm etwas vorsang. Sie war gekommen, um ihm Trost und Hoffnung zuzusingen.„Hab Dank, hab Dank, du kleiner himmlicher Vogel, ich xenne dich, dich habe ich aus meinem „Ja, ist das denn auch ein Tier? Der hat ja keinen Kopf und keine Beine!“ „Braucht er auch nicht. Unser Lehrer sagt, das ist ein Unikum. Ich habe ihn am Strand gefunden. Tot natürlich. Viele lassen sie in der Sonne trocknen. Aber das ist doch eine Viecherei! Siehst du, an seinem fünfeckigen Körper sitzen fünf ganz gleichmäßige Arme. Er gehört zu den „Stachelhäutern“, hat uns der Lehrer erklärt, und ist„radiär“ gebaut, das heißt „strahlig“. Bei dem gibt es kein Rechts, kein Links, kein Vorn, kein Hinten. Er läuft nach allen Seiten, wie er gerade Lust hat. Und auf welch komische Art! Wir — Aber eines Abends, als der Kunstvogel am allerbesten sang und der Kaiser im Bette lag und ihm zuhörte, sagte es inwendig im Vogel„knacks“. Da sprang etwas.„Schnurrrr“! Und dann stand die Musik still. Der Kaiser sprang sofort aus dem Bett und ließ seinen Leibarzt rufen, aber was konnte der helfen? Dann ließen sie den Uhrmacher holen, und nach vielen Reden und vielem Besehen setzte der den Vogel wieder einigermaßen instand, aber er sagte, der Vogel müsse sehr geschont werden, denn die Zapfen seien ganz abgenutzt. Das war ein großer Kummer. Nur einmal im Jahr durfte man den Vogel singen lassen. Frau Eichhorn wohnte mit ihren vier munteren Kindern in einem kugelförmigen Nest, das sie aus Reisern und Moos gebaut hatte. Als sie da eines Tages alle zusammenhockten, da fragte plötzlich Uri: „Wozu haben wir eigentlich solch einen langen Schwanz? Wenn wir alle beieinander sind, weiß man ja gar nicht mehr. wohin damit.“ „Ach du meine Güte“, jammerte da Mutter Eichhorn.„Was bist du für ein dummer Junge. Das müßtest du doch wissen.“—„Aber wir wissen es auch nicht“, riefen nun die drei anderen Eichhörnchen. „Bitte erkläre es uns.“ „Nun“, sagte die Eichhörnchenmutter, „dann muß ich es euch wohl erzählen. Der lange, behaarte Schwanz dient euch als Steuer.“„Hahahaha“, lachten da die kleinen Eichhörnchen. Sie fanden das sehr lustig.„Da gibt es nichts zu lachen. Glaubt ihr denn, ihr könntet sonst so spielend leicht in den Zweigen und Bäumen herumklettern? Und wenn ihr im dünneren Gezweig herumtollt, könntet ihr ohne euren Schwanz überhaupt das Gleichgewicht nicht halten“, erklärte die Mutter. Das leuchtete den jungen Eichhörnchen ein. Aber da die Mutter nun einmal angefangen hatte zu erzählen, fuhr sie gleich fort: „Schaut einmal eure Füße an.“ Da rief die vorlaute Gisi:„Die sind aber wirklich nicht schön.“ Da mußte Frau Eichhorn lächeln. „Aber sie haben scharfe Krallen. Wenn auch der Daumen ein wenig verkümmert ist, das macht gar nichts aus. Wir Eichhörnchen haben dafür besonders kräftige Hinterfüße und können darum ganz weite Sprünge machen und uns auch am Boden sehr schnell fortbewegen.“ Das wollten nun ihre vier Kinder sofort ausprobieren. Aber da setzte sich ihre Mutter vor das Schlupfloch und sagte ernst:„Halt, und hört gut zu, was ich euch noch sage. Wer von euch weiß denn, warum wir so große schwarze Augen haben und wozu die Nase dient?“ Redensarten Ein Duckmäuser hat nichts mit einer geduckten Maus zu tun, sondern ist einer, der den Kopf hängen läßt und heimlich auf böse Streiche sinnt. In der mittelhochdeutschen Sprache nannte man das„tockelmusen“, was soviel heißen soll, wie:„Heimlichkeiten treiben“. Ein Lückenbüßer ist einer, der eine leere Stelle ausfüllen soll. Ursprünglich hatte diese Bezeichnung eine ganz andere Bedeutung. In der Bibel wird uns erzählt, daß in Jerusalem begonnen worden war, die Mauern zu büßen. Gemeint ist, daß die Stadtmauern ausgebessert worden sind. „Dirleseich die Leviten...“ ist euch im Zusammenhang mit irgendeinem Streich sicher schon oft gesagt worden. Bischof Chrodegang von Metz hat um das Jahr 760 jeden Morgen seinen Geistlichen einige Bibelstellen aus dem Levitikus vorgelesen und dabei auch Mahnungen Schlafittchen— das ist nämlich sein Lieblingsgericht— zieht er mit seinen Saugfüßchen so lange an den Schalenhälften, bis die Schließmuskeln erschlaffen und die Schalen sich öffnen. Und dann— stell dir vor— stülpt er seinen Magen nach außen und umgibt damit den Muschelinhalt. Sein Verdauungssaft löst alles Verdauliche auf und alles Unbrauchbare läßt er gleich draußen. „Oh, der Puck von Eichhorns im Nachbarbaum hat gesagt, meine Augen wären ganz besonders schön“, sagte Gisi.„Dummes Zeug“, wies sie die Mutter zurecht, „was weiß solch kleiner Eichhörnchenjunge schon davon. Eure Augen und die Nase habt ihr, damit ihr die Gefahr rechtzeitig wittert. Ihr wißt ja noch gar nicht, wie gefährlich euch die Raubvögel und Edelmarder werden können. Glaubt ihr, ich ließe euch umsonst so wenig allein herumlaufen? Wenn ihr erst groß seid, ist das etwas anderes. Überhaupt sind die Edelmarder besonders gefährlich. Sie verfolgen uns oft stundenlang, bis wir ganz matt sind. Darum merkt euch, wenn es gar keine andere Rettung mehr gibt, dann springt einfach aus den Zweigen auf die Erde. Aber dabei immer die Beine spreizen, dann landet ihr immer auf den Füßen.“—„Au fein“, riefen alle begeistert,„aber nun laß uns auch endlich heraus.“ „Ja— noch einen Augenblick. Was ich euch jetzt noch sage, gilt schon für später, wenn ihr euch selbst ein Nest gebaut habt. Wenn der Herbst kommt, dann sammelt fleißig Nüsse und Eicheln. Solange Platz ist, verwahrt alles im Nest und versteckt euren Vorrat in hohlen Bäumen oder unter Baumwurzeln. Und nun heraus mit euch und nagt nur fleißig. Das ist gut für eure Zähne, denn je mehr ihr nagt und eure Zähne abnutzt, desto besser wachsen sie nach.“ Endlich gab sie das Schlupfloch frei und huiii wie der Wind sausten die munteren Eichhörnchen aus dem Nest, und bald waren sie in den höchsten Baumkronen verschwunden. Die Mutter konnte ihnen gar nicht schnell genug folgen und mußte einmal hierhin und einmal dahin springen. Als sie müde war, lief sie zurück zum Nest und dachte:„Ich will hier auf meine Kinder warten, hoffentlich kommen sie nur alle gesund zurück.“ kurz erklärt und Verweise erteilt. Seitdem wurden uns ab und zu„die Leviten gelesen“. Schattenbilder Wenn es draußen mal regnet, dann verkürzt euch die Zeit mit lustigen Schattenbildern. Die anderen Kinder lachen gewiß über den Hund, der sich bemüht, einen großen Bissen zu verschlucken. In B3ild 2 ist es ihm gelungen, und man sieht das Stück durch die Kehle rutschen. Um einen Schwan an die Wand zu zaubern muß man schon den ganzen Arm zu Hilfe nehmen und dabei den Blusenärmel hochstreifen. Das vierte Bild zeigt einen Bärenkopf, der uns aus seinem hellen Auge böse anblickt. So recht zum Fürchten!— Wollt ihr es versuchen? Dann schließt schnell die Fensterläden! Der Seestern ist ein Unikum Land und Reich vertrieben.“„Du hast mich belohnt“, sagte die Nachtigall,„ich habe deinen Augen Tränen entlockt, als ich das erstemal sang, das werde ich dir niemals vergessen.“„Du mußt immer bei mir bleiben“, sagte der Kaiser,„und den künstlichen Vogel zerschlage ich in tausende Stücke.“„Tue das nicht“, sagte die Nachtigall,„er hat ja das Gute getan, das er zu tun vermochte.“„Ich komme, wenn ich selber Lust habe, da will ich dir vorsingen! Aber eines mußt du mir versprechen, erzähle niemandem, daß du einen kleinen Vogel hast, der dir alles sagt.“ Und damit flog die Nachtigall vondannen. Die Diener kamen herein, um nach ihrem toten Kaiser zu sehen,— ja, da standen sie, und der Kaiser sagte:„Guten Morgen“. haben ein Glas mit Seewasser gefüllt und einen Stern hineingelegt. Da konnten wir prima beobachten, wie er an der Scheibe hochkletterte. Unten an seinen Armen sind zahllose winzige Füße. Die saugen sich ganz prall voll Wasser, damit er haften bleibt. Dann lassen sie es wieder raus. Und so bewegt er sich vorwärts. Aber diese Füßchen machen noch mehr. Sie sind gleichzeitig seine Atmungsorgane und halten auch die Beute fest. Und soll ich mal erzählen, wie er verdaut? Nicht etwa wie andere Tiere, die fressen, im Körper verdauen und dann den Kot ausstoßen! Iwo, unser Seestern ist ein Schlauberger. Er nimmt das Unverdauliche gar nicht erst zu sich. Das macht er so: Hat er eine Muschel am Regelmäßige Sendungen der Mittelwelle(außer sonntags): Nachrichten, Wetter: 5.00, 6.00, 7.00, 8.00, 8.55, 13.00. 17.00, 19.00, 21.45, 24.00— 4.55 Choral, 5.05 Frühmusik. 5.50 Marktrundschau, 6.05 Frühmusik, 6.50 Morgenandacht, 7.05 Gymnastik. 7.10 Frühmusik. 7.50 Programmhinweise, 7.55 Wasserstände. 8.10 Dialektsendung. 9.45 Für die Frau, 9.00 Schulfunk, 12.35 Landfunk, 12.50 Presseschau, 14.00 Schulfunk, 15.30 Kurszettel, 15.40 Wirtschaftsfunk 15.50 Suchdienst, 18.30 Echo des Tages. 19.15 Hier spricht Berlin, 1.00 Seewetterbericht. Wir schalten uns ein Programmdes Nordwestdeutschen Rundfunks Regelmäßige Sendungen auf UKW(außer sonntags): ö.45 Morgenlied. 6.50 Wetter. Marktberichte. 7.00 Herzlichen Glückwunsch 7.30 Nachrichten, 8.00 Gymnastik. 8.30 Nachrichten. 8.35 Morgenandacht. 9.30 Kleine Musikrundschau, 10.30 Schulfunk, 12.30 Nachrichten, Presseschau, 14.00 Sendepause. 17 45 Westdeutsche Nachrichten, 19.15 Zwischen Rhein und Weser. 19.45 Nachrichten, 19.55 Von Tag zu Tag. 22.10 Die Welt am Abend, 23.00 Nachrichten. Sonntag, 30. Mal 8.00 Orgelmusik 8.30 Singen im Mai 8.45 Kirchl. Nachrichten 9.00 Nachrichten 9.10 Froher Sonntagmorgen 10.00 Evangl. Gottesdienst 11.00 Die stille Stunde 12.00 Sang und Klang 13.00 Nachrichten 14.00 Kinderfunk 14.30 Der Hörer hat das Wort 15.00 Was ihr wollt 16.30 Tanzmusik 19.15 Sportberichte 18.15 Das Meisterwerk 18.50 Das Lied 20.00 Wege zueinander 21.45 Nachrichten, Sport 22.15 Von Melodie zu Melodie 22.45 Novitäten 23.00 Tanzmusik 8.00 Zum Sonntag 8.30 Nachrichten 8.35 Froher Klang 9.00 Orgelmesse 10.00 Erich Börschel spielt 11.00 Schöne Stimmen 11.30 Mittagskonzert 12.00 Internat. Frühschoppen 12.30 Nachrichten 12.34 Musik v. hüben u. drüben 13.15 Die Stadt der Julia 14.00 Hans Bund spielt 14.30 Musik. Kostbarkelten 15.15 Scharmante Kleinigkeiten 15.30 Kinderfunk 16.00 Sport und Musik 18.00 Hermann Hagestedt spielt 19.00 Musik von Tschaikowski) 19.55 Sport, Nachrichten 20.00 Volkslieder und-tänze 21.45 Orchesterkonzert 23.15 Unterhaltungsmunik 12.00 Internat. Frühschoppen 16.15 Internationales Leichtathletikfest des ASV 20.00 1:0 für Sie m. P. Frankenfeld 21.45 Wochensplegel Montag, 31. Mai 8.20 Volkstänze aus aller Welt 9.00 Musik. Kleinigkeiten 12.00 Musik zur Mittagspause 13.10 Musik am Mittag 14.00 Der christl. Gedanke in unserer Zeit 14.15 Musik am Mittag 14.50 Was wir zum Leben brauchen 16.00 Kammermusik f. Bratsche 16.15 Adalbert Lutter spielt 17.20 Von der Rheinschiffahrt 17.35 Die Frau in unserer Zeit 17.45 Zum Felerabend 19.30 Sinfoniekonzert 22.10 Nachtprogramm 23.30 Kammermusik des 18. Jahrhunderts 0.30 Tanzmusik 1.15 Musik bis morgen früh 8.05 Unterhaltungsmusik 8.45 Aus dem Schwabenland 9.00 Musik von J. Haydn 9.40 Zum Singen und Spielen 10.00 Unterhaltungsmusik 11.00 Melodien von W. Meißner 11.20 Konzert 12.00 Zur Mittagspause 12.45 Zeitgenössischer Männerchor 13.00 Schlesische Balladen 16.00 Griechische Komponisten 16.40 Das neue Buch 17.00 Teemusik 17.50 Vesco D’Orio spielt 18.15 Volksmusik 18.30 Hermann Hagestedt spleit 20.15 Von Mickey-Maus, Bambi und anderen Tieren 21.15 Musik kennt keine Grenzen 22.00 Sportspiegel 22.25 Rhythmische Klänge Dienstag, 1. Juni 8.15 Volkstümliche Weisen 9.00 Lieder und Klaviermusik 12.00 Klingendes Feuilleton 13.10 Operettenmelodien 14.00 Schallplattenmusik 14.30 Kinderbücher— nur für Erwachsene 15.00 Musik von L. v. Beethoven 16.00 Hans Bund spielt 16.20 Musik und Musiker 17.00 Das Zusammenwirken von Rechts- u. Linksradikalen 17.55 Junge Generation 17.45 Wiederhören macht Freude 18.25 Blickpunkt Berlin 19.15 Wir spielen!— Tanzen Sie? 20.30 Hiob im Moor 21.30 Aus der Alten Welt 22.00 Aus der Alten Welt 22.10 Der Jazz-Club 23.00 Die klingende Drehscheibe 8.05 Unterhaltungsmusik 8.45 Die schöne Schäferin 9.00 Sonaten der Romantik 9.40 Humor vor allen Dingen 10.00 Unterhaltungsmusik 11.00 Blumenwunder 11.40 Musik von J. S. Bach 12.00 Mittagsklänge 12.45 Mittagskonzert 16.00 Chormusik 16.40 Das neue Buch 17.00 Teemusik 17.55 Bagatellen 18.15 Hochzeitsbräuche der Tiere 18.30 Unterhaltungskonzert 20.15 Nies, der westfälische Eulensplegel 21.15 Fußgänger sind auch Menschen 21.45 Beschwingte Rhythmen 22.25 Mißverstehen wir uns richtig Mittwoch, 2. Juni 8.15 Fidele Noten 9.00 Musik von Serge Prokofieff 12.00 Hermann Hagestedt spielt 13.10 Romantische Musik 14.00 Deutsche jenseits von Oder und Neiße 14.15 Musik nach Tisch 15.00 Was wir zum Leben brauchen 16.00 Kaffeepause mit Alfred Hause 16.30 Kinderfunk 17.05 Berliner Feuilleton 17.45 Bellebte Melodien 19.15 Zwei Balladen 19.30 Unvergessene Heimat 20.00 Großes Wunschkonzert 23.30 Musik. Kleinkunst 0.25 Kammermusik UKW-WEST 8.05 Unterhaltungsmusik A.45 Tänze und Lieder 9.00 Zeitgenössische Orgelmustk 9.40 Wer geht mit über See 10.00 Aus den Bergen 11.00 Ballettmusik 11.45 Hof- und Barockmustk 12.00 Zur Mittagspause 12.45 Musik am Mittag 16.00 Musik. Zeitvertreib 16.40 Das neue Buch 17.00 Tanztee 17.50 Hans Bund spielt 18.15 Für Schule und Elternhaus 18.30 Spielereien mit Schallplatten 20.15 Zehntes Konzert 21.25 Lebensweishelten 22.25 Musik im alten England 23.05 Tanz vor Mitternacht FERNSEHEN Donnerstag, 3. Juni 8.15 Unterhaltungsmusik 9.00 Alte 1talienische Meister 12.00 Musik. Kleinigkeiten 13.10 Musik am Mittag 14.00 Streitpunkt Verkehrspolitik 14.15 Operetten-Boubons 15.00 Klingendes Autogramm 16.00 Filmmusik aus aller Welt 16.25 Musik von Max Reger 17.05 Die zeitgenössischen Dänen 17.25 Deutsche Literatur in Norwegen 17.35 Die Frau in unserer Zeit 17.45 Gut aufgelegt 1915 Musik von W. A. Mozart 19.30 Hörspiel: Die Sache mit Fadenherr 20.45 Irmgard Seefried singt 21.15 Musik alter Meister 22.10 Lieblingsmusik des Herrn X. 3.05 Unterhaltungsmusik 8.45 Bergmannslob 9.00 Virtuose Solisten 9.40 Volkslieder aus Schlesien 10.00 Unterhaltungsmusik 11.00 Heiteres Spiel 11.40 Etûde— Capriccio 12.00 Zur Mittagspause 12.45 Kunterbunte Mittagsstunde 15.00 Lieder und Klaviermusik 16.40 Das neue Buch 17.00 Teemusik 17.55 Unterhaltungsmusik 18.15 Rund um den Sport 18.30 Abendkonzert 20.30 Die tönende Palette 22.25 Rhythmische Kleinkunst 23.05 Wir tanzen zu Hause Freitag, 4. Juni 8.15 Wunderlieder 8.30 Gerhard Gregor an der Orgel 9.00 Unterhaltungsmusik 12.00 Musik zur Mittagspause 13.10 Musik am Mittag 14.00 Reise nach Norbotten 14.15 Lied und Saitenspiel 15.00 Was wir zum Leben brauchen 16.00 Kammermusik 16.50 Kinderfunk 17.15 Vom Weg zur menschl. Reife 17.25 Junge Generation 17.35 Schallplattenmusik 18.15 Aus der Welt des Judentums 19.15 Gestalten aus der Weimarer Zeit 19.30 Der Filmspiegel 20.00 Aus Itallenischen Opern 8.05 Unterhaltungsmusik 8.45 Volkstänze 9.00 Barock-Sonaten 10.00 Unterhaltungsmusik 11.00 An zwel Klavieren 11.15 Konzertante Musik 12.00 Musik zur Mittagspause 12.45 Mittagskonzert 16.00 Orgelmusik 16.15 Geistliche Chormusik 16.40 Das neue Buch 17.00 Promenaden-Konzert 17.50 Kleines Konzert 18 15 Wie wir leben 18.30 Leichte Mischung 19.00 Achtung! Aufnahme! 20.15 Männerchor 20.30 Stammtisch 21.00 Harald Banter spielt 21.35 Neues aus Schilda 22.25 Zur Unterhaltung Sonnabend, 5. Juni 8.15 Musik am Morgen 9.00 Kleines Konzert 12.00 Frohes Wochenende 13.10 Bunte Melodienkette 14.00 Am Samstag um zwel... 15.00 Von Dämmerurg zu Dämmerung 15.30 Alte und neue Heimat 16.00 Eine heitere Sendung 17.30 Aus der Welt der Arbeit 10.00 Heitere Melodien 18.30 Pfingsttreffen der Sudetendeutschen 18.55 Glocken und Chor 19.20 Durchsagen des Arbeitsamtes 19.25 Aktuelles vom Sport 19.35 Das singende Jahr 20.00 Musik-Revue für Filmverliebte 22.10 Musik von Robert Schumann 22.45 Rhythmus für dich 8.05 Unterhaltungsmusik 8.45 Fröhliche Handwerksleut 9.00 Kammermusik 9.40 Ich liebe den Wein 10.00 Unterhaltungsmusik 11.00 Bergauf— bergab 11.40 Unterhaltsame Stücke 12.00 Blasmusik 12.45 Operettenmelodien 14.00 Orchesterkonzert 15.00 Kinderfunk 15.30 Was darf es sein? 16.45 Froher Samstagnachmittag 18.15 Zum Abend 18.45 Triosonate 19.00 Sport am Wochenende 20.15 Itallenische Opernmusik 21.15 Ein kleines Kabarett 22.25 Volksmusik aus Pommern 23.05 Tanzmusik 24.00 Zwischen Tag und Traum 16.30 Kinderstunde 17.(0 Im Fernsehzoo 18.00 Das Nachtgebet der Mönche 20.00 Fernsehen— über die Grenzen 21.30 Erich Ponto rezitiert BRITISCH-MALAKKA Besuch in SINGAPUR AFRIKA Künstlicher Regen für Afrika Holzkohlerauch mit Jodsilber— Billiges neues Verfahren Leqpoldville.— Die afrikanischen Farmer in der Gegend von Mayumbe haben ständig mit Dürre zu kämpfen. In dem Trockengebiet ist nur eine jährliche Niederschlagsmenge von 1100 Millimetern zu verzeichnen. Das mindeste, was Felder und Gärten verlangen, sind aber 1500 Millimeter. Als 1953 die Regenzeit schwach ausflel und die Farmen vor einer Katastrophe standen, versuchte die KongoGesellschaft für Agrikultur mit künstlicher Beregnung künftiges Unheil abzuwenden. Im März dieses Jahres wurde mit Hilfe des meteorologischen Dienstes der erste Versuch durchgeführt. Man benutzte ein neues, in Frankreich entwickeltes Mittel und stellte in einer Entfernung voneinander Holzkohleöfen auf. Die Richtung wurde auf die atmosphärischen Umstände abgestimmt. Von diesen Ofen staubte man Jodsilber in die Höhe, das die Bildung dichter Wolkenmassen hervorrief. Auf ein Kilo Kohle verbrauchte man 15 Gramm Jodsilber. Die Kosten des Verfahrens sind sehr gering. 1950 hatte man in Katanga schon einmal durch feste Kohlensäure, die vom Flugzeug auf eine bereits vorhandene Wolkenschicht verteilt wurde, künstlichen Regen erzeugt. Die Methode war aber zu teuer und auch nicht anzuwenden, wenn die bestimmte Wolkenart fehlte. Banater Schwaben in der Baragan-Steppe Im zweiten Steppenwinter der aus dem Banater Grenzgebiet ausgesiedelten Deutschen, Rumänen und Serben wissen Augenzeugen folgendes zu berichten: Die Zahl der im Sommer 1952 zwangsweise in die südrumänische BaraganSteppe deportierten Grenzbewohner übersteigt nicht 70 000 Seelen, darunter ein gutes Drittel Schwaben deutscher Volkszugehörigkeit. Es ist erstaunlich, was ihr Fleiß mit einigen Haufen Brettern, den mitgebrachten Ackergeräten und einem Teil des früheren Viehbestandes zuwegegebracht hat. Aus lehmgestampften Hütten entstanden ganze Dörfer im Umkreis der Bahnhöfe und Versorgungszentren Tandarei, Jegalia, Vizirul. Die Zwangskolonisierten haben ihre Pferde ausnahmslos an den Staat„verkauft“ und von den neuen Staatsgütern die erste Ernte eingebracht. In Borcea-Balta(Rayon Braila) wurde z. B. eine Schafzucht-Farm gegründet. Außer der strengen Isolierung und den harten Lebensbedingungen beklagen besonders die Banater Schwaben das Fehlen deutschsprachiger Schulen. der Stadt und bestimmen über neue Gesetze. Pläne für ein allgemeines Wahlrecht PUERTORICO sind gut vorangekommen. Eines der Hauptprobleme, das in der Zukunft noch in Angriff zu nehmen ist, ist die politische Verbindung der Regierung von Singapur mit der Föderation von Malaya. Viele Politiker Singapurs fürchten eine engere Zusammenarbeit und sind der Meinung, daß den Interessen Singapurs am besten dadurch gedient wird, daß es— wenn möglich— vom Festland unabhängig bleibt. Im Tiong-Bahru-Gebiet von Singapur, nicht weit entfernt von den wimmelnden Slums der Chinatown, gibt es Dutzende buntbemalter moderner Wohnblocks, die eher dem skandinavischen Stil entsprechen. Dieses ungeheure Wohnungsprojekt, das eine neue Stadt innerhalb einer Stadt geschaffen hat, ist nur eine der Aufgaben, die von dem„Singapoore Improvement Trust“ in Angriff genommen wurde. Das ist eine von der Regierung kontrollierte Körperschaft, die die Bewohner der Slums von Singapur umsiedeln will. Im letzten Jahr erhielten mehr als 25 000 Leute eine Wohnung von dem„Singapoore Improvement Trust.“ Überall in Singapur ist Fortschritt und Ausdehnung. Die vier Jahre alte Universität hat ungefähr 1000 Studenten, die aus ganz Malaya kommen und wie immer von einer erstaunlichen Vielzahl der Rassen sind. Die Universität kann für sich in Anspruch nehmen, einen ausgezeichneten Lehrkörper zu besitzen, der sich ebenso aus hochqualiflzierten Männern und Frauen von westlichen Universitäten wie aus eingeborenen Lehrern zusammensetzt, die an asiatischen Schulen ihre Ausbildung erhielten. Es gibt nichts in England, vielleicht nicht in Europa, das dem neuen Pflegerinnen-Heim im Allgemeinen Krankenhaus in Singapur gleichkommt. Sir Thomas Lloyd, der Ständige Unterstaatssekretär Großbritanniens für die Kolonien, hat das Heim kürzlich besucht und seine Bewunderung hierüber ausgedrückt. Der Bau der Schulen nimmt rapide zu. Obwohl es immer noch nicht genügend Plätze für die enorme Zahl von Kindern gibt, besteht die Hoffnung, daß bald alle eine englische Erziehung erhalten. An der„Strabe von Johore“, die(1 km breit) die Insel Singapur vom malayischen Festland trennt. Über diese Wasserstraße schwammen die Japaner, als sie im zweiten Weltkrieg Singapur eroberten.(2 Fotos: G. Staebe) Auch auf kulturellem Gebiet kann Singapur Fortschritte verzeichnen. Das alte Schlagwort von der„kulturellen Wüste“ ist überholt. Ehe ich Singapur verließ, habe ich noch eine gute Aufführung von„Macbeth“ gesehen, mit einem eurasischen Schauspieler in der Titelrolle. Das Lehrerseminar brachte ebenfalls eine ausgezeichnete Aufführung von„Der Mikado“. Hier wurde jede Rolle von jungen Asiaten gespielt. Erhält Singapur Wirtschaftshilfe? Fonds für koloniale Entwicklung und Wohlfahrt SRAEL unterstützen örtliche Unternehmen. Da ist ferner der Colombo-Plan. Erst kürzlich erhielten 22 vielversprechende junge Leute aus Singapur Stipendien der australischen Regierung zum Studium an australischen Universitäten. Der Stadtpräsident, Mr. T. P. F. McNeice sagte zu ihnen:„Singapur baut auf euch.“ Es wird nicht enttäuscht werden. Ronald Baxter, Redakteur der„Sunday Times Singapoore“. Dorf der goldenen Hochzeiten Pardes Hanna.— Die Notwendigkeit, den tausenden alleinstehenden und durch Alter und Krankheiten für den harten Lebenskampf in Israel untauglichen Menschen einen sorgenfreien Lebensabend zu sichern, Bitterer Zucker von PUERTO RICO hat zur Gründung eines ungewöhnlichen Gemeinwesens geführt. In der Nähe von Pardes Hanna, einer Siedlung im Zentrum von Israel, ist ein Neve Avot genanntes Lagerdorf für 2800 Bewohner mit einein Durchschnittsalter von 70 Jahren entstanden. 600 von ihnen sind Ehepaare, 600 einzelstehende Männer und 1000 Frauen. Sie kommen aus allen Richtungen der Windrose und sprechen Dutzende verschiedener Sprachen. In den Straßen von Singapur drängt sich eine Menge von Leuten der verschiedensten Rassen und Farben, die alle in Freundschaft und Harmonie zusammen leben, arbeiten und sich vergnügen. Die Chinesen überwiegen in der Zahl; sie beträgt etwa 800 000 bei einer Bevölkerung von 1 100 000. Außerdem gibt es ungefähr 250 000 Malaien und Inder in Singapur. Leute aus Ceylon, Eurasier und Indonesen bilden umfangreiche Gemeinden. Und hier gibt es auch Leute aus England, Holland, Australien, den Vereinigten Staaten. Rassische Schranken gibt es lediglich in ein paar Klubs. sowohl asiatischen wie Kolonie, die Straße, die zu dem Fahrdamm von Johore und zu dem Festland von Mamaya mit seinen ungeheuren Gummipflanzungen und Zinnminen führt. Wirtschaftlich geht es Singapur glänzend. Es gibt praktisch keine Arbeitslosigkeit, und ein Projekt zur Heranbildung ungelernter Arbeiter für das Handwerk ist greifbar,, wenn ein Nachlassen der Konjunktur eintreten sollte. Vor dem Krieg gab es in Singapur keine politischen Parteien und keine Wahlen. Heute haben sowohl der Gesetzgebende Rat als auch der Stadtrat ihre gewählte Majorität. Indische, chinesische, malaiische und britische Ratsherren erörtern gemeinsam die Probleme Die„City“ von Singapur. europäischen. Doch auch das verschwindet rasch. Geht man in irgendein Nachtlokal, ein luxuriöses Restaurant oder ein Kino, sieht man, wie sich die Rassen mischen. Ehe ich kürzlich Singapur verließ, gaben mir meine Kollegen ein Essen in einem Hotel, das einem Chinesen gehörte. Dort waren an einem Tisch zehn Leute aus zehn verschiedenen Teilen der Welt. Ein Berichterstatter aus Travancore(Südindien) scherzte mit einem Redakteur, dessen Vorfahren aus Kanton stammten. Ein Eurasier mit einem stolzen portugiesischen Namen (man muß sich erinnern, daß die Portugiesen die ersten europäischen Siedler in Malaya waren) trank mit einem Sikh, der einen Turban trug. Ein Schotte erschien mit einem Mann aus Ceylon. In Singapur gibt es heute mehr Fortschritte als irgendwo in Südostasien. Zwei hohe Wolkenkratzer, einer mit 21 und der andere mit 23 Stockwerken, erheben sich über der geschäftigen Wasserfront. Beide gehören Chinesen und sind von Engländern entworfen worden. In ihren modernen Büros sind Firmen vieler Nationen untergebracht. Ultramoderne Fabriken, die alles herstellen, von alkoholfreien Getränken und chinesischen Soßen angefangen bis zu Metallkästen und Kanalisationsröhren, schmücken die Bukit-Timah-Straße der Neve Avot ist ein ehemaliges englisches Militärcamp, aber seine Baracken mußten erneuert, durch zusätzliche Bauten ergänzt und das Doi durch die Anlage von Straßen auch im Winter passierbar gemacht werden. Das Dorf ist in vier Zonen geteilt, zwei große, eine für Yiddish und eine für Arabisch sprechende Menschen, eine für chronische Kranke und eine— von den anderen streng geschieden— für Geisteskranke. Die Verwaltung der verschiedenen Gemeinschaften erfolgt durch die Bewohner des Lagerdorfes selbst. Jede Zone besitzt einen Rat, der die Verwaltung der wirtschaftlichen, religiösen, kulturellen und sonstigen Angelegenheiten seines Sektors kontrolliert. Etwa 1000 Menschen arbeiten als Handwerker, Schneider, Schuhflicker und in anderen Berufen. Auch die Wäscherei und die Gemeinschaftsküche werden von ihnen betrieben. Die wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse des Ortes, die mehr als einmal in jeder Woche stattfinden, sind die goldenen Hochzeiten. Die Gründung kleiner Fabriken, die Umstellung der gesamten Inselwirtschaft geht nach 400 Jahren besinnungsloser Monokultur des Zuckerrohrs nur langsam — zu langsam für manche Puertoricaner. Und stolz wie Spanier, von der Tropensonne mit noch mehr Leidenschaft im Blut, werden sie zu politischen Desperados, wie sie die USA seit den Morden an den Präsidenten Garfield im Jahre 1881 und McKinley im Jahre 1901 kaum mehr gekannt haben. Oscar Collazo, der am 1. November 1950 sich zusammen mit einem Landsmann mit Revolverschüssen den Zugang zu Trumans Amtswohnung erzwingen wollte, hatte Jahrzehnte als ruhiger Bürger auf erheblich höherem Lebensstandard als die meisten seiner Landsleute in Neuyork gelebt. Er hatte nie verstehen können, daß die Einfuhrbeschränkung für Zucker, die einst seinen Vater ruinierte, ihre komplizierten Hintergründe hatte: Kuba, Hawail, die Philippinen drängten mit ihren Zuckerüberschüssen ebenfalls auf den amerikanischen Markt. Zum Glück erweckte der Anschlag auf den Präsidenten keine Leidenschaften auf der Gegenseite. Die Stieftöchter des Attentäters konnten öffentlich erklären, daß sie an dem Tag, an dem Collazo in die Todeszelle geführt wurde, seinen Namen annahmen. Schließlich wurde Collazo zu lebenslänglich begnadigt. Seine Heimatinsel erhielt noch mehr Rechte als vorher. Inzwischen hatte der Nationalistenführer Pedro Albizu Campos auf Puerto Rico eine Rebellion mit Waffengewalt versucht. Sie wurde schnell unterdrückt. Ihr AnTropeninsel erstickt im Überfluß- Jibaros, Desperados und Senor Munoz San Juan.— Man stelle sich eine Tropeninsel vor, halb so groß wie SchleswigHolstein, aber mit noch mehr Einwohnern; nur zur Hälfte anbaufähig, aber das auch nur mit Zuckerrohr, dessen Anbau außer zur Erntezeit nur wenige Leute beschäftigt und noch weniger einbringt. Keine Industrie, kein Handwerk— das ist Puerto Rico, von den Nachfolgern des Kolumbus einst der„reiche Hafen“ genannt, seit langem eine Insel der Armut und des Elends. Nicht vorstellbar ist, was aus den„zwei Millionen Puertoricanern zuviel“ würde, wenn die USA nicht über 90 Prozent der Inselprodukte abnähmen. Trotzdem haben drei junge Fanatiker von dieser Insel das Abgeordnetenhaus in Washington mit ihren Revolversalven zum Schauplatz einer blutigen Demonstration gemacht. Am schwersten verwundet wurde dabei ein Mann, der nicht im Saal war, der Gouverneur des„freien verbündeten Staates von Puerto Rico“, der 56jährige Luis Munoz-Marin. Als er geboren wurde, hatte sein Vater, letzter Generalkapitän der damals spanischen Kolonie, soeben von Spanien die ersten Selbstverwaltungsrechte für Puerto Rico erreicht. Dann kam der Krieg zwischen Spanien und den USA, und die Insel wurde amerikanisches Territorium. Der Sohn ihres Nationalhelden, der ihr Sprecher in Washington wurde, wuchs in Washington und Neuyork auf, aber er vergaß seine Heimat nicht. Bei einer täglichen 30-Cent-Ration von Bouletten und Zwiebeln schrieb er spanische Bücher, Aufsätze und Gedichte, wurde Politiker und erkannte bald, daß seiner Heimatinsel mit der Freiheit allein nicht geholfen war. Wenn sie Bestand haben sollte, mußten die Hungernden Brot und die landlosen Jibaros Ackerland bekommen. Als 1936 im Senat von Washington die volle Unabhängigkeit seiner Heimat für das Jahr 1940 beantragt wurde, war Senor Munoz-Marin dagegen, denn das hätte den vollendeten Ruin für Puerto Rico bedeutet. Schon damals waren 65 Prozent aller Insulaner arbeitslos, 80 Prozent erhielten irgendeine Unterstützung. Um so stärker wirkten die Schlagworte des blinden Nationalismus. Munoz-Marin, den Fanatikern zu gemäßigt, den Zuckerbaronen zu radikal, wurde vom angesehenen Politiker über Nacht zum einsamen Mann. Mit Schallplattenreden, die er von Öchsenkarren insgesamt 50 000 mal in den Dörfern laufen ließ, gewann er knapp die Wahlen von 1940. Und 1952, bei den ersten Wahlen zu einem Parlament, das sogar über die Unabhängigkeit Puerto Ricos frei entscheiden kann, erhielt seine Partei zwei Drittel aller Stimmen. Immer mehr landlose Jibaros erhalten Siedlerstellen. Und immer mehr von seinen noch arbeitslosen Landsleuten, durch kein Visum an der Reise behindert, fanden Arbeit im Häusermeer von Neuyork. Dort leben schon mehr Puertoricaner als in ihrer Heimathauptstadt San Juan. Ihre Kolonien am Rande der Neuyorker Negervororte sind ein Kapitel für sich geworden. Die olivenfarbigen sprachfremden Zuwanderer halten fest zusammen. Über das Tellerwaschen und ähnliche Jobs kommen sie kaum hinaus. Nach Feierabend hocken sie in engen Stuben zusammen, singen zur Begleitung von Tamburinen ihre spanischen Lieder und sind glücklich, wenn sie der Frau ein neues knallbuntes Kattunkleid kaufen können. Wenn man ihnen nur etwas Englisch beibringen könnte! Wenn sie sich nur bald über das Land verteilen würden, wo die Farmer Saisonarbeiter brauchen! So klagen die Experten, und die Stadt Neuyork hat schon ganze Kommissionen nach San Juan geschickt, um neue Zuwanderer zu warnen und mehr Bundeshilfe für die Gesamtbevölkerung von Puerto Rico zu fordern. stifter erhielt zehn Jahre und neun Monate Gefängnis. Die Demonstranten und Attentäter auf der Kongreßgalerie verehren ihn wahrscheinlich als Helden und Märtyrer. Sie haben aber kaum daran gedacht, daß nicht einer der Staaten auf der Panamerikanischen Konferenz von Caracas, wo ihre Schüsse gehört werden sollten, ihre Heimat aus dem Zuckerüberschuß und der Arbeitslosigkeit erlösen kann, wenn die USA es nicht tun. In den letzten Wochen sind übrigens mehr Puertoricano aus Neuyork auf ihre Heimatinsel zurückgeflogen als zuwanderten. Das deutet daraufhin, daß die lebenslange mühselige Kleinarbeit Munoz-Marins ihre Früchte zu tragen beginnt. Dennoch wurde in San Juan seit Jahresbeginn wieder mehr von Freiheit und Verfassung als von Arbeit und Brot gesprochen. Der Realist MunozMarin hat es schwer gegen die Schlagworte vom Kolonialregime. Der bevorstehende Prozeß gegen die Revolverdemonstranten vom Kapitol gibt dafür nun einen neuen, sehr ernsten Hintergrund. soo weiss wäscht Erst wenn die Wäsche so weiß strahlt, ist sie wirklich sauber. Schon beim Einweichen mit Suwa— und Sie sollten immer mit Suwa einweichen— löst sich der Schmutz. Nachher beim Kochen quirlt die Suwa-aktive Lauge durch das Gewebe und macht Ihre Wäsche strahlend Suwa-weiß. Sie bravenen kein extro Einweich-, Enthärtungsund Spülmittel mehr. Suwa macht alles allein! Doppelpaket für die große Wäsche 85 Pf. Indiens„Schulzes“ Neu-Delhi.— Auch in Indien gibt es Schulzes, Meiers oder Müllers. Nur heißen sie hier Singh. Einen Begriff von der Verbreitung dieses Familiennamens bekommt man, wenn man die Liste der Rekordhalter des indischen Sports durchgeht. Von 50 Titelhaltern heißen 40 Singh. So heißt der beste 800-m-Läufer Sohann Singh. Der beste 1500m-Läufer heißt Johar Singh. Der beste 5000-m-Läufer heißt Burrah Singh. Der beste 10 000-m-Läufer heißt Boota Singh. Der beste 110-mHürdenläufer: Sarwan Singh. Bester 400-m-Hürdenläufer: Jagdeo Singh. Und so könnte man noch lange weiter„singhen“. art Neues aus Attendorn Die Renten werden beim Postamt Attendorn und den zugehörigen Poststellen wie folgt gezahlt: die Angestellten- und Versorgungsrenten am 29. Mai und die Invaliden- und Unfallrenten am 1. Juni. Die Auszahlung erfolgt beim Postamt Attendorn von 8 bis 12 Uhr, bei der Poststelle Kraghammer von 9 bis 12 Uhr, bei den Poststellen Windhausen und Lichtringhausen von 9 bis 11 Uhr und bei der Poststelle Ennest von 14 bis 16 Uhr. Eine öffentliche Sitzung der Stadtveroraneten findet im Sitzungssaal des Rathauses am Montag um 17 Uhr statt. Auf der Tagesordnung stehen u. a.: Aufnahme eines Darlehns zur Aufschließung des Geländes am Schwalbenohl, Bekrönung des Rathausdachreiters, Antrag der kath. Pfarrjugend auf Bewilligung einer Beihilfe für den Ausbau des Jugendheimes im Bieketurm. Die Gemeindevertretung Helden tritt am Montag in der Gastwirtschaft Teipel in Dünschede zu einer öffentlichen Sitzung zusammen. Die SGV-Abteilung beteiligt sich morgen an der Bezirkssternwanderung über Helden nach Meggen. Abgang 10 Uhr ab Attahügel. Rucksackverpflegung ist mitzubringen. Geburtstagskinder. 89 Jahre alt wird heute bei bester Gesundheit Franziska Klapetek geb. Bitte, wohnhaft Wassertor ». Heinrich Michels, Graiweg 12, wurdo gestern 86 Jahre alt. Therese Maiworm geb. Dicke, wohnhaft Finnentroper Straße 12. wird morgen 79 Jahre alt und Eduard Groß, wohnhaft Mooskamp, wurde gestern 75 Jahre alt. Allen Geburtstagskindern herzlichen Glückwunsch! Bund vertriebener Deutscher gibt bekannt, daß zum morgigen Treffen der Grafschaftler in Werl noch einige Plätze im Omnibus frei sind. Die Teilnehmer von Windhausen, Lichtringhausen und aus dem Ihnetal werden um 5 Uhr abgeholt. Verkehrsunfall. Am 25. Mai wurde hier ein abgestellter Pkw von einem Omnibus angefahren und beschädigt. Der Omnibus fuhr in verbotswidrige Richtung. Totenglocke. Im Alter von 76 Jahren vertarb Josef Rolke, wohnhaft Zollstock 5. R. i. p. Evangelischer Gottesdienst Attendorn. 9.30 Uhr Gottesdienst, 11 Uhr Kindergottesdienst; in Papiermühle 13.30 Uhr Kindergottesdienst und 14.30 Uhr Gottesdienst. Grevenbrück. Am Sonntag starten die Tauben des Vereins„Sauerland“ ab Fürth in Bayern zum Heimflug. Von den hiesigen Züchtern waren beim letzten Flug ab Neustadt besonders erfolgreich: J. Kleln (2. Preis) und P. Hochstein(4. Preis). Eine Anzahl weiterer Preise kam ebenfalls nach Grevenbrück. Katnolischer Gottesdienst Sonntag, den 30. Mai St. Martinus-Pfarrei Olpe: 6 Uhr, 6.45 Uhr und 8 Uhr hl. Messen; 9 Uhr Schulmesse; 10 Uhr Hochamt; 11.15 Uhr letzte hl. Messe; 14 Uhr Andacht; 20 Uhr Maiandacht. Aerztliche Vertretung zum Wochenende in Olpe von Samstag 13 Uhr bis Montag 7 Uhr, bei Verhinderung des Hausarztes: Dr. Seiwert, Danziger Straße(Telefon 454). Bereitschaftsdienst der Apotheken Dienstbereit ist in Olpe sonntags und nachts ab Samstag, dem 29. Mai, 19 Uhr, die Adler-Apotheke(Telefon 433). Morgen Freundschaftssingen Listernohl. Das morgen hier stattfindende große Freundschaftssingen steht unter der Schirmherrschaft von Landrat Metten. Heute leitet ein Kommers um 19.30 Uhr das Fest ein. Am Sonntag ist um 9.50 Uhr Kirchgang und um 13.30 Uhr Festzug zum Zelt, wo das Freundschaftesingen durchgeführt wird. Ein Sängerball beschließt den Festtag. Bodenlauffeuer Gerlingen. Ein Bodenlauffeuer, das während einer Rhodung gestern vormittag hier entstand, bedrohte ein Erlengehölz. Der Vorsicht halber wurde die Feuerwehr alarmiert, u. a. auch aus Olpe. Doch konnte das Feuer rasch gelöscht werden. Der entstandene Schaden soll etwa 50 DM betragen. Ehrenmal wird gewelht Zugleich Fahnenweihe der Soldatenkameradschaft Kirchhundem. Seit Monaten hat es sich die Soldatenkameradschaft angelegen sein lassen, dem Ehrenmal für die Opfer des ersten Weltkrieges ein schöneres Ansehen zu verleihen. Die Umgebung des Denkmals wurde würdig hergerichtet mit neuen Anpflanzungen usw. Außerdem wurde bei dem Bildhauer Vogt in Grevenbrück eine neue Tafel mit den Namen der Opfer beider Weltkriege in Auftrag gegeben, die jetzt enthüllt werden soll. Durch Spenden. und Stiftungen konnte das schöne Werk durchgeführt werden. Der Tag der Ehrenmals- und Fahnenweihe beginnt heute um 16.30 Uhr mit einem Choral von der kath. Pfarrkirche. Um 17 Uhr treten sämtliche Ortsvereine beim Gasthof Cordes zum Abmarsch zum Festplatz an. Dort erfolgt zunächst die Fahnenweihe. Anschließend geht es zum Denkmalsplatz, wo das EhKirchveischede. Eine Sitzung des Gemeinderates findet am Montag um 15 Uhr in der Gastwirtschaft Erich Behme statt. Bilstein. Mit der Verlegung der Versorgungsleitungen zum neuen Siedlungsgelände hinter der kath. Kirche wurde begonnen. Kickenbach. Das Fest ihrer silbernen Hochzeit feierten gestern die Eheleute Josef Schmies und Frau Emilie geb. Kemper. Wir gratulieren! renmal geweiht wird. Um 20 Uhr spielt das Musikkorps des Verbandes deutscher Soldaten Nordrhein-Westfalen aus Remscheid zu einem Konzert in der Festhalle auf. Der Tag klingt mit dem großen Zapfenstreich in der Ortsmitte um 23.30 Uhr aus.— Am Sonntag ist um 10 Uhr Festgottesdienst, anschließend Platzkonzert in der Dorfmitte, um 15.30 Uhr Antreten zum Festzug. In der Festhalle erfolgt dann die Begrüßung der Heimkehrer mit anschlieBendem Konzert. Um 19 Uhr beginnt der Heimkehrerball.— Die Bevölkerung wird gebeten, ihre Häuser zu beflaggen. Sängerfest in Halberbracht Feier des oberen Lennegaues Halberbracht. Dem MGVG„St. Johannes“ ist für den morgigen Sonntag die Ausrichtung des 44. Bundessängerfestes des„Oberen Lennegaues“ übertragen worden. In der Gemeinschaftshalle werden sich zahlreiche Männergesangvereine ein Stelldichein geben. Festzug und großes Chorkonzert stehen auf dem Programm, bei dem auch der Musikverein Langenei mitwirkt. 1882 wurde der hiesige Verein gegründet. Abgesehen von verschiedenen Wechselfällen hat er eine erfreuliche Entwicklung genommen und ist stolz darauf, jetzt das Sängerfest durchführen zu können. Ein herzliches Willkommen ruft er allen Gästen zu! Grevenbrück. Am Dienstag sind die Büros der Amtsverwaltung wegen des Eetriebsausflugs geschlossen. Jetzt für jedermann in Deutschland erhältlich COLGATE die Zahnpastamarke, die von mehr Menschen in der Welt benutzt wird als irgend eine andere... Auch Sie können Ihre Zähne jetzt mit können jetzt die besonderen Eigenschaften Colgate Zahnpasta pflegen, auch Ihnen der Colgate Zahnpasta zugute kommen: Zähneputzen mit Colgate beseitigt bis zu 80% der Mundbakterien, die unanger ehmen Mundgeruch und auch Zahnverfall verursachen. Colgate Zahnpasta schäumt intensiv und reinigt die Zähne gründlich. macht sie weiß und Ihren Atem rein und frisch. Colgate erhält Zahnfleisch und Zähne fest und gesund und gibt den Zähnen Perlenglanz. Colgate schmeckt herrlich ertrischend, auch die Kinder werden davon begeistert sein. Auch Sie sollten Colgate Zahnpasta gebrauchen. 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SAUERLANDISCHES VOLKSBLATT Die Helmatzeltung mit dem guten Rut Millionen-Etat für die Erhaltung der Baudenkmäler Verschollene Kostbarkeiten entdeckt Landeskonservator Dr. Rensing will Einsatz der Mittel an Schwerpunkten— In jedem Jahr verschwand ein Fachwerkhaus— Rundfahrt durch Westfalen VON KARL-HEINZ HENKEL Höxter.— Fast jedes Jahr überrascht ein Mann in Westfalen die kunstinteressierte Öffentlichkeit mit unerwarteten Entdeckungen und neuen Erkenntnissen. Was er zu berichten weiß, hat er— wohl der eifrigste Kirchgänger im Lande— selbst aufgespürt; sechs oder sieben Gotteshäuser stehen oft auf seinem Tagesprogramm. Kein Wunder, wenn man ihn in seinem Dienstzimmer(in Münsters Fürstenbergstraße) nur selten antrifft, nämlich den Landeskonservator Dr. Theodor Rensing. „Alle Gelder auf Schwerpunkte konzentrieren!“ ist die Devise, die er in den beiden Jahren seiner Amtsführung verwirklicht hat. Zwar geht sein Etat in die Milionen, aber er ist längst nicht reichhaltig genug, um all die vielen Objekte in Westfalen, die der Krieg getroffen und die Zeit angenagt hat, rechtzeitig wiederherzustellen. So erhielten Bauwerke von europäischer Bedeutung den Vorrang. Daß sich Konservatoren zu allererst als Spezialisten für Trockenlegung zu bewahren haben, das erläuterte Dr. Rensing in der Kirche der altehywürdigen Benediktinerabtei Corvey bei Höxter, deren weltberühmtes Westwerk(Baujahr 885) vor ein paar Jahren in seinen früheren Zustand versetzt worden ist.„Öft bemühen sich die örtlichen Stellen jahrzehntelang, die Feuchtigkeit zu bannen“, berichtete er. Gerade in der Corveyer Abteikirche war die Trockenlegung schwierig, liegt ihr Fußboden doch 60 cm tiefer als die Erdoberfläche rings herum. Heute ahnt niemand mehr, wie sehr die Bemalung von Altären und Orgel, Kanzel und Gestühl, Statuen und Epitaphien gelitten hatten: eine unwahrscheinliche Farbenpracht bannt den Besucher so überwältigend, daß er sie kaum noch zu ertragen glaubt.„Wir haben nur die ursprüngliche Farbigkeit wiederhergestellt“, berichtet der Landeskonservator,„in ein paar Jahren hat alles Patina angenommen und ist dann dem Auge angenehmer.“ Soviel grelles Rot im Verein mit Gold und Silber, wie es hier unter der abgenommenen Übermalung zutage trat, kennt man nicht einmal in süddeutschen Barockkirchen. Geradezu eine Sensation für die Kunstwissenschaft waren die Entdeckungen, die dieser Tage bei Ausgrabungen in Paderborn von Männern des Landesdenkmalsamtes gemacht worden sind. Als die Teile des 1006 von Bischof Meinwerk errichteten Doms, des dritten an dieser Stelle (der heutige ist der fünfte), freilegten, kam Wandmalerei zum Vorschein, ein verhältnismäßig gut erhaltenes Teppichmuster, das an pompejanische Wandmuster anklingt. Es ist die einzige Wandmalerei aus dieser frühen ottonischen Zeit in Westfalen. Außerdem entdeckte man, daß an diesen Ieinwerk-Dom schon in der Grundkonzeption eine Seitenkapelle angegliedert war, eine ungewöhnliche Erscheinung; denn Seitenkapellen waren damals noch nicht üblich. Alte Ausmalungen finden die Konservatoren auch immer wieder in Kirchen, die heute noch stehen, unter der Tünche. Die romanische Kirche in Sonneborn bei Lemgo, die Ende des 16. Jahrhunderts neu ausgemalt worden war, gab weit ältere „Wandmalereien, viele lebendige Szenen, frei, und in der romanischen Kirche von Hennen(Kreis Iserlohn) fand man schône alte Ornamente. Bezaubernde Wandmalereien des 15. Jahrhunderts kamen in der reformierten Kirche zu Lippstadt, einem zweischiffigen gotischen Gotteshaus, zum Vorschein. „Nur durch Sinterung, nicht durch Neumalung holen wir die alten Farben wieder hervor“, berichtet der Landeskonservator. Fragmente werden, wenn eben möglich, nicht komplettiert; das Auge schließt die Lücke gewöhnlich selbst und schafft sich ein Bild. Die Techniken, mit denen die Denkmalspflege heute arbeitet, werden von den meisten Handwerkern kaum noch ausgeübt; statt Sackkalk und Zement nimmt man eingesumpften Kalk; darauf sind Kalkfarben wunderbar aufzutragen, und die Strukturen treten viel lebendiger heraus. Obwohl der Landeskonservator zur Malerei in besonders enger Beziehung steht, sind die architektonischen Aufgaben in Westfalen, die sich aus den Kriegszerstörungen ergaben, nicht vernachlässigt. Mindens stolzer Dom ist bereits wieder unter Dach und Fach, Paderborns wuchtiger Domturm wird wieder aufgeschichtet; mit der Jesuitenkirche am selben Ort will man noch in diesem Jahr beginnen. Die Petrikirche in Soest ist fast renoviert; St. Patrokli, Soest’s Wahrzeichen, wird ausgemalt. In Dortmund schreiten, zum Teil mit Hilfe der Stadt und der Industrie, die Arbeiten an der Reinoldi-, der Marien- und der Propsteikirche rüstig voran, während die Petrikirche als vordringliches Objekt auf dem Programm steht, ebenso die Soester Minoritenkirche. Münsters Dom hat schon jetzt, nachdem von den Trümmern die Olwachsmalerei entfernt ist. eine großartige Raumwirkung. Clemens- und Observantenkirche in Münster, zwei fast hoffnungslose Trümmerstätten, sollen ebenfalls wiederhergestellt werden, und den zerstörten Erbdrostenhof will man in diesem Jahr noch überdachen. Angesichts dieser großen Objekte muß vieles, was weniger dringlich erscheint, in den Hintergrund treten, darunter Schlösser, Bauern- und Fachwerkhäuser. Aber sie sind nicht vergessen. Erfreulich zu hören, daß der Landeskonservator schon bald einen Kampf ums Fachwerkhaus führen will und zwei kleinere Städte auserwählt hat, um hier bestimmte Gelder massiert einzusetzen. Denn wenn in einer Stadt pro Jahr ein Fachwerkhaus verschwindet, weil der Zustand so schlecht ist, so ist das einfach zu viel. Den Mörder beinahe gelyncht Der Nürnberger Geschäftsmann Johann Kotschenreuther verübte am 26. Mai mit drei Pistolen bewaffnet einen Überfall auf eine Sparkassen-Zweigstelle in Roßtal im Landkreis Fürth und erschoß den Sparkassenleiter und den Eigentümer des Hauses, in dem die Filiale untergebracht ist. Er wurde nach kurzer Verfolgungsjagd gestellt. Kotschenreuther stand nach seinen ersten Aussagen vor dem Bankrott und wollte„unbedingt zu Geld kommen, koste es, was es wolle. Unser Doppelbild zeigt links: den Doppelmörder Kotschenreuther— mit Handschellen gefesselt— beim Abtransport durch Polizeibeamte und rechts: einen Polizisten, der mit Mühe eine erregte Volksmenge zurückhält, die den Verhafteten lynchen wollte. Persönliches Geheimnis bleibt gewahrt: über das Kind von heute Körperliche und seelische„Bestandsaufnahme“ bei Schulanfängern— Karteikarten geben Aufschluß Stutigari— In Stuttgart, Nürnberg, Frankfurt, Bonn und Remscheid und im Landkreis Grevenbroich werden jetzt, nachdem sich die Erstkläßler einigermaßen an die Schule gewöhnt haben, neuartige Prüfungen durchgeführt, die eine körperliche und seelische„Bestandsaufnahme“ erbringen sollen. Je zweihundert Erstkläßler hat man ausgesucht, um die Wirkung der Umweltseinflüsse studieren zu können, holte man sie aus je einer Schule in der Altstadt, aus einem industriellen Bezirk, und schließlich aus einem mehr landwirtschaftlich eingestellten Vorort. Kranken gewidmet sein. Bei persönlichen Besuchen durch Seelsorger und Laienhelfer und-helferinnen sollen die Kranken gebeten werden, ihre Mühen und Leiden für die großen apostolischen Anliegen des Papstes in diesem Jahre aufzuopfern. Diese Prüfungen werden alljährlich durchgeführt. 1952 fing man damit an, und mit jedem neuen Schulbeginn kommt ein neuer Jahrgang hinzu. Zweck der Untersuchung ist, aus möglichst vielen Einzelbeobachtungen neues Wissen über das „Kind von heute“ zu gewinnen. Medizin, Psychologie, und Gesundheitsfürsorge arbeiten Hand in Hand. Der Arzt stellt den körperlichen Befund nach einem genau durchgearbeiteten Schema fest, das von der Maß- und Gewichtstabelle angefangen, alle organischen Fehler und Abweichungen registriert und mit einer Einteilung nach Kretschmers Typenlehre endet. Der Psychologe prüft die geistigen Fähigkeiten und die seelische Am Sonntagabend schließt die DRUPA in Düsseldorf Maschinenwunder am Rheinufer Tausende von Fachleuten und Laien sahen den größten graphischen Markt der Welt in Düsseldorf Düsseldorf.(hp)— Zwischen Regierungsgebäude und Planetarium hat sich die Internationale Messe Druck und Papier zusätzlich Raum schaffen müssen. Die DRUPA ist in wenigen Jahren zum größten graphischen Markt der Welt geworden— und das nicht von ungefähr. Das Geheimnis ihres Erfolges liegt in der Zusammenfassung von Produktionsmitteln und Erzeugnissen in einer Ausstellung, ohne überwiegend starres Zurschaustellen mit einer Hochflut von Prospekten und langwierigen Erklärungen: Fast jede Maschine ist in Betrieb. Es wird gesetzt, klischiert, geprägt und gedruckt. In diesem Jahr zeigten sich in Düsseldorf Anzeichen revolutionierender Produktionsverfahren. Keine Messe der Erfinder; aber ein Treffen der im Wettbewerb erfindungsreichen Produzenten aus aller Welt(von 749 Firmen 124 aus dem Ausiand). Schon heute hat das DRUPA-Ergebnis im Hinblick auf Besucher und Umsätze die bisherigen drei Bilanzen übertroffen. Das Ausstellungsgelände wurde in diesem Jahr auf 62 500 qm(um 96,8 Prozent gegenüber 1951) erweitert. Eine wahrhaft verwirrende Fülle von Maschinen, Geräten und Produkten in acht Hallen verlangen auch vom Fachmann einen mehrmaligen Besuch, bevor er eine lückenlose Übersicht gewonnen hat Diese patentierte Eisenbahnbrücke... ist die modernste Ihrer Art in der Bundesrepublik und bisher einmalig. Am Dienstag wurde diese Brücke, die eine Konstruktion von Professor Dören ist, in Braunschwelg eingesetzt und montiert. Sie ist 26 m lang und 5,06 m breit. Das Gewicht eines Einzeltelles, das in der früheren Bauweise etwa 120 Tonnen schwer war, beträgt hier nur 60 Tonnen. Eine fünfteilige Brücke würde also ein Gesamtgewicht von 300 Tonnen haben. nie Brückentelle bestehen ausschließlich aus schrägen Flächen und sind voll geschweißt. Der Laie— entlassen aus der historischen Schau der Druckkunst— sieht sich plötzlich vor das Maschinenwunder der Gegenwart gestellt, eine Maschine, die ganze Zeilen photographisch auf ein Filmband„setzt“(Fotosetter USA), eine andere, die zwar„noch“ mit dem schweren BleiAntimon-Material arbeitet, jedoch mittels eines gestanzten Lochstreiferis, begreift wahrscheinlich nicht, daß sich hier eine neue Entwicklung abzeichnet. Auch wird der Laie nicht recht erkennen, warum man — wie seit Rembrandts Radiererzeiten— die Klischees nicht mehr mit Blausäure ätzen sollte, sondern in einem elektrolytischen Verfahren(Deutsches Patent Kröner). Er kann ja nicht wissen, daß auf diese Weise bessere„Atzwände“ hergestellt und deshalb mehr Feinheiten im Druck erzielt werden können. In der Anwendung elektrolytischer Systeme sind uns die Amerikaner, Briten und Holländer um etliche Längen voraus. Das gilt allerdings nicht mehr— wie vor kurzem noch— für den Mehrfarbendruck, dessen Erzeugnisse viel bewundert wurden.(Zu Unrecht geschmäht:„Nicht oamaol die Sommersprossen haben's wegbroacht von dem Moadel!“ Die sichtbaren Schönheitsfehler sprechen ja für den exakten Druck.) Wenn wir unseren Lesern wiederholt steigenden Umsatz und steigende Produktivität im graphischen Gewerbe melden konnten, so ist das an erster Stelle den Konstrukteuren zu danken, die in dieser Ausstellung indirekt in Erscheinung treten: ihre Maschinen arbeiten schneller una sicherer als die vor wenigen Jahren ausgestellten. Dieser Umstand wird nicht zuletzt auch in der Herstellung von Verpackungen erkennbar, ein Produktionszweig, dem man nun auch bei uns erhöhte Aufmerksamkeit widmet. Die Tendenz— schneller, exakter, schöner— hält an. Und das ist im Hinblick auf den sogenannten Verbraucher, dessen steigende Ansprüche an Qualität und Preis auf seine Weise an einer fortschrittlichen Entwicklung beteiligt ist, erfreulich. Wenn irgendwo, so werden in den acht Hallen am Rheinufer die Segnungen eines freien Wettbewerbs offenbar. Haltung des Kindes nach erprobten Methoden. Hinzu kommt ein Lehrbericht, der neben den Schulnoten die Lern- und Denkfähigkeit, die Arbeitsweise, die Aufmerksamkeit und die Phantasie beurteilt. Auch das soziale Verhalten, Kontaktfähigkeit und Selbstgefühl werden dort berücksichtigt. Ob ein Kind kameradschaftlich ist oder unkameradschaftlich, ob es lieber anführt oder sich unterstellt, ob sein Wille stetig ist oder unregelmäßig, diese Fragen sind nicht weniger wichtig als die Frage nach einer besonderen Begabung. Die Schematisierung, die jedoch ins kleinste ausgearbeitet ist, ist notwendig, weil die Resultate ja mit den Ergebnissen in anderen Städten vergleichbar sein müssen. Schon die in den beiden letzten Jahren gernachten Beobachtungen zeigen beispielsweise das starke Ineinanderwirken von körperlicher Veranlagung und sozialem Milieu bei der geistigen Entwicklung. Das einzige, was die Untersuchenden nicht interessiert, ist der Name des Kindes. Das persönliche Geheimnis soll unbedingt gewahrt bleiben. In den Tod mit Verlobungsgesellschaft Gescher.— Mit einem neuen Leihwagen fuhr eine Verlobungsgesellschaft im Kreis Coesfeld am Donnerstagabend gegen einen Baum. Dabei wurde der neben dem Fahrer sitzende Weber Anton Schlüter aus Gescher(Kreis Coesfeld) getötet. Ein weiterer Insasse des Wagens wurde schwer verletzt. Der aus Ahaus stammende Fahrer des Unglückswagens erlitt nur leichte Schrammen. Von ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Woche vor Pfingsten den Kranken gewidmet Münster.— Nach einer Ancrdnung des Bischofs von Münster, Dr. Michael Keller, soll entsprechend einer Anregung des päpstlichen Komitees für das Marianische Jahr die Woche vor Pfingsten in besonderer Weise der Sorge um die Alten und Rheinisch-Westfälische Börse Düsseldorf. 28. Mai 1954. Tendenz: Widerstandsfähig, Montannachfolger freundlich. Industrie-Aktien: Karstadt 149 G Accu-Hagen— Kaufhof 148 G AEG 128 bz Krefft 57 bz G Allg. Hoch-& Ing. 101 G Mannesmann 117 bz Badische Anilin 137¼ bz Mülh. Berg 101 bz Balcke Masch. 134½ G Rh. Braunkohle 149½ bz Bergb. Ew. Ludw. 97 G Rheinstahl 177 bz BMW 79¼ bz RWE 140 bz Bemberg 70 bz Rheinmetall 17¼ G Beton& Monier— G Rheinpreußen 118 bz Br Boswau& Knauer 100 G Rheinstahl-Union 125 bz Buderus 142 bz Burbach 120½ bz. Busch Jaeger 176 Br. Cassella 182 bz Conti-Gummi 165 bz Consolidation 106 bz Daimler 140 bz G Demag 169 bz Dt. Conti Gas— G Dt. Erdöl 116½ bz Didier 152 G Dortm. Aktien 154 G Dortm. Ritter— G Dortm. Union 150½ bz Dynamit Nobel 149 G Ess. Steinkohle 96 bz G Farbenf. Bayer 138½ bz IG. Farb. Liqui. 28 bz Feldmühle 202 bz Felten 118½ bz Goldschmidt 95 Br Harpener 88 bz Hindrichs Auff. 51 G Hochtief 109 G Hoechster Farb. 1371 bz. Hoesch 255 bz Kabel Rheydt 166 bz G Kali-Chemie 148 bz PhrixNamens 30-33½ Salzdetfurth 146 G Schering 253 bz Schieß 125 G ex Schwabenbräu 126 bz Siem. Stämme 154½ bz Siem. Vorzüge 153½ bz Stamag 115 bz Ver. Dt. Nickel 133½ bz Ver. Rumpus 80 bz BI Ver. Stahlwerke 231 bz Wass.-Gelsenk. 139¾ G Wintershall 137½ bz Zellwald 112½ bz Bank-Aktien: Commerzbank 6½ G Bankver. Westd. 131¼bzG Deutsche Bank 9 bz G Rh.-Westf, Bank 132 bz G Dresdner Bank 9 G Rh.-Ruhr-Bank 131 bzG Freiverkehr: Chemie-Fas.Inh. 70½-74½ Eisenh. Köln 1121/-116½ Gutehoffnungshütte 288 G Phrix-Inh. 38 Br Rh. Kunstseide 68-72 Schulth. Stämme 22 G Übermittelt vom Bankverein Westdeutschland DM-West— DM-Ost Frankfurt Main), 28. Mai(vwd).— Die Wechselstuben kaufen 487,50 DM-Ost für 100,— DM-West und verkaufen 100,— DM-Ost für 21,78 DM-West. M Brieftasche = Lin Wipperfürther Wochenmarkthändler er= hielt in diesen Tagen seine Brieftasde mit = Ausweispapieren und 160 Mark zurüde, die = ilim vor Jahren auf dem Wochenmarkt ge= gestohlen worden war. Der Absender, ein = Pater, aus Süddeutschland, schrieb dazu, der = Dieb habe seine Verfehlung auf dem Sterbe— beit gestanden und ilin, den Pater, beauftragt, = die Brieftasdie mit den Papieren und den = 160 Mark au den Eigentüner zurückzusenden. In 5000 Exemplaren in Duisburg Das beste Geflügel Deutschlands Ausstellung„Das Ei“ eröffnet— Wertvolle Preise Der vierte internationale Forstwirtschaftskongreß findet vom 11. bis 22. Dezember in Dehra Dun(Indien) statt. Er wird von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen veranstaltet. 300 Deari ous aller Erdteilen werden erwartet. Duisburz— Die Ausstellung„Das Ei“, eine vom Bund deutscher Rassegeflügelzüchter und vom Verband deutscher Wirtschaftsgeflügelzüchter(VdW) veranstaltete Leistungsschau der Geflügelwirtschaft, wurde am Donnerstag in Duisburg eröffnet. Der Vorsitzende des VdW, Dr. A. von Burgsdor.?f, sagte, die deutsche Geflügelwirtschaft befinde sich in einer schweren Krise. Zusammenbrüche und Betriebsschließungen drohten. Schuld daran sei das starke Sinken der Eierpreise, das Futtergetreide für Hühner sei in Deutschland 25 Prozent teurer als in Holland und Dänemark. Burgsdorff forderte eine neue„Marktordnung für Eier“, die die Interessen der Verbraucherschaft und der Geflügelwirtschaft berücksichtige. Die deutsch Geflügelwirtschaft habe 1953 Waren im Werte von 1,2 Milliarden Mark erzeugt. Ministerialrat Franz Tillmann te vom Eis Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der die Ausstellung eröffnete, erklärte, daß der Eierverbrauch im Bundesgebiet mit 142 Stück je Kopf der Bevölkerung hinter dem der Nachbarländer liege. Es sei aber möglich, den Verbrauch durch die steigende Inlandserzeugung verbunden mit stärkeren Einfuhren zu erweitern. Die Ausstellung, die bis zum 7. Juni dauert, findet aus Anlaß der Jahresversammlung der Europäischen Vereinigung für Geflügelzucht statt, die in Duisburg auf deutschem Boden tagt. Den 5000 ausgestellten Hühnern, Hähnen, Gänsen, Enten und Tauben, eine Auswahl der besten Tiere aus dem ganzen Bundesgebiet, winken wertvolle Preise. Der Duisburger Tierpark ist mit einer Sonderschau vom UrHuhn zur Hochleistungshenne vertreten. An Fachtagungen und Veranstaltungen nehmen Vertreter aus Holland, Belgien Luxemburg, Frankreich, der Schweiz und Österreich sowie aus ganz Deutschland Und wohin fährt Anneliese? DIESER ANNELIESE GEHT ES WUNDERBAR KULTURNOTIZEN Mit der Verleihung des hansischen Goethepreises an den britischen Dichter T. S. Eliot ist gegen Jahresende zu rechnen, wurde von der Universität Hamburg bekanntgegeben. 278 Filme aus neunzehn Ländern sind bisher zur dritten Mannheimer Kulturund Dokumentarfilmwoche gemeldet worden.(31. Mai bis 5. Juni.) Die achten Ruhrfestspiele(18. Juni bis 30. Juli) in Recklinghausen finden im Inund Ausland starkes Interesse. Allein ein Großbetrieb des Industriegebiets hat für seine Belegschaft 29 000 Karten angefordert. Auch aus Österreich, Schweden und Dänemark liegen Karten- und Quartierwünsche vor. Der Schriftsteller Dr. Curt Elwenspock feiert in Tübingen seinen 70. Geburtstag. Über die künftige Gestaltung der Beziehungen zwischen dem Verband der israelischen Schriftsteller und Musiker, und gleichartigen deutschen Organisationen entstand in Tel Aviv eine hitzige Debatte. Der Biochemische Bund Deutschlands forderte auf seiner Bundestagung in Bielefeld die Schaffung eines Lehrstuhls für naturgemäße Heilmethoden an den deutschen Universitäten. Der amerikanische Evangelist Dr. Billy Graham, der gegenwärtig als„der erfolgreichste Massenprediger der Welt“ gilt, wird am 27. Juni im Olympia-Stadion zu den Berlinern sprechen. Berlins evangelischer Bischof D. Dr. Dibelius hat seine Teilnahme zugesagt. Er wird voraussichtlich das Abschlußgebet sprechen. An der Kundgebung werden 2000 Sänger des Christlichen Sängerbundes und mehrere hundert Bläser der Berliner Posaunenmission mitwirken. Die 103 im Jahre 1953 hergestellten deutschen Spielfilme verteilten sich mit 28 auf Geiselgasteig, 14 auf Tempelhof, je 9 auf Göttingen und Wandsbek, 8 auf Spandau, je 6 auf Wiesbaden und Wien, 3 auf das Carlton-Atelier in München, 2 auf Bendestorf und je 1 auf Salzburg, Nizza, Sevilla, Graz, Ljubljana(Laibach) und Thurnau. Sieben Filme wurden in Behelfsateliers gedreht, und fünf werden ohne Atelierangaben angeführt. Die 27. internationale Kunstausstellung (Biennale) von Venedig erreicht mit 31 ausstellenden Nationen die höchste Teilnehmerzahl seit ihrer Gründung 1895. Eine Gedenktafel für den früheren Bischof von Münster Kardinal von Galen wurde an der Südwand der Propsteikirche zu Telgte bei Münster feierlich enthüllt. Die Gedenktafel wurde von der Bürgerschaft gestiftet. Kardinal von Galen war ein großer Förderer der Marienwallfahrten nach Telgte. Seine aufrechte Haltung während des nationalsozialistischen Regimes brachte ihm den Beinamen„der Löwe von Münster“ ein. Fast eintausend katholische süddeutsche Wallfahrer trafen in Rom ein, um Papst Pius XII, für sein Eintreten für das Heimatrecht der Vertriebenen Dank zu sagen. Du verreist diesen Sommer, nicht wahr? Wohin? An den Bodensee, zu Tante Paula nach Bad Harzburg, nach Norderney oder zu den Schwiegereltern nach Münster? Nun, auf jeden Fall fährst du irgendwohin. Du hast eine Ausspannung und einen Tapetenwechsel dringend nötig. Außerdem locken so viele bunte Plakate, und es gibt Gesellschaftsreisen sogar ins Ausland, die in den Bereich deiner finanziellen Möglichkeiten gerückt sind, und die Post legt dir immer neue verführerische Prospekte auf den Frühstückstisch, und in der Zeitung ist alle Augenblicke vom Reisen und Verreisen die Rede. Außerdem werden Frau Schmitz von nebenan und Herr Müller von Abteilung V und Familie Lehmann aus deinem Lebensmittelgeschäft nicht müde, dir auseinanderzusetzen, welchem Ferienort sie in diesem Jahr die Ehre schenken werden. Ja, die Reisezeit hat begonnen. Millionen Menschen fahren hierhin und dorthin, mit Eisenbahnzügen, Omnibussen, Autos, Motorrädern, Motorrollern, Fahrrädern. Millionen Menschen müssen sich erholen, wollen sich erholen und— können sich erholen. So, und nun komme ich zu Anneliese. Sie ist neun Jahre, reichlich groß für ihr Alter und leider auch reichlich blaß, reichlich mager. Für sie gibt es keine Reisesaison. Sie tippelt jeden Morgen zur Schule, mag die Sonne auch noch so schön scheinen, und wenn die Ferien beginnen, dann bleibt sie halt zu Hause. Zu Hause, das ist die elterliche Zweizimmerwohnung, das ist die Großstadtstraße voller Verkehr und Gestank. Allerdings... einsam wird sie dort nicht sein. In ihrer Nachbarschaft wohnen mehrere Kinder, die ebenfalls keine Reisesaison kennen. In ihrer Stadt mögen es Tausende oder Zehntausende sein, große Kinder und kleine Kinder, die nicht hinauskommen aus ihrem grauen Alltag. Und in der Bundesrepublik... ja, wieviele Kinder werden wohl in diesem Sommer bei uns in Westdeutschland nicht verreisen können? Hunderttausende gewiß. Vielleicht sogar Millionen. Und wieviele von ihnen, was meinst du wohl, hätten eine Ausspannung und einen Tapetenwechsel bitter nötig, weit nötiger als du? Ich weiß natürlich, daß Schulbehörden, Stadtverwaltungen, Wohltätigkeitsorganisationen, die Kirchen und andere Stellen sich bemühen, solchen Kindern zu helfen. Aber was ist das für so viele?! Kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein! Anneliese ist nur ein winziger Teil des Riesenheeres, das jetzt an deine Tür klopft. Da sind die Kinder der Arbeitslosen, der Flüchtlinge, der Kriegsversehrten, die Kinder in Behelfsheimen, in Baracken, in Lagern, in Nissenhütten, in Bunkern. Blasse Kinder, unterernährte Kinder, kränkliche Kinder, gefährdete Kinder. Sie klopfen an deine Tür, und es hat gar keinen Zweck, daß du alte Ausreden wiederholst oder dir schnell ein paar neue ausdenkst... sie klopfen an deine Tür, im Takt deines Herzens, denn es sind ja nicht ihre Hände, die da klopfen, sondern ihre kleinen Herzen. Was sie wollen? Sie bitten um deine Hilfe. Sie möchten in den Ferien endlich einmal andere Luft atmen, ein bißchen besser essen, ein bißchen umsorgt werden. Es geht ihnen nicht gut, und sie sind weiß Gott nicht schuld daran. Sie bitten um deine Hilfe, und ich bitte mit ihnen und für sie. Ich will dir ein paar Beispiele nennen. Einer meiner Bekannten hat vier Kinder. Sein Geld reicht nicht für eine Sommerreise, aber wo vier Kinder satt werden, da ist auch noch für ein fünftes Platz. Also hat er sich einen halbverhungerten Jungen aus einem Flüchtlingslager bestellt, und den will die ganze Familie vierzehn Tage aus Leibeskräften verwöhnen. Eine Bekannte von mir verbringt alljährlich ihre Ferien auf dem Land bei ihrer Schwester. In diesem Jahr hat sie angekündigt, sie werde ein Mädelchen mitbringen, eine kleine Hannelore aus dem Waisenhaus. Ein Kollege von mir fährt mit Frau, Hund und Wagen in den Schwarzwald. Nach einigem Hin- und Herrechnen haben sie sich entschlossen, ein armes, erholungsbedürftiges Kind aus ihrer Nachbarschaft mitzunehmen. Das sind drei Beispiele. Weißt du nun, wozu ich dich verführen möchte? Warum ich die neunjährige Anneliese vorgestellt habe und hinter ihr das Riesenheer der anderen Kinder, für die es keine Reisesaison gibt? Einer ganzen Reihe von Leuten geht es heute sehr gut. Vielen, vielen Leuten geht es gut. Sehr viele sagen von sich, sie hätten ihr Auskommen, was doch wohl bedeutet, daß sie weder hungern, noch in Lumpen gekleidet sind, daß sie Geld für Zigaretten haben und schon mal ins Kino können. Diese alle könnten Anneliese und den anderen Kindern helfen... wenn sie nur wollten. Die kleinen Herzen, die da an die Türen klopfen, bitten ja nur um einen Finger, nicht um die ganze Hand. Lieber Gott, sie sind noch so klein und alles andere als verwöhnt. So leicht zufrieden zu stellen sind sie und für jede Winzigkeit dankbar. Hast du schon einmal mit Kindern gesprochen, die aus der Ostzone herüberkamen? Bist du schon einmal in einem Flüchtlingslager gewesen oder in einem Großstadthinterhaus, wo manchmal jedes Zimmer eine Familie beherbergt, oder in einem Waisenhaus? Das Herz dreht sich einem im Leibe um, wenn man all die Annelieses und Hertas und Karls und Huberts betrachtet, die da mit ihren groBen Augen um ein bißchen Wärme betteln die so gern einmal aus ihrer Umgebung herausmöchten. Oder meinst du etwa, sie wüßten nicht, daß Verreisen eine herrliche Sache ist? Sie wissen es mindestens so gut wie du, wahrscheinlich aber noch viel besser, eben weil diese herrliche Sache für sie unerreichbar ist..., wenn du ihnen nicht behilflich sein willst Man vergleicht Kinder gern mit Blumen: Was aus Blumen wird, die nicht genügend Licht kriegen, die nicht ordentlich gepflegt werden, brauche ich dir nicht zu erzählen. Was aus Kindern wird, die an Leib und Seele verkümmern.., ach, das weißt du auch! Du hast ja schließlich eine ganze Menge Lebenserfahrungen gesammelt, und außerdem hast du ein Herz, eben jenes Herz, an das die Annelieses zaghaft pochen, weil sie so brennend gern einmal richtige Ferien haben möchten. Überlege dir die Sache in aller Ruhe. Vielleicht läßt sich doch etwas machen. Vielleicht kannst du tatsächlich einem Kind eine große Freude bescheren, auch wenn du selbst nicht gerade auf Rosen gebettet bist. Mag sein, daß an eurem Tisch für vierzehn Tage oder sogar länger ein kleiner Karl Platz hätte. Mag sein, daß in eurem Wagen noch für eine kleine Liesel ein Sitz frei ist. Mag sein... mag sein... Überlege es einmal. Vielleicht findest du dann eine Antwort auf meine Frage:„Und wohin fährt Anneliese?“ Was mich angeht, so danke ich dir schon im voraus im Namen all der erholungsbedürftigen Kinder, ob sie nun aus der Ostzone stammen oder aus Westberlin... oder aus dem Haus neben dem deinen. Fritz Schneider Drama bei Kleinspecht VON OTTO KOKE Wir wissen heute, daß die Eiablage des Kuckucks direkt und indirekt erfolgt. Bei offenen Nestern ist die Ablage eines Eis kein Problem. Das Kuckuckweibchen hockt sich über das offene Nest und legt sein Ei zwischen das Gelege des Wirtsvogels. Nicht selten wird ein Ei aus dem Wirtsvogelgelege entfernt. Das Kuckuckweibchen wirft es an Ort und Stelle aus dem Nest. Manchmal aber verschluckt es das Ei. Oder das Wirtsvogelei wird ein Stück vom Nest entfernt fallen gelassen. Schwieriger wird die Eiablage für das Kuckuckweibchen, wenn die Wirtsvögel, bei denen es legen will, Höhlenbrüter sind. Hier ist die Höhlenöffnung oftmals so klein, daß das Kuckuckweibchen sie nicht passieren kann. Wie aber kommt in einem solchen Fall das Kuckuckei in die Nesthöhle? Eine Möglichkeit ist die direkte Ablage durch das Kuckuckweibchen, das sich beim Legevorgang vor dem Flugloch so festkrallt, daß die Körperöffnung sich in Fluglochhöhe befindet. Auf gut Glück legt nun das Kuckuckweibchen sein Ei. Daß es bei diesem etwas rohen Verfahren oft bis zu sechzig Zentimeter tief in die Nesthöhle fällt, schadet ihm nichts. Das Kuckuckei ist so stabil, daß die Eier der Wirtsvögel eher einer Druckstelle bekommen als das Kuckuckei selber. Häufiger ist bei Nesthöhlungen aber die Ablage mit dem Schnabel: Das Kuckuckei wird auf der Erde abgelegt. Das Weibchen ergreift das Ei und läßt es durch das Flugloch in das Nest fallen. Wir müssen dabei an Baumhöhlen denken, die der Specht zimmerte. Wir müssen aber auch an Kugelnester denken, die von den Vögeln selbst erbaut werden. Gewissenhaft Die Hausfrau nimmt das neue Mädchen ins Gebet.„Marie, Sie haben gestern einen Mann im Garten geküßt. Wahrscheinlich den Briefträger, oder war es der Bäcker?“ Marie ist verlegen.„War es vor acht, gnädige Frau, oder gegen neun Uhr?“ Kuckuckeier werden am auffallendsten von zwei Vögeln verweigert, in deren Nestinnerem es„dunkel“ ist nach unseren Begriffen: Zaunkönig und Laubsänger. Beide bauen geschlossene Kugelnester. Beide erkennen den„großen Betrug“ häufig und werfen das Kuckuckei hinaus. Wenn eine Kuckuckmama ihr Ei, eines von den achtzehn bis vierundzwanzig, die sie vom 1. Mai bis zum 15. Juni legt, durch ein Spechtloch wirft, so beginnt damit ein Drama, das sich Jahr für Jahr wiederholt. Das drei Gramm schwere, verhältnis näßig kleine Kuckuckei ist dank seiner Stoß- und Fallfestigkeit auf den Höhlenboden gelandet. Die Spechte brüten es mit aus. Ein junger Kuckuck erscheint. Fünf Tage und Nächte nach der Geburt hat der Junge versucht, die Spechte aus der Höhle zu werfen. Es ist ihm nicht gelungen, während andere junge Kuckucke das meist mühelos schaffen. So werden Specht und Kuckuck zusammen groß. Eines Tages flog auch das letzte der Spechtkinder aus. Der junge Kuckuck schrie seinen artfremden Bettlaut hinaus, den Kopf durch die Flugöffnung gestreckt. Die Spechte kamen und fütterten. Tag für Tag. Sie fütterten den gefangenen Ziehsohn so gut wie die eigene flügge Brut. Aber eines Tages erlosch der Fütterungstrieb, mochte der Jungkuckuck noch so laut er konnte sein Zirk-zirk in den Tag schreien. Und als vielleicht nach drei bis vier Tagen Futtermangel der junge Gauch in seiner Höhle zu kraftlos wurde, da kam der Hungertod. Ab und zu finden Holzhauer beim Spalten hohler Bäume solche Kuckuckmumien. Die meisten dieser Dramen aber bleiben unerkannt, obgleich sie sich Jahr für Jahr wiederholen. Ich habe einmal selber solch einen mumifizierten Jungkuckuck in der Hand gehabt, als mir Waldarbeiter einen Vogel zeigten, den sie im Innern einer hohlen Fichte gefunden hatten. Der Vogel war federleicht, im Gefieder noch völlig erhalten. Einer der Arbeiter hatte gelesen, daß der Jungkuckuck versucht, die Wirtsvogeljungen aus dem Nest zu werfen. Geschieht dies, ist die Brut verloren. EINE WOCHE Roman von Gertrud von Brockdorff Copyright by Prometheus-Verlag, Grobenzell 300000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000oo (27. Fortsetzung) Ueberweg starrte Munk an, dessen Gesicht sich zuletzt in allen Muskeln gestrafft hatte. Unwillkürlich richtete er sich auf und rieb seine Handflächen gegeneinander, weil sie sich noch immer ein wenig klebrig anfühlten. „Ich' könnte Ihnen eine Empfehlung geben...“ begann er unsicher. Munk lächelte bloß. „Ich weiß, was Empfehlungen bedeuten“, sagte er.„Ich bin nicht mehr jung, und schließlich sehe ich auch wohl nicht gerade aus wie einer, der besonderes Vertrauen verdiente. Sie selbst haben ja auch keine Lust zu mir. Sie möchten mich jetzt am liebsten loswerden und sinnen die ganze Zeit über auf Ausflüchte, und ohne jene besondere Angelegenheit, die zu erwähnen ich gern vermieden hätte, Herr Doktor..“ Da war es also! Da kam es! Es bedeutete für Ueberweg eine unsagbare Erleichterung, sich den Tatsachen endlich Aug in Aug gegenüberzusehen. „Sie erwähnten diese Angelegenheit bereits auf Ihrem Zettel, Herr Munk“, sagte er mit schnellem Atem.„Leider konnte ich aus Ihren Andeutungen nicht ganz klug werden.“ „Das ist schade“, antwortete Munk gedehnt, und seine Lippen bogen sich dabei spöttisch nach unten,„Ich hätte Ihnen die Erinnerung an den peinlichen Zwischenfall lieber erspart; ich kann mir ungefähr vorstellen, wie einem zumute ist, wenn man die Frau so ohne Leben vor sich liegen sieht und sich überlegt, was man um Gottes willen tun könnte, um die Sache zu verbergen. Im Krieg war ich mit einem zusammen, dem war früher mal etwas Ähnliches passiert. Er hatte in der Wut seine Frau niedergeschlagen, obwohl er sie liebte. Na, der Mann war dann einfach hingegangen und hatte sich der Polizei gestellt. Es ist immer das Einfachste und Sauberste, das dürfen Sie mir glauben. Eigentlich dachte ich, wie ich Sie so mit dem Mädchen im Arm dastehen sah, Sie würden von selber auf diesen Ausweg kommen..“ Ueberweg war erschrocken zurückgewichen. „Was fällt Ihnen ein?“ flüsterte er jetzt, während seine Augen zwischen den drei Türen des großen Zimmers hin- und herglitten, als überlege er fieberhaft, durch welche er am besten entrinnen könne.„Sie glauben doch nicht etwa, daß ich..., ich habe doch dem Mädchen nichts getan,... es war ein Unfall mit dem Wagen, der Wagen fuhr gegen einen Stein,... und ich selber habe dabei einen tüchtigen Schlag auf den Schädel abbekommen.“ Er legte die flache Hand gegen die Stirn, und wirklich spurte er dort wieder den unheimlichen und undeutlichen Schmerz, wie er ihn kurz nach dem Vorfall verspürt hatte. Auch die leichte Übelkeit war wieder da, auch der schwache Duft, der um Gunver gelegen hatte... „Ich... bin kein Verbrecher“, sagte er kraftlos.„Wenn Sie wirklich zugesehen haben, dann müssen Sie das wissen. Dann sind Sie ja überhaupt mein Zeuge“, stieß er, von einem neuen Gedanken gestreift, schnell und frohlockend heraus.„Sie müssen sich doch irgendwo in der Nähe des Unglücksortes aufgehalten haben...“ „Ganz recht. Ich lag hinter dem Gebüschhaufen, auf den Sie sich vielleicht besinnen“, sagte Munk, und Ueberweg sah das Gebüsch mit den Krähen greifbar deutlich vor sich.„Ich hatte mich in der Sonne ausgestreckt und schlief. Wahrscheinlich habe ich nicht sehr fest geschlafen; denn ich wurde wach, als ich Sie stöhnen hörte. Da hielten Sie die Dame schon im Arm und versuchten, sie wieder zu sich zu bringen. Das ist alles, was ich gesehen habe, bis auf das andere. Herr Doktor“ „Bis auf welches andere?“ „Ich meine bis auf das, was Sie dann später mit ihr taten. Sonst könnte ich nichts bezeugen“, sagte Munk, und seine braunen Augen, die Ueberweg fest ansahen, waren eigentümlich gläsern und durchscheinend geworden.„Von einem Unfall mit dem Wagen weiß ich nichts, da können Sie mir viel erzählen.“ „Aber Sie glauben doch nicht etwa...?“ „Gar nichts glaube ich. Was Sie getan haben, das ist Ihre Sache, damit müssen Sie allein fertig werden, ich bin nicht Ihr Richter. Ich habe mir bloß die Nummer des Wagens gemerkt und mich hinterher um Ihre Adresse gekümmert. Gestern morgen bin ich hergekommen, um mir das Haus anzusehen; es ging mir nicht besonders gut, ich hatte eine Erkältung in den Knochen, und ich bin auch jetzt noch nicht ganz damit fertig. In unserem Alter muß man sich davor hûten, im Heu oder im Freien zu schlafen, Doktor Ueberweg. Ich erfuhr, daß Frau Petruschke ein Zimmer zu vermieten hatte und habe es genommen, obwohl ich es eigentlich nicht bezahlen konnte.“ „Selbstve:ständlich werde ich Ihnen das Geld geben, Herr Munk“, sagte Ueberweg hastig, als sähe er jetzt endlich eine Möglichkeit, diese ganze Geschichte aus der Welt zu schaffen.„Selbstverständlich werde ich Sie in die Lage versetzen, Ihre Krankheit auszukurieren und wieder...“ Er hielt inne, durch ein spöttisches und belustigtes Lächeln seines Besuchers beunruhigt. „Sie sind sehr freundlich, Herr Doktor Ueberweg, und da ich wirklich mit meinen Mitteln am Ende bin, so nehme ich Ihre Unterstützung dankend an“, antwortete Munk und streckte die Hand aus, um die Papiere auf dem Tische wieder an sich zu nehmen und in ihrem Umschlag aus Olpapier zu verstauen.„Unter der Voraussetzung nämlich, daß Sie es mir später in Raten von meinem Gehalt abziehen.“ Seine durchscheinenden Augen suchten Ueberwegs Blicke, die ihnen nicht standhalten konnten.„Ich will kein Almosen, Herr Doktor. ich will ehrliche Arbeit, und Sie sollen mir dazu verhelfen. Wie ich Sie beurteile, werden Sie mir freiwillig den Posten geben, ohne sich erst zwingen zu lassen.“ Munk war langsam aufgestanden; etwas in Ueberwegs Haltung mochte ihn veranlassen, auf seiner Hut zu sein, Ueberweg machte jetzt den Eindruck eines Menschen, der die Grenze seiner Tragfähigkeit erreicht hat. Munk sah in seinen Pupillen eine dünne Flamme aufflackern und wieder in sich zusammensinken. „Sie werden nicht über mich zu klagen haben, Herr Doktor“, sagte er behutsam. „Ich bin eine tüchtige Kraft, ich arbeite mich überall schnell ein und ich werde mir Mühe geben, Ihnen jede peinliche Erinnerung zu ersparen. Ich bin kein Erpresser, wenn es Ihnen jetzt auch so vorkommen mag.“ Ueberweg schwieg. Ihm war schrecklich zumute, heiß, eng und unerträglich. Er hielt es einfach nicht länger aus; er mußte diese Sache zu Ende bringen. „Meinetwegen“, sagte er endlich sehr leise,„Sie haben mich in der Hand, das sehe ich ein. Sie können mir Ihre Bedingungen diktieren.“ Munk schüttelte den Kopf. „Ich bin nicht hergekommen, um Ihnen zu drohen, Herr Doktor, ich wollte Sie nicht erschrecken, und ich denke auch nicht daran, Sie in Ungelegenheiten zu bringen.“ Er trat etwas näher zu Ueberweg hin und dämpfte seine Stimme.„Das Mädchen“, fuhr er halblaut fort,„liegt auch nicht mehr unter der Weide, Herr Doktor. Deswegen brauchen Sie sich nicht zu beunruhigen. Ich habe sie gleich weggeschafft.“ Ueberweg schloß die Augen; alle Farbe war aus seinem Gesicht gewichen.„Paßt es Ihnen, am Ersten bei mir anzufangen?“ fragte er nach einer Minute des Schweigens. Seltsamerweise schien Munk durch diesen sachlichen und konkreten Vorschlag beunruhigt zu werden. „Am Ersten? Nein, Herr Doktor, das wäre für mich zu spät, ich meine, bis dahin...“ Er nahm sich zusammen und gewann seine überlegene Miene zurück.„Es wäre mir lieber, schon in den nächsten Tagen zu kommen. Sagen wir Dienstag oder Mittwoch. Bis dahin bin ich meine Erkältung bestimmt los. Am Mittwoch, Herr Doktor?“ „Gut. Am Mittwoch“, sagte Ueberweg und preßte die Handflächen fest gegeneinander.„Wünschen Sie sonst noch etwas?“ fragte er gewaltsam beherrsclit, da der andere noch keine Anstalten machte zu gehen. „Sie waren so freundlich, mir einen Vorschuß in Aussicht zu stellen“, antwortete Munk mit sichtlicher Überwindung. (Fortsetzung folat Gut zu FUß IN DIE CAMPING-SAISON Indianer, Tänzerinnen, erschleierte Schöne und fußkranke Grafen standen Pate Wiz sahen in Daxzis Dieser Hausschuh für die freie Natur ist das Frühlingsgeschenk der Mode abwärts des Rocksaumes und der frechen„dreiviertellangen“ Hose. Weich, leicht und bequem sind diese Campingschuhe und doch kräftig genug, um„draußen“ getragen werden zu können. Kein Wunder, daß der Ballerinen- und der Mokassinschnitt die Grundformen sind, aus denen die neuen Campingschuhe fassonmäßig hervorgegangen sind. Eine Ausnahme von dieser Regel machen allerdings die schweizerischen Bally-Werke; sie überraschten dieser Tage mit einer ganz anderen Form der Campingschuhe: Schnabelschuhmodelle, deren Sohlen wie bei einem Haremsschuh vorn halbrund bis über Zehenhöhe aufragen. So neu und originell ist diese Idee übrigens gar nicht. Da gab es nämlich so um das Jahr 1090 einen Grafen Heinrich von Anjou, der eines Tages ein höchst unangenehmes Geschwür an seinen Zeh bekam. das kein Medicus ihm entfernen konnte Damit sich nun die Damenwelt nicht darüber entsetzte, ließ er sich Schuhe anfertigen, die an der Spitze in einem hochgebogenen Schnabel ausliefen. Das Geschwür war verschwunden und die Schnabellinie geboren. Heute findet man die Schnäbel an den Hüten wieder. Die Schuhschnabelmode verbreitete sich damals über ganz Europa, die Fürsten trugen den Schnabel so weit umgebogen, daß sie an den Spitzen kleine Glocken befestigen konnten. Als diese Mode in Deutschland immer mehr ausartete, wurde schließlich von kirchlicher Seite dagegen Sturm gelaufen, so endeten die Schnabelschuhe durch Verbot. Abgesehen von dieser eigenwilligen Modellform lassen die meisten Campingmodelle jedoch indianische und tänzerische Herkunft erkennen. Die neuen Abwandlungen tendieren beim mokassinartigen Campingschuh zum Dezenteren, beim ballerinaartigen zum Robusteren. Das Ergebnis ist meist eine elegant-saloppe Art, Campingschuhe aus grauem Rindbox mit flexibler Ledersohle und Eifleckabsatz, der durch einen Innenkeil erhöht wird. Sohle und Absatz sind ringsum mit schwarzem Rauhleder abgesetzt. wie wir sie bei Schuhen nur selten gesehen haben. So dient die Steppnaht des Mokassineinsatzes mehr denn je der Verzierung. Manchmal ist auch das Vorderblatt weit ausgeschnitten oder eine kleine reizende Verzierung auf dem Spann in Blattform bringt eine eigene Note. Lederschleifen, an den Enden oft in Fransen auslaufend, gehören zweifellos zum beliebtesten Zubehör der vom Ballerinenschuh abstammenden Campingschuhe. Überhaupt kehren Lederfransen, sei es als eine Art Miniaturhaferllasche, als Einfassung oder Spannverzierung in immer (Modell: Schäfer) neuen Varianten wieder. Dann und wann sind es auch reizende Schnürungen, Perforationen und durchzogene Lederstreifen. Die Farben der Campingschuhe reichen vom kremigen Weiß und Grau bis zum mittleren Braun: Rauch, Elfenbein, Perle sind nur einige Farbbezeichnungen für die lichten Töne, die mit Braun, Lohfarben, Marineblau und Schwarz verziert sind. Umgekehrt gibt es jedoch dunkle Modelle in den letztgenannten Farben, die hingegen mit Leder in ganz lichten Tönen abgesetzt sind. Die Absätze sind bei den meisten Campingschuhen etwas höher als bei den bekannten Ballerinamodellen, allerdings sind auch manche im Schuh selbst, so daß äußerlich ein ganz flacher Absatz vorgetäuscht wird. Weiche Bequemlichkeit bringen flexible Ledersohlen, die bei einigen Modellen einen Breitrand haben. Noch ein kleiner Tip: Campingschuhe sind nicht nur für uns Frauen da! Auch für„ihn“ hat die Frühlingsschuhmode den Campingschuh geschaffen, der nicht so„offenherzig“ wie die Riemchensandale, aber nicht weniger elegant als der elegante Straßenschuh, nur viel salopper ist. schwarzem Samt. Der Druckknopf war verdeckt Das ist sicher sehr dekorativ zum schulterfreien .. ein„Halsband“ aus durch Hermelinschwänze. schwarzen Abendkleid.. ... eine eng taillierte Jacke aus weinrotem Wollstoff, vorn auf 4 Perlmutterknöpfe geschlossen. Jedes Knopfloch ist umrahmt von kleinen gestickten blauen Blüten ...einen weiten Mantel aus naturfarbigem Schantung mit marineblauem Tupfenmuster über einem einfarbigen, marineblauen Sportkleid... ...einen schwarzen Taftrock, rundgeschnitten und sehr weit über 4 verschiedenen Tüllunterröcken. Jeder in einer anderen Pastellfarbe... ... viele gestreifte oder plissierte Jerseyblusen, die über dem Rock getragen werden... ...einen ziegelsteinroten Mantel aus dickem Wollstoff. Unter einer Boleronaht verbirgt sich eine Knopfleiste, die es ermöglicht, den unteren Teil des Mantels abzuknöpfen. Es bleibt dann nur eine ganz kurze Jacke übrig... ... Ansteckblüten aus auf Draht gezogenen kleinen Perlen in verschiedenen Farben ...sommerliche Taschen aus naturfarbigem Stroh oder Korbgeweben mit auswechselbarem Schleifenteil aus dem jeweiligen Stoff des Kleides... ...einen türkisch-gemusterten schwarzbunten Rock, sehr weit und mit einer Stola aus dem gleichen Stoff zu einer schwarzen Seidenbluse mit U-Bootförmigem Ausschnitt und kleinem angeschnittenen sehr kurzen Armel... ... Sandaletten mit losen, auswechselbaren Riemen. Man kauft ein Paar Schuhe und bekommt 3 verschiedene Riemengarnituren dazu... ... Strandanzug, bestehend aus strammen kirschroten Leinenhosen, unterhalb der Knie eng geschnürt mit schwarzer Seidenschnur. Dazu schwarze Leinenbluse mit Hummern und Krabben bedruckt... ...Hut und Handschuhe aus weißem Pikee oder gestreiftem Schantung zu einem einfarbigen tabakbraunen Leinenkleid... ...einfarbige Blusen aus Wolltrikot, mit großem Ausschnitt und angeschnittenen kleinen Ärmeln. Reich bestickt mit weißen Perlen, kleinen Korkscheiben und Korallen.. ... kurzes Abendkleid aus maisgelbem Nylonorganza mit sehr weitem Rock. In der Taille ein Strauß schwarzer Tulpgn... ...weiße baumwollene Blusen, schwarz bedruckt wie eine Zeitung. Am Hals und in der Taille eine schwarze gestrickte Borte... ... kleine, kokette Sonnenschirme aus weiß-grünem oder weiß-rotem Nylonstoff. Handschuhe und Tasche aus dem gleichen Material... Zacques Fath und seine Mannequins Zum Schluß seiner Modenschau in Hamburg ging Jacques Fath temperamentvoll und scharmant selbst über den Laufsteg. Dann stand er vor uns. Er wirkte fast klein und sehr bescheiden, aber überaus liebenswürdig. Er konnte herzhaft über manche Fragen lachen, um sofort wieder ernst und sachlich zu antworten. Zum schlichten grauen Anzug trug er ein weißes Hemd mit niedrigem, steifem Kragen, eine schwarze Krawatte mit goldenen Schrägstreifen und eine rote Rose im Knopfloch. Jacques Fath spricht freimütig von seiner Vergangenheit. 1937 hat er als Schneider angefangen, vorher war er an der Börse. „Ich hatte damals nicht mehr als 9000 frs. auf der Bank und eine kleine Dreizimmerwohnung.“ Heute hat er ein Schloß, eine reizende Frau, einen 11jährigen Sohn.„Ich hoffe nicht, daß er auch Modeschöpfer wird. Wenn die Wanderzeit beginnt Kleine Epistel für besorgte Mütter mit tatenfrohen Sprößlingen Gelbes Rindboxleder, bis auf den Fersenteil gelocht, ist das Material dieser Campingschuhe. Der Kantenbesatz, die Schleife und die perforierte Innensohle sind aus schwarzem Lackleder.(Modell: Vital) Such OhiSaar kann schön sein Wie man zu trockenes und fettiges Haar behandelt und verschönt Gleichgültig, ob Ihr Haar trocken oder sehr fettig ist, eine verbessernde Behandlung läßt sich immer vornehmen. Trockenes, fliegendes Haar muß jeden Abend gebürstet werden. Häufige Massage der Kopfhaut bringt die Fettdrüsen zu normaler Tätigkeit zurück, so daß die Trockenheit schließlich beseitigt wird. Das Bürsten wird Ihre Wellen nicht zerstören, wenn Sie mit einer Drehung des Handgelenkes aufwärts bürsten, so daß das Haar von der Kopfhaut abgehoben wird. Bürsten Sie immer nur eine Strähne und richten Sie sich dabei nach der Anlage Ihrer Frisur. Mit einem Kamm bringen Sie schließlich die Wellen wieder an die richtige Stelle. Nach Wunsch drehen Sie jetzt die Enden in Lockenwickler ein und tragen nachts ein Frisiernetz. Strohige Haare und gespaltene Haarspitzen sind ost die Erinnerungen an zu sonnige Ferien. Trokkenheit tritt auch dann ein, wenn Dauerwellen zu häufig wiederholt werden. Haarspezialisten raten zu einem Abtrimmen der zerstorten Enden. Kin mildes Shampoo sollte einer cremigen Spülung für trockenes Haar folgen. Haarmittel, die Lanolin entnalten, können zwischen den Händen zerrieben una vor dem Wellenlegen auf das Haar gestrichen werden. Gerade bei Blondinen muß eine solche Behandlung strikt durchgeführt werden. Die Haare werden scheinbar etwas dunkler, doch müssen Sie nur einige Tage bis zum nächsten Waschen warten. Oliges oder fettes Haar enthält einen gewissen Eigenschutz gegen Sonneneinwirkung oder häufiges Legen von Dauerwellen. Sehr häufiges Waschen beseitigt nicht die Ursachen der Fettigkeit, sondern höchstens die leidigen Folgen. Der Grund kann in einer Störung der Fettdrüsen oder einer mangelhast ausgeglichenen Nahrung liegen. Normale Biutzirkulation in der Kopfhaut stellt sich bei täglichem Bürsten des Haares ein. Die Jugend meini, für das Wandern ihre eigenen Gesetze zu haben. Zum Teil entzieht sie sich gern der eiterlichen Aufsicht und Sorge während des Wanderns, und doch geht die Fürsorge der Eltern, sonderlich die der Mütter, auch wo die Kinder es gar nicht gewahr werden, mit ihnen. Das sollten sie nie vergessen. Zum Wandern taugt neues Schuhwerk nicht, wohl aber der neue wollene Strumpf oder auch der alte Wollstrumpf ohne Stopfen. Ein gründliches Fußbad geht jeder Wanderung voraus. Man tut gut daran, es nicht zu warm zu nehmen, da es sonst die Haut zu sehr erweicht und zu empfindlich macht. Wer leicht schwitzt oder gar zum Schweißfuß neigt, pudert den Strumpf ein, talgt die Füße und übt sich, wo auch nur die geringste Möglichkeit dazu besteht, im Barfußlaufen im Sand oder im Grase. Kein Wandern ohne Verbandzeug! Es gehören hierzu: eine Mull- oder Gazebinde, Heftpflaster, am besten ein Verbandpäckchen oder ein fertiger Schnellverband, eine Fußcreme, Sicherheitsnadeln und eine kleine Lage Billerotbattist oder ein ähnlicher wasserundurchlässiger Kunststoff. Über den Nutzen und die Anwendung wird die Erfahrung lehren. Auch etwas essigsaure Tonerde in Tablettenform kann von Nutzen sein. Ist die„Wanderapotheke“ derart aufgefüllt, so beachten wir noch die nachgenannten Ratschläge: Kleine Reiß- oder Schnittwunden nicht augenblicks blutstillend behandeln wollen. Man lasse sie vielmehr erst ein wenig ausbluten, mache dann notfalls einen Druckverband. Wunden jedoch niemals auswaschen!— Vor dem flachen Hinlegen auf den nebligen oder taufrischen Erdboden sei gewarnt— ebenso davor, sich auf kalte Steine zu setzen. Zur„Futterreserve“ taugt kein Butterbrot mit Belag. Sein Genuß führt nur zu unerwünschten Durstgefühlen. Obst. Trokkenbrot, Einback oder Zwieback sind der beste Proviant. Dörrobst oder„Studentenfutter“ kann zu keiner Mahlzeit schaden. Frischobst muß stets gewaschen werden, sonst gibt es gerade während der Wanderzeit sehr leicht die übelsten Magenverstimmungen. Gegen den Durst trinken wir kalten Tee, nach Möglichkeit kein Wasser. Öft genügt es, den Mund auch nur mit Wasser auszuspülen, um das Durstgefühl auf ein Minimum herunterzudrücken. Obstsäfte als Zusatz reinigen und sättigen. Sie gehören also gleichfalls zum Wanderproviant. In Paris haben wir mit vererbten Ge schäften bei Modeschöpfern schlechte Erfahrungen gemacht. Modeschöpfer wird man aus Berufung. Der Junge muß seinen Weg allein finden. Ich möchte gern fünf Kinder haben, mit Kindern bleibt man jung, aber meiner Frau genügt der eine.“ Und als wir einwerfen, daß man an Kindern auch merkt, daß man alt wird, meint er schlagfertig:„Dann sind die Enkel da!“ Wir sprechen von der Arbeit. 250 Modelle entwirft Fath in jeder Saison, 80 allein für Amerika. Im Juli ist die Herbstkollektion fertig. Zwischen dem 1. und 15. August wird sie verkauft. Das bringt etwa eine Million Mark. Fath beschäftigt 600 Angestellte.„Eine Fabrik“, sagt er. Und wie entsteht eine neue Modelinie?„Man muß eine Idee konsequent durchführen“, meint cr. Diese Idee ist bei den betont einfachen Modellen zweifellos der große Kragen, sind die Schleifen und Krawatten, die engen und oft hinten ganz weiten Röcke. Beim Kleiderkauf rät Fath den Frauen, ruhig ihre Männer mitzubringen, aber niemals ihre Freundinnen.„Die machen ein Kleid kaputt“, sagt er. Dann stellt er einige seiner Mannequins vor. Sie sind fast alle groß. Von den zwölf, die er beschäftigt, sind acht mit nach Deutschland gekommen. Da ist Ginette, schon in den Dreißigern und glücklich verheiratet. Sie möchte bald ihren Beruf aufgeben und sich nur noch um ihren Mann, der Angestellter im Wirtschaftsministerium ist, und um ihren 22 Monate alten Sohn Eric und den Haushalt kümmern.„Mein Mann ist immer ärgerlich, wenn ich auf Reisen bin“, sagt sie. Ginette war schon oft in Deutschland. Nürnberg schätzt sie besonders. Von den deutschen Frauen ist sie angenehm überrascht.„Sie sind kokett und können sich hübsch anziehen.“ Ein großes Lob im Munde einer Französin. Freddie ist gegen den Willen ihrer Familie Mannequin geworden. Sie liebt, wie fast alle ihrer Kolleginnen, das deutsche Bier. Sie hat eine eigene kleine Wohnung und will später zum Rundfunk oder in die Werbung. Die anderen möchten, soweit sie noch keinen Mann haben, früher oder später heiraten und nichts als gute Hausfrauen und Mütter werden. Ein Hoch dem Sonntagsbraten Gibt es auch bei Ihnen am Sonntag ein Stück Fleisch? Einen Braten mit Soße und etwas Gemüse? Dann auch für morgen: Guten Appetit! Oder etwa nicht? Sind Sie frei vom sonntäglichen Fleischprogramm? Dann halten Sie bitte den Neid, den Sie für Bedarfsfälle bereit haben, noch etwas zurück. Denn das mit dem Brocken Fleisch — das hat auch seine Fasern! Sonnabends fängt es nämlich schon an. Sonnabends läuft die Frau, die sich für den Fleischbrocken verantwortlich fühit. zum Schlachtermeister Hakse. Herr Hakse hat die schönsten Lenden weit und breit, hat die besten Mittelstücke, die rouladigsten Rouladen und einen Schweinebauch, der einem vor lauter Fett unentwegt aus den Händen rutscht. Sonnabends, wenn der Mann sich auf ein Dämmerstündchen freut, steht die Hausfrau draußen am trauten Herd und beschäftigt sich mit ihren Lenden. Bekommt der Mann in dieser Stunde Appetit auf Fleisch— nur— schnuppern darf er den Sonntagsbratenduft, der sich schon jetzt an die Tapete und an den Anzug hängt. Aber sonst darf er nichts. Und am nächsten Tag wird alles offenbar! Es ist ein herrlicher Sonntag. Die Blümchen sprießen, und den Mann gelüstet es, die Braten zu besichtigen, die sich draußen tummeln— auch auf den Weiden und auch auf den Feldern, wo sie noch ahnungslos ein Stück Natur darstellen. Aber er darf nicht besichtigen. Denn der Braten, um den sich die Frau schon wieder dreht, hält die ganze Familie zurück.„Seid mir bloß um eins wieder da!“ werden die Kinder gemahnt, die sich vom Wetter locken lassen.„Nicht mal am Sonntag bleibst du im Haus!“ wird der Vater bedroht.„Um eins wird gegessen!“ Der Sonntagsbraten wird zum Tyrann. Er macht das Wochenende zu einem Wartesaal— und wenn er endlich auf den Tisch kommt, der Braten, ein Prachtstück wie eh und je mit einer Soße, die auch an diesem Sonntag gelungen ist wie nie zuvor, dann ist man eigentlich satt. Aber die Mühe, die Mühe um den Braten muß anerkannt werden! Jeder muß sein Stück bewältigen und muß zuletzt, wie immer ausnahmsweise, auch die Soße ganz vom Teller bringen.„Wir sind ja unter uns!“ sagt die Mutter und hebt den Teller an. Und jeder darf den seinen ablecken. Ein Braten macht müde. Besonders wenn er mit viel Kartoffeln gereicht wird. Und das muß er ja, damit die Soße etwas hat, woran sie sich festhalten kann. Also wird hinterher ein Schläfchen gemacht. Ein Sonntagsnachmittagsschläfchen. Wohl bekomm's, blinzelt die Sonne, winkewinke machen die Birkenblätter.— Und hinterher wird aufgewaschen.„Denn ich kann es nicht leiden, wenn am Sonntag der Aufwasch umhersteht“, sagt sehr richtig die Frau, die den köstlichen Braten eingebrockt hat. Aber dann! Dann geht man noch ein Stündchen spazieren. Die Sonne geht unter. Es wird schon kühl. Es muß ein herrlicher Tag gewesen sein! Alle Leute, die nun auf die Straße kommen, tragen einen Sonntagsbraten umher. Wo ein paar Frauen aufeinandertreffen, tauschen sie Soßenrezepte aus. Denn es kommt ja wieder ein Sonntag. Hier kann gerollt werden Gefülltes Ochsenfilet auf Feinschmeckerart.(1 kg Öchsenfllet, 100 g Leberpastete, 1 1 saure Sahne, 2 Eßl. feingehackte Oliven, 2 Eßl. Butter, ½ 1 Brühe und 1 Glas Madeira.)— Das vorbereitete Filet wird der Länge nach aufgeschnitten, so daß man eine zusammenhängende Scheibe erhält. Die Leberpastete verknetet man mit den Oliven und 2 Eßl. Sahne, streicht die Masse aut das Filet, rollt es vom schmalen Ende her auf und umwickelt die Rolle mit einem starken Faden. Sie wird in heißer Butter von allen Seiten gebräunt, dann gewürzt und im heiße Öfen mit Brühe und Madeira in etwa 15 bis 20 Minuten weich geschmort. Man entfernt den Faden und schneidet das Fleisch in gleichmäßige Scheiben. Der Fond wird passiert und mit Sahne sowie Stärkepuder gebunden. Mit Röstkartoffeln und frischem Salat zu Tisch geben. Gefüllte Teigrollen.(500 g Rinderhackfleisch, 100 g Speck, 2 mittelgroße Zwiebeln, 2 EBl. Butter oder Margarine; Teig: 125 g Butter oder Margarine, 125 g Mehl, 125 g gekochte Kartoffeln, 1 Eigelb.)— Die Kartoffeln werden gerieben, mit Butter und Mehl zu einem Teig verknetet und kaltgestellt. Speck und Zwiebeln fein hacken und in einem Eßlöffel Butter bräunen. Das Hackfleisch und die restliche Butter hinzufügen, würzen und das Ganze unter ständigem Rühren auf dem Feuer lassen, bis sich eine körnige Masse ergibt. Der Teig wird zu einer Platte ausgerollt. Dann streicht man die Fleischmasse darauf, bepinselt die freien Kanten der Teigplatte mit verschlagenem Eigelb und rollt sie auf. Die„Nahtstelle“ wird mit Eigelb bepinselt. Die Rolle in Scheiben schneiden, in eine gefettete, feuerfeste Form legen und bei guter Hitze goldbraun abbacken. Mit Tomatensoße oder brauner Butter anrichten. Kalbsbries in der Speckhülle.(300—400 g Kalbsbries, 8 dünne Speckscheiben, 1 Ei, 2 Eßl. Semmelmenl).— Das Kalbsbries wird für einige Zeit in kaltes, Wasser gelegt, dann gesäubert und 10 Minuten in Salzwasser gekocht. Man läßt es abkühlen und schneidet es in 8 gleichgroße Scheiben, die in geschlagenem Ei und Semmelmehl gewälzt werden. Auf jede Speckscheibe ein Stück Kalbsbries geben, zusammenrollen umwickeln, in eine feuerfeste Form legen und im warmen Ofen 15—20 Minuter bräunen. Hannover 96 in Münster Borussia Dortmund— englische Heimarmee Münster. Eine glückliche Hand hatte der SC Preußen Münster, als er vor Wochen Hannover 96 für den 30. Mai zu einem Privatspiel nach Münster verpflichtete. Damals ahnte wohl kaum jemand, daß die Hannoveraner Deutscher Meister durch triumphale Siege über den VfB Stuttgart und 1. FC Kaiserslautern würden. Nach den Feierlichkeiten der letzten Tage werden die Niedersachsen bei der ehrgeizigen und noch gut in Schwung befindlichen Preußen-Mannschaft keinen leichten Stand haben— Borussia Dortmund empfängt am Samstag die Mannschaft der britischen Heimarmee. Für das usaisturnier des Reitervereins Minden-Ravensberg am 21. und 22. August in Lübbecke ist ein Rekord-Hochspringen ausgeschrieben worden, bei dem es neben 1200 DM Geldpreisen auch für jenen Reiter, der den deutschen Hochsprungrekord überbietet, als Ehrenpreis ein Baugelände im Kreise Lübbecke gibt. Der Rekord wird mit 2,20 m von Magnus v. Buchwaldt auf dem Hannoveraner„Jaspis“ gehalten. Als„Sensations-Schaunummern“ geißelte der AVD die sogenannten Autorennen, die in Nürnberg zu einem Unfall mit Todesfolge führten, und forderte die Behörden zum Einschreiten auf. Sport am Wochenende Fußball. Amateur-Länderspiel Frankreich gegen Deutschland in Longwy. Gruppenspiele zur Deutschen Amateur-Meisterschaft. Oberliga-Vergleichsrunde. Handball. Gruppenspiele um die Deutsche Meisterschaft, Zwischenrunde zum Nachwuchspokal: Westfalen gegen Pfalz in Holsterhausen. Hockey, Meisterschaftsendspiel Uhlenhorst Mülheim gegen Brandenburg Berlin. Tennis. Länderkampf Deutschland gegen Brasillen in München. Medenvorrunde mit Württemberg, Baden und Niederrhein in Wuppertal, Poensgen-Vorrunde mit Niedersachsen, Nordwest und Niederrhein in M.-Gladbach. Henner-Henkel-Vorrunde mit Württemberg, Rheinland-Pfalz und Niederrhein in Essen. Leichtathletik. Dreiländerkampf Deutschland-Österreich-Schweiz im Straßenlauf 30 km in Nördlingen. Internationale Wettkämpfe in Köln. Turnen, Rom-Ausscheidung der Turnerinnen in Essen. Tischtennis. Westdeutsche Pokalendspiele in Hilden. Rudern. Regatten in Mülheim(Ruhr), Heidelberg und Berlin-Gataw. Gewichtheben. Länderkampf Frankreich gegen Deutschland in Paris. Radsport. Sauerland-Straßenpreis in Iserlohn, Steherrennen in Köln und Düren. Zweietappenfahrt in Hannover. Motorsport. Großer Preis von Frankreich in Reims(mit Deutschen). Pferdesport. Galopprennen in Mülheim (Ruhr). Trabrennen in Gelsenkirchen. Internationales Turnier in Rom. Gegen Schröders Teilnahme an den NordAufstiegsspielen protestierte Concordia Hamburg mit der Begründung, daß der begnadigte und reamateurisierte Spieler vor der Aufstiegrunde nicht die vorgeschriebenen zwei Punktespiele in seinem Verein mitmachte. Deutsche Amateur-Elf in Frankreich Schweres Rückspiel in Longwy— Die französische Mannschaft eine unbekannte Größe Koblenz.— Es war eine stille Saison für die deutsche Amateur-Nationalelf. Der Grund liegt darin, daß die meisten Länder, soweit sie überhaupt eine Amateurbesetzung aufbieten, nach den Olympischen Spielen für zwei Jahre Schluß machten und nun erst wieder mit einem Neuaufbau beginnen wollen. So gibt es für Deutschland nur das Rückspiel gegen Frankreich in Longwy. Eine schwere Aufgabe, wenn man sich erinnert, wie mühsam am 13. Juni 1953 das 1:0 in Wuppertal erreicht wurde, als Zeitler in der 62. Minute das Tor des Tages erzielte. Deutschland hat aus dem damaligen Aufgebot noch Post, Gierlich, Semmelmann, Weilbächer und Zeitler zur Verfügung. Die neue Besetzung spielte erstmalig in Oberhausen gegen Queens Park Glasgow und hatte trotz des 5:0 Mühe, zu einer hundertprozentigen klaren Leistung zu kommen Herbert Schäfer(Siegen), der Halblinker spielte, fällt diesmal durch eine Verletzung aus. Dafür hat der DFB mit Wade(Kickers Öffenbach) einen zweifellos talentierter Spieler zur Stelle. Es ergibt sich ein Aufgebot, das kaum wesentlich stärker zu besetzen ist Mit den Ersatzspielern, unter denen Mangold (Kaiserslautern), Bogert(Worms) und Habig (Union Köln) sind, steht ein Kader, das man als das Sprungbrett für ein neues OlympiaAufgebot ansprechen darf, obwohl der eine Bella Donna ist Favorit Preis der Diana auf der Bahn in Mülheim(Ruhr) Mülheim(Ruhr). Mit dem Preis der Diana (25 000 DM), 2000 m) wird am Sonntag in Raffelberg die bedeutendste Prüfung der dreijährigen Stuten entschieden. Er bringt eine Nachprüfung des Schwarzgold-Rennens, das Bella Donna leicht gegen Imola und Sonica gewann. Die Schlenderhanerin dürfte die klare Favoritenstelle einnehmen und den neunten Sieg für ihr Gestüt erringen, nachdem seit dem letzten Kriege Aralia(1948), Asterblüte(1949) und Jana(1952) erfolgreich waren. Bella Donna(G. Streit) ist die bessere Steherin gegenüber Imola(O. Langner), Sonica(J. v. d. Vlugt) und Asta(P. Fuchs). Wildbahn(H. Bollow) hat bei der Morgenarbeit erhebliche Fortschritte gezeigt und ist ganz wie eine Steherin gezogen. Amern (J. Starosta) und Mikra(A. Dilger) stellen wir über Angora(F. Drechsler), Barcerele (W. Held), Reichtreu(W. Gaßmann), Königsweihe(H. Gummelt), Blaues Licht(H. Hiller), Claretta(A. Lommatzsch) und auch Turkish Moca(H. Dünschede). Tips für den Pferdetoto: 1. Poseidon(2. R.) 2; 2. Fumana(3. R.) 2; 3. Pelikan(3. R.) 0: 4. Bella Donna(4. R.) 1; 5. Imola(4. R.) 2; 6. Prinzregent(5. R.) 0: 7. Levantos(6. R.) 0; 8. Stani(6. R.) 0: 9. Blaugold(7. R.) 0; 10. Filago(7. R.) 2; 11. Musikant(8. R.) C; E 1. Salamander(8. R.) 0; E 2 Damokles(5. R.) 2; 3. Urban(2. R.) 0. Trabrennen in Gelsenkirchen Sonntag, 30. Mai, 15 Uhr Gelsenkirchen, Programm-Mittelpunkt ist diesmal der Goldstück-Weinbrand-Preis über 2000 Meter. Das Rennen hat eine ausgezeichnete Besetzung gefunden. Sehr günstig steht diesmal Cäsaro, dem auch die Strecke sehr zusagen sollte. Es wird ihm aber schwer fallen, an„Klingler 20 Meter zu geben. Kommt der Karlshorster Hengst wieder an den Start, so sollte kein Kraut gegen den Hengst gewachsen sein. Oehmes, Dachsel, Liudolf, Orter und Makrone sind weitere interessante Teilnehmer.— Voraussagen: 1. R.: Fix— Apoll— Alpengeier— Fortuna. 2. R.: Darling— Unerreicht— Lot— Gautinger. 3. R.: Nebelwerfer— Walter Cord— Diamantus— Truxor. 4. R.: Ruppsack— Infant— Markgraf— Pfingstjunge. 5. R.: Klinger— Cäsaro — Makrone— Dachsel. 6. R.: Wanderer— Irokas— Altena— Vigilant. 7. R.: Miß Marlies— Klöös— Maibracht— Seekönig. 8. R.: Alban o— Urbs L.B.— Marokkaner— Mirzl. 9. R.: Alban o— Uni L. B.— Hussa— Normus. Höhepunkt im Aufstiegskampf Entscheidung in West und Nord Düsseldorf. Der letzte Spieltag der 2. Liga West bringt die Entscheidung, wer neben dem Duisburger SV in die oberste Klasse aufsteigt. Westfalia Herne führt mit einem Punkt vor Wattenscheid 09, muß aber den hartnäckigen Mitbewerber aufsuchen. Beide Mannschaften zeigten in letzter Zeit große Form, vor allem am letzten Sonntag, als Herne den Duisburger Spitzenreiter 4:2 besiegte und Wattenscheid aus Bielefeld einen 4:1-Erfolg entführte. Trotz des Platzvorteils der Wattenscheider ist der Ausgang völlig offer.. Obwohl im Norden noch zwei Spieltage ausstehen, kann am Sonntag schon alles klar sein, da in beiden Staffeln die allein noch für den Aufstieg in Frage kommenden Vereine zusammentreffen. Dabei hat in Staffel A Teutonia Uelzen einen Vorsprung von zwei Punkten in Oldenburg gegen den VfB zu verteidigen, während die Schröder-Elf von Bremen 60 bei gleichem Punktunterschied gegenüber dem VfL Wolfsburg in Staffel B das Plus hat, den Rivalen zu Hause zu empfangen. oder andere Spieler in der neuen Saison ins andere Lager überwechseln dürfte. Die deutsche Amateur-Elf: Loy(Schwabach 04), Sattler(Kickers Offenbach), Post (Eintracht Nordhorn), Gierlich(1. FC Köln), Meßmann(1. FC Amberg), Semmelmann (SpVg Bayreuth), Schumann(Eintracht Nordhorn), Weilbächer(Eintracht Frankfurt), Zeitler(VfB Bayreuth), Wade(Kickers Öffenbach) und Höfer(Eintracht Frankfurt). Frankreich hat nur noch Collot(Nancy) und Cheyssac(Bordeaux) aus der Mannschaft von Wuppertal dabei, ein Beweis für den laufenden Wechsel, dem eine Amateurbesetzung nahezu zwangsläufig unterliegt. Die deutsche Mannschaft, die am Samstag von Koblenz aus mit dem Omnibus nach Longwy reist, kann sich auf sehr harten Widerstand gefaßt machen. Wer sie gegen Glasgow sah, wird sich der zeitweise ausgezeichneten Angriffszüge aus der Tiefe erinnern, die eine Chance bieten, vor allem, wenn Zeitler es versteht, sich in seinem zehnten Länderspiel für Deutschland so in Szene zu setzen, wie wir es in einer Reihe von schweren Treffen erlebt haben. Frankreichs Amateure gegen Deutschland Der Französische Fußball-Verband hat seine Mannschaft für das Amateur-Länderspiel gegen Deutschland nach einem Probespiel im Pariser Vorort Pontoise aufgestellt, bei dem die Kandidaten gegen eine Auswahl von Paris 1:1 spielten. Der Mannschaft gehören mit Verteidiger Collot(Nancy) sowie den Stürmern Persillon und Cheyssac(beide Bordeaux) drei Spieler an, die schon am 13. Juni 1953 beim deutschen 1:0-Sieg in Wuppertal dabei waren. Die Mannschaft: Jacquet (Bordeaux); Collot(Nancy), Durart(Racing Paris); Mercier(Caen), Lars(Brest), Barreau (Racing Paris); Persillon, Cheyssac(beide Bordeaux), Bliard(Reims), Recoupe(Montargis) und Marin(Dragizgnan). UM VELEGRAMMSTII Der farbige USA-Sprinter Jim Golliday gewann in Berlin den 100-m-Lauf in 10.4 Sek. vor Kraus Stuttgart(10,5). Günter Dohrow lief die 2000 Meter in der deutschen Rekordzeit von 5:16 Min Der Deutsche Sportbund empfahl den Fachverbänden, am Pfingsttreffen der „Freien Deutschen Jugend“ in Östberlin nicht teilzunehmen. 165 Vereinc des Bundesgebiets sollen eine Einladung angenommen haben. Deutschland verlor in Wien den Radländerkampf der Bahnamateure gegen Österreich mit 8:10 Punkten. Die besten Fechter bei der Weltmeisterschafts-Ausscheidung in Frankfurt waren Wahl-München(Florett), Esser-Düsseldorf (Säbel), Kroggel-Hannover(Degen) und Ilse Keydel-Hannover(Damenflorett). Günter Stratmann qualifizierte sich in allen drei Waffen. Bei Berufsboxkämpfen in Essen kämpften der farbige Amerikaner Don Ellis und der Essener Starosch unentschieden. Bücher(Essen) schlug im Mittelgewicht den Hamm Chomuntowski k. o. Das erste Spiel der Rollhockey-Weltmeisterschaft in Barcelona verlor Deutschland gegen Spanien 2:4. Das Klönne-Rennen auf der Dortmunder Rennbahn entschied der Röttgener Der Unhold vor Makarit und Rittersporn knapp zu seinen Gunsten. Altmeister Kurt Ahrens(Braunschweig) gewann beim Ruhrlandrennen auf der Trabrennbahn Recklinghausen vor 35 000 Zuschauern das Formel-III-Rennwagenrennen mit dem neuen Bahnrekord von 108,4 km/st. Auf der Dortmunder Hoesch-Bahn holte sich der Schweizer Maier das Steherrennen vor Holzmann(Frankfurt) und Bintner(Dortmund). „Hase“ Lehmann verbesserte in ÜbachPalenberg seinen Rekord über 400 Meter Kraul auf 4:42.8 Min. Schalke und St. Pauli Favoriten Diesmal 13 Spiele in der Oberliga-Vergleichsrunde Hamburg. In den Punktspielen der Toto-Vergleichsrunde am Wochenende stehen die westdeutschen Mannschaften— mit Ausnahme der Elf von Schalke 04— einer beachtlichen Konkurrenz gegenüber. Unter den süddeutschen Mannschaften werden der 1. FC Nürnberg und VfR Mannheim in Front erwartet. Norddeutschland hat mit dem FC St. Pauli das beste Eisen für Sonntag im Feuer. Sonnabend: Altona 93— Alemannia Aachen, VfR Mannheim— Preußen Dellbrück, SV Sodingen— Schweinfurt 05. Sonntag: Kickers Öffenbach— FC St. Pauli Hamburg, Minerva 93 Berlin— Schalke 04, 1. FC Nürnberg— Werder Bremen, Union 06 Berlin— TuS Neuendorf, FC Saarbrücken— Bayer Leverkusen, Alemannia 90 Berlin— Jahn Regensburg, Göttingen 05— Mainz 05, Phönix Ludwigshafen— Holstein Kiel. Borussia Neunkirchen— Eimsbüttel Hamburg, Wormatia Worms— Bremerhaven 93. Fußball am Himmelfahrtstag Ostholland— Westdeutschland. Norddeutschiand— Nordholland. Preußen Dellbrück— STV Horst. Hannover 96— Brit. Home Army.. SV Waldhof— Bremerhaven 93. 1. FC Pforzheim— VfB Stuttgart 1. FC Saarbrücken— Blackpool. Alianza Lima— Rotweiß Essen.. Oberliga-Vergleichsrunde FK Pirmasens— Kickers Öffenbach Minerva 93— FC St. Paun Preußen Münster— 1. FC Nürnberg TuS Neuendorf— Werder Bremen. Alem. Aachen— Spandauer SV.. Alem. 90 Berlin— Eintr. Braunschweig 4.4 3:1 3:1 0:1 0:1 1:3 0:0 3:2 1:1 0:2 0:1 3:3 3:0 1:1 WIRTSCHAFT UND ARBEIT „Druck auf öffentliche Haushalte" Selbständige Unternehmer erwarten eine Steuerreform, die zur Sparsamkeit anhält Der Arzt und der Krankenschein Arzthonorare entsprechen häufig nicht der wirtschaftlichen Lage der Kranken (kfw).— Es wird beim Arzt als selbstverständlich betrachtet, daß er hilft, gleichgültig ob seine Hilfe den materiellen Lohn findet, den sie wert ist. Betritt ein Patient sein Sprechzimmer und weist einen Krankenschein vor, dann weiß der Arzt, daß die Dankbarkeit des Patienten in der Regel weit schwerer wiegt als das, was ihm die Krankenkasse späterhin an klingender Münze überweist. Der Arzt ist Kummer gewöhnt und findet sich damit ab. Und doch kommen ihm zuweilen Gedlanken, etwa derart, daß er zu den Menschen gehört, deren Beruf noch die Nebenaufgabe zu erfüllen hat, anderen so billig wie nur irgend möglich zu dienen. Hierzu einige Beispiele: Der eine Patient fährt einen 12 M, besitzt ein Haus und ein florierendes Gemüsegeschäft. Er läßt sich auf einen Rentenkrankenschein der Bundesbahn behandeln. Bremen.— In der Hauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft selbständiger Unternehmer, die am Donnerstag in Bremen begann, stellte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Dipl.-Ing. Flender, fest, daß in der Bundesrepublik die Bürokratie noch ein Übergewicht habe, weil es an der nötigen parlamentarischen und finanziellen Kontrolle fehle. Zur geplanten Steuerreform erklärte er, die Steuern müßten so gesenkt werden, daß ein Druck auf die öffentlichen Haushalte ausgeübt werde. Die Wirtschaft glaube, daß wesentlich mehr Reserven vorhanden seien als der Bundesfinanzminister zugeben wolle. Sie sei aber auch der Ansicht, daß in Ländern und Gemeinden nicht mit der nötigen Sparsamkeit gewirtschaftet werde. Zum Kartellgesetz bemerkte Flender, es komme entscheidend auf eine Gesetzgebung an, die einer Vernichtungsstrategie der marktbeherrschenden Unternehmen Einhalt gebiete. Bei den Versuchen verschiedener Gruppen, die Ausübung einer wirtschaftlichen Betätigung von einer Leistungsprüfung oder einer Prüfung der Fachkenntnisse abhängig zu machen, handele es sich um ein verkapptes System des„numerus clausus“. Abschließend ermahnte Flender die Wirtschaft, nicht bei jedem Rückschlag nach fremder Hilfe zu rufen und die Reste der kollektivistischen Sozialpolitik durch eine das Einzelwesen stärkende Gesellschaftspolitik zu überwinden. Einheit nicht um jeden Preis Köln.—„Es ist unser Bestreben, den Zusammenhalt der Gewerkschaften zu sichern, aber nicht um jeden Preis“, erklärte Bundesminister Kaiser am Donnerstag in Köln auf der sechsten Bundestagung der Sozialausschüsse der christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft. Brauereien: Bierverbrauch steigt weiter Dortmund.— Das Braugewerbe der Bundesrepublik rechnet im laufenden Braujahr 1953/54 mit einer Steigerung des Bierkonsums um zehn Prozent, erklärte der Vorstand der Dortmunder Ritterbrauerei AG, Direktor Dr. Wilhelm Ahl. am Mittwoch auf der Hauptversammlung der Brauerei in Dortmund. Der Bierkonsum werde damit aber noch erheblich unter dem Friedensstand(70 Liter pro Kopf der Bevölkerung im Jahre 1938, 1953= 54 Liter) liegen. Wie möchten Diese Frage, gegliedert nach vielen Gesichtspunkten, legten die Wohnungsgesellschaften„Neue Heimat“, Hamburg, die Südhaus-Bau und die BE-GE-Bau in München einem repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt in elf deutschen Groß-, Mittel- und Kleinstädten vor. Zugleich wurde in über 15 000 Befragungen der Wunsch-Wohnung der heutige Zustand gegenübergestellt. Unsere Zeichnung veranschaulicht einige der Ergebnisse. Ein Drittel aller Befragten wünscht demnach ein Eigenheim, womit nicht nur das Stahlindustrien: Zunehmende Auftragseingänge Luxemburg.— Bei den Stahlindustrien der Montanunion sind die Auftragseingänge seit mehr als einem Jahr wieder höher als die Lieferungen. Die Auftragseingänge aus der Gemeinschaft, die schon im dritten und vierten Quartal 1953 eine steigende Tendenz aufwiesen, erhöhten sich im ersten Quartal 1954 auf 1,94 Millionen t und erreichten nach vorläufigen Angaben im April 1,87 Millionen t. Die Auftragseingänge aus dritten Ländern stiegen von 439 000 t im vierten Quartal 1953 auf 520 000 t im ersten Quartal 1954 und 616 000 t im April. Sie wohnen? einzelstehende Haus gemeint ist, sondern auch die Eigentumswohnung. Fast die Hälfte aller, die eine Wohnung als Eigentum anstreben, möchten diese Wohnung im mehrgeschossigen Wohnblock haben. Über den Begriff einig „Kundenzeitschrift“ Bonn.— Nach eingehenden Erörterungen hat sich der wirtschaftspolitische Ausschuß des Bundestages einstimmig auf eine neue Definition des Begriffes„Kundenzeitschrift“ geeinigt, die in einem Gesetz zur Änderung der Verordnung zum Schutze der Wirtschaft ihren gesetzlichen Niederschlag finden soll. Als Kundenzeitschriften gelten danach Zeitschriften belehrenden und unterhaltenden, jedoch nicht aktuellen Inhalts, die nach ihrer Aufmachung und Ausgestaltung der Werbung von Kunden dienen, durch Aufdruck auf der Titelseite als Kundenzeitschrift gekennzeichnet sind, dem Verteiler nur geringe Kosten verursachen und unentgeltlich abgegeben werden. Die Formulierung„jedoch nichtaktuellen Inhalts“ bezieht sich auf den Charakter der gesamten Zeitschrift, nicht auf den einzelnen Beitrag.— Bevor sich das Plenum des Bundestages mit der Angelegenheit befassen wird, muß noch der federführende Ausschuß für Presse, Rundfunk und Film sein Votum abgeben. Das Leipziger Messeamt rechnet für die diesjährige Leipziger Messe(5. bis 19. September) mit einer Beteiligung von über 1000 Firmen aus der Bundesrepublik. Die Standfläche sei bereits voll belegt. Aus dem westlichen Ausland und der Bundesrepublik hätten sich bereits jetzt 30 Prozent mehr Aussteller gemeldet als zur vorjährigen Messe. Ehemann und Ehefrau konsultieren nur einen Arzt, ihren Hausarzt. Beide legen diesem, wenn sie seine Hilfe brauchen, einen Rentenkrankenschein vor. Die Frau besitzt ein gutgehendes Gemischtwarengeschäft. Ein Postbeamter und seine Ehefrau werden auf Krankenschein der Postbeamtenkrankenkasse behandelt. Die Ehefrau besitzt eine Wäscherei, in der der Ehemann nach Dienstschluß mitarbeitet. Beide sind schon Hausbesitzer und bauen jetzt noch zusätzlich ein großes Mietshaus. Ein Arzt, der einen schweren Gelenkrheumatismus drei Monate hindurch behandelt und ihn heilt. erhält hierfür ein Pauschalhono:ar von 9.— DM durch die Krankenkasse. Er verordnet seinem Patienten zum Abschluß der Behandlung noch zwölf Massagen. Das Massage-Institut erhält hiertür 54,— DM. Ein Arzt führt in seiner Sprechstunde eine kleine, aber dringend notwendige Operation aus. Der Patient muß anschließend mit der Taxe nach Hause fahren. Die Fahrt honoriert die Krankenkasse mit dem dreifachen Betrag dessen, was der Arzt an Honorar erhält. Auf eine Reihe weiterer Beispiele, in denen Mittelständler mit Krankenscheinen zum Arzt kommen, obwohl ihnen die Behandlung als Privatpatient zuzumuten wäre, sei hier verzichtet. In der Bundesrepublik wird eine Sozialreform vorbereitet. Es wäre zweckmäßig, wenn die soziale Hilfe auf die beschränkt würde, die sie brauchen, und die auf sich selbst verwiese, die ohne dieselbe auskommen können. Wie das am besten geschieht, das ist Aufgabe des Gesetzgebers. Mit dem Hinweis, es gäbe überall „schwarze Schafe“, läßt sich die Beseitigung von solchen Überbeanspruchungen des sozialen Gedankens, wie sie hier geschildert sind, nicht mehr umgehen. Die Zahl der Fälle ist zu hoch. Übersaisonale Frühjahrsbelebung Berlin.— In den westeuropäischen Volkswirtschaften hat die Frühjahrsbelebung das saisonale Ausmaß überschritten, stellt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin fest. In Auswirkung dieser regen Wirtschaftstätigkeit in den Industriestaaten habe sich zu gleicher Zeit eine Festigung an den Weltmärkten durchgesetzt. Das Phänomen einer von der wirtschaftlichen Entwicklung in den Vereinigten Staaten nunmehr seit Jahresfrist unabhängigen Konjunktur der übrigen westlichen Weltwirtschaft werde hierdurch besonders unterstrichen. Kurzfristig scheine diese relative Unabhängigkeit auch weiterhin gesichert. Langfristig bleibe jedoch die konjunkturelle Entwicklung in den USA der entscheidende Faktor für ungestörte internationale Wirtschaftsbeziehungen. Bestimmend für den gegenwärtigen konjunkturellen Fortschritt im Bundesgebiet ist nach Ansicht des Institutes nicht mehr— wie überwiegend im vergangenen Jahr— der Konsum, sondern die Investition einschließlich der Ausfuhrüberschüsse. Der Großhandel mit Lebensmitteln sowie Elektro- und Rundfunkgeräten setzte im April ebensoviel um wie im März. Der Textilwarengroßhandel berichtet über einen saisonüblichen Absatzrückgang um 16 Prozent, teilt das Statistische Bundesamt mit. .. .. 13 Bebber falren ............ ............ ............ ............ ........... ......... ...... .................. ..... ..... ..... ......... GASOLIN ............. ................. ............. ................. .................. ................. .................. 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