Sauerländisches Volksblatt Altester Anzeiger des Sauerlandes* Über 100 Jahre Heimat- und Kreisblatt im Kreise Olpe Druck u. Verlag: VERLAGSANSTALT F. X. RUEGENRERG OLPE Anzeigen-Grundpreise: Im Anzeigenteil 8 Pfg. für 1 mm Höhe in der Kleinspalte(22 mm breit); im Textteil 50 1 mm Höhe in der Textspalte(62 mm breit) Man fordere Preisliste Nr. 4. Bei Ewangsvergleich oder in Konkursfüllen wird jeder Rabatt hinfällig. Gerichtsstand ist Olpe t. Westf. TAGESZEITUNG für Politik, Unterhaltung und Belehrung Verantwortlicher Schriftleiter: PAUL ROBERT ROEDER OLPE Das„S. V.“ erscheint täglich(außer sonntags) Monatlicher Bezugspreis: DM 3,50 einschließlich Zustellgeld, bel Postbeziehern DM 3,54 incl. Postbestellgebühren, bei Abholung in unserer Geschäftsstelle DM 3,— Geschäftsstelle: Olpe, Frankfurter Straße 16, Fernruf 241 und 242. Verlagspostamt: Olpe 1. Westf — Nr. 84. 119. Jahrgang Freitag, den 9. April 1954 Einzelverkaufspreis 15 P1 Eil-Anweisung Washingtons Verstärkte Lieferung von USA-Kriegsmaterial Frankreich dementiert Dulles-Behauptungen Washington.(INS) Der USA-Verteidigungsminister hat die Kommandanten der amerikanischen Stützpunkte im Pazifischen Ozean angewiesen, von sich aus ohne vorhergehende Rückfrage in Washington alles zur Verfügung stehende amerikanische Kriegsmaterial zur Verteidigung von DienBien Phuzu liefern. Es handelt sich hierbei vor allem um Luftwaffenmaterial sowie um Fallschirme. Mehrere Dakota-Maschinen sind bereits eingetroffen. Vertreter des französischen Oberkommandos in Hanoi haben die Außerungen des Außenministers Dulles zurückgewiesen, die Chinesen hätten vor Dien Bien Phu Flaksoldaten stationiert. Die militärischen Kreise erklärten, daß die Chinesen zwar seit langem den VietminhAufständischen Berater und Ausbilder zur Verfügung stellten. Für die Entsendung chinesischer Flaksoldaten oder die Anwesenheit des chinesischen Generals Li Chen-Hu als Kommandeur vor Dien Bien Phu lägen jedoch keinerlei Anzeichen vor. Bisher sei kein einziger Soldat gefangengenommen, verwundet oder getötet worden, der als chinesischer Kommunist hätte identifiziert werden können. Damit weisen die Franzosen die Zweckbeschuldigungen des USA-Außenministers zurück. Da sowohl in London als auch in Paris keine allzu große Lust zu einem sofortigen Schritt der Westmächte gegenüber China besteht, will Dulles in der nächsten Woche nach London und Paris fliegen, um dort die USA-Auffassung klarzulegen. In französischen Regierungskreisen glaubt man, daß die Schaffung einer ostasiatischen NATO Ziel der amerikanischen Initiative zu einer gemeinsamen Aktion der an Südostasien interessierten Länder ist. Die in der Moskauer„Iswestija“ angedeutete Möglichkeit, daß die Sowjetunion auf der Genfer Konferenz einen Waffenstillstand in Indochina vorschlagen wird, ist in London bisher als ein inoffizieller Fühler betrachtet worden. Er wird wahrscheinlich, wie auch die übrigen Fragen der Indochinapolitik, die in Genf auftauchen könnten, in vorbereiteten Besprechungen der Westmächte in Paris geprüft werden. Keine Krise der Wirtschaft Schäffer im Bundestag:„Suchen Sie mir einen Käufer für die Bundesbahn!“ Bonn.(dpa)„Suchen Sie mir einen Käufer für die Bundesbahn!“ rief Finanzminister Schäffer gestern schlagfertig im Bundestag aus, als ihm ein Vertreter des BHE zurief, er solle zur Deckung seiner ewigen Geldnöte einige Betriebe der öffentlichen Hand verkaufen. Schäffer hatte damit natürlich die Lacher auf seiner Seite. Bei der Beratung des Haushalts des Bundeswirtschaftsministeriums sagte in Vertretung des abwesenden Ministers Erhard Wohnungsbauminister Preusker, es gebe nicht die geringsten Anzeichen für eine kritische Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Preusker versicherte gegenüber Bedenken der SPD zu den Feierschichten im Ruhrbergbau, daß die Bundesregierung diese Erscheinung außerordentlich ernst nehme. Zu der Feststellung Danneboms(SPD), zur Zeit lägen 4,5 Millionen Tonnen Kohlen auf Halde, erklärte Dr. Hellwig(CDU), die derzeitigen Haldenbestände im Ruhrgebiet entsprächen der Förderung von drei Tagen. Eine große Zahl von Änderungsanträgen der Koalition und Opposition, die Zu30 Tote bei Flugzeugabsturz Moose Jaw(Saskatchewan). Bei einem schweren Flugzeugunglück in der kanadischen Provinz Saskatcnewan sind gestern etwa 30 Menschen ums Leben gekommen. In der Nähe der Stadt Moose Jaw stürzten zwei Flugzeuge ab und explodierten. Eine der Maschinen soll ein viermotoriges kanadisches Passagierflugzeug gewesen sein. 16 Leichen sind nach den bisherigen Berichten bereits geborgen worden. Das Verkehrsflugzeug stieß mit einem kleinen Übungsflugzeug zusammen. Eine Maschine stürzte auf einen Golfplatz. Dabei wurden die Leichen weit verstreut. Die andere Maschine stürzte in den nördöstlichen Teil der Stadt, in der zwei Häuser in Brand gerieten. Es ist noch nicht bekannt, ob bei dem Brand Personen zu Schaden kamen. schüsse an verschiedene Wirtschaftszweige vorsahen, riefen den Protest des Bundesfinanzministers Schäffer hervor und wurden auch vom Haus mit wechselnden Mehrheiten abgelehnt. Den Vorschlag der SPD, den EVG-Beitrag um eine Milliarde Mark zu kürzen, um damit den Luftschutz zu finanzieren, wies Schäffer mit den Worten zurück:„Wenn der EVG-Vertrag nicht zustandekommt, wird Deutschland das Schlachtfeld des nächsten Weltkrieges.“ Boykott australischer Hafenarbeiter Sydney(Reuter). Zum zweitenmal innerhalb von 24 Stunden weigerten sich australische Hafenarbeiter in Sydney, das britische Schan„adnor" mit Waffen für die französischen Streitkräfte in Indochina zu beladen. An den Piers wurden Flugblätter verteilt, die zum Boykott der Waffenlieferungen aufriefen. Ein Regierungssprecher in Canberra teilte mit, daß Soldaten das Schiff beladen würden, wenn die Hafenarbeiter ihren Streik fortsetzen sollten. HERZLICHER EMPFANG IN DER HEIMAT Die spanische Bevölkerung bereitete den 286 Heimkehrern aus der Sowjetunion, die kürzlich mit dem französischen Dampfer„Semiramis“ in Barcelons eintrafen, einen begeisterten Empfang. Es spielten sich unbeschreibliche Freudenszenen ab. Unser Bild zeigt eine der vielen ergreifenden Wiedersehenszenen unmittelbar nach der Ankunft der Heimkehrer, die zumeist der Blauen Division angehört hatten. Manöver in Westberlin Berlin.(dpa) In Westberlin findet gegenwärtig das alljährliche Frühjahrsmanöver der westalliierten Besatzungstruppen statt. 9300 amerikanische, britische und französische Soldaten„verteidigen“ Berlin auf einer Strecke, die von der südlichen Pfaueninsel bis nach Tegel im Norden reicht. „Unternehmen Geier“ Karlsruhe.(dpa)„Unternehmen Geier“, eine deutsch-amerikanische Aktion, durch die am vergangenen Sonntag der größte Devisenschmuggelring nach dem Kriege gesprengt werden konnte, steht vor dem Abschluß. Die Bande hat monatlich Devisen im Wert von zwei bis drei Millionen Dollar in das Ausland geschmuggelt. Bei 157 Durchsuchungen, die seit cem letzten Sonntag in vierzehn Städten des Bundesgebietes von mehreren hundert Pollzisten vorgenommen wurden, sind etwa dreißig Personen festgenommen worden. Die Schmugglerbande soll hauptsächlich Devisen verschoben haben. Als Gegenwert wurden zum Teil Schweizer Uhren nach Deutschland geschmuggelt. Van Naters vermittelt Bonn.(dpa) Der holländische Saarspezialist Goes van Naters verhandelte am Mittwoch und gestern mit Bundeskanzler Dr. Adenauer und Staatssekretär Hallstein in Bonn über eine Lösung der Saarfrage. Es heißt, daß die Gespräche weitgehend positiv verlaufen sind. Van Naters gilt als Vermittler zwischen Deutschland und Frankreich. Staatssekretär Hallstein ist gestern zu Saarbesprechungen nach Parls geflogen. Er wird dort mit Staatssekretär Maurice Schuman zusammentreffen. Westmächte verweigern Anerkennung Moskau weiterhin für die Sowjetzone verantwortlich Zwölf neue Atomwerke in USA Über vier Milliarden Mark zur Erhöhung der amerikanischen Atomwaffenproduktion Washington.(INS) Der Vorsitzende der amerikantschen Atomenergie-Kommission. Aufmerksamkeit sei der Steigerung der Lewis Strauß, berichtete den Kongreßabgeordneten über Eisenhowers Programm Uranproduktion in Kanada und in den der Sowjetregierung nicht daran hindern Bonn(dpa). In einer gemeinsamen Erklärung ihrer Hohen Kommissare in Deutschland haben die drei Westmachte gestern festgestellt, daß sie die der Sowjetzonenregierung vor kurzem verliehene Souveränität nicht anerkennen und nicht die Absicht haben, mit dem Sowjetzonen-Regime als Regierung zu verhandeln. In der Erklärung heißt es, die Regierungen der drei Westmächte betrachteten die Sowjetunion weiterhin als die verantwortliche Macht für die sowjetische Zone Deutschlands. Die Regierung der Bundesrepublik werde auch weiterhin als die einzige freigewählte und rechtmäßig konstituierte Regierung in Deutschland anerkannt. Die Westmächte bekunden ferner ihre Entschlossenheit, sich von dem Vorgehen zu lassen, entschlossen für die Wiedervereinigung Deutschlands als freie und souveräne Nation zu arbeiten. Die Moskauer Souveränitätserklärung habe nichts an der tatsächlichen Lage in der sowjetischen Zone geändert, deren Regierung nicht auf freien Wahlen beruhe. Die sowjetische Regierung behalte sich dort auch fernerhin die tatsächliche Kontrolle vor. Die Westmächte glauben, daß ihr Standpunkt auch von anderen Staaten geteilt wird, die nur die Regierung der Bundesrepublik anerkennen. Tito unterwegs Belgrad(Korr.). Der jugoslawische Staatspräsident Tito ist gestern zu einem Staatsbesuch nach der Türkei abgereist. In Begleitung Titos sind Außenminister für eine verstärkte Produktion von Wasserstoff- und Atombomben. Er teilte mit, daß die Regierung für die Atomenergie-Kommission 1,2 Milliarden Dollar gefordert hat, von denen mehr als eine Milliarde(über vier Milliarden Mark) zur Erhöhung der Atomwaffenproduktion verwendet werden sollen. Nach der Sitzung wurde ein Bericht über die Ausführungen von Strauß veröffentlicht, in dem es heißt, daß die stark erhöhte Produktion von thermo-nuklearen Waffen große Geldsummen erfordere. Doch könnten durch diese Ausgaben die allgemeinen Aufwendungen für die nationale Verteidigung vermindert werden. USA geschenkt worden, damit die USA im Kriegsfall nicht auf überseeische Quellen angewiesen sei. Wegen Spionage verurteilt Wie wird das Wetter? Weitere Milderung Westdeutschland liegt im Bereich einer von den Azoren nach Nordrußland reichenden Hochdruckbrücke, Vorhersage für Freitag: Bei schwachen Winden aus Nord bis Ost in den Frühstunden dunstig oder neblig. Tagsüber geringe Bewölkung und trocken. Etwas ansteigende Tagestemperaturen. Weitere Aussichten: Zeitwellig aufkommende Bewölkung. Weitere Milderung. Strauß erklärte den Senatoren, daß Berlin.(dpa) Das Hohe Gericht des britiauch weiterhin Wert darauf gelegt werde, schen Hohen Kommissariats in Berlin verurteilte gestern die 19jährigen Westberliner Joachim Siefert und Hans Hingott zu je zwei Jahren Gefängnis. Die Angeklagten wurden für schuldig befunden, sich unbefugt britische militärische Schriften verschafft zu haben. deren Weitergabe voraussichtlich die BeAtomwaffen verschiedener Größe und Zerstörungskraft herzustellen. Er teilte mit, daß im laufenden Haushaltsjahr zwölf neue Atomwerke und im nächsten Haushaltsjahr weitere Werke in Betrieb genommen werden sollen. Durch Verbesserung der Produktionsbedingungen könnten Atomwaffen jetzt lange der Besatzungsstreitkräfte geschädigt billiger hergestellt werden. Besondere hätte. Araber wollen zurückschlagen Spannung zwischen Agypten und Israel nimmt zu Kairo(Reuter). Der ägyptische Außenminister Dr. Mahmud Fauzi machte den Leiter der UNO-Waffenstillstandskommission für Palästina, General Bennike, gestern darauf aufmerksam, daß Agypten und andere arabische Länder künftig jeder israelischen Aggression gewaltsam entgegentreten werden. Nach Kairoer Berichten beschossen sich ägyptische und israelische Patrouillen erneut in der Nähe von Gaza. Der israelische Botschafter in Washington. Eban. erklärte in New York, eine Fortsetzung der jordanischen Angriffe auf israelisches Gebiet werde Vergeltunssaktionen durch Israel auslösen. Das 1949 unterzeichnete Waffenstillstandsabkommen sei zusammengebrochen. Eban bezifferte die Zahl der Israelis, die seit 1949 bei arabischen Überfällen getötet ode verwundet wurden, auf 500. Tankflugzeug über Japan abgestürzt Drohbrief an den Sultan— Aufhebung des Österreich-Visums Getötet wurden fünf Besatzungsmitglieder eines amerikanischen Tankflugzeuges, als die Maschine beim Auftanken eines Düsenjägers über Zentraljapan in Brand geriet und abstürzte. Die übrigen sechs Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Fallschirm retten. 14 Personen festgenommen wurden in Casablanca, die Drohbriefe aufgegeben hatten. Einer der Empfänger war der Sultan. Der Visumzwang zwischen der Bundesrepublik und Österreich wird vom 15. Mai an aufgehoben. Die Bundesregierung bereitet eine Bekanntmachung über die Wahl des Bundespräsidenten vor, die voraussichtlich Mitte Juli stattfinden wird Deutscher Botschafter in Indonesien wurde der Bonner Legationsrat Dr. Allardt. Der jetzige Botschafter tritt in den Ruhestand. Gegen eine Auswanderung der deutschen Östflüchtlinge nach Übersee und für eine europäische Hilfe sprach sich der Sonderbeauftragte des Europarate für Flüchtlingsfragen nach Verhandlungen in Bonn aus. Die Bundesrepublik und Kuba haben beschlossen, ihre diplomatischen Vertretungen in Botschaften umzuwandeln, Senator Breitenberg, der Vorsitzende der Südtiroler Volkspartei, dementiert Meldungen, gegen ihn sei ein Landesverratsprozeß eröffnet worden. Belgien wählt am Sonntag seir neues Parlament. Protest legten die Briten gestern in Kairo wegen fortgesetzter Angriffe von Agyptern auf britische Lager in der Suezkanal-Zone ein. Der Vorschlag der Sowjetzonen-Volkskammer an den Bundestag, gemeinsam das Verbot der Massenvernichtungswaffen zu fordern, ist in Bonn eingetroffen. Ein Ausschuß für die Rückgabe des beschlagnahmten deutschen Eigentums ist in Washington gebildet worden. Professor Thielicke in Tübingen übernimmt im nächsten Wintersemester den Lehrstuhl für systemat.sche Theologie in Hamburg. In Dachau an Polen ausgeliefert Luftschutzoffizier irrtümlich zum Tode verurteilt— Noch immer keine Hoffnung auf Freilassung Am 4. Oktober 1947 klopft es an der Wohnungstür der Familie Fischerin Wehren bei Kassel. Ein Polizeibeamter steht draußen und verlangt den ehemaligen Oberstleutnant der Schutzpolizei Kurt Alfred Fischer zu sprechen. Es dauert nicht lange, da fahren beide, der Beamte und der Zivilist Fischer, in Richtung auf die Kreisstadt Fritzlar zu. Das Schriftstück in der Tasche des Uniformierten lautet auf sofortige Verhaftung und Einbringung in das Fritzlarer Gerichtsgefängnis. Unter der fetten Überschrift„An Polen ausgeliefert“, meldet die sowjetamtliche „Tägliche Rundschau“ am 18. Januar 1948:„... Kurt Fischer, der ehemalige Stabschef des Generals Kopp, der für die Liquidierung des Warschauer Ghettos verantwortlich ist...“ Nach wenigen Wochen im Gefängnis zu Fritzlar war Fischer nach Dachau gebracht worden, wo ihn die Polen in Empfang nahmen. Damit war das Schicksal des 34jährigen besiegelt. Das konnte nur ein Todesurteil bedeuten. Sechs Jahre sind seitdem ins Land gezogen. Aus dem Warschauer Gefängnis Mokotow gelangen nur spärliche Nachrichten durch den Eisernen Vorhang, aber aus jedem Brief, den der Gefangene Fischer an seine Frau in Wehren schreibt, klingt immer wieder die bange Frage:„Wann komme ich frei, wer wird je meine Unschuld beweisen können?“ Niemals in Warschau Dienst getan Für Frida Fischer, ihre beiden Söhne Volker und Hagen und die paar Kameraden aus jenen Tagen, da Fischer noch geachtet und bei allen beliebter Polizeioffizier war, steht es fest: Kurt Fischer ist unschuldig. Er kann das Warschauer Ghetto nicht vernichtet haben, weil er niemals in Warschau Dienst tat.„Man verwechselt ihn mit einem Öffizier gleichen Namens!“ Alle diese Behauptungen werden durch dicke Aktenbündel und Dutzende von eidesstattlichen Erklärungen belegt. In allen Teilen der Bundesrepublik haben sich ehemalige Polizeikameraden Fischers gefunden, die bestätigen, daß er niemals der Mörder von Hunderten von Juden sein kann, eben weil er 1943 nicht in Warschau, Einigung in Buenos Aires Langfristige wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Argentinien Buenos Aires(Korr.). Bei den wirtschaftlichen Besprechungen, die Bundeswirischaftsminister Erhard gegenwärtig in Buenos Aires führt, ist eine grundsatzliche Einigung über die Unterzeichnung eines Protokolls erzielt worden, das Aussichten auf eine langfristige wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik und Argentinien eröffnen soll. Die Einigung kam im Verlauf einer eineinhalbstündigen Aussprache Erhards mit Staatspräsident Peron zustande. Bei einem Essen im Jachtklub am Ufer des La Plata erklärte Erhard, seine Reise diene auch der Abtragung der deutschen Dankesschuld an die Länder, die der Bundesrepublik zuerst die Freundeshand entgegenstreckten, als sie 1948 mühsam die ersten Schritte auf dem Weltmarkt unternahm. Der argentinische Außenhandelsminister Caffiero sagte in seiner Antwortrede, das zeitweilige Problem der deutsch-argentinischen Handelsschwierigkeiten könnte Scharfe Attacke Jöstingmeyers Düsseldorf(lnw). Landtagsabgeordneter Jöstingmeyer(CDU), Vorsitzender des Verkehrsausschusses, übte gestern in Düsseldorf scharfe Kritik an der Verkehrspolitik der Bundesregierung. Anstatt auf die Straße zu gehen, hätte die Bundesbahn ihr Kapital in neuen Zügen investieren sollen,„damit die alten ausrangierten Berliner Stadtbahnwagen mit dem Geruch der achtziger Jahre“ verschwinden. Jöstingmeyer forderte für die Bundesbahn eine vernünftige kaufmännische Leitung und ein Gesetz, das es möglich mache, den Überhang von etwa 100 000 Bahnbeamten in anderen Verwaltungsstellen zu beschäftigen. Affen plündern Kraftfahrzeuge Die Paviane am Kap der Guten Hoffnung treiben es zu bunt Kapstadt.(Korr.) Die Paviane im Reservatgebiet am Kap der Guten Hoffnung erregen zunehmend Ärgernis. Sie plündern Kraftfahrzeuge aus, die von Ausflüglern beim Aufstieg zum Cape Point, dem südlichsten Punkt des Kaplandes, unverschlossen zurückgelassen werden. Damen, die den Affen belegte Butterbrote reichen, müssen kurze Zeit später mit Schrecken entdecken, daß ihnen die Handtasche fehlt. Autofahrer, die den Kopf aus dem Wagen stecken und Bananen anbieten, werden undankbarerweise geohrfeigt. Der Wärter des Affenschutzgebietes ist der Meinung, daß ein Exempel statuiert werden muß, und macht schon seit einiger Zeit mit dem Gewehr im Anschlag Jagd auf den„Kommandanten“ der Herde. Bisher kam er jedoch nicht zum Schuß, da sich der Anführer der Paviane dem Wärter taktisch überlegen gezeigt hat. Unruhe in Guayana Georgętown.(Reuter) Mit Steinen und ten in Georgetown, der Hauptstadt von Britisch-Guayana, Polizisten, die die Demonstration auflösen wollten. Die Menge protestierte gegen die Verhaftung von Dr. Jagan. Zum erstenmal in der Geschichte Britisch-Guayanas ging die Polizei mit Tränengas gegen die Demonstranten vor. sondern in Kassel als Luftschutzoffizier eingesetzt war. Gegen jede Menschlichkeit Aber was nützt es, daß man hier weiß, die Polen haben den Falschen zum Tode verurteilt und dieses gleich nach der Überführung gefällte Urteil bisher nicht revidiert, weil noch nicht einmal Anklage erhoben und schon gar keine Verhandlung angesetzt wurde.„Wir müssen das Entlastungsmaterial irgendwie nach Warschau bekommen, aber wie?“ Zahlreiche Rechtsanwälte in Westdeutschland wurden bemüht, keiner hatte solche Verbindungen, daß er etwa einen Kollegen in Warschau hätte beauftragen können, die Verteidigung Fischers zu übernehmen. „Gibt es denn keine Möglichkeit, gegen dieses Verbrechen gegen jede Menschlichkeit endlich einmal Schritte zu unternehmen?“ So schreibt Fischer zum xten Male in seinem letzten Brief. Die Zentralspruchkammer Hessen hat Fischer in die Gruppe der Nichtbetroffenen eingereiht. Aber was nützt das, in Warschau kehrt sich niemand daran und kein Mensch diesseits des Eisernen Vorhanges kann Antwort auf die Frage geben, wann die seelische Tortur für eine vierköpfige Familie endlich ihr Ende gefunden haben wird. durch größere deutsche Käufe und durch Überprüfung der Amortisierung von langfristigen Aufträgen gelöst werden. Die Frage der deutsch-argentinischen Zusammenarbeit könne durch einen mehrjährigen Handelsvertrag und durch deutsche Kapitalinvestierungen geregelt werden. Der Kragen geplatzt Wien.(dpa) Dem Wiener Amtsrichter Franz Sekesy platzte gestern in einem Prozeß, bei dem es um verschiedene Ansprüche auf den Titel der„Miß Wien 1953“ ging, der Kragen. Er erklärte den streitenden Parteien:„Jetzt langt es mir! Das Ganze ist zu verrückt. Wer ist denn überhaupt die Miß Wien? Manchmal glaube ich, ich selbst bin es.“ Er lehnte es ab, drei Mannequins, die noch als Zeuginnen geladen waren, zu hören und teilte mit, daß die Entscheidung in Kürze schriftlich ergehen werde. Verhaftungen Französischer Polizeiterror Neu Delhi(Korr.). Nach indischen Meldungen aus Pondicherry, der größten französischen Besitzung in Indien, ist dort ein„Freikorps direkte Aktion“ gegründet worden, das sich den Anschluß Pondicherrys an die Indische Union zum Ziel gesetzt hat. Nahezu 400 Demonstranten sollen verhaftet und zum Teil von der Polizei mißhandelt worden sein. Die Zeitungen berichten, daß die Gefängnisse überfüllt sind, daß Haussuchungen nach den überall auftauchenden indischen Fahnen stattfinden und daß die Polizei und Militärpatrouillen Jagd auf antifranzösische Plakate machen. Auch aus den kleineren französischen Besitzungen Karikal und Mahe werden Demonstrationen gemeldet. Das amerikanische Außenministerium bemüht sich in dem Streit zwischen Indien, Frankreich und Portugal über die Nach fünfjährigem Ausharren befreit Kolumbianische Botschaft in Lima gewährte Revolutionär Asyl orge Flaschen bombardierten 300 DemonstranMexiko-Stadt.(Reuter) Der peruanische Oppositionsführer Victor Haya de 1a Torre ist nach einem fünfjährigen Zwangsaufenthalt in der kolumbianischen Botschaft in Lima in Mexiko eingetroffen, wo ihm Asyl als politischer Flüchtling gewährt worden ist. Haya, Führer der oppositionellen Aprista-Partei in Peru, versuchte 1948 einen Putsch, der fehlschlug. Er flüchtete am 3. Januar 1949 in die kolumbianische Botschaft in Lima. Die kolumbianische Regierung lehnte mehrere Ersuchen Perus, den Flüchtling auszuliefern, ab. Der Fall kam vor den Internationalen Gerichtshof im Haag, der im November 1950 entschied, daß Kolumbien nicht berechtigt sei, dem peruanischen Politiker Asyl zu gewähren. Dennoch wurde Haya nicht ausgeliefert. Schließlich wurde eine gemischte peruanisch-kolumbianische Kommission beauftragt, eine Lösung zu finden. Dem Angebot Mexikos, Haya aufzunehmen, wurde im März dieses Jahres zugestimmt. N Roman von Curt Maronde COPYRIGHT MUNCHNER ROMAN-VERLAG 100360000000000030000000000000000000000000000000000000000000000000000000o Was weiter? O. H. D. Vor Beginn der Berliner Konferenz wiesen wir darauf hin, daß bei dieser Gelegenheit eine letzte Chance gegeben sei, die drohende Spaltung Deutschands zu verhindern. Würde diese Chance nicht wahrgenommen, so würden die Russen nicht zögern, den Eisernen Vorhang dichtzumachen. Leider haben wir recht behalten, denn heute ist es so weit, daß Deutschland in zwei Staaten aufgeteilt ist. Nicht nur faktisch, sondern auch formell, denn die Souveränitätserklärung Moskaus für die Deutsche Demokratische Republik bedeutet nichts anderes als die Errichtung eines separaten Staatsgebildes. Die letzte Bindung durch die Möglichkeit gemeinsamer Beschlüsse der Hohen Kommissare ist damit weggefallen. Der Bonner Bundestag hat am Mittwoch erklärt, daß er die Übertragung der Souveränitätsrechte an die Sowjetzone nicht anerkenne. Zuvor hatte der Bundeskanzler darauf hingewiesen, daß es einzig und allein die Organe der Bundesrepublik seien, die heute den niemals untergegangenen deutschen Staat verträten. Bonn werde alles in seiner Macht Stehende tun, um die tragischen Folgen der Tellung Deutschlands zu überwinden. Das klingt gut, aber auch Dr. Adenauer hat keinen Weg gezeigt, der bei den gegenwärtigen Umständen zu einer„Wiedervereinigung in Frieden“ führt. Diese Möglichkeit ist durch das Versagen der vier Außenminister in Berlin für lange Zeit verbaut worden. Daran ändern weder Beschuldigungen noch Deklamationen etwas. Wir gehen in unserer Analyse des Geschehens sogar noch einen Schritt weiter: Jeder Tag, der jetzt Geschichte wird, wird ein weiteres Auseinanderleben Deutschlands bringen, denn die Wiedervereinigung ist keine Angelegenheit, die sich auf Eis legen läßt. Vergessen wir nicht, daß in der Östzone eine Jugend aufwächst, die vom Kindergarten über die Schule bis zum Beruf im bolschewistischen Sinne erzogen wird. Hinzu kommt das Trommeln der Massenbeeinflussungsmittel Presse und Rundfunk, denen keine oder nur sehr dürftige Gegenwirkungen gegenüberstehen. Was das bedeutet, haben wir ja in den zwölf Jahren Hitler-Herrschaft erlebt. Die große Masse eines Volkes ist einfach außerstande, einem derartigen Ansturm der Propaganda zu widerstehen. Als sich die Berliner Konferenz dem Ende näherte, tauchte plötzlich die Möglichkeit einer„kleinen Lösung“ auf. Man wollte wenigstens Verkehrs- und Handelserleichterungen zwischen den beiden Teilen Deutschlands herbeiführen. Die vier Hohen Kommissare wurden beauftragt, einen entsprechenden Plan auszuarbeiten. Jetzt ist auch diese Hoffnung durch die Übertragung der Souveränitätsrechte auf die Sowjetzone geschwunden. Direkte Verhandlungen mit Pankow kommen wohl kaum in Frage, nachdem Bundeskanzler Adenauer am Mittwoch erklärt hat, daß die Machthaber der Sowjetzone nicht befugt seien, deutsche Staatsgewalt auszuüben. Es fragt sich nur, ob die Russen nicht die Gewalt haben, die Bundesregierung zur Änderung ihrer Haltung zu zwingen. In Pankow rechnet man mit einem baldigen Überflugverbot für das„Hoheitsgebiet der Deutschen Demokratischen Republik“. Verhandlungen über die Aufrechterhaltung des Flugverkehrs zwischen Westdeutschland und Berlin sollen von der Anerkennung der Deutschen Demokratischen Republik durch die Westmächte abhängig gemacht werden. Das ist nur ein Fall von vielen, der zeigt, daß die Regierung der Sowjetzone durchaus über Daumenschrauben verfügt, die unter Garantie angelegt werden, um wenigstens diede-facto-Anerkennungzuerzielen. Die Erklärung des Bundestags war deshalb ein bemerkenswerter staatspolitischer Akt, aber ein Ausweg aus der verfahrenen Lage wurde damit nicht gezeigt. Die Deutsche Demokratische Republik, immer noch gestützt durch die sowjetische Macht, ist eine Tatsache, mit der man sich so oder so morgen und übermorgen auseinanderzusetzen haben wird. 8. Franca blitzte mich herausfordernd an. „Laß bitte Olympia aus dem Spiel.“ „Und warum schickst du meine Blumen zurück. Sie waren nicht für Pinos Verlobte bestimmt, sondern für die Tochter meines Chefs, bei dem ich so oft Gast bin. Das ist ein großer Unterschied, meine ich.“ „Du weißt ganz genau, Fred, warum ich’s tat“, sagte sie, ohne mich anzusehen. „Aber ich will’s nicht wissen“, brauste ich auf.„Und bitte jetzt keine neue Predigt, daß ich vergessen muß, was zwischen uns war. Ich war damals sehr glücklich, Franca, und ich denke oft daran, hörst du, sehr oft.“ Ihre Hände spielten nervös mit den Nelken in der Vase.„Was damals passierte, war meine Schuld, Fred.“ „Schuld, wie pathetisch, Franca.“ „Das war keine Liebe, Fred.“ Sie fuhr sich mit der Hand über die Stirn, als wollte sie Erinnerungen verscheuchen. „Das war...“ Sie glitt mit einer plötzlichen Bewegung von der Tischkante. „Vorsicht“, rief ich,„stoß nicht die Blumenvase um, es wäre schade um das schöne Muraner Glas.“ Sie blitzte mich wieder zornig an. „Manchmal bist du ein richtiges Ekel, Fred. Mußt du wieder alles aufrühren? Ausgerechnet heute?“ „Hör zu, Franca“, sagte ich,„ich weiß ja, ich hab damals vielzuviel geredet. Aber ich denk jetzt noch genau so darüber. Es war kein Strohfeuer.“ „Darauf läßt sich kein gemeinsames Leben aufbauen, Fred. Ich weiß, was Liebe bedeutet.“ Ihre Augen schimmerten feucht. „Liebe ist Wärme, Verstehen, Geborgensein... mit uns wäre es etwas ganz anderes. Es wäre jäh, unbeherrscht, erbarmungslos... als wollten wir einander zerstören.“ Ich lachte laut.„Aber, Franca, was für Bücher liest du?“ Ich wollte ihre Hände fassen, doch sie krampfte sie erregt ineinander.„Mein Leben ist vorgezeichnet. Fred, du weißt es.“ „Du bist jung, Franca. Und das Leben keines jungen Menschen ist vorgezeichnet. Es kommt ganz darauf an, was er selbst daraus macht.“ Sie wandte sich ab, machte ein paar Schritte durchs Zimmer und blieb vor dem Kamin stehen.„Ich kann nicht von heut auf morgen alles über den Haufen werfen, Fred. Mich von einem Menschen trennen, der mir einmal das Leben rettete und der mir sehr viel bedeutet, nur weil in einem unbedachten Augenblick „Sprich doch zu Ende, Franca. Nicht wahr, du wolltest sagen: weil in einem unbedachten Augenblick dein Herz sprach?“ Sie fuhr herum und warf den Kopf in den Nacken.„Es macht dir wohl Freude, mich zu quälen?“ „Ich will dich nicht quälen, Franca. Ich will dich glücklich machen. Aber du glaubst mir ja nicht.“ „Hast du das der armen Maria auch gesagt?“ „Was hat Maria damit zu tun? Du solltest es besser wissen, Franca.“ Ich dachte an unseren Ausflug nach Pozzuoli. Ich hatte mich als frischgebackener Wagenbesitzer vorgestellt, hatte Franca zu einer kleinen Spazierfahrt abgeholt, sie hatte mir die Schwefelquellen von Pozzuoli gezeigt und auf der Rückfahrt machten wir einen Augenblick an der Höhenstraße Rast. Eine glühende Sonnenscheibe sank vor uns ins Meer, ringsum zirpte es in den Gräsern, der Oleander duftete, wir saßen an eine umgestürzte Marmorsäule gelehnt, Eidechsen flitzten über den von der Sonne warmen Stein. Franca hatte die Augen geschlossen und ich studierte ihr Gesicht wie eine neu entdeckte Landschaft. Da schlug sie die Augen auf, unsere Blicke trafen sich einen Pulsschlag lang. Und dann lag sie plötzlich in meinen Armen und mir war, als hielte ich in Franco das Leben, das Liebe bedeutet und soviel beglückender und köstlicher ist als Haß und Kampf und Tod. Ich sah auf den dünnhäutigen Augenlidern die winzigen Schatten ihrer hochgebogenen Wimpern, ihr Mund war ganz nah und leicht geöffnet, ich preßte meine Lippen wild auf die ihren mit einer Kraft, die schmerzte und selig machte. Als unsere Lippen sich endlich lösten, schien eine Ewigkeit vergangen; aus warmen Tiefen tauchten wir in ein kühles Licht empor und die Welt war für mich plötzlich verändert. Wir lagen eng umschlungen, ich fühlte ihr Herz an meinem schlagen,„wir sagten kein Wort, wir blickten uns in die Augen und ich sah, wie meine Augen sich in den ihren wie in zwei tiefen, klaren Brunnen spiegelten... da plötzlich legte sich ein gepeinigter, spannender, gehetzter Ausdruck wie ein Schatten über Francas Züge, sie machte sich mit einer jähen Bewegung frei, sprang auf und lief zum Wagen zurück. Den ganzen Weg bis Neapel redete ich auf sie ein, doch sie blickte geradeaus und antwortete mir mit keinem Wort. Als ich sie auf dem Vomero absetzte, sah ich im Garten Pino und Don Borda in Hemdärmeln eine Partie Pingpong spielen. Ich ging nicht zu ihnen. An jenem Tag begann ich, Pino Alagna zu hassen... Francas Stimme riß mich aus meinen Träumereien.„Der Termin für die Hochzeit ist bestimmt, Fred, das weißt au ja auch. Die Einladungen sind vorgestern verschickt worden. Nun ist das mit der armen Maria passiert, da werden wir noch etwas warten müssen. Aber nicht lange, das ist auch Pinos Wunsch.“ „Nein“, rief ich heftig,„Pino heiratest du nicht.“ Der Name hatte alles wieder in mir wachgerufen, ich hörte Marias verzweifelte Stimme. Franca sollte nicht den Mann heiraten, der an dieser Verzweiflung schuld war— der wahrscheinlich an Marias Tod schuld war. „Ich hätte dich nicht für so kleinlich gehalten, Fred, oder für rachsüchtig. Sag mal, was hast du eigentlich gegen Pino?“ Das war der richtige Augenblick. Ich wollte ihr alles erzählen, doch meine Kehle war zugeschnürt. Es war ja auch sinnlos. Sie wollte Pino heiraten, das hatte sie sich nun mal in den Kopf gesetzt. Was ich jetzt auch sagte, sie würde doch nur glauben, ich sei neidisch und eifersüchtig. Und dann tat ich das Allerdümmste: ich versuchte, ihr wie einem eigenwilligen, störrischen Kind zuzureden. „Überleg dir’s doch lieber noch mal, Franca“, sagte ich.„Warum Pino nicht der richtige Mann für dich ist. Ich kann's dir im Augenblick nicht so erklären, wenn du's nicht selbst fühlst. Aber ich werd's Die Meinung der anderen: Englische Bedenken Times Eine Deklaration der Großmächte gegenüber China, wie sie der USA-Außenminister Dulle. vorschlägt, birgt grose Risiken in sich. Wenn die Chinesen nidhit bereit sind, ihre Unterstützung an die Kommunisten einzustellen, könnten beide Seiten in eine starre Position gebracht werden, die sie nicht mehr aufgeben können und deren Ergebuis eine Ausweitung der Feindseligkeiten wäre. Es gibt dagegen viele, die meinen, daß eine weitere Unterstützung Fraukreichs in ludochina, verbunden mit einer festen Haltung in Genf, eine zufriedenstellende Lösung lierbeiführen könnte. Dazu ist keine vorherige Hilfestellung in Form einer Deklaration erforderlich. Wenn der Mousun Anfang Mai einsetzt, näuer.i sich die Kampfhandlungen ihrem Ende. Sie werden dann nidht mehr vor dem Herbst wieder aufleben, In dieser Zwischenzeit sollte es möglich sein, ob nun mit oder olne eine Deklaration, in Genf festzustellen, wie die Aussichten für die Lösung des Iudochinaprobleis sind. Daily Herald Wir wollen mit den Kommunisten in Genf ludochina- und Korea-Fragen erörtern. Weshalb werden dann Drohungen im Augenblide des immer näherrückenden Konferenztisdies ausgesprocuen? Herr Dulles hofft vielleicht, damit die sdiwadie Position Frankreichs stärken zu können. Aber das amerikanisdie luteresse au ludochina ist den Kommunisten bereits oline malerische Ultimaten klar genug ersichtlich. Wir mögen die Diplomatie der Drohungen nidit, besonders nidht, wenn die Wasserstoffbombe dabei in der Nadibarschaft liegt. Daily Expreß Die kommunistisdie„Iswestija", die selbstverständlich niemals olne Genehmigung des Kremls spridht, veröffentlichte einen Appell zur sofortigen Feuereinstellung in Indochina. Großbritannien sollte diesen Aufruf aus ganzem Herzen gutheißen, denn es sollte immer darum bemüht sein, einen Kampf zu beenden und für eine Befriedung der Nationen einzutreten. Selbstverständlich kann die sowjetisce luitiative nur ein leeres Manôver sein. Es bestelit jedocii die Hoffuung, daß, wenn die Mächte in Kürze in Genf zusammentreten, der sowjetisdie Einfluß doch auf der Seite des Friedens sein wird. in Pondicherry gegen freiheitsliebende Inder französischen und portugiesischen Besitzungen um strikte Neutralität. Man befürchte, daß eine Unterstützung der indischen Forderungen auf eine Volksabstimmung in diesen Gebieten die antiamerikanische Stimmung in Paris und Lissabon verschärfen würde. Andererseits wolle man aber auch nicht die öffentliche Meinung in Indien durch Ablehnung einer Volksabstimmung vor den Kopf stoßen. Nur friedliche Versammlungen Berlin(dpa). Das Bundesverwaltungsgericht in Berlin hat gestern festgestellt, daß die durch das Grundgesetz gewährleistete Versammlungsfreiheit nur für Versammlungen friedlichen Charakters in Betracht komme. Versammlungen, die unfriedliche Absichten verfolgten, ständen nicht unter Verfassungsschutz und könnten von der Polizei verboten werden. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte mit diesem Urteil das Verbot einer Versammlung in Hamburg, zu der ein kommunistischer Funktionär aufrieb. Bäume in Bonn Bonn.(dpa) In Gegenwart des Bundesinnenministers Dr. Schröder wurden gestern an der Straßenauffahrt zur Rheinbrücke und auf dem Berta-von-SuttnerPlatz in Bonn 40 Bäume gepflanzt, die von westdeutschen Städten und ostdeutschen Landsmannschaften gespendet worden sind. Die Bäume, größtenteils Ahorn und Ebereschen, werden Namen und Wappen deutscher Städte und Länder tragen. Dr. Schröder pflanzte als erster einen Ahornbaum für die Bundesrepublik Deutschland. dir beweisen, sehr bald. Schau mal, du bist noch so jung, du hast doch noch Zeit.“ Alberne, lächerliche Worte, es fielen mir keine besseren ein. Franca hielt sich die Ohren zu. „Nun, dann will ich nicht länger stören“, sagte ich.„Ich werd draußen auf deinen Vater warten, da ist es auch kühler. Entschuldige mich, Franca.“ „Dickkopf“, rief sie mir nach,„wenn du nur nicht ein unverbesserlicher Dickkopf wärst." In der Halle lief ich Don Borda in die Arme. * Er hatte beide Hände voll Spiralfedern und anderen Metallteilen.„Hallo, Oderschiffer“, rief er,„Sie kommen wie gerufen.“ Er hatte meinen Vater kurz vor dem Krieg noch in Stettin besucht, die waren die Oder hinaufgefahren und jetzt nannte er mich immer Oderschiffer. „Hab' mein altes Schießeisen auseinandergenommen“, sagte er,„und jetzt bring ich's nicht wieder zusammen. Ein vertracktes, altmodisches Ding.“ „Ich versteh nicht viel von Waffen“, sagte ich. (Fortsetzung folgt) Ein oft durchgefallener Theaterdichter kam eines Tages zum älteren Dumas:„Sie müssen mir helfen! Ich brauche sofort 300 Franken! Kriege ich die nicht, bin ich genötigt, mich mit Frau und Kind zu töten!“ Dumas durchsuchte sämtliche Taschen, brachte aber nur 200 Franken zum Vorschein.„Nun“, sagte er,„Sie wollen für drel Menschen 300 Franken haben. Diese 200 Franken würden demnach für Ihre Frau und für Ihr Kind genügen. So nehmen Sie doch das Geld und bringen Sie nur sich selbst um!“ „Tag des deutschen Liedes" Sängerkreis bittet um Anmeldung Kreis Olpe. Den angeschlossenen Vereinen des Sängerkreises Bigge-Lenne ist es bereits seit längerer Zeit bekannt, daß der„Tag des deutschen Liedes“ am 12. Sept. stattfinden soll. Der Vorsitzende des Sängerkreises macht die Gesangvereine darauf aufmerksam, daß die Anmeldungen zu dieser Großveranstaltung der Sänger jetzt erfolgen muß, um die Vorbereitungen zu einer reibungslosen Abwicklung der Veranstaltung treffen zu können. Olper Stadtspiegel Abbildungen des Hochaltares in der Kreuzkapelle beim alten Friedhof zeigt das neue Österkommunion-Andenken in der St. Martinus-Pfarrgemeinde. Damit wird die Reihe dieser schönen Andenken mit Erinnerungen an religiöse, kunsthistorische Werke der Pfarrei in beachtlicher Weise fortgesetzt. Pastor Menke hat den Kommunionzettel 1954 besonders dem Marianischen Jahr gewidmet. Wir sehen auf der Vorderseite das Marienbild und auf der Rückseite ein Gesamtbild des Hochaltares, der etwa um die Mitte des 18. Jahrhunderts von Theodor Düringer aus Hadamar, dem Bruder des 1756 in Rüblinghausen gestorbenen Bildhauers Joh. Nik. Düringer, geschaffen sein dürfte. Im Text schildert Pastor Menke näher den Hauptaltar mit seinen figürlichen Darstellungen, wobei er eine neue Deutung der beiden„herrlich gestalteten“ weiblichen Figuren mit je einem Begleitfassen, wurden nach einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes im Märzheft in„Wirtschaft und Statistik“ im Winterhalbjahr 1952/1953 insgesamt 11 363 Studierende gezählt. Von diesen entfielen 8 338 Studierende auf das Lehramt für Volksschulen und 2 102 auf die Lehrämter für berufsbildende Schulen. Trotz der Zunahme der Gesamtzahl der Studierenden um rund 500 Personen gegenüber dem Vorjahre ist der Lehrernachwuchs im Bundesdurchschnitt immer noch unbefriedigend. Weiterhin Fflegegeld für Blinde. Das Kabinett des Landes hat beschlossen, den zivilen Vollblinden aus Landesmitteln auch künftig ein nach den bisherigen landesrechtlichen Bestimmungen zu bemessendes Pflegegeld bis zur Hohe von 75 DM zu gewähren, soweit eine Pflegezulage nach Fürsorgerecht nicht oder nicht in der bisherigen Höhe zu gewähren ist. Hochgradig in ihrer Sehfähigkeit beeinträchtigte Zivilpersonen erhalten unter ähnlichen Voraussetzungen ein Pflegegeld bis zur Höhe von 60 DM. Die beschlossene Maßnahme stellt keine auslaufende Uebergangsregelung dar. Inspektoren-Prüfung. In Weidenau bestanden an der Südwestfälischen Verwaltungsschule Hagen ihre zweite Verwaltungsprüfung— Inspektorenprüfung— Gerhard Kirchner und Hugo Klein, Kreisverwaltung, sowie Hans Harrer und Franz-Josef Schlimm. Stadtverwaltung Olpe. Den Vorsitz bei der Prüfung führte Oberkreisdirektor Dr. Moning. Gerhard Kirchner bestand seine Prüfung mit dem Prädikat„Gut“. Arbeitsjubilar. Auf eine 50jährige Tätigkeit bei der Firma Metallwerke Gustav Imhäuser konnte am 1. April der Rohrzieher Josef Schmidt, wohnhaft Kortemicke 36, zurückblicken. Zum Arbeitsjubiläum unsern besten Glückwunsch! 50 Vogelnistkästen Drolshagen. Durch Revierförster Hahne wurden in diesen Tagen gemeinsam mit Schülern der Volksschule Drolshagen 50 Vogelnistkästen im Stadtgebiet Drolshagen und den umliegenden Waldungen aufgehängt. Wieder sagt ein Unternehmen ab Circus Hoppe kommt nicht nach Olpe— Kein Platz! Konning engel an den Enden der unteren Bühne des Atares vornimmt:„Früher stand neben der Figur rechts ein kleiner Turm, wohl später hinzugefügt, um daraus eine hl. Barbara zu machen, die in der Kapelle besonders verehrt wurde.“— Offenbar sind die beiden Frauengestalten keine bestimmten Heiligen, sondern Allegorien, d. h., bildliche Darstellungen von Tugenden oder seelischen Haltungen.“— Von der lieblichen Frauengestalt(Maria) in der Mitte des Altares schreibt er u. a.:„Sie kniet da, getroffen vom Gnadenstrahl des Hl. Geistes, über dem Altartisch, auf dem sich täglich das Kreuzopfer erneuert, über dem Tabernakel, in dem ihr Sohn wahrhaft gegenwärtig ist. Ein schönes Andenken an das Marienjahr, ein Mahnbild, nach unseres Hl. Vaters Wort, unser Christentum zu erneuern und in der Nachfolge der Unbefleckten Gottesmutter den Weg zu wandeln zu ihrem göttlichen Sohne.“ Meisterprüfung. Frau Angela Röttgers, wohnhaft Kardinal-von-Galen-Straße 8, bestand nach erfolgreichem Besuch der Meisterschule für das Weberhandwerk in Sindelfingen bei Stuttgart vor der Prüfungskommission der Handwerkskammer Stuttgart ihre Meisterprüfung mit dem Prädikat„Gut“. Unsern Glückwunsch! Lehrnachwuchs immer noch unbefriedigend. An den Anstalten und Einrichtungen des Bundesgebietes, die sich mit der Ausbildung der Lehrer für Volksschulen und berufsbildende Schulen beOlpe. Olpe ist Kreisstadt und Olpe steht— oder sollte es wenigstens— mitten im Fremdenverkehr. Dennoch hören wir immer wieder von Absagen, sei es kultureller Veranstaltungen, sei es anderer Darbietungen. Es fehlt, wie es heißt, am geeigneten Platz, am geeigneten Raum! Wir wissen hierüber seit langem Bescheid, aber irgendwie geht dabei auch etwas verloren... Jetzt teilt der Circus Hoppe (Frankfurt/Main)— ein„Circus von internationaler Bedeutung“— mit, daß das hier vorgesehene Gastspiel nicht stattfinden kann. Lesen wir selbst die Begrundung, die das Circus-Unternehmen dazu gibt und zwar von seinem jetzigen Aufenthaltsort in Siegen aus, in einem Schreiben vom 6. April 1954 an das „S. V.“: Sehr geehrte Herren! Zu meinem allergrößten Bedauern muß ich Ihnen leider mitteilen, daß mein beabsichtigtes Gastspiel in Olpe nicht stattfinden kann, da der Platz (gemeint ist die Trift. D. Schr.) zum Aufbau meines Geschäfts vollständig ungeeignet ist. Es ist an sich außerordentlich bedauerlich, daß die Stadt Olpe seit Jahren nicht einmal versucht, einen anständigen Circus- und Kirmesplatz zu schaffen, zumal gerade die Olper Bevölkerung als sehr circusfreundlich bekannt ist. Ich wäre Ihnen zu großem Dank verpflichtet, wenn Sie in Ihrem geschätzten Blatt einen kurzen Hinweis bringen würden, daß der Circus Hoppe aus den oben erwähnten Gründen nicht in Olpe gastieren kann. gez. Oskar Hoppe Dem hier geäußerten Wunsche kommt das„S. V.“— auch im Interesse seiner Leserschaft— gern nach. Jedermann kann übrigens aus dem Schreiben des Circus Hoppe deutlich herauslesen, wie tief das Bedauern eines ambulanten Unternehmens ist, wenn es ein günstig gelegenes Gastspiel im Rahmen seiner Tournee absagen muß. Diese volkstümlichen Unternehmen ringen schwer um ihre Existenz, und es dürfte sogar eine Frage des sozialen Empfindens sein, mit dazu beitragen zu können, daß die Existenz solcher Unternehmen, bei denen immer eine größere Zahl von Mitmenschen beschäftigt ist, nicht durch die Unmöglichkeit von Gastspielen in Gefahr gebracht wird. Man vergegenwärtige sich nur einmal, was es heißt, ein solches Unternehmen zu gründen und zu erhalten! Dafür möge die nachstehende Notiz sprechen, die wir— noch bevor die Absage kam— zur VerEin guter Rat für neue Lehrlinge Wer schafft, braucht täglich Milch- Wertvolles Nahrungsmittel 3eKreis Olpe. Es ist eine bekannte Tatsache, daß manche junge Menschen, wenn sie aus der Schule entlassen werden und ins Berufsleben eintreten, dazu neigen, manche bisherige Lebens- und Ernährungsgewohnheiten eigenmächtig zu ändern. Dazu gehört u. a. auch, das Jugendliche aus einem falsch verstandenen Stolz glauben, auf den bisherigen Genuß von Milch, wie er vielleicht in der Schule oder im Elternhaus üblich war, plötzlich verzichten zu können. Hierzu muß ein warnendes Wort sagt werden: Nach Ansicht aller Aerzte würde ein solches Vorgehen zu einer sehr ernsten Gefahr für die Gesundheit, die Leistungsfähigkeit und das Wachstum gerade dieser jungen Menschen zwischen 15 und 21 Jahren führen, weil Körper und Geist unter den neuen Lebensbedingungen und den erhöhten Anforderungen der Berufsarbeit ganz besonders der Stärkung und Kräftigung durch die in der Milch enthaltenen wertvollen Nährstoffe und Vitamine bedürfen. Außerdem ist der in der Milch enthaltene Kalk gerade in diesen Altersjahrgängen für den weiteren Knochenaufbau unerläßlich. Der tägliche Genuß von einem halben oder einem ganzen Liter Milch schafft nicht nur die 6o notwendige Stützung und Kräftigung der Gesundheit, sondern auch wohltuend die Wirkungen der öffentlichung in der heutigen Freitagsausgabe vorgesehen hatten: „Der Circus Hoppe ist aus der Menagerie Steiner herausgewachsen, die vor über 50 Jahren die Großstädte Europas bereiste. Ihre Hauptattraktion war„Miß Cora, die Löwenbraut“, die später die Begründerin des Circus Hoppe wurde. Als sich nämlich Kaspar Steiner zur Ruhe setzte, kaufte sie bei Hagenbeck eine Gruppe Tiger, Löwen, Bären, Hyänen und Neufundländer, unterzog sie einer „zahmen Dressur“(ohne Peitsche) und trat damit auf. In den 90er Jahren verstarb Miß Cora in Armut. Ihre Enkelkinder aber haben neu aufgebaut und unter dem jetzigen Leiter des Circus, Oskar Hoppe, einen Circus aufgestellt, der sich überall sehen lassen kann.“ Der vorstehende Hinweis unterstreicht die Tatsache, daß alle Circus-Unternehmen einen harten Lebenskampf zu führen haben. Auch die Tatsache, daß durch die Absage mancher heimische Circusfreund um ein besonderes Erlebnis gebracht wird. Kein Platz in Olpe— Diese Frage drängt, wenn man auch die Bleichewiese als nicht absolut geeignet betrachtet und nicht für derartige Zwecke freigeben sollte, unbedingt zu einer Lösung. Versprechungen auf lange Sicht führen nämlich letzten Endes immer wieder zu Absagen, die weder im Interesse der Allgemeinheit noch im Interesse der Fremdenverkehrsbelebung— speziell in der Kreisstadt— liegen! Sache der Kommune, der Stadtvertretung und der gesamten Einwohnerschaft dürfte es daher sein, eine baldige Lösung des Problems herbeizuführen, auch wenn es sich, wie im vorliegenden Falle„nur“ um die Absage eines Circus-Unternehmens handelt. Die gute Ova! icht einmal die gute Ova Mädchen zeigten schöne Handarbeiten Eine Ausstellung der Näh- und Handarbeitsschule in Grevenbrück Grevenbrück. Was die 30 Mädchen der hiesigen Näh- und Handarbeitsschule unter Leitung der Ordensschwester Cyrilla im letzten Halbjahr gelernt haben, zeigte eine interessante Ausstellung im katholischen Schwesternhaus, die sich eines regen Besuches erfreute. Zur Schau gestellt werden etwa 250 selbstgefertigte Hand- und Näharbeiten aller Art, angefangen vom Weiß- und Buntflicken bis zu den schönsten Neuanfertigungen. An Hand von selbstgarbeiteten Nähtüchern und Mustermappen, die den Schülerinnen als Grundlage dienten, entstanden die gezeigten Ausstellungsstücke. So sah man Näharbeiten vom kleinsten Säuglingshemd; Kinder- u. Wäschegarnituren, Nachthemden, Schlafanzüge und Bettwäsche bis zum Herrenoberhemd. Daß die Mädchen auch Schürzen, Blusen, Röcke und Trachtenkleider zu nähen verstehen, die außerdem auch ein gewisses kunstgewerbliches Können verrieten, sei lobend erwähnt. Hier fand der sinnvolle Keine lange Debatte um den Etat Gemelndevertretung Kirchveischede billigte den vorgelegten Plan ernsten Nikotin- und Alkoholsünden ausgleichen, die in diesem Alter gelegentlich begangen werden. Deshalb kann den jungen Lehrlingen, die in diesen Tagen und Wochen mit großen Erwartungen und Hoffnungen in die Betriebe und Büros eingetreten sind, nur der dringende Rat gegeben werden: Wer schafft, braucht täglich Milch— und der junge Mensch ganz besonders! Haltestelle wird überdacht Saßmicke. Die Bundesbahn will die Haltestelle jetzt endlich überdachen. Man will dadurch den bisherigen Uebelstand beseitigen, daß die Reisenden beim Unwetter mit nassen Kleidern reisen müssen. FIFA-Jugendspiel am Östersamstag auf dem Sportplatz Kreuzberg in Olpe— Beginn 16 Uhr — Bewachter Parkplatz vorhanden!— Ehrenmal wurde besichtigt Saßmicke. Der Bürgermeister von Lüdenscheid und zehn Herren einer Baukommission besichtigten am letzten Sonntag das Kriegerehrenmal in Saßmicke. Sie wollen in Lüdenscheid ein ähnliches Mal errichten. Bilstein. Die Gemeindevertretung Kirchveischede verabschiedete in ihrer Sitzung am vergangenen Montag im Hotel„Freiheit Bilstein“ den neuen Haushaltsplan für 1954 ohne längere Aussprache. Im ordentlichen Haushalt betragen die Einnahmen und Ausgaben 182 500 DM, im außerordentlichen 178 000 DM. Die Hebesätze der Gemeindesteuern wurden gebilligt. Es wird für land- und forstwirtschaftliche Betriebe eine Grundsteuer von 110 v. H. und für Grundstücke eine solche von 200 v. H. erhoben. Die Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag und Gewerbekapital wurde auf 220 v. H. und nach der Lohnsumme auf 880 v. H. festgesetzt. An Gewerbemindeststeuer soll von Hausgewerbetreibenden ein Betrag von 6 DM erhoben werden; andere Gewerbeteibenden haben 12 DM zu entrichten Den Gesamtbetrag der Darlehn. die zur Bestreitung von Ausgaben des außerordentlichen Haushaltsplanes bestimmt sind, setzten die Gemeindeväter auf 45 000 DM fest, die zur Finanzierung des Neubaues der katholischen Volksschule in Bilstein und zur Aufschließung von Baugelände verwendet werden sollen. Mit dem Erwerb eines Grundstückes für den notwendigen Bau eines Hochbehälters für die gemeindeeigene Wasserleitung in Bilstein oberhalb der Vogelstange war man einverstanden, Straßensperrung Dumicke. Infolge erheblicher Frostschäden auf dem Gemeindeweg Wenkhausen— Dumicke und zur Vermeidung zusätzlicher Schäden, die durch die weitere Benutzung des Weges durch schwere Fahrzeuge hervorgerufen werden, ist mit Zustimmung der Kreisverwaltung— Straßenverkehrsamt— in Olpe die einstweilige Sperrung des Gemeindeweges für Kraftfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von über 5 t mit sofortiger Wirkung angeordnet worden. Es wird darauf hingewiesen, daß die Fahrzeughalter bei Nichtbeachtung der Bestimmungen und widerrechtlicher Benutzung des Weges für den hieraus entstehenden Schaden haftber gemacht werden. damit bald mit der Errichtung begonnen werden kann, um die Versorgung unseres Luftkurortes mit Trink- und Gebrauchswasser für die Zukunft sicherzustellen. Einem Antrag der in der Gemeinde Kirchveischede wohnenden Beamten auf Einreihung in die Besoldungsgruppe B stimmten die Gemeindevertreter ohne Bedenken zu. Zur weiteren Beratung und Beschlußfassung standen verschiedene Anträge aus der Einwohnerschaft, die teils in öffentlicher teils in geheimer Sitzung erledigt wurden. Spruch Verwirklichung, der als Leitgedanke der Ausstellung galt:„Dein Kleid sagt den Menschen mehr, als in sieben Tagen all' deine Worte und Taten künden!“ Viel Interesse fanden besonders handgearbeitete Sachen von der einfachsten bis zur kompliziertesten Stickerei sowohl bei Wäsche und Kleidung wie auch bei Decken und Kissen. Bewunderung erregten bei den weiblichen Besuchern die schönen Teppich(Kelim)-Arbeiten. Berücksichtigt man das jugendliche Alter der Mädchen bis zu 16 Jahren, die hier ausgestellt hatten, dann kommt man zu der Erkenntnis, daß bei fachlicher Anleitung Erstaunliches geleistet wurde, zumal ein Näh- und Handarbeitskursus nur ein halbes Jahr dauert. Wie uns Schwester Cyrilla, die Kursusleiterin, erklärte, sollen die Mädchen das lernen, was eine Frau an Näh- und Handarbeitskenntnissen im Haushalt haben muß. Der nächste Näh- und Handarbeitskursus beginnt am 15. dieses Monats und dauert wiederum ein halbes Jahr. B. Grevenbrück. Die kath. Volksschule wird z. Z. von 292 Schülern und Schülerinnen besucht. 90 Jahre alt Wegeringhausen. Die Witwe Johanna Sievers wurde am Dienstag 90 Jahre alt. Sie zählt zu den ältesten Einwohnern des ganzen Amtsbezirkes und erfreut sich noch bester Gesundheit. Früher wohnte sie in Dortmund, wurde jedoch 1944 nach Wegeringhausen evakuiert, wo sie eine zweite Heimat gefunden. An ihrem Ehrentage gratulierte Amtsdirektor Zimmermann der Altersjubilarin. Er überreichte ihr als Geschenk des Amtes einen Frühstückskorb. Der hochbetagten Mitbürgerin gelten auch unsere besten Glückwünsche für einen weiteren gesegneten Lebensabend. Große Kulturtagung Jahresversammlung des Westdeutschen Vortragsamtes in Siegen Siegen. Aus Anlaß der Jahreshauptversammlung des Westdeutschen Vortragsamtes findet am 21. und 22. Mai hier eine große Kulturtagung statt, an der Persönlichkeiten aus dem ganzen Bundesgebiet teilnehmen werden, darunter die Kulturdezernenten der größeren Städte, Leiter von Volkshochschulen, Vertreter größerer Kulturvereine. Vertreter von Landkreisen, Verleger und Buchhändler. Am 21. Mai werden die Teilnehmer Gäste des Landkreises sein und sich auf dem Rödgen versammeln. Dort tagt auch nachmittags der Literarische Ausschuß des Vortragsamtes; außerdem findet ein Vortrag über„Musik u. Musikgeschichte“ statt. Die Teilnehmer unternehmen dann einen Abendausflug zum Heimhoftheater auf der Wasserscheide, wo ein geselliger Ahend mit künstlerischen Einlagen stattfinden soll. Der zweite Tag steht unter dem Protektorat der Stadt Siegen. Im großen Sitzungssaal des Rathauses findet vormittags die Jahreshauptversommlung statt, an die sich Ausschußsitz ingen ôber „Kunst und Kunstgeschichte“,„Heimat und Welt“ und„Wissenschaften“ anschlieBen. Ee folgt ein Festakt, bei dem Oberbürgermeister Bach als Vorsitzender der Westfalen. Landrat Büttner und ein Vertreter des Kultusministeriums sprechen werden. Professor Dr. Dessauer wird einen Vortrag über„Kultur, Technik und Gesellschaft“ halten, zu dem Vertreter der gesamten Siegerländer Industrie erwartet werden. Anschließend soll den Tagungsteilnehmern durch den Verkehrsverein Gelegenheit geboten werden, die Sehenswürdigkeiten des Siegerlandes kennenzulernen. Die Tagung findet unter dem Vorsitz des Verlegers Wortelmann aus Bochum statt. Die Teilnehmer werden mit Sonderomnibussen aus Frankfurt, Bielefeld, Dortmund und Köln. nach Siegen gebracht. Erzbischof konsekrierte Pfarrkirche Werl. Nach der Weihe der Wallfahrtskirche vor 50 Jahren war es das erstemal, daß der Erzbischof von Paderborn in die Marienstadt kam, um ein Gotteshaus, nämlich die Pfarrkirche zu konsekrieren. Dieses bedeutungsvolle Ereignis veranlaßte auch die zahlreichen Menschen, die sich am Sonntagmorgen aus dem ganzen Stadtgebiet am Langenwiedenweg einfanden, um den Kirchenfürsten willkommen zu heißen und der Feier beizuwohnen. Ueber drei Stunden vergingen, bis die Konsekration des Gotteshauses nach den alten liturgischen Vorschriften der römischen Kirche Kurzberichte aus dem Kreise Olpe Letzter Gruß Hünsborn. Unter großer Beteiligung der hiesigen Bevölkerung wurde dieser Tage der frühere Ortsvorsteher Peter Arns zu Grabe getragen. Die Amtsvertreter aus Hünsborn und der jetzige Ortsvorsteher trugen den Sarg zum Leichenwagen. Auf dem Wege zum Friedhof spielte der Musikverein„Hoffnung“ Trauerweisen. Dem Verstorbenen widmete Pfarrer Beule am offenen Grabe einen herzlichen Abschiedsgruß. Arns sei der ganzen Gemeinde„ein Lebensbuch gewesen“ und habe allen das beste Beispiel gegeben. Der Pfarrer lobte besonders seine Treue zur Kirche auch in Olper Filmschau „Der Kaplan von San Lorenzo“ Olpe. Vom 9. bis 13. April wird im hiesigen Filmtheater der mit Spannung erwartete Film um das Beichtgeheimnis „Der Kaplan von San Lorenzo“ vorgeführt. Damit wird die Reihe der großen und beachtlichen Filmwerke eingeleitet, die für die kommenden Wochen auf dem Olper Filmprogramm stehen. In der vergangenen Samstags-Ausgabe haben wir auf dieses Programm bereits ausführlich hingewiesen.„Der Kaplan von San Lorenzo“ wurde nach einer Idee von Dr. Turi Vasile unter der Spielleitung von Gustav Ucicky gestaltet..In dem erregenden Filmwerk geht es um eines der tiefsten Geheimnisse der Welt, um versiegelte Lippen und eine opfervolle Liebe, um Schuld und Sühne. Das Geheimnis von Verona bleibt in der Brust eines Priesters verschlossen. Fesselnd ist die Entwicklung des schweren Gewissenskonfliktes, ergreifend seine Lösung im Sinne der Unantastbarkeit des Beichtgeheimnisses. Willy Birgel, Gertrud Kückelmann, Ilse Steppart und Dieter Borsche sind die Haupträger der Handlung, alles Darsteller von Format, denen die Charakterschilderung anvertraut ist.— Für den 10. und 11. April steht außerdem der abenteuerliche, kriminelle Metro-GoldwynMayer-Film„Mann gegen Mann“ mit Clark Gable, Ava Garoner und Broderick Crawford auf dem Spielplan. schwerer Zeit der Bedrängnis und empfahl den Verstorbenen der Gnade vor Gottes Thron. Gemeindebürgermeister Eichert schilderte die segensreiche Arbeit des Verstorbenen für die Gemeinde. Nach den Dankesworten des Bürgermeisters fand auch Gewerkschaftssekretär Nowak aufrichtige Worte des Dankes an den Verstorbenen, der sich seit mehr als 50 Jahren für die Belange der Arbeiterschaft erfolgreich eingesetzt habe. Weitere Abschiedsworte widmeten dem Verstorbenen ein Vertreter der Konsumgenossenschaft Siegerland, deren Aufsichtsrat er angehörte, ferner der 2. Vorsitzende Schrage des Musikvereins, der in Peter Arns sein Ehrenmitglied verliert. Im Namen der CDU-Parteifreunde legte Kreistagsabgeordneter Quast am Grabe einen Kranz nieder. Der Verstorbene, der sich stets von echt christlichen Idealen leiten ließ und unermüdlich in diesem Sinne tätig war, möge nunmehr ruhen in Gottes heiligem Frieden! Versammlung der IG Metall Wenden. Die Industriegewerkschaft Metall veranstaltet für die Orte Wenden, Schönau und Altenhof am Montag, dem 12. April, um 18 Uhr im Lokal Zeppenfeld eine allgemeine Metallarbeiterversammlung. In dieser wird Kollege Willi Rößler, Bezirkssekretär der Industriegewerkschaft Metall, Hagen, über die Lohn- und Tarifpolitik sprechen. An alle Mitglieder der IG Metall in den vorgenannten Orten sind von der Gewerkschaft zur Teilnahme an der Versammlung aufgefordert. Arbeitsjubilar Drolshagen. Auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Firma Meyer& Teubner konnte am 1. April Daul Stracke zurückblicken. Dem Arbeitsjubilar gelten nachträglich unsere besten Glückwünsche! Stadt Attendorn Eine Werbeveranstaltung des DRK wurde anläßlich des einjährigen Bestehens des Ortsvereins Attendorn des Deutschen Roten Kreuzes in der Aula der Sonnenschule unter großer Beteiligung der Bevölkerung durchgeführt. Als Gäste wohnten ihr Landrat Metten, OKD Zimmermar und Amtsdirektor Oberließen bei. Der Vorsitzende, Amtsgerichtsrat Dr. Heinemann, wies in seiner Begrüßungsansprache auf die Entstehung der Genfer Konvention hin und erläuterte dann die Leistungen des hiesigen DRK in den zurückliegenden Monaten. Insbesondere kam er auf die Beteiligung an den Lehrgängen und Kursen zu sprechen; er empfahl den Ausbau einer Blutspendegemeinschaft und die Förderung des Jugendrotkreuzes. Anschließend folgAn Hundem und Lenne Husten? ten Tonfilm- und praktische Vorführungen, letztere unter Leitung des ausbildenden Arztes Dr. Keymer. Die ganze Veranstaltung war so recht dazu angetan, für den Rotkreuzgedanken zu werben. Sie wird zweifellos in Zukunft noch ihre Auswirkung haben im besseren Verständnis für das DRK und in einer noch größeren Hilfsbereitschaft als bisher. Die„Bordesholmer Marienklage“, die hier in der Erlöserkirche aufgeführt wurde, hinterließ bei allen Besuchern einen tiefen Eindruck. In würdiger Anpassung an den heilsgeschichtlichen Vorwurf wußte die Bühne„Der Morgenstern“ das Spiel dramatisch sehr fesselnd zu gestalten. Sprache, Kostüme und Bewegungen waren ganz abgestellt und zugeschnitten auf diese symbolische Darstellung; alle Szenen wurden zu starken Sinnbildern geprägt. Den Mitwirkenden gebührt volle Anerkennung für ihre Leistung! Der Turnhallenumbau hat in den letzten Wochen erfreuliche Fortschritte gemacht, so daß die Halle bald wieder ihrer Bestimmung übergeben werden kann. Die Verbesserungen werden sich sehr vorteilhaft auswirken. Turner und Turnerinnen mußten in den letzten Monaten auf einen geregelten Turnbetrieb verzichten, während die älteren Turner immerhin noch Gelegenheit hatten, behelfsmäßig in der Schützenhalle zu trainieren. Bald wird nun eine Besserung eintreten und ein regelmäßiger Turnbetrieb für alle Abteilungen gewährleistet sein. Kirchveischede. Als Schiedsmann für den Bezirk Kirchveischede wurde Landund Gastwirt August Schnütgen von der Gemeindevertretung einstimmig wiedergewählt. Bilstein. Die Gemeindevertretung wählte für den verstorbenen Pfarrer Schulte dessen Nachfolger, Pfarrer Niehörster, als Mitglied des Sozialausschusses der Gemeinde Kirchveischede. Brieftaubenzucht Grevenbrück. In einer Versammlung der Mitglieder des Brieftaubenzuchtvereins„Sauerland“, die am Samstag im Vereinsheim Hotel„Zur Post“ stattfand, gab der stellv. Vorsitzende Karl Baumhof die Reisebedingungen für dieses Jahr bekannt. In der Aussprache war man darüber klar, daß noch viel Arbeit geleistet werden müsse, wenn bei der immer stärker werdenden Konkurrenz an die früheren Erfolge angeknüpft werden soll. Bereits am Sonntag, dem 11. April, erfolgt der erste Vorflug der Alttauben ab Dillenburg. Für die kommende Reisesaison sieht der Reiseplan folgende Flüge vor: Am 18. April ab Friedberg(Hessen), am 25. April ab Hanau, am 2. Mai ab Aschaffenburg, am 9. Mai ab Passau, am 16. Mai ab Neustadt I, am 23. Mai ab Neustadt II, am 30. Mai ab Fürth, am 6. Juni ab Neumark, am 13. Juni ab Regensburg, am 20. Juni ab Pattling, am 27. Juni ab Passau, am 10. Juli ab Linz und schließlich am 24. Juli den letzten Flug über eine Strecke von 700 Kilometern ab Wien.— Außer diesen Flügen, die von dem Brieftaubenzuchtverein„Sauerland“ zusammen mit der Reisevereinigung„Lenne-Bigge“ durchgeführt werden, soll in diesem Jahre auch innerhalb des Vereins ein Wanderpreis ausgeflogen werden. Der Reiseplan für die Jungtiere wird im Sommer bekanntgegeben. Grevenbrück. Die Gemeindevertretung bewilligte der kath. Pfarrjugend für jugendpflegerische Arbeiten eine einmalige Beihilfe in Höhe von 100 DM. Siziliaschacht erhält zweite Fördermaschine Meggen. Um die Förderung in der Schwefelkiesgrube Sachtleben-A.-G. zu verbessern, ist für den Siziliaschacht die zweite Fördermaschine in den letzten Monaten in Auftrag gegeben worden. Es handelt sich um eine elektrische Maschine mit einer Fördergeschwindigkeit von zehn Metern in der Sekunde. Mit der alten Anlage schaffte man sechs Meter in der Sekunde. Die Anschaffung der neuen Maschine ist deshalb so notwendig, weil der Siziliaschacht später die ganze Förderung übernehmen soll, wenn die Förderung im Blindschacht nachläßt. Meggen. In der kath. Volksschule fand eine Abschiedsfeier für die Lehrerin Frl. Weber statt, die inolge Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand tritt. Altenhundem. Im Bahnhofshotel Hackethal findet am Samstag um 16 Uhr die Generalversamnmlung der Volksbank statt. Saalhausen. Die Gemeindevertreter erklärten sich damit einverstanden, die Gußasphaltarbeiten für den Schulneubau an eine Dortmunder Firma zu vergeben. Die Elektroarbeiten sollen an Alfons Schweinsberg in Saalhausen und die Fliesenarbeiten an Johann Beckmann in Saalhausen übertragen werden. Schulneubau an der Bergstraße Heinsberg. Kürzlich hatte schon die Frage, wo der Schulneubau errichtet werden soll, im Gemeinderat lebhafte Debatten ausgelöst. Jetzt wurde die endgültige Entscheidung getroffen. In der neuen Debatte ging es vor allem um Kostenfragen. Einmal veranlasse das Baugrundstück unweit der Kirche einen erhöhten Kostenaufwand von rund 80 000 DM, der die Gemeinde außer den eigentlichen Baukosten sehr stark belasten würde. Bei der Abstimmung entschieden sich sechs Stimmen für den Bauplatz an der Bergstraße und vier Stimmen für das Baugrundstück beim Gemeindehaus Nüschen nahe der Kirche. Der Schulneubau wird also an der Bergstraße errichtet werden. Kirchhundem. Im Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1954 sind 2 000 DM für Beschaffung von Schulmöbeln für die Volksschule in Kirchhundem eingesetzt, die dringend einer Erneuerung bedürfen. Kennen Sie schon die Glücksflaschenpost? 555 Hat Sie eine Glücksflaschen::: post-Karte erreicht? Und dos erste Telegramm? Halten Sie Umschau, denn es lohnt sich! Doch nur wer mitmacht, kann gewinnen Eine Reise in das Land Ihrer Träume und 6252 andere schöne Preise. Viel Erfolg beim Mitmachen und wohl bekomm’s zur erfrischenden Pause mit „Coca-Cola" eiskalt. „Coco-Cola" ist dos Warenzeichen för dos koffeinholtige Erfrischungsgetränk der Coca-Colo GmbH Unser Angebot in Fruchtsäften Apfelsatt O.7 Fl. o. Gl. DM 0.70 naturrein, Kemperla Schwarter Johannisbeer-Sühmost O.7 Fl. o. Gl. DM 1,85 Callf. Orangesatt% Ds. 0M 0.75 (Suntearl Callf. Grapetrult-Saft ½ Ds. DM 0.65 al. Ananassan itearl)% Ds. DM 1,10 Wunder des Frühlings... Und Sie? Fühlen sich abgespannt und erschöpft, sind Sie nervös und unlustig? Dannnehmen Sie FRAUENGOLDI Frauengold gibt Ihnen neue Kraft und jugendliche Frische. FRAUENGOLD macht auch Sie leistungsfähiger, troher und aufgeschlossener für diese wundervolle Jahreszeit! Nimm 1 — und Du blühst auf! ... und für Ihren Mann und Ihr Kind EIDRAN, die Gehirnund Nervennahrung von erstaunlicher Wirkungskraft In Apotheken, Drogerien und Reformhäusern LICHTSPIELTHEATER OLPE Martinstr. 24 Fernruf 249 Von Freitag bis Dienstag I Der Kaplan von San Lorenzo Der erregende Film um das tiefste Geheimnis der Welt In Verona, der Stadt Romeos und Julias, gerät der Kaplan von San Lorenzo des Mädchen Gilda wegen in Gewissenskonflikt In den Hauptrollen: Dieter Borsche- Willy Birgel- Gertrud Kückelmann- Ilse Steppat- u. a. m. Im Vorprogramm: FOX TÖNENDE WOCHENSCHAU, Jugendfrei ab 10 Jahren! Beachten Sie bitte die Anfangszeiten Freitag, Montag und Dienstag 20 Uhr- Samstag 16 und 20 Uhr- Sonntag 16, 18 und 20 Uhr esseseseeeed 0 10000 900Aüfjedem zweiten deütchen Kasseeliack Heiter und beschwingt durchs Leben gehen— wer möchte das nicht? KLOSTERFRAU MELISSENGEIST will besonders den Frauen helfen, an allen Tagen frisch und froh zu sein: seine ausgleichende, belebende Wirkung auf den gesamten Organismus ist doch seit Generationen berühmt! Erproben auch Sie ihn! Er wird Ihnen wohltun!— Gerade jetzt im Frühjahr! In Apotheken und Drogerien. Nur echt mit 3 Nonnen. Denken Sie auch an Aktiv-Puder zur Pflege der gesunden und kranken Haut! MON DAMAIN Statt besonderer Anzeige * Der Herr über Leben und Tod rief gestern um 23 Uhr nach langer, schwerer Krankheit unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Berta Schütte zu sich in den ewigen Frieden. Sie starb gottergeben, gestärkt durch die Tröstungen der hl. Kirche, im Alter von 66 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Rudolf Schütte DROLSHAGEN, den 8. April 1954 Die Beerdigung findet am Montag, dem 12. April, morgens 10 Uhr vom Trauerhause aus statt; anschließend ist das Seelenamt. chlich TRINKE IHN MASSIO-ABER Du fühlst Dich wohl! ch A für Geschirr Bestecke Fliesen Wannen Toiletten Ausgüsse, Mops und Berufswäsche Groben Dreck nimmt IMl wed? Mi macht's für 30 Pfg. Rockefellers Doppelgänger Das„zweite Ich“ des Millionärs starb als reicher Mann RiodeJaneiro.— Für sein großes Kaufhaus in Belém im Staate Pará bezahlte Juan Beliquer keinen Centavo. Er bekam es von John D. Rockefeller geschenkt, weil er dem amerikanischen Erdölkönig auf die Nerven ging. Juan Beliquer sah ihm so ähnlich, daß nicht einmal die nächsten Verwandten die beiden Männer unterscheiden konnten. Ein geschäftstüchtiger Manager hatte den Brasilianer auf die Idee gebracht, mit dieser ungewöhnlichen Ähnlichkeit, die ihn zum Doppelgänger des Millionärs machte, Geld zu verdienen. Allmächtige Regenmacher Washington.— Der von Präsident Eisenhower zum Vorsitzenden der US-Studienkommission für künstliche Regenerzeugung ernannte Wissenschaftler Heward Orville erklärte in Washington, den„Wettermachern“ würden im Falle eines Krieges außerordentliche Aufgaben militärischer Art zufallen. Schon jetzt könne er verJuan Beliquer war bereits 52 Jahre alt. Als kleiner Beamter hatte er zwei Jahrzehnte bei einer Schiffahrtsgesellschaft gearbeitet. Einem Amerikaner fiel dort seine Ähnlichkeit mit„John D.“ auf. Er überredete Beliquer, sich wie der Millionär zu kleiden und Nachtklubs zu besuchen. Da die Reederei gerade Konkurs anmeldete, machte Juan Beliquer die Komödie mit. Er hatte aber keine Freude daran. Der Manager aber dachte weiter.„Vielleicht gehen Sie dem alten John eines Tages so auf die Nerven, daß er viele Dollars herausrückt, nur damit Sie sich in der Öffentlichkeit nicht mehr sehen lassen! Ich denke, für mich fällt auch etwas dabei ab!“ gestand er Juan eines Tages. Er hatte richtig kalkuliert. Rockefeller ließ seinen Doppelgänger zu sich kommen Bunte Welt 99jähriger als„alter Mann“ Krakau.— Methusalem unter den Schauspielern der Welt ist der 99jährige Pole Ludwik Solski. der trotz seines hohen Alters immer noch am Krakauer Slowacki-Theater auftritt. Gegenwärtig spielt er einen alten Mann in dem Schauspiel„Der große Fisch“. Der 99jährige Solski, der im Privatleben noch völlig frisch und agil ist, muß in dieser Rolle gebrechlich mimen, um als„Alter“ überzeugend zu wirken. Nicht aus Liebe Paris.—„Moulin Rouge“, der Fili um den berühmten französischen Maler Toulouse-Lautrec, läßt die Familie Toulouse-Lautrec nicht zur Ruhe kommen. In einer Gesellschaft klagte Komtesse Toulouse-Lautrec einem amerikanischen Journalisten das Leid der Familie, deren Ehre durch den Film angetastet worden sei.„Toulouse-Lautrec ist nicht aus Liebeskummer Trinker geworden, wie es der Film zeigt, sondern er wurde Trinker, weil er gern Alkohol trank“, klagte die Komtesse.„Auch ein gewonnener Prozeß könnte den Schaden nicht wieder gutmachen, der unserer Familie durch den Film zugefügt wurde“, sagte sie. Sportreporter William Shakespeare New York.— In Amerika gibt es Menschen, die sonderbare Namen tragen. Da heißt ein junger Mann z. B. William Shakespeare. Außerdem ist er Sportjournalist. Kürzlich bewarb er sich bei einer Zeitung um den freigewordenen Posten des Chefreporters:„Ich habe genügend Berufserfahrung und war bereits Mitarbeiter an etlichen großen Blättern!“„O. k. Sie nennen sich William Shakespeare. Wie ist denn Ihr richtiger Name?“—„Ich heiße seit meiner Geburt so.“—„Allerhand— da tragen Sie ja einen berühmten Namen mit vollem Recht.“—„Na ja“, meinte der Reporter treuherzig,„wenn man jahrelang Artikel schreibt bleibt es nicht aus, daß man bekannt wird!“ Komfortables Fernsehen London.— In einer Londoner Tageszeitung verkündete die Anzeige einer Möbelfabrik:„Mit unserer Fußbank unter den Beinen schläft man vor dem Fernsehgerät mühelos ein. Gesunder Schlaf wird garantiert.“ Im gleichen Schritt und Tritt Glasgow.— Vor einem Jahr haben drei Brüder aus einem kleinen Ort in der Nähe von Glasgow drei Schwestern geheiratet. Gemeinsam hatten sie sich in kurzer Zeit für die drei Familien ein Wohnhaus gebaut. Jeden Morgen fahren die drei Brüder gemeinsam in die gleiche Fabrik. In der vergangenen Woche wurden die drei Schwestern in der gleichen Nacht im gleichen Krankenhaus Mutter. Alle drei schenkten einem Sohn das Leben. Die drei Stammhalter hatten nahezu das gleiche Gewicht, der Unterschied betrug knapp 50 Gramm. Studentensorgen Oklanoma.— Was macht dem Studenten am meisten Sorge, fragte man die Hörer der Universität Oklahoma: Geld, Prüfungen, Liebe, Sport oder Freunde? Nichts von allem, sondern: „Wo ich meinen Wagen parken kann!“ Steine gegen Flugzeuge New York.— Im Staate New York wurde ein Gesetz erlassen, das Farmern verbietet, auf tieffliegende Flugzeuge zu schießen. Sie können dafür mit Gefängnis bestraft werden. Um den Farmern dennoch Gelegenheit zu geben, ihrem Ärger über Tiefflieger Luft zu machen ist ihnen gestattet, mit Steinen danach zu werfen.(Reta) Haarfärben für Arbeitslose Chicago.— In Amerika färbt sich jeder zehnte Mann die Haare. Die meisten sehen in angegrauten Schläfen ein Hindernis für eine neue Anstellung, weil man sie für zu alt hält. Feuerwehr gegen Nachtclubs New York.— In Manhattan ist der neue Feuerwehrchef Cavanaugh zum gefürchteten Mann geworden. Er läßt alle Restaurants, Nachtclubs, Kabaretts und Theater schließen, die keine Notausgänge haben. Ein Dutzend mußte sich bereits seinen Anordnungen fügen, obwohl es die zugkräftigen Nummern auf den Programmen hatte.(Reta) und fragte ihn, was ihn zur Aufgabe seines„Berufes“ veranlassen könnte. Juan Beliquer schilderte ihm seine Lage und den Grund, weshalb er das Spiel begonnen hatte. Er erkannte seine Chance und bat den Millionär, ihm ein Kaufhaus einzurichten. Rockefeller ging auf den Vorschlag ein, machte den Vertrag und Beliquer ging allein nach Belém im brasilianischen Staat Pará. Der Manager fühlte sich betrogen und strengte eine Klage an. Er wurde jedoch abgewiesen. Beliquer ließ sich nie mehr als„Rockefeller“ in der Öffentlichkeit sehen und starb als wohlhabender Mann. In einer anderen, ebenfalls in Südamerika spielenden Doppelgängergeschichte ging es blutiger zu. Der chinesische Lederhändler Ju-Li war mit seinem Vater von Hongkong nach Buenos Aires gereist. Dort ermordete er ihn, um in den Besitz des Vermögens zu gelangen. Am anderen Tage begegnete er auf der Straße einem Chinesen, der seinem toten Vater so ähnlich sah, daß Ju-Li vor Schreck blaß wurde. Er suchte den Mann am nächsten Tage auf, bot ihm Geld, machte ihn mit allen Gewohnheiten seines Vaters und seiner Familie bekannt und bewog ihn, den Doppelgänger zu spielen. Nach Hongkong zurückgekehrt, hielten ihn alle für den Vater. Ju-Li sollte sich nicht lange seines erschlichenen Erbes freuen. Nach einem Jahr wurde er schwer krank. Nachdem er dem falschen Vater die Möglichkeit gegeben hatte, nach Südamerika zurückzukehren, gestand er auf dem Sterbebett seine Tat ein. Der Doppelgänger war mit wertvollem Schmuck verschwunden und konnte nie ausfindig gemacht werden. Die Geschichte kam erst heraus, als sich die überlebenden Geschwister um das Erbe stritten. Zum Sonntag wäscht man gern das Haar Elida wäscht es wunderbar ELIDA Spezial Shampoo für helles und dunkles Haar Der Reeder und das Ritz Madame Marie zürnt Stavros Niarchos— Geschäfte mit Ritz-Akten Paris— Wenn man den wohlklingenden Namen des griechischen Reeders Stavros Niarchos erwähnt, gerät Madame Marie Ritz, die 86jährige Witwe des Gründers des ersten Ritz-Hotels, aus der Ruhe. Niarchos streitet sich mit seinem Schwager Aristotle Socrates Onassis um den Rang des Besitzers der größten Tankerflotte der Welt. Soeben erst hat er in Kiel von den Howaldtwerken als ersten einer Vierer-Serie den 33 000 Tonnen tragenden Großtanker„World Gratitude“ übernommen. Doch er interessiert sich nicht nur für Schiffe. Seit neun Monaten läßt er unter der Hand alle Aktien des Pariser Ritz-Hotels aufkaufen, die auf den Markt kommen. sichern, daß man im Ernstfalle von Alaska aus das gesamte Gebiet der Sowjetunion auf längere Zeit mit Regen zu überfluten in der Lage sei. Das lasse sich mit Hilfe der ständigen West-Öst-Winde durchführen, die von Alaska aus die UdSSR bestreichen. Weiter teilte Captain Orville mit, die Regenfälle könnten so stark gemacht werden, daß es unmöglich sein wird, Flugzeuge, Panzer oder sonstige motorisierte Einheiten zum Einsatz zu bringen. Von den 97 000 Aktien der Gesellschaft zu je einem Pfund Sterling soll Niarchos bereits 15 000 erworben haben. Die Preise liegen weit über dem Tageskurs. Das Pariser Ritz-Hotel wird in Form einer in England eingetragenen Aktiengesellschaft betrieben. Mit dem Londoner Ritz-Hotel ist es finanziell nicht verbunden. Es befindet sich unter französischer Leitung. Der einzige britische Direktor ist Sir Bracewell Smith, der früher einmal Oberbürgermeister von London war. Niarchos selbst erklärte zu der Transaktion, er kaufe die Ritz-Aktien nur, weil er sie für eine gute Kapitalanlage halte. Er habe keineswegs die Absicht, bestimmenden Einfluß auf die Geschäftsführung zu erlangen. Wieviele Ritz-Aktien er besitze, wisse er nicht. Seine Londoner Firma erledige die Angelegenheit. Astrid wird„First Lady Eine 22jährige Prinzessin muß repräsentieren 1 Zeitung auf Schallplatte Stockholm.— Eine schwedische Schallplattenfirma stellt jetzt versuchsweise eine Monatschronik auf Schallplatten her. Die„Monatsplatte“ enthält Berichte über die wichtigsten Begebenheiten im Verlauf von 30 Tagen und die Schlager des Monats. Die Monatsplatte ist für Seeleute und Auslandsschweden gedacht, die laufend über die wichtigsten Ereignisse in der Heimat unterrichtet sein wollen. Oslo.— In Norwegen wehen die Flaggen auf Halbmast. Kronprinzessin Märtha erlag einem schweren Leberleiden— nur wenige Tage nach ihrer Silberhochzeit. Für die junge Prinzessin Astrid ändert sich durch den Tod der Mutter das Leben besonders einschneidend. Sie ist nun„First Lady“ des Landes geworden. Ihre ältere Schwester Ragnhild heiratete im vorigen Jahr den bürgerlichen Schiffsreeder Lorentzen und wohnt in Südamerika. Sie gab durch ihre Heirat alle Repräsentationspflichten an die jüngere Schwester ab. Prinzessin Astrid machte im Sommer 1950 in Oslo ihr Abitur. Dann ging sie nach England an die Universität Oxford, um Staatswissenschaften zu studieren. Ihr erstes Examen bestand sie erfolgreich. Aber nun wird sie nicht weiterstudieren dürfen, denn andere Pflichten warten auf sie. Prinzessin Astrid ist ungeheuer populär in Norwegen. Sie ist ein frischer Sportstyp, fröhlich und aufgeschlossen und nicht so zart und verträumt wie ihre ältere Schwester Ragnhild. In der königlichen Familie hat sie den Kosenamen„gutt“, das bedeutet„unser Junge“, denn Astrid hat Schauspieler Philip Dale in einer Feuerwache in Westend:„Hier, bitte, ich kann meine Handfesseln nicht mehr öffnen. Ich spiele im Irving-Theater einen Zuchthäusler. Rasch, ich muß sofort zurück auf die Bühne zu meinem nächsten Auftritt!“ Feuerwehrdirektor:„Ich versteh' nichts vom Theater, Herr, aber ich kenne mich mit den Tricks entsprungener Gefangener aus. Folgen Sie mir ins Scotland Yard.“ (Als der Schauspieler dort erkannt, befreit und ins Theater zurückgebracht wird, ist die Vorstellung inzwischen längst abgebrochen worden.) * Frederick Archer:„Ja, ich habe zu spät gezwinkert.“ Richter:„10 Shilling Strafe.“ (Frederick Archer sitzt seit 22 Jahren in Londoner Schneider- Schaufenstern. Das Publikum weiß nicht, ob er lebt oder aus Wachs ist. Gelegentlich zwinkert er— und dann lacht alles. Jetzt hat ihn die Polizei angezeigt, weil er zu lange mit dem Zwinkern gewartet und durch diese Verzögerung einen verkehrsstörenden Auflauf veranlaßt hat.) * Albert Steward, Sekretär der Liga zum Schutze von Katzen in Newport auf der Insel Wight:„Ich bin stolz, daß wir die erste englische Stadt sein werden, die sich ein eigenes Haus für die Unterbringung unerwünschter Katzen und für tierärztliche Behandlung von kranken Katzen leistet.“ UNSER Aus den Silben: a— al— an— ba— bu— cut— de— de— do— e— ek— en— fest— gang— ge— gie— gie— hard— i— ka— kau— kę— kla— laub— le— ley— list— 1o— 10—ma— mahl— me— mie— nach— neu— ni — ni— ni— o— per— pi— ra— ral rand— re— rif— schot— set— sicht— sus— ta— tal— te— ter— tho — to— up— ur sollen 19 Wörter gebildet werden, deren erste und letzte Buchstaben ein Sprichwort ergeben. Bedeutung der Wörter: 1. Likör, 2. Teil der Mühle, 3. öffentliche Erklärung, 4. Roman von Scheffel, 5. Begriffslehrer, 6. Steingeröll, 7. Preissatz, 8. Seuche, 9. Milde, 10. Boxschlag, 11. Nervenschmerz, 12. europäisches Scheidegebirge, 13. Rechtsverdreher, 14. Blütenlese, 15. Ferienzeit, 16. Stadt in Spanien, 17. französischer Staatsmann(Wiener Kongreß), 18. Werbung, 19. Balkanstaat. Auflösung des gestrigen Rätsels Waagerecht: 2. Gnu, 4. Heu, 6. Emu, 8. o. k., 9. Rentier, 12a. Nil, 13. Esse, 16. Loewe, 17. E. K., 18. Ur, 20. Giraffe. Senkrecht: 1. Zoologie, 3. Uhu, 5. Unke, 7. Mann, 8. Oil, 9. Ras, 10. Tiger, 11. Ren, 12. Herr, 14. Elk, 15. Leu, 17. egg. 19. rue. sich als Kind stets„gutt“ genannt. Als dann das Brüderchen Harald geboren wurde, sagte Astrid zu ihrem Vater:„Das macht nichts— für euch bleibe ich doch „gutt“, nicht wahr?“ Und Kronprinz Olav war damit einverstanden. Wie alle norwegischen Kronprinzenkinder, ist auch Prinzessin Astrid ganz demokratisch erzogen worden. Sie besuchte ein Mädchengymnasium, hatte nur bürgerliche Freundinnen und ist der beste Sportkamerad, den man sich denken kann. Ihr Abitur feierte sie zusammen mit den Klassenkameraden, indem sie eine Reise nach Kopenhagen machte. Dort wohnte sie aber nicht bei ihrer Tante, Königin Ingrid von Dänemark, auf Schloß Amalienborg, sondern mit den Schulkameraden in der Wanderherberge. Zusammen mit ihrer Schwester Ragnhild sah man sie oft im Segelboot „Astra“ oder mit dem Vater und demn Bruder Harald auf dem Holmenkollen Ski laufen. Prinzessin Astrid hat auch sehr dafür gekämpft, daß ihre ältere Schwester einen Bürgerlichen heiraten durfte.„Laßt Ragnhild ihren Erling bekommen— ich verspreche dann, einen Prinzen zu nehmen!“ sagte sie zur Familie. Trotzdem ist Madame Marie auf Niarchos böse. Von ihrem Salon im Pariser Ritz-Hotel aus nimmt sie noch lebhaften Anteil an der Entwicklung des Geschäfts Jeden Mittag ißt sie im Speisesaal, und jede Nachlässigkeit in der Bedienung oder in der Küche fällt ihr sofort auf. Kein Zimmer wird renoviert, ohne daß man sie um Rat fragt. „Dies ist das Hotel meines Mannes“, erklärte sie mit heiserer Stimme bei einem Besuch in ihrem Salon.„Wir haben es errichtet, und wir wünschen nicht, daß sich jemand anders in unsere Angelegenheiten mischt.“ Ihr 63jähriger Sohn Charles, verheiratet, aber kinderlos, der letzte männliche Ritz, ergänzte:„Über 50 Prozent der Aktien gehören meiner Mutter, mir und ein paar Freunden. Wir kennen unsere Freunde. Sie werden niemals ihre Anteile verkaufen.“ Und wie steht es, wenn Madame Marie und ihr Sohn nicht mehr leben?„Auch dafür ist gesorgt. Meine Mutter hat Verwandte in der Schweiz. Sie werden unsere Aktien erben.“ Bei den von Charles Ritz genannten Freunden handelt es sich um die Schweizer Familie Pfyffer d'Altishofen und Gunsbourg. Inoffiziell erzählt man sich folgende Geschichte über die Hintergründe der Aktienkäufe: Im vergangener Jahrwohnte Niarchos zum ersenmal im Ritz und bat um die Zimmerflucht mit Blick auf den Place Vendome, die ständig für die Woolworth-Erbin Barbara Hutton reserviert ist. Als ihm das verweigert wurde, bat er um eine andere Zimmerflucht für ein ganzes Jahr. Auch diese Bitte glaubte man nicht erfüllen zu können, um nicht vielen alten Kunden Ungelegenheit zu bereiten. Wegen dieser vielen alten Kunden sind Ritz-Aktien in der Tat eine gute Kapitalanlage, die Madame Ritz dem Reeder Niarchos nicht verwehren kann Englische Dialoge/ Von Egon Jameson Bürgermeister Francis Buxton:„Und ich bin stolz darauf, daß ich es Ihnen verbiete, eines unserer schönsten Wohnhäuser mit 15 Zimmern für 30 Katzen zu verwerten, solange wir noch keine Unterkünfte für 427 Familien haben.“ * Richter eines Nottinghamer Gerichtes: „Und warum haben Sie Ihren Namen in Bertram Fandolf geändert?“ Bertram Randolf:„Ich war damals Kellner in einer Eisenbahnermesse und brauchte einen Namen mit der Abkürzung B. R.' Ich brachte mir Geschirr und Bestecke der„British Railways' heim, und das Monogramm ,B. R.' fiel immer auf, weil ich doch Charles Webster hieß.“ * Richter R. Cleworth in Leeds:„Zeuge Pendrill, ich habe Sie über das Vorleben Ihrer Braut Lois Olive Picken aufzuklären. Trotz ihrer 19 Jahre ist sie bereits siebenmal wegen 18 Straftaten verurteilt worden... lebt seit elf Jahren in einer Erziehungsanstalt unter Polizeiaufsicht wird von ihrer Mutter als unheilbar kleptomanisch und unsozial abgelehnt.. und ist jetzt wieder mit 10 Pfund Sterling(120 DM) wegen gemeinen Betrugsversuchs bestraft worden. Wollen Sie mit Ihren 23 Jahren nicht doch lieber Ihr Heiratsversprechen zurückziehen?“ Londoner Transportarbeiter Edward Reginald Pendrill:„Ich zahle die Strafe in 20 Wochenraten. Ich liebe Lois. Ich werde sie heiraten.“ * Redner in einem Londoner Vortrag über „Diese goldenen Zeiten ohne Elektrizitat.„... und dann folgte eine andere Höllenerfindung... jawohl, das Telefon.. Zwischenruf:„In den letzten sechs Monaten riefen 56 661 Londoner die Alarmnummer 999 von Scotland Yard um Hilfe an.“ * Ein Student aus Washington in der Universitätsbibliothek in Oxford:„Ich möchte das Buch von Monica Baldwin Ich springe über die Mauer. Meine Rückkehr in die Welt nach 28jähriger Kloster-Abgeschiedenheit“.“ Bibliothekar(nach langem Suchen): „Haben wir leider nicht.“ Student:„Doch. Ich fand es inzwischen. In Ihrer Sportabteilung unter Hochsprung.“ * Leserfrage in dem liberalen Londoner News Chronicle:„Warum müssen wir in England überall anstehen?“ Antwort des Lesens G. A. Morley, Leicester:„Zu viele Menschen wollen auf unserer überfüllten Insel zur gleichen Zeit das gleiche. Drum: seien Sie anders als die anderen oder wandern Sie aus!“ Peter Fawcett, Vertreter des englischen Ministeriums für Landwirtschaft und Fischerei:„Der Flieger Eric Wilson aus Middlesborough in der Grafschaft Yorkshire angelte im Fluß Leven die allergrößte Forelle, die hierzulande je gesehen wurde... zweieinhalb Pfund. Der gefeierte, junge Angler wurde mit seinem Riesenfang in allen Zeitungen der Welt abgebildet. Hier ist ein Pressephoto zum Beweis. So erfuhren wir von seinem Glück.“ Richter in Thornaby-on-Tees, Yorkshire:„Ich verurteile den Flieger Eric Wilson wegen unerlaubten Angelns auf staatlichem Boden zu einer Strafe von einem Pfund.“ Kulturnotizen Die„Comedie Francaise“ eröffnete ihr Moskauer Gastspiel mit einer glanzvollen Aufführung von Molieres„Tartuffe“. Die Darbietung war laut TASS ein„großer Erfolg“. Sie fand anhaltenden Beifall. Für eine Neubewertung des Humors und der Funktion des Kabarettisten plädierte Werner Finck auf dem 164. Mittwochsgespräch im Kölner Hauptbahnhof. Im überfüllten Wartesaal dritter Klasse entwickelte Finck seine Thesen, daß nichts ernster zu nehmen sei als der Humor, und daß dem echten Humor auch keinerlei Grenzen gesetzt werden könnten. Der Humor sei heute in Deutschland so bedroht, daß die Gründung einer„Notgemeinschaft deutscher Humor“ erwogen werden solle. Die sechs Tabatieren Friedrichs des Großen, die bei dem Diebstahl der Kronjuwelen im Juli vergangenen Jahres auf der Hohenzollernburg gestohlen wurden, sind auf Grund eines Geständnisses des verhafteten Paul Falk in einem Versteck wiedergefunden worden. Sie lagen in einer Blechdose vergraben im Wald bei Bad Homburg. aa reiner Quelle. reiner Genudd Unversieglich ist die Natur in ihrer Schöpterkraft, unbestechlich in ihrem Wirken. Was sie aus reiner Quelle spendet, vermittelt reinen Gen Tabak einea Aus den zehn dunkelsten Jahren deutscher Geschichte Dokumente der Grausamkeit Die Vertreibung der ostdeutschen Bevölkerung von Wissenschaftlern in zwei Bänden dargestellt APD.— Im Jahre 1951 wurde auf Veranlassung des damaligen Bundesvertriebenenministers Dr. Lukaschek in Bonn eine aus den Universitätsprofessoren R. Laun(Hamburg), P. Rassow(Köln), H. Rothfels(Tübingen), Th. Schieder(Köln) und dem Archivrat A. Distelkamp bestehende Kommission gebildet. Ihre Aufgabe sollte es sein, das entsetzliche Schicksal, das Millionen Menschen in Östdeutschland seit 1944 erdulden mußten, mit wissenschaftlicher Genauigkeit zu untersuchen. — Nach jahrelanger Arbeit liegt nun unter dem Titel„Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Gebieten östlich der Oder und Neiße“ ein erster Teil ihres Werkes vor. Ein einleitender Bericht befaßt sich in wissenschaftlicher Sachlichkeit mit dem Schicksal jeder einzelnen der deutschen Ostprovinzen. Er beginnt mit dem Tage des Jahres 1944, an dem zum ersten Male russische Panzer auf deutschem Boden rollAuf dem Hohenzollernschloß: ten und endet mit dem Jahr 1951, an dem Tage, an dem die systematische Austreibung der deutschen Bevölkerung abgeschlossen war. Wir erfahren von der beginnenden Evakuierung aus den bedrohten Gebieten. Nahezu zehn Millionen MenFalk demonstriert Einbruch Wie ein Wiesel durch die Gitter— Die Tabatieren Friedrichs des Großen gefunden Stuttgari.— Die sechs Tabatieren Friedrichs des Großen und der Marschallstab Kaiser Wilhelms II., die bei dem Juwelendiebstahl im Juli vergangenen Jahres auf der Hohenzollernburg gestohlen worden waren, sind auf Grund eines Geständnisses des verhafteten Paul Falk am Mittwoch in einem Versteck wiedergefunden worden. Auf der Fahrt zur Burg Hohenzollern zeigte am Donnerstag der Juwelendieb Falk den Kriminalbeamten im Walde das Vefsteck, in dem er den Marschallstab Kaiser Wilhelms II. eingegraben hatte. Falk hatte aus dem Stab jedoch die meisten Rubine und Brillanten ausgebrochen und die mit einem silbernen„W“ geschmückten Knäufe abgeschraubt, wodurch dieses Glanzstück des Zollernmuseums nahezu wertlos geworden ist. Die ausgebrochenen Edelsteine befanden sich allerdings in den wiedergefundenen sechs Tabatieren. Im Burghof ließ sich die Kriminalpolizei von Falk zeigen, wie er seinerzeit durch das Eisengitter gekommen war. Bisher war die Polizei der Ansicht, daß Falk unbedingt Komplicen gehabt haben müsse, da er bei seinem Umfang kaum durch die Öffnung habe durchkommen können. Falk bewies jetzt jedoch, daß er wie ein Wiesel durch das Gitter in die Schatzkammer gelangte. Auf der Burg traf Falk auch den Pächter des Verkaufsstandes am Parkplatz, der ihm eineinhalb Jahre lang ahnungslos wertvolle Informationen über die Lage der Museumsräume geliefert hatte. Der Vermögensverwalter des Hauses Brandenburg-Preußen, Graf Hardenberg. drückte sein Bedauern über die Beschädigungen an den wiedergefundenen Kleinodien aus, die damit ihren Erinnerungswert größtenteils eingebüßt hätten. Entgegen den Ansichten anderer Sachverständiger glaubt allerdings der Landeskonservator von Hohenzollern, Walter Genzmer, daß die Tabatieren Friedrichs des Großen von geschickten Juwelieren wieder in ihren alten Zustand versetzt werden könnten. einem verfallenen Grab eine Bronzeplatte gestohlen. Der Diebstahl wurde sofort entdeckt, und die Platte kam aufs Grab zurück. Wegen ihres pietätlosen Verhaltens verurteilte das Gericht die Angeklagten außerdem zu je einem Monat Gefängnis mit zweijähriger Bewährungsfrist. Philatelistentag in Soest Bonn.— Der diesjährige Landesverbandstag der Philatelisten NordrheinWestfalens findet vom 23. bis 29. April in Soest statt. Aus Anlaß der Tagung wird ein Sonderstempel herausgegeben und für die Dauer der Ausstellungszeit ein Sonderpostamt eingerichtet. 180 000 Bäumchen von Volksschülern gepflanzt Bielerelu.— Die 35 Schulkinder der Volksschule in Niehorst im Landkreis Bielefeld haben in den letzten drei Jahren über 180 000 Kiefern, Lärchen und Eschen gepflanzt. Die Kinder hatten im Frühjahr 1951 beschlossen, sich tatkräftig an der Wiederaufforstung ihrer Heimatgemeinde zu betelligen. schen machen sich auf den Weg. Nur etwa die Hälfte davon entkommt, ehe das Unheil hereinbricht. Viele bleiben in der Heimat zurück oder verlangsamen absichtlich die Flucht. Sie geben sich dem trügerischen Gedanken hin, daß sie nach der Überrollung durch die Rote Armee wieder in ihre Heimat zurückkehren können, daß das Leben auch unter sowjetischer Besatzung weitergehe. Tausende büßen diesen Irrtum mit dem Tode. Tausende werden von den russischen Soldaten erschossen, zu Tode gequält. Tausende geben sich selbst den Tod. Aber das ist erst der Auftakt der furchtbaren Tragödie. Der Leidensweg ist noch lange nicht zu Ende. Auf Grund des Abkommens von Potsdam hatte die Sowjetunion das Recht erhalten, beliebig viele Deutsche zum Wiederaufbau ihrer zerstörten Städte und Dörfer nach Rußland zu schicken. In nüchternen Zahlen ergeben diese Geschehnisse eine Bilanz systematischer Menschenvernichtung. Im Jahre 1939 betrug der Bevölkerungsstand in den deutschen Östgebieten 10 087 000 Einwohner. Davon wohnen heute 7 085 000 in West- und Mitteldeutschland. Rund 835 000 Deutsche blieben in den verlorenen Provinzen zurück. 2 167 000 Menschen wurden das Opfer dieser deutschen Tragödie. Den höchsten Blutzoll mußten die Deutschen in den ehemals polnischen Gebieten in Westpreußen, im Wartheland und im Generalgouvernement zahlen. Von ihnen lebt heute kaum noch die Hälfte. „photokina" Der Fotofeldstecher Eine norddeutsche Firma zeigt auf der photokina eine Kombination zwischen Feldstecher und Kamera. Der Feldstecher ist ein Prismenglas mit achtfacher Vergrößerung, zwischen dessen beiden Schenkeln eine Kleinstbildkamera mit Teleobjektiv eingebaut ist Die Kamera arbeitet mit 16-mm-Film(nutzbares Bildformat 10X14 mm), hat einen Schlitzverschluß mit Zeiten zwischen 1/0 und 1 Sekunde und eine Objektiv-Lichtstärke von 1:3,5 bel 90 mm Brennweite. Man kann mit dieser Kombination gleichzeitig entfernte Dinge durch das Glas beobachten und sie mit einfachem Fingerdruck auf den Auslöser im gleichen Ausschnitt aufnehmen. Nach Durchbrechen der Schallmauer Es geht ums Haart Jeder zweite Mann ist rückständig ..jedenfalls bei der Haarwäsche. Er glaubt vielleicht, ein modernes Shampoo sei nur etwas für die Frauen und bleibt beim guten alten Seifenstück. Seife ist unentbehrlich für die Haut; das Haar aber kann sie nicht rückstandslos reinigen. Die Wissenschaft weiß seit Jahrzehnten, daß sich bei der Kopfwäsche mit Seife Seifenkalk bildet, ein stumpfer, grauer Belag, der das Haar bis an die Kopfhaut überzieht. Wer auf schönes, gesundes Haar Wert legt, wäscht es mit einem modernen Haarwaschmittel, zum Beispiel mit Schauma von Schwarzkopf. Der üppige Schauma-Schaum entwickelt keinen Seifenkalk. Ihr Haar wird völlig sauber, die Kopfhaut atmet frei. Schaumu, das bequeme, sparsame, seifenfreie Tuben-Schaumpon gibt es in jedem Fachgeschäft. Die kleine Tube(ab 35 Pfg.) reicht bei Männern für zwei Wäschen. Flugzeuge im Schneckentempo Dr. Ing. Lachmann(England) vor NRW-Arbeitsgemeinschaft für Forschung et rrei. 9 Auf einer Baustelle bei Erlangen Zwei Tote bei Schachteinsturz Mehrstündige mühevolle Rettungsarbeiten waren vergeblich Erlangen— Auf einer Baustelle an der Bundesstraße 4 stürzte plötzlich die Seitenwand eines Kanalisationsschachtes ein und begrub zwei Arbeiter unter sich. Arbeitskameraden, Feuerwehrmänner und Helfer des DRK setzten sofort mit Rettungsarbeiten ein, die sich infolge nachstürzender Erdmassen sehr schwierig gestalteten. Erst nach Stunden, nachdem die Seitenwände des Schachtes abgestützt waren, gelang es, die Verunglückten frei zu schaufeln. Sie waren inzwischen gestorben. Vierzehnjähriger Junge tot im Hühnerstall Bielerein.— In Sundern bei Herford wurde am Mittwoch der 14 Jahre alte Horst O. im Hühnerstall tot aufgefunden. Die Leiche zeigte äußerlich keine Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ordnete die Obduktion der Leiche an. Es wird vermutet, daß der Tod durch elektrischen Strom eingetreten ist. Durch den Hühnerstall führt eine schadhafte elektrische Leitung. Friedhofsdiebe müssen Gräber pflegen Köln.— Ein Jahr lang müssen ein 19und ein 20jähriger Kölner ein von der städtischen Friedhofsverwaltung zu bestimmendes Grab pflegen. Dies verfügte am Donnerstag das Kölner Jugendschöffengericht. Die beiden hatten im Dezember vorigen Jahres auf einem Friedhof von Britischer Bergingenieur verunglückte auf Ruhr-Zeche Herne— Auf einer Studienfahrt durch das Ruhrgebiet verunglückte am Mittwoch der britische Ingenieur Lishman auf der Schachtanlage Shamrock I/II in Herne tödlich. Obersteiger Puhl von der Zeche Shamrock wurde bei dem gleichen Unfall schwer verletzt. Lishman gehörte einer vierköpfigen Studienkommission des National Coal Board in London an, die seit einiger Zeit das Ruhrgebiet bereist, um die Mechanisierung im Ruhrbergbau kennenzulernen. Am Mittwoch fuhren die Mitglieder der Kommission auf„Shamrock I/II“ ein und besichtigten die dort kürzlich in Betrieb genommenen Großraumförderwagen. Als sie um die Mittagszeit in etwa 700 Meter Tiefe das dritte Revier erreicht hatten, kippte plötzlich einer der mit Bergversatz beladenen Großraumwagen aus bisher ungeklärter Ursache um und begrub Lishman und den Obersteiger unter sich. Selbstmord bei der Festnahme Derschlag.— Auf der Polizeistation Derschlag im Bergischen Land brach Donnerstag früh der 24jährige Karl Heinz Köster kurz nach seiner Festnahme tot zusammen. Der junge Mann, der wegen verschiedener Delikte verhört werden sollte, hatte kurz vorher ein Pflanzenschutzmittel zu sich genommen. Köster war verschiedenen polizeilichen Vorladungen nicht gefolgt. Als jetzt zwei Polizeibeamte in seiner Wohnung erschienen, nahm er unbemerkt E 605 ein. Schon auf dem Weg zur Polizeistation begann Köster zu taumeln. Als er vernommen werden sollte, brach er zusammen und starb unter entsetzlichen Krämpfen. „Achtung, sie haben Waffen!“ Düsseldori— Die Flugzeugkonstrukteure wenden den niedrigeren Flugzeuggeschwindigkeiten größte Aufmerksamkeit zu, wurde auf einer Sitzung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes NordrheinWestfalen am Mittwoch in Düsseldorf erklärt. Hierzu kämen Trägerflugzeuge mit geringer Landegeschwindigkeit und die Hubschrauber in Frage. Dr. Ing. G. V. Lachmann(Teddington/England) beschrieb den in der Fachpresse behandelten neuesten Plan einer Verbindung von Propellerflugzeug und Hubschrauber. Diese Flugzeuge der Zukunft würden senkrecht niedergehen und dann in die Waagerechte gebracht werden. Allerdings seien viele technische Einzelheiten bei diesem Typ noch ungeklärt. Diese Maschinen seien für mittlere Strecken von 200 bis 700 Kilometer bestimmt, während für die langen Strecken das Trägerflugzeug mit Propellerturbine oder Strahlantrieb die wirtschaftlichste Lösung sei. Lachmann wies darauf hin, daß das wirklich Neue schon heute vorhanden sei, der Öffentlichkeit aber erst in fünf Jahren bekannt werde, weil die Baumuster diese Zeit brauchten, bis sie fertig seien. Die Forschung müsse also der Entwicklung Zeit lassen und daher„mit technischer Vision“ weit voraus sein. Über die Gasturbine und den Keilflügel (deutsche Erfindungen) und das Überschallflugzeug sei sich die flugtechnische Wissenschaft schon 1900 klar gewesen, ihre Entwicklung sei immer noch nicht abgeschlossen. In den kommenden Jahren werde ferner angestrebt, der Brandgefahr im Flugzeug entgegenzutreten und die schnelle„Ermüdung“ des Metalls bei hoher Geschwindigkeit zu beseitigen. Beim englischen„Comet“ trete die Ermüdung schon nach 3500 Flugstunden ein. Allerdings sieht Lachmann den Wert des Überschallflugzeugs nur auf militärischem Gebiet, so daß das Militärflugzeug kaum mehr als Schrittmacher der Reise- und Transportmaschine angesehen werden könne. Die Forschung müsse hier künftig getrennte Wege gehen. 600 Schulentlassene in einem Werk Leverkusen. Die Bayer-Farbenfabriken Leverkusen haben in diesem Jahr 600 Schulentlassene aufgenommen: gewerbliche und kaufmännische Lehrlinge sowie junge Hilfsarbeiter. Die Zahl ist besonders groß, weil das Werk sich bemüht hat, die in diesem Jahr gegebene Notsituation der Schulentlassenen von sich aus zu mildern. Im vergangenen Jahr betrug die Zahl der Neuaufgenommenen nur 444. Unter den Lehrlingen sind wiederum 20 Jungen aus Berlin, die das Werk zwei Jahre lang ausbilden wird, wobei die Kosten für Unterkunft und Verpflegung vom Werk übernommen werden. Für die Unterbringung der Berliner Lehrlinge haben sich zahlreiche Familien in Leverkusen und Umgebung gemeldet. Mn melett = Curopäisches Omelett soll bei einem Essen =serviert werden, das anläßlich einer Gross= kundgebung der Europaunion am 28. Mai in = Bocholt vorgesehen ist. Bei der Kundgebung = wird der Holländer Alfred Mozer sprechen. = Für das Omelett sollen Zutaten aus den ver= schiedenen europäischen Ländern genommen = werden. Aulaß zu diesem Essen ist eine frühere = Rede Mozers, in der er sagte, jeder wolle gern = das europäische Omelett essen, niemand aber = ein eigenes El zerschlagen... Tolles Gangsterstück an der Grenze Gendarm wurde entwaffnet und gezwungen, zwei Verbrecher illegal nach Deutschland zu brin gen Flensburz— Ein tolldreistes Gangsterstück verübten zwei junge Dänen am hellichten Tag auf der dänischen Seite der Flensburger Förde. Sie entwoffneten einen Grenzgendarmen und zwangen ihn, sie mit ihrem Auto über die Grenze zu bringen. Gerichtsverfahren wegen gehen. Diebstahls entDeutsche unter US-Stahlhelmen Deutsche Wachmannschaften der amerikanischen Militärbehörden in Stärke von zwei Kompanlen nahmen zusammen mit Abordnungen aller britischen Einheiten an einer Parade teil, die die amerikanischen Besatzungstruppen in Westberlin für den scheidenden Kommandeur Brigadegeneral Charles F. Graig abhielten. Mit Stahlhelm, geschulterten Karabinern und aufgepflanzten Seitengewehren unterschieden sich diese Einheiten der deutschen Wachmannschaft äußerlich kaum von regulären US-Truppen(unser Bild). Grenzgendarm Svend Jensen, der in Höruphaff auf Wache stand, dachte an nichts Böses, als plötzlich ein Auto dicht an ihn heranfuhr, dem zwei junge Männer entstiegen. Erst als er in die Läufe von zwei Pistolen blickte und aufgefordert wurde, seine Waffe sofort abzugeben und in den Wagen zu steigen, erkannte er, daß es sich nicht um Reisende handelte, die ihn um eine Auskunft bitten wollten. Er machte gute Miene zum bösen Spiel und stieg ein. Während der Fahrt erklärten die beiden Burschen, daß der Gendarm sie an eine unbewachte Stelle der Grenze bringen sollte, damit sie illegal nach Deutschland verschwinden könnten. Jensen überlegte und unterbreitete den beiden Burschen einen Plan, auf den diese sofort eingingen.„Wir werden zum Grenzübergang nach Krusau fahren, und dort werde ich erklären, daß Ihr aus Dänemark ausgewiesen worden seid. Dann könnt Ihr ohne Beanstandung die Grenze passieren.“ Einer der Burschen vorneweg, der Gendarm in der Mitte, und hinter ihm der zweite Gangster, die in der Jackentasche verborgene Pistole schußbereit auf den Gendarm gerichtet, so betrat das Dreigespann das dänische Zollamt in Krusau, wo man wegen des merkwürdigen Aufzuges bereits Verdacht schöpfte. Ruhig erklärte Jensen den Zollbeamten, daß die beiden Männer ausgewiesen worden seien. Dann aber sprang er mit einem gewaltigen Satz durch die Tür.„Achtung! Sie haben Waffen!“ rief er noch. Dann fiel die Tür ins Schloß. Im Nu hatten die Zollbeamten ihre Pistolen gezogen, ebenso aber auch die beiden Burschen, die drohten, bei der geringsten Bewegung zu schießen. Als aber einer der Beamten plötzlich auf einen der Gangster zusprang und ihm die Pistole entriß. kapitulierten die beiden. Bei der Vernehmung durch die Polizei stellte es sich heraus, daß es sich um den 19jährigen Preben Baden und den 17jährigen Leif Hansen, beide aus Vejle, handelte, die bereits vorbestraft sind. Es wurde ferner ermittelt, daß sie den Wagen in Horsens und die Pistolen samt Munition bei einem Waffenhändler in Ripen gestohlen hatten. Durch die Flucht nach Deutschland wollten sie der VerbüBung einer Reststrafe und einem nauen Düsenjäger bei Köln abgestürzt Köln.— In einem Wald östlich von Köln stürzte am Donnerstagvormittag ein Militärflugzeug unbekannter Nationalität ab. Der Pilot wurde tot neben den Trümmern aufgefunden. Die deutsche Polizei nimmt an, daß es ein britischer Düsenjäger ist. Unmittelbar nach dem Absturz wurde die Unfallstelle von belgischen Truppen abgesperrt, die gerade in diesem Gebiet Manôver veranstalteten. Später kam britische Militärpolizei dazu. „Intelligenzalter eines Elfjährigen“ Schwachsinniger am Steuer Vom Gericht den Führerschein auf Lebenszeit entzogen Mülheim(Ruhr).— Wegen hochgradigen Schwachsinns wurde dem 26 Jahre alten Berufsfahrer Rudolf F. aus Mülheim am Mittwoch vom Mülheimer Schöffengericht der Führerschein auf Lebenszeit entzogen. Der gerichtsmedizinische Sachverständige erklärte, daß F., der jahrelang einen Lastzug über Deutschlands Straßen gesteuert hat, das„Intelligenzalter eines elfjährigen Kindes“ habe. Dem Arbeitgeber des Angeklagten warf der Staatsanwalt Verantwortungslosigkeit vor. Er hätte erkennen müssen, daß der Mann schwachsinnig war und ihn nicht auf einen Lastzug setzen dürfen. In dem zur Verhandlung stehenden Fall, der die Untersuchung auf seinen Geisteszustand ausgelöst hatte, wurde der Angeklagte allerdings freigesprochen. Während der von ihm gesteuerte Lastzug wegen einer Panne hielt, war ein anderer Lkw mit hoher Geschwindigkeit auf ihn gefahren, wobei der Fahrer getötet und der Beifahrer sowie ein weiterer Mitfahrer schwer verletzt wurden. Das Gericht hielt den getöteten Lastfahrer für allein schuldig. Am gleichen Tage jedoch stand F. in einer anderen Sache wegen Trunkenheit am Steuer vor dem gleichen Gericht und wurde zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Autoräuber verhaftet Duisburg.— In Rheinhausen wurden zwei 16 bzw. 20 Jahre alte Burschen aus Frankfurt festgenommen, die mit einem in München gestohlenen Pkw im ganzen Bundesgebiet umhergefahren waren und parkende Autos ausgeplündert hatten. Vor allem hatten sie es auf Reservereifen und Ersatzteile abgesehen. Allein in Duisburg stahlen sie innerhalb von vier Tagen zehn Reservereifen. Österreich mit WM-System Fußball-Länderkampf gegen Ungarn Wien. Die mit Spannung erwartete Fußballkraftprobe zwischen Österreich und Ungarn am Sonntag im Wiener Praterstadion wird in beiden Ländern lebhaft diskutiert. Österreich nahm Zeman ins Tor, und der Abwehrblock der erstmals nach dem WM-System spielenden Elf ist mit Stolz-Happel besetzt. Als Aufbauläufer stehen Hanappi, Ocwirk und Gießer fest. Der Vienna-Mittelläufer Koller wurde nicht als Mittelläufer, sondern als halblinker Stürmer aufgestellt. Das Rennen um die Stürmerposten wurde zugunsten von Halla, Wagner, Dienst(Rapid-Mittelstürmer) sowie Koller und Schleger entschieden. Ungarns Trainer Sebes griff überraschend auf Lorant von der„Wembley-Elf“ auf dem linken Verteidigerposten zurück. Ursprünglich sollte Karpati für Lorant einspringen. Lorant wurde im Winter suspendiert, um ihn zu einem sportlicheren Lebenswandel zu zwingen. Im wesentlichen stützte sich Sebes auf Spieler der Elf, die in Wembley im Vorjahr gegen England so erfolgreich abschnitt. Die Mannschaften: Österreich: Zeman; Stolz, Happel; Hanappi, Ocwirk, Gießer; Halla, Wagner, Dienst, Koller, Schleger. Ungarn: Grosics; Buzanszki, Lorant; Lantos, Bozsik, Zakarias; Budai II, Kocsis, Hidegkuti, Puskas, Czibor. Euteneuer wieder dabei Westfälische Gerätemeisterschaften Warstein. Der Westfälische Turnerbund ermittelt am Sonntag in der Sauerlandhalle in Warstein seine Meister im Geräteturnen. In der Meisterklasse ist nach langer Pause Kurt Euteneuer(Eichen) wieder dabei. Mit ihm erwarten wir Matthias Reis(Dortmund-Dorstfeld), Helmut Franke(Bielefeld), Friedhelm Irle(Klafeld) und Werner Wolzenburg(Fellinghausen) auf den ersten Plätzen. In der Klasse der Junioren nehmen 21 Turner teil. Der Siebenkampf der Turnerinnen ist mit 18 Wettkämpferinnen besetzt. Leichtathletik im Land der Stierkämpfe Stiefkind in Spanien— Mit den Augen eines deutschen Trainers Am 15. und 16. Mai tritt Deutschland in Madrid zum ersten Leichtathletik-Länderkampf der bevorstehenden Saison an. Da wir Spanien bisher noch nicht gegenüberstanden, ist in Deutschland kaum etwas über die spanische Leichtathletik bekannt. Einen guten Überblick gibt nun der Marburger Universitätssportlehrer Fritz Finkenauer, der seit einigen Wochen auf Einladung des spanischen Verbandes Trainer und Aktive schult. Trainer Karl Hohmann hat einen Zweijahresvertrag bei der TSG Vohwinkel 80 unterschrieben und löst damit Paul Janes ab. Madrid. Trotz aller Hindernisse sind die spanischen Leichtathleten mit großem Eifer am Werk, Pionierarbeit zu leisten. Es gibt Langstreckler, die zwölf Stunden arbeiten, jedoch bereits um 4 Uhr zum Training aufstehen. Der Großteil der Meister kommt aus dem Kreis der Studenten, da nur sie auf einer Bahn und einem einigermaßen guten Platz trainieren können. Madrid verfügt nur über eine 300-Meter-Bahn, die allerdings gut in Ordnung gehalten wird. In Barcelona ist die Situation etwas günstiger, dort geschieht auch mehr für die Leichtathletik. Fußball und Stierkämpfe Trumpf Aber auch in der katalanischen Metropole wird die Leichtathletik in die Rolle des Stiefkindes gedrängt. Das Publikum liebt vor allem Fußball und Stierkämpfe. aber auch alle übrigen Ballspiele, Boxen und Schwimmen. Nur an den Schulen und Hochschulen und bei wenigen Vereinen, die über keine oder nur schwache Mittel verfügen, wird Leichtathletik gepflegt. Es gibt nur vereinzelt gute Trainer, die natürlich nicht ausreichen, um einen Aufschwung einzuleiten. Aus dem Ausland hatte man noch den Italiener Mova eingeladen, der vor Jahren zu den Schülern des bekannten Trainers Comstock gehörte 25 Flaschen Sekt als Dank Großes Interesse für Bern— Fast nur Pariserinnen Eine Geste der Freundschaft zwischen den beiden Stuttgarter Oberligavereinen VfB und Kickers zeigten die Kickers, die dank des 2:0-Sieges des VfB Stuttgart über Waldhof Mannheim durch ein um acht Tausendstel besseres Torverhältnis vor Waldhof in der Süddeutschen Oberliga blieben. Eine Abordnung der Kickers fuhr zu Robert Schlienz' Sportgeschäft. Dort überreichte der Kapitän der Kickers dem VfB-Spielführer 15 Flaschen Sekt für die„freundschaftliche Unterstützung“. Schon am 20. März hatte der VfB-Trainer Georg Wurzer seine Freude über das 2:2 des 1. FC Nürnberg über den großen Konkurrenten Eintracht Frankfurt zum Ausdruck gebracht, daß er dem Club-Spielführer Morlock 10 Flaschen Sekt für den so wertvollen„Punktgewinn“ für den VfB stiftete. Die Tribünenplätze für das Weltmeisterschaftsspiel zwischen Deutschland und der Türkei am 17. Juni in Bern sind ausverkauft. Der Spielausschuß des Französischen Handballverbandes hat für das Länderspiel der Frauen gegen Deutschland am Sonntag in Cernay(Oberelsaß) 14 Spielerinnen nominiert. In diesem Aufgebot, das fast ausschließlich aus Pariserinnen besteht, befinden sich acht Spielerinnen aus der Mannschaft, die im November 1952 in Hagen 0:6 unterlag. Düsseldorf 09 siegte in der WasserballOberliga gegen Amateur Duisburg 5:4 (1:1). Das Spiel wird aber nur als Freundschaftstreffen gewertet, da der Schiedsrichter ausblieb. Sieben Nationen haben zum Internationalen Tischtennis-Jugendturnier in Metelen vom 19. bis 25. April gemeldet: Jugo slawien, Österreich, Frankreich, Holland, Belgien, Luxemburg und Deutschland. Der FSV Frankfurt erreichte im Fußball-Trainingsspiel gegen die Schweizer Nationalauswahl auf dem Hardturmplatz in Zürich vor 4500 Zuschauern ein 1:1(0:0). Deutschlands letztes Länderspiel vor der Fußballweltmeisterschaft am 24. April gegen die Schweiz in Basel bringen alle deutschen Rundfunksender von 15.50 bis 16.45 Uhr als Originalreportage. Auch vom FIFA-Jugendturnier sind eine Reihe von Sendungen vorgesehen. Die USA schlugen Haiti im letzten ausstehenden Ausscheidungsspiel zur Fußballweltmeisterschaft in Port au Prince mit 3:0, nachdem sie drei Tage zuvor bereits 3:2 gesiegt hatten. Die Spiele hatten keinen Einfluß mehr auf den Gruppensieg, den Mexiko mit 8:0 Punkten sicher hat. Die Sowjetunion will sich in diesem Jahre erstmalig auch an den internationalen Segel- und Fechtwettbewerben sowie an verschiedenen Tennisturnieren beteiligen. und jetzt in Valladolid beim Jugendverband tätig ist. Spanier sind sehr veranlagt Die spanischen Trainer sind sehr wißbegierig. Wo ich mit Athleten arbeite, erscheinen sie und machen sich unaufgefordert Notizen. Sie wollen sich auf den Trainer-Lehrgang vorbereiten, der für die letzten fünf Tage meines einmonatigen Aufenthaltes vorgesehen ist. Die Spanier bringen für die Leichtathletik viel Talent mit; sie sind hart, schnell, ausdauernd und temperamentvoll, Eigenschaften, die sie eigentlich zur Leichtathletik treiben sollten. Aber es fehlt an Geld und an der fachlichen Schulung, wie wir sie in Deutschland kennen. Die DLV-Filme wurden mit großer Begeisterung aufgenommen. Man will sie immer wieder sehen, um von großen Athleten zu lernen. Deutschlands Elite soll kommen Den Länderkampf mit Deutschland will man zu einem besonderen Fest für die Leichtathletik gestalten. Man hofft auf eine gute Werbewirkung, da Deutschland hier wie kein anderes Land beliebt ist. Die führenden Männer des spanischen Verbandes erwarten eine möglichst starke Mannschaft. Bezeichnend ist eine Außerung des Generalsekretärs:„Es ist uns gleich, wenn der deutsche Stabhochspringer erst bei einer Höhe beginnt, wo unsere Athleten schon aufhören. Hauptsache bleibt für uns, wir sehen viele gute Leichtathleten aus Deutschland.“ glücklich 1:0(1:0) siegten, hatten in der Krefelderin Mandel den Torschützen. Rocky Marciano und Ezzard Charles unterzeichneten die Verträge für ihren Kampf um die Schwergewichts-Weltmeisterschaft, der für den 17. Juni im New Yorker YankeeStadion vorgesehen ist. Trabrennen in Recklinghausen Recklinghausen. Der zweite April-Renntag steht im Zeichen der Pferde, die ihre Generalprobe für den„Westfalen-Preis“ absolvieren(ein 5000-DM-Rennen, das am Ostermontag die deutsche Zuchtrennsaison 1954 einleitet). Aus Hamburg wurden neun Pferde genannt, unter denen sich ebenfalls zwei Anwärter für das erste Zuchtrennen befinden, nämlich der von H. v. Borstel trainierte Egmont und der von H. Heitmann jr. gefahrene Landor. Ersterer unterwirft sich gleich einer schweren Prüfung, denn er trifft im Hauptrennen des Tages, dem„Leo-WattsRennen“, auf 10 Gegner, von denen einige zur absoluten westdeutschen Spitzenklasse zählen. Egmont bringt aber so großartige Empfehlungen mit, daß man an seinen Sieg glauben kann. Voraussagen: 1. R.: Csardasfürstin, Courante, Intendant, Maximilian. 2. R.: Pfingstmorgen, Burgvoigt, Midas, Theodora. 3. R.: Östermaid, Lindgraf, Seebär, Orkan. 4. R.: Normus, La Grande. Friesland jr., Sternlicht. 5. R.: Egmont, Oehmes, Astor Watts, Dachsel. 6. R.: Grunewald, Indian, Gertrudis, Landser. 7. R.: Dyamant, Optimist, Landor, Efendi. 8. R.: Luberto, Maibracht, Epilonus, Quarante. 9. R.: Glindfeld, Nachfolger, Graf Don, Kulen. Europameister Hairabédian Der Europameister im Halbschwergewichtsboxen, Jaques Hairabédian, traf auf dem Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel ein. Er hinterließ bei den Boxexperten und Pressevertretern einen ausgezeichneten Eindruck. Hairabédian ist etwa einen Kopf kleiner als der Berliner Herausforderer Gerhard Hecht, der am Freitagabend in der Hamburger ErnstMerck-Halle gegen den Europameister antreten wird. Unser Bild zeigt Hairabédian (rechts) und Austin Jones(Mitte) nach ihrer Ankunft in Fuhlsbüttel. In wenigen Zeilen Das schottische Fußball-Pokalfinale erreichte Celtic Glasgow vor 90 000 Zuschauern im Glasgower Hampden-Park mit einem 3:1 im Wiederholungsspiel gegen Motherwell. Der Endspielgegner wird am Samstag an gleicher Stätte zwischen Aberdeen- und Rangess Glasgow ermittelt. Die deutschen Rollsport-Meisterschaften werden wie folgt abgewickelt: 7./8. August Jugend und Tanzen in Schweinfurt, 28./29. August Schnellaufen in Westdeutschland, 4./5. November Rollhockey in Walsum, 11./12. November Einzel- und Paarlaufen in Berlin. Eine englische Fußball-Auswahlmannschaft, in der hauptsächlich Spieler der ersten Division stehen werden, wird fünf Spiele in Deutschland austragen. Die Engländer spielen am 12. Mai in Düsseldorf gegen eine deutsche B-Mannschaft. Am 15. Mai ist in Braunschweig eine Niedersachsenauswahl Gegner der englischen Profis, die außerdem am 22. Mai gegen Preußen Münster, am 27. Mai gegen Hannover 96 und am 29. Mai gegen Borussia Dortmund antreten Die deutschen Tischtennisdamen kamen in London mit 3:1 über Irland zu ihrem dritten Erfolg. Der westdeutsche Hockey-Nachwuchs kam in Bremen zu zwei Siegen. Die Junioren gewannen durch zwei Treffer des Mülheimers Böhmenburg und ein Eigentor des Bremers Platte 3:0(1:0). Die Juniorinnen, die etwas Hecht will Hairabedians Krone Europameisterschaft im Halbschwergewicht heute in Hamburg Hamburg. Zum erstenmal seit Januar 1943, als Jupp Besselmann seinen Mittelgewichts-Titel mit einem Punktsieg über den Holländer Luc van Dam verteidigte, ist Hamburg wieder Schauplatz einer Europameisterschaft, wenn der Armenier Jacques Hairabedian seine Halbschwergewichtskrone gegen Gerhard Hecht aufs Spiel setzt. Die auf 7778 Plätze erweiterte Ernst-Merck-Halle wird am Freitag ausverkauft sein, und bei einer derart starken Unterstützung durch sein Publikum erscheint es durchaus nicht unmöglich, daß Hecht nach Schmeling, Pistulla, Heuser und Rux der fünfte deutsche Europameister im Halbschwergewicht wird. Wäre dieser Kampf durch die unklare Politik der Europäischen Box-Union nicht um einige Monate hinausgezögert worden, so könnte man Gerhard Hecht als den klaren Favoriten bezeichnen. Der Berliner sah Hairabédian, als er in Rom gegen Tontini den Titel gewann. Vorher hatte Hecht Tontini ausgeknockt, ohne dadurch früher zu seiner Chance zu kommen. Inzwischen aber verlor auch der Deutsche gegen den britischen Schwergewichtler Johnny Williams durch K.o., und sein Hannoveraner Aufbaukampf war trotz des klaren Sieges über Balzer nicht gerade überzeugend. Unter diesen Voraussetzungen stehen die Chancen in Hamburg pari. Gelingt es Hecht, den französischen Tempo-Boxer auf Distanz zu halten und seine Rechte so wirkungsvoll einzusetzen, wie bei seinen großen Kämpfen mit Hoepner und Sys, dann wird er gewinnen. Im Falle einer Niederlage aber wäre er„ärmer“ als zuvor, nachdem er seinen deutschen Titel wegen der Terminschwierigkeiten kampflos ablegte. Schlager des 36 Runden umfassenden Rahmenprogramms ist neben der SchwergewichtsRevanche Nürnberg gegen Seelisch die deutsche Weltergewichts-Meisterschaft. Doppelmeister Werner Handke wird Mühe haben, nach seiner Niederlage gegen Höhmann den Ansturm des noch ungeschlagenen Frankfurters Zetzmann abzuwehren. Daneben interessieren noch die Kämpfe der beiden Berliner Halbschwergewichtstalente, Besmanoff gegen den farbigen Amerikaner Austen Jones und Niche gegen Junkuhn (Düsseldorf). Die Mannschaft des FC Schalke 04 begab sich am Donnerstag mit Trainer Fritz Szepan wie in der vergangenen Woche wieder geschlossen in die Sportschule Kaiserau, um dort die letzten Vorbereitungen für das Spiel gegen Rotweiß Essen zu treffen. Sieger des 31. Pariser Sechstagerennens wurden die Franzosen Godeau/Senfftleben mit 1032 Punkten vor den rundengleichen Mannschaften Gillen/Terruzzi, Carrara/Forlini und Roth/Bucher. Die Holländer Schulte/ Peters, die Sieger von Antwerpen und Berlin, hatten am letzten Tag aufgegeben. Der Deutsche Fußballbund hat den früheren Vertragsspieler Werner Kisker, der von einem ordentlichen Gericht wegen verschiedener Betrügereien verurteilt wurde, auf Lebenszeit ausgeschlossen. Ernst Willimoski, der 38 Jahre alte frühere Nationalspieler und„Spielmacher“ des VfR Kaiserslautern, will sich mit Abschluß der Fußballsaison endgültig vom aktiven Sport zurückziehen. WIRVSCHAFT UND ARBEIT Der feste Kern der Arbeitslosigkeit Die Wirtschaft kann nicht ohne Lösung des Flüchtlingsproblems helfen Im vergangenen Monat hat es in der Arbeitslosenzahl einen heftigen Ruck nach unten gegeben, und zwar um 614 000 auf jetzt 1,4 Millionen. Das ist der höchste Rückgang, den es jemals seit Kriegsende in einem Monat gegeben hat. Jetzt liegt die Arbeitslosigkeit nur um etwa 40 000 über der Vergleichszahl des letzten Jahres. Trotzdem ist diese Zahl, wenn man sie mit anderen Ländern vergleicht, verhältnismäßig hoch. Die USA beispielsweise haben bei etwa viermal so viel Beschäftigten als die Bundesrepublik in normalen Zeiten nicht wesentlich mehr Arbeitslose. Aber in Deutschland Eine Milliarde DM der Bausparer ging im Jahre 1953 bei den achtzehn privaten und dreizehn öffentlichen Bausparkassen der Bundesrepublik als Spar- und Tilgungsleistung ein. Diese Summe ist doppelt so hoch wie jene des Jahres 1950 und um sechzig Prozent höher als Im Vorjahre. Zusammen mit fast einer ViertelMillion neuon Bausparverträgen, die über eine Sparsumme von 2,3 Milliarden DM lauten, hat das Rechnungsjahr 1953 einen wahren Rekord im Bausparen gebracht. spielt sehr wesentlich das Flüchtlingsproblem mit herein, denn natürlich ist es nicht so einfach, diesen großen Zustrom an Arbeitskräften laufend unterzubringen. Man bedenke nur, wie sehr die USA jede Einwanderung einschränken. So darf man nicht übersehen, daß bei uns unentwegt die Zahl der Beschäftigten gestiegen ist, so noch im letzten Jahr von 15 auf 15.6 Millionen, nachdem im September ein Höchststand von 16 Millionen erreicht worden war. Trotzdem ist es wichtig, zu wissen, welcher Art die Arbeitslosigkeit ist, inwieweit vielleicht in diesen Zahlen Dauerarbeitslose enthalten sind. Um sich einen Überblick zu verschaffen, hat die Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung neuartige Untersuchungsmethoden angewandt. Ende Januar mußten die Arbeitsämter ihren Bestand an Arbeitslosen in fünf Hauptgruppen einteilen. Dabei kam man zu dem Ergebnis, daß zu dieser Zeit unter den zwei Millionen Arbeitslosen 48,3 v. H. ausgesprochene Saisonarbeitslose waren; weitere 29 v. H. werden als strukturelle Arbeitslose bezeichnet; 10,1 v. H. als sogenannte(nicht arbeitsverwendbare) Restarbeitslose; 7,9 v. H. als fuktuationsgbedingte Arbeitslose und 4.7 v. H. als konjunkturell Arbeitslose. Der niedrige Bestand an konjunkturell Arbeitslosen, und zwar 92 705, widerspricht vorläufig allen Befürchtungen, die westdeutsche Wirtschaft befinde sich in einer Zeit der Krise. Noch im Jahre 1952 waren 150 000 konjunkturell Arbeitslose registriert worden. Zwar ist diese Erkenntnis kein Grund, die Dinge auf die leichte Schulter zu nehmen. Man fühlt sich nicht ganz behaglich, wenn das menschliche Problem der Arbeitslosigkeit statistisch aufgelöst wird. Doch wahr ist, daß bei uns die Voraussetzungen anderer Art sind als in den übrigen Ländern. Das erklärt immerhin manches, gibt uns allerdings auf der anderen Selte auch mehr Aufgaben und Pflichten auf. In der Vergangenheit ist sehr viel geschehen, wie die steigende Zahl der Beschäftigten zeigt, aber jetzt stößt man auf den schwer zu überwältigenden Kern. Rheinrohr-Tochter in Kanada produziert noch in diesem Jahr Düsseldori— Die kanadische Tochtergesellschaft der Rheinischen Röhrenwerke, die„Canadian Western Pipe Mills Ltd.", Vancouver, wird Ende dieses Jahres die Röhrenproduktion nach dem elektrischen Widerstandsschweißverfahren aus Bandstahl aufnehmen. Rheinisch-Westfälische Börse Düsseldorf, 8. April Tendenz: Behauptet bei kleinem Geschäft. Industrie-Aktien Karstadt 149 G Accu-Hagen 159 bz Kaufhof 146 bz G AEG 129¼ bz Krefft 47 bz G Allg. Hoch-& Ing. 101 GMannesmann 112 bz Badische Anilin 138½ bzMülheimer Berg 97 bz G Balcke Maschinen 132 bzRh. Braunkohle 149 bz G Bergb. Ew. Ludw. 97 bzRheinstahl 168 bz BMW 78 bz RWE 140 bz Bemberg 73G Rheinmetall— Beton-& Monier 115½ GRheinpreußen 118½ bz Br Boswau& Knauer 98 GRheinstahl-Union 127 bz Buderus 150 bz Salzdetfurth 140 bz Burbach 118½ G Schering— Busch Jaeger 189 bz Schieß 128 bz Cassella 172 bz Conti-Gummi 75 Br Consolidation 105 bz Daimler 134 G Demag 161 bz Schwabenbräu 119 G Siemens Stämme 144 bz Siemens Vorzüge 142 bz Stamag 111½ bz Ver. Dt. Nickel 129½ bz G Dt. Conti Gas 143½ bz Ver. Rumpus 84¼ G Dt. Erdöl 115½ bz Ver. Stahlwerke 225 bz Didier 144 G Wasser-Gelsenk. 133½ G Dtm. Akt. Br 150 bz G Wintershall 136¾ G Dortm. Ritter Br. 182 bzZellwald 106½ bz Dortm. Union 159½ bz G Dynamit Nobel 141 G Comm Essener Steinkohle 94 bz Semmerzbank 6 Farbenf. Bayer 1401/ 5zBanky, Westd. 138 bz G Bank-Aktien I. G. Farb. Liqui 29 Leutsche Bank 10 ba 179r Rh.-W. Bank 139½ bz G Feldmühle 179 bz Felten 118¼ bz Goldschmidt 99½ G Harpener 95½ G Hindrichs Auff. 45 G Hochtief 101 bz Dresdner Bank 10 bzG Rh.-Ruhr-Bank 138½ bzG Freiverkehr Chemie-Fas. Inh. 691—71 Eisenhütten Köln 107-110 Hoechster Farben 138 bzGutehoffngsh. 2571/-265½ Hoesch 225½ bz Phrix-Inh. 41—45 Kabel Rheydt 160 bz Rhein. Kunstseide 58—60 Kali-Chemie 150 Br Schulth. Stämme 21½ Br Übermittelt vom Bankverein Westdeutschland. Sind Erholungsbeihilfen steuerfrei? Ein unhaltbares Urteil des Bundesfinanzhofes— Soziale Wohltat ohne Anerkennung (KOM) Wie schwer es den Unternehmern mitunter von seiten der Steuer gemacht wird, ihren Belegschaftsmitgliedern zusätzliche soziale Leistungen zu gewähren, zeigt folgendes Urteil des Bundesfinanzhofes. Eine Asbestfabrik hatte, um die in solchen Betrieben auftretende Berufskrankheit Asbestose zzu bekämpfen, ihren Arbeitnehmern eine zehntägige Erholung in einer waldreichen Gegend ermöglicht, indem die Firma an das Fremdenheim 52 DM für jeden eingewiesenen Gast zahlt, während dieser selbst wegen der Haushaltsersparnis 25 DM beisteuert. Das Winanzgericht hatte die Zuschüsse der Firma als Notstandsunterstützung auch steuerfrei gelassen, der Bundesfinanzhof hat diesc Entscheidung jedoch wieder aufgehoben, weil es unklar sei, ob auch nur die durch Asbestose gefährdeten Betriebsmitglieder verschickt werden. Wie es in dem Urteil weiter heißt, sind Erholungsbeihilfen nur unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei, und eine Notstandsunterstützung lieber nur dann vor, wenn sie einem einzelnen Arbeitnehmer und zur Abwehr eines wirtschaftlichen Notstandes gegeben werde. Der Betrieb verfolge im übrigen ein eigenes Interesse, wenn er die Belegschaft in jeder Form vor typischen Berufskrankheiten schütze. Das Finanzgericht wurde angewiesen, festzustellen, ob die Asbestose eine typische Berufskrankheit ist; bejahendenfalls soll geprüft werden, ob die von der Firma vorgenommene zehntägige Verschickung nach medizinischen Erfahrungen ein wirksames Mittel zu ihrer Bekämpfung ist, und schließlich soll festgestellt werden, ob die verschickten Arbeitnehmer zu dem von der Asbestose unmittelbar bedrohten Personenkreis gehören(Aktenz. IV 303/53 U BStEI. III S. 86). Diese an Schikane grenzenden Auflagen sind kaum geeignet, die Arbeitgeberschaft in ihren sozialen Bemühungen für das Wohl cer Belegschaft ihrer Betriebe zu bestärken. Denn nun muß ein umfangreicher Beweisapparat in Bewegung gesetzt werden. Es müssen Gutachten darüber eingeholt werden, ob ein zehntägiger Aufenthalt in einer waldreichen Gegend geeignet ist, die Arbeiter des Betriebes widerstandsfähiger gegen diese Berufskrankheit zu machen, und es müssen in jedem Einzelfalle ärztliche Atteste beigebracht werden, ob gesundheitliche Schäden bereits vorliegen oder nur drohen. Auf diese Art wird eine soziale Wohltat, die der Arbeitgeber im Einvernehmen mit dem Betriebsrat seiner Belegschaft zuteil werden läßt, für ihn selbst zur Plage. Und verfolgt ein Betrieb wirklich nur eigene Interessen, wenn er seine Arbeitnehmer vor Berufskrankheiten schützt? Vor dem Bundesfinanzhof schweben noch mehrere Verfahren, die sich mit der Lohnsteuerpflicht von Erholungsbeihilfen beschäftigen. Hoffentlich wird diese Frage von einem anderen Senat weniger fiskalisch, dafür aber sozialer beurteilt, als es hier geschehen ist. Bundesbahn verspricht neue Aufträge Wenn der neue Wirtschaftsplan genehmigt ist— Nächste Woche vor dem Bundeskabinett Bonn.— Mit dem Wirtschaftsplan der Bundesbahn für 1954 wird sich das Bundeskabinett am kommenden Dienstag beschäftigen, nachdem das Wirtschaftskabinett der Bundesregierung ihn am letzten Dienstag genehmigt hat. Der Bundesfinanzminister hat am Mittwoch in Bonn nach seiner Rückkehr aus München gegen die Annahme des Wirtschaftsplanes durch das Wirtschaftskabinett protestiert. Er schließt mit einem Fehlbetrag von 794 Millionen DM ab. Nach dem Bundesbahngesetz muß jedoch der Bundesfinanzminister den Wirtschaftsplan genehmigen. Auf Grund der schwierigen finanziellen Lage der Bundesbahn konnten keine Aufträge an die Industrie gegeben werden, weil die finanzielle Deckung nicht gesichert ist. Die Bundesbahn will jedoch sofort nach Annahme des Wirtschaftsplanes durch das Bundeskabinett für über 300 Millionen DM Aufträge erteilen, davon für rund 175 Millionen DM zur Erneuerung des Oberbaues. Der Bundesfinanzminister müßte allerdings über die bereits gegebenen Zusagen noch weitere 350 Millionen DM aufbringen, wogegen er sich bisher gewehrt hat. Die Bundesbahn hat weiterhin Aufträge in Höhe von 200 Millionen DM für die Waggon-Industrie vorgesehen, unter der Voraussetzung allerdings, daß der Gesetzentwurf zur Sicherung des Straßenverkehrs durch Entlastung der Straße auch vom Bundesrat und Bundestag verabschiedet wird. Dieser Entwurf enthält einen Katalog von Massen- und Sperrgütern, die künftig im Güterfern- und Werkverkehr zur Beförderung nicht mehr zugelassen sein sollen. Es erscheint aber sehr zweifelhaft, ob der Bundestag diese Verbotsliste gutheißen wird. Die Kraftverkehrswirtschaft hat schwerste Bedenken gegen sie erhoben, da sie die Existenz zahlreicher Betriebe des Straßengüterverkehrs bedroht. Deutsche Lieferungen für Industrieprojekte in Brasilien Düsseldorf.— Eine Dortmunder Firma hat zusammen mit einer USA-Firma aus New York den Auftrag erhalten, in der Nähe von Santos in Brasilien ein Stickstoffwerk zu errichten. Das Gesamtprojekt wird etwa 30 Millionen DM kosten, der deutsche Lieferanteil wird auf rund 10 Millionen DM geschätzt. Die deutsche Firma baut die Anlagen der Weiterverarbeitung des synthetischen Ammoniaks, d. h. Anlagen zur Herstellung von Salpetersäure, Kalkammon-Salpeter und sonstiger Düngemittel, während die amerikanische Firma im Zusammenwirken mit französischen Firmen die Ammoniaksynthese errichten wird. Die ersten deutschen Lieferungen erfolgen im Laufe des Sommers 1954 Das Stickstoffwerk wird etwa im Sommer 1955 fertiggestellt sein. DM-West— DM-Ost Frankfurt(Main), 8. April.(VWD)— Die Wechselstuben kaufen 450 DM Ost für 100 DM-West und verkaufen 100 DM-Ost für 23,60 DM-West KonsumAngebot Wir machen Ihnen eine Osterfreude Damenstrümpfe Monofil 100% voll synthetisch, 20 den, hauchdünn 2Ar Paer nur DM 3,93 Sie sind begeistert von Preis und Qualität Damenkiltel bunt, Gr. 44 bis 48 schöne geschmackvolle Musterung Stöck nur DM 6,90 Verkaut an Jedermann Noenalstastue 2.7 Drogerle Wurm, Olpe, Westtällsche Strahe 22 Guterhaltene Nähmaschine zu verkaufen. Angebote unt. Nr. 1664 an Sauerl. Volks blatt Olpe. Apfelsinenl Apfelsinen 8 dicke u. saftige nur DM 1,00 Dieses entspricht einem Pfd.Preis von nur 38—40 Pfennig, billiger gehts wirklich nicht! 18 kleinere, aber auch saftige Früchte wieder nur DM 1,00 Ferner kosten: Holl. Treibsalat, allergrößter DM 0,55 Ital. Freilandsalat, ganz groß DM 0,45 und 0,35 Ital. Endiviensalat ab DM 0.30 Carnar. Tomaten 500 g DM 1,20 Bratbückinge 1 St. DM 0.20 Um zu räumen: Kilo-Dose Bratheringe Inhalt 6 Stück DM 0,80 Albert Feldmann, Olpe Fernruf 515 Infolge großer Vorräte gebe ich Sägemehl z. Z. äußerst günstig ab. Peter Heuell, Sägewerk Olpe Pudding VANILLE-GESCHMACK Oetker KONFITURE als fruchtige Zutat ein Genuß besonderer Art Versuchen Sie es bitte einmal Obstbäume- Beerensträucher Rosen-Liersträucher und Sämereien nur vom Fachmann Walter Becker, Gartengestaltung Olpe- Günsestraße 1: Teleton 9789 Dragee-Eier klein, bunt 100 g Dragee-Eier Hlössig geföllt klein und mitte 100 s Vollmilch-Schokolade in Stanniol und Csteretikett 100 g Tafel Felne Pralinen-MlschungK tells in Stanniol 100 vom EDEHA Kaufmann Du meine Güte wo soll das hinführen, wenn wochen- und monatelang nur„Qualität gepriesen wird? Qualität Ist doch heutzutage sowas Selbstverständliches in einem guten Hause, wie eine gute Tasse echten Bohnenkaffees. Das, was heute zählt— das ist der Preis für gute Qualitäten! Hier hat Hessmann unmöglich Erscheinendes möglich gemacht. Fragen Sie die, die jahraus, jahrein bei Hessmann kaufen. Von 100 werden 100 sagen: „Hessmannkaumzu schlagen” Nur von Quelität zu sprechen- des ist überholt. Umsomehr spricht man von Hessmann und seinen kleinen Preisen. Es stimmt und wird ein tausendfaches Echo finden: Was den Namen Hessmann trögt, Ist durch Qualität belegt. Doch der allergrößte Pfiff: Der kleine Preis- ein Hessmann-Kniff Unter einem guten Stern steht jeder Kauf bei Jessmann Brerbergurein 20 Westfällsche Strebe 15 2 — 3 z I O 2 D 2 I 2 2 M O Z 2 I 2 2 3 2 I 2 O — 4 9 3 2 3 I 2 à 9 2 z 3 5 2 I In diesem eleganten» formhreu«-Zweireiher kommt die neue Note der Herrenmode mit schräger Schukerlinie. langgestreckten Revers und tiefsitzender Knopfpartie ganz besonders zum Ausdruck. Die gute Qualitöt der Oberstoffe und die meisterliche Verarbeitung geben diesem Anzug den hohen Wert. Reinwollenes Kammgarn in modischen Farben. nur 119 Barleairt ist doch vorteilhafter KÖLN, SCHILDERGASSE 60-68 Öffentliche Ausschreibung Die Stadt Olpe beabsichtigt, folgende Arbeiten im Wege öffentlicher Ausschreibung zu vergeben: 1. Maurer-, Zimmerer-, Dachdecker- und Klempnerarbeiten zum Bau(Um- und Anbau) einer neuen evgl. Volksschule in Olpe, Auf dem Gallenberg 2. Erd- und Maurerarbeiten zur Regulierung des Olpebaches auf der Strecke von 50 m oberhalb der Pannenklöpperstraße bis zur Fohrt. Die Angebotsformulare können beim Stadtbauamt Olpe, Rathaus, Zimmer 21, in Empfang genommen werden. Die Angebote sind bis zum 20. April, 12 Uhr, bei der gleichen Dienststelle einzureichen. Der Stadtdirektor: gez. HABBEL M n GebrauchtwagenAusstellung in OLPE am Samstag, dem 10. April. von 13 bis 19 Uhr und Sonntag, dem 11. April. von 18 bis 18 Uhr Zum Verkauf kommen gute gebrauchte Personen- und Lastwagen aller Fabrikate MARTIN HOPPMANN OPEL-DIENST OLPE- Martinstraße 41 IINMN