Sauerländisches Vollsblatt Altester Anzeiger des Sauerlandes* Über 100 Jahre Heimat- und Kreisblatt im Kreise Olpe Druck u. Verlag: VERLAGSANSTALT F. X. RUEGENBERG OLPE Anzeigen-Grundpreise: Im Anzeigentell 8 Pfg. für* mm Höhe in der Kleinspalte(22 mm breit): im 1 mm Höhe in der Textspalte(62 mm breit). Man fordere Preisliste Nr. 4. Bei Bwangsvergleich oder in Konkursfällen wird jeder Rabatt hinfällig. Gerichtsstand ist Olpe 1. Westf TAGESZEITUNG für Politik, Unterhaltung und Belehrung Verantwortlicher Schriftleiter: PAUL ROBERT ROEDER OLPE Das„S. V.“ erscheint täglich(außer sonntags). Monatlicher Bezugspreis: DM 3,50 einschließlich Zustellgeld, bei Postbeziehern DM 3,54 incl. Postbestellgebühren, bei Abholung in unserer Geschäftsstelle DM 3,—. Geschäftsstelle: Olpe. Frankfurter Straße 16, Fernruf 241 und 242. Verlagspostamt: Olpe 1. Westf 119. Jahrgang— Nr. 82 Mittwoch, den 7. April 1954 Einzelverkaufspreis 15 Pf Eindeutige Antwort an Moskau Westmächte erkennen Pankow nicht an Heute Regierungserklärung des Bundeskanzlers Bonn.(dpa) Die drei Westmächte erkennen die Pankower Regierung nicnt an und lehnen den von der Sowjetunion einseitig vollzogenen Souveränitätsakt für die Sowjetzonenregierung ab. Dies wurde nach einer Besprechung zwischen Vertretern der drei alliierten Hohen Kommissare mit Vertretern der Botschaften und Gesandtschaften in der Bundesrepublik bekannt, die gestern im Amtssitz der amerikanischen Hohen Kommission in Mehlem stattfand. Die Besprechung galt ausschließlich der Erörterung der Fragen, die sich aus den kürzlichen Maßnahmen in der Sowjetzone ergeben haben. Eisenhower erklärt: H-Bombe soll abschreckend wirken Kritik an den Methoden McCarthys Washington.(INS) Die Wasserstoffbombe und das Atomzeitalter seien nicht schon an sich eine Drohung, sagte Präsident Eisenhower in einer Rundfunksendung zu den heftigen Reaktionen, die die amerikanischen H- Bombenversuche in der Weltöffentlichkeit hervorgerufen haben. Der Präsident vertrat die Ansicht, daß die Fähigkeit der USA, bei einem Angriff rasch zurückzuschlagen, das Risiko eines Krieges vermindern. Das Bundeskabinett billigte gestern nach eingehender Beratung den Wortlaut der Regierungserklärung, die Bundeskanzler Dr. Adenauer zu der Übertragung von Souveränitätsrechten an die Pankower Regierung abgeben wird. Dr. Adenauer wird am heutigen Mittwochvormittag im Bundestag vor Eintritt in die Tagesordnung das Wort zu der Regierungserklärung nehmen. Die Sitzung beginnt um neun Uhr. Nach Ansicht parlamentarischen Kreise besteht zwischen den Koalitionsparteien und der Opposition bereits Einmütigkeit darüber, daß die Regierungserklärung ohne Diskussion entgegengenommen werden soll. Es wird angestrebt, einen Beschluß durch das Parlament herbeizuführen, nach dem der Bundestag dem Inhalt der Regierungserklärung zustimmt. nächst will er noch einige Monate in Heidelberg bleiben und sich ausruhen. Er will die Universitätsstadt auf jeden Fall solange als Wohnsitz beibehalten, bis seine 26 Jahre alte Tochter Mary am Dolmetscher-Institut ihr Abschlußexamen gemacht hat. Mary hat Deutsch als Hauptfach gewählt. PLEVEN BEDROHT Nicht nur Ministerpräsident Laniel, sondern auch Verteidigungsminister Pleven wurde, wie unser Bild zeigt, am Triumphbogen in Paris von fanatisierten Juin-Anhängern und EVG-Gegnern bedroht und beschimpft. Eisenhower betonte dann, die Männer im Kreml hätten Hitler, Mussolini und Napoleon genau studiert und wüßten von den Risiken eines neuen Krieges. Die Sowjetunion wisse auch, daß sie in einem Krieg den Abfall ihrer Satelliten befürchten müsse, so wie einst Napoleon von seinen Verbündeten verlassen wurde. Solange die sowjetischen Führer wüßten, daß die USA in der Lage seien, kräftig zu Viermächte-Beratungen über die Spandauer Gestern in Berlin begonnen— Westalliierte beantragen Haft erleichterungen Berlin.(dpa). Verhandlungen über Hafterleichterungen für die sieben Insassen des Spandauer Kriegsverbrechergefängnisses begannen gestern im Gebäude des ehemaligen alliierten Kontrollrates im amerikanischen Sektor Berlins. Die Beratungen werden von den Rechtsberatern der drei Westalliierten Hohen Kommissare und Vertretern der sowjetischen Besatzungsmacht geführt. Handy bleibt in Heidelberg Heidelberg(dpa). Der langjährige Oberbefehlshaber der in Europa stationierten amerikanischen Streitkräfte. General Handy. ist in den Ruhestand getreten. Dieser Tage zog er von der Villa Bosch in Heidelberg in das Hotel„Europäischer Hof“ um. Hier wohnt der 62jährige nun mit Frau und Tochter als Privatmann. ZuDie westalliierten Vertreter stellten die Einführung normaler Haftbedingungen im Post- und Paketempfang und des Besuches durch Angehörige zur Erörterung. Außerdem schlagen sie vor, daß schwerkranke Häftlinge bedingt entlassen werden und daß im Todesfall die sterblichen Überreste den Angehörigen übergeben werden. Nach den bisherigen BestimProduktionshöchststand in England Schatzkanzler Butler legt sein Budget vor—„Expansion ohne Inflation“ London(Korr.). In seiner Budgetrede vor dem Unterhaus sagte Schatzkanzler Butler, die Gold- und Dollarreserven Großbritanniens seien im vorigen Jahr um 240 Millionen Pfund gestiegen und stünden jetzt bei 959 Millionen. Die industrielle Produktion habe einen Höchststand in der bisherigen Industriegeschichte Großbritanniens erreicht. Der Export sei wertmäßig zehn Prozent größer gewesen als im Vorjahr. Aus der Tatsache, daß die Investierungen in Großbritannien unter denen in den USA und anderen Ländern lägen, müsse Großbritannien eine„ernste Lehre“ ziehen, sagte Butler. Das Ziel sei:„Expansion ohne Inflation“, das heiße Steigerung der Produktivität und des Exports. Den finanziellen Überschuß des Haushaltsjahres bezifferte Butler mit 94 Millionen Pfund. Er sei den Zöllen und den Tabak- und Alkoholsteuern zu danken, die mehr ergaben als erwartet. Die Ausgaben für Verteidigung lagen mit 1,365 Milliarden Pfund um 132 Millionen Pfund unter dem Voranschlag. Die Ursache sei, sagte Butler, daß gewisse Lieferungen terminmäßig zurückblieben. Für das kommende Jahr sind die Verteidigungsausgaben auf 1,55 Milliarden Pfund angesetzt. Als Amerikahilfe werden 85 Millionen Pfund, im Vorjahr 140 Millionen Pfund erwartet. Unter dem Beifall des Hauses sagte Butler, man müsse im kommenden Jahr versuchen, die Verteidigungslasten etwas zu erleichtern. mungen müßten die sterblichen Überreste eingeäscher und im Gefängnishof beigesetzt werden. Bereits vor einiger Zeit wurde von alliierter Seite bestätigt, daß von Neurath und Räder schwer erkrankt sind. Die sieben Spandauer Häftlinge sind am 1. Oktober 1946 in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen verurteilt worden. Lebenslängliche Haftstrafen verbüßen der 63jährige ehemalige Reichswirtschaftsminister Funk, ferner Rudolf Heß, ehemaliger Stellvertreter Adolf Hitlers, 59 Jahre alt, und der frühere Großadmiral Räder, der am 24. April 78 Jahre alt wird. Zwanzig Jahre Haft erhielten der 49jährige ehemalige Reichsminister Speer und der 46 Jahre alte ehemalige Reichsjugendführer Baldur von Schirach. Die Urteile für den ehemaligen Reichsaußenminister, den 81jährigen Freiherr von Neurath, und den 62jährigen früheren Großadmiral Dönitz lauteten auf 15 und zehn Jahre Haft. Scharfer Kurs in Agypten Kairo(Korr.). Der ägyptische Informationsminister Salah Salem kündigte in Kairo an, daß die ägyptische Presse von „korrupten Elementen“ gesäubert werden soll und daß das Revolutionstribunal vorläufig nicht abgeschafft wird. Zahlreiche Personen, die sich nach den später widerrufenen Beschlüssen der Regierung über die Wiederherstellung des parlamentarischen Systems in Agypten stark exponiert hatten, sind verhaftet worden. reagieren und zurückzuschlagen, würden sie die Entscheidung über Krieg und Frieden nicht leicht nehmen. Aber es könnte sein, daß sie es in einem Anfall des Wahnsinns oder der Fehlberechnung täten. Eisenhower versicherte absichtlich, daß die USA keinen Krieg mit der Wasserstoffbombe beginnen würden. Kein Grund zur Hysterie Indirekt kritisierte Eisenhower dann Senator McCarthy, ohne seinen Namen zu nennen. Er sagte, es gebe zweifellos eine kommunistische Infiltration in den USA, die man nicht bagatellisieren sollte, aber die Furcht vor dieser Infiltration sei weit übertrieben. In Wirklichkeit gebe es in den USA nur etwa 25 000 überzeugte Kommunisten. Natürlich gebe es überall Gefahren, aber das sei kein Grund, hysterisch zu werden. Adenauers Echo Bonn(dpa). Bundeskanzler Dr. Adenauer erklärte gestern, daß durch die Versuchemit der Wasserstoffbombe ein neuer Abschnitt im Verhältnis zwischen Öst und West eingeleitet werden könne. Durch die politischen und militärischen Auswirkungen dieser Aotombombenversuche könne oine realistische Beurteilung der eigenen Lage durch das Sowjetregime Platz greifen. Erhard bei Staatspräsident Peron Verhandlungen über den Handelsverkehr mit Argentinien Buenos Aires.(INS) Der argentinische Staatspräsident Peron empfing gestern Bundeswirtschaftsminister Erhard, der zu einem viertägigen Besuch und zu Wirtschaftsbesprechungen mit Argentinien in Buenos Aires weilt. Die Unterredung dauNicht mehr in Kraft Washington(INS). Das Weiße Haus teilt mit, das 1943 zwischen Präsident Roosevelt und Churchill abgeschlossene Abkommen, das die Anwendung der Atombombe jeweils von der Zustimmung des anderen Vertragspartners abhängig machte, sei zur gegenwärtigen Zeit nicht mehr in Kraft. Der Pressesekretär des USAPräsidenten bestätigte die Ausführungen, die Churchill im Unterhaus über dieses Abkommen machte, fügte aber hinzu, es sei klar, daß sich dieses Abkommen nicht auf die inzwischen entwickelte Wasserstoffbomben beziehen könne. Neues Hochwasser des Tigris Saar-Hoffmann in Paris— Beratungen der EVG Das Tigris-Gebiet ist im Irak von einer neuen Überschwemmungswelle bedroht. Im Gebiet von Bagdad werden die Dämme verstärkt. Der Saar-Ministerpräsident Hoffmann wurde gestern in Paris von Bidault und dem Staatspräsidenten Coty empfangen. Die EVG-Debatte beginnnt im luxemburgischen Parlament am heutigen Mittwoch. Der italienische Ministerpräsident Scelba hat den Gesetzentwurf über die Ratifizierung des EVG-Vertrages dem Parlament zugeleitet. Dr. Dehler ist gestern mit seiner Gattin von Frankfurt nach Amerika abgeflogen. Zwei tschechische Soldaten in voller Ausrüstung haben bei Neureichenau im Bayerischen Wald die Grenze überschritten und um Asyl gebeten. Pierre Schneiter, der Sonderbeauftragte des Europarats für Flüchtlingsfragen, ist gestern zu einem dreitägigen Besuch in Bonn eingetroffen. Graf Allan de Monspey, der bei der Demonstration am Pariser Triumphbogen den Verteidigungsminister Pleven ein Schwein genannt hatte, wurde zu einer Geldstrafe von 120 Mark verurteilt. Vor Gericht bedauerte der Graf seine Beleidigung. Kaiser Haile Selassie von Abessinien wird am 27. Mai in den Vereinigten Staaten erwartet. Anschließend wird er Kanada und Mexiko besuchen. Jede Hoffnung aufgegeben haben die Ärzte, das Leben des ehemaligen peraischen Außenministers Hussein Fatemi zu retten. Papst Pius XII. richtete am Montag an den Radiologenkongreß in Rom eine Botschaft. Da der Papst noch zu schwach ist, die Erklärung selbst zu verlesen, wurde der Text an die Kongreßteilnehmer verteilt. Der Zentrumsabgeordnete Brockmann erhielt nunmehr die Insignien des Ordens vom Heiligen Gregor dem Großen, der ihm durch päpstliche Bulle am 31. Dezember 1053 verliehen worden war. Der Vertreter des Bischofs von Münster, der die Insignien überbrachte, würdigte vor allem die Verdienste Brockmanns beim Zustandekommen des Schulgesetzes. erte eine halbe Stunde. Nach dem Empfang sagte der Bundeswirtschaftsminister: „Meine Aufgabe in Argentinien wird leichter sein, als ich dachte, da ich soviel guten Willen vorgefunden habe.“ Anschließend kam Erhard mit einer Gruppe von Ministern und Wirtschaftsfachleuten zusammen, um über den Handelsverkehr zwischen Argentinien und der Bundesrepublik zu beraten. Wie wir bereits berichteten, wurde Erhard in Peru vor einigen Tagen mit dem Großen Ehrenkreuz Perus ausgezeichnet. Unser Bild zeigt, wie Präsident Odria dem Bundeswirtschaftsminister die hohe Auszeichnung umlegt. USA wollen China warnen Vietnam wegen der Erklärungen Dulles' stark beunruhigt Paris.(AFP) Die Vereinigten Staaten haben nach Pariser Mitteilungen eine Fünfmächteerklärung über Indochina vorgeschlagen, in der die Chinesische Volksrepublik vor den Konsequensen eines Eingreifens in Indochina gewarnt werden soll. Die Erklärung, die gegenwärtig vorbereitet wird, soll von den USA, Großbritannien, Frankreich, Australien und Neuseeland unterzeichnet werden. In Salgon ist man über die Andeutungen des USA-Außenministers Dulles, daß die Westmächte bei einer verstärkten chinesischen Hilfe für die Vietminhe gemeinsam reagieren würden, stark beunruhigt. Politische Beobachter sind der Ansicht, daß ein aktives Eingreifen Chinas und der USA Indochina das Schicksal Koreas bereiten und seine Unabhängigkeit auf lange Sicht unmöglich machen würde. Die nichtkommunistischen Kreise erstreben einen Zustand, bei dem sich schließlich nur noch einheimische Truppen gegenüberstehen, wodurch ein Kompromiß erleichtert werden würde. Die Besorgnie über die Internationalisierung des Konflikts reicht bis in die extrem nationalistischen Gruppen, die bisher für eine umfangreiche Hilfe des Auslandes im Kampf gegen den Kommunismus eintraten. Dien Bien Phu hielt sich Paris.(Korr.) Vor Dien Bien Phu haben seit Montagmorgen keine größeren Infanteriekämpfe mehr stattgefunden, nachdem die Vietminhs in der Nacht zum Montag mit starken Kräften vergeblich versucht hatten, sich von Norden her des Flugplatzes zu bemächtigen. Bei dem Versuch, den Flugplatz zu erobern, erlitten die Vietminhs hohe Verluste, da sie die tiefgegliederten Stacheldrahtsperren nicht überwinden konnten. Die VietminhSprengtrupps kamen wegen des heftigen Abwehrfeuers nicht an die Sperren heran. Das Artilleriefeuer der Vietminhs auf Dien Bien Phu war in den letzten 24 Stunden verhältnismäßig schwach. In den Stacheldrahtverhauen nördlich der Festung zählten die Verteidiger von Dien Bien Phu nach den Kämpfen in der Nacht zum Montag 800 gefallene Vietminh-Soldaten. Da die Leichen nicht geborgen werden konnten und sich in dem tropischen Klima sehr schnell zersetzen besteht Seuchengefahr. Wie wied das Wetter? Etwas ansteigende Temperaturen Ein über den britischen Inseln liegender Hochdruckkeil verlagert sich weiter nach Südosten. Vorhersage für Mittwoch: Heiter bis wolkig und trocken. Schwache Winde aus Nord bis Ost. Tagestemperaturen etwas über zehn Grad. Weiter Aussichten: Wenig Änderung. Wofür? Pazifik kennt keine Verbotstafeln Sperrzone fünfmal so groß wie die Nordsee— Wasserstoffhombe und internationales Seerecht Wenn die Amerikaner bei ihrem nächsten Wasserstoffbombenversuch das Warngebiet auf 1000 Seemeilen im Quadrat erweitern sollten, würde die Gefahrenzone fast fünfmal so groß wie die Nordsee sein. Das wäre immer noch nur der sechzigste Teil des gesamten Pazifik. Nun ist, wie von britischer Seite gesagt wurde, der Pazifik kein amerikanischer See. Ist es überhaupt noch zulässig, daß eine Macht für gefährliche Versuche sich einen nicht unbeträchtlichen Teil des Weltmeers reserviert? Der alte Grundsatz von der„Freiheit der Meere“ scheint dagegen zu sprechen. In Wirklichkeit spricht er dafür. Sonderminister sollen sparen Bundestag will die Repräsentationskosten herabsetzen Fischerei wird dann rechtzeitig durch Bekanntgabe der betroffenen Planquadrate gewarnt. Kein Schiff kann jedoch zwangsweise von einem solchen Ubungsplatz entfernt werden. Wer sich mit seinem Schiff dort aufhält, tut es aur eigene Gefahr. Wird das Meer zu klein? Jetzt scheint ja doch der Zeitpunkt gekommen, wo sich hier einiges ändern könnte. Die bisherige Anschauung von der Freiheit des Tuns und Lassens auf hoher See gründete sich auf die Erfahrung und Vorstellung, daß das winzige Wesen, genannt Mensch, dem unendlichen Meer keinen Schaden zufügen und keine Besitztitel daran beanspruchen kann. Wer hätte früher daran gedacht, daß es eines Tages möglich sein würde, weit vor der Küste Bohrtürme aufzustellen und unterseeische Ollager anzuzapfen? Seit dem 28. September 1945 haben die USA und später auch einige Staaten Südamerikas ihre Eigentumsrechte an Bodenschätzen unter dem Meeresgrund vor ihren Küsten erklärt, selbst wenn diese weit vor der klassischen Hoheitsgrenze liegen. Nun zeigt es sich, daß das früher unendliche Meer vielleicht auch für die Versuche mit Wasserstoffbomben zu klein geworden ist. Vielleicht! Neuer britischer Panzer London.(Korr.) Großbritannien hat die Produktion eines neuen Panzers aufgenommen, der nach den Angaben des britischen Verteidigungsministers noch stärker und besser als der„Centurion“ sein soll. Der neue„Conqueror“(Eroberer) soll in den kommenden Monaten bei Manövern der Britischen Rheinarmee in der Bundesrepublik eingesetzt werden. Die Meinung der anderen: Churchill gerügt Trotz der Erklärungen Churchills nahm das Unterhaus einen Antrag der Labourfraktion an, die Wasserstoffbombe als große Gefahr für die Zivilisation zu betrachten und elne Konferenz zwischen Churchill, Eisenhower und Malenkow zu empfehlen. News Chronicle Churdiill gab gestern eines der großten Felilurteile seiner langen Laufbahn ab. Er zeigte sid der grosen Gelegenheit nidit gewachsen. Er madite das. was ein Ratschlag für die Nation sein sollte, zu einem bitteren parlamentarischen Zauk. Attlee schuf die Plattform für eine eruste und konstruktive Debatte mit einer Rede, die Churcill selbst als durdidadit und inspirierend bezeidmet hatte. Er hatte in fast allen Punkten mit Attlee übereingestimmt. Es ist zu schade, daß Churchill auf diese übereinstimmenden Punkte nicht weiter einging. Times Das Gefühl für besondere Aulässe ist gewöhnlidh Churchills größte Stärke im Parlament. Gestern ließ es iln jedoch traurig im Stich. Eine Debatte, zu der er selbst sagte, sie sei den großen Problemen und Gefahren, denen die Menschheit gegenübersteht, gewidmet, wurde von Attlee mit einer ernsten, nicht parteipolitischen Erklärung eröffnet. Sir Winston begann in der gleidien Stimmung. Ehe er jedoch zum Schluß kam, waren die Verhandlungen in einen leeren, ärgerlichen und bedaueruswerten Partelenstreit ausgeartet. Die Verantwortung dafür trug der Prewier. Manchester Guardian Attlees Eröffuungsrede war ausgezeichnet und sachlid. Aber austatt Attlee auf dieser Ebene zu begegnen, gab sich Churchill dazu her, angebliche Fehler der Labourregierung aufzurühren. Die Pflicht des Hauses war es. nicht über verschüttete Mildhi zu trauern, sondern unsere Einigkeit in der Gegenwart und unser Verantwortungsgefüll für die Zukunft zu demonstrieren. „Empire Windrush“ war eine Todesfalle Liebesbriefe geben interessante Hinweise— Dauernde Maschinenschäden G. St. Während Millionen ihrer friedlichen Arbeit nachgehen und sich über die ersten Blüten des Frühlings freuen, während Kinder geboren werden und in ihren reinen Vorstellungen aufwachsen— kämpfen in der indochinesischen Igelstellung Dien Bien Phu elftausend junge Soldaten, unter ihnen zahlreiche Fremdenlegionäre aus Deutschland, um ihr nacktes Leben. Der Festungskommandant, Oberst de Castries, der nach überkommenen Begriffen über Tod und Leben der ihm unterstellten Besatzung entscheidet, hat den übermüdeten Truppen befohlen, keinen Fußbreit mehr preiszugeben und in ihren Stellungen zu sterben. Unzählige Menschen lesen diese Meldungen, Mütter und Frauen, deren Söhne und Männer in Dien Bien Phu vielleicht noch heute sterben oder gerade gestorben sind; vielleicht liegen sie auch mit schweren Verwundungen in einem Erdloch und hören über sich, nur noch wie aus weiter Ferne, das Grollen dieser fürchterlichen Schlacht. Es gibt auch einen anderen Widerhall in westlichen Ländern. Da schreiben westdeutsche Zeitungen, daß die Besatzung sich tapfer schlägt, daß gerade wir Deutschen eine Schwäche für solches Heldentum haben, und unwillkürlich sieht man die andere Hand, die die Zeitung gerade nicht hält, das Hörnchen noch einmal in den lauwarmen Kaffee stippen. Während so die cinen und die anderen auftreten, schnürt rich die Kehle zusammen, und vor unseren Augen steht riesengroß: Wofür? Gewiß, der„Rebellenführer“ Ho Tschi Minh und der Belagerer von Dien Bien Phu, der kleine, wendige General Giap, sind Kommunisten. Und auch die„Vietminh“, die pausenlos gegen die französischen Stellungen anrennen, die triebhaft über die Leichen ihrer Kameraden klettern, um vielleicht in der nächsten Viertelstunde eine neue Mauer kalter Leiber aufzuschichten, auch sie sollen schlechthin Kommunisten sein. Sind sie das immer gewesen? Es scheint, daß sie das erst vor kurzer Zeit geworden sind. Und weil niemand ohne Grund Kommunist wird, ist das ein böses Zeichen, nicht für die„Rebellen“, sondern für die, die die Ursache dafür sind. Nach dem zweiten Weltkrieg hat es in Indochina nur wenige Kommunisten gegeben. Damals hatte die französische Regierung den Monsieur Ho Tschi Minh als legalen Ministerpräsidenten in Indochina eingesetzt. Aber dann kam jener Tag, an dem Ho Tschi Minh der Regierung an der Seine mitteilte, daß auch Indochina der Freiheiten teilhaftig werden möchte, für die zwar nicht französische, aber amerikanische und russische Generale die Deutschen und Japaner geschlagen hatten. Die Völker Indochinas hatten geglaubt, daß das Zeitalter der Kolonialherrschaft abgelaufen sei, und daß sie sich wie andere nun selbst regieren könnten. Paris lehnte aber ab, und damit wurden die Indochinesen„Rebellen“. Und weil Tschiangkaischek gerade vierhundert Millionen Chinesen Mao Tse Tung in die Arme getrieben hatte, suchte Ho Tschi Minh in Peking Hilfe. Wer hätte ihm sonst geholfen? Welches Interesse sollen ausgerechnet wir daran haben, daß die Kolonialherrschaft in Indochina,„Frankreichs Balkon am Pazifik“, erhalten bleibt? Es müßte schlecht um die Sache des Westens bestellt sein, wenn sie im Sieg der Unterdrücker über die Unterdrückten liegen würde. Nur dafür aber sterben die Verteidiger von Dien Bien Phu. Es ist möglich, daß die Amerikaner, die den Waffenstillstand von Panmunjom nur unter dem Druck ihrer Verbündeten geschlossen haben, sich jetzt an dem Krieg in Indochina beteiligen werden. Es geht für sie nicht nur um die Realisierung von 490 Milliarden Franc, die sie für ihre Interessen in Indochina in diesem Jahr veranschlagt haben, sondern auch um den südlichen Landekopf für die Rückeroberung des chinesischen Marktes. Wenn Stevenson nach seiner Weltreise berichtet hat, daß die Sympathien für USA überall abnehmen, dann würde eine amerikanische Einmischung in Indochina der Sache des Westens unendlich schaden. Auf hoher See gibt es keine Verbotstafeln. Die Amerikaner haben aber selbst bei ihren letzten Wasserstoffbombenversuchen keinerlei verbotene Zonen festgesetzt. Sie haben nur getan, was fast fortlaufend alle Seemächte tun, nur in viel großerem Umfang: sie haben vor dem Aufenthalt in einer bestimmten Gefahrenzone gewarnt. Seefahrt auf eigene Gefahr Nur innerhalb seiner Hoheitsgewässer hat ein Staat das Recht, Schiffen AnweiBonn(dpa). Dem Plenum des Bundestages liegen zu der am Mittwoch beginnenden zweiten Lesung des Bundeshaushaltsplanes für das Rechnungsjahr 1954 Abänderungsvorschläge des Haushaltsausschusses vor. Der Ausschuß hat sich beispielsweise dafür ausgesprochen, den Reprasentationsfonds der vier Sonderminister im Vergleich zum Ansatz der Bundesregierung von 80 000 auf 40 000 und den Repräsentationsfonds des Bundesfamilienministers von 20 000 auf 15 000 DM herabzusetzen. Außerdem wurde angeregt, die Gelder für den Neu- und Umbau, von Dienstgebäuden in Bonn, die im außerordentlichen Haushalt der allgemeinen Finanzverwaltung eingesetzt sind, von 1,760 auf 2.945 Millionen DM zu erhöhen, wobei allerdings 980 000 DM gesperrt sein sollen. Einmütig sprach sich der Ausschuß dafür aus, daß beim Bundesarbeitsministerium Berlin(dpa). Der Parteitag der SED ist gestern beendet worden. In geheimer Sitzung wählten die Delegierten des Parteitages das neue Zentralkomitee, das künftig die höchste Körperschaft der SED sein wird. Nach dem neuen Parteistatut fällt die Stellung der Parteivorsitzenden in Zukunft weg. Die bisherigen Vorsitzenden. Pieck und Grotewohl. bekleiden daher diese Ämter nicht mehr. Die Zahl der Mitglieder des neuen Zentralkomitees ist fast verdoppelt worden. In einer Schlußansprache kündigte Grotewohl einen neuen Abschnitt des Kampfes der Partei an. Die SED sei seit ihrem letzten Parteitag„wieder einen großen Schritt zur Partei leninistischen Typus“ gegangen. Als Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit nannte Grotewohl die Steigerung der Braunkohlenförderung und der Energieerzeugung, eine erweiterte Produktion von Waren des Massenbedarfs im Werte von einer Milliarde Mark, die Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge und Vorbereitung einer Preissenkung. Sanierung der Krankenhäuser Arnsberg.(lnw) Den Entwurf eines Krankenhausgesetzes hat die FDP-Fraktion dem NRW- Landtag zugeteilt. Die Situation der konfessionellen, privaten und kommunalen Krankenhäuser ist immer bedenklicher geworden. Das Land müsse helfen, so wurde gestern auf einer kommunalpolitischen Arbeitstagung der FDP in Arnsberg betont, auch wenn zur sungen zu geben. Als im 18. Jahrhundert drei Seemeilen von der Küste als Hoheitsgrenze festgesetzt wurden, glaubte niemand, daß Kanonen jemals weiter schießen könnten. Die Sowjetunion beansprucht einen Küstenstreifen von zwölf Seemeilen für sich. Auch Schweden und Norwegen haben ihre Hoheitsgewässer verbreitert, ebenso Island, um die Konkurrenz von den dortigen Fischgründen auszuschließen. Für Scharfschießen müssen jedoch fast alle Kriegsschiffe die hohe See aufsuchen. Die Handelsschiffahrt und eine besondere Abteilung für die Kriegsoperversorgung eingerichtet wird. Die Barmittel, die der Bund in diesem Jahr für die Arbeitslosenfürsorgeunterstützung bereitzustellen hat, sollen von 388 Millionen auf 638 Millionen DM erhöht, die Schuldbuchforderungen, die der Bund an die Rentenversicherungsträger gibt, dafür von 512 Millionen auf 262 Millionen DM ermäßigt werden. Terroristen werden zurückgetrieben Kuala Lumpur(Reuter). In Malaia werden die Terroristen immer tiefer in den Dschungel zurückgetrieben, sagte der Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte in Malaia gestern in Kuala Lumpur. Generalmajor Stockwell verläßt Malaia, um einen Posten in Deutschland zu übernehmen. Sein Nachfolger in Malaia wird Generalleutnant Bourne. Sanierung des Krankenhauswesens nicht unbedeutende finanzielle Mittel erforderlich seien. In erster Linie gehe es um ausreichendes, gut bezahltes Pflegepersonal und um Gewährleistung der ärztlichen Versorgung bei angemessener Vergütung. Die Krankenhäuser sollen nach dem Entwurf keinen direkten Zuschuß durch das Land erhalten, sondern über die Sozialversicherun saniert werden. Hierbei könne auch kontrolliert werden, inwieweit die Versicherungsträger nicht mehr in der Lage seien, einen angemessenen Pflegesatz zu zahlen. Paris(Korr.). Der Ständige Ausschuß von Vertretern der NATO-Mitgliedstaaten veröffentlichte gestern in Paris eine Erklärung, in der Marschall Juin wegen seiner Ausführungen über die Europäische Verteidigungsgemeinschaft getadelt wird. Juin, der vor einer Woche seiner militärischen Ämter in Frankreich enthoben worden war, hatte öffentlich die EVG kritisiert und eine Ersatzlösung gefordert. NATO-Stabschef General Schuyler überreichte Marschall Juin die Erklärung im Namen des atlantischen Oberkommandierenden, General Gruenther, derzur London(NP). Eine sensationelle Rolle werden 60 Liebesbriefe bei der Untersuchung der Voraussetzungen spielen, die zum Brand des britischen Truppentransporters„Empire Windrush“ vor der algerischen Küste geführt haben. George Stockwell, der in den Flammen umgekommene dritte Ingenieur des Todesschiffes, hat diese Briefe seiner Braut nach Hause geschrieben. Er behauptet darin nicht weniger, als daß die ehemalige„Monte Rosa“ schon längst senrottreif gewesen sei. Ständig passierten gefährliche Dinge an Bord des Schiffes. Allein in den letzten Monaten soll einmal Feuer im Maschinenraum ausgebrochen sein, dann explodierte ein Generator, so daß seine Einzelteile wie Bombensplitter durch den Maschinenraum sausten, schließlich flog ein Kompressor in die Luft. Der Seeoffizier berichtete in einem seiner letzten Briefe, daß die„Empire Windrush“ noch bis Japan reisen sollte. Wenn das Schiff nach dieser Reise nach Southampton zurückkehren Zeit London besucht. Ein NATO-Sprecher erklärte in Paris, eine Änderung der Struktur des Befehlsbereichs Mitteleuropa oder der Nationalität des Befehlshabers sei nicht beabsichtigt. Juin hat darauf bestanden, daß er nur dann zurücktreten würde, wenn sein Nachfolger Franzose ist und die gleiche Kommandogewalt erhält. Marschall Juin ist nach Ansicht politischer und militärischer Kreise der Atlantikpakt-Organisation nunmehr praktisch gezwungen, seinen Posten in Fontainebleau in nächster Zukunft aufzugeben. sollte, würde es sich nach seiner Meinung „gegen die Kaimauer lehnen, noch einmal tief aufseufzen und dann auseinanderfallen.“ Alle diese Vorwürfe richten sich nicht gegen die Erbauer der ehemaligen„Monte Rosa“, Blohm& Voß in Hamburg. Das Schiff war schon 24 Jahre alt. 1944 wurde es vor Norwegen torpediert. Nach Kriegsende führten es die Briten als Beute heim. Die New Zealand Shipping Co. baute es um und ließ es für das Verkehnsministerium laufen. 1949 brach während einer Reise von Malta nach Alexandrien an Bord Feuer aus. Die„Empire Windrush“ wurde in Gibraltar repariert. Zwei Jahre später mußte sie wegen Maschinenschadens vier Tage lang eine Reise in Port Said unterbrechen. Auch von einem zweiten der vier umgekommenen Besatzungsmitglieder liegen Briefe vor, in denen über Alter und Zustand des Schiffes geklagt wird. Die „Empire Windrush“ war eine schwimmende Todesfalle, so wurde betont. Stier lief Amok Paris(Korr.). Mit gesenkten Hörnern raste gestern ein dem Schlächter entlaufener wildgewordener Stier aus einer Seitenstraße auf den Bahnhofsvorplatz von Tunis. Blitzschnell spießte er zwei Tunesier und einen Europäer auf die Hörner. Zwei weitere Europäer wurden leicht verletzt. Ein Polizist schoß mit seiner Pistole auf den Stier, verletzte ihn aber nur leicht. Das Tier flüchtete die Eisenbahngeleise entlang, wo nach einem Einmeilengalopp schließlich die Kugel eines Soldaten seinem Leben ein Ende setzte. Eine Statue der Madonna von Fatima wird am Freitag auf dem Frankfurter Lufthafen eintreffen und von dort nach Bonn gebracht werden. Am Vorabend des 1. Mai wird sie in Köln zum Dom gebracht. SED wird„leninistisch“ Pieck und Grotewohl nicht mehr Parteivorsitzende NATO tadelt Marschall Juin Rücktritt des Marschalls nur noch eine Frage der Zeit Roman von Curt Maronde COPYRIGHT MUNCHNER ROMAN-VERLAG° 00000000005000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000oooooooooo 6. Pino kannte also Marias Geheimnis? Und jetzt wollte er sich reinwaschen und mich zum Sündenbock machen, mir die Schuld an Marias Tod aufhalsen? Ich fuhr nach Bagnoli zurück und versuchte zu arbeiten. Es wurde nichts. Ich suchte Carlo, doch er war mit einer Fuhre Apfelsinen aus Salerno unterwegs. Wie oft hatte ich mir schon geschworen, Franca nicht mehr anzurufen? Jetzt hatte ich wieder den Hörer in der Hand, als Mirella reinkam. Sie war ein frisches zwanzigjähriges Ding mit großen Kulleraugen, ein erfreulicher Anblick.„Was gibts?“ fragte ich ungnädig. Sie brachte die Anzeigenabzüge, die der Drucker dagelassen hatte. Ich sah, wie sie erschrak. „Signor Martisen, ist Ihnen nicht gut? Wie Sie aussehen.“ „Zum Fürchten, wie?" Ich warf den Hörer auf die Gabel zurück. Am liebsten hätte ich das ganze Büro zu Kleinholz gemacht. „Soll ich Ihnen ein Glas Wasser holen?“ fragte Mirella. „Sie sollen mich in Ruhe lassen, verstanden?“ brüllte ich. Sie ging wortlos hinaus. Ich griff wieder zum Hörer und sprach mit der Telefonzentrale.„Ist Don Borda schon aus Bari zurück?“ „Don Borda ist wieder in Neapel“, sagte die Telefonistin.„Montag, zehn Uhr, ist Vertretersitzung. Don Borda möchte, daß Sie als Werbeleiter daran teilnehmen.“ „Gut. Verbinden Sie mich bitte mit ihm, geht das?“ „Don Borda ist nicht mehr im Privatkontor. Er erwartet Sie heute nachmittag um drei auf dem Vomero. Ich hatte Sie schon überall gesucht, um Ihnen das auszurichten.“ „Danke, Signorina.“ Er weiß es aiso schon, dachte ich. Jetzt will er mir den Kopf waschen, mich vielleicht mit Anstand loswerden. Pino ist immerhin sein künftiger Schwiegersohn. Ich packte meinen Arbeitskram zusammen. Plötzlich hatte ich eine Idee. Ich schlug mir vor die Stirn. Daß ich nicht schon früher daran gedacht hatte... Auf dem Flur prallte ich wieder mit Mirella zusammen. Sie hatte ein Taschentuch in der Hand und schien geweint zu haben. Sie schlug den Blick nieder.„Signor Martisen, Sie möchten um drei Uhr. „...pel Don Borda auf dem Vomero sein“, rief ich ungeduldig,„weiß schon alles.“ Ich konnte Mirella gut leiden, doch an diesem Tag ging sie mir mit ihrem Mitgefühl auf die Nerven. Ich wollte nicht bemitleidet sein. Ich war mit mir und der ganzen Welt verfeindet. Ich raste nach Neapel zurück. Auf der Piazza Municipio waren Erdarbeiten im Gange. Wann war das Straßenpflaster in Neapel einmal nicht aufgerissen? Ich fuhr fluchend die Umleitung. Vor dem Teatro Mercadante umschwärmten Händler mit Andenken amerikanische Matrosen. Als ich ausstieg, wies ein Schuhputzer vorwurfsvoll auf meine schmutzigen Schuhe. Am Quai der Stazione Marttima lag die „Atlantic“ unter Dampf. Ich bog in die Via Piliero ein. Jedes schmalbrüstige Haus beherbergte zahllose Pensionen mit Nachtglocken, Wechselstuben und Bars. Ich las ein Messingschild Mitchell Cotts und ein zweites Holme& Co. Endlich fand ich, was ich suchte: Gioelli & Co., Transporti Marittimi. Das Reederei-Kontor, in dem Maria gearbeitet hatte, lag im zweiten Stock. Auf der Tür mit Milchglasscheibe stand noch einmal Gioelli& Co. in altmodischer, vielverschnörkelter Schrift. Ich drückte die Türklinke nfeder. Eine Glocke schepperte an einem Klingelzug. Hinter einer Holzbarriere saß ein ältliches Fräulein im schwarzen Bürokittel und leckte am Falz von Briefumschlägen. „Mittagspause“, sagte sie giftig.„Kommen Sie um sechzehn Uhr.“ Ich setzte mein betörendstes Lächeln auf. „Furchtbar gern, Signorina. Aber Ihr Chef wird Krach schlagen, wenn er hört, daß Sie mich weggeschickt haben. Es ist brandeilig.“ Der schwarze Drache leckte jetzt an Briefmarken, und schoß einen Giftpfeil ab.„Sie sind Journalist?“ „Nicht daß ich wüßte.“ „Also dann sind Sie von der Polizei.“ „Seh ich so aus? Wollen Sie mich beleidigen?“ „Heut geben sich hier Reporter und Polizisten die Türklinke in die Hand. Unsere Buchhalterin hat sich umgebracht.“ „Wie traurig“, rief ich. „Na, so traurig ist es wieder nicht“. meinte der Drache.„War eine recht widerliche, eingebildete Person. Wollte immer die erste Geige spielen. Hübsches Lärvchen und nichts dahinter.“ „Verstehe“, sagte ich.„Es ist eine uralte Streitfrage, ob eine tüchtige Büroangestellte auch hübsch sein darf. Welches ist Ihre Meinung, Signorina?“ Der Blick war fürchterlich.„Also?“ herrschte der Drache mich an,„in welcher Angelegenheit?“ „Ich komme von der Firma Lorenzo Borda& Co.“ Der Name zog sofort. Die Züge des Drachens entsäuerten sich.„Warum sagten Sie das nicht gleich? Einen Augenblick bitte.“ Der Drache schloß die Briefmarken fort, entschwand ins Nebenzimmer und zog die Tür hinter sich zu. Es dauerte nur eine Minute, dann wurde die Holzbarriere au?geklinkt. „Signor Cioelli läßt bitten.“ So betrat ich klopfenden Herzens das Arbeitszimmer von Marias Chef. Es war ein muffiger Raum, der selbst in strahlender Mittagssonne düster wirkte. Altmodische Mahagonimöbel verbarrikadierten ihn. Die ungeputzten Fenster waren ohne Vorhänge. Die Pendeluhr in ihrem sargähnlichen schwarzen Gehäuse ging drei Stunden nach. An einem ovalen, mit grünem Tuch bespannten Tisch saß ein vierschrötiger Mann in Hemdsärmeln und Hosenträgern. Er drehte mir den gebeugten Rücken zu. Vor ihm lag auf dem tintenbeklecksten grünen Tuch ein Kontenbuch mit langen Zahlenkolonnen. Der Reeder schlug das Buch zu, Staub wirbelte auf. Er wandte sich um. Ich sah in ein mürrisches rotes Gesicht mit wässrigen Augen, Tränensäcken und schütterem weißen Haar. Der Störmichnicht-Blick verhieß nichte Gutes. Selbst meine dicke Padrona in Bagnoli konnte nicht übelwollender dreinsehen. Jetzt ist es soweit, dachte ich. Wenn ich dies Zimmer verlasse, werde ich wissen, warum Maria Alagna sich erschoß. An diesem Tag hatten wir Scirocco. Der glühende afrikanische Wüstenwind macht die Millionenstadt zu einem riesigen Backofen, den nicht der leiseste Windhauch vom Meer kühlt. Die Nerven sind zum Zerreißen gespannt. Wer nicht muß, rührt an solchem Tag keinen Finger. Ganz Neapel hielt Siesta; nur ich schlich herum wie Vergils Liebender, dem die Leidenschaft keine Ruhe läßt. Schon vor drei Uhr war ich oben auf dem Vomero. Vor der Villa stand Francas roter Topolino. Ich parkte meinen Wagen dahinter. Ich hatte noch Zeit und ging ein wenig durch den Garten. (Fortsetzung folgt) „Weißt““, sagte der Münchener Komiker Karl Valentin zu seiner Kollegin Lisl Karlstadt,„mit mein' Radio, is' halt eh' nix mehr. Dös kann i' schon nimmer hören.“ „Na, dann kauf' dir doch einen neuen Apparat. Ich werde mitkommen, einen aussuchen. Am besten wir fahren gleich.“ Karl Valentin war einverstanden, und gemeinsam wurde das beste und neueste Modell ausgesucht. Doch am nächsten Tage brachte der Humorist das Wunder der Technik wieder zurück. Er wollte es umtauschen, sagte er. „Bitte sehr, Herr Valentin! Was gefällt Ihnen denn nicht daran? Vielleicht wünschen Sie eine andere Farbe?“ „Na, die ist mir wurscht.“ „Sind Sie mit dem Klang nicht zufrieden?“ „O, doch! Der Klang is' scho' großartig!“ „Und der Empfang muß doch auch trennscharf und sauber sein!“ „Außerlich hab' 1' rein goarnix gegen dös Ding, aber dös damische Geschwätz, das immer aus dem Kasten herauskommt dös gefallt mir absolut net!“ V 119. Jahrgang— Nummer 82 Sauerländisches Volksblatt Altester Anzelger des Sauerlandes+ Über 100 Jahre Helmat- und Kreisblatt im Kreise Olpe Mittwoch. den 7. April 1954 Interesse an der Staatsbürgerkunde Gute Entwicklung des Seminars— Wieder neue Kurse Olper Stadtspiegel Der Vortragsabend des Felkevereins beginnt heute um 20.30 Uhr im Café Gastreich, Frankfurter Straße. Referent ist A. de Jong, der das Thema„Kreislaufstörungen“ behandeln wird. Der Sauerl. Gebirgsverein wandert heute abend durch die Hardt. Die Wanderfreunde treffen sich um 20 Uhr am Gesundheitsamt, Imbergstraße. Evangelische Pfarrgemeinde. 60 Kinder der evangelischen Kirchengemeinde Olpe werden in diesem Jahre konfirmiert. Die Einsegnung der Konfirmanden aus dem Amt Olpe und Wenden erfolgte bereits am letzten Sonntag, weil der Kirchenraum für eine gemeinsame Feier aller Konfirmanden nicht ausreichen würde. 18 Konfirmanden empfingen das hl. Abendmahl in der hiesigen evangelischen Pfarrkirche. Tagung für Archivpflege. In Rheine findet am 12. April in der Gaststätte Rolinckbräu(früher Hotel„Central“, Münstraße 23/25) eine Tagung für Archivpflege statt. Staatsarchivdirektor Prof. Dr. Bauermann spricht über das Thema „Einführung in die Aufgaben der Archivpflege und der Archivpfleger“. Dr. Leesch gibt außerdem eine allgemeine „Einführung in die Archivalienkunde“. Der Heimkehrerverband für Stadt und Amt Olpe trifft sich am kommenden Samstag um 20 Uhr im„Westfälischen Hof“. Warenverkehr mit West-Berlin. Im Monat Februar wurden im Reg.-Bez. Arnsberg 852 Warenbegleitscheine für Warensendungen nach West-Berlin genehmigt. Der Gesamtrechnungswert der freigegebenen Waren betrug 1 351 790 DM. Die Halteverbotsszeichen in der Westfälischen Straße wurden am Montag wieder instandgesetzt, da sie wiederholt von unbekannten Tätern beschädigt worden waren. Ob mit solchen Beschädigungen irgend etwas dokumentiert werden soll? Es wäre töricht! An den ergangenen Anordnungen wird so keine Aenderung herKreis Olpe. Vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e. V., Kreisverband Olpe, wird uns folgendes mitgeteilt: In den letzten Wochen konnten durch verschiedene Veröffentlichungen bei manchen Verbrauchern Zweifel darüber entstehen, ob der Genuß von Milch die Rindertuberkulose auf den Menschen überträgt. Das ist unrichtig! Denn jede in einer Molkerei bearbeitete, d. h. nach den gesetzlichen Vorschriften ordnungsgemäß behandelte, insbesondere erhitzte und tiefgekühlte Milch ist garantiert frei von schädlichen Krankheitskeimen, also auch frei von Tuberkelbazillen, Dieses Freisein der Molkereimilch von gesundheitsschädlichen Keimen wird vom Staat, von den Städten und Kreisen laufend überwacht. Die Gesundheits- und Ordnungsämter in den Städten und Kreisen, die hygienischen Institute des Ruhrgebietes und der Universitäten nehmen unangemeldet Tag für Tag in allen Molkereien Zehntausende von Milchproben, die vor allem im Tierversuch auf Freiheit von gesundheitsschädlichen Keimen, insbesondere Tbe, untersucht werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigen zweifelsfrei, daß der Genuß von Molkereibeigeführt; außerdem entstehen nur Kosten, für die letztlich die Allgemeinheit aufzukommen hat. Die Polizei ist angewiesen, in Zukunft strenge Kontrolle durchzuführen. Wer bei Beschädigung von Verkehrszeichen erwischt wird, hat mit empfindlicher Strafe zu rechnen. In der Erzbergerstraße sind die StraBenbauarbeiten augenblicklich in vollem Gange. Bordsteine und Rinnen werden angelegt; außerdem wird die Packlage gesetzt. Später erhält die Straße einen Teerteppich. Die Arbeiten an der Panneklöpperstraße wurden wieder aufgenommen. Zunächst werden die Gas- und Wasserleitungen verlegt. Bei geeigneter Witterung ist dann zu hoffen, daß diese Verbindungsstraße, Kreis Olpe. Seit dem 1. April hat nun auch in Attendorn die Deutsche Angestellten-Krankenkasse, und zwar im Hause des Neubaus Klewes, Kölner Straße 104, eine eigene Bezirksgeschäftsstelle. Bisher wurden die Mitglieder der Kasse in Attendorn durch eine ehrenamtlich besetzte Verwaltungsstelle betreut. Aber der Mitgliederbestand und der Wille, diesen Bestand noch auszubauen, bewogen die Landesgeschäftsstelle Westfalen dazu, nun auch in Attendorn eine Bezirksgeschäftsstelle zu errichten. In dem Neubau Klewes, Kölner Straße 104, in der 1. Etage, haben nun die Mitglieder die Möglichkeit, beim Bezirksgeschäftsführer ihre Wünsche vorzubringen und ihre Belange wahrzunehmen. Die Bezirksgeschäftsstelle ist sehr gut eingerichtet. Vorbeugen ist besser als heilen Grundsätzlich vertrittt die Deutsche Angestellten-Krankenkasse den Standpunkt, daß vorbeugen besser als heilen ist. Und so fängt sie bereits bei den Kinmilch keinerlei Gefahr für die Bevölkerung darstellt. Der Verbraucher kann also ohne Sorge die aus den Molkereien kommende Milch verzehren und dabei seinem Körper alle die wertvollen Nährstoffe, wie Milchfett, Eiweiß, Vitamine, Kalk, Milchzucker usw. zuführen, die in der Milch in einer so harmonischen Zusammensetzung enthalten sind, wie sie kein anderes Nahrungsmittel zu bieten vermag. Nach dem Urteil wissenschaftlicher Kapazitäten wird die Milch durch die Pasteurisierung in ihrem Nährwert nicht beeinträchtigt. Wenn auch nach zwei verlorenen Kriegen die Tbe unter den Rindern bisher nur zu einem Teil ausgemerzt werden konnte, so sorgen die Erhitzung in den Molkereien und die Ueberwachung durch den Staat dafür, daß eine Uebertragung auf den Menschen praktisch unmöglich gemacht ist, wenn man molkereimäßig bearbeitete Milch trinkt. Unabhängig bemühen sich Staat und Landwirtschaft ernsthaft darum, die Tbe bei den Rindern mit allen Mitteln so rasch wie möglich auszurotten. Die Hausfrauen haben daher keinen Grund, sich bange machen zu lassen, denn Milchgenuß bedeutet nach wie vor keine Gefahr. wie schon länger vorgesehen, fahrbar gemacht wird. Der gegenwärtige Zustand der Straße läßt kaum einen Fußgängerverkehr zu, und doch würden es viele Einwohner begrüßen, wenn sie diese günstige Verbindung zwischen Vellmicke und Martinstraße weiterhin benutzen könnten. Sprengfelsen erschweren die Arbeiten an der Kolpingsstraße, die dennoch gute Fortschritte machen. In der Gartenfelder Straße wurde die Rohplanung mit einem Räumgerät hergestellt. Bekanntlich soll die„Sonnenseite“ der Stadt das bevorzugte Baugebiet sein. Im Filmtheater läuft heute und morgen der dramatische Film„Das Herz muß schweigen“, der eine vorzügliche Besetzung mit Paula Wessely, Mathias Wieman und Werner. Hinz gefunden hat. Der Film erzählt das Schicksal zweier Pioniere im Dienste der Röntgen-Forschung. Er ist nach tatsächlichen Begebenheiten aus dem Jahre 1905 in Wien gestaltet. Zwei junge Menschen opfern ihr persönliches Lebensglück einer größeren Sache, um der leidenden Menschheit zu helfen. Der Arzt Dr. Holzgruber und seine Assistentin Maximiliane bringen dieses Opfer. Ein packender Wessely-Film, der stark in die Tiefe geht! dern damit an. Unsere Zeit hat auch die Kinder bereits anfällig gemacht für Krankheiten des Herzens und der Nerven. Werden diese Krankheitskeime rechtzeitig beim Kinde erkannt, dann können sie wirksam bekämpft werden. Das macht die DAK durch sechswöchige Kuren für diese Kinder in geschlossenen Kuren. Die Eltern zahlen dann lediglich täglich DM 2,— an Kosten. Das andere trägt die Kasse, auch die Fahrtkosten. Die Lehrlinge werden durchweg im 2. Lehrjahr einer Reihenuntersuchung unterzogen. Stellen sich gesundheitliche Schäden hierbei heraus, werden diese Lehrlinge 26 Tage zur Kur geschickt. Auch hierfür ist der Betrag, den das einzelne Mitglied an Kosten zu zahlen hat, äußerst gering. Speziell für Angestellte Die Kasse nimmt auch Rücksicht darauf, daß ihre Mitglieder Angestellte sind. Bei diesen liegen andere Krankheiten vor, die aus der meist sitzenden Lebensweise zu erklären sind als z. B. bei Arbeitern, z. B. Magenleiden und Kreislaufstörungen. Ueberall herrscht der Grundsatz vor: Vorbeugen ist besser als heilen. Ist das Heilen aber notwendig geworden, soll es auch gründlich erfolgen. Eine alte Kasse Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse geht zurück bis auf das Jahr 1774, wo in Breslau Handlungsgehilfen eine auf genossenschaftlicher Basis gegründete Selbsthilfeeinrichtung für Krankheits- und Erlebensfälle geschaffen hatten. Ihr gehören rund eine Million Mitglieder mit 700 000 Angehörigen an. Wie damals in Breslau gilt auch heute noch der Grundsatz der DAK: Einer trage des anderen Last! Im ganzen Bundesgebiet gibt es 320 Bezirksgeschäfisstellen, die mit besonders geschulten Geschäftsführern besetzt sind. Bei der DAK handelt es sich um eine auf gesetzlicher Basis arbeitende ErsatzKasse. Sie nimmt also Mitglieder auf, die krankenversicherungspflichtige Angestellte sind, das heißt also, alle die bis zu 500 DM im Monat verdienen. Wird ihr Einkommen während der Mitghedschaft erhöht, können się auch weiterhin als freiwillige Mitglieder der Kasse angehören. Altenhundem. Zur Vorbereitung des Österkonzerts, setzt der MGV seine Chorproben am Donnerstag um 20 Uhr im Vereinslokal fort. In der Karwoche sind die Chorproben auf Montag und Karsamstag um 20 Uhr festgesetzt. Kreis Olpe. Ein Rundschreiben des Seminars für Staatsbürgerkunde wurde jetzt zur Eröffnung neuer Kurse im Kreise Olpe herausgebracht. Diesem Rundschreiben ist über die bisherige Entwicklung des Seminars folgendes zu entnehmen: Das Seminar für Staatsbürgerkunde e. V. in Olpe, das zwei Jahre in aller Stille aufgebaut hat, ist eine Gründung von Männern unseres Kreises zum Zwecke der Durchführung einer umfassenden Erwachsenenbildung auf christlich-abendländischer Grundlage. Dabei ist man davon ausgegangen, daß die cnristlichen Sozialprinzipien nur dann in unverfälschtem Sinne gelehrt werden können, wenn sie nicht gekoppelt werden mit dem sozialen und politischen Zweck eines Verbandes oder einer Partei oder den Interessen irgendeiner sozialen Gruppe. Auf die Unabhängigkeit des Seminars wird deshalb großer Wert gelegt. In der Zusammensetzung seines Vorstandes und Lehrkörpers sowie in der Auswahl der Lehrgangsteilnehmer trägt das Seminar der Tatsache Rechnung, daß die Aufgaben im öffentlichen Raum ohne Rücksicht auf die Konfession allen gemeinsam gestellt sind. Das Seminar wendet sich mit seiner Bildungsarbeit in erster Linie an die Arbeitnehmerschaft der gewerblichen und industriellen Wirtschaft. Aus diesen Kreisen haben im Laufe von zwei Jahren rund 4 000— davon allein aus dem Kreise Olpe 500— die Lehrgänge des Seminars besucht. Die Lehrgänge finden in fast allen Ländern der Bundesrepublik statt. Der Lehrplan umfaßt alle wichtigen Sachgebiete des öffentlichen Lebens. Das Seminar zählt heute zu den bedeutendsten staatspolitischen Bildungsinstituten auf Bundesebene. Der Aufbau des Instituts soll nicht nur die Angelegenheit einiger weniger sein, sondern allen interessierten Kreisen offenstehen. Für unsern engeren HeimatBrachthausen. Die Amtsvertretung Kirchhundem tagte unter dem Vorsitz von Amtsbürgermeister Stangier hier im Gasthof Nagel. Zu Beginn der Sitzung wurde an Stelle des zurückgetretenen Franz Vollmer der neue Amtsverordnete Josef Garber(SPD) in sein Amt eingeführt. Amtsoberinspektor Althoff gab anschließend die Erläuterungen zum neuen Haushaltsplan, der in Einnahmen und Ausgaben mit 655 071 DM abschließt. Die Amtsumlage wird auf 30 Prozent aller Steuerkraftzahlen und der Schlüsselzuweisungen festgesetzt: Heinsberg 13 034 DM, Kirchhundem 181 304 DM, Kohlhagen 19 926 DM, Lenne 12 003 DM, Oberhundem 28 496 DM, Saalhausen 20 859 DM. Die endgültige Amtsumlage kann erst nach der Verabschiedung des Finanzausgleichsgesetzes festgesetzt werden. Beim Haushaltsplan des Amtes mußte für die zu erwartende Erhöhung der Beamtengehälter ein Sicherheitsbetrag von 19 491 DM eingesetzt werden. Dieser Betrag soll auch zur Deckung aller Ausgaben verwandt werden, die im Haushaltsplan noch nicht veranschlagt werden konnten. Anschließend wurde der Haushaltsplan des Zweckverbandes der Gemeinden des Amtes Kirchhundem zu einem Feuerlöschverband beraten, der in Einnahmen und Ausgaben mit 19 060 DM abschließt. Der Bedarf des Feuerlöschverbandes wird durch eine Umlage, deren Berechnung nach der Einwohnerzahl der letzten Personenstandserhebung erfolgt, von den amtsangehörigen Gemeinden gedeckt. Nach Genehmigung des Haushaltsplanes durch die Amtsvertretung wurde auch bereich finden, wie schon kurz mitgeteilt, in diesem Monat zwei Abendseminare statt und zwar vom 5. bis 9. April in Attendorn sowie vom 26. bis 30. April in Grevenbrück. Weitere Interessenten können sich beim Seminar oder den Kursusleitern anmelden. Straße unterspült Stachelau. Das Bachbett der Bigge hat die Bundesstraße 54 unterspült, so daß die befestigte Teerdecke auf einer größeren Strecke in einer Breite von etwa 50 cm eingestürzt ist!— Eine Verbesserung der dortigen Straßenverhältnisse ist schon lange ein allgemeines Anliegen. Zweckmäßig wäre es, nun irgendwie dem Verkehr so Rechnung zu tragen, daß künftig alle Gefahrenmomente beseitigt werden. Dieses trifft insbesondere den Verkehr nach Stachelau und Rehringhausen. FIFA-Jugendspiel am Östersamstag auf dem Sportplatz Kreuzberg in Olpe— Beginn 16 Uhr — Bewachter Parkplatz vorhanden!— Erneute Gemeinderatssitzung Albaum. Die Beratung des Haushaltsplanes und der Haushaltssatzung für das Rechnungsjahr 1954, die in der letzten Sitzung zurückgestellt wurde, wird in einer erneut einberufenen Sitzung des Gemeinderates Kirchhundem erfolgen, die am Donnerstag, dem 8. April, um 15.30 Uhr im Gasthof Berg in Oberalbaum stattfindet. Außerdem stehen auf der Tagesordnung die Einführung der Gewerbemindeststeuer, die Gewährung eines Darlehns an das Wasserwerk Kirchhundem, die Erweiterung der Brauseanlage in der Volksschule Altenhundem und die Genehmigung von über- und außerplanmäßigen Ausgaben. dem Erlaß einer Geschäftsordnung für die Amtsvertretung zugestimmt. Ihre Zustimmung gaben die Amtsvertreter ebenfalls einem Dringlichkeitsbeschluß für die Aufforstung, die wegen der Witterung keinen Aufschub erleiden durfte. Da die Verlegung der Jugendschöffengerichte nach Siegen angestrebt ist, soll versucht werden, diese im Kreise Olpe zu erhalten. Stadt Attendorn Heinz Steguweit liest. Am kommenden Samstag um 20.30 Uhr liest bekanntlich in der Aula des Gymnasiums der Dichter Heinz Steguweit aus eigenen Werken. Die heimischen Künstlerinnen, Frl. Luise Frey, Attendorn(Flügel), und Frl. Margret Rosenstengel, Clpe(Violine), geben der Lesung elnen musikalischen Rahmen. Sämtliche Werke des Dichters Steguweit können ab sofort im„Reisebüro Sauerland“ und am Lesungsabend erworben werden. Die Bücher werden mit dem Autogramm des Dichters versehen. Es ist zu empfehlen, sich Eintrittskarten möglichst schon, im Vorverkauf beim „Reisebüro Sauerland“ zu beschaffen. Straßenbeleuchtung wieder in Ordnung. In vollem Licht erstrahlt jetzt wieder die Kölner Straße, die nach dem Zwischenfall beim Abbruch des Hauses Bischoff vom Marktplatz bis zum„Ratskeller“ mehrere Nächte im Dunkel gelegen hat. Totenglocke Thieringhausen. Frau Heinrich Hesse Katharina geb. Gipperich, ist am 6. April im 62. Lebensjahr gestorben. R. i. p. Milchtrinken ist keine Gefahr! Eln wichtiges Wort der Aufklärung für die gesamte Bevölkerung Seit dem Jahre 1774: Deutsche Angestellten-Krankenkasse Nunmehr auch In Attendorn eine Bezirks-Geschäftsstelle Amtsvertretung Kirchhundem tagte Etat für 1954 angenommen- Dringliche Aufforstung nachträglich gebilligt ESSO EXTRA Wenn Ihr Zähler noch unter 50000 zeigt, dann sollten Sie jetzt auf das neUe ESSO EXTRA MOTOR OIL übergehen. Ein extra sauberer Motor, den keinerlei Ablagerungen in seiner Leistung behindern, ein Motor, der länger lebt, wird der Erfolg sein. ES50 bietet mit dem neuen„HD"-Öltyp für Viertakt-Vergasermotoren Motorschutz wie nie zuvor. Wieviel Kilometer hat Ihr Wagen? EXTRA viskositätsstabil EXTRA reinigungskräftig EXTRA kaltstartfreudig EXTRA antikorrosiv EXTRA oxydationsfest Wiel Arbeif? Dann Herz und Nerven sconen ME tinken Ein erschütternder Zahlenspiegel... Referate auf der staatspolitischen Tagung der kath. ostdeutschen Jugend Aus dem Sauerland. Im Waldhaus St. Meinolf bei Arnsberg dem Bildungsheim der Erzdiözese Poderborn, trafen sich auf Einladung des St. Hedwigswerkes die Jugendführer der katholischen ostdeutschen Jugend zu einer Tagung, die unter dem Leitgedanken„Die Verantwortung und Mitarbeit der katholischen Jugend des deutschen Ostens im Staat“. An drei Tagen wurden die Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Verhältnisse des Lebens nach den Grundsätzen des Christentums und der Demokratie auszurichten. Die Bedeutung der Volkstumsarbeit für den christlichen Staat behandelte Kulturreferent Mühlberg(Uelde). Dr. Rüther(Lippstadt) zeigte die Aufgaben des jungen Christen in der Familie als Zelle des Staates auf. Ueber Persönlichkeit und Masse referierte P. Sauer SJ(Eringerfeld) und zeigte die Gefahr der Vermassung auch in unserem Volke auf. Ueber die Bedeutung der Presse und des Rundfunks für den christlichen Staat und die Mitarbeit der Jugend referierte Johannes Blauschek(Grevenbrück). Diözesanpräses Pfarrer Trennert(Lippstadt) schnitt die Kernfragen im Heimatvertriebenenproblem an, zu denen die Tagungsteilnehmer eingehend Stellung nahmen. In den Diskussionen wurde einmütig der Standpunkt vertreten, daß Einheimische, Heimatvertriebene und Flüchtlinge in wahrer christlicher Gesinnung zusammenstehen müssen im gemeinsamen Entscheidungskampf um die Erhaltung der christlichen Heimat und Zukunft in einem christlichen Deutschland und Europa. Ohne Hilf Dir selbst! Was der Handwerker vor der Meisterprüfung wissen mun:— Von Handwerks kammer-Syndikus Dr. Brinkmann. 10. Auflage, Wilh. Stollfuß-Verlag Bonn, DM 3,60: Dieser soeben neu bearbeitete Leitfaden für die Vorbereitung auf die Meisterprüfung ist ein unentbehrlicher Helfer und Berater für jeden Jung-Handwerker. Unter Berücksichtigung des neuesten Handwerksrechts bringt er klar und allgemeinverständlich alles Wichtige über Handwerksgeschichte— Handwerksrecht und Gewerbeordnung, Sozialversicherung. Gerichtsverfassung, Wechsel- und Scheckrecht, allgemeine Rechtskunde, Buchführung, Steuer und Kalkulation. Auch der Meister hat hier Gelegenheit, sein persönliches Wissen auf den neuesten Stand zu bringen. Daher sollte dieses nützliche Büchlein eines erfahrenen Fachmannes in keinem Handwerksbetrieb fehlen. Wie wende ich die Satzzeichen richtig an?— Von Oberkorrektor Alfred Jasper, 6. Auflage, Wilh. Stollfuß-Verlag Bonn, DM 1,80: In dieser Neuerscheinung der Sammlung„Hilf dir selbst!“ ist das Wichtigste über Punkt, Komma und die übrigen Satzzeichen übersichtlich und verständlich zusammengetragen und mit Beispielen belegt. Die kleine Schrift eignet sich daher für jeden, der bei der Zeichensetzung schon mal Zweifel hat; und wer könnte sich davon wohl ausnehmen? Rücksicht auf die landsmannschaftliche Eigenart sei dieses notwendig. Interessant waren nachstehende Zahlen über die verfolgte Kirche hinter dem Eisernen Vorhang, die im Verlauf der Tagung bekanntgegeben wurden. 185 katholische Oberhirten seien von den Kommunisten bisher von ihren Bischofssitzen entfernt worden, darunter 4 Kardinäle, 32 Erzbischöfe und Bischöfe. Darunter fallen auch 31 Apostolische Präfekten, Administratoren und Visitatoren, die ermordet wurden. Allein 23 Bischöfe wurden ermordert, hingerichtet oder starben an den Folgen unmenschlicher Mißhandlungen. Weitere 38 Oberhirten seien im Gefängnis und 74 weitere ausgewiesen. 15 Bischöfe leben im Exil. Mehrere Bischöfe Bilstein. Der Verkehrsverein und Wintersportverein hatten eine Versammlung einberufen, in der es um Jugendpflegefragen und nicht zuletzt um die Erhaltung des Freibades ging. Das Sportleben wachzurufen und die Jugendpflege weiter zu fördern, sei eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit, betonte der Vorsitzende des Verkehrsvereins, Kaufmann Peter Kampschulte, in dieser Versammlung, die im Hotel Heller stattfand. Kreisjugendpfleger Broermann, Olpe, nahm zu den angeschnittenen Fragen eingehend Stellung. Viel sei in den letzten Jahren in Bilstein geschehen, erklärte er, doch müsse die Jugendarbeit noch lebendiger werden. Der Kindergarten des Ortes werde sehr gut geleitet. Der Aufbau der kirchlichen Gruppen unserer Jugend sei inzwischen ebenfalls abgeschlossen. Bedauerlich sei leider die Feststellung, daß das Sportgeschehen der Jugend sich nur auf den Winter beschränke. Sämtliche gebräuchlichen Disziplinen des Turnund Sportbetriebes zu pflegen und auszubauen, müsse jetzt oberstes Ziel sein. Das sportliche Geschehen innerhalb des Ortes müsse sich auf alle vier Jahreszeiten erstrecken. Der Kreisjugendpfleger sah eine Möglichkeit hierfür durch Belebung des alten Turn- und Sportvereins Bilstein e. V. In diesem Zusammenhang gab er von der inzwischen erfolgten Fusion des Fußball- und Leichtathletikverbandes Kenntnis. Neben dem Wintersport auch die Leichtathletik, das Schwimmen- und den Tennissport in Bilstein zu pflegen, sei im Dienste der Jugend und Allgemeinheit unbedingt notwendig. Ueber den einzuschlagenden Weg setzte anschließend eine rege Diskussion ein. Auf Wunsch der Versammlung sollen der Turn- und Sportverein sowie der Wintersportverein in Kürze Generalversammlungen einberufen, um sich mit den aufgeworfenen Fragen zu beschäftigen. Man war der einmütigen Auffassung, durch Zusammenarbeit aller Stellen in voller Harmonie zum Wohle des Ortes und nicht zuletzt der Bilsteiner Jugend zu wirken. starben darin. Die übrigen Bischöfe stehen unter Hausarrest, dürfen ihre Diôzesen nicht mehr betreten oder werden von ihren Aemtern ferngehalten. In Sowjetrußland wurden allein 29 Oberhirten Opfer des Terrors. Von einst 100 000 Gotteshäusern der griechisch-orthodoxen Kirche Rußlands seien nur noch 5000 geöffnet. Von 60 000 Geistlichen, die vor der Oktoberrevolution in Rußland die Gläubigen betreuten, seien nach dem Umsturz nur noch 10 000 im Amt geblieben. Die rômisch-katholische Kirche, die bis zur Revolution über 100 Kirchen in Rußland verfügte, sei bis auf die St. Ludwigskirche in Moskau vollkommen vernichtet. Es wurde der Beschluß gefaßt, die nächste staatspolitische Tagung im eigenen Heim der Katholiken des deutschen Ostens, das noch in diesem Jahre in Oerlinghausen bei Bielefeld eröffnet werden soll, abzuhalten. Die Vorplanung— so kam zum Ausdruck — sieht einen gemeinsamen Turn- und Sportverein vor mit Unterabteilungen Turnen, Leichtathletik, Wintersport und Schwimmen; evtl. soll später ein Tennisplatz angelegt werden. Die anwesenden Vertreter des Wintersportvereins brachten zum Ausdruck, daß sie gewillt sind, die angeschnittenen Fragen eingehend zu prüfen und eine Generalversammlung der Mitglieder durchzuführen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Zum Schluß dankte der Vorsitzende allen Anwesenden für ihr Interesse und Verständnis. Sein Ziel ist es, den Turnund Sportgedanken in Bilstein zu beleben. Es ist zu hoffen, daß dieses löbliche Vorhaben gelingt. Kennzeichnung gesundheitsschädlicher Lösemittel Kreis Olpe. Am 1. April 1954 trat die Verordnung über die Kennzeichnung gesundheitsschädlicher Lösemittel und lösemittelhaltiger anderer Arbeitsstoffe(Lösemittel-VO) in Kraft. Die Verordnung verlangt die Kennzeichnung der Behälter, in denen gesundheitsschädliche Lösemittel und solche Lösemittel in bestimmten Grenzen enthaltende Arbeitsstoffe abgegeben und aufbewahrt werden. Es handelt sich in der Hauptsache um Lösemittel wie Benzol und seine Homologen, Methanol und Halogen-Kohlenwasserstoff-Verbindungen wie Tetrachlorkohlenstoff und Chlorbenzol. Als Bestandteile vieler wichtiger Industrieprodukte, z. B. Lacke, Bautenschutzmittel, Klebstoffe und Abbeizmittel, sind derartige Lösemittel aus technischen Gründen nicht zu entbehren. Die Gefahr dieser Arbeitsstoffe besteht darin, daß bei ihrer Anwendung in engen Räumen sich Lösemitteldämpfe ansammeln können, die keineswegs harmlos sind, sondern zu schweren Vergiftungen, häufig genug zum Tode geführt haben. Hinzu kommt, daß die Personen, die solche Arbeiten, z. B. den Anstrich eines Futtersilos mit einem Bautenschutzmittel, Turnen und Sport auf breiter Grundlage Bilstein wünscht Förderung der Leibesübung nicht nur in den Wintermonaten Kurzberichte aus dem Kreise Olpe Schulweg wird instandgesetzt Rüblinghausen. Augenblicklich ist man dabei, den Weg zum künftigen Schulneubau instandzusetzen. In Kürze werden auch die Baustoffe für das Gebäude angefahren. Dann sollen die Bauarbeiten in Angriff genommen werden. Schulpersonalie Gerlingen. Lehrer Norbert Scheele, Dahl, wird künftig als Hauptlehrer an der hiesigen Schule tätig sein. Sein neues Amt tritt er am 1. Mai dieses Jahres an. Schon zu Beginn der nächsten Woche siedelt er von Dahl nach Gerlingen über, um hier die Wohnung in der Schule zu beziehen. Ein Lehrer von Gerlingen wird zu dem genannten Zeitpunkt die Schule in Dahl übernehmen. Kirchveischede. Der Verkehrsverein beabsichtigt, hier eine Auskunftsstelle einzurichten und in der Ortsmitte eine große Wandertafel aufzustellen. Kirchveischede. Für die Jugendpflegearbeit will die Pfarrjugend Musikinstrumente und neue Liederbücher anschaffen. Neue Wanderkarte Bilstein. Eine Wanderkarte„Rund um Bilstein und Kirchveischede“ im Maßstab 1:25 000 hat der Verkehrsverein herausgegeben, auf der die Hauptwanderstrecken des SGV und alle Wanderwege des Verkehrsvereins in die nähere Umgebung verzeichnet sind. Auch die Berge sind namentlich mit genauer Höhenangabe vermerkt. Spenden für das Schwesternhaus Grevenbrück. Das neue Schwesternhaus an der Lehmbergstraße geht seiner Vollendung entgegen. In einem Aufruf wird daher die Bevölkerung um weitere Spenden gebeten. Diesbezügliche Fragebogen ausführen, nicht selten unerfahrene Kräfte sind, die sich von der Größe der Gefahr kein Bild machen können. Hier soll die vorgeschriebene Kennzeichnung warnend eingreifen, die Gefährdeten zur Beachtung der Schutzvorschriften, die diesen Mitteln beigegeben sind, anhalten und sie veranlassen, entweder für eine gute Lüftung zu sorgen oder wenn diese nicht möglich ist, Atemschutzgeräte anzulegen. Es ist zu hoffen, daß mit dieser Verordnung die große Zahl der Vergiftungsfälle durch Lösemittel zumindest weitgehend eingeschränkt werden kann. Schul-Fußball Olpe. Gestern spielte im Rahmen des Schul-Fußballes die Klasse 7a gegen 6a. Das Spiel war recht interessant, es endete mit einem 5:3-Sieg der 7a. FIFA-Spiel in Bergneustadt Olpe. Wie schon bekanntgegeben, ist am 12. April das FIFA-Jugendspiel Schweiz—Türkei in Bergneustadt. Im Vorspiel zeigen die Jugendmannschaften Derschlag und Bergneustadt ihr Können. Das Hauptspiel beginnt um 17.30 Uhr. sind jetzt verteilt worden. Nicht nur Einzelpersonen und Familien, sondern auch alle Betriebe und Firmen sind zur Spendenzeichnung aufgerufen. Die Spenden sind gegen Vorlage einer Bescheinigung der katholischen Kirchengemeinde steuerlich abzugsfähig. Grevenbrück. Zu einer Betstunde für dle Gläubigen in der„schweigenden Kirche“ jenseits des Eisernen Vorhangs hatten sich die hiesigen Katholiken am Sonntag um 14 Uhr in der Pfarrkirche recht zahlreich eingefunden. Grevenbrück. Dem Vernehmen nach ist beabsichtigt, für die Polizei des südlichen Regierungsbezirks Amnsberg hier eine Waffenmeisterei einzurichten. Maumke. Die Gemeindevertretung bewilligte der kath. Pfarrbücherei eine einmalige Beihilfe in Höhe von 100 DM. Meggen. Die im Bau befindliche neue Sportplatzanlage an der Grubenstraße wird bis zu ihrer Fertigstellung einen Kostenaufwand von etwa 90 000,— DM erfordern. Meggen. Das neue kath. Jugendheim soll noch im Laufe dieses Sommers seiner Bestimmung übergeben werden. Elspe. Heimatvertriebene aus der Grafschaft Glatz und dem Sudetenland, die an der Wallfahrt am 30. Mai nach Werl teilnehmen und den Sonderbus des Elsper St. Hedwigskreises benutzen wollen, müssen sich umgehend beim Vorsitzenden Alfred Rother melden. Altenhundem. Die Arbeiten zur Entwässerung im Öchsenbruch wurden der Firma Feldhaus in Harbecke übertragen, ebenso die Erweiterung der Entwässerungsanlage in der Siedlung II in Hofolpe. Langenei-Kickenbach. Schon seit langem besteht für die Orte Langenei und Kickenbach das dringende Bedürfnis eines Schuttabladeplatzes. Nach langwierigen Verhandlungen hat sich in uneigennütziger Weise der Landwirt Karl Heinemann in Kickenbach bereit erklärt, im sog. Timmerbruch, unweit des Hauses Lübke in Kickenbach, kostenlos einen Platz hierfür zur Verfügung zu stellen. Für die Herrichtung durch eine notwendige Verrohrung, die jedoch auf längere Zeit verteilt werden kann, ist ein Kostenaufwand von 500 DM erforderlich. Der Gemeinderat genehmigte einstimmig den Schuttabladeplatz. Kirchhundem. Einstimmig genehmigt wurde vom Gemeinderat die Verlängerung der Satzung über die Abwässerbeseitigung und die Erhebung von Kanalgebühren in der Gemeinde Kirchhundem. Seitens der Aufsichtsbehörde ist es erforderlich, einen Zentralentwässerungsplan aufzustellen. Die bisherige Satzung soll jedoch bis zur Fertigstellung um ein Jahr verlängert werden, womit sich der Gemeinderat einverstanden erklärte. Welschen Ennest. Der St. Hedwigskreis beschloß, am 29. und 30. Mai eine Omnibusfahrt nach Werl zur Wallfahrt der heimatvertriebenen Grafschaftler und Sudetendeutschen zu unternehmen. Anmeldungen nimmt Frau Matthes entgegen. 91. meine Inge ist es die lustige SanellaOsterpackung. Für mich ist es das Zeichen, das ich darauf entdeckte—„Die Feine“. So habe ich Sanella immer genannt, weil sie es wirklich ist: Fein und frisch! NELI anella trägt das jetzt Pradi wieder Die sichtb Gof durde Pack Alles, was eine Margarine wirklich gut macht, ist in Sanella enthalten der Mode Ja— die reizvollen und eleganten Modeschöpfungen dieses Frühlings übertreffen wieder einmal alle Erwartungen. Unsere Schaufenster und das überreiche Angebot in allen modischen Abteilungen zeigen, dast es uns gelungen ist, eine Fülle wirklich bezaubernder Moden für Sie zu finden. Natürlich möchten wir Ihnen jetzt zur Frillijährs-Erölinang unsere reiche Auswahl zéigen Wir erwarten Sie gern zu elner unverbindlichen Anprobe! Guterhaltene Nähmaschine zu verkaufen. Angebote unt. Nr. 1664 an Sauerl. Volksblatt Olpe. Guning Irn a. Seile 40 lahr bew. d. Prchel, GeslchuAusschlag-Ekzem Hautjucken Wundsein usw. Leupin-Tee blutreinigend- abföhrend. L Apoth. u. 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Nicht nur die schon bekannten Modelle eind allgemein billiger geworden, auch die Neuschöpfungen bewegen sich in Preislagen, die vor Jahresfrist noch kein Mensch für möglich gehalten hätte. Als Zweites: Die gute alte Box ist nicht wieder zu erkennen. Sie ist keine Box mehr. Sie ist schon äußerlich eine vollwertige Kamera und„innerlich“ erst recht. Als Drittes: Auch die Kamera der Mittelklasse zeigt eine Ausstattung, die bisher ein Privileg der Kamera-Aristokraten war. Als Viertes: Hochwertige, lichtstarke Optiken, gekuppelte Entfernungsmesser, Spiegelreflex-Systeme, Wechselobjektive— bisher Kennzeichen der großen Klasse— treten einen allgemeinen Vormarsch in die Preisbereiche der meistgekauften Amateur-Kameras an. Wer etwas mehr Geld ausgeben will, braucht auf die technisch-optischen Raffinessen nicht mehr zu verzichten. Ganz deutlich zeigen sich in der Technik der Amateur-Fotographie die folgenden Entwicklungslinien ab: Der gekuppelte Entfernungsmesser gehört zur Standard-Ausführung. Die Spiegel-Kamera gewinnt allgemein Boden. Neben den bekannten„zweiäugigen“ nimmt die„einäugige“— die so lange als veraltert galt— den Wettkampf wieder auf. Hier gibt es die größten Überraschungen. In den höheren Sphären der Kamera-Aristokratie ist es vor allen Dingen das unbeschreiblich vielfältige Zubehör, das die Weiterentwicklung trägt. Nun im einzelnen: Nachdem nun auch die größten und bekanntesten Box-Herstellerinnen einen neuen Typ in neuer Form für weniger als 20 Mark herausbringen, wird man dem Foto-„Kasten“ wohl sehr bald nicht mehr begegnen. In dieser Preislage gibt es also schon eine 6x9-Kamera mit Fernrohrsucher, zwei Blenden und eingebauter Vorsatzlinse. Für DM 25,— gibt es eine 4x4-Kamera mit drei Blenden, vier Verschlußzeiten von 1/25— 1/100 Sekunde und Doppelbelichtungssperre. Für DM 36,— findet man bereits eine 6x6-Kamera mit optischem Belichtungsmesser im Sucheraufbau. Und alle diese Box-Kinder sehen nicht nur„ganz groß“ aus, sie enthalten z. T. bereits mehrlinsige Optiken, sind selbstverständlich blitzsynchronisiert, haben ausnahmslos Entfernungseinstellung und viele andere Raffinessen, die sie weit über den Charakter UNSER einer„Jugend“- oder„Anfänger“-Kamera hinausheben. Viele Firmen arbeiten nach einem Baukastensystem. Da die Box zur Voll-Kamera wurde, können sie diesen Typ auch mit hochwertigen Objektiven und Verschlüssen ausstatten. Das ermöglicht hohe Produktionsziffern und niedrige Pretse, Man kann also im 70-Mark-Bereich eine Kamera mit einem 1:2,9-Anastigmat bekommen, veil sie aus der Grundform der 25-Mark-Kamera entwickelt wurde. Dieser Druck von unten führt dazu, daß die bisherige Mittelklasse ganz selbstverständlich mit lichtstarken Markenoptiken, Filmsperre, gekoppeltem Schnellaufzug, Filmmerkscheibe, Tiefenschärfenring usw. ausgerüstet ist— und das in Preislagen, die sich um 100 DMark bewegen. Aber die kleine Hochleistungs-Kamera ist diesem Typ schon dicht auf den Fersen. Sogar die berühmten Marken erscheinen mit gekuppelten Entfernungsmessern unter der 200-Mark-Grenze. Die kleineren Hersteller wagen sich noch weiter vor. Den gekuppelten Entfernungsmesser gibt es schon für DM 120,-, für 160 DMark bedient er einen Prontor-SVSVerschluß mit 1:28-Optik. In der gleichen Preislage beginnen bereits die Wechseloptiken und zu solchen Kameras bekommt man ein Weitwinkelobjektiv für DM 48,— und ein Teleobjektiv für DM 60,—, elne schier unglaubliche Entwicklung! Die zweiäugige Spiegelreflex erscheint nun auch schon bel der 120-Mark-Grenze, und wenn solche Kameras auch nicht den Ehrgeiz haben, es den berühmten Schwestern gleichzutun, die schon weit über den Amateurbereich hinaus Weltgeltung haben, so muß man ihren Wert doch anerkennen. Einen wahren Erdrutsch scheint die neue einäugige Kleinbildspiegelreflex auszulösen, weil sie im Preisbereich der bisherigen Mittelklasse(um 400,— Mark)) mit genialen Konstruktionsmerkmalen fast unbegrenzte Möglichkeiten bietet. Auf der photokina wartet dieser neue Typ mit aufsteckbaren ZusatzOptiken auf. Hier bahnen sich ganz neue Entwicklungen an. Und schon gehen andere Hersteller ähnliche Wege und kommen auch unter der 300-Mark-Grenze zu erstaunlichen Ergebnissen. Von der Welt enttäuscht Eine Blinde hatte sich die Menschen glücklicher vorgestellt Paris. Vierundzwanzig Jahre lang hat Änne Sybarth in vollständiger Blindheit gelebt. Von Geburt an des Augenlichtes beraubt, lernte das intelligente und hübsche Mädchen die Welt nur aus den Erzählungen anderer und aus den Blindenbüchern kennen, die ihre tägliche Lektüre bildeten. Tapfer fand sie sich mit ihrem Schicksal ab, und scnon als 17jährige betätigte sie sich beruflich als Stenotypistin.„Obwohl ich nicht sehen kann“, sagte Anne oft,„weiß ich doch genau, wie die Welt aussieht. Ich stelite mir alle Dinge, wie Wälder und Wiesen, Großstadtstraßen und Menschengesichter, Blumen und Vögel so plastisch nach den Erzählungen der anderen vor, daß ich sie wirklich zu erblicken glaube.“ Gründgens in Spanien Madria.— Gustaf Gründgens, der sich gegenwärtig in Madrid aufhält, gab einem Mitarbeiter des Abendblattes„Madrid“ ein Interview über die Situation des deutschen Theaters. In manchen europäischen Ländern, so sagte er, werde das Theater als ein Mittel der Unterhaltung und Zerstreuung angesehen, in andern als ein Mittel der Volkserziehung. Für ihn sei das Theater eine ernste Angelegenheit, und dies gelte in einer allgemeinen Form auch Aus den Silben: a— a— a— bend— der— di— dog— e- ei- ep- gu— he— im— in— keit— ker— larm— li ma— mi— mi— ne— ni— on— per— ra— ron— sa— sen— sin— som— sta —stanz— tel— tes— ti— um— un— xe sollen 16 Wörter gebildet werden. Ihre ersten und letzten Buchstaben ergeben ein bekanntes Sprichwort. Bedeutung der Wörter: 1. Lehrsatz, 2. Bienenzüchter, 3. Eigenschaft, 4. Tageszeit, 5. Sinngedicht, 6. Nebenfluß des Po, 7. Dienstweg, 8. Badeort in Florida, 9. Edelgas, 10. Notruf, 11. Oper von Lortzing, 12. Teil der Rundfunkanlage, 13. Stadt in England, 14. Stadt in Dalmatien, 15. Stelle, 16. Plattform. Auflösung des gestrigen Rätsels Auflösung: 1, d— 2, c— 3, b— 4, c— 5, d— 6. c— 7, b— 8, d. Und dann kam ganz überraschend der Tag, an dem Anne das Augenlicht erhielt. Ein bekannter Spezialist nahm eine erfolgreiche Operation an dem Mädchen vor, und als man Anne die Binde von den Augen löste, begleitete sie der Arzt auf ihrem ersten Spaziergang durch die Stadt, um den überwältigenden Eindruck eines Menschen, der plötzlich zum ersten Male die Welt sieht, mitzuerleben.„Ich habe niemals einen enttäuschteren Menschen gesehen“, erzählte der Mediziner in seinem Bericht.„Schon nach einigen Minuten setzte sich die Patientin auf eine Anlagenbank und begann, bitterlich zu weinen. „Ich hatte mir das alles anders und viel schöner vorgestell“, schluchzte sie.„Ich dachte, die Menschen hätten alle glückliche Gesichter. Aber die meisten machen finstere, abweisende Mienen, so daß man sich fürchten muß. Auch ihre Kleider sehen nicht so hübsch aus, wie ich sie mir ausmalte. In meiner Phantasie hatte die Welt viel mehr Glanz und Freundlichkeit, als in Wirklichkeit.“ Erst nach Stunden kam Anne auf den Gedanken, sich selbst zu betrachten. Abermals weinte sie, denn sie fand ihre Hände häßlich und bezeichnete ihren Fuß, nachdem sie ihn nackt gesehen hatte, als unästhetischen Körperteil. Die Autos gleichen ihrer Meinung nach bösen Tieren und die Häuserfronten freudlosen Gefängnissen. Selbst der Besuch im Tiergarten enttäuschte sie. Sie hatte sich hinsichtlich der Größe der Tiere völlig falsche Vorstellungen gemacht. Sie glaubte, daß Bären so groß wie Elefanten und Elefanten so groß wie Häuser sein müßten. Sie stellte fest, daß man, wenn man auch noch so viele Bücher lese und noch so aufmerksam den Erzählungen der Menschen lausche, ohne Augen kein richtiges Bild von der Welt erhalte. Niemand könne die Dinge so' darstellen, wie sie wirklich seien. Anne konnte nicht einen Hund von einer Katze unterscheiden, sie stieß nun, da sie sah, plötzlich an Tischen und Türen an und konnte sich nur mühsam ein Augenmaß aneignen. Sie mußte sogar die Augen schließen, um ihre Schreibmaschine zu bedienen. Nur die bunten Blumen machten ihr Freude, aber die Großstadt mit ihren hastenden Menschen mißfiel ihr in hohem Maße. Der Arzt fügte seiner Schilderung hinzu, daß sich die überraschend ungünstigen Eindrücke wohl noch ändern werden, wenn Anne einmal richtig den Gebrauch ihrer Augen gelernt hat und die einzelnen Dinge voneinander unterscheiden kann. für ganz Deutschland. Der Schauspieler besitze in Deutschland großes Ansehen und viel Sympathie. Das deutsche Theater befinde sich auf dem Wege des Wiederaufbaus. Der deutsche Film habe dagegen noch nicht wieder seinen Stil gefunden. Aber er glaube, daß auch er bald die Höhe des italienischen, französischen und englischen erreichen werde. Er selbst habe nach dem Kriege nicht wieder gefilmt. Er ziehe das Theater vor. KULTURNOTIZEN Am Montag jährte sich zum 60. Male der Todestag des ostwestfälischen Dichters Friedrich-Wilhelm Weber, der vor allem durch sein Epos„Dreizehnlinden“ bekannt wurde. Weber, ein Freund von Gustav Freytag und Hoffmann von Fallersleben, wurde am 25. Dezember 1813 in Alhausen im Kreis Höxter geboren und starb 1894 in Nieheim(Ostwestfalen). In dem Weber-Geburtshaus, das im vergangenen Jahr als Gedenkstätte ausgebaut wurde, ist als kostbarstes Andenken ein kleines Holzkreuz aufbewahrt, das der Dichter als Junge, Student, Revolutionär, Arzt, Dichter und ungebundener Politiker stets bei sich trug, und das er auch als Sterbekreuz in der Hand hielt. Eine Ausstellung mit Werken von sieben bildenden Künstlern aus Schweden wurde in Dortmund eröffnet. Sie ist die erste schwedische Kunstausstellung im Bundesgebiet. Führende Krebsforscher aus mehreren Ländern Europas werden sich auf dem Deutschen Krebs-Kongreß treffen(3. bis 5. Mai in Hamburg). Rund 400 Fachärzte werden sich mit dem vielseitigen Problem der rechtzeitigen Erkennung und Heilung dieser bereits an zweiter Stelle aller Todesursachen stehenden „Volksgeißel“ auseinandersetzen. Hans Henny Jahnns bisher nur auf Studiobühnen gespielter„Neuer Lübecker Totentanz“(1932) wird am Karfreitag von den Bühnen der Stadt Köln aufgeführt. Außerdem hat Generalintendant Herbert Maisch die einaktige Oper„Die Witwe von Ephesus“ von Hermann Reutter zur Uraufführung im Juni erwoben. Der Sarkophag mit dem Leichnam des Mongolenfürsten Dschingis Khan, der im 12. und 13. Jahrhundert ganz Zentral- und Vorderasien und Teile Rußlands eroberte, ist aus der Provinz Tschinghai nach Kweisui, der Hauptstadt der Inneren Mongolei, übergeführt worden. Von Kweisui wird er in das Gebiet von Iketschao gebracht und dort an seiner früheren Begräbnisstätte in einem Mausoleum am Westufer des Gelben Flusses beigesetzt. Der niederländische Pflanzenschutzdienst hat für einen hohen Betrag die Erfindung von zwei deutschen Studenten der Universität Würzburg angekauft, mit der es möglich ist, sichere und schnelle Ergebnisse bei Untersuchungen von Kartoffelkrankheiten zu erzielen. Der Grundstein zum deutschen Studentenhaus in der„Cité Universitaire“, dem Wohnviertel der Pariser Studenten, wird am 10. Mai gelegt. Die Bürgschaftsgesellschaft für Filmkredite hat zusammen mit den Verleihfirmen Allianz-Film. Deutsche LondonFilm, Herzog-Film, Neuer Filmverleih, Panorama-Film und Schorcht einen Wettbewerb zur Förderung des Autoren-Nachwuchses ausgeschrieben. Dazu wurden etwa 60 Autoren eingeladen, die bereits einen Namen haben, aber noch nicht für den Film tätig gewesen sind. Erwünscht sind in erster Linie zeitnahe, ernste oder heitere Themen in einer Handlung, die sich aus der Entwicklung der Charaktere ergibt. Die ersten Mitglieder der zu einer Rußland-Tournee eingeladenen„Comedie Francaise“ sind von Paris nach der Sowjetunion abgeflogen. Die französische Truppe gastiert vom 7. April an in Moskau und Leningrad mit Werken von Moliere. Bunte Welt Anfängerglück Atlantic Citv.— Nach zwei Wochen Dienst konnte der Polizeianwärter Edward Byard aus Atlantic City endlich den ersten Diebstahl melden: Seine Dienstmarke war ihm geklaut worden Großstadtluft gefährlich? Los Angeies— Wissenschaftler haben die Luft in Los Angeles untersucht und festgestellt, daß sie chemische Bestandteile enthält, die Krebs hervorrufen. Chemiker entzogen der Großstadtluft die von Gasolin herrührenden chemischen Beimischungen. 26 Prozent der Versuchstiere, die mit einer Lösung dieser Chemikalien gepinselt wurden, bekamen innerhalb eines Jahres krebsartige Geschwüre. Gas gegen Diebe Odense— Eine Bank in Odense ließ ihren Tresor jetzt durch eine Gaskammer sichern. Einbrecher, die den Tresor zu knacken versuchen, werden durch das ausstrômende Gas das durch die Vermischung mit der Luft besonders wirksam ist, so gehörig betäubt, daß man sie am Morgen vom Fußboden auflesen kann. Platonisches Fernsehen Bangkok— Unter allen asiatischen Ländern ist Siam das Land mit den meisten Fernsehapparaten. Jede bürgerliche Familie, die etwas auf sich hält, steckt eine Fernsehantenne heraus und hat im Wohnzimmer einen kostspieligen Fernseher. Die Begeisterung der Siamesen ist aber rein platonisch. Da es im ganzen Land keine Fernsehstation gibt, stehen alle Apparate stumm und bildlos da. Nach Ansicht ihrer Besitzer bekunden sie aber den Reichtum und die Vornenmheit der Familie. Volkshund aus Moskau Kairo— Ein Hund aus der sowjetischen Gesandtschaft in Kairo hat kürzlich einen ägyptischen Handwerker angefallen, der in der Gesandtschaft arbeitete. Als die ägyptischen Behörden die Herausgabe des tollwutverdächtigen Hundes verlangten, um das Tier untersuchen zu lassen, stellte sich die Gesandtschaft vor den Volkshund und sagte:„Njet!“ Sie fügte hinzu: „Unsere Hunde sind genau so wie unsere Leute vollkommen in Ordnung. Se kriegen niemals Tollwut.“ •Frau seiner Träume Kopennagen— Der 45jährige Amerikaner Leo Larsen weiß genau, was er will. In Kopenhagen sucht er die Frau seiner Träume. Die Ersehhte muß aber folgende Bedingungen erfüllen: Sie soll die Hälfte der Fahrkarte nach den USA selbst bezahlen, muß sich den Blinddarm rausnehmen lassen, falls sie noch einen haben sollte, und muß ein künstliches Gebiß haben.„Ich habe keine Lust, eines Tages hohe Zahnarztrechnungen bezahlen zu müssen“, meinte der geizige Leo. Geschäft geht weiter Merru— In der Stadt Merril(USA) sitzen gegenwärtig vier Trödler im Gefängnis. Alle vier inserierten gereinsam in der Zeitung„Herald“:„Achtung! Obwohl im Gefängnis, betreiben wir unser Geschäft weiter. Geschäftsbesuch erwünscht. Besuchszeit von 2—4 und von 19—20.30 Uhr.“ zum Frühjahrsputz! So1KARL BAEDEKFK 1859 Der unbestechliche Reiseführer rühmte bereits im wrigen Jahrhundert die AUSNEHMEND GÜNSTIGEN Verhältnisse und den ausserordentlichen AUFSCHWUNG des Heilbades BAD NEUENAHR. Heute bedarf es kaum mehr solch ruhmender finweise durch einch BAD NEUENAHRSteht der Spitzengruppe der erfolgreichen Bäder unserer Zeit. Die Schönheit des klimatisch ausgezeichneten und kultivierten Heilbades mit seinen alkalisch-erdigen HEILQUELLEN vulkanischen Ursprungs erwarset auch Sie zur FRUIHJAHRSKUR. BBAD NEUENAHRS das schöne Heilbad im Ahrtal ZUCKER GICHT GALLE LEBER MAGEN DARMNIEREN BLASE HERZ KREISLAUF Prospekte durch die Kurverwaltung Telefon-Nr. 291/292 Junger Mann ehrlich und zuverlässig, mit kaufmännischen Kenntnissen, sowie Führerschein Klasse III, gesucht. Zuschriften unter AK 5015 an die Gesch. d. Ztg. Maler- und Anstreicherlehrling gesucht. Anfragen an Gesch der Bockum-Höveler Zeitung. Bockum-Hövel, Marinestr. 44. 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Zuschriften unter AK 500° 1 die Geschäftsstelle dieser Zei Seit dem Dreißigjährigen Krieg drehen sich Töpferscheiben Die Kannenbäcker am Westerwald Hier entstehen Tonwaren aller Art— Einzige Keramik-Fachschule Deutschlands Höhr-Grenzhausen.— Am Westerwald, zehn Kilometer nordostwärts von Koblenz, liegt Höhr-Grenzhausen, die Töpferstadt. An der Ortseinfahrt steht auf einem Sockel von gemauerten Klinkern eine riesige Vase mit Wappen und Namen der Doppelstadt.— Kannenbäckerland nennt der Volksmund treffsicher dieses Gebiet. Allerdings werden in diesem kleinen Industriegebiet nicht nur Kannen„gebacken“, sondern auch Krüge aller Art, Vasen, Schalen, Salben- oder Senftöpfe, Bierseidel, Tonpfeifen, die z. B. den gesamten holländischen Markt beherrschen, und so fort. Die Musterkarte ist groß, die Muster sind bekannt, der graue Ton, gut gebrannt und fein lasiert, wird meistens mit kräftiger Ornamentik in Blau(hier„Schmalte“ genannt) verziert. Der Ton, das Material all dieser Dinge, war hier bereits den Römern bekannt. Mit schwertartigen Messern wird er wie in Urväter Tagen im Tagebau geschnitten, in Loren fortgebracht, in den Betrieben geformt und gebrannt. Nach einer begrünEine Warnung für alle Eltern deten Überlieferung brachte ein Siegburger Töpfer während des Dreißigjährigen Krieges seine Kunst in dieses Gebiet. Seitdem erglüht der abendliche Himmel vom Widerschein der vielen Brennöfen, nicht nur in Höhr-Grenzhausen(7200 Einwohner), sondern auch in den umliegenden Orten, in Ransbach(2400), Hillscheid(1715) oder Mogendorf(1000). Die vom Fuß in Rotation gehaltene Töpferscheibe und die formende Hand sind wie vor Jahrhunderten das wichtigste Gerät. Auf der Töpferscheibe entsteht aber nicht nur Gebrauchsgerät. Auch Figuren für Brunnen und Denkmäler oder lebensgroße Madonnen werden geformt. An den Arbeitsmethoden hat sich seit Jahrhunderten wenig geändert, aber der Geschmack der Käufer hat sich gewandelt. Die Bowlen mit romantischen Burgen, Rittern und Zwergen sind nicht mehr gefragt. Unsere Zeit bevorzugt schlichte Formen für Krüge oder Schalen. Sie werden in Höhr gesucht und entwickelt; denn dort ist zugleich die einzige staatliche Fachschule für Keramik in Deutschland. Sie soll der überkommenen Tradition neue Impulse und dem gesunden Gewerbe des Kannenbäckerlandes jenen weltmännischen Schliff geben, der es exportfähig bleiben läßt. Kinder durch Granate getötet Verhängnisvoller Fund im Wald: Ein Werfergeschoß Entschädigung für Pow beginnt „Ich kann doch ohne Marion nicht nach Hause kommen“, dachte die sechsjährige Hannelore Spannagel aus Düren-Rölsdorf erschreckt, als ihre siebenjährige Freundin Marion Breidenbend beim Spielen in eine drei Meter tiefe Senkgrube fiel. Entschlossen griff sie nach den verzweifelt ausgestreckten Händen ihrer Spielgefährten, hielt sich selbst mit der einen Hand an einer Mauer fest und zog schließlich, zitternd vor KraftanWuppertal. Zwei Jungen aus Wuppertal-Cronenberg wurden durch eine alte Werfergranate getötet. Sie hatten das Geschoß, das bei Granatwerfern verwendet wurde, im Wald gefunden und zu einer Bank an einer Straßenbahnhaltestelle geschleppt. In der Nähe wohnt die Mutter des einen Jungen. Dort müssen sie vermutlich das Geschoß auf den Betonsockel der Bank aufgeschlagen haben. Die Kinder wurden durch die Wucht der Explosion mehrere Meter weit geschleudert und erlitten furchtbare Verletzungen. Während der neunjährige Helmut Tschense sofort tot war, lebte der gleichaltrige Karl Otto Rahmus noch einige Minuten. Die Polizei warnte am Dienstag eindringlich vor dem Berühren von Munition. Die Wuppertaler Polizei habe in den letzten drei Monaten 151 Granaten, sechs Panzerfäuste, eine Bombe, 18 Flakgeschosse, 33 Stabbrandbomben, 41 Handgranaten, einen Sprengkörper, 31 Zünder und zwei Sprengkapseln geborgen. In Treibriemen geraten Münster. In den Rheiner Kalk-Sandsteinwerken wurde ein 23jähriger Arbeiter aus Rheine von einem abgesprungenen Treibriemen erfaßt und mitgerissen. Dem Arbeiter wurden der rechte Ann und das linke Bein abgerissen. Er war auf der Stelle tot. Junge im Sand erstickt Oberhausen— In einem Bausandhaufen erstickte am Montag in Oberhausen der neunjährige Schüler Klaus Trappmann. Der Junge hatte sich in dem Sandhaufen eine Höhle gegraben. Als er in den Höhlengang kroch, gab der Sand nach und begrub das Kind unter sich. 10 000 DM veruntreut Mit Freundin durchgebracht Oberhausen— Wegen Betruges zum Nachteil der Ruhrknappschaft wurde der 25jährige Werner Schmal aus Oberhausen am Dienstag vom Oberhausener Amtsgericht zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Als Angestellter der Ruhrknappschaft hatte es der Angeklagte verstanden, sich durch Fälschen von Krankenscheinen über lange Zeit hinweg monatliche„Nebeneinnahmen“ von 1000 Mark zu verschaffen. Eines Tages kamen bei einer Nachprüfung die betrügerischen Machenschaften heraus. Das Geld— 10 000 Mark— hatte der junge Mann mit einer Freundin durchgebracht. Seit 2. April vermißt Bonn.— Seit dem 2. April wird die 21 Jahre alte Christa G. aus Witterschlick bei Bonn vermißt. Wie die Polizei am Dienstag ist 1,75 bis 1,78 Meter groß, vollschlank, hat volles, rundes Gesicht und braune Augen. Mehr Westberliner waren für amerikanische Truppen Berlin. In Besprechungen zwischen Westberliner und amerikanischen Stellen bestand Einmütigkeit darüber, daß es durch Zusammenarbeit möglich sein werde, die Versorgung amerikanischer Truppen mit Berliner Erzeugnissen zu steigern. Wie das Berliner Hicog-Büro am Montag bekanntgab, soll eine zentrale Auskunftsstelle für Berliner Firmen, die mit den amerikanischen Streitkräften in Geschäftsbeziehungen treten wollen, beim Senator für Wirtschaft und Ernährung geschaffen werden. Walöl aus Japan Bonn.— Verhandlungen über die Lieferung von 20 000 Tonnen Walöl aus Japan sind jetzt zwischen japanischen Exportfirmen und deutschen Importeuren aufgenommen worden. Wie vwd von der japanischen Botschaft in Bonn erfährt, dürfte der Preis zwischen 72 und 73 Pfund Sterling je Tonne betragen. Düsseldorf.— Mit der Auszahlung der Entschädigungen an ehemalige Kriegsgefangene ist bald zu rechnen, teilte das Landesministerium für Arbeit, Soziales und Wiederaufbau am Dienstag mit. Landesregierung, Kreis- und Stadtverwaltungen würden sich bemühen, die vorschußweisen Auszahlungen„so zügig wie möglich“ durchzuführen. Das Kriegsgefangenen-Entschädigungsgesetz trifft für alle Spätheimkehrer zu, die ab 1. Januar 1953 entlassen wurden. Monika Müller kommt heim Stuttgart.— Die neun Jahre alte Monika Müller. um deren Rückkehr aus Schweden zu ihren Eltern jahrelang prozessiert worden ist, wird noch in dieser Woche die Heimreise nach Backnang antreten. Monika ist seit ihrem ersten Lebensjahr von einer in Schweden lebenden Schwester ihrer Mutter aufgezogen worden. Die Pflegemutter hatte sich geweigert, das Kind den Eltern zurückzugeben. Die schwedischen Gerichte haben jedoch zugunsten der Eltern entschieden. Monika hält sich zur Zeit in der psychiatrischen Kinderabteilung eines Hospitals in Lund auf. Die Chefärztin Frau Dr. Nordlund wird Monika auf ihrer Heimreise begleiten. strengung, ihre Freundin aus der Grube heraus. Unser Bild: Die beiden Freundinnen, links die siebenjährige Marion Breidenbend, rechts die sechsjährige Lebensretterin Hannelore Spannagel. „Fräuleins“ rieten: „Gib Gas, Jimmy, und hau ab" Neger ließ Schwerverletzten liegen— Von Funkstreife gestellt Vor den Augen seiner Familie Matrose im Rhein ertrunken Beim Anlegemanöver am Kahn seiner Schwiegereltern über Bord Duisburz— Als er neben dem Schiff seines Schwiegervaters anlegte, fiel am Dienstag unweit der Ruhrort-Homberger Rheinbrücke der 24 Jahre alte niederländische Matrose Martinus van Hoochstraeten über Bord und ertrank. Er geriet so unglücklich zwischen die beiden Fahrzeuge, daß eine Rettung unmöglich war. Der Niederländer hatte während der Talfahrt einen kurzen Aufenthalt auf der Ruhrort-Homberger Rheinreede zu einem Besuch seiner in der Nähe vor Anker liegenden Schwiegereltern benutzen wollen. Er war erst seit einigen Wochen verheiratet und fuhr zusammen mit seiner Frau als Matrose auf dem seinem Schwager gehörenden Schlepper „Guta“. Mit seiner Frau waren fast alle Familienangehörigen— ohne helfen zu können— Augenzeugen des Unglücks. Die Leiche des Ertrunkenen konnte noch nicht geborgen werden. Karbon, der für das Revier besonders interessanten Steinkohlenzeit, und aus der Kreidezeit.— Die vorgeschichtliche Tierwelt ist mit Nashorn- und Mammutknochen, Geweihen von Riesenhirsch und Renntier, wie sie einstmals im Emscherbruch lebten, vertreten. Eine große heimische Schmetterlingssammlung ist ebenfalls vorhanden. Wertvolle Beiträge und Hilfe leistete der heimische Bergbau beim Aufbau des neuen Museums. Es soll ausgebaut und durch eine kulturgeschichtliche Abteilung ergänzt werden. Dahin geht man gern„stempeln“ Mannneim— Mit heulenden Sirenen jagten Funkstreifenwagen der deutschen Polizei durch die nächtlichen regennassen Straßen Mannheims nach einem flüchtigen amerikanischen Negersoldaten. Er hatte am Steuer eines deutschen Mietwagens einen 77jährigen Fußgänger überfahren, der sich unter schweren Schmerzen stöhnend am Straßenrand in seinem Blute wälzte. Noch ehe der Farbige gestellt wurde, starb der Fußgänger. „Gib Gas, Jimmy, und hau ab“, hatten drei deutsche„Fräuleins“ im Fond dem Amerikaner zugerufen, der darauf losbrauste. Ein Deutscher, der Augenzeuge des Unfalls war, nahm zunächst mit seinem Volkswagen die Verfolgung auf, wurde aber bald abgehängt. Ein halbes Dutzend Funkstreifenwagen, die von dem Volkswagenfahrer die Kennzeichennummer des flüchtigen Fahrzeuges erhalten hatten, jagten denn den Neger. In der Öststadt wurde der Farbige schließlich in eine enge Straße gedrängt, wo ihm der Funkstreifenwagen den Weg abschnitt und sich vor den Wagen des Amerikaners stellte. „Pelze“ aus Perlon Krefein.— Einen Perlon-Pelz, der von der Fachwelt als eine„Revolution auf dem internationalen Textilmarkt“ angesehen wird, hat jetzt eine namhafte Samt- und Seidenfabrik in Lobberich bei Krefeld im Zusammenwirken mit der perlonerzeugenden Industrie erstmalig entwickelt. Die Produktion ist ein großem Umfang angelaufen. Es stehen bereits größere Auslandsund Inlandsaufträge in Aussicht. Der Perlonpelz wird u. a. für Damenmäntel, Besatzzwecke, Jacken, Anoraks, Après-SkiBekleidung und Schuhfutter für Winterschuhe verwendet. Heimatbücher für Evakuierte Düsseldorf.— Damit die Evakuierten aus den Büchereien ihrer Zufluchtsorte auch ihr heimatliches Schrifttum entleihen können, hat der Minister für Arbeit, Soziales und Wiederaufbau für die Schwerpunktgebiete der Evakuierten-Aufnahme eine Büchereihilfe eingeleitet. Sie wird von den Regierungspräsidenten unter Mitwirkung ihrer staatlichen Büchereistellen durchgeführt. Aus den zur Verfügung gestellten Mitteln werden vor allem Bücher aus den Heimatgebieten der Evakuierten den Büchereien der Aufnahmeorte zugewiesen, auch wenn sich diese außerhalb Nordrhein-Westfalens befinden. Plan der Wanderringe Hagen.— Das Jugendherbergswerk Westfalen-Lippe hat für Klassen- und Gruppenwanderungen einen„Plan der Wanderringe“ herausgegeben, der fünf Wanderstrecken durch das Sauerland festlegt. Für die Teilnehmer der Wanderringe ist auch in den Saisonmonaten eine Übernachtung in den Jugendherbergen sichergestellt. Leidenschaft für wenige Quadratzentimter Papier Sammler aus aller Welt beziehen druckfrische Briefmarken mit Stempel aus Frankfurt Neues Heimatmuseum in Wanne-Eickel Wanne-EicKEI— Wertvolle Schätze aus der naturgeschichtlichen Vergangenheit des Ruhrgebietes sind in dem neuen Heimatmuseum der Stadt Wanne-Eickel zusammengetragen, das am Dienstag eröffnet wurde. Von den Beständen des alten Frankfurt(Main).— Wenn am Erscheinungstag einer neuen deutschen Sonderbriefmarke ein Sammler in Südafrika bereits diese Marke freudestrahlend seinen Bekannten unter die Nase halten kann, so ist das ein Verdienst der Versandstelle der Deutschen Bundespost in der Frankfurter Moselstraße 45. Von hier aus gehen alle neuen deutschen Briefmarken in alle Welt. Eine ausgezeichnete und systematisch gehandhabte Organisation zur Befriedigung der Sammlerleidenschaft. mitteilte, hat die 21jährige an dem Tage /Museums in der Stadthalle hat nur ein ihr Elternhaus verlassen, um Verwandte in Bonn aufzusuchen. Nach den bisherigen Feststellungen benutzte die Vermißte einen Omnibus nach Bonn, traf aber bei den Verwandten nicht ein. Ein Selbstmord oder ein Verbrechen ist nach Ansicht der Polizei nicht ausgeschlossen. Die Vermißte Teil die Kriegszerstörungen überdauert. Die durch den Paläontologen Dr. Schouppe von der Universität Münster neu eingerichtete naturgeschichtliche Sammlung enthält seltene Fundstücke aus dem Devon vor einigen hundert Jahrmillionen mit dem berühmten Schiefer aus dem Komplice des Hohenzollernschatz-Diebes nicht erkannt Falk auch Räuber von Krähenberg? Vermutlich am Überfall auf Jagdschloß im Odenwald beteiligt Darmstant.— Der Räuber des Hohensollernschatzes, Paul Falk alias del Monte, steht auch im Verdacht, im August 1949 nachts mit einem Komplicen den Raubüberfall auf das einsam gelegene Jagdschloß Krähenberg bei Beerfelden (Odenwald) verübt zu haben. Die Darmstädter Landeskriminalpolizei hat die Ermittlungen wieder aufgenommen. Wie beim Raub des Hohenzollernschatzes bei Hechingen im August vorigen Jahres waren die Einbrecher damals mit einer von außen angestellten hohen Leiter in das Jagdschloß eingedrungen. Vorher war auch die Telefonleitung zum Schloß durchschnitten worden. Durch ein offenes Schlafzimmerfenster stiegen die maskierten Einbrecher in das Schloß ein und durchsuchten zwel Stunden lang die Wohnräume der Gräfinnen zu Erbach-Fürstenau nach Schmuckwaren. Die damals über 80jährige Gräfinmutter Elisabeth und ihre Tochter Luise verloren den gesamten SchloßSchmuck im Werte von über 35 000 Mark. Während die beiden Masklerten die Schubladen aufrissen, mußte die Gräfin Luise einem Jagdhund zwei Stunden lang die Schnauze zuhalten. Die Räuber entkamen unerkannt in einem Personenwagen. Die Art der Vorbereitung des Überfalls hat den Verdacht auf Falk gelen Schlägerelen mit britischen Soldaten Münster. In einer Gaststätte in Münster kam es zu tätlichen Auseinandersetzungen mit drei britischien Soldaten. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, waren die Soldaten von dem Wirt wegen ungebührlichen Benehmens zum Verlassen des Lokals aufgefordert worden. Bei einer zweiten Aufforderung griffen die Engländer den Wirt an und verletzten ihn. Ein zu Hilfe eilender Gast wurde schwer verletzt und mußte in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Soldaten wurden von der britischen Militärpolizei festgenommen.— Fast zur gleichen Zeit schlugen auf einer anderen Straße in Münster zwei britische Soldaten einen deutschen Zivilisten ohne Grund nieder und verletzten ihn schwer. Einer der Soldaten wurde von der Militärpolizei festgenommen, der andere konnte entkommen. Es ist auch wohl die einzige Stelle, zu der man gern„stempeln“ geht. Diese Versandstelle verkauft und verschickt nicht nur Marken, sie versieht sie auch mit sauberen Stempeln— nach Möglichkeit gleich am Erscheinungstag der„neuen Stücke“. Das macht die Marken in den Augen der zünftigen Philatelisten wertvoller, Tausende von Kunden betreut die Versandstelle. An diese Kunden werden die Marken einzeln oder in Massen automatisch verschickt, falls ein fester Auftrag dafür vorliegt. Die Abnehmer wohnen in aller Welt; alte und junge sind darunter, oft ganze Vereine und Schulen. Der Versand erfolgt gegen eine geringe Gebühr. Wer selbst in der Moselstraße vorspricht, kann sich diese Ausgabe sparen. 50 Millionen Sondermarken wurden bisher seit der Währungsreform von der Versandstelle an Sammler und Liebhaber verschickt. Das ist viel, wenn man bedenkt, daß noch viele Sammler ihre Sondermarken beim Postamt kaufen, In der gleichen Zeit sind 32 Sonderserien von der Bundespost herausgebracht worden und 64 Sondermarken. Die deutsche Róntgenmarke, die 1951 herauskam, schlug bisher beim Verkauf alle Rekorde. Diesen Rekord wird aber noch die neue Kriegsgefangenen- Gedenkmarke schlagen. Während die Post von der Röntgen-Marke 5 Millionen drucken mußte, werden voraussichtlich bis zum Ende des Jahres 1954 von der KriegsgefangenenMarke im erstmaligen Prägedruck über 100 Millionen Stück hergestellt worden sein. Besonders gefragt sind natürlich auch bei der Versandstelle die„schwarzen Schafe“, auch„Abarten“ genannt— Marken, die irgendeinen drucktechnischen Fehler aufweisen. So sah man bei verschiedenen Marken der Mona-Lisa-Serie eine„Träne“ im Auge der Mona-Lisa. Der Sturm auf diese weinende Mona-Lisa war sehr groß, es waren aber nur wenige Marken von dem Druckfehler betroffen. Auch Farbenänderungen kommen gelegentlich vor, Wert aber haben diese„Abarten“ für den Sammler nur, wenn man sie nachher auch im Katalog findet. Die zahlreichen Sammler in aller Welt erhöhen schon die Markenauflagen der Postanstalten. Die„Kleinstaaten“, wie Monaco, Liechtenstein oder gar Andorra, geben absichtlich oft neue und schöne Marken heraus; der Staat kassiert dafür ganz beträchtliche Nebeneinnahmen. In der Bundesrepublik macht sich das kaum bemerkbar, wenn man auch dort allgemein mit 50 000„richtigen“ Sammlern und einer Viertelmillion Briefmarkenfreunden rechnet. Flußregenpfeifer aus Westfalen verdrängt Paderborn. Der einzige noch bekannte Brutplatz der Flußregenpfeifer in Westfalen ist durch die Flußregullerung der Alme bei Paderborn zwischen Wewer und Neuhaus vernichtet worden, teilte die Naturwissenschaftliche Vereinigung Paderborn mit. Der vornehmlich in den nordeuropäischen Ländern beheimatete Vogel tritt in Deutschland nur noch sehr selten auf. PRUFE: Ist das auch echtes Seifenpulver? Nicht jedes Waschmittel enthalt Seite! Nicht jeder Schaum ist Seifenschaum! Seife ist die Seele des Waschmittels DREIRINE je 409,10 DM je 37,80 DM je 1 598,80 DM je 73,90 DM je 8,30 DM Was zahlt der Toto? West-Süd-Block(endgültig) Zwölferwette: 1. Rang: 86 Gewinner je 9 832.40 DM 2. Rang: 2 065 Gewinner 3. Rang: 22 234 Gewinner Zehnerwette: 1. Rang: 251 Gewinner 2. Rang: 5 413 Gewinner 3. Rang: 46 979 Gewinner ADAC-Zuverlässigkeitsfahrt 510 Kilometer durch das Münsterland Münster, Mit Start und Ziel in Münster führte der Gau Westfalen-West im Allgemeinen Deutschen Automobilklub die 2. Nordwestfälische Zuverlässigkeitsfahrt 1954 für serienmäßige Motorroller, Motorräder und Personenkraftwagen durch. Rund 300 Fahrzeuge, davon 180 Motorräder, begaben sich am Sonntag um 5 Uhr auf die etwa 510 km lange Reise, die innerhalb des Regierungsbezirkes Münster über die Orte Ottmarsbocholt, Ehringhausen, durch die Hardt, über Nordveelen, Emsdetten, Riesenbeck, Recke, Kattenvenne, Östbevern, Gröblingen, Liesborn, Ahlen, Mersch, Ascheberg und durch die Venne zurück zum Ausgangspunkt führte. Das schlechte Wetter, die aufgeweichten Waldwege und Straßen II., III. und IV. Ordnung stellten an Fahrer und Material hohe Ansprüche. Es spricht für das hervorragende Abschneiden der Fahrer, daß bei der am Abend im Weißen Saal der Halle Münsterland durchgeführten Siegerehrung insgesamt 88 Gold-, 55 Silber- und 42 Bronzeplaketten zur Verteilung gelangten. Bimbo Binder verläßt mit Ablauf der Spielzeit Jahn Regensburg und wird voraussichtlich beim 1. FC Nürnberg eine neue Trainerstelle annehmen. Maßgebend für die Trennung war die Ablehnung eines einmallgen Sonderhonorars von 10 000 DM an Binder durch den Vorstand von Jahn Regensburg. Schwedisches Lob für Woldemar Gerschler Der Sport kommt ohne die Wissenschaft nicht mehr aus— Arzt und Trainer Freiburg(Br.). Woldemar Gerschler, der bekannte deutsche Mittelstrecken-Trainer und frühere Betreuer des Weltrekordläufers Rudolf Harbig, weilte vor kurzem auf Einladung des Schwedischen Reichssportverbandes und des Schwedischen Leichtathletikverbandes in Malmö, wo er vor einem großen Kreis erster Experten und etwa 50 Journalisten über seine Trainingsmethode sprach, mit der er schon den Luxemburger Josy Barthel zum Olympiasieg führte und andere ausländische Mittel- und Langstreckenläufer zu Welterfolgen brachte. Gerschler erklärte nach seiner Rückkehr aus Schweden, daß er mit seinem 212Stunden-Referat über„Sport und Wissenschaft“ einen durchschlagenden Erfolg gehabt habe. Besonders der schwedische Leichtathletik-Cheftrainer Gösse Holmer habe sich anerkennend über die Ansichten des deutschen Trainers geäußert. Lennart Strandberg, der frühere bekannte Leichtathlet und heutige Sportjournalist, lud Gerschler zu weiteren Vorträgen nach Schweden ein. „Trainingsmethoden ändern!“ Gerschler wies in seinem Referat auf die organischen Zusammenhänge im Sport hin und erläuterte die Wirkung auf die betreffende Übung. Wie stark das Echo zu seinen Ausführungen war, beweist die Tatsache, daß alle anwesenden schwedischen Fachleute, unter denen sich auch viele Arzte befanden, unumwunden zugaben, daß Schweden seine Auffassung und Einstellung zum Training in der Leichtathletik vollkommen ändern müsse. „Wir müssen unsere Methode ebenfalls wissenschaftlich gestalten“, sagten die Steckbrief 22. Wir tippen im West-Süd-Block 1. Rotweiß Essen— Schalke 04. Eine entscheidende Begegnung, beide Mannschaften sind in Form. Essen hat in 14 Heimspielen nur eine Niederlage erlitten. Erste Serie: 1:4. Punktestand: Essen 38:20, Schalke 39:19. Letzte Spiele: Düsseldorf— Essen 0:2, Dortmund— Schalke 3:4. Unser Tip: 1. 2. 1. FC Kaiserslautern— FK Pirmasens. Hier geht es um die Südwestmeisterschaft. Der 1. FC Kaiserslautern gab daheim noch keinen Punkt ab. Erste Serie: 1:2. Punktestand: 1. FC Kaiserslautern 50:8, Pirmasens 51:7. Letzte Spiele: 1. FC Kaiserslautern— TuRa Ludwigshafen 9:0, Pirmasens— 1. FC Saarbrücken 3:2. Unser Tip: 1. 3. SV Sodingen— 1. FC Köln. Hier muß Köln gewinnen, um Meister zu werden, aber es ist ein schwerer Gang. Erste Serie: 2:4. Punktestand: Köln 39,19, Sodingen 26:32. Letzte Spiele: Sodingen— Rheydt 2:0, Köln— Münster 8:1. Unser Tip: 2. 4. Hamburger SV— Hannover 96. Hamburg braucht Punkte, es steht in der Abstiegzone. Für Hannover handelt es sich um eine Prestigeangelegenheit. Erste Serie: 0:1. Punktestand: HSV 25:33, Hannover 46:12, Letzte Spiele: Bremer SV— HSV 1:0, Hannover 96— VfL Osnabrück 1:2. Unser Tip: 1. 5. Mainz 05— Tus Neuendorf. Zu Hause hat Mainz in der letzten Zeit durchweg beachtliche Spiele geliefert. Erste Serie: 3:8. Punktestand: Mainz 31:27, Neuendorf 37:21. Letzte Spiele: Neunkirchen— Mainz 1:1, Neuendorf— Worms 5:2. Unser Tip: 1. 6. Borussia Dortmund— Fortuna Düsseldorf. Die Fortunen haben in Dortmund noch kein Spiel gewonnen. Erste Serle: 2:3. Punktestand: Dortmund 30:28, Düsseldorf 27:31. Letzte Spiele: Dortmund— Schalke 3:4, Düsseldorf— Rotweiß Essen 0:2. Unser Tip: 1. 7. SV Rheydt— Preußen Münster. Die Rheydter steigen ab, auch für Münster steht nichts auf dem Spiel, Erste Serie: 0:3. Punktestand: Rheydt 18:40, Münster 33:25. Letzte Spiele; Sodingen— Rheydt 2:0, Köln— Münster 8:1. Unser Tip: 0. 8. TSV Eimsbüttel— Altona 93. Die Tagesform wird hier den Ausschlag geben. Erste Serie: 0:3. Punktestand: Eimsbüttel 28:30, Altona 31:27. Letzte Spiele: Eimsbüttel— Braunschweig 4:2, Altona— Bremerhaven 1:3. Unser Tip: 1. 9, STV Horst— Schwarzweiß Essen. Die Essener zeigten sich in der letzten Zeit von der besten Seite. Erste Serie: 1:5. Punktestand: Horst 20:38, SW Essen 29:29. Letzte Spiele: Horst— Leverkusen 3:3, SW Essen— Aachen 7:1. Unser Tip: 2. 10. Bremerhaven 93— Werder Bremen, Nach fünf Siegen erlitt Werder am letzten Sonntag die erste Niederlage. Erste Serie: 2:3, Punktestand: Bremerhaven 27:31, Werder 31:27, Letzte Spiele: Altona— Bremerhaven 1:3, Werder— St. Pauli 0:1. Unser Tip: 0. 11. Phönix Ludwigshafen— Saar 05 Saarbrücken. Zwei gleichwertige Mannschaften mit beachtlicher Form. Erste Serie: 1:2. Punktestand: Phönix 32:26. Saar 65 35:23. Letzte Spiele: Phönix — Landau 3:2, Saar 05— VfR Kaiserslautern 5:1. Unser Tip: 1. 12. Österreich— Ungarn. Formgemäß haben die Ungarn ein Übergewicht; sie wurden Olympiasieger in Helsinki, schlugen die Engländer in deren Land und gewannen das letzte Spiel gegen Österreich in Wien 3:2. Unser Tip: 2. 13. Alemannla Aachen— Bayer Leverkusen. Unser Tip: 1. 14. Wormatia Worms— Borussia Neunkirchen. Unser Tip: 1. Schweden, die in der Verbindung Gerschler(Trainer) und Professor Reindell(Arzt) die ideale Lösung sehen. Die Skandinavier gingen in ihrem Urteil sogar noch weiter und meinten, daß sie auf jeden Fall versuchen wollten, diesen einzig richtigen Weg der Trainingsauffassung zu beschreiten, um überhaupt noch eine Leistungssteigerung zu erreichen, die — wie Gerschler betonte— wiederum nur dann möglich ist, wenn die Verbindung zwischen der Praxis, also dem Sport, und der Wissenschaft hergestellt wird. Woldemar Gerschler, der inzwischen in den Sportausschuß des Deutschen LeichtDer erste Wochenrenntag Bernadotte gibt Hürdendebut Köln. Der Kölner Rennverein richtet am Mittwoch den ersten Wochenrenntag im Kartell aus, der sein besonderes Gepräge durch das Hürdendebut des auf der Flachen nach Vorjahrsleistungen zur ersten Klasse zählenden Bernadotte(H. Cohn)) erhält. Der Schlenderhaner zeigt bei den häuslichen Proben viel Springtalent, wird es aber ebenso wie der debutierende Grauspecht(B. Ahr) nicht gerade leicht haben, so erprobte Routiniers wie Vercellus(H. Haucke), Polarstern(H: Clever) und Achtung(H. Demandt) zu bezwingen. Voraussagen: 1. R.: Papageno, Gamsjagd, Altmeister. 2. R.: Bernadotte, Grauspecht, Polarstern. 3. R.: Horus, Record, Fernpaß. 4. R.: Tornado, Barcarole, Montana. 5. R.: Feuervogel, Anna, Boleyn, Ordonnanz. 6. R.: Walzerkönigin, Helios, Feuerherd. 7. R.: Falke Finkenstein, Lauscher, 8. R.: Puncawil, Rotnaar, Lebenswille. Trabrennen in Gelsenkirchen Donnerstag, 8. April, 17 Uhr Gelsenkirchen. Ein Programm von beachtlichem Niveau steht für die Abendrennen in Gelsenkirchen am Donnerstag, 8. April, bereit. In immer stärkerem Umfange greifen die Dreijährigen in die Ereignisse ein. Das Hauptereignis dieses Wochenrenntages ist der„Preis der Edelsteine“. Das Rennen erhält seine besondere Bedeutung durch die Teilnahme der Klassenstute Gloria Hanover und der zu erwartenden Begegnung mit Oehmes, dem Crack des Stalles Dinslaken. Voraussagen: 1. R.: Hermes, Intendant, Fhrt. E. Jung, Landwehr. 2. R.: Rohda, Miß Leonore, Forstmann, Maikönigin. 3. R.: Urbs L. B., Räuber, Hussa, Maiprinz. 4. R.: Stall Middeldorf, Domina, Egon, Dorfvogt. 5. R.: Gloria Hanover, Oehmes, Makrone, Orter. 6. R.: Justus, Fhrt. E. Jung, Marokkaner, Diavolo. 7. R.: Graf Don, Quartett, Alligator, Adalwig. 8. R.: Astorabella, Dianthus, Wirtin, Basler. 9. R.: Benno, Klöös, Heideprinzeß, Lambertus. athletikverbandes bestellt worden ist. meinte, daß die frühere schwedische Trainingsmethode, die einmal berühmt und angesehen war, heute praktisch nicht mehr existiere und nur noch von ihrem Ruf zehre. Der eigenwillige Gunder Hägg Gunder Hägg. der Inhaber der Weltrekorde über 5 000 und 10 000 Meter, nahm an der lebhaften Diskussion in Malmö teil, die nach Gerschlers Ausführungen geführt wurde. Hägg sagte dabei, daß er die Trainingsauffassung Gerschlers durchaus respektiere, daß er jedoch froh sei, daß er nicht unter Gerschler hätte trainieren müssen. Er— Hägg— habe nie so viel und hart trainiert, und trotzdem halte er heute noch die Weltrekorde. Gerschler bezeichnete Hägg als einen eigenwilligen Sportsmann, der sich nie gerne untergeordnet habe, aber durch seine Energie, die man nur bei ganz wenigen Sportsleuten finde, Unmögliches leistete, was seine immer noch bestehenden zwei Weltrekorde beweisen. Die Fahrt in die„Höhle des Löwen“, wie Gerschler seine Einladung nach Schweden bezeichnete, war für den deutschen Trainer ein voller Erfolg. Die Schweden haben eingesehen, wie weit heute der Sport von der Wissenschaft her berührt wird und daß er ohne sie nicht mehr auskommt. Die Anforderungen an die Aktiven wachsen immer mehr, und von den Sportlern werden immer größere Leistungen vollbracht, die zwangsweise eine wissenschaftliche Überwachung verlangen. Christel schwamm Rekord Sehr erfolgreich in jeder Beziehung verliefen die deutschen Hallen-Schwimmmeisterschaften im modernen Bremer Zentralbad. Allein sechs neue deutsche Schwimmrekorde wurden in den 19 Wettbewerben aufgestellt. Die junge Christel Werther(Bayreuth) errang mit einer Zeit von 5:23,1 den Sieg über 400 Meter Kraul und schwamm damit deutschen Rekord. Das Vereinslokal des STV Horst-Emscher, das von dem Torwart Heinz Flotho gepachtet war, wurde vom Stadtsteueramt geschlossen. Der nordenglische Wasserballmeister ASC Royton unterlag in Wuppertal dem deutschen Exmeister SSF Barmen mit 4:10(3:3) Toren. Bei den Tischtennis-Weltmeisterschaften in London unterlag die deutsche Herrenmannschaft gegen die Tschechoslowakei 1:5 und die deutschen Damen gegen Ungarn 0:3. Jupp Gauchels Trainertätigkeit bei TuS Neuendorf, die er 22 Jahre lang ehrenamtlich durchführte, wurde mit Wirkung vom 1. April 1954 beendet. Ebenso hat sich der vielfache Nationalspieler nicht mehr für den Posten des Sportwarts zur Verfügung gestellt. Vier italienische Motorradrennfahrer verunglückten bei einem Motorrad-MarathonRennen(3526 km, acht Etappen) in Italien tödlich. Sechs Russen kommen „Club“ zieht immer noch— 28 neue Modelle Der Deutsche Turnerbund erhielt die verbindliche Zusage für die Teilnahme sowjetischer Turner an dem Internationalen Kunstturner-Treffen am 19. April in der Frankfurter Festhalle. Die Sektion Turnen beim Zentralkomitee in Moskau bestätigte telegrafisch noch einmal den Empfang der Einladung und sicherte die Entsendung einer sechsköpfigen Delegation nach Frankfurt zu. 2 928 500 Zuschauer besuchten die 240 Spiele der 1. Liga Süd. Die größte Zugkraft übte der 1. FC Nürnberg aus. Für das 7. Dieburger Dreiecksrennen am kommenden Sonntag haben 105 Motorradfahrer gemeldet. Beim deutschen Saison-Auftakt wird man 28 neue Modelle am Start sehen. Aus der westdeutschen TischtennisOberliga der Damen müssen Schalke 04, Eintracht Minden und ESV Hamm absteigen. Borussia Dortmund und Fortuna Düsseldorf werden als erste deutsche Mannschaften in den USA gegeneinander spielen, und zwar am 2. Mai beim„Tag der Deutschen“ im Stadion von Randalls Island bei New York und am 14. Mai in Milwaukee Österreichs Altinternationaler Bimbo Binder unterzeichnete einen Trainer-Vertrag beim 1. FC Nürnberg. Es soll versucht werden, mit seinem bisherigen Verein Jahn Regensburg durch gütliche Absprache zu erreichen daß Binder schon im Mai dem„Club“ zur Verfügung steht. Als Landesmeister der Fußball-Amateure stehen bisher fest: Bremen 1860. Concordia Hamburg, SV Itzehoe, SpVgg Weisenau, FV Offenburg, Amicitia Viernheim, VfB Friedrichshafen und Borussia Fulda. Zum Andenken an den früheren Nationalspieler Claus Oehler(Arminia Bielefeld) tragen VIL Osnabrück. Preußen Münster und Arminia Bielefeld auch in diesem Jahre wieder eine Pokalrunde aus. Für den„Großen Preis von Europa“, der am 1. August auf dem Nürburgring als Wagen-Weltmeisterschaftslauf Höhepunkt der internationalen Wagen-Saison sein wird, hat Bundespräsident Prof. Heuß die Schirmherrschaft übernommen. Zum Südwest-Entscheidungsspiel 1. FC Kaiserslautern gegen FK Pirmasens am 11. April wird das Fassungsvermögen auf dem Betzenberg in Kaiserslautern durch den Aufbau von Stahlrohrtribünen auf 30 000 Personen gebracht. Für die finnische Leichtathletik-Elite wurde eine bemerkenswerte Startbeschränkung beschlossen. Im Hinblick auf die Berner Europameisterschaften und die schweren Länderkämpfe(u. a. in Dortmund gegen Deutschland) müssen die Anwärter für die Nationalmannschaft nach jedem Sportfest eine Startpause von fünf Tagen einlegen. WIRVSCHAFV UND ARBEIT Milchänlieferung über Vorjahrsstand Verschlechterte Qualität durch unsachgemäße und einseitige Fütterung Münster.— Wie die Marktabteilung der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe am Dienstag mitteilt, wurden den 216 Molkereien in der Berichtswoche 855 000 kg mehr Milch zugeführt. Gegenüber der Vergleichswoche des Vorjahres betrug die Erhöhung 2 427 000 kg gleich 9,4 Prozent. Die Verfütterung von angefrorenen Rüben und fehlerhafter Silage hat in verschiedenen Gebieten eine starke Qualitätsbeeinflussung hervorgerufen, die dazu geführt hat, daß die angelieferte Milch als Trinkmilch ungeeignet war. Die Gefahr der einseitigen und unsachgemäßen Futterzusammensetzung ist in den nächsten Wochen, wenn die Bestände an Rüben und Silofutter aufgebraucht werden, besonders groß. Butterangebot zunehmend Die Buttererzeugung stieg um 26 Tonnen. Angebot weiter zunehmend. Konsum weiterhin stetig, teilweise steigend. Absatz des Handels infolge zunehmender Nachfrage des Kleinhandels und des Konsumenten steigend. Der Großhandel ist nicht mehr so zurückhaltend in seinen Dispositionen. Die Butterpreise haben gegen Ende der vergangenen Woche bis auf 5,50—5,55 DM je kg franco Empfangsstation nachgegeben. Der Abgabepreis an den Einzelhandel liegt bei 5,30—5,40 DM, der Verbraucherpreis je nach Art des Geschäftes zwischen 5,80—5,85 DM. Margarinekonsum gestiegen Die Versofgung der Margarine-Industrie mit Rohstoffen ist ausgesprochen gut. Die Preise für Rohstoffe neigen zu leichtem Nachgeben, noch ohne Auswirkungen auf Endproduktion. Unterbietungen sind jedoch teilweise zu beobachten. Die Absatzlage hat sich weiter belebt. In Plattenfetten normaler Absatz. Preise franco Großhandel 1,90—2,02. In Speiseölen ruhige Nachfrage. Abgabepreise an den Einzelhandel um 2,— DM je 100 kg nachgebend. In Schweineschmalz bei reichlichem Angebot keine Belebung der Nachfrage. KAB für Ertragsanteil Aktionsgemeinschaft gegründet In einer Konferenz der Sekretäre des KABDiözesanverbandes Paderborn wurde in Wattenscheid-Höntrop, eine Aktionsgemeinschaft „Ertragsanteil“ gegründet. Ein Studienkreis von Wissenschaftlern und Praktikern der Wirtschaft wird sich mit den Problemen der Gewinnbeteiligung der Arbeltnehmerschaft auseinandersetzen. Eine enge Zusammenarbeit mit allen Persönlichkeiten, die sich für eine Ertragsbeteiligung einsetzen, wird angestrebt. Der Gedanke soll durch puplizistische Einrichtungen der Öffentlichkeit verstärkt nahegebracht werden. Ausgangspunkt der durch die Aktionsgemeinschaft vertretenen Bestrebungen ist die päpstliche Enzyklika „Quadragesimo anno 53“. Der Unterausschuß des Europarats für die Wiederansiedlung von Landwirten bereist zur Zeit das Bundesgebiet, um sich über die Probleme der Eingliederung heimatvertriebener Landwirte im Bundesgebiet zu unterrichten. Im Emsland sollen die Kultivierungsarbeiten und die neuerstellten Vollerwerbsund Nebenerwerbssiedlungen heimatvertriebener Landwirte besichtigt werden. Die Reise dauert bis zum 9. April. Dem Unterausschuß gehören je ein Vertreter Großbritanniens, Frankreichs, Dänemarks, Italiens und der Bundesrepublik an. Rheinisch-Westtälische Börse Düsseldorf, 6. April Tendenz: Wenig verändert. Industrie-Aktien Karstadt 150 G Accu-Hagen 158¼ G Kaufhof 146 C AEG 129 bz Krefft— Allg Hoch-& Ing. 101 GMannesmann 111 bz Badische Anilin 138 bz GMülheim. Berg 100 bz Br Balcke Maschinen 132 G Rh. Braunkohle 149½ bz Bergb. Ew. Ludw. 97 bz Rheinstahl 167½ bz BMW 80 bz RWE 1391 bz Bemberg 76 Br Rheinmetall 18 G Beton-& Monier 115¼ bzRheinpreußen 118½ bz Br Boswau& Knauer 99 bzRheinstahl-Union 1261bz Buderus 155 bz Salzdetfürth 140 bz Burbach 118½ G Schering 250 bz Busch Jaeger 190 Br Schleß 130½ bz Cassella 171½ bz G Schwabenbräu 120 G Conti-Gummi 177 bz Siemens Stämme 145½bz Consolidation 105 bz Siemens Vorzüge 144 bz Daimler 134½ bz Stamag 112 bz Demag 160 bz Ver. Dt. Nickel 129½ bz G Dt. Conti Gas 145 bz Ver. Rumpus 84¼G Dt. Erdöl 117 bz Ver. Stahlwerke 225 bz Didier 144 bz Wasser-Gelsenk. 134 bz G Dortm. Akt. Br. 147 bz Wintershall 136¼ bzG Dtm. Ritter Br. 181 bz GZellwald 106 G Dortm. Union 77 G mezank 6 bzG asener SBan Westd. 138 bzG Farbent Bayer 2peutsche Bank—Br 30% 52RhW. Bank 140½ bz G Feldmuh 190 b2 Dresdner Bank 9 bz Goldschmidt 100 bz Br Rh.-Ruhr-Bank 139 bz G Harpener 95½ bz Freiverkehr Hindrichs Auff. 45 G Chemie-Faser Inh. 67—71 Hochtlef 101½ bz Elsenhütt. Köln 108—112 Hoechster Farben 138½ bzGutehoffnungsh. 260—266 Hoesch 224½ bz Phrix-Inh. 42—45 Kabel Rheydt 159 bz Rhein, Kunstseide 59—61 Kall-Chemie 150 bz Schulth. Stämme 20¼-22½ Übermittelt vom Bankverein Westdeutschland. DM-West— DM Ost Frankfurt(Main), 6. April. VWD)— Die Wechselstuben kaufen 447,50 DM-Ost für 100 DM-West und verkaufen 100 DM-Ost für 23,73 DM-West. Der Duft reinen Tabaks Für die Red Rock werden nur naturwürzige Virginia-Tabake ausgewählt. In ihrer ursprünglichen Reinheit-ohne tabakfremde Zusätze und ohne künstliche Aromastoffe-bietet Ihnen diese Cigarette einen reinen Genuß. Auch ihre Bekömmlichkeit ist in ihrer Reinheit begründet. Red Rock 81 „Ein treues Mutterherz hat aufgehört zu schlagen. Kommt her, ihr meine Lieben, Nehmet Abschied, weint nicht mehr, Hellung konnt' ich nicht mehr finden. Meine Krankheit war zu schwer.“ Gott, der allmächtige und gütige Vater, nahm heute um 9.15 Uhr seine treue Dlenerin, meine innigstgeliebte Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Heinrich Hesse Katharina geb. Gipperich nach längerem, schwerem Leiden, öfter gestärkt mit dem eucharistischen Lebensbrote und dem Sakramente der hl. Krankenölung, im 62. Lebensjahre zu sich in sein himmlisches Reich. In tiefer Trauer: Heinrich Hesse Ludwig Dahm und Frau Elfriede geb. Hesse Rudi Grebe und Frau Agnes geb. Hesse Paul Vierschilling und Frau Hildegard geb. Hesse Ludwig Hesse und Frau Hildegard geb. Schneider Alfons Hesse Gisela Haßlinde 1 Enkelkind THIERINGHAUSEN, Ottfingen, Olpe und z. Z. Oldenburg, den 6. April 1954 Das Seelenamt ist am Freitag, dem 9. April, 8.30 Uhr in Thieringhausen; anschließend ist die Beerdigung. Starke Nerven Tiefer Schlaf im Reformhaus Schwirkmann, Olpe. Am Markt Mädchen für halbe Tage für sofort gesucht. Olpe, Auf dem Gallenberg 2 Zum baldigen Eintritt sauberes fleißiges Hausmädchen gesucht. Daselbst zum 1. Mai tüchtige Lehrköchin gesucht, nicht unter 18 Jahren. Hotel-Restaurant Frönd Münster i. Westf. Warendorfer Straße 58 Unwahre Behauptungen meines geschiedenen Ehemannes, Josef Pfeiffer, Olpe, Bergstr. 21, zwingen mich zu folgender Veröffentlichung: Unsere Ehe ist durch Urteil des Landgerichts Siegen vom 30. März 1954 aus alleinigem Verschulden meines Mannes geschieden. Die Kosten sind meinem Mann auferlegt. Das Urteil ist rechtskräftig. Frau Maria Pfeiffer, Sondern(Weikenohl) Staatsbeamter, alleinstehend, sucht für ständig (möglichst innerhalb der Stadt Olpe) ein bis zwei Leerzimmer mit voller Pension, evtl. auch möbl. Zimmer. Angebote unter Nr. 1670 an Sauerl. Volksblatt Olpe. Bausparvertrag abzugeben. Zu erfragen unt. Nr. 1669 beim Sauerl. Volksblatt Olpe. Oeffentliche Verdingung Die Anstreicherarbeiten(Außenanstrich) am Neubau des Isolierhauses in Olpe sollen vergeben werden. Unterlagen können im Büro des Architekten Willi Coerschulte, Olpe, Josefstraße 22, in Empfang genommen werden. Die Angebote sind bis Dienstag, den 13. April, dortselbst wieder einzureichen. Die Eröffnung findet in Anwesenheit der erschienenen Bieter statt. Der Vors. des Kuratoriums des St. Martinus-Hospitals Menke, Pfarrer rogl de ledanung steigert das Wohlbefinden Für Handwerker und Gewerbetreibende llefern wir Rechnungen Briefblätter Postkarten Briefumschläge Arbeitszettel Paketkarten Aufklebezettel Anhänger Expreßgutkarten Frachtbriefe Wechselformulare Zahlungsbefehle und alle sonstigen Drucksachen Verlagsanstalt F. X. Ruegenberg Olpe Des leistungstählge Haus für moderne Druckarbelten Neuwertige OlympiaKoffer-Schreibmaschine SM 2, sehr preiswert für DM 280,— zu verkaufen. Zu erfragen unter Nr. 1662 b. Sauerl. Volksblatt Olpe. schinpslegen Jeden Abend die biocel haltige TokalonNaditcreme auf Gericht und Hals verteilen. Frisch und glato wird Ihro Haut. Jeden Morgen nach dem Waschen die fertfrele TbhelonTegercreme auftragen.(Fud erockene und sprode Sana gibt en dio fetthaltige Tokalon-Tagescremel) Soforv ehd Une Haut mart, hell, rein und seinporig. 5 Warum on DONNERSTAG? Sicher werden auch Sie festgestellt haben, deß der Anzeigenteil unseres über 100 Jahre alten Heimet- und Kreisblettes„Sauerländisches Volksblett" seit seinem Wiedererscheinen ständig umfengreicher wird. Die Erklärung ist genz einfach: Im Olper Raum weiß man, wie erfolgreich SV-Anzeigen sind. Der starke Anzeigenanfall am Ende der Woche veranlaßt uns jedoch zu der Bitte, Ihren Anzeigenauftrag für die SamstagAusgebe nicht erst am Freltag, sondern bereits Donnerstag hereinzureichen. Sie entlasten damit nicht nur den am Freitag übermäßig beanspruchten technischen Betrieb, sondern haben selbst den größten Nutzen, denn Ihr Anzeigenauftrag kann, wenn er frühzeltig, also bis DONNERSTAG vorliegt, mit der erforderlichen Sorgfalt beerbeitet werden. Und des ist Ihr Vortell. Grabplatten schw., m. 23kar. Goldinschr. Neuvergoldung älterer Inschriften Schilder in Emaille, Metall und Glas Karl Stein- Olpe i. W. Vellmickestraße 46 Das Herz muss schweigen Der ausgezeichnete Großfilm Ein Filmdichter, Gerhard Menzel, schrieb hier eine der ergreifendsten und schönsten Rollen für die Wessely, Szenen, denen sich niemand entziehen kann. Sie bleiben unvergeßlich. Der Film setzt zwei Menschen ein Denkmal— wie allen Kämpfern für das Leben, die sich selbst, Liebe. Glück und Zukunft opferten, um Hunderttausende zu retten; und dann von den Mitmenschen und der Nachwelt vergessen wurden. Ein ArzteSchicksal, das jeden aufrütteln muß. Mitwirkende: Mathias Wiemann- Werner Hinz Im Vorprogramm: FOX TONENDE WOCHENSCHAU Jugendfrei ab 16 Jahren! Verkauf Hausgeräte, gebr. Möbel, Geldschrank, 3 Gasgewindekluppen ¾, 1, 1¼“, Geschäftsbücher, Pfeifen, einige Zentner Kartoffeln u. a. m. preiswert gegen Barzahlung abzugeben. 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