Minnie Amtliches Kreisblatt für den Kreis Meschede. ens esse hen eifel hen cher iber teil. elle chen heit, salt; gene ichen stützt, htlich grihung lichen Prof. eine uchen. den aus und ihren für und Erfurt Mnmiminmmmin= einer Mühlheim Mmmnnm Erscheinungstage: Montag, Mittwoch und Freitag nachmittag. Bezugspreis monatlich 1,00 R2., freibleibend, im Einzelverkauf je 0,10 Rr.— Fernruf 62. Beilagen: „Mescheder Heimatblatt“,„Wert und Wesen“, illustrierte Wochenbeilagen„Wort und Bild“, ::„Bilder von Feld und Hof“.:: Druck und Verlag von A. Harmann Inh. Fr. Drees in Meschede. Anzeigenberechnung: Preis je mm Höhe der 36 mm breiten Anzeigenspalte 0,08 RM., der Reklamespalte 0,30 RM. Postscheckkonten: Dortmund 17710, Köln 33841. Anzeigenannahme bis morgens 9 Uhr am Ausgabetage.— Störungen infolge höherer Gewalt. Betriebsstörung oder Streik rechtfertigen keine Ersatzansprüche. Für die Redaktion verantwortlich: Franz Drees in Meschede. Nr. 147. Mittwoch, den 16. Dezember 1925. Jahrgang. Die Vermögensteuerpflicht der natürlichen Personen nach dem neuen Vermögensteuergesetz. Von O.=St.=S. Schellenberg, Meschede. Die jüngste Reichssteuer=Reform vom August d. Is. hat uns auch eine Aenderung des Vermögensteuergesetzes vom 8. April 1922 gebracht. In dem Artikel 1 des Gesetzes über Vermögen= und Erbschaftssteuer vom 10. August 1925 sind die Bestimmungen über die neue Vermögensteuer zu finden. Seit Bestehen einer Vermögensteuer soll nun diese jüngste Besitzsteuer zum dritten Male veranlagt werden. Das neue Gesetz ist im Verhältnis zu dem früheren sehr vereinfacht. Durch die Schaffung eines Reichsbewertungsgesetzes. das die sachliche Steuerpflicht regelt, bedurfte es in dem neuen Gesetze nur der Regelung der persönlichen Steuerpflicht, des Tarifes und des Veranlagungs= und Erhebungsverfahrens. Die Vermögensteuer=Erklärungen waren grundsätzlich bis zum 15. Dezember 1925 dem zuständigen Finanzamte einzureichen. Ein großer Teil der Steuerpflichtigen wird jedoch wegen Zeitmangel noch nicht dazu gekommen sein, die Erklärung auszufüllen. Wie in der Presse bekanntgegeben worden ist, hat sich das Reichsfinanzministerium damit einverstanden erklärt, daß die Vermögensteuer=Erklärungen für 1925 bis zum 31. Dezember 1925 oyne Erhebung von Zuschlägen gemäß§ 170 A. O. seitens der Finanzämter abgegeben werden können. Wie ich ahe feststellen können, herrscht unter den Steuerpflichtigen noch heute eine große Unklarheit über die Bestimmungen des neuen Gesetzes. In der Form einer urzen Beantwortung der Hauptfragen, die ich jeder deutsche Staatsbürger stellt. wenn er von der Vermögensteuer hört, will ich im Folgenden eine Darstellung des neuen Gesetzes bringen, soweit die Bestimmungen für die natürlichen Personen wissenswert sind. Wer ist vermögensteuerpflichtig, d. h. wer ist verpflichtet, eine Vermögensteuer=Erklärung abzugeben? Die Bestimmungen über die persönliche Steuerpflicht decken sich grundsätzlich mit denjenigen des neuen Einkommensteuergesetzes. Eine Ausnahme ist jedoch zu berücksichtigen. Die Inhaber einer offenen Handelsgesellschaft, Kommanditgesellschaft oder einer anderen Gesellschaft werden nunmehr nicht mehr mit dem auf sie entfallenden Teil des gesamten Betriebsvermögens der Gesellschaft versteuert, sondern das Vermögen der Gesellschaft wird als solches n einer Summe versteuert. Steuerpflichtig— unbeschränkt— sind zunächst alle natürlichen Personen(im Gegensatz zu den juristischen Personen), die m deutschen Reichsgebiet ihren Wohnsitz jaben, oder, die sich innerhalb dieses Gedietes länger als sechs Monate aufhalen, jedoch nur, wenn das gesamte steuerfflichtige Vermögen— das sowohl aus nländischem, als auch aus ausländischem Vermögen bestehen kann—, mehr als 000 MN beträgt, oder, wenn sie inländiches landwirtschaftliches, forstwirtschaftiches oder gärtnerisches Vermögen, oder mländisches Betriebsvermögen von mehr ils 5000 AN besessen haben. Außerdem ind alle Personen steuerpflichtig— bechränkt— ohne Rücksicht auf den Wert hres Vermögens, wenn sie im deutschen Reichsgebiete weder wohnen, noch sich mehr ils 6 Monate aufhalten, bezl. des im deutschen Reichsgebiet belegenen landwirtschaftsuchen, forstwirtschaftlichen, gärtnerischen vermögen, Betriebsvermögen und Grundvermögen. Was ist steuerpflichtig? Wie bereits erwähnt, sind die Bestimmungen über die sachliche VermögensteuerReichsbewertungsgesetz enthalten. Als Vermögen bezeichnet das gehannte Gesetz: landwirtschaftliches, forstwirtschaftliches und gärtnerisches Vermögen, Betriebsvermögen, Grundvermögen, sonstiges Vermögen. Was nun zu den einzelnen Vermögenserten zu zählen ist, hier aufzuzählen, weit Abzüge bei der Ausfüllung des Vordruckes vorgenommen werden können. Wie hoch ist die Vermögensteuer? Wie nach dem früheren Gesetz beträgt die Steuer grundsätzlich jährlich 5 vom Tausend des Vermögens. Da der Tarif jedoch degressiv und progressiv gestaffelt ist, so haben wir außerdem noch niedrigere und höhere Sätze. Die Steuer ermäßigt sich auf 2 v. T. bei Vermögen bis zu 10000 2N, auf 3 v. T. bei Vermögen über 10000 KN bis zu 25000 2N, auf 4 v. T. bei Vermögen über 25000 NN bis zu 50000 NN. Bei Vermögen über 50000 2N tritt der grundsätzliche Satz von 5 v. T. in Kraft. Der progressive Tarif kommt erst ab 1927 in Anwendung. Er geht bis zu 7½ v. T. bei Vermögen über 5000 000 KN. welchen Fällen wird die Vermögensteuer nicht erhoben? Die allgemeine Freigrenze ist, wie bereits erwähnt, bei unbeschränkt steuerpflichtigen Personen 5000 MN. Darüber hinaus wird bei natürlichen unbeschränkt steuerpflichtigen Personen die Steuer nicht erhoben, wenn das Vermögen 10000 2N beträgt und das letzte Jahreseinkommen 3000 2N nicht überstiegen hat. Diese Einkommengrenze erhöht sich jedoch noch entsprechend der Anzahl der minderjährigen Kinder, die zu dem Haushalt des Steuerpflichtigen gehören, und zwar bei zwei Kindern auf 4000 MN, bei drei und vier Kindern auf 5000 MN und bei mehr als vier Kindern auf 6000 NN. Weiter bleibt die Vermögensteuer unerhoben, wenn das Vermögen 20000 2N und das letzte Jahreseinkommen 5000 MN oder das Vermögen 30000 AN und das letzte Jahreseinkommen 4000 MN nicht überstiegen hat, bei Steuerpflichtigen, die über 60 Jahre alt oder erwerbsunfähig oder nicht nur vorübergehend behindert sind. ihren Lebensunterhalt durch eigenen Erwerb zu bestreiten. Auch hier erhöhen sich die Einkommengrenzen beim Vorhandensein von mehr als zwei minderjährigen Kindern, und zwar im ersteren Falle auf 6000 MN und im letzteren auf 5000 KN. Wie wird die Steuer abgeführt? Die Steuer ist fällig mit je ¼ des Jahresbetrages am 15. Februar, 15. Mai. 15. August und 15. November. Bei Steuerpflichtigen, deren Vermögen in der Hauptsache aus landwirtschaftlichem Vermögen besteht, fällt der Termin vom 15. August weg, dagegen ist von diesen Pflichtigen am 15. November eine Zahlung in Höhe der Hälfte des Jahresbetrages zu leisten. Nach dem neuen Gesetze soll die Vermögensteuer nunmehr für jedes Jahr neu veranlagt werden. Die im Vermögensteuergesetz vom 8. April 1922 vorgesehene, bisher aber nicht zur Erhebung gelangte Vermögenszuwachssteuer soll weiterhin, d. h. zunächst bis zum 31. Dezember 1928, außer Hebung bleiben. de zu weit führen. Die jeder Vermöensteuer=Erklärung beigefügte Anleitung reurt übersichtlich und allgemeinveran din gehalten, daß jeder Interessierte re gemachten Ausführungen das ihn Wissenswerte entnehmen kann. Aus Anleitung ist auch zu ersehen, inwiePolitische Uebersicht. Berlin. 10. Dezember 1920. Der Versuch des Demokralen Koch. In seiner Unterredung mit dem Reichspräsidenten mußte der Zentrumsabgeordnete Fehrenbach die Aufgabe der Regierungsbildung ablehnen, und zwar sowohl für seine Person als auch für die Zentrumspartei überhaupt. Er fügte hinzu, daß das Zentrum nicht beabsichtige, die Führung bei der Regierungsbildung zu übernehmen oder gar auf den Kanzlerposten Ansprüche zu machen. Die Gründe für sein und der Zentrumspartei Verhalten hat aber der Abgeordnete Fehrenbach nicht angegeben, aber wie aus einer Wendung der„Germania“ hervorgeht, hat es die Partei nur abgelehnt,„jetzt in diesem Stadium“ die Vermittlerrolle zu übernehmen. Den Sozialdemokraten kommt diese Haltung des Zentrums recht ungelegen, und der„Vorwärts“ bemerkt in seinem Unmute, wenn die Demokraten dieselbe Haltung eingenommen hätten, wie das Zentrum, so hätten die Verhandlungen über die Große Koalition einen geradezu burlesken Ausgang genommen. Umsomehr sind Sozialdemokraten und Demokraten von der Übernahme der Regierungsbildung durch den Demokraten Koch erbaut. Er erscheint ihnen als der geeignete Mann für diese Aufgabe. Allem Anschein nach haben sich die Demokraten bereits mik den sozialdemokratischen Forderungen einverstanden erklärt. Die Einbeziehung der Deutschen Volkspartei in die Große Koalition hält der„Vorwärts“ für unmöglich, da die Volkspartei keine republikanische Partei sei und außerdem in sozialen Fragen Auffassungen vertrete, die denen der Sozialdemokraten geradewegs entgegengesetzt sind, unter Billigung und Unterstützung der bürgerlichen Mittelparteien. Wenn die Sozialdemokraten so schon ihre Zweifel in einem Erfolg des Demokraten Koch setzen, so wird die Zentrumspartei seinem Vorgehen noch mehr skeptisch gegenüberstehen. Sollte die deutsche Volkspartei ablehnen, in eine Regierung unter der Führung des Demokraten Koch einzutreten, so bliebe nichts anderes als die Weimarer Koalition übrig. Ihr aber anzugehören, und zwar unter der Kanzlerschaft eines Demokraten und bei der Besetzung der meisten Ministerstellen durch Sozialdemokraien und Demokraten, ist für das Zentrum eine Unmöglichkeit. Die Weimarer Koalition ist für das Zentrum nur unter Zentrumsführung erträglich, da sonst das Zentrum Gefahr laufen würde, von den beiden Linksparteien an die Wand gedrückt zu werden. So ist vorauszusehen, daß der Versuch des Demokraten Koch, die Große Koalitton oder die Weimarer Koalition zu bilden, scheitern wird. Für diesen Fall scheint der Reichspräfident den früheren Reichskanzler Luther mit der Bildung einer Regierung der Mitte betrauen zu wollen, ohne dabei den Gedanken der Großen Koalition ganz fallen zu lassen. Demokratische Berliner Blätter glauben, daß der Reichspräsident etwa im Frühjahr, nachdem also der gefürchtete Winter vorübergegangen, die Bildung einer Großen Koalition von neuem anregen wird, und sie scheinen bereits sich bei diesem Gedanken trösten zu wollen. Unserer Auffassung nach hat das Zentrum bei dem starken Auseinandertreiben der Parteien, die für eine große Koalition in Frage kommen, recht daran getan, vorläufig auf die Initiative in der Regierungsbildung zu verzichten. Denn wenn sich, vielleicht bald, herausstellen wird, daß eine Regierung der Mitte mit Luther an der Spitze sich gegenüber der Opposition von links und rechts nicht halten kann, so wird die Zentrumspartei ganz von selbst auf den Plan treten müssen, um als Retter in der Not, wie so oft, den einzig möglichen Ausweg anzugeben. Allerdings hat auch die Zentrumspartei kein Interesse daran, die Regierungskrise unnötig zu verlängern, aber sie muß es ablehnen, jetzt zu Beginn der Krise sich vorschicken und dann hinterher sich die unglaublichsten Vorwürfe machen zu lassen, daß sie sich vorgedrängt habe. Vorwürfe, die uns gar zu sehr bekannt sind. Die Ministerpension des Schiele. Dem ausgeschiedenen Reichsminister Schiele ist ein Ruhegehalt, unter Anrechnung seiner Militärzeit, zugebilligt worden. Linkskreise fochten die Berechtigung der Pensionsansprüche an, und es entwickelte sich eine unerquickliche Diskussion über diese Frage. Nunmehr hat der Reichsminister a. D. Schiele an das Reichsministerium des Innern folgendes Schreiben gerichtet:„Auf das gefällige Schreiben vom 19. Oktober, betreffend die Festsetzung meiner Ministerpension, beehre ich mich folgendes zu erklären: Ohne jedes Zutun von meiner Seite ist mir von Amts wegen ein Ruhegehalt zugebilligt worden. Wenn diese Zuwendung auch der gegenwärtigen Gesetzgebung entspricht und daher für mich einen klagbaren Anspruch darstellt, so habe ich doch niemals verkannt und bei den verschiedensten Anlässen zum Ausdruck gebracht, daß die Vorschriften des Reichsbeamtengesetzes über die Ministerpension n nicht mehr zeitgemäß sind und einer Anderung bedürfen. Ich lege Wert darauf, als pensionierter Minister schon jetzt nicht günstiger behandelt zu werden, als dies nach dem zukünftigen Ministerpensionsgesetz der Fall sein würde. In Erwartung eines solchen Gesetzes werde ich deshalb, da ein Verzicht auf das Pensionsrecht staatsrechtlich unwirksam bleibt, die mir zustehende Pensionsrate der hiesigen Organisation der Kriegsblinden zur Verfügung stellen und dem Versorgungsamt einen entsprechen den Überweisungsauftrag zugehen lassen.“ * Die Deutschnationale Reichstagsfraktion hat im Reichstage zur dritten Lesung des Etats einen Antrag eingereicht, der eine Denkschrift fordert über die Anzahl, Höhe und Berechnungsart der seit der Staatsumwäizung für Reichskanzler und Reich minister festgesetzten Ministerruhegehälter. Ferner wird die sofortige Vorlegung eines Gesetzentwurfes gefordert, der die Pensionsverhältnisse des Reichskanzlers und der Reichsminister den jetzigen Verhältnissen entsprechend regelt. Der Papst über die Lage der Kirche. WTB Rom. 14. Dez. Der Papst hielt ein Geheimes Konsistorium ab, in dem er zu Kardinälen ernannte: Monsignore Ceretti, Nunzius in Paris, Monsignore Gasparri, Nunzius in Brasilien, Monsignore Verde, Sekretär der Kongregation der Riten und O'Donnel, Erzbischof von Armagh. In der Ansprache gab der Papst der Freude Ausdruck über den Erfolg des Heiligen Jahres, über die Kanonisierung der neuen Heiligen, über die Missionsausstellung, über die Sechzehnjahrhundertfeier des Konzils von Nicäa und über die von vielen Staaten abgeschlossenen Bündnisse, die dieselben friedlichen Ziele iverfolgten, wie sie der Vikar Christi den Gläubegen empfohlen habe. Er äußerte ferner die G nugtuung über das Scheitern des gegen Mussolini geplanten Anschlags und sagte dann: „Die Gläubigen aus allen Teilen der Welt haben sich durch Augenschein davon überzeugen können, daß die Lage, in der sich das Oberhaupt der katholischen Kirche befindet, nicht seinem Rang als höchster Autorität der universalen und in ihrer Art vollkommensten Gemeinschaft entspricht, wie sie die Kirche ihrem Wesen nach als göttliche Einrichtung darstellt.“ Der Papst beklagte es sodann, daß in den vor kurzem von der italienischen Kammer angenommenen Gesetzen über das Gewerkschaftswesen die individuellen Rechte des einzelnen aufgehoben worden seien. Er äußerte ferner das Bedauern über die Lage der katholischen Kirche in Mexiko, über die Trübung der Beziehungen zu Argentinien, Tschecho=Slowakei und Südslawien und äußerte lebhafte Genugtuung über die von den Katholiken in Frankreich entfaltete Tätigkeit und über die dort erfolgte Schaffung des höheren katholischen Unterrichts nach all den Verwüstungen, die 50 Jahre des Laicimus angerichtet hatten. Der Papst schloß indem er noch seine Befriedigung über den Anschluß der Konkordate mit Bayern und Polen, die wertvolle Ergebnisse zeitigen würden, aussprach, und die Ausdehnung des Jubiläumsjahres auf die ganze Welt und auf das nächste Jahr ankündigte, in dem der 700. Todestag des heiligen Franz von Assisi durch große Festlichkeiten gefeiert werden soll. Der Streit um Mofful. Die Diplomaten haben eine erstaunliche Gabe, hinter seidenen Vorhängen die rücksichtslosesten machtpolitischen Kämpfe auszutragen. Weil England sein hauptsächlichstes Kriegsziel, die Landbrücke von Kairo nach Kalkutta, nicht auf einmal erreichen konnte, mußte es sich mit einer Zwischenlösung zufriedengeben. Schachbrettartig wurde Kleinasien in Mandatsgebiete aufgeteill, eine diplomatische Erfindung, die den machtpolitischen Interessen der Siegerstaaten entgegenkommt, das Selbstbestimmungsrecht der Völker aber gründlich verlegt. So hat Frankreich das Mandat über Syrien erhalten mit dem Erfolg, daß es sich gegen die Eingeborenen mit Pulver und Blei verteidigen muß. Wie weit England, das das syrische Mandat heimlich und offen bekämpft hat, bei dem Drusenaufstand seine Hände im Spiel hat, wird vielleicht niema's bekannt werden. Dafür hat Frankreich der AngoraTürkei den Nacken gesteift.(Mit französischer Hilfe konnte Kemal Pascha die Griechen schlagen und aus Kleinasien vertreiben. Auch der Streit um Mossul hätte sich ohne die Gegensätzlichkeit der englisch-französischen Interessen nicht so zuspitzen können. England hat das Mandat über den Irak erhalten, in dem es schleunigst eine willfährige Kreatur zum König machte. Wenn heute der Völkerbund das Mandat über den Irak an England übertragen will, so tut er damit nichts anderes, als vollendete Tatsachen anerkennen. Der Grak mag wichtig sein, um den Persischen Golf zu beherrschen. Aber das reicht nicht aus, um die Ölfelder Mesopotamiens zu sichern. Dazu ist der Besitz des Mossulgebietes notwendig, auf das England denn auch durch die in vielen Kolonialkriegen erprobte Methode die Hand gelegt hat. Indessen erhebt die Angora=Türkei ebenfalls Anspruch auf das Mossulgebiet. Wenn es auf das gute geschichtliche Recht ankäme, ferner auch auf das Selbstbestimmungsrecht, hätte England in Mossul nichts zu suchen. Der Völkerbund, dem die Entscheidung übertragen wurde, sah sich vor eine unlösbare Aufgabe gestellt. Die neutrale Abordnung, die zur Prüfung der Verhältnisse an Ort und Stelle gesandt wurde, hatte sich mit 80 v. H. für das bessere Recht der Türkei ausgesprochen. Wenn der Völkerbund auf Grund dessen entschieden hätte, so wäre er von England sicher ins Unrecht gesetzt worden. Die Truppen, die im Irak stehen, hätten sich des Mossulgebietes bemächtigt, also auch den türkischen Widerstand gebrochen. So blieb nichts anderes übrig, als den Engländern gleich alle Rechte einzuräumen, ohne sich allzuviel um den Einspruch der Türkei zu kümmern. Das Problem hat sich nun so zu gespitzt: wird Frankreich die Angora=Türkei ins geheim und offen weiter unterstützen? Offenbar ist das nicht der Fall, denn der türkische Bevollmächtigte ist unverrichteter Dinge aus Paris nach Genf zurückgekehrt. Die englische Regierung aber erläßt schon Funksprüche, in denen sie sich mit aller Energie für die Schiedsgerichtsbarkeit des Völkerbundes einsetzt. Die Türkei wird also nachgeben müssen, weil Frankreich zurzeit keine Verwicklungen brauchen kann. Am 10. Dezember fand in Berlin eine parlamentarische Besprechung zwischen Vertretern des Westfälisch=Lippischen Handwerkerbundes und zahlreichen Parlamentariern aller bürgerlichen Parteien des Reichswie auch des Landtages statt. Eingeladen und anwesend waren der Reichskommissar für das Handwerk, Ministerialrat Dr. Hoppe, Vertreter des Reichswirtschaftsministeriums, des Ministeriums für Handel und Gewerbe und der Preußischen Zentralgenossenschaftskasse. Zur Besprechung kamen: 1. Wohnungs= und Heimstätten=Wesen, 2. die Notlage der Wirtschaft, insbesondere des Handwerks im Ruhrgebiet, 3. Kreditproblem, 4. das neue preußische Gewerbesteuer=Gesetz. Zur ersten Frage sprach Dr. Mahler, Hagen i. W., über die Notlage der Wirtschaft Rechtsanwalt Schürmann, Syndikus der Handwerkskammer Münster i. W.; das Kreditproblem wurde von Geh. Regierungsrat Staatsfinanzrat Dr. Göhmann, Berlin, beleuchtet, während Scherer von der Handwerkskammer Dortmund die Stellungnahme des gewerblichen Mittelstandes zur Frage des neuen preußischen Gewerbesteuer=Gesetzes kennzeichnele. Die Versammlung faßte in der Frage des Wohnungs= und Heimstättenwesens folgende Entschließung: Die zu der parlamentarischen Tagung des Westfälisch=Lippischen Handwerkerbundes erschienenen Mitglieder des Reichs= und Landtages und Vertreter des westfälischen Handwerks erklären, daß die Forderungen des Antrages Nr. 1134 das Mindeste sind, was im Interesse der Bekämpfung der Wohnungsnot und der Belebung der Bauwirtschaft unumgänglich nötig ist. Insbesondere muß dafür gesorgt werden, daß die Westfälische Heimstätte wie die übrigen provinzialen Wohnungsfürsorgegesellschaften auf ihr eigentliches Tätigkeitsfeld zurückgewiesen werden. Die Westfälische Heimstätte hat durch ihr Eindringen in bauwirtschaftliche Betriebe und Baustoffhandlungen sowie durch die Errichtung großer Planbüros Handwerk, Gewerbe und Architektenschaft mit öffentlichen Mitleln schwer geschädigt. Es muß gefordert werden, daß diese Tätigkeit und die damit verbundene Vergeudung öffentlicher Gelder mit allen verfügbaren Mitteln bekämpft wird. Der Rest des Abends verlief in lebhaftem Gedankenaustausch. Es kam allseitig die Meinung zum Ausdruck, daß eine nachhaltige Besserung der wirtschaftlichen Lage in nächster Zeit nicht zu erwarten sei. Nur im unbeirrbaren festen Anhalten an den alten Arbeits= und Sparsinns geist des deutschen Handwerks und unter Anspannung aller Kräfte sei es möglich, über die jetzige Wirtschaftskrise hinwegzukommen. „Bücher??"„Ja, Bücher!! 66 Die hier besprochenen Bücher sind zu haben bei A. Harmann Inh. Fr. Drees, Buchhandlung, Meschede. (Schluß.) Endlich neue erzählende Werke dichterischer und unterhaltender Art, die der Verlag Bachem vorlegt: Das gewichtigste Buch des Jahres, eine der wichtigsten Neuerscheinungen des deutschen Büchermarktes überhaupt, ist der Roman„Judas Iskariot" von Nikolaus Schwarzkopf(geb. 7.50 KN). Zu Judas, dem Steinmetzen, kam ungewisse Kunde vom„Reich“. Deshalb wandert er von seinem Heimatort Kariot zum Meister nach Galiläa. Inmitten des galiläischen Paradieses, inmitten des göttlichen Glanzes, der den Meister umgibt, schleppt er wie Handschellen eine Wahnidee, den großen nationalistischen Ruf, von dem er sich erfüllt glaubt. Angefüllt mit ungeheuer zusammengeballter Spannung, umlauert er den Herrn, gierig, verzweifelnd hoffend. Wir sehen die Tragörie voraus... Schon vor dem Verrat erleben wir auf dem Hintergrund der Heilsgeschichte einen menschlichen susammenbruch, der an die großen Tragödien der Kunst erinnert. des ganzen katholischen Volkes, ein Beweis seiner Glaubenstreue sein. Sendet eure im Kreife Meschede am 1. Dezember 1925. Beiträge an die Katholische Schulorgani sation Deutschlands, Düsseldorf, Wilhelm Tell=Straße 16, Postscheckkonto Köln 23267. und Kreis Meschede. Meschede, den 16. Dezember 1925. Das hiesige Finanzamt teilt uns mit, daß bei Steuerpflichtigen, die die Vermögenserklärung spätestens bis zum 31. Dezember 1925 abgeben, von der Erhebung von Zuschlägen wegen verspäleter Abgabe gemäß§ 170 Abs. 2 der R. A. O. abgesehen werden soll. = Am Sonntag, den 20. Dezember, ist der Paketschalter des Postamtes Meschede für die Annahme und Ausgabe von Pakeken wie werktags geöffnet. □ Der Provinziallandtagsabgeordnete für den Kreis Meschede ist, wie nach Feststellung des Wahlergebnisses amtlicherseits dem Gewählten mitgeteilt wurde, Herr Rektor Wagener in Meschede. Wichtig für Renienempfänger! Vom 1. Januar 1926 an dürfen die Invaliden=, Alters=, Kranken=, Witwen= und Waisen=, sowie die Unfall=Rentenempfänger bei der Rentenabholung nur noch die vorgeschriebenen neuen Quittungsformulare benutzen. Die Rentenempfänger haben sich deshalb rechtzeitig mit den für sie in Frage kommenden Vordrucken zu versehen, die bei den Ortsbehörden, Versicherungsanstalten und Berufsgenossenschaften erhältlich sind. Wintersonderzüge. Die Reichsbahndirektion Elberfeld weist erneut auf die am 22. Dezember, 30. Dezember, 22. Januar und 10. Februar fahrenden billigen Wintersonderzüge nach Süddeutschland und auf die im Winter bei günstiger Schnee= und Wetterlage regelmäßig Samstag und Sonntags fahrenden Sonderzüge hin. Fahrplanheftchen für die Wintersonderzüge sind zum Preise von 20 Pfg. bei den Fahrkartenausgaben zu haben. Die am 22. und 30. Dezember fahrenden Sonderzüge eignen sich auch besonders für Reisen während des Weihnachtsurlaubs. kann die entschuldigen Beutel lapp sastungsprol Berlebu zember wi aemessen, Kälte am Die größte 5. Dezemb dürften in Münster gerichtsver meister Ge der des vo sen Wester 2. Mai 19 tat erregte Aufsehen Kommunist gerade in der Reichs zufällig be Verbrechen beim Poli August 192 solcher wa Angeklagte soldat in würdigerwe Knecht nan diesen dan kommen re der als an tigen. Der verurteilt. Das Gesamt=Zählergebnis im Kreise ist in voriger Nummer veröffentlicht. Katholiken! Die Canisiusspende im Jahre der Heiligsprechung des zweiten Apostels der Deutschen muß ein Zeichen der Opferwilligkeit Konferenz des Bezirkskartells der christlichen Gewerkschaften für das Sauerland. Zu einer wichtigen Sitzung hatten sich die Vertreter der christlichen Gewerkschaften des Sauerlandes am Montag in Meschede versammelt. Aus den Berichten war zu entnehmen, daß die Zahl der Kurzarbeiter und Arbeitslosen in letzter Zeit außerordentlich gewachsen ist. Von den Gemeinden, Kreisen usw. wird erwartet, daß sie im weitestgehenden Maße Notstandsarbeiten machen lassen, um dadurch die Not der Arbeitslosen zu mildern. So sehr die Erhöhung der Unterstützungssätze für Erwerbslose begrüßt wurde, so herrschte Einstimmigkeit darüber, daß auch diese Sätze bei der zeitigen Teuerung absolut unzureichend sind; es soll der Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes ersucht werden, seine Bemühungen auf angemessene Festsetzung der Erwerbslosenunterstützung fortzusetzen. Die Vertreter der Bauarbeiter klagten lebhaft darüber, daß den Bauarbeitern— obwohl sie ihre Beiträge zur Erwerbslosenfürsorge gezahlt haben— entweder jede Unterstützung verweigert wird, oder daß die Bauarbeiter erheblich schlechter gestellt werden, wie andere Erwerbslose. Dieser unhaltbare Zustand muß schnellstens beseitigt werden. Der Bericht über die Jugendführerkonferenz der christlichen Gewerkschaften in Königswinter wurde mit großer Aufmerksamkeit angehört, und sollen die vom Ausschuß der Deutschen Jugendverbände, dem 74 Jugendorganisationen aller Richtungen mit über 3½ Millionen Jugendlichen angeschlossen sind, gefaßten Beschlüsse möglichst durchgeführt werden. Ein Vortrag über die Aufgaben der Kommunalpolitik wurde beifällig aufgenommen und lebhaft besprochen. Die vom Zentralverband christlicher Holzarbeiter in Verbindung mit dem Katholischen Gesellenverein herausgegebene Fachzeitschrift„Handwerkskunst im Holzgewerbe“ hat im Sauerlande bereits eine ganze Anzahl von Abonnenten gewonnen. Eingehend wurden dann die Schulungsund Bildungskurse besprochen. In Meschede, Bestwig, Olsberg und Marsberg finden im Januar 5tägige Bildungskurse statt, wozu namhafte Redner gewonnen sind. □ Finnenkrop. Am- Sonntag, den 13., fand nachmittags in der Gastwirischaft Schröder die Monatsversammlung der Ortsgruppe des Reichsverbandes Deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegerhinterbliebener e. V. stalt bei sehr gutem Besuch und unter Leitung des Vorsitzenden der Ortsgruppe, Kam. Offermann. Im Mittelpunkt der Versammlung stand ein Vortrag des Bezirksgeschäftsführers, Kam. Dr. Florian, Hagen, der in etwa einstündiger Rede die Entwicklung der Kriegsopferorganisationen, Wesen, Zweck und Aufgaben des Reichsverbandes behandelte und einen Überblick über den augenblicklichen Stand der Versorgungsgesetzgebung gab. Mit einem Appell zu weiterer treuer Mitarbeit im Sinne echter Kameradschaft schloß der Vortrag. Allseitiger Beifall dankte dem Redner für seine Ausführungen. In echter Kameradschaft verblieb man noch ein Stündchen ungezwungen beisammen. Verschiedenes. Hagen, 14. Dez. Der Sauerläydische Gebirgsverein nahm in einer hier abgehaltenen Hauptversammlung Stellung zu der ungeheuerlichen Überschreitung der Baukosten für das Ehrenmal auf dem Kohlberge. De Baukosten waren auf 85000 Mk. veranschlagt und betragen jetzt 292000 Mk.- Der Verein ist durch den Bau mit 133000 Mk. Schulden belastet. Es sollen für jedes der 24000 Mitglieder 2,50 Mk. abgeführt werden, damit die Schulden in etwa drei Jahren getilgt sind. Es werden auch Darlehnsscheine über 5 Mk. ausgegeben mit dreijähriger Unkündbarkeit. Es wurde beschlossen, dem Finanzausschuß vorläufg auf zwei Jahre Vollmacht über die ganze Finc verwaltung zu erteilen und einen Architekten der Nachprüfung des Baus und seiner Mängel zu beauftragen. 76 Prozent der Hauptgläubige haben in eine Stundung eingewilligt. (Nicht ohne weiteres wird sich jeder S. G. Mann mit den Beschlüssen der Hagener Haupversammlung einverstanden erklären, und es“ zu befürchten, daß im Lande sich Widerstand geltend machen wird. Dieser Befürchtung Gelsenl Kontinents, in größter Bevölkerung schäftigt sind wärtigen wi stark erfaßt. fürsorge Unte Bevölkerung Reich und Aktionen gr Über den H wohl die ge die politische sorgen, daß zweiflung bri Den Err beurlaubten geholfen wer Tage. Sehr ein Teil der der erweitert entschädigung Entschädigung zahlung zu Depression sir nahmen der sie am Rand Der Ruf Schon durch Rufen nach Ruhrgebietes. in den Kreiser Ohren spitzt durch die St wer die schä demonstration deuten weiß, 1 Der Vors werkskamme in Düsseldor Ein eigenartiges, überraschendes Erzählungswerk ist auch der Roman„Der himmlische Harfner“ von Josef August Lux. Wie der wundersame Traum eines Eichendorff=Nachfohren wechseln in dem Roman Bilder frommer Versenkung mit abenteuerlich=spannenden Geschehnissen romantischer Fabulierlust. Mit bestem Recht sagt der Lit. Ratgeber 1925/26:„Wer einmal die wirkliche Welt auf ein paar Stunden selig vergessen will, der greife zu diesem lieblichsten aller modernen Märchen." Der Roman wird allen Freunden Altdeutschlands und deutscher Romantik eine willkommene Gabe sein. Bilder von Ludwig Richter und Moritz von Schwind scheinen hier lebensvolles Wort geworden zu sein. (Geb. 7.50 KN.) Lux bietet Stimmungskunst. Die packende Kraft der Ballade sprießt dem gegenüber in Ludwig Mathars altkölnischen Geschichten„Wetter und Wirbel“. Sechzehn Geschichten aus Kölns bewegter Vergangenheit erzählt Mathar hier in knappen, markigen Strichen. Eine ergreifende Chronika aus der hilligen Stadt Köllen. Wie ein Augenzeuge erlebt der Leser wechselvolle Schicksale von den Zeiten der Frankenkönige bis zur Franzosenherrschaft des vorigen Jahrhunderts.(Geb. 9 KN.) Auch Hugo Strauchs Buch„Von Päpsten, Künstlern und Landsknechten“ ist spannend und kulturhistorisch fesselnd zugleich. Diese sechs Novellen aus der italienischen Renaissance entrollen einen der glänzendsten Abschnitte der gesamten Kulturgeschichte, den Uebergang vom 15. zum 16. Jahrhundert. Die großen Päpste jener Zeit treten handelnd auf, als Herrscher, Menschen, in scharfen Strichen gezeichnet. Das Treiben der vornehmen römischen Gesellschaft zieht in farbenreichen Bildern vorüber. Mit Raffael und Michelangelo wandeln wir auf der Menschheit Höhen. Das großartigste Stadtbild des Mittelalters versinkt in Brand und Plünderung.(Geb. 5 RN.) Hugo Strauchs Novellen in ihrer Gesamtheit sind eine reife Leistung. Das neue Buch wird ohne Zweifel den Leserkreis des Verfassers stark vermehren. Mit seinem Bruckner=Roman„Valentins Magnifikat"(geb. 5.50 Kn) Hat sich Strauch vor Jahresfrist vortrefflich eingeführt. Ein Musiker=Roman war dies Buch, der hellhörig den Lebensweg eines Komponisten und seiner Braut und Gattin schilderte, ein Buch zudem, das manchen Kölner und Münsterländer wie ein Schlüsselroman anmuten konnte, so lebendig bewegten sich Menschen und Handlung in der Jetztzeit. Von weiteren Büchern des Verlags Bachem empfehlen wir als Weihnachtsgeschenk: Ernst Pasqué„Goldengel von Köln“ (geb. 8 2N), jenen köstlichen kulturgeschichtlichen Roman aus Kölns Franzosenzeit. den Prof. Franz Bender herausgegeben hat. Breit und behaglich geht er an: durch tolle Räuberromantik, atemraubende Geschehnisse, schwierige Spannungen hindurch jagt er uns, und zum Schluß geht der finsterschuftige Giersberg zugrunde, und das ebenso edelmütige wie entzückende Goldengelchen wird mit seinem offenen. frischen„Kölschen Jung" glücklich. Ihm steht zur Seite Carl Rademachers illustrierte Künstlergeschichte aus dem Klosterleben des 13. Jahrhunderts„Cäsarius von Heisterbach“(geb. 8 2N). Nicht zu vergessen ist die Jubiläumsausgabe(75. Auf lage!) der„Tochter des Kunstreiters“ von Ferdinande Freiin von Brackel(geb. 6 KN): ferner die Neuauflage des sonnigen, bei feiner psychologischer Beobachtung schalkhaften Eheromans„Das rote Haus" von E. Nesbit(geb. 6 2N) und des preisgekrönVitis(17.—19. Aufl., 6 AR), der uns unten Romans aus dem Pariser Leben„Der Roman der Arbeiterin“ von Charles de ter das arbeitende Volk, insbesondere unter die Näherinnen von Paris führt und einen Einblick in deren Leben und Arbeiten, in ihre Not und Drangsal gewährt. Aus den letzten Büchern der Freiin Anna von Krane sei besonders hervorgehoben die Erzählung aus der Zeit des hl. Franz von Assisi„Der Spielmann Gottes“(geb. 7.50 XN) und„Eikenborn“, die Geschichte eines Hauses und eines Geschlechts, in der die Verfasserin mit packender Wärme die merkwürdigen Schicksale eines Hauses und ihres eigenen Geschlechtes erzählt auf Grund alter Tagebücher und Aufzeichnungen die bis in die Tage des Dreißigjährigen Krieges zurückreichen. Freiin v. Krane schiebt mit diesem ansprechenden Werk eine neuzeitliche Romandichtung in ihre historischen Erzählungen ein. Es hat ihrer Eigenart neue Freunde gewonnen.(Geb. 6 RN.) „Meerlandmenschen", ein Grenzroman Östseegebiet an die Grenze von von mehreren Vertretern zur Hauptversammlung Ausdruck gegeben, besonders von den sauerlandischen Bezirken. Woher kann überhaupt be einem Bau wie dem des Ehrenmals auf Kohlberge ein solcher Fehlbetrag kommen? Das Wege und Wasserleitung nötig waren, way n aus man vorher, und die eingetretene Leuerung auleh werks die führt ins Ostseegebiet an die Grenze d9 nahme zu u Neu=Polen;„Um die Scholle" von Gerfahrung, die Julius Petersen(geb. 6 2N) nach Holsten mache; die in die Landschaft an der Schwentine"ständler mü Kiel. Der Roman ist durchsetzt mit lie schen Situgt voller Kleinmalerei aus dem Leben dies halten. Wen bodenständigen Menschen. Ausschnitte"Vorgehen ge der bewegten Zeitgeschichte beleben ion geschlagenen verleihen ihm Wert. nung sei,„a Von Henriette Brey, die soeben mit auf die Einm geheurer Beteiligung aller Kreise ihrentes gleichzus Geburtstag feierte, endlich nennen der bisherig „Der Heidevikar“(geb. 9 KN), ihr stärist nen Kartellen Roman, in dem das heikle Thema Vorstand be Freundschaft eines Priesters zu einer ges Handwerk be verwandten Frau mit großer Feinheil, der Preissen rückhaltung und Wahrhaftigkeit geschil aber auch vo wird, und vor allem die biblische Erwerden, daß lung aus der Zeit Christi:„Joseph Parbeiter nur David, der Getreue“(geb. 4 KN), ein„Einfluß auf bensbild des hl. Joseph, des Nährvar üben könne. Christi. Viel duftiges, heilig Empfunden des Vorgehe liegt in der Art der Schilderung, viel 3eunabsehbar, gefühl bei der Erzählung der Dinaeuß alles, n Vorgänge, die eine weniger feine 429 Jahren allzu leicht ihres keuschen Schimmers Mschlagen werd berauben können. Oeven Der Jugend im Winter das Buch fürbetisschul Für die Jugend führt der Verlag Bahem Jühre1 seine bekannten Jugendschriften=Sun nant und zwar gen mit historischem und kulturgeschees wirn sich lichem Hintergrund, für Mädchen und besichtigen. ben gesondert, weiter. Als Neuersche. st der Besuch der Sammlung„Aus allen Zeiteng "fai ermähnt:„Zum Amaso Ländern" sei erwähnt: strom", eine Erzählung aus der Sese Die Hirina großen Entdeckungen von Hubert Feespüro, Meschei 450.)et edarfsartikel, Für die Kleinsten der Kleinen biergg, legt einem Verlag Bachem schöne Bilderbüchelein Werbeblatt Verlag Bachem schöne Bilberdich egpelen Eckerskorn„Der Englein Erdemorgdgs (3,50 M) und„Klein Mausel" Angelika Harten„Susaseide Elis. Horster„Vom lieben Sem (4,50 MN) und Lauren, Kiesgen be wir der B den Kind Maria"(4,50 KN). 125 159 58 chen ungezwungen 15. Der Sauerläneiner hier Stellung zu der der Baukosten für Kohlberge. De Mk. veranschlagt k.. Der Verein ist Mk. Schulden beder 24000 Mitwerden, damit die n getilgt sind. Es über 5 Mk. auskündbarkeit. Es zausschuß vorläufig c die ganze Finanznen Architekten mit ind seiner Mängel der Hauptgläubige sewilligt. sich jeder S. r Hagener 5 lären, und es sich Widerstand r Befürchtung Hauptversammlung von den sauerlänin überhaupt hrenmals auf den ag kommen? Da tig waren, wuß die Grenze vo olle" von ) nach Holfteu Schwentine chsetzt mit lich dem Leben dies Ausschnitte an beleben ihn un bann die Baukostenüberschreitung keineswegs schuldigen. Nun soll der S. G. V. den Zeute lappen! Wenn der Verein diese Besastungsprobe nur aushält!!) Käille am 30. Kovember 30 Grad Celsus. gronte gin du gerbao getrug. bürften in Deutschland selten gewesen sein. 71" Münster. 14. Dez. Hier fand die Schwur6/gerichtsverhandlung gegen den Maschinen4meister Georg Rehme aus Oldenburg statt, der des veesätzlichen Mordes an dem Grasen Westerholt auf Sythen bei Haltern am 2 Mai 1920 beschuldigt wird. Die Mordtat erregte, wie erinnerlich, damals großes Aufsehen und wurde fast allgemein den Kommunisten zur Last gelegt, mit denen gerade in dieser Gegend heftige Kämpfe der Reichswehr stattgefunden hatten. Fast zufällig bei der Verfolgung eines anderen Verbrechens kam die Landeskriminalstelle beim Polizeipräsidium Recklinghausen im August 1925 auf die Spur des Täters. Als solcher war nach längerem Leugnen der Angeklagte, der damals als Reichswehrsoldat in Haltern lag, geständig. Merkwürdigerweise beschuldigte er erst einen 105 1 Knecht namens Albert Huhnfeld, versuchte diesen dann beim nächsten Verhör vollkommen reinzuwaschen, um ihn jetzt wieder als an der Tat mitschuldig zu bezichtigen. Der Angeklagte wurde zum Tode verurteilt. Gelsenkirchen, die größte Kohlenstadt des Kontinents, mit ihren 210000 Einwohnern ist in größter Not. Da von der erwerbstätigen Bevölkerung 73 Prozent in der Industrie beschäftigt sind, wird diese Stadt von der gegenwärtigen wirtschaftlichen Krise außergewöhnlich stark erfaßt. Einschließlich der von der Armenfürsorge Unterstützten ist fast der vierte Teil der Bevölkerung auf öffentliche Hilfe angewiesen. Reich und Staat müssen sofort zu größeren Aktionen greifen, um dieser Not zu steuern. Über den Handel um die Regierung haben sowohl die geschäftsführende Regierung wie auch die politischen Parteien die Pflicht, dafür zu sorgen, daß der Hunger die Leute nicht zur Verzweiflung bringt. Den Erwerbslosen, Kurzarbeitern, Werksbeurlaubten und Ausgesteuerten muß schnellstens geholfen werden. Es handelt sich hier um Tage. Sehr übel wird vermerkt, daß bis heute ein Teil der Kommunen noch nicht in den Besitz der erweiterten Richtlinien für die Ruhrkampfentschädigung ist, obgleich man versprach, die Entschädigungen noch vor Weihnachten zur Auszahlung zu bringen. Durch die wirtschaftliche Depression sind die etatsmäßig eingestellten Einnahmen der Städte derartig geschmälert, daß sie am Rande ihrer Finanzkraft angelangt sind. Der Ruf nach Hilfe aber wird immer stärker. Schon durchziehen tausende Menschen mit den Rufen nach Arbeit und Brot die Städte des Ruhrgebietes. Noch herrscht Ordnung und Ruhe in den Kreisen der Erwerbslosen. Wer aber die Ohren spitzt und das Raunen vernimmt, das durch die Straßen und über die Märkte zieht; wer die schärferen Töne bei den Arbeitslosendemonstrationen und in ihren Versammlungen zu deuten weiß, weiß auch, daß Gefahr im Anzuge ist. Der Vorstand des westdeutschen Handwerkskammertages, der am 14. Dezember in Düsseldorf tagte, sprach sich in scharfen Worten gegen die Absicht der Reichsregie rung aus, den Organisationen des Hand werks die Einflußnahme auf die Preisbildung durch eine gesetzgeberische Maß nahme zu untersagen. Es sei die alte Er fahrung, die man nun schon seit Jahren mache: die wirtschaftlich schwachen Mittelständler müßten in allen kritischen politischen Situationen als Prügelknaben herhalten. Wenn in der Begründung zu dem Vorgehen gesagt werde, das Ziel der vorgeschlagenen Aenderung der Gewerbeordnung sei,„alle Wirtschaftskreise in Bezug auf die Einwirkungsmöglichkeiten des Staates gleichzustellen", so sei das angesichts der bisherigen Haltung gegenüber einzelnen Kartellen geradezu unverständlich. Der Vorstand betonte wiederholt, daß das Handwerk bereit sei, alles zu tun, um an Die Deuischen in Polen. Ein gefährlicher Irrtum. Der„Verein für das Deutschtum im Ausland“ schreibt uns: Deutsche aus Polen, die ins Reich kommen, hören immer wieder die Frage:„Wie, Ihr wohnt noch in Polen? Gibt es da überhaupt noch Deutsche? Die deutschen Optanten sind doch alle ausgewiesen worden. Die Zeitungen haben lang und breit darüber berichtet.“ Das Schlimme ist, daß solch ein Deutscher aus Polen dann meist von seinen reichsdeutschen Volksgenossen auf Grund jener irrigen Ansicht mißtrauisch angesehen wird.„Aha, wahrscheinlich ein Ueberläufer. Wie könnte er sonst in Polen Wohnrecht haben!“ Um der guten Sache des Deutschtums in Polen willen tut hier Aufklärung not. Folgende Tatsachen müssen jedem Inlandsdeutschen geläusig werden: Es gibt in ganz Polen(also außer dem ehemals preußischen Teilgebiet vor allem noch Kongreßpolen, Wolhynien, Galizien und das Teschener Schlesien mitgerechnet) noch etwa 2 Millionen Deutsche. Davon haben die meisten die vollen staatsbürgerlichen Rechte. (Wenigstens auf dem Papier!) Sie können jedenfalls niemals ausgewiesen werden, weil sie im Lande geboren wurden, seit einer bestimmten Zeit innerhalb der für das neue Polen festgelegten Grenzen ununterbrochen gewohnt haben und auf das Optionsrecht für irgend einen anderen Staat verzichteten. Das sind die polnischen Staatsbürger deutscher Nationalität. Sie haben auf Grund des Minderheitsschutzvertrages ein Recht auf muttersprachliche Schulen, überhaupt auf kulturelle Selbständigkeit.(Um diese Rechte, die ihnen von polnischer Seite verkürzt verden, wird zäh gekämpft!) Die„deutschen Optanten“ hatten ursprünglich alle polnischen Staatsbürgerrechte. Durch den Akt der freiwilligen Option verloren sie diese Rechte und wurden deutsche Staatsbürger. Nach den Bestimmungen der „Wiener Konvention“ können diese Optanten von der polnischen Behörde veranlaßt verden, nach Deutschland überzusiedeln. Das ist inzwischen in reichem Maße geschehen. Ueber 20000 erhielten den strikten Befehl, bis 1. August 1925(einige bis 1. November 1926) Polen zu verlassen. Nach Locarno hat aber Polen bis auf weiteres auf seine Rechte der Ausweisung der übrigen Optanten verzichtet. Von den Optanten zu unterscheiden sind die in Polen wohnenden deutschen Reichsangehörigen.— Das sind solche Deutsche, deren Geburtsort nicht im jetzigen Polen liegt, oder die erst nach dem 1. Januar 1908 nach Polen kamen. Diese Deutschen sind im Besitze eines deutschen Reichspasses und können wie jeder andere Ausländer ausgewiesen werden. Die weitaus größte Zahl der jetzt in Polen lebenden Dentschen hat das polnische Staatsbürgerrecht.. Das hindert sie nicht, gute Deutsche zu sein. Und das sind sie auch, mehr als je, weil der Kampf um ihr Menschen= und Heimatrecht sie gestählt hat, weil sie in jeder Stunde ihr wertvollstes Erbe, ihr Deutschtum, verteidigen müssen. Sie harren auf gefährdetem Posten unter schwierigsten Verhältnissen aus. Ihnen gebührt daher Anerkennung und Hochachtung, nicht Mißtrauen. Spielwaren Musikinstrumonte Zigarren, Zigaretten und sonstige vortreffliche Weihnachtsgeschenke Jos. 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Die organisatorischen Folgen des Vorgehens der Reichsregierung seien unabsehbar, und es bestehe die Gefahr. ver Egeb alles, was in mühevoller Arbeit in iger feine 25 Jahren aufgebaut sei, nunmehr zer Schimmers hfschlagen werde. bes tigkeit geschilde biblische sti:„Joseph des Nährvar lig Empfunden derung, viel 3. 1 der Dinge ter das er Berlag ech rifton=Samm Nädchen und 13 Neuerschein allen Zum aus der Sel 1 Hubert bietet □ Oevenkrop, 15. Dez. In der Handarbetisschule des Schwesternhauses findet in diesem Jahre wieder eine Handarbeitausstellung riften=Samm statt und zwar am Sonntag, den 20. Dezember. kulturgesc Es wird sich sicher der Mühe lohnen, dieselbe n28chen und zu besichtigen. Auch auswärtigen Luhe wynen, dieselbe zu besichtigen. Auch auswärtigen Interessenten ist der Besuch gern gestattet. Die Firma Kröger& Dröge, Ingenieurhinn Groger& Broge, Ingenleur= duro, Meschede— Motoren, Elektrofechnische Bedarfsartikel, Reparaturwerkstatt, Ankerwickelei Kleinen dier go, legt einem Teil unserer heutigen Auflage ilderbücher Fersein Werbebl. bei„Elektrizität für Alle“, (350 Adas wir der Beachlung hiermit empfehlen. seide" teben Jez diesgen„Bo RN). Advenisstimmung. Wenn leise, leis in leuchtendem Weiß Flocke um Flocke herniederschwebt, süßer Weihnachtszauber still das Herz umwebt. Der Adventskranz im Kerzenglanz mit seinem Duft von Tannengrün läßt Sehnsucht heiß im Innern lief erblühn. O Kind vom Sternenzelt, komm wieder in die Well, die Welt vou Weh und voll Unrast, und bringe deinen Frieden, du gnadenreicher Gast. Cordelia Treu. Uhrmacher- I. Etage(Am Kriegerdenkmal). 0 Wir suchen zum möglichst sofortigen Eintrilt ein junges für unsere Telefonzentrale. Honsel=Werke Meschede. betreffend die Abgabe einer UmsatzsteuerErklärung durch die Landwirte für das Wirtschaftsjahr 1924/25. Alle Umsatzsteuerpflichtigen des Kreises Meschede, die innerhalb ihres land= oder forstwirtschaftlichen Betriebes Umsätze(Lieferungen, Leistungen, Eigenverbrauch) tätigen, werden hiermit aufgefordert, zum Zwecke der Umsatzsteuerveranlagung innerhalb der Zeit vom 20. Dezember bis 31. Dezember 1925 Umsatzsteuer=Erklärungen abzugeben. In den Erklärungen sind die Umsätze des Wirtschaftsjahres 1924/25 — 1. Juli 1924 bis 30. Juni 1925— zur Versteuerung anzumelden. Vordrucke sind den Steuerpflichtigen übersandt. Steuerpflichtige, die keinen Erklärungsvordruck erhalten haben sollten, haben sich an das Finanzamt zwecks Uebersendung eines solchen zu wenden. Meschede, den 15. Dezember 1925. Finanzamt Meschede. Kaufen Sie nur bei unferen Inferenten und beziehen Sie lich Itets auf die Anzeige in unferer Zeitung! Zwangsversleigerung. Am Samstag, 19. 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Weihnachten naht, das Fest der Liebe. Ide bemüht sich, dem armen Nächsten eine Freude zu machen.— Freundl. Leser! Wenn Du am h. Feste in Deiner Pfarrkirche kniest und betest dann denke bitte auch an die Diasporagemeind des Östens, die ihre Kapelle hat aufgeben müssen und die genötigt ist, den Gottesdienst der Kreistadt unter armseligsten Verhältnissen im Schuhaus avzuhalten. Hilf uns bitte durch ein frommes Gebet Hilf uns auch durch ein kl. Weihnachtsalmosen zu einer Herz=Jesu=Kapelle in Stallupönen. Ein glückliches Fest voll Gnade und Fried allen edlen Wohltätern! Pfarramt Bilderweilschen O.=Pr Weski, Pfarrer. Postscheck: Königsberg O.=Pr. 22599. Buchbinderel A. Hermann Inh. Fr. Dress, Meschede Fernsprecher 62. Das hört man oft, wenn von einer Reise, einer behaglichen Wohnung oder von einem begehrenswerten Weihnachtsgeschenk die Rede ist. Auch Sie können sich„so etwas“ leisten, wenn Sie sich früh genug ein Sparbuch bei der hiesigen Stadt-Sparkasse ausstellen lassen.— Die Stadt-Sparkasse nimmt auch die kleinsten Ersparnisse an und verzinst dieselben wie die größeren Einlagen. Im Scheck- und Kontokorrentverkehr besorgt die Sparkasse sämtliche Geschäfte zu den kulantesten Bedingungen. Sie ist bei der Reichsbanknebenstelle Arnsberg zum direkten Diskontverkehr zugelassen. Verlobungsnachrichten Glückwunschkarten Danksagungen auf feinsten Papieren und Kartons mit modernen Schriften ) le witK. A. Harmann Inh. Fr. Drees, Buchhandlung, Meschede. Zwei Pferde, darunter eine tragende Stute, abzugeben. Ritlergut Stockhausen. Buchdruckerei A. Narmann Inh. Fr. Drees Meschede— Fernruf 62. Fleckenberger Waldgenossenschaft G. m. b. H., Nieder=Fleckenberg. Bilanz vom 30. Inni 1925. Aktiva: Rassiva: a. Grundstücke 3874,44 A a. Geschäftsanb. Kassenguthaben 30,00„ teile 3300,00 c. Kassenbestand 20,78„ b. Reinvermögen 625,22„ 3925,22 3925,22 Gewinn= und Verlustrechnung: a. Verschiedene Einnahmen 40,00 b. Zum Ausgleich(Differenz zwischen Reinvermögen 1924/1923) 107,44„ 147,44 Geschäftsunkosten 147,44 Eingetreten: kein Mitglied; ausgetreten: kein Mitglied. Die Geschäftsanteile haben sich vermehrt um 120,00 M Die Geschäftsanteile betragen 3300,00„ Die Haftsummen haben sich nicht ermehrt Die Haftsummen betragen 1200,00 Nieder=Fleckenberg, den 13. Dezember 1925. Der Vorstand: Der Aufsichtsrat: Wiese, Vorsitzender; Aug. Kohle, L. Lingemann. F. Püttmann. Mit dem heutigen Tage eröffne ich in meinem Neubau an der Bahnhofstraße ein Ich empfehle Linoleum-Teppiche,-Läufer und -Vorlagen, durchgedruckt und bedruckt als passende Weihnachtsgeschenke, Wandspannstoffe, Dekorationsleisten, Farben, Lacke und Glas sowie andere einschlägige Artikel. Gleichzeitig gebe ich bekannt, daß ich meine Lackiererei und Werkstatt ebenfalls in meinen Neubau verlegt habe. Plichael Witte, Malermeister. Am. Molkereibulter Pfd. 2.— Mk. Landbulter Pfd. 1.80 Mk. empfiehlt F. Fredebölling, Meschede. Miele=Zerli mit Tellereinsätzen von bis 600 Liter Stunde leistung sind werke deutscher Je fugenbautechnikl Miele=Butterkernen Leiterwagen sind au Güte unübertro Vertreter Garantie für jedes : Fritz Wälter, Meschede.“ Eigene Reparaturwerkstatt. Diese„Eieltrizi scheint monatlid völlig lostenlos lich von neber abgegeben. Ar schlägigen Frag Auskunft berei Clektri Die vie Elekt und Wärm fangreiche Anzahl von gebracht, di leichtern ur kann heute erzeugung fertig, saub triebsvorsch bei Berücksi in erfolgre Heiz= und 2 In einig und Bild d verschiedens trachten. No elektrischer werden, wol 75, 1.95, 2.50 cke 50, 4.95, 6.80 90, 2.50, 3.75 Herrenschirme Posten nur 3,90 Preisen. an. des Ostens! est der Liebe. hsten eine Freude zu Wenn Du am h. kniest und b te Diasporagemeinde hat aufgeben mü ttesdienst der yältnissen im Schuin frommes Weihnachtsalmosen n Stallupönen. Gnade und Fried weilschen O.=Pr irrer. O.=Pr. 22599. eas, Meschede 62. in meinem Läufer und Is passende Dekoraowie andere ich meine in meinen itte, 3w. Leiterwagen Güte unübertros e füir lees 6 Meschede." werkstatt. Amtliches Kreisblatt für den Kreis Meschede. oinonhorochnunn: 1. Jahrgang/ Nr. 2/ Dezember 1925 Diese„Eleltrizität für Alle“ erscheint monatlich einmal und wird völlig lostenlos und unverbindlich von nebenstehender Firma abgegeben. Auch m allen einschlägigen Fragen wird Rat und Auskunft bereitwilligst erteilt! Kröger& Droege, Ingenieurburo, Feschede Motoren, Elektrotechnische Bedarfsartikel Reparaturwerkstatt, Ankerwickelei 20 Bezahlte Anzeigen und Reklamen werden in der„Elektrizität für Alle“ nicht aufgenommen. Der Nachdruck des Inhaltes, auch teilweise, ist— auch unter Angabe der Quelle— nicht gestattet. Clektrizität im Haushalt Mit 5 Abbildungen. (Die vielen Vorteile, welche die Verwendung der Elektrizität bietet, macht sie besonders als Kraftund Wärmequelle im Haushalt geeignet. Eine umfangreiche Industrie hat für diese Zwecke eine große Anzahl von Apparaten und Geräten auf den Markt gebracht, die alle gewisse Arbeiten im Haushalt erleichtern und vervollkommnen sollen. Unbedenklich kann heute die Elektrizität zur Heizung und Wärmeerzeugung empfohlen werden; sie ist schnell betriebsfertig, sauber und bei Einhaltung besonderer Betriebsvorschriften auch wirtschaftlich, so daß sie, zumal bei Berücksichtigung der angegebenen Vorzüge sogar in erfolgreichen Wettbewerb mit den bekannteren Heiz= und Wärmefaktoren treten kann. In einigen Beispielen wollen wir nun in Wort und Bild die Verwendung der Elektrizität für die verschiedensten Bedürfnisse des Haushaltes betrachten. Naturgemäß kann hier nur eine Auswahl elektrischer Apparate und Vorrichtungen gegeben werden, wodurch mancher veranlaßt werden dürfte, wie ja das gewöhnlich bei jeder neuen Sache der Fall ist. Es haben sich aber nun eine Reihe unserer maßgeblichsten Werke der Erzeugung von elektrischen Haushaltsgegenständen zugewandt und ihr Augenmerk darauf gerichtet, in jeder Beziehung einwandfreie Fabrikate zu schaffen, und es muß zugegeben werden, daß diesen Bemühungen auch der Erfolg nicht versagt blieb, daß also die nachbesprochenen lich sind ur Bedienung znur wenige Handgriffe erforderlich. Zum Anschluß dieses Kühlschrankes ist neben dem elektrischen Strom auch laufendes Wasser notwendig. Die Nennaufnahme an Strom beläuft sich auf rund 1750 Watt. Der Energieverbrauch wird mit 2,5 Kwh täglich angegeben. Das Gewicht des kompletten Schrankes ist 340 kg und der Inhalt etwa 0,24 cbm. Das Ideal der elektrischen Heizung von Wohnräumen, großen Zimmern, Souterrains ist in der Verwendung der elektrischen Groß=Zimmer= und Wandöfen zu erblicken. Diese Öfen werden auch eine zuverlässige Wärmemöglichkeit bilden, wenn die Dampf= oder Wasserheizung aus irgendwelchen Gründen versagt. Großzimmeröfen haben eine Nennaufnahme an Strom von 3,0 Kw bis 9.0 Kw, Wandöfen eine solche von 0,5 Kw bis 6,0 Kw. Sie sind verwendbar für Gleich=, Wechsel= und Drehstrom und können zwei= auch dreifach in der Temperatur geregelt werden. Eine besondere Ausführung ist der sogenannte Wärmespeicherofen(Abb.3), der den Vorteil derelektrischen Behei ung Abb. 2. zu prüsen, wo und für welche Zwecke die Elektrizität im eigenen Haushalt zum Einsatz und Verbrauch gelangen könnte. Ein Wort noch über die heute üblichen elektrischen Haushaltsartikel. Zugegeben sei, daß in gar nicht so seltenen Fällen elektrische Wärmeplatten oder Kocher oder Bügeleisen früher gewisse Mängel aufwiesen, Abb. 1. Artikel nicht nur in elektrischer, sondern auch mechanischer und wirtschaftlicher Beziehung einwandfrei sind und das leisten werden, was man billigerweise von ihnen erwarten darf. Eine Quelle reinsten Vergnügens für die Hausfrau wird ohne Zweifel der elektrische Kochherd (Abb.1) sein, der rauch= und geruchlos ist, sich in den Wärmegraden genauestens regulieren läßt und sich so überaus bequem mit einigen Schalterdrehungen in und außer Betrieb setzen läßt. Diese Kochherde, sind in vorliegender Ausführung in verschiedenen Größen erhältlich, z. B. für zwei oder vier Kochstellen, mit einem Bratrohr(Bratofen) und einer offenen resp. geschlossenen Wärmenische. Die gesamte Nennaufnahme an Verbrauchsstrom beträgt für einen kleineren Herd 2800 Watt, für größere 5200 Watt. Danach würde sich der elektrische Kochherd rentieren, wo billiger Strom(Nachtstrom) zur Verfügung steht. Jede Kochstelle eines Herdes läßt sich dreifach regulieren, außerdem ist es möglich, den Herd mit einem sogenannten automätischen Temperaturregler zu betreiben, der nach Erreichung einer gewünschten bestimmten Temperatur den Strom automatisch ausschaltet und ihn nach Verminderung der Wärme wieder selbsttätig einschaltet. Für größere Haushaltungen wird sich auch das Aufstellen eines elektrischen Kühlschrankes(Abb. 2) sehr empfehlen. Diese Anlage besteht aus Schrank und Kühlapparat, der völlig automatisch arbeitet, und zwar ohne Eis und ohne Motor nach dem sogenannten Ammoniak=Absorptionsverfahren. TägAbb. 3. mit dem der Kachelofenbeheizung vereinigt, ohne deren Nachteile zu besitzen. Dieser neue elektrische Ofen wird für Wohnräume bis etwa 40 cbm Inhalt genügen und dort zur Benutzung kommen, wo billiger Nachtstrom, hauptsächlich für Räume, deren Hauptheizperiode in die Vormittags= und Nachmittagsstunden fällt, verbraucht werden kann. bietet Ihnen eine günstige Gelegenheit zum preiswerten Einkauf praktischer Festgeschenk Hamanlanfalitinn Hlnidanataffn Hamnmäha u Ceh Die Elektrizität im Haushalte lernen wir von kleine Motor läßt sich sehr leicht montieren und motoren zum Antrieb der bekannten Haushalteiner neuen Seite kennen bei der Betrachtung nimmt sehr wenig Strom auf. Er wird durch Fuß= maschinen. Ferner wären zu nennen die so sehr des elektrischen Staubsaugers. Viele Hausfrauen kontakt betätigt, läßt sich weitestgehend regulieren geschmackvollen und beliebten elektrisch beheizten mögen dieses vielseitige und zuverlässige Gerät dann und ist als Universalmotor verwendbar für Gleich= Apparate für den Eßtisch, als da sind Kaffeemaschinen, nicht mehr missen, wenn sie es eben einmal kennen= und Wechselstrom. Die Maschine ist bei ihrer Aus= Tee= und Wasserkessel, Brotröster und Wärmeplatten. gelernt haben. Die so mühevolle und auch gesund= führung auch den forciertesten Ansprüchen durchaus Elektrische Bügeleisen auch für Reisezwecke sind ja Die Sicherun trischer Anle unden, welches z ind eigentlich nur von Ersatzpatrone Eine derartige Gegenteil: es mi unscheinbare App ganzen elektrische Primitive Sicher Anfangstagen de den Schutzes geg schluß entfesselte Stromes erkannt tungen konstruier u primitivster J intwicklung der( aß man mit so eir te wohl bei etwe tannten, aber pritzende Metalli ine Gefahr beden Eingehende und alb vom Verban assen worden, w ind Sicherungspar fabrikationsgebiet „Ein elektrisches Hauslichtbad", war meine Ant hartee ort,„eine Neuerung, die ich fürsehrpraktischhalte" seschustert. Es m Ich zeigte ihm das Ding nun. Es war ein zu hing bei dem Zu n atal nahaanan Halstähen Anzahl Glühlampen über einer t.passiert, daß er bei der Steckdose ein und zeigte Bauke, wie das Bad snenz Ein billiges Lichtbad Haare.„Ja, das ist eine ganz neue epochemachende Von Ing. Erich Schrader, Berlin. Erfindung“, sagte Bauke.„Man nimmt irgendeinen beliebigen Fruchtsaft dazu. Die Erfindung Cein Hauswirt, Regierungssekretär Bauke, ist ein Mann mit einem„eminent praktischen Blick", d. h., sagt er selber. Und er sagt auch, daß es ewig schade sei, daß er Beamter geworden wäre. In jedem anderen Beruf hätte er sich, eben%8 wegen seines eminent praktischen Blickes, zu ganz anderer Höhe emporschwingen können. Interessant sah es in seiner Wohnung aus. Seine Möbel hatte er entweder nach eigenen Skizzen bauen lassen oder teilweise sogar selbst gebaut. Wenn sie ihrem Zweck auch nur selten entsprachen, so war 12X3 ihnen dafür eine gewisse Eigenart nicht abzusprechen. Die gröbsten Entgleisungen freilich ließ seine Frau später durch Fachleute in Ordnung bringen, nachdem sich die erste Begeisterung Baukes ob seines Werkes gelegt hatte, und er, wieder mit einer neuen Idee beschäftigt, sich um die Sache nicht mehr kümmerte. Glücklicherweise war Bauke vermögend genug, sich seinen praktischen Blick leisten zu können. Nur in einem Fache hatte es Bauke wirklich zu einer Art Meisterschaft gebracht, das war in der Malerei. Pinsel und Farbtopf gehörten zu seinem täglichen Handwerkszeug, und schon der Hausflur seiner Grundstücke jubelte jedem Eintretenden als Farbensymphonie entgegen. Eines Tages kam Bauke in meine Wohnung. „Denken sie sich", begann er,„wir haben gestern besteht darin, daß man echte Hefe vom Originalabend zumerstenmal neuen„Rüdesheimer" probiert. wein dazu tut. Nach zwei Monaten ist dann der Deliziös, sage ich Ihnen. Von keinem Fachmann richtige Wein fertig— aber", unterbrach er sich von echtem Rüdesheimer zu unterscheiden. Wissen und wies auf ein Gestell, das auf dem Sofa lag.— Sie woraus ich den hergestellt habe? Aus Kürbis„Was haben Sie denn da?" So fragte er und mus. Was sagen sie nun?" besah sich das Ding genauer. jeschustert. Es sammenlegbares Gestell aus gebogenen Holzstäben, dem Leim. Auch1 an denen eine Anzahl Glühlampen über einer mit ihm umgehe dünnen Gazedecke angebracht waren.ert, daß er h Ich schaltete die Lampen mittels einer Litze an Plektrischen Schlag monz in die Höhe für Bestrahlung des ganzen Körpers oder, teiweise paran glauben mu zusammengeschoben, für Teilbestrahlung zu ge Das hatte den brauchen sei, und wie man es durch übergelegte pert, seinen Kolle Decken als Licht= und Schwitzbad zugleich benutzen sverk reichlich vorkonnte. Bauke war begeistert.„Das Ding ist großartig Eigentlich müßte doch so ein Lichtbad genau wie ein Wasserbad in jeder Wohnung vorhanden sein, meinte er.„Der Mensch ist doch nun einmal ein Geschöpf, das Licht braucht, und hin und wieder ein Schwitzbad ist auch eine gesunde Sache. Wissen Ste, so ein Ding schaffe ich mir auch an. Was kos das Gerät denn? Ich nannte ihm den Preis. „Was!" rief er aus,„soviel haben Sie dafur zahlt? Wissen Sie, das kann man billiger haben So ein Gestell bau' ich mir allein, das ist doch Kunststück. Dann kostet mich die Geschichte höchs die Hälfte." „Na, na, Herr Bauke", meinte ich,„unterschatz Sie die Sache nicht. Sie haben doch schon me solche Einzelheiten sewesen.— Einige Tage da Vohnung. „Verehrtester“, elfen. Ich bin cie, ich habe dodh selbstgebauten Lich uun mein Vorge Naiboom, erfahre ind meinte, er hätt lichtbad selbst gel eins anzuschaf oc erst einmal. meine einmal verfügung stellen uitz unmöglich, de wissen ja, es Cchiin Amtliches Kreisblatt für den Kreis Meschede. 1. Ansoinonhorochnung: Anzeigenannahme 4 inten Haushaltnnen die so sehr ektrisch beheizten Kaffeemaschinen, id Wärmeplatten. eisezwecke sind ja Elektrizitat für Alle isch beheizte ter, Brennizkissen zu Heilzwecke, nutzung ge= dafür recht A. N. Etwas von den Sicherungen Die Sicherung wird von vielen Besitzern elektrischer Anlagen als ein lästiges Übel empunden, welches zu allerhand Störungen Anlaß gibt nd eigentlich nur dazu da ist, um den Fabrikanten von Ersatzpatronen recht hohen Verdienst zu geben. Eine derartige Anschauung ist grundfalsch, im Gegenteil: es muß behauptet werden, daß dieser unscheinbare Apparat mit das wichtigste Glied der ganzen elektrischen Anlage ist, und daß durch sein richtiges Funktionieren überhaupt erst größtmögliche Sicherheit der elektrischen Anlage gewährleistet wird. Schon als die ersten Elektrizitätswerke eröffnet wurden, hatte man die Notwendigkeit eines ausreichenden Schutzes gegen die etwa bei einem Kurzschluß entfesselte riesige Gewalt des elektrischen Stromes erkannt und hatte ganz einfache Sichetungen konstruiert, wie sie z. B. unsere Abbildung n primitivster Form zeigt. Mit fortschreitender entwicklung der Elektrotechnik sah man jedoch ein, aß man mit so einfachen Hilfsmitteln nicht auskam, ie wohl bei etwa eintretendem Kurzschluß durchannten, aber schließlich durch das dabei fortpritzende Metall und den entstehenden Funken selbst ine Gefahr bedeuteten. Eingehende und scharfe Bestimmungen sind desalb vom Verband Deutscher Elektrotechniker erassen worden, welche den Bau von Sicherungen nd Sicherungspatronen zu einem der schwierigsten Fabrikationsgebiete machen. Primitive Sicherungen aus den Anfangstagen der Elektrotechnik 2Anthalte". in zu einer tze an 3 Bad iweise ugegroßartig! genau wie iden sein", inmal ein wieder ein Wissen Sie, Was kostet ich unterschätze och schon mehr wenn Sie etwas Aber was nützen diese Bestimmungen, wenn das Publikum selbst leichtsinnig ist, wenn es die Bedeutung der Sicherungen verkennt, wenn beim Durchbrennen derselben trotz der ungeheuren Gefahr der hatte er in etwa einer Woche nach etichen Fehlkonstruktionen so ein Gestell zusammenseschustert. Es war zwar etwas windschief und sing bei dem Zusammenschieben gewöhnlich aus em Leim. Auch mußte der Benutzer sehr vorsichtig nit ihm umgehen. Herrn Bauke selbst war es sassiert, daß er bei der ersten Probestrahlung einen lektrischen Schlag erhielt, der ihn mit solcher Vehenenz in die Höhe fahren ließ, das drei Glühlampen daran glauben mußten. hatte den Herrn Sekretär aber nicht gehinsert, seinen Kollegen im Amt von seinem Kunstdert reichlich vorzuschwärmen und insbesondere zu setonen, daß er durch die Selbstherstellung genau le Hälfte des Kaufpreises gespart habe. Das stimmte nun zwar nur dann, wenn er die Kosten seiner rsten Fehlkonstruktionen nicht mit einrechnete, aber olche Einzelheiten zu erwähnen, wäre kleinlich sewesen.— Einige Tage darauf kam Bauke wieder in meine Vohnung. „Verehrtester“, begann er,„Sie müssen mir selfen. Ich bin in großer Verlegenheit. Denken Sie, ich habe doch meinen Kollegen von meinem selbstgebauten Lichtbad erzählt. Von denen hat es mein Vorgesetzter, Geheimer Regierungsrat Naiboom, erfahren. Er war sehr liebenswürdig er hätte erfahren, daß ich mir ein solches selbst gebaut hätte. Er beabsichtige, sich 4eins anzuschaffen, möchte aber das Ding vorher 9 erst einmal ausprobieren. Ob ich ihm nicht meine einmal auf ein paar Tage leihweise zur verfügung stellen könnte.— Nun ist es aber doch 3 unmöglich, daß ich ihm mein Gestell gebe. ist mir nicht so ganz einwandfrei Osniumlampen, die Vorläufer unserer heutigen Metallfadenlampen Zu dem Artikel: Wem verdanken wir die Fortschritte der Elektrotechnik? alte Sicherungsstöpsel durch einen oft millimeterdicken Draht geflickt wird? Es sei allen Besitzern elektrischer Anlagen geraten, lieber die paar Pfennige für den Ersatz eines Sicherungsstöpsels auszugeben, als leichtfertigerweise Gefahren heraufzubeschwören. Es wird oft als Entschuldigung für das Flicken der Sicherung angeführt, daß gerade kein Ersatz zur Hand gewesen sei. Warum aber nicht? Jeder hat für den Fall, daß etwa seine Hose zerreißt, ein Ersatzstück zur Verfügung, und es muß dementsprechend gefordert werden, daß in jeder, auch der kleinsten elektrischen Anlage, einige Sicherungsstöpsel zur Reserve bereitliegen. Diejenigen, welchen das Auswechseln der Patronen lästig ist, seien auf die in verschiedenen Ausführungen auf dem Markt befindlichen automatischen Sicherungen verwiesen, die sofort nach dem Ansprechen durch einen einfachen Handgriff wieder verwendbar gemacht werden können. Was soll ich denn da nun tun?“ Bauke stöhnte. „Geben Sie mir bloß einen guten Rat, was ich machen soll!“ „Nun, das ist sehr einfach", sagte ich.„Sehen Sie, Herr Banke, das Ding, was Sie da gebaut haben, ist Ihnen ja doch vorbeigelungen. Die dauernden Reparaturkosten werden schließlich höher werden als der Preis für ein neues. Es ist am gescheitesten, Sie Die erste Edison=Lampe kaufen sich heute gleich ein richtiges Lichtbad in einem Fachgeschäft, da haben Sie etwas Reelles, und das leihen Sie Ihrem Geheimrat. Damit er nun nicht merkt, daß es ein gekauftes ist, Mensch, Sie sind doch ein großer Farbkünstler, streichen Sie das Ding mit einem guten Ölfarbeton oder Lack an, daß es anders aussieht als die gekauften, und Ihr Ruf ist gerettet." Bauke machte zwar erst ein bedenkliches Gesicht, wegen der nochmaligen Anschaffungskosten, aber schließlich,— es stand für ihn zu viel auf dem Spiele. Wer also beim Durchlesen vorstehender Zeilen ein schlechtes Gewissen hat, der gehe sofort zu der am Kopf genannten Firma und besorge sich Ersatzsicherungen, oder schaffe sich automatische Sicherungsstöpsel an. K. G. Wem verdanken wir die Fortschritte der Clektrotechnik? Am großen Publikum gilt allgemein Edison als Erfinder der elektrischen Glühlampe. Diese Meinung ist jedoch falsch, denn der Mann, welcher zum ersten Male elektrische Glühlampen herstellte, ist ein Deutscher namens Heinrich Göbel, der nach Amerika ausgewandert war, dort ein Uhrmachergeschäft betrieb und in seinen Mußestunden sich mit dem Problem der elektrischen Beleuchtung befaßte. Im Jahre 1845 beleuchtete er zum ersten Male mit selbsthergestellten Kohlefadenlampen das Schaufenster seines Ladens. Er verstand es jedoch nicht, seine Erfindung praktisch auszunutzen und wirtschaftlich auszugestalten, und so kam es, daß erst viele Jahre später Edison, unabhängig von Göbel, die Glühlampe konstruierte. Eine Abbildung der ersten Edison=Lampe, die noch wenig Ähnlichkeit mit unseren heutigen Glühlampen hat, zeigt unser Bild. Im Jahre 1881, nachdem die Lampe auf eine praktisch brauchbare Form gebracht war, konnte man mit ihr bereits das Hauptgebäude der Pariser Weltausstellung beleuchten, und von dort trat sie ihren Also ging er hin und erstand sich ein richtiges Lichtbad. Die drei Flaschen seines Rüdesheimer schickte er mir herunter. Aber am übernächsten Abend kam er aufgeregt wieder in meine Wohnung und ließ sich ächzend in einen Armstuhl fallen.„Menschenskind!, solches Pech!" „Nanu, was ist denn los", fragte ich erstaunt. „Denken Sie sich, der Geheimrat läßt mich heute nachmittag rufen und bedankt sich bei mir für das Leihen des Lichtbades. Dann fragte er mich nochmal ob es wahr ist, daß ich das Ding selber gebaut habe. Natürlich sage ich ja. Und ob es auch wahr ist, daß es mich wirklich nur die Hälfte des Kaufpreises koste. Ich bin ganz erfreut darüber und sage ihm, daß es mich tatsächlich nicht mehr gekostet hätte, daß mir die ganze Bastelei sehr viel Spaß gemacht habe, und daß ich es in drei Tagen gebaut hätte. Nun, denken Sie bloß, gibt mir der Geheimrat auf einmal den halben Kaufpreis und sagt ganz freundlich, ich solle mir drei Tage Urlaub nehmen und ihm auch noch eines bauen. Was sagen Sie bloß!" „Ja, Sie werden halt die Hälfte dazulegen müssen und noch eins kaufen. Bleibt Ihnen doch jetzt gar nichts anderes übrig. Dafür haben Sie aber das besondere. Wohlwollen Ihres Chefs erworben, und man ist endlich an der richtigen Stelle darauf aufmerksam geworden, was für ein praktischer Mensch Sie sind. „Herrgott von Bentheim!“ seufzte Bauke,„das ist ein billiges Lichtbad geworden!“ übrigens! Falls jemand Interesse hat. Ich suche drei Flaschen Rüdesheimer gegen irgend etwas anderes einzutauschen. Ganz egal was. Ich garantiere dafür, daß die Flaschen von dem Wein nicht angegriffen sind. Mein Weihnachtsverkauf bietet Ihnen eine günstige Gelegenheit zum preiswerten Einkauf praktischer Festgeschenke. Hamanhanfolitinn Klaidanotaffn mnuäoha u Cthii Montag, Bezug: bend, im( Nr. 1 die gri Di Berlir Reichstagsf Bericht des fast dreistün faßt, der an der geführt Grundlage lition erblic Elektrizität für Alle Siegeszug über die ganze Welt an. Als Leuchtkörper wurde damals, wie auch in der Folgezeit, ein Kohlefaden benutzt, und erst, nachdem das billige Gasglühlicht aufkam, gingen die Beleuchtungstechniker daran, die Glüblampe, deren Betriebskosten im Vergleich zum Gasglühlicht sehr hoch waren, und die Gefahr lief, im Konkurrenzkampf mit der Gasbeleuchtung zu unterliegen, zu verbessern. Merkwürdig ist es, daß derselbe Mann, welcher das Gas glühlicht erfand, nämlich Auer von Welsbach, im Jahre 1902 die Oswium=Glühlampe konstruierte, bei der statt des Kohlefadens ein metallischer Leuchtkörper verwendet wurde. Aus den Oswiumlampen entwickelten sich dann später die heute allgemein bekannten Metalldrahtlampen, und den Schlußstein bilden die gasgefüllten elektrischen Glühlampen, welche nur noch den 4. Teil des Stromes einer Kohlefadenlampe verbrauchen. Durch diese Erfindung hat die elektrische Beleuchtung diejenige mit Gas wieder überflügelt, und wer heute die Wahl hat zwischen Gas und Elektrizität, der wird sicherlich zu der billigen und hygienisch einwandfreien elektrischen Glühlampe greifen. Schenkt zu Weihnachten elektrische Gegenstände Weihnachtstisch zu stellen, erstaunt angesehen. Heute haben sich die Verhältnisse grundlegend geändert. Zahlreiche elektrische Gebrauchsgegenstände sind so wohlfeil geworden, daß es jedem möglich ist, derartige elektrische Geschenke zu machen, und er kann sicher sein, damit auf alle Fälle Freude zu bereiten und bei den zuverlässigen Konstruktionen, die man heute vorfindet, Andenken von bleibendem Wert zu geben. Viele wissen gar nicht, wie groß die Auswahl der elektrischen Apparate usw. ist, welche sich als Geschenk für das Weihnachtsfest eignen, und es sei deshalb im folgenden eine Zusammenstellung verschiedener derartiger Gegenstände gegeben: Elektrische Wasserkocher, Bügeleisen, Kochplatten, Kaffeemaschinen, Brotröster, Teemaschinen, Brennscherenwärmer, Heizkissen, Beleuchtungskörper der verschiedensten Art, elektrische Staubsauger, Heizsonnen, Nähmaschinenmotoren, Zigarrenanzünder, elektrische Heizteppiche und Luftverbesserer. Für die Kinder kommen in Frage: Elektrische Spielzeug=Eisenbahnen, Spielzeugmotoren, elektrische Kinderbügeleisen, elektrisch beheizte Puppenherde, und Puppenstuben=Beleuchtungen. Schließlich seien als geeignete Geschenkartikel noch elektrische Fahrradbeleuchtungen genannt. Radio-Empfangsstörungen Von der Anodenbatterie Was schenke ich zu Weihnachten? Diese Frage hört man jetzt kurz vor dem Fest aus dem Munde eines jeden, der irgendeinem seiner Angehörigen oder Bekannten eine Freude bereiten will. Noch vor wenigen Jahren hätte man jemand, der die Absicht aussprach, etwas Elektrisches auf den Vergessen Sie es nicht: Der Betrieb eines Nähmaschinenmotors kostet pro Stunde nur 2 bzw. 3 bzw. 4 Pfennige bei einem Strompreis von 20, 30 oder 40 Pfennige pro Kilowattstunde. Einen Liter Wasser zu lochen kostet nur 2,4, 3,6 bzw. 4,8 Pfg., je nach dem Strompreis von 20, 30 oder 40 Pfg. Ebenso niedrig sind die Betriebskosten anderer Haushaltapparate. Warum sind Sie noch nicht in das am Kopfe genannte Geschäft gegangen und haben sich solche ekektrische Apparate wenigstens angesehen? Die heute zum Kauf gestellten Anodenbatteri sind von solcher Güte, daß sich der Funkfreund den meisten Fällen monatelang nicht darum kümmern braucht: Gleichmäßig gut versehense ihren Dienst— bis eines Tages undefinierben Geräusche im Fernhörer auftreten, deren Ursaie auch bei genauester Prüfung des Empfängers nich auffindbar ist. Es bleibt nur die Anodenbatter, die sich vorzeitig entladen hat und in diesem Zust einen sehr großen Widerstand darstellt; anorm chemische Zersetzungsprozesse im Innern der Eimente rufen das Knacken, Brodeln, Zischen us im Fernhörer hervor. Zu Ehren des Funkfreund wollen wir annehmen, daß nicht unvorsichtig Hantieren mit Metallgegenständen(Schraubenzieher Feilen und dergleichen sind sehr„beliebt"!) d Kurzschluß verursacht hat. Vernachlässigt aber wid in den meisten Fällen die Schmutz= und Stanbbildung auf der Oberfläche der Anodenbatter zwischen den verschiedenen Polklemmen zu beseitige Staub ist aber stark hygroskopisch, d. h. er nunm alles in der umgebenden Luft vorhandene Wasseran in angefeuchtetem Zustand aber stellt Staub eine Elektrizitätsleiter dar, über den die Anodenbatten sich langsam entlädt. Deshalb ist häufiges Abstäub und Trockenreiben der Fläche zwischen den Peklemmen nicht zu vergessen. Berlir Sozialdem tuation ge gescheitert. programm führer sin 10 Uhr m troffen. T ten die ir klärung al gen Verha lage für d sehen. De mit: Die so tion erke sen repu verlässig das eifr gierung sis zuf kratie, und die bar ist. stellen, gegenkor besonder politische Winter Bemühu Selbst z hat die Stellung kann in Grund neuerdin eignete( Regierur erblicken. Veraniwortlich für den Inhalt: Dipl.=Ing. Kurt Gutmann, Pozul Druck und Verlag: C. G. Vogel, Pößneck i. Thur. Die nachstehenden Artikel kaufen Sie vorteilhaft bei der auf der Titelseite genannten Firmal Für den Weihnachtstisch eignen nachstehende Gegenstände ganz besonders. Sie bereiten damit große Freude. Elektrizitätin Haushalte vermindert die Wirtschaftskosten Beleuchtungskörper von der ein achsten bis zur feinsten Ausführung Seidenschirme Spielzeug- und Nähmaschinenmotoren Zimmersonnen Kaffeemaschinen Massageapparate Haartrockenapparate Fußwärmer Elektr. Öfen zum Heizen und Kochen Elektr. Waschmaschinen Elektr. Zigarrenanzünder Elektr. Nähmaschinenbeleuchtungen Elektr. Ventilatoren Elektr. Tauchsieder Elektr. Bohnerapparate Elektr. Staubsauger Elektr. Koch- und Heizapparate Bügeleisen Heizkissen Taschenlampen Elektr. Spielzeuge Elektr. Puppenstubenlampen Alle Geräte für den Rundfunk: Heizbatterien Anodenbatterien Wachsdraht Asphaltdrähte Antennenlitzen HochfrequenzEmaillelitze Doppelkopffernhörer FernhörerLautsprecher- und Transformatorspulen usio. 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