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Zum zweiten Male bemühen wir uns, zu begreifen, was diese beiden grundverschiedenen Werte miteinander zu tun haben: Weihnachten, das Fest der heiligen Geburt, des werdenden und erlösenden Lebens, und auf der anderen Seite der Krieg mit seinem Prinzip des Tötens und der Zerstörung. Die meisten von uns haben schon im Weltkriege vier Jahre hintereinander immer wieder zu ergründen versucht, wieso es Kriege geben muß in einer Welt, die Weihnachten feiert, oder wie man sich zu Weihnachten bekennen kann, wenn man mit Ueberzeugung Krieg führt. Wir werden immer bis in die tiefsten Schichten unserer Seele hineinzuschauen und uns durch den Widerstreit mächtiger und zwiespältiger Gefühle hindurchzuringen haben, um den Sinn unseres Lebens, unseres kämpferischen Lebens zu begreifen. Weihnachten ist für uns immer der Sammelpunkt aller Gefühle gewesen, die uns mit den Geheimnissen der Lebenserneuerung verbinden, mit der Familie, mit dem Kinde, mit der Geburt; und wir sind eins mit dem göttlichen Willen, wenn wir unter dem Tannenbaum aus dem Innersten unserer Seele heraus von Friede und Freude singen. Auch der Soldat weiß, daß nicht der Krieg die eigentliche Erfüllung des Menschentums darstellt, sondern der Friede. Das Glück unseres Volkes aber— so glauben wir als nationalsozialistische deutsche Soldaten— ist der höchste Maßstab aller unserer persönlichen Wünsche und Empfindungen. Und wenn die Höherentwicklung, ja, sogar die Erhaltung unseres völkischen Daseins von außen her unterdrückt werden, so ist der Krieg die einzige Möglichkeit, zu einem Frieden zu gelangen, der unserer Ehre und unseren Lebensnotwendigkeiten gerecht wird. Nicht um des Krieges willen stehen wir nun ein zweites Mal zu Weihnachten im Felde, sondern um des Friedens willen, eines Frie dens, der lange dauern, unserem Volke ein würdiges Dasein und seinen Kindern eine lichte Zukunft gewährleisten soll Um dieses Friedens willen gibt es für uns in dieser Zeit — und gerade zu Weihnachten— nur einen einzigen Gedanken: Sieg! Der Schöpfer alles Lebens hat den Kampf in diese gesetzt, damit der höhere Geist das Niedere überwind und das tüchtigere Volk seine ordnenden Kräfte auch gegen den Widerstand der verfallenden Welt durchzusetzen vermag. Wir verlangen nicht von unseren Frauen, daß sie die Idee des Krieges zum Inhalt ihrer mütterlichen Gefühle am Weihnachtsfest machen. Wir lieben sie, weil sie ihrer Natur nach um diejenigen bangen müssen, denen sie das Leben geschenkhaben; aber wir wissen auch, daß sie mit uns nicht um das Leben und den Frieden schlecthin besorgt sind, sondern um das würdige Leben, das auch ihnen allein die echte Erfüllung ihres Frauentums bringen kann Mögen sie jedoch im Glanze der Kerzen die Gewißheit aufleuchten sehen, daß ihr Opfer einem neuen großen Werden die Bahn geöffnet hat, das heute schon nicht mehr in geheimnisvollem Zukunftslicht dämmert, sondern sich bereits kraftvoll entfaltet, auch wenn der Krieg noch nicht zu Ende ist. Der Durchbruch zur Freiheit Großdeutschlands ist gelungen! Dieses Geschenk legt der Führer und seine Wehrmacht, legt das ganze deutsche Volk sich selbst auf den Weihnachtstisch und umfaßt mit seiner weihnachtlichen Liebe vor allem diejenigen, die für diese gewaltige Schicksalswende das höchste Opfer bringen mußten. Auch wir Soldaten gedenken in der Stille der Weihenacht noch einmal der Kameraden, die vor einem Jahr noch lachend und kampfesfroh unter uns weilten und heute unter schlichten Grabkreuzen ruhen. In ihrem Geiste aber wollen wir den Augenblick, in dem sich unsere heiligsten Empfindungen vereinigen, zur Geburtsstunde eines neuen heiligen Willens werden lassen: des Willens zum endgültigen und vorbehaltlosen Siege unserer Waffen. Wir rufen das ganze deutsche Volk auf, uns auch weiterhin mit allen seinen Kräften des Geistes und der Seele beizustehen; denn diese Kräfte sind es, die uns bisher zum Siege geführt und durch ihre Ueberlegenheit die berufung Deutschlands zur Weltmacht allein begründet haben. Wir Soldaten sehen klar: Wir sind mit Eid und Ehre dem deutschen Volke und seinem Führer verpflichtet und stehen deshalb am Weihnachtstage im Kampf oder in Bereitschaft, so wdie der Befehl es will. Wir wissen: In den rauhen Formen des Krieges vollzieht sich die Geburt einer neuen Welt; und wir sind berufen, sie mit unserem kämpferischen Einsatz und unserem Blute aus der Taufe zu heben.„Sieg" sei das Leitmdtiv dieses Weihnachtsfestes im Kriegsjahr 1940, damit dem deutschen Volke die Freiheit und der Friede seines Reiches beschert werde! Weihnachtsgruß der Heimat Alle Gaue Deutschlands waren bestrebt, ihr Bestes zu geben S.In Oslo traf ein Weihnachtsschiff für die deutschen Soldaren in Norwegen ein Zur festlichen Begrüßung waren Abordnungen der Wehrmachtteile, der Waffen und der Polizei am Quai angetreten. Langsam fuhr das über die Topben beflaggte Schiff, das mut einem leuchtenden WeihLachtsbaum am Vormast geschmückt war, unter den Klänger Märsche in den Hafen ein.„Fröhliche Weihnachten auf einem zwischen den Masten befestigten Spruchban„sen, und in diesem Sinne wurde das Schiff als ein Fesgruß aus der Heimat begrüßt. Nachdem der Kapitän des Weihnachtsschiffes die Ankunf semeldet hatte, nahm Reichskommissar Terboven das Wort zi Begrüßungsansprache. Dieser Gruß aus der Heima de erneut, wie die Heimai dem deutschen Soldaten in Nor egen in ganz besonders tätiger Liebe und Fürsorge verbun . Das Schiff habe die friedlichste Ladung der Welt anamlich die Liebe der deuischen Heimai z " Soldaten, dargestellt durch eine Weihnachts von großem Umfang Diese Gabe— und das werd samnseren Soldaten ganz besonders lieb machen— sei zu allen Teilen des Reiches. Alle Gau Dentschlands seien bestrebt gewesen, ihr Bestes zu geben. Schlag auß Sellag der im englischen Dienst „Swulia"(1258 BRT.) der Besatzung soll ums Star" verliert England eins seiner größten, die und Lebensmittel für die Wieder ein britischer 10 000=BRT.=Frachter vernichtet Wie Reuter aus New York meldet, hat die amerikanische Funkstation Mackay=Radio Hilferufe des englischen Frachtdampfers„Napier Star“ aufgefangen, der etwa 600 Seemeilen westlich der Hebriden torpediert worden sei. Das Schiff war 10 116 BRT groß. Nach einer Reutermeldung ist stehende schwedische Frachtdampfer versenkt worden. Der größte Teil Leben gekommen sein. Mit dem Frachter„Napier ein weiteres Kühlschiff, und zwar ständig unterwegs sind, um Fleisch belagerte Insel heranzuholen. Die„Blue Star Line", die schon vier Kühlschiffe von etwa der gleichen Größe verloren hai, beklagt nun auch den Verlust der„Napier Star“, die, wie die anderen Schiffe, deutschen U=Booten zum Opfer gefallen ist. Es handelt sich hier um Schiffe modernster Bauart, die eine große Ladefähigkeit haben So konnte z. B. die„Napier Star“ rund 12000 Gewichtstonnen laden was nach englischen Angaben etwa einer Lieferung von 130 000 gefrorenen Hammeln, wie sie von Australien und Neuseeland zur Behebung des katastrophalen Fleischmangels nach England geschafft werden, bedeuten Nehmen wir zu dem versenkten Kühlschiff noch die beiden Tanker„Dalfonn" und„Pendrecht", zwei von den Norwegern und Holländern geraubte Schiffe, die unter englischer Flagge fuhren und diesen Dienst mit ihrem Untergang bezahlen mußten, hinzu, dann bedeutet das einen Verlust von etwa 30 000 Tonnen Treibstoff, den die beiden großen Tankschiffe auf jeder Reise über den Atlantik würden befördern können. Bei durchschnittlich acht Reisen im Jahr ist das ein Ausfall von fast einer Viertelmillion Tonnen Treibstoff. Dieser Ausfall wiegt um so schwerer, als die Treibstofffrage ebenfalls zu den schwierigsten Problemen auf der belagerten britischen Insel gehört. Da die„Dalfann“ nach amerikanischen Meldungen Flugzeugbenzin nach England bringen sollte, bedeutet ihr Verlust einen schweren Schlag für die britische Luftwaffe, die in ihrer Treibstoffversorgung völlig auf überseeische Zufuhr angewiesen ist England kann es heute nicht mehr leugnen, daß die deutsche Kriegsmarine in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe durch die zahllosen Versenkungen britischer Handelsschiffe Englands wundeste Stelle treffen. Dabei hatten sich die Engländer gerade im Winter eine Entlastung versprochen, weil sie sich nicht vorstellen konnten, daß Flugzeuge und Unterseeboote in dieser Zeit wirksam angreifen könnten. Sie müssen nun feststellen, daß auch diese Spekulation ein schwerer Rechenfehler gewesen ist, und sie sind sich damit wohl auch darüber klar. daß der U=Boot=Krieg noch nicht seinen Höhepunkt erreicht hat, was übrigens auch von dem Einsatz der Luftwaffe gelten kann. Das Drumherumreden um die Wahrheit, wie es in dem letzten Wochenbericht der britischen Admiralität deutlich zum Ausdruck kam, der bekanntlich Englands schwärzesten Tag. den 2. Dezember, an dem, wie erinnerlich, 19 Handelsschiffe und ein britischer Hilfskreuzer versenkt wurden, verschwieg, ist das beste Zeugnis für die Verlegenheit, in der sich England befindet. Es hat keine Möglichkeit, den Tonnageausfall auszugleichen, um so weniger, als der englische Krieg in Nordafrika besonders starke Anforderungen an die britische Handelsschiffstonnage stellt. Zudem bedeutet das Fahren im Geleitzug eine starke Verzögerung der Lieferung von Waren, die heute alle aus fernen Ländern zur britischen Insel geschafft werden müssen. Die englischen Werften aber sind, zumal sie ständig dem Bombenhagel deutscher Flugzeuge ausgesetzt sind, selbst nach englischem Urteil nur noch in der Lage, höchstens ein Viertel des Ausfalls an Schiffstonnage zu ersetzen. Dabei dürfte diese Angabe reichlich optimistisch sein. Neuer Beweis für die Wirksamkeit der deutschen Gegenblockade. Vor einiger Zeit hatte die englische Regierung aus Mangel an Schiffsraum die Einfuhr von Bananen und anderen Früchten verboten. Aus englischen Zeitungen werden jetzt einige interessante Angaben über die Auswirkungen dieser Maßnahme ersichtlich, die auf die Wirksamkeit der deutschen Gegenblockade ein interessantes Licht wirft. Danach dürfte die gesamte augenblickliche Bananenernte von Jamaika wegen des Fehlens von Absatzmöglichkeiten auf Kosten der Regierung vernichtet werden. Es handelt sich um Bananen im Werte von zehn Millionen Mark. Der jährliche Umfang des Handels von Jamaika, der fast völlig zum Erliegen kommt, wird auf 50 Millionen Mark beziffert. Großbritannien hat vor dem Kriege in einem einzigen Jahr je Kopf der Bevölkerung bis zu 14 Pfund Bananen verbraucht, auf die man nun verzichten muß. Lebt Benesch auf dem Monde? Die Slowaken wollen nie wieder Sklaven der Tschechen sein. Auf Befehl Churchills hat der Emigrant Benesch in London erklärt, daß 90 v. H. der slowakischen Bevölkerung hinter ihm stünden und die Wiederauferstehung einer Tschechoslowakei herbeisehnen würden. Die slowakische Presse hat Herrn Benesch hierauf eine klare und eindeutige Antwort erteilt. Die„Slovenska Politika" schreibt hierzu, diese Kundgebung Beneschs komme den Slowaken vor wie ein verlorener Angstruf aus einer längst vergangenen Zeit.„Slovak“ schreibt hierzu, seit 18 Jahren hatten die Slowaken Gelegenheit, klar zu erkennen, was sich Herr Benesch unter einer tschechisch-slowakischen Zusammenarbeit vorstelle. Die Slowaken mußten für ihre Lebensrechte schwer kämpfen und große Opfer bringen. Diesen Kampf gegen Benesch hat das slowakische Volk um Jahre 1938 fiegreich beendet. Die Slowaken werden auch in Zukunft sich gegen jeden Angriff auf ihre Selbständigkeit zu schützen wissen. Preßburger amtliche Kreise erklären zu den Bemerkungen Beneschs, daß 90 Prozent der Slowaken hinter ihm stünden, daß man sich mit solchen Mondtheorien überhaupt nicht zu befassen brauche. .. Vor slowakischen Arbeitern sprach der flowakische Innenminister Mach. über die Bedeutung des gegenwärtigen Krieges. Er sei ein Krieg zweier Welten, führte er u. a. aus, bei dem Deutschland die Befreiung der Schaffenden aller Völker zum Ziele habe. Immer größere Zusammenarbeit Minister Bottai über die geistigen und politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien In dem mit den Fahnen Deutschlands und Italiens festlich geschmückten Großen Saal des Mailänder Konservatoriums wurde das Arbeitsjahr der Mailänder Gruppe der DeutschItalienischen Kulturgesellschaft feierlich eröffnet. Erziehungsminister Bottai hielt einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über die geistigen und politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien, in welchem er die für das Leben der beiden Völker so überaus bedeutsamen Wechselwirkungen auf allen Gebieten des kulturellen Lebens im Laufe einer fast zweitausendjährigen gemeinsamen Geschichte behandelte. Keine andere Zeitepoche sei so geeignet gewesen, die Beziehungen auf allen Gebieten zu vertiefen, wie die gegenwärtige Zeit der faschistischen und nationalsozialistischen Revolution, die als das natürliche Ergebnis des geistigen Lebens der Deutschen und Italiener zur Zusammenarbeit der beiden Völker führte, die immer weiter ausgestaltet werden müsse. Phantastische Dividenden sind noch„zu niedrig“—„Anspruch“ auf Herabsetzung der Steuerlasten In einer Umfrage des britischen Instituts„zur Erforschung der öffentlichen Meinung" war kürzlich zugegeben worden, daß im allgemeinen die Engländer infolge der verteuerten Lebenshaltungskosten schlechter lebten, aber„ein gewisser Prozentsatz" besitze mehr Einkünfte als vor dem Kriege. Ueber diesen„gewissen Prozentsatz" legt der Wirtschaftsteil englischer Tageszeitungen beredte Kunde ab. Die Rüstungsfirma Thompson Bros beglückt ihre Aktionäre in diesem Jahre mit einer Dividende von 22½ v. H., die man vor der Oeffentlichkeit etwas dadurch verschleiert, daß man 7½ v. H. hiervon „zusätzlichen Bonus" tauft. Die Anglo=Burma=TinCo. konnte ihre Dividende im abgelaufenen Kriegsjahre nahezu verdoppeln und versieht auf diese Weise den erwähnten „gewissen Prozentsatz" diesmal mit 25 v. H. Dividende. Die Versicherungsgesellschaft Eagle Star läßt sich ebensalls nicht lumpen und zahlt von den Verdiensten am Kriegsschäft 30 v. aus. So geht es in endloser Reihe fort Am aufschlußreichsten ist aber die Tatsache, daß die gro ßen Rüstungssirmen, die zum Teil Dividenden von geradezu phantastischer Höhe ausschütten, sich dann noch darüber beklagen, daß die Steuer auf den Betriebsgewinn zu hoch und daher noch darüber beklagen, daß die Steuer auf den Betriebsgewinn zu hoch und daher die Dividende„zu niedrig sei"(!). Eine der größten Fabriken für Handfeuerwaffen Englands, die nach deutschem Gelde etwa 10 Millionen RM. buchen konnte, stellt in der Generalversammlung mit Bedauern fest, daß man infolge der Steuerlasten für das abgelaufene Halbjahr„nur“ 7½ Prozent ausschütten könne. Es wurde daher formell an die Regierung der Antrag gestellt, die Steuerlasten für diesen Betrieb als Entschädigung für die früheren „mageren“ Jahre herabzusetzen, und zwar„als Erfüllung eines Anspruches, nicht etwa als Zugeständnis". Köstlich ist es, wenn dieser Antrag an die Regierung mit dem Satze schließt:„Auf diese Weise würde man einen vernünftigen Betrag für die Tage zurücklegen können, die vor uns liegen." Der ahnungslose Generaldirektor, der diese goldenen Worte vor dem Einsatz der geballten deutschen Luftangriffe auf Industrizentren schrieb, wußte damals noch nicht, daß die„Tage" so unmittelbar „vor ihm lagen": Die Firma hat nämlich ihren Sitz in Birmingham! Nur Almosen für die Opfer des Krieges In den Anzeigenspalten der englischen Zeitung„Times" findet sich ein Hilferuf:„Bitte, helft Coventry, Birmingham und der Merseyside!“, woran sich die Aufforderung schließt, Spenden einzuschicken. Mit Almosen also sollen die Opfer des britischen Plutokratenkrieges abgespeist werden. Ebenso bettelt eine Wohlfahrtseinrichtung der häufig angegriffenen und schwer beschädigten Victoria=Docks:„Die Gegend der Londoner Docks braucht deine Hilfe!“ und„Unsere Fürsorge muß durch private Spenden getragen werden!“. Im Handelsteil der gleichen Ausgabe der„Times“ finden sich zugleich dagegen die Ankündigungen der verschiedensten Industrieunternehmungen mit Dividendenzahlungen bis zu 30 v. H. Das ist England! Der neue Sowjetbotschafter beim Führer Feierliche Ueberreichung des Beglaubigungsschreibens. Der Führer empfing am Donnerstag in der Neuen Reichskanzlei in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen, von Ribbentrop. den neu ernannten Botschafter der UdSSR., Wladimir Georgjewitsch Dekanosow, zur Enigegennahme seines Beglaubigungsschreibens, sowie des Abberufungsschreibens seines Amtsvorgängers. Eine Abteilung der ½=Leibstandarte erwies bei der Anund Abfahrt des Botschafters die militärischen Ehrenbezeigungen. Die Schlacht gehi weiter Italienische Siegeszuversicht.— Gewaltige britische Verluste in Nordafrika. Die italienische Presse betont die unerschütterliche Siegeszuversicht des italienischen Volkes und hebt hervor, daß der Feind in Nordafrika angesichts der schweren Verluste, die ihm von den italienischen Truppen zugefügt werden, seinen Druck vermindern mußte. Heute könne man schon feststellen, daß trotz seiner ungeheuren Anstrengungen Großbritannien keines der Ziele, die der englischen Regierung vorschwebten, erreicht haben.„Giornale d'Italia“ erklärt, die Schlacht gehe weiter. Das italienische Heer in Afrika sei nicht besiegt und bleibe intakt: es kämpfe weiter und füge den stark bewaffneten feindlichen Kolonnen gewaltigste Verluste zu. Schließlich sei auch entgegen den englischen Behauptungen die Ueberlegenheit der italienischen Luftwaffe in dieser Schlacht erwiesen. In einigen Wochen oder Monaten werde man nach Abschluß der Schlacht ihre wahren Ergebnisse sehen.„Die Schlacht", so schließt „Giornale d'Italia“,„ist hart und schwierig, Italien ist sich dessen mit Stolz bewußt. Sein hartnäckiger Widerstand ist ein entscheidender Faktor in der Geschichte dieses Krieges sowie in der Geschichte Italiens und Europas.“ „Granitner Block der Frontkämpfer.“ Der Nationalrat des italienischen Frontkämpferverbandes hat am Sitz der Partei dem Parteisekretär Bericht über seine Tätigkeit erstattet, wobei Präsident Rossi zum Ausdruck brachte, daß die Frontkämpfer einen granitnen Block darstellen und von dem gleichen unerschütterlichen Glauben an den Sieg erfüllt sind, wie das gesamte italienische Volk. Der Parteisekretär antwortete darauf, daß die Frontkämpfer einen integrierenden Bestandteil der Front der Revolution bilden, und daß die unlösliche Verbundenheit zwischen Faschismus und Frontlämpfertum ein sicheres Vorzeichen für den Sieg bedeute. Japans Mission in Östasien Außenminister Matsuoka warnt die USA. vor Mißverständnissen.— Japan weicht keinem Druck Die Japan=Amerika=Gesellschaft veranstaltete zum Abschied des nach Washington sich begebenden japanischen Botschafters Nomura in Tokio einen Empfang. Außenminister Matsuoka gab bei dieser Gelegenheit seiner Hoffnung Ausdruck, daß es Nomura gelinge, alle auftauchenden Möglichkeiten eines Zusammenstoßes im Pazifik zu verhindern. Die Ursachen, so führte Matsuoka aus, die zu der gegenwärtigen unglücklichen Verschlechterung der Beziehungen führten, seien mannigfaltig. Die Hauptursache aber sei, das Mißverstehen von Japans Forderungen und Zielen seitens Amerikas. Im Gegensatz zu Behauptungen in Amerika und anderen Ländern führe Japan mit China keinen imperialistischen Krieg der Gier und Aggression. Japan kämpfe nicht für Zerstörung, sondern für einen Dauerfrieden und unbegrenztes Wohlergehen eines auf Gerechtigkeit und Gleichheit aufgebauten Östasiens, wo Japan nach seiner Ueberzeugung eine große Mission als zivilisierende und stabilisierende Macht zu erfüllen habe. Niemandem, so führte der Außenminister aus, werde die Tür verschlossen. Jede Nation, die wünsche, an dieser großen Aufgabe mit Hand anzulegen, sei willkommen. Bei der Neuordnung, die Japan anstrebe, werde es keine Eroberung, keinen Druck und keine Ausbeutung geben. Japan lasse sich aber auch nicht von diesem eingeschlagenen Weg durch irgendwelchen Druck ablenken, vo wo er auch immer kommen möge. Was den Dreierpakt angehe, betonte Matsuoka, so habe ein Teil des amerikanischen Volkes vorsätzlich oder nicht Japans Ziele mißverstanden und beschuldige Japan feindlicher Absichten gegenüber Amerika. Nichts könne absurder und unwahrer sein. Japan wünsche nicht, Amerika oder irgendeine andere Nation herauszufordern, wünsche aber auch seinerseits nicht, in seinem Aufbauwerk behindert zu werden. Er möchte, so unterstrich Matsuoka. in Ameriké keinen Zweisel darüber aufkommen lassen, daß Japans Außenpolitik den Dreierpakt in Zukunft als Angelpunkt habe. Dies bedeutet keinerlei Bedrohung, sondern sei eine einfache Feststellung, um Mißverständerisse zu vermeiden. Holländischer Tanker westlich Schottland torpediert. Mackay Radio fing einen Funkspruch des holländische Tankschiffes„Pendrecht“ auf, wonach das Schiff 850 Meiler westlich der nördlichsten Spitze Schottlands durch ein U Boor torpediert worden ist. Der Tanker„Pendrecht“ ist eins der modernsten Tank schiffe. Er wurde im Jahre 1939 in Dienst gestellt und ha10 746 BRT Zwei Stunden nach Erhalt des Funkspruches des für Eng land fahrenden holländischen Tankschiffes„Pendrecht“ mit de Mitteilung, daß das Schiff torpediert worden sei, fing Mackat Radio einen weiteren SOS-Ruf auf. Der S0S Ruf wurde aus gesandt von dem gleichfalls in englischen Diensten fahrender norwegischen Tankschiff„Dalfonn". Das Schiff ist 9860 BRT groß. Es teilte mit, daß es von einem U=Boot angegriffer werde. Belgischer Dampfer überfällig Schiffahrtskreise in New York erklären, einer Meldung de Associated Preß zufolge, daß der 7 555 BRT große belgisch Dampfer„Ville d'Arlon“, der frühere Armeetransporter„Cam brai“, der im Solde Englands fuhr, überfällig ist und als verloren betrachtet werden muß. England spürt den Krieg Auch der Spott über deutsche Kleiderkarte vergangen Als in Deutschland die Kleiderkarte eingeführt wurde, witzelte und spottete man in England darüber— genau so wie zu Beginn des Krieges über die Lebensmittelrationierung. Jetzt muß z. B. das englische Arbeiterblatt„Daily erald“ in einer gewundenen Mitteilung berichten, daß mindestens bis April nächsten Jahres keine Herrenkragen mehr zu bekommen sein würden, weil die Hersteller ihr Rohmaterial zum Teil vollkommen aufgebraucht hätten. Es zeige sich bereits eine„Jagd nach Kragen" in den einschlägigen Geschäften, man sieht— das Lachen ist den Zeitungen schon vergangen. Soziale Großtat des Reiches Ausdehnung der Kinderlandverschickung— Umfassende Versorgung der Kinder— Zusätzliche Verpflegung— Kleidung, Werkzeug, Spiele, alles für die Kinder. In der erweiterten Kinderlandverschickung tritt über die Weihnachtstage eine Pause ein. Am 10. Januar werden die Arbeiten verstärkt wieder aufgenommen, denn die Kinder landverschickung wird im neuen Jahre auf weitere Gediete ausgedehnt, so auf die Gaue Westfalen=Nord, Westfalen=Süd. Essen, Düsseldorf, Köln=Aachen und Weser=Ems. Von der Verschickung sollen weiterhin alle Schülergruppen ersfaßt werden, um auch den Schülern höherer Lehranstalten die Weiterführung eines geordneten Schulunterrichts zu sichern. Der gewaltigen organisatorischen Leistung der Partei ist es zu danken, daß m Zeitraum von wenigen Wochen bis zum 15 Dezember aus Berlin und Hamburg 144 geschlossene So derzüge allein mit Kindern von 6 bis 14 Jahren in Heime und Pflegestellen verschickt werden konnten. Die Kinderlandrerschickung ist eine soziale Großtat des Reiches, entstehen doch den Eltern durch die Verschickung ihrer Kinder keinerlei Kosten Selbst die Kinderbeihilfen und Kinderzulagen werden unverändert fortgezahlt. Darüber hinaus werden erhebliche zusätzliche Mittel aufgewendet, die eine Betreuung der verschickten Kinder weit über die Möglichkeiten des Elternhauses hinaus gestatten. Einmal erhalten die Kinder in den Lagern eine Verpfleaunaszulage von 20 Prozent. Die Wirlungen der Luftveränderung und der erhöhten sportlichen Betätigung werden dadurch ausgeglichen. Die Mehrzuteilung beträgt einheitlich bei Brot, Mehl, Nährmitteln und Fett zehn Prozent, bei Käse und Marmelade 25 Prozent, bei Zucker 20 Prozent und bei Quarg 100 Prozent. Darüber hinaus sind zentral noch bedeutende Lebensmittelvorräte zusätzlich beschafft worden, so beispielsweise 50000 Kilo Suppen in Dosen, 100 000 Kilo Fleisch= und Wurstwaren in Dosen, 148 000 Kilo Fischkonserven in Dosen, 160 000 Pakete Trockenfrüchte, 7000 Kilo Kakaopulver, 150 000 Kilo Sauerkraut, 30 000 Kilo Gurken und 30 000 Kilo Trockengemüse. Die ausreichende Verpflegung ist somit absolut gesichert, sie trägt selbst verwöhnten Ansprüchen Rechnung, und wenn sich gelegentlich Beschwerden ergeben, dann höchstens wegen der Abweichungen in der Geschmacksrichtung. Es wurden weiterhin für die Lager beschafft 10 000 Sviele, 100 000 Liederbücher. 12000 Musikinstrumente, 20 000 Werkzeuge für Werkarbeiten, über 2000 Bildgeräte und über 2000 Verbandschränke. Allein diese Anschaffungen haben einen Wert von 1,3 Millionen RM.. Hinzu kommt eine zusätzliche Betreuung für Bekleidung und Ausrüstung. Selbstverständlich soll jedes Kind von zu Hause eine komplette Ausstattung mitbringen Die zusätzlichen Maßnahmen dienen nur der Schließung notwendiger Lücken und der Deckung des späteren Bedarfs. Zu diesem Zweck wurden Uniformen, Kleidung. Unterwäsche und Strümpfe im Werte von 18 Millionen RM beschafft, Schuhe im Betrage von 2,5 Millionen RM. 30 bis 40 Prozent dieser Mengen sind schon an die Lager ausgeliefert, die volle Auslieferung ist bis Mitte Januar zu erwarten. Diese Zahlen die Stabsleiter Mäckel von der Reichsjugendführung auf einer Pressekonferenz bekanntgab, zeigen, in welch umfassender Weise für die verschickten Kinder auf allen Gebieten gesorgt wird. Hinzu kommen die gesundheitliche Betreuung und die besondere Versicherung der Lager, die in Anlehnung an die Sozialversicherung zusätzlich einen erschöpfenden Versicherungsschutz für alle Fälle von Krankheit, Unfall, Haftpflicht oder Tod einschließt. Bekenninis zum Kind Kein Rückgang der Geburtenziffer im Kriegsjahr 1940 Bei einem Besuch in Wien teilte der Reichsgesundheitsführer und Staatssekretär Dr. Conti einem Pressevertreter mit, daß nach den vorliegenden Zahlen damit zu rechnen sei, daß das Jahr 1940 trotz des Krieges in der Geburtenziffer zumindest nicht schlechter abschließen werde als 1939 mit der Höchstziffer von 1 633000 Geburten Dieses Bekenntnis zum Kind ist. so betonte der Reichsgesundheitsführer, mehr als ein Beweis der Tapferkeit deutscher Eltern gegen alle Widrigkeiten der äußeren Lebensumstände während des Krieges: es ist der Ausdruck des Vertrauens zum Führer, der durch äußere Mühen und Kämpfe der heutigen Generation den Sieg als Grundlage schafft für eine Zukunft unserer Kinder in einem sozialen Volksstaat, der allen Lebenden und Kommenden eine Heimat der Schönheit und Gerechtigkeit sein wird. Dr. Conti. der vom Reichsführer ¼ als Reichskommissar zur Festigung deutschen Volkstures auch mit der gesamten gesundheitliche Betreuung und Ueberwachung aller Rückwanderer beauftragt ist, beschäftigte sich dann mit dem jetzigen Gesundheitszustand der Rückwanderer vor allem aus Bessarabirn, der Dobrudscha und aus dem Buchenland. Durch geeignete Maßnahmen sei stets dafür gesorgt, daß die Kranken in jedem Falle von den Gesunden streng getrennt werden. Wenn Tuberkulose festgestellt wurde, setzte sofortige Betreuung und Behandlung ein. Die Gefahr einer Uebertragung des Trachoms, der ägyptischen Augenkrankheit, an der etwa 1 v. H der Rückwanderer aus dem Südosten leidet, sei nur sehr gering. Die Behandlung werde auch hier mit Nachdruck gefördert. Der rassische Bestand die Lebensgewohnheiten und der Gesundheitszustand schaffen allgemein die Ueberzeugung, daß die Rückwanderer bei der Ansiedlung Ihren Aufgaben voll gewachsen sein werden. Handwerks=Beauftragter des sozialen Wohnungsbaues Der Leiter des Fachamtes„Das Deutsche Handwerk“ in der DAF., Hans Sehnert, wurde zum Bereichsleiter der NSDAP. ernannt. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hat Sehnert ferner zum Beauftragten für den Einsatz des Handwerks beim sozialen Wohnungsbau bestellt. Rückverdeutschung magyarisierter Namen in Rumänien. Im rumänischen Amtsblatt sind die ersten Verfügungen erschienen, durch die Volksdeutschen, deren Namen seinerzeir magyarisiert wurden, der Gebrauch ihrer alten deutschen miliennamen gestattet wird General Antonescu auch Außenminister Da der rumänische Außenminister Sturdza, wie amtlich in Bukarest mitgeteilt wurde, eine andere Mission erhalten soll, wurde der Posten des Außenministers vorläufig von General Antonescu, dem Conducator des Staates, übernommen. Der neue finnische Staatspräsident. Zum neuen finnischen Staatspräsidenten wurde der amtierende Ministerpräsident Risto Ryti gewählt. Ryti erhielt im ersten Wahlgang 288 Stimmen von insgesamt 300 Wahlmännern. Helo erhielt 4 Stimmen, Svinhufvud 1 Stimme, Kivimaeki 1 Stimme. Sechs Stimmen waren ungültig. Brauchitsch in der Ufastadt. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, besichtigte in der Ufastadt Babelsberg in Arbeit befindliche Filme des Heeres, darunter einen von Film=Sonderberichtern und Propagandakompanien aufgenommenen großen Heeresdokumentarfilm.— Generalfeldmarschall von Brauchitsch mit dem Aufnahmeleiter des neuen„Stuka"=Films, Professor Ritter. (PK.=Reichelt=Scherl=Wagenborg=M.) Das Programm der dänischen Nationalsozialisten Beseitigung der Arbeitslosigkeit.— Arbeitsdienst für dänische Jugend.— Zusammenarbeit mit Deutschlant Ueber Dänemarks Zukunft und das Programm der 1##schen Nationalsozialisten erklärte der Führer der Nationalsozilistischen Arbeiterpartei Dänemarks, Dr. Fritz Clauser, einer Unterredung, die die Kopenhagener Zeitung„Faedeelandet“ veröffentlicht, u. a. auf die Frage, was das nationalsozialistische Regime für Dänemark bedeuten werde: Es werdsofort das Transportwesen reorganisieren und einen umfassenden Bau des Transvortmeterials einleiten, das eine unerläßliche Voraussetzung für eine rechtzeitige Heranbringung der benötigten Zufuhren sei. Die Nationalsozialisten werden weiter unverzüglich einen Vorschlag zur Revision und Vereinfachung der Steuergesetzgebung vornehmen, durch den die augenblicklichen Ungerechtigkeiten beseitigt werden. Die Schuldverhältnisse der Landwirtschaft werden von Grund auf saniert werden. Von einer Abschaffung der Industrie sei selbstverständlich keine Rede, zumal Dänemark eine Industrie habe, die auf vielen Gebieten nicht nur gesund, sondern ein Vorbild für andere Länder sei. So werde eine bedeutende Verminderung der Arbeitslosigkeit möglich sein, die die Nationalsozialisten dadurch beseitigen wollen, daß lebensnotwendiger Bedarf produziert werde. Zweifellos werden Industrie und Handwerk unter dem Nationalsozialismus aufblühen, der die von ihm geplanten Arbeiten nicht selbst ausführen, sondern privaten Betrieben übertragen werde. Die Abschaffung der Arbeitslosigkeit werde eine erhöhte Kaufkraft der Leistung und damit einen erhöhten Umsatz für Handel und Handwerk herbeiführen. Der nationalen Erziehung des Volkes solle der Arbeitsdienst dienen, in dem die Jugend ohne Rücksicht auf Rang und Stand Dänemark ein nationales Dienstjahr leisten solle. Die Jugend, die im Sport geübt werden solle, solle einen nationalen, historischen Unterricht erhalten. Dr. Clausen kam dann auf das Verhältnis Dänemarks zu Deutschland zu sprechen und betonte, in diesem Zusammenhang, daß der dänische Nationalsozialismus eine positive Zusammenarbeit Dänemarks mit Deutschland nich: allein als nützlich, sondern als unbedingt notwendig ansehs Die kommende Dorfauflockerung 645 000 landwirtschaftliche Betriebe sind noch auszubauen. Die Reichshauptabteilung I des Reichsnährstandes veranstaltete eine Arbeitstagung der Landeshauptabteilungsleiter und Stabsleiter, bei der Reichsabteilungsvorstand Kann einen Ueberblick über die bisherigen und die noch notwendigen vorbereitenden Arbeiten bezüglich der Dorfauflockerung gab. 645 000 landwirtschaftlichen Betrieben des Altreichs einschließlich der Östmark und des Sudetenlandes fehlen nach dem Bericht gegenwärtig noch die Voraussetzungen für eine gesunde Wirtschaft. Neben den neuen Höfen in den Östgebieten müssen auch Höfe im Altreich geschaffen wern außerdem muß in allen Dörfern eine Bauentwicklungugen, die den Bauern jene Voraussetzungen schafft. wie sie den Neubauern zugebilligt werden. Der Leerlauf in den Freiteilungsgebieten, wo je 100 Hektar landwirtschaftlicher Fläche 65 bis 85 Arbeitskräfte beschäftigt werden, ist im Gegensatz zu gesunden Höfen, wo 22 bis 30 Kräfte je 100 Hektar ausreichen, nicht zu verantworten. Zur Betriebsgrößenfrage betonte Kann, daß das Schwergewicht der Hof sein müsse, der eine bäuerliche Vollfamilie von sechs Köpfen und die Altenteiler ernähren könne. Ueber diesen reinen Familienbetrieb hinaus müßten Größen entwickelt werden, die in der Lage sind, eine Landarbeiterfamilie voll zu tragen. Forst= und Gemeindearbeiter usw. müßten mit Landzulagen zwischen 8 Hektar ausgestattet werden. Auch der auf dem Dorf de Industriearbeiter solle mit dem Boden verwurslt. Lockerung des Tanzverbots Mit sofortiger Wirkung wird das bestehende Tanzverbor insofern aufgelockert, als bis auf weiteres an drei Tagen in der Woche von 16 Uhr ab wieder getanzt werden darf. Diese Tage sowie der Beginn der Tanzunterhaltungen wird nach Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse durch die Kreispolizeibehörden bestimmt. der Zeit vom 25. Dezember 1940 bis 1. Januar 1941 einschließlich, also zwischen Weihnachten und Neujahr. darf an allen Tagen in der Woche getanzt werden. Dabei ist selbstverständliche Voraussetzung, daß die örtlich festzusetzende Polizeistunde bei Abhaltung von Tanzveranstaltungen genau eingehalten wird. Zwei spanische Fischdampfer zusammengestoßen. Auf der Höhe der Insel Sisargas vor La Coruna stießen die spanischen Fischdampfer„Dolores" und„Castilla" zusammen. Infolge eines großen Lecks sank der Fischdampfer„Dolores" nach wenigen Minuten. Von der Besatzung von 25 Mann konnten nur sechs Mann lebend und einer als Leiche geborgen werden. Französischer Verwaltungsbeamter in Schanghui erschossen. Der Vorsitzende der Rechtsabteilung in der Verwaltung der französischen Konzession in Schang hai, d'Hooghe, wurde von unerkannt entkommenen Attentätern durch drei Revolverschüsse getötet, als er sein Haus in der französischen Konzession verließ. Hans Best erhielt Münchener Lenbach=Preis. Im Rahmen der in der Städtischen Galerie(LenbachGalerie) in München eröffneten Ausstellung wurde der diesjährige Lenbach=Preis der Stadt München für das beste Bildnis des Jahres dem Maler Prof. Hans Best verliehen. Nur noch Spanier in der Verwaltung von Tanger. Die spanischen Behörden haben endgültig die internationale Administration von Tanger übernommen, die somit aufhört zu bestehen. Der spanische Mayor Grecori als Chef der Verwaltungsbehörden von Tanger übernahm den Posten des Administrators, den bisher der Spanier Manuel Amleva einnahm. Spanische Techniker übernahmen außerdem die Verwaltungsposten, die bisher ausländische Vertreter innehatten. Die internationale Polizei wurde durch spanische Kräfte ersetzt, die bereits den Dienst antraten. Bewerbungen für die Laufbahn des leitenden Dienstes in der Sicherheitspolizei und dem SD. Der Chef der Sicherheitspolizei und des SD. gibt bekannt, daß Bewerbungen von Schülern der 7 und 8. Klassen höherer Lehranstalten, von Jungmannen entsprechender Züge der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten und von Lehrgangsteilnehmern des Langemarckstudiums der Reichsstudentenführung für die Laufbahn des leitenden Dienstes in der Sicherheitpolizei und dem SD. ab 1. 12. 1940 entgegengenommen werden Merkblätter über die Voraussetzungen und über die Ausbildung zur Laufbahn des leitenden Dienstes sind anzufordern bei allen Staatspolizei(leit)stellen, Yriminalpolizei leit)stellen und SD.=(Leit Abschnitten, sowit oei den Gebietsführungen der HJ. und den Beratungsstellen des Reichsstudentenwerkes oder unmittelbar beim Reichssicherheitshauptamt. Berlin SW. 68, Wilhelmstr. 102. Dienstverpflichtung und Urlaubsanspruch. Der Reichsarbeitsminister hat in der Zweiten Aenderungsanordnung zur Dienstpflicht Durchführungsanordnung vom 12. Dezember 1940 bestimmt, daß bei Dienstverpflichteten die frühere Betriebszugehörigkeit auf die Wartezeit für den Erwerb des Urlaubsanspruchs anzurechnen ist, wenn die Dienstleistung mindestens zwei Monate gedauert hat. Bisher fand eine solche Anrechnung nicht statt. Nah und Fern Auszeichnung für norwegische Lebensretter Der Befehlshaber im Luftgau Norwegen, General der Flieger Kitzinger, hatte Kenntnis davon erhalten, daß drei norwegische Fischer aus Kristiansand mehrere deutsche Soldaten aus Seenot gerettet und dabei selbstlos ihr eigenes Leben eingesetzt hatten. Bei einem Fest norwegischer Arbeiter zusammen mit deutschen Truppen, sprach der General den norwegischen Fischern Dank und Anerkennung für ihre mutige Tat und Einsatzbereitschaft aus und überreichte ihnen goldene Uhren mit einer Erinnerungsinschrift. Zwei Volksschädlinge hingerichtet. Am 19. Dezember sind der 28 Jahre alte Bonifacy Gorzkowski und der 36 Jahre alte Daniel Wilczek, beide aus Sosnowitz, hingerichtet worden, die das Sondergericht in Kattowitz als Volksschädlinge zum Tode und dauernden Ehrverlust verurteilt hat. Beide Verurteilte haben Falschgeld hergestellt und in Verkehr gebracht. Gefährlicher Gewohnheitsverbrecher hingerichtet. Am 19. Dezember 1940 ist der am 6. November 1899 in Mechtal geborene Franz Jelen hingerichtet worden, den das Sondergericht in Kattowitz als Volksschädling zum Tode und dauernden Ehrverlust verurteilt hat. Jelen, ein bereits vielfach mit langjährigen Zuchthaus= und Gefängnisstrafen vorbestrafter gefährlicher Gewohnheitsverbrecher, hat unter Ausnutzung der Kriegsverhältnisse verschiedene Betrügereien an alleinstehenden Frauen verübt, wobei er sich als Polizeibeamter ausgegeben hat. Die Abenteuer des Kapitäns Toft. Im Alter von 76 Jahren starb in Loit bei Apenrade der frühere Schiffskapitän Toft. Er hat ein abenteuerliches Leben hinter sich. Lange Jahre fuhr er an der chinesischen Küste. Im RussischJapanischen Kriege durchbrach er mit einer wertvollen Ladung für Rußland die Blockade und erhielt dafür einen hohen russischen Orden. Später fuhr er für japanische Reedereien und machte wieder von sich reden, als er mit einer jahrhundertealten Dschunke mit rein chinesischer Besatzung über den Stillen Ozean zur Weltausstellung in San Franzisko fuhr. Nach Ausbruch des Weltkrieges hörte man jahrelang nichts von Toft und erklärte ihn schließlich gerichtlich für tot. Er war aber, wie sich später herausstellte, in der amerikanischen Filmmetropole Hollywood gewesen, um dort für den Film Schiffe aufzutakeln, hatte dann als Gastwirt, Kohlenarbeiter usw. gewirkt und war erst 1934 in die Heimat zurückgekehrt, um hier für immer vor Anker zu gehen. Lokomotivführer als Freskosammler. Die Deutsche Reichsbahn eröffnete auf dem Frachtenbahnhof in Innsbruck eine Werkkantine, die einen besonderen künstlerischen Schmuck erhielt. Ein Fresko mit Spruchband, darstellend den Arbeiter der Stirn und der Faust, den Fahnenträger der Bewegung und den Sämann, sowie ein großes Oelgemälde schmückenden Raum. Diese künstlerische Ausgestaltung schuf der 35jährige Lokomotivführer Ernst Schroffenecker, der in seiner Freizeit die Kurse bei Prof. Esterle und Prof Nepo besucht hat. Anstatt eines Weihnachtsurlaubs Ein Brief aus dem Felde Von Kriegsberichter Wolfhart Müller. PK.— Dezember, im Felde. Meine liebe, kleine Frau, wenn diese schlichten Zeilen Dich erreichen, dann zündet man wohl in Tausenden und aber Tausenden von Häusern und Hütten daheim wie hier draußen bei uns die Kerzen an. Dann wirst auch Du Dein kleines Bäumchen anzünden in dem warmen Zimmer mit den buntblumigen Gardinen(sicher steht der Baum wieder am gleichen Platz wie im vergangenen Jahr), und Du wirst diese Zeilen in Deinen Händen halten und wissen, daß Du diesen Heiligen Abend ohne mich sein wirst. Ich sehe Tränen in Deinen geliebten Augen,— wenn Worte es vermögen, diese mögen sie trocknen: Tausend und aber tausend Kerzen brennen draußen, fern der Heimat, hoch oben im eisigen Norden, im schneereichen Östen, im stürmischen Westen und draußen auf See, im Atlantik, in der Biskaya, weit hinter den Orkneys. Gewiß, ich weiß, ein liebendes Frauenherz fragt im ersten Augenblick nicht nach den anderen, die gleich mir am Weihnachtsabend hierbleiben müssen,— denn wir können ja schließlich nicht alle auf einmal in Urlaub geyen. Ich weiß, es fragt doch immer nur: Warum gerade Du? Warum gerade ich? Das ist so einfach beantwortet: Damit nicht ein anderer! Was glaubst Du, wohin wir kämen, wenn ein jeder von uns fragen würde: Warum gerade ich? Gibt es nicht viele andere, die es viel notwendiger haben als ich, über Weihnachten zu Hause zu sein, die danach verlangen, mit ihren Kindern Weihnachten feiern zu können? Du hast mir selbst gesagt, Du möchtest so gern mit Deinen fraulichen Kräften Deinen Anteil an dem großen Kampf unseres Volkes tragen. Du hast da und dort, bei der NSV., beim Luftschutz helfend eingegriffen. Tue es auch hier! Trage es geduldig, daß ich nicht mit Dir zusammen die Kerzen anzünden kann, und Du hast damit nicht nur mir, sondern uns allen einen Dienst erwiesen, der hohen Dankes wert ist. Geh mit offenen Augen über die weihnachtlichen Straßen, blicke hinein in jedes Frauenherz, das Dir begegnet. Ich stelle mir vor, da stünde in unserer Stadt ein Weib vor dem Schaufenster, drei kleine Kinder an der Hand, und diese treuherzigen Kinderaugen bestaunen die glitzernden und blinkenden Auslagen, die für die Weihnachtszeit besonders festlich hergerichtet sind. Stürmisch dringen sie auf die Mutter ein:„Mammi, diese Puppe wünsch ich mir von Pappi!“—„Und ich diesen Steinbaukasten!"—„Und ich schenke dem Pappi diese schöne, gelbe Zigarettenspitze“, meint der Aelteste,„soviel Geld habe ich in meiner Sparbüchse.“—„Oh, wie wird sich der Pappi freuen, wenn er das unter dem Weihnachtsbaum findet,— gelt, der Pappi kommt doch auf Urlaub zum Fest?“ Und nun schau gerade in die Augen dieser Frau, soll sie sagen müssen:„Nein, der Pappi kommt nicht auf Urlaub?" Vielleicht ist ihr Mann gerade der von meinen Kameraden, der für mich, weil ich hier draußen bleibe, heimfahren kann zu Frau und Kindern. Und Du bringst mit Deinem stillen Verzicht indirekt, denn Du machst mir mein kleines Opfer ja so leicht dadurch, so unendlich viel Glück in dieses Haus. Macht Dich das nicht reich in Deinem Herzen? Am Heiligen Abend, wenn die Kerzen brennen, wenn die Glocken läuten, stehe ich, genau wie Du, vor einem grünen Baum mit brennenden Kerzen, blicke, genau wie Du, in das flackernde Licht und atme den würzigen Duft des Tannengrüns; ich sehe aus dem Dunkel der Nacht Dein liebes Gesicht aufsteigen, meine Gedanken fliegen empor zu den Sternen, und unsere Herzen überbrücken Raum und Zeit. Was macht es, daß lange Straßen und Wege, daß Länder und Gaue zwischen uns liegen,— in Wahrheit sind wir doch beisammen, * Draußen vor meinem Fenster, in der frostigen Nacht, heulen die Winterstürme ihr hartes und männliches Lied. Bello, der Kompaniehund, hat sich neben dem knisternden Kaminfeuer zusammengerollt und blinzelt nur dann und wann u den schwarzen Fensterscheiben hinüber, gegen die es mit nochigen Fingern zu poltern scheint, luchst dann auch ein wenig zu mir her, als wollte er sagen: Wie gut, daß wir beide hier im Warmen sitzen! Mein guter Bello! Er hat den ganzen Vormarsch überstanden— gerade ein Jahr ist es her, daß er uns zulief. Damals am Westwall, in der rauhen Eifel. Unser Infanterieregiment marschierte durch ein kleines Dörflein; der Himmel wußte nicht, ob es regnen oder schneien sollte, es war bitterkalt, und unsere schweren Marschstiefel platschten durch den braunweißen Matsch der dreckigen Straßen. Da stand er auf der Landstraße, verlassen, zitternd und frierend. Wir hoben ihn hinauf auf einen unserer Gefechtswagen, brachten ihn ins nächste Quartier,— so wurde er unser Hund, unser Bello. Er war dabei, als wir in unseren Baracken die Weihnachtskerzen anzündeten, Du weißt, ich erzählte Dir von ihm, als ich am ersten Weihnachtstag auf Urlaub kam. Er teilte mit uns Freud und Leid in jenem harten Winter. Er harrte mit uns aus in Eis, Schnee und Matsch bis zu dem großen Augenblick, da wir zum großen Treck antraten, nach Westen, dem Siege zu. Nun ist er immer noch bei uns, und es ist wieder Weihnachten geworden. Die zweite Kriegsweihnacht. Eine Kriegsweihnacht ohne Dich. Verstehst Du, daß ich nicht traurig sein kann dieses schöne Fest ohne Dich feiern zu müssen? Ich muß Dir sagen, es ist trotz allem, auch so, ein Fest der Freude und des Glücks für mich, denn die Zukunft steht im Lichte der Gewißheit vor uns, eine Zukunft, die aus den vielen Kräften der millionenfältigen Gemeinschaft gemeinsam geschaffen wird und die darum, weil es die glückliche Zukunft der Millionen sein wird, auch unsere glückliche Zukunft ist. Das Bewußtsein der Stärke und der gläubigen Zuversicht ist es, die mich mit fröhlichen Augen in das Licht der Kerzen blicken läßt. So sei denn fröhlich mit mir und fühle, daß in diesen feierlichen Stundendanken stets in Deiner Nähe ist Belgische Liga gegen die Freimaurerei." Der belgische Staatsanzeiger veröffentlicht die Statuten der neu gegründeten„Belgischen Liga gegen die Freimaurerei“, die sich unter dem Namen„Die Säuberung" die Förderung der nationalen öffentlichen Belange und den Kampf gegen alle dunklen Kräfte der Zerstörung zum Ziele gesetzt hat. Großkreuz vom Deutschen Adler für Matsuoka. Ein Tobís-Film mit Lucie Fröhlich, Charl. Thiele, Irene Meyendorff, Carola Höhn, Kurt Ewald, Charlott Daudert, Hilla Hoer. Edith Meinhardt, Harald Paulsen, Karl Raddatz. Spielleitung: Karl Anton. Ferner: Wochenschau— Kulturfilm Jugendliche sind zugelassen. Danksagung Beim Heimgange meines lieben Mannes, unseres guten Vaters sind uns von allen Seiten Zeichen herzlichen Mitempfindens in Wort und Kranzspenden zugegangen. Viele gaben dem lieben Entschlafenen das letzte Geleite. Der Heimatschutzverein, die NS=Kriegsopferversorgung und die Kolpingsfamilie bekundeten ein ehrendes Gedenken. Für alles dies sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Familie Östermann. Steinheim, im Dezember 1940. Danksagung! Für die vielen Glückwünsche, Blumen und Geschenke zu unserer Verlobung danken wir hiermit allen, auch im Namen unserer Eltern, recht herzlich. Gisela Topp, Fritz Mertens. Steinheim, im Dezember 1940. Staff Karten! Ihre Vermählung geben bekannt Josef Königsdorfer Irene Königsdorfer geb. Freese Augsburg Steinheim 21. Dezember 1940 Wir geben unseren Mitgliedern bekannt, daß wir den Zinsfuß für Hypotheken-Darlehen mit Wirkung vom 1. Januar 1941 auf 4½ Prozent gesenkt haben. Steinheimer Spar= und Darlehnskassen-Verein, eGmuH. Bekanntmachung. Der Viehmarkt für den Monat Dezember findet, da der letzte Mittwoch des Monats ein Feiertag ist, am Montag, dem 23. Dezember statt. Marktbeginn: 8.30 Uhr. Steinheim, den 20. Dezember 1940. Der Bürgermeister: Busse. Blumen auf den Weihnachtstisch erfreuen und bringen die rechte Weihnachtsstimmung. Schöne Auswahl in der Gärtnerei Franz Hörning Vormilitärische Ausbildung Sonntag, den 22. Dezember, vormittags 9 Uhr: Antreten bei der Volksschule. Erst Erkältung, dann Grippe. Das ist häufig die Reihenfolge! Erkältungen und den ersten Grippeanzeichen sofort wirksam begegnen, heißt deshalb schwerere Erkrankungen in der Regel vermeiden. Bei Witterungsumschlag und vor allem bei sogenanntem Grippewetter trinke man dreimal täglich eine Tasse heißen Tee mit einem Guß Klosterfrau=Melissengeist. Ist eine Erkältung bereits da, dann wende man folgende Schnellkur an: Kurz vor dem Zubettgehen oder im Bett möglichst heiß 1—2 Enlöffel Klosterfrau=Melissengeist und 1—2 gestrichene Eßlöffel Zucker mit etwa der doppelten Menge kochenden Wassers gut verrührt trinken und dann schwitzen! In hartnäckigen Fällen wird diese Anwendung 1—2 mal — abends— wiederholt. Zur Nachkur, und um Rückfällen entgegenzuzuwirken, nehme man noch einige Tage, und zwar 2—3 mal täglich. einen Teelöffel Klosterfrau=Melissengeist in einer Tasse Pfefferminzoder anderem Tee. Halten auch Sie in Ihrer Hausapotheke den bekannten KlosterfrauMelissengeist in der blauen Packung mit den drei Nonnen stets vorrätig. Er ist in Apotheken und Drogerien erhältlich in Flaschen zu RM. 2.80. 1.65 und 0.90(Inhalt: 100, 50 und 25 cem), Vergessen Sie ihn nicht bei Ihrem nächsten Einkauf! Die Wirkung von Klosterfrau=Melissengeist wird Sie gewiß befriedigen. Grabmale in Kunststein, Sandstein, Marmor und Granit von den einfachsten bis zu den allerfeinsten Ausführungen liefert poompt und preiswert Johann Spinnräker— Grabsteingeschäft Beraheim— Fernruf Nr. 238. Kirchen=Kalender Sonntag, den 22. Dezember— 4. Advents=Sonntag. Katholische Pfarrkirche in Steinheim. 6 Uhr: Hl. Messe mit kurzer Ansprache. 7.30 Uhr: Frühmesse mit Predigt. 845 Uhr: Kindermesse mit gemeinschaftl. hl. Kommunion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2.30 Uhr: Christenlehre und Advents=Andacht. Katholische Kirche in Rolfzen. 7.30 Uhr: Frühmesse. 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt 1.30 Uhr: Advents=Andacht. Evangelische Gemeinde in Steinheim. Sonntag, 22, Dezømber— 4. Advent. 10 Uhr: Gottesdienst Nr. 301 Steinheim, Samstag, 21. Dezember 1940 2. Blatt. Vier Wimpel am Sehrohr Die sechste Feindfahrt des Kapitänleutnants Kretzschmer. Von Kriegsberichter Hans Kreis. PK. Kretzschmer ist eingelaufen! Vier Wimpel stehen am Sehrohr. 35000 BRT. hat er mitgebracht! Und darunter schon wieder einen großen englischen Hilfskreuzer über 16 000 BRT die„#1sar“. Außerdem einen dicken Tanker und zwei Frachter! Groß, ganz groß ist die Freude hier draußen bei uns im Unterseebootsstützpunkt an der Atlantikküste. Ueber eine Viertelmillion Tonnen Die sechste Feindfahrt als Unterseebootkommandant ist's gewesen, die Kapitänleutnant Kretzschmer, der erst kürzlich vom Führer mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet worden ist, mit so prächtigem Erfolg durchgeführt hat. Als erster deutscher U=Bootkommandant hat er damit über eine Viertelmillion Tonnen Schiffsraum versenkt! Aller feindlichen Abwehr zum Troyz hat er 36 englische oder für England fahrende Handelsschiffe mit einer Gesamttonnage von rund 260 000 BRT. auf den Grund des Meeres geschickt! Darunter befinden sich neben einer stattlichen Anzahl von Tankern allein drei englische Hilfskreuzer von insgesamt 57000 BRT. Drei englische Hilfskreuzer vernichtet Auf der vorletzten Jagdfahrt im Atlantik versenkte er trotz heftiger Gegenwehr und trotz starker Behinderung durch schweren Seegang die beiden Hilfskreuzer„Patroklos“ (11 300 Tonnen) und„Laurentic“(18700 Tonnen). Jetzt, auf dieser Fahrt, erwischte er im hohen Atlantik die„Forfar"! Das war in der gleichen Nacht, in der andere unserer im Atlantik operierenden U=Boote den großen Gleitzug zersprengten und fast 130 000 BRT. versenkten. Torpedo mitten in die Maschinenräume der„Forfar“ Das Schicksal der„Forfar“ erfüllte sich sehr schnell! Von welcher Seite— aus welcher Entfernung der Angriff kam—, ob das Boot über Wasser oder unter Wasser operierte: der Brite hatte das alles gar nicht feststellen können! Wie wild funkte er mit seiner Artillerie mit leichter Munition und Granaten in der Gegend umher und knallte rote Sterne als Notruf in den nachtschwarzen Himmel! Unberührt von diesem Feuerzauber führte Kapitänleutnant Kretzschmer sein Boot zum Angriff. Eine gewaltige Detonation rüttelt und schüttelt plötzlich alles an Bord des Hilfskreuzers durcheinander— dröhnt durch die Nacht— dringt rollend und langnachhaltend über die See hin zum Boot und bringt zugleich Kunde vom Sieg! Mitten in die Maschinenräume war der Torpedo hineingefegt. Platzend zerriß er dort unten alles Leben— die Maschinen, die Schotten und Decks—, zerfetzte den Kiel! Die„Forfar“ brach durch— das Heck steilte kurz auf— verschwand! Nach drei Minuten nur noch Trümmer zu sehen Sich seitlich wälzend rutschte der gesamte in der Dunkelheit besonders mächtig wirkende Schiffsrumpf des 16 000Tonners nach achtern ab in die unendliche Tiefe, aus der in dumpfen Schlägen die Detonationen zahlreicher Wasserbomben heraufpolterten: diese Bomben waren für deutsche U=Boote bestimmt, sie befanden sich an Deck des zuvor versunkenen Schiffsteils, wo sie jetzt unter dem Druck der zunehmenden Tiefe zur Explosion gekommen waren. Kaum 3 Minuten nach dem entscheidenden Schuß waren nur noch Trümmer des britischen Hilfskreuzers zu sehen. Vermischtes Bequemer geht's nicht. Ein amerikanischer Erfinder, den die Zusammenstellung des Universalhandwerkzeuges(Hammer, Zange, Meißel, Stemmeisen usw. in einem Instrument) nicht ruhen ließ, baute einen Apparat, der einen Füllfederhalter, einen Bleistift, Radiergummi, Rasierzeug, Taschenlampe und Feuerzeug enthält, dabei aber kaum größer ist, als man es von einem Federhalter gewohnt ist. Tröstend bemerkte der Erfinder in seiner Anpreisung, daß, wenn auch ein Teil der Konstruktion versagt, immer noch mehrere andere gebrauchsfähig wären. Aber was hilft es schon, wenn man sich rasieren will und nur der Radiergummi noch seinen Diensten nachkommt..? Der Weg des Genies Aufführung des Schiller=Films in Berlin. Der Friedrich=Schiller=Film der Tobis hat seine Uraufführung in Straßburg i. E. während der Oberrheinischen Kulturtagung und in Stuttgart erlebt; in der Stadt, die mit ihrem Rücktritt in das Großdeutsche Reich im Gesamtrahmen des geistigen Lebens dieses Reiches den bestimmenden Einfluß wieder haben wird, den sie Jahrhunderte hindurch gehabt hat und in der Stadt, die nicht nur die Jugend, sondern das ganze weitere Leben Friedrich Schillers beeinflußte. Jetzt ist dieser Film auch in Berlin aufgeführt worden, und wir erleben, daß der Spielleiter Herbert Maisch aus dem Film von Paul Joseph Cremers mehr gemacht hat als nur eine verlebendigte und bebilderte Biographie. Hier ist ein Menschenschicksal, das Schicksal eines Genies nicht in seinem äußeren Ablauf, sondern in seinem inneren Werden nachgezeichnet worden. Die Geschichte von dem Leben des jungen Schiller auf der Herzoglich Württembergischen Militärakademie, der Carlsschule, wie man sie nannte, bis zu seiner schließlichen Flucht nach Mannheim und damit in die Freiheit des Leibes und des Geistes ist Gemeingut des deutschen Volkes; sie braucht hier nicht erzählt zu werden, und auch der Film erzählt sie nicht so einfach dahin. Er will vielmehr zeigen, wie aus diesem jungen Carlsschüler Friedrich Schiller, dem Sohn eines tüchtigen Bürgerhauses aus bäuerlichem Geschlecht, das Genie zum Ausbruch und zum Durchbruch kommt, wie die Flamme des Geistes sich erhitzt und schließlich hell lodert im Zwang der Enge und unter dem Druck der Gewalt. Wie der Film mit manchen historischen Personen aus Schillers Jugend(wozu er das Recht hat) etwas frei schaltet, so schaltet er auch mit der Gestalt des Herzogs Carl etwas frei. Dieser Herzog, der Sohn Carl Alexanders, dessen Finanzbeirat einmal der Jud Süß gewesen war, war, als er Schiller auf der Carlsschule unter der Fuchtel hatte und auch drangsalierte oder von engen Köpfen drangsalieren ließ, nicht mehr der gewalttätig=liederliche Despot, der er noch ein paar Jahre vorher gewesen war, der, um seine Leidenschaften befriedigen zu können, seine Landeskinder als Kanonenfutter an die Engländer verkaufte; er war unter dem wohltätigen Einfluß seiner Geliebten Franziska von Hohenheim etwas milder in seinen Sitten und Gewohnheiten geworden; und wenn er es auch nicht war, so hätte er sich selbst, wenn er diese Bezeichnung schon gekannt hätte, für einen„aufgeklärten Absoluten" ge halten; keinesfalls aber war er der Stein, aus dem der Stahl Schiller Feuer gezogen hat. Dieser Schiller war, um eine sehr hintergründige Szene aus dem Film anzuknüpfen, das Genie, das nur geboren und nicht erzogen werden konnte. Als solches geborenes Genie spielt der noch sehr junge Horst Caspar den jungen Schiller als Feuerseele und als Feuergeist, als lodernde Flamme, von der man schon trauernd ahnt, daß sie sich selbst nach hellem, weithin leuchtendem Brennen einmal verzehren muß. Als Herzog Carl Eugen ist Heinrich George sozusagen sein eigener Nachfolger als Herzog Carl Alexander aus dem„Jud Süß“; wie jene Rolle, so kommt auch diese seiner schauspielerischen Neigung zum breiten Sich-selbst=Spielen stark entgegen; es ist eine Figur aus einem einzigen Guß, klar gestaltet vom ersten bis zum letzten, alles in allem so, wie er die Rolle anpackt, fast ein Kerl, jedenfalls ein Mensch, mit dem man diskutieren könnte, so wie es der junge Schiller ja zweimal tut. Sehr graziös damenhaft Lil Dagover als Franziska, sehr füß Hannelore Schroth als Laura in ihrer jungen Liebe zum Genie. Ausgezeichnet Friedrich Kayßler als Vater Schiller, sehr gut Paul Dahlke als sturer Gamaschenknopf und Korporalsstock und— es würde zu weit führen, all die Namen der Schauspieler noch zu nennen, die, jeder an seinem Platz, ihr gemessenes Teil am Erfolg des Filmes haben Dieser Erfolg war auch in Berlin tief und nachhaltig, und es ist nicht zuviel gesagt, daß man sozusagen Aug in Aug mit dem Dichter der„Räuber“ eine gewisse innere Erschütierung erfuyr. Carl Ems. Deutsch auch in seinen Liedern Alles echt Volkstümliche im Elsaß ist germanisch. Einige der schönsten und innigsten deutschen Volksliede suammen aus dem alten deutschen Land Elsaß. Aus ihnen tromt alemannischer Erdgeruch. Und kein geringerer als der runge Geethe hat auf Anregung Herders sich in dem„herrlichen Garten Elsaß“ mit Volksliedern befaßt und durch sie ein eigentliches Verständnis für deutsche Volksdichtung gefunden. Für die„Stimmen der Völker“ sandte Goethe nach seiner Heimkehr an Herder zwölf Lieder, die er auf seinen Wanderungen„aus den Kehlen der ältesten Müttergens" gehört hatte und„wie einen Schatz" bewahrte. Friederike Brion. die naturfreudige Pfarrerstochter von Sesenheim, hat dem geliebten Dichter besonders gern die kleinen Lieder aus ihrer Heimat vorgetragen, wie Goethe selbst berichtete:„Lassen Sie uns nur hinauskommen— sagt sie, als das Klavierspiel nicht mehr recht gelingen will—, dann sollen Sie meine Elsässer und Schweizer Liedchen hören; die klingen besser". Diese haben dem jungen Goethe dann derart gefallen, daß er verlangte:„Alle Mädgens, die Gnade vor meinen Augen finden wollen, müssen sie lernen und singen". Und als siebzig Jahre später der Berichterstatter einer vielgelesenen süddeutschen schrift seine Schilderungen der Vogesen nach Stuttgart sendet, fühlt er sich trotz der mit allen Mitteln geförderten Französierung des Landes, und zwar„auf Grund der vielen herrlichen Volkslieder“, zu der Bemerkung veranlaßt:„Alles echt Volkstümliche im Elsaß ist germanisch". Wer kennt nicht das alte Soldatenlied„O Straßburg. o Straßburg, du wunderschöne Stadt", oder das andere„Zu Straßburg auf der Schanz" oder das Heimwehlied des Alemannen:„Zu Straßburg auf der langen Brück, da stand ich eines Tags": nicht weniger bekannt ist Helmine von Chezys (ihre Lieder durch Carl Maria von Weber volkstümlich geworden) inniges Lied wahrer Treue und echten deutschen Heimatgefühls:„Ach, wie ist's möglich dann, daß ich dich lassen kann"; und eines der tiefsten Volkslieder:„Sah ein Knab ein Röslein stehn", hat Goethe in vorbildlicher Weise deurdellen. Mäfsischen Lieder geyen, wie alle Volksdichtung in ihren Anfängen, auf religiöse Feste und Handlungen zurück. So besingen die meisten Lieder, die aus vorgeschichtlicher Zeit stammen dürften, volkstümliche Gebräuche bei Feiern zu Ehren der Naturgötter. Als später das Christentum sich ausbreitete, entstand das„Christlied der Rheinschiffer. Wenn in den Tagen der Wintersonnenwende die Sonne der Erde am nächsten steht, senden Gottvater und die Himmelsmutter das Gnadenschiff auf die umdunkelte Erde. Immer wieder berichten die Volksweisen von Sagen Märchen und Geschichtlichem. So soll das trauer= und trostreiche Soldatenlied„Kein schönrer Tod auf dieser Welt, als wer vorm Feind erschlagen" zuerst vor den Mauern des mittelalterlichen Straßburg gesungen worden sein. Und 1870/71 wurde das Lied von der„Flasche", das ein elsässischer Soldat, der 1813 auf den Leipziger Schlachtfeldern schwer verwundet wurde, gedichtet hat, viel gesungen. Jeder deutsche Gau weist eine Gestalt auf, in der sich der Charakter des betreffenden Volksstammes spiegelt; für das Elsaß ist es der„Hans im Schnokeloch", der in Liedern, Schwänken und Zeichnungen verewigt ist. Er ist der wahre Elsässer, der heute noch genau so gern wie vor Jahrhunderten Sebastian Brant die Schwächen der liebenden Mitmenschen belächelt und bespöttelt. Vom Elsässer=Hans singt ein Volkslied:„Und was er hat,/ Das will er nit,/ Und was er will,/ Das hat er nit,/ Und was er macht,/ Das braucht er nit,/ Und was er braucht,/ Das kann er nit!" Die Liebe zum angestammten Volkslied ist es gewesen, die im elsässischen Menschen immer wieder sein Deutschtum wachgerufen und wachgehalten hat, das Volkslied blieb ihm immer die Brücke zum alten Reich. Hans Sturm Kleines Mosaik des Wissens Ein Kapital, zu gewöhnlichem Zinsfuß von 4 Prozent die Bank gebracht, verfünfzigfacht sich mit Zinsen und Zinseszinsen in etwa 100 Jahren. Zahlt man beispielsweise 100 RM. ein, so können die lachenden Erben nach einem Jahrhundert die von selbst auf 5050,49 RM. angewachsene Summe abheben Der Ananas= und Orangensaft wird— nach Berechnungen amerikanischer Statistiker— jetzt in den USA. nicht mehr so viel verlangt wie früher. Dafür hat die Beliebtheit von Tomatensaft stark zugenommen, und die Konservenfabriken haben alle Mühe, der steigenden Nachfrage nachzukommen. Die Aufgaben der zweiten Kriegserzeugungsschlacht Am 14. Dezember sprach der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft R. Walther Darré im Rundfunt zum deutschen Landvolk über die Aufgaben der zweiten Kriegserzeugungsschlacht. Nachstehend sollen die wichtigsten Aufgaben auf agrartechnischem Gebiet noch einmal kurz herausgestellt werden Schon jetzt gilt es, die Vorbereitungen für die Erzeugungsschlacht im nächsten Frühjahr zu treffen. Der Richtigkeit der zu Beginn der Erzeugungsschlacht ausgegebenen Parolen zur Steigerung der Erzeugung in der Landwirtschaft ist es zu danken, daß es auch jetzt nicht nötig ist, diese Parolen zu andern Vielmehr kann auch im nächsten Jahre nach den bewährten Grundsätzen weitergearbeitet werden, so daß wir nur die wichtigsten Parolen wieder in Erinnerung zu rufen brauchen. Die Grundlage unserer gesamten Ernährungswirtschafüberhaupt ist und bleibt der Boden, der gesund und fruchtdar erhalten werden muß Jeder der deutschen Boden bewirtschaftet, muß sich daher bemühen, dem Boden die Pflege angebeihen zu lassen, die er braucht, um Höchsterträge aus ihm herauszuholen Darüber hinaus muß der Boden ständig verdessert werden. Insbesondere gilt es, dem Boden die alte Krafi zu erhalten. Dieses Ziel versuchte man früher durch die uche zu erzielen. Diese Maßnahme ist heute nicht mehr möglich, denn Deutschland muß von der Flächeneinheit bedeutend meyr Menschen ernähren als vor 100 Jahren. An die Zierder Brache muß eine geregelte Wasserführung den, eine planmäßige Humuswirtschaft, eine ge Bodenbearbeitung, ein geregelter Kalkdustand und eine ausreichende und richtige Versorgung m11 Handelsdünger treten. Nicht eine dieser Maßnahmen allein, sondern das harmonische Zusammenwirken aller Saßnahmen verbürgt die Erzielung hoher und sicherer Erträge auf unseren Böden Darüber hinaus tragen diese Maßnahmen auch dazu bei, Die Einflüsse ungünstiger Witterung abzuschwächen und Ernteschwdantungen bis zu einem gewissen Maße zu verhüten. Alle siee Maßnahmen lassen sich in der zu Beginn der Erzeugungsschlacht ausgegebenen Parole zusammenfassen:„Haltet den gesund und fruchtbar denn er ist und bleibt die Voraussetzung alles gesunden und fruchtbaren Ackerbaues.“ Um hohe Erträge zu erzielen, mussen Kulturpflanzen angebaut werden, die die im Boden ruhenden Kräfte restlos ausnutzen. Diese Möglichkeit hat die deutsche Pflanzenzüchtung geschaffen, die in mühevoller und ausdauernder Arbeit Sorten schuf, die den an sie gestellten Ansprüchen in vollem Maße gerecht werden. Nunmehr ist es Aufgabe der Praxis, die Erfolge der deutschen Pflanzenzüchtung durch ausreichenden Saatgutwechsel auszuschöpfen. Von dieser Möglichkeit kann jeder Betriebsleiter Gebrauch machen, da bei sämtlichen Kulturpflanzen Sorten geschaffen wurden, die den verschiedenen Boden= und Klimaverhältnissen angepaßt sind. Eine ganz besondere Bedeutung kommt dem Saatgutwechsel bei den Kartoffeln zu. Die gewaltigen Kartoffelernten der letzten Jahre wären wahrscheinlich nie erreicht worden, wenn nicht zu einer verbesserten Bodenbearbeitung und einer den Nährstoffansprüchen der Kartoffel angepaßten Düngung in bedeutend stärkerem Maße als früher anerkannte Pflanzkartoffeln zum Anbau gelangt wären. In Erkenntnis der großen Bedeutung, die ein einwandfreies Pflanzgut für die Kartoffelerträge hat, wurde die Pflanzguterzeugung bei Kartoffeln wesentlich verstärkt, so daß im nächsten Jahr noch bedeutend mehr bestes Pflanzgut zur Verfügung steht als in diesem Jahr. Somit ist die Voraussetzung geschaffen, durch einen noch weiter verstärkten Wechsel beim Kartoffelpflanzaut die Erträge weiter zu steigern. Jeder Bauer und Landwirt hat die Pflicht, von dieser Möglichkeit des Saatgutwechsels weitgehend Gebrauch zu machen und sich immer die alte bewährte Parole vor Augen zu halten, die lautet: „Sorgtdurchregelmäßigen Saatgutwechsel für hohe und sichere Ernten! Von Beginn der Erzeugungsschlacht an wurde eine Ausdehnung des Hackfruchtanbaues und Steigerung der Erträge bei den Hackfrüchten gefordert Diese Ertragssteigerung bei den Hackfrüchten ist jetzt im Kriege besonders wichtig. Wenn auch die Beibehaltung bzw Ausdehnung des Hackfruchtanbaues viele Arbeitskräfte erfordert und in manchen Betrieben Schwierigkeiten verursacht, so muß trotzdem alles getan werden, um die Erträge bei den Hackfrüchten im kommenden Jahr noch weiter zu steigern, um die Futterversorgung auch für größere Viehbestände zu decken Die Mittel, die zur Erreichung dieses Zieles führen, sind der Landwirtschaft von der deutschen Landmaschinenindustrie in bester Weise in die Hand gegeben. In unermüdlicher, zäher Arbeit wurden von ihr Maschinen und Geräte entwickelt, die der Landwirtschaft bei Erfüllung dieser wichtigen Aufgabe helfend beiseite stehen. Hier sei nur an den Schlepper, die Vielfachgeräte und die neuzeitlichen Maschinen und Geräte zur Kartoffelund Rübenernte erinnert, die der Landwirtschaft die Möglichkeit geben, der alten Parole„Steigert die Erträge im Hackfruchtbau!“ Folge zu leisten. Ebenso wichtig wie der Kartoffelbau ist der Futterbau, von dessen Erträgen weitgehend die Futterversorgung der Rindviehbestände und damit die erfolgreiche Durchführung der Milcherzeugungsschlacht abhängt. Die verstärkte Erzeugung von wirtschaftseigenem Futter ist wichtig heute als Ersatz für die fehlenden ausländischen Oelkuchen. Die Futtererzeugung kann aber nicht durch Ausdehnung des Futterbaues verstärkt werden, da wir mit den zur Verfügung stehenden Ackerflächen sparsam umgehen müssen. Vielmehr muß das angestrebte Ziel auf dem Wege über höhere Erträge von der Flächeneinheit und durch eine Steigerung der Güte des Futters erreicht werden. Dadurch gewinnt der Zwischenfruchtbau als zusätzliche Futterquelle eine immer größere Bedeutung. Da die Beschaffung des für den Zwischenfruchtbau erforderlichen Saatgutes jetzt im Kriege auf gewisse Schwierigkeiten stößt, muß von der Möglichkeit der Gewinnung von Saatgut für den Zwischenfruchtbau durch die Beisaat von Futterleguminosen in Getreibe in noch stärkerem Maße als im vorigen Jahre Gebrauch gemacht werden. Darüber hinaus gilt es, auch die zahlreichen anderen Möglichkeiten der Futtersamengewinnung im eigenen Betriebe weitgehend auszuschöpfen. Jeder Bauer und Landwirt muß sich darüber klar sein, daß der Parole„Sichert durch planvollen Futterbau die Leistungsfähigkeit unserer Viehhaltung!“ eine entscheidende Bedeutung zukommt, denn nur durch ihre Befolgung wird der Sieg in der Milcherzeugungsschlacht verbürgt Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß die Parolen für die Erzeugungsschlacht im Jahre 1941 die gleichen bleiben wie die, die vor sechs Jahren zu Beginn der Erzeugungsschlach aufgestellt wurden. Das damals aufgestellte Erzeugungsprogramm hat sich in jeder Hinsicht als richtig erwiesen, so daß die Landwirtschaft nach den alten bewährten Richtlinien weiterarbeiten kann