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Der große Ring um die Feindarmeen, der sich von Vlissingen über Valenciennes, Arrgs, Abbeville an der Küste entlang nach Gravelines zieht, wird durch den neuen Vorstoß der Mitte etwa durch Aneines zweiten Ringes in Belgisch=Flandern ergänzt. Innerhalb des großen Kessels ist unsere Luftwaffe mit der Zermürbung und Zerschlagung des Gegners beschäftigt. Die Luftwaffe hat, wie auch diesmal wieder der Heeresbericht zeigt, eine überragende Bedeutung zugewiesen erhalten bei der Fortführung der planmäßigen Operationen in Französisch= und Belgisch=Flandern. Nicht nur die eingekreisten Armeen sind dem ständigen Angriff der deutschen Luftwaffe ausgesetzt, sondern auch bis tief ins französische Hinterland beherrschen die deutschen Flieger den Luftraum und vernichten Flugplätze, Verkehrsanlagen, feindliche Truppen bewegungen und Nachschub. Dem Gegner wird also niemals Zeit gelassen, irgendwo oder irgendwann die Initiative in die Hand zu bekommen. Er kann sich nur darauf beschränken, in dem großen Durcheinander, das hinter und an seiner Front besteht, möglichst noch kampfkräftige Truppen zusammenzubringen, um seinen Widerstand solange wie möglich auszudehnen oder vielleicht hier und dort Gegenangriffe zu unternehmen, in der Hoffnung, doch noch eine Lücke in der deutschen Umklammerung zu finden. Mit derartig zermürbenden und die Kampfmoral der Truppen zerrüttenden Methoden wird sich der Feind auf die Dauer selbst aufreiben. Ganz besondere Bedeutung kommt den wiederholten Luftangriffen auf die Hafenanlagen an der belgisch-französischen Kanalküste zu. Wenn festgestellt wird, daß die Engländer, die in der ersten Phase der Kämpfe in Nordwestfrankreich und in Belgisch=Flandern das Bestreben zeigten, so schnell wie möglich ihre Truppen nach England hinüberzuretten, jetzt noch an der Front kämpfen, so bedeutet das nicht etwa eine Aufgabe ihrer bisherigen Pläne aus freien Stücken, sondern diese Beteiligung am aussichtslosen Abwehrkampf ist die Folge der Erkenntnis, daß nicht mehr möglich ist, das englische Exveditionskorps mit irgendeiner Aussicht auf Erfolg über den Kanal heimzuschaffen. Die wenigen flandrischen Kanalhäfen liegen unter der strengen Kontrolle der deutschen Luftwaffe, die jeden Transporter mit ihren tödlichen Bomben trifft und unter den Schiffseinheiten der britischen und französischen Kriegsmarine täglich reiche Ernte hält. Sowohl Landungen britischer Hilfstruppen wie Einschiffungen britischer Truppen, die nach England geschafft werden sollen, sind, das kann man mit Fug und Recht behaupten, heute bereits praktisch unmöglich gemacht. Inzwischen tragen unsere siegreichen Truppen ihren Vormarsch an der Kanalküste weiter vor und binden so die dort kämpfenden Feindkräfte, während unsere Kriegsmarine mit ihren Schnellbooten als neue Gefahr für den Gegner hinzuaekommen ist. Wenn wir erfahren, daß sogar ein deutscher Panzer einen feindlichen Zerstörer vernichten konnte, so zeigt das, wie leicht verwundbar der Gegner an der Kanalküste ist. England wird mit jedem Tage mehr in die Kriegszone einbezogen. Die Bombardierung englischer Flugplätze im Osten und Südosten Englands, die der Wehrmachtbericht vom Sonntag meldete, hat ihre Wirkung getan: Das Londoner Kriegsverbrecherkabinett hat die englische Südostküste zur Gefahrenzone ertlärt, in die, wenn der Name in den aufgeführten Städten auch nicht genannt ist, die Hauptstadt London mit einbezogen ist. Die Lage ist heute für England so, daß sich ein großer Halbkreis um England legt, der im Norden von Norwegen angesetzt ist und bis über die Straße von Dover hinaus nach Westen reicht. Die diesem Halbkreis gegenüberliegende englische Seite liegt heute im Bereich der deutschen Luftwaffe, die mit der fortschreitenden Beherrschung der französisch=belgischen Kanalküste in bedrohliche Nähe der englischen Lebensader im Südosten geruckt ist. Wenn wir lesen, daß London fieberhafte Maßnahmen trifft, um eine drohende deutsche Invasion abzuwehren, dann ist uns das der beste Beweis dafür, daß man sich in England darüber klar ist, wohin der deutsche Stoß zielt. Schon ist die Dover=Straße, jene lebenswichtige Verbindung von der englischen Öst= zur Westküste, ernstlich gestort. Wenn jetzt auch noch eine Störung der englischen Südostküste hinzukommt und sich Fliegeralarme, wie der am Sonntag in der Grafschaft Kent, täglich wiederholen, dann dürfte das nicht ohne schwerwiegende Folgen für die englische Wirtschaft bleiben. Es ist nicht zuviel gesagt, wenn wir behaupten, daß London heute schon Kriegszone ist. Und London ist nicht nur der größte Hafen Englands, sondern auch der größte Handelshafen der Welt. Täglich passieren etwa 80 Schiffe die Themsemündung, und die Mehrzahl von ihnen bringt Einfuhrgüter. 40 Prozent der Einfuhr ganz Englands nehmen den Weg über London. Hinzukommt, daß sich in dieser größten Stadt der Erde gewaltige Menschenmassen zusammenballen, und zwar rund 8,2 Millionen. Und diese müssen alle durch den Hafen von London und das sich anschließende Verkehrsnetz versorgt werden. Zwar versucht England schon seit Monaten, einen Teil des Handelsverkehrs der Oftküste an die Westküste zu verlegen, über diesem Bemühen sind enge Grenzen gesetzt, denn die Westküste verfügt nicht über die notwendigen Hafenanlagen, und außerdem ist das englische Verkehrsnetz nicht so angelegt, ab es die von Westen beförderten Gütermassen auf den verlangerten Landverkehrswegen heranschaffen könnte. Fliegeralarm an der Ostküste von Kent 1¾ Stunden Dauer. Wie das britische Luftfahrtministerium bekannt gibt, wurde Sonntag früh an der Ostküste der Grafschaft Kent Fliegeralarm gegeben. Der Alarm dauerte eine Stunde und 45 Minuten. (5 Jahre Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. le. Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, deren chirmherr der Führer ist, begeht am 29. Mai den Tag ihres ährigen Bestehens. Gefahrenzone Panikartige Furcht vor der Invasion Die Gefahr einer Invasion durch die deutsche Wehrmacht bildet das Schreckgespenst der führenden Kreise der englischen Plutokratie. Täglich werden gegen diese Gefahr neue Maßnahmen getroffen, und es ist bezeichnend für die Sorge, die bei den englischen Kriegsverbrechern herrscht, daß sie Teile der englischen Südostküste zur Gefahrenzone erklärt haben. Nach einer amtlichen Mitteilung in London hat infolge der deutschen Besetzung der Niederlande und von Teilen Belgiens und Nordfrankreichs die britische Regierung beschlossen, folgende Städte an der Südostküste Englands als Gefahrenzone festzulegen: Groß=Yarmouth, Lowestoft, Felixstove, Harwich, Clacton, Frinton, Walton, Southand, Margate, Ramsgate, Broadstaire, Sandwich, Dover, Deal und Folkestone. Die Kinder in diesen Städten werden nach anderen Teilen Englands evakuiert. Auch der Wechsel im englischen Oberkommando hat seine Begründung in der panikartigen Furcht vor einem deutschen Angriff auf die englische Insel. Die Ernennung General Ironsides zum Oberkommandierenden der heimischen Vereidigungskräfte wird in England als notwendig angesehen, um die Verteidigung Großbritanniens gegen einen möglichen deutschen Angriff in die stärkstmöglichen Hände zu legen. Die furchtbare Angst, die die Londoner Plutokraten ergriffen hat, zeigt sich äußerlich darin, daß an den strategischen Punkten der englischen Hauptstadt Maschinengewehre aufgestellt und Stacheldrahtverhaue um die öffentlichen Gebäude gelegt wurden Eine besondere Ueberwachung ist längs den zu der Hauptstadt führenden Straßen eingerichtet worden. Auch in den englischen Zeitungen kommt dieser Gefühlszustand der Bevslkerung zum Ausdruck, wobei der Schutz der Mitalieder der Regierung vor Attentaten als erforderlich bezeichnet wird. Man ist scheinbar sehr besorgt um das kostbare Leben der plutokratischen Kriegshetzer, die für das Leiden und Sterben von Millionen verantwortlich sind. vor den deutschen Panzern Wie sehr die Stimmung in der britischen Hauptstadt gesunken ist, geht aus der„Times" hervor, nach der die Westmächte mit Boulogne ihre wichtigste Etappenlinie zu den in Belgien abgeschnittenen Armeen verloren hätten. Der Fall von Calais war zu dieser Zeit der„Times“ noch gar nicht einmal bekannt. Immerhin stößt die„Times" den Stoßseufzer aus, es sei Veranlassung, zu glauben, daß eine enorme Zahl deutscher Kampfwagen durch die Lücke in den Linien der Westmächte nördlich der Somme durchgebrochen seien. Die „Times“ gibt auch der berechtigten Befürchtung Ausdruck, daß den Panzerwagenkolonnen wahrscheinlich Infanterie, sogar Mörser und Feldartillerie nachgefolgt seien, und daß für deutsche Truppen kein Benzinmangel bestehe. Der Londoner Berichterstatter eines schwedischen Staates berichtet, die Ueberraschung über die deutsche Angriffsaktion sei in England unerhört gewesen. Die britischen Offiziere seien von der Kombination Tank—Fallschirmtruppen— Bomvenflieger so überrascht gewesen wie mittelalterliche Feldherren von der ersten Anwendung des Pulvers Auf der Suche nach neuem Kanonenfutter Der englische Publizist Ward Price schreibt in edler Selbsterkenntnis in der„Daily Mail“, wenn England dem deutschen Angriff zum Opfer falle, so würde ein einziges Wort auf dem Grabstein Englands die hinreichende Erklärung dafür geben, nämlich das Wort:„Selbstzufriedenheit“. Auf der verzweifelten Suche nach neuen Blutopfern veröffentlicht Reuter eine Meldung, in der es u. a. heißt: Alle Niederländer, die zwischen 1904 und 1920 einschließlich geboren sind und in Großbritannien, Frankreich und Belgien wohnen, werden aufgefordert, sich so schnell wie möglich zu melden, um sich zum Heeresdienst(!) zu stellen. Opfer der Fallschirmpsychose Die Fallschirmpsychose tut das ihrige, um an den ohnehin aufgepeitschten Nerven der Engländer zu zerren. Bei Belfast wurden drei englische Flieger, die auf dem in der Nähe der Stadt gelegenen Flugplatz landeten, von einer Ueberwachungspatrouille unter Feuer genommen, da man sie für deutsche Fallschirmspringer hielt. Die drei Flieger mußten schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht werden.— Ueberall glaubt man, feindliche Fallschirmtruppen und Flieger zu sehen. Die Kriegshetzer wurden„todernst" Im Zusammenhang mit der Erklärung der Ost= und Südostküste Englands zur Gefahrenzone ringt sich der britische Minister MacDonald das Eingeständnis ab, daß der Krieg„in eine todernste Phase eingetreten“ sei. Denn es sei ein neuer Faktor zu verzeichnen:„Deutsche Truppen haben gegenüber unserer Küste Fuß gefaßt“. hat seinen„Beitrag' zum Krieg bereits geleistet" Hilfsvölker als Kanonenfutter gut genug— aber brutale Ablehnung berechtigter indischer Forderungen. Der englische Vizekönig Lord Linlithgow erklärte in einen Rundfunkvortrag, Indien habe bereits seinen Beitrag zum gemeinsamen Kampf geleistet, denn indische Truppenteile kämpften Seite an Seite mit den Briten. Diese Schlacht sei erst der Beginn des großen Kampfes, der alle Hilfsquellen des britischen Reiches in Anspruch nehmen werde. Jetzt sei deshalb nicht die Zeit für Diskussionen. Der Austrag aller Meinungsverschiedenheiten müsse„auf einen späteren Zeitpunkt“ verschoben werden(!). Der oberste Repräsentant der britischen Zwingherrschaft in Indien bestätigt also mit sichtlicher Befriedigung, daß Indien seinen„Beitrag“ durch Lieferung von Kanonenfutter für den Krieg der britischen Plutokratie bereits geleistet hat Südostengland wobei sein Wort von dem„gemeinsamen Kampf“ in allen nationalbewußten Kreisen Indiens auf schärfsten Widerspruch stoßen wird. Noch größere Entrüstung wird allerdings die erneute brutale Ablehnung der berechtigten indischen Forderungen hervorrufen. Alle Phrasen von „Einigkeit, Mut und Glauben“, mit denen Lord Linlithgow sodann noch aufwartete, schaffen die Tatsache nicht aus der Welt, daß die geknechteten Massen Indiens keinerlei Interesse daran haben, daß das plutokratische britische Empire„diesen Kampf besteht“, und damit ihre Versklavung verewigt. Feindliche Kriegsverbrecher Gefangene deutsche Fliegerermordet.— Neuer Fliegerangriff auf Sanitätskolonne. Die Briten lassen in diesem Krieg jede Achtung vor dem Völkerrecht vermissen. Das nimmt nicht wunder, wenn man sich vor Augen hält, daß der Kriegsverbrecher und Massenmörder Winston Churchill an der Spitze Großbritanniens steht, und wenn man sich daran erinnert, welcher grausamen Verbrechen sich die britischen Soldaten in den bisherigen Kriegen Großbritanniens haben zuschulden kommen lassen. Wie unritterlich der Brite, und auch der Franzose, kämpfen, und welche brutalen Verbrechen sie in diesem Kriege begehen, ergibt sich aus dem Bericht eines deutschen Kriegsberichters, Jürgen Splettstößer, der berichtet, wie zwei deutsche Flieger von Franzosen gefangengenommen wurden und kurz darauf nach einem Vorstoß deutscher Panzer in einem Walde ermordet aufgefunden wurden. Derselbe deutsche Kriegsberichter hat Feststellungen treffen können, daß viele deutsche Soldaten Verwundungen durch Dum=DumGeschosse erhalten haben, und daß notgelandete deutsche Flieger von der Uebermacht ihrer Verfolger noch beschossen wurden, als sie die Maschine bereits verlassen hatten. Es hat ganz den Anschein, als ließen die Feinde ihre Wut über ihre schweren Niederlagen an wehrlosen Soldaten aus, die das Unglück haben, in ihre Hände zu fallen. So unritterlich kämpft ein deutscher Soldat niemals. Der Feind sollte aber nicht vergessen, daß dieser Krieg auf Gegenseitigkeit geführt wird, und wir Deutsche durch geeignete Maßnahmen gegen diese Entartung der Kriegführung, deren Urheber durch ihre Hetze die Kriegsverbrecher in London und Paris sind, uns wohl zur Wehr zu setzen vermögen. Anweigerlich deutsche Vergeltung Auch die Fälle häufen sich, in denen feindliche Luftstreitkräfte Angriffe auf Fahrzeuge des Roten Kreuzes unternehmen. Neu ist die Meldungeiner deutschen Panzerdivision, daß am 17. 5. ein Krankenkraftwagenzug das Opfer eines feindlichen Fliegerangriffs wurde. Durch diesen barbarischen und völkerrechtswidrigen Akt wurden zwei Mann getötet, sechs verwundet und zwei Kraftfahrzeuge, die mit dem Zeichen des Roten Kreuzes versehen waren, vernichtet. Auch diese feigen französisch=britischen Kriegsverbrechen werden nicht ungestraft begangen und ziehen unweigerlich die deutsche Vergeltung nach sich. glornen. kegress Sleaford SOrentham, rbrey Spoldin LEICESTER Bderbochanh ner ORNIC GrVermounn MnndhanZowestoft olheljord Beccle Gestertonécanbriage eburg S Ooress Soburyoso Wolton onthe inion TENste Sou —ue Foreland oven Dünkirchen Anggon Südostengland zur Gefahrenzone erklärt. Nach der Besetzung des französischen Kriegshafens Calais durch deutsche Truppen hat die britische Regierung die Küste Südostenglands zur Gefahrenzone erklärt und folgende Städte in diese Zone einbezogen: Groß=Yarmouth, Lowestoft, Felixstove, Harwich, Clacton, Frinton, Walton, Southend, Margate, Ramsgate, Broadstaire, Sandwich, Dover, Deal und Folkestone. (Eißner=Wagenborg=M.) Kapitulation der belgischen Armee Bedingungslose Waffenstreckung— Etwa 500000 Mann ergeben sich— Nun mit erhöhter Kraft gegen die Hauptschuldigen! Der uns von den Kriegsverbrechern an der Themse und an der Seine aufgezwungene Krieg hat eine Wendung genommen, die von ungeheurer militärischer Bedeutung ist und das ganze deutsche Volk mit Stotz und Freude erfüllt: Die belgische Armee hat bedingungslos kapituliert und hat zu bestehen aufgehört. Leber die Waffenstreckung wurde aus dem Führerhauptquartier folgende Mitteilung bekanntgegeben: DNB. Führerhauptquartier, 28. Mai. Unter dem Eindruck der vernichtenden Wirkung der dentschen Waffen hat der König der Belgier den Entschluß gefaßt, dem weiteren sinnlosen Widerstand ein Ende zu bereiten und um Waffenstillstand zu bitten. Er hat der deutschen Forderung nach bedingungsloser Kapitulation entsprochen, die belgische Armee hat damit am heutigen Tage die Waffen niedergelegt und zu existieren aufgehört. Wir gedenken in dieser Stunde unserer tapferen Soldaten, die mit einem beispiellosen Kampfgeist in rückhaltlosem Einsatz Befestigungen überrannten, die zu den stärksten Festungsanlagen der Welt gehören. Das ganze deutsche Volk blickt mit dem Gefühl tiefer Dankbarkeit und unbändigen Stolzes auf die Truppe, die solch glänzende Waffentaten vollbrachte und diese Kapitulation erzwang. Entschluß des Königs gegen die Regierung Das Ministerium leistet weiter den Kriegsbrandstistern Gefolgschaft UNB. Führerhauptquartier, 2d. Mai. Der König der Belgier hat, um dem weiteren Blutvergießen und der völlig zwecklosen Zerstörung seines Landes Einhalt zu gebieten, seinen Entschluß, die Waffen zu strecken, entgegen dem Wunsch der Mehrheit seines Ministeriums gefaßt. Dieses Ministerium, das hauptverantwortlich ist für die über Belgien hereingebrochene Katastrophe, scheint auch jetzt gewillt zu sein, seinen englisch-französischen Auftraggebern weitere Gefolgschaft zu leisten. Der Führer hat angeordnet, daß dem König der Belgier und seiner Armee gegenüber jene Einstellung gewahrt wird, auf die tapfer kämpfende Soldaten Anspruch erheben können. Da der König der Belgier für sich persönlich keinen Wunsch geäußert hat, wird ihm bis zur Festlegung seines endgültigen Wohnsitzes zunächst ein belgisches Schloß zum Aufenthalt angewiesen. Die Gesamtzahl der von der Kapitulation betroffenen belgischen Verbände dürste eine halbe Million Mann umfassen. Die deutschen Armeen werden nunmehr mit erhöhter Kraft die Vernichtung der Hauptschuldigen anstreben. Höhepunkt der Flandernschlacht Die Waffenstreckung der Belgier— Der Ring um die Engländer und Franzosen immer enger— Grenzbefestigungen nördlich Valenciennes durchbrochen— Stärkster Einsatz der Luftwaffe DNB. Führerhauptquartier, 28. Mai Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die große Schlacht in Flandern und im Artois hat ihren Höhepunkt erreicht. In scharfem Angriff brachen unsere Truppen zum Teil erbitterten Widerstand und drängten die eingeschlossenen feindlichen Armeen auf immer engeren Raum zusammen, in dem auch die Luftwaffe mit starken Kräften vernichtend wirkte. Gegen die belgische Armee gewannen wir nach harten Kämpfen schnell Boden und stehen 10 Kilometer vor Brügge und vor Thorout. Thielt wurde durchschritten und die dort befindliche starke feindliche Artilleriegruppe im Nahkampf gestürmt. In Erkenntnis dieser hoffnungslosen Lage hat, wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, die belgische Armee unter Führung ihres Königs in Stärke von etwa 400 000 bis 500 000 Mann die Waffen gestreckt. Gegen die umschlossenen Engländer und Franzosen geht rer Kampf weiter. Nördlich Valenciennes haben unsere Truppen in breiter Front die starken französischen Grenzbefestigungen durchbrochen und westlich alenciennes den Scheldekanal überschritten. Orchies und Douai sind genommen. An dem Erfolg ist der Kommandeur eines Infanteriebataillons, Major Boehme, hervorragend beteiligt. Auch von Westen her wurde an der ganzen Front der Feind zurückgeworfen. La Bassée, Merville, Hazebrouck und Bourbourg=Ville sind in deutscher Hand. Die Luftwaffe belegte die nach Zeebrügge, Nieuport, Ostende und Dünkirchen führenden Straßen und Eisenbahnlinien, die Hafenanlagen sowie die in den Häfen liegenden Schiffe mit Bomben. In Dünkirchen ist die Hafenbrücke zerstört worden. Zwischen Calais und Dover erhielt ein feindlicher Zerstörer einen schweren Treffer. An der Südfront wurden einzelne, mit Panzern geführte feindliche Angriffe an der unteren Somme abgewiesen. Dabei wurden 30 feindliche Panzer vernichtet, allein neun hiervon durch den Schützen Bringforth. Südlich Carignan wurden unsere Stellungen verbessert und starke feindliche Gegenangriffe abgewiesen. Die Verluste des Gegners in der Luft betrugen gestern insgesamt 91 Flugzeuge. Davon wurden im Luftkampf 63, durch Flakartillerie 11 abgeschossen. Auf einem Flugplatz wurden 15 Flugzeuge am Boden zerstört. 23 deutsche Flugzeuge werden vermißt. Auch im nördlichen Norwegen griff die Luftwaffe mit Erfolg an. In Bodö wurden ein Sender zerstört, ein zweiter stark beschädigt, zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Deutsche Schnellboote vernichteten, wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, vor der belgischen Küste einen britischen Zerstörer und ein feindliches U=Boot. In der Nacht zum 28. 5. gelang es einem Schnellboot, auch noch einen schwer beladenen feindlichen Transporter von 3000 Tonnen zu versenken. Die englische Luftwaffe setzte ihre planlosen Angriffe auf nicht militärische Ziele in Nord= und Westdeutschland fort. Mehrere Zivilpersonen wurden getötet. Verrat Es bestanden genaue Abkommen mit England. Wenn es noch eines Beweises dafür bedurft hätte, daß die holländische Regierung ein verräterisches Spiel betrieben und seit langem gemeinsame Sache mit England gemacht hat, dann liefert diesen Beweis die Aussage eines hohen Beamten des holländischen Außenministeriums, über die die römische Nachrichtenagentur„Agenzia Stefani" folgendes berichtet: „Ein hoher Beamter des holländischen Außenministeriums machte am 9. Mai nachmittags dem Vertreter der Agenzia Stefani in Holland einige vertrauliche Mitteilungen, die angesichts des Ganges der Ereignisse ihren vertraulichen Charakter nunmehr verloren haben. Diese Mitteilungen lassen den Schluß zu, daß die holländische Regierung seit geraumer Zeit mit London Fuhlung genommen hatte, um einen gemeinsamen Plan für den Fall von Feindseligkeiten mit Deutschland auszuarbeiten, und daß die Westmächte durch Londons Vermittlung Holland sofortige militärische Hilfe zugesagt hatten, und zwar insbesondere Flugzeugkontingente und Artillerie. Deshalb habe sich die Anstrengung Hollands im September ausschließlich auf den Bau von Befestigungen konzentriert, die an der Grenze mit Deutschland ein imposantes Ausmaß angenommen hätten. Die Gesamtpolitik der holländischen Regierung zielte geschickt auf die Tarnung der einseitigen Verteidigungsanlagen hin, indem sie das Prinzip der unbedingten Neutralität nach allen Seiten hin proklamierte und erklärte, daß Holland sich im Falle einer Aggression, von welcher Seite sie auch immer kommen möge, zur Wehr setzen würde, ohne irgendwelche Hilfe für die Verteidigung des Mutterlandes oder der Kolonien zu erbitten. Im Gegensatz dazu bewiesen die wenige Stunden nach Beginn der deutschen Gegenaktion erfolgte Inanspruchnahme der englisch=französischen Hilfe, der im voraus und zu drei Vierteln nach England durchgeführte Export der Goldreserve der Holländischen Nationalbank sowie die Flucht der Herrscherfamilie und der Regierung nach England, daß zwischen den Regierungen vom Haag und von London genaue Abkommen bestanden, und daß bereits ein Druck ausgeübt worden war, um Holland zu bewegen, ohne weiteres in die Front der Westmächte einzutreten. Diese Druckversuche, die offenbar wegen der Gefahren, die eine offene Stellungnahme mit sich gebracht hätte, zurückgewiesen wurden, hatten eine sympathische Aufnahme in gewissen Kreisen gefunden, in denen man auf das Uebergewicht der Macht Englands unbedingt vertraute und es für ausgeschlossen hielt, daß Deutschland rasch einen Plan durchführen könnte, der es ihm gestatten würde, die Befestigungen an der belgischen und holländischen Grenze vor dem Winter zu durchbrechen, d. h. vor dem Zeitpunkt, an dem England bereit gewesen wäre, in den Entscheidungskampf einzutreten.“ Duff Cooper nim 1 Mund voll Heuchlerische Hetze im Looner Rundfunk. Der britische Informationsminister Duff Coover hat wieder eine seiner beliebten Rundfunkreden gehalten, in der er in französischer Sprache dem französischen Volk nach bekannter englischer Methode Mut zuzusprechen suchte. Dabel verschwieg er nicht, daß kritische Stunden über England und Frankreich hereingebrochen seien, verfiel dann aber gleich wieder in die bekannte und berüchtigte plutokratische Kriegshetze. „Die Deutschen lieben den Krieg ebenso, wie wir ihn verabscheuen. Sie lieben ihn, weil sie Barbaren sind. Wir hassen ihn, weil wir zivilisiert sind." So etwas erkühnte sich der britische Informationsminister der Weltöffentlichkeit vorzusetzen. Ist es nicht England, das in den letzten hundert Jahren die meisten Kriege geführt hat? Sind es nicht die Demo=Plutokratien, die in Syrien und in Palastina, in Tunis und in Marokko, in Indien und in Afrika Beweise ihrer„Zivilisation“ gegeben haben, indem sie mit Bomben und mit den brutalsten Unterdrückungsmethoden die Völker vergewaltigt haben? Sind es nicht Enaland und Frankreich, die die weitgehendsten Friedensangebote des Führers hohnlächelnd zurückgewiesen haben? Sind es England oder Frankreich, die der Welt die großen Dichter, Musiker, Philosophen geschenkt haben, oder waren die Manner wie Goethe, Beethoven, Wagner, Brahms, Händel und die vielen anderen großen Deutschen nicht vielmehr Kinder des deutschen Volkes, das ein Kriegshetzer wie DuffCooper jetzt als ein Volk der Barbaren herabsetzen möchte? Die Engländer und Franzosen rühmen sich in ihrer widerlichen Heuchelei immer ihrer Kultur und Zivilisation, obwohl sie nichts anderes als eine dünne Tünche ist, um damit die Blöße des kulturellen Niederganges Englands und Frankreichs schamhaft zu verdecken. Jud Mandels Terror wütet Ausländer werden eingekerkert— Belgiens Regierung Auchnach London geflüchtet In Frankreich gehört gegenwärtig nicht viel dazu, um ins gefängnis zu wandern. Man braucht nur die Wahrheit zu wenn ein Spitzel des jüdischen Innenministers Mandel „der Nähe ist. So hat der Präfekt von Belfort die Geäftsinhaber für alle„defaitistischen" Aeußerungen, die in bren Räumen gemacht würden, verantwortlich gemacht. Aehn4 wie in Paris wurde in Marseilles eine riesige wolizeiaktion gestartet, bei der 7000 Personen angehalten und wahr als 200 verhaftet wurden. Auch Ausländer bekommen in Frankreich den Terror der Kriegsverbrecherclique zu berspüren. In Paris wurde z.B. ein Grieche und ein Araber wegen„antifranzösischer Aeußerungen" zu je drei Mongten und ein Portugiese zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. In Mans wurden sechs Araber wegen Verlassen des Arheitsplatzes zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Ebenso wurden vielfach mehrjährige Gefängnisstrafen gegen Franzosen wegen„antinationaler Aeußerungen“ verhängt. In England kann man bereits von einer regelrechten Jagd auf Fremde sprechen. Die Zahl der Verhafteten steigt stündlich. Auch das ist ein Zeichen für die innere Schwäche der Plutokratien! Uebrigens weilte der französische Ministerpräsident Reynaud während des Wochenendes erneut zur Entgegennahme von Befehlen in London. Nach der holländischen Regierung ist nunmehr auch die belgische Regierung in London eingetroffen, um an der gastlichen Tafel des Buckinghampalastes Platz zu nehmen. Bevor die belgischen gabinettsmitglieder ihr Land feige verlassen haben, haben sie noch einen Aufruf an Volk und Heer gerichtet,„bis zum Letzten auszuharren". Die Subjekte aber, die ihr eigenes Land in das Verderben gestürzt haben, schämen sich nicht, in der Stunde der Entscheidung bei Nacht und Nebel ihr Land zu verlassen, um so ihr Schicksal von dem ihres Volkes und ihres Heeres zu trennen. An der Seite Deutschlands Stürmische Kundgebung in Florenz— Alle warten auf den Befehl des Duce In Florenz fand eine gewaltige Großkundgebung stett, bei der Staatsminister Farinacci, Mitglied des Großen Rates des Faschismus, sprach und unter stürmischem Beisl der Menge u. a. den Satz prägte:„Unser Platz ist an der Seite des von Adolf Hitler geschaffenen heroischen Deutschland, das gegen den gemeinsamen Feind kämpft.“ Der mächtige Ruf dieser Großkundgebung will dem Duce zeigen", so führte Staatsminister Farinacci im einzelnen aus, daß alle auf seinen Befehl warten. Mit seinem prophetischen Blick hat Mussolini schon vor vier Jahren die heutigen Ereignisse vorausgesehen und rechtzeitig, aber vergeblich gegenüber den Plutokratien seine warnende Stimme erhoben. Schon seit 1920 hat das Weltjudentum seinen Krieg vorbereitet und auf ihn hingearbeitet. Danzig und der Polnische Korridor waren nichts als Vorwände. Der wahre Grund des Krieges besteht darin, daß das Weltjudentum den machtvollen Aufstieg der autoritären Staaten nicht zulassen wollte und die Stunde für gekommen hielt, um sie in Staub und Asche zu legen. Nach Deutschland sollte Italien vernichtet werden, 1940 entwarfen Reynaud, Daladier und Chamberlain eine Karte des neuen Europa, in dem Italien gedemütigt und verstümmelt werden sollte.“ Farinacci schloß:„Die alten Kämpfer der faschistischen Revolution, die drei Kriege mitgemacht haben, danken Gott dafür, daß er die entscheidende Stunde in einem Zeitpunkt schlagen läßt, wo sie noch starke Muskeln und starke Herzen haben." In Anwesenheit des Kronprinzen von Italien, dem von der Menge wiederholte stürmische Huldigungen dargebracht wurden, sind die Sportwettkämpfe der faschistischen Studentenverbände im Stadion Mussolini in Turin abgeschlossen worden. Die Schlußveranstaltung wurde durch die gemeinsame Abgabe des Treueschwures an den Duce:„Ich werde für die natürlichen Ansprüche des italienischen Volkes kämpfen. Ich werde für die Freiheit des Vaterlandes auf den Meeren kämpfen. Ich werde kämpfen, um im Namen Italiens zu siegen, und kämpfen wie der Duce befiehlt. So schwöre ich“ eine erhebende Feier. * Englandfeindliche Kundgebung in Burgos In Burgos fand eine spontane Kundgebung gegen Enaland statt, an der sich ein großer Teil der Bevölkerung lebhaft beteiligte. An der Spitze des Demonstrationszuges wurde ein riesiges Plakat mit der Aufschrift „Gibraltar für Spanien“ getragen. Auch in anderen spanischen Städten haben englandfeindliche Kundgebungen stattgefunden. Stadt, Kreis und Provinz *.* Steinheim, den 29. Mai 1940. Spruch des Tages An der Geduld erkennt man den Mann! Goethe. Jubiläen und Gedenktage 29. Mai 1456: Gründung der Universität Greifswald.— 1594: Der kaiserliche Feldherr Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim in Pappenheim geboren.— 1809: Sieg der Tiroler am Berg Isel.— 1918: Einnahme von Soissons. Sonne und Mond(Sommerzeit): 29. Mai: S.=A. 4.46, S.=U. 21.09; M.-=A. 1.35, M.=U. 13.03: letztes Viertel 2.40 Hände weg vom Des Jahres hohe Zeit ist gekommen. Das Blühen des Frühlings begint jetzt Frucht zu werden. Ueberall draußen in Wald und Feld begegnen wir dem neuen Leben. Das Wild führt seine Jungen in der Dämmerung aus der schützenden Dickung, und die Nestlinge der Vögel sperren nach Futter. Es ist kein Wunder, wenn es uns um diese Zeit besonders hinauszieht in die Natur, aus der wir Freude und Erholung schöpfen. Gewiß dürfen wir die Tiere des Waldes in ihren Lebensäußerungen belauschen und uns an ihnen erfreuen, aber— Hände weg vom Vogelnest und vom Jungwild! Bezähmen wir unsere Neugier und meiden wir Dickungen'und Nistplätze. Schon ein einziger Blick, eine unbedachte Bewegung kann die schreckhaften Jungvögel aus dem Neste scheuchen, und sie gehen elend zugrunde. Das Wild nimmt Jungtieré, die von Menschenhand berührt us oft nicht mehr an. Die Frontkarte lehrt uns Bewunderung vor den Leistungen unserer Truppen. Die Wehrmacht Großdeutschlands steht im Entscheidungskampf. Jeder an der Front und in der Heimat weiß: Es geht ums Ganze! Die Gedanken der Heimat sind an der Front. Zeitung und Rundfunk geben uns Kenntnis von den großen militärischen Ereignissen. Darüber hinaus lassen uns Frontkarten und Wochenschau die Ereignisse auf dem Kriegsschauplatz aller Fronten lebendig miterleben. Wohl selten wurden auf diesen Karten so eifrig bestimmte Orte gesucht, wie in diesen Tagen, seitdem sich im Westen das dramatische Geschehen der großen deutschen Offensive abrollt. Wer es versteht, Landkarten richtig zu studieren, der wird erkannt haben, mit welchen ungeheuren Schwierigkeiten die Soldaten unseres Westheeres bei dem siegreichen Vormarsch zu kämpfen hatten, und man erhält ein Gefühl größter Bewunderung für die Leistungen unserer Truppen. Eine ganzseitige Frontkarte werden wir unserer SamstagsAusgabe beifügen. Wenn wir in diese Landkarten genaue Einsicht nehmen, rauscht der Flügelschlag der Geschichte. Es erfaßt uns die Erkenntnis, daß der uns aufgezwungene Krieg entscheiden wird, ob es im Leben der gesamten Menschheit eine Entwickelung gibt oder ob die erstarrten, eiskalten Formen überlebter Staatengebilde den gesetzmäßigen Entwicklungsgang der Völker zu verhindern vermögen. Wir glauben an den deutschen Sieg, der nach einem Führer=Wort zum glorreichsten der deutschen Geschichte werden wird. — Hitler=Jugend. Alle Igg., die am Sonntag nicht am Reichssportwettkampf teilgenommen haben, treten heute abend 7.30 Uhr mit Turnzeug am Sportplatz an. *— Das Deutsche Jungvolk— Zug 1 und 2— tritt heute um 15 Uhr mit Badezeug am Sportplatz an. *— NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk. Morgen um 8.15 Uhr ist im Gasthof Johs. Schriegel unser Gemeinschaftsabend. In einer Weihestunde wollen die Mädel des BOM. unsere Mütter ehren. *— Jungmädel. Alle Mädel treten heute nachmittag um 2.30 Uhr in tadelloser Dienstkleidung mit Turnzeug am Heim an. Für die Mädel, die sich nicht an den Wettkämpfen beteiligt haben, finden diese nach dem Dienst statt. — Papenhöfen, 28. Mai. Zu dem bereits gemeldeten Unglücksfall ist noch zu berichten, daß der zu Tode gekommene Schlosserlehrling der 15 Jahre alte Sohn Josef der Familie Mönnekes=Bredenborn ist. Die Familie M. ist Jm Schatten des singenden Berges. Roman von Sebastian Wieser. Urbeberrechtsschutz durch Verlagsanstalt Manz, Regensburg. 10. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Auf solche Weise suchte Frau Anastasia sich zwischen Margarete und Hermine zu stellen und da der Müller es an Vorwürfen und hämischen Bemerkungen nicht fehlen ließ, wurde die Abneigung gegen ihn seitens der Frau nur noch größer. Wenn er irgend etwas zu bemängeln hatte— und wann fiele dies einem tyrannischen Manne nicht leicht? — so war sein erstes Wort:„Das kommt davon, wenn man mmer im Schulhaus sitzt.“ Von den Geldgeschäften ihres Mannes erfuhr Margatete überhaupt nichts aus dessen Munde. Sie sah nur, was geschah oder geschehen war. So ging es auch bei dem Umdau der Mühle und der Erweiterung des Sägewerkes. Sie empfand die Demütigung freilich schmerzlich genug, ertrug über alles mit stummem Schweigen. Wenn ihr Vater die Vorwürfe wiederholte, so gab sie ihm zur Antwort:„Du bist ja da. Was versteht ein Weib von solchen Dingen? Ich tu das meine.“ Trotz der geheimen Wühlarbeit der Frau Wengerl verkehrte sie nach wie vor mit ihrer Freundin Hermine. Das waren die schönsten Stunden, wenn sie bei der Lehrerssamilie weilte oder mit Hermine einen Spaziergang machen konnte. stand eine uralte Eiche wie eine Krone auf dem Hugel zunächst der Mühle und wenn Hermine an schönen Tagen in die Mühle kam, stiegen die beiden dort hinauf und vergaßen auf ein Stündchen alle Bitterkeit des Lebens. Ganz anders schien da die Sonne. Die Wolken am Himtanzten einen Reigen, die Vögel sangen und trillerten ein neues Lied, die Wälder ringsum huben ein Tönen an wie das ferne Läuten non unterirdischen Glocken, über den Blumenkelchen schwebten lächelnde Kindlein mit stummen Augen voll hilfloser Blicke. Die ganze Welt zeigte ein anderes Gesicht— Hermine hieß die ganze Welt. 5. Vater und Sohn. In der Familie Weingießer hatte es Krieg gegeben. Ein Absalon stritt wider seinen Vater David, Poldl war der Absalon. Ein langer hingehaltener Groll, eine oft verbissene, hundertmal geschluckte Erbitterung war endlich zum Ausbruch gekommen. Es tat schon seit Wochen kein gut mehr mit Poldl und in den letzten Tagen war es ärger denn je. Poldl verweigerte die Arbeit, blieb morgens liegen, bis die Sonne schien, ging untertags irgendwohin, gewöhnlich zum Wengerl Toni, der ihn zu Autofahrten einlud und kehrte dann erst zu später Stunde gegen Mitternacht heim. Mit seinen Eltern sprach er kein Wort. Er aß nicht zu Hause, ging am Sonntag in keine Kirche, sogar seiner Braut gegenüber zeigte er sich gereizt und mürrisch. Franz Weingießer, sein Vater, hatte bisher geschwiegen. Auch dann, wenn die Gäste ihn durch Sticheleien hochzubringen suchten. Er dachte sich: Der Bursche wird schon wieder zahm!— Als jedoch Poldl nicht zahm werden wollte, versuchte es der Kronenwirt mit anderen Mitteln und dachte: Wart nur, Kerl, einer von uns beiden muß auf die Knie! Mich aber wirst du nie beugen. Weil nun auch Poldl die Knie nicht beugen mochte, rangen Vater und Sohn insgeheim und still weiter. Sie haßten sich, jeder suchte eine Gelegenheit, den andern irgendwie unterzukriegen. Sie beschlichen sich, jede Gelegenheit vorsichtig abtastend, belauerten sich wie zwei gereizte Tiger. Poldl erleichterte sein Herz beim Toni, der ihn dann in seinem Trotze bestärkte. Der Wirt blieb stumm und härter von Tag zu Tag. Die Mutter weinte und verdarb es mit beiden. „Er ist noch jünger als ich“, sagte sich der Wirt,„er ist noch weicher. Ich— ich kann warten.“ dadurch besonders hart getroffen, da fie vor zwei Jahren schon einen Sohn durch Unglücksfall verlor. *— Blomberg, 27. Mai. Die älteste Einwohnerin, die Witwe Oma Krüger, ist im Alter von 95 Jahren sanft entschlafen. 75 Jahre lang war sie als Schneiderin tätig. Sie verstand es, stets in ihrer heiteren Art aus Blombergs Geschehen zu erzählen. *— Blotho, 28. Mai. Ein seltsame Entdeckung machte ein Landwirt, in dessen Garten zwei schöne Birkenbäume eingehen wollten. Als er die Wurzeln nach Ungeziefer untersuchte, entdeckte er, daß ein Unbekannter Nutznießer seines Gartens werden wollte. Dieser hatte am Fuße der Bäume Röhren gelegt, um den Birkensaft zu gewinnen. Die Saftabzapfung war so lange verborgen geblieben, weil die Röhrchen mit Erde verdeckt waren. Mann kann dem Landwirt es keineswegs übel nehmen, wenn er in seinem wohlgepflegten Garten Fußangeln legt. Nah und Fern Mörder und Gewaltverbrecher hingerichter Am 25. Mai ist der am 18. Oktober 1875 geborene Franz Richter hingerichtet worden, den das Sondergericht in Leitmeritz wegen vollendeten und versuchten Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt hat.— Franz Richter, ein selbstsüchtiger, dem Alkohol ergebener Mensch, hat am 23. Dezember 1939 seine 17jährige Tochter ermordet und auch deren Mutter, seine Lebensgefährtin, zu ermorden versucht. Am 25. Mai ist auch der am 30. Oktober 1897 geborene Walther Richter hingerichtet worden, den das Sondergericht in Freiberg i. Sa. als Gewaltverbrecher wegen schweren Raubes zum Tode verurteilt hatte.— Walther Richter, der bereits mehrfach als Straßenräuber vorbestraft war, hat zwei Frauen auf einsamen Wegen überfallen und ihnen durch Anwendung brutaler Gewalt die Handtasche weggerissen bzw. wegzureißen versucht. In dem einen Fall hat er der Ueberfallenen mehrere Messerstiche versetzt. Schweres Erdbeben in Peru. Ein starkes Erdbeben suchte die Zone der peruanischen Hauptstadt Lima heim. Aeltere Häuser stürzten ein, zahlreiche andere wurden schwer beschädigt. Die Bevölkerung geriet in unbeschreibliche Panik und suchte auf Alleen und Plätzen Zuflucht. Gattin Dr. Schachts gestorben. Die Gattin des Reichsministers Dr. Schacht ist nach längerer schwerer Krankheit gestorben. Sich selbst angezündet. In Hannover verübte ein 45jähriger Mann dadurch Selbstmord, daß er seine Gartenlaube in Brand setzte. Vor der Ausführung der Tat hackte er sämtliche Gartenfrüchte ab, und er montierte auch die Pumpe ab, damit kein Löschwasser vorhanden war. Türen und Fenster der Laube verbarrikadierte er von innen, um jedes Eindringen zu verhindern. Die Inneneinrichtung begoß er vorher mit Benzin. Er verbrannte vollkommen. Der Grund zur Tat dürften Ehezwistigkeiten sein. Goethe=Medaille für Verlagsbuchhändler Dr. Georgi. Der Führer hat dem Verlagsbuchhändler Dr. Arthur Georgi in Berlin aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Würdigung seiner grundlegenden und bedeutsamen Verlagsarbeiten auf dem Gebiete der Landwirtschaft und des agrarpolitischen Schrifttums die Goethe=Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen Lehárs Geschenk für Wien. Franz Lehár hat dem Regierungspräsidenten Jung im Wiener Rathaus das Partiturmanuskript seiner neuen Ouvertüre zur Operette„Die lustige Witwe“ überreicht, die er der Stadt Wien gewidmet hat. Das Schriftstück wird als besonderer Schatz den städtischen Sammlungen einverleibt Dem eifersüchtigen Bräutigam den Arm ausgerissen. Beim Maibeten in Tauttendorf in der Öststeiermark ereignete sich eine Eifersuchtsszene mit bösem Ausgang. Die Braut eines Vorbeters besuchte mit einem anderen Burschen das Maibeten, worüber der Vorbeter in Zorn geries. Bei der folgenden tätlichen Auseinandersetzung wurde dem Vorbeter der Arm ausgerissen. 2000 tote Palmen in New Orleans. Als traurige Bilanz des strengen Winters wirken in New Orleans die mächtigen hohen Palmen, die dort schon seit vielen Jahrzehnten öffentliche Plätze und Straßen schmücken. Die einst so stolzen Kronen wirken heute wie Trauerfahnen, die Palmwedel hängen traurig herab. Ueber 2006 Palmen sind erfroren und werden sich nicht wieder erholen Verleger und Hauptschriftleiter: Carl Simonowski Steinheim. Verantwortlich fü den gesamten Textteil: Carl Simonowski Steinheim. Berantwortlicher Anzeigeniete Josef Simonowski. Druck und Verlag: Buchdruckerei Carl Simonowski, Steindeir Zur Zeit ist Anzeigen=Preisliste Nr. 3 gültig Poldl dachte bei sich:„Er ist älter als ich, auf die Dauer wird er es nicht aushalten. Ich bin sein Einziger.“ So standen sich die beiden Trotzköpfe gegenüber Tag für Tag und wurden immer härter. Der Vater sperrte das Geld in die Schublade. Wenn er kein Geld mehr hat, kriecht er zum Kreuze, meinte er. Erst hatte er mit seiner Frau öfters darüber gesprochen. Denn er litt doch darunter. Aber die Mutter hielt es mit dem Kinde und begann, den Gatten mit Vorwürfen zu belästigen. Dem wollte Franz Weingießer aus dem Wege gehen. Er verbat sich künftighin jedes weitere Wort darüber, spielte dann eine unbegreifliche Gleichgültigkeit, heuchelte eine übermütige Laune vor den Gästen, sang und pfiff schon am frühen Morgen und schien ein ganz anderer Mensch geworden zu sein. Frau Weingießer schüttelte den Kopf und suchte eine passende Gelegenheit, ihren Sohn davon in Kenntnis zu setzen, daß der Vater in letzter Zeit umgestimmt zu sein scheine, er solle einmal mit ihm sprechen. Da machte Poldl wirklich den Versuch, sein Anliegen vorzubringen. Der Wirt hörte ihn nur so von der Seite an, lachte dann hellauf und rief, indem er davon ging:„Warten! Warten, Junger! Noch lebe ich.“ Die Mutter steckte dem Poldl heimlich wieder etwas Geld zu und begann auch zu schweigen. Jedes Wort, daihr über die Zunge wollte, verbiß sie wie einen Nußkern. „Auch ich kann warten“, dachte sie. Allein sie hatte keine so harten, dicken Nerven wie die beiden Männer. Das Warten wurde ihr immer mehr zur Qual. Sie sah ein böses Ereignis näher und näher kommen und wußte kein Mittel, dasselbe abzuwenden. Sie hatte das Gefühl, als stünde sie unter einem Felsen, der jeden Augenblick in die Tiefe stürzen könne. Stündlich sah sie diesen Felsen sich neigen. Poldl, der junge Trotzkopf, streikte fort. Franz, der alte Trotzkopf, blieb stahlhart. (Fortsetzung folgt.) Die Straßen ihrer Niederlage Hier liegen Frankreichs Hoffnungen begraben. Von Kriegsberichter Frowein. ..., 27. Mai.(PK.) Was unsere Augen auf den alten Schlachtfeldern Nordfrankreichs sehen, bei Givet, bei Cambrai, bei Arras und Rethel, das hat in den Kriegen der letzten Jahrzehnte keinen Vergleich. Der Krieg ist die Straße entlanggerast, er ist mit Motor und Panzer, mit Geschütz und Maschinengewehr die großen Verbindungslinien aus Asphalt und Beton entlanggejagt. So wie ein Waldbrand von Baum zu Baum springt, so wie seine Flamme zuerst gierig züngelt und dann zu lodernden brennenden Türmen aufsteigt, so hat der deutsche Vormarsch die großen strategischen Straßen Nordfrankreichs bis zum Kanal erobert. Er hat zerschmettert, was ihm im Weg stand. Er hat zertreten, was sein Tempo hemmen wollte. Er hat zermürbt und entnervt, was ihm an Männern der feindlichen Armee gegenüberstand. Dafür sind die Straßen Nordfrankreichs der Beweis. Hunderte von ausgebrannten Panzerwagen Dort stehen Hunderte von ausgebrannten Panzerwagen aller Kaliber. Ihr Stahl ist rauchgeschwärzt, ihr Panzer von deutschen Granaten durchbrochen. Dort stehen die Skelette der motorisierten Streitkräfte des Feindes, Raupenschlepper und Geländewagen, Truppentransporter und Trainfahrzeuge. Wie totgetretenes Gewürm hat sie unser Vormarsch beiseite geschoben. Unsere Panzerkorps haben sie bei ihrer Flucht eingeholt. Was liegenblieb an Männern und Maschinen, war verloren. Und am Straßenrand vom südlichsten Maasübergang bis zur Kanalküste bei Abbeville liegen wie von der Wucht eines Wirbelsturms in alle Winde zerstreut Ausrüstungen und Habseligkeiten einer ganzen Armee, Munitionsstapel, MG.=Gurte zu hohen Bergen aufgetürmt, Feldtornister und Offizierskisten, Regimentspapiere und Feldpostbriefe aus Lyon und Le Havre. In verlassenen Feldküchen steht das Essen an gerichtet. In gestürmten Dörfern liegen auf eiligst zusammengerückten Tischen die Karten eines französischen Stabes. Im Staub der Vormarschstraße wirbeln durcheinander Soldbücher und Bataillonslisten, Rückzugsbefehle und verlorene Photos aus der Brieftasche eines Pariser Kaufmanns. Auf diesen Straßen liegen Frankreichs Hoffnungen begraben. Im Staub liegt das Schicksal einer ganzen Armee. Ueber diese Straßen rollen jetzt die deutschen Divisionen drei, vier Kolonnen nebeneinander marschieren nach Norden. Jeder will nach vorn. Kradmelder überholen Geländewagen der täbe, rollen auf den Wiesen seitlich der großen Straßen vorbei. Zäune fallen, zwei Leutnants schleppen schwere Bohlen für den Wagen ihres Generals, der nach vorn muß. Keuchend springen sie von Wiesenviereck zu Wiesenviereck, überbrücken mit den Eichenbrettern die Abzugsgräben, geyen mit der Drahtschere dem hemmenden Heckenzaun zuleibe. Vorwärts nach Norden. Am Lenkrad der schweren Lastkolonnen sitzen die Fahrer und sehen nur das Schlußlicht ihres Vordermannes. ine Kette könnte sie nicht besser an das Band ihrer Kolonnen anschließen. Was hier rollt, läßt sich nicht aufhalten. Alles geht in Staub und Benzingestank unter. Die Fahrzeuge sind nur um Zentimeter voneinander getrennt. Die Raupenschlepper der Langrohrbatterien geraten oftmals so nahe an die in Schützenreihe vorgehende Infanterie, daß man nach vorn rennen möchte, um den Lärm der Motoren mit einem warnenden Ruf zu übertönen: mehr rechts, mehr links. Aber hier ist kein Befehl nötig, hier gibt es kein Warten. Das Material ist gut. Die Motoren sind schwer genug, um ihre Last zu ziehen. Die Männer am Lenkrad, die Infanteristen im Straßengraben, die Kradmelder, die Panzerjägerkolonnen, die zurückflutenden Munitionsstaffeln sind alle aus einem Guß; sie sind geübt und trainiert, sie sind kriegserfahren, haben starke Muskeln und starke Nerven, sie haben den Drang nach vorwärts. Der Elendszug der Flüchtlinge Es wäre nicht nötig, in Schwarz=Weiß zu malen; aber neben diesem Gemälde des unaufhaltsamen Vormarsches steht das Elendsbild der zurückströmenden Flüchtlinge aus allen Teilen des französischen Nordens. Teilnahmslose Gesichter, humpelnde Füße, quietschende Gefährte, abgeklapperte Rosse, Frauen mit dem Zugstrick um den Bauch, Kranke und Alte, auf Kinderwagen oder Milchkarren verladen. Mütter, die ihre Kleinsten um die Brust gebunden haben, unvernünftige Männer, die in der Eile des Aufbruchs noch die Habgier packte, sogenannte bessere Damen, die auf dem Weg in die Flucht noch ihren Silberfuchs retten wollten, die barfuß marschieren, die ihre Stöckelschuhe in der Hand tragen. Welch namenloses Elend, welche Abgestumpftheit, welches Verlassensein. Welche zerschlagene Anschauungswelt, welcher unbeschreibliche Gegensatz zwischen diesen Zügen der grauen Not und den Divisionen unserer siegreich vormarschierenden Armee. Es bleibt nur wenig Zeit, dem Führer zu danken, daß er Deutschland den Krieg im eigenen Land erspart hat. An der Somme=Front Belgische Flüchtlingskolonnen kehren zurück.— Franzosen beschießen einen Sanitätswagen. PK. Ruhig und fast träge fließt die Somme in den Ozean. Wir haben dem Frontabschnitt dort einen Besuch abestattet. Sehr rasch ist der Feind auch hier zurückgeflutet und at nur an wenigen Stellen stärkeren Widerstand geleistet. So kommt es, daß die Dörfer vor Abbeville völlig von den Spuren des Krieges verschont blieben. Teilweise ist dort die Bevölkerung bereits wieder an der Arbeit, bestellt die Felder und hegt die beträchtlichen Viehherden, die ohne Aufsicht geblieben waren. Große Scharen von Flüchtlingen fluten zurück. Sie alle hatten auf Befehl ihrer Machthaber Haus und Hof verlassen und sich nach Südfrankreich begeben müssen. Nun hat man sie von Paris aus schmählich im Stich gelassen— ein neuer Beweis für die bei den Westdemokratien herrschende Kopflosigkeit! Sie haben großenteils bittere Erfahrungen bei ihren Fahrten und viel durchmachen müssen. Deutsche Soldaten— gegen die eine plutokratische Agitation jahrelang gehetzt und Haß gesät hatte— helfen ihnen. Alle diese Menschen, die man von ihrer Heimatscholle vertrieben hatte, staunen über diese Hilfsbereitschaft der„bösen Nazis“. Sie alle wollen von ihrem britischen„Bundesgenossen“ auch nicht das geringste wissen, nachdem sie von ihm so schmählich betrogen worden waren. Abbeville. am Unterlauf der Somme gelegen, hat unter den Folgen des Krieges teilweise erheblich zu leiden. Die Spuren des harten Kampfes um diesen wichtigen Punkt haben manches Haus in Schutt und Asche gelegt. Aber dennoch sind bereits zahlreiche Einwohner auch hierhin zurückgekehrt, nachdem sie sich von der Unhaltbarkeit der Greuelgeschichten, die ihnen ihre plutokratischen Machthaber aufgetischt hatten, überzeugen konnten. Reger Verkehr rollt durch die Straßen, Kolonne auf Kolonne fährt durch die Stadt, und die Bevölkerung staunt immer wieder über dieses für sie so ungewohnte Bild. Und sehr oft fliegt ein fröhliches Lachen zu den frischen Soldaten hinauf, die braungebrannt auf ihren Fahrzeugen sitzen. Wenige Kilometer unterhalb von Abbeville haben sich Franzosen dazu hinreißen lassen, mehrfach auf einen Sanitätskrankenwagen u schießen, obwohl das Fahrzeug durch das Rote Kreuz weitin sichtbar war. Diese unerhörte Verletzung der Genfer Konvention hat bei den Truppen auf diesem Abschnitt eine maßlose Verbitterung hervorgerufen. Sie werden deshalb ihre Antwort nicht schuldig bleiben Krieter Günther Gerstner. Antobus in Finnland stürzt in See.— 17 Tote. Durch Versagen der Bremsen fuhr in der Nähe von Abo in Finnland ein mit etwa 30 Passagieren besetzter Autobus in den See und versank sofort. 10 Passagiere konnten sich retten. Durch sofort herbeigerufene Rettungsmannschaften wurden bisher 17 Todesopfer geborgen. Wieder Lügenoffensive des Gegners Verunglimpfung der deutschen Soldatenehre Es ist bezeichnend für die Gesinnungsart der Gegner, daf ihre Truppen selbst sich als Mörder auf dem Schlachtfeld be tätigen und jedes internationale Recht über Achtung des Roten Kreuzes außer acht lassen, während die Schreiberlinge der Plutokraten und judenhörigen Presse sich die wildesten Märchen aus den Fingern saugen, um Deutschland derartige Greuel in die Schuhe zu schieben. So behandelt der deutsche Soldat den ritterlichen Gegner. Betreuung eines französischen Offiziers, der verwundet wurde. PK.=Stempka=Scherl=Wagenborg=M. Es scheint, als wenn der Gegner eine neue Lügenoffensive begonnen habe, denn sowohl von englischer wie von französischer Seite liegt wieder eine ganze Auswahl von Hetzmeldungen vor. So meldet der Londoner Rundfunk, in Boulogne seien Tausende von Flüchtlingen durch deutsche Maschinengewehre niedergemäht worden. Gleichzeitig meldet das Reuterbüro aus Paris, die amerikanischen Ambulanzeentfernten die roten Kreuze, weil sie meinen, diese zögen die Deutschen geradezu an. Ferner veröffentlicht das Lyoner Blatt „Nouvellist“ eine Greuelmeldung, wonach ein belgischer Priester aus Namur, der in Vienne eingetroffen sei, erzählt habe, mit welchem Sadismus und welcher Barbarei die deutschen Flieger auf die Zivilbevölkerung geschossen hätten. Dabei sei auch eine Gruppe von Kindern, die zur Kommunion geführt wurde, von deutschen Soldaten kaltblütig durch eine Gewehrsalve niedergestreckt worden. Kennzeichnend für diese geradezu ungeheuerlichen Lügenmeldungen ist, daß man änastlich vermeidet, den Namen der Kronzeugen zu nennen, und in den meisten Fällen auch keinen Ort angibt, an dem die Greueltaten erfolgt seien. Es handelt sich um niederträchtige Erfindungen, die in den Büros der französischen und britischen Lügenzentrale und in den Redaktionsstuben der jüdischen Schreiberseelen erdacht sind. Kirchenräuber und Banditen Französische Soldaten, die für die„Zivilisation" kämpfen sollten. (P. K.) Auf Schritt und Tritt stoßen wir auf Spuren einer verheerenden Morallosiakeit der französischen Truppe, wo sich ihre Ordnung einmal aufgelöst hat. Solange sie noch im Verband kämpft, mag sie noch in der Hand ihrer Vorgesetzten sein, wie aus dem zähen und erbitterten Widerstand zu sehen ist, der uns an vielen Stellen entgegengesetzt wird. Aber wo der panische Schrecken, den deutsche Stukas, deutsche Panzerwagen und die Kühnheit, des deutschen Infanterieangriffes eingejagt haben, einmal in die Reihen eingedrungen ist, scheinen auch die moralischen Werte eines großen Teiles der französischen Truppe vollständig zu schwinden. Die Reihen werden dann verlassen. In wilder Hast drücken sich diese Fahnenflüchtigen nach hinten und stehlen und räubern bei ihren Landsleuten noch, was sie können. Wir haben solche Burschen, die nicht mehr den Namen Soldat verdienen, zu Dutzenden aufgefangen. Es gibt aber auch stellenweise Fälle, die viel schwerwiegender sind, weil sie mit Billigung der französischen Offiziere vor sich gegangen sein müssen. Denn ist es anders denkbar, daß bei einem Regiment von Marokkanern, dessen großer geschlossener Teil heute in Gefangenschaft geriet, dessen Ordnung also noch aufrechterhalten war, ein ganzer Schatz von belgischen Kirchengeräten aus Gold gefunden wurde? Es ist doch nicht anders möglich, als daß die Offiziere den schamlosen Raub geduldet haben, um ihre Schwarzen bei Kampfeslaune zu erhalten, weil sie sich gesagt haben, man wird diese Verbrechen nachher sowieso den Deutschen in die Schuhe schieben können. Einer der Gefangenen hat uns bei der Befragung berichtet, daß die Offiziere zwar nicht dabei gewesen seien, vom Raub aber gewußt und nichts dagegen unternommen hätten. Wir haben um Gnade winselnde Gefangene getroffen, die sich erbittert verteidigt hatten. Und warum? Weil man ihnen gesagt hatte, daß der Deutsche in diesem Kriege keine Gefangenen mehr mache, sondern ohne Rücksicht alles niederschieße und massakriere. Das sind die Mittel, um die Widerstandskraft zu stärken. Das ganze System von Lüge und Gemeinheit, das man gegen das Deutschland Adolf Hitlers seit Jahren ins Treffen geführt hat, weil man ja nichts anderes ins Treffen führen konnte, findet in diesen Greuelmärchen seine Krönung. Ja, gerade weil das ganze System jetzt so schmählich zusammenbricht, bedient man sich der unter Soldaten am meisten verachteten Machenschaften. Gott, wir sehen tagtäglich diese Gefangenen, die dem Grauen der Schlacht entronnen sind, manchmal noch mit Schlottern und Zittern in den Knien, denen man vorerzählt hat, daß das deutsche Heer nur ein Bluff sei.„Warum hat man uns so belogen?“ fragen diese Gefangenen, ohne daß man dieses Thema der Verhetzung überhaupt angeschnitten hat. Niemals in meinem Leben werde ich das Gesicht und die nervösen verzweifelten Gebärden eines französischen in Gefangenschaft geratenen Regimentskommandeurs vergessen(im Chausseegraben mit seinen Männern sitzend, riß er ruckartig ebenso ruckartig gepflückte Grashalme auseinander):„Je ne crois plus rien, je ne peux vlus rien croire“(Ich glaube nichts mehr, ich kann an nichts mehr glauben). Der Mann hatte den Weltkrieg mitgemacht, war dreimal bei Verdun verwundet worden, hatte die harte Schule des Afrikasoldaten hinter sich. Und jetzt brach in dem Manne, der heiß an Frankreich glaubte, seine ganze bisherige Vorstellungswelt zusammen. Als Soldat hatte er sich nicht um Politik gekümmert. Im guten Glauben den ganzen miserablen Geifer der kratenclique für gut französisches Gefühl gehalten. Ein bitteres Los. Weder mit Lüge noch mit Kirchenraub, weder mit aufgepeitschten Hilfsvölkern noch mit feigen Lumpereien kann gegen uns gekämpft werden. In diesem Kriege entscheide das Schwert und die Kraft der Nation und die Sauberkeit des Kampfes. Der deutsche Soldat wird in diesem Feldzug dem tapferen Gegner mit Achtung begegnen, dem Kirchenräuber und Schänder mit Verachtung. Und wehe den Regierungen, die eine Psychose, die solche Verbrechen erlaubt, durch ihre verwerfliche Haltung überhaupt erst ermöglicht haben. Kriegsberichter Johannes Maaß. Blutgierige Diktatur „Säuberungsaktionen“ in England und Frankreich. Wie die amerikanische Presse aus London meldet, übder Oberkriegsverbrecher Winston Churchill in England eine blutige Rachejustiz. Zahlreiche Engländer sähen wegen „landesverräterischer Umtriebe“ der standrechtlichen Erschießung entgegen. Wie in Frankreich sein Kollege Reynaud und sein jüdischer Gesinnungsgenosse Mandel, sucht auch W. C., die schweren Schlappen, die er auf den Schlachtfeldern einstecken muß, durch brutalen Terror gegen„Defaitisten" und„Landes, verräter“ im eigenen Lande wettzumachen. In Frantreich hat der jüdische Innenminister Man, del wiederum acht Polizeikommissare ihres Postens enthoben Frankreichs jüdischer Fronvogt läßt sich keine Gelegenheit entgehen, um die sogenannten„Defaitisten“ in Frankreich niederzuknüppeln. Mehr als 62000 Personen sind in einer Woche auf der Straße angehalten und vernommen worden, mehr als 500 Personen ins Gefängnis geworfen worden. Ostsiedlung Reichsdeutscher erst nach dem Kriege Der Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkztums, Reichsführer und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler, gibt bekannt:„In den Östprovinzen werden jetzt nur die zurückgewanderten Balten=, WolhynienGalizien= und Narewdeutschen angesetzt. Siedlungsanträge und Bewerbungen von Reichsdeutschen sind während des Krieges zwecklos. Die bisher eingesandten Gesuche werden zur Zeit nicht bearbeitet und genießen keinerlei Vorrang. Die Ansetzung und Siedlung von Reichsdeutschen, insbesondere der Frontsoldaten, beginnt sofort nach Abschluß des Krieges. Ich werde zu diesem Zeitpunkt durch Presse und Rundfunk zur Bewerbung und Meldung auffordern. gez. H. Himmler, /Reichsführer 4.“ Schärfste Verdunkelung Gefährliche Neugierde bei Flakfeuer.— Nicht nur bei Fliegeralarm in den Luftschutzkeller. Es ist in der letzten Zeit wiederholt beobachtet worden, daß bei Abwehr überraschender feindlicher Luftangriffe, für die Fliegeralarm nicht gegeben wurde, Teile der Bevölkerung aus Neugierde sich auf die Straße begeben haben. Hierzu wird erneut darauf hingewiesen, daß durch derartiges Verhalten unnötige Verluste unter der Zivilbevölkerung entstehen können. Grundsätzlich ist bei Fliegeralarm oder bei Abwehr überraschender Angriffe, d. h. bei eigenem Flakfeuer, der Luftschutzraum aufzusuchen. Letzteres ist insbesondere bei der Planlosigkeit englischer Angriffe erforderlich, da, um Ruhe und Betriebsstörungen zu vermeiden, nicht grundsätzlich sämtliche in Frage kommenden Gebiete gewarnt werden können. Es ist festgestellt worden, daß die feindlichen Flieger im westlichen Grenzgebiet fast ausschließlich nachts angreifen und ihre Bomben planlos überall dort abwerfen, wo sie einen Lichtschein bemerken können. Deshalb ist es Pflicht eines jeden, die Verdunkelung schärfstens durchzuführen: denn dies liegt ebenso in seinem eigenen Interesse wie in dem des gesamten Volkes. Nur so ist es möglich, sich selbst und das gesamte Volk vor jedem Schaden aus der Luft zu bewahren. Dies gilt nicht nur für das Grenzgebiet, sondern auch im gleichen Maße für das Heimatgebiet. Auch in der Heimat muß alles vermieden werden, was dem nächtlich einfliegenden Gegner irgendein Ziel für seine Bombenabwürfe bieten kann. Wieder Fettkäse Als Folge der günstigen Entwicklung der Milcherzeugung Die günstige Entwicklung der Milcherzeugung macht es möglich, den Fettgehalt bestimmter Käsesorten, der bei Kriegs beginn im Interesse der Fettersparnis gesenkt worden war, fü die Sommermonate wieder zu erhöhen. Die Hauptvereinigung der Deutschen Milch= und Fettwirtschaft hat angeordnet, das bestimmte Käsesorten, wie z. B. Tilsiter=, Edamer=, Goudakäsusw., jetzt wieder als Vollfettkäse hergestellt werden dürfen Der Fettgehalt dieser Käse war im September 1939 auf höchstens 20 v. H. festgesetzt worden. Er darf nach der neuen Anordnung 45 v. H. in der Trockenmasse nicht überschreiten. Die Herstellung dieser Vollfettkäse muß sich mengenmäßig im Rahmen der festgesetzten Kontingente halten. Die Erhöhung des Fettgehalts bewirkt eine größere Haltbarkeit, die vor allem während der Sommermonate erwünscht ist. Die günstige Entwicklung der Milch= und Käseerzeugung gibt ferner trotz der vor einigen Wochen erfolgten Erhöhung der Käseration die Möglichkeit, erhebliche Käsevorräte anzulegen, die im Winter dem Verbrauch zugeführt werden sollen, wenn die Milcherzeugung aus jahreszeitlichen Gründen wieder nachläßt. Der Reichssportwettkampf der HJ. Stolzer Beweis unseres Lebenswillens Millionen von Jungen und Mädeln haben am Wochenende am 4. Reichssportwettkampf der Hitler=Jugend teilgenommen. In unermüdlicher Kleinarbeii waren in sämtlichen Gebieten des Reiches die Voraussetzungen für die Durchführung des großen Wettstreites der deutschen Jugend geschaffen wvorden. In den kleineren Städten, in Dörfern und Gemeinden, die über Sportanlagen nicht oder doch nur in bescheidenem Umfange verfügen, war es natürlich weit schwieriger als in der Großstadt, Plätze und Helfer zu finden. Aber auch hier und überall da, wo die HI.=Führer an die Froni gingen, hatten sich aus den Reihen der NSRL.=Vereine und im Lehrkörpel der Schulen die Männer und Frauen bereitwilligst zur Verfügung gestellt, damit das große Werk gelang. Der Sonnabeno, der auf Anordnung des Reichserziehungsministers schulfret war, war den Pimpfen und Jungmädeln für ihre Uebungen im Laufen, Weitspringen und Ballwerfen vorbehalten, während am Sonntag die älteren Jungen und Mädel aus HJ. und BDM. ihre Prüfungen im Dreikampf ablegten. Trotzdem durch die Kriegsumstände eine gewisse schwerung der Organisation nicht zu vermeiden war, wurde auch in diesem Jahr ein ausgezeichneter Durchschnit, der Leistungen erreicht, so daß die Zahl der vergebenen Siegernadeln gegenüber den vergangenen Jahren zweifellos noch eine erhebliche Steigerung erfahren hat. So wurde der Reichssportwettkampf auch im Kriegsjahr 1940 ein stolzer Beweis des Lebenswillens unserer sportfreudigen Jugend. Bekanntmachung. Die Ausgabe der ab 3. Juni gültigen Lebensmittelkarten erfolgt in der Stadt Steinheim in dem bisherigen Ausgaberaume(Mittelschule) am Donnerstag, dem 30. 1940 wie folgt: an Hausnummern 1—100 um 13 Uhr Hausnummern 101—200 um 14 Uhr Hausnummern 201—300 um 15 Uhr Hausnummern 301—400 um 16 Uhr Hausnummern 401—500 um 17 Uhr Hausnummern 501—Schluß 18—19 Uhr Empfangsberechtigt sind nur Erwachsene. Die vorstehende Ausgabezeit ist genau einzuhalten. Gleichzeitig wird das restliche Quartiergeld ausgezahll. Steinheim, den 28. Mai 1940. Der Amtsbürgermeister: Busse.