R. WERDAU r blickt nur dga Er trinkt das Noch edler und samt erscheinen. nes ist schmuckes gefertigt ist. opf über einem cken frei— sar makellose Weiß Samts? denk t. Er kann ihr nicht und wenn inden ihm die n. nsten und festSinn und der ich mit erlesenn geschaffen, zu aufschauten. thl besetzt, die isen kaum noch ing der Bühne zt neue auftauginn der Vore Stimmen der Klarinette, das uf dazu, in den I brummt auch er da? ht! Mit einem ie sich eigentlich gedacht hat... heiß über den ei Logen neben Frau ja, rau, sein. Sie noch an seinem .. und da, ehe i geschehen. uch seine Frau cola den Gruß. jert es bemerkt „woher ich den Arm auf dem üßt mich MeßJa, das ist der e Frau! Bitte, dir beide mal! imals so gegen ung hätte, was beginnt und 8 ist noch einman hat ihn l, da singt und Das Schicksal fremden Mann nft, als allen ihn liebte... zuSteinheimer Zeitong Bote für das Emmerial Amniches Beroronungbblan Bezugspreis: Für diesen Monat 1.50 Reichsmark frei Haus. Erscheint sechsmal wöchentlich mit Ausnahme von Sonn= u. Feiertagen Für die Schriftleitung verantwortlich: Karl Simonowski, Steinheim i. Westf., Fernruf Nr. 352 Anzeigenpreis: Für 1 mm Höhe, 45 mm breit 5 Pfg., im Textteil 1 mm Höhe, 90 mm breit 20 Pfg. Beilagengebühr je 100 RM. 1.— Sämtliche Anzeigen sind nach Steinheim i. Westf. zu senden Druck und Verlag: Karl Simonowski, Steinheim i. Westf. Nr. 278 Steinhein, Dienstag, 28. November 1939 46. Jahrgang England raubt Frankreichs Gold Die Folgen des„Wirtschaftsbündnisses" für Frankreich In einer amtlichen DNB=Verlautbarung werden die wirklichen Absichten der Londoner Regierung dargelegt, die durch das von England dem französischen Vasallen aufgezwungene Wirtschaftsbündnis verfolgt werden Zwar haben für dieses Zusammengehen auf wirtschaftlichem Gebiet die Engländer Lobeshymnen über Lobeshymnen, aber bei näherem Zusehen sollen diese Anpreisungen lediglich die wahren Absichten Englands vertuschen. Die amtliche Verlautbarung untersucht zuerst die finanzielle Bedeutung des Abkommens und weist nach, daß England das Absinken des Pfundes nicht mehr aufhalten kann und auch aus eigener Kraft seine Stellung als Weltbankier nicht mehr zu behaupten vermag Ein Hauptzweck der neuen englisch=französischen Abmachungen besteht nun erklärterweise darin, die Währungen zu schützen und die beiden Regierungen instandzusetzen, gemeinsam über die Bestände in beiden Wäh rungen zu verfügen. In Erfüllung dieses Zwecks wird also Frankreich seine immer noch beträchtlichen Goldbestände von nahezu 100 Mil liarden Franken zur Stützung des englischen Pfundes und zur Bezahlung nicht nur der französischen, sondern auch der englischen Rüstungsbestellungen in den Vereinigten Staaten aufwenden müssen. Es wird ferner die für die britische Armee erforderlichen militärischen Ausgaben in französischen Franken zu einem Pfundkurs auf der bisherigen Höhe zur Verfügung zu stellen haben. Damit hat Frankreich auf die Möglichkeit einer selbständigen Währungspolitik verzichtet und seinen Franken endgültig mit dem englischen Pfund verknüpft. England hat also nicht nur das französische Gold seinen Zwecken dienst bar gemacht, sondern auch das sinkende Pfund, nachdem es von der ganzen Welt verlassen war, an den französischen Franken angehängt, den es damit auf seinem Sturz in den bgrund mitreißen wird. Aehnlich wird sich das Abkommen auf dem Warenund Transvortgebiet auswirken. Frankreich ist in seiner Ernährung weitgehend vom Ausland unabyängig, Eng land dagegen nahezu 80 v. H. auf überseeische Zufuhren angewiesen, die durch die deutsche Seekriegsführung immer mehr abgeschnitten zu werden drohen In Zukunft wird Frankreich mit seinen reichlichen Nahrungsmittelbeständen nicht nur die auf seinem Boden befindlichen englischen Truppen unterhalten dürfen, sondern auch die Lücke in der Ernährung der Bevölkerung auf der britischen Insel ausfüllen müssen Die mit dem Abkommen angestrebte Aufrechterhaltung des Le bensstandards in beiden Ländern wird sich folglich auf einem beträchtlich herabgesetzten Niveau vollziehen müssen Frankreich wird ferner seine Handelstonnage zum Ersatz versenkter britischer Handelsschiffe für die Zufuhren nach England zur Verfügung zu stellen haben, ebenso seine Kiegsschiffe zur Ver stärkung englischer Geleitzüge. Frankreich, das militärisch schon bisher in diesem Kriege nur Englands Kampf kämpft, ist nun auch finanziell und wirtschaftlich sozusagen dem britischen Weltreich einverleibt worden. Es wird künftig mit Gut und Blut für England Opfer in einem Ausmaß zu bringen haben, wie sie die an deren Mitgliedstaaten des britischen Weltreichs zu bringen sich geweigert haben. Daß das Abkommen, so betont die amtliche Verlau barung, in seinen Wirkungen nicht nur gegen Deutschland sondern mehr noch gegen die Neutralen gerichtet ist, können sie nicht verschleiern, denn in dem amtlichen Kommentar wirt ausdrücklich betont, daß der Ausschluß der englisch-franzö sischen Konkurrenz bei Einkäufen in dritten Ländern den Zweck hat, die Preise zu drücken. Es ist zu erwarten, daß die neutralen Staaten, die schon bisher unter dem Wirtschaftstrieg, wie er durch England geführt wird, am meisten zu leiden haben, sich gegen diesen neuen Vergewaltigungsver such zur Wehr setzen werden. England hat bekanntlich auch den Wirtschaftskrieg gegen Deutschland seit Jahren in allen Einzelheiten auf das sorg fältigste vorbereitet Wenn es sich nun schon nach so kurzer Kriegsdauer zu einer solchen neuen Aktion gezwungen sieht so ist dies ein Beweis dafür, daß die Vorbereitungen nicht ausreichend waren und daß sich bereits Mängel und Gefahrenmomente gezeigt haben, zu deren Abstellung dringen etwas geschehen mußte. Die neue rumänische Regierung „Unter allen Umständen neutral.“ Die rumänische Regierungskrise ist behoben. Dem neuen srabinett gehören unter anderem an: Ministerpräsident Tata rescu, der gleichzeitig auch das Innenministerium leiten. Kultusminister Nistor, Wirtschaftsminister Constantin Angelescu und Außenminister Gafencu, der auch mit der vorläufigen Leitung des Propagandaministeriums betraut wurde. Wahrend der Vereidigung der neuen Regierung erklärte Meinisterpräsident Tatarescu, das neue Kabinett sei aus der Front der nationalen Wiedergeburt hervorgegangen. Die degierung werde ein Kabinett der Beruhigung, des Wiederaufdaues und der Festigung auf allen Gebieten sein und unter der oberen Leitung des Königs stehen. Die Front der natio naten Solidarität werde gefestigt werden, und alle militärischen und materiellen Kräfte des Landes würden im Hinblick auf die Serteidigung des nationalen Erbgutes organisiert werden. Das nelche gelte auch für die Neutralität, die ohne den geringsten Seltensprung unter allen Umständen beibehalten werde Ministerpräsident Tatarescu hat eine Presseerklärung abgegeden, in der er betont, daß die auswärtige Politik der Regie rung unverändert bleibe. Sie stelle den ständigen Willen des ganzen Landes dar, loyalerweise die Neutralität gegenüber den tegführenden aufrechtzuerhalten und die Beziehungen friedlicher und guter Verständigung mit den benachbarten Staaten weiter zu entwickeln. Italienische Warnung an England Die Botschafter Englands und Frankreichs auf die völkerrechtliche Blockade gegen den deutschen Export hingewiesen. In einer von Agenzia Stefani verbreiteten amtlichen Verlautbarung heißt es: „Der italienische Außenminister Graf Ciano hat den französischen Botschafter und den englischen Geschäftsträger empfangen und ihre Aufmerksamkeit auf die Folgen gelenkt, die die Anwendung der Blockade auf die deutschen Exvortwaren, wie sie von der französischen und englischen Regierung angekündigt wurde, für den italienischen Handelsverkehr haben könnte.“ Auch Japan gegen britische Seeräuberpläne Unterrichtete Kreise in Tokio betonen, wie die Agentur Domei meldet, daß die gegen deutsche Ausfuhrgüter gerichteten neuen britischen Maßnahmen die internationalen Verträge und die Rechte der Neutralen verletzten. Das britische Vorgehen widerspreche der Pariser Deklaration von 1856, die besage, daß Schiffsfrachten neutraler Länder nicht beschlagnahmt werden könnten mit Ausnahme der Konterbande. England, Frankreich und Japan hätten diese Deklaration unterzeichnet, und mithin bedeute das britische Vorgehen einen Bruch der internationalen Verträge und eine Verletzung der Rechte der Neutralen. Ferner meldet die Agentur Domei, daß das japanische Außenamt gemeinsam mit der japanischen Botschaft in London Informationen über die„Terukuni Maru" einzöge Der Außenminister habe mit dem Premierminister und den Abteilungschefs des Außenamts weitere Maßnahmen besprochen. Ebenso werde Tokio bei den kriegführenden Mächten zur Sicherstellung des neutralen Handels vorstellig werden. Japan plane gleichzeitig einen gemeinsamen Schritt mit allen neutralen Staaten.„Tolio NitschiNitschi" erinnert in diesem Zusammenhang daran, daß bereits im Weltkrieg die Vereinigten Staaten gegen äynliche englische Maßnahmen protestiert hätt. Illusionen der Feinde Eine bemerkenswerte italienische Betrachtung. In der italienischen Wochenschrift„Relazioni Internazionali" setzt man sich mit jenen Nationen auseinander, die in ihrer Haltung gegenüber Italien, wenn sie auch nicht mehr ganz negativ ist, nachhinken. In der Zeitschrift heißt es: Italien rate allen, die mit italienischen Angelegenheiten noch nicht auf dem laufenden seien, die Tragweite der letzten vom Duce getroffenen militärischen Maßnahmen genauer zu betrachten Diese ließen immer klarer das militärische Gesicht Italiens erkennen. Auch die Nachzügler müßten sich darüber klarwerden, daß ein junges Imperium im alten Europa einen glanzvollen Aufstieg nehme, und daß dieses Imperium von Monat zu Monat seine eigenen Kräfte festige und entschlossen sei, seine Lebensrechte zu verteidigen, sowie seine eigenen Ansprüche in die Wirklichkeit umzusetzen. Ueber die Führung des Krieges im Westen heißt 3, daß die Engländer sich eingebildet hätten, das deutsche Volk gänzlich von seinem Führer losreißen zu können. Aber „der Krieg der Flugzettel“ sei nichts als ein Zeitverlust gewesen. Man müßte in der letzten Zeit feststellen, daß der gallische Haß nicht weniger unerbittlich sei als der britische. Auch Frankreich beabsichtige, Deutschland zu einem Staatengewirr zu machen, wie zu den Zeiten, als Kardinal Mazarin dem Reich einen Westfälischen Frieden aufzwingen konnte. Die Franzosen hielten die Einheit des Reiches für den Hauptgrund ihrer vergangenen und gegenwärtigen bitteren Erfahrungen. Frankreich habe seinerseits die Illusion eines vorwiegend statischen Krieges gehabt, aber die allgemeine Führung des Krieges hänge auch von den Entscheidungen des deutschen Oberkommandos ab. Wenn die Deutschen in einem gewissen Zeitpunkt zur Aktion schreiten würden, dann könne dies für Frankreich den Verlust großer Massen junger Menschen bedeuten, also den Verlust von Menschenreserven, die für eine, bevölkerungsmäßig ohnedies schon geschwächte Nation, ein nich: mehr zu ersetzendes Vermögen darstellen. Schließlich hätten sich alle jene verrechnet, die in England und Frankreich auf einen Krieg der Erschöpfung Deutschlands hinzielten. Deutschland verstärke seine wirtschaftliche Rüstung, un einen langen Konflikt durchhalten zu können und führe mit der verderbenbringenden U=Bootwaffe die Gegenblockai e durch. Welche Möglichkeiten der britischen Versorgung— so fragt der Artikel zum Schluß— werde es geben, wenn die deutsche Flotte über Hunderte von Untersee fahrzeugen verfügen werde? Kriegstreiber Greenwood auf„Arlaub" Schwere Meinungsverschiedenheiten in den englischen Gewerkschaften. In Amsterdamer Gewerkschaftskreisen hat es Aufsehen er regt, daß der stellvertretende Leiter der Opposition, Greenwood, auf der Sitzung des Zentralausschusses der Partei nicht an Stelle Attlees zum Leiter der parlamentarischen Opposition gewählt worden ist. Grennwood hat vielmehr auf der Sitzung ausdrücklich zugunsten Attlees verzichtet und zunächst erklärt, daß er einige Monate in„Urlaub“ zu gehen beabsichtige. Den Grund dieses merkwürdigen Verhaltens will man in Amsterdamer Gewerkschaftskreisen darin sehen, daß es zu einem schweren Zusommenstoß zwischen Greenwood und dem Leiter des Transportverbandes, Bevin, dem eigentlichen Haupt der Gewerkschaftsbewegung, gekommen ist. Bevin hat angeblich Greenwood die schwersten Vorwürfe wegen seines Verhaltens in der letzten Zeit gemacht, das in unnötiger Weise die Labour=Bewegung exponiert habe und sie im Lande daher als zum Krieg treibend hat erscheinen lassen. Vor Ausbruch und in den ersten Monaten des Krieges hat Greenwood Reden gehalten, die bekanntlich in entscheidender Weise der Kriegspartei in England zum Durchbruch verholfen haben. Dieses Verhalten hat im Lande des von den englischen kapitalistischen Kreisen herbeigeführten Krieges keineswegs Billigung gefunden, und hat insbesondere den Geverkschaften bei ihrer Propaganda im Lande schwer geschadet. Der Lügenlord gibt endlich zu Die Torpedierung der„Belfast“ nicht länger zu unterdrücken. Der Lügenlord Churchill hat sich nun endlich doch dazu bequemt, die von der„New York Times“ schon vor Tagen in aller Welt verbreitete und inzwischen auch von der deutschen Seekriegsleitung bestätigte Torpedierung des modernsten Schiffes der britischen Kriegsmarine, des Kreuzers„Belfast“, zuzugeben. Die entsprechende Verlautbarung der britischen Admiralität lautet: „S. M. S.„Belfast' wurde am 21. November im Firth of Forth in der Nähe der Insel May von einem Torpedo oder einer Mine beschädigt. Die Anzahl der Verwundeten beträgt 20, deren Verwandte benachrichtigt wurden.“ Bewunderung der deutschen Erfolge Das amtliche englische Eingeständnis, daß die„Belfast“ durch Torpedotreffer beschädigt sei, findet in der holländischen Presse viel Beachtung. Daneben wird der Untergang des britischen Dampfers„Mangalore" durch eine Mine von den Blättern in größter Aufmachung gebracht. Auch die Tatsache, daß wiederum deutsche Flugzeuge über den Shetlandinseln waren, erregt großes Aufsehen. Die jugoslawische Presse erklärte angesichts der Torpedierung des modernsten britischen Kreuzers, daß die jugoslawische Oeffentlichkeit die großen deutschen Erfolge mit um so größerem Interesse verfolge, zumal man durch die jahrelange englische Propaganda der Meinung war, daß Großbritannien die„absolute Königin der Meere" sei. Indien klagt an Furchtbare Sterblichkeitsziffern.— Der Bauer kann sich nicht sattessen.— 3 Mark Wochenlohn. Die sachlichen Feststellungen, die im Zusammenhang mit dem indischen Freiheitskampf von deutscher Seite über die menschenunwürdigen Zustände unter der eingeborenen indischen Bevölkerung dem Urteil der Weltöffentlichkeit unterbreitet worden sind, haben in London erhebliche Verlegenheit hervorgerufen. Der Londoner Rundfunk sah sich genötigt, ein lendenlahmes Dementi zu bringen. Der Londoner Rundfunk rühmte dabei die Tatsache, daß die indische Bevölkerung in wenigen Jahrzehnten von 250 auf 350 Millionen gestiegen sei. Der Sender des britischen Lügenninisteriums verschwieg jedoch die Sterblichkeitsziffern. Die ndische Geburtenziffer ist mit 34,4 Geburten auf 1000 Menschen zwar außerordentlich hoch, aber angesichts der katastrophalen wirtschaftlichen und ernährungspolitischen Verhältnisse unter der glorreichen britischen Herrschaft wird jeder neugeborene Junge nur knapp 26,91 Jahre alt, jedes Mädchen nur 26,56 Jahre, während in Großbritannien selbst die durchschnittliche Lebensdauer mehr als das doppelte, nämlich 58,74 Jahre bei Männern, bei Frauen sogar 62,88 Jahre beträgt! Und wie sieht es mit der wirtschaftlichen Lage aus? Ein indischer Gelehrter, Professor Mukerjee, erklärt, nur ein Bruchteil des indischen Volkes könne sich eine Ernährung leisten, die auch nur den Normen der englischen Gefängnisnahrung entspreche. Ein indischer Führer, Habibur Rahman, stellt fest:„Kein indischer Bauer ist imstande, sich einmal täglich sattzuessen. Er erzeugt alle möglichen Dinge, für ihn selbst aber bleibt nichts übrig als trockenes Brot und Zwiebeln.“ Dann stritt der Londoner Rundfunk die deutsche Behauptung, es gebe in Indien 40 Millionen Arbeitslose, ab. Demgegenüber stellt Rahman eindeutig fest, daß in Indien überhaupt nur 15,4 Millionen Menschen, die ihre Angehörigen ernähren müssen, Arbeit finden.„Die niedrigen Frauenlöhne— 20 bis 40 Pfennig für den Tag— sprechen für sich. Der größte Teil der männlichen ungelernten Arbeiter erhält einen Lohn von 3 Mark wöchentlich bei 10= und 11stündiger Arbeitszeit. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen in Indien beziffert sich auf 40 bis 60 Millionen, die jeder Unterstützung entbehren und auf das angewiesen sind, was sie erbetteln können." Von deutscher Seite sind also nur die niedrigsten Zahlenangaben verwendet worden, die von sachkundiger Seite einwandfrei festgestellt wurden. Die Tatsachen lassen sich auch durch das schönste Dementi des Londoner Rundfunks nicht weglügen. Heldentod deutscher Flieger Ehrenerweisung durch die belgische Wehrmacht. Am Mittwoch starben drei deutsche Flieger östlich von Calais unweit der belgischen Grenze den Heldentod. Siwurden im Luftkampf mit einem zahlenmäßig weit überlegenen Gegner tödlich getroffen und stürzten mit ihrer Maschine auf belgischem Gebiet ab. Der vierte Insasse, der im Gefecht völlig unverletzt geblieben war, konnte sich im Fallschirm retten. Die Gefallenen wurden unter militärischen Ehrenerweisungen durch die belgische Wehrmacht auf gebahrt. Der deutsche Botschafter in Brüssel war anwesend und dankte zum Schluß den belgischen Behörden und Offi zieren. Probe zum Münchener Attentat Die Schiffssabotagen des Secret Service. Im Zusammenhang mit der Aufdeckung des Münchener Attentats wurde auch von Schiffssabotagen berichtet, die der britische Geheimdienst während des spanischen Bürgerkriegs in 15 Fällen auf meist deutschen Schiffen durchführte. Diese Sabotageakte waren gleichsam ein Probealarm, den der Geheimdienst gegeben hatte. Kapitän Stevens hat nun bei seiner Vernehmung bestätigt, daß die sogenannte Propagandgabteilung des Secret Service in London diese Arbeit bestellt und bezahlt hat und sie durchführen ließ, um das Funktionieren des Apparates festzustellen. Da ist zunächst der Fall„Reliance“ Der 20000 To: große deutsche Luxusdampfer„Reliance“ kehrte, wie der„Völkische Beobachter“ u. a. schreibt, von einer Weltreise zurück. Am 4. August 1938 setzte das Schiff in Cuxhaven die Passagiere an Land und fuhr noch am gleichen Tage nach Hamburg, wo es am Kaiser=Wilhelm=Kai anlegte. Am 7. August sollte das Schiff zu einer langen Reise auslaufen, da brach an Bord des Dampfers ein Großfeuer aus, das solchen Umfang annahm, daß es in verhältnismäßig kurzer Zeit die gesamten Innenräume des Schiffes vollständig zerstörte und auch die Decksaufbauten noch zum größten Teil vernichtete. Die nach der Löschung angestellten Erhebungen führten zu dem einwandfreien Ergebnis, daß der entsetzliche Brand auf einen Sabotageakt zurückzuführen war Die näheren Feststellungen der Sicherheitspolizei ergaben, daß der Brand von den Besenlockern hinter dem Bücherladen ausging. Hier wurde dann auch ein großer Teil des Brandsatzes, darunter zwei Messinghülfen, die mit dem Zündsatz in Zusammenhang standen, sichergestellt. Es wurde außerdem im Oberstewardlocker ein zweiter Brandherd festgestellt. Eingehende Sachverständigengutachten stellten fest, daß die Brandlegung ganz spezielle Sachkenntnis voraussetzte. Es konnte auch dabei die genaueste Zusammensetzung des Zündgemisches. das zur Sabotage diente, festgestellt werden. Der englische Auftrag war befehlsgemäß, wie wir heute wissen, durchgeführt worden, zwei deutsche Volksgenossen hatten dabei ihr Leben lassen müssen, die Hamburg=Amerika=Linie mußte einen Sachschaden von 25 Millionen Reichsmark feststellen—— eine Arbeitsprobe der„Propaganda=Abteilung“ des englischen Geheimdienstes. Der Fall„Norderney“ Am 18. Mai 1938 wurde im Laderaum des Dampfers „Norderney“, der im Segelschiffhafen in Hamburg lag, eine sogenannte Brandpackung gefunden, die sich zwar entzündet hatte, jedoch mangels genügender Luftzufuhr ohne größere Wirkung geblieben war Im Verein mit der Gestapo stellte das Chemische Staatsinstitut in Hamburg fest, daß die sichergestellten Gegenstände Metallhülsen enthielten, die in Wirklichkeit zeitlich eingestellte Zündkapseln darstellten mit Pikrinsäure als Inhalt. Weiter konnte festgestellt werden, daß es sich hierbei um eine Brandpackung handelte, die an Bord geschmuggelt wurde, im Raum II hinter die Spanten und Schweißplatten versteckt, um den Dampfer auf hoher See in Brand zu setzen. Durch den Umstand, daß das Schiff im unteren Teil durch Holzbohlen und im oberen Teil mit Papierballen dicht beladen, ja beinahe luftdicht abgeschlossen war, ist die entzündete Brandpackung mangels Luftzufuhr selbst erloschen und hat ihren Zweck nicht erreicht. Dieser Fall des Dampfers„Norderney“ war der Staatspolizei deshalb von ganz besonderem Interesse, weil der Sabotageanschlag in erheblichen Punkten eine absolute Uebereinstimmung mit dem Sprengstoffanschlag auf dem italienischen Dampfer„Felce" darstellte. So sind die im Fall des Dampfers„Norderney" gefundenen Messingrohrstücke, Gewindekappen und Sprengkapseln mit Aluminumhülsen ebenfalls bei der Sprengstoffpackung des Dampfers„Felce“ verwendet worden. Die spätere Feststellung, daß auch auf den von ähnlichen Anschlägen getroffenen Schiffen„Hestia" sowie„Feronia“ das gleiche Sabotagematerial gebraucht wurde, bildete dann auf der Spur der von England beauftragten Verbrecher ein ganz besonderes Beweismaterial. Der Fall„Claus Böge“ Am 17. März 1938 ging der deutsche Dampfer„Claus Böge", 2340 Tonnen groß, mit 21 Mann Besatzung von Oslo ohne Ladung mit dem Ziel Vlissingen in See. Als sich der Dampfer 26 Seemeilen nordwestlich von Hornsriff auf der Höhe von Esbjerg befand, wurde das Schiff durch eine Detonation im Vorschiff schwer erschüttert. Gleichzeitig sahen Besatzungsangehörige aus Luk I eine Stichflamme und sodann cken, gräulichen Qualm hervorbrechen, der auffallend stark nach Pulver roch. Nach etwa vier bis fünf Minuten erfolgte eine zweite Explosion und wieder war ein ausgesprochener Pulvergeruch festzustellen. Der Erste Offizier Thomsen konnte noch mit den Funkstationen Scheveningen und Elbe=Weser Verbindung aufnehmen und SOS=Rufe senden. Während schon 16 Mann der Besatzung im Rettungsboot Platz nahmen, blieben der Kapitän, der Erste Offizier, der Erste Ingenieur, der Zweite Ingenieur, der Koch und der Politische Leiter an Bord. Als der Kapitän mit den Zurückgebliebenen das Rettungsboot bestiegen hatte, wurde dieses an die Schiffswand geschlagen und lief voll. Der Erste Offizier und der Zweite Ingenieur wurden an Bord zurückgeworfen, der Kapitän und die restlichen Besatzungsmitglieder fielen in See. Das Schiff war inzwischen abgesackt. Erst nach 40 Minuten konnten die Offiziere und Steuerleute vom eigenen Rettungsboot aufgenommen werden, der Kapitän starb mit seinem Schiff. Eine halbe Stunde später wurde die Besatzung, die fortgesetzt Leuchtmunition abschoß, von dem schwedischen Dampfer„Sverre Nergaard“ gesichtet und an Bord genommen. Ueber die Ursache der Explosion sagen die vernommenen Besatzungsmitglieder übereinstimmend aus, daß die Explosionen von Höllenmaschinen herrühren müssen, denn sie seien nicht außenbords, sondern im Schiffsinnern erfolgt. Spätere umfassende Feststellungen auch in den Ausgangshäfen ergaben die Richtigkeit der Aussagen der Besatzungsmitglieder. Wiederum war das Exerzieren der„Propagandaabteilung" von dem in London geforderten Erfolg gekrönt worden. 60 Millionen Mark Schaden Das waren nur drei Fälle von 15 Anschlägen des englischen Geheimdienstes, die uns im Laufe eines Jahres bekannt geworden sind. Ueber 60 Millionen Mark Schaden hat nicht nur Deutschland, sondern auch Japan und Italien diesem„Probealarm“ des englischen Service mitten im sogenannten Frieden zu danken! Ganz zu schweigen von den Opfern an Leben und Gesundheit braver Schiffsbesatzungen. Die Bombe in München aber war keine Probe mehr, das war ein Unternehmen, wie wir wissen, mehrfach von gleicher Stelle aus vorher eingeübt und geprobt, das war der Stoß, der Deutschland mitten ins Herz treffen sollte. Aussprache zwischen General Hertzog und Dr. Ma Wie die„Times“ aus Pretoria meldet, hat die erste A sprache zwischen General Hertzog und dem Führer der tionalisten, Dr. Malan, über einen Zusammenschluß der bei südafrikanischen Parteien stattgefunden. Die Entlarvung des Münchener Attentäters * Wir berichteten von dem gemeinen Attentatsvorhaben Strassers. Als jede innere Agitationsbasis im Reich zusammengebrochen war, der Hetzsender zerstört, die Auf traggeber„Ware“ für ihr schweres Geld verlangten, da quittierte bereits im Jahre 1936 der Zuhälter Strasser jene Summen mit den Vorbereitungen seines ersten Attentatsversuches gegen Führer und Volk. Wir wissen, daß und warum es mißlang. Agent Strasser steckte den Judaslohn ein, der Jude Hirsch verlor seinen Kopf dabei. Der erste Mordplan war mißlungen. Vielleicht war der Jude ungeschickt gewesen? Vielleicht wurde ihm ein Zufall zum Verderben, die Geldgeber drängten, ein neuer Versuch mußte gestartet werden. Alle Fehlermöglichkeiten des Hirsch wurden jetzt bedacht, um sie in Zukunft zu vermeiden, und der Agent suchte sich unter seinen Werkzeugen die geschicktesten Halunken, gemeine Verbrecher, aus und nach eingehenden langen Unterredungen, auf Grund derer dann die Zahlungen prompt weitergingen, wurden diese beiden dann mit klarem Auftrag Strassers, den Führer zu treffen, auf heimlichen Wegen ins Reich geschickt. Nach mehreren vergeblichen Attentatsversuchen wurden die beiden Verbrecher dann am 26. Mai 1938 gefaßt und nach eingehenden Untersuchungen vom Volksgerichtshof vor kurzer Zeit zum Tode verurteilt. Das Mißlingen dieser neuerlichen Anschlagsversuche brachte dem Agenten Strasser von seiten seiner Geldgeber und Auftraggeber erhebliche Schwierigkeiten. Inzwischen war auch sein Beschützer Benesch verschwunden. Jetzt wollte man endlich die so lange ver sprochenen Taten sehen, insbesondere, da die politischen Ereignisse immer mehr ein solches gelungenes Attentat als gün stigen Ausweg in der großen Politik wünschenswert machten Im Mai 1938 waren die beiden letzten Handlanger Döpking und Kremin gefaßt worden, und schon bald danach hatte Otto Strasser über Mittelsmänner das Werkzeug gefunden, das ihm geeignet erschien, die Wahrscheinlichkeit des Gelingens zu dem letzten Maß des Möglichen zu bringen. Wir wissen heute, daß Strasser und seine Helfershelfer bei Beginn der Vorbereitungen zu diesem dritten Mordversuch wiederum davon ausgingen, alle Fehlerquellen der mißlungenen vorherigen Attentate zu verstopfen. Hatte man schon bei diesen beiden vorherigen Versuchen den Kreis von der Sprengstoffbeschaffung über die Konstruktion der Höllenmaschinen, Transport, Aufbewahrung und ausführende Organe klein und kleiner gehalten, so erschien nun die größte Sicherheit des Unternehmens darin gewährleistet, wenn möglichst ein Mann die Vorbereitung und Durchführung innerhalb der Reichsgrenzen in die Hand nähme, abgesehen von der planenden und materiellen Vorbereitung der emigrierten Mittelsmänner des britischen Geheimdienstes. Hätte nicht ein gütiges Geschick mit stärkerer Hand eingegriffen, so wäre dieser Weg dem Mörder und seinen teuflischen Hintermännern günstig gewesen. Das Werkzeug des„Secret Service“ Elser selbst hat nach langem Leugnen dann den Beweis erbracht, daß der britische Geheimdienst wahrhaftig kaum ein geeigneteres Subjekt finden konnte, dieses schändliche Verbrechen von langer Hand mit allen Mitteln eines teuflischen Raffinements durchzuführen. Am Abend des 8. November explodierte im Münchener Bürgerbräukeller dann jene Höllenmaschine, die nach langem teuflischem Plan das deutsche Volk mitten ins Herz treffen sollte. Um 21.43 Uhr erfolgte bereits von der Berliner Zentrale aus die höchste Alarmierung der gesamten Polizei, automatisch waren damit gleichzeitig alle Grenzen des Reiches verschlossen, die offenen Grenzabschnitte unter besonders verschärfte Bewachung gestellt. In der gleichen Nacht noch wurde auf Befehl des Reichsführers ¼ eine Sonderkommission an den Tatort nach München entsandt, in Berlin bildete sich unter Leitung des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD. eine Zentralstelle, die nach Sichtung aller Fäden aus dem ganzen Reichsgebiet für die Ueberleitung des wesentlichen Materials nach München Sorge trug. An der Grenze gestellt In der Nacht zum 9. November wurden an den Grenzen, abgesehen von vielen eingehenden Ueberprüfungen, über 120 Festnaymen durchgeführt! Bei einer dieser angeordneten Maßnahmen im Bezirk des Zollkommissariats Konstanz beobachteten die Zollassistenten Rieger und Zipperer auf polizeilichem Grenzstreifendienst im sogenannten Wesenberggarten, der zwischen den Grenzübergangsstellen Kreuzlinger Tor und Emmishofer Tor liegt, einen Mann, der sich in etwa 15 Meter vom schweizerischen Grenzzaun bewegte. Der Unbekannte wurde angehalten und befragt, wohin er wollte. Er gab an, daß er einen gewissen Feichtlhuber vom Trachtenverein Konstanz suche, welchem Verein er früher auch angehört habe. Der Grenzbeamte forderte den Unbekanten auf, ihm zur Wache zu folgen. Dort wies er sich vor einem Kriminalbeamten mit einer Grenzkarte, die auf ein häufiges Wechseln über die schweizerische Grenze hindeutete, als Georg Elser aus. Auf Grund der Großfahndungsaktion der deutschen Polizei wurde eine sofortige körperliche Durchsuchung Elsers vorgenommen. Es fanden sich bei Elser versteckt insgesamt 15 einzelne Dokumente mit Aufzeichnung von vetschiedenen Munitionsdepots, Lage und Einrichtungen von Rüstungsbetrieben sowie genaue Angaben über Munitionslieferungen, dazu Teile von komplizierten Geschoßzündern sowie schließlich eine Karte des Bürgerbräukellers in München. Georg Elser, zunächst nur einer von etwa 120 Verhafteten an den deutschen Reichsgrenzen, wurde sofort nach einer über Blitzfunk gegebenen Weisung des Reichssicherheitshauptamtes am 9. November der Sonderkommission in München zugeführt. Die Sprengkammer im Pfeiler Inzwischen hatte die Sonderkommission in München bereits ihre Arbeit aufgenommen. Erfahrene Fachleute hatten bereits durch Berechnungen des Trägerbruches und genaueste Untersuchungen der Sprengwirkung feststellen können, daß sich ganz ohne Zweifel in jenem Pfeiler, vor dem der Führer gesprochen hatte, eine Sprengladung befand, von der es feststand, daß ihre Anbringung eine lange vorbereitende Arbeitszeit erfordert hatte. Es ergab sich hier bereits schon eine Uebereinstimmung der ersten Vernehmungen der Angestellten des Bürgerbräukellers und der Sonderkommission, mehrere Personen bekundeten übereinstimmend, in letzter Zeit eine verdächtige Erscheinung bemerkt zu haben. Die Sonderkommission konnte aus der Sprengwirkung und=richtung sehr bald vermuten, daß wahrscheinlich von der Galerie aus in den betreffenden Pfeiler hinein die Sprengkammer vorgetrieben sein mußte. Die weitere Annahme, daß es sich um eine Höllenmaschine mit mechanischem Zeitzünder handeln mußte, wurde schon am Mittag des 9. Novembers nach der ersten genauen Durchsuchung des Sprengschutts durch das Auffinden wesentlicher Einzelteile bestätigt. Hier und bei weiterer eingehendster Nachprüfung wurden Bruchstücke von Pendeluhrwerken sowie Eisensprengsplitter gefunden, die später nach weiteren Funden und nach Zusammensetzen einzelner Teile ergaben, daß bei der Höllenmaschine ein Zeitzünder verwendet worden war, zu dem zwei ganz besondere Präzisionsuhrwerke verwand: wurden. Unter den Ueberresten im Sprengschutt befanden sich außerdem Splitter ohne Zweifel mit Sprengmunition gefüllter Eisenrohr ähnlicher Behälter Niederschläge in einzelnen Sprengteilen wurden durch chemische Untersuchung als Rückstände eines besonderen Sprengstoffs festgestellt. Außerdem noch war die Sonderkommission in der Lage, Teile einer Schalldämpfisolierungsplatte mit Firmenaufdruck sicherzustellen sowie an Ueberresten von Patentbezeichnungen an einzelnen Sprengstücken in mühsamer Einzelarbeit die Herstellungsfirmen der verwandten Uhrwerfe ausfindig zu machen. Die Personenbeschreibung der verdächtigen Erscheinung die sich mehrfach schon im Bürgerbräukeller herumgetrieben hatte, gab bereits erste Anhaltspünkte, die Person des an der schweizerischen Grenze verhafteten Georg Elser in den engeren Verdachtskreis hineinzustellen. Nachdem die Ermittlun, gen ergaben, daß Gegenstände seines persönlichen Bedarfe bei seiner Schwester in Stuttgart hinterlegt waren, wurde durch eine dort sofort vorgenommene Haussuchung allerschwerstes Belastungsmaterial gefunden. In einer Georg Elser gehörenden Werkzeugkiste fanden sich neben vollständsgen Uhrwerken verschiedene Uhrenteile, die teilweise sogar identisch mit den Funden im Sprengschutt des Bürgerbräukellers waren. Außerdem enthielt diese sogenannte Werkzeugkiste Werkzeuge, darunter Meißel und Bohrer an denen Mörtelüberreste festzustellen waren. Die umgehend vorgenommene spektralanalytische Untersuchung dieser Mörtesspuren ergab eine völlige Uebereinstimmung mit dem Tatortmaterial. Und dennoch leugnete Georg Elser hartnäckig in irgendeinem Zusammenhang mit der Tat zu stehen. Den Versuch, heimlich über die Grenze zu entkommen, begründete er damit, er habe sich der Unterhaltspflicht für ein außereheliches Kind entziehen wollen. Den geheimnisvollen Zweck seines vielmonatlichen Aufenthalts in München ohne Arbeitsstelle erklärte er damit, er habe dort einen Kursus absolvieren wollen, um sich dann im Auslande als Facharbeiter zu betätigen. Und schließlich die bei ihm vorgefundene Ansichtskarte des Bürgerbräukellers habe er von der Grenze aus seinem Vater zum Abschied schicken wollen. Inzwischen hatte die festgestellte Lieferungsfirma der Korkisolierung eine Personalbeschreibung des Käufers dieser Platte abgegeben, die sich genauestens mit dem Erscheinungsbild des immer mehr verdächtigten Elsers deckte. Und dennoch leugnete er weiter, leugnete nach den beiden ersten Verhören am 10. und 11. auch noch am 12. November und bestritt gleichmäßig und hartnäckig jeden Zusammenhang mit dem Attentat. Ein umfassendes Geständnis Endlich am 14. November nach Gegenüberstellung mit jenen Angestellten des Bürgerbräukellers, die ihn tatsächlich im August gesehen hatten, und nach Vorhalt der Tatsache, daß er bereits im Frühjahr 1939 sich um die Stelle des damaligen Hausburschen des Bürgerbräukellers beworben habe, diesem sogar 50 Mark für Abtreten dieser Stelle bot, brach Georg Elser angesichts des erdrückenden Beweismaterials zusammen. Dem ersten Geständnis am 14. November folgte am 15. November ein umfassendes schriftliches Geständnis, das am 16. und 17. November durch maßgerechte Skizzen der gesprengten Säule, der Sprengkammer und der Maschinerie, die die Zündung zur Auslösung brachte, ergänzt wurde. In allen Einzelheiten und Phasen wurde durch die Untersuchung das Geständnis des Verbrechers ein Plan enthüllt, der so teuflisch überlegt, so fanatisch zäh durchgeführt wurde, daß nur die gütige Fügung ihr Einhalt zu bieten vermochte. Das war das brauchbarste Werkzeug jenes Verbrechers in der sicheren schützenden Schweiz, geschickt und gehorsam genug, alles wie befohlen durchzuführen, alle jene Fehler zu vermeiden, die die anderen Versuche scheitern ließen. Dieser Georg Elser hatte die Nerven, durchzuhalten: das war die letzte Trumpfkarte im Spiel mit den drängenden Gläubigern. Wenn aber dieses Schurkenspiel gelungen war, wie konnte man verhindern, daß Elser nach Deutschland wegen gemeinsten Mordes ausgeliefert wurde? Auch daran hatte der Hintermann gedacht. Für diesen Fall hatte Elser jenes landesverräterische Material bei sich, das der Auftraggeber leicht über seine guten Verbindungen besorgte. Das hätte dann, so hat Elser gesagt, ihn vor den fremden Behörden gesichert. Er habe, so gesteht er ein, dieses Material notfalls den schweizerischen Behörden übergeben wollen, damit er dann auf keinen Fall an Deutschland ausgeliefert wurde. Das ist das Werkzeug, ein Mörder, der wohl ohne Zweifel den traurigen Ruhm für sich in Anspruch nehmen kann, besonderer Spezialist seines Faches zu sein. Lehrherr aber ist jener grenzenlose Verbrecher im Hintergrund, der seinen Gesellen in der Schweiz erwartete und schleunigst dann das Weite suchte zurück zur Firma— nach London! Der Fall Döpking und Kremin Weitere Einzelheiten über die Attentatspläne Otto Strassers. Amtlich wird verlautbart: Am 21. September 1939 wurden, wie bereits gemeldet, vom Volksgerichtshof wegen Vorbereitung zum Hochverrat in Tateinheit mit Sprengstoffverbrechen und Landesverrat der Hoteldiener Karl Döpking, geb. 28. 8. 98 in Dankersen, und der kaufmännische Angestellte Helmui Kremin, geb. 4. 5. 07 in Stewken, zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Aus dem Urteil ist zu entnehmen, daß Döpking im Mai 1936 aus Deutschland nach der damaligen CSR. emigriert war, während Kremin im Juli 1936 aus Furcht vor einer Bestrafung wegen eines begangenen Raubüberfalls Deutschland verlassen hatte. Beide fanden durch Emigrantenkreise in Prag Anschluß an Otto Strasser und waren schließlich in der Folgezeit in dem Büro Otto Strassers in Prag tätig. Als sich Strasser nach dem Scheitern seines ersten Versuches eines Sprengstoffattentates im Jahre 1936, in dessen Verlauf der Prager Jude Helmut Hirsch in Stuttgart festgenommen und am 8. 3. 1937 zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde, mit der erneuten Durchführung von Sprengstoffanschlägen im Jahre 1937 befaßte, gewann er beide für seinen Plan. Zunächst war ein Anschlag auf den Reichsparteitag in Nürnberg geplant. Dieser Anschlag kam jedoch aus zeitlichen Gründen nicht mehr zur Durchführung, weil der Parteitag inzwischen schon zu Ende gegangen war. Strasser gab nunmehr den Auftrag, den Anschlag während des Duce=Besuches in Deutschland(25. 9.—29. 9. 37) und falls dieser nicht durchgeführt werden konnte, jedenfalls während des Erntedankfestes auf dem Bückeberg(3. 10. 1937) durchzuführen. Döpking und Kremin haben daraufhin den Sprengstof durch Mittelsmänner am 16. 9. 1937 nach Deutschland verbringen und zunächst auf den Bahnhöfen Leipzig und Dresden aufbewahren lassen. Das geplante Verbrechen kam nicht mehl zur Ausführung. Die Geheime Staatspolizei hatte, wie beim ersten Versuch, glücklicherweise noch rechtzeitig durch systematische Ueberwachungsmaßnahmen Kenntnis von dem neuellichen Plan erhalten und diesen durch die Sicherstellung des prengstoffs unv die spätere Festnahme der Beauftragten Döpling und Kremin vereiteln können. Die beiden Verbrecher erwartet nunmehr die Vollstreckung des Urteils. England or. Ley in der W Reichsorganisat den Schaffenden Gauleiters Ro laffenschmiede der nen Besuch ab. Kommandieren reise einiger U=B hm Reichsleiter deutsche Arbeit deckten Kriegsma Der Besuch des nachtvollen Kundg er Gewalt die gan en geser Kreg ichtbaren Erfolge st immer der Vate h ein schwaches briges dazu geta küstert: Deutschla Secret lingsverhaf in soeben a roffenes sp t Service ur en lassen. er der Bew g erstrebten nischen Spre )rei leitende pereits vor§ Die australi schen Kolonialge Samoa, mit äu Nachdem auf W wenigen Deutsch hat die australis lingen verhaften land nie ein H damit begründ handele. Milit Das Kriegs Wehrbezirke zu 30. November n zelheiten des der Bundes handelt sich dab krieg. Die Huml Schi Wie erst „Clayton" „Bordfield Leith bei Edin Eine Stunde 1 und sank; eine eine Mine ur in sinkendem Das Schiff ist Diese Nac sich bemüht, d solange wie1 luste sind weit Vor dem des gesunken Humbermi schwedischen Gebiet nicht gezählt. Der Flot weist nachdrüc sein von Mi außerorde Methoden an zwei Fischkut Admiralität sich an der 9 Fischkutter he satz als Mine Deutsch Die„Adolf Der deu Südatlantik englisches Ki satzung, die giere, darun Die beka land bewaffi Verteidigung einstellt. Der waffnetes b worden. Die telegraphisch Kriegsschiff bewaffneten Handelsschif werden, sor Kriegführun Das V waffnet daß der En Mittels bed nung seines richten zu Kaperei be Der englische Keil zwischen Irak und Arabien. In Koweit an der nördlichen Spitze des Persischen Golfes ist englische Militärabordnung eingetroffen, da dieser strategisch wichtigste Punkt des Persischen Golfes, der den Zugang zun Irak und nach Saudiarabien beherrscht, befestigt und als Flottenbasis ausgebaut werden soll. Spanie bringt eine nach ihrer Vier Schla Tonnen, 18 nden sich außeunition ge. wurden durch besonderen die Sonderkom. solierungsplatte Ueberresten von n in mühsame ndten Uhrwerke en Erscheinung herumgetrieben son des an der r in den engedie Ermittlunilichen Bedarfs waren, wurde uchung aller1 einer Georg eben vollständiile, die teilprengschuti des diese sogenannte el und Bohrer Die umgehend dieser Mörtelut dem Tatorthartnäckig zu stehen. entkommen, beSpflicht für ein geheimnisvollen München ohne nen Kursus ahFacharbeiter rgefundene Ander Grenze aus ungsfirma der Käufers dieser 1 Erscheinungste. Und dennoch ersten Verhören d bestritt gleich1 dem Attentat. nis berstellung mit ihn tatsächlich er Tatsache, daß des damaligen n habe, diesem t, brach Georg ials zusammen. zte am 15. Nois, das am 16. der gesprenghinerie, die die de. burch die UnterPlan enthüllt, ih durchgeführt t zu bieten verVerbrechers in ehorsam genug, hler zu vermeiDieser Georg war die letzte läubigern. ingen war, wie yland wegen gedaran hatte der er jenes landesjeber leicht über te dann, so hat ichert. Er habe, schweizerischen auf keinen Fall hl ohne Zweifel hmen kann, behrherr aber ist der seinen Getigst dann das remin Otto Strassers. gemeldet, vom hverrat in Tatidesverrat der in Dankersen, kremin, geb. ernden Verlust pking im Mai emigriert war, vor einer BeUs Deutschland ikreise in Prag hließlich in der tätig. Als sich ersuches eines n Verlauf der genommen und ytet wurde, mit anschlägen im Plan. hsparteitag in aus zeitlichen der Parteitag r gab nunmehr ce-Besuches in r nicht durchErntedankfestes n Sprengstoff hland verbrinund Dresden im nicht meyr itte, wie beim durch systemadem neuererstellung des England hat sich diesmal geirrt or Ley in der Waffenschmiede der deutschen Kriegsmarine. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley stattete auf seiner Fahrt den Schaffenden der nordwestdeutschen Gaue in Begleitung Gauleiters Röver den Werft= und Hafenarbeitern in der natfenschmiede der deutschen Kriegsmarine in Wilhelmshaven ven Besuch ab. Nach einem Empfang im Kommandogebäude a Kommandierenden Admirals war der Reichsleiter Gast im weise einiger U=Boot=Besatzungen. Im Anschluß daran unterhm Reichsleiter Dr. Ley einen Rundgang durch die Stätten, ue deutsche Arbeiter die Waffen unserer mit jungem Ruhm bedeckten Kriegsmarine schaffen. Der Besuch des Reichsorganisationsleiters wurde mit einer nachtvollen Kundgebung in der Marinewerft abgeschlossen. In ner Rede, in der M. Ley die englischen Methoden, mit bruta Gewalt die ganze Welt in das englische Joch einzuspannen, efennzeichnet hatte, fragte er, wie dieser Krieg wohl entstanden Dieser Krieg ist entstanden, weil die ganze Welt unsere hiharen Erfolge für einen Bluff gehalten hat: Der Wunsch immer der Vater des Gedankens gewesen. England wünschte ch ein schwaches Deutschland. Die Emigranten haben ein hriges dazu getan und den englischen Staatsmännern zuge küstert: Deutschland ist schwach, denn hinter seinem Führer teht nicht das Volk. Die Engländer haben sich aber iesmal geirrt. Hier kämpft der deutsche Sozialismus egen den englischen Geldsack. Wir glauben an unseren Sieg“, so rief Dr. Ley den zehnlausend Werftarbeitern unter begeistertem Beifall zu,„weil wir an eine Gerechtigkeit glauben. Wenn alles auf dieser Welt einen Zinn haben soll, dann muß der Herrgott dem Fleißigen seinen John geben. Wenn das nicht geschähe, was hätte dann die Schöpfung für einen Sinn? Und wir glauben auch deshalb felsenfest an unseren Sieg, weil wir einen Adolf Hitler haben!“ Secret Service Häuptlingsverhaftungen in ehemals deutschen Kolonialgebieten Ein soeben aus Malta in dem spanischen Hafen Valencia eingetroffenes spanisches Schiff berichtet, daß der britische Secret Service umfangreiche Verhaftungen auf Malta hat vornehmen lassen. Unter den Verhafteten befinden sich auch die Führer der Bewegung, die für Malta eine selbständige Verfassung erstrebten, und die insbesondere die Einführung der italienischen Sprache im Amtsverkehr wünschen. Drei leitende Persönlichkeiten der Malteser Freiheitspartei sind bereits vor Kriegsausbruch deportiert worden, und werden auf der Festung Gibraltar gefangengehalten. Die Maßnahmen haben in der Malteser Bevölkerung großes Aufsehen erregt, obwohl die englischen Behörden alles tun, um die Vorgänge wegen der strategischen Bedeutung Maltas völlig geheimzuhalten. Deutschenverfolgung auf Samoa Die australische Regierung geht in den ehemaligen deutschen Kolonialgebieten im Pazifischen Ozean, insbesondere auf Samoa, mit äußerster Strenge gegen die Eingeborenen vor. Nachdem auf Weisung der Londoner Regierung zunächst die wenigen Deutschen noch vor Kriegsausbruch verhaftet wurden, hat die australische Polizei neuerdings eine Reihe von Häuptlingen verhaften lassen, die aus ihrer Sympathie für Deutschland nie ein Hehl gemacht haben. Die Maßnahmen werden damit begründet, daß es sich um„Vorsichtsmaßnahmen“ handele. Stadt, Kreis und Provinz Steinheim, den 28. November 1939. Was die Zukunft bringt, wissen wir nicht. Nur über eines sind wir uns im klaren: Keine Macht der Welt wird dieses Deutschland noch einmal niederzwingen. Adolf Hitler. Gedenktage für den 28. November. 1794: Friedrich Wilhelm von Steuben, Generalinspekteur der nordamerikanischen Armee, in Oneida County, New York gest. (geb. 1730).— 1898: Der Dichter Conrad Ferdinand Meyer in Kilchberg gest.(geb. 1825). Sonne: A. 7.42, U. 15.53; Mond: U. 8.51, A. 17.40 Uhr. Sauerkraut— frisch und gesund Sauerkraut ist im Herbst und Winter eines der schmackhaftesten Gerichte. Es hat für die menschliche Ernährung durch den hohen Gehalt an Zellstoff, Mineralsalzen, Vitaminen und Pflanzensäuren großen Wert, besonders als Beikost zu Kartoffeln und Fleisch. Kali, Kalk, Phosphorsäure und das Vitamin C sind im Sauerkraut in beachtlichen Mengen enthalten, so daß es in der Küche größte Beachtung verdient. Am nahrhaftesten ist es roh, denn hierbei werden fast 100 Prozent der Nährwerte verwertet. Bei der Zubereitunng achte man darauf, daß während des Kochens und Anrichtens nicht allzuviel Nährstoffe verlorengehen. Wenn man dem Sauerkrautsaft etwas Obstsaft und Zucker zugibt, hat man ein wohlschmeckendes, wertvolles Getränk. Sauerkraut darf nicht zu lange frischer Luft ausgesetzt werden; es verliert sonst viel Nährwerte. Vor allem aber ist das Kochen des Sauerkrautes zu vermeiden! Jede Hausfrau hat da wöhl ihren bestimmten „Tip“ bei der Zubereitung. Immer aber sollte sie darauf bedacht sein, den hohen Gehalt an Nährwerten möglichst zu erhalten. u Koist eine categisch ng zum nd als Militärische Reformpläne in Das Kriegsministerium berief die Befehlshaber sämtlicher Wehrbezirke zu einer Konferenz mit dem Generalstab zum 30. November nach Washington. Diese Beratung soll die Einzelheiten des Programms für die Massenausbildung der Bundesarmee und der Nationalgarde festsetzen. Es handelt sich dabei um die intensivste Ausbildung seit dem Weltkrieg. Die Humbermündung voll von Wracks Schiffsverluste, die England verschwieg. Wie erst jetzt bekannt wird, hatte der englische Dampfer „Slayton" am 12. November zusammen mit den Dampfern „Bordfield“ und„Sryburah“ den schottischen Hafen Leith bei Edinburgh verlassen, um nach Antwerpen zu fahren. Eine Stunde nach Abfahrt lief die„Bordfield“ auf eine Mine und sank; eine Stunde später lief auch die„Dryburgh“ auf eine Mine und wurde von zwei englischen Torpedobooten in sinkendem Zustand bei North Berwick auf Strand gesetzt Das Schiff ist verloren. Diese Nachricht ist eine Bestätigung dafür, daß England sich bemüht, die zahlreichen Schiffsverluste durch Minentreffer solange wie möglich geheimzuhalten. Die tatsächlichen Verluste sind weit höher als bisher gemeldet. Vor dem Seegericht in Kopenhagen berichtete der Kapitän des gesunkenen dänischen Dampfers„Kanada". daß die Humbermündung voll von Wracks sei. Nach schwedischen Meldungen haben Dampferkapitäne in diesem Gebiei nicht weniger als 26 Wracks untergegangener Schiffe gezählt. Der Flottenkorrespondeni des Londoner„Daily Expreß“ weist nachdrücklich darauf hin, daß die durch das Vorhandensein von Minen an der englischen Küste geschaffene Lage üußerordentlich ernsu sei. Zwar wende man alle Methoden an, um die Minen loszuwerden, doch seien bereits zwei Fischkutter bei dieser Minensuche untergegangen. Die Admiralität fordere jetzt jedes nur brauchbare Schiff an, das sich an der Minensuche beteiligen könne. Eine große Anzahl Fischkutter hat Anweisung bekommen, sich jederzeit zum Einsatz als Minensuchboote bereitzuhalten. Deutscher Dampfer wurde beschattet Die„Adolf Woermann" von der eigenen Besatzung versenkt. Der deutsche Dampfer„Adolf Woermann" hat sich im Sudatlantik selbst versenkt, um der Aufbringung durch ein englisches Kriegsschiff zu entgehen. Alle Mitglieder der Besutzung, die aus 127 Personen bestand, und sämtliche 35 Passassiere, darunter 18 Frauen, sind gerettet. Die bekanntgewordenen Einzelheiten bestätigen, daß England bewaffnete britische Handelsschiffe, die angeblich nur zur derteidigung armiert sein sollen, aktiv in den Handelskrieg einstellt. Der Dampfer„Adolf Woermann" ist durch ein bewaffnetes britisches Handelsschiff laufend beschattet worden. Dieser getarnte englische Hilfskreuzer hat elegraphisch Standortmeldungen gemacht und ein englisches Friegsschiff herbeigerufen. Es geht hieraus hervor, daß die dewaffneten Handelsdampfer von den Engländern nicht als Handelsschiffe auf den normalen Handelsrouten verwenden werden, sondern unmittelbar den Zwecken der englischen Nriegführung als Organ der britischen Admiralität dienen. Das Vorgehen gegen deutsche Handelsschiffe mit bewasfneten britischen Piratenschiffen zeigt, dub der Engländer für seine Kaperei und Piraterie sich jedes deiifels bedient, während er auf der anderen Seite zur Tarseines Vorgehens in seiner Heuchelei so weit geht, Nachrichten zu verbreiten, der Dampfer„Adolf Woermann" habkaperei betrieben. brin Spanien baut sich eine Kriegsflotte. Die Zeitung„Ya“" nach eine Meldung aus Ferrol, daß die dortigen Werften Lrer Erweiterung folgende Kriegsschiffe bauen werden: Tonnarfe zu 35 000 Tonnen, 14 Kreuzer zu 15 000 nen. 18 Flottillenführer und 14 U=Boote. — NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk. Unser angesagter Gemeinschaftsabend muß wegen Raummangel in diesem Monat leider ausfallen. Morgen von 2 bis 5 Uhr ist wieder unser Nähnachmittag in der Volksschule(Klasse Fräulein Koch). Wir wollen gerne allen helfen, darum bringt alte Sachen, wir machen sie wieder neu. Fachkräfte stehen beratend zur Seite. — Rotes Kreuz. Heute um 8,15 Uhr: Dringender Dienstabend der Helferinnen in der Volksschule. Pünktlichkeit ist Pflicht. Entschuldigung gibt es nicht. =Jugend. Der W.= Lehrgang 2 tritt heute avend um 8,15 Uhr in Uniform beim Heim an. Bleistift und Papier mitbringen! — Die„Steinheimer Lichtspiele“ zeigen „Hochzeit mit Hindernissen“. Da es nicht immer Grafen und Barone sein müssen, die über die Leinewand gehen, suchte und fand dieser Film seinen Schauplatz und seine Leute im vergessenen Winkel der großen Stadt. Ein Schuhmachermeister, ein Kahnbesitzer, eine Gastwirtin nebst Tochter, ein Friseur begegnet uns, und auf einmal werden ihre Schicksale lebendig. Jeder möchte etwas vom Glück finden, das mit seinen Verheißungen lockt und schließlich mit einer Erbschaft, die eigentlich ein Bluff ist, in den stillen Winkel zu den„kleinen Leuten“ kommt. Ein Hochstabler Pprchen versucht, im Trüben zu fischen, und bringt große Verwirrung unter die sonst so behaglichen Leute. Aber ihr Lebenshumor hilft, alles zu überwinden. — Höxter, 27. Novbr. Während des Ernte- Einsatzes erhielten die Hitlerjungen des Kreises Höxter=Warburg, die bei den Bauern arbeiteten, einen Stundenlohn von 20 Pfennig. Für dieses erarbeitete Geld beschafften nun die Jungens Liebesgaben, die sie an ihre zum Heeresdienste eingezogenen Kameraden sandten. *— Lippstadt, 25. Novbr. Gestern abend ereignete sich am Bahnübergange auf der Landstraße ein folgenschweres Verkehrsunglück. Als der mit 20 Minuten Verspätung aus Lipperode kommende Omnibus die Bahnüberfahrt, deren Schranken nicht geschlossen waren, überqueren wollte, wurde er von dem ebenfalls mit 20 Minuten Verspätung aus der Richtung Rheda kommenden Personenzug erfaßt und 60 Meter weit mitgeschleift; darauf wurde der Zug zum Halten gebracht. Bei dem Unfall sind zwei Tote uno 6 Schwer verletzte zu beklagen. Den Fahrer des Omnibusses trifft keine Schuld. Die Polizei war sofort zur Stelle und nahm den Tatbestand auf. *— Bielefeld, 27. November. Die hiesige Strafkammer beim Landgericht verurteilte den erst 25 Jahre alten Hans Dopke von hier wegen Diebstahls in zwölf Fällen zu drei Jahren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust und Sicherheitsverwahrung. D. wurde schon als Junge straffällig und beteiligte sich u. a. als Opferstockmarder. Das Gericht war der Ueberzeugung, daß es sich bei dem Angeklagten um einen gefährlichen Gewohnheitsverbrecher handelt, vor dem die Oeffentlichkeit nur durch Verhängung der Sicherungsverwahrung geschützt werden kann. *— Minden, 27. November. Der am 29. Oktober aus der Strafanstalt in Koblenz entwichene Einbrecher„Schröder wurde in Minden festgenommen. Schröder, der wegen Rückfalldiebstahls zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt ist, hatte in Minden drei Einbrüche ausgeübt. Er gab zu, drei weitere Einbruchsdiebstähle in anderen Orten durchgeführt zu haben, bei denen 1200 Mark sowie eine Pistole mit Munition in die Hände fielen. *— Münster, 27. November. Hier stahl eine 13iährige Schülerin einer Hausangestellten im Verlauf eines Monats die Summe von 350 Mark aus dem verschlossenen Koffer und verjubelte das Geld in der leichtfertigsten Weise. Literarisches Spähtrupp vom Feind zurück. Immer wieder werden im Wehrmachtsbericht örtliche Spähtrupp=Unternehmen im Westen gemeldet. An einer solchen Erkundigung hat auch ein Berichterstatter teilgenommen. Seine Aufnahmen zeigen die Männer vor dem Einsatz, mit den eingebrachten Gefangenen, beim Bericht usw. Die„Kölnische Illustrierte Zeitung“ bringt die spannende Bildfolge in ihrer neuen Nummer. Aus dem weiteren Inhalt: Der Neunzigjährige, Bilder aus dem Leben des Generalfeldmarschalls Mackensen; Lieder, die sich unsere Soldaten wünschen; Bananenboote und schwarze Ritter, Fortsetzung des interessanten Tatsachenberichts aus dem polnischen Feldzug; Kalmücken vor der Kamera; Neue Theater= und Filmbilder. Außerdem viele fesselnde Berichte im neuen Heft. Verleger und Hauptschriftictter: Carl Simonowski Steinheim. Veramwortlich für den gesamten Textteil: Carl Simonowskt Steinheim. Verantwortlicher Anzeigenleiter Josef Simonowski. Druck und Verlag: Buchdruckeret Carl Simonowski, Steinhein Zur Zeit ist Der Dienst der vormilitärischen Ausbildung findet heute abend um 8 Uhr in der Volksschule statt. frei in der deutschen See! Minensuchflottille am Feind.— Nachtfahrt in stürmischer See.— Räumgeräte klarmachen! (... PK Sonderbericht.). „Sieben Uhr alles seeklar!" Dieser Befehl geht durch das Minenboot, auf dem schon reger Betrieb herrscht. Ueber den Landungssteg ein Kommen und Gehen. Proviant wird verladen, Munition an Bord genommen. Alles wird für eine längere Ausfahrt gerüstet. Punkt 7 Uhr gehen die Anker hoch; ein Boot nach dem anderen schiebt sich aus dem Hafen. In Doppelkiellinie fährt die Minensuchflottille X in die Nordsee. Je weiter die Flottille vorstößt, desto stürmischer wird die See. Brecher schlagen über das Achterdeck und Spritzer reichen bis an die Brücke. Die Mannschaft hat ihr Oelzeug angelegt. Einige haben sich sogar mit dem Südwester gekrönt. Auf der Kommandobrücke werden Winksprüche und Flaggensignale entgegengenommen und sofort durch entsprechende Befehle weitergegeben. Der Kommandant ist auch hier im wahrsten Sinne des Wortes die Seele des Schiffes. Bald steht er auf der Kommandobrücke und gibt dort seine Anweisungen, bald ist er im Kartenhaus und verfolgt den Kurs des Bootes. Dann geht er auf Achterdeck und prüft die Räumgeräte. Im Vorübergehen gratuliert er einem Matrosen, der sich verlobt hat und gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt ist. Dem Kommandanten zur Seite steht der 1. Wachoffizier. Er steht im Augenblick auf der Kommandobrücke und korrigiert den Abstand des Bootes zum Führerboot.„Backbord 5!“—„Steuerbord 10!“, so und ähnlich gibt er fortlaufend seine Korrekturen an den Rudergänger. Die Flottille ist inzwischen in Dwarslinie aufgefahren. Dann ein Flaggensignal vom Führerboot„Räumgeräte klarmachen zum Ausbringen!“ Das schwere Räumgerät ist schnell zum Auswerfen fertiggemacht. Hart müssen die Männer anpacken. Die seemännische Nummer 1, der Bootsmann, der auf dem Boot für den gesamten Ablauf auf Deck verantwortlich ist, steht wie ein Vater unter ihnen und gibt in aller Seelenruhe seine knappen Anweisungen. Ein schwerer Brecher haut über das Achterdeck und lädt seine salzige Ladung auf seinen Rücken ab.„Festhalten!“ ist seine erste laute Mahnung an die Männer in den Sturm hinaus, dann schüttelt er wie ein Seehund das Wasser von sich ab. Der Sperrwaffenoffizier, der„Meister" der Minensuchgeräte, überwacht das Ausbringen des Gerätes und kontrolliert dessen Tiefenstellung und Sicherung. Das Gerät ist inzwischen versenkt. Die Minensucharbeit beginnt. Schnell ist es dunkel geworden. Kein Lichtschein dringt mehr aus dem Boot heraus. Keine Lampe, nicht einmal ein Streichholz leuchtet auf. Das Boot ist nun am Feind! Die Boote sind so gestaffelt, daß der abgefahrene Streifen mit Sicherheit für minenfrei erklärt werden kann. Auf Achterdeck beobachtet die Kriegswache das Räumgerat, ob irgendeine Mine anbeißt. Wegen der Minengefahr trägt alles Schwimmwesten. Das Vorschiff, in dem sich hauptsächlich die Mannschaftsräume befinden, ist vollkommen geräumt worden. Der Kommandant hat aber das Achterdeck mit sämtlichen Räumen für die Freiwache zum Schlafen freigegeben. Und hier bietet sich ein ergötzliches Bild Jeder, der von Kriegswache kommt, haut sich irgendwo im Achterdeck hin, denn auf Deck ist es kalt.„Lieber im warmen Mief ersticken, als im kalten Ozon erfrieren!", heißt es hier. In den Gängen, in der Messe, überall liegen sie deshalb eng zusammengedrängt und schlafen. Dann plötzlich„Alarm"! Alles an Deck! Die Geschütze werden besetzt. Jeder geht an seinen Posten. Vorn sind in der Dunkelheit zwei Lichter gesichtet worden, alles schaut gespannt dorthin. Als diese als ungefährlich erkannt worden sind, wird der Alarm beendet, Gegen Morgen ist die gestellte Aufgabe gelöst. Es geht heimwärts. Die See hat sich etwas beruhigt. Wie die Boote vor Anker gehen, ist alles froh, daß alle wohlbehalten zurückgekehrt sind. Es gibt wenige Ruhetage für die Minensucher Sie müssen immer wieder hinaus, um den anderen Schiffen den Weg freizuhalten. Sie wachen unablässig über die deutsche See, wie die Engländer selbst die Nordsee nennen, und wehren jede Gefährdung ihrer Schiffahrtswege ab. Gustav Schütz. Geschenk der Reichsfrauenführerin für die bei dem Attentat verletzten Frauen. Zur großen Freude der durch das Attentat im Münchener Bürgerbräukeller verletzten Frauen, die in Krankenhäusern jetzt ihrer Wiederherstellung entgegensehen, hat die Reichsfrauenführerin, Frau Scholtz=Klink, jeder von ihnen mit einem herzlichen Schreiben und der Beigabe von Päckchen ihr Bild übersandt, begleitet von besten Genesungswünschen. Ein Zentner Bohnenlaffee kam aus Amerika. Ein früherer Einwohner der Gemeinde Altenweddingen(Prov. Sachsen), der jetzt in den Vereinigten Staaten von Nordamerika lebt, batte sich für die Frauen seines Heimatortes, deren Männer im Wehrdienst stehen, eine nette Ueberraschung ausgedacht. Er schickte für diese Volksgenossinnen einen ganzen Zentner Kaffeebohnen, und zwar auf mehrere Pakete verteilt. Großer Erfolg der deutschen Kunst in Bukarest. Mit der Aufführung der„Walküre" errang die Frankfurter Oper am zweiten Abend ihres Gastspiels mit dem„Ring"=Zyklus von Richard Wagner für sich selbst und die deutsche Kunst einen außerordentlichen Erfolg in der rumänischen Hauptstadt. Rauschgifthändlerbande verhaftet. Der Belgrader Polizei gelang es, eine Rauschgifthändlerbande festzunehmen, an deren Spitze— wie nicht anders zu erwarten— ein Jude namens Weinberger stand. Die Bande hatte versucht, 1 Kilogramm Heroin an den Mann zu bringen. Weiteres Opfer des im Oeresund untergegangenen deutschen Vorpostenschiffes feierlich beigesetzt. Ein weiteres erst in diesen Tagen angetriebenes Opfer des am 21. Oktober im Oeresund untergegangenen deutschen Vorpostenschiffes wurde auf dem Friedhof in Stege auf Möen zu den übrigen Kameraden gebettet. Der Beisetzung wohnten u. a. der Marincattaché an der deutschen Gesandtschaft in Kopenhagen, Kapitän zur See Henning, und andere Mitglieder der deutschen Reichsvertretung und Vertreter des Steger Stadtrates und des dänischen Marineministeriums bei. Die Identifizierung des Toten, der zweifellos zur Besatzung des untergegangenen Bootes gehört hat, ist bisher nicht gelungen. Zerstörtes spanisches Städtchen wieder aufgebaut. Das Anfang Juli durch die Explosion eines Munitionslagers fast ganz zerstörte spanische Städtchen Genaranda zwischen Avila und Salamanca ist teilweise schon wieder aufgebaut. 247 Häuser waren Schutthaufen, andere 803 erheblich beschädigt. 800 Familien sind dadurch obdachlos gewese.. Bekanntmachung. Morgen, Mittwoch, vormittags ab 9 Uhr, wird auf der Diele des Buchdruckers Strato, Marktstraße 51, Fleisch von einer notgeschlachteten Kuh ohne Fleischmarken in kleineren Mengen an hiesige Einwohner zum Preise von 50 Pfennig das Pfund abgegeben. Sauberes Papier zur Entgegennahme des Fleisches ist mitzubringen. Steinheim, den 27. November 1939. Der Amtsbürgermeister als Ortspolizeibehörde: Busse. preispolitik hat sich bewährt Das Ausland dagegen meldet Preissteigerungen am laufen den Band. Im Gegensatz zu anderen Ländern hat Deutschland durch den Ausbruch des Krieges nicht die geringste Erschütterung seines Preisgebäudes erlebt. Deutschlands Preise stehen fest, während aus allen Ländern einschließlich der neutralen Staaten umfangreiche Preissteigerungen, die noch keineswegs ihr Ende erreicht haben, berichtet werden. Gingen z. B. in Deutschland die Ernährungskosten um 2,6 und die Lebenshaltungskosten um 1,3 v. H. zurück, so stiegen sie, um nur einige Beispiele zu nennen, in England um 7,2 bzw. 9.8 v. H., in Schweden um 7,5, in den Niederlanden um 8,4 bzw. 3,1, in der Schweiz um 8,8 bzw. 1,2. in Belgien um 18,9 bzw. 0,1 und in Dänemark um 14,4 v. H Dementsprechend haben sich auch die Lebenshaltungskosten ver ändert. In Deutschland sind sie um 1.3 v. H. zurückgegangen während sie in allen anderen Ländern stiegen. Für England hat die„Times" im September und Oktober sogar eine Steigerung der Großhandelspreise um 11,7 v. H. errechnet, während die englische Wirtschaftszeitung „Financial Times" die Preissteigerung für Nahrungsmittel mit 21,9 v. H. und die der übrigen Erzeugnisse mit 12,7 v. H. angibt. Die Preise einzelner Waren sind noch weit stärker gestiegen. Die schnelle Verteuerung der Lebensmittel und Bekleidungsgegenstände in England hat eine Lohnbewegung großen Ausmaßes ausgelöst. Durch die Lohnaufbesse rung stiegen wieder die Kosten der Industrie, und weitere Preiserhöhungen waren die Folge. Englische Blätten befürchten aus diesem Wettrennen zwischen Preis und Lohn das rettungslose Zutreiben auf die Inflation. In Frankreich mußten trotz Einsetzung von Preiskontrollausschüssen Preiserhöhungen zugestanden werden, und in Belgien haben selbst hohe Strafen für Preistreibereien eine Erhöhung der Preise nicht verhindern können. In den Niederlanden sind die Preise für die wichtigsten Nahrungsmittel um 10 bis 50 v. H. gestiegen. Auch aus den nordischen und südosteuropäischen Staaten wird von Preistreibereien und Preiserhöhungen berichtet. Diese Entwicklung im Ausland kann nicht wundernehmen; denn in einer von liberalistischen Grundsätzen beherrschten Wirtschaft wird der Anbieter der knappen, aber dringlich verlangten Ware stets versuchen, die Warenknappheit auch im Preise auszuwerten. Im Gegensatz dazu hat der Nationalsozialismus diese Geisteshaltung seit Jahren bei Anbietern und Nachfragern mit größter Entschiedenheit bekämpft, wobei er allerdings auch gleichzeitig für die erforderlichen Maßnahmen gesorgt hat, um klare und gesunde Preisverhältnisse zu schaffen und zu sichern. Alle diejenigen, die sich nicht in die Preisdisziplin einfügen, haben die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen. So ist in Deutschland durch die Preisbildungsmaßnahmen die Gefahr einer Beeinflussung der Preise durch Spekulation ausgeschaltet. Auch in dieser Hinsicht ist Deutschland gut gerüstet in den Krieg gegangen, weil der Vierjahresplan rechtzeitig die wirtschaftliche Aufrüstung und zugleich die materielle und gesinnungsmäßige Preissicherung vorbereitet und vollzogen hat. Für uns gilt die Parole des Führers, daß niemand am Krieg verdienen soll, wenn der Soldat an der Front kämpft. Siege der Heimatfront 20,9 Millionen RM. im November 1939 für das KWHW. Wieder hat das deutsche Volk an der inneren Front zwei Schlachten geschlagen, die Herrn Chamberlain beweisen, daß es mit der von ihm im Unterhaus festgestellten„erfreulich losen" Bindung zwischen Adolf Hitler und dem deutschen Volk doch etwas anders aussieht, als sich das ein weltfremdes britisches Gehirn ausmalt. Sowohl das Ergebnis des zweiten Opfersonntages als auch das der von SA., 4. NSKK. und NSFK. durchgeführten zweiten Reichsstraßensammlung haben eine Opferbereitschaft des deutschen Volkes gezeigt, die wahrlich das Ergebnis einer sozialen Volksabstimmung ausdrückt. Dolche und Schwerter als Symbole nationalsozialistischen Kampfwillens erbrachten in Großdeutschland eine Summe von 9015 032,08 RM. Das sind nicht nur rund 4 Millionen RM. mehr, als 25 Millionen Abzeichen mal dem nominellen „Preis“ von 0,20 RM. je Stück erbringen mußten, sondern auch noch 2 289 858,85 RM. mehr als das Ergebnis der zweiten Reichsstraßensammluna des Vorjahres, die mit 6 725 173,23 RM. abschloß. Gegenüber der zweiten Reichsstraßensammlung des Vorjahres ist also eine Steigerung un 34,05 vom Hundert zu verzeichnen. Auch der zweite Opfersonntag des großdeutschen Volkes hat den zweiten Eintopfsonntag des Vorjahres bei weitem übertroffen. Hier gab das deutsche Volk am 12. November die Antwort auf das Attentat vom 8. November in München. 11 873 854,44 RM. zeichnete es in die Listen der Politischen Leiter und der NSV.=Blockwalter, das sind 3418 726,68 RM. mehr als das Ergebnis des zweiten Eintopfsonntages im Winterhilfswerk 1938/39, der damals 8 455 127,76 RM. erbrachte. Rund 20,9 Millionen opferte allein im November 1939 das deutsche Volk für das Kriegswinterhilfswerk. Auch eine an große Zahlen gewöhnte Zeit darf darüber nicht leichtfertig hinweglesen. Welch geradezu ungeheure soziale Kraft und Energie mit dieser Summe entfesselt werden kann, das erläutert am besten das Beispiel, daß die NSV. mit ihr mehr als 5000 Gemeindeschwesternstationen errichten und ein ganzes Jahr lang unterhalten kann. 5000 Burgen der Gesunderhaltung und der sozialen Fürsorge hat sich das deutsche Volk mit dieser aus Groschen und Marken zusammengetragenen Summe selbst geschenkt. Der Offiziersnachwuchs in der Kriegsmarine Schüler der 8. Klasse höherer Lehranstalten können sich zur Ableistung ihres Wehrdienstes auch zum freiwilligen Eintritt in die Kriegsmarine melden. Diesen Bewerbern kann auf Grund der vom Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung aufgestellten Richtlinien bei entsprechender Leistung und Führung schon nach halbjährigem Besuch der 8. Klasse das Reifezeugnis zuerkannt werden. Der Bewerber muß am Tage der Einstellung in die Kriegsmarine das 17. Lebensjahr vollendet und darf das 25. noch nicht erreicht haben. Ferner muß er deutscher Reichsangehöriger, wehrdiensttauglich und deutschblütiger Abstammung sein. Da alle für die Heranbildung zum Offizier geeigneten Soldaten in den Kriegsoffiziernachwuchs(bisher Reserveoffiziernachwuchs übernommen werden können, besteht für diese Bewerber infolge ihrer Schulvorbildung die Aussicht, in verhältnismäßig kurzer Zeit Offizier zu werden. Ausschlaggebend für die Auswahl sind jedoch hervorragende Führereigenschaften, besondere soldatische Anlagen und Tapferkeit vor dem Feinde bzw. Bewährung im Frontdienst. Wer später einen Beruf ergreifen will, für den das Studium an einer technischen Hochschule notwendig ist, meldet sich zweckmäßig zur Maschinenlaufbahn. Er hat dann t. bei Eignung zum Ingenieuroffizier ausgebildet zu werden. Diese Ausbildung wird ihm später auf die erforderliche praktische Arbeitszeit vor dem Studium mit sechs Monaten angerechnet. Einstellungen finden am 1. 4. 1940 und am 1. 10. 1940 statt. Meldungen erfolgen bei den zuständigen Wehrbezirkskommandos(Abt. Marine), wo Vordrucke erhältlich sind und jede nähere Auskunft erteilt wird. Der Bewerber hat außerdem der Inspektion des Bildungswesens der Marine in Kiel von seiner Meldung Nachricht zu geben. Kurze Nachrichten In Warschau wurde ein mit allen Bequemlichkeiten ausgestattetes deutsches Soldatenheim eröffnet, das unter der Leitung eines Volksdeutschen steht. Außer allen Gaststätteneinrichtungen weist das Haus 250 Schlafstellen für durchziehende einzelne Soldaten, eine Badeanstalt sowie ein Offizierheim auf. * Stabschef der SA., Viktor Lutze, traf mit seiner Begleitung in Prag ein. Vor dem Hotel Esplanade war ein Ehrensturm der SA.=Sandarte 52 und eine Ehrenwache der SA. zum ersten Male auf Prager Boden mit Gewehr und Stahlhelm angetreten. Der Stabschef der SA. fuhr mit seiner Begleitung nach Iglau und Brünn weiter. * In Rom wurden die Winterkurse des faschistischen Kulturinstituts, die unter der Losung der geistigen Mobilmachung von Partei und Volk stehen, eröffnet Mussolini war in Begleitung von Parteisekretär Muti mit mehreren Ministern und Staatssekretären erschienen. General Maravigna hielt einen Vortrag über„Die Vorbereitung auf den totalen Krieg“. Der Krieg faschistischen Stils lasse sich, so erklärte der General, wie folgt zusammenfassen: Eine Offensive, die auf eine rasche Entscheidung zu Lande, zu Wasser und in der Luft abzielt, und zwar von der Stratosphäre bis zur Tiefe des Meeres mit allen militärischen, wirtschaftlichen und propagandistischen Mitteln unter allen Formen gegen alle das Leben und den moralischen Widerstand des Gegners betreffenden Ziele, und vor allem mit der geistigen Waffe. In der Südafrikanischen Union wurde ein neuer Senat gebildet, der von den Provinziallandtagen und den Mitgliedern des Parlaments für die einzelnen Provinzen gewählt wurde. General Smuts erlangte mit seiner südafrikanischen Partei mit 13 Senatoren eine kleine Mehrheit. General Hertzog kann mit 9 und die ihm verbündeten Nationalisten Dr. Malens mit 6 Senatoren rechnen, so daß die nationalburische Opposition insgesamt über 15 Senatoren verfügen dürfte. Der englische Generalgouverneur und die Regierung ernennen noch weitere 8 Senatoren. Diese Zusammensetzung des neuen Senats entspricht nicht dem Willen des südafrikanischen Volkes. Nicht ohne Grund verweigerte der englische Generalgouverneur dem zurücktretenden General Hertzog die Ausschreibung von Neuwahlen. Auch die Neubildung des Senats hat hieran nichts geändert, denn nicht das Volk, sondern Parlamentarier, deren Mehrheitsverhältnisse völlig überholt sind, haben ihre Stimme abgegeben. Rundfunk=Programm Reichssender Köln Mittwoch, 29. November 6.00: Morgenruf, Morgenlied.— 6.05: Wiederholung der Abendnachrichten. Durchsprüche für den Bauer.— 6.10: Knie—e beugt!— 6.30: Frühkonzert. Hermann Hagestedt mit seinem Orchester. Darin: 7.00: Nachrichten.— 8.00: Frauenturnen.— 8.20: Morgenmusik.(Industrieschallplatten.) Darin: 9.30: Vom gesunden Leben.— 10.00: Nachrichten, Marktberichte des Reichsnährstandes.— 10.10: Zur Unterhaltung.— 10.40: Sendepause.— 11.30: Marcel Wittrisch singt.(Industrieschallplatten.)— 11.50: Bauer, merk' auf!— 12.00: Die Werkpause. Darin: 12.30: Nachrichten.— 13.00: Musik am Mittag. Leo Eysoldt spielt.— 14.00: Nachrichten, Glückwünsche.— 14.15: Melodein aus Köln am Rhein. Darin: 14.30: Nachrichten in englischer Sprache.— 15.00: Im Fuhrmannskittel.— 15.30: Von Berlin: Zeitspiegel der Jugend.— 16.00: Solistenkonzert. — 16.30: Fürs Kriegs=WHW.— 17.00: Nachrichten.— 17.10: Neues vom Film.— 17.30: Nachrichten in englischer Sprache. — 17.40: Die Heimat spricht. Donnerstag, 30. November 6.00: Morgenruf, Morgenlied.— 6.05: Wiederholung der Abendnachrichten. Durchsprüche für den Bauer.— 6.10: Knie—e beugt!— 6.30: Frühkonzert. Leo Eysoldt mit seinem Orchester. Darin: 7.00: Nachrichten.— 8.00: Frauenturnen.— 8.20: Die drei Musikanten spielen. Darin: 9.00: Von Büchern, die uns gut beraten.— 9.30: Von Berlin: Schulfunk für die Mittelund Oberstufe: Wir senden für die Landschule„Wetterkunde“. — 10.00: Nachrichten.— 10.10: Kleines Konzert. Leo Prümper (Violine), Hermann Arzig(Cello), Walter Wielsch(Klavier). — 10.30: Sendepause.— 11.30: Mario Traversa spielt.(Industrieschallplatten.)— 11.50: Tröstliche Gedichte von Hans Carossa.— 12.00: Von Hamburg: Musik am Mittag. Darin: 12.30: Von Berlin: Nachrichten.— 14.00: Nachrichten, Glückwünsche.— 14.15: Melodein aus Köln am Rhein. Darin: 14.30: Nachrichten in englischer Sprache.— 15.00: Nordische Volksmärchen und nordische Volksliedweisen.— 15.20: Kleine Zwischenmusik.(Industrieschallplatten.)— 15.30: Für große und kleine Kinder: Regen, Regentröpfchen...— 16.00: Eine Viertelstunde Weltgeschichte.— 16.15: Holländisches Konzert. Das Große Orchester des Reichssenders Köln.— 17.00: Nachrichten.— 17.15: Was bringen die westdeutschen Theater?— 17.30: Nachrichten in englischer Sprache.— 17.40: Die Heimat spricht. Freitag, 1. Dezember 6.00: Morgenruf, Morgenlied.— 6.05: Wiederholung der Abendnachrichten. Durchsprüche für den Bauer.— 6.10: Knie—e beugt!— 6.30: Frühkonzert.(Industrieschallplatten.) Darin: 700: Nachrichten.— 8.00: Frauenturnen.— 8.20: Morgenmusik.(Eigene Aufnahmen.) Darin: 9.00: Für unsere Frauen — 9.30: Von Leipzig: Schulfunk, Oberstufe. Wirtschaft und Politik:„Leichtmetall.“ Hörfolge.— 10.00: Nachrichten.— 10.10: Sonatine für Violine und Klavier von Anton Dvorak. August Kreuter(Violine), Erich Rummel(Klavier).— 10.30: Der rote Rock. Eine Plauderei aus dem Westfalenlande.— 10.40: Sendepause.— 11.30: Lieder von Modeste Moussorgsky, gesungen von Clemens Kaiser=Breme(Bariton).— 11.50: Technik und Soldatentum.— 12.00: Die Werkpause. Darin: 12.30: Nachrichten.— 13.00: Mittagskonzert. Das Große Orchester und der Chor des Reichssenders Köln.— 14.00: Nachrichten, Glückwünsche.— 14.15: Melodein aus Köln am Rhein. Darin: 14.30: Nachrichten in englischer Sprache.— 15.00: Beim Entrümpeln gefunden.— 15.20: Mutter singt: Es kam ein Herr zum Schlößli.— 15.30: Zwischen schönen Schallplatten und neuen Büchern.— 16.00: Für unsere Soldaten. Großes Orchester.— 17.00: Nachrichten.— 17.10: Jungmädel singen und musizieren.— 17.30: Nachrichten in englischer Sprache.— 17.40: Die Heimat spricht. Samstag, 2. Dezember 6.00: Morgenruf, Morgenlied.— 6.05: Wiederholung der Abendnachrichten. Durchsprüche für den Bauer.— 6.10: Knie—e beugt!— 6.30: Frühkonzert. Hermann Hagestedt mit seinem Orchester. Darin: 7.00: Nachrichten.— 8.00: Frauenturnen. — 8.20: Morgenmusik.(Industrieschallplatten.)— 9.00: Gibt es eine Stadtflucht?— 9.15: Fröhliches Spiel für die Kleinen. — 9.45: Benjamino Gigli singt.(Industrieschallplatten.)— 10.00: Nachrichten, Marktberichte des Reichsnährstandes.— 10.10: Hausmusik.— 10.30: Der Erzähler.— 10.40: Sendepause.— 11.30: Musik von Schallplatten.— 11.50: Bauer, merk' auf!— 12.00: Von Leipzig: Musik am Mittag. Darin: 12.30: Von Berlin: Nachrichten.— 13.00: Konzert der Wehrmacht.— 14.00: Nachrichten, Glückwünsche.— 14.15: Wochenendkonzert.(Industrieschallplatten.) Darin: 14.30: Nachrichten in englischer Sprache.— 15.00: Bunter Nachmittag. Kleines Orchester und Solisten.— 17.00: Nachrichten.— 17.10: Allerlei vom Sport.— 17.30: Nachrichten in englischer Sprache.— 17.40: Die Heimat spricht verlor seinen Titel Cattaneo Europameister im Bantamgewicht. Der erste deutsche Kriegseuropameisterschaftskampf der Be. rufsboxer, der am Wochenende in der Berliner Deutschland halle ausgetragen wurde, hat leider nicht den erhofsn Er folg gehabt. Bedeutete schon der wider Erwarten überaue schlechte Besuch— bedingt durch das unglückliche Zusammen, treffen von drei sportlichen Großveranstaltungen— eine erste Enttäuschung, so stellte auch die hohe Punktniederlage bisherigen Titelhalters Ernst Weiß=Wien gegen den Hergus, forderer Gino Cataneo ein für den deutschen Boxsport wenig befriedigendes Ergebnis dar. Als Trost bleibt dem Wiener nur die Aussicht auf einen Rückkampf, zu dem der neue italienische Europameister sich sofort bereit erklärte Der Italiener erwies sich in dem über 15 Runden führenden Kampf von Anfang bis zum Schluß als ein wirklich meisterlich boxender Kämpfer, der vom ersten Gongschlag an das Tempo angab und sich in jeder Situation als ein Bor künstler von hohen Graden zeigte. Der Deutsche, der nie die richtige Einstellung zu dem starken Italiener fand, verfolgte offenbar zunächst die Taktik, sich vorerst auf die Abwehr der stürmischen Angriffe des temperamentvollen Südländers zu beschränken, in der Hoffnung, daß Cataneo sich dann verausgaben würde und dann dem Gegenangriff des Europameisters nicht mehr gewachsen wäre. Diese Ueberlegung erwies sich jedoch bald als Trugschluß. Der mit einem unbezähmbaren Siegeswillen boxende Italiener war nicht nur ein eisenharter Boxer, der schwerste Schläge ohne jede Spur von Wirkung nahm, sondern zeigte auch ein solches Stehvermögen daß alle Pläne des Deutschen über den Haufen geworfen wurden. Er diktierte geradezu den Kampf und ließ Runde auf Runde einen Hagel von beidhändigen Haken auf Weiß herniederprasseln, daß dieser sich nur mit Mühe der fortgesetzten Angriffe entziehen konnte und trotz tapferer Gegenwehr immer wieder schwerste Kopf= und Körpertreffer hinnehmen mußte. Verschiedene Male versuchte der Deutsche zum Gegenangriff überzugehen, doch scheiterte er stets an dem Temperament und der Geschicklichkeit seines Gegners, der sich aus kritischen Situationen gewandt herauszuziehen verstand und sofort wieder zu wirkungsvollen Gegenangriffen überging. In den letzten Runden setzte Weiß stärksten Widerstand entgegen und kämpfte auf Biegen und Brechen, doch mußte er einem besseren und stärkeren Gegner den Sieg und den Titel überlassen Im Gegensatz zu dem Meisterschaftskampf hatten die italienischen Boxer in den beiden übrigen internationalen Treffen weit weniger Glück. In dem Schwergewichtskampf zwischen Paul Wallner(Berlin) und dem Italiener Mario Anniballi siegte der Deutsche in der zweiten Runde durch k. o. infolge Verletzung des Italieners. Anniballi hatte sich beim Zurückgehen so stark rücklings über das Seil gelegt, daß er eine schmerzhafte Zerrung der Rückenmuskulatur davon trug, stöhnend zusammensank und ausgezählt wurde. Einen harten Kampf lieferten sich der italienische Halbschwergewichtsmeister Oldoini und der starke Berliner Heinz Seidler. Nur eine Verwarnung wegen Kopfstoßens warf den Italiener etwas zurück, so daß Seidler ein reichlich knapper Punktsieg zufiel. Die beiden restlichen Kämpfe trugen nationalen Charakter. Einleitend hatte Hans Heuser(Bonn), der Bruder des deutschen Halbschwergewichtsmeisters, nach Punkten über den Berliner W. Seisler gesiegt. Im Schlußkampf trennten sich die beiden Schwergewichtler Jakob Schönrath(Krefeld) und Hermann Kreimes(Mannheim) nach 4 Runden unentschieden. Nr. 278 71240 To Britischer 11 00 Nach einer 11 000=TonnenVerkehr mit A auf eine Mine ten Schwierigke Die„Susse transport geba Nach eine Evening Stan von insgesamt größten Ve Tot Reich Ueber der lut des von eutschland sta enken an das seater in Bro eichssendung uf alle deutse romberg gab erhaftung du olnischen Gef tarsch der vol on der Befrei eutschen Trup Reichsstatt enkrede fürd reignisse der deutschen zu von Bromberg . September sollbracht wu Volksgenossinn janzen Lande jetztem polnis gebracht word tümmelte LeiNach diese und in allen volnische Volk Jahre werd veranstaltet n gedenken, zugl ihr Leben fü deutschen Mei „Wir sini Forster,„vom dieses Land Land wiede aller ehrenvol wenigen Jah welcher Art, l Bereinigung gehört, muß diesem Kamp werden, sonde notwendig ist zu lösen und tod des D über nachzu Feierlich Schiffers deutscher Fliegengewichtsmeister Bei dem Königsberger Borabend konnte sich der frühere Fliegengewichtsmeister Offermanns=Neuß seinen Titel nicht zurückerobern. Schiffers=Gladbach gewann sicher nach Punkten, nachdem er Offermanns in der neunten Runde einmal bis neun auf die Bretter gebracht hatte Der Halbschwergewichtler Jean Kreitz=Aachen war dem Münchner Kurt Haymann klar überlegen und gewann haushoch nach Punkten Kleine Sportnachrichten In Berlin siegte im Fußballkampf die Universitäl Jena über die Berliner Studentenmannschaft mit 3: Toren. In Preßburg trennten sich die Boxstaffeln der Ostmark und der Slowakei 4:4 unentschieden Die dritte Schlußrunde des Großdeutschen Vereinswenbewerbs um den Fußballpokal des Reichssportführerwird am 10. Dezember durchgeführt. Mit dem Hindenburg=Pokal über 2800 Meter wurde in Berlin=Ruhleben die Reihe der klassischen Rennen des Jahres 1939 abgeschlossen. Ueberraschende Siegerin blieb Lily Ford, von Jauß jr. gefahren. Mit dem Torlauf am Zugspitzplatt wurde der neue deutsche Sportwinter 1939/40 eingeleitet. Die Geschwister Rudi und Christl Cranz begannen gleich mit se einem Sieg. Steinheimer Lichtspiele Mittwoch und Donnerstag, abends 8,15 Uhr Ein Film, wie ihn das Leben schreibt: „Hochzeit mit Hindernissen“ Ein Lustspiel mit volkstümlichem Humor. Beiprogramm: Wochenschau— Kulturfilm Jugendliche zugelassen. Nehme mit dem heutigen Tage meine Hausschlachtungen wieder auf. Heinrich Jürgens, All Das gar diesem Toten uns liegenden gezwungenen Teilnahme u nen. Das de nen gerade Grabe ihrer weilen zu ki schmücken zu Kriege nicht selbsi durchz sünftigen Ge So war mandos der Toten dafür deutscher gänglich sind Tannengrün mit den Hir men und K Bis in die k Offiziere vo dem ganzen wißheit zu lag geschmüt Das W mit einer ei Ein Der Be gräberfürson 26. 11. 39, dem Garni Kranz niede 5 Zum C Reichskriege Reinhar nieder. Da einen Vate Möglichkeit Kriegsmari trieg gesun Gedenktafel bliebenen 1 oldaten! rung und Prop hen und Mongie der Buch=Feldy uf erläßt:„Unser et Bücher an einen Angehörigen feldpostsendung ein Buchve für Feldvas nthält. Nach don bis 250 Darüber hing tsgrenze von 100 Buchauswan, versandt werden itel mgewicht. aftskampf der liner Deutschland. den erhoffn K. ckliche Zusammen, ngen— eine erste inktniederlage des egen den Herausdeutschen Boxsport Sron Bleb den impf, zu dem der bereit erklärte, 15 Runden fühB als ein wirklich en Gongschlag an tion als ein Bor utsche, der nie die er fand, verfolgte f die Abwehr der n Südländers zu sich dann verausiff des Europaeberlegung erwies m unbezähmbaren st nur ein eisende Spur von Wires Stehvermögen Haufen geworfen und ließ Runde Haken auf Weiß Mühe der fortgez tapferer Gegencpertreffer hinnehder Deutsche zum er stets an dem Gegners. der sich zzuziehen verstand enangriffen überirksten Widerstand echen, doch mußte en Sieg und den pf hatten die itatationalen Treffen htskampf zwischen ner Mario Anniide durch k. o. inhatte sich beim eil gelegt, daß er latur davon trug de. italienische Halble Berliner Heinz Kopfstoßens warf n reichlich knapper onalen Charakter. der Bruder des Bunkten über den ftrennten sich die (Krefeld) und den unentschieden. chtsmeister e sich der frühere einen Titel nicht sann sicher nach unten Runde einDer Halbschwernchner Kurt Haych nach Punkten 1 Universität ischaft mit 3: ffeln der Osthen Vereinswettleichssportführers ber 2800 Meter he der klassischen Ueberraschende ahren. wurde der neue eleitet. Die en gleich mit je piele s 8,15 Uhr hreibt: nissen" Humor. kulturfilm le en Wallstraße. Nr. 278 Steinheim, Dienstag, 28. November 1939 2. Blatt 71240 Tonnen in einer Woche versenkt Britischer 11 000=Tonnen=Frachter durch Mine schwer beschädigt Nach einer italienischen Meldung stieß das englische 11000=Tonnen=Frachtschiff„Sussex", das erst 1937 für den Verkehr mit Australien gebaut wurde, im Kanal von Dover auf eine Mine und wurde schwer beschädigt. Nur unter größten Schwierigkeiten konnte das Schiff abgeschleppt werden. Die„Sussex“ wurde namentlich für den Lebensmitteltransport gebaut und ist mit großen Kühlanlagen versehen. Nach einer Zusammenstellung des Londoner Blattes Evening Standard“ sind in der vergangenen Woche Schiffe von insgesamt 71240 Tonnen versenkt worden, was den größten Verlust in einer Woche seit Kriegsbeginn darstellt. Totenfest in Bromberg Reichsstatthalter Gauleiter Forster spricht. Ueber der Totenfeier am Totensonntag 1939 lohte das Blut des von Polen ermordeten Deutschtums im Östen. Ganz Deutschland stand zusammen an diesem Totensonntag im Gedenken an das Blutopfer der Volksdeutschen. Aus dem Stadttheater in Bromberg übertrug der Reichssender Danzig als Reichssendung die Feierstunde für die Bromberger Blutopfer auf alle deutschen Sender. Der Volksdeutsche Fenske aus Bromberg gab einen erschütternden Erlebnisbericht von seiner Verhaftung durch die Polen, von den unmenschlichen Leiden in polnischen Gefängnissen und Zuchthäusern, von dem Todesmarsch der volksdeutschen Gefangenen nach Brest=Litowsk und von der Befreiung der Ueberlebenden durch die vordringenden deutschen Truppen. Reichsstatthalter Gauleiter Forster hielt dann die Gedenkrede für die Toten. Bromberg sei durch die furchtbaren Ereignisse der ersten Septembertage dieses Jahres für alle Deutschen zu einem besonderen Begriff geworden. Wo man von Bromberg höre, denke man sofort an die Morde, die am 3. September von polnischen Mordbanditen in dieser Stadt vollbracht wurden. Rund 1000 deutsche Volksgenossen und Volksgenossinnen allein in Bromberg und aber Tausende im ganzen Lande seien, nur weil sie Deutsche waren, von verhetztem polnischem Mordgesindel auf sadistische Weise umgebracht worden. Immer noch würden neue Gräber und verstümmelte Leichen gefunden. Nach dieser Anklage gegen das ganze mitverantwortliche und in allen seinen Schichten und Ständen mitschuldige polnische Volk erklärte der Gauleiter, einmal in jeden Jahre werde von nun an in Bromberg eine Feierstunde veranstaltet werden, um der ermordeten Volksdeutschen zu gedenken, zugleich auch unserer Soldaten, die in diesem Lande ihr Leben für die Befreiung und Rettung der gequälten deutschen Menschen hingegeben haben. „Wir sind nun“, so erklärte Reichsstatthalter Gauleiter Forster,„vom Führer als Treuhänder der deutschen Sache für dieses Land eingesetzt worden mit dem klaren Ziel, dieses Land wieder oeutsch zu machen. Es wird daher unser aller ehrenvollste Aufgabe sein, alles zu tun, damit schon in wenigen Jahren alle polnischen Erscheinungen, ganz gleich welcher Art, beseitigt sind. Das gilt besonders für die völkische Bereinigung dieses Landes. Wer zum polnischen Voll ehört, muß dieses Land verlassen. Wir wollen geloben, in iesem Kampf um unser deutsches Volkstum nie weich zu werden, sondern immer die Härte an den Tag zu legen, die notwendig ist, um die schweren Probleme in diesem Lande zu lösen und damit unserer Verpflichtung dem Opfertod des Deutschtums in diesem Lande gegenüber nachzukommen.“ Feierlich erklang das Lied vom guten Kameraden. Dann riefen die stolzen Klänge der Egmont=Ouvertüre„Ueber Gräber vorwärts“ auf zur Erfüllung des verpflichtenden Opfers all des deutschen Blutes, das um diese deutsche Erde geflossen ist. Gefallenenehrung am Totensonntag Alle Soldatengräber in Polen geschmückt. Das ganze Empfinden des deutschen Volkes war an diesem Totensonntag nach den schweren Kämpfen der hinter uns liegenden Wochen vor allem auf die Toten des uns aufgezwungenen Krieges gerichtet. Unsere Gedanken weilten mit Teilnahme und Trauer bei den Hinterbliebenen der Gefallenen. Das deutsche Volk weiß, daß bei all diesen Hinterbliebenen gerade der Totensonntag den heißen Wunsch auslöst, am Grabe ihrer gefallenen Väter, Gatten, Söhne oder Brüder verweilen zu können und ihre letzte Ruhestätte mit Blumen schmücken zu dürfen. Die Wehrmacht hat es sich in diesem Kriege nicht nehmen lassen, die Pflege ihrer Kriegergräber selbst durchzuführen und sie für alle Zeiten als Mahnmale ünftigen Geschlechtern vor Augen zu halten. So war auch auf Anordnung des Chefs des Oberkommlandos der Wehrmacht an diesem ersten Kriegssonntag der Tdten dafür Sorge getragen worden, daß alle Gräber deutscher Soldaten, die den Angehörigen nicht zugänglich sind, mit Blumen und mit einem feierlich schlichten Lannengrün einheitlich geschmückt worden sind. Es sollte damit den Hinterbliebenen die Sorge genommen werden, Blumen und Kränze in das frühere Kampfgebiet zu entsenden. dis in die kleinsten Ortschaften war die Tätigkeit der GräberOffiziere vorgedrungen, um den Hinterbliebenen, wie auch dem ganzen deutschen Volk am Totensonntaa die Gewoißheit zu geben, daß unsere Heldengräber an diesem Feierlag geschmückt sind. Das Wehrmachtwunschkonzert des Totensonntags wurde mil einer eindrucksvollen Ehrung der Gefallenen eröffnet. Ein Kranz am Sammelgrab von 1870 Der Bundesführer des Volksbundes Deutsche Kriegsstaberfürsorge, Dr. Eulen, hat am Totensonntag, dem II. 39,, an dem französischen Sammelgrab von 1870 auf dem Garnisonfriedhof in der Hasenheide in Berlin einen Kranz niederlegen lassen. Soldatengedenten am Ehrenmal Zum Gedenken an die toten Frontsoldaten legte der eichskriegerführer General der Infanterie ½=Gruppenführer meinhard am Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz niedet. Das Ehrenmal Unter den Linden bot vielen, die rn Vater, Sohn und Bruder in ferner Erde wissen, die oglichkeit zu feierlichem Gedenken. In der Sammlung der ttegsmarine wurden wieder an den Modellen der im Weltsieg gesunkenen deutschen Kampfeinheiten und an der großen Oedenttafel im Lichthof kleine Immergrünkränze von Hinterbliebenen niedergelegt. Jeder tritt an und bringt sein Opfer! Aufruf Hilgenfelds zur Kleiderspende für die befreiten Gebiete. Der Reichsbeauftragte für das Winterhilfswerk, Erich Hilgenfeldt, erläßt folgenden Aufruf an die deutsche Volksgemeinschaft! Volksgenossen!. Seit 20 Jahren haben Millionen Volksdeutsche im ehemaligen Polen den Kampf für ihr Deutschtum inter größten Entbehrungen geführt. Sie wurden in der angen Zeit wirtschaftlich auf das schwerste bekämpft. Man hat ihnen das Letzte genommen. Von englischen Kriegshetzern aufgestachelt, hat polnischer Haß sie bis zum Letzten ausgeplündert. Ihre Angehörigen wurden verschleppt und bestialisch ermordet. Sie wurden von Haus und Hof verjagt. Ihr Eigentum wurde zerstört. Sie standen wegen ihres Bekenntnisses zum Deutschtum vor dem Nichts. Nun hat der Führer unsere volksdeutschen Brüder in die großdeutsche Heimat zurückgeführt. Unser selbstverständlicher Dank für ihr Durchstehen ist die Hilfe der ganzen Volksgemeinschaft. Sie brauchen nun nicht mehr zu hungern. Es fehlt aber für den kommenden Winter an dem Notwendigsten. Spendet sofort warme Bekleidungsstücke für Männer, Mütter und Kinder. Wäsche, Wollzeug, Kopfbedeckungen, Kleider, Anzüge. Mäntel und Schuhzzug müssen schnell beschafft werden. Jeder tritt an und bringt sein Opfer— auch Du! Erich Hilgenfeldt, Reichsbeauftragter für das Winterhilfswerk. Liebesgaben für die Wehrmacht Was ist beim Versand zu beachten? Welcher Frontsoldat von 1914 erinnert sich nicht der Berge von Liebesgaben, die ihn in der ersten Kriegszeit überschütteten? Schon auf dem Truppentransport der ersten Mobilmachungstage wurden die Feldgrauen mit Eßwaren usw. aller Art förmlich überfüttert. Das führte dazu, daß oft Riesenmengen von belegten Brötchen, Schokolade usw verdarben oder schließlich einfach fortgeworfen wurden Das gleiche Bild wiederholte sich monatelang immer wieder Da erhielt z. B. ein Regiment eine wahre Hochflut Liebesgabensendungen von Wollschals, Pulswärmern und anderen Wintersachen, während andere Truppenteile völlig leer ausgingen. Der Grund war eine mangelhafte Organisation der Liebesgabensendungen. Eine vorausschauende Planwirtschaft darf solche wohlgemeinten, aber schlecht durchgeführten Maßnahmen nicht wiederholen lassen. Daher kommt der wahllose Versand von Liebesgaben an die Front in diesem Feldzug nicht in Frage Die Wehrmacht sorgt selbst dafür, daß alle Soldaten mit Verpflegung und warmer Bekleidung gleichmaßig gut versorgt werden. Darüber hinaus können natürlich einzelne Familien ihren im Felde stehenden Angehörigen bestimmie endungen zukommen lassen, wie z. B. jetzt nach Eintritt der kalten Jahreszeit zusätzlich wollene Sachen, Unterwäsche und dergleichen. Die Post hat unter Berücksichtigung dieser Notwendigkeit ab 1. 11. für die Feldpostpäckchen das erhöhte Gewicht von 1000 Gramm zugelassen und das Porto hierfür auf den geringen Betrag von 20 Pf. festgesetzt. Es sei davor gewarnt, Sendungen für Angehörige im Felde auf anderem Wege als durch die Feldpost abzusenden, insbesondere nicht etwa durch unbekannte Ueberbringer, die sich anbieten. Die oft gut gemeinten Bestrebungen, Liebesgabensammlungen für unbekannte Feldgraue oder für Soldaten ohne Angehörige zu veranstalten, sind wenig geeignet, zu einer gerechten Verteilung der Gaben zu führen. Auch sind Spenden oder Sammlungen unerwünscht, die für Angehörige eines bestimmten Gaues, einer Waffengattung, eines Truppenteils, eines bestimmten Schiffes oder dergleichen bestimmt sind. Wer ungenannten Angehörigen unserer Wehrmacht eine Spende zukommen lassen will— sei es, daß er selbst keinen Verwandten oder Bekannten im Felde zu betreuen hat, sei es, daß er darüber hinaus ein übriges tun will— der stelle seine Gaben den Dienststellen des Kriegs=WHW. oder des Deutschen Roten Kreuzes zur Verfügung. Diese Stellen sorgen für Weiterleitung an die eingerichteten „Sammelstellen für freiwillige Liebesgaben“ bei den Wehrkreiskommandos und Marinestationskommandos, so daß eine gerechte und gleichmäßige Verteilung an alle drei Wehrmachtteile sichergestellt ist. Plünderer hingerichtet Am Sonnabend wurde der am 10. Juni 1909 geborene Karl Straßner aus Güdingen hingerichtet, der vom Sondergericht Saarbrücken wegen Verbrechens gegen die Verordnung gegen Volksschädlinge zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden ist. Karl Straßner hat am 26. September und 1. Oktober 1939 in einem aus militärischen Gründen von der Zivilbevölkerung geraumten Grenzort geplündert. Die ersten Zollgrenzschutz=Ehrenzeichen verliehen. Der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium, Fritz Reinhardt, übergibt vier bewährten Zollbeamten die ersten Zollgrenzschutz=Ehrenzeichen, die der Führer für treue Pflichterfüllung im Zollgrenzschutz verliehen hat. Weitbild(M. Wieder Urlaub ab 15. Januar Urlaub für die vergangene Zeit ist nachzugewähren. Die Kriegswirtschaftsverordnung hatte bekanntlich zunächst eine Urlaubssperre ausgesprochen. Dem Reichsarbeitsminister war aber gleichzeitig eine Ermächtigung erteilt worden, diese Sperre wieder aufzuheben, sobald es die allgemeinen Verhältnisse wieder erlaubten. Der Reichsarbeitsminister hat vorerst für dringende Fälle gewisse Ausnahmen zugelassen. Die wichtigste dieser Lockerungen ist die Gestattung von kurzfristigen Familienheimfahrten für Arbeiter und Angestellte, die von ihrer Familie getrennt leben müssen. Solche Fahrten können im Rahmen der vorhandenen Transportmöglichkeiten in gleichem Umfange gewährt werden, wie sie die Tarifordnung zur Regelung von Familienheimfahrten bei Bauvorhaben der öffentlichen Hand für die Kriegszeit(Reichsarbeitsblati Nr. 30 S. VI 1582) vorsieht. Darüber hinaus hat nunmehr der Reichsarbeitsminister durch eine im Reichsarbeitsblatt Nr. 33 vom 25. November 1939 veröffentlichte Anordnung allgemein wieder die Gewährung von Urlaub zugelassen, und zwar vom 15. Januar 1940 ab Der Urlaub für die vergangene Zeit ist, soweit er noch nicht verbraucht ist, bis zum 30. Juni 1940 nachzugewähren. Inzwischen ausgeschiedenen Gefolgschaftsmitgliedern ist das fällige Urlaubsentgelt nach dem 15 Januar 1940 auszuzahlen. Ist ausnahmsweise infolge der Kriegsverhältnisse eine Gewährung von Freizeit bis zum 30. Juni 1940 nicht möglich, so kann der Reichstreuhänder der Arbeit in Ausnahmefällen eine Abfindung des alten Urlaubs in Geld ganz oder teilweise zulassen Hinsichtlich der Urlaubsmarken im Baugewerbe erfolgnoch eine besondere Regelung. Lebensmittel für Selbstversorger Reichsmahlkarte und Schlachtkarte Die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln bei den landwirtschaftlichen Erzeugern ist schon bald nach Einführung der öffentlichen Bewirtschaftung durch eine Reihe von Erlassen und Anordnungen geregelt worden. Diese trugen aber mehr oder weniger vorläufigen Charakter, denn sie behandellen meist nur die eine oder andere Einzelfrage. Es entsprach daher einem Bedürfnis der Praxis, das gesamte Selbstversorgerrecht zusammenzufassen und bei dieser Gelegenheit bestehende Lücken und Unklarheiten zu beseitigen. Diesem Zweck dient ein neuer Erlaß des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft und die diesem Erlaß beigefügte Anweisung. Bei der Festsetzung der Selbstversorgerrationen ist den unterschiedlichen Bedürfnissen in den einzelnen Landschaften Rechnung getragen worden. In der Anweisung wird zunächst klargestellt, wer als Selbstversorger gili. Den wesentlichsten Inhalt der Anweisung bilden die Einzelvorschriften für die verschiedenen bewirtschafteten Erzeugnisse. Für die Regelung der Selbstversorgung mit Brot aus eigenem Getreide wird eine Reichsmahlkarte, für die Regelung der Selbstversorgung mit Fleisch und Fett aus Hausschlachtungen u. a. eine Schlachtkarte eingeführt. Allerlei Neuigkeiten Teures Küßchen im Dunkeln. Die Strafkammer des Land geriches Karlsruhe verurteilte den 52jährigen verheirateten Einwohner Wilhelm F. wegen Sittlichkeitsverbrechens im Sinne des§ 176, Ziffer 1, des Strafgesetzes(gewaltsame Verübung unzüchtiger Handlungen) zu acht Monaten Gefängnis. Der sonst völlig unbescholtene Mann hatte sich die teilweise Verdunkelung einer nachbarlichen Wohnung zunutze gemacht. Im dunklen Korridor dieser Wohnung, die er betreten hatte, umarmte er die am Rundfunkgerät hantierende Tochter des Hauses in Abwesenheit ihrer Mutter stürmisch, preßte sie an sich, küßte sie und benahm sich auch sonst vorbei, bis sie ihn um Schonung anflehte und er abließ. Sie aber ging hin und klagte, das heißt, sie stellte Strafantrag wegen tätlicher Beleidigung. Vor Gericht bekundete die Zeugin, daß der stürmische Mann ihr höchst unsympathisch gewesen sei. Das Gericht sah im Verhalten des F. noch mehr als nur eine tätliche Beleidigung. Ein Toter, zehn Verletzte bei einem Schiffsbrand in Dänemark. Aus Odense wird gemeldet, daß auf einem Schiffsneubau für die Holland=Amerika=Linie ein Feuer entstand, bei dem nach den bisherigen Ermittlungen ein Arbeiter ums Leben kam und etwa 10 Brandwunden oder Rauchvergiftungen erlitten. Acht Arbeiter in Italien verschüttet. In der Nähe von Gallicano bei Lucea stürzte ein Stollen für die Wasserversorgung des großen Elektrizitätswerkes in Pian della Rocca, in dem noch gearbeitet wurde, in einer Länge von 200 Meter ein. Hierbei wurden acht Arbeiter verschüttet. Nach stundenlangen Rettungsversuchen konnten die verunglückten Arbeiter nur noch als Leichen geborgen werden. Festnahme eines Mordbanditen in Spanien Ein ehemaliger Anarchistenhäuptling wurde in der Prooinz Jaen festgenommen. Er hatte 30 Mordtaten selbst begangen und außerdem elf Personen lebendig verbrennen lassen. Nach dem Kriege hatte er unter falschem Namen in Barcelona gelebt. Millionenerbschaft für die Vaterstadt Ein reicher Grieche im Epirus vermachte sein Vermögen seiner Vaterstadt mit der Verfügung, daß von den hinterlassenen Millionen Drachmen die Stadt ein Wasser= und ein Elektrizitätswerk baue. Aus den Einnahmen dieser beiden Unternehmungen sollen alljährlich die besten und schönsten Tänzerinnen aus seiner Heimatstadt prämiiert werden, und zwar 20 000 Drachmen als 1. und 10000 Drachmen als 2. Preis. Weiter erhalten 20000 Drachmen je ein Mann und eine Frau, die ein Jahr hindurch die schönsten Nationaltrachten tragen. Dr. Seyß=Inquart in Warschau und Lublin. Der Stellvertreter des Generalgouverneurs, Reichsminister Dr. SeyßInquart, unternahm eine Inspektionsreise nach Warschau. Die Reise führte dann weiter nach Lublin, dem östlichen Raum des deutschen Interessengebietes, wo ebenfalls eingehende Beratungen stattfanden. Presselügen werden in Ungarn bestraft. Das ungarische Presserecht wird durch eine von der Regierung angekündigte Reform eine Verschärfung erfahren, da sie u. a. die Ahndung unwahrer Veröffentlichungen vorsieht, selbst wenn diese an sich kein Delikt darstellen. Auch werden Verleumdung und Beleidigung strenger bestraft. 3 URHEBER-RECHTSSCHUTZ OURCH VERLAC OSKAR MFISTER WERDAU „Warum diese Komödie?" flüstert Karola atemlos. „Weil ich nicht weiß, wie teuer Sie Ihre Liebe einschätzen." „Was soll das bedeuten?“ „Daß ich die Absicht habe, mit Ihnen ein Geschäft zu machen." „Sie sind wahnsinnig!“ „Oder Herr Karajan erfährt..." „O Gott... ich bitte Sie..." „In den nächsten drei Tagen erreichen Sie mich in den Mittagspausen im Ratskeller!“ Und dann laut, denn Karajan und Irene sind herangekommen:„Es ist für mich immer wieder ein überraschender Anblick, so von oben herab in diese Maschinerie der Musik zu sehen. Ich bin nämlich leider ganz unmusikalisch und gestehe gern, daß mich der Kapellmeister und der Mann am Schlagzeug mehr fesseln als alles, was auf der Bühne vorgeht. Sehen wir Sie nachher noch? Ich habe den Wagen draußen und vielleicht können wir nach dem Theater..." „Wir danken, Herr Meßdorff. Unser Programm für den Abend steht fest.“ Karajan verbeugt sich kurz und knapp, reicht Karola den Arm und geht, ohne eine Antwort abzuwarten. Meßdorff sieht ihm lächelnd nach. „Wenn ich mich nicht sehr täusche, haben wir soeben eine Schlacht gewonnen. Morgen werde ich zum entscheidenden Schlage ausholen. Dem kleinen Fräulein Karola scheint der ungehobelte Herr Karajan viel zu bedeuten! Großartig! Willst du noch bleiben?... Ich würde sonst vorschlagen, in den„Englischen Garten“ zu fahren." Und während auf der Bühne die kleine Frau Schmetterling von Sehnsucht und Hoffnung, von dem fernen Geliebten und ihrem kurzen Glück singt, verlassen sie geräuschlos ihre Loge. „Warum bist du so schweigsam, Karola?“ fragt Karajan und stellt eine Flasche Wermut und die Gläser dazu bereit. Sie sind nach der Oper, wie sie das schon öfters getan, in sein Laboratorium gefahren, in dem er fast vollständig zu Hause ist. Er hat sich ein Schlafsofa aufstellen lassen und einen Schrank und lebt nun inmitten seiner Apparate. Sind sie abends ausgegangen, so sitzen sie hier noch ein Stündchen zusammen, plaubern und schmieden Zukunftspläne. Das ist ihre schönste Stunde am Tag. Karajan ist auch heute vergnügt und vorzüglich aufzelegt, wie immer, wenn er eine neue Arbeit unter den Fingern hat. Da tut es nichts, wenn die Sache mal stockt oder fehlschlägt, er findet seine Befriedigung in der Arbeit selbst, zunächst ganz unbekümmert um den Erfola. Ueberreichung der ersten Schutzwall=Ehrenzeichen Generalinspektor Dr. Todt überreichte in einer Feier stunde Westwallarbeitern, die mindestens 16 Monate an dem Bau tätig sind, das Schutzwall=Ehrenzeichen. Weltbild=M. PK.=Folkerts=Weltbild(M). Angetreten zum Beförderungsappell. „Du bist schon den ganzen Abeno so sonderbar, Karola," fährt er plaudernd fort, ohne seinen Worten allzu großes Gewicht beizulegen.„Hat dich das Zusammentreffen mit Meßdorff und seiner Frau so geärgert? Ulkig, nicht wahr? Wenn wir beide mal irgendwohin schauen... schwupp.. taucht unsere böse Vergangenheit vor uns auf!“ lacht er. Er sieht nicht, wie Karolg bei diesen Worten zusammenzuckt, ihn erschreckt anblickt, sondern streicht ihr tröstend übers Haar und meint begütigend:„Na, laß nur, kleines Mädchen, das ist lange tot und versunken. Kannst mir schon glauben, ich habe mit dem Meßdorff nicht das geringste zu tun. Und ich fühle nichts mehr für diese Frau, im Gegenteil, es wird mir immer unverständlicher, wie ich jemals so blind sein konnte, ihr zu vertrauen!“ Karola senkt den Kopf und schweigt. Sie kämpft mit den Tränen. Soll sie ihm jetzt nicht einfach alles sagen? Das Werk steht fertig, und wenn er sich grollend zurückziehen würde vor ihr... seine Arbeit könnte nicht mehr darunter leiden. „Mußt nicht traurig sein, Kleines," tröstet er.„Es tut mir ja selber weh, daß du nicht die Allererste bist... aber schau... seit jenem Irrtum habe ich nie wieder in meinem Leben ein Mädchen geliebt, nein! Das kann ich dir schwören, ohne den Blick senken zu müssen. Ist dir das nicht genug? Laß es gut sein, Karola, nimm's nicht tragisch! Und außerdem... er wirft einen schnellen Seitenblick voll Schelmerei auf sie,„... ich habe meine Papiere beisammen. Wie wär's, wenn wir morgen oder übermorgen das Aufgebot bestellen würden?" Er wartet auf eine Antwort, und als keine kommt, als Karola ihm nicht um den Hals fällt und ihn jubelnd an sich preßt, setzt er erstaunt das Glas ab, das er soeben mit Wein füllen wollte, um auf die nahe Hochzeit mit ihr anzustoßen. „Karola!" Er rüttelt sie bei den Schultern. „Du weinst ja? Was soll denn das bedeuten? Das ist doch nicht mehr die läppische Geschichte mit Irene Meßdorff! Da steckt doch etwas anderes dahinter! Karola... willst du mir nicht endlich erklären?.. Mit einem Ruck steht Karola auf. „Ja, es steckt etwas anderes dahinter! Und du sollst Bescheid wissen. Ich bin Karola Westner!“ Er sieht sie verständnislos an. „Natürlich! Das weiß ich doch! Was soll denn Besonderes daran sein? Oder wirst du etwa steckbrieflich verfolgt?“ schließt er mit einem schwachen Versuch, die Sache ins Spaßige abzubiegen. Doch Karola geht gar nicht darauf ein. „Meine Mutter ist eine geborene Battenfeldt und erbte die„Vereinigten Chemischen Werke“ in Radevormwald. Mein Vater, dessen Namen ich auch trage, starb drei Jahre nach meiner Geburt in Davos. Er war Musiker, komponierte... meine Neigung zur Musik stammt von ihm. Zwei Jahre nach seinem Tode verheiratete sich Mutter mit Professor Paarmann, den du noch kennengelernt hast.“ Karajan steht gänzlich regungslos. Nur die Brauen ziehen sich in seinem Gesicht zusammen und der Mund wird zu einem harten Strich. „Als du deine erste Erfindung machtest, in unserm Werk, war ich mit Meßdorff verlobt. Du kanntest mich nicht, ich kannte dich nicht. Du warst mir ein gleichgültiger Name. Hätte ich dich nur ein einziges Mal gesehen, nie hätte ich meine Einwilligung gegeben, dir deine Arbeit abzujagen. Daß ich damals in der Welt herumreiste, Meßdorff so blind vertraute, das ist meine Schuld. Ich habe sie gebüßt, Herbert, das darfst du mir glauben! Zu jener Zeit betrog mich Meßdorff bereits mit jener Irene, die dir dein Geheimnis entlockte und Meßdorff überhaupt erst auf den Gedanken brachte, dir deine Arbeit als„Werkserfindung“ zu entwenden. Bis dieser Prozeß zu Ende war, hatte er mich nötig, nachher... Alles habe ich überwunden! Alles glaubte ich erledigt und tot. Ich wollte durch Arbeit gutmachen, was ich bisher versäumt hatte... da kamst du. Zufall, oder nein.. das konnte kein Zufall sein das war eine Schicksalsfügung... Du warst jedenfalls da, und von diesem Augenblicke an begann mein Leben Glanz und Farbe zu bekommen. Ach, Herbert, du weißt ja nicht, was das bedeutet, wenn eine Frau liebt... dn weißt ja nicht, wie alles, alles daneben blaß, unwichtig, wird." Sie schlingt in wilder Verzweiflung die Arme um seinen Hals, sucht Schutz bei ihm und Hilfe in der wirrung ihres Herzens. Aber er löst ihr die Arme langsam und bestimmt, tritt einen Schritt zurück und sein Gesicht blickt noch immer streng und angespannt. „Und warum hast du das alles verschwiegen? War um redest du erst jetzt, Karola?" „Weil ich dich liebe! Weil ich dich nicht verlieren wollte!" „Mit einer Lüge wolltest du deinc Liebe verteidigen „Ja, begreifst du denn das nicht, Herbert? Versteh du das nicht? Du wärest doch einfach davongelaufen, wenn ich dir damals in Niederau erzählt hätte, weg war. Wie hättest du zu dem Mädchen Vertrauen fasse, können, das einmal, wenn auch unwissend, dein gand Leben umgestürzt hat? Und davor hatte ich Angst ach. so sinnlose Angst... ja, ich gebe es zu, vielleich wäre es besser gewesen, damals zu reden.. konnte es nicht! Herbert... kannst du das nicht o stehen?" jne „Nein! Ich werde nie verstehen können, wie e Lüge Nutzen stiften soll. Ich werde nie begreifen, w du mich fast ein halbes Jahr zum Narren halt fountest!" Nr. 279 Das Ges jetzt vollzieht Einmal hat Kasernen in milien eingeg „totalen Menschen geg dern es die I trotz der verä durchgeführt Das Zw betrachtet, zu leicht gerade des so viel ge lichkeit gewo alle und Es ist heute antreten, nur daß inzwisch der Kampf r Arbeit in de einander steh Es verst Ansprüche a ist klar, daß richtung auc sprüche ausli Erfahrungen hundert die entschieden n Widersta solch ernster darauf geucl standskraft noch gestärkt Es ist Gegenwart, daß wir es 1 Irgendeinc beginnnens Dinge hinw Darin liegt richtig verst wechseln. Al scheidungen heraus den sogar mand daß man si Tätigkeit, m freiwillig b dann eben i auch wieder Kunst, die n miger Kraft Kraft nahezu alle Kraft des( der Kultur, Körpers ver ihnen oft a der Kraft e gung, ohne nichts vollen einem ander besten Wille Und da Wichtigkeit, samtheit zu uns auch i tages der Freudec lassen, weil segensreich sie unter g kann. Durzur Tat der Hein Maß seit B tum und se ges getan. Unterlaß. In der hören, daß dele, die im sächlich ist quellen jahren han losen VerFreude, we sundheit un geringer ge Arbeitsgeb so wird da gleichzeitig retten betre meinschaft Ursache des 24. Fortsetzung. „Verdammter Narr, der ich war!“ „Aber das ist ja entsetzlich. Wenn Karajans Erfindung nun noch gelingt..." „Sie ist gelungen!“ „Und was willst du unternehmen?" Meßdorff zuckt die Achseln. „Ich weiß es noch nicht!“ Ein Logenschließer nähert sich vorsichtig und rührt an Meßdorffs Arm ganz zart an.„Das Rauchen ist hier verboten, mein Herr! Es ist im ganzen Hause verboten!" Aergerlich zerdrückt Meßdorff die Zigarette. Irene zieht die Brauen zusammen.„Ich will dir eins sagen: daß Karajan dieses Geschäft mit dem Mädchen gemacht hat, das ihm damals die Existenz vernichtete, erscheint mir ganz ausgeschlossen. Er hat... eine ausgesprochene Abneigung gegen Frauen, die etwas vom Geschäft verstehen. Und er vergißt nicht! Er trägt Unrecht lange nach. Ich kenne ihn doch!" Meßdorff sieht seine Frau spöttisch an.„Das glaube ich dir ohne jeden Beweis. Wenn irgend jemand ihn kennt, dann mußt du es ja wohl sein!" „Carly... ich bitte dich! Du weißt doch, daß ich dich allein liebe! Warum quälst du mich mit den vergangenen Dingen?!“ „Halten wir uns nicht damit auf. Du glaubst also, Karajan weiß gar nicht, wer das Mädchen ist?“ „Anders kann ich mir sein Verhalten nicht erklären. Wüßte er, daß das Mädchen die ehemalige Inhaberin der„Vereinigten“ ist, hätte er nie einen Pfennig von ihr genommen.“ „Mich interessiert vor allem die Frage, woher die Westner überhaupt gewußt hat, daß Karajan eine solche Sache in Arbeit hat. Denn eins ist mir jetzt klar: Karajan scheint tatsächlich keine Ahnung zu haben, wer das Mädchen da neben ihm in Wirklichkeit ist. Hast du nicht gesehen, wie sie erschrak, als wir hinübergrüßten?... Sie hat Angst, daß Karajan erfährt, wer sie ist!“ „Aber sie liebt ihn doch! Sie muß ihm doch gesagt haben, wer sie ist...!“ Meßdorff schüttelt den Kopf. „Nein, das glaube ich nicht“ Und mit der seherischen Gabe, die die Not mitunter verleiht und die gute Menschenkenner und erfolgreiche Geschäftsleute immer haben, durchschaut er beinahe die Zusammenhänge. „Wenn ich nur sicher wüßte, daß Karajan ahnungslos ist!“ „Das können wir in der nächsten Pause feststellen,“ meint Irene.„Ich werde mit den beiden ein wenig ... plaudern!“ Meßdorff küßt seiner Frau die Hand. „Ich beginne langsam zu erkennen, wieviel ich von dir noch lernen kann, Irene. Du rechnest mit Menschen besser... als ich mit meinen Zahlen.“ Der Vorhang schließt sich gerade vor dem jungen Glück der kleinen Frau Schmetterling, als sie wieder auf ihren Plätzen sitzen und Beifall spenden, als sei nicht das geringste geschehen. *** In der Pause ist die prächtige Wandelhalle des ersten Ranges der gesellschaftliche Mittelpunkt des Abends. Die Damen zeigen ihre schönen Kleider, die Herren machen ernste, würdige Gesichter oder bemühen sich, leise und gedämpft zu plaudern. Viele Uniformen beleben das bunte, bewegte Bild einer fröhlich wandelnden, festlichen Gesellschaft. Meßdorff hat sich mit seiner Frau in die Nähe der großen Treppe gestellt. Auf diese Weise kann ihnen arajan nicht entwischen. Da entdeckt er das Paar. Ein verstohlener Blick zu seiner Frau. „Sieh da... welch seltene Begegnung!“ Strahlend geht Irene auf Karajan und seine Begleiterin zu.„Ich freu mich, lieber Doktor, Sie wiederzusehen. Ah, da ist auch mein Mann!“ Mit bezaubernder Liebenswürdigkeit winkt sie Meßdorff hera., Nun ist alles zu Ende, denkt Karola. Sie fühlt eine eisige Ruhe über sich kommen. Ihr ist, als erstarre sie am ganzen Körper. Das Herz schlägt dumpf und schwer, als habe es Mühe, seine Pflicht auch in diesem entsetzlichen Augenblick weiter zu tun. „Ich freue mich, Sie kennenzulernen!" hört sie Dr. Meßdorff sagen. Es ist ihr wie im Traum zumute. Aber was ist denn ..? Warum spricht er nicht? Warum deutet er mit keinem Blick, mit keiner Geste an, daß er sie kennt...? Jetzt muß es kommen, das Unheil, jetzt muß es doch hereinbrechen... Warum kommt es nicht? Was ist in den Mann gefahren, daß er sie hier behandelt wie eine Fremde? Sie geht neben Herbert wie eine Schlafwandelnde. Karajan macht sein eisigstes Gesicht, er schweigt fast unanständig und zwingt sich nur ein knappes„Ja“ oder „Nein“ ab zu Irenes Fragen. Die aber beherrscht die Kunst des Plauderns des nichtssagenden Schwatzens, meisterhaft. Sie sorgt dafür, daß nicht ein toter Augenblick ins Gespräch kommt. Wer die vier so dahinschreiten sieht, der meint, vier gute Bekannte zu sehen, der ahnt nichts von dem zähen Endkampf, der da anhebt hinter der Maske lächelnder Höflichkeit. Es läutet. In allen Gängen schrillen die Glocken. Auf diesen Augenblick hat Dr. Meßdorff gewartet. Es gelingt ihm, unter dem Vorwand, Fräulein Westner einen Blick von den Seitenlogen ins Orchester werfen zu lassen, sie auf Sekunden allein zu sprechen.